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E_1927_Zeitung_Nr.104

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2 AUTOMOBTL-REVUE

2 AUTOMOBTL-REVUE 1927 - N»104 Der neue Ford in der Schweiz. Die Ausstellungen von Brüssel und London waren bekanntlich dazu ausersehen worden, das mit grosser Spannung erwartete Modell A der Fordwerke dem europäischen Publikum erstmals vorzustellen. Der Fordorganisation schien aber auch daran gelegen zu sein, den schweizerischen Interessenten die neue Konstruktion möglichst frühzeitig vorzuführen, und wir können es wohl als eine Referenz unserem Lande gegenüber auffassen, wenn die ersten in Europa veranstalteten öffentlichen Demonstrations- und Probefahrten gestern in Bern durchgeführt wurden. Bereits am Mittwoch hatte sich die europäische Geschäftsleitung der Ford-Company mit Sitz in Antwerpen persönlich mit den schweizerischen Ford-Vertretern in Verbindung gesetzt, indem in Bern in einer arbeitsreichen Tagung sämtliche organisatorischen und technischen Fragen besprochen wurden. Anschliessend daran fand im Schweizerhof in Bern ein Bankett statt, an welchem auch weitere Geladene, vor allem die Vertreter der Presse, teilnahmen. Mr. D. C. Griswold wies in seiner markanten Begrüssungsrede auf die Bedeutung des neuen Modells für den gesamten Automobilhandel hin. Er stellte mit Genugtuung fest, dass ausser dem bewährten Anlasser nichts mehr vom früheren Modell übernommen wurde. Sämtliche übrigen Teile stellen konstruktive Neuheilen dar, für deren Bewährung die sorgfältigste Auswahl der Materialien, neuartige Produktionsprozesse und umfangreiche technische Vorstudien und Versuche bürgen. Der Sprechende verdankte der Presse ihre bisherige Würdigung des letzten Erzeugnisses Ford'scher Pionierarbeit und Arbeitsmethoden, welche für das Unternehmen deshalb besonders wertvoll war, als die Nachrichten sich durch grosse Objektivität auszeichneten und die hiesige Presse es verstand, eine sensationell aufgebauschte und zum Teil unrichtige Berichterstattung, wie sie in ausländischen Blättern erfolgte, zu vermeiden. Herr Dr. Guhl, Zürich, sprach die Befriedigung der Fordvertreter über den neuen Wagen aus und versicherte die Geschäftsleitung der vollen Unterstützung durch sämtliche Verkaufsagenten, da diese nach eingehendem Studium des neuen Typ zur Ueberzeugung gelangt sind, dass es Ford tatsächlich gelungen ist, den beabsichtigten Fortschritt in vollem Umfange zu verwirklichen. Der Vertreter der «Automobil-Revue » verdankte darauf den Organisatoren die an die Presse ergangene Einladung. Die Teilnehmer versammelten sich kurz nachher im Hotel «National», wo zwei Modelle, ein «Tudor» (2türiger Personenwagen), ein Lastwagen-Chassis, sowie eine Karosserie Im Rohbau gezeigt wurden. Beide Objekte erregten allgemeine Bewunderung und fanden grosse Anerkennung. Da wir in unserem Blatte die konstruktiven Details des Wagens bereits gewürdigt haben, möge für heute der kurze Hinweis genügen, dass der Gesamteindruck tatsächlich ein vorzüglicher ist. Die moderne Linienführung der Karosserie, welche geschmackvoll abgetönte Farben aufweist, zusammen mit der sorgfältigen Innenausstattung ergeben ein harmonisches Ganzes, das den Ford'sehen Konstrukteuren alle Ehre macht. Speziell am Karosserie-Modell konnte man sich von der Qualität der verwendeten Materialien und der Zweckmässigkeit der Konstruktion überzeugen. Mit grossem Beifall wurde der erstmals in Europa vorgeführte Film besichtigt, der den ganzen Werdegang des Wagens in einer Sprache! Wenn Sie ein hübsches Mädel wissen, das mich gern hat und mich will!...» Da wagte sie den grossen Wurf! Blitzschnell stand sie auf, so dass das Schachtischchen umfiel, sprang auf seinen beiioss, und noch ehe er es hindern konnte, fasste sie seinen Kopf und küsste ihn zwei-, dreimal schnell und rief dabei: «Ich selbst bin es!» Mehr entsetzt als zornig schob Krombach seinen Chauffeur von sich, aber als er dabei seine Hände gegen Franzens Brust stemmte, wusste er im Augenblick, dass dieser Franz kein Franz, sondern ein Frauenzimmer sei. Sieg auf der ganzen Linie! — Um elf Uhr wusste Krombach den ganzen Schwindel und um zwölf Uhr, als es vom Kirchturm Mitternacht schlug, da feierten zwei Glückliche ihre heimliche Verlobung, Herr Krombach mit seinem Chauffeur. Und um ein Uhr morgens