Altlandkreis Ausgabe November/Dezember 2018 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Erneut unter den besten Whisky-Bars in Deutschland: das Peitinger „Xaver“ / Trendsport Poledance: Akrobatik an der Edelstahlstange / Unser Herausgeber und Gründer Peter Ostenrieder auf der Roten Couch / Modedroge Snus als Zigarettenersatz? Die Sucht nach dicker Lippe / Exotische Biere für junge Genießen: die Altenstadter Maxbrauerei / Zu Besuch auf dem Kran an der Echelsbacher Brücke / 50. Ausgabe unseres Magazins: so wird das Heft gemacht / Für Sicherheit und Selbstvertrauen: Krav Maga / Kindern das Teilen lernen: die Tradition um den Heiligen Martin / Im Bärenhang durch den Sauwald: das Bundeswehr-Übungsgelände bei Prem / „Angst haben darf man nicht“ - Mit dem Einrad auf die Berge / übersicht über Advents-, Weihnachts- und Christkindlmärkte der Region / Unser Weihnachtsmenü-Rezept: Wildschweinbraten mit Knödeln und Rotkohl / Endspurt 2018: die Veranstaltungen im November und Dezember 2018

50. AUSGABE

50. AUSGABE

50 AUSGABE

Ausgabe 50 | November / Dezember 2018

.de

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Eine Produktion von

Titelbild: sophie1404, fotolia

Blick vom Auerberg auf den Hohen Peißenberg

Touren auf dem Einrad

Pauli Faistl zieht es in die Berge

Hoch zu Kran

Über der Echelsbacher Brücke

Ausführliche Übersicht in dieser Ausgabe:

Weihnachtliche iche Märkte

im Altlandkreis


Spielplätze für

Männer und Frauen

Einradfahren ist sicherlich

die schwierigste

Form des Radelns,

weil der auf

dem Sattel Sitzende in

allen Richtungen keinen

Halt findet. Noch

wesentlich schwieriger ist

dieser er

Balance- und Kraftakt

in unwegsamem Gelände. Wir

haben eine Extremsportlerin

interviewt, die mit dickeren Reifen und

spezieller Bremse unter dem Sattel mit dem Einrad

in den Alpen unterwegs ist. Verrückt? „Angst darfst

du natürlich keine haben“, sagte uns die junge Frau.

Viel Mut hatte vor acht Jahren auch „altlandkreis“-

Herausgeber Peter Ostenrieder bewiesen, als er

dieses grüne Regionalmagazin in hochwertiger

Druckqualität gegründet hatte. Jetzt durchblättern

Sie, liebe Leser, die bereits 50. Ausgabe. Weil uns

immer wieder die Frage nach dem „Wie macht Ihr

das eigentlich?“ gestellt wird, haben wir uns passend

zum Jubiläum erlaubt, den Chef höchstpersönlich

auf die Rote Couch zu bitten. Das Resultat des sehr

umfangreichen Gesprächs: Der „altlandkreis“ ist im

facettenreichen Leben des Birkländer Kreativkopfs

nur ein kleiner Baustein. Wie ein dicker roter Faden

zieht sich dagegen die neue Trendsportart Poledance

durch das Leben von Angelika „Angie“ Speer. Zumindest

seit Eröffnung ihres Studios in der Schongauer

Altstadt. Ihre Kurse sind extrem gut besucht an einem

Ort, wo „Frau einfach mal Frau sein kann“.

Dagegen ein echter Männerspielplatz ist die Großbaustelle

an der Echelsbacher Brücke, deren Sanierungsarbeiten

in vollem Gange sind. Dafür notwendig

sind unter anderem zwei riesengroße Kräne. Einen

davon steuert Dirk Pasewaldt, 52, aus Arnstadt bei

Thüringen, der eigentlich Höhenangst hat und – kein

Witz – zwölf Stunden ohne Pinkelpause durchhält.

Auf dem Bundeswehrübungsgelände im Sauwald

bei Prem muss inzwischen – streng nach Vorschrift –

in Dixie-Klos uriniert werden. Über den Sinn dieser

Sache auf einem Areal aus Wald und Wiesen lässt

sich sicherlich streiten. Wir sind mit Stabsfeldwebel

Christian Treitz über das Gelände marschiert und

haben dabei eine Gruppe junger Gebirgsjäger samt

Ausbilder angetroffen – ein schweißtreibender, aber

auch sehr lehrreicher Arbeitstag für die Zeitsoldaten.

In gewisser Weise lehrreich ist auch die Peitinger

Kneipe namens Xaver, die bereits zum zweiten Mal

als eine der besten Whisky-Bars in ganz Deutschland

ausgezeichnet wird.

Reichlich Höherprozentiges wird es auch heuer wieder

auf den zahlreichen Weihnachts- und Christkindlmärkten

im Schongauer Altlandkreis geben. Wir haben

uns mit der Thematik Glühwein etwas genauer

auseinandergesetzt und außerdem erfahren, dass der

fleißigste Nikolaus in Wildsteig schön brav die Finger

davon lässt. Apropos: Dies wäre sicherlich auch ein

guter Rat für den einen oder anderen „Snuser“ hier in

der Region. Was vor 15 Jahren überwiegend in Kreisen

der Eishockeyspieler konsumiert wurde, ist mittlerweile

in beinahe allen Mündern zu finden. Rede und

Antwort über diese aus Schweden stammende Modedroge

stand uns ein wahrlich „Süchtiger“, wie aus

erster Hand erfahren durfte.

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> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Peitinger „Xaver“ unter

den besten Whisky-Bars

Deutschlands

Seite 6

Trendsport Poledance:

Akrobatik an der

Edelstahlstange

Seite 11

„altlandkreis“-Gründer

Peter Ostenrieder im großen

Interview auf der Roten Couch

Seite 20

Modedroge Snus — ein

Zigarettenersatz? Die Sucht

nach dicker Lippe

Seite 30

Altenstadter Maxbrauerei:

Exotische Biere für junge

Genießer

Seite 32

Zu Besuch bei einem

Kranfahrer an der

Echelsbacher Brücke

Seite 40

50. Ausgabe: Die

Jubiläumsseiten Ihres

Regionalmagazins

Seite 44

Krav Maga — für

Sicherheit, Fitness und

Selbstvertrauen

Seite 50

Kindern das Teilen

lernen: Tradition um

Heiligen Martin

Seite 52

Im Bärenhang durch den

Sauwald: Bundeswehr-

Übungsgelände bei Prem

Seite 56

„Angst haben darf man nicht“,

sagt Pauli Faistl, Bergsteigerin

mit dem Einrad

Seite 70

Übersicht der Advents-,

Weihnachts- und

Christkindlmärkte

Seite 78

Unser Weihnachtsmenü:

Wildschweinbraten mit

Knödeln und Rosenkohl

Seite 83

Endspurt 2018: Die

Veranstaltungen im

November und Dezember

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november / dezember 2018 | 3


Xaver erneut unter den Top-50 Whisky-Bars in Deutschland

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Ein Getränk als

Lebenseinstellung

Peiting | „Alle haben mich ausgelacht“,

sagt Monika Pummer, Inhaberin

des Peitinger Hotels und

Restaurants Dragoner sowie der

gegenüberliegenden Bar, dem Xaver.

„Alle, vom Fachhändler über

Freunde, sogar mein eigenes Team

hat zwischendurch die Augen verdreht.“

Doch warum eigentlich?

Zur Erklärung muss ein wenig

ausgeholt werden: Das Xaver gibt

es mittlerweile seit Juni 2014, rund

zwei Jahre nach der Eröffnung wurde

Monika Pummer sprichwörtlich

vom Whisky-Fieber gepackt. „Es

war der ‚Ardbeg Ten‘ – die Flasche

etwas schwungvoll abgestellt, ist

ein Tropfen rausgehüpft, den ich

einfach probieren musste.“ Seitdem

ist es um Monika Pummer

geschehen. Heute stehen weit

über 300 verschiedene Whiskys in

den Xaver-Regalen. Es gibt monatliche

Kennenlern-Tastings und

wenn etwa schottische Whiskys als

Thema auf dem Programm stehen,

kommen Mitglieder vom eigenen

kleinen Feinschmecker-Club, den

„Whisky-Freunden Xaver“, durchaus

mal stilecht im schottischen

Kilt. All das wurde Heinfried Tacke,

Autor vom renommierten Whisky

Guide, zugetragen. Und siehe da,

das Xaver wurde darin bereits im

dritten Jahr seines Bestehens unter

den Erwähnungen aufgeführt. Nur

ein Jahr später schaffte es die kleine

Peitinger Bar sogar unter die

Top-50 der beliebtesten Whisky-

Bars in Deutschland neben Größen

wie der legendären Schumann’s

Bar in München. „Eigentlich wollte

ich es innerhalb von zehn Jahren

schaffen“, sagt Pummer mit einem

Lächeln. So lange hat es letztlich

nicht gedauert für den ultimativen

Whisky-Ritterschlag. Das Schöne

dabei: Auch im Guide für 2019,

der im Dezember erscheint, wird

das Xaver erneut in den Top-50

geführt.

Kennenlern-Tastings zur

Horizont-Erweiterung

Sie heißen „Kentucky Stagg Jr.“,

„Tipperary Triple Wood Cask Finish“

oder „Springbank 15 J.“, um

nur drei Whiskys aus dem üppigen

rund 340 Sorten umfassenden

Sortiment des Xavers zu nennen.

Selbst ausgewiesene Experten tun

sich schwer, den Geschmack jeder

einzelnen Flasche zu erkennen –

von Laien ganz zu schweigen.

Genau deshalb veranstaltet das

Xaver-Team regelmäßige Kennenlern-Tastings,

wofür Monika Pummer

stets sechs verschiede Whiskys

auswählt – bei einem Tasting als

„Line-up“ bezeichnet. Die Sorten

sind immer passend zu einem

Thema wie etwa „Europareise“

gewählt. Während der Verkostung

steht das Geschmackserlebnis

zwar im Vordergrund, die Abende

werden allerdings mit allerlei interessanten

Aspekten rund um den

Ursprung der Sorten und allgemeinen

Whisky-Themen garniert.

„Auch ich lerne jeden Tag dazu“,

berichtet Pummer von umfangreichen

Vor-Recherchen. Die 15 bis 20

Euro für das Kennenlern-Tasting

sind preislich überschaubar, das

weiß auch Monika Pummer: „Wir

wollen so etwas wie Botschafter

4 | altlandkreis


sein, wollen die Leidenschaft für

Whisky in die Bevölkerung der Region

transportieren.“ Dafür wäre

ein zu hoher Preis für etwas, bei

dem der Facettenreichtum den

meisten nicht bekannt ist, eher

kontraproduktiv. „Whisky ist halt

weitaus mehr als Jacky-Cola.“ Tatsächlich,

die Bandbreite an verschiedenen

Geschmackssorten ist

schier grenzenlos, hinzu kommen

die verschiedenen Aromen. Beim

zuvor erwähnten „Tipperary Triple“

wäre das Haselnuss, dunkle Schokolade,

Nektarine, Cassis, dunkle

reife Früchte, Marzipan. Kaum jemand

kann jede einzelne Nuance

rausschmecken. Um den eigenen

Whisky-Horizont nach und nach

zu erweitern, gibt es einige, die

wirklich jeden Monat zu den Tas-

Allein die Etiketten der verschiedenen

Whisky-Sorten verraten: in der

Flasche ist ein edles Getränk.

tings ins Xaver kommen, an einen

Ausfall, etwa in den Ferien, ist laut

Monika Pummer kaum mehr zu

denken. Neben den Stammgästen

reisen zudem Enthusiasten mitunter

aus ganz Deutschland nach

Peiting, beispielsweise Gäste aus

der Oberpfalz, die alle zwei Monate

anreisen oder Bekannte aus

Hamburg und Dortmund. Wie sie

auf das kleine Xaver aufmerksam

wurden? „Ich bin online in verschiedenen

Gruppen aktiv, da baut

man sich zwangsläufig ein großes

Netzwerk auf“, erzählt Monika

Pummer, die zudem von einem gewaltigen

Zusammenhalt innerhalb

der „Whisky-Community“ spricht.

Klimatische Aspekte

spielen eine große Rolle

Für Fans ist Whisky nicht nur ein

Getränk, sondern eine Lebenseinstellung

– und eine Wissenschaft

für sich. Klimatische Aspekte spielen

unter anderem eine große

Rolle. Monika Pummer erzählt von

Whisky-Fässern, die zum Reifen im

Meer versenkt oder einmal quer

durch die Weltmeere geschippert

werden. Das Holz der Fässer arbeitet,

gibt jedem Whisky eine unverwechselbare

Note. Allein ein paar

Tropfen Leitungswasser mit der

Pipette in einen Whisky geträufelt

reichen aus, um den Geschmack

total zu verändern. Damit sich

ein Getränk auch Whisky nennen

darf, muss es mindestens 40 Volumenprozent

Alkohol haben und

drei Jahre im Fass gereift sein. Das

Xaver versucht sich derzeit an seinen

ersten eigenen Projekten, hat

dafür eigens Fässer geimpft. Heißt:

Fässer werden zunächst mit etwas

anderem befüllt, etwa mit Marsala

oder Bock-Bier aus der Peitinger

Biermanufaktur Sparifankal. Das

Fass nimmt dieses Aroma an und

gibt es dann an den anschließend

eingefüllten Whisky ab. Das Resultat:

ein einzigartiger Whisky, den

es in dieser Form weltweit nur

im Xaver gibt. All das funktioniert

nur mit einer Portion positiver

Verrücktheit, dessen ist sich auch

Monika Pummer bewusst. Angefangen

hatte im Xaver alles im Juni

2014 mit acht Whiskys, einem Gin,

einem Rum, einem Wodka und

einigen Fertig-Cocktails im Kühlschrank.

Mittlerweile werden über

200 Cocktails frisch zubereitet,

beim Rum und Wodka gibt es inzwischen

eine schöne Auswahl und

auch das neue In-Getränk Gin hat

mit über 80 verschiedenen Sorten

Einzug gehalten. Hauptaugenmerk

liegt allerdings weiterhin auf dem

Whisky. Da es bei der reichhaltigen

Auswahl gar nicht so leicht ist, sich

durch das Regal zu probieren, stehen

auf der Xaver-Karte rund 50

verschiedene „Flights“. Bei diesen

Rundflügen werden Gästen jeweils

vier verschiedene Whiskys serviert,

um so einen Einblick in das Sortiment

einer Top-50-Whisky-Bar in

Deutschland zu bekommen. Eines

sei versprochen: Spätestens dann

lacht niemand mehr über die Ambitionen

des Xavers und seiner Inhaberin.

tis

Unter anderem hier bewahrt Monika Pummer, Inhaberin der Peitinger

Bar „Xaver“, ihre Schätze auf — natürlich Whiskys.

Wir sagen Danke!

Unsere Kunden

haben uns bewertet:

95 %

Gesamtzufriedenheit

unserer Kunden

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november / dezember 2018 | 5


Poledance – Trendsport in Schongaus Altstadt

Akrobatik an

der Edelstahlstange

Schongau | Die Kurse bei Angelika

„Angie“ Speer sind extrem gut besucht.

Warum Poledance speziell

bei Frauen plötzlich auch hier im

Altlandkreis einen solchen Boom

erfährt? „Es macht unglaublich

viel Spaß, hält fit und hilft zum

Abschalten.“ Außerdem sei das

Studio von Angie ein Ort, „wo Frau

einfach mal Frau sein kann“. Angst,

von der Bevölkerung nicht akzeptiert

zu werden, „hatte ich am Anfang

schon“. Poledance wird vom

Laien nicht selten relativ schnell

in die Rotlicht-Schublade gesteckt.

„Womit wir sowas von überhaupt

nichts zu tun haben.“ Poledance

ist in der Tat ein Sport mit tänzerischer

und erotischer Ausstrahlung.

„Aber es ist eben ein Sport, und

nichts anderes.“ Die nackte Haut

dient hier weder der Aufreizung

noch der

Blick-Fangerei. „Sondern zum

Halt an der Stange.“ Mit Klamotten

würde man bei den meisten

Übungen blitzschnell abrutschen

und äußerst unsanft auf den Boden

knallen. Heißt: Zum zwölf- bis

fünfzehnminütigen Aufwärmprogramm

lange Sporthose und langes

Oberteil. Zum Tanzen an der

Stange nur Pantie und Sport-BH.

Gutes, zielgerichtetes Aufwärmen

ist beim Poledance übrigens in

besonders hohem Maße wichtig,

um Verletzungen

vorzubeugen. Denn

beim „Ballett

an der Stange“

werden wirklich alle Muskeln,

Sehnen, Bänder und Gelenke beansprucht.

Vor allem Hand- und

Schultergelenke, über die sämtliche

„Spins“ und Figuren eingeleitet

werden, müssen vor den ersten

Übungen bestens aktiviert sein.

Ausbildung unter

„Legende“ Sarah Scott

Angelika „Angie“ Speer, glückliche

Vierfach-Mama einer

Patchwork-Familie in Wildsteig,

stammt ursprünglich aus dem Ingolstädter

Raum und ist gelernte

Industriekauffrau. Leistungssport

bestimmte jedoch von klein auf ihr

Leben. Eiskunstlauf, Geräteturnen,

Ballett, Karate sowie Tanzen auf

Wettkampfebene sind nur einige

Beispiele aus ihrem Sportler-Leben.

Aufgrund der Baby-Pausen

musste sie diesbezüglich natürlich

kürzertreten. Als dann eine Phase

hinzukam, „in der es mir gar nicht

gut ging“, sagt ihr eine Vertrauensperson:

„Angie, du musst unbedingt

wieder tanzen.“ Ihr Mann

meinte daraufhin: „Probier’s doch

mal mit Poledance, das wäre voll

dein Ding.“ Angies Reaktion zunächst:

„Hättest du wohl gerne.“

Nachdem sie allerdings einen

Poledance-affinen Film sieht, im

Internet recherchiert und zahlreiche

YouTube-Videos sieht, muss

sie ihrem Mann recht geben – voll

ihr Ding. Nur wo? München oder

Augsburg? „Beide Orte viel zu weit

weg mit

Familie.“

Schließlich

stößt sie auf

ein Studio in

Murnau, wo Angie Speer anfängt,

Poledance zu tanzen. Sie will

schnell mehr, absolviert unter

anderem eine Ausbildung bei

der britischen Poledance-Legende

Sarah Scott, „die zu dieser

Zeit zufällig in der Gegend

war“, und macht sich mit

der ohnehin vorhandenen

B-Lizenz (Trainerschein)

schließlich selbstständig.

Ihr eigenes Studio „Dance

& Fly“ eröffnet sie im

März 2017, feiert also

bald Zweijähriges

und kann schon

6 | altlandkreis


Alle Stangen sind

besetzt: Die Poledance-Kurse

von

Angelika „Angie“

Speer sind extrem

beliebt und sehr

gut besucht.

jetzt resümieren, dass es ein voller

Erfolg war und ist.

Vom „Basic Walk“

bis zum „Iron X“

Das Studio befindet sich im Erdgeschoss,

umfasst einen 70 Quadratmeter

großen Raum zum

Tanzen, eine eigene Umkleide

und ein WC. Ein spezieller Boden

wurde zur Eröffnung neu gelegt,

die Wände frisch gestrichen und

große Spiegel aufgehängt. Ganz

wichtig ist zum Tanz passende

Musik sowie Disko-Beleuchtung,

die Wohlfühlatmosphäre schafft.

Die flexibel aufbaubaren Stangen

sind sehr hochwertig, sehr stabil.

Sie bestehen aus Edelstahl,

verchromten Stahl oder Messing.

Darüber hinaus können sie in den

Spin-Modus gewechselt werden.

Heißt: Die Stange ist dann locker,

dreht nach rechts oder links um

die eigene Achse, was den Sport

an der Stange nochmals um einiges

anspruchsvoller macht – Stichwort

Fliehkraft. Aufgebaut sind –

es gibt sogar eine in Pink – maximal

neun Stangen. „Für mehr

reicht der Platz leider nicht aus.“

Und dann? „Sobald wir gut aufgewärmt

sind, tasten wir uns Schritt

für Schritt an die ersten, einfacheren

Übungen ran“, sagt Angie

Speer auf die Frage nach Kursinhalten

für Anfänger. „Basic Walk“:

Mit einer Hand und schräg nach

oben ausgestrecktem Arm an die

Stange fassen und mit eleganten

Schritten im Kreis gehen. Weiter

geht’s mit „Step Around“, „Back

Hook“ und „Front Hook“ – mit

beiden Händen sich an die Stange

hängen, das innere Bein um

die Stange schlingen und sich mit

Schwung einmal herumdrehen –

erst nach vorne im Uhrzeigersinn,

dann nach hinten. Und umgekehrt.

„Wir trainieren immer beidseitig

für absolute Ausgeglichenheit.“

Auch diverse Kletter-Techniken

stehen die ersten Wochen und

Monate im Mittelpunkt. Für Anfängerübungen,

wird sich der eine

oder andere denken, ganz schön

anspruchsvoll. Nach fachgerechter

Erklärung und langsamen Vormachen

von Angie Speer jedoch relativ

leicht umsetzbar. „Poledance ist

wirklich für jeden geeignet“, sagt

die Expertin an dieser Stelle nochmals

ausdrücklich.

Tanzen in

High-Heels?

Wobei Angie Speer selbst sicherlich

kein Maßstab sein darf

für Neulinge. Trotz mehrmaliger

Baby-Pause und ihren inzwischen

42 Jahren ist sie so etwas wie

die fitteste Frau im Altlandkreis.

Unter anderem beherrscht sie

„Moves“ wie den „Iron X“ – eine

Art Handstand seitlich zur Stange,

Beine und Arme jedoch so weit

auseinandergestreckt, um ein X

zu symbolisieren. Oder den „Jade

Split“ oder „Air Walk“, die von der

Schwierigkeit her ähnlich viel Kraft,

Koordination, Kondition, Beweglichkeit,

Mut, enorme Ganzkörperspannung

sowie herausragende

Dreh- und Haltetechniken voraussetzen.

Wer jedoch einen gewissen

Ehrgeiz entwickelt, sich infiziert

mit diesem Poledance-Virus, kann

dieses Niveau durchaus erreichen.

„Dranbleiben und Spaß haben“,

sagt Angie Speer, die hellauf begeistert

ist von der Motivation ihrer

Kursteilnehmerinnen. Jeden

Abend, von Montag bis Samstag,

finden im Studio von „Dance & Fly“

Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene

und künftige Trainerinnen statt.

Darüber hinaus internes Training,

Fitness mit „Kraft & Stretch“ sowie

Schnupperstunden, deren aktuelle

Termine unter anderem auf der

Hompage www.dance-fly-pole.de

zu finden sind. Ein Highlight sind

sicherlich auch die Open-Pole-

Stunden für freies Training unter

Aufsicht. „Da können die Mädels

für sich trainieren, weil die meisten

ja keine Stange und auch gar

keinen Platz zuhause haben.“ Die

Krönung schlechthin erfolgt jedoch

jeden ersten und zweiten Samstag

im Monat – der Exotic-Kurs. „Da

tanzen wir tatsächlich in High-

Heels, womit für viele Frauen so

etwas wie ein kleiner Lebenstraum

in Erfüllung geht, ohne sich dafür

rechtfertigen zu müssen.“ Der Kurs

mit Frauen aus allen Altersklassen

ist übrigens ausgebucht.

js

november / dezember 2018 | 7


Mit 440 PS, Anhänger und 17 000-Liter-Tank

Von Milchkammer zu

Milchkammer

Altlandkreis | Donnerstagnachmittag,

kurz nach halb zwei: German

Fischer lenkt den großen Seitenspiegel

um Haaresbreite an einem

Holzstrommasten vorbei. „Diesen

Mast hätten sie tatsächlich drei,

vier Meter weiter von der Hofeinfahrt

entfernt setzen können“,

sagt er, grinst und lehnt sich wieder

zurück in den ergonomischen

Fahrersitz. Zeit zum Entspannen?

Nicht wirklich. Der nächste Bauernhof

ist schon in Sichtweite.

Diesmal fährt German Fischer

frontal auf die Milchkammer zu,

lenkt im letzten Moment nach

links, fährt diesmal um Haaresbreite

an der Stallmauer vorbei.

Kontrolliertes Risiko

beim Anfahren

Was für Außenstehende unkontrolliert

und risikoreich aussehen

mag, ist für den Speditionsleiter,

Kfz-Mechaniker und Milchfahrer

seit Jahrzehnten eingespielte Routine.

German Fischer weiß ganz

genau, wie er welchen Bauernhof

anzufahren hat. Mal vorwärts, mal

rückwärts, mal im Halbkreis. Mal

schneller, mal langsamer – und

manchmal al

eben ganz

knapp an

Mast oder Mauer vorbei. In

jedem

em

Falle immer so, „dass ich nicht

rangieren muss, was mir unnötig

Zeit, Verschleiß und damit Geld

kosten würde“.

German Fischer leitet gemeinsam

mit Bruder Reiner Fischer die

Transport Fischer GmbH mit Sitz in

Greifenberg, Landkreis Landsberg

am Lech. Der Fuhrpark besteht

aus vier neuwertigen Milchlastern

samt Anhänger, die von insgesamt

13 Lkw-Fahrern sowie den beiden

Chefs beinahe rund um die Uhr

gefahren werden. „Wir arbeiten

im Vier-Schicht-Modell“, sagt German

Fischer. Heißt: Vier Tage Frühschicht,

zwei Tage frei. Dann vier

Tage Spätschicht und zwei Tage frei.

Transportiert wird ausschließlich

Milch von Bio-Betrieben, die ausschließlich

abgenommen wird von

der Molkerei Scheitz in Andechs.

Das Einzugsgebiet der Spedition

ist erstaunlich groß, erstreckt sich

bis nach Pöttmes hinter Augsburg,

bis hinter Memmingen, Füssen

und Vilsbiburg bei Landshut. „Wir

haben vier feste Routen.“ Für jede

sind jeweils drei Mitarbeiter fest

eingeteilt. Reiner und German

Fischer fahren immer dort, wo sie

gebraucht werden – Urlaubs- oder

Krankenvertretung. nver

etun

„Oder wenn es

zu Routenänderungen kommt, es

wichtige Termine bei den Bauern

oder in der Molkerei gibt.“

Milch wird

alle zwei Tage geholt

Weil es eine kleine Routenänderung

und einen Termin bei der

Molkerei Scheitz gab, fährt German

Fischer an diesem Donnerstag

selbst. Er ist bereits seit 5 Uhr

in der früh unterwegs, klappert bis

Mittag 15 Bio-Milchviehbetriebe in

der Marktoberdorfer Gegend ab,

bringt die Milch nach Andechs und

fährt dann in die Weilheim-Schongauer

Gegend, wo er nun 17 Höfe

anzufahren hat. Peißenberg, Forst,

Peiting, Rottenbuch und Schongau

sind die Ortschaften – wobei die

meisten Höfe abseits liegen. Hof

drei in Forst birgt diesmal eine unschöne

Überraschung. Statt der eigentlichen

350 Liter Milch sind nur

41 Liter im Behälter. „Die hätten ruhig

kurz anrufen können, dass ich

nicht kommen brauche“, sagt German

Fischer, der von diesem leeren

Tank nichts wusste. „Viele vermarkten

ihre Milch an manchen Tagen

selbst, lassen beispielsweise Käse


machen.“ Sei’s drum. Nach drei

Minuten fährt er schon den nächsten

Hof an. Diesmal einer der größten

Kunden an diesem Nachmittag

mit mehr als 2 500 Litern Milch,

produziert von rund 80 bis 100

Stück Vieh. „Weiß ich gerade nicht

auswendig“, sagt Fischer, der –

oder einer seiner Mitarbeiter – jeden

Hof nur alle zwei Tage, also

nach vier Melkvorgängen anfährt.

Zwischen vier

und sechs Grad

Das Prozedere an sich läuft – von

der Milchmenge unabhängig – bei

jedem Landwirt ähnlich ab: German

Fischer steuert den 440 PS

starken Dreiachser von MAN so nah

wie möglich an den Eingang der

Milchkammer. Seitlich hinter dem

Führerhaus befinden sich verschiedene

Anschlüsse zum Umpumpen,

Reinigen und Abpumpen. Letzteres

erfolgt entweder, in dem Fischer

die Hydraulik-Vakuum-Pumpe am

Milchbehälter des Landwirtes anschließt.

Oder, in dem er den großen

Deckel des Milchbehälters am

Hof aufmacht und die Pumpe von

oben in den Tank hängt, die Milch

im wahrsten Sinne aufsaugt. Beide

Methoden dauern stets nur wenige

Minuten – durch den Schlauch

strömen zwischen 700 und 900

Liter pro Minute! Die landen dann

im wettergeschützten Tank aus

Edelstahl, der in vier Kammern unterteilt

ist und insgesamt Platz für

17 000 Liter Milch bietet. Ganz entscheidend,

ob beim Landwirt, im

Milchlaster oder in der Molkerei:

Die Temperatur der Milch muss

immer zwischen vier und sechs

Grad Celsius betragen. „Was wir

mit diesem Tank auch im Hochsommer

sehr gut gewähren können“,

sagt German Fischer. Zwar

habe der Tank am Lkw – entgegen

des 14 000-Liter-Tanks am Anhänger

– keine extra Schicht Isolierung.

„Die brauchen wir aber auch nicht.

Allein deshalb nicht, weil die Menge

der Milch so groß ist, und bis

die sich komplett um ein oder zwei

Grad erwärmt, haben wir sie längst

in die Molkerei gebracht.“ Vorausgesetzt,

die Qualität stimmt.

Qualitätskontrolle mittels

Hemmstoffproben

Sobald German Fischer beim Landwirt

Milch abpumpt, wird automatisch

ein winziger Teil des „weißen

Goldes“ in ein kleines Fläschchen

abgefüllt, das wiederum im Lkw

gekühlt gelagert und später ins

Labor des Bayerischen Milchprüfringes,

kurz MPR, in Wolznach

(Landkreis Pfaffenhofen) für eine

Detail-Untersuchung geschickt

wird. „Je gehaltvoller die Milch

German Fischer beim Abpumpen

von Bio-Milch in Forst-Wessobrunn.

ist, desto wertvoller ist sie und

desto mehr Geld bekommt der

Landwirt.“ Ob die Qualität grundsätzlich

ausreicht, hängt letztlich

vom Hemmstoffgehalt ab. Zu viele

Hemmstoffe würden bedeuten, die

Milch ist schlecht und muss entsorgt

werden. Und zwar nicht mehr

in der beim Landwirt hauseigenen

Güllegrube, sondern in die Verbrennungsanlage

nach Kraftisried,

wo sie inzwischen – laut Gesetzgeber

– entsorgt werden muss. „Was

allerdings so gut wie nie der Fall

ist“, sagt German Fischer, der am

Ende seiner Nachmittags-Route

also 17 Fläschchen fürs MPR-Labor

dabei hat. Darüber hinaus führt er

selbst eine Hemmstoff-Schnellprobe

der gesamten Ladung durch,

die zusätzlich von der Molkerei

nochmals genauer untersucht

wird. Die Milch wird also mehrfach

kontrolliert, bevor sie letztlich zum

Endprodukt – Butter, Käse, Sahne,

Quark, Joghurt oder eben (haltbarere)

Milch – verarbeitet wird. Und

letztlich erneut mittels Lkw an die

Supermärkte gelangt. Die „Hightech-Waffen“

von den Fischers,

die inklusive Anhänger 40 Tonnen

nicht überschreiten dürfen, „weshalb

wir unsere Tanks nie ganz voll

machen“, kosten als Gespann rund

300000 Euro. Ein stolzer Preis, der

sich dank geschickter und flotter

Fahrweise jedoch rechnet. Auch

das Gehalt eines Milchfahrers kann

sich bei 2500 bis 3000 Euro netto

in jedem Falle sehen lassen.

Einziger Nachteil dieses enorm

wichtigen Berufes, „den aus genau

diesen Gründen kaum jemand

machen möchte“: Die Milch muss

Tag und Nacht, Sommer wie Winter

zügig und zuverlässig abgeholt

werden. „Über Jahrzehnte hinweg

funktioniert das nur, wenn man

seine Arbeit liebt.“ Am besten so,

wie German Fischer es tut, wenn

er seinen Lkw um Haaresbreite an

Strommast und Stallmauer vorbeisteuert.

js

Diese kleinen Fläschchen werden

nach der Tour ins Labor geschickt.

november/dezember 2018 | 9


Auf der Roten Couch

Vielbeschäftigter

Kreativkopf

„altlandkreis“-Gründer Peter Ostenrieder erklärt in

„unserer“ Jubiläumsausgabe die Entstehung seiner Regionalmagazine.

Die Rote Couch steht südlich von Birkland, wo er lebt und arbeitet.

Foto: Johann Jilka

november / dezember 2018 | 11


Birkland | Im September 2010 ist

die erste „altlandkreis“-Ausgabe

erschienen. 50 Ausgaben später

blicken wir mit Gründer und Herausgeber

Peter Ostenrieder zurück

auf Anfangszeit, Entwicklung und

Konzept des Regionalmagazins. Dabei

ist die Magazin-Arbeit nur eine

Baustelle im Leben des 46-jährigen

Kommunikationsdesigners, der

bereits während seines Studiums

die Werbeagentur „Ostenrieder

Design & Marketing“ gründete. Als

Gemeinderat, Kreisrat, Mitglied in

Aufsichtsräten und einigen anderen

Gremien setzt sich der Kreativkopf

seit Jahrzehnten für Gewerbe,

Kultur und Bürgertum in der Region

ein. Im großen Interview spricht

der Birkländer auch über Unternehmensberatung,

Smartphone im

Flugmodus und den Spagat zwischen

Dorf und Großstadt.

Herr Ostenrieder, wie ist das Regionalmagazin

„altlandkreis“ damals

entstanden?

Der Wunsch nach einem eigenen

hochwertigen Regionalmagazin

trieb mich seit meiner Studienzeit

um. In Städten wie Augsburg oder

München waren coole Magazine zu

allen möglichen Themen vorhanden,

bei uns nur die Tages- und

eine Wochenzeitung, beide nicht

wirklich sexy von der Optik her. Firmen

hatten also gar keine Chance,

sich auch mal in guter Magazin-

Druckqualität zu präsentieren, was

ich prinzipiell schon immer schade

fand. Als dann der spätere Altlandkreis-Redakteur

Johannes Jais mit

mir über ein Infoblatt für Altenstadt

sprach, konnte ich ihn schnell von

meiner Idee des Magazins für die

Region „Schongauer Land“ begeistern

– ein Glücksfall, da Johannes

Jais durch seinen vorherigen Beruf

als Redaktionsleiter der Schongauer

Nachrichten sehr gut in der Region

vernetzt war.

Und warum „altlandkreis“?

Da ich bei Namensfindungen immer

sehr pragmatisch bin und

keine Kunstbezeichnungen mag,

nannte ich das Magazin einfach so,

wie sein Erscheinungsgebiet landläufig

heißt: „altlandkreis“.

Dann ging’s an die Arbeit der allerersten

Ausgabe, erschienen auf

September/Oktober 2010.

Anfangs machte ich den Anzeigenvertrieb

neben dem Agenturgeschäft

rund ein Jahr noch selbst,

während sich Johannes Jais um

den redaktionellen Teil kümmerte.

Ein weiterer glücklicher Umstand

bescherte uns dann Anzeigenprofi

Wolfgang Stuhler, vorher beim

Weilheimer Tagblatt, der sich ebenfalls

schnell von unserem Projekt

anstecken ließ und bis heute im

Vertrieb aktiv ist. Das ist vor allem

deshalb so wichtig, weil das gesamte

Magazin rein durch die Anzeigen

finanziert wird.

Wolfgang Stuhler ist noch immer

dabei als Medienberater. Trotzdem

hat sich die vergangenen Jahre

personell einiges getan.

Johannes Jais leitete die Redaktion

bis Ende 2014, auf ihn folgte Tobias

Schumacher, der schon vorher einige

Male als freier Mitarbeiter für

das Magazin tätig war. Der Peitinger

Tim Schmid stieß nach seinem

Studienabschluss 2015 ins Team,

verantwortet seither die Magazine

„altlandkreis“ und „tassilo“ organisatorisch.

Und seit März 2017 ist

Johannes Schelle als Redakteur in

entscheidender Funktion mit dabei.

Und zwar nicht nur für den „altlandkreis“.

Das Team ist auch verantwortlich

für das Schwester-Magazin

„tassilo“. Wie kam’s dazu?

Zum fünfjährigen Jubiläum des

„altlandkreis“ scherzte ich, mir eine

„Weilheimer Ausgabe“ zu schenken.

Immer wieder hatten Peißenberger

oder Weilheimer regelrecht

neidisch auf den „altlandkreis“ geblickt

und gemeint, so etwas hätten

sie auch gerne. In der Tat machte

ich diese Ankündigung dann im

Sommer 2015 wahr und warf das

Magazin „tassilo“ auf den Markt,

das im Grunde ganz genauso aufgebaut

ist wie der „altlandkreis“ –

nur eben für die Region zwischen

Peißenberg und Starnberg sowie

Penzberg und Dießen.

Wie sind denn die Magazine „aufgebaut“?

Sie sollen keine Konkurrenz zu

tagesaktueller Berichterstattung

in der Zeitung sein. Vielmehr sollen

sie positive Dinge aus unserer

Region beleuchten, Themen und

Menschen vorstellen, die etwas bewegen

– und im Optimalfall beim

Leser den einen oder anderen Aha-

Effekt erzeugen. Wenn wir beim Leser

ein „ach, ich wusste gar nicht,

dass es das, den oder die bei uns

gibt“ hervorrufen, haben wir unser

Ziel erreicht. Die Artikel sind bewusst

von der Länge so, dass sie einerseits

gut und rasch lesbar sind,

andererseits inhaltlich durchaus

auch mal in die Tiefe gehen und

Hintergrundinformationen liefern.

Ein ganz wichtiges Instrument war

von Anfang an in beiden Magazinen

der zweimonatige Veranstaltungskalender,

den es in der Form

ja sonst nirgends gibt. Er wird von

uns eigens recherchiert und zusammengetragen.

Wo und wie entstehen all die Texte,

Anzeigen und das Layout?

Sitz von Redaktion und Layout ist in

Birkland, quasi in meiner Agentur,

wo die Magazine komplett fertiggestellt,

allerdings nicht gedruckt

werden. Der zeitliche Ablauf sieht

so aus: Redaktionssitzung sofort

nach Erscheinen der aktuellen

Ausgabe, um die Themen für die

kommende Ausgabe festzulegen.

Danach arbeiten Redakteure die

Themen ab, die täglich auf Vor-

Ort-Terminen sind, interviewen,

fotografieren und danach die Texte

schreiben. Parallel läuft der Anzeigenvertrieb.

Viele Firmen haben

bereits fertige Anzeigen, schicken

uns diese zu. Andere fertigen wir

selbst. Beides geht über rund fünf

Die Ausgaben stapeln sich: „altlandkreis“-Redakteur d kt Johannes Schelle

(li.) und Peter Ostenrieder beim Durchstöbern alter Magazine.

Wochen, ehe über rund zwei Wochen

alles zusammengebaut wird.

Erst nach mehreren Korrekturphasen,

an denen das komplette Team

konstruktiv teilnimmt, werden die

Druckdaten online in unser Druckhaus

nach Altötting gesendet, wo

rund eine Woche lang produziert

wird. Sind die Magazine gedruckt,

werden sie durch Trägerinnen und

Träger des Kreisboten an knapp

90 000 Haushalte verteilt – 26 000

im Schongauer Altlandkreis und

62 000 im Tassiloland. Darüber

hinaus belegen wir eigenhändig

diverse Auslegestellen in nahezu

allen Orten unserer Verteilgebiete.

Zum Beispiel in Rathäusern,

Tourist-Informationen, Büchereien

oder Supermärkten.

Wie kommt der „altlandkreis“ bei

den Bürgerinnen und Bürgern an?

Immer wieder erreichen uns

wirklich tolle Reaktionen unserer

Leserinnen und Leser. Der „altlandkreis“

hat einen regelrechten

Kultstatus mittlerweile. Ich erinnere

mich an eine ältere Dame, die

mir geschrieben hat, unsere Geschichten

bringen ihr die ganze Region

näher, da sie ansonsten nicht

mehr unterwegs sein kann. Wenn

man so etwas liest, weiß man, dass

man alles richtig gemacht hat. Das

ist glaube ich das wertvollste, was

einem passieren kann. Auch von

fachlich versierten Kollegen erhalten

wir immer wieder Lob für

Konzept und Inhalte der Hefte. Von

Seiten der Anzeigenkunden ist das

Feedback ebenfalls extrem positiv.

Unsere Magazine werden von

den Lesern nicht nur einmal zur

Hand genommen, sondern liegen

in vielen Haushalten über mehrere

Wochen auf dem Tisch oder an

anderer prominenter Stelle. Spaßhalber

sage ich immer: Das größte

Kompliment, das uns jemand machen

kann ist, wenn er sagt, unser

Magazin liege bei ihm auf dem Klo.

Der Name „altlandkreis“ ist selbsterklärend.

Aber warum „tassilo“?

Auch für die Weilheimer Ausgabe

war mir ein eingänglicher

Name wichtig, kein Kunstprodukt.

Das war ein wirklich langer Prozess,

der über viele Monate ging.

Schlussendlich blieb ich bei der

Person hängen, die eigentlich für

die Urbarmachung der Region verantwortlich

war: Herzog Tassilo aus

dem Haus der Agilolfinger. Er gründete

Kloster Polling und war über

eine Stiftung auch verantwortlich

für die Gründung des Klosters in

Wessobrunn. Und von diesen Klöstern

ging in der Region fast alles

aus. Der Name „tassilo“ ist übrigens

als Marke geschützt und darf

12 | altlandkreis


für Drucksachen und diverse andere

Produkte nur von uns verwendet

werden.

Hauptberuflich sind Sie Kommunikationsdesigner.

Was macht der?

Design hat immer eine definierte

Aufgabe, ganz im Gegensatz zu

Kunst. Ein Kommunikationsdesigner

bringt nun über seine gestalterische

Arbeit eine Botschaft

rüber – zumindest versucht er das.

In meinem Fall ist diese Botschaft

meist werblicher Natur, wenn ich

über Design versuche, einem Betrachter

bestimmte Eigenschaften

eines Produktes, einer Firma,

eines Events oder einer Person

optisch greifbar zu machen: langweilig,

hochpreisig, edel, elegant,

plump, billig, schmackhaft, begehrenswert

... Das alles lässt sich

durch Gestaltung ausdrücken. Nur

leider halt auch sehr häufig durch

amateurhaftes Design, das gleich

mal aussagt: „Schau her, ich bin

handgestrickt und will eigentlich

gar nicht ernsthaft mitspielen.“

Das ist meist der Punkt, an dem

ich von Kunden gerufen werde.

