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E_1928_Zeitung_Nr.101

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DIE ANEKDOTE Tristan

DIE ANEKDOTE Tristan Bernard sitzt auf der Promenade des Anglais in Nizza, vertieft in die neueste Nummer des «Journal». Leute bleiben stehen und gaffen; Tristan lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Da geht plötzlich ein Mann auf ihn zu. «Entschuldigen Sie bitte, ich wollte nicht stören... Sie sind doch Tristan Bernard? Ich glaube, wir haben uns schon irgendwo gesehen?» «Sehr leicht möglich», erwiderte Bernard, «ich komme hier öfters hin.» In einem Salon streiten einige Damen über cnwt RESTAURANT FRITZ s: ZÜRICH 8 FRÖHLICHSTR. 37 ' DUFOURSTR. Spezi alltäten: Wildpret / Güggeli Qualitätsweine / Sep. Speiseranm Tea-Koom / Zivile Preise. / Telephon Laminat 3856- Fritz Bucht Kaufl. Einzige Schweizermarke Kleine monatliche Zahlungen. Verlangen Sie die Gratiszusendung des neuen Prachtkataloges. Schweiz. Nainnaschinen-FaSrik A.-G. Luiern -. Beste Versicherung f. jed. Auto-Fahrer bietet die rechtzeit. Anwendung v. Dr. Ad. Huebscher's Kräuter-Creme . V3E3 HS AKT b. Hautschäden jed. Art. 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In New-York ist ein Katzenkrankenhaus errichtet worden, das mit den allermodernsten Einrichtungen wie jedes Krankenhaus für Zweibeiner ausgestattet ist. Uebrigens existieren eine ganze Menge privater Katzenkliniken, und in der 59. Strasse ein «Beautry Parlor» — ein Schönheitsinstitut. Täglich ausverkauft. Ein Theaterdirektor, von dem bekannt ist, dass er sein Theater ständig «wattiert», wird von einem Kritiker gefragt, wie er mit dem Besuch seiner Revue zufrieden sei. «Oh,» meint der Direktor, «das Theater ist täglich ausverkauft, aber gegen Sonnabend bessert sich der Besuch gewöhnlich.» Man wird geschmackvoller. Uebereinstimmend haben die führenden Modehäuser und Organisationen Amerikas und des europäischen Kontinents festgestellt, dass fleischfarbene Damenstrümpfe weniger verlangt werden. Die Fleischfarbe ist daher von der Liste der gegenwärtigen Modefarben gestrichen worden. Zu den neuen Modefarben dieses Winters rechnen: ein hell getöntes Braun und metallisches Grau. Der gefrorene Vulkan. Dr. Thomas Jaggar, der aus Alaska zurückgekehrt ist, berichtet von einer geologischen Vögel als Ozeanflieger. Der Mensch glaubt, den Ruhm für sich in Anspruch nehmen zu können, als erstes Lebewesen den Ozean bezwungen zu haben. In jahrelanger Arbeit ist die Maschine entstanden, mit der er endlich, nachdem es Menschenopfer genug gekostet hat, den Flug über, den Ozean ausführen konnte. Uebrigens ist es noch gar nicht so sicher, dass es ein Mensch war, der zum^erstenmal den Ozean überflogen hat. Die Vögel haben vielleicht diesen Weg viel früher gemacht. Sie sind die ersten Ozeanflieger. Sie flogen ohne Maschine, ohne Motor, ohne Kompass. Diesen Rekord wird ihnen kein Mensch streitig machen können. Man hat voriges Jahr n Schottland einige Seemöven eingefangen und ihnen abgestempelte Ringe um die Füsse gelegt. Zwei dieser gezeichneten Vögel sind nun in diesem Jahre in Amerika gefangen worden! Einer in Labrador, der andere in Neufundland. Ein Volk, das in einem Vulkan lebt. Eine Expedition hat, wie aus Sidney berichtet wird, eine Siedlung von Eingeborenen entdeckt, die sich in einem erloschenen Vulkan auf dem Gipfel eines hohen Berges auf Long Island, 100 Kilometer von der Küste von