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WOLL Magazin 2022.3 Herbst

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39<br />

Sauerland<br />

<strong>Herbst</strong> 2022<br />

Letzte<br />

Ausgabe von<br />

Worte, Orte, Land und Leute.<br />

Ab November<br />

gibt es das innovative<br />

im sauerland <strong>Magazin</strong>!<br />

www.imsauerland.de<br />

<strong>WOLL</strong> - mit Herz und Hand von


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für jede Anforderung.<br />

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info@wft-fenster.de · www.wft-fenster.de<br />

Öffnungszeiten<br />

Montag-Freitag · 9 Uhr – 18 Uhr<br />

Samstag · 10 Uhr – 13 Uhr


Liebe Leserinnen und Leser,<br />

das <strong>WOLL</strong>-<strong>Magazin</strong> steht für Worte, Orte, Land und Leute. Es gibt indes zwei Herausgeber<br />

und Verlage, einer davon sind wir von axo.media mit den lokalen <strong>WOLL</strong>-Ausgaben<br />

in Arnsberg, Sundern, Meschede, Bestwig, Olsberg, Brilon, Marsberg, Willingen,<br />

Diemelsee, Rüthen, Warstein, Möhnesee und Ense.<br />

Mit dieser Ausgabe halten Sie das letzte <strong>WOLL</strong>-<strong>Magazin</strong> aus unserem Haus in den<br />

Händen. In den letzten fünf Jahren sind mehr als 48 Einzel- und Lokalausgaben (inkl.<br />

unserem Elternratgeber und Sonderheften wie zur Eröffnung der A 46 in Bestwig/Olsberg)<br />

mit durchschnittlich 116 Seiten entstanden. Über 1.000 Geschichten und Texte<br />

wurden geschrieben, mehrere 10.000 Fotos geschossen. Das starke und positive Feedback<br />

von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, war uns dabei stets Ansporn, um weitere<br />

schöne und lesenswerte Geschichten aus dem Sauerland zu recherchieren. Warum wir<br />

das <strong>WOLL</strong> <strong>Magazin</strong> nun einstellen und wie es weitergeht, erfahren Sie ab Seite 6.<br />

Dirk Bannenberg<br />

Herausgeber<br />

Unser <strong>WOLL</strong> <strong>Magazin</strong> ist zu 100 % durch Anzeigen finanziert. Das Thema Werbung<br />

ist dabei äußerst komplex und vielfältig. Wir geben in dieser Ausgabe einen spannenden<br />

Einblick in die Sauerländer Werbewelt und präsentieren erfolgreiche Kampagnen ab<br />

Seite 22.<br />

Außerdem beschäftigen wir uns mit der neuen Mescheder City, Vertrautieren in Willingen,<br />

Prachtkerlen aus Ostwig, Oldtimer-Freunden aus Neheim, Senioren-Messdienern<br />

in Bigge, dem neuen Küppelturm in Freienohl, Babysittern in Sundern, einem erfolgreichen<br />

Trainer aus Brilon und vielen weiteren, bunten Themen aus dem Sauerland.<br />

Das gesamte <strong>WOLL</strong>-Team hier bei axo.media bedankt sich herzlich bei Ihnen für das<br />

entgegengebrachte Vertrauen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch unser neues<br />

imsauerland-<strong>Magazin</strong>, welches ab November kostenlos im ganzen Sauerland erhältlich<br />

sein wird, intensiv lesen und begleiten.<br />

Danke und bis bald, Ihr<br />

Kontakt:<br />

redaktion-woll@axo-media.de<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 3


www.rose-handwerk.de 4 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> • 2022 www.facebook.com/RoseHandwerk<br />

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16<br />

37<br />

56<br />

6 Auf Wiedersehen <strong>WOLL</strong><br />

11 Hasse chehört<br />

12 Ostwiger Pr8kelle<br />

14 Kaminofen-Boom: Krisensicher heizen<br />

16 Das VertrauTier von Usseln<br />

18 Sauerländer Oldtimer auf Abenteuerfahrt<br />

21 Nuttlarer Bierfassrollen<br />

22 Design und Nachhaltigkeit bei Zenith<br />

23 Sauerländer Werbewelt<br />

26 Der Buiterling<br />

28 Messdiener 40 Plus<br />

30 Elektro-Installationskonzepte made in Sauerland<br />

32 Robert geht wandern in Sundern-Hagen<br />

35 Karrierestart im Josefsheim<br />

36 Krankenhaus Maria Hilf<br />

37 Glänzende Trompeter(in) vom Diemelsee<br />

40 <strong>Herbst</strong>gedanken<br />

41 Kleinste Schnitte im<br />

St. Franziskus-Hospital Winterberg<br />

42 Tafel Warstein gegen Lebensmittelverschwendung<br />

44 Meschedes neue City<br />

46 Babysitterkurse in Sunderns Jugendbüro<br />

48 Bau: Sanierung mit Hilfe des digitalen Zwillings<br />

50 Freienohls neuer Küppelturm<br />

51 Zacharias rollt in die 4. Generation<br />

52 40 Jahre Pflegeschule Brilon<br />

54 Sauerländer Trainer auf Schalke:<br />

Tore, Titel, Meisterschaften<br />

56 „Filetstück“ Gewerbegebiet Wiebelsheide<br />

58 Dînner en Blanc der Mescheder Soroptimistinnen<br />

60 Enser Kindertraumapädagoge<br />

63 Kinderyoga:<br />

Donnerstags bei den Steinbergstrolchen<br />

64 Bildungsstadt Arnsberg<br />

67 Rezept: Gebratene Aubergine<br />

68 Von Hellefeld hinaus in die ganze Welt<br />

70 Nepomuk im Sauerland<br />

72 Arnsberger Sage: Edwina und Wilhelm<br />

74 Turmfalken im Bismarckturm am Möhnesee<br />

76 Madfelder Hilfe für Namibia<br />

78 Starkes Team für Tagespflege in Meschede<br />

79 Hubertas Ecke<br />

80 Impressum<br />

81 Kinderbücher aus Belecke<br />

82 Dankeschön, <strong>WOLL</strong><br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 5


NEWS<br />

AUS DEM<br />

SAUERLAND<br />

Foto: AdobeStock_61822822_Romolo Tavani<br />

AUF WIEDERSEHEN <strong>WOLL</strong>,<br />

HERZLICH WILLKOMMEN IMSAUERLAND<br />

Warum das <strong>WOLL</strong>-<strong>Magazin</strong> bei axo.media eingestellt wird und ein neues,<br />

crossmediales <strong>Magazin</strong>konzept für das Sauerland entsteht<br />

ie Welt ist im Wandel, und mit ihr das Sauerland.<br />

Nachhaltigkeit zum Beispiel steht heute ganz<br />

oben auf der Liste der wichtigsten und dringendsten<br />

Zukunfts-Themen, damit wir unseren Kindern einen<br />

lebenswerten Planeten hinterlassen können. Wussten<br />

Sie, dass es etwa 10 Liter Wasser benötigt, um ein einzelnes,<br />

fertig bedrucktes DIN A 4 Blatt zu produzieren?<br />

Wir von axo.media aus Bestwig geben seit 2017 als einer<br />

von zwei Verlagen das <strong>WOLL</strong><br />

<strong>Magazin</strong> im Sauerland heraus<br />

– kostenlos verteilt und<br />

rein werbefinanziert durch<br />

unsere tollen Anzeigenkunden.<br />

Und ja: Es ist jedes Mal<br />

eine besonders große Freude,<br />

ein gedrucktes <strong>Magazin</strong> in der Hand zu halten und<br />

die schönen Sauerland-Geschichten unserer lieben<br />

<strong>WOLL</strong>-Mitarbeiter*innen im Heft zu lesen und in die<br />

hochwertigen Bilder einzutauchen. Der Zuspruch für<br />

unser <strong>Magazin</strong> gibt uns recht – wir könnten noch weitaus<br />

mehr drucken, um die hohe Nachfrage zu stillen.<br />

<strong>WOLL</strong> ist für uns von axo.media aber kein reiner Selbst-<br />

„WIR KÖNNEN DEN WIND<br />

NICHT ÄNDERN, ABER DIE<br />

SEGEL ANDERS SETZEN.“<br />

(ARISTOTELES)<br />

zweck, sondern muss wirtschaftlich auf gesunden Beinen<br />

stehen. Immerhin verlassen sich über 35 Menschen<br />

im Team darauf, regelmäßig ihre Honorare und Gehälter<br />

zu bekommen. Der oben beschriebene Nachhaltigkeitsgedanke<br />

auf der einen, wie auch die exorbitant gestiegenen<br />

Preise für Druck und Papier auf der anderen<br />

Seite, machen ein „weiter so“ für unser <strong>WOLL</strong> <strong>Magazin</strong><br />

zu keiner vertretbaren Perspektive. Aus diesen Gründen<br />

halten Sie hier die letzte <strong>WOLL</strong>-Ausgabe aus unserem<br />

Hause in den Händen. Doch wir<br />

haben gelernt: Wo eine Tür zugeht,<br />

öffnen sich auch neue Türen.<br />

Wenn man so für das Sauerland<br />

brennt wie wir, kann man<br />

nicht einfach die Hände in den<br />

Schoß legen und sagen „das war´s.“ Um die schönen<br />

Sauerland-Geschichten digitaler und nachhaltiger zu<br />

präsentieren, haben wir gemeinsam mit der Werbeagentur<br />

Netzpepper aus Winterberg (Slogan: „Digitale<br />

DNA trifft auf analoge Leidenschaft“) in den letzten<br />

Monaten ein richtungsweisendes, crossmediales <strong>Magazin</strong>konzept<br />

für das Sauerland auf die Beine gestellt.


Stolz werden wir im November 2022 den Nachfolger<br />

präsentieren: das imsauerland-<strong>Magazin</strong>!<br />

Randzitat: Das neue imsauerland-<strong>Magazin</strong> wird es kostenlos<br />

an über 1.000 Stellen im Sauerland geben – zum<br />

Mitnehmen oder per QR-Code für das nachhaltige E-Paper<br />

imsauerland-<strong>Magazin</strong><br />

wird es kostenlos an<br />

über 1.000 Stellen<br />

im Sauerland geben –<br />

zum Mitnehmen<br />

oder per QR-Code für das<br />

nachhaltige E-Paper<br />

Der allergrößte Teil unseres Teams kommt mit und wir<br />

werden im neuen imsauerland-<strong>Magazin</strong> die schönsten<br />

Geschichten aus dem ganzen Sauerland zeigen – zuerst digital<br />

als innovatives E-Paper, dann im Portal www.imsauerland.de<br />

und, wer gar nicht auf Papier verzichten kann,<br />

auch auf FSC-zertifiziertem und aus nachhaltiger Forstwirtschaft<br />

stammenden Papieren in gedruckter Form.<br />

DAS NEUE MAGAZINKON-<br />

ZEPT FÜR ALLE SAUER-<br />

LAND-FANS<br />

www.imsauerland.de ausgespielt und sprechen dort<br />

die Sauerländer an, die sich online informieren oder<br />

unseren Social-Media-Kanälen<br />

folgen. Natürlich<br />

auch noch nach Erscheinen<br />

des nächsten <strong>Magazin</strong>s.<br />

Kompetente Dienstleister<br />

und Handwerker aus dem<br />

Umkreis? Aktuelle Stellenangebote<br />

in der Nähe? Gute<br />

Adressen zum Shoppen, Einkehren<br />

und Wohlfühlen?<br />

Freizeitspaß mit Freunden<br />

und Familie? Mit diesen<br />

Themen ergänzen wir bei<br />

imsauerland die bewährten<br />

Sauerland-Geschichten<br />

und sprechen so auch die jüngeren,<br />

werbeerfolgsrelevanten Zielgruppen im Sauerland reichweitenstark<br />

an. Für Werbetreibende im Sauerland haben<br />

wir Angebote speziell für diese fünf Kernbereiche kreiert:<br />

• Job + Karriere<br />

• Shopping + Lifestyle<br />

• Bauen + Wohnen<br />

• Aktiv + Freizeit<br />

• Gesundheit + Leben<br />

• News<br />

Auf www.imsauerland.de, über Social Media und<br />

in einem im ganzen HSK (+ angrenzende Gebieten)<br />

kostenlos verteilten <strong>Magazin</strong><br />

mit wiederkehrenden Rubriken<br />

und starken saisonalen Themen<br />

erreichen wir die Sauerländer*innen<br />

selbstbewusst, sympathisch,<br />

abwechslungsreich und<br />

nachhaltig.<br />

Weiterer Mehrwert:<br />

imsauerland<br />

gibt es zukünftig<br />

auch als<br />

E-Paper mit echter<br />

„Reader“- Funktion und<br />

zusätzlichen interaktiven Inhalten wie<br />

z. B. Videos oder Bildergalerien. Das ist<br />

unser aktiver Beitrag für eine zeitgemäße,<br />

ressourcenschonende Kommunikation.<br />

Außerdem werden die Inhalte thematisch, ortsbezogen<br />

und mit Unternehmen verknüpft auf<br />

WERBUNG IM<br />

SAUERLAND:<br />

DIGITALER,<br />

CROSS-<br />

MEDIALER,<br />

EFFEKTIVER<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 7


Die imsauerland-Medienprofis stehen bei der Erstellung<br />

von crossmedialen Kampagnen und Konzepten<br />

für Online, Social Media und Print den Kunden kreativ<br />

zur Seite: Vom Mittelständler mit Fachkräftebedarf<br />

bis hin zu allen Firmen, die im Sauerland ihre Angebote<br />

verbreiten oder ihren Bekanntheitsgrad stärken<br />

möchten. Zielgenaues Marketing auf höchstem Niveau!<br />

Wie das im Detail funktioniert und warum das<br />

mit imsauerland besonders günstig geht, erfährt man<br />

auf Anfrage unter 02904 71180-20 bei Oliver Schaeffer.<br />

MARKEN BILDEN.<br />

ANALOG WIE DIGITAL.<br />

ERSTAUSGABE<br />

IM NOVEMBER<br />

ONLINE+<br />

MAGAZIN<br />

Wir möchten Sie nun herzlich einladen, uns auf Social<br />

Media zu folgen (#imsauerland) und ab November<br />

das neue imsauerland-<strong>Magazin</strong> an über<br />

1.000 Stellen entweder kostenlos mitzunehmen<br />

oder dort den QR-Code für das nachhaltige E-Paper<br />

zu scannen. Also, bis bald imsauerland, <strong>WOLL</strong>!<br />

Nutzen Sie unsere crossmediale Strategie für<br />

Ihre Markenbildung. Denn Marken gewinnen<br />

Kunden und Mitarbeitende. Präsentieren Sie Ihr<br />

Unternehmen und Ihr Angebot lesenswert eingebunden<br />

auf imsauerland.de und im gleichnamigen<br />

<strong>Magazin</strong>. Sie erreichen über 100.000<br />

Print-Leserkontakte und viele Tausend Fans<br />

und Follower in den sozialen Netzwerken.<br />

Wir von imsauerland crossmedia helfen Ihnen,<br />

aus Ihren Produkten echte Sauerland-Marken<br />

zu machen. Mit unserem<br />

bestens aufgestellten Team bestehend aus Redakteuren,<br />

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und entwickeln uns weiter. Wir fertigen neue<br />

Produkte, erschließen neue Märkte und schaffen<br />

so Perspektiven für alle, die bei uns arbeiten. Als<br />

Familienunternehmen ist uns ein fürsorglicher<br />

Umgang mit unseren Mitarbeitern ein besonderes<br />

Anliegen. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter – ob<br />

mit flexiblen Arbeitszeiten, Sozialleistungen oder<br />

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Das Traditions-Autohaus O. Stratmann in Heinrichsthal<br />

steht für Kompetenz und Zuverlässigkeit. Wir sind der<br />

richtige Ansprechpartner für Sie, wenn es um die Beratung<br />

und den Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen (PKW und<br />

Transporter) geht. Dafür stehen wir Ihnen von Mo-Fr in der Zeit<br />

von 9-18 Uhr und Sa von 8-12 Uhr zur Verfügung.<br />

Auch, wenn es um die Reparatur und Wartung der gängigen Modelle<br />

aller PKW- und LKW-Hersteller geht, sind Sie bei uns richtig.<br />

Nach Unfällen kümmern wir uns um die Instandsetzung Ihres<br />

Fahrzeuges.<br />

Zu unserem Leistungsspektrum gehört auch die Wartung und Reparatur<br />

von Nutzfahrzeugen, Transportern, Anhängern, Aufliegern<br />

und Bussen aller Marken. Zudem sind wir Vertragswerkstatt für<br />

Peugeot, Citroen und Subaru (PKW) und für Nutzfahrzeugen der<br />

Marke DAF.<br />

Verschiedenste Prüfungen und Diagnosen können Sie bei uns fachgerecht<br />

durchführen lassen, u. a. für Steuergeräte, Achsvermessungen,<br />

Fahrtenschreiberprüfung, ACC, AU und SP. HU-Abnahmen<br />

werden werktäglich in unserem Hause durchgeführt.<br />

Öffnungszeiten<br />

Werkstatt : Mo. - Fr. von 8:00 - 16:30<br />

Sa. von 8:00 - 12:00<br />

Verkauf : Mo. - Fr. von 8:00 bis 18:00<br />

Sa.<br />

zur Zeit nur nach<br />

Terminabsprache<br />

Autohaus O. Stratmann GmbH<br />

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Heinrichsthaler Straße 4 | 59872 Meschede<br />

Tel. 0291 - 95274 0 | Fax 0291 - 95274 20<br />

info@lkw-service-stratmann.de<br />

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10 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Hasse chehört…?<br />

Anke Kemper<br />

Lisbeth, wat macht denn dein Friedel<br />

mit deinen einjemachten Marmeladen für’n<br />

„Mensch<br />

Jedöns? Man kann ja kaum noch durch eure<br />

Fenster gucken, wegen de janzen Plakate.“<br />

„Er nennt dat Werbung. Weißte, er versucht de Marmelade<br />

zu verkaufen, weil wir sonst widda zu viel haben und er nix<br />

anderes zum Frühstück kricht.“<br />

„Wer kommt denn hier schon her… inne Sackgasse verirrt<br />

sich doch keiner.“<br />

„Dat muss sich ja auch erst rumsprechen.“<br />

„Na, so nen richtiges Konzept hat er abba nich, odda? Da war<br />

er damals bei dir kreativer, als er um dich jeworben hat.“<br />

„Wat meinste denn jetzt damit?“<br />

„Haste Töne, dat weiß ich ja sogar noch, als wär es jestern<br />

jewesen! Da hat er doch sonst wat anjestellt, um dich zu kriejen.<br />

Dat war schon so nen richtig ausjeklügeltes Makketing,<br />

weißte.“<br />

„Wat is dat denn jetzt schon widda?“<br />

„Pass auf, is janz einfach: erst hat er sich nen Ziel jesetzt, nämlich<br />

dat er dich haben wollte.“<br />

„Jau.“<br />

„Dann hat er nen Plan jemacht, wie er dat umsetzen kann,<br />

also wie er dich kricht.“<br />

„Isso. Wenn ich daran denke …“<br />

„Abba dann musste er ja auch erst rescherschieren, wegen<br />

nem Wettbewerber, woll?“<br />

„Stimmt, da waren noch … der Fritz, der Karl, der Manfred …“<br />

„Chenau. Und dann hatta einfach losjelecht und seinen Plan<br />

umjesetzt.“<br />

„Jau, da war er nich mehr zu bremsen.“<br />

„Und durch stetige Wiederholung hat er dich dann am<br />

Wickel jehabt.“<br />

„So einfach war dat, Fine?“<br />

„Jau, Lisbeth. So chet dat.“<br />

„Ach, dat waren noch Zeiten! Auch wenn er heute keine<br />

Makketingstrategie mehr für mich hat, so nen bisken umwerben<br />

könnte er mich ja nun doch mal, meinste nich auch?“<br />

„Jetzt lass ne erst ma de Marmelade verkaufen, dann überlejen<br />

wir uns wat wegen nem Wettbewerb, woll?“<br />

„Du meinst: den Fritz, den Karl und den Manfred?“<br />

„Chenau, sollst ma sehen: Konkurrenz belebt dat Jeschäft.“ ■<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 11


Britta Melgert<br />

Privat<br />

A-cappella-Musik made in Ostwig<br />

Die neun Pr8kerle<br />

kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon“ - wohl jeder hat bei diesem Liedtext den ganz<br />

besonderen Sound von vielstimmig singenden, elegant gekleideten Herren ohne Instrumentalbegleitung<br />

im Kopf – a cappella. Was vor hundert Jahren ein echter Gassenhauer war, kann auch heu-<br />

„Mein<br />

te noch das Zeug dazu haben, das Publikum zum Rasen zu bringen. Bei den Pr8kerlen aus Ostwig ist das der Fall.<br />

„Die Idee entstand in den 1990er Jahren beim Ostwiger Karneval“,<br />

erinnert sich Werner Heikenfeld. „Einige von uns waren<br />

mit der Rockband E-Lok aktiv und hatten für die Prunksitzung<br />

entsprechend melodiöse Lieder einstudiert. Der Schritt zum a<br />

cappella war nur ein sehr kleiner. Wir haben schnell ein paar<br />

Gleichgesinnte ausgemacht und Herbert Pohl, den Chorleiter<br />

unseres Gesangsvereins, zu unserer Unterstützung und Entwicklung<br />

gewinnen können.“<br />

Anzug, Schal und Zylinder –<br />

oder weißer Bademantel<br />

Sechs Gründungsmitglieder sind noch unter den heute neun<br />

aktiven Pr8kerlen. Heiner Ramspott erzählt: „Wir haben uns<br />

recht schnell einen gewissen Namen gemacht und wurden für<br />

Auftritte bei Firmenjubiläen, Geburtstagsfeiern oder sonstigen<br />

Veranstaltungen gebucht. Inzwischen hatten wir uns mehrere<br />

Bühnenoutfits zugelegt, um nicht nur stimmlich, sondern auch<br />

optisch zu punkten.“ Markus Schrewe beschreibt es genauer:<br />

„Mindestens drei Mal pro Abend haben wir uns umgezogen.<br />

Vom Anzug mit Schal und Zylinder bis hin zum weißen Bademantel<br />

war alles drin im Künstlerkoffer.“ Nico Jäkel lacht und<br />

beruhigt: „Aber wir haben stets was anbehalten!“<br />

Offen für jede Art von Veranstaltung<br />

Schnell kommen die Erinnerungen hoch, und die Sänger überschlagen<br />

sich mit alten Storys. Hier ein „Weißt du noch…“<br />

und dort ein „Ich werde nie vergessen, als …“. Rolf Friedewald<br />

bringt es auf den Punkt: „Wer uns haben will, bekommt<br />

uns. Wir sind offen für jede Art von Veranstaltung.“ Christian<br />

Ramspott verrät lachend: „Unser Motto ist: Wir sind vor nix<br />

fies!“<br />

Flashmob in Oberhausen und Konzerte in Ostwig<br />

Und so waren die Pr8kerle gern und oft unterwegs auf Konzertreise.<br />

„Unser weitest entfernter Auftritt war auf Mallorca.<br />

Aber auch auf Langeoog, in Bielefeld oder Kassel sind wir aufgetreten“,<br />

informiert Roland Kreft. Elmar Breun ergänzt: Ver-<br />

12 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


gesst nicht den Flashmob im Centro Oberhausen. So, wie man<br />

das aus dem Fernsehen und von YouTube kennt, hat einer von<br />

uns mit dem Lied angefangen und dann kamen wir anderen<br />

nach und nach dazu. Das war zwar aufregend, aber doch irgendwie<br />

cool.“ Alle sind sich jedoch einig: „Die ganz besonderen<br />

Highlights waren stets die Auftritte bei uns zuhause in<br />

Ostwig.“<br />

siebenstimmig gleichzeitig vier bekannte Lieder gesungen<br />

werden und man doch plötzlich „Let it be“ und „Take me<br />

home, country road“ heraushört, ist wohl jeder im Publikum<br />

fasziniert. Und was soll man sagen zu der ganz eigenen Interpretation<br />

von Silbermonds „Das Beste“? Vielleicht besser gar<br />

nichts, denn das erhöht die Vorfreude auf die Zeit, wenn die<br />

Durststrecke ohne die Ostwiger Pr8kerle wieder vorbei ist. ■<br />

Ein Blick in die Zukunft<br />

Die Corona-Pandemie hat vieles lahmgelegt, so auch die Musik<br />

der Pr8kerle. Klaus Schmücker berichtet, dass es fast zu<br />

Ende gegangen wäre mit der humorvollen, singenden Truppe.<br />

„Doch inzwischen treffen wir uns wieder und merken, wie<br />

sehr wir die Musik und das Zusammensein vermisst haben.<br />

Wir planen auch wieder ein Konzert und peilen dafür das Jahr<br />

2024 an. Bei A-Cappella-Musik muss man lange üben, bis jeder<br />

Ton sitzt. Wir versprechen aber, unsere Tournee in Ostwig<br />

zu starten.“<br />

Und so dürfen sich die Fans schon jetzt auf Lieder freuen wie<br />

den Klassiker vom Kaktus, aber auch besondere Interpretationen<br />

von jüngeren Oldies und neuzeitlichen Hits. Wenn<br />

„Die ganz besonderen Highlights<br />

waren stets die Auftritte bei uns<br />

zuhause in Ostwig.“<br />

Die<br />

Nr. 1<br />

in Warstein<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 13


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Wohlig, wertig, umweltfreundlich – Holzöfen aus Brilon<br />

KAMINOFEN-BOOM:<br />

KRISENSICHER HEIZEN<br />

Drooff Kaminöfen GmbH & Co. KG<br />

Angetrieben von den europapolitischen Entwicklungen erlebt der Kaminofenhersteller DROOFF aus Brilon<br />

einen Verkaufsboom. Gas und Öl sind teuer und knapp - viele wünschen sich eine wohlige, bezahlbare<br />

Wärme durch ein Ofenfeuer. Die hohe Nachfrage zieht lange Lieferzeiten mit sich. Im DROOFF 2.<br />

Wahl-Verkauf haben Kunden Glück - Kaminöfen sind sofort verfügbar. Wie stark sich das Geschäft in letzter Zeit<br />

verändert hat, wird im Gespräch mit Geschäftsführer Till Klask und Verkaufsberater Thomas Mucha deutlich.<br />

