Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1940_Zeitung_Nr.020

E_1940_Zeitung_Nr.020

tf AUTOMOBIL-REVUE

tf AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. MAI 1040 — N° „Meine Benzinration reicht bei weitem nicht, aber ich fahre trotzdem soviel ich will..." Das ist der Grundgedanke, der Herrn Ing. Rud. Müller *) dazu bewog, den in unseren Bildern dargestellten Anhänger mit Holzgasgenerator zu konstruieren, der dank der Leichtbauweise der Generatoranlage nur ungefähr 500 kg "wiegt, worin zudem ein© in 12 Blechkästen auf dem Hinterteil des Anhängers mitgeführte Holzreserve von ca. 130 kg inbegriffen ist. Die zweckmässige Unterbringung «des Holzes gestaltet das Nachfüllen des Generators sehr einfach. Der Generator, System Imbert, wird in .) Seinen Wohnort geben wir absichtlich nicht an, da er wegen Zeitmangels bittet, nicht mit Anfragen über technische Einzelheiten und dergleichen an ihn zu gelangen. Er baute sich nämlich den gezeigten Anhänger nur für seine privaten Zwecke und liefert keine solchen Anlagen. Fahrtrichtung gesehen links vom Gaskühler mit Absetzkopf und rechts vom Reinigerzylinder mit Grob- und Feinfilterfüllung flankiert. Die Reiniger bestehen aus verzinktem Eisenblech und ihr Gewicht ist daher entsprechend bescheiden. Das Gas gelangt von ihnen durch die Rohrdeichsel des Anhängers sowie ein flexibles Rohr zum Wagenheck und dann nach vorn zum Motor. Der Gasanschluss mündet zwischen Saugstutzen und Vergaser in die Saugleitung und besitzt natürlich einen eigenen Gasmischer mit Luftfilter, worin dem Gas die nötige Verbrennungsluft zugesetzt wird. Ein Blick in die Rohrleitung auf der Wagenunterseite überzeugte^ uns von der Wirksamkeit der Reinigeranlage, war doch auf dem Metall nur ein hauchdünner Russbelag vorhanden. Die In- Eine «Neuerscheinung» auf unseren Strassen: Der Personenwagen mit Holzgasgenerator-Anhänger, der durch einen Bundesratsbeschluss vom Dezember 1939 als zulässig erklärt wurde. Der Konstrukteur des Holzgasgenerator-Anhängers, Ing. Müller, mit seiner Schöpfung, die ihm Unabhängigkeit von der Benzinzuteilung gewährleistet betriebnahme des Gasgenerators ist recht einfach und erfordert nicht einmal das sonst übliche Gebläse. Es genügt, beim Start das Feuer im Generator anzuzünden und den Motor eine Zeitlang mit Benzin laufen zu lassen, wobei die Gasklappe ein wenig geöffnet wird, damit sich die Saugwirkung des Motors in den Gasgenerator fortpflanzt und das Feuer anfacht. Nach einigen Minuten kann man dann die Fahrt mit Holzgas fortsetzen. Bei einem Stillstand bis zu 1% Stunden brennt das Feuer weiter und braucht nicht frisch angesteckt zu werden. Der Kon- ! strukteur und Besitzer der Anlage, der so freundlich war, uns sein Fahrzeug, übrigens einen Ford 18 PS, in Bern vorzuführen, macht sehr häufig lange Fahrten, wozu sich der Holzgasbetrieb besonders gut eignet. Für reinen Stadtverkehr kommt er weniger in Frage, weshalb in diesem Fall der Anhänger zu Hause gelassen und mit Benzin gefahren wird. Der Holzverbrauch belauft sich für den Wagen nebst Anhänger auf ca. 40 kg Holz, verglichen mit ungefähr 15 Liter Benzin pro 100 Fahrkilometer bei Fahrt ohne Anhänger. Ueber die Gesamt-Betriebskosten kann erst nach längerer Betriebsdauer etwas Genaueres ausgesagt werden. as ist das Wunderbare an diesem Wagen: Ohne viel Authebens zu machen, hat CHEVROLET alle andern Marken der Welt überholt Nur durch das sachlich nachweisbare Mehr an Leistung, Sparsamkeit im Betrieb, Sicherheit und Fahrkomfort ist ihm dies gelungen. Und nun eine Probefahrt mit dem neuen CHEVROLET. Sie beweist viel. Die neuen Modelle 1940 sind sofort lieferbar: 13,15 und 18 PS. Direkte Fabrikvertretungen in allen grösseren Plätzen der Schweiz. GENERAL MOTORS SUISSE S.A., BIEL Billige Auto-Garagen in Eisenbeton, zerlegbar, ab Fabrik mit Türen, von Fr. 800.- an Auf Wunsch bequeme TEILZAHLUN Q innert 6 Jahren. Prospekte und Preise fertig montiert. Garage-Bau G. HUNZIKER & Co., INS (Bern) Telephon 22 Preiswerte« Reichhaltiges Lager kontrollierter Eintausch- Objekte, auch. andere Marken, insbesondere Kleinwagen von.3 —8 Steuer-PS — zum Teil wenig gefahren, mit Garantie. Unverbindliche Besichtigung! " , T • ;; ' Detaillierte Aligebote durchi.'; FIATA UTOMÖBIL-HANDELSÄ;G; : (FABRIKNIEDERLASSUN.G) TQL44741 (Nähe Belüüiie)

