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SportArt_Ausgabe_8_Online

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Verlagsort 6336 Langkampfen<br />

AUSGABE Nr. 08 | Dezember - Jänner 2018/19<br />

DAS LOKALE SPORT- & FREIZEITMAGAZIN FÜR KUFSTEIN, WÖRGL & UMGEBUNG<br />

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4<br />

Editorial<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

Hannes Jenewein<br />

Ein Champion<br />

ist jemand,<br />

der aufsteht,<br />

wenn er nicht kann!<br />

Herausgeber<br />

Jack Dempsey<br />

Boxlegende<br />

nachdem bis dato lediglich positive Berichte<br />

und Reportagen über heimische Vereine und<br />

Sportler/innen publiziert wurden, ist dies die<br />

erste <strong>Ausgabe</strong>, wo ich mir erlaube, meine<br />

persönlichen Gedanken im aktuellen Fußballteil<br />

niederzuschreiben. Durch die eigene<br />

Trainertätigkeit, diesbezügliche laufende Ausbildung<br />

und intensive Vernetzung mit unterschiedlichsten<br />

Protagonisten der umliegenden<br />

Clubs, ist es mir mittlerweile ein größeres<br />

Anliegen geworden, manche Gegebenheiten,<br />

welche meiner Ansicht nach noch Luft nach<br />

oben bieten, direkt zu benennen.<br />

Es kann durchaus sein, dass sich der ein<br />

oder andere angesprochen fühlt, meine dargelegten<br />

Argumente oder daraus resultierenden<br />

Schlussfolgerungen nicht unbedingt<br />

nachvollziehen kann oder will und eine völlig<br />

differenzierte Ansicht zu den einzelnen angeführten<br />

Aspekten vertritt. Gut so! Es gibt<br />

mit Sicherheit schier unzählige Ansätze und<br />

Philosophien, welche sich langfristig bewähren<br />

können. Ein „Wir haben das ja immer<br />

schon so gemacht!“ kann dabei jedoch nicht<br />

als brauchbares Gegenargument gelten. Im<br />

Bestfall regt die diesbezügliche Reportage<br />

Verantwortliche dazu an, die eigene langjährige<br />

Herangehensweise konstruktiv zu hinterfragen<br />

und bisherige, womöglich in Stein gemeißelte<br />

Grundsätze auf den längst fälligen,<br />

objektiven Prüfstand zu legen.<br />

Unsere gesamte Gesellschaft entwickelt sich,<br />

wenn schon nicht zwingend in sämtlichen<br />

Bereichen vermutlich qualitativ weiter, dennoch<br />

defi nitiv zumindest stetig irgendwo hin.<br />

Ohne darüber zu urteilen, wirkt sich diese<br />

faktische Gegebenheit unweigerlich sowohl<br />

auf den Sport als auch die Aktiven in den<br />

einzelnen Vereinen aus. Erkenntnisse, Werte<br />

oder Normen sind permanent im Wandel und<br />

erfordern laufend angepasste, optimierte Herangehensweisen.<br />

Bewegung auf der einen<br />

und Stillstand auf der anderen Seite lassen<br />

langfristig immer größere Kluften entstehen,<br />

welche sämtlichen Beteiligten, uns allen<br />

schaden. Trainer, weitsichtige Funktionäre,<br />

als wertvolle, verantwortungsvolle Akteure in<br />

unserer Gemeinschaft, sollten in der Lage<br />

sein Entwicklungen zu erkennen, eigene Ansichten,<br />

Handlungen laufend zu hinterfragen<br />

und vor allem unserer Zukunft, den motivierten<br />

Kindern und Jugendlichen, zuzuhören und<br />

zu verstehen.<br />

Die Tatsache allein, dass ich das Ganze hier<br />

niederschreibe, bedeutet nicht automatisch,<br />

dass ich selbst alles, ständig optimal umsetzen<br />

kann. Fehler gehören zum Menschsein<br />

dazu, nur der Umgang damit ist individuell!<br />

Herzlichst Euer<br />

Titelbild: Niklas Lenk im Zweikampf, SV Langkampfen © Brandstift<br />

Medieneigentümer und Herausgeber: Brandstift - Printservice & Grafi k · Hannes Jenewein · Fichtenweg 3 · A-6336 Langkampfen · ATU 70066901 · offi ce@brandstift.at · www.brandstift.at<br />

Telefon +43 (0) 699 - 11 49 96 94 · Auflage: 19.000 Stk. · Kostenlos an die 18.500 Haushalte in Kufstein, Langkampfen, Schwoich, Mariastein, Kirchbichl, Angerberg, Angath und Wörgl.<br />

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6<br />

8<br />

14 20<br />

Handball Woergl<br />

Judo Kufstein<br />

Perchten langkampfen<br />

Endlich wieder Handball in Wörgl! Der ursprünglich<br />

so erfolgreiche Club wird wiederbelebt<br />

und verspricht, trotz großer Herausforderungen,<br />

viel Gutes für die Zukunft. Es ist<br />

zwar noch ein steiniger, langer Weg, doch der<br />

Grundstein im Nachwuchsbereich wurde bereits<br />

vor ca. 2 Jahren wieder gelegt. Wir sind<br />

gespannt, wie sich der rasante Handballsport<br />

auf‘s Neue behaupten wird.<br />

Die Sport.Art war zu Gast bei einem der über<br />

die Jahre wohl erfolgreichsten Kufsteiner<br />

Clubs. Schon beim Eintreten in die Räumlichkeiten<br />

fallen sofort die unzähligen Auszeichnungen,<br />

Pokale und Urkunden auf. Walter<br />

Gasteiger, der bereits seit über 50 Jahren<br />

für den Judosport lebt, hat mir einen tieferen<br />

Einblick in die heimische Kampfsportwelt<br />

gegeben.<br />

Perchten in einem Sportmagazin? Nun ja,<br />

wer tatsächlich schon mal bei einer Pass<br />

mitgemacht hat, weiß, dass dieses nicht<br />

von schlechten Eltern ist und defi nitiv an<br />

die Substanz geht. Im Perchtenkammerl der<br />

Innkurv‘n Pass wurde mir ihr urtümlicher Ansatz<br />

des traditionellen Brauchtums gegeben<br />

– nicht nur aufgrund der aktuellen Jahreszeit<br />

eine sicherlich interessante Reportage.<br />

24<br />

30<br />

Fussball im Kreuzfeuer<br />

Racedrohnen Langkampfen<br />

Der heimische König Fußball ins Kreuzfeuer<br />

genommen. Die meisten heimischen Vereine<br />

versuchen annähernd identische Herausforderungen<br />

zu stemmen. Manchmal erkennt<br />

man jedoch vor lauter Bäumen den Wald<br />

nicht mehr oder vertritt bereits seit etlichen<br />

Jahren identische Herangehensweisen, weil<br />

dies ja immer schon so gemacht wurde und<br />

offensichtlich bestens funktioniert hat. In dieser<br />

aktuellen <strong>Ausgabe</strong> versuche ich selbst<br />

auf einige, meiner Ansicht nach essentielle,<br />

Punkte einzugehen und hoffe, den ein oder<br />

anderen Verantwortlichen wenigstens zum<br />

Nachdenken anzuregen. Hinterfragen bisheriger<br />

Ansätze fördert Weiterentwicklung und<br />

das ist vermutlich nicht das Schlechteste.<br />

Die Sport.Art versucht natürlich auch laufend<br />

neuen, noch nicht etablierten Freizeitbeschäftigungen<br />

eine geeignete Plattform zu bieten.<br />

Racedrohnen, was zum Teufel ist das? Bernd<br />

Kendlbacher aus Oberlangkampfen, der seit<br />

ungefähr zwei Jahren annähernd täglich ca.<br />

eine Stunde damit Kunststücke fl iegt, kann<br />

uns vieles dazu erklären.


7<br />

Visualisierung<br />

eine wichtige Grundtechnik<br />

Die Visualisierungstechnik ist eine<br />

wichtige Grundtechnik des Mentalen<br />

Trainings. Wissenschaftler (in<br />

diesem Falle Neurowissenschaftler)<br />

haben festgestellt, dass das Gehirn,<br />

wenn die Reize sehr intensiv sind,<br />

nicht unterscheiden kann, was Wirklichkeit<br />

und was nur Vorstellung ist.<br />

Wichtig ist, dass man das Visualisierungstraining<br />

mit VAKOG macht, d.h. es<br />

sollten die Sinne „Sehen“ (Visuell), „Hören“<br />

(Auditiv), „Fühlen/Tasten/Spüren“<br />

(Kinästhetisch), „Riechen“ (Olfaktorisch)<br />

und „Schmecken“ (Gustatorisch) unbedingt<br />

miteinbezogen werden.<br />

Anwendungsgebiete für ein<br />

Visualisierungstraining:<br />

• Ein bekanntes Gefühl (z.B. Sieg) wieder<br />

herbeizuführen und damit meine Stimmung<br />

zu beeinfl ussen<br />

• Eine Bewegung einzulernen und zu<br />

automatisieren<br />

• Die Selbstheilungskräfte im Falle einer<br />

Verletzung aktivieren<br />

• Im Falle einer Verletzung das Gefühl für<br />

Bewegungsabläufe behalten<br />

• Um sich etwas einzuprägen (Slalomkurs,<br />

Routen beim Klettern…)<br />

• Mit Nervosität umzugehen, indem ich<br />

mir alles schon mal vorab vorstelle<br />

• Umgang mit Stress, indem alle Eventualitäten<br />

vorab „durchgespielt“ werden<br />

• Gewinn von Sicherheit, je öfter ich mir<br />

etwas vorgestellt habe, umso sicherer<br />

werde ich<br />

• Zusatztraining, wenn der Körper schon<br />

zu müde ist oder wenn es keine Möglichkeiten<br />

mehr gibt, an Ort und Stelle<br />

zu trainieren, um Automatismen zu erreichen<br />

und zu festigen.<br />

• Auf Gegner einstellen<br />

Vorgehensweise:<br />

• Aufschreiben, was ich<br />

und wie ich es tun will<br />

• Ruhiger Ort<br />

• Keine Ablenkung<br />

• Zu Beginn tief und ruhig in den Bauch<br />

hineinatmen<br />

• Lockere Gesichtszüge, am besten<br />

leicht lächeln bzw. Mundwinkel nach<br />

oben ziehen<br />

• VAKOG einbringen (Wie schaut es aus?<br />

Wie hört es sich an? Wie fühlt es sich<br />

an? Wie riecht es? Wie schmeckt es?)<br />

• Emotionen einbringen, Visualisierung<br />

emotional aufl aden<br />

• Mehrere Wiederholungen pro<br />

Visualisierung<br />

• Festigen durch permanente/tägliche<br />

Wiederholung der Visualisierung<br />

= zur Gewohnheit machen<br />

• Wenn möglich zu fi xen/festen Zeiten<br />

• Nicht dazu zwingen, sollte leicht und<br />

locker ablaufen<br />

• Die Visualisierungen sollten mit dem<br />

übereinstimmen, was mir wichtig ist,<br />

was meinen Werten entspricht<br />

Ich wünsche Euch viel Erfolg und freue<br />

mich schon auf den nächsten Tipp in der<br />

<strong>Ausgabe</strong> 9.<br />

Der mentale<br />

Axel Mitterer<br />

Mag. Dr. Axel Mitterer<br />

Akademischer Mentalcoach für Business & Sport<br />

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8<br />

handball in woergl<br />

Endlich wieder da!<br />

Handballer weinen nicht,<br />

sie schwitzen aus den Augen!


