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E_1930_Zeitung_Nr.101

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° IDT Bunte Chronik aus aller Welt Hosenkrieg in Kanada. Die Studenten der kanadischen Hochschulen fechten zur Zeit einen harten Strauss aus. Allerdings nur einen hosen-politischen! Sie rennen mit Gewalt gegen die bestehende Verordnung der Universitätsbehörd&n an, nach der es streng verboten ist, die Räume der Hochschulen in kurzen Hosen zu betreten. Da Verbote aber die Opposition bekanntermassen immer radikaler machen, haben die kanadischen Studenten neuerdiings beschlossen, überhaupt keine langen Hosen mehr zu tragen. Eine Stadt mit mehr als 1300 baufälligen Häusern. Mexiko City, eine Stadt mit weit über 600,000 Einwohnern, bemüht sich in jüngster Zeit energisch um die Besserung der Wohnhygiene seiner Bürger. Sämtliche Häuser der Stadt werden von einer Baukommission geprüft, die das Recht hat, Reparaturen vorzuschreiben und die Häuser niedefreissen zu lassen, falls die Reparaturen nicht umgehend ausgeführt werden. Unter den bisher untersuchten 10,000 Häusern waren 1346 dringend reparaturbedürftig und mussten zum Teil sofort geräumt werden. In den Vororten wurden 257 baufällige Hütten, dte leicht zu Brutstätten ansteckender Krankheiten hätten werden können, einfach niedergerissen. F E U I L Die Geburt des Autos Von Jlja Ehrenburg. (Schluss). den «aufgeklärtesten Zeitgenossen» genannt. Zola hat graues Haar, aber er ist weit jünger als sein Jahrhundert. Asthmatisch keuchend, sucht er einen Blick ins neue Jahrhundert zu werfen. Seine Brüder im Zeichen der Feder schildern die Harems von Konstantinopel, die Liebe inmitten florentinischer Altertümer oder die Tränen einer verlassenen Provinzlerin. Zola ist mit anderem beschäftigt: gierig lauscht er dem Brüllen der Börse, dem düsteren Schürfen der Bergleute, dem Lärm der Maschinen. Die Fahrt von Paris Island nützt seine heissen Quellen aus. Während bisher die heissen Quellen Islands nur vereinzelt verwertet wurden, wird jetzt eine Ausnutzung im grossen in die Wege geleitet. Der Althing nahm ein Gesetz an, das der Regierung und den Gemeinden das Recht verleiht, über alle heissen Quellen zu verfügen. Die Regierung hat bereits im Süden des Landes fünf Güter angekauft, auf denen sich 50 solcher Quellen befinden. Auf einem dieser Güter ist eine grosse Meierei eingerichtet worden, bei der alle Maschinen mit diesem unterirdischen Dampf geheizt werden. Ein anderes Gut wird in eine Heilstätte für Lungenkranke umgewandelt. Die Meierei rentiert sich so vorzüglich, dass ein weiteres derartiges Unternehmen in grossem Umfang in der Nähe der Hauptstadt eingerichtet wird. Sehr erfolgreiche Versuche sind mit der Heizung von Treibhäusern durch die Quellen gemacht worden. Alle Arten von Gemüsen werden das ganze Jahr gezogen; man hofft, auf diese Weise nicht nur Island völlig unabhängig von fremder Gemüseeinfuhr zu machen, sondern sogar Gemüse in grossem Massstab ausführen zu können. Ein Fürst als Juwelenreisender. Der vormalige Gatte der Filmdiva Pola Negri, der georgische Fürst Mdivani, muss sich jetzt selbst sein Brot verdienen. Nach langem Hin und Her und vielen gerührten Versöhnungen hat sich das Paar nun endgültig getrennt, und die vierjährige Ehe ist in die Brüche gegangen, obwohl die beiden gute Freunde bleiben. Der Fürst sucht sein elegantes Aeusseres, sein vornehmes Auftreten und seine Edelsteinkenntnis auszunutzen, die