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E_1929_Zeitung_Nr.030

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T. C. AUTOSEKTION AARGAU

T. C. AUTOSEKTION AARGAU DES T. C. S. General- Versammlung. Der Einladung zur Generalversammlung auf Dienstag den 12. März, ins Cafe Bank, Aarau, leisteten ca. 50 Mitglieder Folge. Der Präsident, Herr Fürsprech Lehner, Lenzburg, eröffnete dio Versammlung mit dem üblichen Willkommgruss an die Erschienenen. Als eingeladene Gäste waren rschienen der Kommandant des aarg. Polizeikorps und der Präsident des aarg. Motorradfahrervereins. Da die Wahlen des Vorstandes bereits in einer ausscrordentlichen Generalversammlung vorgenommen worden waren, beschränkten sich die ordentlichen Geschäfte auf die Abnahme des Jahresberichtes, der Jahresrechnung und des Berichtes der.. »Sportkommission. Dem vom Präsidenten erstatteten Jahresbericht über das verflossene Jahr konnte mit Genugtuung entnommen werden, dass die Zahl der Mitglieder bereits 306 beträgt. Dieser erfreuliche Zuwachs beweist die Existenzberechtigung und Lebensfähigkeit unserer Sektion^ die erst vor zwei Jahren gesründot wurde. Der Vorstand hat sich während dos Jahres in sieben Sitzungen mit allen öffentlichen Fragen befasst.die mit dem Automobilismus in Zusammenhang stehen. Das Office stellte 210 Triptyks aus. Die Sportkommission veranstaltete zwei wohlgelungene Clubfahrten an den Titisee und nach Engelb,erg. — Jahresbericht und Protokoll dor letzten Generalversammlung werden verdankt und ohne Diskussion genehmigt, desgleichen die Jahresrechnung, die bei Fr. 2669.90 Einnahmen und Fr. 2462.15 Ausgaben mit einem Aktivsaldo von Fr. 207.75 abschliesst. Auch das Arbeitsprogramm pro 1929 wurde nach Antrag des Vorstandes gutgeheissen. Es sollen zur Ausführung gelangen: Eine eintägige Bluestfahrt ins Emmental, eine lJ^tägige Clubfahrt ins Appenzellerland, eine 1 ^itägige Clubfahrt in die Freiberge und eine tägige Herbstfahrt ins Zugerland. Da:das Traktandum «allgemeine Umfrage» nicht benützt wurde, konnte der Präsident um 9 Uhr das Wort dem Tagesreferenten, Herrn Dr. Guanter, zu seinem Film Vortrag «Abblendungsproblem bei der Automobilbeleuchtung» erteilen. Der Referent verstand es, in übersichtlicher und klarer Weise uns von der. grossen Wichtigkeit des richtigen Abblendens zu überzeugen. Durch die Initiative der Polizeidirektionen verschiedener Kantone, so führte er aus, ist die Frage der .Abblendung der Automobilscheinwerfer auch in unserem Lande nunmehr in den Vordergrund getreten und es ist anzuerkennen, dass sowohl Verbände als auch die Fachpresse sich damit befassen. Heute existiert bereits eine internationale Beleuchtungskommission; darin ist auch dio Schweiz vertreten. Besonders scharfe Vorschriften über die Beleuchtung haben Deutschland und die Niederlande. In der Schweiz enthalten die Koukordatsvorschriften leider noch keine einheitlichen Bestimmungen über die Stärke der Abblendung. Einen ziemlichen Fortschritt auf diesem Gebieto bringen die Vorschriften des Kantons Bern. Infolge der Schwingungen des Wagens tanzt der Lichtfleck eines Scheinwerfers auf der Stras.se herum, liegt bald ganz in der Ferne, bald nahe am Wagen. Das Äuge des Fahrers ermüdet dabei rasch, weil es sich auf die verschiedenen Lichtstärken einstellen muss. Zudem Hegen die Ränder der Fahrstrasse in der Nähe des Wagens im Dunkel, wodurch vor allem ein sicheres Durchfahren von Kurven