Selbst der kleine Handwerker soll

professionell auftreten, schließlich

liefert er auch professionelle

Arbeit ab. Manchmal mag man

das nicht meinen, wenn man die

Visitenkarten oder Anzeigen nicht

nur kleiner, sondern auch größerer

Unternehmen sieht.

Visitenkarten, Anzeigen, die beiden

Regionalmagazine ... Was wird

noch gemacht in der Agentur „Ostenrieder

Design & Marketing“?

Grundsätzlich setzt die Agentur

total unterschiedliche kreative

Gestaltungsideen für unsere Kunden

direkt um und kümmert sich

zudem um die gesamte Realisierung.

So hat der Auftraggeber nur

einen Ansprechpartner, über den

alles läuft – sozusagen aus einem

Guss.

Konkrete Beispiele?

Von der passenden Beschilderung

über Fahnen, Drucksachen, Prospektmaterial,

bis zur Fahrzeugbeklebung

und natürlich Geschäftspapieren.

Einzig für Onlineauftritte

arbeiten wir mit externen Agenturen

zusammen, da hier die technische

Entwicklung so rasant von-'

statten geht, dass wir uns darum

schlichtweg nicht kümmern können,

sondern den Fokus auf Inhalte

und Gestaltung lenken.

Ihre bedeutendsten Aufträge bisher?

Sicherlich das Design für ein Spiel,

vom Spielbrett über Spielkarten

bis zum Handbuch und der Verpackung.

Dann natürlich das Logo

für die Ski-WM 2011 in Garmisch-

Partenkirchen. Ein unvergessener

Auftrag war auch die Bilderchronik

für die Firma UPM zum 125-jährigen

Jubiläum des Schongauer

Werks. Das war 2012. Hierzu musste

das gesamte Bildarchiv gesichtet

und bei vielen Bildern mit noch

lebenden Zeitzeugen gesprochen

werden, um herauszufinden, wer

oder was überhaupt darauf abgebildet

war. Das war schon etwas

Besonderes.

Sie haben allein durch Ihren Beruf

unglaublich viel Kontakt zu Menschen

aus allen Gesellschaftsschichten

– ihr prägendstes Erlebnis?

Unvergessene Momente gibt es

mittlerweile viele. Einmal habe

ich einem wirklich großen Kunden

klipp und klar gesagt, dass ich das,

was er von mir möchte, für nicht

sinnvoll erachte und deshalb den

Auftrag eigentlich nicht ausführen

möchte. Stattdessen könnte ich mir

etwas völlig anderes, wesentlich

authentischeres vorstellen ... Natürlich

habe ich fest damit gerechnet,

den Großkunden zu verlieren.

Doch genau das Gegenteil ist passiert.

Seither arbeite ich nach dem

Motto: „Ich mache nicht, was Sie

wollen, sondern was Sie brauchen“.

Da darf man auch keine

falsche Scham haben. Letztlich war

die vergangenen 25 Jahre mein

Bauchgefühl immer ein super

Ratgeber bei solch wirtschaftlich

essentiellen Entscheidungen. Übrigens

auch in Bezug auf Menschen.

Immer wieder fragen kleinere und

größere Unternehmen aus der Region

nach ihrem Rat. Fungieren Sie

auch als Unternehmensberater?

Meine Erfahrung über viele Jahre

aus dem wirklichen Leben,

verbunden mit diesem schon erwähnten

Bauchgefühl, erlaubt

mir mittlerweile eine unglaublich

realistische Einschätzung. In meinem

Fall vor allem im werblichen,

im Marketingbereich. Da kommt

es schon vor, dass man wegen eines

neuen Einzelhandelsgeschäftes

einen Kundentermin hat, und

während des Gesprächs man

november / dezember 2018 | 13


feststellen muss, dass das Konzept

nicht aufgehen kann. Authentizität

ist an dieser Stelle ganz wichtig,

auch wenn dabei mal ein Job auf

der Strecke bleibt. Wichtig ist mir,

dass ich für meine Auftraggeber

ein Partner auf Augenhöhe bin,

ein Sparringspartner, der auch mal

widerspricht – aber immer in der

Absicht, die beste Lösung zu finden.

Widersprechen, hinterfragen,

herunterbrechen. Das sind Dinge,

die viele nicht mehr machen, was

ich immer wieder feststellen muss.

Bei vielen kleinen Firmen berate

ich gerne darin, die meist kleinen

zur Verfügung stehenden Mittel

dann auch wirklich sinnvoll einzusetzen

für Werbung. Da wird an

mancher Stelle völlig unnötig eine

riesen Summe verbraten, und an

entscheidender Stelle hat man kein

Budget mehr. Da stehe ich gerne

mal mit Rat und Tat zur Seite,

was auch zur einen oder anderen

Werbeeinsparung ohne negative

Folgen führen kann. Oder zu einer

ganz einfachen Idee, die man selbst

nicht gesehen hat.

Sie haben bereits erwähnt, dass

der Magazinname „tassilo“ ein geschützter

Begriff ist. Woher rührt

ihre Leidenschaft des Patentierens?

Patent-, Marken- und Urheberrechte

sind eine sehr spannende

Sache. Ich bin tatsächlich selbst

Inhaber einiger eingetragener

Marken, meist verbunden mit entsprechenden

Auseinandersetzungen

vor dem Patentgericht. Letztlich

kann ein Name, ein Slogan, eine

Produktbezeichnung oder ein Design

genauso eingetragen werden

wie ein Patent für eine technische

Erfindung – und ist damit vor Kopierern

geschützt. Ist Ihnen schon

mal aufgefallen, dass nur ein Hersteller

in Deutschland „Filtertüten“

für Kaffeemaschinen anbietet? Das

liegt daran, dass kein anderer Hersteller

sein Produkt so nennen darf.

Oder dass kein Bäcker außer einer

großen Münchner Öko-Bäckerei

ein Brot mit dem Namenszusatz

14 | altlandkreis

„Sonne“ vertreiben darf? Das kann

einerseits nervig sein, aber man

kann das Ganze auch umdrehen

und für sich zum Vorteil nutzen,

indem man eben selbst kreativ ist.

Ein weiterer kritischer Teil für viele

Unternehmer ist das Urheberrecht,

insbesondere wenn es um die Herausgabe

von Daten und Bildern

ihrer Agentur geht. Hier ist immer

wieder mal ein fachkundiger Rat

gefragt, ohne gleich anwaltlich

aktiv werden zu müssen. Natürlich

ersetzt der eine oder andere

Hinweis keinen Anwalt – ich führe

keine Rechtsberatung durch. Aber

ich kläre über Fakten auf, die Unternehmen

oft fremd sind.

Apropos „Fakten, die fremd sind“:

Woher rührt Ihr politisches Engagement?

Für mich ist eine ganz starke Triebfeder,

dass ich hier in der Region

genauso gut leben möchte, wie es

andere in der Großstadt können.

Genau das treibt mich beruflich an,

wenn ich auch mittelständischen

Unternehmen eine Optik gebe, mit

der sie überall mithalten können.

Es muss sich hier niemand verstecken.

Dazu gehört aber auch, dass

man durch politisches Engagement

vor Ort so viel bewegen kann, um

den Unterschied zwischen Land

und der Metropole München immer

kleiner werden zu lassen. Das

beginnt beim Öffentlichen Verkehr,

geht über die Krankenhäuser bis

hin zum Breitbandausbau, ohne

den es beispielsweise meine Firma

gar nicht geben könnte in Birkland.

Seit 1996 sitzen Sie im Peitinger

Gemeinderat. Wofür setzen Sie sich

hier ein?

Für mich ist wichtig, dass man in

Peiting gut leben kann und mag

und eben nicht das Gefühl haben

muss, abgehängt zu sein. Dass man

auch mit einem Studienberuf bei

uns gute Arbeit finden kann und

nicht zwingend in einem der Ballungsräume

arbeiten muss. Dass

man aber auch mit niedriger Qualifizierung

Arbeit finden und sich

um sich und seine Familie kümmern

kann. Dass alle Kinder vor

Ort auch alle Chancen haben. Das

ist die Aufgabe des Gemeinderats

in Peiting. Und da ich diese Absicht

bei allen Kolleginnen und Kollegen

auch erkennen kann, denke ich,

bringt der aktuelle Gemeinderat

in Peiting viele Dinge gut auf den

Weg – Parteipolitik sollte hier jedenfalls

nur eine untergeordnete

Rolle spielen. Natürlich diskutiert

man auch mal kontrovers, aber am

Ende steht die sinnvolle Lösung im

Mittelpunkt. Und genau so muss es

auch sein.

Was fehlt Peiting momentan?

Ich persönlich bin überzeugt, das

Thema innerörtlicher öffentlicher

Verkehr wird in den kommenden

Jahren immer wichtiger werden.

Man wird sich darüber unterhalten

müssen, wie man eine öffentliche

Erreichbarkeit für Menschen im

Ort schaffen kann – ob nun über

eine Buslösung, ein Ruftaxi oder

etwas gänzlich Neues. Peiting hat

eine Größe erreicht, wo das ein

wichtiges Thema werden wird,

auch aufgrund der Altersstruktur

unserer Bevölkerung, die zunehmend

darauf angewiesen ist, dass

die Mobilität auch im öffentlichen

Raum gewährleistet wird. Mal ganz

abgesehen vom Umweltgedanken.

Vier bis fünf Mal im Jahr trifft sich

der Kreistag Weilheim-Schongau

zur Sitzung, einmal im Monat der

Kreisausschuss. Wofür setzen Sie

sich auf Landkreisebene ein?

Im Prinzip gilt ähnliches auf Kreisebene.

Wir sind im Großraum

München und müssen als Landkreis

versuchen, einerseits diese

Nähe für unsere Menschen optimal

zu nutzen, andererseits verursacht

diese Nähe einen enormen Druck,

was zum Beispiel Wohnungspreise

betrifft. Mir persönlich sind wir

manchmal zu München-hörig und

übersehen oft das Gute vor Ort.

Gutes Leben im ländlichen Raum –


In der Redaktion: Texte und Layout entstehen t in der Agentur von Ostenrieder

Design & Marketing im Peitinger Ortsteil Birkland.

das ist es, wofür ich im Kreistag

Weilheim-Schongau stehen

möchte.

Was würden Sie sich für den Landkreis

wünschen?

Besser genutzten und angebotenen

Personennahverkehr, vor allem

bessere Vertaktung von Schongau

nach München und damit auch von

München nach Schongau, was man

immer vergisst. Den Erhalt einer

wohnortnahen Gesundheitsversorgung.

Und ein Traum von mir wäre

eine Hochschuleinrichtung in unserem

Landkreis, um mit Forschung

und Innovationen auch für die Zukunft

weiter fit zu werden. Darüber

hinaus wünsche ich mir ein Ende

der Negativdiskussion über die drei

Bereiche Schongau, Weilheim und

Penzberg und endlich die Akzeptanz,

dass der Landkreis eben diese

drei soziogeografischen Teile hat.

Welche Aufgabe erfüllen Sie als Aufsichtsratsmitglied

in der Sparkasse

Oberland sowie in der Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau?

Als Aufsichtsratsmitglied in diesen

beiden Unternehmen im Landkreis

hat man – wie in jedem Aufsichtsrat

– die Funktion, die jeweilige

Geschäftsführung zu überwachen,

aber sie auch zu beraten und zur

rechten Zeit auch unbeachtete

Gesichtspunkte zur Diskussion zu

stellen. In beiden Aufsichtsräten

bin ich als Vertreter des Landkreises

Weilheim-Schongau. Die Amtszeit

ist übrigens identisch mit den

Wahlperioden der kommunalen

Gremien, geht also noch bis 2020.

Seit gut zwei Jahren fi ndet mit der

„SAM“ auch in Schongau eine Ausbildungsmesse

statt, federführend

organisiert von Ihnen. Beide Termine

wurden sowohl von Seiten der

Schüler als auch der Unternehmer

bestens angenommen. Wie stolz

sind Sie auf diese positiven Resonanzen?

Stolz wäre das falsche Wort. Aber

es bestätigt mich in meinem Streben,

hier insgesamt ein Angebot

zu schaffen, wie es eben auch in

größeren Orten vorhanden ist. Der

Informationskreis der Wirtschaft,

dessen Mitglied ich bin, hat dieses

Thema aufgegriffen und ist maßgeblich

an der SAM beteiligt. Davon

profitieren nicht nur die Schüler,

sondern auch die Unternehmen der

Region. Eine absolute Win-Win-Situation.

Die Planungen für die SAM

2019 laufen übrigens schon wieder

auf Hochtouren. Sie findet dann

am 10. April statt. Wieder in der

Lechsporthalle und wieder rechnen

wir mit vollem Haus.

Unternehmer, Herausgeber der

Magazine, Gemeinderat, Kreisrat,

Aufsichtsratsmitglied, SAM-

Organisator und nun auch noch

Vize des IHK-Regionalausschusses

Weilheim-Schongau?

Die IHK ist gerade für kleine und

mittlere Unternehmen eine wichtige

Institution, um deren Interessen

an verschiedensten Stellen zu

vertreten. Genaugenommen hat

die IHK tatsächlich die Funktion

als gesetzlicher Vertreter für die

Wirtschaft. Als Regionalausschuss

Weilheim-Schongau beleuchten

wir aktuelle Themen wie beispielsweise

die Umgehung für Weilheim

und deren Folgen für unseren

Raum, und brechen diese auch auf

die Bedürfnisse unserer Mitglieder

vor Ort herunter. Die IHK fungiert

sozusagen als Seismograph vor Ort

und kann dies an übergeordneter

Stelle entsprechend einbringen.

Aber eben mit entsprechender

„offizieller Wucht“. Vielleicht ist es

gerade mein beruflicher Kontakt zu

vielen verschiedenen Firmen und

die entsprechenden Rückmeldungen

und Gespräche, die ich hier

zum Vorteil aller einbringen kann.

Natürlich freue ich mich sehr, dass

ich als Vertreter des Weilheimers

Klaus Bauer gewählt wurde und

hier auch entsprechend die Interessen

der Gewerbetreibenden aus

dem Schongauer Land vertreten

kann.

Ein geregelter Alltag ist bei derart

vielen Ämtern wohl nicht drin?

Das A und O ist eine gute Zeit- und

Terminplanung. Aber es stimmt,

es gibt bei mir nicht „den Tag“,

sondern jede Woche wird neu

„gebaut“. Das macht es aber erst

interessant. Und abgesehen davon

kenne ich es nicht anders. Wenn

ich auf meinen Werdegang zurückschaue:

Irgendwie hatte ich immer

schon zwei, drei Dinge parallel am

Laufen. Vielleicht brauche ich das

ja ... Am Ende hält es jung (lacht).

Wann und wie erholen Sie sich von

diesem Stress?

Zum einen gehört dazu ein privates

Umfeld, das meine ganzen „Sperenzchen“

akzeptiert, denn ohne

die gibt es mich nicht. Natürlich

auch der entsprechende Partner

und Familie an der Seite. Dann

gehört dazu, sich zur rechten Zeit

einfach mal ein paar Tage rausnehmen

zu können aus dem Alltag. Da

können schon mal zwei Tage Wellness

Wunder bewirken. Oder einfach

mal den Flugzeugmodus am

Handy aktivieren. Und das vielleicht

Wichtigste: Vertrauen in das persönliche

Umfeld. Ohne Vertrauen

geht nichts.

Haben Sie neben Wellness und

„Flugmodus“ noch andere Hobbies?

Ich bin in der glücklichen Lage, dass

mein Büro tatsächlich mein Hobbyraum

ist. Ich liebe meinen Beruf,

so wie er ist. Aber als langjähriges

Mitglied bei den Birkländer Musikanten,

darunter 15 Jahre Dirigent,

ist es für mich nach wie vor ein

Highlight, wenn ich ab und zu mitspielen

darf mit meiner Trompete.

Vor allem auf „Tour“ wie beispielsweise

in Norddeutschland, Italien

oder auf der Grünen Woche in Berlin

– da bleibt dann alles andere

zurück. Auch Reisen tue ich sehr

gerne, vor allem in die USA – ein

wunderbares Land, in dem es unendlich

viel Schönes zu entdecken

gibt, das einem aber doch immer

wieder klar macht, wie gut es uns

hier in Deutschland und speziell in

Bayern geht.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft

der Regionalmagazine „tassilo“

und „altlandkreis“?

Zum einen, dass uns die Themen

für beide Magazine nicht ausgehen,

und zum anderen, dass wir es auch

künftig schaffen, sowohl unsere Leserinnen

und Leser als auch unsere

Anzeigenpartner für die Magazine

zu begeistern und zu echten Fans

zu machen. Wir haben aktuell sehr

engagierte Leser und starke Firmen

als Anzeigenkunden. Beides ist für

ein erfolgreiches Magazin unserer

Art unerlässlich. Das schätzen wir

sehr und blicken daher optimistisch

in die Zukunft.

js

november / dezember 2018 | 15


„Schongau Classics“ der Stadtkapelle am 10. November

Die schönsten Musical-Melodien

Schongau | Es war ein Open-Air

mit bekannten Titeln aus Opern

und Operetten, das vielen noch

in bester Erinnerung ist: Die erste

Auflage der „Schongau Classics“

2015 auf dem Marienplatz in der

Altstadt – ein voller Erfolg. Am

Samstag, 10. November, lädt die

Stadtkapelle Schongau nun zur

Neuauflage der „Schongau Classics“

und zu einem Konzert unter

dem Titel „Musical Highlights“.

Zuhörer dürfen sich auf Teile aus

den bekanntesten und beliebtesten

Musicals der Welt freuen, wie

etwa aus „Der König der Löwen“,

„Ludwig²“, „Elisabeth“, „West

Side Story“, „Tarzan“ oder „Tanz

der Vampire“.

Insgesamt sechs Solisten

in der Lechsporthalle

Nach der Premiere im Jahr 2015 mit Opern und Operetten, begeben b sich

die Musiker der Stadtkapelle diesmal auf Musical-Terrain.

Für „Schongau Classics“ haben

die Verantwortlichen erneut drei

professionelle Sänger engagiert,

die alle wegen früherer Auftritte,

unter anderem bei der 2015er-

Premiere, keine Unbekannten in

der Lechstadt sind. Allen voran

Anna-Magdalena Perwein, gebürtige

Schongauerin, die sowohl

das Bachelor- als auch das

Masterstudium Gesang jeweils

mit Auszeichnung am Mozarteum

in Salzburg abschloss. Bereits

während des Studiums sammelte

Anna-Magdalena Perwein außerhalb

der Universität bei zahlreichen

Konzertauftritten Bühnenerfahrung.

Sie ist Preisträgerin

beim Landeswettbewerb „Jugend

musiziert“, erreichte zweimal das

Finale im Bundeswettbewerb für

Gesang in Berlin und wurde mit

dem dritten Preis beim internationalen

Mozartwettbewerb in Prag

ausgezeichnet. Mit Maria Hegele

und Michael Etzel sind zwei weitere

Solisten in Schongau zu Gast,

die ebenso am Mozarteum ausgebildet

wurden. Unterstützt werden

die drei Profi-Musiker von Ramona

Knopp, Alexandra Schedel und

Herbert Haseitl, die alle drei der

Besetzung der Stadtkapelle angehören.

Zudem sind sie in der

Schongauer Big-Band aktiv und

auch außerhalb der Stadtkapelle

musikalisch engagiert: Ramona

Knopp als Sängerin bei den „Bloody

Chicken Heads“ und dem Chor

„Via Harmonie“. Alexandra Schedel

besucht die Berufsfachschule

„Neue Jazzschool München“ und

ist Sängerin von „Mr. MoJoe“

und „Funk Off“. Gemeinsam mit

Herbert Haseitl gestalten sie den

Muscial-Abend mit ihren Stimmen

entscheidend mit. Alle sechs Sängerinnen

und Sänger treten sowohl

als Solisten als auch in verschiedenen

Zusammensetzungen

auf. Die besondere Anforderung:

Sie pendeln zwischen klassischem

und populären Gesang hin- und

her, setzen so mit ihren Stimmen

den nötigen Glanz.

Verwandlung in ein

Musical-Orchester

Rund 700 Zuhörer in der

Lechsporthalle erwarten die Verantwortlichen

bei den zweiten

„Schongau Classics“. „Das Begreifen

und das Einstudieren ist wegen

des Bekanntheitsgrades der

Stücke deutlich leichter“, berichtet

Stadtkapellen-Dirigent Marcus

Graf von den Proben und ergänzt:

„Dafür gibt es wieder andere Herausforderungen,

wie etwa den

schnelleren Wechsel der Tonarten

und das Begleiten der Sänger.“

Ob die Proben erfolgreich waren,

die Stadtkapelle die Verwandlung

in ein Musical-Orchester für einen

Abend vollzogen hat, zeigt sich

letztlich am Samstag, 10. Novem-

Profi-Sängerin Anna-Magdalena

Perwein ist in Schongau geboren.

16 | altlandkreis


Wir sind eine eigentümergeführte, mittelständische

Unternehmensgruppe mit weltweit über 1100 Mitarbeitern/innen.

Mit innovativen Hightech-Anlagen

und einem kompletten Dienstleistungsangebot sind

wir einer der weltweit führenden Systemanbieter im

Bereich Sterilisation- und Desinfektionstechnik.

Zur weiteren Verstärkung des Produktionsteams am Standort Peiting

suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Industriemechaniker (m/w)

oder vergleichbare Facharbeiterqualifikation

Ramona Knopp (v.l.), Alexandra Schedel und Herbert Haseitl gehören

zur Stadtkapelle und sind bei „Schongau Classics“ als Solisten zu hören.

ber. In jedem Fall verspricht Marcus

Graf eine „aufwändige Bühnenkonstruktion

mit aufwändiger

Licht- und Tontechnik“. Jedes Musical-Genre

wird bedient, vom

klassischen „My Fair Lady“ über

Wald-Disney-Klassiker wie „König

der Löwen“ bis zum lokalen

„Ludwig²“-Musical. „Die Musicals

sind so miteinander verknüpft,

dass sich daraus eine eigene Story

ergibt“, erzählt Marcus Graf. Zu

viel will der Dirigent allerdings

nicht verraten, da „sonst der Überraschungsmoment

nicht glückt“.

Zum Ziel des Konzertes sagt Marcus

Graf: „Wir wollen Menschen

> > > MUSICAL-TICKETS ZU GEWINNEN

mit unseren Musical-Arrangements

in Glückseligkeit wiegen.

Einen Abend, der mit schönen

Stimmen und guter Musik für die

Zuhörer unvergesslich bleibt.“

Karten gibt es im Vorverkauf – soweit

noch vorhanden – bei Uhren

Zwack in der Schongauer Altstadt

für 23 Euro, an der Abendkasse für

25 Euro. Ermäßigte Karten und Tickets

für Kinder bis 15 Jahren gibt

es für 15 Euro.

Für das leibliche Wohl ist zudem

gesorgt. Einlass ist ab 18.30 Uhr,

das Konzert mit den schönsten

Liedern der Musical-Welt beginnt

um 19.30 Uhr.

tis

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost 2 x 2 Tickets für „Schongau

Classics“ am Samstag, 10. November. Wer diese gewinnen

möchte, schickt eine Postkarte mit dem Stichwort „Musical-Highlights“

an „altlandkreis“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine

E-Mail an info@altlandkreis.de. Schnell sein lohnt sich in diesem

Fall, da der Einsendeschluss bereits Dienstag, 6. November, ist.

Wie immer entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg.

Eine spannende und vielseitige Aufgabe wartet auf SIE:

• Durchführung von Verrohrungsarbeiten

• Isolierung von Verrohrungen

Ihr Anforderungsprofil:

• Montage für Grundaufbauten

• Montage von Baugruppen

und Verkleidungen

• Abgeschlossene Berufsausbildung als Industriemechaniker/in

oder vergleichbare abgeschlossene berufliche Qualifikation

• Wünschenswert: Mehrjährige Berufserfahrung

• Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Motivation

• Hohe Genauigkeit und Sorgfalt im Umgang mit Werkzeug und Produkt

• Selbständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit

Werte wie Nachhaltigkeit, Kontinuität und Vertrauen sind die Basis für unsere internationalen

Wachstumsambitionen. Individualität und Charakter machen uns aus und sind

unsere Stärke. Bewerben Sie sich mit Ihren aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen

unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung sowie des frühestmöglichen

Eintrittstermins.

Ihr Ansprechpartner:

MMM Münchener Medizin Mechanik GmbH | Personalabteilung, Herrn Hartmut

Cebula, Hauptstraße 2, 92549 Stadlern / Oberpfalz, personal@mmmgroup.com

www.mmmgroup.com

MMM. Protecting human health.

november / dezember 2018 | 17


POLIER SEPP

Hinter den Kulissen von M.Haseitl „Logistik“

Alle unsere Baustellen zum richtigen Zeitpunkt mit den benötigten Geräten, Maschinen und Materialien zu versorgen, ist

eine große Herausforderung. Unsere Disponenten müssen also viele Baustellen, Bauabschnitte, Mengen und Lieferzeiten

stets im Blick haben, damit der reibungslose Bauablauf nicht gestört wird. Bei M.Haseitl arbeiten die Besten.

Wir eröffnen Freiräume

www.haseitlbau.de

info@haseitlbau.de

M. HASEITL

M.Haseitl

Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG

Dießener Straße 12

86956 Schongau

Tel. 08861-2351-0


Lawinenkunde mit Rudi Mair und Patrick Nairz

Ein „Muss“

für Skitourengeher

Peißenberg | Die Österreicher Dr.

Rudi Mair und Patrick Nairz gelten

als Aushängeschilder in Sachen

Lawinenkunde. Mair studierte

Meteorologie und Glaziologie,

Nairz Wildbach- und Lawinenverbauung.

Aktuell leiten die beiden

den Lawinenwarndienst in Tirol,

wo sich Winter für Winter tausende

Skitourengeher, Freerider und

Schneeschuhwanderer abseits

der gesicherten Pisten bewegen.

Die „weiße Gefahr“ lauert an nahezu

jedem Berg. Und ein gewisses

Restrisiko wird auch immer

bleiben. Wer sich allerdings gut

auskennt, den aktuellen Lawinenlagebericht

aufmerksam durchliest

und sich an die wichtigsten

Regeln hält, kann das Auslösen

einer Lawine weitestgehend verhindern

und die Gefahr auf ein

Minimum reduzieren. Im Detail

ist und bleibt die Lawinenkunde

jedoch ein sehr weites, komplexes

Feld, das in der Theorie enormes

Wissen und in der Praxis sehr viel

Erfahrung am Berg voraussetzt.

Denn gute oder schlechte Bedingungen

am schneebehangenen

Berg hängen von zig verschiedenen

Faktoren ab. Unter anderem

von Wetter, Schneedeckenaufbau,

Hangneigungen, Schwierigkeitsgrad,

Routenwahl sowie Können

der Tourengeher. Auch die richtige

Ausrüstung ist enorm wichtig.

Sonde, Schaufel und ein mit vollen

Batterien beladener Piepser sind

das A und O. ABS-Rucksäcke galten

bisweilen als Luxus, weil sie

doch eine Menge Geld kosten. Allerdings

erhöhen sie bei richtiger

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Nutzung die Überlebenschance im

Falle eines Lawinenabgangs immerhin

um rund sieben Prozent.

Ob das Rudi Mair und Patrick

Nairz bei ihren Vorträgen bestätigen

werden? Die Lawinenexperten

kommen am Samstag, 24.

November, in die Tiefstollenhalle

Peißenberg und referieren dann

über Lawinenprobleme und Gefahrenmuster,

aufgezeigt an spektakulären

Praxisbeispielen aus

den vergangenen Wintern. Die

vom Peißenberger Alpenverein

organisierte Veranstaltung ist für

Jung und Alt aus Nah und Fern gedacht

– allen voran natürlich für

Skitourengeher, Freerider und

Schneeschuhwanderer, oder die,

die es werden möchten. Eintrittskarten

kosten im Vorverkauf

12 Euro, an der Abendkasse 15

Euro. Erhältlich beziehungsweise

anzufordern sind die Tickets

ab jetzt in der AV-Geschäftsstelle

Peißenberg, Alpspitzstraße 13 unter

08803 / 498581 oder sektion@

alpenverein-peissenberg.de. Oder

bei PeissenBuch, Hauptstraße 73

unter 08803 / 498581. Der Vortrag

beginnt um 20 Uhr. Einlass ist bereits

um 19 Uhr.

js

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost für den Lawinen-Vortrag

mit Rudi Mair und Patrick Nairz am Samstag, 24. November, um 20

Uhr (Einlass: 19 Uhr) in der Tiefstollenhalle Peißenberg 3 x 2 Tickets.

Senden Sie uns bis Montag, 15. November, eine Postkarte mit dem

Stichwort „Gefahrenmuster“ an den „altlandkreis“, Birkland 40, in

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

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Sa 9-14 Uhr und nach Vereinbarung

november / dezember 2018 | 19


Modedroge „Snus“ – ein Zigarettenersatz?

Die Sucht nach

dicker Lippe

Altlandkreis | Allen voran Nichtraucher,

die sich zum allerersten

Mal einen starken Snus zwischen

Oberlippe und Zahnfleisch schieben,

werden nach wenigen Minuten

folgenden Zustand verspüren:

Schwindel, Übelkeit, Schweißausbruch

– im schlimmsten Falle

kommt es zum Erbrechen. Von

dieser Erfahrung berichten beinahe

alle Snuser auf die Frage, wie

ihr „erstes Mal“ so war. Warum sie

trotz dieser Unannehmlichkeiten

damit weitermachen? „Es beruhigt

und kann die Konzentrationsfähigkeit

steigern“, sagt Stefan Müller

(Name v. d. Redaktion geändert),

33 Jahre alt und seit 15 Jahren Snuser

aus Leidenschaft. Eine Dose am

Tag sind bei ihm Standard. Familie,

Freunde und Arbeitskollegen wissen

von diesem Intensiv-Konsum,

„haben aber nicht wirklich was

dagegen“. Zwar gibt es immer

wieder „Rüffel“ von der Lebensgefährtin.

Und auch der eine oder

andere Spezl rät zum Aufhören.

Doch die Sucht ist groß, woraus

Stefan Müller auch kein Geheimnis

macht: „Snus hat meiner Meinung

nach extrem hohes Suchtpotential.“

Ans Aufhören möchte er momentan

nicht denken, obwohl er

nicht zu 100 Prozent ausschließen

kann, dass ab und an auftretende

Schwindelanfälle nicht doch ausgelöst

werden von dieser Modedroge,

die mittlerweile auch im

Schongauer Altlandkreis in zahlreichen

Mündern zu finden ist. „Vor

zehn, 15 Jahren, wurde eigentlich

nur in Kreisen der Eishockeyspieler

gesnust. Inzwischen machen es

fast alle.“ Gemeint mit „alle“ sind

überwiegend jugendliche, junge

und junggebliebene Männer, völlig

gleich ob Werkzeugmacher, Maurer,

Bankkaufmann oder Polizist.

Wasser, Salz

und Tabak

Snus wird im deutschsprachigen

Raum auch als Oraltabak bezeichnet.

Er besteht überwiegend aus

Wasser, Salz, Aromen und Tabak,

enthält also Nikotin. Die Inhaltsstoffe

sind ummantelt, weshalb

hierzulande vom „Backerl-Snus“

die Rede ist. In Deutschland erhältlich

ist Snus in Tankstellen, Kiosks

sowie online. Darüber hinaus in

Snus-Automaten, wie er beispielsweise

in Burggen steht – ein umgebauter

Zigarettenautomat. Eine

Dose kostet durchschnittlich rund

fünf Euro, die je nach Größe der

„Backerl“ 12 bis 24 Stück beinhaltet.

Inzwischen darf Snus also verkauft

werden in Deutschland? „Eigentlich

nicht“, sagt Stefan Müller. Der

in Deutschland erhältliche Tankstellen-

und Kiosksnus ist offiziell

als Kautabak deklariert, nur deshalb

legal von Gewerbetreibenden

zu verkaufen – und für Kunden legal

einzukaufen. Der Original-Snus

darf nämlich in nur einem einzigen

EU-Land legal verkauft werden: In

Schweden, dem Mutterland des

Snuses, wo bis heute am meisten

entwickelt, produziert, und logischerweise

auch verkauft wird.

Heißt: Wer den originalen „Stoff“

will, muss ihn direkt in Schweden

kaufen. Stefan Müller erinnert

sich an dieser Stelle gerne zurück

an die Zeiten vor zehn, 15 Jahren,

„als nur die guten, original Schwedischen

in Umlauf waren“. Die

durften zwar nicht in Deutschland

verkauft, aber – solange die Menge

den Eigenbedarf nicht überschritt –

zumindest konsumiert werden.

Ettan, Göteborg, Röda Lacket, General

und Skruf lauten gängige

Markennamen, die früher auch in

loser Form erhältlich waren. „Das

20 | altlandkreis


sah aus wie dunkelbraune Erde,

die man von Hand oder mit einem

Prismaster selbst pressen musste,

und dann ohne Ummantelung zwischen

Oberlippe und Zahnfleisch

geschoben hat.“

Wie drei

Zigaretten?

Ob das Original in Schweden oder

hierzulande als Kautabak deklariert:

Snus, dessen Inhaltsstoffe

rauchfrei und über das Zahnfleisch

direkt ins Blut gelangen, ist erhältlich

in vier verschiedenen Stärken:

Normal, stark, extra stark und extrem.

Ein „Backerl“ ist ein Gramm

schwer und enthält je nach Sorte

zwischen 9 und 22 Gramm Nikotin,

wobei neuerdings ein Oraltabak

namens „Sibiria“ in Umlauf ist, der

sogar 43 Milligramm Nikotin pro

Backerl enthält – das entspricht

dem Nikotingehalt von mehr als

drei Zigaretten! Neben kurzzeitigen

Negativ-Wirkungen wie Schwindel,

Übelkeit und Schweißausbrüchen

stellt sich natürlich die Frage: Wie

gesundheitgefährdend ist Snus?

Unter anderem testete das Korlinska-Institut

bei Stockholm, das zu

den angesehensten medizinischen

Universitäten Europas zählt, mehr

als 125 000 Snus-Konsumenten,

die nie Tabak geraucht haben. Das

Ergebnis der Wissenschaftler: Erhöhtes

Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko,

was vor allem dann eintritt,

sobald das „Backerl“ zu lange im

Mund bleibt, sich mit Speichel vermischt,

zu „laufen“ beginnt und die

„braune Soße“ letztlich geschluckt

wird. Ansonsten aber belegen

zahlreiche Studien, dass Snusen

wesentlich weniger krebserregend

sei als Rauchen, ja sogar bis zu

95 Prozent weniger gesundheitsschädlich

sei als Rauchen.

Profisportler mit

Snus erwischt

Ratsam ist Konsum von Snus dennoch

nicht. Bei intensivem Snusen

kann sich eine Kuhle im Zahnfleisch

bilden. Das Zahnfleisch

brennt während des Konsums

unangenehm. Der Geschmack im

Mund ist trotz Aromen eher ekelhaft

als lecker. Und ein gewisses

erhöhtes Krebsrisiko ist eben doch

gegeben. „Mein Zahnarzt hat mich

noch nicht geschimpft“, sagt Stefan

Müller scherzhaft. Trotzdem habe

er schon mehrfach überlegt, damit

aufzuhören. Doch von einer Dose

am Tag, was übrigens hochgerechnet

rund 1800 Euro Kosten im Jahr

verursacht, komme er so leicht

nicht weg. Ob es BVB-Star Marco

Reus ähnlich ergeht? Auf diversen

Nachrichtenportalen kursiert

ein Foto des Fußballers. Darauf

zu sehen: Er mit einer Dose „Thunder“

– ein gängiger „Tankstellen-

Snus“. Bundesliga-Insider schätzen

sogar, dass bis zu 40 Prozent aller

Bundesliga-Profis dem schwedischen

Oraltabak verfallen sein

könnten. Unter Wintersportlern wie

Langläufern und Skifahrern ist Snus

ohnehin seit vielen Jahren stark

verbreitet. Die Sucht nach dicker

Lippe – Snuser erkennt man an

einer nach außen gewölbten Oberlippe

– ist groß.

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november / dezember 2018 | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Musikalisch & unterhaltsam

„Arsen und Spitzenhäubchen“ in Apfeldorf

Apfeldorf | Eine rabenschwarze Krimi-

Komödie bringt der Theaterverein Apfeldorf

in den kommenden Wochen auf die

Bühne. „Wir haben in den vergangenen

Jahren immer einen Mix angeboten, mal

bayerische Klassiker, mal städtische Komödien“,

nennt Regisseur Delfo Viviani

die Intention für das aus dem Englischen

stammende Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“.

Der Autor Joseph Kesselring

schrieb in den 1940er Jahren eigentlich

ein Drama, doch für den Broadway wurde

es rigoros in eine Kriminalkomödie umgewandelt.

Bis heute bekannt ist die Verfilmung

mit dem berühmten Gary Grant und

nun erlebt das Stück auf der Apfeldorfer

Theaterbühne eine Renaissance. Henriette

Beltz und Lisa Krötz spielen vortrefflich

die beiden frommen und liebenswerten

Schwestern Brewster. Die alten Damen

kümmern sich um ihre beiden Neffen und

empfangen vom Pastor bis zum Polizisten

immer gerne Gäste. Doch die Idylle

findet ein jähes Ende, als der Neffe im

Keller auf ein „kleines Geheimnis“ stößt.

Dieser turbulente t Mord-Spaß ist t gespickt

mit schwarzem Humor und skurrilen Situationen

– damit wie geschaffen für die

Apfeldorfer Theaterer. Für die passende

Atmosphäre sorgt die extra zu diesem

Zweck gegründete Big Band der Trachtenkapelle.

Aufführungen sind am Freitag, 2.

November, Samstag, 3. November, Freitag,

9. November, Samstag, 10. November,

Sonntag, 11. November, Freitag, 16.

November und Samstag, 17. November

jeweils um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle.

Reservierungen sind per Onlinebuchung

unter www.theater-apfeldorf.de

oder bei Familie Zwick unter

08869 / 1378 möglich. rg

Grooviges Vorweihnachtsvergnügen

im Ballenhaus

Schongau | Mit den

Musikern Robert Maul

(Saxophon), Reinhold

Ohmayer (Piano), Moritz

Kinker (Bass) und

Max Kinker (Drum),

treffen sich vier Musiker

der Extraklasse in

der Weihnachtsbäckerei, i um zusammen mit ihrem

charmanten „Vokal-Engel“ Raphaela Lutz für

ihre Gäste sprichwörtlich leckere musikalische

Plätzchen zu backen. Die fünf Musiker nehmen

ihr Publikum mit auf eine Reise durch das „Winter

Wonderland“. Mit diesem Konzert und ihrer

ganz eigenen Interpretation der weltweit bekanntesten

internationalen Weihnachts-Hits von

den 1950er Jahren bis heute, gespielt im lockeren

Swing über Reggae bis Funk, wollen die vier

Instrumentalisten zusammen mit ihrer Sängerin

das Publikum jedes Jahr aufs Neue begeistern.

Unter anderem am Freitag, 14. Dezember, im

Schongauer Ballenhaussaal ab 20 Uhr.

Karten gibt es im Vorverkauf beim

Frauenzimmer in der Altstadt.

tis

„Herzklopfn“ unplugged in der Pfarrkirche

Peiting | Die Schwestern Stefanie, Christina und Magdalena Poxrucker

aus dem oberösterreichischen Mühlviertel treten seit 2008

gemeinsam auf. Seit ihrer Kindheit verbindet sie die Musik, 2010

gab es das erste eigene Konzertprogramm und seither komponieren

sie gemeinsam. Gefühlvoll und mitreißend erlebt man die drei

Schwestern vor allem bei ihrem „Herzklopfn“-Unplugged-Konzert,

schließlich stehen die „Poxrucker Sisters“ für bodenständigen Dialektpop

und Musik, die verbindet. Im Advent 2018 zeigen sie sich

in akustischer Besetzung mit Gitarre, Cajon und Geige und einer

stimmigen Auswahl ihrer Kompositionen – auch Weihnachtslieder

dürfen in dieser Zeit natürlich nicht fehlen. Begleitet werden

sie von ihrem Pianisten und Produzenten Roman Steinkogler. Am

Freitag, 14. Dezember, um 20 Uhr, gastieren die „Poxrucker Sister“

in der Peitinger St.-Michaels-Kirche.

Karten gibt es

für 22 Euro im Vorverkauf

bei der Tourist-Info am

Hauptplatz.

tis

>>> KARTEN ZU GEWINNEN

Der „altlandkreis“ verlost 2 x 2 Karten für das Konzert der „Poxrucker

Sisters“ am Freitag, 14. Dezember. Wer gewinnen möchte,

sendet bis 15. November eine Postkarte mit dem Stichwort

„Schwestern“ an „altlandkreis“, Birkland 40, 86971 ting. Oder eine Mail an info@altlandkreis.de. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg ist

Peiausgeschlossen.

22 | altlandkreis


Sprach der Hai zur Kuh: „Alles Haiku?“

Peiting | Buchautor, Kreisrat und

Ex-Mittelschullehrer Hans Schütz

hat wieder ein Buch geschrieben.

Der Titel lautet diesmal „Alles Haiku“

und ist nach „Ich nehm’ das Tagesgedicht“

und „Lyrisches Menü“

der bereits dritte Gedichtband des

Peitingers. Dabei handelt es sich

um ein Buch, das ausschließlich

Texte in der japanischen Literaturform

„Haiku“ enthält. Eine zusätzliche,

ganz besondere Note

bekommt dieses Buch dank beeindruckender

Illustrationen von Lore Kienzl l verliehen.

Mit feinem Strich führt sie in die einzelnen Monate

ein, füllt kleine Textlücken mit passenden Miniaturen

und überzeugt mit einem hintersinnigen Cover.

„Die Leserinnen und Leser werden in diesem lyrischen

Werk sicher Texte finden, die sie ansprechen

Hik“ H

und vielleicht sogar zum selber

Schreiben anregen“, verspricht

Hans Schütz. Erhältlich ist sein

neues Buch mit dem witzigen Titelseiten-Reim

„Sprach der Hai zur

Kuh: Wenn wir zusammen dichten,

heißt das dann Haiku?“ für 18 Euro

in allen örtlichen Buchhandlungen.

js

>>> BÜCHER ZU GEWINNEN

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“

verlost drei Gedichtbände „Alles

Haiku“ von Hans Schütz. Schicken Sie uns bis 15.