14 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


<strong>WOLL</strong>: Inwiefern hat sich die Kaminofennachfrage<br />

in der letzen Zeit gewandelt?<br />

Thomas Mucha: Die Nachfrage hat sich im Vergleich<br />

zum Vorjahr mehr als verdoppelt.<br />

Till Klask: Dem kann ich nur zustimmen. Die Nachfrage<br />

ist extrem gestiegen. Die Branche kann sich vor Aufträgen<br />

kaum retten!<br />

<strong>WOLL</strong>: Was sind die Gründe für den extremen<br />

Wandel in der Branche?<br />

Till Klask: Vor allem erhöht der Ukraine-Krieg das Bedürfnis<br />

nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen,<br />

insbesondere von Erdgas. Aufgrund hoher Energiepreise<br />

suchen immer mehr Menschen nach bezahlbaren, sicheren<br />

Heizalternativen. Zudem haben viele während der<br />

Corona-Krise ihr Zuhause stärker in den Mittelpunkt<br />

von Investitionen gestellt. Man macht es sich daheim<br />

wieder gemütlich. Auch die Klima-Krise zeigt ihre Wirkung<br />

und erhöht das Bewusstsein für CO2-neutrales und<br />

nachhaltiges Heizen. Außerdem müssen viele Haushalte<br />

aufgrund des Bundes-Immissionsschutzgesetzes<br />

(BImSchV) veraltete Kaminöfen bis zum 31.12.2024<br />

austauschen.<br />

<strong>WOLL</strong>: Welche Besonderheiten stellen Sie zurzeit<br />

während Verkaufsgesprächen fest?<br />

Thomas Mucha: In Kundengesprächen stelle ich eines<br />

ganz besonders fest: Die Menschen haben Angst. Seitdem<br />

Robert Habeck die 2. Alarmstufe für den Notfallplan<br />

Gas ausgerufen hat, ist ein regelrechter Run auf Kaminöfen<br />

ausgebrochen. Die Angst vor einem kalten Winter ist<br />

immens. Viele Kunden möchten hinsichtlich der Energieversorgung<br />

autark sein. Wasserführende Kaminöfen und<br />

Kaminöfen mit Backfach sind besonders gefragt.<br />

<strong>WOLL</strong>: Was macht den DROOFF 2. Wahl-Verkauf in<br />

Brilon aus?<br />

Thomas Mucha: Die direkte Verfügbarkeit! Wir<br />

verkaufen in der 2. Wahl Kaminöfen mit leichten Schönheitsfehlern<br />

sowie Ausstellungsstücke solange der Vorrat<br />

reicht. Sollte der Traumofen mal nicht dabei sein, können<br />

sich unsere Kunden auf eine Warteliste setzen lassen.<br />

Till Klask: Tolle Beratung, faire Preise und – dem kann<br />

ich nur zustimmen – die direkte Verfügbarkeit!<br />

<strong>WOLL</strong>: Welche Alleinstellungsmerkmale haben<br />

DROOFF Kaminöfen im Vergleich zum Wettbewerb?<br />

Till Klask: Unsere Kaminöfen brennen aufgrund innovativer<br />

Technik besonders umweltfreundlich. Wir zählen<br />

zu den wenigen Herstellern mit einer elektronischen Abbrandsteuerung.<br />

Außerdem sind unsere Produkte dank<br />

hervorragender Verarbeitungsqualität und dem Einsatz<br />

von Gussteilen besonders robust. Übrigens sind wir der<br />

erste Hersteller mit Blauer-Engel-Auszeichnung und der<br />

einzige Hersteller mit Dauerbrandöfen für Scheitholz!<br />

Thomas Mucha: DROOFF Kaminöfen lassen sich<br />

nicht mit Billigöfen aus dem Baumarkt vergleichen. Wir<br />

verkaufen hochwertige Ware, die unsere Kunden bis zu 20<br />

Jahre lang glücklich machen soll. ■<br />

<strong>WOLL</strong>: Wie lange wartet man aktuell auf einen<br />

Kaminofen?<br />

Till Klask: Je nach Modell und Hersteller bis zu 1,5 Jahre<br />

- bei DROOFF zwischen 3 und 8 Monate.<br />

Till Klask<br />

(Geschäftsführer)<br />

Thomas Mucha<br />

(Verkaufsberater)<br />

DROOFF Kaminöfen GmbH & Co. KG<br />

Keffelker Str. 40 | 59929 Brilon<br />

www.drooff-kaminofen.de<br />

Make fire. Save nature.<br />

Jetzt Termin vereinbaren!<br />

Ihr Ansprechpartner:<br />

Thomas Mucha<br />

0151 42423449<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 15


Nutztierhaltung der anderen Art<br />

WEICHENSTELLUNG<br />

FÜR EIN NEUES LEBEN<br />

Manfred Eigner<br />

S. Droste<br />

Christian Schulte<br />

Nina Schönrock<br />

Durch „VertrauTier“ in Usseln finden Menschen<br />

und Tiere mit Beeinträchtigungen<br />

verschiedenster Art zueinander. Christian<br />

Schulte und Nina Schönrock sind Fachkräfte für tiergestützte<br />

Intervention mit einer großen Auswahl an<br />

„Nutztieren“.<br />

Die drei Wachtiere kennen ihre Aufgabe: Der junge Hund<br />

bellt zur Begrüßung, aus dem Stall erhebt eine Gans lautstark<br />

ihr Geschnatter. Und als Dritte im Bunde machen<br />

die Ziegen mit ihrem Gemecker auf die Eindringlinge aufmerksam.<br />

Ansonsten gibt es nichts zu meckern bei Christian Schulte<br />

und Nina Schönrock. Seit 2019 hat das Ehepaar im schönen<br />

Usseln seinen Lebensmittelpunkt - gemeinsam mit<br />

drei Pferden, vier Hunden, drei Katzen, fünf Kaninchen,<br />

drei Meerschweinchen, neun Schafen, sechs Ziegen, sechs<br />

Hühnern, einer Ente und einer lautstarke Gans. Es ist kein<br />

landwirtschaftlicher Betrieb und doch sind die aufgezählten<br />

Tiere nicht nur Haustiere, sondern auch „Nutztiere“.<br />

Menschen mit Geschichte und Tiere mit Geschichte<br />

Bei Christian Schulte, studierter Sozialpädagoge und Fachkraft<br />

für tiergestützte Intervention, und seiner Frau Nina<br />

Schönrock, Ergotherapeutin und ebenfalls Fachkraft für<br />

tiergestützte Intervention, finden Menschen jeden Alters,<br />

mit emotionalen, psychischen oder physischen Beeinträchtigungen,<br />

Familien mit Kommunikations- und Erziehungsproblematiken<br />

sowie Kinder und Jugendliche mit schwerem<br />

Trauma, Missbrauchs- und Gewalterfahrung Hilfe. Das<br />

Außergewöhnliche: VertrauTier arbeitet ausschließlich mit<br />

Tierschutztieren, also Tieren, denen selbst teilweise Schlimmes<br />

widerfahren ist. Bei VertrauTier kommen Menschen<br />

mit Geschichte und Tiere mit Geschichte zueinander.<br />

Wenn man erlebt, wie entspannt die Tiere sind, wird<br />

schnell deutlich, wie wohl sie sich bei den beiden Tierfreunden<br />

fühlen. Da ist die Bordercollie-Hündin Polly. Stolze 17<br />

Jahre, rank und schlank und leider ertaubt. Während des<br />

Interviews schmiegt sie an das Bein des Reporters. Tiefenentspannt<br />

auf dessen Füßen ruht Nevia, ein Schäferhund-<br />

Husky- und Noch-viel-mehr-Mix.<br />

16 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


„Mit Nevia verbinden wir eine aufregende Geschichte“, erzählt<br />

Nina Schönrock: „Bei einem Kletterurlaub in der Türkei<br />

fanden wir den ca. acht Monate alten Welpen schwerverletzt<br />

in einer Schlucht. Wir haben dann den Transport<br />

zu uns nach Deutschland organisiert.“ Dann fügt sie lachend<br />

hinzu: „Beim Zoll auf dem Frankfurter Flughafen<br />

ist sie beim Öffnen ihres Käfigs zur Begutachtung sofort<br />

dem Zöllner - Gott sei Dank ein Tierfreund - freudestrahlend<br />

auf den Arm gesprungen.“ Wahrscheinlich hat Nevia<br />

erkannt, dass die Weichen auf ein schönes Leben für sie<br />

gestellt worden sind.<br />

Genauso wie das ehemalige Rennpferd, das nicht mehr die<br />

erwünschte Leistung gebracht und deshalb zum Schlachter<br />

sollte. Oder die Hühner aus der Legebatterie, das Kaninchen<br />

aus dem Versuchslabor, die Schafe und Ziegen, denen<br />

Schlimmeres erspart wurde.<br />

Nicht jedes Tier eignet sich als Therapietier<br />

Ihre Dankbarkeit geben die Tiere nun an „ihre“ Menschen<br />

zurück. „Eins muss man natürlich ganz klar herausstellen“,<br />

betont Christian Schulte: „Nicht jedes Tier eignet sich als<br />

Therapietier. Deshalb ist es uns als Tierschützer absolut<br />

wichtig, die Tiere zu beurteilen und die Weichen für die<br />

Zukunft des Tieres individuell zu stellen und passend auch<br />

zu vermitteln. Nur so kann das Lebewesen seinen Platz finden,<br />

an dem es sich wohlfühlt.“<br />

Als der Schafbock Montgomery, liebevoll nur Monty gerufen,<br />

sieht, dass Nina und Christian mit seinem Kutschgeschirr<br />

und dem Bollerwagen zu seiner Koppel, die er<br />

sich mit seinen Damen teilt, kommen, ist die Vorfreude<br />

unübersehbar. „Er liebt es den Bollerwagen zu ziehen“, erklärt<br />

Nina Schönrock und Monty kann es gar nicht schnell<br />

genug gehen.<br />

etwas mit den Menschen zu machen, ist verblüffend. Sei<br />

es das Huhn, das auf Kommando auf die Schulter fliegt.<br />

Sehenswert auch die Hühnergruppe, die, angelockt von<br />

leckerem Mais, den eigens für sie installierten Agillity-<br />

Parcours absolviert.<br />

Die Familie<br />

Das Leben des Ehepaares ist ganz auf das Wohl von Mensch<br />

und Tier ausgerichtet. Und so kam es auch, dass die beiden<br />

von ihrem Hochzeitsgeld zwei Pferde ihres ehemaligen<br />

Arbeitgebers von einem Schlachthof aus Holland zurückgekauft<br />

haben. Ihre Trauung fand übrigens in der freien Natur<br />

statt. Schaf Käthe hatte dabei eine besondere Rolle: „Käthe<br />

hatte die Ringe zu uns gebracht. Die trug sie in einem Kästchen<br />

auf ihrem Kopf“, berichten die beiden Tierschützer.<br />

Mit verklärtem Blick auf ihre zwei- und vierbeinigen, mit<br />

Fell oder Federn ausgestatten Mitbewohner betonen beide<br />

einstimmig: „Die Tiere sind unsere Familie“. ■<br />

„Die Tiere sind unsere Familie“<br />

Heizkosten sparen mit<br />

Thermo-Vorhängen<br />

und Wabenplissees<br />

Tiere akzeptieren Menschen, wie sie sind<br />

Eines macht Christian Schulte noch deutlich: „Es sind<br />

Lebewesen und sie haben ihre Charaktere. Viele glauben,<br />

Therapietiere lassen alles mit sich machen, aber das ist nicht<br />

richtig. Die Tiere sind auf ihre Leitmenschen fixiert und<br />

finden dort die Sicherheit und das Vertrauen. Besonders<br />

in schwierigen oder sogar Ausnahmesituationen. Das bestätigt<br />

Nina Schönrock: „Tiere akzeptieren Menschen, wie<br />

sie sind. So wertfrei kann man das als Mensch gar nicht<br />

leisten.“ Wieviel Spaß es den Tieren bereitet, gemeinsam<br />

34431 Marsberg-Bredelar - Sauerlandstr. 85<br />

Telefon 0 29 91 / 395 - Email: raum-heller@t-online.de<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 17


Christian Jakobsen und Michael Nölle (v.l.)<br />

Zwei Neheimer sammeln 15.000 Euro für Friedensdorf-<br />

International bei „Charity und Adventure Tour“<br />

MIT DEM OLDTIMER DIE<br />

„BRITISCHE SEELE“ ERKUNDET<br />

Paul Senske<br />

Philipp Nolte & Privat<br />

F<br />

ür Christian Jakobsen und Michael Nölle war<br />

es ein faszinierendes und unvergessliches Erlebnis:<br />

Mit dem Oldtimer auf einem Roadtrip durch<br />

Großbritannien unterwegs, dabei die „Seele des Vereinigten<br />

Königreichs“ erkunden, Abenteuer erleben sowie<br />

Freiheit genießen und insgesamt 15.000 Euro an Spenden<br />

für kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten<br />

sammeln. „Es waren gewaltige Eindrücke“, erzählen<br />

die beiden Neheimer, die im Mai bei der UK Rallye<br />

„Knigths of The Island“ als „Team The Woodlands“<br />

unterwegs waren. „Unsere Leidenschaft für Oldtimer<br />

mit Abenteuerlust und der Hilfe für Kinder zu kombinieren,<br />

ist eine tolle Sache. Da gehen unsere Herzen auf.“<br />

Mit An- und Abreise waren Jakobsen und Nölle, deren<br />

Familien sich über ihre Töchter Emilia und Edda („beste<br />

Freundinnen“) kennengelernt haben, zwölf Tage unterwegs,<br />

legten während der zehn Rallye-Tage 3.500 Kilometer zurück.<br />

Von Brüssel aus ging es über England, Wales nach<br />

Schottland mit dem Ziel Edinburgh. Insgesamt nahmen<br />

160 Teams an der Charity und Adventure Tour, die im Mai<br />

ihre 6. Auflage erlebte, teil. Die Startbedingungen waren<br />

klar definiert: Kein GPS, kein Navi, keine Fahrt auf der<br />

Autobahn, der Oldtimer muss mindestens 20 Jahre alt sein.<br />

Ein Roadbook mit Etappenvorschlägen, außergewöhnlichen<br />

Aufgaben, Spaß und sehr viel Abenteuer wurde ihnen<br />

an die Hand gegeben. Die Aufgaben waren aber nicht verpflichtend.<br />

Das Motto lautete: Nichts muss, alles kann. Jedes<br />

Tam musste zudem mindestens 500 Euro für ein nachhaltiges<br />

Charity-Projekt sammeln.<br />

18 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


„Wir haben uns im Vorfeld für das Friedensdorf International<br />

mit Hauptsitz in Dinslaken/Oberhausen entschieden“,<br />

betont der 43-jährige Nölle. „Diese Hilfseinrichtung kümmert<br />

sich um u. a. verletzte und kranke Kinder aus Kriegsund<br />

Krisengebieten. In den Tagesthemen bin ich beim Bericht<br />

über den Sturm auf Kabul auf das Schicksal der Kinder<br />

aufmerksam geworden und habe mich ans Friedensdorf<br />

gewandt. Man kann es als sensationell bezeichnen: 15.000<br />

Euro sammelten Jakobsen und Nölle. „Der Spendenaufruf<br />

bei Freunden, Geschäftspartnern usw. brachte überragende<br />

Resonanz. Wir haben Sponsoren auch Werbemöglichkeiten<br />

auf unserem Auto angeboten, die haben davon reichlich<br />

Gebrauch gemacht. Auch das Friedensdorf International-Logo<br />

war aufgeklebt. Wenn man bedenkt, dass bei der<br />

Rallye mit 160 Teams insgesamt 200.000 Euro an Spenden<br />

zusammenkamen, dann kann sich unser Ergebnis mehr als<br />

sehen lassen.“<br />

Ursprünglich sollte ihr Rallye-Abenteuer eigentlich nicht<br />

auf die Insel führen. Ins Auge gefasst war eigentlich ein<br />

dreiwöchiger Rallye-Trip rund um die Ostsee. Aber die<br />

mögliche dreiwöchige Abstinenz von der Familie wäre offensichtlich<br />

nicht auf Begeisterungsstürme ihrer besseren<br />

Hälften gestoßen. Also entschieden sich die beiden Abenteurer<br />

für die UK Rallye mit zwölf Tagen.<br />

Doch so planmäßig wie erhofft, verlief die Vorbereitung<br />

auf die kürzere Tour nicht. Für ihre Reise hatten die beiden<br />

einen echten Schatz, einen deutlich über 40 Jahre alten<br />

VW Bulli (Modell T2b Westfalia), auserkoren und flott gemacht.<br />

Es gab aber Probleme mit dem Wagen, der Motor<br />

war defekt, das Projekt stand auf der Kippe. „Die Stimmung<br />

war im Keller“, erzählt Jakobsen (53). Doch Aufgeben war<br />

kein Thema: „Es geht um unsere Rallye und Spenden für<br />

Kinder, wir ziehen das Ding durch“, berichtet Nölle. Kurzum<br />

wurde „ein altes Familienmitglied der Familie Nölle“<br />

ausgewählt, ein Mercedes-Oldtimer W124. „Seit 1993 gehört<br />

er zu unserer Familie“. Dass dieser Oldtimer immer gehegt<br />

und gepflegt worden und fit war, wie es sich für einen<br />

Schatz gehört, zeigte sich auf der 3.500 Kilometer langen<br />

Reise. „Er lief wie ein Uhrwerk.“<br />

Der Mercedes-Oldtimer<br />

lief wie ein Uhrwerk<br />

Seit mehr als 65 Jahren<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 19


Zufriedenheitsabfrage 2019 bei Kunden Freier Werkstätten.<br />

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Und diese Reise hatte es für die beiden Neheimer in sich.<br />

Sie berichten von gewaltigen Eindrücken, von der Vielfalt<br />

der Natur, von Einblicken in die britische Geschichte und<br />

Traditionen. „Wir haben weltoffene Menschen kennengelernt<br />

und sind ständig ins Gespräch gekommen. Unser<br />

mit Sponsoren-Logos vollgeklebter Mercedes fiel natürlich<br />

auf. In schottischen Pubs haben wir von unserem Spendenprojekt<br />

erzählt. Daraufhin animierten die Frauen ihre<br />

verblüfften Männer, einige Pfundnoten zu spenden. Die<br />

ließen sich Dank des sanften Drucks nicht lumpen.“ In<br />

Liverpool waren sie auch auf der berühmten Anfield Road<br />

am Stadion des FC Liverpool. Leider war Jürgen Klopp<br />

nicht vor Ort, er war mit seinem Team auswärts im Einsatz.<br />

Die beiden sind sich sicher: „Kloppo“ hätte mit Sicherheit<br />

fürs Friedensdorf gespendet.<br />

Friedensdorf International<br />

Wir sind<br />

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59872 Meschede-Enste<br />

2020 2022<br />

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Telefax 0291/82971<br />

www.bremer-automobiltechnik.de<br />

Vielen Dank für euer Vertrauen<br />

Das Friedensdorf International ist ein eingetragener Verein.<br />

Er wurde 1967 gegründet. Ursprünglich war der Verein<br />

eine Bürgerinitiative Aktion Friedensdorf e. V. Der<br />

Verein kümmert sich um kranke und verletzte Kinder<br />

aus Kriegs- und Krisengebieten. Ein Aufgabenfeld ist die<br />

Einzelfallhilfe: Kinder werden zur medizinischen Versorgung<br />

nach Deutschland geholt. Ein weiteres Feld ist die<br />

Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort mit Projekten wie Friedensdörfer<br />

oder Gesundheitsstationen. Die dritte Säule ist<br />

die friedenspolitische Arbeit mit dem Friedenswerk Bildungswerk<br />

als anerkannter Träger der Familienbildung<br />

in NRW. Das Friedensdorf International finanziert sich<br />

(fast) ausschließlich aus Spenden. Das Deutsche Zentralinstitut<br />

für soziale Fragen (DZI) hat dem Friedensdorf<br />

stets das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen<br />

verliehen. ■<br />

20 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


In Nuttlar wurde wieder das Bierfass durchs Dorf gerollt<br />

ES LEBE DER ALTE REKORD<br />

Britta Melgert S. Droste<br />

E<br />

in besonderes Highlight haben sich die<br />

Nuttlarer anlässlich ihres 950-jährigen Dorfjubiläums<br />

ausgedacht. Der letzte Samstag im<br />

Juli 2022 stand ganz im Zeichen des Bierfassrollens.<br />

Eine alte Tradition wurde damit zum Leben erweckt.<br />

„Wir wollten unser Jubiläumsjahr bewusst fröhlich gestalten“,<br />

erzählt Markus Sommer, Nuttlars Ortsvorsteher.<br />

„Dafür haben wir verschiedene Veranstaltungen, die<br />

übers ganze Jahr verteilt stattfinden, unter dem Aspekt<br />

,Was macht uns Nuttlarer aus?‘ geplant. So erinnerten<br />

wir uns auch an den Weltrekord aus dem Jahr 1981, der<br />

für unser Dorf ein Alleinstellungsmerkmal hat.“<br />

Soooo leicht<br />

geht Steuererklärung?<br />

Revival als Fest für die Nuttlarer<br />

Alt und Jung waren auf den Beinen, um die neun Teams<br />

beim je ca. viertelstündigen Rollen eines Bierfasses anzufeuern.<br />

„Was nun als Revival ein reiner Spaß sein sollte,<br />

war vor gut 40 Jahren mehrfach eine richtig sportliche<br />

Aktion“, berichtet Elmar Noll vom Organisations-Team.<br />

„1981 haben wir in vier Tagen und fünf Nächten am<br />

Stück ganze 666 km gerollt und sind damit ins Guiness-<br />

Buch der Rekorde gekommen. Diesen Weltrekord halten<br />

wir bis heute.“ Wenn das kein Grund zum Feiern ist! ■<br />

Meine Steuererklärung macht die<br />

Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.<br />

www.lohnsteuerhilfe-meschede.de<br />

Stiftsplatz 4 • 59872 Meschede • 0291 9085466<br />

Wir machen die Steuererklärung für Mitglieder begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG.<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 21


Anzeige<br />

Die Arnsberger Werbeagentur ZENITH<br />

setzt auf Design und Nachhaltigkeit<br />

Spezialisierung neben dem üblichen Agentur-Portfolio<br />

Britta Melgert<br />

ZENITH<br />

Beim Einkauf im Handel stößt man nicht selten auf<br />

Produkte, deren Verpackungen oder Design im Sauerland<br />

entstanden sind. Seit 1995 betreut die Arnsberger<br />

Werbeagentur Zenith Kunden, die Wert auf gute<br />

Produktpräsentationen legen.<br />

„Zu unseren Kernkompetenzen gehört die Food-Fotografie<br />

- für uns ein leidenschaftliches Thema“, erklärt<br />

Sandra Peetz, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernd<br />

Grelka die Werbeagentur führt. „Durch die Symbiose<br />

aus Fotografie und Grafikdesign bieten wir Leistungen<br />

aus einem umfangreichen Portfolio an. Die ganzheitliche<br />

Betreuung aus unserem Hause bedeutet für den<br />

Auftraggeber viel mehr Flexibilität in der Abwicklung -<br />

ein „rundes“ Gesamtergebnis.“<br />

Ressourcenschonende Alternativen zum<br />

holzhaltigen Papier<br />

„Sieht super aus!“, damit ist die Aufgabe noch nicht<br />

erfüllt. Bevor ein Produkt im Regal erscheint, muss auch<br />

die Entscheidung für das Verpackungsmaterial getroffen<br />

werden. „Wir beraten unsere Auftraggeber gern bei<br />

der Wahl umweltfreundlicher Materialien“, berichtet<br />

Sandra Peetz. „Kartonagen aus Graspapier können ein<br />

guter Ersatz für holzhaltiges Papier sein. Auch bei der<br />

Größe der Verpackungen achten wir auf optimale Raumnutzung,<br />

um keine Ressourcen zu verschwenden. Mit<br />

solchen Themen beschäftigen wir uns aktuell intensiv.“<br />

mineOFFICEKULTUR: Design und Nachhaltigkeit<br />

Der Nachhaltigkeitsgedanke war auch Auslöser für die<br />

Entwicklung einer firmeneigenen Produktlinie. „Unter der<br />

Marke mineOFFICEKULTUR bieten wir u. a. hochwertige<br />

Büroaccessoires an, die nach unseren Entwürfen hier<br />

im Sauerland gefertigt werden“, informiert Peetz. „Unsere<br />

Schreibtischunterlagen beispielsweise werden nahezu<br />

aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen hergestellt und<br />

können vollständig recycelt werden, zudem sind sie vegan<br />

und langlebig.“ ■<br />

ZENITH Werbung & Fotografie<br />

GmbH & Co. KG<br />

Heinrich-Lübke-Straße 25<br />

59759 Arnsberg<br />

www.zenith-agentur.de<br />

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www.mine-officekultur.com<br />

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22 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Werbung und Marketing im Sauerland<br />

KREATIVE SAUERLÄNDER<br />

WERBUNG<br />

Christel Zidi & Dirk Bannenberg<br />

Eine Steuererklärung, so einfach, dass sie auf<br />

einen Bierdeckel passt. Auch wenn damals die<br />

Rechnung von Friedrich Merz nicht wirklich<br />

aufging – der Genialität als „Bierdeckel-Kampagne“,<br />

die <strong>WOLL</strong>-Herausgeber Hermann Hoffe seinerzeit mit<br />

seiner Werbeagentur umsetzte, tut dies keinen Abbruch.<br />

Das Ziel einer Werbekampagne – die eigenen Themen<br />

eingängig in die Öffentlichkeit zu bringen, hat diese<br />

Kampagne absolut erreicht.<br />

Printwerbung ist gerade im lokalen Marketing noch sehr<br />

gefragt. Wo man über Onlinekampagnen viel Zeit und<br />

Geld investieren muss, kann man per Anzeige sehr schnell<br />

auf einen Schlag viele Menschen erreichen – und zwar auch<br />

die, die nicht regelmäßig in Social Media unterwegs sind.<br />

Nach Auswertung des statistischen Bundesamtes aus dem<br />

Jahr 2021 nutzen lediglich 36 % der 45- bis 64-Jährigen die<br />

sozialen Netzwerke für die private Kommunikation. Will<br />

man diese Menschen erreichen, ist Print eine gute Wahl.<br />

Digitale DNA trifft<br />

analoge Leidenschaft.<br />

Wir sind Ihre Werbeagentur für<br />

Web, Print und Social Media.<br />

Mit Grips, Kreativität und<br />

Erfahrung machen wir aus Ihren<br />

Produkten erfolgreiche Marken.<br />

Dabei treffen wir den Nerv Ihrer<br />

Zielgruppen mit großer Sensibilität<br />

für Märkte und Vertriebswege.<br />

Unsere Kunden finden uns nett,<br />

aber nicht harmlos, seriös und<br />

manchmal unbequem ehrlich.<br />

Sie schätzen unsere Authentizität,<br />

Professionalität und das Miteinander<br />

auf Augenhöhe.<br />

Profitieren Sie von über 200<br />

Jahren Berufserfahrung, verteilt<br />

auf 22 spezialisierte Köpfe.<br />

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Strategie<br />

Kreation<br />

Web<br />

Print<br />

Content<br />

Foto & Video<br />

Social Media


Digitales Marketing ist in aller Munde. Eine aktuelle<br />

Website, die auch für mobile Endgeräte optimiert ist, sollte<br />

für seriöse Firmen selbstverständlich sein. Die Möglichkeiten<br />

einer Website sind nahezu grenzenlos, genauso die<br />

Fehler, die man hier als Firma machen kann. Sowohl die<br />

Technik als auch das Konzept und die Qualität von Texten<br />

und Bildern ist ausschlaggebend für eine gut funktionierende<br />

Seite.<br />

Besonders gut gemacht ist zum Beispiel die Seite<br />

skiliftkarussell.de, die im Jahr 2020 sogar den begehrten<br />

Südwestfalen-Award gewonnen hat. Die von<br />

der Winterberger Werbeagentur netzpepper eingereichte<br />

Website wurde von der Jury als „Traumseite, absolut<br />

auf der Höhe der Zeit“ gelobt.<br />

VERPACKUNGSDRUCK<br />

Im Schwarzen Bruch 22 · 59872 Meschede<br />

info@drees-druck.de · 0291 9970-0<br />

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Nachhaltige Verpackungen<br />

