Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.047

E_1933_Zeitung_Nr.047

12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 47 Tedkn. «•» '«dU Frage 8720. Automobile mit Vierrad-Antrieb. Wer könnte über Versuche Auskunft erteilen, die mit einem Vierradantriebswagen in der Schweiz im Jahre 1932 oder 1933 angestellt wurden, und wo könnte dieser Wagen event. besichtigt werden? P. in B. Frage 8721. Geheimnisvolle Sirahlen. Wie -verhält es sich eigentlich mit den von Zeit zu Zeit immer wieder erwähnten Strahlen, mit denen es angeblich möglich sein soll, auf grosse Entfernungen Auto- und Flugmotoren zum Stillstand zu bringen? Stimmt es, dass etwas Wahres daran ist? R. ü. in Z. Antwort: Alle bisherigen Berichte über die Möglichkeit, solche Strahlen hervorzurufen, sind als Phantasien zu betrachten. Beim heutigen Stand der Technik scheint es auch ziemlich ausgeschlossen, dass in absehbarer Zukunft solche Strahlen erzeugt werden können. Selbst, wenn es doch der Fall wäre, liessen sich die angestrebten Wirkungen leicht aufheben. Man stellt sich nämlich vor, dass durch die Strahlen die Luft stark ionisiert und dadurch leitend gemacht würde, so dass die Bildung von Funken an den Zündkerzenelektroden unterbliebe. Analog, wie man in der Radiotechnik bestimmte Organe gegen die Einwirkung unerwünschter Strahlen «abschirmt>, könnte man jedoch mit ^"Leichtigkeit auch alle wichtigen Organe der Zündanlage eines Motors schützen. Auf die Funkenbildung an der Zündkerze hätten die Strahlen wohl schon deshalb keinerlei Einfluss, weil schon die Metallmassen der Zylinder eine starke Abschirmung darstellen. at. Frage 8722. Fallstrom-Vergaser. Welche Vorteile bietet ein Fallstrom-Vergaser gegenüber den Horizontal- und Vertikal-Vergasern? Stimmt es, dass ein Motor mehr leistet, wenn man ihn mit einem Fallstrom-Vergaser ausrüstet, und dass dabei auch der Leerlauf- -und der Langsamlauf verbessert werden? R. U. in Z. Antwort: Die Eigenschaften der Fallstrom- Vergaser können noch nicht genau beurteilt werden, da einerseits einheitliche Erfahrungen noch nicht vorliegen und andererseits auch wissenschaftliche Dntersuchungsergebnisse noch nicht bekanntgegeben wurden. Immerhin kann man annehmen, dass die Vorzüge dieser Vergaserbauart vielfach noch überschätzt werden.. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Beobachtung, dass die amerikanische Automobilfabrik, die den Fallstrom-Vergaser zuerst einführte, wieder zu der orthodoxen Vergaser-Bauart zurückgekehrt ist. Unbedingt überlegen ist der neue Vergaser den bisherigen nur darin, dass er die Zugänglichkeit verbessert. Dadurch, dass er über dem Saugrohr liegt, ist der Vergaser viel leichter demontierbar, und konstruktiv wie auch fabrikatorisch wird auch die Unterbringung der anderen Nebenapparate erleichtert. Im übrigen dürfte aber in manchen Fällen die Ueberlegenheit, die mit Fallstrom-Vergasern ausgerüstete Motoren an den Tag legten, nicht dem Vergaser als solchem, sondern der allgemein besseren Gasführung zu verdanken sein. Der Fallstrom-Vergaser verlangt eine ganz andere Durchbildung des Saugrohres, welche auch die Gas-Strömungsverhältnisse wesentlich verändert. Aus diesem Grund ist ein Vergleich der neuen Vergasertype mit den älteren überhaupt kaum möglich. Falsch ist es zweifellos, den Fallstrom-Vergaser von vornherein deshalb als «besser> zu bezeichnen, weil der Brennstoff-Luft-Nebel durch sein eigenes Gewicht in das Saugrohr zu gelangen strebt. Verglichen mit der Saugwirkung ist die Wirkung der Schwerkraft auf das Gas so unendlich gering, dass