ausgeschlossen ist. Eine Verbesserung ist deshalb schwierig, weil man einerseits an die gesetzlichen Bestimmungen und anderseits an die Konstruktionsbedingungen des Automobils gebunden ist. Eine Verbesserung dieses Zustandes sucht man aber einmal zu erreichen durch eine planmässige Ausbildung der Glasscheiben, die das Scheinwerfergehäuse vorn abschliessen. Eine solche Scheibe ist mit Prismen ausgestattet, so dass eine gleichmässigo Fahrstrassenbeleuchtung mit ausreichender Aufhellung der Strassenränder entsteht. Damit würde aber der entgegenkommende Landstrassenbenützor immer noch geblendet. Ebenso wichtig wie die ausreichende Beleuchtung für die Fahrsicherheit ist deshalb die Abblendung. Der Geblendete verliert jedes Richtuhgsgefühl, woraus sich beim Fahrer ein Zustand höchster Gefährdung ergibt. Durch das Abblenden werden alle vom Faden austretenden Strahlen schräg nach unten geworfen. Damit ist die Möglichkeit unterbunden, dass die starken reflektierenden Strahlen das Auge des entgegenkommenden Fahrers treffen und ihn blenden. Die Blendwirkung sucht man zu beseitigen: 1. Durch Verkleinerung des Spiegeldurchmessers und Herabsetzung der Lichtstärke.. In diese Kategorie gebort die ümschaltung der grossen Scheinwerfer bei Voll-Licht auf kleinere, unterhalb der grossen Scheinwerfer angeordnete Reflektoren. Diese Art der Abblendung hat sich nicht bewährt, weil von einer Fahrbabnbeleuchtung in abgeblendetem Zustande nicht mehr die Rede sein kann. 2. In die grossen Automobilscheinwerfer werden ausserhalb des Brennpunktes schwächere Hilfslampen eingebaut. 3. Durch Schwächung der Glühlampenstärke, i. Durch Umwandlung des blendend weissen Lichtes in Farblicht (Gelblicht-Abblendung). 5. Andere Abblendvorrichtungen vereinen zwei oder mehrere der angeführten Lösungen. In der an den Vortrag anschliessenden Diskussion teilt uns Herr Oberst Zunibrunn mit, dass im neuen Verkehrsreglement, das er in den letzten Tagen ausgearbeitet habe, der Beleuchtungsfrage die nötige Aufmerksamkeit geschenkt worden sei. Darin seien insbesondere auch Vorschriften aufgenommen, wie sich der Radfahrer auf der Strasse zu verhalten habe. Er hält dafür, dass nicht nur Geschwindigkeitskontrollen, sondern viel mehr Kontrollen des richtigen Fahrens und über den Stand der Fahrzeuge ausgeführt werden sollen. Der gute Fahrer ist bei grösserer Geschwindigkeit weniger gefährdet und gefährdet weniger als der schlechte Fahrer bei viel geringerer Geschwindigkeit. Der gespendete Applaus bestätigte, dass der Kommandant des aarg. Polizeikorps den Mitgliedern des Clubs aus dem Herzen gesprochen hat. In kurzem Schlusswort verdankt der Vorsitzende die lehrreichen Ausführungen des Referenten. An die Mitglieder richtet er den Appell, auch im kommenden Jahre sich möglichst vollzählig an den Veranstaltungen zu beteiligen. . r AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. Osterfahrt. Bei prachtvollstem Wetter wurde die diesjährige Osterfahrt, an welcher ca. 30 Wagen und rund ISO Personen teilnahmen, durchgeführt. Am Karfreitag ging die Fahrt bis Vevey, wo bis Montag das Standquartier aufgeschlagen wurde. Am Samstag erfolgte dio projektierte Fahrt rund um den Genfersee, wobei in Genf vorerst ein kurzer Aufenthalt benutzt wurde, um dem Zentralsitz des T. C. S. einen kurzen Besuch abzustatten und dort AUtOMOBlL-rJrTVUE 1929 - N° 30 zur Weiteren-Stärkung einen Aperitif entgegenzunehmen. Nach gelungener