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E_1938_Zeitung_Nr.053

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14 Automobil-Revue —

14 Automobil-Revue — N° 53 Cham am Zugersee 1938 TelEspiele Altdorf an historischer Stätte, jeden Sonnlag 10. Juli bis 11. Sept. Prospekte durch Teilspielbüro Altdorf. - Telephon 109. BillettvorverkauC: Reisebureau Knoni A. G., Zürich; Reisebureau Bucher & Co. A. G., Luzern. Fahrt per Schiff ab Luzern und allen Stationen einfach füx retour gegen Abstempelung an der Tellspielkasse. Die weltberühmte historische Stätte der Zentralschweiz. Hohle Gasse, Gesslersburg, Königin Astrid Kapelle. Ruderund Angelsport. Strandbad. Zentrum der prachtvollsten Ausflüge und Fusstouren. Kein Besuch des Vierwaldstättersees ohne eine Fahrt auf das aussichtsreiche Sie kennen ja die wunderbare Aussicht von hier aus noch gar nicht. Auf guter Autostrasse in 5 Minuten erreichbar. Gutbürgerliche Küche und Keller. Pensionspreis von Fr. 5.50 bis 6.—, Farn. Zibung, Bes. Für Fahrten in der Schweiz und im benachbarten, Ausland benützt der kluge Automobilist stets' die neueste Ausgäbe des ZUG. 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Aus mir machtet ihr euch nicht das Geringste, um so mehr aus meinem Gelde. Deshalb wollte ich einmal erproben, bis zu welchem Opfer ihr bereit wäret, um euren Anteil an meinem Vermögen zu erlangen. Oder vielmehr, ich wollte sehen, ob nicht ein kleiner Rest Menschlichkeit in euch zurückgeblieben wäre und ob es nicht etwas in eurem Leben gibt, das ihr nicht für Geld opfern würdet. Du, Rosalie, hast jedesmal, wenn ich euch helfen sollte, unter Schwüren deine Liebe zu deinem Mann Adolf beteuert. Aber du liebtest ihn doch nicht so sehr, als dass du dich nicht des Geldes wegen von ihm scheiden lassen wolltest. Du, Andrea, vergössest die heissesten Tränen über deinen verlorenen Sohn; aber für einen angemessenen Betrag warst du bereit, dich von ihm loszusagen. Ich glaube nicht, dass Peter Beyer fähig ist, etwas anderes als seine Laster zu leiden. Nicht das Flehen seiner Frau, nicht .die Rücksicht auf Wenn die Mode ruft, eilen die Frauen bei jedem Wetter herbei; so wieder anlässlich der im Grand Hotel Dolder gebotenen Modeschau. Die Sonne war ihr nicht gnädig und erlaubte ihr nicht, im Wellenbad ins Szene zu gehen. Beinahe ein Dutzend Modehäuser hatten sich zusammengefunden und liessen farbenfrohe wie weisse Modelle aus allen Gebieten der Sommermode sehen, wobei dem Strandtenue der breiteste Raum gegönnt worden ist. Die Badeanzüge erfahren viel wechselnde Musterung, Strandkleider, Shorts, Strandanzüge aus Leinen oder Flanell, vielfarbige Bademäntel mit kecken Steifen Steifen bildeten ein reiches Dekor. Diesen leisteten Strandschuhe als Auftakt zu einer grossen Sommerkollektiön von Bally, aus dem Schuhhaus Rivoli, farbenfrische oder schneeweisse Gesellschaft. Ballys kühner Strand- Hongkong war anwesend, ebenso eine Menge mit Guckloch für die Zehen ausgestattete und obendrein reichlich durchbrochene und sonst wie fein oder gross perforierte Schuhe. Lustig sahen all die Spangeneffekte aus, die verschiedenen weiten Ausschnitte liessen manchmal den Schuh nur noch als ein Gebilde leichter Bänder dahineilen. Welche Heiterkeit in bedruckten Schuhen aus Baumwolle wie aus Leinen; reizvoll sassen Canevasmodelle, mehrfarbig kariert an den Füssen. Diese Beispiele gingen ins Thema eleganter Nachmittags- und Gardenpartymode hinein. Doch auch die eigentliche