Effizienz - MM Logistik

mm.logistik.vogel.de

Effizienz - MM Logistik

Flughafenlogistik Seite 16 ·Archivierung Seite 28 ·Schadenhaftung Seite 38 · Oursourcing · Seite 48

14. Juni 2006 Ausgabe 5 � 6,– B 70228

L AGERTECHNIK

Kassettenmodule

und Picksysteme

Waren früher im Stahl- und

Metallhandelsgeschäft große

Auftragseinheiten gefragt,

geht der Trend heute zu kleineren

Einheiten.

Seite 24

V ERPACKUNGSTECHNIK

Einweg- contra

Mehrwegsysteme

Eine Studie gibt einige wichtige

Entscheidungshilfen und

informiert über qualitative

und quantitative Stärken beider

Verpackungssysteme.

Seite 30

D ISTRIBUTION

Modernisierte

Verladeanlagen

Nicht immer geht es beim

Installieren von Verladeanlagen

und Dockingstationen

um Neuausstattungen. Kompetenz

und Know-how der

Hersteller sind auch bei der

Modernisierung, Sanierung

und Umgestaltung gefragt.

Seite 40

M ANAGEMENT UND IT

Weiterbildung hat

Konjunktur

Der Aus- und Weiterbildungsmarkt

boomt. Absolventen

haben die Qual der

Wahl: Es gilt die richtigen

Akzente zu setzen, um beruflich

profitieren zu können.

Seite 44

Logistik

www.mm-logistik.de


EDITORIAL

AKTUELLES

S UPPLY -CHAIN-SECURITY

Fort Knox ist überall

In knapp drei Monaten jährt sich die Einschulung meines älteren

Sohnes zum fünften Mal. Ich erinnere mich gern an das

Strahlen in den Gesichtern der ABC-Schützen, den warmherzigen

Empfang der älteren Jahrgangsstufe für die Neuen, die

prallen Schultüten. Zurück in der Redaktion der Schock: Fanatische

Verbrecher hatten sich und die Passagiere entführter

Linienmaschinen ins New Yorker World Trade Center gestürzt.

Niemand konnte damals anhand der ersten Bilder, von CNN

im Internet gestreamte Amateuraufnahmen, die Reichweite der

Anschläge des 11. September 2001 erahnen. Bis heute

hat „Nine Eleven“ nicht nur die Terrorabwehr

allgemein, sondern insbesondere den grenzüberschreitenden

Verkehr von Personen und Gütern

nachhaltig beeinflusst. Security ist weltweit das

Schlagwort, getrieben vom Fort Knox-ähnlichen

Sicherheitsbedürfnis der US-Behörden.

Die Fachmesse Eurocargo in Köln widmete sich

dem Thema mit einer Sondershow „Logistics

Security“. Interessierte konnten Fakten

zu internationalen Anti-Terror-

Vorschriften in Erfahrung bringen und

ob sich die Themen Sicherheit und

Effizienz tatsächlich widersprechen

müssen. „Jede administrative Hürde

belastet den freien Handel“, erklärte

Gerhard Riemann in Köln, Präsidiumsmitglied

des Bundesverbandes

des Deutschen Groß- und Außenhandels

e.V. (BGA). Hierzulande hätte

man zu spät und unausgewogen auf

die neue Situation reagiert. Das sei gerade für Deutschland

nachteilig, bei einem Anteil von 9,3% an den globalen Exporten.

Insbesondere die Luftverkehrsunternehmen sehen sich als

Hauptbetroffene. In Deutschland gibt es etwa 24 000 Verlader

mit regelmäßiger Luftfracht. „Da ist ein Wirtschaftszweig innerhalb

der Aviation entstanden, an den vor zehn Jahren noch niemand

dachte“, nimmt Wolfgang Plantholt, Deutschland-Sprecher

der Air France Cargo, zu den Sicherheitsmaßnahmen Stellung.

Am Flughafen Köln/Bonn werde die Sicherheit besonders

groß geschrieben. „Das nimmt schon beinahe DDR-Manieren

an“, so Plantholt. Selbst die Bodengruppen der Autos der Speditionsmitarbeiter

würden mit Spiegeln untersucht. Der Bundesverband

der Deutschen Industrie e.V. (BDI) sieht durchschnittliche

Sicherheitsaufwendungen von 130 000 Euro auf seine Mitglieder

zukommen und lehnt die Kostenübernahme dafür ab.

Eines ist sicher: Verlader, Spediteure, Verkehrs- und Innenministerien

können alles Erdenkliche tun, um die globale Supply-Chain

abzusichern – einen 100%igen Schutz wird es niemals

geben. So kommt auch die Sicherheit nicht am Wirtschaftlichkeitsprinzip

vorbei: Mit gegebenem Aufwand ein Maximum

an Erfolg – in diesem Fall Sicherheit – zu realisieren. MM

Einen 100%igen Schutz wird

es niemals geben, selbst wenn

die Ausgaben für Technik und

Systeme in noch so erdenkliche

Höhen geschraubt werden.

Bernd Maienschein


14. Juni 2006

4 MM Logistik · 5/2006

Logistik

Logistik-Symposium

Prof. Peter Klaus: „Die gemeinsame

Tätigkeit im Cluster erbringt

einen höheren Stellenwert

als die isolierte Arbeit in

einzelnen Instituten und

Unternehmen.“

Seite 12

AKTUELLES

LEITARTIKEL

Supply-Chain-Sicherheit: USA setzt Normen 3

AUS DER BRANCHE

M-Log: Hausmesse zum Einjährigen 6

Easternair Cargo: Moskau–Samara in sieben Tagen 6

BVL: Deutscher Logistikpreis ausgelobt 7

Rhenus: Outsourcing nach wie vor mit Potenzial 7

TU Berlin: Beschaffung anders gesehen 8

Paul Craemer: Moderner Netzauftritt 9

Witron: Dynamic Picking System für Berner 10

Schenker Deutschland: Vorstand sieht auf Qualität 10

Logistik-Symposium Prien: Rekordzuspruch 12

Gazeley: Shanghai-Niederlassung eröffnet 14

FÖRDERTECHNIK

FLUGHAFENLOGISTIK

Der Luftfracht-Wettbewerb geschieht am Boden 16

LAGERTECHNIK

KEP-Dienste

Aus ökologischen und ökonomischen

Motiven arbeiten die

KEP-Dienstleister daran, ihre

Kurierfahrten und die dahinter

liegende Organisationsstruktur

möglichst effektiv zu gestalten.

Seite 34

LANGGUTLAGER

Kassettenmodule und Picksysteme liegen im Trend 24

Wellpappe

Insbesondere bei

Einwegverpackungen

für Obst und Gemüse

hat Wellpappe

die Nase vorn.

Seite 30

VERPACKUNGSTECHNIK

WELLPAPPE

Bei Obst und Gemüse hat Wellpappe die Nase vorn 30

DISTRIBUTION

KEP-DIENSTE

Fahrtrouten und Organisation werden getrimmt 34

SCHADENHAFTUNG

Montrealer Übereinkommen: Begrenzte Haftung 38

DOCKINGSTATIONEN

Modernisierungskompetenz ist gefragt 40

MANAGEMENT UND IT

AUS- UND WEITERBILDUNG

Absolventen haben die Qual der Wahl 44

OUTSOURCING

After-Sales-Service: Herausforderung für China 48

SERVICE

Archivierung

Mit Dokumentenscannern lassen sich

Vorlagen jeder Art erfassen und in die

digitale Welt zurückführen.

Seite 28

PRODUKTE 22, 32, 43

IMPRESSUM 50

DOKUMENTENMANAGEMENT

Im Lager bieten digitale Geräte mehr Effizienz 28 Titelbild: Frachtstück-Sortierung im TNT-Hub; TNT Express


UNTERNEHMEN

SERVICE

Unternehmensverzeichnis

Firmen, die in diesem Heft redaktionell erwähnt sind

A

ACL Advanced Cargo Services 16

Active Logistics . . . . . . . . . . . .47

Admova . . . . . . . . . . . . . . . . . .7

AGT-Logistic . . . . . . . . . . . . . . .6

Air France Cargo . . . . . . . .3, 16

Airbus . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

Alnatura . . . . . . . . . . . . . . . . .30

Arbeitsgemeinschaft

Deutscher Verkehrsflughäfen 16

B

Barkawi . . . . . . . . . . . . . . . . .48

Bayerisches Staatsministerium

für Wirtschaft, Infrastruktur,

Verkehr und Technologie . . . .12

Bayern Innovativ . . . . . . . .6, 12

Berndt & Partner . . . . . . . . . .30

Berner . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

BME Akademie . . . . . . . . . . . .15

Breitenburger Milchzentrale . .22

BT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14

Bundesministerium

für Bildung und Forschung . .34

Bundesverband der

Deutschen Industrie . . . . . . . . .3

Bundesverband des Deutschen

Groß- und Außenhandels . . . . .3

Bundesvereinigung

Logistik . . . . . . . . . . . . .7, 8, 44

C

Canon . . . . . . . . . . . . . . . . . .28

Cargogate . . . . . . . . . . . . . . .16

Coca Cola Enterprise . . . . . . . .7

Craemer . . . . . . . . . . . . . . . . . .9

D

Dambach . . . . . . . . . . . . . . . .24

Deutsche Außenhandels-

und Verkehrsakademie . . . . . .44

Deutsche Logistik Agentur . . .44

Deutsche Post World Net . . . .34

Deutscher Speditions- und Logistikverband

. . . . . . . . . . . . . . .38

DFDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14

DHL . . . . . . . . . . . . . . . . .16, 34

DHL Exel Supply Chain . . . . . .34

DHL Express . . . . . . . . . . . . . .14

DPD Geopost . . . . . . . . . . . . .34

Duropack . . . . . . . . . . . . . . . .30

DUS Cargo Logistics . . . . . . . .16

E

Easternair Cargo . . . . . . . . . . . .6

EHG Stahlzentrum West . . . . .24

Emirates Sky-Cargo . . . . . . . .16

F

Fachhochschule Nürnberg . . . .6

Fachhochschule Rosenheim . .12

Fed-Ex . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

Feige . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

Flughafen Charles de Gaulle . .16

Flughafen Düsseldorf . . . . . . .16

Flughafen Düsseldorf

Ground Handling . . . . . . . . . .16

Flughafen Frankfurt . . . . . . . .16

Flughafen Hahn . . . . . . . . . . .16

Flughafen Köln/Bonn . . . . . . .16

Flughafen München . . . . . . . .16

Fraport . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

Fraport Cargo Services . . . . . .16

Fraunhofer-Arbeitsgruppe

für Technologien der Logistik-

Dienstleistungswirtschaft . . . .14

Fraunhofer-Institut für

Materialfluss und Logistik . . . .12

G

Gazeley . . . . . . . . . . . . . . . . .14

Geodis . . . . . . . . . . . . . . . . . .14

Geopost . . . . . . . . . . . . . . . . .34

Georg-Simon-Ohm-

Fachhochschule . . . . . . . . . . . .6

GO Express & Logistics . . .34, 44

GO General Overnight

Service . . . . . . . . . . . . . . .34, 44

GSO-Management-Institut . . . .6

H

Hafa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40

Hamburg School of Logistics .44

Hörmann . . . . . . . . . . . . . . . .40

I

IDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14

Igus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23

IIR . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9, 15

ILS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44

Intermec . . . . . . . . . . . . . . . .47

K

Kasto . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24

KLM Cargo . . . . . . . . . . . . . . .16

Köver . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

Kühne + Nagel . . . . . . . . . . . .14

L

Linde Akademie . . . . . . . . . . .15

Logistik-Kompetenz-Zentrum

Prien . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12

Lufthansa Cargo . . . . . . . . . . .16

LUG Aircargo Handling . . . . .16

LXE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

M

MAN Logistics . . . . . . . . . . . . .6

Management Circle . . . . . . . 15

Max-Planck-Institut für

Meteorologie . . . . . . . . . . . . .34

Meyer . . . . . . . . . . . . . . . . . .23

Meyer-Tonndorf . . . . . . . . . . .40

M-Log . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6

N

Nagel Airfreight . . . . . . . . . . .16

Nolte . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

Prologit . . . . . . . . . . . . . . . . .43

PSB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22

R

Remmert . . . . . . . . . . . . . . . .24

Rhenus . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7

Röhrs . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32

S

Schenck Process . . . . . . . . . . .32

Schenker . . . . . . . . . . . . . . . .10

Schmolz + Bickenbach . . . . . .24

Siemens I&S . . . . . . . . . . . . . .34

Stute . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

Südkraft . . . . . . . . . . . . . . . . . .8

Symbol Technologies . . . . . . . .7

Sysmat . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

T

Technische Universität Berlin . .8

Teleroute . . . . . . . . . . . . . . . .43

The Training Camp . . . . . . . . .44

Thiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22

TNT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

TNT Express . . . . . . . . . . . . . .34

Topcall . . . . . . . . . . . . . . . . . .47

TS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34

TÜV Süd Akademie . . . . . . . . .34

U

UCS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22

Universität Erlangen Nürnberg 12

UPS . . . . . . . . . . . . . . . . .16, 34

V

VDI Wissensforum IWB . . . . . .15

Verband der Wellpappen-

Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . .30

Verband Deutscher

Maschinen- und Anlagenbau .44

Verein Bremer Spediteure . . . .44

W

WHU-Otto Beisheim School

of Management . . . . . . . . . . . .7

Witron . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

MM Logistik · 5/2006 5


AKTUELLES AUS DER BRANCHE

M-LOG L OGISTICS

1. Hausmesse in Heilbronn

Heilbronn (bm) – „Wir können

zurückblicken auf ein sehr erfolgreiches

erstes Jahr“, konnte

Stefan Seidl, geschäftsführender

Gesellschafter der M-Log Logistics

GmbH am 11. Mai 2006 auf

seiner Hausmesse M-Tec 06 berichten.

Das Nachfolgeunternehmen

der MAN Logistics GmbH

agiert inzwischen als echter Mittelständler

am Markt mit einem Jahresumsatz

von 46 Mio. Euro. Der

ehemalige MAN-Geschäftsführer

Seidl und drei weitere Gesellschafter,

die mit jeweils 25% am Private-Equity-Unternehmen

beteiligt

sind, will nichts wissen von einem

schnellen Unternehmensverkauf.

„Wir sind nicht exit-driven, um

einmal ein englisches Wort zu bemühen.

Wir haben nicht vor, das

Unternehmen in drei vier Jahren

zu verkaufen. Ganz im Gegenteil:

Wir haben eine langfristige Planung.

Wir wollen von den Divi-

B AY-TECH

Berufsbegleitender

Lehrgang im Süden

6 MM Logistik · 5/2006

M-Log-Geschäftsführer

Stefan Seidl:

„Ein Umbau ist immer

schneller und einfacher

zu realisieren als

ein Neubau.“

Nürnberg (bm) – „Beschaffung und Supply-Chain-

Management“ heißt ein berufsbegleitender Lehrgang,

in dem sich Fach- und Führungskräfte aus

Einkauf und Logistik für aktuelle Herausforderungen

in ihrem Fachgebiet wappnen können. Start

für die zwei parallel angebotenen Kurse ist am 12.

Oktober 2006 in München sowie am 9. November

2006 in Nürnberg. Erfolgreiche Absolventen

erhalten das Hochschulzertifikat „Supply Manager

(FH Nürnberg)“.

Die Bayern-Innovativ-Tochter Bay-Tech bietet den

Lehrgang in Kooperation mit dem GSO-Management-Institut

an. Der Leiter des Kurses, Prof. Dr.

Gerhard Heß, unterrichtet an der Georg-Simon-

Ohm-Fachhochschule in Nürnberg Logistik und

Supply-Management. Die zwölf Kurseinheiten

verteilen sich über zwei Semester, die jeweils freitags

und samstags als Block stattfinden. Der Kurs

ist branchenübergreifend konzipiert. Nähere Informationen

unter www.baytech-bsm.de .

Bild: Maienschein

chen riesige Schritte. Wir nehmen

jetzt Aufträge an, die ein Volumen

von 7 Mio. Euro haben. Das hätte

bei der MAN sicher drei Monate

gedauert, bis es genehmigt worden

wäre“, beschreibt der Manager

die Vorteile schlanker Hierarchien.

Mark Vogt, Vertriebsleiter

Neuanlagen, zur positiven

Geschäftslage: „Wir haben die

glückliche Situation, dass wir

alle Branchen bedienen. Es gibt

eigentlich immer eine Branche,

die investiert. Im Moment investiert

die Möbelindustrie, in der

denden leben und fahren ganz klar Vergangenheit waren es die Che-

eine Wachstumsstrategie“, so der mie- und Pharmaunternehmen,

Manager. Das 1922 als Erwin Meh- die viel gemacht haben.“ Neuene

GmbH gegründete Unternehrungen wie das Kamerasystem zur

men stellte ursprünglich Regalbe- Überwachung des Hochregalladiengeräte

her. Es wurde Ende der gers oder eine neue Fördertechnik

80er-Jahre in den MAN-Konzern für Halbpaletten sind für M-Log

überführt und sollte dann auf- zumeist kundengetrieben. „Wenn

grund einer Portfoliobereinigung wir nur drauflos entwickeln, dann

– MAN konzentrierte sich auf sei- entwickeln wir an den Kundenbene

Kernkompetenzen Dieselmotodürfnissen vorbei“, erklärt Vogt.

ren und Nutzfahrzeuge – wieder Grundsätzlich versteht sich M-Log

veräußert werden. „Vor eineinhalb als Generalunternehmer (GU), ar-

Jahren gab es die Chance, das beitet aber auch als Teil-GU oder

Unternehmen im Rahmen eines Komponenten-Lieferant. Das

Management-buy-outs zu erwer- Herz hängt aber am GU-Dasein.

ben“, erklärt Seidl. „Ich hatte eher „Wir stellen eines ganz klar fest:

gedacht, MAN verkauft an einen Immer dann, wenn wir hauptver-

Dritten, und ich suche mir etwas antwortlich sind, und das sind wir

Neues.“ Doch nun steht Seidl in in der Regel, dann läuft die Anla-

der Verantwortung für etwa 165 ge. Wenn andere dazwischen ge-

Mitarbeiter, und das Geschäft entschaltet sind, haben wir Schwierigwickelt

sich sehr positiv. „Wir ma- keiten“, resümiert Seidl.

E ASTERNAIR C ARGO

Moskau–Samara in sieben Tagen

Leipzig/Halle (bm) – Easternair Cargo (EAC) bietet sei Mitte Mai gemeinsam

mit der AGT-Logistic Moskau (AGT) einen neuen Road-Feeder-Service

ab Flughafen Moskau-Domodedowo unter dem Namen „Wolga-Express“

an. Einmal wöchentlich, jeweils mittwochs, fahren Lkw in das 1400 km

südöstlich gelegene Samara. Vor- und Hauptläufe der Frachten bis Moskau

werden über das Netzwerk der Easternair Cargo abgewickelt. Die

Transitzeit mit Zwischenstopps in Nischnij Nowgorod, Kasan, Uljanowsk

und Togliatti, den Industriezentren an der Wolga, beträgt sieben Tage.

Um eine hohe Sicherheit während des Transportes zu gewährleisten, haben

EAC und AGT neue Standards umgesetzt: Die Lkw sind mit jeweils

zwei Fahrern besetzt. Bei jeder Sendung wird ein automatischer Abliefernachweis

(POD) erstellt und an den Kunden weitergeleitet. Auch in Moskau

wurde in die Sicherheit investiert: Das Lager am Flughafen Domodedowo

wird nun zusätzlich rund um die Uhr kameraüberwacht.


BVL

Deutscher

Logistikpreis 2006

Bremen (bm) – Die Bundesvereinigung Logistik

(BVL) e.V., Bremen, hat den 23. Deutschen Logistikpreis

ausgeschrieben. Die Auszeichnung

wird verliehen für die erfolgreiche Realisierung

eines ganzheitlichen logistischen Konzeptes

und besteht aus einer Urkunde und der Skulptur

„Das Gespräch“. Unternehmen, die sich

fragen, ob ihre Logistik „Best Practice“ ist,

haben bis zum 30. Juni 2006 Zeit, ihre Bewerbung

einzureichen. Das Manuskript muss in

deutscher Sprache verfasst sein und darf 24

Seiten A4 nicht überschreiten. Elektronische

Medien, beispielsweise Videos oder Präsentationen,

sind nicht zugelassen. Seit 1984

zeichnet die BVL mit diesem Preis namhafte

Unternehmen aus Industrie, Handel und

Dienstleistung für innovative Logistiklösungen

aus, die erfolgreich in die Praxis umgesetzt

wurden.

Dietzenbach (ug) � Symbol

Technologies, Inc.

gibt den Verkauf des

500 000sten MC9000-

Mobil-Computers bekannt

und betont damit seine

führende Position bei mobilen

Computern für raue Umgebungen.

Wie Symbol weiter mitteilt, geht der Jubiläums-Handheld

an den langjährigen

Kunden Coca Cola Enterprise.

Im November 2003 hat Symbol

mit dem MC9000 seine Produktreihe

von robusten mobilen

Computern für geschäftskritische Unternehmensanwendungen

vorgestellt. Ein

äußerst robustes Design, mehrere Arten

der drahtlosen Verbindung, die Wahl

zwischen drei verschiedenen ergonomischen

Modellen und das umfassende Lösungsangebot

des Partnernetzes führten

laut Angaben zu einem beispiellosen

Grad der Marktakzeptanz. Auf der

Grundlage der Microsoft Windows-

Computerplattform und Intel XScale-

Prozessoren hilft die MC9000-Familie,

die Effizienz und Produktivität mobiler

Mitarbeiter in der Lieferkette ebenso zu

Die Skulptur „Das Gespräch“ von

Künstler Waldemar Otto sowie eine

Urkunde winken dem Gewinner des

Deutschen Logistikpreises 2006.

S YMBOL T ECHNOLOGIES

500 000ster MC9000 verkauft

maximieren wie die

aus Einzelhandel,

Produktion,

Außendienst oder

aus der Transport

& Logistik-Branche.

Symbol baut

seine Topfamilie weiter

aus und bietet seinen Kunden damit die

neueste technologische Weiterentwicklung.

Dazu gehören Wide Area Networks

(WAN) mit Push-to-Talk-Walkie-Talkie-

Fähigkeit, integriertes Global Positioning

System (GPS), Wireless LAN (WLAN)

nach 802.11a/b/g sowie ein Bluetoothfähiges

Wireless Personal Area Network

(WPAN). Alle dienen der Verbindung

von Stimme, Video und Daten – jederzeit

und an jedem Ort.

Bild: Symbol

Symbols robuster mobiler

Handcomputer, der MC9000,

der in drei verschiedenen

Modellen angeboten wird,

wurde zum 500 000sten

Mal ausgeliefert.

