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KÜCHENPLANER - Ausgabe 1-2017

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Zielgruppe sind Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und die Küchenindustrie.

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Zielgruppe sind Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und die Küchenindustrie.

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www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 1 / 2 / 2017

STROBEL VERLAG

LivingKitchen 2017

Kölner Küchenparty

stellt alle zufrieden ▶ 6

Küchenplanung –

Kreatives Spiel

mit Regalen ▶ 12

Arbeitsflächen –

Jede Küche wird

zum Unikat ▶ 44


Zukunft

is t

Chefsache.

DIE INTERNORGA AUCH.

#INTOTOMORROW

17. – 21. MÄRZ 2017


Impulse/Ansichten

Back to

Anbauküche

Es gibt Möbel, die wirken wie ein Cord-Anzug. Irgendwie aus der Zeit gefallen.

Dabei sind sie topmodern. Denn Retro ist wieder mal Trend. An der Küche geht die

revitalisierte Prilblumen-Ära weitestgehend vorbei. Doch es gibt schlimme Ausnahmen.

Im Grunde war es nach der LivingKitchen wie nach

jeder großen Küchenmesse. Tagelang pilgert man in einer

Parallelwelt durch abgedunkelte Ausstellungshallen

und lässt sich von 1001 Küchenideen begeistern – und

dann sitzt man am ersten Nachmessetag etwas zerzaust

am heimischen Frühstückstisch, schlägt einen Möbelprospekt

mit „großer Küchenbeilage“ auf und bekommt

die Wahrnehmungen der letzten Tage nicht synchronisiert

mit dem, was da an „Küchenglück“ per Prospekt

ins Haus geflattert ist. Wo sind sie geblieben, die echten,

natürlichen, edel-matten Oberflächen und aufregenden

Materialien? Wo die schwenkbaren Schrank-Tablare und

Geschirrspülmaschinenkörbe? Wo die sensorgesteuerte

Hauben- und Ofentechnik? Wo die handfesten Griffe und

Knebel? Wo das grifflose Möbel- und Gerätedesign, das

in seiner simplen Eleganz manchmal einfach nur zum

Niederknien schön ist. Stattdessen plumper Preiseinstieg

im Vierfarbdruck. Kurz vor der 4000-Euro-Marke

dann die Krönung: Drei weiße 60er-Möbelkorpen zu

einem Inselblock verschraubt und drapiert auf ein etwa

20 cm hohes Holzgestell mit schräg abstehenden Elefantenfüßen.

Das soll wohl an die aufstrebenden „50er“

des vergangenen Jahrhunderts erinnern. Schlimm ist

das, wirklich schlimm. Aber immerhin Retro irgendwie.

Zum Glück wird die „Insel“ nicht auch noch im Nierentisch-Design

offeriert. Aber das wäre in dieser Preisklasse

wohl auch übermotiviert.

Es ließe sich seitenlang über die zweifelhafte Qualität

der gängigen Küchenwerbung in Tageszeitungen plaudern,

doch das führt zu nichts. Viel interessanter ist das

Thema hinter dem Beispiel: Der grundsätzliche Trend

zum Stil der 1950er- bis 1970er-Jahre hat seinen Grund.

Der moderne Mensch sucht immer häufiger ein Gegengewicht

zu den Auswüchsen des durchdigitalisierten

Alltags. Je glatter und oberflächlicher das öffentliche Leben

summt und brummt, so scheint es, umso erdiger,

anfassbarer und lebendiger soll es privat zugehen. Der

Mensch ist schließlich auch nur ein Tier und er sehnt

sich danach, mit seiner Umgebung in Beziehung zu gehen.

Er will Verbindung spüren in diesem als Kommunikation

definierten Dauerrauschen, das sich täglich neu

aus Hunderten von E-Mails, Kurznachrichten und Egokundgaben

via Social Media speist.

Die Wohnung als ureigener Rückzugsort bietet sich

für diesen temporär nutzbaren Gegenentwurf an, und

das beeinflusst natürlich auch die Kücheneinrichtung.

Eine Atmosphäre des strengen rechten Winkels ist im

Arbeitsdreieck zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank

jedenfalls auf unbestimmte Zeit passé. Selbst das etwas

zugeknöpfte Bauhaus zeigt sich warm und zugänglich.

Und das soll was heißen.

Retro in der Küche ist mehr als heiteres Pril blumen-

Design. Das ist die gute Nachricht. Stattdessen wird es

immer flexibler. Feste Einbauten werden mit Modulen

kombiniert. Das schafft Leichtigkeit und erlaubt je nach

Wunsch und Bedürfnis des Kunden individuelle Umsetzungen

und haucht der längst zu Grabe getragenen Idee

der Anbauküche neues Leben ein.

Und besonders die allgegenwärtigen Regale: Mit ihnen

lassen sich Küchenstile, die jahrzehntelang wie in

Granit gemeißelt nur eine einzige Art der Umsetzung

zuzulassen schienen, kreativ und immer wieder anders

ins Leben bringen. Regale gab es schon immer. Sicher.

Aber nicht so schön. Das Spiel mit geschlossenen und

offenen Flächen bietet jedenfalls zahlreiche Möglichkeiten.

Auf die allzu leichte Schulter sollte man die Regalplanung

aber auch nicht nehmen. Vor allem der Heimwerkerfraktion

sei gesagt: Drei Billys machen längst noch

keine Küche, meint

Dirk Biermann, Chefredakteur

PS: Die Prilblume wurde 1972 vom Unternehmen Henkel für die Kampagne „Fröhliche Küche“ entwickelt.

Beworben wurde damit das Spülmittel Pril. PPS: Ich respektiere ausnahmslos jedes Küchenbudget.

Die ironische Färbung dieses Textes bezieht sich allein auf die Darstellung mancher Entwürfe.

1/2/2017 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

6 12

Lebendig, international, hochwertig: die LivingKitchen

2017 hat viel Lob erhalten. Auch die Schüler der

Max&Moritz-Grundschule aus Menden amüsierten sich.

Wer moderne Küchen plant, kommt an dezenten Farben

und ausdrucksstarken Oberflächen als Kombinationspartner

zu Weiß nicht vorbei. Ein starker Trend sind Regale.

Messe

6 Die Themen der LivingKitchen

Küchenverbände

40 DER KREIS: Ideen für die Küchen von morgen

70 Internorga: Trends für die Großküche

Küchenmöbel

12 Die LivingKitchen-Neuheiten der Küchenmöbelhersteller

36 BMK-Innovationspreise für bauformat, Neff und Blanco

Küchenfertigung

38 Blum: umfangreiches Klappenprogramm

38 Hettich: „WingLine L“ für große Schränke

39 Kesseböhmer: Innovationen schaffen Kaufanreize

Arbeitsflächen

44 Starkes Angebot: Jede Küche wird zum Unikat

Küchenzubehör

48 Die LivingKitchen-Neuheiten der Zubehöranbieter

Küchendesign

56 Die Preisträger des „Iconic Award 2017

Foto: Messe Hamburg

Zum Titelbild

INTERNORGA 2017

Innovationsmagnet: Produktneuheiten,

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die Trends von morgen. Profitieren

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INspirativer Branchentreff und

Benchmarking: Kontakte der Zukunft

– treffen Sie das Netzwerk der

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http://www.internorga.com/

Hausgeräte

58 Die LivingKitchen-Neuheiten der Geräteindustrie

Markt + Menschen

72 Unternehmensmeldungen / Personalien

Diverses

3 Ansichten: Back to Anbauküche

74 Partner des Fachhandels / Impressum

Beilagenhinweis: Schott AG, 55122 Mainz

4 KÜCHENPLANER 1/2/2017


eaufort8.de

Mehr Spielraum in der Küche.

Das Etagenbecken BLANCO ETAGON.

Das innovative Systemkonzept von BLANCO ETAGON nutzt drei Funktionsebenen

und bietet in der Kombination mit den hochwertigen ETAGON-Schienen und

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Die Themen der LivingKitchen

6 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Verzückt.

Foto: Biermann

Wenn es noch eine Bestätigung gebraucht hätte, dass „Die“

Küche die Herzen der Menschen derzeit wie kein zweites Einrichtungsthema

verzückt – die LivingKitchen 2017 hat sie geliefert.

Sieben lebendige Messetage haben branchenübergreifend

die Mundwinkel nach oben gebogen und für viele zufriedene

Gesichter gesorgt. Was ausgesprochen hilfreich ist, denn eine

gelöste Stimmung war schon immer gut fürs Geschäft.

imm und LivingKitchen zusammen haben mehr als 150 000

Besucher gezählt. „Das ist neuer Rekord“, meldet die Koelnmesse.

Wobei jeder zweite Fachbesucher aus dem Ausland angereist

sei. Das freut die Aussteller besonders, steht doch der

Aspekt „Internationalität“ seit der Erstausgabe der Küchenmesse

im Jahr 2013 ganz oben im Pflichtenheft der Organisatoren.

Von den 104 000 Fachbesuchern kamen laut Veranstalter rund

56 000 aus Deutschland und rund 48 000 aus dem Ausland

(+ 4 %). Für Europa konnten Steigerungen vor allem aus Spanien

(+ 25 %), Russland (+ 26 %), Italien (+ 19 %) und Großbritannien

(+ 13 %) verzeichnet werden. Gut entwickelt hätten sich auch die

Besucherzahlen aus den Niederlanden und Polen. Mehr Fachbesucher

kamen zudem aus Übersee, insbesondere aus China

(+ 5 %), Südkorea (+ 12 %) und Indien (+ 5 %). Die Besucherzahlen

aus dem Nahen Osten legten um 19 % zu, hier besonders aus

den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Mit Profis kochen

An den vier Fach- und den drei Publikumstagen pulsierte

das Leben in den Kölner Messehallen. Es wurde gekocht und

geschlemmt, Kontakte gepflegt und neue geknüpft – und ganz

viel „Küche geguckt“. Kochpromis gaben sich an den Ständen

der Aussteller und auf der Eventfläche „Cooktainment“

die Kochlöffel in die Hand, und selbst die Kinder der „Max &

Moritz Grundschule“ aus Sankt Augustin-Menden (Foto) stülpten

sich die Kochmützen über und rührten zusammen mit Sterneköchin

Sybille Schönberger am Messestand von hansgrohe

in den Töpfen. Die Schule hatte zuvor eine Projektwoche zum

Thema „Wasser“ veranstaltet.

Kurze Wege

Küchenspezialisten und Inneneinrichter profitierten von

kurzen Wegen und konzentrierten Präsentationen. Viele Küchenmöbelhersteller

präsentierten ihre „Best-of“-Ausstellungsküchen

aus dem Herbst und ergänzten diese um ausgesuchte

Neuigkeiten. Überraschungsmomente aus dem großen Bereich

der Vernetzung inklusive. Darüber hinaus waren Regale, dunkle

Hölzer und Farben die großen Möbelthemen.

Dicht an dicht drängten sich die Aussteller in den drei Messehallen

der LivingKitchen. nobilia hatte seinen Stand gegenüber

von Siemens, nebenan positionierte sich Schüller. Allein

in diesem Messegang konnten sich Händler problemlos einen

Tag lang aufhalten, um die Neuheiten zu sehen. Ein weiteres

Beispiel: Miele präsentierte sich gegenüber von Häcker. Auch

dort konnten die Besucher Stunden verbringen. Und V-Zug,

Gaggenau, zeyko, allmillmö, Dornbracht und Neff teilten sich

ebenfalls einen Messegang. LEICHT und Bosch zeigten ihre

Produkte Wand an Wand. Es ist diese konzentrierte Dichte, die

der LivingKitchen das besondere Messe-Feeling verschafft –

und ihr einen ganz eigenen Wert verschafft. Das macht Vorfreude

auf 2019.

Dirk Biermann &

Astrid Plaßhenrich

1/2/2017 KÜCHENPLANER 7


Die Themen der LivingKitchen

Foto: Biermann

Auf der Enter prise redeten

Mr. Spock, Captain

Kirk und Lt. Uhura den

Computer noch schlicht

mit Computer an, wenn

sie eine Serviceleistung

vom Gerät erledigt haben

wollten. Heute hört

die Technik auf „Alexa“

(Amazon), „Mykie“ (BSH)

und „MIA“ (Liebherr in

Kooperation mit Microsoft). Die Sprachsteuerung

hat die Küche erreicht. Zwar noch nicht

mit allen Lösungen in Serienreife (von „ Alexa“

mal abgesehen) und längst nicht im Mainstream

– aber das wird wohl nicht mehr lange

auf sich warten lassen. Küchen-Assistent

„Mykie“ (Foto) ist ein besonderes Exemplar.

Er kann mit den „ Augen“ rollen und klimpern.

Auch wenn er etwas an einen Inhalator erinnert,

wirkt er dadurch fast schon ein bisschen

menschlich. Das fasziniert und erschreckt. Aktuell

trainiert „Mykie“ allerdings noch daheim

für seinen Praxiseinsatz. Wann er seinen Dienst

zwischen Spüle und Backofen konkret beginnen

wird, steht nach Aussage der BSH-Verantwortlichen

noch nicht fest. Auch eine Prognose

wollte niemand aus dem Konzern wagen.

Foto: Biermann

Vernetzung in der Küche wird nur Erfolg haben, da sind sich eigentlich

alle in der Branche einig, wenn der Nutzer einen konkreten Nutzen

davon hat. So sind manche technischen Möglichkeiten heute eher noch

unter der Rubrik Zukunftsmusik einzustufen. Was längst nicht mehr für

die Integration der Musik selbst gilt. Seine Lieblingssongs kann der Küchennutzer

schon heute kabellos genießen: per Bluetooth zum Beispiel

direkt über das Smartphone. Per Playlist oder Streaming. Die dafür notwendige

Technik wird unsichtbar in der Küche verbaut. Wobei der Möbelkorpus

oder der Möbelsockel als Resonanzkörper dienen. Oder jetzt

auch die Haube. Miele stattet eine Wandhaube mit dieser Möglichkeit

aus (Foto). Ebenso wie berbel die Lifthaube „Skyline edge“.

8 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Die „unsichtbare Haube“ ist Trend.

Im höherwertigen Segment der Küchenplanung

wird nach ganz oben oder nach

unten abgesaugt. Deckenmodule gewinnen

weiter an Einfluss, ganz besonders

aber Muldenlüftungen, die unter den

Kücheninnovationen den dicksten Stein

im Brett vieler Küchennutzer zu haben

scheinen. Dabei ist die Idee wohlwollend als „bewährt“ zu bezeichnen. „Erfunden“ wurde die Muldenlüftung

bereits 1965 vom amerikanischen Unternehmen Jenn-Air. Als Lizenznehmer hat Gaggenau

diese Technik dann 1976 nach Europa gebracht. Diese Pionierleistung wollte Gaggenau auf

der LivingKitchen ganz im Stil eines auf Understatement bedachten Premiumherstellers nicht groß

herausstellen. Gesagt werden sollte es aber dennoch. Nur zur Sicherheit. Von Rechts wegen ist das

völlig in Ordnung. Moralisch natürlich auch: Ehre wem Ehre gebührt.

Foto: Biermann

Foto: Warendorf

Digitale Technik bestimmt

unser Leben, und es gibt es keinen

nachvollziehbaren Grund,

warum dies vor der Küchentür

halt machen sollte. Andererseits

birgt jeder Trend den Gegentrend

bereits in sich, und

immer mehr Menschen geht das

Glatte und Oberflächliche temporär

auf die Nerven. Entkommen

werden wir der digitalen

Technik mit dem arttypischen

Drang zur Vernetzung nicht -

aber es werden Gegenpole gesucht.

Die sollen dem Leben

Tiefe geben und die Sinne ansprechen.

Der erneut aufwallende

Retro-Trend zielt in diese

Richtung. Vor allem aber

Möbeloberflächen sind in der

Lage, die Sehnsucht nach dem

Echten zu stillen. Manche Küchenfronten

haben schon für

sich allein betrachtet Unterhaltungswert.

Digitaler Gerätekomfort

trifft in der Küche auf

erdige, echte Materialien. Ein

Erfolgsduo.

1/2/2017 KÜCHENPLANER 9


Die Themen der LivingKitchen

Foto: Biermann

Mit dem „ComfortLift“

scheinen Hettich und AEG eine

ebenso ergonomisch-komfortable

wie narrensichere Funktion

hinbekommen zu haben.

„Das ist so simpel, dass es auch

Männer bedienen können“,

lautete einer der im Vorbeigehen

mitgehörten Kommentare.

Beim „ComfortLift“ handelt es

sich um einen Hebemechanismus,

der den unteren Korb des

Geschirrspülers auf eine angenehme

Arbeitshöhe hebt. Das

erleichtert das Be- und Entladen

und schont den Rücken.

Der Berichterstatter hat es übrigens

auch hinbekommen.

Gleich beim ersten Mal. Und

ganz allein!

Lassen Sie uns über „Farben“ reden. Natürlich, das machen wir in der Küche zuverlässig alle Jahre wieder und am Ende entscheidet

sich der Kunde doch für Weiß oder anders hell. Doch diesmal machen die Hersteller ernst. „Farbe“ war eins der prägenden Themen auf

der LivingKitchen. Das geht ganz oder akzentuiert. Wobei sich die zeitgemäße Farbe für die schöne Küche gern etwas pastellig und matt

gibt, manchmal geradezu stumpf, und damit deutlich zurückhaltender als ihre ferrariroten, zitronengelben und azurblauen Kollegen aus

den Rollsrausmärkten. Ein stimmiges Paket dazu offeriert aktuell LEICHT mit den Architekturfarben von Le Corbusier, aber auch Hersteller

wie Schüller (Foto), nobilia und andere haben neue Töne angerührt.

Foto: Biermann

10 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Foto: Nolte Foto: LEICHT

Foto: Sachsenküchen

Foto: Rotpunkt

Foto: nobilia

Elegante Farben, edle Oberflächen, vernetzte

Geräte, Muldenlüfter, Komfortfunktionen

. . . was haben wir nicht alles gesehen

auf der LivingKitchen. Getoppt wurden diese

Inhalte allerdings vom Oberthema Nr. 1:

Regale! Die werden in der Praxis zwar noch

kaum geplant, hört man, dennoch trumpften

sie an den Ständen der Küchenmöbelhersteller

ganz groß auf. Mit viel Metall,

Glas und Holz. Oft in einer Art „Industrial

Style“ umgesetzt. Tatsächlich lassen sich in

der Kombination von Regal und Kastenmöbel

erstaunlich kreative Dinge fertigen.

Foto: Ballerina

Auf den folgenden Seiten berichten wir über zahlreiche Neuheiten, Ideen und Themen der LivingKitchen.

Die Redaktion wünscht Ihnen viel Vergnügen beim Blättern und Lesen. Lassen Sie sich inspirieren.

1/2/2017 KÜCHENPLANER 11


Messe/Küchenmöbel

LEICHT präsentiert „Les Couleurs ® Le Corbusier“

Mit Architekturfarben stilvoll kombinieren

Wenn sich die Küche dem Wohnraum öffnet, wächst

der Anspruch an wohnliche Materialien, Formen und

Farben. Beim Küchenmöbelhersteller LEICHT ist das

Gespür für diese Aspekte über Jahre gewachsen und

inzwischen tief in Produktsortiment und Planungsphilosophie

verwurzelt. Insbesondere Farben haben

bei LEICHT Tradition. Grundsätzlich sind die zeitlos

wirkenden Möbel aus Waldstetten in allen RAL- und

NCS-Farben zu erhalten. Hinzu kommen abgestimmte

Sonderfarben. Die Planer der schwäbischen Küchenmöbelmarke

machen oft und gern Gebrauch davon,

heißt es. „Viele unserer Handelspartner können gut

mit Farbe umgehen“, berichtet Stefan Waldenmaier,

Vorstandsvorsitzender der LEICHT AG. Was eine ausgewiesene

Fachkompetenz darstellt. Denn akzentuiert

gewählt, setzt Farbe Küchen- und Wohnraumplanungen

stimmig und stimmungsvoll in Szene,

ein Zuviel davon kann den Gesamteindruck hingegen

ruinieren. Auf die rechte Wahl der Töne kommt

es an. Und auf das rechte Maß. Kurz: Farbe verlangt

Fingerspitzengefühl. Und das hat zur LivingKitchen

neue Möglichkeiten erhalten, sich individuell auszudrücken.

Exklusiv und als einziger Küchenmöbelhersteller

überhaupt setzt LEICHT ab sofort auf die

edlen und naturbezogenen Architekturfarben „Les

Couleurs ® Le Corbusier“.

15 Farbtöne ausgewählt

Je Grundfarbe haben die Produktentwickler in

Waldstetten drei Töne ausgewählt. Die Palette dieser

15 Töne reicht vom erdigen Rot bis zum eleganten Umbra;

Blaugrau und Grün gibt es auch. Auf dem Messestand

in Köln ließen sich die Besucher von den sieben

lebendigen und emotional ansprechenden Kücheninszenierungen

wahrnehmbar faszinieren. Die Kamerafunktionen

der Smartphones waren jedenfalls im

Dauereinsatz. „Die raumbildende Kraft von Farbe ist

ein wirksames planerisches Werkzeugt und daher für

unsere Kunden und Handelspartner von größter Bedeutung“,

erläutert Vorstand Stefan Waldenmaier. Und

das national wie international.

Für Waldenmaier ist die Kooperation mit „Les

Couleurs ® Le Corbusier“ inhaltlich rundum stimmig.

„Die Marke passt zu uns“, sagt er und verweist auf identische

Gestaltungsgrundsätze der klassischen Moderne

mit dem zurückhaltenden und zeitlos-eleganten

Auch das funktioniert: Helle Möbel kombiniert mit einer Nischengestaltung in einem erdigen Ocker aus der Palette

der Le Corbusier-Farben (ton 32110 l´ocre rouge).

12 KÜCHENPLANER 1/2/2017


www.interzum.de

Möbelfertigung

Innenausbau

Köln

World’s

Leading

Event

World’s

Leading

Event

Fotos: Biermann

Unter den Augen des Meisters: LEICHT-Vorstandsvorsitzender

Stefan Waldenmaier (Foto rechts) erläutert Messegästen das

Konzept der „Les Couleurs ® Le Corbusier“.

Bauhausstil als Leitmotiv. Besonders bei der Zielgruppe „Architekten“

dürfte die „Les Couleurs ® Le Corbusier“ auf Resonanz

stoßen.

Farben schaffen Verbindung

Farben hatten für das französisch-schweizerische Multitalent

Le Corbusier – er war Architekt, Fotograf, Maler und

vieles mehr – einen „eminent architektonischen Charakter“

und sollten sich „auf jede Art eindrücklich kombinieren“ lassen.

„Räume werden durch Farben erweitert, verbunden, geschlossen

(. . .)“, lautet eins seiner Zitate, die LEICHT Küchen

transportiert.

Mit Farben beschäftigte sich Le Corbusier übrigens intensiv

ab 1931. Damals entwarf er für die Baseler Tapetenfirma

Salubra eine Kollektion Farbtapeten und entwickelte

in diesem Zusammenhang das Farbsystem „Polychromie

Architecturale“. Im Jahr 1959 erweiterte er die „Polychromie

Architecturale“ um 20 kräftigere Farben.

