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E_1928_Zeitung_Nr.095

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und 21,000 Franken an

und 21,000 Franken an die Kläger geführt Abänderungsanträge wurden indes nicht gestellt, so dass das Urteil des Waadtländer hätte; andere hielten dafür, dass eine Teilung des Schadens im Verhältnis von % zuKantonsgerichtes einstimmig bestätigt wurde. 24, statt Yz zu "U, am Platze gewesen wäre. W. Der Mit grossem Pomp wurde am letzten Donnerstag unter Anwesenheit der Vertreter des Reiches, der Länder, der Diplomatie, sowie Industrieller und Händler aus allen Himmelsgegenden der Berliner Automobil-Salon eröffnet, die grösste bisher dagewesene Schau. Nicht weniger als 600 Stände umfassen die vier grossen Hallen am Kaiserdamm. Schon allein architektonisch und dekorativ bietet die Schau ein überwältigendes Bild. Alle Stände sind einheitlich ausgestattet und leuchten in Rot und Gold. Die grosse Eingangs- und Haupthalle ist zur Feier der Eröffnung in einen Blumenhain umgewandelt worden. In der Mitte der Halle hängt vom Dach herab in Riesendimensionen die Flagge der Deutschen Republik. Rings den Wänden entlang prangen die Flaggen der Nationen, die in diesem Jahre Deutschlands Gäste im friedlichen Wettkampf der Automobil-Industrien sind. Genau zehn Jahre sind seit dem Ausbruch der deutschen Revolution verstrichen, zehn Jahre voller Unruhe, Sorgen und Schwierigkeiten für die deutsche Automobilindustrie. Bis vor kurzem war an einen Absatz ihrer Erzeugnisse im Ausland nicht zu denken. Nur •wenige der ursprünglichen Marken haben sich unter diesen Umständen halten können. Aber diese Marken können heute den Anspruch erheben, zu den ersten der Weltproduktion zu zählen. Der schwungvolle deutsche Unternehmungsgeist der letzten Jahre hat sich auch in der deutschen Automobilindustrie ausgewirkt. In grossartig umfassender Weise wurden unter den Fabriken Verbände gebildet, wie sie in keinem andern Land Europas anzutreffen sind. Das Ergebnis der Zusammenarbeit auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet ist nun da. Das deutsche Produktionsprogramm steht an der Spitze des Fortschritts. Jede Fabrik verfolgt ungestört von der andern ihre genau festgelegten Ziele. In den Erdboden versunken ist der auf Bluff berechnete Diletantismus der Inflationszeit, der den deutschen Wagen im Ausland ganz unmöglich machte. Die führenden Köpfe der Konstrukteure Deutschlands haben die besten Ideen der Weltproduktipn aufgegriffen und in zäher Arbeit miteinander in Einklang gebracht. Der Berliner Salon ist zum erstenmal seit dem Krieg wirklich international. Alle Weltmarken von Bedeutung sind in ihm vertreten. Durch die neue Zollgesetzgebung ist Deutschland nicht nur für die amerikanische, sondern auch für die übrige europäische Automobilindustrie zu einem günstigen Absatzgebiet geworden. Nicht zuletzt ist es dabei diese Konkurrenz, was die deutsche Industrie immer wieder zu neuen Gewaltleistungen anspornt. In technischer Hinsicht ist die Schau vor allem durch die grosse Anzahl an Achtzylindern charakteristisch. Im ganzen zählt man nicht weniger als 29 Wagen mit Achtzylindermotoren, wovon 18 deutschen Ursprungs sind. Zieht man in Betracht, dass der erste deutsche