Nachhaltige<br />

aus dem Sauerland.<br />

24 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Sauerländer Pausenbutze<br />

Ausgezeichnete Seite:<br />

skiliftkarissell.de<br />

Printwerbung erreicht im Sauerland auch die,<br />

die Social Media nicht nutzen.<br />

Bei digitalen Themen kommen noch neue und bewährte<br />

Möglichkeiten wie Platzierung in Onlineportalen (z.B.<br />

imsauerland.de), Podcasts (lokale App wie Lopodio),<br />

Influencer, Smart-TV, Display-Ads (Banner) und Suchmaschinenmarketing<br />

dazu, um nur einige zu nennen.<br />

Social Media Marketing ist für Firmen jeder Größe<br />

heutzutage nicht mehr wegzudenken. Die Auswahl<br />

der richtigen Kanäle ist dabei wichtig. Facebook,<br />

Insta gram, Tiktok, YouTube, Snapchat, Linkedin –<br />

jedes Network hat seine eigenen Regeln und nicht „alles<br />

ist für alles“ geeignet. So hat z.B. die renommierte<br />

Bertelsmann Stiftung in einer repräsentativen Studie<br />

aus diesem Jahr herausgefunden, dass lediglich 19 %<br />

der Jugendlichen sich per Social Media über Ausbildungsberufe<br />

informieren – der letzte Platz (1. Platz:<br />

die Eltern mit 73 %, 2. Platz Schule mit 55 %, 3. Platz<br />

Internet mit 48 %).<br />

längst bekannt. Mit der „Sauerländer Pausenbutze“ hat<br />

Manuel Müller das Strandkorb-Feeling ins Sauerland<br />

geholt. Da der Tischlermeister aus Radlinghausen weiß,<br />

dass eine gute Idee nicht genug ist, hat er sich an das<br />

axo.media-Team gewandt, das aus seiner Idee nicht nur<br />

eine Geschäftsidee machte, sondern durch crossmediale<br />

Umsetzung – Advertorials, Druck- und Internetanzeigen<br />

- auch für den entsprechenden Umsatz sorgte. Die<br />

wunderschönen Bilder dazu hat übrigens <strong>WOLL</strong>-Fotografin<br />

Sabrina Voss erstellt (www.pausenbutze.de)<br />

Und trotz aller Werbung im Sauerland: Gute Produkte<br />

und hervorragende Arbeit wird gerne von den Kunden<br />

weiterempfohlen. Diese „Mund-zu-Mund“-Propaganda ist<br />

laut den meisten Selbstständigen die „beste Werbung.“. ■<br />

Weitere Werbemöglichkeiten im Sauerland sind<br />

Events wie Messen oder Roadshows, Plakatwerbung,<br />

Flyer und natürlich alles rund um Werbetechnik,<br />

Leuchtreklame, Fahrzeugbeschriftung & Co.<br />

Produktverpackung<br />

Natürlich muss auch das Produkt selbst für die Zielgruppe<br />

ansprechend sein. Hierbei spielt die Verpackung<br />

eine entscheidende Rolle. So liest man etwa auf der<br />

Website der Mescheder Druckerei Drees: „Eine Verpackung<br />

ist mehr als eine Schutzhülle. Sie unterstreicht<br />

die Wertigkeit eines Produktes.“ Eine hoch wertige Verpackung<br />

spricht Kunden also mit allen Sinnen an, die<br />

für die Marke eine Rolle spielen könnte.<br />

Sauerländer Erfolg<br />

Dass wir im Sauerland nicht wenige kreative Köpfe<br />

sowie erstklassige Texter und Fotografen haben, ist<br />

Wir sagen<br />

DANKE!<br />

5 Jahre <strong>WOLL</strong>,<br />

mehr als 25 <strong>Magazin</strong>e,<br />

viele ganz besondere Geschichten<br />

und unzählige schöne Momente.<br />

Wir freuen uns auf die neuen<br />

kreativen und herausfordernden<br />

Aufgaben.<br />

i-dexe werbung-design GmbH | Holzener Weg 57<br />

59759 Arnsberg | www.i-dexe.net | 02932 902 35 42<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 25


Sabina Butz<br />

Anke Kemper<br />

Der Buiterling:<br />

Sauerländer Marketing – Basiswissen<br />

Das Wort „Marketing“ kennt<br />

heute jeder. Meist wird es im<br />

Zusammenhang mit einer<br />

Berufsbezeichnung verwendet: Der<br />

oder die „macht irgendetwas mit Marketing“.<br />

Ah ja, danach herrscht meistens<br />

Ratlosigkeit. Investigativer Journalismus<br />

ist gefragt. Am besten fängt<br />

man an der Basis an, beim Verbraucher,<br />

der ja schließlich Ziel aller Marketing-Strategien<br />

sein soll. Als probates<br />

Mittel hat sich die Umfrage bewährt.<br />

Die Ergebnisse sind vielversprechend<br />

und überzeugen durch Authentizität,<br />

wobei meine Marketing-Befragung<br />

definitiv keine repräsentative<br />

Umfrage genannt werden kann.<br />

Die Suche nach einer zu befragenden<br />

„Hausfrau“ gestaltet sich auf dem örtlichen<br />

Wochenmarkt als schwierig bis<br />

unmöglich. Endlich traut sich eine Seniorin,<br />

der zuvor absolute Anonymität<br />

zugesichert wurde, zu einem Statement:<br />

„Früher war das einfach nur ein Marktschreier,<br />

und wer am lautesten schreien<br />

konnte, der verkaufte auch am meisten;<br />

jedenfalls glaubten das viele Leute, aber<br />

ich bin darauf nie reingefallen.“ Das wäre<br />

dann eher ein schlechtes Marketing gewesen?<br />

„Na ja, das ist doch wie im richtigen<br />

Leben, die am lautesten schreien,<br />

bekommen zumindest Aufmerksamkeit,<br />

mit Qualität hat das gar nichts zu tun“<br />

Qualität ist also eine Voraussetzung für<br />

ein gutes Marketing?<br />

„Fragen Sie jetzt mal bitte wen anders,<br />

das wird mir zu kompliziert.“ Unter den<br />

Zuhörern ist auch ein junger Mann, vielleicht<br />

ein „Hausmann“?<br />

„Stolzer Hausmann, ich habe alles im<br />

Griff und genieße meinen Status.“ Zum<br />

Marketing erklärt er: „Nehmen Sie nur<br />

den Begriff Hausmann, da hat das Marketing<br />

doch super funktioniert. Noch vor<br />

30 Jahren galt ein Hausmann als Weichei,<br />

aber inzwischen haben wir begriffen:<br />

Hausmann ist klasse. Oma übernimmt<br />

mit Begeisterung die Kinderbetreuung.<br />

Meine Frau schreibt mir die Einkaufsliste<br />

und ich habe genügend Zeit, nach<br />

dem Einkaufen noch kurz ein paar Kumpels<br />

zu treffen. Perfekt. “Das könnte man<br />

dann als staatliches Marketing deklarieren?”,<br />

sollte eigentlich die nächste Frage<br />

sein, aber der junge Mann hat es eilig,<br />

seine Kumpels erwarteten ihn schon.<br />

Eine Gruppe Jugendlicher hat sich derweil<br />

unauffällig in der Nähe positioniert.<br />

Sie nimmt zielstrebig Kontakt auf, um<br />

abzuklären, ob hier vielleicht eine Umfrage<br />

stattfindet. Sie selbst seien in einem<br />

Oberstufenprojekt zum Thema Marketing,<br />

müssten eine Bürgerbefragung<br />

durchführen und interessierten sich für<br />

alle Fragen in diesem Zusammenhang<br />

und die Antworten natürlich auch. Das<br />

nennt man dann wohl eher „versuchten<br />

Daten- oder Informationsklau“? Ich<br />

murmele etwas Unverständliches und<br />

flüchte in die nächstgelegene Bäckerei.<br />

Dort erklärte die Chefin bereitwillig,<br />

was es hier im Sauerland mit dem Marketing<br />

auf sich hat: „Haste leckere Brötchen,<br />

brauchste kein Marketing. So einfach<br />

ist das!“ ■<br />

26 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


FREUDE AN<br />

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In St. Martin Bigge hat<br />

sich eine Senioren-Messdienergruppe<br />

gegründet<br />

MESSDIENER<br />

40PLUS<br />

Sonja Funke<br />

Iris Böning<br />

B<br />

ei manch einem von ihnen ist es Jahrzehnte<br />

her, dass sie einen Talar trugen und dennoch:<br />

Was geübt ist, vergisst man nicht! In Bigge<br />

gibt es seit Ende Juli 2022 eine Senioren-Messdienergruppe.<br />

bzw. Enkeln im Einsatz sind.“ Die Senioren-Messdiener-<br />

Idee ist also unbedingt ausbaufähig. Und gerne dürfen sie<br />

auch andere Gemeinden übernehmen.<br />

Gewandelte Gesellschaft<br />

„Es war eine Idee unseres Dechants und Pastors Richard<br />

Steilmann“, sagt Küster Gerhard Kieseheuer. Er ist einer<br />

der sechs neuen Messdiener, die zur Festmesse anlässlich<br />

des 60. Geburtstages von Richard Steilmann ihren ersten<br />

Einsatz hatten. „Wichtig ist uns zu betonen, dass wir uns<br />

nur als Ergänzung zur bestehenden Messdienergruppe sehen“,<br />

betont Kieseheuer. Erst kürzlich sei es vorgekommen,<br />

dass ein Messdiener, obwohl eingeteilt, nicht erschienen sei.<br />

„Da haben wir uns, weil wir sowieso als Kommunionhelfer<br />

und Küster vor Ort waren, schnell umgezogen und sind<br />

eingesprungen“, so der 73-Jährige. Er ist der Älteste im Boot<br />

und Kirsten Leiße mit 40 Jahren die Jüngste. Mit dabei sind<br />

auch Kalli Fischer, Ulli Körner, Michael Rammroth und<br />

Ivo Weckmann, alle aus Olsberg.<br />

Ob beim Seelenamt in der Woche oder bei anderen Anlässen,<br />

die sechs Senioren-Messdiener wollen gerne unterstützen.<br />

Und zwar immer dann, wenn die Messdiener nicht<br />

können. Außerdem wollen sich Senioren und Junioren<br />

künftig regelmäßig austauschen. Und warum nicht irgendwann<br />

ein familiäres Eltern-Kind-Gespann als Unterstützung<br />

am Altar? „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Vater<br />

und Mutter oder sogar Oma und Opa mit ihren Kindern<br />

Aber ist es nicht traurig, dass viele Junge nicht mehr automatisch<br />

in die Messdienergruppe gehen, so wie die heutigen<br />

Senioren es damals in ihrer Kindheit gemacht haben? „Was<br />

für uns selbstverständlich war, Messdiener zu werden, hat<br />

sich total verändert. Kinder und Enkel werden nicht mehr<br />

so eingefangen, weil viele nicht mehr so nah am Glauben<br />

sind. So ist das heute, die Gesellschaft hat sich gewandelt.<br />

Ich mache das für die Kirchengemeinde St. Martin.<br />

Ich finde, dass die dörfliche Gemeinschaft ganz wichtig<br />

ist, dass sie auch erhalten werden muss. Wir wollen den<br />

Pastor unterstützen und die Messen aufwerten“, sagt Gerhard<br />

Kieseheuer.<br />

Rein über Gespräche fand Kieseheuer recht schnell die<br />

sechs Freiwilligen, die nun die Senioren-Messdienergruppe<br />

bilden. Zum Einkleiden ging’s nach Paderborn, zweimal<br />

wurde geübt, fertig. Erster Einsatz. Wie die Senioren-Messdiener<br />

sich abstimmen? Da sind wir ganz im Alltag 2022:<br />

„Na, wir haben eine WhatsApp-Gruppe. ■<br />

Und die Terminabsprachen<br />

erfolgen über WhatsApp<br />

28 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


DAS BIGGER KREUZZIMMER<br />

Foto: Gerhard Kieseheuer<br />

Die Seele der Dinge zu bewahren, das Alte zu<br />

würdigen und wertzuschätzen – das ist Gerhard Kieseheuer<br />

ein großes Anliegen. Es liegt auch dem Kreuzzimmer<br />

im Turm der Bigger Martinus-Kirche zu Grunde, das er<br />

im Frühjahr 2019 gemeinsam mit Hausmeister Gerhard<br />

Götte einrichtete.<br />

Menschen können ausgediente Kreuze anonym hinten in<br />

die Kirche legen oder ihm übergeben. Im Turmzimmer<br />

finden sie einen neuen Ort. Inzwischen sind es gut 2.000<br />

Kreuze und über 100 Bilder (auch im Treppenhaus) - so<br />

viele, das kaum noch Platz für neue ist.<br />

Doch schon machen es erste andere Gemeinden den Biggern<br />

nach. So soll in Gerhard Göttes Heimatdorf Marsberg-Giershagen<br />

ein Kreuzzimmer entstehen. ■<br />

Wer Fragen zum Kreuzzimmer hat, kann sich gern an<br />

Gerhard Kieseheuer wenden:<br />

Telefon: 02962 26 72 oder 0176 999 19 294<br />

Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche<br />

Kostenloses Angebot des Caritasverbandes Meschede<br />

„Probleme sind normal – zu uns kommen auch.“<br />

Nach dem Motto hilft die Beratungsstelle für<br />

Eltern, Kinder und Jugendliche vom Caritasverband<br />

Meschede professionell und verschwiegen.<br />

Dieses Angebot ist kostenlos<br />

für alle, die Hilfe, Rat oder einfach nur<br />

ein offenes Ohr suchen. Als Träger der Beratungsstelle<br />

freut sich der Caritasverband<br />

Meschede e.V. über finanzielle Unterstützung<br />

im Rahmen der Aktion Heimathelden,<br />

um die Unterfinanzierung solcher sozialen<br />

Dienstleistungen auszugleichen.<br />

Genauere Informationen über die verschiedenen Möglich keiten<br />

von Spende bis Sponsoring, die Projekte und die aktuellen Heimat-<br />

Helden des Caritasverbandes Meschede gibt‘s auf der Homepage<br />

unter www.caritas-heimathelden.de oder bei Stefanie Badelt,<br />

02919021181 oder s.badelt@caritas-meschede.de.<br />

Jedes Jahr betreut die Beratungsstelle für den Raum Bestwig, Meschede und<br />

Schmallenberg rund 400 Fälle – sie hilft Kindern, Jugendlichen und jungen<br />

Erwachsenen, aber auch Eltern, ganzen Familien oder allen, die hauptberuflich<br />

oder ehrenamtlich Verantwortung für Kinder tragen. Dazu gehören Erziehungsfragen,<br />

Beziehungsprobleme, Fragen zur Entwicklung des Kindes,<br />

Schulprobleme, Verhaltensauffälligkeiten von Kindern, persönlichen Sorgen<br />

und Trennung und Scheidung. „Bei uns ist jeder willkommen - unabhängig<br />

von Nationalität, Religion und Weltanschauung“, betont Dr. Kathrin Krick<br />

von der Beratungsstelle der Caritas. Besonders wichtig ist ihr: „Auf unsere<br />

Verschwiegenheit können Sie sich verlassen.“<br />

Dr. Kathrin Krick ist Ansprechpartnerin für die Beratungsstelle<br />

für Eltern, Kinder und Jugendliche:<br />

k.krick@caritas-meschede.de<br />

oder 02919031131.<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 29


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Elektro-Installations-Konzepte made in Sauerland<br />

GUT DURCHDACHT UND<br />

KOMPETENT UMGESETZT<br />

Christel Zidi<br />

Vanessa Schulte<br />

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as erwarten Sie von einem Planungsbüro,<br />

dem Sie die gesamte Konzeption und<br />

Umsetzung der elektrischen Systeme Ihres<br />

Objektbaues anvertrauen? Kompetenz und Verlässlichkeit<br />

stehen auf der Liste sicherlich ganz weit oben.<br />

In beiden Bereichen kann das unabhängige Planungsbüro<br />

EIKO Kramer aus Meschede überzeugen.<br />

Das Unternehmen bietet nicht nur hochtechnisierte elektrotechnische<br />

Konzepte an, sondern räumt speziell der<br />

Kundenbetreuung einen hohen Stellenwert ein, wie Geschäftsführer<br />

Dominik Kramer bei unserem Besuch erläuterte.<br />

Mehr und weniger komplexe elektrotechnische Systeme zu<br />

planen, ist das Hauptaufgabengebiet von EIKO: Smart-<br />

Home-Systeme für den privaten Bereich, durchgängige<br />

Vernetzung im Smart House. In diesen „intelligenten“<br />

Häusern übernehmen Systeme die Automatisierung- und<br />

Steuerung von Beleuchtung, Heizung, Verschattung,<br />

Unterhaltungselektronik und Sicherheitstechnik. Und das<br />

haargenau den Erfordernissen und Wünschen des Hausbesitzers<br />

entsprechend.<br />

Schon beim ersten Besuch im Hause EIKO kann jeder<br />

Kunde erfahren, wie sein Smart Home aussehen könnte:<br />

An einer Musterwand lässt sich visuell und praktisch erkennen,<br />

was sich im Bereich elektrotechnischer Gebäude<br />

realisieren lässt. Immer nah am Kunden zu sein, ist dem<br />

Team von EIKO Kramer extrem wichtig. Deshalb wird<br />

schon in der Planungsphase nicht nur die Architektur<br />

analysiert, sondern auch Funktionen und Nutzen für den<br />

Anwender. „Ganzheitliche Ausarbeitung und Betreuung<br />

sind bei kleinen und großen Projekten unser täglicher Anspruch“,<br />

expliziert Dominik.<br />

Systemintegration für Privatleute<br />

und Unternehmen<br />

Nicht nur Privatleute, auch Unternehmen in der näheren<br />

und weiteren Umgebung profitieren von der Erfahrung<br />

und Kompetenz EIKOs: Bei SKS Germany in Sundern<br />

ging es um variable Beleuchtung beim Verpacken, Versenden<br />

und Rangieren. Im Sixt College in Hannover wurden<br />

800m² mit Elektro-Technik, effizienter Beleuchtung und<br />

durchdachter Netzwerktechnik versorgt. Und wer sich<br />

nach einem langen Flug in der Sixt Diamond Lounge im<br />

Flughafen Frankfurt entspannt, kann das, weil das Mescheder<br />

Unternehmen hier zuvor viele Schnittstellen aufgenommen<br />

und verknüpft hat. Aktuelle Projekte gibt es in<br />

Berlin, Sylt und auf Mallorca.<br />

30 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Geballte Kompetenz<br />

Dominik ist ausgebildeter Elektrotechniker, Meister/<br />

Betriebswirt (HWK) sowie Fachplaner (HWK). Durch<br />

Weiterbildungen – u. a. zum Gebäudesystemdesigner – hat<br />

er sich zusätzliches Knowhow erarbeitet und die Fähigkeit,<br />

praxisorientierte Leistungen anzubieten.<br />

Zu seinem Team zählen neben Martina Wiemer, Assistentin<br />

der Geschäftsführung, Elektroingenieur Daniel Bause,<br />

Projektassistent Norbert Brandt und der Systemintegrator<br />

Christopher Schulte."Wir sind jeden Tag nah am Kunden",<br />

erklärt Firmenchef Dominik, „Das gilt nicht nur für unsere<br />

Leidenschaft für die Arbeit, sondern auch für uns als Team<br />

und Unternehmen.“<br />

Integrales Planen<br />

Integral bedeutet, zu einem Ganzen zusammengeschlossen,<br />

vollständig. Unter diesem ganzheitlichen Aspekt verstehen<br />

auch die Mitwirkenden des Kramer-Teams, Experten<br />

aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, ihre Aufgabe<br />

bei den gemeinsam entwickelten Konzepten. Mit Hilfe<br />

des innovativen BIM-Verfahrens, auf das alle Planungsbeteiligten<br />

Zugriff haben, wird das Integrale Planen enorm<br />

erleichtert. So kann das Hauptziel - Perspektiven und<br />

Wünsche des Kunden mit dem Konzept in Einklang zu<br />

bringen – noch leichter und sicherer erreicht werden.<br />

Das setzt eine Menge Denk-Arbeit voraus, denn alle Projekte<br />

werden im Sinne des EIKO-Leitgedankens ausgeführt:<br />

Vordenker | Nachdenker | Mitdenker | Querdenker.<br />

Als Vordenker verinnerlichen die Mitarbeiter die Situation<br />

und denken die Aufgabe quasi vor. Dabei kann es<br />

sich um Leistungen, Anwendungen, Positionen oder Ziele<br />

handeln. Steht die Aufgabe fest, denkt das Team über eine<br />

individuelle Lösung nach. Oft kann man sich dabei an<br />

Bewährtem orientieren, evtl. auch Alternativen anpassen.<br />

Im Alltag wird das Team durch unvorhersehbare Gegebenheiten<br />

immer wieder vor schwierige Aufgaben gestellt.<br />

Wie gut, dass EIKO deshalb auch gut im Mitdenken ist.<br />

Zum Beispiel, wenn sich während der Ausführung weitere<br />

Anforderungen an die Nutzung und Einrichtung ergeben.<br />

Querdenken, wie das bei transparenten Kommunikationen<br />

gefragt und gefordert ist, liegt dem agilen Projektmanagement<br />

ganz besonders.<br />

„Unser Ziel ist es, das Konzept mit der<br />

Perspektive und den Wünschen des Kunden<br />

in Einklang zu bringen“ (Dominik Kramer)<br />

Ein ideales Umfeld<br />

Soviel erfolgreiche Denkarbeit (im Team) kommt nicht<br />

von ungefähr. Mit Hilfe der Gesundheitsimpulse der Betriebspräventologie<br />

sorgt Dominik regelmäßig dafür, dass<br />

in seinem Haus ein ideales Umfeld für Inspiration, Kreativität,<br />

Qualität und Zufriedenheit geschaffen wird. Eines,<br />

das für ein harmonisches und erfolgreiches Miteinander<br />

im Team und in der Zusammenarbeit mit den Kunden<br />

sorgt. Es ist das ganzheitliche Denken, das das EIKO-<br />

Team ausmacht. Und auch der “Grünen Gedanke” wird<br />

in allen Bereichen gelebt. ■<br />

eiKo-Kramer GmbH<br />

Am Kreishaus 10, 59872 Meschede<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 31


Robert geht wandern…<br />

VON SUNDERN-HAGEN<br />

ZUM SCHOMBERGTURM<br />

Robert Hinkel<br />

geht in der Gemeinde<br />

Sundern vom Dorf Ha-<br />

Es gen zum Schombergturm<br />

bei Wildewiese und durch<br />

das Sorpetal zurück. Start und<br />

Ziel ist der Parkplatz genau am<br />

Ortsausgang von Hagen (aus Richtung<br />

Sundern kommend). Das<br />

Wort Hagen bedeutete auf althochdeutsch<br />

so viel wie umhegtes<br />

Gelände, Grundstück oder Dorf.<br />

Wir wandern 150 m ortseinwärts bevor<br />

es durch den herbstlich bunten<br />

Buchenwald rechts bergauf geht. Über<br />

den Höhenflug und den Möhne-Westerwald-Weg<br />

(X24) gelangen wir zur<br />

Siebenwege-Kreuzung, wo sich tatsächlich<br />

sieben Wege treffen. Ein<br />

Schlenker nach links über den Weg<br />

W2 zum Moor „Schubberbruch“ und<br />

dann geht’s rauf zum Schomberg. Die<br />

Aussichtsplattform des Turms liegt ca.<br />

678 m über dem Meer. Wir queren<br />

die Wiese, um zur Sorpequelle zu gelangen.<br />

Etwas weiter unten wurde sie<br />

zu einem kleinen See aufgestaut, mit<br />

Bank und Schutzhütte. Im Wald gibt<br />

es sicherlich Pilze zu der Jahreszeit.<br />

Noch gut 3 km talabwärts entlang der<br />

sanft plätschernden Sorpe und wir sind<br />

nach 13 km zurück am Parkplatz.<br />

Für wen eignet sich die<br />

Wanderung? Wie schwer ist sie?<br />

13 km mit ca. 350 Höhenmetern sind<br />

eine klassische mittelschwere Wanderung,<br />

Schwierigkeitsgrad 4 von 7. Man<br />

kann sie mit normaler Kondition be-<br />

32 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


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Blick auf den Schombergturm<br />

wältigen. 300 Höhenmeter zwischen tiefstem und höchstem<br />

Punkt sind schon ordentlich, aber nach knapp 8 km<br />

geht es nur noch bergab, meist nur leicht.<br />

®<br />

Welche Besonderheiten bietet die Strecke?<br />

Der Schomberg ist zwar 16 m kleiner als die 20 km südwestlich<br />

gelegene Nordhelle. Auch ist der Turm auf der<br />

Nordhelle größer, aber er ist ein reiner Funkturm. Somit<br />

ist die Aussichtsplattform der höchste öffentlich begehbare<br />

Punkt des westlichen Sauerlands, mit einer entsprechend<br />

guten Aussicht, zumal durch das Skigebiet keine Bäume<br />

in der Nähe stehen. Auf dem Nachbarberg befindet sich<br />

eines der wenigen Pumpspeicherwerke im Sauerland: die<br />

Glinge. Die Vegetation auf Abfahrt-Skipisten ist ziemlich<br />

interessant. Und wo das Wasser des bekannten Sorpesees<br />

ursprünglich herkommt, weiß auch nicht jede/r.<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 33


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möchte, melde sich per E-Mail an:<br />

hennewandern@gmail.com<br />

Es ist eine Tour, die von allem etwas bietet: steile und (meist)<br />

flache An- und Abstiege, Wald, Wiesen, Moor, Trampelpfade,<br />

breite Wege, Aussichten und ein Tal mit Bach. Dazu im<br />

<strong>Herbst</strong> bunte Blätter, Pilze und immer noch letzte blühende<br />

Blumen.<br />

Weitere Infos auch auf Instagram:<br />

@wandern_im_sauerland ■<br />

GESCHENKTIPP:<br />

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Dieselstraße 1 · 59823 Arnsberg<br />

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- <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


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Karrierestart im Josefsheim<br />

