Tassilo, Ausgabe November/Dezember 2018 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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Gaudi mit professioneller Struktur: Werdenfelser Hockey Liga startet in ihre 10. Saison / Wieder unter Deutschlands besten Whisky-Bars: das Peitinger „Xaver“ / Der Kaiser von Schexing auf der Roten Couch: Schauspieler Dieter Fischer im Interview / Mit der Maschine ist man auch nicht schneller: Holzstreifen mit Kaltbluthengst „Damaskus“ / „tassilo“ unterwegs im Milchlaster der Andechser Molkerei Scheitz: 440 PS, Anhänger und 17.000 Liter-Tank / Bühne frei für Sport, Kunst und Musik: Allerlei im Tassiloland / Tutzinger strampelt 3000 Kilometer mit dem Liegerad durch die USA / 500 Jahre Bühnenkunst: das Stadttheater Weilheim, ein Haus voller Tradition / Eine Schnorchel-Revolution? AMEO, Sieger des „tassilo“-Gründerwettbewerbs / Vom Dreher bis zum Wuiderer - traditionelle Hutmacherei in Murnau / Eberfinger Gasthaus Zur Post: so kann moderne Dorfwirtschaft funktionieren / Das Eismärchen für alle: Schlittschuhlaufen am Penzberger Stadtplatz / Übersicht der Advents-, Weihnachts- und Christkindlmärkte der Region / Viel zu tun für den Nikolaus: Lob und Tadel vom Bischof mit dem weißen Bart / Endspurt 2018: Termine im Tassiloland für November und Dezember

Ausgabe 21

November / Dezember 2018

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: Ralf Gerard, mauritius images

Heuwinklkapelle Iffeldorf mit Zugspitze

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Gaudi auf dem Eis

Professionell organisierte WHL

Auf der Roten Couch

Schauspieler Dieter Fischer

Ausführliche Übersicht in dieser Ausgabe:

Weihnachtliche iche Märkte

im Tassiloland


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Schauspielerei trifft

Über Penzberg wird

ab und an geschimpft,

dass dort für die Jugend

zu wenig geboten

sei. Das trifft rund um

Weihnachten sicherlich

nicht zu. Vom ersten Ad-

vent

bis Heilig Dreikönig wird

der Stadtplatz wieder verwandelt

in eine märchenhafte h Eisfläche. Weil bis dahin

noch rund fünf Wochen ins Land gehen, haben wir

uns mit Schauspieler Dieter Fischer bewusst nicht

über Weihnachten unterhalten. Der Rosenheim-Cop

und ehemalige Kaiser von Schexing nahm diesmal

Platz auf unserer Roten Couch. Im großen Interview

am Fuße des Heiligen Berges sprach der 47-Jährige

über Gottvertrauen, Blaukraut aus der Dose, Sprechunterricht,

um vom Dialekt wegzukommen, und einen

Ort, der sich würdevoll um „Wegsortierte“ kümmert.

Die von German Fischer eingesammelte Ware wird

Gott sei Dank nur selten wegsortiert. Nämlich dann,

wenn die Hemmstoffwerte in der Milch zu hoch sind.

Wir haben den Kfz-Mechaniker, Spediteur und Milchfahrer

bei seiner Route von Peißenberg über Forst

nach Peiting begleitet und festgestellt: Die Abholung

des „weißen Goldes“ ist Millimeterarbeit unter allerhöchstem

Zeitdruck. Einer seiner Bio-Milch-Kunden

ist Klement Kölbl aus Forst-Wessobrunn, der als einer

der ganz wenigen noch heute mit dem Kaltblut-

Pferd ins Holz geht. Wir haben den leidenschaftlichen

Rosserer mit Zuchthengst Damaskus in einen dichten

Fichtenwald hineinbegleitet und erstaunt festgestellt:

Eine Maschine ist in solch sperrigem Gelände auch

nicht schneller.

Schnorchel-Revolution

Schnell den Markt erobern? Das wünscht sich der

erste Sieger unserer zeitlosen Serie „Start-ups im

Tassiloland“ sicherlich. Zuzutrauen wäre es den Tutzingern

in jedem Falle. Denn der „Powerbreather“,

so der Name ihrer Erfindung, hat durchaus das Zeug,

den Schwimm- und Tauchsport nicht nur zu verändern,

sondern gar zu revolutionieren. Keine Revolution,

aber ein Vorzeigebeispiel, wie Wirtshaussterben

auf dem Land erfolgreich verhindert werden kann, ist

das Konzept der Eberfinger Post – preisgekrönt und

umgesetzt dank tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde.

Dass dort die New Orleans Dixie Stompers

ihr Jubiläumskonzert abhalten, ist auch ein Beweis

für die Beliebtheit der Gaststätte. Seit 30 Jahren verzaubern

die Berufsmusiker aus Unterhausen, Peißenberg,

Murnau und München mit Jazz, Blues und Dixie

auf höchstem Niveau. Dagegen noch recht neu ist die

Kunst des „Poetry Slam“. Julia Engelmann, Star dieser

Szene, hat jedoch einen regelrechten Hype ausgelöst

in Deutschland. Auch hier im Tassiloland blüht diese

berührende Form des Dichterwettstreits langsam auf.

Mehr furchteinflößend als poetisch wirken die Penzberger

Beaschd’n, wenn sie in ihren Masken und

Kostümen durch die Dörfer ziehen. Der Brauch,

Wintergeister auszutreiben, ist alt, und schön, und

gruselig. Und eher nichts für kleine Kinder, wie ein

fleißiger Nikolaus aus Polling zunehmend feststellt.

Der 74-Jährige schlüpft seit elf Jahren in die Rolle des

Bischofs mit dem langen weißen Bart, der immer seltener

mit seinem düsteren Gehilfen ausrückt. Warum

der Krampus kaum mehr verlangt wird, hat aus erster

Hand erfahren

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Gaudi mit professioneller

Struktur: Werdenfelser Hockey

Liga startet in ihre 10. Saison

Seite 6

Peitinger „Xaver“

unter Deutschlands

besten Whisky-Bars

Seite 9

Nehmen Sie Platz!

Schauspieler Dieter Fischer im

Interview auf der Roten Couch

Seite 14

Mit der Maschine ist man auch

nicht schneller: Holzstreifen mit

Kaltbluthengst „Damaskus“

Seite 18

440 PS, Anhänger und

17 000-Liter-Tank — „tassilo“

unterwegs im Milchlaster

Seite 22

Bühne frei für Sport,

Kunst und Musik.

Allerlei im Tassiloland

Seite 26

Tutzinger strampelt 3 000

Kilometer mit dem Liegerad

durch die Vereinigten Staaten

Seite 30

500 Jahre Bühnenkunst:

Stadttheater Weilheim

ein Haus voller Tradition

Seite 38

Eine Schnorchel-Revolution?

Ameo, Sieger des „tassilo“-

Gründer-Wettbewerbs

Seite 44

Vom „Dreher“ bis zum

„Wuiderer“ — traditionelle

Hutmacherei in Murnau

Seite 52

Eberfinger Post:

So kann moderne

Dorfwirtschaft funktionieren

Seite 60

Das Eismärchen für alle:

Schlittschuhlaufen am

Penzberger Stadtplatz

Seite 64

Übersicht der Advents-,

Christkindl- und

Weihnachtsmärkte

Seite 70

Viel zu tun für den Nikolaus:

Lob und Tadel vom Bischof

mit dem weißen Bart

november / dezember 2018 | 3


Werdenfelser Hockey Liga – Start in die 10. Saison

Gaudi auf dem Eis

mit professioneller Struktur

Tassiloland | Sie nennen sich „De‘

Ranzigen“, „Eisdeife Oberhausen“,

„Riegsee Haie“ oder tragen ganz

typische Sportsparten-Namen wie

EC Polling oder EC Spatzenhausen.

Die Rede ist von den Mannschaften

der Werdenfelser Hockey Liga – in

Anlehnung an die nordamerikanische

Profiliga (NHL) gerne auch

nur WHL genannt. Anfang November

startet die Hobbyrunde mit

ihren 21 Teams in ihre mittlerweile

zehnte Spielzeit. „Es ist unglaublich,

was die Liga gelegentlich für

Kreise zieht“, sagt Robert Tosch,

Spieler der „Chiefs Ohlstadt“,

WHL-Gründungsmitglied und

Chef-Organisator der Runde. Erst

im August hatte sich der EHC Red

Bull München, zuletzt dreimal in

Folge Deutscher Meister, gemeldet

und allen aktiven Spielern der WHL

Freikarten für ein Vorbereitungsturnier

zur Verfügung gestellt.

Seit 2013

mit drei Ligen am Start

2009 wurde die Werdenfelser Hockey

Liga von den „Chiefs Ohlstadt“

ins Leben gerufen. Nachdem die

Ohlstädter einige Jahre am „Crazy

Gallier Cup“, eine vergleichbare

Hobbyrunde, teilnahmen und diesen

letztlich auch gewannen, organisierten

sie kurzerhand im Werdenfelser

Land ihre eigene kleine

Liga mit sieben Mannschaften. Drei

Jahre wurde in dieser Konstellation

gespielt, wobei die WHL im zweiten

Jahr bereits auf acht und 2011

auf neun Teilnehmer anwuchs.

„Neun Teams in einer Liga waren

grenzwertig“, blickt Robert Tosch

zurück. Nahezu sämtliche Eiszeiten,

die meisten stehen einmal

pro Woche auf dem Eis, gingen

für die Spiele drauf, trainieren war

kaum mehr möglich. Deshalb entschieden

sich die Verantwortlichen

für eine zweigleisige Liga, wofür

wiederum ein paar Mannschaften

mehr benötigt wurden. Robert

Tosch schloss sich mit den Teams

des „Crazy Gallier Cups“ kurz und

fragte an, ob die eine oder andere

Truppe nicht parallel an der WHL

teilnehmen wollte – sie wollten.

Mehr noch: Bereits ein Jahr später

löste sich der „Crazy Gallier Cup“

auf, die restlichen Teams schlossen

sich komplett der WHL an,

welche schließlich seit der Saison

2013/2014 mit insgesamt drei Ligen

startet.

Sieben Mannschaften sind pro

Liga im Einsatz, „die perfekte

Größe“, wie Tosch findet. Deshalb

können sich interessierte Hobby-

Eishockeyteams nur auf eine Art

Seit 2009 gibt es die

Werdenfelser Hockey

Liga, seit 2013 ist sie

dreigleisig.

Warteliste setzen lassen und hoffen,

dass womöglich jemand die

Lust verliert, was allerdings kaum

abzusehen ist. Eine Vergrößerung

der Ligenstärke wäre aus organisatorischer

Sicht nicht machbar,

bedenkt man allein den Aufwand

der Schiedsrichter. „Schiris haben

bei uns einen hohen Stellenwert“,

spricht Tosch die Tatsache

an, dass viele aktive oder ehemalige

Verbands-Schiedsrichter zusätzlich

bei der WHL pfeifen – für

eine Hobbyrunde sicherlich keine

Selbstverständlichkeit. Generell

wird die Fairness in der WHL

großgeschrieben, disziplinarische

Probleme sind in den mittlerweile

zehn Jahren die absolute Ausnahme.

Davon könnte sich so manche

Amateurliga in vielen Sportarten

sicherlich eine Scheibe abschneiden.

Internetseite als

Erfolgsfaktor

Den Erfolg der WHL sieht Robert

Tosch unter anderem in der Internetseite

begründet, die sein

Schwager für die Liga entwickelt

hat. Jeder Mannschaftvertreter hat

einen eigenen Zugang, kann bei

Heimspielen die Spieldaten direkt

einpflegen, das System rechnet

Tabellen, Scorer-Listen oder auch

Gegentorschnitt der Torhüter direkt

aus. Ergebnis ist ein detaillierter

Überblick, der tatsächlich ein wenig

an die NHL erinnert. „Das ist

sehr komfortabel und minimiert

den organisatorischen Aufwand“,

erklärt Robert Tosch, dass es zeitlich

nicht machbar wäre, wenn

eine Person allein alle Daten eingeben

müsste. Einzig die Kaderlisten

überarbeitet der Liga-Manager

vor der Saison eigenhändig. So

kann er kontrollieren, welche

Spieler hinzukommen, schließlich

dürfen keine aktiven Vereinsspieler

an der WHL teilnehmen. Bei

ehemaligen Aktiven gibt es zudem

eine Sperrfrist, die sich an der

damaligen Spielklasse orientiert.

Beispiel: Spieler aus der Landesliga

müssen zwei Jahre warten,

bei Oberligaspielern sind es fünf,

bei ehemaligen DEL-Spielern zehn

Jahre. Denn auch wenn das sportliche

Niveau insbesondere in der

WHL I durchaus ordentlich ist, ist

der klassische WHL-Spieler ein

typischer „Weiher-Hackler“, wie

Tosch es nennt. Um eine Ausgeglichenheit

in den Ligen zu garantieren,

gibt es eine Auf- und Abstiegsregel,

„so pendeln sich die

Stärken von selbst ein“. Die Folge:

Knappe und spannende Spiele, die

im Übrigen allesamt in den Eisstadien

Peißenberg, Garmisch, Bad

Tölz und Mittenwald ausgetragen

werden.

„All-Star-Game“ als

Saisonabschluss

Vor jeder Saison treffen sich Vertreter

aller Mannschaften zu einer

Vorbesprechung, um Spieltermine

festzulegen, die Schiedsrichter

einzuteilen und das „All-Star-

Game“ kurz vor Ostern zu planen.

Sportfans wissen, dass auch das

4 | tassilo


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amerikanischen

Ligen adaptiert ist.

Gleichzeitig bildet es

den Saisonabschluss

der WHL, gibt zudem die

Möglichkeit, sich kennenzulernen.

Selbstverständlich

steht auch bei diesem

Event der Spaß im Vordergrund,

wobei in dieser Saison

die beiden Relegationsspiele integriert

werden. Die WHL verfolgt

bereits seit Gründung – das

ist den Organisatoren rund

um Robert Tosch ganz wichtig –

auch einen wohltätigen Zweck.

Jede Mannschaft entrichtet anteilig

pro erzieltem Tor einen kleinen

Obolus, ebenso wird bei Strafzeiten

eine entsprechende Summe

fällig. So kam in den letzten Jahren

stets ein Betrag um die 2 000 Euro

zusammen, der an eine karitative

Einrichtung gespendet wird. Vergangenes

Jahr an die Haunersche

Kinderklinik in München sowie die

Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe

in Garmisch.

Fast 900 Spieler sind derzeit in

der WHL aktiv. Eine hohe Anzahl,

wobei – wie in Hobbyligen so üblich

– nicht immer alle Zeit haben,

weshalb vereinzelte Mannschaften

auf Nachwuchs-Suche sind. Wer

mindestens 16 Jahre alt ist und Lust

auf Eishockey ohne großen Leistungsdruck

hat, kann sich einfach

per Kontaktformular auf der WHL-

Homepage (www.werdenfelserhockey-liga.de)

melden. „Jeder,

der Schlittschuhfahren und einen

Schläger halten kann, ist willkommen“,

sagt Robert Tosch. Denn

trotz aller professioneller Strukturen:

die sportliche Gaudi steht

bei der WHL ganz klar im Vordergrund.

tis

november / dezember 2018 | 5


Xaver erneut unter den Top-50 Whisky-Bars in Deutschland

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Lebenseinstellung

Peiting | „Alle haben mich ausgelacht“,

sagt Monika Pummer, Inhaberin

des Peitinger Hotels und

Restaurants Dragoner sowie der

gegenüberliegenden Bar, dem Xaver.

„Alle, vom Fachhändler über

Freunde, sogar mein eigenes Team,

hat zwischendurch die Augen verdreht.“

Doch warum eigentlich?

Zur Erklärung muss ein wenig

ausgeholt werden: Das Xaver gibt

es mittlerweile seit Juni 2014, rund

zwei Jahre nach der Eröffnung wurde

Monika Pummer sprichwörtlich

vom Whisky-Fieber gepackt. „Es

war der ‚Ardbeg Ten‘ – die Flasche

etwas schwungvoll abgestellt, ist

ein Tropfen rausgehüpft, den ich

einfach probieren musste.“ Seitdem

ist es um Monika Pummer

geschehen. Heute stehen weit

über 300 verschiedene Whiskys in

den Xaver-Regalen. Es gibt monatliche

Kennenlern-Tastings und

wenn etwa schottische Whiskys als

Thema auf dem Programm stehen,

kommen Mitglieder vom eigenen

kleinen Feinschmecker-Club, den

„Whisky-Freunden Xaver“, durchaus

mal stilecht im schottischen

Kilt. All das wurde Heinfried Tacke,

Autor vom renommierten Whisky

Guide, zugetragen. Und siehe da,

das Xaver wurde darin bereits im

dritten Jahr seines Bestehens unter

den Erwähnungen aufgeführt. Nur

ein Jahr später schaffte es die kleine

Peitinger Bar sogar unter die

Top-50 der beliebtesten Whisky-

Bars in Deutschland neben Größen

wie der legendären Schumann’s

Bar in München. „Eigentlich wollte

ich es innerhalb von zehn Jahren

schaffen“, sagt Pummer mit einem

Lächeln. So lange hat es letztlich

nicht gedauert für den ultimativen

Whisky-Ritterschlag. Das Schöne

dabei: Auch im Guide für 2019,

der im Dezember erscheint, wird

das Xaver erneut in den Top-50

geführt.

Kennenlern-Tastings zur

Horizont-Erweiterung

Sie heißen „Kentucky Stagg Jr.“,

„Tipperary Triple Wood Cask Finish“

oder „Springbank 15 J.“, um

nur drei Whiskys aus dem üppigen

rund 340 Sorten umfassenden

Sortiment des Xavers zu nennen.

Selbst ausgewiesene Experten tun

sich schwer, den Geschmack jeder

einzelnen Flasche zu erkennen –

von Laien ganz zu schweigen.

Genau deshalb veranstaltet das

Xaver-Team regelmäßige Kennenlern-Tastings,

wofür Monika Pummer

stets sechs verschiede Whiskys

auswählt – bei einem Tasting als

„Line-up“ bezeichnet. Die Sorten

sind immer passend zu einem

Thema wie etwa „Europareise“

gewählt. Während der Verkostung

steht das Geschmackserlebnis

zwar im Vordergrund, die Abende

werden allerdings mit allerlei interessanten

Aspekten rund um den

Ursprung der Sorten und allgemeinen

Whisky-Themen garniert.

„Auch ich lerne jeden Tag dazu“,

berichtet Pummer von umfangreichen

Vor-Recherchen. Die 15 bis 20

Euro für das Kennenlern-Tasting

sind preislich überschaubar, das

weiß auch Monika Pummer: „Wir

wollen so etwas wie Botschafter

6 | tassilo


sein, wollen die Leidenschaft für

Whisky in die Bevölkerung der Region

transportieren.“ Dafür wäre

ein zu hoher Preis für etwas, bei

dem der Facettenreichtum den

meisten nicht bekannt ist, eher

kontraproduktiv. „Whisky ist halt

weitaus mehr als Jacky-Cola.“ Tatsächlich,

die Bandbreite an verschiedenen

Geschmackssorten ist

schier grenzenlos, hinzu kommen

die verschiedenen Aromen. Beim

zuvor erwähnten „Tipperary Triple“

wäre das Haselnuss, dunkle Schokolade,

Nektarine, Cassis, dunkle

reife Früchte, Marzipan. Kaum jemand

kann jede einzelne Nuance

rausschmecken. Um den eigenen

Whisky-Horizont nach und nach

zu erweitern, gibt es einige, die

wirklich jeden Monat zu den Tas-

Allein die Etiketten der verschiedenen

Whisky-Sorten verraten: in der

Flasche ist ein edles Getränk.

tings ins Xaver kommen, an einen

Ausfall, etwa in den Ferien, ist laut

Monika Pummer kaum mehr zu

denken. Neben den Stammgästen

reisen zudem Enthusiasten mitunter

aus ganz Deutschland nach

Peiting, beispielsweise Gäste aus

der Oberpfalz, die alle zwei Monate

anreisen oder Bekannte aus

Hamburg und Dortmund. Wie sie

auf das kleine Xaver aufmerksam

wurden? „Ich bin online in verschiedenen

Gruppen aktiv, da baut

man sich zwangsläufig ein großes

Netzwerk auf“, erzählt Monika

Pummer, die zudem von einem gewaltigen

Zusammenhalt innerhalb

der „Whisky-Community“ spricht.

Klimatische Aspekte

spielen eine große Rolle

Für Fans ist Whisky nicht nur ein

Getränk, sondern eine Lebenseinstellung

und eine Wissenschaft

für sich. Klimatische Aspekte spielen

unter anderem eine große

Rolle. Monika Pummer erzählt von

Whisky-Fässern, die zum Reifen im

Meer versenkt oder einmal quer

durch die Weltmeere geschippert

werden. Das Holz der Fässer arbeitet,

gibt jedem Whisky eine unverwechselbare

Note. Allein ein paar

Tropfen Leitungswasser mit der

Pipette in einen Whisky geträufelt

reichen aus, um den Geschmack

total zu verändern. Damit sich ein

Getränk auch Whisky nennen darf,

muss es mindesten 40 Volumenprozent

Alkohol haben und drei

Jahre im Fass gereift sein. Das Xaver

versucht sich derzeit an seinen

ersten eigenen Projekten, hat dafür

eigens Fässer geimpft. Heißt:

Fässer werden zunächst mit etwas

anderem befüllt, etwa mit Marsala

oder Bock-Bier aus der Peitinger

Biermanufaktur Sparifankal. Das

Fass nimmt dieses Aroma an und

gibt es dann an den anschließend

eingefüllten Whisky ab. Das Resultat:

ein einzigartiger Whisky, den

es in dieser Form weltweit nur

im Xaver gibt. All das funktioniert

nur mit einer Portion positiver

Verrücktheit, dessen ist sich auch

Monika Pummer bewusst. Angefangen

hatte im Xaver alles im Juni

2014 mit acht Whiskys, einem Gin,

einem Rum, einem Wodka und

einigen Fertig-Cocktails im Kühlschrank.

Mittlerweile werden über

200 Cocktails frisch zubereitet,

beim Rum und Wodka gibt es inzwischen

eine schöne Auswahl und

auch das neue In-Getränk Gin hat

mit über 80 verschiedenen Sorten

Einzug gehalten. Hauptaugenmerk

liegt allerdings weiterhin auf dem

Whisky. Da es bei der reichhaltigen

Auswahl gar nicht so leicht ist, sich

durch das Regal zu probieren, stehen

auf der Xaver-Karte rund 50

verschieden „Flights“. Bei diesen

Rundflügen werden Gästen jeweils

vier verschiedene Whiskys serviert,

um so einen Einblick in das Sortiment

einer Top-50-Whisky-Bar in

Deutschland zu bekommen. Eines

sei versprochen: Spätestens dann

lacht niemand mehr über die Ambitionen

des Xavers und seiner Inhaberin.

tis

PATIENTENFORUM – INFORMATION UND DISKUSSION

FÜR INTERESSIERTE, BETROFFENE & ANGEHÖRIGE.

PATIENTEN-

VERFÜGUNG:

Wie mache ich es ganz praktisch?

Referenten

Sr. Dr. Ulla Mariam Hoffmann OSB, MAS (Palliative Care)

Martina Kern, Malteser Krankenhaus Bonn

Moderation und Einführung ins Thema

Prof. Dr. Rainer Freynhagen, DEAA

Samstag, 24. November 2018

von 14.30 bis 16.00 Uhr

in der Evangelischen Akademie Tutzing

Schloßstraße 2 + 4, 82327 Tutzing

PATIENTEN-

FORUM

Eine Patientenverfügung ist nicht nur für alte und kranke

Menschen wichtig. Denn es kann schnell gehen: ein Unfall,

eine schwere Krankheit, Altersschwäche, eine Demenz.

Und es geht dabei um ganz persönliche Fragen: Was soll

mit mir passieren, wenn ich unheilbar krank bin, im Sterben

liege oder mein Gehirn irreparabel geschädigt ist? Will

ich, dass alles medizinisch Mögliche für mich getan wird,

egal um welchen Preis? Oder will ich besser doch keine

moderne Apparatemedizin? Wie kann ich mir überhaupt

eine klare Vorstellung bilden, was ich will und was nicht?

Wer aber Entscheidungen darüber nicht anderen überlassen

will, braucht eine Patientenverfügung. Doch was ist

da bei zu beachten? Wie geht das ganz konkret?

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann kommen Sie doch

einfach vorbei und diskutieren mit uns gemeinsam in

großer Runde. Stellen Sie Ihre Fragen! Sie alle sind herzlich

eingeladen und wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht nötig!

Unter anderem hier bewahrt Monika Pummer, Inhaberin der Peitinger

Bar „Xaver“, ihre Schätze auf — natürlich Whiskys.

november / dezember 2018 | 7


Lawinenkunde mit Rudi Mair und Patrick Nairz

Ein „Muss“

für Skitourengeher



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Im wunderschönen Ambiente des Schlossgutes befindet sich unser

Bernrieder Hofladen mit regionalen Spezialitäten.

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und regionale Milchprodukte

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info@bernrieder-hofladen.de • www.bernrieder-hofladen.de

Öffnungszeiten: Di – Sa: 10 – 17 Uhr, Sonn – und feiertags: 14 – 17 Uhr,

Frühstück 10 – 13 Uhr, Sonntags Café: kein Produktverkauf, Tel: 08158 / 9048777


8 | tassilo









Peißenberg | Die Österreicher Dr.

Rudi Mair und Patrick Nairz gelten

als Aushängeschilder in Sachen

Lawinenkunde. Mair studierte

Meteorologie und Glaziologie,

Nairz Wildbach- und Lawinenverbauung.

Aktuell leiten die beiden

den Lawinenwarndienst in Tirol,

wo sich Winter für Winter tausende

Skitourengeher, Freerider und

Schneeschuhwanderer abseits

der gesicherten Pisten bewegen.

Die „weiße Gefahr“ lauert an nahezu

jedem Berg. Und ein gewisses

Restrisiko wird auch immer

bleiben. Wer sich allerdings gut

auskennt, den aktuellen Lawinenlagebericht

aufmerksam durchliest

und sich an die wichtigsten

Regeln hält, kann das Auslösen

einer Lawine weitestgehend verhindern

und die Gefahr auf ein

Minimum reduzieren. Im Detail

ist und bleibt die Lawinenkunde

jedoch ein sehr weites, komplexes

Feld, das in der Theorie enormes

Wissen und in der Praxis sehr viel

Erfahrung am Berg voraussetzt.

Denn gute oder schlechte Bedingungen

am schneebehangenen

Berg hängen von zig verschiedenen

Faktoren ab. Unter anderem

von Wetter, Schneedeckenaufbau,

Hangneigungen, Schwierigkeitsgrad,

Routenwahl sowie Können

der Tourengeher. Auch die richtige

Ausrüstung ist enorm wichtig.

Sonde, Schaufel und ein mit vollen

Batterien beladener Piepser sind

das A und O. ABS-Rucksäcke galten

bisweilen als Luxus, weil sie

doch eine Menge Geld kosten. Allerdings

erhöhen sie bei richtiger

Nutzung die Überlebenschance im

Falle eines Lawinenabgangs immerhin

um rund sieben Prozent.

Vortrag in der

Tiefstollenhalle

Ob das Rudi Mair und Patrick

Nairz bei ihren Vorträgen bestätigen

werden? Die Lawinenexperten

kommen am Samstag, 24.

November, in die Tiefstollenhalle

Peißenberg und referieren dann

über Lawinenprobleme und Gefahrenmuster,

aufgezeigt an spektakulären

Praxisbeispielen aus

den vergangenen Wintern. Die

vom Peißenberger Alpenverein

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

organisierte Veranstaltung ist für

Jung und Alt aus Nah und Fern gedacht

– allen voran natürlich für

Skitourengeher, Freerider und

Schneeschuhwanderer, oder die,

die es werden möchten. Eintrittskarten

kosten im Vorverkauf

12 Euro, an der Abendkasse 15

Euro. Erhältlich beziehungsweise

anzufordern sind die Tickets

ab jetzt in der AV-Geschäftsstelle

Peißenberg, Alpspitzstraße 13 unter

08803 / 498581 oder sektion@

alpenverein-peissenberg.de. Oder

bei PeissenBuch, Hauptstraße 73

unter 08803 / 498581. Der Vortrag

beginnt um 20 Uhr. Einlass ist bereits

um 19 Uhr.

js

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost für den Lawinen-Vortrag mit

Rudi Mair und Patrick Nairz am Samstag, 24. November, um 20

Uhr (Einlass: 19 Uhr) in der Tiefstollenhalle Peißenberg 3 x 2 Tickets.

Senden Sie uns bis Montag, 15. November, eine Postkarte mit dem

Stichwort „Gefahrenmuster“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!


Auf der Roten Couch

Kommissar,

Am Fuße des Heiligen Bergs haben

wir Dieter Fischer auf die Rote Couch

gebeten. Der Schauspieler besucht

das Kloster des Öfteren zu Fuß.

Kaiser und

Bulldogfahrer

Foto: Johann Jilka

november / dezember 2018 | 9


Andechs | Über den Komödienstadel

und als „Kaiser von Schexing“

wurde Schauspieler Dieter

Fischer bekannt. Als Kommissar

Stadler in der ZDF-Serie „Die Rosenheim-Cops“

deutschlandweit

berühmt. Seit seinem 14. Lebensjahr

lebt der in Freising Geborene

südwestlich von Starnberg, ganz

bescheiden und beschaulich auf

einem ehemaligen Bauernhof. Im

großen Interview auf der Roten

Couch spricht der heute 47-Jährige

über Blaukraut aus der Dose, die

Entwicklung des Dialekts, Bulldog-

Yoga, ein „verrecktes System“,

Zwölf-Stunden-Drehtage und eine

würdevolle Insel für im Sterben

liegende Menschen.

Herr Fischer, ist es wahr, dass Ihnen

eine Schauspielschule am Telefon

abgesagt hatte, weil Sie „zu stark im

Dialekt“ sprechen?

„Sie sprechen zu bayerisch“, haben

die gesagt. Dann habe ich aufgelegt.

Mittlerweile kursiert das Gerücht,

dass diese Otto-Falkenberg-

Schule mich abgelehnt hatte. Dabei

habe ich mich da nie beworben,

sondern einfach nur aufgelegt.

Ist der Dialekt vom Aussterben bedroht?

Sehe ich nicht so. Er ist – wie immer

schon – im Wandel. Selbst das Bayerisch

von Ludwig Thoma, das für

uns als das Urbayerisch schlechthin

gilt, ist schon eine Abwandlung.

Grundsätzlich gehen wir meistens

von der Stadt München aus, die

jedoch bei weitem nicht in allen

Belangen das Maß aller Dinge sein

kann. Landbayerisch ist nach wie

vor in einer wunderbaren Qualität

erhalten. Das wird auch weiterhin

so sein. In großen Städten jedoch,

auch in Hamburg, Berlin und Wien,

gehen die Dialekte verloren, was

ich aber nicht schlimm finde. Wichtig

ist, dass das Gesprochene echt

ist. Entweder ich habe Dialekt in

mir drin, oder eben nicht.

Können Sie inzwischen Hochdeutsch?

Ich würde mich nie als hochdeutsch

Sprechenden bezeichnen.

Aber Bühnenhochdeutsch habe

ich gelernt, was auch gut funktioniert.

Wobei ich seit fast zehn

Jahren nahezu ausschließlich als

Bayer besetzt werde und die Fernsehzuschauer

irritiert sind, wenn

sie mich mal hochdeutsch spielen

sehen.

Ursprünglich wollten Sie ja Gärtner

werden.

Mein bester Grundschul-Freund

war Sohn eines Gärtners. Da bin

ich mit zehn Jahren hin und wollte

mit ihm spielen. Aus Anstand habe

ich gefragt, ob ich was helfen kann.

Dann sagten die brühwarm: Ja.

So habe ich den ganzen Nachmittag

Blumentöpfe sortiert und Erde

eingefasst. Das hat mir aber Spaß

gemacht. Ehrlich gesagt sogar wesentlich

mehr als Fußball spielen.

Mit elf Jahren bin ich dann das

erste Mal mit auf den Freisinger

Wochenmarkt, auf dem ich letztlich

25 Samstage im Jahr, in den Sommerferien

auch mal mittwochs,

Gemüse, Pflanzen und Blumen verkauft

habe. Heutzutage wäre das

undenkbar.

Letztlich gelernt haben Sie Kaufmann

im Einzelhandel. Warum?

Über die Schule hatten wir ein Berufsberatungsgespräch

mit dem

Arbeitsamt. Der Berater: Was ich

werden möchte? Ich: Gärtner. Er:

Einschränkungen? Ich: Heuschnupfen.

Er: Fangen wir gar nicht erst

an, endet eh in einer Umschulung.

Sonstige Interessen? Ich: Verkaufen.

Er: Ok – dann lernst du Kaufmann.

So begann ich in München

eine Ausbildung zum Kaufmann.

Wie kam’s dann zur Schauspielerei?

Bei uns gab’s früher den Hochzeitsbrauch,

dass Braut und Bräutigam

nach der Kirche ausgespielt

werden. Heißt: Wenn Sie Ja gesagt

hat und sozusagen nicht mehr nein

sagen konnte, haben die ledigen

Burschen unter den Gästen die

„Juwelen“ der Straftaten des Bräutigams

vorgeführt. Ich habe immer

die Mütter oder Exfreundinnen

gespielt. Dann habe ich auf Anfrage

meines heutigen Spezls Sepp

Erhard angefangen, fürs Bauerntheater

in Starnberg-Perchting zu

spielen, das einmal einer vom BR

gesehen hatte. Der meinte, dass

drei von uns das Zeug für mehr hätten,

die anderen zwei jedoch schon

zu alt seien. Gleichzeitig kannte

ich im Nachbardorf jemanden, der

eine Schauspielausbildung absolvierte.

Der sagte, komm doch zu

uns auf die Schule. Daraufhin sagte

ich mir: Gut, das mache ich parallel

zum Kaufmannsberuf – so lange,

bis ich rausfliege.

Doch Sie flogen nie raus?

Richtig. Probezeit überlebt, erstes

Semester überlebt, zweites Semester

überlebt. Irgendwann bekam

das Ganze eine Eigendynamik. Warum

ich es meinem Vater nie gesagt

habe, weiß ich bis heute nicht.

Erzählen Sie …

Ich komme aus einer klassischen

Arbeiterfamilie. Großmutter hat

immer gesagt: Wir fünf Burschen

sollen alle an gscheid‘n Handwerksberuf

lernen, damit wir uns

selbst ein Haus bauen können. Der

Beruf des Kaufmanns war da schon

grenzwertig. Und jetzt Schauspieler?

Das habe ich mir nur meiner

Mutter sagen trauen. Aber eines

Tages ging mein Vater mittags in

meine Arbeit, fragte nach mir. Die

Kollegen sagten: Der ist auf dem

Weg zur Schule. Am Abend hat er

mich dann zur Rede gestellt. Letztlich

war er sehr stolz darauf, dass

ich diesen Weg eingeschlagen

habe – wohlgemerkt nebenbei.

Den Schauspielunterricht habe ich

parallel zum Kaufmannsberuf und

am Samstag runtergeschnaltzt.

Zusätzlich hatte ich am Sonntag

zwei Stunden Sprecherziehung in

München, um von meinem starken

Dialekt ins Hochdeutsche zu

kommen.

„Gottvertrauen“: Glaube gibt Dieter Fischer Kraft und Halt.

Klingt nach einer harten Zeit.

War es auch. Aber ich habe meine

Texte immer gekonnt. Andere,

die keinen Beruf hatten, die

von daheim mit Geld regelrecht

zugeschissen wurden und regelmäßig

zu spät und unvorbereitet

gekommen sind, nicht. Oft bin ich

in der Früh mit dem Buch in der

Hand aufgewacht. Aber es hat offensichtlich

trotzdem gereicht, um

das Soll der Schauspielschule zu

erfüllen.

Sie tun sich vermutlich sehr leicht im

schnell auswendig lernen?

Eigentlich überhaupt nicht. Ich

würde mich heute noch als intensiven,

akribischen Arbeiter bezeichnen.

Aber: In jedem Text sind

Brücken versteckt, die man sehr

massiv bauen kann. Das hilft mir

ungemein.

Welche Eigenschaften sollten grundsätzlich

vorhanden sein, um Schauspieler

zu werden?

Im Regelfall werden Menschen

dargestellt, im Idealfall vom Planeten

Erde, und da gibt’s ja wirklich

alles. Von daher darf’s auch alle

Arten an Schauspielern geben.

Spielfreude ist ein ganz wichtiger

Punkt. Leidensfähigkeit. Und Mut

zur Hässlichkeit.

Wie meinen Sie das?

Ich habe unlängst einen pädophilen

Opernsänger gespielt. Da war

ein 12-jähriger Knabe in Unterhose

bei mir in der Garderobe. Wenn das

eine größere Rolle gewesen wäre,

wäre es draußen auf der Straße

vorbei mit der Freundlich- und

Lustigkeit der Fans. Wenn ich allerdings

in der Sache eine Notwendigkeit

sehe, bin ich auch heute

noch bereit, schauspielerisch sehr

weit zu gehen.

Als fertiger Schauspieler angefangen

haben Sie in Landshut, im Landestheater

Niederbayern. Ab 2004

spielten Sie regelmäßig für den Komödienstadel.

Regisseur und Schauspieler Bernd

Fischerauer, einer meiner ganz

großen Förderer, hat mich damals

angerufen. Dank ihm ist das Märchen

Wirklichkeit geworden, dass

nicht ich mich kümmern musste,

sondern mich jemand angerufen

hat. Er hat mich tatsächlich

genommen für den Zweiteiler

„Apollonia“ – das einzige schauspielerische

Werk, das mein Vater

gesehen hat, ehe er verstorben ist.

Jedenfalls war diese Rolle mein

erster Kontakt zum Film.

Der eine Kettenreaktion ausgelöst

hatte?

Ganz genau. „Apollonia“ ist vom

BR verfilmt worden, betreut vom

Redakteur des Komödienstadels.

Und bei der Erstsendung von

„Apollonia“ hat mich auch Franz

Xaver Bogner gesehen.

10 | tassilo


Dann passierte was?

Bogner hat mich eine Folge in

München 7 ausprobiert. Ich wusste

auch, dass er was Neues im Köcher

hatte. Dann holte er mich in

sein Büro und hat mich gefragt,

ob ich mir die Rolle des „Kaiser

von Schexing“ zutrauen würde.

„Ja klar“, habe ich damals gesagt.

Heute würde ich wahrscheinlich

nicht sofort ja sagen, weil ich weiß,

mit welcher großen Verantwortung

und welchem hohen Druck eine

Hauptrolle für einen Neuling, wie

ich es damals war, verbunden ist.

Aber es war auf jeden Fall die richtige

Entscheidung – Bogner ist ein

Genie. Seine Sätze sind im Grunde

komponiert. Zum Beispiel schrieb

er über einen zigtausend Euro

schweren Stier: Der Stier is fürd

Katz. Nur Helmut Dietl und Cornelia

Willinger, von der ich übrigens am

mit Abstand meisten spiele, würde

ich als ähnlich geniale Autoren bezeichnen.

War Ihre Bürgermeister-Rolle in

„Kaiser von Schexing“ der endgültige

Durchbruch?

Sie hat mich in der Branche bekannter

gemacht – bis dato war

ich nämlich ein No-Name. Bogner

hatte damals fünf, sechs noch nie

gesehene Schauspieler genommen.

Und sechs absolute Erzbären,

darunter Staatsschauspieler wie

Gerd Anthoff, die mit allen Wassern

gewaschen waren – sehr kollegial

und wohlwollend, aber als Neuling

hast du gegen solche Koryphäen

keine Chance.

Wie hart ist der Konkurrenzkampf

unter Schauspielern?

Grundsätzlich sehr hart. In meinem

Fall aber nicht, weil mein

Rollenfach eher selten ist. Joseph

Hannesschläger und Otti Fischer

waren schon im Geschirr, Peter

Rappenglück, Andreas Giebel und

Michi Grimm kamen mit mir. Wir

sind also nur eine Handvoll Leute,

die obendrein super miteinander

auskommen.

Was bringen letztlich ausgefahrene

Ellbogen, wenn du keinen Bestand

hast. Da bist du so beschäftigt

mit Ellbogen ausfahren, dass du

die Energie, die du fürs Spielen

brauchst, verschießt. Es gibt natürlich

auch die, die mit Schleimereien

und Intrigen nach oben

kommen – aber die haben eben

keinen Bestand.

Als Mittlerer unter fünf Brüdern können

Sie sich vermutlich trotzdem gut

durchsetzen?

Was ich nicht gelernt habe, ist das

Teilen. Wenn Mutter einen Wurstsalat

gemacht hat, war es immer

ein unglaublicher Kampf um den

besten Platz an der Schüssel. Und

mit einem Bruder habe ich wirklich

jeden Tag gestritten bis hin

zur Rauferei. Und immer habe ich

verloren. Außer einmal – seit dem

streiten wir nicht mehr.

Heute versteht Ihr Euch alle fünf?

Fünf Mannsbilder, die sich gegenseitig

mögen – und jeden auf eine

eigene Art und Weise. Das ist viel

wert.

Zurück zur Schauspielerei: Nach

„Kaiser von Schexing“ fingen Sie bei

den „Rosenheim-Cops“ an.