Rundreise versammelte sich am Samstag abend die ganze Gesellschaft zu einem Galadiner und anschliessendem Ball. Der Sonntag wurde zu kleineren Ausflügen nach der Umgegend und besonders auch nach Martigny benützt. Die Heimfahrt, die am Ostermontag angetreten wurde, erfolgte in kleinen, zwanglosen Gruppen.' Ein Bericht eines Teilnehmers steht für die nächste Nummer in Aussicht. A. C. S. A.C.S., SEKTION BERN. Der rührige Präsident der Sektion, Herr Dr. Mende, konnte letzten Mittwochabend eine grosse Versammlung im Uebungssaal des Kasino willkommen heissen, die mit Interesse den drei Filmvorführungen des Herrn Ingenieur Lawrence folgten. Der Text der Filme war von der deutschen Redaktion der «Automobil- Revue» in zuvorkommender Weise ins Deutsche übersetzt worden, so dass also zum Verständnis der trefflichen Bilder nichts mehr fehlte. Die Films selber sind Meisterstücke ihrer Art. Ganz besonders fesselte der technische Film, der ähnlich demjenigen der « Automobil - Revue » über Konstruktion und Technik des Automofoilba/ues in klarer verständlicher Weise Aufschluss gab. Ebenso interessant waren der Verkehrsfilm aus den Vereinigten Staaten und derjenige, der die wirtschaftliche Rolle des Automobils in den U. S. A. in seiner ganzen Bedeutung hervorhob. Wie sehr sich auch die Regierung um verkehrstechnische Fragen zu interessieren beginnt, zeigte die Anwesenheit der Herren Regierungsräte Dr. Guggisjberg und Stauffer. sowie diejenige der Vertreter des bernischen Baudepartements, der Herren Sekretäre Moser und Schorrer. Auch Prof. Delaquis beehrte die Versammlung durch seine Anwesenheit. Wohl jedermann ist mit dem Eindruck nach Hause gegangen, dass es nicht nur etwas Wunderbares um die Motorentechnik ist. sondern dass auch etwas Wunderbares in der Verkehrsregelung liegen kann, sofern man sie in so grosszügiger und weitsichtiger Weise zu lösen vermag, wie es die Amerikaner in den letzten Jahren getan haben. A.C. S., SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Am 25. März referierte Herr Dipl. Ing. J. Guanier, von der Osram A.-G., Zürich, auf Veranlassung der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S., über das Abblendprobfem bei der Auiomobilbeleuchtung. An Hand auserlesener Lichtbilder und praktischer Vorführungen der verschiedensten Abblendsysteme verstand es der Referent, in fachtechnischen, klaren Ausführungen . die Wirkungsweise der bekanntesten Scheinwerfersysteme dem allgemeinen Verständnis näherzubringen. Die Verschiedenartigkeit der Verordnungen in den Kantonen, wie auch in den angrenzenden Ländern, weisen mit aller Deutlichkeit auf die Wünschbarkeit einer einheitlichen Regelung hin, welche namentlich für die technische Beschaffenheit der Abblendvorrichtungen eine Norm aufzustellen hätte. Finnland, Norwegen, Schweden, Italien, Luxemburg und die Schweiz schreiben nur Abblendung vornüber die Stärke des abgeblendeten Lichtes werden keine Angaben gemacht. Die schweizerischen Konkordatsbestimmuncn enthalten in Artikel 30 folgende Vorschrift : Die" Strasse soll nach vorne auf-eine-genügende Strecke .hin • beleuchtet werden. Immerhin ist dor Gebrauch von stark blendenden Lichtern in Ortschaften untersagt. » Nähere Angaben über die zu beleuchtende Strecke fehlen. Ebenso mangeln Bestimmungen über die Art der Abblendung und über die zulässigen Lichtstärken bei Fern- und Nahlicht. Die zu beleuchtende Strecke bei Fernlicht ist bei einigen andern