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29. November 2022

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Bümpliz, Bethlehem, Oberbottigen, Riedbach, Frauenkappelen, Hinterkappelen, Thörishaus, Wangental

Nr. 24 • 94. Jahrgang • Dienstag, 29. November 2022 • 23 760 Exemplare

15

EIN LICHTERSPEKTAKEL FÜR ALLE

Die Fussgängerzone

strahlt wieder

Zum dritten Mal in Folge hängt

die Weihnachtsbeleuchtung im

Ortskern. Sie erzeugt nicht nur

bei den Verantwortlichen Vorfreude

auf das Weihnachtsfest.

Obwohl sie erst seit drei Jahren

aufgehängt wird, ist die Weih-

nachtsbeleuchtung in der Fussgängerzone

Bümpliz aus dem

dezemberlichen Ortsbild nicht

mehr wegzudenken. Wie mittlerweile

jedes Jahr haben sich

Luigi Brenca, Ueli Jaisli und Patrizio

Panicali daran gemacht, die

rund 900 Lämpchen aufzuhängen.

Dabei gibt es immer einiges

zu tun. «Der Teufel liegt bekanntlich

im Detail», sagt Chef-

Weihnachts-Elektriker Brenca.

Dieses Jahr mussten zum Beispiel

Änderungen an der elektrischen

Installation vorgenommen

werden.

drh

REGION Eine vertraute Umgebung

kann sich positiv auf Geburten auswirken,

sagt die Statistik. Sind Hausgeburten

im Kommen? Ein Gespräch

mit Hebamme Rahel Frösch schärft

den Blick auf Bümpliz.

7

GESELLSCHAFT Fische können

seit ein paar Wochen Lift fahren.

Möglich gemacht hat das ein neu installierter

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29.November 2022 Region 3

«BAU KULTUR ERBE» ZWEI NEUE BÜCHER SOWIE EINE TOUR DURCH BÜMPLIZ UND BETHLEHEM AB 2023

«Es ist unklug mit dem

Chauffeur zu reden»

Ab nächstem Jahr: ArchitekTour durch die Bümplizer Baukultur.

Foto: Daniel Bill

Der Berner Heimatschutz, Region

Bern Mittelland, hat die ersten

zwei Büchlein der neuen Serie

«Bau Kultur Erbe» herausgegeben.

«Köniz: Im Spannungsfeld

zwischen Stadt und Land»

und «Trams & Busse der Stiftung

BERNMOBIL historique». Gemeinsam

bieten die beiden Institutionen

Fahrten im historischen

«Eilkurs» durch Köniz oder

Bümpliz an, welche die Architekturgeschichte

erleb- und erfahrbar

machen.

Das Spannungsfeld zwischen

ländlich und städtisch geprägten

Gebieten zeigt sich in der vielfältigen

Baukultur der Gemeinde

mit ihren unterschiedlichen Bautypen.

Brücken, Kirchen, die

«Idealstadt Schliern», das Gymnasium

Lerbermatt, das Schloss

Köniz, das Richtstrahlzentrum

Ulmizberg, der Landsitz Morrillon

und die Gurten-Brauerei, sind

– neben weiteren Objekten – im

Band ausführlich beschrieben.

Sie erzählen Geschichten aus der

gesellschaftlichen und wirtschaftlichen

Entwicklung von Köniz

zu einer der grössten Agglomerationsgemeinden

der

Schweiz, die im Jahr 2012 mit

dem Wakkerpreis des Schweizer

Heimatschutzes ausgezeichnet

wurde. Autorinnen des sorgfältig

erarbeiteten und mit vielen Fotos

versehenen Führers sind die Architektin

Christina Haas und die

Architekturhistorikerinnen Hanna

Wälti sowie Anne-Catherine

Schröter. Seit Juni 2021 leiten

Anne-Catherine Schröter und Architekturhistoriker

Raphael Sollberger

im Co-Präsidium die Regionalgruppe

Bern Mittelland des

Berner Heimatschutzes. Gemeinsam

haben sie die neue Reihe aufgebaut.

«Die Entstehung der

Buchreihe hat einen praktischen

Grund. Seit 2019 bieten wir Führungen

durch Bümpliz an. Der

Führer dazu ist vergriffen. Anstatt

einen unveränderten Nachdruck

aufzulegen, hatten wir die

Idee, das Thema auf weitere Gemeinden

der Region auszudehnen

und eine Buchreihe zu erarbeiten»,

erklärt Sollberger das

ambitiöse Projektziel. Bereits

nächstes Jahr erscheinen zwei

weitere Führer, einer zu Bümpliz-

Bethlehem, der andere über die

Gemeinde Mühleberg. «Wir haben

noch Themen für weitere

Bände, sind natürlich auch dankbar,

wenn andere Institutionen

mit Ideen an uns herantreten»,

sagt Schröter.

Trams & Busse

Der Führer «Trams & Busse der

Stiftung BERNMOBIL historique»

befasst sich mit dem rollenden

Kulturgut der Städtischen Verkehrsbetriebe.

Die Autoren Tim

Hellstern und Kurt Balsiger porträtieren

im reich bebilderten

Büchlein die historischen Fahrzeuge,

die durch die Stiftung betreut

werden. Auch Infrastrukturbauten

wie Depots, Haltestellen

und Wartehäuschen werden

beschrieben. Die Stiftung pflegt

und betreibt rund 20 historische

Trams und Busse. «Das ist eine

vielschichtige Herausforderung.

So ist beispielsweise neben der

Kenntnis der alten Technik auch

die Unterbringung ein Knackpunkt.

Schon nur die Garagierung

kostet uns mehr, als wir mit

den Fahrten einnehmen. Wir

sind daher auff die Unterstützung

durch BERNMOBIL und Spenden

angewiesen», betont Hellstern,

der beruflich als Konservator-Restaurator

beim Museum für Kommunikation

arbeitet und sich ehrenamtlich

für die Stiftung engagiert.

Dort betreut er auch das

Dampftram, das bereits 1894 an

der Endstation Wabern Könizer

Gemeindegebiet erschloss. Doch

die dafür beschafften Fahrzeuge

sind oft kurzlebiger als Gebäude.

Meist verschwinden sie unbemerkt

aus dem Alltag und damit

ein wichtiges Stück Sozial- und

Technikgeschichte.

Erfolgreiche «ArchitekTour»

Mit der Koproduktion «Architek-

Tour» der Stiftung BERNMOBIL

historique und des Berner Heimatschutzes

wird der Zusammenhang

zwischen Mobilitätsund

Baugeschichte wörtlich erfahrbar.

Während den dreistündigen

Führungen durch Köniz

oder Bümpliz mit dem legendären

FBW-Unterflurbus (Jg. 1965)

hält man bei einigen Bauobjekten,

wo Architekturhistoriker das

Wissen dazu vermitteln. «Bislang

war jede Fahrt ausverkauft. Aufgrund

der grossen Nachfrage bieten

wir noch weitere Fahrten an»,

sagt Hellstern. «Wir leisten diese

Arbeit gerne, denn es macht immer

wieder Freude, wenn wir bei

den verschiedenen Generationen

Erinnerungen hervorrufen können:

Das Klappern der Trittbretter,

die Kunstledersitze oder das

Schild ‹Es ist unklug, während

der Fahrt mit dem Chauffeur zu

sprechen›,» schildert Hellstern.

INFO:

www.bau-kultur-erbe.ch

www.architektour.be

Daniel Bill


4 Region

29.November 2022

WESHALB DIE «BÜMPLIZWOCHE» WÄCHST

Geschichte muss

geschrieben werden

Als treue Leserin oder Leser, mögen

Sie sich vielleicht verwundert

die Augen gerieben haben:

Wie dick die «BümplizWoche»

doch plötzlich ist. 48 Seiten. Und

das wird ab 2023 immer so sein.

Nein, Zeitungen brauchen keinen

Winterspeck, um gut durch

die kalte Jahreszeit zu kommen.

Dennoch soll die «BümplizWoche»

ab 2023 nicht mehr rank

und schlank sein. Die dickere

Zeitung ist ein Vorgeschmack auf

das was kommen wird, ein Vorbote

auf das was ändern soll und

eine Vorschau auf das was daraus

werden könnte.

Die Bedeutung

1926. Es dampft und raucht aus

den Gassen, schwere Maschinen

legen mit ihren monotonen Melodien

Zeugnis der Industriealisierung

ab. Eine Folge der Einbindung

des ehemaligen Dorfs

Bümpliz an die Stadt Bern. Im

Verteilgebiet dieser Zeitung siedelten

so wichtige Unternehmen

wie EMCH, die im Bereich Personenlifte

damals Geschichte

schrieb, oder Unternehmer

Christian Gfeller, dank dem der

Ausbau von Strom vorangetrieben

wurde, gerade rechtzeitig

bevor der zweite Weltkrieg Öl

und Kohle knapp werden liess.

Es war jene Zeit des Aufbruchs

im Westen von Bern, die förmlich

danach drängte, eine eigene

Zeitung zu erhalten. Die Bümpliz

Woche entstand. Heute, 96 Jahre

später gibt es sie noch immer.

Das ist einigen Verlegern zu verdanken,

welche die Traditionszeitung

durch die Epochen getragen

haben. Zuletzt Erwin Gross,

Verleger der IMS. Nicht zufällig:

der erfolgreiche Unternehmer

wuchs selbst im Verteilgebiet der

«BümplizWoche» auf und spürt

bis heute die Verbundenheit.

Die Demut

Weitaus jünger aber der Entwicklung

nicht unähnlich, entstand

vor 40 Jahren in Köniz die

«Dörfli-Zytig» und entwickelte

sich zur «Könizer Zeitung». Sie

begleitete das unvergleichliche

Wachstum der Grossgemeinde

Köniz und bediente gleichermassen

als Brückenbauerin die

ländliche Bevölkerung. Sie ist

heute mit einer Auflage von

53’000 eine der grössten Zeitungen

im Kanton Bern. In den vergangenen

12 Jahren zeichnete

Verleger Bruno Grütter für die

Geschicke der Zeitung als Inhaber

der bm media AG verantwortlich.

In einer Zeit, in der sich

die einschlägigen Zeitungen dieser

Gegend immer seltener in die

Vororte und Vorhöfe der Hauptstadt

wagen, wird die Bedeutung

von konsequent regionalen Zeitungen

immer wichtiger. Die IMS

und die bm media AG haben das

erkannt. Mit einer gehörigen

Portion Demut darf man aus

heutiger Sicht feststellen: Die

«BümplizWoche» ist ein Stücklein

Geschichte.

Die Partnerschaft

Sie verdient es, nicht nur am Leben

erhalten, sondern entwickelt

und in eine neue Zeit geführt zu

werden und weiterhin als Zeitzeugin

der Region zu gelten. Die

beiden Verlage haben sich aus

diesem Grund an einen Tisch gesetzt

und mit einer Partnerschaft

den Weg für die Zukunft der

«BümplizWoche» geebnet. Im

Jahr 2023 bleibt die IMS Besitzerin

des Titels, die bm media AG

wird aber mit ihrem Team die

Zeitung produzieren. Von der Redaktion

über die Druckvorstufe

bis in den Verkauf: eine Belegschaft,

die den Regionaljournalismus

kennt, lebt, ja fast schon

atmet. Dazu kommt ein Stab an

Korrespondentinnen und Korrespondenten;

eine Familie, die mit

Freude die treuen Schreiberlinge

aus dem Verteilgebiet der

«BümplizWoche» mit auf den

neuen Weg nimmt. Gelingt es,

mit einem neuen Format und einigen

Änderungen die «Bümpliz-

Woche» zu beleben, wird die bm

media AG den Titel im Jahr 2023

kaufen und fortan eigenständig

führen.

Das Handwerk

Für den Könizer Verlag ist das die

dritte rein regionale Zeitung. Aus

den Erfahrungen der «Könizer

Zeitung | Der Sensetaler» und der

«Gantrisch Zeitung» wird das

Team ableiten und versuchen,

das Erfolgsrezept dieser Titel auf

die «BümplizWoche» zu übertragen.

Konkret heisst das: die Zeitung

bleibt ein Gratistitel, wird 48

Seiten dick und erscheint fortan

einmal im Monat. Weniger Zeitungen,

dafür mehr Inhalt – eine

Erfolgsgeschichte der Könizer

Zeitung und hoffentlich bald auch

der «BümplizWoche». Nun

stimmt das Wort «Woche» natür-


29.November 2022 Region 5

lich nicht mehr, weshalb der Titel

im Jahr 2023 um den Buchstaben

«n» ergänzt wird: «BümplizWochen».

Die Rubriken werden angepasst,

regionale Themen kommen

dazu, gesellschaftliche, kulturelle,

politische, wirtschaftliche

und sportliche Inhalte erhalten

mehr Platz. Das alte Handwerk

des Regionaljournalismus lebt

auf.

Noch dauert es ein paar Wochen,

bis die «BümplizWochen» starten,

aber mit dieser Ausgabe erhalten

Sie einen ersten Vorgeschmack

auf das kommende

Jahr.

In ferner Zukunft werden

vieleicht eines Tages Menschen

wieder die historischen Ereignisse

unserer Jahre zusammentragen.

Genauso wie wir die Industrialisierung

der 1920er Jahre eingangs

beschrieben haben. Und

diese Zeitung soll auch dann

noch als Quelle und Zeitzeuge

dienen. Denn Geschichte muss

geschrieben werden.

Sacha Jacqueroud

IMS Marketing AG

Gartenstadtstrasse 17

3098 Köniz

031 978 20 20

WWW.IMS-MARKETING.CH

bm media AG

Seftigenstrasse 310

3084 Wabern

031 848 20 20

WWW.BM-MEDIA.CH


6 Region

29.November 2022

DIE BUNDESRÄTIN AUS BERN’S WESTEN: SIMONETTA SOMMARUGA

Rücktritt aus

Rücksicht

Die Meldung kam plötzlich, überraschend

und früher als erwartet.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga

tritt aus persönlichen

Gründen zurück. Nicht wegen

den teilweise harten Attacken

gegen ihre Person, sondern aufgrund

eines Schicksalsschlags.

Dafür dürften selbst die hartnäckigsten

Gegner Verständnis aufbringen.

Ende Oktober erlitt ihr

Mann einen Schlaganfall. Es gehe

ihm den Umständen entsprechend

gut und er werde gut betreut.

Doch die Situation hat etwas

ausgelöst, wie die Bundesrätin

erklärt: «Ein solches Ereignis

ist ein plötzlicher und unerwarteter

Einschnitt, der nachdenklich

stimmt und bei dem ich nicht einfach

so weitermachen kann.»

Kritiker verstummen

Nationalrat Christian Imark (SVP)

und einige andere haben damit

ihr «Hobby» des lauthalsen Ausrufens

gegen die Umweltministerin

verloren. Mit der Botschaft

von Sommaruga verhallen die

Wortfetzen in den altehrwürdigen

Mauern des Bundeshauses.

Selbst Imark hat in der Sendung

«10 vor 10» bei SRF versöhnlichere

Töne angeschlagen. Bisher hat

kaum je ein Bundesrat oder eine

Bundesrätin aus persönlichen

Gründen den Rücktritt bekannt

gegeben.

Dennoch erntet die Umweltministerin

Verständnis von rechts bis

links. In Ihrer Partei gar eine ergreifende

Flut an Dankesmeldungen.

Auch die Gemeinde Köniz

reiht sich ein und schreibt: «Die

Gemeinde Köniz dankt ‹ihrer›

Bundesrätin Simonetta Sommaruga

für ihr langjähriges und engagiertes

Wirken. Sie hat sich während

zwölf Jahren als Justiz- und

Energieministerin mit Überzeugung,

Hartnäckigkeit und Freude

für die Schweiz und die Menschen

in unserem Land eingesetzt.»

Ein Ruck durchs Land

Nach einem Rücktritt folgt bald

einmal der Rückblick. «Sie ist fähig,

die Initiative zu ergreifen und

auf Menschen zuzugehen. Sie arbeitet

hartnäckig, bis sie die Brücke

gebaut hat und das Ergebnis

steht», lobt etwa SP-Fraktionschef

Roger Nordmann. Ihre Teamfähigkeit

streichen viele namhafte

Politikerinnen und Politiker heraus.

Jüngstes Beispiel ist die Einigung

zwischen den verschiedenen

Interessengruppen rund um

die Wasserkraft.

Wenngleich nicht alle Begehren

an der Urne erfolgreich waren, einige

wichtige Dossiers hat sie dennoch

ins Ziel gebracht; sie selbst

erwähnt unter anderem das beschleunigte

Asylverfahren, die

Modernisierung des Zivil- und Familienrechts

und nicht zuletzt die

Entschuldigung der Landesregierung

bei den Verdingkindern.

Bundesräte, welche die Schweiz

geprägt haben, bleiben zudem oft

wegen eines prägenden Satzes

beim Volk in Erinnerung. Unvergessen

Adolf Ogis «Freude

herrscht». Und Sommaruga?

«Jetzt muss ein Ruck durch das

Land gehen.»

Verdienste überwiegen

Die einschlägigen Medien fokussierten

sich unverzüglich auf die

mögliche Nachfolge der Bundesrätin.

Klar, denn der SP bleibt wenig

Zeit, bis am 7. Dezember die

Wahlen in Bundesbern stattfinden.

«Die Nachfolge soll wieder

eine Frau antreten», meinte SP-

Co-Präsidentin Mattea Meier

schon wenige Stunden nach der

Bekanntgabe des Rücktritts. Der

Logik der Sozialdemokraten folgend

leuchtet das ein, denn mit

Alain Berset haben sie bereits einen

Mann im Bundesrat und der

Gleichstellung gehorchend soll

der zweite Sitz von einer Frau besetzt

sein.

Dennoch erntet diese Haltung

auch parteiinterne Kritik. Der

Zürcher Ständerat Daniel Jositsch

erachtet das Vorgehen als rechtlich

fragwürdig. Er selbst stellt

sich nun zur Wahl. Erinnerungen

werden wach. Als Christian Roth

vor gut einem Jahr nach 13 Jahren

im Amt aus dem Könizer Parlament

ausschied und meinte: «Ich

weiss, dass ich als Mann in der SP

vielleicht einen kleinen Nachteil

habe.»

Der freiwerdende Bundesratssitz

beschäftigt in diesen Tagen die

Parteien. Auch, ob jemand den

zweiten SP-Sitz angreift? Die Grünen

wollen der SP den zweiten

Sitz offenbar nicht streitig machen.

Wenn nicht jetzt, wann

dann, fragen sich aber einige Vertreter

an der Basis und aus dem

Verteilgebiet dieser Zeitung. Und

eine Könizer Nachfolgerin? Das

ist wenig wahrscheinlich. Eine

Neo-Könizerin hat es sich einen

kurzen Moment überlegt und

dann verzichtet: Pascale Bruderer.

Sie war zwar Stände- und Nationalrätin

aus dem Aargau, aber

aufgrund ihres Privatlebens ist

sie mittlerweile auch ein wenig

eine Könizerin. Antreten will aber

die Berner Regierungsrätin Evi

Allemann.

Doch das ist Zukunftsmusik. Die

harmonischen Klänge gehören

zum Schluss sicherlich nochmals

der Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Eine prägende Gestalt,

die aus der Könizer Politik bis in

den Bundesrat gelangt ist. Auch

ein mögliches Szenario für Tanja

Bauer? Das weiss niemand, aber

Sommaruga ist ein schönes Beispiel,

wie lebendig und ambitioniert

in Köniz politisiert wird.

Noch viel mehr aber ist es ein Moment

einer Frau Danke zu sagen,

die selbst beim Rücktritt Strahlkraft

bewies. Als Brückenbauerin,

als rücksichtsvoller Mensch, als

mutige Person. Auch dafür steht

ihr Rücktritt aus Rücksicht.

Sacha Jaqueroud


29.November 2022 Region 7

EINE BÜMPLIZER HEBAMME REAGIERT AUF EIN WACHSENDES BEDÜRFNIS

Gebären im heimeligen

Stöckli

OBERWANGEN – Heute kommt

die überwiegende Mehrheit der

Babys in einem Spital zur Welt.

Dabei war es bis vor wenigen

Jahrzehnten noch normal, daheim

oder bei der Hebamme zu

gebären. Wer in Berns Westen

eine ausserklinische Geburt

wünscht, ist bei Rahel Frösch an

der richtigen Stelle.

«Bümpliz ist wahrscheinlich der

kinderreichste Stadtteil. Als Hebamme

freut mich das natürlich.»

Rahel Frösch Mambwa schwärmt

von ihrem Quartier. Bümpliz

funktioniere wie sonst kaum ein

anderer Stadtteil als «Dorf». «Der

ursprüngliche Charakter ist nach

wie vor erhalten.»

Gebären wie daheim

Seit bald 20 Jahren ist die gelernte

Pflegefachfrau auch Hebamme,

die letzten zehn Jahre führte sie

eine Praxis im «Familienhaus» an

der Frankenstrasse. Vor knapp

zehn Jahren zog es sie und ihre

Familie aus dem nahen Steigerhubel

nach Bümpliz. Zahlreiche

Kinder aus dem Westen Berns

sind mit Fröschs Begleitung daheim

zur Welt gekommen, noch

mehr Frauen, die in einem Spital

geboren haben, erfuhren ihre Betreuung

in der Schwangerschaft,

im Wochenbett oder bei einer

Stillberatung. Nun hat die 46-Jährige

ein neues Angebot geschaffen:

Eine Geburtspraxis. «Es ist

ein Ort für Frauen, die gern ausserklinisch

gebären möchten,

aber nicht daheim können oder

wollen», erklärt sie. Diese

Schwangeren können seit August

nach Oberwangen fahren, wenn

die Geburt losgeht. Eine heimelige

Stube in einem Stöckli erwartet

sie dort. Es ist ein «Gebären

wie daheim», nur nicht daheim.

Hebamme Rahel Frösch: «Bümpliz ist der vermutlich kinderreichste Stadtteil.»

Traum Hausgeburt

«Laut neuesten Zahlen geben 17

von 100 Frauen an, am liebsten

ausserhalb eines Spitals gebären

zu wollen. Doch nur 2% tun es

dann auch», weiss Rahel Frösch.

Die klinische Umgebung, das

wechselnde Personal, die Angst

vor unnötigen Interventionen

schrecken viele ab. Gleichzeitig

ist belegt, dass eine vertraute Umgebung

einen Geburtsverlauf positiv

beeinflusst und dass eine

Niederkunft in den eigenen vier

Wänden unter den richtigen Bedingungen

mindestens gleich sicher

ist wie in einem Spital. Warum

wählen trotzdem nur so wenige

Paare oder Frauen den intimeren

Rahmen? Die Gründe sind

vielfältig. Mal ist es dem Mann

wohler mit ärztlicher Begleitung,

mal wohnt man zu abgelegen für

den Fall einer nötigen Verlegung.

