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E_1929_Zeitung_Nr.066

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N° 66 Venedig und das Auto (gli). Venedig streckt sich gewaltig, wird aus einer Stadt der historischen Erinnerungen und der Museen eine moderne Handelsstadt. Freilich findet diese Entwicklung zum grossen Teil auf Venedig-Festland statt, nämlich in dem mächtigen Hafen und der grossartig sich anlassenden Industriestadt, die in den letzten zehn Jahren sich bei Mestre entwickelt hat. Oder vielmehr, sie ist mit bewusstem Wollen dort geschaffen worden von einer kleinen Gruppe Venezianer, die es nicht länger haben wollten, dass die altberühmte Stadt immer mehr bloss ein Sammelplatz für das internationale Touristentum werde, die meinten, die Stadt könne in jeder Weise und selbst für den Tourismus nur gewinnen, wenn sie sich wieder zu einem selbständigen ökonomischen Dasein erhebe wie in den berühmten alten Zeiten. Dem Anwachsen und Ausbau dieses Festlandvenedig wird auch die übrigens bitter ernst gemeinte Politik Mussolinis, die Grossstädte zu beschneiden, nicht entgegenwirken, denn dort handelt es sich nicht um Erschaffung einer riesigen, industriellen Zentrale, sondern nur darum, auf dem Festland der bestehenden Bevölkerung Venedigs einen soliden Erwerb zu verschaffen, unabhängig vom Fremdenverkehr. Allein je mehr das festländische Venedig wächst, um so misslicher werden die -ohnehin längst ungenügenden Verkehrsverhältnisse zwischen der Lagunenstadt und dem Festland. Die bestehende Eisenbahnbrücke, noch aus der österreichischen Zeit, ist verkehrspolitisch eine Spottgeburt geworden. Aber wie da abhelfen, ohne dem Inselcharakter der Stadt, an dem nicht nur romantisch gesinnte Gemüter hängen, zu schaden? Es fehlt nicht an Vorschlägen. Der nächst- Iiegende ist natürlich, die Brücke zu erweitern zu einer Monstrebrücke für Bahn, Autos, Velos und Fussgänger, unmöglich ist das nicht, technisch ist es die einfachste und billigste Lösung. In den Vereinigten Staaten und auch in England hat man dergleichen schon lange. Ein anderer Plan ist, die Brücke zu lassen wie sie ist und einen Kilometer davon entfernt eine neue zu bauen, die wesentlich für den Warenverkehr wäre, aber auch für Autos und Velos passierbar gemacht würde. Ein drittes Projekt will den Verkehr überhaupt unter Wasser leiten, eventuell sogar die bestehende Brücke abbrechen. Es, soll ein Tunnel unter der Lagune durch erstellt werden für Eisenbahn, Tram, Autos und Fussgänger. Auch dieses Projekt hat keine grossen, technischen Schwierigkeiten und würde sich empfehlen, insofern, als dadurch der bisherige Inselcharakter der Stadt am besten gewahrt wäre. Dagegen sprechen aber die enorm hohen Kosten. Den Inselcharakter der Stadt zu wahren, liegt mehr oder weniger allen Interessenten am Herzen: aber die einen würden mehr, die andern weniger Opfer bringen hinsichtlich dieses Postulates. Sehr entschieden hat sich vor Jahren Mussolini ausgesprochen. Er hat geradezu gesagt, so lange er am Regiment sei, werde er nie eine Brücke erlauben, die den Autos und den Fussgängern den direkten Zugang erlauben würde. Ob er aber jetzt noch sein Veto aufrechterhalten will, weiss man nicht. Kürzlich hat er eine Abordnung der Stadt empfangen und ihr erklärt, er anerkenne die Notwendigkeit und Dringlichkeit, den Verkehr Venedigs mit dem Festland besser zu gestalten, «mit dem hauptsächlichen Ziel, den Abfluss der Bevölkerung nach den Arbeitsorten des Festlandes zu erlauben.» Dieser Zusatz ist charakteristisch. Mussolini will auch in Venedig nicht ein Anwachsen, sondern ein Abnehmen der grossstädtischen Bevölkerung und die neue Industriestadt Mestre soll den wesentlichen Zweck haben, dieser abströmenden Bevölkerung Arbeit zu verschaffen. Wie sich aber dann für