sauste das Auto durch die Nacht und brachte Lore zur Bahn, denn als Braut Onkels Krombach konnte sie doch unmöglich länger auf dem Gut bleiben. Aber schon wenige Wochen später kehrte sie wieder, und als die Osterglocken läuteten, da zog Lore als junge Herrin auf dem Gute ein. Und die Hochzeitsreise? Nach dem Süden natürlich! Und im 45 PS natürlich. Und der Chauffeur? Lore natürlich! Und wenn jemand mit Staunen hörte, dass Krombach, der unverbesserliche Hagestolz, nun auch in den Hafen der Ehe eingelaufen sei und fragte: «Wen hat er denn geheiratet?» so kam todsicher die Antwort: «Seinen Chauffeur!» prächtigen Serie anschaulicher Bilder wiedergibt. Es war leicht festzustellen, welche Sorgfalt auf die genaueste Bearbeitung sämtlicher Teilstücke verlegt wird, wo vielfach Toleranzen von nur 1/1000 mm gefordert werden. Der Film gab einen guten Einblick in die glänzende Organisation der Arbeitsmethoden, wobei das von Ford eingeführte und nunmehr weltbekannte Prinzip der Fliessarbeit eine ausschlaggebende Rolle spielt. Von der Firma Ford waren anwesend die Herren Griswold, Schnitema, Crick und Smith. — Die Filmvorführung wurde durch mündliche Erläuterungen des Herrn Schnitema ergänzt. Wie wir erfahren, werden im kommenden Jahr weitere Demonstrationen in andern schweizerischen Städten durchgeführt werden. So rechnen die Organisatoren damit, ungefähr in der dritten Januar-Woche Zürich besuchen zu können. Da eine erste Wagensendung von für die Vertreter bestimmten Vorführungsmodellen bereits verschifft ist, wird man in Bälde überall in unserem Lande Gelegenheit haben, den Wagen einzusehen, und hofft die Unternehmung, den Verkauf in der Schweiz spätestens im April aufnehmen zu können. B. Automobiiistlsches aus dem Luzerner Grossen Rat. Anlässlich der Beratung des Voranschlages pro 1928 arn 27, Dezember wurde über die Vorlagen des Baudepartements Bericht erstattet. Einen Teil der Automobilgebühren möchte die Regierung, durch die Staatsrechnungskommission veranlasst, den einzelnen Gemeinden zufliessen lassen. Die Einnahmen an Automobilgebühren konnten um 30 000 Fr. höher eingestellt werden. Regierungsrat Dr. Walther machte die Mitteilung, dass die Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren die Beratung über die Neuregelung der Automobilgesetzgebung, über deren Ergebnis wir seinerzeit berichteten, nicht zum Abschluss gebracht habe. Was angestrebt werden müsse, sei eine eidgenössische Regelung. Da bis dahin aber noch viel Wasser die Reuss hinabfliessen dürfte, müssten die elementarsten Fragen kantonal geregelt werden. Grotesk-komisch wirkte wieder einmal die Tatsache, wie bei der Besprechung der dringendsten Strassenkorrektionen — und sie sind zum Teil sehr dringend im Kanton Luzern — sich aller Augen auf den Benzinzoll richteten. Auf jedem Budget der Kantone schattiert der Zollanteil schon die Bilanzzahlen; in Bern aber diskutiert und diskutiert man, und wer weiss, ob nicht wieder ein Jahr ergebnislos verstreicht! Einer dringenden Ausbesserung und Erweiterung ruft die Seetalstrasse. Ist einmal die Höhe der Beiträge der Gemeinden festgelegt, so kann damit gerechnet werden, dass eines Tages auch dieses Projekt seine Verwirklichung nicht nur auf dem Papier erlebt. Das Strassenstück Kriens—Luzern hat nicht minder die Strassenwalze nötig, nur muss noch um eventuelle Staatsbeiträge geschrieben werden, eine Hoffnung, die schwerlich erfüllt werden dürfte, da es sich um eine Gemeindestrasse handelt. Die Diskussion erwähnte noch weitere Strassen, deren Instandstellung in Betracht gezogen werden muss. v. Eine moderne Verkehrsschule. Wenn wir nachstehend der grössten deutschen Polizeischule für Technik und Verkehr im Tempelhoferfelde zu Berlin ein flüchtiges Besuchtem abstatten und manch Lobenswertes zu erwähnen haben, so will das nicht heissen, dass wir deshalb das Gute unserer eigenen Schweiz. Verkehrspolizei übersehen. Aber just wie gegenwärtig die Berliner Polizei für den 7. März im Sportpalast ein grosses Fest unter der Devise «Der Schupo zum Bobby» vorbereitet, dessen Reingewinn dazu bestimmt ist, eine Anzahl Berliner Polizisten nach London zu schicken, um die vorbildliche Verkehrsregelung durch die weltberühmten «Bobbies» der City an Ort und Stelle zu studieren, so will auch uns bedünken, dass die Methoden der deutschen Verkehrsschule