In der „preislichen Mitte“ positioniert

Planen lassen sich die „Les Couleurs ® Le Corbusier“ im

LEICHT-Programm in den Varianten Hochglanzlack und

Samtlack. Und das mit einer glatten Front und einer Rahmenfront.

Einbezogen wird das komplette Umfeld inklusive

Griffe. Angesiedelt ist das Programm in der preislichen

Mitte. „Es soll schließlich verkäuflich sein“, betont Stefan

Waldenmaier abschließend. www.leicht.de

1/2/2017

Die Zukunft beginnt hier.

interzum

16. –19.05. 2017

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Schaufenster

14 KÜCHENPLANER 1/2/2017


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Foto: LEICHT

Auf der LivingKitchen 2017 war der

gesamte LEICHT Messestand dem Thema

„Les Couleurs ® Le Corbusier“ gewidmet.

Besucher konnten in den

verschiedenen Kojen erleben, wie sich

die Küche und das Umfeld mit den

fein aufeinander abgestimmten Farben

von Le Corbusier gestalten lassen.

Fünf Farbgruppen mit jeweils drei

Farbabstufungen, die alle harmonisch

miteinander kombiniert werden können

– das ist die Auswahl von LEICHT

aus dem Farbspektrum, das der große

Architekt Le Corbusier im Lauf seines

langjährigen kreativen Schaffens entwickelt

hat.

Für LEICHT ist es von elementarer

Bedeutung, dass die Farben – ebenso

wie eine LEICHT Küche – über kurzlebigen

Trends stehen. Die Entscheidung

zur Farbe ist bei „Les Couleurs ® Le

Corbusier“ daher immer auch ein Bekenntnis

zu einer langlebigen sowie

klassisch-zeitlosen Gestaltung. Auf

einer Wand des Messestandes wurden

das Farbkonzept und die Wirkung der

einzelnen Farben anschaulich dargestellt

(Foto) – für die zahlreichen Besucher

der LivingKitchen war der Besuch

auf dem LEICHT Messestand ein

sehr inspirierendes Erlebnis.

www.leicht.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 15


Die „Y-Küche“ von Ballerina wurde

aktuell mit dem „Iconic Award“ ausgezeichnet.

Foto: Biermann

Ballerina stellt die „Y-Küche“ in den Mittelpunkt

Schicke Wertarbeit aus Rödinghausen

Das Korpus-Konzept „DUK“ samt

8 mm starker Rückwand, die individuellen

Planungsmöglichkeiten dank der

großen Vielfalt an Materialien von Original

Resopal über Glas und SmartGlas (Polymer)

bis Fenix, die Bandbreite bei handlackierten

Fronten (mit mehr als 3800

möglichen Farben), das Ritzenhoff-Glasdesign,

die technischen Komfortlösungen

– und allen voran das außergewöhnliche

Design-Konzept der „Y-Küche“. Mit Themen

wie diesen präsentierte sich Ballerina

auf der Living Kitchen bewusst international

und inszenierte die Marke und die unternehmenstypischen

„Mehrwerte“ design-

und qualitätsorientiert. Aus gutem

Grund: „Unsere internationalen Kunden

schätzen deutsche Qualität“, erläuterte

die geschäftsführende Gesellschafterin

Heidrun Brinkmeyer. Den Messestand dafür

ließ sich der Küchenmöbelhersteller

von Studierenden der Hochschule OWL in

Det mold konzipieren (siehe Bericht an anderer

Stelle in dieser Ausgabe). Die vier

in Köln inszenierten Küchenstile nennt

Ballerina „ puristic revolutionary“, „industrial

romance“, „modern trend“ und „timeless

modern“.

Zentrale Kommunikationsplattform

Besuchermagnet und optisches Highlight

war die „Y-Küche“. Für dieses Design

(von Michael Hilgers) erhielt Ballerina

kurz vor Messebeginn den „Iconic

Award 2017 Selection“. Die „Y-Küche“

wurde erstmals zur Hausmesse 2017 in

Rödinghausen gezeigt. Laut Ballerina ist

sie eine „kleine Revolution und die logische

Fortsetzung der klassischen Insellösung“.

Als zentrale Kommunikationsplattform

könne sie frei stehen, an

die Wand geplant werden oder aus einer

Zeile herausragen. In allen Varianten

vermittelt sie Leichtigkeit und Lockerheit

und spricht verschiedene Zielgruppen

an. „Diese Küche ist einfach anders“,

nennt Heidrun Brinkmeyer einen zentralen

Eindruck, den wohl viele Messegäste

hatten. Die aktuell gewählten Trend-

Farben „light blue“ und „beigegrau“ der

SmartGlas-Fronten unterstrichen die junge

und ungezwungene Aussage der Küche.

Kombiniert wurde die „Y-Insel“ mit

einer Wandgestaltung mit Hochschränken

sowie dem variablen System „Creativo“.

Diese ermöglicht flexibles Aufbewahren

mit schnellem Zugriff. Ein Sideboard,

ebenfalls in „light blue“ bietet weiteren

funktionalen Stauraum.

Beaux-Arts im Industrielook

Unter dem Stil-Stichwort „industrial

romance“ zeigte Ballerina zudem eine

High-End-ausgestattete Küche mit metallisch

schillernden Kassettenfronten in

Anthrazit und Bronze als Akzente. Unterzeile

dieser Küche: Edler „Beaux Arts“-

Stil im „Industrial Design“.

Eine Planung mit Regalen war in Köln

ebenfalls zu sehen. Umgesetzt rustikal

puristisch mit Dekor-Fronten in „Mammut

Eiche“ und schwarzen Fenix-Oberflächen.

Dafür wurde die gesamte Höhe des

Kojen-Raumes genutzt. Das Regalsystem

heißt bei Ballerina „Smart Cube“.

Eine weitere Planung präsentierte

sich loftartig und setzte die designorientierte

Wohnküche mit handlackierten

Fronten in der Sonderfarbe „Sandbeige“

sowie Ritzenhoff-Motiven in Szene.

Der besondere Clou: Großflächige Schiebetüren

schaffen eine ruhige Grundatmosphäre

und verbergen die Küchentechnik,

wenn sie nicht gebraucht wird.

www.ballerina.de

16 KÜCHENPLANER 1/2/2017


AVENTOS HF | AVENTOS HS

AVENTOS –

Bewegende Vielfalt für Klappen

AVENTOS-Klappenbeschläge bringen Bedienkomfort in den Oberschrank.

Ob falten, schwenken, liften oder klappen – alle Fronten öffnen spielend

leicht, stoppen in jeder Position und schließen sanft und leise.

AVENTOS HL | AVENTOS HK

AVENTOS HK-S | AVENTOS HK-XS

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Messe/Küchenmöbel

Fotos: Biermann

Die Protagonisten der aktuellen next125-Kampagne: Drei Esel und die Küche „NX 500“ – aufgenommen

in einer Kaffeerösterei.

Katalanische Esel zieren das neue Kampagnenmotiv

„Big Carlos“ wirbt für next125

„Big Carlos“ vor „Safrangelb“ –

dem Farbton der Kampagnenküche

„NX 500“.

Dann enthüllt die Schüller-Premium-

Alle zwei Jahre steigt die Fieberkurve:

marke next125 das neue Kampagnenmotiv.

Die ästhetischen Aufnahmen haben inzwischen

zahlreiche Fans gefunden. Denn in Szene gesetzt werden

seltene Nutztierrassen in einer ungewöhnlichen

Umgebung – und das natürlich mit einer ganz besonderen

Küche als Basis. Diese Komposition habe sich bewährt,

teilt das Unternehmen mit. Die Stars von Motiv

Nr. 7 sind katalanische Esel. Ein Riesenesel namens

„Big Carlos“ und die beiden Zwergesel „Charly“ und

„Lily“. Fotografiert wurden sie tierischen Models einer

traditionellen Kaffeerösterei im Rheinland. Die dafür

ausgewählte Küche (NX 500) leuchtet in Safrangelb-

Satin.

Elegante Atmosphäre

Das Thema Farbe war für Hersteller Schüller überhaupt

das große Messethema auf der LivingKitchen

2017. Während es die C-Collection selbstbewusst und

direkt umsetzte, blieb der next-Auftritt ganz im Sinne

des Premiumanspruchs der Marke zurückhaltender

und favorisierte eine dunkle und elegant wirkende

Grundatmosphäre. So wurde die Fassadengestaltung

des Messestandes in Lamellenoptik aus schwarzem

MDF allein durch farbige Einsätze dezent akzentuiert.

Die Ausstellung selbst umfasste vier Küchen und

transportierte die markentypischen Themen, die sich

aus den Aspekten „ausgezeichnetes Design“, „präzise

Verarbeitung“ und „hochwertige Materialien“ speisen.

Die Küche „NX 950“ mit Kochtisch und Fronten

in „Ceramic grafit“ wurde unter Einsatz des wandhängenden

Systems geplant. Auch der Klassiker, die

„NX 800“ in durchgefärbtem Schichtstoff in der neuen

Farbe „Kristallgrau“ mit flächenbündiger Eingriffschale,

hatte in Köln ihren Auftritt. In dieser Formation

war auch die neue Korpushöhe 87,5 cm mit dem

minimalistischen 5 cm Sockel zu sehen. Weiter im

Rundgang konnte die safrangelbe „NX 500“ aus dem

aktuellen Kampagnenshooting live begutachtet werden,

gefolgt von der „NX 902“ in Glas „matt platin metallic“

inklusive Bartheke und zusätzlich ausgestattet

mit einem komplett grifflosen Hochschrank-Block.

Eine Küche wie eine Kommandozentrale, so wirkte es.

Und wie eine Präsentationsplattform für alle, die gern

in Gesellschaft kochen.

Emotionen transportieren

Im Zentrum des Standes erwartete die Besucher eine

Kunstgalerie der besonderen Art. Die ausgestellten Exponate

zeigen die mittlerweile sieben Kampagnenmotive

mit den unterschiedlichen Tieren. Vor der Kamera

standen schon – chronologisch geordnet – Ziegen,

Hasen, Schafe, Gänse Rinder, Schweine. Und nun katalanische

Riesen- und Zwergesel. „Mit unserem Standkonzept

wollen wir deutlich machen, dass wir uns mit

einem perfekten Designprodukt allein nicht zufrieden

geben“, berichtet das Unternehmen. Vielmehr gehe es

den Gestaltern darum, die Qualität der Produkte ständig

zu verbessern und einen emotionalen Mehrwert

für den Kunden zu schaffen. Hierzu sollen ein eigenständige

Marketingpaket und die Kampagne mit den

außergewöhnlichen Fotomotiven einen entscheidenden

Beitrag leisten. www.next125.de

18 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Axel Brinkmann, Marketingleiter von Nolte

(Foto links), und Yurchiro Saito, Senior

Project Manager von Sony, stellen den

„Xperia Projector“ vor. Wann das Gerät

bestellbar sein wird, ist noch offen.

Foto: Nolte

Foto: Plaßhenrich

Auf der LivingKitchen präsentiert Nolte erstmals den „Xperia Projector“.

Damit lassen sich Inhalte auf die Arbeitsfläche oder die Küchenwand „beamen“.

Kleiner Kasten birgt ganz neue Möglichkeiten

Nolte nutzt Synergien

Axel Brinkmann ist ständig auf der Suche

nach neuen Ideen. Dabei stellt sich der

Marketingleiter von Nolte Küchen stets

die Frage: Welchen Mehrwert kann ich in

jeder Küche schaffen? Mit diesem Gedanken

schlenderte er bei der IFA im vergangenen

September in Berlin durch die Messehallen

– und auch über den Stand von

Sony. Dabei sah er erstmals den „Xperia

Projector“. „Das war purer Zufall“, sagt

Brinkmann. Doch er erkannte sofort die

Möglichkeiten, die sich dadurch für die

Küche bieten.

Der „Xperia Projector“ ist ein unscheinbarer

Kasten. Er ist um einiges kleiner als

ein handelsüblicher Toaster, aber das Gerät

kann viel. Denn der „Projector“ vereint

die Vorzüge eines Tablets mit denen eines

Beamers. Soll heißen: Die Oberfläche, die

jeder von seinem Smartphone oder seinem

Tablet kennt, wird von dem Gerät an

die Wand oder auf die Arbeitsplatte projiziert.

Und es arbeitet mit dem Betriebssystem

Android. Der „Projector“ kann per

Berühren, Sprache oder Gesten gesteuert

werden. Dazu kann der Anwender jede

erdenkliche App herunterladen. Er kann

Fernsehschauen, spielen, Rezepte suchen,

Musik über WLAN oder Bluetooth hören.

Die Möglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt.

Flexibel und transportabel

Ein großer Vorteil des Geräts: Es ist

flexibel, transportabel. Wer eine TV-

Show schauen mag, kann das Bild an die

Wand werfen. Wer während des Kochens

das Rezept vor sich „liegen“ haben möchte,

kann das Kästchen drehen und schon

wird das virtuelle Touchdisplay auf die

Arbeitsfläche projiziert. Es kann auch in

jedem anderen Umfeld genutzt werden,

es ist universell einsetzbar. „Wir haben

den ‚Xperia Projector’ auch nicht speziell

für die Küche entworfen“, sagt Christoph

Boddem. Er ist Launch Execution Manager

bei Sony und für Europa zuständig.

Während der LivingKitchen erklärte Boddem

das Gerät den Messebesuchern. Selber

ausprobieren war ausdrücklich erwünscht.

Kleine Schwächen

Zurück zur IFA: Axel Brinkmann kam

mit Yuichiro Saito von Sony ins Gespräch.

Der Marketingleiter von Nolte und der

Senior Project Manager aus Tokio hatten

sofort einen Draht zueinander und erkannten

die Synergien, die beide Unternehmen

nutzen können. „Das hat perfekt

gepasst“, ist Brinkmann überzeugt. Auch

Saito war während der LivingKitchen in

Köln, um das gemeinsame Projekt zu unterstützen.

Der „Xperia Projector“ hat allerdings

noch ein paar kleine Schwächen. Das virtuelle

Touchfeld kann nur auf Oberflächen

mit geringer Struktur genutzt werden.

Dazu müssen Wand, Arbeitsplatte oder

Nische hell sein. Wann das Produkt auf

den Markt kommen wird, steht auch noch

nicht fest, ebenso wenig wie der Preis.

Garen auf der Arbeitsplatte

Bereits auf der Hausmesse im September

zeigte das Löhner Unternehmen die

15 Millimeter dicke Keramikarbeitsplatte

mit unsichtbar integrierten Induktionsfeldern.

„Dabei sind die Kochfelder in der

Planung frei platzierbar“, verspricht der

Küchenmöbelhersteller. Seit der Living-

Kitchen führt Nolte die smarte Arbeitsplatte

im Programm.

neo neu kombiniert

Daneben konzentrierte sich Nolte aber

natürlich auch auf seine Kernkompetenz:

die Küchenmöbel. Drei der insgesamt zwölf

Küchen auf dem 700 Quadratmeter großen

Stand widmeten sich der Kollektion „neo“.

Die in sich durchgängig gestalteten Raumkonzepte

– „Salon“, „Loft“ und „Chalet“ –

stehen für modernes Wohnen. Ab sofort

können die charakterstarken „neo“-Module

frei in Standardplanungen integriert

werden. Dadurch ergeben sich völlig neue

Gestaltungsoptionen. Eine Differenzierung

ist somit auch im mittleren Preissegment

möglich, indem beispielsweise eine

Insel mit Spiegeltüren oder Graffitiprint

für die besondere Note sorgen.

Neu sind darüber hinaus auch die Ausstattungsmöglichkeiten

für „nolte neo“.

Die Module können nun auch mit Schubkästen

der Varianten „PremiumLINE

Box“ und „PremiumLINE Glas“ ausgestattet

und mit der Innenorganisation

des Kernsortiments konfiguriert werden.

www.nolte-kuechen.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 19


Schaufenster

Mit den richtigen Zutaten wird die Küche zum individuellen Lebensraum. Das umfangreiche Sortiment von Nolte Küchen

liefert hier die Rezepte. Zur Saison 2017 durchgängig erweitert, lässt es jede Menge Spielraum für die Planung.

Das Ergebnis sind allzeit wohnliche Küchen. Hier sorgt eine effektvolle Kombination von Oberflächen

für das gewisse Etwas: Die Zementfront „Portland“ in Achatgrau geht mit „Legno“ im Furnier

Eiche Marone und „Nova Lack“ mit Hochglanzlack in Quarzgrau eine edle Verbindung

ein. „MatrixArt 900“, die grifflose Variante der ergonomischen

Unterschrankhöhe mit 20 % mehr Stauraum, und Kulissentüren

vereinen Funktionalität und Wohnkomfort.

www.nolte-kuechen.de

20 KÜCHENPLANER 1/2/2017


1/2/2017 KÜCHENPLANER 21

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Messe/Küchenmöbel

Das Regalsystem

„tRACK(S)“ spielt

mit offenen und

geschlossenen

Flächen.

Das Spülenmodul ist Teil des Küchenkonzepts.

Fotos: Biermann

Sachsenküchen entwickelt Regalsystem „tRACK(S)“

Optische Alleinstellung

Für Sachsenküchen war die Living­

Kitchen eine Leistungsschau. Also

eine Gelegenheit, dem internationalen

Publikum zu zeigen, „was wir können“,

wie es Geschäftsführer Elko

Beeg ausdrückte. Dabei war ein besonders

Messe­Highlight noch ein

Prototyp: Zusammen mit Schrankausstatter

Kesseböhmer hat der Küchenmöbelhersteller

das Regal system

„tRACK(S)“ entwickelt. Und das

ist dank der Bicolor­Optik alles andere

als gewöhnlich. Verchromte

T­Connectoren verbinden pulverbeschichtete

Metallstreben und Fachböden.

Technisch setzt das System

auf eine simpel anmutende Klemmwirkung.

Wobei „tRACK(S)“ mit offenen

und geschlossenen Flächen

spielt, denn in das Regalsystem lassen

sich Standard­Möbelkorpusse integrieren.

Zum aktuellen Zeitpunkt

sind die T­Connectoren auch kupferfarbig

möglich, die Regalplatten bestehen

wahlweise aus Stahl oder Glas.

Die Bandbreite an möglichen Materialien

soll aber erweitert werden. Elko

Beeg verspricht sich von diesem System

viel: „Regale sind die einfachste

Art, die Küche zu individualisieren“,

sagte er, „und in Kombination mit geschlossenen

Kastenmöbeln wird die

Planung funktional“. Im Dialog mit

den Kunden sollen nun die Potenziale

des Systems weiter ausgelotet werden.

Ziel sei es, mit flexiblen Stauraummodulen

eine eigenständige und innovative

Gesamtlösung zu entwickeln. In

Köln zeigte Sachsenküchen dazu unter

anderem ein Möbelmodul mit Küchenspüle.

Sieben Meter Steinfronten

Die erwähnte Leistungsschau füllte

Sachsenküchen auf der LivingKitchen

mit drei weiteren Messeplanungen

mit Leben. Dazu zählte die moderne

Interpretation der Landhausküche mit

massiven Fronten in Platineiche und

einer Arbeitsplatte aus poliertem Naturstein.

Eins der anspruchsvollen Details:

Solitäre Hochschränke schienen

schwerelos zu schweben. Lichtregale

bewirkten diesen Effekt.

„Stein trifft Holz“ lautet die Planungsdevise

beim neuen Modell

„ Tessa“. Sieben Meter Steinfronten bilden

den beeindruckenden Rahmen für

den Spülplatz aus massiver Eiche. Ausgestattet

ist diese Küche mit der Höhenverstellung

„ErgoMatic“. So lässt

sich die Arbeitshöhe der „Steininsel“

auf Knopfdruck an die Wünsche des

Nutzers anpassen.

Ebenfalls gezeigt wurde die Verschmelzung

von Küche und Wohnraum.

Sachsenküchen hat diese „gelebte

Realität“ allerdings erweitert:

um die Themen „Vorrat“ und „Vorbereitung“.

Das edel anmutende Ensemble

aus Küche und Essplatz lässt

zunächst nicht vermuten, dass hinter

den Fronten aus furniertem Nussbaum

noch eine Überraschung wartet.

Eine zunächst nicht sichtbare Drehtür

verbindet den Wohnraum mit einer

Vorbereitungsküche und einen daran

angrenzenden Wirtschaftsraum.

Bei der Ausstattung der Schränke für

den Hauswirtschaftsraum arbeitet der

Hersteller mit Hailo zusammen.

Ab März 2017 sind alle Messeneuheiten

in der Hausausstellung

in Obercarsdorf zu sehen.

www.sachsenkuechen.de

22 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Fotos: Biermann

Bestimmt viele Hundert Male fotografiert: Die zeyko-„Flybridge“ mit der Front „Stone Oceangreen“.

zeyko setzt Materialoffensive fort

Im Einstieg noch differenzierter

„echt zeyko, echte Materialien“ – so lautet seit

einigen Monaten der Slogan der Schwarzwälder

Küchenmanufaktur. Und der funktioniert

und kommt auch bei der internationalen Kundschaft

gut an, berichtet Geschäftsführer Andreas

Kress. Entsprechend der internationalen Ausrichtung

der LivingKitchen hatte zeyko einige

der zuletzt vorgestellten Küchenkonzepte neu

in Szene gesetzt. Das Erfolgsmodell „Stone Oceangreen“

mit seiner haptisch und optisch erlebnisreichen

Oberfläche zum Beispiel als beeindruckenden

Monolith samt der wie schwebend

wirkenden Insel „ Flybridge“. Andere Möbel wurden

mit deckenhohen Hochschränken gezeigt.

„Dabei sind wir bis auf eine Höhe von 4,10 Meter

gegangen“, berichtet der Geschäftsführer.

Für den internationalen Teil der Gäste war auch

die Designküche „woodline.one“ eine Premiere.

Bislang wurde das mehrfach designprämierte

Modell nur auf national ausgerichteten Messen

gezeigt. In Köln nun in einer Variante mit Metalllack

Stahlschwarz zu den vertikalen Hölzern.

zeyko bietet hochwertig konzipierte und verarbeitete

Möbel aus hochwertigen Materialien

an. Dies bekommen Käufer per Zertifikat bestätigt.

Auf den Fronten sind dezent aber dennoch

selbstbewusst entsprechende Plaketten angebracht.

Dennoch blickt der Hersteller auch auf

den Einstiegsbereich seines Sortiments und will

sich dort künftig noch stärker differenzieren.

Neu ist zum Beispiel das geradlinige Auszugsystem

„BaseLine“ in der edel wirkenden Kombination

Grafit und Rauchglas. Die „BaseLine“ ist

zusätzlich zu den bereits verfügbaren Auszugsystemen

aus Buche und Nussbaum erhältlich.

Zudem gibt es in den zeyko­Einstiegspreisgruppen

nun ein Longboard, das sich in Kombination

mit den übrigen Möbeln preissensibel auch

mit anderen Frontmaterialien planen lässt.

www.zeyko.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 23


Die „Casa“ im

achatgrauen Country Style-Look.

Neu sind die runden Hochschränke „Rondo“.

