FACTS and STORIES 5

Comichunter1982

Menschen mit seelischen Problemen werden in der Gesellschaft oft ausgegrenzt, obwohl das Thema seelische Gesundheit in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewann. In den Mainstream-Medien werden, wenn auch teilweise ungewollt, diese Menschen oft negativ dargestellt, gerade in der Berichterstattung, seien es Printmedien, Internet oder Fernsehen.
Es gehört zum Ausdrucksmittel des Comics und des Films, die handelnden Figuren in Stereotypen darzustellen. Das birgt die Gefahr, dass seelisch gehandicapte Menschen zu einseitig und oftmals falsch dargestellt werden. Dies verstärkt die negative Haltung der Gesellschaft. Menschen, die zum Beispiel eine bipolare, manisch-depressive, Störung haben, werden als „unberechenbare Monster“ dargestellt. Das möchten wir Mad Artists in ein besseres Licht rücken.

FACTS & STORIES

Was mache ich

nur? Meine ANGST IST

STÄRKER ALS Ich!

IrgenDwer muss mir doch

helfen können!

Seelen-Chaos

Mehr unter www.facts-and-stories.de


Das Geheimnis der Kristallschädel

Erfahrungsbericht von Christian Kaiser

Es gab Zeiten, da hatte ich eher einen

wissenschaftlichen Zugang zu den Rätseln des

Lebens. So erklärte ich mir auch meine

Erlebnisse mit Außerirdischen Wesen, die mich

bis zu einem Nervenzusammenbruch gebracht

hatten. Ich glaube jedoch noch heute daran,

dass ich wirklich von ihnen entführt wurde

und diesen Glauben teile ich mit tausenden

auf der Welt, auch Wissenschaftlern, deren

These allerdings im Mainstream nicht anerkannt

ist. Jedoch sollte mein Lebensweg mich

irgendwie zur Spiritualität führen. Das liegt auch

darin begründet, dass ich mich für alte Legenden der

Indianer interessiere. So soll es auf der Erde

beispielsweise 13 Kristallschädel geben, die von verschiedenen

außerirdischen Rassen vor tausenden Jahren hierher gebracht wurden.

Laut den mündlichen Überlieferungen

beinhalten diese Schädel wichtige

Informationen über den Ursprung,

den Zweck und das Ziel der

Menschheit, sowie wichtige

Antworten auf die größten

Geheimnisse des Lebens und des

Universums.

Man muss dazu wissen, dass das

Silizium im Kristall, auch in

Computerchips als Datenträger

verwendet wird. Und so gehen die

Kristallschädelanhänger, zu denen ich

mich inzwischen auch zähle, davon

aus, dass in den Schädeln gewaltige

Informationsmengen lagern und dass

diese auf Menschen und die Schädel

übertragen werden können.

Ich habe mich schon seit Ende der

Neunziger Jahre dafür interessiert, als

die besagten Kristallschädel Thema

im früheren DDR-Comicheft MOSAIK

waren, das sich mit Geschichte und

historischen Zusammenhängen

befasst und welches ich schon seit

meiner Kindheit verschlinge und

noch heute sammle.

Am Samstag, dem 9. Juli 2011,

reiste ich dann nach Berlin zu

meiner ersten

Kristallschädelmeditation. Etwas sehr

spannendes war, dass ich schon

vorher vom Hüter des Schädels am

25. Juni 2011 per

E-Mail eine Nachricht bekam, die er

wohl telepathisch vom Schädel

ESCULAP erhalten hatte:


„Es ist wichtig für dich zu erfahren.

Du wirst Schlüssel erhalten die dich

öffnen.

Du wirst sehen wer du bist.

Friede ist im Stein verborgen.

Suche den Condor im weisen Himmel.

Der Frieden liegt in den Wolken.

Die Wolken sind das Band der Erde.

Wir sind das singen der Vögel.

wir sprechen zu dir tonaku.

Peru ist das Land der Träume.

Es ruft dich der kristalline Hüter der

Schwellen.

Von Raum und Zeit Jatanka ho.

Im Berg liegt der Segen des Wassers.

Drei Sterne als einen blauen sollst du

dein Eigen dann nennen.

die Reise steht an, tief im Himmel

geschrieben mit dem Feuer der Sterne.“

Dass hörte sich hoch interessant und

mysteriös an.

Ich machte dann also an diesem Tage

mehrere geführte Meditationen. Das ganze

Programm dauerte von 13:00 bis 16:45

Uhr. Zuerst wurde geräuchert, dann

trommelte ich auf einer Schamanen-

Trommel, zur besseren Erdung. Nun kam

das richtig spannende ich bekam den

Schädel THOT in die Hand. Der Hüter

erklärte mir, dass THOT in der ägyptischen

Mythologie der Gott des Mondes, der

Magie, der Wissenschaft, der Schreiber, der

Foto: Lothar Wandtner / PIXELIO

Weisheit und des Kalenders ist. Auch er hat

etwas mit Außerirdischen zu tun.

Des weiteren lagen die Kristallschädel AFFE

DES THOT, TRAUM, und ESCULAP vor mir.

Ich hielt während der Meditationen alle,

außer den AFFE DES THOT in der Hand

oder hatte sie auf dem Körper liegen.

Bei den ersten Meditationen saß ich,

manchmal war es schwer, mich darauf

einzulassen, ich war nicht entspannt genug.