den internationalen Verkehr die Sache gestalten würde, ist aus diesen Worten nicht ersichtlich. Hingegen erfährt man aus Venedig, dass dort die massgebenden Kreise einig geworden sind, die Lösung zu postulieren, dass eine Intensifizierung des Bahnverkehrs und ein Zugang für Fussgänger und Velos gleichzeitig ins Werk gesetzt werden. Schon vor längerer Zeit hat die Regierung den Bau eines Riesenbahnhofes in Venedig beschlossen und die Kredite ausgeworfen. Von dieser Station aus sollen sieben Geleise nach Mestre führen, worunter die beiden zentralen für die internationalen Schnellzüge reserviert würden. Damit soll eine Steigerung des Verkehrs auf hundert Züge täglich erreicht werden, was vorläufig genügen würde. Ferner soll ein neues, grosses «Darsena» gebaut werden, will sagen ein überdeckter Raum zur Aufnahme der Motorschiffe und Gondeln. Dann aber soll eine nochmalige Erweiterung der Brücke auch für die Bequemlichkeit der der ganzen Welt eingetroffen sein. Die Gesellschaft gibt ein periodisches Bulletin her Leute sorgen, die die Bahn nicht benützen wollen. Eine Passarelle für Fussgänger und aus. eine Brücke für Velos und Autos ist verlangt. Daneben aber steht ein vermittelndes Projekt, nämlich statt dieser zweiten, breiten A. C. S. Brücke bloss eine schmale für einen Tram A. C. S., Sektion Liechtenstein. Zu der in Nr. 64 zu bauen, Velos und Autos also auszuschliessen und auch die Fussgänger. Immer in Mühleholz, in der Nähe von Vaduz, ist weiter zu der «A.-R.» gemeldeten Strassenunterbrechung beim Sorge für den Inselcharakter der Stadt. berichten, dass dieselbe ca. 14 Tage dauern wirtLi Da-s Strassentrasse wird gegenwärtig an der Verschüttungsstelle in flachem Bogen südwestlich ver-> Für die freie Zufahrt des Autos nach Mestre wird in einer grossartigen Weise gesorgt werden: durch den Bau einer Auto- Inzwischen findet die Verkehrsumleitung so* fegt. strasse Turin-Mailand-Mestre-Venedig. Wenn wohl nordöstlich (oberhalb) wie südwestlich (unterhalb) auf Landwegen statt. Fahrer, welche aus aber dies einmal perfekt sein wird, dann Schaan kommend, nach Vaduz wollen, müssen, sofern sie die obere Route benutzen, nach Passie-* wird der Riesenverkehr auf den Punkt Mestre die Autos direkt auch in den neuen Bahnhof Venedig hineinfahren können. Nicht aber unterhalb der Spinnerei Jenny, Spörry & Co., ent- rung des Rüfenübergangs und der Landstrassa weder den ersten rechts rechtwinklig nach unten weiter! Denn Venedig müsste ganz umgebaut abbiegenden Landweg oder spätestens im Oberdorf werden, wollte man die Autos auf die Piazza Vaduz vorm «Roten Haus» (altes Gebäude mit hohem ziegelgedecktem Turm), die rechts nach untere San Marco kommen lassen, was übrigens kaum jemand wünscht. abbiegende Dorfstrasse benutzen. Die am cRoten Haus» geradeaus weiterführende Straase hingegen Der Druck des Verkehrs wird aber ganz ist einzuschlagen von Fahrern, die zum Schloss sicher enorm wachsen. Enorm und schnell! Vaduz, Triesenberg (Samina, Rothenboden) wollen, Es ist nämlich in den letzten zwanzig Jahren ebenso für Fahrten nach Kurhaus Gaflei. gerade in dem Kreis, dessen Mittelpunkt Venedig ist, riesig gearbeitet worden in gros- ist zwar mit Ausweichstellen versehen, doch er- Die Gafleistrasse (Triesenberg-Masescha-Gaflei) fordert ihre Befahrung grosse Vorsicht, zumal in sen Boden-Meliorationen, in neuen Strassen Kurven. Ihr Ausbau zur Automobiktra&se wird etc.; dann drücken auch die neueroberten noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Gebiete in dieser Richtung auf den Verkehr. Die Rheinbrücke Bendern-Haag ist seit ca. t Venedig wird, wenn es nach dem Willen Woche dem Fahrverkehr wieder geöffnet. Mussolinis geht, so wenig eine grosse Industriestadt werden wie Rom, wohl aber eine Bei^Durchfahrung von Vaduz ist besonders auf Die Rufe - Verscbüttungen auf der Strecke Schaanwaid-Nendeln-Schaan sind behoben. grosse Handelsstadt, wie es auch in den al-Einhaltung des Innerorts-Tempoa (30 km/Std. Toleranz-Tempo) zu achten. c. a!.