sie nicht zur Geltung kommen kann. Hingegen besteht die Möglichkeit, dass beim Fallstrom-Vergaser unter gewissen Betriebsumständen die Tendenz des Brennstoffes, sich an den Saugrohr-Wänden niederzuschlagen und dort liegen zu bleiben, etwas vermindert wird. Die Tatsache, dass man bei Fallstrom-Vergasern den Lufttrichter gewöhnlich etwas grösser wählen kann als bei den älteren Typen, scheint diese Ueberlegung zu bestätigen. Sowie sich aber ein grösserer Lufttrichter verwenden lässt, ohne dass die Gemischbildung bei den Zwischenstellungen der Gasdrossel zu wünschen übrig lässt, besteht Aussicht, dass die Maximalleistung des Motors höher wird. Zuungunsten des Fallstrom-Prinzips spricht das Risiko der Oelfilm-Zerstörung und der Schmierölverdünnung im Fall, dass das Schwimmerventil des Vergasers undicht wird und der Vergaser überläuft. Um zu verhindern, dass flüssiges Benzin durch die Saugleitung in die Zylinder gelangt, wird zwar an der tiefsten Stelle des Staugrohres meist eine Abflussöffnung vorgesehen. Aber diese Oeffnung kann sich auch verstopfen. Zusammenfassend lässt-sich sagen, dass Motoren mit Fallstrom-Vergasern wohl in einigen Fällen eine Mehrleistung aufweisen, wobei aber nicht ausgeschlossen erscheint, dass eine solche Mehrleistung auch mit cHorizontalstrom»- oder cSteigstrom>-Vergasern erreichbar wäre, wenn den allgemeinen Gas- Strömungsverhältnissen hier die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet würde. at. Frage 8723. Einfahren eines neuen Wagens. Genügt es, wenn beim Einfahren eines neuen Wagens über die vorgeschriebene Strecke immer das gleiche langsame Tempo eingehalten wird oder sind daneben noch andere Massnahmen zu beobachten ? T. U. in Z. Antwort: Das Langsamfaihren ist gewiss weniger gefährlich, aber es macht allein noch kein vollkommenes Auto. Es ist nur dann von Nutzen und von ausschlaggebender Bedeutung für die Lebensdauer des Wagens, wenn es richtig dosiert wird. Wer auf langen Strecken ohne Kurven und Höhenunterschiede grundsätzlich mit gleiohmässig niedriger Geschwindigkeit fährt, kann damit unter Umständen dem neuen Motor ebenso Schaden zufügen, wie wenn er ihn im kleinen Gang auf hohe Drehzahlen bringt. Zwar muss jedem Fahrer eines neuen Wagens die von der Fabrik bestimmte Geschwindigkeitsgruppe heilig sein, aber die — oft anzutreffende — Auffassung ist verfehlt, als ob nun die ersten tausend Kilometer möglichst mit genau gleicher Motordrehzahl abgefahren werden müssten. Gerade während der Einfahrzeit Hebt der Motor die Abwechslung. Es ist also zweckmässig, in dem gezogenen Rahmen bis an die Grenze zu gehen, von Zeit zu Zeit Gas abzudrosseln und dann langsam wieder Gas zu geben. Auf diese Weise wird bewirkt, dass das Oel mit grösserer Intensität an die Zylinderwandungen und, Triebwerkteile gelangt. , ' Alle Selbstbesohränkungen während der Einfa'hrzeit verlieren ihren Sinn, wenn das Oel nicht in wirksamer Weise an alle Schmierstellen gelangen kann. Schon beim Start muss diese Ueberlegung am Platze sein. Der Motor darf nach Anlassen zunächst nur mit niedrigen Drehzahlen laufen, damit sich Kolben und Lager langsam erwärmen und dem Oel jene Eigenwärme verliehen wird, welche die Voraussetzung für eine hinreichende Schmierfähigkeit bildet. Solange das Oel eine Temperatur von 15 Grad nicht erreicht hat, ist die Bildung des «OeJfilms», einer gleichmässigen Oelschicht, die die Reibung zwischen Kolben und Zylinderwänden und in den Lagern verringern soll, unmöglich. Solange aber dieser Oelfilm nicht besteht oder sobald man ihn durch unsachgemässe Fahrweise