AUS DER BRANCHE

Bild: BVL

R HENUS

AKTUELLES

Logistikaufgaben gehen

zunehmend an Externe

Stadt (bm) – Im Logistik-Outsourcing

steckt für Automobilhersteller und -zulieferer

noch erhebliches Potenzial,

Kosten zu senken und die Profitabilität

zu erhöhen. Daher werden die Unternehmen

künftig weitere Aufgaben an

externe Dienstleister übertragen, zunehmend

auch komplexe und produktionsnahe

Tätigkeiten. Zu dieser Prognose

kommen die WHU – Otto Beisheim

School of Management, Vallendar,

die Unternehmensberatung Admova

und Rhenus in einer gemeinsamen

Studie. Es wurden Interviews mit

mehr als 40 Entscheidern auf Geschäftsführungs-

oder Funktionalmanagement-Ebene

ausgewertet. Bei den

befragten Unternehmen ermittelten

die Autoren einen engen positiven Zusammenhang

zwischen Logistik-Outsourcing

und Umsatzrendite. So lassen

Unternehmen mit einer vergleichsweise

hohen Rendite tendenziell mehr

logistische Aufgaben von externen

Dienstleistern erledigen als ihre weniger

profitablen Wettbewerber. Derzeit

ist die Vergabe von Logistikaufgaben

an externe Dienstleister in der Automobilzulieferindustrie

noch vergleichsweise

selten. Während der Outsourcing-Grad

für die gesamte deutsche

Wirtschaft 44% erreicht, liegt er in der

Zulieferindustrie bei nur 25%.

Auch bei der Planung und Gestaltung

der Logistik- und Wertschöpfungsprozesse

kann die Automobilindustrie, so

das Ergebnis der Studie, das Knowhow

externer Spezialisten noch intensiver

nutzen und die Kunde-Dienstleister-Beziehung

zur integrierten Partnerschaft

ausbauen. Gemeinsam lasse sich

der Wandel der Wertschöpfungsstruktur

besser bewältigen: Noch dominiere

die klassische Pyramide aus aufeinander

aufbauenden Lieferantenebenen

mit dem Automobilhersteller als Taktgeber

an der Spitze; die Zukunft gehöre

aber intelligent gesteuerten Netzwerken

aus Haupt-, Sub- und Direktlieferanten.

Die Studie kann per E-Mail

für 100 Euro unter kontakt@rhenus.de

bestellt werden.

MM Logistik · 5/2006 7


AKTUELLES AUS DER BRANCHE

TU BERLIN

Beschaffung kann man

auch anders sehen

Berlin (bm) – Neue Sichtweisen auf die

Beschaffung will eine Studie über Einkauf

und Logistik beim International Procurement

in Emerging Markets ermitteln.

Wissenschaftler der TU Berlin unter Leitung

von Prof. Dr.-Ing. Frank Straube führen

die Studie aktuell im Auftrag der

Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL)

durch. Befragt werden Einkaufs- und Logistikmanager

verschiedener Branchen,

unter anderem zu den Themen Lieferantenmanagement

und Kooperationsmechanismen

mit Partnern aus Emerging

Markets sowie die Einbindung von Logistikdienstleistern

in den Sourcing-Prozess.

Unternehmen, die an der Befragung teilnehmen

möchten oder mehr Informationen

benötigen, wenden sich an Dipl.-Ing.

Thomas Beckmann am Institut für Technologie

und Management der TU Berlin

( beckmann@logistik.tu-berlin.de).

Bocksbeutel-Werbung auf der Straße:

Südkraft bringt den Frankenwein zum Bestimmungsort.

S ÜDKRAFT

Blickfang für Weinliebhaber

München (bm) – Unter dem Motto „Rollender

Bocksbeutel“ transportiert Südkraft

die Produkte von 130 fränkischen

Winzern. Obwohl das Logistikkonzept

für das ganze Jahr angelegt ist, hat die

Branche einmal pro Jahr Hochkonjunktur.

Die beginnt kurz nach der Weinlese

und erstreckt sich über das Weihnachtsgeschäft

mit den üblichen Präsentlieferungen

bis hin zu den Auslieferungen des

neuen Jahrgangs im Januar und Februar.

Der Spediteur muss deshalb flexibel auf

die jeweilige Nachfrage reagieren. Dies

gilt nicht nur für die Abholzeiten, sondern

auch für die Kapazität. Ebenso gefragt

sind eine individuelle, bedarfsgerechte

Preisgestaltung sowie termin- und fachgerechte

Lieferungen. Da bietet sich eine

auf eine Region zugeschnittene Dienstleistung

geradezu an, abgebildet auf dem

Transportmittel als rollendes Markenzeichen

und Blickfang für Kunden.

Bild: Südkraft


IIR DEUTSCHLAND

Internet-Plattform für Türsysteme

mit Epcom-Award ausgezeichnet

Sulzbach (bm) – Die jährliche Verleihung des Epcon-Awards durch IIR geht an Unternehmen,

die eine neue und herausragende Einkaufslösung entwickelt haben. Diesmal

ging der Preis an Dorma, Anbieter von Türsystemen, die eine Internet-Plattform für

Einkäufer und Lieferanten geschaffen haben. Dank dieser Lösung kann das Unternehmen

seine Einkaufsprozesse weltweit standardisieren und steuern, aber auch den Informationsaustausch

sowie die internationale Zusammenarbeit intensivieren. Die Juroren

überzeugte die internationale Ausrichtung des Portals auf der einen Seite und

die klare Struktur

der Internet-Plattform

auf der anderen

Seite.

Epcom-Preisverleihung

an

Vertreter von

Dorma. Der Türsystem-Hersteller

hat eine neue

Internet-Plattform

für Einkäufer und

Lieferanten

geschaffen.

AUS DER BRANCHE

Bild: IIR Deutschland

P AUL C RAEMER

Modern im Netz

AKTUELLES

Herzebrock-Clarholz (bm) – Die Paul

Craemer GmbH präsentiert sich seit kurzem

unter www.craemer.de in einem innovativen,

benutzerfreundlichen Layout

als Craemer-Gruppe. Die Startseite ist in

die Rubriken Craemer-Gruppe, Kunststoffverarbeitung

und Metallumformung

strukturiert. Neu ist auch die Darstellung

als Unternehmensgruppe mit den Töchtern

in England und der Slowakei sowie

die Produktdatenbank mit vielen Funktionen.

Außer den Kunststoffpaletten deckt

sie jetzt auch den Bereich Behälter ab

und wird kurzfristig ebenso in Englisch

und für Kliko-Entsorgungssysteme verfügbar

sein. Die Produkte können direkt von

der Datenbank aus angefragt oder als

Datenblätter ausgedruckt beziehungsweise

abgespeichert werden. Für Sehbehinderte

ist eine einfache Umschaltfunktion

der Schriftgröße eingerichtet. Weitere

Sprachversionen sind geplant.


AKTUELLES AUS DER BRANCHE

S TUTE

Airbus-Logistikzentrum

nimmt Betrieb auf

Bremen (bm) – Mit dem Betriebsstart des

Materialwirtschaftszentrums (MWZ) für

die Airbus Deutschland GmbH in Bremen

hat die Stute Verkehrs-GmbH, eine

100%ige Kühne + Nagel-Tochter, kürzlich

einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau

der Fertigungskapazitäten des dortigen

Airbus-Werks geleistet. In Bremen

findet ab Juli unter anderem die Rumpfmontage

und Ausrüstung für den europäischen

Militärtransporter A 400 M

statt. „Mit der Inbetriebnahme des MWZ

sind auf unserem Werksgelände die Voraussetzungen

geschaffen, ab Sommer

den Militärtransporter A 400 M zu montieren“,

erklärt Airbus-Projektleiter Jan Ellerbrock.

Das von Stute konzipierte und

mit eigenen Mitarbeitern zweischichtig

betriebene Logistikzentrum liegt auf dem

Gelände der Flugzeugwerft. „Wir haben

auf 8000 m 2 Platz für insgesamt 50 000

verschiedene Teile“, verdeutlicht MWZ-

Betriebsleiter und Stute-Prokurist Sascha

Huwald. „Aktuell lagern hier 30000 Teile,

das Spektrum steigt jedoch schrittweise

bis 2008 an.“

S YSMAT

Materialflusssteuerung

für Nolte Küchen

Mainhausen (bm) – In seinem Löhner

Werk setzt Nolte Küchen künftig als zentrale

Materialflusssteuerung die Software

Mat-Control von Sysmat ein. Die alte

Fördertechnik wurde ersetzt und eine direkte

Anbindung des Materialflusses an

die Lagertechnik geschaffen. Nach dieser

Restrukturierung konnte die Steuerung

des Materialflusses nicht mehr effektiv

vom Lagerverwaltungssystem gewährleistet

werden. Die modulare, frei

konfigurierbare Materialflusslösung Mat-

Control steuert zusätzlich zum Hochregallager

mit sieben Gassen und zwei Regalbediengeräten

auch zwei Fördertechniksteuerungen

sowie zwei RFID-Lesegeräte.

Weitere Lagertechnik kann künftig

herstellerneutral über die konfigurierbaren

Schnittstellen schnell und einfach

angebunden werden.

10 MM Logistik · 5/2006

W ITRON

Berner rüstet Logistik auf

Parkstein (bm) – Die Berner-Gruppe aus

Künzelsau, europaweit führender Direktvertreiber

von Verbrauchsmaterialien und

Werkzeugen für professionelle Handwerks-

und Industrieanwendungen, erweitert

ihre Logistik. Berner baut die Lager-

und Kommissionierkapazitäten im

Zentrallager der deutschen Vertriebsgesellschaft

aus. Das Unternehmen setzt dabei

auf das Dynamic Picking System (DPS)

von Witron, Parkstein. Im DPS sind sämt-

liche Lager- und Kommissionierfunktionalitäten

in einer skalierbaren Systemlösung

vereint. Mit dieser 11-Mio.-Euro-Investition

wird Berner die Logistikkosten

deutlich reduzieren sowie den Durchsatz

und die Produktivität im Gesamtsystem

steigern können, wie es heißt. Die neue Logistiktechnik

im 85 m langen und 2500 m 2

großen Lagerneubau, die von Witron geplant

wurde und derzeit umgesetzt wird,

soll Mitte 2007 produktiv gehen.

Am Hauptsitz Künzelsau investiert Berner 11 Mio. Euro in den Ausbau seiner Lager- und

Kommissionierkapazität.

S CHENKER D EUTSCHLAND

Neuer Vorstand sorgt für Qualität

Frankfurt (bm) – Der Aufsichtsrat der Schenker Deutschland AG hat zum 1. Mai 2006

Lothar H. Rosenkranz zum Vorstand für den neuen Unternehmensbereich Systementwicklung

bestellt. Rosenkranz leitete bisher die Geschäftsstelle Köln (Landverkehr, Logistik)

mit etwa 300 Mitarbeitern. Zusätzlich zur zentralen Systementwicklung

beinhaltet sein Ressort die Bereiche Informationstechnologie,

Einkauf und Technik sowie Informationssysteme

und Versicherungen. Hans-Jörg Hager, Vorstandsvorsitzender

der Schenker Deutschland AG, kommentiert die Verpflichtung

des neuen Vorstandskollegen: „Herr Rosenkranz wird in

seinem Zuständigkeitsbereich unsere Aktivitäten in Sachen

Prozessoptimierung und IT-Entwicklung vorantreiben.“ Erst

kürzlich hatte Schenker im Rahmen einer Qualitätsoffensive flächendeckend

ein neues IT-Programm eingeführt, mit dem die

Zustellqualität weiter verbessert werden soll.

Lothar H. Rosenkranz ist neues Vorstandsmitglied

für Systementwicklung bei der Schenker

Deutschland AG. Mit rund 11 300 Mitarbeitern

an über 100 Standorten erzielt das Unternehmen

einen Umsatz von etwa 2,5 Mrd. Euro.

Bild: Witron

Bild: Schenker


AKTUELLES LOGISTIK-SYMPOSIUM

Die 300 Teilnehmer

des Symposiums

Logistik Innovativ“

kamen aus elf Ländern,

der Anteil aus

Wirtschaft und Industrie

betrug

70%.

Prof. Peter Klaus,

Inhaber des Lehrstuhls

für Betriebswirtschaft/Logistik

an der Universität

Erlangen Nürnberg,

und Sprecher

des Logistik-Clusters

ist davon überzeugt,

dass die gemeinsame

Tätigkeit

im Cluster „einen

höheren Wert erbringt

als die isolierte

Arbeit in einzelnen

Instituten

und Unternehmen.“

12 MM Logistik · 5/2006

R e k o r d z u s p r u c h

Das vierte internationale Symposium „Logistik innovativ“

lockte 300 Teilnehmer an die Veranstaltungsorte Aschau

und Prien am Chiemsee. Die hochkarätig besetzten Vorträge

behandelten die Themen intermodaler Verkehr, branchenspezifische

Logistik und neue Techniken wie RFID.

U LRIKE G LOGER

D

eutschland ist ein Spitzenstandort

für Logistik. Die

Branche erzielte im vergangenen

Jahr einen Umsatz von rund

170 Mrd. Euro und liegt damit auf

Platz zwei hinter der Automobilindustrie.

Einen Rekordzuspruch erlebte

denn auch das vierte internationale

Symposium „Logistik Innovativ“,

das im Mai in Aschau und

Prien am Chiemsee stattfand. Veranstalter

war wiederum die Bayern Innovativ

GmbH, Gesellschaft für Innovation

und Wissenstransfers des

Freistaates Bayerns, in Zusammen-

arbeit mit dem Logistik-Kompetenz-Zentrum

Prien, dem Fraunhofer-Institut

für Materialfluss und

Logistik und der Fachhochschule

Rosenheim sowie mit Unterstützung

des Bayerischen Staatsministeriums

für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr

und Technologie.

Die 300 Teilnehmer aus elf Ländern

kamen laut Angaben der Veranstalter

zu 70% aus der Wirtschaft,

zu 20% aus der Wissenschaft und zu

10% aus öffentlich-rechtlichen Institutionen.

Zu den Vertretern der

Wirtschaft zählen führende Firmen

aus der produzierenden Industrie,

von Automobil bis Chemie, vom Maschinenbau

bis zur Informations-,

Kommunikations- und Textiltechnologie

sowie aus der Logistikdienstleistung.

In den hochkarätig besetzten

Vorträgen wurden vor allem drei

Themenbereiche behandelt:

� Optimierung des intermodalen

Verkehrs: Straße, Schiene, Wasser,

Luft.

� Optimierung branchenspezifischer

Logistik, zum Beispiel in der

Automobilindustrie, in der Luftfahrt,

in der Chemie- oder Textilindustrie.

Dabei reichen die Lösungen

von der Inhouse-Kompetenz der Industrie

bis hin zu externen Dienstleistern

auf der Basis von Kontaktlogistik.

� Optimierung logistischer Prozesse

durch die Nutzung neuer Technologien

wie RFID für die punktgenaue

Verfolgung von Waren und Gütern

oder von weiterentwickelten Software-

und Planungstools.

Mit dem internationalen Symposium

Logistik Innovativ“ sowie regionalen

Kooperationsforen hat die

Bayern Innovativ GmbH seit 2000

ein Kooperationsnetzwerk aufgebaut,

das mittlerweile 1070 Unternehmen

sowie 30 wissenschaftliche

Institute aus zwölf Ländern umfasst.

370 Firmen sind dabei aus dem nationalen

und internationalen Umfeld,

700 Firmen aus Bayern. diese

bilden eine wesentliche Basis für den

zukünftigen Aufbau des bayernweiten

Clusters Logistik. „Die Logistik

unterzieht sich einer kontinuierlichen

Neuorientierung. Mit dem

Zusammenführen von Experten und

Anwendern ergeben sich immer wie-

Bilder: Bayern Innovativ


LOGISTIK-SYMPOSIUM

B RANCHE MIT HOHEM P OTENZIAL

AKTUELLES

Job-Motor Logistikwirtschaft

Die Logistikwirtschaft beschäftigt in Deutschland 2,5 Millionen

Menschen, repräsentiert ein Geschäftsvolumen von

170 Mrd. Euro und eine Wertschöpfung von rund 100 Mrd.

Euro. Die knappe Hälfte davon wird von den etwa 60 000

deutschen Logistik-Dienstleistungsunternehmen erbracht.

Die rund 70 Mrd. Euro an „Zulieferungen“ anderer Wirtschaftszweige

in die Logistikwirtschaft � wie zum Beispiel ITund

Kommunikationsdienstleistungen, Container-, Förderund

Lagertechnik, Facility-Management- sowie Aus- und

Weiterbildungsdienste sichern nach Schätzungen der aktuellen

„Top-100-Logistikstudie“ der Nürnberger Fraunhofer-Arbeitsgruppe

weitere 0,6 Millionen Arbeitsplätze. „Und

zwar Arbeitsplätze“, so Prof. Peter Klaus, „die eine ausgewogene,

für unsere Arbeitsmärkte wichtige Mischung von

hochwertigen Management-, Organisations- und Technikkompetenzen

wie auch die notwendigen „mittleren“ und

„einfachen“ Jobs der Speditionskaufleute und Lagerfachkräfte,

Berufskraftfahrer, Packer, Sortierer und Kommissionierer

bieten.“

der neue Kooperationen zur Optimierung der Logistik im eigenen

Unternehmen und damit die Chance auf Vorsprung im

Wettbewerb“, so Professor Dr. Josef Nassauer, Geschäftsführer

der Bayern Innovativ GmbH.

Im Rahmen der Cluster-Initiative der Bayerischen Staatsregierung

wurden 19 Cluster etabliert. Einer dieser Cluster erstreckt

sich auf den Bereich der Logistik. Der Cluster-Sprecher

ist Prof. Peter Klaus von der Universität Erlangen-Nürnberg.

Im Rahmen dieser Cluster-Aktivitäten wird eine noch intensivere

Verschränkung von Wirtschaft und Wissenschaft angestrebt.

An bayerischen Hochschulen � acht Universitäten und 13

Fachhochschulen � wurden Logistikkompetenzen identifiziert

und Professoren gefunden, die aktiv im Cluster mitarbeiten

möchten. Diese bringen eine große Zahl von bereits existierenden

und funktionierenden Unternehmenskontakten aus vielen

Wirtschaftsbereichen ein, darunter auch das Netzwerk der „Top

100 der Logistik-Dienstleistungswirtschaft“ und die Marktstudienergebnisse

der Nürnberger Fraunhofer Arbeitsgruppe. Für

die Cluster-Struktur wurden fünf Kompetenzfelder benannt:

Logistik in der Automobilindustrie,

� Globalisierung von „Supply“ und „Distribution“ in kleinen

und mittleren Unternehmen (KMU),

Logistik in der Bauwirtschaft (Klaus: „Dort herrscht teilweise

noch Steinzeitlogistik“),

Logistik in Public/Private-Organisationen,

� Plattform für Logistik-Kompetenzentwicklung.

Erste Schritte werden der Aufbau eines Internetportals sein,

die Fortsetzung regional

ausgerichteter Koopera-

www.mm-logistik.de

tionsforen sowie der Auf- � Logistik-Cluster Bayern

bau spezifischer Cluster-

� Bayern Innovativ

foren. MM


AKTUELLES AUS DER BRANCHE

F RAUNHOFER-ATL

Studie: Logistik

drittgrößte Branche

Nürnberg (ws) – Die „Top 100 der Logistik

2006“, eine Studie der Frauenhofer-

Arbeitsgruppe für Technologien der Logistik-Dienstleistungswirtschaft,

ist erschienen.

Mit einem aktuellen Umsatzwert

von 170 Mrd. Euro ist die Logistikwirtschaft

nach der Automobilwirtschaft

mit fast 285 Mrd. Euro und der Gesundheitswirtschaft

mit ungefähr 250 Mrd.

Euro die drittgrößte Wirtschaftsbranche

in Deutschland. Sie ist allerdings bis heute

in den Wirtschaftszweigsystematiken

der öffentlichen Statistiken nicht separat

ausgewiesen.

Fast 45 t Fracht und Materialien werden

für jeden der 82 Mio. Deutschen jährlich

transportiert, gelagert, kommissioniert,

verpackt, disponiert und verplant. 79

Mrd. Euro des gesamtwirtschaftlichen

Logistik-Auftragsvolumens, so die Studie,

werden derzeit durch die gewerblichen

Logistik-Dienstleister wie Speditionen,

Paketdienste, Lkw-, Schifffahrts-, Bahnund

Luftfahrtunternehmen abgewickelt.

Über 90 Mrd. Euro sind nach wie vor

noch Logistik-„Eigenleistungen“ und

Werkslogistikleistungen in der Industrie,

im Handel sowie anderen Branchen.

IDS

Geodis neu an Bord

Rödermark (bm) – Seit dem 1. Juni 2006

ist die Deutschland-Sparte des französischen

Logistikdienstleisters Geodis Teil

des IDS-Netzwerks. Bei den Europaverkehren

arbeiten der neue Gesellschafter

Geodis und IDS bereits seit 2002 erfolgreich

zusammen. Geodis realisiert die

Frankreich- und Italienverkehre und ist

im internationalen Stückgutgeschäft der

aufkommensstärkste IDS-Partner. Innerhalb

Deutschlands zeichnet der neue

Gesellschafter mit dem IDS-Standort Jülich

für die linksrheinischen Verkehre verantwortlich.

Geodis beteiligt sich mit 4%

am größten deutschen Stückgutnetz.

Kühne + Nagel hält 23%, DFDS Transport

27% und die mittelständischen IDS-

Partner verfügen über 46% der Gesellschaftsanteile.

14 MM Logistik · 5/2006

Bild: Gazeley

BT DEUTSCHLAND

100 000 Powerdrive-Einheiten imMarkt

Langenhagen (bm) – Ein Elektro-Niederhubwagen

Typ Orion LPE-200 ist der

100000ste Deichselstapler mit „BT Powerdrive“.

Das Gerät wurde im März von

Vertretern der BT Europe feierlich an die

Deutsche Post Fleet überreicht. Nutzer der

an die Deutsche Post gelieferten Flurförderzeuge

sind die Niederlassungen der

Posttochter DHL Express Deutschland.

Die Deutsche Post Fleet als Mobilitätsdienstleister

der Deutschen Post und als

Eigentümer verantwortlich für rund

63 000 Fahrzeuge ist der Vertragspartner

von BT Deutschland. Bereits 1997 begann

das Projekt „BT Powerdrive“ mit dem Ziel,

die Anzahl der Bauteile, die zur Steuerung

eines Deichselstaplers notwendig sind, auf

ein Minimum zu reduzieren und die gesamte

Elektronik im Deichselkopf zu integrieren.

Bei allen Powerdrive-Geräten

können die Leistungsparameter ohne Zuhilfenahme

einer zusätzlichen Servicekonsole

über die Deichsel programmiert

werden. Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigungsrate

und automatische Geschwindigkeitsreduktion

lassen sich auf

die Anforderungen des jeweiligen Fahrers

und der Anwendung einstellen.

Die 100000ste Powerdrive-Einheit – ein

Elektro-Niederhubwagen Typ Orion LPE-200

– wurde von BT Europe an die Deutsche Post

Fleet übergeben.