Dann wiederholte ich es halt, das war aber

nur einmal. Das Interessanteste war, als ich

beim Schamanen-Trommeln von CD später

den Kontakt zu den Schädeln herstellte. Ich

lag und auf meinem Kopf lag ein Schädel

und ich hielt einen auf meinem Bauch.

Diese Meditation dauerte eine ganze Stunde

und ich hielt nicht bis zu Ende durch.


Ich hatte

mehrere Träume, an die

ich mich nicht erinnere.

Dann gab es Momente, bei

denen ich bei diesem

monotonen Trommeln wegtrat,

genau dass sollte passieren.

Doch ich bekam tatsächlich

Eingebungen:

Da ich ja glaube von

Außerirdischen entführt worden

zu sein, suchte ich immer im

Außen. Doch ich solle nicht bei

ihnen suchen, sondern in

meinem Innersten. Außerdem

wurde ich darauf aufmerksam

gemacht, dass ich schon weit

von meinem mir bestimmten

Weg abgekommen sei, das kann

ich nur bestätigen, denn ich

habe schon viele Fehler in

meinem Leben gemacht.

Dann kam noch eine

Verbindung mit dem Universum

als Meditation, ihr könnt euch

vorstellen wie anstrengend das

alles war.

sondern in meinem Innern.

Danach sollte ich noch den

Meditationsraum der Stille am

Brandenburger Tor und den

Steinkreis im Berliner Tiergarten

aufsuchen und meditieren.

Leider verirrte ich mich in Berlin

und kam erst 17:30 Uhr beim

Raum der Stille der UNO an, es

war schon geschlossen.

Allerdings schaffte ich es nach

langer Mühe und Suche zum

Steinkreis. Es waren aber zu

viele Leute da, ich setzte mich

zwar, aber richtig meditieren

konnte ich nicht.

Trotzdem war es ein toller

Tag, vor allem, weil ich bei

meiner Rückfahrt mit dem

Zug, ohne zu wissen wann er

kam, genau rechtzeitig ankam

und nur drei Minuten warten

musste. So wird Spiritualität

immer wichtiger für mich und

hilft mir mein seelisches

Gleichgewicht zu finden. Es

war enorm hilfreich und eine

großartige Erfahrung.

Als es beendet war, wurde ich

gefragt was ich gelernt hätte

und ich sagte, dass ich nicht

alles im Äußeren suchen solle,


Jimi Ducs & Die Reise nach Berlin

Comic von Christian Kaiser

Mal sehen,

was es heute

gibt. Normalerweise

lese ich

dieses Giftblatt ja

nicht. Aber heute

mache ich mal

eine Ausnahme,

ich weiß auch

nicht, warum...

Cool, ein Kreuzworträtsel

mit einer

Gewinnmöglichkeit in

Höhe von 100.000 Euro! Und es geht auch

noch um UFOs! Das ist ja echt

einfach!

Und tatsächlich, Jimi

gewann die 100.000

EURO.

IMPRESSUM:

FACTS & STOR I ES erscheint in unregelmäßigen Abständen

FACTS & STORIES ist ein Fanzine der Mad Artists.

Die Mad Artists sind eine Selbsthilfegruppe des Landesverbands seelische Gesundheit M-V e.V.

Herausgeber: Christian Kaiser, A lbert-Einstein-Str. 7, 18059 Rostock

Wir übernehmen keine Haftung für Manuskripte, die an uns geschickt wurden.

Druck: print24 - 01445 Radebeul - Friedrich-List-Straße 3; Auflage 200 Stück


Jimi versuchte sein Geld

anzulegen, mit Hilfe seines

eigentlichen Gegners Gelbteufel.

Weil er dachte alles

wäre OK, machte er sich auf

eine Reise


Fortsetzung

Folgt…


Ich hatte vor vielen Jahren einen Traum.

Ich war unter Wasser. Dort waren noch

einige andere Menschen, meine Familie. Sonst

gab es da unten nichts als graues, trübes

Wasser. Ich konnte atmen und sprechen,

aber es fiel mir sehr schwer. Ich tauchte

mühsam und allein auf und befand mich in

einem Raum, einem Hallenbad. Dort war es

genauso grau und trübe. Es hing ein dichter

Nebel in dem Raum. Die gekachelten Wände

waren kaum zu sehen. Es war wie in einer

Waschküche und das Atmen fiel mir hier

genauso schwer wie unter Wasser. Ich

watete aus dem Becken auf ein Fenster zu

und öffnete es. Da stand ich nass und

unbekleidet und schaute hinab auf eine

Straße. Sie lag nicht quer zum Gebäude,

sondern schien von unterhalb des Fensters

aus gerade in die Ferne zu führen. Aber

man konnte nicht weit sehen, keinen Horizont.

Es war dort draußen genauso grau und

neblig wie drinnen. Das Stückchen Straße

grau und leer mit grauen Häusern an den

Rändern. Ich konnte auch hier nicht leichter

atmen. Der einzige Unterschied war, dass

nun etwas kühlere Luft durchs offene Fenster

drang und mich frösteln ließ. Dann wachte

ich auf und das Bedrückende an diesem

Traum hing mir noch lange in den Knochen.

Inzwischen ist mir klar, dass mich dieses

große Grau schon seit meiner Kindheit

begleitet und wahrscheinlich immer begleiten

wird. Was ist also falsch daran zu sagen,

ich habe Depressionen, oder ich bin ein

depressiver Mensch? Es macht ja vieles

einfacher. Man muss nichts im Detail erklären,

um zu begründen, mir geht’s schlecht, und

ihr könnt nicht auf mich zählen, und ich

brauche wieder mal Unterstützung oder eine

Auszeit.