Handballspiele sind so schnell, dass sogar<br />

die letzten Sekunden über Sieg oder<br />

Niederlage entscheiden können. Befindet<br />

sich eine Mannschaft im Rückstand,<br />

so kann sie diesen aber auch aufholen.<br />

Das in Führung liegende Team kann<br />

sich niemals ausruhen. Beim extrem<br />

schnellen Handballsport muss die Konzentration<br />

bis zum Schlusspfiff gehalten<br />

werden. Dies bringt natürlich Vorteile für<br />

den Betrachter. Langeweile kommt so<br />

gut wie nie auf und es fallen in der Regel<br />

ca. 60 und mehr Tore.<br />

In Deutschland steht der mitreißende Handball<br />

direkt nach Fußball an zweiter Stelle. Der<br />

Deutsche Handballbund mit Sitz in Dortmund<br />

ist der größte Handballverband weltweit. Die<br />

Zuschauerzahlen der ersten Liga gelten als<br />

die höchsten (ca. 1.5 Mio. Zuschauer verfolgten<br />

die Meisterschaftsspiele 16/17 live in den<br />

Stadien) und deren Protagonisten können zudem<br />

bestens davon leben. Manche Idole, wie<br />

zum Beispiel der weit über die Grenzen hinaus<br />

bekannte Stefan Kretzschmar, erreichen<br />

Popstar- oder Kultstatus. In Österreich steht<br />

dieser intensive Mannschaftssport leider etwas<br />

abseits des Rampenlichtes.<br />

Die Stadt Wörgl war in der Vergangenheit<br />

bereits ein absoluter österreichischer<br />

Handballspot. Man darf auf viele großartige<br />

Erfolge zurückblicken. Eine mit begeisterten<br />

Zuschauern bis obenhin vollgestopfte<br />

Halle, war bei Länderspielen<br />

oder heißen Derbys beispielsweise gegen<br />

Schwaz keine Seltenheit. Nach der Aufl ö-<br />

sung der Herrenmannschaft vor ca. 16<br />

Jahren wird dem traditionsreichen Club<br />

von einem erfahrenen, motivierten Team<br />

neues Leben eingehaucht. Dabei braucht<br />

man durchaus einen langen Atem.<br />

Jugendtrainer Stefan Plattner aus<br />

Kirchbichl über seinen wieder<br />

auferstandenen Handballclub in<br />

Wörgl: „Der komplexe Sport hat mich<br />

von Anfang an in seinen unglaublichen<br />

Bann gezogen. Schiedsrichterentscheidungen<br />

werden nicht, wie bei manch<br />

anderen Sportarten, kritisiert, weil man<br />

dazu schlichtweg keine Zeit hat. Das<br />

Spiel setzt sich direkt nach jeder Unterbrechung<br />

unmittelbar ohne Pause wieder<br />

fort und man ist laufend gezwungen<br />

schnellstmöglich seine taktische Position<br />

einzunehmen. Die umfangreichen Anforderungen<br />

an beispielsweise Athletik,<br />

Kraft, Kondition, Technik, Durchsetzungsvermögen,<br />

Intelligenz (Umsetzen zahlreicher<br />

auswendig gelernter Spielzüge) und<br />

trotzdem hoher Intuitivität sind enorm.<br />

Zudem hat sich der Sport im Laufe der<br />

Zeit massiv weiterentwickelt. Vor ca. 20<br />

Jahren legte man wert auf einen etwas behäbigeren,<br />

sicheren Spielaufbau von hinten<br />

bis zur gegnerischen Wurfl inie. Heute wird<br />

versucht, direkt nach einem Gegentreffer<br />

schnellstmöglich umzuschalten, das defensive<br />

Ordnen des Gegners zu erschweren<br />

oder gar zu verhindern und umgehend seinerseits<br />

zum Torerfolg zu gelangen.<br />

Vor mehr als einem Jahr habe ich beim Handballclub<br />

in Wörgl die Verantwortung über die<br />

Jugendarbeit übernommen. Das neuerlich<br />

aufgefl ammte Engagement verdanke ich dem<br />

großen Handballinteresse meiner Tochter.<br />

Zusammen mit drei weiteren Coaches (Pletzer<br />

Florian, Schützinger Martin, Mitterseck<br />

Mario) versuchen wir, im Bereich von der U8<br />

bis zur U11, bestmögliche Arbeit zu leisten.<br />

Ich selbst war lange Zeit für die TS Wörgl in<br />

der zweithöchsten österreichischen Liga, der<br />

damaligen Staatsliga B, sowohl als Spieler<br />

Jugendtrainer Stefan Plattner bei der Arbeit<br />

9<br />

als auch Spielertrainer aktiv und habe es in<br />

meiner Jugend bis in den Kader des U18 Nationalteams<br />

geschafft.<br />

Nach dem bitteren Abstieg der TS Wörgl<br />

2002/03 in die darunterliegende Tiroler Landesliga<br />

fi el der gesamte Apparat leider mehr<br />

oder weniger auseinander. Die drei bis vier<br />

Legionäre verließen uns und einige Spieler,<br />

mich eingeschlossen, wollten in dieser unteren<br />

Klasse nicht mehr weiteragieren. Wir<br />

waren gewohnt regelmäßig sechs Mal pro<br />

Woche zu trainieren und konnten das sehr<br />

niedrige Niveau der untersten Liga einfach<br />

nicht akzeptieren. Im Nachhinein bedauern<br />

die meisten damaligen Beteiligten, dass<br />

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10


11<br />

dieser kurzfristige Umstand den gesamten<br />

Verein samt seiner umfangreichen Nachwuchsschiene<br />

nach und nach auf Eis legte.<br />

Die Damen spielten noch einige Jahre weiter.<br />

Wirklich nachvollziehbar ist diese Historie<br />

auch aus heutiger Sicht immer noch nicht.<br />

Jetzt, nach so langer Pause, werden wir<br />

Handball in Wörgl wieder wie Phönix<br />

aus der Asche auferstehen lassen!<br />

Vor ca. vier Jahren begannen Christina Moser,<br />

Manuela Larch, Isabella Koller und Suszanne<br />

Vegh erneut Schritt für Schritt kontinuierlich<br />

Nachwuchsteams aufzubauen. Natürlich bedeutet<br />

Neubeginn einen steinigen, langen<br />

Weg und stellt uns alle vor größte Herausforderungen.<br />

Trotzdem trägt die bisherige, gute<br />

Arbeit bereits ihre ersten Früchte. Unsere Altersklassen<br />

U8, U10, U11 bzw. U14 werden<br />

mittlerweile sehr gut besucht und lassen für<br />

die Zukunft nur das Beste hoffen. Die Anzahl<br />

der Kinder steigt annähernd wöchentlich.<br />

Trotzdem freuen wir uns natürlich weiterhin<br />

über jeden einzelnen Zuwachs. Ab bereits<br />

6 Jahren können bewegungsfreudige<br />

Mädchen und Jungen bei uns einsteigen.<br />

Das Kindertraining bis zur U11 fi ndet in<br />

altersgerechten Gruppen jeden Dienstag<br />

von 18.00 bis 19.00 und Donnerstag von<br />

17.45 bis 19.00 Uhr in der Sporthalle der<br />

Neuen Mittelschule in Wörgl statt. Mitzubringen<br />

sind lediglich Spass, Hallenschuhe<br />

und übliche Sportbekleidung. Natürlich<br />

fällt es sportlich talentierten Kids anfänglich<br />

etwas leichter die unterschiedlichen<br />

Techniken und Bewegungen zu erlernen.<br />

Großartige Grundvoraussetzungen werden<br />

allerdings nicht benötigt. Die einzelnen<br />

Aspekte werden meist spielerisch,<br />

automatisch erworben und mit der Zeit<br />

gefestigt bzw. ständig weiterentwickelt.<br />

Damit das umgreifende Handballfeuer<br />

bestmöglich entfacht, sind<br />

wir seit Wiederbeginn im Rahmen<br />

des Multisports und der „Spiel mit<br />

mir Wochen“ immer wieder direkt<br />

in den umliegenden Schulen bzw.<br />

Gemeinden aktiv und organisieren,<br />

nach vorheriger Absprache mit diversen<br />

Schulleitungen, zudem vereinzelt<br />

Schnuppertrainings während Turnstunden.<br />

Bis zur U10 wird kindgerecht ein vereinfachtes<br />

Mattenhandball mit vier<br />

Feldspielern und einem Tormann auf<br />

kleinerem Spielfeld und mittels Torwurf<br />

auf an der Wand befestigte Weichböden,<br />

sogenannte Matten, gespielt. Um<br />

bestmöglichen Spielfl uss zu erreichen,<br />

wird der Ball während dem Laufen noch<br />

nicht wie üblich auf den Boden geprellt,<br />

sondern muss nach drei Schritten zu<br />

einem Mitspieler geworfen werden.<br />

Dadurch können motivierte Kids bestmöglich<br />

und behutsam an den später<br />

komplexeren Sport herangeführt werden.<br />

Rennen, Bälle fangen und werfen, Tore<br />

erzielen bzw. verhindern, ... der Eifer, das<br />

breite Grinsen, und der unbändige Spass<br />

unserer Kinder bestätigt uns Training für<br />

Training.<br />

Aber auch etwas älteren Quereinsteigern<br />

darf dieser Sport natürlich immer noch sehr<br />

viel Freude bereiten. Aufgrund der üblichen<br />

Herausforderungen vieler Randsportarten,<br />

ist die Leistungsdichte etwas geringer als<br />

beispielsweise beim Fußball und man kann<br />

auch nach späterem Einstieg noch sehr<br />

erfolgreich sein. Die Trainingszeiten für die<br />

Größeren ab U14 sind jeden Dienstag und<br />

Donnerstag von 19.00 bis 20.30 Uhr auch<br />

in unserer großen Sporthalle der Neuen Mit-<br />

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12


telschule in Wörgl. Der geringe jährliche Mitgliedsbeitrag<br />

von gerade mal EUR 40,– kann<br />

defi nitiv kein großartiges Hindernis sein.<br />

Ab dem kommenden Frühjahr werden wir<br />

versuchen, vorerst noch außer Konkurrenz<br />

und ohne jeglicher Tabellenplatzierung, mit<br />

einer neu formierten Kampfmannschaft<br />

mittels laufender Freundschaftsspiele in<br />

die Tiroler Landesliga hineinzuschmecken.<br />

Unser künftiges Einserteam besteht sowohl<br />

aus wiederaktivierten, erfahreneren als auch<br />

jungen, aufstrebenden Spielern der eigenen<br />

Jugendabteilung. In der darauffolgenden<br />

Saison wollen wir laut Plan offi ziell in den Tiroler<br />

Ligabetrieb einsteigen. Momentan sieht<br />

alles danach aus, als ob wir die, zugegeben<br />

ambitionierte, Marschrichtung beibehalten<br />

können.<br />

Um den äußerst positiven Trend konstant<br />

weiterführen zu können, ist es natürlich<br />

notwendig umfangreiche Hallenzeiten zu<br />

erhalten. Dies funktioniert momentan sehr<br />