Aber oft möchten die werdenden

Mütter auch lieber «irgendwohin»,

um zu gebären. Etwa darum,

weil sie nach einer Hausgeburt

selbst ums Aufräumen besorgt

sein müssen. Oder weil die

Wohnung ringhörig ist und die

Nachbaren etwas von der Geburt

mitbekommen könnten.

«Zur Hebamme» wie früher

Für sie ist die Geburtspraxis im

Westen Berns eine valable Alternative

zu einer Spitalgeburt. Zudem

sie in Oberwangen eine

1:1-Begleitung durch Rahel

Frösch oder ihre Laupener Praxispartnerin

Cornelia Remund

erfahren, wogegen im Spital –

und auch im Geburtshaus – jeweils

die diensthabendenden

Hebammen zuständig sind – und

unter Umständen mehrere Gebärende

gleichzeitig betreuen müssen.

Ausser man gehört zu den

Glücklichen, die einen Platz bei

einer der wenigen Beleghebammen

ergattern konnten. Dann

kennt man «seine» Hebamme

schon vorher und weiss, dass sie

während der Geburt da sein wird.

«Meine Grossmutter erzählte mir,

dass sie fünf ihrer sechs Kinder

bei der Dorfhebamme daheim gebar»,

sagt Frösch. Es sei seit Hunderten

von Jahren und bis in die

1950er-Jahre hinein verbreitet

gewesen, dass man zur Hebamme

ging oder diese zur Familie kam,

wenn sich die Babys auf den Weg

machten. Erst dann kehrte der

Trend und die Geburt im klinischen

Setting wurde zur Norm. In

der letzten Zeit steigt die Nachfrage

nach einer Betreuung durch

eine vertraute Hebamme und

nach einer natürlichen Geburt

wieder. Zehn bis zwanzig Hausgeburten

betreut die Bümplizerin

pro Jahr, nochmal so viele als

Zweithebamme – bei Hausgeburten

sind für die letzte Phase der

Geburt immer zwei Fachfrauen

anwesend. Zwei bis vier «Praxisgeburten»

können Frösch und Remund

in Oberwangen pro Monat

Fotos: zvg

betreuen. Das Angebot sei seit August

gut angelaufen.

Angstfreie Entscheidung

Die Bümplizerin ist mit ganzem

Herzen Hebamme. «Selten spürt

man das Leben so nah, wie wenn

man bei einer Schwangerschaft

und Geburt dabei ist», beschreibt

sie ihre Faszination für den Beruf.

Sie erlebe jedes Mal eine

Transformation ihrer Klientinnen:

Von der Frau zur Mutter.

«Was die Frauen können, und

wenn ein Kindlein zur Welt

kommt – es ist jedes Mal wieder

ein Wunder und einfach magisch.»

Umso wichtiger ist ihr, dass die

Frauen sich angstfrei für den Geburtsort

entscheiden. Rahel

Frösch betont: «Wo das Kind zur

Welt kommt, ist nicht so wichtig.

Hauptsache, es stimmt für die

Frauen und Paare.» In Berns Westen

ist vieles möglich: Universitätsspital,

Geburtshaus in Ostermundigen,

Hausgeburt – und seit

August die «Stöckligeburt».

Salome Guida


8 Region

29.November 2022

LEHRPERSONEN GESUCHT – AUCH IM TSCHARNERGUT

«Wir machen das Beste

aus der Situation»

Co-Schulleitung an der Schule Tscharnergut: Lukas Wiedmer und Maria Aebi.

REGION – Der Mangel an qualifizierten

Lehrpersonen trifft den

Kanton Bern in besonderem

Mass. Auch die Schule Tscharnergut

spürt seine Folgen. Dabei

sind Ausbildung sowie Beruf moderner

und flexibler geworden

und haben an Attraktivität gewonnen.

«Niveauverlust an Schulen befürchtet»,

«Lehrermangel gefährdet

das Bildungssystem», «Lage in

Bern ist angespannt», «Not an den

Schulen ist gross». Die Schlagzeilen

zu Beginn des Schuljahres

zeichneten ein düsteres Bild. Bis

Mitte August waren immer noch

rund 40 Stellen unbesetzt. Beinahe

das dringendere Problem ist

aber: Eine grosse Zahl der Unterrichtenden

verfügt über kein

Lehrerdiplom und damit nicht

über das didaktische oder gar

fachliche Wissen, das für eine

gute Vermittlung des Lernstoffs

nötig ist. Es sind zum Beispiel Studierende

der Pädagogischen

Hochschule, die bereits vor Klassen

treten, obwohl sie noch mitten

im Studium sind. In manchen

Fällen mussten Stellen gar mit

gänzlich unqualifizierten Personen

besetzt werden.

Schlechte und gute Nachricht

Am 10. August informierte Christine

Häsler, Bildungs- und Kulturdirektorin

des Kantons Bern,

über die Lage zu Beginn des neuen

Schuljahres. Dieses Jahr besuchen

2500 Kinder mehr die Schule

als letztes Jahr. Die Schülerzahlen

nähmen zu, während die geburtenstarken

End-50-er Lehrerjahrgänge

in Pension gingen. Sie

stellte fest: «Nur dank sehr grosser

Anstrengung konnten nun

die allermeisten offenen Stellen

auf den Schulstart hin besetzt

werden.» Dies sei vor allem dem

überdurchschnittlichen Einsatz

der Schulleitungen und Lehrpersonen

zu verdanken: Kurz- bis

mittelfristig gelte: «Die Situation

wird angespannt bleiben.»

Nun kommt die gute Nachricht:

Schon letztes Jahr verzeichnete

die PHBern ein «Boomjahr», diesen

Sommer bewegten sich die

Anmeldezahlen ebenfalls auf einem

hohen Niveau. Ein Teil davon

ist auf Corona zurückzuführen:

Machte man früher ein Zwischenjahr,

nimmt man aktuell die

Ausbildung vermehrt direkt in

Angriff. Mögen diese angehenden

Lehrerinnen und Lehrer ihre in

grosser Zahl in Pension gehenden

Kolleginnen und Kollegen zu ersetzen?

«Kaffeesatz lesen kann

ich nicht», sagt Michael Gerber,

Mediensprecher der PHBern.

Faktoren wie die Pensionierungswelle

oder die deutlich gestiegenen

Schülerzahlen seien nicht

beeinflussbar. Aber Gerber und

seine Kolleginnen und Kollegen

der «Lehrerschmiede» setzen alles

daran, dem Lehrpersonenmangel

entgegenzuhalten. Denn

Lehrerin oder Lehrer ist eigentlich

ein vielseitiger Beruf mit Zukunft

– Kinder wird es immer geben.

Um den Interessierten den

Einstieg ins Schulwesen zu erleichtern,

setzt die PHBern auf

enge Begleitung sowie flexible

Lösungen. Das Studium kann sowohl

ab gymnasialer Matur oder

mit einer Fachmaturität Pädagogik

wie auch als Quereinsteiger in

Angriff genommen werden. Wer

eine Berufsausbildung mit oder

ohne Berufsmatur absolviert hat,

wird nach bestandener Ergänzungsprüfung

zum Studium zugelassen.

Ab August 2023 gibt es

dank eines kürzlichen Entscheids

des Grossen Rats sogar die Möglichkeit,

mit einer Berufsmaturität,

aber ohne Ergänzungsprüfung

an der PHBern zu studieren.

Ein «Lehrdiplom light» quasi, das

allerdings nicht zum Bachelorabschluss

führt und nur im Kanton

Bern gültig sein wird. Rund 1000

aktuell an der PHBern Studierende

haben eine Teilzeitanstellung

an einer Schule – auch dank ihnen

ist der Lehrpersonenmangel

nicht noch grösser.


29.November 2022 Region 9

Lehrerin aus Überzeugung: Antonia Bühlmann.

Beispiel Tscharnergut

«Bis vor sieben Jahren hatten wir

auf jede ausgeschriebene Stelle

sicher fünf bis sieben gute Bewerbungen

von fundiert ausgebildeten

und erfahrenen Personen»,

erinnert sich Lukas Wiedmer

Etienne. «Heute sind wir meilenweit

davon entfernt.» Der Co-

Schulleiter des Standorts

Tscharnergut im Schulkreis Bethlehem

erläutert, dass auf die frei

gewordenen Stellen auf vergangenen

Sommer hin zum Teil keine

einzige Bewerbung eingegangen

war. Und wenn doch, dann meist

von Interessenten ohne Lehrdiplom.

Etwa von Personen mit sozialpädagogischem

Hintergrund

oder von Quereinsteigern ohne

pädagogische Ausbildung. Habe

man früher die Vorstellungsgespräche

fürs neue Schuljahr fix

im Jahresplan eingetragen, müsse

man heute bei einer guten Bewerbung

sofort reagieren. «Sonst ist

die Person weg.» Mangel an qualifizierten

Lehrpersonen, Einarbeiten

von Quereinsteigern oder

Studierenden, Probleme mit dem

Stadtberner IT-Projekt «Base 4

Kids» und die Pandemiezeit mit

dem Fernunterricht: «In den letzten

drei bis vier Jahren gab es einiges,

was für uns als Schule sehr

intensiv war.»

17 Regelklassen, zwei fixe Intensivkurse

für Deutsch plus aktuell

ein zusätzlicher für die Geflüchteten

aus der Ukraine gehören zur

Schule Tscharnergut. Dazu kommen

sechs heilpädagogische Klassen.

Rund 73 Lehrpersonen unterrichten,

fördern und betreuen

die ihnen anvertrauten Kinder

und Jugendlichen. Klassenhilfen,

Zivildienstleistende, Praktikantinnen

und Praktikanten unterstützen

sie dabei. «Bei uns ist das

Lehrpersonal relativ konstant»,

zeigt sich Wiedmer dankbar. Alle

Schlüsselstellen hätten mit Leuten

mit einer Lehrerausbildung

besetzt werden können. Schwieriger

sei es bei den Teilpensen

und den IF-Lehrkräften (Integrative

Förderung). Insbesondere die

erfahrenen Lehrpersonen, die in

Pension gingen, seien kaum adäquat

zu ersetzen. «Wir schauen

umso mehr auf die ‹Soft Skills›

der Leute, denn wenn eine Person

zur Schule und ins Team

passt, ist schon viel getan», sagt

er. Schwierige Situationen erlebt

der Schulleiter immer wieder,

etwa wenn eine Pfarrerin trotz

langjähriger Unterrichtserfahrung

vom Kanton beim Lohn tief

eingestuft wird und darum nicht

an der Schule bleibt. Doch es gäbe

auch schönes. Einer der «Zivis»

konnte dazu motiviert werden,

Lehrer zu werden. «Er ist nun im

Studium und unterrichtet Teilzeit

bei uns.» Wie kann trotz schwierigen

Bedingungen der Schulbetrieb

so gut aufrecht erhalten

werden? «Das liegt am grossen

Einsatz aller Mitarbeitenden unserer

Schule.» Wiedmer betont:

«Wir versuchen immer, das Beste

aus der Situation zu machen.»

«Es ist ein Privileg»

«Wir haben eine fantastische

Schulleitung und ein tolles Kollegium»,

attestiert Antonia Bühlmann

ihren Vorgesetzten und

Kollegen. Initiativen aus der Lehrerschaft

werde viel Raum gegeben,

man dürfe kreativ sein und

werde unterstützt. Seit zehn Jahren

unterrichtet die 38-Jährige

hier, sie ist Klassenlehrperson einer

5.-/6.-Klasse. «Es ist ein besonderes

Alter, die Kinder machen

einen grossen Entwicklungssprung.

Es ist ein Privileg, sie

während dieser Zeit begleiten

und sich nach jeweils zwei Jahren

gemeinsam an ihren Fortschritten

freuen zu können», erläutert

sie ihre Leidenschaft für die Schule.

Zudem sei das Lehrersein eine

sinnvolle Sache. Man investiere

seine Zeit in die nächste Generation.

Ihre überzeugte Freude am

Beruf gibt Hoffnung für die Zukunft

unserer Schulen.

Salome Guida


29.November 2022 Region 11

EINE MOTION IM GROSSEN RAT DES KANTONS BERN WILL FERNWÄRME FÖRDERN

Gas geben

gegen Gas

Wenn Vertreterinnen und Vertreter

der Grünen, der SVP, der SP,

der GLP und der EVP gemeinsam

einen Vorstoss lancieren, dann

lässt dies aufhorchen. Die Fernwärme

soll noch stärker gefördert,

Gas hingegen ersetzt werden;

das findet im Parlament

breiten Anklang.

Der Angriffskrieg von Russland

auf die Ukarine zeigt, dass die

Energiewende klimapolitisch und

sicherheitspolitisch wichtig wird.

Fernwärme ist einer der wichtigen

Bausteine für die Dekarbonisierung

der Wärme. Insbesondere

für dichter bebaute Gebiete.

Orte wie Köniz sind daran, den

Ausbau zu planen.

Die Motion im Grossen Rat des

Kantons Bern greift die Situation

nun auf und fordert fünf Massnahmen

zur raschen Senkung des

Gasverbrauchs. «Der Kanton

Ein Parlamenarischer Vorsotss der sämtliche Parteigrenzen sprengt.

Foto: SJ

tät festgelegt ist. Den Bewohnenden

wird quasi geraten, eine Gasheizung

zu bauen. Da Gas immer

benötigt werde, will der Vorstoss

zusätzlich erneuerbares Gas fördern.

Den Ersatz von Gasheizungen

will die Motion genauso fördern

wie jener von Ölheizungen.

Das Ziel ist und bleibt aber die Dekarbonisierung

der Wärme, weshalb

die für dringlich erklärte

Motion den Titel trägt: «Masterplan

Fernwärme». Sie beinhaltet

nicht nur Holz als Wärmeerzeugnis

sondern auch weitere Ressourcen

wie Seewasser oder Solarthermie

sowie Photovoltaikanlagen,

bei denen der überschüssige

Strom als Wärme umgewandelt

und gespeichert werden kann.

Der Regierungsrat wird nun mit

der Umsetzung beauftragt. Von

rechts bis links will man deshalb

auch im Kanton Bern Gas geben

gegen Gas.

Sacha Jacqueroud

GROSSER RAT DES KANTONS BERN WILL FIRMEN IN DER ENERGIEKRISE HELFEN

Explodierende Energiepreise

entkräften

Casimir von Arx (GLP), Jan Remund

(Grüne) und drei weitere

Parlamentarierinnen und Parlamentarier

wollen Grossverbrauchern

helfen, die von den steigenden

Strompreisen besonders

betroffen sind.

Die Energiemangellage sorgt für

steigende Energiepreise. Muss

eine Firma ihren Stromliefervertrag

erneuern, verdoppeln und

verdreifachen sich die Kosten

mittlerweile. Solche Preissteigerungen

werden für Unternehmen

mit hohem Verbrauch schnell bedrohlich.

Damit steigt auch die

Gefahr von Schliessungen oder

Insolvenzen. Dem will nun eine

Motion entgegenwirken. Sie fordert,

dass der Kanton Bern ein

zinsloses Darlehen geben soll, um

die Zeit zu überbrücken, bis sich

die Preise wieder einpendeln. Damit

wollen die Motionäre Schlie-

Bern muss einen Paradigmenwechsel

vollziehen», betont

Grossrat Jan Remund (Grüne). Er

stützt sich dabei auf das Problem,

dass in den Energierichtplänen

vieler Gemeinden die Gaspriorissungen

verhindern. Eine Mehrheit

des Grossen Rats unterstützte

dieses Begehren, womit der Regierungsrat

nun beauftragt wird,

die Darlehensform auszuarbeiten.

Er dürfte die BKW mit in die

Verantwortung nehmen. Als

Mehrheitsaktionär beim Stromkonzern

dürfte der Kanton zusätzlich

motiviert sein, zu helfen.

Es würde sonst ein fahles Licht

auf ihn werfen, wenn er sich über

die Dividende an der Situation bereichert,

die Firmen aber damit

gefährdet.

Einsatz fürs Gewerbe:

Casimir von Arx (GLP).

Foto: zvg

Sacha Jacqueroud


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12 Bümpliz

29.November 2022

BILDUNGS- UND BEGEGNUNGSREISE DER KIRCHGEMEINDE BÜMPLIZ

Bümpliz trifft Ghana – auf den

Spuren der Basler Mission

Vom 5. bis 19. August 2023 organisiert

die Reformierte Kirchgemeinde

Bümpliz eine spannende

Reise, bei der sie das Basler

Missions-Erbe sowie eine lebendige

Kirche vermittelte.

«Akwaaba» – willkommen in

Ghana, in einer traumhaft schönen

Landschaft. Pfarrerin Susanne

Berger und Pfarrer Hans

Roder erzählen von der damaligen

Arbeit.

Susanne Berger und Hans Roder organisieren die Reise. Fotos: Peter Widmer/zvg

Warum reisen Sie gerade nach

Ghana? Die Mission 21 ist ja

weltweit in 20 Ländern tätig.

Susanne Berger: Ghana war eines

der ersten Missionsgebiete

vor 200 Jahren. Die Mission 21

wollte 2015 zum Jubiläum selbst

die Reise nach Ghana organisieren,

musste sie dann wegen einer

Epidemie absagen. Ghana ist

eines der wenigen Länder Afrikas,

das als stabil gilt. Es eignet

sich daher als Reiseland.

Hans Roder: Ja, die demokratischen

Strukturen funktionieren

recht gut. Wirtschaftlich besteht

ein Unterschied zwischen dem

Norden und dem Süden. Auf der

Reise besuchen wir den wirtschaftlich

fortschrittlicheren Süden.

Nun sind in der breiteren Öffentlichkeit

die Missionen etwas

negativ konnotiert. Worauf

ist das zurückzuführen?

Hans Roder: Gewiss, es gab verschiedene

Formen von Missionen.

Die Missionare kamen zusammen

mit den spanischen und

portugiesischen Eroberern nach

Südamerika, Schwert und Bekehrung

waren eng miteinander

ZUR PERSON

Hans Roder wurde am 7. August

1962 geboren und wuchs in Thun

auf. An der Uni Bern studierte er

auf dem zweiten Bildungsweg

Theologie. Bevor er 1994 die

Pfarrstelle in der Reformierten

Kirchgemeinde Bethlehem antrat,

verbrachte er mit seiner Frau im

Auftrag des Roten Kreuzes rund

ein Jahr in Ghana als Entwicklungshelfer.

Hans Roder ist

verheiratet, hat zwei Kinder und

wohnt in Bethlehem.

Susanne Berger wurde am 30.

Juni 1958 geboren und wuchs in

Bern auf. Nach der Wirtschaftsmatura

bildete sie sich weiter zur

Werbeassistentin und PR-Beraterin.

Von 2004 bis 2010 absolvierte

sie das Studium der Theologie,

2011/12 das Vikariat. Danach

arbeitete sie als Pfarrerin in

Zimmerwald, seit dem 1.

September 2021 ist sie Pfarrerin

in der Reformierten Kirchgemeinde

Bümpliz. Suanne Berger ist

verheiratet, hat zwei Söhne und

wohnt in Bern.

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29.November 2022 Bümpliz 13

verknüpft. Es war die Zeit vor

der Reformation. Der römischdeutsche

Kaiser proklamierte

den Anspruch «ein Reich, ein

Kaiser, ein Gott, eine Religion».

Es ging um Macht und Herrschaft.

Aber es gab immer Priester,

die Widerstand leisteten und

die Gewaltherrschaft als nichtchristlich

ablehnten. Die Basler

Mission kam erst viel später, um

1828, nach Ghana, um dort die

Frohe Botschaft zu verkünden.

Es ist sicher richtig, dass wir die

Missionsarbeit kritisch betrachten

müssen. An der Vollversammlung

des Ökumenischen

Rats der Kirchen in Karlsruhe im

September traf ich einen der Leiter

der Presbyterianischen Kirche

von Ghana, der sich sehr lobend

über die Arbeit der Basler

Mission äusserte. Dort wurde

sehr viel aufgebaut, was bis heute

Bestand hat. Die Mission schuf

die Grundlagen des modernen

Ghana, sowohl wirtschaftlich, in

der Bildung als auch im Gesund-

heitswesen.

Susanne Berger: Es geht bei dieser

Reise um eine aktive Auseinandersetzung

mit der Missionsarbeit.

Es herrscht vielerorts

auch die Meinung, die Mission

habe der Bevölkerung ihr Kulturgut

abgewertet und unseres

überstülpt. Das ist teilweise wohl

auch so geschehen. Aber man

darf nicht vergessen, dass daraus

ein funktionierendes Sozialwesen

entstanden ist.

Hans Roder: Die Missionare kamen

vor 200 Jahren ins Land mit

der Haltung, dass vor Gott alle

Menschen gleich seien. Aber sie

betrachteten die afrikanische

Kultur als minderwertig und unsere

als überlegen. Interessant

ist aber, dass sie genau gegenteilig

handelten! Es war ihnen bewusst,

dass sie das Evangelium

nur verkünden konnten, wenn

sie die einheimischen Sprachen

verstehen und sprechen konnten.

Die Missionare lernten die

lokalen Dialekte von Grund auf,

sammelten Sprichwörter. Sprache

ist immer auch Kultur. Sie

sorgt dafür, dass die Kulturen

überhaupt erhalten blieben. Die

Kolonialherren waren die Engländer,

die nur Englisch duldeten.

Die Schweizer Missionare

waren aber nicht von den Kolonialherren

abhängig und setzten

sich dafür ein, dass in den Schulen

in den lokalen Dialekten unterrichtet

werden durfte. Das

Ziel der Mission war immer, eine

eigenständige Struktur aufzubauen,

welche die Bevölkerung

auch wirtschaftlich unabhängig

machen sollte, also Hilfe zur

Selbsthilfe.

Warum haben Sie für die Ghana-

Reise einen deutschen Reiseveranstalter

gewählt?

Susanne Berger: Ich machte mit

diesem Reiseveranstalter auf früheren

Bildungsreisen gute Erfahrungen

mit sehr kompetenten

Reiseleitungen. Der Veranstalter

«Tour mit Schanz» hat sich auf

Reisen mit kirchlichem Bezug

spezialisiert. Es ist nicht eine

rein touristische Reise, sondern

wir nehmen damit einen Erwachsenenbildungs-Auftrag

wahr.

Peter Widmer

ZUR PERSON

• 15 Tage ab Zürich vom 5. bis 19.

August 2023 (Foto ghanesisches

Mädchen)

• Basis Vollpension

• Klimatisierter Reisebus

• Lizenzierte, deutschsprachige

Reiseleitung

• Reiseveranstalter: Tour mit

Schanz, D – Wildberg, tour-mitschanz.de

• Preis: CHF 3’695.–, Basis

Doppelzimmer

• Programm/Auskünfte: Pfrn.

Susanne Berger, Reformierte

Kirchgemeinde Bümpliz,

susanne.berger@refbern.ch,

076 375 32 14

Auf der Bildungsreise sollen die Teilnehmenden Land und Leute

kennenlernen.

