13.02.2017 Aufrufe

KÜCHENPLANER - Ausgabe 1-2017

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Zielgruppe sind Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und die Küchenindustrie.

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www.kuechenplaner-magazin.de<br />

<strong>Ausgabe</strong> 1 / 2 / <strong>2017</strong><br />

STROBEL VERLAG<br />

LivingKitchen <strong>2017</strong> –<br />

Kölner Küchenparty<br />

stellt alle zufrieden ▶ 6<br />

Küchenplanung –<br />

Kreatives Spiel<br />

mit Regalen ▶ 12<br />

Arbeitsflächen –<br />

Jede Küche wird<br />

zum Unikat ▶ 44


Zukunft<br />

is t<br />

Chefsache.<br />

DIE INTERNORGA AUCH.<br />

#INTOTOMORROW<br />

17. – 21. MÄRZ <strong>2017</strong>


Impulse/Ansichten<br />

Back to<br />

Anbauküche<br />

Es gibt Möbel, die wirken wie ein Cord-Anzug. Irgendwie aus der Zeit gefallen.<br />

Dabei sind sie topmodern. Denn Retro ist wieder mal Trend. An der Küche geht die<br />

revitalisierte Prilblumen-Ära weitestgehend vorbei. Doch es gibt schlimme Ausnahmen.<br />

Im Grunde war es nach der LivingKitchen wie nach<br />

jeder großen Küchenmesse. Tagelang pilgert man in einer<br />

Parallelwelt durch abgedunkelte Ausstellungshallen<br />

und lässt sich von 1001 Küchenideen begeistern – und<br />

dann sitzt man am ersten Nachmessetag etwas zerzaust<br />

am heimischen Frühstückstisch, schlägt einen Möbelprospekt<br />

mit „großer Küchenbeilage“ auf und bekommt<br />

die Wahrnehmungen der letzten Tage nicht synchronisiert<br />

mit dem, was da an „Küchenglück“ per Prospekt<br />

ins Haus geflattert ist. Wo sind sie geblieben, die echten,<br />

natürlichen, edel-matten Oberflächen und aufregenden<br />

Materialien? Wo die schwenkbaren Schrank-Tablare und<br />

Geschirrspülmaschinenkörbe? Wo die sensorgesteuerte<br />

Hauben- und Ofentechnik? Wo die handfesten Griffe und<br />

Knebel? Wo das grifflose Möbel- und Gerätedesign, das<br />

in seiner simplen Eleganz manchmal einfach nur zum<br />

Niederknien schön ist. Stattdessen plumper Preiseinstieg<br />

im Vierfarbdruck. Kurz vor der 4000-Euro-Marke<br />

dann die Krönung: Drei weiße 60er-Möbelkorpen zu<br />

einem Inselblock verschraubt und drapiert auf ein etwa<br />

20 cm hohes Holzgestell mit schräg abstehenden Elefantenfüßen.<br />

Das soll wohl an die aufstrebenden „50er“<br />

des vergangenen Jahrhunderts erinnern. Schlimm ist<br />

das, wirklich schlimm. Aber immerhin Retro irgendwie.<br />

Zum Glück wird die „Insel“ nicht auch noch im Nierentisch-Design<br />

offeriert. Aber das wäre in dieser Preisklasse<br />

wohl auch übermotiviert.<br />

Es ließe sich seitenlang über die zweifelhafte Qualität<br />

der gängigen Küchenwerbung in Tageszeitungen plaudern,<br />

doch das führt zu nichts. Viel interessanter ist das<br />

Thema hinter dem Beispiel: Der grundsätzliche Trend<br />

zum Stil der 1950er- bis 1970er-Jahre hat seinen Grund.<br />

Der moderne Mensch sucht immer häufiger ein Gegengewicht<br />

zu den Auswüchsen des durchdigitalisierten<br />

Alltags. Je glatter und oberflächlicher das öffentliche Leben<br />

summt und brummt, so scheint es, umso erdiger,<br />

anfassbarer und lebendiger soll es privat zugehen. Der<br />

Mensch ist schließlich auch nur ein Tier und er sehnt<br />

sich danach, mit seiner Umgebung in Beziehung zu gehen.<br />

Er will Verbindung spüren in diesem als Kommunikation<br />

definierten Dauerrauschen, das sich täglich neu<br />

aus Hunderten von E-Mails, Kurznachrichten und Egokundgaben<br />

via Social Media speist.<br />

Die Wohnung als ureigener Rückzugsort bietet sich<br />

für diesen temporär nutzbaren Gegenentwurf an, und<br />

das beeinflusst natürlich auch die Kücheneinrichtung.<br />

Eine Atmosphäre des strengen rechten Winkels ist im<br />

Arbeitsdreieck zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank<br />

jedenfalls auf unbestimmte Zeit passé. Selbst das etwas<br />

zugeknöpfte Bauhaus zeigt sich warm und zugänglich.<br />

Und das soll was heißen.<br />

Retro in der Küche ist mehr als heiteres Pril blumen-<br />

Design. Das ist die gute Nachricht. Stattdessen wird es<br />

immer flexibler. Feste Einbauten werden mit Modulen<br />

kombiniert. Das schafft Leichtigkeit und erlaubt je nach<br />

Wunsch und Bedürfnis des Kunden individuelle Umsetzungen<br />

und haucht der längst zu Grabe getragenen Idee<br />

der Anbauküche neues Leben ein.<br />

Und besonders die allgegenwärtigen Regale: Mit ihnen<br />

lassen sich Küchenstile, die jahrzehntelang wie in<br />

Granit gemeißelt nur eine einzige Art der Umsetzung<br />

zuzulassen schienen, kreativ und immer wieder anders<br />

ins Leben bringen. Regale gab es schon immer. Sicher.<br />

Aber nicht so schön. Das Spiel mit geschlossenen und<br />

offenen Flächen bietet jedenfalls zahlreiche Möglichkeiten.<br />

Auf die allzu leichte Schulter sollte man die Regalplanung<br />

aber auch nicht nehmen. Vor allem der Heimwerkerfraktion<br />

sei gesagt: Drei Billys machen längst noch<br />

keine Küche, meint<br />

Dirk Biermann, Chefredakteur<br />

PS: Die Prilblume wurde 1972 vom Unternehmen Henkel für die Kampagne „Fröhliche Küche“ entwickelt.<br />

Beworben wurde damit das Spülmittel Pril. PPS: Ich respektiere ausnahmslos jedes Küchenbudget.<br />

Die ironische Färbung dieses Textes bezieht sich allein auf die Darstellung mancher Entwürfe.<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 3


Inhalt<br />

6 12<br />

Lebendig, international, hochwertig: die LivingKitchen<br />

<strong>2017</strong> hat viel Lob erhalten. Auch die Schüler der<br />

Max&Moritz-Grundschule aus Menden amüsierten sich.<br />

Wer moderne Küchen plant, kommt an dezenten Farben<br />

und ausdrucksstarken Oberflächen als Kombinationspartner<br />

zu Weiß nicht vorbei. Ein starker Trend sind Regale.<br />

Messe<br />

6 Die Themen der LivingKitchen<br />

Küchenverbände<br />

40 DER KREIS: Ideen für die Küchen von morgen<br />

70 Internorga: Trends für die Großküche<br />

Küchenmöbel<br />

12 Die LivingKitchen-Neuheiten der Küchenmöbelhersteller<br />

36 BMK-Innovationspreise für bauformat, Neff und Blanco<br />

Küchenfertigung<br />

38 Blum: umfangreiches Klappenprogramm<br />

38 Hettich: „WingLine L“ für große Schränke<br />

39 Kesseböhmer: Innovationen schaffen Kaufanreize<br />

Arbeitsflächen<br />

44 Starkes Angebot: Jede Küche wird zum Unikat<br />

Küchenzubehör<br />

48 Die LivingKitchen-Neuheiten der Zubehöranbieter<br />

Küchendesign<br />

56 Die Preisträger des „Iconic Award <strong>2017</strong>“<br />

Foto: Messe Hamburg<br />

Zum Titelbild<br />

INTERNORGA <strong>2017</strong><br />

Innovationsmagnet: Produktneuheiten,<br />

innovative Konzepte und<br />

die Trends von morgen. Profitieren<br />

Sie von spannenden Produkten und<br />

neuen Impulsen für Ihr Geschäft.<br />

INspirativer Branchentreff und<br />

Benchmarking: Kontakte der Zukunft<br />

– treffen Sie das Netzwerk der<br />

gesamten Branche.<br />

INternationale Plattform: Der<br />

umfassende Markteinblick für Ihren<br />

ganz individuellen Erfolgsmix.<br />

http://www.internorga.com/<br />

Hausgeräte<br />

58 Die LivingKitchen-Neuheiten der Geräteindustrie<br />

Markt + Menschen<br />

72 Unternehmensmeldungen / Personalien<br />

Diverses<br />

3 Ansichten: Back to Anbauküche<br />

74 Partner des Fachhandels / Impressum<br />

Beilagenhinweis: Schott AG, 55122 Mainz<br />

4 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


eaufort8.de<br />

Mehr Spielraum in der Küche.<br />

Das Etagenbecken BLANCO ETAGON.<br />

Das innovative Systemkonzept von BLANCO ETAGON nutzt drei Funktionsebenen<br />

und bietet in der Kombination mit den hochwertigen ETAGON-Schienen und<br />

weiterem Zubehör unzählige Möglichkeiten zur Vereinfachung der Speisenvor- und<br />

-zubereitung. So kann Säubern, Schneiden, Trennen von Obst und Gemüse parallel auf<br />

den verschiedenen Beckenebenen stattfi nden. Neugierig? Mehr begeisternde Ideen<br />

fi nden Sie im Internet.<br />

www.blanco.de


Die Themen der LivingKitchen<br />

6 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Verzückt.<br />

Foto: Biermann<br />

Wenn es noch eine Bestätigung gebraucht hätte, dass „Die“<br />

Küche die Herzen der Menschen derzeit wie kein zweites Einrichtungsthema<br />

verzückt – die LivingKitchen <strong>2017</strong> hat sie geliefert.<br />

Sieben lebendige Messetage haben branchenübergreifend<br />

die Mundwinkel nach oben gebogen und für viele zufriedene<br />

Gesichter gesorgt. Was ausgesprochen hilfreich ist, denn eine<br />

gelöste Stimmung war schon immer gut fürs Geschäft.<br />

imm und LivingKitchen zusammen haben mehr als 150 000<br />

Besucher gezählt. „Das ist neuer Rekord“, meldet die Koelnmesse.<br />

Wobei jeder zweite Fachbesucher aus dem Ausland angereist<br />

sei. Das freut die Aussteller besonders, steht doch der<br />

Aspekt „Internationalität“ seit der Erstausgabe der Küchenmesse<br />

im Jahr 2013 ganz oben im Pflichtenheft der Organisatoren.<br />

Von den 104 000 Fachbesuchern kamen laut Veranstalter rund<br />

56 000 aus Deutschland und rund 48 000 aus dem Ausland<br />

(+ 4 %). Für Europa konnten Steigerungen vor allem aus Spanien<br />

(+ 25 %), Russland (+ 26 %), Italien (+ 19 %) und Großbritannien<br />

(+ 13 %) verzeichnet werden. Gut entwickelt hätten sich auch die<br />

Besucherzahlen aus den Niederlanden und Polen. Mehr Fachbesucher<br />

kamen zudem aus Übersee, insbesondere aus China<br />

(+ 5 %), Südkorea (+ 12 %) und Indien (+ 5 %). Die Besucherzahlen<br />

aus dem Nahen Osten legten um 19 % zu, hier besonders aus<br />

den Vereinigten Arabischen Emiraten.<br />

Mit Profis kochen<br />

An den vier Fach- und den drei Publikumstagen pulsierte<br />

das Leben in den Kölner Messehallen. Es wurde gekocht und<br />

geschlemmt, Kontakte gepflegt und neue geknüpft – und ganz<br />

viel „Küche geguckt“. Kochpromis gaben sich an den Ständen<br />

der Aussteller und auf der Eventfläche „Cooktainment“<br />

die Kochlöffel in die Hand, und selbst die Kinder der „Max &<br />

Moritz Grundschule“ aus Sankt Augustin-Menden (Foto) stülpten<br />

sich die Kochmützen über und rührten zusammen mit Sterneköchin<br />

Sybille Schönberger am Messestand von hansgrohe<br />

in den Töpfen. Die Schule hatte zuvor eine Projektwoche zum<br />

Thema „Wasser“ veranstaltet.<br />

Kurze Wege<br />

Küchenspezialisten und Inneneinrichter profitierten von<br />

kurzen Wegen und konzentrierten Präsentationen. Viele Küchenmöbelhersteller<br />

präsentierten ihre „Best-of“-Ausstellungsküchen<br />

aus dem Herbst und ergänzten diese um ausgesuchte<br />

Neuigkeiten. Überraschungsmomente aus dem großen Bereich<br />

der Vernetzung inklusive. Darüber hinaus waren Regale, dunkle<br />

Hölzer und Farben die großen Möbelthemen.<br />

Dicht an dicht drängten sich die Aussteller in den drei Messehallen<br />

der LivingKitchen. nobilia hatte seinen Stand gegenüber<br />

von Siemens, nebenan positionierte sich Schüller. Allein<br />

in diesem Messegang konnten sich Händler problemlos einen<br />

Tag lang aufhalten, um die Neuheiten zu sehen. Ein weiteres<br />

Beispiel: Miele präsentierte sich gegenüber von Häcker. Auch<br />

dort konnten die Besucher Stunden verbringen. Und V-Zug,<br />

Gaggenau, zeyko, allmillmö, Dornbracht und Neff teilten sich<br />

ebenfalls einen Messegang. LEICHT und Bosch zeigten ihre<br />

Produkte Wand an Wand. Es ist diese konzentrierte Dichte, die<br />

der LivingKitchen das besondere Messe-Feeling verschafft –<br />

und ihr einen ganz eigenen Wert verschafft. Das macht Vorfreude<br />

auf 2019.<br />

Dirk Biermann &<br />

Astrid Plaßhenrich<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7


Die Themen der LivingKitchen<br />

Foto: Biermann<br />

Auf der Enter prise redeten<br />

Mr. Spock, Captain<br />

Kirk und Lt. Uhura den<br />

Computer noch schlicht<br />

mit Computer an, wenn<br />

sie eine Serviceleistung<br />

vom Gerät erledigt haben<br />

wollten. Heute hört<br />

die Technik auf „Alexa“<br />

(Amazon), „Mykie“ (BSH)<br />

und „MIA“ (Liebherr in<br />

Kooperation mit Microsoft). Die Sprachsteuerung<br />

hat die Küche erreicht. Zwar noch nicht<br />

mit allen Lösungen in Serienreife (von „ Alexa“<br />

mal abgesehen) und längst nicht im Mainstream<br />

– aber das wird wohl nicht mehr lange<br />

auf sich warten lassen. Küchen-Assistent<br />

„Mykie“ (Foto) ist ein besonderes Exemplar.<br />

Er kann mit den „ Augen“ rollen und klimpern.<br />

Auch wenn er etwas an einen Inhalator erinnert,<br />

wirkt er dadurch fast schon ein bisschen<br />

menschlich. Das fasziniert und erschreckt. Aktuell<br />

trainiert „Mykie“ allerdings noch daheim<br />

für seinen Praxiseinsatz. Wann er seinen Dienst<br />

zwischen Spüle und Backofen konkret beginnen<br />

wird, steht nach Aussage der BSH-Verantwortlichen<br />

noch nicht fest. Auch eine Prognose<br />

wollte niemand aus dem Konzern wagen.<br />

Foto: Biermann<br />

Vernetzung in der Küche wird nur Erfolg haben, da sind sich eigentlich<br />

alle in der Branche einig, wenn der Nutzer einen konkreten Nutzen<br />

davon hat. So sind manche technischen Möglichkeiten heute eher noch<br />

unter der Rubrik Zukunftsmusik einzustufen. Was längst nicht mehr für<br />

die Integration der Musik selbst gilt. Seine Lieblingssongs kann der Küchennutzer<br />

schon heute kabellos genießen: per Bluetooth zum Beispiel<br />

direkt über das Smartphone. Per Playlist oder Streaming. Die dafür notwendige<br />

Technik wird unsichtbar in der Küche verbaut. Wobei der Möbelkorpus<br />

oder der Möbelsockel als Resonanzkörper dienen. Oder jetzt<br />

auch die Haube. Miele stattet eine Wandhaube mit dieser Möglichkeit<br />

aus (Foto). Ebenso wie berbel die Lifthaube „Skyline edge“.<br />

8 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Die „unsichtbare Haube“ ist Trend.<br />

Im höherwertigen Segment der Küchenplanung<br />

wird nach ganz oben oder nach<br />

unten abgesaugt. Deckenmodule gewinnen<br />

weiter an Einfluss, ganz besonders<br />

aber Muldenlüftungen, die unter den<br />

Kücheninnovationen den dicksten Stein<br />

im Brett vieler Küchennutzer zu haben<br />

scheinen. Dabei ist die Idee wohlwollend als „bewährt“ zu bezeichnen. „Erfunden“ wurde die Muldenlüftung<br />

bereits 1965 vom amerikanischen Unternehmen Jenn-Air. Als Lizenznehmer hat Gaggenau<br />

diese Technik dann 1976 nach Europa gebracht. Diese Pionierleistung wollte Gaggenau auf<br />

der LivingKitchen ganz im Stil eines auf Understatement bedachten Premiumherstellers nicht groß<br />

herausstellen. Gesagt werden sollte es aber dennoch. Nur zur Sicherheit. Von Rechts wegen ist das<br />

völlig in Ordnung. Moralisch natürlich auch: Ehre wem Ehre gebührt.<br />

Foto: Biermann<br />

Foto: Warendorf<br />

Digitale Technik bestimmt<br />

unser Leben, und es gibt es keinen<br />

nachvollziehbaren Grund,<br />

warum dies vor der Küchentür<br />

halt machen sollte. Andererseits<br />

birgt jeder Trend den Gegentrend<br />

bereits in sich, und<br />

immer mehr Menschen geht das<br />

Glatte und Oberflächliche temporär<br />

auf die Nerven. Entkommen<br />

werden wir der digitalen<br />

Technik mit dem arttypischen<br />

Drang zur Vernetzung nicht -<br />

aber es werden Gegenpole gesucht.<br />

Die sollen dem Leben<br />

Tiefe geben und die Sinne ansprechen.<br />

Der erneut aufwallende<br />

Retro-Trend zielt in diese<br />

Richtung. Vor allem aber<br />

Möbeloberflächen sind in der<br />

Lage, die Sehnsucht nach dem<br />

Echten zu stillen. Manche Küchenfronten<br />

haben schon für<br />

sich allein betrachtet Unterhaltungswert.<br />

Digitaler Gerätekomfort<br />

trifft in der Küche auf<br />

erdige, echte Materialien. Ein<br />

Erfolgsduo.<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 9


Die Themen der LivingKitchen<br />

Foto: Biermann<br />

Mit dem „ComfortLift“<br />

scheinen Hettich und AEG eine<br />

ebenso ergonomisch-komfortable<br />

wie narrensichere Funktion<br />

hinbekommen zu haben.<br />

„Das ist so simpel, dass es auch<br />

Männer bedienen können“,<br />

lautete einer der im Vorbeigehen<br />

mitgehörten Kommentare.<br />

Beim „ComfortLift“ handelt es<br />

sich um einen Hebemechanismus,<br />

der den unteren Korb des<br />

Geschirrspülers auf eine angenehme<br />

Arbeitshöhe hebt. Das<br />

erleichtert das Be- und Entladen<br />

und schont den Rücken.<br />

Der Berichterstatter hat es übrigens<br />

auch hinbekommen.<br />

Gleich beim ersten Mal. Und<br />

ganz allein!<br />

Lassen Sie uns über „Farben“ reden. Natürlich, das machen wir in der Küche zuverlässig alle Jahre wieder und am Ende entscheidet<br />

sich der Kunde doch für Weiß oder anders hell. Doch diesmal machen die Hersteller ernst. „Farbe“ war eins der prägenden Themen auf<br />

der LivingKitchen. Das geht ganz oder akzentuiert. Wobei sich die zeitgemäße Farbe für die schöne Küche gern etwas pastellig und matt<br />

gibt, manchmal geradezu stumpf, und damit deutlich zurückhaltender als ihre ferrariroten, zitronengelben und azurblauen Kollegen aus<br />

den Rollsrausmärkten. Ein stimmiges Paket dazu offeriert aktuell LEICHT mit den Architekturfarben von Le Corbusier, aber auch Hersteller<br />

wie Schüller (Foto), nobilia und andere haben neue Töne angerührt.<br />

Foto: Biermann<br />

10 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Foto: Nolte Foto: LEICHT<br />

Foto: Sachsenküchen<br />

Foto: Rotpunkt<br />

Foto: nobilia<br />

Elegante Farben, edle Oberflächen, vernetzte<br />

Geräte, Muldenlüfter, Komfortfunktionen<br />

. . . was haben wir nicht alles gesehen<br />

auf der LivingKitchen. Getoppt wurden diese<br />

Inhalte allerdings vom Oberthema Nr. 1:<br />

Regale! Die werden in der Praxis zwar noch<br />

kaum geplant, hört man, dennoch trumpften<br />

sie an den Ständen der Küchenmöbelhersteller<br />

ganz groß auf. Mit viel Metall,<br />

Glas und Holz. Oft in einer Art „Industrial<br />

Style“ umgesetzt. Tatsächlich lassen sich in<br />

der Kombination von Regal und Kastenmöbel<br />

erstaunlich kreative Dinge fertigen.<br />

Foto: Ballerina<br />

Auf den folgenden Seiten berichten wir über zahlreiche Neuheiten, Ideen und Themen der LivingKitchen.<br />

Die Redaktion wünscht Ihnen viel Vergnügen beim Blättern und Lesen. Lassen Sie sich inspirieren.<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 11


Messe/Küchenmöbel<br />

LEICHT präsentiert „Les Couleurs ® Le Corbusier“<br />

Mit Architekturfarben stilvoll kombinieren<br />

Wenn sich die Küche dem Wohnraum öffnet, wächst<br />

der Anspruch an wohnliche Materialien, Formen und<br />

Farben. Beim Küchenmöbelhersteller LEICHT ist das<br />

Gespür für diese Aspekte über Jahre gewachsen und<br />

inzwischen tief in Produktsortiment und Planungsphilosophie<br />

verwurzelt. Insbesondere Farben haben<br />

bei LEICHT Tradition. Grundsätzlich sind die zeitlos<br />

wirkenden Möbel aus Waldstetten in allen RAL- und<br />

NCS-Farben zu erhalten. Hinzu kommen abgestimmte<br />

Sonderfarben. Die Planer der schwäbischen Küchenmöbelmarke<br />

machen oft und gern Gebrauch davon,<br />

heißt es. „Viele unserer Handelspartner können gut<br />

mit Farbe umgehen“, berichtet Stefan Waldenmaier,<br />

Vorstandsvorsitzender der LEICHT AG. Was eine ausgewiesene<br />

Fachkompetenz darstellt. Denn akzentuiert<br />

gewählt, setzt Farbe Küchen- und Wohnraumplanungen<br />

stimmig und stimmungsvoll in Szene,<br />

ein Zuviel davon kann den Gesamteindruck hingegen<br />

ruinieren. Auf die rechte Wahl der Töne kommt<br />

es an. Und auf das rechte Maß. Kurz: Farbe verlangt<br />

Fingerspitzengefühl. Und das hat zur LivingKitchen<br />

neue Möglichkeiten erhalten, sich individuell auszudrücken.<br />

Exklusiv und als einziger Küchenmöbelhersteller<br />

überhaupt setzt LEICHT ab sofort auf die<br />

edlen und naturbezogenen Architekturfarben „Les<br />

Couleurs ® Le Corbusier“.<br />

15 Farbtöne ausgewählt<br />

Je Grundfarbe haben die Produktentwickler in<br />

Waldstetten drei Töne ausgewählt. Die Palette dieser<br />

15 Töne reicht vom erdigen Rot bis zum eleganten Umbra;<br />

Blaugrau und Grün gibt es auch. Auf dem Messestand<br />

in Köln ließen sich die Besucher von den sieben<br />

lebendigen und emotional ansprechenden Kücheninszenierungen<br />

wahrnehmbar faszinieren. Die Kamerafunktionen<br />

der Smartphones waren jedenfalls im<br />

Dauereinsatz. „Die raumbildende Kraft von Farbe ist<br />

ein wirksames planerisches Werkzeugt und daher für<br />

unsere Kunden und Handelspartner von größter Bedeutung“,<br />

erläutert Vorstand Stefan Waldenmaier. Und<br />

das national wie international.<br />

Für Waldenmaier ist die Kooperation mit „Les<br />

Couleurs ® Le Corbusier“ inhaltlich rundum stimmig.<br />

„Die Marke passt zu uns“, sagt er und verweist auf identische<br />

Gestaltungsgrundsätze der klassischen Moderne<br />

mit dem zurückhaltenden und zeitlos-eleganten<br />

Auch das funktioniert: Helle Möbel kombiniert mit einer Nischengestaltung in einem erdigen Ocker aus der Palette<br />

der Le Corbusier-Farben (ton 32110 l´ocre rouge).<br />

12 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


www.interzum.de<br />

Möbelfertigung<br />

Innenausbau<br />

Köln<br />

World’s<br />

Leading<br />

Event<br />

World’s<br />

Leading<br />

Event<br />

Fotos: Biermann<br />

Unter den Augen des Meisters: LEICHT-Vorstandsvorsitzender<br />

Stefan Waldenmaier (Foto rechts) erläutert Messegästen das<br />

Konzept der „Les Couleurs ® Le Corbusier“.<br />

Bauhausstil als Leitmotiv. Besonders bei der Zielgruppe „Architekten“<br />

dürfte die „Les Couleurs ® Le Corbusier“ auf Resonanz<br />

stoßen.<br />

Farben schaffen Verbindung<br />

Farben hatten für das französisch-schweizerische Multitalent<br />

Le Corbusier – er war Architekt, Fotograf, Maler und<br />

vieles mehr – einen „eminent architektonischen Charakter“<br />

und sollten sich „auf jede Art eindrücklich kombinieren“ lassen.<br />

„Räume werden durch Farben erweitert, verbunden, geschlossen<br />

(. . .)“, lautet eins seiner Zitate, die LEICHT Küchen<br />

transportiert.<br />

Mit Farben beschäftigte sich Le Corbusier übrigens intensiv<br />

ab 1931. Damals entwarf er für die Baseler Tapetenfirma<br />

Salubra eine Kollektion Farbtapeten und entwickelte<br />

in diesem Zusammenhang das Farbsystem „Polychromie<br />

Architecturale“. Im Jahr 1959 erweiterte er die „Polychromie<br />

Architecturale“ um 20 kräftigere Farben.<br />

In der „preislichen Mitte“ positioniert<br />

Planen lassen sich die „Les Couleurs ® Le Corbusier“ im<br />

LEICHT-Programm in den Varianten Hochglanzlack und<br />

Samtlack. Und das mit einer glatten Front und einer Rahmenfront.<br />

Einbezogen wird das komplette Umfeld inklusive<br />

Griffe. Angesiedelt ist das Programm in der preislichen<br />

Mitte. „Es soll schließlich verkäuflich sein“, betont Stefan<br />

Waldenmaier abschließend. www.leicht.de<br />

1/2/<strong>2017</strong><br />

Die Zukunft beginnt hier.<br />

interzum<br />

16. –19.05. <strong>2017</strong><br />

Frische Ideen und progressive Lösungen. Alles an einem Ort.<br />

Visionäre Technologien, neuartige Materialien, innovatives Design: Auf<br />

der interzum finden Sie geballte Innovationskraft für Ihr zukünftiges<br />

Geschäft. Die besten Ideen und Branchen-Innovationen für die Möbelindustrie<br />

und den Innenausbau feiern hier Premiere. Als internationale<br />

Leitmesse öffnet die interzum ein Fenster in die Zukunft. Hier treffen<br />

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Ihren Innovationsvorsprung – und lassen Sie sich inspirieren.<br />