Bogner machte mit München 7 in

abgespeckter Variante unter „Heiter

bis Tödlich“ weiter. Andreas

Giebl ging vom ZDF zurück zur ARD

und zum BR. Joseph Hannesschläger

fiel gesundheitsbedingt aus.

Und Michi Grimm hatte sein Auftragsbücherl

so voll, dass eine Vakanz

frei wurde für fünf Folgen. Ich

durfte dann nochmals fünf Folgen

mitspielen, weil Hannesschläger

noch länger ausgefallen ist. Seither

bin ich fest im Boot der „Rosenheim-Cops“.

Dort spielen Sie seit über 90 Folgen

Kommissar Stadler.

Ich habe gemerkt, dass Stadler als

humorbefreiter Grantler gut ankommt

bei der Obrigkeit. Außerdem

finde ich grantige Menschen

unfassbar lustig.

Sind Sie privat auch so?

Überhaupt nicht. Privat lache ich

sehr gerne und viel. Oft denke ich

mir auch Sachen aus, über die ich

selbst lachen muss – und die Leute

um mich wissen nicht warum und

wundern sich. Sollte mir der Trubel

in der Öffentlichkeit doch zu viel

werden, schaue ich bewusst grantig,

damit die Leute auf Distanz bleiben.

Wird das Verhalten in der Öffentlichkeit

auf der Schauspielschule trainiert?

Man wird als Schauspieler sowas

von unfertig in die Welt hinausgeschickt.

Du weißt nicht, wie du

überlebst, wie du an Jobs kommst,

wie du dich zu versichern hast. Das

ist eigentlich sträflich ...

november / dezember 2018 | 11


Zurück zum Film: Seit Anfang Oktober

werden 25 neue Folgen der

„Rosenheim-Cops“ ausgestrahlt.

Sind die schon im Kasten?

Immer dienstags, 19.25 Uhr im

ZDF! Ja. Wir haben zwölf Folgen

auf Halde. Und die restlichen bis

vor kurzem fertiggedreht. Grob

gesagt drehen wir immer rund ein

Jahr im Voraus.

Wie sieht der Drehalltag aus?

Von Enzi Fuchs habe ich gelernt:

Drei Stunden vor der ersten gültigen

Silbe wach sein, damit Kopf

und Zunge beinander sind. Heißt:

Um Fünf aufstehen, Kaffee aufbrühen,

dann das Textbuch in die

Hand nehmen und Szenen von

heute und die der kommenden

Tage nochmals anschauen. Dann

fahre ich zum Drehort. Dort angekommen,

schlüpfe ich erst ins

Gewand vom Stadler, dann geht’s

in die Maske, dann raus ans Set.

Erste Leseprobe. Zweite Leseprobe.

Dann wird den ganzen Tag über

gedreht. Bis zu zwölf Stunden.

Wo?

Natürlich in der Rosenheimer

Gegend, aber auch an diversen

anderen Orten – zumeist an den

schönsten in ganz Bayern. Bei freier

Szene kann ich die Natur in vollen

Zügen genießen oder mal mit

dem Hausbesitzer ratschen.

Abgesehen von „freier Szene“ klingt

ein Drehtag nach extrem harter Arbeit.

Ja. Geschenkt wird dir als Schauspieler

nichts. Und du musst den

ganzen Tag über wach sein.

Gibt’s hierfür Tricks?

Konzentration durch Nicht-Konzentration.

Wenn ich darüber

nachdenke, wie viel „Material“ ich

noch abzuliefern habe, wird mir

himmelangst. Und ganz wichtig:

Vorher Gaudi machen, dann ist der

Körper wacher. Darum fangen wir

das Drehen im Grunde immer mitten

im Gespräch an. Ich persönlich

brauche zudem einen neutralen,

inneren Punkt, von dem ich extrem

schnell ins Lustige, Traurige, Grantige

oder Fröhliche komme. Wenn

ich den gefunden habe, geht alles.

So richtig auswendig lernen Sie ihre

Texte eine Woche im Voraus?

Ganz genau. Am Wohnzimmertisch

sitzend. Und im Optimalfall

mit irgendwelchen Hintergrundgeräuschen.

Alles, was ablenkt, stabilisiert

den Text. Am Set ist es nämlich

auch nicht immer ruhig. Also

Störungen wie ein laufender Fernseher,

ratschende Menschen oder

Baukrach helfen in diesem Falle.

Sind Sie als Schauspieler fest angestellt?

Ich bin Freiberufler, der von April

bis September über Bavaria angestellt

war, um die „Rosenheim-

Cops“ zu drehen. Dann bin ich

vier bis sechs Wochen beim Komödienstadel.

Dann noch vier Wochen

im Winter wo. Hinzu kommen

einige weitere Theatertermine.

Heißt: Ich habe einen flächendeckenden

Teppich an Auftritten, der

relativ weit ins Voraus geht. Das ist

eine absolute Ausnahme für einen

Schauspieler und damit ein echter

Segen für mich.

Wie sieht’s in Sachen Verdienst aus?

Mittlerweile kann ich gut davon

leben. Es gab aber Zeiten, in denen

ich Mitte des Monats schon

nicht mehr gewusst habe, wie

ich um die Runden kommen soll.

Beim Theater in Landshut habe

ich mit umgerechnet 1 300 Euro

brutto angefangen. Du hast Auto,

Wohnung, Versicherungen und

noch nichts gegessen, gehst dann

am Montag mit den Kollegen zum

Wirt und musst dich den Rest der

Woche von Blaukraut aus der Dose

ernähren. Andererseits: Wenn du

viel verdienst, zahlst du brutal viel

an Steuern, musst noch die Agentur

bezahlen. Von jedem Tausender,

der reingeht, bleiben mir in etwa

330 Euro.

Sie pilgern regelmäßig von ihrem

Wohnort ins Kloster Andechs. Gibt

Ihnen der Glaube Kraft?

Nach dem Tod meiner Mutter habe

ich mich von einem völlig falsch

erzogenen Glauben abgewendet.

Nach dem Tod meines Vaters mich

aber wieder damit auseinandergesetzt

und seither einen Weg gefunden,

der mich in wunderbare

Sachen hineinträgt. Ich habe ein

Gottvertrauen gefunden, das mir

das sichere Gefühl gibt, aufgefangen

zu werden, selbst dann, wenn

nichts mehr funktionieren würde.

Hauptübel an der Kirche ist die

Kirchensteuer – wegen ihr hat jeder

die Möglichkeit, auszutreten.

Gegenfrage: Ist irgendjemand aus

dem FC Bayern München ausgetreten,

als Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung

gepackt wurde?

Nein. Da hieß es, man müsse tolerant

sein. Der Papst sagte neulich

in Bezug auf die Missbrauchsfälle:

Eine sehr hohe Zahl an Priestern

hat sich schlecht verhalten, viele

von der Obrigkeit noch schlechter.

Das wirft nun einen großen Schatten

auch auf alle anderen. Dabei

habe ich sehr gute Pfarrer kennengelernt.

Das Interview

mit Schauspieler

Dieter Fischer

wurde im

Andechser

Bräustüberl

geführt.

Eine andere Kraftquelle für Sie ist die

Landwirtschaft.

Es ist unsäglich, was mit unseren

Bauern gemacht wird. Neulich

beim Tanken hat der Liter Diesel

1,54 Euro gekostet, die Woche vorher

1,34 – das sind 20 Cent Unterschied.

Was die Wenigsten wissen:

Nur 10 Cent pro Bürger pro Tag

würden schon ausreichen, um

Landwirtschaft subventionsfrei und

damit gerecht durchführen zu können.

Wenn ich es mir leisten kann,

habe ich verdammt noch mal die

Pflicht, ein Zehnerl mehr für Milch

oder Butter auszugeben.

Einer, der es vorbildlich macht, seine

Landwirtschaft verkleinert und nicht

vergrößert hat, ist „Bio-Papst“ Sepp

Braun aus Freising.

Der füttert seine Würmer im Boden,

die ihm seine Pflanzen füttern.

Doch was macht das andere

Extrem? Das vertraut nicht mehr auf

Würmer im Boden, fährt sie stattdessen

mit über 20 Kubik schweren

Gülle-Fässern, was ein Gesamtgewicht

von über 30 Tonnen bedeutet,

zusammen und verdichtet den Boden.

Dann wundern wir uns, Hochwasser

zu haben, weil der Boden

nichts mehr aufnimmt. Was auch

pervers ist ...

... erzählen Sie ...

Was wenden wir Menschen auf,

um Lebensmittel zu imitieren, die

wir eigentlich von Natur aus hätten,

aber in dieser Form nicht mehr

mögen?! Im Brühwürfel ist alles

drin, nur kein Huhn. Ich finde das

so irrwitzig. Dann wundern wir uns,

gegen alles allergisch zu sein. Laktose,

Fruktose… Auch Milch wäre

gesund. Nur heute kriegen wir mit

einem Schluck Supermarkt-Milch

12 | tassilo


die Erbinformation von 30 000 (!)

Kühen. Früher hast du beim Bauer

direkt eingekauft und immer Milch

von derselben Kuh bekommen –

also eine Erbinformation, womit

der Körper gut umgehen kann.

Letztlich geht’s um die Kohle. Und

die, die sie einstecken, schicken

ihre Kinder dann in den Waldkindergarten

und essen mit ihnen Bio-

Sauen vom Herrmannsdorfer.

Wo kaufen Sie ein?

Gemüse habe ich heuer selber angebaut.

Rindfleisch bekomme ich

von einem Bauer aus Haunshofen.

Schwein von einem Bauer

aus Monatshausen, der vier Sauen

und keine 400 hält, und trotzdem

professionell schlachten lässt. Und

Eier kaufe ich bei einer Bäuerin,

deren Hühner frei herumlaufen

dürfen. Wie die ihre Tiere halten,

unterschreibe ich sofort. Nur ein

Hintergrund: In den 1980er Jahren

wurden halb so viele Sauen gehalten

als heute, obwohl heute nur

halb so viel vom Schwein gegessen

wird als damals. Heißt: Wir essen

nur ein Viertel vom Schwein, der

Rest geht nach Afrika, wo die dortige

Landwirtschaft aufgehaxt wird,

die dortigen Bauern dann von ihren

vier Sauen nicht mehr leben können

und dann mit einem Schleuser

nach Europa fliehen. Auch da beginnt

die Flüchtlingsproblematik.

Uns geht’s gut wie nie, aber das

System dahinter ist wahrlich ein extrem

verrecktes.

Seit Anfang des Jahres sind Sie

Schirmherr des Pollinger Hospizes?

Dahinter steckt eine extrem emotionale

Geschichte. Kollegin Marisa

Burger pflegt eine Patenschaft in

einem Hospiz in Wiesbaden. Ich bin

mit ihr mitgefahren, um dort eine

Spende abzugeben. Im Rahmen

einer Führung ist uns das Schicksal

eines jungen Mädchens erzählt

worden: Gehirntumor. Op. Geheilt.

Ein Jahr später: Gehirntumor. Op.

Geheilt. Ein Jahr später: Gehirntumor.

Dann hat ihr Vater gesagt,

sie soll – mit erst fünf Jahren –

selbst eine Entscheidung treffen.

Die lautete: Sie möchte das nicht

mehr. Daraufhin kam sie in dieses

Wiesbadener Hospiz, dessen Leiter

das Mädchen fragte: Wenn du drei

Wünsche frei hättest, welche wären

das? Ihre Antwort: Sie möchte Prinzessin

sein, in die Schule kommen

und ihren sechsten Geburtstag erleben.

Der Tod kam immer näher,

man vermutete, dass sie es nicht

schafft. Doch sie packte es exakt bis

zur Nacht auf ihren Geburtstag, in

der sie als Prinzessin angezogen

und die Urkunde für die Einschulung

in die Hand gedrückt bekommen

hat. Dann ist sie für immer

eingeschlafen...

Eine unfassbar traurige Geschichte...

Ein weiterer Grund für ihr Engagement

im Pollinger Hospiz waren

Worte von Renate Dodell.

Richtig. Sie sagte mir, wir können

den Leuten die zwei größten Ängste

vor dem Tod nehmen – Einsamkeit

und Schmerzen. In unserer

Gesellschaft wird alles wegsortiert,

was nichts mehr bedeutet. Dort

aber gibt es eine Insel, auf der die

Wegsortierten nicht gerettet, aber

würdevoll begleitet werden.

Inwiefern „begleiten“ Sie das Pollinger

Hospiz künftig?

Mir ist wichtig, dass möglichst viele

Leute Mitglied werden im Hospizverein.

Nicht nur für die zehn

stationären Plätze, sondern vor

allem auch für den ambulanten

Dienst. Der begleitet nicht nur die

im Sterben liegenden Menschen

würdevoll, sondern unterstützt

auch die Angehörigen wahnsinnig

gut. Das geht mit jeder weiteren

Spende und mit jedem weiteren

Mitgliedsbeitrag besser. Dafür werde

ich durch öffentliches Auftreten

werben.

Helfen ist die eine Leidenschaft von

Ihnen. Bulldogs sammeln die andere?

Gemeinsam mit meinen Brüdern

haben wir mittlerweile 19 Schlüter.

Daran schrauben oder damit eine

Runde durch die Gegend fahren ist

für mich Meditation pur. Bulldogfahren

ist sozusagen mein Yoga.

Zum „Runterkommen“ wallfahren

Sie auch gerne.

Wenn ich aus Andechs oder Altötting

zurück nach Hause komme,

bin ich in derselben Situation wie

vorher, aber fühle mich ganz anders.

Das ist ein wunderbarer Zustand.

Ideal, um neue Projekte in Angriff zu

nehmen?

Am Sonntag, 4. November, läuft

um 20.15 Uhr im BR ein neuer

Komödienstadel mit mir namens

„Odel verpflichtet“. Die neue Staffel

„Rosenheim-Cops“ läuft ja schon

seit Anfang Oktober. Und am 19.

Dezember habe ich Premiere am

Metropoltheater München mit dem

Stück „Die Tage, die ich mit Gott

verbrachte“.

Hätten Sie einen schauspielerischen

Wunsch frei – in welche Rolle würden

Sie gerne schlüpfen?

Was mich tatsächlich juckt: Eine

neue Serie aus der Taufe heben.

Und eine Unterhaltungssendung.

Von A nach B fahren und mit Leuten

reden. So ähnlich, wie’s der

Gernstl vom BR macht. Nicht belehren,

sondern aufklären. Zum

Beispiel: Wie ist es mit der Tracht –

von der kitschigen bis zur originellen.

Oder: Wo bekomme ich einen

guten regionalen Fisch her? js

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november / dezember 2018 | 13


Holzstreifen mit Kaltbluthengst „Damaskus“

„Mit der Maschine bist

du auch nicht schneller“

Forst | Holzstreifen mit Kaltblutpferden?

In Zeiten tonnenschwerer

Harvester wird diese Form der

Holzarbeit kaum noch genutzt.

„Bis vor 15 Jahren sind wir speziell

im Winter täglich mit zwei Rössern

im Wald gewesen“, sagt Klement

Kölbl aus Forst. „Heutzutage werden

wir vom Staat vielleicht noch

zehn bis 15 Mal pro Jahr gebucht.“

Einem so leidenschaftlichen Rosserer

wie Kölbl es ist, tut diese

Tatsache in der Seele weh. Auch

deshalb, weil die Holzarbeit mit

dem Pferd in seinen Augen gar

nicht ineffektiver ist als mit großen

Maschinen. „Zumindest nicht

in alten, 30, 40 oder gar 70 Jahre

alten Beständen, wo dieume

sehr dicht beinander stehen und

es sehr eng zugeht.“ Und schon

gar nicht in sehr unwegsamem

Gelände, auf dem mit schweren

Maschinen ohnehin schlecht

bis gar nicht gearbeitet werden

kann. Überhaupt bietet Holzarbeit

mit Pferden jede Menge Vorteile:

Bodenschonend, weil das Pferd

dutzendfach leichter ist, den Boden

entgegen der Maschinen

nicht verdichtet. Bestandsschützend,

weil das Herzausziehen der

ume flexibel von statten gehen

kann, stehende Bäume nicht verletzt

und damit kaputt gemacht

werden. Und ruhiger, da ein Pferd

keine Motorengeräusche verursacht.

Das ist, so lange man nicht

am Schneiden mit der Motorsäge

ist, für mich als Arbeiter und die

wildlebenden Tiere im Wald wesentlich

angenehmer.“

Hengst „Damaskus“

extrem folgsam

Wie schnell, ruhig, boden- und

bestandsschonend Holzarbeit mit

Am Hof in Forst schirrt Klement Kölbl seinen Kaltbluthengst an. Kummet,

Halfter und Zottelleine sind beim Holzstreifen unter anderem gefragt.

Pferden funktioniert, zeigt Klement

Kölbl an diesem Montagmorgen

eindrucksvoll. Um Punkt 9 Uhr holt

er seinen braunen, bestens trainierten

Kaltbluthengst Damaskus

aus der Box, spannt ihn vor einen

kleinen Brückenwagen, der wiederum

beladen ist mit Wagscheid,

Motorsäge, Kette und einem Korb

voll Heu. Ziel ist ein ziemlich dichter

Fichtenwald, rund einen Kilometer

südstwestlich des Hofes

entfernt. Einige Bäume dort sind

bereits gefällt und müssen nun an

den Rand der Forststraße gezogen

werden. Am „Tatort“ angekommen,

entdeckt Kölbls geschultes

Holzer-Auge jedoch einen Baum,

der aufgrund seiner Größe und

sehr ungünstigen Position unbedingt

umgeschnitten werden sollte.

Er zögert nicht lange, schmeißt die

Motorsäge an und schneidet einen

Keil aus dem Stamm. Hengst Damaskus

steht währenddessen nur

wenige Meter daneben, unangebunden

und brav wie ein Lämmchen.

Wie von Kölbl prophezeit,

fällt der Baum nicht, da sich die

Krone dieser Fichte in den Spitzen

der umliegenden Bäume verfängt.

Nun kommt der extrem folgsame

Hengst erstmals zum Einsatz, in

dem ihn Kölbl mit kurzgesprochenem

„Hüah“ (Geh), „Wüst“ (links),

„Hoot“ (rechts) und „Eh“ (Steh)

an die richtige Position dirigiert.

Während Kölbl nun die Kette um

den angesägten Baumstamm legt,

steht Damaskus wieder seelenruhig

da und wartet auf ein weiteres

„Hüah“. Als dieses erfolgt, tritt

das Prachtexemplar schnellkräftig

an und zieht den Baum mit schier

spielerischer Leichtigkeit in wenigen

Sekunden erst an den Boden,

dann durch geschickte Linienwahl

relativ geradlinig hinaus an den

Waldrand, wo das Holz für den

späteren, maschinellen Abtransport

gesammelt wird.

12 Bäume in nur

20 Minuten

Damaskus schafft ohne Probleme

bis zu ein Kubikmeter schwere

ume. An diesem Montagmorgen

Am Wegrand werden die einzelnen

Fichtenstämme gesammelt.

14 | tassilo


handelt es sich jedoch ausschließlich

um kleinere und mittelgroße

Fichtenstämme – insgesamt zwölf

Stück, die Damaskus und Kölbl

dank kongenialer Zusammenarbeit

in nur 20 Minuten (!) aus dem

Wald ziehen. „Schneller bist du

mit der Maschine auch nicht“, sagt

Kölbl, der aufgrund der leichteren

Stämme gleich zwei oder drei auf

einmal an die mit mehreren Enden

versehene Kette fixiert. Interessant

zu beobachten: Damaskus

denkt bei jedem Arbeitsschritt

mit. Teilweise muss ihn Kölbl gar

nicht mehr dirigieren, weil er den

besten Weg durch den Wald selbst

erkennt und hinausfindet. Überhaupt

führt Kölbl seinen Damaskus

neben den oben genannten

Anweisungen ausschließlich mit

einem sogenannten Stoßzügel –

nur eine Leine, die übrigens auf

öffentlichen Straßen aus Sicherheitsgründen

nicht erlaubt ist.

Pferde lenken mittels Stoßzügel,

auch „Zottelleine“ genannt, gilt

unter Rosserern als höchste und

schwierigste Form, die in der heutigen

Zeit nur noch von wenigen

beherrscht wird. Der Vorteil dieser

Führung im Holz: „Man hat nur

eine Leine, bleibt so kaum hängen

und stolpert auch nicht so leicht.“

Apropos stolpern: Egal ob großer

Ast, Wurzelstock, Stachelbeerstaude

oder am Boden liegender

Baumstamm, Damaskus weicht

den Hindernissen aus wie ein professioneller

Hürdenläufer – wieselflink

und pfeilschnell.

Von Rosserer-Virus

infiziert

Als alle zwölf Baumstämme bündig

und eng beieinander liegend

zwischen Waldrand und Forstweg

platziert sind, spannt Kölbl seinen

Damaskus wieder an den Brückenwagen,

schmeißt Wagscheid,

Kette und Motorsäge auf die Ladefläche

und lotst seinen „freundschaftlichen

Kollegen“, wie er den

15 Jahre alten Hengst liebevoll

nennt, wieder zurück zum Hof.

Dort warten 14 weitere Pferde.

Neben Damaskus, der bereits

120 Nachkommen gezeugt hat,

gibt’s mit „Sribery“ einen weiteren

Deckhengst, auf dessen Konto

bereits 180 Nachkommen gehen.

Darüber hinaus halten die Kölbls

vier Ponys, drei Kaltblutstuten und

einen Kaltblut-Wallach. Die Arbeit

mit Pferden – Holzen, Nachzucht,

Mistbreiten, Ausmähen, Reiten sowie

Kutsche fahren auf Festumzügen

oder zu Feierabend – steht bei

Familie Kölbl seit Generationen

Schwitzen ist gesund: „Damaskus"

auf Betriebstemperatur.

auf der Tagesordnung. In Kombination

mit maschinellen Holzarbeiten

sowie einer biologischen Milchviehhaltung

mit aktuell 35 Kühen

kommt die Familie finanziell gut

um die Runden. Klement Kölbl

hofft inständig, „dass das auch in

10, 20 und 30 Jahren noch so funktioniert“.

Warum? „Damit unsere

Kinder die Arbeit und Tradition mit

Pferden aufrechterhalten können“,

sagt Barbara Kölbl, die Ehemann

Klement stets den Rücken freihält.

Ihr Mädel und ihre zwei Buben

im Alter von zwölf, zehn und acht

Jahren sind ebenfalls mit dem

Rosserer-Virus der Kölbl-Dynastie

infiziert. „Für uns gibt es einfach

nichts Schöneres“, sagt Vater Klement,

der nach dem Holzstreifen

mit Damaskus total in sich gekehrt

ist – ein Effekt, der nach mehrstündiger

Arbeit im lautstarken und

vibrierenden Harvester sicher nicht

eintreten würde.

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november / dezember 2018 | 15


Ausstellung im Stadtmuseum Weilheim

19.10. bis 18.11.2018

mit Arbeiten von Otto Piene, László Bordos, Björn Dahlem,

Philipp Geist, Vanessa Hafenbrädl, Boris Petrovsky, Robert Seidel

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„New Orleans Dixie Stompers“ laden zum Jubiläumskonzert

Professioneller Jazz

aus Unterhausen

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16 | tassilo

Unterhausen / Eberfing | Julius

Acher ist mittlerweile 80 Jahre alt.

Doch in Sachen Musizieren kein

bisschen müde. Noch immer spielt

der Unterhausener mit größter

Leidenschaft die Posaune – ausgerechnet

das Instrument, das am

meisten Luft braucht. Dass er bei

den „New Orleans Dixie Stompers“

auch nach wie vor die Jazz-Violine

in unnachahmlicher Weise streicht,

groovig singt sowie alles Organisatorische

übernimmt, „hält mich

fit und jung“. Und solange es aus

gesundheitlichen Gründen funktioniert,

„sehe ich auch keinen Grund,

damit aufzuhören“. Schon gar

nicht so kurz vor dem 30-jährigen

Bestehen der „New Orleans Dixie

Stompers“ – eine Jazz-Band, die

aus extrem guten Musikern, größtenteils

sogar aus Berufsmusikern

mit internationalem Format besteht.

Genaugenommen setzt sich

die Gruppe aus sechs Mitgliedern

zusammen. Neben Gründer und

Leader Julius Acher gehören dem

Sextett seine beiden Söhne Markus

Acher, 50, Schlagzeuger sowie

Micha Acher, 47, Flügehornist und

Trompeter an. Außerdem dabei

sind Musiklehrer Stefan Schreiber

an Klarinette und Saxophon, Alex

Czinke an Banjo und Gitarre sowie

Carsten Gnettner an Kontrabass

und Blasbass. Bei Bedarf oder auf

Wunsch spielt die Band zusätzlich

mit einem Klavierspieler, der herausragenden,

kanadischen Sängerin

Nina Michelle oder in kleineren

Besetzungen zu dritt oder zu fünft.

In jedem Falle aber immer so,

dass sie nicht nur vom Publikum,

sondern auch durch Artikel in angesehenen

Fachzeitschriften oder

Zeitungen in höchsten Tönen gelobt

werden.

„Jazz bringt dich

musikalisch weiter“

Doch wie kommt ein in Unterhausen

bei Weilheim lebender, damals

50-Jähriger überhaupt auf die Idee,

eine Dixie-Band zu gründen? „In

der Nachkriegszeit lief bei uns der

US-amerikanische Militärsender

AFN“, erzählt Julius Acher. Darin

gezeigt wurden unter anderem

Auftritte von Louis Armstrong, ein

amerikanischer Sänger, Schauspieler

und Musiker, 1901 in New

Orleans geboren, 1971 in New York

verstorben, doch bis heute unvergessen.

Mit seiner Art, Trompete zu

spielen, schrieb Armstrong Musikgeschichte.

„Seine Auftritte haben

mich unglaublich fasziniert“, erinnert

sich Acher. Und offensichtlich

auch inspiriert. Weil es hier in der

Region neben der klassischen Blasund

Volksmusik im Grunde nur

Schlagersongs wie „Die Fischerin

vom Bodensee“ zu hören gab, was

Acher viel zu monoton war, beschäftigte

sich der hauptberufliche

Entwickler bei Siemens zunehmend

mit diesem groovigen Jazz aus New

Orleans. „Eine sehr schwierige Musikrichtung,

für die man viele Jahre

üben muss, um wirklich gut zu

sein.“ Gleichzeitig sah er großen

Sinn darin, auch seine Söhne in

dieses Jazz-Boot zu holen. „Je früher

sie das lernen, desto leichter

tun sie sich.“ Außerdem würde sie

dieser Stil musikalisch enorm voranbringen.

Also gründete Vater Julius

mit seinen Söhnen Markus und

Bandgründer und -leader Julius Acher, hier an der Jazz-Violine, probt

nochmals zuhause im Keller. Sein Alter, 80 Jahre, sieht ihm keiner an.


Die „New Orleans Dixie i Stompers“ verzauben ihr Publikum seit mittlerweile

30 Jahren mit fetzigem Blues und Jazz.

Micha sowie weiteren Musikfreunden

aus Peißenberg und Murnau

im Jahre 1988 die „New Orleans

Dixie Stompers“.

Achers Söhne gewannen

die goldene Lola

Geprobt wurde damals im schalldichten

Kellerraum bei Julius Acher

daheim. Zu Beginn sehr intensiv,

um rasch auf ein hohes Niveau zu

kommen. Das zahlte sich auch aus.

Ein bis zwei Mal die Woche wurde

die Band aus Weilheim-Unterhausen

gebucht. Von so ziemlich allen

Münchner Biergärten, für Kaufhauseröffnungen

sowie Jazz-Festivals

in Kempten, Erding, Burghausen

und Regensburg. Und diese

Auftritte auf großer Bühne in großen

Städten hörten nie auf. Heuer

beispielsweise spielten die „New

Orleans Dixie Stompers“ im Rahmen

des Stadtgründungsfestes Mitte

Juni auf dem Münchner Marienplatz,

der randvoll war mit Gästen

unterschiedlichster Herkunft. „Dass

wir auf solchen Veranstaltungen

auch nach 30 Jahren noch gefragt

sind, macht mich schon stolz“, sagt

Julius Acher. Nur nicht mehr so oft,

weil die anderen Bandmitglieder,

alle um die 50 Jahre alt, in diversen

anderen Bands oder als Musiklehrer

ihr Geld verdienen – und zwar

weltweit. Markus und Micha Acher

beispielsweise sind die Gründer

der Band „The Notwist“, bekannt in

den größten Städten dieser Welt,

jedoch angefangen als Weilheimer

Schülerband, die bis heute für eine

komplett eigene Musikrichtung

steht – eine Mischung aus Rock,

Pop, Indie, Elektro. Mehr als zehn

Alben, zehn Singles sowie drei

Songs für Filmmusik hat das Trio –

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Ihr Regionalmagazin „tassilo“

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Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

bis 2007 mit Schlagzeuger Martin

„Meckie“ Messerschmidt, seither

mit Andreas „Andi“ Haberl – auf

den Markt gebracht. Und für den

Soundtrack zum gleichnamigen

Film „Sturm“ (2009) gewann die

Band sogar die goldene Lola – der

Deutsche Filmpreis.

Dixie Stompers spielen

eigene Songs

Auch die „New Orleans Dixie Stompers“

lassen sich in Sachen Eigenkreationen

nicht lumpen. In ihrer

30-jährigen Geschichte haben sie

vier CDs mit jeweils rund zwölf

Songs herausgebracht. Darauf zu

hören sind immer zwei, drei bekannte

Klassiker aus der Dixie-

Szene. „Die anderen Songs haben

wir selbst geschrieben“, sagt Julius

Acher, der gerade dabei ist, eine

Best-Of-CD der „New Orleans Dixie

Stompers“ zusammenzustellen. Wo

es die CD zu kaufen gibt? „Unter

anderem bei unserem Jubiläumskonzert.“

Das findet am Samstag,

3. November, um 20 Uhr im

250-Mann-Saal der Eberfinger Post

statt. Und zwar mit Gastmusikant

Alex Haas, einer weiteren hochklassigen

Band namens „Hochzeitskapelle“

und natürlich Julius

Acher – der 80-jährige Vollblutmusiker

an Posaune, Jazz-Violine und

Gesangsmikrofon.

n. js

november / dezember 2018 | 17


Mit 440 PS, Anhänger und 17 000-Liter-Tank

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Tassiloland | Donnerstagnachmittag,

kurz nach halb zwei: German

Fischer lenkt den großen Seitenspiegel

um Haaresbreite an einem

Holzstrommasten vorbei. „Diesen

Mast hätten sie tatsächlich drei,

vier Meter weiter von der Hofeinfahrt

entfernt setzen können“,

sagt er, grinst und lehnt sich wieder

zurück in den ergonomischen

Fahrersitz. Zeit zum Entspannen?

Nicht wirklich. Der nächste Bauernhof

ist schon in Sichtweite.

Diesmal fährt German Fischer

frontal auf die Milchkammer zu,

lenkt im letzten Moment nach

links, fährt diesmal um Haaresbreite

an der Stallmauer vorbei.

Kontrolliertes Risiko

beim Anfahren

Was für Außenstehende unkontrolliert

und risikoreich aussehen

mag, ist für den Speditionsleiter,

Kfz-Mechaniker und Milchfahrer

seit Jahrzehnten eingespielte Routine.

German Fischer weiß ganz

genau, wie er welchen Bauernhof

anzufahren hat. Mal vorwärts, mal

rückwärts, mal im Halbkreis. Mal

schneller, mal langsamer – und

manchmal al

eben ganz

knapp an

Mast oder Mauer vorbei. In

jedem

em

Falle immer so, „dass ich nicht

rangieren muss, was mir unnötig

Zeit, Verschleiß und damit Geld

kosten würde“.

German Fischer leitet gemeinsam

mit Bruder Reiner Fischer die

Transport Fischer GmbH mit Sitz in

Greifenberg, Landkreis Landsberg

am Lech. Der Fuhrpark besteht

aus vier neuwertigen Milchlastern

samt Anhänger, die von insgesamt

13 Lkw-Fahrern sowie den beiden

Chefs beinahe rund um die Uhr

gefahren werden. „Wir arbeiten

im Vier-Schicht-Modell“, sagt German

Fischer. Heißt: Vier Tage Frühschicht,

zwei Tage frei. Dann vier

Tage Spätschicht und zwei Tage frei.

Transportiert wird ausschließlich

Milch von Bio-Betrieben, die ausschließlich

abgenommen wird von

der Molkerei Scheitz in Andechs.

Das Einzugsgebiet der Spedition

ist erstaunlich groß, erstreckt sich

bis nach Pöttmes hinter Augsburg,

bis hinter Memmingen, Füssen

und Vilsbiburg bei Landshut. „Wir

haben vier feste Routen.“ Für jede

sind jeweils drei Mitarbeiter fest

eingeteilt. Reiner und German

Fischer fahren immer dort, wo sie

gebraucht werden – Urlaubs- oder

Krankenvertretung. nver

etun

„Oder wenn es

zu Routenänderungen kommt, es

wichtige Termine bei den Bauern

oder in der Molkerei gibt.“

Milch wird

alle zwei Tage geholt

Weil es eine kleine Routenänderung

und einen Termin bei der

Molkerei Scheitz gab, fährt German

Fischer an diesem Donnerstag

selbst. Er ist bereits seit 5 Uhr

in der früh unterwegs, klappert bis

Mittag 15 Bio-Milchviehbetriebe in

der Marktoberdorfer Gegend ab,

bringt die Milch nach Andechs und

fährt dann in die Weilheim-Schongauer

Gegend, wo er nun 17 Höfe

anzufahren hat. Peißenberg, Forst,

Peiting, Rottenbuch und Schongau

sind die Ortschaften – wobei die

meisten Höfe abseits liegen. Hof

drei in Forst birgt diesmal eine unschöne

Überraschung. Statt der eigentlichen

350 Liter Milch sind nur

41 Liter im Behälter. „Die hätten

ruhig kurz anrufen können, dass

ich nicht kommen brauche“, sagt

German Fischer, der von diesem

leeren Tank nichts wusste. „Viele

vermarkten ihre Milch an manchen

Tagen selbst, lassen beispielsweise

18 | tassilo


Käse machen.“ Sei’s drum. Nach

drei Minuten fährt er schon den

nächsten Hof an. Diesmal einer der

größten Kunden an diesem Nachmittag

mit mehr als 2 500 Litern

Milch, produziert von rund 80 bis

100 Stück Vieh. „Weiß ich gerade

nicht auswendig“, sagt Fischer, der

– oder einer seiner Mitarbeiter –

jeden Hof nur alle zwei Tage, also

nach vier Melkvorgängen anfährt.

Zwischen vier

und sechs Grad

Das Prozedere an sich läuft – von

der Milchmenge unabhängig – bei

jedem Landwirt ähnlich ab: German

Fischer steuert den 440 PS

starken Dreiachser von MAN so nah

wie möglich an den Eingang der

Milchkammer. Seitlich hinter dem

Führerhaus befinden sich verschiedene

Anschlüsse zum Umpumpen,

Reinigen und Abpumpen. Letzteres

erfolgt entweder, in dem Fischer

die Hydraulik-Vakuum-Pumpe am

Milchbehälter des Landwirtes anschließt.

Oder, in dem er den großen

Deckel des Milchbehälters am

Hof aufmacht und die Pumpe von

oben in den Tank hängt, die Milch

im wahrsten Sinne aufsaugt. Beide

Methoden dauern stets nur wenige

Minuten – durch den Schlauch

strömen zwischen 700 und 900

Liter pro Minute! Die landen dann

im wettergeschützten Tank aus

Edelstahl, der in vier Kammern unterteilt

ist und insgesamt Platz für

17 000 Liter Milch bietet. Ganz entscheidend,

ob beim Landwirt, im

Milchlaster oder in der Molkerei:

Die Temperatur der Milch muss

immer zwischen vier und sechs

Grad Celsius betragen. „Was wir

mit diesem Tank auch im Hochsommer

sehr gut gewähren können“,

sagt German Fischer. Zwar

habe der Tank am Lkw – entgegen

des 14 000-Liter-Tanks am Anhänger

– keine extra Schicht Isolierung.

„Die brauchen wir aber auch nicht.

Allein deshalb nicht, weil die Menge

der Milch so groß ist, und bis

die sich komplett um ein oder zwei

Grad erwärmt, haben wir sie längst

in die Molkerei gebracht.“ Vorausgesetzt,

die Qualität stimmt.

Qualitätskontrolle mittels

Hemmstoffproben

Sobald German Fischer beim Landwirt

Milch abpumpt, wird automatisch

ein winziger Teil des „weißen

Goldes“ in ein kleines Fläschchen

abgefüllt, das wiederum im Lkw

gekühlt gelagert und später ins

Labor des Bayerischen Milchprüfringes,

kurz MPR, in Wolznach

(Landkreis Pfaffenhofen) für eine

Detail-Untersuchung geschickt

wird. „Je gehaltvoller die Milch

German Fischer beim Abpumpen

von Bio-Milch in Forst-Wessobrunn.

ist, desto wertvoller ist sie und

desto mehr Geld bekommt der

Landwirt.“ Ob die Qualität grundsätzlich

ausreicht, hängt letztlich

vom Hemmstoffgehalt ab. Zu viele

Hemmstoffe würden bedeuten, die

Milch ist schlecht und muss entsorgt

werden. Und zwar nicht mehr

in der beim Landwirt hauseigenen

Güllegrube, sondern in die Verbrennungsanlage

nach Kraftisried,

wo sie inzwischen – laut Gesetzgeber

– entsorgt werden muss. „Was

allerdings so gut wie nie der Fall

ist“, sagt German Fischer, der am

Ende seiner Nachmittags-Route

also 17 Fläschchen fürs MPR-Labor

dabei hat. Darüber hinaus führt er

selbst eine Hemmstoff-Schnellprobe

der gesamten Ladung durch,

die zusätzlich von der Molkerei

nochmals genauer untersucht

wird. Die Milch wird also mehrfach

kontrolliert, bevor sie letztlich zum

Endprodukt – Butter, Käse, Sahne,

Quark, Joghurt oder eben (haltbarere)

Milch – verarbeitet wird. Und

letztlich erneut mittels Lkw an die

Supermärkte gelangt. Die „Hightech-Waffen“

von den Fischers,

die inklusive Anhänger 40 Tonnen

nicht überschreiten dürfen, „weshalb

wir unsere Tanks nie ganz voll

machen“, kosten als Gespann rund

300000 Euro. Ein stolzer Preis, der

sich dank geschickter und flotter

Fahrweise jedoch rechnet. Auch

das Gehalt eines Milchfahrers kann

sich bei 2500 bis 3000 Euro netto

in jedem Falle sehen lassen.

Einziger Nachteil dieses enorm

wichtigen Berufes, „den aus genau

diesen Gründen kaum jemand

machen möchte“: Die Milch muss

Tag und Nacht, Sommer wie Winter

zügig und zuverlässig abgeholt

werden. „Über Jahrzehnte hinweg

funktioniert das nur, wenn man

seine Arbeit liebt.“ Am besten so,

wie German Fischer es tut, wenn

er seinen Lkw um Haaresbreite an

Strommast und Stallmauer vorbeisteuert.

js

Diese kleinen Fläschchen werden

nach der Tour ins Labor geschickt.

november / dezember 2018 | 19


Der Dackelklub Oberland mit Sitz im Tassiloland

Der Hund mit dem ganz

eigenen Kopf

Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat in

Deutschland trotz einer Vielzahl anderer Hunderassen

immer noch zahlreiche Liebhaber.

Oberhausen en | „Der

Dackel

ist

kein Hund

für

Anfänger, nger

denn

er hat

einen eigenen n Kopf“,

stellt lt Petra Meder-Ho-

er-H

kamp, Vorsitzende vom

Dackelklub

klub

Oberland

fest. Seine Intelligenz

en

entspricht der

eines

es

dreijährigen

igen

Kindes.

Und

mit einer guten

Ausbildung kann der Da-

ckel

wichtige Aufgaben als

Begleithund eith

oder

bei

der

Jagd

verrichten. en. Für die Jagd

in Fuchs-

und Dachsbau au wurde er ursprüng-

rüng

lich

gezüchtet, et

denn

in diesen en en-

gen Gängen muss er

selbständig

entscheiden eide

und handeln. n. Als

Jägerin

nimmt Petra Meder-Hokamp

ihre

Hunde ohnehin immer mit

auf die Pirsch – sie

merken wesentlich

früher r als der Mensch,

wenn

sich Wild nähert. Unabhängig

davon: „Er wird

wieder

in“,

sagt die Züchterin über

den

Hund, der aufgrund seines s hohen

hen

IQs weit

oben angesiedelt edel

elt ist unter

Hunderassen. se

n. Um dies

zu nutzen,

bedarf es jedoch einer er Ausbildung

ung

– genau dafür setzt sich

der

ckelklub klub

Oberland ein. Den

Dachverband

„Deutscher er

Teckelklub“

lub“

gibt

es schon seit

1888, 8, als

Sek-

tion

dieses Verbandes gründeten

Hans

und

Elisabeth Fichtl 1986

in

Penzberg den

Dackelklub lub Oberland.

105 menschliche c e Mitglieder

er

gehören zum Klub, Dackel sind es

einige mehr. Als

Vereinslokal ei

fungierte

viele Jahre der

Gasthof Post

in Eberfing. Doch vor drei

Jahren

konnte ein

5000

Quadratmeter

atme

Da-

ter

großes Grundstück in Oberhausen

gepachtet werden, so dass nun

der Stroblwirt in Oberhausen zum

zweiten Vereinslokal wurde. „Das

muss

ein Wirt schon mögen, wenn

mehr als 30 Dackel zu einer Zuchtschau

im Saal sind“, lobt Meder-

Hokamp die Wirtsleute.