Jetzt unterschiedlichste Ausbildungsmöglichkeiten kennen lernen<br />

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geben bei der<br />

Wahl ihres Ausbildungsplatzes als<br />

deren Eltern? Ob sich ein sozialer<br />

Beruf eignet, beispielsweise im<br />

Josefsheim? Um alle dort angebotenen<br />

Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen,<br />

bietet das Josefsheim<br />

Infogespräche für Jugendliche und<br />

ihre Eltern an.<br />

Behindertenarbeit in der Eingliederungshilfe<br />

mit all ihren Facetten – so<br />

kann man die Aufgaben der Josefsheim<br />

gGmbH grob beschreiben. Die Mitarbeitenden<br />

begleiten und unterstützen<br />

die Bewohner mit Beeinträchtigung<br />

beim Wohnen, Arbeiten in Werkstätten,<br />

während ihrer Ausbildung im Berufsbildungswerk,<br />

in der Kita sowie im jeweiligen<br />

Sozialraum. Gemeinsam mit seinen<br />

Auszubildenden möchte das Josefsheim<br />

die Teilhabe und Inklusion mitgestalten<br />

und innovativ nach vorne schauen.<br />

Vielfache Ausbildungsvarianten<br />

- vorgestellt an Schnuppertagen<br />

Ausbildungsvarianten sind heute wesentlich<br />

vielfältiger als früher, denn neben der<br />

klassischen gibt es beispielsweise die mit<br />

einem Studium kombinierte. Auch ein<br />

Praktikum oder der Bufdi-Einsatz sind<br />

denkbare Einstiege in den späteren Beruf.<br />

Interessierte Familien finden Orientierung<br />

zu allen vom Josefsheim angebote-<br />

nen Ausbildungsmöglichkeiten online im<br />

Netz. Noch individuellere Informationen<br />

gibt es bei Schnuppertagen.<br />

Alleinstellungsmerkmal:<br />

Weiterer Karriereweg entwickelt<br />

sich während der Ausbildung<br />

Anders als bei anderen Ausbildungsbetrieben<br />

lernen die jungen Menschen in<br />

der Josefsheim gGmbH die sehr vielfältigen<br />

Facetten ihres späteren Berufsweges<br />

kennen. Ausbildungspläne mit unterschiedlichen<br />

Qualifizierungsplätzen werden<br />

in Absprache individuell entwickelt,<br />

um die unterschiedliche Arbeit in der<br />

Kita Sonnenschein, im Berufsbildungswerk,<br />

in der Werkstatt für Menschen mit<br />

Behinderung, im Kinder- und Jugend-<br />

Wohnbereich sowie in den besonderen<br />

Wohnformen an möglichen Standorten<br />

im Kreis Soest und dem HSK zu erleben.<br />

Oft erlebt der junge Erwachsene erst im<br />

Laufe der Ausbildungszeit den für ihn<br />

persönlich richtigen Berufsweg. ■<br />

Ihre Ansprechpartnerin<br />

Andrea Asshauer<br />

Ausbildungskoordination<br />

Josefsheim gGmbH<br />

Heinrich-Sommer-Sraße 13<br />

59939 Olsberg<br />

phone 02962 800-2080<br />

envelope a.asshauer@josefsheim.de<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 35


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„Was zählt, steht unterm Strich‘ -<br />

mit Prozenten und Kunden spielt man nicht..“.<br />

Glaubwürdigkeit steht deshalb<br />

bei uns an erster Stelle!<br />

Nicht leicht haben es Möbelkäufer einen<br />

optimalen Preis bei Neubestellungen zu<br />

erzielen. Oft werden sehr hohe Prozente<br />

versprochen. Dabei kommt es auf den<br />

Bruttopreis an, welchen das Einrichtungshaus<br />

vor Abzug der Prozente zu Grunde<br />

legt. Es nutzt dem Kunden nichts wenn<br />

der Bruttopreis sehr hoch ist und somit<br />

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Küchen(t)räume sind Expertensache!<br />

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sind<br />

Expertensache!<br />

die besten Prozente nicht so viel wert sind,<br />

wie der Kunde glaubt. Mehrere Fernsehsender<br />

haben über solche Machenschaften<br />

einiger Möbelhäuser schon mehrmals<br />

berichtet. Der Endpreis alleine ist nicht<br />

entscheidend. Auch der Service nach dem<br />

Möbelkauf ist wichtig. Dabei kommt es darauf<br />

an, ob der Kunde die Möbel selbst abholen<br />

muss oder das Möbelhaus die Ware<br />

liefert. Es ist ein großer Unterschied, ob<br />

die Möbel nur Unsere geliefert Küchenprofis werden, oder - eine<br />

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36 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022<br />

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Die 15-jährige Felicia Gumprich aus Rhenegge auf Erfolgskurs<br />

DIE GLÄNZENDE TROMPETE(-RIN)<br />

VOM DIEMELSEE<br />

Andreas Melliwa<br />

sabrinity<br />

Der erste Platz beim nordhessischen Regionalentscheid „Jugend musiziert“ im vergangenen Jahr ist der<br />

bisherige Höhepunkt der noch jungen Karriere von Felicia Gumprich. Sie hat aber den nächsten<br />

Schritt fest im Blick: Zunächst will sie auf Landesebene dieses Wettbewerbs punkten, um sich dann<br />

vielleicht mit den Besten von ganz Deutschland zu messen. Ein ambitioniertes Ziel der hochtalentierten Trompeterin,<br />

die eigentlich ziemlich schief spielt…<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 37


Am Anfang stand<br />

das Schlagzeug<br />

Bereits mit fünf Jahren war für Felicia klar, dass sie ein<br />

Musikin strument spielen möchte. Allerdings ein kleines<br />

mobiles, denn sie wollte unbedingt im Musikzug der<br />

Freiwilligen Feuerwehr mitspielen und mitmarschieren.<br />

Trommel und Schlagzeug lagen da nahe – für vier Wochen.<br />

Danach stieg sie um auf die Trompete. „Ich glaub,<br />

das Üben zu Hause war meiner Mutter auf Dauer doch zu<br />

laut,“ sagt sie augenzwinkernd. Ob dieses Problem mit der<br />

Trompete allerdings gelöst ist, lässt sie mal dahingestellt.<br />

Jedenfalls darf sie seitdem im Wohnzimmer der musikalischen<br />

Familie üben. Wenn’s zu spät am Abend ist, muss<br />

sie allerdings in den Keller des alten Bauernhauses ausweichen.<br />

„Ja, das stimmt tatsächlich“, sagt die Schülerin des Christian-Rauch-Gymnasiums<br />

in Bad Arolsen mit einem ansteckenden<br />

Lachen, “Ich halte die Trompete ganz leicht nach<br />

rechts versetzt vor den Mund. Eigentlich müsste sie der<br />

Nase folgend in einem graden Strich nach vorne zeigen.<br />

Aber irgendwie kriege ich das nicht hin.“ Felicia vermutet,<br />

dass es mit der Form ihrer Lippen zusammenhängen<br />

könnte – wie dem auch sei, ihrem gekonnten Spiel tut es<br />

keinen Abbruch. Übrigens nicht nur auf der Trompete:<br />

Auch auf anderen Blasinstrumenten wie der Klarinette,<br />

Querflöte und Eufonium, einer Art Tuba, ist sie durchaus<br />

klangsicher unterwegs.<br />

Zu Weihnachten gibt’s<br />

ein Familienkonzert<br />

Gleich von Anfang an wurde deutlich: Felicia hat Talent.<br />

Seit zehn Jahren wird sie nun in der Bad Arolser Musikschule<br />

kontinuierlich ausgebildet und gefördert. Einmal<br />

pro Woche fährt sie Mutter Christine Gumprich dorthin,<br />

nach einer Dreiviertelstunde geht’s dann mit einem ausgiebigen<br />

Übungsplan wieder nach Hause. Mindestens<br />

eine Stunde pro Tag spielt sie dann. Außerdem ist sie<br />

noch in mehreren Orchestern aktiv: im Schulorchester,<br />

im Blechbläserensemble der Musikschule Korbach und im<br />

„Landesjugendblasorchester Hessen“ in Fulda. Die Auf-<br />

Bei Reifen Schulte ist<br />

es ganz gleich wie<br />

groß die Reifen sind<br />

• das breite Spektrum reicht von üblichen Reifenarbeiten<br />

wie Montage, Auswuchten, Matchen etc. bis zu<br />

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nahmeprüfung hat sie im vergangenen Jahr geschafft. Da<br />

bleibt wenig Zeit für Hausmusik mit den drei Schwestern,<br />

die alle ein Instrument spielen. „Zu Weihnachten ist das<br />

aber ein Muss, wenn auch manchmal auf leichten Druck“,<br />

sagt Mutter Christine milde lächelnd.<br />

Geboren in Südafrika<br />

Seit ihrem vierten Lebensmonat lebt Felicia in Deutschland,<br />

geboren in Kapstadt wurde sie als Baby von Christine<br />

und Jochen Gumprich adoptiert. Der Vater Berufsoffizier,<br />

lebt die Familie seit einigen Jahren in Rhenegge.<br />

„Ich fühl mich superintegriert und hab nie Vorbehalte hier<br />

im Ort erlebt“, sagt Felicia, die natürlich aufgrund ihrer<br />

Hautfarbe unter den 400 Einwohnern auffällt, „Gespräche<br />

drehen sich schnell um mein Leben mit der Musik,<br />

das ist völlig entspannt.“ Vor acht Jahren waren die Gumprichs<br />

mal in Südafrika. „Ein schönes Land“, erinnert sich<br />

Felicia, „aber ich hab da kein Heimatgefühl.“ Ihre Heimat<br />

ist das Waldeck, ist Rhenegge. Auch dank ihrer leicht<br />

schiefen Trompete. ■<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 39


HERBSTGEDANKEN<br />

Robert Dröge<br />

Wenn der Sommer müde wird,<br />

erster Raureif die Gräser ziert,<br />

dann wird jedem von uns klar,<br />

der <strong>Herbst</strong>, er ist uns schon sehr nah.<br />

Ahorn, Buchen, Birken, Erlen,<br />

bunt sich unsre Wälder färben,<br />

mit ihrem Farbenspiel sie verdecken<br />

die vielen abgeholzten Käferflächen.<br />

Getreide wird gemäht und eingefahren,<br />

Obst und Gemüse heimgetragen,<br />

Winzer nun ihre Trauben lesen<br />

Und im Weingut zeigt ein geschmückter Besen,<br />

der junge Wein wird ausgeschenkt,<br />

mit Käse, Brot und Wurst ein Gottesgeschenk.<br />

Und mancher sich im Stillen sagt:<br />

Wie reich hat uns der <strong>Herbst</strong> bedacht.<br />

Danken wir dem Schöpfer für seine Gaben<br />

und allen, die dafür gearbeitet haben. ■<br />

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Barrierefreiheit<br />

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40 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


KLEINSTE SCHNITTE MIT GROSSER WIRKUNG<br />

Vom Gallenstein bis zum Leistenbruch:<br />

St. Franziskus-Hospital in Winterberg erweitert die Viszeralchirurgie<br />

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Sonja Funke<br />

St. Franziskus Hospital Winterberg<br />

Ob Magenprobleme oder Darmentzündungen, ob Leistenbrüche,<br />

Gallensteine oder gut- wie bösartige Tumore: Für<br />

alle Eingriffe der so genannten „Speziellen Viszeralchirurgie“<br />

unter Einsatz videoendoskopischer und minimal-invasiver<br />

Operationstechniken hat sich das St. Franziskus-Hospital<br />

neu aufgestellt und freut sich auf rege Patienten-Nachfrage.<br />

„Der Bedarf für die spezialisierte Behandlung von Erkrankungen<br />

der inneren Organe ist sehr groß“, sagt Dr. Ayhan<br />

Artkan. Seit Januar bringt er in Winterberg als Chefarzt<br />

der Gesamtchirurgie seine langjährigen Erfahrungen ein –<br />

neben der Unfallchirurgie, die zweiter Schwerpunkt im Aktiv-Ort<br />

bleibt. „Dabei zeichnet uns aus, dass wir die meisten<br />

Eingriffe im Bauchraum minimalinvasiv, das heißt mit<br />

der so genannten Schlüsselloch-Methode und ohne großen<br />

Bauchschnitt, durchführen können. Das gilt insbesondere<br />

auch für die so genannte Hernien-Chirurgie, die Leisten-,<br />

Narben- und Bauchwandbrüche umfasst“, so Dr. Ayhan<br />

Artkan.<br />

„Wir decken das gesamte Spektrum von der Vorbeugung<br />

und Erkennung bis zur Nachbehandlung und Reha ab“, betont<br />

der Chefarzt. Er selbst kam von Gelsenkirchen nach<br />

Winterberg. Das Ruhrgebiet ist seine Heimat, seine Eltern<br />

wanderten aus der Türkei dorthin aus, als er zwei Jahre<br />

alt war. ■<br />

Infos:<br />

Telefon 02981 802-0 (Notfälle),<br />

Telefon 02981 802-3000<br />

(Sprechstunden und<br />

Einweisungen)<br />

Neben der klassischen minimal invasiven Chirurgie bietet<br />

das Hospital auch die sogenannte Single-Port Technik<br />

(SILS-Technik) und die NOTES-Technik an. „Hier werden<br />

Operationen des Bauchraumes über ein Trokar bzw. über<br />

natürliche Körperöffnungen durchgeführt, was wiederum<br />

ein noch geringeres Trauma und schnellere Rekonvaleszenz<br />

bedeutet“, erklärt Dr. Artkan.<br />

Dr. Ayhan Artkan, Chefarzt der Gesamtchirurgie<br />

St. Franziskus-Hospital GmbH<br />

Franziskusstr. 2-4 ● 59955 Winterberg<br />

Sprechstunde Chirurgie Telefon: 02981 802 - 3000<br />

www.gesundheitszentrum-winterberg.de<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 41


Tafel Warstein gegen Lebensmittelverschwendung<br />

„SIE SIND DOCH SICHER AUCH SO EINE!“<br />

Monika Loerchner<br />

Georg Giannakis<br />

Neue Lebensmittel für die Tafel<br />

Das Ehepaar Bahrenberg<br />

W<br />

arstein, Rangestraße 26. Hier befindet sich eine von rund 2.000 Ausgabestellen der Tafel. Zwischen<br />

80 und 100 Haushalte bekommen hier für einen symbolischen Betrag von einem Euro Essen ausgegeben.<br />

Damit das reibungslos funktioniert haben Volkert Bahrenberg und sein Team alle Hände voll zu tun.<br />

Nicht zuletzt geht es darum, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.<br />

„Hier vorne geben wir Brot und Kartoffeln aus“, erklärt<br />

Herr Bahrenberg und zeigt in den ersten Raum. Weiter geht<br />

es für die Kundschaft mit Käse, Fleisch und Obst. „Sie sind<br />

doch sicher auch so eine!“, sagt Volkert Bahrenberg und<br />

wackelt mit dem Zeigefinger. „Was, ich?“ – „Ja genau!“ Er<br />

zwinkert. „Wenn heute der 25. ist und Sie sehen Käse, der<br />

am 26. abläuft, kaufen Sie den nicht mehr, sondern nehmen<br />

sich eine Packung, die noch bis zum nächsten 1. haltbar<br />

ist. Der Käse mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 26. landet<br />

dann bei uns, den bekommen die Supermärkte nämlich<br />

nicht mehr verkauft.“<br />

Käse, Joghurt und Milchwaren sind hier sehr begehrt. Für<br />

den Fall, dass davon zu wenig ausgegeben werden konnte,<br />

teilen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Tafel dann<br />

Gläser und Konserven mit lange haltbarem Inhalt aus. Diese<br />

Lebensmittel werden einmal im Jahr bei der Spendenaktion<br />

„+1“ in den Supermärkten gesammelt. Volkert Bahrenberg<br />

erwägt, die Aktion öfter stattfinden zu lassen: „Die<br />

Spendenbereitschaft der Menschen ist sehr hoch.“<br />

Doppelt sinnvoll<br />

„Natürlich geht es bei der Tafel darum, bedürftige Menschen<br />

mit Lebensmitteln zu versorgen“, so erklärt mir das<br />

Ehepaar Bahrenberg, „Aber wir wollen auch verhindern,<br />

dass zu viele Lebensmittel weggeschmissen werden.“ In diesem<br />

Sinne hält Volkert Bahrenberg auch die „Ablaufkisten“,<br />

in denen Supermärkte nur noch für kurze Zeit Haltbares<br />

verbilligt anbietet, für eine gute Sache. „Je mehr die das machen,<br />

desto weniger müssen wir das tun.“<br />

Die MitarbeiterInnen holen nicht nur jeden Tag Lebensmittel<br />

ab, sie müssen sämtliches Obst und Gemüse auch<br />

täglich auf faule und schimmelige Stellen prüfen, schlecht<br />

gewordenes muss per Hand aussortiert werden.<br />

Jeder Verbraucher wirft<br />

etwa 75 Kilogramm<br />

Lebensmittel im Jahr weg<br />

42 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Circa 25 MitarbeiterInnen umfasst das multinationale Tafel-Tam.<br />

Dabei sind viele Ehrenamtliche aus dem Klientel<br />

der Tafel, 1-Euro-Jobber oder Menschen, die Sozialstunden<br />

ableisten müssen. Bahrenbergs Ehefrau Carola hat als<br />

Sozialpädagogin lange Zeit bei der Suchthilfe gearbeitet.<br />

Von einem Kunden auf die Einrichtung Tafel hingewiesen,<br />

gründete sie 2006 die Warsteiner Tafel.<br />

Vor allem Flüchtlinge und von Altersarmut betroffene<br />

Deutsche bilden die Kundschaft der Tafel. „Wir können die<br />

soziale Ungerechtigkeit nicht ausgleichen, können nur ein<br />

paar positive Tropfen setzen“, so das Ehepaar. Für das große<br />

Ganze ist die Politik zuständig, doch für einzelne Menschen<br />

kann die Unterstützung durch die Tafel den entscheidenden<br />

Unterschied machen.<br />

„Wer einigermaßen Geld hat,<br />

kommt nicht hierher.“<br />

Wer regelmäßig zur Tafel geht, erhält monatlich Lebensmittel<br />

für etwas über 100 Euro. „Wenn man nur 340 Euro<br />

im Monat bekommt, ist das viel“, weiß Volkert Bahrenberg.<br />

Dabei kommen die meisten Menschen, die ein Anrecht auf<br />

Der Großteil der Lebensmittelabfälle<br />

entsteht mit 52 Prozent (6,1 Mio. Tonnen)<br />

in privaten Haushalten<br />

eine Essensausgabe hätten, gar nicht. „Zur Tafel zu gehen,<br />

ist immer noch schambesetzt. Und wenn Sie nicht gerade<br />

hier in Warstein leben, müssen Sie auch jedes Mal die Kosten<br />

für die Busfahrt gegenrechnen.“<br />

Wer bei der Tafel Lebensmittel kaufen möchte – für die insgesamt<br />

ein Euro gezahlt werden - muss zuerst den Grundsicherungsbescheid<br />

wie zum Beispiel den Hartz IV-Bescheid<br />

oder die Bewilligung eines Mietzuschusses vorzeigen. „Dieser<br />

eine Euro, den die Leute bezahlen, bringt uns im Monat<br />

300 bis 400 Euro“, stellt der pensionierte Pastor dar. Geld,<br />

das dringend benötigt wird, denn die Arbeit des gemeinnützigen<br />

Vereins wird komplett von privaten Sponsoren getragen.<br />

Der 75-Jährige Vereinsvorsitzende sucht nun einen Nachfolger.<br />

Wer Interesse hat, kann sich gern und unverbindlich<br />

mit dem ehemaligen Pastor in Verbindung setzen. ■<br />

Quelle Randzitat: http://www.bmel.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 43<br />

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Klaus Wahle und<br />

Christoph Menke (v.l.)<br />

Andreas Melliwa<br />

Raphael Sprenger &<br />

S. Droste<br />

Blick in die Fußgängerzone<br />

Vom Busparkplatz zum Flusserlebnis<br />

Meschedes Innenstadt wird ein<br />

Wohlfühlort entlang der Henne<br />

Als Kreisstadt gilt Meschede<br />

zwar als ein Mittelpunkt<br />

des Hochsauerlands,<br />

hatte gleichzeitig aber auch lange<br />

mit dem Image zu kämpfen, eine<br />

wenig attraktive Stadt im HSK<br />

zu sein. Und tatsächlich: nach<br />

den enormen Bombenschäden<br />

im Februar 1945 hatte der Zeitgeist<br />

der 1960er-Jahre dem Stadtbild<br />

den Rest gegeben. Das Auto<br />

hatte Vorfahrt, die einst pittoreske<br />

Henne verschwand unter einem Betondeckel.<br />

Drauf kam der Busparkplatz.<br />

Der Umschwung setzte erst<br />

2008 mit der anlaufenden Regionale<br />

2013 ein.<br />

„Ich kann mich noch gut an den euphorischen<br />

Beginn der Kreativwoche<br />

in 2008 erinnern“, sagt Klaus Wahle<br />

vom Bauamt der Stadt Meschede, „es<br />

kamen Politiker, Bürger, ortsansässige<br />

und auswärtige Fachleute zusammen,<br />

um über mögliche Regionale-Projekte<br />

nachzudenken. Und zu entscheiden.<br />

Das war der Startschuss für einen Prozess,<br />

der bis heute anhält!“<br />

Im selben Jahr hatte auch Christoph<br />

Menke sein Studium gerade beendet<br />

– und der gelernte Stadtplaner hatte<br />

eine Arbeit über eine Neugestaltung<br />

der Mescheder Innenstadt im Gepäck.<br />

Der Stadt das Flusserlebnis zurückgeben,<br />

so fasst der Ur-Mescheder das<br />

Thema seiner Arbeit zusammen, „und<br />

so ist es ja auch letztlich gekommen.“<br />

Seit fast zehn Jahren sitzt er für die<br />

CDU im Mescheder Stadtrat und begleitet<br />

so die Neugeburt der Mescheder<br />

City aktuell auch politisch.<br />

Das „Stadterlebnis Fluss“ entsteht<br />

Mit den Fördergeldern der Regionale<br />

2013 veränderte sich dann das Stadtbild<br />

auf der Achse „Hennesee-Henneverlauf<br />

bis zur Mündung der Henne in<br />

die Ruhr“ drastisch. Der Fluss wurde<br />

renaturiert, bekam seinen natürlichen<br />

Verlauf wieder und wurde vor allem<br />

in der Innenstadt vom hässlichen Betondeckel<br />

befreit. Die Henne entwickelte<br />

sich wieder zum Aufenthaltsort<br />

mit hohem Erholungswert: Auf dem<br />

Rücken der Staumauer schießt „die<br />

Himmelstreppe“ mit 333 Stufen in<br />

die Höhe, auf dem Weg zur Innenstadt<br />

entstand „der Hennepark“, und<br />

am Winziger Platz dann schließlich<br />

ein neues lebensfrohes Innenstadt-<br />

Zentrum. Bisheriger Schlusspunkt ist<br />

die stylische Einkaufsgalerie „Henne-<br />

Ruhr-Markt HeRuM“.<br />

Neue Fußgängerzone als zweiter<br />

Schritt<br />

„Ohne die Henneöffnung hätte es kein<br />

HeRuM gegeben“ ist sich Christoph<br />

Menke sicher, „und das hat auch einen<br />

positiven Ruck bei den Investoren bewirkt.<br />

Parallel zum Winziger Platz gelegen,<br />

bekam nun die Fußgängerzone<br />

in der Ruhrstraße ein neues Gesicht:<br />

Die einst fünf verschiedenen Bodenbeläge<br />

wurden durch eine einheitliche<br />

elegante Grauwacke-Pflasterung ersetzt.<br />

Die Geschäftsmeile bekam eine<br />

moderne Beleuchtung, schattenspendende<br />

Bäume und mehr Platz für die<br />

Außengastronomie. Schlusspunkt war<br />

schließlich die Neugestaltung des zentralen<br />

Kaiser-Otto-Platzes.<br />

Innenstadt wird zum Wohnquartier<br />

Als nächste Schritte sollen nun der<br />

Stiftsplatz rund um die historische St.<br />

Walburga-Kirche und die Verbindung<br />

bis zum Stiftscenter angeglichen wer-<br />

44 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


den. „Die Innenstadt wird richtig gut<br />

angenommen, die Menschen verweilen<br />

länger und öfter hier“, sagt Christoph<br />

Menke, „unser Ziel ist nun, das<br />

Zentrum neben dem Einkaufen auch<br />

für das Wohnen attraktiver zu machen.“<br />

Das Konzept scheint aufzugehen:<br />

Direkt an der geöffneten Henne<br />

am Winziger Platz entstehen in einem<br />

ehemaligen Geschäftshaus und Hotel<br />

17 hochmoderne Eigentumswohnungen.<br />

Alle sind bereits verkauft zum<br />

Preis zwischen 150.000 bis 420.000<br />

Euro. Im nächsten Jahr sollen sie bezugsfertig<br />

sein. Für die Investoren gab<br />

es drei Gründe für das Luxus-Projekt:<br />

Lage, Lage, Lage… ■<br />

Hinkel, Wieseler & Eule<br />

Winziger Platz 14, 59872 Meschede<br />

Tel. 0291 99730<br />

hinkel-wieseler-eule@provinzial.de<br />

Weiterdenker.<br />

Was immer Sie vorhaben: Wir sind an Ihrer Seite.<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 45