Und doch fühlt es sich nicht richtig an,

sich selbst mit solchen Begriffen zu bezeichnen.

Es ist, als würde man sich selbst noch mehr

zum Verschwinden bringen hinter einer

Diagnose, einem Etikett. Man macht sich

für sich selbst unpersönlicher, anonymer,

wenn man keine eigenen Worte mehr für

sich findet.

Auch wenn es mühsamer zu sein scheint,

sollte man nicht versuchen, das eigene

Befinden und die Beschreibung des Befindens

nicht aus der Hand zu geben? Sollte man

statt ich bin depressiv nicht besser sagen

ich wache jeden Morgen schon ganz

niedergedrückt auf , oder ich fühle mich

absolut leer oder ich hatte heute Nacht

diesen schweren Traum, der mich noch nicht

wieder losgelassen hat oder die letzten

Wochen haben so an mir gezehrt, ich kann

jetzt gar keine Menschen mehr ertragen

oder es ist, als ob kein Leben in mir wäre

oder ich bin seit Monaten auf Standby

gestellt oder wie auch immer? Also, sich

selbst zum Ausdruck bringen, nicht zum

Verschwinden!

Natürlich muss jeder für sich entscheiden,

was richtig und möglich ist. Was nicht geht,

geht eben nicht. Aber das was man tun

kann, um sich selbst als Mensch erleben

und ausdrücken zu können, jenseits aller

Zuschreibungen durch andere, sollte man

tun.

Dieser Text ist ganz spontan entstanden

und soll nur als Ermutigung und Gedankenanstoß

dienen. Wenn du diese Gedanken nicht

brauchen kannst, verwirf sie gleich wieder!

Du bist der Maßstab für dich, keiner sonst.

Heike


von Christian Kaiser

Was ist nur

mit mir los?

Keiner

versteht mich!

Ach,ich

verstehe mich

selbst nicht!

Wer kann

mir helfen?

Menschen, die erstmals an

einer seelischen Störung

erkranken, wissen oft gar

nicht wie ihnen geschieht

und fühlen sich allein

gelassen

Seit mehreren Jahren gibt es nun EX-IN,

ein Programm, in dem Menschen, die

selbst betroffen sind, zum Erfahrungs-

Experten ausgebildet werden und

anderen Betroffenen helfen, mit ihrer

Erkrankung umzugehen.

Sie haben sich

wirklich gut

entwickelt in den

letzten Jahren Herr

Scholz, Toll!

Ich verstehe Dich

sehr gut, vor

Jahren ging es mir

nicht anders

Kann ich dich

auf Deinem Weg

begleiten?


Das verdanke

ich Ihnen

Frau Dr. Und meinem

Genesungsbegleiter.


Marcos verrückte Welt - Das Tagebuch

Zeichnungen und Text: Christian Kaiser

Hey Robbi, schau dir

mal die fette Sau

dort

an!

Ohne Psychopharmaka

wäre ich gar nicht fett!

Liebes Tagebuch, heute haben sich wieder

solche pubertierenden Gören über mich

lustig gemacht, dabei haben nur meine

Tabletten daran schuld, dass ich immer

so einen Hunger habe.

Am liebsten würde

ich sie absetzen.

Ich nehme sie schon

lang genug!

Dann

nimm diese

ganze Chemie

doch einfach

nicht!

Am nächsten Tag kam mein bester Freund

Stefan, er wusste wie sehr ich unter den

Nebenwirkungen der Tabletten litt und

bestärkte mich sie abzusetzen.

Weist du was?

du hast Recht ich

schmeisse das blöde Zeug

dahin wo es hingehört!

Ich war der Meinung mich von einer enormen

Last befreit zu haben...

Aber war das wirklich so schlau gewesen?


Einen Monat

später hatte

ich schon aufgehört

in mein

Tagebuch zu

schreiben...

Marco,

du musst zu einem

Arzt, ich kann mir

das nicht länger

anschauen!

Du

erzählst absoluten

Unsinn!

Es ging mir noch nie so

gut wie heute! Ich sehe

endlich klar! Der Sinn

des Lebens, ich habe ihn

erkannt! Auf alle

Fragen gibt es nur eine

Antwort: MICH! Ich bin

der Schlüssel zu einer

Paralelwelt!

Ich

merke nur,

das du Hilfe

brauchst. Wenn

ich gewusst

hätte, was ich

anrichte, es tut

mir leid!

Verstehst du,

was das

heißt?!

Mir tut’s nicht

leid, dass war

meine beste

Entscheidung,

Ever!

Tu es

für

mich,

Bitte!

Vielleicht hat

Stefan ja Recht und ich

hätte meine Medikamente

weiternehmen sollen Aber

was ist das?! Ich bin wieder

in dieser Paralelwelt.

Das kann doch nicht alles

Einbildung

sein!

Es

muss alles

wahr sein!

Hilfe, wo bin ich

jetzt?!


Aus dem

Weg du

Irrer!

Jetzt leide ich schon neun Jahre

an einer Psychose und war das

erste Mal einen längeren

Zeitraum ohne Neuroleptika.

Sicher, einige schaffen es und

kommen ohne aus. Für mich war

dieser Zeitpunkt wohl noch nicht

gekommen.

