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E_1934_Zeitung_Nr.065

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N»65 zum Lac Champex, von dem man einen unvergleichlichen Blick auf die Combin-Gruppe und den Dent du Midi geniesst. Von Orsieres zum Lac Champex führt eine landschaftlich sehr schöne, neue und gut ausgebaute Strasse, die leicht zu befahren ist und jetzt gewöhnlich der schmalen Einbahn- und Postautoroute über Les Valettes vorgezogen wird. Der Abstecher von Martigny ins Val de Bagnes, einem der typischsten Walliser Seitentäler, ist eine autotouristische Finesse. Die Strasse verläuft bis Sembrancher gemeinsam mit der Grossen St. Bernhardroute, überschreitet dann die Drance und führt am rechten Ufer aufwärts nach Chable, dem malerischen. Hauptort des Bagnetates. Dann von Chäbles über Champsec nach Lourtier und in zahlreichen Windungen über der in enger Schlucht dahintobenden Drance nach F i o n n a y, einem Sommerdorf in herrlicher Lage. Auch das landschaftlich sehr reizvolle V a 1 d e Ferrex sollte man nicht unterlassen, zu besuchen. Es zweigt bei Orsieres von der Grossen St. Bernhardroute ab und ist bis zur Endstation La F ou 1 y fahrbar. Von S i o n (Sitten) aus empfiehlt sich die Abzweigung ins Val d'Herens. Nach einem weiten Bogen ins Tal von Heremence durchfährt man die bekannten Pyramiden von Euseigne, ein Naturwunder wenige hundert Meter vom gleichnamigen Dörflein. Sonnverbrannte Walliser Dörfer grüssen von den Hängen, bis man nach Evolene gelangt, dem Hauptort des Eringertales und unbedingt eines der originellsten Walliser Dörfer. Noch heute tragen die einheimischen Frauen und Kinder ihre originelle Tracht. Das für Autos letzte erreichbare Dorf des Val d'Herens ist Les Haudferes, von wo aus der Saumpfad nach Arolla beginnt, dem Ausgangspunkt für schwierigste Bergtouren. Eine prächtige Höhenstrasse besteht von Sitten über Salins nach Mayens-de-Sion (1302 m). Die Strasse ist sehr schmal und kurvenreich, aber äusserst pittoresk. Auch von Vex aus kann man Mayens-de-Sion auf landschaftlich schöner, aber ebenfalls schmaler und kurvenreicher Strasse erreichen. Berggeübten Fahrern sei die Strasse von Gottschalkenberg, 1150 m Ü. M. Fr. 3.—. Mittagessen ab Fr. 3.50. fl. Weine. Vex nach Thyon am Fusse des Mont Rouge empfohlen, die sehr kurvenreich, schmal und teilweise steil, aber landschaftlich von grosser Schönheit ist. Die Umgebung von Sierre (Siders) ist dank der besonderen und eigentümlichen Bodengestaltung reich an Abwechslung. Auf Vorhügeln und Hochtälern, oft hinter einem Wäldchen halbversteckt, leuchten in der Sonne die Kirchtürme von Veyras, .Miege, Mollens, Anchettes, Montana und vielen anderen freundlichen Ortschaften. Ins Val d'Anniviers (Eifischtal), wohl dem typischsten der Walliser Seitentäler, führt von Sierre aus über Chippis eine landschaftlich hervorragende Strasse. Nach Niouc geniesst man kurze Zeit grossartige Ausblicke aufs Rothorn, Trifthorn und Gabelhorn, dann weiter durch mehrere Strassentunnels aufwärts nach Vissoie, dem Hauptort des Eifischtales, von wo links eine neue, für Autos befahrbare Strasse nach der beliebten Sommerfrische St. Luc abzweigt (Ausflug: Bella Tola, das bedeutendste Panorama der Schweiz!) und rechts eine kleine Strasse nach Grimentz. Geradeaus führt von Vissoie die Strasse weiter der Navisance entlang nach Ayer, einem malerischen Walliser Dörfchen, von dem aus nur noch ein für Aatos nicht fahrbarer Saumweg nach Zinal weist. Von Visp (Abgangsstation der Zermattbahn) ist die Abzweigung bis Stalden fahrbar. Nach Zermatt führt noch keine Autostrasse; der Wagen muss in Visp oder Staldon eingestellt werden. S t. N i c o - las (St. Nikiaus), die bestbekannte Sommerfrische, ist von der Station Visp aus mit der Visp-Zermatt- Bahn erreichbar. Das schöne Saastal kann jetzt über Stalden auf ganz neuer, sehr gut ausgebauter Strasse der Saaser Visp entlang bis Huteggen mit dem