er sich an dem Schmuck seiner bis- nach Versailles war für ihn nicht nur ein heroisches Pieknick, sie war eine Erkundigungsfahrt ins zwanzigste Jahrhundert, und lächelnd antwortet er dem Vorsitzenden des Klubs: «Die Zukunft gehört dem Automobil. Ich bin hiervon überzeugt. Die ganze Bedeutung einer derartigen Erfindung lässt sich jetzt nur schwer ermessen. Die Entfernungen werden sich verringern, folglich ist das Automobil ein neuer Träger der Zivilisation und des Friedens. Schliesslich wird es zweifellos das Wohlergehen erhöhen...» Philippe Lebon träumte im Jahre 1798 von allgemeiner Wohlfahrt. Sein Motor ist niemals gebaut worden. Jetzt haben wir das Jahr 1898. Emile Zola ist von Paris nach Versailles gefahren. Emile Zola spricht von Wohlergehen. Das Automobil indes knirscht und stinkt. Herr Hay ist nicht Emile Zola. Er ist nicht der berühmte Schriftsteller und nicht der Held der Dreyfusfreunde. Er ist ein mittelmässiger Advokat. Er lebt in Poitiers, in dem langweiligen, kleinlichen Poitiers, wo sich die Gebeine der «heiligen Radegunde und sechzehn Altersheime befinden, wo alle mit den Hühnern zu Bett herigen Gattin erworben hat; er ist daher Geschäftsreisender einer bekannten Juwelierfirma geworden. Die Märchenträume von Hollywood sind geschwunden, und er geht mit einem Köfferchen « auf die Tour», ein Opfer der launischen Pola. Ueberproduktion an Intellektuellen. Die « Chronik der Menschheit» stellt folgende, nicht nur. für Deutschland symptomatische Tatsachen fest : Der Besuch der deutschen Hochschulen und Schulen deckt sich nicht mehr mit dem Bedarf an Arbeitskräften. Der Bedarf an Aerzten beträgt nach vorsichtiger Schätzung 46,000. Da bereits 49,000 vorhanden sind, ist für den jährlichen Nachwuchs von 1000 kein Platz mehr. Im Jahre 1927 kam auf 6400 Einwohner ein Richter und auf 3900 ein Rechtsanwalt. In absehbarer Zeit wird der unhaltbare Zustand erreicht sein, dass auf 2000 Einwohner ein Anwalt entfällt. Bei den Philologen steht einem Angebot von 18,000 Studienreferendaren ein Bedarf von 4300 gegenüber. Dabei wachsen die Besuchszahlen der höheren Schulen noch ständig. Die Vermehrung der Studentenzahl beträgt gegenüber der Friedenszeit 60 Prozent. Wie ungesund die Entwicklung ist, beweist, dass nach Untersuchungen des Bremer Stadtschulrates für rund 7000 Schüler der Stadt Bremen 42,4 Prozent der Schüler die höhere Schule verlassen, ehe die Abschlussreife oder überhaupt ein Teilziel erreicht ist Die Erklärung für den gewaltigen Andrang zu den höheren Schulen gibt der noch immer vorhandene falsche gesellschaftliche Ehrgeiz mancher Eltern, die Meinung, die Kinder durch möglichst hohe gehen, sobald es dunkel wird, wo eine Operette ein Skandal und Herr Millerand sich ein Stier auf so einen Phaethon, der der Antichrist ist. Aber Herr Hay ist einChauffeur sprang in einen Graben... Man Mann des Fortschritts. Er fuhr einmal zog ihn zum Glück noch heraus.. •» nach Paris und sah dort einen der Phaethons ohne Pferde. Seitdem verfolgt ihn mer an. Nichts mehr kann ihn zurückhal- Herr Hay hört zerstreut all dies Gejam- der eine Traum — sich so einen Wagen zu ten. An einem schönen Apriltag fährt er kaufen. Das Automobil saust wie ein Sturmwind dahin. Zwar braucht Herr Hay nirgendhin zu eilen, auch weiss er, dass man mit einem Automobil nicht weit kommt. Die Freunde spotten: «Ein Spielzeug, zudem ein gefährliches!» Aber Herr Hay träumt von einem Automobil, wie Schulknaben vom Heldentod