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Koelnmesse GmbH,<br />

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Schaufenster<br />

14 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Anzeige<br />

Foto: LEICHT<br />

Auf der LivingKitchen <strong>2017</strong> war der<br />

gesamte LEICHT Messestand dem Thema<br />

„Les Couleurs ® Le Corbusier“ gewidmet.<br />

Besucher konnten in den<br />

verschiedenen Kojen erleben, wie sich<br />

die Küche und das Umfeld mit den<br />

fein aufeinander abgestimmten Farben<br />

von Le Corbusier gestalten lassen.<br />

Fünf Farbgruppen mit jeweils drei<br />

Farbabstufungen, die alle harmonisch<br />

miteinander kombiniert werden können<br />

– das ist die Auswahl von LEICHT<br />

aus dem Farbspektrum, das der große<br />

Architekt Le Corbusier im Lauf seines<br />

langjährigen kreativen Schaffens entwickelt<br />

hat.<br />

Für LEICHT ist es von elementarer<br />

Bedeutung, dass die Farben – ebenso<br />

wie eine LEICHT Küche – über kurzlebigen<br />

Trends stehen. Die Entscheidung<br />

zur Farbe ist bei „Les Couleurs ® Le<br />

Corbusier“ daher immer auch ein Bekenntnis<br />

zu einer langlebigen sowie<br />

klassisch-zeitlosen Gestaltung. Auf<br />

einer Wand des Messestandes wurden<br />

das Farbkonzept und die Wirkung der<br />

einzelnen Farben anschaulich dargestellt<br />

(Foto) – für die zahlreichen Besucher<br />

der LivingKitchen war der Besuch<br />

auf dem LEICHT Messestand ein<br />

sehr inspirierendes Erlebnis.<br />

www.leicht.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 15


Die „Y-Küche“ von Ballerina wurde<br />

aktuell mit dem „Iconic Award“ ausgezeichnet.<br />

Foto: Biermann<br />

Ballerina stellt die „Y-Küche“ in den Mittelpunkt<br />

Schicke Wertarbeit aus Rödinghausen<br />

Das Korpus-Konzept „DUK“ samt<br />

8 mm starker Rückwand, die individuellen<br />

Planungsmöglichkeiten dank der<br />

großen Vielfalt an Materialien von Original<br />

Resopal über Glas und SmartGlas (Polymer)<br />

bis Fenix, die Bandbreite bei handlackierten<br />

Fronten (mit mehr als 3800<br />

möglichen Farben), das Ritzenhoff-Glasdesign,<br />

die technischen Komfortlösungen<br />

– und allen voran das außergewöhnliche<br />

Design-Konzept der „Y-Küche“. Mit Themen<br />

wie diesen präsentierte sich Ballerina<br />

auf der Living Kitchen bewusst international<br />

und inszenierte die Marke und die unternehmenstypischen<br />

„Mehrwerte“ design-<br />

und qualitätsorientiert. Aus gutem<br />

Grund: „Unsere internationalen Kunden<br />

schätzen deutsche Qualität“, erläuterte<br />

die geschäftsführende Gesellschafterin<br />

Heidrun Brinkmeyer. Den Messestand dafür<br />

ließ sich der Küchenmöbelhersteller<br />

von Studierenden der Hochschule OWL in<br />

Det mold konzipieren (siehe Bericht an anderer<br />

Stelle in dieser <strong>Ausgabe</strong>). Die vier<br />

in Köln inszenierten Küchenstile nennt<br />

Ballerina „ puristic revolutionary“, „industrial<br />

romance“, „modern trend“ und „timeless<br />

modern“.<br />

Zentrale Kommunikationsplattform<br />

Besuchermagnet und optisches Highlight<br />

war die „Y-Küche“. Für dieses Design<br />

(von Michael Hilgers) erhielt Ballerina<br />

kurz vor Messebeginn den „Iconic<br />

Award <strong>2017</strong> Selection“. Die „Y-Küche“<br />

wurde erstmals zur Hausmesse <strong>2017</strong> in<br />

Rödinghausen gezeigt. Laut Ballerina ist<br />

sie eine „kleine Revolution und die logische<br />

Fortsetzung der klassischen Insellösung“.<br />

Als zentrale Kommunikationsplattform<br />

könne sie frei stehen, an<br />

die Wand geplant werden oder aus einer<br />

Zeile herausragen. In allen Varianten<br />

vermittelt sie Leichtigkeit und Lockerheit<br />

und spricht verschiedene Zielgruppen<br />

an. „Diese Küche ist einfach anders“,<br />

nennt Heidrun Brinkmeyer einen zentralen<br />

Eindruck, den wohl viele Messegäste<br />

hatten. Die aktuell gewählten Trend-<br />

Farben „light blue“ und „beigegrau“ der<br />

SmartGlas-Fronten unterstrichen die junge<br />

und ungezwungene Aussage der Küche.<br />

Kombiniert wurde die „Y-Insel“ mit<br />

einer Wandgestaltung mit Hochschränken<br />

sowie dem variablen System „Creativo“.<br />

Diese ermöglicht flexibles Aufbewahren<br />

mit schnellem Zugriff. Ein Sideboard,<br />

ebenfalls in „light blue“ bietet weiteren<br />

funktionalen Stauraum.<br />

Beaux-Arts im Industrielook<br />

Unter dem Stil-Stichwort „industrial<br />

romance“ zeigte Ballerina zudem eine<br />

High-End-ausgestattete Küche mit metallisch<br />

schillernden Kassettenfronten in<br />

Anthrazit und Bronze als Akzente. Unterzeile<br />

dieser Küche: Edler „Beaux Arts“-<br />

Stil im „Industrial Design“.<br />

Eine Planung mit Regalen war in Köln<br />

ebenfalls zu sehen. Umgesetzt rustikal<br />

puristisch mit Dekor-Fronten in „Mammut<br />

Eiche“ und schwarzen Fenix-Oberflächen.<br />

Dafür wurde die gesamte Höhe des<br />

Kojen-Raumes genutzt. Das Regalsystem<br />

heißt bei Ballerina „Smart Cube“.<br />

Eine weitere Planung präsentierte<br />

sich loftartig und setzte die designorientierte<br />

Wohnküche mit handlackierten<br />

Fronten in der Sonderfarbe „Sandbeige“<br />

sowie Ritzenhoff-Motiven in Szene.<br />

Der besondere Clou: Großflächige Schiebetüren<br />

schaffen eine ruhige Grundatmosphäre<br />

und verbergen die Küchentechnik,<br />

wenn sie nicht gebraucht wird.<br />

www.ballerina.de<br />

16 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


AVENTOS HF | AVENTOS HS<br />

AVENTOS –<br />

Bewegende Vielfalt für Klappen<br />

AVENTOS-Klappenbeschläge bringen Bedienkomfort in den Oberschrank.<br />

Ob falten, schwenken, liften oder klappen – alle Fronten öffnen spielend<br />

leicht, stoppen in jeder Position und schließen sanft und leise.<br />

AVENTOS HL | AVENTOS HK<br />

AVENTOS HK-S | AVENTOS HK-XS<br />

www.blum.com/aventos


Messe/Küchenmöbel<br />

Fotos: Biermann<br />

Die Protagonisten der aktuellen next125-Kampagne: Drei Esel und die Küche „NX 500“ – aufgenommen<br />

in einer Kaffeerösterei.<br />

Katalanische Esel zieren das neue Kampagnenmotiv<br />

„Big Carlos“ wirbt für next125<br />

„Big Carlos“ vor „Safrangelb“ –<br />

dem Farbton der Kampagnenküche<br />

„NX 500“.<br />

Dann enthüllt die Schüller-Premium-<br />

Alle zwei Jahre steigt die Fieberkurve:<br />

marke next125 das neue Kampagnenmotiv.<br />

Die ästhetischen Aufnahmen haben inzwischen<br />

zahlreiche Fans gefunden. Denn in Szene gesetzt werden<br />

seltene Nutztierrassen in einer ungewöhnlichen<br />

Umgebung – und das natürlich mit einer ganz besonderen<br />

Küche als Basis. Diese Komposition habe sich bewährt,<br />

teilt das Unternehmen mit. Die Stars von Motiv<br />

Nr. 7 sind katalanische Esel. Ein Riesenesel namens<br />

„Big Carlos“ und die beiden Zwergesel „Charly“ und<br />

„Lily“. Fotografiert wurden sie tierischen Models einer<br />

traditionellen Kaffeerösterei im Rheinland. Die dafür<br />

ausgewählte Küche (NX 500) leuchtet in Safrangelb-<br />

Satin.<br />

Elegante Atmosphäre<br />

Das Thema Farbe war für Hersteller Schüller überhaupt<br />

das große Messethema auf der LivingKitchen<br />

<strong>2017</strong>. Während es die C-Collection selbstbewusst und<br />

direkt umsetzte, blieb der next-Auftritt ganz im Sinne<br />

des Premiumanspruchs der Marke zurückhaltender<br />

und favorisierte eine dunkle und elegant wirkende<br />

Grundatmosphäre. So wurde die Fassadengestaltung<br />

des Messestandes in Lamellenoptik aus schwarzem<br />

MDF allein durch farbige Einsätze dezent akzentuiert.<br />

Die Ausstellung selbst umfasste vier Küchen und<br />

transportierte die markentypischen Themen, die sich<br />

aus den Aspekten „ausgezeichnetes Design“, „präzise<br />

Verarbeitung“ und „hochwertige Materialien“ speisen.<br />

Die Küche „NX 950“ mit Kochtisch und Fronten<br />

in „Ceramic grafit“ wurde unter Einsatz des wandhängenden<br />

Systems geplant. Auch der Klassiker, die<br />

„NX 800“ in durchgefärbtem Schichtstoff in der neuen<br />

Farbe „Kristallgrau“ mit flächenbündiger Eingriffschale,<br />

hatte in Köln ihren Auftritt. In dieser Formation<br />

war auch die neue Korpushöhe 87,5 cm mit dem<br />

minimalistischen 5 cm Sockel zu sehen. Weiter im<br />

Rundgang konnte die safrangelbe „NX 500“ aus dem<br />

aktuellen Kampagnenshooting live begutachtet werden,<br />

gefolgt von der „NX 902“ in Glas „matt platin metallic“<br />

inklusive Bartheke und zusätzlich ausgestattet<br />

mit einem komplett grifflosen Hochschrank-Block.<br />

Eine Küche wie eine Kommandozentrale, so wirkte es.<br />

Und wie eine Präsentationsplattform für alle, die gern<br />

in Gesellschaft kochen.<br />

Emotionen transportieren<br />

Im Zentrum des Standes erwartete die Besucher eine<br />

Kunstgalerie der besonderen Art. Die ausgestellten Exponate<br />

zeigen die mittlerweile sieben Kampagnenmotive<br />

mit den unterschiedlichen Tieren. Vor der Kamera<br />

standen schon – chronologisch geordnet – Ziegen,<br />

Hasen, Schafe, Gänse Rinder, Schweine. Und nun katalanische<br />

Riesen- und Zwergesel. „Mit unserem Standkonzept<br />

wollen wir deutlich machen, dass wir uns mit<br />

einem perfekten Designprodukt allein nicht zufrieden<br />

geben“, berichtet das Unternehmen. Vielmehr gehe es<br />

den Gestaltern darum, die Qualität der Produkte ständig<br />

zu verbessern und einen emotionalen Mehrwert<br />

für den Kunden zu schaffen. Hierzu sollen ein eigenständige<br />

Marketingpaket und die Kampagne mit den<br />

außergewöhnlichen Fotomotiven einen entscheidenden<br />

Beitrag leisten. www.next125.de<br />

18 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Axel Brinkmann, Marketingleiter von Nolte<br />

(Foto links), und Yurchiro Saito, Senior<br />

Project Manager von Sony, stellen den<br />

„Xperia Projector“ vor. Wann das Gerät<br />

bestellbar sein wird, ist noch offen.<br />

Foto: Nolte<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Auf der LivingKitchen präsentiert Nolte erstmals den „Xperia Projector“.<br />

Damit lassen sich Inhalte auf die Arbeitsfläche oder die Küchenwand „beamen“.<br />

Kleiner Kasten birgt ganz neue Möglichkeiten<br />

Nolte nutzt Synergien<br />

Axel Brinkmann ist ständig auf der Suche<br />

nach neuen Ideen. Dabei stellt sich der<br />

Marketingleiter von Nolte Küchen stets<br />

die Frage: Welchen Mehrwert kann ich in<br />

jeder Küche schaffen? Mit diesem Gedanken<br />

schlenderte er bei der IFA im vergangenen<br />

September in Berlin durch die Messehallen<br />

– und auch über den Stand von<br />

Sony. Dabei sah er erstmals den „Xperia<br />

Projector“. „Das war purer Zufall“, sagt<br />

Brinkmann. Doch er erkannte sofort die<br />

Möglichkeiten, die sich dadurch für die<br />

Küche bieten.<br />

Der „Xperia Projector“ ist ein unscheinbarer<br />

Kasten. Er ist um einiges kleiner als<br />

ein handelsüblicher Toaster, aber das Gerät<br />

kann viel. Denn der „Projector“ vereint<br />

die Vorzüge eines Tablets mit denen eines<br />

Beamers. Soll heißen: Die Oberfläche, die<br />

jeder von seinem Smartphone oder seinem<br />

Tablet kennt, wird von dem Gerät an<br />

die Wand oder auf die Arbeitsplatte projiziert.<br />

Und es arbeitet mit dem Betriebssystem<br />

Android. Der „Projector“ kann per<br />

Berühren, Sprache oder Gesten gesteuert<br />

werden. Dazu kann der Anwender jede<br />

erdenkliche App herunterladen. Er kann<br />

Fernsehschauen, spielen, Rezepte suchen,<br />

Musik über WLAN oder Bluetooth hören.<br />

Die Möglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt.<br />

Flexibel und transportabel<br />

Ein großer Vorteil des Geräts: Es ist<br />

flexibel, transportabel. Wer eine TV-<br />

Show schauen mag, kann das Bild an die<br />

Wand werfen. Wer während des Kochens<br />

das Rezept vor sich „liegen“ haben möchte,<br />

kann das Kästchen drehen und schon<br />

wird das virtuelle Touchdisplay auf die<br />

Arbeitsfläche projiziert. Es kann auch in<br />

jedem anderen Umfeld genutzt werden,<br />

es ist universell einsetzbar. „Wir haben<br />

den ‚Xperia Projector’ auch nicht speziell<br />

für die Küche entworfen“, sagt Christoph<br />

Boddem. Er ist Launch Execution Manager<br />

bei Sony und für Europa zuständig.<br />

Während der LivingKitchen erklärte Boddem<br />

das Gerät den Messebesuchern. Selber<br />

ausprobieren war ausdrücklich erwünscht.<br />

Kleine Schwächen<br />

Zurück zur IFA: Axel Brinkmann kam<br />

mit Yuichiro Saito von Sony ins Gespräch.<br />

Der Marketingleiter von Nolte und der<br />

Senior Project Manager aus Tokio hatten<br />

sofort einen Draht zueinander und erkannten<br />

die Synergien, die beide Unternehmen<br />

nutzen können. „Das hat perfekt<br />

gepasst“, ist Brinkmann überzeugt. Auch<br />

Saito war während der LivingKitchen in<br />

Köln, um das gemeinsame Projekt zu unterstützen.<br />

Der „Xperia Projector“ hat allerdings<br />

noch ein paar kleine Schwächen. Das virtuelle<br />

Touchfeld kann nur auf Oberflächen<br />

mit geringer Struktur genutzt werden.<br />

Dazu müssen Wand, Arbeitsplatte oder<br />

Nische hell sein. Wann das Produkt auf<br />

den Markt kommen wird, steht auch noch<br />

nicht fest, ebenso wenig wie der Preis.<br />

Garen auf der Arbeitsplatte<br />

Bereits auf der Hausmesse im September<br />

zeigte das Löhner Unternehmen die<br />

15 Millimeter dicke Keramikarbeitsplatte<br />

mit unsichtbar integrierten Induktionsfeldern.<br />

„Dabei sind die Kochfelder in der<br />

Planung frei platzierbar“, verspricht der<br />

Küchenmöbelhersteller. Seit der Living-<br />

Kitchen führt Nolte die smarte Arbeitsplatte<br />

im Programm.<br />

neo neu kombiniert<br />

Daneben konzentrierte sich Nolte aber<br />

natürlich auch auf seine Kernkompetenz:<br />

die Küchenmöbel. Drei der insgesamt zwölf<br />

Küchen auf dem 700 Quadratmeter großen<br />

Stand widmeten sich der Kollektion „neo“.<br />

Die in sich durchgängig gestalteten Raumkonzepte<br />

– „Salon“, „Loft“ und „Chalet“ –<br />

stehen für modernes Wohnen. Ab sofort<br />

können die charakterstarken „neo“-Module<br />

frei in Standardplanungen integriert<br />

werden. Dadurch ergeben sich völlig neue<br />

Gestaltungsoptionen. Eine Differenzierung<br />

ist somit auch im mittleren Preissegment<br />

möglich, indem beispielsweise eine<br />

Insel mit Spiegeltüren oder Graffitiprint<br />

für die besondere Note sorgen.<br />

Neu sind darüber hinaus auch die Ausstattungsmöglichkeiten<br />

für „nolte neo“.<br />

Die Module können nun auch mit Schubkästen<br />

der Varianten „PremiumLINE<br />

Box“ und „PremiumLINE Glas“ ausgestattet<br />

und mit der Innenorganisation<br />

des Kernsortiments konfiguriert werden.<br />

www.nolte-kuechen.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 19


Schaufenster<br />

Mit den richtigen Zutaten wird die Küche zum individuellen Lebensraum. Das umfangreiche Sortiment von Nolte Küchen<br />

liefert hier die Rezepte. Zur Saison <strong>2017</strong> durchgängig erweitert, lässt es jede Menge Spielraum für die Planung.<br />

Das Ergebnis sind allzeit wohnliche Küchen. Hier sorgt eine effektvolle Kombination von Oberflächen<br />

für das gewisse Etwas: Die Zementfront „Portland“ in Achatgrau geht mit „Legno“ im Furnier<br />

Eiche Marone und „Nova Lack“ mit Hochglanzlack in Quarzgrau eine edle Verbindung<br />

ein. „MatrixArt 900“, die grifflose Variante der ergonomischen<br />

Unterschrankhöhe mit 20 % mehr Stauraum, und Kulissentüren<br />

vereinen Funktionalität und Wohnkomfort.<br />

www.nolte-kuechen.de<br />

20 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 21<br />

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Messe/Küchenmöbel<br />

Das Regalsystem<br />

„tRACK(S)“ spielt<br />

mit offenen und<br />

geschlossenen<br />

Flächen.<br />

Das Spülenmodul ist Teil des Küchenkonzepts.<br />

Fotos: Biermann<br />

Sachsenküchen entwickelt Regalsystem „tRACK(S)“<br />

Optische Alleinstellung<br />

Für Sachsenküchen war die Living­<br />

Kitchen eine Leistungsschau. Also<br />

eine Gelegenheit, dem internationalen<br />

Publikum zu zeigen, „was wir können“,<br />

wie es Geschäftsführer Elko<br />

Beeg ausdrückte. Dabei war ein besonders<br />

Messe­Highlight noch ein<br />

Prototyp: Zusammen mit Schrankausstatter<br />

Kesseböhmer hat der Küchenmöbelhersteller<br />

das Regal system<br />

„tRACK(S)“ entwickelt. Und das<br />

ist dank der Bicolor­Optik alles andere<br />

als gewöhnlich. Verchromte<br />

T­Connectoren verbinden pulverbeschichtete<br />

Metallstreben und Fachböden.<br />

Technisch setzt das System<br />

auf eine simpel anmutende Klemmwirkung.<br />

Wobei „tRACK(S)“ mit offenen<br />

und geschlossenen Flächen<br />

spielt, denn in das Regalsystem lassen<br />

sich Standard­Möbelkorpusse integrieren.<br />

Zum aktuellen Zeitpunkt<br />

sind die T­Connectoren auch kupferfarbig<br />

möglich, die Regalplatten bestehen<br />

wahlweise aus Stahl oder Glas.<br />

Die Bandbreite an möglichen Materialien<br />

soll aber erweitert werden. Elko<br />

Beeg verspricht sich von diesem System<br />

viel: „Regale sind die einfachste<br />

Art, die Küche zu individualisieren“,<br />

sagte er, „und in Kombination mit geschlossenen<br />

Kastenmöbeln wird die<br />

Planung funktional“. Im Dialog mit<br />

den Kunden sollen nun die Potenziale<br />

des Systems weiter ausgelotet werden.<br />

Ziel sei es, mit flexiblen Stauraummodulen<br />

eine eigenständige und innovative<br />

Gesamtlösung zu entwickeln. In<br />

Köln zeigte Sachsenküchen dazu unter<br />

anderem ein Möbelmodul mit Küchenspüle.<br />

Sieben Meter Steinfronten<br />

Die erwähnte Leistungsschau füllte<br />

Sachsenküchen auf der LivingKitchen<br />

mit drei weiteren Messeplanungen<br />

mit Leben. Dazu zählte die moderne<br />

Interpretation der Landhausküche mit<br />

massiven Fronten in Platineiche und<br />

einer Arbeitsplatte aus poliertem Naturstein.<br />

Eins der anspruchsvollen Details:<br />

Solitäre Hochschränke schienen<br />

schwerelos zu schweben. Lichtregale<br />

bewirkten diesen Effekt.<br />

„Stein trifft Holz“ lautet die Planungsdevise<br />

beim neuen Modell<br />

„ Tessa“. Sieben Meter Steinfronten bilden<br />

den beeindruckenden Rahmen für<br />

den Spülplatz aus massiver Eiche. Ausgestattet<br />

ist diese Küche mit der Höhenverstellung<br />

„ErgoMatic“. So lässt<br />

sich die Arbeitshöhe der „Steininsel“<br />

auf Knopfdruck an die Wünsche des<br />

Nutzers anpassen.<br />

Ebenfalls gezeigt wurde die Verschmelzung<br />

von Küche und Wohnraum.<br />

Sachsenküchen hat diese „gelebte<br />

Realität“ allerdings erweitert:<br />

um die Themen „Vorrat“ und „Vorbereitung“.<br />

Das edel anmutende Ensemble<br />

aus Küche und Essplatz lässt<br />

zunächst nicht vermuten, dass hinter<br />

den Fronten aus furniertem Nussbaum<br />

noch eine Überraschung wartet.<br />

Eine zunächst nicht sichtbare Drehtür<br />

verbindet den Wohnraum mit einer<br />

Vorbereitungsküche und einen daran<br />

angrenzenden Wirtschaftsraum.<br />

Bei der Ausstattung der Schränke für<br />

den Hauswirtschaftsraum arbeitet der<br />

Hersteller mit Hailo zusammen.<br />

Ab März <strong>2017</strong> sind alle Messeneuheiten<br />

in der Hausausstellung<br />

in Obercarsdorf zu sehen.<br />

www.sachsenkuechen.de<br />

22 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Fotos: Biermann<br />

Bestimmt viele Hundert Male fotografiert: Die zeyko-„Flybridge“ mit der Front „Stone Oceangreen“.<br />