November eine Postkarte mit dem Stichwort „Haiku“

an „altlandkreis“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Große Kleintierschau bei

Stich & Schäller

Peiting | Am Wochenende des 10. und 11. November

findet in den Fahrzeughallen der Firma Stich

& Schäller in Peiting (Ammergauer Straße) wieder

ein tierisches Highlight für Groß und Klein statt:

Eine große Kleintierschau mit Hühnern, Tauben

und Kaninchen, die von einer fachkundigen Jury

bewertet werden. Darüber hinaus dürfen sich die

Besucher auf Ziervögel, Enten und Gänse in größeren

Gehegen freuen. Zum längeren Verweilen lädt

nicht nur eine Tombola mit tollen Preisen, sondern

vor allem das gemütliche Stüberl nebenan mit

deftigem Mittagessen sowie leckerem Kaffee und

Kuchen ein. Die Öffnungszeiten der Schau, zu der

alle Interessierten recht herzlich eingeladen sind:

Samstag, 10. November, von 9.30 Uhr bis

17 Uhr. Und Sonntag, 11. November, von

9 bis 16.30 Uhr. js

Konzerte, Kalender und

Christbäume – die Gewinner

Altlandkreis | Auch wenn Weihnachten noch

ein wenig auf sich warten lässt, durften wir

bereits einige unserer Leser im Zuge der Gewinnspiele

aus der Ausgabe 49 (September/

Oktober) des „altlandkreis“ überraschen.

Zum Beispiel Christian Bernhard aus Bernbeuren,

Katrin Emsters aus Schongau und

Nicole Geist aus Betzigau – mit einem Exemplar

des Pfaffenwinkel-Kalenders.

Berta Neudert aus Peiting, Brigitte Pust aus

Altenstadt und Carolin Ruppert aus Schongau

bekamen je zwei Karten für „Sound in

the City“ zugeschickt.

Gisela Bader und Gisela Schilcher, beide aus

Schongau, erhielten je zwei Tickets für das

Wohnzimmerkonzert von „Monobo Son“ in

der Käsküche.

Bei unserer etwas skurrilen Sommer-Christbaum-Aktion

waren indes Christine Strobl

aus Altenstadt, Karin Jelinek aus Landsberg

und Martin Zeller aus Wildsteig erfolgreich.

Sie dürfen sich je einen Christbaum auf Gut

Achberg aussuchen. Allen, die diesmal kein

Glück hatten, wünschen wir mehr

Erfolg bei den aktuellen Gewinntispielen.

november / dezember 2018 | 23


„Chest Pain Unit“ am Krankenhaus Weilheim zertifiziert

Hier werden Leben gerettet

Weilheim | Eine sogenannte „Chest

Pain Unit“ (CPU) dient der Versorgung

von Patienten mit unklarem

Brustschmerz. Nachdem es zuvor

dafür keine Qualitätsstandards

gab, hat die Deutsche Gesellschaft

für Kardiologie Kriterien

erstellt und nach diesen Kliniken

und Krankenhäuser zertifiziert,

um einen einheitlichen Standard

einzuführen. Auch das Krankenhaus

Weilheim darf sich seit Kurzem

mit der eingetragenen Marke

„Chest Pain Unit – DGK zertifiziert“

schmücken. Angestoßen und begleitet

hat das Projekt Funktionsoberarzt

Stephen Bodenberger,

seit 2010 bei der Krankenhaus

GmbH. Der Vater von drei Kindern

ist neben seiner Tätigkeit bei der

GmbH zudem als Notarzt tätig. „Es

ist wichtig, dass man beide Seiten

sieht“, sagt Prof. Dr. Andreas Knez,

Ärztlicher Direktor am Weilheimer

Krankenhaus, über seinen Kollegen.

Darüber hinaus ist Stephen

Bodenberger der mittlerweile

dritte Kardiologe, der seine volle

Facharzt-Weiterbildung in Weilheim

erworben hat. Prof. Dr. Knez

dazu: „Da sind wir stolz drauf,

schließlich ist das für ein kleineres

Haus alles andere als normal.“ Im

„altlandkreis“-Interview sprechen

Knez und Bodenberger über die

Chest Pain Unit, was es für die Zertifizierung

zu tun galt und welches

Thema bei den deutschlandweiten

Herzwochen im November auf

dem Plan steht.

Was können wir uns unter einer

„Chest Pain Unit“ vorstellen?

Stephen Bodenberger: Dabei geht

es um Krankheiten rund ums Herz

und um die Gefäße im Thorax, also

im Brustkorb. Da sind viele Krankheitsbilder

dabei, wo Minuten

über Leben und Tod entscheiden.

Zwar gibt es auch Schmerzen, die

zeitlich nicht so akut sind, aber

das muss man eben rausfiltern.

Solch ein Filter funktioniert viel

besser unter standardisierten

Bedingungen, die wir hier jetzt

geschaffen haben: in der Chest

Pain Unit. Wir haben nicht einfach

einen Raum errichtet, wo die

Leute hingeschickt werden, sondern

eine ganze Aufnahmestation.

Hierfür benötigt es eine passende

Infrastruktur und auch das Personal

muss entsprechend geschult

sein. Kurzum: Patienten mit Brustschmerzen

kommen sofort in die

Chest Pain Unit, hier haben wir einen

speziellen Schockraum – perfekte

Voraussetzungen. Der Patient

wird in der CPU sofort von einem

Facharzt und Intensivschwestern

versorgt.

Wie sieht der Prozess zur Zertifi zierung

aus?

Prof. Dr. Andreas Knez: Von der

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

gibt es einen ausführlichen

Anforderungskatalog. Wir haben

uns heuer dazu entschlossen,

diese Zertifizierung anzugehen,

haben es dann entsprechend angemeldet

und einen überraschend

frühen Termin bekommen. Es kamen

zwei Kollegen, die geschult

sind, Häuser zu zertifizieren. Dann

war es eine Begehung, wobei genau

geschaut wurde, ob Örtlichkeiten,

fachliche Qualifikation der

Kardiologen und des Pflegepersonals

sowie Infrastruktur stimmen.

Welche Vorteile bietet eine Chest

Pain Unit beziehungsweise eine

solche Zertifi zierung?

Knez: Für uns ist eine Zertifizierung

die Möglichkeit, sämtliche

Pflege ist entscheidend: Stephen Bodenberger und

Prof. Dr. Andreas Knez mit Igor Petrovic (li.), Leiter der

CPU und Christiane Lübke, Leiterin der Intensivstation.

Abläufe neu zu überdenken und

zu standardisieren. Davon profitieren

wir und der Patient. Jetzt ist

klipp und klar: Bei Brustschmerz

geht es immer in die Chest Pain

Unit. Ziel ist es, einen akuten oder

neu aufgetretenen Brustschmerz

rasch und zielgerichtet abzuklären.

Bodenberger: Für jede Erkrankung,

die wir in der CPU behandeln,

gibt es standardisierte

Vorgehensweisen. Pflege oder

Arzt, jeder weiß was zu tun ist,

und das auch in einem bestimmten

Zeitrahmen. Heißt: Kommt

jemand mit einem Problem zu

uns, wird er nicht noch kurz ins

Wartezimmer verlegt, sondern

sofort angeschaut. Ein enormer

Zuwachs an Geschwindigkeit. Die

Zertifizierung spiegelt die hohe

Qualität und Kompetenz der kardiologischen

Akutversorgung von

Patienten wider.

Sonderveröffentlichung der


Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher

Direktor und Chefarzt Innere Medizin

am Weilheimer Krankenhaus.

Wie sieht die CPU genau aus?

Bodenberger: Es ist eine Aufnahme

plus Schockraum plus acht

Überwachungsbetten. Für die

Menge der Bevölkerung, die wir

versorgen, wären eigentlich nur

vier Überwachungsbetten nötig.

Gibt es etwas, was es zukünftig zu

beachten gibt?

Knez: Generell ist alles genau definiert:

Welche Technik vorzuhalten

ist, wie das Personal trainiert werden

muss – es braucht etwa regelmäßiges

Reanimationstraining.

Es müssen Fachärzte und Kardiologen

vor Ort sein. Es braucht ein

in kürzester Zeit bereitgestelltes

Labor ebenso wie ein CT. Es muss

vor Ort ein modernes Ultraschallgerät

vorgehalten werden, mit

dem zum Beispiel auch eine Untersuchung

des Herzens über die

Speiseröhre möglich ist. Ganz,

ganz viele Punkte. Für die Kardiologie

ist die Zertifizierung natürlich

ein Prädikat.

Sie sprechen es an: Das Pflegepersonal

muss entsprechend geschult

sein.

Knez: Das sind alles Intensivschwestern.

Im Prinzip können die

alles, aber auch sie werden in speziellen

Schulungen vorbereitet. Sie

müssen alle kardiologische Notfälle

beherrschen oder zum Beispiel

EKGs schreiben können. Alle haben

eine enorm hohe Qualifikation.

Bodenberger: Zudem ist es äußerst

teambildend, wenn man

so ein Projekt gemeinsam vorantreibt.

Die meisten arbeiten gerne

in der CPU und sind froh, dass sie

mitgestalten können. Das macht

das Team noch besser.

Ist die CPU dann genauso wie die

Notaufnahme 24 Stunden geöffnet?

Knez: Ja, 365 Tage, 24 Stunden! Sobald

man Brustschmerzen hat, ruft

man die 112. Wenn die Symptome

geschildert werden – Druck hinter

der Brust mit oder ohne Ausstrahlung

in den linken/rechten Arm

oder zwischen die Schulterblätter –

ist für den Disponenten der Leitstelle

immer klar: Das klingt nach

Herzinfarkt. Es wird ein Notarzt

und Rettungswagen geschickt, der

den Patienten mit ins Krankenhaus

nimmt. Und zwar nicht mehr in die

Notaufnahme, sondern direkt in die

CPU, wo er schon erwartet wird.

Für den Rettungsdienst ist es jetzt

einfacher, sie können jeden Tag, 24

Stunden kommen und wissen, es

geht bei Brustschmerz stringent in

die CPU – gewissermaßen in eine

abgespeckte Intensivstation.

Bodenberger: Diese Verfügbarkeit

ist auch eine Voraussetzung für die

Zertifizierung. Das Aufnahmezimmer

muss frei sein. Es ist also keine

Einheit, bei der man eben mal

sagt: Heute geht es nicht.

Passend dazu fi nden im November

bundesweit wieder die Herzwochen

statt. Diesmal unter dem

Motto „Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern,

eine bedrohliche Volkskrankheit“.

Knez: Das Vorhofflimmern kommt

bei über 80-Jährigen bei über

zehn Prozent der Bevölkerung vor,

allerdings kann es jegliches Alter

betreffen. Das Vorhofflimmern an

sich ist nichts Schlimmes, das damit

verbundene Schlaganfallrisiko

ist die Katastrophe. Hintergrund ist,

dass sich bei Vorhofflimmern und

fehlender Blutverdünnung Blutgerinsel

im Herzen bilden können.

Man muss wissen, dass ein durch

Vorhofflimmern bedingter Schlaganfall

nicht nur eine schlechte

Prognose besitzt, sondern auch zu

einer Demenzerkrankung führen

kann.

» In der CPU kann man nicht mal eben

sagen: Heute geht es nicht. Diese

Verfügbarkeit rund um die Uhr ist

Voraussetzung für die Zertifi zierung.

Stephen Bodenberger, Funktionsoberarzt Innere Medizin,

Krankenhaus Weilheim

Gibt es entsprechende Tests?

Knez: Ab dem 65. Lebensjahr sollte

man täglich seinen Puls tasten.

Da wäre schon viel geholfen, wenn

das jeder schaffen würde ... Es gibt

kein Screening, mit dem genau

bestimmt werden kann, wer es

Stephen Bodenberger, Funktionsoberarzt

Innere Medizin.

Herzwochen

in Schongau und Weilheim

Mittwoch, 14. November 2018,

19.00 bis 21.00 Uhr im Krankenhaus Schongau:

Infoveranstaltung mit Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor

und Chefarzt Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Krankenhaus

Weilheim sowie Chefarzt Dr. Jochen Dresel und ltd. Arzt

Claus Holm, Klinik für Innere Medizin Schongau

Mittwoch, 21. November 2018,

18.00 bis 20.00 Uhr im Pfarrheim Miteinander,

Theatergasse 1, Weilheim:

Infoveranstaltung mit Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor

und Chefarzt Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Krankenhaus

Weilheim, Prof. Dr. Heidi Estner, Ltg. Invasive Elektrophysiologie

am Klinikum Großhadern und Prof. Dr. Alexander Becker,

Kardiologische Praxis Weilheim

bekommt oder nicht. Das Problem

ist, der Patient spürt den unregelmäßigen

Herschlag häufig nicht.

Der kommt und geht – typisch

für Vorhofflimmern. Allein diese

kurzen Phasen reichen aus, um

einen Schlaganfall hervorzurufen.

Es gibt natürlich auch die, die es

spüren – das ist das einfachste.

Warum sie es spüren? Bei Vorhofflimmern

sind rund 15 bis 30 Prozent

der Herzleistung weg. Wenn

sie dann etwa die Treppe hochgehen,

merken sie, dass etwas nicht

stimmt.

Wohin geht die Entwicklung?

Knez: Es tut sich mittlerweile unheimlich

viel im E-Health-Bereich.

Es gibt beispielsweise ein Kardio-

Band, mit dem der Rhythmus

aufgezeichnet wird. Oder ein

Pflaster – was noch nicht zugelassen

ist – welches man auf die

Brust klebt und das aufzeichnet.

Oder kleine EKGs, die

man ans Smartphone

anschließen kann. Die

Krux ist: Wir haben einen

großen See an Patienten

mit Vorhofflimmern,

die es aber nicht

wissen. Im Rahmen der

Herzwochen haben wir

Frau Prof. Dr. Estner aus

Großhadern eingeladen, die eine

spezielle Therapie anbietet. Es

gibt medikamentöse Therapien, es

gibt aber auch die Ablation, eine

Herzkatheter-Behandlung, mit der

Vorhofflimmern letztlich beseitigt

wird. Prof. Dr. Estner wird davon

berichten und Fragen beantworten,

wie: Lebe ich dann länger? Brauche

ich Blutverdünner? Kann ich verbluten?

Was passiert, wenn ich einen

Unfall habe? Das ist immer ein

großes Thema. Habe ich dadurch

ein erhöhtes Risiko von Demenz,

insbesondere wenn ich jung bin?

Hab ich ein erhöhtes Risiko, eine

Herzschwäche zu entwickeln? Kann

ich mit so einer Rhythmusstörung

überhaupt noch Sport machen?

Kann man präventiv etwas tun?

Knez: Das Übliche: Bewegen, gesund

ernähren, auf seinen Blutdruck

achten und somit die Risikofaktoren

minimieren.

tis

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Klinik Weilheim

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november / dezember 2018 | 25


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26 | altlandkreis

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Bad Bayersoien | Eine unauffällige

Wohnung mitten in Bad Bayersoien,

doch im Inneren wird

man überrascht von zahlreichen

Vitrinen voller fahrbarem Spielzeug.

Traktoren, Autos, Eisenbahnen

und Schiffe – Reiner Koch hat

nicht nur tausende Spielzeug-

Fahrzeuge, er besitzt auch die

dazu passende Fachliteratur und

kann definieren, wann genau ein

bestimmtes Modell gebaut wurde.

Sein ältestes Objekt ist eine

Dampflok mit Kohlenwagen, die

man noch mit einem Schlüssel

aufziehen muss, damit sie knatternd

ihre Runden dreht. Hergestellt

wurde die Lok von der Firma

Bing, die vor mehr als 100 Jahren

zusammen mit Märklin Marktführer

bei Modell-Eisenbahnen war.

Anhand der Funktionsweise der

Kupplung kann Reiner Koch die

Entstehung dieser Lokomotive um

1905 einordnen.

Aufgewachsen in Düsseldorf, besaß

er schon in seinen Kindertagen

eine Eisenbahn, die er dann

auch mitgenommen hat, als er

aus beruflichen Gründen nach

München zog. Zu der Zeit war

seine Sammelleidenschaft schon

entfacht. Er besuchte Flohmärkte

oder schaute auf Tauschbörsen

nach seltenen Stücken. Sein Onkel

hatte eine Landwirtschaft, weshalb

das größte Augenmerk des

Sammlers auf Traktoren lag. „Ich

Reiner Koch mit einem Bagger aus DDR-Zeiten vor seinen Vitrinen.

war mit fünf Oldtimer-Traktoren

der größte landlose Bauer“, sagt

der 71-Jährige, der heute mit einem

Schmunzeln an diese Zeit

zurückdenkt. Immer noch stehen

zwei Kramer-Bulldogs in seiner

Garage, mit denen er im Sommer

gerne die Oldtimer-Treffen der

Umgebung ansteuert.

Aus unterschiedlichsten

Materialien

Zahlreiche Traktoren der Marken

Fendt, Hanomag, Lanz, Eicher und

viele mehr stehen auch in seinen

Vitrinen – bei ein bis zehn Zentimetern

Größe jedoch deutlich

kleiner. Koch besitzt auch Spielzeug-Traktoren

aus Papier, Plastik,

Blech oder schwerem Zinn, teilweise

mit passenden Gerätschaften

zum Anhängen. Sogar ein

paar Modelle aus DDR-Zeiten sind

in seiner Sammlung vertreten.

Früher gab es als Werbeaktion zu

Lebensmitteln manchmal Figürchen,

die Reiner Koch gesammelt

und gerne als Tauschobjekt nutzte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren

Lego und Matchbox beliebte

Hersteller von kleinen Spielzeug-

Fahrzeugen. Der Bad Bayersoier

besitzt nicht nur Autos der allerersten

Matchbox-Serien, er hat

teilweise sogar noch die originale

Verpackung dazu. Es gibt Sammler-Magazine,

in denen man jedes

Matchbox-Automodell nachlesen

kann. Auch Lego hat ursprünglich

mit Spielzeugautos begonnen,

spezialisierte sich erst später auf

Bauklötze. Von der Spielzeugfirma


Diese Lok zieht Reiner Koch mit

dem Schlüssel auf, damit sie ihre

Runden drehen kann.

Wiking hat Reiner Koch über Jahrzehnte

die Prospekte gesammelt

und kann dadurch zurückverfolgen,

wann ein bestimmtes Modell

gebaut wurde. Dafür besuchte er

oftmals Spielzeug-Fachgeschäfte

und ergänzte seine Sammlung

auch mit neuen Fahrzeugen. „Ich

habe nicht gezielt gesammelt,

es musste mich ansprechen und

Spaß machen“, nennt er seine Beweggründe

für so manchen Kauf.

Sammelobjekte

verlieren an Wert

Sein Augenmerk lag aber immer

auf dem ganz kleinen Spielzeug.

Begeistert zeigt er die filigranen

Traktoren mit Heuwender, die

tatsächlich nur einen Zentimeter

groß sind.

„Heute tippen die Kinder nur noch

auf dem Handy herum“, stellt der

Bad Bayersoier mit Bedauern fest –

für das Sammeln besteht kein Interesse

mehr. Auf Eisenbahn-Börsen

tummeln sich in der Regel nur

50- bis 70-Jährige, andere Tauschbörsen

wiederum sind komplett

eingeschlafen und den Spielzeug-

Fachhandel findet man heutzutage

nicht mal mehr in Großstädten. In

seinem Wohnzimmer steht auch

eine Briefmarkensammlung, hier

war er Mitglied im Briefmarkenverein

Herrsching. Doch auch dieser

Verein löst sich gerade auf, weil

keine jungen Mitglieder nachkommen

und der Wert der Sammelobjekte

in sich zusammenbricht.

„Ich habe Spaß an alten Dingen

und habe immer irgendwas gesammelt“,

meint Reiner Koch,

der seiner Sammel-Leidenschaft

auch jetzt im Rentenalter natürlich

treu bleiben möchte. Aus seiner

langjährigen Erfahrung und vom

Austausch mit Gleichgesinnten

weiß er, dass man immer gerne

das sammelt, was man aus seiner

Kindheit noch kennt. An dieser

Stelle fragt er sich: „Was soll die

heutige Jugend später sammeln,

wenn sie nur noch mit Handy und

Laptop spielt?“

Er selbst hat jedenfalls immer

noch Spaß an seiner Spielzeugsammlung,

die staubfrei und

wohlsortiert in seinen Vitrinen

steht. „Und hoffentlich noch um

einige Stücke reicher wird. rg

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november / dezember 2018 | 27


Silberreiher besucht immer häufiger unsere Region

Mäusefressender

Zeitlupen-Flieger in Reinweiß





Altlandkreis | Der Graureiher, im

Volksmund „Fischreiher“ genannt,

ist hier in der Region seit jeher

heimisch. Doch vor allem Fischern

fällt zunehmend auf, dass sich unter

dem grauen Reiher auch immer

häufiger komplett weiße Reiher

mischen. Gemeint ist der Silberreiher:

Bis zu 1,90 Meter Flügelspannweite,

90 Zentimeter Körpergröße

und 1,7 Kilogramm Gewicht.

Sein Gefieder ist von Kopf bis Bein

schneeweiß. Lediglich sein gelborangener

Schnabel sowie seine

dunkelfarbenen Beine und Füße

heben sich vom restlichen Körper

farblich ab. „So ein reinweißer Vogel

ist schon etwas Besonderes“,

sagt Vogelexperte und Ammersee-

Gebietsbetreuer Christian Niederbichler.

Noch beeindruckender

aber seien einige seiner Verhaltensweisen:

„Beim Jagen erstarrt

er regelrecht zu einer dünnen

Säule, bleibt solange regungslos

stehen, bis die Beute dicht an ihm

vorbeikrabbelt oder -schwimmt.“

Dann, wie von der Tarantel gestochen,

schnappt er blitzartig zu.

Er brütet

am Plattensee

Auf seiner Speisekarte stehen Insekten,

Amphibien und Süßwasserfische

aller Art, weshalb er

häufig im Uferbereich kleiner und

großer Binnenseen steht. Darüber

hinaus jagt er gerne nach Mäusen,

weshalb er sich auch auf Wiesen

und Stoppeläckern aufhält. „Das ist

auch der Grund, warum ihn Landwirte

und Spaziergänger immer

wieder mit dem Storch verwechseln“,

sagt Christian Niederbichler,

der sich schon immer für heimische

Vögel aller Art interessierte,

den Silberreiher „zu meiner Jugendzeit

aber nie gesehen habe“.

Dabei wurde er erstmals am Ammersee

gesichtet im Jahre 1948.

Danach jedoch erst wieder 1965

und ohnehin nur vereinzelt. Regelmäßiger

in der Gegend ist er erst

seit Mitte der 1980er Jahre, in höherer

Anzahl seit 1998. „2004 zum

Beispiel wurden nur im Bereich

zwischen Weilheim und Grafrath

50 Stück gezählt“, sagt Christian

Niederbichler. 2015 waren es im

gleichen Gebiet sogar über 70. Vergangenes

Jahr immerhin 55. Interessant

dabei: „Dass die Höchstbestände

immer nur zu bestimmten

Zeiten gezählt wurden.“ Heißt: Der

Silberreiher ist hier in der Region

immer nur zu Besuch. „Entgegen

anderer Vögel aber zu total unterschiedlichen

Zeiten.“ Weißstörche

beispielsweise – von wenigen

Ausnahmen abgesehen – fliegen

in immer größer werdenden Gemeinschaften

während ihres Zugfluges

bis nach Afrika, um dort zu

überwintern. Der Silberreiher aber

wurde hier in der Region zu fast

allen Jahreszeiten gesichtet. „Am

häufigsten zwar von Anfang Herbst

bis Ende Oktober“, sagt Niederbichler.

„Ich habe aber auch schon

vier Silberreiher mitten im Winter

angetroffen.“ Wo? „Bei einer Führung

am Ammersee-Südende.“

Es war Anfang Januar, wildes

Schneegestöber, als Niederbichler

die vier Silberreiher mit eingezogenen

Hälsen dem Sturm trotzend

begegnete. Kurz um: Vereinzelt

ist der Silberreiher das ganze Jahr

über im Oberland anzutreffen,

etwas stärker im Frühjahr und am

häufigsten Ende Oktober. Seinen

Nachwuchs brütet der größte Reiher

der Region jedoch bevorzugt

in Südosteuropa aus. „Die uns

nächsten Brutvorkommen liegen

am Plattensee und am Neusiedler

See“, sagt Christin Niederbichler,

dem keine einzige Silberreiher-

Brut in der Gegend bekannt ist.

Trocknen im Süd-Osten

die Binnenseen aus?

Warum er trotzdem immer wieder

und immer häufiger hierzulande

vorbeikommt? „Das könnte mit

dem Klimawandel zu tun haben,







28 | altlandkreis


Die Markenzeichen des Silberreihers sind der gelbe Schnabel, die

schwarzen Beine und Füße sowie ein reinweißes Gefieder.

weil einige Binnengewässer in

Süd-Ost-Europa im Hochsommer

austrocknen, er deshalb zum

Jagen unsere noch reichlich mit

Wasser gefüllten Seen aufsucht.“

Aber auch mit dem Zerstreuungsflug

der Nachkommen. Gründet

ein Silberreiher-Pärchen, das übrigens

im Wechsel die im Schilfgürtel

abgelegten Eier in einem

bis zu einem Meter Durchmesser

großen Nest ausbrütet, eine Familie,

bleibt diese zunächst für

einige Monate zusammen. Dann

aber fliegen die Jungen aus – und

zwar in grundverschiedene Richtungen.

Eine führt offensichtlich,

oder besser gesagt zwangsläufig,

ins Oberland, wo dank zahlreicher

Seen, Fischteichen, kleineren Bächen

sowie Feldmaus-geprägten

Wiesen und Äckern jede Menge

leckere Nahrung für den langhalsigen

Vogel vorhanden ist. Dass der

Silberreiher auch ein leidiges Übel

für Fischer und Fischzüchter sein

kann, liegt aufgrund seiner bevorzugten

Speisen auf der Hand. Ein

großer Schaden für Fischbestände

geht jedoch vom Silberreiher laut

einer Studie aus der Oberpfalz

nicht aus. „Weshalb er nicht zum

Abschuss freigegeben ist“, sagt

Christian Niederbichler. Selbstverständlich

sei der ein oder andere

Fischer nicht angetan, wenn ihm

ein Silberreiher Fische vor der

Nase wegschnappt. Umso erfreuter

dürfen aber die Landwirte sein.

„Ich habe von einem Ornithologen

gelesen, der in Raisting intensiv

den Silberreiher bei der Jagd nach

Mäusen beobachtet hat – alle fünf

Minuten packte der Vogel zu.“ Eine

erstaunlich hohe Fangquote. Ein

weiteres Highlight des Vogels ist

seine Art zu fliegen. Der Silberreiher

hat im Vergleich zu ähnlichen

Vögeln einen extrem langsamen

Flügelschlag, der in Fachbüchern

als langsam und majestätisch beschrieben

wird. „Zeitlupenhaft,

was fast ein bisserl geisterhaft

wirkt“, sagt dazu Niederbichler,

der dieses einzigartige Flugverhalten

immer wieder mit größter

Begeisterung zur Kenntnis nimmt,

wenn er für sich oder mit einer

Gruppe Interessierter auf Vogelbeobachtung

in der Region unterwegs

ist.

js

Experten bezeichnen den Flügelschlag des Silberreihers als langsam

und majestätisch, ja fast schon zeitlupenhaft.

november / dezember 2018 | 29


Altenstadter Maxbrauerei lebt von Vielfalt

Exotische Biere

für junge Genießer

Altenstadt | Wer die Biere von Max

Sedlmeier verköstigt, schmeckt

sofort: Dieser Mann versteht sein

Handwerk. Der 36-Jährige führt

seit 2010 eine kleine, urgemütlich

eingerichtete Brauerei samt

Probierstüberl an der St. Lorenz-

Straße in Altenstadt. Von Beginn

an legte er Wert auf kreative Eigenkreationen,

fernab der bayerischen

„Allerweltsbiere“ von

beispielsweise Augustiner, Hacker

Pschorr und Paulaner. Neudeutsch

heißt der Oberbegriff exotischer

Sorten „Craftbeer“. „Dass du einen

75-Jährigen, hier einheimischen,

von seinem gewohnten Bier einer

großen bayerischen Brauerei nicht

umstimmen kannst, ist völlig normal“,

sagt Sedlmeier. Speziell die

jüngere Generation aber sei immer

experimentierfreudiger und offener

für Neues. So gewinnen die

insgesamt 15 verschiedenen Sorten

der Biermanufaktur Maxbrauerei,

so der offizielle Name, auch hier

im Altlandkreis Schongau an Beliebtheit.

In München, vor allem

aber in anderen größeren Städten

Deutschlands konnte sich Max

Sedlmaier mit seiner Bier-Vielfalt

längst einen Namen machen. Unter

anderem auf der Biermeile in

Berlin, wogegen das Münchner

Oktoberfest in Sachen Größe und

Menschenandrang eine – kaum zu

glauben aber wahr – kleine Veranstaltung

ist. Dort besonders beliebt

sind Craft-Biere, wie sie Max Sedlmeier

kreiert.

200 Hopfensorten aus

aller Welt

Hopfen, Malz, Wasser und Hefe

sind die Zutaten für Bier, die jedoch

in Kombination und Aufbereitung

schier grenzenlosen Raum

für Spielereien zulassen. „Es gibt

weltweit 200 Hopfensorten, allein

in Deutschland 80 Malzsorten und

darüber hinaus zig Hefestämme,

die letztlich entscheidend sind

für bestimmte Geschmacksrichtungen“,

sagt Max Sedlmeier, der

Hopfen tatsächlich aus allenmöglichen

Ländern bezieht, unter anderem

aus Australien, Neuseeland

und den USA. Seine Malze stammen

dagegen überwiegend aus

Bamberg, Regierungsbezirk Oberfranken.

Und die Hefe von seinem

damaligen Ausbildungsbetrieb,

der Aktienbrauerei in Kaufbeuren.

Sedlmeier achtet also auf eine

gesunde Mischung aus Internationalität

und Regionalität – auch

dafür steht die „Craftbeer-Szene“,

die im Kern nicht anders braut als

die großen Münchner Brauereien:

Maischen, Läutern, Kochen,

Gären, Reifen. Sedlmeier besitzt

hierfür – neben Kühlraum, Lager

und Schrotmühle – eine elektrisch

beheizbare 200-Liter-Brauanlage

mit Sudpfanne, Läuterbottich und

„Whirlpool“ sowie im offen zugänglichen

Raum dahinter vier

30 | altlandkreis

Frischgezapft: In Berliner und

Münchner Szenebars sind Craft-

Biere voll im Trend — auch die

von Max Sedlmeier.


Speziell die jüngeren Kunden von Max Sedlmeier sind experimentierfreudig

und kosten seine Craft-Biere aus solch edlen Gläsern.

1 000-Liter-Lagertanks aus Edelstahl,

worin das Bier – je nach Sorte

– zwischen zwei und vier Wochen

reift, ehe es auf den Markt kommt.

Heißt: Sedlmeier produziert bis zu

vier verschiedene Biersorten über

insgesamt 1 600 Liter pro Monat.

Und übers Jahr verteilt diese 15

verschiedenen Biere, kategorisiert

in „Klassiker“ und „Monatsbiere“.

Frisch und fruchtig

mit 66 Bittereinheiten

Zwickl Hell, Dunkles Landbier

und Bernstein Weizen mit jeweils

5,2 Volumenprozent Alkoholgehalt

sind die drei „Klassiker“ von

Max Sedlmeier, die auch einem

75-jährigen Einheimischen definitiv

wohlbekommen sind, „weil sie geschmacklich

dem Bayerischen nicht

fremd sind“. Exotisch, geschmacksexplosiv,

fruchtig, säuerlich, bitter

oder alles in einem? Dafür stehen

die Monatsbiere aus der Maxbrauerei.

Beispiel „India Pale Ale“:

Frisch und fruchtig, ausschließlich

gebraut mit amerikanischem

Cascade-Hopfen, sieben Volumenprozent

Alkoholgehalt und gespickt

mit 66 Bittereinheiten. Das stärkste

Bier von Sedlmeier – 9,9 Volumenprozent

Alkohol und 48 Bittereinheiten

– ist das „Russian Imperial

Stout“, berühmt geworden als Hofbier

einer russischen Zarin im 18.

Jahrhundert, in dessen Geschmack

sich Kakao und Schokolade entfalten.

Besonders fruchtig ist dagegen

das „Hoppy5Weizen“ mit fünf verschiedenen

Hopfensorten. Und wer

ein spritziges Pils mit feiner Note

bevorzugt, sollte unbedingt das

„Grünhopfen Pils“ aus frisch geerntetem

Hallertauer Doldenhopfen

probieren. Weitere, hochspannende

Exoten sind unter anderem der

„Bourbon Bock“, der „Saure Max“,

die „Hofpenschweinerei“ und das

„Hoppy Birthday IPA“.

Abnehmer in München

und Berlin

Erhältlich sind die Biere von Max

Sedlmeier selbstverständlich bei

ihm Zuhause in der Maxbrauerei,

St. Lorenz-Straße 14 in Altenstadt,

von Dienstag bis Freitag ab 14 Uhr.

Darüber hinaus online unter www.

maxbraurerei.de. Hauptabnehmer

befinden sich hauptsächlich

in München und Umgebung, „wo

> > > BIERE ZU GEWINNEN

es immer mehr Bars mit vielen

Zapfhähnen gibt, die bewusst Monat

für Monat andere und neue

Craftbeer-Sorten anbieten“. Aber

auch in Feinkostläden, Metzgereien

und speziellen Bierläden sind

die Regale mit seinen Getränken

gefüllt. Ein sehr großer und immer

größer werdender Markt für Sedlmeier

ist tatsächlich in Berlin, deren

Bars der Diplom-Braumeister

drei, vier Mal im Jahr eigenständig

beliefert. Und die Geschäfte und

den im Altlandkreis? „Edeka

Schongau, Aral-Tankstelle Peiting

und Landmarkt Altenstadt sind

nur drei Beispiele.“ Abgesehen

von den Einkaufsmöglichkeiten

steht die Maxbrauerei vor allem

für eine ausgeprägte Probier- und

Mitmachkultur. Wer wissen möchte,

wie Bier gebraut wird, ist bei

Sedlmeiers Brauseminaren oder

Braukursen bestens aufgehoben.

„Beim Kurs kochen wir bewusst im

Kochtopf, damit Zutaten und Gärungsprozesse

für alle Teilnehmer

gut ersichtlich sind und die Leute

selbst Hand anlegen können.“

Probiert werden die fertigen Biere

in der Stube direkt neben der

Brau-Anlage. Uriges Gebälk sowie

Tische und Stühle aus edel geschreinertem

Altholz und Platz für

70 Personen laden Jung und Alt

zum Verweilen, zur Bierverkostung

und zum Brotzeiten ein. Neben

dem längst etablierten Stammtisch

am Donnerstagabend ist die

Probierstube auch ein beliebter

Ort für Geburtstags-, Vereins- und

Firmenfeiern. Besonders zu Empfehlen?

„Unsere Vielfalt.“ js

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost 3 x 3 Sixpack-Gutscheine

für Frischgebrautes von der Maxbrauerei in Altenstadt. Wer Lust auf

Helles, Dunkles und einen bunten Mix aus Craft-Bieren hat, schickt

uns bitte bis 15. November eine Postkarte mit dem Stichwort „Craftbeer“

an „altlandkreis“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-

Mail an info@altlandkreis.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!

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november / dezember 2018 | 31


Dirk Pasewaldt steuert den Kran an der Echelsbacher

Blind, 65 Meter hoch

und ohne Pinkelpause

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Rottenbuch | Die Sanierung der

Echelsbacher Brücke läuft auf

Hochtouren. Für Dirk Pasewaldt

heißt das: Arbeit über Arbeit. Der

52-Jährige steuert seit Juli einen

der zwei monströsen Kräne auf

dieser geschichtsträchtigen Baustelle.

„Den auf der Rottenbucher

Seite“, sagt der aus Arnstadt

in Thüringen Stammende, der

von Montag bis Freitag in einem

Gasthaus in Bernbeuren untergebracht

ist. Heißt: Aufstehen um

5.45 Uhr, fertig machen, 20 Minuten

mit dem Auto zur Baustelle

fahren, nochmals aufs Klo gehen

und dann auf in eine 20-minütige

Trainingseinheit: Um das Führerhaus

des „Obendrehers“ zu erreichen,

muss Pasewaldt zunächst

157 Stufen die Ammerschlucht

hinabsteigen, um zur Plattform

des Kranes zu gelangen, ehe es

für ihn dann 190 (!) Stufen nahezu

senkrecht wieder hinaufgeht. Dass

Pasewaldt eigentlich Höhenangst

hat, klingt zunächst nach einem

schlechten Scherz. „Ist aber Fakt“,

sagt er und grinst. Allerdings nur

dann, wenn um ihn herum alles

frei ist und ihm Leiter oder Gerüst

nicht sicher genug erscheinen.

„Auf eine zwei Meter hohe

Leiter, ungesichert angelehnt an

einer Hauswand, bringst du mich

nicht hoch.“ Weil die vielen, aneinandergereihten

Treppen zur

Kranspitze hinauf umbaut sind

von einem Gitterkäfig, „habe ich

aber keine Probleme“. Pasewaldt

besteigt sein „Baby“ sogar ungesichert,

was ihm bei dieser Konstruktion

auch erlaubt ist. Lediglich

32 | altlandkreis

Baustellenblick aus Kranfahrersicht — in 65 Metern Höhe.

Bauhelm, Sicherheitsschuhe und

Baujacke im Warnwesten-Style

sind Pflicht für den allmorgendlichen

Kletter-Akt. Oben im Führerhaus

ist er dann komplett alleine,

nur mittels Weitblick, Funk oder

Smartphone in Kontakt mit Kollegen,

Freunden und Familie. „Theoretisch

könnte ich da oben nackig

arbeiten, das würde niemand mitbekommen.“

Steuern über

Funkanweisungen

Dirk Pasewaldt hat einen ausgeprägten

gesunden Humor. Sobald

er aber oben sitzt im Führerhaus,

ist er absoluter Vollprofi, der ganz

genau weiß, wie er in welcher Situation

den riesigen Kran zu steuern

hat. „Die größte Schwierigkeit

von so weit oben ist, die Distanzen

richtig einzuschätzen.“ Noch wesentlich

schwieriger ist, Material,

Maschinen oder Personenkorb

blind zu befördern. „Ab einer gewissen

Position kann ich meine

am Haken hängende Ladung nicht

mehr sehen, weil sie zwischen

der zu sanierenden Brücke und

der Behelfsbrücke verschwindet.“

In diesem Falle erfolgt das Steuern

auf Anweisungen des Bodenpersonals,

das per Funkgerät mit

Pasewaldt in ständigem Kontakt


Baustelle von oben: Die Sanierung der Echelsbacher Brücke.

ist – vorausgesetzt, beide Seiten

haben ausreichend Empfang. „Es

kommt immer wieder zu Funkverbindungs-Störungen.“

Was

Pasewaldt dann macht? „Nichts.

Den Kran so lange an dieser Position

halten, bis die Anweisungen

wieder durchkommen, was auch

mal längere Zeit dauern kann.“

Und Nerven kostet. Doch gerade

dann zeigt sich, wie gut geeignet

ein Kranfahrer für diesen naturbelassenen,

steil abfallenden

und schwer zu überblickenden

Baustellen-Ort wirklich ist. Gute

Augen, ausgeprägtes technisches

Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen,

top Koordination

und enormes Feingefühl

in den Händen und Fingerspitzen

sind notwendig für den Beruf des

Kranfahrers. Pasewaldt besitzt

diese Eigenschaften, obwohl er

bei einem Unfall vor vielen Jahren

Dreiviertel seines rechten Daumens

verlor. Und obwohl er erst

seit 2016 Kräne dieser Art steuert,

zu diesem Beruf als absoluter

Quereinsteiger gekommen ist.

Vom „Knöpfledrücker“

zum Kranfahrer

Als gelernter Zerspanungsmechaniker

war er irgendwann nur

noch „Knöpfledrücker“ an einer

CNC-Maschine, was ihm viel zu

monoton wurde. So wechselte

er auf den Bau, absolvierte 2008

den Brückenkran-Schein und 2016

den auch für die „Echelsbacher“

notwendigen Turm-Kran-Schein –

eine Woche Theorie, zwei Wochen

Praxis mit Abschlussprüfung. Pasewaldt

hat natürlich bestanden,

was seine Referenzen eindrucksvoll

unterstreichen: Alexanderplatz

Berlin, Hafenkante Hamburg

und jetzt die Echelsbacher Brücke

mit Blick auf die Zugspitze. „Berlin

war der Hammer, direkt neben

dem Fernsehturm, wo die Leute

viel Geld für diese geniale Aussicht

über die Hauptstadt bezahlen.“ Pasewaldt

überblickte Berlin bei Tag

und Nacht umsonst. In diesem Falle

sogar aus 75 Metern Höhe. Viel

kleiner ist sein rund 120 Tonnen

schweres „Baby“ an der Echelsbacher

Brücke aber auch nicht: 65

Meter hoher Turm, 81,4 Meter langer

Ausleger, 30 Meter langer Gegenausleger

mit knapp 32 Tonnen

Gegengewicht aus Beton. Der Kran

hebt über eine „Katze“ und ein

speziell gewebtes und gebundenes

Stahlseil bei 26 Metern Auslegung

bis zu 20 Tonnen, bei maximaler

Auslegung von rund 80 Metern

noch immer 5,4 Tonnen. Das Führerhaus

mit großer Glasscheibe

für Rundumsicht beinhaltet einen

Schaltkasten für Elektronik, einen

verstellbaren, ergonomischen Fahrersitz

für eine Person, ein Steuerpult

sowie Display. Gesteuert wird

der Kran über zwei T-Joysticks.

Mit dem rechten „Stick“ wird der

Haken auf- und abgesenkt, mit

dem Linken die „Katze“ vor- und

zurückgefahren, nach rechts und

nach links gedreht. Ein Knopf

auf der rechten Seite dient zur

Geschwindigkeitsregulierung –

maximal fünf Stundenkilometer.