Jetzt informieren oder bewerben.

jobs.spitex-bern.ch

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Spengler-Cup Davos

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Nightwish 16.12.22

The Kelly Family 17.12.22

André Rieu 21.01.23

Art on Ice 05.02.23

Michael Patrick Kelly 10.02.23

Michael Bublé 19.02.23

Céline Dion 08.03., 09.03.23

Eros Ramazzotti 10.03.23

Roland Kaiser 17.03.23

Roger Waters 25.04.23

Joe Bonamassa 01.05.23

Krokus 06.05.23

Herbert Grönemeyer 31.05.23

Scorpions 02.06.23

Bruce Springsteen 13.06.23

Rammstein 17.06., 18.06.23

Iron Maiden 19.06.23

Coldplay 01.07., 02.07.23

Elton John 01.07., 02.07.23

Helene Fischer 19.09., 20.09., 22.09., 23.09., 24.09.23

Andreas Gabalier 21.10.23

Andrea Bocelli 20.11.23

Gotthard 02.12.23

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29.November 2022 Quartier 15

IN DER ADVENTSZEIT ERSTRAHLT DIE BÜMPLIZER FUSSGÄNGERZONE

Die Weihnachtsmänner

waren am Werk

Am 24. November fuhr auch dieses

Jahr der Kranwagen in der

Fussgängerzone auf. Die drei

«Weihnachtsmänner» Luigi Brenca,

Ueli Jaisli und Patrizio Panicali

installierten rund 900 Lämpchen

in der Bümplizer

Fussgängerzone.

Bereits zum dritten Mal in Folge

erstrahlt die Fussgängerzone seit

dem ersten Adventssonntag in

weihnächtlichem Glanz. Verantwortlich

für die beliebte Beleuchtung

sind wiederum die beiden

Initianten, SVP-Stadtrat Ueli Jaisli

und Fahrzeugelektroniker Luigi

Brenca. Auf den ersten Blick präsentiert

sich die Einkaufspassage

im Ortszentrum wie letztes Jahr:

900 Lämpchen hangeln sich von

Baum zu Baum und bilden eine

kompakte Lichterkette und beim

Restaurant Sternen leuchtet erneut

ein grosser Weihnachtsstern.

«Der Teufel liegt bekanntlich im

Detail», sagt Chef-Weihnachts-

Elektriker Luigi Brenca. «Auf Geheiss

des EWB mussten wir dieses

Jahr alle Abzweigdosen wasserdicht

machen, was für die Passanten

nicht ersichtlich ist, aber für

uns mit Mehrarbeit und -kosten

verbunden war. Aber Sicherheit

geht vor», schmunzelt Brenca

und Jaisli nickt zustimmend.

Auf Spenden angewiesen

Jaisli und Brenca leisten finanziellen

Vorschuss, bis Spendengelder

und der von der Stadt Bern

gesprochene Zustupf eintreffen.

So entstehen Kosten für das Kranfahrzeug

für den Auf- und Abbau,

für die Spezialbänder zwecks

schonender Befestigung an den

Bäumen, für die Ersatzlämpchen,

die Lagermiete, die Umrüstung zu

wasserdichten Abzweigdosen.

«Freundlicherweise stellt uns dieses

Jahr die Dosenbach-Filiale

kostenlos den Stromanschluss

zur Verfügung», freut sich Brenca.

Neu sei in diesem Jahr auch,

dass die Weihnachtslämpchen

nicht mehrf über die Strassenbeleuchtung

geschaltet seien, sondern

über den Dämmerungsschalter,

ergänzt Brenca. Die drohende

Stromknappheit macht

auch vor den Überlegungen der

Die Fussgängerzone in Bümpliz ist wieder festlich beleuchtet.

Die Weihnachts-Elektriker Ueli Jaisli (li.) und Luigi Brenca. Fotos: Peter Widmer

Weihnachtsbeleuchter nicht Halt:

So werden die Lämpchen während

der diesjährigen Adventszeit

voraussichtlich um Mitternacht

ausgeschaltet. «Das macht

Sinn, so können sich die Leute

beim nächtlichen Gang nach Hause

nochmals erfreuen», ist Brenca

überzeugt. Die rund 900 Lämpchen

sind allesamt mit der energiesparenden

und langlebigen

LED-Technologie ausgestattet.

Ueli Jaisli rechnet vor: «Bei einem

Verbrauch von 1770 Watt pro Woche

ergibt das für den sechswöchigen

Aushang rund 11’ 000

Watt, was uns Kosten von bloss

rund 50 Franken verursacht.»

Für die Installation der Lämpchen

haben die beiden wieder

das Spezialfahrzeug mit dem beweglichen

Kran gemietet und der

Aufbau wurde vom bewährten

Trio Jaisli, Brenca und Panicali realisiert,

was einen ganzen Vormittag

in Anspruch nahm. Wie schon

die Jahre zuvor, sass jeder Handgriff.

«Vorher wurde alles auf seine

Funktionalität hin geprüft.

JEDER FRANKEN ZÄHLT

Damit die Kosten gedeckt werden können,

sind ist man auch dieses Jahr auf

Gönnerbeiträge angewiesen. Hier die

IBAN-Bankdaten der UBS:

CH65 0023 5235 2761 7040 U,

Weihnachtsbeleuchtung Bümpliz,

Bottigenstrasse 85, 3018 Bern.

Die Weihnachtsbeleuchter danken

herzlich für Ihren Beitrag:

Luigi Brenca, Ueli Jaisli, Patrizio Panicali

Man kann nicht einfach nach einem

Jahr das Material ungeprüft

aus dem Keller holen und aufhängen»,

räumt Brenca ein. Die Beleuchtung

in der Fussgängerzone

wird auch noch einige Tage im

Januar 2023 nachweihnächtliche

Stimmung verbreiten, aber am

12. Januar ist Schluss und die

Lichter gehen aus, die Lämpchen

werden wieder ein Jahr im Lager

schlummern – ohne Leuchtkraft.

Peter Widmer


16 Quartier

29.November 2022

NACH ZWEI JAHREN PAUSE

Weihnachtspost aus

Bethlehem

In der Weihnachtsfiliale Bethlehem im Café Tscharni nehmen die Post-Mitarbeitenden die Briefe entgegen.

Fotos: mdr/zvg

Es ist wieder soweit: die Weihnachtsfiliale

in Bethlehem öffnet

ihre Tore. Dort stempeln

Postangestellte die Weihnachtspost

auf ganz besondere Art.

Von weit her kommen in der Adventszeit

Kunden und Kundinnen

der Post nach Bethlehem,

um hier ihre Weihnachtsbriefe

frankiert und geschmückt mit

dem neuen Sonderstempel abzuschicken.

Nach zwei Jahren Pause

mutiert das Quartierzentrum

im Tscharnergut zum Mittelpunkt

des Geschehens. Bethlehem

ist von besonderer Bedeutung,

weil die Stadt der Überlieferung

nach der Geburtsort des

Christkindes ist, das am 25. Dezember

geboren wurde. Seit

1997 richtete die Schweizerische

Post hier jeweils eine Sonderfiliale

ein, um die Weihnachtsbriefe

mit dem Stempel von Bethlehem

zu versehen. Die Tradition geht

ins Jahr 1957 zurück. Neu ist die

Post mit einem Verkaufsstand im

Tscharni präsent und nimmt

Weihnachtsbriefe entgegen, die

sie danach in Lyss abstempeln

lässt.

Wer kommt denn da?

Das wollten wir von der Mediensprecherin

Jacqueline Bühlmann

von der Post wissen. «Wir erwarten

nicht nur Briefmarkenliebhaber.

Es kommen Kundinnen

und Kunden aus allen Alterskategorien

hierher, zum Teil Stammkunden,

die seit vielen Jahren

aus Deutschland oder Österreich

anreisen, um ihre Weihnachtsgrüsse

mit dem Bethlehem-Stempel

abstempeln zu lassen. Für

viele Leute gehört dies zu einem

langjährigen Ritual. Die Post ermöglicht

allen, ihre Weihnachtsbriefe

mit dem Bethlehem-Stempel

abstempeln zu lassen, ohne

dass sie selber vor Ort

reisen müssen. Schicken

Sie die frankierte

Weihnachtspost direkt

an folgende Adresse:

Post CH Netz AG, Stempeldienst

«Bethlehem»,

Werkstrasse 41, 3250

Lyss. Einsendeschluss

für Weihnachtssendungen

ist der 14. Dezember

2022. So erhält die

Post die schöne Weihnachtstradition

aufrecht. Somit kann die

Kundschaft ihrer Weihnachtspost

auch dieses Jahr einen zusätzlichen

Wert verleihen. Und

auch die Empfänger werden sich

über diese etwas andere Post sicher

freuen.

Marc de Roche

WEIHNACHTSFILIALE

BETHLEHEM

Öffnungszeiten:

Donnerstag, 8. Dezember und

Freitag, 9. Dezember

jeweils 9 bis12 Uhr und 13 bis 17 Uhr

Im Tscharni, Café und Quartierzentrum

Waldmannstrasse 17, 3027 Bern


29.November 2022 Quartier 17

Valéria Strässle stempelt seit Jahren jeden Brief

mit einer Frankaturmaschine von Hand.

So sieht der gestempelte Sonderumschlag Bethlehem 2022 im Format

C6 aus. Es gibt ihn frankiert mit der Sondermarke und unfrankiert.

Im winterlichen Wald herrscht Betrieb: Die kleine Maus macht sich auf den Weg, um ihre Weihnachtspost unversehrt ans Ziel zu bringen, die stolzen Geweihträger

haben sich in der warm leuchtenden Lichterkette verfangen und der Hase flitzt mit seinem ergatterten Weihnachtsbaum auf dem Schlitten durch den Schnee. Die

fröhlichen Weihnachtsmarken stammen von Sarah von Rickenbach, die bis im Sommer 2018 visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste studierte. Sie

kennt das Tscharni. Die Motive sind im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbs entstanden und die Mitarbeitenden der Post hatten die Möglichkeit, über ihre

Lieblingsmotive abzustimmen.


Die Zeitungsmacher

empfehlen sich.

Auch für Ihr

individuelles Projekt.

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29.November 2022 Quartier 19

Dieser Stand der Volkshochschule Bern steht am Mittwoch, 30. November, in der

Schalterhalle der Post Bümpliz. Hier gibt es Infos, Flyer und Beratung. I Foto: zvg

LESEN, SCHREIBEN, RECHNEN UND COMPUTER

So kommen Erwachsene

besser durch den Alltag

800’000 Menschen haben in der

Schweiz Mühe, Texte zu verstehen

oder zu schreiben. Das bedeutet:

unter den 35’000

Bewohner:innen im Westen von

Bern gibt es mehr als 3000 Leute,

die davon betroffen sind. Ans sie

richtet sich die Aktion «Einfach

besser».

Schreibt man mehr oder Meer?

War oder wahr? Dass oder das?

Wo setzt man einen Punkt, wo ein

Komma? Wie schreibt man verständliche

Sätze? Wieso verstehe

ich nicht, was ich lese? Wie kann

ich lernen, schneller zu lesen?

Überzeugende Kursinhalte

«Antworten geben die neuen

Kurse für deutschsprachige Erwachsene»,

erklärt uns Elisabeth

Zellweger, Leiterin Grundkompetenzen

in der Volkshochschule

Bern. «Besser durch den

Alltag im Beruf, der Familie

und den Behörden zu kommen,

ist das erklärte Kursziel, wobei

Kursinhalte und Lerntempo individuell

angepasst werden.

Die Kursleitenden pflegen eine

vertrauensvolle Lernatmosphäre.

Da gibt es keine Tests

und Diktate.» Lesen und Schreiben

sind Teile der Grundkompetenz.

Ebenso wichtig ist

auch das Rechnen. Wie viel Deziliter

sind ein Liter? Wie rechne

ich 30 Prozent aus? Wie mische

ich Putzmittel richtig?

Solche Rechenaufgaben des Alltags

sind kein Hexenwerk.

Kopfrechnen kann man auch

im Alter wieder aktivieren.

Die digitale Welt

Ohne Anfängerkenntnisse im

Umgang von Word und Internet

hat man rasch Hemmungen

am Computer, Tablet oder

Smartphone. Wie schreibe und

formatiere ich einen Text am

Computer? Wie finde ich Informationen

im Internet? Wie fülle

ich ein Formular aus? Wie

sichere ich meine Daten?

Die Antworten vermittelt der

Kurs gut strukturiert in achtmal

zwei Stunden pro Woche.

Wer genauer wissen möchte,

wie ein Kurs abläuft, ist eingeladen,

einen Gratis-Schnupperkurs

zu besuchen, Nähere Infos

finden sich unter «www.besser-jetzt.ch».

Marc de Roche


20 Quartier

29.November 2022

ES HÄMPFELI BÄRNDÜTSCH

«So alt wie hütt bin i

no nie gsi»

Der Bärndütsch-Aabe, der vor

einem Jahr noch im Quartiertreff

Baracke im Kleefeld

durchgeführt wurde, ist immer

eine spannende Wundertüte.

Sämi Kobel sucht sich oft weniger

bekannte Mundart-Geschichten

oder -Gedichte, von

denen sie annimmt, dass sie

das Publikum erheitern oder

zum Nachdenken anregen.

Das war auch dieses Jahr so. Es

begann mit einer längeren Erzählung

von Achim Parterre, in

der sich der Mundart-Poet freut,

dass seine Grossmutter alte

berndeutsche Redewendungen

weiterpflegt. «Ds Radio abdräie»,

also abdrehen, auch wenn

man heute auf einen Knopf

drückt. Oder «ds Liecht lösche»,

obschon es da nichts mehr zu

löschen gibt.

Sämi Kobel in ihrem Element. Sie meistert die Tücken beim Vorlesen der

berndeutschen Texte. Rechts: Olga Albisetti am Örgeli. Fotos: Marc de Roche

DER BÄNZ U DER BÄRI

von Carl Albert Loosli

Der Bänz, dä het zu Bäbin weue,

U Bäbi hätt nen ycheglaa,

Du tuet ne du der Bäri schneue,

U Bänz lat ds Leiterli la stah.

Der Bänz isch nachhär nümme ggange,

U Bäbi Chrischten ubercho,

U dä het nid lang müesse plange,

Su het’s ne du i d Finger gno.

Der Bänz, dä isch du lidig bblibe,

Het gseit: «I warte no ne Rung,

Der Hung het mer der Gluscht vertribe,

Der Bäri isch e brave Hung!»

Der Bänz isch hütt no nüüt ulydig,

Der Chrischten isch e gschlagne Maa

Un isch vom Donner nache chybig,

Dass ihm der Bäri nüüt het ta.

Gleich viermal gab es ganz fröhliche

Kost von Pedro Lenz, darunter

der Schwank aus dem

Hundeleben «Won i e Afghan bi

gsi». Auch Walter Däpp und sein

Bruder Heinz waren viermal

im Programm, mit bekannten,

gut beobachteten Momentaufnahmen.

Kurze Augenblicke jedenfalls,

deren Stärke darin

liegt, etwas zu beinhalten, was

man schon zu kennen glaubt.

Ein Beispiel von Walter Däpp:

Betrachtungen zum Edelweiss.

Er ist beeindruckt von der Wertschätzung

dieser wohl bekanntesten

und symbolträchtigsten

Alpenblume. Das Edelweiss ist

in der Schweizer Armee das

Rangabzeichen von Generälen.

Es ziert das Logo von Schweiz

Tourismus und ist auch auf der

grössten Münze, auf dem Fünfliber,

abgebildet. Aber für den

Autor hat die Pflanze ihre Aura

verloren, seit sie für 6,90 Franken

im Gartencenter erhältlich

ist. Buchtipp zu Weihnachten:

Walter Däpp, «So alt wie hütt

bin i no nie gsi».

Auch Einheimisches?

Klar, dass Sämi Kobel die Werke

vom unbequemen Philosophen

von Bümpliz, Carl Albert Loosli,

hervorholte, der von 1904 bis zu

seinem Tod 1959 hier lebte und

wirkte. Ihn dürfen wir nicht

Mundart-Poetin und Texterin Stefanie

Christ liest aus ihrem neuesten Werk

«Wüeschti Hüng». Das Publikum

klatscht begeistert.

vergessen. Da war noch das besinnliche

Gedicht von Marianne

Chopard, «Es herbschtelet

haut». Die Autorin aus Hinterkappelen

schreibt: «Die Natur,

meine Umgebung und Beobachtungen

an Menschen, sind mir

Inspirationsquellen zur Niederschrift

meiner gereimten Gedanken.

Es geschieht oft, dass

sich bei den Hausarbeiten, auf

einem Spaziergang oder beim

Einkaufen Wörter, welche mir

im Kopf herumpurzeln, plötzlich

zu einem Gedicht zusammenfügen

lassen.» Zwei Mundartautorinnen

lasen eigene

Werke. Erst Julia Degelo aus

Hinterkappelen. Sie wohnt und

Julia Degelo, die scharfsinnige

Textschreiberin, gibt Gas.

Da spitzt sogar der Hund unter dem

Tisch die Ohren.

arbeitet jetzt in Zürich. Ihre bitterböse

apokalyptische Vision

eines helvetischen Polizeistaates

war eindringlich und schwer

verdauliches Berndeutsch.

Dann kam die Kultur-Journalistin

Stefanie Christ, die aus ihrer

ersten grossen Mundart-Publikation

las. «Wüeschti Hüng» ist

eine Sammlung von Mundartgeschichten,

die nicht selten in

skurrilen, abgründigen, magischen

und stets überraschenden

Auflösungen münden. Geissen

mit der falschen Farbe, malende

Metzger, gestrandete Wale,

sprechende Münsterfiguren,

fliegende Teppiche, sinnfreies

Warten vor Berns beliebtester

Das ist nicht nur für alte Leute: Die

Texte von Walter Däpp enthalten viel

Lebensfreude, von unbekümmert bis

tiefsinnig.

Gelateria und ein Streit in der

Waschküche, der ausartet. Dieses

Buch ist mein zweiter Weihnachtstipp

für 29 Franken.

Fröhliche musikalische Akzente

unterbrachen die Lesungen.

Olga Albisetti, Flavia Eichenberger

und Michèle Rüegg spielten

Melodien mit Örgeli und Geige.

Caroline Prato von der reformierten

Kirchgemeinde

Bümpliz führte geschickt durch

den ganzen Anlass und versprach,

dass dieser Anlass auch

im nächsten Winter stattfinden

soll, vielleicht aber erst im Januar.

Die BümplizWoche wird dabei

sein.

Marc de Roche


29.November 2022 Quartier 21

GEMEINSAM FEIERN

Bümpliz wird zum

Adventskalender

Der Dezember naht, es ist Adventszeit.

Zu jedem Tag im Adventskalender,

gibt es einen Ort

mit einem weihnächtlich geschmückten

Fenster. An einem

bestimmten Tag in den Adventswochen

öffnen Künstlerinnen

und Künstler ihr beleuchtetes

Fenster, und alle, die mögen, sind

eingeladen dorthin zu kommen,

spontan und ohne Anmeldung.

Meist gibt es etwas Warmes zu

trinken und ein paar «Wienachtsgüezi»,

vor allem aber das

Gespräch und die Begegnung mit

allen anderen Besuchern des jeweiligen

Fensters. «Jeder kann

einfach kommen und das Programm

und die Kontakte geniessen»,

freut sich Cornelia Bürki,

die diese Adventsfenster zusammen

mit den Koordinatorinnen

der einzelnen Quartiere auf die

24 Adventstage aufteilt. «Das Adventsfenster

ist kein kirchliches

Projekt, sondern einfach eine

überkonfessionelle gemeinsame

Aktion, die vor Jahren im Bekanntenkreis

ohne grosse Werbung

entstanden ist.»

Marc de Roche

Cornelia Bürki arbeitet in der

Pflege, besucht Alte, betreut Kranke

und begleitet Sterbende. «Es ist

schön, wenn die Fenster auch noch

in der Altjahrswoche erstrahlen und

zu einem besinnlichen Abendbummel

durch die Quartiere ermuntern.»