Trainingsgelände in

Oberhausen

Der eigentliche Mittelpunkt

für die Dackelfreunde aus den

Landkreisen Weilheim-Schongau,

Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz,

Starnberg und Landsberg ist seit

2015

das großzügige Trainingsgelände

außerhalb von Oberhausen.

Ein Jahr später konnten

weitere 900 Quadratmeter angemietet

werden, so dass nun nicht

nur reichlich Platz für die Hunde,

sondern auch für das gesellige

Drumherum der Dackelhalter zur

Verfügung steht. Mit vereinten

Kräften wurde das Grundstück eingezäunt,

es wird gemeinschaftlich

gepflegt und die Mitglieder bringen

auch immer wieder Pflanzen

aus dem eigenen Garten zur Verschönerung.

Alle fünf Mitglieder der Vorstandschaft

sind zertifizierte Ausbilder

und stehen von April bis Juli jede

Woche ehrenamtlich auf dem

Platz. Junghunde, so ab zwölf

Wochen bis zu einem dreiviertel

Jahr, absolvieren zunächst einen

Zwergerlkurs. „Das ist sehr anstrengend

und intensiv, weil die

Welpen noch so verspielt sind“,

erzählt Petra Meder-Hokamp über

diesen „Hunde-Kindergarten“.

Durch die Zwergerlkurse konnte

der Klub auch viele junge Vereinsmitglieder

gewinnen. Wenn

die Hunde dann erwachsen sind,

können sie den Begleithundelehrgang

absolvieren, der die

Bausteine Gehorsam, Führersuche

und Wasserfreude beinhaltet.

Nach wöchentlichem Training

über mehrere Monate kommt zur

Prüfung ein Richter des Deutschen

Teckelklubs, der die Hunde ganz

Auf

dem Trainingsgelände i in Oberhausen finden d verschiedene Hundeausbildungen

statt.

20 | tassilo


Erst dann werden die Rüden oder

Hündinnen im Zuchtbuchamt des

Deutschen Teckelklubs eingetragen.

Die Sektion Oberland hatte

im Juni ihre 31. Zuchtschau mit der

Körung von über 20 Dackeln ausgerichtet.

Welpen sind wie

kleine Kinder

Auf der Terrasse der Vorsitzenden

und Züchterin ist ein wahres

Spielparadies mit Bällebad, Tunnel

und Pappschachtel-Haus, in

denen die vier Welpen wie kleine

Kinder herumtollen. Sie besucht

mit den Hunden auch schon das

Trainingsgelände zur Dackelspielstunde.

Natürlich sind dabei auch

viele Freundschaften zwischen

Herrchen und Frauchen entstanden

– man trifft sich zu Sektionsabenden,

Vorträgen und ausgiebigen

Wanderungen. Die älteren

Dackelfreunde hatten einen regelmäßigen

Ratsch bei der ehemaligen

Vorsitzenden in Eberfing. Höhepunkt

des Vereinsjahres ist das

Sommerfest am Trainingsgelände,

zu dem bis zu 70 Mitglieder und

noch mehr Dackel kommen. „Die

Hunde freuen sich genauso wie

wir auf das Fest“, erzählt Meder-

Hokamp von einem großen, spielenden

Hunderudel und vielen,

fröhlich ratschenden Menschen

beim Sommerfest. Mitglied im

Im Dackelklub Oberland haben Mensch und Tier ihren Spaß.

Klub kann übrigens nur werden,

wer einen Dackel oder wenigstens

Dackelmischling besitzt – nur

dann passt derjenige auch richtig

hinein in diese tierliebende Gemeinschaft,

die irgendwie auch einen

ganz eigenen Schlag Mensch

darstellt.

rg

Dackel gibt es mit kurzen und langen

(rechts) Haaren.

genau unter die Lupe nimmt. „Bei

dieser Ausbildung erkennt man

bald, ob der Hund für die Jagd geeignet

ist, ob er zum Beispiel ins

Wasser geht oder nicht“, sagt in

diesem Falle die Ausbilderin Petra

Meder-Hokamp. Etwa ein Drittel

der Klubmitglieder sind Jäger, für

deren Gefährten es dann jagdliche

Weiterbildungen gibt.

Dackel sind gute

Jagdhunde

Die Klubvorsitzende setzt ihre

Hunde nicht nur als Jägerin ein,

sie ist auch eine liebevolle Züchterin.

Am 30. Mai brachte Hündin

Donna den dritten Wurf, im Fachjargon

C-Wurf, zur Welt. Die vier

Welpen heißen Caspar, Carlo, Cora

und Coco. Zur Rasse der Dackel

gehören die Haararten – Langhaar,

Rauhaar und Kurzhaar – und

man zählt dazu auch die Größen

Standard, Zwerg- und Kaninchen-

Dackel. Voraussetzungen für die

Zucht sind eine bestandene Begleithundeprüfung

sowie zwei

Zuchtschauen mit unterschiedlichen

Preisrichtern und Noten

von „sehr gut“ bis „vorzüglich“.

november / dezember 2018 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Bühne frei für Sport, Kunst & Musik

Bayerns erstes inklusives Theater in der Stadthalle

Damit der berufliche Wiedereinstieg klappt

Weilheim | Vielversprechend laufen seit Ende

Juni die Proben für die nächsten Vorstellungen

der Freien Bühne München e.V. (FBM) –

das erste inklusive Theater in Bayern. Seit

Gründung 2014 brachte die FBM bereits fünf

erfolgreiche Theaterproduktionen auf die

Bühne. Bei der inklusiven Theaterarbeit von

Schauspielern mit und ohne Behinderung

unter der Leitung von Regisseur Jan Meyer

entstand auch diesmal wieder ein faszinierender

künstlerischer Mehrwert der Theaterkunst:

Mit Georg

Büchners „Woyzeck“,

1913 uraufgeführt am

Münchner Residenztheater,

präsentiert die

FBM unter anderem am

Freitag, 9. November,

um 19 Uhr im Stadttheater

Weilheim, eines der meistgespielten Werke

der deutschen Theaterliteratur. Tatsächlich

basiert die Handlung auf einer wahren

Geschichte der 1920er Jahre. Franz Woyzeck,

ein von seinem Umfeld benutzter und ausgegrenzter

Mann, findet einzig noch Halt im

Leben durch seine Freundin. Als er entdeckt,

dass sie ihn betrügt, nimmt das Drama seinen

Lauf. Erstmalig in der Theatergeschichte

wird die Titelfigur von zwei Schauspielern mit

Down-Syndrom gespielt: Dennis Fell-Hernandez

und Frangiskos Kakoulakis. Aber nicht

nur auf der Bühne, wird Inklusion großgeschrieben.

Damit auch gehörlose Zuschauer

in den Genuss von „Woyzeck“ kommen, werden

in Weilheim zwei Gebärdendolmetscher

endolmetscher

das Stück begleiten. Karten gibt es

beim Kreisboten-Ticketservice e in

der Sparkasse.

tis

Peißenberg | Auch für Herbst und Vorweihnachtszeit hat

der Kulturverein Peißenberg ein vielfältiges Unterhaltungs-

Programm zusammengestellt: Am Freitag, 16. November,

ist etwa die Beatles Coverband „The Bottles“ zu Gast in der

Tiefstollenhalle. Sie spielen einen Mix aus Klassikern der

Beatles und begeben sich dabei auf eine Zeitreise in die

1960er Jahre. Bereits zum wiederholten Male wird Kabarettist

Wolfgang Krebs, diesmal mit seinem neuen Program

„geh zu – bleib da“, am Freitag, 23. November, die Lachmuskeln

der Zuhörer strapazieren. Geschichten für die Gänsehaut

gibt es schließlich am Freitag, 7. Dezember, beim ohne Worte praktizierenden

Pantomime-Duo „Bodecker & Neander“. Handgemachte Musik aus

Pennsylvania verspricht der bekannte wie beliebte Country-Musiker Daniel T.

Coates mit seiner Band. Die Karten für das Konzert am Samstag, 15. Dezember,

um 20 Uhr, gibt es im Vorverkauf für 17 Euro, an der Abendkasse für 19 Euro.

Den Abschluss der 2018er Veranstaltungsreihe des Kulturvereins eins bildet der

Silvesterball inklusive Vier-Gänge-Menü. Detaillierte Infos zu sämtlichen

Veranstaltungen hält die Internetseite des Kulturvereinseins

bereit (www.kulturverein-peissenberg.de).

tis

Weilheim | Bereits zum dritten Mal findet am Montag, 14.

November, in der Stadtbücherei der Infoabend „Zurück in

den Beruf nach der Familienzeit“ statt. Bei den Veranstaltungen

in den vergangenen beiden Jahren kamen jeweils

über 120 Frauen, um sich zu informieren und erste Kontakte

zu knüpfen. Veranstalter des Abends ist die „Neuorientierung

null-acht 12 GbR“ in Kooperation mit dem Weilheimer i Mütterzentrum t

e.V. Bei Veranstaltungen des „null-acht 12“-Teams dreht sich generell alles um

die Frage, was man nach einer familienbedingten beruflichen Pause machen

kann, um wieder in den Job zu finden. Der Infoabend startet um 20 Uhr und ist

grob in zwei Bereiche aufgeteilt. In zwei Räumen werden Kurzvorträge gehalten,

dazu findet parallel eine Ausstellung statt. Hier präsentieren sich Firmen

und Institutionen rund um den beruflichen Wiedereinstieg. Interessierte haben

so die Möglichkeit, in Gesprächen ihre Fragen zu klären und sich Anregungen zu

holen. Folgende Themen stehen am 14. November im Fokus: Jobangebote von

Arbeitgebern in Teilzeit; Richtiges Vorgehen bei Bewerbungen; Rentenberatung;

Steuertipps; Weiterbildungsmöglichkeiten auch in Teilzeit; Fördermög-rmöglichkeiten

bei beruflicher Weiterbildung; Selbstständigkeit – ein Modell

für den Wiedereinstieg.

tis

Kunsträume am Ammersee und im Lechrain

Kabarett, Country, Pantomime und die Beatles

Tassiloland | Wo und wie entsteht die Kunst eines

Bernd Zimmers oder von Gabriele Pillon?

In welchem Umfeld lassen sich Andreas Kloker

oder Annunciata Foresti inspirieren? Wo entfaltet

sich die Originalität von Stefan Wehmeier,

Ernst Heckelmann oder Katharina Ranftl?

Am Ammersee und im Lechrain ist die Kunst

zu Hause. Es gibt Ateliers in alten Tennen und

Scheunen, in ehemaligen Schulhäusern oder in

einem früheren Stellwerk am Rande einer Bahnlinie.

Journalistin und Fotografin Maren Martell

hat ein Jahr lang diese Ateliers porträtiert und

in „Im Atelier – Kunsträume am Ammersee und

im Lechrain“ veröffentlicht. Der 208 Seiten starke

mit zahlreichen Fotos geschmückte Bildband

ist im Bauer-Verlag erschienen und kann für

22 Euro in den Buchhandlungen der Seeregion

sowie in Landsberg am Lech erworben werden.

Martell, seit 2005 sesshaft am Ammersee, arbeitete

für den Bildband

direkt mit den

Künstlern zusammen,

die sich wiederum

die Zeit nahmen,

in langen Gesprächen auch die Türe zu

privaten Räumen zu öffnen. Annunciata Foresti

stand Maren Martell, in der Region vor allem

wegen der PR-Arbeit für zahlreiche Veranstaltungen

bekannt, als Ratgeberin und Kuratorin

zur Seite.

tis

>>>> DREI BILDBÄNDE ZU GEWINNEN

„tassilo“ verlost drei Bildbände von Maren

Martell. Wer ein Exemplar gewinnen möchte,

schickt eine Postkarte mit dem Stichwort „Atelier“

bis 15. November an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder

eine E-Mail an info@tassilo.de.

22 | tassilo


Erst laufen, dann Silvester feiern

Weilheim | Bevor Weilheim Silvester feiert, werden

die Laufschuhe geschnürt. Und zwar beim mittlerweile

schon dritten Silvesterlauf, der auch dieses

Jahr am 31. Dezember im Innenhof der Weilheimer

Stadtwerke starten wird. Um 11 Uhr beginnt der

Kinderlauf für Fünf- bis Neunjährige über 350 Metern

Länge. Ab 11.30 Uhr laufen Zehn- bis Vierzehnjährige

über eine 2,75 Kilometer lange Distanz. Kurz

nach Mittag sind dann die Erwachsenen dran: Um

12.15 Uhr werden zunächst zwei Gänge zurückgeschalten

– es geht auf eine 5,5 Kilometer lange Walking-Strecke.

Um 12.30 Uhr beginnt über die gleiche

Distanz ein Volkslauf. Und der eigentliche Höhepunkt,

der Silvesterlauf? Der startet um 13.30 Uhr

und geht über sportliche elf Kilometer. Start und

Ziel für alle Bewerbe sind in der Stadtwerkestraße 1,

wo auch Umkleiden, Duschen, Parkplätze sowie

Verpflegungen für alle Teilnehmer und Besucher

zur Verfügung stehen. Die Sieger werden direkt im

Anschluss geehrt. Einzel- und Gruppenanmeldungen

mit Gebühren zwischen drei und fünf Euro sind

noch bis Samstag, 29. September, entweder online

unter www.sog-events.de, oder persönlich im

Stadtbüro der Stadtwerke Weilheim, Obere Stadt 6,

möglich. Das Organisationskomitee namens FUBSI

freut sich schon jetzt auf erneut zahlreiche

Freizeit- und Profisportler sowie jede

Menge Zuschauer zum Anfeuern.

js

BR-Brettl-Spitzen live in Peiting und Andechs

Andechs / Peiting | Volkssänger

erleben derzeit ein

Revival und liegen voll im

Trend. Genau da knüpfen die

BR-„Brettl-Spitzen“ mit Inhalt

und Programm nahtlos an.

Erstmals gibt es die Stars und

Newcomer aus der erfolgreichen Sendung des BR

auch live vor Ort zu erleben. In einer Bayern-Premiere

sind sie am Freitag, 9. November, um 20 Uhr

(Einlass um 19 Uhr) zu Gast in der Schloßberghalle

in Peiting. Und am Donnerstag, 27. Dezember, auch

Tassiloland | Auch diesmal durften wir wieder einige unserer Leser

im Zuge der Gewinnspiele aus der September / Oktober-Ausgabe

überraschen. Zum Beispiel Andrea Pyka aus Obersöchering, Maria

Schmotz aus Peißenberg und Monika Klose aus Penzberg, denen wir

alle ein Exemplar des Fünfseenland-Krimis von Thea Fischer zugesendet

haben. Einen Briefumschlag mit je zwei Tickets für das Konzert

des Klarinettenquintetts anlässlich der Brahms-Tage öffneten

Julia Reich aus Tutzing und Martha Horn aus Iffeldorf. Ebenfalls für

die Brahms-Tage, allerdings für das Klaviertrio, bekamen Ilse Reiher

aus Tutzing und Helga Schlachtscheider aus Starnberg rg je zwei Karten

zugeschickt. Die Pfaffenwinkel-Kalender gingen indes

an Barbara Thöress aus Starnberg, Dirk Ludwig aus ßenberg und Sieglinde Krumme aus Weilheim.

Peitis

um 20 Uhr, live im Florian-Stadl, Kloster Andechs.

Die Brettl-Spitzen spiegeln ein aktuelles, musikalisches

Lebensgefühl im Freistaat wider und zeigen

dieses Gefühl in allen Facetten: traditionsbewusst

und heimatverbunden, aber auch jung und unverbraucht

sympathisch mit immer neuen Aspekten.

Vorverkaufskarten für den Auftritt am 9. November

in Peiting sind unter www.kultur-ticketshop.de erhältlich.

Tickets für den Auftritt im Kloster Andechs

gibt’s online unter www.bee-veranstalortetung.de

sowie an der Klosterpforte,

Bergstraße 2, in Andechs.

js

Krimi, Kalender, Konzerte – die Gewinner




























november / dezember 2018 | 23


„Chest Pain Unit“ am Krankenhaus Weilheim zertifiziert

Hier werden Leben gerettet

Weilheim | Eine sogenannte „Chest

Pain Unit“ (CPU) dient der Versorgung

von Patienten mit unklarem

Brustschmerz. Nachdem es zuvor

dafür keine Qualitätsstandards

gab, hat die Deutsche Gesellschaft

für Kardiologie Kriterien

erstellt und nach diesen Kliniken

und Krankenhäuser zertifiziert,

um einen einheitlichen Standard

einzuführen. Auch das Krankenhaus

Weilheim darf sich seit Kurzem

mit der eingetragenen Marke

„Chest Pain Unit – DGK zertifiziert“

schmücken. Angestoßen und begleitet

hat das Projekt Funktionsoberarzt

Stephen Bodenberger,

seit 2010 bei der Krankenhaus

GmbH. Der Vater von drei Kindern

ist neben seiner Tätigkeit bei der

GmbH zudem als Notarzt tätig. „Es

ist wichtig, dass man beide Seiten

sieht“, sagt Prof. Dr. Andreas Knez,

Ärztlicher Direktor am Weilheimer

Krankenhaus, über seinen Kollegen.

Darüber hinaus ist Stephen

Bodenberger der mittlerweile

dritte Kardiologe, der seine volle

Facharzt-Weiterbildung in Weilheim

erworben hat. Prof. Dr. Knez

dazu: „Da sind wir stolz drauf,

schließlich ist das für ein kleineres

Haus alles andere als normal.“ Im

„tassilo“-Doppel-Interview sprechen

Knez und Bodenberger über

die Chest Pain Unit, was es für die

Zertifizierung zu tun galt und welches

Thema bei den deutschlandweiten

Herzwochen im November

auf dem Plan steht.

Was können wir uns unter einer

„Chest Pain Unit“ vorstellen?

Stephen Bodenberger: Dabei geht

es um Krankheiten rund ums Herz

und um die Gefäße im Thorax, also

im Brustkorb. Da sind viele Krankheitsbilder

dabei, wo Minuten

über Leben und Tod entscheiden.

Zwar gibt es auch Schmerzen, die

zeitlich nicht so akut sind, aber

das muss man eben rausfiltern.

Solch ein Filter funktioniert viel

besser unter standardisierten

Bedingungen, die wir hier jetzt

geschaffen haben: in der Chest

Pain Unit. Wir haben nicht einfach

einen Raum errichtet, wo die

Leute hingeschickt werden, sondern

eine ganze Aufnahmestation.

Hierfür benötigt es eine passende

Infrastruktur und auch das Personal

muss entsprechend geschult

sein. Kurzum: Patienten mit Brustschmerzen

kommen sofort in die

Chest Pain Unit, hier haben wir einen

speziellen Schockraum – perfekte

Voraussetzungen. Der Patient

wird in der CPU sofort von einem

Facharzt und Intensivschwestern

versorgt.

Wie sieht der Prozess zur Zertifi zierung

aus?

Prof. Dr. Andreas Knez: Von der

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

gibt es einen ausführlichen

Anforderungskatalog. Wir haben

uns heuer dazu entschlossen,

diese Zertifizierung anzugehen,

haben es dann entsprechend angemeldet

und einen überraschend

frühen Termin bekommen. Es kamen

zwei Kollegen, die geschult

sind, Häuser zu zertifizieren. Dann

war es eine Begehung, wobei genau

geschaut wurde, ob Örtlichkeiten,

fachliche Qualifikation der

Kardiologen und des Pflegepersonals

sowie Infrastruktur stimmen.

Welche Vorteile bietet eine Chest

Pain Unit beziehungsweise eine

solche Zertifi zierung?

Knez: Für uns ist eine Zertifizierung

die Möglichkeit, sämtliche

Pflege ist entscheidend: Stephen Bodenberger und

Prof. Dr. Andreas Knez mit Igor Petrovic (li.), Leiter der

CPU und Christiane Lübke, Leiterin der Intensivstation.

Abläufe neu zu überdenken und

zu standardisieren. Davon profitieren

wir und der Patient. Jetzt ist

klipp und klar: Bei Brustschmerz

geht es immer in die Chest Pain

Unit. Ziel ist es, einen akuten oder

neu aufgetretenen Brustschmerz

rasch und zielgerichtet abzuklären.

Bodenberger: Für jede Erkrankung,

die wir in der CPU behandeln,

gibt es standardisierte

Vorgehensweisen. Pflege oder

Arzt, jeder weiß was zu tun ist,

und das auch in einem bestimmten

Zeitrahmen. Heißt: Kommt

jemand mit einem Problem zu

uns, wird er nicht noch kurz ins

Wartezimmer verlegt, sondern

sofort angeschaut. Ein enormer

Zuwachs an Geschwindigkeit. Die

Zertifizierung spiegelt die hohe

Qualität und Kompetenz der kardiologischen

Akutversorgung von

Patienten wider.

Sonderveröffentlichung der


Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher

Direktor und Chefarzt Innere Medizin

am Weilheimer Krankenhaus.

Wie sieht die CPU genau aus?

Bodenberger: Es ist eine Aufnahme

plus Schockraum plus acht

Überwachungsbetten. Für die

Menge der Bevölkerung, die wir

versorgen, wären eigentlich nur

vier Überwachungsbetten nötig.

Gibt es etwas, was es zukünftig zu

beachten gibt?

Knez: Generell ist alles genau definiert:

Welche Technik vorzuhalten

ist, wie das Personal trainiert werden

muss – es braucht etwa regelmäßiges

Reanimationstraining.

Es müssen Fachärzte und Kardiologen

vor Ort sein. Es braucht ein

in kürzester Zeit bereitgestelltes

Labor ebenso wie ein CT. Es muss

vor Ort ein modernes Ultraschallgerät

vorgehalten werden, mit

dem zum Beispiel auch eine Untersuchung

des Herzens über die

Speiseröhre möglich ist. Ganz,

ganz viele Punkte. Für die Kardiologie

ist die Zertifizierung natürlich

ein Prädikat.

Sie sprechen es an: Das Pflegepersonal

muss entsprechend geschult

sein.

Knez: Das sind alles Intensivschwestern.

Im Prinzip können die

alles, aber auch sie werden in speziellen

Schulungen vorbereitet. Sie

müssen alle kardiologische Notfälle

beherrschen oder zum Beispiel

EKGs schreiben können. Alle haben

eine enorm hohe Qualifikation.

Bodenberger: Zudem ist es äußerst

teambildend, wenn man

so ein Projekt gemeinsam vorantreibt.

Die meisten arbeiten gerne

in der CPU und sind froh, dass sie

mitgestalten können. Das macht

das Team noch besser.

Ist die CPU dann genauso wie die

Notaufnahme 24 Stunden geöffnet?

Knez: Ja, 365 Tage, 24 Stunden! Sobald

man Brustschmerzen hat, ruft

man die 112. Wenn die Symptome

geschildert werden – Druck hinter

der Brust mit oder ohne Ausstrahlung

in den linken/rechten Arm

oder zwischen die Schulterblätter –

ist für den Disponenten der Leitstelle

immer klar: Das klingt nach

Herzinfarkt. Es wird ein Notarzt

und Rettungswagen geschickt, der

den Patienten mit ins Krankenhaus

nimmt. Und zwar nicht mehr in die

Notaufnahme, sondern direkt in die

CPU, wo er schon erwartet wird.

Für den Rettungsdienst ist es jetzt

einfacher, sie können jeden Tag, 24

Stunden kommen und wissen, es

geht bei Brustschmerz stringent in

die CPU – gewissermaßen in eine

abgespeckte Intensivstation.

Bodenberger: Diese Verfügbarkeit

ist auch eine Voraussetzung für die

Zertifizierung. Das Aufnahmezimmer

muss frei sein. Es ist also keine

Einheit, bei der man eben mal

sagt: Heute geht es nicht.

Passend dazu fi nden im November

bundesweit wieder die Herzwochen

statt. Diesmal unter dem

Motto „Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern,

eine bedrohliche Volkskrankheit“.

Knez: Das Vorhofflimmern kommt

bei über 80-Jährigen bei über

zehn Prozent der Bevölkerung vor,

allerdings kann es jegliches Alter

betreffen. Das Vorhofflimmern an

sich ist nichts Schlimmes, das damit

verbundene Schlaganfallrisiko

ist die Katastrophe. Hintergrund ist,

dass sich bei Vorhofflimmern und

fehlender Blutverdünnung Blutgerinsel

im Herzen bilden können.

Man muss wissen, dass ein durch

Vorhofflimmern bedingter Schlaganfall

nicht nur eine schlechte

Prognose besitzt, sondern auch zu

einer Demenzerkrankung führen

kann.

» In der CPU kann man nicht mal eben

sagen: Heute geht es nicht. Diese

Verfügbarkeit rund um die Uhr ist

Voraussetzung für die Zertifi zierung.

Stephen Bodenberger, Funktionsoberarzt Innere Medizin,

Krankenhaus Weilheim

Gibt es entsprechende Tests?

Knez: Ab dem 65. Lebensjahr sollte

man täglich seinen Puls tasten.

Da wäre schon viel geholfen, wenn

das jeder schaffen würde ... Es gibt

kein Screening, mit dem genau

bestimmt werden kann, wer es

Stephen Bodenberger, Funktionsoberarzt

Innere Medizin.

Herzwochen

in Schongau und Weilheim

Mittwoch, 14. November 2018,

19.00 bis 21.00 Uhr im Krankenhaus Schongau:

Infoveranstaltung mit Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor

und Chefarzt Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Krankenhaus

Weilheim sowie Chefarzt Dr. Jochen Dresel und ltd. Arzt

Claus Holm, Klinik für Innere Medizin Schongau

Mittwoch, 21. November 2018,

18.00 bis 20.00 Uhr im Pfarrheim Miteinander,

Theatergasse 1, Weilheim:

Infoveranstaltung mit Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor

und Chefarzt Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Krankenhaus

Weilheim, Prof. Dr. Heidi Estner, Ltg. Invasive Elektrophysiologie

am Klinikum Großhadern und Prof. Dr. Alexander Becker,

Kardiologische Praxis Weilheim

bekommt oder nicht. Das Problem

ist, der Patient spürt den unregelmäßigen

Herschlag häufig nicht.

Der kommt und geht – typisch

für Vorhofflimmern. Allein diese

kurzen Phasen reichen aus, um

einen Schlaganfall hervorzurufen.

Es gibt natürlich auch die, die es

spüren – das ist das einfachste.

Warum sie es spüren? Bei Vorhofflimmern

sind rund 15 bis 30 Prozent

der Herzleistung weg. Wenn

sie dann etwa die Treppe hochgehen,

merken sie, dass etwas nicht

stimmt.

Wohin geht die Entwicklung?

Knez: Es tut sich mittlerweile unheimlich

viel im E-Health-Bereich.

Es gibt beispielsweise ein Kardio-

Band, mit dem der Rhythmus

aufgezeichnet wird. Oder ein

Pflaster – was noch nicht zugelassen

ist – welches man auf die

Brust klebt und das aufzeichnet.

Oder kleine EKGs, die

man ans Smartphone

anschließen kann. Die

Krux ist: Wir haben einen

großen See an Patienten

mit Vorhofflimmern,

die es aber nicht

wissen. Im Rahmen der

Herzwochen haben wir

Frau Prof. Dr. Estner aus

Großhadern eingeladen, die eine

spezielle Therapie anbietet. Es

gibt medikamentöse Therapien, es

gibt aber auch die Ablation, eine

Herzkatheter-Behandlung, mit der

Vorhofflimmern letztlich beseitigt

wird. Prof. Dr. Estner wird davon

berichten und Fragen beantworten,

wie: Lebe ich dann länger? Brauche

ich Blutverdünner? Kann ich verbluten?

Was passiert, wenn ich einen

Unfall habe? Das ist immer ein

großes Thema. Habe ich dadurch

ein erhöhtes Risiko von Demenz,

insbesondere wenn ich jung bin?

Hab ich ein erhöhtes Risiko, eine

Herzschwäche zu entwickeln? Kann

ich mit so einer Rhythmusstörung

überhaupt noch Sport machen?

Kann man präventiv etwas tun?

Knez: Das Übliche: Bewegen, gesund

ernähren, auf seinen Blutdruck

achten und somit die Risikofaktoren

minimieren.

tis

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Klinik Weilheim

Innere Medizin/Herzkatheter

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november / dezember 2018 | 25


Tutzinger strampelte 3 000 Kilometer durch die USA

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Tutzing | Thomas Bauer, 42, arbeitet

hauptberuflich als Marketingangestellter

im Goethe-Institut

München. Seine große Leidenschaft

aber sind Abenteuerreisen auf

sportlich wie zwischenmenschlich

hohem Niveau. Mehr als 70 Länder

auf nahezu allen Kontinenten hat

er seit erfolgreich bestandenem

Abitur schon bereist. „Einzig in der

Antarktis war ich noch nicht“, sagt

der Zweifach-Papa, der momentan

sein neuestes Buch mit dem Titel

„Rednecks radeln nicht“ publik

machen möchte. Was er auf seiner

3 000 Kilometer langen USA-Reise

auf dem Liegerad erlebt hat, warum

er ohne die Schreiberei nicht

könnte, er ein Himalaya-Erlebnis

niemals vergessen wird und die

kommenden Jahre ein Großprojekt

in Angriff nehmen möchte, hat uns

der Wahl-Tutzinger im Interview

verraten.

Herr Bauer, woher rührt ihre ungebrochene

Leidenschaft für abenteuerliche

Reisen?

Der Schlüsselmoment meines Reisefiebers

geht auf die Zeit nach

meinem Abitur zurück, als ich zu

Fuß in 69 Tagen den Jakobsweg

gegangen bin.

Zu Fuß, auf dem Kajak, Hundeschlitten,

Post- oder Liegerad.

Warum diese außergewöhnlichen,

sportlich sehr herausfordernden

Reiseformen?

Die außergewöhnlichen Fortbewegungsmittel

sind von mir bewusst

so gewählt. Sie fallen den Leuten

auf und sind ein super guter Türöffner,

um mit Einheimischen ins

Gespräch zu kommen.

Ihre jüngste Reise führte durch

Amerika. Wie haben Sie sich vorbereitet?

Ehrlich gesagt habe ich gar kein

eigenes Fahrrad. Allerdings mache

ich generell immer schon regelmäßig

sehr viel Sport. Fitnesscenter,

viel Schwimmen, unter anderem

Seedurchquerungen sowie große

Wanderungen.

Warum haben Sie die USA dann

ausgerechnet mit einem Liegerad

bereist?

Das ist eine etwas längere Geschichte.

Eigentlich wollte ich

mit dem Traktor reisen, was allerdings

viel zu teuer gewesen

wäre – 20 000 Euro die Woche.

Außerdem hätte es ohnehin nicht

in mein bisheriges Reisebild, mich

mit Muskelkraft fortzubewegen,

gepasst. Da mir ein normales

Fahrrad jedoch zu langweilig gewesen

wäre, habe ich angefangen

zu recherchieren und bin dabei auf

einen Tüftler aus Oregon gestoßen,

der eigene Räder baut. Der war

von Anfang an Feuer und Flamme,

als ich ihm von meiner Reiseidee

erzählt habe. Das drei Meter lange

Liegerad mit Hartschale hat

er sogar kostenlos zur Verfügung

gestellt. Und für den Transport hat

er mir noch eine dazu passende,

riesige Holzkiste gebaut, um mir

das Rad an meine Startposition

schicken zu können.

Sie waren alleine unterwegs?

Ja, was auch gut so war. Alleine ist

man mehr oder weniger gezwungen,

erstens immer die Landessprache

zu sprechen und darüber

hinaus auf die Einheimischen zuzugehen.

Ein Exot auf den Straßen Amerikas: Pausen nutzte Thomas Bauer,

um Land, Leute und Landschaft zu fotografieren.

26 | tassilo


Thomas Bauer tourte mit diesem speziell für ihn gebauten Liegerad

3 000 Kilometer durch die USA. Nun erscheint sein Buch darüber.

Was in Sachen Ausrüstung hatten

Sie noch dabei?

Einen kleinen Rucksack, Schlafsack,

Isomatte, Taschenmesser. Je

öfter ich Abenteuerreisen mache,

desto kleiner wird mein Gepäck.

Mittlerweile kann ich mich wirklich

auf das Wesentliche beschränken.

Der prägendste Moment in Amerika?

Als ich in einem ganz kleinen Örtchen

morgens losfahren wollte vom

Motel, kam mir plötzlich ein richtig

bulliger, muskulöser Typ entgegen

und zog vor mir eine Knarre. Das

Ganze passierte in einer Gegend,

in der die Leute nicht gerade von

Reichtum gesegnet sind. Ich dachte

im ersten Moment, „schei***, das

war’s jetzt“. Letztlich wollte mir

dieser er

Mann ein Tauschgeschäft

schäft

vorschlagen – Liegerad gegen Waffe.

Am Ende war der Typ jedoch

ganz nett und höflich und ließ mich

auch ohne Tauschgeschäft weiterfahren.

Diese Szene ist irgendwie

symbolisch für die dort lebenden

Leute, die ich da getroffen habe. Ich

bin nämlich schon mit einem gewissen

Vorurteil zu diesen Trump

wählenden Waffennarren gefahren,

was zum Teil auch bestätigt

wurde. Aber überwiegend sind die

Leute dort sehr höflich und gastfreundlich.

Diese Szene mit dem Knarre-ziehenden

Ami steht auch in ihrem

aus der Reise entstandenen Buch.

Es heißt „Rednecks radeln nicht“.

Wie würden Sie den Inhalt in Kurzform

beschreiben?

Es beschreibt meine Reise einmal

quer durch die USA. Von Nord nach

Süd, entlang des Mississippi. Im

Mittelpunkt der Geschichte stehen

ganz klar die zwischenmenschlichen

Erlebnisse, die ich mit den

dort Einheimischen hatte. Es handelt

sich also nicht um einen Reiseführer.

Und auch nicht um Fakten

über die USA.

Woher rührt ihre zweite Leidenschaft,

die der Schreiberei?

Ich habe heute noch Bücher zuhause,

die ich mit sechs Jahren

geschrieben habe. Das waren Tierbücher

mit erfundenen Geschichten,

beispielsweise, dass ich mit

Delphinen geschwommen bin. Und

diese Freude am Schreiben ist mir

bis heute nicht verloren gegangen.

Die 25 Minuten Zugfahrt auf dem

Weg zur Arbeit von Tutzing nach

München nutze ich beispielsweise

auch zum Schreiben. Und ehrlich

gesagt kann ich auch gar nicht anders,

weil irgendwas in mir drin

mich regelrecht dazu zwingt – das

muss dann einfach raus.

Einige Gedichtbände, Projekte mit

anderen Autoren und zwölf Reisebücher

gibt es von Ihnen zu kaufen.

Ihr prägendstes, in den Büchern

nachzulesendes Erlebnis generell?

Das war im Himalaya, als ich von

ganz nah einen Schneeleoparden

gesehen habe. Ein extrem seltenes

Tier, dass sich noch dazu extrem

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handsignierte Exemplare von „Rednecks

radeln nicht“. Schicken Sie uns bis 15.

November eine Postkarte mit dem Stichwort

„Liegerad“ an „tassilo“, Birkland 40,

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Erhältlich ist das Buch auch in allen regionalen

Buchhandlungen sowie bei diversen Abenteuer-Vorlesungen mit

Live-Musik und Drei-Gänge-Menü, zu denen Autor Thomas Bauer

herzlich einlädt – nähere Infos hierzu unter www.neugier-auf-diewelt.de

oder per E-Mail: info@neugier-auf-die-welt.de.

gut tarnen kann. Den konnte ich

eine halbe Stunde lang von rund

80 Metern Entfernung beobachten.

Andere Momente bleiben weniger

stark in Erinnerung, weshalb Sie

immer mit Notizblock, Stift und Kamera

unterwegs sind?

Ganz genau. Meistens komme ich

nach Hause mit einem riesengroßen

Zettelhaufen und ganz vielen

Ideen. Die trage ich erst mal zusammen,

schreibe sie runter und

versuche sie zu ordnen. Dann

kommt immer ein Moment,

wo ich die Sache ruhen

lassen muss für ein halbes

oder gar dreiviertel Jahr. Erst

dann beginnt die eigentliche

Textarbeit, aus der letztlich

ein ganzes Buch entsteht.

Ihr nächstes Projekt?

Vermutlich die neue Seidenstraße,

die derzeit in aller Munde ist,

weil neu in sie investiert wird. Die

soll ausgebaut werden von China

über Usbekistan und Iran bis nach

Wien und Deutschland. Da stecken

unglaublich viele Geschichten

drin. Das sind insgesamt 10000

Kilometer, ein Großprojekt, das

ich sicherlich im Laufe der kommenden

Jahre in Angriff nehmen

werde. Ich weiß nur noch nicht,

mit welchem außergewöhnlichen

Gefährt.

js

Eye-Catcher Liegerad:

Die Einheimischen waren fasziniert

von Bauers Spezial-Gefährt.

november / dezember 2018 | 27


Baumpflege

Baumfällungen




Sturmschäden, Kranfällungen





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Lehrangebot zum Thema Schafkopfen

Ein Stück bayerisches

Volksgut

Peißenberg | Wenn in Wirtshäusern

von Sauspiel, Farb-Solo oder

Wenz die Rede ist, wissen zumeist

auch Laien, dass es sich um eines

der beliebtesten bayerischen

Kartenspiele handelt: dem Schafkopfen.

Über die Entstehung des

Schafkopfspiels gibt es viele verschiedene

Theorien, keine davon

wurde jedoch ernsthaft erforscht

oder gar nachgewiesen. Erstmals

schriftlich erwähnt wurde

das Schafkopfen in einem sächsischen

Bußgeldkatalog alog

des

Jahres

1782. Die bayerische Variante soll

hingegen en mit

der

Einführung des

Rufspiels wohl in Franken in der

ersten en Hälfte des 19. Jahrhunderts

hu

entstanden tand

nden

sein. Die

erstmalige

Erwähnung eines definitiv nach

bayerischen Regeln gespielten

elte

Schafkopfspiels fspi

datiert t aus dem

Jahr

1849. Im „Schafkopf-Büch-

h-

lein“ eines Amberger e Verlages von

1895

sind die ersten en überlieferten

rten

Spielregeln egel

e zu lesen. en. Die heutigen

en

offiziellen fizi

len Spielregeln egel

e wurden

beim

1. Bayerischen Schafkopf-

f-

Kongress am 17. Dezember er 1989 9 im

Hofbräuhaus München durch den

Bayerischen Schafkopf-Verein f-Ve

e.V.

festgelegt. gt. „Ein

echter Bay-

er muss Schafkopfen

fen

können!“, so ein

allgemeiner

lgem

eine

Tenor in

hiesiigen

Gaststätten. Das dachten sich

wohl auch die Verantwortlichen

der Peißenberger Volkshochschule

und riefen den Kurs „Schaf(f)

kopfen – Ein Stück Kultur im Oberland“

ins Leben, der diesmal am

Mittwoch, 7. November, startet.

Schafkopfen gehört zur

Allgemeinbildung

In der Beschreibung zum Kurs

heißt es weiter: „Dieses Spiel zu

kennen und

können, nen,

n, gehört im

Oberland fast schon zur Allgemein-

lgem

einbildung.“

Im fünf Abende andau-

auernden

en Kurs geht es darum,

Regeln und

Spielstrategien

tegi

en

sowie

den entsprechen-

eche

n-

den

Fachjargon

kennenzulernen.

enzu

en.

„Beim

Schafkopfen

gibt es

so viele unterschiedliche

che Level“,

berichtet

Hans

Streicher,

Do-

zent

des VHS-Kurses, über Leute, die

sich jede einzelne gespielte Karte

merken können. „So weit geht

unser Kurs natürlich nicht.“ Der

66-Jähre selbst ist in der Gaststätte

groß geworden, seine Mutter

war als Bedienung tätig. Als Kind

sah er immer beim Kartenspielen

zu und hat es letztlich von seinem

Vater gelernt. Nun gibt er seine

Begeisterung an seine bis zu elf

Teilnehmer weiter. Und diese sind

immer bunt gemischt: jung, alt,

Mann, Frau

– Schafkopfen, f ein Gesellschaftsspiel,

scha

sspi

el, das verbindet.

Zunächst wird immer me

in ei-

ner großen Runde gespielt,

elt,

wobei



28 | tassilo


grundlegende Dinge und Regeln

geklärt werden sowie welche Bedeutung

und Wertigkeit die einzelnen

Karten haben. Oder etwa,

dass das Ziel des Spiels ist, durch

Stechen eine möglichst hohe

Punktzahl zu erreichen.

Meistens werden die ersten Runden

aufgedeckt gespielt, die Teilnehmer

machen dabei Vorschläge,

was man machen könnte. „Erst

schaut man ein bisschen, dass

man sich auf Sauspiele konzentriert“,

sagt Streicher. Das Sauspiel

ist schließlich das einfachste, weil

von den vier Mitspielern, die bei

einer Schafkopf-Runde dabei sind,

immer zwei zusammen gegen die

anderen zwei spielen. Bei einem

Solo oder Wenz spielt hingegen

immer einer gegen drei, was

zwangsläufig schwieriger zu erklären

ist und deshalb etwas später

eingeführt wird. Die „Zusammenspieler“

werden im Laufe der

Zeit

immer weniger, er, ehe etwa

ab

dem vierten Abend einzelne elne

Par-

tien

mit

vier Mann, am letzten

en

Abend sogar ein kleines

Turnier ausgetragen

gen

werden.

en.