gut, wobei – wie jeder Trainer weiß, mehr<br />

könnte es immer sein. :o)<br />

Für die Erstausstattung bzgl. Trainingsutensilien,<br />

wurden wir von der Stadtgemeinde<br />

Wörgl, dem Tiroler Handballverband und<br />

dem Schwazer Handballclub tatkräftigst<br />

unterstützt. Natürlich sind wir laufend<br />

auf der Suche nach Werbepartnern, welche<br />

sich mit unserem Verein dauerhaft<br />

identifi zieren wollen. Wenn wir kontinuierlich<br />

weiterarbeiten und es schaffen<br />

uns längerfristig zu etablieren, wird sich<br />

irgendwann auch dieses Thema lösen<br />

lassen. Momentan sind wir gerade dabei<br />

anständige Pressemappen und weiteres<br />

Infomaterial zu erstellen, damit wir uns<br />

bei eventuellen Sponsoren professionell<br />

präsentieren können.“<br />

Der Wörgler Christoph Oberhammer<br />

(14 Jahre, Bild links) über seinen<br />

Zugang zum Handball in Wörgl: „Ich<br />

erfuhr, dass es in Wörgl wieder einen<br />

Handballclub gab und habe mir das Ganze<br />

vor ca. zwei bis drei Jahren bei einem<br />

Schnuppertraining unverbindlich angesehen.<br />

Mein Vater war früher sowohl Spieler<br />

als auch Trainer, ist heute Sektionsleiter<br />

und ich wollte irgendwie nachvollziehen,<br />

was ihn konkret an diesem Sport so lange<br />

begeistert. Was soll ich großartig sagen?<br />

Seit dem einschneidenden Erstkontakt war<br />

ich annähernd jede der beiden Trainingseinheiten<br />

pro Woche mit vollstem Eifer dabei<br />

und habe auch nicht vor daran etwas zu<br />

ändern. Ich besuche die Sport Handelsakademie<br />

in Wörgl und spiele zusätzlich ca. fünf<br />

mal pro Woche intensiv Tennis in Kufstein.<br />

Handball ist ein wirklich sehr guter Ausgleich<br />

dazu und wie sich meine diesbezügliche<br />

Laufbahn weiterentwickeln wird, steht noch<br />

in den Sternen.<br />

Momentan werde ich in meiner aktuellen U14<br />

Mannschaft offensiv meist auf der sogenannten<br />

Achse, die Position zwischen Flügel und<br />

Mitte, eingesetzt. Die taktische Ausrichtung<br />

kann am ehesten mit dem Stürmer im Fußball<br />

verglichen werden. Ich bekomme, meist<br />

nach fi x eintrainierten Spielzügen, von der<br />

Mitte oder dem Flügel den Ball und versuche<br />

mich kraftvoll und dynamisch an der Wurfl inie<br />

durchzusetzen und erfolgreich abzuschließen.<br />

Die anschließenden Sprintwege zurück,<br />

in die eigene Defensive, sind sehr weit und<br />

daher körperlich äußerst intensiv.<br />

In der letzten Saison habe ich mir leider bereits<br />

zu Beginn, beim allerersten Spiel gegen<br />

Schwaz, einen dreifachen Mittelfußknochenbruch<br />

zugezogen und musste die restliche<br />

13<br />

Spielzeit von November bis Mai leider aussetzen.<br />

Deshalb bin ich vermutlich noch heißer<br />

auf die heurige Meisterschaft und versuche<br />

mein Bestes zu geben, um den einen oder<br />

anderen Sieg einzufahren. Wir stehen erst<br />

am Anfang und sind im Kollektiv noch nicht<br />

so stark wie viele unserer Gegner. Aber exakt<br />

das macht auch wieder großen Spass. Man<br />

hat das Gefühl, beim Beginn von etwas Großem<br />

mitwirken zu können und merkt wie mit<br />

zunehmender Zeit sehr viel weitergeht und<br />

stetig besser wird.<br />

Zu meinen Stärken zählt meiner Meinung<br />

nach das Lesen des Spiels. Ich habe oft eine<br />

gute Vorahnung oder kann Situationen meist<br />

frühzeitig antizipieren. Auch meine körperliche<br />

Verfassung ist, aufgrund des annähernd<br />

täglichen Sports durchaus gut.“<br />

Kontakt: Stefan Plattner · Tel. 0680-3214691<br />

Stefan Kirchner · Hechenbergweg 27 · A-6342 Niederndorf<br />

Tel. 0665-65123744 · stefankirchner@gmx.at · www.facebook.com/bergfels.guitars


14<br />

Judoclub Volksbank tirol<br />

Der nicht immer ganz sanfte Weg<br />

niemals zu verlieren<br />

heisst Nicht zu kaempfen!<br />

Chinesisches Sprichwort


15<br />

Es gibt zahlreiche Gründe warum die<br />

Sportart Judo so fasziniert. Judo ist<br />

ein idealer Ausgleich für den Alltag. Die<br />

Dynamik und Komplexität der Sportart,<br />

sowie die vielen Möglichkeiten, sich in<br />

ihr zu verwirklichen, begeistert Jung<br />

und Alt. In der Grundidee des Judo, soll<br />

in einem nach festen Regeln geführten<br />

fairen Zweikampf, der Kontrahent durch<br />

Wurftechniken oder bestimmte Bodentechniken<br />

(wie Halte-, Hebel- oder Würgetechniken)<br />

bezwungen werden. Dabei<br />

stehen der Sport und die körperliche<br />

Bewegung im Vordergrund, wobei man<br />

automatisch eine besondere Einstellung<br />

zum eigenen Körper entwickelt.<br />

Es gibt wohl kaum eine Muskelgruppe, die<br />

beim Judo-Training nicht in Anspruch genommen<br />

wird und kaum eine denkbare<br />

Bewegung, die nicht ausprobiert wird. Die<br />

Bewegung, die Kraft und das Gewicht des<br />

Partners auszunutzen, zählt zu den Prinzipien<br />

im Judo. So entwickelt der Judoka mit<br />

der Zeit nicht nur ein besonderes Gespür<br />

für den Partner und dessen Bewegungen,<br />

sondern notwendigerweise auch für seinen<br />

eigenen Körper und seine eigenen Fähigkeiten.<br />

Die grundlegenden Prinzipien des<br />

Judo gibt es seit nunmehr über 100 Jahren,<br />

doch entwickelt sich der Sport ständig<br />

weiter und bringt immer neue Techniken<br />

und Bewegungsabläufe hervor. Es ist<br />

ein Sport, der nie langweilig werden kann!<br />

Wer kann Judo machen?<br />

Die Antwort auf diese Frage lässt sich<br />

kurz fassen: Jeder kann Judo betreiben.<br />

Mädchen und Jungen, Frauen und<br />

Männer oder Oma und Opa können sich<br />

auf der Judomatte betätigen. Natürlich<br />

sind die Zielsetzungen der einzelnen<br />

Übungsgruppen so verschieden, wie die<br />

Wünsche der Teilnehmer.<br />

Kindern wird man die Judotechniken<br />

sehr spielerisch vermitteln. Beim Judo<br />

können Kids auf faire Weise ihre Kräfte<br />

messen und ihren natürlichen Trieb<br />

zum “Raufen” befriedigen. Dabei lernen<br />

sie gleichzeitig, mit dem Partner<br />

rücksichtsvoll umzugehen und ihn<br />

nicht zu verletzen. Sie gewinnen an<br />

Selbstbewusstsein und zugleich Respekt<br />

und Achtung ihrem<br />

Partner und den anderen<br />

Mitgliedern der Übungsgruppe<br />

gegenüber.<br />

Etwa im zwölften Lebensjahr<br />

lernen Jugendliche Bewegungsabläufe<br />

am leichtesten.<br />

In diesem Alter wird der<br />

Wettkampf zunehmend in den<br />

Vordergrund des Trainings<br />

gestellt. Man beginnt, den<br />

Unterricht stärker zu differenzieren<br />

und auf die Fähigkeiten<br />

und Wünsche des Einzelnen<br />

abzustimmen, bis der Sportler<br />

um das 26. Lebensjahr auf der<br />

Höhe seiner Leistungsfähigkeit<br />

steht.<br />

Man braucht nicht schon in frühester Kindheit<br />

mit dem Judo begonnen zu haben, um<br />

auch als Erwachsener Spass daran zu fi nden.<br />

Erwachsene stellen häufi g sehr unterschiedliche<br />

Ansprüche an das Judo. Viele wollen sich<br />

“fi t” halten und suchen am Feierabend Spass<br />

bei der Bewegung in einer Breitensportgruppe.<br />

Andere sind an dem Selbstverteidigungscharakter<br />

dieses Sports interessiert.<br />

Im etwas reiferen Alter steht nicht mehr das<br />

Wettkampfmoment im Vordergrund – vielmehr<br />

betreibt der ältere Judoka diesen Sport<br />

mit seinem vielseitigen Repertoire an Würfen<br />

und Techniken als eine Art Gymnastik mit<br />

Partner.<br />

Die Sport.Art war beim Judoclub in Kufstein<br />

zu Gast. Bereits beim Eintreten in die<br />

Räumlichkeiten fallen unzählige Pokale und<br />

Auszeichnungen auf. Die beeindruckenden<br />

Erfolge aufzuzählen würde defi nitiv diesen<br />

Rahmen sprengen.<br />

Obmann Walter Gasteiger<br />

Seit 2017 Inhaber des weltweit seltenen 8. Dangrades<br />

Walter Gasteiger, Gründer und<br />

langjähriger Obmann vom Judoclub<br />

in Kufstein: „Ich betreibe diesen<br />

edlen Kampfsport bereits seit mittlerweile<br />

1954. In der Universität Innsbruck<br />

begann ich anfänglich erste Selbstverteidigungskurse<br />

mit der Bezeichnung<br />

„Judo“. Im Nachhinein betrachtet, hatte<br />

das Ganze zwar noch nicht wirklich sehr<br />

viel mit dem konkreten Sport gemein,<br />

es legte jedoch den Grundstein für meinen<br />

weiteren sportlichen Werdegang. Dieser<br />

führte mich, auch dank meines großen Förderers,<br />

dem langjährigen Präsidenten des<br />

Österr. Judoverbandes, Prof. Kurt Kucera,<br />

beispielsweise vom Nationalteamkämpfer,<br />

zum Nationaltrainer und Vizepräsidenten des<br />

Österreichischen Judoverbandes, ASVÖ Landes-<br />

und Bundesfachwart, Präsidenten des<br />

Judolandesverbandes Tirol oder Mitglied des<br />

Landessportrates Tirol, u.v.m. an sehr viele<br />

herausfordernde, schöne Aufgaben heran.<br />

Vor fast genau 50 Jahren habe ich, nach<br />

meiner Ausbildung an der Bundesanstalt für<br />

Leibeserziehung in Wien (Spezialfächer Judo<br />

& Leibeserziehung an Schulen), den durch<br />

und durch familiär geführten Judoclub in<br />

Kufstein gegründet und bekleide auch seit<br />

dieser langen Zeit die verantwortungsvolle<br />

Obmannschaft. Meine liebe Frau Freia, hat<br />

mich seit je her unterstützt und erfüllt als<br />

Schriftführerin wichtige Aufgaben.