Donnerstag, 1. Dezember

Bümpliz Süd Silvia und Claude Huber Fuchs, Morgenstrasse 60

Hohliebe Familie Tauss, Freiburgstrasse 458a

Stapfenacker Helene Schwab und Adrian Christen, Stapfenackerstrasse 108

Stöckacker StöckTreff mit Events Stöckacker, Bienenstrasse 7

18.00 - 19.30 Uhr Glühmost, Feuer und Märchen

Freitag, 2. Dezember

Bümpliz Dorf Bienzgut Ofenhaus, Bernstrasse 77

ab 18 Uhr Verkauf von Züpfen aus dem Holzofen

Hohliebe Familie Spychiger, Freiburgstrasse 487a - ab 18 Uhr

Kleefeld Quartiertreff Baracke, Mädergutstrasse 62, 18.00 - 20.00 Uhr

Stapfenacker Franziska und Kay Reusser, Stapfenackerstrasse 41

Stöckacker L. Brenca Fahrzeugelektronik, Kehrgasse 38 , ab 18 Uhr

Samstag, 3. Dezember

Bümpliz Süd Res Zimmermann, Morgenstrasse 77 - 18.00 - 22 Uhr

Hohliebe Familie Boz, Freiburgstrasse 461 b - ab 18 Uhr

Stapfenacker Lea und Tarek Meier-El Mohib, Li Donizetti / Pascale

Brünnenstrasse 50 - 18.30 - 20.30 Uhr

Stöckacker Marianne und Heinz Gerber, Stöckackerstrasse 66, ab 18 Uhr

Sonntag, 4. Dezember

Bümpliz Süd Familie Nienhaus-Fenner, Burgunderstrasse 142

17.00 - 21.00 Uhr

Hohliebe Familie Gerber, Freiburgstrasse 467 b - ab 18 Uhr

Stapfenacker Eva Lüthi und Orlando Gehrig, Stapfenackerstrasse 98

Stöckacker H. Räss GmbH Haushaltgeräte, Werkgasse 20

Monntag, 5. Dezember

Hohliebe Familie König, Freiburgstrasse 463 c

Stapfenacker Martha und Ernst Stucki, Stapfenackerstrasse 55, 18.00 - 20.00 Uhr

Winterhale Hanni und Paul Kaltenrieder, Grossackerstrasse 45

Dienstag, 6. Dezember

Bümpliz Dorf Klaus Hofer, Bümplizstrasse 128

Stapfenacker Conchita und Carmelo Sinatra, Stapfenackerstrasse 49

Stöckacker Bäckerei Meyer GmbH, Stöckackerstrasse 66, 18.00 - 19.30 Uhr

Mittwoch, 7. Dezember

Hohliebe Familie Schenk / Raviele, Freiburgstrasse 487 c

Stapfenacker Meier / Foller Thomas und Katrin , Stapfenackerstrasse 96

19.00 - 20.00 Uhr,

Irène Marti und Peter Anliker, Olivenweg 48, 17.00 - 22.00 Uhr

Stöckacker Marc Frei Dentalklinik, Werkgasse 2


22 Quartier

29.November 2022

Donnerstag, 8. Dezember

Bümpliz Süd Madeleine Renner, Morgenstrasse 23 a

Hohliebe Familie Spagna / Gilio, Freiburgstrasse 469 b

Stapfenacker Hanna und Heinrich von Allmen, Brünnenstrasse 52

18.00 - 19.30 Uhr

Stöckacker Christina Friedli, Daniel Bähler, Ruth Mühlemann

Bienenstrasse 3 A - 18.00 - 20.00 Uhr

Freitag, 9. Dezember

Hohliebe Familie Künzli, Freiburgstrasse 485 b - ab 18 Uhr

Kleefeld Heidi und Fred Reist und Bewohner:innen,

Wangenstrasse 31

Stapfenacker Schulhaus Stapfenacker, Brünnenstrasse 40

Stöckacker Henriette Horvath Burch, Bethlehemstrasse 165

Samstag, 10. Dezember

Bümpliz Süd Familien Bürki und Rossetti, Morgenstrasse 69

18.00 - 21.00 Uhr

Stapfenacker Familie Niklaus-Wälti, Stapfenackerstrasse 95

Stöckacker Gabriela Wyss, Martin Jenni, Stöckackerstrasse 63

18.00 - 21.00 Uhr

Sonntag, 11. Dezember

Hohliebe Familie Bachofner / Leuenberger,

Freiburgstrasse 487 b

Stapfenacker Brigitte und Michael Braune,

Stapfenackerstrasse 95

17.00 - 19.00 Uhr im Innenhof

Familie Wernly Pflugshaupt, Lorbeerstrasse 12

17.30 - 19.00 Uhr draussen im Garten

Montag, 12. Dezember

Bümpliz Süd Familie Kessler-Hack, Bümplizstrasse 188,

18.00 - 21.00 Uhr

Hohliebe Familie Uche, Freiburgstrasse 459 b - ab 18 Uhr

Stapfenacker Beatrice und Matthias Weichelt,

Stapfenackerstrasse 42

Stöckacker Vera Grubenmann, Stöckacker 86 c

18.00 - 20.00 Uhr bei schönem Wetter

Dienstag, 13. Dezember

Stapfenacker Peter und Beatrice Zumbrunnen

Stapfenackerstrasse 70, 19.00 - 21.00 Uhr

Mittwoch, 14. Dezember

Bümpliz Dorf Domicil Baumgarten, Bümplizstrasse 159,

ab 17.00 Uhr

Hohliebe Familie Ringier, Freiburgstrasse 483 b - ab 18 Uhr

Stapfenacker Thomas und Tanja Fankhauser,

Stapfenackerstrasse 33

Stöckacker UB Umbau-Service AG, Bethlehemstrasse 114

16.00 - 19.00 Uhr

Winterhale Natalie Niklaus und Carmen Däschner

Waldmeisterstrasse 48 - 17.30 - 20.00 Uhr

Freitag, 16. Dezember

Kleefeld Familie Mosimann, Rehhagstrasse 32 - 18.00 - 21.00 Uhr

Stapfenacker Nicole Reichen und Daniel Hiltbrunner

Stapfenackerstrasse 84 - 18.00 - 21.00 Uhr

Stöckacker Monika und Thomas Probst, Bienenstrasse 12, 18.30 - 20.00 Uhr

Samstag, 17. Dezember

Bümpliz Süd Jacqueline Burri, Bümplizstrasse 179

18.00 - 21.00 Uhr draussen, nur bei trockenem Wetter

Stapfenacker Susanne Steudler, Stapfenackerstrasse 86

Winterhale Heidi Flückiger Ehrenzeller, Isabel und Marion Ehrenzeller,

Grossackerstrasse 54, 17.00 - 20.00 Uhr Live-Musik

Sonntag, 18. Dezember

Bümpliz Süd Familie Vicini Séquin, Morgenstrasse 71, 18.00 - 21.00 Uhr

Stapfenacker Marianne und Andres Scheidegger

Stapfenackerstrasse 102, 18.00 - 20.00 Uhr

Stöckacker Willy und Mariette Masshardt, Stöckackerstrasse 71

Montag, 19. Dezember

Bümpliz Süd Familie Burger, Burgunderstrasse 107, 18.00 - 20.00 Uhr

Stapfenacker Erika und Hans Oppliger, Stapfenackerstrasse 92

Stöckacker Margrith und Jürg Hadorn, Werkgasse 53

Bieri’s

Weihnachtsmärit Dörfl i

1. bis 4. Dezember 2022

Märitzeiten

Donnerstag & Freitag 17.00 bis 21.00 Uhr

Samstag 09.00 bis 21.00 Uhr

Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr

Programm

Donnerstag

17.00 bis 21.00 Uhr

Marktbetrieb und Festwirtschaft

Freitag

18.00 bis 23.00 Uhr

Ursula Hotz & Friends

(ehemals Rodeo Ranchers)

Samstag

13.00 bis 14.00 Uhr

Samichlous (Jedes Kind erhält

ein kleines Geschenk)

18.00 bis 23.00 Uhr

Hobby Tiroler

Sonntag

11.30 bis 13.00 Uhr

Samichlous (Jedes Kind erhält

ein kleines Geschenk)

13.00 bis 14.00 Uhr

Unterhaltung mit der MG Sternenberg

14.00 bis 15.00 Uhr

Autogrammstunde mit SCB Goalie

Philip Wüthrich

14.00 bis 17.00 Uhr

Örgeliunterhaltung

Verschiedene Austeller

Kerzenziehen

Donnerstag, 15. Dezember

Bümpliz Dorf Reformiertes Kirchgemeindehaus,

Bernstrasse 85

17.30 - 19.00 Uhr am Feuer auf dem Kirchenplatz

18.00 und 18.30 Uhr Musik BrassoDio

Hohliebe Familie Casablanca / Giacovazzo,

Freiburgstrasse 487

Stapfenacker Beat und Urs Friedli, Lukas Batschelet

Natanael Metzel, Luca Kolly, Stapfenackerstrasse 72

19.00 - 21.00 Uhr Fondue

Stöckacker Familie Holzner, Bethlehemstrasse 161 d

Geheizte Festwirtschaft

Geschenkkörbe

Bieri Gemüse und Früchte Engros | Strassacher 317 | 3176 Neuenegg


29.November 2022 Quartier 23

Dienstag, 20. Dezember

Bümpliz Süd Rolf Blickle, Burgunderstrasse 98 ,

Siedlung Burgunder und Kita Burgunder

Burgunderstrasse 95 - 17.00 - 19.15 Uhr

Hohliebe Familie Flückiger / Suarez, Freiburgstrasse 461

Stapfenacker Karin und Martin Scheidegger, Stapfenackerstrasse 114

Mittwoch, 21. Dezember

Bümpliz Süd Familie Albisetti und Mitbewohnerinnen

Morgenstrasse 73 - 18.00 - 21.00 Uhr

Stapfenacker Helen und Thomas Fritz, Stapfenackerstrasse 57

18.00 - 20.00 Uhr

Stöckacker Monika Hänni, Langobardenstrasse 16

Donnerstag, 22. Dezember

Bümpliz Süd Familie Stucki, Bümplizstrasse 182, 18.00 - 20.00 Uhr

Hohliebe Familie Schorer, Freiburgstrasse 459 - ab 18 Uhr

Schwabgut Domicil Schwabgut, Normannenstrasse 1

16.30 - 18.00 Uhr, Glüehwy, Punsch und Christstolle

Stapfenacker Aline und Mänu Wiesmann, Stapfenackerstrasse 56

18.00 - 21.00 Uhr

Freitag, 23. Dezember

Bümpliz Dorf Bibliothek Bienzgut, Bernstrasse 77

Stapfenacker Marianne und Rolf Ruprecht

Marc Maurer und Sabine Wenger

Stapfenackerstrasse 80 + 82 - ab 18.00 Uhr

Samstag, 24. Dezember

Hohliebe Spielgruppe Zauberstern, Freiburgstrasse 457

Stapfenacker Kathrin Kessler, Stapfenackerstrasse 47

Stöckacker Carmen Casaulta, Stöckackerstrasse 65

Bümpliz Süd Kerstin und Anselm Windhoevel, Burgunderstrasse 144

Samstag, 31. Dezember

Bümpliz Süd Adelaide und Slobodan Bigovic, Bahnhof Bümpliz Süd

Ab 23.45 Uhr Anstossen auf 2023

Eigenes Glas mitbringen

Besser Leben trotz COPD –

die Lungenliga hilft!

Spendenkonto PC 30-7820-7

www.lungenliga-be.ch

Adventsgeschichten

Grosseltern erzählen für Kinder

Mittwoch, 30.11. Mittwoch, 14.12.

Mittwoch, 7.12. Mittwoch, 21.12.

um 17.30 Uhr

in der reformierten Kirche Bümpliz, Bernstr. 85

ohne Anmeldung und Kosten

Infos:

Pfarrerin Anna Razakanirina, 031 981 17 25,

anna.razakanirina@refbern.ch

Grafik: Henintsoa Razakanirina

Einladung zur

Kirchgemeindeversammlung

Sonntag, 4. Dezember 2022,

im Anschluss an den Gottesdienst (ca. 11 Uhr)

im Kirchgemeindehaus, Bernstrasse 85,

grosser Saal

Traktanden:

1. Eröffnung, Organisatorisches

2. Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom

24.5.2022

3. Globalkredit: Stand 2022, Budget 2023

4. Genehmigung Reglement

Alfred-Bernhard-Gerwer-Fonds

5. Gesamterneuerungswahlen für die

Legislaturperiode 2023 – 2026

5.1 Kleiner Kirchenrat (Orientierung)

5.2 Kantonale Synode (Orientierung)

5.3 Mitglieder des Grossen Kirchenrates

5.4 Büro der Kirchgemeindeversammlung

(Präsidium, Vizepräsidium, Sekretariat)

5.5 Mitglieder und Präsidium des

Kirchgemeinderates

5.6 Revisionsstelle

5.7 Datenschutzaufsichtsstelle

6. Informationen

6.1 Bauprojekt Bernstrasse/Glockenstrasse

6.2 Fusionsprozess

6.3 Kirchgemeinderat

6.4 Pfarrkollegium

6.5 Sozialdiakonie

7. Verschiedenes

Die kirchlich Stimmberechtigten der Kirchgemeinde

Bümpliz werden hiermit zu dieser Versammlung

freundlich eingeladen. Es werden keine Stimmausweise

versandt, das Register der Stimmberechtigten

liegt auf. Gäste (ohne Stimmrecht) sind ebenfalls

willkommen.

Bern, im November 2022

Für die Kirchgemeindeversammlung:

Alfred Reist, Präsident

Für den Kirchgemeinderat:

Verena Gurtner, Rechnungsführerin


24 Adventsgeschichte 29.November 2022

Oh Palmenbaum, wie schön

ist deine Kokusnuss

«Gibst du mir mal die Butter?»,

fragte Ernesto seine Frau. Das

allmorgendliche Frühstück in

der Küche glich einem festen Ritual,

das so peinlich genau eingehalten

wurde, wie die Zeremonie

der Wachablösung vor dem Buckingham

Palace. Wortlos schob

Annegreth die Butter die nötigen

zehn Zentimeter rüber, damit Ernesto

ein Stücklein davon abschneiden

konnte, um seinem

Brot die erste Schicht aufzuerlegen.

Annegreth schüttelte den

Kopf, denn sie wusste, was nun

folgte. Weitere vier Schichten

wuchtete ihr Mann auf das erbarmungslos

ausgelieferte Brot.

Nach der Butter folgt die Himbeerkonfi,

dann ein paar Schei-

negreth an ein und demselben

Platz, hatte er sein Maul so gut

trainiert und dehnbar gemacht,

wie es kein anderer Muskel an

seinem alten Körper sonst vermocht

hätte. Das wortlose Frühstücksprozedere

endete mit dem

obligaten «adesso basta», mit

welchem Ernesto sein Messer auf

den Tellerrand legte, aufstand

und den Tisch abdeckte.

Im Vergleich zu den 45 Jahren

Früshtück, war das zweite Morgenritual

geradezu blutjung. Seit

fünf Jahren begab sich das betagte

Ehepaar anschliessend ans

Fenster beim Balkon, um die

Nachbarn zu beobachten. Die Familie

Ben Oit – alles dunkelhaarige

Menschen. Sie verliessen in

ert», endete, begab sich Ernesto

mit den Notizen zum Computer

im Bürozimmer. «Bin ich fertig»,

sagte er und Annegreth schaute

ihm nun über die Schulter, um

die Rechtschreibefehler zu korrigieren,

die der gebürtige Italiener

nach wie vor machte. Mit einem

kurzen gegenseitigen Zunicken,

schickten sie die Email mit

dem täglich selben Vermerk

«Rapport über unsere islamischen

Nachbarn» an die Polizei

ab. Antwort haben sie noch nie

erhalten, dennoch vermuteten

die beiden eine Schläferzelle im

Nachbarshaus; man musste also

äusserst vorsichtig zu sein. Ernesto

hatte die alte italienische

Pistole der Marke «Tanfoglio»

gerade im Gang beim Tageskalender

das Blatt von gestern ab,

so dass heute 23. Dezember drauf

stand. «Nur ein Fremdling, sagt

man mit Recht, ist der Mensch

hier auf Erden. Jeder von uns»,

Johann Wolfgang von Göthe, las

Ernesto den dazugehörigen

Spruch des Tages vor. Annegreth

liess ihn unkommentiert, ein sicheres

Zeichen, dass dieser

Spruch ihr nicht passte. Ernesto

beschloss, eine Schallplatte aufzulegen,

damit seine Frau wieder

in bessere Stimmung kam. «O

sole mio» kratzte über den Plattenteller.

Behutsam nahm er Annegreths

Hand und begann zu

dieser Urmelodie seiner Heimat

zu tanzen. Die beiden vergassen

ben Mozzarella, gefolgt von ein

paar Cherrytomaten und zu guter

letzt noch eine solide Schicht

Mortadella. Annegreth nippte an

ihrem Milchkaffee, ehe sie nicht

minder ritualisiert das Brot in

die milchige Brühe steckte, um

wenig später beherzt reinzubeissen.

Dasmit dem Reinbeissen

gestaltete sich bei Ernesto deutlich

schwieriger. Sein Konstrukt

hatte nahezu die Höhe von Tisch

bis Lampe eingenommen. Nur

eine Schlange, die ihren Kiefer

ausrenken kann, wäre in der

Lage mit einem Biss die ganze

Schichterei ins Maul zu schieben.

Oder Ernesto. Mit der Erfahrung

von 45 Jahren Frühstück mit An-

aller Regel einer nach dem anderen

das Haus. Annegreth vermutete

schon lange, dass diese Muslimen

sich dieses schöne Haus

eigentlich gar nicht leisten könnten.

Womöglich waren sie in

Kontakt mit den Tschihadisten

oder dem IS, auf alle Fälle konnte

da etwas nicht stimmen. Ernesto

notierte und Annegreth diktierte.

«08.03 Al Ain Ben Oit verlässt

das Haus und fährt mit dem Auto

weg». Dann war es wieder ruhig.

«08.12 Ben Oit der Älteste verlässt

das Haus. Sein Bart wirkt

noch etwas voller». Als das Prozedere

mit dem Weggang von

Aischa Ben Oit mit dem Vermerk

«hat sich heute wieder verschlei-

seines Vaters aus dem zweiten

Weltkrieg immer mit dabei. Am

Morgen bot sich dabei ein absurdes

Bild, Ernesto schlurfte mit

seinen Pantoffeln und im Bademantel

bekleidet umher, die Pistole

hing im Gürtel, den er um

den Bademantel geschnallt hatte.

Es war am morgen noch dunkel

und früh Abend auch wieder. Die

Adventszeit liess das Leben ihrer

Nachbarn irgendwie noch bedrohlicher

wirken. Annegreth

und Ernesto beruhigte es auch

nicht, dass Ben Oits einige weihnachtliche

Lichterketten aufhängten.

«Alles nur Show, nur

um nicht aufzufallen», war sich

Annegreth sicher. Ernesto riss

für einen Moment all ihre Rituale

und gaben sich ganz den Klängen

dieses Klassikers hin. Unsanft

wurden sie jedoch – kurz

bevor der Tenor zum Finale ansetzte

– aus dem Tanz gerissen.

Die Türklingel hatte Ernesto so

laut eingestellt, dass diese selbst

der Gemeinde Sirene auf dem

Dach des Schulhauses trotzig

entgegentreten konnte. «Wer

mag das wohl sein», hielt Annegreth

inne. Hastig schob sich Ernesto

die «Tanfolgio» vorne in

die Hose und schritt Richtung

Tür. «Guten Abend, wir haben so

viele Weihnachtsguetzli gebacken,

dass wir dachten, vielleicht

mögen sie auch noch welche»,


29.November 2022

Adventsgeschichte

25

sagte eine Stimme mit einem

deutlichen Akzent. Da stand

doch wahrhaftig Al Ain Ben Oit

vor der Türe. Verdutzt, verdattert

und verwundert blieben Annegreth

und Ernesto eine ganze

Weile stehen. «Ach backen wie

wir können Sie auch noch»,

meinte Annegreth wenig später.

«Verzeihung, ich verstehe nicht

ganz? Haben sie auch gebacken?»,

fragte der Fremde nach

und hielt noch immer den Teller

mit drei verschiedenen Biscuitsorten

auf der Hand. «Ja natürlich,

aber bei ihnen ist das vermutlich

ja nicht Teil ihrer Kultur»,

sagte Ernesto und griff mit

der linken Hand in seine Hose. Al

Ain musterte diese Bewegung einigermassen

amüsiert. Zweifelslos

hätte man diese Hand im

Schritt bei einem jüngeren Italiener

vermuten können, aber bei

einem Mann, dessen Jahrgang

vermutlich weit ins vorherige

Jahrhundert zurückreichte, sah

das doch ziemlich witzig aus.

«Naja, wir sind zwar nicht von

hier, aber dort wo wir herkommen,

bäckt man auch», antwor-

von hier Ernesto und doch backen

auch sie Weihnachtsguetzli».

«Komme ich aus Italien, da ist

Rom, da ist der Vatikan, da ist sozusagen

die Weihnachtsbäckerei

zuhause, eh» sagte er und presste

alle fünf Finger zusammen, als er

mit der rechten Hand umherfuchtelte.

«Und ich komme aus

Fribourg, zwar nur ein Bistum,

aber immerhin mit einer schönen

Kathedrale». «Non e vero, sie

sind doch Muslime», stiess Ernesto

wütend hervor und fuchtelte

nun mit beiden Händen. Er hatte

gar nicht bemerkt, dass er dabei

seine Pistole aus dem Schritt zog

und diese nun wild durch die

Luft wirbelte. Alain Ben Oit wich

erschrocken zurück. «Oh scusi,

ist nur zu unserem Schutz»,

stammelte Ernesto etwas verlegen.

«Der Name, sie heissen doch

Al Ain Ben Oit», versuchte Annegreth

wieder etwas Ruhe ins Gespräch

zu bringen. Da lachte der

Nachbar laut auf. «Ja, man kann

es auch so betonen, aber wir sagen

Alain Benoit». Ernesto liess

langsam die Pistole sinken. Die

Peinlichkeit stand den beiden ins

Furcht entschuldigen können»,

bat Annegreth. Alain tat wie ihm

geheissen und wenig später standen

die vier Nachbarn versammelt

in der Stube. Der Plattenspieler

beschloss just in diesem

Moment «Volare» zu krächzen,

worauf alle sechs in das Lied einstimmten.

Das Gelächter und der

Gesang erfülten die sonst so ritualisierten

Räume mit viel Lebensfreude

oder wie Ernesto sagen

würde: italianita. «Nie hätten

wir gedacht, dass sie aus Fribourg

sind», meinte Annegreth

schliesslich in die Richtung von

Aischa. «Naja, das bin ich auch

nicht. Ursprünglich komme ich

aus Syrien», sagte sie. Augenblicklich

wurde es muskmäuschen

still im Haus. Ernesto war

es, der nun mit dem Weinglas in

der Hand umherfuchtelte und

meinte: «Nur ein Fremdling, sagt

man mit Recht, ist der Mensch

hier auf Erden. Jeder von uns»,

Johann Wolfgang von Göthe.

«Ah, hört hört», lachte Alain und

klopfte dem alten Mann auf die

Schulter bis alle wieder lachen

mussten. Es sollte nicht die letzte

trachten», kommentierte sie. Ernesto

stand auf und zeigte auf

seinen Bademantel, an dessen

Gürtel heute die Pistole fehlte.

«Ich selbst war einmal fremd in

diesem Land, es waren unsere

Gewohnheiten, die uns so engstirnig

gemacht haben. Lass uns

für die verbleibenden Jahre tanzen»,

sagte er stand auf und ging

Richtung Plattenspieler. «La donna

e mobile», schepperte ähnlich

laut wie die Türklingel durch das

Haus. Annegreth liess das Frühstück

einfach auf dem Tisch stehen

und begab sich Richtung Stube.

Beim vorbeigehen am Eingang,

erspähte sie kurz das Kalenderblatt

23 und beschloss,

dieses ab zu reissen und den

Spruch vom 24. Dezember zu lesen,

ehe sie in den Armen ihres

Mannes tanzen wollte. Wa darauf

stand, rief sie mit ihrer Sonoren

Stimme aber laut durch die

musikbeschallten Räume ihrem

Mann zu: «Weihnachten kennt

keine Grenzen. Es verbindet Kulturen,

Geschlechter, Kinder und

Erwachsene, Arm und Reich»,

Gudrun Kropp. Sacha Jacqueroud

tete er. «Ja aber sicherlich keine

Weihnachtsguetzli», erwiderte

Annegreth. «Wie kommen sie darauf?»,

wollte Al Ain wissen.

«Muslime sind keine Christen,

die kennen keine Weihnachten».

Die alte Frau nahm nun richtig

Fahrt auf und Ernesto wurde immer

nervöser. Einzig, die Pistole

im Schritt gab ihm ein wenig Sicherheit.

Doch die Biscuits konnten

vielleicht vergiftet sein, eine

Art Biowaffe und sie wären nun

quasi die Testpersonen. Al Ain

Ben Oit erkannte die Skepsis und

Angst der beiden und wollte gerade

umkehren, als er sich ein

letztes Mal ein Herz fasste und

meinte: «Sie sind doch auch nicht

Gesicht geschrieben. In diesem

Moment erblickte der Nachbar

im Gang an der Wand den Spruch

auf dem Zettel des 23. Dezembers:

«Nur ein Fremdling, sagt

man mit Recht, ist der Mensch

hier auf Erden. Jeder von uns»,

Johann Wolfgang von Göthe, las

er vor. Ernesto beschloss, dass er

nur mit viel italienischem Flair

diese Peinlichkeit noch retten

könnte, er nahm den Teller mit

den Biscuits ab und bat den Gast

ins Haus. Annegreth wusste, was

zu tun war und schnitt den Panetone

in ein paar Stücke, während

Ernesto den Lambrusco öffnete.