N° 20 — DIENSTAG, 14. MAI 1940 AUTOMQBIL-REVUE Schriftliche Antworten : Frage 1389. Diktionär. Können Sie uns die Bezeichnung des von Ihnen vor einigen Jahren besprochenen engliech-deutschen Diktionärs nennen, sowie die Bezugsquelle bekanntgeben? C. in H. Frage 1390. BMW-Vertretung. Können Sie mir die Adresse des Generalvertreters der BMW-Wagen bekanntgeben? B. in M. Frage 1391. Aussenbordmotoren. Wer hat die Generalvertretung der cClarke Troller»-Aussenbordmotoren inne? . , B. in C. Frage 1392. Photovergrösserungsapparate. Können Sie mir ein Geschäft nennen, das Photovergrösserungsapparate verkauft? C. in V. Frage 1393. Kantonale Motorfahrzeugtaxen. Wie hoch stellen sich die gegenwärtig in Kraft befindlichen Steuern für Motorfahrzeuge in den einzelnen Kantonen? D. in B. Frage 1394. Reparatur von Benzinstandmessern. Können Sie mir die Airesse einer Firma bekanntgeben, die das Reparieren und Kontrollieren von Benzinstandmessern besorgt? S. in T. Generalversammlung der AG. Adolph Saurer, Arbon. Unter dem Vorsitz des Verwaltungsratspräßidenten Dr. Hans Sulzer fand am 9. Mai 1940 in Arbon die ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der AG. Adolph Saurer in Arbon statt. Vorgängig der Abstimmung ü'ber die Anträge des Verwaltungsrates hielt Generaldirektor Albert Dubois ein orientierendes Referat, worin er darauf hinwies, dass vor zwei Jahren die Vorschläge des Verwaltungsrates betreffend die finanzielle Reorganisation des Unternehmens gutgeheissen wurden, die erhebliche Opfer erforderte. Im selben Zeitpunkt gelangte eine allgemeine Erneuerung und Ergänzung der Produktionsmittel zur Durchführung. Der Betrieb richtete eich auf modernster Grundlage ein. Unerwartet kam die AG. in die Lage, von den neuen Produktionsmitteln bis zu deren äuseerster Leistungsfähigkeit Gebrauch zu machen, wobei sich die getroffenen Massnahmen bewährten. Das Ausbauprogramm wird zur Zeit fortgesetzt und dürfte im laufenden Jahre zu einem gewissen Albschluss gelangen. Angesichts des befriedigenden Geschäftserguknisses konnte der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 8 °/o auf das stark reduzierte Aktienkapital vorschlagen. Zur Zuwendung von 500000 Fr. an die Personal-Pensionskassen bemerkte der Referent, dass es der Leitung als Pflicht erschien, der Konsolidierung der Fürsorgeinstitutionen in Jahren guter Erträgnisse besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Der gute Geschäftsgang in der Lastautomobilund Motorenbranche hat auch im laufenden Jahre angehalten. Das Unternehmen ist auf längere Zeit vollbeschäftigt. Bestellungseingang und Umsatz hielten sich in den letzten i% Monaten auf der befriedigenden Höhe der entsprechenden Vorjahresperiode. Dabei wird eine vermehrte Verlagerung des Absatzes ins Inland konstatiert, wogegen das Exportgeschäft zufolge der politischen Lage weiterhin im Rückgang begriffen ist. Wenn auch diese Erscheinung zur Zeit keine grösseren Nachteile mit eich bringt, so wird es in der kommenden Nachkriegszeit doch stärkster Anstrengungen bedürfen, damit der Kontakt mit dem Weltmarkt nicht verlorengeht. Die grösste Sorge der letzten Monate bereitete die Beschaffung der für die Fabrikation benötigten Rohmaterialien und Halbfabrikate. Nicht nur einzelne Fabriken, sondern ganze Länder fallen mehr und mehr als Lieferanten ausser