des Indianerhäuptlings «Sperberkralle». Ein selbstfahrender Wagen ist teuer. Herr Hay hat sich für schlimme Zeiten etwas zurückgelegt. Er trennt sich von seinen Ersparnissen. Wozu erst warten? Zeiten der Not pflegen plötzlich einzutreten. Sämtliche Insassinnen der sechzehn Altersheime bekreuzigen sich und verkriechen sich in ihre Kämmerehen. Der Maire erlässt eine eilige Verfügung. Noch versuchen die Freunde des Herrn Hay, den Wahnsinnigen zur Vernunft zu bringen: «In der Nähe von. Mehun haben Kühe eine Maschine überfallen, und der Besitzer wäre fast ums Leben gekommen. Und in der Umgebung von Triel stürzte mit seiner Frau zur Stadt hinaus. Das Automobil fährt in vollem Tempo: vielleicht dreissig Kilometer in der Stunde! Ausbildung vor Existenzsorgen besser schützen zu können usw. 10 Meilen künstlichen Nebels wurden für einen neuen Bancroft-Film der Paramount auf hoher See hergestellt, um einen der Höhepunkte des Films, den Zusammenstoss zweier Schiffe in dichtem Nebel filmen zu können. Da es anscheinend unpraktisch oder unmöglich war, auf die Suche nach natürlichem Nebel zu gehen, musste zu dieser Hilfe gegriffen werden. Die Anleitung zur Herstellung des künstlichen Nebels wurde von dem amerikanischen Kriegsministerium besorgt. Ein grosses Motorboot wurde von den Technikern der Paramount mit den Gasbehältern und allen notwendigen Geräten und Materialien versehen und ein vollkommen natürlicher Nebel entstand unter dem Kommando des Regisseurs Rowland V. Lee. Der Nebel wurde 30 Meilen von der südkalifornischen Küste aus gelegt, entfernt von den bekannten Schiffsrouten, um eventuelle Unfälle zu vermeiden. Das Telephon in der Schule. Das englische Postministerium hat auf eine Anfrage eines Unterhausmitgliedes mitgeteilt, dass es die Frage der Unterweisung von Kindern im Gebrauch des Telephons aufs ernsthafteste prüft. Es sei beabsichtigt, in den Schulen regelmässige Kurse für den Gebrauch des Telephons einzuführen. Im übrigen wurde bei dem gleichen Anlass erklärt, der Wahlspruch des englischen Postministeriums sei: In jede Wohnung ein Telephon. Der Motor röchelt und rackert sich ab. Er ist noch neu, dieser Motor, neu sind auch die blinkenden Räder. Alt wie die Welt ist nur die grausame Freude im Herzen des Herrn Hay: er rast dem Tode entgegen. Beim ersten starken Gefälle bricht die Bremse, und die Mutigen stürzen unter die Räder. Bauern betrachten aus der Ferne die Leichen: sie haben Angst, sich dieser furchtbaren Maschine zu nähern. Herrn Hay wird niemand ein Denkmal setzen. Er hat nichts erfunden. Er hat sich nur einen Phaethon ohne Pferde gekauft und ist mit seiner Frau zur Stadt hinausgefahren. Zola las in der Zeitung von der entsetzlichen Katastrophe. Zola begann nicht, wie die Journalisten, das Automobil zu verwünschen. Nein, die Schlussfolgerung liege auf der Hand: man müsse festere Bremsen herstellen. In dreissig Jahren würden die glücklichen Enkel mit Erstaunen die Berichte von den Autokatastrophen anhören... Was das Wohlergehen anbelange, so werde es unbedingt steigen. Herr Emile Zola ist ein Mensch des neuen, des zwanzigsten Jahrhunderts, folglich ist er ein Optimist. ENDE em Zeit der bereite sich einmal eine Tasse Caotonic. — Den Inhalt einer Tablette schütte man in eine Tasse heisse Milch, rühre gut um u. das vorzügliche Kraft* getränk ist schon fertig. Also keine zeitraubenden Vor* bereitungen, keine Zutaten mehr. — Caotonic enthält alles, was ein ausgezeichnetes Getränk erfordert. 