Tolles Angebot des Sunderner Jugendbüros<br />

Babysitter-Kurse und<br />

noch viel mehr<br />

Monika Loerchner<br />

Philipp Nolte<br />

Die Hebammen Maria Schmidt, Miriam Merten und Alina Fisch (v.l.)<br />

Als Jugendlicher in Sundern muss man keine<br />

Langeweile haben. Das Jugendbüro am<br />

Rathausplatz bietet ein vielfältiges Angebot.<br />

Ob Kickern im Jugendcafé Gammon, Floße bauen am<br />

Sorpesee, Bogenschießen, eine Oper anschauen, Sport<br />

machen, basteln, Geschichten lauschen oder wandern<br />

gehen: Hier ist immer was los!<br />

Spaß und Kreativität, aber auch Aufklärung und Weiterbildung<br />

für Kinder und Jugendliche werden hier großgeschrieben! So<br />

wird beispielsweise in Kooperation mit wechselnden Hebammen<br />

ein Babysitterkurs angeboten.<br />

Vor allem, wer keine kleinen Geschwister hat, ist oft erst mal<br />

unsicher. „Die Mädchen fragen sich, wie sie mit dem Kind klarkommen,<br />

wie sie den Tag gefüllt bekommen“, so Hebamme<br />

Maria Schmidt. Daher werden die Jugendlichen auch darüber<br />

aufgeklärt, was ein Kind in welcher Entwicklungsstufe überhaupt<br />

schon alles kann und wie man es altersentsprechend beschäftigt.<br />

„Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren“, erzählt<br />

Jana Fricke vom Jugendbüro Sundern. Die Kosten für den Kurs<br />

belaufen sich derzeit auf 35 Euro. Die Sozialarbeiterin betont:<br />

„Bei Finanzierungsschwierigkeiten finden wir immer eine Lösung.“<br />

Auch Jungs können Babysitten<br />

Den nächsten Babysitterkurs werden die Hebammen Maria<br />

Schmidt und Alina Fisch in Begleitung von Jana Fricke halten.<br />

Am Ende gibt es für jede Teilnehmerin eine Bescheinigung.<br />

Gendern ist hier nicht nötig, denn bislang haben nur Mädchen<br />

den Babysitterkurs besucht. Babysitter war Jana Fricke übrigens<br />

auch selbst. „Mit 14 habe ich ständig mit meinen Freundinnen<br />

gebabysittet“, erzählt die 31-Jährige.<br />

Herausforderung Babysitten<br />

Nach der Theorie kommt die Praxis: Unter den kundigen Augen<br />

der Hebammen können die Teilnehmer hier an Babypuppen<br />

das Wickeln, Tragen und Anziehen üben. „Wir bringen den<br />

Mädels erst einmal Grundlegendes bei, etwa, wie man in Notfällen<br />

reagiert“, erzählt Hebamme Maria Schmidt, die mit dem<br />

Jugendbüro zusammenarbeitet. Außerdem üben die Frauen mit<br />

den Jugendlichen, wie man ein Gespräch mit den Eltern des zu<br />

betreuenden Kindes führt: Was muss geklärt werden? Wie verhandelt<br />

man über den Lohn?<br />

Qualifizierte Jugendliche<br />

Anschließend können sich die jungen Menschen in die Babysitterkartei<br />

des Jugendbüros eintragen lassen. Eltern, die auf der<br />

Suche nach einem Aufpasser für ihre Kinder sind, können sich<br />

jederzeit an Jana Fricke und ihre Kollegen wenden.<br />

(Selbst-)Vertrauen entwickeln<br />

Jana Frickes Tipp für Eltern und Babysitter lautet übrigens, die<br />

Sache ruhig anzugehen und sich erst einmal kennenzulernen.<br />

Anstatt sofort ins kalte Wasser zu springen, kann man auch vereinbaren,<br />

das Kind zunächst zu betreuen, während ein Elternteil<br />

im Haus ist. Zum Beispiel könnte die Mutter bügeln gehen oder<br />

in Ruhe ein Buch lesen, während der Babysitter mit dem Kind<br />

spielt. So kann man schnell erkennen, ob man zueinander passt,<br />

Vertrauen und auch Selbstvertrauen entwickeln.<br />

Maria Schmidt und ihre Kolleginnen freuen sich, dass das<br />

Interesse der jungen Menschen in Sachen Aufklärung und<br />

Weitbildung so groß ist. Auch die anderen Kurse, die vom<br />

Jugendbüro angeboten oder koordiniert werden, erfreuen<br />

sich großer Beliebtheit. So sind etwa die Aktionen „Skyline<br />

bei Nacht“ oder „Geschichten zu Halloween“ bereits<br />

ausgebucht. ■<br />

46 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Anzeige<br />

Hörakustikmeisterin Melanie Sechting<br />

tritt Nachfolge von Evelyn Brzoska an<br />

Hörladen Arnsberg<br />

unter neuer Leitung<br />

Seit dem 1. August hat das<br />

Fachgeschäft „Der Hörladen“<br />

am Gutenbergplatz 50 in Arnsberg<br />

eine neue Inhaberin. Hörakustikmeisterin<br />

Melanie Sechting hat<br />

das Fachgeschäft von Evelyn Brzoska<br />

übernommen. Die bisherigen Inhaber<br />

des in Alt-Arnsberg und darüber<br />

hinaus bekannten Hörakustikfachgeschäftes<br />

hatten Ausschau nach einem<br />

Nachfolger oder einer Nachfolgerin<br />

gehalten. Der Zufall wollte es, dass<br />

sich Evelyn Broska und die junge<br />

Hörakustikmeisterin Melanie Sechting<br />

trafen und schnell über die Geschäftsnachfolge<br />

für das anerkannte<br />

Fachgeschäft einig wurden.<br />

Evelyn Brzoska und ihr Mann Jürgen<br />

Peters unterstützen nunmehr als Angestellte<br />

die neue Inhaberin. Durch<br />

die Geschäftsübernahme ab 01.August.2022<br />

vergrößert sich das Angebot<br />

rund um das Thema Hören um weitere<br />

Herstellermarken. Zudem kommen<br />

weitere Leistungen wie In-Ear Monitoring<br />

(Maßgefertigte Kopfhörersysteme)<br />

und Pädakustik (Hörversorgungen für<br />

Kinder) hinzu. Das Fachgeschäft für<br />

Hörakustik ist wöchentlich an 36 Stunden<br />

geöffnet. Individuelle Termine sind<br />

auf Anfrage möglich.<br />

Der Name ändert sich in „Der Hörladen<br />

– Melanie Sechting“. Telefonnummer,<br />

Email und Internetseite bleiben<br />

unverändert. „Für die Stammkundschaft<br />

ändert sich praktisch nichts. Die<br />

gewohnten Serviceleistungen werden<br />

selbstverständlich auch so in Zukunft<br />

fortgeführt“, sagt die neue Inhaberin<br />

Melanie Sechting. Und weiter: „Wir<br />

sind ein Hörakustikfachgeschäft, wo<br />

die Kundin und der Kunde mit ihren<br />

individuellen Hörbedürfnissen im Mittel-<br />

punkt stehen. Wir nehmen uns dafür<br />

Zeit und erledigen das in aller Ruhe.“<br />

Die frühere Inhaberin Evelyn Brzoska<br />

ergänzt: „Wir freuen uns auf die gemeinsame<br />

Zusammenarbeit. Ich bedanke<br />

mich persönlich besonders bei<br />

meinen Kunden für die langjährige<br />

Treue und freue mich, dass ich auch<br />

weiterhin als Ansprechpartnerin im<br />

Hörladen mitarbeite.<br />

Auf eine große Eröffnungsfeier wurde<br />

aufgrund der angespannten Coronalage<br />

verzichtet. Doch Melanie Sechting und<br />

ihr Team freuen sich über den Besuch<br />

jedes Stammkunden und natürlich<br />

über jeden neugierigen Arnsberger oder<br />

jede neugierige Arnsbergerin, um den<br />

Hörladen und das Produkt- und Leistungsprogramm<br />

am Gutenbergplatz 50<br />

einmal kennenzulernen. (hh) ■<br />

Unsere<br />

Leistungen<br />

Hörsysteme<br />

Pädakustik<br />

Tinnitusdiagnostik<br />

Gehörschutz<br />

Hörtraining<br />

In-Ear-Monitoring<br />

Reparatur und Service<br />

Zubehör<br />

Hausbesuche<br />

Kostenloser<br />

Hörtest!<br />

Der Hörladen<br />

Gutenbergplatz 50<br />

59821 Arnsberg<br />

: hoerladen-arnsberg@t-online.de<br />

02931 / 52 99 13<br />

www.derhoerladen.de


Anzeige<br />

Effiziente Bestandsaufnahme im<br />

Bereich Bestand und Sanierung<br />

KOSTENGÜNSTIGE<br />

SANIERUNG<br />

MIT HILFE DES<br />

„DIGITALEN<br />

ZWILLINGS“<br />

Christel Zidi<br />

W<br />

er auf der Suche nach neuen wirtschaftlichen<br />

Möglichkeiten ist, Altbestände von<br />

Gebäuden kostengünstig zu sanieren, sollte<br />

sich unbedingt über die Bauzustandserfassung mittels<br />

3D-Laserscanning informieren. „Ein Markt mit<br />

großer Zukunft“, sagt dazu der Sachverständige Ralf<br />

Finger. „Dieses Verfahren wird insbesondere die Planung<br />

im Bestand und die Sanierung von den Arbeitsabläufen<br />

revolutionieren“. Sein Sachverständigenund<br />

Planungsbüro nutzt die digitalen Verfahren<br />

schon seit einiger Zeit.<br />

„Schon bei der Erfassung von Schäden, kann der<br />

Aufwand im Bereich Bestand und Sanierung<br />

deutlich erleichtert werden“, berichtet Diplom-Bauingenieur<br />

Ralf Finger über<br />

die vielfältigen Möglichkeiten, die<br />

die Bauzustandserfassung mit dem<br />

3D-Laserscanning bietet. Nicht<br />

zuletzt die finanzieller Art: „Es<br />

hat natürlich auch wirtschaftliche<br />

Vorteile, wenn z. B. die Schadensaufnahme<br />

und Bewertung größtenteils bequem vom Computer<br />

aus - und ohne Gerüste - erfolgen kann und zudem ausgebrochene<br />

Bauteile 3-dimensional rekonstruiert oder<br />

Fassadenelemente industriell vorgefertigt werden können,<br />

künftig auch mit 3D-Druckern. Auch die Kosten<br />

für Material und Personal sind auf diese Art wesentlich<br />

leichter steuerbar.“<br />

„Digitaler Zwilling“ als Grundlage<br />

der Schadenskartierung<br />

Die digitale Technik bietet neue wirtschaftlichere Möglichkeiten,<br />

Altbestände von Gebäuden kostengünstiger<br />

zu sanieren. Aus einer Vielzahl von stationären Laserscans<br />

sowie aus zusätzlich aufgenommenen Luftbildern<br />

werden mittels spezieller Software die dreidimensionalen<br />

Raumkoordinaten errechnet. Einige<br />

hundert Millionen farbige Messpunkte<br />

erzeugen dann eine hochaufgelöste,<br />

farbige Messpunktwolke.<br />

Diese Punktwolke stellt einen<br />

„digitalen Zwilling“ des realen Objektes<br />

dar und kann am Rechner aus<br />

jeder beliebigen Richtung und Position<br />

betrachtet und mit einer entsprechenden<br />

Software weiterbearbeitet werden. Fragmente<br />

48 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


der Luftbilder werden zu sogenannten „Texturen“ umgerechnet<br />

und liefern detailgenaue Fotos (3D-Mesh), die<br />

von realen Fotos kaum unterschieden werden können.<br />

Auswertung und Ergebnisse<br />

Schadenskartierungen sind mit dieser Methode auch<br />

an Stellen des Gebäudes möglich, die sonst - ohne den<br />

Einsatz von Gerüsten, Hubsteigern o.Ä. - nicht durchführbar<br />

gewesen wären. Mit noch genaueren Methoden<br />

(3D-Polygonenmodell) ist die Auflösung sogar so hoch,<br />

dass selbst Verschmutzungen, Risse und Ausbrüche erkennbar<br />

sind.<br />

Die Schadenskartierung mittels 3D-Scan und die Auswertung<br />

der Schadensergebnisse gehört zu den Aufgaben<br />

Ralf Fingers, der öffentlich bestellter und vereidigter<br />

Sachverständiger für Schäden an Gebäuden ist. Von seinem<br />

Computer aus, kann er dank der digitalen Methoden<br />

die Bauschäden zuordnen und dokumentieren. Für<br />

einen möglichst genauen Überblick erhalten Sie von ihm<br />

eine Kostenzusammenstellung zu den Sanierungsmaßnahmen.<br />

3D-Mesh der Kirche<br />

Vielfältige Einsatzgebiete<br />

Gutachter Ralf Finger zählt explizit die Bereiche auf, in<br />

denen diese digitale Technik zum Einsatz kommen kann:<br />

· Architektur / Innenausbau​<br />

· Bestandsaufnahme Technische Gebäudeausrüstung<br />

für Industrie und Gewerbe​<br />

· Beweissicherung​en<br />

· Denkmalschutz und -pflege​<br />

· Höhenmodell / Geländeaufnahme / Archäologie<br />

· Monitoring und Überwachung von Bauwerken​<br />

· Schadensaufnahme und Schadenskartierung​<br />

Wer die Technik in seinem Unternehmen einsetzen<br />

möchte, kann sich gern an den Geschäftsführer der ifib<br />

GmbH, Ralf Finger, wenden, der die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten<br />

und kreativen Möglichkeiten auch für Ihr<br />

Unternehmen kennt. ■<br />

ifib GmbH<br />

Dieplohstraße 10 – 59581 Warstein<br />

0160 94687698 – ralf.finger@ifi-bauen.de<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 49


Einweihung des neuen Küppelturmes steht kurz bevor<br />

HOCH HINAUS IM JUBILÄUMSJAHR<br />

Anke Kemper S. Droste<br />

M<br />

an weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Wenn man oben auf der Aussichtsplattform steht,<br />

ist der Turm zunächst Nebensache - man bestaunt die grandiose Fernsicht und es wird einem wieder<br />

klar, warum das Sauerland als „Das Land der tausend Berge“ bezeichnet wird. Fest steht: Der Einsatz<br />

für dieses große Projekt kann sich sehen lassen: Passend zum 750sten Jubiläum des Ortes Freienohl ist der<br />

vierte Küppelturm fertiggestellt.<br />

Ihr Dorfbäcker seit 1912!<br />

Stammhaus Olpe<br />

Freienohler Straße 27<br />

59872 Meschede-Olpe<br />

Telefon 02903-7673<br />

Telefax 02903-383<br />

info@kremer-baeckerei.de<br />

Unser Ladenlokale<br />

Olpe, Freienohl, Oeventrop,<br />

Westenfeld, Bestwig, Nuttlar<br />

50 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Carlo Düring und Herbert Kordel von den Heimatfreunden<br />

Freienohl, die das Leaderprojekt 2017 initiiert<br />

haben, nehmen uns mit zu einem letzten Kontrollgang<br />

auf den Turm. Die vielen Jahre des Planens und<br />

Organisierens scheinen vergessen. Jetzt geht es nur<br />

noch darum, kleine Schönheitsfehler zu beheben: Die<br />

Fahnenstange wird für das Hissseil ausgemessen – geplant<br />

sind noch Informationstafeln und die Beleuchtung<br />

muss noch angebracht werden. Die Gestaltung<br />

des Platzes um den Turm herum wird durch die Heimatfreunde<br />

wahrscheinlich im kommenden Jahr erfolgen.<br />

Dies beinhaltet auch den Bau einer Schutzhütte<br />

mit Sitzgelegenheiten. Damit der Turm als Ausflugsund<br />

Wanderziel für jeden zu erreichen ist, kann an<br />

manchen Tagen der Poller unten an der Straße entfernt<br />

werden. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle „Naturpark<br />

Arnsberger Wald“ ist eine Drei-Türme-Route geplant, die<br />

Radfahrer und Wanderer vorbei an den Möhneseeturm,<br />

Küppelturm und Lörmecketurm führen soll. Es gibt<br />

noch viele Ideen und Planungen rund um den Turm herum,<br />

aber der bedeutendste Schritt ist geschafft. Die offizielle<br />

Eröffnung des Küppelturmes findet am 24.09. ab<br />

15:00 Uhr statt. ■<br />

Carlo Düring und Herbert Kordel (v.l.)<br />

Heimat<br />

genießen.<br />

Durch unsere<br />

Förderung<br />

steigern wir die<br />

Lebensqualität in<br />

unserer Region.<br />

Weil‘s um mehr als Geld geht.<br />

sSparkasse<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 -<br />

Mitten im Sauerland<br />

51


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geschichtsträchtig – die Anfänge des Familienunternehmens Zacharias<br />

abgebildet auf einem modernen Reisebus.<br />

Im Vordergrund: vl.: Fabio, Pauline und Gustav Zacharias<br />

MIT BEWÄHRTEN<br />

STRUKTUREN<br />

IN DIE ZUKUNFT<br />

Omnibusunternehmen Zacharias aus<br />

Freienohl rollt in die 4. Generation<br />

Anke Kemper<br />

Vanessa Schulte<br />

Die Schwarz-Weiß-Fotos, die auf dem Reisebus<br />

abgebildet sind, zeigen es deutlich: Seit dem<br />

Gründungsjahr 1943 durch den Urgroßvater<br />

Gustav Zacharias hat sich der Familienbetrieb zu einem<br />

modernen Reiseunternehmen entwickelt und geht im<br />

Jahr 2022 mit Fabio Zacharias in die 4. Generation.<br />

Fast 80 Jahre nach der Firmengründung wird ab dem<br />

01.10.2022 das Einzelunternehmen in die Zacharias-<br />

Reisen GmbH umfirmiert. Als Geschäftsführer und Gesellschafter<br />

wird neben Vater Gustav der 25-Jährige Fabio<br />

Zacharias benannt. Seine Schwester Pauline arbeitet mittlerweile<br />

auch im Betrieb und stößt voraussichtlich in zwei<br />

Jahren als Gesellschafterin dazu. „Die bewährten Strukturen<br />

im Unternehmen haben weiterhin Bestand und<br />

ich bleibe im operativen Geschäft tätig“, erzählt Gustav<br />

Zacharias. Der 60-Jährige hat 1994 die Firma von seinem<br />

Vater Herbert übernommen und stetig ausgebaut und modernisiert.<br />

Aktuell sind 42 Omnibusse im Einsatz, davon<br />

5 Reisebusse mit Toilette, 2 Kleinbusse und 35 Busse, die<br />

überwiegend für Linienfahrten eingesetzt werden. Dass<br />

sich die Räder auch weiterhin drehen, dafür sorgen zusätzlich<br />

70 Mitarbeiter. Am Firmensitz in der Freienohler<br />

Straße laufen die Fäden zusammen: Neben dem Linienverkehr<br />

und der Reisetouristik inklusive Planungen von<br />

Reisen nach Kundenwunsch können in der hauseigenen<br />

Werkstatt erforderliche Reparaturen an den Omnibussen<br />

direkt durchgeführt werden. Die firmeneigene Brummibrause<br />

ist außerdem für gewerbliche und private Nutzer<br />

stets im Einsatz. ■<br />

Freienohler Str. 101<br />

59872 Meschede<br />

Tel. 02903/9797-0<br />

Fax 02903/9797-37<br />

info@zacharias-reisen.de<br />

www.zacharias-reisen.de<br />

52 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Anzeige<br />

40 JAHRE PFLEGESCHULE BRILON – EINE ERFOLGSBILANZ<br />

Das im Jahre 1982 eröffnete Briloner Bildungszentrum<br />

für Gesundheitsberufe (BfG) am Städtischen<br />

Krankenhaus Maria Hilf in Brilon kann<br />

auf 40 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Es zählt heute zu<br />

einem der größten Ausbildungsbetriebe in der Region.<br />

Die überaus positive Entwicklung des BfG lässt sich auch in<br />

Zahlen festmachen: In den Anfangsjahren bildete die Pflegeschule<br />

jährlich 15 Pflegeassistenten/innen aus; bereits in den<br />

1990ern wurde auf 45 Ausbildungsplätze erweitert. In diesen<br />

Jahren wurde auch ein Wechsel hin zur 3-jährigen Ausbildung<br />

durchgesetzt. Große Unterstützer in dieser Zeit waren,neben<br />

der Stadt Brilon, der damalige Chefarzt Dr. Morgenstern und<br />

Schulleiterin Waltraud Hennecke. 2006 wurde die Zahl der<br />

Ausbildungsplätze nochmals angehoben – auf insgesamt 75. In<br />

diesem Jahr entstand auch ein schicker Neubau zur Unterbringung<br />

der vielen Auszubildenden.<br />

Stetige Entwicklung<br />

Aktuell werden 75 Ausbildungsplätze in der 3-jährigen generalistischen<br />

Pflegeausbildung (Pflegefachmann/-fachfrau) und<br />

25 Plätze in der 1-jährigen Pflegefachassistenzausbildung angeboten.<br />

Und noch in diesem und für das nächste Jahr wird es<br />

eine Aufstockung der Ausbildungskapazität geben.<br />

Pflege plus Gesundheitsförderung<br />

Was sich bei der Pflegeausbildung grundsätzlich verändert hat,<br />

erklärt Claudia Hundertmark-Vogel, die als Lehrerin am BfG<br />

tätig ist: „Während der Blick der Pflege früher darauf ausgerichtet<br />

war, ausschließlich kranke Menschen zu versorgen, so<br />

ist dieser heute um die Perspektive erweitert, sich zu fragen, wie<br />

der/die Patient/in dabei unterstützt werden kann, die Gesundheit<br />

bestmöglich zu fördern.“<br />

Für die generalistische Ausbildung im Oktober sind noch<br />

wenige Plätze frei. Für ganz kurz Entschlossene startet<br />

die 1-jährige Pflegeausbildung zum 01.09.2022.<br />

Bewerben unter: www.karriere.krankenhaus-brilon.de<br />

„Pflege ist eine eigene Wissenschaft geworden“<br />

(Claudia Hundertmark-Vogel)<br />

Auch der Ausbildungsverlauf der heutigen Lehrer/innen am<br />

BfG hat sich gewandelt. Alle Lehrkräfte haben neben ihrer<br />

grundständigen Ausbildung ein Studium in der Pflege absolviert,<br />

so wie Claudia Hundertmark-Vogel: „Die hochschulische<br />

Ausbildung hat die früheren Lehr- oder Schulschwestern<br />

abgelöst. Pflege ist eine eigene Wissenschaft geworden. Das<br />

heißt nicht, dass die Ausbildung bei denKollegen/innen in der<br />

Vergangenheit weniger wert wäre. Vielmehr erhebt die Profession<br />

Anspruch darauf, die Ausbildung auf pflegewissenschaftliche<br />

Füße zu stellen.“<br />

Potenzial durch mediale Kompetenzen<br />

Auch die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten, berichtet<br />

die Lehrerin: „Im Unterricht möchten wir die medialen<br />

Kompetenzen fördern, für das unfassbare Potenzial werben<br />

und bestehende Vorurteile abbauen. Die Kollegen von morgen<br />

haben es in der Hand, zu entscheiden, welche Hilfsmittel sinnvoll<br />

sind. Dafür müssen sich die Auszubildenden auf die digitale<br />

Entwicklung einlassen und dürfen sie sich nicht aus der<br />

Hand nehmen lassen. “40 Jahre Bildungszentrum werden im<br />

<strong>Herbst</strong>/Winter 2022 mit der Einweihung des Anbaus gefeiert.<br />

Ausbilder und Azubis können sich dann auf eine Erweiterung<br />

der Übungsflächen für den fachpraktischen Unterricht durch<br />

Skillslabs* freuen. ■<br />

Skillslab = zentrale Trainingseinrichtung, in der spezifische Fertigkeiten und Fähigkeiten<br />

praktisch vermittelt werden.<br />

Christel Zidi<br />

privat & sabrinity<br />

Bildungszentrum für Gesundheitsberufe<br />

Am Schönschede 1 | 59929 Brilon<br />

Tel: 0 29 61/780 – 1447 | petra.vorderwisch@kh-brilon.de<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 53


Robin Willeke als Co-Trainer (hinten Mitte) bei seinem bislang größten Erfolg mit seinem Team.<br />

Robin Willeke: Vom erfolgreichen Fußballspieler im Sauerland zum<br />

erfolgreichen Trainer auf Schalke<br />

Tore, Titel, Meisterschaften!<br />

Petra Kleine<br />

war ein echtes Herzschlagfinale. Ich bekomme<br />

jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an<br />

„Es den letzten entscheidenden Elfmeter denke,“<br />

verrät mir Willi Willeke. Gemeinsam mit seiner Frau<br />

Heike war er im Stadion und hat live mit seinem Sohn Robin<br />

(32 Jahre) mitgefiebert. Dieser ist Co-Trainer der B-Junioren<br />

von Schalke 04 und hat soeben mit seinem Team die Deutsche<br />

Meisterschaft gewonnen. Der Jubel kennt keine Grenzen!.<br />

„Alle wollen sein, keiner will werden.“ Diesen Satz seines Jugendtrainers<br />

findet Robin Willeke überragend und absolut<br />

zutreffend. „Ich hatte das Glück,“ so Robin, “dass ich früh als<br />

Trainer angefangen habe und mich Stück für Stück entwickeln<br />

konnte. Auch jetzt bin ich noch mitten in der Entwicklung.“<br />

In der F-Jugend des TuS Madfeld fing alles an, zunächst als<br />

Spieler. Später spielte er beim SV Brilon. Seine vorausschauende<br />

Spielweise, seine Kopfbälle und Zweikampfstärke sowie sein ausgeprägter<br />

Siegeswille waren seine Stärken. Weitere Stationen als<br />

FC Schalke 04 & Privat<br />

Spieler waren der SC Neheim, wo er als Kapitän mit der Mannschaft<br />

den Meistertitel in der Landesliga holte und der Aufstieg<br />

in die Westfalenliga gefeiert werden konnte. Später spielte Robin<br />

beim VfB Marsberg und beim VfB Salzkotten, wo ebenfalls der<br />

Aufstieg gelang und obendrein der Krombacher-Pokal gewonnen<br />

wurde. In der Jugend spielte Robin im Stützpunkt Brilon<br />

und in der Regionalauswahl. Mit dieser durfte er 2006 nach<br />

Berlin fahren und als Teil des NRW-Teams an einem Turnier<br />

auf der Fanmeile am Reichstagsplatz parallel zur stattfindenden<br />

WM in Deutschland teilnehmen.<br />

Nervenstark, erfolgsorientiert und perfektionistisch<br />

Nebenher trainierte er bereits mehrere Mannschaften, besuchte<br />

Lehrgänge in der berühmten Sportschule Kaiserau und machte<br />

im Alter von nur 24 Jahren bereits seine Trainer A-Lizenz, die<br />

berechtigt, als Trainer im Jugendbereich der Bundesliga zu arbeiten.<br />

Das alles neben seinem Lehramtsstudium für Sport und<br />

54 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


„Die Unterstützung meiner Eltern Heike und<br />

Willi kann man mit Worten nicht beschreiben,“ so Robin Willeke dankbar.<br />

Geschichte in Paderborn. In dieser Zeit war er bereits Chef-Trainer<br />

mehrerer Jugendmannschaften des SC Paderborn und gewann<br />

zwei Meistertitel mit ihnen. Dann wurde der FC Schalke<br />

04 auf ihn aufmerksam, denn erste Kontakte bestanden bereits<br />

während der Lehrgänge.<br />

So kam er vor sechs Jahren als Cheftrainer der U16 zum FC<br />

Schalke 04. Heute arbeitet er als Co-Trainer der U17 (= B-Junioren)<br />

auf Schalke. Neben der gewonnenen Deutschen Meisterschaft<br />

konnten dieses Jahr übrigens auch die prestigeträchtige<br />

Westdeutsche Meisterschaft gewonnen werden sowie auch der<br />

Ligapokal.<br />

Es läuft gut für Robin Willeke, der weiterhin hauptberuflich als<br />

Lehrer an der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen tätig<br />

ist. Natürlich trainiert er dort die Schulmannschaft und hat es<br />

mit ihr bei „Jugend trainiert für Olympia“ zum 1. Platz in NRW<br />

gebracht. Damit sind sie qualifiziert für das große Finale jetzt<br />

im September in Berlin, bei dem die Deutsche Meisterschaft der<br />

Schulen ausgetragen wird.<br />

„Durch den Fußball konnte ich schon viel von der Welt sehen,“<br />

berichtet Robin Willeke. „Turniere unter anderem in Genf, Südkorea,<br />

Amsterdam und Madrid. Hinzu kamen Hospitationen<br />

bei der Deutschen U17-Nationalmannschaft im Trainingslager<br />

in La Manga sowie bei Vereinen wie Juventus Turin und Atletico<br />

Madrid. Für Schalke habe ich sogar mal einen Monat in<br />

China ein chinesisches Team trainiert.“ Die nächsten Ziele zum<br />

Hospitieren sind Ghana und Sporting Lissabon.<br />

„In jedem Verein, in dem ich als Spieler und Trainer aktiv sein<br />

durfte, hatte ich das Glück, mit ganz tollen Menschen zusammenarbeiten<br />

zu dürfen und am Ende mit jedem dieser Vereine<br />

eine Meisterschaft, einen Pokalsieg oder einen Aufstieg feiern zu<br />

dürfen,“ fasst Robin Willeke zusammen. „Das ist nicht selbstverständlich<br />

und dafür bin ich den Menschen, die mich auf dem<br />

Weg begleitet haben, sehr, sehr dankbar.“ ■<br />

DER UMWELT ZULIEBE:<br />

Durch unser Handwerk können auch Sie<br />

dazu beitragen, dass der übermäßige<br />

Konsum und der daraus resultierende Abfall<br />

in der Textil- und Möbelwirtschaft auf Dauer<br />

verringert wird.<br />

Hellermann<br />

Wir verarbeiten für Sie langlebige Stoffe aus<br />

recycelten Fasern und Garnen.<br />

Geben Sie der Zukunft und der Umwelt eine<br />

Chance.<br />

Paul Hellermann<br />

Jungmeister<br />

der Raumausstattung Hellermann<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 55