„Leider sterben die Stammtische

aus“, bedauert Hans Streicher ein

wenig. Früher traf sich die hart

arbeitende Bevölkerung täglich in

der Gaststätte auf die eine oder andere

Halbe Bier

und dabei wurde

eben Karten

gespielt, nicht

selten Schafkopfen.

Warum?

Das Schöne am

Schafkopfen ist,

dass jedes Spiel

anders ist. Auch wenn man zwei

oder drei Mal die gleiche Karte

in der Hand hält und auch wenn

man sich sicher ist, dass man gewinnt,

kann man noch verlieren“,

sagt Streicher. Hinzu kommt, dass

man in jedem Spiel einen anderen

Partner beziehungsweise Gegner

hat. Anders als beim „Watten“, wo

» Dieses Spiel zu kennen und können,

gehört im Oberland fast schon zur

Allgemeinbildung

Beschreibung zum VHS-Kurs im Peißenberger Max-Biller-Haus

eine Partie immer mit dem gleichen

Partner durchgespielt wird.

Da Schafkopf gemäß §284 StGB

nicht zu den Glücksspielen zählt,

darf hiermit in Deutschland um

Geld gespielt werden. Und das ist

auch wichtig, wie Hans Streicher

sagt: „Natürlich nicht um Beträge,

die einem weh tun. Wenn man

allerdings um

nichts spielt,

spielt man jeden

Schmarrn.“ Und

das ist natürlich

gar nicht im Sinne

des ehemaligen

Mittelschul-

Lehrers und

jetzigen Schafkopf-Dozenten.

Über allem steht beim Schafkopfen

das Gesellige. Zumeist geht es

also weniger ums Kartenspielen,

viel mehr ums Ratschen, gemeinsam

mit Freunden ein Bierchen

zu trinken. Das lässt sich sofort

erkennen, beobachtet man die

vereinzelten Tische, die sich in

den Gaststätten noch zum Spielen

treffen.

Auch an Hans Streicher ist das

„Kartenspielen-Sterben“ nicht

gänzlich vorbei gegangen. Während

er sich früher regelmäßig mit

einer festen Runde traf, spielt er

mittlerweile nur noch einmal im

Monat. Gerade deshalb freut er

sich umso mehr auf seinen Schafkopf-Kurs

im Max-Biller-Haus unterhalb

der Bücherei – Anmeldungen

nimmt die VHS entgegen. tis

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november / dezember 2018 | 29


Stadttheater Weilheim – ein Haus voller Tradition

Die Heimat von

500 Jahren Bühnenkunst

Weilheim | Theater hat in Weilheim

eine lange Tradition. Anfang

des 16. Jahrhunderts inszenierte

Stadtpfarrer Johann Älbl das Passions-

und Auferstehungsspiel – die

ersten Hinweise auf Theateraktivitäten

in der heutigen Kreisstadt.

Die Weilheimer Passionsspiele

sind damit sogar älter als die

weltberühmten Oberammergauer,

Teile der Weilheimer sollen die

Oberammergauer Passion sogar

direkt beeinflusst haben. Anfang

des 19. Jahrhunderts ließ sich eine

Theatergesellschaft in den Räumlichkeiten

der Heilig-Geist-Spitalkirche

nieder, ehe 1828 am Theaterplatz

ein Theaterstadel aus Holz

errichtet wurde. 1920 wurde der

Stadel abgerissen und das heutige

Stadttheater gebaut. Viele Tourneebühnen

kamen, aber auch Einheimische,

allen voran der Trachtenverein

samt Theatergruppe,

nutzten das Stadttheater für ihre

Auftritte. Während viele andere

Spielstätten der Region zerstört

wurden, überstand das Stadttheater

den Zweiten Weltkrieg unbeschadet,

was die Attraktivität für

namhafte „Theaterer“ noch weiter

steigerte. Unter anderem gründete

Theaterprinzipalin Lore Bronner in

den Fünfzigerjahren ein Tourneeunternehmen,

was jährlich vierbis

fünfmal in Weilheim zu Gast

war. Sie schätze die Atmosphäre

sowie den familiären Charakter

ihres Stammhauses. Dennoch bot

das Stadttheater alles, was ein

modernes Theater haben musste.

Mädchen für alles

im Theater

Ganz eng verbunden mit dem Weilheimer

Stadttheater ist heutzutage

der Name Andreas Arneth. Er

selbst hatte die Bronner-Auftritte

in den 1960er und 1970er Jahren

mitbekommen, kennt das Theater

seit er ganz klein war. „Es war

immer ein Haus der Weilheimer

Vereine und Theatergruppen“, berichtet

der 55-Jährige. „Alle haben

gelernt, richtig damit umzugehen.

Viele sind sogar in die Berufe

gegangen: Schauspieler, Bühnenbildner,

Kostümbildner, Techniker.“

Er selbst studierte Theaterwissenschaften,

schloss zudem

eine Ausbildung zum Bühnenbildner

an. Seit rund zweieinhalb Jahren

leitet Arneth das Stadttheater,

zuvor war er bereits für das städtische

Kulturprogramm verantwortlich,

organisierte Gastspiele

und Abos. Mittlerweile kümmert

er sich zusätzlich um Verträge,

Kalkulation und Werbung. „Ein

wenig das Mädchen für alles in

Sachen Theater“, sagt Arneth.

Neben seiner Teilzeitstelle für das

Stadttheater ist er weiterhin als

freischaffender Bühnenbildner tätig,

hat etwa für das Musical „Die

Päpstin“, welches Ende November

im Füssener Festspielhaus anläuft,

die Bühnenbilder konzipiert.

„Bei meinem ersten Stadttheater-

Besuch als kleiner Junge war es

um mich geschehen“, erinnert

sich Arneth noch heute. Aschenputtel

wurde aufgeführt, seine

Schwestern standen auf der Bühne.

Sogleich ist er in die Theatergruppe

der Schule eingetreten,

hat über das Theater auch die

klassische Literatur kennengelernt

– ein positiver Nebeneffekt. Seine

geplante Schauspielkarriere hat er

während des Studiums endgültig

aufgegeben, da „ich einsah, dass

mir die innere emotionale Freiheit

fehlte, die man als Schauspieler

braucht.“

Stadt steht

hinter ihrem Theater

Nach einiger Zeit in Norddeutschland

ist Andreas Arneth Ende der

Neunzigerjahre wieder in die Heimat

zurückgekehrt, „weil man hier

ein Haus hat, das man liebt“. Das

Konzept des Stadttheaters hat sich

in all den Jahren kaum verändert.

Neben einheimischen Vereinen

und Schulen können auch externe

Veranstalter dieumlichkeiten

mieten. „Für eine Stadt mit 24 000

30 | tassilo


Blick hinter die Bühne: Technische Details eines modernen Theaters.

Einwohnern ist es unmöglich, einen

eigenen Spielbetrieb mit eigenem

Ensemble vorzuhalten.“

Die Stadt sorgt dafür, das Haus zu

erhalten, stellt Personal, Technik,

Abenddienst, auch Arneth selbst.

„Es geht letztlich um den Bildungsauftrag

der Stadt, die ja auch stolz

auf ihr Theater ist.“ Beim Programm

greift Andreas Arneth nur

steuernd ein, berät die Vereine

>> > KA

RTENVERL

OSUN

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und Veranstalter. Der Vorteil des

Stadttheaters? „Die Bühne ist ein

schwarzes, dunkles Universum, in

dem man fast alles machen kann.

Außerdem ist die komplette Technik

vorhanden.“ Gerade für Kinder

sei ein Besuch im Theater immer

etwas ganz besonderes. „Ich halte

es für sehr wichtig, dass Kinder

das Theater kennenlernen“, sagt

Arneth. Bereits seit 40 Jahren ist

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost 3x2 Karten für die Premiere der

Molière-Meisterkomödie „George Dandin“ am Samstag, 15. Dezember,

um 20 Uhr. Wer gewinnen möchte, schickt bis 15. November eine

Postkarte mit dem Stichwort „Weilheimer Festspiele“ an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet.

Das Stück wird zudem am 16.12., 28.12. und 29.12. jeweils um 20 Uhr,

am 26.12., 30.12. sowie an Silvester jeweils um 18 Uhr aufgeführt.

Informationen zu Kartenpreisen und Vorverkaufsstellen gibt es unter

www.weilheimer-festspiele.de.

das Kindertheater aus München

drei-, viermal im Jahr zu Besuch.

Insgesamt sind jährlich rund 100

Veranstaltungen im Stadttheater,

mehr wäre allein personell nicht

zu realisieren.

Ein Bauer sucht

seine Frau

Arneths Stelle ist auch deshalb in

Teilzeit, da für ihn jedes Jahr im

Herbst die Produktion der Weilheimer

Festspiele anstehen – und

das bereits seit zwei Jahrzehenten.

Das darf man nicht verwechseln,

die Festspiele werden zwar von

der Stadt Weilheim mit Zuschüssen

gefördert. Ansonsten produzieren

wir die Festspiele selbst.

Auch wir mieten das Theater ganz

gewöhnlich an.“ 1999 wurde, damals

noch in der Hochlandhalle,

der Brandner Kaspar aufgeführt.

Alle waren begeistert: die Stadt,

die Politik, die Zuschauer. Arneths

Konzept gefiel, auch weil er die

hiesigen Vereine in seine Produktionen

einbezog. Seitdem kümmert

er sich, gemeinsam mit seiner

Lebensgefährtin, federführend

um die Festspiele, die stets im

Stadttheater aufgeführt werden.

Nächstes Jahr wird es allerdings

eine Ausnahme geben, dann soll

der Brandner Kasper als Jubiläumsausgabe

erneut in der Hochlandhalle

zu sehen sein.

Aber auch dieses Jahr dürfen sich

die Zuschauer bereits auf ein besonderes

Stück freuen: auf „George

Dandin. Oder der betrogene

Ehemann“, eine Meisterkomödie

von Molière. Das Stück mit dem

vielsagenden Untertitel „Ein Bauer

sucht (seine) Frau“ handelt von

einem vermögenden Bauern, der

eine besondere Frau suchte und

bekommen hat. Er gerät an eine

besser gestellte, sprich adelige,

Familie, die allerdings selbst kein

Geld mehr hat. Der verarmte Adel

wiederum suchte jemanden mit

Geld. Also verheiraten sie ihre

Tochter mit dem Bauern, der mittlerweile

einen Adelstitel erworben

hat und sich fortan „Mosieur de la

Dandinière“ nennt. Doch die Tochter

büchst ständig aus mit einem

anderen, besser gestellten und

auch jüngeren Höfling. Letztendlich

muss sich Dandin stets und

von allen Seiten zum Narren halten

lassen. „Ein typischer Molière,

der gerne dem Bemitleidenswerten

noch einen mitgibt“, sagt Arneth

mit einem Schmunzeln. Eine

Charakterkomödie im klassischen

Sinn und ein weiterer Eckpfeiler in

der rund 500-jährigen Weilheimer

Theatergeschichte.

tis

Ganz eng verbunden mit

dem Weilheimer Stadttheater:

Leiter Andreas Arneth

november / dezember 2018 | 31


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Die Sattlerei Lindner in Forst

Ausstatter für Münchner

Brauereirösser

Forst | Echte Handwerker, allerlei

Werkzeuge wie Nähmaschine und

Schnitzmesser, drei gut gelaunte

Familienmitglieder, die eifrig an

ihren Werkstücken arbeiten und

ein ländliches Idyll drumherum,

auf einem Anwesen außerhalb

von Forst. Derzeit hat die Sattlerei

Lindner viel zu tun, da zahlreiche

Leonhardiritte in der Region

anstehen, hierfür so manches

Pferdegeschirr noch zur Reparatur

vorbeigebracht wird. Neben

der Ausstattung von Rössern mit

Arbeits- und Festtagsgeschirren

in der weiten Umgebung haben

die Lindners auch für Brauereigespanne

auf dem Oktoberfest die

prunkvollen Geschirre hergestellt.

„Die Tradition wird nicht nur bei

uns auf dem Land, sondern auch

bei den Münchnern hochgehalten“,

lobt Sattlermeister Hans

Lindner die dortigen Brauereien.

Wiesn-Gespanne mit

Lindner-Geschirr

Zu seinem 60. Geburtstag wurde

Hans Lindner von Hofbräu

zum Wiesn-Einzug eingeladen,

wo er mit auf dem Kutschbock

sitzen durfte. Ansonsten bleibt

der Handwerker lieber im Hintergrund,

schaut im Zirkus Krone

nach dem Rechten, wo die Pferde

während des Oktoberfestes untergebracht

sind und verfolgt den

Festzug unbemerkt am Straßenrand.

Die Brauereigespanne, alle

mit sechs Pferden, sind nicht nur

beim Wiesn-Einzug oder dem großen

Schützen- und Trachtenzug zu

sehen – sie steuern jeden Tag ihr

jeweiliges Festzelt an und sorgen

damit für Aufsehen bei den Besuchern.

Die Lindners wissen selbstverständlich

auch, wo die Pferde

das restliche Jahr über stehen:

Augustiner hält seine Rösser im

Bayerischen Wald, Löwenbräu und

Hacker nutzt die Kaltblutpferde eines

Züchters am Irschenberg, die

Paulaner-Rösser stehen in Mittenwald

und Hofbräu hat die prächtigen

Vierbeiner vom Urthaler Hof.

Von Löwenbräu bis

Augustiner

Doch wie kam der kleine Handwerksbetrieb

aus Forst dazu,

Münchner Brauerei-Rösser auszustatten?

Neben einer kleinen

Landwirtschaft begann Urgroßvater

Hans Lindner 1911 mit der

Sattlerei. Auch Großvater, wieder

mit Namen Hans, sorgte als Sattlermeister

für die Ausstattung der

Rösser mit Arbeits- und Festtagsgeschirr.

Allerdings schritt nach

dem Krieg die Technisierung in

der Landwirtschaft voran und die

Pferde wurden immer weniger

gebraucht. Ein Pferdeliebhaber

aus Fendt bei Peißenberg ließ sich

Anfang der 1960er Jahre noch ein

schönes Festtagsgeschirr für die

Leonhardifahrt machen. „Das wird

mein letztes sein“, dachte sich

Hans Lindner und gab sich deshalb

besonders viel Mühe für diesen

Auftrag. Durch Zufall waren dann

Das Festtagsgeschirr von Hofbräu wurde von Christian i und Hans (rechts)

)

Lindner vor der Wiesn auf Hochglanz poliert.

32 | tassilo


Brauereivertreter von Löwenbräu

bei der Leonhardifahrt in Peißenberg,

sahen das schöne Geschirr

und standen wenig später in Lindners

Werkstätte. So wurde 1964 das

erste sechsspännige Geschirr für

Löwenbräu gemacht. Es folgten in

den weiteren Jahrzehnten Paulaner,

Hofbräu, Hacker-Pschorr und

Augustiner. Auch deutschlandweit

haben die Forster mittlerweile einige

Brauereien ausgestattet. „Die

Tendenz ist hier aber rückläufig“,

stellt Hans Lindner fest.

Traditionsreicher

Familienbetrieb

Mit in der Werkstatt ist Tochter Regina,

die heuer im Frühjahr ihren

Meistertitel absolviert hat und stolz

das Meisterstück, ein Kummet mit

aufwendiger Stickerei, präsentiert.

„Sattler ist ein schöner Beruf, weil

er so vielseitig ist“, schwärmt Regina

Lindner von ihrer Tätigkeit.

Ihr Bruder Christian ist Sattlergeselle,

strebt aber auch irgendwann

den Meister an. „Wir sind eine

der ältesten Sattlereien in Bayern

und der älteste Handwerksbetrieb

in Forst“, ist der 20-Jährige stolz

auf seine Familientradition, die er

zusammen mit seiner Schwester

weiterführen möchte. „Der Sattler

ist derzeit in“, weiß Christian

Lindner aus seiner Berufsschulzeit

in Mainburg in der Hallertau. Vor

allem die Reitsportsattlerei nimmt

wieder zu, hier sehen sich die Lindners

allerdings den Billig-Produkten

aus dem Ausland ausgesetzt.

Von den Brauereigeschirren können

die drei längst nicht leben, sie

fertigen alles, was man für’s Pferd

braucht – vom Festtagsgeschirr bis

zur Arbeitsausstattung im Wald.

Flexible

Handwerker

Regina Lindner, Tochter des Sattlerei-Inhabers, zeigt i stolz t l ihr Meister-

i t

stück — ein aufwändig gefertigtes Kummet.

Daneben führen sie Polsterarbeiten

aus oder nähen Planen ganz

individuell für Anhänger, Autos

und dergleichen. „Man muss flexibel

bleiben“, sagt Hans Lindner,

der mit seinem vielseitigen Handwerk

und seinen beiden engagierten

Kindern optimistisch in die

Zukunft blickt. Die drei ergänzen

sich in ihrer täglichen Arbeit – Vater

Hans übernimmt am liebsten

das Sticken, Tochter Regina fertigt

gerne die festlichen Kummete. In

der Werkstatt mit herrlichem Blick

auf die Alpenkette geht es lustig

zu, denn bei der Frage nach der

Lieblingsbeschäftigung an Christian

gerichtet, kommt von den

anderen beiden prompt: „Brotzeit

machen!“. Doch das will Christian

so nicht stehen lassen. Nähen und

sticken mag er gern, außerdem

kümmert er sich um das Kaufmännische

und betreut die Internetseite

www.sattlerei-lindner.de. Die

Zukunft dieses alten Handwerksbetriebs

in Forst dürfte damit gesichert

sein

rg

Urig geht es zu in der Sattlerei Lindner mit vielerlei Werkzeugen.

november / dezember 2018 | 33


Bergbaumuseum in Peißenberg

Erinnerung an die Kumpel

Eine modellhafte Nachbildung des

ersten Förderturms, der 1915 rund

800 Meter südlich der Tiefstollenhalle

aufgestellt wurde.

Peißenberg | Peißenberg ist ein

Bergbauort. Das dürfte hinreichend

bekannt sein, geht der

Pechkohlebergbau am Hohen

Peißenberg doch bis in das 16.

Jahrhundert zurück. Damals – so

die Geschichte – soll ein Viehhirte

entdeckt haben, dass sein

Feuer den Boden in Brand setzte

und nur mühsam gelöscht werden

konnte. Ein geregelter Abbau

begann ab 1837 durch den bayerischen

Staat. 1927 wurde der

staatliche Kohlebergbau in eine

Aktiengesellschaft umgewandelt,

die BHS (Bayerische Berg-,

Hütten- und Salzwerk AG) entstand

diese hielt den Betrieb

des Bergwerks bis 1971 aufrecht.

Weit über 100 Jahre lang war der

Bergbau Grundlage für die Einkommen

vieler Familien und zudem

hauptverantwortlich für die

Entwicklung des Marktes Peißenberg

hin zum Industriestandort.

Allein in Peißenberg wurden in

diesem Zeitraum über 32 Millionen

Tonnen Kohle gefördert. Gerade

deshalb sah sich der Markt

in der Verantwortung, auch nach

der Bergbauzeit die Traditionen

der Kumpel weiterhin zu pflegen

und zudem allerlei Überbleibsel

aus früher Bergwerkszeit für die

Nachwelt zu erhalten. 1988 wurde

das Bergbaumuseum errichtet,

welches heutzutage, 30 Jahre

später, noch immer ein beliebter

und informativer Freizeitausflug

für die gesamte Familie ist. „Das

Museum kommt immer noch gut

an. Und wir freuen uns, wenn sich

jemand für den Bergbau interessiert“,

bestätigt Andrea Kohler,

bei der Gemeinde Peißenberg

verantwortlich für die organisatorischen

Aufgaben rund um das

Bei der Fahrt mit dem Bockerl durch den Erlebnisstollen trifft man unter

anderem auf diesen malochenden Kameraden.

Museum. Das Bergbaumuseum

wurde einst unter tatkräftiger Unterstützung

und Förderung durch

den Markt Peißenberg und des

Bayerischen Nationalmuseums

errichtet. Entstanden ist eine Zeitreise,

die den Abbau der Kohle

von mühsamer Handarbeit bis hin

zum hochmodernen, vollmechanisierten

Betrieb darstellt. Der Bergbaumuseumsfreunde

e.V. kümmerte

sich gemeinsam mit dem

Knappenverein Peißenberg in

zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden

um den Ausbau des

danebenliegenden Tiefstollens,

aus dem zwischen 1869 und 1923

rund anderthalb Millionen Tonnen

verwertbare Kohle gefördert wurden.

Im jetzigen Erlebnisbergwerk

Im Erlebnisbergwerk:

Ein sogenannter „Alter Mann“,

eine nicht mehr genutzte,

abgebaute Grube.

können Jung und Alt die Atmosphäre

unter Tage hautnah erleben.

Insgesamt zeigt das Museum

einen lebendigen Querschnitt aller

bergmännischen Techniken: Man

sieht, wie mühsam Kohle früher

in Handarbeit abgebaut werden

musste und welche revolutionären

Entwicklungen es bis zur

Schließung des Bergwerks 1971 im

technischen Bereich gegeben hat –

unter anderem wurde der Reißhakenhobel

in Peißenberg erfunden.

Der Bergmann – ein

angesehener Mann

Eine Tour durch das Peißenberger

Bergbaumuseum startet bestenfalls

im eigentlichen Museum,

dem ehemaligen Zechenhaus,

das zentrale Verwaltungsgebäude

eines Bergwerks. In insgesamt 14

umen erfahren Besucher allerhand

Wissenswertes über die

Geschichte des Kohlebergbaus.

Geologische Schaubilder erläutern

die Entstehung der Kohleflöze

im Voralpenland, Uniformen,

Werkzeuge, Schachtmodelle und

Grubeneinrichtungen veranschaulichen

die bergmännische Arbeit.

Im ersten Stock finden sich hingegen

Exponate, die zeigen, wie

das soziale Leben der Bergleute

aussah. „Der Bergmann war ein

angesehener Mann, der eine gute

soziale Absicherung genoss“, erklärt

Andrea Kohler.

Direkt gegenüber des Zechenhauses

liegt die Tiefstollenhalle, die

heutzutage nicht nur regelmäßi-

34 | tassilo


Selbstredend, dass auch die verschiedenen Kohlearten im 1988 eröffneten

Bergbaumuseum in Peißenberg zu sehen sind.

Detaillierte Nachbildung vom harten

Arbeitsalltag der Bergleute.

ge kulturelle Höhepunkte beherbergt,

sondern auch eine Dauerausstellung

des Bergbaumuseums

mit Großgeräten und ständigen

Filmvorführungen. Hier werden

Fragen beantwortet, wie und mit

welchen Maschinen auf dem ehemaligen

Industriegelände gearbeitet

wurde. Der erste Blick beim

Rundgang schweift allerdings sogleich

nach dem Eingang rechts

auf eine modellhafte Nachbildung

des ersten Förderturms, der im

Jahre 1915 auf dem Betriebsgelände

rund 800 Meter südlich der

Tiefstollenhalle aufgestellt wurde.

Das Highlight „insbesondere für

Kinder“, wie Andrea Kohler verrät,

ist zweifelsohne der Erlebnisstollen,

mit viel Liebe zum Detail

ausgebaut und im Mai 2014 eröffnet.

Mit Helm auf dem Kopf fährt

man auf der Grubenlok, dem sogenannten

Bockerl, ins Erlebnisbergwerk

ein, wo die Arbeitswelt

des Bergmanns hautnah nachempfunden

werden kann. Auf

einem rund 100 Meter langen Abschnitt

können die verschiedenen

Ausbauformen in Holz und Stahl

verglichen werden. Zudem ist

vom Grubentelefon bis zum Bergmannsklo

alles nachgebildet. Eine

Schausprengung mit viel Rauch

und lauten Sprenggeräuschen

rundet die Einfahrt ins Bergwerk

ab. Auch ein sogenannter „Alter

Mann“, eine nicht mehr genutzte,

abgebaute Grube, ist zu sehen.

In der Tiefstollenhalle ist eine Dauerausstellung des Bergbaumuseums

mit Großgeräten und ständigen Filmvorführungen integriert.

Wem die Tour durch die drei

Museumskomponenten noch zu

wenig Bewegung ist, kann im Anschluss

vom Museum eine rund

zehn Kilometer lange Wanderung

auf dem Stollenweg starten. Ein

Lehrpfad für Bergwerk, Geologie

und Landschaft, der an drei Stollen

vorbeiführt und anhand von

zehn Schautafeln alles rund um

den Bergbau erklärt – bei einem

unverwechselbaren Blick auf die

Alpenkette.

Jubiläumsfeier

im kommenden Jahr

Dieses Jahr wird das Bergbaumuseum

30 Jahre alt. Da im

kommenden Jahr in Peißenberg

Gaufest und auch 100 Jahre Markterhebung

anstehen, reiht sich

„30 Jahre Glück Auf“ in die Riege

der Feierlichkeiten ein. Sowohl

die Marktgemeinde als auch der

Verein der Bergbaumuseumsfreunde

arbeiten derzeit an einem

Neuerungskonzept inklusive

einer Überarbeitung der Ausstellungsräume,

um auch weiterhin

das kulturelle Gut rund um den

Bergbau zu bewahren. Informationen

zu Führungen, Eintrittspreisen

und Öffnungszeiten hält die

Internetseite des Museums (www.

peissenberg.de/bergbaumuseum)

bereit. Für Kindergärten und

Grundschulen werden die Führungen

natürlich entsprechend

angepasst, damit die Erinnerung

an die Kumpel auch in die nächste

Generation getragen wird. tis

november / dezember 2018 | 35


Nachbarschaftshilfe im Tassiloland

Gegen Vereinsamung

im Alter und bei Krankheit

Wielenbach | Drei Generationen

unter einem Dach? Gemeinsames

Mittagessen? Gegenseitiges Helfen

beim Kochen, Einkaufen, Putzen,

der Gartenpflege? Vor wenigen

Jahrzehnten war dieses Wohn- und

Lebensmodell sowohl in kleineren

Dörfern als auch größeren Ortschaften

und Städten der Standard.

Inzwischen aber leben sehr viele

alte Menschen alleine, weil die

Jungen aus beruflichen Gründen

ihr Elternhaus verlassen. Die Folge:

Die Eltern oder Großeltern der

Karrieremachenden haben niemanden

zum Reden, niemanden,

der bei alltäglichen Dingen hilft.

Im schlimmsten Falle können sie

aus krankheits- oder altersschwächebedingten

Gründen nicht mehr

aus eigener Kraft vor die Tür und

vereinsamen. „Ich habe diese Entwicklung

vor einigen Jahren schon

in meinem eigenen Bekanntenkreis

zunehmend feststellen müssen“,

sagt Wolfgang John, 59, ehemaliger

Berufssoldat, der seit jeher ausgestattet

ist mit einer dicken sozialen

Ader – und gegen dieses Vereinsamen

im Alter unbedingt etwas

unternehmen wollte. Seine Idee:

Eine Nachbarschaftshilfe auch in

seinem Wohnort Wielenbach gründen.

Als Vorbild diente die bereits

etablierte in den Nachbargemeinden

Pähl, Raisting und Fischen. „Zu

Beginn waren wir im Grunde nur

ein lose zusammengetrommelter

Haufen freiwilliger Helfer“, sagt

John. Doch um öffentlichkeitswirksamer

und strukturierter arbeiten

zu können, wurde im Juli 2017 aus

dem „privaten“ Helferkreis ein Verein

gegründet: Die Nachbarschaftshilfe

Wielenbach e.V. Der Nachteil

seither: Bürokratiekram über Bürokratiekram.

Der Vorteil: Interessierte

Helfer und Hilfesuchende finden

nun eine offizielle, gut aufgestellte

Organisation, an die sie sich jederzeit

wenden können. Zudem sind

die Ehrenamtler über den Verein

versichert.

An oberster Stelle:

Zwischenmenschlichkeit

Derzeit zählt die Nachbarschaftshilfe

Wielenbach 25 aktive Mitglieder

im Alter zwischen 14 und 77

Jahren. Ein erst 15-jähriges Mädchen

beispielsweise kümmert sich

um zwei im Rollstuhl sitzende,

begleitet sie unter anderem regelmäßig

zum Behindertensport nach

Weilheim. Zwei Ehepaare haben

sich die vergangenen Jahre intensiv

um die in Wielenbach untergebrachten,

inzwischen anerkannten

Flüchtlinge gekümmert – Sprachunterricht,

Wohnraumbeschaffung,

Fahrten zum Arzt und Hilfe beim

Behördengang. „Vor allem letzteres

ist in der Flüchtlingshilfe enorm

wichtig“, sagt Wolfgang John, der

wie viele andere Deutsche sich oft

schwer tut mit den Anschreiben

und Formularen aus den Ämtern.

Das Beamtendeutsch verstehen

wir Einheimische häufig nicht, wie

sollen es dann Flüchtlinge aus Syrien

oder Afrika lesen und begreifen

können?“ Doch auch Einheimische

haben alters- und krankheitsbedingt

diverse Probleme, ihren Alltag

zu meistern. „Wir gehen mit

alleinstehenden, hilfsbedürftigen

Menschen zum Einkaufen, zum

Geldabheben, fahren sie zum Arzt

Äpfel ernten an der frischen Luft: Nachbarschaftshilfe heißt auch, auf

Hilfe angewiesene Menschen raus aus ihrem tristen Alltag zu holen.

36 | tassilo


Fahrdienste zum Rollstuhlsport

von Wielenbach nach Weilheim

sind nur eine Aufgabe.

und helfen ihnen beim Kochen und

Putzen“, sagt John. Viel wichtiger

als die sachliche Hilfeleistung sei

jedoch das Zwischenmenschliche.

Sich einfach mal hinsetzen und

mit den Senioren über die „guten

alten Zeiten“ oder deren Probleme

sprechen und nach geeigneten Lösungen

dieser Probleme suchen.

Das gibt Kraft und entfacht neue Lebensfreude.

„Und das ist auch eine

Sache, die uns Helfern unglaublich

viel gibt.“ Überhaupt lerne man bei

ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe

unglaublich viel – allen voran in

Sachen Lebenseinstellung.

Ein Rollstuhlfahrer beispielsweise

ist seit seinem 18. Lebensjahr – seit

einem schweren Verkehrsunfall –

stark gehandicapt. „Doch trotz

dieses harten Schicksalsschlags ist

er immer gut drauf, immer positiv

eingestellt.“ Warum? „Weil er

in der Lage ist, die ganz kleinen

Dinge des Lebens viel mehr wertzuschätzen.“

Ein gutes Essen, ein

nettes Gespräch oder einfach nur

ein Lächeln mache diese Menschen

glücklich und zufrieden. „Von dieser

Fähigkeit können wir gesunden

Menschen, die oft von einem Termin

zum anderen hetzen und das

Drumherum völlig aus den Augen

verlieren und wenig zu schätzen

wissen, nur profitieren.“ Und zwar

ohne feste Verpflichtungen. Wer

sich der Nachbarschaftshilfe Wielenbach

anschließt, „kann zu 100

Prozent selbst entscheiden, für

welche Dienste er zu welcher Zeit

zur Verfügung steht“. Und wenn es

nur eine Stunde im Monat sei.

„Gibt viele Menschen,

die gerne helfen“

Weil die Wielenbacher Nachbarschaftshilfe

noch sehr jung und

wenig bekannt ist, jedoch weiter

wachsen möchte, gehen Wolfgang

John und seine Mitstreiter

regelmäßig in die Offensive. „Ich

bin nämlich fest davon überzeugt,

dass es sowohl sehr viele

Menschen bei uns in der Region

gibt, die gerne helfen möchten,

als auch viele Menschen, die Hilfe

suchen.“ In beiden Fällen sei jedoch

die Hemmschwelle meistens

groß – kranke und hilfsbedürftige

Menschen wollen keine Schwäche

zeigen, „und die potentiellen

Ehrenamtler haben Angst vor zu

viel Verantwortung“. An dieser

Stelle möchte Wolfgang John ausdrücklich

betonen, dass Nachbarschaftshilfe

„keine professionellen

Dienste ersetzt“. Als Beispiel nennt

er einen Fall von Verwahrlosung,

der von Fachkräften übernommen

werden musste. „Hier können

wir lediglich den Kontakt herstellen.“

Apropos: Wer sich engagieren

möchte, kann über die

Gemeinde Wielenbach Kontakt

(Tel. 0881 / 6009080 oder E-Mail

nachbarschaftshilfe.wielenbach@

gmail.com) zur Nachbarschaftshilfe

aufnehmen. Das gilt übrigens

auch für Bürger aus vielen anderen

Gemeinden im Tassiloland, in

denen ähnlich strukturierte Plattformen

für ehrenamtliche Hilfe

vorzufinden sind. Dazu gehören

auch öffentliche Veranstaltungen

zu wichtigen sozialen Themen.

Wolfgang John und Co. haben unter

anderem Fachvorträge zu Erbrecht,

Demenz und Patientenverfügungen

in die Wege geleitet. js

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„Die kleinen Dinge

wertschätzen“

Wolfgang John kümmert sich nicht

nur um die Organisation und

Koordination der Wielenbacher

Nachbarschaftshilfe. Seit einigen

Jahren ist er auch ehrenamtlicher

Übungsleiter für Sport im Rollstuhl

(Rollisport) in Weilheim. „Es ist immer

wieder faszinierend zu sehen,

wie positiv die an den Stuhl gefesselten

Menschen eingestellt sind.“

Der Klassiker:

Altersschwachen

oder kranken

Menschen wird

beim wöchentlichen

Einkauf

geholfen.

november / dezember 2018 | 37

Lydia Riesemann

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I L

2018

I E N S C O U T 2 4


Sieger im „tassilo“ Gründer-Wettbewerb:

AMEO mit dem Powerbreather

Eine Schnorchel-Revolution?

Tutzing | „Den Menschen etwas geben,

was sie eins werden lässt mit

dem Wasser“, so das ambitionierte

Ziel von Ameo. Genau deshalb

hat das junge Unternehmen mit

Hauptsitz in Tutzing den Powerbreather

erfunden – ein Gerät für

alle Breiten- und Leistungssportler,

Schnorchler oder Schnorchel-

Taucher. Der Clou: Unter Wasser

lässt es sich mit dem Powerbreather

ganz entspannt atmen wie

an Land, die leistungsmindernde

Pendelatmung fällt weg. Das Potential

scheint enorm, gerade der

Breitensportmarkt ist bekanntlich

riesengroß. „Der Powerbreather

transportiert Schwimmen auf ein

neues Niveau“, verspricht Geschäftsführer

Jan von Hofacker.

„Es ist ein völlig neues Erlebnis.“

Selbstbewusst, aber respektvoll

vergleicht er das Produkt mit der

Erfindung des Carving-Skis. Unumstritten,

dass sich heutzutage kaum

noch jemand lange Bretter wie vor

rund 20 Jahren unter die Füße

schnallen würde. Rund 60000

Kunden hat Ameo seit Markteintritt

2016 bereits überzeugt, darunter

Deutschlands Vorzeige-Triathlet

Jan Frodeno, der unter anderem

den Powerbreather zur Unterstützung

in sein Schwimmtraining einbaut.

Und zu guter Letzt auch die

„tassilo“-Jury, welche Ameo zum

Gewinner des in Ausgabe 19 (Juli/

August, Seite 42 / 43) angestoßenen

Gründer-Wettbewerbs kürte.

Das Team ist

entscheidend“

Ganz am Anfang stand die Vision

eines begeisterten Schwimmers,

der sich nichts mehr wünschte, als

dass der Mensch sich leichter und

freier im Wasser bewegen könnte.

In ihm reifte die Idee eines Atemgeräts,

welches sich perfekt an den

Kopf anschmiegt und den Schwimmer

jederzeit mit Frischluft versorgt.

Das liegt mittlerweile über

ein Jahrzehnt zurück. Denn um

Realität zu werden, benötigt eine

revolutionäre Idee mehr als einen

Menschen, der an sie glaubt: Entwickler

und Produktdesigner, Investoren

und erfahrene Manager.

Das Team ist alles entscheidend“,

sagt Jan von Hofacker aus der Erfahrung

seines ersten Start-ups vor

gut 15 Jahren. 2009 durfte er den

Powerbreather als langjähriger

Läufer, der anfangs nicht sonderlich

vom Schwimmtraining angetan

war, ausprobieren. Er war begeistert

vom Prototypen, von dem

später noch einige Varianten aus

dem 3D-Drucker folgen sollten.

Mittlerweile steht bei Ameo ein

sechsköpfiges, mit einigen weiteren

Teilzeitkräften verstärktes, interdisziplinäres

Team hinter dem

Powerbreather. Ziel ist es, Schwimmern,

Triathleten und Schnorchel-

Tauchern ein ganz neues Gefühl

der Freiheit im Wasser zu schenken.

Im Mai 2014 war es schließlich

soweit, alte Strukturen wurden

bereinigt, neue Investoren an Land

gezogen – und gleichzeitig ins

Wasser gebeten, um es selbst auszuprobieren.

Mittlerweile stehen

16 Gesellschafter hinter dem Produkt,

allesamt sogenannte „Business

Angel“, also Privatpersonen,

die sich an Unternehmen finanziell

beteiligen und gleichzeitig die

Gründer mit Know-how und Kontakten

unterstützen. Denn obwohl

natürlich auch hier das Investment

im Vordergrund steht, ist es häufig

nicht ganz so wichtig, dass sofort

das große Geld rausspringt. Ameo

hat mit seinem Powerbreather

zwar den „Break-Even-Point“,

also die Gewinnschwelle, erreicht,

aber gleichzeitig nochmal

viel Geld in die Hand genommen,

um im Marketing anzuschieben.

„Uns kennt man noch nicht“, sagt

von Hofacker. Anfang der 2000er-

Jahre hatte sich Jan von Hofacker

in der Finanzwelt mit einem Finanzierungskonzept

einen Namen

gemacht. Die globale Finanzkrise

rund um die Lehman Brothers setzte

dem ein Ende – eine Erfahrung,

die ihn geprägt hat. Auch deshalb

Vier Minuten Training reichen aus, um sich an den Powerbreather zu

gewöhnen — er ist also auch für den Schwimm-Laien geeignet.

ist dem Ameo-Team das „Wie“

enorm wichtig. „Wie man mit den

Mitarbeitern umgeht, wie man

nach außen kommuniziert. Dass

man den Kunden gegenüber seine

Wertschätzung zeigt, sie nicht

nur als Geldgeber ansieht.“ Darum

kümmert sich der Geschäftsführer

derzeit noch höchstpersönlich um

das Reklamationsmanagement.

„So bleibe ich am Puls und sehe,

wo es noch hakt.“ Bleibt abzusehen,

wie lange das angesichts

steigender Verkaufszahlen noch

funktioniert.

Ventil-System als

entscheidender Faktor

Was macht den Powerbreather eigentlich

so besonders, außer, dass

er mit seinen zwei Rohren ein wenig

anders aussieht als herkömmliche

Schnorchel? Ganz generell:

Egal was man im Wasser machen

will, ob schwimmen, schnorcheln

oder tauchen, man muss atmen.

Normale Schnorchel weisen die

sogenannte Pendelatmung auf.

Heißt: Fließt die Luft beim Einund

Ausatmen durch dasselbe

Rohr, atmet der Sportler einen Teil

der CO 2 -haltigen Ausatemluft wieder

ein, was gesundheitlich auf

Dauer zumindest nicht ganz einwandfrei

ist, von einer Leistungsminderung

ganz zu schweigen.

38 | tassilo


Für ein entspanntes und fokussiertes Schwimmen mit stets frischer und

trockener Luft: der Powerbreather in der „Adventure“-Edition.

Der Powerbreather hat durch sein

patentiertes „Ameo Fresh Air System“,

ein spezielles Ventil-System,

diese Pendelatmung nicht mehr.

Der Nutzer wird wie außerhalb

des Wassers stets mit 100 Prozent

Frischluft versorgt. Durch die beiden

Rohre wird eingeatmet, über

ein entsprechendes Ventil direkt

am Mund ausgeatmet. So kommt

nur noch sauerstoffreiche Frischluft

in die Lunge. Ideal für Fitnessoder

Ausgleichssport, schließlich

gilt Schwimmen bekanntermaßen

als eine der gesündesten Sportarten

überhaupt: Gelenkschonend

und die Wassertemperatur wirkt

sich ebenso positiv auf das Herz-

Kreislauf-System aus wie der Wasserdruck

auf die Gefäße.

Letztendlich verspricht Ameo eine

vollkommen neue Art und Weise,

Schwimmen und Schnorcheln

im Wasser zu erleben. Die letzte

bahnbrechende Innovation im

Schwimmbereich, gerade im Bezug

auf den Breitensport, ist mit

der Erfindung der Schwimmbrille

schon ein paar Jahre her, genau

genommen 48. Ähnliches will

Ameo mit seinem Powerbreather

schaffen. Der Powerbreather kostet

derzeit je nach Ausstattung

zwischen 89 und 124 Euro. Aufgebaut

ist er als Baukastensystem

– verschiedene Ventile für

unterschiedliche Anforderungen.

Um Rollwenden zu trainieren

oder in extrem stürmischer See

zu schwimmen, gibt es eine extra

Kappe. Zur Verbesserung der

Atemtechnik und -muskulatur

sind Ventile mit unterschiedlichen

Widerständen verfügbar. Und bei

der Beach-Version ist eine extra

Schwimmbrille dabei. Ins Wasser

kann man, auch der Laie, mit

dem Powerbreather übrigens sofort.