Automobil befahren werden. Eine ebenfalls neue, ausgezeichnete Strasse ist die Strasse Martigny-Salvan, die dieses Frühjahr dem Verkehr übergeben wurde. Sehr hübsch und wie man es sonst selten findet, ist die kunstvolle Anlage der Strasse, die in prächtigen Galerien die Hohe erklimmt. Zahlreiche Ausweichstellen, die das Kreuzen von zwei grossen Lastwagen ermöglichen, sind vorhanden. Bei Gueuroz überquert die Strasse Autostrasse von Aegeri und Biberbrücke. Mit seinem prachtvollen Panorama auf Alpen u. Seen wird Ihnen unvergesslich bleiben. Zimmer ab Weekend-Arrangements. Tel. 624. Die Direktion. EGLISAU Restaurant Waldheim Fischküche, Bauernspezialitäten, selbst eingekelterte Landweine. Schönste Lage direkt am Rhein. Höflioh empfiehlt sich : Hrch. Hausheer. Tel. 85. auf einer mächtigen Betonbrücke, einem Wunder der modernen Technik, die wilde Schlucht des Trient und steigt dann in fünf Kehren mit schöner und abwechslungsreicher Aussicht auf das ganze Rhone- und Tnenttal und Ausblicken auf die Waadtländer und Walliser Alpen zum hübschen Plateau von S a 1 v a n, einem vielbesuchten und beliebten Kurort. Bei Tretien oberhalb Salvan befinden sich die sehr schönen Schluchten, Höhlen und Wasserfälle des Triege, eines Zuflusses des Trient, der vom Col de Barberine herkommt. Be. Büchertisch Mit Flugzeug, Faltboot und Filmkamera in den Eisfjorden Grönlands. Von Dr. Sorge. Ein Bericht über die Universal-Film Dr. Fank-Grönland-Expedition. Mit 208 Abbildungen, 184 Seiten. — Die grosszügig aufgezogene Dr. Fank-Filmexpedition nach Grönland, deren Frucht der auch in der Schweiz gezeigte Film «SOS Eisberg» war, hat seinerzeit ganz Europa beschäftigt. Das kühne Unternehmen wurde unter Einsetzung neuester technischer Hilfsmittel unternommen; unter anderem wirkte auch der berühmte Kunstflieger TJdet an der Expedition mit. Der schon als Begleiter des verstorbenen Grönlandforschers Dr. Alfred Wegener bekannt gewordene Forscher Dr. Sorge betätigte sich bei der Fümexpedition als Sachberater. Das Erinnerungsbuch dieses Forschers besitzt den grossen Vorteil, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse mit anschaulicher Schilderung zu verbinden weiss und darum von Verdacht frei ist, in dilettantischer Art von gerissenen Geschäftsleuten zusammengeschrieben worden zu sein. Die Entstehung des Filmes war sehr oft mit schweren Gefahren verbunden, die man dank der Anschaulichkeit des Buches mit gespanntester Aufmerksamkeit nacherlebt. Die schwierige Arbeit der Filmdarsteller und der Kameraleute, des Fliegers Udet und des Regisseurs werden einem bis in alle Details hinein nahegebracht. _ Dr. Sorge fand glücklicherweise auch Gelegenheit, über den geschäftlichen Zweck dp? Reise hinweg wissenschaftliche Forschungen anzustellen. LAUSANNE Hotel Beau-Sejour Inserieren bringt Gewinn Die Untersuohungsergehnisse -der grönländischen Fjorde und Gletscher müssen auch den Laien, der bekanntlich für dieses geheimnisvolle Land des Eises immer eine besondere Schwäche hatte, begeieine höchst schwierige Lage. Auch in den Schwei- stern. Dr. Sarge geriet im übrigen eines Tages in zer Zeitungen war seinerzeit zu lesen, der Forscher sei spurlos verschwunden. Udet unternahm gefährliche Rekognoszierungsflüge, die nach langer banger Zeit zur Auffindung des Verschollenen führten. Die äusserst interessanten Zettel und die Karte, die Udet dem Forscher zuwarf, sind in dem Buch re- produziert. Es enthält im übrigen eine prächtige Fülle schönster Aufnahmen, und nur das eine ist zu bedauern, dass verschiedene Leute der Expedition auch in dieser unberührten Herrlichkeit der Natur die Zivilisation und die Schauspielerei nicht vergessen konnten. bo. Humor Parkplatz-Idyll: Der vergessene Wagen. im Zentrum - Rutii ger Priv a t- park. Hotel I. Ranges. Bescheidene Preise. — Restaurant — Wolf halden Restaurant Anker in nächster Nähe von Heiden. Spezialität: Selbstgeräucherter Bauernspeck. Gut bürgerliche Küche Reelle Weine. Schatt. Garten. Parkplatz. Tel. 2.34 T. C. S. Q. HOTZ, Bes. Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. Restaurant MUGGENBÜHL, Zürich 2 schöner Ausflugsort. (Parkplatz.) Gutgeführtes Haus. 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N° 65 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 S» Internationale Alpenfahrt. (Schluss von Seite 5.) Die 3. Etappe. Strafpunkte der Mannschaften nach der dritten Etappe. I.nnd2. I.EUppe Total Etappe Niederl. Autofabr., Amsterdam: van der Meulen 200 100 300 van Beeck Calkoen 0 O Bakker Schut 0 0 ,-TUley Ltd., Coventry: •fr*:iley G. 0 0 Farrer A. 0 57 Griffiths FC. 0 0 Frazer-Nash, London: Buttler-Henderson L. 0 0 Marshai A. 0 0 Mitchel Thomson H. 4 0 4 Adlerwerke A.-G., Frankfurt a. M.: Frau L., Bahr 0 0 A. Kronmüller 37 0 F C. Widemann 67 0 102 Singer & Co., Ltd., Coventry; Richardson 0 0 A. Langley 0 5 H. Adery 0 0 5 schwierige Verhältnisse bot. Ebenso der Abstieg durch den vom Unwetter teilweise zerstörten Strassenteil nach Biasca an der Gotthard strasse. Bei Arbedo sahen wir den Fordwagen von Magnus, dessen Hinterachse gebrochen war. Auf der Höhe des Bermhardino ist der Wagen von Wielemann mit einem auf der richtigen Strassenseite fahrenden Personenwagen karamboliert, wobei die Besatzung leicht verletzt wurde. Die Landschaft fand das grösste Entzücken der Bewerber und entschädigte durch ihre Reize für die Mühen der Fahrt. In St. Moritz, am Etappenziel, fand man die seit Jahren bestbekannte Organisation und ein liebenswürdiger Empfang, so dass man sich bald wie zu Hause fühlte. Zahlreiche Gäste Hessen es sich nicht nehmen, den Fahrern den Willkomm zu wünschen, die sich auf den Komfort ihrer Quartiere freuen und sich bald zum eigenen «Parkdienst > zurückziehen. Wie die Fahrtleitung noch meldet, wird der Start am Morgen um ein Stunde, also auf 5 Uhr, ver- St. Moritz, 9. August 1934. "Wohl wenigen Menschen ist es vergönnt, in einem einzigen Tage eine solche Fülle von herrlichen Punkten der Schweiz zu besehen, wie es den Alpenfahrern beschieden war. In Interlaken, das gestern seinen grossen Abend hatte, erfolgte zwischen 5 und 7.17 Uhr der Start der 122 Bewerber, von denen 117 — ein hoher Prozentsatz — noch strafpunktfrei sind. Wie viele werden es noch am Abend sein, fragten wir uns beim Studieren der Karte, die nicht weniger als 7 grosse Pässe und 2 kleinere üebergänge aufwies. Zwei Tage Zusammenseins hat aus den Alpenfahrern schon eine grosse Familie gemacht und man schoben, da die Stilfserjochstrasse bis 6.30 Uhr tauscht, wenn auch in verschiedenen Sprachen, durch Militär besetzt ist und erst von dieser Stunde Tadebrechend die Erlebnisse aus. Vielleicht sind die an für den übrigen Verkehr frei wird. Damit gewinnen wir alle eine wohlverdiente Stunde mehr Leistungen der Kleinwagen noch höher anzuschlagen als die der grösser dimensionierten Fahrzeuge. an willkommener Nachtruhe! J. L. Andererseits sind sie leichter um die Tausende Tabelle der bisher erteilten Strafpunkte: von Kehren zu manövrieren, die eich oft ia verfahrenem Zustande befinden. Etappe 1. und 2. 3. Etappe Total Auf der ganzen Strecke haben Sommergäste und Loenholdt (N.A.G.) — 44 u. 10* 54 E. Mutsaerts (Ford) 10 — 10 Ausflügler der verschiedenen Kurorte alle möglichen Aussichtspunkte aufgesucht. In den Ort- A. Farrar (Riley) — 57 u. 10* 67 Miss M. Allan (Lancia) 10 6 16 schaften ist ein ausserordentliches Interesse der J. Machat (Citroen) 1 23 24 Bevölkerung wahrzunehmen, das den Fahrern durch H. Mitchel-Thomson (Frazer- Zurufe und Beifall zum Ausdruck gebracht wird. Nash) 4 — 4 Man hätte sich kein günstigeres Land als die Mrs. A. Needham (Frazer-N'ash) 1 — 1 Schweiz denken können, um einen, schwierigen Kurs A. Kronmüller (Adler-Trumpf) 37 — 37 zu schaffen. Dazu war die Zeitkontrolle in Splügen und Diseniis so gelegt, dass nicht weit c auf Trumpf) 65 —> 65 F. C. Widenmann (Adler- Vorrat» gefahren werden konnte. Dennoch kam die H. Carr (Austin) 45 — 45 Mehrzahl der Konkurrenten mit Yt- bis Vtstündigem Vorsprung an der Kontrolle an. So gab es Ausgeschieden sind !a der 1. Etappe: Van der bei den in Interlaken gestarteten 122 Fahrern nur Meulen (Ford), M. Ambaud (Ford), Dr. Sprenger zwei Ausfälle wegen Zeitüberschreitung: Mme Potet van Eyk (Hotchkiss) und E. Pätzold (Ford); in der auf Delabaye und Hansberger auf Mathis. Zudem 2. Etappe fiel P. Glerum (Ford) aus, in der 3. wurden nur zwei Bewerber neu wegen Ueberschreitung der Zeit mit Strafpunkten belegt: Loenholdt stosses mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, Etappe A. Wielemann (Ford) infolge Zusammen- auf N. A. G. und Farrar (Frazer-Nash-Team). Damit sind am Ende des dritten Tages 108 Konkur- Hansberger (Mathis) und Mme. Potet auf Dela- ferner E. H Magnus (Ford) wegen Achsbruchs, C. renten ßtrafpunktfrei und der Ausspruch eines haye wegen Zeitüberschreitung. der ältesten Habitues der Alpenfahrt, des Ungarn Insgesamt sind nach Abschluss der 3. Etappe Delmar, die Bedingungen könnten schwieriger gestellt werden, scheint vorerst berechtigt. ohne Punktverluste. noch 118 Teilnehmer im Wettbewerb, davon 108 Noch aber gibt es drei Etappen, wovon die morgige über das Stilfserjoch führt, die mit der ein- Die dritte Etappe von Interlaken nach St. Mo- Auf der GrlmselpasshShe. geschalteten Bergprüfung wohl manchen Ausfall ritz führte die Alpenfahrer über sieben grosse -4C*nd damit eine schärfere Auslese bringen dürfte. Pässe — Grimsel, Furka, Oberalp, Lukmanier, Bernhardin, Splügen und Maloja. In Interlaken waren Die« gilt auch für das später anschliessende Geschwindigkeitsrennen über 10 km auf der neuen die Fahrer aufs beste empfangen worden, und die Autostrada Padua-Mestre. ganze Organisation klappte tadellos, von der Fahrtund Fahrzeugkontrolle, dem prächtigen Parkplatz Und wie steht es mit den Teams? 15 wurden gemeldet und abgenommen. In der ersten und zweiten Etappe wurden die Mannschaften von Ford-, saal und Strandbad (I), von Meitschi in Berner- bis zu der Ovomaltine und den Freibillets für Kur- Frazer Nash- und Adler-Team (die beiden andern tracht überreicht. Auch über die Streckenorganisation in der Schweiz äusserten sich die Fahrer Adler-Teams 3 und 1,7 Liter fahren mit grosser Gruppenregelmässigkeit) mit Strafpunkten bedacht. sehr günstig, dagegen weniger über einige Paßstrecken in Frankreich. Das von Captain Riley geführte Riley-Team kam heute hinzu, indem der Fahrer des zweiten Wagens Die letzten der 152 Fahrer trafen erst in der wegen Zeitüberschreitung 57 Pkte. und wegen Lösung der Kühlerplombe 10 P. erntete, ebenso das wochmorgen bei Tagesanbruch wieder auf die Fahrt. Dunkelheit ein und die ersten jnussten am Mitt- Singer-Team, das 5 Punkte erhielt, wegen Zeitüberschreitung eines seiner Fahrer. Es sind also und ein Minimalwert von 35 km/St, vorgeschrieben Trotzdem ein Maximaldurchschnitt von 42 km/St, bisher fünf Teams gesprengt, mithin ein Drittel der waren, fuhren fast alle Fahrer « auf Vorrat», so teilnehmenden Mannschaften. dass in der Wertungsgruppe über 3000 cem Zylinderinhalt und den Gruppen von 2000 bis 3000 und 1500 bis 2000 cem die guten Fahrer frühmorgens schon nach einer Stunde auf der Grimselhöhe (62 km) eintrafen. Es war äusserst interessant, hier oben die Durchfahrt der Konkurrenten zu beobachten, die im übrigen von dem gewaltigen Grimselwerk ganz begeistert waren. Die Fabrikfahrer absolvierten die Kehren der Pässe in regelrechtem Rennstil, um auf den Geraden auf höchste Geschwindigkeiten zu kommen. Die Einzelfahrer dagegen nahmen es meist viel gemütlicher. Auch bei den Talfahrten konnte man die ersteren leicht an ihrem forschen Gasgeben auf den gestreckten Teilen der Strassen und am scharfen Bremsen vor den Kurven, unter Zuhilfenahme eines niedrigeren Ganges, erkennen. Das Endklassement wird zeigen, ob die Einzelfahrer mit