G AZELEY

Niederlassung Shanghai eröffnet

Frankfurt/Shanghai (bm) – Gazeley, europäischer Entwickler von Logistikimmobilien und

100%ige Wal-Mart-Tochter, erweitert mit der Eröffnung einer Niederlassung in Shanghai

erstmals seine Geschäftsaktivitäten über die Eurozone hinaus. Damit ist das Unternehmen

in der Lage, seinen Kunden beim Aufbau ihrer Supply-Chain-Netzwerke mit der

Entwicklung von Logistikzentren in ganz China zu unterstützen. Durch die Expansion

nach Fernost wird auch die Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern Wal-Mart intensiviert,

der dort bereits seit mehreren Jahren aktiv ist. Das von

Gazeley vor zwei Jahren in Europa eingeführte ökologische

Baukonzept „Eco Template“ wird auch in China implementiert

– es stellt das ersten umweltfreundliche Konzept dieser

Art in China dar. Das neue Gazeley-Team in China wird von

Country-Director Tom Marquis geleitet, der direkt an Peter

Gomersall berichtet. Gomersall ist seit 1988 in leitender Position

für das Unternehmen tätig und hat in den letzten Jahren

die Expansion von Gazeley in Deutschland und Italien

betrieben

Architekt Tom Marquis, seit 1996 in China,

wurde als Country-Director für das Gazeley-

Team im neuen Shanghaier Büro verpflichtet.

Bild: BT Deutschland


WICHTIGE TERMINE

AUS DER BRANCHE

Veranstaltung Ort/Termin Konditionen Veranstalter

Fachkonferenz

„Die Einkaufsabteilung der Zukunft“

Supply-Chain-Manager-Forum 2006

Thementag

„Einkauf von IT-Leistungen“

Corpus-Forum

„Kontrollen im Abpackprozess“

Fahrlehrer-Ausbildung für

Flurförderzeuge mit Zertifikat

VDI/Dekra-Tagung

„Ladungssicherung 2006“

Steigenberger Airport

Hotel Frankfurt;

26./27. Juni 2006

Hotel Sheraton Frankfurt

Flughafen Terminal 1;

10. bis 13. Juli 2006

Lindner Congress Hotel

Frankfurt;

12./13. Juli 2006

Nürnberg;

26./27. Juli 2006

Linde-Akademie

Aschaffenburg;

16. bis 20. Oktober 2006

VDI-Haus Düsseldorf;

25. Oktober 2006

AKTUELLES

1695 Euro Management Circle AG, Frau Bettina

Gräf, Tel. (0 61 96) 47 22-7 00,

anmeldung@mcag.de

2390 Euro

1495 Euro

(Forum und Workshop);

1195 Euro (nur Forum)

BME Akademie GmbH, Frau Enikö

Agnes Havasi, Tel. (0 69) 3 08 38-2 13,

enikoe.havasi@bme.de

1695 Euro IIR Deutschland GmbH, Frau Silke

Schmitt, Tel. (0 61 96) 5 85-2 49,

silke.schmitt@iir.de

auf Anfrage Linde Akademie, Tel. (0 60 21) 99-13 34,

Herr Alexander Reising,

alexander.reising@linde-mh.de

480 Euro;

432 Euro für VDI-Mitglieder

Management Circle AG, Frau Bettina

Gräf, Tel. (0 61 96) 47 22-7 00,

anmeldung@mcag.de

VDI Wissensforum IWB GmbH,

Frau Mariola Piechotta-Kaiser,

Tel. (02 11) 62 14-4 26,

wissensforum@vdi.de

MM Logistik · 5/2006 15


FÖRDERTECHNIK FLUGHAFENLOGISTIK

Ready

for take off

Im interkontinentalen Warenverkehr hat das Transportmittel

Flugzeug in puncto Schnelligkeit und Zuverlässigkeit die Nase

vorn. Der eigentliche Wettbewerb in der Luftfracht entscheidet

sich jedoch nicht über den Wolken, sondern am Boden.

(v.l.:) Jean-Peter

Jansen, bis Ende

März Vorstandsvorsitzender

der

LH Cargo, und Stefan

Gemkow, der

noch in diesem

Jahr zum Vorstand

Finanzen der Lufthansa

avanciert.

S ABINE V OGEL

16 MM Logistik · 5/2006

W

enn auch verschärfte Sicherheitsvorschriften

und Treibstoffpreise in

Rekordhöhe das Geschäft mit der

Luftfracht erschweren, so hat sich

doch ein lukrativer Markt entwickelt,

der Carrier sowie Flughäfen

gleichermaßen fordert. Im globalen

Wettbewerb mischen neuerdings jedoch

nicht nur Airlines aus Asien

und dem Nahen Osten kräftig mit.

Mit ambitionierten Programmen

und hochleistungsfähigen Air-Hubs

haben zudem die Expressdienste beziehungsweise

Integratoren wie

UPS, Fed-Ex, TNT und DHL Standards

in der Frachtabwicklung gesetzt

und konnten innerhalb kurzer

Zeit beachtliche Marktanteile für

sich verbuchen.

Strategische Punktlandung

Doch das klassische arbeitsteilige

Gespann aus Airline und Spediteur

hat längst angesetzt, verlorenes Terrain

wieder wettzumachen – mit ge-

Bild: Emirates Sky-Cargo

Bild: Lufthansa

Emirates Sky-Cargo hat erst jüngst der Flughafen Düsseldorf Ground Handling

GmbH (FDGHG) den „Achievement Award“ für eine hochwertige Performance

und exzellente Dienstleistungen auf dem Abfertigungsmarkt verliehen.

strafften Produktangeboten und

zeitdefinierten Mehrwertdiensten

entlang der gesamten Air-Supply-

Chain, die weit über die eigentliche

Frachtabfertigung und den Transport

hinaus gehen. Gleichzeitig ist es

gelungen, den Informationsfluss

und die Abfertigungsroutinen zu

standardisieren und zu beschleunigen.

Best-Practice-Beispiele gibt es etliche.

Augenfällig ist dabei die zunehmende

Konzentration auf wenige

große Flughäfen und wenige

Hubs. Für den deutschen Raum belegen

das die jüngst veröffentlichten

Zahlen der Arbeitsgemeinschaft

Deutscher Verkehrsflughäfen

(ADV). Spitzenreiter ist unangefochten

Frankfurt. Mit einem Aufkommen

von 1,9 Mio. t verzeichnet

die Main-Metropole einen Zuwachs

von 8,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum,

gefolgt von Köln/Bonn

mit ca. 0,66 Mio. t (plus 61% – zu

90 % Expressfracht) und München

mit etwa 0,21 Mio. t (plus 17,9%).

Platz vier belegt der Flughafen Hahn.

Mit einer Steigerung von satten 62,3

% auf 107 302 t inklusive Oberflächenersatzverkehre

erweist sich

der Hunsrück-Airport 2005 damit

als heimlicher „Rising Star“.

Luftfrachtgesellschaften profitieren

von der Hub-Funktion der Flughäfen,

von Frachtzentren mit direk-


FLUGHAFENLOGISTIK

ter Anbindung an Landseite und Vorfeld sowie von erstklassigen

Cargo-Ground-Handling-Services. Von der Vorfeld-Abfertigung

und Kontrolle bis zur schnellen Bereitstellung zählt oftmals

jede Minute.

Europäisches Luftfrachtdrehkreuz

im Zeichen des Kranichs

Das Frachtaufkommen des Flughafens Frankfurt bestätigt einmal

mehr die Bedeutung der Hessenmetropole als eine der wichtigsten

Drehscheiben im internationalen Luftfrachtverkehr.

Doch nicht nur das. Im April erst ist Europas größter Frachtflughafen

mit dem „ACE Award for Excellence“ ausgezeichnet

worden. Bewertet wurden unter anderem Wettbewerbsfähigkeit,

Dienstleistungsgüte (zum Beispiel bei den Bodenverkehrsdiensten),

Sicherheit und Pünktlichkeit.

Auf einer Fläche von 19 km 2 stellt die Fraport AG den Nutzern

Start- und Landebahnen sowie flugtechnische Einrichtungen

zur Verfügung. Als größter neutraler Frachtabfertiger bietet

die Fraport-Tochter Fraport Cargo Services GmbH (FCS) Services

rund um die Uhr an. Das Angebot umfasst die physische

und dokumentarische Abwicklung aller Frachtarten im Import

und Export sowie im

Transit.

Im Perishable Center

Frankfurt (PCF), einem

hochmodernen Luftfrachtumschlagplatz

für

verderbliche Waren,

wartet die Nagel Airfreight

GmbH mit Kapazitäten

für die Sortierung,Kommissionierung

und produktspezi-

fische Lagerung von

jährlich 200 000 t Frischware

auf – in 18 Klimazonen

von –24 bis 24 °C,

FÖRDERTECHNIK

Videoüberwachung verhindert weitestgehend Diebstahl oder Manipulation

an der Luftfracht.

Bild: Fraport

Ram Menen, Senior Vice President

Cargo von Emirates und Christa Soltau,

Chefin der DUS Cargo Logistics.

Bild: Flughafen Düsseldorf


FÖRDERTECHNIK FLUGHAFENLOGISTIK

Bei der Einweihung

der neuen Frachthalle

am Münchner

Airport freuen sich

die Nutzer zusammen

mit Peter

Trautmann (3. von

links), Geschäftsführer

für Verkehrsbetrieb

und Technik:

Thilo Berz von

DHL (1. von links),

Ernest Swain von

Fed-Ex sowie Georg

Leusch von UPS

(rechts).

18 MM Logistik · 5/2006

an 365 Tagen im Jahr. Ein Name für

Servicequalität ist auch die LUG Aircargo

Handling GmbH. Die Lager-

flächen der LUG Frankfurt umfassen

19 000 m 2 überdachte Fläche und

4000 m 2 offene Bereitstellungsfläche.

Für das Handling stehen

40 Elektrostapler

von 1,6 bis 15 t Hebekraft

zur Verfügung.

Wachstumstreiber

des Flughafens Frankfurt

ist Lufthansa Cargo.

Der Carrier zählt zu

den Marktführern im

internationalen Luftfrachtverkehr

und bietet

neben definierten

Transportzeiten – im

Transit auch schon mal

innerhalb von 2 bis 3 h

– hohe Qualitätsstandards

mit Leistungsgarantie.

Das Lufthansa

Cargo Center (LCC) gilt

als größtes Luftfrachtdrehkreuz

Europas und

ausgewiesener Security-Hub

auf einer Fläche

von 2 km 2 . „80% der

gesamten Tonnage

durchlaufen das Herz

von Lufthansa Cargo in

Frankfurt“, berichtet

Unternehmenssprecher

Nils Haupt. „Das entspricht

zwischen 3 und

4 Mio. Sendungen, die

1400 Mitarbeiter jährlich

abwickeln, nicht zu

Bild: Flughafen München

vergessen rund 600 bis 800 Saisonkräfte,

die wir hier in Spitzenzeiten

zusätzlich beschäftigen.“

Dass Lufthansa Cargo trotz anhaltend

schwacher Binnennachfrage

und starker Wettbewerbsintensität

das Ergebnis verbessern konnte,

„verdanken wir vor allem strikter

Kostenkontrolle und internen Prozessen,

die klar auf unsere Kunden

zugeschnitten sind“, kommentierte

der ehemalige Vorstandsvorsitzende

Jean-Peter Jansen die Jahreszahlen

anlässlich der Bilanzpressekonferenz

2005. Dazu zähle auch der Ausbau

der Zusammenarbeit mit Systempartnern

wie Flughäfen und Flugsicherung.

Jeder Flughafen in

Deutschland profitiere von einer

starken Lufthansa, von der Star Alliance.

„Starke Hubs stärken – das ist

der Schlüssel zum Erfolg, um besser

zu sein als Paris, London oder Amsterdam“,

so Jansen weiter.

Hunsrück-Airport

mit Schubkraft

Im Wettrennen um Spitzenplätze

unter den Top 10 der internationalen

Luftfrachtgesellschaften zeigt

sich auch Air France Cargo bei der

Bearbeitung des deutschen Marktes

von ihrer besten Seite – und das nicht

erst seit dem Zusammenschluss mit

der niederländischen KLM Cargo.

Gemeinsam mit „Le hub G1XL“

(Gare no1 Extra Large), einer hochautomatisierten

Logistikplattform,

deren Performance konsequent auf

die Anforderungen global agierender

Logistikdienstleister und Handelsunternehmen

zugeschnitten ist,

sowie dem Express-Hub (G2) am

Aéroport Roissy-Charles de Gaulle

(CDG) bildet das Vor-Hub in Hahn

die Basis für das operative Geschäft

von Air France Cargo.

Auf dem ehemaligen Militärflughafen

im Hunsrück treffen im

Nachtsprung Lkw mit Sendungen

aus Deutschland, Österreich und

den angrenzenden osteuropäischen

Ländern ein, werden vorsortiert,

konfektioniert, zu Zielpaletten für

die jeweiligen Bestimmungsflughäfen

zusammengestellt und via Road-

Feeder-Service (RFS) nach Paris

transportiert. Damit entfällt der


FÖRDERTECHNIK FLUGHAFENLOGISTIK

Wolfgang Plantholt, Sprecher

der Direktion Deutschland und

Österreich von Air France Cargo:

„Der extrem hohe Anteil vorab konfektionierter

Sendungen hat den Automatisierungsgrad

unseres Zentralhubs

überhaupt erst gerechtfertigt.“

20 MM Logistik · 5/2006

Aufbau der ULD (Unit Load Device)

in CDG. „Der extrem hohe Anteil

vorab konfektionierter Sendungen

hat den Automatisierungsgrad unseres

Zentralhubs überhaupt erst gerechtfertigt“,

macht Wolfgang Plantholt,

Sprecher der Direktion

Deutschland und Österreich von Air

France Cargo in Frankfurt, deutlich.

„Die Vorteile können wir nun direkt

an unsere Kunden weitergeben. Dies

betrifft insbesondere Schnelligkeit,

Präzision und Pünktlichkeit in

G1XL“, so Plantholt weiter. Durch

die Bündelung der Frachten auf

Hahn betrage der Transit für Durchlaufeinheiten

in Paris-CDG maximal

5 h. Schlagzeilen macht „der Hahn“

aktuell auch mit dem Bau einer neu-

en Halle zum Ausbau der Abfertigungskapazitäten.

Betreiber des

neuen Frachtterminals ist die Hahn

Cargo Services. Nach Unternehmensangaben

ist dies deutschlandweit

die erste Cargo-Halle, die nach

den neuesten Sicherheitsrichtlinien

des Anfang 2006 in Kraft getretenen

Luftsicherheitsgesetzes gebaut wird.

Über 16 Ladetore mit Ladebrücken

sowie Kühlräume für verderbliche

Güter und Tiefkühlware soll das Terminal

ab Herbst verfügen.

Design-Build-Operate-Konzept

zum ersten Mal eingesetzt

Auch ACL Advanced Cargo Systems

GmbH steht für eine effiziente Luftfrachtabfertigung

am Flughafen

Hahn. Im Rahmen eines Pilotprojekts

wurde das Konzept „Design–Build–Operate“,

das auf

Wunsch auch zur Implementierung

neuer Anlagen herangezogen

werden kann, hier erstmals

eingesetzt. Auf einer Gesamtfläche

von 17 000 m 2 bietet

ACL neben einer Frachthalle

und Erweiterungsflächen

Bild: Maienschein

Mit der Performance von Europas zweitgrößtem Passagierflughafen (Charles de Gaulle, Paris) im Rücken

will sich Air France auch ein größeres Stück des Luftfrachtkuchens sichern.

Bild: Air France

Raum und Kapazitäten für ULD- sowie

Road-Feeder-Systeme.

War in den Start- und Landelisten

des Flughafens Düsseldorf International

2001 hinter der Bezeichnung

Frachtmaschine noch recht wenig zu

finden, so hat das Team um Christa

Soltau, Chefin der DUS Cargo Logistics,

innerhalb von fünf Jahren viel

vollbracht. Aus dem Schattendasein

als reiner Umsteigebahnhof für urlaubsfreudige

Passagiere heraus hat

sich die NRW-Landeshauptstadt

innerhalb kürzester Zeit einen Namen

in der internationalen Cargo-

Welt gemacht.

Wichtiger Indikator ist Emirates

Sky-Cargo, die Frachtdivision der in

Dubai beheimateten Emirates Airline,

die den Frachtumschlag von

838 400 t im Vorjahr auf über

1 Mio. t in 2005 steigern konnte.

Allein über Düsseldorf wickelte Emirates

ein Frachtaufkommen von

mehr als 14 500 t ab.

Sicherlich mit ein Grund, einen

zweiten täglichen Non-Stop-Flug

von Düsseldorf nach Dubai einzuführen.

Ram Menen, Senior Vice-

President Cargo von Emirates, kommentierte

die Einführung mit den

Worten: „Wir sind der Auffassung,

dass der Düsseldorfer Flughafen aufgrund

seiner hohen Flexibilität und

Qualität besonders cargofreundlich

ist.“ Menen weiter: „Unser Ziel ist es,

die Fracht für diese Region hier abzuwickeln,

um damit unnötige Kosten

und zusätzliche Transporte per

Lkw zu anderen Flughäfen zu vermeiden.“

Um die Kräfte weiter zu bündeln,

bezieht DUS Cargo Logistics mit

dem Bereich Dokumentenhandling

für Import und Export einen von

zwei neuen Anbauten am Frachtgebäude

DUS Air Cargo Center“

(DACC). „Diese Optimierung unserer

Infrastruktur wurde aufgrund

des enormen Anstiegs im Frachtaufkommen

notwendig“, betont Christa

Soltau. Darüber hinaus wurde auf

der Westseite des Gebäudes im Dezember

eine Rampe mit insgesamt

elf Andockstationen in Betrieb genommen.

Wachstumstreiber des Munich

Airport ist wiederum der Drehschei-


enverkehr der Lufthansa und ihrer

Star-Alliance-Partner, die den Airport

als wichtigen Knoten für Belly-

Verkehre rund um den Globus nutzten.

Zu den bedeutenden Luftfrachtabfertigungsdiensten

zählt Cargogate,

eine Tochter der Flughafen

München GmbH, die das physische

Frachthandling für rund 75 der

München anfliegenden Luftverkehrsgesellschaften

betreibt. Der

Service reicht von der Vollabfertigung

Import/Export inklusive Dokumentenabfertigung

bis zu ausgewählten

Teilleistungen wie zum Beispiel

Lagerung von Sondergütern.

Der überwiegende Anteil der Import-Fracht

wird über ein vollautomatisches

Hochregallager mit einer

Kapazität von zirka 1400 Standardund

450 Großpaletten umgeschlagen.

Darüber hinaus existiert eine

leistungsfähige Truck-Dock- und

ULD-Anlage zum Umschlag von

Flugzeugpaletten und Containern.

Die Anlage kann variabel auf eine

Kapazität von 200 ULD auf drei Ebenen

aufgestockt werden.

Im Herbst 2005 wurde der Cargo-

Bereich am Münchener Flughafen

zudem um eine neue Frachthalle für

Expressdienste erweitert. Peter

Trautmann, Geschäftsführer für

Verkehrsbetrieb und Technik bei der

Flughafen München GmbH (FMG),

lobt die ausgezeichneten Perspektiven

des Luftfrachtstandortes München:

„Dank der exportstarken süddeutschen

Wirtschaft und der geografischen

Lage unseres Flughafens

im Herzen eines erweiterten Europas

haben wir die Chance, auf dem

Frachtsektor auch künftig überproportional

zu wachsen.“

Starke Partner

FLUGHAFENLOGISTIK

Neben dem Aus- und Neubau von

Start- und Landebahnen gehört die

Optimierung von Be- und Entladevorgängen

an den Frachtterminals

der Flughäfen zu den wichtigen

Wettbewerbsfaktoren im lukrativen

und weiterwachsenden Geschäft

mit der Luftfracht. Diese Maßnahmen

schätzen sowohl global operierende

Carrier und Speditionen als

auch Expressdienste. Expertenmei-

Bild: Flughafen Köln/Bonn

FÖRDERTECHNIK

Das UPS-Hub in Köln/Bonn ist der

wichtigste Verkehrsknotenpunkt des

amerikanischen Integrators in Europa.

nungen zufolge soll sich diese Segmentierung

jedoch langfristig aufheben.

MM

www.mm-logistik.de

� UPS

� Fed-Ex

� TNT

� DHL

� Arbeitsgemeinschaft Deutscher

Verkehrsflughäfen

� Flughafen Frankfurt

� Flughafen Hahn

� Flughafen Köln/Bonn

� Fraport

� Fraport Cargo Services

� LUG Aircargo Handling

� Lufthansa Cargo

� Air France Cargo

� KLM Cargo

� Flughafen Charles de Gaulle

� ACL Advanced Cargo Services

� Flughafen Düsseldorf

� DUS Cargo Logistics

� Emirates Sky-Cargo

� Düsseldorf Ground Handling

� Flughafen München

� Cargogate


FÖRDERTECHNIK PRODUKTE

K RANSANIERUNG

Fitness-Kur für Krananlagen

„In alten Krananlagen steckt oft viel Potenzial

im Bereich der Zeit-, Bedienungs- und

Sicherheitsoptimierung“, weiß Peter Schaffhausen,

Geschäftsführer der U.C.S. Industrieelektronik,

Wedel, die sich unter anderem auf

Retrofittings für Krane spezialisiert hat. So hat

U.C.S. Ende vergangenen Jahres bei der Breitenburger

Milchzentrale, Itzehoe, die dort

eingesetzte Hallenkrananlage mit einer Antipendelfunktion

ausgestattet.

Diese ermöglicht bei abgesenktem Greifer

eine Bewegung in allen Achsen der Katze

sowie Hebe- und Senkvorgänge, ohne zusätzliche

mechanische Führung und Sensorik.

Hierdurch werden mechanischer Verschleiß

und Wartungsaufwand erheblich vermindert,

unnötige Leerfahrten des Hubwerks entfallen,

Diagonalfahrten aller drei Achsen gleichzeitig

sind möglich, und die Umschlagszahlen und

damit die Produktivität können erhöht werden.

Zudem ist durch die Installation eines so

genannten „Käsehorden-Management-Systems“

der automatische Betrieb der Anlage

möglich. Hierbei lassen sich per Touch-Panel

die gewünschten Käsehorden zur Beförderung

freigeben. Auf Wunsch können Bewegungen

nach Ablauf der im Rezept hinterlegten

Zeit automatisch gestartet werden.

22 MM Logistik · 5/2006

Kombinierbare Mono- und Langtrolleys

Das MFS-Monotrolley-Fördersystem

stellt das neueste Produkt von

PSB in der Hängefördertechnik dar.

Erfolgreiche Fitnesskur für Krananlagen bei

der Breitenburger Milchzentrale.

Im Rahmen des Retrofit werden zur Verbesserung

der Ersatzteilverfügbarkeit S5-Steuerungen

durch die moderne Siemens S7

ersetzt, was wesentlich schnellere Zykluszeiten,

größeren Speicher und einfachen Teleservice

per Modem bedeutet.