Schüller setzt das „Colour Concept“ in Szene

Auch Klassiker mögen Farbe

Küchen sind Weiß. Aber nicht nur.

Und immer häufiger sind sie auch dunkel

und farbig, wie führende Designer

und Trendscouts prognostizieren. Dass

„Farbe“ nicht automatisch auffällig bunt

und exzentrisch bedeuten muss, wird laut

Schüller am Beispiel der momentan stark

gefragten Nuancen aus dem Spektrum

der Grau­ und Schwarztöne deutlich − von

hellem Kristallgrau hin zu gedecktem

Lava schwarz. Der fränkische Küchenmöbelhersteller

weiß aber auch: „Die zu

beob achtende Tendenz zu farbigeren Küchen

vollzieht sich selbstverständlich

nicht von heute auf morgen. Wie so oft der

Fall bei Umdenkprozessen, ist der Übergang

fließend.“ Auf der LivingKitchen

fokussierte sich Schüller auf das breite

Farbspektrum des „ Colour Concepts“.

26 Satinlack­Farben umfasst dieses. Für

den Messeauftritt von Schüller.C wurden

sieben davon ausgesucht, hinzu kamen

vier Planungen für next125.

Bewusst realitätsnah

Die sieben Schüller.C­Küchen wurden

in jeweils andersfarbig gestalteten Kuben

präsentiert. Dazu leuchteten die Küchenmöbel

im einheitlichen Design. Mal großflächig,

mal fein akzentuiert. Und immer

realitätsnah. Denn oberstes Gebot sei die

tatsächliche Umsetzbarkeit im Handel.

Die farbigen Küchenformationen seien

also kein reiner Messe­Gag, sondern verkörpern

Lösungen, die sich auch für den

alltäglichen Gebrauch eignen.

Und das soll nicht allein für eine junge

Zielgruppe von Interesse sein. Auch

überwiegend klassische Planungen lassen

sich durch bewusst eingesetzte Farbakzente

rasch aufwerten. Besonders bieten

sich dafür die eleganten Grau töne

an, wie unter anderem die Küchen im

„ Country Style“ mit den Fronten „Casa“

und „ Vienna“ demonstrierten. Bewusst

frischer geht es bei der Kombination der

Pastelltöne „Gletscher blau“, „Pastell rosé“

und „Pastell gelb“ zu. Derart gestaltete

Planungen sprühen vor Lebensfreude und

transportieren Leichtigkeit.

Bewusst Kontraste schaffen

Das „Colour Concept“ umfasst 26 Satinlackfarben.

Angeboten werden sie für

acht Programme; und im Sinne der Durchgängigkeit

ebenfalls für Wangen und weitere

Umfeldlösungen. Die bestehende

Farbpalette orientiert sich an den aktuellen

Farbtrends und wird fortlaufend aktualisiert

und ausgebaut. Wobei die reine

Umsetzung wohl eher selten zum Tragen

kommt. „Die Farben des ‚ Colour Concepts‘

lassen sich gut miteinander kombinieren

und als bewussten Kontrast zu Holztönen

oder als Farbakzent in einer weißen

Küche einsetzen“, plädiert auch Markus

Schüller, geschäftsführender Gesellschafter

des in Herrieden beheimateten Küchenmöbelherstellers,

für den individuell

abgestimmten Einsatz. Sämtliche 26

Satinlacke des „ Colour Concepts“ werden

– ebenso wie Samtmattlacke bei next125

– im umweltfreundlichen, wasserbasierten

„ Dual­Cure“­Verfahren mit UV­Trocknung

hergestellt. Dieses Verfahren erfülle

nicht nur ökologische Ansprüche, erläutert

das Unternehmen, sondern sorge zusätzlich

für hohe Beständigkeit und Belastbarkeit

der Oberflächen. Pflegeleicht

seien sie auch.

Ganzheitlich gestaltet

Das Thema „Farbe“ setzte Schüller auf

der LivingKitchen konsequent und mit

ganzheitlichem Anspruch um. Die Außenflächen

der Kuben waren mit massiver, in

den Farben des „ Colour Concepts“ lasierter

Seekiefer verkleidet. Die farbigen Lasuren

ließen die lebendige Struktur des

Holzes subtil durchscheinen und sorgten

24 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Fotos: Biermann

3, 2, 1 . . . Überraschung: Hinter den Türen des Hochschranks verbirgt sich eine begehbare Speisekammer.

für eine natürliche Note. Passend zur Farbe

der jeweiligen Kuben wurde die Außenfläche

durch abstrakte Küchenmotive

im Stil des Siebdruckes geprägt. Als

Leitmotiv der Messepräsenz zog sich diese

Art der Gestaltung wie ein roter Faden

durch die Planung − von der Einladungskarte

über das Standkonzept hin zu den

Accessoires.

Erläuterungen zum Küchen­Konfigurator

rundeten die Präsentation ab. Ebenso

wie zum ständig anwachsenden Sortiment

der Exklusiv­Gerätemarke Juno. In

der Collection 2017 werden sieben neue

Geräte angeboten, darunter die Funktion

„Heißluft plus“ bei Backöfen, die zusätzlich

zur Heißluft auch Feuchtigkeit in

den Garraum bringt. In der Ceramic­ und

Quarzstein­Collection „Systemo“ wurden

für 2017 fünf neue Dekore aufgenommen.

www.schueller.de

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Messe/Küchenmöbel

Foto: Nobilia

Für Nische, Wand und Unterschrank: Regalsystem „SmartCube“ von nobilia.

nobilia präsentiert Highlights der Kollektion 2017

Smartes Regalsystem „SmartCube“

Simply the Best: Es schien, als wenn der Nummer­

1­Hit von Tina Turner aus dem Jahr 1991 für den Living­

Kitchen­Stand von nobilia sprichwörtlich Pate stand.

Großzügig auf 800 Quadratmetern präsentierte der

Branchenprimus die Highlights seiner aktuellen Kollektion.

14 Küchen demonstrierten die Vielfalt des Sortiments.

Trendstark inszeniert wurde dabei das Programm

„Touch“ mit seiner supermatten Lacklaminatfront in

Schwarz mit Ferro­bronzefarbener Absetzung aus dem

„Color Concept“. „Diese Küche haben wir überproportional

gut platzieren können“, berichtet Marketingleiterin

Sonja Diermann. Die weiteren neuen Farben

„ Savanne“ und „Aqua“ erweitern ebenfalls den Spielraum

für zeitgemäße Planungen.

Einen Boom erleben weiterhin die Betonoptiken.

Mit der Front „Riva“ in „Betongrau“ hat nobilia im

vergangenen Jahr mit dafür gesorgt, den „Industrial

Chic“ mehrheitsfähig zu machen. Die Ausführung in

„Schiefer grau“ gehört inzwischen zu den „Top 5“ im

nobilia­Angebot. Folgerichtig gibt es jetzt zu dieser

Front eine Fortsetzung im neuen „Weißbeton“.

Ungebrochen ist auch der Trend des Landhausstils.

Sechs Prozent macht dieser im Umsatz von nobilia

aus. Küchen mit den Rahmenfronten „Finesse“, „Sylt“

und „Credo“ machen den Look in drei unterschiedlichen

Facetten erlebbar – von modern bis klassisch.

Auf die Mitte des Marktes zugeschnitten präsentieren

sich Küchen mit den neuen Mattlack­Fronten Fashion

in „Alpin weiß“ und „Seidengrau“ sowie als grifflose

„ Inline“ in „Alpinweiß“.

Regal für Wand und Unterschrank

Auf der LivingKitchen erstmals zu sehen war das

neue Regalsystem „SmartCube“ in Schwarz eloxiert

und Inox. „Die Regale sind ein Plus für individuelle

Kücheninszenierungen und lassen sich sowohl in der

Wandgestaltung als auch im Unterschrank einsetzen,

sei es in der Zeile oder in der Insel“, heißt es vonseiten

des Unternehmens. Mit diesem neuen Gestaltungselement

können Küchen noch offener geplant werden. Zudem

lassen sich auch farblich noch weitere individuelle

Akzente setzen, denn die Regalböden sind in 25 unterschiedlichen

Farben frei wählbar. www.nobilia.de

26 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Foto: Plaßhenrich

Besuchermagnet: Küchenmöbelhersteller Alno feiert seinen 90. Geburtstag mit der Jubiläumsküche „Alno 90“.

Alno feiert 90. Geburtstag

Gute Zeiten,

schlechte Zeiten

Das Freud und Leid sehr nah beieinander liegen

können, zeigte sich in der LivingKitchen­Woche bei

Alno. Das traditionsreiche Unternehmen feiert dieses

Jahr seinen 90. Geburtstag und setzte dies auf der

Messe angemessen um. Doch nur kurz nach der Premiere

der limitierten Sonderedition „Alno 90“ wurde

bekannt, dass der Pfullendorfer Küchenmöbelhersteller

350 der konzernweit 2.100 Arbeitsplätze zeitnah

streichen wird und auf diese Weise 20 Mio. Euro einsparen

will. Dass auf dem Messestand dennoch gute

Stimmung herrschte, lag wohl auch daran, dass die

Nachricht erst zum Ende der Woche veröffentlicht

wurde. Aber auch weil die Geburtstagsküche „Alno

90“ ein Besuchermagnet war. „Zum 90­Jährigen blicken

wir auf zahlreiche Meilensteine zurück, die wir

im Küchenmarkt gesetzt haben, um einen weiteren zu

schaffen“, erklärt das Unternehmen seine Beweggründe

für die neue Küche.

Historische Stilelemente, modernes Material

„Alno 90“ interpretiert die traditionellen Solitärmöbel

auf moderne Weise. Historische Stilelemente prägen

die Form, dagegen sind Material und Technik modern.

Die runden Abschlüsse erinnern ans Buffet. Die

frei stehende Insel in der Küchenmitte mit ihrer überstehenden

Platte ähnelt gleichzeitig einem klassischen

Küchentisch.

Das „Perlweiß metallic“ der Möbel bildet einen

Kontrast zu Nische und Arbeitsplatte aus schwarzem

Quarzstein. Passend dazu sind Details in „Pastellgrün“

abgesetzt. Die Sonderedition ist auf 1927 Küchen

limitiert, eine Anlehnung ans Gründungsjahr

des Unternehmens von 1927. Die jeweilige

Nummer ist auf einem kleinen Metallschild in einem

der äußeren Hängeschränke angebracht. „Die drei

Module bieten auf kleinem Raum sehr viele Funktionen“,

erläutert Konzernsprecher Markus Gögele.

www.alno.de

Grau-weiß

schraffierte

Einlegeböden:

Dieses Dekor

war in den Jahren

zwischen

1950 und 1970

Gang und Gebe

in zahlreichen

Küchen. Das Jubiläumsmodell

„Alno 90“

nimmt dies auf.

1/2/2017 KÜCHENPLANER 27


Messe/Küchenmöbel

Häcker inszeniert Herbstneuheiten auf ungewöhnliche Weise

Vier Elemente, fünf Küchen

Häcker Küchen ging die oft doch turbulenten Messetage

ganz entspannt an. Schließlich hatte das Unternehmen

erst wenige Tage zuvor seinen Rekordumsatz

von 512 Millionen Euro bekannt gegeben. Das Motto

zur LivingKitchen lautete „Elements“. Fünf Küchen der

Linien „classic/ART“ und „systemat“, die Häcker bereits

zur Hausmesse im Herbst gezeigt hatte, wurden

neu inszeniert und den Elementen Feuer, Wasser, Luft

und Erde zugeordnet.

Der Küchenmöbelhersteller aus Ostwestfalen hatte

sich bewusst dazu entschieden, in Köln keine Neuheiten

zu präsentieren, sondern seine Best­of­Reihe

aus dem Herbst zu zeigen. Schließlich hatten die deutschen

Händler dort erst geordert. Mit einem neuen Angebot

wäre die Bestellung schon wieder überholt gewesen.

Dazu hatten viele internationale Gäste die aktuelle

Kollektion noch gar nicht gesehen.

Luft: Als ein Highlight der classic­Küchenplanung

zeigte Häcker die neue Designfront „Integrale“. „Das

ist der neue Shootingstar“, erklärt das Unternehmen.

Trotz einer Stärke von 22 Millimeter wirkt diese elegant

und schlicht. Ein weiteres Designelement ist der

Muldengriff, der jeweils in identischer Größe und Positionierung

mittig auf der Front platziert ist. Das Modell

„Integrale“ in der Farbe Weiß fügt sich auf dem

Messestand in eine Küchenplanung ein, die mit ihrem

Wolken himmel das Element Luft verkörpert.

Erde: Für das Element Erde stand die zweite classic­

Küchenplanung mit der matten Lackoberfläche „Laser

Soft“. Dabei harmonierte die grüne Mooswand mit dem

neuen Farbton „Mokkabraun“.

Feuer: Die „systemat AV 4070 Bronze“ in Kombination

mit „AV 5082 Wildeiche Mokka“ geport stand mit

ihrem Kamin für das Element Feuer.

Wasser: Dieses Element fand seinen Ausdruck in

der „systemat AV 6000“, die auf der LivingKitchen in

„Samtblau“ ausgestellt wurde. Über den Blauton in

Mattlack hinaus stand die Spüle im Mittelpunkt dieser

Küchendarstellung.

Darüber hinaus präsentierte Häcker eine fünfte

Küche: die „systemat AV 2065“ in „Polarweiß“. Die

Schichtstofffront ist mit einer allseitigen Formkante

mit 45­Grad­Fase ausgestattet. Für eine einheitliche Optik

sind Nischenverkleidungen und Regale ebenfalls in

Schichtstoff mit Fase verfügbar. Ebenfalls passend abgestimmt

sind die neuen Griffleisten, die in die Fronten

eingearbeitet sind und den modernen und linearen Look

der AV 2065 unterstreichen. www.haecker-kuechen.de

Foto: Häcker

Stand in der

Häcker-Präsentation

für das Element Feuer:

„systemat AV 4070 Bronze“

in Kombination mit „AV 5082 Wildeiche Mokka“.

28 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Foto: Warendorf

Neu bei Warendorf ist diese Echtbeton-

Oberfläche. Die Griffmulden können je

nach Planung individuell positioniert

und entsprechend gefräst werden.

Warendorf zeigt Selbstbewusstsein

Alles auf Anfang

Drei Küchen, drei Stilwelten, eine Messebotschaft:

„Wir sind wieder da und haben einen Großteil unserer

Hausaufgaben bereits gemacht.“ Nach einer erfolgreichen

Hausmesse im Herbst 2016 ging es für Warendorf

auch auf der LivingKitchen darum, die bisherigen

Aktivitäten zu dokumentieren, die nach der Insolvenz

vor rund einem Jahr bereits umgesetzt wurden, und

aufzuzeigen, wohin die Entwicklung geht. Denn nach

diversen Investitionen in Vertrieb und Marketing/

Werbung soll nun die Produktentwicklung forciert

werden. Die mitgebrachten Küchen ließen schon mal

aufblicken.

Edle Eiche-Zarge

So präsentiert Warendorf in diesem Jahr die MK 1

„swing“ aus der „Authentic Linie“ mit einer Farbkombination

aus „Vulkanschwarz“ und „Grau softmatt“, sowie

einer „softmatt weißen“ Arbeitsplatte, die durch

eingesetztes Lichtspiel und Spiegelung den schwebenden

Effekt der Küchenzeile unterstreicht. In der

MK 1 treffen sinnlich anmutende samtweich­matte

Oberflächen auf Echtholz Eiche. Eingesetzt wird das

edle Holz im furnierten Greifraumprofil und bei der Eichenzarge.

Diese neue Innenausstattungsvariante war

eins der Messe­Highlights.

Die MK 2 „new glamour“ ist auf den großen Bühnen

dieser Welt zu Hause. Ihre kosmopolitische Inszenierung

von Glanz & Reflektionen zeigt sich sowohl in der

Materialauswahl als auch in der Materialkomposition.

Warme, sinnlich­tastbare „Coal Eiche“ trifft auf kühlen

Edelstahl und marmorierte Keramik. Dazu runden superglatte

schwarze Hochglanzlackflächen den Eindruck

ab. Die Küche besteht aus einem aus der Barszene bekannten

Rückbüffet und einer Insel­/Thekenlösung.

Die MK 3 „pure materials“ pocht auf Materialechtheit

und kombiniert dabei verschiedene Oberflächen

und deren Wirkungen. Premiere feierte die neue Echtbeton­Oberfläche.

Warendorf inszenierte sie in Kontrast

mit der urigen „Ast Eiche Tabak“ sowie mit Naturstein

und Nussbaum­Arbeitsplatten. „Authentisches

Understatement in urbanem Kontext“, nennt der Küchenmöbelhersteller

das. Darüber hinaus präsentiert

diese Küchenlösung die neue gefräste Griffmulde, die

der Hersteller als Innovation auf dem Küchenmarkt bezeichnet.

Denn die Griffmulden können nach Kundenwunsch

positioniert werden.

Kochender Markenbotschafter

In das Zentrum des Messestandes war eine Aktivküche

in Form einer grünen Insel im Pantone Farbton

des Jahres „Greenery“ platziert. Dieser Ton steht

für Vitalität, Naturverbundenheit, Lebensgefühl und

Neuanfang. Warendorf nahm diesen Ball auf und betonte

dadurch den Aufbruch nach der Unternehmensrestrukturierung.

Die Aktivküche wurde an den ersten

beiden Messetagen auch zur Bühne des Markenbotschafters

Thomas Bühner, 3­Sterne­Koch aus dem Restaurant

„la vie“ in Osnabrück. www.warendorf.com

1/2/2017 KÜCHENPLANER 29


Messe/Küchenmöbel

Möbelsystem „Concept Kitchen“ von Naber

Jung, frisch, frech

Die „Concept Kitchen“ kann Küche, sie kann aber auch sehr

viel mehr. Nämlich Bistro, Shop, Büro oder Besprechungsraum.

Das wandelbare Möbelsystem präsentierte Naber auf der

Living Kitchen bewusst jung, frisch und mit einer gewissen frechen

Note. So leuchtete der sympathische Logo­Schriftzug im

Retro­Design schon von Weitem durch die Gänge der Kölner

Messe. Beim Näherkommen gab es einiges zu entdecken. Der

gesamte Stand war lebendig dekoriert und lud zum Inspizieren

und Entdecken ein.

Das zurückhaltende skandinavische Design der „Concept

Kitchen“ liegt voll im Trend. Ebenso die modulare Strategie.

„Immer mehr Einrichter kombinieren fest eingebaute

Möbel mit flexiblen Modulen und schaffen damit neue Wohnkonzepte“,

berichtet Martin Staaks, Leiter des Naber­Produktmanagements.

Vor allem international erreiche dies

zunehmend mehr Kunden. Auch aus den Bereichen Objekteinrichtung

und Ladenausstattung. Und wie wird am besten

kombiniert? „Das richtet sich ganz nach den Wünschen dessen,

der die ‚Concept Kitchen’ nutzt“, meint Martin Staaks.

Foto: Biermann

Dynamischer Messeauftritt: die „Concept Kitchen“ auf der Living-

Kitchen.

Merke: Die „Concept Kitchen“ kann jung, frisch und frech. Sie

könnte aber auch klassisch und dezent. Kundenspezifisch eben.

www.ck-by-naber.de

Stengel feiert LivingKitchen-Premiere

Designorientierte Möbelmodule

2016 war für die Stengel Steel Concept GmbH ein erfolgreiches Jahr mit

der area30 als Messehöhepunkt. 2017 ging es gleich zum Auftakt aufregend

weiter: mit der erstmaligen Teilnahme an der LivingKitchen in Köln. Im Mittelpunkt

der Kölner Messepräsentation stand das neu entwickelte Konzept

„SSC“. Die Designlinie setzt auf dezentes „Cremeweiß“, mache aber auch als

Wohnmöbel sowie im Büro eine gute Figur. Damit sei das Programm eine

zeitgemäße Lösung für die fließenden Übergänge von Wohn­, Relax­ und Arbeitsbereichen.

„Zudem wird der beruflichen Mobilität intelligent Rechnung

getragen“, erläutert das Unternehmen. Als Kompaktküche ist „SSC“ in zwei

oder drei Breiteneinheiten planbar. Jede Einheit misst 60 cm in der Breite.

Hinzu kommen jeweils 2 cm Edelstahlrohr. Die Fronten bestehen aus doppelwandig

verfülltem und pulverbeschichtetem Metall. Low­ und Highboards

sind gleichfalls so gestaltet. Die Vielfältigkeit des Programms „SSC“ spiegelt

sich im druckfrisch erschienenen Katalog

wider. Er soll Küchenplaner und

Einrichtungsfachberater in Argumentation

und Kalkulation unterstützen.

Das Unternehmen garantiert „kurze

Lieferzeiten“ sowie eine Qualität

„Made in Germany“, die Flexibilität,

klare Formen und Funktionalität auf

engstem Raum bieten.

Mini­Küchen in unterschiedlichen

Ausstattungsvarianten und Preisklassen

sowie Breiten von 90 bis 170 cm

stellte der Hersteller aus Ellwangen

in Köln ebenfalls aus. www.stengelsteelconcept.de

Alles drin: Kompaktküche „SSC“

mit Edelstahlrohren und pulverbeschichteten

Stahlfronten.

Fotos: Biermann

30 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Fotos: Biermann

Die Hochschrankfront

der Rotpunkt-

Küche im „ Factory

Style“ glänzt im

Ton „Goldrush“.

Ein markantes Regal und die Glasvitrinen-Schränke

mit Wabenstruktur

sind weitere Konzeptbestandteile

der „Factory Style“-Küche.

Rotpunkt will „Variantenweltmeister“ sein

Niemals „Nein“ sagen

Mengen­ und Kostenführer im

Küchenmarkt wird Rotpunkt in

absehbarer Zeit nicht. Für diese

Aussage muss man weder Hellseher

sein noch pathologisch destruktiv

denken. Dennoch läuft

es derzeit ausgesprochen rund

in Bünde. „Wir haben unsere Nische

gefunden und bieten mit

unserer Sortimentstiefe außergewöhnliche

Möglichkeiten für Küchenspezialisten“,

nennt Andreas Wagner (Foto), geschäftsführender Gesellschafter,

einen der maßgeblichen Gründe. Und dass

er dabei über das ganze Gesicht entspannt lacht, lässt

erahnen, dass es um die Zahlen hinter der Strategie

gut bestellt sein muss. In der von Wagner zitierten Nische

strebt Rotpunkt Küchen eine ganz besondere Rolle

an: „Wir wollen Variantenweltmeister werden.“ Soll

heißen: „Wir müssen nie ‚nein‘ sagen, weil wir jeden

Wunsch umsetzen können.“ Dafür stehe einerseits das

reguläre Programm, andererseits die Möglichkeiten

von Sonderanfertigungen. Dass Extrawünsche nicht

zum Nulltarif erhältlich sind, versteht sich von selbst.

Aber inhaltlich möglich sei erst mal grundsätzlich alles.