ihrem meist bedäehtigen Fahren (unter dem Risiko geringerer Zeitmargen bei unfreiwilligen Aufenthalten) oder die Fabrikfahrer mit ihrem draufgängerischen Vorratfahren bessere Resultate erzielen. T. um Beanstandungen unserer jeweiligen Rechnung zu vermeiden. .Im übrigen sind wir selbstverständlich zu genauerer Auskunfterteilung gerne zur Verfügung. Autosektion Waldstätte Büirdnerlandfahrt 1934. Sonntag, den 12. August 1934 begibt sich eine Schar T.C.S.ler für 4 Tage auf die Bündnerlandfahrt. Wir wünschen den Teilnehmern schöne und gute Reise. Preisverteilung vom Ballonwettfliegen der T.C.S.- Kinder. Samstag, den 28. Juli 1934 versammelten sich ca. 100 Kinder und T.C.S.-Mitglieder auf dem Dietschiberg zur Preisverteilung. Welch' Freude herrschte in den Augen der «Ballonwettflieger» der T.C.S.-Kinder. Es war herrlich zu sehen, wie die Kleinen aufgeregt herumgingen und der Dinge warteten, die da kommen sollten. Unser Kassier, Louis Dönni, Hess die Gewinner nicht zu lange warten und belegte einen ganzen Tisch mit Preisen. Hier waren Autos, Schiffchen, Puppe, T.C.S.-Güetzi, und noch viele andere Spielsachen zu finden. Inzwischen wurde eine lange Reihe von Tischen mit Tassen, Tellern und Kuchen belegt. Bald hörte man nicht mehr viel von den Kindern, denn alle taten sich am Dargebotenen gütlich. Alsdann gingen die Herren Bucher und Dönni an die Preisverteilung. Leider ist es dem schlech-: ten Wetter zuzuschreiben, dass diese « Stratosphärenkugeln » nicht einen weiteren Weg gefunden haben. Die ersten 3 Preise entfielen auf folgende Konkurrenten: 1. Blum Frieda, Dagmersellen, Wülflingen, 51 km; 2. Trucco Dora, Reussbühl, Unter-Ulnau, 42 km; 3. Grüter Josef, Eschenbach, Nänikon, 37 km. Wir hoffen, die Kleinen auch das nächste Jahr wieder bei uns zu finden, wobei dem einen oder anderen mehr Glück beschert sein möge. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Nachdenkliches zum Klausen. Das Echo der donnernden Motoren war verhallt, der bekannte Wagen mit der weissen Fahne hatte das Zeichen der Beendigung dieses grandiosen Rennens gegeben. Jedermann war auf seine Rechnung gekommen. Kein Tropfen Regen war während der 5 Stunden gefallen. Die bekanntesten Helden des Automobils hatten ihr Bestes geleistet. Tansende von Zuschauern hatten einen Triumph der Technik wie je kaum zuvor gesehen. Erfüllt von dem erhabenen Schauspiel der Natur im Verein mit den kleinen Menschlein auf ihren riesigen Motoren fuhren wir von unserem Posten talwärts. Beim nächsten Sanitätsposten werde ich angehalten, da man an dem zappelnden Rotkreuzfähnchen mich als Arzt erkennt. Im Gras liegt einer, der sich beim; Bergabgehen den Fuss verstaucht hat und der mich bittet, ihn in meinen Wagen zu nehmen. Mit Hilfe der beiden Rotkreuzkolonnenmänner ist er bald verstaut und ich setze meine Fahrt fort. Ueberall gehen die Leute, sobald sie das rote Kreuz sehen, korrekt auf die Seite. Beim Start jedoch ist die Strasse mit einer schwarzen Menge verstopft, loh fahre langsam dem Haufen zu. Weit und breit keine Polizei- oder ordnungschaffenden Feuerwehrmänner. Als die Leute keine Miene machen, die Strasse freizugeben, gestatte ich mir, Signal zu gebenÄ--Ba erhebt sieh links und rechts um mich ein förmliches Wutgeschrei. Von erhitzten (wohl z. T. auch durch Alkohol!) Gemütern muss ich mir die unflätigsten Ausdrücke an den Kopf werfen lassen. Einer, der sich in dieser Menge besonders hervorzutun berufen fühlt, schreit mich an: «Glaubst du, dass du besonderes Recht hast mit deinem Rotkreuzfetzen?» Das Gemeinste, was mir aber je begegnet ist, war, dass diese ganze Heldengesellschaft in den Ruf: «So isch rächt, bravo!» ausbrach, als ich, um einem dieser «Sportbegeisterten» auszuweichen, den rechten Kotflügel anfuhr. Einer steckte offenbar den anderen an, und dann — gleich und gleich gesellt sich gern! Irgendwie mit den Leuten vernünftig zu sprechen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Und