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N°101 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 17 Die Tr«o5dle am Vorabend der Auto-Ausstellung : Der Lebrjunge zerkratzt die Politur ! (London Opinion) Unsere humoristische Ecke Das praktische Barometer. Verkäufer, der eine alte ATche anpreist: «Im Preis ist übrigens ein komplettes Zubehör samt ei- ner Reihe von Automobilkarten inbegriffen. » Skeptischer Käufer : Es wäre vielleicht zweckmässig, Eisenbahnfahrpläne und Preislisten für Abschleppdienst beizufügen.» («Humorist») • • • Vorsichtig. «Herr Doktor, ich leidte so sehr an Gedächtnisschwäche ! » — « So, dann möchte ich Sie bitten, das Honorar vorher zu bezahlen! > Im Restaurant. < Herr Ober, sagen Sie mal, soll dieser Fisch etwa frisch sein ? ! — «Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, mein Herr... ich bin erst seit einer Woche hier!» «He, guter jfaan, könnten Sie nicht'einen Augenblick herunterzünden ? Ich habe mein Gebiss verloren 1» (Passing Schow) • * • Eilig. « 20 Franken soll ich Ihnen borgen ? Offengestanden, das muss ich erst einmal beschlafen ! » — « Ach, könnten Sie dann nicht mal ein Mittagsschläfchen halten, ich brauche nämlich das Geld schon heute abend ! » Der Grund. «Herr Steinberg, bei Ihnen kostet der Zucker 30 Rappen und bei Ihrem Nachbar 28 Rappen das Pfund 1 Woran liegt denn das ? » — « Der verkauft ihn um zwei Rappen billiger, meine Dame ! » Hartnäckig. Der Bote kam zum zehnten Mail mit der quittierten Rechnung : «Mein Chef hat mir heute aufgetragen, ich soll so lange hier bleiben, bis Sie den Betrag bezahlt haben ! » — « So, na, hoffentlich wiTd er Sie wiedererkennen, wenn Sie mit einem Vollbart zurückkommen !» Schwierig. Hoteldirektor : « Ober, was ist mit Ihnen los, Sie wollen sich wohl einen Bart wachsen lassen ? » — Ober: < Jawohl, Herr Direktor ! > — Hoteldirektor : « Dann bitte aber zu Hause, hier im Hotel wünsche ich Sie rasiert zu sehen.» Touren-Sprechsaal Touren -Antworten T. F. 603. Bagni della Porretta. Sie wollen doch nicht jetzt nach Bagni della Porretta fahren? Das Bad ist ein bekannter Sommerkurort; dass man es im Winter besucht, habe ich nicht gewusst. Es liegt an der Strasse Bologna-Pistoia. Die Fahrt lässt sich gut mit dem Besuch einiger interessanter Städte verbinden. Von Mailand aus ergeben sich folgende Möglichkeiten: Lodi Piacenza, Parma, Reggio, Modena, Bologna, Vergato, Porretta (kürzeste Strecke) oder Brescia, Verona, Mantua, Modena, Bologna, Porretta, eventuell auch über Brescia, Verona, Vicenza, Padua nach Venedig und von dort über Padua, Rovigo, Ferrara, Bologna nach Ihrem Ziel. Von Bagni della Porretta aus lässt sich in kürzester Zeit über Pistoia auch Florenz besuchen. 0. D. in A. Touren -Fragen T. F. 604, Zürich-Ulm. Welches ist die direkteste Strecke Zürich-Ulm? Kann ich, wenn ich für Hinund Rückfahrt anderthalb Tage Zeit habe, noch Augsburg besuchen? H. H. in G. Wir fragen Sie! Unsere Preisaufgabe. Unsere 25 Fragen, die wir letztes Frühjahr unsern Lesern unterbreiteten, begegneten jeweils allgemeinem Interesse, und die Zahl der eingelaufenen Lösungen sprach ebenso für die Aufmerksamkeit wie für den guten Schulsack unserer Leser, die sich immer der Aufgaben geradezu glänzend entledigten. Wir versprachen im Frühjahr, die Fragen wieder weiter zu pflegen und veröffentlichen deshalb an Stelle des diesmaligen Kreuzworträtsels eine erste Serie von 25 Fragen. Für die meisten Lösungen schreiben wir wieder besondere Preise aus. Um den Lesern ein intensiveres Studium zu ermöglichen, werden wir die Lösungen erst in zwei Wochen veröffentlichen, so dass wir bis spätestens 11. Dezember Antworten entgegennehmen. 