Madang in Neuguinea entfernt, befindet. Als man an den Rand des Riesenkraters gelangte, bemerkte man einen sechs Quadratkilometer Formation, die er dort gefunden hat. Es han-grossen See, 700 Fuss tief, und an einer Seite waren Pfahlbauten zu erkennen, von denen Rauch aufstieg. Die überhaus steilen, fast senkrecht abstürzenden Abhänge machten es delt sich um den Vulkan Pawloff, dessen untere Abhänge ganz aus Eis bestehen, das mit Sand, Kieseln, Bimstein und Asche, die von dem Vulkan ausgeworfen sind, zu einer festen Masse zusammengebacken ist. Der Vulkan Pawloff ist noch in Tätigkeit, wenn auch grössere Ausbrüche seit längerer Zeit nicht mehr vorgekommen sind. Auf der Suche nach Noah's Arche. William Strong, ein prominenter Ingenieur, hat sich angeboten, eine Flugzeugexpedition zur Suche nach der Arche Noah zu finanzieren. Die Arche soll — falls sie aufgefunden wird — auf der Weltausstellung im Jahre 1933 in Chicago ausgestellt werden. Man ist in Amerika um Attraktionen nie verlegen — wie man sieht. Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten wird auch eine Arche Noah zu finden sein! Der längste Tunnel in U.S.A. Am 28. Dezember wird, 170 Kilometer von Seattle entfernt, der längste Eisenbahntunnel aber unmöglich, zu dieser menschlichen Siedlung herniederzusteigen. Die Bewohner dieses merkwürdigen Pfahldorfes sind mit den andern Eingeborenen auf Long Island noch nie in Verbindung getreten. Man will jetzt eine neue Expedition ausrüsten, die mit den nötigen Hilfsmitteln versehen sein wird, um in den Krater hinabzusteigen und diese seltsamste menschliche Siedlung, die wohl je ent« deckt wurde, näher zu erforschen. Ein Babel des Reichtums und der Langweile. Der amerikanische Schriftsteller Karl van Vechten weilt gegenwärtig in England, wohin er nach einem Besuch in Hollywood gekommen ist. Er erzählt viel über die Filmstadt, über die er aber kein besonders günstiges Urteil fällt. Er hat gefunden, dass das Filmparadies ein langweiliger Ort ist. Die reichsten Menschen essen dort von goldenen Tel- Amerikas, der in einer Länge von 12,870 km lern. Braucht man einen Luftballon, ein Kamel, antike Möbel, einen Rembrandt oder durch das Kaskadengebirge hindurchführt, für den Zugverkehr eröffnet werden. An dem eine ähnliche nicht alltägliche Sache, so kann gleichen Tage wird auf dieser Eisenbahnlinie der elektrische Betrieb eingeführt werfern lassen. Die Menschen in Hollywood sind man sie sich in kürzester Zeit ins Haus lieden. Der neue Tunnel ist aus Qussmörtel errichtet; er wird ausgezeichnet ventiliert und Versuche, anderswo ein solches Zentrum der entsetzlich langweilig, weil sie so reich sind. beleuchtet sein. Die Baukosten belaufen sich Filmindustrie zu schaffen, müssten aber fehlschlagen, denn Los Angeles und seine Vor- auf rund 14 Millionen Dollar. stadt Hollywood haben jährlich mehr Sonne Die gekränkten Midinettes. als jeder andere Platz in der zivilisierten Bekanntlich feiern die Midinettes von Paris am Katherinentag das Fest ihrer Namenspatronin in sehr ausgiebiger Weise. Im ver gangenen Jahr haben sich indessen Skandalszenen auf den Boulevards abgespielt, jedoch ermittelte man als Täterinnen Ausländerinnen, die sich die Tracht der Midinettes verschafft hatten. Die Midinettes haben sich nun an Herrn Chiappe, den Polizeipräfekten, gewandt mit der Bitte, dass sich nur solche Frauen an dem Umzug beteiligen dürfen, die in einem Pariser Modeatelier angestellt