«Holen sie doch noch ihre Familie

her, damit wir uns für unsere

Flasche Lambrusco bleiben und

am darauffolgenden Morgen, am

24. Dezember, standen Annegreth

und Ernesto für ihre Verhältnisse

viel zu spät auf. Es war

schon viertel nach sieben.

«Gibst du mir mal die Butter»,

sagte Ernesto wenig später am

Frühstückstisch. «Nein», erwiderte

Annegreth vergnügt. Als er

sie verdutzt ansah und selbst

versuchte die Butter zu erreichen,

realisierte er den Witz. Sie

hatte das kostbare Gut für die

erste Schicht seines turmhohen

Brotgebäudes bereits deutlich

näher an seinen Teller geschoben.

«Es ist nie zu spät, die Dinge

zu ändern oder sie anders zu be-


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was dein Schneeschuh-Herz begehrt. Komme vorbei

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29.November 2022 Wangental 27

EIN BUCH ÜBER DAS KNABENHEIM IN NIEDERWANGEN

Die schwere Zeit der

«Gruebebuebe»

Bis im Jahr 2000 wurden viele

Kinder in der «Gruebe» in Niederwangen

Opfer eines autoritären

Heims. Bis heute leiden die Betroffenen

unter den Folgen der

körperlichen, physischen und sexuellen

Misshandlungen, die ihnen

widerfahren sind. Ein neu

erschienenes Buch gibt ihnen

nun eine Stimme.

«Chunsch vo Bärn – hesch Stadtluft

gnue – z’fahren oder uf de

Schueh: Ufder Gruebe wohlets

eim. Wär hie wohnt isch rächt daheim!»,

heisst es im «Gruben»-

Lied vom Jahr 1975 zum 150. Jubiläum

des damaligen Heims. Drei

Jahre nach dem Heinz Kräuchi als

Kind mit seinem Bruder durch die

Behörden abgeholt wurde. Zuhause

hatte er es schwierig, seine

Eltern liessen sich scheiden, für

die Mutter wäre die alleinige Kindererziehung

unter den damaligen

gesellschaftlichen Bedingungen

schwierig gewesen. Dass die

«Grube» alles andere als ein «Daheim»

war, wo man sich wohlfühlt,

musste nicht nur Kräuchi,

sondern auch viele andere Heimkinder

erfahren. Sie wurden Opfer

eines autoritären Anstaltsregimes,

wie es im neu erschienenen

Buch «Knabenheim ‘auf der

Grube’» beschrieben wird.

Zweites Buch

Die Geschichte des «autoritären

Anstaltregimes» – wie das Heim

von Expertinnen und ehemaligen

Heimknaben eingeordnet wird –

sollte in einem ersten Buch aufgerollt

werden. Doch es kam zu einem

Rechtsstreit, ein ehemaliger

Heimleiter fühlte sich falsch dargestellt.

Die Weiterverbreitung

des Buches wurde gestoppt, der

Restbestand der Bücher entsorgt.

Historiker, Wissenschaftlerinnen

und ehemalige Heimkinder kritisierten

dieses Vorgehen. So kam

es schliesslich zu einem zweiten

Buch. Diesmal mit Portraits von

Ehemaligen und mit einer sozialgeschichtlichen

und -pädagogischen

Einordnung.

«Bei Erscheinen des ersten Buches,

wären noch kaum Leute gefunden

worden, die über ihre Vergangenheit

reden würden. Es

wäre noch zu früh gewesen, viele

Ein Buch das die Vergangenheit verarbeitet – auch dank Heinz Kräuchi.

wollten oder konnten noch nicht

darüber sprechen», sagt Tanja

Rietmann. Neben Caroline Bühler,

Soziologin und Historikerin

der PH Bern, spricht die Wissenschaftlerin

zusammen mit dem

ehemaligen Heimkind Heinz

Kräuchi an diesem Abend über

die zweite Ausgabe des Buches.

Alle drei halfen bei der Realisierung

des Buches mit. Kräuchi vertritt

die Stimme der ehemaligen

«Grüebeler», wie er sie nennt,

spricht offen über seine Zeit im

Heim und führt ein Theaterstück

auf, das er begleitend dazu geschrieben

hat. Es sei schwierig,

über die Zeit auf der Grube zu

sprechen, meint er.

Zucht und Ordnung

«Im Heim herrschte Zucht und

Ordnung, das ganze System war

hierarchisch aufgebaut. Ältere

Buben wurden gegen die jüngeren

aufgehetzt», erzählt Kräuchi.

Von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen

durch Behörden,

Manipulationen durch Heimleiter

und untereinander, enormem

Kontrollzwang, körperlichen und

sexuellen Misshandlungen ist die

Sprache. Ehemalige Grubenjungen

im Publikum schütteln den

Kopf, als könnten sie das ihnen

widerfahrene immer noch nicht

fassen. Dasselbe liest man im neu

erschienenen Buch. «In der Schule

wurde immer drigschlage. So

konnten wir nicht richtig lernen,

wir hatten ja nur Angst», beschreibt

dort ein ehemaliger

Heimjunge. Die Rede ist von zensierter

Post, wenn man seine Sorgen

den Eltern mitteilen wollte,

Schläge mit Stöcken und Seilen

oder dem Griff zum Teppichklopfer

und einem konstanten Klima

der Angst. Doch nicht alle schildern

ausschliesslich schlecht über

ihre Zeit im Heim. Es habe grosse

Unterschiede zwischen den Jungen

gegeben, meint ein anderer

Betroffener. «Einige wurden besser

behandelt als andere.» Doch

Folgen hatte die Zeit für die meisten.

Denn den Stempel des

schwierigen Jungen im Umerziehungsheim,

den hatten alle.

Fotos: Nadia Berger

«Viele Jungen litten auch noch

lange danach an der Stigmatisierung,

hatten Mühe, sich in die Gesellschaft

einzugliedern oder fanden

keine Lehre», sagt Kräuchi.

Noch bis heute leiden die Betroffenen

an den Folgen der physischen

und psychischen Schäden

dieser Zeit. «Vulnerable Personengruppen

waren einem Machtsystem

wie dem der ‘Gruebe’, das

sich nach aussen mit einer perfekten

Fassade abschottete, mehr

oder weniger schutzlos ausgeliefert»,

ordnet auch Rietmann ein.

Kanton und Bund gefragt

Viele Ehemalige sind mittlerweile

um die 60, stehen allein da, haben

Probleme, Beziehungen zu führen

oder überhaupt einzugehen,

kämpfen mit unbezahlten Rechnungen

und Lücken in der AHV

oder sind durch die körperlichen

Schäden auf eine Invalidenrente

angewiesen. «Das Vertrauen in

die Behörden haben viele von uns

verloren», meint Kräuchi. Lange

Zeit habe er Briefe, etwa die Steuererklärung,

mit dem Berner

Wappen gar nicht erst geöffnet.

Der Groll sei zu gross gewesen,

sagt er.

25'000 Franken erhielten die Betroffenen

vom Bund als symbolische

Entschädigung für ihre

Heimzeit. «Das tat uns gut, aber

das dient uns wenig», meint Kräuchi.

«Es ist die Aufgabe der öffentlichen

Hand, wenn nötig, psychologische

und ökonomische Unterstützung

zu bieten», findet auch

Rietmann. Denn der Bund und

die Kantone würden die Verantwortung

dafür tragen, dass viele

ehemalige Heimkinder heute

noch immer leiden. Nadia Berger


28 Wirtschaft

29.November 2022

DIE IG WANGENTAL ÖFFNET EIN NEUES KAPITEL

Auf Frey

folgt Frey

Normalerweise stehen die Lernenden

mit den besten Abschlüssen

im Zentrum der Mitgliederversammlung.

Das ist

auch im Jahr 2022 nicht anders.

Nun kommt noch ein weiterer

Meilenstein hinzu. Thomas Frey

gibt sein Amt als Präsident nach

24 Jahren im Vorstand ab.

Dass der neue Präsident nun auch

wieder Frey heisst, deutet aber

nicht etwa auf mafiöse Strukturen

und Familienbanden hin. Der

mit Applaus gewählte neue Vorsteher

der Interessengemeinschaft

Wagental heisst André

Frey, ist aber mit dem abtretenden

Thomas Frey weder verwandt

noch verschwägert. Der

neue Präsident vermag schon an

der diesjährigen Versammlung

aufzuzeigen, dass er leiten und

führen kann. Ein Treuhänder,

der das Vertrauen der gesamten

Mitgliedschaft geniesst. Er stellt

sich aber lieber in den Hintergrund

und würdigt stattdessen

das grosse Vermächtnis seines

Namensvetters: «Die IG Wangental

ist in ihrem 54. Jahr, zwei Drittel

dieser Zeit war Thomas Frey

mit dabei, seit 1998 im Vorstand.

Er stiess in einer Zeit dazu, in der

es gerade mal noch 36 Mitgliederfirmen

gab. Heute sind es über

100», sagt er unter anderem. Das

Nicken in den Reihen unterstreicht

die Dankbarkeit, die im

Verein zu spüren ist. «Ich bin nun

Ohne Verwandtschaft: André Frey (links) folgt auf Thomas Frey.

Foto: SJ

die graue Eminenz. Nächstes Jahr

werde ich 70-jährig und es darf

nicht die Idee eines Wirtschaftsvereins

sein, dass ein Pensionierter

diesem vorsteht», bekräftigt

Thomas Frey seine Entscheidung.

Dass der Vorstand die Strategie

fährt, massiv zu verjüngen, zementiert

die diesjährige Versammlung.

Im Vorjahr kam mit

Christian Jost (Jost Bedachungen,

Niederwangen) ein junger Unternehmer

dazu, in diesem Jahr werden

Nick Messer (Kartonstanzerei

Messer, Niederwangen) und

Marco Wüthrich (Carosserie G &

G, Niederwangen) den Vorstand

komplettieren. Dies nachdem neben

Thomas Frey auch Roland

Körnli sein Amt altershalber niederlegt.

Der verjüngte Vorstand ehrt in

der Folge die jungen Menschen,

die bei den Mitgliederfirmen der

IG Wangental ihre Lehre mit einer

Note von 5,3 oder höher erfolgreich

beendet haben. In diesem

Jahr sind das zwei Frauen.

Nadine Alena Mauron beendet

ihre Ausbildung als Kauffrau EFZ,

erweiterte Grundausbildung

Bank mit 5,3 und die Berufsmaturität

gar mit 5,5. Entsprechend

stolz klingen die Worte des Ausbildners

Philippe Frey aus der

Raiffeisenbank Sensetal in Flamatt.

Ebenfalls mit 5,3 schloss

Anica Lucy Aebischer ihre Lehre

als Detailhandelsfachangestellte

EFZ ab. Dies obschon sie ein harter

Schicksalsschlag in der Familie

getroffen hat, wie Ausbildner

Simon Keller und Martin Lauber

vom Ski & Velo Center SVC AG erwähnt

haben. Traditionsgemäss

erhalten diese «Schützlinge» der

IG Wangental eine Auszeichnung,

ein Goldvreneli und eine Trinkflasche

mit auf ihren weiteren Berufsweg.

«Das ist unser kleiner

Beitrag, die Firmen zu motivieren,

Ausbildungsplätze anzubieten

und den Fachkräftemangel zu

bekämpfen», meint Istvan Jakab,

der sich seit Jahren in diesem Bereich

stark macht. Und so wächst

die Verbundenheit unter den

Nachbarfirmen nicht nur in der

Chefetage, sondern auch in den

jüngeren Kreisen. Vorstand inklusive.

Erfahren und Jung vereinen

sich, eine erfolgversprechende

Mischung, nicht nur für jede Firma,

sondern auch für die IG Wangental

selbst.

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29.November 2022 Gesellschaft 29

SCHULABGÄNGER ERWARTET EIN DUALES BILDUNGSSYSTEM – UND 250 BERUFE

Agrarpraktiker oder

Weltklimakühlerin?

REGION – Früher waren es die

Zünfte, heute sind es die Berufsverbände.

Damals wie heute

sind Jugendliche gefragt, die

sich ausbilden lassen und die Arbeitswelt

bereichern. Unser Bildungssystem

bietet dabei viele

Chancen und Zwischenstufen.

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt

befragte im Mai knapp

10'000 Schulabgängerinnen und

Schulabgänger aus dem Kanton

Bern zu ihren nächsten Schritten.

Gut die Hälfte von ihnen, nämlich

52% im deutschsprachigen Teil

des Kantons, hat im August eine

berufliche Lehre angetreten, ein

Drittel besucht das zweite Jahr

des Gymnasiums, je 10% nehmen

eine Fachmittelschule oder ein

berufsvorbereitendes Schuljahr

in Angriff. Nur 213 Jugendliche

verfügten zu diesem Zeitpunkt

noch über keine Anschlusslösung.

250 Berufe

Wie können 14- oder 15-jährige

Heranwachsende herausfinden,

ob sie zum Beispiel Agrarpraktiker,

Fachfrau Gesundheit, Orthopädieschuhmacherin

oder Zahntechniker

werden wollen? «Es

gibt aktuell rund 250 verschiedene

Berufe», weiss Daniel Reumiller.

Er ist der Leiter der Berufsberatungs-

und Informationszentren

des Kantons Bern (BIZ), die

mit über hundert Berufsberaterinnen

und Berufsberatern Jugendlichen

helfen, ihren Weg in

die Erwerbstätigkeit zu finden.

Auch Erwachsene finden Rat,

etwa bei Fragen zur Weiterbildung

oder Neuorientierung. Bereits

ab der 7. Klasse thematisieren

Lehrkräfte die Berufswahl in

ihren Klassen – 39 Lektionen sieht

der Lehrplan 21 dafür mindestens

vor. Vorgesehen ist, dass jede

7. Klasse einmal einen der acht

BIZ-Standorte besucht. Mit Infomaterial

und Anlässen werden

zudem die Eltern mit einbezogen.

Ab der 8. Klasse beginnen die

Teenager, erste Berufe oder Richtungen

miteinander zu vergleichen

und in einige hineinzuschnuppern.

Auch der Besuch der

Berufs- und Ausbildungsmesse

BAM steht auf dem Plan. «Sie sollen

möglichst viel anschauen und

Beratung im Berufs- und Informationszentrum BIZ. I Foto: zvg

kennenlernen können», erläutert

Reumiller. Denn bereits am Ende

des 8. Schuljahres sollte in der Regel

ein Entscheid für einen Beruf,

für eine Fachmittelschule oder

fürs Gymnasium gefallen sein.

Viele Bildungswege

Die Schweiz ist bekannt für ihr

duales, also durchlässiges Bildungssystem.

Während in anderen

Ländern der Besuch des Gymnasiums

als das Nonplusultra angesehen

wird, geniesst die berufliche

Grundbildung in der

Schweiz einen guten Ruf. Den

Einwand, die Berufswahl sei für

einen Schulabgänger im Teenageralter

viel zu früh, relativiert

der BIZ-Leiter: «Die Berufswahl

ist grundsätzlich eine erste Wahl,

ein Anfang.» Das Bildungssystem

sei offen, man müsse und könne

sich ständig neu orientieren. Vom

Berufsattest EBA zum Fähigkeitszeugnis

EFZ und weiter zur Berufsmatur

oder direkt an eine höhere

Fachschule, von der Fachmittelschule

zur Fachmaturität

und weiter an die Fachhochschule

oder an die Universität: «Kein

Abschluss ohne Anschluss», wirbt

das BIZ auf einem Faltblatt.

ler. Aktuell, wohl im Zuge der Diskussionen

um den Klimawandel,

seien zudem Naturberufe gefragter

denn je. Wichtig sei aber, fügt

er an: «Es lohnt sich, die Fühler

etwas weiter auszustrecken.»

Denn die meisten Oberstufenschüler

können aus dem Stegreif

nur fünf bis zehn Berufe aufzählen.

Dabei gäbe es noch so viele

mehr. Im BIZ sind gar Fantasieberufe

wie «Klimakühlerin EFZ» auf

Karten ausgestellt. Eine andere

Herausforderung sei, so Reumiller,

starke Genderstereotypen.

Dahinter ständen oft besorgte Eltern,

die zu einer anderen Zeit

aufgewachsen sind. «Darum laden

wir die Eltern immer ans erste

Berufswahlgespräch ein», führt

Reumiller aus. Dort könne aufgezeigt

werden, dass heutzutage

auch Buben Florist oder Fachmann

Betreuung werden können,

dass auch Mädchen tolle zukünftige

Plattenlegerinnen oder ICT-

Fachfrauen sind.

Nicht nur die Gesellschaft, auch

die Welt ist im Wandel. Der Berufsberatungsleiter

studiert bereits

die Lektüre der Zukunftsforschenden,

um für neu aufkommende

Berufsbilder gewappnet

zu sein. Die «Industrie 4.0» (Digitalisierte

und vernetzte Produktionsprozesse

und Wertschöpfungsketten)

verlangt nach neuen

Qualifikationen und Kenntnissen.

Die Arbeit wird uns so schnell

nicht ausgehen. Gut, kann die

HITPARADE DER BERUFE 2021

Anzahl der ausgestellten Diplome im

Kanton Bern:

1. Fachfrau Gesundheit EFZ: 723

2. Kauffrau EFZ: 563

3. Kaufmann EFZ: 442

4. Fachfrau Betreuung EFZ: 322

5. Informatiker EFZ: 295

In 82 Berufen wurde nur je ein

Diplom verliehen. Beispiele:

Bekleidungsnäher EBA

Gleisbauerin EFZ

Ofenbauer EFZ

Seilbahnerin EBA

Winzer EFZ

Quelle: berufsberatung.ch /

Bundesamt für Statistik

Dipl. Weltklimakühlerin EFZ?

«Das ‹KV› oder eine Informatiklehre

sind klassische Lehrberufe;

sehr schnell sehr wichtig geworden

sind ‹Fachperson Gesundheit

(FAGE)› und ‹Fachperson Betreuung

(FABE)›», so Daniel Reumilnächste

Generation auf Unterstützung

bei der Berufswahlvorbereitung

und auf ein modernes

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30 Gesellschaft

29.November 2022

VOM WOHLENSEE IN DIE AARE TROTZ KRAFTWERK

Wenn Fische einen

Lift benützen

Seit einem Jahr können Forellen

und Barben die Aare aufwärts

bis in den Wohlensee wandern.

Möglich macht dies der neu installierte

Fischlift beim Wasserkraftwerk

Mühleberg. Mit ausgeklügeltem

System werden die

Fische so über das 22m hohe

Wehr transportiert.

Am Fuss des Gitterschachts, in einer

geräumigen Metallwanne,

schwänzelt ein kleiner Fisch im

kühlen Aarewasser. Es ruckelt,

leise schliesst sich die Klappe

und los gehts. Langsam steigt die

Wanne nach oben. Tropfen stieben

in alle Richtungen. Der winzige

Passagier lässt sich weder

von Höhe noch Bewegung stören.

Mit einem weiteren Ruck

kommt der Lift nach kurzer

Fahrt zum Stehen. Die Liftkabine

kippt zur Seite. Es plätschert,

gurgelt, rauscht und schäumt

und schon saust der Minifisch

mitsamt dem Wanneninhalt

durch eine grosse Röhre direkt in

den Wohlensee.

Hindernis Wasserkraftwerk

Was der beobachtete Winzling

tut, schafften im letzten Jahr auch

zahlreiche weitere Fische. Sie alle

wollen stromaufwärts, um zu laichen,

Nahrung zu suchen oder

neue Lebensräume zu finden.

Bislang endete die Reise am unteren

Ende des Wehrs. 22m hoch ist

die Staumauer, die den See hier

zurückhält, um seit gut einem

Jahrhundert mit Wasserkraft

Strom zu gewinnen. Mit dem revidierten

Gewässerschutzgesetz

von 2011 müssen die Kantone negative

Auswirkungen der Wasserkraftnutzung

reduzieren. Konkret

sind sie unter anderem verpflichtet,

Beeinträchtigungen

durch Schwall und Sunk zu beseitigen,

ökologische Sanierungsmassnahmen

umzusetzen und

die Fischgängigkeit zu verbessern.

Die Kosten von rund acht

Mio. Franken übernehmen die

Stromkonsumentinnen und -konsumenten

durch die Abgabe von

0.1 Rappen pro Kilowattstunde.

Die BKW setzt so insgesamt 41

Massnahmen um, 16 davon betreffen

den Fischaufstieg. Optimiert

wird an Aare, Simme, Kander

und Emme.

Für Barben und Forellen: ein Fischlift beim Wasserkraftwerk Mühleberg.

Pionierlösung Fischlift

Das Wasserkraftwerk Mühleberg

für Fische überwindbar zu machen,

stellte das Projektteam, bestehend

aus Vertretenden des

Bundesamts für Umwelt, des

Kantons und der BKW vor eine

knifflige Aufgabe. In enger Zusammenarbeit

mit Ingenieuren

und Fischbiologinnen sowie in

stetem Austausch mit einer Begleitgruppe

aus NGOs, Umweltund

Fischereiverbänden prüfte

man mehrere Optionen und näherte

sich Schritt für Schritt einer

passenden Lösung. Mit dem

Fischlift hat man sie gefunden,

umgesetzt und vor einem Jahr in

Betrieb genommen. «Grundsätzlich

will der Fisch immer gegen

den Strom. Dadurch kam er bislang

bis zur Turbine und drehte

ab, da es nicht weiterging», erklärt

Projektleiter Paul Kauz die

Anlage. Mit einer sogenannten

Lockströmung lenkt man die Fische

nun von den Turbinen weg

in zwei Kanäle. Dort können die

Fische von Becken zu Becken gegen

die Strömung wandern und

werden so in die Liftwanne geführt.

Eine Reuse verhindert,

dass die Fische im ruhigen Wasser

der Wanne ihre Suche nach

einer Passage aufgeben und umdrehen.

Zweimal pro Stunde

fährt der Lift nach oben und

spült seine Fracht in den Wohlensee.

Was simpel klingt, war in

der Umsetzung herausfordernd.

So musste etwa die Stärke der

Lockströmung angepasst werden.

Auch das Gewicht der mit

Wasser gefüllten Wanne oder

der Ausstieg in den See verlangten

Justierungen. Nach einem

Jahr in Betrieb steht nun aber

fest: Der Lift funktioniert und

wird von den Fischen rege genutzt.

