BOLD TRAVEL No.06

boldthemagazine


INSIGHT: NEW YORK | CALIFORNIA ROADTRIP | BEST PLACES | LEONARDO DICAPRIO IM INTERVIEW | ROMAN KNIŽKA ON THE ROAD | BUDDHA TO BUDDHA | MIT DEM LONGBOAT VON PHUKET NACH MALAYSIA

BOLD TRAVEL SPECIAL | ONLY FOR TABLETS

EU 8.99 EUR | CH 10 CHF BOLD THE MAGAZINE NO. 006 | 1

WWW.BOLD-MAGAZINE.EU

THE MAGAZINE

ONLY FOR TABLETS

TRAVEL SPECIAL

INSIGHT: NEW YORK | CALIFORNIA ROADTRIP | BEST PLACES | LEONARDO DICAPRIO IM INTERVIEW

ROMAN KNIŽKA ON THE ROAD | BUDDHA TO BUDDHA | MIT DEM LONGBOAT VON PHUKET NACH MALAYSIA


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INHALT BOLD THE MAGAZINE | 7

THINK BOLD

NEVER REGULAR

INHALT

LEONARDO DICAPRIO

IM INTERVIEW

8

SOUNDCHECK

IN NEW YORK CITY

20

BOLD TRAVEL SPECIAL | NO. 006

Titelbild:

New York City

Leonardo DiCaprios vielbeachtetes Filmdebüt

neben Robert De Niro in „This Boy’s

Life“ 1993 und sein kometenhaften Aufstieg

zum Superstar machen ihn zu einer

der einflussreichsten Figuren Hollywoods.

Was bisher fehlte, war ein OSCAR, den

das Ausnahmetalent jetzt (endlich, muss

man sagen) für „The Revenant“ („Der

Rückkehrer”) erhielt ...

SKYWALK

THE PURSUIT OF THE BEST 14

Alex Thomson ist der jüngste Segler, der

jemals eine Weltumsegelung gewonnen

hat. Jetzt legt er einen atemberaubenden

„Skywalk“ hin ...

BEST PLACES

HOTEL EMPFEHLUNG

42

Atemberaubend: Mit dem neuen Jaguar

F-Type SVR graulte röhrend durch den

berühmten Park Avenue Tunnel in New

York City ...

INSIGHT

NEW YORK

26

Berauschend und voller Hoffnung für den

einen Moment – der das Leben für immer

verändern kann. Mehr als acht Millionen

Einwohner begeben sich täglich auf die

Suche nach dem Glück und machen die

New York zu einem der aufregendsten

Orte der Welt. BOLD ließ sich die Stadt

von Einheimischen zeigen und entdeckte

Orte fernab des Mainstreams ...

MIT DEM LONGBOAT

VON PHUKET NACH MALAYSIA 34

ON THE ROAD

ROMAN KNIŽKA

CALIFORNIA ROADTRIP

COOL STUFF

48

56

66

DIE KRAFT DER STILLE

78

BOLD sprach mit Buddha to Buddha

Gründer Batul Loomans über Silberschmuck

und den ideellen Wert, in jedem

Augenblick des Seins ...


LEONARDO

DICAPRIO

INTERVIEW

AUTOR: J. M. BRAIN | INTERVIEW: H. BRIDGES

Als Sohn eines Comicbuchautoren und einer Rechtsanwaltsgehilfin wurde Leonardo

DiCaprio am 11. November 1974 in Los Angeles geboren. Sein vielbeachtetes Filmdebüt

neben Robert De Niro in „This Boy’s Life“ 1993 und sein kometenhaften Aufstieg

zum Superstar 1997 mit „Titanic“ machten ihn zu einer der einflussreichsten Figuren

Hollywoods. Inzwischen macht DiCaprio Projekte möglich und verschafft Filmgöttern

wie seinem Freund Martin Scorsese neue Projekte – wie die Verfilmung der Memoiren

des Aktienbetrügers und Partytiers Jordan Belfort in „The Wolf of Wall Street“. Was

bisher fehlte, war ein OSCAR, den das Ausnahmetalent jetzt (endlich, muss man sagen)

für „The Revenant“ („Der Rückkehrer”) erhielt.


10 | BOLD THE MAGAZINE ART | INTERVIEW

„The Revenant“ („Der Rückkehrer”)

ist eine epische Geschichte, die vom

Überlebenskampf in einer unwirtlichen

Natur erzählt. Sie basiert auf

tatsächlichen Ereignissen. Bei einer

Expedition tief in der amerikanischen

Wildnis wird der legendäre Jäger und

Abenteurer Hugh Glass (Leonardo

DiCaprio) von einem Bären attackiert

und von seinen Jagdbegleitern,

die überzeugt sind, dass er dem Tod

geweiht ist, zurückgelassen. Allein und

dem Tode nah, denkt Glass aber nicht

daran aufzugeben.

Durch die Liebe zu seiner Familie

und seinen übermenschlichen Willen

zu überleben, begibt er sich auf eine

Odyssee, durch einen unerbittlichen

Winter und eine feindliche Wildnis.

Er folgt dem Mann, der ihn betrogen

hat: John Fitzgerald (Tom Hardy). Was

als Rachefeldzug beginnt, mündet in

einem heroischen Abenteuer, in dessen

Verlauf Glass allen Herausforderungen

trotzt – und ihm am Ende Erlösung

widerfährt.

Mister DiCaprio, Ihnen wurde, neben

dem OSCAR, auch der British Academy

Award (BAFTA), für Ihre Rolle in „The

Revenant“, verliehen. Kann es für Sie

noch besser werden?

Ich bin überaus glücklich und fühle

mich durch diese Auszeichnung sehr

geehrt. Ich wurde im Laufe der Jahre,

durch viele britische Schauspieler beeinflusst

und erinnere mich zum Beispiel

an Tom Courtenay in „The Loneliness

of the Long Distance Runner“ („Die

Einsamkeit des Langstreckenläufers“).

Mit 15 nahm mich mein Vater mit ins

Kino zu „State of Grace“ („Im Vorhof

der Hölle“) mit Gary Oldman, der eine

ganze Generation von Schauspielern mit

seiner Rolle prägte. Und nicht zuletzt

denke ich an den großen Peter Seamus

O’Toole und Daniel Day Lewis – mit

Lewis spielte ich in „Gangs of New York“.

Und für „The Revenant“ will ich mich

besonders bei Tom Hardy bedanken.

Er ist als Schauspieler ein unglaublich

intensiver, instinktiver und animalischer

Typ, der sich mit Haut und Haar

auf seine Rollen einlässt. Für mich ist

er einer der besten Schauspieler unserer

Zeit. Ich kannte ihn von unserer gemeinsamen

Arbeit bei „Inception“ und habe

mich dafür eingesetzt, dass er die Rolle

meines Widersachers bekommt. Das hat

dann ja auch zum Glück geklappt. Und

um auf Ihre Frage zurückzukommen: Es

läuft gerade sehr gut für mich.

Hatten Sie bei der Idee zum Film einen

„Apocalypse Now“-Moment und irgendwann

das Gefühl, es nicht zu schaffen?

Ich glaube, jeder der Beteiligten hatte

dieses Gefühl während der Dreharbeiten

immer wieder mal. Meine Referenz

zu diesem Film ist aber eher „Heart

of Darkness“. Ich musste Alejandro

González Iñárritu (Regie) nicht lange

überzeugen. Wir wollten nicht nur einen

Film machen, sondern auf eine epische

Reise gehen, um in ein neues Universum

einzutauchen.


ART | INTERVIEW BOLD THE MAGAZINE | 11


Fotos: Twentieth Century Fox / Interview: H. Bridges (The Interview People)

12 | BOLD THE MAGAZINE ART | INTERVIEW


ART | INTERVIEW

BOLD THE MAGAZINE | 13

Als wir mit den Dreharbeiten begannen,

hatten wir noch lange nicht alle

Antworten, aber wir wussten bereits,

dass sie auf unserer Reise ganz von

selbst kommen würden. Alle haben viel

gelernt und sind gewachsen, nicht nur

als Filmemacher, sondern als Menschen.

Ich werde für mein weiteres Leben

etwas ganz Besonderes von dieser Reise

mitnehmen.

Woher kommt Ihr Hang zu den überaus

anspruchsvollen Rollen, die Sie in letzter

Zeit spielen?

Es würde mich nicht wundern, wenn

sich das alles auf meine deutsche Großmutter

zurückführen ließe, die richtig

hart im Nehmen war. (lacht) Ja, einige

Rollen waren hart, aber „The Revenant“

(„Der Rückkehrer”) war bisher die

härteste von allen.

Ihr großer Held, Peter Seamus O’Toole,

sagte zur Verleihung seines Ehren-

OSCARS und in Bezug auf die Jahre

zuvor: „Immer die Brautjungfer, nie

die Braut“. Wie war es für Sie, immer

nominiert zu sein und jetzt endlich den

OSCAR in den Händen zu halten?

Mein Gott, O’Toole war ein unglaubliches

Talent! Und es ist immer ein großes

Glück, mit solchen Talenten zu arbeiten.

Alles Andere liegt außerhalb meiner

Kontrolle. Als Kreativer ist man mit

Herz und Seele bei der Sache. Man legt

buchstäblich alles auf den Tisch und ist

glücklich, ein Teil des Prozesses zu sein.

