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E_1929_Zeitung_Nr.029

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RUTOMOBIL-KEVUB du 15 au

RUTOMOBIL-KEVUB du 15 au 24 Mars 1929 bile de Geneve 13 CV die Bewunderung der Schweizerkundschaft erregt, wie sie schon am letzten PARISER SALON die Aufmerksamkeit der Elite der Kenner auf sich gezogen hatten. Ihr absolut ruhiger Gang, ihre Geschmeidigkeit und Kraft ermöglichen bei sehr geringem Verbrauch die Erreichung ungeahnt ter Durchschnitts - Geschwindigkeiten. Ihre leichte Steuerung, ihre ideale Federung, ihre unvergleichliche Strassenhaltung, ihr sehr grosses Beschleunigungsvermögen, sowie die weichen und starken Bremsen machen aus ihnen die vollkommensten Wagen, die Heute einem Liebhaber von Automobilen der grossen Klasse angeboten werden können. ont provoquö l'admiration de la dient feie Suisse comme elles ont retenu l'attention de l'elite des connaisseurs au dernier SALON DE PARIS. Absolument silencieuses, souples et puissantes, elles permettent d'obtenir, avec wie faible consommation, des moyennes insoupconne*es Direction tres douce, Suspension parfaite, tenue de route incomparable, acce- Ie>ation foudroyante, freinage puissant et progressif, telles sont quelques-unes des qualitds que l'on reconnatt ä ces deux types de voitures de grande classe. AGENCE ponr la Suisse f ran^aise: Automobiles Donnet-Zedel S. Ä. } Lausanne 24, av. des ßergieres AGENT GENERAL pour la Suisse allemande et Tessin: Rud. Hebeisen, Wohlen Argovie SOUS-AGENTS: 'H. Luthy, Zofingen - Kullmann, Birsfelden