ebenso für uns viel Wissenswertes und manche Anregung bringen dürften. Die Weltstädte werden mit ihrem Riesenverkehr immer die «Universitäten» der modernen Verkehrsregelung bleiben. Die deutsche Polizeischule besteht, bedingt durch die Zeittendenz der Motorisierung, Signalisierung und technischen Ausrüstung des heutigen Polizei- und Verkehrsregelungswesens, schon seit einigen Jahren und darf, obwohl sie sich noch im Stadium des Werdens befindet, auf eine erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken. Bedeutsam ist, dass die Polizei hierbei bestrebt ist, mit den letzten Neuerungen Schritt zu halten und sich nicht verschliesst, die Wünsche der Automobilisten und Verkehrsverbände zu würdigen und ihnen weitmöglichst Rechnung zu tragen. Zweck der Schule ist eine elementare Ausbildung der zur Verkehrsregelung bestimmten Polizisten, d. h. sie mit dem Wissen und Werkzeug zu versehen, das sie in die Lage setzt, ihre Aufgabe mit einem Maximum an Garantien zu erfüllen. Wichtig ist hiebei, dass man sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr vor die dringende Notwendigkeit gestellt sieht, alle diejenigen, welche den Strudel des Verkehrs zu regeln haben, selbst zum Automobilisten auszubilden. Das Programm der Schule zerfällt in drei Teile: 1. das Automobil und Verkehrswesen; 2. das technische Nachrichtenwesen; und 3. — was uns zwar hier nicht berührt — die Luftüberwachung. Im Hofe der ehemaligen Augustinerkaserne befindet sich ein regelrechter Versuchsplatz mit fingierten Strassen, die in einem Kreuzungspunkt enden, der mit allen erdenklichen Verkehrssignalen ausgerüstet ist. Hier lernt nun der junge Schupo, nachdem er auf der Schulbank das erforderliche theoretische Wissen erworben, die praktische und grundlegende Seite seines unbedingte Zuverlässigkeit erfordernden Berufes. Seine Kameraden markieren hierbei in Wagen, auf Velos, Motorrädern und zu Fuss den Strom der eiligen Strassenbenützer. In besonderen Kursen wird Gelegenheit geboten, sich als technischer Sachverständiger — ein Anfordernis, das sich je länger je mehr als unumgänglich erweist — auszubilden. Diese technische Bildung ist für den Selbstfahrer besonders wichtig. Das sogenannte «technische Nachrichtenwesen» beschränkt sich naturgemäss ledig' lieh in Versuchen, stellt also ein eigentliches Laboratorium für technische, vornehmlich optische Strassensignale dar. Wie man sieht, erfahren die deutschen Polizisten in der Augustiner-Kaserne eine Ausbildung, die der Verantwortung und Bedeutung des Verkehrspolizisten im weitesten Sinne Rechnung zu tragen sucht, ist man sich doch bewusst, dass von der Kunst der Verkehrsregelung tagtäglich Menschenleben abhängig sind. Der Automobilist findet im ausgedrillten Schupo nicht einen bärbeissigen Verkehrsregelungs-Automaten, sondern einen vorzüglich geschulten höflichen Beamten, der dem Wagenlenker aus eigener Erfahrung Verständnis entgegenbringt. Nicht zuletzt spielen Entgegenkommen und würdige Ruhe, wenn auch nicht die elementarste, so doch eine der grundlegendsten Rollen beim eigentlichen Zeitproblem der Verkehrsregelung. Vit. Der Internat. Sportkalender 1928 der A.I.A.C.R. 11. Februar: Loternationaler Regelmässigkeito- und Euverlässigkeitawettbowerl) zwischen Gothenburg and Stockbolm. 18 März Turbie-Bergreanen (A C. de Nice). 18 März: lncernationa.es Kiloraeter-LancÄ in Genf. 1. Aprti: Tausendmeilenfahrt von Italien 1. April: Esterel-üergrennen (A. C. de Cannes), 9. April: Brooklaods-Rennen. 9 April Circuit de la Garoupe (A. C. d'Antibes) 6 Mai: 19 Tarsja Flono. 13 Mai: Preis von Messina. 20. Mai: Grand Prix des Frontieres in Belgien. 27 Mai: Perugina-Preis 28 Mai: Brooklands-Hennen. 28. Mai- Geschwindigkeitsrennen auf der Rundatrecke von Zagreb in Yugoslavien. 30 Mai- Grosser Preis von Indianapolis. 3. Juni: Linionest-Bergrennen (A C du Rhone) 3 Juni: Rundfahrt von Mugello (Italien). 3. Juni: Drittes Rennen für Automobile und Motorräder auf dar Rundstrecke von Praded (Tschechoslowakei). 4.—11 Juni- VII Internationale Touristik-Konkurrenz in Rumänien 10. Juni: XII Internationales Rennen Zbraslav Jüoviste (Tschecboslovakei). 10. Juni: Königl Preis von Rom. 10. Juni: Toul—Nancy-Rennen. 16-—17 Juni: Grosser Zuverlässigkeitspreis (24 Stunden) Rudge Whitworth-Preise and Aussebeidungsfahrten des Grossen Preises Bugatti (A C de l'Ouest. Le Mans) 16.