Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.070

E_1936_Zeitung_Nr.070

AUTOM OBIL-REVUE

AUTOM OBIL-REVUE FREITAG, 28. AUGUST 1936 — N° 70 MAX HUNZIKER • ZÜRICH 6 Stampfenbachstrasse 44 Telephon 43.314 Generalvertreter für die Schweiz der Fisk-Pneumatik Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz CH Touring, Führer für Automobilfahrer, Terrassen-Restaurant. Sorgfältige Küche. Selbstgekelterte Weine. Neu renovierte Zimmer. Garage, Höfl. Empfehlung: H. Baumann, K'ohef. Erstes Haus am Platze. Zentralheizung, fliessend garage. Spez. Küohe, Keller. K. Malzacher-Blattmann, Aktivmitglied der sind ersichtlich In O. R. Wagners offizielle Ausgabe des T.C.S. Hotel Krone HEIDEN Hotel Gletscherhügel T.C.S. direkt beim Kurpark. Altbekanntes, gutbürgerliches Haus. Zimmer ä Fr. 2.50. Pension ä Fr. 7.-. Grosser, schattiger Garten. Parkplatz, Garage, Tel. 21. A. Qander, Bes. HERISAU Hotel BRISTOL Automobilisten Weissbad bei Appenzell Wasser. Auto- Sektion Luzern sind gute Kunden Gewinnen Sie dieselben durch die Automobil -Revue. 820 m tt. M. — Tel. 861- 120 Betten. Bek. Familien" gsziel Appenzellerland. Alp. Schwimm" und Strandbad, 5000 m 2 Parkanlagen. Tennis. Rendez-vous der Herren Automobilisten. Grosse Garten" terrasse. Pension: Dep. 8.- bis 9.-; Haupthaus 9.50 bis 11.-. Weekend, Spez.: Bachforellen. Zimmer m. fl- Kalt- u.Wannwasser. Zentralheizung. Tank u. Garage im Hotel. Jahresbetrieb. Dr.H. Grunewald-Simon* FORD CAMION Lastwagen GMC 3 Tonnen Herstellungsjahr 1929, 19,79 PS, starkes Chassis, 2 Tonnen grosse Ladebrücke, in gutem, fahrbereitem Zustande, 17 HP, Modell 1930, in sehr gutem Zustande. zu Fr. 1800.— zu verkaufen. Telephon 28.788 oder TERRAPLANE-Vertretung, Gefl. Anfragen unter Chiffre 73458 an die Stockeren weg 6, Bern. 10963 Automobil-Revue, Bern. lenzerheicfe 1500 M. 0. M. Das liebliche Hochtal mit dem Heldsee auf der Passhöhe zwischen Chur und Tiefencastel. GQnstige Hotelarrangements - Garagen - Fischen Baden im See - Tennisplitze. Auskunft: Offiz. Verkehrsbüro Lenzerheide. ^&

70 — FREITAG, 28. AUGUST 19S3 AUTOMOBIL-REVUE Vom Energie-Umsatz im Wagen Wenn man die Wirtschaftlichkeit irgend eines Unternehmens ausrechnen will, so stellt man erst einmal die Bilanz auf, um daraus Gewinn oder Verlust des Betriebes zu ermitteln. Ganz ähnlich verfährt man auch, falls es gilt den Wirkungsgrad einer Maschinenanlage festzustellen. Hat man beispielsweise einen Motor zur Prüfung vor sich, so kann man auf dem Prüfstande seine Leistung, einen Teil seiner Verluste, seinen mechanischen und auch seinen Gesamt-Wirkungsgrad messen. Wünscht man aber über die Verteilung der sämtlichen Verluste ebenfalls genauen Bescheid zu wissen, so wird die Aufstellung einer sogenannten Energie-Bilanz des Motors II* •/.>-Kühlwasser 36°/i>- Abgas u. Strahlg. 2Vo>- Ausputtleitung 6'/o^- mech. Verluste 2l'/.»-meeh. Arbelt 10OT. 79°/D Energiebilanz nötig, aus der man dann den prozentualen Anteil der verschiedenen Energieverluste des Motors ersieht und die nicht messbaren Anteile wie Strahlungsversuche errechnen kann. In derselben Weise lässt sich auch für den ganzen Wagen eine Energie-Bilanz aufstellen, die zeigt, wohin die chemische Enerdie des Brennstoffes gelangt. Schon der Motor, in dem die erste Umsetzung der chemischen in mechanische Energie stattfindet, arbeitet mit einer «Rendite» von nur 21 Prozent. Die «Urlkosten> setzen sich aus der ans Kühlwasser abgegebenen Wärme, der durch den Auspuff abgehenden Abgaswärme nebst Strahlungsverlusten, den Strömungsveriusten in der Auspuffleitung und den durch mechanische Reibung entstehenden Verlusten zusammen. All diese Wärme-Energie wird nutzlos vertan, indem sie sich der atmosphärischen