Am Ende aber entscheidet das Publikum

über den Erfolg des Films, und je mehr

Menschen in die Kinos gehen, um so eher

können wir in Zukunft solche epochalen

Werke finanzieren. Und das ist meine

Hoffnung, irgendwie. Der OSCAR ist da

nur ein Teil des Ganzen – allerdings ein

sehr schöner.

Die Wetterbedingungen bei der Produktion

des Films waren ja alles andere als

einfach. Wie haben Sie sich bei dieser

Kälte aufs Spielen konzentriert?

Es gab keinen einzigen Tag, an dem

ich nicht gefroren habe. Und nirgends

schlimmer als an den Händen. Aber

genau das sollte ja am Ende auch auf

der Leinwand zu sehen sein, schließlich

ging es meiner Figur nicht anders. Das

meiste, was der Zuschauer im Film zu

sehen bekommt, ist genau so passiert.

Einzige Ausnahme sind ein paar CGI-

Effekte, wenn es um die Tiere ging.

Szenen wie die, in der mich der Bär

angreift, zum Beispiel. „The Revenant”

ist für mich reinster Neo-Realismus.

Alejandro hat hier ein unglaubliches

visuelles und stilistisches Konzept für

den Film entwickelt. Seine Kamera

ist ganz nah an den kleinsten Details

der Figuren dran – fast voyeuristisch.

Gleichzeitig kann er aber auch die überwältigend

schöne Landschaft einfangen

und dem Publikum vermitteln.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.therevenant-derfilm.de


SKYWALK

THE PURSUIT OF THE BEST

AUTOR: J. M. BRAIN | FOTOGRAF: M. LLOYD

Alex Thomson ist der jüngste Segler, der jemals eine Weltumsegelung gewonnen hat.

Er gilt als Draufgänger des Segelsports und begeisterte BOLD aktuell vor der Küste

der portugiesischen Algarve mit einem atemberaubenden „Skywalk“ in schwindelerregender

Höhe.


16 | BOLD THE MAGAZINE LIFESTYLE | ADVENTURE

Der Skywalk ist der neueste Stunt, den der 41-jährige Skipper und sein Team präsentieren:

Nur vom Wind und seiner Rennyacht IMOCA Open 60 HUGO BOSS angetrieben – ein

perfektes Zusammenspiel von Mensch, Technologie und Material. Als Clou trug Thomson

während seines „Spaziergangs am Himmel“ einen wasserabweisenden Anzug von BOSS.


LIFESTYLE | ADVENTURE

BOLD THE MAGAZINE | 17


18 | BOLD THE MAGAZINE LIFESTYLE | ADVENTURE

„Es hat riesigen Spaß gemacht, die Herausforderungen

beim ‚Skywalk’ zu meistern“. Alex Thomson


LIFESTYLE | ADVENTURE

BOLD THE MAGAZINE | 19

In Wales geboren, segelte Alex Thomson

als Kind auf verschiedenen Jollen. Sein

Hochseedebüt als jüngster Skipper im

Clipper Round the World Race 1998/1999,

das er mit einem Rekord gewann (den

er bis heute hält), machte ihn in der

internationalen Segelszene bekannt. Er

entschied sich, Profisegler zu werden,

und gründete 2003 das Unternehmen

"Alex Thomson Racing". Was ihn heute

so fasziniert an den extrem schweren

Regatten? "Mein Job ist es, Abenteuer

auf See zu erleben und dafür auch noch

bezahlt zu werden." Mit dem Alltag an

Land habe das nicht viel zu tun. (lacht)

2003 absolvierte Thomson ein spektakuläres

Debüt in der Welt des Einhandsegelns,

indem er den bestehenden

Streckenweltrekord brach. Im Jahr 2008

erreichte er beim Barcelona World Race

den zweiten Platz. Danach konzentrierte

er sich vollständig auf die Vendée

Globe, bei der die Wettbewerber 26.000

nautische Meilen (46.300 km) nonstop

rund um die Welt segeln. 2013 belegte er

bei diesem Rennen den dritten Platz. Mit

dem „Skywalk“ vollendete Alex Thomson

seine Trilogie aufsehenerregender

Stunts, die er 2012 mit dem „Keelwalk“

begann und 2014 mit dem „Mastwalk“

fortsetzte. Bei den Planungen und Vorbereitungen

zum „Skywalk“ wurde Thomson

von einem 35-köpfigen Team unterstützt,

darunter auch die professionellen

Kitesurfer Susie Mai und Kiteboard-

Lehrer Ray Kasper. Bei seinen Versuchen

nutzte er ein spezielles 10-Meter-Kite,

das ihn in die Höhe von über 85 Metern

hob. Dies ist doppelt so hoch wie der

Mast seines Bootes und höher als die

Tower Bridge in London. Nach Erreichen

der maximalen Höhe löste Thomson

das Seil und landete nach einer Flugzeit

von 60 bis 90 Sekunden wieder auf dem

Wasser. Dabei erreichte er eine Aufstiegsgeschwindigkeit

von über 25 Knoten.

Seit vergangenem Jahr ist die Stuttgarter

Automobilmarke mit dem Stern

neben HUGO BOSS Co-Sponsor und

Technologiepartner von Alex Thomson

Racing (ATR). Bei der Entwicklung der

aktuellen Rennyacht IMOCA Open 60

HUGO BOSS kam neben modernster

Karbonfaser-Technologie aus der Formel

1, die das Boot um fünf Prozent leichter

macht, eine völlig neue Lackierung zum

Einsatz. Der von der BASF in Zusammenarbeit

mit Mercedes-Benz entwickelte

schwarze Lack entstammt der Kategorie

„XCool“. Er reflektiert infrarote Strahlung

und verhindert ein zu starkes Aufheizen

im Inneren der Yacht. Zusätzlich werden

die Faserverbunde des Rumpfs deutlich

geringeren Temperaturen ausgesetzt.

Mit der Yacht will Alex Thomson bei der

nächsten Vendée Globe auf einen Podiumsplatz.

Das härteste Einhand-Rennen

der Welt startet am 6. November 2016.

„Herausragende Leistungen und das

Streben nach dem Besten verbinden

Alex Thomson und Mercedes-Benz“,

so Dr. Jens Thiemer, Leiter Marketing

Mercedes-Benz Pkw.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.mercedes-benz.com/skywalk

www.hugoboss.com


SOUNDCHECK

TUNNELBLICK

AUTOR: J. M. BRAIN

Atemberaubend: BOLD graulte röhrend mit dem 322 km/h schnellen neuen Jaguar

Sportwagen durch den berühmten Park Avenue Tunnel in New York City und erlebte

den knallharten Sound des neuen Jaguar F-Type SVR hautnah.


22 | BOLD THE MAGAZINE DESIGN | SOUNDCHECK

Ab sofort sind die ersten Jaguar SVR-Modelle zu Preisen ab 138.400 Euro für das Coupé und

145.400 Euro für das Cabriolet bestellbar. Im Juni beginnt die offizielle Einführung bei den

deutschen Jaguar-Händlern.


DESIGN | SOUNDCHECK

BOLD THE MAGAZINE | 23


24 | BOLD THE MAGAZINE DESIGN | SOUNDCHECK


DESIGN | SOUNDCHECK

BOLD THE MAGAZINE | 25

Die Sonne berührt den Horizont und

taucht die Stadt an der Ostküste der

Vereinigten Staaten in ein gleißend rotgelbes

Licht. New York ist eine Stadt, die

niemals schläft. Berauschend, multikulturell

und voller Hoffnung für den einen

Moment – der das Leben für immer

verändern kann. Mehr als acht Millionen

Einwohner begeben sich täglich auf die

Suche nach dem Glück und machen

die Megacity zu einem der beeindruckendsten

und dynamischsten Orte der

Welt – und zur idealen Kulisse für ein

ganz besonderes Erlebnis.

Die Dunkelheit der Nacht zieht sich,

gleich einer Decke, über die Straßen und

Blocks, und für einen kurzen Moment

könnte man glauben: Ruhe kehrt ein und

Stille hält einzug. Doch die Lichter gehen

an und ein tiefes röhrendes Grollen

bahnt sich seinen Weg durch die Straßen

und Häuserschluchten.

Unsere nächtliches Ziel ist der Park

Avenue Tunnel im New Yorker Stadtteil

Manhattan, der unter sieben Blocks die

Park Avenue mit dem Stadtteil Murray

Hill in Midtown Manhattan verbindet.

Hier sind wir mit John Edwards, dem

Managing Director of Special Vehicle

Operations, von Jaguar Land Rover verabredet,

der eigens für uns den legendären

Tunnel sperren lies, um den besonderen

Sound des neuen F-Type SVR zu

demonstrieren.

und der schnellste F-Type, der je gebaut

wurde. Er braucht nur 3,7 Sekunden um

von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen.

Das Coupé liegt bei einer Höchstgeschwindigkeit

von 322 km/h. Neben

der Performance und dem Handling des

F-Type gehört vor allem der Sound des

Motors zu den herausragenden Eigenschaften

des erfolgreichen britischen

Sportwagens.

Das Geheimnis seines knallharten

Sounds, so Jaguar, sei der Sportauspuff

aus Titan und Inconel. Jaguar bietet den

SVR in den Karosserievarianten Coupé

und Cabrio an. Optisch erkennt man den

Allrad-Sportler an der neuen Schürze mit

optimierten Kühlluftöffnungen. Am Heck

unterscheidet sich der coolste F-Type

durch den auffälligen Diffusor und die

Titan-Auspuffanlage.