II. Blatt BERN, 28. März 1929 N« 29 II. Blatt BERN, 28. März 1929 Batterie- und Magnetzündung stehen seit mehr als einem Vierteljahrhundert miteinander im Wettbewerb. Eine Zeitlang schien •es, als ob die Magnetzündung daraus als 'unbeschränkter Sieger hervorgehen würde. Aber in den letzten Jahren hat die Entwicklung eher wieder zugunsten der Batteriezündung- umgeschlagen. Gute Gründe sprechen dafür. Einmal der, dass es logisch erscheint, die ohnehin für die Beleuchtung •und das Anlassen erforderliche Batterie möglichst weitgehend auszunützen, wenn damit eine andere, Mehrkosten und Mehrgewicht verursachende Stromquelle umgangen werden kann. Dann die Eigenschaft der Batteriezündung, dass ein Funken schon von den niedersten Tourenzahlen aufwärts erhältlich ist, ein Umstand von grosser Wichtigkeit für das leichte Anspringen und den guten Langsamlauf eines Motors. Der Zündstrom selbst wird bei Batterieoind Magnetzündung auf genau dieselbe Art erzeugt, nämlich durch Induktion in einer mit zwei Wicklungen versehenen Spule. Ein Unterschied besteht nur darin, dass die Spule bei der Batteriezündung' feststeht, während sie bei der Magnetzündung, ausgenommen bei Scintilla u. a., auf den Anker aufgewickelt: ist und mit diesem rotiert. Weiter dient bei der Batteriezüh-I düng zum Induzieren des Zündstromes Strom aus der Batterie, während bei der, Magnetzündung dieser Strom durch die Rotation des Ankers in der einen Wicklung der Spule selbst erzeugt wird. Im ersten Fall erhält die eine Wicklung der Spule den « Primär »-Strom direkt fix und fertig geliefert, im zweiten Fall wird er in ihr durch die Einwirkung magnetischer Kräfte erst erzeugt. Wir wollen hier ausschliesslich näher auf die Batteriezündung eingehen und uns dazu vorerst etwas mit der mysteriösen Spule Ibefassßn. Diese Spule ist nichts anderes als •«ine Art Transformator. Sie wandelt die Technische Rundschau Die Batteriezündung im Kommen von der Batterie gelieferte Spannung von 6 oder 12 Volt in eine Spannung von mehreren 10 000 Volt um. Das Naturgesetz, das eine solche Umwandlung erlaubt, , ist das der «Induktion » und lautet ungefähr so: Verursacht man in einem Stromkreis Strom- SCHAITEB BATTERIE Links: Schema der Batteriezündung eines Vierzylindermotors. Rechts: Grundsätzliche Schaltung der Batteriezündung: 104a Primärwicklung, 104b Se- ^ kundärwicklung, 105 Kondensator, 107a nachstellbarer Kontakt, 107b Kontakt am Unterbrecherhebel, 107c Unterbrecherhebel, 112 Verteilerlauf stück, * 113a Verteilersegment, 173 isolierte Elektrode, 174 Masse-Elektrode; S = Ausschalter, B = Batterie, F = Funkenstrecke. Schwankungen, so wird dadurch in einem benachbarten zweiten Stromkreis- ebenfalls ein Ström erzeugt. Praktisch nützt man diese Tatsache aus, indem man die beiden Stromkreise als voneinander getrennte Wicklungen konzentrisch '' iheinanderlegt. Ein Eisenkern in der Mittel der Wicklungen verstärkt dabei noch die' Wirkung. Um in der zweiten, 'der « Sekundär»-Wicklüng, die für die Zündung nötige Spannung zu erhalten, setzt man sie möglichst oft den Einflüssen der «Primär »-Wicklung aus: Man verwendet'eine* sehr höhe Windungszahl. •* Die Zündspule eines Automobils besitzt durchschnittlich zwei Lagen Primärwicklung und ungefähr hundertmal mehr Sekundärwindungeh: ' Zur Erzeugung der Stromschwankungen in der Primärwicklung dient der Untefbrecfierl - '• - i„ ' ( Dieser Unterbrecher ist nichts anderes als ein in den Primärstromkreis eingesetzter I Schalter. Seine Kontakte bestehen aus Platin- oder anderen Speziallegierungen, die fähig sind, Milliarden von Unterbrüchen und Schliessungen ohne Verbrennung oder anderweitige stärkere Abnützung auszuhalten, vorausgesetzt, dass das Auftreten von starken Funken dabei unmöglich gemacht wird. Ein starkes Funken des Unterbrechers vermindert aber nicht nur die Lebens- dauer der KontaMe, es vermindert auch die Wirkung der Spule. Treten beim Oeffnen des Unterbrechers Funken auf,, dann sinkt die Spannung nur nach und nach auf Null; die Stromschwankung, die zur Induktion notwendig ist, erfolgt also nicht so rasch wie erwünscht. Der induzierte Zündstrom -ist deshalb nur schwach. Man benötigt deshalb 1 weiter ein Mittel, das das Auftreten von Funken verhindert, und dieses Mittel ist der rfVWMK/WVKMVMWVMVXOKI Kondensator. Der Kondensator ist eine Art Reservoir, • Öas die Funkenenergie vorübergehend aufnimmt. Er besteht eigentlich aus einer sehr •'grössen Metallfläche,s über die sich die überschüssige Elektrizität verteilen kann. In Wirklichkeit ist es durch die Anwendung physikalischer Tatsachen möglich, die Wirkung der grössen Fläche auch auf einen -§knz kleinen Raum zusammenzudrängen. Man legt dazu die verwendeten Stanniol- blättchen bei gegenseitiger Isolierung durch Glimmerblättchen ganz nahe aneinander und verbindet sie abwechslungsweise mit dem einen und dem andern Unterbrecher- Pol. So hat schliesslich der Kondensator nur mehr die Ausmasse eines der Miniatur- Taschenkalenderchen und kann leicht .entweder um die Spule herumgewickelt oder neben dieser angebracht werden. Spule und Kondensator oder Unterbrecher und Kondensator bilden deshalb fast immer eine Einheit. Damit haben wir die für einen Einzylin- Teile einer Batteriezündung: a Massenanschluss am Chassisrahmen, b Akkumulator, c Schalter, d .Zündspule, e Unterbrecher des niedergespannten Stromes, f Hochspannungsstromverteiter, g Zündkerze. spricht... Tatsache ist, Die zahlreichen Gerüchte und Behauptungen, wonach Opel seit der Fusion mit der General Motors Corporation nur noch die 5-PS. Wagen herstellen, sind aus der Luft gegriffen. OPEL OPEL OPEL OPEL OPEL noch sämtliche Typen herstellt, dass eine eigene Verkaufsorganisation neben der Q. M. G führt, dass nach wie uor sämtliche Bestandteile für die laufenden Typen herstellt und liefert, dass mit seinen neuesten Modellen am Genfer-Salon einen grössen Erfolg zu uerzeichnen hatte, dass produktionsfähiger ist denn je TITflH fl.-Q., fibtl. Automobile, Löiuenstrasse 19, ZÜRICH 1 Kantons-vertreter: W. Bircher, Solothurn fl. Bianchetti, Üocarno C. Dieihetm, fimristuil W.Eckmger, Dietlikon Freq & uon Feibert, Ölten Fischer & Willtmann, Lyss Ferrari. Bernasconi S. fl., Lugano E. Glatt, Willisau P. Qiättli, Hedingen L Q. Koger, Basel J. Keigel, Frenkendorf E. Krummenacher, Luzern Kessler-laeger, Seestrasse 100, Zürich R. Leuzinger-Wild, Gfarus H. P. E. K. W. G. Lan2, Rohrbach Mussbaum, Cangnau Pfenninger, Wetzikon Ruckstuhl, Sirnach Reize, Baisthal Reber, Bern