zerreisst, vollzieht sich zwischen den aufeinander gleitenden Metallen jener Zerstörungsvorgang, der mit «Fressen» bezeichnet wird. Bei der heutigen Serienfabrikation im Motorfahrzeugbau werden die einzelnen Teile bewusst auf Spannung hergestellt, die straff eingespannten Teile des Motors müssen sich erst langsam einander anpassen. Dieses gegenseitige Abschleifen darf nur in der mildesten Form vor sich gehen, unter Zwischenschaltung einer ausreichenden Oelmenge bei Einhaltung einer massigen Geschwindigkeitsgrenze. Wenn diese grundsätzlichen Erwägungen ausser acht gelassen werrden, dann werden die Druckstellen an den Zylinderwänden und in den Lagern sich nicht nur abschleifen, sondern die aufeinander gleitenden Metalle auch über Gebühr abnutzen. Und wenn es soweit ist, dass die Kolben klappern, dass Lager und Balzen ausgeleiert sind, dann gibt es nur noch eines: die Reparaturwerkstatt. Sp etlif Anfrage 292. Sind Richtungsanzeiger und Scheibenwischer obligatorisch? Müssen offene Automobile, nach dein neuen Gesetz, mit Richtungsanzeiger versehen sein? Muss ein automatischer Scheibenwischer VOThanden sein, wenn die Windschutzscheibe zweiteilig ist, und beim aufklappen des oberen Teiles, gute Sicht entsteht? H. A. in S. Antwort: Gestützt auf Art. 12 der Vollziehungsverordnung zum Automobilgesetz ist das Vorhandensein von Richtungsanzeigern und Scheibenwischern obligatorisch. Wenn die Spezialkarossierung eines Wagens die Anbringung dieser Vorrichtung nicht gestattet, so kann die zuständige Behörde eine Ausnahmebewilligung erteilen. Sie dürfen also nur dann, die Anbringung eines Richtungsanzeigers an Ihrem offenen Wagen unterlassen, wenn Ihnen seitens des kant. Automobilbureaus diesbezüglich dia Bewilligung erteilt worden ist. * Anfrage 293. Geschwindigkeit in Strassenkreuzungen. Auf der Heimreise von Genf machte ich in Lausanne einen kleinen Abstecher nach Ouchy, von wo ich dann, der Tramlinie folgend, die steile Strecke wieder nach Lausanne hinauffuhr. Ich hatte 2 Passagiere. Zu oberst an der Avenue Georgette, kurz bevor die Steigung überwunden ist, hielt mich der dort stationierte Verkehrspolizist an, verlangte meine Fahrbewilligung und notierte mich. Zum Schlüsse erklärte er mir feierlich, ich 6ei viel zu schnell gefahren. Ich erhielt dann vom Lausanner Präfekt eine Vorladung, der ich jedoch nicht Folge leistete, sondern schriftlich einen Bericht abgab. Darauf erhielt ich eine Bussverfügung von Fr. 10-— mit 80 Ct^- Kosten. Nun frage ich Sie höflich an, ob ich nach Ihrer Ansicht diese Busse annehmen muss, oder ob Einspruch dagegen Erfolg haben kann. G. W. Antwort: Wie Sie sehr richtig bemerken, kennt das Bundesgesetz über den Motorfahrzeugund Fahrradverkehr sowie die bundesrätliche Vollziehungsverordnung ganz allgemein keine Höchstgeschwindigkeiten für Personenautomobile innerhalb der Ortschaften mehr, sofern nicht die besonderen Strassenverhältnisse die örtliche Regelung durch polizeiliche Vorschriften erheischen, gemäss Art. 3, Absätz 3, des vorgenannten Bundesgesetz»*. Auf eine solche örtliche Regelung beruft sich aber weder die anzeigende noch die richterliche Behörde, so dass nur auf den Art. 25 des M. F. G. (M. F. G. = Bundesgesetz über den Motorfahrzeugfund Fahrradverkehr) über die Geschwindigkeit abzustellen ist; dieser Artikel verlangt, dass der Führer die Geschwindigkeit seines Fahrzeuges ständig beherrsche und dass er namentlich in Ortschaften, bei Bahnübergängen und auch sonst überall da, wo das Fahrzeug Anlass zu Verkehrsstörung, Belästigunf des Publikums, Erschrecken des Viehs