Ich dachte ich sei in einer

anderen Dimension und umgeben

von Monstern. Doch ich befand

mich auf einer befahrenen

Straße...

Hallo, ist

da der Notdienst?

Mein Kumpel Marco Freese ist an einer

Psychose erkrankt und befindet sich

mitten auf einer Straße!!! Sie

müssen sofort kommen!

Wenig später kam der

Krankenwagen und fuhr

mich in die Nervenklinik,

doch hier endet meine

Geschichte nicht, hier

fängt sie gerade erst

an...


Ich heiße Stefan und war daran

Schuld, das Marco, mein bester

Freund, in der Klapse war. Ich

hatte ihm geraten seine Pillen

abzusetzen, dann lief er nicht

mehr rund und ich ließ ihn

einweisen.

Es dauerte fast zwei Minuten,

bis mir die Tür geöffnet

wurde, drinne drehte

gerade jemand durch...

Also, sieht

doch ganz

nett aus....

Was ist denn das

hier für eine Wirtschaft?

Wollen

Sie hier

Wurzeln

schlagen?

zu Wem

wollen Sie?

Ach warten

Sie auf meine

Kollegin!

Seien Sie

endlich

still!!!

DerMann der von drei

Pflegern festgehalten

wurde, schnalten sie

ans

Bett. Es war schon

schlimm, sowas

mitanzusehen...

Wie kann

ich ihnen

helfen?

Der

Neue ist total

irre, der

denkt, er

wäre in einer

anderen

Dimension.

Bleib mir vom

Leib, Stefan!

Noch war November 2008 und zweieinhalb

Jahre nachdem dieser Hunter im

Regenwald auf ein UFO gestoßen war, wie

er behauptete, landete auch er hier.

Ich

warte!

Sorry!

So

nicht,

Herr

Kollege!

Doch zu diesem Zeitpunkt am 1. Dezember

2008, war ich sch wieder auf Reisen und

Marco nahm, nachdem er sie zuerst

ausspuckte, dann doch seine Tabletten...

Fortsetzung folgt…


Es war der Sommer 1998 und ich war

gerade 16 Jahre alt geworden. Meine

damalige erste große Liebe hatte mich

erobert und ich war voll des Glücks. In

diesem zarten Alter hatte ich alles

erreicht, was ich mir ersehnt und

gewünscht hatte und alles lag noch vor

mir.

Obwohl mir die Zeit mit Chris wichtiger

war als die Schule und meine

Leistungen darunter litten, sah ich noch

keine Probleme auf mich zukommen.

Vielleicht verdrängte ich diese auch.

Das Glück war groß und reichte allemal

aus um kleinere Sorgen zu vergessen.

Der Himmel war strahlend blau und

wolkenlos für uns. Er zeigte mir

Rockmusik aus den 60ern und 80ern,

brachte mir erste Akkorde auf der E-

Gitarre bei, wir hatten viel Spaß.

Eines Tages bot er mir einen Joint an.

Irgendwie war ich skeptisch, hatte ich

doch von den negativen Auswirkungen

und schrecklichen Geschichten gehört.

Ich wusste schon, dass es gefährlich ist

soetwas anzufangen. Seine

Schwärmereien darüber und

Beteuerungen es täte gut, räumten

meine Zweifel aus und ich probierte es.

Ich zog 3 mal an der Tüte und

plötzlich spürte ich die Wirkung.

Alles veränderte sich. Mir wurde

komisch und in meinem Kopf entstand

ein großes Durcheinander. Er redete auf

mich ein, doch nach 2 Stunden ging es


mir immer noch nicht besser. Ich war in

ein tiefes Loch gefallen. Endlich bekam

ich Limo zu trinken, weil der darin

enthaltene Zucker den Wirkstoff THC

neutralisieren sollte. Langsam klang der

Horrortrip ab und ich beruhigte mich,

fand wieder zu mir.

Trotz der

schlimmen

Erfahrungen kiffte

ich weiter. Ich

konnte nicht

einsehen, dass es

mir nicht gut tat.

Irgendwie glaubte

ich durch das

Kiffen etwas zu

finden, oder auf

etwas zu kommen.

Was es genau war,

was ich suchte

das weiß ich nicht.

Irgendwas muss es

geben, glaubte ich.

Ich konnte nicht

aufhören und

brachte das

schlechte Gefühl

nicht mit dem

Kiffen in

Verbindung.

Nach 2 Jahren

trennten Chris und

ich uns und ich

hörte auf. Wieder 2

jahre später wachte

ich eines morgens

auf und alles war

anders.

Meine

Wahrnehmung, alles fühlte sich seltsam

fremd an.

Dies war der Moment des Beginns

meiner Psychose. Doch das ist eine

andere Geschichte.

Dies ist ein Erfahrungsbericht über Canabisrauchen und soll aufklären. Im Jahr 2006

hatte ich vom Kiffen eine Psychose. Ich versuche meine negativen Erfahrungen dadurch

nicht zu bereuen, sondern das beste aus meinem Leben zu machen.

Zeichnungen und Text: Claudia


Von Hagen Flemming


Mehr unter: www.hagen-flemming.de


von Gabi Pertus

Persönlichkeitsstörung

ICH das ist die Persönlichkeit. Jede

Persönlichkeit mit all ihren einzigartigen

Eigenschaften gibt es nur ein Mal. Selbst

Zwillinge können sich ganz und gar

ähnlichsehen, unterscheiden sich jedoch in

Einstellungen, Gefühlen und Benehmen

voneinander.