-r. ten, glorreichen Zeiten war. Mestre und Venedig werden zusammenwachsen und zusammen die Aufgabe bewältigen, den Verkehr des grossen und .reichen Gebietes zu besorgen, dessen Mittelpunkt die Lagunenstadt ist. In letzter Zeit hat sich auf die Initiative des Grafen Volpi, des kürzlich von Mussolini plötzlich abgesägten, langjährigen Finanzministers, eine Gesellschaft gebildet, die auch den ziemlich darniederliegenden Verkehr durch Motorboote haben will und darüber hinaus Venedig zu einem nationalen und internationalen Sportzentrum für Motorschiffe, Segelboote und Ruderschiffe umgestalten möchte. Man will auf diesem Gebiete erreichen, was Mailand längst auf dem Gebiete des Autosportes ist. So ist denn für den Herbst des nächsten Jahres eine grosse, internationale Regatte für Motorschiffe beschlossen worden. Die Einladungen werden über ganz Europa hin versandt und es sollen bereits Anmeldungen von Sportbeflissenen und von Fabrikanten von Motorbooten aus A. C. S. SEKTION LUZERN. Eröffnung und Einweihung der Clubräume (Löwenstrasse 3). Der Einzug in ein neue? eigenes Heim ist für jede Familie für jeden Verein oder Club ein wichtiges Ereignis, das im Ausblick auf die Zukunft gefeiert •werden darf. Wenn man weiss, wie sehr der Automobiltourismus entwickelt ist. begreift man, dass der Automobilclub Luzern sich allmählich in die Zwangslage versetzt sah, eine Informationsstelle — ein « Verkehrsbureau für Automobilisten » zu errichten, das zugleich auch das Sekretariat des Clubs führt. Dort finden nun Einheimische und Fremde die nötigen Auskünfte über Grenzkontrollen für Wagen und Fahrer Zusammenstellung der Routen im Inund Ausland, die erforderlichen Auskünfte über Versicherungen und juristische Beratung, über Zustand der Strassen. über Sperrungen, sei es im Sommer, sei es im Winter, wenn die Bergpässe verschneit sind und die Autos per Bahn durch die Tunnels geführt worden müssen. Neuestens kommen auch die Autofähren unserer Seen in Bpfracht, die nach Fahrplan verkphren. Man verschafft sich dort die Karten und Reisebücher für Autotouren, die Adressen der zugehörigen Aufochibs und ihrer Ausfcunftsstellen. der Garagen und Reparaturwerkstätten^ kurr^ eine Menge « lebenswichtiger Dinge >.• Die HorKmnIe einer Garage r & Wageiifähigen Stils sind Hebevorrichtungen diese zweiarmigen, hydraal., drehbaren SchWSrZWald Karte för Aitomobiltihm Ümfant alte fahrbaren Strassen von bis hinunter O. 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- 1929 AUTOMOBIL-REVUE Alle diese Fäden laufen nun in Zukunft zusammen im Informationsbureau Löwenstrasse 3, 1. Etage, das allen Interessenten gratis zur Verfügung steht. Wir hoffen, dass es recht lebhaft benutzt werde und damit seinen Zweck erfülle. Der letzte Samstagabend war der Einweihung dieses Bureaus gewidmet. • Zugleich eröffnete der Club seine eigenen Privaträume: Empfangszimmer. Sitzungszimmer und eine kleine Bar, die gegen die Löwenstrasse hin die ganze Front einnehmen und zu einem grossen Saal verbunden werden können. Dieser Flügel des StadthofhufeKsens wurde für den neuen Zweck umgebaut durch Herrn Architekt Otto Dreyer, der mit bedeutendem künstlerischem Können und geistiger Klarheit ein modernes, heimeliges Milieu schuf. Die zahlreich erschienenen Damen und Herren des Clubs nahmen mit sichtlichem Behagen Besitz vom neuen Heim. Herr Präsident C. J. Bucher, der in so tatkräftiger Weise seit vielen Jahren dem Club vorsteht, begrüsste die illustre Corona und verdankte allen die vielen Sympathien, die in materieller und ideeller Hinsicht den Grundstein zum endlich errungenen