In Köln zeigte das Unternehmen, wie umfangreich

bereits die regulären Lösungen sein können. Die Themen

dazu: „Industrial Design“, „Greenline“ und „Less

is more“, ein Hinweis auf besonders dünne Materialien

wie zum Beispiel die 8­mm­Wange. Hinzu kam als eins

der zentralen Kommunikationsthemen die neue Korpushöhe

91 cm, die im Herbst zur Hausausstellung

Premiere feierte und laut Hersteller einen Stauraumgewinn

von 16 % gegenüber der weit verbreiteten 78­cm­

Höhe böte. www.rotpunktkuechen.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 31


Messe/Küchenmöbel

Meisterliche Qualität von Pfister

Ausdrehbarer

Sitzplatz

Wie jeder Zentimeter einer Küche sinn­ und

stilvoll genutzt werden kann, zeigte einmal mehr

die Möbelwerkstatt Pfister aus Angelbachtal.

Seit dem Sommer war Inhaber Uwe Pfister mit

der Planung der neuen Küche „Archetur“ beschäftigt,

um sie auf der Living Kitchen präsentieren

zu können. Die Küche aus kanadischem

Ahorn mit Kern besteht aus einer frei stehenden

Insel mit zahlreichen Details. Das runde Ende

mit den Unterschränken ist der Blickfang. Dazu

kann die Fläche durch das Herausdrehen eines

Tisches erweitert werden. Die Schubkästen und

Schränke sind von innen beleuchtet. Die dazugehörige

Küchenzeile mit der Theke hat schräge

Elemente, die die Arbeitsplatte schwebend wirken

lassen.

Der familiengeführte Handwerksbetrieb feierte

vergangenes Jahr sein 30­jähriges Bestehen.

Vielfach fertigt Pfister aus Altholz, also aus dem

Foto: Biermann

Neuestes Meisterstück aus der Möbelwerkstatt Pfister: Küche „Archetur“ mit

Insel und Zeile aus kanadischem Ahorn mit runden, beweglichen und schrägen

Elementen.

Holz alter Scheunen oder Brücken. Selbst aus einer Kirchturmspitze

oder Mühlenrädern wurden bereits hochwertige

Küchen geschaffen. Dabei nehmen die Aufträge immer

mehr zu. „Deshalb suchen wir kreative Köpfe, sei

es Meister, Techniker oder auch Innenarchitekten“, sagt

Uwe Pfister. www.pfister-moebelwerkstatt.de

Oster lässt Schrankelemente verschwinden

Mehr als eine Insellösung

Die neue

„Quantum“-Insel

mit einem

etwa 30 Zentimeter

tiefen,

versenkbaren

Schrankelement,

das per

Knopfdruck aus

der Arbeitsplatte

herausfahren

kann.

Foto: Plaßhenrich

Eine Kochinsel ist unbestreitbar schick. Allerdings

fehlt in den häufigsten Fällen eine praktische Wand, an

der sich etwas aufhängen lässt. Die neue „Quantum“­

Insel von Oster bietet genau dafür eine Lösung. Töpfe,

Pfannen & Co. werden wie gehabt in geräumigen

Schubkästen verstaut. Hinter dem Herd befindet sich

jedoch noch ein etwa 30 Zentimeter tiefes, versenktes

Schrankelement, das per Knopfdruck aus der Arbeitsplatte

herausfahren kann.

Es beherbergt alle Annehmlichkeiten, die sonst

nur die klassische Einbauküche bietet: Aufbewahrungs­Auszüge,

Aufhänger für Kochutensilien oder

ein Gewürzregal mit Schüben. Dazu ist ein Tablet­Halter

mit USB­Anschluss vorhanden. Wenn das Element

nicht mehr gebraucht wird, kann es wieder versenkt

werden. Korpus und Fronten gibt es in sieben Hartholz­Arten

europäischer Herkunft. Wem „Quantum“

alleine zu viel Holz ist, der kombiniert dazu Elemente

mit farbig hinterlegten Glasfronten aus der PURE­Kollektion.

Urbaner Landhausstil

Dazu präsentierte sich die klassisch­englische

Landhausküche „Castel“ ganz urban. Mattes Tiefschwarz

verleiht der Patina­Lackierung eine moderne,

industrielle Note und setzt dadurch einen Gegenakzent

zu romantischen Elementen wie Säulen, Pilaster und

Kassettenrahmen. Dazu bringt die „Castel“­Variante in

Sonnengelb­Orange Pepp ins Haus. „Küchen im Landhausstil

machen bei uns etwa 30 Prozent aus“, berichtet

Karl­Josef Oster.

Als Gegensatz dazu verbreitet die auf ein Minimum

an Dekor reduzierte „Noce“ grafische Strenge

und dennoch Gemütlichkeit durch das warme, rötlichbraun

gefärbte Holz der amerikanischen Walnuss.

www.oster.de

32 KÜCHENPLANER 1/2/2017


pronorm sieht sich gut aufgestellt

Ton-in-Ton

Foto: pronorm

„Wir haben uns sehr positiv entwickelt, sind

für die Zukunft gut aufgestellt und haben hervorragende

Perspektiven.“ Diese Aussage von

Geschäftsführer Heinz Hachmeister spiegelt die

gute Stimmung beim Küchenmöbelhersteller pronorm

aus Vlotho wider. Basis für diesen Erfolg

sei die vor einigen Jahren entwickelte und eingeführte

Produktlinien­ und Plattformstrategie,

die auf einer klar definierten Sortimentsstruktur

aufbaue. Darauf ausruhen wolle sich pronorm allerdings

nicht: „Wir werden nicht nur Entwicklungen

aufgreifen, sondern weiter Trends setzen, Aus der proline128-Linie: schwarz eloxierte Designregale treffen auf Achatgrau.

um internationale Marktchancen zu nutzen“, unterstreicht

Hachmeister. Einer dieser Mega­Trends 2017 sei „Ton­in­Ton im Graubereich“.

Kein Kontrast, sondern Farbe, die sich Ton­in­Ton ergänzt und so eine warme und

wohnliche Atmosphäre erzeugt – diese Strategie setzten auch die Messsebauer in Köln

um. Das Standkonzept auf der LivingKitchen nahm das farbliche Stilmittel auf und integrierte

die ausgestellten Musterkü chen auf harmonische Weise. Zum Wert der Kölner

Messe sagte Hachmeister: „Ich sehe die LivingKitchen als eine optimale Kommunikationsplattform,

um sich mit den Handelspartnern über Marktentwicklungen und Zukunftspotenziale

auszutauschen.“ www.pronorm.de

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Messe/Küchenmöbel

Regalsystem „Monkey“

Akzente in jedem RAL-Ton

Foto: Plaßhenrich

Flexibel gestalten: Die Einsätze

beim Regal sys tem „Monkey“ von

Rempp können nach Wunsch frei

eingesetzt werden. Die flexiblen

Elemente können sich dabei farblich

absetzen.

Seine Kompetenzen beschreibt der Küchenmöbelhersteller Rempp mit den Begriffen „grifflos,

sockellos, kantenlos und übergangslos“. Um diese Vorzüge darzustellen, hatte das Schwarzwälder

Unternehmen eigens für die Messe einen Kubus hergestellt, der all das auf einen Blick deutlich

machte. Der Kubus bestand aus vielen kleineren Würfeln, die sich drehen ließen – ähnlich wie

bei einem Zauberwürfel. Anschaulich, praktisch und informativ konnten die Rempp­Mitarbeiter

damit die Kompetenzen des Küchenmöbelherstellers

deutlich

machen.

Als Neuheit brachten die Baden­Württemberger

das Regalsys

tem „Monkey“ mit. In das

können Einsätze flexibel an den

Regalböden eingeschoben werden.

Eine farbliche Absetzung

der Einschübe in jedem RAL­

Ton ist möglich. Nicht neu, dafür

aber ein Hingucker und eine weitere

Möglichkeit, die Küche zum

Wohnraum zu öffnen, ist das beleuchtete

Wand­Funktionsbord.

www.rempp-kuechen.de

Foto: Biermann

Rempp setzt auf eine elegante Wirkung seiner Möbel und

zeigt, wie das umgesetzt wird: „grifflos, sockellos, kantenlos

und übergangslos“.

allmilmö präsentiert die „ZM 4“

Vier gewinnt

Vier Küchen, vier Themenwelten, vier Jahreszeiten, viermal

allmilmö: Der Premiumhersteller fokussierte sich während

der LivingKitchen konsequent grifflos. Die aufgefrischte

Ausstellungsgestaltung spiegelte nach der Herbstpräsentation

auf Gut Böckel in Rödinghausen auch für den internationalen

Markt den neuen, offenen allmilmö­Charakter schlichter Eleganz

wider.

Die neue Küchenvariante „ZM 4“ mit der

Oberfläche „Phoenix­Surface“ inszenierte

allmilmö in Köln bewusst in „Schwarz

supermatt“. Das Versprechen: Die Küche

bleibt frei von Fingerabdrücken. Die Wangen,

Arbeitsplatte und Front sind einheitlich

13 Millimeter dünn. „ZM 4“ steht im

Übrigen für Zeiler Möbelwerk und 4 Varianten.

So bietet allmilmö „Phoenix“ konzeptionell

gleich in vier Farb­ und Materialwelten,

in Schwarz, Weiß, Greige und Grau an.

Fotos: Plaßhenrich

Die grifflose Küche „ZM 4“mit der Oberfläche

„Phoenix-Surface“ inszenierte allmilmö in Köln

in „Schwarz supermatt“. Wangen, Arbeitsplatte

und Front sind einheitlich 13 Millimeter dünn.

Schubkasten- und Auszugsystem „Scala“

Neben dem exklusiven allmilmö „a­Box System“ wird ab

diesen Januar die Metall­Hohlkammerzarge „Nova Pro Scala“

von Grass im aktuellen geradlinigen Design eingesetzt. Und

zwar optional. Dabei stehen bei den Auszügen eine Reling­Variante

sowie eine 18,6 cm hohe Zarge für Auszüge zur Verfügung.

Die Oberflächen sind im eleganten Farbton Anthrazit gehalten.

Daneben zeigte der Premiumhersteller in Köln die Küchenmodelle

„Senza hellgrau“, die „Fineline Hochglanzlack Kristallweiß“

kombiniert mit „Makassar“­Furnier und die „Natura

Eiche furniert Flanell Inox“ mit „Contrua Hochglanzlack Weiß“.

www.allmilmoe.com

34 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Express Küchen setzt auf „Weniger ist mehr“

Schlank und stimmig

Jung, frisch, unverbraucht – modisch, modern, aufgeschlossen:

Express Küchen legte auf der Living Kitchen einen souveränen

Auftritt hin und zeigte, wie attraktiv der Preiseinstieg

sein kann. Für Produktmanager Jochen Linke muss jede Express­Küche

folgende Eigenschaften vereinen: „Mobilität, Funktionalität

und das Preis­Leistungs­Verhältnis muss stimmen.“

Express Küchen hält sein Angebot bewusst schlank. Die Devise

des zur Nolte­Gruppe gehörenden Unternehmens lautet:

„Weniger ist mehr“. Aktuell gibt es bei dem Meller Küchenmöbelhersteller

acht Programme mit 33 Frontvarianten. Mit den

beiden Programmen „Beton“ und „Moon“ hatte Express bereits

auf der vergangenen Hausmesse positive Resonanz hervorgerufen.

Jetzt folgt die „logische Ausbaustufe“: Ab sofort bietet

die Linie „Systemline“ eine grifflose Variante in fünf Programmen.

So sind die Programme „Win“, „Plan“, „Beton“, „Moon“ und

„Star“ in allen Frontfarben mit sogenannten C­ und L­Profilen

lieferbar.

Gleichzeitig erhält „Systemline“ eine neue Korpusausstattung.

Das neue Zargensystem aus dem Hause Hettich verfügt

standardmäßig über eine Vollauszug­ und Dämpfungstechnologie.

Neue Besteckeinsätze, Antirutschmatten und

eine neue Innenorganisation runden das Lieferspektrum ab.

www.express-kuechen.de

Foto: Plaßhenrich

Express Küchen zeigte auf der LivingKitchen drei grifflose Varianten

des Programms „Systemline“. Produktmanager Jochen Linke,

seit Oktober 2016 bei der Nolte-Tochter unter Vertrag, freut sich

über die neuen Ausführungen.

Das neue Programm bei TEAM 7 heißt „filigrino“

Fließende Verbindung

Das neue Küchenkonzept „filigrino“ von TEAM 7. Charakteristisch: das aufgesetzte Funktionselement

aus Keramik.

Foto: TEAM 7

Mit filigraner Leichtigkeit präsentierte

TEAM 7 die fließende Verbindung

der Bereiche Essen und Küche: „filigno“

heißt das neue Programm, bei dem sich

mit feinem Naturholz umschlossene Anrichten

und Highboards in der Küche

wiederfinden. Der räumlich und funktional

nahtlose Übergang erfolgt durch

ein Sideboard mit aufgesetztem Funktionselement

aus Keramik: Zum Essbereich

hin dient es als Anrichte, während

der erhabene Teil durch seine Arbeitshöhe

und den Materialwechsel von Holz zu

Keramik eindeutig der Küche zuzuordnen

ist.

Das Keramikelement folgt in seinem

Volumen dem Frontenraster und vermittelt

gleichzeitig zwischen den beiden

Korpushöhen von 670 und 804 mm. Das

gesamte Konzept folgt einem streng geradlinigen

Design: Kennzeichnend sind

die feine Ummantelung aus einer nur

12 mm starken Dreischichtplatte sowie

die Frontengestaltung in Naturholz, Keramik

oder Glas. Je nach Kombination

entsteht ein einheitliches oder abwechslungsreicheres

Gesamtbild. Variable

Gestaltungselemente, offen oder mit

Glastüren und mit integrierter Beleuchtung

lockern es weiter auf. Ein rückspringender

Sockel betont zudem die

leichte Anmutung der „filigno“ Küche.

Die Beimöbel gibt es auch mit Kufen.

www.team7.at

1/2/2017 KÜCHENPLANER 35


Messe/Küchenmöbel

Ballerina

Preis für die Standgestaltung

Foto: Plaßhenrich

Ballerina fördert den Design-Nachwuchs

ganz praktisch. Für die Living-

Kitchen 2017 ließ sich der Küchenmöbelhersteller

seinen Messestand von

Studierenden der Hochschule Detmold

planen. Prof. Frank Nickerl hatte im Lehrgebiet

Messebau des Master-Semesters

den Ballerina-Messestand als Pitch ausgeschrieben.

Die Aufgabenstellung für

die Gruppen lautete: Ballerina-Küchen

als die junge und moderne, designorientierte,

Trend setzende deutsche Marke

mit Mehrwerten in Bezug auf Qualität

und Individualität darzustellen. Den

ersten Preis erhielt dann allerdings keine

Gruppe, sondern Alexandra Nesterova-

Weinert. „Wir haben uns am Anfang gefragt,

ob eine einzelne Person das alles

schaffen kann. Aber es hat reibungslos

funktioniert“, sagt Heidrun Brinkmeyer,

Geschäftsführerin von Ballerina, während

der Preisübergabe.

Fünf Zonen, vier Stilrichtungen

Nach der Konzepterstellung übernahm

Nesterova-Weinert im Wintersemester

die künstlerische Bauleitung.

Der Messestand, der schlicht in der Firmenfarbe

blau und in Grautönen gehalten

ist, hat vier Eingänge mit einer klaren

Achsenführung, die den Stand

aufteilten. Der mittlere Bereich mit Informationstheke,

Materialbibliothek und

Bar diente der Kommunikation. In den

Heiko Ellersiek und Heidrun Brinkmeyer

von Ballerina beglückwünschen Alexandra

Nesterova-Weinert (Foto links) zum ersten

Preis für die gelungene Standgestaltung.

vier äußeren Zonen wurden die Küchen

präsentiert. Dabei steht jede Küche für

ihre eigene Lebenswelt sowie Stilrichtung

und wurde endverbrauchernah dargestellt.

(siehe auch Bericht auf S. 16).

www.ballerina.de

BMK-Innovationspreis 2017

bauformat, Neff und Blanco vorneweg

Bereits zum elften Mal verlieh der

Bundesverband Mittelständischer Küchenfachhandel

(BMK) seine Innovationspreise

2017 in den Kategorien

„Küchenmöbel“, „Küchengeräte“ und „Küchenzubehör“.

Die Sieger wurden während

der LivingKitchen geehrt und heißen

bauformat, Neff und Blanco. Dazu wurde

Foto: Plaßhenrich

Elmo Keller mit dem BMK-Ehrenpreis ausgezeichnet.

Elmo Keller war lange Jahre Geschäftsführer

bei der BMK und hat sich

Ende Dezember in den Ruhestand verabschiedet.

Dazu hat er 2006 den Innovationspreis

ins Leben gerufen und

ihn ständig begleitet. Grund genug für

Die Gewinner der BMK-Innovationspreise 2017 mit BMK-Präsident Hans Hermann

Hagelmann (2. von rechts) und BMK-Geschäftsführer Niklas Schulte (rechts).

den BMK-Vorsitzenden Hermann Hagelmann,

ihn für sein Engagement mit dem

Ehrenpreis auszuzeichnen. Zuvor wurden

allerdings die Unternehmen für ihre

Innovationen geehrt. Dazu führte eine

Projektgruppe der Möbelfachschule in

Köln unterhaltsam und kurzweilig durch

das Programm.

In der Rubrik „Küchenmöbel“ setzte sich

bauformat mit der Küche „Industry Style“

durch vor Leicht Küchen mit der ultramatten

Oberfläche „Bondi“ und Ballerina mit

der „BlackLine“. Neff mit dem „Slide&Hide“-

Dampfbackofen „B48FT68NO“ gewann in

der Kategorie „Küchengeräte“ vor Miele

mit dem Tischlüfter „CSDA1010“ inklusive

Kochfeldern und Liebherr mit der

Kühl-Gefrierkombination „CBNies4858“.

Blanco sicherte sich mit der Granitspüle

„Zenar XL 6S Dampfgar PLUS“ Platz 1

vor Naber mit der Edelstahl-Außenjalousie

„E-Jal Col“. Ein weiteres Produkt hatte es

in dieser Rubrik nicht in die Endauswahl

geschafft.

Eine dreigeteilte Jury bestehend aus

Händlern mit 40-prozentigem Anteil,

Fachpresse (30 Prozent) sowie BMK-Vorstand

(30 Prozent) hatte ihre Stimme im

Vorfeld abgegeben, um die Sieger zu ermitteln.

www.zhh.de

36 KÜCHENPLANER 1/2/2017


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Küchenfertigung/Produkte

Ob große Klappe oder kleine – der Beschlägespezialist

aus Höchst kann im Klappen-Bereich

fast jede Einbausituation abdecken.

Wenn zum Schwenken der Klappe

entsprechend Platz über dem Korpus vorhanden

ist, bietet Blum mit der Hochschwenkklappe

Aventos HS eine geeignete

Variante für große, einteilige Fronten.

mit verschiedenen Bewegungstechnologien

wie „Tip-On“ oder „Servo-Drive“ kombinieren.

„Damit kommt viel Bewegungsfreiheit,

Ergonomie und Komfort in jede

Küche, besonders bei grifflosen Fronten“,

erläutert das Unternehmen.

Foto: Blum

Blum bietet umfangreiches Klappen-Programm

Praktisch und ergonomisch

Klappen im Oberschrank oder im

Hochschrank liegen im Trend und sind

ergonomisch vorteilhaft. Im Gegensatz

zu Drehtüren gewähren sie im geöffneten

Zustand ungehinderten, vollen Zugriff auf

das gesamte Schrankinnere. Auch ragt

keine Front in den Raum oder ist beim Bewegen

in der Küche im Weg. Blum bietet

mit seinen verschiedenen Klappenvarianten

ein umfassendes Programm für den

Ober- und Hochschrank. Bei der Ausstattung

lassen sich die jeweiligen Varianten

Für nahezu jede Einbausituation

Das bewährte Klappenprogramm von

Blum heißt „Aventos“. Verfügbar sind verschiedene

Varianten für eine Vielzahl

von Einsatzmöglichkeiten im gesamten

Wohnbereich. Ob als Hochfalt- oder Hochschwenk-,

ob als Hochlift- oder als Hochklappe

in unterschiedlichen Größen und

Bauweisen – für nahezu jede Einbausituation

bietet das Unternehmen eine stimmige

Klappenlösung. Der stufenlose Stopp

ermöglicht, dass alle Klappen an jeder beliebigen

Position angehalten werden können,

dort stehen bleiben und damit zum

Schließen wieder bequem zu erreichen

sind. www.blum.com

„WingLine L“ von Hettich für große Schränke

Panorama mit dem Wow-Effekt

Messe-Premiere feierte das weiterentwickelte Falttürsystem

„WingLine L“ jüngst exklusiv beim Schlafzimmerschrankproduzenten

Wiemann auf der imm cologne. Doch es sollte wundern,

wenn dieser Beschlag nicht spätestens zur Küchenmeile

im Herbst auch im Programm einiger Küchenmöbelhersteller zu

sehen sein wird. Denn mit

nur einem Push öffnet „Wing-

Line L“ ein komplettes Türpaket.

Bei möglichen 2400 mm

Höhe und 600 mm Breite pro

Türflügel öffnet der Beschlag

einen überraschend großen

Schrankinhalt und schafft einen

echten Panoramaeffekt.

Also wie geschaffen für einen

Geräteschrank in der Küche.

Für Thomas Schmidt, Produktmanager

bei Wiemann,

ist der „WingLine L“ das

„ideale Produkt, um sich abzugrenzen

und den Kunden

zu begeistern“. Die einfache Montage sei ein weiteres Argument

gewesen, den „WingLine L“ ins Programm aufzunehmen. Die Türen

könnten werkzeuglos montiert und der Schrank mühelos von

einem Monteur aufgebaut werden. „Das ist für unsere Kunden

ein entscheidendes Kriterium“, betont Schmidt. www.hettich.de

„WingLine L“ von Hettich öffnet einen überraschend großen Schrankinhalt.

Fotos: Wiemann

38 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Mit dem „iMove“ von

Kesseböhmer ist das

gesamte Staugut im

Hängeschrank jederzeit

vollständig griffbereit.

Fotos: Kesseböhmer

„iMove“ von Kesseböhmer

Innovationen

schaffen Kaufanreize

Mit innovativen Produkten kann der Küchenhandel

Impulse setzen und Kaufanreize bieten – für noch

mehr Komfort, Bedienfreundlichkeit und eine bessere

Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Stauraums.

Der „iMove“ von Kesseböhmer ist so ein Produkt. Schon

im Jahr seiner Markteinführung wurde der Schwenkbeschlag

für den Küchenoberschrank mit zwei internationalen

Designpreisen ausgezeichnet: dem „if product design

award“ und der „Special Mention 2016“ des German

Design Award. Zahlreiche Küchenhersteller haben den

„iMove“ bereits in ihre Kollektionen aufgenommen.

Fließende Bewegung

Der „iMove“ fährt die Tablare im Hängeschrank mit

einer leichten, fließenden Bewegung komplett aus dem

Schrankkorpus so weit heraus, dass die obere bzw. die

beiden oberen Stauebenen in bequemer Reichweite vor

dem Schrankkorpus zum Stehen kommen. Damit ist

das gesamte Staugut im Hängeschrank jederzeit vollständig

griffbereit. Weitere Aspekte im Detail:

• Die Aus- und Einfahrbewegung ist – dank integrierter

Federkraftunterstützung – ruhig, leicht und fließend.