422 Meter röhrt der SVR durch die Röhre:

Die Wände werfen das böse Grollen des

V8 zurück, die Mundwinkel zeigen nach

oben und man möchte, hemmungslos

schreiend, einstimmen – in den Sound

der Nacht. „Das könnte mein neues

Hobby werden“, höre ich meinen Kollegen

sagen, beim Versuch, die Fassung nicht

gänzlich zu verlieren.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.jaguarlandrover.com

Der Jaguar F-Type SVR verfügt über die

neueste Evolution von Jaguar’s 5.0-Liter

Kompressor V8. Er ist der erste Jaguar SVR

VIDEO:

www.bold-magazine.eu/F-TYPE


Foto: America Unlimited


INSIGHT

NEW YORK

AUTOR: M. WINCKLER

Drei Stunden Schlange stehen bei der Einreise im John F. Kennedy Airport in New York

City. In einem langen, schmalen, stickigen, tunnelähnlichen Gang mit niedriger Decke

und greller Neonbeleuchtung drängen sich hunderte Passagiere. Manche sind einem

Kreislaufkollaps nah. Nur fünf Beamte an 15 Schaltern kontrollieren die Pässe von

Nicht-US-Bürgern. Die Fluggäste fragen sich angesichts dieser Tortur, ob das systematische

Abschreckungskultur oder komplettes Managementversagen ist.


28 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | NEW YORK

Künstlerisch:

Graffiti in der South Bronx

Fotos: M. Winckler


TRAVEL | NEW YORK

BOLD THE MAGAZINE | 29

Dafür ist der Empfang im Marmara

Boutique-Hotel in Manhattan Uptown

umso herzlicher. Neslie Cafer, Marketingchefin

des Hauses, hat uns etwas

früher erwartet und schenkt türkischen

Rotwein ein. Sie bezeichnet die lange

Wartezeit am Flughafen als eine „Zumutung“.

Die Beschwerden häuften sich und

die zuständige US-Sicherheitsbehörde

gerate immer stärker unter Druck, die

Passkontrolle zu beschleunigen. Sie habe

angekündigt, die Situation durch mehr

Personal zu verbessern, geschehen sei

aber noch nichts. Es müsse aber endlich

was passieren, denn New York sei die

„aufregendste Stadt der Welt“. Es ist

einfach unwürdig, ihren Besuchern solch

extrem lange Wartezeiten zuzumuten.

Diese Kritik äußert jeder New Yorker, den

wir treffen.

Am nächsten Morgen entspannen das

Schwimmen im 15 Meter langen Pool

und einige Minuten im Hamam. Frühstück

gibt es in der hellen Lobby mit zwei

Kaminen und Bistrotischen vor der Bar.

Von der Terrasse des Penthouses in der

18. bis 20. Etage schweift der Blick über

Dächer mit hölzernen Wassertanks und

begrünten Hinterhöfen bis zum nahen

Empire State Building, das sich über

alle anderen Wolkenkratzer des Quartiers

erhebt. In der Lobby wartet Daniel

Abatelli auf uns. Der frühere Geschichtslehrer

will uns die South Bronx zeigen.

Wir fahren mit der U-Bahn 40 Minuten

und steigen an der Station 138 St./Alexander

Av NW Corner aus. Der U-Bahnhof

heruntergekommen und vernachlässigt.

Hinter den Gleisen an den Wänden

kleben nur noch vereinzelt Kacheln auf

geschwärztem Beton. Dumpfes, gelbes

Licht fällt träge auf den Bahnsteig. Die

Schienen zwischen den Plattformen

dämmern in tiefem Schwarz. Nur wenige,

scheinbar in sich versunkene Fahrgäste,

Weiße, Schwarze, Latinos, Mütter mit

Kinderwagen, warten auf den nächsten

Zug. Einige hören Musik über Kopfhörer,

wippen mit den Füßen, andere sind mit

ihrem Handy beschäftigt, tippen SMS.

Die South Bronx ist ein Gewerbegebiet

mit Sozialwohnungen, wo sich urbane

Entwicklung abzeichnet, vielleicht die

spannendste in New York. Graffiti-Kunst

an Häuserwänden, Kneipen, Minirestaurants,

breite Straßen, wenig Verkehr,

kaum Menschen auf den Trottoirs, ganz

im Gegensatz zu Manhattan. Eine Frau

verkauft illegal Sandwiches aus dem

Kofferraum ihres Autos. Ihre Kunden sind

Maurer, Klempner, Elektriker, Installateure,

Maler. Sie arbeiten in alten Fabrikgebäuden

und Handelshäusern, in denen

Lofts, Appartements, Ateliers, Kneipen,

Clubs und Galerien entstehen. Die South

Bronx sei bei Künstlern angesagt, da die

Mieten von Ateliers und Wohnungen

hier noch bezahlbar seien, sagt Daniel.

Vor zehn Jahren noch habe man sich in

manchen Quartieren der Bronx abends

und zuweilen auch tagsüber nicht auf

die Straßen gewagt, fügt er hinzu. Heute

sei New York eine der sichersten Städte

der USA. Wir kehren in eine Schnapsbrennerei

ein. Inhaber Manny Munoz:

„Die Bronx ist der einzige Stadtteil New

Yorks, den man sich zurzeit leisten kann.“

Die Kriminalität sei in den vergangenen


30 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | NEW YORK

Jahren stark zurückgegangen und abgewandert

nach Long Island. Früher seien

die Bewohner der Bronx auf der Suche

nach einem besseren und sicheren Leben

nach Brooklyn gezogen, heute kehrten

sie wegen der noch bezahlbaren Mieten

zurück und weil sie spürten, dass sich die

Bronx endlich entwickle.

In einer Mikrobrauereikneipe um die

Ecke sitzt Lokalreporter John Dias von

„News12 The Bronx“ auf einem Barhocker

an der Theke und trinkt ein Bronx Pale

Ale – ein würzig-herbes, hellbraunes Bier.

„Die Bronx ist zurzeit der spannendste

Stadtteil New Yorks, hier tut sich was,

man fühlt es, es pulsiert und knistert.“

Nach der Prohibition habe es hier 125

Biergärten gegeben, sie seien dann mit

den Jahren fast alle verschwunden, nun

entstünden neue Bierbrauereien, Destillerien

und Galerien, die der South Bronx

wieder Leben einhauchten. „New York

verändert sich rasend schnell“, sagt Dias,

„die South Bronx wird zum Szene-Viertel.“

Pensionär Lester Barnett, früher in einer

leitenden Position in der Gesundheitsbranche

tätig, führt uns zum Meatpacking-Distrikt

und ins angrenzende

Chelsea. Wir fahren mit dem Bus in die

Nähe der High Line und lassen uns auf

dem ehemaligen, heute mit Gartenkräutern,

Büschen und Bäumen begrünten

Hochbahngelände treiben. Der Weg

führt vorbei an alten Backsteingebäuden

mit Leitern an den Fassaden und dahinter

aufragenden Wolkenkratzern. Weitere

Hochhäuser werden errichtet, Kräne

drehen sich über den Baustellen. Bei

Neuvermietung von Wohnungen würden

hier inzwischen für Durchschnittverdiener

unbezahlbare Preise verlangt, sagt

Barnett. Künstler, deren Atelier-Mietvertrag

auslaufe, fürchteten umziehen zu

müssen, weil die Miete zu stark angehoben

werde. Das böse Wort der Gentrifizierung

geht hier um im Meatpacking-

Distrikt. Es ist die Schattenseite des als

gelungen geltenden Stadtentwicklungsprojekts.

Der Meatpacking-Disrikt und

Chelsea waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Manhattans größtes Industrierevier.

Die Frachtbahn wurde über die

Straßen verlegt, um den Autoverkehr

zu entlasten. Sie wurde schließlich in

den 80er Jahren nicht mehr gebraucht

und verrottete. Eine Gruppe, die sich für

das High-Line-Projekt einsetzte, konnte

den von den Anwohnern favorisierten

Abriss verhindern und sorgte so für

eine weitere Attraktion New Yorks. 2009

wurde endlich der erste Abschnitt eines

Grünstreifens mit Parkbänken eröffnet.

Seither entwickelt sich das Umfeld

rasant. In der Nähe der High Line, in der

75 Ninth Ave Höhe 15th Street, liegt

der Chelsea Market in einer ehemaligen

Keksfabrik. An Samstagen drängt sich das

Publikum in den Gängen mit Lebensmittelgeschäften,

Imbissen und Gourmet-

Garküchen. Das Preisniveau ist für New

Yorker Verhältnisse moderat. Rund um

den Backsteinbau und unter der High

Line ist ein Netz aus Straßen und kopfsteingepflasterten

Gassen gesponnen.

Boutiquen, Kneipen und Cafés reihen

sich aneinander. In ehemaligen Schlachthöfen

sind Galerien und Clubs untergebracht.


TRAVEL | NEW YORK

BOLD THE MAGAZINE | 31

Überwältigend: Blick von der

Brooklyn Bridge auf Manhattan


32 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | NEW YORK

Hoch hinaus:

One World Trade Center und Umgebung


TRAVEL | NEW YORK

BOLD THE MAGAZINE | 33

„Hoffentlich verdrängen Investoren nicht

das kreative Umfeld“, sagt Barnett nachdenklich.