zeyko setzt Materialoffensive fort<br />

Im Einstieg noch differenzierter<br />

„echt zeyko, echte Materialien“ – so lautet seit<br />

einigen Monaten der Slogan der Schwarzwälder<br />

Küchenmanufaktur. Und der funktioniert<br />

und kommt auch bei der internationalen Kundschaft<br />

gut an, berichtet Geschäftsführer Andreas<br />

Kress. Entsprechend der internationalen Ausrichtung<br />

der LivingKitchen hatte zeyko einige<br />

der zuletzt vorgestellten Küchenkonzepte neu<br />

in Szene gesetzt. Das Erfolgsmodell „Stone Oceangreen“<br />

mit seiner haptisch und optisch erlebnisreichen<br />

Oberfläche zum Beispiel als beeindruckenden<br />

Monolith samt der wie schwebend<br />

wirkenden Insel „ Flybridge“. Andere Möbel wurden<br />

mit deckenhohen Hochschränken gezeigt.<br />

„Dabei sind wir bis auf eine Höhe von 4,10 Meter<br />

gegangen“, berichtet der Geschäftsführer.<br />

Für den internationalen Teil der Gäste war auch<br />

die Designküche „woodline.one“ eine Premiere.<br />

Bislang wurde das mehrfach designprämierte<br />

Modell nur auf national ausgerichteten Messen<br />

gezeigt. In Köln nun in einer Variante mit Metalllack<br />

Stahlschwarz zu den vertikalen Hölzern.<br />

zeyko bietet hochwertig konzipierte und verarbeitete<br />

Möbel aus hochwertigen Materialien<br />

an. Dies bekommen Käufer per Zertifikat bestätigt.<br />

Auf den Fronten sind dezent aber dennoch<br />

selbstbewusst entsprechende Plaketten angebracht.<br />

Dennoch blickt der Hersteller auch auf<br />

den Einstiegsbereich seines Sortiments und will<br />

sich dort künftig noch stärker differenzieren.<br />

Neu ist zum Beispiel das geradlinige Auszugsystem<br />

„BaseLine“ in der edel wirkenden Kombination<br />

Grafit und Rauchglas. Die „BaseLine“ ist<br />

zusätzlich zu den bereits verfügbaren Auszugsystemen<br />

aus Buche und Nussbaum erhältlich.<br />

Zudem gibt es in den zeyko­Einstiegspreisgruppen<br />

nun ein Longboard, das sich in Kombination<br />

mit den übrigen Möbeln preissensibel auch<br />

mit anderen Frontmaterialien planen lässt.<br />

www.zeyko.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 23


Die „Casa“ im<br />

achatgrauen Country Style-Look.<br />

Neu sind die runden Hochschränke „Rondo“.<br />

Schüller setzt das „Colour Concept“ in Szene<br />

Auch Klassiker mögen Farbe<br />

Küchen sind Weiß. Aber nicht nur.<br />

Und immer häufiger sind sie auch dunkel<br />

und farbig, wie führende Designer<br />

und Trendscouts prognostizieren. Dass<br />

„Farbe“ nicht automatisch auffällig bunt<br />

und exzentrisch bedeuten muss, wird laut<br />

Schüller am Beispiel der momentan stark<br />

gefragten Nuancen aus dem Spektrum<br />

der Grau­ und Schwarztöne deutlich − von<br />

hellem Kristallgrau hin zu gedecktem<br />

Lava schwarz. Der fränkische Küchenmöbelhersteller<br />

weiß aber auch: „Die zu<br />

beob achtende Tendenz zu farbigeren Küchen<br />

vollzieht sich selbstverständlich<br />

nicht von heute auf morgen. Wie so oft der<br />

Fall bei Umdenkprozessen, ist der Übergang<br />

fließend.“ Auf der LivingKitchen<br />

fokussierte sich Schüller auf das breite<br />

Farbspektrum des „ Colour Concepts“.<br />

26 Satinlack­Farben umfasst dieses. Für<br />

den Messeauftritt von Schüller.C wurden<br />

sieben davon ausgesucht, hinzu kamen<br />

vier Planungen für next125.<br />

Bewusst realitätsnah<br />

Die sieben Schüller.C­Küchen wurden<br />

in jeweils andersfarbig gestalteten Kuben<br />

präsentiert. Dazu leuchteten die Küchenmöbel<br />

im einheitlichen Design. Mal großflächig,<br />

mal fein akzentuiert. Und immer<br />

realitätsnah. Denn oberstes Gebot sei die<br />

tatsächliche Umsetzbarkeit im Handel.<br />

Die farbigen Küchenformationen seien<br />

also kein reiner Messe­Gag, sondern verkörpern<br />

Lösungen, die sich auch für den<br />

alltäglichen Gebrauch eignen.<br />

Und das soll nicht allein für eine junge<br />

Zielgruppe von Interesse sein. Auch<br />

überwiegend klassische Planungen lassen<br />

sich durch bewusst eingesetzte Farbakzente<br />

rasch aufwerten. Besonders bieten<br />

sich dafür die eleganten Grau töne<br />

an, wie unter anderem die Küchen im<br />

„ Country Style“ mit den Fronten „Casa“<br />

und „ Vienna“ demonstrierten. Bewusst<br />

frischer geht es bei der Kombination der<br />

Pastelltöne „Gletscher blau“, „Pastell rosé“<br />

und „Pastell gelb“ zu. Derart gestaltete<br />

Planungen sprühen vor Lebensfreude und<br />

transportieren Leichtigkeit.<br />

Bewusst Kontraste schaffen<br />

Das „Colour Concept“ umfasst 26 Satinlackfarben.<br />

Angeboten werden sie für<br />

acht Programme; und im Sinne der Durchgängigkeit<br />

ebenfalls für Wangen und weitere<br />

Umfeldlösungen. Die bestehende<br />

Farbpalette orientiert sich an den aktuellen<br />

Farbtrends und wird fortlaufend aktualisiert<br />

und ausgebaut. Wobei die reine<br />

Umsetzung wohl eher selten zum Tragen<br />

kommt. „Die Farben des ‚ Colour Concepts‘<br />

lassen sich gut miteinander kombinieren<br />

und als bewussten Kontrast zu Holztönen<br />

oder als Farbakzent in einer weißen<br />

Küche einsetzen“, plädiert auch Markus<br />

Schüller, geschäftsführender Gesellschafter<br />

des in Herrieden beheimateten Küchenmöbelherstellers,<br />

für den individuell<br />

abgestimmten Einsatz. Sämtliche 26<br />

Satinlacke des „ Colour Concepts“ werden<br />

– ebenso wie Samtmattlacke bei next125<br />

– im umweltfreundlichen, wasserbasierten<br />

„ Dual­Cure“­Verfahren mit UV­Trocknung<br />

hergestellt. Dieses Verfahren erfülle<br />

nicht nur ökologische Ansprüche, erläutert<br />

das Unternehmen, sondern sorge zusätzlich<br />

für hohe Beständigkeit und Belastbarkeit<br />

der Oberflächen. Pflegeleicht<br />

seien sie auch.<br />

Ganzheitlich gestaltet<br />

Das Thema „Farbe“ setzte Schüller auf<br />

der LivingKitchen konsequent und mit<br />

ganzheitlichem Anspruch um. Die Außenflächen<br />

der Kuben waren mit massiver, in<br />

den Farben des „ Colour Concepts“ lasierter<br />

Seekiefer verkleidet. Die farbigen Lasuren<br />

ließen die lebendige Struktur des<br />

Holzes subtil durchscheinen und sorgten<br />

24 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Fotos: Biermann<br />

3, 2, 1 . . . Überraschung: Hinter den Türen des Hochschranks verbirgt sich eine begehbare Speisekammer.<br />

für eine natürliche Note. Passend zur Farbe<br />

der jeweiligen Kuben wurde die Außenfläche<br />

durch abstrakte Küchenmotive<br />

im Stil des Siebdruckes geprägt. Als<br />

Leitmotiv der Messepräsenz zog sich diese<br />

Art der Gestaltung wie ein roter Faden<br />

durch die Planung − von der Einladungskarte<br />

über das Standkonzept hin zu den<br />

Accessoires.<br />

Erläuterungen zum Küchen­Konfigurator<br />

rundeten die Präsentation ab. Ebenso<br />

wie zum ständig anwachsenden Sortiment<br />

der Exklusiv­Gerätemarke Juno. In<br />

der Collection <strong>2017</strong> werden sieben neue<br />

Geräte angeboten, darunter die Funktion<br />

„Heißluft plus“ bei Backöfen, die zusätzlich<br />

zur Heißluft auch Feuchtigkeit in<br />

den Garraum bringt. In der Ceramic­ und<br />

Quarzstein­Collection „Systemo“ wurden<br />

für <strong>2017</strong> fünf neue Dekore aufgenommen.<br />

www.schueller.de<br />

Miele. Für das, was wir besonders lieben.<br />

Die neue grifflose Designlinie ArtLine.<br />

Geben Sie Ihre Vorstellung von Perfektion in die besten Hände. Vertrauen Sie auf Miele ArtLine Einbaugeräte.<br />

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Messe/Küchenmöbel<br />

Foto: Nobilia<br />

Für Nische, Wand und Unterschrank: Regalsystem „SmartCube“ von nobilia.<br />

nobilia präsentiert Highlights der Kollektion <strong>2017</strong><br />

Smartes Regalsystem „SmartCube“<br />

Simply the Best: Es schien, als wenn der Nummer­<br />

1­Hit von Tina Turner aus dem Jahr 1991 für den Living­<br />

Kitchen­Stand von nobilia sprichwörtlich Pate stand.<br />

Großzügig auf 800 Quadratmetern präsentierte der<br />

Branchenprimus die Highlights seiner aktuellen Kollektion.<br />

14 Küchen demonstrierten die Vielfalt des Sortiments.<br />

Trendstark inszeniert wurde dabei das Programm<br />

„Touch“ mit seiner supermatten Lacklaminatfront in<br />

Schwarz mit Ferro­bronzefarbener Absetzung aus dem<br />

„Color Concept“. „Diese Küche haben wir überproportional<br />

gut platzieren können“, berichtet Marketingleiterin<br />

Sonja Diermann. Die weiteren neuen Farben<br />

„ Savanne“ und „Aqua“ erweitern ebenfalls den Spielraum<br />

für zeitgemäße Planungen.<br />

Einen Boom erleben weiterhin die Betonoptiken.<br />

Mit der Front „Riva“ in „Betongrau“ hat nobilia im<br />

vergangenen Jahr mit dafür gesorgt, den „Industrial<br />

Chic“ mehrheitsfähig zu machen. Die Ausführung in<br />

„Schiefer grau“ gehört inzwischen zu den „Top 5“ im<br />

nobilia­Angebot. Folgerichtig gibt es jetzt zu dieser<br />

Front eine Fortsetzung im neuen „Weißbeton“.<br />

Ungebrochen ist auch der Trend des Landhausstils.<br />

Sechs Prozent macht dieser im Umsatz von nobilia<br />

aus. Küchen mit den Rahmenfronten „Finesse“, „Sylt“<br />

und „Credo“ machen den Look in drei unterschiedlichen<br />

Facetten erlebbar – von modern bis klassisch.<br />

Auf die Mitte des Marktes zugeschnitten präsentieren<br />

sich Küchen mit den neuen Mattlack­Fronten Fashion<br />

in „Alpin weiß“ und „Seidengrau“ sowie als grifflose<br />

„ Inline“ in „Alpinweiß“.<br />

Regal für Wand und Unterschrank<br />

Auf der LivingKitchen erstmals zu sehen war das<br />

neue Regalsystem „SmartCube“ in Schwarz eloxiert<br />

und Inox. „Die Regale sind ein Plus für individuelle<br />

Kücheninszenierungen und lassen sich sowohl in der<br />

Wandgestaltung als auch im Unterschrank einsetzen,<br />

sei es in der Zeile oder in der Insel“, heißt es vonseiten<br />

des Unternehmens. Mit diesem neuen Gestaltungselement<br />

können Küchen noch offener geplant werden. Zudem<br />

lassen sich auch farblich noch weitere individuelle<br />

Akzente setzen, denn die Regalböden sind in 25 unterschiedlichen<br />

Farben frei wählbar. www.nobilia.de<br />

26 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Foto: Plaßhenrich<br />

Besuchermagnet: Küchenmöbelhersteller Alno feiert seinen 90. Geburtstag mit der Jubiläumsküche „Alno 90“.<br />

Alno feiert 90. Geburtstag<br />

Gute Zeiten,<br />

schlechte Zeiten<br />

Das Freud und Leid sehr nah beieinander liegen<br />

können, zeigte sich in der LivingKitchen­Woche bei<br />

Alno. Das traditionsreiche Unternehmen feiert dieses<br />

Jahr seinen 90. Geburtstag und setzte dies auf der<br />

Messe angemessen um. Doch nur kurz nach der Premiere<br />

der limitierten Sonderedition „Alno 90“ wurde<br />

bekannt, dass der Pfullendorfer Küchenmöbelhersteller<br />

350 der konzernweit 2.100 Arbeitsplätze zeitnah<br />

streichen wird und auf diese Weise 20 Mio. Euro einsparen<br />

will. Dass auf dem Messestand dennoch gute<br />

Stimmung herrschte, lag wohl auch daran, dass die<br />

Nachricht erst zum Ende der Woche veröffentlicht<br />

wurde. Aber auch weil die Geburtstagsküche „Alno<br />

90“ ein Besuchermagnet war. „Zum 90­Jährigen blicken<br />

wir auf zahlreiche Meilensteine zurück, die wir<br />

im Küchenmarkt gesetzt haben, um einen weiteren zu<br />

schaffen“, erklärt das Unternehmen seine Beweggründe<br />

für die neue Küche.<br />

Historische Stilelemente, modernes Material<br />

„Alno 90“ interpretiert die traditionellen Solitärmöbel<br />

auf moderne Weise. Historische Stilelemente prägen<br />

die Form, dagegen sind Material und Technik modern.<br />

Die runden Abschlüsse erinnern ans Buffet. Die<br />

frei stehende Insel in der Küchenmitte mit ihrer überstehenden<br />

Platte ähnelt gleichzeitig einem klassischen<br />

Küchentisch.<br />

Das „Perlweiß metallic“ der Möbel bildet einen<br />

Kontrast zu Nische und Arbeitsplatte aus schwarzem<br />

Quarzstein. Passend dazu sind Details in „Pastellgrün“<br />

abgesetzt. Die Sonderedition ist auf 1927 Küchen<br />

limitiert, eine Anlehnung ans Gründungsjahr<br />

des Unternehmens von 1927. Die jeweilige<br />

Nummer ist auf einem kleinen Metallschild in einem<br />

der äußeren Hängeschränke angebracht. „Die drei<br />

Module bieten auf kleinem Raum sehr viele Funktionen“,<br />

erläutert Konzernsprecher Markus Gögele.<br />

www.alno.de<br />

Grau-weiß<br />

schraffierte<br />

Einlegeböden:<br />

Dieses Dekor<br />

war in den Jahren<br />

zwischen<br />

1950 und 1970<br />

Gang und Gebe<br />

in zahlreichen<br />

Küchen. Das Jubiläumsmodell<br />

„Alno 90“<br />

nimmt dies auf.<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 27


Messe/Küchenmöbel<br />

Häcker inszeniert Herbstneuheiten auf ungewöhnliche Weise<br />

Vier Elemente, fünf Küchen<br />

Häcker Küchen ging die oft doch turbulenten Messetage<br />

ganz entspannt an. Schließlich hatte das Unternehmen<br />

erst wenige Tage zuvor seinen Rekordumsatz<br />

von 512 Millionen Euro bekannt gegeben. Das Motto<br />

zur LivingKitchen lautete „Elements“. Fünf Küchen der<br />

Linien „classic/ART“ und „systemat“, die Häcker bereits<br />

zur Hausmesse im Herbst gezeigt hatte, wurden<br />

neu inszeniert und den Elementen Feuer, Wasser, Luft<br />

und Erde zugeordnet.<br />

Der Küchenmöbelhersteller aus Ostwestfalen hatte<br />

sich bewusst dazu entschieden, in Köln keine Neuheiten<br />

zu präsentieren, sondern seine Best­of­Reihe<br />

aus dem Herbst zu zeigen. Schließlich hatten die deutschen<br />

Händler dort erst geordert. Mit einem neuen Angebot<br />

wäre die Bestellung schon wieder überholt gewesen.<br />

Dazu hatten viele internationale Gäste die aktuelle<br />

Kollektion noch gar nicht gesehen.<br />

Luft: Als ein Highlight der classic­Küchenplanung<br />

zeigte Häcker die neue Designfront „Integrale“. „Das<br />

ist der neue Shootingstar“, erklärt das Unternehmen.<br />

Trotz einer Stärke von 22 Millimeter wirkt diese elegant<br />

und schlicht. Ein weiteres Designelement ist der<br />

Muldengriff, der jeweils in identischer Größe und Positionierung<br />

mittig auf der Front platziert ist. Das Modell<br />

„Integrale“ in der Farbe Weiß fügt sich auf dem<br />

Messestand in eine Küchenplanung ein, die mit ihrem<br />

Wolken himmel das Element Luft verkörpert.<br />

Erde: Für das Element Erde stand die zweite classic­<br />

Küchenplanung mit der matten Lackoberfläche „Laser<br />

Soft“. Dabei harmonierte die grüne Mooswand mit dem<br />

neuen Farbton „Mokkabraun“.<br />

Feuer: Die „systemat AV 4070 Bronze“ in Kombination<br />

mit „AV 5082 Wildeiche Mokka“ geport stand mit<br />

ihrem Kamin für das Element Feuer.<br />

Wasser: Dieses Element fand seinen Ausdruck in<br />

der „systemat AV 6000“, die auf der LivingKitchen in<br />

„Samtblau“ ausgestellt wurde. Über den Blauton in<br />

Mattlack hinaus stand die Spüle im Mittelpunkt dieser<br />

Küchendarstellung.<br />

Darüber hinaus präsentierte Häcker eine fünfte<br />

Küche: die „systemat AV 2065“ in „Polarweiß“. Die<br />

Schichtstofffront ist mit einer allseitigen Formkante<br />

mit 45­Grad­Fase ausgestattet. Für eine einheitliche Optik<br />

sind Nischenverkleidungen und Regale ebenfalls in<br />

Schichtstoff mit Fase verfügbar. Ebenfalls passend abgestimmt<br />

sind die neuen Griffleisten, die in die Fronten<br />

eingearbeitet sind und den modernen und linearen Look<br />

der AV 2065 unterstreichen. www.haecker-kuechen.de<br />

Foto: Häcker<br />

Stand in der<br />

Häcker-Präsentation<br />

für das Element Feuer:<br />

„systemat AV 4070 Bronze“<br />

in Kombination mit „AV 5082 Wildeiche Mokka“.<br />

28 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Foto: Warendorf<br />

Neu bei Warendorf ist diese Echtbeton-<br />

Oberfläche. Die Griffmulden können je<br />

nach Planung individuell positioniert<br />

und entsprechend gefräst werden.<br />

Warendorf zeigt Selbstbewusstsein<br />

Alles auf Anfang<br />

Drei Küchen, drei Stilwelten, eine Messebotschaft:<br />

„Wir sind wieder da und haben einen Großteil unserer<br />

Hausaufgaben bereits gemacht.“ Nach einer erfolgreichen<br />

Hausmesse im Herbst 2016 ging es für Warendorf<br />

auch auf der LivingKitchen darum, die bisherigen<br />

Aktivitäten zu dokumentieren, die nach der Insolvenz<br />

vor rund einem Jahr bereits umgesetzt wurden, und<br />

aufzuzeigen, wohin die Entwicklung geht. Denn nach<br />

diversen Investitionen in Vertrieb und Marketing/<br />

Werbung soll nun die Produktentwicklung forciert<br />

werden. Die mitgebrachten Küchen ließen schon mal<br />

aufblicken.<br />

Edle Eiche-Zarge<br />

So präsentiert Warendorf in diesem Jahr die MK 1<br />

„swing“ aus der „Authentic Linie“ mit einer Farbkombination<br />

aus „Vulkanschwarz“ und „Grau softmatt“, sowie<br />

einer „softmatt weißen“ Arbeitsplatte, die durch<br />

eingesetztes Lichtspiel und Spiegelung den schwebenden<br />

Effekt der Küchenzeile unterstreicht. In der<br />

MK 1 treffen sinnlich anmutende samtweich­matte<br />

Oberflächen auf Echtholz Eiche. Eingesetzt wird das<br />

edle Holz im furnierten Greifraumprofil und bei der Eichenzarge.<br />

Diese neue Innenausstattungsvariante war<br />

eins der Messe­Highlights.<br />

Die MK 2 „new glamour“ ist auf den großen Bühnen<br />

dieser Welt zu Hause. Ihre kosmopolitische Inszenierung<br />

von Glanz & Reflektionen zeigt sich sowohl in der<br />

Materialauswahl als auch in der Materialkomposition.<br />

Warme, sinnlich­tastbare „Coal Eiche“ trifft auf kühlen<br />

Edelstahl und marmorierte Keramik. Dazu runden superglatte<br />

schwarze Hochglanzlackflächen den Eindruck<br />

ab. Die Küche besteht aus einem aus der Barszene bekannten<br />

Rückbüffet und einer Insel­/Thekenlösung.<br />

Die MK 3 „pure materials“ pocht auf Materialechtheit<br />

und kombiniert dabei verschiedene Oberflächen<br />

und deren Wirkungen. Premiere feierte die neue Echtbeton­Oberfläche.<br />

Warendorf inszenierte sie in Kontrast<br />

mit der urigen „Ast Eiche Tabak“ sowie mit Naturstein<br />

und Nussbaum­Arbeitsplatten. „Authentisches<br />

Understatement in urbanem Kontext“, nennt der Küchenmöbelhersteller<br />

das. Darüber hinaus präsentiert<br />

diese Küchenlösung die neue gefräste Griffmulde, die<br />

der Hersteller als Innovation auf dem Küchenmarkt bezeichnet.<br />

Denn die Griffmulden können nach Kundenwunsch<br />

positioniert werden.<br />

Kochender Markenbotschafter<br />

In das Zentrum des Messestandes war eine Aktivküche<br />

in Form einer grünen Insel im Pantone Farbton<br />

des Jahres „Greenery“ platziert. Dieser Ton steht<br />

für Vitalität, Naturverbundenheit, Lebensgefühl und<br />

Neuanfang. Warendorf nahm diesen Ball auf und betonte<br />

dadurch den Aufbruch nach der Unternehmensrestrukturierung.<br />

Die Aktivküche wurde an den ersten<br />

beiden Messetagen auch zur Bühne des Markenbotschafters<br />

Thomas Bühner, 3­Sterne­Koch aus dem Restaurant<br />

„la vie“ in Osnabrück. www.warendorf.com<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 29


Messe/Küchenmöbel<br />

Möbelsystem „Concept Kitchen“ von Naber<br />

Jung, frisch, frech<br />

Die „Concept Kitchen“ kann Küche, sie kann aber auch sehr<br />

viel mehr. Nämlich Bistro, Shop, Büro oder Besprechungsraum.<br />

Das wandelbare Möbelsystem präsentierte Naber auf der<br />

Living Kitchen bewusst jung, frisch und mit einer gewissen frechen<br />

Note. So leuchtete der sympathische Logo­Schriftzug im<br />

Retro­Design schon von Weitem durch die Gänge der Kölner<br />

Messe. Beim Näherkommen gab es einiges zu entdecken. Der<br />

gesamte Stand war lebendig dekoriert und lud zum Inspizieren<br />

und Entdecken ein.<br />

Das zurückhaltende skandinavische Design der „Concept<br />

Kitchen“ liegt voll im Trend. Ebenso die modulare Strategie.<br />

„Immer mehr Einrichter kombinieren fest eingebaute<br />

Möbel mit flexiblen Modulen und schaffen damit neue Wohnkonzepte“,<br />

berichtet Martin Staaks, Leiter des Naber­Produktmanagements.<br />

Vor allem international erreiche dies<br />

zunehmend mehr Kunden. Auch aus den Bereichen Objekteinrichtung<br />

und Ladenausstattung. Und wie wird am besten<br />

kombiniert? „Das richtet sich ganz nach den Wünschen dessen,<br />

der die ‚Concept Kitchen’ nutzt“, meint Martin Staaks.<br />

Foto: Biermann<br />

Dynamischer Messeauftritt: die „Concept Kitchen“ auf der Living-<br />

Kitchen.<br />

Merke: Die „Concept Kitchen“ kann jung, frisch und frech. Sie<br />

könnte aber auch klassisch und dezent. Kundenspezifisch eben.<br />

www.ck-by-naber.de<br />

Stengel feiert LivingKitchen-Premiere<br />

Designorientierte Möbelmodule<br />

2016 war für die Stengel Steel Concept GmbH ein erfolgreiches Jahr mit<br />

der area30 als Messehöhepunkt. <strong>2017</strong> ging es gleich zum Auftakt aufregend<br />

weiter: mit der erstmaligen Teilnahme an der LivingKitchen in Köln. Im Mittelpunkt<br />

der Kölner Messepräsentation stand das neu entwickelte Konzept<br />

„SSC“. Die Designlinie setzt auf dezentes „Cremeweiß“, mache aber auch als<br />

Wohnmöbel sowie im Büro eine gute Figur. Damit sei das Programm eine<br />

zeitgemäße Lösung für die fließenden Übergänge von Wohn­, Relax­ und Arbeitsbereichen.<br />

„Zudem wird der beruflichen Mobilität intelligent Rechnung<br />

getragen“, erläutert das Unternehmen. Als Kompaktküche ist „SSC“ in zwei<br />

oder drei Breiteneinheiten planbar. Jede Einheit misst 60 cm in der Breite.<br />

Hinzu kommen jeweils 2 cm Edelstahlrohr. Die Fronten bestehen aus doppelwandig<br />

verfülltem und pulverbeschichtetem Metall. Low­ und Highboards<br />

sind gleichfalls so gestaltet. Die Vielfältigkeit des Programms „SSC“ spiegelt<br />

sich im druckfrisch erschienenen Katalog<br />

wider. Er soll Küchenplaner und<br />

Einrichtungsfachberater in Argumentation<br />

und Kalkulation unterstützen.<br />

Das Unternehmen garantiert „kurze<br />

Lieferzeiten“ sowie eine Qualität<br />

„Made in Germany“, die Flexibilität,<br />

klare Formen und Funktionalität auf<br />

engstem Raum bieten.<br />

Mini­Küchen in unterschiedlichen<br />

Ausstattungsvarianten und Preisklassen<br />

sowie Breiten von 90 bis 170 cm<br />

stellte der Hersteller aus Ellwangen<br />

in Köln ebenfalls aus. www.stengelsteelconcept.de<br />

Alles drin: Kompaktküche „SSC“<br />

mit Edelstahlrohren und pulverbeschichteten<br />

Stahlfronten.<br />

Fotos: Biermann<br />

30 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Fotos: Biermann<br />

Die Hochschrankfront<br />

der Rotpunkt-<br />

Küche im „ Factory<br />

Style“ glänzt im<br />

Ton „Goldrush“.<br />

Ein markantes Regal und die Glasvitrinen-Schränke<br />

mit Wabenstruktur<br />

sind weitere Konzeptbestandteile<br />

der „Factory Style“-Küche.<br />

Rotpunkt will „Variantenweltmeister“ sein<br />

Niemals „Nein“ sagen<br />

Mengen­ und Kostenführer im<br />

Küchenmarkt wird Rotpunkt in<br />

absehbarer Zeit nicht. Für diese<br />

Aussage muss man weder Hellseher<br />

sein noch pathologisch destruktiv<br />

denken. Dennoch läuft<br />

es derzeit ausgesprochen rund<br />

in Bünde. „Wir haben unsere Nische<br />

gefunden und bieten mit<br />

unserer Sortimentstiefe außergewöhnliche<br />

Möglichkeiten für Küchenspezialisten“,<br />

nennt Andreas Wagner (Foto), geschäftsführender Gesellschafter,<br />

einen der maßgeblichen Gründe. Und dass<br />

er dabei über das ganze Gesicht entspannt lacht, lässt<br />

erahnen, dass es um die Zahlen hinter der Strategie<br />

gut bestellt sein muss. In der von Wagner zitierten Nische<br />

strebt Rotpunkt Küchen eine ganz besondere Rolle<br />

an: „Wir wollen Variantenweltmeister werden.“ Soll<br />

heißen: „Wir müssen nie ‚nein‘ sagen, weil wir jeden<br />

Wunsch umsetzen können.“ Dafür stehe einerseits das<br />

reguläre Programm, andererseits die Möglichkeiten<br />

von Sonderanfertigungen. Dass Extrawünsche nicht<br />

zum Nulltarif erhältlich sind, versteht sich von selbst.<br />

Aber inhaltlich möglich sei erst mal grundsätzlich alles.<br />

In Köln zeigte das Unternehmen, wie umfangreich<br />

bereits die regulären Lösungen sein können. Die Themen<br />

dazu: „Industrial Design“, „Greenline“ und „Less<br />

is more“, ein Hinweis auf besonders dünne Materialien<br />

wie zum Beispiel die 8­mm­Wange. Hinzu kam als eins<br />

der zentralen Kommunikationsthemen die neue Korpushöhe<br />

91 cm, die im Herbst zur Hausausstellung<br />

Premiere feierte und laut Hersteller einen Stauraumgewinn<br />

von 16 % gegenüber der weit verbreiteten 78­cm­<br />

Höhe böte. www.rotpunktkuechen.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 31