1. Wer war der Schöpfer des Nobelpreises? 2. Wer besitzt den Ifflandring ? 3. Was ist ein Monopol ? 4. Wie heisst der kleinste selbständige Staat der Erde ? 5. Was versteht man unter dem goldenen Schnitt ? 6. Von wo stammt das Wort « Sein oder Nichtsein — das ist hier die Frage » ? 7. Was ist Surrealismus ? 8. Wieviele Einwohner zählt die chinesische Republik ? 9. In welcher Sprache ist der erste Bundesbrief abgefasst und mit welchen Worten ^beginnt er ? 10. Welchen ungefähren Druck hat die Pleuel, stange eines Motors mit 70 mm Zylinderbohrung am Anfange des Explosionstaktes auszuhalten ? 11. Wer war Tycho Brahe ? 12. Welche Kantone besitzen noch die Einrichtung der Landsgemeinde ? 13. Welcher Schweizer Musiker imitierte in einer berühmt gewordenen Komposition die Geräusche eines fahrenden Eisenbahnzuges ? 14. Welches Buch hat die grösste Auflage zu verzeichnen ? 15. Was ist eine Düne ? 16. Wer war Kaspar Hauser ? 17. Was ist der Taylorismus ? 18. Welcher grosse See wird gegenwärtig trockengelegt ? 19. Wer ist Max Reinhardt ? 20. Wie viele Sprachen werden schätzungsweise auf der ganzen Erde gesprochen? 21. Welcher bedeutende Dichter lebte jahrelang als Privatsekretär bei dem berühmten französischen Bildhauer Rodin ? 22. Was ist Sanskrit ? 23. Welcher englische lebende Schriftsteller behandelt in seinem riesigen Roman das Leben eines Mannes in einem einzigen gewöhnlichen Tage ? 24. Was ist Immunität ? 25. Wie oft hat sich bei den Sechzylinderwagen nach Zurücklegung einer Fahrstrecke von 100,000 km der Unterbrecher des Magnetes geöffnet ? (ungefähre Angabe genügt). • * » Lösung des Kreuzworträtsels: Wagrecht, Lösung: 1. Borax. 5. Eberesche. 9. Oslo. 11. Tee. 12. Urne. 15. Aspern. 17. Atlant. 19. Altan. 20. Elend. 22. Ergab. 24. Ute. 25. Ulm. 26. Ulm. 26. Serge. 27. Torte. 29. Rogen. 30. Niello. 32. Reiser, 34. Alba. 38. Her. 39. Euripid.es. 40. Odeon. Senkrecht: 1. Be. 2. Ort. 3. Reede. 4. Ase. 5. Elen. 6. Bor. 7. Hut. 8. Erde. 9. Ost. 10. Spargel. 13. Narkose. 14. Eng. 15. Alsen. 16. Netto. 17. Adler. 18. Taler 19. Ais. 21. Leo. 23. Bon. 26a. Ria. 26b. Elbe. 28. Raupe. 29. Ries 29a. Ger. 31. Lau. 33. Ehe. 35. Cid. 37. Rio. Richtige Lösungen sandten ein: A. Mörikofer, Zürich; Viktor Mettler, Zürich; Frau R. Sträub, Burgdorf, M. Beglinger, Basel; R. Metzger, Davos- Platz; 0. Ruchti, Münchenbuchsee; Frau Dr. Schnellmann, Mels; Mme W. F. Kolatscheck, Zürich; 0. Kraut, Oerlikon; W. Gonzenbach, Zürich; Fräulein M. Wildbolz, Bern; M. Weder, Amriswil; L. Rohner, Basel; E. Gröninger, Wallenstadt; Frau M. Schröder, Thalwil; Fräulein E.. Weinberg, Zürich , K. Siegrist, Allschwil; F. Wiegel, jur. Brüggers, St. Gallen ; Frau B. Gygax, Burgdoif, Frau Marti, Ölten ; Frau Dr. Bühlmann, Zürich. Das Los fiel auf folgende Gewinner : Frau. Dr. Schnellmann, Mels ; Mme Kolatschek, Zürich ; T. Ruchti, Münchenbuchsee; R. Metzger, Davos-Platz; Frau R. Sträub, Burgdorf. Das erste Kreuzworträtsel dieser Saison ist, trotzdem es ein paar harte Knacknüsse darin zu beissen gab, keine grösseren Schwierigkeiten begegnet. Keine Lösung ist eingelaufen, die falsche Angaben machte ! Büchertisch Oelquellen — Kriegsquellen, von Ludwell Donny. Aus dem Englischen übertragen von Dr. Franz