Hotelwechsel. Conrad im Financial

District. Die Lobby ein Atrium, die hinaufführenden

Treppen leuchten abends

golden, das Atrium selbst in unterschiedlichen

Farben wie Pink und Türkis. Das

Fünf-Sterne-Haus hat mehr als 2.000

Werke zeitgenössischer Kunst. Eine App

dazu führt durch die aufs ganze Haus

verteilte Sammlung. Von der Dachterrasse

schweift der Blick über den

Hudson River nach New Jersey. Die

Brooklyn-Bridge, SoHo und China Town

sind nahebei. Wenige Schritte entfernt

das One World Trade Center, rund 510

Meter hoch, vierthöchstes Gebäude der

Welt, dort erbaut, wo die Zwillingstürme

des World Trade Centers beim Terroranschlag

vom 11. September 2001 in sich

zusammenstürzten. Gleich neben dem

im Sonnenlicht strahlenden und glänzenden

Wolkenkratzer erhebt sich am

Ground Zero, wie Phönix aus der Asche,

das filigrane Stahlgerippe des neuen

U-Bahnhofs „Oculus“, den der spanische

Architekt Santiago Calatrava entworfen

hat. Im März ist die gigantische, unterirdische

Transithalle eröffnet worden,

sieben Jahre später als geplant. 3,85 Milliarden

Dollar hat der Bau gekostet, zwei

Milliarden mehr als vorgesehen. Es ist die

teuerste U-Bahn-Station der Welt. 200.000

Pendler werden erwartet, womit der

Bahnhof der drittgrößte Verkehrsknotenpunkt

der Metropole wäre. Ground Zero

wird noch viele Bauprojekte erfahren.

Darüber wird wie üblich viel gestritten

werden. Calatravas Entwurf wurde von

Anbeginn kontrovers diskutiert. Manche

assoziierten ein Gürteltier, andere fühlten

sich durch die Architektur an die in

die Luft ragenden, verbogenen Stahlträger

der eingestürzten Zwillingstürme

erinnert. Der Architekt sieht in seinem

Bahnhof eine „Friedenstaube“. Es ist sein

„Geschenk an alle New Yorker“.

EINREISE:

Deutsche Staatsbürger, die bis zu

drei Monaten die USA bereisen

wollen, können am Visa Waiver

Programm teilnehmen. Die Reisegenehmigung

ESTA wird online

beantragt und in der Regel sofort

online erteilt.

ANREISE:

Mit Iceland Air von Frankfurt oder

München über Reykjavik weiter

nach New York. Es bietet sich ein bis

zu sieben-tägiger Stopover-Aufenthalt

in Island, ohne Flug-Aufpreis,

an. Deutsche Staatsbürger können

in Island ohne Visum einreisen.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.newyork.de

www.icelandair.de

Marmara Park Avenue Hotel

www.marmaranyc.com

Hotel Conrad

www.conradnewyork.com


THAILAND

VON PHUKET NACH MALAYSIA

AUTOR: M. WINCKLER

Wie von Zauberhand geschaffen ragen Kalksteinfelsen mit Bäumen und dichtem

Buschwerk aus dem Indischen Ozean steil heraus und formen eine bizarre Meereslandschaft.

Die Maschine überfliegt die weltberühmte Bucht von Phang Nga. Seit dieses

Naturkunstwerk aus felsigen Inseln im Meer in den frühen 70er Jahren die Kulisse für

einen James-Bond-Streifen bildete, lockt die Bucht in der Hauptsaison von November

bis März täglich Hunderte von Besuchern an.


36 | BOLD THE MAGAZINE

TRAVEL | THAILAND

Landestypisch:

Thailändisches Longboat

Fotos: BOLD Archiv, Six Senses, M. Winckler


TRAVEL | THAILAND

BOLD THE MAGAZINE | 37

Willkommen im Land des Lächelns. Es

ist 8.00 Uhr. Der erste Schritt aus dem

kleinen Terminal hinaus ins Freie ist wie

ein Gang ins tropische Gewächshaus.

Sofort legt sich ein Schweißfilm auf die

Haut. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, das

Thermometer wird im Tagesverlauf auf

34 Grad Celsius klettern.

Phuket ist mit 543 Quadratkilometern

Thailands größtes Eiland und eine der

wohlhabendsten Provinzen des Landes.

An der Westküste reihen sich von Norden

nach Süden kleinere und größere

Buchten, viele von mächtigen, schattenspendenden

Kasuarinen bestanden,

wie Perlen an einer Schnur. In Marinas

dümpeln weiße Luxusyachten und Segelboote.

Ressorts und Hotels gibt es in

allen Preisklassen. Die windschiefen, auf

Stelzen gebauten Hütten aus Bambus

und getrockneten Blättern von Kokospalmen,

in denen Hippies einst überwinterten,

sind nur noch vereinzelt in entlegenen

Buchten zu sehen.

Phuket hat sich in den vergangenen 25

Jahren zu einem Massentourismusziel

entwickelt. Nachtschwärmer zieht es

an den wenig attraktiven Patong Beach.

Familien verbringen ihren Urlaub gern

am Kata Noi und Karen Beach. Luxusreisende

haben ihre Domizile in Kamala,

und am nördliche Ende des langen, wie

eine Sichel geschwungenen, ruhigen

Bang Tao Strands, wo auch einer der

schönsten Golf-Plätze der Insel angelegt

wurde. Hier ist der malaysische Einfluss

auf Phuket am deutlichsten zu spüren.

Die Badegäste hören aus der Ferne den

Ruf des Muezzins vom Minarett. Von den

rund 300.000 Einwohnern der Insel sind

ein Drittel Moslems. Buddhistische Thai

und Chinesen stellen die Mehrheit.

Phuket ist der ideale Ausgangsort, um

die thailändische Andamanensee zu

erkunden. Die Andamanensee ist Teil

des Indischen Ozeans und wird im Osten

von den Küsten Myanmars, früher Burma,

Thailands und Malaysias begrenzt und

im Westen von den zu Indien zählenden

Inselgruppen der Nicobaren und Andamanen.

Von Norden nach Süden erstreckt

sich die Andamanensee vom burmesischen

Irrawaddy-Delta über fast 1.200

Kilometer bis zum Eingang der Straße

von Malakka. Die Meeresregion ist mit

Hunderten kleinen Inseln und Kalksteinfelsen

übersät, die eine der schönsten

maritimen Landschaften der Welt bilden.

Die meisten Inseln sind unbewohnt

und dienen teilweise Seenomaden als

Lagerstätten für Benzin und Lebensmittel.

Während im burmesischen Teil

der Tourismus erst allmählich aufkeimt,

zählen die thailändische Küste und die

vorgelagerten Inseln zu den beliebtesten

Zielen von Thailand-Urlaubern.

Wir legen diese Strecke von Norden

nach Süden fast ausschließlich auf dem

Wasserweg zurück, machen nur zuvor

auf dem Landweg einen Abstecher nach

Khao Lak. Der Tsunami im Dezember

2004 hat den Küstenort und die Region

rund eine Stunde Autofahrt nördlich von

Phuket nahezu vollständig zerstört. Auf

einer Weide erinnert nur noch das Wrack

eines von den Wellen weit ins Inland


38 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | THAILAND

gespülten Polizeischiffs an die Katastrophe.

Sonst ist – wie auf Phuket und

den zahlreichen anderen Inseln – von

den verheerenden Verwüstungen kaum

mehr was zu sehen. Scheinbar endlose,

von Kokospalmen gesäumte Strände

schmiegen sich an die Andamanensee.

Dahinter Palmen- und Kautschukhaine,

die im Norden von Lagunen durchsetzt

und im Süden durch Felsmassive

begrenzt werden. Von Dschungel bestandene

Hügel des Khao Lak Lamru Nationalparks

überragen die Küste der Region.

Die wohltuende Ruhe an den Stränden

genießen Familien mit Kindern und

Taucher, die von hier aus zu mehrtägigen

Exkursionen zu den eineinhalb Stunden

entfernten Similan Inseln aufbrechen. Sie

zählen neben Koh Surin zu den schönsten

maritimen Nationalparks des Landes.

Manch ein Taucher sagt abends an der

Theke, sie zählten zu den schönsten der

Welt, und schwärmt von einer farbigen

Korallenwelt, Stachel- und Mantarochen,

und dem ungefährlichen Walhai, der die

Gewässer periodisch aufsucht.

Von Kaoh Lak geht es zu einem Pier auf

Phuket, wo eine Motoryacht des Six

Senses Resort auf uns wartet. Nach 30

Minuten Fahrt sehen wir die Luxusanlage

auf einem Hügel von Koh Yao Noi,

eine kleine Nachbarinsel von Phuket. Die

Gäste wohnen in Villen mit eigenem Pool

inmitten eines tropischen Gartens. Die

Villen am Hang sowie der Infinitypool

oben auf dem Hügel bieten einen unvergleichlichen

Blick auf die Phang Nga

Bucht. So eine fantastische Lage hat kein

anderes Luxus-Domizil in der thailändi-

schen Andamanensee. Fast menschenleere

Strände gibt es auch auf Koh Jum.

Die Insel erreichen wir zunächst mit einer

Fahrt auf dem Langschwanzboot durch

die Phang Nga Bucht zur Halbinsel Krabi,

weiter mit dem Taxi zu einem anderen

Pier und von dort wieder mit einem Langschwanzboot

zum Golden Pearl Beach

auf Koh Jum. Das Wasser türkisfarben und

klar, komfortable Bungalowanlagen, vom

Meer aus kaum erkennbar, ducken sich

unter hohen Kokospalmen am hellgelben

Strand. Südlich geht der Golden Pearl

Beach in den kilometerlangen Andaman

Beach über. Mit dem Fahrrad fährt man

15 Minuten auf einer von Kautschukplantagen

und Obstgärten gesäumten, autofreien

Straße zum winzigen Inseldorf Ban

Koh Jum, das wie aus der Zeit gefallen

wirkt. Männer dösen in der Mittagshitze

unter schattenspendenden Bäumen. Es

gibt ein auf Stelzen ins Meer hinausgebautes

Fischrestaurant, einen Minimarkt,

eine Schule am Ortseingang und einen

kleinen taoistischen Schrein, der umso

mehr überrascht, als das die Mehrheit

der Inselbevölkerung gastfreundliche

Moslems sind und nur wenige chinesische

Taoisten auf Koh Jum leben.