Luft mitteilt. Wir werden im weitern sehen, dass letztendlich überhaupt die gesamte dem Wagen zugeführte Brennstoffmenge an die Luft übergeht, den grossen «Kehrichteimer» für Abfallenergie. Gibt der Motor seinerseits nur zirka 21 Prozent der von ihm benötigten Energie als mechanische Leistung an das Schwungrad ab, so kann auch diese nicht restlos ihrem Zwecke, d. h. der Fortbewegung des Wagens zugeführt werden, weil die Verluste in der Kraftübertragung einen gewissen Anteil davon verschlingen. Im direkten Gange sind diese Verluste am geringsten und betragen ungefähr 2—3 Prozent der zugeführten Brennstoffenergie. In niedrigen Gängen können sie speziell bei alten Wagen noch bedeutend höhere Werte erreichen. Beteiligt sind an diesen Beträgen sowohl das Wechselgetriebe, als auch die Kardangelenke und das Hinterachsgtriebe, von denen jedes seinen Anteil als Reibungswärme an die atmosphärische Luft abstrahlt. Die sämtlichen, weiteren Verluste hängen mit der Fortbewegung des Wagens auf der Strasse zusammen. Da ist einmal der bei allen Fahrzeugen angetroffene Rollwiderstand zu erwähnen, dessen Einfluss Je nach den Stfassenverhältnissen in sehr weiten Grenzen schwankt. Beträgt der Widerstand auf guten Beton- oder Asphaltsträssen nur ungefähr 1 Prozent des Gewichtes, so steigt er auf schlechten Strassen bis auf 5 Prozent, auf Erdwegen sogar auf 16 Prozent, und schnellt auf losem Sandboden sogar bis auf 30 Prozent hinauf, so dass seine Ueberwindung einen Grossteil der Motorleistung verschlingt. Energie-Bilanz des Wagens 3"/« ^-Reibungsverluste In Kraftübertragung /•>-Rollwiderstandsleistung |>-Luftwiderstaadslelstung>-Luftwirbel und Strömungsenergie • • > " W Stei gleistung • > bei Talfahrt Bewegungsenergie^ Bremsen >- - Bewegungsenergie - do. ^als Wärme " an die Luft IOOV. 100V. do. do. do. do. Dass auch hier wieder die Luft schliesslich die verlorene Energie übernimmt, lässt sich sehr leicht aus folgender Ueberlegung ersehen: Der grösste Teil des Rollwiderstandes rührt von den Pneus her, denn Gummi hat nun einmal die Eigenschaft, dass er einen Teil der ihm mitgeteilten Deformierungsarbeit als «Tribut» zurückbehält, was ihm übrigens nieht einmal sonderlich gut bekommt, da er sie in Form von Wärme wieder abstrahlen muss. Selbstverständlich wird auch die durch die Reibung in den Radlagern vernichtete Energie schliesslich der Atmosphäre mitgeteilt. Einen gleichfalls sehr bedeutenden Teil der Motorleistung vermag der Steigwiderstand für sich zu beanspruchen, der wie der Rollwiderstand seine Begründung in der Schwerkraft der Erde zu suchen hat. In Steigungen, die ein Zurückschalten in den ersten Gang verlangen und auch dann nur mit knapper Not überwunden werden, fällt der Löwenanteil der Fortbewegungsenergie auf die Bewältigung des Steigungswiderstandes. Er kann also zwischen Null und einem, durch die Leistungsfähigkeit des Wagens bestimmten Maximum schwanken. Bei Talfahrten dagegen nimmt er sogar negative Werte an, d. h. er unterstützt den Motor, falls wenigstens das Gefälle nicht so gross ist, dass an Stelle des Gaspedals das Bremspedal in Funktion tritt, und die Bremsen die Bewegungsenergie in Wärme überführen, die ihrerseits sich wieder der Luft mitteilt. Angeregt durch die Erfahrungen im Bau von Luft-Transportmitteln hat in den letzten Jahren auch der Luftwiderstand des Automobils eine steigende Beachtung gefunden. Es ist das Verdienst Jarays hier mit allerhand überkommenen Ansichten und Ueberlieferungen gebrochen und neue Erkenntnisse an ihre Stelle gesetzt zu haben. Die Grosse des Luftwiderstandes ist in erster Linie von der Fährgeschwindigkeit abhängig, und zwar steigt er sogar quadratisch mit ihr an. Wenn also