Staaten auf 100 Meter festgelegt und wird z. B. in Deutschland mit einer Lichtstärke von Vn bzw. */» mit einer bestimmten Neigung der Scheinwerfer verlangt. Lampen über 35 Watt sind nicht zulässig. Die Versammlung folgte mit Spannung den äusserst klaren Ausführungen dos Referenten, der es trefflich verstanden hat, mit praktischen Beispielen dio Vorteile der verschiedensten Abblendsysteme hervorzuheben. Für den Automobilisten ergibt sich die Forderung, mitzugehen mit den Fortschritten der Scheinwerfertechnik bei rücksichtsvoller Anwendung guter und bewährter Abblendvorrichtungen. Vom Versammlungsleiter, Herrn E. Bucher, der bei der Eröffnung des Vortrages verschiedene Vertreter unserer Behörden, wie auch die kantonalen Automobilexperten und Mitglieder des T. C. S. sowie des Lastwagenbesitzerverbandes bogrüssen konnte, wurde zum Schluss unter Hinweis auf die Gefahren, die das Nachtfahren in sich birgt, ein Appell an alle Automobilisten gerichtet Rücksichten nicht allein auf entgegenkommende Fahrzeuge* sondern insbesondere auf die übrigen Strassenbenützer bei Fahrten zur Nachtzeit zu nehmen. In der Diskussion behandelte Herr Dr. Max Ritter in einem sehr interessanten Votum das Licht im Nebel, wozu der Referent eine ebenso interessante Ergänzung gab. B- A. C. S. Sektion Basel. Das Triptyk- und Touristikbweaa der Sek' tion Basel des A. C. S. befindet sich seit dem 2. April 1929 auf dem neuen Sekretariat der Sektion, Centralbahnplatz 13. Telephon Safran 42.00. Das Opfer einer Gasvergiftung, durch das Laufenlassen des Motors in der geschlossenen Garage, wurde ein Automobilist in St. Gallen. rsm. Belastungsproben an der Seebrücke in Luzern wurden in den letzten Tagen vorgenommen. Die Dauerbelaslungsproben der verschiedenen Brückenpfeiler ergaben bisher einen äusserst günstigen Befund. r. Italien. Zufolge der durch den Automobil- Club der Schweiz bei der italienischen Zollverwaltung unternommenen Schritte haben ab 1. April 1929 für das Zollamt Ponte- Chiasso folgende Abfertigungszeiten Gültigkeit : Personen mit Reisepass von 7.00 bis 24.00 Uhr; Personen mit Grenzpassierschein (Tessera di frontiera) von 6.00 Uhr bis 01.00 Uhr* Nach dem früheren Modus konnten Reisepassinhaber die Grenze in Ponte-Chiasso nur bis 21.30 Uhr passieren,, ';....'_, ..... Agence generale pour la Suisse: ALBERT SCHMIDT S. A., GENEVE. Agents: A. MONTANT, GENfcVE. H. GAEWYLER, ZÜRICH.

N» 30 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE -A.ULtoxxxoto±lxirij?"tso Neugrundungen. Ensmann & Badertscher, Luzorn. Faul Erismann und Emil Badertsoher, beide in Luzern, haben eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung ist Handel und Reparatur in Automobilen und Zubehör. Geschäftslokal: Obergrunds trasse. Stalder & Stöcklin. Basel. Ernst Stalder, mit seiner Frau in Gütertrennung lebend und Ernst ßtöcklin, beide in Basel, haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung ist Betrieb einer Autogarage und Reparaturwerkstätte, sowie Handel in Automobilen und Zubehör. Geschäftslokal: Delsbergerallee. E. Mogenet & J. Massocco. Genf. Unter dieser Firma haben Elie Mogenet und Jacques Massocco, beide in Genf, eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung: Betrieb einer Autogarage unter dem N'amen Garage des Delices. Ge- Bohäftslokal: Rue de Lyon. Kapitalerhöhung. Surmoulage S. A., Grenchen. Nach Revision der Statuten verzeigt die Unternehmung als Geschäftszweck- nunmehr: Reparatur von Autopneus, Neuguminierung abgenützter Pneus, Fabrikation von neuen Velo- und Autopneus, sowie Handel mit diesen Produkten. Das Grundkapital wird durch Ausgabe von Namensaktien von Fr; 12000.