� UCS Industrieelektronik GmbH,

Tel. (0 41 03) 93 10-0, www.ucs-industrieelektronik.de

Bild: U.C.S.

Damit trägt das Unternehmen dem

Trend in der Hängewarenförderung

Rechnung, diese mehr und mehr in

Zuteilungssets durchzuführen.

Die unterschiedlichenbodenfreien

Typen MFS und

LTS (Langtrolley-

Transportsystem)

basieren auf einer

gemeinsamen Plattform.

Die entscheidendenSystemkomponenten

sind baugleich

und erlauben

einen Mischbetrieb

der Mono- und Langtrolleys.

Die Basis

besteht aus einem in

einem Aluminiumpro-

fil geführten Schleppkreisförderer,

darunter ist das Laufprofil montiert.

Die Trolleys werden darauf

entgleisungssicher geführt und entweder

als Mono- oder Langtrolley

ausgeführt, mit zwei Laufwerken

für größere Lastlängen und

Gewichte. Besonderes Konstruktionsmerkmal

ist die überladungstolerante

Ausführung der Trolleys

in Verbindung mit der Mitnehmerkonstruktion,

wie es heißt.

� PSB GmbH,

Tel. (0 63 31) 7 17-0,

www.psb-gmbh.de

Pulverbeschichteter

Transportring

Thiele hat sein umfangreiches

Angebot rund um den schraubbaren

Titan-Transportring im Programm

„Superior XL“ erweitert.

Mit Tragfähigkeiten von 1,4 bis 8 t

stehen insgesamt fünf Baugrößen

zum Anschlagen und Zurren von

Maschinenteilen, Gesenken, Werkzeugen

und Spannvorrichtungen

zur Verfügung, deren Gewindezuordnungen

M16 bis M36

ein breites Einsatzfeld

garantieren. Der anwenderfreundlicheTransportring

ist einfach mit

einem handelsüblichen

Maulschlüssel montierbar

und in alle Zugrichtungen

voll tragfähig.

Die umständliche Ermittlung

der maximalen Belastbarkeit

auf Basis von Neigungswinkeln

kann dadurch entfallen.

Leichtgängig drehen sich die Bauteile

bei Belastung in die optimale

Position. Die hochwertige blaue

Pulverbeschichtung schützt die

Bauteile dauerhaft. Kundenspezifische

Ausführungen sind möglich.

� Thiele GmbH & Co. KG,

Tel. (0 23 71) 9 47-0, www.thiele.de


Profilgeführte

Zinkenverstellgeräte

Hans H. Meyer hat sein Zinkenverstellgeräte-Programm

erweitert. Zu

den seit Jahren erfolgreichen Hochleistungsgeräten

der Baureihe 6-

24xx ist jetzt die Baureihe 6-7xxx

hinzugekommen. Die neuen profilgeführten

Zinkenversteller werden

wahlweise mit oder ohne separatem

Seitenschub angeboten. Aktuell

wurde die Reihe um die Baugruppe

6-7x08K mit einer Tragkraft von

4000 kg bei 500 mm Lastschwer-

punkt erweitert. Die Zinkenverstellgeräte

dieser Baureihe werden mit

angeschweißten Zinken oder alternativ

mit ISO-Armträgerplatten

angeboten. Für weite, die Staplerkontur

überfahrende Öffnungsbereiche

bietet Meyer die Klammerkörper-basierte

Baugruppe 6-01xx

an. Modulares Merkmal aller profilgeführten

Zinkenversteller von

Meyer sind die hochverschleißfesten

Kunststoffgleitelemente der

Generation K.

� Hans H. Meyer GmbH,

Tel. (0 53 41) 8 03-0,

www.meyer-world.com

Profil-Rollenkette

ist sehr leise

Die Energieketten-Serie P4 ist eine

neue Profil-Rollenkette für sehr

lange Verfahrwege, beispielsweise

an Krananlagen, die bei bis zu

10 m/s Geschwindigkeit sehr leise

ist, wie es heißt. Konstruktiv wurde

das gelöst, indem die Rollen in der

Mitte in Profile unterteilt sind und

deshalb nun auf durchgängiger

Ebene rollen. Außerdem ist die Teilungslänge

der Kettenglieder mit

und ohne Rolle jetzt gleich, so dass

die Energiekette im Radius einen

besonders ruhigen und vibrationsfreien

Lauf erzielt. Die Rollen

sind fest in den Seitenteilen

der Energiekette integriert. Für

Anwender, die Gewicht und Platz

sparen wollen wollen, hat Igus die

Energiekettenserie 4040 Heavy

Duty (HD) entwickelt. Deren Einsatzgebiete

sind Krantechnik, Tagebau,

Kraftwerke, Stahlwerke, aber

PRODUKTE

auch die klassische Fördertechnik

und der Maschinenbau.

� Igus GmbH,

Tel. (0 22 03) 96 49-6 11, www.igus.de

FÖRDERTECHNIK

MM Logistik · 5/2006 23


LAGERTECHNIK LANGGUTLAGER

Übergröße XXL

Waren früher im Stahl- und Metallhandelsgeschäft große Auftragseinheiten

gefragt, geht der Trend heute zu kleineren Einheiten. Zum Handling

im Lager eignen sich Kassettenmodule und Picksysteme für Langgüter

besonders gut. Dabei orientiert sich der Markt immer stärker an den

konkreten Kundenanforderungen.

G ERD K NEHR

24 MM Logistik · 5/2006

D

as Stahl- und Metallhandelsgeschäft

ist in den letzten

Jahren von einem stetigen

Wandel geprägt. Fungierten die

Stahlhändler früher fast ausschließlich

als Lieferanten für Tonnagen

oder für größere Auftragseinheiten

in Form von Bündeln oder zumindest

ganzen Stäben, so sind heute

Bild: Demag Cranes & Components

allerorten Bestrebungen entweder in

Richtung komplettes Outsourcing

oder Beschaffung von angearbeiteten

Rohlingen zu beobachten. Je

nach Produktions- und Beschaffungsphilosophie

der Kunden fordern

diese nun nur noch kleinste

Mengen, die heute bestellt werden

und morgen geliefert sein müssen,

Im Stahlhandel ist der Kran das wichtigste

Fördermittel und somit ein bestimmender

Faktor in Bezug auf Wirtschaftlichkeit.

In Verbindung mit den entsprechenden

Lastaufnahmemitteln sind Krane flexible,

leistungsfähige Werkzeuge, die dreidimensionale

Bewegungen ausführen und praktisch

jeden Punkt innerhalb eines Raumes

ansteuern können.

oder sie übergeben das gesamte

Metall-Beschaffungswesen an den

Stahlhändler und rufen dort onlinegestützt

die aktuell benötigten Materialien

ab. Für den Stahl- und Metallhandel

bedeuten diese veränderten

Anforderungen Chancen und Risiken

zugleich, denn die Kunden wünschen

jetzt eine komplett auf ihre Bedürfnisse

abgestimmte Liefer- und

Leistungspalette, die mit der einfachen

Belieferung von Stangenmaterial

oder Rohblechtafeln nicht mehr

viel gemein hat.

Wertschöpfung kommt aus

der kompletten Dienstleistung

Einerseits müssen die Stahlhändler

in naher Zukunft ihre Produktportfolios

vergrößern und andererseits

eine durchgängige und dabei alle im

Stahlhandel ablaufenden Prozesse in

einem hohen Grad automatisieren.

Nur so können sie alle Kundenwünsche

in kürzester Frist erfüllen. Denn

die Wertschöpfung kommt bei kleinen

Mengen oftmals nicht mehr allein

aus dem Material- und Handelswert,

sondern aus der kompletten

Dienstleistung, bestehend aus

dem Materialportfolio und dessen

sofortiger Verfügbarkeit sowie der

Lagerung, dem Handling, der Anarbeitung,

der Kommissionierung und

der gesamten Logistik.

Wer weiß dies besser als die Geschäftsleitung

des österreichischen

Stahl- und Metallhändlers, das EHG

Stahlzentrum West in Dornbirn, das

sich europaweit zu den leistungsfähigsten

und modernsten Stahlhändlern

zählen darf. Dazu der EHG-Geschäftsleiter

Elmar Geiger: „Wir bieten

unseren Kunden heute ein sehr

breites Liefer- und Leistungsprogramm,

das auf 6000 Artikeln, über

100 verschiedenen Materialgüter


Bild: Friedrich Remmert

LANGGUTLAGER

und 20 000 bis 25 000 t Lagermaterial beruht. Unser Motto: Heute

bestellt – morgen geliefert, wird bei uns nachdrücklich gelebt,

wofür aber auch ein enormer Einsatz an Platz, Lagertechnik, Sägetechnik,

Kommissioniereinrichtungen und eben Personal erforderlich

ist. Wir investieren permanent in modernste Lagerund

Sägetechnik sowie einen hohen Automatisierungsgrad, weil

nur so die Wirtschaftlichkeit bei der Bearbeitung von Aufträgen

mit geringer Stückzahl oder Einzelteilen zu erzielen ist.“ Entsprechend

umfangreich zeigt sich der Maschinen- und Anlagenpark

beim EHG Stahlzentrum West, der unter anderem 16

Hochleistungs-Sägemaschinen und -automaten sowie vollautomatische

Lagersysteme und ein kombiniertes Lager- und Sägezentrum

von Kasto beinhaltet.

Langgutkassettenmodule und Picksysteme

LAGERTECHNIK

Matthias Remmert,

Geschäftsführer der

Friedrich Remmert

GmbH und verantwortlich

für den

Vertrieb und das

Marketing:

„Der Markt orientiert

sich immer stärker an

den konkreten Kundenanforderungen.“

Armin Stolzer, der Geschäftsführer vom Lagerspezialisten Kasto

betont: „Auf Grund der unterschiedlichen Materialausführung

wie Querschnitt, Verpackung und Länge wird das Materiallanggut

im Allgemeinen in Lagerhilfsmitteln, den Lagerkassetten,

gelagert. Je nach Anforderung kommen hierbei Stapeljoch-,

Turm-, Überfahr-, Portal- oder Wabenlager zum Einsatz.

Wenn die Materialien oberflächenempfindlich sind, dann sind

zusätzliche Schutzmaßnahmen in den Lagerkassetten vorgesehen.“

Für die Unterbringung von Blechen sorgen neue Schubfachregale.

Auch empfindliche Bleche können mit dieser Lösung

sauber per Kran, Sauger oder Hebemagnet ein- und ausgelagert

werden. Immer häufiger werden Langgutkassetten auch dergestalt

modifiziert, dass eine geordnete Bereitstellung von Stabmaterialien

zur direkten vollautomatischen Beschickung der Sägemaschinen

ermöglicht wird. Matthias Remmert, der für Vertrieb

und Marketing verantwortliche Geschäftsführer des Lagerexperten

Remmert erläutert: „Der Markt orientiert sich immer

stärker an den konkreten Kundenanforderungen. Ferner

fordert er zunehmend maßgeschneiderte Lösungen. Standardleistungen

werden immer seltener. Darüber hinaus sind verstärkt

flexible Systeme gefragt. Die Ausbaufähigkeit der Lager ist dabei

ein sehr wichtiges Kriterium.“

Um ihr bestehendes Sägereizentrum auszubauen, integrierte

Remmert die bislang größte Sägezelle bei Schmolz + Bickenbach

MM Logistik · 5/2006 25


LAGERTECHNIK LANGGUTLAGER

Dieses Langgutlager

ist ein sehr

kompaktes System

mit mehrfach

unterteilten Kassetten.

Die perfekte

Verknüpfung von

Lager und Produktion

bietet den produzierendenUnternehmenerheblichesOptimierungspotenzial.

26 MM Logistik · 5/2006

im schweizerischen Will. Das Gesamtsystem

gewährleistet die intelligente

Verknüpfung aller Prozessabläufe

von der Einlagerung des Rohmaterials

über die optimierte vollautomatische

Bestückung der Maschinen

bis hin zur auftragsspezifischen

Sortierung der Sägezuschnitte. Die

modular aufgebaute, vollautomatische

Bearbeitungszelle besteht aus

zehn Komponenten: Ein raumoptimiertes

Kassettenlager, zwei innovative

Portal-Greifer, kurz Pick-Systeme,

das flexible Fertigungssystem

Pro FMS, vier leistungsstarke Sägen

und zwei Sortierroboter arbeiten dabei

perfekt aufeinander abgestimmt

für einen guten Schnitt.

Das Langgutlager von Remmert

ist ein sehr kompaktes System mit

mehrfach unterteilten Kassetten.

Dies bedeutet, dass der Stahlhändler

bei rund 1000 integrierten Kassetten

über 4000 verschiedene Artikel

unterschiedlichster Durchmesser

auf engstem Raum bevorraten kann.

„Multi-Lifter“ ist auch

im Freien einsetzbar

Über die zwei Pick-Systeme und die

FMS-Software ist das Lager sowohl

mechanisch als auch softwaretechnisch

mit den vier Hochleistungssägen

verbunden. Dabei versorgt jeweils

ein Pick-System zwei Sägemaschinen.

Im Warenausgang des Lagers

entnehmen die Portal-Geifer

Rohmaterial aus einer Kassette, um

es zur weiteren Bearbeitung den

CNC-Maschinen zuzuführen. Weil

pro Säge zwei Auslagerstationen

existieren, können die Pick-Systeme

direkt nach der Rücklagerung neues

Material aus einer zweiten Kassette

entnehmen und der Maschine zuführen.

Auf diese Weise erfolgt der

Stabwechsel sehr zügig und die Leerlaufzeiten

der Sägemaschinen werden

auf null minimiert. Gesteuert

werden die Pick-Systeme durch das

flexible Fertigungssystem Pro FMS.

Anhand von rechnerverwalteten

Kundenaufträgen und Fertigungsstücklisten

und unter Berücksichtigung

verschiedener Optimierungskriterien

versorgt Pro FMS die angeschlossenen

Maschinen mit Bearbeitungsmaterial

und Produktionsauf-

Bild: Friedrich Remmert

trägen. Darüber hinaus integrierte

Remmert zwei Kommissionierroboter

in das System. Diese gewährleisten

die vollautomatische, auftragsspezifische

Sortierung der Sägezuschnitte

an den Maschinen.

Schmolz+Bickenbach profitiert dabei

insbesondere vom deutlich reduzierten

Materialhandling, der optimierten

Auslastung aller Sägemaschinen

sowie der erhöhten Flexibilität

und der erheblichen Zeitersparnis

bei der Auftragsbearbeitung.

Zum Ausbau seiner Marktpräsenz

hat Dambach Lagersysteme sein Lieferprogramm

um eine weitere Gerätereihe

für die Lager- und Kommissioniertechnik

erweitert. Der „Multi-Lifter“

ist ein Mehrwegestapler,

der � und das ist neu für Dambach-

Geräte � auch im freien Gelände eingesetzt

werden kann. Ein neues Steuerungskonzept

ermöglicht die Fahrt

in jede Richtung. Mit Tragfähigkeiten

von 4 bis 6 t eignet sich der „Multi-Lifter“

ideal für den Einsatz in

Langgutlagern.

Die Lagertechnik von Bito garantiert

eine höhere Lagerverdichtung

durch den Einsatz von Langgut-Verfahrregalen.

Die kompakte Lagerung,

je nach eingesetztem System,

ermöglicht eine höhere Lagerkapazität

und eine große Flächenersparnis.

Eine erhebliche Reduzierung der

Investitionskosten wird zudem beim

Hallenneubau erzielt.

Lagerverdichtung

mit großer Effizienz

Die Lagertechnik ist heute das Bindeglied

innerhalb der Produktion. Es

wird also immer wichtiger, die Lagertechnik

in weitere Subsysteme zu

integrieren. Während sich Prozessoptimierungen

lange Zeit entweder

auf das Lagersystem oder auf die Produktivzelle

konzentrierten, müssen

Anbieter von Lagertechnik den Fokus

heute weiter fassen – und das mit

gutem Grund: Die perfekte Verknüpfung

von Lager und Produktion

bietet den produzierenden Unternehmen

erhebliches Optimierungspotential.

Durch die direkte Integration

eines oder mehrerer Lager in

den Fertigungsprozess sind erhöhte

Zugriffsgeschwindigkeiten und


Bild: Dambach

deutliche Produktivitätssteigerungen

zu erzielen. Während früher Personalkapazitäten

aus der Produktion

durch Lagerarbeiten gebunden waren,

werden durch eine perfekte Einbindung

des Lagers Personalressourcen

im hohen zweistelligen Prozent-

Mit einer Tragfähigkeit

von 4 t bis zu 6 t

eignet sich der Multi-

Lifter von Dambach

ideal für den Einsatz

in Langgutlagern,

wie sie in der Holzindustrie

oder in Baumärkten

zur Aufbewahrung

von Brettern,

Balken oder

Aluminiumprofilen

verwendet werden.

bereich reduziert. „Statt eines reinen

Produktionspuffers fungiert das Lager

dann als flexibles Bindeglied

innerhalb der Produktion. Aufgrund

der wachsenden Anforderungen des

Marktes sind die Kunden darüber

hinaus an immer leistungsfähigeren

LANGGUTLAGER

Systemen interessiert. Zudem zeichnet

sich ein Trend in Richtung Generalunternehmerschaft

ab. Damit

legen die Kunden das komplette Risiko

auf die Lieferanten um“, erläutert

Matthias Remmert.

Armin Stolzer von Kasto fügt hinzu:

„Eine weitere wichtige Herausforderung

stellt die Fortentwicklung

der Lagerverwaltungs-Software dar.

Dabei gehen die Anstrengungen in

Richtung weiterer Optimierung der

Einlager-, Lager-, Kommissionierund

Sägeprozesse, um ein möglichst

einfaches, leicht verständliches Arbeiten

an Langgutlager-Systemen zu

ermöglichen.“ MM

www.mm-logistik.de

� EHG Stahlzentrum West

� Kasto

� Remmert

� Dambach

LAGERTECHNIK


Bilder: Viastore, Canon

LAGERTECHNIK ARCHIVIERUNG

Mehr Effizienz

Mit Dokumentenscannern lassen sich Vorlagen

jeder Art erfassen und in die digitale

Welt zurückführen. Mehr Effizienz bieten

die digitalen Geräte auch in der Logistik

und zwar insbesondere im Lager.

M ARTIN F ALK

28 MM Logistik · 5/2006

D

ank der Digitalisierung produzieren

Unternehmen heute

wesentlich mehr papiergebundenen

Output als noch vor

zwanzig Jahren. Gleichzeitig wächst

der Speicherbedarf durch Verordnungen

und Nachweispflichten. Dokumentenscanner

sichern diese In-

Martin Falk ist Product Manager DMS-Systeme

bei der Canon Deutschland GmbH,

47807 Krefeld, Tel. (0 21 51) 3 45-4 26,

martin.falk@canon.de

formationen vor dem Verlust durch

Alterung oder Zerstörung. Mit ihnen

lassen sich Vorlagen aller Art erfassen

und in die digitale Welt zurückführen.

Für das systematische Verwalten

und den Umgang mit den digitalisierten

Dokumenten sorgen

Dokumentenmanagementsysteme,

die den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern

und im Alltag die Prozesse

erheblich beschleunigen. Schnelligkeit,

bessere Liefertreue und geringere

Fehlerquoten sind gerade in der

Logistik produzierender Betriebe die

Hauptvorteile, die sich mit Digitalisierung

und Dokumentenmanagement

schnell erzielen lassen.

Dokumentenscanner dienen speziell

der raschen Erfassung großer Dokumentenmengen

in möglichst kurzer

Zeit und lassen sich mit den bekannteren

Flachbettscannern nicht

vergleichen. Sie arbeiten mit einem

Blatteinzug von einer Geschwindigkeit

ab zehn Seiten pro Minute. Tagesdurchsätze

von 8000 bis 38 000

Seiten (bei 80 Seiten pro Minute)

werden so erreicht. Moderne Dokumentenscanner

haben sich in der

jüngsten Zeit immer mehr zu Document-Image-Management-Systemen

(DIMS) für diesen wachsenden

Markt entwickelt. Das reine Scannen

war gestern.

Diverse Materialien

lassen sich einlesen

Heute sorgen diese Systeme dafür,

dass nicht nur Normalformate wie

DIN A4, sondern diverse Zwischenformate

bis hin zu Plastikkarten eingelesen

werden können. Eingebaute

Fehlerkorrekturen sorgen für hundertprozentige

Leseergebnisse, Sortierfunktionen

stellen sicher, dass

große Papiermengen in der richtigen

Reihenfolge im digitalen Archiv abgelegt

werden. Nur so lässt sich die

darauf aufsetzende Software für das

Dokumentenmanagement gewinnbringend

einsetzen.

Ihre wachsende Bedeutung verdanken

Dokumentenscanner den

immer umfangreicher werdenden

Dokumentationspflichten und Vorschriften.

Prozesse in Unternehmen

müssen in steigendem Maße nachvollziehbar

sein, in Deutschland

Scanner und Dokumentenmanagementsoftware

bieten zahlreiche

Vorteile in Logistik und Produktion:

Werden Eingangslieferscheine schon

im Lager eingescannt, so ist der

Warenstatus damit auch für Mitarbeiter

in der Verwaltung immer auf

dem neuesten Stand.


müssen sie etwa laut den Grundsätzen

zum Datenzugriff und zur

Prüfbarkeit digitaler Unterlagen

(GDPdU) teilweise bis zu 15 Jahre

lang archiviert werden. Canon als

Technologiekonzern mit einer traditionell

hohen Zahl an neu angemeldeten

Patenten trägt mit seinen

Scannern der wachsenden Bedeutung

des Document Image Management

Rechnung. So wird etwa die

Technik der Dokumentenzuführung

ständig weiterentwickelt, auch bei

Einstiegsmodellen wie dem kostengünstigen

Farbscanner DR-1210C.

Er wurde speziell für Arbeitsgruppen

entworfen und eignet sich für den

Einsatz in unterschiedlichsten Umgebungen.

Professionelle Leistungsfähigkeit

verbindet sich hier mit

einfachster Handhabung durch die

Kombination von Flachbettscanner

und automatischem Dokumenteneinzug,

der auch verschiedene Dokumentengrößen

im Stapel automatisch

erkennt. Gleiches gilt für das

größere Einstiegsmodell DR-2580C,

dessen Ultraschallsensor im Dokumenteneinzug

verhindert, dass zwei

Vorlagen auf einmal eingezogen

werden.

Für die steigende Nachfrage nach

großformatigen und auch anspruchsvollen

Scans im mittleren

Leistungssegment hat Canon den

neuen DR-5010C entwickelt. Er

kann Vorlagen bis zum Format DIN

A3, auch doppelseitig, einlesen. Die

professionelle Software Capture-

Perfect 3.0 bietet zudem Funktionen

wie PDF-Verschlüsselung und Scanto-E-Mail.

Damit wandert der Scan

direkt zum Adressaten, lästige

Weiterleitung per Hand entfällt. Die

genannten Beispiele stehen nur stellvertretend

für eine Reihe technischer

Highlights in Canons DIMS-Systemen,

die es in zahlreichen Leistungsstufen

gibt und die sich im logistischen

Alltag bewährt haben.