oder Unfällen bieten könnte, den Lauf massige oder nötigenfalls anhalte. Nach dem uns geschilderten Tatbestand i«t es ausserordentlich schwer zu sagen, weshalb der Verkehrspolizist Ihr Tempo als zu rasch bezeichnet hat Wir vermuten, dass es sich um das Passieren einer Strassenkreuzung mit starkem Fussgängerund Fahrzeugverkehr handelte. W. Badertscher erklärt in seinem Kommentar zum Motorfahrzeug- und Fahrradgesetze, dass auch" bei lebhaftem Stadtverkehr der Fussgänger di» Fahrbahn müsse überqueren können und langsames Fahren deshalb Pflicht sei. Je nach den örtlichen Umständen, die wir an« Ihrer knappen Schilderung nicht entnehmen können, können selbst 15 km Geschwindigkeit für ein« solche Strassenkreuzung noch übersetzt sein. Die Anzeige des Polizisten behauptet nun nicM, dass Sie ganz allgemein zu rasch gefahren seien, sondern für die an der Avenue de Georgette £•- gebenen Umstände. Der Ausgang einer Gerichtsverhandlung hängi somit ganz davon ab, wie der Richter diese Um-« stände würdigen wird. Je nach dem Ausgang be» misst sich selbstverständlich auch das Kostenrisiko. Im Prozessfalle ist allerdings noch zu berücksichtigen, dass im allgemeinen die Feststellungen von Polizeibeamten, welche' sie während ihres Dienstes machen, erhöhten Beweiswert gemessen, wäh" rend Mitfahrer prozesstechnisch als befangene Zöu" gen gelten. Weiter müssen wir berücksichtigen, dass Sie to* geben, mit 25—30 km diese Oertlichkeit befahren zu haben, einem Tempo, welches meist nur für übersichtliche Kreuzungen als angemessen betrachtet wird. Sofern es sich nicht nm eine sehr übersichtlich«! Kreuzung, oder aber nm eine Kreuzung mit stais kern Verkehr handelt, so neigen wir eher zur Auffassung, dass ein Prozess zur Bestätigung de» Busse führen könnte. * Zürcher Wochenprogramm Für Weekend, Touristik und Sport Personenwagen-Anhänger mit patentierter Schwingachse, unabhängiger Federung der Rader und doppelt gefederter Kugelgelenk-Kupplung, nach den Vorschriften des Automobilgesetzes gebaut. Hervorragende Strassenlage, kein Schleudern. Konkurrenzlose Preise, verlangen Sie unverbindliche Offerte von J. C. Raths, Winferihur Telephon 8.93 • Wagen- und Anhangerbau • Neustadt 10 und 12 Zu verkaufen DELAGE 11 PS, sehr guter Zustand und passend für einen Lieferungswagen. 1 ITAL1A, 7plätzig, gut erhalten und verkehrsberechtigt, zu nur Fr. 1500.—. Offerten unter Chiffre 13332 an die 9616 Automobil-Revue, Bern. A vendre d'occasion wie automobile, marque ANSALDO en tres bon etat, revise, pemture neuve, torpedo, 10 CV, 4 places, pour l'e prix de fr. 2000, faute d'emploi. En cas de demande s'adr. s. chiffre 59079 ä la Revue Automobile, Berne. OhsCkecche acuketec d'occasion une voiture Wegen bevorstehendem Umzug ins Ausland verkaufe ich mein 59122 (de preference, marque BUICK). Indiquer annee de construction, nombre de places, nombre de chevaux, nombre de portes et prix. STEYR-AUTO * Adresser sous chiffre 59117 ä la Revue Automobile, Berne. PEUGEOT 9 CV, cabriotei, 3 places, Brichet Geneve, modele ancien, niais marche et etat mecanique parfaits, equipement complet. Convenant bien ä voyageur ou particulier, ä vendre de confiance pour Fr. 1650,—. Offres sous chiffre G 1622 a la 8847 Revue Automobile, Gtnev«. EVITEZriTBiEBLOUl tNVOW MSOCWMNT UUAPKUEirVITOnB«. KJUM TWNtNH>{HT{ Vtnt. FIXtt tll* IM KIHIW ACnONMt Mfc*Kl«lrtMiX7. INVI- »isie CN rumo« DE Kroi.rtu.Aeu 4 VOLONTf tt r«1 COHMBMU A MICUH U MHII. «imiAIM. 11 tVUMTt fAOLtmUt DAM L'INTtKKUK H ICIMPOItT! QUCLLC / V .NOH&HI)KtB£F£KNC£f A DtfPOf TIOM. KIMUKZ-U6IH AlMOUtmi» CNtORE UM »ROfPCCTUI QtTAILU OU UN« MHON »TKATION lAHi