Von Koh Jum fahren wir mit der Fähre

zum Rai-Leh-Strand von Krabi, der von

den höchsten Kalksteinfelsen der Region

geschützt ist. Die Halbinsel mit zahlreichen

Höhlen hat sich zu einem Eldorado

für Kletterer entwickelt. Mangels

einer Anlegestelle stoppt die Fähre in

tiefem Gewässer, Touristen steigen in

Langschwanzboote um, die sie zum

Strand bringen, wir wechseln aber auf


TRAVEL | THAILAND

BOLD THE MAGAZINE | 39

Atemberaubend:

Ungefährlicher Walhai


40 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | THAILAND

Fotos: BOLD Archiv, Six Senses, M. Winckler

Beste Aussicht:

Six Senses Yao Noi


TRAVEL | THAILAND

BOLD THE MAGAZINE | 41

eine andere Fähre, die uns zwei Stunden

nach Koh Lanta fährt. Die mehrheitlich

von Moslems und einigen Seezigeunern

bewohnte Insel ist die Drehscheibe der

thailändischen Andamanensee. Wer von

Norden oder Süden kommt, muss hier

umsteigen. Allein die Hafenrestaurants,

deren Terrassen auf Stelzen über dem

Meer gebaut sind, lohnen einen Aufenthalt.

Sie bieten hervorragende Meeresfrüchte-

und Fischgerichte, wahrscheinlich

die besten in der ganzen Region.

Von Koh Lanta reisen wir mit einem

Speedboot weiter nach Süden. Angetrieben

von vier schweren Außenbordmotoren

schießt das Boot übers Wasser.

Auf den meisten Inseln, die der Skipper

ansteuert, gab es bis vor wenigen Jahren

noch keine Infrastruktur. Die ersten Gäste

steigen auf Koh Hai aus, wo der Nashornvogel

zu Hause ist. Knapp eine Stunde

weiter südlich liegt die wunderschöne

Insel Koh Muk. Drei von Kokospalmen

bestandene Strände mit weißem Sand

und türkisfarbenem Meer laden zum

Baden im warmen Wasser ein. Im Innern

ist die Insel vom Dschungel bewachsen.

Im Westen liegt die Emerald Cave. Durch

den teils stockfinsteren, rund fünfzig

Meter langen Höhlentunnel, schwimmt

der Besucher zu einer kleinen, von Felsen

umschlossenen, Sandbucht.

Weiter südlich nahe Malaysia erreichen

wird den Tarutao Nationalpark. Die am

weitesten vom Festland entfernte Insel ist

Koh Lipe, die die thailändische Regierung

den dort heimischen Seezigeunern, Chao

Leh, geschenkt hat.

Von Koh Lipe braucht ein Schnellboot

nur eine Stunde bis zur malaysischen

Insel Langkawi, wo ein Beamter in einer

Strandhütte das Einreisevisum in den

Reisepass stempelt. Hier endet unsere

Reise – doch wir kommen wieder, keine

Frage.

ANREISE:

Mit Air Berlin von Berlin über Abu

Dhabi nach Phuket oder mit Eurowings

von Köln/Bonn direkt nach

Phuket oder Bangkok, und dann

weiter mit Bangkok Airways nach

Phuket.

EINREISE:

Bei der Ankunft am Flughafen

erhält man ein vierwöchiges Visum.

Wer länger bleiben will, muss in der

thailändischen Botschaft in Berlin

ein Visum beantragen.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.thailandtourismus.de

EMPFEHLUNG HOTELS:

Andamanensee

Six Senses Yao Noi

www.sixsenses.com

Bangkok

Sofitel So

www.sofitel-so-bangkok.com

REISEVERANSTALTER:

www.tui.de


THE SILENCE

BEST PLACES

AUTOREN: M. WINCKLER & M. MAI

Vom Meer in die Berge: Das Con-Dao-Archipel im Südchinesischen Meer und Riva del

Garda direkt am Nordufer des Gardasees, gehören zu den schönsten Plätzen unter der

Sonne. Unsere Redakteure waren vor Ort und stellen auf den folgenden Seiten zwei

exklusive Hotels vor.


44 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | BEST PLACES

Eindrucksvoller Meerblick:

Six Senses Con Dao

Fotos: BOLD Archiv, Six Senses Con Dao


TRAVEL | BEST PLACES

BOLD THE MAGAZINE | 45

Nach nur 40 Minuten Flug von der Wirtschaftsmetropole

Ho-Chi-Minh-Stadt

im Süden Vietnams erreicht die Propellermaschine

das Con-Dao-Archipel im

Südchinesischen Meer. Die 16 teils gebirgigen

Inseln ragen, grün leuchtend, von

hellbraunen Sandstränden begrenzt, aus

dem schwarzblauen Meer heraus. Das

rund 75 Quadratkilometer große Gebiet

zählt zu den schönsten maritimen Landschaften

Vietnams. Der große Teil der

Inseln wurde zu einem Nationalpark,

in dem Meeresschildkröten ihre Eier an

von Korallenriffen geschützten Stränden

ablegen und die seltenen Dugongs

leben, die zur Familie der Seekühe zählen,

erklärt. Auf der Hauptinsel Con Son, die

früher eine Gefängnisinsel war, leben

rund 5.000 Menschen. Die übrigen Inseln

sind unbewohnt.

Das Six Senses, das einzige Luxus-Resort

des Con-Dao-Archipels, liegt am Dat-

Doc-Strand, dem schönsten der Insel, vier

Kilometer von Con-Son-Stadt entfernt.

Die Gäste des Six Senses sind unter sich,

es gibt weder ein weiteres Hotel noch

ein Dorf an dem weitläufigen Strand. Die

Anlage ist einem Fischerdorf nachempfunden.

50 großzügige Villen mit eigenen

Pools bilden zwei Reihen, eine am Strand

und eine darüber am Hang. Die Villen

sind mit Bambus verkleidet, innen dominieren

edle Hölzer, natürliche Materialien.

Das Bad ist so groß wie manch ein

Wohnzimmer einer 100-Quadratmeter-

Wohnung. In den Villen am Hang ist die

große Badewanne aus Naturstein gleich

am Fenster eingelassen, mit Blick auf die

Terrasse mit Pool, den tropischen Garten

und das Meer. Der Schlafraum mit Balkon

ist in der zweiten Etage untergebracht.

Die Strand-Villen haben bis zu vier Schlafzimmer

mit direktem Blick aufs Meer. Die

Six-Senses-Gruppe orientiert sich am

Prinzip der Nachhaltigkeit. In dem Resort

ist kein Plastik zu finden. Die Köche der

Restaurants, darunter ein traditionelles

vietnamesisches und eins, in dem asiatische

Fusionsküche mit französischen

Akzenten kreiert wird, verwenden bevorzugt

regionale Produkte.

Gäste hören heranrollende Wellen

rauschen, Seevögel kreischen und Singvögel

zwitschern. Sie meditieren auf

ihren Terrassen oder üben sich in Yoga

und Tai-Chi, joggen am Strand und

schwimmen im Meer oder lassen sich

im Spa massieren. Das Hotel organisiert

Tauchausflüge und Besichtigungen der

stillgelegten Gefängnisse aus der französischen

Kolonialzeit. Für die Anreise

empfehlen wir: Vietnam Airlines von

Frankfurt nach Ho-Chi-Minh-Stadt und

von dort weiter mit Vietnam Air Service

Company (Vasco) nach Con Dao. Tischler

Reisen führt auch individuelle Vietnam-

Reisen in durch.

HOTEL ADRESSE:

Six Senses Con Dao

Dat Doc Beach, Con Son

74000 Vietnam

WEBSITE:

www.sixsenses.com


46 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | BEST PLACES

Foto: Hotel Lido Palace

Luxuriöses Refugium:

Hotel Lido Palace


TRAVEL | BEST PLACES

BOLD THE MAGAZINE | 47

Riva del Garda zählt mit knapp 16.000

Einwohnern zu den größten Orten am

Gardasee und gehört zur Region Trentino-

Südtirol. Während das nördliche Seeufer

mit 2.000 Meter hohen Bergen und

schneebedeckten Gipfeln alpin geprägt

ist, bereichern am Südufer mediterrane

Olivenhaine, Weinreben und Zitronenbäume

die Landschaft. Bereits Anfang des

20. Jahrhunderts galt Riva del Garda mit

seinem milden Klima als idealer Kurort.

So reisten neben der Habsburger Kaiserfamilie

auch Heinrich und Thomas Mann,

Franz Kafka, Friedrich Nietzsche, Max und

Otto Brod, Max Oppenheimer, Hermann

und Clara Sudermann, Cesare Lombroso

und Rudolf Steiner zur Sommerfrische

nach Riva. Auch der Thronfolger

Franz Ferdinand und die amerikanischen

Milliardäre Vanderbilt verbrachten hier

ihren Urlaub.