Abendtoilette war nicht vernachlässigt und gewährte dem Schuh seine verdiente Mitwirkung. Obschon die reizenden Sonnenschirme von Schaltegger-Hess, aus bedruckter Oelseide für ausgiebigen Schutz sorgen, dürfen doch viele Frauen einen Hut als Schattenspender vorziehen. Sie stellten sich aus dem Atelier Jucker-Petitpierre ausgiebig ein, aus Filz wie aus Stroh. Apart wirkten die zwei Cubanerinnen mit den typischen Hüten zu farbig bedruckten Strandmänteln aus dem Hause Rubis, woher auch die weisse Leinenshorts mit den blauen und roten Täschchen herkamen. Zu ihnen sind ein roter Filzhut und rote Chamoisschuhe getragen worden. Reizvolle Badeanzüge hatten Rubis mit den bekannten, hier wieder in ganz neuer Auflage erscheinenden Hanro-Modellen beigesteuert; mit einzelnen wurden elegante Strandensembles kombiniert. Die Cortessa-Modelle von E. Wormser liessen uns eine bunte Auswahl an Bade- und aparten Strandmodellen sehen, wie auch sehr kleidsame spitzenartiggewirkte Deux-pieces und andere dicke Kleider in feinen Farben, erwähnenswert vor allem eines in Weiss mit Schwarz garniert. Es kamen von Jenzer einige gute Tailleurs daher, sowie Mäntel mit daraus hervorsehenden Imprimekleidern. Ueberdies präsentierte das Haus ansprechende Abendtoiletten. Mit diesen Jackenkleidern wurden sehr aparte Pelze, so Albinomarder, Platinfüchse und Nerze getragen. Nachmittags- und Abendtoiletten verbanden sich mit anderm Pelzwerk von Rosenfeld, so mit Capes, Vor etwa fünfzig Jahren war in der badischen Damengesellschaft folgender ebenso lustiger wie galanter Damentoast üblich, der statt von einem Herrn ausnahmsweise von einer Dame zum Lob des schönen Geschlechtes ausgebracht wurde: Gott schuf die Welt vor alten Zeiten, Zum Schluss vom Mann ein Exemplar, Und das schien freilich anzudeuten, Dass Gott schon etwas müde war. Denn als er sein Geschöpf beäugte, Da fehlte dies und fehlte das, Und an dem ganzen Manne taugte Nur eine einz'ge Rippe, wasl Die ward ihm auch noch fortgenommen Und eine Frau daraus gemacht! So sind wir später erst gekommen, Jedoch geschaffen mit Bedacht! Und zu der Frau'n gerechtem Lobe Erkennt man auf den ersten Blick: Der Mann war nur ein Stück zur Probe, Wir aber sind das Meisterstück I seine beiden Kinder vermochten ihn seine Lebensführung zu ändern — aber das Geld hat es vermocht, für ein passendes Angebot wollte er von ihnen lassen! Und nun zu euch beiden, Arne und Bitten. Ihr seid die einzigen wirklich wahren und aufrichtigen Menschen in meiner Familie; denn ihr wollt an dem festhalten, was ihr ltebt und menschliches Glück nicht für Geld opfern! Ich sagte, dass eure Antworten auf meine Forderungen entscheidenden Einfluss auf die Bestimmungen meines Testaments haben würden — wenn ich diesen Brief unterschrieben habe, wird mein Rechtsanwalt meinen letzten Willen in die richtige Form bringen. Demnach erhält meine Nichte Rosalie eine lebenslängliche Rente von 1200 Kronen jährlich, sowie meine Wohnstubeneinrichtung, Meine Nichte Andrea bekommt eine Rente in gleicher Höhe und die Ess- und Schlafzimmermöbel. Peter Beyers Frau soll 240 Kronen jährlich bekommen, während ich diesem, meinem Neffen Peter selbst, meinen Weinkeller vermache. Der Rest meines Vermögens, der sich auf zirka 300 000 Kronen beläuft, soll zwischen Peters beiden Kindern, Arne und Bitten, geteilt werden. Ich stelle jedoch dabei die ausdrückliche Bedingung, dass sie niemals und unter keinen Umständen ihrem Vater oder ihren beiden Tanten etwas