Messe/Küchenmöbel<br />

Meisterliche Qualität von Pfister<br />

Ausdrehbarer<br />

Sitzplatz<br />

Wie jeder Zentimeter einer Küche sinn­ und<br />

stilvoll genutzt werden kann, zeigte einmal mehr<br />

die Möbelwerkstatt Pfister aus Angelbachtal.<br />

Seit dem Sommer war Inhaber Uwe Pfister mit<br />

der Planung der neuen Küche „Archetur“ beschäftigt,<br />

um sie auf der Living Kitchen präsentieren<br />

zu können. Die Küche aus kanadischem<br />

Ahorn mit Kern besteht aus einer frei stehenden<br />

Insel mit zahlreichen Details. Das runde Ende<br />

mit den Unterschränken ist der Blickfang. Dazu<br />

kann die Fläche durch das Herausdrehen eines<br />

Tisches erweitert werden. Die Schubkästen und<br />

Schränke sind von innen beleuchtet. Die dazugehörige<br />

Küchenzeile mit der Theke hat schräge<br />

Elemente, die die Arbeitsplatte schwebend wirken<br />

lassen.<br />

Der familiengeführte Handwerksbetrieb feierte<br />

vergangenes Jahr sein 30­jähriges Bestehen.<br />

Vielfach fertigt Pfister aus Altholz, also aus dem<br />

Foto: Biermann<br />

Neuestes Meisterstück aus der Möbelwerkstatt Pfister: Küche „Archetur“ mit<br />

Insel und Zeile aus kanadischem Ahorn mit runden, beweglichen und schrägen<br />

Elementen.<br />

Holz alter Scheunen oder Brücken. Selbst aus einer Kirchturmspitze<br />

oder Mühlenrädern wurden bereits hochwertige<br />

Küchen geschaffen. Dabei nehmen die Aufträge immer<br />

mehr zu. „Deshalb suchen wir kreative Köpfe, sei<br />

es Meister, Techniker oder auch Innenarchitekten“, sagt<br />

Uwe Pfister. www.pfister-moebelwerkstatt.de<br />

Oster lässt Schrankelemente verschwinden<br />

Mehr als eine Insellösung<br />

Die neue<br />

„Quantum“-Insel<br />

mit einem<br />

etwa 30 Zentimeter<br />

tiefen,<br />

versenkbaren<br />

Schrankelement,<br />

das per<br />

Knopfdruck aus<br />

der Arbeitsplatte<br />

herausfahren<br />

kann.<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Eine Kochinsel ist unbestreitbar schick. Allerdings<br />

fehlt in den häufigsten Fällen eine praktische Wand, an<br />

der sich etwas aufhängen lässt. Die neue „Quantum“­<br />

Insel von Oster bietet genau dafür eine Lösung. Töpfe,<br />

Pfannen & Co. werden wie gehabt in geräumigen<br />

Schubkästen verstaut. Hinter dem Herd befindet sich<br />

jedoch noch ein etwa 30 Zentimeter tiefes, versenktes<br />

Schrankelement, das per Knopfdruck aus der Arbeitsplatte<br />

herausfahren kann.<br />

Es beherbergt alle Annehmlichkeiten, die sonst<br />

nur die klassische Einbauküche bietet: Aufbewahrungs­Auszüge,<br />

Aufhänger für Kochutensilien oder<br />

ein Gewürzregal mit Schüben. Dazu ist ein Tablet­Halter<br />

mit USB­Anschluss vorhanden. Wenn das Element<br />

nicht mehr gebraucht wird, kann es wieder versenkt<br />

werden. Korpus und Fronten gibt es in sieben Hartholz­Arten<br />

europäischer Herkunft. Wem „Quantum“<br />

alleine zu viel Holz ist, der kombiniert dazu Elemente<br />

mit farbig hinterlegten Glasfronten aus der PURE­Kollektion.<br />

Urbaner Landhausstil<br />

Dazu präsentierte sich die klassisch­englische<br />

Landhausküche „Castel“ ganz urban. Mattes Tiefschwarz<br />

verleiht der Patina­Lackierung eine moderne,<br />

industrielle Note und setzt dadurch einen Gegenakzent<br />

zu romantischen Elementen wie Säulen, Pilaster und<br />

Kassettenrahmen. Dazu bringt die „Castel“­Variante in<br />

Sonnengelb­Orange Pepp ins Haus. „Küchen im Landhausstil<br />

machen bei uns etwa 30 Prozent aus“, berichtet<br />

Karl­Josef Oster.<br />

Als Gegensatz dazu verbreitet die auf ein Minimum<br />

an Dekor reduzierte „Noce“ grafische Strenge<br />

und dennoch Gemütlichkeit durch das warme, rötlichbraun<br />

gefärbte Holz der amerikanischen Walnuss.<br />

www.oster.de<br />

32 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


pronorm sieht sich gut aufgestellt<br />

Ton-in-Ton<br />

Foto: pronorm<br />

„Wir haben uns sehr positiv entwickelt, sind<br />

für die Zukunft gut aufgestellt und haben hervorragende<br />

Perspektiven.“ Diese Aussage von<br />

Geschäftsführer Heinz Hachmeister spiegelt die<br />

gute Stimmung beim Küchenmöbelhersteller pronorm<br />

aus Vlotho wider. Basis für diesen Erfolg<br />

sei die vor einigen Jahren entwickelte und eingeführte<br />

Produktlinien­ und Plattformstrategie,<br />

die auf einer klar definierten Sortimentsstruktur<br />

aufbaue. Darauf ausruhen wolle sich pronorm allerdings<br />

nicht: „Wir werden nicht nur Entwicklungen<br />

aufgreifen, sondern weiter Trends setzen, Aus der proline128-Linie: schwarz eloxierte Designregale treffen auf Achatgrau.<br />

um internationale Marktchancen zu nutzen“, unterstreicht<br />

Hachmeister. Einer dieser Mega­Trends <strong>2017</strong> sei „Ton­in­Ton im Graubereich“.<br />

Kein Kontrast, sondern Farbe, die sich Ton­in­Ton ergänzt und so eine warme und<br />

wohnliche Atmosphäre erzeugt – diese Strategie setzten auch die Messsebauer in Köln<br />

um. Das Standkonzept auf der LivingKitchen nahm das farbliche Stilmittel auf und integrierte<br />

die ausgestellten Musterkü chen auf harmonische Weise. Zum Wert der Kölner<br />

Messe sagte Hachmeister: „Ich sehe die LivingKitchen als eine optimale Kommunikationsplattform,<br />

um sich mit den Handelspartnern über Marktentwicklungen und Zukunftspotenziale<br />

auszutauschen.“ www.pronorm.de<br />

LIGNA <strong>2017</strong> – Halle 15 – Stand G61<br />

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Messe/Küchenmöbel<br />

Regalsystem „Monkey“<br />

Akzente in jedem RAL-Ton<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Flexibel gestalten: Die Einsätze<br />

beim Regal sys tem „Monkey“ von<br />

Rempp können nach Wunsch frei<br />

eingesetzt werden. Die flexiblen<br />

Elemente können sich dabei farblich<br />

absetzen.<br />

Seine Kompetenzen beschreibt der Küchenmöbelhersteller Rempp mit den Begriffen „grifflos,<br />

sockellos, kantenlos und übergangslos“. Um diese Vorzüge darzustellen, hatte das Schwarzwälder<br />

Unternehmen eigens für die Messe einen Kubus hergestellt, der all das auf einen Blick deutlich<br />

machte. Der Kubus bestand aus vielen kleineren Würfeln, die sich drehen ließen – ähnlich wie<br />

bei einem Zauberwürfel. Anschaulich, praktisch und informativ konnten die Rempp­Mitarbeiter<br />

damit die Kompetenzen des Küchenmöbelherstellers<br />

deutlich<br />

machen.<br />

Als Neuheit brachten die Baden­Württemberger<br />

das Regalsys<br />

tem „Monkey“ mit. In das<br />

können Einsätze flexibel an den<br />

Regalböden eingeschoben werden.<br />

Eine farbliche Absetzung<br />

der Einschübe in jedem RAL­<br />

Ton ist möglich. Nicht neu, dafür<br />

aber ein Hingucker und eine weitere<br />

Möglichkeit, die Küche zum<br />

Wohnraum zu öffnen, ist das beleuchtete<br />

Wand­Funktionsbord.<br />

www.rempp-kuechen.de<br />

Foto: Biermann<br />

Rempp setzt auf eine elegante Wirkung seiner Möbel und<br />

zeigt, wie das umgesetzt wird: „grifflos, sockellos, kantenlos<br />

und übergangslos“.<br />

allmilmö präsentiert die „ZM 4“<br />

Vier gewinnt<br />

Vier Küchen, vier Themenwelten, vier Jahreszeiten, viermal<br />

allmilmö: Der Premiumhersteller fokussierte sich während<br />

der LivingKitchen konsequent grifflos. Die aufgefrischte<br />

Ausstellungsgestaltung spiegelte nach der Herbstpräsentation<br />

auf Gut Böckel in Rödinghausen auch für den internationalen<br />

Markt den neuen, offenen allmilmö­Charakter schlichter Eleganz<br />

wider.<br />

Die neue Küchenvariante „ZM 4“ mit der<br />

Oberfläche „Phoenix­Surface“ inszenierte<br />

allmilmö in Köln bewusst in „Schwarz<br />

supermatt“. Das Versprechen: Die Küche<br />

bleibt frei von Fingerabdrücken. Die Wangen,<br />

Arbeitsplatte und Front sind einheitlich<br />

13 Millimeter dünn. „ZM 4“ steht im<br />

Übrigen für Zeiler Möbelwerk und 4 Varianten.<br />

So bietet allmilmö „Phoenix“ konzeptionell<br />

gleich in vier Farb­ und Materialwelten,<br />

in Schwarz, Weiß, Greige und Grau an.<br />

Fotos: Plaßhenrich<br />

Die grifflose Küche „ZM 4“mit der Oberfläche<br />

„Phoenix-Surface“ inszenierte allmilmö in Köln<br />

in „Schwarz supermatt“. Wangen, Arbeitsplatte<br />

und Front sind einheitlich 13 Millimeter dünn.<br />

Schubkasten- und Auszugsystem „Scala“<br />

Neben dem exklusiven allmilmö „a­Box System“ wird ab<br />

diesen Januar die Metall­Hohlkammerzarge „Nova Pro Scala“<br />

von Grass im aktuellen geradlinigen Design eingesetzt. Und<br />

zwar optional. Dabei stehen bei den Auszügen eine Reling­Variante<br />

sowie eine 18,6 cm hohe Zarge für Auszüge zur Verfügung.<br />

Die Oberflächen sind im eleganten Farbton Anthrazit gehalten.<br />

Daneben zeigte der Premiumhersteller in Köln die Küchenmodelle<br />

„Senza hellgrau“, die „Fineline Hochglanzlack Kristallweiß“<br />

kombiniert mit „Makassar“­Furnier und die „Natura<br />

Eiche furniert Flanell Inox“ mit „Contrua Hochglanzlack Weiß“.<br />

www.allmilmoe.com<br />

34 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Express Küchen setzt auf „Weniger ist mehr“<br />

Schlank und stimmig<br />

Jung, frisch, unverbraucht – modisch, modern, aufgeschlossen:<br />

Express Küchen legte auf der Living Kitchen einen souveränen<br />

Auftritt hin und zeigte, wie attraktiv der Preiseinstieg<br />

sein kann. Für Produktmanager Jochen Linke muss jede Express­Küche<br />

folgende Eigenschaften vereinen: „Mobilität, Funktionalität<br />

und das Preis­Leistungs­Verhältnis muss stimmen.“<br />

Express Küchen hält sein Angebot bewusst schlank. Die Devise<br />

des zur Nolte­Gruppe gehörenden Unternehmens lautet:<br />

„Weniger ist mehr“. Aktuell gibt es bei dem Meller Küchenmöbelhersteller<br />

acht Programme mit 33 Frontvarianten. Mit den<br />

beiden Programmen „Beton“ und „Moon“ hatte Express bereits<br />

auf der vergangenen Hausmesse positive Resonanz hervorgerufen.<br />

Jetzt folgt die „logische Ausbaustufe“: Ab sofort bietet<br />

die Linie „Systemline“ eine grifflose Variante in fünf Programmen.<br />

So sind die Programme „Win“, „Plan“, „Beton“, „Moon“ und<br />

„Star“ in allen Frontfarben mit sogenannten C­ und L­Profilen<br />

lieferbar.<br />

Gleichzeitig erhält „Systemline“ eine neue Korpusausstattung.<br />

Das neue Zargensystem aus dem Hause Hettich verfügt<br />

standardmäßig über eine Vollauszug­ und Dämpfungstechnologie.<br />

Neue Besteckeinsätze, Antirutschmatten und<br />

eine neue Innenorganisation runden das Lieferspektrum ab.<br />

www.express-kuechen.de<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Express Küchen zeigte auf der LivingKitchen drei grifflose Varianten<br />

des Programms „Systemline“. Produktmanager Jochen Linke,<br />

seit Oktober 2016 bei der Nolte-Tochter unter Vertrag, freut sich<br />

über die neuen Ausführungen.<br />

Das neue Programm bei TEAM 7 heißt „filigrino“<br />

Fließende Verbindung<br />

Das neue Küchenkonzept „filigrino“ von TEAM 7. Charakteristisch: das aufgesetzte Funktionselement<br />

aus Keramik.<br />

Foto: TEAM 7<br />

Mit filigraner Leichtigkeit präsentierte<br />

TEAM 7 die fließende Verbindung<br />

der Bereiche Essen und Küche: „filigno“<br />

heißt das neue Programm, bei dem sich<br />

mit feinem Naturholz umschlossene Anrichten<br />

und Highboards in der Küche<br />

wiederfinden. Der räumlich und funktional<br />

nahtlose Übergang erfolgt durch<br />

ein Sideboard mit aufgesetztem Funktionselement<br />

aus Keramik: Zum Essbereich<br />

hin dient es als Anrichte, während<br />

der erhabene Teil durch seine Arbeitshöhe<br />

und den Materialwechsel von Holz zu<br />

Keramik eindeutig der Küche zuzuordnen<br />

ist.<br />

Das Keramikelement folgt in seinem<br />

Volumen dem Frontenraster und vermittelt<br />

gleichzeitig zwischen den beiden<br />

Korpushöhen von 670 und 804 mm. Das<br />

gesamte Konzept folgt einem streng geradlinigen<br />

Design: Kennzeichnend sind<br />

die feine Ummantelung aus einer nur<br />

12 mm starken Dreischichtplatte sowie<br />

die Frontengestaltung in Naturholz, Keramik<br />

oder Glas. Je nach Kombination<br />

entsteht ein einheitliches oder abwechslungsreicheres<br />

Gesamtbild. Variable<br />

Gestaltungselemente, offen oder mit<br />

Glastüren und mit integrierter Beleuchtung<br />

lockern es weiter auf. Ein rückspringender<br />

Sockel betont zudem die<br />

leichte Anmutung der „filigno“ Küche.<br />

Die Beimöbel gibt es auch mit Kufen.<br />

www.team7.at<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 35


Messe/Küchenmöbel<br />

Ballerina<br />

Preis für die Standgestaltung<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Ballerina fördert den Design-Nachwuchs<br />

ganz praktisch. Für die Living-<br />

Kitchen <strong>2017</strong> ließ sich der Küchenmöbelhersteller<br />

seinen Messestand von<br />

Studierenden der Hochschule Detmold<br />

planen. Prof. Frank Nickerl hatte im Lehrgebiet<br />

Messebau des Master-Semesters<br />

den Ballerina-Messestand als Pitch ausgeschrieben.<br />

Die Aufgabenstellung für<br />

die Gruppen lautete: Ballerina-Küchen<br />

als die junge und moderne, designorientierte,<br />

Trend setzende deutsche Marke<br />

mit Mehrwerten in Bezug auf Qualität<br />

und Individualität darzustellen. Den<br />

ersten Preis erhielt dann allerdings keine<br />

Gruppe, sondern Alexandra Nesterova-<br />

Weinert. „Wir haben uns am Anfang gefragt,<br />

ob eine einzelne Person das alles<br />

schaffen kann. Aber es hat reibungslos<br />

funktioniert“, sagt Heidrun Brinkmeyer,<br />

Geschäftsführerin von Ballerina, während<br />

der Preisübergabe.<br />

Fünf Zonen, vier Stilrichtungen<br />

Nach der Konzepterstellung übernahm<br />

Nesterova-Weinert im Wintersemester<br />

die künstlerische Bauleitung.<br />

Der Messestand, der schlicht in der Firmenfarbe<br />

blau und in Grautönen gehalten<br />

ist, hat vier Eingänge mit einer klaren<br />

Achsenführung, die den Stand<br />

aufteilten. Der mittlere Bereich mit Informationstheke,<br />

Materialbibliothek und<br />

Bar diente der Kommunikation. In den<br />

Heiko Ellersiek und Heidrun Brinkmeyer<br />

von Ballerina beglückwünschen Alexandra<br />

Nesterova-Weinert (Foto links) zum ersten<br />

Preis für die gelungene Standgestaltung.<br />

vier äußeren Zonen wurden die Küchen<br />

präsentiert. Dabei steht jede Küche für<br />

ihre eigene Lebenswelt sowie Stilrichtung<br />

und wurde endverbrauchernah dargestellt.<br />

(siehe auch Bericht auf S. 16).<br />

www.ballerina.de<br />

BMK-Innovationspreis <strong>2017</strong><br />

bauformat, Neff und Blanco vorneweg<br />

Bereits zum elften Mal verlieh der<br />

Bundesverband Mittelständischer Küchenfachhandel<br />

(BMK) seine Innovationspreise<br />

<strong>2017</strong> in den Kategorien<br />

„Küchenmöbel“, „Küchengeräte“ und „Küchenzubehör“.<br />

Die Sieger wurden während<br />

der LivingKitchen geehrt und heißen<br />

bauformat, Neff und Blanco. Dazu wurde<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Elmo Keller mit dem BMK-Ehrenpreis ausgezeichnet.<br />

Elmo Keller war lange Jahre Geschäftsführer<br />

bei der BMK und hat sich<br />

Ende Dezember in den Ruhestand verabschiedet.<br />

Dazu hat er 2006 den Innovationspreis<br />

ins Leben gerufen und<br />

ihn ständig begleitet. Grund genug für<br />

Die Gewinner der BMK-Innovationspreise <strong>2017</strong> mit BMK-Präsident Hans Hermann<br />

Hagelmann (2. von rechts) und BMK-Geschäftsführer Niklas Schulte (rechts).<br />

den BMK-Vorsitzenden Hermann Hagelmann,<br />

ihn für sein Engagement mit dem<br />

Ehrenpreis auszuzeichnen. Zuvor wurden<br />

allerdings die Unternehmen für ihre<br />

Innovationen geehrt. Dazu führte eine<br />

Projektgruppe der Möbelfachschule in<br />

Köln unterhaltsam und kurzweilig durch<br />

das Programm.<br />

In der Rubrik „Küchenmöbel“ setzte sich<br />

bauformat mit der Küche „Industry Style“<br />

durch vor Leicht Küchen mit der ultramatten<br />

Oberfläche „Bondi“ und Ballerina mit<br />

der „BlackLine“. Neff mit dem „Slide&Hide“-<br />

Dampfbackofen „B48FT68NO“ gewann in<br />

der Kategorie „Küchengeräte“ vor Miele<br />

mit dem Tischlüfter „CSDA1010“ inklusive<br />

Kochfeldern und Liebherr mit der<br />

Kühl-Gefrierkombination „CBNies4858“.<br />

Blanco sicherte sich mit der Granitspüle<br />

„Zenar XL 6S Dampfgar PLUS“ Platz 1<br />

vor Naber mit der Edelstahl-Außenjalousie<br />

„E-Jal Col“. Ein weiteres Produkt hatte es<br />

in dieser Rubrik nicht in die Endauswahl<br />

geschafft.<br />

Eine dreigeteilte Jury bestehend aus<br />

Händlern mit 40-prozentigem Anteil,<br />

Fachpresse (30 Prozent) sowie BMK-Vorstand<br />

(30 Prozent) hatte ihre Stimme im<br />

Vorfeld abgegeben, um die Sieger zu ermitteln.<br />

www.zhh.de<br />

36 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


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Küchenfertigung/Produkte<br />

Ob große Klappe oder kleine – der Beschlägespezialist<br />

aus Höchst kann im Klappen-Bereich<br />

fast jede Einbausituation abdecken.<br />

Wenn zum Schwenken der Klappe<br />

entsprechend Platz über dem Korpus vorhanden<br />

ist, bietet Blum mit der Hochschwenkklappe<br />

Aventos HS eine geeignete<br />

Variante für große, einteilige Fronten.<br />

mit verschiedenen Bewegungstechnologien<br />

wie „Tip-On“ oder „Servo-Drive“ kombinieren.<br />

„Damit kommt viel Bewegungsfreiheit,<br />

Ergonomie und Komfort in jede<br />

Küche, besonders bei grifflosen Fronten“,<br />

erläutert das Unternehmen.<br />

Foto: Blum<br />

Blum bietet umfangreiches Klappen-Programm<br />

Praktisch und ergonomisch<br />

Klappen im Oberschrank oder im<br />

Hochschrank liegen im Trend und sind<br />

ergonomisch vorteilhaft. Im Gegensatz<br />

zu Drehtüren gewähren sie im geöffneten<br />

Zustand ungehinderten, vollen Zugriff auf<br />

das gesamte Schrankinnere. Auch ragt<br />

keine Front in den Raum oder ist beim Bewegen<br />

in der Küche im Weg. Blum bietet<br />

mit seinen verschiedenen Klappenvarianten<br />

ein umfassendes Programm für den<br />

Ober- und Hochschrank. Bei der Ausstattung<br />

lassen sich die jeweiligen Varianten<br />

Für nahezu jede Einbausituation<br />

Das bewährte Klappenprogramm von<br />

Blum heißt „Aventos“. Verfügbar sind verschiedene<br />

Varianten für eine Vielzahl<br />

von Einsatzmöglichkeiten im gesamten<br />

Wohnbereich. Ob als Hochfalt- oder Hochschwenk-,<br />

ob als Hochlift- oder als Hochklappe<br />

in unterschiedlichen Größen und<br />

Bauweisen – für nahezu jede Einbausituation<br />

bietet das Unternehmen eine stimmige<br />

Klappenlösung. Der stufenlose Stopp<br />

ermöglicht, dass alle Klappen an jeder beliebigen<br />

Position angehalten werden können,<br />

dort stehen bleiben und damit zum<br />

Schließen wieder bequem zu erreichen<br />

sind. www.blum.com<br />

„WingLine L“ von Hettich für große Schränke<br />

Panorama mit dem Wow-Effekt<br />

Messe-Premiere feierte das weiterentwickelte Falttürsystem<br />

„WingLine L“ jüngst exklusiv beim Schlafzimmerschrankproduzenten<br />

Wiemann auf der imm cologne. Doch es sollte wundern,<br />

wenn dieser Beschlag nicht spätestens zur Küchenmeile<br />

im Herbst auch im Programm einiger Küchenmöbelhersteller zu<br />

sehen sein wird. Denn mit<br />

nur einem Push öffnet „Wing-<br />

Line L“ ein komplettes Türpaket.<br />

Bei möglichen 2400 mm<br />

Höhe und 600 mm Breite pro<br />

Türflügel öffnet der Beschlag<br />

einen überraschend großen<br />

Schrankinhalt und schafft einen<br />

echten Panoramaeffekt.<br />

Also wie geschaffen für einen<br />

Geräteschrank in der Küche.<br />

Für Thomas Schmidt, Produktmanager<br />

bei Wiemann,<br />

ist der „WingLine L“ das<br />

„ideale Produkt, um sich abzugrenzen<br />

und den Kunden<br />

zu begeistern“. Die einfache Montage sei ein weiteres Argument<br />

gewesen, den „WingLine L“ ins Programm aufzunehmen. Die Türen<br />

könnten werkzeuglos montiert und der Schrank mühelos von<br />

einem Monteur aufgebaut werden. „Das ist für unsere Kunden<br />

ein entscheidendes Kriterium“, betont Schmidt. www.hettich.de<br />

„WingLine L“ von Hettich öffnet einen überraschend großen Schrankinhalt.<br />

Fotos: Wiemann<br />

38 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Mit dem „iMove“ von<br />

Kesseböhmer ist das<br />

gesamte Staugut im<br />

Hängeschrank jederzeit<br />

vollständig griffbereit.<br />

Fotos: Kesseböhmer<br />

„iMove“ von Kesseböhmer<br />

Innovationen<br />

schaffen Kaufanreize<br />

Mit innovativen Produkten kann der Küchenhandel<br />

Impulse setzen und Kaufanreize bieten – für noch<br />

mehr Komfort, Bedienfreundlichkeit und eine bessere<br />

Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Stauraums.<br />

Der „iMove“ von Kesseböhmer ist so ein Produkt. Schon<br />

im Jahr seiner Markteinführung wurde der Schwenkbeschlag<br />

für den Küchenoberschrank mit zwei internationalen<br />

Designpreisen ausgezeichnet: dem „if product design<br />

award“ und der „Special Mention 2016“ des German<br />

Design Award. Zahlreiche Küchenhersteller haben den<br />

„iMove“ bereits in ihre Kollektionen aufgenommen.<br />

Fließende Bewegung<br />

Der „iMove“ fährt die Tablare im Hängeschrank mit<br />

einer leichten, fließenden Bewegung komplett aus dem<br />

Schrankkorpus so weit heraus, dass die obere bzw. die<br />

beiden oberen Stauebenen in bequemer Reichweite vor<br />

dem Schrankkorpus zum Stehen kommen. Damit ist<br />

das gesamte Staugut im Hängeschrank jederzeit vollständig<br />

griffbereit. Weitere Aspekte im Detail:<br />

• Die Aus- und Einfahrbewegung ist – dank integrierter<br />

Federkraftunterstützung – ruhig, leicht und fließend.<br />

Damit funktioniert der „iMove“ voll und leer<br />

gleichermaßen zuverlässig und sicher.<br />

• In den beiden lieferbaren Versionen trägt der „iMove“<br />

auf den bewegten Tablaren eine Zuladung von bis zu<br />

8 kg und benötigt keine Kraftnachregulierung.<br />

• Mit dem an der Reling angesetzten handfreundlichen<br />

Koffergriff lässt er sich ganz leicht aus dem<br />

Schrankkorpus heraus und nach unten in die individuelle<br />

Reichhöhe schwenken. Ein eingebauter<br />

Finger-Klemmschutz garantiert die nötige Bediensicher<br />

heit.<br />

• Die Reling, die das Staugut auf den Tablaren vor dem<br />

Herunterfallen nach vorne schützt, senkt sich parallel<br />

mit der Ausfahrbewegung automatisch nach unten<br />

ab. So sind die Tablare für den Anwender in idealer<br />

Arbeitshöhe vollständig zugänglich.<br />

• Der untere Schrankbereich bzw. der Schrankboden<br />

wird von dem ausfahrenden „iMove“ nicht tangiert.<br />

Daher kann man hier bevorzugt schwere Gegenstände,<br />

wie beispielsweise Tellerstapel, in idealer „Hebehöhe“<br />

ergonomisch sinnvoll lagern.<br />

• Bei Bedarf rastet der vollständig ausgefahrene<br />

„ iMove“ wahlweise in unterster Stellung ein. Damit<br />

kommt das komplette Schrankinnenleben sicher<br />

und stabil vor dem Korpus zum Stehen und der Nutzer<br />

hat beide Hände frei, um das Staugut herauszunehmen<br />

oder einzustellen.<br />

• Der „iMove“-Beschlag ist gleichermaßen einsetzbar<br />

hinter scharnierten und Lift-Türen.<br />

• Das „Single Tray-Set“ mit einem Tablar gibt es<br />

für 50, 60, 80 und 90 cm breite Hängeschränke je<br />

nach Einbaukonstellation ab einer Korpushöhe von<br />

470 mm Das „Double-Tray-Set“ mit den zwei absenkbaren<br />

Tablaren ist lieferbar für 50 und 60 cm<br />

breite Hängeschränke ab einer Höhe von 710 mm.<br />

www.kesseboehmer.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 39


Messe/Küchenverbände<br />

Frische Ideen<br />

für die Küche von morgen<br />

Wie gestaltet sich die Küche der Zukunft? Diese Frage elektrisiert die Branche seit<br />

jeher. Und diese Frage steht auch bei der DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG<br />

im Mittelpunkt. Kreative Antworten dazu präsentierten auf der LivingKitchen<br />