Betracht. Zwei Einflüsse bestimmen in weitgehendem Masse die Zukunft der Lastautoforanche: die von den Bundesbehörden verfolgte Politik, die entweder eine ausreicherde Absatzbaeis im Inland schafft oder sie versagt, und die Lösung des Problems Bahn- Auto. Der Auftragsbestand des Unternehmens erlaubt, an eine Fortdauer der günstigen Konjunkturverhältniss zu glauben. Anschlieesend gelangten die Anträge des Verwaltungsrates zur Abstimmung, die auch sämtliche einstimmig genehmigt wurden. Demzufolge wurden Geschäftsbericht, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung 1939 — der Reingewinn beträgt Fr. 1859 869 — genehmigt und den verantwortlichen Organen Entlastung erteilt. Die Dividende wurde auf 8 °/o (Fr. 40.—) pro Aktie festgesetzt. Die Wahlen fielen im Sinne der Bestätigung der in Ausstand getretenen Verwaltungsratsmitglieder mit Dr. Hans Sulzer als Präsident aus, ebenso wurden die Mitglieder der Kontrollstelle für das Jahr 1940 wieder bestätigt. S. •>. A. C. SEKTION BERN. Tätigkeitsprogramm: 17. Mai: Abends 8 Uhr, Zusammenkunft im Kursaal Schänzli. 24. Mai: Fusstour auf den Gurten. Rendez-voua abends 6 Uhr hei der Tramhaltestelle Gurtenbahn. Bei echlechter Witterung um 8 Tage verschoben. 6. Juni: Donnerstag, den 6. Juni, findet in Zürich die Generalversammlung des S.D.A.G. statt. Wir laden alle Mitglieder dazu freundlichst ein. Auskunft erteilt Frau Kyriacou; Tel. 25 948. 7. Juni: Zusammenkunft im Clu'blokal. Diskussionsabend über Rechtsfragen im Automobilverkehr durch unser Mitglied Frau Fürsprech Tschumi. Dia autotechniechen Kurse werden unmittelbar nach Pfingsten beginnen. Wir verweisen auf die Tagespresee. Für die Mitglieder sind diese Kurse obligatorisch. Weitere Auskunft hierüber erteilen: Frau Glaser, Hotel Bubenberg (Tel. 29 011) und Garage Bärtschi, Worblaufen (Tel. 48 078). A. c. s. Für die Frühjahrsdelegiertenversammlung des ACS sind Ort und Dauer zwar noch nicht bestimmt, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Tagung auf den 22. Juni festgesetzt. Es gilt übrigens als nicht ausgeschlossen, dass eich, trotz der Zeitumstände, an die Versammlung ein Zentralfest anschliesst, um den Verkehr zu fördern und damit die Losung zu befolgen, dass das Wirtschafteleben weitergehen ü VHTt Von wichtigen Dingen. (Schluss.) In drei Abschnitten haben wir auf die Leistungen des V.H.T.L. auf dem Gebiet der verschiedensten Versicherungsmöglichkeiten verwiesen und diese Leistungen den bescheidenen Mitgliederbeiträgen gegenübergestellt. Eine kleine Kopfrechnung genügt, um den Wert des V.H.T.L. für den Chauffeur unter Beweis zu stellen. Das Hauptsache ist .bisher nicht erwähnt worden: Die Einflussnahme des V. H. T. L. auf dem Gebiete der beruflichen Ausbildung, seine Tätigkeit in gesetzgeberischer Hinsicht und seine Bemühungen um die soziale Hebung des Chauffeurberufes 1 Durch fachlich ausgewiesene Referenten wird an Vortragsabenden versucht, den Chauffeuren die technischen Neuerungen und verkehrspolitischen Fragen zu vermitteln. Diesem Ziele dient auch die Abgabe von schriftlichem Aufklärungsmaterial und die Gratisbedienung der V. H. T. L.-Chauffeure mit der « Automobil-Revue ». Die Schutzbestimmungen des M. F. O. (Art. 17) sind unter aktiver Mitarbeit des V. H. T. L. erstanden. Er arbeitet an Fragen der Verkehrssanierung und Koordinierung mit. Die Benzinrationierung findet ihn in gemeinsamer Arbeit mit der Arbeitgeberschaft. Der « dringliche Bundesbeschluss über den Transport von Personen und Sachen mit Motorfahrzeugen » ist ein weiterer Beweis seiner Tätigkeit. Sowohl die Herren Arbeitgeber als auch die Bundesbehörden haben hier seinem Vorschlag auf Schaffung von Arbeitsverträgen und deren gesetzliche Verankerung Zustimmung erteilt Ständig ist der V.H.T.L. bemüht, den Interessen des Chauffeurstandes zu dienen. Er beachtet