Fotos: zvg

Biologische Kontrolle 2023

Abgeschlossen ist das Projekt indes

noch nicht. Nachdem die

technische Kontrolle beendet ist,

geht es 2023 in die nächste spannende

Projektphase: die zweijährige

biologische Kontrolle. Diese

soll zeigen, wie genau die Fische

den Lift nutzen. Im ersten Jahr

werden sie in einem grossen Becken

kurz zurückbehalten und

mit Unterstützung eines Fischereivereins

täglich gezählt, gemessen,

nach Art bestimmt und

in den Wohlensee zurückgegeben.

Im zweiten Jahr liegt der Fokus

dann auf der Bewegung:

Welche Fische wandern wann,

wo und wie weit. Im Zählbecken

in Niederried etwas unterhalb

von Mühleberg werden die Fische

zu diesem Zweck mit einem

passiven Sender gechippt, so

dass ab da die weitere Wanderbewegung

verfolgt werden kann.

Fische wie die Barbe oder die

Seeforelle wandern von zirka

April bis November täglich, mit

Vorliebe in der Nacht. «Man hat

viel Basiswissen zur Fischwanderung»,

ist Paul Kauz überzeugt.

Mit weiteren Erkenntnissen

könnten aber die Abläufe

auch künftig verbessert und für

die Fische langfristig optimiert

werden.

Abstieg noch nicht gelöst

Der Fischlift funktioniert als Einbahnstrasse.

Der Abstieg hingegen

ist für die Fische noch nicht

optimal. Aktuell führt der direkte

Weg flussabwärts über die

Schleusen oder gar durch die

Turbinen, was für Fische tödlich

enden kann. Genaue Zahlen fehlen

jedoch. Gemäss Paul Kauz ist

sich die BKW des Problems bewusst.

Bisherige Ansätze seien

oft noch zu teuer und in der Umsetzung

zu aufwändig, wie Pilotprojekte

zeigen würden. «Der

Fischabstieg in mittleren und

grösseren Flüssen ist weltweit

noch in der Forschung», erklärt

Paul Kauz, «aber wir hoffen natürlich,

dass man bald Lösungen

findet.» Hoffnungen setzt er vor

allem auf neues Wissen der Verhaltensbiologie.

Wenn man

weiss, wann die Fische absteigen,

könnte der Betrieb des

Kraftwerks entsprechend reagieren,

etwa durch die Erhöhung

der Wassermenge, welche die

Schleuse passiert. Für den Moment

liegt der Fokus noch auf

dem Aufstieg. Und hier ist die

Zwischenbilanz vielversprechend.

Der Lift funktioniert und

die Fische finden den Weg.

Chrige Pfanner


29.November 2022 Gesellschaft 31

DER DORFLADEN FRAUENKAPPELEN IST TREFFPUNKT FÜR ALLE

«gäbig, guet und

und gmüetlech»

Der mit grossem Engagement

durch die Gemeinde, dem Ortsverein

und vielen Freiwilligen als

genossenschaftliches Projekt

aufgebaute Dorfladen ist seit der

Eröffnung im Januar 2020 zum

Begegnungsort avanciert. Dazu

sorgen auch das im Laden integrierte

Kafi und diverse Anlässe.

der Zibelemärit stattgefunden.

Bis zum ‹Mittelländischen 2023›

sind weitere Anlässe zum Thema

Schwingen geplant.

Man trifft sich zum Kaffee, kann

seine Einkäufe erledigen und die

Postgeschäfte abwickeln. Dies

fördert die sozialen Kontakte unter

den verschiedenen Generationen

der Dorfbevölkerung, dem

eigentlichen Ziel der Genossenschaft.

«Für die Adventszeit wollvl.

Anne Bernasconi und Beatrice Böhlen im Dorfladen.

Samstagmorgen, 22. Oktober: Vor

dem Dorfladen bei der Überbauung

«Q-Matte» herrscht emsiges

Treiben. Christian Böhlen ist mit

stoischer Ruhe an der Zubereitung

von Rösti und Spiegeleiern.

Draussen an der wärmenden

Sonne sitzen Gäste bei Kaffee und

Kuchen, derweil aus dem Laden

lüpfige Schwyzerörgeli-Musik

vom Quartett «Huusmusig»

klingt. «Schwingfest Vorfreude im

Dorfladen» heisst der Event, den

Anne Bernasconi, Geschäftsleiterin

des Dorfladens und Beatrice

Böhlen, Verantwortliche des

Dorfladen-Kafis, zusammen mit

vielen Helfenden organisiert haben.

Er galt dem Mittelländischen

Schwingfest in Frauenkappelen

vom 17. bis 20. Mai 2023. Als Ehrengast

erscheint Wiget Michael,

Aktivschwinger und Eidgenössischer

Kranzsieger von Pratteln.

Der Lokalmatador des «Mittelländischen

2023», gibt Autogramme,

beantwortet Fragen und steht für

Selfies den Schwingfans zur Verfügung.

Es war nicht der erste Anlass im

Dorfladen. So haben unter anderen

ein Blumenfest, ein Muttertags-Brunch

mit Jazzband oder

Foto: Daniel Bill

ten wir ursprünglich den Dorfladen

mit allerlei einzigartigen

Lampen in ein kleines Lichtermeer

verwandeln. Mit Rücksicht

auf die Energieknappheit werden

jeweils nur wenige Lampen brennen,

dafür aber noch Kerzenlicht,

was sicher eine feierliche Stimmung

zaubert», so Beatrice Böhlen.

Daniel Bill

FAN-SHOP «MITTELLÄN-

DISCHES SCHWINGFEST

FRAUENKAPPELEN 2023»

Als Partner des Mittelländischen

Schwingfestes Frauenkappelen

2023 betreibt der Dorfladen

Frauenkappelen den offiziellen

Fan-Shop, wo Kleider und Cap’s

mit dem Slogan «Mit Liebi für di

Böse» sowie neu ein edles

Schwingfest-Sackmesser gekauft

werden können (Kein Online

Verkauf).

Angebot unter:

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32 Landwirtschaft

29.November 2022

AGRARPOLITIK 22+: ZWISCHEN VERSORGUNGSSICHERHEIT UND KLIMASCHUTZ

Ein grosses Vorhaben

in kleinen Happen

Für die einen ist es höchste Zeit,

für die anderen sind es bedrohliche

Zeiten. Das Parlament hat die

AP22+ wieder gezückt. Erst im

vergangenen Jahr haben National-

und Ständerat das umfangreiche

Papier sistiert. Nun sollen

jene Massnahmen umgesetzt

werden, die als «unbestritten»

gelten.

So zumindest will es die Kommission

für Wirtschaft und Abgaben

des Ständerats (WAK-S). Noch vor

einem Jahr schrieb der Schweizer

Bauernverband (SBV) zur Sistierung:

«Damit ist die Verschiebung

der nächsten Agrarpolitik nun definitiv

und es besteht genügend

Zeit, um die dringend nötigen Anpassungen

vorzunehmen.» Nun

begrüsst er den jüngsten Entscheid

aus Bundesbern. Hat die

Zeit schon gereicht oder handelt

es sich bei den sogenannten «unbestrittenen»

Massnahmen um

ein vertretbares Minipaket?

Minimalistisch

Der vom Bundesrat verabschiedete

Bericht zur Erfüllung des Postulats

«zukünftige Ausrichtung der

Agrarpolitik» sieht eine Strategie

in Etappen vor. Rasch umzusetzende

Massnahmen aus der

AP22+, die insbesondere auf eine

umweltverträgliche Produktion

abzielen, werden im Rahmen des

Absenkpfads Pflanzenschutzmittel

und Nährstoffverluste umgesetzt

und könnten – laut Kommission

– bereits per 1. Januar 2023 in

Kraft treten. Dabei handelt es sich

um einzelne Massnahmen. Mittelfristig

ab dem Jahr 2025 ist ein

Mini-Agrar-Paket geplant, das jene

Punkte aus der AP22+ herausholt,

die als einfach umsetzbar gelten.

Druck wächst

Die WAK-S hat nun begonnen,

mögliche Massnahmen zu beraten.

Zu diesen zählen laut der

Kommission eine Unterstützung

von Ernteversicherungsprämien,

die Erweiterung der Investitionshilfen,

die Verankerung des Sozialversicherungsschutzes

zur Stärkung

der rechtlichen Situation des

Ehepartners und die Stärkung der

Pflanzen- und Tierzucht. Vorerst

ist diese handzahme Pflückpolitik

aus der AP22+ also kein Schreckgespenst,

sondern höchstens das

sympathische «Hippigschpängschtli».

Doch nicht immer

geht es nach dem Willen der beratenden

Kommissionen. Im Rahmen

einer verschärften Energieund

Klimapolitik bleibt der Druck

seitens des Parlaments auf der

Landwirtschaft hoch.

Anreicherung unerwünscht

Deshalb positioniert sich der

Schweizer Bauernverband schon

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Jeder Tropfen zählt.

Tropfen zählt.

SPENDE BLUT

RETTE LEBEN

blutspende.ch


29.November 2022 Landwirtschaft 33

Präsident Schweizer Bauernverband: Markus Ritter.

Foto: SJ

mal und schreibt: «Für den SBV ist zentral,

dass das Mini-Paket nicht mit weiteren

Massnahmen angereichert wird. Die

klima- und energiepolitischen Themen

werden aktuell im Rahmen von anderen

Geschäften diskutiert und sind nicht der

Agrarpolitik aufzubürden.» Damit meint

der Verband unter anderem den indirekten

Gegenvorschlag zur Gletscherinitiative

oder das Bundesgesetz über eine sichere

Stromversorgung mit erneuerbaren

Energien. Ob er Gehör findet, ist jedoch

ungewiss. Denn massgeblich ging es

in der ursprünglichen AP22+ um klimapolitische

Themen. Hätte man diese im

letzten Jahr schon aufgegleist, man wäre

bereits einige Schritte weiter, wird die

Gegenseite monieren. Eine erneute Debatte

um die AP22+ ist damit vorprogrammiert.

Etwas hat sich aber in diesem

Jahr verändert, und zwar zum Wohle der

Landwirtschaft. Wie wichtig die Selbstversorgung

und Unabhängigkeit eines

Landes sein kann, haben Coronapandemie

und Ukrainekrieg offenbart. Indirekt

stärken diese Phänomene den Wunsch

nach mehr Selbstversorgung. Das Bewusstsein

ist geschärft.

Es ist so etwas wie die Gunst der Stunde,

nun im Dialog mit den anderen Bereichen

den Absenkpfad und die Stärkung

der Landwirtschaft in Einklang zu bringen.

Nun kommt sie wieder, die AP22+.

Noch nicht mit dem vermutlich unbestrittenen

Mini-Paket, aber kurz darauf,

wenn die grossen Brocken zum Thema

werden. Wer das Dossier zückt, muss damit

rechnen, dass auch alles daraus wieder

diskutiert werden kann. Das ist – mit

Blick auf die Weltlage – kein schlechtes

Zeichen für die Landwirtschaft, denn die

Bedeutung dieses Sektors und damit die

Wertschätzung, dürften nach und nach

ansteigen; selbst bei jenen die kaum wissen,

dass die Milch nicht von der Firma

«Tetra Pak» stammt.

Sacha Jaqueroud

FRISCHE KOCH-IDEE

VON IHREM VOLG

EMPFEHLUNG

Das heutige Rezept:

Mandarinen-Tiramisu

Alles für Ihre Weihnachtspost

Verkaufsstand Bethlehem

Im Quartierzentrum «im Tscharni» erhalten Sie unter

anderem Weihnachtsbriefmarken und dazu passende

Karten. Gerne nehmen wir Ihre Weihnachtspost zum

Versand mit dem Sonderstempel «Bethlehem» entgegen.

8. und 9. Dezember, 9-12 und 13-17 Uhr

Herr

Flavio Camenisch

Büschiackerstrasse 246

3098 Schliern

Nicht

verpassen

Für 6 - 8 Personen

4 EL Wasser

2 EL Amaretto oder Kirsch, nach Belieben

5 EL Zucker

1 EL Vanillezucker

6 Mandarinen oder Clementinen,

in Scheiben

5 dl Vollrahm, steif geschlagen

500 g Magerquark

4 EL Zucker

1 EL Vanillezucker

100 g Löffelbiscuits

Eine Form von ca. 2 Litern

Zubereitung

1.Wasser, Amaretto, Zucker und Vanillezucker in einer

Schüssel mischen. Mandarinen beigeben, mischen,

ca. 15 Min. ziehen lassen.

2.Rahm mit Quark, Zucker und Vanillezucker mischen.

3.Löffelbiscuits in die Form geben, Flüssigkeit der eingelegten

Mandarinen darüberträufeln, dabei ca. 2 EL

beiseitestellen. Mandarinen darauf verteilen, einige

Scheiben beiseitelegen. Rahm darauf verteilen, ca.

1 Stunde kühl stellen. Vor dem Servieren mit restlichen

Mandarinen verzieren, Saft darüberträufeln.

Weitere Rezepte finden Sie auf

www.volg.ch/rezepte/

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten,

Kühlstellen: mindestens 1 Stunde

22100037_ins_bethlehem-buempliz-woche_2021_de.indd 1 17.10.2022 08:33:19


29. November 2022

Polizei 117 – Feuerwehr 118

Sanitäts-Notruf 144

Ärzte-Notruf 0900 57 67 47

(CHF 0.98/min ab Festnetz)

Bahnhof Apotheke – Hauptbahnhof

365 Tage von 6.30–22 Uhr geöffnet.

Klinik Permanence Tel. 031 990 41 11

Betreuung und Pflege zu Hause,

Nachtdienst und Sitznachtwache,

Unterstützung im Haushalt

SPITEX BERN Spitex Genossenschaft

Bern, Salvisbergstrasse 6, Postfach 670,

3000 Bern 31, Tel. 031 388 50 50,

Fax 031 388 50 40.

www.spitex-bern.ch. Mo. bis Fr. 7 Uhr bis

18 Uhr durchgehend.

vitadoro ag

Nottelefon und Reinigungsdienst. Kornweg

17, 3027 Bern, Tel. 031 997 17 77.

(Mittwoch geschlossen)

Hilfsmittelstelle Rollstühle, Pflegebetten

etc.

Kornweg 15, 3027 Bern, Tel. 031 991 60 80.

Pro Senectute Region Bern,

Sozial beratung

Mahlzeiten-, Besuchs-, Administrationsdienst

etc. Hildegardstrasse 18,

3097 Liebefeld.

Tel. 031 359 03 03.

Sozialdienst

Schwarztorstrasse 71, 3007 Bern,

Tel. 031 321 60 27.

Bei Todesfall

Bestattungsdienst Oswald Krattinger:

Tel. 031 991 11 77 oder 031 381 65 15.

Bestattungsinstitut Rudolf Egli AG:

Tel. 031 333 88 00.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen/

Mädchen

Frauenspital Bern, Tel. 031 632 10 10

Lantana, Fachstelle Opferhilfe,

Tel. 031 313 14 00, www.lantana-bern.ch

Mail: info@lantana-bern.ch

TOJ Jugendarbeit Bern-West

Infothek, Bernstrasse 79a, Bienzgut,

3018 Bern.

Tel. 031 991 50 85, www.toj.ch

Offen: Mi. und Fr. 14 –17 Uhr.

Rheumaliga Bern

Gesundheitsberatung bei Schmerzen.

Tel 031 311 00 06, www.rheumaliga.ch/be

Sorgentelefon

für Kinder

Gratis

0800 55 42 10

weiss Rat und hilft

sorgenhilfe@sorgentelefon.ch • SMS-Beratung 079 257 60 89

www.sorgentelefon.ch • PC 34-4900-5

KIRCHENKALENDER: MITTWOCH, 30. SEPTEMBER BIS DIENSTAG, 13. DEZEMBER

Festlicher Start

in den Advent mit Gott

Reformierte

Kirch gemeinde

Bümpliz

Bernstrasse 85, 3018 Bern

buempliz.refbern.ch

Abdankungen und Notfallseelsorge

Jede Woche ist eine Pfarrerin, ein

Pfarrer, für die Trauerfeiern und

die Notfallseelsorge zuständig.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf:

26. November bis 2. Dezember:

Pfrn. Susanne Berger, 076 375 32 14

3. bis 9. Dezember: Pfrn. Barbara

Studer, 031 992 12 28

10. bis 16. Dezember: Pfrn. Anna

Razakanirina, 076 477 30 66

Gottesdienste

Freitag, 2., 9., 16. Dezember, 18.30

Uhr, Matthäuskapelle, Bernstrasse

64

Ökumenische Abendgebete in

der Adventszeit

zum Thema «Wenn Wolf und

Lämmer zusammen sind …» Mit

dem Ökumenischen Team

Bümpliz

Pfrn. Beate Schiller, 076 302 21 38,

beate.schiller@refbern.ch

Sonntag, 4. Dezember, 10 Uhr, Kirche

Bümpliz, Bernstrasse 85

Gottesdienst mit Taufen

Pfrn. Susanne Berger, Matteo Pastorello,

Orgel. Anschliessend

Kirchgemeindeversammlung

Pfrn. Susanne Berger, 076 375 32

14, susanne.berger@refbern.ch

Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr,

Kirche Bümpliz, Bernstrasse 85

Gottesdienst mit Klein und

Gross

Ein Ad-hoc-Kinderchor singt Advents-Lieder.

Marianne Lobsiger,

Katechetin, Pfrn. Barbara Studer,

Pfrn. Anna Razakanirina, Matteo

Pastorello, Orgel. Mit Apéro

Pfrn. Barbara Studer, 031 992 12

28, barbara.studer@refbern.ch

Dienstag bis Donnerstag, 13. bis

15. Dezember, jeweils 16.30 Uhr,

Domicil Schwabgut, Normannenstr.

1

Ökumenische Weihnachtsfeiern

Mit Christina Herzog, kath., padre

Enrico Romano, missione cattolica,

Beate Schiller, ref.

Pfrn. Beate Schiller, 076 302 21 38,

beate.schiller@refbern.ch

Für alle

Adventsfenster in Bümpliz

Im Advent leuchten alljährlich

schön gestaltete Adventsfenster

bei den kirchlichen Standorten in

Bümpliz:

Donnerstag, 1. Dezember, 17.30

bis 20 Uhr, StöckTreff, Bienenstrasse

7

Feuerabend & erstes Adventsfenster:

Mit Märchenerzählerin.

Snacks und Glühmost, Marshmallows

für die Kinder

Annkatrin Graber, 079 900 59 92

Freitag, 2. Dezember, 18 bis 20

Uhr, Quartiertreff Baracke, Mädergutstr.62

Mit Umtrunk.

Barbara Bregy, 031 980 00 30, barbara.bregy@refbern.ch

Freitag, 9. Dezember, 14 bis 17

Uhr, Kirche Oberbottigen

Adventsfeier in Oberbottigen

Gemeinsame Adventsfeier in der

Kirche Oberbottigen. Das Trio

Ruth Nydegger, Hans Streit und

Peter Freudiger erfreut uns mit

Ländlermusik. Wir hören eine

Geschichte und der Ortskreis serviert

ein feines Zvieri. Anmeldung

bis Mittwoch, 7.12., bei

Pfr. Stefan Ramseier, 031 926 13

37, stefan.ramseier@bluewin.ch

Dienstags, 9 bis 11 Uhr, Kirchgemeindehaus

Bümpliz, Bernstrasse 85

Zyschtigs-Café

Hans Lüthi, 031 992 77 27, Elsbeth

Michel, 031 991 49 71, und Helferinnen

Donnerstags, 12 bis 13.30 Uhr,

Kirchgemeindehaus Bümpliz,

Bernstrasse 85

Mittagstisch

3-Gang-Menu Fr. 11.– für Erwachsene,

Fr.6.– für Schulkinder bis 16

Jahre. Vorschulkinder gratis. Anmeldung

bis am Vortag, 10 Uhr, bei

Peter Flückiger, 031 981 27 67, peter.flueckiger@sunrise.ch

Mittwochs, 8.30 bis 11.30 Uhr, Baracke,

Mädergutstrasse 62

CaféTeeria

Gönnen Sie sich eine Ruhepause

bei Kaffee, Tee und Kuchen. Kein

Konsumzwang

Claudia Galasso, 076 465 03 86,

gaclaudia@sunrise.ch

Montags, mittwochs, 12 bis 13.30

Uhr, Baracke, Mädergutstrasse 62

Mittagstisch «E Guete»

3-Gang-Menu für Fr. 11.–, Schülerinnen

und Schüler Fr. 5.–, Anmeldung

bis am Vortag, 12 Uhr, bei

Claudia Galasso, 076 465 03 86,

gaclaudia@sunrise.ch

Mittwochs, 8.45 bis 11 Uhr, Kirche

Oberbottigen, Oberbottigenweg 35

Bottige-Träff

Für Jung und Alt. Gönnen Sie sich

eine Pause. Ohne Anmeldung,

gratis.

Pfr. Stefan Ramseier, 031 926 13

37, stefan.ramseier@refbern.ch

Freitag, 9. Dezember, 15 bis 16.30

Uhr, Kirchgemeindehaus Bümpliz,

Bernstrasse 85

Tanzen im Kreis

Leitung: Maria Stalder, Anna-Barbara

Santschi

Anmeldung bis Mittwoch, 16.11. bei

stalder-maria@bluewin.ch, 031

991 05 80

Montag, 5. und 12. Dezember, 18

bis 21 Uhr, Kirchgemeindehaus

Bümpliz, Bernstrasse 85

Nähatelier für Frauen und

Männer

Kosten: Entscheiden Sie selbst!

3.–/10.–/20.– pro Abend. Schnuppern

gratis. Es braucht keine Vorkenntnisse.

Ohne Anmeldung.

Mit Rosa Presedo

Barbara Bregy, 031 980 00 30, barbara.bregy@refbern.ch

Für Frauen

Dienstags, 14 bis 16 Uhr, Baracke,

Mädergutstrasse 62

Alltagswissen für Migrantinnen

Im Alltagswissen mehr über das

Leben in der Schweiz erfahren

und dabei Deutschkenntnisse

vertiefen. Interessiert? Melden

Sie sich bei

Barbara Bregy, 031 980 00 30, barbara.bregy@refbern.ch

Donnerstag, 8. Dezember, 14 bis

17 Uhr, StöckTreff, Bienenstrasse 7

Nähatelier für Frauen

Lust, etwas zu Nähen oder zu Flicken?

Margrit Gauch steht Ihnen

zur Seite. Es braucht keine Vorkenntnisse.

Ohne Anmeldung.

Kosten Entscheiden Sie selbst! 3.–

/10.–/20.– pro Mal. Schnuppern

gratis.

Barbara Bregy, 031 980 00 30, barbara.bregy@refbern.ch

Silberclub

Montag, 5. Dezember, 8.40 Uhr,


Kirchen 35

HB Bern, Treffpunkt, Bahnhofshalle

Wandergruppe für alle

Abfahrt: 8.50 Uhr, nach Hindelbank

Brunnenhof, umsteigen in

Hindelbank auf Bus Nr. 451. Wanderung:

Hindelbank, Mattstetten;

1 Std.

Helmut Trotter, 079 316 93 91,

Housi Bigler, 079 651 12 53

Dienstag, 13. Dezember, 14 Uhr,

Kirchgemeindehaus Bümpliz,

Bernstrasse 85

Adventsfeier

Zusammen mit dem «Singtreff»

und dem «Zyschtigs-Café», Pfrn.