Studierende der Hochschulen in Furtwangen und Wismar.<br />

Sitzplätze waren Mangelware und auch die zweiten<br />

und dritten Reihen waren auf dem LivingKitchen-<br />

Stand der Verbundgruppe DER KREIS komplett gefüllt.<br />

Denn zahlreiche Vertreter aus Industrie, Handel, Politik<br />

und Medien verfolgten die Verleihung des Stiftungspreises<br />

<strong>2017</strong> an die Hochschulen in Furtwangen<br />

und Wismar und die beteiligten Studenten. Beim aktuellen<br />

Wettbewerb zur „Küche der Zukunft“ entwickelten<br />

die Studenten der beteiligten Hochschulen kreative<br />

Ideen, deren Resultate auf dem Messestand der<br />

Leonberger Verbundgruppe und der Stiftung ausgestellt<br />

und prämiert wurden.<br />

Umfrage Basis der Ideenfindung<br />

Dabei wurde erneut fachbereichsübergreifend<br />

agiert. Im ersten Schritt hatten Studierende der Angewandten<br />

Gesundheitswissenschaften aus Furtwangen<br />

junge Menschen zwischen 19 und 29 Jahren zu<br />

deren Essgewohnheiten sowie zur Bedeutung der Küche<br />

aktuell und in Zukunft befragt. Die daraus resultierenden<br />

Erkenntnisse dienten als Grundlage für<br />

die Entwicklung der Küchenideen. 88 Prozent der Befragten<br />

hält sich demnach mehrmals täglich in der Küche<br />

auf. Wobei die Küche in dieser Altersgruppe einen<br />

„sehr hohen Stellenwert“ hat. Dementsprechend würde<br />

Beim Stiftungspreis 2015-<strong>2017</strong> der DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG machten Hochschulen, Studierende, Industrie<br />

und Handel erneut gemeinsame Sache. Dafür gab es vom Initiator Ernst-Martin Schaible (vordere Reihe 3. von<br />

rechts) Urkunden und Blumen.<br />

40 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


knapp über die Hälfte der Befragten zwischen 15 000<br />

und 20 000 Euro für die Kücheneinrichtung ausgeben.<br />

Bei der Frage, in welche Bereiche die jungen Menschen<br />

in den nächsten 10 Jahren das meiste Geld investieren<br />

würden, kam heraus, dass eine neue Küche auf dem<br />

fünften Platz der Wunschliste landet – nach Wohneigentum,<br />

Urlaubsreise, Fahrzeug und Hobbys. Bei den<br />

Investitionen in die Räumlichkeiten steht die Küche<br />

auf Platz 1, mit deutlichem Abstand gefolgt von Wohnzimmer,<br />

Schlafzimmer und Bad.<br />

Im Ranking der verschiedenen Küchentypen belegt<br />

die „Familienküche“ mit 34 Prozent den ersten Rang,<br />

gefolgt von der „High-Tech-Küche“ und der „Landhaus-<br />

Küche“. Frisches Obst und Gemüse, Qualität und Gemeinschaft<br />

sind die Begriffe, die den Befragten beim<br />

Kochen wichtig sind.<br />

DIE Küche hat viele Gesichter<br />

Deutlich wurde auch, dass der Faktor „Individualität“<br />

nirgendwo stärker ausgeprägt ist, als bei der eigenen<br />

Kücheneinrichtung. Es gibt nicht DIE Küche von<br />

morgen, sondern viele verschiedene – je nach individueller,<br />

aktueller Lebenssituation. Gemeinsam mit den<br />

Studierenden der Hochschule Wismar aus den Fachrichtungen<br />

Design und Gestaltung wurden die Ergebnisse<br />

der Umfrage ausgewertet und auf dieser Basis<br />

exemplarisch vier Koch-Typen benannt: „Bio-Kocher“,<br />

„Lässig-Kocher“, „Genuss-Kocher“ und „Clever-Kocher“.<br />

Für jede dieser Zielgruppen wurden konkrete Ideen<br />

formuliert und Produkte entwickelt. Dabei arbeiteten<br />

Professoren und Studierende eng mit den Spezialisten<br />

aus der Praxis zusammen. Die Verbundgruppe selbst<br />

sowie Mitglieder von DER KREIS engagierten sich bei<br />

diesem Praxisprojekt der Nachwuchsförderung (besonders<br />

hervorgehoben wurde der Küchenspezialist<br />

Steffen Widmer aus Schwerin), aber auch Industrieunternehmen<br />

wie zum Beispiel AEG, Ballerina, Hettich<br />

und Kesseböhmer.<br />

Die vier Koch-Typen – und Ideen dafür<br />

BIO-KOCHER: Freundschaft und Familie sind wichtiger<br />

als Status und Stress. Kochen und Küche sind etwas<br />

Besonderes. „Bio-Kocher“ legen Wert auf Qualität<br />

und Ästhetik. Warum das Brot nicht selber backen?<br />

Das frische Gemüse kommt aus der Region vom Bio-<br />

Bauer. Das Motto: Lieber weniger, dafür aber frisch und<br />

gesund.<br />

Ein ökologisches Küchenmöbel, die Arbeitsplatte<br />

aus Massivholz in Ahorn, möglichst aus nachhaltigem<br />

Anbau. Front, Korpus oder Gestell in zurückhaltender<br />

Farbigkeit. Schlicht und schön soll der Solitär<br />

sein, wohnlich und sich der vorhandenen Küche anpassen.<br />

Eine gute Verbindung von Natur und Ästhetik, in<br />

Dicht gedrängt verfolgten zahlreiche Gäste die Verleihung der Stiftungspreise. Für die Präsentation des Nachwuchs-Projekts<br />

„Die Küche der Zukunft“ hatte die Verbundgruppe DER KREIS 50 Prozent der Fläche des Messestandes<br />

auf der LivingKitchen reserviert.<br />

Fotos: DER KREIS<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 41


Messe/Küchenverbände<br />

guter Qualität, hochwertiger Verarbeitung, mit attraktiven<br />

Detaillösungen und Langlebigkeit – im Sinne<br />

eines Erbstücks.<br />

LÄ SSIG-KOCHER halten sich nicht an Essenszeiten,<br />

stattdessen steht die Aktivität – sei es beruflich oder<br />

privat – an erster Stelle. Gegessen wird, wenn es passt –<br />

selten zu Hause. Eine eigene Küche braucht der „Lässig-<br />

Kocher“ nicht unbedingt. Die Konzeptentwicklung der<br />

„Lässig-Küche“ stellt den herkömmlichen Gedanken einer<br />

Küchenzeile auf den Kopf. Die Designstrategie verknüpft<br />

die Ansprüche an ein innovatives Küchenmöbel<br />

mit der Flexibilität der heutigen Arbeitswelt. Ergebnis<br />

dieser Zuschreibungen ist das aufmerksamkeitsstarke<br />

Konzept aus mobilem Service-Butler und tresenartiger<br />

Basisstation. Die moderne Technologie des Butlers bietet<br />

eine vielseitige Benutzung, die Mahlzeit wird eingenommen,<br />

während der Nutzer bequem in einem Sessel<br />

sitzt und von seinem fahrbaren Butler bedient wird.<br />

Alles edel: Die Bühne des „Genuss-Kochers“.<br />

Alles praktisch: Küchenausstattung für „Clever-Kocher“.<br />

GENUSS-KOCHER: Kochen ist genial, ist Erholung<br />

vom Tagesgeschehen. Genießen können ist eine Gabe.<br />

Frische und Qualität der Produkte sind dabei das A&O<br />

der feinen Küche, die Echtheit des Materials ein Muss,<br />

die Haptik edler Hölzer Inspiration. „Genuss-Kocher“<br />

sind individuell, sind Perfektionisten, sind Technik-<br />

Freaks, sind verliebt in Design und lassen sich gerne<br />

über die Schulter schauen.<br />

Der „Genuss-Kocher“ zelebriert das Kochen für sich<br />

und andere. Ihm sind das Kochen und gutes Essen sehr<br />

wichtig, aber auch das Kochwerkzeug muss präsentiert<br />

werden. Hierfür gibt es eine beleuchtete Messer-Vitrine<br />

in der edlen und großzügigen Funktionsrückwand.<br />

Gleich daneben das Herzstück guter Fleischbereitung:<br />

Der Dry-Ager-Kühlschrank, der aus den klassischen<br />

Elektrogeräten wie Weinkühlschrank, Dampfgarkombinationen<br />

oder dem Stauraum für die Kochutensilien<br />

heraussticht. Im Zentrum der großen Küche steht der<br />

ausgefallen designte Steinküchenblock – die Bühne für<br />

den „Genuss-Kocher“, hier wird die Vor- und Zubereitung<br />

der Speisen zelebriert.<br />

CLEVER-KOCHER können organisieren, sie haben den<br />

Durchblick und denken strukturiert. Ein Familienhaushalt<br />

ist ein Unternehmen, das kluges Management<br />

verlangt. Die Prozesse des Einkaufs, der Zubereitung<br />

und des Verzehrs müssen koordiniert sein. Dafür wird<br />

eine Küche mit kurzen Wegen benötigt, mit perfekter<br />

Anordnung der Geräte, cleveren Aufbewahrungsmöglichkeiten<br />

und pflegeleichten Oberflächen.<br />

Die Küche besticht durch Cleverness hinsichtlich<br />

der Lebensmittelzubereitung und Aufbewahrung.<br />

Zu ihren Highlights gehört der Müsli-Dispenser, der<br />

aus dem Hochschrank auf Bedienhöhe heruntergeschwenkt<br />

werden kann, der Geschirrspüler mit „Comfortlift“,<br />

der das leichte und ergonomische Befüllen<br />

unterstützt. Außerdem die Kühl- und Gefrierschubladen<br />

mit verschiedenen Kühlzonen, die einen übersichtlichen<br />

schnellen Zugriff und optimale Lagerung<br />

frischer und gefrorener Lebensmittel bieten. Hinzu<br />

kommt eine Tierfutterschublade im Küchensockel für<br />

die Hygiene des Futters der vierbeinigen Hauslieblinge<br />

und, und . . .<br />

42 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Stiftungspreis gleichberechtigt geteilt<br />

Mit dem Stiftungspreis <strong>2017</strong> des Wettbewerbs „Die<br />

Küche von morgen“ würdigt die DER KREIS ANJA<br />

SCHAIBLE STIFTUNG insbesondere die interdisziplinäre<br />

Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Design,<br />

Innenarchitektur und Angewandte Gesundheitswissenschaften.<br />

Entsprechend war sich die Fachjury<br />

einig, alle drei Fachbereiche in gleichen Teilen auszuzeichnen.<br />

Vier herausragende studentische Ideen wurden<br />

in Zusammenarbeit mit der Industrie, dem Handel<br />

und den Hochschulen umgesetzt.<br />

Nachwuchsförderung als Herzensangelegenheit<br />

„Die Küchenindustrie und der Küchenhandel gehören<br />

mit zu den innovativsten Branchen in Deutschland“,<br />

sagte Verbundchef Ernst-Martin Schaible zur<br />

Eröffnung der Preisverleihung. „Damit dies auch so<br />

bleibt“, mahnte der Gründer und Inhaber von DER<br />

KREIS, „müssen wir gemeinsam alle Anstrengungen<br />

unternehmen, um den Nachwuchs für unsere Branche<br />

zu begeistern und bestmöglich auszubilden.“ Die Förderung<br />

des Branchennachwuchses sei eine der wichtigsten<br />

Aufgaben schlechthin, denn nur so könne die<br />

weltweit führende Rolle der deutschen Küche auch<br />

langfristig sichergestellt und in den kommenden Jahrzehnten<br />

weiter ausgebaut werden.<br />

Wie Ernst-Martin Schaible weiter ausführte, initiiert<br />

die Stiftung gemeinsam mit Handel und Industrie<br />

in interdisziplinären Foren branchenspezifische<br />

Studienprogramme für Studenten und unterstützt<br />

die Studienarbeiten durch Praxiswissen im Rahmen<br />

von Lesungen, Exkursionen in Fertigungsbetriebe<br />

und Ausstellungen führender Küchenspezialhäuser.<br />

Besonders dankte Schaible den Industriepartnern,<br />

dem Küchenspezialisten Steffen Widmer aus Schwerin<br />

und den Hochschulen und Studenten für ihr Engagement.<br />

„Ohne dieses Engagement wäre die Entwicklung<br />

und Umsetzung der Ideen nicht möglich<br />

gewesen.“ Dies sieht auch Gerald Böse, Vorsitzender<br />

der Geschäftsführung der Kölnmesse, so. In seinem<br />

Grußwort lobte er das Engagement und die besonderen<br />

Leistungen der DER KREIS ANJA SCHAIBLE<br />

STIFTUNG sowie des Stiftungsvorstands Ernst-Martin<br />

Schaible für die gesamte Küchenbranche. „In vielen<br />

Branchen wird das Fehlen von Nachwuchskräften<br />

beklagt. In der Küchenbranche sieht es glücklicherweise<br />

ein wenig anders aus, da dank Herrn Schaible<br />

und der von ihm gegründeten Stiftung mit viel Engagement<br />

und Herzblut vieles dafür getan wird, Fachfremde<br />

für das Thema Küche zu begeistern und zu<br />

gewinnen. Dies ist vorbildlich und verdient viele<br />

Nachahmer“, so Gerald Böse. Sein persönlicher Dank<br />

galt zudem Ernst-Martin Schaible, dass dieser die<br />

Bühne der LivingKitchen für die Präsentation der Arbeiten<br />

sowie der Verleihung der Stiftungspreise nutzt.<br />

„In dieser Messewoche habe ich eine Menge Termine“,<br />

sagte der Messe-Chef, „zu diesem komme ich besonders<br />

gern.“<br />

Fortsetzung folgt<br />

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Die<br />

Inhalte des Stiftungsprojektes <strong>2017</strong>-2019 werden<br />

ab Frühjahr <strong>2017</strong> entwickelt und kommuniziert.<br />

Die Preisverleihung erfolgt dann im Rahmen<br />

der LivingKitchen 2019.<br />

Alles echt: Küchenmöbel für „Bio-Kocher“.<br />

Alles entspannt: Mobiler Service-Buttler des „Lässig-Kochers“.<br />

www.anja-schaible-stiftung.de<br />

www.derkreis.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 43


Messe/Arbeitsflächen<br />

Starkes Anbieterfeld auf der LivingKitchen<br />

Arbeitsflächen machen Umsatz<br />

Der Durchschnittspreis der Küche steigt seit Jahren: allein von Januar bis September<br />

2016 erneut von 6434 Euro auf 6714 Euro. Dabei legen Auftragswerte von mehr als 10 000<br />

und sogar 20 000 Euro überproportional zu. Hochwertige Arbeitsplatten sind einer der<br />

Umsatzbringer. Auf der LivingKitchen waren diverse Anbieter vertreten.<br />

Lechner: neue Akzente<br />

Lechner zeigte wie bereits auf der area30 im Herbst<br />

seine aktuelle Kollektion, legte auf der LivingKitchen<br />

allerdings andere Schwerpunkte und zeigte auch einige<br />

neue Dekore. Die Neuheiten aus der Kollektion Laminat<br />

waren deshalb ebenso ein großes Thema wie<br />

Glas und Steinoptiken sowie Naturstein und Keramik.<br />

Dazu wurde das bekannte Motiv der aktuellen<br />

Lechner Kampagne „Wir geben Küchen ein Gesicht“<br />

auch in Köln aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt:<br />

Die viel gesehene messingfarbene Glas-Arbeitsplatte<br />

„Brass“ wurde erneut im Scheinwerferlicht inszeniert<br />

– wie es sich für einen Star gehört. Und auch das<br />

in der Tiefe konfektionierbare Induktionskochfeld Pure<br />

„ FullFit“ bekam einen aufmerksamkeitsstarken Platz.<br />

Das wurde zusammen mit der AEG konzipiert und lässt<br />

Arbeitsplatte und Kochfeld miteinander verschmelzen.<br />

Daneben zeigte das Unternehmen aus Rothenburg o. d.<br />

Tauber Nischenrückwände aus Glas und Laminat. Dabei<br />

handelte es sich sowohl um neue Motive als auch<br />

um Evergreens, die dem Handel wieder einmal ins Gedächtnis<br />

gerufen werden sollten. www.mylechner.de<br />

Strasser: Steine wie Feuer<br />

Es ist nie langweilig ein Feuer zu beobachten. Die<br />

Formen der Flammen, die Farben verändern sich ständig.<br />

Das gleiche Gefühl kommt auf, wenn man auf die<br />

neuen Natursteinarbeitsplatten der Serie „Supreme“<br />

von Strasser schaut. Die kommen aus Steinbrüchen<br />

Brasiliens und tragen Namen wie „White Mistral“,<br />

„Golden Wizard“ und „Black Canyon“. Je nach Standpunkt<br />

oder Lichteinfall scheinen sich die Struktur und<br />

die Farben der Arbeitsplatte tatsächlich zu verändern.<br />

„All diese Steine sind hochwertige Unikate“, sagt Geschäftsführer<br />

Johannes Artmayr.<br />

Daneben nutzte Strasser die LivingKitchen, um den<br />

„Touch Stone“ vorzustellen. In Zusammenarbeit mit dem<br />

österreichischen Smart-Home-Spezialisten Loxone entstand<br />

exklusiv für Strasser der Stein, über den sich beispielsweise<br />

Licht oder Musik steuern lässt. Dafür sind<br />

an bestimmten Stellen im Naturstein oder in der Keramikarbeitsplatte<br />

unauffällig fünf Tastpunkte eingraviert.<br />

„Unsere Steinmetze haben monatelang daran getüftelt,<br />

die Berührungspunkte im Stein so zu gestalten,<br />

dass sie sich perfekt in die Arbeitsfläche integrieren<br />

und in der Funktion wartungsfrei mit der darunterliegenden<br />

Technik verschmelzen“, erklärt Artmayr. www.<br />

strasser-steine.at; www.loxone.com<br />

Rossitis & Co.: Geballte Kompetenz<br />

Auf einen gemeinsamen Stand präsentierten<br />

Rossittis, Laminam und Caesarstone ihre geballte Kompetenz.<br />

„Dadurch können wir unsere ganze Vielfalt am<br />

besten darstellen“, sagt Dirk Mesdag, Vertriebsleitung<br />

von Rossittis. Die drei Unternehmen beziehen 850 unterschiedliche<br />

Materialien aus 54 Ländern. Rossittis<br />

bedient den Natursteinmarkt, Ceasarstone ist Spezialist<br />

für Quarzoberflächen und Laminam ergänzt das<br />

Angebot durch (fein-)keramische Materialien. Besondere<br />

Aufmerksamkeit beim Messepublikum erreichten<br />

die Unternehmen mit dem Tisch „Billiard-Lissy“. Mit<br />

einem Hangriff wird der Esstisch mit einer Platte aus<br />

Quarzkomposit in Marmoroptik zum Billardtisch. Die<br />

<strong>KÜCHENPLANER</strong>-Redaktion kann sich diesen Tisch<br />

auch gut in einer Roulette-, Blackjack- oder Pokeredition<br />

vorstellen. www.rossittis.de; www.caesarstone.de;<br />

www.laminam.de<br />

Jäschke: Steine aus der Region<br />

Die Naturstein Jäschke GmbH aus Stützengrün im<br />

Erzgebirgskreis bietet neben dem Naturstein auch Oberflächen<br />

aus Kunststein, Glas, Keramik-Laminam, antikem<br />

Leichtbeton, dem Mineralwerkstoff „LG Hi-Macs“,<br />

dem Sandstein Grauwacke oder aus Steinstrukturplatten<br />

sowie Beton an. „Der Trend für Naturstein ist ungebrochen.<br />

Keramik ist immer mehr im Kommen“, sagt<br />

der geschäftsführende Gesellschafter Ralf Jäschke. Der<br />

Nachhaltigkeit wegen vertreibt das sächsische Unternehmen<br />

ausschließlich Natursteine, die in Deutschland<br />

abgebaut werden. Einmalig in Deutschland – davon<br />

ist Jäschke überzeugt – seine Kompetenz, Platten<br />

aus Quarzkunststeine durch ein spezielles Verfahren<br />

zu verlängern, ohne dass dies sichtbar ist. Ein besonderes<br />

Highlight auf dem Messestand war das beleuchtete<br />

Eisglas, das grün schimmerte. Dabei handelt es<br />

sich um gebrochenes Glas, das verpresst und anschließend<br />

veredelt wird. Dadurch erhält es seine gebrochene<br />

Struktur. www.jaeschke-arbeitsplatten.de<br />

TheSize: Küchentisch-Design neu definiert<br />

Der Stand vom spanischen Arbeitsplattenhersteller<br />

TheSize Surface SL umfasste vier Küchenbereiche, in<br />

denen die Dekore in Boden-, Wand-, Arbeitsplatten- und<br />

Spültisch-Anwendungen gezeigt wurden. Dazu wurde<br />

zum ersten Mal in Deutschland der preisgekrönte<br />

Tisch „Banco von La Agencia“ präsentiert. Das frei ste-<br />

44 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Fotos: Loxone<br />

Exklusive Entwicklung von Loxone für Strasser Steiner:<br />

Über dezente Tastpunkte auf der Arbeitsfläche lassen<br />

sich zum Beispiel Licht oder Musik steuern.<br />

hende, gänzlich funktionelle Einrichtungssystem kombiniert<br />

einen Küchentisch mit einer „Calacatta-Arbeitsplatte“<br />

aus dem Material Neolith sowie Kochfeld und<br />

Spülbecken. „Banco definiert das Küchentisch-Design<br />

neu“, heißt es vonseiten des Unternehmens.<br />

Die neuen designoptimierten Dekore von Neolith ®<br />

by TheSize heißen „Aspen Grey“, „Concrete Taupe“ und<br />

„Zaha Stone“. Sie spiegeln erdfarbene Töne wider. Darüber<br />

hinaus wurde „Neolith Blanco Carrara“ vorgestellt,<br />

dessen Desing natürlichem italienischen Marmor ähnelt.<br />

Hinzu kam „Nero Marquina“, ein schwarzes Dekor<br />

mit hell-weißer vom spanischen Marmor inspirierter<br />

Maserung. Dazu sorgt eine neue Plattendicke<br />

von 20 Millimetern für größere Anwendungsflexibilität<br />

und trägt der stetig wachsenden Kundennachfrage<br />

nach maßgeschneiderten Küchen Rechnung.<br />

www.thesize.es<br />

In die Nische ist ein Touchscreen eingebaut, der Unterstützung<br />

für Apps, Videos, Musik, Kommunikation<br />

oder Webinhalte bietet. „smartCUK“ treibt die Entwicklung<br />

der Kochfelder mit integriertem Dunstabzug<br />

voran und bringt mit einem Induktionskochfeld samt<br />

integriertem Dunstabzug auf Basis der Technologie<br />

des niederländischen Anbieters Domoplasma moderne<br />

Komponenten zusammen. „smartCLOK“ projiziert per<br />

LED-Technologie die Uhrzeit, auf Wunsch eine Stoppuhr<br />

oder die aktuelle Temperatur auf die Nischenrückwand.<br />

Farbe und Design können dem persönlichen Geschmack<br />

angepasst werden.<br />

Gezeigt wurden außerdem neue Werkstoffkombinationen<br />

aus dem Bereich Keramik, Dekton, Stein, Massivholz,<br />

Schichtstoff, Mineral, Glas und Edelstahl, dazu<br />

zahlreiche Motive und Materialien für Nischenrückwände.<br />

www.akp-apl.de<br />

AKP: Ladepunkte in der Arbeitsfläche<br />

Bei AKP werden Arbeitsplatten und Nischenrückwände<br />

zu Schnittstellen für Smart Home. So ermöglicht<br />

die „smartBOARD-Technologie“ das kabellose<br />

Aufladen von Smartphone & Co. dank integrierter Ladepunkte<br />

in der Arbeitsfläche. Dazu sind nicht sichtbare<br />

Lautsprecher in die Arbeitsplatte eingelassen. „smart-<br />

BOARD“ ist lieferbar in den Materialien Glas, Schichtstoff,<br />

Massivholz, Mineral, Quarz-Stein und Keramik.<br />

Die Nischenrückwand mit „smart-MONITR-Technologie“<br />

wurde exklusiv zur LivingKitchen vorgestellt.<br />

Cosentino: Wie Marmor<br />

Mit dem Start der LivingKitchen führte Cosentino<br />

die neue Serie „Silestone ® Eternal“ mit sechs Nuancen<br />

in den Markt ein. Das Besondere: Die an Naturstein angelehnten<br />

Maserungen durchdringen jeweils das Volumen<br />

der gesamten Platte. Die Farbstellungen heißen:<br />

„Eternal Calacatta Gold“, „Eternal Statuario“, „ Charcoal<br />

Soapstone“, „Eternal Calacatta Classic“, „Eternal<br />

Serena“ und „Eternal Marquina“.<br />

„Silestone ® Eternal“ ist – neben den Unitönen „Iconic<br />

Black“ und „Iconic White“, die ebenfalls Anfang Janu-<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 45


Messe/Arbeitsflächen<br />

ar <strong>2017</strong> ins Programm genommen wurden – die erste<br />

Silestone ® -Kollektion, die mit der Cosentino-Technologie<br />

„N-Boost“ veredelt worden war. Diese verspricht<br />

mehr Glanz, eine intensivere Farbwirkung sowie eine<br />

vereinfachte Instandhaltung und Reinigung.<br />

Die neue Farbserie „Dekton XGloss Natural“ mit den<br />

Nuancen „Glacier“, „Fiord“ und „Tundra“ zeichnet sich<br />

durch ihre zarten Maserungen und den für „ Dekton<br />

XGloss“ typischen Kristalleffekt aus. Die weiteren<br />

Dekton-Ausführungen „Radium“ und „Oxidum“ sind<br />

ab März lieferbar. Das Duo ähnelt marmoriertem Naturstein.<br />

www.cosentino.com/de<br />

1<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Wann: Breit gefächertes Programm<br />

Die Wann PlattenTechnik GmbH und Tristone Europe<br />

GmbH machen gemeinsame Sache. So hatten die<br />

beiden Unternehmen auch in Köln zusammen einen<br />

Stand. Tristone ist ein südkoreanisches Unternehmen,<br />

das Mineralstoffe herstellt und ein Büro in Frankfurt<br />

unterhält. Die Wann GmbH ist ein Arbeitsplattenhersteller<br />

aus Vöhringen (Landkreis Neu-Ulm). Und der<br />

setzt seit vier Jahren unter anderem auch den Mineralwerkstoff<br />

von Tristone ein. Das porenfreie Material<br />

punktet vor allem durch seine Pflegefreundlichkeit<br />

und lässt sich effektiv mit sehr kleinen Radien biegen.<br />

Plattenstöße lassen sich fugenlos, beinahe unsichtbar<br />

verkleben. Dazu gibt es eine umfassende Dekorauswahl.<br />

Von schlichten und coolen Uni-Farben über<br />

Strukturen in zeitgemäßen Farbtönen bis hin zu erdigen<br />

Schattierungen ist das Programm breit gefächert.<br />

www.wann.de<br />

3<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Artinox: Italienische Edelstahlkompetenz<br />