—17 Juni- Ungarischer Touristik-Wettbewerb. 17. Juni: Rom-Preis für Touristik. 17.—24. Juni: Internationaler Touristik-Wettbewerb Polens. 24. Jani: Grosser Preis Bugatti (Schlussrennen). (A C de l'Ouest) 29. Juni- III Gugger-Bergrennen (Ungarn). 1. Juli- Groöser Preis des Automobil-Club d« France. 7.—8 Juli: Grosser Preis von Belgien für Sportwagen. 8. Juli: Bergrennen Suse—Mont-Cenis. 8. Juli: Escrinet-Bergrennen (A C. de l'Ardeche et de ia Dröme). 8. Juli: 4 Marne-Preis (A C. des Ardennes). 14. Juu: Grjsser Preis für Sportwagen In Deutschla nd. 15 Juli: Grosser Preis von Deutschland. 22. Juli: Internationales Artberjjrennea. 25 Juli: San Sebastian-Rennen. 29 Juli: Grosser Preis von Spanien. 4. August: Acerbo-Preis für Rennwagen (Italien). 5. August: Abruzzo-Preis für Sportwagen (Italien). 6 August: Brooklands-Rennen. 12. August: Grosser Preis von Beiden. 12.—17 Augast: Internationale Alpenfahrt (Deutschland. Oesterreich Italien. Schweiz). 18.—19 August: Freiburger Rekordtag« (Deutschland) 19 August: Laffrey-Bergrennen (A C. Dauphtnols) 19 August- Tatra-Bergrennen in Zakopane (Polen) 24., 25 26 Auvrust: V Grosser Preis von «Ia Baule> Kilometer-Rennen and Klassiemn(rsprüfungen des «RayLle da Soleil» (A G. de l'Ouest). 25.—36. August: VIL Internationales Klauseurennen. 2. September: Grosser Preis des König], A. C. ton Italien. 8. September: «Grand Prix international des Yoitures legeres et voiturettest (A. C. du Nord). 9. September: «Criterium international des voitures de Tourisme et Coupe Georges Boillot» (A. C. du Nord). Herrscht in der Schweiz Mängel an Steinen? In Beantwortung dieser Frage in Nummer 98 der «Automobil-Revue» weist Herr -sw- darauf hin, es sei in einem Presseartikel einer städtischen Materialverwaltung nahe gelegt worden, ihren Bedarf an Pflastersteinen nicht im Ausland einzudecken. Da aber unsere Alpenkalke, Quarzsandsteine und Kieselkalke nach dem Urteil von Fachleuten sich für Pflasterungen von Strassen mit grösseren Steigungen nicht eignen, so solJten statt der Verwendung des ausländischen, rauhen Granits, Betonstrassen gebaut werden. Dazu erlauben wir uns zu bemerken, dass, nachdem sich unser Schweizergranit zu Pflastersteinen absolut nicht verarbeiten lässt, unsere Alpen- und Kieselkalksteine aber glatt werden und infolge ihrer geringen Druckfestigkeit den schweren Verkehr nicht auszuhalten vermögen, die Verwendung eines besseren und wenn auch ausländischen Materials geradezu zum Bedürfnis geworden ist. — Jede Behörde wird deshalb danach trachten, einen erstklassigen Strassenbelag zu erhalten, der nicht schon nach wenigen Jahren, mit vielen Kosten und grossen Verkehrsstörungen erneuert werden muss. Dann ist namentlich zu berücksichtigen, dass dem Richten von Pflastersteinen für den schweizerischen Arbeitsmarkf eine ganz untergeordnete Bedeutung zukommt, weil der Schweizer Arbeiter als Steinrichter kaum zu haben ist. Höchstens 20 Prozent der gelernten Steinarbeiter sind Schweizer. Die übrigen 80 Prozent sind meistens Italiener, Elsässer und Pfälzer, die hierzu speziell importiert werden müssen und unter welchen sich oft auch ganz unerwünschte Elemente befinden. — Wir dürfen überdies nicht vergessen, dass auch in der ausländischen Qranitindustrie grosse schweizerische Kapitalien investiert sind, so dass wohl eine gleiche Lieferungsberechtigung für einheimische und ausländische Steinbrüche besteht. Was zum Schluss die Betonstrasse betrifft, dürfte dieselbe unseres Erachtens, als fugenloser Belag, bei Steigungen kaum in Frage kommen. p, K. Die geplante Umgestaltung des Kasino» Platzes in Bern, über die wir unsere Leser in einem eingehenden Artikel orientiert haben, war in der Berner Stadtratssitzung vom 23. Dezember Gegenstand einer Interpellation, welche den Gemeinderat einlädt, Bericht und Antrag darüber zu erstatten, inwieweit die Vorarbeiten gediehen sind und in welcher Frist mit einer befriedigenden Lösung der zurzeit unhaltbaren Verkehrsverhältnisse zu rechnen sei. v. Efnlampenbeleuchfung nur für den Notfall! Dann aber links beleuchten, nicht rechts! Nicht nur dem Automobilisten, sondern auch dem Fussgänger fällt es häufig auf, dass die Autos am Abend so verschiedenartig beleuchtet sind. Ob zwei, vier oder sechs Lampen brennen, spielt keine wesentliche Rolle, sofern diese