M0J.7 _ 108» Aus d« Zur Auslegung des Automobilgesetzes. Das eidg. Justiz- und Polizeidenartetnent Bat sich zufolge verschiedener Anfragen auch veranlasst gesehen, seine Auffassung über die Interpretation von Art. 53 der Vollziehungsverordnung zum- Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr in einem Kreisschreiben wie folgt bekannt zu geben : « In Ergänzung unserer Ausführungen im Kreisschreiben vom 28. Dezember 1932 beehren wir uns, Ihnen hiernach das Ergebnis unserer Prüfung wie folgt bekanntzugeben: Abs. 1: idas notwendige Arbeitsper- 8 o n a 1 > : Im engern Sinne könnte darunter nur das für die Führung des Motorfahrzeuges (Führer, Hilfsführer, Mechaniker usw.) und die Bedienung der Ladung (Personal zum Auf- und Abladen, Ueberwachung der Ladung, notwendige Personal verstanden werden. Diese einschränkende Auslegung würde jedoch den praktischen Bedürfnissen des Lebens nicht gerecht. Art 53, Abs. 1, will dem Halter (Unternehmer) vielmehr die Möglichkeit geben, seinen Lastwagen auch für gelegentliche Arbeitertransporte zu verwenden, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Grundsätzlich darf nämlich der Lastwagen seinem Zweck, d. h. der Güterbeförderung, in keiner Weise entfremdet werden. Die Erteilung des Führer- und Fahrzeugausweises und damit auch der Versicherung gehen von der Voraussetzung aus, dass mit dem Fahrzeug Güter und nicht Personen befördert werden. Deshalb darf ein weiteres Arbeitspersonal als zur Führung des Fahrzeugs oder zur Bedienung der Ladung notwendig ist, nur bei Fahrten mitgeführt werden, die dem eigentlichen Zweck des Fahrzeugs dienen (Güterbeförderung). So dürfen die Arbeiter mit dem Lastwagen ihres Unternehmers auf den Arbeitsplatz geführt werden, wenn der Lastwagen dort oder in dessen Nähe zweckgemäss Terwendet werden soll (Abführen von Erde, Abholen oder Zuführen von Materialien usw.). Ebenso dürfen die Arbeiter dieses Unternehmers vom Arbeitsplatz zurückgeführt werden, wenn der Lastwagen nach Ausführung eines zweckgerichteten Transportes (Materialtransport) unbeladen oder nur zum Teil beladen nach Hause fährt. Dabei muss aber stets dafür gesorgt werden, dass für die Mitfahrenden oder Dritte keine Gefährdung entsteht. Ein weiteres Arbeitspersonal darf also nur bei Fahrten tnitgeführt werden, deren Hauptzweck und Beweggrund nicht im Arbeitertransport, sondern im Gütertransport liegt. Es ist deshalb nicht zulässig, dass ein Unternehmer mit seinem Lastwagen Fahrten ausschliesslich zum Transport seiner Arbeiter ausführt (regelmässiges und ausschliessliches Abholen der Arbeiter auf der Bahnstation, Arbeitsplatz usw.). Für diese Fahrten soll der Lastwagen mit einer besondern Vorrichtung zur Personenbeförderung im Sinne von Art. 53, Abs. 2, versehen werden. Für die Haftpflichtversicherungssummen gelten die Vorschriften von Art. 52, Abs. 3, des eidgenössischen Automobilgesetzes. Endlich muss der BREN/VABOR GERÄUMIG Behotden wie kein anderer seiner Klais» FORMENSCHÖN WIRTSCHAFTLICH ca. 7 Ifr. Benzin Je 100 lern gering» Jahressteuer Limousine von Fr. 4500.