Damit funktioniert der „iMove“ voll und leer

gleichermaßen zuverlässig und sicher.

• In den beiden lieferbaren Versionen trägt der „iMove“

auf den bewegten Tablaren eine Zuladung von bis zu

8 kg und benötigt keine Kraftnachregulierung.

• Mit dem an der Reling angesetzten handfreundlichen

Koffergriff lässt er sich ganz leicht aus dem

Schrankkorpus heraus und nach unten in die individuelle

Reichhöhe schwenken. Ein eingebauter

Finger-Klemmschutz garantiert die nötige Bediensicher

heit.

• Die Reling, die das Staugut auf den Tablaren vor dem

Herunterfallen nach vorne schützt, senkt sich parallel

mit der Ausfahrbewegung automatisch nach unten

ab. So sind die Tablare für den Anwender in idealer

Arbeitshöhe vollständig zugänglich.

• Der untere Schrankbereich bzw. der Schrankboden

wird von dem ausfahrenden „iMove“ nicht tangiert.

Daher kann man hier bevorzugt schwere Gegenstände,

wie beispielsweise Tellerstapel, in idealer „Hebehöhe“

ergonomisch sinnvoll lagern.

• Bei Bedarf rastet der vollständig ausgefahrene

„ iMove“ wahlweise in unterster Stellung ein. Damit

kommt das komplette Schrankinnenleben sicher

und stabil vor dem Korpus zum Stehen und der Nutzer

hat beide Hände frei, um das Staugut herauszunehmen

oder einzustellen.

• Der „iMove“-Beschlag ist gleichermaßen einsetzbar

hinter scharnierten und Lift-Türen.

• Das „Single Tray-Set“ mit einem Tablar gibt es

für 50, 60, 80 und 90 cm breite Hängeschränke je

nach Einbaukonstellation ab einer Korpushöhe von

470 mm Das „Double-Tray-Set“ mit den zwei absenkbaren

Tablaren ist lieferbar für 50 und 60 cm

breite Hängeschränke ab einer Höhe von 710 mm.

www.kesseboehmer.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 39


Messe/Küchenverbände

Frische Ideen

für die Küche von morgen

Wie gestaltet sich die Küche der Zukunft? Diese Frage elektrisiert die Branche seit

jeher. Und diese Frage steht auch bei der DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG

im Mittelpunkt. Kreative Antworten dazu präsentierten auf der LivingKitchen

Studierende der Hochschulen in Furtwangen und Wismar.

Sitzplätze waren Mangelware und auch die zweiten

und dritten Reihen waren auf dem LivingKitchen-

Stand der Verbundgruppe DER KREIS komplett gefüllt.

Denn zahlreiche Vertreter aus Industrie, Handel, Politik

und Medien verfolgten die Verleihung des Stiftungspreises

2017 an die Hochschulen in Furtwangen

und Wismar und die beteiligten Studenten. Beim aktuellen

Wettbewerb zur „Küche der Zukunft“ entwickelten

die Studenten der beteiligten Hochschulen kreative

Ideen, deren Resultate auf dem Messestand der

Leonberger Verbundgruppe und der Stiftung ausgestellt

und prämiert wurden.

Umfrage Basis der Ideenfindung

Dabei wurde erneut fachbereichsübergreifend

agiert. Im ersten Schritt hatten Studierende der Angewandten

Gesundheitswissenschaften aus Furtwangen

junge Menschen zwischen 19 und 29 Jahren zu

deren Essgewohnheiten sowie zur Bedeutung der Küche

aktuell und in Zukunft befragt. Die daraus resultierenden

Erkenntnisse dienten als Grundlage für

die Entwicklung der Küchenideen. 88 Prozent der Befragten

hält sich demnach mehrmals täglich in der Küche

auf. Wobei die Küche in dieser Altersgruppe einen

„sehr hohen Stellenwert“ hat. Dementsprechend würde

Beim Stiftungspreis 2015-2017 der DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG machten Hochschulen, Studierende, Industrie

und Handel erneut gemeinsame Sache. Dafür gab es vom Initiator Ernst-Martin Schaible (vordere Reihe 3. von

rechts) Urkunden und Blumen.

40 KÜCHENPLANER 1/2/2017


knapp über die Hälfte der Befragten zwischen 15 000

und 20 000 Euro für die Kücheneinrichtung ausgeben.

Bei der Frage, in welche Bereiche die jungen Menschen

in den nächsten 10 Jahren das meiste Geld investieren

würden, kam heraus, dass eine neue Küche auf dem

fünften Platz der Wunschliste landet – nach Wohneigentum,

Urlaubsreise, Fahrzeug und Hobbys. Bei den

Investitionen in die Räumlichkeiten steht die Küche

auf Platz 1, mit deutlichem Abstand gefolgt von Wohnzimmer,

Schlafzimmer und Bad.

Im Ranking der verschiedenen Küchentypen belegt

die „Familienküche“ mit 34 Prozent den ersten Rang,

gefolgt von der „High-Tech-Küche“ und der „Landhaus-

Küche“. Frisches Obst und Gemüse, Qualität und Gemeinschaft

sind die Begriffe, die den Befragten beim

Kochen wichtig sind.

DIE Küche hat viele Gesichter

Deutlich wurde auch, dass der Faktor „Individualität“

nirgendwo stärker ausgeprägt ist, als bei der eigenen

Kücheneinrichtung. Es gibt nicht DIE Küche von

morgen, sondern viele verschiedene – je nach individueller,

aktueller Lebenssituation. Gemeinsam mit den

Studierenden der Hochschule Wismar aus den Fachrichtungen

Design und Gestaltung wurden die Ergebnisse

der Umfrage ausgewertet und auf dieser Basis

exemplarisch vier Koch-Typen benannt: „Bio-Kocher“,

„Lässig-Kocher“, „Genuss-Kocher“ und „Clever-Kocher“.

Für jede dieser Zielgruppen wurden konkrete Ideen

formuliert und Produkte entwickelt. Dabei arbeiteten

Professoren und Studierende eng mit den Spezialisten

aus der Praxis zusammen. Die Verbundgruppe selbst

sowie Mitglieder von DER KREIS engagierten sich bei

diesem Praxisprojekt der Nachwuchsförderung (besonders

hervorgehoben wurde der Küchenspezialist

Steffen Widmer aus Schwerin), aber auch Industrieunternehmen

wie zum Beispiel AEG, Ballerina, Hettich

und Kesseböhmer.

Die vier Koch-Typen – und Ideen dafür

BIO-KOCHER: Freundschaft und Familie sind wichtiger

als Status und Stress. Kochen und Küche sind etwas

Besonderes. „Bio-Kocher“ legen Wert auf Qualität

und Ästhetik. Warum das Brot nicht selber backen?

Das frische Gemüse kommt aus der Region vom Bio-

Bauer. Das Motto: Lieber weniger, dafür aber frisch und

gesund.

Ein ökologisches Küchenmöbel, die Arbeitsplatte

aus Massivholz in Ahorn, möglichst aus nachhaltigem

Anbau. Front, Korpus oder Gestell in zurückhaltender

Farbigkeit. Schlicht und schön soll der Solitär

sein, wohnlich und sich der vorhandenen Küche anpassen.

Eine gute Verbindung von Natur und Ästhetik, in

Dicht gedrängt verfolgten zahlreiche Gäste die Verleihung der Stiftungspreise. Für die Präsentation des Nachwuchs-Projekts

„Die Küche der Zukunft“ hatte die Verbundgruppe DER KREIS 50 Prozent der Fläche des Messestandes

auf der LivingKitchen reserviert.

Fotos: DER KREIS

1/2/2017 KÜCHENPLANER 41


Messe/Küchenverbände

guter Qualität, hochwertiger Verarbeitung, mit attraktiven

Detaillösungen und Langlebigkeit – im Sinne

eines Erbstücks.

LÄ SSIG-KOCHER halten sich nicht an Essenszeiten,

stattdessen steht die Aktivität – sei es beruflich oder

privat – an erster Stelle. Gegessen wird, wenn es passt –

selten zu Hause. Eine eigene Küche braucht der „Lässig-

Kocher“ nicht unbedingt. Die Konzeptentwicklung der

„Lässig-Küche“ stellt den herkömmlichen Gedanken einer

Küchenzeile auf den Kopf. Die Designstrategie verknüpft

die Ansprüche an ein innovatives Küchenmöbel

mit der Flexibilität der heutigen Arbeitswelt. Ergebnis

dieser Zuschreibungen ist das aufmerksamkeitsstarke

Konzept aus mobilem Service-Butler und tresenartiger

Basisstation. Die moderne Technologie des Butlers bietet

eine vielseitige Benutzung, die Mahlzeit wird eingenommen,

während der Nutzer bequem in einem Sessel

sitzt und von seinem fahrbaren Butler bedient wird.

Alles edel: Die Bühne des „Genuss-Kochers“.

Alles praktisch: Küchenausstattung für „Clever-Kocher“.

GENUSS-KOCHER: Kochen ist genial, ist Erholung

vom Tagesgeschehen. Genießen können ist eine Gabe.

Frische und Qualität der Produkte sind dabei das A&O

der feinen Küche, die Echtheit des Materials ein Muss,

die Haptik edler Hölzer Inspiration. „Genuss-Kocher“

sind individuell, sind Perfektionisten, sind Technik-

Freaks, sind verliebt in Design und lassen sich gerne

über die Schulter schauen.

Der „Genuss-Kocher“ zelebriert das Kochen für sich

und andere. Ihm sind das Kochen und gutes Essen sehr

wichtig, aber auch das Kochwerkzeug muss präsentiert

werden. Hierfür gibt es eine beleuchtete Messer-Vitrine

in der edlen und großzügigen Funktionsrückwand.

Gleich daneben das Herzstück guter Fleischbereitung:

Der Dry-Ager-Kühlschrank, der aus den klassischen

Elektrogeräten wie Weinkühlschrank, Dampfgarkombinationen

oder dem Stauraum für die Kochutensilien

heraussticht. Im Zentrum der großen Küche steht der

ausgefallen designte Steinküchenblock – die Bühne für

den „Genuss-Kocher“, hier wird die Vor- und Zubereitung

der Speisen zelebriert.

CLEVER-KOCHER können organisieren, sie haben den

Durchblick und denken strukturiert. Ein Familienhaushalt

ist ein Unternehmen, das kluges Management

verlangt. Die Prozesse des Einkaufs, der Zubereitung

und des Verzehrs müssen koordiniert sein. Dafür wird

eine Küche mit kurzen Wegen benötigt, mit perfekter

Anordnung der Geräte, cleveren Aufbewahrungsmöglichkeiten

und pflegeleichten Oberflächen.

Die Küche besticht durch Cleverness hinsichtlich

der Lebensmittelzubereitung und Aufbewahrung.

Zu ihren Highlights gehört der Müsli-Dispenser, der

aus dem Hochschrank auf Bedienhöhe heruntergeschwenkt

werden kann, der Geschirrspüler mit „Comfortlift“,

der das leichte und ergonomische Befüllen

unterstützt. Außerdem die Kühl- und Gefrierschubladen

mit verschiedenen Kühlzonen, die einen übersichtlichen

schnellen Zugriff und optimale Lagerung

frischer und gefrorener Lebensmittel bieten. Hinzu

kommt eine Tierfutterschublade im Küchensockel für

die Hygiene des Futters der vierbeinigen Hauslieblinge

und, und . . .

42 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Stiftungspreis gleichberechtigt geteilt

Mit dem Stiftungspreis 2017 des Wettbewerbs „Die

Küche von morgen“ würdigt die DER KREIS ANJA

SCHAIBLE STIFTUNG insbesondere die interdisziplinäre

Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Design,

Innenarchitektur und Angewandte Gesundheitswissenschaften.

Entsprechend war sich die Fachjury

einig, alle drei Fachbereiche in gleichen Teilen auszuzeichnen.

Vier herausragende studentische Ideen wurden

in Zusammenarbeit mit der Industrie, dem Handel

und den Hochschulen umgesetzt.

Nachwuchsförderung als Herzensangelegenheit

„Die Küchenindustrie und der Küchenhandel gehören

mit zu den innovativsten Branchen in Deutschland“,

sagte Verbundchef Ernst-Martin Schaible zur

Eröffnung der Preisverleihung. „Damit dies auch so

bleibt“, mahnte der Gründer und Inhaber von DER

KREIS, „müssen wir gemeinsam alle Anstrengungen

unternehmen, um den Nachwuchs für unsere Branche

zu begeistern und bestmöglich auszubilden.“ Die Förderung

des Branchennachwuchses sei eine der wichtigsten

Aufgaben schlechthin, denn nur so könne die

weltweit führende Rolle der deutschen Küche auch

langfristig sichergestellt und in den kommenden Jahrzehnten

weiter ausgebaut werden.

Wie Ernst-Martin Schaible weiter ausführte, initiiert

die Stiftung gemeinsam mit Handel und Industrie

in interdisziplinären Foren branchenspezifische

Studienprogramme für Studenten und unterstützt

die Studienarbeiten durch Praxiswissen im Rahmen

von Lesungen, Exkursionen in Fertigungsbetriebe

und Ausstellungen führender Küchenspezialhäuser.

Besonders dankte Schaible den Industriepartnern,

dem Küchenspezialisten Steffen Widmer aus Schwerin

und den Hochschulen und Studenten für ihr Engagement.

„Ohne dieses Engagement wäre die Entwicklung

und Umsetzung der Ideen nicht möglich

gewesen.“ Dies sieht auch Gerald Böse, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Kölnmesse, so. In seinem

Grußwort lobte er das Engagement und die besonderen

Leistungen der DER KREIS ANJA SCHAIBLE

STIFTUNG sowie des Stiftungsvorstands Ernst-Martin

Schaible für die gesamte Küchenbranche. „In vielen

Branchen wird das Fehlen von Nachwuchskräften

beklagt. In der Küchenbranche sieht es glücklicherweise

ein wenig anders aus, da dank Herrn Schaible

und der von ihm gegründeten Stiftung mit viel Engagement

und Herzblut vieles dafür getan wird, Fachfremde

für das Thema Küche zu begeistern und zu

gewinnen. Dies ist vorbildlich und verdient viele

Nachahmer“, so Gerald Böse. Sein persönlicher Dank

galt zudem Ernst-Martin Schaible, dass dieser die

Bühne der LivingKitchen für die Präsentation der Arbeiten

sowie der Verleihung der Stiftungspreise nutzt.

„In dieser Messewoche habe ich eine Menge Termine“,

sagte der Messe-Chef, „zu diesem komme ich besonders

gern.“

Fortsetzung folgt

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Die

Inhalte des Stiftungsprojektes 2017-2019 werden

ab Frühjahr 2017 entwickelt und kommuniziert.

Die Preisverleihung erfolgt dann im Rahmen

der LivingKitchen 2019.

Alles echt: Küchenmöbel für „Bio-Kocher“.

Alles entspannt: Mobiler Service-Buttler des „Lässig-Kochers“.

www.anja-schaible-stiftung.de

www.derkreis.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 43


Messe/Arbeitsflächen

Starkes Anbieterfeld auf der LivingKitchen

Arbeitsflächen machen Umsatz

Der Durchschnittspreis der Küche steigt seit Jahren: allein von Januar bis September

2016 erneut von 6434 Euro auf 6714 Euro. Dabei legen Auftragswerte von mehr als 10 000

und sogar 20 000 Euro überproportional zu. Hochwertige Arbeitsplatten sind einer der

Umsatzbringer. Auf der LivingKitchen waren diverse Anbieter vertreten.

Lechner: neue Akzente

Lechner zeigte wie bereits auf der area30 im Herbst

seine aktuelle Kollektion, legte auf der LivingKitchen

allerdings andere Schwerpunkte und zeigte auch einige

neue Dekore. Die Neuheiten aus der Kollektion Laminat

waren deshalb ebenso ein großes Thema wie

Glas und Steinoptiken sowie Naturstein und Keramik.

Dazu wurde das bekannte Motiv der aktuellen

Lechner Kampagne „Wir geben Küchen ein Gesicht“

auch in Köln aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt:

Die viel gesehene messingfarbene Glas-Arbeitsplatte

„Brass“ wurde erneut im Scheinwerferlicht inszeniert

– wie es sich für einen Star gehört. Und auch das

in der Tiefe konfektionierbare Induktionskochfeld Pure

„ FullFit“ bekam einen aufmerksamkeitsstarken Platz.

Das wurde zusammen mit der AEG konzipiert und lässt

Arbeitsplatte und Kochfeld miteinander verschmelzen.

Daneben zeigte das Unternehmen aus Rothenburg o. d.

Tauber Nischenrückwände aus Glas und Laminat. Dabei

handelte es sich sowohl um neue Motive als auch

um Evergreens, die dem Handel wieder einmal ins Gedächtnis

gerufen werden sollten. www.mylechner.de

Strasser: Steine wie Feuer

Es ist nie langweilig ein Feuer zu beobachten. Die

Formen der Flammen, die Farben verändern sich ständig.

Das gleiche Gefühl kommt auf, wenn man auf die

neuen Natursteinarbeitsplatten der Serie „Supreme“

von Strasser schaut. Die kommen aus Steinbrüchen

Brasiliens und tragen Namen wie „White Mistral“,

„Golden Wizard“ und „Black Canyon“. Je nach Standpunkt

oder Lichteinfall scheinen sich die Struktur und

die Farben der Arbeitsplatte tatsächlich zu verändern.

„All diese Steine sind hochwertige Unikate“, sagt Geschäftsführer

Johannes Artmayr.

Daneben nutzte Strasser die LivingKitchen, um den

„Touch Stone“ vorzustellen. In Zusammenarbeit mit dem

österreichischen Smart-Home-Spezialisten Loxone entstand

exklusiv für Strasser der Stein, über den sich beispielsweise

Licht oder Musik steuern lässt. Dafür sind

an bestimmten Stellen im Naturstein oder in der Keramikarbeitsplatte

unauffällig fünf Tastpunkte eingraviert.

„Unsere Steinmetze haben monatelang daran getüftelt,

die Berührungspunkte im Stein so zu gestalten,

dass sie sich perfekt in die Arbeitsfläche integrieren

und in der Funktion wartungsfrei mit der darunterliegenden

Technik verschmelzen“, erklärt Artmayr. www.

strasser-steine.at; www.loxone.com

Rossitis & Co.: Geballte Kompetenz

Auf einen gemeinsamen Stand präsentierten

Rossittis, Laminam und Caesarstone ihre geballte Kompetenz.

„Dadurch können wir unsere ganze Vielfalt am

besten darstellen“, sagt Dirk Mesdag, Vertriebsleitung

von Rossittis. Die drei Unternehmen beziehen 850 unterschiedliche

Materialien aus 54 Ländern. Rossittis

bedient den Natursteinmarkt, Ceasarstone ist Spezialist

für Quarzoberflächen und Laminam ergänzt das

Angebot durch (fein-)keramische Materialien. Besondere

Aufmerksamkeit beim Messepublikum erreichten

die Unternehmen mit dem Tisch „Billiard-Lissy“. Mit

einem Hangriff wird der Esstisch mit einer Platte aus

Quarzkomposit in Marmoroptik zum Billardtisch. Die

KÜCHENPLANER-Redaktion kann sich diesen Tisch

auch gut in einer Roulette-, Blackjack- oder Pokeredition

vorstellen. www.rossittis.de; www.caesarstone.de;

www.laminam.de

Jäschke: Steine aus der Region

Die Naturstein Jäschke GmbH aus Stützengrün im

Erzgebirgskreis bietet neben dem Naturstein auch Oberflächen

aus Kunststein, Glas, Keramik-Laminam, antikem

Leichtbeton, dem Mineralwerkstoff „LG Hi-Macs“,

dem Sandstein Grauwacke oder aus Steinstrukturplatten

sowie Beton an. „Der Trend für Naturstein ist ungebrochen.

Keramik ist immer mehr im Kommen“, sagt

der geschäftsführende Gesellschafter Ralf Jäschke. Der

Nachhaltigkeit wegen vertreibt das sächsische Unternehmen

ausschließlich Natursteine, die in Deutschland

abgebaut werden. Einmalig in Deutschland – davon

ist Jäschke überzeugt – seine Kompetenz, Platten

aus Quarzkunststeine durch ein spezielles Verfahren

zu verlängern, ohne dass dies sichtbar ist. Ein besonderes

Highlight auf dem Messestand war das beleuchtete

Eisglas, das grün schimmerte. Dabei handelt es

sich um gebrochenes Glas, das verpresst und anschließend

veredelt wird. Dadurch erhält es seine gebrochene

Struktur. www.jaeschke-arbeitsplatten.de

TheSize: Küchentisch-Design neu definiert

Der Stand vom spanischen Arbeitsplattenhersteller

TheSize Surface SL umfasste vier Küchenbereiche, in

denen die Dekore in Boden-, Wand-, Arbeitsplatten- und

Spültisch-Anwendungen gezeigt wurden. Dazu wurde

zum ersten Mal in Deutschland der preisgekrönte

Tisch „Banco von La Agencia“ präsentiert. Das frei ste-

44 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Fotos: Loxone

Exklusive Entwicklung von Loxone für Strasser Steiner:

Über dezente Tastpunkte auf der Arbeitsfläche lassen

sich zum Beispiel Licht oder Musik steuern.

hende, gänzlich funktionelle Einrichtungssystem kombiniert

einen Küchentisch mit einer „Calacatta-Arbeitsplatte“

aus dem Material Neolith sowie Kochfeld und

Spülbecken. „Banco definiert das Küchentisch-Design

neu“, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Die neuen designoptimierten Dekore von Neolith ®

by TheSize heißen „Aspen Grey“, „Concrete Taupe“ und

„Zaha Stone“. Sie spiegeln erdfarbene Töne wider. Darüber

hinaus wurde „Neolith Blanco Carrara“ vorgestellt,

dessen Desing natürlichem italienischen Marmor ähnelt.

Hinzu kam „Nero Marquina“, ein schwarzes Dekor

mit hell-weißer vom spanischen Marmor inspirierter

Maserung. Dazu sorgt eine neue Plattendicke

von 20 Millimetern für größere Anwendungsflexibilität

und trägt der stetig wachsenden Kundennachfrage

nach maßgeschneiderten Küchen Rechnung.

www.thesize.es

In die Nische ist ein Touchscreen eingebaut, der Unterstützung

für Apps, Videos, Musik, Kommunikation

oder Webinhalte bietet. „smartCUK“ treibt die Entwicklung

der Kochfelder mit integriertem Dunstabzug

voran und bringt mit einem Induktionskochfeld samt

integriertem Dunstabzug auf Basis der Technologie

des niederländischen Anbieters Domoplasma moderne

Komponenten zusammen. „smartCLOK“ projiziert per

LED-Technologie die Uhrzeit, auf Wunsch eine Stoppuhr

oder die aktuelle Temperatur auf die Nischenrückwand.

Farbe und Design können dem persönlichen Geschmack

angepasst werden.