diese Leute kommen ausgerechnet zu einem Autorennen. Kommen sie aus sportlichen Gründen, oder warum? Nun, in diesem Falle ist es ja nicht auf Leben und Tod gegangen. Wer aber hätte die Verantwortung gehabt, wer wäre schuld gewesen, wenn es sich um einen todkranken Menschen gehandelt hätte, für dessen Lebenserhaltung vielleicht jede gewonnene Minute ausschlaggebend gewesen wäre? Ich bin weit entfernt, der Polizei irgend einen Vorwurf zu machen. Im Gegenteil, diese Masse gebärdete sich auch etwa hundert Meter weiter wie wild, und da bewunderte ich diese Beamten, mit welcher Ruhe und Korrektheit sie diese alles andere als sportliche Auslese zur Ordnung angehal- *. c. s. ten haben. Der Verlauf der Reise. Was ich aber nicht fassen konnte, war die Tatsache, dass es Menschen gibt, die ausgerechnet in Fahrt in der Morgenkühle bei bedecktem Himmel. Von Interlaken aus prachtvolle gerade Strek- SEKTIONEN. Dieser Tage werden den Mitgliedern der Schweiz, der zu Ehren das Rote Kreuz ihre KANTONALVERBAND BERNISCHER A. C. S.- ken nach dem Brünig zu. Kurz nach Interlaken der vier bernischen Sektionen Bern, Emmenthal, Farben trägt, dieses missachten und verhöhnen. werden wir bei einer Tankstelle von Madame Potet Les Rangiers und Seeland-Jura die Einladung zur Was das Rote Kreuz jedem einzelnen zu sagen aufgehalten. Sie erzählt hastig, dass der Kommissär am Morgen vergessen habe, den Kühlervergestellt. Die Einladung wirbt in treffender Weise wie nicht bald eine andere, eine Institution des Picknickfahrt von Sonntag, den 19. August 1934 zu- hat, was es ihm bedeuten sollte, dass es wohl, schlusg zu plombieren und bittet uns, das zu besorgen. Wir konnten ihr bloss das Fehlen der des Kantonalverbandes und wird ganz bestimmt für den ersten gemeinsamen touristischen Anlass ausgesprochenen Altruismus ist, ist eine Angelegenheit des Anstandes und der Erziehung. Die letz- Plombe bestätigen. Weiter noch sehen wir den bekannten Lansrstreckenfahrer P. v. Guilleaume hal- viele Anhänger finden. teren beiden darf man bei gewissen Leuten scheinbar nicht voraussetzen! Dr. med. M. Das Picknick ist von der Sektion Les Rangiers ten. Sein Adler-Trumpf 1,7 Liter war auf der Hinfahrt nach Nizza von einem Lastwagen angefahren der Nähe von Saignelegier unweit der Kantons- bereits in allen Einzelheiten festgelegt und wird in worden. Die Beschädigung wurde in der Nacht An den Einsender aus St. Gallen. Ihre Zuschrift wegen Garageverhältnissen in Chur können strasse Tramelan-Saignelegier durchgeführt. Die dennoch behoben, das Chassis gerade gerichtet und Jurassier haben an alles gedacht, vom Aperitif bis die Organe in Ordnung gebracht, so dass er trotzdem starten konnte, ein Meisterstück in seiner Art! schrift unleserlich ist und die genaue Adresse fehlt. wir leider nioht veröffentlichen, da Ihre Unter- zum spätnachmittäglichen Sackgumpen und vom Frühkonzert bis zum Glücksrad, Wer am 19. August Wir wiederholen immer wieder, dass Einsendungen, Die Konkurrenten rasen auf breiter Strasse dahin, um vor dem Aufstieg zur Grimsel Zeit zu ge- lenkt, wird ein Picknick erleben, wie es nur die den Leserkreis reservierten Spalte keine Aufnahme seinen Wagen nach den einladenden Freibergen die wir als anonym betrachten müssen, in der für winnen. Die Strasse, die stellenweise eng führt, welschen Sektionen so frei von jedem Zwange zu finden können, da die betreffenden Einsender die bietet ein grandioses Panorama mit dem See und organisieren verstehen. Die Anmeldungen sind unter Angabe der Anzahl teilnehmender Personen und men müssen. Im übrigen möchten wir Ihnen emp- Verantwortung füf ihre Zuschriften selbst überneh- den Stauwerken. Es ist aber bitter kalt oben. Oberst Lindsay Lloyd vom Royal Automobil-Club, mustert Bezeichnung der Anzahl Mittagessen von der Feldküche bis spätestens Freitag, den 17. August, gewiss angehören, damit dieser bei seiner bündnerifehlen, sich doch an