Was passiert, wenn die Persönlichkeit

gestört ist? Es ist eine Störung des

Verhaltens- und Fühl-Erlebens. Bestimmte

Neigungen zeigen sich besonders ausgeprägt

und können von dem Betroffenen nicht

mehr gesteuert werden. So wiederholen sich

z.B. Tätigkeiten immer wieder hintereinander,

sind nicht abzustellenden. Es entstehen

Zwangshandlungen bzw. -gedanken.

Menschen mit einer Essstörung sind hilflos

dem Wunsch ausgeliefert, nicht dicker zu

werden. Ohne Hilfe können sie sich nicht

dieser Idee widersetzen.

Essstörungen, Süchte, Traumata und

Borderline sowie Ängste und deren höchste

Form die Panik gehören u.a zu den

Persönlichkeitsstörungen. Der Patient ist

ohne Hilfe nicht in der Lage, die

unterschiedlichen Störungen zu beheben.

Dafür schämt er sich, tut diese Dinge

heimlich, entzieht sich seinen Mitmenschen.

Er ist verunsichert, unkonzentriert, nervös

und hat Schwierigkeiten mit seinen

Arbeitsaufgaben. Stimmungsschwankungen

sind die Folge.

Psychosen

Ein Mensch nimmt die Umwelt völlig anders

wahr als alle anderen. Er ist nicht in der

Lage, Gefühle so anzunehmen, wie sie von

seinem Gegenüber ausgesandt werden.

Dieser Zwiespalt führt zu ausgeprägten

Ängsten und Verfolgungsideen. Die

Empfindungen werden teilweise von

Wahnvorstellungen begleitet. Das bedeutet,

dass diese Menschen Dinge sehen und

hören, schmecken oder riechen, die in

Wirklichkeit gar nicht da sind. Es wäre

falsch, sie von der Unmöglichkeit zu

überzeugen und es geht auch gar nicht, weil

ihre Vorstellungen für sie einfach

GEGENWÄRTIG sind.

Sie erhalten Botschaften, die sie verwirren

oder fühlen sich von elektrischen

Strömungen beeinflusst, möchten das

Umfeld davor warnen.

Durch diese Bedürfnisse verspüren die

Betroffenen Unruhe, Nervosität,

Überempfindlichkeit, Irritierbarkeit,

Schlafstörungen. Häufig tragen sie seltsame

Kleidung, werden gleichgültig, fühlen sich

ständig bedroht und beobachtet. Plötzlich

stellen sich völlig ungewohnte Interessen ein

z.B. für Religionen oder übernatürliche Dinge

und Magie. Ein Weltveränderungsbedürfnis

teilen sie völlig überzeugt ihrem Umfeld mit.

Psychosen können in sehr vielfältigen

Formen auftreten, die hier nicht alle genannt

werden können.

Depressionen machen die Menschen

unendlich traurig. Sie ziehen sich zurück,

wenn es zu Auseinandersetzungen im

Umkreis kommt.


Schizophrenie

Die Wirklichkeit (Licht, Farben, Gesichter,

Geräusche, Gerüche, Geschmack) wird von

dem Patienten völlig verändert

wahrgenommen. Er hat ein Erlebnis der

Eingebung von Stimmen und Gedanken in

seinem Kopf. Zusammenhänge werden von

ihm aus diesem Grund verkehrt gedeutet,

vor allem im persönlichen Bezug zu sich

und seinen Mitmenschen. Aus Sicht dieser

ist das Benehmen des Betroffenen wie ein

Wahn, eine Störung des Denkens. Freunde

und Bekannte fühlen sich verunsichert, weil

sie mit dem Kranken nicht so umgehen

können, wie sie es normalerweise mit ihm

tun. Er ist nicht einsichtig, reagiert eher

zornig. Für ihn ist das, was er wahrnimmt,

eine GEWISSHEIT. Er fühlt sich bedroht,

wenn man ihm seine Wahrheit ausreden

will.

Ein akut Erkrankter zeigt sich für

Außenstehende scheinbar verrückt. Seine

schwer verstehbaren Handlungen und

Äußerungen entspringen jedoch keinem

Verlust der Intelligenz, sondern sind das

Ergebnis seiner Gedanken im Kopf.

Die Folgen davon sind Panik als wichtigstes

Element, Niedergeschlagenheit,

Leistungsunfähigkeit und der Rückzug aus

der Gesellschaft sowie Depression.

Zwänge

Die wesentlichen Kennzeichen sind

unaufhörlich wiederkehrende aber nicht

erwünschte Gedanken, die zu sich

wiederholenden - in dieser Häufigkeit

sinnlosen - Handlungen führen. Man selbst

prüft gelegentlich, ob die Tür wirklich

abgeschlossen ist, kann sich der

Wiederholung trotz besseren Wissens nicht

entziehen.

Zwangspatienten sind nicht in der Lage sich

ihren stark drängenden Aufforderungen im

Kopf zu entziehen. Im gewissen Sinne ist

der Lautstärkeregler im Gehirn zu stark

aufgedreht. Sie hören allerdings keinen

Stimmen sind nur diesen aufdringlichen

Geboten ihres Gehirns ausgesetzt.