Gezeigt wurden außerdem neue Werkstoffkombinationen

aus dem Bereich Keramik, Dekton, Stein, Massivholz,

Schichtstoff, Mineral, Glas und Edelstahl, dazu

zahlreiche Motive und Materialien für Nischenrückwände.

www.akp-apl.de

AKP: Ladepunkte in der Arbeitsfläche

Bei AKP werden Arbeitsplatten und Nischenrückwände

zu Schnittstellen für Smart Home. So ermöglicht

die „smartBOARD-Technologie“ das kabellose

Aufladen von Smartphone & Co. dank integrierter Ladepunkte

in der Arbeitsfläche. Dazu sind nicht sichtbare

Lautsprecher in die Arbeitsplatte eingelassen. „smart-

BOARD“ ist lieferbar in den Materialien Glas, Schichtstoff,

Massivholz, Mineral, Quarz-Stein und Keramik.

Die Nischenrückwand mit „smart-MONITR-Technologie“

wurde exklusiv zur LivingKitchen vorgestellt.

Cosentino: Wie Marmor

Mit dem Start der LivingKitchen führte Cosentino

die neue Serie „Silestone ® Eternal“ mit sechs Nuancen

in den Markt ein. Das Besondere: Die an Naturstein angelehnten

Maserungen durchdringen jeweils das Volumen

der gesamten Platte. Die Farbstellungen heißen:

„Eternal Calacatta Gold“, „Eternal Statuario“, „ Charcoal

Soapstone“, „Eternal Calacatta Classic“, „Eternal

Serena“ und „Eternal Marquina“.

„Silestone ® Eternal“ ist – neben den Unitönen „Iconic

Black“ und „Iconic White“, die ebenfalls Anfang Janu-

1/2/2017 KÜCHENPLANER 45


Messe/Arbeitsflächen

ar 2017 ins Programm genommen wurden – die erste

Silestone ® -Kollektion, die mit der Cosentino-Technologie

„N-Boost“ veredelt worden war. Diese verspricht

mehr Glanz, eine intensivere Farbwirkung sowie eine

vereinfachte Instandhaltung und Reinigung.

Die neue Farbserie „Dekton XGloss Natural“ mit den

Nuancen „Glacier“, „Fiord“ und „Tundra“ zeichnet sich

durch ihre zarten Maserungen und den für „ Dekton

XGloss“ typischen Kristalleffekt aus. Die weiteren

Dekton-Ausführungen „Radium“ und „Oxidum“ sind

ab März lieferbar. Das Duo ähnelt marmoriertem Naturstein.

www.cosentino.com/de

1

Foto: Plaßhenrich

Wann: Breit gefächertes Programm

Die Wann PlattenTechnik GmbH und Tristone Europe

GmbH machen gemeinsame Sache. So hatten die

beiden Unternehmen auch in Köln zusammen einen

Stand. Tristone ist ein südkoreanisches Unternehmen,

das Mineralstoffe herstellt und ein Büro in Frankfurt

unterhält. Die Wann GmbH ist ein Arbeitsplattenhersteller

aus Vöhringen (Landkreis Neu-Ulm). Und der

setzt seit vier Jahren unter anderem auch den Mineralwerkstoff

von Tristone ein. Das porenfreie Material

punktet vor allem durch seine Pflegefreundlichkeit

und lässt sich effektiv mit sehr kleinen Radien biegen.

Plattenstöße lassen sich fugenlos, beinahe unsichtbar

verkleben. Dazu gibt es eine umfassende Dekorauswahl.

Von schlichten und coolen Uni-Farben über

Strukturen in zeitgemäßen Farbtönen bis hin zu erdigen

Schattierungen ist das Programm breit gefächert.

www.wann.de

3

Foto: Plaßhenrich

Artinox: Italienische Edelstahlkompetenz

Der italienische Hersteller Artinox aus Conegliano

fertigt aus AISI 304-Edelstahl Arbeitsplatten und Spülen.

Der Typ AISI 304 ist laut Hersteller eines der leistungsstärksten

Metalle, das eine hohe Robustheit und

lange Lebensdauer garantiert. Die Edelstahlarbeitsplatten

werden einzeln nach Maß und Kundenzeichnungen

gefertigt. Formen sind ebenso wenig Grenzen

gesetzt wie Längen und Breiten. Das Besondere an den

Edelstahlspülen ist die durchgängige Stärke von einem

Millimeter. Dass neue Modell „Layer“ ist eine Spüle mit

mehreren Ebenen. Dazu gibt es einiges an Zubehör,

wie Schneidebretter aus Holz, Abtropfschalen, Tellerhalter

oder Behälter. www.artinox.com/de

Foto: Plaßhenrich

6

8

Fotos: Plaßhenrich


2

4 5

7

Foto: Neolith Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

1 | Artinox fertigt Arbeitsplatten aus Edelstahl

nach individuellen Kundenwünschen.

2 | Unsichtbare Lautsprecher und ein kabelloses

Lade gerät: Die „smartBOARD-Technologie“ von

AKP macht`s möglich.

3 | In Marmoroptik: die neue Laminatvariante

„Siena“ von Lechner.

4 | Weiß, weißer, „Iconic White“: Der neue Farbton

der Silestone ® -Kollektion wurde mit der

Cosentino-Technologie „N-Boost“ veredelt.

5 | Geschäftsführer Johannes Artmayr präsentiert

den Naturstein „Golden Wizard“, der zur neuen

Serie „Supreme“ von Strasser gehört.

6 | Choi Yekook (v.l.) und Yousang Won von Tristone

stellen zusammen mit Michael Schmid von der

Wann GmbH eine Auswahl an Dekoren des Tristone-Mineralwerkstoffes

vor.

7 | Erstmals wurde in Deutschland der Tisch

„ Banco“ von „La Agencia“ präsentiert. Das frei

stehende Einrichtungssystem kombiniert einen

Küchentisch mit „Neolith Calacatta-Arbeitsplatten“

sowie Spülbecken.

8 | Dirk Mesdag, Vertriebsleitung von Rossittis,

macht im Handumdrehen einen Esstisch zu

einem Billardtisch.

1/2/2017 KÜCHENPLANER 47


Messe/Zubehör

Eine der intensiv begutachteten Messeneuheiten: „Artago 6 IF/A SteelFrame“. Charakteristisch ist der nur 0,8 mm hohe eckige Rahmen

in Edelstahl zum kreisrunden Silgranit-Becken. Eine weitere Version dieser Spüle besteht komplett aus „Silgranit PuraDur“.

Blanco vereint bei der neuen „Artago“ Kreis und Quadrat

Das Runde im Eckigen

„Das Runde muss ins Eckige“ – Das ist eine dieser

zeitlosen Sportreporter-Phrasen, wenn eigentlich gesagt

werden soll, dass bei einem Fußballspiel der Ball

nun endlich mal ins Tor muss, weil sonst die Langeweile

siegt. In der Küche wirkt diese Aussage erst mal ungewohnt

– und das Produkt gewordene Ergebnis polarisiert.

Das ist den Machern von Blanco vollauf bewusst,

aber die Extravaganz des Designs ist genau so gewollt.

Mit der neuen „Artago“ aus „ Silgranit PuraDur“ vereint

der Spülenspezialist aus Oberderdingen Kreis und

Quadrat und nutzt diese beiden geometrischen Grundformen

als zentrale Gestaltungselemente. Das schafft

einen spannungsreichen Kontrast und setzt Akzente.

Gleich zwei Modelle feierten auf der LivingKitchen

ihre Weltpremiere: „Artago 6 IF/A SteelFrame“ mit

einem nur 0,8 mm hohen Rahmen in Edelstahl zum Silgranit-Becken

und „Artago 6“ komplett aus Silgranit.

Die „Steel-Frame“-Variante wird ausschließlich in den

„CombiColours“ Anthrazit und Weiß angeboten. „Das

passt besonders gut zum aktuellen Schwarz-Weiß-

Trend“, sagt Lars Kreutz, Geschäftsleitung Vertrieb

Deutschland. Das zweite Modell, „Artago 6“, ist in Form

und Abmessungen identisch, jedoch vollständig in „Silgranit

PuraDur“ ausgeführt – was optisch eine ganz eigenständige

Wirkung erzeugt. So ist der Übergang des

runden Beckens zum quadratischen Rahmen als feiner

Wellenkamm gestaltet, der den Rand dezent betont.

„Artago 6“ ist in allen zehn Farben der „CombiColours“-

Palette erhältlich. Im Design passend dazu gibt es verschiedene

hochwertige Armaturen. Der runde Überlauf

„C-overflow“, das Ablaufsystem „InFino“ und die

Positionierung der Armatur sind dabei exakt auf der

48 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Speziell für das elegante Ablaufsystem „ InFino“ gestaltet:

die neuen Ablauffernbedienungen „ PushControl“

als mechanische Variante (großes Foto) und

die noch komfortablere „ SensorControl

Blue“ (kleines Foto), bei der ein sanftes

Tippen genügt.

diagonalen Achse angeordnet. „Blanco

Artago“ ist für den Einbau in 60 cm breite

Unterschränke geeignet.

Antippen genügt

Auch für die „Artago“ sind diverse Bedienelementen

erhältlich. Aktuell sind

es 15 Möglichkeiten im Blanco-Sortiment

– von der Ablauffernbedienung bis zum

Spülmittelspender. Damit der Planer die

Übersicht behält, hat der Hersteller diese Bedienelemente

nun in drei Gruppen eingeteilt: „ Comfort“ (Standard),

„ Design“ und „ Advanced“ (neu).

Neu sind seit der LivingKitchen auch zwei Ablauffernbedienungen,

die spezielle für das im Herbst

2016 neu vorgestellte Ablaufsystem „ InFino“ entwickelt

wurden. Bei der besonders komfortablen Lösung

„ SensorControl Blue“ (im Premium-Segment

„ Advanced“) genügt ein sanftes Antippen der flachen,

runden Bedienfläche. Raffinierter Eyecatcher und visuelle

Rückmeldung für den Nutzer ist ein dezent

blaues Lichtsignal am Sockel, das während des Berührens

kurz aufleuchtet und bei geschlossenem Ablauf

gedimmt ist. Das kreisrund gestaltete Bedienelement

ist nur fünf Millimeter hoch und aus hochwertigem

Edelstahl. Die zweite Neuheit heißt „ PushControl“ und

arbeitet mechanisch. Hier wird die Mechanik des

„InFino“-Ablaufs mit einer Druckbewegung gesteuert.

Das nur drei Millimeter hohe Bedienelement aus Edelstahl

integriert sich nahezu bündig in die Armaturenbank

oder Arbeitsplatte.

Durinox als Einbaubecken

Neben diesen beiden prägenden Messeneuheiten

präsentierte Blanco Ergänzungen und weitere Neuerungen.

So gibt es nach den Unterbaubecken nun auch

Einbaubecken in der hochwertigen Edelstahlqualität

„Durinox“, und viel Planungsfreiheit und hohe Flexibilität

will die ebenfalls neue Premium Becken-Linie

„Pleon“ aus „Silgranit PuraDur“ bieten. Darüber hinaus

standen natürlich die erst im Herbst auf Gut Böckel

vorgestellten Neuheiten im Mittelpunkt. Allen voran

die Etagenspüle „Etagon“, die 3. Generation des AXen-

Konzepts und die Design-Armatur „Panera-S“. Zudem

wurde die Montage der „Select“-Abfalltrenn systeme

nochmals vereinfacht, indem die Seitenteile nun

gleichzeitig als Bohrschablone dienen.

Virtueller Showroom

Die Inszenierung der Neuheiten, Serviceideen und

Markenbotschaften gelang Blanco auf der Living-

Kitchen ganz besonders lebendig. Dafür sorgte im Zentrum

des rundum offen und einladend konzipierten

Messestands ein Vorhang aus Wasser – das Blanco-

Kernelement. Außerdem griff das Unternehmen einen

Fotos: Biermann

der neuesten Digitaltrends auf

und ermöglichte erstmals die

Darstellung virtueller Küchen-

Welten. An einer speziell dafür

eingerichteten Präsentationsinsel

konnten die Messegäste mit

Virtual-Reality-Brillen (VR) aktuelle

Spülen und Armaturen

betrachten und diese in zeitgemäßem

Interieur eingebaut auf

sich wirken lassen.

Diesen „virtuellen Showroom

der Zukunft“ mit VR-Anwendungen

sieht Blanco als Ergänzung

seiner klassischen Produktpräsentationen,

um gezielt

Einrichtungstrends oder Planungsthemen

als Inspiration in

den Fokus zu rücken. Auch für Die hochwertige Edelstahl-Qualität

„ Durinox“ gibt es jetzt auch für

Küchenplaner böte sich Virtual

Reality „als zusätzliches Tool geradezu

an“, meint das Unterneh-

schimmert blau die neue Ablauffern-

Einbaubecken. Vorne rechts im Foto

men. Etwa wenn es darum geht, bedienung „SensorControl Blue“.

Kunden die Vorzüge einer Planung

noch eindrücklicher und

über die klassische Ausstellung hinaus darzustellen.

Zum Beispiel wenn es darum geht zu demonstrieren,

wie das Runde ins Eckige passt und wie eine solche ungewöhnliche

Spüle in der fertigen Küche wirkt. www.

blanco-germany.com/de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 49


Messe/Zubehör

Das großzügige Spülbecken der „Genea 87“ bietet im

Spülkorb Gastronomiebehältern eine passgenaue Abstell-

und Abtropffläche. Das zwischen Spüle und Abtropffläche

positionierte Restebecken ist zugleich

Überlauf. Dazu passt die neue, versenkbare Excenter-

Betätigung.

Erhöht den Komfort an der Keramikspüle: die neue

versenkbare Excenter-Betätigung aus Edelstahl von

systemceram.

Fotos: Biermann

Versenkbare Excenter-Betätigung von systemceram

Mit allen kompatibel

Neu bei systemceram ist eine versenkbare Premium-Excenter-Betätigung.

„Ein innovatives Detail, das jede moderne Spüle verschönert und

praktisch aufwertet“, ist der Feinsteinzeug-Spezialist aus dem Westerwald

überzeugt. Sie ist kompatibel zu allen handelsüblichen Ablaufgarnituren

und lässt sich „einfach und schnell montieren“ – auch nachträglich in einer

vorhandenen Küche. systemceram setzt hier auf millionenfach bewährte

Technik, die im Elektrogerätebereich seit Jahrzehnten genutzt wird. Für

den speziellen Einsatz an der Spüle wurde dieses modifiziert und weiterentwickelt.

Die dazu erforderliche Investition in eigene Werkzeuge hat das

Unternehmen getätigt, die Produktion erfolgt in Lizenz.

Um den Excenter zu bedienen, genügt ein leichter Fingerdruck auf den

versenkten Knopf, dieser fährt aus und kann mit zwei Fingern an einer geriffelten

Oberfläche bedient werden. „Das funktioniert auch bei nassen Händen

rutschsicher“, betont Pressereferentin Charlotte Farber-Hemeling. Um

den Ablauf zu schließen bzw. zu öffnen, wird der ausgefahrene Knopf nach

rechts bzw. links gedreht. Danach lässt er sich mit leichtem Fingerdruck

wieder in die Versenkung zurückdrücken und bildet so – gleichermaßen

bei verschlossenem oder geöffnetem Excenter – eine ebene Fläche. Eine eigene

Dichtung sorgt dafür, dass kein Wasser eindringen kann. Der Drehknopf

sei zudem leicht herausnehmbar und damit reinigungsfreundlich.

Mögliches Zusatzgeschäft

systemceram-Spülen werden weiterhin mit dem bekannten gelabelten

Excenterknopf ausgeliefert, die neue Excenter-Betätigung aus mattem

Edelstahl kann gegen Aufpreis bestellt werden. Auch separat oder als 10er-

Set für den nachträglichen Einbau in vorhandenen Spülen in der Ausstellung

oder beim Kunden. Der empfohlene Verkaufspreis laut Liste beträgt

64 Euro. systemceram ist überzeugt: „Damit eröffnen sich dem Küchenspezialisten

interessante neue Möglichkeiten für ein erfolgreiches ‚After-

Sales-Marketing‘.“ Und zwar als Türöffner, als zusätzlicher Bonus zum

Kaufanreiz oder – wenn der Monteur den Excenter im Werkzeugkasten

mit sich führt – auch als spontanes Zusatzgeschäft.

„Genea 87“ für 50er-Unterschränke

Mit der neuen Excenter-Betätigung ausgestattet sind auch die neuesten

Mitglieder der „Genea“-Familie. Zur erfolgreichen „Genea 100“ gesellen

sich seit der LivingKitchen mit der „Genea 87“ und der flächenbündig

einbaufähigen „Genea 87 F“ Produktergänzungen für den 50er-Spülenschrank.

Mit der „Bingo Star“ präsentierte systemceram zudem eine geradlinig

klassische Armatur in sechs Bi-Color-Varianten: passend zu allen

Spülenfarben des Herstellers. www.systemceram.de

50 KÜCHENPLANER 1/2/2017


UNBOTTLED WATER

STILL, MEDIUM ODER SPRUDELND

REFRESH WITH GROHE BLUE HOME

Ein elegantes, intelligentes System, das Trinkwasser in den reinsten, durstlöschenden

Genuss verwandelt. Ob still, medium oder sprudelnd – Ihre Kunden können Wasser ganz

nach individuellem Geschmack genießen. GROHE Blue Home besitzt einen einfachen,

intuitiven Mechanismus, der Trinkwasser auf Knopfdruck mit Kohlensäure versetzt.

Für köstliches, frisch gefiltertes und gekühltes Wasser! www.grohe.de


„Aloro“ von Villeroy & Boch

Edelstahl trifft Platin

Fotos: Plaßhenrich

Im angesagten Materialmix:

Die neue Armaturenserie „Aloro“.

Zarte Ornamente an der Küchenspüle:

einer der Hingucker auf dem Living-

Kitchen-Stand von Villeroy & Boch.

Die neue Armaturen-Serie „Aloro“ von Villeroy & Boch trägt dem derzeit

angesagten Materialmix Rechnung. Edelstahl wird entweder mit edel gebürstetem

Platin oder ausdrucksvoll mit „Black matt“ kombiniert. Mit dem

schlichten, hohen Korpus und dem geradlinigen Auslauf setzt „Aloro“ die

Oberflächenvarianten zeitlos und zugleich zeitgemäß in Szene.

Zur LivingKitchen hatte das Unternehmen zudem zwei neue Grautöne

für Keramikspülen im Gepäck. Die Farbe „Stone“ kommt etwas dunkler

daher, „Steam“ heißt die hellere Variante.

Als technische Innovation gilt das neue Spülenmodell „Como X“, mit dem

die Ablaufgarnitur direkt über die Armatur bedient werden kann. Soll heißen:

Der Ablauf im Becken lässt

sich ganz einfach durch Drehen

des unteren Armaturenteils öffnen

und schließen, da die Excenter-Funktion

integriert ist.

Einen weiteren Schwerpunkt

der Ausstellung bildete

die Spülenfamilie „Subway“,

die für die Unterschrankgrößen

45, 50, 60 und 80 Zentimeter

geeignet ist. Es gibt sie

inzwischen in 18 Keramikfarben

mit passendem Zubehör.

www.villeroy-boch.com

Dornbracht ergänzt „Hot & Cold Water Dispenser“

Auch für Elio, Meta und Tara

Dornbracht brachte Ergänzungen zum

Produktprogramm des „Hot & Cold Water

Dispensers“ mit nach Köln. Dieser ist nun

auch für die Serien „Elio“, „Meta.02“ und

„Tara Classic“ erhältlich. Zudem erweitert

das Unternehmen sein Becken-Sortiment

und präsentiert erstmals Küchenbecken

aus glasiertem Stahl: „Dornbracht

by Alape“ heißt das Programm. Darüber

hinaus meldet das Unternehmen, seine

Partnerschaft mit dem Schweizer Beckenhersteller

Suter ausweiten zu wollen. Neu

sind zwei Ventilvarianten für die Suter-

Serie „Accento“.

„Hot & Cold Water Dispenser“ ist eine

Convenience-Lösung für die Küche. Das

System besteht aus Armatur, Wasserfilter

und Heißwassertank. Es liefert in Sekundenschnelle

kochend heißes (93 °C)

oder gefiltertes kaltes Wasser. Zusätzlich

zu den bisherigen Varianten für „Tara Ultra“

und „Lot“ ist der Dispenser nun auch

für die oben genannten Serien verfügbar

– abgestimmt auf das jeweilige

Design.

Die Becken aus dem Programm

„Dornbracht by Alape“

sind in den Breiten 40 cm,

45 cm, 50 cm und 55 cm erhältlich.

Und zwar in den Ausführungen

Schwarz, Weiß und

Sand, wobei jeweils zwischen

einer matten und einer glänzenden

Oberfläche gewählt werden

kann. Die Küchenbecken

sind aus 2 mm glasiertem Stahl

gefertigt. „Das erlaubt die Umsetzung

besonders filigraner

Formen“, sagt der Hersteller.

Die „Accento“-Spülbecken

von Suter hat Dornbracht bereits

seit 2015 im Angebot, nun wurden

weitere Produkte des Premium-Beckenherstellers

aus der Schweiz aufgenommen.

Zusätzlich zur bisher bestehenden

Ventilvariante mit Exzenterbetätigung

Kochend heißes (links) und gefiltertes kaltes Wasser

(rechts) kann jetzt auch mit der Dornbracht-Serie

„Elio“ gezapft werden.

stehen zum „Accento“-Becken ab sofort

zusätzlich ein handverschließbares

(„Tipo“) sowie ein elektrisch gesteuertes

Ventil („TouchFlow“) zur Verfügung.

www.dornbracht.de

Foto: Dornbracht

52 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Mit Hera „Dynamic“ flexibel bleiben

Wechselbare Lichtfarben

Für Alexander Abke (Foto) ging das Jahr 2017 munter los. Anfang Januar trat er als geschäftsführender

Gesellschafter ins Unternehmen Hera ein, und kaum zwei Wochen später startete in Köln mit der

LivingKitchen gleich das erste große Branchenevent. Abke, studierter Wirtschaftsingenieur, führt das

Unternehmen in dritter Generation. Gegründet wurde es vor über 80 Jahren von seinem Großvater in

Löhne, heute hat der Leuchtenspezialist seinen Sitz in Enger.

Übergreifendes Thema für Hera sind aktuell wechselbare Lichtfarben sowie die Möglichkeit, diese

individuell zu steuern: über die Fernbedienung oder per App. Hera fasst diese Aktivitäten unter dem

Begriff „Dynamic“ zusammen. Zum aktuellen Angebot

zählt dabei auch die besonders flachte Unterbauleuchte

„Dynamic LED Sky“ mit einer Aufbauhöhe von gerade mal 8 mm. Dank

hochwertiger Edelstahloptik ist sie ganz auf elegantes Understatement ausgerichtet.