den Club zu wenden, dem Sie die vorbeifahrenden englischen Fahrer und feuert die Mannschaften an. Nun geht es weiter über den 12 Uhr, den entsprechenden Sektionssekretariaten schen Schwestersektion in der Angelegenheit interveniert. Die Red. weniger schweren Oberalppass hinunter nach Disenfis. In Sedrun haben Pfadfinder die Stragsen- zuzustellen. h. wacht übernommen. Bei Disentis tun dies die T. C. S. Feuerwehrleute des Ortes. Hier befindet sich die Veranstaltungen. erste Zeitkontrolle und bald stauen sich die zu früh gekommenen Wagen. An der Kontrolle erscheint Autosektion St. Gallen-Appenzell Madame Potet zu spät und muss dann aufgeben. Auch die schneidige Lanciafahrerin, Miss Allan, mit Das Offi'e (Triptyk-Ausgabestelle) meldet uns: Das finanzielle Ergebnis des ihrer Limousine, die ganz famos fährt, ist spät Nachdem einige Länder wie z. B. Frankreich und Genfer Salons 1934. dran. Es gebührt den teilnehmenden Damen ob der Italien schon längere Zeit ihre Zollansätze für Motorfahrzeuge bedeutend erhöht haben, erfahren wir, verschiedene Sitzungen statt, die sich mit der Liqui- In der zweiten Julihälfte fanden in Genf drei heutigen Etappe besonderes Lob. Die Damen aller Nationen, darunter Mme Schell, Miss Champey, Frl. dass nun auch Oesterreich die Gebühren hiefür um dation des diesjährigen Auto-Salons befassten. Die E. Frisch und die andern, beweisen, dass die Damenfahrerinnen ihren Sportkollegen keineswegs leider auch eine bedeutende Erhöhung der Kau- Salons 1934 unter dem Vorsitz von Herrn Deche- ein bedeutendes gesteigert hat. Daraus ergibt eich erste Konferenz hielt das Organisationskomitee des nachstehen. tionsversicherungsprämie, die, wie bekannt, auf vrens ab, das zur Auflösung zusammentrat. Die Grund der Zollansätze zu berechnen ist. Wir machen unsere werten Mitglieder hierauf aufmerksam, Sitzung des ständigen Direktionsrates des Salons unter der Leitung von Herrn Marchand stehende Von Disentis aus ging es über die spitzen Kehren vom Lukmanier, dessen Zufahrt durch die nahm von der geleisteten Arbeit des diesjährigen Schlucht zufolge des schlechten Wetters äusserst • Für Lösung der Kühlerplombe. Salon-Komitees Kenntnis und genehmigte den Rechnungsabschluss, der darauf der Generalversammlung der Anteilscheininhaber des Salons vorgelegt wurde. Das Ergebnis erhielt die Genehmigung der Inhaber, so dass zu folgender Verteilung des Gewinnes geschritten werden konnte: 80% für die Aussteller, 15% für das Garantiekapital, 5% für das Organisationskomitee, das in generöser Weise wiederum auf diese Entschädigung verzichtet hat und sie den Ausstellern zukommen Hess, so dass diese mit 22% ihrer Ausgaben für die Standmiete bezahlt werden, ein angesichts der heutigen Krise günstiges Ergebnis. Im fernem wurde der ständige Direktionsrat neu gewählt, in den bekanntlich die Schweiz. Syndikalkammer für Automobile, Räder und deren Zubehörteile, die Automobil- fund Ga- Garagen-Industrie-Handelskammer und die Genfer Garagisten-Vereinigung je drei Mitglieder entsenden. Es mussten deshalb noch weitere 6 Delegierte gewählt werden. Das Präsidium bleibt in den Händen von Herrn Robert Marchand und als Vizepräsident wird Herr Albert Goy amtieren. Das Direktionskomitee hielt darauf eine weitere Sitzung ab, um die Frage der Wahl des Organisationskomitees für den nächstjährigen Salon zu besprechen. Als Präsident wurde wieder Herr Dechevrens gewählt und als Sekretär bleibt Herr Cretenoud. Das Komitee wird bis zum September noch durch weitere Namen komplettiert. Herr Dechevrens plant in weitsichtiger Art, auch Generaldirektoren der hauptsächlichsten schweizerischen Automobil-Verkaufs-Gesellschaften zur Mitarbeit heranzuziehen. Bereits sind die ersten Vorarbeiten für den Salon 1935 an Hand genommen worden, vor allem soll die Propaganda auf möglichst breiter Basis einsetzen. Es scheint schon jetzt festzustehen, dass der nächstjährige Salon sich in jeder Beziehung dem vergangenen würdig anreiht. ««» l-wri Personelles. Autogarage Gundeldinflcn A.