Die Geschichte des Hotels Lido Palace

reicht bis ans Ende des 19. Jahrhunderts

zurück. Die offizielle Eröffnung fand am

30. Dezember 1899 statt. Damals verfügte

das Haus noch über 102 Zimmer und bot

den höchsten Standard der damaligen

Zeit. Nach einer umfangreichen Sanierung

öffnete das Fünf-Sterne-Refugium

im Juni 2011 erneut seine Tore und Riva

del Garda erhielt, nach über 111 Jahren,

sein berühmtes Luxushotel zurück.

Mit 42 Zimmern, zwei Restaurants, einem

Spa und drei Veranstaltungsräumen für

jeweils bis zu 60 Personen setzt das Lido

Palace neue Maßstäbe. Über 20 Millionen

Euro investierte die Lido Palace

Spa Holding in die Neugestaltung des

Hotels. Dafür konnte sie den bekannten

Architekten Professor Alberto Cecchetto

von der Universität in Venedig gewinnen.

Sein Konzept verbindet modernes Design

mit dem Respekt vor der Geschichte des

Hauses und schafft so fließende Übergänge

zwischen Alt und Neu. Das historische

Jugendstil-Gebäude wurde wieder

in Stand gesetzt und durch moderne

Anbauten aus Glas, Stahl und Kupfer

ergänzt. Große Glasflächen sowie die

zusätzliche, komplett aus Glas gestaltete

Etage auf dem Dach lassen die

Grenze zwischen Drinnen und Draußen

verschwimmen und bieten atemberaubende

Ausblicke auf den Park und den

See. Im historischen Gebäude befinden

sich die Balì Bar, die drei Veranstaltungsräume

und die Gästezimmer. Im schiffsförmigen

Anbau sind die beiden Restaurants

im ersten Stock und das Spa im

Untergeschoss zu finden.

Für kulinarischen Hochgenuss im Hotel

Lido Palace sorgt Chefkoch Giuseppe

Sestito. Von 1992 bis 1995 war er als

Küchenchef im Fünf-Sterne Hyde Park

Hotel London für das Konzept von drei

Restaurants verantwortlich.

HOTEL ADRESSE:

Lido Palace

Viale Carducci 10

38066 Riva del Garda (Italien)

WEBSITE:

www.lido-palace.it


ON THE ROAD

MIT ROMAN KNIŽKA

INTERVIEW: J. M. BRAIN | FOTOGRAF: D. SCHAPER

Mit den jüngsten Modellgenerationen demokratisiert Opel die Innovationen höherer

Klassen weiter und verbindet die neuesten Technologien mit einem begeisternd

dynamischen Design: Der neue Astra Sports Tourer basiert auf einer komplett neuen

Leichtbau-Fahrzeugarchitektur, wird nur von Motoren der neuesten Generation angetrieben

und bietet praktische und intelligente Ausstattungs-Features. Mit seinem

schlanken Design wirkt er dazu athletischer als jemals zuvor.

BOLD schaute sich in der Umgebung von Porto (Portugal) den neuen Opel Astra

Sports Tourer mit Schauspieler und bekennenden Opel-Fan Roman Knižka genauer

an und sprach mit dem talentierten Mimen über seine Jugend, Ästhetik und seine

Leidenschaft für Opel.


Hemd & Hose: Drykorn

Gürtel: Tiger of Sweden

Schuhe: Marc by Marc Jacobs

(Wormland Men's Fashion)

Brille: makellos.POTSDAM

Uhr: Breitling


50 | BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW | ROMAN KNIŽKA

Herr Knižka, Sie wurden in der Lausitz

(in Bautzen) geboren. Wie war Ihre

Kindheit?

Im Verhältnis zur realsozialistischen

Umgebung doch recht bunt. Meine

Familie bot mir viele Gelegenheiten, um

mich abenteuerlich zu fühlen. Sie gaben

sich Mühe, mein Leben nicht als ein

geschlossenes System zu sehen. Ich war

meist Indianer, hatte Großeltern auf dem

Land, meine Verstecke in der Stadt. Ab

und an besuchte mich der verwandte,

gleichaltrige Cowboy aus dem echten

Westen.

… und als Jugendlicher begann das

Erkennen?

Außerdem lernte ich das in der Grundidee

freie System des Theaters kennen. Für ein

Schauspielstudium war es da noch zu früh

für mich.

Sie gingen noch vor dem Mauerfall

„über die grüne Grenze“ nach Bochum.

Das hört sich abenteuerlich an …

Nun ja. Das war so: In einer weinseligen

Laune fanden sich drei ehrliche Halbwüchsige,

um einen geheimen Plan umzusetzen

– eine Flucht über die Staatsgrenze,

die tagelang andauern sollte. Mit echter

Angst im Nacken gelang es, sich bis Wien

durchzuschlagen. Dort stand man unversehens

vorm Burgtheater, und wieder

kribbelte es unter der Haut.

Es brauchte Ventile und das häufige Scheitern

am System. Es gab von allem immer

nur eins: eine Anschauung, eine Partei,

einen Kurs, eine Reise, eine große Stadt,

eine wahre Marke, eine exotische Frucht,

eine nackte Frau im Magazin usw. Wenn

man um die Vielfalt andernorts wusste,

war das wenig erbaulich in diesem Alter.

Zunächst lernten Sie an der

Semperoper in Dresden Theatertischler,

bevor Sie in Bochum an der

Schauspielschule studierten ...

Fühlten Sie sich sofort zu Hause, in

Ihrer „neuen“ Heimat?

Da es Zeiten waren, in dem Flüchtlinge

willkommen waren, fiel mir das Assimilieren

nicht schwer. Mein Vorteil war, ich

hatte einen Beruf im Gepäck und wusste,

mich zu artikulieren. Mein Vater lehrte

mich zudem, mit Manieren überall hin zu

gelangen.

Heute leben Sie in Berlin. Was macht

die Stadt so anziehend für Sie?

Nach der Schule war es üblich, im Camouflage

der Volksarmee durch die Pampa zu

robben. Das wollte ich umgehen, indem

ich sofort in eine Ausbildung ging. In

den Werkstätten dieses stolzen Opernhauses

konnte ich meine handwerklichen

Ambitionen ausleben und ausbauen.

Wie Sinfonien von Schubert oder Mahler,

Bauwerke wie von Gaudi oder Eiffel besitzt

Berlin eine besondere Anziehungskraft. Sie

ist unfertig. Das mögliche Potential der

Stadt ist für mich reizvoll. Andere suchen

vielleicht die Illusion einer Sicherheit im

Fertigen. Für mich gilt das nicht.


INTERVIEW | ROMAN KNIŽKA

BOLD THE MAGAZINE | 51

Shirt & Hose: Drykorn (Wormland Men's Fashion) | Jacke: Freaky Nation | Schuhe: Puma | Tasche: Hartmann

Fahrzeug: Opel Astra Sports Tourer (www.opel.de)


Anzug: Darkoh

Brille: makellos.POTSDAM

Fahrzeug: Opel Astra Sports Tourer

(www.opel.de)


54 | BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW | ROMAN KNIŽKA

Jacke & Hemd: Freaky Nation | Hose: Pepe Jeans London | Uhr: Breitling

Fahrzeug: Opel Astra Sports Tourer (www.opel.de)


INTERVIEW | ROMAN KNIŽKA

BOLD THE MAGAZINE | 55

Welche Ihrer Filme (Projekte) fanden

Sie bisher am spannendsten?

Sie sind ein bekennender Opel-Fan.

Warum?

Jede Arbeit als Schauspieler sollte Spannung

in sich bergen. Du musst sogar

danach suchen, sie ist für gute Geschichten

unabdingbar. Im vergangenen Jahr lief

ein Frankfurter „Tatort“, in dem ich einen

wirklich unheimlichen Menschen spielen

durfte. Das ließ zum Beispiel mein Spielerherz

höher schlagen.

Für das Märchen „Der gestiefelte Kater“

war es reizvoll, eine Form für dieses

Mischwesen zu finden. Andere Dreharbeiten

brachten mich unlängst nach

Tschernobyl. Das Projekt hieß „Seven Years

of Winter“ und erhielt den „Yellow Oscar“

für seine atomkraft-kritische Aussage.

… und wie bereiten Sie sich auf Ihre

Rollen vor?

Umso weiter von mir entfernt, desto akribischer.

Das Leitthema unserer Ausgabe lautet

„Ästhetik“. Welche Rolle spielt sie in

der Schauspielerei?

Es wird schon immer darüber gestritten,

wie Ästhetik im Verhältnis zum Inhalt

steht. Das gilt nicht nur in der Schauspielkunst.

Beides bedingt sich sicherlich. Wenn

der Inhalt stimmt, arbeiten alle noch an

der Ästhetik – vom Regisseur, der Kamera,

bis zu den Gewerken der Bühne. Als wär‘s

ein Auftrag der Kunst. Im günstigsten Fall

sehe ich die Ästhetik als ein Transportmittel

für ein gehaltvolles Thema.

Ich fahre schon immer deutsche Autos.

Gerade die Marke Opel ist derzeit im

Begriff zu wachsen, häutet sich sozusagen

gerade und überrascht neuerdings

mit formidablen Modellen, ob sportiv

oder elegant. Opel hat unvergleichliche

Klassiker in seiner Historie, ist ein vertrauenswürdiges

Automobil mit deutschem

Know-how zu anständigen Preisen. So

etwas unterstützt man doch gern.