Für eine „taghelle“ Ausleuchtung sorgen Flächen-LEDs, die dem neusten Stand

der Technik entsprächen. Sie eignet sich als reines Arbeitslicht oder gedimmt als

Ambiente-Beleuchtung für ein gemütliches Beisammensein. Die Lichtfarbe lässt

sich individuell von 2700 bis 5000 Kelvin regeln. Der Abstrahlwinkel von 110°

soll eine blendfreie und flächige Ausleuchtung gewährleisten, die Leuchtkraft beträgt

208 Lumen (vergleichbar mit 25 Watt Halogen und mehr). Und das bei nur

6 Watt Leistungsaufnahme. Die Leuchte ist alternativ steuerbar per Smartphone,

Tablet oder digital durch DALI. Auf der LivingKitchen wurden zahlreiche weitere

LED-Lösungen gezeigt. So zum Beispiel das Lichtband „LED-Tape“, ein individuell

kürzbares Flächenlicht, das sich ohne weitere Zubehörteile verarbeiten lässt und

u. a. ohne Abdeckung auskommt. Mit Kooperationspartnern (Philips hue) arbeitet

Hera zudem längst an Lichtlösungen fürs Smart Home. www.hera-online.de Nur 8 mm Aufbauhöhe: Hera „Dynamic LED Sky“.

Foto: Biermann

Foto: Hera

KeraDomo

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Messe/Zubehör

Neue Bedienkonzepte an der Spüle

Einmal einstellen genügt

hansgrohe präsentierte in Köln erstmals hochwertige Edelstahlspülen und

Spülenkombinationen. Diese Sortimentserweiterung soll eine Marktlücke

schließen. „Mit unseren neuen Spülenkombinationen können wir Küchenplanern

den Wunsch nach Nutzen, Bedienkomfort und Design aus einem Guss

erfüllen“, erläutert Jan Heisterhagen, Vice President Product Management bei

Hansgrohe. Dabei stehen zwei Bedienkonzepte zur Wahl. Bei der Variante

mit dem neuen „hansgrohe 2-Loch Select 200 Küchenmischer M7119-H200“ ist

der Hebel am vorderen rechten Rand der Spüle das zentrale Bedienelement.

Durch Neigen und Drehen des ergonomischen Kipphebels stellt man die gewünschte

Wassertemperatur und Wassermenge ein. Einmal voreingestellt

lässt sich die Armatur dann den ganzen Tag intuitiv per Knopfdruck über den

Select-Knopf am hohen Auslauf starten und stoppen. So lässt sich die Armatur

komfortabel von vorne direkt im Arbeitsablauf bedienen.

Mechanische Technologie

Bei der zweiten Variante handelt es sich um die „erste Spüle mit integrierter

Select-Technologie“, wie hansgrohe erläutert. Über einen Knopf am

rechten Rand startet und stoppt der Küchennutzer den Wasserfluss der mehrstrahligen

Küchenarmatur. Durch diesen Knopf lässt sich auch der Ablauf öffnen

und schließen. Weitere Elemente sind überflüssig.

Bei beiden Bedienvarianten lässt sich das Wasser auch mit dem Handrücken

oder dem Ellenbogen steuern. Weder Strom noch Zusatzgeräte im Unterschrank

seien erforderlich, betont das Unternehmen, die „Select“ Technologie

funktioniert rein mechanisch.

Jan Heisterhagen, Vice President Product Management bei Hansgrohe (Foto

rechts), und Andreas Diefenbach vom Phoenix Design Studio aus Stuttgart,

zeigen wie das neue Bedienkonzept funktioniert: Ein großer Knopf am rechten

Rand startet und stoppt den Wasserfluss der mehrstrahligen Küchenarmatur.

Die beiden Firmen haben die Spülen gemeinsam entwickelt.

Fotos: Plaßhenrich

Die „hansgrohe sBox“ verstaut den Schlauch der

Auszieharmatur in einem flachen, für Standard-Unterschrankmöbel

ausgelegten Gehäuse. Das verhindert

Kollisionen mit dem Abfalltrennsystem bzw.

den Abwasserrohren.

Leises Ausziehen ohne Kollision

Für Ordnung und Funktionssicherheit im Unterschrank

sorgt bei beiden Spülenkombinationen

die neue „hansgrohe sBox“. Sie verstaut den

Schlauch der Auszieharmatur in einem flachen, für

Standard-Unterschrankmöbel ausgelegten Gehäuse.

Das schützt ihn nicht nur vor Kollisionen etwa

mit Schubladen oder Abfallsystemen, sondern soll

auch für bequemes, leichtgängiges und leises Arbeiten

sorgen. Zudem eröffnet der in die „sBox“ integrierte

Schlauch mit einer größeren Auszuglänge

einen um bis zu 26 Zentimeter erweiterten Aktionsradius

an der Spüle – verglichen mit ausziehbaren

Modellen ohne „sBox“. Dank verschiebbarer Befestigungselemente

lässt sich die „sBox“ flexibel im

Unterschrank anbringen.

Ab April im Handel

Die Produkte gehen im April in den Handel. Die

Spüle für den 60er-Unterschrank wird nach Aussage

des Unternehmens rund 1000 Euro kosten. Bisher

gibt es die Ausführungen lediglich in Edelstahl.

Weitere Materialien, wie beispielsweise Keramik,

sind in der Entwicklung. www.hansgrohe.de

54 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Grohe zeigt „Foot Control“

Wie von „Zauberfuß“

Es ist eine Technologie aus der Automobilindustrie,

die der Armaturenhersteller Grohe

sich zu eigen machte. Durch das Wischen des

Fußes unter dem Heck werden inzwischen

Kofferräume geöffnet. Jetzt kann der Wasserlauf

der Armatur ebenfalls mit dieser Technik

– also mit dem Wischen des Fußes unter

dem Unterschrank – gestartet werden.

Die Hände bleiben dadurch frei. Grohe nennt

das „Foot Control“. Der Nutzer braucht dabei

keine Sorge haben, dass das Wasser stundenlang

laufen könnte. Es ist ein automatischer

Abschaltmechanismus integriert, der den

Lauf nach 26 Sekunden stoppt. Das System

sei leicht nachzurüsten, hieß es während der

Messe und die Idee komme im Handel phantastisch

an.

Lob und Lorbeeren heimste zuletzt auch

das „Grohe Blue Home Trinkwassersystem“

ein: mit der Auszeichnung „Best of Best“

beim „Iconic Award 2016“.

Farbe im Spiel

Darüberhinaus präsentierte Grohe vier

Armaturenlinien in Köln. Die Modelle mit

Dual-Spülbrause – „Grohe Essence Professional“

und „Concetto Professional“ – verfügen

über einen um 360 Grad schwenkbaren

Federarm und den flexiblen „GrohFlexx Küchen-Silikonschlauch“.

Diese Schläuche sind

in limitierter Auflage in verschiedenen Farben

erhältlich und lassen sich somit auf individuelle

Küchenstile abstimmen.

„Grohe Eurosmart Pull-Out“, die Küchenarmatur

mit ausziehbarer Dual-Spülbrause,

bietet einen großzügigen Arbeitsradius.

Dank des Druckknopfs an der Brause

kann zwischen Mousseur und Brausestrahl

gewechselt werden. Darüber hinaus stellt

die „Grohe EasyDock Technologie“ ein müheloses

Zurückziehen und Andocken des

Schlauchs in der Ausgangsposition sicher.

www.grohe.de

Es wird bunt: Die Silikonschläuche

der Armaturen „Essence Professional“

und „Concetto Professional“

sind in drei Naturtönen erhältlich

(matter Marmor, mattes Dunkelgrau

und mattes Dunkelbraun) sowie in

den Farben Gelb, Orange, Rot, Rosa,

Lila, Grün und Blau.

Foto: Grohe

Foto: Plaßhenrich

„Concetto Professional“:

Auch diese Armatur ist

limitiert mit einem farbigen

„GrohFlexx“-Silikonschlauch

erhältlich.

1/2/2017


Messe/Design

Foto: LEICHT

Auch das Planungsprinzip EVO von LEICHT wurde mit dem Designpreis „Iconic Awards: Interior Innovation“ ausgezeichnet.

Charakteris tisch ist die Erhöhung der Frontlinie um 15 Millimeter. Optisch „taucht“ die Arbeitsplatte in

die Fronterhöhung ein und zeigt eine nur 5 Millimeter starke, sichtbare Kante aus edlem Carbonglimmer.

„Iconic Awards“ 2017: Interior Innovation

Trend zu einfach und edel

Wer am Vorabend der imm cologne / LivingKitchen vom Rat für Formgebung

einen „Iconic Award“ erhielt, hatte während der Messe ein prima Gesprächsthema.

Foto: Rat für Formgebung

In diesem Jahr haben sich so viele internationale De signer

und Hersteller wie nie zuvor um die begehrte Auszeichnung

des „Rat für Formgebung“ beworben. Die Präsentation der Gewinner

gilt inzwischen als Trendshow für die wichtigsten internationalen

Entwicklungen in der Einrichtungsindustrie.

Die Jury identifizierte vier aktuelle Interior-Trends, die sich

in den Einreichungen widerspiegeln. Auffällig sei zum Beispiel

eine Strömung hin zu klaren Aussagen und Positionen,

die sich mit intensiven Farben und grafischen Mustern auch

in der Gestaltung ausdrückt. Andererseits sind viele Interiors

von luxuriöser Einfachheit und edlen, matten Oberflächen geprägt

– ein Trend, den die Experten unter dem Begriff „ Powder“

subsumieren. Natürliche und naturbelassene Materialien,

insbesondere Holz – sowohl in handwerklicher als auch

in hochtechnisierter Bearbeitung – haben ebenfalls eine

starke Präsenz im Teilnehmerfeld. „Die Gewinner stellen

innovative Spitzenleistungen aus allen Produktbereichen

der Branche dar,“ fasst Andrej Kupetz, CEO des

Rat für Formgebung, zusammen.

Die Jury vergab an 29 Produkte die höchste Auszeichnung

„Best of Best“, 49 Produkte wurden zum „Winner“

gekürt, und 100 Produkte wurden in die internationale

Auswahl „Selection“ genommen. Eine Übersicht der Gewinner

aus Küchensicht.

56 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Foto: Küppersbusch

Foto: Blanco

Best of Best:

Einbaubackofen „B6850.0S“ von Küppersbusch.

Best of Best:

Küchenspüle „Etagon“ von Blanco.

Best of Best 2017

Blanco: Küchenspüle „Etagon“

Schott: Kochfeldbeschichtung „Miradur“

Küppersbusch: Einbaubackofen „B6850.0S“

Winner 2017

Elica: Muldenlüftung „NicolaTesla“

Elica: Inselhaube „Summilux“

Blanco: Küchenspüle „Pleon 6 Split“

Leicht: Planungskonzept „EVO“

Alno: Designküche „Alnoattract“

Foto: SCHOTT CERAN

Selection 2017

Rational: Küchenkonzept „Floo“

homeier: Dunstabzugshaube „#Joran“

berbel: Dunstabzugshaube „Smartline BKH ST“

Elica: Dunstabzugshaube „Bio“

Ballendat: Kompaktküche „KITCH’T ® “

Blanco: Küchenarmatur „Panera-S“

Blanco: Abfalltrennsystem „Flexon II“

Gutmann: Deckenhaube „Sliding Doors“

Ballerina: Küchenkonzept „Y-Kitchen“

www.iconic-interiorinnovation.de

Best of Best: Björn Weller, Marketingleiter von SCHOTT CERAN ® ,

präsentiert die Glaskeramik mit der neuen, besonders kratzfesten

MiradurTM-Beschichtung.

Herausragende Technik

perfekt kombiniert:

Skyline Edge Sound

Mit dem integrierten Soundsystem aus dem

Hause T+ A bietet die Dunstabzugshaube

Skyline Edge Sound puren Genuss für alle Sinne.

Die Technik für den perfekten Sound ist in das

moderne Design der Skyline Edge mit Liftfunktion,

LED-Kochfeld- und Effektbeleuchtung unsichtbar

integriert.

Das berbel Prinzip sorgt für eine effiziente und

dauerhaft hohe Fettabscheidung – Luftreinigung

und Musikgenuss vom Feinsten.


Messe

Die Hausgeräte-News von der LivingKitchen

Tiefe Einblicke

Die Hausgeräteindustrie nutzte die LivingKitchen-Bühne besonders intensiv, um den

Kontakt mit den Küchenspezialisten zu intensivieren. Einige inszenierten ihren IFA-

Auftritt neu, andere hatten vollständig neue Geräte und Serien mit nach Köln gebracht.

Immer mehr Hersteller statten ihre Geräte

mit einer „Sous-vide“-Funktion aus.

Auch V-Zug. Bei den Schweizern heißt diese

Funktion „ Vacuisine“ und arbeitet mit

Dampf. Und das gradgenau. Neu ist die

Kerntemperaturmessung über ein Klebe-

Pad sowie die Möglichkeit des externen

Vakuumierens. www.vzug.de

Foto: Biermann

58 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Weniger herkömmlicher Edelstahl, dafür deutlich mehr Schwarzglas

und „Black Steel“ gebürstet. So präsentiert sich die neue „ StudioLine“

von Siemens. Das Ergebnis des neu entwickelten Zwei-Zonen-Designs

wirkt ausgesprochen edel. Technisch wurde auch zugelegt:

Alle Geräte sind vernetzungsfähig. Eine „Sous-vide“-Funktion ist

ebenso neu wie die dazu inhaltlich stimmige Vakuumierschublade.

www.siemens-home.de

Das Messe-Highlight bei Miele: „Smartline“ ist ein individuell zusammenstellbares

Kochzentrum. Diverse Module können beliebig kombiniert

werden. Die Optik: zeitlos-puristisch auf Basis einer rahmenlosen Glaskeramik.

www.miele.de

Fotos: Biermann

Siemens lässt Technik miteinander kommunizieren und nennt

die Strategie „Seamless life“. Ausdruck finden diese Bemühungen

in einem vollvernetzten Gerätesortiment mit Highlights

wie dem „iQ 700“-Backofen oder dem Induktionsmuldenabzug

„inductionAir“ („mehr an Kochfeld geht nicht“). Und natürlich

in der neu konzipierten Einbaugerätelinie „ StudioLine“. Darüber

hinaus rief Siemens-Geschäftsführer Roland Hagenbucher

(Foto) auf der LivingKitchen das „Jahr der Lüftungstechnik“

aus. www.siemens-home.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 59


Messe

Wie war das doch gleich mit dem Rezept für den Apfelkuchen?

„ Mykie!, verbinde mich mit Oma in Toronto.“ Gesagt,

getan, wenige Sekunden später steht die Verbindung

und alle nötigen Backdetails können direkt ausgetauscht

werden. Mit dieser Technik schaute auch die BSH-Marke

Bosch auf der LivingKitchen in die Zukunft der Küchenkommunikation.

www.bosch-home.de

Die Messebauer von Neff haben auch auf der LivingKitchen wieder ganze

Arbeit geleistet und ein vor Lebendigkeit nur so sprühendes Umfeld geschaffen.

Hier wird nicht nur eine Geräte-Neuheit präsentiert, sondern ein

Lebensgefühl inszeniert. Prädikat: konsumentenfreundlich. www.neff.de

Fotos: Biermann

60 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Fotos: Biermann

„Einfach zu perfekten Gerichten“ hat sich Bosch Hausgeräte auf die Fahnen

geschrieben und setzt dabei auf Sensortechnologie und Assistenz systeme.

Doch wie bringt man Kunden diese unsichtbar agierende Technik

nahe? Wie funktionieren zum Beispiel ein Geruchssensor und die drahtlose

Kommunikation zwischen Kochfeld und Haube? Bosch machte dies visuell

erlebbar. www.bosch-home.de

V-Zug macht Dampf. Rein technisch betrachtet ist das nicht weiter ungewöhnlich.

„Steam“ ist schließlich eine der Kernkompetenzen des Premiumherstellers

aus der Schweiz. Doch jetzt soll es auch im Vertrieb deutlich

voran gehen. Das Unternehmen will weltweit expandieren. In Deutschland

hat man dafür den erfahrenen Branchenkenner Patric Schleicher als

Verkaufsleiter verpflichtet, ehemals Gaggenau, Gutmann und Novy. Eine

seiner Kernaussagen lautet: „V-Zug ist nicht

länger eine Alternative zu irgendwem, sondern

eine eigenständige Marke mit Lösungen, die

andere Hersteller nicht haben.“ www.vzug.de

Neu bei Neff: griffloses Gerätedesign für die Integration hinter

der Möbelfront. Für großflächig wohnliche Planungen.

www.neff.de

V-Zug geht voran und setzt als erster Vollsortimenter auf

die kratzfeste Glaskeramik „MiradurTM“ von SCHOTT CERAN.

www.vzug.de

76 Liter Volumen, fünf Einschubebenen, „PerfectClean“-

Beschichtung, „CleanSteel“-Edelstahlblende: Miele hat

die Basisklasse seiner Back öfen ordentlich aufgewertet.

Optisch wie technisch mit ganz neuen Konstruktionen.

Um neue Zielgruppen zu erreichen, gibt es die Geräte ab

599 Euro, die mit Pyroloyse ab 849 Euro. Marktstart ist

Mai 2017. www.miele.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 61


Messe

Transparenz in Sachen

Wartung und Reinigung:

Sarah Hoffmann

legt das Innenleben

der Muldenlüftung

„ComboHob“ von AEG

offen. www.aeg.de

Es gibt sie mit einem Rahmen in Weißglas, Schwarzglas oder

Edelstahl. Hinter die Möbelfront verbaut werden können sie

auch. Und das in den fünf Höhen 45, 88, 122, 140 und 178 cm.

Keine Frage: Bei der Entwicklung der neuen Weinlagerschränke

standen bei Liebherr die Aspekte „Planungsfreiheit“ und „Individualität“

mit ganz oben auf der Liste. Zwischen „ TipOpen“

und einer Griff-Variante können die Kunden ebenfalls wählen.

Und als Ergänzung zur 45er-Höhe gibt es ganz neu eine 15 cm

hohe Sommelier-Schublade. www.liebherr.com

Fotos: Biermann

Foto: Plaßhenrich

Der abnehmbare, magnetische „iKNOB“ ist das Highlight der neuen

„Wish“-Induktionskochfelder von Teka. Der Name der neuen Geräte-

Serie sei Programm, sagt Hans-Peter Körfer, Geschäftsführer der TDV

Deutschland Vertriebs GmbH & CO. KG. Denn die Entwickler wollten „gezielt

Kundenwünsche erfüllen“. Das neue Design mit großen Bedienknebeln,

schwarzem Glas und Aluminiumgriffen findet sich bei allen

Einbaugeräten wieder. Dazu zählen Backöfen, Kompaktgeräte, Mikrowellen,

Dunsthauben und Kochfelder. Dazu wartet die Serie mit technischen

Neuerungen auf. Ebenfalls Deutschlandpremiere feierte die

neue Spülenserie „Zenit“. www.tdv-de.com

1/2/2017


Küppersbusch zeigte nicht nur einen neuen Ofen, sondern gleich ein neues

Backofen-Sortiment. Dabei setzt das Unternehmen auf „größtmögliche Individualität“

und ermöglicht durch die durchgängige Gestaltung des Blenden-

und Griffdesigns die Kombination von Produkten aus den drei Serien

„Profession+“, „Premium+“ und „Comfort+“. Das Spitzengerät verfügt

unter anderem über eine „Sous-vide“-Funktion. www.kueppersbusch.de

Die Vinylscheibe liegt nicht zufällig auf der Arbeitsfläche,

sondern ist ein Zeichen, dass berbel jetzt eine Musikfunktion

in die Lifthaube „Skyline edge“ integriert. Drahtlos versteht

sich. Dabei arbeitet man mit dem Hochwertausstatter

T+A elektroakustik zusammen. Die „Skyline Edge Sound“

ist im oberen Premium-Segment positioniert. Der UVP liegt

laut Hersteller bei rund 10 000 Euro. www.berbel.de

Fotos: Biermann

1/2/2017

Wer die Vorzüge eines Muldenlüfters auf einer Messe plastisch erklären will, braucht strapazierfähige

Knie. Denn die Fachleute wollen Details – und die verbergen sich nun mal unter der

Glaskeramik. Ganz besonders galt das auf der LivingKitchen für die homeier „Mistral plus“. Die

ist nämlich jetzt mit einem Sockelfilter ausgestattet. Für Um- und Abluft. www.homeier.com

KÜCHENPLANER 63


Messe

Foto: Biermann

Den wohl ungewöhnlichsten Stand

der Living Kitchen hatte sich Elica

bauen lassen: mit Porträtfotos

von Mitarbeitern aus allen Konzernteilen

weltweit. Auf unserem

Foto mittendrin und in echt: Jörg

Bunde, seit 1. Juni 2016 „Head of

Elica Brands Central Europe“.

Die Messebotschaft auf der Kölner

Living Kitchen wurde er nicht

müde zu wiederholen: „In Deutschland

werden wir in erster Linie über

das Design wahrgenommen, aber

wir können viel mehr als Design.“

Nämlich „Technik und Zulassung“.

So zeigte der italienische Haubenbauer

unter anderem Modelle mit

„elektronischer Nase“. Klar im Mittelpunkt

stand aber die Muldenlüftung

„ NikolaTesla“. www.elica.de

64 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Auch bei Bora ging es durchweg munter zu. Mit der Neuheit „Bora Professional“ präsentiert das Unternehmen ein ganzheitliches System.

Es besteht aus Kochfeldern, Kochfeldabzug, Kanal, Filter, Motor und Mauerkasten. Geplant werden kann es als Kompaktsystem „plug and play“

oder völlig frei. Als Abluftlösung oder für den Umluftbetrieb dann auch mit Plasmabox. „Revolution 2.0“ nennt Bora das. www.bora.com

Fotos: Biermann

Salzkörner können hässliche Kratzer auf der Glaskeramik hinterlassen. Dem schiebt O+F A-Line

nun einen Riegel vor: Der Hersteller setzt auf die neue kratzfeste „Miradur“-Beschichtung von

SCHOTT CERAN. „Und das als erster Hersteller von Muldenlüftungen überhaupt“, erklärt das

Unternehmen. „Integral 800 Miradur“ heißt das Modell. www.of-menden.de

Was sich hier so unscheinbar in einer

Hülle aus einem unbekannten Material

verbirgt, ist der neue Motor für die

„Pure’line“-Deckenhauben von Novy.

Und der macht sich besonders dünn

mit einer Einbauhöhe von nur noch

180 mm. Das sind 42 % weniger als bisher

(310 mm). „Ein Weltmeister wird schmaler“,

sagt der Hersteller dazu und betont:

„Dennoch ist die ‚Pure’line’ nach

wie vor das leiseste Gerät in der Kategorie

der flachen Deckenhauben.“ Die

Auslieferung erfolgt ab Mitte Mai 2017.

In diesem Jahr feiert der belgische Hersteller

bereits seinen 110. Geburtstag.

www.novy-dunsthauben.de

1/2/2017 KÜCHENPLANER 65


Messe

Einmal ganz genau hinschauen: Ja, diese „Skyline“ ist anders als gewohnt. Nämlich mit einem Steindekor gestaltet. berbel bietet ab sofort die

Möglichkeit, den Haubenkörper der „Skyline edge“ in dieser Art zu individualisieren. Dafür wurde ein Trägersystem entwickelt. Auch bei der

Konfiguration ist das Unternehmen behilflich. Die Bestellung der Platten (zum Beispiel bei einem Arbeitsplattenproduzenten) und die Montage

liegen dann in der Verantwortung der Planer. www.berbel.de

Die Muldenlüfter der Serie „Integral“ gibt es bei O+F A­Line

jetzt mit massiven Edelstahlknebeln. Die Anzeige leuchtet

im Kochfeld­Display auf. www.of-menden.de

Auf der Living Kitchen

noch hinter Glas, doch

schon bald im Praxisein

satz: Plasma Made hat

eine Plasmafilter­Motor­

Einheit entwickelt und

zusammen mit den Spezialisten

von ebmpapst

realisiert. Die Luftführung

erfolgt durch die

Außenbereiche des Motors

rechts und links.