Haus gelegt haben. Aus der Reihe der Mitglieder und im Auftrag des Vorstandes dankte Herr Dr. E. Boesch speziell dem Herrn Präsidenten für seine aufopfernde Arbeit im Interesse des Clubs. Herr Siegenthaler, Präsident der Sektion Zug des Schweiz. Automobilclubs, brachte die Gratulationen und Grüsse aus unserer Nachbarstadt. Ein gut eingespieltes Orchester umrahmte den Abend. Fräulein Else Wyrsch spielte mit Bravour zwei entzückende KJaviersolis. Frau Dr. Alice Baehr-Rieser sang, am Flügel begleitet von Frau Heyn, einige ihrer schönsten Liederperlen. Sie fügten sich prächtig in den stimmungsvollen Abend ein, der im Cachet des Intimen und Harmonischen mit einem frohen Tänzchen schloss. T. C S. AUTOSEKTION ST. GALLEN - APPENZELL DES T. C. S., Gruppe Appenzell Vorderland und Rheintal. In der Hauptversammlung in Bad Balgach vom 14. April 1929 wurde beschlossen, im Laufe des Sommers eine Picknickfahrt zu veranstalten. Da nun die Sektion St. Gallen-Appenzell ebenfalls eine Picknickfahrt, verbunden mit einer Bergchilbi, vorgesehen hat, und zwar in unserer Gegend auf der Schwendi ob Schachen, so hat sich die «ngere Kommission dafür entschieden, unsere Picknickfahrt mit obenerwähnter Veranstaltung zu verbinden. Die Bergchilbi findet am 4. bezw. am 11. August 1929 statt, und die Mitglieder erhalten noch besondere Einladungsschreiben. AUTO-SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL DES T. C. S., Ortsgruppe Rorschach. Wir machen Sie hiermit auf die Bergchilbi der Sektion St. Gallen-Stadt in Verbindung mit den Sektionen Appenzell Vorderland und Rheintal aufmerksam, die Sonntag, den 4. eventuell 11. August 1929, auf der Schwende ob Schachen stattfindet. Die Sektionen laden uns zu diesem gewiss sehr gediegenen Feste ein, und es wäre sehr zu begrüssen, wenn möglichst viele unserer Mitglieder diesen Anlass besuchen würden, um die nachbarlichen Beziehungen zu pflegen. Auskunft bei zweifelhafter Witterung erteilt Tel. 248 Rorschach. Abfahrt 13.30 Uhr beim Restaurant Mariaberg. Die Kommission. DIE AUTOMATISCHE ZYLINDERSCHLEIFMASCHINE AUTO-SECTION GRAUBÜNDEN DES T. C. S. Am Sonntag den 11. August findet eine Clubfahrt mit Picknick auf den Albulapasa Aquacalda: statt. Alles Nähere in der nächsten Nummer der «A.-R.>. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. Auf Antrag des Organisationskomitees des Blumenfestes wird der von der Autosektion Zürich des T. C. S. geplante Lampionkorso im Rahmen des Blumenfestes durchgeführt werden. Bei günstiger Witterung findet der Korso Sonntag, den 1. September a. c. abends zirka 9 Uhr statt. Die Route bleibt die vorgesehene (siehe Nr. 65 A. R.). Da bis jetzt schon zahlreiche Meldungen eingegangen sind, darf mit einem hübschen Bild gerechnet werden. AUTOSEKTION SEELAND DES T.C.S. Trotzdem am Donnerstag, den 25. Juli, als an welchem Tage die Seeländer sich jenseits der Juraberge begeben wollten, das Wetter nicht gerade auf beau fixe eingestellt war, trafen sich doch 7 Wagen mit zusammen 28 Mitgliedern unserer Sektion Seeland zirka 9.30 Uhr in den Peugeotwerken in Sochaux. Sofort begann unter kundiger Führung der Besuch der diversen Abteilungen. Begonnen wurde mit der Karosseriewerkstätte, die vollständig nach Bandsystem arbeitet. Nur eine Karosserie I Aber bis der letzte coup de polissage erledigt ist. braucht es doch allerhand, und die Seeländer bekamen einen Begriff davon, was alles nötig ist, bis der Kasten fertig ist zum Aufmontieren auf das Chassis. Nachher begab man sich in die Giesserei, wo Aluminium-, Bronze-, Eisen- und Stahl-Formguss hergestellt wird. Auch hier haben ganz moderne Arbeitsgänge platzgegriffen. f Es folgte die Dreherei. Chassis-Montiererei und die Stanzerei, wo riesenhafte Pressen Rahmenlängen, Schutzbleche und andere Bestandteile in einer Operation