„Wir empfehlen immer, am

Anfang für vier Minuten mit dem

Kopf unter Wasser tief ein- und

auszuatmen, spätestens danach

hat man sich an das Ventilsystem

des Powerbreathers gewöhnt“,

verspricht Jan von Hofacker. Dann

mit kleiner Runde beginnen und

die Schwimmstrecke schrittweise

verlängern. Orte, die neue Art des

Schwimmens und Schnorchelns

auszuprobieren, gibt es gerade im

Fünfseenland genügend. tis











Augenoptik Hatzmann –

Freude am Sehen!







november / dezember 2018 | 39


Aufwachen mit Vollautomaten oder Siebträger?

Kaffeetrinken ist Typund

Geschmacksfrage

Weilheim | Welcher Kaffee-Typ

sind sie? Der, der morgens aufsteht,

halbblind in die Küche

schleicht und einfach nur schnell

aufwachen möchte? „Für den ist

ganz klar der Vollautomat die richtige

Maschine.“ Oder sind sie der,

der Kaffeetrinken regelrecht zelebriert,

sich bewusst Zeit nimmt,

selbst Hand anlegt und Schluck für

Schluck in vollen Zügen genießt?

„Dafür kommt der Klassiker in

Frage – die Siebträger-Kaffeemaschine“,

sagt Heinrich Ittner, 55,

seit April Inhaber des „Kaffee Centrums“

in Weilheim, das bereits

vor elf Jahren unter dem Namen

„Die E-Werkstatt“ von Norbert

Müller gegründet wurde. Damals

wie heute ist das Fachgeschäft

spezialisiert auf Verkauf, Beratung,

Einweisung und Installation

von Kaffeemaschinen für Privatleute,

Kleingewerbetreibende und

Gastronomen. Darüber hinaus gehören

Reparaturen von Kaffeemaschinen

aller Art zum Service des

Geschäftes an der Sondermayerstraße

2 in Weilheim. „Es gibt bei

uns kaum eine Maschine, die wir

an den Hersteller weiterschicken“,

sagt Ittner. Angefangen beim Problem

des „verklemmten Hebels“,

das in wenigen Minuten an der

Verkaufstheke behoben wird,

über „Verstopfung aufgrund Verkalkung“

bis hin zum „schweren

Fall“. Speziell bei letzterem wird

dann ganz genau analysiert, der

Restwert der Maschine mit den

voraussichtlichen Reparaturkosten

verglichen und abgewogen, ob ein

Neukauf nicht günstiger kommt.

Kunden dürfen im „Kaffee Centrum“ reichlich Probetrinken.

„Hauptsache ehrlich und ideal

auf den Wunsch und die Bedürfnisse

des Kunden abgestimmt“,

so die Philosophie im Weilheimer

„Kaffee Centrum“ mit aktuell rund

2 500 Stammkunden.

Trocken oder

fruchtig-säuerlich?

Auf die Frage, worauf es für einen

perfekten Kaffee ankommt, holt

Experte Heinrich Ittner weiter aus:

Zuallererst spricht er vom „grundverschiedenen

Geschmack“ der

Kunden. „Trinke ich nur Espresso

oder lieber lang? Schwarz oder

mit Milch? Eher trocken oder lieber

fruchtig-säuerlicher?“ Um das

herauszufinden, lässt Ittner seine

Kunden ausgiebig Probe-Schlürfen.

Entscheidend ist letztlich nicht

nur die Wahl der Bohne, von der es

grob betrachtet zwei verschiedene

Sorten gibt. Robusta – die trockene

und stärkere Variante. Arabica –

die fruchtigere und feinere Variante.

Oder die Kombi: Arabica mit Robusta-Anteil.

Die Bohnen kommen

hauptsächlich aus Asien, Süd- und

Mittelamerika sowie Afrika: Meistverkauft

bei Ittner wird derzeit die

Mischung 80 Prozent Arabica und

20 Prozent Robusta. Abgesehen

von der richtigen Bohne hängt der

Kaffee-Geschmack von vielen weiteren

Faktoren ab: Von der Art der

Röstung, die von hell bis sehr dunkel

reicht. Vom Mahlen. „Je hochwertiger

die Mühle, desto besser

das Ergebnis“, sagt Ittner, der

von „scharfen, größeren Schneiden

aus Keramik oder Edelstahl“

spricht, die die Kaffee-Bohnen

sauber durchtrennen und so kaum

Temperatur erzeugen. Durch den

Mahl-Vorgang entsteht nämlich

Wärme, die im ungünstigsten Falle

eine Nachröstung verursacht, „was

wir nicht möchten“. Doch nicht ge-

40 | tassilo


Inhaber Heinrich i Ittner in der Werkstätte: In diesem Falle prüft er die

Elektronik eines zur Reparatur vorbeigebrachten Vollautomaten.

nug: Neben der richtigen Bohne

und einer guten Mühle ist auch

der Härtegrad des Wassers ganz

entscheidend für leckeren Kaffee.

„Ideal sind sechs bis acht Grad

deutscher Härte.“ Und zu guter

Letzt gilt es die Kaffeemaschine auf

die Bedürfnisse des Kunden ideal

einzustellen. Unter anderem, dass

das Brühwasser auf 88 bis 94 Grad

erhitzt, dass zudem der Siebträger

auf mindestens 85 Grad vorgeheizt

wird, und dass das frischgemahlene

Kaffeepulver sehr druckvoll vom

Brühwasser durchströmt wird. „Mit

acht bis neun Bar“, sagt Ittner. Dadurch

würden mehr Aromen und

ätherische Öle gelöst.

Siebträger mit Mühle

ab 1 600 Euro

Eine klassische, qualitativ hochwertige

Siebträger-Kaffeemaschine

ist inklusive guter Mühle

ab 1600 Euro erhältlich. Sie setzt

sich zusammen aus Kaltwasser-

Behälter, „sofern die Maschine

nicht direkt an der Wasserleitung

angeschlossen ist“, einer Pumpe,

die das kalte Wasser in den Kessel

samt Heizung befördert, von

wo das erhitzte Wasser dann in

die Hebelbrühgruppe gelangt. Der

Aufheizvorgang beim ersten Einschalten

kann bis zu 25 Minuten

dauern. Belohnt wird man dafür

mit echt italienischem Kaffee-Ge-

Vollautomaten und Siebträger in allen Größen und Variationen.

nuss. Wichtig zu wissen: Entgegen

der Vollautomaten ist die Mühle

bei Siebträger-Maschinen im Regelfall

nicht im Gehäuse integriert.

Heißt: Die Bohnen in die Mühle

füllen, per Knopfdruck mahlen

lassen, dann das frische Pulver im

Siebträger an die Maschine klemmen.

„Ein Prozess, der für viele

Entspannung und Entschleunigung

aus unserem stressigen Alltag

bedeutet.“ Laut Ittner sei seit gut

einem Jahr ein regelrechter Trend

zu verspüren, wonach sich immer

mehr Menschen wenigstens beim

Kaffee zubereiten und trinken bewusst

Zeit nehmen – also weg

vom Höher, Schneller, Weiter. Wer

morgens grundsätzlich schlecht

aus dem Bett kommt, die 20 bis 25

Minuten lieber zum Schlafen nutzen

möchte, ist jedoch mit einem

Vollautomaten ab rund 800 Euro

besser bestellt.

Aus Deutschland, Italien

und der Schweiz

Ob Vollautomat oder Siebträger –

im „Kaffee Centrum“ gibt’s ausschließlich

qualitativ hochwertige

Kaffeemaschinen zu kaufen, die

sogar in Deutschland, Italien und

der Schweiz entwickelt und produziert

werden. Die Vollautomaten

sind von „Nivona“, Hauptsitz

in Nürnberg, Produktion in der

Schweiz. Die Siebträger von ECM,

Sitz im baden-württembergischen

Neckargemünd, Produktion in Neckargemünd

und Mailand. Dass

Heinrich Ittner, studierter Maschinenbauingenieur,

und sein Mitarbeiter

Gerhard de Biasio, 53,

ehemaliger Rundfunk- und Fernsehtechniker

sowie IT-Experte,

trotzdem regelmäßig mit Billig-

Maschinen aus Asien konfrontiert

werden, „liegt schlichtweg daran,

dass die Leute viel zu oft nicht gut

beraten werden“. Immer wieder

kommen Kunden mit einer defekten

„Supermarkt-Maschine“ vorbei.

„Machen wir natürlich“, sagt

Ittner, der keinen Kunden vor seiner

Ladentüre stehen lässt – egal

ob Genuss- oder Schnelltrinker. js

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november / dezember 2018 | 41


Traditionelle Hutmacherei von Leonhard Wolf

Wie wäre es mit einem

Leinen-Dascherl mit persönlichem

Namensherzerl als

Geschenkidee? Echte Lieblingsstücke

in unterschiedlichen

Formen und Farben,

die man online oder im neuen

Dascherl-Laden erwerben

kann. Ein Besuch lohnt sich

mit Sicherheit.

Bahnhofstraße 35

82377 Penzberg

(neben der Christ-König-Kirche)

Tel. 08856/ 9379768

Vom „Dreher“

bis zum „Wuiderer“

Murnau | Bayernweit gibt es nur

noch wenige traditionelle Hutmacher.

Einer davon ist Leonhard

Wolf, 39, waschechter Murnauer

und eigentlich gelernter Schreiner,

Schnitzer und Drechsler. Wie

er die Leidenschaft für Hüte entdeckte?

„Im Grunde über meinen

Großvater“, sagt Wolf. Der war etwas

kleiner gewachsen. „Und bei

kleineren Menschen sieht ein höherer

Hut schlichtweg besser aus.“

Das wusste Wolfs Großvater, der

seine Trachten- und Arbeitshüte

allesamt eigenhändig in die Höhe

formte, hierfür unter anderem ein

Hutmodell aus Holz drechselte.

Dass Enkel Leonhard seit inzwischen

neun Jahren die Hutmacherei

hauptberuflich ausüben kann,

ist für den dreifachen Familienvater

wie ein erfüllter Lebenstraum.

„Ich habe schon früh gemerkt,

dass ich in meinem gelernten Beruf

als Bauschreiner nicht alt werde,

weil er körperlich extrem anstrengend

ist und über kurz oder

lang auf die Knochen geht.“ So

beschäftigte sich der damals extrem

aktive Trachtler, Musiker und

Goaßlschnalzer immer intensiver

mit dem Herstellen und Formen

von traditionellen Trachten- und

Arbeitshüten. „Einerseits, weil mir

die für mich gekauften Hüte nie

hundertprozentig gefallen haben,

ich eine eigene Note hineinbringen

wollte.“ Andererseits, weil ihn

das Handwerk schlichtweg faszinierte.

So fing er Schritt für Schritt

an, erst für sich, dann für Freunde

und Familie eigene Hüte herzustellen.

Alles nebenher. „Sehr viel

Zahlreiche Rohlinge aus Velours und Loden stapeln sich in den Regalen

der Werkstätte. Leonhard Wolf blickt gerade ins Kundenbuch.

am Wochenende sowie oft unter

der Woche nach Feierabend bis

Mitternacht.“ Weil sich die Qualität

der Hüte mehr als sehen lassen

kann, spricht sich das eigentliche

Hobby von Leonhard insbesondere

unter originalen Trachtlern schnell

herum.

Wartezeit beträgt

momentan ein Jahr

Heute fertigt Leonhard Wolf 20 bis

25 maßgeschneiderte Hüte pro

Woche. Die Wartezeit auf einen

Trachtenhut beträgt derzeit ein

ganzes Jahr. „Ich kann mich wahrlich

nicht beklagen“, antwortet er

auf die Frage, wie er mit der Hutmacherei

um die Runden kommt.

Der Boom zurück zum Traditionellen,

wonach auch viele Nicht-

Trachtler immer mehr Wert auf

eine originelle Tracht für Wiesn-,

aber auch andere Festbesuche

legen, geht auch am Murnauer

nicht spurlos vorbei. Wenngleich

der Kern seiner Kunden nach wie

vor zu rund 90 Prozent aus Trachtlern

und Musikern besteht. Und

die kommen von weit her: Von

Berchtesgaden über das komplette

Allgäu bis hin zum Bodensee, von

Mittenwald bis nach München,

vereinzelt sogar aus ganz Deutschland,

Holland, Italien, England

und den USA. Die Tür sperrt Wolf

trotz stapelweisen Anfragen bewusst

nur drei Mal die Woche auf –

Donnerstag und Freitag von 9 bis

12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie

Samstag von 9 bis 12 Uhr. „In die-

44 | tassilo


In Form bringen: Hier stülpt Leonhard Wolf den noch heißen, frisch aus

dem Dampfkessel geholten Rohling über ein Hutmodell aus Holz.

ser Zeit werden Kundegespräche

geführt.“ Die restlichen Werktage

nutzt Leonhard Wolf für die Fertigung,

die ausschließlich von Hand

erfolgt.

Rohling wird in

Regenwasser getaucht

Arbeitsschritt vier:

Den Hut an den richtigen Stellen

mittels Schnur sauber abbinden.

Das Prozedere des Hutmachens

läuft grob betrachtet stets ähnlich

ab: Zunächst werden im Rahmen

eines persönlichen Gesprächs die

Art und Form des Hutes festgelegt

und das Kopfmaß des Kunden bestimmt

– Wolf misst den Umfang

des Kopfes oberhalb der Ohren

und setzt dem Kunden einen bereits

fertigen Hut in der passenden

Größe auf. Dann bestellt Wolf

aus der weit und breit einzigen

Hutfabrik in Augsburg das in der

gewünschten Farbe vorgefärbte

und grob zurechtgeschnittene

Rohmaterial. Diesen sogenannten

Rohling, meistens bestehend aus

argentinischem Wildhasenfell,

taucht er nun so lange in Brunnenwasser,

bis dieser sich richtig

vollgesaugt hat. Nun wird der

patschnasse Rohling kräftig ausgewunden,

dann ein bis zwei Mal

für kurze Zeit in kochendheißes,

dampfendes Wasser (Dampfkessel)

gegeben. Warum? „Damit

das Material richtig geschmeidig,

dehnbar und somit super gut zu

verarbeiten ist.“ Danach zieht Wolf

den geschmeidigen, noch heißen

Rohling über das zum Kundenwunsch

passende Hutmodell –

eine aus Holz gefertigte Rohform,

die Wolf in sechs verschiedenen

Formen und Größen auf Lager

hat. „Einen Teil habe ich selbst gedrechselt,

einen Teil dazugekauft“,

sagt er. Dieses Hutmodell ist wiederum

auf einer Tour-Maschine fixiert.

Mittels betätigen des Fußpedals

kann Wolf den aufgezogenen

Rohling nun gegen den Uhrzeigersinn

drehend bearbeiten. Erst

bindet er mit zwei Schnüren ab –

einmal an der Kante zur Krempe

und einmal am Rand. Danach legt

er mittels Messingbürste die Haare.

„Ein ganz entscheidender Vorgang,

weil hier der Hut so sauber

gezogen werden muss, damit keine

Falte entsteht.“ Ganz glatt muss

sie also werden, die Hutoberfläche.

Und nun? „Kommt er zum

Trocknen, im Idealfall bei schönem

Wetter draußen an der Sonne.“

Was Leonhard Wolf zwischen diesen

Arbeitsschritten immer wieder

machen muss: Den Hut mit einem

em

speziellen, nach Kleber riechenden

Mittel versteifen. „In der

Regel

zwei bis drei Mal.“ Das

dritte

te

Mal jedoch erst, nachdem seine

Frau die von ihm angesteckte

Kordel samt „Wolfscher Schlaufe“

angenäht hat.

Wetterresistente

sten

ent

te

Arbeitshüte

e

Den überstehenden Rand schneidet der Hutmacher frei und von Hand

ab. Genauigkeit und „ruhig Blut“ sind hier gefragt.

Apropos annähen: Als Innenband

nd

verwendet Wolf seit jeher Stretch

tch

anstelle eines echten Leders.

„Erstens ist Stretch angenehmer

zu tragen,

zweitens verzieht

sich Leder, wodurch

der Hut nach gewisser Zeit

nicht mehr so gut passen würde.“

Und war unerheblich des Modells.

Am mit Abstand meisten verkauft

Leonhard Wolf den auch von ihm

selbst geliebten Dreher, der hinten

aufgebogen und vorne leicht

nach unten gebogen ist. Eigentlich

wird diese Form zur Werdenfelser

Tracht getragen. „Inzwischen aber

tragen diesen Hut so ziemlich alle

Trachtler, weshalb man auf gewissen

Heimatabenden gar nicht

mehr auf Anhieb erkennt, wel-

cher Trachtler aus welcher Region

stammt.“ mt Neben en

weiteren klassischen

Trachtenhüten hüte

für Männer

und Frauen, zum Beispiel

den „Miesbacher“,

die

übrigens

alle aus Velours bestehen, fertigt

Leonhard Wolf auch Arbeitshüte

aus Loden, welche wesentlich

wetterresistenter sind. Aber auch

„Stoaklopfer“ sowie Reit- und

Schützenhüte gehören zu Wolfs

Repertoire. Und wer es richtig

wild und originell möchte, dem

sei ein Modell ans Herz gelegt,

wie es früher nur Wilderer getragen

haben. „Der Hut hat eine

Form, wie sie heutzutage nirgends

mehr zu finden ist.“ Leonhard

Wolf hat hierfür extra nach uralten

Schwarz-Weiß-Bildern gesucht,

um mir die Form dieser extravaganten

Hüte abzuschauen“. Eines

davon

hängt bei ihm im

gemütlich

eingerich-

er

ichteten

ten

Verkaufsraum

raum

direkt neben en der

Werkstätte.

te.

js

november er/dezember ezember 2018 | 45


Big Band der Bundeswehr in Weilheim

Swing, Rock und Pop in Uniform

Weilheim | Marsch- und Orchesterliteratur

finden sich im Programm

der Big Band der Deutschen Bundeswehr

vergeblich. Sie steht für

Swing, Rock und Pop in Uniform

und zählt definitiv zu den besten

und ungewöhnlichsten Show- und

Unterhaltungsorchestren Deutschlands,

ja sogar der Welt. Zu Beginn

des Jahres beispielsweise

sind die 24 Profimusiker bei den

Olympischen Winterspielen in Pyeongchang

aufgetreten, hatten

dort unter anderem einen Auftritt

im Deutschen Haus, der live im

Fernsehen übertragen wurde. Es

folgten unter anderem Konzerte im

Schloss Bellevue, also im „Haus“

des Deutschen Bundespräsidenten,

auf Mallorca sowie in diversen renommierten

Clubs und Theatern in

Deutschland. Umso beachtlicher,

dass dem Bezirk Oberland des

Musikbundes für Ober- und Niederbayern

der Clou gelungen ist,

diese absoluten Ausnahmekönner

an Posaune, Saxophon und Schlagzeug

nach Weilheim zu holen. Am

Dienstag, 11. Dezember, spielt die

Big Band der Bundeswehr unter

der Leitung von Bandleader Timor

Oliver Chadik ab 20 Uhr in der

Stadthalle Weilheim.

Ins Leben gerufen wurde die Big

Band der Bundewehr im Jahre 1971

vom damaligen Verteidigungsminister

und späteren Bundeskanzler

Helmut Schmidt. Er wollte eine

Formation zusammenzustellen, die

in der Lage sei, einen modernen

Sound für eine moderne Armee zu

schaffen. Die Menschen sollten in

den Konzerten die Hits ihrer Zeit,

die großen Klassiker vergangener

Tage und die immer aktuell gebliebene

Swing- und Jazzmusik hören.

Und diese vor mehr als 45 Jahren

ins Leben gerufene musikalische

Konzeption erfreut sich damals wie

heute größter Beliebtheit. Im Geschichtsbuch

der Big Band stehen

sogar Auftritte beim Präsidenten

der Vereinigten Staaten. Und selbst

der Papst habe zum Groove der Big

Band der Bundeswehr mit den Füßen

gewippt und den Fingern geschnipst.

24 Berufsmusiker

an 14 Klangkörpern

Die 24 Berufsmusiker beherrschen

14 verschiedene Klangkörper auf

allerhöchstem Niveau. Unter anderem

an Trompete, Posaune,

Saxophon, Schlagzeug und natürlich

dem Gesangsmikrofon. Für

die großen Auftritte umfasst das

Equipment der Band 70 (!) Tonnen

Material, dass von einer zehnköpfigen

Technikcrew rechtzeitig an den

jeweiligen Auftrittsort verbringt.

Dazu gehören neben den Instrumenten

eine zehn Meter breite

und sechs Meter hohe LED-Wand,

passendes Showlicht, Beschallung,

Kameras, Mikrophone, Bühnen-

Elemente, die gesamte Ton- und

Technikbetreuung und vieles mehr.

Kurz um: Professioneller geht’s

nicht.

Moskau, New York

und Weilheim

Das bedeutendste an der Big Band

der Bundeswehr aber sind nicht die

unzähligen Auftritte in den größten

Städten der Welt wie Moskau,

> > > KO

NZ

ERTK

ARTEN ZU GEWINNEN

New York, Oslo, Madrid, Kapstadt

und Rio de Janeiro, sondern das

Konzept hinter den Auftritten. Seit

Aufstellung der Band spielen die

Musiker ohne Gage. Heißt: Alle

Einnahmen, die im Rahmen der

genialen Auftritte generiert werden,

kommen in Not geratenen

Menschen zu gute. Erspielt wurden

im Laufe der Big-Band-Geschichte

mehr als 20 Millionen Euro. Auch

die Eintrittsgelder beim Konzert in

Weilheim werden wieder für einen

guten Zweck verwendet. Im Vorverkauf

kosten die Karten je nach Kategorie

33,90 Euro oder 28,30 Euro,

ermäßigt 28,30 Euro oder 22,70

Euro. Erhältlich sind die Tickets online

unter www.muenchenticket.de,

beim Kreisboten Ticketservice in der

Kundenhalle der Sparkasse Oberland

in Weilheim, oder telefonisch

unter 0881 / 686-11.

js

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost für das Benefizkonzert der Big

Band der Deutschen Bundeswehr am Dienstag, 11. Dezember, um 20

Uhr in der Stadthalle Weilheim 3 x 2 Karten. Schicken Sie uns bis Donnerstag,

15. November, eine Postkarte mit dem Stichwort „Big Band

Bundeswehr“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine

E-Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

46 | tassilo


Artistik-Ensemble Vaganti mit neuer Show

Der Tristesse entfliehen

Weilheim | Seit fast 20 Jahren begeistert

das Show-Team Vaganti

sein Publikum mit emotionalen

Choreografien, einem schier endlosen

Ideenreichtum und sportlicher

Eleganz. Zwei junge Schwestern

haben sich damals mit einer

Handvoll Jugendlicher auf einen

außergewöhnlichen Weg gemacht,

um ihre Vision von poetischen Ideen

und Geschichten in artistische

Bilder auf der Theaterbühne umzusetzen.

Seit fast zwei Jahrzenten

also bereichert die Artistikgruppe

Vaganti das kulturelle und sportliche

Leben in Weilheim. Aber auch

außerhalb der Kreisstadt und sogar

auf internationaler Ebene konnte

sich die junge Truppe von Artisten

und Lebenskünstlern mit ihren

charakteristischen Darbietungen

schnell einen Namen machen.

Dank der Leidenschaft und der

Ambitionen der jungen, begeisterungsfähigen

Menschen kann

Vaganti heute auf viele besondere

Momente zurückblicken

Einer dieser Momente soll auch die

neue Show werden, mit welcher

Vaganti bereits in den Startlöchern

steht. „The Streets – Art of Life“, so

der vielsagende Titel des Spektakels.

Mit Vaganti

raus aus dem Alltag

Jeder kennt das: Es gibt Tage, an

denen man voller Energie und Tatendrang

ist. Man könnte Bäume

ausreißen oder gar Berge versetzen.

Und dann gibt es wiederum

jene Tage, an denen man am liebsten

im Bett liegen bleibt und sich

mit nichts als dem Inneren seiner

Augenlieder beschäftigen möchte.

Jeder Kommentar seines Gegenübers

wird als Angriff auf die eigene

Person gewertet, die ganze

Welt erscheint in einem traurigen

Grau. Die Monotonie des Alltags

wirft ihren langen Schatten voraus

und man stellt sich die Frage: Ist

das schon alles? Bei „The Streets –

Art of Life“ nimmt Vaganti seine

Zuschauer mit auf eine Reise –

> > > VAGANTI-TICKETS ZU GEWINNEN

einen Ausbruch aus dieser Tristesse.

Es geht an Orte, an denen

die Illusion der Realität erlaubt,

fantastisch zu sein.

60 Artisten

auf der Bühne vereint

Vaganti präsentiert „The Streets –

Art of Life“ am Wochenende, 2.

bis 4. November, im Stadttheater.

Freitag um 20 Uhr, Samstag um

17 und 20 Uhr sowie am Sonntag

um 15 und 18 Uhr. Idee und Choreographien

stammen vom neuen

Trainer und kreativen Kopf der

Gruppe, Enzo Mandara. Zusammen

mit Benjamin Stahl vereint er über

60 Artisten auf der Bühne, auch die

Kinder- und Jugendakrobatikgruppen

„Movenia“ und „miniVaganti“

sind mit von der Partie. Anhand

von Akrobatik, Tanz, Jonglage und

Comedy wird in der Show Banales

zur Kunst und der graue Alltag in

ein spannendes, einzigartiges Erlebnis

verwandelt. Die Künstler

sind zwischen fünf und 35 Jahre

alt und zeigen, was sich mit Zusammenhalt,

Vertrauen, Einfallsreichtum

und Spaß am Sport alles

erreichen lässt.

tis

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost 2 x 2 Tickets für die Vaganti-Vorstellung

von „The Streets – Art of Life“ am Sonntag, 4. November, um

15 Uhr. Wer diese gewinnen möchte, schickt eine Postkarte mit dem

Stichwort „The Streets“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting oder

eine E-Mail an info@tassilo.de. Schnell sein lohnt sich in diesem Fall,

da das Gewinnspiel bereits am Mittwoch, 31.10., endet. Wie immer

entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Detailierte

Infos zur Show unter www.vaganti.de oder auf deren Facebook- bzw.

Instagram-Seite. Karten gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (ermäßigt:

12 Euro) beim Kreisboten-Ticketservice in der Sparkasse Weilheim.

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november / dezember 2018 | 47


2019er-Tourauftakt in Penzbergs Stadthalle

Hits aus 50 Jahren Austropop

Penzberg | Österreich ist nicht

nur für seine kulinarischen Leckerbissen

wie etwa Sachertorte,

Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel

bekannt, sondern ebenso für seine

herausragenden Musiker. Allen

voran ist hier sicherlich Wolfgang

Amadeus Mozart zu nennen, dessen

Werke auch über 200 Jahre

nach seinem Tod noch Konzerthäuser

auf der ganzen Welt füllen.

Auch Udo Jürgens, der zwischen

Schlager und deutschsprachigen

Chanson hin- und herpendelte,

stammte aus der Alpenrepublik.

Die Liste ließe sich noch beliebig

erweitern, etwa mit Interpreten

wie Falco, Wolfgang Ambros, Georg

Danzer, Rainhard Fendrich oder

Bands wie „S.T.S.“ oder die „Erste

Allgemeine Verunsicherung“.

Letztere haben eines gemeinsam:

Sie alle gehören einem speziellen

österreichischen Genre an, welches

gegen Ende der 1960er Jahre

entstanden ist: der Austropop.

Zahlreiche brillante Songschreiber

und Künstler gingen aus dieser

musikalischen Entwicklung hervor.

Seit Dezember 2013 zeigt die Show

„I am from Austria“, dass die Liebe

zum Austropop auch in Deutschland

ungebrochen ist. Am Samstag,

26. Januar, auch erstmals in

der Penzberger Stadthalle – gleichzeitig

der Auftakt zur Tour 2019.

Eine Reise durch die

Musikgeschichte

„I am from Austria“ soll nicht nur

Show sein, sondern eine Hommage

an ein ganzes Lebensgefühl

inklusive den größten Hits aus 50

Jahren Austropop. Es ist eine musikalische

Reise durch das schier

unerschöpfliche Repertoire des

Genres. Selbstverständlich dürfen

dabei Klassiker wie „Großvater“

(S.T.S.), „Weiße Pferde“ von Georg

Danzer oder „Skifoan“ von

Wolfgang Ambros nicht fehlen. Es

werden aber auch Lieder gespielt,

die zwar nicht den ganz großen

kommerziellen Erfolg erzielt haben,

aber dennoch unter die Haut

gehen: Karl Preyers „Romeo und

Julia“, Ostbahnkurts „Feuer“, Hubert

von Goiserns „Weit weit weg“

oder „Flying high“ von Opus. Es ist

nur ein kleiner Auszug der Liste an

Titeln, die das Publikum an diesem

Abend erwarten darf. Da selbst ein

ganzes Konzert nicht ausreichen

würde, allen Künstlern gerecht zu

werden, wurden einige Songs in

klug arrangierte Medleys gepackt,

um auch tatsächlich alle Meilensteine

der österreichischen Musikgeschichte

aufzugreifen.

Kartenvorverkauf hat

begonnen

Mittlerweile touren die sechs Musiker

von „I am from Austria“ seit

2013 durch Bayern und die gesamte

Republik und sorgen dabei regelmäßig

für ausverkaufte Hallen.

„Normalerweise spielt die Band

nicht unter 800 Personen, uns ist

es aber gelungen, den Tourauftakt

2019 nach Penzberg zu holen“,

freut sich Josef Hofrichter, mit seiner

„Event-AgenTour Starnberger

> > > KARTEN-VERLOSUNG

See“ Veranstalter des größten

Austropop-Spektakels Europas.

Die Stadthalle Penzberg öffnet am

Samstag, 26. Januar, seine Türen

um 18 Uhr, das Konzert beginnt

schließlich um 20 Uhr. Karten gibt

es im Vorverkauf für 36 Euro bei

der Buchhandlung Rolles, beim

Kreisboten/Gelben Blatt Penzberg

und Weilheim oder online über

Eventim (www.eventim.de). Zudem

hält die Internetseite der „Event-

AgenTour Starnberger See“ sämtliche

Informationen bereit (www.

event-agentour.de). An der Abendkasse,

soweit noch vorhanden, gibt

es die Karten für 39 Euro. „Weu’sd

a Herz hast wie a Bergwerk“ von

Reinhard Fendrich wird beim Konzert

sicherlich auch nicht fehlen.

Ein Song, der den Austropop und

die Stadt Penzberg verbindet, wie

kaum ein anderer.

tis

„tassilo“ verlost 2 x 2 Karten für den 2019er-Tourauftakt von „I am

from Austria – The Show“ am Samstag, 26. Januar, in der Penzberger

Stadthalle. Wer die begehrten Tickets gewinnen möchte,

schickt bis 15. November eine Postkarte mit dem Stichwort „Austropop“

an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail

an info@tassilo.de. Wie immer entscheidet das Los, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg.

48 | tassilo


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Silberreiher besucht immer häufiger unsere Region

Mäusefressender

Zeitlupen-Flieger in Reinweiß

Tassiloland | Der Graureiher, im

Volksmund „Fischreiher“ genannt,

ist hier in der Region seit jeher

heimisch. Doch vor allem Fischern

fällt zunehmend auf, dass sich

unter dem grauen Reiher auch

immer häufiger komplett weiße

Reiher mischen. Gemeint ist der

Silberreiher: Bis zu 1,90 Meter

Flügelspannweite, 90 Zentimeter

Körpergröße und 1,7 Kilogramm

Gewicht. Sein Gefieder ist von

Kopf bis Bein schneeweiß. Lediglich

sein gelb-orangener Schnabel

sowie seine dunkelfarbenen Beine

und Füße heben sich vom restlichen

Körper farblich ab. „So ein

reinweißer Vogel ist schon etwas

Besonderes“, sagt Vogelexperte

und Ammersee-Gebietsbetreuer

Christian Niederbichler. Noch beeindruckender

aber seien einige

seiner Verhaltensweisen: „Beim

Jagen erstarrt er regelrecht zu einer

dünnen Säule, bleibt solange

regungslos stehen, bis die Beute

dicht an ihm vorbeikrabbelt oder

-schwimmt.“ Dann, wie von der

Tarantel gestochen, schnappt er

blitzartig zu.

Er brütet

am Plattensee

Auf seiner Speisekarte stehen Insekten,

Amphibien und Süßwasserfische

aller Art, weshalb er

häufig im Uferbereich kleiner und

großer Binnenseen steht. Darüber

hinaus jagt er gerne nach Mäusen,

weshalb er sich auch auf Wiesen

und Stoppeläckern aufhält. „Das

ist auch der Grund, warum ihn

Landwirte und Spaziergänger

immer wieder mit dem Storch

verwechseln“, sagt Christian Niederbichler,

der sich schon immer

für heimische Vögel aller Art interessierte,

den Silberreiher „zu

meiner Jugendzeit aber nie gesehen

habe“.

Dabei wurde er erstmals am Ammersee

gesichtet im Jahre 1948.

Danach jedoch erst wieder 1965

und ohnehin nur vereinzelt. Regelmäßiger

in der Gegend ist

er erst seit Mitte der 1980er Jahre,

in höherer Anzahl seit 1998.

„2004 zum Beispiel wurden nur

im Bereich zwischen Weilheim

und Grafrath 50 Stück gezählt“,

sagt Christian Niederbichler. 2015

waren es im gleichen Gebiet sogar

über 70. Vergangenes Jahr

immerhin 55. Interessant dabei:

Dass die Höchstbestände immer

nur zu bestimmten Zeiten gezählt

wurden.“ Heißt: Der Silberreiher

ist hier in der Region immer nur

zu Besuch. „Entgegen anderer Vögel

aber zu total unterschiedlichen

Zeiten.“ Weißstörche beispielsweise

– von wenigen Ausnahmen

abgesehen – fliegen in immer größer

werdenden Gemeinschaften

während ihres Zugfluges bis nach

Afrika, um dort zu überwintern.

Der Silberreiher aber wurde hier

in der Region zu fast allen Jahreszeiten

gesichtet. „Am häufigsten

zwar von Anfang Herbst bis Ende

Oktober“, sagt Niederbichler. „Ich

habe aber auch schon vier Silberreiher

mitten im Winter angetroffen.“

Wo? „Bei einer Führung

am Ammersee-Südende.“ Es war

Anfang Januar, wildes Schneegestöber,

als Niederbichler die vier

Silberreiher mit eingezogenen

Hälsen dem Sturm trotzend begegnete.

Kurz um: Vereinzelt ist

der Silberreiher das ganze Jahr

über im Tassiloland anzutreffen,

etwas stärker im Frühjahr und am

häufigsten Ende Oktober. Seinen

Nachwuchs brütet der größte Reiher

der Region jedoch bevorzugt

in Südosteuropa aus. „Die uns

nächsten Brutvorkommen liegen

am Plattensee und am Neusiedler

See “, sagt Christin Niederbichler,

dem keine einzige Silberreiher-

Brut in der Gegend bekannt ist.

Trocknen im Süd-Osten

die Binnenseen aus?

Warum er trotzdem immer wieder

und immer häufiger hierzulande

vorbeikommt? „Das könnte mit

dem Klimawandel zu tun haben,

weil einige Binnengewässer in

Süd-Ost-Europa im Hochsommer

austrocknen, er deshalb zum Jagen

unsere noch reichlich mit

Wasser gefüllten Seen aufsucht.“

Aber auch mit dem Zerstreuungsflug

der Nachkommen. Gründet

ein Silberreiher-Pärchen, das übrigens

im Wechsel die im Schilf-

50 | tassilo


Die Markenzeichen des Silberreihers sind der gelbe Schnabel, die

schwarzen Beine und Füße sowie ein reinweißes Gefieder.

gürtel abgelegten Eier in einem

bis zu einem Meter Durchmesser

großen Nest ausbrütet, eine Familie,

bleibt diese zunächst für einige

Monate zusammen. Dann aber

fliegen die Jungen aus – und zwar

in grundverschiedene Richtungen.

Eine führt offensichtlich, oder besser

gesagt zwangsläufig, ins Tassiloland,

wo dank zahlreicher Seen,

Fischteichen, kleineren Bächen

sowie Feldmaus-geprägten Wiesen

und Äckern jede Menge leckere

Nahrung für den langhalsigen

Vogel vorhanden ist. Dass der

Silberreiher auch ein leidiges Übel

für Fischer und Fischzüchter sein

kann, liegt aufgrund seiner bevorzugten

Speisen auf der Hand. Ein

großer Schaden für Fischbestände

geht jedoch vom Silberreiher laut

einer Studie aus der Oberpfalz

nicht aus. „Weshalb er nicht zum

Abschuss freigegeben ist“, sagt

Christian Niederbichler. Selbstverständlich

sei der eine oder andere

Fischer nicht angetan, wenn

ihm ein Silberreiher Fische vor

der Nase wegschnappt. Umso erfreuter

dürfen aber die Landwirte

sein. „Ich habe von einem Ornithologen

gelesen, der in Raisting

intensiv den Silberreiher bei der

Jagd nach Mäusen beobachtet

hat – alle fünf Minuten packte der

Vogel zu.“ Eine erstaunlich hohe

Fangquote. Ein weiteres Highlight

des Vogels ist seine Art zu fliegen.

Der Silberreiher hat im Vergleich

zu ähnlichen Vögeln einen extrem

langsamen Flügelschlag, der

in Fachbüchern als langsam und

majestätisch beschrieben wird.

„Zeitlupenhaft, was fast ein bisserl

geisterhaft wirkt“, sagt dazu Niederbichler,

der dieses einzigartige

Flugverhalten immer wieder mit

größter Begeisterung zur Kenntnis

nimmt, wenn er für sich oder mit

einer Gruppe Interessierter auf

Vogelbeobachtung im Tassiloland

unterwegs ist.

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Eberfing | Mehr als 3 000 Wirtshäuser

haben die vergangenen

20 Jahre bayernweit zugesperrt.

Gründe dafür gibt es viele. Vor 30

Jahren beispielsweise sind nicht

nur zahlreiche Rentner, sondern

auch viele Angestellte nach getaner

Arbeit zum Tagesauklang ins

Wirtshaus. Ratschen, Karten spielen,

eine frischgezapfte Halbe Bier

genießen. Heute dagegen sind

dutzend anderweitige Freizeitangebote,

die es damals noch nicht

gab, beliebter bei Jung und Alt.

Und nach dem Training? Ab ins

Vereinsheim, wo Getränke und Essen

– wenn auch einfachste Küche

– günstiger sind und zumindest

den kleinen Hunger trotzdem stillen.

Die Lust auf ein leidenschaftliches

Vier-Augen-Gespräch? In

Zeiten von WhatsApp und Facebook

viel zu aufwändig und kompliziert

– für Kinder und Jugendliche

sowieso.

Aber auch Eltern

und Großeltern

kommunizieren

immer

häufiger über Smartphone und

Tablet. Kurzum: Traditionelles

„Stammtisch-Getratsche“ ist sowas

von vorgestern, weshalb gerade

Wirtshäusern in kleineren

Ortschaften die für den Umsatz

notwendige Stammkundschaft

fehlt. „Hinzu kommen strenge

Auflagen für uns Wirtsleute, verbunden

mit immer mehr Bürokratie“,

sagt Bernhard Schmidt-

Pauly, 29, und seit 2016 Pächter

der Eberfinger Post. Dass der gelernte

Koch und ehemalige Betriebsleiter

des Hacker Pschorr

Bräustüberls in München trotz

aller Schwierigkeiten dieses traditionelle

Wirtshaus grundsolide

über Wasser halten kann, ist zwei

Gründen zu verdanken: Guter Arbeit.

Und einem klugen Konzept

der Eberfinger Gemeinde.

Vereinsmitglieder

bleiben auf ein Bier

Die hat das seit 1481 existierende

Wirtshaus, das von 1881 bis 1998

im Besitz einer Familie Landes

war, aufgrund fehlender Nachfolge

gekauft. Und es 2007 umgebaut

zu einem Gemeindezentrum.

Seither

befinden sich in diesem zentral

gelegenen Gebäude neben der

traditionellen bayerischen Wirtschaft

folgendes: Eine Kegelbahn

für die Kegler. Ein Schützenstand

für die Schützen. Und ein großer

Proberaum für Musikkapelle und

Trachtenverein. Darüber hinaus

nutzen der Eberfinger Gartenbauverein

sowie der Frauenbund

einen der zahlreichen Räumlichkeiten

im Wirtshaus für regelmäßige

Versammlungen und Treffen.

Für Wirt Schmidt-Pauly heißt das:

Dass bei uns im Grunde jeden

Tag von Haus aus was los ist, auch

ohne Gäste von auswärts.“ Und

zwar auch so, dass das Wirtshaus

davon profitiert, weil einige Musiker,

Trachtler, Schützen und Kegler

nach dem Proben nicht gleich

nach Hause fahren, sondern sich

noch auf ein, zwei Bier und ein

gutes Abendessen in die Wirtsstube

setzen – zu den allgemeinen

Preisen wohlgemerkt. Gepaart

mit guten Köchen und eingespielten

Servicekräften, dessen älteste

Bedienung seit 45 Jahren in der

Eberfinger Post arbeitet, läuft das

Geschäft sehr zufriedenstellend.

Denn neben den dorfeigenen Gästen

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52 | tassilo


Beliebtes Wirtshaus mit erfolgreichem Konzept: Der Gasthof zur Post in

Eberfing dient unter anderem als Treffpunkt für diverse Vereine.

Stammkunden im Umkreis von bis

zu 50 Kilometern das Wirtshaus

mit dem außergewöhnlichen Konzept.