Die Leistung liegt bei ca.

350 m 3 , den Verbrauch

gibt PlasmaMade mit

37 Watt/Stunde an. Für

Motor und Filter. Zielgruppe

ist die Industrie.

Exklusivvermarkter in

Deutschland ist die Industrievertretung

Weigert.

www.weigertindustrievertretung.de

Fotos: Biermann

1/2/2017


Fotos: Biermann

„Edelstahl ist unsere Leidenschaft“, sagt O+F A-Line von sich selbst. Folgerichtig wurde auf der LivingKitchen unter anderem die Inselhaube

„L“ in 210 cm Länge präsentiert. Eine Sonderanfertigung mit zwei Randabsaugungen, für die das italienische Unternehmen Barazza die übrige

Ausstattung beisteuerte. Zum Angebot gehört auch das Funktionsmodul „Channel“. O+F-Inhaber Rainer Luig (Foto links) erläutert im Messegespräch

Details. www.of-menden.de

„Rondo“ heißt die neueste Entwicklung von Plasma-Pionier

Manfred H. Langner (hier auf dem Foto zusammen

mit seiner Tochter Laura Langner-Forman). Das Plasmamodul

für die Privatküche kann laut Hersteller auf „nahezu

jeden Dunsthauben-Ventilator gesteckt werden“. Der

Aktivkohlefilter ist bereits integriert. Als Nachrüstsatz für

den Handel gibt es einen Adapter dazu. Der UVP beträgt

399 Euro. Ein Strömungssensor soll den unbeabsichtigten

Ozon-Austritt verhindern. Dieser arbeite völlig autonom,

betont Langner, und sei nicht von der Elektrik der Haube

abhängig. Den Stromverbrauch gibt PlasmaNorm mit

3,65 kWh im Jahr an. www.plasmanorm.de

Zur LivingKitchen stellte die italienische Hausgerätemarke Ilve die aktuelle

Version des legendären Herds „Panoramagic“ vor. Der Ursprung des Geräts

liegt in den 1970er-Jahren, nun strahlt es im futuristischen Design. Innen ist

auch alles neu. www.ilve-deutschland.de

KÜCHENPLANER 67


Messe

25 Jahre auf dem Buckel und aktueller

denn je: die „BioFresh“-Funktion von

Liebherr. www.liebherr.com

Fotos: Biermann

Wie schon auf

der IFA ein begehrtes

Fotomotiv: der Kühlschrank der

Gorenje „Retro Collection“ im Design des

legendären 50er-Jahre-Minibusses „Bulli“ des

deutschen Automobilherstellers Volkswagen. Darüber

hinaus lenkte Gorenje die Aufmerksamkeit

auf seine Design-Ambitionen und kündigte die

Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem französischen

Designer Ora-Ïto an. Eine gemeinsame

Küchengeräte-Kollektion hat das Unternehmen

seit 2016 auch mit dem Designer Philippe Starck.

„ Gorenje by Starck“ gibt sich minimalistisch und

optisch edel mit viel Glas. www.gorenje.de

Marktübersicht

Seinen Einbau-Kaffeevollautomaten

bietet

Gaggenau jetzt auch mit

Festwasseranschluss an.

www.gaggenau.de

Viele weitere Details zu den Neuheiten

der LivingKitchen lesen Sie in unserer

großen Marktübersicht „Kochen,

Backen, Garen“ in KÜCHENPLANER

3/4 2017. Die Ausgabe erscheint am

28. April 2017. Redaktionsschluss ist

am 3. April 2017.

www.kuechenplaner-magazin.de

68 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Miele kooperiert mit „Kitchen Stories“

1000 kostenfreie Rezepte

Bislang diente die Miele@mobile App in erster Linie der Kontrolle und Steuerung

von Miele-Geräten per Tablet oder Smartphone. Ab sofort erhalten Nutzer

auch den freien und Zugriff auf mehr als 1000 Rezepte und rund 200 Zubereitungsvideos.

Hierfür kooperiert Miele mit der mobilen Rezept-Plattform

„Kitchen Stories“. Der Startschuss dafür fiel auf der LivingKitchen.

Nutzer der kostenfreien Miele@mobile App haben seit Mitte Januar direkten

Zugang zu Rezeptvideos von Kitchen Stories. Zudem steuert Miele rund 1000

eigene Rezepte bei – entwickelt, getestet und weiter verfeinert in den Versuchsküchen

des Unternehmens. Diese Rezepte sind auf die aktuellen Miele-Einbaugeräte

abgestimmt – und jetzt erstmals per App abrufbar. „Mit der Kombination

beider Angebote bietet die Miele@mobile App eine Rezeptvielfalt und

Nutzerfreundlichkeit, die aktuell ihresgleichen sucht“, sagt Gernot Trettenbrein,

Leiter des Geschäftsbereichs Hausgeräte International der Miele Gruppe.

Damit dies nach Möglichkeit auch so bleibe, werde man das gemeinsame Angebot

kontinuierlich ausbauen und dabei zum Beispiel auch innovative Zubereitungstechniken

wie das Klimagaren berücksichtigen. „Mit Kitchen Stories haben

wir dafür den idealen Partner gewonnen“, so Trettenbrein weiter.

Gegründet wurde das Unternehmen „Kitchen Stories“ vor drei Jahren von

Verena Hubertz und Mengting Gao, die damals gerade erst von der Uni kamen.

Heute führen die beiden Studienfreundinnen ein Unternehmen mit 30 Beschäftigten.

Das Online-Angebot zählt 13 Millionen Nutzer in 150 Ländern. Von den

herkömmlichen, eher statischen Rezept-Portalen unterscheidet sich Kitchen

Stories durch seine dynamischen, videobasierten Inhalte und ein hierzu pas-

Foto: Miele

Macht Lust aufs Nachkochen: Die kostenlose

Miele@mobile App bietet über 1.000 Rezepte, viele

davon in Form inspirierender Videos.

sendes Design, das speziell auf mobile Endgeräte

zugeschnitten ist. Dafür wurde das Unternehmen

schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von

Apple („Best of“), Google („Best of“) sowie mit dem

Award „Newcomer des Jahres“ des Online-Magazins

Gründerszene. Die Miele@mobile App kann

im App Store und bei Google Play kostenlos heruntergeladen

werden. www.miele.de

E.G.O. – steht nie drauf.

Steckt immer drin.

Produkte von E.G.O. stehen nicht im Rampenlicht

– sie spielen die entscheidende Rolle im Hintergrund.

Heiz- und Steuerelemente von E.G.O.

machen aus Hausgeräten erst das, wozu wir sie

brauchen: zu nützlichen Helfern, die das Leben

leichter machen. Weltweit führend in Hightech für

Hausgeräte: Kochen. Backen. Waschen. Spülen.

Trocknen. Regeln. Steuern.

www.egoproducts.com


Messe

Foto: Messe Hamburg

Internorga

Trends für die

Großküche

Was Köln und Ostwestfalen für die Privatküche, ist Hamburg

für die gewerbliche Großküche: Vom 17. bis 21. März zeigt die

Internorga auf dem Hamburger Messegelände die Trends für

Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung.

Die Internorga gilt als europäische Leitmesse und

findet seit 1921 statt. Sie ist vom Verband der Deutschen

Messewirtschaft (AUMA) als einzige internationale

Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in

Deutschland klassifiziert. Vom 17. bis 21. März 2017

treffen in der Hansestadt Hamburg wieder Marktführer

und Newcomer auf die Entscheider der Branche.

Mit internationalen Spitzen-Referenten, spannenden

Live-Formaten und neuen Specials wie dem

„Grill und BBQ Court“ will die 91. Internorga attraktive

Highlights bieten. Das Messegelände ist erneut komplett

ausgebucht: Rund 1300 Aussteller aus 25 Nationen

zeigen für den gesamten Außer-Haus Markt, was

heute und in nächster Zukunft angesagt ist. Der Einlass

erfolgt ausschließlich nach Legitimation als Fachbesucher.

Viele wollen investieren

Wenige Wochen vor Veranstaltungsbeginn veröffentlichte

die Internorga die neuesten Ergebnisse des

GV-Barometers (GV steht für Gemeinschaftsverpflegung).

Für 2017 weisen die Resultate demnach eine

leicht rückläufige, aber immer noch hohe Investitionsneigung

in der deutschen Gemeinschaftsgastronomie

auf. Knapp zwei Drittel aller GV-Betriebe planen für

dieses Jahr Investitionen zu tätigen und blicken optimistisch

in die Zukunft: 87 % der GV-Entscheider sind

zuversichtlich, dass die Investitionsplanungen für 2017

realisiert werden.

Unterschiedliche Prioritäten

Über die Hälfte aller GV-Betriebe planen in 2017

große Anschaffungen im Küchenbereich und weitere

11 % wollen in allgemeine Ausstattungen investieren.

Eine konstante Investitionsbereitschaft zeigen

Betriebsrestaurants: 66 % der Befragten planen, Anschaffungen

in diesem Jahr vorzunehmen. Mit 62 % ist

der Anteil investitionsfreudiger Kliniken und Heime

im Vergleich zu 2016 gesunken und liegt damit aktuell

unter dem der Betriebsrestaurants. Hinsichtlich konkreter

Investitionsplanungen sind bei den GV-Betrieben

leichte Differenzen der Prioritäten zu beobachten.

Betriebsrestaurants präferieren im kommenden Jahr

Anschaffungen in der allgemeinen Ausstattung (46 %)

und in den Koch- und Backausstattungen (37 %). In der

Klinik- und Heimverpflegung ist mit 38 % die höchste

Investitionsneigung im Bereich der Kochausstattung

zu verzeichnen. Damit ist diese den allgemeinen Ausstattungen

mit 34 % leicht vorangestellt, während im

Bereich der allgemeinen Anschaffung und in der Gastraumgestaltung

ein deutlicher Rückgang zu verbuchen

ist (von 28 % auf 15 %).

Die Gemeinschaftsgastronomie in Deutschland umfasst

nach Informationen des Deutschen Hotel- und

Gaststättenverbandes DEHOGA mehr als 30 000 Betriebsrestaurants,

die pro Woche rund 30 Mio. Mahlzeiten

servieren, sowie mehr als 16 000 Kliniken,

Heime und Reha-Einrichtungen mit täglich rund

1,2 Mio. Mahlzeiten.

www.internorga.com

Internorga 2017

Termin: 17. bis 21. März

Ort: Messegelände Hamburg

Ausstellungsschwerpunkte: „Nahrungsmittel, Getränke

und Kaffeemaschinen“; „Einrichtung und Ausstattung“;

„Küchentechnik und -ausstattung“; „EDV

und Kassensysteme“; „Bäckerei- und Konditoreibedarf,

Ladenbau“

Infos: www.internorga.com

70 KÜCHENPLANER 1/2/2017


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Markt + Menschen

Verwaltungssitz des Küchenmöbelherstellers

Poggenpohl in

Herford.

Foto: Biermann

Im Netz. Die AMK hat die Inhalte des herstellerneutralen

„Ratgeber Küche“ zur LivingKitchen

online geschaltet. Die Adresse lautet: www.amkratgeber-kueche.de.

Zweistelliges Küchenplus. Auch im Jahr 2016

hat sich systemceram erfolgreich weiterentwickelt.

Der Gesamtumsatz stieg um 3 % auf 32,6

Mio. Euro. Der Küchen- und Badbereich war hieran

mit einem jeweils zweistelligen Umsatzplus

beteiligt. Nach einem extrem guten Vorjahr mit

einem Umsatzplus in Höhe von 25 % musste der

Geschäftsbereich KeraLab-Laborkeramik in 2016

hingegen einen zweistelligen Umsatzrückgang

hinnehmen. In 2015 konnten diverse Labor-Projekte

im Ausland realisiert werden, die in dieser

Größenordnung nur in größeren Zeitabständen

relevant werden. „Die ersten Aufträge für

2017 lassen bereits wieder eine positive Entwicklung

erkennen. Für das laufende Jahr 2017 erwartet

systemceram insgesamt ein Umsatzplus von

7 %. Damit stiege der Gesamtumsatz auf 35 Mio.

Euro. www.systemceram.de

Alno plant Entlassungen. Küchenmöbelhersteller

Alno will in seinen nationalen und internationalen

Verwaltungen 350 Mitarbeiter entlassen.

Das soll die Kosten um 20 Mio. Euro senken.

Alno spricht von einem Restrukturierungsprogramm.

Ziel sei es, alle Prozesse zu optimieren

und eine deutliche Kostensenkung zu erreichen,

wie es in einer offiziellen Ad-hoc-Mitteilung des

börsennotierten Unternehmens heißt. Dabei sei

der Abbau von etwa 250 inländischen und etwa

100 Stellen in den ausländischen Konzerngesellschaften

geplant. Mit Umsetzung der geplanten

Maßnahmen soll in 2017 das EBITDA deutlich positiv

sein. Das Unternehmen kündigte an, gemeinsam

mit dem Betriebsrat und der IG Metall in den

nächsten Wochen einen Sozialplan und einen Interessenausgleich

erarbeiten zu wollen. www.

alno.de

Neue Mutter für Poggenpohl.

Die Münchener Industrieholding

Adcuram Group AG ist neuer Mehrheitseigentümer

von Poggenpohl. Die Gesellschaft erwirbt 98,57 Prozent der Anteile

am Traditionshersteller aus Herford. Verkäuferin ist die schwedische Nobia AB.

Nach Mitteilung der neuen Eigentümer seien Investitionen in diverse Projekte geplant:

Unter anderem in die Positionierung der Marke Poggenpohl, den Ausbau des

Produkt-Portfolios, die Unterstützung der Handelspartner, die eigenen Stores und die

Optimierung der Produktionsabläufe. „Mit dem Erwerb der Mehrheit an Poggenpohl

beteiligen wir uns an einem der weltweit führenden Hersteller von Luxusküchen. Wir

freuen uns darauf, die Erfolgsgeschichte dieser herausragenden und traditionsreichen

Marke fortzuschreiben“, erklärt Thomas Probst, Vorstand der Adcuram Group AG. Aktuell

erwirtschaftet Poggenpohl mit etwa 500 Mitarbeitern rund 110 Mio. Euro Umsatz.

www.poggenpohl.de; www.adcuram.de

Preis mit Strahlkraft. Bereits vor zwei Jahren hatte Ballerina die Nase vorn. Und

auch jetzt konnte der Küchenmöbelhersteller aus Rödinghausen seinen 1. Platz im

Leis tungsspiegel des Verlags „markt intern“, Kategorie Küchenmöbel, behaupten.

„Der Preis bedeutet uns viel,

weil er auch international eine

enor me Strahlkraft hat“, erklärte

Ballerina-Geschäftsführerin

Foto: Plaßhenrich

Großes Medieninteresse: Gerd Clemens von

„markt intern“ (Foto von links) übergibt vor

zahlreichen Fotografen Ballerina-Geschäftsführerin

Heidrun Brinkmeyer, Gründer Heinz-Erwin

Ellersiek und Heiko Ellersiek (Geschäftsführer)

das Leistungszertifikats.

Heidrun Brinkmeyer. Und sie fuhr

fort: „Es ist immer schwieriger

die Spitze zu verteidigen, als sie

zu erlangen. Deshalb macht uns

die Auszeichnung sehr stolz.“

(www.ballerina.de)

Auf den weiteren Plätzen des

„markt intern“-Leistungsspiegel

landeten übrigens Rempp und

Bau format. In der Kategorie Geräte

siegt Miele vor Gaggenau und

Küppers busch, und beim Zubehör

hatte systemceram die Nase vorn

vor Blanco und Lechner.

9,9 % gewachsen. Häcker Küchen profitiert von der guten nationalen und internationalen

Küchenkonjunktur. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz 2016 um 9,9 %

auf nun 512 Mio. Euro steigern. Das übertrifft sogar die eigenen Erwartungen.

Dieser Rekordumsatz sei auf eine außergewöhnlich gute Geschäftsentwicklung sowohl

in Deutschland als auch in den internationalen Märkten zurückzuführen, heißt es in

einer Mitteilung des Unternehmens. Während der Umsatz im Inland um 6,7 % Wachstum

stieg, hat Häcker Küchen im Export zweistellig zugelegt: um 16,3 % auf jetzt etwas mehr

als 200 Millionen Euro. Die Exportquote beträgt aktuell 39,5 %. Als erfreulich bezeichnet

Häcker auch die Entwicklung der eigenen Hausgerätemarke Blaupunkt. Hier habe man die

Markenaufmerksamkeit steigern und die Sortimentsbreite ausweiten können. Zusätzlich

wurden die Einbaugeräte für die internationalen Märkte angepasst. Das soll das Wachstum

von Blaupunkt in immer weiteren Märkten ermöglichen. www.haecker-kuechen.de

Foto: Biermann

Im vergangenen Jahr produzierte

Häcker 1,9 Mio. Schränke – hier eine

Aufnahme aus der „Classic“-Produktion

im Werk Rödinghausen.

72 KÜCHENPLANER 1/2/2017


Ein Jahr lang war Frank Wiedenmaier

bei Alno für die Werke, den Einkauf,

die Logistik und die Qualität zuständig.

Erst als COO, dann ab Mai 2016 als Vorstandsmitglied.

Nun ist er gegangen.

Laut Alno erfolgte die Trennung auf eigenen

Wunsch in gegenseitigem Einvernehmen.

Damit verkleinert sich der Vorstand

des Küchenmöbelherstellers auf künftig

drei statt bisher vier Mitglieder. Das Vorstandsressort

des COO wurde aufgeteilt:

unter dem Vorstandsvorsitzenden Max

Müller, dem Chief Financial Officer (CFO)

Christian Brenner sowie dem Chief Sales

Officer (CSO) Andreas Sandmann.

Mit Christian Brenner hatte der neue

Großaktionär Tahoe Investors GmbH kurz

vor der Wiedenmaier-Personalie bereits

einen neuen Finanzvorstand bei Alno installiert.

Brenner übernahm kurzfristig

die Aufgaben von Ipek Demirtas als Chief

Financial Officer (CFO). www.alno.de

Zum 1. Februar 2017 hat Christian

Placho, 47, die neue Funktion des Verkaufsleiters

Deutschland für die österreichischen

Küchenmarken ewe und

Intuo übernehmen. Placho war zuletzt

Verkaufsleiter bei rational. www.ewe.at;

www.intuokitchen.com/de

Nina Feldmann ergänzt mit sofortiger

Wirkung die Geschäftsführung der

berbel Ablufttechnik GmbH. Gemeinsam

mit Peter Ahlmer und Beat Ernst sind nun

drei Geschäftsführer an der Spitze des Unternehmens

mit Sitz in Rheine. Nina Feldmann

leitete die Buchhaltung und war bereits

seit Dezember 2014 als Prokuristin

für das Unternehmen tätig. Dem Leiter Produktion,

Logistik und Einkauf, Wolfgang

Kalten brunner, wurde ebenfalls Prokura

erteilt. Zudem löst Beat Ernst als dritter

Geschäftsführer Erling Boller ab. Ernst

vertritt die Schweizer Muttergesellschaft

der berbel Ablufttechnik GmbH auf Geschäftsführungsebene.

Boller hat rückwirkend

zum 1. Oktober 2016 im Rahmen

eines Management- Buyouts das Industriegeschäft

der Wesco AG übernommen.

Das Unternehmen will seine Aktivitäten

künftig auf das Küchen- und Wohnungslüftungsgeschäft

fokussieren. Wobei die

Sparte „Zuhause“ die Geschäftstätigkeit

verschiedener Gesellschaften vereint.

Dazu zählt das Küchen- und Wohnungslüftungsgeschäft

der Schweizer

Wesco AG, in Deutschland das

Küchenlüftungsgeschäft der berbel

Ablufttechnik GmbH und der homeier

Küchentechnik GmbH, der berbel

A/S in Dänemark sowie das Küchenlüftungsgeschäft

der createc s.r.l. in Italien.

Beat Ernst führt das Schweizer Familienunternehmen

Wesco AG in der zweiten

Generation. www.berbel.de

Zum 1. Januar 2017 wurde Jana

Schönfeld, 38, als drittes Mitglied in

die Hettich Geschäftsleitung berufen.

Sie tritt die Nachfolge

von Stefan Jonitz

an, der das Unternehmen

im April 2016

verlassen hatte, und

verantwortet die Bereiche

Controlling,

Finanzen, Personal,

IT, Recht und

Steuern (CFO).

www.hettich.de Jana Schönfeld.

Häcker Küchen

berief seinen langjährigen

Mitarbeiter

Stefan Möller

zum Geschäftsführer.

Damit soll das

kontinuierliche Umsatzwachstum

des

Stefan Möller. Küchenmöbelherstellers

auch auf Leitungsebene

untermauert werden. Möller

ist seit 24 Jahren im Unternehmen. Seit

2006 gehört er der Geschäftsleitung an

und verantwortet in dieser Position den

Einkauf und die Produktentwicklung.

www.haecker-kuechen.de

Foto: Häcker Küchen

Nina Feldmann.

Foto: berbel

Foto: Hettich

Niklas Schulte, 29, ist seit dem 1. Januar

neuer Geschäftsführer des BMK (Bundesverband

Mittelständischer Küchenfachhandel).

Er

löste Elmo Keller

ab, der sich zum

31. Dezember 2016

in den Ruhestand

verabschiedet hat.

www.zhh.de

Niklas Schulte.

Foto: DER KREIS

Sven Koopmann.

Sven Koopmann, 47,

startete am 1. Januar

2017 als Regionalleiter

von DER KREIS in Norddeutschland.

Er wird

nach seiner Einarbeitung

die Nachfolge

des bisherigen Regionalleiters

Dietmar

Witt antreten. Dieser

wird Ende

März 2017 in den Ruhestand gehen.

www.derkreis.de

Der italienische Hausgerätehersteller

Smeg hat sich mit Tobias Koch, 44, einen

Brancheninsider ins Deutschland-

Team geholt. Er leitet seit Jahresbeginn

das Marketing und kommt von der BSH

Hausgeräte GmbH. Neu im Marketing-

Team von Smeg ist seit Dezember außerdem

Stephanie de Meyer, 30. Auch

sie kommt aus der Hausgerätebranche.

www.smeg.de

Küchenmöbelhersteller Warendorf

hat seinen Vertrieb mit zwei weiteren

Mitarbeitern verstärkt. Christof

Wachholz reist im Norden, und Doris

Kelle unterstützt als erfahrene Küchenplanerin

die Ausstellungsplanung.

www.warendorf.com

Foto: BMK

1/2/2017 KÜCHENPLANER 73


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1/2/2017 KÜCHENPLANER 75

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