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E_1934_Zeitung_Nr.034

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Tech *•» «=>dh* Frage 9042. Durchbrennen der Glühlahipen. An meinem Wagen sind in der letzten Zeit wiederholt die Glühlampen durchgebrannt. Als Ursache gibt man mir Kurzschluss an, was ich aber nicht recht verstehen kann. Wie verhält es sich damit? G.,J, in A. Antwort: Das Durchbrennen der Glühbirnen wird nicht'durch Kurzschluss verursacht. Die Lam-' pen brennen durch, wenn die Spannung zu hoch wirf, wäiirend bei Kurzschlüssen die Spannung gerade fällt. In diesem Falle brennen dann die Sicherungen durch, aber nicht die Glühbirnen. Wenn bei Anlagen mit Dreibürstendynamqs der Widerstand des Ladestromkreises durch einen losen Kontakt oder eine gebrochene Leitung grösser wird, steigt die Spannung sofort stark an. Dies ist schädlich für die Lampen" und verursacht oft auch eine solche Ueberhitzung der Dynamo, dass der Kollektor verbrennt und das Lötzinn sich löst. Derartige Störungen sind meist schlechten Batterieanschlüssen zuzuschreiben. Wenn der Lack' beim Massenanschluss nicht genügend abgekratzt wird oder sich hier Rost ansetzt, entstehen sog. Wackelkontakte. Schlechter Kontakt der Kabelverbindungen am Anlassschalter, Defekte im Inneren des Amperenieters können ebenfalls zum Durchbrennen der Glühbirnen führen. selbst kann er lediglich das Entgelt für die ausgeführte Arbeit beanspruchen. Aber es ist ziemlich Frage 9043. Anordnung des Rückblickspiegels. Der Rückblickspiegel an meinem offenen Torpedo wahrscheinlich damit zu rechnen, dass dieses Entgelt dann hegründetermassen wesentlich erhöht war bisher rechts angebracht. Der Wagen hat Rechtslenkung. Ich hatte sehr guten Rückblick. wird, wenn der Beauftragte bei der Ausführung der Mein Garagier versetzte nunmehr, weil es das Gesetz vorschreibt, den Rückblickspiegel nach der der Erfindung beteiligt war, d.. h. wenn er durch Zeichnungen oder Modelle am Zustandekommen linken Seite. Nun sehe ich nichts mehr. Der Wagen ist sehr lang. : Stelle ich den Spiegel nach'einmässigen Lösung beigetragen bat. Ein solcher An- eigene Ideen zu einer besonders günstigen, zweckwärts, dann sehe ich die Karosserie, stelle, ich ihn spruch fällt weg, wenn Sie sich mit der zu beauftragenden Person vor Auftragerteilung dahin mehr nach auswärts, muss ich mich nach links ei- beugen, um die Strasse überblicken zu können. Muss das wirklich so sein oder wurde diese Be-; Stimmung nur für Wagen mit Linkslenkung angeordnet? R. K. in R. A n t w o r i: Das Gesetz bestimmt, dass jedes Automobil mit einem Rückblickspiegel versehen sein muss, der ein ungehindertes Ueberblicken der hinter dem Wagen befindlichen Fahrbahn gestatten muss. Der Hauptzweck dieser Bestimmung ist der, das Vorfahren anderer Fahrzeuge zu erleichtern. Die Befestigung des Spiegels auf der rechten Wagenseite entspricht nun diesem Zweck nur un- Frage 9044. Erfindungsschutz einer technischen Idee. Ich befasse mich mit der Konstruktion eines SELTENE OCCASION! Zu verkaufen AUTO Graham-Paige 4/5plätzige Limousine» nur 14 000 km gefahren, in tadellosem Zustandet — Auskunft bei Garage Schwerzmann, Kauffmannweg 24, Luzern. Telephon 20.484. 63053 Mitteilung an die Garagisten! Zukaufen ges WAGEN m gutem Zustand, gegen leichtverkäufliche Automobil-Zubehöre. — Offerten gefl. an Case postale Rive 11.823. Genf. 11212 Zukaufen gesucht Limousine neueres Modell, nicht über 15 PS, gegen Kassa oder eventuell Tausch an PEUGEOT 301. Zuschriften unter Chiffre 63061 an die Automobil-Revue. Bern. Zukaufen* gesucht LIMOUSINE die mit Garantie abgegeben werden kann, nicht vor Jahrgang 1931 und nicht über 10 PS. — An Zahlung müssto nussbaumpoliertes Schlafzimmer genommen werden. 63032 Anfragen: Telephon Nr. 21.21, Rlnggenberg. 