Der italienische Hersteller Artinox aus Conegliano<br />

fertigt aus AISI 304-Edelstahl Arbeitsplatten und Spülen.<br />

Der Typ AISI 304 ist laut Hersteller eines der leistungsstärksten<br />

Metalle, das eine hohe Robustheit und<br />

lange Lebensdauer garantiert. Die Edelstahlarbeitsplatten<br />

werden einzeln nach Maß und Kundenzeichnungen<br />

gefertigt. Formen sind ebenso wenig Grenzen<br />

gesetzt wie Längen und Breiten. Das Besondere an den<br />

Edelstahlspülen ist die durchgängige Stärke von einem<br />

Millimeter. Dass neue Modell „Layer“ ist eine Spüle mit<br />

mehreren Ebenen. Dazu gibt es einiges an Zubehör,<br />

wie Schneidebretter aus Holz, Abtropfschalen, Tellerhalter<br />

oder Behälter. www.artinox.com/de<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

6<br />

8<br />

Fotos: Plaßhenrich


2<br />

4 5<br />

7<br />

Foto: Neolith Foto: Plaßhenrich<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

1 | Artinox fertigt Arbeitsplatten aus Edelstahl<br />

nach individuellen Kundenwünschen.<br />

2 | Unsichtbare Lautsprecher und ein kabelloses<br />

Lade gerät: Die „smartBOARD-Technologie“ von<br />

AKP macht`s möglich.<br />

3 | In Marmoroptik: die neue Laminatvariante<br />

„Siena“ von Lechner.<br />

4 | Weiß, weißer, „Iconic White“: Der neue Farbton<br />

der Silestone ® -Kollektion wurde mit der<br />

Cosentino-Technologie „N-Boost“ veredelt.<br />

5 | Geschäftsführer Johannes Artmayr präsentiert<br />

den Naturstein „Golden Wizard“, der zur neuen<br />

Serie „Supreme“ von Strasser gehört.<br />

6 | Choi Yekook (v.l.) und Yousang Won von Tristone<br />

stellen zusammen mit Michael Schmid von der<br />

Wann GmbH eine Auswahl an Dekoren des Tristone-Mineralwerkstoffes<br />

vor.<br />

7 | Erstmals wurde in Deutschland der Tisch<br />

„ Banco“ von „La Agencia“ präsentiert. Das frei<br />

stehende Einrichtungssystem kombiniert einen<br />

Küchentisch mit „Neolith Calacatta-Arbeitsplatten“<br />

sowie Spülbecken.<br />

8 | Dirk Mesdag, Vertriebsleitung von Rossittis,<br />

macht im Handumdrehen einen Esstisch zu<br />

einem Billardtisch.<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 47


Messe/Zubehör<br />

Eine der intensiv begutachteten Messeneuheiten: „Artago 6 IF/A SteelFrame“. Charakteristisch ist der nur 0,8 mm hohe eckige Rahmen<br />

in Edelstahl zum kreisrunden Silgranit-Becken. Eine weitere Version dieser Spüle besteht komplett aus „Silgranit PuraDur“.<br />

Blanco vereint bei der neuen „Artago“ Kreis und Quadrat<br />

Das Runde im Eckigen<br />

„Das Runde muss ins Eckige“ – Das ist eine dieser<br />

zeitlosen Sportreporter-Phrasen, wenn eigentlich gesagt<br />

werden soll, dass bei einem Fußballspiel der Ball<br />

nun endlich mal ins Tor muss, weil sonst die Langeweile<br />

siegt. In der Küche wirkt diese Aussage erst mal ungewohnt<br />

– und das Produkt gewordene Ergebnis polarisiert.<br />

Das ist den Machern von Blanco vollauf bewusst,<br />

aber die Extravaganz des Designs ist genau so gewollt.<br />

Mit der neuen „Artago“ aus „ Silgranit PuraDur“ vereint<br />

der Spülenspezialist aus Oberderdingen Kreis und<br />

Quadrat und nutzt diese beiden geometrischen Grundformen<br />

als zentrale Gestaltungselemente. Das schafft<br />

einen spannungsreichen Kontrast und setzt Akzente.<br />

Gleich zwei Modelle feierten auf der LivingKitchen<br />

ihre Weltpremiere: „Artago 6 IF/A SteelFrame“ mit<br />

einem nur 0,8 mm hohen Rahmen in Edelstahl zum Silgranit-Becken<br />

und „Artago 6“ komplett aus Silgranit.<br />

Die „Steel-Frame“-Variante wird ausschließlich in den<br />

„CombiColours“ Anthrazit und Weiß angeboten. „Das<br />

passt besonders gut zum aktuellen Schwarz-Weiß-<br />

Trend“, sagt Lars Kreutz, Geschäftsleitung Vertrieb<br />

Deutschland. Das zweite Modell, „Artago 6“, ist in Form<br />

und Abmessungen identisch, jedoch vollständig in „Silgranit<br />

PuraDur“ ausgeführt – was optisch eine ganz eigenständige<br />

Wirkung erzeugt. So ist der Übergang des<br />

runden Beckens zum quadratischen Rahmen als feiner<br />

Wellenkamm gestaltet, der den Rand dezent betont.<br />

„Artago 6“ ist in allen zehn Farben der „CombiColours“-<br />

Palette erhältlich. Im Design passend dazu gibt es verschiedene<br />

hochwertige Armaturen. Der runde Überlauf<br />

„C-overflow“, das Ablaufsystem „InFino“ und die<br />

Positionierung der Armatur sind dabei exakt auf der<br />

48 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Speziell für das elegante Ablaufsystem „ InFino“ gestaltet:<br />

die neuen Ablauffernbedienungen „ PushControl“<br />

als mechanische Variante (großes Foto) und<br />

die noch komfortablere „ SensorControl<br />

Blue“ (kleines Foto), bei der ein sanftes<br />

Tippen genügt.<br />

diagonalen Achse angeordnet. „Blanco<br />

Artago“ ist für den Einbau in 60 cm breite<br />

Unterschränke geeignet.<br />

Antippen genügt<br />

Auch für die „Artago“ sind diverse Bedienelementen<br />

erhältlich. Aktuell sind<br />

es 15 Möglichkeiten im Blanco-Sortiment<br />

– von der Ablauffernbedienung bis zum<br />

Spülmittelspender. Damit der Planer die<br />

Übersicht behält, hat der Hersteller diese Bedienelemente<br />

nun in drei Gruppen eingeteilt: „ Comfort“ (Standard),<br />

„ Design“ und „ Advanced“ (neu).<br />

Neu sind seit der LivingKitchen auch zwei Ablauffernbedienungen,<br />

die spezielle für das im Herbst<br />

2016 neu vorgestellte Ablaufsystem „ InFino“ entwickelt<br />

wurden. Bei der besonders komfortablen Lösung<br />

„ SensorControl Blue“ (im Premium-Segment<br />

„ Advanced“) genügt ein sanftes Antippen der flachen,<br />

runden Bedienfläche. Raffinierter Eyecatcher und visuelle<br />

Rückmeldung für den Nutzer ist ein dezent<br />

blaues Lichtsignal am Sockel, das während des Berührens<br />

kurz aufleuchtet und bei geschlossenem Ablauf<br />

gedimmt ist. Das kreisrund gestaltete Bedienelement<br />

ist nur fünf Millimeter hoch und aus hochwertigem<br />

Edelstahl. Die zweite Neuheit heißt „ PushControl“ und<br />

arbeitet mechanisch. Hier wird die Mechanik des<br />

„InFino“-Ablaufs mit einer Druckbewegung gesteuert.<br />

Das nur drei Millimeter hohe Bedienelement aus Edelstahl<br />

integriert sich nahezu bündig in die Armaturenbank<br />

oder Arbeitsplatte.<br />

Durinox als Einbaubecken<br />

Neben diesen beiden prägenden Messeneuheiten<br />

präsentierte Blanco Ergänzungen und weitere Neuerungen.<br />

So gibt es nach den Unterbaubecken nun auch<br />

Einbaubecken in der hochwertigen Edelstahlqualität<br />

„Durinox“, und viel Planungsfreiheit und hohe Flexibilität<br />

will die ebenfalls neue Premium Becken-Linie<br />

„Pleon“ aus „Silgranit PuraDur“ bieten. Darüber hinaus<br />

standen natürlich die erst im Herbst auf Gut Böckel<br />

vorgestellten Neuheiten im Mittelpunkt. Allen voran<br />

die Etagenspüle „Etagon“, die 3. Generation des AXen-<br />

Konzepts und die Design-Armatur „Panera-S“. Zudem<br />

wurde die Montage der „Select“-Abfalltrenn systeme<br />

nochmals vereinfacht, indem die Seitenteile nun<br />

gleichzeitig als Bohrschablone dienen.<br />

Virtueller Showroom<br />

Die Inszenierung der Neuheiten, Serviceideen und<br />

Markenbotschaften gelang Blanco auf der Living-<br />

Kitchen ganz besonders lebendig. Dafür sorgte im Zentrum<br />

des rundum offen und einladend konzipierten<br />

Messestands ein Vorhang aus Wasser – das Blanco-<br />

Kernelement. Außerdem griff das Unternehmen einen<br />

Fotos: Biermann<br />

der neuesten Digitaltrends auf<br />

und ermöglichte erstmals die<br />

Darstellung virtueller Küchen-<br />

Welten. An einer speziell dafür<br />

eingerichteten Präsentationsinsel<br />

konnten die Messegäste mit<br />

Virtual-Reality-Brillen (VR) aktuelle<br />

Spülen und Armaturen<br />

betrachten und diese in zeitgemäßem<br />

Interieur eingebaut auf<br />

sich wirken lassen.<br />

Diesen „virtuellen Showroom<br />

der Zukunft“ mit VR-Anwendungen<br />

sieht Blanco als Ergänzung<br />

seiner klassischen Produktpräsentationen,<br />

um gezielt<br />

Einrichtungstrends oder Planungsthemen<br />

als Inspiration in<br />

den Fokus zu rücken. Auch für Die hochwertige Edelstahl-Qualität<br />

„ Durinox“ gibt es jetzt auch für<br />

Küchenplaner böte sich Virtual<br />

Reality „als zusätzliches Tool geradezu<br />

an“, meint das Unterneh-<br />

schimmert blau die neue Ablauffern-<br />

Einbaubecken. Vorne rechts im Foto<br />

men. Etwa wenn es darum geht, bedienung „SensorControl Blue“.<br />

Kunden die Vorzüge einer Planung<br />

noch eindrücklicher und<br />

über die klassische Ausstellung hinaus darzustellen.<br />

Zum Beispiel wenn es darum geht zu demonstrieren,<br />

wie das Runde ins Eckige passt und wie eine solche ungewöhnliche<br />

Spüle in der fertigen Küche wirkt. www.<br />

blanco-germany.com/de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 49


Messe/Zubehör<br />

Das großzügige Spülbecken der „Genea 87“ bietet im<br />

Spülkorb Gastronomiebehältern eine passgenaue Abstell-<br />

und Abtropffläche. Das zwischen Spüle und Abtropffläche<br />

positionierte Restebecken ist zugleich<br />

Überlauf. Dazu passt die neue, versenkbare Excenter-<br />

Betätigung.<br />

Erhöht den Komfort an der Keramikspüle: die neue<br />

versenkbare Excenter-Betätigung aus Edelstahl von<br />

systemceram.<br />

Fotos: Biermann<br />

Versenkbare Excenter-Betätigung von systemceram<br />

Mit allen kompatibel<br />

Neu bei systemceram ist eine versenkbare Premium-Excenter-Betätigung.<br />

„Ein innovatives Detail, das jede moderne Spüle verschönert und<br />

praktisch aufwertet“, ist der Feinsteinzeug-Spezialist aus dem Westerwald<br />

überzeugt. Sie ist kompatibel zu allen handelsüblichen Ablaufgarnituren<br />

und lässt sich „einfach und schnell montieren“ – auch nachträglich in einer<br />

vorhandenen Küche. systemceram setzt hier auf millionenfach bewährte<br />

Technik, die im Elektrogerätebereich seit Jahrzehnten genutzt wird. Für<br />

den speziellen Einsatz an der Spüle wurde dieses modifiziert und weiterentwickelt.<br />

Die dazu erforderliche Investition in eigene Werkzeuge hat das<br />

Unternehmen getätigt, die Produktion erfolgt in Lizenz.<br />

Um den Excenter zu bedienen, genügt ein leichter Fingerdruck auf den<br />

versenkten Knopf, dieser fährt aus und kann mit zwei Fingern an einer geriffelten<br />

Oberfläche bedient werden. „Das funktioniert auch bei nassen Händen<br />

rutschsicher“, betont Pressereferentin Charlotte Farber-Hemeling. Um<br />

den Ablauf zu schließen bzw. zu öffnen, wird der ausgefahrene Knopf nach<br />

rechts bzw. links gedreht. Danach lässt er sich mit leichtem Fingerdruck<br />

wieder in die Versenkung zurückdrücken und bildet so – gleichermaßen<br />

bei verschlossenem oder geöffnetem Excenter – eine ebene Fläche. Eine eigene<br />

Dichtung sorgt dafür, dass kein Wasser eindringen kann. Der Drehknopf<br />

sei zudem leicht herausnehmbar und damit reinigungsfreundlich.<br />

Mögliches Zusatzgeschäft<br />

systemceram-Spülen werden weiterhin mit dem bekannten gelabelten<br />

Excenterknopf ausgeliefert, die neue Excenter-Betätigung aus mattem<br />

Edelstahl kann gegen Aufpreis bestellt werden. Auch separat oder als 10er-<br />

Set für den nachträglichen Einbau in vorhandenen Spülen in der Ausstellung<br />

oder beim Kunden. Der empfohlene Verkaufspreis laut Liste beträgt<br />

64 Euro. systemceram ist überzeugt: „Damit eröffnen sich dem Küchenspezialisten<br />

interessante neue Möglichkeiten für ein erfolgreiches ‚After-<br />

Sales-Marketing‘.“ Und zwar als Türöffner, als zusätzlicher Bonus zum<br />

Kaufanreiz oder – wenn der Monteur den Excenter im Werkzeugkasten<br />

mit sich führt – auch als spontanes Zusatzgeschäft.<br />

„Genea 87“ für 50er-Unterschränke<br />

Mit der neuen Excenter-Betätigung ausgestattet sind auch die neuesten<br />

Mitglieder der „Genea“-Familie. Zur erfolgreichen „Genea 100“ gesellen<br />

sich seit der LivingKitchen mit der „Genea 87“ und der flächenbündig<br />

einbaufähigen „Genea 87 F“ Produktergänzungen für den 50er-Spülenschrank.<br />

Mit der „Bingo Star“ präsentierte systemceram zudem eine geradlinig<br />

klassische Armatur in sechs Bi-Color-Varianten: passend zu allen<br />

Spülenfarben des Herstellers. www.systemceram.de<br />

50 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


UNBOTTLED WATER<br />

STILL, MEDIUM ODER SPRUDELND<br />

REFRESH WITH GROHE BLUE HOME<br />

Ein elegantes, intelligentes System, das Trinkwasser in den reinsten, durstlöschenden<br />

Genuss verwandelt. Ob still, medium oder sprudelnd – Ihre Kunden können Wasser ganz<br />

nach individuellem Geschmack genießen. GROHE Blue Home besitzt einen einfachen,<br />

intuitiven Mechanismus, der Trinkwasser auf Knopfdruck mit Kohlensäure versetzt.<br />

Für köstliches, frisch gefiltertes und gekühltes Wasser! www.grohe.de


„Aloro“ von Villeroy & Boch<br />

Edelstahl trifft Platin<br />

Fotos: Plaßhenrich<br />

Im angesagten Materialmix:<br />

Die neue Armaturenserie „Aloro“.<br />

Zarte Ornamente an der Küchenspüle:<br />

einer der Hingucker auf dem Living-<br />

Kitchen-Stand von Villeroy & Boch.<br />

Die neue Armaturen-Serie „Aloro“ von Villeroy & Boch trägt dem derzeit<br />

angesagten Materialmix Rechnung. Edelstahl wird entweder mit edel gebürstetem<br />

Platin oder ausdrucksvoll mit „Black matt“ kombiniert. Mit dem<br />

schlichten, hohen Korpus und dem geradlinigen Auslauf setzt „Aloro“ die<br />

Oberflächenvarianten zeitlos und zugleich zeitgemäß in Szene.<br />

Zur LivingKitchen hatte das Unternehmen zudem zwei neue Grautöne<br />

für Keramikspülen im Gepäck. Die Farbe „Stone“ kommt etwas dunkler<br />

daher, „Steam“ heißt die hellere Variante.<br />

Als technische Innovation gilt das neue Spülenmodell „Como X“, mit dem<br />

die Ablaufgarnitur direkt über die Armatur bedient werden kann. Soll heißen:<br />

Der Ablauf im Becken lässt<br />

sich ganz einfach durch Drehen<br />

des unteren Armaturenteils öffnen<br />

und schließen, da die Excenter-Funktion<br />

integriert ist.<br />

Einen weiteren Schwerpunkt<br />

der Ausstellung bildete<br />

die Spülenfamilie „Subway“,<br />

die für die Unterschrankgrößen<br />

45, 50, 60 und 80 Zentimeter<br />

geeignet ist. Es gibt sie<br />

inzwischen in 18 Keramikfarben<br />

mit passendem Zubehör.<br />

www.villeroy-boch.com<br />

Dornbracht ergänzt „Hot & Cold Water Dispenser“<br />

Auch für Elio, Meta und Tara<br />

Dornbracht brachte Ergänzungen zum<br />

Produktprogramm des „Hot & Cold Water<br />

Dispensers“ mit nach Köln. Dieser ist nun<br />

auch für die Serien „Elio“, „Meta.02“ und<br />

„Tara Classic“ erhältlich. Zudem erweitert<br />

das Unternehmen sein Becken-Sortiment<br />

und präsentiert erstmals Küchenbecken<br />

aus glasiertem Stahl: „Dornbracht<br />

by Alape“ heißt das Programm. Darüber<br />

hinaus meldet das Unternehmen, seine<br />

Partnerschaft mit dem Schweizer Beckenhersteller<br />

Suter ausweiten zu wollen. Neu<br />

sind zwei Ventilvarianten für die Suter-<br />

Serie „Accento“.<br />

„Hot & Cold Water Dispenser“ ist eine<br />

Convenience-Lösung für die Küche. Das<br />

System besteht aus Armatur, Wasserfilter<br />

und Heißwassertank. Es liefert in Sekundenschnelle<br />

kochend heißes (93 °C)<br />

oder gefiltertes kaltes Wasser. Zusätzlich<br />

zu den bisherigen Varianten für „Tara Ultra“<br />

und „Lot“ ist der Dispenser nun auch<br />

für die oben genannten Serien verfügbar<br />

– abgestimmt auf das jeweilige<br />

Design.<br />

Die Becken aus dem Programm<br />

„Dornbracht by Alape“<br />

sind in den Breiten 40 cm,<br />

45 cm, 50 cm und 55 cm erhältlich.<br />

Und zwar in den Ausführungen<br />

Schwarz, Weiß und<br />

Sand, wobei jeweils zwischen<br />

einer matten und einer glänzenden<br />

Oberfläche gewählt werden<br />

kann. Die Küchenbecken<br />

sind aus 2 mm glasiertem Stahl<br />

gefertigt. „Das erlaubt die Umsetzung<br />

besonders filigraner<br />

Formen“, sagt der Hersteller.<br />

Die „Accento“-Spülbecken<br />

von Suter hat Dornbracht bereits<br />

seit 2015 im Angebot, nun wurden<br />

weitere Produkte des Premium-Beckenherstellers<br />

aus der Schweiz aufgenommen.<br />

Zusätzlich zur bisher bestehenden<br />

Ventilvariante mit Exzenterbetätigung<br />

Kochend heißes (links) und gefiltertes kaltes Wasser<br />

(rechts) kann jetzt auch mit der Dornbracht-Serie<br />

„Elio“ gezapft werden.<br />

stehen zum „Accento“-Becken ab sofort<br />

zusätzlich ein handverschließbares<br />

(„Tipo“) sowie ein elektrisch gesteuertes<br />

Ventil („TouchFlow“) zur Verfügung.<br />

www.dornbracht.de<br />

Foto: Dornbracht<br />

52 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Mit Hera „Dynamic“ flexibel bleiben<br />

Wechselbare Lichtfarben<br />

Für Alexander Abke (Foto) ging das Jahr <strong>2017</strong> munter los. Anfang Januar trat er als geschäftsführender<br />

Gesellschafter ins Unternehmen Hera ein, und kaum zwei Wochen später startete in Köln mit der<br />

LivingKitchen gleich das erste große Branchenevent. Abke, studierter Wirtschaftsingenieur, führt das<br />

Unternehmen in dritter Generation. Gegründet wurde es vor über 80 Jahren von seinem Großvater in<br />

Löhne, heute hat der Leuchtenspezialist seinen Sitz in Enger.<br />

Übergreifendes Thema für Hera sind aktuell wechselbare Lichtfarben sowie die Möglichkeit, diese<br />

individuell zu steuern: über die Fernbedienung oder per App. Hera fasst diese Aktivitäten unter dem<br />

Begriff „Dynamic“ zusammen. Zum aktuellen Angebot<br />

zählt dabei auch die besonders flachte Unterbauleuchte<br />

„Dynamic LED Sky“ mit einer Aufbauhöhe von gerade mal 8 mm. Dank<br />

hochwertiger Edelstahloptik ist sie ganz auf elegantes Understatement ausgerichtet.<br />

Für eine „taghelle“ Ausleuchtung sorgen Flächen-LEDs, die dem neusten Stand<br />

der Technik entsprächen. Sie eignet sich als reines Arbeitslicht oder gedimmt als<br />

Ambiente-Beleuchtung für ein gemütliches Beisammensein. Die Lichtfarbe lässt<br />

sich individuell von 2700 bis 5000 Kelvin regeln. Der Abstrahlwinkel von 110°<br />

soll eine blendfreie und flächige Ausleuchtung gewährleisten, die Leuchtkraft beträgt<br />

208 Lumen (vergleichbar mit 25 Watt Halogen und mehr). Und das bei nur<br />

6 Watt Leistungsaufnahme. Die Leuchte ist alternativ steuerbar per Smartphone,<br />

Tablet oder digital durch DALI. Auf der LivingKitchen wurden zahlreiche weitere<br />

LED-Lösungen gezeigt. So zum Beispiel das Lichtband „LED-Tape“, ein individuell<br />

kürzbares Flächenlicht, das sich ohne weitere Zubehörteile verarbeiten lässt und<br />

u. a. ohne Abdeckung auskommt. Mit Kooperationspartnern (Philips hue) arbeitet<br />

Hera zudem längst an Lichtlösungen fürs Smart Home. www.hera-online.de Nur 8 mm Aufbauhöhe: Hera „Dynamic LED Sky“.<br />

Foto: Biermann<br />

Foto: Hera<br />

KeraDomo<br />

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ist eine KOMFORTABLE<br />

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Designfamilie für das 50er Einbauschrankmaß.<br />

Der funktionale und<br />

praktische Nutzen bleibt: Das<br />

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nimmt im Geschirrkorb einen<br />

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Plus ist der elegant gelöste<br />

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lässt.<br />

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Messe/Zubehör<br />

Neue Bedienkonzepte an der Spüle<br />

Einmal einstellen genügt<br />

hansgrohe präsentierte in Köln erstmals hochwertige Edelstahlspülen und<br />

Spülenkombinationen. Diese Sortimentserweiterung soll eine Marktlücke<br />

schließen. „Mit unseren neuen Spülenkombinationen können wir Küchenplanern<br />

den Wunsch nach Nutzen, Bedienkomfort und Design aus einem Guss<br />

erfüllen“, erläutert Jan Heisterhagen, Vice President Product Management bei<br />

Hansgrohe. Dabei stehen zwei Bedienkonzepte zur Wahl. Bei der Variante<br />

mit dem neuen „hansgrohe 2-Loch Select 200 Küchenmischer M7119-H200“ ist<br />

der Hebel am vorderen rechten Rand der Spüle das zentrale Bedienelement.<br />

Durch Neigen und Drehen des ergonomischen Kipphebels stellt man die gewünschte<br />

Wassertemperatur und Wassermenge ein. Einmal voreingestellt<br />

lässt sich die Armatur dann den ganzen Tag intuitiv per Knopfdruck über den<br />

Select-Knopf am hohen Auslauf starten und stoppen. So lässt sich die Armatur<br />

komfortabel von vorne direkt im Arbeitsablauf bedienen.<br />

Mechanische Technologie<br />

Bei der zweiten Variante handelt es sich um die „erste Spüle mit integrierter<br />

Select-Technologie“, wie hansgrohe erläutert. Über einen Knopf am<br />

rechten Rand startet und stoppt der Küchennutzer den Wasserfluss der mehrstrahligen<br />

Küchenarmatur. Durch diesen Knopf lässt sich auch der Ablauf öffnen<br />

und schließen. Weitere Elemente sind überflüssig.<br />

Bei beiden Bedienvarianten lässt sich das Wasser auch mit dem Handrücken<br />

oder dem Ellenbogen steuern. Weder Strom noch Zusatzgeräte im Unterschrank<br />

seien erforderlich, betont das Unternehmen, die „Select“ Technologie<br />

funktioniert rein mechanisch.<br />

Jan Heisterhagen, Vice President Product Management bei Hansgrohe (Foto<br />

rechts), und Andreas Diefenbach vom Phoenix Design Studio aus Stuttgart,<br />

zeigen wie das neue Bedienkonzept funktioniert: Ein großer Knopf am rechten<br />

Rand startet und stoppt den Wasserfluss der mehrstrahligen Küchenarmatur.<br />

Die beiden Firmen haben die Spülen gemeinsam entwickelt.<br />

Fotos: Plaßhenrich<br />

Die „hansgrohe sBox“ verstaut den Schlauch der<br />

Auszieharmatur in einem flachen, für Standard-Unterschrankmöbel<br />

ausgelegten Gehäuse. Das verhindert<br />

Kollisionen mit dem Abfalltrennsystem bzw.<br />

den Abwasserrohren.<br />

Leises Ausziehen ohne Kollision<br />

Für Ordnung und Funktionssicherheit im Unterschrank<br />

sorgt bei beiden Spülenkombinationen<br />

die neue „hansgrohe sBox“. Sie verstaut den<br />

Schlauch der Auszieharmatur in einem flachen, für<br />

Standard-Unterschrankmöbel ausgelegten Gehäuse.<br />

Das schützt ihn nicht nur vor Kollisionen etwa<br />

mit Schubladen oder Abfallsystemen, sondern soll<br />

auch für bequemes, leichtgängiges und leises Arbeiten<br />

sorgen. Zudem eröffnet der in die „sBox“ integrierte<br />

Schlauch mit einer größeren Auszuglänge<br />

einen um bis zu 26 Zentimeter erweiterten Aktionsradius<br />

an der Spüle – verglichen mit ausziehbaren<br />

Modellen ohne „sBox“. Dank verschiebbarer Befestigungselemente<br />

lässt sich die „sBox“ flexibel im<br />

Unterschrank anbringen.<br />

Ab April im Handel<br />

Die Produkte gehen im April in den Handel. Die<br />

Spüle für den 60er-Unterschrank wird nach Aussage<br />

des Unternehmens rund 1000 Euro kosten. Bisher<br />

gibt es die Ausführungen lediglich in Edelstahl.<br />

Weitere Materialien, wie beispielsweise Keramik,<br />

sind in der Entwicklung. www.hansgrohe.de<br />

54 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Grohe zeigt „Foot Control“<br />