Zahlreiche Vorteile

im Logistikeinsatz

In der Logistik und Produktion ergeben

sich durch den Einsatz von

Scannern und Dokumentenmanagementsoftware

zahlreiche Vorteile.

Eingangslieferscheine etwa lassen

sich schon im Lager einscannen, der

Warenstatus ist damit auch für die

Mitarbeiter in der Verwaltung immer

aktuell. Das DMS-System wird

damit zum Bindeglied für verschiedene

Abteilungen. Ergänzende Dokumente

wie Qualitätsprüfberichte

lassen sich ebenfalls archivieren und

liegen dann zentral vor. Ergänzen

lassen sich solche Lösungen zudem

durch produktionsnahe Lösungen

wie Tablet-Computer. Damit haben

Mitarbeiter im Lager Zugriff auf den

zentralen Dokumenten-Pool. Mit

dem leistungsfähigen Dokumentenmanagementsystem

File-Director

des Canon-Partners Spielberg ist

diese Aufgabe besonders leicht zu

handhaben, weil beide Lösungen eng

miteinander integriert sind. Dabei

ist die Hardware auch mit anderen

DMS-Lösungen einsetzbar. Die Anbindung

des DMS-Systems an ein

ERP-System wird über Schnittstellen

realisiert.

Wichtig ist generell die systematische

Einbindung der Mitarbeiter.

Denn das Arbeiten mit Papier, so die

einhellige Meinung von Forschern,

beruht vor allem auf Gewohnheit.

Diese bedarf der Umstellung auf die

digitale Welt. In enger Kooperation

mit den Fachabteilungen im Unternehmen

lohnt es sich, sowohl praktische

als auch logisch nachvollziehbare

Ablage-Routinen und Schlag-

ARCHIVIERUNG

worte für das digitale Archiv zu erarbeiten.

Das bietet sämtliche Vorzüge

der Beleg-Recherche – von Angeboten

über Aufträge, Lieferscheine

beteiligter Auftragnehmer bis hin zu

Detailzeichnungen oder eingefügten

Kommentaren.

Besserer Kundenservice durch

kurze Bearbeitungszeiten

Der Service gegenüber den Kunden

verbessert sich in der Folge durch

90% kürzere Recherchezeiten und

kurze interne Bearbeitungszeiten.

Dies ist der eigentliche Gewinn für

die Unternehmen. Denn die Kosten

für Papier und Druck fallen als Nachteile

der hergebrachten Archive nicht

so sehr ins Gewicht. Was das papiergebundene

Arbeiten teuer macht, ist

die Recherche nach einem Vorgang,

die oft Stunden dauert. Ganz abgesehen

davon, dass Papierarchive in

Aktenordnern immensen Platz benötigen.

Generell kann davon ausgegangen

werden, dass sich die Investitionen

in Hard- und Software für

das Scannen und Verwalten von Dokumenten

nach zwei Jahren bezahlt

machen. MM

www.mm-logistik.de

� Digitale Archivierung und

Betriebsprüfung

� Canon

LAGERTECHNIK

Bild: Canon

Mitarbeiter in

Logistikabteilungen

und im Lager

haben Zugriff auf

den zentralen

Dokumenten-

Pool.

MM Logistik · 5/2006 29


VERPACKUNGSTECHNIK WELLPAPPE

Einwegverpackungen

für

Obst und Gemüse

aus Wellpappe

haben die Nase

vorn, insbesondere

wenn es um

die Betrachtung

der Wirtschaftlichkeit

geht.

30 MM Logistik · 5/2006

Wellpappe

punktet

Wer sich zwischen Einweg- oder Mehrweg-Transportverpackungen

entscheiden muss, steht in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit

meist ohne harte Fakten da. Inzwischen gibt

eine Studie einige wichtige Entscheidungshilfen und informiert

über qualitative und quantitative Stärken beider

Verpackungssysteme.

C LAUDIA T REFFERT

D

ie Kunststoffkiste – hochvoll

mit frischen Salatköpfen –

steht zwischen zwei Steigen,

in denen rote Paprika und mehrere

Lauchstangen liegen. Davor Zitronen,

Orangen und zwei Sorten Äpfel,

wie alles andere ebenfalls in

Kunststoffsteigen angerichtet.

„Wellpappe verpackt alles!“ Tatsächlich?,

möchte man fragen. Denn das,

was die Wellpappenindustrie für ihr

Produkt propagiert, scheint hier

nicht stattzufinden. „Es ist schon komisch“,

wundert sich Gerald Dörzbach,

Verkaufsleiter beim Ansbacher

Wellpappen-Hersteller Duropack.

Bild: Berndt & Partner

Bild: VDW

Karsten Beutner, Partner bei Berndt

& Partner, Berlin:

„Sogar in den großen Handelsketten

liegen teilweise keine fundierten Entscheidungsgrundlagen

vor, anhand

derer man sich für ein Verpackungssystem

entscheiden kann.“

„Obwohl das Mehrweg-System nicht

zwingend als ökologische Alternative

zu Wellpappe angesehen werden

kann, bieten Bioläden ihr Obst und

Gemüse fast ausschließlich in Kunststoffsteigen

an.“ Und tatsächlich: Sowohl

Biosupermärkte als auch die

kleinen Bioläden um die Ecke setzen

auf Mehrweg und einfarbigen

Kunststoff – ganz im Gegensatz zu

Discountern, wo bunt bedruckte

Steigen und Kisten aus Wellpappe

das Bild prägen.

Bei Bioprodukten ist

die Optik entscheidend

Für Stefanie Neumann, Pressesprecherin

der Biosupermarkt-Gruppe

Alnatura, Bickenbach, gehören

Mehrweg und Bio einfach zusammen.

Auch wegen der Optik favorisiere

man die Steigen im Pfandsystem:

„So können wir Obst und Gemüse

einheitlich, übersichtlich präsentieren.“

Schließlich spiele noch

die Wetterfestigkeit eine wichtige

Rolle, denn die Bauern nehmen die

Steigen zum Ernten mit aufs Feld.

„Wenn es dabei einmal regnet, wird

Wellpappe schnell unansehnlich.“

Das letzte Argument will Karsten

Beutner so nicht gelten lassen. „Es

gibt nassfest ausgerüstete Wellpappe,

die Feuchtigkeit unbeschadet

übersteht.“ Außerdem sei es in der

Regel so, dass Obst und Gemüse erst

in geschützten Gebäuden in die handelsüblichen

Steigen verpackt werden.

„Das mag in der Biobranche anders

sein. Weil wir sie wegen ihrer relativ

geringen Marktbedeutung bisher

nicht in unserem Fokus hatten,

kann ich dazu aber nicht viel sagen.“

Nur eine Frage setzt der für den Geschäftsbereich

Packaging Consultants

verantwortliche Partner des

Berliner Beratungsunternehmens

Berndt & Partner noch hinterher:

„Welcher Bauer erntet bei starkem

Regen?“

Spätestens dann taucht die Frage

nach der Wirtschaftlichkeit des jeweiligen

Verpackungssystems auf.

Sie zu beantworten, fällt relativ

schwer, weil sehr viele Faktoren in die

Kalkulation hineinspielen, die sich

darüber hinaus ständig ändern.

Trotzdem muss jede Handelskette –


ob Bio oder nicht – in Bezug auf Einoder

Mehrweg die notwendige strategische

Entscheidung fällen, mit

Konsequenzen, die sich durch die gesamte

Lieferkette ziehen: vom Erzeuger

beziehungsweise dem Großhandel

über das Zentrallager, zur Filiale

und gegebenenfalls bis zum Entsorger.

Paralleler Einsatz

der beiden Systeme

„Statt sich ausschließlich auf eines

festzulegen, setzen viele Branchen

beide Systeme parallel ein“, weiß

Beutner aus Erfahrung. Wie stark

das auf die Kosten durchschlägt und

wie sinnvoll das ist, lässt sich kaum

ermitteln. Es fehlen grundlegende

Analysen zur Wirtschaftlichkeit sowie

zu qualitativen und quantitativen

Stärken der beiden Verpackungssysteme.

Etwas Licht in dieses

Dunkel bringt nun eine Studie der

Berater aus Berlin, die der Verband

der Wellpappen-Industrie (VDW)

e.V., Darmstadt, in Auftrag gegeben

hat. „Wir wollen unseren Kunden

mit genaueren Zahlen eine Entscheidungshilfe

an die Hand geben“, erläutert

der Vorsitzende des Verbandes,

Norbert Julius, den Hintergrund

I M V ERGLEICH

Was eigentlich

wurde untersucht?

Obst- und Gemüsesteigen mit

je 7 kg Äpfel:

� Mehrweg-Transportverpackungen:

IFCO „Green Plus“

� Einweg-Transportverpackungen:

Wellpappe FEFCO „04xx“

Stationen der Lieferkette:

� Erzeuger: Unternehmen mit

20 bis 100 ha landwirtschaftlich

genutzter Fläche

� Großhandel: Unternehmen

mit 10 bis 100 Mio. Euro Umsatz

� Handel: Verbrauchermärkte

mit 500 bis 800 m 2

Die jeweils aktuellen Ökobilanzen

dienten als Basis, um die

Transportentfernungen festzulegen

des Vorhabens. Zwar stehen wegen

gewachsener Strukturen solche Entscheidungen

nicht in jedem Jahr an.

Doch die Märkte entwickeln sich –

und damit werden Anpassungen

notwendig: Auch beim bislang favorisierten

Verpackungssystem sei es

Ein- oder Mehrweg oder beides.

„Welches Transportverpackungs-

System für Obst und Gemüse ist über

die gesamte Lieferkette hinweg günstiger:

Wellpappen- oder Kunststoffsteigen?“,

lautete die zentrale Frage

an die Marktforscher. Für die Antwort

verglichen sie Steigen beider

Systeme, die je 7 kg Äpfel 350 km

vom Erzeuger über das Zwischenlager

bis in die Filialen transportierten.

Die Rahmenbedingungen der Studie

(Preise, Handlingzeiten, Entfernung

oder Auslastung der Paletten) wurden

so gewählt, dass an deren Marktrelevanz

keine Zweifel bestehen. Um

ein möglichst belastbares Ergebnis

zu erhalten, berücksichtigten die

Studienmacher zudem Parameter,

die zu Lasten der Wellpappe gingen.

Für beide Systeme rechneten sie

obendrein Worst- und Best-Case-

Modelle durch. Schließlich kamen

sie zu dem Ergebnis, dass Wellpappe

nahezu bei jeder Modellrechnung

die wirtschaftlichere Alternative ist.

Deren 13%iger Kostenvorteil beim

betrachteten Apfelversand kommt

vor allem aufgrund geringerer Material-

und Beschaffungskosten zustande.

Beutner stellt klar: „Erst als

wir alle Rahmenbedingungen in unserem

Szenario „Verpacken von Äpfeln“

zugunsten des Mehrweg-Systems

verändert hatten, ergab sich ein

rechnerischer Vorteil für die Kunststoffsteigen.

Aber das ist ein rein theoretisches

Modell.“

Wellpappe reklamiert

Kostenvorteil für sich

Zu ähnlichen Ergebnissen wie die

Deutschen kamen Studien der letzten

Monate aus Spanien und den

USA. Ob Tomaten von Almería nach

Hamburg zu transportieren waren

oder Tafeltrauben von Delano in Kalifornien

nach New York Stadt: In allen

Fällen konnte Wellpappe den

Kostenvorteil für sich verbuchen.

Und je weiter der Transportweg, um-

WELLPAPPE

E INWEG VS. MEHRWEG

so deutlicher kann Wellpappe

punkten, da dann die Rückführlogistik

der Mehrweg-Systeme immer

stärker zu Buche schlägt. Damit erklärt

sich, weshalb Neuseeland-Äpfel,

Bananen aus Süd-Amerika oder

afrikanische Ananas eher selten in

Kunststoffsteigen im

Supermarkt liegen:

auch in Bio-Supermärkten.

Ganz uneingeschränktsollten

die Ergebnisse der Studien jedoch

nicht stehen bleiben. Ähnlich

wie beim Thema „Ökobilanzen“

kommt es auch bei der Wirtschaftlichkeit

darauf an, welche Faktoren

man einbeziehen muss. So gibt es

durchaus Fälle, bei denen sich das

Mehrweg-System als das tatsächlich

günstigere erweist. Bei den konkret

untersuchten Transportaufgaben

wird sich das allerdings eher um Einzelfälle

handeln. MM

www.mm-logistik.de

� Duropack

� Alnatura

� Berndt & Partner

� VDW

VERPACKUNGSTECHNIK

Was treibt die Kosten in die Höhe?

Material:

� Mehrweg ist im Schnitt 26% teurer

� Grund: hohe Mietkosten der Mehrweg-Systeme,

die in der Beschaffung bis zu 30% teuerer sind als

Wellpappentrays

Lagerung:

� Mehrweg ist 13% teurer

� Grund: Lagerbedarf für den Rücktransport der

Kunststoffsteigen

Maschinen:

� Einweg ist 9% teurer

� Grund: höherer Maschinenkosten für Wellpappe,

da Einwegverpackungen einen höheren Automatisierungsgrad

benötigen (z.B. Aufrichtmaschinen, Altpapierpressen)

Personal:

� Einweg ist 1% teurer

� Grund: höherer Personalaufwand in den Filialen

aufgrund schlechter ausgelasteter Paletten mit Wellpappen-Verpackungen

Bild: VDW

Norbert Julius,

Vorsitzender des

Verbandes der

Wellpappenindustrie

e.V., Darmstadt:

„Für möglichst belastbare

Ergebnisse

hatten wir bei der

Studie eine defensive

Betrachtung gefordert

– im Zweifel

sollten die Parameter

zu Ungunsten

der Wellpappe ausgelegt

werden.“

MM Logistik · 5/2006 31


VERPACKUNGSTECHNIK PRODUKTE

32 MM Logistik · 5/2006

Gewichtserfassung im

Logistikprozess

Kompakt, eichfähig und ausgerüstet

mit modernster Prozessor- und

Feldbustechnik kommt der

neue Wägeindikator Disomat

Opus für eichfähige logistische

Lösungen daher. Er eignet

sich für alle Anwendungen,

bei denen Gewichtswerte

erfasst, angezeigt, abgedruckt

und zur Weiterverarbeitung

an ein übergeordnetes System

übergeben werden – beispielsweise

für Plattformwaagen,

Behälterwaagen, Füllstandsmessungen,

Straßenfahrzeugwaagen, Kranwaagen

oder Einkomponentendosierungen.

Die PC-Bedienung ist

komfortabel: Mit der grafischen

Bedienoberfläche Disoplan erfolgt

die Anpassung der Geräteparameter,

die Justage des Geräts, die Kon-

figuration des Druckbilds sowie ein

Back-up und Restore. Das in Edelstahl

ausgeführte Pultgehäuse in

Schutzart IP 65 eignet sich zur

Tischaufstellung und zur Wandmontage,

Schenck Process bietet

aber auch eine Variante zur Hut-

Flachdrahtfedern halten mehr aus

Wenn Federn über ihre zulässige

Prüflänge hinaus belastet werden,

geht ihr einachsiger Spannungszustand

durch die radiale Aufweitung

in einen zweiachsigen über. Spezielle

Röhrs-Flachdrahtfedern vermeiden

diesen Nachteil. Die speziell

abgestimmten Flachdrahtfedern

können mit einem Vielfachen ihrer

maximalen Federkraft belastet werden,

ohne ihre Funktion zu verlieren

und sind deshalb unempfindlich

gegen schlagartig hohe Kräfte.

schienenmontage im Schaltschrank

an. Als Einstiegsmodell wird das

Basisgerät in abgespeckter Miniausführung

empfohlen.

� Schenck Process GmbH,

Tel. (0 61 51) 32 29 87,

www.schenckprocess.com

Besonders erfolgreich werden diese

Spezialfedern in der Verpackungsindustrie

eingesetzt, wo hohe

Beschleunigungen aufgrund hoher

Taktfrequenzen auftreten.

� Dr. Werner Röhrs KG,

Tel. (0 83 21) 6 14-0, www.roehrs.de


PRODUKTE

Robuster, vielseitiger Handcomputer

Der MX7-Handheld wurde speziell für Einsätze

in Lager und Verteilzentrum entwickelt.

Mit seinem ergonomischen Handgriff

und dem Zweifinger-Abzug eignet sich dieser

komfortable Computer insbesondere für

Kommissionieranwendungen. Aber nicht

nur dafür: Dank Lorax-all-range-Barcodeleser

erfasst das Gerät Strichcodes auf Entfernungen

zwischen 10 cm und 14 m, so dass

sich von der Warenannahme bis zum Ablegen

ganzer Paletten sämtliche Bewegungen

in einem Warenlager mit ein und demselben

Handheld abdecken lassen. Unabhängig von

der Distanz zum Barcode hat das Personal

also immer das richtige Gerät zur Hand.

Falls es im Warenlager laut zugeht, lässt sich

mithilfe des integrierten „Good-scan“-Bar-

VERPACKUNGSTECHNIK

code-Vibrationssignalskontrollieren,

ob der Scanvorgangerfolgreich

war. Ausgestattet

ist der

MX7 mit dem

neuesten Windows-CE-

Betriebssystem

und einem Intel-X-Scale-PXA255-Prozessor.

Mit dem 802.11 b/g-Radio und der Bluetooth-Option

ist der Bediener für die Herausforderungen

der Echtzeit-Anwendungen

gerüstet.

� LXE GmbH,

Tel. (0 24 61) 69 04 50, www.lxe.de

Lückenlose Qualitätsprüfung bei der Fass- und Palettenfüllung

Das zur Fachmesse Achema vorgestellte

„Quality-Cam“-System von Feige Filling ist

in der Lage, jeden Arbeitsschritt einer Fassbefüllung

lückenlos zu kontrollieren und zu

dokumentieren. Von der Anlieferung des

leeren Fasses bis zum Verlassen der Füllanlage

kann jedes Fass einer visuellen Prüfung

unterzogen werden. Dabei werden der

gewünschte Sollzustand und der Istzustand

miteinander verglichen. Eine Abweichung

wird dem Bediener durch eine Fehlermeldung

mitgeteilt, so dass eine Kontrolle und

die Behebung des Fehlers erfolgen können.

Intelligente Mehrwegverpackungen aus Kunststoff

Köver hat sich mit seiner neu gebildeten

Sparte Köver-Pac auf die Entwicklung und

Herstellung individueller, multifunktioneller

Verpackungslösungen aus Kunststoff nach

dem Rotationssinter-Verfahren konzentriert.

Das Unternehmen bietet Konzepte von der

Produktidee bis zur Herstellung von Behältern

von maixmal 7000 l und Paletten bis zu

3200 mm Länge. Lagerbehälter, Gefahrgut-

Darüber hinaus lassen die Speicherung der

Bilddaten und die Verknüpfung mit den

Wägedaten oder Barcodes eine eindeutige

Zuordnung zum jeweiligen Gebinde zu.

Jedes Gebinde kann somit über Daten wie

zum Beispiel Abfülldatum, Abfüllzeit,

Abfüllgewicht, Batchnummer, Gebindenummer,

Produkt und Bild verfügen. Die Transprarenz

ist für den Anlagenbetreiber eine

große Hilfe zur Vermeidung von Reklamationen

und Garantieansprüchen der Kunden.

� Feige GmbH,

Tel. (0 45 31), www.feige.com

behälter und Transportboxen werden mit

individuellen Merkmalen gestaltet und maßgeschneidert

produziert. Ein wichtiges Produktfeld

stellen Ladungsträger und Teileträger

aus Kunststoff dar, die beim innerbetrieblichen

Transport beziehungsweise verstärkt

von der Produktionsstätte zum Montageort

zum Einsatz kommen. Sie schützen

die Baugruppen und sorgen für die richtige

Packungsdichte des Transportgutes. Mit

dem Rotationssinterverfahren sind Projekte

mit kleinen und mittleren Stückzahlen von

500 bis 1500 Stück einfach zu realisieren, da

nur geringe Werkzeuginvestitionen erforderlich

sind. Selbst die Herstellung von Kleinserien

unter 500 Stück ist daher möglich.

� Köver GmbH & Co. KG,

Tel. (0 41 61) 7 28-1 31, www.koever.de

MM Logistik · 5/2006 33


DISTRIBUTION KEP-DIENSTE

Effizienz genießt

höchste Priorität

Wolfgang Flick,

Präsident von UPS

in Europa:

„UPS erzielt in Europa

nach wie vor

starkes Wachstum,

und diese Erweiterung

wird sicherstellen,

dass wir die

Anforderungen der

Kunden bei zuverlässigen

und effizienten

weltweiten

Distributionslösungen

auch in Zukunft

erfüllen.“

Bild: Maienschein

34 MM Logistik · 5/2006

Auch im prosperierenden europäischen Wirtschaftsraum unterliegen

KEP-Verkehre wie die „normale” Fracht einem knallharten

Wettbewerb. Aus ökologischen und ökonomischen Motiven

arbeiten die Dienstleister deshalb daran, ihre Kurierfahrten und

die dahinter liegende Organisationsstruktur möglichst effektiv

zu gestalten.

B ERND M AIENSCHEIN

F

ür die ersten drei Monate dieses

Jahres vermeldet die Deutsche

Post World Net (DPWN)

für ihren Unternehmensbereich Express,

DHL also, einen um 10% auf

rund 4,6 Mrd. Euro gesteigerten

Umsatz. Alle Regionen hätten zu dieser

Steigerung beigetragen, heißt es

beim Logistikriesen – Asien/Pazifik

und die „Emerging Markets“ sogar

mit zweistelligen Wachstumsraten.

Relativiert werden diese Zahlen von

einem Ebit (Earnings before Interest

and Taxes) von minus 37 Mio. Euro,

nach einem Gewinn von 77 Mio. Euro

noch im Vorjahresquartal.

Wenngleich der Konzernumsatz

bei DPWN im ersten Quartal 2006

insgesamt um 40,7% höher lag, was

insbesondere auf den Erwerb von

Exel zurückzuführen ist, zeigt die

Entwicklung im Express-Bereich

doch eine zunehmend harte

Konkurrenz in der Branche.

Bild: UPS

Die Verschlechterung sei allein auf

die Situation in den amerikanischen

Märkten zurückzuführen, so das

Unternehmen. Erfreulich seien dagegen

die Verbesserungen im europäischen

Markt: In der Region Europe

stieg der Umsatz im Bereich Express

um 3,7% auf rund 2,9 Mrd. Euro.

Für das Jahr 2006 rechnen die

Verantwortlichen „mit einem einstelligen

Umsatzzuwachs“, das operative

Ergebnis sollte in Höhe des

Vorjahres vor außerplanmäßigen

Firmenwertabschreibungen liegen,

also bei rund 450 Mio. Euro.

UPS hat den zentral gelegenen

„Klimaturm“ am Flughafen

Köln-Bonn als Werbefläche ausgewählt.