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Wahrscheinlich ragt der Spiegel 1 zu wenig über die Karosserie hinaus und sollte an einem Ständer befestigt werden, wenn es sich nicht als vorteilhafter erweist, ihn auf den linken vorderen Kotflügel anzuordnen. Damit der Sichtbereich genügend gross ist, kommt bei diesen beiden Anordnungen nur die Verwendung eines Konvexspiegels in Frage. -atneuen:Freilaufs für Automobile, bin jedoch nicht in der jLagei die erforderlichen technischen Zeichnungen selbst 4 anzufertigen,, und HIUSSK daher diese sowie die Herstellung der Versuchsmodelle auswärts vergeben. Wie muss-ich nun bei der Vergebung dieser Arbeiten vorgehen, um der Gefahr vorzubeugen, dass die von mir mit der Ausführung der Zeichnungen und Modelle zu beauftragenden Personen in die Lage kommen, den Gegenstand meiner technischen Idee nachzuahmen, bzw. wie ist 1 es ;• möglich, ihnen gegebenenfalls eine solch» Nachahmung zu: verwehren? F. D. in B. Antwort: Grundsätzlich ist der Beauftragte verpflichtet, das ihm anvertraute Erfindungsgeheimnis zu wahren, wenn er Kenntnis genommen hat davon, dass er für den Auftraggeber eine Erfindung auszuarbeiten hat. Indessen liegt eine zu Streitigkeiten Anlass gebende Schwierigkeit oft darin, dass wesentliche Teile einer Neukonstruktion erst bei der Ausarbeitung erfunden und mit sehen von meinen Befürchtungen möchte ich an^ kein Verschulden trifft, nicht berechtigt ist, denfragen, ob es zulässig ist, einen Wagen mit verlän- Selhstbehalt von Ihnen, sei es ganz, sei es zum Teil, zurückzufordern. Es bleibt Ihnen, wenn der Dienst- auf seinem Standpunkt verharren sollte, nichts dieser verwirklicht werden. Dann stellt der mitherr der Anfertigung der, Zeichnungen oder der Herstellung der Modelle Beauftragte nicht selten das stehenden Betrag vom Lohn abzieht, auf Rücker- anderes übrig, als ihn, falls er Ihnen den in Frage Begehren, dass er, weil er an der Entstehung der stattung einzuklagen. Dies würde wohl aber die Erfindung verdienstvoll mitwirkte, dementsprechend auch an der Verwertung zu beteiligen sei. haben. Aufhebung Ihres Dienstverhältnisses zur Folge Das Begehren ist zwar rechtlich nicht stichhaltig, denn wer im Auftrag eines andern arbeitet, der Anfrage 396. Gewerbsmäßige Personentransporte. Ist irgend eine gesetzliche Pflicht zu arbeitet für, diesen und nicht für sich; für sich erfül- nigen, dass diese in jedem Falle auf eine die Abmachungen übersteigende Nachforderung verzichtet. Ausserdem wäre es aus praktischen Gründen notwendig, sich vom Hersteller der Zeichnungen und der Modelle einen Revers unterschreiben zu lassen, dass er sich zur Geheimhaltung der Erfindung verpflichtet, dieselbe also weder von sich ausnachahmt oder sie fremden Personen anvertraut. Erhalten aber Drittpersonen zufällig Einblick in die Zeichnungen oder Modelle, so könne» Sie den Beauftragten in der Regel, d. h. dann, wenn er; nicht fahrlässig gehandelt hat, an den so entstehenden Schadenfolgen nicht behaften und der Ausführung der Erfindung durch Drittpersonen, wenigstens dann, wenn sie ihr die widerrechtliche Einsichtnahme- in die Zeichnungen odei Modelle nicht beweisen können, kaum wehren; auch -besteht in diesem Falle die Möglichkeit einer der, spätem Patentierung der Erfindung nachteiligen Offenkundigkeit derselben., Vorsichtigerweise ist Ihnen deshalb vorab zur Patentanmeldung der Erfindung zu Taten; Besprechen Sie sich zu diesem Zwecke mit einem tüchtigen Patentanwalt, dem «es jedenfalls möglich ist, bei der .Patentanmeldung; neben der von Ihnen einstweilen geplanten Ausführungsform der Erfindung noch andere möglicherweise in Betracht kommende Ausführungsföi'- men in die Anmeldung miteinzubeziehen und .ao der Nachahmung von vornherein weitgehendst vor-. zubeugen. -:, Bp.-J , Zukaufe*, gesucht Cabriolet 4 PL, bis 20 St.-PS, reelle Occasion, nicht unt. Jahrgang 31, wenn an Zahlung ROADSTER, Md. 31, 6 Zyl., 16 PS, genommen wird. — Offerten unter Chiffre 63047 an die Automobil-Revue, Bern. Zukaufen* gesucht AUTO 7—20 PS, offen od. gesehl. In Zahlung werden für den ganzen Betrag erstkl., fabrikneue Staubsauger, neuestes Modell, mit 2jähr. Fabrikgarantie, geliefert. — Offerten mit Preisangabe unter Chiffre 63067 an die ' Automobil-Revue, Bern. Zukaufen gesucht auf Abbruch starkes ««» A U T 0 Offerten mit Beschrei> bung und Preis an Aug Deboni, Bussnang (Thg.). Zu verkaufen moderner 10-12-Plätz. CAR ALPIN in tadellosem Zustande. Verkaufspreis Fr. 8000.