16<br />

Wichtig ist nicht, besser zu sein<br />

als alle anderen. Wichtig ist,<br />

besser zu sein als du gestern warst!<br />

Jigoro Kano


17<br />

Der komplexe Sport wurde von dem Japaner<br />

Kanō Jigorō ca. 1880 in seiner<br />

eigenen Schule, Kodokan („Ort zum Studium<br />

des Wegs“), erfunden und beinhaltet<br />

verschiedenste Techniken aus mehreren<br />

unterschiedlichen Kampfsportarten.<br />

Die Frage, ob Kampfsport generell unsere<br />

Kinder aggressiver machen würde, kann<br />

ich nur entschieden verneinen. Sogar das<br />

absolute Gegenteil ist laut meiner langjährigen<br />

Erfahrung der Fall. Die Erziehung hat<br />

sich verändert. Meist harmlosen Rangeleien<br />

oder völlig natürlichem Kräftemessen heranwachsender<br />

Halbstarker wurden mittlerweile<br />

die passenden Rahmenbedingungen massiv<br />

eingeschränkt. Der generelle Bewegungsumfang<br />

unserer gesamten Gesellschaft wird<br />

stetig geringer. Dass die Mehrzahl unserer<br />

erfolgreichen Wettkämpfer/innen eher aus<br />

der dörfl ichen Umgebung stammen, offenbart<br />

dabei ein zusätzliches Gefälle zwischen Stadt<br />

und Land.<br />

Beim regelmäßigen Sport können nicht nur<br />

Kinder und Jugendliche überschüssige Energien<br />

gesund, in klarer, fairer Regelstruktur,<br />

diszipliniert abbauen. Natürlich ist Judo in<br />

weiterer Folge ein Wettkampfsport und wird<br />

mit steigendem Leistungsniveau durchaus<br />

intensiver und härter. Dieser Grundsatz betrifft<br />

jedoch die meisten körperlichen Sportarten,<br />

egal ob nun beispielsweise Ballsport,<br />

Radfahren oder sonstiges. Während den<br />

27 Jahren meiner Turnlehrertätigkeit an<br />

der Hauptschule in Kufstein habe ich sehr<br />

viel erlebt und bin der Meinung, dass die<br />

meisten Jugendlichen grundsätzlich körperlich<br />

gefordert und gefördert werden<br />

wollen. Sport stellt dabei, direkt nach<br />

der Schule, bereits den zweitwichtigsten<br />

Schlüssel in der langfristigen, positiven<br />

Persönlichkeitsentwicklung dar. Ein gesunder<br />

Geist in einem gesunden Körper<br />

– es greift alles ineinander. Ohne ein gewisses<br />

Maß an Haltung, Kraft, Kondition,<br />

etc. fällt es meist schwerer, selbstbewusst<br />

und robust durch das Leben zu<br />

gehen. Der regelmäßige Umgang mit<br />

Niederlagen, das Erkennen des notwendigen<br />

Mehraufwandes um Erfolge<br />

zu erzielen und die davon unabhängige,<br />

wichtige Achtung des Gegners,<br />

helfen natürlich auch abseits jeglicher<br />

Judomatte weiter.<br />

Die Trainingseinheiten beim Judoclub Kufstein<br />

werden von der geringsten bis zur höchsten<br />

Leistungsstufe immer von diplomierten, bestens<br />

ausgebildeten Trainern, welche dabei<br />

laufend von zukunftsträchtigen Nachwuchstrainern/innen<br />

unterstützt werden, geführt.<br />

Der Andrang, speziell in unseren zahlreichen<br />

Nachwuchsklassen, ist sehr groß und wir sind<br />

natürlich froh, mit so vielen bewegungshungrigen<br />

Kindern arbeiten zu dürfen. Bereits ab<br />

stolzen fünf Jahren kann man bei uns mit<br />

gesundem Spass an der Bewegung mitmachen.<br />

Die anfallenden Kosten gestalten sich,<br />

im Vergleich zu manch anderen Sportarten,<br />

relativ gering. Außer der Anschaffung eines<br />

Judoanzuges, dem sogenannten Kimono<br />

um ca. 40,00 bis 60,00 Euro, sind im jährlichen<br />

Mitgliedsbeitrag von EUR 135,00 bereits<br />

sämtliche Leistungen enthalten. Später,<br />

bei Wettkämpfen, wird sowohl ein weißer,<br />

als auch ein blauer Anzug benötigt. Um die<br />

Ausführung der unterschiedlichen Techniken<br />

besser zu erkennen, wurde dieses nachvollziehbare<br />

Procedere ursprünglich von den Ringern<br />

übernommen. So wird es für Richter und<br />

Zuseher etwas einfacher. Der/die Erstgenannte<br />

ist bei Wettkämpfen daher in blau gekleidet.<br />

Die Trainer vom Judoclub Volksbank Tirol<br />

Unser Club, mit seinen wirklich beeindruckenden<br />

Räumlichkeiten beim Schwimmbad<br />

in Kufstein und den ca. 300 aktiven Mitgliedern,<br />

ist für die Zukunft bestens gerüstet. Irgendwann<br />

fi ndet alles zu einem Ende und ich<br />

selbst werde mich in absehbarer Zeit durchaus<br />

etwas zurücknehmen bzw. erste Führungsaufgaben<br />

übergeben können. Derzeit<br />

kommen drei bis vier potentielle Nachfolger in<br />

Frage und es wird sich demnächst herausstellen,<br />

wer für das verantwortungsvolle Erbe am<br />

besten geeignet ist.<br />

Herr Dr. Marschitz hat, während seiner Amtszeit<br />

als Bürgermeister der Stadt Kufstein, mit<br />

dem Bau der tollen Kufstein Arena die allerbesten<br />

Voraussetzungen für Großveranstaltungen<br />

jeglicher Art geschaffen. Zu Ostern<br />

veranstalten wir bereits seit sehr vielen Jahren<br />

unser Internationales ASVÖ Judo-Osterpokalturnier<br />

der Stadt Kufstein mit ca. 2000<br />

begeisterten Zuschauern und regelmäßig ca.<br />

700 Teilnehmern aus über 10 Nationen. Gerade<br />

wurden wir zudem mit der Ausführung<br />

der Österreichischen Judomeisterschaft der<br />

allgemeinen Klasse im nächsten Jahr 2019<br />

betraut. Hierbei möchte ich mich gerne für<br />

das Entgegenkommen bzgl. Terminfi ndung<br />

auch bei Herrn Hans Schlichenmaier vom<br />

Fußballclub Kufstein recht herzlich bedanken.<br />

Ich freue mich, dass die Kommunikation und<br />

das gegenseitige Verständnis sportartübergreifend<br />

so gut funktioniert.<br />

Den Hauptteil der Zuschauer machen Trainer,<br />

Eltern und den unterstützenden Anhang der<br />

teilnehmenden Wettkämpfer/innen aus. Das<br />

Judo-Regelwerk ist für Außenstehende nicht<br />

so transparent und daher etwas schwierig<br />

nachzuvollziehen. Um mehr Menschen zu erreichen,<br />

sollten wir uns in Zukunft über noch<br />

bessere, eventuell einfachere Lösungen in<br />

Bezug auf Punktevergabe und vor allem deren<br />

Vermittlung Gedanken machen. Wenn<br />

beispielsweise beim Fußball das Runde im<br />

Eckigen landet, ist die Situation für sämtliche<br />

Beteiligten sofort eindeutig und bedarf keinerlei<br />

großartigen Erklärungen.