Für UPS ist der Standort

die wichtigste europäische

Drehscheibe für den

internationalen

Lufttransport.

DHL hat in den zurückliegenden

Monaten intensiv in Europa investiert.

Dr. Peter Kruse, Mitglied des

Vorstands der DPWN mit Verantwortung

für DHL Express Europa

und Deutschland, eröffnete Ende

letzten Jahres in Breslau ein neues,

hochmodernes DHL-Terminal zur

Stärkung des europäischen DHL-

Logistik-Netzwerks. Es ist eines von

fünf im Jahr 2005 in Polen neu eröffneten

Terminals. Das Engagement

in Breslau sowie bei weiteren

Anlagen ist Teil der konsequenten

Wachstumsstrategie von DHL Express

in Europa.

Integratoren zieht es

stärker nach Osteuropa

Das Terminal hat eine Umschlagkapazität

von bis zu 15 000 Sendungen

pro Tag. Wesentliche Vorteile für Express-Kunden

seien verlängerte Einliefer-

und frühere Zustellzeiten,

heißt es. Die Anlage in Breslau ergänzt

die drei Zentren in Gluchowo

(nahe Posen), Zabrze und Warschau.

„Als globaler Marktführer in der

Express- und Logistikbranche mit

Spezialisierung auf innovative und

maßgeschneiderte Lösungen aus einer

Hand wollen wir unseren Kunden

einen umfassenden Service auf

höchstem Niveau bieten“, so

Kruse. „Seit seinem Beitritt

zur EU spielt Polen eine strategisch

wichtige Rolle in unserer

Neugeschäftsentwicklung


in Osteuropa“, erklärt der DHL-Manager.

Um sich von der Konkurrenz zu

differenzieren, lassen sich KEP-

Unternehmen zum Teil recht ausgefallene

Dinge einfallen. Go Express &

Logistics beispielsweise hat das Max-

Planck-Institut für Meteorologie

(MPI) bei einer aktuellen Studie zur

CO 2 -Effizienz im Straßengüterverkehr

als Partner unterstützt. Bis 2004

wurden seitens des Instituts mit dem

Projekt Nestor CO 2 -Emissionen und

Effizienzmaßnahmen im nationalen

Lkw-Verkehr untersucht. 2005 erfolgte

nun die darauf aufbauende

Studie Nestor 2, die den Energieverbrauch

und die Effizienz im KEP-Bereich

untersuchte. Als exklusiver

Forschungspartner stellte Go im

Rahmen der Studie Branchen-

Know-how und Transportdaten seiner

KEP-Verkehre zur Verfügung.

Ralf-Hans Dierks, Geschäftsführer

der Go General Overnight Service

(Deutschland) GmbH, kommentiert

die Kooperation: „Es freut

uns sehr, an dem Projekt teilgenommen

zu haben. Wir arbeiten permanent

und mit unterschiedlichen

Maßnahmen daran, effiziente Kurierfahrten

durchzuführen – aus

ökologischen und ökonomischen

Motiven. Jetzt konnten wir uns unmittelbar

an der Forschung beteiligen.“

Kohlendioxidausstoß geht

mächtig ins Geld

Die Ergebnisse der vom Bundesministerium

für Bildung und Forschung

(BMBF) geförderten Studie

wurden am 8. Dezember vergangenen

Jahres im Rahmen eines Workshops

in Köln vorgestellt. Aus den

vorliegenden Ergebnissen können

KEP-Unternehmen nun ihre individuellen

Optimierungsmaßnahmen

ableiten. Projektleiter Dr. Jacques Leonardi

vom MPI betont die Relevanz

seiner Daten: „Letztendlich bedeutet

CO 2 -Emission unmittelbar auch

Spritverbrauch. Jede eingesparte

Tonne CO 2 ist am Ende eine Treibstoffersparnis.

Diese Effizienz zu

steigern, kann der Schlüssel für die

Marktteilnehmer sein. Denn wer

mehr befördert und gleichzeitig die

Emissionen reduziert, fährt eben

nicht nur klimafreundlicher, sondern

auch deutlich kostengünstiger.“

Letztlich zeigen auch zahlreiche

Kooperationen, Beteiligungen und

Verkäufe, dass sich der Markt be-

A KTUELLE UPS-STUDIE

Explosives Wachstum in Asien

Einer aktuellen UPS-Studie zufolge erwarten

die Führungskräfte kleiner und mittlerer

Unternehmen in Asien für das laufende Jahr

im innerasiatischen Handel ein

Wachstum, das sogar den

gleichfalls noch wachsenden

Handel zwischen

Asien und den

westlichen Industrienationen

übertrifft.

Fast 70%

der Umfrageteilnehmer

Bild: Maienschein

Am Anfang

des Roll-outs

der neuen

Unternehmensbekleidung

für DHL-

Mitarbeiter Ende

letzten Jahres

stand ein Tragetest

mit 3600 Kurieren

in acht Ländern.

Funktionalität,

Bequemlichkeit

und Aussehen

sollten beurteilt

werden.

erwarten in diesem Jahr eine Zunahme des

innerasiatischen Handelsvolumens. Im Vergleich

dazu sagt ungefähr jeder zweite Befragte

für 2006 ein zunehmendes Wachstum

des Handels zwischen Asien und den USA sowie

zwischen Asien und Europa voraus.„Die

Bedeutung, die Asien im Außenhandel mit

den Vereinigten Staaten und Europa innehat,

ist gut belegt und es gibt keine Hinweise

darauf, dass sich die momentanen Wachstumsraten

mittelfristig verringern werden“,

so David Abney, President UPS International.

„Allerdings sollte man die innerasiatische Entwicklung

ganz bestimmt im Auge behalten,

denn hieraus könnten sich für weltweit agierende

Unternehmen hervorragende Möglichkeiten

ergeben.“

KEP-DIENSTE

DISTRIBUTION

wegt. Die DPWN beispielsweise wird

die Kurierfirma Marken wieder verkaufen.

Marken, ein Spezialist für

den Transport empfindlicher und

zeitkritischer Güter, war im Dezember

2005 bei der Übernahme von

Exel mit erworben worden. Im Zuge

der laufenden Überprüfung seiner

Geschäftstätigkeit hat DPWN immer

wieder Einheiten und Tätigkeitsbereiche

veräußert, die sich

nicht ideal in das globale Hauptgeschäft

integrieren lassen – seit 2004

mehr als 30 Beteiligungen, die nicht

zum Kerngeschäft gehörten.

Waren gehen verstärkt

über Ländergrenzen

Bild: Maienschein

DPWN-Vorstandsmitglied Dr. Peter

Kruse: „Seit seinem Beitritt zur EU

spielt Polen eine strategisch wichtige

Rolle in unserer Neugeschäftsentwicklung

in Osteuropa.“

Geopost, ein Tochterunternehmen

der französischen La-Poste-Gruppe

und einer der führenden Anbieter im

internationalen Business-to-Business-KEP-Markt,

konnte im Jahr

2005 einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro

erzielen – ein Wachstum von

immerhin 6,2%. Das Unternehmen

versandte in diesem Zeitraum weltweit

mehr als 450 Mio. Pakete an

220 000 Kunden. Gewachsen ist

Geopost durch steigende Paketvolumina

in den meisten europäischen

nationalen Märkten, vor allem hier

in Deutschland, in Großbritannien

und Osteuropa. Hans Fluri, CEO

MM Logistik · 5/2006 35

Bild: DHL


DISTRIBUTION KEP-DIENSTE

von DPD Geopost Deutschland, betont:

„Im grenzüberschreitenden

Transport hat sich das Geschäft in

Deutschland überproportional entwickelt,

sowohl in der Menge als

auch im Umsatz. Dieses Wachstum

wurde natürlich von unserem Kerngeschäft,

dem nationalen Businessto-Business-Geschäft,

gestützt.“

Geopost-CEO Paul-Marie Chavanne

fügt hinzu: „Geopost operiert

nun in jedem europäischen Land am

Markt. Das versetzt uns in die Lage,

unseren Kunden einen optimalen

Service quer durch Europa anzubieten.

Zudem verstärken die Akquisition

von 86,6% des griechischen Express-

und Dokumentenlieferservices

Interattica und das französische

Exapaq-Netzwerk unsere Position

als drittgrößter Business-to-Business-Anbieter

auf dem Paket- und

Expressdienstleistungs-Markt in

Europa.“

UPS, der weltweit größte Paketdienstleister,

hat nach zweieinhalbjähriger

Bauzeit Ende Januar 2006

die mehr als 135 Mio. US-Dollar teure

Erweiterung seiner europäischen

Air-Operation am Köln-Bonner

36 MM Logistik · 5/2006

Flughafen in Betrieb genommen.

Die neue Einrichtung ist das Herzstück

des europäischen UPS-Express-Netzwerks

und ein zentraler

Umschlagplatz innerhalb der

globalen Air-Operation

des Unternehmens. Die

Gesamtkapazität des

Air-Hub beträgt 110 000

Pakete pro Stunde, in der

letzten Ausbaustufe kann

die Kapazität des Hubs auf

165 000 Pakete die Stunde

erhöht werden.

Nr. 1 im Paketgeschäft

investiert in Europa-Hub

UPS kann in Europa große Erfolge

vorweisen. Das Exportvolumen aus

Europa ist über neun Jahre in Folge

gewachsen – im Jahr 2005 im Vergleich

zu 2004 um fast 15%. „UPS erzielt

in Europa nach wie vor starkes

Wachstum, und diese Erweiterung

wird sicherstellen, dass wir die Anforderungen

der Kunden bei zuverlässigen

und effizienten weltweiten

Distributionslösungen auch in Zukunft

erfüllen“, erklärt Wolfgang

Flick, Präsident von UPS in Europa,

S PEZIALENTWICKLUNG

Schnelle Ladungssicherung

Speziell für die Sicherung von

kleinen Ladeeinheiten in Kurier-,

Express- und Paketdiensten hat

die TS-Gesellschaft für Transportund

Sicherungssysteme das Bison-Net

entwickelt. Mit dem aufrollbaren

Netz lassen sich Güter

in einer Transporteinheit schnell

und einfach sichern. Das Netz

wird einfach über die zu sichernden

Pakete und Gegenstände gezogen

und festgezurrt. In Ruheposition

ist es so aufgewickelt,

dass es nicht verheddert und

nicht stört.

Das zu sichernde Ladegut wird

schnell und einfach mit einer

Spannratsche festgezurrt und bietet

damit absolute Sicherheit, wie

es heißt. Diese Zurrvorrichtung

Bild: TS-Gesellschaft für Transportund

Sicherungssysteme

dient als Getriebe und ermöglicht

das Festzurren, aber auch das

schnelle Auf- und Abwickeln des

Netzes. Das Netz kann in Verbindung

mit Zurrgurten sowohl zur

kraftschlüssigen als auch zur formschlüssigen

Sicherung von losen

Transportgütern bis 1,5 t genutzt

werden. In Verbindung mit Teleskopstangen

kann Bison-Net auch

an den Wänden arretiert werden.

Go-Geschäftsführer

Ralf-Hans Dierks:

Bild: Go

„Es freut uns sehr,

an dem Projekt teilgenommen

zu haben.

Wir arbeiten

permanent und mit

unterschiedlichen

Maßnahmen daran,

effiziente Kurierfahrtendurchzuführen

– aus ökologischen

und ökonomischen

Motiven.“

zur Eröffnung. „Die Investition ist

Teil einer langfristigen Strategie, mit

der wir die Kunden darin unterstützen,

auf den Handelsrouten innerhalb

Europas und auf den Verbindungen

zwischen Europa und Nordamerika

und Europa und Asien wettbewerbsfähig

und erfolgreich zu

sein. Mit dem neuen Kölner Gebäude

und unserem umfassenden integrierten

Transportnetzwerk kann

UPS Europa mit anderen Teilen der

Welt auf bislang nicht da gewesene

Weise verbinden.“

Ein technisches Highlight der

neuen Fracht- und Sortierhalle bei

UPS ist der „Singulator“ – ein Paket-

Vereinzeler von Siemens Industrial

Solutions and Services (I&S). Die

Singulatoren vereinzeln die Pakete,

die über eine der Förderbandbrücken

in die neue Anlage laufen, damit

sie für die folgende automatische

Sortierung in einem optimalen Abstand

zueinander auf dem Förderband

liegen. Dabei handelt es sich

um bis zu 6000 Pakete pro Stunde,

die vereinzelt werden müssen. Der

Singulator besteht im Wesentlichen

aus einem Kamerasystem, das die Ist-

Lage der ankommenden Pakete registriert,

und einer Matrix aus 12 cm

� 7 cm schmalen, einzeln ansteuerbaren

Bändern, die die Pakete in die

von einem Computer errechnete

Soll-Lage bringen.

Steigender Bedarf zeitsensibler

Dienste erwartet

Natürlich hätte UPS keine solche Investition

getätigt, würde man sich

nicht eine weitere Expansion insbesondere

des Paketgeschäfts in der

Luft versprechen. „Das internationale

Wachstum, das wir beim Express-

Service verzeichnen, weist auf einen

steigenden Bedarf an zeitsensiblen

Diensten auf Seiten unserer Kunden

hin“, erklärt Paul White, Vice President

Marketing UPS Europe. „Mit

unserem erweiterten Service verfügen

unsere Kunden im Paketgeschäft

über die Flexibilität und Verbindungen,

die sie brauchen, um ihre wichtigen

Kunden in den USA bis 10:30

Uhr am folgenden Tag zu erreichen.“

Als weltweit führender Anbieter

von zeitsensiblen Business-to-Busi-


ness-Expressdiensten setzt TNT Express

auf „Business Excellence“.

48 000 Mitarbeiter in über 60 Ländern,

davon allein 4400 in 31 Niederlassungen

in Deutschland, arbeiten

täglich daran, „die Erwartungen der

Kunden zu übertreffen“, wie es in

einer Unternehmensverlautbarung

heißt. Tatsächlich setzt man auf Qualität:

Die Nürnberger Niederlassung

wurde Anfang März 2006 mit dem

Bayerischen Qualitätspreis ausgezeichnet.

Seit 1993 würdigt die bayerische

Staatsregierung damit solche

Unternehmen, die sich durch besondere,

ganzheitlich integrierte Qualitätssicherungsmaßnahmenhervortun.

„Qualität ist heute mehr denn je

notwendig, um im Markt erfolgreich

bestehen zu können“, erklärte Staatsminister

Erwin Huber anlässlich der

Preisverleihung in der Münchner

Residenz. „Sie ist ein Differenzierungsmerkmal

gegenüber Wettbewerbern

und Grundvoraussetzung

für die Gestaltung effizienter Geschäftsprozesse,

für gute Produkte

oder Dienstleistungen und damit

auch für zufriedene Kunden. Donald

Pilz, Vorsitzender der Geschäftsfüh-

TNT Express liefert

über beinahe 900

Depots, Hubs und

Sortiercenter wöchentlich

3,5 Mio.

Pakete, Dokumente

und Frachtstücke in

über 200 Länder.

B EFREIUNG ENTFÄLLT

Kurierfahrer brauchen

bald ein Zeugnis

Von Fahrern bei KEP-Diensten wird in naher Zukunft

ein „Extrazeugnis“ verlangt, wenn sie kennzeichnungspflichtiges

Gefahrgut transportieren. Ab 2007

fällt die entsprechende Befreiung für die Chauffeure

von Fahrzeugen unter 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht

weg. Wer gefährliche Güter wie Spraydosen, Lacke,

Batterien oder Gasflaschen chauffiert, muss dafür eine

entsprechende Schulung absolvieren und diese alle

fünf Jahre erneuern.

Die TÜV Süd Akademie bietet in Frankfurt und Gießen

entsprechende Gefahrgutfahrer-Basiskurse an, die zur

sogenannten ADR-Bescheinigung führen. Dabei erläutern

die Referenten die Vorschriften zum Thema

ebenso wie die richtige Beschilderung des Fahrzeugs

oder mögliche Szenarien bei einem Zwischenfall. Wer

gleich noch Wissen für die Beförderung von Gefahrgütern

der Klasse 1 (explosive Stoffe) oder der Klasse

7 (radioaktive Stoffe) draufpacken will, kann dies

ebenfalls bei der TÜV Süd Akademie in Frankfurt tun.

Bild: TNT Express

rung TNT Express GmbH und seit

2005 Botschafter des Ludwig-Erhard-Preises

(LEP): „Bereits 2003

haben wir für unsere Spitzenleistungen

auf diesem Gebiet den LEP erhalten

– das deutsche Pendant zum

European Quality Award.

Der Bayerische Qualitätspreis bekräftigt

erneut diese Auszeichnung

auf regionaler Ebene.“ Auch auf dem

Gebiet der Mitarbeiterorientierung

konnte TNT Express punkten. Diese

setzt im Unternehmen bereits bei der

Ausbildung junger Menschen an:

„Wir sehen es als unsere gesellschaftliche

Verpflichtung an, Ausbildungsplätze

zu schaffen und jungen

Menschen eine berufliche Perspektive

zu geben“, meint Norbert Trebing,

Leiter der TNT Express-Niederlassung

Nürnberg. „An unserem Standort

beträgt der Anteil von Auszubildenden

an der Gesamtbelegschaft

9%.“ Während und nach der Ausbildung

bietet TNT Express jedem Mitarbeiter

umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten

– beispielsweise

im unternehmenseigenen Bildungsinstitut

TNT Akademie in

Winterscheid bei Bonn. Beim Erklimmen

der Karriereleiter unterstützt

der Expressdienstleister seine

KEP-DIENSTE

DISTRIBUTION

Donald Pilz, Vorsitzender der Geschäftsführung

TNT Express GmbH:

„Bereits 2003 haben wir für unsere

Spitzenleistungen auf diesem Gebiet

den Ludwig-Erhard-Preis erhalten –

das deutsche Pendant zum European

Quality Award. Der Bayerische Qualitätspreis

bekräftigt erneut diese Auszeichnung

auf regionaler Ebene.“

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

zudem durch das neu eingeführte

Trainingsprogramm „Talent Management“.

MM

www.mm-logistik.de

� BMBF

� DHL

� DHL Exel Supply Chain

� DPWN

� Go Express & Logistics

� Max-Planck-Institut

� Siemens I&S

� TNT Express

� TS Gesellschaft für Transportund

Sicherungssysteme

� TÜV Süd Akademie

� UPS

MM Logistik · 5/2006 37

Bild: TNT Express


DISTRIBUTION HAFTUNG

38 MM Logistik · 5/2006

N

ach Art. 18 Ziffer 1 MÜ hat

der Luftfracht-Carrier den

Schaden zu erstatten, der

mittels Zerstörung, Beschädigung

oder Verlust von Luftfrachtsendungen

entsteht. Dies jedoch nur dann,

wenn sich der Schadenfall während

des Luftfrachttransportes ereignet

hatte.

Die Haftung des Luftfrachtführers

begrenzt sich nach Art. 22 Ziffer 3

MÜ auf 17 Sonderziehungsrechte

(SZR), für jedes in Verlust oder beschädigte

beziehungsweise zerstörte

Kilogramm des Bruttogewichtes als

Höchsthaftung. Selbst wenn sich der

Luftfrachtführer oder seine Leute

nachweislich leichtfertig oder vorsätzlich

verhalten haben, sieht das

MÜ – im Gegensatz zum WA – keine

Durchbrechung der Haftungsbegrenzung

vor. Im Schadensfall bliebe

es bei den 17 SZR pro Kilogramm.

Eine Durchbrechung der Haftung

für Vorsatz und Leichtfertigkeit sieht

das MÜ lediglich für Personenschäden,

Reisegepäckschäden sowie für

§

Montrealer

Übereinkommen

Bild: Maienschein

Das kürzlich

auch von Deutschland

ratifizierte

Montrealer Übereinkommen

(MÜ)

ist damit für Verlader

und Carrier

im Luftfrachtgeschäft

bindend. Im

Gegensatz zu im

Transportrecht

üblichen Verfahren

sieht es keine

Haftungsdurchbrechung

vor.

Als Ersatzregelungswerk für das Warschauer Abkommen (WA)

entwickelt, ist das Montrealer Übereinkommen (MÜ) bereits

von über 70 Nationen ratifiziert worden. Nach Art. 57 MÜ

sind die Fassungen – geschehen zu Montreal am 28. Mai

1999 – dieses Übereinkommens in „arabischer, chinesischer,

englischer, französischer, russischer und

spanischer Sprache“ gleichermaßen

im Wortlauf verbindlich.

E CKHARD B OECKER

Verspätungsschäden bei der Personenbeförderung

vor.

Experten könnten auf die Idee

kommen, den Schadenersatzanspruch

aufgrund Delikts (unerlaubte

Handlung) gemäß § 823 BGB

(Bürgerliches Gesetzbuch) aufbauen

zu wollen. Dieser Weg würde jedoch

nicht zum Erfolg führen. Begründung:

Art. 29 MÜ sieht vor, dass

Schadensersatzansprüche, aus welchem

Rechtsgrund auch immer, nur

unter den Voraussetzungen und mit

den Begrenzungen geltend gemacht

werden können, die das MÜ vorsieht.

Eine unbeschränkte Haftung

scheidet auch dann aus, wenn der geschädigte

Kunde den Täter persönlich

aus Delikt in Anspruch nehmen

will. Begründung: Jeder der „Leute

des Luftfrachtführers“ kann sich auf

Art. 30 Ziffer 1 MÜ beziehen, die für

den Luftfracht-Carrier greifen, dass

er in Ausführung seiner Verrichtungen

gehandelt hat. Sollte der Tatbestand

der Leichtfertigkeit oder sogar

des Vorsatzes erfüllt sein, gilt im

Übrigen gemäß Art. 30 Ziffer 3 MÜ

nichts anderes.

Praxisbeispiel: Das Bodenpersonal

einer Fluggesellschaft, das mit

dem Warenausgang beschäftigt ist,

stiehlt planmäßig Laptops, handelt

also „in Ausführung seiner Verrichtung“.

Der Gewahrsam (Obhut)

über diese Waren gehört zu seinen

Funktionen und zählt zu der „Verrichtung“,

die er seinem Patron kraft

Arbeitsvertrag schuldet. Dieser

Claim würde nicht zur unbegrenzten

Haftung des Luftfrachtführers führen.

„Vermutetes Verschulden“

bei verspäteten Sendungen

Neben Güterschäden kommt es in

der Praxis zu Verspätungsschäden.

Wie haftet der Luftfrachtführer in

solchen Fällen? Nach Art. 19 MÜ hat

der Luftfracht-Carrier den Schaden

zu erstatten, der durch Verspätung

bei Luftfrachttransporten von Sendungen

eintritt. Er ist jedoch dann

von der Haftung befreit, wenn er

nachweist, dass er und seine Leute alle

zumutbaren Maßnahmen zur Verhinderung

des Claimfalles eingeleitet

haben. Eine Schadenersatzpflicht

ist auch dann ausgeschlossen, wenn

es ihm und seinen Erfüllungsgehilfen

nicht zumutbar gewesen wäre,

schadensabwehrende Maßnahmen

zu ergreifen. Die Haftung für Verspätungsschäden

entspricht einer

Haftung für „vermutetes Verschulden“.