sind. Napoleon trank den ersten Cocktail. Bei dem, wie die Blätter melden, bevorstehenden Pariser Cocktail-Wettkampf wird auch eine Mischung präsentiert werden, die auf Napoleon I. zurückgehen soll. Das Rezept will man in den Papieren des Kammerdieners Marchand gefunden haben. Ein Mitschüler des späteren Kaisers in Brienne namens Bourrienne, der später sein Privatsekretär war, sowie der Polizeiminister Fouche spielen ebenfalls auf Napoleons Gewohnheit an, bei aller Massigkeit doch eine bestimmte Mischung alkoholischer Getränke gelegentlich zu sich zu nehmen. Ganz Paris ist gespannt auf den Napoleon Cocktail. Indiens Menschentribut an den Dschungel. In Indien sterben noch immer alljährlich Tausende durch Schlangenbisse oder wilde Tiere, eine so bedauerliche Tatsache, wenn man bedenkt, dass alle neuen Errungenschaften unseres Jahrhunderts an dieser Macht der Wildnis scheitern. Im Jahre 1927 wurden in Indien nicht weniger als 19,069 Personen durch Schlangenbisse und 2285 durch wilde Tiere getötet. Es verursachten Tiger den Tod von 1033 Menschen, Leoparden den von 218, Wölfe den von 465, Bären den von 78, Elefanten den von 56 und Hyänen den Tod von 12 Personen. Ferner töteten wilde Eber und Wildschweine 85 Personen, Schakale 41. In der Provinz Madras fielen 579 Menschen wilden Tieren und Giftschlangen zum Opfer. Welt. Das macht aber Hollywood, solange nicht in den Filmateliers gearbeitet wird, zu einem Schlaraffenland, in dem die Menschen ihrer Genusssucht freien Lauf lassen. Der Automobil-Ladentisch. Die täglich wachsende Zahl der in den Vereinigten Staaten im Verkehr befindlichen Motorfahrzeuge hat dazu geführt, besondere Vorkehrungen zu treffen, damit die Automobil- 1 fahrer ihre Geschäfte erledigen können, ohne sich erst die Mühe des Aussteigens machen zu müssen. In einer Bank in Terre Haute im Staate Indiania ist für die Bedienung von Automobilisten ein besonderer Hof geschaffen worden, auf den ein Schalter hinausführt, der sich in Höhe der Wagenfenster befindet. Der Automobilist fährt in den Hof ein, klingelt an dem Schalter, gibt dem Beamten seinen Scheck oder sonstigen Auftrag und kann die Erledigung in seinem Wagen abwarten. In einer ganzen Anzahl von amerikanischen Städten, und zwar besonders auch solchen, die mit Landkundschaft aus der Umgegend zu tun haben, sind an den Lebensmittel- und! Hausbedarfsgeschäften Vorfahrtbühnen eingerichtet. Auf dies© fahren die einkaufenden Frauen und geben an dem verlängerten Ladentisch ihre Aufträge. Sie erhalten dann ihre Waren direkt in das Auto geliefert, ohne dieses verlassen zu müssen. Juwelen If.Ceallcn Börsenplatz

N»>10l — 1028 Der junge Engländer muckt auf. Aus der englischen Studentenstadt Oxford kommen seltsame Nachrichten. Die Studenten dieser klassischen Universitätsstadt haben sich empört. Und sie haben sich dabei benommen, nicht wie man es von Engländern gewohnt ist, sondern so wie Studenten des Festlandes: ihre Kundgebungen standen im Zeichen von Radau und Klamauk. Die Studenten demonstrierten vor dem Clarendon- Gebäude, dem Amtsgebäude der Protektoren, gegen die seit einiger Zeit verschärfte Handhabung der Universitätsbestimmungen. Hiebei ging es gar nicht englisch-bedächtig her. Eine Anzahl maskierter Studenten fuhr in Automobilen vor dem Clarendon-Gebäude vor, zertrümmerte fast sämtliche Fensterscheiben und richtete auch im Innern des Gebäudes erheblichen Schaden an. Sämtliche Erkennungszeichen