Achtzylinderwagen erst 1926 auf dem Markt erschien und dass die deutsche Automobilindustrie im ganzen nicht mehr als 60 Fabriken aufweist, so erscheint diese Zahl ausserordentlich hoch. Viele der Achtzylinderwagen gehören dabei der mittleren Preisklasse und niedrigen Steuer-PS-Kategorien an. Diese Tatsache beweist, dass man der Elastizität des Motors sehr viel Bedeutung beimisst, und dass man anderseits mit den technischen Schwierigkeiten, die der Bau eines kleinen Achtzylinders macht, ziemlich leicht fertig wird. Allerdings ist es fraglich, ob die Entwicklung in dieser Berlins* Sal

automobil bei einem unbewachten Niveauübergang in den von Uznach herkommenden Rickenzug. Das Automobil wurde völlig zertrümmert und Küster so schwer verletzt, dass er Donnerstag nachmittag verschied. * Der Niveauübergang ha wiederum ein Opfer gefordert. Es ist dringend zu erwarten, dass die Bahnbehördcn unverzüglich Schritte einleiten, um eine weitgehendste Sicherung des Ueberganges, sei es durch bessere Signalisierung, sei es durch dessen Bewachung, zu erzielen. Schutz des menschlichen Lebens Ist das primitivste Postulat des Verkehrswesens. Das radikalste Mittel hiefür besteht allerdings in der Ersetzung des Niveauübergangs durch eine Ueber- oder Unterführung. SPORTLICHES Der 24-Stunden-Weltrekord der Kategone 1500 cem ist am 5. und 6. November auf dem Autodrom von Linas-Montlhery von Marendaz und Hawkes auf einem Marendaz-Wagen gebrochen worden. Der neue Rekord steht auf 2293,416 km und entspricht einem Stundenmittel von 95,559 km. v. Die Coppa Crespi. Die italienische Rennsaison will immer noch kein Ende nehmen. Am 18. November bringt der Sportclub Milano auf dem Autodrom von Monza die sechste Auflage der Coppa Crespi zum Austrag. Das Rennen wird im fiandycap und über 100 Kilometer ausgefahren. v. Sportkalender des A. C. von Mailand. Der A C. von Mailand, der tonangebende Club im italienischen Automobilsport, gibt für das Jahr 1929 folgenden Sportkalender bekannt: Januar-Februar: Alpine Winterfahrt; Ostern: Spanien Raid; April: Mustermesse-Rennen in Monza; Juni: Coppa Merano und Mailand- Fiume; Juli: Mailand-San Pellegrino; 14.—18. August: Alpenfahrt; 8. September: Qrosser Preis von Italien. Ausserdem organisiert der Club den Grossen Preis der Nationen für Motorräder und prüft gegenwärtig die Durchführung eines Raid Mailand-Konstantinopel. Sternfahrt nach Pau. Während den Weihnachtstagen, genau gesagt vom 20.—27. Dezember, findet eine grosse Sternfahrt nach Pau statt. Die Konkurrenten müssen zwischen ihrem Start und dem Ziel eine Minimaldistanz von 1500 km zurücklegen. v. Lances in Ungarn. Zehn der prominentesten Rennfahrer Ungarns veranstalteten auf der Betonstrecke der Taterstrasse ein Kilometerrennen. In der Kategorie der Rennwagen siegte Prinz Anton Esterhazy aufBugatti mit einem Stundenmittel von 203,735 Kilometer. In der Kategorie der Sportwagen erreichte Baron Andrassy Wolmor auf Steyr 178,882 km. Bei den Motorradfahrern siegte Dr. Paul Feledy auf Norton mit 153,350 krr Eine europäische Tourenfahrt grössten Massstabes gedenkt der A. v. D. zu organisieren. Ausgehend von dem Gedanken, dass beim gegenwärtigen Stand der Technik Prüfungsfahrten über 2000—3000 Kilometer im Flachland keine ausserordentliche Wertung