Mittels Knopf auf der linken Seite

wird die Feststellbremse für den

Ausleger aktiviert. Fixiert ist der

Kran auf einer eigens errichteten

Plattform. „Das kann man sich wie

einen Christbaumhalter vorstellen.“

Ein Kreuz, das mit schweren

Gewichten stabilisiert wird. Alternativ

werden Kräne in dieser

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FREITAG 11.00 BIS 18.00 UHR

11.00 Uhr Eröffnung in der Deckerhalle

17.00 Uhr Gospelchor GoodNews

in der Martinskirche

SAMSTAG 11.00 BIS 18.00 UHR

15.30 Uhr Adventskonzert

Musik im Pfaffenwinkel

in der Martinskirche

17.00 Uhr Peitinger Alphornbläser

auf dem Dorfplatz

SONNTAG 11.00 BIS 17.00 UHR

10.15 Uhr Adventsgottesdienst in der

Martinskirche

14.00 Uhr Nikolaus auf dem Dorfplatz

17.00 Uhr Weihnachtliche Gitarrenklänge

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Größenordnung sogar einbetoniert

– so auch der andere Kran auf

der Bad Bayersoier Seite.

Zu Feierabend auf

„windfrei“ stellen

Letztlich transportiert werden

durch Pasewaldts Geschick unter

anderem 14 Tonnen schwere

Bauteile für Auf- und Abbau

des anderen Krans, fünf Tonnen

schwere Abbruchteile, drei Tonnen

schweres Holz für die Errichtung

notwendiger Plattformen und

Hangsicherungen, diverses Baumaterial,

Baumaschinen sowie

Bauarbeiter im Personenkorb. Die

Ladungen werden je nach Inhalt

und Form unterschiedlich fixiert.

Mit Ketten, Gurten oder Seilen, die

farblich unterschiedlich markiert

oder mit einem Markierungsschild

versehen sind. „Damit ich von

oben gut einschätzen kann, was

gerade an meiner Katze hängt.“

Und Pasewaldt ganz genau weiß,

wie vorsichtig er im Detail wirklich

agieren muss. Allen voran bei

stärker werdendem Wind, „den

Dirk Pasewaldt hat nur ohne

Geländer Höhenangst. Auf dem

Ausleger seines Riesenkrans fühlt

er sich pudelwohl.

wir bei maximal 40 Stundenkilometern

bisher Gott sei Dank noch

nicht hatten.“ Trotzdem bewegt

sich der Turm des Krans leicht hin

und her. „Beim ersten Mal wird

dir dabei ganz schön mulmig.“

Unmöglich zu arbeiten wird es allerdings

erst ab Windstärke 7, also

rund 60 Stundenkilometern. Damit

der „Riese“ dann trotzdem stehen

bleibt, muss Pasewaldt – wie immer

zu Feierabend – den Modus

„windfrei“ aktivieren. In diesem

Zustand kann sich der Kran frei

bewegen, sich also immer in Richtung

„mit dem Wind“ drehen.

Zwölf Stunden pausenlos

im Führerhaus

Damit sich die beiden Kräne an

der Echelsbacher Brücke in diesem

Modus nicht berühren, werden die

„Katzen“ nah ans Führerhaus gefahren.

Die Ausleger an sich überschneiden

sich so oder so nicht, da

der Kran auf Bayersoier Seite zwar

gleich groß, aber in deutlich höherer

Lage positioniert ist.

Inzwischen hat Dirk Pasewaldt

auch diesen Arbeitstag erfolgreich

überstanden – und zwar ohne

Pinkelpause. „Es gibt welche, die

stellen sich ein Dixi-Klo auf den

Ausleger oder nehmen sich eine

Campingtoilette mit hoch.“ Er

selbst habe sich – kein Scherz –

angewöhnt, bis zu zwölf Stunden

ohne Klogang durchzuhalten. „Das

funktioniert.“ Heißt: Pasewaldt

bleibt von früh bis spät in seinem

Führerhaus, verbringt dort oben

übrigens auch die Mittagspause.

„Zwei Mal am Tag diese Stufen

hoch- und runtersteigen reicht

mir vollkommen aus.“ 190 vom

Führerhaus zur Plattform, 157 hoch

zum Auto. Trotz Höhenangst. js

34 | altlandkreis


Der Große Preis



des Mittelstandes

Eirenschmalz erhält renommierte Auszeichnung

Die Auszeichnungsgala der Oskar-Patzelt-Stiftung

im Rahmen

des 24. Wettbewerbs „Großer

Preis des Mittelstandes“ für

die Wettbewerbsregion Baden-Württemberg,

Bayern, Hessen

und Thüringen erlebten am

15. September 2018 im Würzburger

Hotel Maritim mehr als 400

Unternehmerinnen und Unternehmer

sowie zahlreiche geladene

Gäste.

Jährlich im November erfolgt

eine Ausschreibung, der Oskar-Patzelt-Stiftung,

in der

Kommunen und Verbände, Institutionen

und Firmen aufgefordert

werden, hervorragende

mittelständische Unternehmen

zum Wettbewerb zu nominieren.

Die Eirenschmalz Unternehmensgruppe

wurde von

der Regierung von Oberbayern

vorgeschlagen. Unternehmen

aus Industrie, Dienstleistung,

Handel, Handwerk und Gewerbe

können nominiert werden.

Darüber hinaus werden Sonderpreise

ausgelobt für den „Premier“

und „Premier-Finalisten“,

für „Kommune des Jahres“ und

Markus Eirenschmalz mit dem

Großen Preis des Mittelstandes.

„Bank des Jahres“. Die Auswahl

der Preisträger und Finalisten

treffen zwölf Regionaljurys und

eine Abschlussjury. Pro Wettbewerbsregion

können jeweils drei

Unternehmen als Preisträger

und fünf weitere als Finalist ausgezeichnet

werden.

Bewertet werden fünf Wettbewerbskriterien:

• Gesamtentwicklung des

Unternehmens

• Schaffung / Sicherung von Arbeits-

u. Ausbildungsplätzen

• Modernisierung / Innovation

• Engagement in der Region

• Service und Kundennähe,

Marketing

An 14 Unternehmen aus den

vier Wettbewerbsregionen überreichten

die Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung,

Dr. Helfried

Schmidt und Petra Tröger, im

Rahmen der Gala die begehrte

Preisträgerstatue. Die Auszeichnung

als Finalist bekamen weitere

22 Firmenchefs – darunter

die Eirenschmalz Unternehmensgruppe.

Markus Eirenschmalz

nahm den Preis auf der

Bühne feierlich entgegen. Alle

Ausgezeichneten haben sich

gegen 2 436 Mitbewerber durchgesetzt,

die in den vier Wettbewerbsregionen

2018 nominiert

waren. Bundesweit hatten für

das Wettbewerbsjahr 2018

mehr als 1 400 Institutionen in

den 16 Bundesländern insgesamt

4 917 kleine und mittlere

Unternehmen sowie Banken

und Kommunen für den Wettbewerb

nominiert, von denen

742 die Juryliste erreichten. Kein

anderer Wirtschaftswettbewerb

in Deutschland erreicht eine

solch große

und nun schon

mehr als zwei

Jahrzehnte anhaltende

Resonanz

wie der

von der Leipziger

Oskar-Patzelt-Stiftung seit

1994 ausgelobte. Dabei ist der

Preis nicht dotiert. Es geht für

die Unternehmen einzig und

allein um die Ehre, öffentliche

Anerkennung und Bestätigung

ihrer Leistungen, ohne finanzielle

Anreize.

Unter den nominierten und ausgezeichneten

Firmen sind sowohl

Newcomer, die erst in den

letzten fünf Jahren gegründet

wurden, als auch über 150 Jahre

alte Unternehmen, die bereits

zahlreiche Krisen, Währungsreformen

und sogar Kriege überstanden

haben.

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik und Metallbau GmbH • Altenstadter Straße 4 • 86987 Schwabsoien • www.eirenschmalz.de


Live und exklusiv in der Peitinger Schloßberghalle

„Brettl-Spitzen“ vom BR

Unter anderem die Süddeutsche

schrieb einmal über die Couplet-

AG – die zentrale Gruppe in der

BR-Sendung „Brettl-Spitzen“, die

mit Jürgen Kirner zugleich den Moderator

stellt: „Sicherlich das Beste,

was Bayern in Sachen Kabarett

zu bieten hat.“

Gesangliche Urgewalt

aus Niederbayern

Gerade weil diese spezielle Art der

Lebensgefühl-Vermittlung so großartig

ankommt beim bayerischen

Stadt- und Landvolk, macht sich

die BR-Sendung „Brettl-Spitzen“

nun auf den Weg, um Programm

Peiting | Bayern ist ein Lebensgefühl.

Die Menschen sind einerseits

traditionsbewusst, heimatverbunden,

bodenständig und sympathisch.

Andererseits jung, unverbraucht,

wild und offen für Vieles

und Neues. Ein aufregender Mix,

vergleichbar mit einer Breze: Rund

und in sich stimmig, aber an der

einen oder anderen Stelle dann

doch mit deutlichen Ecken und

Kanten versehen. Dieser Facettenreichtum

des Freistaats nun musikalisch,

schauspielerisch und humorig

auf einmal auf eine Bühne

zu bringen? Sicherlich nicht leicht.

Aber: Das geht. Und wie. „Brettl-

Spitzen“ heißt eine Sendung mit

professionellen

si

on

elle

len Musikkabarettis-

aret

tis-

ten,

die

bislang ausschließlich schl

ich live

im Bayerischen en Fernsehen eh

en

aufgetreten

eten

en sind – und für ihre

Darbietungen en nicht nur

vom

Publikum um und

TV-Zuschauu-

er, sondern auch

von

den

durchaus us kritischen Medien

en

regelrecht echt

gefeiert ei

ert wurden.

und Inhalte auch

außerhalb der

Kameras darzubieten. Unter ande-

rem am Freitag, 9. November, um

20 Uhr

(Einlass ab

19 Uhr)

live

in der Peitinger

inge

Schloßberghalle.

hall

e.

Teil des „Brettl-

Spitzen“-Programms,

ms, das für

deftige Couplets, stimmungsvolle

Wirtshauslieder, würzige Satire

und unverfälschte Volkssänger-

Tradition auf allerhöchstem Niveau

steht, sind an diesem Abend gleich

vier verschiedene Protagonisten

beziehungsweise Gruppen. Die

Couplet-AG steht hierbei im Mittelpunkt.

Deren Frontmann Jürgen

Kirner – Schauspieler, Kabarettist,

Volkssänger, Autor und eben auch

Moderator der BR-„Brettl-Spitzen“

– gibt auch in Peiting den leitenden

Ton an. Seine Bandmitglieder

sind Bianca Bachmann, Bernhard

Gruber und Berni Filser. Als Einheit

stehen die Vier für „pointierte Kabarettszenen

im rasanten Wechsel

mit spritzigen igen

Gesangseinlagen“.

einl

nlag

agen

Vor allem lem die von Jürgen Kirner

geschriebenen Texte e

gelten en als

bissig-satirisch, ig-s

iris

isch

die in Kombina-

tion

mit

kraftvollen, eingängigen

gi

gen

Melodien en der

anderen en als

ideales

es

Transportmittel tel für „zeitkritische

isch

Hinterfotzig-

tzig

igkeiten“

en

dienen. en. „Nicht

36|altla

altlandkreis

la


selten merkt der Lacher erst hinterher,

dass er sich selbst belacht

hat“, heißt es in einer Couplet-

AG-Beschreibung. Kurzum: Allein

die Couplet-AG ist jeden Cent der

knapp 24 Euro teuren Karten wert.

Bei deren Aufritt bleibt es an diesem

Abend aber nicht. Als „Gast

aus Niederbayern“ wird Jürgen

Kirner auch Barbara Preis auf die

Bühne bitten. Sie gilt als gesangliche

Urgewalt, als jedermanns Publikumsliebling

und als eine, die auf

den Punkt genau deftig und frivol

alle Register ihres Könnens zieht.

Mit Star aus

„Dahoam is dahoam!“

Als ein weiteres, „ganz besonderes

Schmankerl“, beschreibt

Jürgen Kirner die Stammgäste in

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

den „Brett-Spitzen“-Sendungen

namens „Conny und die Sonntagsfahrer“.

Sie entführen in eine

musikalische Zeitreise durch die

1960er Jahre.

Damit der Abend tatsächlich ein

unvergessener wird, tritt auch

noch Brigitte Walbrun auf. Die

Schauspielerin, die auch in Gesang

und klassischem Ballett unterrichtet

wurde, ist den „altlandkreis“-

Lesern vor allem als Rosi Kirchleitner

aus der BR-Sendung „Dahoam

ist dahoam!“ bekannt. An diesem

Freitagabend in Peiting aber rockt

sie gemeinsam mit der Couplet-AG,

der Gruppe Conny und die Sonntagsfahrer

sowie Barbara Preis die

Bühne der Schloßberghalle – live,

exklusiv und mit immer wieder

neuen Aspekten aus der Welt des

facettenreichen Freistaats. js

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost für die BR-„Brettl-Spitzen“

am Freitag, 9. November, um 20 Uhr in der Peitinger Schloßberghalle

3 x 2 Karten (unter anderem erhältlich unter www.kultur-

ticketshop.de). Schicken Sie uns bis Montag, 5. November, eine

Postkarte mit dem Stichwort „Musikkabarett“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail

an info@altlandkreis.de. Absenderadresse bitte

angeben. Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

Die Couplet-AG mit (v.l.)

Berni Filser, Bianca Bachmann,

Jürgen Kirner und

Bernhard Gruber.

Wir Wir freuen freuen uns, uns, bereits bereits seit seit Jahrzehnten pflegerische

Dienstleistungen anzubieten, welche welche die die jeweils jeweils individuellviduelle

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november / dezember 2018 | 37


Traditionelles Kunsthandwerk von Anna Gast-Wendland

„Korbflechten

kann jeder lernen“

Hohenfurch | Seit 16 Jahren gibt es

im Leben von Anna Gast-Wendland

kaum einen Tag, der ohne die

Flechterei zu Ende geht. „Zwischendrin

war ich regelrecht süchtig danach“,

sagt die 48-jährige Mutter

dreier Söhne. Dabei fing ihre Liebe

zur Korbflechterei rein zufällig an.

Beim Besuch einer Freundin in

Augsburg fielen ihr mehrere, wunderschöne

Körbe auf, die dort den

Hauseingang schmückten. „Die

sind so schön, die kann sie unmöglich

selbst gemacht haben“, dachte

sich Gast-Wendland. Doch genau

das war der Fall. „Das hat mich

derart fasziniert, dass ich es unbedingt

selbst ausprobieren wollte.“

Weil es damals kaum Kurse gab,

„hat es mir meine Freundin letztlich

gleich selbst gezeigt“. Wieder

zuhause angekommen, flicht

Bei Anna Gast-Wendland vergeht kaum ein Tag ohne zu flechten.

Anna Gast-Wendland zunächst

nur für sich. Hier einen Korb, da

einen Deko-Gegenstand. Doch die

ersten Werke blieben Freunden,

Bekannten und Nachbarn nicht

verborgen. „Und alle waren begeistert,

wollten wissen, wie das

geht.“ Oder eben gleich einen dieser

Körbe abkaufen. Irgendwann

war die Lust, das Selbstgemachte

auch auf Märkten zu präsentieren,

ebenso groß wie die sich immer

weiter anhäufenden Nachfragen.

So kam Anna Gast-Wendland an

einer Selbstständigkeit nicht mehr

vorbei – vor zehn Jahren meldete

sie letztlich ein Kleingewerbe für

Korbflechterei an. Seither gibt sie

auch Korbflecht-Kurse über einen

vollen oder zwei halbe Tage für

maximal fünf Personen. „Meistens

bei mir Zuhause, aber auch

in umliegenden Dörfern bis runter

an den Ammersee.“ Außerdem

besucht sie mit ihren Körben und

anderen Geflechten von Jahr zu

Jahr mehr Märkte – in näherer und

auch weiterer Umgebung. Vor allem

das Mittelalterliche fasziniert

die gelernte Krankenschwester und

hauptberufliche Bäckereiangestellte.

Das Vorführen des Flechthandwerks

auf historischen Märkten ist

für mich wie Urlaub“, sagt sie. Obwohl

dort nicht viel gekauft wird.

„Hier möchten die Leute einfach

nur durchschlendern und schauen,

was es gibt und wie es früher war.“

Eben eintauchen ins Mittelalter

und beobachten, wie Anna Gast-

Wendland in altem historischen

Gewand gekleidet und am Lagerfeuer

sitzend einen Korb flicht.

Mehr als

400 Weiden-Sorten

Schritt eins: Passendes Material

besorgen, nämlich Weiden. „Von

denen gibt es mehr als 400 Sorten,

aber nicht alle eigenen sich zum

Flechten.“ Anna Gast-Wendland

verwendet überwiegend Weiden

in gängiger Strauchform – die bis

zu 30 Meter hohen Bäume sind

zu massiv, die nur drei Zentimeter

hohen Zwergsträucher zu winzig.

Rund 50 Prozent des Bedarfs

„erntet“ sie selbst an umliegenden

Flussauen. „Selbstverständlich

nach Rück- und Absprache mit den

jeweiligen Grundstücksbesitzern.“

Und auch nur zwischen Oktober

und März. „Weil da der Saft in der

Pflanze zurückgeht. Steht die Weide

nämlich im Saft, bricht sie.“ Die

anderen 50 Prozent an Material

kauft sie zu. Entscheidend ist nun,

ob die Ware eingelagert wird oder

nicht. „Wenn ich die Weiden nicht

sofort verarbeite und über längere

Zeit aufbewahre, muss ich sie zwei

Wochen vor Gebrauch in Regenoder

Leitungswasser einweichen.“







Flip-Flop und Hausschuhe

nach Mass



Einlagen Flip-Flop nach Massund










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Schuhverkauf

38 | altlandkreis


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Nur dann sind die Ruten weich

und geschmeidig genug, um sie

zu einem Kunstwerk flechten zu

können. Für einen Korb mittlerer

Größe mit rund 15 Litern Fassungsvolumen

benötigt Gast-Wendland

rund 130 bis 150 Ruten über je 1,60

Meter Länge, „wobei man meist

mit 24 oder 28 Ruten gleichzeitig

arbeitet“. Die Arbeit beginnt

immer mit einem Bodenkreuz,

an

das nun diese Ruten, genannt

Aufsteller, angebracht werden.

Das sieht zu Beginn aus wie ein

riesengroßes Sonnenrad. Dann

wird der untere Rand des Korbes

geflochten, gefolgt von Seitengeflecht

und oberem Rand. Inklusive

Materialbeschaffung braucht Anna

Gast-Wendland für einen mittleren

Korb sechs bis sieben Stunden

und verkauft diesen für nur 40 bis

45 Euro. „Reich wird man damit

natürlich nicht, es ist eben eine Leidenschaft,

ein Hobby.“ Das bei weitem

nicht nur aus Körben besteht.

Ergonomischer Korb

zum Einkaufen

Sichtschutzwände, Windlichter,

Traumtänzer, Fahnen, Kraxen, sogenannte

Blumen-Ampeln und

andere Schalen und Körbe zum

Bepflanzen oder Deko-Kugeln für

Garten und Christbaum sind nur

ein kleiner Teil des Flecht-Repertoires

von Anna Gast-Wendland.

Hervorzuheben aus ihrer facettenreichen

Produktpalette ist sicherlich

der ergonomisch geformte

Einkaufskorb, den die Damen

beim Gang durch den Super- oder

Wochenmarkt sanft an ihre Hüfte

schmiegen können – und hier

zum Tragen dieses Korbes ihren

Arm nicht unnötig weit nach außen

strecken müssen, was nach

kurzer Zeit sehr anstrengend sein

kann. Im Alltag häufig zum Einsatz

kommen auch die großen, massiven

Körbe mit doppeltem Rand –

zum Transport und zur Lagerung

von Brennholz. Ansonsten aber

„kaufen die Kunden meine Ware

nahezu ausschließlich als Dekorations-Gegenstand“.

Dabei galt der

Korb vor einigen Jahrzehnten noch

als bewährte Allzweckwaffe. Allen

voran in der Landwirtschaft. Kartoffeln,

Rüben, Kraut, Weinreben,

Heu und eben Holz sind nur einige

Beispiele, die im Rahmen der Ernte

mittels Korb vom Feld zum Hof getragen

oder von Pferdegespannen

gefahren wurden. Indianer haben

mit selbstgeflochtenen Körben aus

Schilfgras sogar Wasser transportiert.

„Die waren natürlich nicht

ganz so dicht wie unsere Plastikkübel

heute, aber trotzdem derart

gut geflochten, dass sie einige Liter

Wasser vom Fluss bis zum Lager

befördern konnten.“ Hierfür

braucht es neben gutem Material

die richtige Flecht-Technik, viel

Kraft, Ausdauer und Geduld. „Lernen

kann das Korbflechten nach

meiner bisherigen, 16-jährigen

Erfahrung aber jeder.“ Auch Männer

und Frauen, die handwerklich

weniger geschickt sind.

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november / dezember 2018 | 39


Die 50. Ausgabe des „altlandkreis“ ist da!

Birkland | Abgesehen von den tagtäglichen

Rasern, die abseits der

B17 viel zu schnell zwischen Altlandkreis

und Lechrain pendeln,

ist es recht ruhig im beschaulichen

Birkland. Das Bekannteste

aus dem 600-Seelen-Dorf dürften

neben den Birkländer Musikanten

und ihrem Waldfest der überaus

erfolgreiche Tischtennisclub sein.

Es gibt allerdings noch eine weitere

Besonderheit in dem zu Peiting

gehörenden Ortsteil: die Agentur

Ostenrieder Design & Marketing,

die nicht nur bekannt ist für

scharfe Logos, pfiffige Plakate und

hochwertige Werbemittel aller

Art. In dieser Agentur entstehen

auch unsere Regionalmagazine

„altlandkreis“ und „tassilo“, die

auflagenstärksten Blätter im Landkreis

Weilheim-Schongau sowie zu

Teilen in den Kreisen Garmisch-

Partenkirchen, Starnberg, Ostallgäu

und Landsberg. Herausgeber

Über die Kreisboten-Träger gelangt

der „altlandkreis“ in die

Haushalte der Region.

Peter Ostenrieder hatte vor mehr

als zehn Jahren diese zündende

Idee eines Regionalmagazins. Angefangen

hat alles mit der ersten

„altlandkreis“-Ausgabe im September

2010, die damals wie heute

ausschließlich im Schongauer Altlandkreis

erscheint – und sich in

kürzester Zeit zu einer festen Größe

mit erfreulich hoher Akzeptanz

Letzte Farbabstimmungen am Druckstand, bevor die Auflage von gut

28 000 „altlandkreis“-Exemplaren durch die Maschine läuft.

und positiver Resonanz etablieren

konnte. Im Zuge des „altlandkreis“-

Erfolges entwickelte sich schließlich

das zweite Regionalmagazin

aus dem Hause Ostenrieder: Der

„tassilo“. Auch er erscheint alle

zwei Monate und ist vollgepackt

mit interessanten Hintergrundgeschichten.

Nur eben mit Themen

aus dem benachbarten Gebiet zum

„altlandkreis“, das sich von Peißenberg

bis Starnberg sowie von

Penzberg und Murnau bis Dießen

am Ammersee erstreckt. Oder wie

wir dazu sagen: Um Weilheim und

die Seen.

Stets mit offenen

Augen und Ohren

Hinter den Hintergrundgeschichten,

den Anzeigen durch die unser

Blatt ausschließlich finanziert

wird und der vielgelobten Gestaltung

steckt ein kleines Team,

das stets mit offenen Augen und

Ohren die Heimat durchleuchtet,

um an neue, spannende Themen

zu kommen. Chefredakteur Johannes

Schelle sowie Anzeigenberater

Wolfgang Stuhler legen dafür

die meisten Kilometer zurück.

Beide bestehen auf persönlichen

Kontakt mit Protagonisten

und Anzeigenkunden, pendeln

beinahe täglich zwischen Birkland

und Starnberg, oder in

die andere Richtung zwischen

Birkland und Auerberg. Während

die beiden auf Achse sind,

zieht Magazin-Manager Tim

Schmid die Fäden im Hintergrund,

recherchiert und schreibt

Frisch aus der Maschine: Matthias Manghofer und Andreas Linder vom

zuverlässigen „altlandkreis“-Partner, dem Altöttinger Druckhaus Geiselberger,

präsentieren Peter Ostenrieder die Jubiläumsausgabe.

außerdem ebenfalls jede Menge

interessante Geschichten. Redaktionelle

Unterstützung bekommen

wir außerdem von wenigen freien

Mitarbeitern. Zwischenzeitlich erarbeiten

die Mediengestalter Irmgard

Gruber und Jeannine Echtler

den Veranstaltungskalender und

die Anzeigen, Reprograf Christian

Lechner gibt Bildern den letzten

Schliff. Ist dies alles druckreif abgespeichert,

kommt Kurt Zarbock

ins Spiel, unser Layouter formt mit

geschultem Auge und PC-handwerklichem

Geschick Text, Bild und

Anzeigen zu einem ausdrucksstarken

Gesamtbild – und gibt letztlich

das Signal für eine der finalen

Hinter jeder Augabe

des „altlandkreis“

steckt umfangreiche

Recherche vor Ort:

Die Redakteure Tim

Schmid und Johannes

Schelle in Aktion

beim Rote-Couch-

Interview bzw. im

Baggerpark.

altlandkreis | 41


Aufgaben: das Korrekturlesen,

an dem sich das gesamte Team

intensiv beteiligt. Erst wenn alle

Texte, Termine und Anzeigen auf

Inhalt, Rechtscheibung, Satzbau

und Optik mehrfach gegengelesen

wurden und auch die letzten Fehler

korrigiert sind, werden die Magazine

schließlich zum Druck freigegeben.

Heißt: Die kompletten

Magazine, zuerst unser „tassilo“,

drei Tage später unser „altlandkreis“,

werden per Datentransfer

nach Altötting in die Druckerei

der Gebrüder Geiselberger GmbH

versandt.

Während wir nach Tagen und

Wochen harter Arbeit kurz verschnaufen

können und uns auf die

Themenbesprechung der neuen

Ausgaben vorbereiten, geht nun

im Druckhaus sprichwörtlich der

„Punk“ ab. Bogen-Offset heißt das

Druckverfahren für unsere Magazine,

wonach auf einem Bogen

mit hochwertigem Bilderdruck-

Papier 24 Magazin-Seiten auf einmal

– zwölf auf der Vorder- und

zwölf auf der Rückseite – bedruckt

werden.

Falzen, Heften und

Verpacken

Es folgen nun die Arbeitsschritte:

Falzen — hier werden die einzelnen

Druckbögen mit den je 24

Seiten maßgenau zusammengefaltet.

Das Zusammentragen aller

gefalteten Druckbögen. Das Zusammenheften

auf insgesamt 72,

84 oder 96 Seiten. Und schließlich

das Schneiden und Verpacken.

Im Lkw werden nun 64 000 Stück

vom „tassilo“ und 28 000 Stück

vom „altlandkreis“ ausgefahren.

Der Großteil zum Verteilzentrum

des Kreisboten nach Penzberg,

von wo unsere Magazine an jeden

Haushalt verteilt werden. Einige

weitere Paletten kommen zu uns

nach Birkland, von wo wir höchstpersönlich

zusätzliche, öffentlich

zugängliche Auslegestellen wie

z.B. in Rathäusern belegen. Diesmal

mit unserer Jubiläumsausgabe

– dem 50. „altlandkreis“. js

Kurt Zarbock (links) und Tim Schmid an der „Layout-Wand“. Hier werden

Texte und Anzeigen platziert und das Magazin grob vorgestaltet.

Jeannine Echtler ist unter anderem finale l Ansprech-

Letzte Korrekturen: Irmgard Gruber beim Ausarbeiten

partnerin für unsere Anzeigenkunden.

des Veranstaltungskalenders mit Johannes Schelle.

Steuerfachangestellte Irene Berchtold kümmert sich unter

anderem um Buchhaltung und Sekretariat.

42 | altlandkreis


Krav Maga – Selbstverteidigungs-Sport aus Israel

Für Sicherheit, Fitness und

Selbstvertrauen

Schongau | Schlägereien, Messerattacken,

sexuelle Belästigung auf

einsamen Joggingrunden sowie

bewaffnete Raubüberfälle stehen

im Altlandkreis nicht auf der Tagesordnung.

Auszuschließen sind

sie in einer spürbar hitziger werdenden

Gesellschaft aber nicht.

Vor allem auf Partys am Wochenende

kommt es in Kombination

mit Alkohol regelmäßig zu Handgreiflichkeiten.

„Der beste Kampf

ist immer der, der gar nicht erst

stattfindet“, sagt Goran Ratkovic.

Sollte es trotzdem zu einer Auseinandersetzung

kommen? „Dann

ist auch Abhauen keine Schande.“

Bei unausweichlichen Situationen

aber sei es von großem Vorteil,

sich mit gezielten Bewegungen

und effektiven Abwehrtechniken

bestmöglich verteidigen zu können.

Nun kommt Krav Maga, zu

Deutsch „Kontakt-Kampf“, ins

Spiel – eine aus Israel stammende

Selbstverteidigungssportart.

Sie ist geeignet für Jung und Alt,

für Mann und Frau, für dick und

dünn. „Der schnelle Lerneffekt ist

enorm hoch, darüber hinaus wird

man körperlich fit und tritt mit

wesentlich mehr Selbstvertrauen

auf, was wiederum vor Übergriffen

schützen kann“, verspricht

Ratkovic, einer von drei Trainern

bei Krav Maga im TSV Schongau.

Jeden Donnerstagabend von 18 bis

19.30 Uhr und jeden Sonntag von

10 bis 11.30 Uhr trifft er sich mit

den aktiven Mitgliedern im ehemaligen

Vatter-Gebäude in Altenstadt,

um zu trainieren.

Training in

Zweier-Teams

Zu Beginn des Trainings wärmen

sich die durchschnittlich fünf bis

15 Teilnehmer im Alter zwischen

18 und 50 Jahren – Männer und

Frauen gemischt – intensiv auf.

Liegestützen, Kniebeugen, Hampelmann-Bewegungen,

Ausfallschritte

und vieles mehr sorgen

dafür, dass die Athleten in rund

15 Minuten von Kopf bis Fuß ideal

auf Temperatur sind. Es folgen

über rund zehn Minuten

Dehnübungen, die ebenso alle

Muskelgruppen und Sehnen des

menschlichen Körpers ansprechen.

Anschließend geht’s ans

Eingemachte. In der Regel immer

in Zweier-Teams, um im ständigen

Wechsel Opfer-Täter-Rollen zu simulieren.

Eine Übung an diesem

Donnerstagabend: Das am Boden

und auf dem Rücken liegende

„Opfer“ wird vom „Täter“, der

auf dem Opfer sitzt, mit beiden

Händen gewürgt. Eine von außen

betrachtet schier aussichtslose Situation

für den Untenliegenden.

Und nun? Mit den Händen schnell

und gezielt an beispielsweise das

Schlüsselbein des Täters schlagen,

wodurch er aus Reflex von seinem

Würgegriff ablässt. Dann den Arm

des Täters fest packen, und durch

einen blitzartigen Impuls aus Hüfte

und Beinen heraus versuchen,

den Täter von sich zu drücken.

Hierfür braucht es nicht nur Koordination,

Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit,

sondern vor

allem die Fähigkeit, die erlernten,

kraftüberbrückenden Techniken in

absolut stressigen und vermeintlich

aussichtslosen Situationen

abzurufen.

180 verschiedene

Techniken

Im Krav Maga werden derzeit rund

180 verschiedene Techniken unterrichtet,

aufgeteilt in den Schwierigkeitsstufen

von P1 bis P5, G1 bis

G5, E1 bis E5 und E6. Diese relativ

große Anzahl rührt von der Vielfäl-

44 | altlandkreis


Trainer Goran Ratkovic übt an einem Dummie aus Gummi verschiedene

Abwehrtechniken aus dem Lehrbuch des Krav Maga.

tigkeit möglicher Angriffe her, wobei

viele Techniken vom prinzipiellen

Vorgehen her relativ ähnlich

sind. „Letztlich muss es bei uns

einfach, aber schnell gehen.“ Die

Schongauer bewegen sich derzeit

durchschnittlich im Bereich zwischen

P3 und P5. Ausreichend,

um sich auf der Straße grundsolide

verteidigen zu können? „Auf

jeden Fall“, sagt Ratkovic, der

versichert, „dass man bereits mit

der Basis-Stufe P1 gut gerüstet

ist“. Wer in Schongau Krav Maga

beginnt, lernt unter anderem, sich

gegen Unbewaffnete im Stehen zu

wehren: Befreien aus Umklammerungen,

Festhaltereien und

Würgegriffen. Die nächste Stufe,

„wobei das Training bei uns nicht

strikt aufeinander aufbaut, sondern

meistens unterschiedliche

Schwierigkeitsstufen trainiert werden“:

Bodenkampf mit Falltechniken,

Ausweichmanöver sowie Abwehr-

und Schutztechniken. „Wer

bei uns anfängt, ist nach rund drei

Monaten schon richtig gut gerüstet“,

sagt Goran Ratkovic. Jedoch

noch lange nicht am ohnehin offenen

Ziel, „da Krav Maga sich ständig

weiterentwickelt, neue Techniken

hinzukommen, und alte, die

sich nicht bewähren, wieder abgeschafft

werden“. Letztlich reicht

das Training bis hin zur Verteidigung

gegen bewaffnete Angriffe.

Schlagstock, Pistole und Messer

sind die Gegenstände, die zum

Einsatz kommen. Der Schlagstock

ist umwickelt von Schaumstoff,

die Pistole in Originalgröße und

-gewicht ein Kunststoffnachbau

und das Messer aus nachgiebigem

Gummi.

„Wollen keine

Schlägertypen“

„Schutz und Sicherheit im Training

steht bei uns an oberster Stelle“,

sagt Ratkovic. Deshalb tragen die

Männer und Frauen neben standardmäßiger

Sportkleidung und

Hallenschuhen auch bei jeder

Übung einen Tiefschutz, bei bestimmten

Übungen sogar Kopfund

Mundschutz sowie Schienbein-

und Ellbogenschoner.

Hier ins Leben gerufen wurde diese

Form der Selbstverteidigung

von Dr. Ruppert Schmidt, der wie

seine Kollegen als Schongauer

Notarzt bei so manchem Einsatz –

traurig aber wahr – sich zur Wehr

setzen musste gegen unverbesserliche

Krawallbrüder. Nach dem so

plötzlichen wie unerwarteten Tod

von Dr. Schmidt im November 2015

wurde Krav Maga von Goran Ratkovic

und seinen Mitstreitern als

„Rup’s Lebenswerk“ weitergeführt

und im Jahre 2016 als eigene Sparte

erfolgreich in den TSV Schongau

integriert. Seither wird auch

im ehemaligen Vatter-Gebäude

zwischen Altenstadt und Schwabniederhofen

auf Höhe der Franz-

Josef-Strauß-Kaserne trainiert. Und

obwohl sich Goran Ratkovic und

seine Trainerkollegen Richard Heinemann

und Markus Thoma stets

über Neuanfragen und Interessenten

freuen, wird bei weitem nicht

jeder aufgenommen. „Wir sind in

Sachen Aufnahmekriterien relativ

streng, weil wir auf gar keinen

Fall Schlägertypen ausbilden und

in unseren Reihen haben wollen“,

sagt Ratkovic. Wer beitreten möchte,

muss volljährig sein, ein sauberes

polizeiliches Führungszeugnis

vorlegen, einen zweitätigen, rund

100 Euro teuren Basis-Kurs für

Anfänger in München absolvieren

und darüber hinaus charakterlich

zu den bereits aktiven Mitgliedern

passen. Respekt, freundschaftlicher

Umgang sowie absolute Gleichberechtigung

zwischen Männern

und Frauen stehen bei Krav Maga

Schongau (www.krav-maga-sog.

de) an oberster Stelle.

js

„Planks“ zum Schluss: Diese Halteübung beansprucht den ganzen Körper.

november / dezember 2018 | 45


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fiedler-IT setzt auf Nachhaltigkeit

Ökonomisch und

ökologisch zugleich

Schongau | Auf den ersten Blick

könnte man meinen, der IT-Bereich

sei nur wenig kompatibel

mit dem Thema Nachhaltigkeit.

Mitnichten, wie fiedler-IT, ein

Unternehmen mit Sitz in Schongaus

Westen, beweist. Schon seit

einiger Zeit macht sich Geschäftsführer

Claus Fiedler Gedanken

über das Thema, hatte vor knapp

zwölf Jahren die Idee von einem

wiederverwertbaren PC-Gehäuse.

Eine Art modularer Aufbau, den

man theoretisch auf dem Kompost

hätte entsorgen können. Er

hatte diesbezüglich bereits einen

Businessplan aufgesetzt, wurde

bei einigen Firmen vorstellig. „Zu

unrentabel“, winkten insbesondere

die größeren Unternehmen

ab. Dennoch ließ ihn die Thematik

niemals los. Bereits seit über

20 Jahren arbeitet Claus Fiedler in

der IT-Branche, betreute nach der

Ausbildung zum Bankkaufmann

große Firmen rund um Schongau

als Systemadministrator. Vor rund

neun Jahren hat er sich mit seiner

eigenen Firma selbstständig gemacht,

die seit 2015 unter der Firmierung

fiedler-IT läuft und alles

rund um die Informationstechnologie

anbietet – und immer größeren

Wert auf Nachhaltigkeit legt.

Allein die Kabellänge

spart Strom

„Jedes Angebot, welches an den

Kunden rausgeht, wird zuvor auf

links gedreht, ob wir es nachhaltiger

machen können“, beschreibt

Claus Fiedler. Heißt konkret: Zunächst

wird ein Angebot nach herkömmlichen

Kriterien kalkuliert,

ehe es anschließend nochmal

komplett durchleuchtet wird, ob

nicht an der einen oder anderen

Stelle im Sinne der Nachhaltigkeit

nachgebessert werden kann. Was

letztlich mit höheren Kosten für

den Kunden verbunden ist? Ganz

im Gegenteil. Häufig lassen sich

ökonomische und ökologische

Aspekte durchaus vereinbaren, im

besonderen Maße beim Thema

Strom. Ein Beispiel: Wenn Computer

oder Netzwerkgeräte heruntergefahren

werden, bleiben Schalter

oft eingeschaltet und verbrauchen

weiterhin beträchtliche Energiemengen.

Fiedler baut daher unter

anderem sogenannte „Switches“

ein, die den Verbindungsstatus

automatisch erkennen und den

Stromverbrauch so reduzieren.

Zudem könne man allein wegen

der Kabellänge theoretisch bereits

Kosten senken. Diese „Switches“

können die Länge eines angeschlossenen

Ethernet-Kabels für

die Anpassung des Stromverbrauches

analysieren. Kürzere Längen

erfordern weniger Energie, was

letztlich den Planeten, den Geldbeutel

und damit auch den Kunden

freut.

Ein weiteres Thema hat der IT-

Experte aufgegriffen, „obwohl

wir eigentlich gar keine Drucker

verkaufen wollten“. Allerdings

überzeugt ihn das Produkt, ein

Business-Tintenstrahldrucker, derart,

dass er mittlerweile versucht,

seine Kunden davon zu überzeugen.

„Tintenstrahldrucker versprechen

96 Prozent weniger Strom zu

verbrauchen, 94 Prozent weniger

Abfall zu verursachen sowie bis zu

92 Prozent weniger CO 2 -Emissionen

als die noch flächendeckend

verwendeten Laserdrucker und

tragen so zum Umweltschutz bei“,

sagt Claus Fiedler.

Eines der wohl heißesten Themen

in den kommenden Jahren wird

sicherlich die „Cloud“ werden, für

viele eines der großen Mysterien

im IT-Sektor. Fiedler selbst stellt

derzeit sein Warenwirtschaftssystem

auf eine cloudbasierte Lösung

um. Der Vorteil: Man braucht keinen

Server mehr, keine Klimaanlage

und spart sich zudem Platz.

Während man bei Servern immer

für viele Jahre im Voraus erahnen

46 | altlandkreis


muss, wie viel Leistung man potentiell

einmal benötigt, kann man

sich bei der „Cloud“ einfach bei

Bedarf Speicherkapazitäten hinzukaufen

– ein unerwartetes Wachstum

ist von dieser Seite betrachtet

also kein Problem. „Ich denke,

dass in den kommenden sechs bis

zehn Jahren nahezu alles cloudbasierend

ablaufen wird“, prognostiziert

Claus Fiedler und ergänzt:

Das kommt aber ein wenig darauf

an, wie sich das DSL im ländlichen

Bereich entwickelt.“

LEDs, Hybrid-Auto und

wenig Papier

Nicht nur bei seinen Kunden, auch

in seiner eigenen Firma achtet

Claus Fiedler auf Nachhaltigkeit.

Völlig selbstverständlich sind im

ganzen Bürogebäude energiesparende

LED-Lampen eingebaut.

Und um zu seinen mittlerweile

rund 350 Kunden – vom Ein-Mann-

Unternehmen bis zur Firma mit 50

bis 60 Mitarbeitern – zu fahren,

wurde extra ein Hybrid-Auto angeschafft.

Bei einem Blick durch die

Büroräume fällt zudem auf, dass

kaum Papier zu sehen ist. Fiedler

hat die Verwaltung auf „Elektronische

Leitz-Ordner“ (kurz: ELO)

umgestellt. Sämtliche Dokumente

werden seither nicht mehr ausgedruckt,

sondern in einem elektronischen

System gesichert und können

virtuell durchs Büro geschickt

werden. „Wir haben so unseren

Papierkonsum um 80 Prozent gesenkt“,

freut sich Claus Fiedler.

Darüber hinaus werden Kunden,

soweit möglich, per Fernwartung

betreut, ein eigenes „Monitoring“-

System prüft zudem externe Server

auf Fehler und schlägt frühzeitig

Alarm, sollte etwas kaputt gehen.

Claus Fiedler beschreibt seine Philosophie

folgendermaßen: „IT, bei

der man sich um nichts kümmern

muss und dennoch weiß, was es

kostet.“ Transparent und nachhaltig

zugleich. 2015 startete fiedler-

IT mit drei Mitarbeitern und einer

Teilzeitkraft, derzeit sucht das Unternehmen

einen zehnten Mitarbeiter,

einen System Administrator.

Wer also IT-affin ist, kann sich gerne

melden, Kontaktdaten hält die

Internetseite bereit (www.fiedlerit.com).

Ein wenig Bewusstsein

für die Umwelt schadet sicherlich

auch hier nicht.

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Denn nach der Schulausbildung geht die Karriere weiter !

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Die Firmengruppe Kaes ist ein erfolgreiches Handelsunternehmen mit

Sitz im Allgäu. Wir betreiben im südbayerischen Raum eine Filialkette

mit V-Märkten, Mode- und V-Baumärkten.

Wir wachsen weiter und bilden ab sofort

oder für Herbst 2019 in folgenden Ausbildungsberufen

aus:

Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d) für versch. Fachabteil.