Ein Arnsberger „Filetstück“:<br />

Gewerbegebiet Wiebelsheide zählt über 100 Unternehmen<br />

IN DIE JAHRE GEKOMMEN<br />

– ABER VOLLER DYNAMIK<br />

Paul Senske<br />

Philipp Nolte<br />

Allein die Zahl macht die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts deutlich: Die Stadt Arnsberg<br />

zählt derzeit über 20 ausgewiesene Gewerbegebiete. Die Nachfrage von Unternehmen, sich hier anzusiedeln<br />

oder zu expandieren, steigt – Arnsberg gilt als attraktiver Standort mit u. a. hervorragenden<br />

Anbindungen an die Verkehrswege Straße, Schiene und Luft. Eines der Gewerbegebiete ist die Wiebelsheide.<br />

Das Areal in Arnsberg-Herdringen zählt den ältesten Gewerbeflächen nicht nur in Arnsberg, und ist, wenn man<br />

es so bezeichnet, „in die Jahre gekommen“, aber „ohne Verschleißerscheinungen“ und weiterhin voller Dynamik.<br />

Es ist ein begehrtes und lebendiges „Filetstück“.<br />

Beim Blick in die Arnsberger Wirtschaftsgeschichte fällt<br />

auf, dass der Bebauungsplan für die Wiebelsheide vor rund<br />

60 Jahren, also Anfang der 1960er-Jahre aufgestellt wurde<br />

und „Pilotcharakter“ hat. „Das Gewerbegebiet hat sich<br />

in den folgenden Jahren kontinuierlich und dynamisch<br />

entwickelt. Heute zählt es auf einer Fläche von knapp 50<br />

Hektar über 100 Unternehmen, die hier produzieren, entwickeln<br />

und Handel betreiben. Einige Flächen privater<br />

Natur sind noch zu vergeben.<br />

Wir bilden aus!<br />

www.albon.de<br />

metallbau@albon.de<br />

Die Breite der Unternehmen ist reichhaltig: Der Einzelist<br />

ebenso vertreten wie der Großhandel. Handwerksbetriebe<br />

haben ihren Standort in der Wiebelsheide. Die<br />

produzierenden Unternehmen stammen überwiegend aus<br />

dem Bereich der Metallverarbeitung. Bei den Unternehmen<br />

dominieren die inhabergeführten Betriebe. Natürlich<br />

spielt die Ausbildung eine bedeutende Rolle, wobei auch<br />

die Betriebe in der Wiebelsheide händeringend um den<br />

Nachwuchs und Fachkräfte werben.<br />

„Wer hier investiert,<br />

setzt auf die Zukunft“<br />

(wfa)<br />

56 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Ein Standort mit<br />

vielen Trümpfen<br />

Arnsberg, die rund 73.000 Einwohner zählende und damit<br />

größte Kommune des Hochsauerlandkreis, gilt insgesamt<br />

als eines der bedeutendsten ökonomischen Zentren<br />

der Region. „Es ist ein Standort mit vielen Trümpfen“, so<br />

drückt es die Wirtschafsförderung Arnsberg (wfa) aus. Den<br />

wirtschaftlichen Schwerpunkt bildet das verarbeitende<br />

Gewerbe. Ein starker Handel und Dienstleistungssektor<br />

sind weitere Trümpfe. Familienunternehmen, die Tradition<br />

und Innovation verbinden, sind seit Jahrzehnten<br />

erfolgreich im nationalen und internationalen Markt<br />

vertreten. Als typischer Standort des Mittelstandes mit<br />

nationalen und internationalen Marktführern ist Arnsberg<br />

auch für die Zukunft gut aufgestellt, so die wfa:<br />

„Wer hier investiert, setzt auf die Zukunft.“ ■<br />

PRODUKTIONSAGENTUR<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 57


Das Schöne mit dem Guten verbinden<br />

DÎNER EN BLANC<br />

DER MESCHEDER<br />

SOROPTIMISTINNEN<br />

Sabina Butz<br />

privat und S. Droste<br />

E<br />

versberg ist heute ein<br />

Stadtteil von Meschede.<br />

Das war nicht immer so:<br />

Eversberg wurde 1242 als Stadt<br />

gegründet. Graf Gottfried III errichtete<br />

eine Burg, deren Ruine<br />

man heute noch besichtigen kann,<br />

um seine Grafschaft gegen die<br />

umliegenden Territorien des Erzbischofs<br />

von Köln zu sichern. Die<br />

Geschichte Eversbergs enthält viele<br />

bemerkenswerte Momente und<br />

Ereignisse. Aber auch heute ist die<br />

zauberhafte und idyllische Kulisse<br />

des alten Eversberg noch für Überraschungen<br />

gut.<br />

Si-Schwestern aus Meschede und Umgebung<br />

Am 10. Juni 2022 zum Beispiel<br />

konnte man beobachten, wie sich<br />

ca. 160 weiß gekleidete Besucher/<br />

innen mitten im historischen Stadtkern<br />

an weiß gedeckten Tischen<br />

niederließen, munter miteinander<br />

plauderten und mitgebrachte Köstlichkeiten<br />

verzehrten. Ganz offensichtlich<br />

gab es auch ein kurzweiliges<br />

Rahmenprogramm: Eine klassische<br />

Sopranistin (Dilek Gecer) und ein<br />

Alleinunterhalter (Benedikt Wrede)<br />

erfreuten die Gäste, eine Tombola<br />

mit ausgefallenen Preisen wurde mit<br />

viel Applaus begleitet. Danach folgte<br />

ein kurzer Vortrag, dem alle Anwesenden<br />

gebannt lauschten, um anschließend<br />

die Spendenboxen reichlich<br />

zu befüllen.<br />

Das Ganze nannte sich „Dîner<br />

en Blanc“, auf Deutsch eine<br />

„Weiße Mahlzeit“. Erfunden<br />

haben es die Franzosen<br />

in Paris als Picknick<br />

an einem öffentlichen Ort, wobei<br />

Kleidung und Deko in weißer Farbe<br />

erwünscht waren. Gleichgesinnte<br />

trafen sich spontan an einem Ort im<br />

Freien, um sich auszutauschen. Die<br />

Teilnahme stand jedem und jeder<br />

offen. Diese Idee nahm der SI Club<br />

Meschede auf und blickt inzwischen<br />

auf vier solcher erfolgreichen Veranstaltungen<br />

zurück. Hinter dem<br />

SI Club Meschede verbergen sich<br />

30 berufstätige Frauen, die zur weltweiten<br />

Organisation der Soroptimistinnen<br />

zählen. Ziel der Soroptimistinnen<br />

weltweit ist, Frauenrechte,<br />

Kindeswohl, Bildung, Gleichberechtigung<br />

und achtsamen Umgang<br />

mit- und untereinander zu fördern.<br />

Der Ausdruck Soroptimist kommt<br />

aus dem Lateinischen und bedeutet<br />

so viel wie: beste Schwestern. Zur<br />

Erreichung dieser Ziele werden regionale,<br />

überregionale und globale<br />

Projekte unterstützt. Das Eversberger<br />

Dîner en Blanc konnte insgesamt


€ 2.500,00 einsammeln und an die Hilfsorganisation<br />

Archemed (Ärzte für Kinder in Not) übergeben.<br />

Archemed wird das Geld für dringend benötigte Medikamente<br />

in der Ukraine verwenden, wobei persönliche<br />

Kontakte zu ukrainischen Ärzten die zuverlässige Zustellung<br />

garantieren.<br />

DAS<br />

NEUE<br />

MAGAZIN<br />

Eine sinnvolle und gelungene Aktion, zielgerichtet und<br />

bedarfsgerecht, unter Expertenkontrolle und so dringend<br />

benötigt.<br />

Maria Köhne, Präsidentin des SI Club Meschede erklärt:<br />

„Wir verbinden das Schöne mit dem Guten, und jede/r<br />

kann dazu beitragen“. ■<br />

Bitte vormerken für 2023:<br />

SI Meschede Dîner en blanc in Eversberg.<br />

Anmeldungen über:<br />

www.clubmeschede.soroptimist.de/home<br />

Weiße Kleidung (jedenfalls überwiegend…), eigenes Essen<br />

mitbringen, Getränke können vor Ort bestellt werden.<br />

AB<br />

NOVEMBER<br />

KOSTENLOS<br />

FÜR ALLE<br />

SAUERLAND-FANS:<br />

GEDRUCKT<br />

ALS E-PAPER<br />

und ergänzt um<br />

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02904 71180-00<br />

Impressionen des Dîner en Blanc


Thomas Vogelsang stabilisiert<br />

traumatisierte Kinder im<br />

Kinderhaus Ense<br />

Das Problem an<br />

der Wurzel packen<br />

Matthias Koprek<br />

Thomas Vogelsang gar keine eigenen Kinder hat, teilt er sich sein Zuhause mit gleich fünf<br />

Heranwachsenden im Alter zwischen vier und 13 Jahren. Als Traumapädagoge und traumazentrierter<br />

Fachberater leitet er seit fünf Jahren das Kinderhaus in Ense-Waltringen. Hier finden traumatisier-<br />

Obwohl<br />

te Kinder ein Zuhause auf Zeit. Und eine feste Bezugsperson, die mit den Krisen umgehen kann, die traumatisierte<br />

Menschen – ob minder- oder volljährig – immer wieder haben. Zumindest solange ihr Trauma nicht therapiert ist.<br />

Solche Krisen sind zum Beispiel Wutausbrüche. Das Kind<br />

brüllt, schlägt um sich oder rennt einfach weg. Was für die<br />

Mitmenschen so aussieht, als käme es aus heiterem Himmel,<br />

hat einen tiefsitzenden Grund. Die Betroffenen wurden an ihr<br />

Trauma erinnert. Auslöser können alle äußeren Einflüsse sein,<br />

die das Kind wahrnimmt und mit dem Trauma in Verbindung<br />

bringt: Geräusche, Gerüche, Geschmäcker, Personen, Wortlaute,<br />

Lieder oder Blicke beispielsweise.<br />

Kinder werden immer wieder mit<br />

Traumata konfrontiert<br />

„Stellen Sie sich ein Kind vor, das von seinem Vater verprügelt<br />

wurde, sobald dieser alkoholisiert war. Am Schützenfestwochenende<br />

hat er besonders viel getrunken, die Misshandlungen<br />

waren entsprechend heftig. Wenn das Kind nun die Schützenfestfahnen<br />

sieht oder die Schützenfestmusik erklingen hört,<br />

dann wird es an die Zeit erinnert, auch wenn es längst in unserer<br />

Wohngruppe lebt. Es reagiert auf diesen Trigger. Es schreit<br />

oder schlägt um sich, egal wo es ist. Und keiner weiß, warum“,<br />

erklärt Thomas Vogelsang.<br />

Seine Aufgabe als Traumpädagoge ist es, das Kind in solchen<br />

Ausnahmesituationen – aber auch im scheinbar normalen Alltag<br />

– zu stabilisieren. „Die Kinder kommen zu uns, weil sie<br />

aufgrund ihres Verhaltens als schwer erziehbar gelten. Die Eltern<br />

kommen mit ihnen nicht mehr klar oder das Jugendamt<br />

traut ihnen die Erziehung nicht mehr zu. Andere pädagogische<br />

Wohnformen sind häufig bereits gescheitert“, sagt Vogelsang.<br />

Oft sind keine Details darüber bekannt, was das Kind traumatisiert<br />

hat. Zumal es nicht immer um das eine große Trauma,<br />

zum Beispiel die Vergewaltigung, geht. Viele kleine schwierige<br />

Erlebnisse können zu einer kumulativen Traumatisierung<br />

führen, weil die Häufung der Verletzungen keine Erholung<br />

zulässt.<br />

Vogelsangs Arbeit hat deshalb immer auch etwas Detektivisches.<br />

Er muss beobachten und Grenzen austesten. Stets reflektieren,<br />

was passiert. So fügt sich ein Puzzleteil zum anderen.<br />

Eine Sisyphusarbeit, die klassische Wohngruppen nicht<br />

leisten können. Weil sie dafür nicht die Kapazitäten haben<br />

und weil sie dafür nicht ausgebildet sind. Das fehlende Wissen<br />

führt dazu, dass die Verhaltensweisen nicht immer als Schutzmechanismen<br />

erkannt werden. Das Kind wird bestraft, bis es<br />

60 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


das Verhalten unterlässt. Es wird nicht nach der Ursache geforscht,<br />

das Problem nicht an der Wurzel gepackt. Aber genau<br />

das findet Vogelsang an seiner Arbeit so spannend. „Ich habe<br />

da richtig Bock drauf“, sagt er.<br />

„Ich freue mich, wenn unsere Kinder kämpfen“<br />

„Traumatisierte Kinder zeigen im Wesentlichen zwei Verhaltensweisen:<br />

sie fliehen oder sie kämpfen. Später stellen sie sich<br />

manchmal auch äußerlich tot. Aber wenn sie im Schulunterricht<br />

sitzen, dann können sie nicht fliehen. Sie müssen sitzen<br />

bleiben. Ich freue mich, wenn unsere Kinder noch kämpfen.<br />

Denn dann haben sie sich noch nicht aufgegeben. Sie treten<br />

für sich ein. Das ist etwas Gutes“, erklärt der Traumapädagoge.<br />

Das Fatale am Trauma ist, dass es sich im Körpergedächtnis<br />

abspeichert. Wird ein Kind nun wieder mit seinem Trauma<br />

getriggert, fällt es in die Situation zurück, in der es das Trauma<br />

erlebt hat. Inklusive des Alters. Es kann sich in einer Krise also<br />

gar nicht altersgerecht verhalten, wie es von Erwachsenen häufig<br />

verlangt wird. War das Kind bei einer traumatisierenden<br />

Misshandlung drei Jahre alt und wird es heute als Zwölfjähriger<br />

getriggert, wird es wieder zum Dreijährigen. Vogelsang:<br />

„Wir hatten zum Beispiel den Fall, dass ein Kind dann wie ein<br />

Kleinkind gespeichelt hat.“<br />

„Kinder sind immer in einem emotionalen<br />

Abhängigkeitsverhältnis. Damit muss man verantwortungsvoll<br />

umgehen“ (Thomas Vogelsang)<br />

Zu Thomas Vogelsang kommen Kinder, deren Eltern Suchtproblematiken<br />

haben oder die aufgrund psychischer Erkrankung<br />

der Erziehungsberechtigten vernachlässigt wurden.<br />

Kinder, die misshandelt wurden oder deren Eltern Fluchterfahrungen<br />

gemacht haben. Die allein schon deshalb traumatisiert<br />

sind, weil die Eltern aus einem unsicheren Land kommen,<br />

in dem sie beispielsweise Zeit ihres Lebens mit Gewalt und<br />

Terror konfrontiert sind. Eltern, die ihre eigenen Traumata<br />

transgenerational an ihre Kinder weitergeben. Nicht selten<br />

sind auch Fälle, in denen ausländische Eltern nicht mit den<br />

deutschen Erziehungsmethoden klarkommen. Im Irak und<br />

Iran ist die körperliche Züchtigung ein reguläres Erziehungsmittel<br />

– übrigens auch für die Ehefrau. Hierzulande ist das<br />

nicht erlaubt. „Die meisten Eltern haben alles ihnen Mögliche<br />

getan, um gute Eltern zu sein. Doch viele von ihnen sind selbst<br />

vom Leben gezeichnet“, betont Vogelsang.<br />

Leben wie in einer Familie –<br />

und doch keine sein<br />

Die in einem alten Bauernhaus untergebrachte Wohngruppe<br />

ist familienanalog. Das heißt, dass Thomas Vogelsang hier in<br />

seinen eigenen vier Wänden mit den Kindern lebt. Dadurch<br />

fungiert er als feste Bezugsperson und ist Ansprechpartner für<br />

Jugendämter, Vormünder, gesetzliche Betreuer, Schulen, Ärzte<br />

und natürlich auch die Eltern. Er teilt sich Küche und Wohnzimmer<br />

nicht nur mit den Kindern, sondern natürlich auch<br />

mit den anderen Betreuerinnen und Betreuern. Lediglich sein<br />

Schlafzimmer und das eigene Bad bieten ihm Privatsphäre.<br />

Thomas Vogelsang ist nicht der Vater der Kinder und will<br />

auch nicht Papa genannt werden. Die anderen Kinder in der<br />

Pökeltag<br />

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Wohngruppe sind nicht die Geschwister. Das ist ein wesentlicher<br />

Unterschied zu einer Pflegefamilie. Obwohl es Kinder<br />

gibt, die länger bei ihm als in der Herkunftsfamilie leben. Ein<br />

Kind bereits seit sieben Jahren.<br />

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Dennoch gibt es ein familienähnliches, stabilisierendes Alltagsleben.<br />

Mit gemeinsamen Essenszeiten und Ausflügen an<br />

den Wochenenden. Neben der Betreuung der Kinder, dem bürokratischen<br />

Papierkram und der Begleitung von Besuchskontakten<br />

mit den Eltern bleibt wenig Zeit für Privates. Nachts<br />

und vormittags ist Vogelsang fast immer da. „Die Kinder nehmen<br />

einen ganz großen Platz in meinem Leben ein. Und ich<br />

eine sichere Rolle im Leben der Kinder.“<br />

Die meisten Eltern lieben ihre Kinder –<br />

und umgekehrt<br />

Oberstes Ziel ist es, die Kinder wieder zu ihren Eltern zurückzuführen.<br />

Dafür bedarf es Mentalisierungsfähigkeit. Das<br />

heißt, sowohl das Kind als auch seine Eltern wissen, dass sie<br />

eine bestimmte Situation jetzt zwar so wahrnehmen, es aber<br />

auch ganz anders sein könnte, als sie gerade empfinden. Wenn<br />

ein Mitschüler beispielsweise lacht, dann muss das nicht heißen,<br />

dass er über meinen Wortbeitrag lacht. Vielleicht lacht er,<br />

weil er gerade einen Witz gehört hat.<br />

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Eltern ihre<br />

Kinder wirklich sehr lieben. Und umgekehrt natürlich auch.<br />

Wenn Sie die Kinder bei uns fragen würden, ob sie wieder zurück<br />

zu ihren Eltern wollen, würden alle sofort ja sagen und die<br />

Tasche packen. Ohne Ausnahme. Egal, was ihnen im Elternhaus<br />

widerfahren ist. Kinder sind immer in einem emotionalen<br />

Abhängigkeitsverhältnis. Ob zu ihren Eltern oder hier zu<br />

mir. Damit muss man verantwortungsvoll umgehen“, schließt<br />

Vogelsang. ■<br />

Traumhafter Schlaf<br />

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Traumapädagogen arbeiten mit Kindern,<br />

Jugendlichen und manchmal auch Erwachsenen,<br />

die einschneidende Erfahrungen durchlebt<br />

haben und durch diese traumatisiert sind.<br />

Der Schwerpunkt ihrer Therapie liegt darauf,<br />

die Patienten psychisch und sozial wieder zu<br />

stabilisieren, sodass sie ihr Leben und Verhalten<br />

wieder kontrollieren können.<br />

62 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Yoga im Kindergarten in Brilon-Altenbüren<br />

DONNERSTAGS BEI DEN<br />

STEINBERGSTROLCHEN<br />

Christel Zidi<br />

Privat<br />

J<br />

eden Donnerstag gehen die Kinder des zertifizierten<br />

Bewegungskindergartens in Altenbüren<br />

auf Reisen. Dafür brauchen sie weder<br />

Tickets noch Proviant. Und ihr Fortbewegungsmittel<br />

ist ein ganz besonderes: ihre Fantasie. Die Yoga-<br />

Stunde macht den Kindern aber nicht nur Spaß, sie<br />

wirkt sich auch in vielerlei Hinsicht positiv aus.<br />

Fröhlich begrüßen die Kinder den neuen Tag mit einem<br />

Namasté. Sie sind schon gespannt darauf, wohin es dieses<br />

Mal geht. Simone Steffens ist Erzieherin im Städtischen<br />

Kindergarten Altenbüren. Sie ist quasi die Reiseführerin,<br />

wenn es zu den Einhörnern ins Regenbogenland geht, ins<br />

geheimnisvolle Drachenland oder mit den Piraten übers<br />

Meer.<br />

Yoga als Ausgleich<br />

Körperwahrnehmungsübung<br />

mit Eulenfeder<br />

Yoga dient den Menschen als Ausgleich zu ihrem stressigen<br />

Alltag. Aber haben denn schon Kinder diesen Ausgleich nötig?<br />

Simone Steffens bestätigt das: “Die heutige Zeit ist auch<br />

für Kinder oft reizüberflutet, denn Terminpläne, Tablet &<br />

Co. sind längst im Kinderzimmer eingezogen. Die Zeit ist<br />

laut geworden, Bewegung oft Mangelware. Der Stress hat<br />

auch für Kinder schädliche Wirkungen auf das Nervensystem.”<br />

Yoga kann da helfen. Denn durch die Asanas*, durch<br />

die Wiederholung bestimmter Bewegungsabläufe werden<br />

im Gehirn neue Strukturen erarbeitet. Und diese neuen<br />

Strukturen sorgen dann z. B. für den Abbau von Ängsten<br />

und Aggressionen, führen zu einer größeren Beweglichkeit<br />

und einer gesunden Körperhaltung. Die Erzieherin hat festgestellt,<br />

dass “die Kinder insgesamt ruhiger und achtsamer<br />

geworden sind. In den Kleingruppen haben gerade ruhigere<br />

Kinder an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gewonnen<br />

und tragen auch ihren lebendigen Teil zum Yoga bei.”<br />

Seelische Ausgeglichenheit, eine bessere Körperwahrnehmung,<br />

mehr Beweglichkeit und eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit<br />

– das sind nur einige der vielen Vorteile des<br />

Yoga, eines Teils der indischen Gesundheitslehre Ayurveda.<br />

Während den Indern die Wechselwirkung zwischen Psyche<br />

und Körper schon seit Jahrtausenden bekannt ist, wurde<br />

Yoga im Westen erst in den letzten Jahrzehnten populär.<br />

Und da die Lehre keine Altersgrenze hat – weder nach oben<br />

noch nach unten – wird sie seit einiger Zeit auch in den<br />

Kindergärten gelehrt.<br />

Der Sonne in der Nase bohren<br />

Nach der Yoga-Stunde wirken die Kinder sehr zufrieden<br />

und ausgeglichen. Für Simone Steffens das beste Zeichen<br />

für die Wirkung des Yoga. “Das Wichtigste ist jedoch”,<br />

so Steffens, ”dass kein Leistungsdruck entsteht und jeder<br />

sich in seiner Bewegung und seiner Zeit im Asana entfalten<br />

kann und im besten Fall noch mit viel Spaß und lauten<br />

Lachen dabei ist, wenn wir uns wieder einmal lang zum<br />

Himmel strecken und der „Sonne in der Nase bohren“. ■<br />

Simone Steffens und ihre Kinder bei der Flugzeugübung<br />

Abschlussritual: Ganesha, ein indischer kleiner Elefant, wird herumgegeben<br />

und jedes Kind erzählt, was ihm besonders gefallen hat<br />

*Asana=Stellung, Haltung<br />

Namasté = Ich verbeuge mich vor Dir<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 63


Bildungsstadt Arnsberg auf dem<br />

Weg zur „Nachhaltigen Stadt 2030“<br />

BILDUNG ALS<br />

SCHLÜSSEL FÜR<br />

DEN WANDEL<br />

Paul Senske<br />

Vanessa Schulte<br />

Bildung und lebenslanges Lernen als große, gesamtgesellschaftliche<br />

Aufgaben: Esther von Kuczkowski.<br />

Bildung lokal und regional neu denken, um mit<br />

dem gesellschaftlichen und digitalen Wandel<br />

sowie den großen Herausforderungen der Welt<br />

umgehen zu können: Im Einklang mit der globalen<br />

„Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ und dem<br />

Programm „Bildung 2030“ der Vereinten Nationen arbeitet<br />

Arnsberg im kommunalen Netzwerk „Bildungsstadt<br />

Arnsberg“ an der Umsetzung einer umfangreichen<br />

Bildungsstrategie. Sie ist eine der entscheidenden Voraussetzungen<br />

für das Erreichen des ambitionierten Ziels<br />

„Nachhaltige Stadt 2030“. „Bildung ist der Schlüssel<br />

für den Wandel“, sagt Esther von Kuczkowski. „Bildung<br />

und lebenslanges Lernen gehen als große, gesamtgesellschaftliche<br />

Aufgaben weit über die Schule hinaus.“<br />

Esther von Kuczkowski gehört dem Verwaltungsvorstand<br />

der Stadt an und leitet die Bereiche Digitaler Wandel, Smart<br />

City sowie Zukunft Lernen. Sie verweist als Grundlage<br />

auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development<br />

Goals – SDGs) der 2015 von den Vereinten Nationen beschlossenen<br />

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung,<br />

besonders auf das SDG4. Dieses Ziel beinhaltet „die Gewährleistung<br />

inklusiver, gleichberechtigter und hochwertiger<br />

Bildung sowie die Förderung der Möglichkeiten lebenslangen<br />

Lernens für alle“. Noch weiter gehen das Programm<br />

„Bildung 2030“ (UNESCO) und die Berliner Erklärung<br />

von Mai 2021: „Transformatives Lernen für Mensch und<br />

Erde ist überlebensnotwendig für uns und künftige Generationen.<br />

Die Zeit zu lernen und für unseren Planeten zu<br />

handeln, ist jetzt.“<br />

Frau von Kuczkowski sieht Bildung im Zusammenhang<br />

mit vier großen Herausforderungen. Klima und Umwelt,<br />

digitale Transformation, Demokratiebildung und Inklusion/Integration.<br />

Beim Thema der digitalen Transformation<br />

zitiert sie den weltberühmten, britischen Physiker Stephen<br />

Hawking: „Unsere Zukunft ist ein Wettlauf zwischen der<br />

wachsenden Macht unserer Technologien und der Weisheit,<br />

wie wir davon Gebrauch machen. Wir sollten sicherstellen,<br />

dass die Weisheit gewinnt.“ Nicht nur vor dem Hintergrund<br />

64 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


„Bildung ist Standortfaktor … und erschließt uns die Welt“<br />

(Bürgermeister Ralf Paul Bittner beim 10-jährigen Jubiläum<br />

des Bildungsnetzwerks „Bildungsstadt Arnsberg“ 2018)<br />

des Rechtspopulismus sei die Demokratiebildung von existenzieller<br />

Relevanz: „Wissen schafft Demokratie.“ Wissen<br />

mache kompetent und kritisch und sei wichtige Voraussetzung<br />

für Partizipation.<br />

Bildung als Standortfaktor<br />

Für Arnsberg ist hochwertige Bildung ein Querschnittsthema<br />

in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft. Verwaltung<br />

und Stadtrat schaffen die Rahmenbedingungen. Das<br />

hat Bürgermeister Ralf Paul Bittner auch in seiner Haushaltsrede<br />

deutlich gemacht. Beim zehnjährigen Jubiläum<br />

des Netzwerks „Bildungsstadt Arnsberg“ 2018 hatte er „Bildung<br />

als Standortfaktor“ bezeichnet und „ganz persönlich“<br />

angemerkt: „Bildung macht auch Spaß.“<br />

„Lebendige Schule in einer lebendigen Stadt“<br />

bereits 1998.<br />

Das Bildungsnetzwerk – 2008 vertraglich mit dem NRW-<br />

Ministerium für Schule und Weiterbildung ins Leben gerufen<br />

– hat eine längere Vorgeschichte. Bereits 1998 unter<br />

dem damaligen Bürgermeister Hans-Josef Vogel wurde das<br />

von der Bertelsmann-Stiftung geförderte Projekt „Lebendige<br />

Schule in einer lebendigen Stadt“ umgesetzt. „Wie können<br />

wir mit allen Akteuren in dieser Stadt die Lernbedingungen<br />

für unsere Kinder und Jugendlichen verbessern und<br />

Bildung in der Schule unterstützen. Lernen und Bildung<br />

finden vor Ort statt, das waren die Grundgedanken.“ Ein<br />

nigerianisches Sprichwort („Um ein Kind zu erziehen, bedarf<br />

es eines ganzen Dorfes“) hat die Akteure „beflügelt,<br />

an dieser großen Sache zu arbeiten“. Von 2002 bis 2006<br />

lief das landesweite Modellprojekt „Selbstständige Schule<br />

NRW“ für Arnsberg. Parallel dazu wurde die Bildungsgemeinschaft<br />

organisiert. Ziele wurden definiert und gesamtgesellschaftliche<br />

Netzwerke geschaffen.<br />

Das Bildungsnetzwerk umfasst drei Gremien und arbeitet<br />

konsequent an der Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger<br />

an Bildung und lebenslangen Lernprozessen. Das Bildungsbüro<br />

(heute Zukunfts- und Strategiebüro Digitalität/<br />

Lernen) gilt als „zentraler Knotenpunkt“, wie es Ralf Paul<br />

Bittner bezeichnet. Der Lenkungskreis ist das Steuerungsgremium<br />

und trifft Entscheidungen von strategischer Bedeutung.<br />

Die Bildungskonferenz gilt als Entwicklungsforum,<br />

informiert und regt Diskussionen über Strategien<br />

und Maßnahmen an. Weitere, beratende Akteure sind der<br />

Schulentwicklungsrat sowie die Stadtschulpflegschaft.<br />

Von großer Bedeutung ist das „Monitoring“: Zwei umfangreiche<br />

Bildungsberichte mit valider, empirischer Grundlage<br />

und Analysen sind veröffentlicht. Der erste Bericht<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 65