Barbara Studer und musikalischer

Begleitung

Caroline Prato, 031 991 07 61, caroline.prato@refbern.ch

Für ältere Menschen

Donnerstag, 1. Dezember, 14.30

Uhr, Kirchgemeindehaus Bümpliz,

Bernstrasse 85

Singtreff für Junggebliebene

Mit Instrumentalbegleitung

Caroline Prato, 031 991 07 61, caroline.prato@refbern.ch

Für Familien und Kinder

Mittwoch, 30. November, 7., 14.

und 21. Dezember, 17 Uhr, Kirche

Bümpliz, Bernstrasse 85

Adventsgeschichten

Grosseltern erzählen Adventsgeschichten

für Kinder. Keine Kosten,

ohne Anmeldung.

Pfrn. Anna Razakanirina, 076 477

30 66, anna.razakanirina@refbern.ch

Donnerstag, 1.,8., 15. und 22. Dezember,

15.45 bis 16.45 Uhr, Kirche

Oberbottigen

Gschichte im Advänt in Oberbottigen

Eine Geschichte hören, Bilder anschauen,

singen, staunen, spielen,

essen und trinken. Für Kinder ab

4 J. Eltern dürfen jüngere Kinder

gerne begleiten. Mit dem Chinderchiuche-Team

Oberbottigen.

Pfr. Stefan Ramseier, 031 926 13

37, stefan.ramseier@refbern.ch

Donnerstags, 16 bis 18 Uhr, Chleehus,

Mädergutstrasse 5

Kidstreff

Für Schülerinnen und Schüler ab

der 3. Klasse.

Kira Holz, 079 942 35 61 und Marleen

Gerhold, 079 942 35 62

Für Jugendliche

Mittwochs, 14 bis 18 Uhr, Chleehus,

Mädergutstrasse 5

Jugendtreff

Für Jugendliche ab der 7.Klasse.

Einmal im Monat am Freitag

Abendtreff.

Kira Holz, 079 942 35 61 und Marleen

Gerhold, 079 942 35 62

Ev.-reformierte Kirchgemeinde

Bethlehem

Eymattstr. 2b, 3027 Bern,

bethlehem.refbern.ch

Allgemeine Infos:

Zentrale Nummer für Bestattungen:

031 996 18 44

Für persönliche, seelsorgerliche

Dienste gelten die drei Pfarrkreise:

Altes Bethlehem, Bethlehemacker,

Untermatt

Pfr. Hans Roder, 031 991 18 49

Blumenfeld, Tscharnergut,

Westpark

Pfr. Luzius Rohr, 076 209 72 86

Brünnen, Gäbelbach, Holenacker,

Riedern, Riedernrain,

Eymatt

Pfrn. Elisabeth Gerber, 031 996 18

43

Gottesdienste

Sonntag, 4. Dezember, 10 Uhr,

Zweiter Advent, Kirche Bethlehem,

Eymattstrasse 2. Pfrn. Elisabeth

Gerber, Ivo Zurkinden, Orgel

Sonntag, 11. Dezember, 10 Uhr,

Kirche Bethlehem, Eymattstrasse

2, Dritter Advent, Pfr. Luzius

Rohr, Ivo Zurkinden, Orgel

Katholische Kirche

Bern-West

Kirche St. Antonius,

Morgenstrasse 65, 3018 Bern

Kirche St. Mauritius,

Waldmannstrasse 60, 3027 Bern

kathbern.ch

03.12.2022, 17:00 Uhr

Eucharistiefeier

Kirche St. Mauritius

04.12.2022, 09:30 Uhr

2. Advent

Messa di lingua italiana

Kirche St. Antontius

04.12.2022, 09:30 Uhr

2. Advent

Eucharistiefeier

Kirche St. Mauritius

04.12.2022, 11:00 Uhr

2. Advent

Eucharistiefeier mit Taufe

Kirche St. Antonius

07.12.2022, 06:15 Uhr

Roratefeier

Kirche St. Mauritius

07.12.2022, 18:30 Uhr

Roratefeier

Kirche St. Antonius

10.12.2022, 17:00 Uhr

Eucharistiefeier

Jahrzeit Ursula Brülhart und Marianne

Hirschi-Beutler

Kirche St. Mauritius

11.12.2022, 09:30 Uhr

3. Advent

Eucharistiefeier

Kirche St. Mauritius

11.12.2022, 09:30 Uhr

3. Advent

Eucharistiefeier mit der MCLI

Kirche St. Antontius

Evangelisch-methodistische

Kirche Bümpliz

Bernstr. 64, 3018 Bümpliz

emk-bern.ch

Würdevoll und persönlich.

24 h-Telefon 031 333 88 00

Gottesdienste

Zu den Gottesdiensten sind alle

herzlich eingeladen.

Gottesdienst zum 2. Advent

EMK Bümpliz

Sonntag, 4. Dezember 2022, 10

Uhr, mit Esther Baier

Offenes Singen

Sich einstimmen und wieder einmal

die alten Lieder aus der Kindheit

singen oder mit den Kindern

das eine oder andere Lied neu

entdecken?

BESTATTUNGSDIENST

OSWALD KRATTINGER AG

Bümplizstrasse 104B, 3018 Bern-Bümpliz

info@krattingerag.ch / www.krattingerag.ch

Bern und Region

Breitenrainplatz 42, 3014 Bern, www.egli-ag.ch

Christian Sulzer

Bestatter / Berater

Ab 12:00 Uhr werden in loser Folge

Advents- und Weihnachtslieder

gesungen. Auf Wünsche wird

soweit möglich eingegangen.

Es ist ein offenes Kommen und

Gehen, miteinander auf dem Weg

im Advent. Nach dem Gottesdienst,

um 10:00 Uhr mit Flötenmusik

und einer Stärkung in der

Gemeinschaft bei Punsch und

Weihnachts-Guetsli vor und in

der Kapelle ab 11.15 Uhr, sind die

Stimmen bereit.

Gottesdienst EMK Bümpliz 3.

Advent

Sonntag, 11. Dezember 2022, 10

Uhr

Mit Martin Streit

Gottesdienst EMK Bümpliz 4.

Advent

Sonntag, 18. Dezember 2022, 10

Uhr

Mit Jeannette Kasper

Hinweis auf die ökumenischen

Friedensgebete:

Ökumenisches Friedensgebet

Bern West

Jeweils dienstags, 12:00, Ref. Kirche

Bümpliz

Neuapostolische Kirche

Bümplizstrasse 79, 3018 Bern

bern-buempliz.nak.ch

Veranstaltungen allgemein

Sonntag 04.12., 10:45, Adventsfeier

im Anschluss an den Gottesdienst

Samstag 10.12., 11:30, Weihnachtsfeier

Senioren gemäss separatem

Programm

Gottesdienste

Donnerstag, 01.12., 20:00 Uhr

Sonntag 04.12., 09:30 Uhr

Donnerstag 08.12., 20:00 Uhr

Sonntag 11.12., 09:30 Uhr

031 991 11 77

seit 1972

24 Std. erreichbar

Reto Zumstein

Geschäftsleiter


36 Politik

29.November 2022

Regierungsrätin

Astrid Bärtschi

(die Mitte)


29.November 2022 Politik 37

KANTON BERN BUDGETIERT HOHE MILLIONENGEWINNE

Steuern sinken – doch die

Gemeinden hinken

Einen Überschuss von 114 Mio.

Franken und einen Schuldenabbau

von 50 Mio. Franken weist

der Kanton Bern für das Jahr

2023 aus. Die folgenden Jahre

sollen sogar noch erfreulicher

werden. Ganz anders sieht es in

den Gemeinden aus. Die Ausgaben,

welche diese dem Kanton

und dem Bund entrichten, fressen

rund 70% aller Einnnahmen.

Wann gedenkt der Kanton Bern,

hier die Zügel etwas zu lockern?

Dunkel werden die Zeiten im Mittelalter

beschrieben, die Armut

sorgt in der Bevölkerung für leere

Teller, während die Kirche immer

prunkhaftere Bauten hochzieht.

In extremis in Rom: Während

in der Pauluskirche 80 Tonnen

Gold verbaut werden,

verhungern auf der anderen Seite

des Tibers die Menschen. Von

Nächstenliebe und christlichen

Werten keine Spur. Diesen Vergleich

mit dem Kanton Bern zu

wagen ist natürlich masslos

übertrieben. Aber die Art wie

sich die Finanzen des Kantons

und jene der meisten Gemeinden

entwickeln, könnten gegenläufiger

nicht sein. Die positive Finanzentwicklung

des Kantons könnte

negativ aufgenommen werden

bei den Gemeinden. Die einen

prosperieren, die anderen leiden.

Steuersenkung

Wird der Kanton Bern hier reagieren?

«Direkte Massnahmen

zur Entlastung haben wir keine

vorgesehen», sagt Regierungsrätin

Astrid Bärtschi (die Mitte). An

der Medienkonferenz Ende August

gab der Kanton Bern aber

bekannt, dass er ab 2024 die

Steuersätze sowohl für natürliche

als auch für juristische Personen

senken will. 0,5 Steuerzehntel

bei den natürlichen Personen

und 2 Steuerzehntel bei den Unternehmungen.

Der Hauptstadt-

Kanton liegt im schweizweiten

Vergleich im hintersten Drittel

bei den natürlichen Personen

und belegt gar den letzten Platz

bei den Unternehmenssteuern.

Er reagiert und korrigiert nun.

«Es besteht Handlungsbedarf»,

sagt die neue Regierungsrätin

entsprechend und stellt gar in einem

zweiten Schritt weitere Senkungen

in Aussicht.

Indirekte Entlastung

Nun hilft das all jenen Gemeinden,

die an einem strukturellen

Defizit leiden, vorerst wenig. Indirekt

profitieren sie höchstens

ein wenig von einer höheren

Kaufkraft und den damit verbundenen

besseren Ergebnissen der

Firmen. Die grosse Entlastung

für die Gemeinden dürfte damit

aber ausbleiben. Sie müssen weiterhin

auf kleine Wunder hoffen.

Der millionenschwere Lottogewinn,

der Hinzug einer gewichtigen

Firma, die reiche Person, die

sich aufgrund der Umgebung

trotz Steuerbelastung niederlässt.

Wunder passieren bekanntlich

selten und so zieht eine andere

Strategie des Kantons die

Schlinge immer enger um kleinere

Gemeinden: die Fusionen. Es

ist durchaus gewollt, dass mit

steigenden Kosten und adminsitrativen

Aufgaben vor allem kleinere

Gemeinden prüfen sollen,

ob eine Fusion nicht Sinn machen

würde. Es entstünden vermehrt

kleinere Zentren. Man

denke beispielsweise an Schwarzenburg

oder Riggisberg.

Risiken inklusive

Der Kanton Bern legt zudem dar,

dass die erfreulichen Zahlen «mit

einem grossen Aber versehen

sind», wie es Beat Zimmermann,

der Leiter der Finanzplanung,

formulierte. Die Schweizerische

Nationalbank hat mit 95 Mrd.

Franken im ersten Halbjahr 2022

den grössten Verlust ihrer Geschichte

erfahren. Es ist deshalb

fraglich, wie viel und ob überhaupt

eine Gewinnausschüttung

an die Kantone erfolgen wird.

Dennoch rechnet der Kanton

hier zuversichtlich mit 480 Mio.

Franken an Einnahmen. Über

eine Mrd. Franken soll zusätzlich

der kantonale Lastenausgleich

beisteuern. Zudem wirkt sich der

Ukrainekrieg auch auf das Berner

Budget aus. Mehr Ausgaben

im Asylbereich und in der Bildung,

insgesamt 55 Mio. Franken

lautet die vorsichtige Annahme.

Mehrausgaben wird es schliesslich

auch in der Verwaltung geben.

2% mehr Lohn als Teuerungsausgleich.

Die Investitionen

auf der Ausgabenseite werden

mit Grossprojekten wie

beispielsweise dem Polizeizentrum

in Niederwangen bis 2025

mit 800 Mio. Franken ihren Höhepunkt

erreichen und anschliessend

wieder sinken. Wie gut

steht die SNB Ende des Jahres da?

Wie viele Geflüchtete aus der Ukraine

kommen wirklich? Stimmen

die Investitionen oder werden

die geplanten Grossprojekte

im Hochbau noch teurer? Das

sind die Wolken, die am Berner

Himmel aufziehen, möglicherweise

weiterziehen oder aber zu

einem Gewitter werden können.

«Dann müssten wir mit einer restriktiven

Sparpolitik reagieren»,

äussert sich Bärtschi im Sinne eines

«Worstcase-Szenarios».

Aussichten sind bewölkt

Vorerst aber herrscht eitler Sonnenschein.

Die Finanzplanung

prognostiziert steigende Gewinne

bis ins Jahr 2026. Im Jahr 2024

bereits 452 Mio. Franken und im

Jahr 2025 gar 529 Mio. Franken.

Das sind höchst erfreuliche Zahlen,

welche die Regierungsrätin

präsentieren durfte. Schuldenabbau

inklusive, was in unsicheren

Zinszeiten an Bedeutung gewinnt.

Dennoch ist der Himmel

nicht nur blau. Die Risikowolken

sind das eine, die ächzende Last,

unter der die Gemeinden leiden,

das andere. Diese werden auf die

Grossrätinnen und Grossräte

hoffen müssen, welche mit einzelnen

Vorstössen möglicherweise

da und dort eine Entlastung

erkämpfen können. Ob viel Verständnis

für den Kanton übrigbleibt,

weil die Erfolgszahlen des

Kantons risikobehaftet sind, ist

fraglich. Es reicht aber das Milchbüchlein,

um zu errechnen, dass

viele Gemeinden nicht mehr lange

durchhalten, wenn kantonale

und nationale Belastungen nicht

mittelfristig wieder abnehmen.

Ob dann die Fusion als einzige

Lösung für viel Sympathie sorgen

wird, darf zumindest hinterfragt

werden.

Der erste grosse Auftritt vor den

Medien war für Astrid Bärtschi

in diesem Spannungsverhältnis

ein gelungener. Nicht nur wegen

der Zahlen, sondern auch der Art

und Weise, wie sie die einzelnen

Punkte reflektiert und im Kontext

einordnen konnte. Für die

Gemeinden war dieser Auftritt

hingegen weniger erfreulich.

Entlastung ist keine in Sicht und

mehrere Anliegen an den Kanton

im Verteilgebiet dieser Zeitung

werden nicht oder nicht mehr

berücksichtigt. Gerade in den

Randgebieten. Die Steuern sinken,

doch die Gemeinden hinken.

Sacha Jacqueroud


38 Sport

29.November 2022

DER SC BÜMPLIZ 78 BLICKT VOLLER ZUVERSICHT RICHTUNG RÜCKRUNDE

«Wir können uns

nur selbst schlagen»

Nach der Vorrunde liegt der SC

Bümpliz 78 in der Gruppe 1 der

2. Liga regional lediglich auf

Platz 11 mit 14 Punkten aus 13

Spielen. Trotzdem gibt sich Trainer

Matijas Kovacevic im Hinblick

auf die Rückrunde optimistisch.

«Unsere Saison-Vorbereitung verlief

nicht optimal, wir hatten Abwesende

und Verletzte und mir

blieb wenig Zeit, den Spielern in

persönlichen Gesprächen meine

Vorstellungen zu erklären. Diese

Unterhaltungen sind besonders

wichtig, will man als Trainer erfolgreich

arbeiten. Doch jetzt bin

ich sehr zuversichtlich. Ich kenne

die Verhältnisse, wir verfügen

über eine starke Mannschaft,

technisch gut ausgebildete Spieler,

der Teamgeist stimmt, das Gerippe

ist seit einiger Zeit zusammen.

Ich denke, wir können uns

in der Rückrunde eigentlich nur

selbst schlagen, vorausgesetzt,

wir bringen das auf den Platz,

was wir können.»

Nun, wenn das keine Ansage ist.

Optimismus prägt das Leben des

einstigen Goalgetters, der seine

Tore mal mit links und mal mit

rechts erzielte und in Kroatien

Gegenspieler des Weltfussballers

des Jahres 2018, Luka Modric,

war. Prominent waren in Kroatien

auch seine Trainer: Miroslav

Blazevic, ehemaliger Nationaltrainer

in der Schweiz und in

Kroatien und Coach von Sion,

Lausanne, Vevey, GC und Xamax,

sowie Zlatko Dalic, der Mann, der

Kroatien 2018 zum Vize-Weltmeistertitel

führte, waren seine

Ausbildner. Von ihnen hat der

Bümpliz-Trainer einiges abgeschaut,

neben Ehrgeiz und taktischer

Rafinesse auch den unbändigen

Siegeswillen.

Neu in der Gruppe 1

In der letzten Saison war der SC

Bümpliz 78 in der 2. Liga regional

der Gruppe 2 zugeteilt worden, in

der mehrheitlich Teams aus dem

Seeland und dem Jura vertreten

sind und deshalb das Vorurteil

herrscht, dort werde ein technisch

hochstehender Fussball gespielt,

mehr Wert auf das spielerische

Element gelegt, als in der

Gruppe 1. Hier sind Teams aus

Matijas Kovacevic trainiert den SC Bümpliz 78.

der Region Bern, dem Oberland

und dem Emmental vertreten

und in dieser Spielzeit neu auch

wieder der SC Bümpliz. Der These

vom technisch besseren Fussball

in der Gruppe 2 widerspricht

Matijas Kovacevic. «Das ist nicht

der Fall, in der Gruppe 1 sind die

Spieler technisch besser ausgebildet.

Teil meiner Aufgabe ist es

auch, dafür zu sorgen, dass die

Bümplizer besser werden, Fortschritte

erzielen.» Mit einem

Trainingslager auf Malta, das von

Foto: Ohu

den Spielern zu grossen Teilen

selbst finanziert wird, soll die

Rückrunde nun optimal vorbereitet

werden, anders als dies in der

Vorrunde der Fall war – entsprechend

erhofft sich Coach Kovacevic

auch bessere Ergebnisse und

mehr Siege. «Wir lagen oft in

Führung, wurden dann aber mit

zunehmender Spieldauer zu

sorglos und verloren deshalb

Punkte, die wir nie hätten verlieren

dürfen», so der Coach, der

auch dem zuletzt vernachlässigten

Nachwuchs beim SC Bümpliz

78 wieder vermehrt Beachtung

schenken will. Bald soll als Unterbau

des Fanionteams wieder eine

A-Junioren-Mannschaft gebildet

werden.

Glücklich in Bümpliz

Kovacevic, ebenso bescheiden

wie ambitiös, fühlt sich in

Bümpliz wohl und bestens aufgehoben.

«Wir werden vom Vorstand

hervorragend unterstützt,

ich könnte mir keinen besseren

Ort vorstellen, um das Traineramt

auszuüben», so der Coach,

aus dem Land der begnadeten

ZUR PERSON

Matijas Kovacevic wurde am 18. November

1987 in Bosnien geboren. Der Kroate

spielte als Profi bei NK Varteks Varadzin

und Kamen Ingrad Velika in der höchsten

Liga Kroatiens. In der Schweiz für den FC

Thun, FC Grenchen, FC Portalban, FC

Ostermundigen und SV Slavonija Bern. Mit

Futsal Minerva wurde Kovacecic zweimal

Schweizermeister. Seit Ende Februar 2022

ist er Trainer des SC Bümpliz 78.

Ballkünstler. Als Trainer will er

sich weiterbilden, das Aufgebot

für die nächsthöhere Stufe wird

demnächst in seinem Briefkasten

liegen. In dieser Funktion kann

er hoffentlich nachholen, was

ihm als Spieler mit zwei Kreuzbandrissen

und einer weiteren

schweren Erkrankung vorenthalten

blieb: Persönliche Erfolge feiern

und als Trainer für Furore

sorgen und Siege und Punkte

sammeln

SC BÜMPLIZ 78

Pierre Benoit

• 1978 aus der Fusion des FC

Bümpliz und des FC Rot-Weiss

Bümpliz entstanden.

• 17 Mannschaften (zwei Aktive,

drei Senioren, zwölf Junioren).

• 400 Mitglieder (280 Aktive,

Senioren und Junioren, 120

Passive, Freimitglieder und

Donatoren).

• Präsident: Beat Mathys

• 1992 in die Nationalliga B

aufgestiegen.


29.November 2022 Kultur 39

EIN HKB-PROFESSOR GIBT EINBLICK IN DIE WELT DER ÄSTHETIK UND KÜNSTE

«Ohne Kunst verlieren

wir uns»

BETHLEHEM / BÜMPLIZ – In der

ehemaligen Tuchfabrik an der

Fellerstrasse 11 in Bethlehem ist

die Hochschule der Künste Bern

HKB einquartiert. Als einer von

neun Berner Standorten beherbergt

er die Direktion und Verwaltung,

das interdisziplinäre Y

Institut und die Fachbereiche

Konservierung und Restaurierung

sowie Gestaltung und

Kunst. Auf der Bümplizer Seite

der Bahnlinie Bern-Neuenburg,

an der Schwabstrasse 10, ist der

Standort des HKB-Masterstudiengangs

Contemporary Arts

Practice angesiedelt. Prof. Dr.

Thomas Strässle ist Co-Leiter

dieses Studiengangs sowie des

Y Instituts. Im Interview lässt er

die Lesenden in die Welt der Ästhetik

eintauchen und verrät,

welchen Stellenwert die Kunst

für eine Gesellschaft hat.

Thomas Strässle, was bedeutet

Ästhetik für Sie?

Der ursprüngliche Wortsinn von

Ästhetik, «aisthesis», zeigt eine

Ambivalenz: Es ist eine Form von

Rezeption, von Wahrnehmung,

aber auch die Lehre von den

schönen Gegenständen. Die beiden

Pole befruchteten sich gegenseitig.

Ich bewegte mich schon

immer in diesem Spannungsfeld

zwischen der produzierenden

Kunst und der rezeptiven, analytischen

Wissenschaft. Und irgendwann

merkte ich, wie wichtig

die Darstellungsweise ist – die

Art, wie etwas vermittelt wird.

Wie kann ein Thema einem breiten

Publikum zugänglich gemacht

werden, ohne Konzessionen

beim Inhalt und beim Anspruch

zu machen? Ästhetik hat

viel mit Stil zu tun, mit Klarheit

und Schlankheit. Als Professor

ermutige ich die Studierenden,

ab und zu die Perspektive zu

wechseln. So liess ich Germanistikstudierende

zum Beispiel

selbst Texte schreiben.

Auch Laien lesen Ihre Publikationen.

Wie kommt das?

Ich merkte, dass ich als Kulturund

Literaturwissenschaftler

Themen bearbeite, die eigentlich

ein grösseres Publikum ansprechen.