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Fachverkäufer für Feinkost (w/m/d) für Fleisch, Wurst, Käse

Wir bieten:

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– eine umfassende fachliche Ausbildung

– unterstützende, innerbetriebliche Schulungen/Training, E-Learning

– „Learning by doing“ – Aufgaben selbstständig/eigenverantwortlich lösen

– Bereitstellung eines Tablets während der Ausbildung

– Übernahme nach der Ausbildung bei guten Leistungen

Das Team von fiedler-IT rund um Geschäftsführer

Claus Fiedler (3.v.l.) zeigt, dass sich der IT-Sektor

durchaus mit Nachhaltigkeit vereinbaren lässt.

Hier stehen sie neben ihrem Hybrid-Firmenauto.

Bewerben Sie sich bitte online unter www.bewerbung-v-markt.de oder gerne auch schriftlich bei der Firma

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november / dezember 2018 | 47


Jubiläum der Schönegger Käse-Alm

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Prem / Rottenbuch | Die Klassiker

nennen sich Almblütenkäse oder

König Ludwig Bierkäse. Hinzu

kommen saisonale Produkte wie

seit neuestem der „Sommerduett“,

ein Schnittkäse mit Tomaten

und Basilikumkräutern verfeinert.

Oder der Nussknacker, den es seit

knapp 20 Jahren gibt und der mit

seinen knackigen Walnussstückchen

hervorragend in die Weihnachtszeit

passt. Die Rede ist von

den Käsespezialitäten der Schönegger

Käse-Alm, die seit mittlerweile

30 Jahren die Gaumen der

Region erfreuen. Im Laufe der

letzten drei Jahrzehnte wurde jene

Region stets größer, mittlerweile

gibt es 27 Franchise-Läden unter

anderem in Ulm, im Tannheimer

Tal in Österreich oder in Kreuth.

Hinzu kommen die in Eigenregie

betriebenen Käse-Almen in

Gründl, Murnau, Peiting

und

natürlich auf Schönegg bei Rottenbuch.

Letztere ist Ort des Ursprungs,

hatte Firmenchef Sepp

Krönauer am 8. Mai 1988 neben

seinem Elternhaus eben dort mitten

im Pfaffenwinkel die Schönegger

Käse-Alm gegründet.

Heumilch als

entscheidender Faktor

Seither darf die Geschichte der

Schönegger Käse-Alm getrost als

Erfolgsstory bezeichnet werden.

Die Verkaufsläden wurden mehr,

das Sortiment erweitert. Haupterfolgsfaktor:

Heumilch, die gerne

als ursprünglichste Milch bezeichnet

wird. Heumilchkühe und deren

Jungtiere werden ausschließlich

mit saftigen Gräsern und

Kräutern, sonnengetrocknetem

Heu sowie mineralstoffreichem

Getreideschrot gefüttert. Sämtliche

Futtermittel sind kontrolliert

gentechnikfrei. „Die natürlichste

Form der Fütterung“,

sagt Matthias Köpf, Marketing-Leiter

der Schönegger

Käse-Alm. Genau dafür wurde das

Unternehmen vor rund zwei Jahren

mit dem „g.t.S.-Siegel“ (garantiert

traditionelle Spezialität)

ausgezeichnet, welches traditionelle

Herstellungsweisen schützt –

also den Rohstoff des Schönegger

Käses. Heute verkauft die Schönegger

Käse-Alm rund 4500 Tonnen

Käse jährlich, macht dabei

einen Umsatz von etwa 50 Millionen

Euro. Zum Erfolg tragen 160

Mitarbeiter, darunter zahlreiche

Auszubildende (Molkereifach-,

Einzelhandels- und Industriekaufleute)

bei. Knapp 60 Heumilch-

Produkte sind im Sortiment, darunter

acht Produkte, die saisonal

ausgetauscht werden, wie etwa

der Sommerduett oder ein Spargel-Käse,

den es immer bis zum

Johannitag am 24. Juni gibt. Auch

zukünftig wird das Unternehmen

in regelmäßigen Abständen weitere

Spezialitäten auf den Markt

bringen, wie Matthias Köpf verrät:

„Die Ideen sind nicht die

Herausfor-

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Auf Schönegg hat 1988 alles begonnen.

Die Käsealm ist ein allseits beliebtes Ausflugsziel.


derungen, eher die Produktion –

nicht alles ist auch umsetzbar.“ Ihre

Heumlich bezieht die Käse-Alm

von rund 500 Heumilchbauern,

darunter 130 Bio-Milchbauern. Im

April 2016 wurde eine Sennerei in

Zell am Ziller mit rund 100 Bauern

eingegliedert, was sich letztlich

positiv auf die Stabilität ausgewirkt

hat. Das Unternehmen steht auf

überaus gesunden Beinen, davon

zeugen größere Investitionen, wie

etwa die Erweiterung des Käsereifelagers

in Steingaden, eröffnet im

Juli 2017, welches die Verdopplung

der Reifekapazität ermöglichte.

Man ist also auf Wachstum ausgerichtet

trotz des schwierigen und

eigentlich gesättigten Käsemarktes.

„Wir bewegen uns mit unserer

Heumilch-Spezialisierung und der

Qualität bewusst in einer Nische“,

sagt Matthias Köpf, der sich um die

„großen Herausforderungen für

die Zukunft“ durchaus bewusst ist.

2018: eine Veranstaltung

nach der anderen

authentisch, wie man sie aus dem

Fernsehen kennt“, schwärmt Matthias

Köpf noch heute. Und auch

das Almfest mit Frühschoppen am

folgenden Sonntag war ein Erfolg.

Das Zelt war mit rund 800 Personen

stets voll, das Schaukäsen –

was übrigens das ganze Jahr über

auf Schönegg zu sehen ist – kam

hervorragend an, und auch das

Kinderprogramm wurde gut angenommen.

Zur Unterhaltung spielten

die Musikkapelle Berkheim

und die firmeneigenen Schönegger

Almmusikanten auf.

Eigene Firmenkapelle

als Lebenstraum

Im Herbst 2014 hatte Sepp Krönauer

die Schönegger Almmusikanten

gegründet und sich damit einen

langen Traum erfüllt. Mitarbeiter,

Geschäftspartner und Freunde

sind in der Kapelle aktiv, die Leitung

hat Georg Miller. Der Stil geht

Richtung traditionelle böhmischmährische

Blasmusik. Anfang Juli

begeisterten sie beim Blasmusikabend

gemeinsam mit der tschechischen

Kapelle „Stribrnanka“ ein

volles Zelt. Nur zwei Tage später

stand auf Schönegg der nächste

Höhepunkt, diesmal mit Spitzensportlern

auf dem Programm: die

Deutsche Meisterschaft im Fingerhakeln.

Das Festjahr rundete

schließlich das Jubiläumskonzert

„Blasmusik für Freunde“ mit den

> > > WEIHNACHTSKORB-VERLOSUNG

Schönegger Almmusikanten Mitte

Oktober im Fohlenhofsaal in Rottenbuch

ab. Natürlich war auch

das Konzert ausverkauft. 2019 soll

nun hinsichtlich Veranstaltungen

bei der Schönegger Käse-Alm was ruhiger werden, wie Matthias

Köpf verrät. Dafür steht t 2020

wieder der Pfaffenwinkler Milchweglauf

an. Zudem haben die Planungen

für die Premiere e eines

Blasmusik-Festivals im Mai

et-

Passend zur Weihnachtszeit verlost Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“

den Korb „Weihnachtsgenuss“ mit den Spezialitäten

en

Almblütenkäse, Pfefferkäse, Heumilch-Alpkäse und Almwiesenkäse.

Dazu ein St. Magdalener Rotwein. Wer den Weihnachtskorb

der Schönegger Käse-Alm gewinnen möchte, schickt bis 15.

November eine Postkarte mit dem Stichwort „Weihnachts-Käse“ an

„altlandkreis“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@

altlandkreis.de. Abgeholt werden kann der Korb bei der Schönegger

Käse-Alm auf Schönegg, in Gründl oder in Peiting. Wie immer mer entscheidet

das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2020 begonnen. Viel Zeit, sich für

die nächsten 30 Jahre auszuruhen,

bleibt also nicht.

tis

Das Jahr 2018 stand bei der Schönegger

Käse-Alm ganz im Zeichen

des 30-jährigen Firmenjubiläums.

Die ersten Festaktivitäten starteten

bereits Ende April mit dem Mitarbeiterfest

und der Hausmesse. Eine

Woche später beim Pfaffenwinkler

Milchweglauf gab es nicht nur

sportliche Höchstleistungen zu bewundern

– der bisherige Streckenrekord

wurde um fast eine Minute

unterboten. Eines der Höhepunkte

war sicherlich Laura Dahlmeier,

die es sich nicht nehmen ließ,

selbst die Laufschuhe zu schnüren.

Einmal quer durch das Zelt

standen die Fans an – der Biathlon-Superstar

nahm sich die Zeit,

wirklich jeden Autogrammwunsch

zu erfüllen. Angesichts ihres proppenvollen

Terminkalenders sicherlich

keine Selbstverständlichkeit,

blieb sie sogar eine Stunde länger

als vereinbart, um allen teilnehmenden

Kindern und Jugendlichen

ihren Preis zu überreichen. „Total

november / dezember 2018 | 49


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Tradition um Heiligen Martin

Kindern das

Teilen lernen

Bad Bayersoien | Wirklich jeder

Kindergarten im Schongauer

Land nutzt die Tradition um Sankt

Martin und lädt zu schönen Lichterprozessionen

ein. Für die Erzieherinnen

ist die Vorbereitung

auf den Martinszug willkommene

Gelegenheit, sich mit den Kindern

über das Teilen auseinanderzusetzen.

„Bei uns möchte jeder mal

Sankt Martin spielen“, erzählt die

Bad Bayersoier Kindergartenleiterin

Monika Ditschek, wie sie in der

Vorbereitung das Martinsspiel immer

wieder in anderer Besetzung

einstudieren. Gespielt wird die

Szene, als der junge Sankt Martin

als römischer Offizier seinen Mantel

mit dem Schwert teilt und an

einen armen Bettler gibt.

Die Legende des

Heiligen Martin

50 | altlandkreis

Martin von Tours wurde 316 in der

Provinz Pannonien, heutiges Ungarn,

geboren. Als Sohn eines römischen

Offiziers war auch für ihn

diese Laufbahn obligatorisch und

so trat er im Alter von 15 Jahren

dem Militär bei. Die Legende sagt,

dass er von seinem Sold nur das

zurückbehielt, was er als Lebensunterhalt

unbedingt brauchte, alles

andere spendete er Notleidenden.

Bei seinen Kameraden war Martin

beliebt, aber nicht, weil er wegen

rauer Soldatenmanieren andere

beeindruckte, sondern wegen seiner

Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit.

Als Soldat scheint er aber

nicht unfähig gewesen zu sein, er

wurde bereits nach kurzer Dienstzeit

Offizier. Im Winter des Jahres

334 begegnete er am Stadttor von

Amiens einem nackten Bettler. Da

er selbst nicht mehr als seinen Militärmantel

bei sich trug, schnitt er

diesen kurzerhand mittels Schwert

entzwei und übergab die Hälfte an

den frierenden Armen.

Bischof Martin

von Tours

Damals war es üblich, die Taufe

erst nach längerer Vorbereitungszeit

und mit 18 Jahren zu erhalten.

Für Martin war es ein Widerspruch,

Christ zu sein und zugleich als Soldat

dem Kaiser zu dienen. Deshalb

verließ er den Militärdienst und

lebte als Einsiedler in der Nähe

von Tours. Als Ratgeber und Nothelfer

wurde Martin schnell in der

Umgebung bekannt, es gibt auch

Legenden von der Erweckung von

Toten in dieser Zeit. Als im Jahr 372

in Tours ein neuer Bischof gewählt

werden sollte, drängte die Bevölkerung

entgegen der Obrigkeit auf

die Wahl von Martin. Dieser wollte

das Amt eigentlich nicht annehmen

und versteckte sich in einem

Gänsestall – daher auch die Tradition

der Martinsgans. Doch man

fand ihn wegen dem Gekreische

der Gänse und so wirkte er 25 Jahre

mit Demut und Bescheidenheit

bis zu seinem Tod im Jahre 397. Er

wurde am 11. November in Tours

unter ungeheurer Anteilnahme

der Bevölkerung beigesetzt. Dieses

Datum gilt als sein Namenstag.

Wegen der Schnapszahl 11.11. wurde

dieses Datum in jüngster Zeit

auch von den Karnevalsvereinen

als Auftakt für die Faschingszeit

auserkoren. Doch eigentlich steht

es im christlichen Widerspruch

zur folgenden stillen Adventszeit.

Schon vor den Weltkriegen zogen

Kindergruppen mit Lichtern zum

Martinstag durch Städte und Dörfer.

Diese Tradition griffen Kindergärten

auf und pflegen diese bis

heute in jedem Ort des Schongauer

Landes. Jedes Jahr zum Schuljahresende

fragen die Bad Bayersoier

Erzieherinnen ihre Schützlinge

nach den schönsten Aktionen.

Dabei wird von den Kleinen immer

der Martinszug als eines der beliebtesten

Ereignisse genannt.

Sankt Martin

in Bad Bayersoien

Der örtliche Kindergarten in Bad

Bayersoien startet am Freitag, 9.

November, mit einer Andacht in

der Pfarrkirche, wo ab 17 Uhr Bibeltexte

gelesen, Martinslieder

gesungen und mit den Vorschulkindern

die Martinslegende

als Klanggeschichte

erzählt werden. Im

Vorfeld haben die

Kleinen wunderschöne

Laternen gebastelt,

die am Ende der Messe

entzündet werden.

„Bei uns haben noch

90 Prozent der Kinder

eine Kerze in der

Laterne“, freut sich

Kindergarten-Leiterin

Monika Ditschek über

die traditionelle Aus-


Stolz präsentieren die kleinen Bad Bayersoier i ihre selbst gebastelteten

Laternen für den diesjährigen Martinszug.

führung des Rituals. Im Ort gibt

es auch noch mehrere Familien

mit Pferden, so dass sich immer

ein Kind findet, das als Heiliger

Martin hoch zu Ross den Zug anführen

darf. Begleitet von einer

kleinen Abordnung der örtlichen

Blaskapelle ziehen die rund 40

Kindergartenkinder dann mit ihren

Eltern, Geschwistern und Großeltern

durchs Dorf. Die Feier ist

offen für alle, so dass jedes Jahr

rund 300 Personen an diesem

stimmungsvollen Zug teilnehmen.

An drei Stationen werden Laternenlieder

gesungen, bis der Martinszug

in der Brandstatt endet.

„Die Gemeinde baut immer Feuerschalen

auf, wodurch uns eine

besondere Stimmung empfängt“,

verrät Monika Ditschek. Zahlreiche

Eltern backen kleine Hefezöpfchen,

womit die Kinder das Teilen auch

gleich üben können.

rg

november / dezember 2018 | 51


Bundeswehr-Übungsgelände bei Prem

Im Bärenhang durch

den Sauwald

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• Gr. Sortiment Gebrauchte an Pferdefutter Reitartikel

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etc.)

Prem-Holz | Donnerstagvormittag,

südöstlich von Prem: Sechs

junge Zeitsoldaten robben dicht

beieinander auf kiesigem Boden.

Kopf, Körper und Rucksäcke gilt

es so flach wie möglich zu halten,

um bloß nicht an diesem Stacheldraht

hängen zu bleiben. Obwohl

zwischen Kiesboden und Draht-

Gehänge nur 30 Zentimeter Platz

sind, gehört diese Übung zu den

leichteren an diesem Tag, der für

die normalerweise in Mittenwald

stationierten Gebirgsjäger schon

viel früher begann: Aufstehen um

5 Uhr, üben von 6 Uhr bis mittags,

und nach rund einstündiger Pause

geht’s auch schon wieder weiter.

Geschlafen wird nur die erste

Nacht in den Zimmern des Sauwaldhofes.

Die restlichen Nächte

verbringen die jungen Männer, die

sich für vier, acht oder zwölf Jahre

bei der Deutschen Bundeswehr

als Soldat verpflichtet haben, ausschließlich

draußen im Freien –

und zwar bei jedem Wetter. Was

Ausbildungsleiter und Oberstabsfeldwebel

Hermann-Otto Bohrmann

mit seinen Schützlingen in

diesen Tagen erreichen möchte?

„Sie bestmöglich auf die Einzelkämpfer-Ausbildung

in Hammelburg

vorbereiten.“ Heißt: Die

sechs jungen Gebirgsjäger absolvieren

auf dem Sauwald-Gelände

bei Prem eine Einzelkämpfer-Vorausbildung,

die insgesamt über

drei Wochen geht: Die erste Woche

Basistraining in der Murnauer

Kaserne für beispielsweise Fitness,

Orientierung und Zusammenstellung

der Ausrüstung. Die zweite

und dritte Woche Taktik und Technik

im Wald und auf den Wiesen

bei Prem „zum Überleben und

Durchschlagen einer auf sich gestellten

Truppe“.

Übungsgelände umfasst

38 Hektar

Der Sauwaldhof bei Prem gehört

seit 1965 der Deutschen Bundeswehr.

1983 wurde das alte Bauernhaus

vergrößert, bietet seither

Platz für 110 Mann. Neben den

schlicht eingerichteten Mehrbett-

Zimmern beinhaltet der Hof

bestuhlte Unterrichts- und freigeräumte

Trainingsräume, eine

Essensausgabe mit Kantine sowie

Umkleiden und Lagerräume, alles

aufgeteilt auf Keller, Erdgeschoss

sowie ersten und zweiten Stock.

Das dazugehörende Gelände direkt

um den Hof fasst insgesamt 38

Hektar und besteht ausschließlich

aus sanft hügeligen Wiesen und

Wäldern sowie kleineren Schluchten.

In Schuss gehalten wird das

Gelände von „Hausl“ Rudi Echtler,

der dort seit 20 Jahren tagtäglich

vor Ort ist. Die Felder sind jedoch

an umliegende Landwirte verpachtet.

Und größere Waldarbeiten

führt die Forstabteilung der

Bundeswehr durch. So ist dieses

idyllisch gelegene Areal mit Blick

auf Säuling, Tegel- und Trauchberg

stets top gepflegt. Und dank

diversen Übungsstationen an Hütten,

auf den Wiesen, im Erdboden

oder im dichten Fichtenwald ein

idealer Ort für Aus- und Weiterbildungen

angehender oder bereits

etablierter Soldaten.

Vorausbildung für

Einzelkämpfer

Neben der Einzelkämpfer-Vorausbildung

dient das Sauwald-Gelände

auch für Trainingseinheiten

Schmale Waldwege verbinden die

einzelnen Übungsstationen.

52 | altlandkreis


des Spähtrupps aus Füssen, für

teambildende Maßnahmen zum

Kennenlernen und Alltagsausgleich,

für die Grundausbildung

angehender Feldwebel und Unteroffiziere

sowie für Übungen der

Polizei des Deutschen Bundestages.

„Die übt hier in regelmäßigen

Abständen“, sagt Stabsfeldwebel

Christian Treitz, 50 Jahre

jung und seit 2015 zuständig für

die Übungsplätze im Sauwald

bei Prem, in Guselried am Fuße

des Hohen Peißenbergs (110 Hektar)

und einem größeren Feld (1,5

Hektar) bei Schwabsoien. Egal ob

aus Mittenwald, Füssen, Hammelburg

oder Altenstadt – sobald ein

Trupp einen dieser Übungsplätze

braucht, laufen Organisation,

Genehmigung und Koordination

stets über Treitz, der sein Büro in

der Altenstadter Kaserne hat, „am

liebsten aber immer draußen sein

würde“. So wie an diesem wunderschönen

Donnerstag, an dem

der Sommer nochmals zurückgekehrt

ist mit Sonne satt und angenehmen

21 Grad. Wobei: Für die

sechs Zeitsoldaten könnte es ruhig

ein wenig kühler sein.

Spinnennetz, Trittlinge

und Schwebebalken

Die sind inzwischen hinter dem

Sauwaldhof an einer uralten Radarstation

angekommen. „Die

dient allerdings nur als Attrappe“,

sagt Treitz. Doch zurück zur

Einzelkämpfer-Vorausbildung und

diesen dutzend verschiedenen Stationen,

die von den sechs Zeitsoldaten

durchlaufen werden. Unter

anderem ein zwölf Meter langer

und 70 Zentimeter breiter, unterirdischer

Kanal, in dem es stockdunkel

ist. Mehrere, aufeinanderfolgende

Distanzbalken in 2,50

Metern Höhe, die nur im Team

und mittels Aluminiumleiter überbrückt

werden können. Stufensteg

und Strommast, die nur über an

einer Stadelwand herausstehende

Metallbolzen zu erreichen sind.

So flach h wie nur möglich robben die Gebirgsjäger aus Mittenwald auf

kiesigem Boden. Dicht über ihnen: ein Stacheldraht-Gehänge.

Ein senkrecht nach oben ragendes,

fünf Meter hohes „Spinnennetz“,

das überkraxelt werden muss,

um sich anschließend im sogenannten

„Bärenhang“ über einen

2,20 Meter hohen Schwebebalken

zu ziehen. Anschließend führt

die Übungsroute direkt in den

Wald hinein, wo unterschiedliche

Schwingbalken, Schwebebalken

und Trittlinge installiert sind, der

Boden an dieser Stelle sehr uneben,

verwurzelt oder moorig ist.

Das noch größere Highlight folgt

rund 600 Meter weiter südwestlich:

Ein riesengroßer Seilgarten

mit einfachem Seilsteg, doppeltem

Seilsteg und Dreifach-Seilsteg, einem

Kletterturm zum Abseilen

und vieles mehr. Alles erneut in

luftiger Höhe von bis zu fünf Metern.

Öffentliche

Durchgangsstraße

Doch den Seilgarten haben die

angehenden Einzelkämpfer, die

an diesem Tag alle Übungen ohne

30 Kilo-Rucksack, Maschinengewehr

G36 und Pistole P8 angehen

und zudem mittels Klettergurt

gesichert sind, schon erfolgreich

absolviert. „Uns geht es heute darum,

den Parcours und die für das

Klettern und Fortbewegen notwendigen

Techniken kennenzulernen“,

sagt Ausbildungsleiter und

Oberstabsfeldwebel Hermann-

Otto Bohrmann. Dazu gehört auch

das Überbrücken einer Schlucht,

die sich direkt hinter dem Seilgarten

mitten im Wald befindet. Dort

sind mehrere Drahtseile über 70

Meter Länge gespannt. Eines rund

sechs Meter, andere nur rund drei

Meter über dem Boden. Nochmals

alle Kräfte bündeln, Ängste überwinden,

sich konzentrieren und

dann rauf auf dieses leicht durchhängende,

schwingende Drahtseil.

Als auch der sechste junge Zeitsoldat

lautatmend und verschwitzt,

aber glücklich und zufrieden, die

Schlucht passierte, ist der erste

Teil des Tages geschafft – Mittagspause.

Beim Weg zurück zum

Sauwaldhof radeln zwei Zivilisten

durchs Gelände, das nicht eingezäunt

und theoretisch für jedermann

zugänglich ist. Zahlreiche

Hinweisschilder informieren aber,

dass die durchs Gelände führende

öffentliche Straße zwischen den

Ortsteilen Holz und Moosleiten

nicht verlassen werden sollte –

und falls sich doch mal jemand

heimlich auf diesem gigantischen

Abenteuerspielplatz austobt,

„dann auf eigene Gefahr“, sagt

Christian Treitz, der trotz strahlend

blauem Himmel nun wieder nach

Altenstadt fährt. Büroarbeit in der

Kaserne.

js

november / dezember 2018 | 53

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Peiting | Viola Breidenbach und

Leoni Lutzenberger lieben es, in

der Natur zu sein: Radfahren,

Skitouren gehen, Skifahren oder

einfach in den Bergen wandern

zählen unter anderem zu ihren

Hobbys. Die 17-jährigen Cousinen

aus Peiting verbindet jedoch weitaus

mehr als die Leidenschaft für

Outdoor-Sport. Vergangenes Jahr

verbrachten beide gemeinsam in

Mexiko, besuchten eine dortige

Schule. Die berufliche Situation

von Leonis Vater hatte es möglich

gemacht. Mittlerweile sind beide

wieder in der Heimat und möchten

hier nun ihren Drang nach Bewegung

weitergeben. Genau deshalb

haben sie kurzerhand die Jugendgruppe

des Alpenvereins Sektion

Peiting gegründet. Oder besser

gesagt: Reanimiert, schließlich

hatten Leoni und Viola ein solches

Angebot in ihrer Kinderzeit bereits

genossen. Warum genau sie

das Projekt letztlich gestartet haben

und welche Aktionen geplant

sind, darüber sprechen die beiden

im „altlandkreis“-Frage-Antwort-

Spiel. Dazu hat Leoni verraten, wie

es ist, sich als 17-Jährige komplett

alleine zu versorgen.

wir sind als ganze Familie mitgekommen.

Warum bist Du jetzt zurück in

Deutschland?

Leoni: Weil ich meinen Schulabschluss

unbedingt in Deutschland

machen will und dann hier eine

Ausbildung beginnen möchte.

Viola, wie kam es, dass auch Du in

Mexiko warst?

Viola: Leonis Mama hat mich gefragt,

ob ich nicht ein Auslandsjahr

machen und mit ihnen mitkommen

möchte – und ich habe

ja gesagt.

Leoni, es ist nicht selbstverständlich,

dass sich eine 17-Jährige komplett

eigenständig versorgt.

Leoni: Es ist ein bisschen ungewohnt,

nicht mehr so viele Leute

– schließlich sind wir sechs in

Sag mal Leoni, wieso hast Du vergangenes

Jahr in Mexiko verbracht?

Leoni: Ich war wegen des Jobs

meines Vaters in Mexiko. Er hilft

dort in Quéretaro ein neues Werk

für seine Firma aufzubauen und

Im Yosemite-Nationalpark unterwegs:

Viola (2.v.l.) und Leoni

(mitte) in Kalifornien.

54 | altlandkreis


Leoni Lutzenberger verbrachte das

vergangene Schuljahr in Mexiko.

der Familie – um mich herum zu

haben. Ganz alleine bin ich aber

nicht, über mir wohnt mein großer

Cousin und mit mir wohnt derzeit

ein Mexikaner, der mitgekommen

ist und jetzt bei uns ein Auslandsjahr

absolviert. Außerdem kommt

meine Schwester jedes Wochenende

zu Besuch.

Wie sieht Dein Alltag aus?

Leoni: Es ist schon anstrengend,

da ich relativ viel mache: FOS in

Weilheim, Knappschaftskapelle,

Führerschein und arbeiten. Daher

komme ich oft spät nach Hause.

Den Haushalt zu erledigen macht

mir gar nicht so viel aus, weil ich

ganz gerne sauber mache und ich

es nicht haben kann, wenn etwas

nicht an seinem Platz ist.

Was ist der größte Unterschied

zwischen Deutschland und Mexiko?

Viola: Die Kultur und auch der

Alltag sind komplett verschieden.

Beispielsweise die Lebenseinstellung:

Die meisten in Mexiko sind

total offen, freundlich und herzlich.

Pünktlichkeit ist für die Mexikaner

dagegen unwichtig.

War es problematisch, dann wieder

auf eine deutsche Schule zu gehen?

Viola: Da wir in Mexiko auf einer

Schweizer Schule waren und es da

viele Ähnlichkeiten zu einer deutschen

Schule gibt, war die Umstellung

nicht so schwer.

Ihr habt die Jugendgruppe des

Alpenvereins übernommen beziehungsweise

wiederbelebt. Wie seid

Ihr auf die Idee gekommen?

Leoni: Wir waren als Kinder selbst

dabei und wollten schon damals

später mal Jugendleiter werden.

Jetzt ergab sich die perfekt Möglichkeit,

da es keine Jugendgruppe

in Peiting mehr gab. Also dachten

wir uns, wir eröffnen wieder eine.

Was ist Euer Ziel?

Viola: Wir wollen Kindern die

Möglichkeit geben, Spaß in einer

Gruppe zu haben und sich dabei

ein bisschen sportlich zu betätigen.

Wir machen es, weil wir selber

großen Spaß daran haben und

gerne in den Bergen unterwegs

sind.

Was hat bisher stattgefunden?

Viola: Mitte September haben wir

einen Kennenlern-Nachmittag auf

dem Kalvarienberg veranstaltet.

Und eine Fackelwanderung im

Oktober.

Was ist alles geplant?

Leoni: Ein Filme- und Spieleabend

mit Übernachtung im November.

Eine Weihnachtsfeier mit

Plätzchen backen. Nachtrodeln,

Skifahren, Schlittenfahren, eine

Wanderung auf den Schnalzberg,

eine Radtour an den Schwaigsee.

Jeder, der Interesse hat, kann sich

gerne bei uns per E-Mail melden

(avjugendpeiting@web.de).

Wer darf bei Euch mitmachen?

Viola: Jeder ab sechs Jahren ist

willkommen. Bei vereinzelten

Aktionen kann es eine Altersbegrenzung

geben. Natürlich wollen

wir möglichst viele Kinder für den

Alpenverein begeistern.

Gab es für Euch irgendetwas zu

beachten?

Leoni: Da wir jetzt neu anfangen,

steht uns alles offen und wir haben

sozusagen freie Hand. Wir

beide haben bereits einen Grundkurs

in Sachen „Jugendgruppe

leiten“. Ein weiterer, spezifisch

für den Alpenverein ausgelegter

Übungsleiterschein, ist zudem geplant.

Was wünscht Ihr Euch für Euer Jugendangebot?

Viola: Zahlreiche begeisterte Kinder

und Jugendliche, die alle viel

Spaß haben bei unseren Aktionen.

Wie sehen Eure generellen Pläne

für die Zukunft aus?

Viola: Erst das Abitur machen und

dann gerne studieren, vielleicht in

Richtung Journalismus.

Leoni: Ich möchte die FOS erfolgreich

beenden und dann eine Ausbildung

zur Hebamme beginnen.

Viola Breidenbach zählt unter anderem

Wandern zu ihren Hobbys.

tis

november / dezember 2018 | 55


Pauli Faistl – Bergsteigen mit dem Einrad

„Angst haben

darfst du nicht“

Oberammergau | Unzählige Male

ist Paulina „Pauli“ Faistl die ersten

Wochen und Monate hingefallen.

Doch sie gab nicht auf, nutzt jede

Minute ihrer Freizeit, um dieses

schwierige Sportgerät von Mal

zu Mal besser in den Griff zu bekommen.

„Und es hat sich trotz

der vielen Stürze relativ schnell

zur Sucht entwickelt“, sagt die inzwischen

19-Jährige. Angefangen

draußen auf der Straße vor dem

Haus ihrer Eltern, fahrtechnisch

verbessert im TSV Oberammergau,

Abteilung Einrad, und nun?

„Bin ich eigentlich nur noch draußen

im Gelände unterwegs.“ Mit

draußen meint Pauli Faistl nicht

nur Forstwege, sondern vor allem

schmale, zum Teil verblockte, verwurzelte

und grobschottrige Wanderwege

in bis zu 2 000 Metern

Höhe. Richtig gelesen: Die hauptberufliche

Kinderpflegerin besteigt

und befährt die Alpen mit dem

Einrad. Gefährlich? „Angst haben

darfst du dabei natürlich nicht“,

sagt Faistl, die sich von dem einen

oder anderen Wanderer den

einen oder anderen „saublöden

Spruch“ anhören muss. Und auch

aus dem engeren Bekannten- und

Freundeskreis gab und gibt’s Kritik

– einerseits aufgrund der immensen

Sturzgefahr, andererseits

aufgrund Unverständnisses, mit

dem Einrad ins Gebirge fahren zu

müssen. „Meine Eltern machen

sich manchmal Sorgen, zumal ich

dort, wo ich unterwegs

bin, meistens s

keinen Handyempfang

habe.“ Die meisten Leute

aber sind fasziniert, auf dem Weg

zum Gipfel dieser jungen Einradfahrerin

zu begegnen. „Das weckt

bei vielen die Neugier, weshalb

ich sehr häufig mit total unterschiedlichen

Leuten ins Gespräch

komme.“ Ein schöner zwischenmenschlicher

Nebeneffekt dieser

„natürlich verrückten“ Sportart.

Mit dickerem Reifen

und Bremse

Die Liebe zum Einradfahren begann

für die 1,84 Meter große

Oberammergauerin beim Blick

aus dem Küchenfester, „als ich

Kinder aus der Nachbarschaft

damit gesehen habe und es daraufhin

unbedingt selbst ausprobieren

wollte“. Faistl, damals 14

Jahre jung, leihte sich zunächst

ein Einrad aus, kaufte sich kurze

Zeit später ein eigenes und fährt

mittlerweile ein speziell auf Geländefahrten

ausgelegtes Einrad

– ein rund sechs Kilogramm

schweres Downhill-Einrad aus

Aluminium mit breiterem und

größerem Reifen (27,5 Zoll) sowie

einer Scheibenbremse, deren Griff

unter dem Sattel fixiert ist. Kraft,

Kondition, Gleichgewicht, Körperbeherrschung,

sehr viel Mut und

extrem viel Geduld sind die Eigenschaften,

um gut Einrad fahren zu

können. „Die Schwierigkeit beim

Einradfahren generell ist, dass du

ständig in alle Richtungen rollen,

fallen und kippen kannst, du absolut

keinen Halt findest.“ Heißt: Die

zum Stehenbleiben erforderliche,

zentrale Position muss andauernd

vom Körper ausgehen, was auf

ebenem Untergrund wie in Sporthallen

oder auf großen Parkplätzen

schon schwer genug ist. Im

Gelände aber kommen ständige

Bergauf schwingt Pauli Faistl ihr

Einrad über die rechte Schulter.

56 | altlandkreis


Unebenheiten, Hindernisse und

unterschiedlich steile Bergab-

Passagen hinzu – mal trocken, mal

batzig, mal mit viel Gripp, mal extrem

rutschig. „All das macht das

Einrad fahren natürlich nochmals

wesentlich schwieriger“, sagt Pauli

Faistl. Aber es funktioniert.

Bike-Cup-Strecke

abgefahren

Konkret herausgefunden hat Pauli

Faistl dieses „Funktionieren im

Gelände“ beim Oberammergauer

Bike-Cup 2017, wo die Teilnehmer

mit klassischen Mountainbikes

sich den Berg hinauf quälten und

risikoreich wieder hinab fuhren.

Faistl war für dieses Rennen am

Kolbensattel eigentlich nur als

Streckenposten eingeteilt, nahm

spaßhalber ihr Einrad mit und

dachte sich: „Sobald das Rennen

vorbei ist, fahre ich die Forststraße

hinunter.“ Gesagt, getan. Dass

es auf Anhieb ohne Sturz klappte,

obwohl sie damals noch keine

Bremse zur Verfügung hatte und

die Strecke aufgrund des damaligen

Sauwetters extrem batzig und

rutschig war, „ist für mich sensationell

gewesen und hat natürlich

unglaublich viel Spaß gemacht“.

„Bin kein

Fitness-Studio-Mensch“

Warum Pauli Faistl die Trainingseinheiten

im TSV seither komplett

außen vor lässt, hat schlichtweg

den Grund, „dass ich noch nie der

Fitness-Studio-Mensch war, mir

Sport in der Halle einfach keinen

Spaß macht“. Der Drang, nach

Feierabend und am Wochenende

sich in freier, wilder Natur auszutoben,

ist für die junge Dame

stattdessen ungebrochen groß.

Und zwar bei jedem Wetter zu

jeder Jahreszeit. „Ich bin auch

schon im Winter draußen mit dem

Einrad gefahren.“ Selbstverständlich

nicht von den Gipfeln der

Ammergauer Alpen. „Und auch

nur, wenn nicht allzu viel Schnee

liegt.“ Dann nämlich steigt Faistl

um auf Skier, gibt Kinderkurse als

Skilehrerin oder geht Skitouren.

Fotoshooting auf

der Zugspitze?

Ihr großes Ziel aber ist, sich im

Downhill-Einradfahren Schritt für

Schritt zu verbessern. Zwar nicht,

um später auch an Wettkämpfen

teilzunehmen. „Die gibt es mittlerweile

für Downhill-Einrad.“

Dafür träumt Pauli Faistl davon,

mit dieser kuriosen Extrem-

Sportart den einen oder anderen

Sportartikel-Hersteller auf sich

aufmerksam zu machen. Viele

Sportler arbeiten heutzutage

für renommierte

Firmen, um allen voran

in sozialen Medien wie

Instagram und Facebook

Werbung zu machen.

Warum nicht für Radlhose

und –trikot, Pedale, Reifen, Helme,

Knie- und Schienbeinschoner

sowie Downhill-Einräder?

Hierbei helfen soll Einrad fahren

auf der Zugspitze, „was ich unbedingt

nächstes Jahr in Angriff nehmen

möchte“. Wobei die ersten

Schritte in Richtung Vermarktung

bereits diesen Sommer gemacht

wurden. Pauli Faistl war heuer

auf der Notkarspitze, dem Wank

und dem Jochberg. Alle drei Berge

haben herrliche Aussichten zu bieten.

Begleitet wurde Faistl, die übrigens

– „toi, toi, toi“ – noch keine

schweren Verletzungen erlitt, von

je einem professionellen Fotografen.

„Die haben mich gefragt, weil

sie stets auf der Suche nach speziellen

und spektakulären Motiven

im Outdoorsport-Bereich sind.“

Das Ergebnis des Fotoshootings ist

wie ihr Hobby: Einzigartig. js

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november / dezember 2018 | 57


DAS ALTLANDKREIS-HEIMATRÄTSEL

Voralpen-Idylle

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AUF UNSEREN SERVICE

© Sergey Nivens/Fotolia.com

Peiting-Birkland | Eingebettet zwischen

Apfeldorf, Forst und Peiting

liegt Birkland nahezu exakt im Zentrum

des Pfaffenwinkels. Es geht

beschaulich zu im 600-Einwohner-

Ort, einige würden Birkland sogar

als eines der idyllischsten Dörfer

im Voralpenland bezeichnen. Erstmals

wurde Birkland übrigens im

Jahr 1130 unter dem Namen Pirkwang

in einer Urkunde erwähnt,

das Gebiet des heutigen Birkland

gehörte damals zum Kloster Wessobrunn.

Erst 1818 wurde Birkland

eine zum Landgericht Schongau

gehörige selbstständige Gemeinde.

Allerdings nicht bis heute,

denn mittlerweile zählt Birkland

als Ortsteil zu Peiting. Im Zuge der

Gebietsreform im Freistaat Bayern

wurde von 1971 bis 1980 die Zahl

der Gemeinden von 7 004 auf 2 050

reduziert. Knapp 82 Prozent der

wahlberechtigten Birkländer hatten

sich damals für den Anschluss

an die Marktgemeinde entschieden.

Im neuen „altlandkreis“-Heimaträtsel

möchten wir von Ihnen,

liebe Leser, wissen: Seit welchem

Jahr gehört Birkland zu Peiting?

Da die Eingliederung de facto am

1. Januar unseres gesuchten Jahres

vollzogen wurde, gibt es auch nur

eine exakte Lösung. Sollten Sie diese

wissen, schicken Sie uns bis 15.

November eine Postkarte mit dem

Stichwort „Heimaträtsel“ und der

Jahreszahl an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting. Oder eine E-

Mail an info@altlandkreis.de. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen und

wie immer entscheidet das Los. Zu

gewinnen gibt es fünf Familienkarten

für Badespaß im Plantsch. tis

DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wie viele Lech-Staumauern befinden sich im Verteilgebiet des „altlandkreis“?

Dies wollten wir von Ihnen in der vergangenen Ausgabe

wissen. Die Lösung: Zehn, mit der von UPM elf, weshalb wir beide

Zahlen als Lösung gelten haben lassen und folgenden Teilnehmern

zur Plantsch-Karte gratulieren: Alois Sporer aus Altenstadt, Gabriele

Weiß aus Peiting, Jasmin Reindorf aus Schongau, Maria Bertl aus

Schönberg und Nikolas Heinlein aus Hohenpeißenberg. Herzlichen

Glückwunsch! Allen, die diesmal weniger Glück hatten, wünschen

wir mehr Erfolg beim aktuellen „altlandkreis“-Heimaträtsel.

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Fax: Tel.: 08861/6903084

08861/6903170

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Herausgeber und ©: CARAT Systementwicklungs- und Marketing GmbH & Co. KG, Am Victoria-Turm 2, 68163 Mannheim •

Gestaltung Herausgeber und und Layout: ©: MAKOM CARAT Systementwicklungs- GmbH, Basler Str. 24 B, und 79100 Marketing Freiburg GmbH • 10/2017

& Co. KG, Am Victoria-Turm 2, 68163 Mannheim

Gestaltung und Layout: MAKOM GmbH, Basler Str. 24 B, 79100 Freiburg • 10/2017

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„altlandkreis“

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Telefon: 08869 / 91 22-16

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Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Oktober 2018.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Januar / Februar 2019:

Freitag, 21. Dezember 2018 (Anzeigenschluss: 3. Dezember 2018)

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen

angrenzenden Gemeinden

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.altlandkreis.de.

Fotos: Sophie1404/fotolia, BSE-pictures, Miriam Schwarzfischer, Johann Jilka,

Johannes Schelle, Peter Ostenrieder, Tim Schmid, Kurt Zarbock, Rosi Geiger,

Angelika Speer, Max Helbig, PaBe Fotografie/Patricia Behr, AV Sektion

Peißenberg, Marc Samer/Fotostudio Marktoberdorf, Kevin Rieseneder,

Daniel Rosengart, Hans Schütz, Maxbrauerei Altenstadt, BR Brettl-Spitzen,

Couplet-AG, fiedler-IT, Schönegger Käse-Alm, Monika Ditschek, Viola Breidenbach,

Leoni Lutzenberger, Bernhard Hofmann, Gaby’s Schmuckinsel, Franziska

Zepf, Gemeinde Hohenpeißenberg, Christian Kolb, Matthäus Unsin, Fliegerhorst

Kaufbeuren, Auf der Gsteig, Robert Schwarz, Petra Meder-Hokamp,

Wolfgang John, fotolia

58 | altlandkreis


Die regionalen Hochschul- und Ausbildungsmessen

Schule, aber dann?