in der Stadt genügend abgeblendet sind. Doch mehr und mehr trifft man die Einlampenbeleuchtung. Zugegeben, dieses System ist sparsamer und reicht für die Stadt und die gut erhellten Vorortsstrassen völlig aus. Dennoch ist aber ein einseitiges Beleuchten nur auf der rechten Seite in jeder Beziehung grundfalsch und gefährlich. Der Fahrer denke sich ein ihm auf dunkler Strasse entgegenkommendes, nur rechts beleuchtetes Auto; OT sitzt am Steuer und weiss bis auf nächste Nähe nicht, ob es ein Motorrad oder ein Auto ist, fährt an der einen Lampe scharf vorbei und dem anderen dabei mitten in den Kühler! Hätten aber beide nur links beleuchtet, eo würde das für den Notfall genügen; beide fahren, wie man dies gewohnt ist, scharf an der Lampe vorbei, und es passiert in der Regel nichts. Fährt ferner ein nur rechts beleuchteter Wagen einem anderen vor, so 6ieht der Fahrer, der als dritter von vorne den beiden entgegenkommt, den hinteren erst, wenn dessen rechte Lampe hinter dem vorderen hervorkommt, das heisst. wenn er ihm schon gegen übersteht and ein Unglück in letzter Sekunde kaum mehr zu vermeiden ist. Bei Linksbeleuchtung, dio bei unserem Rechtsfahrsystem die einzig ratsame Einbeleuchtung ist, wäre in diesem Falle keine besonders grosse Gefahr vorhanden. Wer einmal im Falle der Not (fast entladene Batterie) nur eine Lampe benützen will, soll um jeden Preis die linke Lampe brennen lassen. Einzig richtig ist aber die Verwendung beider Lampen. go.

N° 104 — 192V AUTOMOBIL-REVUE A. C. S. Sektion Zürich. Besonders interessant verspricht die nächste Monatsversammlung vom Donnerstag, 12. Januar 1928. 18 Uhr im «Grand Hotel Dolder» zu werden. Nach dem geschäftlichen Teil und dem gemeinsamen Nachtessen wird Herr H. Wunderly-Volkart die A. C. S.-Gemeinde durch einen Vortrag über seine im Sommer dieses Jahres ausgeführte Polarreise ins Kaiser Franz-Joseph- Lancl. betitelt: «Von Walrossen und weissen Bären, Jagden im nördlichen Eismeer» zu fesseln wissen. Wie schon angekündigt, findet der traditionelle Clubball Samstag, den 21. Januar im «Grand Hotel Dolder» statt. Einladungskarten und Programme dieser gediegene Genüsse versprechenden Soiree gehen den Mitgliedern demnächst zu. An Stelle des im Herbst infolse eines Autounfalles so tragisch aus dem Leben geschiedenen Hrn. Dr. med E. Himmel wurde Herr Dr. med. H. Diener, Regensdorf, in den Vorstand gewählt. Infolge Wegzuges schied auch Herrr W Escher, dessen Dienste warm verdankt wurden, aus dem Vorstand aus. zi A. C S. Sektion Glarus. Unvergesslich bleibt, nachdem die geselligen und frohen Stunden verrauscht, die Erinnerung an den diesjährigen Zijounerball. Es war ein wildbuwegtes Leben, das sich in den Farben des wandernden Volkes, das aus allen Zipfeln der Landkarte herbeigeströmt war, im Lichte des Festsaales abspielte. Der Tanz und die schönen Frauen, die Leidenschaft jedes echten Zigeuners (und ist der Automobilist nicht ein moderner Zigeuner?) regierten die Stunden bis zum ersten Hahnenschrei. Frau Alice Jenny-Luchsinger gebührt der Dank für das wohlgelungene Festl + A. C S. Sektion Thurgau. Vorstandssitzung vom 33. Dezember 1927. Ein« reiche TraktaudeulieU harrte der Erledigung. Da» Protokoll der 47. Sitzung wurde duikussionslos genehmigt. Der Sekretär berichtete einlässlich über die Sekretariatsgeschäfte, welche heute bereits einen ganz bedeutenden Umfang angenommen haben. Es steht fest, da«« unsere Sektion im Verhältnis zur Mitglieder- MM, was die Aufstellung der Tryplyks anbelangt, fax erster Stelle von allen Sektionen stellt. Die Delegierten berichteten ausführlich über die Oltener Tagung des A.C.S. und der dort abgegebenen Erklärung, dass die Sektion Thurgau sich bis auf Weiteres sn einer Vertretung D.C.G., sowie einer Mitarbeit im Uebrigen desinteressiere. Diese wabjgegrünidete Stellungnahme der Herren Delegierten wurde nach der ausgiebig benützten Diskussion in allen Teilen sanktioniert. Für 1928 wurde das von der Sportskommiseicra vorgelegte Jahresprogratnm genehmigt. Dasselbe wird nach der endgültigen Bereinigung veröffentlicht werden. Auf den 11. Februar 1928 eoll das Unterhaltungsprogramm für 1928 mit einem Maskenball eröffnet werden. Die Einladungen gelamuen nächster Tag« zum Versand nnd der Vorstand erwartet eine rege Beteiligung, wmal wir den verehrten Mitgliedern die volle