v. Richetti. Verlag Orell-Füssli, Zürich-Leipzig. Ein Buch, das jeder Wirtschafter, Politiker oder Techniker, das überhaupt alle gelesen haben müssen, die von den Triebkräften des modernen Weltgeschehens etwas wissen wollen. Ludwell Denny brandmarkt mit seinem Werk, das bei seinem Erscheinen in englischer Sprache grösstes Aufsehen erregt hat, mit schonungsloser Offenheit und rücksichtslosester Gewissenhaftigkeit ein politisches Ränkespiel, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Eine Unzahl von Dokumenten und Zitaten, an deren Dasein nicht der geringste Zweifel bestehen kann, so wenig auch der Nichtfachmann bisher von ihnen wusste, eröffnet einen erschreckenden Einblick in die ungeheuren weltbedeutenden Kämpfe um die Oelreserven der Erde. Dass dars Erdöl der gefährlichste Sprengstoff für die gegenseitigen Beziehungen der Völker ist. beweisen alle Kriege der letzten Jahre und die Kriege, die — nach Denny —• unmittelbar bevorstehen. Ein Blick hinter die Kulissen der Diplomatie, der einen zuerst staunen, dann erschrecken lässt, ein Tatsachenbericht, der trotz aller Nüchternheit und Präzision phantastischer, grandioser anmutet und spannender ist, als manches bisherige Phanta'siewerk. m. Störfreie Heizkissen. Letzten Winter häuften sich, wie die «Sehweizer-Radio-Illustrierie» berichtet, die Klagen über Radio-Störungen, die durch Heizkissen, wie sie in vielen Familien gebraucht werden, hervorgerufen wurden. Leider bestehen gegen solche elektrische Apparate, die Störungen des Radioempfanges verursachen, noch keine gesetzlichen Vorschriften. Der Industrie ist es desto höher anzurechnen, wenn sie ohne Zwang Apparate anfertigt, die keine Störwellen aussenden, und so den Rundspruchempfang nicht beeinträchtigen. Die Firma Galora A.-G. in Küsnacht beschritt diesen Weg und fabriziert ein Heizkissen, das mit einem nichtstörenden Temperaturregler ausgerüstet ist. Das Heizkissen wurde ausprobiert und rief tatsächlich im Betrieb keine Störungen hervor. Dass solche Heizkissen nicht so billig hergestellt werden können, wie ausländische Fabrikate, welche keine solche Regler besitzen, ist wohl auch jedem Käufer klar. Die Radiofreunde werden deshalb dem Schweizerprodukt den Vorzug geben. 25 Prozent aller U.S.A.-Selbstfahrer: Damen. Nach der Automobilstatistik der nationalen Automobil-Handelskammer der Vereinigten Staaten belief sich die Zahl der in den U.S.A, automobilfahrenden Damen Ende 1929 auf 7,384,145 oder rund 24,3 Prozent aller Automobillenker. In einzelnen Staaten stieg der Anteil bis auf 35 Prozent, in Detroit sogar auf 43,3 Prozent. Eine Ausnahmestellung hat die Stadt Jonesboro jn Arkansas inne. Hier beträgt der Prozentsatz der Motorfahrzeuglenkerinnen 59,3 Prozent. Da nur 6 Prozent der registrierten Automobilunfälle auf das zarte Geschlecht entfallen, scheinen sich die Frauen im allgemeinen für Automobillenkerinnen besonders gut zu eignen. Im Jahre 1929 wurden, in 46 Städten der Vereinigten Staaten 42,756 Wagen gestohlen. Davon konnten 39,713 Wagen wieder aufgefunden werden (92,8 Prozent); 3043 Wagen (7,2 Prozent) blieben unauffindbar. Diese Ziffern haben sich dem Jahre 1928 gegenüber mit 74,546 gestohlenen Automobilen und 69,196 wiedergefundenen Automobilen verbessert. « Hertha, ich bete Sie an, jeden Morgen sind Sie mein erster Gedanke!» — « Dasselbe sagt Wolf gang auch ! » — « Möglich, aber ich stehe eine Stunde früher auf als Wolfgang ! » AROMATISCH, MILD mQUE,SAVOUREUX