Weilheim / Schongau | Die Bildungsoffensive

im Landkreis

Weilheim-Schongau geht auch im

Jahr 2019 unverändert weiter. „Abi

– und was dann“, unter diesem

Motto steht das Hochschulforum,

das in der Weilheimer Stadthalle

am 1. Februar 2019 bereits zum

dritten Mal stattfinden wird. Sowohl

die Besucher als auch insbesondere

die Aussteller waren

von den bisherigen Hochschulforen

mehr als begeistert. Hier

präsentieren sich Hochschulen,

Universitäten, Organisationen,

Unternehmen und Schulen mit

ihren Angeboten für Abiturienten

oder Fachabiturienten. Natürlich

nimmt hier neben dem klassischen

Studium auch das duale

Studium seinen Platz ein. Im vergangenen

Jahr waren Vertreter

von 30 Hochschulen und circa 15

Unternehmen aus der Region vor

Ort und informierten über Studienangebote

und -bedingungen,

aber auch über Alternativen.

Am 10. April (Mittwoch vor Ostern)

dann findet in Schongau wieder

die „SAM2019“, die Schongauer

Ausbildungsmesse 2019 statt. Organisiert

vom Informationskreis

der Wirtschaft in Schongau und der

Agentur Ostenrieder werden in der

Lechsporthalle und im Freigelände

davor von 13.30 bis 17.30 Uhr circa

80 Unternehmen ihre Möglichkeiten

für fundierte Berufsausbildungen

und duale Studiengänge

präsentieren. Zum wiederholten

Male hat sich für 2019 der Infotruck

der Metall- und Elektroindustrie

angekündigt, wo sich die Besucher

auf zwei Stockwerken eingehend

informieren können. Über

1 500 Besucherinnen und Besucher

konnten im vergangenen Jahr gezählt

werden. Firmen, die sich auf

dieser Messe für Ausbildungsbewerber

präsentieren möchten,

können sich ab dem 5. November

das Anmeldeformular für die

SAM2019 von der Website www.

schongauer-ausbildungsmesse.de

downloaden.

Den Abschluss der Bildungsmessen

im Frühjahr bildet dann die Weilheimer

Ausbildungsmesse „Mein

Job – Meine Zukunft“, die am 22.

Mai in der Weilheimer Stadthalle

stattfinden wird. Die Anmeldefrist

für diese Messe in Weilheim

ist noch nicht bekannt, wird aber

über die Tagespresse bekannt gegeben.

Schon heute wünschen wir

allen Ausstellern und auch allen

Besuchern ergiebige Besuche auf

den Bildungsmessen im Landkreis

Weilheim-Schongau.

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Bergbaumuseum in Peißenberg

Erinnerung an die Kumpel

Peißenberg | Peißenberg ist ein

Bergbauort. Das dürfte hinreichend

bekannt sein, geht der

Pechkohlebergbau am Hohen

Peißenberg doch bis in das 16.

Jahrhundert zurück. Damals – so

die Geschichte – soll ein Viehhirte

entdeckt haben, dass sein

Feuer den Boden in Brand setzte

und nur mühsam gelöscht werden

konnte. Ein geregelter Abbau

begann ab 1837 durch den bayerischen

Staat. 1927 wurde der

staatliche Kohlebergbau in eine

Aktiengesellschaft umgewandelt,

die BHS (Bayerische Berg-,

Hütten- und Salzwerk AG) entstand

– diese hielt den Betrieb

des Bergwerks bis 1971 aufrecht.

Weit über 100 Jahre lang war der

Bergbau Grundlage für die Einkommen

vieler Familien und zudem

hauptverantwortlich für die

Entwicklung des Marktes Peißenberg

hin zum Industriestandort.

Allein in Peißenberg wurden in

diesem Zeitraum über 32 Millionen

Tonnen Kohle gefördert. Gerade

deshalb sah sich der Markt

in der Verantwortung, auch nach

der Bergbauzeit die Traditionen

der Kumpel weiterhin zu pflegen

und zudem allerlei Überbleibsel

aus früher Bergwerkszeit für die

Nachwelt zu erhalten. 1988 wurde

das Bergbaumuseum errichtet,

welches heutzutage, 30 Jahre

später, noch immer ein beliebter

und informativer Freizeitausflug

für die gesamte Familie ist. „Das

Museum kommt immer noch gut

an. Und wir freuen uns, wenn sich

jemand für den Bergbau interessiert“,

bestätigt Andrea Kohler,

bei der Gemeinde Peißenberg

verantwortlich für die organisatorischen

Aufgaben rund um das

60 | altlandkreis

Bei der Fahrt mit dem Bockerl durch den Erlebnisstollen trifft man unter

anderem auf diesen malochenden Kameraden.

Museum. Das Bergbaumuseum

wurde einst unter tatkräftiger Unterstützung

und Förderung durch

den Markt Peißenberg und des

Bayerischen Nationalmuseums

errichtet. Entstanden ist eine Zeitreise,

die den Abbau der Kohle

von mühsamer Handarbeit bis hin

zum hochmodernen, vollmechanisierten

Betrieb darstellt. Der Bergbaumuseumsfreunde

e.V. kümmerte

sich gemeinsam mit dem

Knappenverein Peißenberg in

zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden

um den Ausbau des

danebenliegenden Tiefstollens,

aus dem zwischen 1869 und 1923

rund anderthalb Millionen Tonnen

verwertbare Kohle gefördert wurden.

Im jetzigen Erlebnisbergwerk

können Jung und Alt die Atmosphäre

unter Tage hautnah erleben.

Insgesamt zeigt das Museum

einen lebendigen Querschnitt aller

bergmännischen Techniken: Man

sieht, wie mühsam Kohle früher

in Handarbeit abgebaut werden

musste und welche revolutionären

Entwicklungen es bis zur

Schließung des Bergwerks 1971 im

technischen Bereich gegeben hat –

unter anderem wurde der Reißhakenhobel

in Peißenberg erfunden.

Der Bergmann – ein

angesehener Mann

Eine Tour durch das Peißenberger

Bergbaumuseum startet bestenfalls

im eigentlichen Museum,

dem ehemaligen Zechenhaus,

das zentrale Verwaltungsgebäude

eines Bergwerks. In insgesamt 14

Räumen erfahren Besucher allerhand

Wissenswertes über die

Geschichte des Kohlebergbaus.

Geologische Schaubilder erläutern

die Entstehung der Kohleflöze

im Voralpenland, Uniformen,

Werkzeuge, Schachtmodelle und

Grubeneinrichtungen veranschaulichen

die bergmännische Arbeit.

Im ersten Stock finden sich hingegen

Exponate, die zeigen, wie

das soziale Leben der Bergleute

aussah. „Der Bergmann war ein

angesehener Mann, der eine gute

soziale Absicherung genoss“, erklärt

Andrea Kohler.

Im Erlebnisbergwerk: Ein sogenannter „Alter Mann“,

eine nicht mehr genutzte, abgebaute Grube.


Direkt gegenüber des Zechenhauses

liegt die Tiefstollenhalle, die

heutzutage nicht nur regelmäßige

kulturelle Höhepunkte beherbergt,

sondern auch eine Dauerausstellung

des Bergbaumuseums

mit Großgeräten und ständigen

Filmvorführungen. Hier werden

Fragen beantwortet, wie und mit

welchen Maschinen auf dem ehemaligen

Industriegelände gearbeitet

wurde. Der erste Blick beim

Rundgang schweift allerdings sogleich

nach dem Eingang rechts

auf eine modellhafte Nachbildung

des ersten Förderturms, der im

Jahre 1915 auf dem Betriebsgelände

rund 800 Meter südlich der

Tiefstollenhalle aufgestellt wurde.

Das Highlight „insbesondere für

Kinder“, wie Andrea Kohler verrät,

ist zweifelsohne der Erlebnisstollen,

mit viel Liebe zum Detail

ausgebaut und im Mai 2014 eröffnet.

Mit Helm auf dem Kopf fährt

man auf der Grubenlok, dem sogenannten

Bockerl, ins Erlebnisbergwerk

ein, wo die Arbeitswelt

des Bergmanns hautnah nachempfunden

werden kann. Auf

einem rund 100 Meter langen Abschnitt

können die verschiedenen

Ausbauformen in Holz und Stahl

verglichen werden. Zudem ist

vom Grubentelefon bis zum Bergmannsklo

alles nachgebildet. Eine

Schausprengung mit viel Rauch

und lauten Sprenggeräuschen

rundet die Einfahrt ins Bergwerk

ab. Auch ein sogenannter „Alter

Mann“, eine nicht mehr genutzte,

abgebaute Grube, ist zu sehen.

Wem die Tour durch die drei

Museumskomponenten noch zu

wenig Bewegung ist, kann im Anschluss

vom Museum eine rund

zehn Kilometer lange Wanderung

auf dem Stollenweg starten. Ein

Lehrpfad für Bergwerk, Geologie

und Landschaft, der an drei Stollen

vorbeiführt und anhand von

zehn Schautafeln alles rund um

den Bergbau erklärt – bei einem

unverwechselbaren Blick auf die

Alpenkette.

Jubiläumsfeier

im kommenden Jahr

Dieses Jahr wird das Bergbaumuseum

30 Jahre alt. Da im

kommenden Jahr in Peißenberg

Gaufest und auch 100 Jahre Markterhebung

anstehen, reiht sich

„30 Jahre Glück Auf“ in die Riege

der Feierlichkeiten ein. Sowohl

die Marktgemeinde als auch der

Verein der Bergbaumuseumsfreunde

arbeiten derzeit an einem

Neuerungskonzept inklusive

einer Überarbeitung der Ausstellungsräume,

um auch weiterhin

In der Tiefstollenhalle ist eine Dauerausstellung des Bergbaumuseums

mit Großgeräten und ständigen Filmvorführungen integriert.

das kulturelle Gut rund um den

Bergbau zu bewahren. Informationen

zu Führungen, Eintrittspreisen

und Öffnungszeiten hält die

Internetseite des Museums (www.

peissenberg.de/bergbaumuseum)

bereit. Für Kindergärten und

Grundschulen werden die Führungen

natürlich entsprechend

angepasst, damit die Erinnerung

an die Kumpel auch in die nächste

Generation getragen wird. tis

Detaillierte li Nachbildung vom harten

Arbeitsalltag der Bergleute.

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Lehrangebot zum Thema Schafkopfen

Bayerisches Volksgut

Peißenberg / Peiting | Wenn in

Wirtshäusern von Sauspiel, Farb-

Solo oder Wenz die Rede ist, wissen

zumeist auch Laien, dass es

sich um eines der beliebtesten

bayerischen Kartenspiele handelt:

dem Schafkopfen. Über die Entstehung

des Schafkopfspiels gibt es

viele verschiedene Theorien, keine

davon wurde jedoch ernsthaft

erforscht oder gar nachgewiesen.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde

das Schafkopfen in einem sächsischen

Bußgeldkatalog des Jahres

1782. Die bayerische Variante soll

hingegen mit der Einführung des

Rufspiels wohl in Franken in der

ersten en

Hälfte des 19. Jahrhunderts

hund

entstanden tand

nden

sein. Die

erstmalige

Erwähnung eines definitiv nach

bayerischen Regeln gespielten

elte

Schafkopfspiels fspi

datiert aus dem

Jahr

1849. Im „Schafkopf-Büchhlein“

eines Amberger Verlages von

1895

sind die ersten en überlieferten

rten

Spielregeln egel

e zu lesen. en. Die heutigen

offiziellen len Spielregeln egel

eln wurden

beim

1. Bayerischen Schafkopf-

f-

Kongress am 17. Dezember er 1989

im Hofbräuhaus us München durch

den Bayerischen Schafkopf-Verein

f-Ve

e.V.

festgelegt. eleg

egt.

„Ein echter er Bayer

muss

Schafkopfen können!“, nen!

n!“,

so

ein allgemeiner lgem

eine

Tenor in hiesigen

Gaststätten. stät

ten.

Das

dachten sich wohl

auch

die

Verantwortlichen tlic

der Peißenberger

erge

Volkshochschule ochs

hsch

chul

und

riefen en den

Kurs „Schaf(f)kopfen fe


Ein Stück Kultur ur im Oberland“ ins

Leben, der

diesmal in Kooperra-

oper

ra-

tion

mit

der

VHS

Peiting am

Mittwoch, 7. November,

startet. tet.

t. In der Beschreibung

zum

Kurs

heißt

es weiter:

Dieses

e

Spiel zu kennen und können, gehört

im Oberland fast schon zur

Allgemeinbildung.“ Im fünf Abende

andauernden Kurs geht es darum,

Regeln und Spielstrategien

sowie den entsprechenden Fachjargon

kennenzulernen. „Beim

Schafkopfen gibt es so viele unterschiedliche

Level“, berichtet Hans

Streicher, Dozent des VHS-Kurses,

über Leute, die sich jede einzelne

gespielte Karte merken können.

„So weit geht unser Kurs natürlich

nicht.“

Schafkopfen gehört zur

Allgemeinbildung

Der 66-Jährige selbst ist in der

Gaststätte stät

te groß geworden, en, seine

Mutter war

als

Bedienung ng tätig.

Als Kind

sah

er immer me

beim

Kartenspielen

elen

zu und hat es

letztlich

lich

von seinem em Vater gelernt. ernt

Nun

gibt er seine Begeisterung an

seine bis zu elf

Teilnehmer eh

wei-

ter.

Und

diese sind immer mer bunt

gemischt: jung, alt,

Mann,

n,

Frau

– Schafkopfen, ein Gesellschaftsspiel,

sspi

das verbindet.

Zunächst wird immer mer in ei-

ner großen Runde gespielt,

el

wobei grundlegende ende

Dinge

und Regeln geklärt werden

sowie welche Bedeutung

eutu

und Wertigkeit it die

einzelnen

en Karten

haben.

Oder etwa, dass das Ziel des Spiels

ist, durch Stechen eine möglichst

hohe Punktzahl zu erreichen.

Meistens werden die ersten Runden

aufgedeckt gespielt, die Teilnehmer

machen dabei Vorschläge,

was man machen könnte.

„Erst schaut man ein bisschen,

dass man sich auf Sauspiele konzentriert“,

sagt Streicher. Das Sauspiel

ist schließlich das einfachste,

weil von den vier Mitspielern, die

bei einer Schafkopf-Runde dabei

sind, immer zwei zusammen

gegen die anderen zwei spielen.

Bei einem Solo oder Wenz spielt

hingegen immer einer gegen drei,

was zwangsläufig schwieriger iger

zu

erklären en ist

und

deshalb etwas

später eingeführt wird. Die „Zusammenspieler“

spie

werden im Laufe

62 | altlandkreis


der Zeit immer weniger, ehe etwa

ab dem vierten Abend einzelne

Partien mit vier Mann, am letzten

Abend sogar ein kleines Turnier

ausgetragen werden.

„Leider sterben die Stammtische

aus“, bedauert Hans Streicher

ein wenig. Früher traf sich die

hart arbeitende Bevölkerung täglich

in der Gaststätte auf die eine

oder andere Halbe Bier – und dabei

wurde eben Karten gespielt,

nicht selten Schafkopfen. Warum?

Das Schöne am Schafkopfen ist,

dass jedes Spiel anders ist. Auch

wenn man zwei oder drei Mal

die gleiche Karte in der Hand hält

und auch wenn man sich sicher

ist, dass man gewinnt, kann man

noch verlieren“, sagt Streicher.

Hinzu kommt, dass man in jedem

Spiel einen anderen Partner beziehungsweise

Gegner hat. Anders

als beim „Watten“, wo eine

Partie immer mit dem gleichen

Partner durchgespielt wird. Da

Schafkopf gemäß §284 StGB nicht

zu den Glücksspielen zählt, darf

in Deutschland um Geld gespielt

werden. Und das ist auch wichtig,

wie Hans Streicher sagt: „Natürlich

nicht um Beträge, die einem

weh tun. Wenn man allerdings

um nichts spielt, spielt man jeden

Schmarrn.“ Und das ist natürlich

gar nicht im Sinne des ehemaligen

Mittelschul-Lehrers und jetzigen

Schafkopf-Dozenten.

Über allem steht beim Schafkopfen

das Gesellige. Zumeist geht es

also weniger ums Kartenspielen,

viel mehr ums Ratschen, gemeinsam

mit Freunden ein Bierchen

zu trinken. Das lässt sich sofort

erkennen, beobachtet man die

vereinzelten Tische, die sich in

den Gaststätten noch zum Spielen

treffen.

Auch an Hans Streicher ist das

„Kartenspielen-Sterben“ nicht

gänzlich vorbei gegangen. gang

en. Wäh-

rend

er sich

früher regelmäßig

mit einer festen en Runde traf, spielt

er mittlerweile tler

ile nur noch

einmal

im Monat. Gerade deshalb freut er

sich

umso mehr

auf

seinen Schafaus

unterhalb der Bücherei ei –

Anmeldungen nimmt

die

VHS entgee-

gen.

kopf-Kurs im

Max-Biller-Haus

ler-

tis

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november / dezember 2018 | 63


Aus der Geschäftswelt

„Kürzere Wege und Parkplätze vor der Tür“

KÖPF EURONICS VERLÄSST NACH 26 JAHREN DIE SCHONGAUER ALTSTADT

Peiting / Schongau | Nach 26 Jahren

verlassen Franz und Edith

Köpf die Schongauer Altstadt,

ziehen mit ihrem gleichnamigen

Fachgeschäft für Unterhaltungsund

Haushaltselektrogeräte nach

Peiting um. Genaugenommen in

das rote Haus an der Meierstraße,

Hausnummer 7, gegenüberliegend

von „Buch am Bach“ und

„Metzgerei Schmaußer“. Gründe für den Umzug

nennt Franz Köpf, gelernter Radio- und Fernsehtechnikermeister,

gleich mehrere: „Kürzere Wege,

weniger Miete und eine bessere Parkplatzsituation

und Anbindung.“ Kürzere Wege, weil Familie Köpf

in Peiting zuhause ist. Und die vier Parkplätze, die

künftig über eine Stunde lang mittels Parkscheibe

von Köpfs Kunden kostenlos genutzt werden dürfen,

befinden sich direkt vor der Ladeneingangstüre. In

Sachen Angebot und Service bleibt Köpf seiner bisherigen

Linie treu – Verkauf, Beratung, Installation

und Reparatur von „weißen“ und

„braunen“ Elektrogeräten. Weiß

steht unter anderem für Waschmaschine,

Trockner, Spülmaschine

und Kühlschrank. Braun für

Fernseher, Radio, Hifi-Anlage,

Handys und Dazugehörendes wie

das Verlegen von Kabeln, das Anschließen

von „Schüsseln“ sowie

die Einstellung und Programmierung

von beispielsweise Smart-TV oder Smartphone.

Darüber hinaus ist Köpf spezialisiert auf ein

hochwertiges Schnitt-Programm namens „Casablanca“,

für das Leute bis aus Murnau, Kempten und

München zu ihm kommen. Eröffnet wird Köpf an

neuer Wirkungsstätte am 10. und 11. November. „Am

Samstagvormittag machen wir das erste Mal für die

Öffentlichkeit auf, am Sonntag ist Markt mit tollen

Angeboten“, sagt Franz Köpf, der sich natürlich

wünscht, dass ihm seine Stammkunden trotz des

Umzugs treu bleiben.

js

Gold und Silber im Herzen Füssens

GABY’S SCHMUCKINSEL ERÖFFNETE ZWEITES GESCHÄFT

Füssen / Hohenfurch | Gaby’s Schmuckinsel zählt aufgrund

höchster Kundenfreundlichkeit, Kompetenz

und umfangreichem Serviceangebot zu den beliebtesten

Geschäften der Region. Gegründet wurde das

Schmuckgeschäft in Hohenfurch vor 25 Jahren. Mittlerweile

jedoch führen Juniorchefin Svenja Marissa

und Gaby Schratt auch einen zweiten Laden – und

zwar in Füssen. Die 125 Jahre währende „Nummer

eins“ befindet sich inmitten der beschaulichgemütlichen

Fußgängerzone, wo die Hohenfurcher

Powerfrauen „Juwelier Wollnitza“ am 19. Mai 2018

übernommen haben. Geöffnet hat das Fachgeschäft

nahe Königsschloss von Montag bis Freitag von 9.30

bis 13 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr und am Samstag von

9.30 bis 14 Uhr. Svenja und Mutter Gaby sind nun

im Wechsel in Füssen und Hohenfurch und betonen

ausdrücklich: „Unser Stammgeschäft an der

Schönach läuft ganz normal weiter.“ Dafür wurde

personell auf insgesamt

15 Mitarbeiter

aufgestockt. Erhältlich

in beiden Geschäften

ist Schmuck aller Art

in allen Preiskategorien.

Hervorzuheben

sind sicherlich das Trauringstudio, die hauseigene

Reparatur von Ketten, Ringen, Ohrringen, Uhren

und vielem mehr sowie gesonderte Öffnungszeiten

an allen vier Adventssamstagen (9.30 bis 16 Uhr).

So können Jung und Alt in aller Ruhe das perfekte

Weihnachtsgeschenk für ihre Liebsten finden. Rund

um die Uhr erreichbar ist das Team von Gaby’s

Schmuckinsel unter 08362 / 9304366 oder juwelier@gabys-schmuckinsel.de

in Füssen. Und unter

08861 / 20499 oder gs@gabys-schmuckinsel.de in

Hohenfurch.

js

64 | altlandkreis


Viel Platz für Arbeiten, Fuhrpark und Zufahrt

„LANGHAMMER’S LACKIEREREI“ NEU IM INDUSTRIEGEBIET OST

Schongau | Jürgen Langhammer eröffnet im Industriegebiet

Ost in Schongau, Birkländer Straße

5, direkt hinter dem Areal von TÜV Süd, eine neue

Lackiererei. „Das ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft

gewesen“, sagt Langhammer, der von seinem

neuen Standort regelrecht begeistert ist. „Wir haben

nicht nur reichlich Platz für unsere Arbeiten,

sondern auch sehr gute Zufahrts- und Parkmöglichkeiten.“

Darüber hinaus ist die große Halle mit

neuesten Maschinen und Werkzeugen ausgestattet.

Reinigungsanlage, Schraubenkompressor mit Luftdruckanschlüssen,

LED-Beleuchtung für herausragendes

Licht, Farbmischanlage sowie Lackier-Kombi-Kabine

– alles auf dem technisch modernsten,

der Umweltrichtlinie entsprechenden Stand. Neben

der Reparatur von Lackschäden an Kraftfahrzeugen

aller Art ist der familiengeführte Gewerbebetrieb

spezialisiert auf Oldtimer-Lackierungen und Smart

Repair. Aber auch nichtmetallische Farbgebung,

zum Beispiel Möbel und Deko-Gegenstände für

Inneneinrichtungen aus Holz, zählen zum Repertoire.

Neben Inhaber Jürgen Langhammer, zwei

Lackierer-Gesellen und einer Bürokraft, arbeitet in

„Langhammer’s Lackiererei“ auch Sohn Markus,

34, momentan dabei, den Meister zu absolvieren.

Er wird den Betrieb – erreichbar unter der Telefonnummer

08861 / 9088791 oder der E-Mail-Adresse

info@langhammers-lackiererei.de – mittelfristig

von Vater Jürgen übernehmen und weiterführen. js

Hiesige Unternehmer tauschen sich aus

FRÜHSTÜCKEN MIT „BNI AZURIT SCHONGAU-PEITING“

Peiting / Schongau | Seit Mitte Oktober treffen sich

jeden Freitagmorgen Unternehmer aus der Region

zum gemeinsamen Frühstück. „BNI Azurit Schongau-

Peiting“ heißt das Netzwerk offiziell, dem aktuell 25

Mitglieder angehören. Versicherungsmakler, Finanzberater,

Maler, Lackierer, Haustechniker, Fließenleger,

Steuerberater, Coaches und viele andere Selbstständige

aus unter anderem Schongau, Peiting, Peißenberg,

Reichling und Steingaden haben sich der Idee

von Hartmut Fischer aus Peiting angeschlossen. „Aus

jeder Sparte darf nur ein Unternehmer dabei sein“,

sagt Mitinitiatorin Franziska Zepf. Dies garantiere die

gewünschte „Vielfalt“, von der die einzelnen Mitglie-

Mitglieder von „BNI Azurit Schongau-Peiting“ i profitieren

gegen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag

der letztlich profitieren sollen. Kontakte knüpfen, von deren Strukturen und Empfehlungen – und von

Kunden weiterempfehlen, erfolgreiche Konzepte

und Ideen weiterreichen und aufschnappen. „Es hat

viele Vorteile, mit Unternehmern aus anderen Branchen

Seminaren, die unter anderem in Landsberg, Bad

Wörishofen und Augsburg regelmäßig zu Themen

wie Persönlichkeitsentwicklung, Firmenpräsentation

sich regelmäßig auszutauschen“, sagt Zepf, oder Zielsetzung abgehalten werden. Zum wöchent-

die beispielsweise in Sachen Datenschutzgrundverordnung

lichen Unternehmerfrühstück im Hotel Alte Post,

(DSGVO) enorm profitierte. Den Rahmen Altstadt Schongau, sind übrigens auch Gäste – nach

dieser neuen Unternehmergruppe bildet übrigens vorheriger Anmeldung (08861 / 2562476 oder zepf@

BNI – ein 1985 gegründetes Unternehmernetzwerk premiusmakler.de) – jederzeit herzlich willkommen.

für Geschäftsempfehlungen, international aktiv. Die Beginn: 7 Uhr.

js

november / dezember 2018 | 65


Beliebter Handarbeitstreff in Denklingen

Alte Zöpfe neu gestrickt

Denklingen | Ist Handarbeiten noch

in? Wer bei Inge’s Handarbeitstreff

in Denklingen vorbeischaut, bekommt

diese Frage auf jeden Fall

mit „Ja“ beantwortet. „Beim Stricken

gibt es immer wieder Trends,

dadurch ist es ein Auf und Ab“,

stellt Ingrid Hafenmayr fest und ergänzt:

„Bei uns in der Region wird

aber immer gestrickt, schon allein

wegen der Trachten. Da braucht

es also gar keine Modeerscheinungen.“

Seit 20 Jahren führt die

Denklingerin den Handarbeitsladen

an der Hauptstraße, der vom Boden

bis zur Decke mit Wollknäuel, Stickgarn

oder Häkelnadeln ausgestattet

ist und damit zum Eldorado für alle

Handarbeiterinnen wird. Jeden

Dienstag trifft sich eine Gruppe von

bis zu 14 Frauen, um in geselliger

Kaffee-Runde zu stricken oder häkeln.

Von Schwabbruck bis Pflugdorf-Stadl

kommen die Damen.

„Manche sind wirklich jede Woche

dabei, andere kommen nur, wenn

sie mit ihrem derzeitigen Werk Unterstützung

brauchen.“ Ingrid Hafenmayr

hat eigentlich Verkäuferin

66 | altlandkreis

gelernt, allerdings in einem Handarbeitsladen.

Nachdem ihre eigenen

Kinder größer wurden, wagte

sie den Schritt zur Selbständigkeit

und ist als passionierte Handarbeiterin

inzwischen Fachfrau in allen

möglichen Bereichen.

Dreieckstücher sind der

neueste Trend

Mit Hafenmayrs Unterstützung

trauen sich die Damen aus der Region

auch an schwierige Teile, wie

etwa das große Dreieckstuch, das

an diesem Tag Ella Dietrich dabei

hat. „Ich habe damit schon die

ganze Familie eingekleidet“, berichtet

die Reichlingerin, die aktuell

jedoch an etwas anderem strickt –

einer Trachtenweste für die Enkeltochter.

Erika Strommer aus Schongau

fertigt dagegen am liebsten

Jacken in allen Farben und Variationen.

Jutta Götzfried aus Hohenfurch

arbeitet an einem klassischen

Trachtenjanker und Wilma Klein

aus Schwabbruck häkelt eine Decke.

„Mit Socken hat man übrigens

immer beliebte Geschenke parat“,

erzählt Leni Waldhör aus Denklingen.

Die Ideen für Neues gehen

den Damen also nicht aus. „Ich

bin gespannt, wann wir mal Tangas

stricken“, wirft Traudl Kuisl aus

Schongau lachend ein. Tatsächlich

erinnert sich Ingrid Hafenmayr in

ihrer langen Schaffenszeit an ähnliche

Trends zurück. Unter anderem

an das Häkeln eines Bikinis. Dann

zeigt sie eine aktuelle Kreation:

Aus einer borstigen Wolle wurden

Scheuerlappen oder –blumen gehäkelt,

mit denen man erstklassig

Töpfe schrubben könne. Und die

dank bunter Farben auch noch ein

Blickfang in der Küche sind. Von

diesen kleinen Mitbringseln bis hin

zu Mänteln oder Decken werden

jeden Dienstag zahlreiche kreative

Sachen erarbeitet. Bei einer Tasse

Kaffee oder Tee kommt nebenbei

das Gesellige nicht zu kurz und

natürlich wird auch in den neuesten

Zeitschriften geschmökert, um

neue Trends und Projekte ausfindig

zu machen.

Trachtenjanker

mit Zöpfen

Selbst bei traditioneller Trachtenbekleidung

gibt es immer wieder

neue Inspirationen: Zöpfe sind beispielweise

wieder angesagt, was

den passionierten Strickerinnen

besonders gut gefällt – sie arbeiten

verschiedene Zopfmuster in beispielweise

Westen oder Strümpfe

ein. Unter fachkundiger Anleitung

sowie wöchentlichem Austausch

unter den Handarbeiterinnen probieren

die Damen auch sehr an-

Gesellige Runde beim Denklinger

Handarbeitstreff gut stricken.


Erika Strommer trägt eine selbst

gefertigte Jacke und auch die Puppe

dahinter trägt ein Unikat.

spruchsvolle Strickkreationen aus.

„Es gibt nichts, was die Inge nicht

rausbringt“, lobt Leni Waldhör

die Ladeninhaberin. Das haben

inzwischen auch andere Handarbeiterinnen

gemerkt. In Thaining

und Unterdießen gibt es ebenfalls

regelmäßige Treffs, die unter der

Anleitung von Ingrid Hafenmayr

stricken. Als Material verwendet

wird heutzutage sehr gerne Merino-Wolle,

weil sie sehr weich und

angenehm zum Tragen ist. Auch

die Stricknadeln sehen ganz anders

aus – die sind aus Holz, das sich

entgegen Nadeln aus Metall nicht

statisch auflädt. Außerdem sind sie

viereckig und liegen damit besser

in den Fingern.

Mützen für soziale

Einrichtungen

Die Denklinger Handarbeitsgruppe

hat auch schon mehrmals für soziale

Einrichtungen gespendet, unter

anderem Mützen oder Decken für

Frühchen in Krankenhäusern. Sie

wissen auch, dass Stricken die geistige

Leistungsfähigkeit stärkt und

beispielsweise bei Demenzkranken

ein schnelleres Fortschreiten der

Krankheit verhindert. „Man schläft

auch nicht ein beim Fernsehschauen“,

sagt Wilma Klein schmunzelnd.

Und zwar zu jeder Jahreszeit.

Egal ob Sommer oder Winter, die

Handarbeitsrunde in Denklingen

strickt und häkelt das ganze Jahr –

unterschiedlich ist nur die Art der

Wolle. In den rund 15 Jahren Handarbeitstreff

haben die Damen derart

viele Wollknäuel verstrickt, dass

man mit dem Material mehrmals

hätte die Erde umrunden können.

Und wenn sie mit ihren handgefertigten

Jacken, Pullovern oder

Tüchern irgendwo auftreten, werden

sie oft zum Blickfang. Von alten

Zöpfen also keine Spur.

rg

– Lohnhäckseln

– Hackgutankauf

– Rindenmulch

– Hackschnitzel

– Brennholz

– Forstmulcher

MANFRED SCHMID

Hoheneggstraße 35a · 86978 Hohenfurch

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Auch Babyschuhe h werden als Geschenke gestrickt.

Gerhard Lehner • Templerstraße 17a • 86972 Altenstadt

november / dezember 2018 | 67


Weininstitut (DWI)

gibt auf ihrer Internetseite

genau diesen Tipp.

Das DWI ist eine Ein-

Glühwein – Stammgast auf den Adventsmärkten

n

Hoch die Tassen

Altlandkreis | Bald ist es wieder

soweit: Die Weihnachts-, Christkindl-

und Adventsmärkte im

Altlandkreis öffnen ihre Stände

und umhüllen mit dem Duft weihnachtlicher

Köstlichkeiten ganze

Gemeinden. Sicherlich auch in

Herzogsägmühle, wo der Weihnachtsmarkt

am Freitag, 30. November,

um 11 Uhr eröffnet wird

und so etwas wie der Auftakt in die

regionale Adventsmarkt-Saison ist.

Ebenso wie der Weihnachtsmarkt

in Peiting am unteren Hauptplatz,

der Freitag, 30. November, um 17

Uhr startet und Sonntag, 2. Dezember,

um 18 Uhr ausklingt. Ein

ergänzender Höhepunkt zum Peitinger

Weihnachtsmarkt ist das

weihnachtliche Schattenspiel für

Kinder in den Räumlichkeiten des

Caritas-Kindergartens St. Michael.

Sowohl Freitag (30.11.) als auch

Samstag (1.12.) jeweils um 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind

willkommen.

In jedem Fall kann spätestens ab

diesem Zeitpunkt die nächsten

Wochenenden, teils auch unter

der Woche, über die Märkte im

Umland flaniert werden, wie unsere

ausführliche Übersicht zeigt –

ohne Garantie auf Vollständigkeit.

Der längste Markt im Altlandkreis

ist traditionell der in Schongaus

Altstadt, heuer zehn Tage lang

von Donnerstag, 6. Dezember,

bis Sonntag, 16. Dezember. Selbst

schuld, wer angesichts dieser

Fülle an Angeboten nicht in Weihnachtsstimmung

versetzt wird. An

vielen Orten schaut der Nikolaus

vorbei, auf einigen Märkten wird

zudem eine lebende Krippe zu sehen

sein. Überall eine große Rolle

spielen in jedem Falle kulinarische

Leckereien. Egal ob Bratwurst,

heiße Maronen oder süße Platzerl.

Und auch wenn es den Advent

über in den vergangenen Jahren

nicht mehr ganz so kalt war, ist

ein heißes Getränk definitiv Pflicht

beim

Besuch des

Adventsmarktes.

es

.

Feuerzangenbowle, nbow

Nussknacker

ker

oder

Kinderpunsch – auch bei

den

flüssigen ü sige

Schmankerln n gibt es im-

mer mehr Auswahl. Nonplusultra

hinsichtlich Nachfrage bleibt der

klassische Glühwein, den es mittlerweile

ebenso in zahlreichen Variationen

gibt.

Flaschen-Glühwein seit

Mitte der Fünfziger

Ein Vorläufer des Glühweins soll

das „Conditium Paradoxum“ gewesen

sein, ein antiker römischer

Würzwein. Im Mittelalter wiederum

waren kalt getrunkene Würzweine

generell beliebt, einige

ähnelten vom Geschmack und den

Zutaten dem heutigen Glühwein

durchaus. Das fertige in Flaschen

abgefüllte Produkt gibt es letztlich

seit 1956 zu kaufen. Meist wird

bei einem Glühwein Rot- oder

Weißwein mit diversen Gewürzen

verfeinert, wie etwa Zimt,

Gewürznelken, Lorbeer, Zitronenschalen

oder Sternanis, anschließend

erhitzt und nach Geschmack

gesüßt. Bei der Zubereitung

sollte der Glühwein unter keinen

Umständen über 80 Grad

Celsius erhitzt werden, da

der enthaltene Alkohol bei

78 Grad Celsius verdampft,

sich der Geschmack der

Gewürze verändert und

ein Zuckerabbauprodukt

entsteht,

das womöglich

krebserregend ist.

Auch das Deutsche




































november / dezember 2018 | 69


Ab Ende Oktober

Pralinen- & Tortenkurse ...

(Termine siehe

Kleine

Hochgenüsse

Vronis

Pralines

Oktober - Mai

Website)

Glühwein hat sieben bis 14 Volumenprozent Alkohol und sollte deshalb in

Maßen getrunken werden — rät auch das Deutsche Weininstitut.

richtung der deutschen Weinwirtschaft

zur Förderung der Qualität

und des Absatzes deutscher Weine.

Außerdem empfiehlt das Institut,

bei der Glühwein-Zubereitung

nicht zu viele Gewürze auf einmal

zu verwenden und diese vorsichtig

zu dosieren. Auch beim Süßen

sollte man lieber zurückhaltend

sein. Wer lieblichen Wein verwendet,

braucht laut DWI häufig nicht

mehr viel Zucker oder Honig. Essentiell

sei dem Deutschen Weininstitut

zufolge vor allem die Qualität

des Weins und die Frische der

Gewürze. Ein weiterer Tipp, der

aufgrund der Nachfrage auf Weihnachtsmärkten

nicht immer einzuhalten

ist, dafür aber Zuhause

beachtet werden kann: Nach dem

Erhitzen den Glühwein ein paar

Stunden ziehen lassen, eventuell

sogar über Nacht, damit sich die

Aromen voll entfalten. Letzte Empfehlung

des DWI, die sich letztlich

nur unterschreiben lässt: Maßvoll

genießen!

Selbstgemachter Wein,

Gewürze aus der Karibik

Erika Maier ist seit 20 Jahren eine

Institution auf dem Weihnachtsmarkt

in Apfeldorf, gehörte einst zu

den Mitbegründerinnen des Marktes.

Auch heuer am Wochenende

des ersten Advents, 1. Dezember,

von 14 bis 21 Uhr und Sonntag, 2.

Dezember, von 11 bis 20 Uhr, wird

sie ihren beliebten roten Glühwein

unter das Weihnachts-Volk bringen.

Das Besondere: Erika Maiers

Glühwein, den sie in diesem Jahr

für drei Euro pro Tasse anbietet,

ist komplett selbstgemacht. Und

das geht bereits beim Wein los,

der stets aus den Trauben gemacht

wurde, deren Reben sich

am Maier’schen Haus entlang

schlängelten. Wegen eines Neubaus

musste der Weinstock weichen,

ein kleiner Ableger sicherte

allerdings die Ernte für dieses und

die kommenden Jahre. „Die ganze

Familie hilft mit“, spricht Erika

Maier über den Zusammenhalt

beim Projekt Weihnachtsmarkt. Für

den einzigartigen Geschmack ihres

Glühweins ist vor allem die Gewürzmischung

verantwortlich – sie

kocht zunächst einen Sud aus verschiedenen

Gewürzen. Sternanis,

Zimtstangen, Nelken und noch ein

paar andere, die allerdings nicht

verraten werden. „Es soll ja ein Geheimnis

bleiben, warum der Glühwein

so gut schmeckt.“ Nur so viel:

Die Gewürze stammen größtenteils

aus der Karibik, ein Bekannter, n er

der

mehrere Monate im Jahr dort unterwegs

ist, bringt sie von den Reisen

mit. „Sehr intensiv“, beschreibt

ei

bt

Erika Maier den Geschmack. Generell

bereitet ihr die Arbeit

für

und

auf dem Apfeldorfer fer Weihnachtsmarkt

viel Freude. e. „Ums Rentieren

n

geht es dabei nicht“, sagt sie. Eher

um das Dabeisein. Längst ist

sie

nicht die einzige, die in der Flößerstraße

am Wochenende des ersten

Advents Glühwein ausschenkt, der

Andrang wäre für Einzelne kaum

zu bewältigen. Das gibt Erika Maier

wiederum die Möglichkeit, weitere

selbstgemachte Dinge anzubieten

wie Marmelade oder Liköre. Auch

mit Schupfnudeln verköstigt sie die

Besucher und mit Glüh-Tee, der

alkoholfreien Variante des Glühweins.

Der Grundstock ist mit dem

Gewürz-Sud identisch, schließlich

soll der Geschmack ähnlich sein.

Eigens zubereitete Säfte verfeinern

das Getränk. „Jedes Jahr sagen wir,

dass es unser letzter Weihnachtsmarkt

ist“, verrät Erika Maier angesichts

der Hektik im Vorfeld. Übers

Herz gebracht aufzuhören hat sie

letztlich nie, schließlich war sie

schon immer dabei – seit mittler-

weile zwei Jahrzehnten.

en.

tis

Übersicht der Märkte im Altlandkreis

Öffnungszeiten:

Do.,Fr. 13.00 – 22.00 Uhr

Sa.,So. 09.00 – 22.00 Uhr

Veronika Kößel · Auernheimer Weg 1

82409 Wildsteig · Tel.0 88 67-9 12 57 30

cafe@peramarta.de · www.peramarta.de

SCHONGAU

Weihnachtsmarkt

auf dem Marienplatz

Do., 6. 12., bis So., 16. 12.