—. Anfragen unter Chiffre 63029 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. AUTOkOB REVUE ser, die Sache in Ordnung zu bringen. Bei der Reparatur zur Behebung des Klopfens stellte sich heraus, dass das Uebel im Kreuzgelenk sass; weiter konnten wir unsere Vermutung, dass das Chassis ein verlängertes war, bestätigt finden. Im Kreuzgelenk wurde ein stark angegriffenes Stück herausgenommen und durch ein neues ersetzt. Einige Tage nach der Reparatur trat das Klopfen wieder auf, allerdings in weit schwächerem Masse als vorher; doch nun beginnt es sich wieder zu verstärken. Ein Automobil-Techniker erklärte, dass die Störung infolge Senkung des angesetzten verlängerten Chassis entstehe. Nun habe ich in der Zwischenzeit auch feststellen können, dass verschiedene Wagenteile alt sind, wie z. B. der Vergaser, der Anlasser u. a. m. Ich bin nach diesen Feststellungen im Zweifel, ob dies wirklich ein neuer Wagen sei. Doch abge- gertem Chassis als neu zu verkaufen? Wie muss ich vorgehen, um eine baldige Regelung der Angelegenheit zu erzielen? Kann ich. vom Lieferanten verlangen, dass er den gelieferten Wagen retour nehme und mir dafür einen einwandfreien gebe? E. E. in T. Antwort: Der Verkäufer haftet dem Käufer für die zugesicherten Eigenschaften. Ob der Wagen trotz der Verlängerung des Chassis noch als neu zu betrachten ist oder nicht, hängt davon ab, wie die Verlängerung vorgenommen wurde. Geschah es dadurch, dass lediglich ein Verlängerungsstück in den Chassisrahmen hineingeschweisst oder sonst hineingesetzt wurde, wie es neuerdings nicht selten zu beobachten ist, so kann man keinesfalls von einem zusehen und interessiere mich zudem für die Einrichtung eines Taxameterbetriebes mit Reparatur- sich dagegen, wenn der ganze Originalchassisrahmen neuwertigen Chassis sprechen. Anders verhält es werkstätte. H. B. in S. durch einen neuen, längeren Rahmen ersetzt worden wäre. Diese Frage ist also in erster Linie ab- AntwoTt: Nach Art. 10 des M. F. G. ist für die gewerbsmässige Ausführung von Personentransporten ein besonderer Führerausweis erforsteren Falle sind Sie berechtigt, den Kaufvertrag zuklären, wenn nötig durch einen Experten. Im erderlich. Dieser Ausweis wird auf Grund einer persönlichen Prüfung ausgestellt, deren Bedingungen lichen Minderwert geltend zu machen. Vorausetzung rückgängig zu machen oder jedenfalls einen erheb- der Bundesrat festsetzt. Der Bundesrat hat inist, dass der festgestellte Mangel sofort gerügt wird. Art. 34 der Vollziehungsverordnung diese besonderen Bedingungen für die Erteilung des Ausweises vor, so hat der Käufer die Wahl, mit der Wande- Liegt ein Fall von Gewährleistung wegen Mängel aufgestellt, und zwar ist erforderlich, vorerst ein- lungsklage den Kauf rückgängig zu machen oder 'mal das Zeugnis eines durch die kantonale Motorfahrzeugkontrolle zu bezeichnenden Arztes, ein der Sache zu fordern. Grundsätzlich ist ein Wagen mit der Minderungsklage Ersatz des Minderwertes Leumundszeugnis sowie ein Strafregisterauszug. dann als « neu > oder « fabrikneu » zu betrachten, 8 Zyl., Amerikaner, wird sofort verkauft zum Spottpreis von nur Fr. 3000.—, Offerten unter Chiffre 63065 an die Nach Ihrer Mitteilung kommt nicht die Füh-wenrung eines schweren Gesellschaftswagens in Frage, gebrauchtem Material hergestellt worden ist, noch er unter Verwendung von neuem, völlig un- sondern nur die Ausführung von Personentransporte mit leichten Motorwagen, d. h. mit Personen^ zu andern Fahrten benutzt worden ist als denjeni- nicht behördlich zum Verkehr zugelassen und nicht wagen mit maximal 8 Sitzplätze. Voraussetzung gen, welche allfällig zur Ueberführung vom Herstellungsort zum Verkaufsort nötig sind, wobei diese ist demzufolge lediglich, dass der Bewerber mindestens das 22 Altersjahr erreicht hat, und ausserdem, dass er sich bei der Prüfung über gründ- dürfen. Aus Ihren Angaben ist zu schliessen, das« Fahrten keinesfalls mehr als ca. 1000 km betragen liche Kenntnis der technischen Beschaffenheit des der Wagen nicht neu ist; immerbin gibt der Ver-, Fahrzeuges ausweist. Weitere Erfordernisse sind zollungsausweis Anhaltspunkte über dessen Einführ nicht nötig. Will der Bewerber dagegen die