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2010 behandelte als Schwerpunkt die<br />

Gestaltung der demografischen Veränderungen<br />

durch Bildungsprozesse.<br />

Der zweite Bericht 2015/2016 widmete<br />

sich dem Thema „Leben und Lernen<br />

– Inklusion vor Ort“. Der dritte<br />

Bildungsbericht wird am 19. November<br />

2022 in einer Fachkonferenz vorgestellt<br />

und analysiert den Komplex<br />

„Lehren und Lernen in einer von<br />

Digitalisierung geprägten Welt“. Insgesamt<br />

wurden in dieser Studie 742<br />

Schülerinnen und Schüler (weiterführende<br />

Schulen und Grundschulen<br />

4. Klasse), 782 Eltern und 215 Lehrerinnen<br />

und Lehrer vom Kommunalen<br />

Meinungsforschungs-Institut<br />

Vielhaber (Stockum) befragt. Eine<br />

weitere Studie ist in der Pipeline. Sie<br />

wird Anfang 2023 veröffentlicht. In<br />

fünf Wellen von 2018 - 2022 wurden<br />

die Schulabgänger zu ihrer Berufsund<br />

Lebensorientierung befragt. Eine<br />

Clusteranalyse gibt Aufschluss, welche<br />

Bindungsfaktoren für bestimmte Typologien<br />

unter den Jugendlichen relevant<br />

sind.<br />

Zum Schwerpunktthema des neuen<br />

Bildungsberichtes passt auch, dass<br />

am 3. September das neue Smart City<br />

Stadtlabor freiRAUM eröffnet: ein<br />

neuer Experimentierraum und außerschulischer<br />

Lernort, um Kompetenzen<br />

für den digitalen Wandel und die<br />

nachhaltige Entwicklung in Arnsberg<br />

zu entwickeln – ein Mitmachort, an<br />

dem auch Demokratiebildung umgesetzt<br />

wird.<br />

Für Frau von Kuczkowski ist es wichtig,<br />

„die Transformationskompetenzen<br />

in der Stadt auszubauen“. Eine Hochschule<br />

Arnsberg für nachhaltige Entwicklung<br />

und Transformation (HA-<br />

NET) sei eine große Chance. „Wir<br />

müssen die Experten für den Wandel<br />

vor Ort ausbilden.“ Ein nicht unwichtiger<br />

Nebeneffekt: „Wir verjüngen uns,<br />

wenn die Hochschule kommen sollte.“<br />

Die Chancen, dass die HANET in<br />

Arnsberg errichtet wird, werden nach<br />

den Signalen aus Düsseldorf und dem<br />

Votum des Stadtrates als gut bezeichnet.<br />

Frau von Kuczkowski sieht Arnsberg<br />

auf einem guten Weg. „Wir investieren<br />

viel in die Bildungslandschaft in<br />

der Verantwortungsgemeinschaft mit<br />

Land und Bund.“ Allerdings wünscht<br />

sich die Stadt bei der Umsetzung ihrer<br />

bildungspolitischen Ziele vor Ort<br />

mehr Ressourcen von Land und Bund:<br />

„Der DigitalPakt Schule II für den<br />

weiteren Ausbau der IT-Grundstruktur<br />

muss kommen. Wir wünschen uns<br />

zudem mehr Lehrerinnen und Lehrer<br />

sowie mehr Gestaltungsfreiheit bei der<br />

Entwicklung lokaler Lösungen.“ ■<br />

„Wissen schafft Demokratie“<br />

(Esther von Kuczkowski)<br />

66 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Gesund und lecker - allen Gerüchten zum Trotz<br />

GEBRATENE AUBERGINE NACH<br />

PROVENZALISCHER ART<br />

Christel Zidi<br />

In verrückte Frucht bedeutet. Wenn man mal davon<br />

Italien nennt man die Aubergine Melanzane. Das<br />

leitet sich von mele insane ab, was ungesunde oder<br />

absieht, dass Auberginen als Nachtschattengewächse (ebenso<br />

wie Tomaten und Kartoffeln) sehr geringe Mengen an Nikotin<br />

beinhalten, sind alle anderen Inhaltsstoffe sogar sehr<br />

gesund: reichlich Kalium, dazu Calcium und Magnesium<br />

und in kleineren Mengen auch Kupfer. Dazu Vitamin A, Vitamin<br />

C, Beta-Carotin, Vitamin K und Folsäure. Außerdem<br />

sind die Eierfrüchte, wie man sie auch nennt, kalorienarm<br />

und krebsrisikosenkend. Wer seinem Liebsten ein Auberginengericht<br />

servieren möchte, dem sei gesagt, dass Auberginen<br />

zu den aphrodisierenden Lebensmitteln zählen.<br />

Zubereitung:<br />

Auberginen waschen, abtrocknen, längs halbieren. Eine Eisenpfanne<br />

auf 250 Grad erhitzen und die Auberginen auf<br />

der Schnittfläche darin scharf anbraten. Hitze abschalten<br />

und die Auberginen bei geschlossenem Deckel in der Wärme<br />

ziehen lassen – ca. 10 bis 20 Minuten. Sie sollten weich sein<br />

und eine fleischartige Konsistenz haben.<br />

Zutaten:<br />

2 Auberginen<br />

5 reife Tomaten<br />

1 Schalotte<br />

5 große Champignons<br />

100 ml Olivenöl<br />

100 ml trockener Rosé<br />

Je ein Zweig Rosmarin<br />

und Thymian<br />

12 schwarze Oliven<br />

8 Knoblauchzehen<br />

Salz<br />

1 Prise Piment oder<br />

Rosenpaprikapulver<br />

Dieses und mehr tolle Rezepte finden<br />

Sie in dem Buch „Der Genussforscher“<br />

aus dem Verlag ars vivendi.<br />

In der Zwischenzeit die Soße bereiten:<br />

Tomaten würfeln, fein pürieren. Schalotte und Champignons<br />

putzen und in kleine Würfel schneiden. 1 EL Olivenöl erhitzen<br />

und beides darin andünsten. Immer wieder mit Wein ablöschen,<br />

fast komplett einkochen lassen. Tomatenpüree dazugeben,<br />

Je ein Zweig Rosmarin und Thymian dazugeben und<br />

köcheln lassen bis die Soße dicklich wird. Oliven entsteinen,<br />

Knoblauch schälen – beides klein hacken, leicht salzen und<br />

kurz stehenlassen. Anschließend die Mischung zur Soße geben,<br />

kurz aufkochen und das restliche Olivenöl unterrühren.<br />

Mit Piment oder Rosenpaprika und Salz abschmecken.<br />

Der passende<br />

Stoff mit der richtigen<br />

Technik vom Fachmann<br />

WIR<br />

MACHEN DEN<br />

UNTERSCHIED<br />

Auberginen aus der Pfanne nehmen, mit der gegrillten Seite<br />

nach oben auf den Teller geben und mit der Tomatensoße<br />

beträufeln. ■<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 67


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VON HELLEFELD HINAUS<br />

IN DIE GANZE WELT<br />

Die Hubert Schulte GmbH stellt Paletten, Kisten,<br />

Verschläge und Stützleisten nach Maß her<br />

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ohne Schäden zu riskieren? Wie stellt<br />

man sicher, dass ein wertvoller Motorblock<br />

im Ausland exakt so ankommt, wie er in Deutschland<br />

hergestellt wurde? Und was wird benötigt, damit<br />

eine Spülmaschine ohne eine einzige Schramme<br />

beim Verbraucher ankommt? Richtig, es braucht<br />

die optimale Verpackung. Da, wo ein Karton nicht<br />

mehr ausreicht, greift man zu stabilen Holzkisten<br />

oder Paletten. Die Firma Hubert Schulte GmbH aus<br />

Sundern-Hellefeld deckt diesen Spezialbedarf ab.<br />

Stolz auf Betriebsklima und motivierte Mitarbeiter<br />

„Mein Team ist großartig“, berichtet Martina Weber. „Wir<br />

pflegen ein gutes, fast familiäres Betriebsklima und unterstützen<br />

uns gegenseitig, um reibungslose Abläufe zu schaffen.<br />

Das macht mich richtig stolz auf unsere motivierte Truppe.<br />

Die meisten Mitarbeiter sind bereits seit vielen Jahren hier<br />

tätig. Dennoch sind bei uns auch immer wieder Stellen vakant,<br />

sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen<br />

Bereich. Dank unserer guten Auftragslage wünschen wir<br />

uns eine baldige Verstärkung der Belegschaft.“<br />

„Mein Team ist großartig!“<br />

(Martina Weber)<br />

Millimetergenaue Maßarbeit nach Kundenvorgabe<br />

Aufträge – die kommen aus ganz Deutschland und gehen<br />

von dort aus auch mal rund um die Welt. Kunden<br />

sind beispielsweise Autobauer und Hersteller von Haushaltsgeräten<br />

oder Badkeramik. „Da viele Teile individuell<br />

verpackt werden müssen, fertigen wir Kisten und Transportsicherungen<br />

nach Vorgaben des Kunden millimetergenau<br />

an“, erklärt die Chefin. „Wir gehen, je nach Bedarf,<br />

in Serie, können aber auch auf Sonderwünsche mit Einzelanfertigungen<br />

reagieren. Eine Kiste mit 10 Metern Länge?<br />

Für uns kein Problem! Oder eine mit vielen individuellen<br />

Einzelstützen für wertvolle Kleinteile? Das kriegen wir<br />

hin. Letztlich produzieren wir, was der Markt benötigt,<br />

und wenn es dabei auch mal zum Ausflug in die Möbelindustrie<br />

kommt, wie bei unseren Unterbauten für Boxspringbetten.“<br />

Langlebige Partnerschaft<br />

mit Lieferanten und Kunden<br />

„Wir legen sowohl bei unseren Kunden als auch bei unseren<br />

Lieferanten viel Wert auf eine vertrauensvolle, langlebige<br />

Partnerschaft. Dafür geben wir immer unser Bestes“,<br />

verspricht Martina Weber. Sie erklärt: „Die Produktion<br />

der hochwertigen Kisten, Verschläge und Stützleisten aus<br />

deutschem Schnittholz erfolgt direkt hier in Hellefeld.<br />

68 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Fertige Produkte können wir fachgerecht lagern und anschließend<br />

Just-in-time ausliefern. Genauso ist aber auch<br />

die Erledigung dringender Eilaufträge möglich. Wenn es<br />

allerdings um Paletten geht, treten wir, um günstige Preise<br />

anbieten zu können, als Händler auf. Wir bestellen bei unseren<br />

starken Partnern in Polen und im Baltikum, nehmen<br />

die Ware bis zur Auslieferung in unserem Lagerbestand<br />

auf oder lassen bei Großbestellungen direkt zum Kunden<br />

liefern.“<br />

„Wir legen viel Wert auf vertrauensvolle,<br />

langlebige Partnerschaften.“<br />

(Martina Weber)<br />

Kammergetrocknetes Holz<br />

von heimischen Sägewerken<br />

Die Wertigkeit eines Produktes hängt immer auch von den<br />

verwendeten Materialien ab. „Wir produzieren fast ausschließlich<br />

mit deutschem, kammergetrocknetem Fichtenholz<br />

von heimischen Sägewerken“, erklärt Martina Weber.<br />

„Trockenes Holz ist lange haltbar und dazu leichter; somit<br />

kostengünstiger beim Transport.“ Sie ergänzt: „Vor allem<br />

aber ist es schimmelresistent - ein großes Plus beim verantwortungsbewussten<br />

Umgang mit der menschlichen<br />

Gesundheit, sowohl im Betrieb in Hellefeld als auch am<br />

Bestimmungsort - irgendwo auf der Welt.“■<br />

Das Team der Firma Hubert Schulte GmbH<br />

Hubert Schulte GmbH<br />

Hellefelder Str. 75 • 59846 Sundern<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 69


Christel Zidi<br />

Raphael Sprenger<br />

Nepomuk im Sauerland<br />

Kein Scheinheiliger,<br />

sondern Geheimniswahrer<br />

N<br />

icht nur in der Nähe der Klausemühle in<br />

Kallenhardt, im gesamten Sauerland lassen<br />

sich Statuen des Heiligen Nepomuk finden:<br />

in Aamühle Assinghausen, Arnsberg, Beringhausen,<br />

Brunskappel, Calle, Grevenstein, Kallenhardt,<br />

Meschede, Mosebolle, Niederbergheim und Obermarsberg.<br />

Die Beliebtheit des Brückenheiligen ist seit Jahrhunderten<br />

ungebrochen. Doch Nepomuk ist nicht nur<br />

Schutzpatron der Brücken, sondern auch der Patron des<br />

Beichtgeheimnisses und der Verschwiegenheit.<br />

Nepomuk-Statue bei Kallenhardt<br />

In Social-Media-Zeiten sind verschwiegene Menschen eher<br />

selten geworden. Dinge, die man sich früher nur im Vertrauen<br />

erzählte, werden eher gepostet oder getwittert, als<br />

einer vertrauten Person anvertraut. Die damit erhoffte Gewinnung<br />

von Followern ist vielen Internet-Usern wichtig.<br />

Verschwiegenheit hingegen wird meist mit einem zweiten<br />

Wort verbunden: Pflicht. Die Verschwiegenheits-Pflicht<br />

als Formel in manchen Arbeitsverträgen, die Verschwiegenheits-Pflicht<br />

der Mediziner und der Geistlichen. Befreit<br />

vom Zwang beichten zu müssen, sehen viele Gläubige die<br />

Beichte heute als heilendes Gespräch. Das Beichtgeheimnis,<br />

seit 1215 im Römisch-Katholischen Kirchenrecht verankert,<br />

wird in Deutschland auch vom Staat akzeptiert. Wird<br />

es nicht eingehalten, droht die Kirche mit der Exkommunikation.<br />

Es gibt aber verstärkt Forderungen, in schweren<br />

Ausnahmefällen das Beichtgeheimnis auszusetzen. Auf der<br />

anderen Seite gibt es kaum einen Priester, der bereit ist, sein<br />

Leben zu geben, um das Beichtsiegel nicht zu brechen. Das<br />

war früher einmal anders...<br />

Die Legende<br />

Sophie hieß die aus Bayern stammende zweite Ehefrau des<br />

böhmischen Königs Wenzel IV. Sie war wesentlich jünger<br />

als ihr Gatte und soll sehr schön gewesen sein. Der König,<br />

zu Wutausbrüchen und Eifersucht neigend, verdächtigte sie<br />

der Untreue. Um sie zu überführen, verlangte er von ihrem<br />

Beichtvater, Johannes von Nepomuk, dass er sein Beichtgeheimnis<br />

bricht und ihm ihre angeblichen Fehltritte offenbart.<br />

Eifersucht und die Unnachgiebigkeit des Geistlichen<br />

machten ihn rasend. Er ließ sich sogar dazu hinreißen, den<br />

Geistlichen selbst mit einer Fackel zu foltern. Anschließend<br />

ließ er ihn von der Prager Karlsbrücke ins Wasser stürzen.<br />

Die Richtigstellung<br />

Soweit die Legende. Dass der König den Priester gefoltert<br />

hat, wird von Historikern bestätigt, denn Generalvikar Johannes<br />

von Nepomuks war auf jeden Fall in machtpolitische<br />

Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof von Prag<br />

und König Wenzel IV. verwickelt. Er vereitelte die Pläne des<br />

Königs, der den Gegenpapst in Avignon unterstützte.<br />

Die katholische Kirche hat aber längst richtiggestellt, dass<br />

nicht Johannes Nepomuk, sondern Jan Hus der Beichtvater<br />

der böhmischen Königin war. Das Patronat des Beichtgeheimnisses<br />

und der Verschwiegenheit behielt Nepomuk<br />

trotzdem, denn wenn es auch nicht die Geheimnisse der<br />

böhmischen Königin waren, sondern geheime politische<br />

Informationen, so ließ er sich doch - trotz härtester Folter‐<br />

Nepomuk gilt das Schutzpatron<br />

der Brücken<br />

70 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Johannes von Nepomuk (* ca. 1330 in Pomuk bei Pilsen, † 1393 in Prag) stammte<br />

aus einer deutsch-böhmischen Familie und gehörte zum Gefolge des Erzbischofs<br />

von Prag. Der studierte Jurist erlangte 1387 das Doktorat des Kirchenrechts<br />

und wurde 1389 Generalvikar. Nepomuk gilt als Brückenheiliger und Patron des<br />

Beichtgeheimnisses. Nur die Hl. Maria und er werden mit Sternenkranz dargestellt.<br />

ungen – das ihm Anvertraute nicht entreißen. Nach seinem<br />

Tod wurde Nepomuk in der Habsburger Monarchie hoch<br />

verehrt. Auch aus dem Grunde, die hohe Popularität des<br />

tschechischen Reformators Hus zu verdrängen. Vergebens,<br />

denn bis heute gilt Hus, der als Ketzer auf dem Scheiterhaufen<br />

landete, in Tschechien als Nationalheiliger.<br />

Die Statuen des Hl. Nepomuk zieren bis heute Brücken<br />

in der ganzen Welt, viele auch im Sauerland. Und manchmal<br />

entdeckt man einen Nepomuk (Koseform: Pumuckl)<br />

auch an einem besonders romantischen Platz, wie dem bei<br />

Kallenhardt. ■<br />

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Nepomuk auf der Karlsbrücke in Prag (Foto: Christel Zidi)<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 71


Liebesdrama in Arnsberg<br />

EDWINA UND WILHELM<br />

W<br />

illiam<br />

von England, Haakon von Norwegen,<br />

Frederik von Dänemark – all diese<br />

Prinzen haben bürgerliche Frauen geehelicht.<br />

Das ging ziemlich reibungslos. Wir befinden uns<br />

schließlich im 21. Jahrhundert. Williams Großonkel<br />

Eduard hingegen musste als König abdanken, weil seine<br />

Auserwählte zwei Mal geschieden und dazu Bürgerliche<br />

war. Das war im 20. Jahrhundert.<br />

Bei weiblichen Hochadligen sieht es manchmal schwieriger<br />

aus, wenn sie „unter ihrem Stand“ heiraten wollen. Als die<br />

Kronprinzessin Victoria ihren Fitness-Trainer heiraten wollte,<br />

bekamen die beiden den Widerstand des Schwedenkönigs<br />

deutlich zu spüren.<br />

Und dann stelle man sich eine „unstandesgemäße“ Beziehung<br />

vor rund tausend Jahren vor: Edwina war die einzige<br />

Tochter des Grafen von Arnsberg. Die Nachfolge des Grafen<br />

war gesichert - schließlich hatte er ja seine Söhne. Doch auch<br />

für seine Tochter hatte er Pläne. Sie sollte einen vornehmen<br />

Grafen ehelichen. Vornehm – und vor allem vermögend.<br />

Dass sie sich nun aber in einen armen Ritter verliebt hatte,<br />

gefiel ihm so ganz und gar. Ein schlichter Ritter, kaum mehr<br />

als ein Knecht, kam als Schwiegersohn absolut nicht in Frage.<br />

Der Graf kochte vor Wut.<br />

Aber nun wollte er sich erst einmal von diesem ganzen Ärger<br />

ablenken und hatte zum einen großen Fest geladen. Allen<br />

Gästen wollte er zeigen, was Adel, was Prunk bedeutet.<br />

Ein paar junge Grafensöhne hatte er auch geladen – mit der<br />

Hoffnung, dass einer von ihnen seiner Tochter gefiel…<br />

Ausgelassenen wurde gefeiert, die Tische bogen sich voll köstlicher<br />

Speisen, Alt und Jung tanzte zur Fidel. Was scherte sie<br />

das aufkommende Unwetter? Einzig die Grafentochter saß<br />

still und bekümmert an ihrem Platz. Als die Stimmung gerade<br />

ihren Höhepunkt erreicht hatte, schlich sie sich hinaus.<br />

Sie trat vor das Burgtor und sah hinaus in die dunkle Nacht.<br />

Im grellen Licht der Blitze, die zuckend die Nacht erhellten,<br />

sah sie einen Schatten die Burg herauffliegen. Es war<br />

der Ritter Wilhelm, ihr Geliebter. Abrupt hielt er an, hob<br />

Edwina auf sein Pferd und ritt mit ihr davon. Stumm lag<br />

die Grafentochter im Arm des Reiters, der beruhigend auf<br />

sie einredete.<br />

Bald hatten sie die Ruhrbrücke erreicht. Da hörten sie<br />

plötzlich hinter sich die Hufschläge von Pferden. Es war<br />

der Graf mit seinen Knechten, der ihnen gefolgt war und<br />

das Paar bald umzingelt hatte.<br />

72 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Aufgebracht zückte der wütende Graf sein Schwert gegen<br />

Wilhelm. Da sprang Edwina vom Pferd, warf sich ihrem<br />

Vater vor die Füße und flehte um das Leben ihres Geliebten.<br />

Ihre Bitte wurde ihr gewährt. „Aber du, verlorene<br />

Tochter“, rief der Graf, „wirst im tiefsten Kerker dein<br />

Leben fristen!“ Kaum hatte er die Worte ausgesprochen,<br />

gab der verzweifelte Wilhelm seinem Pferd die Sporen<br />

und sprang von der Brücke hinab in die reißende Ruhr.<br />

Alle auf der Brücke waren verdutzt. Kaum beachteten sie<br />

Edwina, die bereits auf das Brückengeländer geklettert war<br />

und ohne zu zögern ebenfalls in die Ruhr sprang. Rasch<br />

versanken beide in den Fluten.<br />

Auf der Burg verloschen an diesem Abend nicht nur alle<br />

Lichter, für lange Zeit war auch alle Lust und Freude in<br />

der Stadt Arnsberg dahin. ■<br />

Quelle: Nach Groeteken aus „Sagen des Sauerlandes“<br />

FUGENLOS VOLL IM TREND – HALTBARE<br />

UND BELASTBARE WÄNDE UND BÖDEN MIT FUTADO<br />

Futado ist ein echtes Multitalent unter den Oberflächenbeschichtungen.<br />

Der mineralische Spachtel bedient mit seiner<br />

fugenlosen Ästhetik nicht nur einige aktuelle Wohntrends,<br />

sondern bietet außerdem zahlreiche Produktvorteile.<br />

Mit maximal 3 mm Auftragsstärke lässt sich Futado problemlos<br />

auf vorhandene Oberflächen auftragen. Damit ist das<br />

Produkt optimal zu Sanierungs- und Renovierungszwecken<br />

geeignet. Statt alte Untergründe, wie Fliesen, mühsam abzutragen,<br />

kann Futado einfach auf den vorhandenen Untergrund<br />

überspachtelt werden. Staub und Schmutz sind bei der<br />

Renovierung damit tabu. Das Ergebnis: fugenlose, rutschsichere<br />

und vor allem pflegeleichte Oberflächen. Egal ob auf<br />

Wänden, Böden oder Treppen – Futado ist nahezu für jeden<br />

Anwendungsbereich geeignet. Mit der Rutschklassifizierung<br />

R9 ist es sogar im Badbereich anwendbar. Aufgrund seiner<br />

nässeunempfindlichen Eigenschaften lässt sich der fugenlose<br />

Spachtel auch im Duschwandbereich verarbeiten. Dadurch<br />

lassen sich einheitlich fugenlose und minimalistische Räume<br />

schaffen, welche weiter, höher und geräumiger wirken. Das<br />

ist vor allem in kleinen und wenig belichteten Räumen von<br />

großem Vorteil. Der Spachtel ist in zahlreichen Farben erhältlich.<br />

Von dezenten Grau- oder Weißtönen bis hin zu knalligen<br />

Farben ist hier für jeden Geschmack etwas dabei.<br />

Sind Sie neugierig – wir beraten Sie gern!<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 73


Die Brutstätte der Turmfalken<br />

GEBOREN IM BISMARCKTURM<br />

Matthias Koprek<br />

Die Vogeleltern Ablösung im Gelege Die Küken wachsen<br />

Gemeinsam mit den ersten Ausflugsgästen und Touristen kommen auch die Turmfalken. Seit mittlerweile<br />

zehn Jahren nutzen sie den 18 Meter hohen Bismarckturm zwischen Möhnesee-Delecke und<br />