Welche ästhetischen Highlights hat

der neue Opel Astra Sports Tourer für

Sie?

Er wirkt von außen sportlich leicht, kann

aber spielend eine handvoll Personen und

Gepäck in sich aufnehmen. Verzichtet

man auf die hintere Sitzbank, ergibt sich

eine riesige Ladekapazität. Die Seitenoptik

des Wagens finde ich, bis über die

Hecksäule zum Heckprofil hin, sehr edel

gelungen. Schick, aber nicht prätentiös.

Und wie fährt er sich?

Der Astra Sports Tourer hat einige meiner

Eigenschaften. Er ist dynamisch, überraschend

und lässt mich frei agieren. Er

vermittelt mir ein sicheres Fahrvergnügen,

wirkt sehr direkt beim Beschleunigen,

Bremsen und Lenken. Die Straßenlage

finde ich für diese Wagenklasse phänomenal.

Das hat er mir bei Serpentinen

ebenso bewiesen wie auf der Autobahn.

Er blendet nicht und ist authentisch.

Dieses Auto belohnt mich einfach!


CALIFORNIA

ROADTRIP

AUTOR: N. DEXTER | FOTOGRAF: D. MAURER

Fast jeder hat einen Traum. Einer unserer Träume war: In Kalifornien mit offenem

Verdeck an der Pazifik-Küste entlang zu cruisen. Bei angenehm warmen Temperaturen,

die Sonne von oben und guter Mucke aus den Boxen. Manche Träume werden wahr,

und so schickte uns unser Chefredakteur auf eine ebensolche Tour. Für BOLD erlebten

wir zwei spannende Tage mit dem neuen Mercedes-AMG SL 63 – On the Road, von

Los Angeles nach San Diego (USA).


58 | BOLD THE MAGAZINE

TRAVEL | ROADTRIP

Kalifornien macht im Frühjahr am meisten

Spaß: Es ist nicht zu heiß und nicht

zu voll (wäre nicht gerade das Oscar-

Wochenende). Die endlosen Straßen im

südkalifornischen Umland bieten beste

Bedingungen, um den sportlichen Zweisitzer

auf Herz und Nieren zu testen.

Der Tag beginnt früh in Laguna Beach.

Der kleine Vorort liegt am südlichen

Stadtrand von Los Angeles, und noch

nicht ganz wach, starten wir den Motor.

Der V8 bollert heiser durch alle Drehzahlregionen

und stemmt seine 900 Newtonmeter

Drehmoment auf die Kurbellwelle.

Die 585 PS geben dem High-Performance-

Roadster einen enormen Antrieb, der

einen innerhalb von 4,1 Sekunden auf

Hundert katapultiert. Der SL gehört

einfach hierher. Allein bei der Fahrt durch

den Ort Dana Point kommen uns sechs

seiner Vorgänger entgegen.

Der neue Mercedes-AMG SL hat allerdings

einiges zu bieten: 5,5-Liter-Biturbo-

V8 mit 585 PS und 900 Newtonmetern,

sind die Leistungsdaten des „kleinen“ SL

63 von AMG. Der SL 65 AMG mit V12 ist

noch gewaltiger und verfügt über 630 PS

und 1.000 Newtonmeter Drehmoment. In

der Praxis bedeutet das, dass dem SL 63

der Spurt auf 100 km/h in 4,3 Sekunden

gelingt und die Höchstgeschwindigkeit

bis zu 300 km/h beträgt. Auch die

Ausstattung ist alles andere als fade: Der

SL 63 AMG verfügt zum Beispiel über das

Speedshift-Siebengang-Sportgetriebe,

ein dreistufiges ESP, ein AMG-Fahrwerk

und ein „Magic Sky Control“-Sonnendach.

Was braucht man mehr!

Das Tuning-Kürzel AMG der Affalterbacher-Motoren-Gruppe

ist hiererort ein

fester Bestandteil bei allen Gesprächen

zu Fahrzeug, Motoren und ihrer Herkunft.

„Made in Germany“ kann sich selbstbewusst

neben den starken Muscle-Cars

der Americaner behaupten und schindet

nach wie vor großen Eindruck. Kurz

nach der Ortsausfahrt von Dana Point

werden die Staßen leerer und kurviger.

Wir wechseln in den Sport-Plus-Modus

und versuchen, die Leistungsgrenzen

des kraftvollen Gefährts herauszukitzeln.

Doch wir haben keine Chance und

schnell wird klar, dass das eigentliche

Zuhause des SL die Rennstrecke ist.

Der SL ist Spitzenreiter in den unterschiedlichsten

Disziplinen: Eleganter

Roadster für entspannt-komfortables

Cruisen oder dynamisches Coupé für

sportliche Kurventouren. Ola Källenius,

Vorstandsmitglied der Daimler AG,

verantwortlich für Mercedes-Benz Cars

Vertrieb: „Nur der SL bietet Fahrspaß in

einer einzigartigen Kombination: ob

pures sportliches Roadster-Feeling oder

entspanntes komfortables Cruisen. Er ist

ein Traumwagen, der die Wünsche seiner

Besitzerin oder seines Besitzers mit technischer

Perfektion erfüllt.“

Besonders auffällig ist die überarbeitete

Front des neuen SL: Der einzigartige

Diamant-Kühlergrill verbreitert sich

nach unten. Zwei Powerdomes akzentuieren

die langgestreckte Motorhaube.

Unverwechselbar wird der neue Auftritt

des SL auch durch das neue serienmäßige

LED Intelligent Light System mit


TRAVEL | ROADTRIP BOLD THE MAGAZINE | 59


62 | BOLD THE MAGAZINE

TRAVEL | ROADTRIP


TRAVEL | ROADTRIP BOLD THE MAGAZINE | 63


64 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | ROADTRIP


TRAVEL | ROADTRIP

BOLD THE MAGAZINE | 65

weit nach außen gezogenem Scheinwerfergehäuse.

Die sportliche Silhouette

wird durch vergrößerte optische Luftauslässe

mit flügelähnlichen Chromspangen

in den dynamisch-breiten Kotflügeln

und die auf der Bordkante aufgesetzten

Außenspiegel betont.

„Das sportliche Design des neuen SL mit

seiner progressiven Front und die ästhetische

Silhouette unterstreichen seinen

einzigartigen Charakter. Das Fahrzeug

definiert durch seine sinnliche Klarheit

unseren Spitzenanspruch an modernem

Luxus“, so Gorden Wagener, Vice President

Design Daimler AG.

kabine thront die von AMG-Modellen

bekannte Analog-Uhr von IWC-Schaffhausen.

Die Sitze verfügen über Luftkissen,

welche sich dem Kurven-

Neigungs-Winkel entsprechend als

Stabilisatoren hinzuschalten und einem

auch beim dynamischen Fahren ein

angenehmes und sicheres Sitzgefühl

vermitteln.

Unser Tag neigt sich dem Ende entgegen,

und wir kommen genau zur richtigen

Zeit auf Shelter Island an, wo wir den

Sonnenuntergang vor der Skyline von

San Diego bewundern können.

Das Modellprogramm des neuen Luxus-

Roadsters von Mercedes-Benz besteht

aus dem SL 400 mit auf 270 kW (367

PS) und 500 Nm gesteigertem V6-Motor

(plus 25 kW/34 PS sowie 20 Nm) sowie

dem SL 500 mit 335 kW (455 PS) starkem

V8-Antrieb, der ein Drehmoment von

700 Nm bereitstellt. Serienmäßig wird

die Kraft von der neuen Neunstufen-

Automatik 9G-Tronic übertragen. Mit

„Dynamic Select“ lässt sich die Fahrzeugcharakteristik

auf Knopfdruck in

Sekundenschnelle verstellen, denn das

System ändert auf Wunsch des Fahrers

das Set-up von Motor, Getriebe, Fahrwerk

und Lenkung. Nicht zu vergessen sind

die beiden Mercedes-AMG Modelle SL 63

und SL 65, letzterer mit V12-Motor.

In Sachen Interieur ist auch der neue SL

wie gewohnt edel und hochwertig verarbeitet

und auch für längere Ausfahrten

äußerst bequem. Im Zentrum der Fahrer-

EINREISE:

Deutsche Staatsbürger, die bis zu

drei Monaten die USA bereisen

wollen, können am Visa Waiver

Programm teilnehmen. Die Reisegenehmigung

ESTA wird online

beantragt und in der Regel sofort

online erteilt.

BESTE REISEZEIT:

Von Februar bis Mai und von

September bis November, dann ist

es nicht zu heiß. Ansonsten ganzjährig

mildes bis sehr trockenes

Klima.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.visitcalifornia.com

www.mercedes-benz.de

www.mercedes-amg.com


UE Megaboom

Philips Izzy BM5

Papernomad iPad mini Folio


Kabel gehören der Vergangenheit an, neue Technologien

sind im Vormarsch und kaum noch aus unserem Alltag

wegzudenken. Sie machen das Leben nicht nur deutlich

einfacher – sie verbinden. Auf den folgenden Seiten

stellen wir die coolsten Neuheiten vor.

Huawei Mate 8

LG G5

HTC One A9


Samsung Galaxy S7 edge

Serapian Portemonnaie

TAG Heuer Connected


Bowers & Wilkins P5 Wireless

Sony Xperia Z5

Sony Smartwatch 3

Sony Xperia Z5


Awox StriimLIGHT Color

Microsoft Lumia 950

Microsoft Lumia 950 XL


Denon HEOS 3

Microsoft Surface Book

RAINS Fix Sleeve iPad


SPIRIT

OF COMPETITION

AUTOR: M. MAI

Die neuen Capeland Shelby Cobra Uhren von Baume & Mercier sind durch eine der

erfolgreichsten Cobras der Geschichte inspiriert. Der Roadster 289 (Cobra CSX2128)

wurde entwickelt, um 1963 beim 12 Stunden-Rennen von Sebring teilzunehmen.