an den Automobilen, mit denen sie nach vollbrachter Tat die Flucht ergriffen, waren von den Studenten beseitigt worden. Später versammelten sich etwa 1000 Studenten von dem Gebäude und versuchten, mit einer gefälschten Vorladung Einlass zu erhalten. Als dies jedoch nicht gelang, wurde die Feuerwehr alarmiert, um so die allgemeine Verwirrung auszunutzen und mit Gewalt einzudringen; die Studenten konnten aber von den Dienern des Gebäudes und der Polizei an ihrem Vorhaben verhindert werden. Ein neuer «heiliger» Teppich. Die Ueberführung des «heiligen Teppichs», einer der grössten Reliquien des Islam, aus Aegypten nach Mekka ist bis zum Jahre 1926 stets in der altgewohnt feierlichen Weise erfolgt; aber 1927 wurde zum ersten Male der Teppich in Kairo zurückbehalten, da man Ueberfälle durch die Wahabiten fürchtete, die sich in den Besitz dieses Heiligtums setzen wollten. Ibn Saud, der König des Hedschas und Oberpriester der Wahabiten, will sich nun von dem Khedive unabhängig machen und hat daher die Anfertigung eines neuen heiligen Teppichs in Indien angeordnet. Dieser Teppich, der aus 64 Teilen besteht und auf dem 64 Sprüche aus dem Koran eingestickt sind, ist von Künstlern aus Benares, der heiligen Stadt Indiens, verfertigt worden. Er wurde dann nach Bombay gebracht und unter Geleit von vielen Tausenden frommer Mohammedaner nach dem Dampfer «Englistan» gebracht, der die Reliquie nach Jeddah führt. Von Jeddah wird dann der «Kisweh» zusammen mit dem Mahmal, einem wundervollen Baldachin, der kostbare Exemplare des Korans enthält, in dem grossen Pilgerzug nach Mekka geführt werden, wo er in der Kaaba, der Grabstätte Mohammeds, ausgebreitet werden wird. Es ist zum ersten Male in der Geschichte des Islam, dass die Mohammedaner Indiens den heiligen Teppich für die Prozession gestiftet haben. Die Opfer des Bubikopfes. Durch die Bubikopfmode ist eine grosse Anzahl von Industriezweigen in ihrem Absatz geschmälert worden, ja beinahe zum Erliegen gekommen. So sind in der Tschechoslowakei einzelne Fabriken, die die Herstellung von Haarnetzen als Spezialität betrieben und früher darin ganz bedeutende Umsätze im In- und Auslande erzielten, fast völlig ohne Aufträge, weil eben die Damen bei dem kurzen Haarschnitt das Haarnetz ÄUTOMOBTL-REVUE nicht benötigen. Weiter stark beeinträchtigt ist die Haarschmuck- und Kammindustrie. Ein grosser Artikel waren früher Einsteckkämme und Haarspangen; auch hierin ist der Absatz ganz bedeutend zurückgegangen. Selbst ein scheinbar kleiner Gegenstand, die Haarnadel, ist von der Bubikopfmode betroffen, weil auch diese nicht mehr benötigt wird. Weiter ist die Hut-Industrie in Mitleidenschaft gezogen. Bei der Bubikopfmode genügen den Damen die sogenannten Töpfe, während früher bei der langen HaarfriSur nicht nur die Hüte viel gewechselt wurden, sondern auch die Form eine grosse Rolle spielte. Darunter leidet wieder die Hutschmuck-Industrie; so findet man jetzt Reiher und Federn nur noch in geringem Masse. Auch der Haarhandel ist natürlich betroffen, denn bei der heutigen Bubikopfmode braucht man bei dem fehlenden Haarschmuck der Frau keine künstlichen Zöpfe mehr. Die in Frage kommenden Industrien warten deshalb mit grosser Sehnsucht auf einen Umschwung in der Haarmode der Damen. Das geheimnisvolle Auto. Das Geheimnis eines Automobils ohne Führer, das vor einigen Tagen in wilder Fahrt durch die Strassen Stockholms raste, beschäftigt lebhaft die