Möhnesee-Wippringsen als Brutstätte. Eine Brutstätte de luxe könnte man sagen: Denn hier oben auf<br />

der wenig bebauten und fast waldfreien Haar haben die Falken freie Sicht auf ihr Beuterevier – die vor Mäusen<br />

strotzenden Felder der Soester Börde.<br />

Nistplatz 298 Metern über Normalnull<br />

Seinen Namen hat der in Mitteleuropa sehr häufig vorkommende<br />

Greifvogel nicht von ungefähr. Er baut keine<br />

eigenen Nester, sondern nistet gern hoch oben in Türmen.<br />

Wenn nicht gerade ein Bismarckturm zur Verfügung<br />

steht, sind es häufig Kirchtürme, in denen der Falkennachwuchs<br />

zur Welt kommt. Bevor die Falkendame<br />

jedoch damit beginnt ihre Eier zu legen, muss erst einmal<br />

das Nest hergerichtet werden. Auf Komfort scheint<br />

das Pärchen dabei weniger Wert zu legen als auf Ordnung.<br />

Denn aus der Fensternische wird erst einmal alles<br />

herausgeworfen, was der Winter so hineingeweht hat.<br />

Ende April oder Anfang Mai beginnt das Weibchen damit,<br />

Eier zu legen. In den vergangenen Jahren waren es<br />

meist fünf oder sechs, wobei nicht unbedingt aus jedem<br />

auch ein Falkenbaby schlüpft. Und auch nach der Geburt<br />

kommt nicht jedes der Vöglein durch. Ein bis zwei<br />

bleiben im Schnitt auf der Strecke. Die Arbeitsteilung<br />

ist klar geregelt: Für das Ausbrüten ist das Weibchen zuständig.<br />

Fast 30 Tage lang muss es auf den Eiern sitzen,<br />

bis sich der Nachwuchs durch die Schale kämpft. Nur<br />

unterbrochen von ein paar kurzen Flugrunden, um „sich<br />

die Beine zu vertreten“. Das Falkenmännlein versorgt die<br />

werdende Mutter derweil mit Kleinnagern von den Feldern.<br />

Seit 2012 Brutplatz Nr. 1<br />

Aber auch in der Tierwelt scheint die Emanzipation auf<br />

dem Vormarsch zu sein. So erinnern sich Franz Kuschel<br />

(78) und Hans Schladör (76), zwei der rund zehn Ehrenamtlichen,<br />

die sich als Turmwärter um Pflege und<br />

Besucherbetreuung kümmern, an 2018. In diesem Jahr<br />

beteiligte sich – zum großen Erstaunen aller – auch das<br />

Männchen an der Brut.<br />

Weniger schön sind die Erinnerungen an 2020. Da kam<br />

das Weibchen nach einem Ausflug nicht mehr zurück.<br />

Wie sich herausstellte, hatte es einen Unfall mit einem<br />

der vielen Autos, die auf der Bundesstraße 516 vor dem<br />

Turm entlangflitzen. „Als ich den Turm hinaufstieg,<br />

stank es fürchterlich“, erinnert sich Hans Schladör. „Der<br />

74 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Dass wir über das Brutverhalten im Bismarckturm heute<br />

detailliert Bescheid wissen, ist der modernen Technik zu<br />

verdanken. 2012, im ersten Brutjahr, konnten die Falken<br />

noch durch eine Klappe beobachtet werden. Um ihnen<br />

die nötige Privatsphäre zu bieten, wurde später eine Kamera<br />

eingebaut. Über einen Monitor auf der obersten<br />

Etage kann man die Greifvögel nun ganz dezent und<br />

ziemlich detailliert beobachten – Der modernen Technik<br />

sei Dank. ■<br />

“Wolle, wärmt, Woll!”<br />

Hans Schladör und Franz Kuschel (v.l.)<br />

Vater hat natürlich weiterhin tote Mäuse für seine Kinder<br />

herangeschafft, aber sie waren noch zu klein, um sie<br />

selbst in mundgerechte Stücke zu zerteilen. So lagen jede<br />

Menge Beutekadaver in der Turmöffnung.“ Zum Glück<br />

haben sich die Falkenbabys irgendwann zu helfen gewusst<br />

und die Mäuse selbstständig verwertet.<br />

Falken TV dank HD-Kamera<br />

Nach dem Schlüpfen brauchen die Jungen etwa vier<br />

Wochen, um das Fliegen zu erlernen. Nicht selten sind<br />

die ersten Flügelschläge ein Überlebensreflex. Dann<br />

nämlich, wenn eins der Vögelchen im quirligen Treiben<br />

versehentlich aus der Turmöffnung fällt. „Ich habe aber<br />

auch schon einen frisch geschlüpften Falken vor dem<br />

Eingang gefunden, der noch zu jung war, um zu wissen,<br />

dass es mit seinen Flügelchen schlagen muss. Zum Glück<br />

ist ihm nichts passiert“, sagt Schladör.<br />

Der nächste Winter<br />

kommt bestimmt und<br />

Weihnachten ist auch<br />

näher wie gedacht.<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 75


Lischka ist der kleinste der eingesetzten Therapiehunde. Die Kinder lieben ihn!<br />

Madfelder Ehepaar half viele Jahre<br />

Menschen in Namibia<br />

DEN SCHWACHEN<br />

EINE CHANCE GEBEN<br />

Petra Kleine<br />

privat<br />

„Es<br />

sind diese unfassbar schönen Farben<br />

und die Weite der Landschaft, die<br />

mich so sehr an Namibia beeindrucken“,<br />

schwärmt Heinke Christiansen. „Gleichzeitig relativiert<br />

sich damit vieles. Man selbst nimmt sich einfach<br />

nicht mehr so wichtig.“<br />

2006 ließ sich die Lehrerin der Marienschule Brilon zunächst<br />

für zwei Jahre beurlauben, um zusammen mit ihrem<br />

Mann Thomas nach Namibia zu gehen. Der Diplom-Geograph<br />

war an der Universität Gießen und ließ sich ebenfalls<br />

beurlauben, um an der Technischen Universität in Namibia<br />

eine Professur anzunehmen und sich im Bereich Entwicklung,<br />

Forschung und Innovation einzubringen. In Windhoek<br />

fanden sie ihr neues Zuhause und engagierten sich auch<br />

gleich vor Ort. „Die Kriminalitätsrate dort ist sehr hoch“, so<br />

Heinke Christiansen. „Wir haben uns dem Neighbourhood<br />

Watch angeschlossen und sind selbst ehrenamtlich jeden<br />

Freitag von 20 bis 22 Uhr Streife gefahren.“<br />

Für Kinder mit Behinderung schämen?<br />

worden. Stattdessen banden sie ihn wie ein Tier an einen<br />

Baum. Was immer er auch tat - er wurde geschlagen und<br />

das machte ihn aggressiv gegen jeden, der sich ihm näherte.<br />

„Diesem Jungen Vertrauen einzuflößen und seine Aggressivität<br />

langsam abzubauen war unser Ziel“, erzählt sie. Gemeinsam<br />

mit ihrer Freundin kam sie einmal die Woche mit<br />

den Therapiehunden zu Besuch und konnte beobachten,<br />

wie die Hunde ganz langsam das Herz des kleinen Jungen<br />

öffneten.<br />

„Das war so unglaublich berührend. Die Kinder geben einem<br />

so viel zurück“, so Christiansen. „Das war auch der Fall<br />

bei einem jungen Mädchen. Aufgrund ihrer Behinderung<br />

war sie nicht in der Lage, sich zu artikulieren. Sie wich zu-<br />

Als Pädagogin wollte sie sich für bedürftige Kinder einsetzen.<br />

Sie erfuhr von der Môreson-Schule, eine von nur zwei<br />

Schulen in Namibia, die speziell für Kinder mit geistiger<br />

als auch geistiger und körperlicher Beeinträchtigung ist. 150<br />

Schülerinnen und Schüler hat die Schule, davon leben 70<br />

im angeschlossenen Internat, viele von ihnen sind Waisen.<br />

„Was man dort erlebt, sprengt jede Vorstellungskraft“, sagt<br />

Heinke Christiansen. Sie erzählt, dass sich natürlich viele<br />

Eltern liebevoll um ihre Kinder kümmern, andere sich<br />

aber ihrer behinderten Kinder schämen und sie verstecken.<br />

Besonders berührt hat sie das Schicksal eines neunjährigen<br />

Jungen. Er war nie von seinen Eltern zur Schule geschickt<br />

Jedes Jahr zum Tag der Deutschen Einheit wurden Heinke und Thomas<br />

Christiansen vom deutschen Botschafter zum Empfang in seine Residenz<br />

eingeladen<br />

76 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Heinke Christiansen bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit an der Môreson-<br />

Schule für Kinder mit geistigen und auch körperlichen Beeinträchtigungen<br />

rück, man durfte sie nicht berühren und sie ließ sich auch<br />

nicht waschen. Wir hatten den schlimmen Verdacht, dass<br />

sie missbraucht worden war.“ Wieder kam ein Therapiehund<br />

zum Einsatz. „Dieser wurde in die Wanne gestellt und<br />

wir fingen an, ihm gemütlich die Füße zu waschen. Das<br />

hat dann ganz, ganz langsam das Eis gebrochen“, erinnert<br />

sie sich.<br />

„Für die Entwicklung dieser Kinder ist ein geschütztes Umfeld<br />

ungeheuer wichtig. In der Môreson-Schule erleben die<br />

Kinder einen solchen Raum, in dem sie langsam Vertrauen<br />

zu anderen fassen, ein Selbstwertgefühl, und damit Selbstvertrauen<br />

entwickeln können,“ so Christiansen. „Die Hunde<br />

sind bei diesen Schritten wertvolle Begleiter, denn sie verlangen<br />

nichts und nehmen die Kinder so an, wie sie sind.“<br />

Sogar im fernen Namibia sorgte <strong>WOLL</strong> für spannende Lektüre,<br />

so wie hier bei einem Ausflug an die Küste nach Swakopmund<br />

Ihr wart alle mit in Afrika!<br />

Aus den ursprünglich geplanten zwei Jahren in Namibia<br />

wurden viel mehr. Über ein Jahr davon ist sie sogar gependelt<br />

zwischen ihrem in Namibia arbeitenden Mann und ihrem<br />

Beruf in Brilon. In dieser Zeit kam es einmal vor, dass<br />

sie Klassenarbeiten zur Korrektur mit nach Namibia nahm<br />

und sie ihren Schülern nach den Ferien mit den Worten zurückgab:<br />

„Ihr wart alle mit in Afrika!“<br />

"Wir machen aus jedem Garten<br />

einen Platz zum Wohlfühlen."<br />

Gartenplanung<br />

Pflaster- und<br />

Natursteinarbeiten<br />

Treppen, Terrassen<br />

und Mauern<br />

Bepflanzungen<br />

Baum- und Problem -<br />

fällungen Gehölzschnitt<br />

Gartenpflege<br />

Winterdienst<br />

Wenn sie in Deutschland war, hat Heinke Christiansen innerhalb<br />

der Familie und bei Freunden Spenden für ihr Herzensprojekt<br />

gesammelt. Warme Decken wurden davon gekauft,<br />

Obstbäume gepflanzt, Schuluniformen und Bücher<br />

gesponsert und vieles mehr.<br />

Seit zwei Jahren sind Heinke und Thomas Christiansen<br />

wieder zurück in Madfeld. „Wir freuen uns sehr, wieder hier<br />

zu sein. Es war eine wertvolle Erfahrung, beide Welten kennenzulernen.“<br />

■<br />

Wir suchen<br />

Verstärkung!<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 77


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Ein starkes Team<br />

für die Caritas-<br />

Tagespflegen in<br />

Meschede<br />

So sie pflegebedürftig sind. Die Tagespflegen des<br />

lange wie möglich im eigenen Zuhause leben –<br />

das wollen viele ältere Menschen, auch wenn<br />

Caritasverbandes Meschede machen dies möglich mit einem<br />

starken Team. In der Caritas-Tagespflege am Hennepark<br />

und im Haus Schamoni genießen Senior:innen mit<br />

körperlichen, demenziellen oder psychischen Krankheiten<br />

eine professionelle und liebevolle Versorgung.<br />

„Bei uns werden die Menschen am Tag gut versorgt und am<br />

Abend sind sie dann wieder in ihrer gewohnten Umgebung“,<br />

erklärt Anka Siepe-Henderkes. Sie leitet die Tagespflege am<br />

Hennepark. „Unser oberstes Ziel ist es, dass sich unsere Gäste<br />

hier wohlfühlen“, ergänzt Natalie Plett, die Leitung der Tagespflege<br />

Haus Schamoni. Beide Frauen arbeiten mit ihren<br />

Teams eng zusammen für eine bestmögliche Betreuung, die<br />

wochentags von 8 bis 16 Uhr angeboten wird. Die Tagespflege<br />

Haus Schamoni hat Platz für 12 Personen und in der<br />

Tagespflege am Hennepark können bis zu 18 Tagesgäste versorgt<br />

werden.<br />

Vor allem die entspannte Atmosphäre, die Gemeinschaft mit<br />

anderen und das Angebot an Aktivitäten können den Senior:innen<br />

neue Lebensfreude und Lebenssinn vermitteln. Für<br />

die Familie bedeutet die Tagespflege außerdem die Sicherheit,<br />

ihre pflegebedürftigen Angehörigen in guten Händen zu<br />

wissen und selbst eine Erleichterung für den Alltag zu erfahren.<br />

„So können pflegende Angehörige einmal durchatmen“,<br />

betont Natalie Plett. Die Kosten für die Betreuung übernimmt<br />

ab Pflegestufe 2 zu einem großen Teil die Pflegekasse.<br />

Es steht ein gesondertes Budget für den Besuch der Tagespflege<br />

zur Verfügung. ■­<br />

Angebot in der Caritas-Tagespflege:<br />

• qualifizierte und herzliche Pflege und Betreuung -<br />

insbesondere auch für demente Gäste<br />

• ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen,<br />

sowie zwei Zwischenmahlzeiten<br />

• ein vielfältiges und individuelles Betreuungsprogramm<br />

(z. B. Gedächtnistraining, Seniorengymnastik, Singen,<br />

Gesellschaftsspiele, Kochen, Backen, religiöse und<br />

kreative Angebote)<br />

• Mittagsruhe oder weitere Aktivitäten - ganz nach<br />

Wunsch<br />

• einfühlsame Betreuung durch geschulte und engagierte<br />

Mitarbeiter:innen - Beratung von pflegenden Angehörigen<br />

Schnuppertag<br />

Aktuell bieten Beide Caritas-Tagespflegen in Meschede<br />

wieder den beliebten Schnuppertag an: So können Senior:innen<br />

oder die Angehörigen das Angebot einen Tag<br />

lang kennenlernen und unverbindlich ausprobieren.<br />

Die Gutscheine für einen kostenlosen Schnuppertag<br />

sind in der jeweiligen Tagespflege erhältlich.<br />

Tagespflege am Hennepark | Steinstraße 30 | 59872 Meschede | 0291 902 11 90<br />

Tagespflege Haus Schamoni | Steinstraße 7 | 59872 Meschede | 0291 902 13 70<br />

www.caritas-meschede.de<br />

78 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


HUBERTAS ECKE<br />

Anke Kemper<br />

Tach zusammen.<br />

Werbung und Marketing das Instrument, um erfolgreich<br />

auf dem Markt zu existieren. Das ist jetzt das heißgeliebte<br />

Thema meines Futtergebers. Für alle, die es an dieser Stelle<br />

noch nicht wissen: Mein Futtergeber nennt sich `mein Besitzer´<br />

und ich lasse ihn in seinem Glauben.<br />

Aber jetzt zurück zum Grund seiner Euphorie zu diesem Thema.<br />

Nach ewig langer Zeit und unablässigem Drängen seiner<br />

Frau, die ich - wie schon oft erwähnte - sehr schätze, hat<br />

mein Futtergeber endlich die leerstehende Einliegerwohnung<br />

renoviert und zu einer Ferienwohnung ausgebaut. Dieses Vorhaben<br />

ist eine eigene Geschichte wert – vielleicht später mal.<br />

Also diese Ferienwohnung wird natürlich im Internet angeboten.<br />

Jeder der es hören will oder muss, wird haarklein darüber<br />

informiert, wie toll und erfolgreich „seine“ Internetseite funktioniert.<br />

Dass diese Seite sein Sohn, der 50 Kilometer entfernt<br />

wohnt, eingerichtet hat und sie auch pflegt, verschweigt er geflissentlich.<br />

Genau so, dass die wichtigste Funktion auf dem<br />

Notebook der Teamviewer geworden ist, mit dem der Junior<br />

aus der Ferne alles wieder richten muss, was der Altvordere mal<br />

wieder angestellt, oder besser verstellt hat. Er ist halt mehr ein<br />

Mann der Praktik, meint er. Deshalb wird auch akribisch darauf<br />

geachtet, dass in der Wohnung und auf der dazugehörigen<br />

sichtgeschützten Terrasse alles in Ordnung ist.<br />

Die Mutter saß im Liegestuhl und schmökerte in ihrem Buch<br />

und „Cupcake“ ruhte neben ihr. Allerdings nur so lange, bis<br />

er den von Neugier geplagten Vermieter hörte. Und als dieser<br />

dann leise seinen Kopf über das Tor streckte sah er sich Auge<br />

in Auge mit grob geschätzt 50 Kilogramm geballter Verteidigungsbereitschaft.<br />

Mit den Vorderpfoten auf dem Türrahmen<br />

erklärte er lautstark dem neugierigen Vermieter, wer hier offensichtlich<br />

das Hausrecht hat. Der anschließende Spurt, die einzigartige<br />

Gesichtsfarbe und das längere Verschwinden ihres holden<br />

Gattens erklärte meiner Lieblingsfuttergeberin sofort alles.<br />

Dass der Hund total friedfertig ist, sich auf einen Spielkameraden<br />

zum Ballspielen gefreut hat und der Vierbeiner von der<br />

Natur mit einer so imposanten Stimme ausgestattet worden ist,<br />

hat sie beim späteren und mit viel Lachen begleiteten Gespräch<br />

mit den beiden Damen erfahren - aber aus gutem Grund für<br />

sich behalten. Manchmal ist so ein Wissensvorsprung einfach<br />

nur von Vorteil. Und auch ich halt mich da raus.<br />

Ach ja – Man möge es mir verzeihen, wenn ich mal wieder jemandem<br />

durch meine veröffentlichte Sichtweise zu nahegetreten<br />

bin, weil er sich hier wiedergefunden hat. Aber schließlich<br />

bin ich ja nur ein Sauerländer Esel. ■<br />

Die letzten Gäste, Mutter, erwachsene Tochter und deren wunderschöner<br />

Mischlingshund „Cupcake“ hatten es sich in dem<br />

Feriendomizil bequem gemacht Die klare Ansage der Gattin:<br />

„Wenn Gäste da sind, ist die Terrasse für uns tabu!“, hat natürlich<br />

nicht gefruchtet und so war es für meinen Futtergeber<br />

ein unbändiger Drang, zwischendurch mal nach dem Rechten<br />

sehen zu müssen. Als der Wagen der Gäste nicht mehr in der<br />

Einfahrt stand, erschien die Gelegenheit günstig, einen Blick<br />

über die Tür des Sichtschutzzaunes auf die Terrasse zu werfen.<br />

Allerdings war nicht das ganze Trio mit dem Auto weggefahren,<br />

sondern nur die Tochter.<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 79


DHS Druckservice<br />

Impressum<br />

Deine<br />

Gedanken werden Zukunft<br />

Herausgeber:<br />

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<strong>WOLL</strong> <strong>Magazin</strong><br />

c/o axo.media west GmbH<br />

Briloner Straße 27<br />

59909 Bestwig<br />

Tel. 02904 711 80-00<br />

Paul Senske (ps)<br />

Christel Zidi (cz)<br />

Dirk Bannenberg<br />

Andreas Melliwa<br />

Anke Kemper<br />

Britta Melgert<br />

Manfred Eigner<br />

Matthias Koprek<br />

Monika Loerchner<br />

Petra Kleine<br />

Robert Dröge<br />

Robert Hinkel<br />

Sabina Butz<br />

Sonja Funke<br />

Christel Zidi<br />

Rainer Zepernick<br />

i-dexe werbung-design GmbH<br />

Daniel Kaminski<br />

Katharina Fleischmann<br />

Kathrin Paul<br />

Marie Neuendorf<br />

Sophie Schmucker<br />

Fotos:<br />

Titelfoto:<br />

Illustrationen:<br />

Druck:<br />

Verlag:<br />

Geschäftsführer:<br />

Anzeigenverwaltung:<br />

Verkaufsleitung:<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Gerog Giannakis<br />

Iris Böning<br />

Matthias Koprek<br />

Philipp Nolte<br />

Raphael Sprenger<br />

Robert Hinkel<br />

Sabrinity<br />

S. Droste<br />

Vanessa Schulte<br />

Sabrinity<br />

Anke Kemper<br />

Druckservice<br />

Hellweg-Sauerland<br />

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Briloner Straße 27<br />

59909 Bestwig<br />

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Dirk Bannenberg<br />

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info@axo.media<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

2022.1<br />

Oliver Schaeffer<br />

oliver@axo.media<br />

Antonius Henke<br />

antonius@axo.media<br />

Harald Kröger<br />

harald@axo.media<br />

Dispo + Digital Sales: Vanessa Schulte<br />

vanessa@axo.media<br />

Maike Albersmeier<br />

maike@axo-media.de<br />

Lizenzgeber: <strong>WOLL</strong>-Verlag, Kückelheim 11,<br />

57392 Schmallenberg<br />

Haftungsausschluss: Für unverlangt eingesendete<br />

Manuskripte, Fotos und Daten übernehmen wir keine<br />

Haftung. Ebenso nicht für Informationen von Herstellern<br />

oder (und) von Artikeln, die mit Quellenangaben gekennzeichnet<br />

sind, z.B. V.i.S.d.P. etc. Die mit Namen oder<br />

Initialen gekennzeichneten Artikel geben nicht unbedingt<br />

die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält<br />

sich das Recht zur Kürzung oder Änderung von Artikeln vor.<br />

Urheberrecht: Nachdruck und/oder Verbreitung im Internet,<br />

auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung des Verlages<br />

gestattet.<br />

Dieses Druckprodukt wurde auf FSC-zertifizierten Papier<br />

gedruckt und stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft.<br />

80 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022


Andreas Lorenz aus Belecke<br />

Der BWLer,<br />

der Kinderbücher schreibt<br />

Auf der einen Seite eine<br />

Frau, die für ihre Zwillinge<br />

einen „Biberbären“ namens<br />

„Mister O´Lui“ erfand. Auf der anderen<br />

ein Warsteiner, der als Unternehmensberater,<br />

Coach und Buchautor<br />

tätig ist. Als sich die Wege von Silke<br />

Siefert und Andreas Lorenz beruflich<br />

kreuzten, wird schnell klar: man<br />

versteht sich bestens! So vertraute die<br />

Erfinderin dem studierten BWLer<br />

bald eines ihrer Herzensprojekte an:<br />

die Geschichte des kleinen Biberbären<br />

in Buchform zu bringen.<br />

„Jeremy stellt Fragen, die wir uns<br />

nicht laut zu stellen trauen.“<br />

Erfahrungen in Sachen Schreiben sammelte<br />

der Warsteiner unter anderem<br />

2011, als er das Buch „Samstagnachmittags“<br />

verfasste. „Plötzlich hatte ich den<br />

Kaffee auf, was alles in der Welt passiert“,<br />

schildert der Autor. Daraufhin<br />

zeichnete er die Charaktere des Jungen<br />

Jeremy, der samstagnachmittags mit<br />

seinem Großvater zum Angeln an einen<br />

See fährt. Dort angekommen, stellt Jeremy<br />

seinem Opa vermeintlich naive<br />

Fragen, welche dieser dann aufgrund<br />

von Wissen und Erfahrung beantwortet.<br />

Mit diesem Buch, das aktuelle Themen<br />

behandelt, möchte sich der Autor<br />

aber nicht nur an Kinder, sondern an<br />

Menschen aller Altersstufen richten.<br />

„Mister O’Lui steht für<br />

das Anderssein.“<br />

Monika Loerchner<br />

Georg Giannakis<br />

Die Bilderbuchgeschichte über den<br />

kleinen Biberbären nun richtet sich<br />

an Kinder ab drei Jahren. Sie handelt<br />

davon, dass sich der kleiner Biberbär,<br />

der mit seinen dicken Pausbäckchen ja<br />

weder wie andere Bären noch wie ein<br />

Biber aussieht und daher wenig Selbstvertrauen<br />

hat. „Mit diesem Anderssein<br />

hat Mister O´Lui es manchmal nicht<br />

so einfach“, erzählt Autor Andreas Lorenz.<br />

„Bis er den Mut fasst und sich aufmacht,<br />

neue,<br />

echte Freunde<br />

zu finden, die<br />

ihn Teil dieser Gesellschaft<br />

sein lassen, so, wie er ist.“<br />

„Mich hat das Thema sofort angesprochen<br />

und ich durfte den Text zu der<br />

Idee von Silke verfassen“, erzählt Andreas<br />

Lorenz. Um seinen Schreibstil zu<br />

verbessern, hatte Andreas Lorenz bereits<br />

ein 18-monatiges Fernstudium bei<br />

der Textmanufaktur absolviert. „Schreiben<br />

ist zu 90 % Intuition“, befindet er.<br />

„Möchte ich aber etwas so zu Papier<br />

bringen, dass jemand anderes versteht,<br />

was ich sagen möchte, braucht es 10 %<br />

Handwerk.“<br />

Illustriert wurde das Buch von Ellen<br />

Marten. Für Andreas Lorenz ist das<br />

Gemeinschaftsprojekt eine echte Herzenssache,<br />

weitere Geschichten über die<br />

Abenteuer des kleinen Biberbären sind<br />

in Planung. ■<br />

Lichtmagie&Chemie<br />

Die Schönheit analoger Edeldruckverfahren<br />

19. Juni bis 24. November 2022<br />

Westfälische Salzwelten<br />

An der Rosenau 2, 59505 Bad Sassendorf<br />

<strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022 - 81


DANKE<br />

SCHÖN!<br />

Letzte<br />

<strong>WOLL</strong><br />

Ausgabe von<br />

Sonja Nürnberger<br />

Paul Senske<br />

Inga Bremenkamp<br />

Manfred Eigner<br />

Sonja Funke<br />

Iris Böning<br />

Sophie Schmucker<br />

Andreas Melliwa<br />

Robert Hinkel<br />

Anke Kemper<br />

Britta Melgert<br />

Stefan Droste Susanne Droste Dirk Bannenberg Petra Kleine<br />

Wir sagen "Dankeschön" für<br />

Ihre Treue, <strong>WOLL</strong>!<br />

Christel Zidi<br />

Julius Kolossa<br />

Gisela Wilms<br />

Daniela Rose<br />

Rainer Grundhoff<br />

Helmut Gaida<br />

Verena Sen<br />

Markus Weber<br />

Tom Linke Vanessa Schulte Silvia Padberg Manfred Haupthoff<br />

Philipp Nolte<br />

Sabina Butz<br />

Willi Bannenberg<br />

Antonius Henke<br />

Nicola Collas<br />

Sabrina Voss<br />

Man sieht sich im<br />

November wieder...<br />

Oliver Schaeffer Monika Loerchner Harald Kröger<br />

82 - <strong>WOLL</strong> <strong>Herbst</strong> 2022<br />

P.S.: Das <strong>WOLL</strong>-<strong>Magazin</strong> aus dem <strong>WOLL</strong> Verlag<br />

Hermann-J. Hoffe erscheint auch zukünftig.


CONNECTED BY PURPOSE.<br />

BLACKSATINO<br />

PRÄSENTIERT:<br />

GREENGROW<br />

DIE ROHSTOFF-REVOLUTION<br />

DAS NEUE BLACKSATINO HYGIENEPAPIER<br />

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BlackSatino GreenGrow - die innovative, nachhaltige Premium-Produktlinie<br />

für Hygienepapier. Zum Einsatz kommt Miscanthus, eine der nachhaltigsten<br />

Frischfasern der Welt.<br />

Das Ergebnis: nachgewiesen weiches und saugstarkes Toiletten- und<br />

Handtuchpapier, das die Umwelt messbar schont. Der ökologische<br />

Fußabdruck von Miscanthusfasern ist zudem um 65% geringer als der einer<br />

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Cradle Certified® Silber und FSC®-Mix zertifiziert.<br />

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BlackSatino ist eine Marke von WEPA Professional GmbH


DAS EINZIG WAHRE<br />

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