— an BRENNABOR- GENERAL- VERTRETUNG für die ganze Schweiz: Gross-Garage, Sihlhölzli, Zürich Inhaber: P. GLÄTTLI schOntalatrasse 9 Telephon 36.696/97 Spezi alwerkstätte t Einbau von Kolben | — Ventile — Achsen — Wel len — Büchsen A. Mannhart \ Tel; 7.76 Führer eines solchen Wagens den besonderen Führerausweis, besitzen. Unter dem Ausdruck • das notwendige Arbeitspersonal » ist deshalb zu verstehen: a) Das Personal zur Führung und Bedienung des Motorfahrzeugs; b) das Personal zur Bedienung und Ueberwachung der Ladung des Motorfahrzeugs; c) ein weiteres Arbeitspersonal des Halters, das bei der Ausführung einer Fahrt zum Gütertransport entweder vor der Aufnahme der Güter oder nach ihrer Ablegung mit dem Lastwagen befördert wird. Abs. 2: «gewerbsmässige Personenbeförderung! : Art. 53, Abs. 2, der Vollziehungsverordnung verbietet die gewerbsmässige Personenbeförderung auf Lastwagen selbst dann, wenn diese zur Personenbeförderung besonders eingerichtet sind, und für die Führung und Versicherung des Wagens die Vorschriften für sehwere Gesellschaftswagen erfüllt sind. Wer gewerbsmässig Personen transportiert, soll den Mitfahrenden eine erhöhte Sicherheit und eine gewisse Bequemlichkeit gewährleisten. Auf der andern Seite kann aber unter gewerbsmässiger Personenbeförderung nicht schon jedes Mitführen einer Person gegen Entgelt verstanden werden. Von gewerbsmässiger Personenbeförderung kann dann gesprochen werden, wenn jemand berufsmässig, d. h. als Beruf, die Beförderung von Personen auf einem Motorfahrzeug ausübt Und zwar muss die Beförderung der Personen einen Bestandteil des Berufes ausmachen und nicht bloss eine gelegentliche Folge desselben darstellen. Wenn z. B. ein Marktgänger gelegentlich einen oder auch mehrere andere Marktgänger neben seinen Waren mit ihren Waren auf den Markt führt, oder wenn ein Warentransporteur hie und da auf seinem Lastwagen auch Personen mitführt, so liegt deshalb noch keine gewerbsmässige Personenbeförderung vor, auch wenn dafür ein kleines Entgelt bezahlt wird. Es wird sich hier wohl mehr um Fahrten aus Gefälligkeit handeln, die nicht verunmöglicht werden sollen, wenn das Fahrzeug mit einer besondern Einrichtung zur Personenbeförderung im Sinne von Art. 53, Abs. 2, der Vollziehungsverordnung versehen ist. Durch Art. 53, Abs. 2, letzter Satz, sollen nur die eigentlichen Personentransportunternehmungen getroffen werden, denen beruflich, um des Verdienstes willen, die Ausführung von Personentransporten obliegt. Diese werden sich in der Regel öffentlich als solche zu erkennen geben. Veikehf Die Betriebsaufnahme der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen wird noch im Juni erfolgen. Am 20. Mai fand auf dem Werftplatz Dollikon/Obermeilen der Stapellauf des Fährschiffes « Schwan » der im Juni in Betrieb zu setzenden Grossfähre zwischen Horgen und Meilen statt. Der Anlass wurde zu einem Volksfest. Den Taufakt vollzog der Präsident des Verwaltungsrates der Zürichseefähren-A.-G., Herr Oberst E. Gubelmann. Das Fährenschiff stellt einen neuen Typ eines Vierschrauben- Fährebootes ohne Rudersteuerung und ohne speziellen Bug oder Heck dar. Nach dem Erfahrene, tüchtige Antolachlcute würden günstig gelegene, gut eingerichtete Angebote unter Chiffre 13341 an die Automobil-Revue, Bern. (AtJTOMOBIL-KEVUb Auto-Route Lnzern-SehiTTX Haus mit soignierter Küche. Forellen u. andere Ischspezialitäten vom Zugersee. Diners von 3—4 Fr. Pension (4 Mahlz.) v. 7 Fr. an. Zimmer mit messendem kaltem und warmem Wasser. Ein IDEAL IDr SOMMERFERIEN. Prospekte durch Küchenchef Ruokstuhl Beschleunigung des zweiten bündnenschen Strassenbauprogrammes. Die Motion Thoma- Baidrutt, von der in Nr. 45 kurz die Rede war, beauftragt den Kleinen Rat des Kantons Graubünden über die beschleunigte Durchführung des zweiten Strassenbauprogrammes Bericht und Antrag einzubringen. Die von 47 Ratsherren unterzeichnete Motion verlangt eine Beschleunigung des Bauprogrammes 1931 um vier Jahre, d.h. Beendigung des Programmes bis 1936 statt erst bis 1940, mit der