Bewohner der schönen Stadt. Eines Nachmittags konnte man in einer verkehrsreichen Gegend einen eleganten Wagen bemerken, der mit einer anfänglich mittleren Geschwindigkeit seinem Ziel zustrebte, Niemand sass darin. Diese Feststellung hatte im Nu dem Auto den Beigeschmack des Alltäglichen genommen, und es mit einem Areol von Sensation, Illusion und Phantasie umgeben. An allen Ecken und Plätzen wurde das unheimliche Gestell angegafft, angepriesen, verurteilt. Die seltsamsten Behauptungen wurden ausgetragen, und zwei besonders Streitsüchtige machten Anstalten, eine Prügelei zu inszenieren. Es sass doch jemand im Wagen, behauptete da ein biederer Bauer und meinte den Teufel damit. Die Fachmänner unter den Leuten, die technisch Sicheren, erklärten sich den Fall mit grossen Gesten ganz anders und einfacher. Neueste Errungenschaft der Technik, ein fernlenkbares Auto. Indessen hatte das Gespensterauto einen rasenden Kurs eingeschlagen, von der sensationslüsternen Menge verfolgt, sauste es durch eine gerade Strasse, bis das Unglück geschehen war. Es prallte an der Mauer des Stockholmer Opernhauses ab und überschlug sich im hohen Bogen. Das Auto hatte nun seine egoistischen Seitensprünge mit diesem völligen Zusammenbruch büssen müssen. Aber der Fall ist deshalb noch keineswegs erledigt. Die, Frage nach Aufklärung dieser seltsamen Angelegenheit bleibt nach wie vor offen. Die verworrene Sachlage verdichtet noch die Tatsache, dass sich bis heute noch niemand als der Besitzer dieses Wunderautos gemeldet hat. Nun ist sogar die Stockholmer Polizei zur Klärung dieser dunklen Angelegenheit herangezogen worden. Viele Versionen tauchten auf, wurden dann aber als nicht stichhaltig verworfen. Da niemand den Mann, der den Wagen ankurbelte, bei dem lebhaften Verkehr bemerkt hatte, und sich überhaupt kein einziger Zeuge gemeldet hat, scheint die Hoffnung gescheitert, jemals dieser unerquicklichen, beängstigenden Geschichte auf den Grund zu kommen. Heirat :3 IM [•• m 1 ansehen vteleverroöijliehe Damen, reiche Auelände nnnea. viele Etnheiratun gen Herren a ohne Ver Auskunft sofort Slabrey. Berlin 113. Stol IQ I ri Gegen kalte Fiisse im Auto schützen Sie sich am besten mit den beliebten en KATZENPELZ-SCHUHEN ohne und mit Kotkzwischen- Sohlen in la. Ausführunar für Fr. 57.50, 61.- u. 66.50 Praktische Woll-Mleider Für Herbst und Winter. 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Vielleicht ist es jemand möglich, mir auch in dieser Beziehung näheres mitzuteilen. P. J. in G. T. F. 256. Glarus-Ulm-Plauen i. V. Ich habe geschäftlich in Konstanz, Ulm iind Plauen zu tun und möchte keine Umwege machen. Kann mir jomand die kürzeste und ordentlich fahrbare Route und die .ungefähre Kilometerzahl angeben? BÜCHER Salzburger Au'omobilführer, 1. Teil: Fahrten aus dem Binzgau von Zeil am See aus. Herausgeber und Verleger: Illustrierter Prosnelct- und Karten- Briefverlag SiaMrarg. Aus dem Bedürfnis heraus, die landschaftlichen Schönheiten des Landes Salzburg dem Automobilisten im Bad und Wort zu veranschaulichen, ist ein kleiner und handijoher, 125 Seiten starker Führer entstanden, der mit seinen 83 Bildern. 8 Karten im Text und einer farbigen Rcratenkarte ein hervorragendes Werbemittel darstellt. Aber nicht nur die Schönheit des Salzburgorlandes mit seiner Hochwelt des Grossgilocknera, seinen Seen. Schlössern, Kurorten, lauschigen Dörfern. 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