Großer Biergarten

und Burgertag

Neben Schützenstand, Kegelbahn

und Probeheim für Trachtler und

Musiker bietet die Eberfinger Post

einen großen Saal mit 200 oder

aufgeteilt 150 und 50 Sitzplätzen,

zwei Gaststuben mit 45 und 40

Plätzen, einen Konferenz- und

Tagungsraum mit 30 Plätzen sowie

einen großen, gemütlichen

Biergarten mit 140 Plätzen. Darüber

hinaus sechs Gästezimmer

und eine Ferienwohnung. Auf der

Karte stehen nahezu ausschließlich

klassisch bayerische Gerichte

wie Schweinsbraten, saures

Lüngerl oder Kalbsrahmbraten.

„Wir verzichten bewusst auf Exotisches,

achten dafür umso mehr

auf gleichbleibend gute Qualität –

unter anderem mit Fleisch von

Metzgern aus der Region.“ Darüber

hinaus locken neben täglichem

Mittagsmenü mit jeweils

vier verschiedenen Gerichten

Aktionstage: Am Dienstag gibt’s

Schnitzel. Am Mittwoch Burger,

„was vor allem bei den jungen

Leuten sehr gut ankommt“. Am

Donnerstag Leberkäse. Am Freitag

Kaiserschmarrn. Und am Sonntag

Spanferkel.

Dass die Zeiten für Wirt Schmidt-

Pauly trotz regelmäßiger Gäste

aus Eberfing und Umgebung dennoch

nicht immer leicht sind, liegt

vor allem an den immer strengeren

Auflagen, die Wirtsleute von

Seiten des Staates aufgebrummt

bekommen. Hören die „Alten“

auf, machen die „Jungen“ oft deshalb

nicht weiter, weil dann der

sogenannte Altbestandsschutz

seine Gültigkeit verliert. Heißt:

Die alten, urigen Säle und Stüberl

müssen generalüberholt und den

neuesten Brandschutzauflagen

angepasst werden. Kommt nun

auch noch der Denkmalschutz ins

Spiel, was bei nahezu allen alten

bayerischen Wirtshäusern der Fall

ist, sind Um- und Ausbauten aus

hauseigener Finanzkraft heraus

nahezu unmöglich. Darüber hinaus:

Bürokratie über Bürokratie,

die auch Schmidt-Pauly täglich

für drei bis vier Stunden an den

Bürostuhl fesselt. „Meistens geht

dafür meine Freizeit drauf, weil

ich während der Öffnungszeiten

meiner eigentlichen Aufgabe im

Service und der Küche nachzukommen

habe.“ Nur ein Beispiel

der Büroarbeit: Wirtshausbetreiber

haben eine Dokumentationspflicht

zu erfüllen, wonach jeder

Arbeitsschritt ihrer Mitarbeiter

festzuhalten ist. Warum? Damit

in Sachen Arbeitsrecht alles seine

Ordnung hat. „Einerseits richtig,

um Ausbeutung von Köchen und

Service-Leuten zu verhindern.“

Andererseits schwer nachvollziehbar

aus Betreibersicht, handelt es

sich schließlich um ein Gewerbe,

in dem im Grunde der Gast aufund

zusperrt und Überstunden

nun mal dazugehören wie der

Schaum aufs frischgezapfte Bier.

Noch dazu sind Wirtsleute keine

gelernten Bürokräfte, die logischerweise

schier am Verzweifeln

sind mit der Verwaltung endloser

Regelungen, gleichzeitig aber

kein Geld übrig haben für eine

reine Bürokraft. Ein Teufelskreis.

Auszeichnung vom

Freistaat

Umso erfreulicher, dass die harte

Arbeit ab und an auch mal von

Seiten des Gesetzgebers belohnt

wird. Das Konzept der Eberfinger

Post wurde neulich vom Freistaat

Bayern für erfolgreichen Kampf

gegen das Wirtshaussterben ausgezeichnet.

Es beweist nämlich

eindrucksvoll, dass mit der Integration

von Vereinen ins Wirtshaus

die gute alte bayerische Wirtshauskultur

sehr wohl aufrechtzuerhalten

ist – selbst in so kleinen,

beschaulichen Dörfern wie Eberfing,

wo nur 1300 Menschen leben

und aufgrund der abgelegenen

Lage kaum Durchgangsverkehr

herrscht.

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november / dezember 2018 | 53


Dirk Pasewaldt steuert Riesen-Kran an der Echelsbacher Brücke

Blind, 65 Meter hoch und ohne Pinkelpause

Rottenbuch | Die Sanierung der

Echelsbacher Brücke läuft auf

Hochtouren. Für Dirk Pasewaldt

heißt das: Arbeit über Arbeit. Der

52-Jährige steuert seit Juli einen

der zwei monströsen Kräne auf

dieser geschichtsträchtigen Baustelle.

„Den auf der Rottenbucher

Seite“, sagt der aus Arnstadt in

Thüringen Stammende, der von

Montag bis Freitag in einem Gasthaus

in Bernbeuren untergebracht

ist. Heißt: Aufstehen um 5.45 Uhr,

fertig machen, 20 Minuten mit

dem Auto zur Baustelle fahren,

nochmals aufs Klo gehen und dann

auf in eine 20-minütige Trainingseinheit:

Um das Führerhaus des

„Obendrehers“ zu erreichen, muss

Pasewaldt zunächst 157 Stufen die

Ammerschlucht hinabsteigen, um

zur Plattform des Kranes zu gelangen,

ehe es für ihn dann 190

(!) Stufen nahezu senkrecht wieder

hinaufgeht. Dass Pasewaldt

eigentlich Höhenangst hat, klingt

zunächst nach einem schlechten

Scherz. „Ist aber Fakt“, sagt er und

grinst. Allerdings nur dann, wenn

um ihn herum alles frei ist und

ihm Leiter oder Gerüst nicht sicher

genug erscheinen. „Auf eine zwei

Meter hohe Leiter, ungesichert

angelehnt an einer Hauswand,

bringst du mich nicht hoch.“ Weil

die vielen, aneinandergereihten

Treppen zur Kranspitze hinauf umbaut

sind von einem Gitterkäfig,

„habe ich aber keine Probleme“.

Pasewaldt besteigt sein „Baby“

sogar ungesichert, was ihm bei

dieser Konstruktion auch erlaubt

ist. Lediglich Bauhelm, Sicherheitsschuhe

und Baujacke im Warnwesten-Style

sind Pflicht für den allmorgendlichen

Kletter-Akt. Oben

im Führerhaus ist er dann komplett

54 | tassilo

Baustellenblick aus Kranfahrersicht — in 65 Metern Höhe.

alleine, nur mittels Weitblick, Funk

oder Smartphone in Kontakt mit

Kollegen, Freunden und Familie.

„Theoretisch könnte ich da oben

nackig arbeiten, das würde niemand

mitbekommen.“

Steuern über

Funkanweisungen

Dirk Pasewaldt hat einen ausgeprägten

gesunden Humor. Sobald

er aber oben sitzt im Führerhaus,

ist er absoluter Vollprofi, der ganz

genau weiß, wie er in welcher Situation

den riesigen Kran zu steuern

hat. „Die größte Schwierigkeit

von so weit oben ist, die Distanzen

richtig einzuschätzen.“ Noch wesentlich

schwieriger ist, Material,

Maschinen oder Personenkorb

blind zu befördern. „Ab einer gewissen

Position kann ich meine

am Haken hängende Ladung nicht

mehr sehen, weil sie zwischen der

zu sanierenden Brücke und der Behelfsbrücke

verschwindet.“ In diesem

Falle erfolgt das Steuern auf

Anweisungen des Bodenpersonals,

das per Funkgerät mit Pasewaldt in

ständigem Kontakt ist – vorausgesetzt,

beide Seiten haben ausreichend

Empfang. „Es kommt immer

wieder zu Funkverbindungs-Störungen.“

Was Pasewaldt dann

macht? „Nichts. Den Kran so lange

an dieser Position halten, bis die

Anweisungen wieder durchkommen,

was auch mal längere Zeit

dauern kann.“ Und Nerven kostet.

Doch gerade dann zeigt sich,

wie gut geeignet ein Kranfahrer

für diesen naturbelassenen, steil

abfallenden und schwer zu überblickenden

Baustellen-Ort wirklich

ist. Gute Augen, ausgeprägtes

technisches Verständnis undumliches

Vorstellungsvermögen, top

Koordination und enormes Feingefühl

in den Händen und Fingerspitzen

sind notwendig für den Beruf

des Kranfahrers. Pasewaldt besitzt

diese Eigenschaften, obwohl er

bei einem Unfall vor vielen Jahren

Dreiviertel seines rechten Daumens

verlor. Und obwohl er erst seit 2016

Kräne dieser Art steuert, zu diesem

Beruf als absoluter Quereinsteiger

gekommen ist.

Vom „Knöpfledrücker“

zum Kranfahrer

Als gelernter Zerspanungsmechaniker

war er irgendwann nur

noch „Knöpfledrücker“ an einer

CNC-Maschine, was ihm viel zu

monoton wurde. So wechselte

er auf den Bau, absolvierte 2008

den Brückenkran-Schein und 2016

den auch für die „Echelsbacher“

notwendigen Turm-Kran-Schein –

eine Woche Theorie, zwei Wochen

Praxis mit Abschlussprüfung. Pasewaldt

hat natürlich bestanden,

was seine Referenzen eindrucksvoll

unterstreichen: Alexanderplatz

Berlin, Hafenkante Hamburg

und jetzt die Echelsbacher Brücke

mit Blick auf die Zugspitze. „Berlin

war der Hammer, direkt neben

dem Fernsehturm, wo die Leute

viel Geld für diese geniale Aussicht

über die Hauptstadt bezahlen.“ Pasewaldt

überblickte Berlin bei Tag

und Nacht umsonst. In diesem Falle

sogar aus 75 Metern Höhe. Viel

kleiner ist sein rund 120 Tonnen

schweres „Baby“ an der Echelsbacher

Brücke aber auch nicht: 65

Meter hoher Turm, 81,4 Meter langer

Ausleger, 30 Meter langer Gegenausleger

mit knapp 32 Tonnen

Gegengewicht aus Beton. Der Kran

hebt über eine „Katze“ und ein

speziell gewebtes und gebundenes

Stahlseil bei 26 Metern Auslegung

bis zu 20 Tonnen, bei maximaler

Auslegung von rund 80 Metern

noch immer 5,4 Tonnen. Das Führerhaus

mit großer Glasscheibe

für Rundumsicht beinhaltet einen

Schaltkasten für Elektronik, einen

verstellbaren, ergonomischen Fahrersitz

für eine Person, ein Steuerpult

sowie Display. Gesteuert wird

der Kran über zwei T-Joysticks. Mit

dem rechten „Stick“ wird der Haken

auf- und abgesenkt, mit dem

Linken die „Katze“ vor- und zurückgefahren,

nach rechts und nach

links gedreht. Ein Knopf auf der

rechten Seite dient zur Geschwindigkeitsregulierung

– maximal fünf

Stundenkilometer. Mittels Knopf

auf der linken Seite wird die Feststellbremse

für den Ausleger aktiviert.

Fixiert ist der Kran auf einer

Dirk Pasewaldt hat nur ohne Geländer

Höhenangst. Auf dem Ausleger seines

Riesenkrans fühlt er sich pudelwohl.


Baustelle von oben: Die Sanierung der Echelsbacher Brücke.

eigens errichteten Plattform. „Das

kann man sich wie einen Christbaumhalter

vorstellen.“ Ein Kreuz,

das mit schweren Gewichten stabilisiert

wird. Alternativ werden Kräne

in dieser Größenordnung sogar

einbetoniert – so auch der andere

Kran auf der Bad Bayersoier Seite.

Zu Feierabend auf

„windfrei“ stellen

Letztlich transportiert werden

durch Pasewaldts Geschick unter

anderem 14 Tonnen schwere Bauteile

für Auf- und Abbau des anderen

Krans, fünf Tonnen schwere

Abbruchteile, drei Tonnen schweres

Holz für die Errichtung notwendiger

Plattformen und Hangsicherungen,

diverses Baumaterial,

Baumaschinen sowie Bauarbeiter

im Personenkorb. Die Ladungen

werden je nach Inhalt und Form

unterschiedlich fixiert. Mit Ketten,

Gurten oder Seilen, die farblich

unterschiedlich markiert oder mit

einem Markierungsschild versehen

sind. „Damit ich von oben gut einschätzen

kann, was gerade an meiner

Katze hängt.“ Und Pasewaldt

ganz genau weiß, wie vorsichtig

er im Detail wirklich agieren muss.

Allen voran bei stärker werdendem

Wind, „den wir bei maximal 40

Stundenkilometern bisher Gott sei

Dank noch nicht hatten.“ Trotzdem

bewegt sich der Turm des Krans

leicht hin und her. „Beim ersten

Mal wird dir dabei ganz schön mulmig.“

Unmöglich zu arbeiten wird

es allerdings erst ab Windstärke 7,

also rund 60 Stundenkilometern.

Damit der „Riese“ dann trotzdem

stehen bleibt, muss Pasewaldt –

wie immer zu Feierabend – den

Modus „windfrei“ aktivieren. In

diesem Zustand kann sich der Kran

frei bewegen, sich also immer in

Richtung „mit dem Wind“ drehen.

Damit sich die beiden Kräne an

der Echelsbacher Brücke in diesem

Modus nicht berühren, werden die

„Katzen“ nah ans Führerhaus gefahren.

Die Ausleger an sich überschneiden

sich so oder so nicht, da

der Kran auf Bayersoier Seite zwar

gleich groß, aber in deutlich höherer

Lage positioniert ist.

Zwölf Stunden pausenlos

im Führerhaus

Inzwischen hat Dirk Pasewaldt auch

diesen Arbeitstag erfolgreich überstanden

und zwar ohne Pinkelpause.

„Es gibt welche, die stellen

sich ein Dixi-Klo auf den Ausleger

oder nehmen sich eine Campingtoilette

mit hoch.“ Er selbst habe

sich – kein Scherz – angewöhnt,

bis zu zwölf Stunden ohne Klogang

durchzuhalten. „Das funktioniert.“

Heißt: Pasewaldt bleibt von früh

bis spät in seinem Führerhaus, verbringt

dort oben übrigens auch die

Mittagspause. „Zwei Mal am Tag

diese Stufen hoch- und runtersteigen

reicht mir vollkommen aus.“

190 vom Führerhaus zur Plattform,

157 hoch zum Auto. Trotz Höhenangst.

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november / dezember 2018 | 55


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Poetry Slam im Tassiloland

Aus Liebe zur Poesie

Tassiloland | Ein Poetry Slam –

man könnte auch Dichterwettstreit

oder etwas martialisch

Dichterschlacht sagen – ist ein

literarischer Vortragswettbewerb,

bei dem selbst geschriebene Texte

innerhalb einer bestimmten

Zeit einem Publikum vorgetragen

werden. Im Gegensatz zu einem

Offenen Mikro, einer Offenen

Bühne oder einer traditionellen

Lesung stehen die einzelnen Teilnehmer

eines Poetry Slams untereinander

im Wettbewerb. Die Folge:

Das Publikum wird eingeladen

mitzufiebern und genau hinzuhören,

da es die Zuschauer sind,

die am Ende den Sieger küren.

Der Wettbewerb soll dem Dichter,

auch „Slammer“ oder „Slampoet“

genannt, zudem Rückmeldung

geben und als Ansporn für die zukünftige

Arbeit an Texten dienen.

Im Großen und Ganzen zählt jedoch

vorrangig der Spaß am Texten

und die Liebe zur Poesie.

„Fantasie und

Bock auf die Bühne“

Julia Engelmann, so etwas wie

der kommerzielle Superstar unter

den Poetry-Slammern, dürfte

nicht nur eingefleischten Fans ein

Begriff sein. Vor allem wie die

mittlerweile 26-Jährige beim Bielefelder

Hörsaalslam im Jahr 2013

die Zuhörer zu einem bewussten

Nutzen der Zeit aufruft. Den Text

hatte sie an das Lied „One Day“

des israelischen Folk-Rock-Musikers

Asaf Avidan angepasst – ein

virales Phänomen. Dabei sei es

„nochmal komplett anders, einen

Poetry Slam live zu erleben als

auf einem Youtube-Video“, wie

Mic Mehler verrät. Gemeinsam

„Slammaster“ Mic Mehler von Reimrausch (rechts kniend) nach einem

lustigen, emotionalen, stimmungsaufgeladenen Poetry Slam.

mit Christoph Hebenstreit bildet

er das Duo Reimrausch, welches

seit 2010 ein wenig Pionierarbeit

leistet, um Poetry Slams auch in

der Region zu etablieren. Mittlerweile

hat diese Kunstform auch

im Tassiloland Einzug gehalten:

Unter anderem Weilheims Stadtbücherei

veranstaltete bereits fünf

Slams, erst kürzlich war der erste

auf dem Penzberger Stadtplatz –

auch hierfür zeichnete sich Reimrausch

verantwortlich.

„Ein guter Slammer muss einfach

Bock haben zu schreiben, Fantasie

und Lust auf die Bühne haben“,

beschreibt Mic Mehler, der

einst als Vortragender selbst auf

der Bühne stand, diese mittlerweile

aber anderen Künstlern und

Poeten überlässt und lieber witzig

und charmant als sogenannter

„Slammaster“ fungiert. „Ich

glaube, noch viel mehr Menschen

hätten Potential zum Schreiben“,

spricht er an, dass für viele eher

die Bühnenpräsenz der schwierige

Part ist. „Wer hat in der Schule

schon gerne ein Referat gehalten?“

Ein Abend wie

ein Überraschungs-Ei

„Wie eine Wundertüte“, antwortet

Mic Mehler auf die Frage, wie

sich Laien einen Poetry-Slam-

Abend vorstellen können. Seine

Empfehlung: Einmal selbst dabei

sein, sich von der Stimmung ein

eigenes Bild machen. Mal sei es

lustig, mal melancholisch. Lyrik,

Kurzprosa, Rap oder Comedy-

Beitrag – alle literarischen Formen

und Genres sind erlaubt.

Bedeutet im Umkehrschluss, dass

56 | tassilo


für jeden etwas dabei sein dürfte.

Auch der Ablauf der Veranstaltungen

ist keine wirkliche Konstante.

Klar, die Texte müssen natürlich

selbst geschrieben sein, zudem

dürfen die Dichter weder Requisiten,

Kostüme, Musikinstrumente

noch andere Hilfsmittel verwenden.

Darüber hinaus darf der Poet

das Zeitlimit nicht überschreiten.

Manchmal vier, mal fünf, mal

sechs Minuten, damit auch Kurzgeschichten

vorgetragen werden

können. Bei einer Überschreitung

könnte dem Vortragenden theoretisch

sogar das Mikrofon entzogen

werden, tatsächlich kommt das

jedoch höchst selten vor.

Häufig ist ein Wettbewerb in Vorrunde

und Finale aufgeteilt, die

besten Drei „slammen“ um den

Sieg des Abends. Die Vorträge der

Vorrunde werden dabei von einer

Jury bewertet, wofür zuvor sechs

willkürliche Personen aus dem

Publikum ausgewählt werden.

Die Jury vergibt Noten von eins bis

zehn, wobei die schlechteste und

beste jeweils gestrichen werden.

Im Finale entscheidet schließlich

das gesamte Publikum zwischen

den drei verbliebenen Kontrahenten

mittels Applaus, Jurytafeln

oder Handabstimmung. Bei den

Reimrausch-Veranstaltungen sind

meist neun oder zehn Teilnehmer

dabei, aufgeteilt in drei Gruppen.

Der Beste jeder am Anfang ausgelosten

Gruppe zieht ins Finale ein.

Ein in Stein gemeißeltes Reglement

gibt es allerdings nicht. Gelegentlich

schickt man Poeten in

direkte Duelle, absolviert bei weniger

Dichtern zwei Runden oder

„redet“ sich bis zu einem Stechen

im Finale. „Poetry Slam ist kein

faires Format“, sagt Mic Mehler

dazu, dass neben der Auslosung

auch subjektive Empfindungen

eine große Rolle spielen. Letztlich

weiß man nie genau, in welcher

Stimmung das Publikum gerade

ist. Allerdings stehe laut Mehler

sowieso „nicht der Wettkampf im

Vordergrund, sondern der Spaß“.

Auch deshalb gibt es für den

Sieger neben Ruhm, Ehre und

Anerkennung meist nur einen

kleinen Preis.

Live-Gefühl versus

Internet-Clips

Um die Bühnen zu füllen, hat

sich Reimrausch mittlerweile ein

großes Netzwerk aufgebaut. Regelmäßig

kontaktieren sie Leute

aus der Region, ob sie bei entsprechenden

Veranstaltungen

auftreten möchten. Von selbst

melden sich nur Vereinzelte, auch

wenn Mic Mehler appelliert, einmal

selbst bei einem Poetry Slam

dabei zu sein – als Vortragender

oder Zuschauer. Wie erwähnt:

„So ein Live-Gefühl gibt es nur

an so einem Abend“, bekräftigt er

nochmals in Bezug auf die vielen

Internet-Clips. „Das ist zwar mal

ganz nett, um sich was anzusehen,

aber nicht vergleichbar.“

Hinzu kommt, dass viele Größen

der Szene alles sind, nur nicht gewöhnlich.

Heißt: Bei Portalen, auf

denen bekanntermaßen Klickzahlen

entscheidend sind, fallen diese

durchs Raster, tauchen in den

Listen, die sich unter anderem

durch Aufrufe generieren, häufig

erst weiter unten auf.

Mic Mehler und Christoph Hebenstreit

alias Reimrausch hatten

mit ihren Poetry Slams einst

in Ebersberg angefangen, dann

kam Erding dazu, schließlich

Rosenheim. Irgendwann fragte

Sandra Knittel, Medienpädagogin

in der Weilheimer Stadtbücherei

und verantwortlich für eine ganze

Reihe an Veranstaltungen, bei

den beiden an. Mit Erfolg, denn:

„Es gibt einfach so viele, die gerne

eine Bühne hätten“, spricht

Mic Mehler über das Potential

und das steigende Interesse, das

längst auch im Tassiloland angekommen

ist.

tis

november / dezember 2018 | 57


Die regionalen Hochschul- und Ausbildungsmessen

Studium, Umschulung

oder Ausbildung

AKKU POWER.

MADE BY STIHL.

Der Aufgabe gewachsen.

Weilheim / Schongau | Die Bildungsoffensive

im Landkreis Weilheim-Schongau

geht auch im Jahr

2019 unverändert weiter. „Abi –

und was dann“, unter diesem Motto

steht das Hochschulforum, das

in der Weilheimer Stadthalle am

1. Februar 2019 bereits zum dritten

Mal stattfinden wird. Sowohl die

Besucher als auch insbesondere

die Aussteller waren von den bisherigen

Hochschulforen mehr als

begeistert. Hier präsentieren sich

Hochschulen, Universitäten, Organisationen,

Unternehmen und

Schulen mit ihren Angeboten für

Abiturienten oder Fachabiturienten.

Natürlich nimmt hier neben

dem klassischen Studium auch

das duale Studium seinen Platz

ein. Im vergangenen Jahr waren

Vertreter von 30 Hochschulen und

ca. 15 Unternehmen aus der Region

vor Ort und informierten über

Studienangebote und -bedingungen,

aber auch über Alternativen.

Am 10. April (Mittwoch vor Ostern)

dann findet in Schongau wieder

die „SAM2019“, die Schongauer

Ausbildungsmesse 2019 statt. Organisiert

vom Informationskreis

der Wirtschaft in Schongau und

der Agentur Ostenrieder werden

in der Lechsporthalle und im Freigelände

davor von 13.30 – 17.30 Uhr

ca. 80 Unternehmen ihre Möglichkeiten

für fundierte Berufsausbildungen

und duale Studiengänge

präsentieren. Zum wiederholten

Male hat sich für 2019 der Infotruck

der Metall- und Elektroindustrie

angekündigt, wo sich die

Besucher auf 2 Stockwerken eingehend

informieren können. Über

1 500 Besucherinnen und Besucher

konnten im vergangenen Jahr

gezählt werden. Firmen, die sich

auf dieser Messe für Ausbildungsbewerber

präsentieren möchten,

können sich ab dem 5. November

das Anmeldeformular für die

SAM2019 von der Website www.

schongauer-ausbildungsmesse.de

downloaden.

Den Abschluss der Bildungsmessen

im Frühjahr bildet dann die

Weilheimer Ausbildungsmesse

„Mein Job – Meine Zukunft“, die

am 22. Mai in der Weilheimer

Stadthalle stattfinden wird. Die

Anmeldefrist für diese Messe in

Weilheim ist noch nicht bekannt,

wird aber über die Tagespresse

bekannt gegeben. Schon heute

wünschen wir allen Ausstellern

und auch allen Besuchern ergiebige

Besuche auf den Bildungsmessen

im Landkreis Weilheim-

Schongau.

op

Nehmen Sie die wachsenden Herausforderungen

Ihres Gartens gelassen an – mit dem neuen STIHL

AkkuSystem COMPACT. Im Inneren gibt ein leistungsstarker

Lithium-Ionen-Akku den Takt vor. Damit geht

Ihnen wahrscheinlich eher das Grün aus als Ihrem neuen

STIHL Gerät der Akku. Überzeugen Sie sich selbst.

Wir beraten Sie gerne:

58 | tassilo


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Verkehrsentlastung

für Peißenberg

Patientenforum

Tassiloland | Die Bundesstraße 472

beginnt bei Marktoberdorf, verläuft

über Bertoldshofen und Krottenhill

(an dieser Stelle dreispurig)

bis nach Schongau, dann vorbei

an Peiting, Hohenpeißenberg, Peißenberg,

Oberhausen und durch

Huglfing weiter bis nach Bad Tölz,

Miesbach und Irschenberg, wo sie

direkt auf die Autobahn 8 zwischen

München und Salzburg trifft. Sie ist,

von wenigen Überholstreifen abgesehen,

zweispurig, insgesamt 128

Kilometer lang und eingebettet in

„unsere“ sanfthügelige Voralpenlandschaft,

bestehend aus Wiesen

und Wäldern. Speziell im Jahr 2018

kam es immer wieder zu größeren

und längeren Sperrungen aufgrund

Sanierungs- oder Erweiterungsarbeiten.

Davon betroffen war auch

der Abschnitt um Peißenberg, weshalb

der stets dichte Verkehr für

einige Wochen wieder direkt durch

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Oktober 2018 – Auflage: 64000 Exemplare

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Januar/ Februar 2019:

Freitag, 21. Dezember 2018 (Anzeigenschluss: 3. Dezember 2018)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

den schmalen, langgezogenen Ort

gelenkt wurde. Inzwischen ist der

beschädigte Fahrbahnbelag ausgebessert,

der neue Asphalt gezogen,

die Strecke frei und die Peißenberger

Ortsdurchfahrt wieder entlastet.

Wir möchten im Rahmen unseres

neuen Heimaträtsels jedoch

von Ihnen wissen: Seit wann ist die

Ortsumgehungsstraße Peißenberg

– von dieser Sanierungsmaßnahme

abgesehen – generell in Betrieb?

Den Stichtag der exakten, offiziellen

Eröffnung brauchen wir nicht – es

gilt das Eröffnungs-Jahr, das sie

uns bis 15. November per Postkarte

an „tassilo“, Birkland 40, in 86971

Peiting schicken können. Alternativ

auch per E-Mail an info@tassilo.de.

Zu gewinnen gibt es wieder fünf

Familienkarten für Badespaß im

Schongauer Erlebnisbad Plantsch.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Viel Erfolg! js

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wie viele Realschulen es im Tassiloland gibt? Das wollten wir von

Ihnen, liebe Leser, im vergangenen Heimaträtsel wissen. Auch diesmal

haben uns zahlreiche Einsendungen mit der richtigen Lösung

erreicht. Mit den Realschulen in Tutzing, Dießen, Weilheim, Penzberg,

Murnau und Peißenberg befinden sich in unserem Verteilgebiet

sechs (staatliche) Realschulen. Auf je eine Familienkarte für

Badespaß im Schongauer Plantsch dürfen sich freuen: Andrea Stoll

und Nicole Lang aus Weilheim, Gisela Schuster aus Haunshofen,

Katharina Eckstein aus Peißenberg und Willi Mayerl aus Iffeldorf.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

rund um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Fotos: Ralf Gerard/mauritius images, Johann Jilka, Günter Kloska, Peter Ostenrieder, Johannes Schelle, Tim Schmid, Rosi Geiger, Wennaël Würmli, Rudi

Mair, Patrick Nairz, New Orleans Dixie Stompers, Petra Meder-Hokamp, Daniel Rudzki, Piotr Wacowski, Stadtwerke Weilheim, FUBSI, Johann Miedl, Maren

Martell, Nicole Herele, BR Brettl-Spitzen, Thomas Bauer, Christian Lindner, Wolfgang John, AMEO Sports GmbH, Heiner Welchert, Big Band Deutsche

Bundeswehr, I am from Austria, Gasthof zur Post Eberfing, BSE-pictures, Reimrausch, Stadt Penzberg, Stadtkapelle Weilheim/privat, VAB, Christiane Petz,

Heimatverein Diessen e.V., Worm Photography Geretsried, Christian Kolb, Moritz Link, Philip Denk, Georg Denk, fotolia

IM RAHMEN DER DEUTSCHEN HERZWOCHE

HERZ AUSSER TAKT

Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung

27. November 2018,

18.00 - 19.30 Uhr

VORTRÄGE

Einführung und Moderation

Prof. Dr. med. Jürgen Pache, Chefarzt Kardiologie & Innere Medizin

Vorhofflimmern und Herzschwäche

Dr. med. Corinna Böttiger, Oberärztin Kardiologie

Schlaganfall

Priv.-Doz. Dr. med. Michael Valet, Ltd. Oberarzt Neurologie

Medikamentöse Schlaganfallprophylaxe –

Gerinnungshemmung

Dr. med. Tobias von Lukowicz, Oberarzt Kardiologie

Interventionelle Therapie-Optionen zur Schlaganfallprophylaxe

Prof. Dr. med. Jürgen Pache, Chefarzt Kardiologie, Tutzing

Elektroschock und Ablation

Dr. med. Georg von Bodman, Ltd. Oberarzt Kardiologie

Sie sind herzlich eingeladen!

Anmeldung bitte unter 08158 23 - 154

VERANSTALTUNGSORT

Roncalli-Haus · Kirchenstraße 10 · 82327 Tutzing

november / dezember 2018 | 59


Schlittschuhlaufen am Stadtplatz

Das Eismärchen für alle

Penzberg | Eben mal die Schlittschuhe

schnüren und schnell ein

paar Kurven auf dem Eis ziehen –

gar nicht so einfach im Tassiloland.

Abgesehen vom Peißenberger Eisstadion

bieten diverse Natureisplätze

und die zahlreichen Seen

in der Region Gelegenheiten über

das gefrorene Nass zu gleiten.

Allerdings lassen milde Winter

regelmäßiges Schlittschuhlaufen

nur noch bedingt zu. Gerade deshalb

dürfen sich alle Eislauf-Fans

auch heuer auf die Weihnachtszeit

freuen, wenn die Stadt Penzberg

zum bereits fünften „Hannis Eismärchen“

einlädt – diesmal sogar

eine Woche länger. Von Samstag,

1. Dezember, bis zum Dreikönigstag

verwandelt sich der Stadtplatz in

ein wahres Winterwunderland. Die

Eisbahn ist heuer sogar ein ganzes

Stück größer als die vergangenen

Jahre. Verschiedene Schmankerlstände

und das geschmückte Ambiente

tun ihr Übriges, um alle

Besucher in weihnachtliche Stimmung

zu versetzen.

Über 13 000

Eislauf-Fans

„Es ist schön, wenn hier etwas los

ist“, sagt Lisa Nagel, im Penzberger

Familienbüro verantwortlich für

Kinder, Jugendliche, Senioren und

zeitgleich, gemeinsam mit Alexander

Bergel vom Bauhof, Hauptorganisatorin

des Eismärchens. Das

Konzept scheint Einheimischen

und Besuchern aus der Region

zu gefallen, schließlich entpuppte

sich die Winteraktion als wahrer

Besuchermagnet. Über 13 000 Besucher,

darunter rund 9 500 Kinder,

waren im vergangenen Jahr

auf dem Eis. Ähnlich viele – auf

Grund der Verlängerung sogar ein

wenig mehr – sollen es auch heuer

werden. „Hannis Eismärchen ist inzwischen

aus Penzberg nicht mehr

wegzudenken. Das Eismärchen,

egal ob auf dem Eis selbst oder

am Schmankerlmarkt, ist unser

gesellschaftlicher Treffpunkt mitten

in der Stadt“, so Penzbergs Bürgermeistern

Elke Zehetner. Zu den positiven

Rückmeldungen seitens der

Besucher trägt unter anderem das

vielfältige Programm bei, welches

Nagel mit ihren Mitstreitern ausgearbeitet

hat. Unter dem Motto

„5 Jahre – 5 Wochen“ werden nicht

nur die letzten fünf Jahre gefeiert,

sondern es wird auch jeden Samstag

einen Motto-Abend geben wie

etwa den Country-Abend am 8.

Dezember oder das „Christmas-

Special“ am Samstag vor Heiligabend

(22. Dezember). Direkt an

Weihnachten „freuen wir uns auf

ein Weihnachtskonzert der Stadt-

und Bergknappenkapelle“, wie

Lisa Nagel vorausblickt. Nachdem

Hannis Eismärchen erstmals auch

über den Nikolaustag geöffnet

hat, soll auch hier etwas geboten

sein. Nicht fehlen darf am Samstag,

15. Dezember, die traditionelle

Roche-Eisdisco. Das Penzberger

Unternehmen ist einer von über 50

Sponsoren, die das Projekt unterstützen.

So wird bei der Eröffnung

am Samstag, 1. Dezember, um 11

Uhr ein Roche-Vertreter gemeinsam

mit Bürgermeisterin Elke

Zehetner die Eisfläche freigeben.

Dicht gefolgt von einer Showeinlage

der Solidarität Penzberg. Damit

auch die Kleinsten in Zukunft sicher

über das Eis gleiten, wird heuer erneut

Christian Curth – ehemaliger

Eishockeyprofi, unter anderem bei

den Adlern Mannheim und den

Tölzer Löwen – einen Schlittschuhkurs

anbieten.

„Wir haben Hanni einem kleinen

Facelift unterzogen“, verspricht

Lisa Nagel. Heißt konkret: Das Design

wurde etwas modernisiert,

auch die Internetseite (www.hannis-eismaerchen.de)

wurde benutzerfreundlicher

gestaltet und für

Smartphones optimiert, damit sich

jeder überall und zu jederzeit über

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und

Events informieren kann. „Wir wollen

uns jedes Jahr ein Stückchen

verbessern.“ Bereits im vergangenen

Jahr wurde noch mehr Wert

auf eine verbesserte Akustik gelegt,

um Anwohner vor Lärm zu schützen.

Auf Bewährtes, mit kleineren

Neuheiten, setzen die Organisato-

Die Eisbahn auf dem Penzberger Stadtplatz ist heuer beim

5. Hannis Eismärchen nochmal ein ganzes Stück größer als die vergangenen Jahre.

60 | tassilo


en indes in Sachen Kulinarisches.

An den Schmankerlständen gibt es

sowohl Herzhaftes wie Currywurst

oder Burger als auch Süßes wie

Crêpes.

Eisfläche auf 600

Quadratmeter vergrößert

Die Kältemaschinen werden jedes

Jahr angemietet, Profis kümmern

sich fachgerecht um die Herstellung

der Eisfläche. „Letztes Jahr

hatten wir keinerlei Probleme mit

dem Eis“, sagt Nagel wohlwissend,

dass es bei enorm viel Schnee oder

Regen durchaus problematischer

Vom 1. Dezember bis 6. Januar dürfen sich Eislauf-Fans auf zahlreiche

Höhepunkte freuen. Unter anderem auf die Roche-Eisdisco.

wird, schließlich wird die Fläche

von Hand vom Niederschlag

befreit. „Es ist halt eine Freiluftveranstaltung.

Mitunter schwer

kalkulierbar, wenn wir etwa eine

Band buchen.“ Diese Freiluftveranstaltung,

deren Planungen bereits

im März begannen, ist heuer nicht

nur so lang, sondern auch so groß

wie nie. Mit 600 Quadratmetern ist

die Eisfläche nochmal ein ganzes

Stück größer als die letzten Jahre

– da hatte sie 450 Quadratmeter.

Die beleuchteten Banden und

jede Menge Dekoration sorgen für

„Weihnachts-Feeling“. Penzberger

Kindergärten basteln und schmücken

schließlich die zahlreichen

Weihnachtsbäume rund um die

Eisfläche. „Es ist das Eismärchen

für alle“, sagt Lisa Nagel. Das beweisen

auch die 57 Schulklassen,

die die Vormittage außerhalb der

Ferien vergangenes Jahr für aktiven

Unterricht nutzten. Passend dazu

auch das Angebot von Lisa Nagel:

„Wir sind total offen. Wenn jemand

eine Idee hat, darf er sich gerne

melden.“

Hommage an das

Stadtmaskottchen

Der Name Hanni wurde im Übrigen

2011 geboren, als im Rahmen

des Stadtfests nach einem Werbemaskottchen

für die Stadt gesucht

wurde. Hanni verbindet die Geschichte

des Stadtwappens – ein

Osterlamm, Attribut des heiligen

Johannes, erinnert dabei an die

Wurzeln der Stadt Penzberg in

Sankt Johannisrain – und greift zudem

den Spitznamen des mit Penzberg

eng verbundenen Künstlers

Heinrich Campendonk auf, der liebevoll

Hanni genannt wurde. Seit

mittlerweile fünf Jahren ist Hanni

zudem Namensgeber des Penzberger

Eismärchens – heuer ganze

fünf Wochen lang.

tis

november / dezember 2018 | 61


Stadtkapelle Weilheim am 22. Dezember in der Stadthalle

Traditionelles Weihnachtskonzert

unter neuer Leitung

Weilheim | 18 Jahre lang war Franz

Haidu musikalischer Chef der

Stadtkapelle Weilheim und gab im

wahrsten Sinne des Wortes den Ton

an. Nach dem Weihnachtskonzert

im letzten Jahr wurde er verabschiedet

– ein emotionaler Abend.

In Haidus beachtliche Fußstapfen

ist mittlerweile Anian Schwab getreten,

der Trompete studierte und

in Mannheim den „Master of Music“

absolvierte. Neben der Dirigentenstelle

bei der Stadtkapelle – die

erste große dieser Art – leitet der

28-Jährige die Jugendkapelle Wielenbach

sowie den Posaunenchor

der evangelischen Kirche in Penzberg.

Darüber hinaus unterrichtet

er Blechblasinstrumente, spielt Solokonzerte

auf der Trompete und ist

Mitglied eines Quartetts.

Programm verspricht

kurzweiligen Abend

Ein Höhepunkt jagt den nächsten

in diesem Jahr bei der Stadtkapelle

mit ihren rund 45 aktiven Musikern

und ihrem neuen Dirigenten.

Volksfesteröffnung, Französische

Woche, diverse Dorffeste oder das

50-jährige Bestehen des Trommlerzuges

Weilheim, um nur einige

zu nennen. Erst kürzlich waren sie

mit einem zweimaligen Auftritt zu

Gast auf der „Oidn Wiesn“. Und

schon steht das nächste Highlight

an: Samstag, 22. Dezember, dürfen

sich erneut alle Zuhörer auf

das traditionelle Weihnachtskonzert

freuen – das erste unter der

musikalischen Leitung von Anian

Schwab, der seit März offiziell im

Amt ist. Auch die Jungmusiker (Ju-

Mus) werden unter der Führung

von Anton Reindl zu hören sein.

Ein Auszug aus dem diesjährigen

Programm, welches erneut eine

besondere Vielfalt verspricht: Gabriellas

Song, Kung Fu Panda, Attila

Marsch, Let Me Entertain You oder

der Einzug der Gladiatoren. Ein

bunter Mix soll es sein aus konzertanter,

traditioneller und moderner

Blasmusik. Besonderer Teil des

Konzerts wird sicherlich der Auftritt

mit dem Kirchenchor Mariae

Himmelfahrt werden. Stadtkapelle

und Chor lassen gemeinsam Teile

der Messe „Missa Katharina“ erklingen.

Rund 400 Zuschauer

werden erwartet

Der Einlass zum Konzert ist ab

19 Uhr, die Instrumente der

Stadtkapellen-Musiker ertönen

schließlich ab 20 Uhr. Karten für

den Abend gibt es im Vorverkauf

ab Mitte November für acht Euro

beim Kreisboten-Ticketservice in

der Sparkasse am Marienplatz.

Oder an der Abendkasse, die

ebenso ab 19 Uhr geöffnet hat.

Jugendliche bis 16 Jahren haben

freien Eintritt. Rund 400 Zuschauer

erwarten die Verantwortlichen

zum diesjährigen Weihnachtskonzert

und damit zu einem Abend

unter neuer musikalischer Leitung

in altbewährter Tradition. tis

62 | tassilo


Glühwein – Stammgast auf den Adventsmärkten der Region

Hoch die Tassen

Dießen / Habach | Bald ist es wieder

soweit: Die Weihnachts-, Christkindl-

und Adventsmärkte im Tassiloland

öffnen ihre Stände und

umhüllen mit dem Duft weihnachtlicher

Köstlichkeiten ganze Gemeinden.