Zusicherung geben können, da»s sich diese Veranstaltung in durchaus einfachem Rahmen abwickeln wird, Stunden der ungezwungenen Fröhlichkeit 1 Der Rechtskonsnlent erhielt noch den Auftrag, unsere Statuten in Einklang zu bringen mit den neuen Zentral-Statuten. Der neue Entwurf wird dann in einer späteren Sitzung zur Behandlung kommen. F. A. C. S. Sektion Moniagnes Neuchäteloises. Vor Weihnachten vereinigte sich das Komitee der Sektion, am dem sympathischen Rennfahrer Gacon das schweizerische Championatsdiplom und die goldene Medaille für das Jahr 1927 zu überreichen. Gacon empfing ausserdem den Wanderbecher für das Doubß-Rennen, dessen Rekord er hält. v. Es sei mit einem hiesigen Rechtsanwalt, der zugleich Clubmitglied ist, betreffend Schaffung einer Rechtsauskunftsstelle für unsere Mitglieder, Rücksprache zu nehmen und ihn zu ersuchen, uns seine speziellen Bedingungen bekannt zu geben. Im gleichen Sinne sollen die dem Club angeschlossenen Hotels und Garagen angehalten werden, den T. C. S.-Mitgliedern Spezial-Vergünstigungen zukommen zu lassen. Im Frühjahr soll eine Autofahrt mit der Trachten-Vereinigung Rapperswil durchgeführt werden, ebenso eine Fahrt mit den Insassen des Armenund Altersasyls unserer Gemeinde und später, ev. eine solche mit den Waisenhaus-Kindern der Gemeinde Jona. Eine Faschinssfahrt wird zur nähern Prüfung und event. Ausarbeitung dem Vorstande überlassen. Als weitere Aufgaben für's kommende Jahr sind Film-, Verkehrs- und motorfahrzeugtechnische Vorträge ins Auge gefasst, des weitern zur Unterhaltung unserer Mitglieder und zu Propagandazwecken Hindernis-. Wett- und Lampionsfahrten, Unterhaltungsabende usw E. P -I. JNTERESSANTES AUS *LUR fie-* WELT Der Hund und die Autohupe. Der Automobilist, der gezwungen ist, seinen Wagen für kurze Zeit zu verlassen, kann nichts besseres tun, als seinen Hund mit der Bewachung zu betrauen. Dabei kam es, wie Londoner Blätter berichten, kürzlich zu einem drolligen Zwischenfall, als ein solcher Wachhund einen neben dem eigenen stehenden andern Wagen für den seines Herrn hielt und dem Eigentümer energisch entgegentrat, als dieser versuchte, sein Auto zu besteigen. Wiederholt versuchte der Herr erfolglos, den Sitz einzunehmen und musste angesichts der drohenden Haltung des Hundes davon abstehen, der sofort die Zähne fletschte, wenn der Automobilist das Trittbrett besteigen wollte. Bei diesen vergeblichen Versuchen setzte er zufällig die Hupe in Tätigkeit, mit dem Erfolg, dass der Hund die Ohren spitzte und sich den Wagen mit dem fremden Hupenton noch einmal genauer ansah, um dann plötzlich umzukehren und sich neben dem Wagen seines Herrn niederzulegen. Die Tatsache, dass Hunde sehr wohl den Ton der verschiedenen Hupen unterscheiden können, findet dadurch eine neue Bestätigung. Vielleicht, dass die Basler Polizei dieses Unterscheidungsvermögen zu nutze macht, um durch besonders abgerichtete Polizeihunde die «gesetzliche Tonhöhe» ausserkantonaler, vor allem zürcherischer Autos kontrollieren zu können!... xL Londoner Riesenautobusse aus Aluminium. Schon lange versuchte man die Gewichte der Fahrzeuge zu verringern. Die Schwierigkeit zeigte sich gewöhnlich in der Beschaffung des geeigneten Materials mit genügendem Widerstand. Ein Beispiel, wie in ungeahnter Weise ein hochwertiges Schweizerprodukt als Ausgangsmaterial für neue Anwendungsmöglichkeiten in immer weitere Kreise dringt, ist das Aluminium, das sich seit Jahren in Form von Kesseln, Pfannen, Bestecken und hundert kleinen Gegenständen in den privaten Haushaltungen bewährt hat. Ein weiteres neues Gebiet für die Anwendung des leichten und doch ausserordentlich widerstandsfähigen Metalls stellt der Bau verschiedenster Arten von Fahrzeugen dar. Schon lange werden zwar Karosserien für Automobile aus Aluminium hergestellt; neu ist dagegen die Verwendung des Leichtmetalls auch für das eigentliche Traggestell der Wagen. Gegenwärtig wird in London ein aus Aluminium hergestellter Riesenautobus erprobt, der in zwei Stockwerken 60 Sitzplätze aufweist. Die Verminderung des Totgewichtes des Wagens bringt nicht nur einen billigeren Betrieb, sondern auch eine sehr erwünschte Schonung der Strassen mit sich, und es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass wir eines Tages auch Strassen- und Kleinbahnwagen aus Aluminium werden bewundern = können. Bussenpraxis an der deutschen Grenze. Es ist in letzter Zeit vielfach über die strengen Geschwindigkeitskrontrollen an der deutschen Grenze geklagt worden, sodass es angezeigt erscheint, Automobilfahrer, die deutsches Gebiet durchfahren oder besuchen müssen, davon zu unterrichten. Dieser Tage erhielten wir das Schreiben eines Schaffhauser Automobilisten, der uns mitteilt, im Dorf Erzingen von der Gendarmerie, wegen einer angeblichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km zu 11 Mark Busse verknurrt worden zu sein. Der gebüsste Fahrer versichert uns, von einer üoppelkontrolle mit Stoppuhr weit und breit nichts gesehen zu haben, bezweifelt überdies, dass bei dem verhältnismässig flauen Automobilverkehr (Vormittag und Winterzeit!) zwei Mann zur Kontrolle hingestellt worden seien — Zweifel, die mehr als berechtigt erscheinen und von dem betreffenden Automobilisten dem Bezirksamt Waldshut bei der Ueberweisung des Bussenbetrages auch unverhohlen geäussert wurden. Ist also die Kontrolle nur durch eine Person vorgenommen worden, so kann deren Genauigkeit mit vollem Recht angezweifelt werden. Wir zitieren nachfolgend eine Stelle aus dem erwähnten Schreiben an das Bezirksamt Waldshut der, wenn nötig, die Schweizer Automobilisten zum Nachdruck verhelfen würden, sollte die Ortsgendarmerie gewisser Gemeinden unserer Mahnung — die nur in ihrem Interesse liegt — nicht Rechnung tragen wollen. Unser Leser schreibt: « Ls hat keinen Zweck, Zeit zu versäumein mit Rekursen, dagegen werde ich die Kopie dieses Schreibens der « Automobil-Revue » einsenden, damit die schweizerischen Automobilfahrer über die Praxis Ihrer Gendarmerie unterrichtet worden, Kla>gon über die gehandharbten Kontrollen sind auuh von anderer Seite laut geworden. Ich zweifle daran, ob Beschwerden besonders geeignet sind, Ihren Fremdenverkehr zu heben. Besonders wir Schweizer Automobilisten sind bisher gerne in den Schwarzwald gefahren, können aber auch andere Gebiete ads Ausflugsziel bestimmen. » v. Das Geheimnis unserer Zeit. Berlin zerbrach sich kürzlich über einen scheinbar ganz verzwackten Fall vergebens den Kopf und dies aus folgendem Grunde: Im Staatstheater spielte man den « Kaufmann von Venedig », im Theater an der Königgrätzer- Strasse am selben Abend « Schloss Wetterstein ». Daran ist wohl nichts Ausserordentliches, eher aber an dem Umstand, dass an beiden Theatern ein und derselbe Künstler die Hauptrolle spielte, nämlich Fritz Kortner. Um 10 Uhr nachts verliess er als Shylock — gerichtet, geschlagen, erledigt — den Gerichtssaal, um 10 Uhr 05 auf Schloss Wetterstein als Mr. Tschamper, Gewaltmensch, im Frack zu erscheinen. Das Geheimnis dieser Umwandlung? Eine bis ins kleinste ausgedachte Organisation, die es dem Schauspieler ermöglicht, in der ungeheuer kurzen Zeit im Auto sozusagen von einer Haut in die andere zu fahren. Ein amüsanteres Beispiel für die verblüffenden Kombinationen, die das Auto durch seine Anpassung an die Bedürfnisse des heutigen Zeitmenschen bietet, dürfte wohl nicht so schnell zu finden sein. Hier handelt es sich um den Dienst an einem Schauspieler. Im Alltagsleben hat das Automobil dem Erwerbenden schon tausend unschätzbare Vorteile gebracht. xi. Die Todes-Barriere hat in der Nähe von Tours in Frankreich wieder drei Opfer gefordert. Bei einem Niveau-Uebergang wurde ein mit fünf Personen besetztes Auto von einem Schnellzug überfahren; drei Insassen wurden getötet und zwei verletzt. Da aus der Meldung nicht ersichtlich ist, dass den Automobilfahrer ein Verschulden trifft, so ist anzunehmen, dass wieder einmal die Barriere versehentlich geöffnet blieb. oo. Der italienische Automobilexport Ist in leichtem Steigen begriffen. Der Export von Automobilen italienischer Konstruktion betrug in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres 27,166 Stück im Werte von 509 Millionen Liren, gegen 26,097 in der gleichen Periode 1926 und 2.1,999 im Jahre 1925. Sektion Seeland des T. C. S. Die am 25. Dezember abgehaltene Vorstandssitzung hat beschlossen, das Jahresfest am 28. Januar 1928 im Hotel •Kreuz» in Lyss abzuhalten. Das genaue Programm wird später bekannt gegeben. Ferner wurde beschlossen, die Generalversammlung auf Sonntag den 4. März 1928 ins Hotol «Bahnhof» in Lyss, einzuberufen. Als Stammtisch- Abend wurde der Donnerstag