die Geschwindigkeit auf das Doppelte zunimmt, so vervierfacht sich der Luftwiderstand. Daneben hängt er verständlicherweise mit dem Querschnitt des Wagens und in hervorragendem Masse mit seiner äusseren Form zusammen. Der starke Einfluss, den die Fahrgeschwindigkeit ausübt, hat dazu geführt, dass man heute im Zeitalter der Autobahnen der Stromlinie eine immer steigende Beachtung schenkt Die Vorteile der Stromlinie beruhen in erster Linie darin, dass sie den Luftwiderstand sehr stark vermindert, wodurch auch die zur Ueberwindung des Luftwiderstandes benötigte Leistung sinkt. Infolgedessen kann der Stromlinienwagen mit demselben Motor eine höhere Fahrgeschwindigkeit erreichen oder bei der gleichen Geschwindigkeit den Motor schonen und gleichzeitig Brennstoff sparen. Da bei hohen Fahrgeschwindigkeiten der Luftwiderstand besonders gross ausfällt, versteht man leicht, dass auch die Ersparnisse durch die Stromlinie dabei am grössten werden. Nun aber anzunehmen, dass sich bei niedrigeren Tempi die Stromlinie im Verbrauch überhaupt nicht bemerkbar mache, würde allerdings mit den Tatsachen nicht in Einklang stehen. Bereits liegen zahlreiche Untersuchungen vor, die klar machen, dass der Gewinn auch bei Geschwindigkeiten von 50, 40, ja 30 km/St, noch recht beachtlich ist, dass also nicht nur zukünftige Rennfahrer, sondern auch der Durchschnittsfahrer dieses Vorteils der Stromlinie teilhaftig werden kann. Nachfolgend einige (Resultate aus einer Versuchsreihe von Gsell, die sich auf zwei gleichartige Wagen beziehen, von denen der eine mit einer Kastenkarosserie, der andere mit einer Jaray-Stromlinien-Karosserie ausgerüstet war: Die Brennstoffersparnisse betrugen danach bei 80 km'St. 4,3 Liter/100 km oder 30 % 70 km/St. 3,7 Liter/100 km oder 29 % 60 km/St. 3,4 Liter/100 km oder 28 % 50 km/St. 3,0 Liter/100 km oder 24,6 % 40 km/St. 2,2 Liter/100 km oder 18 % 30 km/St. 1,4 Liter/100 km oder 11 % Leider hat die falsche und deplazierte Anwendung des Begriffes «Stromlinie» eine gewisse Verwirrung der 'Geister mit sich gebracht. Der Unfug mit der Stromlinie geht sogar so weit, dass stromlinienförmige Gebrauchsgegenstände angeboten werden, bei denen im Grunde genommen die Stromlinie nichts zu suchen hat und darum zur Farce wird, ßbenso unrichtig ist es, jede Karosserie, die irgendwo eine paar leichte Schweifungen aufweist,, als Stromlinien-Karosserie zu bezeichnen. Denn die Luftströ- Im Grossen Preis der Schweiz 1936 Bern, 23. August beweist die BOSCH-KERZE ihre Ueberlegenheit er Rosemeyer, Auto-Union 2. Varzi Auto-Union 3. Stuck Auto-Union 4. Fagioli Mercedes-Benz 5. Hasse 1 Auto-Union Preis von Bern 1936 1 er Seaman auf Delage Sie haben sich einer Qualitäts-Kerze anvertraut Tun Sie das gleiche! Verwenden Sie O S C H Wohlbehalten ankommen ist der Wunsch eines jeden Automobilisten, wenn er mit seinem Wagen ausfährt. Das erreichen Sie aber nur, wenn Sie alles in Erwägung ziehen, was irgendwie zu Schwierigkeiten führen kann, sei es wegen dem Motor, sei es wegen dem Wetter. In erster Linie werden Sie deshalb dem Vergaser grösste Aufmerksamkeit schenken müssen, um sicher zu sein, dass er auch tatsächlich tadellos arbeitet. Gewährleistet er Ihnen wirklich grösste Leistungsfähigkeit und kräftigstes Anzugsvermögen? Benötigt er nicht zu viel Brennstoff? Benachrichtigen Sie bei der kleinsten Unzulänglichkeit Ihren Garagisten, damit er Ihren Motor versuchsweise mit einem Vergaser .mit Starter, mit „Düsensystem 20" ausrüste, Das Resultat wird Sie verblüffen 1 Montage überall. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Genf Zürich 12b, rue de l'Höpital 3, rne de Fribours Lowenstrasse 31 Tel. 48.42 48.43 48.44 TeL 26.343 Toi 58.824 58.825