Sicherlich auch Riederau,

wo der diesjährige Adventsmarkt

am Feuerwehrhaus am Samstag,

24. November, von 15 bis 20 Uhr

so etwas wie der Auftakt in die

regionale Weihnachtsmarkt-Saison

ist. Ebenso wie der Weihnachtliche

Markt im Hof der Torfwirtschaft „La

Cantina“ in Maxlried, der Samstag,

24. November, um 13 Uhr startet

und Sonntag, 25. November, um

18 Uhr ausklingt. Spätestens ab

diesem Zeitpunkt kann man jedes

Wochenende bis Heiligabend, teils

auch unter Woche, über die Märkte

im Umland flanieren, wie unsere

ausführliche Übersicht zeigt – ohne

Garantie auf Vollständigkeit. Selbst

schuld, wer angesichts dieser Fülle

an Angeboten nicht in Weihnachtsstimmung

versetzt wird. An vielen

Orten schaut der Nikolaus vorbei,

auf einigen Märkten wird

zudem eine lebende

Krippe zu sehen sein. Überall

eine große Rolle spielen in jedem

Falle kulinarische Leckereien. Egal

ob Bratwurst, heiße Maronen oder

süße Platzerl. Und auch wenn es

den Advent über in den vergangenen

Jahren nicht mehr ganz so kalt

war, ist ein heißes Getränk definitiv

Pflicht beim Besuch des Adventsmarktes.

Feuerzangenbowle, Nussknacker

oder Kinderpunsch – auch

bei den flüssigen Schmankerln gibt

es immer mehr Auswahl. Nonplusultra

hinsichtlich Nachfrage bleibt

der klassische Glühwein, den es

mittlerweile ebenso in zahlreichen

Variationen gibt.

Flaschen-Glühwein seit

Mitte der Fünfziger

Ein Vorläufer des Glühweins soll

das „Conditium Paradoxum“ gewesen

sein, ein antiker römischer

Würzwein. Im Mittelalter

wiederum waren kalt getrunkene

Würzweine generell beliebt, einige

ähnelten im Geschmack und

den Zutaten dem heutigen

Glühwein durchaus.

Glühwein hat

sieben bis 14 Volumenprozent Alkohol l und sollte deshalb in

Maßen getrunken werden — rät auch das Deutsche Weininstitut.

Das fertige in Flaschen abgefüllte

Produkt gibt es letztlich seit 1956

zu kaufen. Meist wird bei einem

Glühwein Rot- oder Weißwein mit

diversen Gewürzen verfeinert, wie

etwa Zimt, Gewürznelken, Lorbeer,

Zitronenschalen oder Sternanis,

anschließend erhitzt und nach

Geschmack gesüßt. Bei der Zubereitung

sollte der Glühwein unter

keinen Umständen über 80 Grad

Celsius erhitzt werden, da der enthaltene

Alkohol bei 78 Grad Celsius

verdampft, sich der Geschmack

der Gewürze verändert und ein

Zuckerabbauprodukt entsteht, das

womöglich krebserregend ist. Auch

das Deutsche Weininstitut (DWI)

gibt auf ihrer Internetseite genau

diesen Tipp. Das DWI ist eine Einrichtung

der deutschen Weinwirtschaft

zur Förderung der Qualität

und des Absatzes deutscher Weine.

Außerdem empfiehlt das Institut

bei der Glühwein-Zubereitung

nicht zu viele Gewürze auf

einmal zu verwenden

und diese vorsichtig

zu dosieren. Auch beim

Süßen sollte man lieber zurückhaltend

sein. Wer lieblichen

Wein verwendet, braucht

laut DWI häufig nicht mehr viel Zucker

oder Honig. Essentiell sei dem

Deutschen Weininstitut zufolge vor

allem die Qualität des Weins und

die Frische der Gewürze. Ein weiterer

Tipp, der aufgrund der Nachfrage

auf Weihnachtsmärkten nicht

immer einzuhalten ist, dafür aber

Zuhause beachtet werden kann:

Nach dem Erhitzen den Glühwein

ein paar Stunden ziehen lassen,

eventuell sogar über Nacht, damit

sich die Aromen voll entfalten.

Letzte Empfehlung des DWI, die

sich letztlich nur unterschreiben

lässt: Maßvoll genießen!

„Heißer Bischof“

seit 40 Jahren

Dießen ist bekannt für seinen

Weihnachtsmarkt, der sicherlich zu

den stimmungsvollsten der Region

zählt und in diesem Jahr vor dem

Marienmünster am Wochenende,

8. und 9. Dezember, öffnet. Einen

Teil zum Erfolg des Marktes trägt

der beliebte „Heiße Bischof“ bei,

ein spezieller Glühwein, für den

sich in Dießen bereits seit 40 Jahren

Robert Sieber verantwortlich

zeichnet. „Es ist eigentlich ein

november / dezember 2018 | 63


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Weißwein, auch wenn er nicht

weiß aussieht“, verrät Anette Rudat-Sieber,

die seit mittlerweile e

28 Jahren ihren Gatten unterstützt.

Beim „Heißen Bischof“ wird zunächst

ein Karamell-Ansatz gekocht,

der letztlich auch Schuld

an der Bernsteinfarbe des Getränks

hat. Schließlich kommen

frisch gepresster Orangen- und

Zitronensaft hinzu, ehe ein wenig

Schale der Orangen und Zitronen

– deshalb verwenden die Dießener

Glühwein-Experten ausschließlich

Bio-Früchte – ins Getränk geraspelt

werden. Dann ein Schluck

Sherry, Gewürze und fertig. Auch

beim Weißwein achten die beiden

auf Bio-Qualität, beziehen

diesen direkt aus der Region vom

Weinhandel Mansour aus Pähl.

Wie das Geschäft während des 40.

Dießener Weihnachtsmarktes laufen

wird, können sie nur schwer

abschätzen. „Es ist schon sehr abhängig

von der Witterung“, sagt

Anette Rudat Sieber. Klar: Ist es

kalt, gönnen sich Besucher

er

auch

vermehrt rt heiße Getränke.

Weißer er

Glühwein und

Kinderpunsch

Auch in Habach dürfen sich die

Menschen wieder auf ihren Altbaierischen

Christkindlmarkt freuen.

Wie immer beim Trödler, diesmal

am Wochenende vor Heiligabend,

22. und 23. Dezember. Reinhard

Fath vom Bistro Trödler, Organisator

des Marktes seit 1996, berichtet,

dass auch in Habach die Nachfrage

nach rotem Glühwein noch immer

am stärksten sei. Jedoch werden

Alternativen immer beliebter, wie

etwa der selbstgemachte weiße

Glühwein. Damit „tassilo“-Leser

den weißen Glühwein vom Altbaierischen

Christkindlmarkt Zuhause

zubereiten können, hat

Reinhard Fath sein Rezept für vier

Tassen verraten: 0,6 Liter Weißwein,

0,15 Liter Apfelsaft, 0,2 Liter

Orangensaft, 0,05 Liter Orangenlikör,

50 Gramm Honig, zwei

bis drei Scheiben Zitronen und

Orangen, n mit

Zimtstangen, tang

Ingwerpulver

und Nelken beliebig garnieren

und aufkochen. Vorsicht, wie

bereits beschrieben: nicht zu heiß

werden lassen. Damit auch Kinder,

Fahrer oder Personen, die keinen

Alkohol möchten, in vorweihnachtliche

Stimmung gelangen, hat

Reinhard Fath zudem sein Rezept

für seinen beliebten Kinderpunsch

preisgegeben – ebenfalls für vier

Tassen: 0,5 Liter Waldbeer- oder

Früchtetee, 0,25 Liter Apfelsaft, acht

Nelken, eine Stange Zimt, zwei Esslöffel

Honig, Orangen- und Zitronensaft

nach Belieben, aufkochen

und fertig. Wem die eigenhändige

Zubereitung zu aufwendig ist, kann

natürlich gerne ganz entspannt

beim Habacher Christkindlmarkt

vorbeischauen. Verdursten wird bei

all den anderen Märkten im Tassilo-silo

land

ohnehin

niemand.

tis

Übersicht der Märkte im Tassiloland






64 | tassilo

























WEILHEIM

43. Christkindlmarkt

Do, 6.12.: 10.00 – 20.30 Uhr

Fr, 7.2.: 10.00 – 20.30 Uhr

Sa, 8.12.: 10.00 – 20.30 Uhr

So, 9.12.: 11.00 – 19.00 Uhr

Marienplatz/Reinh.-Schmid-Platz

GUT DIETLHOFEN

Weihnachtsmarkt

So, 16.12.: 11.00 – 17.00 Uhr

Gut Dietlhofen

MARNBACH

Adventsmarkt

Sa, 1.12.: 16.00 – 20.00 Uhr

Gemeindehaus

PEISSENBERG

Weihnachtsmarkt mit

Hobbykünstler-Ausstellung

So, 2.12.: 13.00 – 19.00 Uhr

Vorplatz und

in der Tiefstollenhalle

DIESSEN

40. Weihnachtsmarkt

Sa, 8.12.: 11.00 – 19.00 Uhr

So, 9.12.: 11.00 – 18.00 Uhr

Vor dem Marienmünster

RIEDERAU

Adventsmarkt

Sa, 24.11.: 15.00 – 20.00 Uhr

Feuerwehrhaus

STARNBERG

Christkindlmarkt

Do, 6.12.: 18.00 – 21.00 Uhr

Fr, 7.12.: 13.00 – 20.00 Uhr

Sa, 8.12.: 11.00 – 20.00 Uhr

So, 9.12.: 11.00 – 19.00 Uhr

Kirchplatz

PENZBERG

Weihnachtsmarkt

Sa, 1.12.: .: 11.00 1.00

– 20.00 00

0

Uhr

So, 2.12.: .: 11.00 1.

– 20.00 00 Uhr

Stadtplatz

tpla

tz


MURNAU

Christkindlmarkt der

Hobbykünstler und Handwerker

Sa, 8.12.: 10.00 – 19.00 Uhr

So, 9.12.: 10.00 – 17.00 Uhr

Kultur- und Tagungszentrum und

KulturPark

Weihnachtsmarkt

Sa, 15.12.: 11.00 – 18.00 Uhr

So, 16.12.: 11.00 – 18.00 Uhr

Postgasse und Vorplatz Kulturund

Tagungszentrum

GLENTLEITEN

Christkindlmarkt

Fr, 30.11.: 10.00 – 20.00 Uhr

Sa, 1.12.: 10.00 – 20.00 Uhr

So, 2.12.: 10.00 – 18.00 Uhr

Freilichtmuseum

ANDECHS

Christkindlmarkt

Fr, 7.12.: 12.00 – 20.00 Uhr

Sa, 8.12.: 12.00 – 20.00 Uhr

So, 9.12.: 12.00 – 20.00 Uhr

Auf dem Gelände des Klosters

HABACH

Altbaierischer Christkindlmarkt

Sa, 22.12.: 14.00 – 18.00 Uhr

So, 23.12.: 10.00 – 18.00 Uhr

Zum Trödler

BERNRIED

Weihnachtsmarkt

So, 9.12.: .: 12.00 – 18.00 00

Uhr

Klosterhof

of

OBERHAUSEN

Weihnachtsmarkt

Sa, 1.12.: 15.00 – 20.00 Uhr

Kulturstadl

GUT ACHBERG

Stadlchristkindlmarkt

Sa, 8.12.: 10.00 – 17.00 Uhr

So, 9.12.: 10.00 – 17.00 Uhr

Gut Achberg

MAXLRIED

Weihnachtlicher Markt

Sa, 24.11.: 13.00 – 20.00 Uhr

So, 25.11.: 13.00 – 18.00 Uhr

Torfwirtschaft „La Cantina“

HUGLFING

Adventsmarkt

Sa, 1.12.: ab 15.00 Uhr

Pfarrstadl

IFFELDORF

Christkindlmarkt

So, 2.12.: 11.00 – 20.00 Uhr

St. Vitus-Platz

GUT KERSCHLACH

Adventsmarkt mit

Christbaumverkauf

Sa, 15.12.: 10.00 – 19.00 Uhr

So, 16.12.: 10.00 – 19.00 Uhr

Gut Kerschlach

PÄHL

36. Adventsmarkt

So, 2.12.: ab 10.30 Uhr

Pfarr- und Gemeindezentrum

PÖCKING

Christkindlmarkt

Sa, 1.12.: 14.00 – 21.00 Uhr

Kirchplatz St. Pius

LA VILLA Weihnachtsmarkt

Fr, 30.11.: 16.00 – 20.00 Uhr

Sa, 1.12.: 12.00 – 20.00 Uhr

So, 2.12.: 12.00 – 20.00 Uhr

LA VILLA am Starnberger See

POLLING

33. Adventsmarkt

So, 2.12.: 9.30 – 17.30 Uhr

Kirchplatz

WESSOBRUNN

Historische Dorfweihnacht

So, 16.12.: 11.30 – 20.00 Uhr

Kirchplatz, Kloster, Pfarrheim

RAISTING

Altbayerischer Christkindlmarkt

Fr, 30.11.: 16.00 – 21.00 Uhr

Sa, 1.12.: 15.00 – 21.00 Uhr

So, 2.12.: 11.00 – 20.00 Uhr

Gasthof Drexl

SEESHAUPT

Christkindlmarkt

So, 2.12.: 10.00 – 19.00 Uhr

Parkplatz Penzberger Str. (Schule)

FELDAFING

Christkindlmarkt

Sa, 8.12.: 13.00 – 20.00 Uhr

So, 9.12.: 13.00 – 19.00 Uhr

Bahnhofsplatz

TUTZING

Adventsmarkt

So, 2.12.: 11.00 – 19.00 Uhr

Rund ums Rathaus

WIELENBACH

Weihnachtsmarkt

So, 16.12.: ab 11.00 Uhr

Dorfplatz


Keine Garantie auf Vollständigkeit der Aufzählung –

Änderungen und Fehler vorbehalten.

november / dezember 2018 | 65

Reservieren Sie jetzt

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Sylvesterfeier!

Vanessa und Luciano Bevagna

begrüßen Sie gerne im

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Mit den Penzberger Beaschd’n durch die Raunächte

Die Geister des

Winters austreiben

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Penzberg | Als Raunächte wird die

Zeit zwischen Weihnachten und

Dreikönig bezeichnet. In dieser Zeit

stürmten dem Volksglauben nach

dunkle Mächte der Mittwinterzeit

zusammen. Ihren Höhepunkt erreichte

diese magische Zeit an Silvester:

Die Welt der Geister und der

Menschen verschmolz damals zu

einer. Die Wilde Jagd zog über den

Himmel, die Tiere im Stall konnten

reden wie Menschen und Dämonen

konnten Umzüge veranstalten. Die

Raunächte waren eine angsteinflößende

und wilde Zeit. So entstanden

auch die ersten Perchten und

Perchtenläufe. „Meist junge Leute

waren es, die sich hinter geschnitzten

Holzmasken versteckten und

den Kult der Perchtenmythologie

oder der damaligen Vorstellung um

die Frau Perchta vollzogen haben.

In der Adventszeit leiteten die jungen

Leute die

Wintersonnwende

ein,

die böse

Geister vertrieben und für Mensch,

Haus und Vieh Glück und Segen

brachten", wie es die Penzberger

Beaschd'n beschreiben. Ein Verein,

der auch heute noch die Tradition

der Perchtenläufe aufrechterhält.

Gegründet wurde der Verein 1984

von Max Gruber. Der über all die

Jahre, die er dem Verein angehörte,

knapp 300 Larven geschnitzt hatte.

Die Schönen

und die Schiachen

So wie es die Böller an Silvester

tun, so tun es die Perchten in der

Adventszeit, in den Raunächten

und sogar bis zum Dreikönigstag.

Sie sind laut und vertreiben

die bösen Geister, leiten die Wintersonnenwende

ein. Ihr Hauptmerkmal

dabei: Markante Masken

und lautschellende Glocken. Man

unterscheidet dabei zwei Gruppen:

Die Schönperchten und die

Schiachen. In Penzberg gibt es

darüber hinaus noch die Hexen,

die Teufel el

sowie

die

Bergmandl

und die Mooskoppen. osko

Das sind

die Schutzgeister aus den Bergwerken

und die Schutzgeister aus

den Mooren, die in der Penzberger

Gegend vorherrschten", erklärt

Vize-Vorsitzender Johann Schuh.

Allen voran steht Frau Perchta mit

ihren zwei Gesichtern, die das Böse

und Gute symbolisiert, den Himmel

und die Hölle, hell und dunkel.

Die Schönperchten verkörpern das

Schöne der Menschheit, die Hexen

halten mit ihrem schrillen Geschrei

und dem Fegen der Besen das

Böse von den Menschen ab und

die Schiachen sind – wie der Name

schon sagt – besonders hässlich.

Mit ihren Masken, den Glocken und

dem Kettengerassel vertreiben sie

die bösen Mächte des Winters. Der

bekannteste unter den Schiachen

generell ist übrigens der

Krampus. Bezeichnend

für Penzberg

selbst

sind die

66 | tassilo

Die Penzberger Beaschd’n gibt es seit 1984.

(Foto: o: Worm Photography Geretsried)


Moore und Bergwerke, weshalb es

bei den Penzberger Beaschd'n die

Bergmandl und Mooskoppen gibt.

Letztere sind froschmäulige Fabeltiere,

die laut Penzberger Legende

in den Mooren wohnten und den

Menschen gut gesonnen waren.

Von Moos und Schilf bedeckt,

streiften sie in zotteligen Gewändern

mit gelben, grünen, braunen

und blauen Fransen umher.

Mit ihren Haselnussstecken und

Handratschen schlagen die Mooskoppen

Alarm, wenn Menschen

im Moor zu versinken drohen. Die

Bergmandl waren ebenso Schutzgeister.

Der oide Mo, der Klopfer,

der Stinker und der Blaser – sie

alle warnten die Bergleute, wenn

Stickgase austraten und sie den

Stollen schnell verlassen mussten.

Maske wiegt zehn

Kilogramm

Die Penzberger Beaschd’n sind ein

Verein mit derzeit rund 20 Aktiven,

die vor allem in der Adventszeit

auf Veranstaltungen auftreten:

Wie etwa auf dem Adventsmarkt

in München, dem Perchtenlauf in

Neuried und dem Raunachtstreffen

in Rinchnach. „Zuerst kommt

der Einzug der gesamten Gruppe,

dann fängt eine Gruppe mit ihrem

einstudierten Tanz an. Das Spektakel

der einzelnen Gruppen wird

stets um eine Feuerwanne abgehalten.

Dann mischen sich die

Perchten unter die Zuschauer – für

Selfies, oder um Fragen rund um

diesen Brauch zu beantworten.

Zum Schluss kommt dann der Auszug

der Perchten", erklärt Johann

Schuh den Ablauf. Außerhalb der

Saison – etwa im Sommer – treffen

sich die Beaschd’n regelmäßig

zum Stammtisch, reparieren und

präparieren ihre Masken für den

bevorstehenden Winter und studieren

Tänze ein, was gar nicht

so einfach sei. „Zum einen hat

man mit den Masken ein eingeschränktes

Sichtfeld, zum anderen

sind die Verkleidungen ziemlich

schwer, was das Tanzen besonders

anstrengend macht", sagt

Johann Schuh. Die Ausrüstung

der Beaschd’n variiert in Sachen

Gewicht zwischen fünf und 25 Kilogramm.

Dabei kann eine Maske

allein – zum Beispiel die Maske

des Vorgehers – bereits rund zehn

Kilo wiegen. „Obwohl es im Winter

kalt ist, kommen die Aktiven

richtig ins Schwitzen unter ihrer

Ausrüstung", verrät Johann Schuh.

Rund 30 Minuten dauert ein Auftritt.

Damit von Anfang bis Ende

alles sauber funktioniert und alle

Aktiven durchhalten, beginnen die

Beaschd’n bereits im Oktober mit

dem Training. „Wir machen das

vor allem, um das Brauchtum zu

erhalten. Und um die Freude in

den Gesichtern der Kinder und

Erwachsenen zu sehen", sagt Johann

Schuh, dessen Schützlinge

früh anfangen. Man habe derzeit

fünf Kinder und Jugendliche im

Alter von 4 bis 16 Jahren fest in

der Gruppe. Und man freue sich

natürlich über jedes weitere Mitglied,

die nach Schuhs Erfahrung

einen Beitritt sicher nicht bereuen

werden. „Wer einmal in dieses

Brauchtum hineingeschnuppert

hat, der bleibt meistens auch

dabei.“

ww














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Manfred Bögl • Petelgasse 6 • 82362 Weilheim i.Ob

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Krippendarstellungen, u.a. 240 Tripifiguren,

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november / dezember 2018 | 67


Das Weihnachtsmenü vom Landgasthof Osterseen

Zefix, jetzt hat

er auch noch

Schmuck!

Rehrücken mit

Haselnuss-Schupfnudeln

ALLE TERMINE UND INFOS UNTER:

68 | tassilo

STADTPLATZ

PENZBERG

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Iffeldorf | Mitten in Iffeldorf steht

das Hotel und Landgasthaus Osterseen.

Vor dem belebten Eingang

fragt man sich, was es wohl

mit diesem Namen auf sich hat.

Doch dann kommt man in die

Gaststube mit dem herrlichen

Blick auf die Osterseen und spätestens

beim Betreten der Terrasse

fühlt man sich wie mitten in

einem Naturschutzgebiet. Moritz

Link ist Betreiber dieses Hotels mit

Restaurant sowie angrenzender

Sporthalle, Kegelbahn und Schützenstube.

Der 30-Jährige zählt

nicht nur Hotelgäste zu seinen Besuchern.

Als gebürtiger Iffeldorfer

hat er auch einen guten Kontakt

zu Vereinen, die nach dem Sport

gerne bei ihm einkehren. Der Gebäudekomplex

wurde 1988 von

der Gemeinde Iffeldorf errichtet.

Damals übernahmen Barbara und

Georg Link die Hotelführung. Vor

fünf Jahren mussten die Eltern aus

gesundheitlichen Gründen kürzertreten

und übergaben den Pachtvertrag

an ihren Sohn Moritz. „Wir

führen das Haus in

zweiter er Geneeration

und können nenn heuer das

30-Jährige feiern“, ern“

zeigt

sich der junge Wirt stolz

auf diese Tradition.

In den 24 Zimmern

übernachten

viele

e

Erholungssuchen-

hende,

die gern wandern

oder auf den

Golfplätzen von Iffeldorf

und Umgebung

ihren Sport

betreiben. Aber

auch Geschäftsleute,

te,

Vom Landgasthof hat man einen herrlichen h Blick auf die Osterseen.

die in Penzberg oder Weilheim

zu tun haben, sowie Besucher

der naheliegenden Herzklinik,

steigen im Hotel Osterseen ab.

Ein 30-köpfiges Mitarbeiterteam

kümmert sich um Hotelgäste oder

bietet im Restaurant Möglichkeiten

für Familienfeiern und Firmenfeste.

Auch die angrenzende

Sporthalle wird bei Bedarf von der

Küche des Landgasthofes bewirtet.

Ein junger Wirt mit

frischen Ideen

Moritz Link hat im Alpenhof Murnau

seine Lehre zum Koch absolviert,

war dann einige Jahre in der


Schweiz bis sich

die

Möglichkeit

it

auf die Übergabe abzeichnete. Mit

jugendlichem em Elan und

frischen

Ideen in der Küche führt er das

Haus. „Wir haben sechs Azubis,

in jedem Lehrjahr einen Koch und

einen im Hotelfach“, was für Link

auch ein Beweis für ein gutes

Arbeitsklima ist. Unter dem Logo

„Osterseen Gourmet“ werden Delikatessen

wie Gewürze, Marmeladen,

Liköre oder Salze zum Kauf

angeboten. Dafür hat sich Moritz

Link ein Netz an regionalen Lieferanten

aufgebaut und stellt diese

besonderen Schmankerl in seiner

eigenen Küche her. Natürlich darf

auch beim Rehrücken die eigene

Gewürzmischung nicht fehlen, die

dem Gericht noch eine besondere

Note verleiht.

Die Auswahl des Weihnachtsmenüs

erfolgte ganz pragmatisch,

denn erst wenige Tage zuvor

Mit Schupfnudeln, Romanesco und

einer feinen Soße wird der Rehrücken

von Moritz Link angerichtet.

brachte der örtliche Jäger einen

Wildschuss vorbei. „Ich koche gern

mit Wild und mag es auch gern

kurz gebraten“, verrät Moritz Link

seine Vorlieben. Zu Weihnachten

kann man einen Rehrücken auch

beim örtlichen Metzger bestellen.

Selbstgemacht oder

fertig gekauft

Den Kartoffelteig für die Schupfnudeln

mit Haselnussgries zu verfeinern,

ist ein besonderer Tipp des

Koches für die Winterzeit. Außerdem:

„Mit Kindern die Nudeln machen,

das ist ein super Erlebnis.“

Wenn Kindergruppen bei ihm zu

Gast sind, beschäftigt er sie gerne

mit dem Drehen von Schupfnudeln.

Man kann aber auch fertige

Kartoffelnudeln kaufen und diese

vor dem Anbraten in gehakten

Haselnüssen wenden. Dann ist

dieses leckere Weihnachtsmenü

wirklich fix gekocht. Moritz Link

wünscht viel Erfolg und guten

Appetit.

rg

Zutaten und Rezept zum „tassilo“-Weihnachtsmenü

ZUTATEN (für vier Personen):

800 g Rehrücken (Mittelstück)

Salz und Pfeffer

Zweig Rosmarin und Thymian

20 g Butter

Lorbeerblätter

Wacholderbeeren

Brühe (wenn möglich Wildbrühe)

Preiselbeeren

Abgeriebene Schale einer Orange

für die Haselnuss-Schupfnudeln:

700 g Kartoffeln mehlig

160 g Mehl

80

g gemahlene Haselnüsse

8

Eigelb

Salz, Pfeffer, Muskat

1

Kopf Romanesco

Butter

DER REHRÜCKEN

Dicke 25 bis 35 Minuten garen lassen.

Dann Butter in einer Pfanne

erhitzen bis diese schäumt, Rosmarin

und Thymian hinzugeben,

den Rehrücken hineingeben und

mehrfach mit der aromatisierten

Butter übergießen. Dem Fleisch

wird so nochmals Hitze gegeben

und durch die Kräuter bekommt

es eine weitere Geschmacksnote.

DIE SAUCE

Nach dem Anbraten des Fleisches

die Pfanne mit Wildbrühe aufgießen

und etwas einreduzieren lassen.

Gerne ein, zwei Lorbeerblätter

und ein paar Wacholderbeeren

hinzugeben. Eventuell noch etwas

abbinden. Die Preiselbeeren kann

man gerne noch mit etwas Orangenabrieb

verfeinern.

Das Fleisch würzen und scharf

in heißer Pfanne anbraten, jede

Seite nur maximal eine Minute, Kartoffeln kochen und anschließend

ausdampfen lassen, bis

so dass eine schöne Farbe entsteht.

Anschließend im Ofen bei

sie gut trocken, aber noch warm

rund 100 Grad je nach sind. Durch eine Kartoffelpresse

e

HASELNUSS-SCHUPFNUDELN

drücken und mit den restlichen

Zutaten vermengen. Anschließend

zu Schupfnudeln abdrehen und in

Salzwasser kochen. Zum Schluss

mit gehackten Haselnüssen anbraten

und nach Geschmack noch

etwas nachwürzen. (Bei fertig gekauften

Schupfnudeln diese nur

anbraten und gehackte Haselnüsse

hinzugeben)

ROMANESCO …

… in kleine Röschen teilen, schneiden,

blanchieren und in etwas

Butter abschwenken. Mit Salz,

Pfeffer und etwas Zucker würzen.

Zum Anrichten die Schupfnudeln

auf dem Teller verteilen, die

Romanesco-Röschen darüber

geben. Das Fleisch in Medaillons

schneiden und verteilen. Etwas

Sauce darüber geben und ein paar

Kleckse Preiselbeeren. Je nach Geschmack

etwas Meersalz oder eine

Gewürzmischung auf die Medaillons

geben.

november / dezember 2018 | 69


Gefragt bei Jung

und

Alt:

Georg Denk auf

dem

Pollinger Weihnachtsmarkt.

Viel zu tun für den Nikolaus am 6. Dezemberer

Die Gemeinde Polling

mit ihren Vereinen und

Organisationen laden zum

33. Adventmarkt

am 2. Dezember 2018

von 9.30 - 17.30 Uhr

am Kirchplatz ein.

10.30 Gottesdienst in der

Stiftskirche

15.15

Kommt der

Nikolaus!

Lebende Krippe

mit Ochs, Esel

und Schafen

Weihnachtliche Musik

mit dem Musikverein Polling

Selbstgebasteltes aus


Museum und Bibliotheksaal

sind geöffnet

Plätzchen, Bratwürste,


Kinderpunsch ...

Verkostung im Weinkeller

Verlosung eines Lebkuchenhauses

Ikebana Ausstellung

Der Gesamterlös des

Adventmarktes wird,

ausschließlich für

gemeinnützige und

soziale Zwecke

verwendet.

www.polling.de

Lob und Tadel vom

Bischof mit dem weißen Bart

Polling | Ausgerechnet in der staden

Zeit hat Georg Denk aus Polling

am meisten Stress. In den

Tagen zwischen dem ersten und

zweiten Advent schlüpft er seit elf

Jahren in die Rolle des Nikolauses.

Er ist gefragt bei Kindergärten,

Grundschulen, Seniorenheimen,

auf Weihnachtsmärkten und natürlich

bei jungen Familien. Die

ersten Anfragen gehen bereits

im Hochsommer ein. „Meistens

Anfang August“, sagt der 74-Jährige,

der in Starnberg geboren,

in Bernried aufgewachsen und in

Weilheim zur Schule gegangen

ist, viele Jahre jedoch als Schiffsingenieur

bei der Handelsmarine

zur See fuhr und hinterher längere

Zeit in Flensburg gelebt hatte. Dort

oben im rauen Norden gibt es die

Tradition des heiligen Nikolaus bis

heute nicht. Dafür aber den aus

dem 19. Jahrhundert stammenden

Brauch des Weihnachtsmannes.

„Als unser Sohn drei Jahre alt war,

trat ich für ihn zum ersten Mal als

Weihnachtsmann in Erscheinung.“

Er habe gleich Gefallen gefunden

an dieser Rolle. Nachbarn, Freunde

und Bekannte erfahren von Denks

neuer „Leidenschaft“ – die Nachfragen

häufen sich. Als es ihn zum

Renteneintritt zurück in die Heimat

zieht, er sich in Polling niederlässt,

frägt ihn auch der damalige Altbürgermeister,

ob er nicht Lust hätte,

als Nikolaus auf dem örtlichen

Weihnachtsmarkt zu erscheinen.

So wurde aus dem Weihnachtsmann

der Nikolaus, der inzwischen

jährlich zwischen 20 und 25 Termine

in rund einer Woche in Polling,

70 | tassilo

Weilheim, Seeshaupt und Umgebung

wahrzunehmen hat – ein

straffes und bis ins Detail durchgeplantes

Programm.

20 bis 30 Minuten

pro Familie

Offiziell ist „Nikolaus“ bekanntlich

am 6. Dezember. „Aber ich

kann natürlich unmöglich zu allen

an nur einem Tag kommen“, sagt

Denk, der rund 20 bis 30 Minuten

bei den Familien im Wohnzimmer

verbringt. Zu Beginn spricht er ein

andächtiges Vorwort in Gedichtform,

unter anderem beginnend

mit dem Klassiker: „Draußen vom

Walde, da komm ich her.“ Die

weiteren Zeilen passt er stets dem

aktuellen Wetter, dem Ort sowie

den Namen der vor ihm stehenden

Kinder an. Dann geht’s ans Eingemachte,

wenn er die positiven wie

negativen Eigenschaften und Eigenheiten

der Drei- bis Achtjährigen

aus seinem heiligen Buch vorliest.

„Wobei mir sehr wichtig ist,

die positiven Eigenschaften ganz

klar in den Vordergrund zu rücken,

weil positiv bewertete Leistungen

das Leistungsanspruchsniveau erhöhen“,

wie ein weiser Spruch besagt.

Heißt: Mit Lob die Kinder motivieren,

anstatt mit Schimpfe sie

in eine Negativspirale zu treiben.

Streitereien mit den Geschwistern,

unregelmäßiges Zähneputzen, zu

spätes Bettgehen und Aufstehen

sowie Trödeln im Badezimmer

wird von Denk natürlich trotzdem

erwähnt. „Aber nur zusammengefasst

und in einem humanen,

sachlichen Ton.“ Positives wie beliebt

sein im Freundeskreis, einen

Freund in Schutz nehmen, das Beherrschen

eines Musikinstrumentes,

gute Schulnoten und fleißiges

Trainieren im Sportverein versucht

Denk dagegen mittels gezielter Betonung

in besonderem Maße hervorzuheben.

Sagen die Buben und

Mädchen dann auch noch ein Gedicht

auf, singen oder musizieren,

folgt der Griff in den Jute-Sack, aus

dem Denk leckere Süßigkeiten oder

Spielzeug zieht.

Archiv über die älter

werdenden Kinder

Weil Denk viele Jahre bei den gleichen

Kindern vorbeischaut, darf er

die Vergangenheit nicht außer Acht

lassen. Zwei prallgefüllte Leitz-

Ordner führt er mittlerweile, in die

er für die Vorbereitung immer wieder

hineinblättert. „Der Nikolaus

muss ja wissen, wie sich die Kinder

im Laufe des Jahres entwickelt haben.“

Die aktuellen Informationen

über die Sprösslinge bekommt er

dagegen von den Eltern mitgeteilt,

meistens im Rahmen eines persönlichen,

„geheimen“ Treffens, einige

Tage oder Wochen vor dem 6. Dezember.

Außerdem erstellt Denk

für jeden „Kundenauftritt“ einen

detaillierten Ablaufplan. So steht

zum Beispiel für die Jugendwaldweihnacht

des Pollinger Trachtenvereins

unter anderem Vorwort,

Gedicht, Lebkuchen verteilten,

Licht an, „damit ich im Dunkeln

vorlesen en kann“, n“

und vieles mehr

auf dem Zettel. el. Auch die

Häuser


Mit Krampus ist der Heilige Nikolaus immer seltener unterwegs.

der Familien schaut sich Denk im

Vorfeld genauer an. „Wo kann

ich wie läuten? Oder unbemerkt

hereinspazieren, weil die Eltern

die Haustüre bewusst angelehnt

lassen? Wo stelle ich meinen Sack

ab? Wo stehe ich im Raum für den

Vortrag? Brauchen die Kinder Platz

zum Gedicht aufsagen oder Musik

spielen?“

Kostüm von den

„Schneiderweibern“

Noch entscheidender ist für Georg

Denk ein perfekt sitzendes, zu 100

Prozent authentisch wirkendes Kostüm.

Mitra (Bischofsmütze), Rauchmantel,

Stola, Unterkleid, weiße

Handschuhe, speziell geknotete

Kordel sowie Gürtel, Bischofsring,

ein um den Hals hängendes Kreuz,

der weiße lange Vollbart, weißgefärbte

Augenbrauen, das heilige

Buch, schwarze Stiefel, Jute-Sack

und ein Stab, dessen oberer Teil

aus Stahl geschmiedet, der untere

aus Aluminium ist. „Die Kleinsten

tun sich mittlerweile schwer,

ihn zu halten“, sagt Denk, der vor

allem vor offenen Feuerstellen

in den Wohnzimmern in seinem

Kostüm ganz schön ins Schwitzen

kommt. „Umso besser, dass ich

zwei komplette Kostüme besitze,

mich wenigstens einmal umziehen

kann.“ Eines davon haben die Pollinger

„Schneiderweiber“ genäht.

Jedenfalls wirkt Denk auf einen

Teil der Kinder nur zu Beginn ein

bisserl angsteinflößend. Nach den

ersten klangvollen Worten aber

schmilzt das Eis, und die Kinder

zollen ihm meistens großen Respekt

und zeigen sich sehr dankbar.

Auch deshalb, weil er mal wieder

ohne Krampus hereinspazierte?

Mit dem düsteren Gehilfen ist Denk

nur noch selten unterwegs. Rutenschläge

auf den Po oder gar ein

Hineinstecken kleiner Kindern in

den Sack sei längst nicht mehr zeitgemäß

– wohlwissend, dass dies

dem einen oder anderen Spitzbub

sicherlich nicht geschadet hat.

Denk verlangt

kein Geld

„Gebucht“ wird Georg Denk überwiegend

von Familien, die an dieser

schönen Tradition festhalten

und diese an ihre Kinder weitergeben

möchten. Doch auf öffentlichen

Weihnachtsmärkten sind

auch Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund

hellauf begeistert,

wenn der „boarische“ Nikolaus

ein herzergreifendes Gedicht

aufsagt – und an

alle Kinder frischgebackene

Lebkuchen

verteilt. Apropos

Süßigkeiten:

Weil Georg Denk

für seine Auftritte

seit jeher nichts

verlangt, haben

ihn die Eltern der

Kinder als Zeichen

der Dankbarkeit regelrecht

überhäuft

mit Süßigkeiten

und Spirituosen. Da

sich diese Kalorien-

Bomben bei Denk

zu Hüftgold umwandelten,

hat er

vergangenes Jahr vorgeschlagen,

diese Gaben in eine freiwillige

ige

Spende für guten Zweck umzuuwandeln.

Dieser Vorschlag wurde

von allen Seiten mit großem spruch begrüßt. So konnte nte Denk

nicht nur den Kindern eine

große

Freude bereiten, sondern auch

bedürftige Kinder und Erwach-

Zusene

unterstützen. Das Pollinger

Hospiz hat von der ersten Spende

profitiert. Das allerwichtigste aber

ist dem für heuer schon wieder

Ausgebuchten, „diese schöne

Tradition aufrechtzuerhalten und

anderen eine kleine Freude zu bereiten“.

js

Von Haus zu Haus: Bis zu 25 Termine nimmt Georg

Denk an und um Nikolaus wahr.

An Weihnachten & Silvester noch nichts geplant?!

Kommen Sie doch zu uns!

An beiden Weihnachtsfeiertagen verwöhnen wir Sie mit 4 ausgewählten

Menüs, welche musikalisch von unseren Stubenmusikern untermalt

werden.

Zu Silvester servieren wir ein 6 Gänge Gala-Menü, inklusive Aperitif &

anschließendem Feuerwerk.

Wir wünschen frohe Festtage und freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen

zu dürfen.

Ihr

Moritz Link und das Team

vom Landgasthof Osterseen

Hofmark 9, 82393 Iffeldorf

Tel. 0 88 56/9 28 60

Fax 0 88 56/92 86 45

landgasthof@osterseen.de

www.landgasthof-osterseen.de


POLIER SEPP

Hinter den Kulissen von M.Haseitl „Logistik“

Alle unsere Baustellen zum richtigen Zeitpunkt mit den benötigten Geräten, Maschinen und Materialien zu versorgen, ist

eine große Herausforderung. Unsere Disponenten müssen also viele Baustellen, Bauabschnitte, Mengen und Lieferzeiten

stets im Blick haben, damit der reibungslose Bauablauf nicht gestört wird. Bei M.Haseitl arbeiten die Besten.

Wir eröffnen Freiräume

NOVEMBER/

M.Haseitl

www.haseitlbau.de

info@haseitlbau.de

M. HASEITL

Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG

Dießener Straße 12

86956 Schongau

Tel. 08861-2351-0


Veranstaltungskalender

1. November bis 31. Dezember 2018

DO 01.11.

Allerheiligen

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session im Village. Eintritt frei

WEILHEIM

FR 02.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Artistisches Theater „The Streets —

Art of Life“ mit Vaganti im

Stadttheater. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse.

Siehe Seite 47

MURNAU

11.00 bis 13.30 Uhr

Kinderprogramm „Traumhäuser

bauen“ im Schloßmuseum. Ab

7 Jahren. Anmeldung bis 2 Tage

vorher unter 08841 / 476-207 oder

-201

POLLING

18.00 Uhr

Dinner & Show mit der Akrobatikgruppe

„Fortissima“ in der

Tiefenbachhalle

19.00 Uhr

Vereinsabend der Kakteenfreunde

Oberland mit Vortrag „Knaller aus

dem Hybridenlager“ von Michael

Kießling im Gasthaus Neuwirt

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 03.11.

WEILHEIM

17.00 und 20.00 Uhr

Artistisches Theater „The Streets —

Art of Life“ mit Vaganti im

Stadttheater. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse.

Siehe Seite 47

20.00 Uhr

Konzert „Symphonic Air Connection“

mit dem Blasorchester der

Städtischen Musikschule in der

Stadthalle. VVK in der Musikschule

oder Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

9.30 Uhr

Leonhardi an der Leonhardikapelle

in Wengen mit Umritt und

Pferdesegnung

11.00 bis 17.00 Uhr

Wanderausstellung „Ellen Ammann:

Pionierin, Netzwerkerin,

Trendsetterin“ im Pfarrzentrum

STARNBERG

10.00 bis 20.00 Uhr

9. Starnberger Seniorentag in der

Schlossberghalle

19.00 Uhr

Herbstvolkstanz im Wirtshaus

im Tutzinger Hof. Karten: 8 € / 5 €

(ermäßigt). Einlass ab 18 Uhr

PENZBERG

12.00 Uhr

Penzberger Teamtrail an der

Berghalde. Infos und Ausschreibung

unter www.tsv-penzberg.de

RAISTING

20.00 Uhr

Theater „Ti Amo“ von den

Ammersee Actors e.V. im Gasthof

Drexl. Einlass ab 18 Uhr. Reservierung

unter 08807 / 8976

SEESHAUPT

14.00 Uhr

Schafkopfturnier der BRK-Ortsgruppe

im Trachtenheim

20.00 Uhr

„90ga Party“ in der Mehrzweckhalle.