-G, Basel. Aus dem V.R. ist K. Hammel ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. Neu wurde Adele Jeck, ohne Beruf, in Basel, in den V.R. gewählt. Sie führt Einzelunterschrift. Die Firma erteilt Einzelprokura an Fritz Jeck, Basel. Reinbolt & Christe A.-G., Carrosster, Basel. Die Prokura des H. N'euer ist erloschen. A.-G. fOr den Verkauf der Automobile Andre CitroSn in der Schweiz, Genf. Die Prokura von J. J. Pricam ist erloschen. Firmenänderung. Frenz Wyder's Erben, Auforeparaturwerk« statte, Sursee. Wwe. Anna Wyder sowie 0. Wyder, Robert Wyder und Frau Dr. Schmid haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Sie übernimmt Aktiven und Passiven der infolge Tod des Inhabers erloschenen Einzelfirma Franz Wyder. Rechtsverbindliche Einzelunterschrift für die Gesellschaft führen Frau Wwe. Wyder und Ö. Wyder. Domizil: beim «Untern Tor». Pneuhaus A.-G. Basel. Diese Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Basel und Zweigniederlassung in Biel hat ihre Filiale in Biel aufgegeben. Diese wird im Handelsregister gestrichen. Firmenlöschung. Hant Burkhalter, Spezialitäten der Antomobilbranche, Bern. Die Firma wird infolge Konkurseröffnung von Amtes wegen gestrichen. Verhandlungen Ober den Nachlassvertrag. Hans Kaiser, Garage, Grenchen. Die Verhandlung über den vom Schuldner vorgelegten Nachlassvertrag findet am 9. August vor Amtsgericht in Solothurn statt ndel u* ln«lu: Neuartige Garagebauten. Mit Hilfe eines neuartigen Holzbetons bringt' eine Schweizer Firma neuartige Bauelemente zur speziellen Herstellung von Garagen in den Handel. Diese Gebäude sind nach einem patentierten Bausystem aus armierten Pfosten, Balken und Platten aus Holzbeton gebildet. Die Vorteile der neuen Konstruktion sollen sich besonders im niedrigen Preis, und zwar 30% billiger als Eternit, 50—60% billiger als Mauerwerk bei gleicher Isolierkraft, vor allem in der leichten Zerlegbarkeit und Transportfähigkeit dokumentieren. Dem neuen Baustoff wird auch* ein spezifisch leichtes Gewicht, Unbrennbarkeit, Wetterfestigkeit und niedere Wärmeleitzahl nachgerühmt. Besonders bei Garagebauten dürfte es.von Vorteil sein, einen Stoff verwenden zu können, der nagelbar ist. Karosserie-Werke Widmer & GrOnenfelder. Unter obriger Firma wurde am 15. Juni 1934 in Aarau eine Werkstätte für Karosseriebau eröffnet. In derselben werden Karosserien aller Arten für Personenwagen sowie für Lastwagen angefertigt. Dem Unternehmen ist ebenfalls eine Reparaturwerkstätte angeschlossen, in welcber sämtliche Umänderungen und Reparaturen vorgenommen werden. Der gesamte Betrieb gliedert sich in eine Schmiede, Wagnerei, Spenglerei, Schlosserei, Sattlerei und Spritzerei. Als Sondererzeugnisse der neuen Werkstätte seien erwähnt Metallautokoffer, Schiebedachkonstruktionen und Polsterüberzüge. Briefkasten der Redaktion Die Rennberichterstattung in der A.-R. Eine der führenden europäischen Automobilfabriken schreibt uns: 1 « Vor uns liegt Ihre Ausgabe vom 7. August mit dem Bericht über das Internationale Klausenrennen. Dieser ausführliche und lebendige Bericht hat uns ausserordentlich gefallen. Wir können Ihnen versichern, dass es der weitaus beste Bericht ist, welcher über diese Veranstaltung überhaupt erschienen ist, und dass er auch vielen anderen Aufsätzen über Autorennen als Muster dienen kann. Wir möchten von dieser Nummer extra 500 Exemplare erwerben* » Die A.-R. als Leibblatt. Herr E. B. in St. M. schreibt uns: Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen einmal meine Anerkennung für die reichhaltige und inhaltsreiche Redaktion der Automobil- Revue aussprechen. Das Blatt ist mir zur interessantesten .Zeitung geworden. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. BOchl. Chefredaktion. W. Mathys. — Or. E. Waldmeyer. — M. Bolllger. Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.