mehr darstellen, ist ein Raid über 10,000 km geplant Die Streckenbezeichnung ist folgende: Haag, Paris, Madrid, Italien, Oesterreich, Helsingfors, Haparanda, Stockholm, Kopenhagen, Berlin. Beteiligung ausschliessüicii für Serienwagen für Marken- und Einzelfahrer; Ueberwachung durch täglich wechselnde Kommissare; Durchschnittsgeschwindigkeit 30 km, Pausen und Uebernachten inbegriffen. Daraus ergibt sich eine ungefähre Dauer von 15 Tagen. Neben der rein technischen Bedeutung würde die für das nächste Jahr geplante, auch im Auslande reges Interesse findende Fahrt die völkerverbindende Tendenz des Automobilismus pflegen. ÄV J^T Riesenwasserilugzeuge. In Altenrhein, auf der Schweizerseite des Bodensees, werden gegenwärtig zwei riesige Wasserflugzeuge erbaut, die fähig sein sollen, 19,000 Kilo mit einer Stundengeschwindigkeit von 100 Seemeilen zu befördern. Ausser neun Mann Besatzung werden die Flugzeuge 50 Reisenden Platz bieten. Die Versuchsflüge sollen i" Kürze beginnen. Unsere aviatische Zukunft. Ein «Flugplatz» ist in der Mendli in Appenzell I-Rh. .entstanden. Eine Abteilung der Kantonsschule in Trogen unternimmt dort Flüge mit einem selbstverfertigten Gleitflugzeug, welche den ganzen Winter über fortgesetzt werden sollen. :—: Das französische Flugverkehrsnetz, das bis jetzt ca. 25,000 km umfasst, soll bis zum Jahr 1940 auf 62,000 km ausgebaut werden. Der entsprechende Plan sieht vor, dass davon 55,000 km auf internationale Strecken entfallen. th. Unterwegs nach Indien. Der schweizerische- Flieger Käser hat auf seinem Indien- .Raid Bushir erreicht und ist am 8. November uHetki. des A. C.S. vom: 9. November feilt mit: Die nachstehenden Alpenstrasson •sind wegen Schneefalls nicht mehr fahrbar: Albula, Beinina, Flüela, Furia, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Julier, Lukmanier (wegen Brückenschaden oberhalb Olivone), Oberalp, San Bernihardin, St. Gotthard, Simplem, SpMigen, Umibrail. Für das Befahren der nachstehenden Pässe sind Ketten notwendig: Maloja, Ofenpasis, Klausen. Sehneeefrei sind noch: WoUgang. Lenzerheide, Brünig, Jaunpass, Col du Pillon. Col des MJoisses, Col du Marchairuz, Gol du Molcndnuz, Forclaz, Weissenstein, Ibergeregg, Bad Gurnigel «nd Straesa im Gantrischgebiet, Strassen nach Kandorsteg, Adelboden, Grindelwald, Lauterfarunnen. — Frankreich: Geschlossene Alpenstrassen: Col d'AHas, da Caoo-lle, Groix de Fer, Galibier, Izoard, Gl&ndon, Latitäiret, Mont Genis, Parpaillon, Petit St. Beroaid, Vans. — Italien: Infolge der stanken Schneefälle vom 3. und 4. November sind alle Höhenstrassen im Dolomitengebiet über 1600 Meter Höhe für den Autoverkehr geschlossen. Unpassierbar sind heute: Ganrpo di Carlomagno, Gampolungo, Falzaxego, Gavia, Grödnerjoch, Jaufen, Pordoi. Rollo, Sella, Stelvio, Tonale. — Oesterieich: Sämtlich© österrci-» chistihen Alpenstrassen sind d«m Verkehr geöffnet; für das Befahren des Arlberg- und Floxonpassea sind Schneee&etten mitzunehmen. Transport von Autos durch die Alpentimaels: Gegenwärtig hat der Transport per Eisonibaihn aut folgenden Strecken su erfolgen: AUmla, von Preda Ms BOTCIS; Lötisehberg, von Bris mach Kanderstcg; Mont Cenie, von Modane nach Bardonecchia; St. Gotthard, von Göschenen mach Airolo; Simpkra, von Bug- nach Domodo&sola.