Be-rungwilligung eines schweren Gesellschaftswagens Chassis mit demjenigen auf dem Verzollungsaus- Es nrüsste untersucht werden, ob das heutige (mehr als 8 Sitzplätze) erwerben, so hat er sich weis übereinstimmt, resp. ob diese Verlängerung bereits bei der Einfuhr bestanden hat und ob diese darüber auszuweisen, dass er während mindestens einem Jahre einen schweren Lastwagen klaglos geführt bat. O sich hier vornehmlich um eine Expertenfrage. Zu- überhaupt sachgemäss ausgeführt ist. Es handelt Anfrage 397. Mängelrüge. Am 21. Oktober 1933 erst muss die ganze Angelegenheit technisch abgeklärt werden, bevor mit Sicherheit rechtliche bestellte ich bei einer Zürcher Firma ein Lastautomobil. Den bestellten Wagen erhielt ich am 28. Dezember. Kurz nach Erhalt Hess sich beim Fahren Schlüsse gezogen werden können. Je nach den Feststellungen des technischen Sachverständigen werden dann die entsprechenden rechtlichen Massnah- zeitweise ein Klopfen im Wagen feststellen. Nach ^Reklamationen beim Liefefanten versprach mir diemen SOT treffen sein. *..... Zu verkaufen 1 CHEVROLET-CAMION 6 Zyl., 17 PS, Mod. 1931, Radstand 4 Meter, neue Führerkabine und Brücke, 3,40/1,95 m, hinten doppelt bereift, Nutzlast 2 Tonnen. Wagen im Zustand wie neu. Nur wenig gefahren. Preis Fr. 5800.—. 63037II Seeland-Garage, Biel. Tel. 35.35. ist vergnügt, weil ihm das beste Kartenmaterial, das es gibt, zur Verfügung steht. Ob Sie nach Konstantinopel, Palermo. Lissabon, Le Havre. 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Daraus geht hervor, dass Ihr Dienstherr, sofern Sie Zu verkaufen eine (tadellos erkaltene 6/7plätzigö len, um den gewerbsmässigen Personentransport aufnehmen zu können, nach bestandener Prüfung (Kategorie b, Leichtmotorwagen bis zu 8 Sitzplätze). Infolge der Krisis bin ich als Werkmeister gezwungen, mieh nach anderweitiger Beschäftigung um- LIMOUSINE Automobil-Revue. Bern. Der Touren-Onkel Fiat501 4-Radbremsen, 2 Reserverader, 4/5-Plätzer, nach dem neuen Verkehrsgesetz komplett ausgerüstet, in ganz gutem Zustand. Es wird in Zahlung genomm. ein guterhalt. Motorrad, 314—5 PS, oder ein guterhaltenes Klavier. Offerten unter- Chiffre 63030 an die Automobil-Revue, Bern. 6 Zyl., Lim., mit Kurbeldäch, 1930, 16 PS, tadellos erhalten, total rev., 6 Räder, Gepäckträger, Scintillascheinw., kompl. fahrber., zu Fr. 2900.- zu verkaufen. — Offerten unter Chiffre 63028 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen aus Privathand AUTO Marke ROCKNE Modell 1933, Limousine, erst 7500 km gefahren. 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Bern, Dienstag, 24. April 1934 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 34 Bruder Verkehrsbenützer. .. Wir haben bereits in unserer letzten Nummer auf das christkatholischo Wochenblatt «Der Katholik» hingewiesen, das kürzlich in einer Nummer originelle Betrachtungen über das Auto und den modernen Verkehr enthielt. Dem bemerkenswerten Artikel «Der Automobilist als Seelsorger» des- genannten Blattes — dem wir in jeder Weise fernstehen — entnehmen wir die folgenden ausgezeichneten Beobachtungen. Sie sind von einem Pfarrer geschrieben worden, der selbst aktiver Automobilist ist. Die Red. Ein Wort dem Bruder Fussgänger. Wir sind alle Fussgänger oder Fussgängerinnen! Solange man aber «Nur-Fussgänger» ist, befindet man sich in der Gefahr, Fehler allein beim «Anderen» zu suchen, das heisst in unserem Fall beim Automobilisten. So gin'g's mir früher auch. Wenn man aber bald Fussgänger, bald Automobilist ist, dann wird man weniger einseitig eingestellt sem. Der Fussgänger hat fragelos durch die Verkehrsentwicklungen grosses Unrecht erfahren. Er marschierte früher mit eichendorffscher Wanderlust ungestört auf Wegen und auf Strassen. Er durfte die Strassenmitte innehalten und während dem Spaziergang gemütlich in einem Buche lesen. Auf öffentlichen Plätzen ergingen sich diejenigen, die etwas bedeuteten in Stadt und Dorf, standen still, wo's ihnen beliebte, und sprachen nach wichtigen Sitzungen unterm Sonnen- oder Sternenschein: «oft tief bis in die Nacht hinein»! Dann kamen die Velos, die Trams, die Automobile. Der Fussgänwurde aus seiner