— auf Fr. 36 000.— erhöht. In den Verwaltungsrat wurde neu gewählt: Gottfried Schiffmann in Crolley und Rudolf Sommerhaider in Grenchen. Diese führen de Strenge Polizei in Zürich. Man schreibt uns: Vor einiger Zeit hatte ich in einer Nebenstrasse in Zürich eine kurze, höchstens fünf Minuten dauernde Kommission zu machen. Die rechte Strassenseite, die als Parkplatz markiert ist, war voll belegt. In der Folge hielt ich meinen Wagen die kurze Zeit links vor dem betreffenden Hause an, während welcher Zeit ein Passagier beim Wagen blieb. Die Durchfahrt zwischen meinem Wagen und den auf der andern Seite parkierten war frei. Andern Tags wurde ich telephonisch angefragt, ob ich dort meinen Wagen stationiert gehabt hätte, •worauf ich in obiger Weise den Sachverhalt erklärt© und die kurze Haltezeit von wenigen Minuten betonte. Zirka zwei Wochen später erhielt ich eine Bussenverfügung wie folgt: Busse Fr. 5.— Spruchgebühr » 2.— Schreibgebühr > 1.—• Zustellung » —.40 Total Fr. 8.40 nebst Mitteilung (dieses Verbrechens) an die Motorfahrzeugkontrolle. Nach Verlauf eines Monats erhielt ich eine weitere Verfügung, dass bei Nichteinzahhmg des Be- mit dem bisherigen Verwaltungsrat Bohren in kollektiver Zeichnung je zu zweien die rechtsverbindliche Unterschrift. Firmenauflosungen. Paul Müller. Autogarage, Rheineck. Die Firma ist infolge Aufgabe des Geschäftes erloschen. Charles Barafelli, Garage, Genf. Die Firma ist infolge Handänderung des Unternehmens erloschen. Jahresabschluss der- Motorwagenfabrik Berna A.-G., Ölten. Anlässlich der ordentlichen Generalversammlung vom 23. März, wurde nach Genehmigung der Jahresrechnung folgende Gewinnverteilung vorgenommen: 6 Prozent Dividende an die Aktionäre gegen 5 Prozent im Vorjahre. Ueberweisung von Fr. 30 000.— an den Reservefonds und Fr. 15 000.— an den Unterstützungsfonds. Der gesamte Reingewinn stellt sich bei einem Bruttoertrag von 1,58 Millionen Franken auf 225 000.— Fr. gegenüber 160000.T-* Fr. im Vorjahre. Erfreulich ist die Tatsache, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahre um 20 Prozent zugenommen hat und auch die Aussichten 'für die laufende Geschäftsperiode recht befriedigende sind. Halbjahresrechnung der Aktien-Gesellschaft Adolph Saurer, Arbon. Die Halbjahresrechnung per 31. Dezember 1928 schliesst nach Abschreibungen von Fr. 419 000.— und Rückstellung von Fr. 180 000.— für Reorganisationsspesen mit einem Reingewinn von Fr. 851 600.— ab. Der einzuberufenden Generalversammlung wird deshalb eine Dividende von 6 Prozent beantragt werden. Ich frage mich, ob sich der Steuerzahler, der diese Herren besoldet, eine solche Behandlung gefallen lassen muss und ob nicht eine Mahnung den Zweck besser und anständiger eifüllt hätte. Ich frage mich, ob nicht der anzeigende Vwkehrspolizist mit weniger Mühe und besserem Erfolg mich oder die beim Wagen verbliebene Persott ersucht hätte, weiterzufahren. Wahrscheinlich war mein Anhalten von so kurzer Dauer, dass er dazu nicht einmal Zeit fand. Die Eisenbahn passt sich den Verhältnissen an. So lautete der Titel eines kürzlich in Ihrem Blatte mit Gr. bezeichneten Artikels. Zeit wäre es zu dieser Anpassung, aber ein Vorkommnis letzter Tage zeugt noch nicht von Anpassung. Ich zahle der Bahn monatlich ca. Fr. 1000.