Baume & Mercier würdigt diese Erfolgsgeschichte mit der ersten Capeland Shelby

Cobra Kollektion.

Seit der Gründung, im Jahr 1830, zeichnen sich Baume & Mercier Uhren durch eben

diesen Wettkampfgeist und das handwerklich anspruchsvolle Savoir-faire aus. So

verweist das großzügig gestaltete Gehäuse auf die legendäre ausladende Karosserie

der Cobra und die dynamisch-gelben und -grünen Akzente greifen die berühmten

Farben der Legende auf.


Fotos: Baume & Mercier


Das Gehäuse umrahmt ein Zifferblatt in den Farben des Roadster 289: Die beiden

waagrechten gelben Streifen, die Zeiger in Form des Lenkrads und der Sekundenzeiger

des Chronographen – mit dem unverwechselbaren Logo der Cobra – erinnern an den

legendären Rennwagen. Das detailreiche Zifferblatt wird von asymmetrischen Zählern

abgerundet, die vom Armaturenbrett der Cobra inspiriert sind. Die Tachymeter-

Funktion, zur Bestimmung der Geschwindigkeit bei einem Rennen, ist am Rand

angeordnet. Das ebenso komfortable wie elegante Armband besteht wahlweise

aus schwarzem Alligatorleder mit gelbem gummierten Kalbslederfutter oder einem

Kautschukarmband und einer dreifachen Sicherheitsfaltschließe.


Inspiriert vom Potenzial der Cobra, vereint das Automatikwerk Qualität, Leistung und

höchste Ansprüche. Um die Authentizität der Capeland zu unterstreichen, sind in den

Saphirglasboden die Ziffer 15 – die Startnummer der Cobra CSX2128 und die Höhe der

Stückzahl eingraviert. „One out of 1963“ verweist zusätzlich auf das Jahr, an dem die Cobra

zum ersten Mal eine amerikanische Meisterschaft gewann.


STILVOLL

DIE KRAFT DER STILLE

AUTOR: J. M. BRAIN | INTERVIEW: H. G. TEINER

Im Buddhismus versteht man unter einem Buddha ein Wesen, das aus eigener Kraft

die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit die grenzenlose

Entfaltung aller in ihm vorhandenen Potenziale erlangt hat. Nun ist der Vergleich vielleicht

etwas weit hergeholt, doch hält man den edlen Silberschmuck der Manufaktur

Buddha to Buddha in den Händen, zwingt sich derselbe geradezu auf. Das mag vielleicht

am Namen liegen, ist aber eher der akribischen Liebe zum Detail geschuldet.

Jedes Schmuckstück wird in einer bis zu zweitägigen Handarbeit aufwändig gefertigt.

Silberschmuck von Buddha to Buddha bedeutet den persönlichen Ausdruck besonderer

materieller und ideeller Werte in jedem Augenblick des Seins.


80 | BOLD THE MAGAZINE

LIFESTYLE | INTERVIEW

Bali ist die Insel der Götter und der

tausend Tempel. Auf der durch den

Hinduismus geprägten indonesischen

Insel sind traditionell Kunst und Handwerk

auf das Innigste verbunden.

Buddha to Buddha lässt hier seine

Silberschmuckstücke von den begabten

Händen der Balinesen fertigen und die

Atmosphäre der kleinen aber feinen

Manufaktur nahe der Stadt Denpasar,

ist konzentriert und entspannt zugleich.

Wir können miterleben, wie unter den

geschickten Händen der balinesischen

Mitarbeiter aus 925er Silberdraht

jedes einzelne filigrane Glied eines

Armbandes oder einer Kette entsteht.

Die hochwertige Handarbeit gibt dem

Schmuckdesign nicht nur seinen speziellen

Vintage Look, sondern auch eine

besondere Aura, denn jedes Stück ist

schließlich ein Unikat.

Das Abenteuer Buddha to Buddha

begann vor über zwanzig Jahren am

Goa Beach in Indien. Hier war Batul

Loomans, der Begründer und heutige

Creative Director der Kultmarke, als

23-Jähriger mit dem feinsten Silber

Indiens in Berührung gekommen und

war fasziniert von dem atemberaubenden

Glanz und der Vielseitigkeit

des Edelmetalls. Auf seiner Reise durch

Asien entdeckte der abenteuerhungrige

Amsterdamer aber nicht nur seine

Passion für Silber, sondern auch seine

Liebe zur Meditation. „Ich liebe die

Stille, dadurch bekomme ich Energie“,

so Loomans, der sicher auch hier –

in aller Stille – die ideale Form seiner

einzigartigen Designs erfand. Es soll

den Träger sanft an das „Jetzt“ erinnern.

„Ich hatte nie den Plan, eine globale

Schmuckmarke zu gründen. Es war nur

etwas, was ich kreiert hatte“, erklärt

Batul Loomans weiter und setzt sich

im kühlen Schatten einer balinesischen

Palme, zum exklusiven BOLD Interview,

zu uns.

Herr Loomans, Sie sind mit dem Brand

Buddha to Buddha ein äußerst erfolgreicher

Unternehmer, beschäftigen

sich schon lange mit Meditation und

helfen in einem Projekt Kindern auf

Bali. Haben Sie besondere ethische

Überzeugungen in Ihrem Leben?

So wenig wie möglich. Jede Form

von Sein oder Nichtsein, ethisch oder

unethisch, ist nur eine andere Form, sich

selbst gefangen zu halten. Jeden Tag

still zu sitzen und zu meditieren, das ist

ein Geschenk für mich selbst. Das ist die

beste „Ethik“, die du für dich selbst tun

kannst. Ich beobachte meine Gedanken,

und mein Leben ist ein Geschenk, das

muss man nur noch öffnen und damit

arbeiten. Wenn man dabei bleibt und sich

diesem intensiv und dauerhaft zuwendet

– wird es auf die eine oder andere Art

erfolgreich sein.

In welcher Art und Weise spiegelt sich

diese Einstellung für Sie in der täglichen

Arbeit, in der Herstellung des

Silberschmucks, wider?

Im Himalaya still in einer Höhle zu meditieren,

ist das Eine. Die innere Ruhe im täglichen

Arbeitsablauf zu finden, das Andere.


LIFESTYLE | INTERVIEW BOLD THE MAGAZINE | 81


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LIFESTYLE | INTERVIEW


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Es bedarf etwa 16 Stunden, um eine

Kette aus Silber herzustellen, und es ist

nicht nur das Design, was stimmen muss.

Auch die Verbindung von persönlicher

Einstellungen und Business muss ausgewogen

sein.

Was bedeutet das Leitthema dieser

Ausgabe „Ästhetik“ für Sie?

Ich konnte von vielen Menschen lernen,

von weisen Lehrern und von Menschen

hinter der Supermarktkasse. Intensive

und kurze Begegnungen. Ästhetik – oder

sagen wir: Schönheit, findet man überall.

Das Leben selbst ist der Weg.

Ihr Business sind Lifestyle Produkte,

die Menschen begeistern. Was heißt

Lifestyle für Sie?

Lifestyle ist nur ein weiteres Wort für

Kreativität und die Energie dahinter,

die einen bewegt. Die Frage ist: Welche

Energie möchtest du ausleben? Meditation,

das ist mein Lifestyle. Das inspiriert

mich. Da eröffnen sich mir neue Ideen,

neue Möglichkeiten und neue Wege.

Das bringt ein Wachstum hervor, auf die

unterschiedlichste Art und Weise.

Beinhaltet der Name Ihres Unternehmens

so etwas wie eine spirituelle

Botschaft oder eine besondere Inspiration?

Ja. Ich möchte andere Menschen inspirieren,

für mehr innere Freiheit, mehr

Raum für Kreativität und mehr Stille, das

sind die großen Geschenke des Lebens.

Sie unterstützen das Projekt Bali

Children Foundation. Für was steht

das Projekt?

Dieses Projekt hat besonders nachhaltige

Auswirkungen, wie ich finde: Erst werden

ein paar Kinder dabei unterstützt, zur

Schule gehen zu können, einen Abschluss

zu erlangen und dadurch eine Arbeit zu

finden. Danach können die Kinder ihre

Familien unterstützen und gute Beispiele

dafür abgeben, dass Bildung der Weg in

die Zukunft ist.

Warum dieses Projekt, und wie sind

Sie zur Bali Children Foundation

gekommen?

Bali ist bekannt für den traditionellsozialen

Zusammenhang. Jeder kümmert

sich um den Anderen. Auch heute noch,

ist hier eine funktionierende soziale

Gemeinschaft lebendig. Hier kennen sich

die Nachbarn noch und nehmen aktiv

Anteil am Leben anderer Menschen. So

ist es für mich ganz normal, dass wir

an dem Platz, an dem wir arbeiten,

auch soziale Verantwortung leben. Und

den Menschen etwas zurückgeben. Das

ist sozial nachhaltig, für die nächsten

Generationen.

AKTUELLE KOLLEKTION:

„Heritage pur aus Bali“

WEITERE INFORMATIONEN:

www.buddhatobuddha.com


86 | BOLD THE MAGAZINE

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