herstellen. Es wird heute in der Kaltformgebung im Automobilbau geradezu Märchenhaftes geleistet. Die Maschinenhalle, wo Dreherei, Fräserei und übrige Bearbeitungsvorgänge der Motoren und Antriebmechanismen untergebracht sind, ist derzeit im Wachsen begriffen und wird, wenn fertig, allein so gross sein, wie eine grössere schweizerische Maschinenfabrik. Die Chassis werden nach FJiesssystem montiert. Es macht von weitem den Eindruck, als ob ein Bienenschwarm in Tätigkeit sei. Am Ende kommt das fertige Auto ohne Karosserie heraus, wird prompt abtransportiert nach der Karosserie, wo ihm zuerst mit einigen Farbenspritzpistolen ein schwarzes Kleid angezogen wird. Nachher begaben sich die Seeländer noch in die etwas weiter gegen Montbeliard gelegene Schmiede, wo durch eine ganze Allee Hämmer aller Art und verschiedener Grossen die Gesenkstücke, wie Vorderachsen, Pleuelstangen, Radnaben, Kurbelwellen und anderes mehr angefertigt werden. Mit unglaublicher Präzision wird da gearbeitet. Die Gesenkstücke differieren im Gewicht höchstens einige Bruchteile von Prozenten. Peugeot-Automobiles beschäftigt) Sn Sochaux heute zirka 7000 Albeiter und produziert zirka 120 bis 150 Wagen per Tag. In den Filialen Audincourt und Paris sind nochmals zirka 3000 Arbeiter. Dort werden die 6-Zylinder und ventillosen Motoren gebaut. Alle Karosserien aber in Sochaux. . _ Dass, bei «$o viel Interessantem-auch der .Magen nicht zu. kurz kommen, darf, ist selbstredend. -Nach Beendigung des hochinteressanten Besuches fuhr die Kolonne nach Montbeiiard ins Hotel des Balances, wo uns ein feudales Mittagessen erwartete. " Die Herren Barbier und Kramer, von der Direktion der schweizerischen Verkaufsgesellschaft der Peugeotwerke, die in liebenswürdiger Weise an der Führung durch das Werk teilgenommen hatten, haben auch in gastronomischer Hinsicht ganze Arbeit geleistet. Die S.-A. des Automobiles Peugeot hat es sich nicht nehmen lassen, den Seeländern als Dessert, eine vorzügliche Zugabe in Form eines feurigen Rhonetropfens zu spenden. Alle Gemüter schlugen höher und Präsident Strehler dankte in einer kurzen Rede für alle die Liebenswürdigkeiten, die uns an diesem unvergeßlichen schönen Tage von Seiten der Peugeot-Werke zuteil geworden sind. Präsident Strehler ersuchte die Vertreter der Peugeot-Werke, ihrer Direktion unsern ganz speziellen Dank abzustatten. Jeder kehrte mit der grössten Befriedigung nach Hause, etwas Grossartiges gesehen und miterlebt zu haben. Die Teilnehmer dieses glänzend gelungenen Ausfluges werden noch lange an die schönen Stunden zurückdenken, die sie in freundnachbarlichen Gauen des Dpubs nur zu rasch haben vorbeifliegen sehen. Für die Rückfahrt wurden 2 Varianten freigestellt. Man wollte sich noch in Tavannes treffen, aber die ersten waren schon dort als die letzten erst im Glänze der Abendsonne die gastfreundliohen Gassen von Montbeliard verliessen. Allen Teilnehmern und den Peugeotwerken noch einmal besten Dank für ihr Beitragen zum guten Gelingen dieses Ausfluges. Turnfest in Couvet. Das Val de Travers, das den landeskundigen Automobilisten als ein prächtiges Ausflugsziel bekannt ist, und vorab Couvet, rüsten auf übermorgen zum grossen Fest. Die Neuenburger Turnerschaft hält im heimeligen Couvet mit über 800 Turnern ihr kantonales Fest ab. Seit mehr als 35 Jahren hat diese Ortschaft mit ihrer vielfach noch unverfälschten Val de Travers- Kultur keinen grösseren Anlass mehr beherbergt und man begreift deshalb den Eifer und das Interesse, das die ganze Einwohnerschaft dem Ereignis entgegenbringt. Wenn die Feste in Couvet so selten sind, so hat das neben der arbeitsamen Natur seiner Bevölkerung noch einen anderen wichtigen Grund, indem das Städtlein stets mit Verkehrssorgen bedrückt war. Der Anschluss ans Eisenbahnnetz ist ein derart ungünstiger und die daraus resultierenden Verbindungen sind so mager, dass Couvet sich nie mit Aussicht auf Erfolg für die Ueberi nähme grosser Feste melden konnte, da man höch- .stens die Frage entgegenhielt, wie die Teilnehmer lund Festbummler denn überhaupt hinkommen sollten! !