bei Erreichung seiner Ziele die gegebenen Möglichkeiten und ist bestrebt, der Lage im privaten Transportgewerbe Rechnung zu tragen. In vielen Fällen steht er in Arbeitsgemeinschaft mit den Herren Unternehmern, und von den Behörden kann gesagt werden, dass sie auf sein Urteil und seine Meinung Wert legen Der Chauffeursektor des V. H. T. L. ist durch die Befolgung dieser Taktik gross geworden, und er sieht sich — gerade jetzt — nicht veranlasst, den bewährten Weg der Verständigung zu verlassen. Es würde uns freuen und der Sache nützen, wenn trotz der gegenwärtigen schweren Zeit der Kreis unserer Freunde grösser würde. Den grossen Schwierigkeiten, die dem privaten Transportgewerbe drohen und damit dem Chauffeurberufe, Meister werden, ist eine Frage des Zusammenschlusses! Die Türen des V.H.T.L. sind allen Kameraden offen! BASEL. Chauffeure. Die im vergangenen Jahre erfolgreich durchgeführten Vortragsabende, die überall in Chauffeurkreisen besten Anklang gefunden haben, werden auch in diesem Jahre fortgesetzt. Der Erfolg ist nicht weniger gut. Ttfebst der Behandlung gewerkschaftlicher Fragen bekommen unsere Kollegen Einblick in wichtige Berufsfragen. So sprach an unserer letzten Versammlung Herr Dr. Grabowski, Ariesheim, über das höchst interessante und aufschlussreiche Thema «Weltmacht Erdöl ». Noch selten ist uns derart eindringlich die Bedeutung des Erdöls für die Weltwirtschaft vor Augen geführt worden wie an diesem Vortragsabend. Schade, dass zufolge der Mobilisation nur ein Teil unserer Kollegen der Versammlung beiwohnen konnte. ZÜRICHSEE, LINKES UFER. Wir treffen lins trotz Kriegsmobilmachung am nächsten Samstag den 18. Mai, abends 8 Uhr, im tFreihof» in Horgen zu unserer Mitgliederversammlung. Es gelangen wichtige Fragen zur Behandlung, die das Erscheinen aller dienstfreien Kollegen erfordern Dort, wo sich die.Männer im aktiven Dienst befinden, sind beizu- die Frauen gebeten, der Zusammenkunft wohnen. ' i Versammlungs-Anzeiger. Amt Konolfingen. Wir treffen uns jeden 3. Sonntag des Monats zu unserer Versammlung. Bitte Einladungen befolgen. DIE HEUSCHRECKE sikftit DAS GETREIDE EIN MINDERWERTIGES OEL STIEHLT BENZIN und vergeudet Ihr Geld. Veedol versiegelt Kolben und Ventile, vermeidet das Kleben und verringert die Kohlebildung und die allgemeine Abnutzung. Das ist der Grund, warum sich dieses Oel unter den sparsamen Autofahrern in der ganzen Weit jeden Tag Tausende von neuen Freunden erwirbt. MIT VEEDOL FAHREN HEISST BENZIN SPAREN Ford- oder Chevrolet- Lastwagen erhalten durch den Einbau unseres Bremshelfes Typ „C" eine zuverlässig wirkende, kräftige Bremse bei geringen Einbaukosten. Ein besonderer Unterhalt ist überhaupt nicht erforderlich. Die Anlage kostet, betriebsfertig eingebaut, inkl. sämtliches Zubehörmaterial, heute Fr. 255.-. Wenn Sie uns den Wagen nach vorheriger telephonischer Mitteilung zum Arbeitsbeginn morgens bringen, können Sie ihn gleichen Tags wieder mitnehmen. Es lohnt sich, bei ungenügenden oder zu harten Bremsen unsern Bremshelf einbauen zu lassen, bevor die Organe der Automobilkontrolle die Abänderung des Bremssystems zur Vorschrift machen oder ein Unfall mit allem Drum und Dran an Zeitverlusten und Reparaturen die Verbesserungsbedürftigkeit der Bremsanlage demonstriert. Ihr Wagen fährt sicherer und schneller, wenn seine Bremsen in einwandfreiem Zustand sind. SCHMU TZ-BREMSEN Aktiengesellschaft St-Äubin (Neuchätel) Tel. 6 7150 MOTOR OIL DAS EXTRA-KILOMETER-OEL, VERRINGERT DEN BENZINVERBRAUCH MIN E R A L O E L E AG. BASEL BERN ST. GALLEN ZÜRICH Keine Originalzeugnisse wenn Sie auf Chiffre-Inserate Offerten einreichen. Wir können keine Gewähr für deren Wiedererlangung übernehmen und müssen die Adressen der Inseraten« . , Aufgeber unter allen Umständen geheimhalten. beilegen, Ausschiiesslich Abschriften einreichen!