Dies bedeutet, dass eine Haftung

dann nicht in Betracht kommt,

wenn der Verspätungsschaden trotz

aller „zumutbaren Maßnahmen“

eingetreten ist. Bei Verspätungsschäden

ist die Haftung der Gesellschaft

auf 17 SZR je Kilogramm beziehungsweise

bei verspätetem Gepäck

auf 1000 SZR je Fluggast begrenzt.

Im Falle von Leichtfertigkeit oder

Vorsatz ist die Haftung des Luftfrachtführers

hier allerdings unbeschränkt.

Beachtung sollte dem sogenannten

„erlaubten“ beziehungsweise

„verbotenen Trucking“ im Güterschadensfall

geschenkt werden:

Beim erlaubten Luftersatzverkehr

bleibt es bei der bisherigen Rechtslage

im Schadenfall, das heißt eine


Haftung nach dem Recht der jeweiligen

Teilstrecke. Beispielsweise ist

die Haftung bei internationalen

Straßengütertransporten gemäß

Art. 29 CMR (Übereinkommen über

den Beförderungsvertrag im internationalen

Straßengüterverkehr)

unbegrenzt, wenn der Schaden

leichtfertig oder vorsätzlich verursacht

wurde.

Vom verbotenen Trucking wird

gesprochen, wenn der Luftfrachtführer

ohne Zustimmung des Kunden

die Luftfrachtbeförderung gänzlich

oder teilweise mit anderen

Transportmitteln durchführt. Ein

vertragswidriger Transport wird dagegen

als eine Luftfrachtbeförderung

angesehen. Konsequenz: Der Luftfrachtführer

haftet nur nach den Regeln

des MÜ. Kommentar: Einem

leichtfertigen Frachtführer müsste

eigentlich geraten werden, die Luftfrachtbeförderung

versprechend zu

besorgen und stattdessen vertragswidrig

den Lastkraftwagen zur Beförderung

der Sendung einzusetzen.

Luftfrachtkunden können

höhere Haftung vereinbaren

Nach dem WA konnte sich der Luftfrachtführer

nicht auf die betragsmäßige

Haftungsbeschränkung mit

Erfolg berufen, wenn er Güter in das

Luftfrachtflugzeug verladen hatte,

bevor der Luftfrachtbrief ausgestellt

wurde. Dies galt und gilt auch dann,

wenn der Luftfrachtführer auf die

Haftungsbegrenzung im Luftfrachtbrief

nicht hingewiesen hatte. Mit

dem MÜ ändert sich dies: In Art. 9

MÜ heißt es, „die Nichtbeachtung

der Art. 4 bis 8 MÜ berührt weder

den Bestand noch die Wirksamkeit

des Beförderungsvertrages; dieser

unterliegt gleichwohl den Vorschriften“

des MÜ.

Bevor auf das Fazit dieses Beitrages

einzugehen ist, ist dem Kunden

von Luftfrachtgütern noch folgender

Praxistipp auf dem Weg zu geben: Er

hat die Chance, eine höhere Haftung

mit dem Luftfrachtführer als die 17

SZR per Individualvertrag zu vereinbaren.

Nach Art. 25 MÜ kann sich

der Luftfrachtführer im Verkehrsvertrag

einer höheren Haftung

unterwerfen. Außerdem könnte er

gänzlich auf Höchsthaftungsbeiträge

verzichten, was jedoch in der Praxis

nicht zu erwarten ist, so zu verfahren.

Eine Vereinbarung von geringeren

Haftungssummen, das

heißt weniger als 17 SZR je Kilogramm

ist – analog zum WA - gemäß

Art. 26 MÜ – rechtsunwirksam.

Außerdem könnte der Kunde den

HAFTUNG

I M S CHADENSFALL

Verlader haben schlechte Karten

Rügefrist nach Art. 31 MÜ: Im Falle einer Beschädigung muss der Empfänger

umgehend nach Kenntnisnahme rügen. Der Luftfrachtkunde hat

jedenfalls bei Güterschäden 14 Tage Zeit, den Schadensverursacher

haftbar zu halten. Dagegen hat der Geschädigte bei Reisegepäckschäden

innerhalb von sieben Tagen seine Haftbarhaltung der schädigenden

Partei zuzustellen. Verspätungsschäden sind innerhalb von 21 Tagen

nach Ablieferung der Sendung beim rechtmäßigen Empfänger beziehungsweise

nach Übergabe des Reisegepäcks an den Reisenden zur

Anzeige zu bringen.

Sollte diese Anzeigefrist gemäß Art. 31 MÜ versäumt werden, so hat der

Verlader im Schadenfall schlechte Karten beim Richter, weil eine Schadensersatzklage

nach Art. 31 Ziffer 4 MÜ nicht mehr möglich wäre. Ausnahme:

Der Luftfrachtführer hat sich arglistig verhalten. Nach Art. 35

Abs. 1 hat der Anspruchsteller – sollte eine außergerichtliche Einigung

zwischen ihm und dem Schadenverantwortlichen nicht erzielt werden

können – zwei Jahre Zeit, eine Schadensersatzklage beim zuständigen

Gericht einzureichen.

Luftfracht „geschieht“ überwiegend

nachts. Europas größter Frachtflughafen

ist der Frankfurter Flughafen mit

dem Platzhirsch Lufthansa Cargo.

Bild: Maienschein

DISTRIBUTION

Sendungswert deklarieren

§

(Art. 22

Ziffer 3 MÜ). Im Gegenzug stünde

dem Luftfrachtführer eine Gebühr

zu. Schließlich ist dem Wareneigentümer

zu empfehlen, gerade bei

hochwertigen und diebstahlgefährdeten

Gütern, also sensiblen Produkten

(zum Beispiel Mobiltelefone)

eine Transportversicherung abzuschließen,

um im Verlustfall von

seinem Versicherer vollen Ersatz zu

bekommen.

Fazit: Das MÜ belohnt leider den

Vertragsbruch! Im WA sind solche

Vorteile – aus Sicht des Luftfrachtführers

betrachtet – wie im Übrigen

auch beim nationalen (HGB, ADSp.)

und internationalen Straßenrecht

(beispielsweise CMR) sowie bei

Rechtsvorschriften für Lagergeschäfte

(zum Beispiel bei den Hamburger

Lagerbedingungen) – nicht

zu finden. Dass das MÜ noch Gegenstand

kontroverser Diskussionen –

auch vor den Gerichten – sein wird,

vermag nach diesem Beitrag nicht

überraschen. MM

www.mm-logistik.de

� Deutscher Speditionsund

Logistikverband

MM Logistik · 5/2006 39


Bild: Hafa

DISTRIBUTION DOCKINGSTATIONEN

Professionell modernisiert

Für die Neuausstattung

des temperaturgeführten

Logistikzentrums

von Nordwest Blumen

erwiesen sich

die außen an den

Gebäuden installiertenDockingstationen

als praktikabelste

Lösung.

40 MM Logistik · 5/2006

Nicht immer geht es beim Installieren von Verladeanlagen

und Dockingstationen um die Komplettausstattung neuer

Lager- und Logistikzentren. Häufig sind Kompetenz und

Know-how der Hersteller auch für die Modernisierung, Umgestaltung

und Sanierung bereits bestehender Anlagen

gefragt. Hierbei stehen die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit

der Komponenten und Systeme sowie Schnelligkeit und

Flexibilität bei der Realisierung im Vordergrund.

R EINHARD I RRGANG

D

as geflügelte Wort „Lasst

Blumen sprechen“ kann seine

Wirkung nur entfalten,

wenn die Pflanzen auch wirklich

frisch zum Kunden kommen. Dies

setzt stets eine unterbrechungsfreie

Kühlkette voraus. So hat Hafa Docking

Systems bei Nordwest-Blumen

in Aurich, einem der größten deutschen

Blumenhändler, ein bereits

vorhandenes Lagergebäude mit neuen

Andockeinrichtungen modernisiert

und sich dabei für das Verladesystem

Load-House entschieden.

Dieses System ist eine Einhausung,

die zusammen mit dem Hafa-Auto-

Dock eine in sich geschlossene Verladeeinheit

zum Ansetzen an das Gebäude

bildet und mit Überladebrücke,

Torabdichtung und Sektionaltor

alle Komponenten einer Verladestation

beinhaltet.Zu den wesentlichen

Vorteilen des Load-House zählt, dass

es sich außen an den Gebäuden und

Montageschema des Boxmodells, das

sich insbesondere für Anlagen mit nur

wenigen Ladestationen eignet und

problemlos einbauen läßt.

bei laufendem Verladebetrieb installieren

lässt. Die vormontierten Bauelemente,

die auf bauseitige Fundamente

aufgesetzt und an der Außenwand

des Baukörpers befestigt werden,

ermöglichen eine schnelle und

Bild: Hörmann

einfache Montage. Beim Transport

von Blumen ist, wie bei anderen Frischwaren

auch, eine geschlossene

Kühlkette obligatorisch. Dies erforderte

das Andocken der Lkw mit geschlossenen

Türen und damit erhebliche

Änderungen an der Verladerampe,

denn im Schwenkbereich der

Türen war eine wesentlich niedrigere

Rampenhöhe als üblich einzusetzen.

Da es zudem noch unterschiedliche

Lkw-Abmessungen zu berücksichtigen

galt, musste von einer extrem

niedrigen Andockhöhe ausgegangen

werden, die dennoch die übliche

Rampenhöhe des Lagers von

1200 mm berücksichtigt.

Punktgenaue Ansteuerung

dank Vorschubtechnik

Die Lösung bildete eine Stufenrampe

mit schräg eingebauten Überladebrücken.

Dabei ist die nach unten

geneigte schräge Ruheposition der

Überladebrücke zugleich deren

unterste Stellung, die sich komplett

unterhalb der Ladefläche des Lkw

befindet. Die Türen können nun

auch im angedockten Zustand des

Lkw geöffnet werden. Die Load-

Houses als Stufenversion sind hierfür

mit Überladebrücken mit Vorschubtechnik

ausgestattet, mit denen

sich die Ladefläche des Lkw

punktgenau ansteuern lässt.


Bild: Hörmann

DOCKINGSTATIONEN

Ein weiteres Problem galt es zu lösen: Wenn eine Rampenhöhe

unterhalb des Lkw-Anfahrbereiches liegt, sind die Anfahrpuffer

ohne Funktion, der Lkw wird immer die niedrige Rampe

einschließlich Puffer überfahren. Daher hat Hafa bei Nordwest-

Blumen Hafa-Eye installiert, das sich auch bei vorhandenen Verladeanlagen

nachrüsten lässt. Bei diesem System wird über eine

Sensoreinheit unterhalb der Überladebrücke eine Außenampel

gesteuert, die dem Lkw-Fahrer in Schaltstufen genau seinen Abstand

zur Rampe signalisiert: Mit der Rot-Phase hat der Lkw seine

Andockposition punktgenau erreicht. So sind rundum sichere

und wirtschaftliche Verladevorgänge möglich, die das

sorgfältige Handling der empfindlichen Blumen in einer geschlossenen

Kühlkette gewährleisten.

Neue Überladebrücken schnell installiert

DISTRIBUTION

Allen Verladesituationen gewachsen: die Klappkeilbrücke mit dem

Funktionsprinzip „hochfahren, Klappkeil ausfahren, senken und

aufliegen“.

Zu Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen entschließen

sich Unternehmen aus den unterschiedlichsten Gründen, die

von generellen Umbau- und Erweiterungsvorhaben über Änderungen

im Produktportfolio bis zu Sicherheitsaspekten reichen.

Bei Letzteren ist stets dringender Handlungsbedarf geboten.

„Entsprechen Verladestationen nicht mehr den neuesten technischen

Standards und erfüllen beispielsweise Ladebrücken

nicht die aktuellsten Sicherheitsvorgaben, lohnt in jedem Fall die

Investition in neue Ladebrücken“, betont Rüdiger Bierhenke,

Vertriebsleiter der Hörmann KG, Steinhagen.

So bietet das Unternehmen zur Renovierung das so genannte

„Grubenmodell P“ an, das durch seine offene Konstruktionsart

leicht zu montieren ist: Es wird auf Stützwinkel aufgesetzt

und mit den bauseitig vorbereiteten Randwinkeln in der Aussparung

verschweißt. Unterschiedliche Adaptermethoden ermöglichen

den Einbau in jedes vorhandene Grubenmaß. Nach

der Ausstattung mit Klappkeil- oder Vorschubladebrücken ist

das System komplett.

„Wer wenige Verladestationen schnell, einfach und ohne

Schweißarbeiten installieren will, ist mit unserem Box-Modell

bestens bedient“, so Bierhenke, denn die Ladebrücke wird mit

einer Verschalung geliefert, in der sie einfach eingegossen werden

kann. Zuvor wird sie auf eine bauseitige provisorische Holz-

Unterkonstruktion aufgesetzt und mit den Ankern an der Bewehrung

verbunden. Ist der Beton ausgehärtet, lässt sich das

Holzprovisorium wieder entfernen. So kann die Rampe mit der

MM Logistik · 5/2006 41


DISTRIBUTION DOCKINGSTATIONEN

Ü BERLADEBRÜCKEN

Sanierung und Austausch leicht gemacht

Verladeanlagen sind naturgemäß größten

mechanischen und physischen Beanspruchungen

und Belastungen ausgesetzt. Da halten

selbst die besten Systeme nicht ewig. Um

so vorteilhafter, wenn sich bei Verschleiß oder

Sanierungsvorhaben Komponenten problemlos

austauschen lassen. So hat Hafa Docking

Systems ein Adaptersystem entwickelt,

mit dem jedes Brückenmodell schnell und

Kosten-Nutzen-optimal ausgewechselt werden

kann, Fremdprodukte ebenso wie in die

Jahre gekommene Hafa-Überladebrücken.

Selbst wenn sich auf Grund von neu geplanten

Logistikabläufen andere Aufgaben für vorhandene

Verladesysteme ergeben, erweitert

speziell das neue Adaptersystem als Hafa-Unidock

erheblich die Planungsmöglichkeiten,

wie die Verantwortlichen von Hafa betonen,

ganz nach dem Motto „Alte Brücke raus,

Adapter eingesetzt, neue Brücke rein“.

Umbau bei laufendem Betrieb

Das Hafa-Adaptersystem ist für jede Einbaustelle

einsetzbar. Es gleicht die unterschiedlichen

Brückenbreiten aus und die neue Überladebrücke

kann passgenau eingesetzt werden.

Für die Demontage der alten Brücke und

die Montage des Adaptersystems einschließlich

der neuen Überladebrücke sind nur we-

Bild: Meyer-Tonndorf

42 MM Logistik · 5/2006

Je nach Anwenderanforderungen stehen bei der Nachrüstung mit ISO-Verladehäusern

unterschiedliche Ausführungs- und Tor-Varianten zur Verfügung.

Ladeklappe des Lkw unterfahren

und das Fahrzeug dicht an der Torabdichtung

und dem Hallentor angedockt

werden.

„Sanierungen von alten Fabrikund

Lagerhallen, die Erweiterung

von Ladestellenkapazitäten, Modernisierungsmaßnahmen

und das

Ausgliedern von Verladezonen bei

Mit dem Uni-Dock-Adaptersystem von hafa

lassen sich Überladebrücken schnell und ohne

Stemm- und Betonarbeiten einbauen.

nige Stunden erforderlich. Da der vorhandene

alte Brückenrahmen bei der Montage nicht

mit ausgewechselt wird, bleibt der Hallenboden

in seinem ursprünglichen Zustand bestehen.

Wie Hafa betont, „erfolgen die Umbaumaßnahmen

schnell und problemlos ohne die bisher

dafür üblichen Stemm- und Betonarbeiten,

womit keine Bau-Nebenkosten entstehen“.

Zudem werde der laufende Ladeverkehr

an der Laderampe während der Umrüstarbeiten

nicht beeinträchtigt. Für das Einsetzen

der neuen Überladebrücke genügt ein

Stapler, der die Brücke nach dem Einbau des

Adaptersystems antransportiert, ausrichtet,

langsam herablässt, einpasst und absetzt.

Bild: Hafa

Alt- und Neubauten sind wesentliche

Einsatzgebiete unserer ISO-

Häuser“, so Rudi Tewes, Vertriebsleiter

von Meyer-Tonndorf, Grevenbroich.

Das Grundprinzip besteht

darin, eine komplette Ladestelleneinheit

mit hydraulischer Überladebrücke,

Torabdichtung und Ladestellentor

vor einer Industriehalle

aufzubauen. Die stationäre hydraulische

Überladebrücke mit Vorschub

oder Klappkeil wird in einem Stahluntergestell

mit beidseitigem Seitenplateau

eingebaut. Das selbsttragende

Untergestell erhält vier Stützfüße,

die sich auf die erforderlichen Höhen

der Rampe zum Hofniveau anpassen

lassen. Große Befestigungsplatten

sorgen für eine ausreichende Standfestigkeit

auf den Fundamentpunkten.

Frontseitig wird mit einer Traverse

die Unterfahrmöglichkeit für

Lkw-Ladebordwände sichergestellt,

so dass alle verschiedenenartigen

Lkw andocken können.

„Mit das wichtigste Element bei

einem ISO-Haus ist das Ladestellentor“,

so Tewes, und unterscheidet

drei Einbauvarianten. So befinde

sich das klassische Tor der Iso-Verladestelle

innerhalb des ISO-Hauses

direkt vor der Öffnung zum Hauptgebäude.

Diese Variante ist dann einsetzbar,

wenn an der Innenseite der

Hallenwand beispielsweise Rohrleitungen

oder Kabelkanäle verlaufen

und somit die Montage eines Sektionaltores

mit Führungsschienen

nicht möglich ist. Eine vielfach eingesetzte

Variante ist der Einbau von

Sektionaltoren von innen an die

Außenwand des bestehenden Gebäudes.

Angepasst an die zur Verfügung

stehenden Platzverhältnisse

wird eine „optimale Anordnung des

Tores erreicht“, wie Tewes weiß. Das

isolierte Sektionaltor oder auch Rolltor

schließt das Gebäude gut ab und

bringt für die Nacht- und Ruhezeiten

die bestmögliche Isolierung.

Als dritte Variante ergibt sich der

Einbau eines Tores im Frontbereich

des ISO-Hauses wie bei einer konventionellen

Ladestelle. Diese Anordnung

bietet sich an, wenn beispielsweise

mehrere ISO-Häuser als

Doppel- oder Reihenanlage montiert

werden und der Raum zwischen

zwei Anlagen als zusätzlicher Freiraum

genutzt werden soll. MM

www.mm-logistik.de

� Hafa Docking Systems

� Hörmann

� Meyer-Tonndorf


Steuerungstool für kleine und mittlere

Eisenbahnverkehrsunternehmen

Locoplan ist ein echtzeitnahes, grafisch

orientiertes Softwaretool für

die Planung, Optimierung und

Steuerung schienengebundener

Transportnetzwerke. Die Software

unterstützt die Disposition von

Zügen und Fahraufträgen auf

Lokomotiven. Das von Prologit in

Zusammenarbeit mit TX Logistik

entwickelte Softwarepaket visualisiert

die Verfügbarkeit von Loks

und deren Auslastung sowie etwaige

Orts- und Zeitkonflikte. Locoplan

ist dabei speziell auf die

Anforderungen von mittleren und

Besserer Überblick im Frachtangebot

Der Menüpunkt „Interessante Routen“

der Frachtenbörse Teleroute

hilft Spediteuren, im herrschenden

kleineren Eisenbahnverkehrsunternehmen

zugeschnitten, bei denen

sich Investitionen in große IT-

Lösungen häufig nicht rentieren.

Die Fahrplandaten lassen sich als

Tabelle oder Orts-Zeit-Diagramm

übersichtlich auf zwei parallel laufenden

Monitoren darstellen. Die

Lok-Zuordnung erfolgt in einem

interaktiven Gantt-Diagramm mit

Hilfe von Drag-and-drop-Funktionen.

� Prologit GmbH i.G.,

Tel. (02 31) 18 86 73-0,

www.prologit.de

Wirrwarr von Ladungsangeboten

den für sie besten Transportauftrag

zu finden. Pro Land und Gebiet

PRODUKTE DISTRIBUTION

werden die Relationen aufgelistet,

für die es im Moment am meisten

Fracht gibt. Der Ladungssuchende

kann diese direkt aufrufen. Es wird

sichergestellt, dass beim Sichten

nicht immer wieder

identische Angebote

angezeigt werden – das

spart wertvolle Zeit.

Auch für die Ladungsvergeber

kann das System

helfen: In der

aktuellen Teleroute-Version

werden allen Ladungseingebern

direkt bei der Ladungsvergabe

passende freie Lkw angezeigt. Der

Disponent muss lediglich schnell

zum Telefon greifen. Eine optionale

Matching-Funktion verwandelt

Ladungssuchen automatisch in

Fahrzeugangebote.

� Teleroute Deutschland GmbH,

Tel. (06 11) 7 36 56 49,

www.teleroute.de

MM Logistik · 5/2006 43


Bild: GO

MANAGEMENT UND IT WEITERBILDUNG

Boomender

Markt

Der Markt für Logistiker in der Aus- und

Weiterbildung boomt. Doch haben Absolventen

die Qual der Wahl: Es gilt die richtigen

Akzente zu setzen, um beruflich profitieren

zu können.

44 MM Logistik · 5/2006

L OTHAR L OCHMAIER

F

ast immer außer Atem sind die

Mitarbeiter im schnellsten

Wirtschaftszweig unter den Logistikdiensten,

den Paket- und Kurierservices.

Nicht nur bei der fixen

Zustellung rund um den Globus

dreht sich das Rad immer schneller,

auch in der Aus- und Weiterbildung

ist allerhöchste Flexibilität gefragt.

So muss etwa Patrick Berthold, der

im vergangenen August seine Ausbildung

bei einem Kurierspezialisten

Lothar Lochmaier ist Fachjournalist in Tübingen

in Kassel begonnen hat, regelmäßig

zur Berufsschule nach Frankfurt am

Main. Denn in Kassel selbst gibt es

für den angehenden Kaufmann keine

Berufsschulklasse.

„Die aufwändigen Berufsschulbesuche

sind enorm zeit- und kostspielig“,

beklagt Kerstin Wenzel,

Pressesprecherin und Ausbildungsverantwortliche

der GO General

Overnight Service GmbH in Bonn.

Wenzel vertritt auch die GO Express

& Logistics, einen Zusammenschluss

mittelständischer Kurier- und Expressdienstleister

(KEP) mit 15 Gesellschaftern

in Deutschland. Dieser

kreierte quasi in Eigenregie mit dem

KEP-Kaufmann/-frau, Fachkraft

KEP und Servicefahrer mehrere

neue Berufsbilder. „Die bisher angebotenen

Ausbildungsgänge wie zum

Beispiel der Speditionskaufmann

entsprachen nicht mehr den speziellen

Bedürfnissen der KEP-Unternehmen“,

gibt Kerstin Wenzel zu bedenken.