Eintritt: 6 €

HABACH

18.30 Uhr

Secret Revivial Party — Kult-DJ-

Party im Bistro Trödler. Siehe

Anzeige Seite 36

POLLING

18.00 Uhr

Dinner & Show mit der Akrobatikgruppe

„Fortissima“ in der

Tiefenbachhalle

PÖCKING

19.00 Uhr

90-Jahr-Feier des Sportclubs in

der Turnhalle

SO 04.11.

WEILHEIM

14.00 Uhr

Internationaler Jubiläumslehrgang

„25 Jahre Aikido“ mit öffentlicher

Vorführung in der Jahnhalle

15.00 Uhr

Benefizversteigerung für eine

neue Orgel für Mariae Himmelfahrt

in der Stadthalle

15.00 und 18.00 Uhr

Artistisches Theater „The Streets —

Art of Life“ mit Vaganti im

Stadttheater. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse.

Siehe Seite 47

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet

DIESSEN

11.00 bis 17.00 Uhr

Wanderausstellung „Ellen Ammann:

Pionierin, Netzwerkerin,

Trendsetterin“ im Pfarrzentrum

PÄHL

10.15 Uhr

Leonhardifahrt im Ortsgebiet

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Sonderausstellung „Thomas

Mann“ im Heimatmuseum

WEILHEIM

MO 05.11.

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

18.00 Uhr

Vortrag „Gesundheit und Bewegung

— Was ist zu beachten?“

im Mehrgenerationenhaus.

Anmeldung (bis 31.10.) unter

0881 / 909590-0

20.00 Uhr

Medien-Infoabend mit Ralf

Menken in der Stadtbücherei.

Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

WEILHEIM

DI 06.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

17.30 Uhr

Infoabend „Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten

für den

Mittelstand“ bei der IHK.

Anmeldung bis 31.10. unter ihkmuenchen.de/mittelstand-wm.

Teilnahme kostenfrei

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES

Do, 8. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 9. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Mi, 21. Nov. 15.00 bis 20.00 Uhr Starnberg, Landratsamt

Di, 27. Nov. 16.30 bis 20.00 Uhr Diessen, Mehrzweckhalle

Do, 29. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Fr, 30. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Mo, 17. Dez. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungsz.

november / dezember 2018 | 73


18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss in der Stadthalle.

Siehe Anzeige Seite 33

MURNAU

8.00 Uhr

Leonhardifahrt und Leonhardimarkt.

Ab 8 Uhr: Leonhardi-

Markt. 9 Uhr: Leohnhardifahrt von

Murnau nach Froschhausen, anschl.

Pferdesegnung, Feldgottesdienst

und Weißwurst-Essen auf

der Wiese vor der St. Leonhard-

Kirche. Ab 20 Uhr: Leonhardi-Tanz

im Kultur- und Tagungszentrum

WEILHEIM

MI 07.11.

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss in

der Stadthalle. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 35

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Ist Hüftersatz

eine Lösung“ mit Dr. Thomas

Löffler im Krankenhaus

20.00 Uhr

Kabarett „Neues Programm!“ von

Luise Kinseher im Stadttheater.

VVK beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

STARNBERG

20.00 Uhr

Vortrag mit Bildern „Golden strahlt

das Evangelium“ von Roland Bise

in der Schlossberghalle. Karten:

8 € / 5 € (ermäßigt)

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

DO 08.11.

WEILHEIM

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.30 Uhr

Benefizkonzert „Gracias a ti natura“

der bolivianischen Gruppe

Sacambaya im Haus der Begegnung.

Eintritt frei, um Spenden

wird gebeten

19.30 Uhr

Jahreshauptversammlung von

Haus & Grund in der Stadthalle.

Siehe Anzeige Seite 16

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit Vortrag

„Die Polizei — dein Freund und

Helfer“ im Pfarrheim St. Barbara

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

MURNAU

19.30 Uhr

Lesung und Gespräch „Das Genie“

von Klaus Cäsar Zehrer in der

Buchhandlung Gattner. Eintritt: 7 €

RAISTING

19.00 Uhr

Offener Stammtisch für Künstler

und Kunst-Interessierte im Gasthof

Drexl

HABACH

18.30 Uhr

Irish Folk Session im Bistro Trödler.

Siehe Anzeige Seite 36

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmökercafé in der Bücherei am

Römerturm

WEILHEIM

FR 09.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Inklusives Theater „Woyzeck“

mit dem inklusiven Ensemble

der Freien Bühne München im

Stadttheater. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Premiere des Musicals „Ghost —

Nachricht von Sam“ im Tanzpalast

Bräuwastl. VVK beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim

oder in der Bräuwastlhalle

STARNBERG

14.30 Uhr

Schmankerl-Spaziergang „Mit der

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:

Info-Stele am Dampfersteg.

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.

Anmeldung unter 08151 / 90600

19.30 Uhr

Konzert „Ghost on a string“ von

Philip Bradatsch im Kulturbahnhof.

Karten: 12 € / 8 € (ermäßigt).

VVK Kulturamt und Tourist-Info

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

PÄHL

17.30 Uhr

Martinszug im Ortsgebiet

17.30 Uhr

Martinszug in Fischen

RAISTING

20.00 Uhr

Theater „Ti Amo“ von den

Ammersee Actors e.V. im Gasthof

Drexl. Einlass ab 18 Uhr. Reservierung

unter 08807 / 8976

SPATZENHAUSEN

18.30 Uhr

St. Martinszug, Start am Sportplatz

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

PEITING

20.00 Uhr

Musik-Kabarett mit den „Brettl

Spitzen“ in der Schloßberghalle.

Siehe Seite 23

SA 10.11.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

PEISSENBERG

16.45 Uhr

Martinsumzug durch den Ort.

Aufstellung in der Gartenstraße

20.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

MURNAU

16.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Murkel — Gurkel, getrennt —

zusammen, kreuz + quer“ von

Ursula Rexer im Atelier Tusculum.

Geöffnet samstags und sonntags

15 — 18 Uhr. Bis 25.11.

PÄHL

14.00 Uhr

Theater — Generalprobe für Kinder

und Senioren im Pfarr- und

Gemeindezentrum

20.00 Uhr

Theater (Premiere) im Pfarr- und

Gemeindezentrum

RAISTING

17.00 Uhr

Martinsumzug des Kinderfördervereins

20.00 Uhr

Jubiläumskonzert „40 Jahre Blaskapelle“

im Gasthof zur Post

20.00 Uhr

Theater „Ti Amo“ von den

Ammersee Actors e.V. im Gasthof

Drexl. Einlass ab 18 Uhr. Reservierung

unter 08807 / 8976

74 | tassilo


HABACH

18.30 Uhr

Live-Konzert „Austria Project“ im

Bistro Trödler. Beginn um 20.30

Uhr. Siehe Anzeige Seite 36

IFFELDORF

10.00 bis 13.00 Uhr

Kleidertauschparty im Bürgersaal

im Deichstetterhaus

19.00 Uhr

Theater „Schönen Gruß vom

Kuckuck“ der Laienspielgruppe

in der Mehrzweckhalle. Eintritt:

9 € / 5 € (ermäßigt). VVK Tankstelle

Greil

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Erzählung „Mythos Bayern — Geschichten

und Sagen aus Bayern“,

erzählt in Mundard von Ursula

Krötz, umrahmt von „Schönsee-

Musi“ im Mehrzweckraum des

Rathauses

POLLING

20.00 Uhr

Volksmusik im Bibliotheksaal

ANDECHS

20.00 Uhr

Premiere des Theaters „Mit

Schwund muaßt rechnen“ der

Theaterfreunde Machtlfing im

Klostergasthof. Infos unter www.

theaterfreunde-machtlfing.de

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Jubiläumskonzert „Gospel mit fui

gfui“ von Joyful People im Haus

der Vereine. Eintritt frei

SCHLEHDORF

11.00 bis 22.00 Uhr

Martini-Gans- & Enten-Essen

beim Fischerwirt. Siehe Anzeige

Seite 66

SO 11.11.

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

18.00 Uhr

Operngala mit „Voilà! Opera! e.V.“

im Stadttheater. Karten: 18 € zzgl.

VVK-Gebühr. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

PEISSENBERG

16.00 bis 17.00 Uhr

Auf a Stund im Evangelischen

Gemeindesaal

18.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle

STARNBERG

17.00 Uhr

Fimvorführung „Auf Achse: Island

und Grönland“ in der Schlossberghalle.

Karten: 14 € / 10 €

(ermäßigt)

BERNRIED

18.00 Uhr

Klingendes St. Martin — Konzert

der Chöre, Gruppen und Instrumentalisten

der Pfarrei St. Martin

im Bildungshaus St. Martin

PÄHL

19.00 Uhr

Theater im Pfarr- und Gemeindezentrum

HABACH

17.00 Uhr

St. Martinszug rund um die Pfarrkirche

und das Feuerwehrhaus

IFFELDORF

14.00 bis 16.00 Uhr

Skibasar im Sportheim

18.00 Uhr

Theater „Schönen Gruß vom

Kuckuck“ der Laienspielgruppe

in der Mehrzweckhalle. Eintritt:

9 € / 5 € (ermäßigt). VVK Tankstelle

Greil

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Sonderausstellung „Thomas

Mann“ im Heimatmuseum

ANDECHS

18.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ der Theaterfreunde

Machtlfing im Klostergasthof. Mit

Menü. Infos unter www.theaterfreunde-machtlfing.de

PÖCKING

17.00 Uhr

Herbstkonzert der Chorgemeinschaft

St. Pius in der Pfarrkirche

St. Pius

SCHLEHDORF

11.00 bis 22.00 Uhr

Martini-Gans- & Enten-Essen

beim Fischerwirt. Siehe Anzeige

Seite 66

MO 12.11.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Vortrag „Majestät genga S'hoam,

Revolution is!“ über Ludwig III.

und das Ende der Monarchie in

Bayern von Dr. Stefan März im

Gasthaus Oberbräu

BERNRIED

17.00 Uhr

Martinszug des Kinderhauses mit

Schließung des Martinsbrunnens.

Treffpunkt: Klosterhof

november / dezember 2018 | 75


WEILHEIM

DI 13.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

WEILHEIM

MI 14.11.

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

19.30 Uhr

Multivisionsshow „Durchs wilde

Norwegen“ von Peter Sachsenmaler

im Stadttheater

20.00 Uhr

Info-Abend „Beruflicher Wiedereinstieg

für Frauen“ in der

Stadtbücherei. Eintritt frei. Siehe

Seite 22

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

19.30 Uhr

Vortrag „Ansprüche der Murnauer

Bürgerschaft an den Wald im 18.

Jahrhundert“ von Christian Malzer

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

EBERFING

17.00 Uhr

St. Martins-Feier in der Kirche

und im Kinderhaus

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen für Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit dem Bilderbuchkino

„Ben und der böse

Ritter Berthold“ in der Bücherei

im Alten Pfarrhaus

PEITING

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss im SparkassenSaal.

Siehe Anzeige Seite 33

SCHONGAU

19.00 Uhr

Herzwochen im Krankenhaus.

Siehe Seite 24 / 25

PEISSENBERG

DO 15.11.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PEITING

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss

im SparkassenSaal. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 35

WEILHEIM

FR 16.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Ammertöne — 14. Weilheimer

Jazztage mit Joscha Arnold Large

Ensemble und Jesse Davis Quartet

im Stadttheater. Siehe Anzeige

links

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle

20.00 Uhr

Konzert „Beatles Revival“ von The

Bottles in der Tiefstollenhalle.

Karten: 20 € (VVK)/ 22 € (AK). VVK

bei PeissenBUCH, beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim,

Buch am Bach in Peiting,

Lech-Kurier Schongau oder www.

reservix.de. Siehe Seite 22

STARNBERG

19.30 Uhr

Konzert „Südsaitn“ im Kulturbahnhof.

Karten: 12 € / 8 €

(ermäßigt). VVK Kulturamt und

Tourist-Info

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

PENZBERG

19.00 Uhr

FreitagsSpieler mit Brett- und

Kartenspielen in der Stadtbücherei.

Eintritt frei

PÄHL

20.00 Uhr

Theater im Pfarr- und Gemeindezentrum

RAISTING

20.00 Uhr

Theater „Ti Amo“ von den

Ammersee Actors e.V. im Gasthof

Drexl. Einlass ab 18 Uhr. Reservierung

unter 08807 / 8976

76 | tassilo


HABACH

20.00 Uhr

Oldie Dance-Night mit den

Stingrays im Bistro Trödler. Siehe

Anzeige Seite 36

IFFELDORF

19.00 Uhr

Theater „Schönen Gruß vom

Kuckuck“ der Laienspielgruppe

in der Mehrzweckhalle. Eintritt:

9 € / 5 € (ermäßigt). VVK Tankstelle

Greil

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ der Theaterfreunde

Machtlfing im Klostergasthof.

Infos unter www.theaterfreundemachtlfing.de

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 17.11.

WEILHEIM

9.00 bis 11.30 Uhr

Wintersport-Basar in der Großen

Hochlandhalle

20.00 Uhr

Ammertöne — 14. Weilheimer

Jazztage mit Phillip Rumsch und

Johannes Enders Quartet im Stadttheater.

Siehe Anzeige links

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

Inthronisationsball der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V. in der

Schlossberghalle. Karten: 25 €.

Infos und Reservierungen unter

kartenbestellung@perchalla.de

oder 0152 / 06415972

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

PENZBERG

19.30 Uhr

Theater „Ein Bayerischer Jedermann“

vom Oberlandler Volkstheater

in der Stadthalle. Eintritt: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

PÄHL

12.00 bis 18.00 Uhr

Offene Ateliers der Aukio-Künstlergemeinschaft

20.00 Uhr

Theater im Pfarr- und Gemeindezentrum

RAISTING

20.00 Uhr

Theater „Ti Amo“ von den

Ammersee Actors e.V. im Gasthof

Drexl. Einlass ab 18 Uhr. Reservierung

unter 08807 / 8976

SEESHAUPT

11.00 bis 14.00 Uhr

Mini-Wohlfühl-Workout im Gymnastikraum

des Sportzentrums

HABACH

18.30 Uhr

Konzert mit dem Orchester

Kurzweil im Bistro Trödler. Siehe

Anzeige Seite 36

IFFELDORF

10.00 bis 18.00 Uhr

Hobbykünstlermarkt im Pfarrheim

19.00 Uhr

Theater „Schönen Gruß vom

Kuckuck“ der Laienspielgruppe

in der Mehrzweckhalle. Eintritt:

9 € / 5 € (ermäßigt). VVK Tankstelle

Greil

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Das Zauberflugzeug“

im Feuerwehrhaus

19.30 Uhr

Konzert des „Signum Saxophone

Quartet“ im Bibliotheksaal. Karten

unter www.muenchen.hoertnagel.

de oder beim Reisebüro Simader in

Weilheim

PATERZELL

9.00 Uhr

Frauenfrühstück mit Vortrag „Wir

sind Kinder unserer Zeit — was

mich geprägt hat“ von Johanna

Scheller im Gasthof Eibenwald

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ der Theaterfreunde

Machtlfing im Klostergasthof.

Infos unter www.theaterfreundemachtlfing.de

TUTZING

14.00 Uhr

Bewegung, Entspannung, Tanz

im Tanzstudio. Infos unter www.

kreativitaet-in-bewegung.de

BENEDIKTBEUERN

17.00 Uhr

Konzert von Musica Starnberg mit

Georg F. Händels „Judas Maccabaeus

(HWV 63)“ in der Basilika.

Karten unter karten@musica-starnberg.de

und 08151 / 4463422

SO 18.11.

WEILHEIM

12.00 Uhr

Workshop „Boogie-Woogie“ für

Einsteiger und Fortgeschrittene

im Sportzentrum

14.00 bis 17.00 Uhr

Letzter Tag der Ausstellung „Lichtkunst“

im Stadtmuseum

18.00 Uhr

Musikalische Lesung mit Geschichten

zur Vorweihnachtszeit

und Monika Baumgartner &

Veronika Ponzer an der Harfe im

Stadttheater. VVK beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet

PEISSENBERG

18.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle

STARNBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

8. Starnberger Kreuzfahrt-Messe

im H'ugo's Beachclub Undosa.

Eintritt: 2 €

17.00 Uhr

Konzert von Musica Starnberg

mit Georg F. Händels „Judas

Maccabaeus (HWV 63)“ in der

Kirche St. Maria. Karten unter

karten@musica-starnberg.de und

08151 / 4463422

18.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

PENZBERG

13.00 Uhr

Hallensportfest der Kinderleichtathletik

in der Turnhalle am

Wellenbad

19.30 Uhr

Theater „Ein Bayerischer Jedermann“

vom Oberlandler Volkstheater

in der Stadthalle. Eintritt: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

PÄHL

12.00 bis 18.00 Uhr

Offene Ateliers der Aukio-Künstlergemeinschaft

19.00 Uhr

Theater im Pfarr- und Gemeindezentrum

IFFELDORF

10.00 bis 18.00 Uhr

Hobbykünstlermarkt im Pfarrheim

18.00 Uhr

Theater „Schönen Gruß vom

Kuckuck“ der Laienspielgruppe

in der Mehrzweckhalle. Eintritt:

9 € / 5 € (ermäßigt). VVK Tankstelle

Greil

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Sonderausstellung „Thomas

Mann“ im Heimatmuseum

ANDECHS

18.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ der Theaterfreunde

Machtlfing im Klostergasthof. Mit

Menü. Infos unter www.theaterfreunde-machtlfing.de

TUTZING

18.00 Uhr

Jubiläumskonzert „25 Jahre

Kirchenmusikverein“ mit den

Kirchenchören „Herr Käthe“ und

St. Joseph in der Christuskirche.

Eintritt frei

november / dezember 2018 | 77


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WEILHEIM

MO 19.11.

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

WEILHEIM

DI 20.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

WEILHEIM

MI 21.11.

Buß- und Bettag

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

16.00 Uhr

Märchenzeit „Der dicke fette

Pfannkuchen“ in der Stadtbücherei.

Eintrittt frei

18.00 Uhr

Herzwochen im Pfarrheim Miteinander.

Siehe Seite 24 / 25

STARNBERG

15.00 bis 21.00 Uhr

Blutspenden im Landratsamt

20.00 Uhr

Vortrag mit Bildern und Gespräch

„König Ludwig III. von Bayern und

das Ende der Monarchie“ von Prof.

Dr. Hermann Rumschöttel in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 €

(ermäßigt)

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

BERNRIED

8.00 Uhr

Ökumenischer Kinderbibeltag im

Roncallihaus und Evangelischen

78 | tassilo

Gemeindehaus (8 Uhr) und in der

Grundschule (9 — 13 Uhr)

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ der Theaterfreunde

Machtlfing im Klostergasthof.

www.theaterfreunde-machtlfing.de

PEISSENBERG

DO 22.11.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.00 Uhr

Vernissage „Ernstes Spiel“ der

Ausstellungsreihe „nah-fern“ im

Kulturbahnhof. Eintritt frei. Bis

16.12.

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

MURNAU

20.00 Uhr

Kabarettistische Krimilesung mit

Jörg Maurer in der Buchhandlung

Rupprecht. Eintritt: 10 €. VVK in der

Buchhandlung

WEILHEIM

FR 23.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „geh zu, bleib da“ von

Wolfgang Krebs in der Tiefstollenhalle.

Karten: 23 € (VVK) / 25 €

(AK). VVK bei PeissenBUCH, beim

KB-Ticketservice in der Sparkasse

Weilheim, Buch am Bach in

Peiting, Lech-Kurier Schongau oder

www.reservix.de. Siehe Seite 22

STARNBERG

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

PÄHL

20.00 Uhr

Theater im Pfarr- und Gemeindezentrum

OBERHAUSEN

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventsausstellung bei Tanja

Hörer, Eyacherstraße 46b

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Kathreintanz im Haus des Gastes

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ der Theaterfreunde

Machtlfing im Klostergasthof.

www.theaterfreunde-machtlfing.de

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 24.11.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

9.00 bis 18.00 Uhr

Buchmarkt des Rotary Clubs am

Weidenbach, vor der Tierklinik


15.00 Uhr

Jubiläums-Gala „10 Jahre Tanzstudio

Tutzing“ im Stadttheater.

Karten: 18 € / 12 € (Kinder). VVK bei

der Bücherei Held in Tutzing

20.00 Uhr

Herbstkonzert des Kammerorchesters

Weilheim in der Stadthalle.

Karten: 18 € / 5 € (Schüler und

Studenten). VVK im Veranstaltungsbüro

und beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

20.15 Uhr

Kabarett „Der pure Mahnsinn“

von Werner Gerl im Bistro

Hänsel's. Eintritt: 12 €, um Reservierung

wird gebeten

PEISSENBERG

10.00 bis 16.00 Uhr

Andreas-Markt am Kirchplatz

20.00 Uhr

Vortrag „Lawinenprobleme

und Gefahrenmuster“ von Dr.

Rudi Mair und Patrick Nairz in

der Tiefstollenhalle. Karten: 12 €

(VVK) / 15 € (AK). VVK bei Peissen-

BUCH, KB-Ticketservice in der Sparkasse

Weilheim, Buch am Bach in

Peiting, Lech-Kurier Schongau oder

www.reservix.de. Siehe Seite 8

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

20.00 Uhr

Konzert von „Dark Rose 80s

Hard'n'Metal“ im Club 1516.

Eintritt: 10 €

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

12.00 bis 20.00 Uhr

Wein- und Delikatessenmesse

„Vinessio“ in der Schlossberghalle.

Eintritt: 10 €

20.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

PENZBERG

17.00 Uhr

TurnFest — feier mit! 120 Jahre

in Bewegung, der TSV lädt zur

Geburtstagsparty ein in die

Stadthalle

MURNAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Lions-Büchermarkt im Kemmelpark.

Eintritt frei

PÄHL

20.00 Uhr

Theater im Pfarr- und Gemeindezentrum

WIELENBACH

20.00 Uhr

Kathreintanz des Burschenvereins

beim Dorfwirt in Haunshofen

HABACH

20.00 Uhr

Konzert mit „Bad Work Station“

im Bistro Trödler. Siehe Anzeige

Seite 36

OBERHAUSEN

10.00 bis 17.00 Uhr

Adventsausstellung bei Tanja

Hörer, Eyacherstraße 46b

POLLING

19.30 Uhr

Konzert von „two Well“ im

Bibliotheksaal. Karten unter www.

muenchen.hoertnagel.de oder

Reisebüro Simader in Weilheim

ANDECHS

20.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ im Klostergasthof.

www.theaterfreunde-machtlfing.de

TUTZING

14.30 bis 16.00 Uhr

Patientenforum „Patientenverfügung:

Wie mache ich es ganz

praktisch?“ in der Evangelischen

Akademie. Siehe Anzeige Seite 59

SO 25.11.

WEILHEIM

9.00 bis 17.30 Uhr

Andreasmarkt in der Oberen

Stadt. Mit verkaufsoffenem

Sonntag

10.00 bis 17.00 Uhr

Buchmarkt des Rotary Clubs am

Weidenbach, vor der Tierklinik

15.00 Uhr

Jubiläums-Gala „10 Jahre Tanzstudio

Tutzing“ im Stadttheater.

Karten: 18 € / 12 € (Kinder). VVK bei

der Bücherei Held in Tutzing

19.30 Uhr

Konzert zum Ewigkeitssonntag

in der Evangelischen Apostelkirche.

Karten: 18 € / 12 €. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

9.00 Uhr

Kathrein-Markt in der Sonnenstraße

STARNBERG

12.00 bis 19.00 Uhr

Wein- und Delikatessenmesse

„Vinessio“ in der Schlossberghalle.

Eintritt: 10 €

15.00 Uhr

Theater „Pension Schöller“, ein

Schwank in drei Akten von der

Kolpingbühne im Pfarrzentrum

St. Maria. Karten: 10 €. VVK

unter www.kolpingbuehne.de oder

08151 / 744888

MURNAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Lions-Büchermarkt im Kemmelpark.

Eintritt frei

BERNRIED

10.15 Uhr

Christkönig — „Mit-Mach-Messe“

mit leichten Jazzrhythmen in der

Pfarrkirche St. Martin

19.00 Uhr

Klavierabend mit E-Hyun Hüttermann

im Barocksaal des Klosters

IFFELDORF

11.15 Uhr

Matinee „Ein Deutsches Requiem“

von Johannes Brahms unter der

Leitung von Andrea Fessmann

im Gemeindezentrum. Karten:

15 — 25 €. VVK bei der Buchhandlung

Rolles und Rundschauverlag

in Penzberg und unter www.

klangkunst-im-pfaffenwinkel.de

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Sonderausstellung „Thomas

Mann“ im Heimatmuseum

ANDECHS

18.00 Uhr

Theater „Mit Schwund muaßt

rechnen“ im Klostergasthof.

www.theaterfreunde-machtlfing.de

MO 26.11.

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Live-Dia-Show „Yucatán — Mexiko

von seiner schönsten Seite“ von

Harald Mielke im Kath. Pfarramt

WEILHEIM

DI 27.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

DIESSEN

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mehrzweckhalle

TUTZING

18.00 Uhr

Patientenforum „Herz außer Takt —

Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“

im Roncalli-Haus.

Siehe Anzeige Seite 7

WEILHEIM

MI 28.11.

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

WEILHEIM

DO 29.11.

10.00 bis 12.00 Uhr

Selbsthilfegruppe „Mütter Burnout

vorbeugen“, Münchener Str. 27.

Anmeldung unter 0881 / 1223144

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

20.00 Uhr

BrotZeit&Spiele mit „Knedl &

Kraut“ — Lachlederne Wirtshausmusi

in der Schlossberghalle.

Restkarten zu 29 € unter www.

kartenengl.de oder im Kulturamt

november / dezember 2018 | 79


PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

HABACH

19.00 Uhr

Saitnhupfa-Hoagascht-Musikantentreffen

im Bistro Trödler. Siehe

Anzeige Seite 36

WEILHEIM

FR 30.11.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STARNBERG

10.00 Uhr

Treffen für Angehörige, die an

Demenz erkrankte Familienmitglieder

zuhause pflegen und versorgen

in der Ilse Kubaschewski

Stiftung. Anm. unter 08151 / 6504-0

oder sekretariat@iks-sta.de

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Vortrag „Der ,Troadstadl‘ im

Spiegel der regionalen Hauslandschaften

um Penzberg“ von Georg

Waldemer in der Stadthalle.

Eintritt: 3 €

19.30 Uhr

Theater „Ein Bayerischer Jedermann“

vom Oberlandler Volkstheater

in der Stadthalle. Eintritt: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

MURNAU

19.00 Uhr

Weihnachts-Weizenbock-Anstich

mit „Koitaboch Musi“ im Griesbräu.

Eintritt frei

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 01.12.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Multivisionsshow „Abenteuer

Weltumrundung“ mit Reiner

Meutsch im Stadttheater

20.15 Uhr

Musikkabarett „aMaivoi“ im

Bistro Hänsel's. Karten: 12 €, um

Reservierung wird gebeten

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

17.00 Uhr

Rorate mit Herbergssuche in der

Kirche St. Joseph

PENZBERG

11.00 Uhr

Eröffnung von „Hannis Eismärchen“

auf dem Stadtplatz.

Täglich bis 6.01. Infos unter www.

hannis-eismaerchen.de und auf

Seite 60 / 61

19.30 Uhr

Theater „Ein Bayerischer Jedermann“

vom Oberlandler Volkstheater

in der Stadthalle. Eintritt: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

MURNAU

10.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

HABACH

20.30 Uhr

Big-Band-Konzert mit „Harakiri

Big 15“ im Bistro Trödler. Siehe

Anzeige Seite 36

IFFELDORF

17.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzert „Les

Gouts Reunis“ mit Alfredo

Bernardini (Oboe) und „Munich

Baroque“ im Gemeindezentrum.

Konzerteinführung ab 16 Uhr.

Karten unter 08856 / 3695 oder

iffeldorfer-meisterkonzerte.de

OBERHAUSEN

16.00 bis 22.00 Uhr

Start des Adventsfensterschauens

an verschiedenen Örtlichkeiten.

Jeden Tag bis 24.12. öffnet ein

anderes Fenster. Infos täglich beim

Bäcker und Stroblwirt

PEISSENBERG

SO 02.12.

13.00 bis 18.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet

STARNBERG

15.00 Uhr

Familientheater „Der kleine Rabe

Socke feiert Weihnachten“ in der

Schlossberghalle. Karten: 13 — 17 €

MURNAU

11.00 Uhr

Kindermusiktheater „Ein Zauberlehrling

für Aschenputtel“

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 12 € / 8 € (ermäßigt)

POLLING

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür im Hospiz

Pfaffenwinkel

14.00 bis 16.30 Uhr

Sonderausstellung „Thomas

Mann“ im Heimatmuseum

MO 03.12.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Vortrag „Die Bedeutung von

Totholz für unsere Vogelwelt“ von

Prof. Dr. Moning im Tennisheim

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

WEILHEIM

DI 04.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 Uhr

Puppentheater „Weihnachtswunder

für drei“ in der Stadtbücherei.

Eintritt: 4 €. VVK in der Stadtbücherei

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

WEILHEIM

MI 05.12.

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

17.30 Uhr

Film und Filmgespräch im Mehrgenerationenhaus

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

PEISSENBERG

DO 06.12.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag „Lasst uns

froh und munter sein" im Pfarrheim

St. Barbara

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der

Schlossberghalle. Eintritt: 2,50 €

RAISTING

19.00 Uhr

Offener Stammtisch für Künstler

und Kunst-Interessierte im Gasthof

Drexl

HABACH

18.30 Uhr

Irish Folk Session im Bistro Trödler.

Siehe Anzeige Seite 36

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmökercafé in der Bücherei am

Römerturm

WEILHEIM

FR 07.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 bis 17.00 Uhr

Private Krippenausstellung von

Manfred Bögl am Betberg 6.

Siehe Anzeige Seite 67

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Musikschule

im Stadttheater

80 | tassilo


19.30 Uhr

Weihnachts-Singspiel von Enrico

da Paruta nach Ludwig Thoma in

der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt.

VVK beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Illusionstheater „Hereingeschneit“

von Bodecker & Neander

in der Tiefstollenhalle. Karten: 23 €

(VVK)/ 25 € (AK). VVK bei PeissenBUCH,

beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim, Buch

am Bach in Peiting, Lech-Kurier

Schongau oder www.reservix.de.

Siehe Seite 22

STARNBERG

14.30 Uhr

Schmankerl-Spaziergang „Mit der

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:

Info-Stele am Dampfersteg.

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.

Anmeldung unter 08151 / 90600

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der

Schlossberghalle. Eintritt: 2,50 €

19.30 Uhr

Offene Session der Musikschule

im Kulturbahnhof. Eintritt frei

19.30 Uhr

Musikalische Lesung „Die

Liebe ist ein seltsames Spiel“ im

Kulturbahnhof. Karten: 12 € / 8 €

(ermäßigt). VVK Kulturamt und

Tourist-Info

SEESHAUPT

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventshütte im Hof bei der

Feuerwehr

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Ökumenische Nacht der 1000

Lichter in der Kirche St. Joseph

SA 08.12.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

10.00 Uhr

Private Krippenausstellung von

Manfred Bögl am Betberg 6.

Geöffnet von 10 — 12 und 14 — 17 Uhr.

Siehe Anzeige Seite 67

20.00 Uhr

Illusionstheater „Hereingeschneit“

von Bodecker & Neander

im Stadttheater. VVK beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der

Schlossberghalle. Eintritt: 2,50 €

MURNAU

10.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

RAISTING

14.00 Uhr

Platzlmarkt im AWO-Haus

SEESHAUPT

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventshütte im Hof bei der

Feuerwehr

PÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Christbaumverkauf zugunsten der

Jugendfeuerwehr am Feuerwehrhaus

und Rathausplatz

SO 09.12. .

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

10.00 Uhr

Private Krippenausstellung von

Manfred Bögl am Betberg 6.

Geöffnet von 10 — 12 und 14 — 1 7 Uhr.

Siehe Anzeige Seite 67

16.00 bis 17.30 Uhr

Adventssingen der Gebirgsschützenkompanie

in der Pfarrkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei

IFFELDORF

15.30 Uhr

Nikolausturnen in der Mehrzweckhalle

17.00 Uhr

Heilige Nacht mit Franz Schesser

im Bürgersaal im Deichstetterhaus

POLLING

16.00 Uhr

Klavierabend mit Mariam Batsashvili

im Bibliotheksaal. Karten

unter www.muenchen.hoertnagel.

de oder beim Reisebüro Simader in

Weilheim

WEILHEIM

DI 11.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

20.00 Uhr

Benefizkonzert der Bundeswehr-

Big-Band in der Stadthalle. Siehe

Seite 46

STARNBERG

20.00 Uhr

BrotZeit&Spiele mit Helmut

Schleich und seinem neuen

Programm in der Schlossberghalle.

Restkarten zu 29 € unter www.

kartenengl.de oder im Kulturamt

WEILHEIM

MI 12.12.

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

16.00 Uhr

Märchenzeit „Das Tannenbäumchen“

in der Stadtbücherei. Eintritt

frei

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen für Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit dem Bilderbuchkino

„Der Koffer mit den

sieben Kronen“ in der Bücherei

im Alten Pfarrhaus

PEISSENBERG

DO 13.12.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

19.00 Uhr

Adventskonzert der Musikschule

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

WEILHEIM

FR 14.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

SEESHAUPT

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventshütte im Hof bei der

Feuerwehr

IFFELDORF

19.00 Uhr

Adventskonzert von „capella

vocale iffeldorf“ in der Pfarrkirche

St. Vitus

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 15.12.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert von Daniel T. Coates mit

Band in der Tiefstollenhalle. Karten:

17 € (VVK)/ 19 € (AK). VVK bei

PeissenBUCH, beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim, Buch

am Bach in Peiting, Lech-Kurier

Schongau oder www.reservix.de.

Siehe Seite 22

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

november / dezember 2018 | 81


STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet

WEILHEIM

DI 18.12.

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 59.

19.30 Uhr

Stade Stund mit Schülerensembles

in der Schlossberghalle. Eintritt frei

MURNAU

10.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

SEESHAUPT

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventshütte im Hof bei der

Feuerwehr

ODERDING

19.30 Uhr

Dorfadventsfeier im Dorfgemeinschaftshaus

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Louis Luca und die

Schneemaschine“ im Feuerwehrhaus

15.00 und 19.00 Uhr

Konzert „Advent in Polling —

Alpenländische Lieder und Volksmusik

zur Weihnachtszeit“ im

Bibliotheksaal. Karten unter www.

muenchen.hoertnagel.de, beim

G'schenkladerl Schöttl und beim

Reisebüro Simader in Weilheim

TUTZING

14.00 Uhr

Bewegung, Entspannung, Tanz

im Tanzstudio. Infos unter www.

kreativitaet-in-bewegung.de

SO 16.12. .

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

STARNBERG

15.00 und 17.00 Uhr

Krippenspiel der Trachtenjugend

im Trachtenheim

PENZBERG

16.30 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg —

„Die Schöpfung“ von Joseph

Haydn in der Stadtpfarrkirche

Christkönig

EBERFING

15.00 Uhr

Adventsumtrunk am Dorfplatz

POLLING

16.00 Uhr

Weihnachtskonzert mit Simon

Höfele (Trompete) im Bibliotheksaal.

Karten unter www.muenchen.

hoertnagel.de, beim G'schenkladerl

Schöttl und beim Reisebüro Simader

in Weilheim

PÖCKING

17.00 bis 20.00 Uhr

Wintersonnwendfeuer auf der

Wiese, Weilheimerstraße

18.00 bis 19.00 Uhr

Lebendiger Adventskalender am

Literaturcafé

WEILHEIM

MO 17.12.

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 Uhr

Theater für Kinder „Aladin und

die Wunderlampe“ im Stadttheater.

VVK beim KB-Ticketservice in

der Sparkasse

19.00 Uhr

Lesung „Heilige Nacht“ — Weihnachtslegende

von Ludwig Thoma,

gelesen von Dr. Johannes Bauer

im Pfarrzentrum Christkönig.

Eintritt frei, Spenden werden gerne

entgegengenommen

WEILHEIM

MI 19.12.

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

PEISSENBERG

DO 20.12.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

WEILHEIM

FR 21.12.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

82 | tassilo


SEESHAUPT

17.00 Uhr

Waldweihnacht, Treffpunkt

Pfarrkirche

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventshütte im Hof bei der

Feuerwehr

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 22.12.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Traditionelles Weihnachtskonzert

der Stadtkapelle in der Stadthalle.

Siehe Seite 62

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

10.30 Uhr

Adventswerkstatt im Schlossmuseum

SEESHAUPT

17.00 bis 20.00 Uhr

Adventshütte bei der Feuerwehr

ehr

SO 23.12. 2.

STARNBERG

17.00 Uhr

Adventliche Stund in der Stadtpfarrkirche

St. Maria

BERNRIED

19.00 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

St. Martin

HABACH

17.00 Uhr

Waldweihnacht am Koppenberg-

Weiher

PEITING

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

der Schloßberghalle. VVK in der

Tourist-Info. Einlass ab 19 Uhr

MO 24.12.

Heiligabend

EBERFING

17.00 Uhr

Weihnachtliche Krippenfeier für

Kinder

HABACH

21.00 Uhr

Heiligabend im Bistro Trödler.

Siehe Anzeige Seite 36

DI 25.12.

1. Weihnachtsfeiertag

PEITING

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

der Schloßberghalle. VVK in der

Tourist-Info. Einlass ab 19 Uhr

WEILHEIM

MI 26.12.

2. Weihnachtsfeiertag

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

19.30 Uhr

Weihnachtliche Abendmusik in

der Evangelischen Apostelkirche.

Karten an der Abendkasse: 12 € / 8 €

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

des Rathauses

PATERZELL

20.00 Uhr

Christbaum-Versteigerung im

Gasthof zum Eibenwald

WEILHEIM

DO 27.12.

10.00 bis 12.00 Uhr

Selbsthilfegruppe „Mütter Burnout

vorbeugen“, Münchener Str. 27.

Anmeldung unter 0881 / 1223144

19.30 Uhr

Konzert „Ins neue Jahr mit den

CubaBoarischen & Freunde“ in der

Stadthalle. VVK beim KB-Ticketservice

in der Stadthalle

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

ANDECHS

20.00 Uhr

Musik-Kabarett mit den „Brettl

Spitzen“ im Florian-Stadl. Siehe

Seite 23 und Anzeige links

WEILHEIM

FR 28.12.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

MURNAU

19.30 Uhr

Bergweihnacht mit Monika Baumgartner

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 25 — 30 €. VVK bei

KTM, DER Reisebüro, Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

Weilheim und München Ticket

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Christbaumversteigerung im

Trachtenheim

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 29.12.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „A ganz normale Familie“

von der Volksbühne im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 12 €,

VVK unter 08841 / 4857980

SO 30.12.

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

MURNAU

18.00 Uhr

Theater „A ganz normale Familie“

von der Volksbühne im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 12 €

MO 31.12.

Silvester

WEILHEIM

11.00 Uhr

FUBSI-Silvesterlauf bei den Stadtwerken.

Siehe Seite 23

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 76

PEISSENBERG

14.00 bis 16.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

19.00 Uhr

Silvesterball mit Menü und Tanz

ins neue Jahr 2019 mit „New

TOPAS“ in der Tiefstollenhalle.

VVK und Reservierung unter

08803 / 690-149. Siehe Seite 22

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „A ganz normale Familie“

von der Volksbühne im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 20 €

WIELENBACH

21.00 Uhr

Silvesterfeier der Trommler beim

Dorfwirt in Haunshofen

SCHLEHDORF

18.00 Uhr

Silvester Candle-Light-Dinner

beim Fischerwirt. Siehe Anzeige

Seite 66

Änderungen und Fehler vorbehalten

november / dezember 2018 | 83


SIE NENNEN ES

KARRIERE

WIR UP-GRADE

LOBSTER BRINGT ARBEITSSPASS

UND INNOVATION INS 5-SEEN-LAND

Mittendrin. Nicht nur dabei. Großartige Chancen bieten sich bei

Lobster stets aufs Neue. Verantwortungsbereiche kennenlernen.

Sich entwickeln. Verändern. Gestalten. Anpacken. Und weiter geht’s.

Deshalb fördern wir, wo wir nur können. Ganz nach individuellen

Wünschen und Bedürfnissen. Denn eines ist klar: Vorsprung besteht

aus vielen Schritten. Mache den nächsten bei Lobster, dem modernen

Softwarehaus für Digitalisierungsprodukte.

MITARBEITER (M/W) TECHNISCHE KUNDENBETREUUNG/

SUPPORT FÜR LOBSTER_DATA

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Wir bringen dich vorwärts: Du kannst bei uns ein umfangreiches Know-how in vielen

IT-Themen aufbauen und bist bei Lobster stets am Puls der Zeit von Digitalisierung,

Industrie 4.0 und IoT. Für Stellen wie Vertrieb und Support sind auch Technik-Quereinsteiger

und Hobbyinformatiker immer gerne gesehen.

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