Wie von „Zauberfuß“<br />

Es ist eine Technologie aus der Automobilindustrie,<br />

die der Armaturenhersteller Grohe<br />

sich zu eigen machte. Durch das Wischen des<br />

Fußes unter dem Heck werden inzwischen<br />

Kofferräume geöffnet. Jetzt kann der Wasserlauf<br />

der Armatur ebenfalls mit dieser Technik<br />

– also mit dem Wischen des Fußes unter<br />

dem Unterschrank – gestartet werden.<br />

Die Hände bleiben dadurch frei. Grohe nennt<br />

das „Foot Control“. Der Nutzer braucht dabei<br />

keine Sorge haben, dass das Wasser stundenlang<br />

laufen könnte. Es ist ein automatischer<br />

Abschaltmechanismus integriert, der den<br />

Lauf nach 26 Sekunden stoppt. Das System<br />

sei leicht nachzurüsten, hieß es während der<br />

Messe und die Idee komme im Handel phantastisch<br />

an.<br />

Lob und Lorbeeren heimste zuletzt auch<br />

das „Grohe Blue Home Trinkwassersystem“<br />

ein: mit der Auszeichnung „Best of Best“<br />

beim „Iconic Award 2016“.<br />

Farbe im Spiel<br />

Darüberhinaus präsentierte Grohe vier<br />

Armaturenlinien in Köln. Die Modelle mit<br />

Dual-Spülbrause – „Grohe Essence Professional“<br />

und „Concetto Professional“ – verfügen<br />

über einen um 360 Grad schwenkbaren<br />

Federarm und den flexiblen „GrohFlexx Küchen-Silikonschlauch“.<br />

Diese Schläuche sind<br />

in limitierter Auflage in verschiedenen Farben<br />

erhältlich und lassen sich somit auf individuelle<br />

Küchenstile abstimmen.<br />

„Grohe Eurosmart Pull-Out“, die Küchenarmatur<br />

mit ausziehbarer Dual-Spülbrause,<br />

bietet einen großzügigen Arbeitsradius.<br />

Dank des Druckknopfs an der Brause<br />

kann zwischen Mousseur und Brausestrahl<br />

gewechselt werden. Darüber hinaus stellt<br />

die „Grohe EasyDock Technologie“ ein müheloses<br />

Zurückziehen und Andocken des<br />

Schlauchs in der Ausgangsposition sicher.<br />

www.grohe.de<br />

Es wird bunt: Die Silikonschläuche<br />

der Armaturen „Essence Professional“<br />

und „Concetto Professional“<br />

sind in drei Naturtönen erhältlich<br />

(matter Marmor, mattes Dunkelgrau<br />

und mattes Dunkelbraun) sowie in<br />

den Farben Gelb, Orange, Rot, Rosa,<br />

Lila, Grün und Blau.<br />

Foto: Grohe<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

„Concetto Professional“:<br />

Auch diese Armatur ist<br />

limitiert mit einem farbigen<br />

„GrohFlexx“-Silikonschlauch<br />

erhältlich.<br />

1/2/<strong>2017</strong>


Messe/Design<br />

Foto: LEICHT<br />

Auch das Planungsprinzip EVO von LEICHT wurde mit dem Designpreis „Iconic Awards: Interior Innovation“ ausgezeichnet.<br />

Charakteris tisch ist die Erhöhung der Frontlinie um 15 Millimeter. Optisch „taucht“ die Arbeitsplatte in<br />

die Fronterhöhung ein und zeigt eine nur 5 Millimeter starke, sichtbare Kante aus edlem Carbonglimmer.<br />

„Iconic Awards“ <strong>2017</strong>: Interior Innovation<br />

Trend zu einfach und edel<br />

Wer am Vorabend der imm cologne / LivingKitchen vom Rat für Formgebung<br />

einen „Iconic Award“ erhielt, hatte während der Messe ein prima Gesprächsthema.<br />

Foto: Rat für Formgebung<br />

In diesem Jahr haben sich so viele internationale De signer<br />

und Hersteller wie nie zuvor um die begehrte Auszeichnung<br />

des „Rat für Formgebung“ beworben. Die Präsentation der Gewinner<br />

gilt inzwischen als Trendshow für die wichtigsten internationalen<br />

Entwicklungen in der Einrichtungsindustrie.<br />

Die Jury identifizierte vier aktuelle Interior-Trends, die sich<br />

in den Einreichungen widerspiegeln. Auffällig sei zum Beispiel<br />

eine Strömung hin zu klaren Aussagen und Positionen,<br />

die sich mit intensiven Farben und grafischen Mustern auch<br />

in der Gestaltung ausdrückt. Andererseits sind viele Interiors<br />

von luxuriöser Einfachheit und edlen, matten Oberflächen geprägt<br />

– ein Trend, den die Experten unter dem Begriff „ Powder“<br />

subsumieren. Natürliche und naturbelassene Materialien,<br />

insbesondere Holz – sowohl in handwerklicher als auch<br />

in hochtechnisierter Bearbeitung – haben ebenfalls eine<br />

starke Präsenz im Teilnehmerfeld. „Die Gewinner stellen<br />

innovative Spitzenleistungen aus allen Produktbereichen<br />

der Branche dar,“ fasst Andrej Kupetz, CEO des<br />

Rat für Formgebung, zusammen.<br />

Die Jury vergab an 29 Produkte die höchste Auszeichnung<br />

„Best of Best“, 49 Produkte wurden zum „Winner“<br />

gekürt, und 100 Produkte wurden in die internationale<br />

Auswahl „Selection“ genommen. Eine Übersicht der Gewinner<br />

aus Küchensicht.<br />

56 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Foto: Küppersbusch<br />

Foto: Blanco<br />

Best of Best:<br />

Einbaubackofen „B6850.0S“ von Küppersbusch.<br />

Best of Best:<br />

Küchenspüle „Etagon“ von Blanco.<br />

Best of Best <strong>2017</strong><br />

Blanco: Küchenspüle „Etagon“<br />

Schott: Kochfeldbeschichtung „Miradur“<br />

Küppersbusch: Einbaubackofen „B6850.0S“<br />

Winner <strong>2017</strong><br />

Elica: Muldenlüftung „NicolaTesla“<br />

Elica: Inselhaube „Summilux“<br />

Blanco: Küchenspüle „Pleon 6 Split“<br />

Leicht: Planungskonzept „EVO“<br />

Alno: Designküche „Alnoattract“<br />

Foto: SCHOTT CERAN<br />

Selection <strong>2017</strong><br />

Rational: Küchenkonzept „Floo“<br />

homeier: Dunstabzugshaube „#Joran“<br />

berbel: Dunstabzugshaube „Smartline BKH ST“<br />

Elica: Dunstabzugshaube „Bio“<br />

Ballendat: Kompaktküche „KITCH’T ® “<br />

Blanco: Küchenarmatur „Panera-S“<br />

Blanco: Abfalltrennsystem „Flexon II“<br />

Gutmann: Deckenhaube „Sliding Doors“<br />

Ballerina: Küchenkonzept „Y-Kitchen“<br />

www.iconic-interiorinnovation.de<br />

Best of Best: Björn Weller, Marketingleiter von SCHOTT CERAN ® ,<br />

präsentiert die Glaskeramik mit der neuen, besonders kratzfesten<br />

MiradurTM-Beschichtung.<br />

Herausragende Technik<br />

perfekt kombiniert:<br />

Skyline Edge Sound<br />

Mit dem integrierten Soundsystem aus dem<br />

Hause T+ A bietet die Dunstabzugshaube<br />

Skyline Edge Sound puren Genuss für alle Sinne.<br />

Die Technik für den perfekten Sound ist in das<br />

moderne Design der Skyline Edge mit Liftfunktion,<br />

LED-Kochfeld- und Effektbeleuchtung unsichtbar<br />

integriert.<br />

Das berbel Prinzip sorgt für eine effiziente und<br />

dauerhaft hohe Fettabscheidung – Luftreinigung<br />

und Musikgenuss vom Feinsten.


Messe<br />

Die Hausgeräte-News von der LivingKitchen<br />

Tiefe Einblicke<br />

Die Hausgeräteindustrie nutzte die LivingKitchen-Bühne besonders intensiv, um den<br />

Kontakt mit den Küchenspezialisten zu intensivieren. Einige inszenierten ihren IFA-<br />

Auftritt neu, andere hatten vollständig neue Geräte und Serien mit nach Köln gebracht.<br />

Immer mehr Hersteller statten ihre Geräte<br />

mit einer „Sous-vide“-Funktion aus.<br />

Auch V-Zug. Bei den Schweizern heißt diese<br />

Funktion „ Vacuisine“ und arbeitet mit<br />

Dampf. Und das gradgenau. Neu ist die<br />

Kerntemperaturmessung über ein Klebe-<br />

Pad sowie die Möglichkeit des externen<br />

Vakuumierens. www.vzug.de<br />

Foto: Biermann<br />

58 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Weniger herkömmlicher Edelstahl, dafür deutlich mehr Schwarzglas<br />

und „Black Steel“ gebürstet. So präsentiert sich die neue „ StudioLine“<br />

von Siemens. Das Ergebnis des neu entwickelten Zwei-Zonen-Designs<br />

wirkt ausgesprochen edel. Technisch wurde auch zugelegt:<br />

Alle Geräte sind vernetzungsfähig. Eine „Sous-vide“-Funktion ist<br />

ebenso neu wie die dazu inhaltlich stimmige Vakuumierschublade.<br />

www.siemens-home.de<br />

Das Messe-Highlight bei Miele: „Smartline“ ist ein individuell zusammenstellbares<br />

Kochzentrum. Diverse Module können beliebig kombiniert<br />

werden. Die Optik: zeitlos-puristisch auf Basis einer rahmenlosen Glaskeramik.<br />

www.miele.de<br />

Fotos: Biermann<br />

Siemens lässt Technik miteinander kommunizieren und nennt<br />

die Strategie „Seamless life“. Ausdruck finden diese Bemühungen<br />

in einem vollvernetzten Gerätesortiment mit Highlights<br />

wie dem „iQ 700“-Backofen oder dem Induktionsmuldenabzug<br />

„inductionAir“ („mehr an Kochfeld geht nicht“). Und natürlich<br />

in der neu konzipierten Einbaugerätelinie „ StudioLine“. Darüber<br />

hinaus rief Siemens-Geschäftsführer Roland Hagenbucher<br />

(Foto) auf der LivingKitchen das „Jahr der Lüftungstechnik“<br />

aus. www.siemens-home.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 59


Messe<br />

Wie war das doch gleich mit dem Rezept für den Apfelkuchen?<br />

„ Mykie!, verbinde mich mit Oma in Toronto.“ Gesagt,<br />

getan, wenige Sekunden später steht die Verbindung<br />

und alle nötigen Backdetails können direkt ausgetauscht<br />

werden. Mit dieser Technik schaute auch die BSH-Marke<br />

Bosch auf der LivingKitchen in die Zukunft der Küchenkommunikation.<br />

www.bosch-home.de<br />

Die Messebauer von Neff haben auch auf der LivingKitchen wieder ganze<br />

Arbeit geleistet und ein vor Lebendigkeit nur so sprühendes Umfeld geschaffen.<br />

Hier wird nicht nur eine Geräte-Neuheit präsentiert, sondern ein<br />

Lebensgefühl inszeniert. Prädikat: konsumentenfreundlich. www.neff.de<br />

Fotos: Biermann<br />

60 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Fotos: Biermann<br />

„Einfach zu perfekten Gerichten“ hat sich Bosch Hausgeräte auf die Fahnen<br />

geschrieben und setzt dabei auf Sensortechnologie und Assistenz systeme.<br />

Doch wie bringt man Kunden diese unsichtbar agierende Technik<br />

nahe? Wie funktionieren zum Beispiel ein Geruchssensor und die drahtlose<br />

Kommunikation zwischen Kochfeld und Haube? Bosch machte dies visuell<br />

erlebbar. www.bosch-home.de<br />

V-Zug macht Dampf. Rein technisch betrachtet ist das nicht weiter ungewöhnlich.<br />

„Steam“ ist schließlich eine der Kernkompetenzen des Premiumherstellers<br />

aus der Schweiz. Doch jetzt soll es auch im Vertrieb deutlich<br />

voran gehen. Das Unternehmen will weltweit expandieren. In Deutschland<br />

hat man dafür den erfahrenen Branchenkenner Patric Schleicher als<br />

Verkaufsleiter verpflichtet, ehemals Gaggenau, Gutmann und Novy. Eine<br />

seiner Kernaussagen lautet: „V-Zug ist nicht<br />

länger eine Alternative zu irgendwem, sondern<br />

eine eigenständige Marke mit Lösungen, die<br />

andere Hersteller nicht haben.“ www.vzug.de<br />

Neu bei Neff: griffloses Gerätedesign für die Integration hinter<br />

der Möbelfront. Für großflächig wohnliche Planungen.<br />

www.neff.de<br />

V-Zug geht voran und setzt als erster Vollsortimenter auf<br />

die kratzfeste Glaskeramik „MiradurTM“ von SCHOTT CERAN.<br />

www.vzug.de<br />

76 Liter Volumen, fünf Einschubebenen, „PerfectClean“-<br />

Beschichtung, „CleanSteel“-Edelstahlblende: Miele hat<br />

die Basisklasse seiner Back öfen ordentlich aufgewertet.<br />

Optisch wie technisch mit ganz neuen Konstruktionen.<br />

Um neue Zielgruppen zu erreichen, gibt es die Geräte ab<br />

599 Euro, die mit Pyroloyse ab 849 Euro. Marktstart ist<br />

Mai <strong>2017</strong>. www.miele.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 61


Messe<br />

Transparenz in Sachen<br />

Wartung und Reinigung:<br />

Sarah Hoffmann<br />

legt das Innenleben<br />

der Muldenlüftung<br />

„ComboHob“ von AEG<br />

offen. www.aeg.de<br />

Es gibt sie mit einem Rahmen in Weißglas, Schwarzglas oder<br />

Edelstahl. Hinter die Möbelfront verbaut werden können sie<br />

auch. Und das in den fünf Höhen 45, 88, 122, 140 und 178 cm.<br />

Keine Frage: Bei der Entwicklung der neuen Weinlagerschränke<br />

standen bei Liebherr die Aspekte „Planungsfreiheit“ und „Individualität“<br />

mit ganz oben auf der Liste. Zwischen „ TipOpen“<br />

und einer Griff-Variante können die Kunden ebenfalls wählen.<br />

Und als Ergänzung zur 45er-Höhe gibt es ganz neu eine 15 cm<br />

hohe Sommelier-Schublade. www.liebherr.com<br />

Fotos: Biermann<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Der abnehmbare, magnetische „iKNOB“ ist das Highlight der neuen<br />

„Wish“-Induktionskochfelder von Teka. Der Name der neuen Geräte-<br />

Serie sei Programm, sagt Hans-Peter Körfer, Geschäftsführer der TDV<br />

Deutschland Vertriebs GmbH & CO. KG. Denn die Entwickler wollten „gezielt<br />

Kundenwünsche erfüllen“. Das neue Design mit großen Bedienknebeln,<br />

schwarzem Glas und Aluminiumgriffen findet sich bei allen<br />

Einbaugeräten wieder. Dazu zählen Backöfen, Kompaktgeräte, Mikrowellen,<br />

Dunsthauben und Kochfelder. Dazu wartet die Serie mit technischen<br />

Neuerungen auf. Ebenfalls Deutschlandpremiere feierte die<br />

neue Spülenserie „Zenit“. www.tdv-de.com<br />

1/2/<strong>2017</strong>


Küppersbusch zeigte nicht nur einen neuen Ofen, sondern gleich ein neues<br />

Backofen-Sortiment. Dabei setzt das Unternehmen auf „größtmögliche Individualität“<br />

und ermöglicht durch die durchgängige Gestaltung des Blenden-<br />

und Griffdesigns die Kombination von Produkten aus den drei Serien<br />

„Profession+“, „Premium+“ und „Comfort+“. Das Spitzengerät verfügt<br />

unter anderem über eine „Sous-vide“-Funktion. www.kueppersbusch.de<br />

Die Vinylscheibe liegt nicht zufällig auf der Arbeitsfläche,<br />

sondern ist ein Zeichen, dass berbel jetzt eine Musikfunktion<br />

in die Lifthaube „Skyline edge“ integriert. Drahtlos versteht<br />

sich. Dabei arbeitet man mit dem Hochwertausstatter<br />

T+A elektroakustik zusammen. Die „Skyline Edge Sound“<br />

ist im oberen Premium-Segment positioniert. Der UVP liegt<br />

laut Hersteller bei rund 10 000 Euro. www.berbel.de<br />

Fotos: Biermann<br />

1/2/<strong>2017</strong><br />

Wer die Vorzüge eines Muldenlüfters auf einer Messe plastisch erklären will, braucht strapazierfähige<br />

Knie. Denn die Fachleute wollen Details – und die verbergen sich nun mal unter der<br />

Glaskeramik. Ganz besonders galt das auf der LivingKitchen für die homeier „Mistral plus“. Die<br />

ist nämlich jetzt mit einem Sockelfilter ausgestattet. Für Um- und Abluft. www.homeier.com<br />

<strong>KÜCHENPLANER</strong> 63


Messe<br />

Foto: Biermann<br />

Den wohl ungewöhnlichsten Stand<br />

der Living Kitchen hatte sich Elica<br />

bauen lassen: mit Porträtfotos<br />

von Mitarbeitern aus allen Konzernteilen<br />

weltweit. Auf unserem<br />

Foto mittendrin und in echt: Jörg<br />

Bunde, seit 1. Juni 2016 „Head of<br />

Elica Brands Central Europe“.<br />

Die Messebotschaft auf der Kölner<br />

Living Kitchen wurde er nicht<br />

müde zu wiederholen: „In Deutschland<br />

werden wir in erster Linie über<br />

das Design wahrgenommen, aber<br />

wir können viel mehr als Design.“<br />

Nämlich „Technik und Zulassung“.<br />

So zeigte der italienische Haubenbauer<br />

unter anderem Modelle mit<br />

„elektronischer Nase“. Klar im Mittelpunkt<br />

stand aber die Muldenlüftung<br />

„ NikolaTesla“. www.elica.de<br />

64 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Auch bei Bora ging es durchweg munter zu. Mit der Neuheit „Bora Professional“ präsentiert das Unternehmen ein ganzheitliches System.<br />

Es besteht aus Kochfeldern, Kochfeldabzug, Kanal, Filter, Motor und Mauerkasten. Geplant werden kann es als Kompaktsystem „plug and play“<br />

oder völlig frei. Als Abluftlösung oder für den Umluftbetrieb dann auch mit Plasmabox. „Revolution 2.0“ nennt Bora das. www.bora.com<br />

Fotos: Biermann<br />

Salzkörner können hässliche Kratzer auf der Glaskeramik hinterlassen. Dem schiebt O+F A-Line<br />

nun einen Riegel vor: Der Hersteller setzt auf die neue kratzfeste „Miradur“-Beschichtung von<br />

SCHOTT CERAN. „Und das als erster Hersteller von Muldenlüftungen überhaupt“, erklärt das<br />

Unternehmen. „Integral 800 Miradur“ heißt das Modell. www.of-menden.de<br />

Was sich hier so unscheinbar in einer<br />

Hülle aus einem unbekannten Material<br />

verbirgt, ist der neue Motor für die<br />

„Pure’line“-Deckenhauben von Novy.<br />

Und der macht sich besonders dünn<br />

mit einer Einbauhöhe von nur noch<br />

180 mm. Das sind 42 % weniger als bisher<br />

(310 mm). „Ein Weltmeister wird schmaler“,<br />

sagt der Hersteller dazu und betont:<br />

„Dennoch ist die ‚Pure’line’ nach<br />

wie vor das leiseste Gerät in der Kategorie<br />

der flachen Deckenhauben.“ Die<br />

Auslieferung erfolgt ab Mitte Mai <strong>2017</strong>.<br />

In diesem Jahr feiert der belgische Hersteller<br />

bereits seinen 110. Geburtstag.<br />

www.novy-dunsthauben.de<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 65


Messe<br />

Einmal ganz genau hinschauen: Ja, diese „Skyline“ ist anders als gewohnt. Nämlich mit einem Steindekor gestaltet. berbel bietet ab sofort die<br />

Möglichkeit, den Haubenkörper der „Skyline edge“ in dieser Art zu individualisieren. Dafür wurde ein Trägersystem entwickelt. Auch bei der<br />

Konfiguration ist das Unternehmen behilflich. Die Bestellung der Platten (zum Beispiel bei einem Arbeitsplattenproduzenten) und die Montage<br />

liegen dann in der Verantwortung der Planer. www.berbel.de<br />

Die Muldenlüfter der Serie „Integral“ gibt es bei O+F A­Line<br />

jetzt mit massiven Edelstahlknebeln. Die Anzeige leuchtet<br />

im Kochfeld­Display auf. www.of-menden.de<br />

Auf der Living Kitchen<br />

noch hinter Glas, doch<br />

schon bald im Praxisein<br />

satz: Plasma Made hat<br />

eine Plasmafilter­Motor­<br />

Einheit entwickelt und<br />

zusammen mit den Spezialisten<br />

von ebmpapst<br />

realisiert. Die Luftführung<br />

erfolgt durch die<br />

Außenbereiche des Motors<br />

rechts und links.<br />

Die Leistung liegt bei ca.<br />

350 m 3 , den Verbrauch<br />

gibt PlasmaMade mit<br />

37 Watt/Stunde an. Für<br />

Motor und Filter. Zielgruppe<br />

ist die Industrie.<br />

Exklusivvermarkter in<br />

Deutschland ist die Industrievertretung<br />

Weigert.<br />

www.weigertindustrievertretung.de<br />

Fotos: Biermann<br />

1/2/<strong>2017</strong>


Fotos: Biermann<br />

„Edelstahl ist unsere Leidenschaft“, sagt O+F A-Line von sich selbst. Folgerichtig wurde auf der LivingKitchen unter anderem die Inselhaube<br />

„L“ in 210 cm Länge präsentiert. Eine Sonderanfertigung mit zwei Randabsaugungen, für die das italienische Unternehmen Barazza die übrige<br />

Ausstattung beisteuerte. Zum Angebot gehört auch das Funktionsmodul „Channel“. O+F-Inhaber Rainer Luig (Foto links) erläutert im Messegespräch<br />

Details. www.of-menden.de<br />

„Rondo“ heißt die neueste Entwicklung von Plasma-Pionier<br />

Manfred H. Langner (hier auf dem Foto zusammen<br />

mit seiner Tochter Laura Langner-Forman). Das Plasmamodul<br />

für die Privatküche kann laut Hersteller auf „nahezu<br />

jeden Dunsthauben-Ventilator gesteckt werden“. Der<br />

Aktivkohlefilter ist bereits integriert. Als Nachrüstsatz für<br />

den Handel gibt es einen Adapter dazu. Der UVP beträgt<br />

399 Euro. Ein Strömungssensor soll den unbeabsichtigten<br />

Ozon-Austritt verhindern. Dieser arbeite völlig autonom,<br />

betont Langner, und sei nicht von der Elektrik der Haube<br />

abhängig. Den Stromverbrauch gibt PlasmaNorm mit<br />

3,65 kWh im Jahr an. www.plasmanorm.de<br />

Zur LivingKitchen stellte die italienische Hausgerätemarke Ilve die aktuelle<br />

Version des legendären Herds „Panoramagic“ vor. Der Ursprung des Geräts<br />

liegt in den 1970er-Jahren, nun strahlt es im futuristischen Design. Innen ist<br />

auch alles neu. www.ilve-deutschland.de<br />

<strong>KÜCHENPLANER</strong> 67


Messe<br />

25 Jahre auf dem Buckel und aktueller<br />

denn je: die „BioFresh“-Funktion von<br />

Liebherr. www.liebherr.com<br />

Fotos: Biermann<br />

Wie schon auf<br />

der IFA ein begehrtes<br />

Fotomotiv: der Kühlschrank der<br />

Gorenje „Retro Collection“ im Design des<br />

legendären 50er-Jahre-Minibusses „Bulli“ des<br />

deutschen Automobilherstellers Volkswagen. Darüber<br />

hinaus lenkte Gorenje die Aufmerksamkeit<br />

auf seine Design-Ambitionen und kündigte die<br />

Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem französischen<br />

Designer Ora-Ïto an. Eine gemeinsame<br />

Küchengeräte-Kollektion hat das Unternehmen<br />

seit 2016 auch mit dem Designer Philippe Starck.<br />

„ Gorenje by Starck“ gibt sich minimalistisch und<br />

optisch edel mit viel Glas. www.gorenje.de<br />

Marktübersicht<br />

Seinen Einbau-Kaffeevollautomaten<br />

bietet<br />

Gaggenau jetzt auch mit<br />

Festwasseranschluss an.<br />

www.gaggenau.de<br />

Viele weitere Details zu den Neuheiten<br />

der LivingKitchen lesen Sie in unserer<br />

großen Marktübersicht „Kochen,<br />

Backen, Garen“ in <strong>KÜCHENPLANER</strong><br />

3/4 <strong>2017</strong>. Die <strong>Ausgabe</strong> erscheint am<br />

28. April <strong>2017</strong>. Redaktionsschluss ist<br />

am 3. April <strong>2017</strong>.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de<br />

68 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Miele kooperiert mit „Kitchen Stories“<br />

1000 kostenfreie Rezepte<br />

Bislang diente die Miele@mobile App in erster Linie der Kontrolle und Steuerung<br />

von Miele-Geräten per Tablet oder Smartphone. Ab sofort erhalten Nutzer<br />

auch den freien und Zugriff auf mehr als 1000 Rezepte und rund 200 Zubereitungsvideos.<br />

Hierfür kooperiert Miele mit der mobilen Rezept-Plattform<br />

„Kitchen Stories“. Der Startschuss dafür fiel auf der LivingKitchen.<br />

Nutzer der kostenfreien Miele@mobile App haben seit Mitte Januar direkten<br />

Zugang zu Rezeptvideos von Kitchen Stories. Zudem steuert Miele rund 1000<br />

eigene Rezepte bei – entwickelt, getestet und weiter verfeinert in den Versuchsküchen<br />

des Unternehmens. Diese Rezepte sind auf die aktuellen Miele-Einbaugeräte<br />

abgestimmt – und jetzt erstmals per App abrufbar. „Mit der Kombination<br />

beider Angebote bietet die Miele@mobile App eine Rezeptvielfalt und<br />

Nutzerfreundlichkeit, die aktuell ihresgleichen sucht“, sagt Gernot Trettenbrein,<br />