jeder Woche bestimmt. Die Mitglieder treffen sich dort ab 7.30 Uhr. Endlich wurde beschlossen, der Generalversammlung die Frage vorzulegen, ob nicht die «Automobil- Revue» für sämtliche Mitglieder kollektiv zu abonnieren sei, die dann fürderhin als offizielles Publikationsorgan unserer Sektion dienen würde. Autosektion Zürich des T. C. S.: Ortsgruppe Rapperswil. Der Präsident, Herr E. Hornberger, eröffnete die auf Samstag, den 17. Dezember, abends 8 Uhr, ins Hotel «Speer» einberufene erste Versammlung der am 6. Dezember 1927 neu gegründeten Ortsgruppe. Der erste Besuch war recht befriedigend, hat doch unser Club schon einen Mitgliederbestand von 30 Automobilisten zu verzeichnen. Nachdem das Gründungsprotokoll. das einlässlicb und sehr gut orientierend abgefasst war, verlesen wurde, gab der Präsident interessante Aufklärungen über Zweck und Ziel des Zentralverbandes und seiner Sektionen. Die Diskussion waltote sehr rege und förderte manch guten Gedanken, der zuweilen auch zum Beschluss erhoben wurde, zu Tage. Die Verkehrssicherheit Rapperswil's wurde kurz belichtet, und der Präsident ist bereits bei der zuständigen Instanz vorstellig geworden, dass in dieser Hinsicht noch mancherorts Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden sollten. Die Baukommission ist bereit, bei gefährlichen Nebenstrassen-Einraündungen in Hauptstrassen die nötisen Vorkehrungen zu treffen, was sehr zu begrü&sen ist. Den Neu-Eintretenden wurden die volkswirtschaftlichen und verkehrstechnischen Gründe bekannt gegeben, die die Ortsgruppe veranlasst haben, sich der Sektion Zürich anzuschliessen und deren Statuten anzuerkennen. Die zukünftige Aufgabe unserer Untersektion und das nächstliegende Arbeitsprogramm wurden eifrig durchbespTochen und folgende Beschlüsse gefasst: liUrüiüf! jnlljl! isi offenüiüidig! Preise: Coach 5pl. Fr. 11,330.- Sedan 5pl. „ 13,250.— Brougham 5pl. „ 14,250.— Phaeton 7pl. „ 14,000.— Sedan 7pl. „ 15,050.- Mit Hilfe seiner glänzenden Eigenschaffen beweist der neue Hudson-Super-Six seine Ueberlegenheit durch eine Serie uon Leistungen, die in ihrer Brillanz hoch über jeder Diskussion stehen. Die Basis diessr aussergewöhnlichen Leistungskraft des Hudson- Motors ist eine Begleiterfindung zum Super-Six-Prinzip, welche unausgenützte Hitze in Kraft uerwandelt. Diese beiden Erfindungen uereint, erzielen in der Krafterzeugung und Kraftübertragung eine Gesamtleistung, welche beispiellos dasteht. Der neue Hudson-Motor erzeugt uom Start an einen stetigen Fluss zäher Kraft, ähnlich der gewaltigen und zugleich elastischen Kraft der Dampfmaschine. Und doch ist diese Kraft, als sei sie lebendig — sofort reagiert sie auf die geringste Bewegung der Drossel. Dieser Motor uereint in Geschwindigkeit, Kraft und Leistung alle Vorteile der Hochdruckmaschine mit der weichen Elastizität des Niederdrucktyps. Super~Six NEUES VOM WAGE Die Centovallibahn stösst mit einem Lastwagen zusammen. Am letzten Dienstagmorgen wurde in der Nähe der Station Verscio ein Motorlastwagen, der mit Mehlsäcken beladen war, bei der Durchfahrt eines Niveauüberganges vom Zuge ergriffen. Der Chauffeur konnte glücklicherweise noch die Bremse betätigen, um einen ganz heftigen Schock zu verhindern. Der Lastwagen wurde dennoch gegen einen angrenzenden Stall geworfen, wo er umschlug und Beschädigungen erlitt. Der Zug hielt einige Meter nach dem Uebergang an. Der Chauffeur, der aus dem Wagen geworfen wurde, erhielt leichtere Verletzungen. Den Zugsinsassen geschah trotz einem energischen Ruck infolge brüsken Einsetzens der Bremse nichts. Ein Kurzschluss an der elektrischen Leitung zwang den Zug am Unfallorte noch einige Zeit zurückzubleiben. Die Ursachen des Zusammenstosses soll die Untersuchung zutage fördern. Ib. Der Ausbau der Passwangstrasse beschlossene Sachej Der solothurnische Kantonsrat hielt eine eintägige ausserordentliche Session ab. Er genehmigte die Ergänzungsbotschaft des Regierungsrates zu dem in den letzten Tagen beratenen Programm des Ausbaues der Durchgangsstrassen, wonach auch die Passwangstrasse in den nächsten fünf Jahren ausgebaut werden soll. Damit steigt der Gesamtkostenvoranschlag um Fr. 720,000 auf Fr. 4,668,000 an. Der Ausbau der Passwangstrasse ist eine Forderung, die auf mehr als hundert Jahre zurückgeht Wir werden, darüber noch ausführlicher berichten. =