Begründung, der Kanton Qräubünden werde, wenn es ihm nicht gelinge, den Fremdenverkehr energisch zu heben, einen Zusammenbruch erleben, wie er ihn noch nie gesehen habe. Die Verkürzung der Bauzeit sei geeignet, den Fremdenverkehr, der ja mehr als je sich des Automobils bediene und deshalb über die nur zum Teil ausgebauten bündnerischen Kantonsstrassen rollen müsse, wieder zur Gesundung zu bringen. Das Ausland habe, betonte der Motionär in seiner Begründung sehr richtig, die Schweiz inv Bekannt für prima Verpflegung bei massig. Preisen. Restauration. Zimmer mit fliessendem Wasser. Grosser Garten. Eigene Garage. Tel. 42. Fam. Q. Qassner. Zu vermieten oder zu verkaufen Stadt Bern Reparaturwerkstätte Autogarage Offerten unter Chiffre 59108 an die mit Reparaturwerkstätte Automobil-Revue, B«rn. übernehmen. HALLO! HALLO! Umständehalber zu verkaufen modern eingerichtete Auto- und Moto-Rep.-Werkstätte mit fast neuen Gebäulichkeiten, an Hauptstrasse mit grossem Durchgangsverkehr, in der Innerschweiz. — Transportgeschäft Für tüchtigen u. finanzkräftigen Fachmann prima Existenz. Verkaufspreis Fr. 75 000.—, Anzahlung per sofort umständehalber zu verkaufen. Fr. 25 000.—. Offerten unter Chiffre 59123 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen wegen Aufgabe des Wirteberufes Wirtschaft Zu mieten gesucht Lugano-Massagno »»•»»••••••••••»•$••••••••••••••• FAHRTEN Dreistöckige VILLA, mit Autowerkstätte mit oder ohne Objekt liegt an verkehrsreichster Kantons-Hauptstrasse der Zentralschweiz, mit guter Kundschaft. Offerten unter Chiffre 13333 an die 10318 Automobil-Revue, Bern. sofort oder nach Uebereinkunft, gut eingerichtete AUTO * GARAGE mit Reparatur-Werkstätte Offerten unter Chiffre 590921 an die Automobil-Revue, Bern. 1000 m s Garten, zu verkaufen, in schöner, aussichtsreicher und staubfreier Lage. Preis 87 000 Fr. — Offerten unt. Chiffre N.61120. an Publicitas, Lugano. 59045 Stapellauf wurde der « Schwan », der die regelmässige Querverbindung zwischen Horgen und Meilen aufnehmen wird, mit einem Ledischiff nach Pfäffikort (Schwyz) geschleppt, wo das Schiff mit Motoren ausgestattet wird. Nochmals: Baselstadt rückt den Kühlerfiguren zu Leibe. In Nr. 35 teilten wir mit, dass die Verkehrsabteilung des Polizeiinspektorates der Stadt Basel eine Pressemitteilung ergehen Hess, -wonach 'die verkehrsgefährdenden, nicht notwendigen technischen Bestandteile an Automobilen unverzüglich zu entfernen seien. Die Halter beanstandeter Wagen werden, wie uns die genannte Verkehrsabteilung noch bekanntgibt, durch die Polizei von Fall zu Fall aufgefordert, die Kühl&rfiguren bzw. die inkriminierten Bestandteile innert drei Tagen zu entfernen und die Fahrzeuge nachher der Polizei zur Kontrolle vorzuführen, ein Verfahren, das bei den Automobilisten mit Verständnis aufgenommen wird. Immerhin sei hier nochmals betont dass für diese zu beanstandenden Gegenstände keine Toleranzfrist gilt, wie sie beispielsweise für die « übrigen Vorrichtungen an Motorfahrzeugen» bis Ende des Jahres vorgesehen ist- Das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat diese Interpretation bereits bestätigt. Das Vorgehen der Basler Polizei verdient im Interesse der Verkehrssicherheit volle Anerkennung. go. Stfa*«ass4en ENGELBERG Hotel- Pe n s i o n SONNWENDHOF und GARAGE für 15 Wagen, an der Gotthardstrasse und Abzweigung nach dem Bedrettotal. — Aeusserst günstige Bedingungen. mit angebauter Scheune und ca. Wz Juch. umliegendem Obstgarten, in grösserer Ortschaft des Mittelthurgaus. Ideale und zentrale Verkehrslage, 2 Minuten von Schnellzugsstation. läge und Gebäulichkeiten vorzüglich für Einrichtung und Betrieb einer Automobil-Reparatur-Werkstätte. Preis Fr. 70 000.