Es gibt einen Echoraum, der

reagiert. Anders, als wenn nur

Thomas Strässle im hauseigenen Restaurant «Buffet nord».

Wissenschaftler wissenschaftliche

Publikationen lesen. Denn

mit der Art der Darstellung kann

viel gemacht und einem breiteren

Publikum ein Zugang ermöglicht

werden. Und da sind wir wieder

bei der Ästhetik: Meine Publikationen

müssen möglichst klar und

schlank sein. Bei jedem Fremdwort

überlege ich mir, ob es nicht

ein deutsches Wort dafür gibt. Ein

letzter Arbeitsschritt lautet «jäten»:

Jedes Wort wird darauf geprüft,

ob es wirklich gebraucht

wird oder nicht. Es kommt nämlich

nicht nur darauf an, was man

vermittelt, sondern auch, wie

man es tut.

Welche Rolle spielt dieser gesellschaftliche

Echoraum für die

Kunsthochschule?

Wir beschäftigen uns mit Fragen,

die ins Zentrum der Gesellschaft

hineinweisen. Nicht Schönheit,

nicht künstlerische Konzepte,

sondern Themen. Was heisst

Wahrheit, was heisst Wahrhaftigkeit,

was ist Lüge? So oft wurde

den Leuten etwas vorgegaukelt.

Mir gefällt an der Hochschule der

Künste Bern, dass sehr viele Angestellte

kleine Pensen haben. Somit

haben wir eine permeable

Struktur: Sie bringen alles aus ihren

anderen Engagements mit

rein und nehmen auch wieder

vieles mit raus.

Haben Kunstschaffende einen

Aussenblick oder sind sie Teil der

Welt?

Bei der Kunst meint man oft, die

Inspiration fliege einem im stillen

Ausstellung im Obergeschoss.

Kämmerlein zu. Das ist Quatsch.

Sie hat viel mit Analyse zu tun,

mit Üben, mit Technik und Organisation.

Um Kunst zu produzieren,

ist die Rezeption von Kunst

wichtig – es ist Material, mit dem

man gefüttert wird, woraus man

schöpfen kann. Durch die Analyse

erhält man ein Traditionsbewusstsein.

Kunst ist eigentlich ein

grosser Verdauungsvorgang der


40 Kultur

29.November 2022

ganzen Kulturgeschichte. Die gleichen

Sachen kommen in verwandelter

Form immer wieder vor.

Das «Niedagewesene» ist eine

neuzeitliche Idee. Man denkt,

Kunst müsse etwas ganz Neues

sein. Ich sehe es aber immer als

einen Anschluss an etwas. Kunst

und Gesellschaft befinden sich in

einem ständigen Dialog. Sonst

würden wir wie in Blasen nur um

uns selbst kreisen. Für Kunsthochschulen

ist es wichtig, dass

ein ständiger Dialog zwischen der

Öffentlichkeit und der Institution

stattfindet. Ein öffentlicher Diskurs

bringt auch einen politischen

Diskurs in die Ästhetik hinein.

Also prägt Politik die Kunst?

In den letzten Jahren fand eine

verstärkte Politisierung statt. Die

Gründe dafür sind vielfältig: Identitätspolitische

Diskussionen, Antirassismus,

Antisexismus, «Fridays

for Future», die Aufsplittung

der binären Geschlechtersysteme

und vieles mehr. Auch durch die

Corona-Pandemie und die Ukrainekrise

haben sich die politischen

Schockwellen verdichtet, was einen

Eindruck auf das Klima an

den Kunsthochschulen hat. Wir

leben in einer Zeit, in der eine

Form von Ästhetik, die sich nur

um sich selbst kümmert, nicht

mehr möglich ist, was vor einigen

Jahren noch anders war. Die politische

Funktion von Ästhetik trat

in den letzten Jahren in den Vordergrund.

Darum ist auch der Dialog

so wichtig. Die Kunsthochschulen

sind Hotspots gesellschaftlicher

Diskurse, weil sie offener

und weniger hierarchisch

organisiert sind als Universitäten.

Die Kunststudierenden sind auf

einen gesellschaftlichen Echoraum

angewiesen. Wir greifen

das auf und versuchen immer,

schnell auf Aktualitäten zu reagieren

und neue Leute hineinbringen

zu können. Das hält uns

offen gegenüber gesellschaftlichen

Strömungen und ist ein grosser

Vorteil. Die Resultate zeigen

sich in der Kunst, die produziert

wird.

Kunst kann also etwas erklären?

Kunst ist ein Schlüssel für die

Wirklichkeit. Wie sollen wir verstehen,

wie man miteinander umgeht

und wie man Sachen anschaut,

wenn nicht über Anschauungsbeispiele

aus dem Theater

oder der Bildenden Kunst? Eine


29.November 2022 Kultur 41

Bühne oder Gegenstände in Verzerrung

sind Schulungen, wie wir

mit der Wirklichkeit umgehen

können. Wenn Kunst nicht mehr

das ist, dann ist es Kitsch geworden.

Dieser wiegt uns in einer heilen

Scheinwirklichkeit. Dort

stimmt alles, es gibt keine inneren

Spannungen, keine Zweideutigkeiten.

Ästhetik jedoch muss nicht

schön sein, sondern muss eine

Schneise schlagen, einen Spalt in

die Wirklichkeit, der uns etwas

aufschliesst. Denn unsere Welt ist

konfliktuös, ambivalent, verschattet.

Kunst führt uns in diese Realität

und ermöglicht uns, sie mit

anderen Sinnen wahrzunehmen,

als wir es gewohnt sind. Diese

Spannung zwingt uns dazu, neue

Perspektiven einzunehmen, und

erlaubt uns andere Blickwinkel.

Wo spielt Ästhetik in der Gesellschaft

sonst noch eine Rolle?

Etwa in der Politik. Da sehen wir

so viel Rhetorik und Theatralität.

Wichtig sind Gestik, Mimik, die

Stimme, ein dramaturgischer

Spannungsbogen. Man sieht aufwändige

politische Inszenierungen.

Man muss sich nur Abstimmungskämpfe

oder Gipfeltreffen

anschauen. Heute bewundert die

ganze Welt Wolodymyr Selenskyj.

Dass er ursprünglich aus der

Kunst kommt, hat ihm sicher geholfen.

Zum Schluss: Warum ist Kunst

wichtig?

Kunst ist Selbstvergewisserung.

Sie ist nicht Zutat, sondern gehört

ins Zentrum einer Gesellschaft,

die mit sich selbst beschäftigt ist

und Aufschluss darüber erlangen

möchte, wer sie eigentlich ist.

Wenn es keine Kunst mehr gäbe,

würden wir uns verlieren.

Salome Guida


42 Jubiläum

29.November 2022

MARKENVERTRETUNG MIT STOLZ

50 Jahre

Werner Blunier AG

Die Werner Blunier AG blickt mit

Stolz auf das erste halbe Jahrhundert

zurück: Sie feiert in diesem

Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Im

Jahr 1972 wurde die Firma im

Brünnengut von Werner Blunier

gegründet. Die Markenvertretung

von Honda in der Stadt Bern wurde

im Jahr 1988 übernommen. Bis

heute vertritt die Firma die Marke

mit Stolz und arbeitet nach der

Honda Philosophie «The Power of

Dreams». Im vergangenen Jahr

wurden die Bauarbeiten der

brandneuen und modernen

Werkstatt fertiggestellt und anfangs

2022 wurde die vollautomatische

und rund um die Uhr geöffnete

Waschanlage Bern West in

Betrieb genommen. Seit dem 01.

September vertritt die Werner

Blunier AG die Marke Maxus im

Raum Stadt Bern, welche vollelektrische

Nutzfahrzeuge anbietet.

Das Familienunternehmen

freut sich auf die künftigen Jahre

voller Freuden und Herausforderungen.

Die Werner Blunier AG

zeichnet sich seit Jahren mit Qualität,

kompetentem Kundenservice

und einem familiären Team

aus. Heute arbeiten drei Generationen

unter einem Dach: Ingrid

Blunier (Frau des Gründers),

Jeannine Blunier Bigler (Tochter

des Gründers) und Dan Bigler

(Enkelsohn des Gründers).

Am Donnerstag, 27. Oktober zelebrierte

die Werner Blunier AG

mit einem grossen Fest das Firmenjubiläum.

Geschäftsführerin,

Jeannine Blunier bedankte sich

bei allen Besuchern und bei ihren

Mitarbeitern für die unvergessliche

Feier. PD Der Jubiläums-Anlass bei der Werner Blunier AG war gut besucht. Foto: zvg

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29.November 2022 Kolumne 43

KRANKE KASSEN STATT KRANKENKASSEN UND WESHALB NICHT ALLE MITARBEITENDEN DIE FUSION MITBEKOMMEN

Von Irrungen und

Verwirrungen

In meiner vorletzten Kurzgeschichte

habe ich davon geschrieben,

wie sehr die Künstliche

Intelligenz unser Leben

verkompliziert. Aber oftmals

braucht es dazu gar keine KI, der

Mensch schafft das von allein,

natürlich dank den ihm vorgeschriebenen

Prozessen. Hier

zwei Beispiele aus der Leserschaft,

die mich nach meinem

Aufruf an Sie erreicht haben. Die

erste Story kommt von Anna

Röthlin*, die zweite von Albert

Dürig*.

In meinem Estrich sind überraschend

zwei alte Mediaboxen von

UPC aufgetaucht. Nun wollte ich

mich telefonisch erkundigen, ob

ich diese Boxen bei einem Sunrise-Shop

abgeben kann, bevor ich

diese schweren Dinger dorthin

schleppe. Es gibt 3 Sunrise-Shops

in Bern, alle mit derselben Telefonnummer,

nichts also von Direktwahl.

Nach dem üblichen

nervigen mehrfachen «Drücken

Sie die Taste…», Kontakt mit einem

Mitarbeiter von Sunrise. Er:

«Sprechen Sie Deutsch?» Durchaus,

ja. Ich habe versucht, dem

wirklich netten Mann mein Anliegen

so einfach wie möglich zu

erklären: «Kann ich die alten

UPC-Mediaboxen im Sunrise-

Shop abgeben?» Stille. Dann sein

erster Tipp: «Schicken Sie die Boxen

an UPC.» - « Nein, ich will sie

abgeben, nicht schicken.» Zweiter

Tipp: «Bringen Sie die Boxen

in einen UPC-Shop.» Nach meinem

spontanen Lachanfall kläre

ich den Berater behutsam darüber

auf, dass UPC und Sunrise fusioniert

haben und es keine UPC-

Shops mehr gibt. Meine Güte, diese

Fusion kam wohl für die Beteiligten

sehr überraschend…

Im Sunrise-Shop haben sie die

Boxen anstandslos zurückgenommen.

Natürlich wollten sie mir

bei dieser Gelegenheit auch

gleich ein neues Abo von Sunrise

empfehlen, da ich noch immer

UPC-Kunde bin. Um mir ein entsprechendes

Angebot unterbreiten

zu können, wollten sie deshalb

husch im Computer nachschauen,

welche UPC-Produkte

ich denn genau habe. Was für

eine Überraschung: Sie sahen

zwar meine Daten, fanden aber

weder meine Produkte, noch irgendwelche

Rechnungen.

Und jetzt geht es in den ÖV. Da

hat Albert Dürig seinen Rucksack

mit wertvollem Inhalt vermutlich

liegen lassen. Möglich ist aber

auch, dass er unterwegs beklaut

wurde. Was für ein Glück hat Dürig

eine DiebstahlPLUS-Versicherung.

Er fragt zuerst bei der

Bahnpolizei, Bereich Nachforschungen,

gefundene Gegenstände.

Und dann geht es z’Grächtem

los, mit Irrungen und Wirrungen.

Fakt zum Schluss: Für die Versicherung

benötigt Dürig einen ordentlichen

Polizeirapport. Nur:

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Dürig sucht also die Gemeindepolizei

seines Wohnorts auf

(Sie merken, liebe Lesende, wir

sind im Kanton Freiburg), von wo

aus man ihn zur Kantonspolizei

schickt. Und was steht dort an die

Türe geschrieben, waseliwas?

«Posten geschlossen». Für Diebstähle

ohne Täterverdacht könne

man sich 24/7 an www.suisseepolice.ch

melden, um das entsprechende

Formular auszufüllen.

Formular von Dürig geöffnet.

Dort sind diverse Felder wie Fotoapparat,

elektronisches Gerät,

Sportgerät zum Anklicken. also

beginnt Dürig mit dem Anklicken,

weil diverses zutrifft. Das Dumme

daran: Klickt man ein Feld an

und danach ein anderes, löscht es

den vorherigen Eintrag, also kann

nur ein Feld aktiviert werden. Da

hat es immerhin noch ein Feld

«Andere Gegenstände», also

klickt Dürig jenes an. Und was bekommt

er zu lesen? «Eine Anzeige

über Suisse epolice ist für Sie

nicht möglich. Bitte wenden sie

sich direkt an ihre nächste Polizeistelle.»

Das alles schreibt Dürig

der Versicherung, vermutet aber,

dass die symbolische Velokette

mit dieser grossen Anstrengung

reisst (Männer wissen Bescheid…)

und er nicht entschädigt wird,

weil er ehrlicherweise offen lässt,

ob der Rucksack vergessen oder

gestohlen wurde. Ausgang ungewiss,

aber man(n) kann sich ja irren.

Überhaupt scheint Dürig ein

Pächvögeli zu sein. Seine Steuerverwaltung

hat ihm die freiwilligen

Zuwendungen - die er seit

bald 20 Jahren unverändert eingibt

-, plötzlich gestrichen. Den

Grund habe man ihm vor einem

Jahr bereits schriftlich mitgeteilt.

Nur gibt es offenbar keine Kopie

dieses Schreibens.

Und auch mit seiner Krankenkasse

hat er ein Intermezzo, indem

die Rechnungen immer prompt

kommen, die Vergütungen aber

monatelang nicht. Dürig ist hier

mit seinem Problem nicht allein.

Ich selber bin bei der gleichen

Kasse registriert und erlebe Ähnliches.

Ein Brief mit Belegen, der

angeblich nicht angekommen ist,

wie sich nach Rückfrage mehrere

Wochen später ergibt. Also geht

die «Chose» zum zweiten Mal

nach Bern. Echo, nach einer weiteren

Rückfrage meinerseits: «Bitte

schicken Sie uns das in Frage

stehende Dokument zu». Wenn

ich es mir richtig überlege: Solche

Intermezzi gehören zwingend in

die Werbung für kranke Kassen,

diese Episoden haben echten Unterhaltungswert.

Der Alltag der

Versicherer ist ja trist genug.

*Namen geändert

Thomas Bornhauser

DER AUTOR

Thomas Bornhauser lebt in Wohlen

und schreibt jedes Jahr einen

Kriminalroman. Mit der gleichen

Leidenschaft hat er auch mehrere

Chäsereien-Führer geschrieben.

bosaugenblicke.ch


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29. November 2022

Auto

45

VW Multivan: Flexibelster Van seit je

Der Multivan T7 ist der

Nachfolger des Modells T6.1.

Er ist mächtiger, moderner

und digitaler.

Am vollständig neu konzipierten

VW Multivan fallen aussen die

strömungsgünstige Karosserie,

das Dreieckfenster hinter der A-

Säule, die hohen Fenster sowie

der umlaufende Chromstab auf.

Eine neue Entwicklungsstufe modernster

Assistenz-, Bedien- und

Infotainmentsysteme bereichert

zudem den Komfort und die Sicherheit.

Im sehr flexiblen Innenraum

fühlen sich bis zu sieben

Personen und ihr Gepäck

wohl, denn die Flexibilität ist

schier grenzenlos.

Gut: Beim VW Multivan fallen das Dreieckfenster und die Chromleiste auf.

Vielseitig und durchdacht

Wie es der Name bereits andeutet,

ist der Multivan vielseitig einsetzbar.

Die Sitze lassen sich in

verschiedenen Positionen in den

vorhandenen Schienen fixieren.

Sein Antriebsstrang (2.0 TDI, 204

PS/320 Nm und 7-Gang-Doppelkupplung)

ist harter Arbeit genauso

gewachsen, wie Fernfahrten

(Spitze 200 km/h) oder Kurzstrecken

in der Stadt (VIP-Taxi).

Die Passagiere steigen dabei

durch die elektrisch bedienten

Schiebetüren von beiden Seiten

bequem ein. Die Übersicht auf

die Strasse ist sehr gut. Zudem ist

es im Innenraum extrem ruhig.

Auch mit seinen Fahrleistungen

darf sich der VW sehen lassen, sie

sind mit einem PW vergleichbar.

Einziger Wehrmutstropfen ist die

Tatsache, dass der Multivan

(noch) ohne Elektro-Motor auskommen

muss.

Renault Austral: Das Wendewunder

Renault bringt einen neuen

Crossover in das C-Segment:

Austral. Der ist ein durch und

durch modernes Fahrzeug.

So zeigt das Aussendesign des

Neuen Austral nicht nur Merkmale

der SUV-Kategorie. Er wirkt

auch gleichermassen athletisch,

sinnlich und sogar technologisch.

Weil keine Schraube und kein Detail

gleich ist, wie beim Vorgänger

Kadjar, werden die Fortschritte

beim Platzangebot, der

Kommt bald: Der Renault Austral überzeugt auf kurvigen Strecken.

Digitalisierung und der Verarbeitung

überall deutlich.

Enorm wendig und sparsam

Der Austral verfügt über einen

brandneuen, perfektionierten E-

Tech-Vollhybridmotor ohne Ladestecker.

Er wurde für Fahrzeuge

der höheren Segmente konzipiert

und weiterentwickelt, um

ein Plus an Leistung und Fahrvergnügen

mit einem reduzierten

Verbrauch und geringeren

CO2-Emissionen zu erzielen. Die

kombinierte Leistung liegt bei

146 kW bzw. 200 PS. Unterwegs

werden die Vorteile der Allradlenkung

4Control Advanced sehr

schnell klar: Kein vergleichbares

Fahrzeug wendet auf 10,1 Meter

wie der neue Austral.

Boxenstopp

Toyota Corolla Cross

Jetzt bietet Toyota auch den Corolla

in einer Cross-Version an.

Der Corolla Cross ist das erste

Modell mit der 5. Generation der

Hybridtechnologie, leistungsfähiger

und noch effizienter. Der Antrieb

– mit 1.8- oder 2.0-Liter Benzinmotor

– ist neu abgestimmt

worden. Front- und Allradantrieb

sind möglich. Das Interieur

ist konsequent auf die Anforderungen

des Alltags ausgerichtet.

Es präsentiert sich als heller, offen

wirkender Raum mit guter

Sicht auf allen Plätzen durch grosse

Seitenfenster und die erhöhte

Sitzposition hinter dem Lenkrad.

Mazda2 Hybrid

Der neue Mazda2 Hybrid hat den

parallelen und tausendfach bewährten

Vollhybridantrieb für

alle, die ihr Gewissen beruhigen

möchten. Die Fertigungsqualität,

die Sicherheit und der Komfort

werden grossgeschrieben. So wie

er aussieht, fährt der Kleinwagen

auch: wendig und agil in der

Stadt, locker und spurtreu bei

Kurvenfahrt sowie kraftvoll am

Berg. Wer der Umwelt Sorge tragen

möchte, dem sei der Mazda2

Hybrid empfohlen.

Texte und Fotos: Roland Hofer

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Herausgeber: IMS Marketing AG, Köniz

Verlag BümplizWoche: IMS Marketing AG,

BümplizWoche, Gartenstadtstrasse 17, 3098 Köniz

Online: buemplizwoche.ch

Redaktion:

Dennis Rhiel (Chefredaktor, drh), Yves Schott (ys),

Dominik Rothenbühler (Sponsored Content, dr),

Pierre Benoit (Sport, be)

redaktion@buemplizwoche.ch

Layout: bm media AG

Fotos: Franzsica Ellenberger, Andreas von Gunten

Freie Mitarbeitende: Marc de Roche (mdr), Thomas

Bornhauser (bo), Peter Widmer (pw), Michèle Graf (mg),

Max Werren (mw)

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Verkauf und Beratung: Ricardo Krenger, Tel. 031 978 20

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Verteilgebiet: Bümpliz, Bethlehem, Oberbottigen, Riedbach,

Frauenkappelen, Hinterkappelen, Thörishaus, Wangental

Copyright: Die Verwertung der in diesem Titel abgedruckten

und auf der Website buemplizwoche.ch veröffentlichten

redaktionellen Beiträge, Inserate oder Teile davon –

insbesondere zur Einspeisung in Online-Dienste – durch

nicht autorisierte Dritte ist untersagt. Jeder Verstoss wird

vom Herausgeber gerichtlich verfolgt.

Nächste Ausgabe:

Dienstag,13. Dezemebr 2022

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Gesamtlänge 133 cm, solange Vorrat.

Höhe 50 cm

29. 95 27588666

Laterne

Verschiedene Ausführungen

und Grössen erhältlich.

www.bauhaus.ch

Alle Angebote solange Vorrat.

LED-Rentier, 5er Set

Acryl, 40 warmweisse LEDs,

Kabellänge 5 m, für den Innenund

Aussenbereich geeignet,

L 400 x B 13 x H 19 cm.

67136539

Batteriebetrieben

12. 80

66956123

5er Set

69.–

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je

18. 50

Dekowichtel

Ho Ho Ho

Höhe 47 cm

29360453

BAUHAUS Fachcenter Niederwangen | Hallmattstrasse 32 | Niederwangen (BE)


Do., 1. 12.

50%

9.95

statt 19.90

Fr., 2. 12.

50%

8.45

statt 16.95

Cailler Pralinés Sélection, 407 g (100 g = 2.44)

Chicco d’Oro Tradition,

Bohnen, 1 kg

Sa., 3. 12.

30%

32.55

statt 46.50

Mo., 5. 12.

40%

ab 2 Stück

auf das ganze

Nescafé Dolce Gusto

Kapselsortiment

nach Wahl

Champagne AOC

Laurent-Perrier, brut,

75 cl (10 cl = 4.34)

(exkl. Coop Prix Garantie und Starbucks)

z. B. Nescafé Dolce Gusto Café au Lait, 30 Kapseln

7.10 statt 11.90 (1 Stück = –.24)

Di., 6. 12. Mi., 7. 12.

50%

50.40

statt 100.80

50%

ab 2 Stück

auf Coca-Cola Classic

und Zero, 6 × 1,5 Liter

nach Wahl

Douro DOC Fabelhaft Niepoort

2020, 6 × 75 cl (10 cl = 1.12)

z. B. Coca-Cola Classic, 6 × 1,5 Liter

6.30 statt 12.60 (1 Liter = –.70)

Verkauf nur in haushaltsüblichen Mengen, solange Vorrat.

Jahrgangsänderungen vorbehalten. Coop verkauft keinen Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren.

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