romantischen Allumfassung verdrängt, auf der Landstrasse in Staubwolken gehüllt und mit Schmutz bespritzt. Ob dieser gemeinen, brutalen Behandlung hat sich der Fussgänger verständlicherweise entrüstet. Die Empörung musste. wachsen, wenn zur Brutalität der Entwicklung sich noch die Brutalität rücksichtsloser Fahrer gesellte. Dem Fussgänger wurde eine seelische Verwundung beigebracht, das, was man in der Seelenkunde ein «Trauma» nennt. Der Fussgänger demonstriert daher mit verletztem Stolz bis zur Stunde: «Ich bin auch da!!» Obschon ich langsam fuhr — oder besser weil ich langsam fuhr (!) — sind solche Fussgangstrotzer schon mit einem derart demonstrativ langsamen Tempo vor dem Wagen durchgeschritten, dass ich beinahe anhalten musste. Einem brutal Dahersausenden wären sie allerdings aus dem Weg geganf.-Ti!! Das ist die Logik der Welt! 1 Allein, die heutigen Verkehrsmittel sind nun einmal da. «Trotzen» hat keinen Sinn. ' Auch auf diesem Gebiet muss an Stelle des «Gegeneinander» ein bewusstes «Füreinander» treten: «weil wir Glieder sind untereinander» (Epheser Brief). Der Fussgänger hat ja nicht nur Verluste, sondern auch Gewinne zu buchen. Er selbst ist, wenn es eilt, froh um eine rasche Automobilbeförderung, sei's, dass der Arzt zu ihm fährt oder er mit Verwundungen und Schmerzen zum Die ewige Wahrheit. Roman von Oskar Sonnlechner. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) «Sprechen Sie nicht so zu mir, Jul. Ich bitte Sie, schweigen Sie. Ich will es nicht hören, ich kann es nicht hören. Nicht jetzt, nicht heute ... später einmal werde ich Ihnen alles gestehen... später einmal... nur nicht heute.... nicht morgen...» Mit gefalteten Händen, bittend, stand sie vor ihm. Traurig schüttelte er den Kopf. Er verstand sie nicht. «Wenn mich Ihre Worte, Enid, auch schmerzen und bedrücken, denn Ihre Leiden sind die meinigen, so will ich mich doch fügen. Nur eines gestehen Sie mir... nur eines... ob ich es bin... der zu Ihren Schmerzen beigetragen?» Im instinktiven Empfinden des Liebenden ahnte er die Wirklichkeit. Es war die Verschmelzung ihrer Seelen, die es mit sich brachte, dass jeder die Regungen des Herzens des anderen unbewusst in sich aufnahm. «Frau Enid, bin ich der Schuldner Ihrer Leiden?» Der Kopf sank ihr auf die Brust, sie fand nicht die Sammlung, ihm sogleich zu antworten, aber sie fand sich wieder, weil sie erfasste, dass sie ihre Selbstbeherrschung nicht verlieren dürfe. Arzt gebracht wird. Oft geht's solchen «Fussgängern» dann zu wenig rasch!! Der neuesten Automobilstrassen mit ihrem gesonderten Fussgängerstreifen oder einem schönen Trottoir dürfen sich auch Spaziergänger aufrichtig freuen, wenn sie im Regen kotfrei, im Sonnenschein ohne Staubplage ihres Weges ziehn. Gegen die unanständigen, rücksichtslosen Fahrer jedoch — die sicherlich m der Minderzahl sind — haben die Fussgänger alle soliden Automobilisten zu Verbündeten. So sehr der Fahrer sich bestimmten Fahrvorschriften zu unterordnen hat, so genau sollten sich die Fussgänger nun aber an Regeln halten, welche die Sicherheit aller gewährleisten. Einige Andeutungen! Es gibt Leute, die marschieren ständig neben dem Trottoir. Was würden sie sagen, wenn der Automobilist umgekehrt mit seinem Wagen auf den Fußsteig fahren würde?! In den Städten werden die Uebergänge für die Fussgänger genau mit Nägeln und Linien markiert. Ja, der Fussgänger hat im Moment, da er den bezeichneten Weg betreten hat, den Vortritt. Der Fahrer hat sich dementsprechend einzustellen. Aber wie viele Fussgänger kümmern sich nicht im geringsten um diese für ihre Sicherheit getroffenen Anordnungen. Sie durchschneiden die Strassen nicht bei der kürzesten Ueberquerungsstelle, sondern ziehen eine möglichst lange Diagonale von einer Seite zur andern, als wäre es ihnen eine Wonne, recht lange in der Gefahrzone zu wandern! Nicht selten trägt noch einer, im Trubel lesend, das eben am Kiosk gekaufte Mittagsblatt vor Augen herum, als wäre ihm dieser Baedeker für «Unglücksfälle und Verbrechen» die allerbeste Verkehrshilfe! Plätze werden nicht, wie's vielfach gefordert wird, umkreist. Es ist bequemer, aber dafür auch gefährlicher, sie