18<br />

Natascha Pircher<br />

Mehrfache Österr. Meisterin und<br />

Bronzemedaille im Europacup<br />

Wenn Du sechsmal faellst,<br />

stehe siebenmal auf!<br />

Ichiro Abé


19<br />

Magdalena Pircher (17 Jahre): „In<br />

unserer Familie genießt Judo seit je her<br />

Bedeutung. Mein Vater ist Trainer und ich<br />

habe bereits ab dem 3. Lebensjahr mitgemacht.<br />

Mit jedem Turnier und jedem Erfolg<br />

stieg der Spassfaktor und die Motivation.<br />

Im letzten Jahr durfte ich mich zum Beispiel<br />

über zwei Österreichische Meistertitel freuen.<br />

Wie sich meine persönliche Sportlerlaufbahn<br />

weiterentwickeln wird, ist noch nicht<br />

absehbar. Aktuell liegt der Fokus auf meine<br />

schulische Ausbildung in der HLW Kufstein<br />

und Judo muss leider etwas hinten anstehen.<br />

v. li. nach re.: Magdalena Pircher, Natascha Pircher, Marisa Andrich<br />

Obwohl dieser Wettkampfsport natürlich sehr<br />

intensiv und herausfordernd ist, bin ich keinesfalls<br />

der Meinung, dass er sich für Mädchen<br />

nicht schickt. Speziell in unsicheren<br />

Zeiten existieren durchaus Vorteile, wehrhafte<br />

Selbstverteidigungstechniken jederzeit anwenden<br />

zu können. Alles, wovor man Angst<br />

hat, schränkt ein und verringert Selbstbestimmung<br />

und Selbstvertrauen.<br />

Wenn ich ein Vorbild oder Idol nennen<br />

müsste, dann wäre dies mit Sicherheit meine<br />

liebe Schwester Natascha. Wie sie, trotz<br />

extrem hohen Trainingsaufwand, alles unter<br />

einen Hut bekommt, ist durchaus beeindruckend.<br />

Auch ihre großartigen, sportlichen<br />

Erfolge können sich defi nitiv sehen lassen<br />

und ich bin sehr stolz auf sie.“<br />

Natascha Pircher (18 Jahre) – aktuelle<br />

Österreichische Meisterin U21 und<br />

U23, 3. Platz in der allgemeinen Klasse,<br />

mehrfache Europacup- und EM<br />

Teilnehmerin, im Kader des Österr.<br />

Nationalteams: „Meine liebe Schwester<br />

Magdalena ist übrigens die Beste! :o)<br />

Mich freut und ehrt natürlich, wenn<br />

meine Leistungen andere motiviert bzw.<br />

anspornt auch ihr Bestes zu geben. Die<br />

Sporthandelsschule in Innsbruck ermöglicht<br />

mir täglich zu trainieren und<br />

mich ausreichend auf meinen Sport<br />

konzentrieren zu können. Ich werde<br />

für Turniere oder Trainingslager regelmäßig<br />

freigestellt und kann zusätzlich<br />

jeden Di und Do sogar am Vormittag<br />

Judo trainieren, komme so inkl. Lauf-,<br />

Kraft- oder Stabilisationsübungen auf<br />

ca. neun Trainingseinheiten pro Woche<br />

und versuche so mein großes Ziel, irgendwann<br />

an Olympia teilzunehmen,<br />

mit kontinuierlicher Arbeit zu erreichen. Am<br />

Judoclub in Kufstein gefällt mir am besten der<br />

überaus familiäre Umgang untereinander. Wir<br />

unterstützen uns gegenseitig an allen Ecken<br />

und Enden. Die meisten meiner langjährigen<br />

Kollegen und Freunde kenne und schätze ich<br />

bereits seit ich mit diesem wunderbaren Sport<br />

begonnen habe. Ohne dieses entspannte aber<br />

auch motivierende Ambiente wären Spitzenleistungen<br />

kaum möglich.<br />

Von meinen anstehenden Kontrahentinnen<br />

will ich vor den Kämpfen nicht unbedingt immer<br />

wissen, was ihre konkreten Stärken oder<br />

Vorlieben sind. Ich gehe viel lieber ohne direkt<br />

auf jeweilige Gegner angepasste Strategien<br />

auf die Matte. Meiner Ansicht nach schränkt<br />

dieser Ansatz die persönliche Vielfältigkeit ein<br />

und hemmt das Ausspielen der eigenen Vorzüge.“<br />

Marisa Andrich (17 Jahre): „Wenn ich neue<br />

Leute kennenlerne und sie erfahren, dass ich<br />

Judo betreibe kommt meist sofort die Frage:<br />

„Muss ich jetzt Angst vor dir haben?“ od. „Du<br />

könntest mich wahrscheinlich sofort auf den<br />

Boden schmeißen?“ Meine Antwort: „Wennst<br />

nicht gleich still bist dann schon!“ :o)<br />

Judo war und ist schon immer ein Teil von mir.<br />

Auch mein Vater ist Trainer und steckte mich<br />

bereits als 1-jährige in den ersten Kimono. Es<br />

macht unglaublichen Spass und kann wirklich<br />

jeder machen. Beim Judo wird der gesamte<br />

Körper trainiert und man bleibt überaus fi t.<br />

Mir gefallen die fl üssigen, ästethischen Bewegungen,<br />

welche trotz hohem Kraftaufwand<br />

elegant und leicht wirken. Das erste, was<br />

man lernt ist richtiges Abrollen. Diese intensive<br />

Körperschule hat mir bei meiner weiteren<br />

Passion, dem Reiten, während diversen Stürzen<br />

vom Pferd schon oft Kopf und Kragen gerettet.<br />

Die schulische Ausbildung in der HLW<br />

Kufstein steht, wie für Magdalena, auch für<br />

mich momentan an erster Stelle.<br />

Ich starte aktuell in der bis 57 kg Klasse. Das<br />

Gewicht ist beim Wettkampf im Judo sehr<br />

wichtig. Jedes einzelne Kilogramm verändert<br />

Kraftverhältnisse und kann über Erfolg oder<br />

Niederlage entscheiden. Deshalb versucht<br />

man vor dem offi ziellen Wiegen mittels umfassender<br />

Diät, wenig Krafttraining, um die<br />

Muskelmasse nicht zu erhöhen und vermehrten<br />

Ausdauereinheiten in die unterstmögliche<br />

Gewichtsklasse zu kommen. Im direkten<br />

Anschluss baut man wiederum Gewicht auf.<br />

Ausschlaggebend ist der Wiegezeitpunkt vor<br />

dem schlussendlichen Wettkampf. Wenn bereits<br />

am Vortag gewogen wird, kann binnen<br />

dieser kurzen Zeit tatsächlich noch 2-3 kg zugelegt<br />

werden. Findet die Abwaage noch am<br />

selben Tag statt, wird versucht bis zum letztmöglichen<br />

Zeitpunkt vor dem eigenen Kampf<br />

noch Gewicht zuzulegen. Hier hat vermutlich<br />

jeder einzelne Wettkämpfer seine eigene Strategie.<br />

Mit vollem Bauch ist Judo natürlich auch<br />

nicht gut umsetzbar. Es existieren unendlich<br />

viele Diplomarbeiten und wissenschaftliche<br />

Abhandlungen darüber. Hin und wieder folgt,<br />

vor allem bei internationalen Großveranstaltungen,<br />

vereinzelt ein Kontrollwiegen unwillkürlich<br />

herausgepickter Athleten. Wird dabei<br />

die Toleranzgrenze von 5% des Gewichtes<br />

vom Vortag überschritten, kann der entsprechende<br />

Sportler nicht teilnehmen. Auch wenn<br />

man sich beispielsweise im Vorjahr für einen<br />

Großevent in einer gewissen Gewichtsklasse<br />

qualifi ziert hat, muss man auch exakt in dieser<br />

Klasse ein Jahr später teilnehmen.<br />

Kontakt: Walter Gasteiger<br />

w.gasteiger@judoclub.com · www.judoclub.com


20<br />

InnkurV'n Pass langkampfen<br />

Spass, Tradition und Brauchtum


In Tirol war man schon seit je her gezwungen<br />

in herausfordernden Zeiten<br />

näher zusammenzurücken. Der Respekt<br />

vor dem harten Winter ließ uns das<br />

ganze Jahr über ausreichend Vorräte<br />

anlegen und vor allem für genügend<br />

Brennholz sorgen. Dass die kalte, dunkle<br />

Jahreszeit und deren Herausforderungen<br />

unsere Kultur, unsere Heimat<br />

geprägt hat und mit vielerlei Mythen<br />

oder Ritualen behaftet ist, liegt förmlich<br />

auf der Hand. Unterschiedlichste Bräuche<br />

um vermeintlich bösen Wintergeistern,<br />

allem Schlechten oder einfach nur<br />

negativen Wahrscheinlichkeiten den<br />

Garaus zu machen, wurden vor allem in<br />

unserem Alpenraum überliefert.<br />

Das hierzulande mit großer Begeisterung<br />

betriebene Perchtenlaufen erfreut sich<br />

ständig zunehmender Beliebtheit. Unzählige<br />

Passen beeindrucken bei diversen<br />

Veranstaltungen wochenlang mit grausigsten<br />

Masken, blutrot-leuchtenden Augen,<br />

welche teilweise auch ohne weiteres in<br />

hochklassigen Horrorfi lmen vorkommen<br />

könnten, aufwendigsten Shows inklusive<br />

unglaublicher Pyrotechnik, ausgefeilten<br />

Rhythmen und Percussioneinlagen, wo<br />

sich mancher Karnevalsverein in Rio womöglich<br />

noch etwas abschneiden könnte.<br />

Zwischen den unterschiedlichen Gruppen<br />

entstand offensichtlich ein handfester<br />

Wettstreit, wer die verheerendste Gruselshow<br />

auf das öffentliche Parkett legen<br />

kann – höher, schneller, weiter!<br />

Vergleiche mit der fortschreitenden<br />

Eventisierung des geschichtsträchtigen<br />

Almabtriebes liegen durchaus nahe.<br />

Nicht so die Innkurv‘n Pass aus Oberlangkampfen.<br />

Michael Radinger, langjähriger<br />

Tamperer und gehuldigter DJ<br />

im Perchtenkammerl, über die Tradition:<br />

„Zuallererst will ich festhalten, dass bei<br />

unserer Pass kein sogenannter „Chef“<br />

existiert und ich von der Gruppe regelrecht<br />

genötigt wurde, mich als obergescheiter<br />

Pressesprecher auszugeben.<br />

Vermutlich bin ich der Intelligenteste dieser<br />

total verrückten Truppe, was zugegeben<br />

nicht unbedingt eine riesige Herausforderung<br />

sein sollte. Ich werde natürlich<br />

mein Bestes geben – hoffentlich reicht‘s!<br />

:o)<br />

Wir betreiben den Perchtenlauf abseits jeglicher<br />

Großveranstaltungen, wo in höchster<br />

Schlagzahl, völlig unpersönlich, eine Pass<br />

auf die andere folgt, noch komplett urtümlich.<br />

Fernab meterhoher Flammen, dröhnender<br />

Bassklänge oder dichter Zuschauergedränge,<br />

gehen wir im kleinen aber<br />

feinen Heimatort Langkampfen zu unseren<br />

Freunden, Bekannten und leben dort, im<br />

überschaubaren, privaten Kreis, das wunderbare<br />

Ritual unserer Vorväter. Die einzigen<br />

Ausnahmen sind der jährliche Auftritt beim<br />

RZ Bad Häring, um den Patienten unentgeltlich<br />

eine Freude zu bereiten und unsere Abschlusskür<br />

beim Stammlokal, der Jausenstation<br />

Ferchl in Oberlangkampfen, wo wir<br />

wegen Christine, der lieben Inhaberin, immer<br />

wieder sehr gerne vorbeikommen. Der<br />

eigentliche Perchtenauftritt steht dabei fast<br />

im Hintergrund. Das lustige anschließende<br />

Zusammensitzen und Herumblödeln bei den<br />

einzelnen Stationen ist wahrscheinlich der<br />

noch größere Antrieb.<br />

Michael Radinger<br />

21<br />

In einer Zeit, wo die Auswüchse der weltweiten<br />

Globalisierung Identitäten zunehmend<br />

egalisieren lassen und die für uns so wichtige<br />

Heimatliebe regelmäßig auf nicht immer<br />

nachvollziehbare Prüfstände legen, bewegen<br />

wir uns bewusst den eindeutigen Schritt<br />

zurück, zur wertvollen Tradition. Zusammenhalt<br />

oder Kameradschaft sind dabei nicht<br />

nur irgendwelche Schlagworte, sondern die<br />

grundlegende Basis für unser Schaffen. Das<br />

Motto: „Wir stehen und fallen gemeinsam!“,<br />

erklärt diesen Ansatz womöglich sehr gut.<br />

Einige unserer, durch die Bank langjährigen,<br />

Mitglieder und Freunde treffen wir mittlerweile<br />

nur mehr in dieser magischen Zeit.<br />

Beruf, Familie, verändernde Lebensmittelpunkte<br />

verringern zwar gemeinsame Stun-


22<br />

im herzen der innkurv'n pass -<br />

das sagenumwobene perchtenkammerl<br />

den, die Verbundenheit bleibt davon jedoch<br />

unberührt. Einmal im Jahr kommen alle<br />

immer wieder zusammen und es fühlt sich<br />

tatsächlich an, als wäre in der Zwischenzeit<br />

kein einziger Tag vergangen.<br />

Ca. 2 Monate vor dem von uns so bezeichneten<br />