davon in fcar borgen oder schenken dürfen! Und damit lebt wohl, ihr beiden jungen, geliebten, ehrlichen Menschenkinder. Euer Onkel Per Popp.» (Berechtigte Uebersetzung aus dem Dänischen) Hochsommermodelle auf dem Dolde? Alt-badischer Damentoast. kleinen Jacken und halblangen Mänteln aus Silberfuchs, Nerz, Sommerhermelin, Strandtaschen sowie Taschen für Strasse und Gesellschaft in neuen Fassonen aus schönem Leder zeigte Lachmund. Ansteigende, den Nacken freilassende Frisuren bot G. Lehnhard. Noch eine Reverenz den schönen Idewe-Strümpfen aus einer Zürcher Fabrik, alle reinseiden und elegant in den Farben. ss. Nestroy und Tristan Bernard. Vor rund 90 Jahren gab es in Wien einen heftiger Bäckerstreit, da die Semmelproduzenten ihr Fabrikai erheblich verkleinert hatten. Eines Abends erschien Nestroy auf der Bühne mit einem Frack, an dem statt der Knöpfe Zwergsemmeln angenäht waren. Ein paar Tage später wurde der berühmte Komikei von der Bäckerinnung wegen öffentlicher Beleidigung verklagt und wirklich zu 48 Stunden Arresl verurteilt. Nach seiner Entlassung wurde er am Abend vom Publikum mit stürmischem Beifall begrüsst. Zurufe ertönten aus der Menge und eine Stimme fragte, ob Nestroy in der Haft nicht wenigstens Hunger gelitten habe. «Nein», rief Nestroy, «die Tochter des Aufsehers kannte mich und schob mir aus Mitleid ein paar Semmeln durchs Schlüsselloch». * * * Tristan Bernard ging mit einer Dame zu einer Premiere und kam ein wenig zu spät. Der Logenschliesser bat die beiden, sich leise zu ihren Sitzer zu begeben. «Warum?» fragte Bernard. «Schlafer schon alle?»

N° 53 — AutomoMI-B«rn» 15 Die Sylmriten Dass es bei grossen oder kleinen Kämpfen, spielen sich diese nun auf offenem Felde oder in den eigenen vier Wänden ab, nicht so sehr auf die Waffen ankommt als deren richtige Verwendung, zeigt ein Märchen aus dem grauen Altertum. Am blauen Meer von Tarent, ganz im Süden des heutigen Italien, lag etwa ums Jahr 800 v. Chr. die Stadt Sybaris. Ungeheure Schätze waren in den Mauern dieser Stadt aufgestapelt worden und ermöglichten so den Anwohnern ein freies und sorgloses Leben. Auch wir nennen heute noch Leute, die in Ueppigkeit leben, Sybariten. Den schönen Künsten waren die Bürger dieser sonderlichen Stadt sehr zugetan. Besonders feinfühlig wurde die Musik gepflegt. Als vornehmstes Instrument galt die Flöte, welche bei weltlichen wie bei kirchlichen Festen gespielt wurde. Ja, sie half sogar bei der Erziehung der Kinder und der Haustiere mit. Bei militärischen Aufmärschen wurde mit Vorliebe die Flöte geblasen. Alle .militärischen Uebungen wurden vom lieblichen Klang der einklappigen Flöten begleitet. Die sybaritische Kavallerie war so ausgezeichnet dressiert, dass die Pferde nach den Tönen der Flöte zierlich zu tanzen anfingen. Keine Parade schloss ohne die Vorstellung eines solchen Reitertanzes, nachdem der Vorbeimarsch vor den Staatsoberhäuptern und den Fürsten zu Ende war. Mitten hinein in diese friedlichen Zustände kam die Kriegserklärung der Krotoner. Ein nichtiger Grund galt als Vorwand, und die Heere marschierten gegeneinander. Die Sybariten waren den Krotonen militärisch weit überlegen, sowohl an Kriegstüchtigkeit als auch in der grossen Ueberzahl der Streitkräfte. Man glaubte in Sybaris, die Gegner mit Leichtigkeit zu überwinden und hatte schon vor dem Kampfe alles bereitgestellt« Eine amerikanische Gesellschaft ist mff den Vorbereitungen für ein Illusionstheater beschäftigt, dessen Ausmasse alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollen. Es handelt sich darum, dem Publikum den Eindruck einer richtigen Reise durch den Weltenraum zu verschaffen. Zu diesem Zweck werden die Zuschauer, bzw. Weltreisenden in einer tWeltraumraketei Platz nehmen, die auf einem fahrbaren Gestell ruht. Die Rakete hat die Form eines riesigen Geschosses. Im Augenblick des fAbschusses» sprühen aus einer Unzahl am Hinterteil dieses Geschosses angebrachter Düsen farbige Lichteffekte, die es mit grosser Geschwindigkeit ins Freie zu befördern scheinen. In Wirklichkeit rollt das Fahrzeug in ein kolossales Planetarium, eine gewaltige Halbkugel, auf deren Innenwänden vermittels klnematographischer Projektion eine Reise aus unserem Sonnensystem hinaus bis in entfernteste Welten vorgespiegelt wird. Die «Reisender» sitzen an Fenstern, durch welche sie ihren mit Lichtgeschwindigkeit erfolgenden Flug durch die Sphären in aller Bequemlichkeit verfolgen können. Die amerikanische Westinghouse-Gesellschaft hat- eine neue Luftreinigungsanlage entwickelt, die jetzt zum ersten Maie in der Praxis zur Anwendung gelangt, da ein grosses New Yorker Etablissement sie nat einbauen lassen. Die eintretende Luft muss zuerst ein dichtes Netz haarfeiner elektrisch geladener Drähte passieren; dadurch werden alte Staubteilchen elektrisch aufgeladen. Eine unmittelbar darauf folgende Wand aus Eisenplatten bildet nun ein elektrisches Feld, das wohl die Luft ungehindert durchstreichen lässt, die Staubund Schmutzpartikeln jedoch anzieht und festhält. Die ins Innere des Gebäudes dringende Luft wird durch diese Vorrichtung, wie Versuche ergaben, zu 99 Prozent von allen Unreinheiten und Krankheitskeimen befreit. DEVISEN FREMDE NOTEN REISE-SCHECKS zu vorteilhaften Kursen um den Sieg grossartig zu feiern. Wie Katze und Maus gedachte man zu plänkeln, um dann den Hauptschlag gegen die Krotoner mit der Reiterei zu vollführen. In grosser Masse wurde die Kavallerie urplötzlich eingesetzt — es gab ein Stocken, ein Dröhnen und Rasseln vom Getrappel der Hufe und dem Geklirr der Waffen. Der Erdboden schien zu erzittern. Doch was kam von krotonischer Seite entgegen ? Die sybaritischen Reiter stutzten. Es war ein kleines Häuflein von Krotonen, ohne Speere und Lanzen, ohne Schilde, sondern nur mit kurzen, weithin hörbaren einklappigen Flöten bewaffnet. Darauf bliesen die Krotoner die hübschen und einschmeichelnden Tanzmärsche der sybaritischen Kavallerie. Ein allgemeines Spitzen der Ohren, die sybaritischen Rosse konnten der Melodie nicht widerstehen, nach welcher sie Hunderte von Malen ihre Paradetänze aufgeführt hatten. Die vorderen Reihen begannen zu tänzeln, die hintern folgten, und bald drehte sich die ganze Reiterei von Sybaris machtlos im Tanze, indessen die Krotoner vorrückten und ihre Gegner fast ohne Blutvergiessen überwanden. Ein dreissigfach überlegener Feind wurde mit einem Häuflein Musikanten überwunden. Moral der Geschichte: Gegner, habe ich vorhin gesagt. Es brauchen nicht einmal solche zu sein. Es könnte ja der mit Vorurteilen befangene Ehegemahl, ein Freund, eine Freundin oder sonst jemand sein. Vielleicht sind diese Leute mit dem Rüstzeug eines guten und scharfen Maules ausgestattet. Wenn man nun die Schalmei bläst statt die Kriegsfanfare, so tänzelt gewiss der Widersacher mit der Grazie der sybaritischen Kavallerie zurück, genau wie im Jahre 900 v. Chr. P. M. Frima. Reise in, xUnlüdtemaum.. Sine haltlose JMusion £ulUeUüqung dwuh £ltkUi