einfach in selbstgewählter, willkürlicher Richtung zu durchkreuzen. So ergibt sich ein Wirrwarr, dessen Gefährlichkeit jeder vernünftige Mensch leicht zu ermessen vermag. Allzu viele behandeln den Verkehrspolizisten mit seinen Zeichen und die Lichtsignale der Fahrer, wie unzählige Sänger ihre Dirigenten! Man läuft umher, ohne gespannte Aufmerksamkeit auf die «Verkehrs-Direktion». Der Mann auf der kleinen Bühne hat wahrlich nicht die Aufgabe, einen nicht ernst genommenen «Verkehrskasperli» zu spielen!! Er ist der Dirigent der wogenden Verkehrssymphonük, auf den sich aller Augen zu» richten haben. Er hat die gewaltige Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die durcheinanderfahrenden und rennenden Fugenthemen im richtigen Fluss gehalten werden und glücklich zum Schlussakkord gelangen. Nun achte man sich aber, wie oft die Zeichen dieses Mannes vom Fussgänger unbeachtet bleiben. Der Polizist gibt den Weg für den Fahrer frei, der mit dem Richtungszeiger — auch für den Fussgänger wahrnehmbar — seine Fahrabsicht kundgetan hat. Allein, im Moment, da der Fahrer sich entsprechend bewegt, rennt irgendein Menschenkind halb träumend oder gar «im Schuss» seines ungebändigten Temperamentes auf die fahrfrei erklärte Strasse. Glücklicherweise besitzt der Wagen eine gute Bremsvorrichtung! Man liest Tag für Tag von bedauernswerten Opfern der Automobil-Unfälle. Oft mit Recht, aber sehr oft mit Unrecht betrachtet man den Fahrer als den selbstverständlich Schuldigen. Es wäre daher gut, man würde in den Zeitungen irrfmer wieder auch von den ungeheuer vielen «Unglücksfällen» berichten, welche täglich vermieden worden sind. Es wäre dabei darzustellen, welche Unvorsichtigkeiten sie verursachten, und wem es zu danken war, dass «es gut ablief»! Derartige Aufklärungen vermöchten vieles beizutragen zur Versöhnung der Gegensätze. Sie wären aber auch dienlich, die «Es hat mit Ihnen nichts zu tun.» Mit fester Stimme, in Erinnerung ihrer Vorsätze, sprach sie die Lüge aus. Er war ganz nahe an sie herangetreten, dass sich ihre Körper fast berührten, und sah ihr prüfend in die Augen, «Wann, Enid, werden Sie mir gestehen, warum Sie heute leiden?» Tief aufatmend, im Kampfe mit sich selbst, stand sie vor ihtn. Sie umfingen sich mit ihren Blicken. «Nicht heute, Jul... und nicht morgen ...» Und in der tiefen Bedeutung ihrer Worte, die nur sie verstand, brach sie wieder in sich zusammen, in der Erschütterung dessen, was ihr die Zukunft bringen solle, und haltlos sank der gequälten Frau der Kopf auf Juls Schulter und ein Schluchzen erschütterte sie. So standen sie regungslos. Ein Zittern überfiel ihn. Mit einer sanften, beruhigenden Gebärde der Zärtlichkeit, erschüttert durch ihren Schmerz, hob er ihr Kinn hoch, er versank in ihrem willenlosen Blick unter den traumhaft geschlossenen Lidern, fast berührten sich ihre Lippen, jeder fühlte den begehrenden Hauch des anderen... Sie sah, wie sich seine Augen verdunkelten; instinktiv bog sie den Kopf im Aufdämmern des Bewusstseins zurück, wie wenn sie einer Berührung seiner Lippen ausweichen wolle, nach der sie verlangte, und die sie dennoch fürchtete. «Enid...» seine Stimme zitterte... «wenn Ihnen Ihre Ehe nicht das geben konnte... was...». verkehrstechnischen Einsichten zu vergrössern und die nötige Aufmerksamkeit wachzurufen. Sollen zur Einschränkung des Nachtlärmes nur Lichtsignale gebraucht werden, dann muss die Achtsamkeit der Fussgänger in hohem Masse eine Steigerung erfahren. Wie oft gibt es doch sorgenbeschwerte oder leichtsinnige Menschen, die nicht einmal durch ein sehr vernehmliches Hupensignal aus ihrer seelischen Befangenheit herausgerufen werden können. Da werden psychotechnische Experimente unbeabsichtigt auf offener Strasse verwirklicht! Für die Fussgänger sind während der allerletzten Jahre in unseren Städten die verschiedensten Schutzvorrichtungen (Ketten, Inseltrottoirs usw.) erstellt worden. Ich habe aber schon Bestattungen infolge von Unfällen übernehmen müssen, welche mir deutlich machten, dass — insbesondere an Zwischenhaltestellen der Trams und bei gefährlichen Strasseneinbiegungen — die Probleme noch nicht restlos