Menschen mit zwanghaften

Persönlichkeitsstörungen wie Wasch- und

Putzzwang, Kontrollzwang,

Wiederholungszwang, Ordnungszwang oder

Sammelzwang sind übermäßig fleißig und

wollen alles ganz perfekt machen. Im

Arbeitsleben erweisen sie sich als

ungewöhnlich gewissenhaft und übergenau.

Dadurch wird die Aufgabenerfüllung

verhindert. Ihre Angst vor Fehlern behindert

ihre Entscheidungsfähigkeit.

Stimmungsschwankungen stellen sich ein.

Ängste

Angst ist eigentlich eine gesunde

Eigenschaft, weil sie uns vor Gefahren

schützt, zuverlässig warnt zügiger, als wir

denken können. Unser Körper verfügt über

fertige Programme , die bei Bedarf

automatisch abgerufen werden.

Bei manchen Leuten treten solche

Alarmreaktionen auf, wenn gar kein Anlass

dazu da ist. Das kann der in der Mitte von

Menschenmengen , beim Aufenthalt in

geschlossenen Räumen wie im Fahrstuhl

oder Bus sein. Auch auf weiten Plätzen und

in großer Höhe fühlen sich Angstpatienten

unwohl. Oft kommt ES auch wie aus

heiteren Himmel. Einigen Kranken geht es

besonders schlecht, wenn sie im

Mittelpunkt stehen oder sich beobachtet

fühlen.

Diese Alarmauslöser können sogar mit

Todesangst einhergehen. Das Gehirn ruft

schlimme Befürchtungen wie in Ohnmacht

zu fallen oder verrückt zu werden hervor.


Der Höhepunkt ist die schreckliche Angst

vor der Angst, ein Panikzustand entsteht.

Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel,

Atemnot, Unruhe, Übelkeit und Durchfall

bringen den Patienten in eine totale

Hilflosigkeit, die sich steigert, der er meint,

nicht entrinnen zu können.

Das Leben ist beeinträchtigt durch einen

Rückzug von den Mitmenschen,

Abhängigkeiten, Arbeitsunfähigkeit und

Stimmungsschwankungen

Traumata

Diese Störung tritt als eine verzögerte

Reaktion auf ein ungewöhnlich belastendes

Ereignis auf, eine Bedrohung katastrophalen

Ausmaßes. Die Erlebnisse konnten von

kürzerer oder längerer Dauer sein. Dazu

gehören schwere Unfälle, Gewaltverbrechen,

Naturkatastrophen oder Kriegshandlungen.

In dieser Situation spürten die Betroffenen

entsetzliche Angst und Schutzlosigkeit. Weil

ihnen in diesem Schock-Moment keine

Möglichkeit zur Bewältigung der Sachlage

Verfügung standen, empfinden sie im

Nachhinein Hilflosigkeit und einen Verlust

der Kontrolle.

Entsetzlich sind für die Betroffenen das

ständige Wiedererleben der nicht

verarbeiteten Ereignisse in Form von

Tagträumen und nächtlichen Attacken. Sie

sehen keine Chance, diese Momente

auszuschalten, die sich ihnen unerwartet

aufdrängen.

Gegenstück dazu ist ihr

Vermeidungsverhalten: gefühlsmäßige

Stumpfheit, Gleichgültig- und

Teilnahmslosigkeit. Orte und Gelegenheiten,

die Erinnerungen an die scheinbar nicht

auslöschbaren Szenen wecken, werden strikt

gemieden.

Es verfestigt sich eine Übererregtheit,

Schlafstörungen, Reizbarkeit,

Konzentrationsschwierigkeiten und eine

erhöhte Wachsamkeit mit Schreckhaftigkeit.

Dies geht häufig mit Depressionen einher.

Süchte – legale und

illegale

Mittel wie Alkohol, Tabak, Coffein,

Beruhigungs- und Schlafmittel, flüchtige

Lösungsmittel (z.B. Klebstoffausdünstungen

schnüffeln) sowie illegale Drogen können

süchtig machen. Möglicherweise kann

bereits ihr einmaliger auf jeden Fall

mehrmaliger Gebrauch der erste Schritt in

die Abhängigkeit sein. Zunächst wird eine

positive Wirkung erzielt, das unbefriedigende

Lebensgefühl bessert sich bei der Einnahme

kurzzeitig. Die anschließende Ernüchterung

lässt einen Teufelskreis entstehen. Der

erneute Wunsch nach Rausch rückt in den

Lebensmittelpunkt. Die Wirkung der

Substanzen nimmt jedoch bei ständiger

Wiederholung ab. Es sind immer höhere

Dosen notwendig.

Als nicht stoffgebundene Abhängigkeiten

gelten Glücksspiel, Internetsucht aber auch

Arbeits- und Sexsucht.

Dem Kater folgen Verstimmungen. Der

Betroffene isoliert sich und verändert für

Außenstehende erkennbar sein Wesen.

Alkohol-Entzugserscheinungen führen dazu,

dass sich der Patient bei länger dauernder

Abhängigkeit nicht mehr in seinem eigenen

Gebiet zurechtfindet. Er sieht Kleintiere und

Insekten, das beängstigt ihn und bringt ihn

durcheinander.

Die Folge ständigen Alkoholmissbrauchs ist

eine von Außenstehende zu beobachtende

Schädigung des Gehirns.

Eine wesentliche Rolle, spielt das kriminelle

Verhalten, weil das Suchtmittel unbedingt

koste es, was es wolle - beschafft werden

muss.