„Heimspiel“, treffen wir uns regelmäßig<br />

im Perchtenkammerl bei der Familie<br />

Obermaier in Oberlangkampfen. Die ehemalige<br />

Garage des Bauernhauses ist ganzjährig<br />

der absolute Mittelpunkt, das ehrwürdige<br />

Herz unserer Pass. Wir durften die perfekte<br />

Räumlichkeit ganz nach unseren Vorstellungen,<br />

mit neuem Holzboden, gemauerter Bar<br />

und gemütlicher Sitzrunde kreativ umbauen.<br />

Der ehemalige Stall dient als Schlafplatz und<br />

die dicken Gewänder hängen das ganze Jahr<br />

über gut durchlüftet im angrenzenden Dehner.<br />

Wir möchten uns an dieser Stelle recht<br />

herzlich bei der lieben Familie Obermaier<br />

bedanken. Dieses Engagement ist keinesfalls<br />

selbstverständlich und wir wissen den<br />

großen Aufwand defi nitiv zu schätzen.<br />

Während diesen Sitzungen binden wir Pratschen<br />

für neue Gewänder oder bessern verschlissene<br />

aus, was durchaus den Hauptteil<br />

der Vorbereitungen ausmacht, reparieren<br />

Metallkanister, besprechen anstehende Stationen<br />

der Tour, haben Spass und trinken<br />

natürlich auch das ein oder andere Bierchen,<br />

was unbestritten zum Perchtendasein<br />

dazugehört.<br />

Am Abend vor dem 5. Dezember stärken<br />

wir uns beim sogenannten „letzten Abendmahl“<br />

in der Jausenstation zum Ferchl und<br />

am nächsten Tag geht‘s zeitig los. Aus Respekt<br />

und Andacht legen wir zuvor noch jeweils<br />

eine schöne „Pratsche“ (gebundene,<br />

getrocknete Maisblätter der Gewänder) auf<br />

die letzten Ruhestätten unserer ehrwürdigen<br />

Vorfahren. So viel Zeit muss sein!<br />

Wir versuchen diese Tradition so urtümlich<br />

wie möglich aufrechtzuerhalten. Unsere<br />

typischen Masken bestehen durchgehend<br />

aus Holz und wurden teilweise bereits von<br />

unseren Vätern getragen. Mein Bruder,<br />

Thomas Radinger, schnitzt uns auch seit<br />

einigen Jahren ein oder andere schöne


Masken. Er ist zwar kein professioneller<br />

Schnitzer, hat sich diese beeindruckende<br />

Fertigkeit im Laufe der Zeit als Hobby immer<br />

besser angeeignet. Seine Larven können<br />

sich mittlerweile tatsächlich schon ganz gut<br />

sehen lassen! Die zunehmend modernen,<br />

orkähnlichen Horrorvisagen sucht man bei<br />

uns vergeblich. Seit letztem Jahr verzichten<br />

wir sogar auf jeglichen Fellteufel, der wegen<br />

seiner Erscheinung meist von Kindern gefürchtet<br />

wird. Wir haben die Dicke unserer<br />

Gewänder soweit reduziert, um uns auch<br />

ohne der notwendigen Hand eines Fellteufels<br />

an- und wieder ausziehen zu können.<br />

Perchten sind keine sogenannten „Bestrafer“<br />

für irgendwelche Vergehen oder Sünden<br />

im Diesseits, sondern durch und durch positiv,<br />

bringen ausschließlich Glück und vertreiben<br />

mit ihrer zugegeben etwas schroffen,<br />

manchmal auch etwas fragwürdigen Art, in<br />

Verbindung mit der gruseligen Aufmachung,<br />

alles erdenklich Schlechte aus dem Ort.<br />

Mit lautem Tampern, dem rhythmischen<br />

Trommeln auf Metallkästen, ohrenbetäubendem<br />

Hornblasen und wiederholendem<br />

Glockengeläut, rücken wir den bösen Wintergeistern<br />

anständig zu Leibe. Die Hexe,<br />

welche den Perchtenzug anführt, kehrt<br />

zudem mit Ihrem Besen alles Negative<br />

beiseite. Früher wurden in den Häusern<br />

zusätzlich die vorhandenen Feuerstellen<br />

gekehrt, daher kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit<br />

auch der schwarze Ruß an<br />

den Händen und in unseren Gesichtern.<br />

Das Berußen der „Zivilisten“ hält den<br />

Glücklichen offensichtlich<br />

auch die schlechten Wintergeister<br />

vom Hals. Man<br />

wurde von den Perchten<br />

als eine/n der ihren markiert<br />

und das Böse oder<br />

Schlechte macht künftig<br />

einen sehr weiten Bogen<br />

darum. Eh klar, wer, bei<br />

halbwegs klaren Verstand,<br />

will sich schon mit diesen<br />

martialischen, unberechenbaren,<br />

lauten und manchmal<br />

etwas intensiv müffelnden<br />

Gestalten ernsthaft anlegen?<br />

Diese logische These ist<br />

damnach absolut nachvollziehbar!<br />

:o)<br />

Die Hexe stellt also den unangefochtenen<br />

Anführer an der direkten Spitze des<br />

Perchtenzuges dar. Sie bestimmt quasi<br />

als „Dirigent“, wann was getampert oder<br />

wieder geläutet wird und muss allerdings<br />

auch körperlich eindeutig die bei weitem<br />

größte Herausforderung bzw. recht liebevoll<br />

„Arschkarte“ stemmen. Während sich<br />

„Tamperer“ die Oberarme mit den massiven,<br />

gedrechselten Schlägeln regelrecht<br />

taubklopfen, „Glockinger“ im Springen mit<br />

den immens schweren umgebundenen<br />

Glocken das Kreuz malträtieren, muss die<br />

meist gut gepolsterte Hexe während den<br />

Aufführungen laufend am Boden rollen,<br />

herumspringen und ständig in Bewegung<br />

sein. Die Frage, welche Körperteile nach<br />

23<br />

den zwei intensiven Tagen nicht schmerzen,<br />

muss wahrscheinlich umgekehrt werden.<br />

Bis auf den linken kleinen Zeh, tut vermutlich<br />

alles weh! :o)<br />

Der Sprunghöhe von Glockingern, wird übrigens<br />

die Höhe des Graswuchses und somit<br />

vermutlich die Fruchtbarkeit des kommenden<br />

Jahres angedichtet. Speziell nach besonders<br />

obstreichen Jahren ist die simple<br />

Kommunikation mit Perchten erfahrungsgemäß<br />

äußerst schwierig oder später sogar<br />

beinahe unmöglich. Was dieser unlogische<br />

Zusammenhang konkret zu bedeuten hat,<br />

kann leider niemand genau erklären bzw.<br />

wurde noch in keinem der unzähligen Völkerkundearchiven<br />

gefunden.“<br />

www.facebook.com/Innkurvn-Pass-Oberlangkampfen<br />

Stickerei • Textildruck • Beschriftungen<br />

Danke für das zahlreiche Vertrauen in<br />

uns und alles Gute bei den Auftritten!<br />

Giselastraße 6 · A-6300 Wörgl · Tel. +43 664 200 48 15<br />

info@schriften-puchwald.at · www.schriften-puchwald.at


24<br />

der regionale Koenig Fussball<br />

in die Zange genommen!


25<br />

Warum müssen sich viele Vereine im<br />

Nachwuchsbereich immer häufiger mittels<br />

Spielgemeinschaften zusammenrotten?<br />

Die mangelnde Anzahl der eigenen<br />

Spieler wird meist, als durchaus<br />

nachvollziehbares Argument verwendet.<br />

Warum schaffen es so viele Vereine<br />

nicht, die Mehrzahl ihrer oft hochkarätigen<br />

Nachwuchsspieler schlussendlich<br />

in die eigene Kampfmannschaft, sprich<br />

in den Erwachsenenfußball, zu bekommen?<br />

Selbst die Quote aus bestens besetzten<br />

Nachwuchsteams, welche haufenweise<br />

Tiroler Meistertitel sammeln,<br />

ist erschreckend gering.<br />

„Diese essentiellen Fragen stellen sich nicht<br />

nur die heimischen Vereinsverantwortlichen,<br />

die Fußballverbände und ich selbst, als begeisterter<br />

Fußballtrainer, immer wieder. Ich<br />

erlaube mir, im Fußballteil dieser <strong>Ausgabe</strong>,<br />

meine eigenen, persönlichen Gedanken zu<br />

dieser vieldiskutierten Thematik niederzuschreiben.<br />

Was veranstalten die Clubs, um für volle<br />

Teams, speziell in den untersten Jahrgängen,<br />

zu sorgen? Ich bin, durch die Arbeit<br />

mit diesem Magazin, in sehr vielen unterschiedlichen<br />

Sportarten unterwegs und<br />

stelle fest, dass vor allem die Fußballvereine<br />

im Vergleich sehr wenig bis gar nichts<br />

unternehmen, um so vielen Kindern wie<br />

möglich das runde Leder schmackhaft<br />

zu machen. Hier kann man sich von den<br />

sogenannten „Randsportarten“ ein gehöriges<br />

Stück abschneiden. Dort hatte<br />

man schon seit je her die große Herausforderung<br />

geringer Aufmerksamkeit<br />

zu stemmen und war von Beginn an<br />

gezwungen aktiv zu sein. Die Zeiten, wo<br />

ein Großteil talentierter Halbwüchsiger<br />

von sich aus zum heiligen Fußballplatz<br />

pilgerten, sind schon lange vorbei. Noch<br />

dazu, wo sich der Fußball allgemein,<br />

mittels hochdotierten Fernsehrechten,<br />

Übertragungen von Spitzenspielen inkl.<br />

deren weltbekannten Aushängeschildern<br />

(Identifi kationsfi guren) nur noch im Pay-<br />

TV, zunehmend selbst ins Knie schießt,<br />

sich dadurch freiwillig um die so wichtige<br />

öffentliche Reichweite bringt und mit<br />

verbundenen Augen mehrmals gegen die<br />

Wand springt. Dummheit, Gier und Engstirnigkeit<br />

kennt defi nitiv keinerlei Grenzen!<br />

Die Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten<br />

hat immens zugenommen und der gemeinsame<br />

(sportartübergreifend) digitale Gegner<br />

wird von Jahr zu Jahr mächtiger. Stefan<br />

Holzeisen, Leichtathletiktrainer TRI-X Kufstein,<br />

Mitveranstalter der jährlichen Leichtathletik-Schulmeisterschaft<br />

im Bezirk, bestätigte<br />

beim letzten Interview den gravierenden<br />

Leistungsverfall im 30-Jahresvergleich. Beim<br />

1.000m-Lauf fehlt es beispielsweise im<br />

Schnitt bereits fast um eine ganze Minute! Es<br />

besteht also unbestritten, sogar messbarer<br />

Handlungsbedarf!<br />

Wir müssen die Kinder endlich planmäßiger<br />

und nachhaltiger in den öffentlichen Einrichtungen<br />

abholen und was, wenn nicht Fußball,<br />

der nach wie vor Massen rund um die ganze<br />

Welt begeistert, eignet sich hierzulande besser<br />

dazu? Natürlich darf man nicht sämtliche<br />

Fußballvereine über einen Kamm scheren<br />

– es gibt sie tatsächlich, die wenigen Ausnahmen,<br />

welche nach Absprache mit den<br />

diversen Schulleitungen, in regelmäßigen Abständen<br />

spassvolle Schnuppertrainings während<br />

Turnstunden abhalten und so versuchen<br />

immer wieder neues Feuer zu entfachen. Um<br />

Hannes Jenewein<br />

das Thema dann auch schlussendlich in die<br />

Elternhäuser zu bringen, habe ich Fußballbroschüren<br />

entwickelt, wo die positiven Aspekte<br />

erläutert werden und welche mit sehr wenig<br />

Aufwand für jeden einzelnen Verein adaptiert<br />

werden können. Die Kids leben viel mehr im<br />

Hier und Jetzt, blenden Vergangenes oft aus.<br />

So könnte man durchaus gegen chronischen<br />

Spielermangel in den Nachwuchsteams argumentieren.<br />

Ich selbst wurde vor ca. 38<br />

Jahren, als 5-jähriger, von der heimischen<br />

Trainerlegende Helmut Viertler (immer noch<br />

beim FC Kufstein aktiv) direkt am damaligen<br />

kleinen Fußballplatz bei der Trautweinstraße<br />

(Kufstein/Sparchen), wo mittlerweile eine<br />

Lagerhalle steht, für den seinerzeitigen ESV<br />

Kufstein „rekrutiert“. Meine Eltern (Vater Skifahrer,<br />

Mutter Turnerin), hätten diesen Schritt<br />

mit hoher Wahrscheinlichkeit nie von sich<br />

aus gemacht. Wenn man heutzutage kleine,<br />

fremde Kinder an Spielplätzen anspräche,<br />

bekäme man vermutlich nicht zu Unrecht<br />

massive Probleme ...<br />

Trainingsanzüge, Dressen, T-Shirts, Shorts, Sweater, Allwetterjacken, Sporttaschen, Rucksäcke, Fußballschuhe, Hallenschuhe,<br />

Fußbälle, Tormannbekleidung, Trainingsutensilien uvm. – auf Wunsch mit individuellem Druck, Flock od. Stick – alles aus einer Hand!