gelöst sind. Hier fordert der Fürsorgewille weitere Vorsorge. Ein Wort dem Bruder Velofahrer. Sehr viele Mitglieder unserer Kirche, vornehmlich in den Landgemeinden, sind Velofahrer. Als ich für kurze Zeit Landpfarrer war, kam mir zu gewissen Zeiten das Zweirad auch zu statten. Allein, die Velofahrer befinden sich heute in vergrösserter Gefahr. Wenn ein Automobilist am dunkeln Winterabend eine Gegend durchfahren muss, wo die Velofahrer der nahen Fabrik in Abständen sich auf dem Heimweg befinden, und die Bauernknaben mit ihren von Hunden gezogenen Milchwagen aus der Käserei kommen, dann bedarf es beidseitiger, sorgfältiger Achtsamkeit. Fährt ein Automobil in der entgegengesetzten Richtung daher und hat ein starkes Licht, so wird einem — wenn auch nur für einen Moment — die Sicht auf den Vorderfahrer, bei schlechtem Wetter ganz besonders, stark beeinträchtigt. Da ist es denn wichtig, dass die Velofahrer hintereinander fahren und nicht zu zweien oder gar zu dreien nebeneinander. Man möchte es den heimkehrenden Arbeitern und Fabriktöchtern wohl gönnen, dass sie sich nach der eintönigen Tagesarbeit in gemütlichem Gespräch ergehen könnten. Allein, die heutigen Verkehrssituationen nehmen der Strasse den Zauber des gemütlichen Abendgespräches. Beachtet man das nicht, so kann's erst recht ungemütlich werden. Es ist gut, dass jetzt die sogenannten «Katzenaugen» an der Rückseite der Velos angebracht werden müssen. Sie leuchten sehr günstig in der Dunkelheit auf, sobald sie von ferne ein Lichtstrahl trifft. Aber mit welch' einer halsbrecherischen Belastung tauchen oft Velofahrer auf. Hier führt eine Mutter in einem hinten angebrachten Sitzkorb ihr Kind mit. Dort fährt ein Vater gleich mit zwei Kindexn j3»aher, .„Ein Schreiner hat grössere Bretter an sein Zweirad" gebunden. Ein Fräulein zieht ein hotterndes Wägelein nach sich, das mit Glasflaschen gefüllt ist. Ein Landmann schultert die Sense, als gälte es, die Köpfe der Wanderer wegzumähen. Nicht selten gibt es Velofahrer, welche ihr Tempo beschleunigen, wenn der Automobilist das Zeichen zum Vorfahren gibt. Damit wird ein sinnloses Wettfahren provoziert, das sehr gefährlich werden kann, wenn in entgegengesetzter Richtung unterdessen ein Wagen im Raum erscheint, der womöglich auch jemandem vorfährt. Gefährte langsamerer Bewegungsmöglichkeit sollen selbstverständlich bei normaler Lage das Vorfahren erleichtern helfen. Da und dort begegnet man älteren Leuten auf dem Velo, welche in ihrer Bewegungsfreiheit verständlicherweise behindert sind. Sie haben nicht mehr die Sicherheit, durch Ausstrecken des Armes ihre Fahrabsicht kundzutun, insbesondere dann nicht, wenn die Strasse Rinnen aufweist. Ohne ein Zeichen zu geben, wollen sie links abbiegen im Moment, da ein Auto sich anschickt, links vorzufahren. Eine gefährliche Sache. Darum ist älteren Leuten, die leicht ins Schwanken kommen, wenn sie signalisieren sollten, anzuraten, vom Gebrauch des Zweirades abzusehen. Auch kleine Knaben, welche wegen der kleinen Beine nicht einmal auf der Querstange zu sitzen vermögen (!) und die Pedale auf In einem plötzlichen Erwachen, wie in einem Entsetzen, weiteten sich ihre Augen, und .im Aufbäumen des letzten Bewusstseins... stiess sie ihn von sich... dass er zurücktaumelte... Aschfahl, mit weitaufgerissenen Augen, starrte sie Jul an. «Enid! Enid!» Die Arme vorgestreckt, mit verkrampften Fingern, trat er auf sie zu, in einem wilden Aufflammen, seiner nicht mehr mächtig, hatte er sie umschlungen, in einem wilden Kampf suchten seine Lippen die ihrigen, ihr Körper wand sich in seiner Umarmung, und in der Kraft der Verzweiflung stiess sie ihm abermals die Fäuste vor die Brust, dass er zurücktaumelte, und schrie es hinaus: «Ich will nicht! Hören Sie! Ich will nicht!» Totenblass lehnte sie an der Wand, vor ihr Jul, mit verzerrtem Gesicht. Man hörte, wie ihr der Atem keuchend die Sprache nahm. Mit wankenden Schritten, die Hände bittend gefaltet, näherte er sich ihr. «Enid ... ich kann es nicht fassen...» Mit beiden Händen umklammerte er ihre Handgelenke, und wieder stiess sie ihn mit Aufbietung aller Kraft von sich und schrie es keuchend hinaus: «Ich will nicht! Hören Sie! Ich will nicht! Ich will nicht!» Im Zurücktaumeln wankte er in die Knie, man sah, wie er verzweifelt nach Worten suchte und sie nicht fand, bis es sich stammelnd von seinen Lippen rang. ihrem unteren Kreisweg sich selbst überlassen müssen, sollten nicht auf Autostrassen dahersch wanken! Für gewisse Velofahrer — auch für die «Töff»- Besitzer — ist die Versuchung gross, zu glauben,, man könne mit dem leichtbeweglichen Gefährte sich überall im letzten Moment «durchschlängeln». Mit welch wahnsinniger Geschwindigkeit fahren einem' oft solche Motorradfahrer an ganz gefährlichen Stellen vor. Möchte ihnen jemand in Erinnerung rufen, dass man zuweilen geschwinder vorwärts kommt, wenn man langsamer fährt!! In ganz toller Fahrt pflegen die Chasseurs verschiedener Geschäfte — insbesondere von Metzgereien und Bäckereien —' vom Berg herabzusausen. Sie sind keine gute Reklame! Denn jeder anständige Mensch ärgert sich über diese halsbrecherischen Huttenfahrer, die leider oft durch die Geschäftsleute zu solchem Strassenpiratentum aufgepeitscht werden. 0. G. Er wott elei sy Von Henry Gisler, Zürich. Wir setzen im nachfolgenden unsere zwangslose Reihe mundartlicher Beiträge fort, und räumen heute dem Zürcher Dialekt den Platz ein. Der Emil häts wieder emal mordsmässig pressant gha. Si Frau hat em müesse de Kafi zämeschütte, dass er echli verchalti,. susch hett er en nüd emal meh chönne trinke. Das chunnt zwar bim Emil i der Wuche nu öppe sächs mal vor, aber wäge dem würdi er amene Morge glych kä Minute früehner ufstah. Syni Bantoffle hat er ab de Füesse diräkt is Schlafzimmer hindere gschlüderet, d'Chatz hat grad no möge i d'Höchi gumpe, susch hetts esi diräkt umgschlage. Aber vo dem hat natürli der Emil nüt gseh; er hat syni Schueh anegrochset und bim binde dezue pfnächset, wie wann er amene Sächstageränne bständig hinder dene Velo nahgrännt war. Woner die Schueh anegmorgset gha hat, isch er zu der Kafitasse grännt und hat welle trinke, ase ständlige. Im glyche Momänt fraget en d'Frau, ob er jetz nüd vor e paar Tage gseit heb, er fahri nächstes uf Bern ufe. «Mhm» hat er nu chönne mache, will er grad am schlucke gsy isch. «Chumme mit!» hat do si Frau gseit. Im nächste Momänt isch der Emil explodiert. Grad uf das hätt er no gwartet! Dem Emil sin Chopf isch fürzünd rot und rund worde wie so en rote Chindeballon, so häts em 's Bluet in Chopf trybe. Nu will er so verschrocken isch ab der Frau ihrem «chumme mit!». «'s isch Zyt!» hat er nu no grüeft und scho ischer dur d'Stäge durab polderet. D'Chnöpf hat er no ufern Wäg zuegmacht. Uf der Tour hat de Emil die ganz Zyt studiert, wiener synere Frau chönnti die fix Idee zum Chöpfli ustrybe, mit ihm welle z'cho uf das Bern ufe. Nüd dass ere öppen untreu gsy war, durchaus nöd, aber wies die Manne «Enid, hören Sie mich an.» Bittend rang er die Hände. «Muss ich Ihnen erst gestehen, was Sie mir sind. Sie müssen es seit langem fühlen, dass Sie für mich mein Leben, mein Alles.» Mit geschlossenen Augen lehnte sie vor ihm, und während er sprach, hob sie die Hände und hielt sich die Ohren zu, wie wenn sie seine liebenden Worte nicht hören wolje. Er aber wusste nicht, dass sie es nur tat, um nicht schwach zu werden. «Enid! Soll ich erst nach leeren Worten suchen, soll ich nichtssagende Beteuerungen zu Hilfe rufen? Ich habe Sie wie ein überirdisches Wesen auf das Piedestal meiner Anbetung erhoben, ich sah in Ihnen die Göttlichkeit des Weiblichen, die ich erträumt, die ich ersehnt — und erst durch Sie gefunden. Lassen Sie mich noch eines gestehen, Enid. Nie dachte ich, dass ich Ihnen dies jemals beteuern müsse, in dem Wahn, dass Sie meine heisse Liebe, lassen Sie mich es aussprechen, mit einem leisen Hauch der Zuneigung erwidern, der ich Ihnen das anbetend zu Füssen legen wollte, was Ihnen bisher das Leben versagte.» Ihre Brauen zogen sich schmerzlich zusammen. Sie biss die Zähne aufeinander. «Ich weiss, alles, was eben geschah, war ein böses Missverständnis. Sprechen Sie das erlösende Wort, das uns das Tor zum Paradies öffnet, das mir sonst für die Ewigkeit verschlossen. Dieses einzige Wort...» (Fortsetzung folgt.)