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E_1934_Zeitung_Nr.076

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AUTOMOBIL-REVUE 19 34 -

AUTOMOBIL-REVUE 19 34 - N» 76 Der Ausbau der Bergeller- Strasse. Die Strasse durch das Bergeil, die von Maloja bis zum schweizerisch-italienischen Grenzort Castasögna ausgebaut und verbreitert wurde, weist nun eine Breite von 6—8 Meter auf, besitzt leicht überhöhte Kurven und sorgfältige Asphaltierung. Abgesehen von den Strassenverbreiterungen wurden S-Kurven korrigiert (unterhalb Casaccia) und verschiedene Dorfdurchfahrten um Häusergruppen herumgeführt, statt, wie bisher, zwischen den Häusergruppen hindurch. Die umgebaute Bergellerstrasse dürfte e^ besonders in Verbindung mit dem Julierpass, der nun auch über den Winter offengehalten wird, womit sich die Schweiz eine durchgehende internationale Nord-Süd-Verbindung geschaffen hat, die an landschaftlicher Grossartigkeit nicht mehr zu überbieten ist — nicht nur für das Engadin und den Kanton Graubünden, sondern darüber hinaus auch noch für andere Gebiete der Schweiz von bedeutendem wirtschaftlichen Nutzen sein. (Photos Photo Blau, Weggis.) wm&mm Verbreiterung der Strasse oberhalb Casaccia, Umfahrung der Siedlungen. Rechts ist daß alte Trasse sichtbar, welches mitten durch nahe beieinanderstehende Häusergruppen bei Casaccia führte. Links die neue Strassenführung um deD verkehrsstörenden Häuserblock herum. Linke: Die modernisierte Bergellerstrasse lässt den Automobilisten die prächtige Landschaft doppelt geniessen. Rechts: Korrektion einer S-Kurve. Durch die neue Führung- der Straese werden zwei Kurven vermieden. W. GRABER Autoschmiede, Carrosserie- Werkstätte T Ü B A C H b. Rorschach fertigt ans Delage -Spez.-Rep.-Werkstäite H. LANZ, ROHRBACH b. Huttwil. Teleph. 22.38. LUXUS- und LASTWAGEN - CARROSSERIEN, LUXUS-, LASTWAGEN- und LEICHTMETALL- ANHAENGER ändert um: LUXUS- In LASTWAGEN B ahn hoFst rass e 4- St. Gallen besorgt REPARATUREN FIAT 514, Limous., 4tür., noch sehr schön, 7 PS, rass. Läufer, mit neuen Kolben, neuem Bremsbel. u. Batterie, Schneeketten. Fahrbewill. u. 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TP76 II. Blatt BERN, 18. Sept. 1934 N« 76 II. Blatt BERN, 18. Sept. 1934 Praxis el« F«*hi lieber die Zylinder- und Kolbenabnützung. Immer deutlicher kristallisiert sich als eines der Hauptprobleme des Automobilbaues die Frage heraus, wie die Zylinderund Kolbenabnützung vermindert werden kann. Zylinder und Kolben sind heute noch ausgesprochene Verbrauchsgegenstände. Selbst der sorgfältigste Automobilist kommt nicht darum herum, sie instandsetzen bezw. erneuern zu lassen, bevor der Wagen in seinen übrigen Teilen das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Die damit verbundenen Kosten machen im Betriebsbudget einen sehr wesentlichen Betrag aus. Sie sind letzten Endes auch immer der Grund dafür, dass der Wagen aus dem Verkehr genommen wird, bevor er wirklich < ausgebraucht» ist. Aber auch indirekt verteuern die Zylinderund Kolbenabnützung den Betrieb, indem sie den Brennstoff- und Oelverbrauch erhöhen. Der Idealzustand wäre dann erreicht, wenn man den Zylindern und Kolben eine beliebige Lebensdauer verleihen könnte, was für manche andere Organe ohne weiteres möglich ist. Würden dann alle Lager, die Zylinder, Kolben und die übrigen Organe, die durch Abnützung altern, auf ^ein und dieselbe Maximalkilometerzahl von beispielsweise 100,000 oder 200.000 km abgestimmt. so müsste sich der Betrieb weitgehend verbilligen lassen. Auf dem Autofriedhof würden mit wenig Ausnahmen nur noch Wagen landen, die restlos ausgebraucht wären und deren Einzelteile nur noch Materialwert hätten. Heute dagegen können bei ausser Gebrauch gesetzten Fahrzeugen manche Einzelteile noch fast so gut wie neu sein. Das bedeutet auch dann eine Verschwendung, wenn diese Teile ausgeschaltet und weiterverwertet werden: denn die Arbeit des Ausschlachtens und Wiedereinbaues ist meist ausserordentlich zeitraubend, und auch der Zeitraum, den der noch gute Teil als totes Kanital unbenutzt herumliegt, ist meist sehr gross. Leider besteht heute noch keine grosse Hoffnung, dass man die Zylinder- und Kol- benabnützimg in absehbarer Zeit beliebig beherrschen können wird. Die Verhältnisse, sind hier weit ungünstiger als auf den meisten andern Gebieten des Autobaues. Man-! ehe ungünstige Faktoren sind hier gleichzeitig im Spiel, und mehrere dieser ungünstigen Faktoren gilt es vorläufig wohl oder übel hinzunehmen. Immerhin hat die Forschung der letzten Jahre doch etwelche Lehren gezeitigt, die ihre guten Früchte tragen werden. Wir haben jeweils schon laufend über diesbezügliche neue Erkenntnisse berichtet, möchten jedoch im folgenden noch, etwas näher und zusammenfassend auf die Materie eingehen. Die Gründe der Zylinderund Kolbenabnützung sind, wie bereits angedeutet, sehr zahlreich. Vergegenwärtigt; man sich die Arbeitsweise der Kolben, so sind sie zum Teil auch leicht ersichtlich. Bei rend den zwei Kurbelwellenumdrehungen eines Arbeitstaktes wechselt der Kolben seine Anlägetlache 6 Mal. Hat er Spiel, so schlägt er dabei jedesmal mehr oder weniger hart auf. Spiel bewirkt ausserdem, dass die Pleuelstange den Kolben zu kippen sucht, so dass die Kolbenringe mit ihren Kanten auf der Zylinderwand scheuern und dabei den Oelfilm vor dem Kolben wegschaben. Mit der Schmierung steht es aber schon ohnehin schlecht. Starke Schmierung der Zylinderwände kommt von vornherein nicht in Frage, weil sonst die Zündkerzen verölen würden und der Ölverbrauch prohibitiv anstiege. Bei der ansrewandteTi mässisren Schmierung wird der Oelfilm auf den Zylinderwänden ständig durch die Verbrennungen geschädigt. Ein Teil des Oels verbrennt, und «in Teil des an den Wänden zurückbleibenden Oels wird durch die Frischease und die Verbrennungsgase in seinen Schmiereigenschaften herabgesetzt. Auch die grossen Wärmemengen, die der Oelfilm vom Kolben abzuführen hat. wirken stark verschlechternd amf die Schmierwirkung ein. Dichten die Kolbenringe nicht gut. so wird der Oelfifm an einzelnen Steife« oder eventuell auch über grosse Zonen von den durchschlagenden Stichflammen vollends weggebrannt. Metall reibt dann auf Metall, wobei man vielleicht unter geeigneter Vergrösserung Späne u