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Campus Highlights Frühjahr 2018

Unsere Buch-Highlights im Frühjahrsprogramm 2018: mit Autoren-Interviews, Leseproben und weiteren Beiträgen.

campus HIGHLIGHTS

campus HIGHLIGHTS Frühjahr 2018 Die beschränkte Haftung ist eine Rechtskonstruktion im Interesse der Anleger: Sie garantiert ihnen vollen Zugriff auf die Gewinne eines Unternehmens, während die Haftung auf den ursprünglich investierten Betrag beschränkt bleibt.Das ist ein Widerspruch in sich und es motiviert, möglichst viel Geld aus einem Unternehmen herauszuziehen. Alle echten Marktwirtschaftler von Adam Smith bis Walter Eucken waren Gegner der beschränkten Haftung. Warum akzeptieren wir ein Leben, das deutlich schlechter ist, als es sein könnte? Der wichtigste Stabilitätsanker des Kapitalismus ist, » dass viele keine attraktive Alternative zu ihm sehen, weil nach Alternativen nur in der Vergangenheit gesucht wird. Das ist auch der Trick der Kapitalismus-Verteidiger: Sie fragen, wo denn schon mal ein funktionierendes Gegenmodell verwirklicht wurde. Das ist eine unsinnige Frage. Geschichte besteht nicht in der Wiederkehr vergangener Ordnungen, sondern im Entstehen von Neuem. Hätte die Menschheit immer nur in Angriff genommen, was sich bereits in der Vergangenheit bewährt hat, würden wir heute noch in Höhlen hausen. DER WICHTIGSTE STABILITÄTSANKER DES KAPITALISMUS IST, DASS VIELE KEINE ATTRAKTIVE ALTERNATIVE ZU IHM SEHEN, WEIL NACH ALTERNATIVEN NUR IN DER VERGANGEN- HEIT GESUCHT WIRD.« Sie schreiben: »Wir brauchen keine Räuberbarone, die auf drei oder vier Kontinenten produzieren lassen und sich jeweils die Orte mit den billigsten Löhnen und niedrigsten Steuern aussuchen können.Die Giganten zerstören echten Wettbewerb.« Heißt das konsequenterweise Schluss mit Ikea, H&M und Co.? Ja, denn riesige Konzerne zerstören Wettbewerb und Demokratie. Die Wirtschaft muss kleinteiliger werden, um wieder kreativ und innovativ zu sein. Es ist doch eine uniformierte Ödnis, dass heute die Fußgängerzone in allen europäischen Großstädten nahezu gleich aussieht und wir im Supermarkt überall die gleichen Produkte finden. Die Entflechtung von Unternehmensgiganten und die Verhinderung von Marktmacht ist eine alte liberale Forderung. Die heutigen Liberalen sind leider zu feige und zu konzernhörig geworden, um an dieser Tradition festzuhalten. Was haben Sie gegen »Faulbären«, die Reichtum erben statt erwirtschaften? Jeder Mensch sollte nicht nur ein Recht auf Arbeit, sondern auch ein »Recht auf Faulheit« haben: im Sinne

eines Anspruchs auf Muße und Freizeit. Eine Wirtschaftsordnung allerdings, in der viele trotz Leistungsstress und Zweitjob zu wenig verdienen, um anständig leben zu können, während andere dank er- » erbter Millionenvermögen ein luxuriöses Leben führen, ohne jemals irgendetwas zu leisten, hat keine Zukunft. Die höchsten Einkommen im Kapitalismus sind nicht Einkommen aus Arbeit, sondern leistungslose Einkommen aus Vermögen. Sie fordern offene Märkte und intensiven Wettbewerb. Das klingt für viele nicht nach der Forderung einer Linken. Was halten Sie dagegen? Natürlich gibt es Bereiche, in denen Märkte nichts zu suchen haben: bei Grundbedürfnissen wie Gesundheit oder Bildung ist es völlig inakzeptabel, die Qualität der Versorgung von der individuellen Zahlungsfähigkeit abhängig zu machen. Ein zunehmend von privaten Anbietern dominierter Wohnungsmarkt macht das Grundrecht auf Wohnen zum Spekulationsobjekt. Auch Geld ist ein öffentliches Gut, ein deregulierter Finanzmarkt ist nichts als eine organisierte Abzocke und Gaunerei. Aber in der normalen kommerziellen Wirtschaft sind funktionierende BEI GRUNDBEDÜRF- NISSEN WIE GESUNDHEIT ODER BILDUNG IST ES VÖLLIG INAKZEPTABEL, DIE QUALITÄT DER VERSORGUNG VON DER INDIVIDUELLEN ZAHLUNGSFÄHIGKEIT ABHÄNGIG ZU MACHEN.« Märkte ein unersetzliches Mittel, um Unternehmen auf Kundenorientierung, Produktivität und Innovation festzulegen. Und wir sollten den Neoliberalen nicht auf den Leim gehen: Sie reden von Markt, Wettbewerb und Eigenverantwortung. In Wahrheit sind die Ergebnisse ihrer Politik wachsende wirtschaftliche Machtkonzentration, weniger Wettbewerb und mehr Abhängigkeit. Wie können wir die Gier überwinden? Indem wir die wirtschaftlichen Strukturen überwinden, die Einzelnen die Chance geben, sich zulasten anderer schamlos zu bereichern. In einer Ordnung, in der man nur noch durch eigene Arbeit und eigene Leistung reich werden kann, sind Gier und Rücksichtslosigkeit kein Erfolgsrezept mehr. SAHRA WAGENKNECHT BEI CAMPUS: 2012 · 406 Seiten ISBN 978-3-593-39731-3 2013 · 327 Seiten ISBN 978-3-593-39916-4

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