Leiter des Geschäftsbereichs Hausgeräte International der Miele Gruppe.<br />

Damit dies nach Möglichkeit auch so bleibe, werde man das gemeinsame Angebot<br />

kontinuierlich ausbauen und dabei zum Beispiel auch innovative Zubereitungstechniken<br />

wie das Klimagaren berücksichtigen. „Mit Kitchen Stories haben<br />

wir dafür den idealen Partner gewonnen“, so Trettenbrein weiter.<br />

Gegründet wurde das Unternehmen „Kitchen Stories“ vor drei Jahren von<br />

Verena Hubertz und Mengting Gao, die damals gerade erst von der Uni kamen.<br />

Heute führen die beiden Studienfreundinnen ein Unternehmen mit 30 Beschäftigten.<br />

Das Online-Angebot zählt 13 Millionen Nutzer in 150 Ländern. Von den<br />

herkömmlichen, eher statischen Rezept-Portalen unterscheidet sich Kitchen<br />

Stories durch seine dynamischen, videobasierten Inhalte und ein hierzu pas-<br />

Foto: Miele<br />

Macht Lust aufs Nachkochen: Die kostenlose<br />

Miele@mobile App bietet über 1.000 Rezepte, viele<br />

davon in Form inspirierender Videos.<br />

sendes Design, das speziell auf mobile Endgeräte<br />

zugeschnitten ist. Dafür wurde das Unternehmen<br />

schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von<br />

Apple („Best of“), Google („Best of“) sowie mit dem<br />

Award „Newcomer des Jahres“ des Online-Magazins<br />

Gründerszene. Die Miele@mobile App kann<br />

im App Store und bei Google Play kostenlos heruntergeladen<br />

werden. www.miele.de<br />

E.G.O. – steht nie drauf.<br />

Steckt immer drin.<br />

Produkte von E.G.O. stehen nicht im Rampenlicht<br />

– sie spielen die entscheidende Rolle im Hintergrund.<br />

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brauchen: zu nützlichen Helfern, die das Leben<br />

leichter machen. Weltweit führend in Hightech für<br />

Hausgeräte: Kochen. Backen. Waschen. Spülen.<br />

Trocknen. Regeln. Steuern.<br />

www.egoproducts.com


Messe<br />

Foto: Messe Hamburg<br />

Internorga<br />

Trends für die<br />

Großküche<br />

Was Köln und Ostwestfalen für die Privatküche, ist Hamburg<br />

für die gewerbliche Großküche: Vom 17. bis 21. März zeigt die<br />

Internorga auf dem Hamburger Messegelände die Trends für<br />

Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung.<br />

Die Internorga gilt als europäische Leitmesse und<br />

findet seit 1921 statt. Sie ist vom Verband der Deutschen<br />

Messewirtschaft (AUMA) als einzige internationale<br />

Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in<br />

Deutschland klassifiziert. Vom 17. bis 21. März <strong>2017</strong><br />

treffen in der Hansestadt Hamburg wieder Marktführer<br />

und Newcomer auf die Entscheider der Branche.<br />

Mit internationalen Spitzen-Referenten, spannenden<br />

Live-Formaten und neuen Specials wie dem<br />

„Grill und BBQ Court“ will die 91. Internorga attraktive<br />

Highlights bieten. Das Messegelände ist erneut komplett<br />

ausgebucht: Rund 1300 Aussteller aus 25 Nationen<br />

zeigen für den gesamten Außer-Haus Markt, was<br />

heute und in nächster Zukunft angesagt ist. Der Einlass<br />

erfolgt ausschließlich nach Legitimation als Fachbesucher.<br />

Viele wollen investieren<br />

Wenige Wochen vor Veranstaltungsbeginn veröffentlichte<br />

die Internorga die neuesten Ergebnisse des<br />

GV-Barometers (GV steht für Gemeinschaftsverpflegung).<br />

Für <strong>2017</strong> weisen die Resultate demnach eine<br />

leicht rückläufige, aber immer noch hohe Investitionsneigung<br />

in der deutschen Gemeinschaftsgastronomie<br />

auf. Knapp zwei Drittel aller GV-Betriebe planen für<br />

dieses Jahr Investitionen zu tätigen und blicken optimistisch<br />

in die Zukunft: 87 % der GV-Entscheider sind<br />

zuversichtlich, dass die Investitionsplanungen für <strong>2017</strong><br />

realisiert werden.<br />

Unterschiedliche Prioritäten<br />

Über die Hälfte aller GV-Betriebe planen in <strong>2017</strong><br />

große Anschaffungen im Küchenbereich und weitere<br />

11 % wollen in allgemeine Ausstattungen investieren.<br />

Eine konstante Investitionsbereitschaft zeigen<br />

Betriebsrestaurants: 66 % der Befragten planen, Anschaffungen<br />

in diesem Jahr vorzunehmen. Mit 62 % ist<br />

der Anteil investitionsfreudiger Kliniken und Heime<br />

im Vergleich zu 2016 gesunken und liegt damit aktuell<br />

unter dem der Betriebsrestaurants. Hinsichtlich konkreter<br />

Investitionsplanungen sind bei den GV-Betrieben<br />

leichte Differenzen der Prioritäten zu beobachten.<br />

Betriebsrestaurants präferieren im kommenden Jahr<br />

Anschaffungen in der allgemeinen Ausstattung (46 %)<br />

und in den Koch- und Backausstattungen (37 %). In der<br />

Klinik- und Heimverpflegung ist mit 38 % die höchste<br />

Investitionsneigung im Bereich der Kochausstattung<br />

zu verzeichnen. Damit ist diese den allgemeinen Ausstattungen<br />

mit 34 % leicht vorangestellt, während im<br />

Bereich der allgemeinen Anschaffung und in der Gastraumgestaltung<br />

ein deutlicher Rückgang zu verbuchen<br />

ist (von 28 % auf 15 %).<br />

Die Gemeinschaftsgastronomie in Deutschland umfasst<br />

nach Informationen des Deutschen Hotel- und<br />

Gaststättenverbandes DEHOGA mehr als 30 000 Betriebsrestaurants,<br />

die pro Woche rund 30 Mio. Mahlzeiten<br />

servieren, sowie mehr als 16 000 Kliniken,<br />

Heime und Reha-Einrichtungen mit täglich rund<br />

1,2 Mio. Mahlzeiten.<br />

www.internorga.com<br />

Internorga <strong>2017</strong><br />

Termin: 17. bis 21. März<br />

Ort: Messegelände Hamburg<br />

Ausstellungsschwerpunkte: „Nahrungsmittel, Getränke<br />

und Kaffeemaschinen“; „Einrichtung und Ausstattung“;<br />

„Küchentechnik und -ausstattung“; „EDV<br />

und Kassensysteme“; „Bäckerei- und Konditoreibedarf,<br />

Ladenbau“<br />

Infos: www.internorga.com<br />

70 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


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Markt + Menschen<br />

Verwaltungssitz des Küchenmöbelherstellers<br />

Poggenpohl in<br />

Herford.<br />

Foto: Biermann<br />

Im Netz. Die AMK hat die Inhalte des herstellerneutralen<br />

„Ratgeber Küche“ zur LivingKitchen<br />

online geschaltet. Die Adresse lautet: www.amkratgeber-kueche.de.<br />

Zweistelliges Küchenplus. Auch im Jahr 2016<br />

hat sich systemceram erfolgreich weiterentwickelt.<br />

Der Gesamtumsatz stieg um 3 % auf 32,6<br />

Mio. Euro. Der Küchen- und Badbereich war hieran<br />

mit einem jeweils zweistelligen Umsatzplus<br />

beteiligt. Nach einem extrem guten Vorjahr mit<br />

einem Umsatzplus in Höhe von 25 % musste der<br />

Geschäftsbereich KeraLab-Laborkeramik in 2016<br />

hingegen einen zweistelligen Umsatzrückgang<br />

hinnehmen. In 2015 konnten diverse Labor-Projekte<br />

im Ausland realisiert werden, die in dieser<br />

Größenordnung nur in größeren Zeitabständen<br />

relevant werden. „Die ersten Aufträge für<br />

<strong>2017</strong> lassen bereits wieder eine positive Entwicklung<br />

erkennen. Für das laufende Jahr <strong>2017</strong> erwartet<br />

systemceram insgesamt ein Umsatzplus von<br />

7 %. Damit stiege der Gesamtumsatz auf 35 Mio.<br />

Euro. www.systemceram.de<br />

Alno plant Entlassungen. Küchenmöbelhersteller<br />

Alno will in seinen nationalen und internationalen<br />

Verwaltungen 350 Mitarbeiter entlassen.<br />

Das soll die Kosten um 20 Mio. Euro senken.<br />

Alno spricht von einem Restrukturierungsprogramm.<br />

Ziel sei es, alle Prozesse zu optimieren<br />

und eine deutliche Kostensenkung zu erreichen,<br />

wie es in einer offiziellen Ad-hoc-Mitteilung des<br />

börsennotierten Unternehmens heißt. Dabei sei<br />

der Abbau von etwa 250 inländischen und etwa<br />

100 Stellen in den ausländischen Konzerngesellschaften<br />

geplant. Mit Umsetzung der geplanten<br />

Maßnahmen soll in <strong>2017</strong> das EBITDA deutlich positiv<br />

sein. Das Unternehmen kündigte an, gemeinsam<br />

mit dem Betriebsrat und der IG Metall in den<br />

nächsten Wochen einen Sozialplan und einen Interessenausgleich<br />

erarbeiten zu wollen. www.<br />

alno.de<br />

Neue Mutter für Poggenpohl.<br />

Die Münchener Industrieholding<br />

Adcuram Group AG ist neuer Mehrheitseigentümer<br />

von Poggenpohl. Die Gesellschaft erwirbt 98,57 Prozent der Anteile<br />

am Traditionshersteller aus Herford. Verkäuferin ist die schwedische Nobia AB.<br />

Nach Mitteilung der neuen Eigentümer seien Investitionen in diverse Projekte geplant:<br />

Unter anderem in die Positionierung der Marke Poggenpohl, den Ausbau des<br />

Produkt-Portfolios, die Unterstützung der Handelspartner, die eigenen Stores und die<br />

Optimierung der Produktionsabläufe. „Mit dem Erwerb der Mehrheit an Poggenpohl<br />

beteiligen wir uns an einem der weltweit führenden Hersteller von Luxusküchen. Wir<br />

freuen uns darauf, die Erfolgsgeschichte dieser herausragenden und traditionsreichen<br />

Marke fortzuschreiben“, erklärt Thomas Probst, Vorstand der Adcuram Group AG. Aktuell<br />

erwirtschaftet Poggenpohl mit etwa 500 Mitarbeitern rund 110 Mio. Euro Umsatz.<br />

www.poggenpohl.de; www.adcuram.de<br />

Preis mit Strahlkraft. Bereits vor zwei Jahren hatte Ballerina die Nase vorn. Und<br />

auch jetzt konnte der Küchenmöbelhersteller aus Rödinghausen seinen 1. Platz im<br />

Leis tungsspiegel des Verlags „markt intern“, Kategorie Küchenmöbel, behaupten.<br />

„Der Preis bedeutet uns viel,<br />

weil er auch international eine<br />

enor me Strahlkraft hat“, erklärte<br />

Ballerina-Geschäftsführerin<br />

Foto: Plaßhenrich<br />

Großes Medieninteresse: Gerd Clemens von<br />

„markt intern“ (Foto von links) übergibt vor<br />

zahlreichen Fotografen Ballerina-Geschäftsführerin<br />

Heidrun Brinkmeyer, Gründer Heinz-Erwin<br />

Ellersiek und Heiko Ellersiek (Geschäftsführer)<br />

das Leistungszertifikats.<br />

Heidrun Brinkmeyer. Und sie fuhr<br />

fort: „Es ist immer schwieriger<br />

die Spitze zu verteidigen, als sie<br />

zu erlangen. Deshalb macht uns<br />

die Auszeichnung sehr stolz.“<br />

(www.ballerina.de)<br />

Auf den weiteren Plätzen des<br />

„markt intern“-Leistungsspiegel<br />

landeten übrigens Rempp und<br />

Bau format. In der Kategorie Geräte<br />

siegt Miele vor Gaggenau und<br />

Küppers busch, und beim Zubehör<br />

hatte systemceram die Nase vorn<br />

vor Blanco und Lechner.<br />

9,9 % gewachsen. Häcker Küchen profitiert von der guten nationalen und internationalen<br />

Küchenkonjunktur. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz 2016 um 9,9 %<br />

auf nun 512 Mio. Euro steigern. Das übertrifft sogar die eigenen Erwartungen.<br />

Dieser Rekordumsatz sei auf eine außergewöhnlich gute Geschäftsentwicklung sowohl<br />

in Deutschland als auch in den internationalen Märkten zurückzuführen, heißt es in<br />

einer Mitteilung des Unternehmens. Während der Umsatz im Inland um 6,7 % Wachstum<br />

stieg, hat Häcker Küchen im Export zweistellig zugelegt: um 16,3 % auf jetzt etwas mehr<br />

als 200 Millionen Euro. Die Exportquote beträgt aktuell 39,5 %. Als erfreulich bezeichnet<br />

Häcker auch die Entwicklung der eigenen Hausgerätemarke Blaupunkt. Hier habe man die<br />

Markenaufmerksamkeit steigern und die Sortimentsbreite ausweiten können. Zusätzlich<br />

wurden die Einbaugeräte für die internationalen Märkte angepasst. Das soll das Wachstum<br />

von Blaupunkt in immer weiteren Märkten ermöglichen. www.haecker-kuechen.de<br />

Foto: Biermann<br />

Im vergangenen Jahr produzierte<br />

Häcker 1,9 Mio. Schränke – hier eine<br />

Aufnahme aus der „Classic“-Produktion<br />

im Werk Rödinghausen.<br />

72 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


Ein Jahr lang war Frank Wiedenmaier<br />

bei Alno für die Werke, den Einkauf,<br />

die Logistik und die Qualität zuständig.<br />

Erst als COO, dann ab Mai 2016 als Vorstandsmitglied.<br />

Nun ist er gegangen.<br />

Laut Alno erfolgte die Trennung auf eigenen<br />

Wunsch in gegenseitigem Einvernehmen.<br />

Damit verkleinert sich der Vorstand<br />

des Küchenmöbelherstellers auf künftig<br />

drei statt bisher vier Mitglieder. Das Vorstandsressort<br />

des COO wurde aufgeteilt:<br />

unter dem Vorstandsvorsitzenden Max<br />

Müller, dem Chief Financial Officer (CFO)<br />

Christian Brenner sowie dem Chief Sales<br />

Officer (CSO) Andreas Sandmann.<br />

Mit Christian Brenner hatte der neue<br />

Großaktionär Tahoe Investors GmbH kurz<br />

vor der Wiedenmaier-Personalie bereits<br />

einen neuen Finanzvorstand bei Alno installiert.<br />

Brenner übernahm kurzfristig<br />

die Aufgaben von Ipek Demirtas als Chief<br />

Financial Officer (CFO). www.alno.de<br />

Zum 1. Februar <strong>2017</strong> hat Christian<br />

Placho, 47, die neue Funktion des Verkaufsleiters<br />

Deutschland für die österreichischen<br />

Küchenmarken ewe und<br />

Intuo übernehmen. Placho war zuletzt<br />

Verkaufsleiter bei rational. www.ewe.at;<br />

www.intuokitchen.com/de<br />

Nina Feldmann ergänzt mit sofortiger<br />

Wirkung die Geschäftsführung der<br />

berbel Ablufttechnik GmbH. Gemeinsam<br />

mit Peter Ahlmer und Beat Ernst sind nun<br />

drei Geschäftsführer an der Spitze des Unternehmens<br />

mit Sitz in Rheine. Nina Feldmann<br />

leitete die Buchhaltung und war bereits<br />

seit Dezember 2014 als Prokuristin<br />

für das Unternehmen tätig. Dem Leiter Produktion,<br />

Logistik und Einkauf, Wolfgang<br />

Kalten brunner, wurde ebenfalls Prokura<br />

erteilt. Zudem löst Beat Ernst als dritter<br />

Geschäftsführer Erling Boller ab. Ernst<br />

vertritt die Schweizer Muttergesellschaft<br />

der berbel Ablufttechnik GmbH auf Geschäftsführungsebene.<br />

Boller hat rückwirkend<br />

zum 1. Oktober 2016 im Rahmen<br />

eines Management- Buyouts das Industriegeschäft<br />

der Wesco AG übernommen.<br />

Das Unternehmen will seine Aktivitäten<br />

künftig auf das Küchen- und Wohnungslüftungsgeschäft<br />

fokussieren. Wobei die<br />

Sparte „Zuhause“ die Geschäftstätigkeit<br />

verschiedener Gesellschaften vereint.<br />

Dazu zählt das Küchen- und Wohnungslüftungsgeschäft<br />

der Schweizer<br />

Wesco AG, in Deutschland das<br />

Küchenlüftungsgeschäft der berbel<br />

Ablufttechnik GmbH und der homeier<br />

Küchentechnik GmbH, der berbel<br />

A/S in Dänemark sowie das Küchenlüftungsgeschäft<br />

der createc s.r.l. in Italien.<br />

Beat Ernst führt das Schweizer Familienunternehmen<br />

Wesco AG in der zweiten<br />

Generation. www.berbel.de<br />

Zum 1. Januar <strong>2017</strong> wurde Jana<br />

Schönfeld, 38, als drittes Mitglied in<br />

die Hettich Geschäftsleitung berufen.<br />

Sie tritt die Nachfolge<br />

von Stefan Jonitz<br />

an, der das Unternehmen<br />

im April 2016<br />

verlassen hatte, und<br />

verantwortet die Bereiche<br />

Controlling,<br />

Finanzen, Personal,<br />

IT, Recht und<br />

Steuern (CFO).<br />

www.hettich.de Jana Schönfeld.<br />

Häcker Küchen<br />

berief seinen langjährigen<br />

Mitarbeiter<br />

Stefan Möller<br />

zum Geschäftsführer.<br />

Damit soll das<br />

kontinuierliche Umsatzwachstum<br />

des<br />

Stefan Möller. Küchenmöbelherstellers<br />

auch auf Leitungsebene<br />

untermauert werden. Möller<br />

ist seit 24 Jahren im Unternehmen. Seit<br />

2006 gehört er der Geschäftsleitung an<br />

und verantwortet in dieser Position den<br />

Einkauf und die Produktentwicklung.<br />

www.haecker-kuechen.de<br />

Foto: Häcker Küchen<br />

Nina Feldmann.<br />

Foto: berbel<br />

Foto: Hettich<br />

Niklas Schulte, 29, ist seit dem 1. Januar<br />

neuer Geschäftsführer des BMK (Bundesverband<br />

Mittelständischer Küchenfachhandel).<br />

Er<br />

löste Elmo Keller<br />

ab, der sich zum<br />

31. Dezember 2016<br />

in den Ruhestand<br />

verabschiedet hat.<br />

www.zhh.de<br />

Niklas Schulte.<br />

Foto: DER KREIS<br />

Sven Koopmann.<br />

Sven Koopmann, 47,<br />

startete am 1. Januar<br />

<strong>2017</strong> als Regionalleiter<br />

von DER KREIS in Norddeutschland.<br />

Er wird<br />

nach seiner Einarbeitung<br />

die Nachfolge<br />

des bisherigen Regionalleiters<br />

Dietmar<br />

Witt antreten. Dieser<br />

wird Ende<br />

März <strong>2017</strong> in den Ruhestand gehen.<br />

www.derkreis.de<br />

Der italienische Hausgerätehersteller<br />

Smeg hat sich mit Tobias Koch, 44, einen<br />

Brancheninsider ins Deutschland-<br />

Team geholt. Er leitet seit Jahresbeginn<br />

das Marketing und kommt von der BSH<br />

Hausgeräte GmbH. Neu im Marketing-<br />

Team von Smeg ist seit Dezember außerdem<br />

Stephanie de Meyer, 30. Auch<br />

sie kommt aus der Hausgerätebranche.<br />

www.smeg.de<br />

Küchenmöbelhersteller Warendorf<br />

hat seinen Vertrieb mit zwei weiteren<br />

Mitarbeitern verstärkt. Christof<br />

Wachholz reist im Norden, und Doris<br />

Kelle unterstützt als erfahrene Küchenplanerin<br />

die Ausstellungsplanung.<br />

www.warendorf.com<br />

Foto: BMK<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 73


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79713 Bad Säckingen<br />

Tel.: +49 7761 52-0<br />

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32051 Herford<br />

Telefon: 05221 381- 0<br />

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74 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 1/2/<strong>2017</strong>


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Herausgeber<br />

Dipl.-Kfm. Christopher Strobel, Verleger<br />

Redaktion<br />

Dirk Biermann, Chefredakteur,<br />

(verantwortlich im Sinne des Presserechts)<br />

Helleforthstraße 136, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock,<br />

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E-Mail: d.biermann@strobel-verlag.de<br />

Astrid Plaßhenrich (apl)<br />

Redaktionssekretariat<br />

Birgit Brosowski<br />

Telefon: 02931 890041, Telefax: 02931 8900-48<br />

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Verkauf: Stefan Hoffmann<br />

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Anzeigenverkauf Inland: Uwe Sommerfeld,<br />

Iserstr. 58, 14513 Teltow,<br />

Telefon: 03328 3090566, Telefax: 03328 3090567,<br />

E-Mail: u.sommerfeld@strobel-verlag.de<br />

Impressum<br />

Anzeigen-Vertretung Italien: Media & Service<br />

Internat. Srl, Piazza Wagner 5, 20145 MILANO / ITALIEN,<br />

Telefon: + 39 248006193, Telefax: + 39 248193274<br />

Vertrieb/Leserservice<br />

Reinhard Heite, E-Mail: r.heite@strobel-verlag.de,<br />

Tel.: 02931 8900-50<br />

Bezugspreise<br />

„<strong>KÜCHENPLANER</strong>“ erscheint 7 x jährlich.<br />

Jahres bezugspreis 67,00 € inkl. 7 % MwSt. und Versandkosten.<br />

Einzelheft: 11,30 €<br />

Abonnementbedingungen<br />

Bestellungen sind jederzeit beim Leserservice oder bei<br />

Buchhandlungen im In- und Ausland möglich. Nach Abschluss<br />

einer Bestellung kann diese innerhalb von 14<br />

Tagen mit einer schriftlichen Mitteilung an den Verlag<br />

widerrufen werden. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige<br />

Absendung. Abonnements verlängern sich um<br />

ein Jahr, wenn sie nicht drei Monate vor Ablauf des Bezugsjahres<br />

schriftlich gekündigt werden, außer sie wurden<br />

ausdrücklich befristet abgeschlossen. Abonnementgebühren<br />

werden im Voraus berechnet und sind nach<br />

Erhalt der Rechnung ohne Abzug zur Zahlung fällig oder<br />

sie werden per Lastschrift abgebucht. Auslandsabonnements<br />

sind zahlbar ohne Spesen und Kosten für den Verlag.<br />

Die Annahme der Zeitschrift verpflichtet Wiederverkäufer<br />

zur Einhaltung der im Impressum angegebenen<br />

Bezugspreise.<br />

Sollte die Fachzeitschrift aus technischen Gründen oder<br />

höherer Gewalt nicht geliefert werden können, besteht<br />

kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter<br />

Bezugsgelder.<br />

Gerichtsstand für Vollkaufleute ist Arnsberg und Hamburg.<br />

Für alle übrigen Kunden gilt dieser Gerichtsstand<br />

für das Mahnverfahren.<br />

Bankverbindungen<br />

Sparkasse Arnsberg-Sundern,<br />

IBAN DE78 466500050001020320, BIC WELADED1ARN<br />

Postbank Dortmund,<br />

IBAN DE57 4401004600016474 67, BIC PBNKDEFFXXX<br />

Druckvorstufenproduktion<br />

STROBEL PrePress & Media,<br />

Postfach 5654, 59806 Arnsberg,<br />

E-Mail: datenannahme@strobel-verlag.de<br />

Herstellung<br />

Siegbert Hahne<br />

Layout<br />

Catrin Dellmann<br />

Druck (Lieferadresse für Beihefter und Beilagen)<br />

Griebsch & Rochol Druck GmbH<br />

Gabelsbergerstraße 1 (Gewerbepark Rhynern)<br />

59069 Hamm<br />

Veröffentlichungen<br />

Zum Abdruck angenommene Beiträge, Manuskripte und<br />

Bilder, einschließlich der Negative, gehen mit Ablieferung<br />

in das Eigen tum des Verlages über. Damit erhält er<br />

gleichzeitig im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen<br />

das Veröffentlichungs- und Verarbeitungsrecht. Der Autor<br />

räumt dem Verlag das unbeschränkte Nutzungsrecht ein,<br />

seine Beiträge im In- und Ausland und in allen Sprachen,<br />

insbesondere in Printmedien, Film, Rundfunk, Datenbanken,<br />

Telekommunikations- und Datennetzen (z. B. Online-Dienste)<br />

sowie auf Datenträgern (z. B. CD-ROM), usw.<br />

ungeachtet der Übertragungs-, Träger- und Speichertechniken<br />

sowie öffentlich wiederzugeben. Für unaufgefordert<br />

eingesandte Manuskripte übernehmen Verlag und Redaktion<br />

keine Gewähr.<br />

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung<br />

der Verfasser wieder und müssen nicht mit der des<br />

Verlages und der der Redaktion übereinstimmen. Die<br />

rechtliche Verantwortung bleibt beim jeweiligen Autoren.<br />

Für Werbeaussagen von Herstellern und Inserenten<br />

in abgedruckten Anzeigen haftet der Verlag nicht.<br />

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen,<br />

Waren bezeichnungen und dergleichen in dieser Zeitschrift<br />

berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche<br />

Namen ohne Weiteres von jedermann benutzt werden<br />

dürfen; oft handelt es sich um gesetzlich geschützte eingetragene<br />

Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche<br />

gekennzeichnet sind.<br />

Nachdruck, Reproduktion und das Übersetzen in fremde<br />

Sprachen ist nur mit schriftlicher Genehmigung des<br />

Verlages gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in<br />

elektronische Datenbanken und Vervielfältigungen auf<br />

Datenträgern jeder Art.<br />

Sofern Sie Artikel aus „<strong>KÜCHENPLANER</strong>“ in Ihren internen<br />

elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen,<br />

erhalten Sie die erforderlichen Rechte unter<br />

www.pressemonitor.de oder unter Telefon 030 284930,<br />

PMG Presse-Monitor GmbH.<br />

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind<br />

urheberrechtlich geschützt.<br />

ISSN 0722-9917<br />

Mitglied bei:<br />

Arbeitsgemeinschaft<br />

Die Moderne Küche e.V.<br />

Informationsgemeinschaft zur Feststellung<br />

der Verbreitung von Werbeträgern<br />

1/2/<strong>2017</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 75

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