An Wochentagen ab 16 Uhr

Sa. und So. ab 14 Uhr

Musikalische Darbietungen,

Kutschfahrten, Nikolaus, Konzert

in der Stadtpfarrkirche

PEITING

Weihnachtsmarkt

am unteren Hauptplatz

Fr., 30.11. von 17 bis 21 Uhr

Sa., 1. 12. von 15 bis 21 Uhr

So., 2. 12. von 11 bis 18 Uhr

Mit Nikolaus, Peitinger Bläsern,

Birkländer Musikanten

70 | altlandkreis

HERZOGSÄGMÜHLE

Weihnachtsmarkt

rund um den Dorfplatz

Fr., 30.11. von 11 bis 18 Uhr

Sa., 1.12. von 11 bis 18 Uhr

So., 2.12. von 11 bis 17 Uhr

Mit Nikolaus, Peitinger Alphornbläser

sowie Gospelchor und

Musik im Pfaffenwinkel in der

Martinskirche

BÖBING

Adventsmarkt

an der Grundschule

So.,

2.12., 2., ab 10 Uhr

APFELDORF

Weihnachtsmarkt

in der Flößerstraße

Sa., 1.12. von 14 bis 21 Uhr

So., 2.12. von 11 bis 20 Uhr

Mit Kamelreiten, Karussell,

Nikolaus, „Weihnachtslieder

selber singen", Ausstellung im

Pfarrhof, Engelsprolog, Adventsingen

und Blaskapelle

SCHWABNIEDERHOFEN

Vorweihnacht

am Maibaum

So., 9.12., von 11 bis 18 Uhr

Mit verschiedenen Musikgruppen,

Vorführungen der Kindergartenund

Schulkinder im Kulze


STEINGADEN

Nikolausmarkt

am Marktplatz und in der

Welfenstraße

So., 2.12., von 9 bis 17 Uhr

Mit zahlreichen Händlern, Nikolaus

und junger Bläsergruppe

Adventsmarkt

im Zimmerstadl

am So., 2.12., von 10 bis 17 Uhr

Vereine und Privatpersonen

bieten Weihnachtliches

BAD BAYERSOIEN GUT KINSEGG

Weihnacht in der Brandstatt

in der Brandstatt

So., 16.12., von 14 bis 17.30 Uhr

Mit lebender Krippe, Nikolaus,

Musikkapelle, Erlös zugunsten

sozialer Einrichtungen

BERNBEUREN

Weihnachtsmarkt

am Marktplatz

So., 16.12., ab 13.30 Uhr

Mit Nikolaus, Kutschfahrten,

Tombola und frisch geschlagenen

Christbäumen vom Auerberg

HOHENPEISSENBERG

Christkindlmarkt in der Schatzkammer

der Wallfahrtskirche

Zugang über den Chorraum der

Wallfahrtskirche und die Sakristei

Sa., 8.12., von 10 bis 17 Uhr

So., 9.12., von 11.30 bis 17 Uhr

Sa., 15.12., von 10 bis 17 Uhr

So., 16.12., von 11.30 bis 17 Uhr

Klosterarbeiten, Fatschenkindl,

Südtiroler Holzkrippen, Christbaumschmuck

und besondere

Geschenkideen

KINSAU

Adventsbazar

an der Mehrzweckhalle

Fr., 30.11., von 14 bis 18 Uhr

Mit Gartenbauverein, Kindergarten,

Gymnastik und Fußballjugend

des

SV Kinsau

Weihnachtsmarkt

im Waldort Gut Kinsegg

Sa., 8.12., von 13 bis 17 Uhr

Mit Führungen zu den Hirschen,

frisch geschlagenen Christbäumen,

Hirschfleisch und -wurst

DENKLINGEN

Nikolausmarkt des VfL

im Schulhof

So., 9.12., ab 16 Uhr

Mit Lagerfeuer, Streichelzoo,

Nikolaus und Jugendkapelle

SCHWABBRUCK

Weihnachtsmarkt

in und um den Kuhstall

beim Schäferwirt

So., 2.12., ab 14 Uhr

Mit Turmbläsern und handgefertigten

Geschenkideen

RETTENBACH

Weihnachtsmarkt

am Gasthaus „Goldenes Kreuz“

in der Dorfmitte

So., 16.12., ab 13.30 Uhr

Mit Kutschfahrten, Nikolaus

und Blaskapelle

LECHBRUCK

Adventsmarkt

am Rathaus

Sa., 8.12., ab 14.30 Uhr

Mit Nikolaus, Turmbläsern, Erlös

zugunsten der Vereinsjugend

BURGGEN

Dorfweihnacht

am Roatherhaus

Sa., 8.12., ab 15.30 Uhr

Mit Aufführungen der Kindergarten-

und Grundschulkinder

REICHLING

Adventsmarkt

in und um das Pfarrheim

Sa., 1.12., ab 14.30 Uhr

Mit heimischem Kunsthandwerk

und Blaskapelle

EPFACH

Dorfweihnacht

am Pfarrheim

Sa., 8.12., ab 16 Uhr

Mit Stockbrot am Hirtenfeuer,

Bläsergruppe

Keine Garantie auf Vollständigkeit –

Änderungen und Fehler vorbehalten.


Mit den Penzberger Beaschd’n durch die Raunächte

Die bösen Geister

des Winters austreiben

Penzberg | Als Raunächte wird die

Zeit zwischen Weihnachten und

Dreikönig bezeichnet. In dieser Zeit

stürmten dem Volksglauben nach

dunkle Mächte der Mittwinterzeit

zusammen. Ihren Höhepunkt erreichte

diese magische Zeit an Silvester:

Die Welt der Geister und der

Menschen verschmolz damals zu

einer. Die Wilde Jagd zog über den

Himmel, die Tiere im Stall konnten

reden wie Menschen und Dämonen

konnten Umzüge veranstalten. Die

Raunächte waren eine angsteinflößende

und wilde Zeit. So entstanden

auch die ersten Perchten und

Perchtenläufe. „Meist junge Leute

waren es, die sich hinter geschnitzten

Holzmasken versteckten und

den Kult der Perchtenmythologie

oder der damaligen Vorstellung um

die Frau Perchta vollzogen haben.

In der Adventszeit leiteten die jungen

Leute die Wintersonnwende

ein, die böse Geister vertrieben und

für Mensch, Haus und Vieh Glück

und Segen brachten", wie es die

Penzberger Beaschd'n beschreiben.

Ein Verein, der auch heute noch die

Tradition der Perchtenläufe aufrechterhält.

Gegründet wurde der

Verein 1984 von Max Gruber. Der

über all die Jahre, die er dem Verein

angehörte, knapp 300 Larven

geschnitzt hatte.

Die Schönen

und die Schiachen

So wie es die Böller an Silvester

tun, so tun es die Perchten in der

Adventszeit, in den Raunächten

und sogar bis zum Dreikönigstag.

Sie sind laut und vertreiben die

bösen Geister, leiten die Winter

sonnenwende ein. Ihr

Hauptmerkmal

dabei: Markante Masken und

lautschellende Glocken. Man

unterscheidet

dabei zwei Gruppen: Die

Schönperchten und die Schiachen.

In Penzberg gibt es darüber hinaus

noch die Hexen, die Teufel sowie

die Bergmandl und die Mooskoppen.

Das sind die Schutzgeister

aus den Bergwerken und die

Schutzgeister aus den Mooren,

die in der Penzberger Gegend vorherrschten",

erklärt Vize-Vorsitzender

Johann Schuh. Allen voran steht

Frau Perchta mit ihren zwei Gesichtern,

die das Böse und Gute symbolisiert,

den Himmel und die Hölle,

hell und dunkel. Die Schönperch-

ten verkörpern das Schöne der

Menschheit, die Hexen halten mit

ihrem schrillen Geschrei und dem

Fegen der Besen das Böse von den

Menschen ab und die Schiachen

sind – wie der Name schon sagt –

besonders hässlich. Mit ihren Masken,

den Glocken und dem Kettengerassel

vertreiben sie die bösen

Mächte des Winters. Der bekannteste

unter den Schiachen generell

ist übrigens der Krampus. Bezeichnend

für Penzberg selbst sind die

Moore und Bergwerke, weshalb es

bei den Penzberger Beaschd'n die

Bergmandl und Mooskoppen gibt.

Letztere sind froschmäulige Fabeltiere,

die laut Penzberger Legende

72 | altlandkreis


in

den

Mooren o

wohnten n und den

Menschen gut

gesonnen ne waren.

Von Moos os und

Schilf bedeckt,

streiften ten sie in zotteligen teli

Gewän-

dern

mit

gelben, grünen, brau

nen n und blauen Fransen umher.

Mit ihren Haselnussstecken sste

und

Handratschen schlagen die Mooskoppen

Alarm, wenn Menschen

im Moor zu versinken drohen. Die

Bergmandl waren ebenso Schutzgeister.

Der oide Mo, der Klopfer,

der Stinker und der Blaser – sie

alle warnten die Bergleute, wenn

Stickgase austraten und sie den

Stollen schnell verlassen mussten.

Maske wiegt zehn

Kilogramm

Die Penzberger Beaschd’n sind ein

Verein mit derzeit rund 20 Aktiven,

die vor allem in der Adventszeit

auf Veranstaltungen auftreten:

Wie etwa auf dem Adventsmarkt

in München, dem Perchtenlauf in

Neuried und dem Raunachtstreffen

in Rinchnach. „Zuerst kommt

der Einzug der gesamten Gruppe,

dann fängt eine Gruppe mit ihrem

einstudierten Tanz an. Das Spektakel

der einzelnen Gruppen wird

stets um eine Feuerwanne abgehalten.

Dann mischen sich die

Perchten unter die Zuschauer – für

Selfies, oder um Fragen rund um

diesen Brauch zu beantworten.

Zum Schluss kommt dann der Auszug

der Perchten", erklärt Johann

Schuh den Ablauf. Außerhalb der

Saison – etwa im Sommer – treffen

sich die Beaschd’n regelmäßig

zum Stammtisch, reparieren und

präparieren ihre Masken für den

bevorstehenden Winter und studieren

Tänze ein, was gar nicht

so einfach sei. „Zum einen hat

man mit den Masken ein eingeschränktes

Sichtfeld, zum anderen

sind die Verkleidungen ziemlich

schwer, was das Tanzen besonders

anstrengend macht", sagt

Johann Schuh. Die Ausrüstung

der Beaschd’n variiert in Sachen

Gewicht zwischen fünf und 25 Kilogramm.

Dabei kann eine Maske

allein – zum Beispiel die Maske

des Vorgehers – bereits rund zehn

Kilo wiegen. „Obwohl es im Winter

kalt ist, kommen die Aktiven

richtig ins Schwitzen unter ihrer

Ausrüstung", verrät Johann Schuh.

Rund 30 Minuten dauert ein Auftritt.

Damit von Anfang bis Ende

alles sauber funktioniert und alle

Aktiven durchhalten, beginnen die

Beaschd’n bereits im Oktober mit

dem Training. „Wir machen das

vor allem, um das Brauchtum zu

erhalten. Und um die Freude in

den Gesichtern der Kinder und

Erwachsenen zu sehen", sagt Johann

Schuh, dessen Schützlinge

früh anfangen. Man habe derzeit

fünf Kinder und Jugendliche im

Alter von 4 bis 16 Jahren fest in

der Gruppe. Und man freue sich

natürlich über jedes weitere Mitglied,

die nach Schuhs Erfahrung

einen Beitritt sicher nicht bereuen

werden. „Wer einmal in dieses

Brauchtum hineingeschnuppert

hat, der bleibt meistens auch

dabei.“

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november / dezember 2018 | 73


Josef Schauer machte Hobby zum Beruf

Vom Landwirt zum

Bastler und Schnitzer

Böbing | Wer den Ammerberg

von Rottenbuch Richtung Böbing

hochfährt, wird oben angekommen

gleich auf den „bayerischen

Holzwurm mit Herz“ aufmerksam

gemacht. Josef Schauer ist ein

kreativer Bastler, der aus Holz die

verschiedensten Deko-Artikel herstellt

und auch zur Weihnachtszeit

mit Tannenbäumen, Sternen,

Adventskränzen oder Krippen aus

Holz aufwartet. Mittlerweile ist

das Wohnzimmer zum Laden und

der Freisitz zur Ausstellungsfläche

umfunktioniert worden, im ehemaligen

Stall und im Keller ist alles

voll mit Kreationen und im Hof

lagern gesammelte Wurzeln sowie

markante Bretter für künftige Einzelstücke.

Doch wie kam es dazu, dass der

Böbinger zu einem „Holzwurm“

wurde? Bis zum Jahr 2000 betrieb

Josef Schauer eine klassische

Landwirtschaft, spezialisierte sich

dann aber auf den Brennholzhandel.

2014 traf ihn die Schock-

Diagnose Krebs mit Operation und

Chemo als Folge. „Ich durfte nur

noch drei Kilo heben, also musste

ich mir eine neue Aufgabe suchen“,

erzählt der 61-Jährige. So

fing er an, in seiner Werkstätte

zu werkeln und begann damit,

Deko-Sterne zur Weihnachtszeit zu

basteln.

Wohnzimmer zum

Laden umgebaut

Im Bekanntenkreis fanden diese

reißenden Absatz und schnell

kamen Anfragen für besondere

Geschenke zu Geburtstagen oder

Hochzeiten. „Wenn er was Neues

macht, stellt er es zuerst ins Esszimmer,

schaut es eine Zeit lang

an und freut sich dran“, sieht

Roswitha Schauer die Basteleien

ihres Mannes auch als Therapie.

„Beim Brennholz machen fallen

die besten Stücke ab“, sagt Sepp,

der während seiner eigentlichen

Arbeit immer wieder neue Ideen

und neues Material für die

Geschenkartikel findet. Mit der

Motor- oder Bandsäge bearbeitet

er das Holz, hilft manchmal mit

dem Stemmeisen nach. „Je uriger

es ist, umso besser kommt es bei

den Kunden an“, weiß Sepp und

flammt deshalb so manches Stück

noch ein wenig an, um einen besonderen

Charakter zu erlangen.

Anfangs kamen die Interessenten

in seine Werkstätte, schauten ihm

bei der Arbeit über die Schultern

und stellten viele Fragen. Das wurde

dem typischen Bayern bald zu

anstrengend, weshalb seine Frau

ins Geschäft miteinsteigen musste.

Dafür wurde 2016 das Wohnzimmer

kurzerhand zum Laden umfunktioniert.

Seither fungiert seine

Roswitha als Verkäuferin. „Er hat

mir einen Baum mitten ins Wohnzimmer

gestellt, ich hab gesagt,

du bist verrückt“, erinnert sich

Roswitha Schauer an den Umbau

von Wohnzimmer zu Laden. Inzwischen

ist der Baumstamm mit

74 | altlandkreis


In seiner großen Werkstatt fertigt der „Holzwurm mit Herz“

Josef Schauer seine Unikate.

mehreren Regalebenen ausgestattet

und es stehen Hasen, Katzen,

Herzerl oder Engel darauf. Die

Öffnungszeiten: Von Mittwoch bis

Freitag von 9 bis 16 Uhr. „Am Montag

und Dienstag kann man es auf

gut Glück versuchen.“

Schwere Krankheit

hat Leben verändert

Zuvor hat Josef Schauer schon

einen Verkaufsstand gebaut, mit

dem sie zahlreiche Märkte besuchen.

„Es macht uns Spaß, auf

Märkte zu fahren und mit den

Leuten ins Gespräch zu kommen“,

sagt Josef Schauer, der mit seinem

neuen Leben rundum zufrieden ist.

So sind sie auf dem Fohlenmarkt

in Rottenbuch, auf der Viehscheid

in Buching oder dem Herbstmarkt

in Türkenfeld unterwegs. Auch einige

Weihnachtsmärkte haben sie

schon bestückt. Doch das wird den

Schauers mittlerweile zu anstrengend.

Den größten Erfolg haben

sie ohnehin mit ihrem eigenen

Seine Ideen setzt der bayerische Holzwurm

in vielerlei Deko-Artikel um.

Weihnachtsmarkt, wo die Besucher

im Laden und dem zweckentfremdeten

Freisitz ganz in Ruhe

die zahlreichen weihnachtlichen

Holzartikel bestaunen können.

Für den bereitgestellten Glühwein

und die hausgemachten Plätzchen

wird um eine Spende gebeten, so

dass beim letzten Markt 500 Euro

zusammenkamen. „Das habe ich

an ein krebskrankes Mädchen gespendet“,

sagt Roswitha Schauer,

die auch aus Dankbarkeit für ihren

genesenen Mann heuer wieder

zahlreiche Plätzchen backen wird

und einen eigenen Weihnachtsmarkt

initiiert. Von Montag, 26.

November, bis Samstag, 8. Dezember,

stehen die Türen täglich von 12

bis 18 Uhr offen. Und ganz nebenbei

wird für das Kinderhospiz St.

Nikolaus im Allgäu gesammelt.

Mit der Krankheit ihres Mannes hat

auch Roswitha Schauer einen Veränderungsprozess

durchgemacht.

Sie hat festgestellt, „heilende Energie“

zu besitzen, macht seither

Reiki-Behandlungen. Die Schauers

haben also durch die Krankheit von

Sepp ihr komplettes Leben verändert.

Wer ihren Hof im Böbinger

Ortsteil Wimpes ansteuert, kann

sofort den „bayerischen Holzwurm

mit Herz“ erkennen. Rund um das

Haus ist Holz in allen Variationen

ausgestellt. Und so herzlich und

individuell die Holzartikel aussehen,

so gehen auch die Schauers

auf ihre Besucher zu.

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„Massenpilgerschaft“ zur Crescentia-Kapelle

Weihnachten mitten im Wald

Dienhausen | Vom ersten Advent

bis Heilig Dreikönig zündet Matthäus

Unsin jeden Tag 28 Laternen

auf dem Weg zur Crescentia-Kapelle

an. Das Kleinod an der Waldlichtung

bei Dienhausen ist zur

Weihnachtszeit besonders stimmungsvoll

beleuchtet – es leuchtet

ein Christbaum und eine große

Krippe lädt zum Verweilen ein.

Extrem beliebt ist auch die Christmette,

die an Heiligabend nachmittags

um 16 Uhr von der katholischen

Militärseelsorge Kaufbeuren

und Füssen samt Fliegerhorst-Kapelle

gestaltet wird. Seit über zehn

Jahren kommen Soldaten der Luftwaffe

mit Militärmusik und Bundeswehrseelsorger

hierfür nach

Dienhausen, um an dieser besonderen,

von dichtem Wald umringten

Lichtung, eine Christmette zu

feiern. In Scharen wandern auch

Privatpersonen zum Gottesdienst –

allein 2017 waren rund 800 Gläubige

versammelt. Alle zwei Jahre

organisiert Matthäus Unsin in der

Adventszeit auch ein Benefizkonzert

an diesem Ort, dessen Erlös

eine besondere Verwendung findet.

In 2017 musizierten hierfür

der Schwabsoier Männerchor

zusammen mit der Blaskapelle

Denklingen, Alphornbläsern sowie

einem Solo-Trompeter für Andrea

Dahm aus Landsberg, die nach der

Geburt ihres zweiten Kindes alle

Gliedmaßen verlor. Familie Dahm

war beim Konzert anwesend und

zeigte sich tief gerührt von der besonderen

Stimmung an dieser allseits

beliebten Crescentia-Kapelle.

200 Gebetslichter

jede Woche

Doch nicht nur zur Weihnachtszeit

pilgern zahlreiche Besucher

zur Waldlichtung, die das ganze

Jahr über Ruhe und Besinnung

spendet. „Ich brauche jede Woche

200 Kerzen“, sagt Matthäus Unsin.

An der Kapelle stellt er jeden Tag

eine Reihe Grablichter auf, die von

den Gläubigen angezündet werden.

Im Opferstock landen dafür

freiwillige Spenden, die nicht für

den Erhalt der Anlage, sondern für

sein zweites Steckenpferd verwendet

werden, der Rumänienhilfe.

Beim Benfizkonzert an der Crescentia-Kapelle wirkte im vergangenen

Jahr die komplette Blaskapelle Denklingen mit.

In der Weihnachtszeit leuchten an der Crescentia-Kapelle immer besonders

viele Kerzen.

Seit 23 Jahren fährt Unsin mit einigen

Mitstreitern aus Denklingen,

Schwabsoien oder Altenstadt

zweimal im Jahr nach Zagujeni in

Rumänien, hat dort ein Kinderheim

samt angeschlossener Werkstätten

aufgebaut und unterstützt

drei Suppenküchen. „Im November

fahren wir wieder hinunter“,

berichtet Matthäus Unsin. Am Kinderheim

gibt es Reparaturarbeiten

zu machen und die Suppenküchen

brauchen finanzielle Unterstützung,

um den bis zu 60 Straßenkindern

eine warme Mahlzeit

bieten zu können. „Nach so vielen

Jahren der Hilfe kann man feststellen,

dass zwar die Straßen in

Rumänien besser geworden sind,

aber die Menschen leider noch

immer unter der Armutsgrenze

leben“, resümiert der Dienhausener.

Stolz berichtet er dagegen von

zwei ehemaligen Buben des Kinderheimes,

von denen einer heute

bei Audi, der andere als selbständiger

Maler arbeitet.

Crescentia-Kapelle

wurde 1990 erbaut

Noch älter als sein Rumänien-

Engagement ist sein Einsatz an

und für die Crescentia-Kapelle.

Bereits 1990 hat er das Kleinod erbaut

und in diesen 28 Jahren die

Waldlichtung drumherum immer

wieder mit einem neuen Blickfang

erweitert. So kann man eine

Grotte bestaunen, einen Kreuzweg

bewandern, an Objekten der

Steinlandschaft tiefgehende Verse

lesen oder sich in einer Hütte ein

Getränk holen. Diesen Sommer

hat Unsin von Familie Linder aus

Stötten am Auerberg einen zwei

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Alphornbläser sorgten für eine besondere Stimmung an der Lichtung.

Tonnen schweren Sandstein bekommen,

der an der Steinlandschaft

platziert wurde und jetzt mit

einer Glocke darüber ausgestattet

wird. „Wie er bloß immer auf die

Ideen kommt“, sagt Unsins Frau

Brigitte, die über solche Aktionen

immer wieder staunen muss. Sie

unterstützt ihren Ehemann mit

Rat und Tat bei der Pflege der

Waldlichtung und bürokratischen

Pflichterledigungen. Zur Adventszeit

wird man die Glocke, die Matthäus

Unsin zusammen mit Anton

Stühle bis aus Innsbruck geholt

hat, schon läuten können. Ein

Besuch ist auch die große Krippe

wert. Auf einer Platte mit fünf

Metern Durchmesser werden die

Szenen des Weihnachtsevangeliums

aufgebaut und können in der

Hütte jederzeit von Groß und Klein

bestaunt werden. Ab 1. Dezember

fährt Unsin täglich bei Einbruch

der Dämmerung zur Waldlichtung

und zündet in 28 Laternen, die

am Fußweg zur Kapelle aufgereiht

sind, neue Kerzen an. „Dafür

brauch ich aufs Jahr hochgerechnet

1800 Kerzen, die auch größer

sind als beispielsweise klassische

Teelichter“, verrät der „Hias“.

Doch der Aufwand ist ihm nicht

zu viel. Vor allem nicht, wenn er

im Rahmen der Waldweihnacht

die großen Augen der Kinder und

Erwachsenen vor Freude leuchten

sieht.

rg











In diesen Suppenküchen im rumänischen Zagujeni gibt es täglich eine

warme Mahlzeit für Straßenkinder.




november / dezember 2018 | 77


Das Weihnachtsmenü vom Hotel Auf der Gsteig

Wildschweinbraten mit

Knödeln und Rosenkohl

Wir bedanken uns für Ihre Treue

und wünschen Ihnen ein frohes Fest

und ein gutes neues Jahr

Ihre traditionellen

Sanitätshäuser

seit über 50 Jahren

R E H A - O R T H O P Ä D I E

Lechbruck | „So ein klassischer

Schmorbraten – das weckt in mir

Glücksgefühle, wenn die Küche so

schön danach duftet“, verrät Kristian

Klingler, Küchenchef im Hotel

Auf der Gsteig. Deshalb hat er auch

den geschmorten Wildschweinbraten

als seine Empfehlung für

ein Weihnachtsmenü ausgewählt.

„Ein schöner Bratenduft gehört

für mich einfach dazu, wenn sich

die Familie an den Feiertagen versammelt“,

sagt er. Das Vier-Sterne-Hotel

Auf der Gsteig verbindet

mehrere Komponenten: eine herrliche

Lage mit Ausblick auf die Allgäuer

und Tiroler Bergwelt, einen

18-Loch-Golfplatz, der sich in die

hügelige Landschaft einschmiegt

und einen modernen SPA-Bereich,

in dem Gäste Ruhe und Entspannung

finden. Zu einem solch einmaligen

Ambiente gehört natürlich

auch eine gute Küche, wofür

sich der 28-jährige Küchenchef

Kristian Klingler verantwortlich

zeichnet. Mit Witz und jugendlichem

Elan kreiert er seine Gerichte.

Er legt Wert auf die Wurzeln der

bayerisch, bodenständigen Küche,

kombiniert das aber auch mit

mediterraner Küche und weiteren

Schmankerln. „Wir möchten frisch,

regional und handwerklich gut kochen“,

so die Devise von Kristian

Klingler, gelernter Koch, der vor

acht Jahren Auf die Gsteig kam

und seit Januar 2017 das 13-köpfige

Küchenteam führt.

„Bei uns Auf der Gsteig treffen

sich Wanderer, Radler, Golfer

und Ruhesuchende genauso wie

Tagungsgäste“, berichtet Klingler

von einem breit gefächerten

Publikum. Das Hotel und das Restaurant

möchte er für alle Gäste

offen präsentieren. Ob romantisches

Dinner für zwei, große

Familienfeier, Sonntags-Brunch

oder Einkehr nach einem Wanderausflug

– die Gsteig erfüllt fast

alle Wünsche. Das Hotel bietet 42

Doppelzimmer und einen schönen

Wellnessbereich mit Indoorpool.

Das Auge isst mit! Auf dem Teller

wird der Wildschweinbraten von

Kristian Klingler schön angerichtet.

Auf der großzügigen Golfanlage

ist mit Turnieren und Kursen immer

wieder was geboten, wo auch

die Küche gefordert ist. Die Speisekarte

wird saisonal ausgerichtet.

Jetzt im Herbst und Winter stehen

häufig Wildgerichte darauf. Beim

Einkauf wird viel Wert auf regionale

Produkte gelegt, die hier verwendete

Wildsau beispielsweise

stammt von einem Jagdbetrieb aus

dem Allgäu.

rg

Schongau

Christophstraße 3-9

Tel.: 08861 / 4449

In der historischen Altstadt

Peiting

Schongauer Straße 14

Tel.: 08861 / 6388

Schnelle Lieferung - frei Haus

Parkplätze, Ausstellung und Beratung vor Ort

Pflegebetten | Rollstühle | Rollatoren |

Hilfen für Bad und WC | Toilettenstühle | Badelifter

78 | altlandkreis

Auf der Gsteig kann man auch im Winter einen herrlichen Ausblick genießen.


Zutaten und Rezept

ept

zum „altlandkreis“-Weihnachtsmenü

ih ht

ZUTATEN

(für vier Personen):

GESCHMORTER

WILDSCHWEINBRATEN

1,2 kg Wildschweinnacken

200 g Zwiebeln

100 g Karotten

75 g Sellerie

6 St. Wacholderbeeren

4 St. Schwarze Pfefferkörner

1 St. Gewürznelke

3 EL Butterschmalz

2 EL Mehl

2 EL Tomatenmark

3 St. Lorbeerblätter

250 ml trockener Rotwein

250 ml Fond oder Brühe

(Gemüse/Rind etc.)

50 g geräuchertes Wammerl

Zucker, Pfeffer, Salz

SEMMELKNÖDEL

300 g Semmeln vom Vortag

250 ml Milch

150 g Zwiebel

3 Eier (Größe M)

Salz, Pfeffer, Muskat

1 EL Butter

1 EL gehackte Petersilie

SPECK-ROSENKOHL

1 kg Rosenkohl

75 g Zwiebel

75 g geräucherte Speckwürfel

1 EL Butter

Muskat, Pfeffer, Salz

WILDSCHWEIN-

SCHMORBRATEN

Das Fleisch waschen und trocken

tupfen. Zwiebeln, Karotte und Sellerie

waschen, schälen und grob

würfeln. Wacholder, Pfefferkörner

und Nelke im Mörser fein zerstoßen.

Das Fleisch mit Salz und den

gemörserten Gewürzen gut einreiben.

Butterschmalz in einem Bräter

oder schweren Topf erhitzen und

das Fleisch rundherum scharf

anbraten, anschließend herausnehmen.

Zwiebeln und Gemüse

im Bratfett des Fleisches kurz anrösten

und mit Mehl bestäuben.

Tomatenmark unterrühren und

mit anrösten. Fleisch, Wammerl

und Lorbeerblätter in den Bräter

geben. Wein nach und nach angießen

und immer wieder einkochen

lassen, bis der Wein verkocht

ist, dann mit Fond oder Brühe

aufgießen. „Ich verwende immer

einen trockenen Rotwein, am

besten den, den man später zum

Gericht trinkt, und wenn man das

Einkochen bei starker Hitze macht,

dauert dieser Vorgang auch nur

etwa 15 Minuten“, so die Tipps des

Küchenchefs.

Backofen vorheizen (180°C / Umluft)

und den Braten zugedeckt für

etwa zwei Stunden schmoren lassen.

Den fertig geschmorten Braten

aus der Soße

nehmen n und im

Ofen vorübergehend warm stellen.

Die Soße durch ein feines Sieb in

einen Topf geben und einkochen

lassen, bis diese etwas angedickt

ist. Noch einmal mit Salz, Pfeffer

und einer Prise Zucker abschmecken.

Den Braten in Zentimeter

dicke Scheiben schneiden und mit

Preiselbeeren servieren.

SEMMELKNÖDEL

Die Semmeln in dünne Scheiben

schneiden. Zwiebel schälen und

fein würfeln, in einem Topf mit

einem Esslöffel Butter glasig anschwitzen.

Die Milch zu den Zwiebeln

geben und zusammen aufkochen.

Anschließend die Milch vom

Herd nehmen und etwas abkühlen

lassen. Die Eier verquirlen, mit

der warmen Milch verrühren und

mit Salz, Pfeffer und einer Prise

Muskatnuss würzen. Die Eiermilch

über die Brotscheiben gießen, Petersilie

hinzufügen und alles mit

den Händen zu einer kompakten

Masse verkneten. Zugedeckt rund

20 Minuten ziehen lassen.

Aus der Brotmasse mit angefeuchteten

Händen runde Knödel

formen. In einem großen Topf

reichlich Salzwasser aufkochen

und die Knödel darin knapp unter

dem Siedepunkt 15 bis 20 Minuten

ziehen lassen.

SPECK-ROSENKOHL

SENKOHL

Vom Rosenkohl die äußeren Blätter

ablösen. Die Röschen in kaltem

Wasser waschen. Strunk gerade

abschneiden und kreuzweise einschneiden.

Einen Topf mit Salzwasser

zum Kochen bringen. Den

vorbereiteten Rosenkohl dazugeben

und je nach Größe rund zehn

Minuten garen lassen. Zwiebel

schälen und fein würfeln. Speckwürfel

knusprig braten und die

Zwiebelwürfel dazu geben. Butter

darin zerlassen und den gegarten

Rosenkohl in der Speckstippe

schwenken. Mit etwas Salz, Pfeffer

und Muskat abschmecken.

Wer Fragen hat oder ein Feedback

geben will? „Einfach bei mir Auf

der Gsteig melden“, sagt Kristian

Klingler, der sich über Rückmeldungen

freut und schon mal einen

guten Appetit wünscht.

IHR FACHGESCHÄFT

IM PFAFFENWINKEL

Dürr OHG

Talweg 5

86978 Hohenfurch

Tel: 08861 - 3407

LADEN-ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo - Fr 9 -12 Uhr und 14 - 18 Uhr

Sa 9 -12 Uhr

Mittwoch-Nachmittag geschlossen

Ab November bis Weihnachten

Alle Samstage 9 - 16 Uhr

november / dezember 2018 | 79

www.duerr-krippen.de


Am 6. Dezember ist wieder Nikolaus

Für freudig-strahlende

Kinderaugen

Wildsteig | Schwarze Mütze,

schwarzgrauer Bart, rußiges Gesicht

und um Lodenjacke und

-hose eine angerostete Kette aus

Stahl. In der Rechten hält er einen

Jute-Sack, in der Linken eine

straff zusammengebundene Rute.

Der Krampus vom Wildsteiger Nikolaus

sieht furchteinflößend aus.

„Deshalb lasse ich ihn speziell bei

ganz jungen oder sehr schüchternen

Kindern erst mal draußen vor

dem Haus“, sagt Robert Schwarz,

53, seit mittlerweile 30 Jahren Nikolaus

in und um Wildsteig. Bis zu

15 Familien besucht er jährlich am

5. und 6. Dezember – ein straffes,

stressiges und schweißtreibendes

Programm. In den beheizten

Wohnzimmern ist es sehr warm,

„vor allem in unserem Kostüm“ –

Schwarz selbst trägt gefütterte

Lederstiefel, weißes Unterkleid,

roten Mantel, weißen Bart, weiße

Seidenhandschuhe, Mitra,

Heiliges Buch und selbstgemachten

Stab aus Holz. Draußen vor

der Türe jedenfalls ist es wieder

zapfig-kalt. Und im Auto, mit dem

Schwarz und Krampus überwiegend

unterwegs sind, „weil wir in

Wildsteig einen Berg haben und

darüber hinaus auch in abgelegenen

Weilern aktiv sind, zu Fuß also

viel zu viel Zeit verlieren würden“,

ist es wieder ein bisserl wärmer.

„Man muss schon aufpassen, sich

nicht zu erkälten.“ Umso wichtiger,

die einzelnen Termine planmäßig

durchzuziehen? „Länger

als 15 bis 20 Minuten pro Haushalt

sind nicht drin, sonst schaffen wir

an diesen zwei Tagen nicht alle.“

In dieser relativ kurzen Zeit aber

passieren so unglaublich viele

schöne Dinge, weshalb Schwarz

auch nach drei Jahrzehnten noch

immer große Lust hat auf diesen

ehrenvollen, traditionsreichen

„Job“ als Heiliger Nikolaus.

Mehrere Generationen

an einem Tisch

Robert Schwarz schätzt an Nikolaus,

„dass es ein wunderbares,

besinnliches Familienfest ist“. In

den meisten Häusern scharen sich

mehrere Generationen um einen

großen Tisch in Stube, Küche oder

Wohnzimmer. „Manchmal feiern

sogar mehrere Familien zusammen,

einige laden auch Freunde,

Bekannte, Verwandte ein.“ Taufpaten,

Onkel, Tante. „Es gibt Termine,

da ist das ganze Zimmer voll

von Leuten – einfach genial.“ Die

Kinder, derentwegen Schwarz eigentlich

die Familien besucht, sind

in der Regel zwischen drei und

zehn Jahre alt. Wobei letztlich immer

alle Familienmitglieder in den

Vortrag aus dem „Heiligen Buch“

mit eingebunden sind. „Auch ein

Baby, mit dem der dreijährige

Bruder ja tagtäglich zu tun hat.“

Letztlich staunen die nach vorne

gebetenen Kinder nicht schlecht

darüber, wie genau der Nikolaus

die guten, aber auch die weniger

guten Taten

übers vergangene

gene

Jahr weiß. Das

Geheimnis eimn

is dahinter:

Informationen onen

der

Eltern. „Die

bringen n mir zwei

Tage vorher einen

Zettel tel

vorbei, auf dem alles

Wichtige drauf steht.“ Name und

Alter der Kinder, Positives und

Negatives der Kinder, über welche

Tür der Nikolaus hereinspaziert,

wo die Geschenke, die kurz vorher

noch in den Sack gefüllt werden,

versteckt sind, wer von den Jungs

und Mädels ein Instrument beherrscht,

ein Gedicht gelernt hat

oder etwas vorsingen möchte.

Speziell bei mehreren Kindern

fällt es Schwarz nicht i leicht, Überblick

zu behalten. „Deshalb ist es

von Vorteil, wenn die Kinder nach

Alter sortiert sich nebeneinander

aufreihen.“ Außerdem liest

Schwarz alle Informationen ein,

zwei Tage vor den Terminen nochmals

aufmerksam durch, achtet

auf Betonungen und wiegt schon

mal im Vorfeld ab, auf welche Buben

und Mädchen er besonders

behutsam zugehen muss. Denn

eines möchte Schwarz nicht: „Den

Kindern Angst machen.“ Sie sollen

Freude haben am Nikolaus,

sich inständig wünschen, dass

Robert Schwarz und sein Gehilfe sind mittlerweile nur noch bei

Familien zuhause. Früher besuchten die beiden auch Märkte.

80 | altlandkreis


er kommt. „Deshalb überwiegt

bei mir r ganz klar das Positive.“

Und der Krampus, der zwar

furchteinflößend wirkt, diene

ausschließlich als fleißiger

Gehilfe, „was ich den Kin-

dern

ganz am Anfang auch

erkläre“. Rutenschläge oder

gar das

Hineinstecken in den

Sack, wie es vor vielen Jahren

in gewissen Gegenden tatsächlich

der Brauch war, „gehen überhaupt

nicht“. Erstens sei es nicht

zeitgemäß. Zweitens in Sachen

Erziehungs-Maßnahmen absolut

kontraproduktiv.

Anfragen bereits im

Hochsommer

Die ersten Anfragen bekommt Robert

Schwarz bereits im Hochsommer.

„Meistens ab Ende August,

Anfang September.“ Spätestens

ab Anfang November klingelt das

Telefon dann regelmäßig. „Die

Wildsteiger kennen mich natürlich

und wissen, wo und wie sie

mich erreichen“, sagt Schwarz

auf die Frage, wie er gebucht

werden kann. Geld verlangen er

und sein Krampus übrigens nicht.

„Wenn uns jemand eine kleine

Aufwandsentschädigung gibt,

bedanken wir uns natürlich, aber

es wird wirklich nicht von uns verlangt.“

Viele geben einen leckeren

Käse, eine gute Flasche Rotwein,

selbstgebackene „Klosamändla“

oder Obst und Knabberzeug, wie

es in der staden Zeit der Brauch

ist: Mandarinen, Mandeln und

Nüsse. Die finden sich auch immer m

wieder in den Geschenken en für

die

Kinder wieder. Es gibt aber auch

Playmobil, Smartphones, Tablets

oder

eine e Playsta-

a-

Nüsse, Äpfel, Orangen, Mandarinen und Lebkuchen bringt der Nikolaus

in die Wohnzimmer der Wildsteiger Familien.

tion. „Da ist wirklich alles dabei.“

Allerdings erst, nachdem sich

die Kinder diese tolle Belohnung

auch verdient haben – nach dem

Vortrag vom Nikolaus, nach dem

Gedichtaufsagen, dem Singen,

dem Musizieren. Klassiker aus

dem Heiligen Buch an die jüngsten

Kinder gerichtet: „Nicht mehr

im Bett der Eltern schlafen, den

Diddi, Dutzel oder Ditzel abgeben

und künftig nicht mehr aus dem

Fläschchen nuggeln.“ Die älteren

bekommen Lob für ein harmonisches

Miteinander mit den

Geschwistern, weil sie Eltern und

Großeltern im Haushalt unterstützen

und gute Schulnoten nach

Hause bringen. Ein fingerzeigender

Anstoß für fleißigeres Üben

mit dem Musikinstrument, zeitiges

Bettgehen und pünktliches Aufstehen

sowie regelmäßiges Zähneputzen

darf natürlich nicht fehlen.

Ganz wichtig an dieser Stelle ist

Einfühlungsvermögen, „weil jedes

Kind anders tickt, man immer stets

die richtige Wortwahl und Betonung

finden muss“.

Finger weg

vom Alkohol

Robert Schwarz und Gehilfe Toni

Speer – begnadeter Theaterer –

sind seit vielen Jahren gut befreundet,

beide hauptberuflich in der

Pflege tätig und mit wirklich allen

Eigenschaften ausgestattet, die einen

guten Nikolaus und Krampus

auszeichnen. Neben Einfühlungsvermögen

strahlen sie Ruhe, aber

auch Respekt aus, können laut und

deutlich sprechen, „was durch den

Bart hindurch gar nicht so leicht

ist“, und sie lassen – entgegen

mancher Kollegen – die Finger

weg vom Alkohol. „Weil es nichts

Schlimmeres gibt als einen vor

Kindern stehenden, lallenden Nikolaus.“

Wie beliebt Schwarz und

Speer sind, zeigen unter anderem

ältere Geschwister, die nicht mehr

an den „echten“ Nikolaus glauben,

aber hervorragend für die Jüngeren

mitspielen. Und auch die Eltern

und Großeltern sind hellauf

begeistert von diesem eingespielten

Duo. „Mich hat mal ein Vater

auf der Straße angesprochen und

mir insgeheim verraten, dass es

ihm selbst am allermeisten wehtut,

dass seine Kinder raus sind aus

dem Nikolaus-Alter, er jetzt keinen

richtigen Grund mehr habe, uns zu

bestellen.“ Das Allerschönste aber

seien „die strahlenden Gesichter

der Kinder“. Die entschädigen

nicht nur für Stress, Schweiß und

Erkältungsgefahr. Sondern auch

dafür, dass Robert Schwarz seit

30 Jahren am 5. und 6. Dezember

nicht selbst mit seiner eigenen Familie

Nikolaus feiern kann. js

november / dezember 2018 | 81


Unser Serviceberater Georg Demmel macht Sie fit für den Winter

„Alle zwei Wochen von Salz befreien“

Der Winter steht vor der Tür. Reifenwechsel,

Frostschutzmittel, Skiausrüstung korrekt

verstauen. Georg Demmel, der das

Kfz-Handwerk von der Pike auf gelernt

hat, arbeitet seit zehn Jahren in unserem

Haus. Im Interview klärt der erfahrene

Serviceberater auf, worauf Autofahrer

während der kalten Jahreszeit zu achten

haben.

Ab wann sollten Autobesitzer Winterreifen

aufziehen?

Winterreifen sind notwendig ab einer

Außentemperatur von plus sieben Grad.

Darüber hinaus sollten sie aufgrund Materialermüdung

nicht älter als

sechs Jahre alt sein und eine

Profiltiefe von mindestens

vier Millimeter aufweisen.

Eine altbekannte Regel

besagt: Von O bis O – von

Oktober bis Ostern.

Wie viel kostet ein Reifenwechsel?

Bei uns im Haus

30 Euro, natürlich

inklusive Reifendruck einstellen, Probefahren

und Radschrauben nachziehen.

Weiterhin ist ein Lichttest sowie das Prüfen

der Flüssigkeitsstände mit dabei. Wer

einen neuen Satz Winterreifen ohne Felgen

braucht, muss je nach Größe, Modell

und Marke zwischen 300 und 1 000 Euro

in die Hand nehmen.

Gilt im Schongauer Altlandkreis eine Winterreifen-Pflicht?

Die gilt in Deutschland bei Glatteis,

Schneeglätte, Schneematsch und Eisoder

Reifglätte – Bedingungen, die hier

in der Region vereinzelt schon ab Oktober

vorkommen.

wichtig ist natürlich Scheibenwasser mit

Frostschutz. Hier kommt es auch auf das

richtige Mischverhältnis und die Qualität

an. Billig-Scheibenwasser kann beispielweise

Scheinwerfer-Glas trüben.

Reifen nutzen sich bekanntlich unterschiedlich

ab, zumindest bei einachsigem

Antrieb.

Grundsätzlich raten wir, allen voran über

den Winter, das bessere Reifenprofil immer

an die Antriebsachse zu schrauben.

Für eine gleichmäßige Abnutzung ist es

von Vorteil, die Reifenposition ständig zu

wechseln. Eine Saison vorne links, eine

Saison hinten links.

werden und die Verkleidung fängt an

zu schimmeln. Deshalb empfehlen wir

grundsätzlich, Skier und Skischuhe in einer

Dachbox oder mittels Dachträger zu

transportieren.

Im Winter wird viel Salz und Rollsplitt gestreut.

Eine Gefahr für Autos?

Steinschläge verhindern kann man nicht

wirklich, weshalb wir eine Glaspolitur

anbieten, die eine zusätzliche Schutzschicht

bildet. Noch wichtiger aber ist,

das Auto regelmäßig zu

waschen, damit sich

das Salz nicht in die

Karosserie frisst. Bei

starkem Winter mit

Ab wann ist ein Auto endgültig winterfest? In der Region leben viele Wintersportler. anhaltend Schnee,

Türgummis sollten mit Pflegemittel, einer Wie sollten Sportgeräte verstaut werden? Nässe und Eis sollte

Art Vaseline, eingeschmiert werden, damit

Im Auto ist es nicht ratsam, auch mit man sein Auto alle

Türen nicht einfrieren und die Gummis Skisack nicht, weil auf kurz oder lang zwei Wochen wa-

geschmeidig bleiben. Auch Türschlösser Feuchtigkeit im Auto bleibt. Das hat den schen. Und spätestens

sollten behandelt werden, dass sie nicht Nachteil, dass Scheiben von innen anfrieren.

nach der Win-

Bei stärkerem Wasserschaden, zum tersaison auch den

zufrieren. Das gilt vor allem für ältere

NOVEMBER/

Fahrzeuge ohne Zentralverriegelung und Beispiel aufgrund undichter Scheibe, ist Motorraum gründlich

von Salz und

für Fahrzeuge, die nicht in der Garage, Feuchtigkeit im Auto ein riesen Problem.

sondern draußen im Freien stehen. Ganz Die Elektronik kann stark beschädigt Schmutz befreien.


Veranstaltungskalender

1. November bis

31. Dezember 2018

DO 01.11.

Allerheiligen

BAD BAYERSOIEN

17.00 bis 19.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

„Blick in die Soyer Dorfgeschichte“

geöffnet

SCHONGAU

FR 02.11.

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im evang. Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — EHC Waldkraiburg

im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

10.00 bis 12.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

„Blick in die Soyer Dorfgeschichte“

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

CD-Präsentation der „Dreieckmusi“

im Happerger

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

SA 03.11.

SCHONGAU

10.00 Uhr

Leonhardiritt mit Messe in der

Kirche St. Sebastian und anschl.

Umritt zum Bürgermeister-

Schaegger-Platz

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert der Knappschafts- und

Trachtenkapelle im Haus der

Vereine. Eintritt frei

ALTENSTADT

12.30 Uhr

23. ADAC Oberland Rallye, Start

der ersten Etappe bei der ehemaligen

Firma Belfein

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theater „Kein Auskommen mit

dem Einkommen“ in der Auerberghalle

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

10.00 bis 12.00 Uhr

Ski-Basar in der Lechhalle

ROTTENBUCH

11.30 Uhr

Kesselfleischbuffet in der Rottenbucher

Stub'n

14.00 Uhr

Live-Musik mit Jonny und Conny

in der Rottenbucher Stub'n.

Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

17.00 bis 19.00 uhr

Museum im Bierlinghaus mit

„Blick in die Soyer Dorfgeschichte“

geöffnet

REICHLING

9.30 Uhr

Leonhardifest. Hochamt in der

Pfarrkirche und Umritt mit Pferdesegnung.

Anschließend Bewirtung

und Unterhaltung durch die

Musikkapelle am Pfarrheim

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

SO 04.11.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr (bis 10.45

Uhr)

17.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — TEV

Miesbach im Eisstadion

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Weitere

Infos unter www.ec-peiting.de

11.00 bis 18.00 Uhr

Markt „Was B'sondres“ für

Gesundheit, Wellness, Kunst und

Kreativität im Eggerstadl/Zechenschenke.

Eintritt frei

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Pfarrfamiliennachmittag in der

Lechhalle

ROTTENBUCH

9.30 Uhr

Leonhardiritt mit Feldmesse am

Fohlenhofplatz

BAD BAYERSOIEN

17.00 bis 19.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

„Blick in die Soyer Dorfgeschichte“

geöffnet

PEITING

MO 05.11.

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Gemeinde-

und Pfarrbücherei

BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Strickeria in der Bücherei. Stricken,

Häkeln, Handarbeiten für

Jung und Alt in geselliger Runde.

Jede(r) ist willkommen

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Do, 22. Nov. 17.00 bis 20.30 Uhr Bernbeuren, Pfarrheim

Fr, 23. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Mo, 26. Nov. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Do, 6. Dez. 17.00 bis 20.00 Uhr Rott, Schule

Mo, 10. Dez. 16.30 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

november / dezember 2018 | 83


DI 06.11.

SCHONGAU

15.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Pflegegrade —

Pflegestufen“ mit Astrid Weber und

Claudia Romeike im Sitzungssaal

des Rathauses

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Motorrad-Stammtisch im Gasthof

Holler

STEINGADEN

20.00 Uhr

Lesetipps für Kinder, Veranstaltung

mit Angelika Rockenbach

vom St. Michaelsbund, in der

Bücherei und Grundschule

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung

über Böhmer Weiher — Achele —

Altenau. 8 km, mit dem Bus

zurück. Treffpunkt bei der Tourist-

Info. Kostenlos

FORST

9.15 Uhr

Leonhardifest. Beginn um 9.15

Uhr mit Gottesdienst in der Kirche

St. Leonhard. 10.30 Uhr Umritt mit

Pferdeweihe auf dem Wirtsanger.

Abends ab 20 Uhr Leonharditanz

im Gasthof zum Bayerischen Hiasl

WEILHEIM

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss in der Stadthalle.

Siehe Anzeige Seite rechts

MI 07.11.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

84 | altlandkreis

20.00 Uhr

Vortrag „Warum beten auch heute

noch wichtig ist“ mit Prof. Dr.

Kröpfl und der KAB im Pfarrsaal

LECHBRUCK

18.30 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

STEINGADEN

20.00 Uhr

Benefizkonzert des Gebirgsmusikkorps

Garmisch-Partenkirchen in

der Mittelschule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

REICHLING

19.30 Uhr

Vortrag „Der Lechraindialekt“ von

Dr. Albert Thurner im Gasthaus

Mitschke

WEILHEIM

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss in

der Stadthalle. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 87

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Ist Hüftersatz

eine Lösung“ mit Dr. Thomas

Löffler im Krankenhaus

ALTENSTADT

DO 08.11.

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

BÖBING

19.30 Uhr

Wir lesen aus unseren Lieblingsbüchern

in der Bücherei

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung

über Bad Bayersoien — Ammerweg

(8 km). Treffpunkt bei der

Tourist-Info. Kostenlos

ROTT

10.00 bis 11.30 Uhr

Handarbeitstreff im Pfarrhof

FR 09.11.

SCHONGAU

20.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — EHF

Passau im Eisstadion

PEITING

20.00 Uhr

Musik-Kabarett mit den „Brettl

Spitzen“ in der Schloßberghalle.

Siehe Seite 36 / 37

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Theater „Reigen 4.0“ von Wilfried

Knorr im Rainer-Endisch-Saal.

Karten: 14 € / 7 € (ermäßigt). VVK im

Schongauer MühlenMarkt und im

WerkstattLaden in Herzogsägmühle.

Einlass ab 19 Uhr

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst mit „Ode an den

Lech“ von Klanghilde und Rezitante

im Kuhstall. VVK beim Schäferwirt,

den Schongauer Nachrichten,

Buch am Bach (Peiting) und Buch

am Lech (Lechbruck)

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

19.00 Uhr

Buchvortrag „Vom Holz bis zur

Geige“ von Thomas Riedmiller im

Waldort Gut Kinsegg. Eintritt frei


20.00 Uhr

Konzert mit den Vivid Curls,

Folkrockstücke in Allgäuer Mundart

im Flößermuseum. Eintritt:

15 € (VVK) / 17 € (AK). VVK bei der

Tourist-Info

WILDSTEIG

21.00 Uhr

Mexico-Night im Sportheim

BAD BAYERSOIEN

17.00 Uhr

St. Martins Fest mit Umzug in der

Brandstatt. Siehe Seite 50 / 51

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Premiere des Musicals „Ghost —

Nachricht von Sam“ im Tanzpalast

Bräuwastl. VVK beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim

oder in der Bräuwastlhalle

SA 10.11.

SCHONGAU

19.30 Uhr

Konzert „Schongau Classics“ in

der Lechsporthalle. Siehe S. 16 / 17

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

PEITING

9.00 Uhr

Neueröffnung bei Köpf Audio-TV-

Video. Siehe Anzeige Seite 83

9.30 bis 17.00 Uhr

Kleintierschau bei Stich & Schäller.

Weitere Infos auf Seite 23

14.00 Uhr

Martinsfeier mit der KAB im

Pfarrsaal

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Theater „Reigen 4.0“ von Wilfried

Knorr im Rainer-Endisch-Saal.

Karten: 14 € / 7 € (ermäßigt). VVK im

Schongauer MühlenMarkt und im

WerkstattLaden in Herzogsägmühle.

Einlass ab 19 Uhr

BIRKLAND

10.00 bis 14.00 Uhr

Tuba-Workshop mit Stefan Huber

von „LaBrassBanda“ im Gasthaus

Neuwirt. Teilnahmegebühr: 10 €.

Maximal 15 Teilnehmer. Anmeldung

beim Musikhaus Kirstein. Infos

unter www.kirstein.de

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Jubiläumskonzert „Gospel mit fui

gfui“ von Joyful People im Haus

der Vereine. Eintritt frei

SCHWABSOIEN

20.00 Uhr

Konzert der Blaskapelle Sachsenried

in der Gemeindehalle

INGENRIED

20.00 Uhr

Premiere des Theaters von der

Theatergruppe in der Mehrzweckhalle

RETTENBACH

20.00 Uhr

Konzert des Männerchores in der

Weichberghalle

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

12.00 Uhr

Tag des Eishockeys anlässlich 40

Jahre ERC im Eisstadion. Spiele des

Nachwuchses, Präsentation über

die Historie und Lokalderby ERC

Lechbruck — EV Füssen (18.30 Uhr)

BÖBING

14.00 und 20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins

Schnalzbergler im Scheiberhaus

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Rock den Stadl mit drei fetzigen

Live-Bands im Dorfstadl. Eintritt:

8 €. Beginn um 21.15 Uhr

KINSAU

20.00 Uhr

Musikalischer Abend der Blaskapelle

in der Mehrzweckhalle

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle. Siehe Anzeige

Seite 83

SO 11.11.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.schongaumammuts.de.

Die zweite Gruppe

startet um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Weitere

Infos unter www.ec-peiting.de

november / dezember 2018 | 85


9.00 bis 16.30 Uhr

Kleintierschau bei Stich & Schäller.

Weitere Infos auf Seite 23

13.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt entlang der Bachstraße

und rund ums Rathaus.

Mit verkaufsoffenem Sonntag

13.00 bis 17.00 Uhr

Neueröffnung bei Köpf Audio-TV-

Video. Siehe Anzeige Seite 83

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Decker-Halle

19.30 Uhr

Theater „Reigen 4.0“ von Wilfried

Knorr im Rainer-Endisch-Saal.

Karten: 14 € / 7 € (ermäßigt). VVK im

Schongauer MühlenMarkt und im

WerkstattLaden in Herzogsägmühle.

Einlass ab 19 Uhr

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Martini-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

17.00 Uhr

Martinsfeier an der Pfarrkirche.

Laternenzug zum Musikpavillon

BÖBING

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins

Schnalzbergler im Scheiberhaus

WILDSTEIG

17.00 Uhr

Martins-Umzug. Wortgottesdienst

in der Pfarrkirche, anschließend

Umzug durchs Dorf und St. Martinsspiel

am Feuerwehrhaus

ROTT

14.00 Uhr

Vorspielnachmittag der Jugend im

Musikerheim

KINSAU

14.00 bis 16.00 Uhr

Spielzeugflohmarkt in der Mehrzweckhalle

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

18.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle. Siehe Anzeige

Seite 83

MO 12.11.

SCHONGAU

18.30 Uhr

Vortrag „Wie aus einem ,falschen

Ja' ein ,ehrliches Nein' wird!“ in

der Volkshochschule, Raum 2.

Kosten: 10 €

BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Strickeria in der Bücherei. Stricken,

Häkeln, Handarbeiten für

Jung und Alt in geselliger Runde.

Jede(r) ist willkommen

DI 13.11.

HERZOGSÄGMÜHLE

19.00 Uhr

Vortrag „Patientenverfügung und

mutmaßlicher Wille bei Menschen

mit geistiger Behinderung“

mit dem Lebensbeistand e.V. im

Rainer-Endisch-Saal

BERNBEUREN

14.30 bis 17.00 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

MI 14.11.

SCHONGAU

9.00 bis 11.30 Uhr

Info-Veranstaltung „Beruflicher

Wiedereinstieg nach einer Familienzeit“

in der Agentur für Arbeit.

Keine Anmeldung erforderlich

19.00 Uhr

Vortrag „Immobilien vererben

oder verschenken“ in der Mittelschule.

Kosten: 7 €

19.00 Uhr

Herzwochen im Krankenhaus.

Siehe Seite 24 / 25

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im

Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss im SparkassenSaal.

Siehe Anzeige Seite 85

20.00 Uhr

Kabarett „Nur mal angenommen“

von Bruno Jonas in der

Schloßberghalle. VVK unter www.

schlossberghalle-peiting.de und der

Tourist-Info

LECHBRUCK

18.30 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

BÖBING

15.00 Uhr

VdK-Stammtisch im Gasthof

Haslacher

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

86 | altlandkreis


PEITING

DO 15.11.

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss

im SparkassenSaal. Weitere Infos

siehe Anzeige rechts

SCHONGAU

19.00 Uhr

Vortrag „Chinas globale Außenund

Sicherheitspolitik mit Blick

auf die Seidenstraßeninitiative“

mit Dr. Saskia Hieber (Dozentin

an der Akademie für Politische

Bildung) vom Informationskreis

der Wirtschaft im Ballenhaus. Um

Anmeldung bis 9.11. an info@idwschongau.de

wird gebeten. Eintritt

frei, siehe Anzeige Seite 84

STEINGADEN

14.00 Uhr

Lichtbildervortrag „Grüne Insel

und schottische Highlands“ von

Pater Petrus-Adrian im Pfarrheim

BÖBING

19.30 Uhr

Filmabend mit Werner Schubert

des VdK im Gasthof Haslacher

FR 16.11.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Multivisions-Show „Yucatàn —

Mexiko von seiner schönsten

Seite“ von Reisejournalist Harald

Mielke im Ballenhaus. Kosten: 7 €

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kulturherbst „a runde Mischung“

von Keller Steff Solo im Kuhstall.

VVK beim Schäferwirt, den

Schongauer Nachrichten, Buch am

Bach (Peiting) und Buch am Lech

(Lechbruck)

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

19.00 Uhr

Geführte Weinverkostung mit

5-Gänge-Menü „Eine Reise um

die Welt“ im Hotel Auf der Gsteig.

Kosten: 69 €. Reservierung unter

08862 / 98770

STEINGADEN

20.00 Uhr

Geselliges Wirtshausliedersingen

mit dem Trachtenverein

D'Lechtaler Urspring im Gasthaus

Drei Mohren

BÖBING

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins

Schnalzbergler im Scheiberhaus

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle. Siehe Anzeige S. 83

20.00 Uhr

Konzert „Beatles Revival“ von The

Bottles in der Tiefstollenhalle.

Karten: 20 € (VVK)/ 22 € (AK). VVK

bei PeissenBUCH, beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim,

Buch am Bach in Peiting,

Lech-Kurier Schongau oder www.

reservix.de. Siehe Anzeige Seite 56

WEILHEIM

20.00 Uhr

Ammertöne — 14. Weilheimer

Jazztage mit Joscha Arnold Large

Ensemble und Jesse Davis Quartet

im Stadttheater. Siehe Anzeige

links

SA 17.11.

SCHONGAU

20.00 Uhr

Kabarett „Ausnahmsweise wie

immer“ von Michi Marchner im

Brauhaus. Karten: 15 / 13 € im VVK;

15 € / 17 € an der AK. Einlass ab

18.30 Uhr

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

PEITING

14.00 Uhr

Preis-Schafkopfen der SPD

Schongau und Peiting im Gasthof

Keppeler

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 12.00 Uhr

Spielwarenmarkt im Haus der

Vereine

INGENRIED

20.00 Uhr

Theater von der Theatergruppe

in der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

BÖBING

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins

Schnalzbergler im Scheiberhaus

WILDSTEIG

10.00 bis 18.00 Uhr

Künstler- und Handwerkermarkt

in der Gemeindehalle. Ergänzt

durch einen Büchermarkt

november / dezember 2018 | 87


17.11.

Ray Wilson

24.12.

24./25.11.

Hochzeitsmesse

Benefiz-Weißwurstessen

efiz

abends geöffnet bis 21 Uhr

28.12.

Andreas Eller

31.12.

26./27.12.

Weihnachtsmarkt

Silvester im Brauhaus

Im Advent

Unser Angebot für Ihre

⋅ Brauereiführungen

⋅ Brennereiführungen

⋅ Bowling

Rufen Sie uns an,

wir beraten Sie gerne!

30.12.

Woiggabruch Musi

auch am 31.12. 12 um 111 Uhr

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt beim Dorfstadl

EPFACH

13.00 Uhr

Winterbasar im Haus der Vereine

20.00 Uhr

Preisschafkopfen im Haus der

Vereine

APFELDORF

20.00 Uhr

Theater „Arsen und Spitzenhäubchen“

vom Theaterverein in der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 22

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Konzert von Ray Wilson im

Schlossbrauhaus. Siehe Anzeige

links

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle. Siehe Anzeige

Seite 83

WEILHEIM

20.00 Uhr

Ammertöne — 14. Weilheimer

Jazztage mit Phillip Rumsch und

Johannes Enders Quartet im Stadttheater.

Siehe Anzeige Seite 86

SO 18.11.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr (bis 10.45

Uhr)

88 | altlandkreis

17.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — Erding

Gladiators im Eisstadion

PEITING

17.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — SC Riessersee

im Eisstadion

INGENRIED

20.00 Uhr

Theater von der Theatergruppe in

der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Wanderung am

Oberen Lechsee. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 5 € / 2 € (Kinder

6 – 15 Jahre) / LBV-Mitglieder

kostenlos

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

BÖBING

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins

Schnalzbergler im Scheiberhaus

WILDSTEIG

10.00 bis 17.00 Uhr

Künstler- und Handwerkermarkt

in der Gemeindehalle. Ergänzt

durch einen Büchermarkt

BAD BAYERSOIEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt am Dorfstadl

PEISSENBERG

18.00 Uhr

Musical „Ghost — Nachricht von

Sam“ im Tanzpalast Bräuwastl.

VVK beim KB-Ticketservice in der

Sparkasse Weilheim oder in der

Bräuwastlhalle. Siehe Anzeige

Seite 83

MO 19.11.

BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Strickeria in der Bücherei. Stricken,

Häkeln, Handarbeiten für

Jung und Alt in geselliger Runde.

Jede(r) ist willkommen

DI 20.11.

BÖBING

16.00 Uhr

Kasperltheater in der Grundschule

MI 21.11.

Buß- und Bettag

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Senioren-Nachmittag im Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

WEILHEIM

18.00 Uhr

Herzwochen im Pfarrheim Miteinander.

Siehe Seite 24 / 25

DO 22.11.

BERNBEUREN

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden im Pfarrheim St.

Nikolaus

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Vortrag „Schüssler Salze“ mit

Antje Otto in der Aula der Grundschule.

Eintritt frei

FR 23.11.

SCHONGAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — ESC

Dorfen im Eisstadion

20.00 Uhr

Hoagarten — Musikantentreffen

mit den Schlossberglern, der

Stadtkapelle und weiteren im

Brauhaus. Eintritt frei. Einlass ab

18.30 Uhr

PEITING

20.00 Uhr

Kabarett „Faszination Bayern“ von

Maxi Schafroth in der Schloßberghalle.

Tickets unter www.

schlossberghalle-peiting.de

INGENRIED

20.00 Uhr

Theater von der Theatergruppe in

der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „geh zu, bleib da“ von

Wolfgang Krebs in der Tiefstollenhalle.

Karten: 23 € (VVK)/ 25 €

(AK). VVK bei PeissenBUCH, beim


KB-Ticketservice in der Sparkasse

Weilheim, Buch am Bach in

Peiting, Lech-Kurier Schongau oder

www.reservix.de. Siehe Anzeige

Seite 56

SA 24.11.

SCHONGAU

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

BÖBING

20.00 Uhr

Preiswatten im Gasthof Haslacher

BAD BAYERSOIEN

15.00 Uhr

Winterlieder-Familien-Konzert mit

„Sternschnuppe“ im Dorfstadl. Eintritt:

10 € (Erw.) / 8 € (Kin.). VVK bei

der Tourist-Info und bei der Bäckerei

Brandmeier. Einlass ab 14.15 Uhr

SO 25.11.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Zweite Gruppe ab 10 Uhr

10.00 Uhr

Jahrmarkt in der Altstadt

PEITING

INGENRIED

20.00 Uhr

Theater der Theatergruppe in der

Mehrzweckhalle

BURGGEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Adventsbasar im alten Gemeindehaus

RETTENBACH

19.00 Uhr

Unplugged-Konzert der „Harten

Schwestern“ in der Skihütte. VVK

unter 08860 / 1753

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

19.30 Uhr

Kieselklang und Wortgesang mit

Hans Schütz und Karl-Michael

Ranftl im Flößermuseum. Eintritt:

8 €. VVK bei der Tourist-Info

20.00 Uhr

Kathreintanz in der Lechhalle

REICHLING

20.00 Uhr

Jagdessen im Gasthaus Mitschke

LUDENHAUSEN

15.00 Uhr

1. Dorfadvent am Schützenheim

ROTT

15.00 Uhr

Adventsmarkt des Gartenbauvereins

bei der alten Schule

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Vortrag „Lawinenprobleme und

Gefahrenmuster“ von Dr. Rudi

Mair und Patrick Nairz in der

Tiefstollenhalle. Karten: 12 € (VVK) /

15 € (AK). VVK bei PeissenBUCH, KB-

Tickets in der Sparkasse WM, Buch

am Bach in Peiting, Lech-Kurier

SOG, www.reservix.de. Siehe S. 19

SCHWANGAU

13.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeitsmesse im Schlossbrauhaus.

Siehe Anzeige links

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Starbulls

Rosenheim im Eisstadion

BURGGEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Adventsbasar im alten Gemeindehaus

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Genießer-Brunch im Hotel Auf der

Gsteig. Reserv. unter 08862 / 98770

DENKLINGEN

13.30 Uhr

Adventsbasar im Pfarrheim

KINSAU

20.00 Uhr

Nostalgischer Bildervortrag mit

Christian Schilcher im Frauenbundzimmer

SCHWANGAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeitsmesse im Schlossbrauhaus.

Siehe Anzeige links

MO 26.11.

SCHONGAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

BERNBEUREN

18.00 bis 21.00 Uhr

Strickeria in der Bücherei. Stricken,

Häkeln, Handarbeiten für

Jung und Alt in geselliger Runde.

DI 27.11.

PEITING

13.00 Uhr

Basteln von Adventsgestecken mit

der KAB im Pfarrsaal

WEILHEIM

19.30 Uhr

Vortrag „Pflichtteilsansprüche“

von Rechtsanwältin Caroline Kisteler

im Dachs Bräustüberl. Eintritt

frei. Siehe Anzeige oben

MI 28.11.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Bauchschmerzen

und Divertikulitis?“ mit

Ltd. Oberarzt Dr. Rolland Rosniatowski

im Krankenhaus

19.30 Uhr

Vortrag „Muss ich für meine pflegebedürftigen

Eltern bezahlen“ in

der Mittelschule. Kosten: 7 €

PEITING

13.00 Uhr

Basteln von Adventsgestecken mit

der KAB im Pfarrsaal

www.boeglmueller.com

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten...

Day SPA* (9.00-18.00 Uhr) € 39,– p. P.

Long Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)

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* Preise inkl. gesetzl. MwSt.

november / dezember 2018 | 89


ALTENSTADT

19.45 Uhr

Quizabend der KAB im Pfarrsaal

LECHBRUCK

18.30 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

FR 30.11.

SCHONGAU

9.30 und 15.00 Uhr

Weihnachtsgeschichte „Adalbert,

der 8. Zwerg“ für Kinder ab drei

Jahren im Brauhaus. Eintritt: 5 € (9

Uhr) / 8 € (15.30 Uhr)

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair Café im Haus4You

20.00 Uhr

Comedy Lounge von Florian Simbeck

im Brauhaus. Karten: 16,80 €

(VVK) / 18 € (AK) / 14 € (Schüler).

Einlass ab 18.30 Uhr

20.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — Pegnitz

e.V. Ice Dogs im Eisstadion

PEITING

14.00 bis 19.30 Uhr

2. Adventsbasar bei Schweizer

Bustouristik. Siehe Anzeige Seite 29

16.00 Uhr

Schattenspiel für Kinder im

Caritas-Kindergarten St. Michael.

Eintritt frei, Spenden willkommen

17.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt am unteren

Hauptplatz. Siehe Seite 70 / 71

HERZOGSÄGMÜHLE

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Eröffnung

in der Deckerhalle (11 Uhr) und

Gospelchor „GoodNews“ in der

Martinskirche (17 Uhr). Siehe

Anzeige Seite 34

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

ROTT

13.30 Uhr

Kinderbasteln des Gartenbauvereins

im Aquarium

KINSAU

14.00 bis 18.00 Uhr

Adventsbazar an der Mehrzweckhalle.

Siehe Seite 70 / 71

SA 01.12.

SCHONGAU

11.00 bis 19.00 Uhr

Weihnachtsmarkt von und mit

Künstlern und Kunsthandwerkern

aus der Region im Gerbersaal

13.00 bis 17.30 Uhr

Adventsbasar im Pfarrzentrum

Verklärung Christi

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

PEITING

15.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt am unteren

Hauptplatz. Siehe Seite 70 / 71

16.00 Uhr

Schattenspiel für Kinder im

Caritas-Kindergarten St. Michael.

Eintritt frei, Spenden willkommen

HERZOGSÄGMÜHLE

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Benefizkonzert

„Musik im Pfaffenwinkel“ in

der Martinskirche (15.30 Uhr) und

den Peitinger Alphornbläsern auf

dem Dorfplatz (16.30 Uhr). Siehe

Anzeige Seite 34

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion. (Helm!)

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Muikkapelle in

der Gemeindehalle

REICHLING

14.30 Uhr

Adventsmarkt in und um das

Pfarrheim. Siehe Seite 70 / 71

APFELDORF

14.00 bis 21.00 Uhr

Weihnachtsmarkt in der Flößerstraße.

Siehe Seite 70 / 71

SO 02.12.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr

11.00 bis 16.30 Uhr

Adventsbasar in der Pfarrei Verklärung

Christi

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt von und mit

Künstlern und Kunsthandwerkern

aus der Region im Gerbersaal

PEITING

11.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt am unteren

Hauptplatz. Siehe Seite 70 / 71

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Selber

Wölfe im Eisstadion

HERZOGSÄGMÜHLE

11.00 bis 17.00 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Adventsgottesdienst

in der Martinskirche (10

Uhr) und Nikolaus am Dorfplatz

(14 Uhr). Siehe Anzeige Seite 34

SCHWABBRUCK

14.00 Uhr

Weihnachtsmarkt in und um den

Kuhstall beim Schäferwirt. Siehe

S. 70 / 71

BURGGEN

10.00 Uhr

Eligiusritt mit Pferdesegnung am

Kirchplatz (10.30 Uhr) und Umritt

STEINGADEN

9.00 bis 17.00 Uhr

Nikolausmarkt am Marktplatz und

in der Welfenstraße. Siehe S. 70 / 71

10.00 bis 17.00 Uhr

Adventsmarkt im Zimmerstadl.

Siehe Seite 70 / 71

BÖBING

10.00 Uhr

Adventsmarkt an der Grundschule.

Siehe Seite 70 / 71

19.30 Uhr

Adventskonzert der Musikkapelle

in der Pfarrkirche St. Georg

APFELDORF

11.00 bis 20.00 Uhr

Weihnachtsmarkt in der Flößerstraße.

Siehe Seite 70 / 71

PEITING

MO 03.12.

15.00 Uhr

Vorlesenachmittag in der Gemeinde-

und Pfarrbücherei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in der

Bücherei

90 | altlandkreis


DI 04.12.

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Motorrad-Stammtisch im Gasthof

Holler

MI 05.12.

LECHBRUCK

18.30 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

DO 06.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

HERZOGSÄGMÜHLE

19.00 Uhr

Herzogsägmühler Abend im

Rainer-Endisch-Saal

ALTENSTADT

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

BAD BAYERSOIEN

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesenachmittag in der Bücherei

ROTT

10.00 bis 11.30 Uhr

Handarbeitstreff im Pfarrhof

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Schule

FR 07.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

15.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

mit Weihnachtsfeier im

evang. Pfarrheim. Anschließend

auf zum Weihnachtsmarkt

18.30 Uhr

Irische Weihnacht mit „Breaking

Strings“ im Brauhaus

20.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — ERV

Schweinfurt im Eisstadion

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Nikolaus-Bauernmarkt am

Hauptplatz

20.00 Uhr

Musik-Kabarett „Ja, ich will“ mit

Lizzy Aumeier in der Schoßberghalle.

VVK bei Tourist-Info oder

unter www.Kultur-Ticketshop.de/

Peiting

Einlagen – Schuhreparatur – Schuhe

Flip-Flop nach Maß


Benjamin Schwarz




LECHBRUCK

14.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Irischer Abend mit „John Herb

& friends“ im Kunstcafé am Tor.

Eintritt frei. Siehe Anzeige Seite 54

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Illusionstheater „Hereingeschneit“

von Bodecker & Neander

in der Tiefstollenhalle. Karten: 23 €

(VVK)/ 25 € (AK). VVK bei PeissenBUCH,

beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim, Buch

am Bach in Peiting, Lech-Kurier

Schongau oder www.reservix.de.

Siehe Anzeige Seite 56

SA 08.12.

SCHONGAU

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt mit Besuch vom

Nikolaus um ca. 17 Uhr auf dem

Marienplatz. Siehe Anzeige S. 80

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Christkindlmarkt in der Schatzkammer

der Wallfahrtskirche.

Siehe Seite 70 / 71

SACHSENRIED

18.30 Uhr

Adventssingen in der Pfarrkirche

INGENRIED

20.00 Uhr

Adventssingen im Feuerwehrhaus

BURGGEN

15.30 Uhr

Dorfweihnacht am Roatherhaus.

Siehe Seite 70 / 71

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

13.00 bis 17.00 Uhr

Weihnachtsmarkt im Waldort Gut

Kinsegg. Siehe Seite 70 / 71

14.30 Uhr

Adventsmarkt am Rathaus. Siehe

Seite 70 / 71

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Advents-Trödelmarkt im

Dorfstadl

EPFACH

16.00 Uhr

Dorfweihnacht am Pfarrheim.

SO 09.12.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Zweite Gruppe ab 10 Uhr

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

15.00 Uhr

Konzert des Bergsteiger-Chors

in der Stadtpfarrkirche. Siehe

Anzeige Seite 80

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting — EV Lindau

Islanders im Eisstadion

november / dezember 2018 | 91


HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Decker-Halle

HOHENPEISSENBERG

11.30 bis 17.00 Uhr

Christkindlmarkt in der Schatzkammer

der Wallfahrtskirche.

Siehe Seite 70 / 71

SCHWABNIEDERHOFEN

11.00 bis 18.00 Uhr

Vorweihnacht am Maibaum.

Siehe Seite 70 / 71

SCHWABSOIEN

20.00 Uhr

Konzert der Blaskapelle in der

Gemeindehalle

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Advents-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

15.30 Uhr

Kindertheater „Max und Moritz“

in der Lechhalle. Eintritt: 10 €

(Erwachsene)/ 6 € (Kinder). VVK bei

der Tourist-Info

WIES

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel „Festliches

Adventskonzert“ mit Gesangs-

und Instrumentalgruppen

sowie dem Gemischten Chor im

Pfaffenwinkel in der Wieskirche

ROTTENBUCH

9.30 bis 13.00 Uhr

Adventsbrunch im Kunstcafé am

Tor. Siehe Anzeige Seite 54

17.00 Uhr

Feuertonne und Glühwein beim

Kunstcafé am Tor. Siehe Anzeige

Seite 54

BAD BAYERSOIEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Advents-Trödelmarkt im

Dorfstadl

DENKLINGEN

16.00 Uhr

Nikolausmarkt im Schulhof. Siehe

Seite 70 / 71

MO 10.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

LECHBRUCK

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lechhalle

DI 11.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

BERNBEUREN

14.30 bis 17.00 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

im Auerbergmuseum

MI 12.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im

Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

LECHBRUCK

18.30 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

DO 13.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

FR 14.12.

SCHONGAU

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

20.00 Uhr

Konzert „Winter Wonderland“ im

Ballenhaus. Siehe Seite 22

PEITING

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — SC Riessersee

im Eisstadion

20.00 Uhr

Unplugged-Konzert der „Poxrucker

Sisters“ in der St.-Michael-

Kirche. Weitere Infos auf Seite 22

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

SA 15.12.

SCHONGAU

14.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

18.30 Uhr

Konzert „Weihnachtlich gestimmt

— Unverschämte Wirtshausmusik“

im Brauhaus

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

PEITING

20.00 Uhr

Kabarett „Freischwimmer“ von

Chris Boettcher in der Schloßberghalle.

VVV in der Tourist-Info

und unter www.Kultur-Ticketshop.

de/Peiting

HOHENPEISSENBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Christkindlmarkt in der Schatzkammer

der Wallfahrtskirche.

Siehe Seite 70 / 71

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

15.30 und 18.30 Uhr

Kindertheater „Max und Moritz“

in der Lechhalle. Eintritt: 10 €

(Erwachsene)/ 6 € (Kinder). VVK bei

der Tourist-Info

19.30 Uhr

Advent mit der Marktoberdorfer

Stubenmusik im Flößermuseum.

Eintritt frei. Platzreservierung bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

16.00 Uhr

Glühweinhütte im Fohlenhof

BAD BAYERSOIEN

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Sportheim

92 | altlandkreis


PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert von Daniel T. Coates mit

Band in der Tiefstollenhalle. Karten:

17 € (VVK)/ 19 € (AK). VVK bei

PeissenBUCH, beim KB-Ticketservice

in der Sparkasse Weilheim, Buch

am Bach in Peiting, Lech-Kurier

Schongau oder www.reservix.de.

Siehe Anzeige Seite 56

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

SO 16.12. .

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr

16.00 bis 20.30 Uhr

Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Anzeige Seite 80

14.30 Uhr

Danzlmusi „Quietschfidel“ im

Brauhaus. Eintritt frei

15.30 Uhr

Stadtführung im Advent. Kosten:

5 €. Anmeldung unter 08861 / 214-

181

17.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — TSV

Peißenberg im Eisstadion

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Weitere

Infos unter www.ec-peiting.de

HOHENPEISSENBERG

11.30 bis 17.00 Uhr

Christkindlmarkt in der Schatzkammer

der Wallfahrtskirche.

Siehe Seite 70 / 71

BERNBEUREN

13.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Marktplatz.

Siehe Seite 70 / 71

RETTENBACH

13.30 Uhr

Weihnachtsmarkt am Gasthaus

„Goldenes Kreuz“. Siehe S. 70 / 71

ROTTENBUCH

9.30 bis 13.00 Uhr

Adventsbrunch im Kunstcafé am

Tor. Siehe Anzeige Seite 54

17.00 Uhr

Feuertonne und Glühwein beim

Kunstcafé am Tor. Siehe Anzeige

Seite 54









BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 17.30 Uhr

Weihnacht in der Brandstatt.

Siehe Seite 70 / 71

14.30 bis 17.30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung mit

Gemälden und Hinterglasbildern

der „malenden Bäuerin vom

Balteshof“, Adelheid Reichsiegel

aus Echelsbach im Museum im

Bierlinghaus. Bis 6.1.

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

MO 17.12.

SCHONGAU

18.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Geistliche Musik zum Advent mit

dem Chor und Orchester der Stadt

in der Stadtpfarrkirche

DI 18.12.

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Haselbachrunde (7 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info. Kostenlos

MI 19.12.

PEITING

18.00 Uhr

Weihnachtslieder singen mit Ernst

Schusser vom Volksmusikarchiv

des Bezirkes Oberbayern vor dem

Rathaus. Bei schlechtem Wetter in

der Pfarrkirche

LECHBRUCK

18.30 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet

mit Ausstellung „Adelheid Reichsiegel

— Würdigung einer zu spät

Gekommenen“

DO 20.12.

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung

— Rund um Bayersoien (8 km).

Teffpunkt bei der Tourist-Info.

PEITING

FR 21.12.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — ECDC

Memmingen Indians im Eisstadion

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

BÖBING

18.00 Uhr

Sonnwendfeier in Leithen/Schnalz

SA 22.12.

SCHONGAU

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion.

Helmpflicht!

SO 23.12. .

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr (bis 10.45

Uhr)

17.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — HC

Landsberg e.V. im Eisstadion

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion. Weitere

Infos unter www.ec-peiting.de

20.00 Uhr

1. Weihnachtskonzert der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

der Schloßberghalle. VVK in der

Tourist-Info. Einlass ab 19 Uhr

ROTTENBUCH

17.00 Uhr

Feuertonne und Glühwein beim

Kunstcafé am Tor. Siehe Anzeige

Seite 54

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

Ausstellung „Adelheid Reichsiegel

— Würdigung einer zu spät

Gekommenen“ geöffnet

MO 24.12.

Heiligabend

BAD BAYERSOIEN

15.30 Uhr

Kinderkrippenfeier mit Kinderchor

in der Pfarrkirche St. Georg

november / dezember 2018 | 93


DI 25.12.

1. Weihnachtsfeiertag

PEITING

20.00 Uhr

2. Weihnachtskonzert der Knappschafts-

und Trachtenkapelle in

der Schloßberghalle. VVK in der

Tourist-Info. Einlass ab 19 Uhr

LECHBRUCK

11.30 bis 14.00 Uhr

Weihnachtsbuffet im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 29,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

MI 26.12.

2. Weihnachtsfeiertag

STEINGADEN

20.00 Uhr

Konzert der Musikkapelle Prem in

der Turnhalle der Mittelschule

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Weihnachtskonzert der Musikkapelle

im Fohlenhofsaal

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

17.00 Uhr

Traditionelle Weihnachts-Fackelwanderung

um den Soier See mit

Glühweinstand (3 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info. Kostenlos

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

DO 27.12.

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Dorfweihnacht am Oberen Lechsee.

Treffpunkt um 18.30 Uhr am

Rathaus oder Klinik Königshof,

Wanderung mit Laternen und

Fackeln am Lech entlang zum See.

Alphornbläser und Turmbläser

lassen weihnachtliche Melodien

erklingen.

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung

Winterwanderung: Graswang —

Schloss Linderhof, bei guter

Schneelage mit Schneeschuhen

(7 km). Treffpunkt bei der Tourist-

Info. Kostenlos

14.30

Gäste-Rodeln am Aubichl. Anmeldung

bis 10 Uhr in der Tourist-Info

19.00 Uhr

Luftgewehrschießen für Gäste im

Schützenhaus. Keine Anmeldung,

keine Kosten

20.15 Uhr

Theater „Der Kartlbauer“ im

Bayersoier Hof. Eintritt: 4 bis 10 €.

VVK bei der Tourist-Info

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

„altlandkreis“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 58.

SCHONGAU

FR 28.12.

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair Café im Haus4You

18.30 Uhr

Comedy Lounge von Florian Simbeck

im Brauhaus. Karten: 16,80 €

(VVK) / 18 € (AK) / 14 € (Schüler).

Einlass ab 18.30 Uhr

PEITING

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting — Starbulls

Rosenheim im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.00 Uhr

Gäste-Kinderrodeln am Aubichl.

Anm. bis 10 Uhr bei der Tourist-Info

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Almleben“, Lustspiel von

Lukas Bühler in 3 Akten in der

Turnhalle. VVK bei Fam. Fries von

17 bis 19 Uhr unter 08243 / 1072

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Vortrag von Andreas Eller im

Schlossbrauhaus. Siehe Seite 88

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

SA 29.12.

SCHONGAU

19.30 bis 20.50 Uhr

Disco-Lauf im Eisstadion

94 | altlandkreis


DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Almleben“, Lustspiel von

Lukas Bühler in 3 Akten in der

Turnhalle. Kartenvorbestellung bei

Fam. Fries von 17 bis 19 Uhr unter

08243 / 1072. Weitere Termine am

2., 3. und 4. Januar 2019

WEILHEIM

20.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

SO 30.12.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.

schongau-mammuts.de. Die zweite

Gruppe startet um 10 Uhr

17.00 Uhr

Heimspiel EA Schongau — EHC

Klostersee im Eisstadion

LECHBRUCK

15.30 Uhr

Kindertheater „Max und Moritz“

in der Lechhalle. Eintritt: 10 €

(Erwachsene)/ 6 € (Kinder). VVK bei

der Tourist-Info

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

Ausstellung „Adelheid Reichsiegel

— Würdigung einer zu spät

Gekommenen“ geöffnet

20.15 Uhr

Theater „Ein Traum von einem

Mann“ im Bayersoier Hof. Karten:

4 bis 10 €. VVK bei der Tourist-Info

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

MO 31.12.

Silvester

SCHONGAU

19.00 Uhr

Silvester mit Spieleabend für

Groß und Klein im Brauhaus.

Kosten: 29,90 €

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Wiener Ballnacht im Hotel Auf der

Gsteig. Weitere Infos unter www.

aufdergsteig.de

WIES

18.00 Uhr

Musik und Wort — Geistliche

Impulse mit festlicher Kirchenmusik

„Festliches Finale“ in der

Wieskirche

ROTTENBUCH

9.30 bis 17.00 Uhr

Weißwurstessen im Kunstcafé am

Tor. Siehe Anzeige Seite 54

SCHWANGAU

18.30 Uhr

Silvestergala im Schlossbrauhaus.

Siehe Anzeige Seite 88

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Silvesterball mit Menü und Tanz

ins neue Jahr 2019 mit „New

TOPAS“ in der Tiefstollenhalle.

VVK und Reservierung unter

08803 / 690-149. Siehe Anzeige

Seite 56

WEILHEIM

18.00 Uhr

Weilheimer Festspiele „George

Dandin“ im Stadttheater. Siehe

Anzeige Seite 86

Änderungen und Fehler vorbehalten

november / dezember 2018 | 95


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25

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Schönachstraße 9

Tel. 08861 - 20499

Mo - Fr 9.30 - 12.00 Uhr & 15.00 - 18.00 Uhr

Sa. 9.30 - 12.30 Uhr, Adventssamstage 9.30 - 16.00 Uhr

96 | altlandkreis

FÜSSEN

Hutergasse 1

Tel. 08362 - 9304363

NEU

IN FÜSSEN

Mo - Fr 9.30 - 13.00 Uhr & 14.00 - 18.00 Uhr

Sa. 9.30 - 14.00 Uhr, Adventssamstage 9.30 - 16.00 Uhr

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