26


27<br />

In einer Zeit, wo die Terminkalender der Kinder<br />

bereits sehr früh mit allen möglichen<br />

Aktivitäten vollgepackt werden, muss man<br />

versuchen das Wettrennen ehestmöglich zu<br />

gewinnen.<br />

Hurra, wir haben es geschafft und unser<br />

Fußballkindergarten ist gut gefüllt! Nur wie<br />

geht es jetzt weiter? In den meisten Clubs<br />

herrscht akuter Mangel an gut ausgebildeten,<br />

qualitativen Nachwuchstrainern. Meist<br />

trainieren motivierte Väter, welche selbst<br />

lange Zeit Fußball spielten, die Mannschaften<br />

ihrer eigenen Sprösslinge. Ich verneige<br />

mich selbstverständlich vor jedem einzelnen,<br />

der diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt<br />

und seine kostbare Freizeit liebevoll<br />

opfert. Nur ohne fundierte Ausbildung bleibt<br />

hier leider vieles auf der Strecke. Allein die<br />

Tatsache, dass man selbst früher ein guter<br />

Fußballer war, bedeutet nicht automatisch,<br />

dass man in der Lage ist sein Wissen auch,<br />

vor allem altersgemäß, weiterzuvermitteln.<br />

Trotz unveränderter Kernelemente, hat sich<br />

der Sport in den letzten Jahren zudem massiv<br />

verändert und man ist gezwungen sich ständig<br />

am direkten Puls der Zeit zu bewegen. Um<br />

den umfassenden Grundstein für die weitere<br />

sportliche Entwicklung bestmöglich zu legen,<br />

werden ausgerechnet im Nachwuchsbereich<br />

auch die allerbesten Trainer benötigt. Man<br />

erntet bekanntlich, was man sät!<br />

Zugegeben, dieses Procedere ist durchaus<br />

mit Kosten und Aufwand verbunden. Speziell<br />

bei Vereinen, wo sehr viel Geld für Spielertransfers<br />

und Prämien in deren erfolgreichen<br />

Kampfmannschaften ausgegeben wird,<br />

bleibt für die unteren Jahrgänge oftmals<br />

nicht mehr viel übrig – so beißt sich wieder<br />

mal der Hund genüsslich in den eigenen<br />

Schwanz!<br />

Nun gut, jetzt haben wir längerfristig volle<br />

Nachwuchsteams und die besten Trainer,<br />

welche sich um die Ausbildung der eigenen<br />

Talente kümmern. Dann ist ja alles in Butter?<br />

Wenn man so viel in den eigenen Nachwuchs<br />

investiert, dann sollten diese Teams natürlich<br />

auch dementsprechend erfolgreich sein! Vereine,<br />

Trainer und vor allem Eltern messen sehr<br />

oft die Gesamtqualität der Nachwuchsarbeit<br />

an der Tabellenplatzierung oder am Erreichen<br />

von höchstmöglichen, individuellen Mannschaftszielen.<br />

Das ist meiner Ansicht nach<br />

vollkommen falsch! Nachwuchstrainer, welche<br />

den Erfolg der eigenen Mannschaft über<br />

alles stellen, im Verein ihren eigenen Weg gehen,<br />

nicht erkennen, dass sie ihre Spieler nur<br />

ein Stück des Weges begleiten und wichtige<br />

Erfahrungen in adäquaten Leistungsstufen<br />

gluckenhaft behindern, stellen womöglich<br />

eines der größten Probleme dar. Bei einem<br />

konkreten regionalen Beispiel hat eine Jugendmannschaft<br />

großen Spielermangel und<br />

erhält vom Trainer der völlig überbelegten<br />

Altersklasse darunter Woche für Woche nur<br />

äußerst schwer Ergänzung für die laufende<br />

Meisterschaft und wenn, dann nur Spieler,<br />

welche im eigenen Team sowieso auf der<br />

Bank sitzen würden. Trotz der Tatsache, dass<br />

bei dem großen Kader nicht alle Kinder genügend<br />

Spielzeiten ergattern und die meisten<br />

Partien sowieso haushoch gewonnen werden<br />

– was soll man dazu noch großartig sagen?<br />

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Spieler,<br />

speziell aus hocherfolgreichen Nachwuchsteams,<br />

zwar technisch und taktisch überdurchschnittlich<br />

gut ausgebildet sind, jedoch<br />

nie das Gesamtspektrum des umfassenden<br />

Fußballspieles erlernt haben. Mannschaften,<br />

welche die eigene Liga dominieren, nur sehr<br />

wenige Spiele im Jahr absolvieren, wo sie<br />

wirklich gefordert sind, selten an Grenzen stoßen,<br />

lernen die unverzichtbaren, zusätzlichen<br />

Kernkompetenzen wie zum Beispiel Kampfgeist,<br />

Wille, körperliches Durchsetzungsvermögen,<br />

bedingungsloser Zweikampf um den<br />

Ball oder effektive Lösungen im 1 gegen 1,<br />

äußerst schwer. Die meisten Gegner werden<br />

bis zum erfolgreichen Torabschluss einfach<br />

klassisch ausgespielt. Oft steht der krasse<br />

Gewinner bereits schon vor Anpfi ff fest. Es<br />

geht im Prinzip nur darum wie hoch das Ergebnis<br />

ausfallen wird. Die jungen Spieler machen<br />

sich im Vorfeld oftmals mehr Gedanken<br />

über den akribisch einstudierten Torjubel, als<br />

das anstehende Spiel selbst. Die nicht mal<br />

handvoll Partien im Jahr, wo man auf ebenbürtige<br />

oder sogar überlegene Gegner stößt,<br />

werden von allen Seiten hochstilisiert und die<br />

Emotionen steigen ins schier Unermessliche.<br />

Die große Angst, schon allein vor der simplen<br />

Möglichkeit des extrem seltenen Verlierens,<br />

überlagert in diesen Momenten sehr oft die<br />

„gesunde Gier“ auf den Sieg. Erst bei einem<br />

Gleichgewicht von beiden wird gelernt, dass<br />

Erfolg nicht selbstverständlich ist und man<br />

laufend sein Bestes geben muss, um gewinnen<br />

zu können – Charakterbildung!<br />

Fakt ist, dass die höchste Ausfallquote von<br />

Spielern im Übergang zum Erwachsenenfußball<br />

liegt. Natürlich spielt dabei auch die<br />

Pubertät eine bedeutende Rolle! Der eigene<br />

Aktionsradius wird größer, der schulische<br />

bzw. berufl iche Aufwand steigt, die Hormone<br />

spielen verrückt, das andere Geschlecht wird<br />

zunehmend interessanter, alles bisherige<br />

wird kritisch in Frage gestellt, auf nicht immer<br />

nachvollziehbare oder logische Waagen<br />

gelegt. Ein völlig normaler Generationenkonfl<br />

ikt ist evolutionstechnisch nicht unbedingt<br />

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28


29<br />

verkehrt. Hätten wir ständig alles identisch<br />

wie unsere Vorfahren gemacht, sprängen wir<br />

vermutlich noch heute mit zotteliger Ganzkörperbehaarung<br />

von Baum zu Baum. :o)<br />

Aber auch der Fußball wird von einem auf<br />

den anderen Moment vollkommen auf den<br />

Kopf gestellt. Plötzlich muss man sich gegen,<br />

vor allem körperlich bei weitem robustere,<br />

Erwachsene durchsetzen, welche teilweise<br />

schon länger fußballspielen, als man selbst<br />

alt ist. Das über all die Jahre hinweg praktizierte<br />

mannschaftliche Ausspielen funktioniert<br />

nicht mehr wirklich bis ganz nach vorne.<br />

Aufgrund des verschiebenden Kettenspieles,<br />

werden Raum und Zeit mit zunehmender<br />

Annäherung zum gegnerischen Gehäuse extrem<br />

spärlich und die Drucksituationen steigen<br />

Meter für Meter. Der gewaltige Sprung<br />

ist vielen bei weitem zu hoch, weil zusätzlich<br />

Anforderungen notwendig werden, welche im<br />

bisherigen sportlichen Werdegang nur viel zu<br />

selten gebraucht und deshalb oft mangelhaft<br />

ausgebildet wurden.<br />

Oliver Kahn: „Eier, wir brauchen Eier!“<br />

Was schließe ich persönlich daraus? Man<br />

muss sich demnach entscheiden, ob der<br />

eigene Nachwuchs Titel sammeln, tabellarisch<br />

erfolgreich sein oder so viele Spieler<br />

wie möglich für die eigene Kampfmannschaft<br />

ausbilden will. Zweites sollte, neben den natürlich<br />

sozialen Aufgaben, ausschließlich der<br />

Grund für einen soliden Nachwuchsbetrieb<br />

sein. Beides gleichzeitig funktioniert offenbar<br />

nicht! Selbstverständlich muss alles unternommen<br />

werden, um jedes einzelne Spiel zu<br />

gewinnen und dies steht motivational absolut<br />

an oberster Stelle – nur unter anderen,<br />

förderlicheren Grundvoraussetzungen.<br />

Talentierte Spieler, welche sich im eigenen<br />

Jahrgang zu leicht durchsetzen, sollten, sofern<br />

die körperlichen und geistigen Bedingungen<br />

es zulassen, unbedingt in den nächsthöheren<br />

Bereich gestuft werden. Bei jedem einzelnen<br />

Training oder Wettkampf werden die einzelnen<br />

Spieler dadurch endlich leistungs- und nicht<br />

nur mehr altersbezogen bestmöglich gefordert<br />

und gefördert. Außerdem behindern herausragende<br />

Spieler in den Nachwuchsteams sehr<br />

oft die Entfaltung der restlichen, eventuell späterentwickelnden<br />

Teamkameraden. Meist wird<br />

der Ball zu den üblichen Verdächtigen gespielt<br />

und diese erledigen das Ganze unter sich oder<br />

im Alleingang. Mitspieler entwickeln die, im<br />

modernen Fußball auf mittlerweile jeder einzelnen<br />

Position geforderte, eigene offensive<br />

Verantwortung, die dazugehörige Kompetenz<br />

nur bedingt und man schöpft mögliche Potentiale<br />

nicht vollständig aus. Sogar der Torwart<br />

sollte in den richtigen Situationen mittlerweile<br />

in der Lage sein, schnellstmöglich umzuschalten,<br />

Offensivaktionen einzuleiten und das<br />

systematische defensive Ordnen des Gegners<br />

dadurch deutlich zu erschweren. Je weniger<br />

beispielsweise unterschiedliche Torschützen<br />

in einer Nachwuchsmannschaft, desto größer<br />

der Handlungsbedarf! Dies wäre vermutlich<br />

ein durchaus messbarer Ansatz.<br />

Wenn dieses oben beschriebene Procedere<br />

vom ersten bis zum letzten Jahrgang konsequent<br />

umgesetzt wird, haben diese Mannschaften<br />

zwar keine Chance mehr, großartige<br />

Nachwuchstitel einzufahren und werden mit<br />

Sicherheit des Öfteren gegen Ligaprimi unter<br />

die Räder kommen, am Ende jedoch bei weitem<br />

mehr Eigengewächse in die Kampfmannschaft<br />

bringen, da sämtlichen Spielern bereits<br />

von Beginn an das ganzheitliche Spektrum<br />

des geliebten Fußballspieles vermittelt wird.<br />

Dieser Endeffekt lockt, nur so nebenbei erwähnt,<br />