Essstörungen

Essgestörte beobachten, kontrollieren und

zügeln ihr Essverhalten, um abzunehmen

oder wenigstens nicht zuzunehmen. Das

Essen verliert seine Normalität. Diäten,

Fasten, Aussparen von verbotenen

Lebensmitteln, übertriebener Sport und

Abführmittel werden alltäglich. Das eigene

Selbstwertgefühl hängt mehr und mehr vom

Körpergewicht ab.

Nicht nur das Verhalten und Erleben, auch

der Körper verändert sich. Es kommt zu

dramatischen Störungen im Gleichgewicht

des Stoffwechsels und der Hormone. Das

normale Hunger- und Sattheitsgefühl fällt

dadurch aus. Es kommt zu

Heißhungerattacken. Bei der

werden die Lebensmittel im

Laufe der Zeit geübt von sich gegeben. Es

gibt durchaus normalgewichtige Zeiten.

Die lässt das Zu-fett-sein zu

einer nicht zu verdrängenden Idee werden,

die das ganze Leben des Patienten bestimmt.

Die Krankheit wird geleugnet, u.a. weil der

Leidensdruck nicht empfunden wird. Im

Gegenteil, es entsteht ein Hochgefühl mit

jedem Gramm weniger. Die eigene

Wahrnehmung im Spiegel ist gestört.

Die Stimmung steigt und fällt unablässig.

Auf die Dauer stellen sich ein niedriger

Blutzuckerspiegel, verlangsamter Herzschlag,

niedriger Blutdruck und Verstopfung ein.

Diese Menschen werden schwächer und

schwächer. Sie müssen mit einem Versagen

sämtlicher Körperfunktionen rechnen.

Depressionen

Diese Erkrankung äußert sich in zahlreichen

Beschwerden und entwickelt sich

schleichend. So dass der Betroffene seine

Veränderung nicht registriert. Es herrscht

eine anhaltende gedrückte Stimmung, die oft

keinen äußeren Anlass hat. Dieser Mensch

verspürt zu nichts Lust, selbst das Denken

was Voraussetzung für das Handeln ist - fällt

ihm schwer.

Es quält den Depressiven ein häufig

unbegründeter Versündigungs- oder

Verarmungswahn sowie Hoffnungslosigkeit.

Für ihn hat das Leben daher keinen Sinn

mehr, er gerät zusehends in ein Abseits ohne

Kontakt zu anderen Menschen. Das kann

soweit führen, dass der an Depression

Leidende das Haus nicht mehr verlässt, nicht

ans Telefon geht. Selbsttötungsphantasien

bleiben nicht aus.

Der Patient lebt in seiner ganz eigenen

dumpfen Welt. Den Aufforderungen, etwas

Bestimmtes zu tun, leistet er keine Folge.

Nicht, weil er es nicht WILL, er KANN es

nicht. Er ist einfach nicht in der Lage, sich

aufzuraffen. Schon tägliche Verrichtungen

kosten ihn enorm viel Kraft, er ist von einer

bleiernen Müdigkeit gelähmt. Das betrifft

besonders die Zeit nach dem Aufwachen,

weil zu diesem Zeitpunkt Vorhaben für den

Tag geplant werden müssten.

Angstmachende Gedanken wie ein Rad im

Kopf des Betroffenen und lassen sich nicht

abschalten.

Nicht jede Stimmungsschwankung nach

einer Trennung, dem Verlust eines geliebten

Menschen oder anderen prägenden

Ereignissen ist eine Depression, sondern eine

ganz normale Reaktion.

Bipolare Störungen -

manisch-depressiv

Bipolare Störungen verlaufen meist

chronisch, d.h. sie verfestigen sich.

Gekennzeichnet sind sie in der manischen


Phase durch Hochgefühle (wie

Überaktivität, Euphorie, Gereiztheit im

ungewöhnlichen Maß) sowie durch tiefe

Traurigkeit und Wertlosigkeit in der

Depression. Diese beiden Phasen treten

unabhängig von der augenblicklichen

Lebenssituation auf. Häufig bleibt die

Krankheit unerkannt. Überdurchschnittlich

viele kreative Menschen leiden an einer

bipolaren Erkrankung.

Im Spannungsfeld dieser beiden Zustände

ist ein geregeltes Leben nur schlecht

möglich. Es ist schon vorgekommen, dass

Betroffene Hab und Gut in einer

manischen Phase verkauft haben oder aus

einer Eingebung heraus unglaubliche

Einfälle mit einer ansteckenden Kraft

verwirklicht haben. Diese Patienten sind

durch das Gesetzbuch geschützt.

Wenn sie in Hochform sind, kann man

sie nicht bremsen, sie sind nicht mehr

zugänglich, schlafen kaum, um ihre für das

Umfeld unverständliche Vorhaben zu

verwirklichen. In der Tiefform sind sie

nicht in der Lage, ihre alltäglichsten

Aufgaben zu erledigen, sie verschließen

sich vollkommen.

Gleichzeitig erleiden diese Personen

Schmerzen an unterschiedlichen Organen,

ohne dass ein medizinischer Befund

nachgewiesen werden kann. Dadurch

beschäftigen sie sich beharrlich mit der

Angst, an einer schweren Krankheit zu

leiden.

Es kommen gesunde Zeiten vor, die

Krankheit kann über längere Zeit nicht

zum Zug kommen.