—, Anzahlung Fr. 15 000.—. Offerten nur von seriösen, tüchtigen Interessenten gefl. unter Chiffre 59080 an die Automobil-Revue, Bern. Garage, Atelier, Maison d'habit. A vendre, pour cause sante, belle installation, logement villa 6 pieces, bordure raufe Lausanne—Geneve. Bpnlieue de Lausanne. En plein developpement. Affaire d'avenir. Offres sous chiffre R. 7006 L. ä Publicitas, Lausanne. 59090 r-WW^WWW-WWWWW • • • • • • • • • • • • • • • • . • • • 1 Strassenbau längst überflügelt, und es sei nicht mehr verwunderlich, wenn Fremdengebiete, wie beispielsweise das Tirol, den Strom der Gäste immer mehr vom Kanton Graubünden vtegzulocken vermögen. Im weitem sei darauf hinzuweisen, dass die Rhätische Bahn als Zubringer des Fremdenverkehres nur in beschränktem Masse in Betracht falle, da deren Taxen im Vergleich zu ausländischen Bahntaxen immer noch reichlich hoch angesetzt sind. Wohl habe das neue Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr mehr indirekt eine kleine Senkung der Tarife der Rhätischen Bahn veranlasst, was aber für eine energische Belebung des Fremdenverkehrs nicht genüge. « Tragen Sie Sorge für unsern Fremdenverkehr, anders ist unserm Kanton und uns allen nicht zu helfen >, lauteten die mahnenden Worte des Motionärs an den Kleinen Rat. An Stelle des erkrankten Baudirektors, Regierungsrat Huonder, besprach Regierungsrat Lardelli die Motion, indem er auf die bedeutenden Summen hinwies, die der Kanton seit 1923, dem Anfangsjahr des 1. Strassenbauprogrammes, für seine Strassen verausgabt habe. Bis Ende 1933 werden insgesamt 8.6 Millionen Fr. verbaut sein. Die Beschleunigung des Ausbaues würde nach Auffassung der Regierung, eine Heranziehung ausserkantonaler Firmen und Arbeitskräfte bedingen, was die Regierung nicht verantworten könne. Dieser Einwand ist unseres Erachtens unstichhaltig, denn zwischen der Heranziehung ausländischer Firmen und ausserkantonaler Firmen besteht ein wesentlicher Unterschied. Wenn die bündnerische Regierung glaubt, prinzipiell die Beschäftigung ausserkantonaler Firmen und Arbeiter ablehnen zu müssen, so erscheint uns das ebenso als Manko an freundeidgenössischer Solidarität, wie wenn ein anderer Kanton seinen Bewohnern verbieten würde, einen bündnerischen Fremdenkurort aufzusuchen. Wir wissen, dass auch die Bündner Gäste, die aus andern Kantonen in ihren herrlichen Alpenkanton einreisen, gerne sehen. Schmunzelnd nimmt der bündnerische Finanzminister die rund 900,000 Fr. an Benzinzollgeldern entgegen, die vermutlich nur zu einem kleinen Anteil auf den bündnerischen Benzinverbrauch zurückzuführen sind. Der Einwand, die Beschleunigung des Bauprogrammes könne nicht ohne ausserkantonale Arbeitskräfte ausgeführt werden, dürfte kaum der Auffassung der Mehrheit des bündnerischen Volkes entsprechen. CASTROLLO Oberschmieröl wie CASTROL ein Qualitätsprodukt, trotzdem billig. Generalvertreter für die Schweiz: Biirki & Co., Zürich Abteilung: Motorenöle Telephon 34.677 foas &s acftaAs oL'occasicms ßien ressenfief est de frouver preefsement l'objet qui repond au mieux ä vos propres exigences. Vous lo pourrez d'autanr plus facilement que vous aurez un plus grand choix ä votre disposition. Des demandes d'aehat publiees dans la Revue Automobile — sous forme de €Petites Annonce; > — provoquent dans la regle de nombreuses offres, d'oö la possibilite de trouver alors ce qui vous convient absolument. Aussi gtnajze cutpra/ia.cRaöcx emeoe - '