Bisher hätten die regional vertretenen

Industrie- und Handelskammern

nur zögerlich auf die neuen

Anforderungen aus der Praxis rea-

Beispielhaft bildet die GO-Station

in Dortmund aus: (v.l.n.r.) Patrick

Bouassida (21), KEP-Fachkraft,

Iyonne Schwertfeger (18), Bürokauffrau

im 2. Lehrjahr, und Michael

Witt (17) KEP-Kaufmann.

Zusammen mit Prokuristin Sabine

Paulus (2.v.r.), die sich für den

qualifizierten Branchennachwuchs

in der GO-Station als auch

der örtlichen IHK und Berufsschule

engagiert.

giert, kritisiert Wenzel. Die Logistik-

Branche ist deshalb generell sehr

stark auf ihre eigenen Initiativen angewiesen,

denn noch immer hinkt

die Aus- und Weiterbildung dem stetig

wachsenden Bedarf hinterher.

Jährlich investieren die Logistikunternehmen

allein in Deutschland

rund 15 Mrd. Euro. Nach Handel

und Automobilindustrie ist die

Branche mit 166 Mrd. Euro Jahresumsatz

im vergangenen Jahr der

drittstärkste Wirtschaftszweig.

Aktuelle Studien gehen davon aus,

dass der weltweite Bedarf an qualifizierten

Nachwuchskräften mit Führungs-

und Logistikkompetenz im

Handels-, Industrie- und Dienstleistungssektor

weiter steigt. Allein für

Europa zeichnet sich nach einer Erhebung

des Verbands Deutscher Maschinen-

und Anlagenbauer e.V.

(VDMA) ein jährlicher Bedarf von

bis zu 1500 Logistikmanagern ab.

„Der Bedarf an spezialisiertem Personal

in der Dienstleistungsbranche

wächst“, bestätigt Karl Heinz Belser,

Geschäftsführer der Bundesvereinigung

Logistik (BVL) e.V sowie der

Deutschen Logistik Akademie

(DLA) gGmbH.

Universitäres Angebot

reicht nicht aus

Gefragt sind vor allem Logistikmanager

in den Bereichen Transport-,

Lager- und Umschlaglogistik sowie

der Intralogistik und Koordination.

Die Angebote der Universitäten allein

reichen kaum aus, zudem sind

sie nicht immer eng genug mit der

Praxis verzahnt: „Es gibt einen

Timelag zwischen aktuellen Praxisanforderungen

und der klassischen


Ausrichtung der Logistiklehre“, beklagt

Belser. Doch auch private Institute

sind kein Allheilmittel.

Weiterbildungsangebote für Logistiker

schießen wie Pilze aus dem Boden.

„Leider ist für den Einzelnen

schwer zu entscheiden, welches das

richtige Angebot für ihn ist“, gibt

Belser zu bedenken.

Jens Greefe, Pädagogischer Leiter

des Hamburger Fernschule ILS, setzt

ganz auf ein Fernunterricht-Konzept.

Der ILS-Lehrgang „Logistikmanagement“

vermittelt umfassende

Kenntnisse in allen Logistikbereichen.

Dies schließt neben „klassischen“

Themen wie Produktionsund

Versandlogistik auch Inhalte aus

den Bereichen Entsorgungslogistik,

Logistikmarketing und -controlling

sowie Qualitätsmanagement und IT

mit ein. Der Zuspruch sei mit über

80 Anmeldungen innerhalb des

ersten halben Jahres überdurch-

schnittlich gut. „Auch das belegt den

hohen Qualifizierungsbedarf in der

Branche“, bilanziert Greefe.

Ganzheitliche Betrachtung

logistischer Netzwerke

Als ein internationales Kompetenzzentrum

für alle Fragen der Logistik

definiert sich die Hamburg School of

Logistics gGmbH (HSL). Der inhaltliche

Schwerpunkt der Lehrinhalte

an der HSL liegt in der ganzheitlichen

Betrachtungsweise der Logistik

beziehungsweise von logistischen

Netzwerken, also dem Zusammenspiel

zwischen Lieferanten, Herstellern

und Logistikdienstleistern und

Handel. Diese umfassende Sichtweise

der Logistik aus der Perspektive

aller beteiligten Akteure bildet die

Leitlinie für die MBA-Programme.

„Im Aufbau des Studiums bedeutet

dies, dass zunächst die Grundlagen

des General Management, wie

WEITERBILDUNG

Robert Chapman,

Mitbegründer von The

Training Camp und Geschäftsführer

der gleichnamigen GmbH:

„Wir wenden die Lernmethode des

Beschleunigten Lernens an, bei der

die Teilnehmer innerhalb

kürzester Zeit die Inhalte erwerben,

die sich in vergleichbaren

Kursen über

Monate erstrecken.“

zum Beispiel Strategisches

Management,

Organisationsentwicklung,

Controlling/Finanzierung gelegt

werden“, sagt HSL-Präsident Dr.

Wolfgang Kersten. Im weiteren Verlauf

des Studiums richte sich der Fokus

zunehmend auf logistikspezifische

Themen. „Mit diesem ganzheitlichen

Gestaltungswissen, das methodische

Vorgehensweisen genauso

einschließt wie zahlreiche praktische

MANAGEMENT UND IT

MM Logistik · 5/2006 45

Bild: The Training Camp


MANAGEMENT UND IT WEITERBILDUNG

T RENDS DER L OGISTIKWEITERBILDUNG

Spartendenken hat ausgedient

Das klassische Spartendenken mit der Dreigliederung

in Industrie, Handel und Dienstleistungen

hat ausgedient. Gekennzeichnet

ist die Logistikausbildung durch eine internationale

Ausrichtung der Angebote mit

fremdsprachlichen und funktionsübergreifenden

Inhalten. Die Grenzen sind vor allem

durch den Einbezug der angewandten Informatik

heute fließend, wie die ausgewählten

Angebote belegen:

Mit einem dreistufigen Zertifizierungsmodell

hat die European Logistics Association (ELA)

die zukünftigen Standards mit einem Kompetenzstandard

für Logistiker vorgegeben:

� Strategic-Level � Führungskräfte der oberen

Führungsebene (Logistikspezialisten);

� Senior-Level – Führungskräfte der mittleren

Ebene, zum Beispiel Logistikleiter und Planer;

� Supervisory/Operational Level – Führungskräfte

mit Verantwortung in der operativen

Logistik wie Lagerleiter, Disponenten und

Versandleiter.

46 MM Logistik · 5/2006

Fallbeispiele, werden unsere Absolventen

auf anspruchsvolle Führungsaufgaben

in der Logistik in Industrie-,

Handels- und Logistikdienstleistungsunternehmenvorbereitet“,

bekräftigt Kersten.

Insbesondere die Informationstechnologie

hat sich in den letzten

Jens Greefe, Pädagogischer

Leiter des ILS:

„Der ILS-Lehrgang Logistikmanagement“

vermittelt

umfassende Kenntnisse in

allen Logistikbereichen.“

Die Deutsche Logistik Akademie (DLA) bietet

Ausbildungsgänge an der akkreditierten Institution

an:

Logistik-Assistent/-in, Supply Chain Manager/-in,

Warehouse Manager/-in, Logistik

Controller/-in, Vertragsmager/-in Transport

und Logistik, English Logistics Certificate.

Ausbildungsmerkmale sind:

� Führen: Vorbereitung auf logistische

Führungsaufgaben

� Gestalten: Praxisorientierte Teilnahmevoraussetzungen

� Barrierefrei: Zugang auch für Nicht-

Akademiker

� Berufsbegleitend: von März bis Oktober

� Flexibel: durch Studienmodule, Fallstudien

und Exkursionen

� Abschluss: als Logistiker (DLA)

� Europäischer Zugang: ELA-Zertifikat

(Senior-Level)

� Zusatzangebot: Besuch des Deutschen

Logistik Kongresses

Bild: ILS

Jahren als Innovationstreiber in der

Logistik herausgestellt. Beispiele

sind weltweit integrierte IT-Systeme,

wie sie von großen Logistikdienstleistern

zur Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse

aufgebaut worden

sind, aber auch das Thema RFID, das

logistische Prozesse revolutioniert.

Weiterbildungs-Experten sehen aber

nicht nur das technische Know-how

im Vordergrund, sondern auch die

Entwicklung der individuellen Managementkompetenz,

um derart

komplexe Systeme zu beherrschen

und Investitionsentscheidungen

richtig treffen zu können.

Deutschland ist europaweit das

Land mit den meisten zertifizierten

Angestellten im IT-Bereich. Diese

Tatsache spiegelt die steigende Bedeutung

derartiger Qualifikationen

wider. Das Hauptaugenmerk des

Anbieters „The Training Camp“ liegt

deshalb auf Weiterbildungs-Kursen

in den Bereichen Infrastruktur, Entwicklung,

Sicherheit und Management

für IT-Fachkräfte. „Dabei wenden

wir die Lernmethode des Be-

schleunigten Lernens an, bei der die

Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit

die Inhalte erwerben, die sich in vergleichbaren

Kursen über Monate erstrecken“,

wirbt Geschäftsführer Robert

Chapman.

Wachstumstreiber RFID

Training Camp offeriert Kurse für

Zertifizierungen der Anbieter Microsoft,

Cisco, Linux, Java und Oracle,

aber auch herstellerunabhängige

Kurse. Die Teilnehmer an den RFID-

Kursen kommen sowohl aus reinen

Logistik-Firmen, aber auch aus

Unternehmen, die Prozesse der Materialwirtschaft

in ihr Geschäftsmodell

integriert haben. Sie bringen

unterschiedliche Qualifikationen

mit, die vom Junior-Techniker bis

hin zum IT-Manager reichen.

„Durch den Einsatz von RFID gewinnen

Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil.

Deshalb möchten

Firmen sicherstellen, dass sie beziehungsweise

ihre Mitarbeiter über die

benötigten Qualifikationen verfügen,

um die Technologie einzuführen

und das Potenzial von RFID zu

nutzen“, sagt Chapman.

Der Trend in der IT-Branche geht

künftig noch stärker in Richtung

international anerkannte Zertifizierungen.

Insbesondere Führungskräfte

sollten demnach ihre Qualifikationsmuster

formal belegen können,

ähnlich wie dies heute schon bei

Juristen oder Buchhaltern der Fall

ist. „Ein anderer großer Trend besteht

darin, dass Unternehmen IT-

Fachkräfte künftig mit Management-Wissen

ausstatten, zum Beispiel

im Bereich Projekt-Management“,

fasst Robert Chapman zusammen.

MM

www.mm-logistik.de

� Deutsche Außenhandels-

und Verkehrsakademie

� Deutsche Logistik Agentur

� General Overnight

� Hamburg School of Logistics

� Institut für Lernsysteme

� Trainingcamp

� Verein Bremer Spediteure


PRODUKTE

MANAGEMENT UND IT

Software-Lösungen

steigern Effizienz und Flexibilität

Der Softwarespezialist Active Logistics hat auf der Fachmesse

Eurocargo mit Active DLE (Dynamic Logic Engine), Active

Cockpit und einer E-Business-Suite gleich drei neue Lösungen

präsentiert. Mit den neuen Funktionen von Active DLE lassen

sich individuelle Prozesse und Geschäftsregeln der eigenen

Speditionssoftware direkt durch den Organisator und ohne

aufwändige Programmierung an die Kundenanforderungen

anpassen. Praktiker können vor Ort, ohne Umweg über die IT-

Abteilung, Geschäftsregeln definieren und verändern. Active

Cockpit ist das erste ergonomisch optimierte Reporting-Tool

für die Logistik, wie es heißt. Die Lösung zeigt Controllern,

Lagermeistern oder Disponenten auf einen Blick und auch

kundenbezogen die aktuellen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

eines Arbeitsbereichs. Mit der E-Business-Suite präsentierte

Active Logistics eine neue Web-basierte Lösung, die Verlader,

Empfänger und die Daten der Logistikdienstleister weltweit

zusammenführt. Der Dienst stellt allen beteiligten Partnern

der Lieferkette über ein Internetportal sämtliche relevanten

Beschaffungs-, Sendungs-, Bestands- und Lieferdaten zur

Verfügung.

� Active Logistics GmbH,

Tel. (02 11) 29 66 52, www.active-logistics.com

Flottenmanagement mit dem Handheld

Das Management von Fuhrpark und Warenströmen kann

künftig Hand in Hand erfolgen. Für Paket- und Kurierdienste,

aber auch für alle anderen Transportunternehmen, haben Siemens

VDO und Intermec eine Komplettlösung aus Flottenmanagement

und mobilem Warendaten-Erfassungsgerät entwickelt.

Während der Fahrer auf dem mobilen Computer wie

bisher die Be- und Entladung kontrolliert, kann sein Disponent

nun auch das Fahrzeug orten. Selbst wenn der Fahrer

gerade in einer Lagerhalle oder im Büro des Warenempfängers

ist, kann der Disponent weiterhin Aufträge übermitteln.

� Intermec Technologies GmbH,

Tel. (08 00) 44 88 88 44,, www.intermec.de

Telematiklösung reduziert Verspätungen

Verkehrssicherheit für Berufskraftfahrer und weniger Lieferverzögerungen

verspricht ein innovatives Warnsystem, das

Topcall mit seinem finnischen Vertriebspartner Lekab und

dem skandinavischen Mobilfunkanbieter Telia-Sonera entwickelt

hat. Die Telematiklösung, ein mobilfunkbasierter Verkehrsnachrichtendienst,

informiert in Echtzeit per Sprachnachricht

und SMS über lokale Wetter- und Straßenverhältnisse.

Besonders gut angenommen wird der Anfang 2006

implementierte Dienst von Berufskraftfahrern. Die Echtzeitinformation

über widrige Verkehrsverhältnisse und Unfälle

ermöglicht es Frachtdienstleistern, ihre Routenplanung zu

optimieren.

� Topcall GmbH, Tel. (0 89) 89 82 72-0, www.topcall.de


MANAGEMENT UND IT OUTSOURCING

Globale Herausforderung für China

Durch die Einrichtung

eines Büros im

German Center

in Shanghai fassen

deutsche Unternehmen

bereits seit

Jahren erfolgreich

Fuß in China. Chinesische

Unternehmen

tun sich auf der anderen

Seite schwer

mit den Tücken des

weltweiten After-

Sales-Service.

48 MM Logistik · 5/2006

After-Sales-Service

Niedrige Produktionskosten allein genügen den chinesischen

Unternehmen nicht; zusätzlich müssen sie an ihrer Produktivität

sowie am weltweiten Serviceangebot schrauben.

C HRISTIAN R UBENBAUER

C

hina ist mit 1,28 Mrd. Einwohnern

das bevölkerungsreichste

Land und mit einem

Bruttoinlandsprodukt (BIP) von

2122 Mrd. US-Dollar im Jahr 2005

der viertgrößte Markt der Welt. Spätestens

seit seinem Beitritt zur World

Trade Organisation (WTO) im Jahr

2001 drängen Chinas Technologieunternehmen

aus der „Fabrik der

Welt“ auf die globalen Märkte –

mehr als 50% des chinesischen BIP

entstehen im industriellen Bereich.

Diese sektorale Führungsposition

wird beispielsweise bei der Herstellung

von DVD-Playern deutlich, die

weltweit zu zwei Dritteln in China

stattfindet.

Christian Rubenbauer ist Projektmanager

bei Barkawi Management Consulting

(Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, P.R. China

200122, Tel. (00 86-21) 58 30 57 87,

christian.rubenbauer@barkawi.com

Bild: Maienschein

Es zeigt sich jedoch immer mehr,

dass der vermeintliche Wettbewerbsvorteil

der günstigen Preise

und die damit verbundene Kostenführerschaft

Chinas im Hightech-

Bereich mittelfristig nicht zum Bestehen

auf dem Markt genügen wird.

Bereits heute können internationale

Wettbewerber den Kostenvorteil mit

der Einführung der „FICE“ (Foreign

Investment Commercial Enterprise),

durch die der selbstständige Eintritt

ausländischer Firmen in den chinesischen

Markt erheblich erleichtert

wird, relativ einfach nutzen. Hierdurch

wird zusätzlicher Konkurrenzdruck

im eigenen Land spürbar

werden. Diesem können chinesische

Firmen nur durch eine Steigerung

der Produktivität und einem exzellenten

Service entgegenwirken.

Weiterentwicklung zu

innovativen Betreibermodellen

In der Netzwerkbranche für Mobilfunk

beispielsweise zeichnet sich bereits

heute der Trend ab, dass der

operative Betrieb des Netzwerks sowie

der dazugehörigen Services an

den Hersteller mit entsprechend hohen

Verfügbarkeitsanforderungen

ausgelagert wird. Dies stellt die logische

Weiterentwicklung zu innovativen

Betreibermodellen dar – war die

Ersatzteilversorgung bisher meist

ohnehin durch die OEM (Original

Equipment Manufacturer) zu erbringen.

Für chinesische Hersteller

von Netzwerk-Equipment bedeutet

dies, dass sie zukünftig in all ihren

Märkten – lokal, regional und global

– in der Lage sein müssen, den rei-

bungslosen Betrieb eines Mobilfunknetzwerks

zu gewährleisten. Allgemein

gehen Hersteller vermehrt dazu

über, produktspezifische Dienstleistungen

wie Wartung und Instandhaltung

nicht mehr nur für die

eigenen, sondern auch für Produkte

ihrer Wettbewerber (Multi-Vendor

Services) anzubieten. Bis heute fehlt

den meisten chinesischen Herstellern

die dazu benötigte Service-Infrastruktur,

die aufgrund Ihrer noch

relativ jungen Vergangenheit in globalen

Märkten nicht oder nur ansatzweise

vorhanden ist. Im einheimischen

Markt selbst können solche

Service-Infrastruktur-Potenziale

ebenfalls nicht annähernd ausgeschöpft

werden, da sich die chinesische

Logistik-Infrastruktur nach wie

vor in einer Entwicklungsphase befindet

und noch nicht auf dem Stand

führender Industrieländer ist.

Chinas derzeitiges Logistik-Netzwerk

ist gerade in den Provinzen als

eher unzuverlässig und unwirtschaftlich

zu charakterisieren, geprägt

von einem primitiven Straßensystem

mit hohen Maut-Gebühren

für Lastkraftwagen, einem personalintensiven,

nicht automatisierten

Eisenbahntransportsystem sowie

einem zu geringen Angebot von

Container-Schiff-Terminals und

Luftfrachtguttransporten. Diese Aspekte

tragen derzeit erheblich zu einem

höheren Logistikkostenanteil

von 30 bis 40% der Gesamtproduktionskosten

Chinas im Vergleich zu

4% in weiterentwickelten Industrieländern

bei. Die chinesische Regierung

hat dieses Problemfeld bereits

wahrgenommen und ist momentan

dabei, mit einem doppelt so hohen

jährlichen Investitionsvolumen wie

dem der USA, eine effektive und

wirtschaftliche Infrastruktur auf-


und auszubauen. Um sich unter diesen

Voraussetzungen und Anforderungen

im After-Sales-Geschäft

langfristig erfolgreich zu etablieren

und sich von der Konkurrenz abzuheben,

sind chinesische Technologiefirmen

dazu gezwungen, sowohl

die dazu dringend notwendigen aufbau-

und ablauforganisatorischen

als auch technischen Voraussetzungen

zu schaffen.

Sichere Ersatzteilversorgung

ist wesentlicher Erfolgsfaktor

Im After-Sales-Geschäft der Hightech-Branche

stellt die Sicherstellung

der Ersatzteilversorgung eine

der größten Herausforderungen und

Erfolgsfaktoren dar. Das Ersatzteilgeschäft

ist bei richtiger Ausführung

nicht nur sehr profitabel, sondern

gewährleistet ebenfalls eine hohe

Kundenzufriedenheit, da es für den

Kunden im Schadensfall entscheidend

ist, durch schnelle Ersatzteilverfügbarkeit

und guten Service die

Ausfallzeiten seiner Geräte auf ein

Minimum reduzieren zu können. Da

hierzu sehr viel Know-how und

meist erhebliche und zeitintensive

Investitionen, unter anderem für

Software-Tools und Planungsprozesse

der Ersatzteilbestände oder IT-

Systeme für Lager- und Reparaturkreislaufmanagement

notwendig

sind, wird dem Outsourcing beziehungsweise

dem Einkauf von Services,

etwa bei Third-Party-Logistic-

Providern (3PL), unter ökonomischen

Betrachtungen oft der Vorzug

gegeben.

Die Vergabe der Logistik, Lagerhaltung

und Reparatur an externe

Dienstleister eröffnet aber nicht nur

Chancen zur Fremdkompetenznutzung

und Investitionsersparnis, sondern

ist auch mit erheblichen Risiken

bei suboptimaler Planung, Organisation

und Durchführung verbunden.

Aufgrund der Komplexität

dieser Problemstellung reicht der

Grundsatz „Warum etwas selbst machen,

wenn jemand anderes es

schneller und günstiger kann?“ bei

weitem nicht mehr aus.

Outsourcing ist eine strategische

Entscheidung, die am Ende umfangreicher

Analysen der Vor- und Nachteile

von Selbst- oder Fremdherstellung

eines Produktes beziehungsweise

einer Leistung sowie Grundsatzentscheidungen,

die die spezifischen

Eigenarten, Anforderungen

und Probleme des eigenen Produktes

berücksichtigen, steht. Beispielsweise

kann in einem internationalen

Kreislauf die Entscheidung über eine

zentrale oder dezentrale Reparatur,

die auch unabhängig von einer

Make-or-Buy-Lösung immer getrof-

OUTSOURCING

fen werden muss, im Falle eines Outsourcings

erhebliche Auswirkungen

auf die Partnerwahl haben. Hierbei

spielen Zollvorschriften, Transportlaufzeiten,Lebenszyklusbetrachtungen,

Volumen oder auch schützenswerte

Kernkompetenzen eine große

Rolle. Bei schnelllebigen Produkten,

die, wie im Bereich IT, einem hohen

Preisverfall unterliegen, ist eine zentrale

Reparatur meist nicht rentabel.

Auch wenn in einem Billiglohnland

wie China Reparaturen sehr kostengünstig

durchgeführt werden können,

kann dieser Kostenvorteil allein

durch den Wertverlust und den notwendigen

höheren Lagerbestand

aufgrund der langen Transportwege

aus globalen Märkten und eventuell

anfallenden hohen Zöllen für Reimporte

verloren gehen.

In einer solchen Konstellation

könnte sich also ein lokaler „Fullservice-Anbieter”

als die kostengüns-tigste

Outsourcing-Variante

herausstellen. Mit seinem Rundum-

Service wie Call-Center, Garantieabwicklung,

Lagerhaltung und Reparatur

ist er in der Lage, regional sehr

kurze Abwicklungszeiten anzubieten.

MM

www.mm-logistik.de

� Barkawi

MANAGEMENT UND IT

MM Logistik · 5/2006 49


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50 MM Logistik · 5/2006

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Datum Unterschrift MM Logistik 5–2006

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