-• Aber Couvet liegt andererseits an der prächtigen ?Strasse, die von Neuchätel über Les Verrieres nach Pontarlier führt, und das hat dem Städtlein im Zeitalter des Automobils den Mut gegeben, wieder einmal ein kantonales Turnfest zu übernehmen! Es vertraut auf die Vorteile eines guten Strassennetzes, einer prächtigen Lage inmitten des malerischen Tales, auf das Sportverständnis der Automobilisten J Urid ihren guten Willen, einen schönen Sonntags- 'ausflug mit einem Festbesuch zu verbinden. Das ;sJDrganisationskomitee erklärt in seinem Aufruf treuherzig: «Vu les Communications ferroviaires peu favorables, le Comite compto enormement sur les automobilistes», und die Automobilisten werden sich, dieser besonders herzlichen Einladung nicht vorschliessen, können sie doch auf einen entsprechend, freundlichen Empfang rechnen und 60 das besondere Verständnis quittieren, das ihnen die Leute von Couvet nicht nur auf das Fest hin, sondern auch darüber hinaus entgegenbringen werden! b* Anfrage 1. Schlafbedürfnis. Auf langen Fahrten werde ich von einem, unwiderstehlichen. Schlafbedürfnis befasst; wenn" ich nicht anhalta und aussteige, so fallen mir beinahe die Augen zu« Auch habe ich schon alles mögliche probiert < Kaugummi. Eau de Cologne, Kaffee», ohne zu einem 1 Resultate zu kommen. Ich muss anhalten, und sollte ausschlafen, wenn ich sicher weiterfahren: soll. Dabei bin ich keineswegs übermüdet. Lässt sich dieses Schlafgefühl beseitigen, oder nicht? Antwort: Gewiss jeder vorsichtige Autolenker kennt dieses vermehrte Schlafbedürfnis, besonders wenn er nach einigem Unterbruch wieder grosse Strecken fährt Es handelt sich um eine Ermüdungserscheinung gewisser Hirnbezirke. Wenn, man bedenkt, welch angestrengte Aufmerksamkeit das Autolenken fortwährend erfordert, vor allem bei Nacht, so ist dies nicht besonders verwunderlich. Die einschläfernde Wirkung durch das gleichförmige Summen des Motors, die mangelnde körperliche Bewegung und die -warme Luft in der N'ähe des Motors verstärken das Schlafbedürfnis beträchtlich, bei dem einen mehr, bei dem andern' weniger. Wie jede andere Ermüdungserscheinung am Körper erfordert dieses Schlafbedürfnis während! der Fahrt in allererster Linie Ruhe. Oftmals genügt nur kurze Unterbrechung der angestrengten Tätigkeit und Bewegung an der frischen Luft, um die Blutzirkulation wieder reger zu gestalten und 1 das Schlafbedürfnis zu beseitigen oder doch zu verringern, wenigstens für einige Zeit. In gleichem: Sinne wirken verschiedene Hautreize, wie das Waschen! des Gesichts, des Nackens und der Arme mit Kölnischwasser und dergl. Durch solche einfache Massnahmen nicht zu überwindendes Schlafbedürfnis bedeutet, dass dem Körper keine weitern grösseren Anstrengungen mehr zugemutet werden dürfen, soll er nicht auf die Dauer weniger leistunjjs- 1 fähig werden. Vor der 1 Anwendung allzu starker Reizmittel ist zu warnen, da sie den Körper nur vorübergehend aufpeitschen und ihn in einen Zustand der Uebererregbarkeit versetzen, in wechem der Autolenker nicht wie in Ruhe jede Gefahrsituation rasch und zweckmässig überwindet M. Verteidiger zum Zeugen: «Sie hörten die Schüsse fallen?». Zeuge: «Jawohl!» Verteidiger: «Wie weit waren Sie beim ersten Schuss vom Tatort entfernt?» Zeuge: «Etwa drei Meter.» Verteidiger: «Und beim zweiten?» Zeuge: «Ungefähr fünfhundert.» Redaktion «Auto-Revui» Hallwag A.-G., Bern. Telephon B. 3984. För die Ostschweiz: Bureau Zürich S 7053. 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