— und bringe allerlei Stückgut täglich zum Versand. Mit einer Reihe anderer Artikel wollte ich dieser Tage auf meiner S. B. B.- Station zwei Eisenkoribflaschen Salzsäure aufgeben, jede zu ca. 70 kg netto und 86 kg Bruttogewicht. Die andern Sachen wurden zur Spedition angenommen, diese beiden Flaschen aber nicht, weil solche nach Reglement zu schwer seien. Wenn ich auf der trages innert zehni Tagen Betreibung, event. Umwandlung in Gefängnis erfolge. Gezeichnet: DasSpedition beharre, so müsse ich die Fracht Polizeirichtergjnt. statt für 172 kg Gesamtbruttogewicht für Ich frage mich ernstlich, ob nun dieses Verbrechen derart war, dass ich meine alten Tage hinter' 2000 kg bezahlen. Der Verkaufswert der. •'Gefängnismaüem verbringen muss. beiden Flaschen franko Station des Empfängers betrug ca. Fr. 35.— und die Frachttaxe allein wäre statt auf ca. Fr. 10.— Stückgutfracht auf ca. Fr. 134.— zu stehen gekommen. Somit blieb mir nichts anders übrig, als die Flaschen wieder nach Hause zu nehmen und per Auto zu spedieren. Nach solchen Vorkommnissen haben die Bahnen kein Recht, über Abwanderung der Güter an das Auto zu klagen; denn wenn ich gezwungen werde, die Korbflaschen per Auto zu spedieren, so kann ich auch alles andere selbst mit Lieferungswagen machen. B. BÜdaertisch Vom Kalendermann. Soeben erscheint der Fretz- Wandkalender 1929, traditionsgemäss den jährlichen Kalender-Reigen abschließend, mit einem — dieses Jahr besonders willkommenen — Frühlingsgruss. Wer wollte dem frischen Wehntalermeiteli, das seinen Schlüsselblumenstrauss mit kindlicher Andacht in den Händen hält, nicht gern einen guten Platz in seiner Wohnung einräumen ? Es ist das Gemälde einer Zürcher Künstlerin, O. W- Roederstein, das hier eine vorzügliche Wiedergabe erfahren hat. Die wertvollen künstlerischen Qualitäten des Bildes, nicht zuletzt in einer lebenswahren, ungeschminkten Darstellung bestehend, werden dem Beschauer nicht verborgen bleiben. Autotechnisches Wörterbuch II. Französisch- Deutsch-Englisch-Italienisch. (= Autotechnische Bibliothek, Band 22). 175 Seiten. In Ganz!. Rm. 5_. Verlag Richard Carl Schmidt & Co., Berlin W.62 1929. Nachdem bereits zwei Bände dieses bequemen Spezialworterbucb.es vorliegen, ist nunmehr auch der Band, mit Französisch als Kopfsprache erechienen. Das Erscheinen dieses Bandes wird nicht allein von Autofahrern, sondern auch von Technikern und Ingenieuren, die mit Motorwagen, Flugzeugen und aller Art von Motoren zu tun haben, freudig begrüsst werden. Bei Auslandsfahrten spart der Fahrer viel Aerger, wenn er dieses Wörterbuch mitnimmt, denn alle Spezial-Ausdrücke, die der Motorfahrer in der Garage und der Reparatur-Werkstatt braucht, sind vereint. Daa Wörterbuch ist sorgfältig und ausführlich zusammengestellt und enthalt alle Fachausdrucke auf autotechnischem alle Konstrukteure und sonstige Interessenten, die die französische Fachpresse vorfolgen, -wird das Bändchen unentbehrlich sein. Auto-Diktionär. Dreisprachen-Wörterbuch des Automobilwesens. Von Benno R. Dierfeld. Bearbeitet für den Reichsverband der Automobilindustrie. 1. Band: Deutsch-Französiseh-Englisch. Dr. Ernst Valentin Verlag, Berlin-Friedenau 1, Sponholzstr. 7. In Halbleinen, auf holzfr. Papier. 180 Seiten. Preis Mark 6.—. Vor uns liegt der erste Band eines Werkes des bekannten Automobilschriftsfellers Regierungsbaumeister Benno R. Dierfeld, das sich a