übrigens zusätzliche Zuschauer an! Es<br />

liegt auf der Hand, dass man sich bei weitem<br />

besser mit bekannten Sportlern aus der eigenen<br />

Umgebung, als mit irgendwelchen zusammengekauften<br />

Retortenteams identifi ziert.<br />

Weniger Transferkosten, mehr Zuschauer,<br />

höhere Akzeptanz und Aufmerksamkeit<br />

in der Umgebung, dadurch interessanterer<br />

Werbepartner und die Maschine läuft<br />

– WIN-WIN-WIN ... !<br />

Die wöchentlichen Zuschauerzahlen quer<br />

durch alle Ligen beweisen, dass öffentliches<br />

Interesse nur bedingt in Relation zur Höhe der<br />

jeweiligen Spielklasse steht und exakt dieser<br />

jedoch vereinsintern meist unverhältnismäßig<br />

hohe Bedeutung beigemessen wird.<br />

Die diversen Funktionäre in den Vereinen<br />

sollten unbedingt Langfristigkeit als oberstes<br />

Ziel verfolgen. Zu hohe sportliche Zielsetzungen<br />

und Ansprüche der Kampfmannschaft<br />

in keinem gesunden Verhältnis zum eigenen<br />

Einzugsgebiet, können ausschließlich durch<br />

laufende, kostspielige Transfers am Leben<br />

gehalten werden. Diese wiederum verringern<br />

automatisch die wichtigen Einsatzzeiten<br />

der aufstrebenden Eigenbauspieler, welche<br />

selbstredend genügend Zeit am Platz benötigen,<br />

um sich bestmöglich weiterzuentwickeln.<br />

Dass speziell junge Spieler noch keinesfalls<br />

konstant das höchste individuelle Leistungspotential<br />

abrufen können und Formkurven<br />

immer wieder auftreten, wird dabei von weitsichtigen<br />

Trainern und Funktionären in Kauf<br />

genommen.“<br />

Hannes Jenewein<br />

Herausgeber Magazin Sport.Art<br />

h.jenewein@brandstift.at<br />

... weil Sport starke<br />

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31<br />

hIghspeed-racedrohnen<br />

Bernd Kendlbacher aus Langkampfen<br />

Während sich das sogenannte Drone<br />

Racing beispielsweise in den<br />

USA oder China bereits stark etabliert<br />

hat und sogar Massen begeistert,<br />

scharrt diese neuartige Sportart<br />

bei uns noch in den Startlöchern.<br />

Bei dem Wort „Drohnen“, denken viele<br />

sofort an Videoüberwachung, Filmaufnahmen,<br />

Ausspionieren, Verletzung der Privatsphäre,<br />

Stalker oder Spanner. Zugege-<br />

ben, dieser Ansatz ist durchaus existent.<br />

Immer neu angepasste Regelungen und<br />

Gesetze versuchen hier zu Recht regulativ<br />

einzugreifen. Dass diese Fluggeräte aber<br />

auch vollkommen andere Möglichkeiten<br />

bieten, zeigt dieser hoffentlich te<br />

interessan-<br />

Beitrag.<br />

Bernd Kendlbacher (44 Jahre) aus<br />

Oberlangkampfen über seine Leidenschaft:<br />

„Meine kleinen Race-Quadrocopter<br />

mit einem Durchmesser von gerade<br />

mal 135 mm erreichen eine Geschwindigkeit<br />

von bis zu 130 km/h und werden,<br />

im Unterschied zu den üblichen Drohnen,<br />

ohne jegliche Flugstabilisation gefl ogen.<br />

Spektakuläre Loopings, schnelle Rollen,<br />

waghalsige Saltos oder sonstige Tricks,<br />

wären ansonsten nicht möglich. Es gestaltet<br />

sich demnach bei weitem schwieriger,<br />

diese kleinen Hochgeschwindigkeitsgeschoße<br />

unter Kontrolle zu halten bzw.<br />

so präzise wie möglich zu steuern. Eine winzige,<br />

analoge Kamera direkt auf der Drohne<br />

übermittelt die, im Vergleich zu den gewohnten<br />

Geräten äußerst geringaufl ösenden, leicht<br />

verzerrten Bilder (gerade mal 600 x 400 Pixel)<br />

annähernd in Echtzeit (11 msec) an meine<br />

spezielle Virtual-Reality-Brille und dadurch<br />

hat man das Gefühl tatsächlich selbst zu<br />

fl iegen. Wer beeindruckende Aufnahmen von<br />

Kampfjets aus der Ich-Perspektive, beispielsweise<br />

bei Flügen durch den Grand Canyon,<br />

gesehen hat, kann sich ein ungefähres Bild<br />

davon machen. Nur mit dem Unterschied,<br />

dass man dabei tatsächlich selbst steuert.<br />

Sämtliche Einzelteile (Gehäuse, Platinen, Propeller,<br />

Kameras, Sender, Motore, etc.) meiner<br />

Race-Drohnen bestelle ich online, baue und<br />

löte diese in gefi nkelter Kleinstarbeit zusammen.<br />

Im Anschluss wird das Fluggerät mittels<br />

USB-Anschluss am Computer und aufwendiger<br />

Software (Beta Flight) umfassend konfi -<br />

guriert. Die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten<br />

sind enorm und man muss<br />

sich schon längere Zeit damit befassen, bis<br />

Flyer, Plakate, Broschüren, Kataloge, Werbebanner, Logos, u.v.m.<br />

Werbeagentur Brandstift · Fichtenweg 3 · A-6336 Langkampfen · Tel. 0699.1149 96 94 · offi ce@brandstift.at · www.brandstift.at


32


die einzelnen, ineinandergreifenden Komponenten<br />

verstanden werden. Natürlich könnte<br />

ich auch bereits vollkommen fl ugfertige Drohnen,<br />

billiger und ohne so großen Zusatzaufwand<br />

kaufen. Nur wenn jemand wie ich, seit<br />

ca. zwei Jahren annähernd jeden Tag intensiv<br />

fl iegt und trainiert, entwickeln sich zunehmend<br />

gewisse Vorstellungen oder höhere<br />

Ansprüche, welche vom üblichen Fachhandel<br />

bei weitem nicht bedient werden können. Nebenbei<br />

macht es großen Spass die Fluggeräte<br />

selbst zu konstruieren. Sämtliche dafür<br />

notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten<br />

habe ich mir im Laufe der Zeit mittels simplem<br />

Learning by Doing angeeignet. Ab dem<br />

ersten Crash ist man sowieso gezwungen<br />

etwas tiefer in die Materie einzutauchen und<br />

aus dem immer wiederkehrenden Reparieren<br />

entwickelt sich irgendwann der Wunsch<br />

auch selbst zu konstruieren. So dreht sich die<br />

Spirale immer weiter ... Dinge, die mich faszinierten,<br />

habe ich schon seit je her extrem<br />

betrieben.<br />

So ein selbst konstruiertes Hochleistungsfl<br />

uggerät kommt in etwa gesamt auf EUR<br />

180,–. Wenn man die Virtual-Riality-Brille<br />

um ca. EUR 350,– und eine gute Fernbedienung<br />

um ca. 200,– dazurechnet,<br />

ist man bestens versorgt. Natürlich steigt<br />

niemand sofort in diesen hohen Sektor<br />

ein, sondern trainiert zuerst ausgiebig<br />

mit fl ugstabilisierten, einfacher handlebaren<br />

Fluggeräten. Mittlerweile habe ich<br />

mich in punkto Bauteile bzw. Ersatzteile<br />

sehr umfangreich ausgestattet und bin<br />

für annähernd sämtliche Eventualitäten<br />

ausgezeichnet gerüstet. Wenn einem das<br />

Fieber so richtig gepackt hat, nennt man<br />

irgendwann sowieso zahlreiche, unterschiedliche<br />

Drohnen sein eigen! :o)<br />

Meine Drohnen haben eine Reichweite<br />

von ca. 1,5 km und der Akku hält bei<br />

hohen Geschwindigkeiten und kraftraubenden<br />

Flugmanövern maximal 2,5<br />

Minuten. Die Antriebe der vier Propeller,<br />

mit bis zu 100.000 Umdrehungen pro<br />

Minute, verbrauchen sehr viel Energie.<br />

Trotzdem muss das Gewicht so gering<br />

wie möglich gehalten werden. Große,<br />

schwere Stromspeicher wären dafür völlig<br />

unbrauchbar. So zwischen 15 bis 30 voll<br />

aufgeladene Akkus habe ich in der Regel<br />

meistens im Gepäck.<br />

Rechtlich müssen diese Fluggeräte ab einem<br />

Gewicht von 250g angemeldet werden.<br />

Meine Race-Drohnen liegen mit ihren<br />

140g deutlich darunter und dürfen überall<br />

fl iegen, wo sich niemand in seiner Privatsphäre<br />

verletzt fühlt. Offi ziell fällt das Ganze<br />

in den Bereich „Spielzeug“. Trotzdem nehme<br />

ich dieses Thema sehr ernst und frage<br />

bei neuen Locations zuvor immer nach. Wie<br />

so oft, hilft hier auch wieder meist das berühmte<br />

Fingerspitzengefühl bzw. der logische<br />

Hausverstand immens weiter. Die Fluggebiete<br />

wähle ich so, dass sich niemand gestört<br />

fühlt und bei eventuellen Abstürzen keinerlei<br />

Schaden angerichtet werden kann. Straßen,<br />

Bahntrassen, Wohngebiete, öffentliche Einrichtungen<br />

(Schwimmbäder, Schulen od.<br />

Kindergärten), etc. sind völlig tabu. Auch auf<br />

beispielsweise Felder mit irgendwelchen Tieren<br />

wird natürlich verzichtet. Die summenden,<br />

herumfl itzenden Teile könnten durchaus<br />

unnötig verstören oder für vermeidbare Aufregung<br />

sorgen.<br />

Dass ich mit meiner spacigen Brille auf der<br />

Nase, für den ein oder anderen Passanten<br />

natürlich etwas schräg rüberkomme, ist mir<br />

33<br />

durchaus bewusst. Die meisten sehen so<br />

etwas zum ersten Mal und fragen hin und<br />

wieder interessiert nach, was ich komischer<br />

Vogel hier überhaupt treibe. Solange der Ton<br />

passt, bekommt man von mir auch stets eine<br />

freundliche Antwort zurück! :o)<br />

Eine sogenannte „Szene“ ist unserorts noch<br />

nicht wirklich existent und Gleichgesinnte<br />

sind äußerst spärlich gesät. Besonders freut<br />

mich, dass ich im Februar dieses Jahres<br />

ganz zufällig Hans-Peter Bucher aus Ebbs,<br />

während dem Fliegen bei der Innschleife in<br />

Oberlangkampfen, kennengelernt habe und<br />

wir uns seit diesem Zeitpunkt gegenseitig<br />

austauschen und immer wieder gemeinsam<br />

neue Manöver trainieren. Vielleicht melden<br />

sich über diesen Weg ja noch weitere bei<br />

mir? Eine kleine Community könnte sehr viel<br />

voneinander profi tieren und sich gegenseitig<br />

pushen bzw. weiterhelfen. Aber auch Leuten,<br />

denen dieses Thema einfach nur interessiert,<br />

gebe ich gerne Auskunft.<br />

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Künstliche Aromen, Farbstoffe und Konservierungsmittel<br />

sind tabu! Unsere Produkte sind mehrfach geprüft,<br />

werden nach internationalen Lebensmittelstandards<br />

hergestellt.<br />

Direktverkauf in unserem BIOSHOP in Itter<br />

Mühltal 4 · A-6305 Itter · Tel. +43 (0)5332 760 27 · office@biolifestyle.at<br />

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