Borderline

Die Betroffenen erleben sich als Opfer

ihrer heftigen Stimmungen und neigen zu

selbstschädigenden und beleidigenden

Verhalten. Sie wirken launisch und

reagieren ungewöhnlich stark auf

Zurückweisungen, die sie durch ihre

Angriffe hervorrufen. Die Betroffenen

beschreiben, dass sie sich fremd

vorkommen, glauben nicht, sie selbst zu

sein. Sie fühlen sich innerlich zerrissen.

Es wird vermutet, dass diese Patienten,

unter unverarbeiteten Erlebnissen leiden,

über deren Ausmaß sie sich nicht bewusst

sind. Schwerer Missbrauch, über den

kaum oder nie gesprochen wurde, gehört

dazu. Eine Vernachlässigung im

Kindesalter kann die Ursache ihres

verwirrenden Benehmens sein. Oft sind es

Menschen, denen durch ihre psychisch

kranken Eltern keine oder wechselnde

Grenzen gesetzt wurden. Deshalb sind sie

im Erwachsenenleben immer noch nicht in

der Lage, die Folgen ihrer

Verhaltensweisen einzuschätzen. Ein

großes Problem ist für Borderline-Mütter

der Umgang mit ihren Kindern.

Massive Ängste vor dem Alleinsein

beherrschen die Patienten. Ihre

Beziehungen wechseln ständig, Schmerz

spüren sie kaum. Wenn sie sich mit spitzen

Gegenständen in immer höheren Grade

selbst verletzen, gibt ihnen das das Gefühl,

sich endlich zu spüren und aus ihrem

Teufelskreis herauszukommen, von allem

abgelenkt zu sein.

Borderliner haben Beziehungsprobleme,

weil sie Nähe zu anderen Menschen nicht

aushalten.

Drogeneinnahmen und gefährliche nicht

überschaubare Handlungen sind an der

Tagesordnung.

Zusätzlich werden die Betroffenen von

Depressionen gequält.


Demenz

Die Demenz (lateinisch ohne Geist )

beeinflusst die Leistung des Gehirns.

Fähigkeiten wie das Erkennen, das

Gedächtnis, die Sprache sowie das Lernen

und Planen werden zunehmend

beeinträchtigt. Dadurch sind die

gefühlsmäßigen Wahrnehmungen und die

Reaktionen der Erkrankten auf andere

Menschen unverständlich. Das führt zu

Verwirrung im Umfeld. Der Kranke kann

viele Dinge im Gedächtnis nicht

zurückrufen und vor allem mit anderen

Ereignissen nicht mehr verbinden.

Man muss sich das vorstellen wie einen

Computer, der verschiedene Felder hat.

Diese Felder sind untereinander

verbunden, deshalb kann sich der Mensch

etwas merken, sich erinnern. Das

Langzeitgedächtnis funktioniert also noch

geraume Zeit, weil sie noch gespeichert

werden konnten. Selbst die lange

zurückliegende Vergangenheit kann aber

im Endstadium der Demenz nicht mehr

abgerufen werden. Nahstehende Personen

werden nicht mehr in den richtigen

Zusammenhang gebracht, nicht erkannt.

Beim Kurzzeitgedächtnis haben die Felder,

die sich für das Erinnern verbinden

müssten, keinen Zugang mehr zueinander.

Es geht einfach nicht mehr. Einem Feld

ist der Weg zu dem anderen

abgeschnitten. Abläufe können nicht

mehr nachvollzogen werden.

Diese Personen sind sehr unglücklich über

die vielen Missverständnisse und über die

unangenehmen Situationen, die sie

unwissentlich hervorrufen. Es gibt eine

weitere Form der Demenz, die durch

andere Krankheiten bedingt ist wie

Parkinson oder chronischer Alkoholismus

und ständig wiederkehrende starke

Depressionen.

Burnout und

Abgrenzung

Burnout ausgebrannt sein. Menschen

fühlen sich ständig überfordert, können

beruflichen und privaten Belastungen

nicht standhalten.

Burnout ist keine wissenschaftlich

anerkannte Krankheit es fehlt ein

einheitliches Beschwerdebild -, sondern

eher ein Zustand. Die Betroffenen erleben

unterschiedliche Auswirkungen einer

Überarbeitung oder eines scheinbar nicht

lösbaren Konflikts. Diese Umstände

machen unzufrieden und ungewöhnlich

traurig.

Ein häufiger Fehler bezieht sich darauf,

den Begriff des Burnouts mit einer

Depression gleichzusetzen. Beschwerden

dieser Störung beziehen sich in erster Linie

auf eine niedergedrückte Stimmung,

Antriebslosigkeit sowie Interessen- und

Freudeverlust.

Die gefühlte Überlastung, das Gefühl von

Ausgebranntsein, kann sich auch als Folge

einer Depression einstellen.

Beim ersten Anzeichen von gesteigerter

Vergesslichkeit oder dem Eindruck, dass

sich die Denkleistung enorm

verschlechtert, sollte der Facharzt

(Neurologe) aufgesucht werden. Nur er

kann genau feststellen, um welche

Krankheit es sich handelt. Die Ursachen

können auch ein Hirntumor, eine

Schilddrüsenüberfunktion oder

beginnende Demenz sein. Spezielle

Untersuchungen und Testverfahren geben

Aufschluss über die Ursachen der

Beschwerden.


Zeichnung: Claudia

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine