SportArt_Ausgabe_8_Online

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AUSGABE Nr. 08 | Dezember - Jänner 2018/19

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4

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Hannes Jenewein

Ein Champion

ist jemand,

der aufsteht,

wenn er nicht kann!

Herausgeber

Jack Dempsey

Boxlegende

nachdem bis dato lediglich positive Berichte

und Reportagen über heimische Vereine und

Sportler/innen publiziert wurden, ist dies die

erste Ausgabe, wo ich mir erlaube, meine

persönlichen Gedanken im aktuellen Fußballteil

niederzuschreiben. Durch die eigene

Trainertätigkeit, diesbezügliche laufende Ausbildung

und intensive Vernetzung mit unterschiedlichsten

Protagonisten der umliegenden

Clubs, ist es mir mittlerweile ein größeres

Anliegen geworden, manche Gegebenheiten,

welche meiner Ansicht nach noch Luft nach

oben bieten, direkt zu benennen.

Es kann durchaus sein, dass sich der ein

oder andere angesprochen fühlt, meine dargelegten

Argumente oder daraus resultierenden

Schlussfolgerungen nicht unbedingt

nachvollziehen kann oder will und eine völlig

differenzierte Ansicht zu den einzelnen angeführten

Aspekten vertritt. Gut so! Es gibt

mit Sicherheit schier unzählige Ansätze und

Philosophien, welche sich langfristig bewähren

können. Ein „Wir haben das ja immer

schon so gemacht!“ kann dabei jedoch nicht

als brauchbares Gegenargument gelten. Im

Bestfall regt die diesbezügliche Reportage

Verantwortliche dazu an, die eigene langjährige

Herangehensweise konstruktiv zu hinterfragen

und bisherige, womöglich in Stein gemeißelte

Grundsätze auf den längst fälligen,

objektiven Prüfstand zu legen.

Unsere gesamte Gesellschaft entwickelt sich,

wenn schon nicht zwingend in sämtlichen

Bereichen vermutlich qualitativ weiter, dennoch

defi nitiv zumindest stetig irgendwo hin.

Ohne darüber zu urteilen, wirkt sich diese

faktische Gegebenheit unweigerlich sowohl

auf den Sport als auch die Aktiven in den

einzelnen Vereinen aus. Erkenntnisse, Werte

oder Normen sind permanent im Wandel und

erfordern laufend angepasste, optimierte Herangehensweisen.

Bewegung auf der einen

und Stillstand auf der anderen Seite lassen

langfristig immer größere Kluften entstehen,

welche sämtlichen Beteiligten, uns allen

schaden. Trainer, weitsichtige Funktionäre,

als wertvolle, verantwortungsvolle Akteure in

unserer Gemeinschaft, sollten in der Lage

sein Entwicklungen zu erkennen, eigene Ansichten,

Handlungen laufend zu hinterfragen

und vor allem unserer Zukunft, den motivierten

Kindern und Jugendlichen, zuzuhören und

zu verstehen.

Die Tatsache allein, dass ich das Ganze hier

niederschreibe, bedeutet nicht automatisch,

dass ich selbst alles, ständig optimal umsetzen

kann. Fehler gehören zum Menschsein

dazu, nur der Umgang damit ist individuell!

Herzlichst Euer

Titelbild: Niklas Lenk im Zweikampf, SV Langkampfen © Brandstift

Medieneigentümer und Herausgeber: Brandstift - Printservice & Grafi k · Hannes Jenewein · Fichtenweg 3 · A-6336 Langkampfen · ATU 70066901 · offi ce@brandstift.at · www.brandstift.at

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6

8

14 20

Handball Woergl

Judo Kufstein

Perchten langkampfen

Endlich wieder Handball in Wörgl! Der ursprünglich

so erfolgreiche Club wird wiederbelebt

und verspricht, trotz großer Herausforderungen,

viel Gutes für die Zukunft. Es ist

zwar noch ein steiniger, langer Weg, doch der

Grundstein im Nachwuchsbereich wurde bereits

vor ca. 2 Jahren wieder gelegt. Wir sind

gespannt, wie sich der rasante Handballsport

auf‘s Neue behaupten wird.

Die Sport.Art war zu Gast bei einem der über

die Jahre wohl erfolgreichsten Kufsteiner

Clubs. Schon beim Eintreten in die Räumlichkeiten

fallen sofort die unzähligen Auszeichnungen,

Pokale und Urkunden auf. Walter

Gasteiger, der bereits seit über 50 Jahren

für den Judosport lebt, hat mir einen tieferen

Einblick in die heimische Kampfsportwelt

gegeben.

Perchten in einem Sportmagazin? Nun ja,

wer tatsächlich schon mal bei einer Pass

mitgemacht hat, weiß, dass dieses nicht

von schlechten Eltern ist und defi nitiv an

die Substanz geht. Im Perchtenkammerl der

Innkurv‘n Pass wurde mir ihr urtümlicher Ansatz

des traditionellen Brauchtums gegeben

– nicht nur aufgrund der aktuellen Jahreszeit

eine sicherlich interessante Reportage.

24

30

Fussball im Kreuzfeuer

Racedrohnen Langkampfen

Der heimische König Fußball ins Kreuzfeuer

genommen. Die meisten heimischen Vereine

versuchen annähernd identische Herausforderungen

zu stemmen. Manchmal erkennt

man jedoch vor lauter Bäumen den Wald

nicht mehr oder vertritt bereits seit etlichen

Jahren identische Herangehensweisen, weil

dies ja immer schon so gemacht wurde und

offensichtlich bestens funktioniert hat. In dieser

aktuellen Ausgabe versuche ich selbst

auf einige, meiner Ansicht nach essentielle,

Punkte einzugehen und hoffe, den ein oder

anderen Verantwortlichen wenigstens zum

Nachdenken anzuregen. Hinterfragen bisheriger

Ansätze fördert Weiterentwicklung und

das ist vermutlich nicht das Schlechteste.

Die Sport.Art versucht natürlich auch laufend

neuen, noch nicht etablierten Freizeitbeschäftigungen

eine geeignete Plattform zu bieten.

Racedrohnen, was zum Teufel ist das? Bernd

Kendlbacher aus Oberlangkampfen, der seit

ungefähr zwei Jahren annähernd täglich ca.

eine Stunde damit Kunststücke fl iegt, kann

uns vieles dazu erklären.


7

Visualisierung

eine wichtige Grundtechnik

Die Visualisierungstechnik ist eine

wichtige Grundtechnik des Mentalen

Trainings. Wissenschaftler (in

diesem Falle Neurowissenschaftler)

haben festgestellt, dass das Gehirn,

wenn die Reize sehr intensiv sind,

nicht unterscheiden kann, was Wirklichkeit

und was nur Vorstellung ist.

Wichtig ist, dass man das Visualisierungstraining

mit VAKOG macht, d.h. es

sollten die Sinne „Sehen“ (Visuell), „Hören“

(Auditiv), „Fühlen/Tasten/Spüren“

(Kinästhetisch), „Riechen“ (Olfaktorisch)

und „Schmecken“ (Gustatorisch) unbedingt

miteinbezogen werden.

Anwendungsgebiete für ein

Visualisierungstraining:

• Ein bekanntes Gefühl (z.B. Sieg) wieder

herbeizuführen und damit meine Stimmung

zu beeinfl ussen

• Eine Bewegung einzulernen und zu

automatisieren

• Die Selbstheilungskräfte im Falle einer

Verletzung aktivieren

• Im Falle einer Verletzung das Gefühl für

Bewegungsabläufe behalten

• Um sich etwas einzuprägen (Slalomkurs,

Routen beim Klettern…)

• Mit Nervosität umzugehen, indem ich

mir alles schon mal vorab vorstelle

• Umgang mit Stress, indem alle Eventualitäten

vorab „durchgespielt“ werden

• Gewinn von Sicherheit, je öfter ich mir

etwas vorgestellt habe, umso sicherer

werde ich

• Zusatztraining, wenn der Körper schon

zu müde ist oder wenn es keine Möglichkeiten

mehr gibt, an Ort und Stelle

zu trainieren, um Automatismen zu erreichen

und zu festigen.

• Auf Gegner einstellen

Vorgehensweise:

• Aufschreiben, was ich

und wie ich es tun will

• Ruhiger Ort

• Keine Ablenkung

• Zu Beginn tief und ruhig in den Bauch

hineinatmen

• Lockere Gesichtszüge, am besten

leicht lächeln bzw. Mundwinkel nach

oben ziehen

• VAKOG einbringen (Wie schaut es aus?

Wie hört es sich an? Wie fühlt es sich

an? Wie riecht es? Wie schmeckt es?)

• Emotionen einbringen, Visualisierung

emotional aufl aden

• Mehrere Wiederholungen pro

Visualisierung

• Festigen durch permanente/tägliche

Wiederholung der Visualisierung

= zur Gewohnheit machen

• Wenn möglich zu fi xen/festen Zeiten

• Nicht dazu zwingen, sollte leicht und

locker ablaufen

• Die Visualisierungen sollten mit dem

übereinstimmen, was mir wichtig ist,

was meinen Werten entspricht

Ich wünsche Euch viel Erfolg und freue

mich schon auf den nächsten Tipp in der

Ausgabe 9.

Der mentale

Axel Mitterer

Mag. Dr. Axel Mitterer

Akademischer Mentalcoach für Business & Sport

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8

handball in woergl

Endlich wieder da!

Handballer weinen nicht,

sie schwitzen aus den Augen!


Handballspiele sind so schnell, dass sogar

die letzten Sekunden über Sieg oder

Niederlage entscheiden können. Befindet

sich eine Mannschaft im Rückstand,

so kann sie diesen aber auch aufholen.

Das in Führung liegende Team kann

sich niemals ausruhen. Beim extrem

schnellen Handballsport muss die Konzentration

bis zum Schlusspfiff gehalten

werden. Dies bringt natürlich Vorteile für

den Betrachter. Langeweile kommt so

gut wie nie auf und es fallen in der Regel

ca. 60 und mehr Tore.

In Deutschland steht der mitreißende Handball

direkt nach Fußball an zweiter Stelle. Der

Deutsche Handballbund mit Sitz in Dortmund

ist der größte Handballverband weltweit. Die

Zuschauerzahlen der ersten Liga gelten als

die höchsten (ca. 1.5 Mio. Zuschauer verfolgten

die Meisterschaftsspiele 16/17 live in den

Stadien) und deren Protagonisten können zudem

bestens davon leben. Manche Idole, wie

zum Beispiel der weit über die Grenzen hinaus

bekannte Stefan Kretzschmar, erreichen

Popstar- oder Kultstatus. In Österreich steht

dieser intensive Mannschaftssport leider etwas

abseits des Rampenlichtes.

Die Stadt Wörgl war in der Vergangenheit

bereits ein absoluter österreichischer

Handballspot. Man darf auf viele großartige

Erfolge zurückblicken. Eine mit begeisterten

Zuschauern bis obenhin vollgestopfte

Halle, war bei Länderspielen

oder heißen Derbys beispielsweise gegen

Schwaz keine Seltenheit. Nach der Aufl ö-

sung der Herrenmannschaft vor ca. 16

Jahren wird dem traditionsreichen Club

von einem erfahrenen, motivierten Team

neues Leben eingehaucht. Dabei braucht

man durchaus einen langen Atem.

Jugendtrainer Stefan Plattner aus

Kirchbichl über seinen wieder

auferstandenen Handballclub in

Wörgl: „Der komplexe Sport hat mich

von Anfang an in seinen unglaublichen

Bann gezogen. Schiedsrichterentscheidungen

werden nicht, wie bei manch

anderen Sportarten, kritisiert, weil man

dazu schlichtweg keine Zeit hat. Das

Spiel setzt sich direkt nach jeder Unterbrechung

unmittelbar ohne Pause wieder

fort und man ist laufend gezwungen

schnellstmöglich seine taktische Position

einzunehmen. Die umfangreichen Anforderungen

an beispielsweise Athletik,

Kraft, Kondition, Technik, Durchsetzungsvermögen,

Intelligenz (Umsetzen zahlreicher

auswendig gelernter Spielzüge) und

trotzdem hoher Intuitivität sind enorm.

Zudem hat sich der Sport im Laufe der

Zeit massiv weiterentwickelt. Vor ca. 20

Jahren legte man wert auf einen etwas behäbigeren,

sicheren Spielaufbau von hinten

bis zur gegnerischen Wurfl inie. Heute wird

versucht, direkt nach einem Gegentreffer

schnellstmöglich umzuschalten, das defensive

Ordnen des Gegners zu erschweren

oder gar zu verhindern und umgehend seinerseits

zum Torerfolg zu gelangen.

Vor mehr als einem Jahr habe ich beim Handballclub

in Wörgl die Verantwortung über die

Jugendarbeit übernommen. Das neuerlich

aufgefl ammte Engagement verdanke ich dem

großen Handballinteresse meiner Tochter.

Zusammen mit drei weiteren Coaches (Pletzer

Florian, Schützinger Martin, Mitterseck

Mario) versuchen wir, im Bereich von der U8

bis zur U11, bestmögliche Arbeit zu leisten.

Ich selbst war lange Zeit für die TS Wörgl in

der zweithöchsten österreichischen Liga, der

damaligen Staatsliga B, sowohl als Spieler

Jugendtrainer Stefan Plattner bei der Arbeit

9

als auch Spielertrainer aktiv und habe es in

meiner Jugend bis in den Kader des U18 Nationalteams

geschafft.

Nach dem bitteren Abstieg der TS Wörgl

2002/03 in die darunterliegende Tiroler Landesliga

fi el der gesamte Apparat leider mehr

oder weniger auseinander. Die drei bis vier

Legionäre verließen uns und einige Spieler,

mich eingeschlossen, wollten in dieser unteren

Klasse nicht mehr weiteragieren. Wir

waren gewohnt regelmäßig sechs Mal pro

Woche zu trainieren und konnten das sehr

niedrige Niveau der untersten Liga einfach

nicht akzeptieren. Im Nachhinein bedauern

die meisten damaligen Beteiligten, dass

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dieser kurzfristige Umstand den gesamten

Verein samt seiner umfangreichen Nachwuchsschiene

nach und nach auf Eis legte.

Die Damen spielten noch einige Jahre weiter.

Wirklich nachvollziehbar ist diese Historie

auch aus heutiger Sicht immer noch nicht.

Jetzt, nach so langer Pause, werden wir

Handball in Wörgl wieder wie Phönix

aus der Asche auferstehen lassen!

Vor ca. vier Jahren begannen Christina Moser,

Manuela Larch, Isabella Koller und Suszanne

Vegh erneut Schritt für Schritt kontinuierlich

Nachwuchsteams aufzubauen. Natürlich bedeutet

Neubeginn einen steinigen, langen

Weg und stellt uns alle vor größte Herausforderungen.

Trotzdem trägt die bisherige, gute

Arbeit bereits ihre ersten Früchte. Unsere Altersklassen

U8, U10, U11 bzw. U14 werden

mittlerweile sehr gut besucht und lassen für

die Zukunft nur das Beste hoffen. Die Anzahl

der Kinder steigt annähernd wöchentlich.

Trotzdem freuen wir uns natürlich weiterhin

über jeden einzelnen Zuwachs. Ab bereits

6 Jahren können bewegungsfreudige

Mädchen und Jungen bei uns einsteigen.

Das Kindertraining bis zur U11 fi ndet in

altersgerechten Gruppen jeden Dienstag

von 18.00 bis 19.00 und Donnerstag von

17.45 bis 19.00 Uhr in der Sporthalle der

Neuen Mittelschule in Wörgl statt. Mitzubringen

sind lediglich Spass, Hallenschuhe

und übliche Sportbekleidung. Natürlich

fällt es sportlich talentierten Kids anfänglich

etwas leichter die unterschiedlichen

Techniken und Bewegungen zu erlernen.

Großartige Grundvoraussetzungen werden

allerdings nicht benötigt. Die einzelnen

Aspekte werden meist spielerisch,

automatisch erworben und mit der Zeit

gefestigt bzw. ständig weiterentwickelt.

Damit das umgreifende Handballfeuer

bestmöglich entfacht, sind

wir seit Wiederbeginn im Rahmen

des Multisports und der „Spiel mit

mir Wochen“ immer wieder direkt

in den umliegenden Schulen bzw.

Gemeinden aktiv und organisieren,

nach vorheriger Absprache mit diversen

Schulleitungen, zudem vereinzelt

Schnuppertrainings während Turnstunden.

Bis zur U10 wird kindgerecht ein vereinfachtes

Mattenhandball mit vier

Feldspielern und einem Tormann auf

kleinerem Spielfeld und mittels Torwurf

auf an der Wand befestigte Weichböden,

sogenannte Matten, gespielt. Um

bestmöglichen Spielfl uss zu erreichen,

wird der Ball während dem Laufen noch

nicht wie üblich auf den Boden geprellt,

sondern muss nach drei Schritten zu

einem Mitspieler geworfen werden.

Dadurch können motivierte Kids bestmöglich

und behutsam an den später

komplexeren Sport herangeführt werden.

Rennen, Bälle fangen und werfen, Tore

erzielen bzw. verhindern, ... der Eifer, das

breite Grinsen, und der unbändige Spass

unserer Kinder bestätigt uns Training für

Training.

Aber auch etwas älteren Quereinsteigern

darf dieser Sport natürlich immer noch sehr

viel Freude bereiten. Aufgrund der üblichen

Herausforderungen vieler Randsportarten,

ist die Leistungsdichte etwas geringer als

beispielsweise beim Fußball und man kann

auch nach späterem Einstieg noch sehr

erfolgreich sein. Die Trainingszeiten für die

Größeren ab U14 sind jeden Dienstag und

Donnerstag von 19.00 bis 20.30 Uhr auch

in unserer großen Sporthalle der Neuen Mit-

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telschule in Wörgl. Der geringe jährliche Mitgliedsbeitrag

von gerade mal EUR 40,– kann

defi nitiv kein großartiges Hindernis sein.

Ab dem kommenden Frühjahr werden wir

versuchen, vorerst noch außer Konkurrenz

und ohne jeglicher Tabellenplatzierung, mit

einer neu formierten Kampfmannschaft

mittels laufender Freundschaftsspiele in

die Tiroler Landesliga hineinzuschmecken.

Unser künftiges Einserteam besteht sowohl

aus wiederaktivierten, erfahreneren als auch

jungen, aufstrebenden Spielern der eigenen

Jugendabteilung. In der darauffolgenden

Saison wollen wir laut Plan offi ziell in den Tiroler

Ligabetrieb einsteigen. Momentan sieht

alles danach aus, als ob wir die, zugegeben

ambitionierte, Marschrichtung beibehalten

können.

Um den äußerst positiven Trend konstant

weiterführen zu können, ist es natürlich

notwendig umfangreiche Hallenzeiten zu

erhalten. Dies funktioniert momentan sehr

gut, wobei – wie jeder Trainer weiß, mehr

könnte es immer sein. :o)

Für die Erstausstattung bzgl. Trainingsutensilien,

wurden wir von der Stadtgemeinde

Wörgl, dem Tiroler Handballverband und

dem Schwazer Handballclub tatkräftigst

unterstützt. Natürlich sind wir laufend

auf der Suche nach Werbepartnern, welche

sich mit unserem Verein dauerhaft

identifi zieren wollen. Wenn wir kontinuierlich

weiterarbeiten und es schaffen

uns längerfristig zu etablieren, wird sich

irgendwann auch dieses Thema lösen

lassen. Momentan sind wir gerade dabei

anständige Pressemappen und weiteres

Infomaterial zu erstellen, damit wir uns

bei eventuellen Sponsoren professionell

präsentieren können.“

Der Wörgler Christoph Oberhammer

(14 Jahre, Bild links) über seinen

Zugang zum Handball in Wörgl: „Ich

erfuhr, dass es in Wörgl wieder einen

Handballclub gab und habe mir das Ganze

vor ca. zwei bis drei Jahren bei einem

Schnuppertraining unverbindlich angesehen.

Mein Vater war früher sowohl Spieler

als auch Trainer, ist heute Sektionsleiter

und ich wollte irgendwie nachvollziehen,

was ihn konkret an diesem Sport so lange

begeistert. Was soll ich großartig sagen?

Seit dem einschneidenden Erstkontakt war

ich annähernd jede der beiden Trainingseinheiten

pro Woche mit vollstem Eifer dabei

und habe auch nicht vor daran etwas zu

ändern. Ich besuche die Sport Handelsakademie

in Wörgl und spiele zusätzlich ca. fünf

mal pro Woche intensiv Tennis in Kufstein.

Handball ist ein wirklich sehr guter Ausgleich

dazu und wie sich meine diesbezügliche

Laufbahn weiterentwickeln wird, steht noch

in den Sternen.

Momentan werde ich in meiner aktuellen U14

Mannschaft offensiv meist auf der sogenannten

Achse, die Position zwischen Flügel und

Mitte, eingesetzt. Die taktische Ausrichtung

kann am ehesten mit dem Stürmer im Fußball

verglichen werden. Ich bekomme, meist

nach fi x eintrainierten Spielzügen, von der

Mitte oder dem Flügel den Ball und versuche

mich kraftvoll und dynamisch an der Wurfl inie

durchzusetzen und erfolgreich abzuschließen.

Die anschließenden Sprintwege zurück,

in die eigene Defensive, sind sehr weit und

daher körperlich äußerst intensiv.

In der letzten Saison habe ich mir leider bereits

zu Beginn, beim allerersten Spiel gegen

Schwaz, einen dreifachen Mittelfußknochenbruch

zugezogen und musste die restliche

13

Spielzeit von November bis Mai leider aussetzen.

Deshalb bin ich vermutlich noch heißer

auf die heurige Meisterschaft und versuche

mein Bestes zu geben, um den einen oder

anderen Sieg einzufahren. Wir stehen erst

am Anfang und sind im Kollektiv noch nicht

so stark wie viele unserer Gegner. Aber exakt

das macht auch wieder großen Spass. Man

hat das Gefühl, beim Beginn von etwas Großem

mitwirken zu können und merkt wie mit

zunehmender Zeit sehr viel weitergeht und

stetig besser wird.

Zu meinen Stärken zählt meiner Meinung

nach das Lesen des Spiels. Ich habe oft eine

gute Vorahnung oder kann Situationen meist

frühzeitig antizipieren. Auch meine körperliche

Verfassung ist, aufgrund des annähernd

täglichen Sports durchaus gut.“

Kontakt: Stefan Plattner · Tel. 0680-3214691

Stefan Kirchner · Hechenbergweg 27 · A-6342 Niederndorf

Tel. 0665-65123744 · stefankirchner@gmx.at · www.facebook.com/bergfels.guitars


14

Judoclub Volksbank tirol

Der nicht immer ganz sanfte Weg

niemals zu verlieren

heisst Nicht zu kaempfen!

Chinesisches Sprichwort


15

Es gibt zahlreiche Gründe warum die

Sportart Judo so fasziniert. Judo ist

ein idealer Ausgleich für den Alltag. Die

Dynamik und Komplexität der Sportart,

sowie die vielen Möglichkeiten, sich in

ihr zu verwirklichen, begeistert Jung

und Alt. In der Grundidee des Judo, soll

in einem nach festen Regeln geführten

fairen Zweikampf, der Kontrahent durch

Wurftechniken oder bestimmte Bodentechniken

(wie Halte-, Hebel- oder Würgetechniken)

bezwungen werden. Dabei

stehen der Sport und die körperliche

Bewegung im Vordergrund, wobei man

automatisch eine besondere Einstellung

zum eigenen Körper entwickelt.

Es gibt wohl kaum eine Muskelgruppe, die

beim Judo-Training nicht in Anspruch genommen

wird und kaum eine denkbare

Bewegung, die nicht ausprobiert wird. Die

Bewegung, die Kraft und das Gewicht des

Partners auszunutzen, zählt zu den Prinzipien

im Judo. So entwickelt der Judoka mit

der Zeit nicht nur ein besonderes Gespür

für den Partner und dessen Bewegungen,

sondern notwendigerweise auch für seinen

eigenen Körper und seine eigenen Fähigkeiten.

Die grundlegenden Prinzipien des

Judo gibt es seit nunmehr über 100 Jahren,

doch entwickelt sich der Sport ständig

weiter und bringt immer neue Techniken

und Bewegungsabläufe hervor. Es ist

ein Sport, der nie langweilig werden kann!

Wer kann Judo machen?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich

kurz fassen: Jeder kann Judo betreiben.

Mädchen und Jungen, Frauen und

Männer oder Oma und Opa können sich

auf der Judomatte betätigen. Natürlich

sind die Zielsetzungen der einzelnen

Übungsgruppen so verschieden, wie die

Wünsche der Teilnehmer.

Kindern wird man die Judotechniken

sehr spielerisch vermitteln. Beim Judo

können Kids auf faire Weise ihre Kräfte

messen und ihren natürlichen Trieb

zum “Raufen” befriedigen. Dabei lernen

sie gleichzeitig, mit dem Partner

rücksichtsvoll umzugehen und ihn

nicht zu verletzen. Sie gewinnen an

Selbstbewusstsein und zugleich Respekt

und Achtung ihrem

Partner und den anderen

Mitgliedern der Übungsgruppe

gegenüber.

Etwa im zwölften Lebensjahr

lernen Jugendliche Bewegungsabläufe

am leichtesten.

In diesem Alter wird der

Wettkampf zunehmend in den

Vordergrund des Trainings

gestellt. Man beginnt, den

Unterricht stärker zu differenzieren

und auf die Fähigkeiten

und Wünsche des Einzelnen

abzustimmen, bis der Sportler

um das 26. Lebensjahr auf der

Höhe seiner Leistungsfähigkeit

steht.

Man braucht nicht schon in frühester Kindheit

mit dem Judo begonnen zu haben, um

auch als Erwachsener Spass daran zu fi nden.

Erwachsene stellen häufi g sehr unterschiedliche

Ansprüche an das Judo. Viele wollen sich

“fi t” halten und suchen am Feierabend Spass

bei der Bewegung in einer Breitensportgruppe.

Andere sind an dem Selbstverteidigungscharakter

dieses Sports interessiert.

Im etwas reiferen Alter steht nicht mehr das

Wettkampfmoment im Vordergrund – vielmehr

betreibt der ältere Judoka diesen Sport

mit seinem vielseitigen Repertoire an Würfen

und Techniken als eine Art Gymnastik mit

Partner.

Die Sport.Art war beim Judoclub in Kufstein

zu Gast. Bereits beim Eintreten in die

Räumlichkeiten fallen unzählige Pokale und

Auszeichnungen auf. Die beeindruckenden

Erfolge aufzuzählen würde defi nitiv diesen

Rahmen sprengen.

Obmann Walter Gasteiger

Seit 2017 Inhaber des weltweit seltenen 8. Dangrades

Walter Gasteiger, Gründer und

langjähriger Obmann vom Judoclub

in Kufstein: „Ich betreibe diesen

edlen Kampfsport bereits seit mittlerweile

1954. In der Universität Innsbruck

begann ich anfänglich erste Selbstverteidigungskurse

mit der Bezeichnung

„Judo“. Im Nachhinein betrachtet, hatte

das Ganze zwar noch nicht wirklich sehr

viel mit dem konkreten Sport gemein,

es legte jedoch den Grundstein für meinen

weiteren sportlichen Werdegang. Dieser

führte mich, auch dank meines großen Förderers,

dem langjährigen Präsidenten des

Österr. Judoverbandes, Prof. Kurt Kucera,

beispielsweise vom Nationalteamkämpfer,

zum Nationaltrainer und Vizepräsidenten des

Österreichischen Judoverbandes, ASVÖ Landes-

und Bundesfachwart, Präsidenten des

Judolandesverbandes Tirol oder Mitglied des

Landessportrates Tirol, u.v.m. an sehr viele

herausfordernde, schöne Aufgaben heran.

Vor fast genau 50 Jahren habe ich, nach

meiner Ausbildung an der Bundesanstalt für

Leibeserziehung in Wien (Spezialfächer Judo

& Leibeserziehung an Schulen), den durch

und durch familiär geführten Judoclub in

Kufstein gegründet und bekleide auch seit

dieser langen Zeit die verantwortungsvolle

Obmannschaft. Meine liebe Frau Freia, hat

mich seit je her unterstützt und erfüllt als

Schriftführerin wichtige Aufgaben.


16

Wichtig ist nicht, besser zu sein

als alle anderen. Wichtig ist,

besser zu sein als du gestern warst!

Jigoro Kano


17

Der komplexe Sport wurde von dem Japaner

Kanō Jigorō ca. 1880 in seiner

eigenen Schule, Kodokan („Ort zum Studium

des Wegs“), erfunden und beinhaltet

verschiedenste Techniken aus mehreren

unterschiedlichen Kampfsportarten.

Die Frage, ob Kampfsport generell unsere

Kinder aggressiver machen würde, kann

ich nur entschieden verneinen. Sogar das

absolute Gegenteil ist laut meiner langjährigen

Erfahrung der Fall. Die Erziehung hat

sich verändert. Meist harmlosen Rangeleien

oder völlig natürlichem Kräftemessen heranwachsender

Halbstarker wurden mittlerweile

die passenden Rahmenbedingungen massiv

eingeschränkt. Der generelle Bewegungsumfang

unserer gesamten Gesellschaft wird

stetig geringer. Dass die Mehrzahl unserer

erfolgreichen Wettkämpfer/innen eher aus

der dörfl ichen Umgebung stammen, offenbart

dabei ein zusätzliches Gefälle zwischen Stadt

und Land.

Beim regelmäßigen Sport können nicht nur

Kinder und Jugendliche überschüssige Energien

gesund, in klarer, fairer Regelstruktur,

diszipliniert abbauen. Natürlich ist Judo in

weiterer Folge ein Wettkampfsport und wird

mit steigendem Leistungsniveau durchaus

intensiver und härter. Dieser Grundsatz betrifft

jedoch die meisten körperlichen Sportarten,

egal ob nun beispielsweise Ballsport,

Radfahren oder sonstiges. Während den

27 Jahren meiner Turnlehrertätigkeit an

der Hauptschule in Kufstein habe ich sehr

viel erlebt und bin der Meinung, dass die

meisten Jugendlichen grundsätzlich körperlich

gefordert und gefördert werden

wollen. Sport stellt dabei, direkt nach

der Schule, bereits den zweitwichtigsten

Schlüssel in der langfristigen, positiven

Persönlichkeitsentwicklung dar. Ein gesunder

Geist in einem gesunden Körper

– es greift alles ineinander. Ohne ein gewisses

Maß an Haltung, Kraft, Kondition,

etc. fällt es meist schwerer, selbstbewusst

und robust durch das Leben zu

gehen. Der regelmäßige Umgang mit

Niederlagen, das Erkennen des notwendigen

Mehraufwandes um Erfolge

zu erzielen und die davon unabhängige,

wichtige Achtung des Gegners,

helfen natürlich auch abseits jeglicher

Judomatte weiter.

Die Trainingseinheiten beim Judoclub Kufstein

werden von der geringsten bis zur höchsten

Leistungsstufe immer von diplomierten, bestens

ausgebildeten Trainern, welche dabei

laufend von zukunftsträchtigen Nachwuchstrainern/innen

unterstützt werden, geführt.

Der Andrang, speziell in unseren zahlreichen

Nachwuchsklassen, ist sehr groß und wir sind

natürlich froh, mit so vielen bewegungshungrigen

Kindern arbeiten zu dürfen. Bereits ab

stolzen fünf Jahren kann man bei uns mit

gesundem Spass an der Bewegung mitmachen.

Die anfallenden Kosten gestalten sich,

im Vergleich zu manch anderen Sportarten,

relativ gering. Außer der Anschaffung eines

Judoanzuges, dem sogenannten Kimono

um ca. 40,00 bis 60,00 Euro, sind im jährlichen

Mitgliedsbeitrag von EUR 135,00 bereits

sämtliche Leistungen enthalten. Später,

bei Wettkämpfen, wird sowohl ein weißer,

als auch ein blauer Anzug benötigt. Um die

Ausführung der unterschiedlichen Techniken

besser zu erkennen, wurde dieses nachvollziehbare

Procedere ursprünglich von den Ringern

übernommen. So wird es für Richter und

Zuseher etwas einfacher. Der/die Erstgenannte

ist bei Wettkämpfen daher in blau gekleidet.

Die Trainer vom Judoclub Volksbank Tirol

Unser Club, mit seinen wirklich beeindruckenden

Räumlichkeiten beim Schwimmbad

in Kufstein und den ca. 300 aktiven Mitgliedern,

ist für die Zukunft bestens gerüstet. Irgendwann

fi ndet alles zu einem Ende und ich

selbst werde mich in absehbarer Zeit durchaus

etwas zurücknehmen bzw. erste Führungsaufgaben

übergeben können. Derzeit

kommen drei bis vier potentielle Nachfolger in

Frage und es wird sich demnächst herausstellen,

wer für das verantwortungsvolle Erbe am

besten geeignet ist.

Herr Dr. Marschitz hat, während seiner Amtszeit

als Bürgermeister der Stadt Kufstein, mit

dem Bau der tollen Kufstein Arena die allerbesten

Voraussetzungen für Großveranstaltungen

jeglicher Art geschaffen. Zu Ostern

veranstalten wir bereits seit sehr vielen Jahren

unser Internationales ASVÖ Judo-Osterpokalturnier

der Stadt Kufstein mit ca. 2000

begeisterten Zuschauern und regelmäßig ca.

700 Teilnehmern aus über 10 Nationen. Gerade

wurden wir zudem mit der Ausführung

der Österreichischen Judomeisterschaft der

allgemeinen Klasse im nächsten Jahr 2019

betraut. Hierbei möchte ich mich gerne für

das Entgegenkommen bzgl. Terminfi ndung

auch bei Herrn Hans Schlichenmaier vom

Fußballclub Kufstein recht herzlich bedanken.

Ich freue mich, dass die Kommunikation und

das gegenseitige Verständnis sportartübergreifend

so gut funktioniert.

Den Hauptteil der Zuschauer machen Trainer,

Eltern und den unterstützenden Anhang der

teilnehmenden Wettkämpfer/innen aus. Das

Judo-Regelwerk ist für Außenstehende nicht

so transparent und daher etwas schwierig

nachzuvollziehen. Um mehr Menschen zu erreichen,

sollten wir uns in Zukunft über noch

bessere, eventuell einfachere Lösungen in

Bezug auf Punktevergabe und vor allem deren

Vermittlung Gedanken machen. Wenn

beispielsweise beim Fußball das Runde im

Eckigen landet, ist die Situation für sämtliche

Beteiligten sofort eindeutig und bedarf keinerlei

großartigen Erklärungen.


18

Natascha Pircher

Mehrfache Österr. Meisterin und

Bronzemedaille im Europacup

Wenn Du sechsmal faellst,

stehe siebenmal auf!

Ichiro Abé


19

Magdalena Pircher (17 Jahre): „In

unserer Familie genießt Judo seit je her

Bedeutung. Mein Vater ist Trainer und ich

habe bereits ab dem 3. Lebensjahr mitgemacht.

Mit jedem Turnier und jedem Erfolg

stieg der Spassfaktor und die Motivation.

Im letzten Jahr durfte ich mich zum Beispiel

über zwei Österreichische Meistertitel freuen.

Wie sich meine persönliche Sportlerlaufbahn

weiterentwickeln wird, ist noch nicht

absehbar. Aktuell liegt der Fokus auf meine

schulische Ausbildung in der HLW Kufstein

und Judo muss leider etwas hinten anstehen.

v. li. nach re.: Magdalena Pircher, Natascha Pircher, Marisa Andrich

Obwohl dieser Wettkampfsport natürlich sehr

intensiv und herausfordernd ist, bin ich keinesfalls

der Meinung, dass er sich für Mädchen

nicht schickt. Speziell in unsicheren

Zeiten existieren durchaus Vorteile, wehrhafte

Selbstverteidigungstechniken jederzeit anwenden

zu können. Alles, wovor man Angst

hat, schränkt ein und verringert Selbstbestimmung

und Selbstvertrauen.

Wenn ich ein Vorbild oder Idol nennen

müsste, dann wäre dies mit Sicherheit meine

liebe Schwester Natascha. Wie sie, trotz

extrem hohen Trainingsaufwand, alles unter

einen Hut bekommt, ist durchaus beeindruckend.

Auch ihre großartigen, sportlichen

Erfolge können sich defi nitiv sehen lassen

und ich bin sehr stolz auf sie.“

Natascha Pircher (18 Jahre) – aktuelle

Österreichische Meisterin U21 und

U23, 3. Platz in der allgemeinen Klasse,

mehrfache Europacup- und EM

Teilnehmerin, im Kader des Österr.

Nationalteams: „Meine liebe Schwester

Magdalena ist übrigens die Beste! :o)

Mich freut und ehrt natürlich, wenn

meine Leistungen andere motiviert bzw.

anspornt auch ihr Bestes zu geben. Die

Sporthandelsschule in Innsbruck ermöglicht

mir täglich zu trainieren und

mich ausreichend auf meinen Sport

konzentrieren zu können. Ich werde

für Turniere oder Trainingslager regelmäßig

freigestellt und kann zusätzlich

jeden Di und Do sogar am Vormittag

Judo trainieren, komme so inkl. Lauf-,

Kraft- oder Stabilisationsübungen auf

ca. neun Trainingseinheiten pro Woche

und versuche so mein großes Ziel, irgendwann

an Olympia teilzunehmen,

mit kontinuierlicher Arbeit zu erreichen. Am

Judoclub in Kufstein gefällt mir am besten der

überaus familiäre Umgang untereinander. Wir

unterstützen uns gegenseitig an allen Ecken

und Enden. Die meisten meiner langjährigen

Kollegen und Freunde kenne und schätze ich

bereits seit ich mit diesem wunderbaren Sport

begonnen habe. Ohne dieses entspannte aber

auch motivierende Ambiente wären Spitzenleistungen

kaum möglich.

Von meinen anstehenden Kontrahentinnen

will ich vor den Kämpfen nicht unbedingt immer

wissen, was ihre konkreten Stärken oder

Vorlieben sind. Ich gehe viel lieber ohne direkt

auf jeweilige Gegner angepasste Strategien

auf die Matte. Meiner Ansicht nach schränkt

dieser Ansatz die persönliche Vielfältigkeit ein

und hemmt das Ausspielen der eigenen Vorzüge.“

Marisa Andrich (17 Jahre): „Wenn ich neue

Leute kennenlerne und sie erfahren, dass ich

Judo betreibe kommt meist sofort die Frage:

„Muss ich jetzt Angst vor dir haben?“ od. „Du

könntest mich wahrscheinlich sofort auf den

Boden schmeißen?“ Meine Antwort: „Wennst

nicht gleich still bist dann schon!“ :o)

Judo war und ist schon immer ein Teil von mir.

Auch mein Vater ist Trainer und steckte mich

bereits als 1-jährige in den ersten Kimono. Es

macht unglaublichen Spass und kann wirklich

jeder machen. Beim Judo wird der gesamte

Körper trainiert und man bleibt überaus fi t.

Mir gefallen die fl üssigen, ästethischen Bewegungen,

welche trotz hohem Kraftaufwand

elegant und leicht wirken. Das erste, was

man lernt ist richtiges Abrollen. Diese intensive

Körperschule hat mir bei meiner weiteren

Passion, dem Reiten, während diversen Stürzen

vom Pferd schon oft Kopf und Kragen gerettet.

Die schulische Ausbildung in der HLW

Kufstein steht, wie für Magdalena, auch für

mich momentan an erster Stelle.

Ich starte aktuell in der bis 57 kg Klasse. Das

Gewicht ist beim Wettkampf im Judo sehr

wichtig. Jedes einzelne Kilogramm verändert

Kraftverhältnisse und kann über Erfolg oder

Niederlage entscheiden. Deshalb versucht

man vor dem offi ziellen Wiegen mittels umfassender

Diät, wenig Krafttraining, um die

Muskelmasse nicht zu erhöhen und vermehrten

Ausdauereinheiten in die unterstmögliche

Gewichtsklasse zu kommen. Im direkten

Anschluss baut man wiederum Gewicht auf.

Ausschlaggebend ist der Wiegezeitpunkt vor

dem schlussendlichen Wettkampf. Wenn bereits

am Vortag gewogen wird, kann binnen

dieser kurzen Zeit tatsächlich noch 2-3 kg zugelegt

werden. Findet die Abwaage noch am

selben Tag statt, wird versucht bis zum letztmöglichen

Zeitpunkt vor dem eigenen Kampf

noch Gewicht zuzulegen. Hier hat vermutlich

jeder einzelne Wettkämpfer seine eigene Strategie.

Mit vollem Bauch ist Judo natürlich auch

nicht gut umsetzbar. Es existieren unendlich

viele Diplomarbeiten und wissenschaftliche

Abhandlungen darüber. Hin und wieder folgt,

vor allem bei internationalen Großveranstaltungen,

vereinzelt ein Kontrollwiegen unwillkürlich

herausgepickter Athleten. Wird dabei

die Toleranzgrenze von 5% des Gewichtes

vom Vortag überschritten, kann der entsprechende

Sportler nicht teilnehmen. Auch wenn

man sich beispielsweise im Vorjahr für einen

Großevent in einer gewissen Gewichtsklasse

qualifi ziert hat, muss man auch exakt in dieser

Klasse ein Jahr später teilnehmen.

Kontakt: Walter Gasteiger

w.gasteiger@judoclub.com · www.judoclub.com


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InnkurV'n Pass langkampfen

Spass, Tradition und Brauchtum


In Tirol war man schon seit je her gezwungen

in herausfordernden Zeiten

näher zusammenzurücken. Der Respekt

vor dem harten Winter ließ uns das

ganze Jahr über ausreichend Vorräte

anlegen und vor allem für genügend

Brennholz sorgen. Dass die kalte, dunkle

Jahreszeit und deren Herausforderungen

unsere Kultur, unsere Heimat

geprägt hat und mit vielerlei Mythen

oder Ritualen behaftet ist, liegt förmlich

auf der Hand. Unterschiedlichste Bräuche

um vermeintlich bösen Wintergeistern,

allem Schlechten oder einfach nur

negativen Wahrscheinlichkeiten den

Garaus zu machen, wurden vor allem in

unserem Alpenraum überliefert.

Das hierzulande mit großer Begeisterung

betriebene Perchtenlaufen erfreut sich

ständig zunehmender Beliebtheit. Unzählige

Passen beeindrucken bei diversen

Veranstaltungen wochenlang mit grausigsten

Masken, blutrot-leuchtenden Augen,

welche teilweise auch ohne weiteres in

hochklassigen Horrorfi lmen vorkommen

könnten, aufwendigsten Shows inklusive

unglaublicher Pyrotechnik, ausgefeilten

Rhythmen und Percussioneinlagen, wo

sich mancher Karnevalsverein in Rio womöglich

noch etwas abschneiden könnte.

Zwischen den unterschiedlichen Gruppen

entstand offensichtlich ein handfester

Wettstreit, wer die verheerendste Gruselshow

auf das öffentliche Parkett legen

kann – höher, schneller, weiter!

Vergleiche mit der fortschreitenden

Eventisierung des geschichtsträchtigen

Almabtriebes liegen durchaus nahe.

Nicht so die Innkurv‘n Pass aus Oberlangkampfen.

Michael Radinger, langjähriger

Tamperer und gehuldigter DJ

im Perchtenkammerl, über die Tradition:

„Zuallererst will ich festhalten, dass bei

unserer Pass kein sogenannter „Chef“

existiert und ich von der Gruppe regelrecht

genötigt wurde, mich als obergescheiter

Pressesprecher auszugeben.

Vermutlich bin ich der Intelligenteste dieser

total verrückten Truppe, was zugegeben

nicht unbedingt eine riesige Herausforderung

sein sollte. Ich werde natürlich

mein Bestes geben – hoffentlich reicht‘s!

:o)

Wir betreiben den Perchtenlauf abseits jeglicher

Großveranstaltungen, wo in höchster

Schlagzahl, völlig unpersönlich, eine Pass

auf die andere folgt, noch komplett urtümlich.

Fernab meterhoher Flammen, dröhnender

Bassklänge oder dichter Zuschauergedränge,

gehen wir im kleinen aber

feinen Heimatort Langkampfen zu unseren

Freunden, Bekannten und leben dort, im

überschaubaren, privaten Kreis, das wunderbare

Ritual unserer Vorväter. Die einzigen

Ausnahmen sind der jährliche Auftritt beim

RZ Bad Häring, um den Patienten unentgeltlich

eine Freude zu bereiten und unsere Abschlusskür

beim Stammlokal, der Jausenstation

Ferchl in Oberlangkampfen, wo wir

wegen Christine, der lieben Inhaberin, immer

wieder sehr gerne vorbeikommen. Der

eigentliche Perchtenauftritt steht dabei fast

im Hintergrund. Das lustige anschließende

Zusammensitzen und Herumblödeln bei den

einzelnen Stationen ist wahrscheinlich der

noch größere Antrieb.

Michael Radinger

21

In einer Zeit, wo die Auswüchse der weltweiten

Globalisierung Identitäten zunehmend

egalisieren lassen und die für uns so wichtige

Heimatliebe regelmäßig auf nicht immer

nachvollziehbare Prüfstände legen, bewegen

wir uns bewusst den eindeutigen Schritt

zurück, zur wertvollen Tradition. Zusammenhalt

oder Kameradschaft sind dabei nicht

nur irgendwelche Schlagworte, sondern die

grundlegende Basis für unser Schaffen. Das

Motto: „Wir stehen und fallen gemeinsam!“,

erklärt diesen Ansatz womöglich sehr gut.

Einige unserer, durch die Bank langjährigen,

Mitglieder und Freunde treffen wir mittlerweile

nur mehr in dieser magischen Zeit.

Beruf, Familie, verändernde Lebensmittelpunkte

verringern zwar gemeinsame Stun-


22

im herzen der innkurv'n pass -

das sagenumwobene perchtenkammerl

den, die Verbundenheit bleibt davon jedoch

unberührt. Einmal im Jahr kommen alle

immer wieder zusammen und es fühlt sich

tatsächlich an, als wäre in der Zwischenzeit

kein einziger Tag vergangen.

Ca. 2 Monate vor dem von uns so bezeichneten

„Heimspiel“, treffen wir uns regelmäßig

im Perchtenkammerl bei der Familie

Obermaier in Oberlangkampfen. Die ehemalige

Garage des Bauernhauses ist ganzjährig

der absolute Mittelpunkt, das ehrwürdige

Herz unserer Pass. Wir durften die perfekte

Räumlichkeit ganz nach unseren Vorstellungen,

mit neuem Holzboden, gemauerter Bar

und gemütlicher Sitzrunde kreativ umbauen.

Der ehemalige Stall dient als Schlafplatz und

die dicken Gewänder hängen das ganze Jahr

über gut durchlüftet im angrenzenden Dehner.

Wir möchten uns an dieser Stelle recht

herzlich bei der lieben Familie Obermaier

bedanken. Dieses Engagement ist keinesfalls

selbstverständlich und wir wissen den

großen Aufwand defi nitiv zu schätzen.

Während diesen Sitzungen binden wir Pratschen

für neue Gewänder oder bessern verschlissene

aus, was durchaus den Hauptteil

der Vorbereitungen ausmacht, reparieren

Metallkanister, besprechen anstehende Stationen

der Tour, haben Spass und trinken

natürlich auch das ein oder andere Bierchen,

was unbestritten zum Perchtendasein

dazugehört.

Am Abend vor dem 5. Dezember stärken

wir uns beim sogenannten „letzten Abendmahl“

in der Jausenstation zum Ferchl und

am nächsten Tag geht‘s zeitig los. Aus Respekt

und Andacht legen wir zuvor noch jeweils

eine schöne „Pratsche“ (gebundene,

getrocknete Maisblätter der Gewänder) auf

die letzten Ruhestätten unserer ehrwürdigen

Vorfahren. So viel Zeit muss sein!

Wir versuchen diese Tradition so urtümlich

wie möglich aufrechtzuerhalten. Unsere

typischen Masken bestehen durchgehend

aus Holz und wurden teilweise bereits von

unseren Vätern getragen. Mein Bruder,

Thomas Radinger, schnitzt uns auch seit

einigen Jahren ein oder andere schöne


Masken. Er ist zwar kein professioneller

Schnitzer, hat sich diese beeindruckende

Fertigkeit im Laufe der Zeit als Hobby immer

besser angeeignet. Seine Larven können

sich mittlerweile tatsächlich schon ganz gut

sehen lassen! Die zunehmend modernen,

orkähnlichen Horrorvisagen sucht man bei

uns vergeblich. Seit letztem Jahr verzichten

wir sogar auf jeglichen Fellteufel, der wegen

seiner Erscheinung meist von Kindern gefürchtet

wird. Wir haben die Dicke unserer

Gewänder soweit reduziert, um uns auch

ohne der notwendigen Hand eines Fellteufels

an- und wieder ausziehen zu können.

Perchten sind keine sogenannten „Bestrafer“

für irgendwelche Vergehen oder Sünden

im Diesseits, sondern durch und durch positiv,

bringen ausschließlich Glück und vertreiben

mit ihrer zugegeben etwas schroffen,

manchmal auch etwas fragwürdigen Art, in

Verbindung mit der gruseligen Aufmachung,

alles erdenklich Schlechte aus dem Ort.

Mit lautem Tampern, dem rhythmischen

Trommeln auf Metallkästen, ohrenbetäubendem

Hornblasen und wiederholendem

Glockengeläut, rücken wir den bösen Wintergeistern

anständig zu Leibe. Die Hexe,

welche den Perchtenzug anführt, kehrt

zudem mit Ihrem Besen alles Negative

beiseite. Früher wurden in den Häusern

zusätzlich die vorhandenen Feuerstellen

gekehrt, daher kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit

auch der schwarze Ruß an

den Händen und in unseren Gesichtern.

Das Berußen der „Zivilisten“ hält den

Glücklichen offensichtlich

auch die schlechten Wintergeister

vom Hals. Man

wurde von den Perchten

als eine/n der ihren markiert

und das Böse oder

Schlechte macht künftig

einen sehr weiten Bogen

darum. Eh klar, wer, bei

halbwegs klaren Verstand,

will sich schon mit diesen

martialischen, unberechenbaren,

lauten und manchmal

etwas intensiv müffelnden

Gestalten ernsthaft anlegen?

Diese logische These ist

damnach absolut nachvollziehbar!

:o)

Die Hexe stellt also den unangefochtenen

Anführer an der direkten Spitze des

Perchtenzuges dar. Sie bestimmt quasi

als „Dirigent“, wann was getampert oder

wieder geläutet wird und muss allerdings

auch körperlich eindeutig die bei weitem

größte Herausforderung bzw. recht liebevoll

„Arschkarte“ stemmen. Während sich

„Tamperer“ die Oberarme mit den massiven,

gedrechselten Schlägeln regelrecht

taubklopfen, „Glockinger“ im Springen mit

den immens schweren umgebundenen

Glocken das Kreuz malträtieren, muss die

meist gut gepolsterte Hexe während den

Aufführungen laufend am Boden rollen,

herumspringen und ständig in Bewegung

sein. Die Frage, welche Körperteile nach

23

den zwei intensiven Tagen nicht schmerzen,

muss wahrscheinlich umgekehrt werden.

Bis auf den linken kleinen Zeh, tut vermutlich

alles weh! :o)

Der Sprunghöhe von Glockingern, wird übrigens

die Höhe des Graswuchses und somit

vermutlich die Fruchtbarkeit des kommenden

Jahres angedichtet. Speziell nach besonders

obstreichen Jahren ist die simple

Kommunikation mit Perchten erfahrungsgemäß

äußerst schwierig oder später sogar

beinahe unmöglich. Was dieser unlogische

Zusammenhang konkret zu bedeuten hat,

kann leider niemand genau erklären bzw.

wurde noch in keinem der unzähligen Völkerkundearchiven

gefunden.“

www.facebook.com/Innkurvn-Pass-Oberlangkampfen

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Danke für das zahlreiche Vertrauen in

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24

der regionale Koenig Fussball

in die Zange genommen!


25

Warum müssen sich viele Vereine im

Nachwuchsbereich immer häufiger mittels

Spielgemeinschaften zusammenrotten?

Die mangelnde Anzahl der eigenen

Spieler wird meist, als durchaus

nachvollziehbares Argument verwendet.

Warum schaffen es so viele Vereine

nicht, die Mehrzahl ihrer oft hochkarätigen

Nachwuchsspieler schlussendlich

in die eigene Kampfmannschaft, sprich

in den Erwachsenenfußball, zu bekommen?

Selbst die Quote aus bestens besetzten

Nachwuchsteams, welche haufenweise

Tiroler Meistertitel sammeln,

ist erschreckend gering.

„Diese essentiellen Fragen stellen sich nicht

nur die heimischen Vereinsverantwortlichen,

die Fußballverbände und ich selbst, als begeisterter

Fußballtrainer, immer wieder. Ich

erlaube mir, im Fußballteil dieser Ausgabe,

meine eigenen, persönlichen Gedanken zu

dieser vieldiskutierten Thematik niederzuschreiben.

Was veranstalten die Clubs, um für volle

Teams, speziell in den untersten Jahrgängen,

zu sorgen? Ich bin, durch die Arbeit

mit diesem Magazin, in sehr vielen unterschiedlichen

Sportarten unterwegs und

stelle fest, dass vor allem die Fußballvereine

im Vergleich sehr wenig bis gar nichts

unternehmen, um so vielen Kindern wie

möglich das runde Leder schmackhaft

zu machen. Hier kann man sich von den

sogenannten „Randsportarten“ ein gehöriges

Stück abschneiden. Dort hatte

man schon seit je her die große Herausforderung

geringer Aufmerksamkeit

zu stemmen und war von Beginn an

gezwungen aktiv zu sein. Die Zeiten, wo

ein Großteil talentierter Halbwüchsiger

von sich aus zum heiligen Fußballplatz

pilgerten, sind schon lange vorbei. Noch

dazu, wo sich der Fußball allgemein,

mittels hochdotierten Fernsehrechten,

Übertragungen von Spitzenspielen inkl.

deren weltbekannten Aushängeschildern

(Identifi kationsfi guren) nur noch im Pay-

TV, zunehmend selbst ins Knie schießt,

sich dadurch freiwillig um die so wichtige

öffentliche Reichweite bringt und mit

verbundenen Augen mehrmals gegen die

Wand springt. Dummheit, Gier und Engstirnigkeit

kennt defi nitiv keinerlei Grenzen!

Die Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten

hat immens zugenommen und der gemeinsame

(sportartübergreifend) digitale Gegner

wird von Jahr zu Jahr mächtiger. Stefan

Holzeisen, Leichtathletiktrainer TRI-X Kufstein,

Mitveranstalter der jährlichen Leichtathletik-Schulmeisterschaft

im Bezirk, bestätigte

beim letzten Interview den gravierenden

Leistungsverfall im 30-Jahresvergleich. Beim

1.000m-Lauf fehlt es beispielsweise im

Schnitt bereits fast um eine ganze Minute! Es

besteht also unbestritten, sogar messbarer

Handlungsbedarf!

Wir müssen die Kinder endlich planmäßiger

und nachhaltiger in den öffentlichen Einrichtungen

abholen und was, wenn nicht Fußball,

der nach wie vor Massen rund um die ganze

Welt begeistert, eignet sich hierzulande besser

dazu? Natürlich darf man nicht sämtliche

Fußballvereine über einen Kamm scheren

– es gibt sie tatsächlich, die wenigen Ausnahmen,

welche nach Absprache mit den

diversen Schulleitungen, in regelmäßigen Abständen

spassvolle Schnuppertrainings während

Turnstunden abhalten und so versuchen

immer wieder neues Feuer zu entfachen. Um

Hannes Jenewein

das Thema dann auch schlussendlich in die

Elternhäuser zu bringen, habe ich Fußballbroschüren

entwickelt, wo die positiven Aspekte

erläutert werden und welche mit sehr wenig

Aufwand für jeden einzelnen Verein adaptiert

werden können. Die Kids leben viel mehr im

Hier und Jetzt, blenden Vergangenes oft aus.

So könnte man durchaus gegen chronischen

Spielermangel in den Nachwuchsteams argumentieren.

Ich selbst wurde vor ca. 38

Jahren, als 5-jähriger, von der heimischen

Trainerlegende Helmut Viertler (immer noch

beim FC Kufstein aktiv) direkt am damaligen

kleinen Fußballplatz bei der Trautweinstraße

(Kufstein/Sparchen), wo mittlerweile eine

Lagerhalle steht, für den seinerzeitigen ESV

Kufstein „rekrutiert“. Meine Eltern (Vater Skifahrer,

Mutter Turnerin), hätten diesen Schritt

mit hoher Wahrscheinlichkeit nie von sich

aus gemacht. Wenn man heutzutage kleine,

fremde Kinder an Spielplätzen anspräche,

bekäme man vermutlich nicht zu Unrecht

massive Probleme ...

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In einer Zeit, wo die Terminkalender der Kinder

bereits sehr früh mit allen möglichen

Aktivitäten vollgepackt werden, muss man

versuchen das Wettrennen ehestmöglich zu

gewinnen.

Hurra, wir haben es geschafft und unser

Fußballkindergarten ist gut gefüllt! Nur wie

geht es jetzt weiter? In den meisten Clubs

herrscht akuter Mangel an gut ausgebildeten,

qualitativen Nachwuchstrainern. Meist

trainieren motivierte Väter, welche selbst

lange Zeit Fußball spielten, die Mannschaften

ihrer eigenen Sprösslinge. Ich verneige

mich selbstverständlich vor jedem einzelnen,

der diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt

und seine kostbare Freizeit liebevoll

opfert. Nur ohne fundierte Ausbildung bleibt

hier leider vieles auf der Strecke. Allein die

Tatsache, dass man selbst früher ein guter

Fußballer war, bedeutet nicht automatisch,

dass man in der Lage ist sein Wissen auch,

vor allem altersgemäß, weiterzuvermitteln.

Trotz unveränderter Kernelemente, hat sich

der Sport in den letzten Jahren zudem massiv

verändert und man ist gezwungen sich ständig

am direkten Puls der Zeit zu bewegen. Um

den umfassenden Grundstein für die weitere

sportliche Entwicklung bestmöglich zu legen,

werden ausgerechnet im Nachwuchsbereich

auch die allerbesten Trainer benötigt. Man

erntet bekanntlich, was man sät!

Zugegeben, dieses Procedere ist durchaus

mit Kosten und Aufwand verbunden. Speziell

bei Vereinen, wo sehr viel Geld für Spielertransfers

und Prämien in deren erfolgreichen

Kampfmannschaften ausgegeben wird,

bleibt für die unteren Jahrgänge oftmals

nicht mehr viel übrig – so beißt sich wieder

mal der Hund genüsslich in den eigenen

Schwanz!

Nun gut, jetzt haben wir längerfristig volle

Nachwuchsteams und die besten Trainer,

welche sich um die Ausbildung der eigenen

Talente kümmern. Dann ist ja alles in Butter?

Wenn man so viel in den eigenen Nachwuchs

investiert, dann sollten diese Teams natürlich

auch dementsprechend erfolgreich sein! Vereine,

Trainer und vor allem Eltern messen sehr

oft die Gesamtqualität der Nachwuchsarbeit

an der Tabellenplatzierung oder am Erreichen

von höchstmöglichen, individuellen Mannschaftszielen.

Das ist meiner Ansicht nach

vollkommen falsch! Nachwuchstrainer, welche

den Erfolg der eigenen Mannschaft über

alles stellen, im Verein ihren eigenen Weg gehen,

nicht erkennen, dass sie ihre Spieler nur

ein Stück des Weges begleiten und wichtige

Erfahrungen in adäquaten Leistungsstufen

gluckenhaft behindern, stellen womöglich

eines der größten Probleme dar. Bei einem

konkreten regionalen Beispiel hat eine Jugendmannschaft

großen Spielermangel und

erhält vom Trainer der völlig überbelegten

Altersklasse darunter Woche für Woche nur

äußerst schwer Ergänzung für die laufende

Meisterschaft und wenn, dann nur Spieler,

welche im eigenen Team sowieso auf der

Bank sitzen würden. Trotz der Tatsache, dass

bei dem großen Kader nicht alle Kinder genügend

Spielzeiten ergattern und die meisten

Partien sowieso haushoch gewonnen werden

– was soll man dazu noch großartig sagen?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Spieler,

speziell aus hocherfolgreichen Nachwuchsteams,

zwar technisch und taktisch überdurchschnittlich

gut ausgebildet sind, jedoch

nie das Gesamtspektrum des umfassenden

Fußballspieles erlernt haben. Mannschaften,

welche die eigene Liga dominieren, nur sehr

wenige Spiele im Jahr absolvieren, wo sie

wirklich gefordert sind, selten an Grenzen stoßen,

lernen die unverzichtbaren, zusätzlichen

Kernkompetenzen wie zum Beispiel Kampfgeist,

Wille, körperliches Durchsetzungsvermögen,

bedingungsloser Zweikampf um den

Ball oder effektive Lösungen im 1 gegen 1,

äußerst schwer. Die meisten Gegner werden

bis zum erfolgreichen Torabschluss einfach

klassisch ausgespielt. Oft steht der krasse

Gewinner bereits schon vor Anpfi ff fest. Es

geht im Prinzip nur darum wie hoch das Ergebnis

ausfallen wird. Die jungen Spieler machen

sich im Vorfeld oftmals mehr Gedanken

über den akribisch einstudierten Torjubel, als

das anstehende Spiel selbst. Die nicht mal

handvoll Partien im Jahr, wo man auf ebenbürtige

oder sogar überlegene Gegner stößt,

werden von allen Seiten hochstilisiert und die

Emotionen steigen ins schier Unermessliche.

Die große Angst, schon allein vor der simplen

Möglichkeit des extrem seltenen Verlierens,

überlagert in diesen Momenten sehr oft die

„gesunde Gier“ auf den Sieg. Erst bei einem

Gleichgewicht von beiden wird gelernt, dass

Erfolg nicht selbstverständlich ist und man

laufend sein Bestes geben muss, um gewinnen

zu können – Charakterbildung!

Fakt ist, dass die höchste Ausfallquote von

Spielern im Übergang zum Erwachsenenfußball

liegt. Natürlich spielt dabei auch die

Pubertät eine bedeutende Rolle! Der eigene

Aktionsradius wird größer, der schulische

bzw. berufl iche Aufwand steigt, die Hormone

spielen verrückt, das andere Geschlecht wird

zunehmend interessanter, alles bisherige

wird kritisch in Frage gestellt, auf nicht immer

nachvollziehbare oder logische Waagen

gelegt. Ein völlig normaler Generationenkonfl

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verkehrt. Hätten wir ständig alles identisch

wie unsere Vorfahren gemacht, sprängen wir

vermutlich noch heute mit zotteliger Ganzkörperbehaarung

von Baum zu Baum. :o)

Aber auch der Fußball wird von einem auf

den anderen Moment vollkommen auf den

Kopf gestellt. Plötzlich muss man sich gegen,

vor allem körperlich bei weitem robustere,

Erwachsene durchsetzen, welche teilweise

schon länger fußballspielen, als man selbst

alt ist. Das über all die Jahre hinweg praktizierte

mannschaftliche Ausspielen funktioniert

nicht mehr wirklich bis ganz nach vorne.

Aufgrund des verschiebenden Kettenspieles,

werden Raum und Zeit mit zunehmender

Annäherung zum gegnerischen Gehäuse extrem

spärlich und die Drucksituationen steigen

Meter für Meter. Der gewaltige Sprung

ist vielen bei weitem zu hoch, weil zusätzlich

Anforderungen notwendig werden, welche im

bisherigen sportlichen Werdegang nur viel zu

selten gebraucht und deshalb oft mangelhaft

ausgebildet wurden.

Oliver Kahn: „Eier, wir brauchen Eier!“

Was schließe ich persönlich daraus? Man

muss sich demnach entscheiden, ob der

eigene Nachwuchs Titel sammeln, tabellarisch

erfolgreich sein oder so viele Spieler

wie möglich für die eigene Kampfmannschaft

ausbilden will. Zweites sollte, neben den natürlich

sozialen Aufgaben, ausschließlich der

Grund für einen soliden Nachwuchsbetrieb

sein. Beides gleichzeitig funktioniert offenbar

nicht! Selbstverständlich muss alles unternommen

werden, um jedes einzelne Spiel zu

gewinnen und dies steht motivational absolut

an oberster Stelle – nur unter anderen,

förderlicheren Grundvoraussetzungen.

Talentierte Spieler, welche sich im eigenen

Jahrgang zu leicht durchsetzen, sollten, sofern

die körperlichen und geistigen Bedingungen

es zulassen, unbedingt in den nächsthöheren

Bereich gestuft werden. Bei jedem einzelnen

Training oder Wettkampf werden die einzelnen

Spieler dadurch endlich leistungs- und nicht

nur mehr altersbezogen bestmöglich gefordert

und gefördert. Außerdem behindern herausragende

Spieler in den Nachwuchsteams sehr

oft die Entfaltung der restlichen, eventuell späterentwickelnden

Teamkameraden. Meist wird

der Ball zu den üblichen Verdächtigen gespielt

und diese erledigen das Ganze unter sich oder

im Alleingang. Mitspieler entwickeln die, im

modernen Fußball auf mittlerweile jeder einzelnen

Position geforderte, eigene offensive

Verantwortung, die dazugehörige Kompetenz

nur bedingt und man schöpft mögliche Potentiale

nicht vollständig aus. Sogar der Torwart

sollte in den richtigen Situationen mittlerweile

in der Lage sein, schnellstmöglich umzuschalten,

Offensivaktionen einzuleiten und das

systematische defensive Ordnen des Gegners

dadurch deutlich zu erschweren. Je weniger

beispielsweise unterschiedliche Torschützen

in einer Nachwuchsmannschaft, desto größer

der Handlungsbedarf! Dies wäre vermutlich

ein durchaus messbarer Ansatz.

Wenn dieses oben beschriebene Procedere

vom ersten bis zum letzten Jahrgang konsequent

umgesetzt wird, haben diese Mannschaften

zwar keine Chance mehr, großartige

Nachwuchstitel einzufahren und werden mit

Sicherheit des Öfteren gegen Ligaprimi unter

die Räder kommen, am Ende jedoch bei weitem

mehr Eigengewächse in die Kampfmannschaft

bringen, da sämtlichen Spielern bereits

von Beginn an das ganzheitliche Spektrum

des geliebten Fußballspieles vermittelt wird.

Dieser Endeffekt lockt, nur so nebenbei erwähnt,

übrigens zusätzliche Zuschauer an! Es

liegt auf der Hand, dass man sich bei weitem

besser mit bekannten Sportlern aus der eigenen

Umgebung, als mit irgendwelchen zusammengekauften

Retortenteams identifi ziert.

Weniger Transferkosten, mehr Zuschauer,

höhere Akzeptanz und Aufmerksamkeit

in der Umgebung, dadurch interessanterer

Werbepartner und die Maschine läuft

– WIN-WIN-WIN ... !

Die wöchentlichen Zuschauerzahlen quer

durch alle Ligen beweisen, dass öffentliches

Interesse nur bedingt in Relation zur Höhe der

jeweiligen Spielklasse steht und exakt dieser

jedoch vereinsintern meist unverhältnismäßig

hohe Bedeutung beigemessen wird.

Die diversen Funktionäre in den Vereinen

sollten unbedingt Langfristigkeit als oberstes

Ziel verfolgen. Zu hohe sportliche Zielsetzungen

und Ansprüche der Kampfmannschaft

in keinem gesunden Verhältnis zum eigenen

Einzugsgebiet, können ausschließlich durch

laufende, kostspielige Transfers am Leben

gehalten werden. Diese wiederum verringern

automatisch die wichtigen Einsatzzeiten

der aufstrebenden Eigenbauspieler, welche

selbstredend genügend Zeit am Platz benötigen,

um sich bestmöglich weiterzuentwickeln.

Dass speziell junge Spieler noch keinesfalls

konstant das höchste individuelle Leistungspotential

abrufen können und Formkurven

immer wieder auftreten, wird dabei von weitsichtigen

Trainern und Funktionären in Kauf

genommen.“

Hannes Jenewein

Herausgeber Magazin Sport.Art

h.jenewein@brandstift.at

... weil Sport starke

Partner braucht.

www.rbk.at


30


31

hIghspeed-racedrohnen

Bernd Kendlbacher aus Langkampfen

Während sich das sogenannte Drone

Racing beispielsweise in den

USA oder China bereits stark etabliert

hat und sogar Massen begeistert,

scharrt diese neuartige Sportart

bei uns noch in den Startlöchern.

Bei dem Wort „Drohnen“, denken viele

sofort an Videoüberwachung, Filmaufnahmen,

Ausspionieren, Verletzung der Privatsphäre,

Stalker oder Spanner. Zugege-

ben, dieser Ansatz ist durchaus existent.

Immer neu angepasste Regelungen und

Gesetze versuchen hier zu Recht regulativ

einzugreifen. Dass diese Fluggeräte aber

auch vollkommen andere Möglichkeiten

bieten, zeigt dieser hoffentlich te

interessan-

Beitrag.

Bernd Kendlbacher (44 Jahre) aus

Oberlangkampfen über seine Leidenschaft:

„Meine kleinen Race-Quadrocopter

mit einem Durchmesser von gerade

mal 135 mm erreichen eine Geschwindigkeit

von bis zu 130 km/h und werden,

im Unterschied zu den üblichen Drohnen,

ohne jegliche Flugstabilisation gefl ogen.

Spektakuläre Loopings, schnelle Rollen,

waghalsige Saltos oder sonstige Tricks,

wären ansonsten nicht möglich. Es gestaltet

sich demnach bei weitem schwieriger,

diese kleinen Hochgeschwindigkeitsgeschoße

unter Kontrolle zu halten bzw.

so präzise wie möglich zu steuern. Eine winzige,

analoge Kamera direkt auf der Drohne

übermittelt die, im Vergleich zu den gewohnten

Geräten äußerst geringaufl ösenden, leicht

verzerrten Bilder (gerade mal 600 x 400 Pixel)

annähernd in Echtzeit (11 msec) an meine

spezielle Virtual-Reality-Brille und dadurch

hat man das Gefühl tatsächlich selbst zu

fl iegen. Wer beeindruckende Aufnahmen von

Kampfjets aus der Ich-Perspektive, beispielsweise

bei Flügen durch den Grand Canyon,

gesehen hat, kann sich ein ungefähres Bild

davon machen. Nur mit dem Unterschied,

dass man dabei tatsächlich selbst steuert.

Sämtliche Einzelteile (Gehäuse, Platinen, Propeller,

Kameras, Sender, Motore, etc.) meiner

Race-Drohnen bestelle ich online, baue und

löte diese in gefi nkelter Kleinstarbeit zusammen.

Im Anschluss wird das Fluggerät mittels

USB-Anschluss am Computer und aufwendiger

Software (Beta Flight) umfassend konfi -

guriert. Die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten

sind enorm und man muss

sich schon längere Zeit damit befassen, bis

Flyer, Plakate, Broschüren, Kataloge, Werbebanner, Logos, u.v.m.

Werbeagentur Brandstift · Fichtenweg 3 · A-6336 Langkampfen · Tel. 0699.1149 96 94 · offi ce@brandstift.at · www.brandstift.at


32


die einzelnen, ineinandergreifenden Komponenten

verstanden werden. Natürlich könnte

ich auch bereits vollkommen fl ugfertige Drohnen,

billiger und ohne so großen Zusatzaufwand

kaufen. Nur wenn jemand wie ich, seit

ca. zwei Jahren annähernd jeden Tag intensiv

fl iegt und trainiert, entwickeln sich zunehmend

gewisse Vorstellungen oder höhere

Ansprüche, welche vom üblichen Fachhandel

bei weitem nicht bedient werden können. Nebenbei

macht es großen Spass die Fluggeräte

selbst zu konstruieren. Sämtliche dafür

notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten

habe ich mir im Laufe der Zeit mittels simplem

Learning by Doing angeeignet. Ab dem

ersten Crash ist man sowieso gezwungen

etwas tiefer in die Materie einzutauchen und

aus dem immer wiederkehrenden Reparieren

entwickelt sich irgendwann der Wunsch

auch selbst zu konstruieren. So dreht sich die

Spirale immer weiter ... Dinge, die mich faszinierten,

habe ich schon seit je her extrem

betrieben.

So ein selbst konstruiertes Hochleistungsfl

uggerät kommt in etwa gesamt auf EUR

180,–. Wenn man die Virtual-Riality-Brille

um ca. EUR 350,– und eine gute Fernbedienung

um ca. 200,– dazurechnet,

ist man bestens versorgt. Natürlich steigt

niemand sofort in diesen hohen Sektor

ein, sondern trainiert zuerst ausgiebig

mit fl ugstabilisierten, einfacher handlebaren

Fluggeräten. Mittlerweile habe ich

mich in punkto Bauteile bzw. Ersatzteile

sehr umfangreich ausgestattet und bin

für annähernd sämtliche Eventualitäten

ausgezeichnet gerüstet. Wenn einem das

Fieber so richtig gepackt hat, nennt man

irgendwann sowieso zahlreiche, unterschiedliche

Drohnen sein eigen! :o)

Meine Drohnen haben eine Reichweite

von ca. 1,5 km und der Akku hält bei

hohen Geschwindigkeiten und kraftraubenden

Flugmanövern maximal 2,5

Minuten. Die Antriebe der vier Propeller,

mit bis zu 100.000 Umdrehungen pro

Minute, verbrauchen sehr viel Energie.

Trotzdem muss das Gewicht so gering

wie möglich gehalten werden. Große,

schwere Stromspeicher wären dafür völlig

unbrauchbar. So zwischen 15 bis 30 voll

aufgeladene Akkus habe ich in der Regel

meistens im Gepäck.

Rechtlich müssen diese Fluggeräte ab einem

Gewicht von 250g angemeldet werden.

Meine Race-Drohnen liegen mit ihren

140g deutlich darunter und dürfen überall

fl iegen, wo sich niemand in seiner Privatsphäre

verletzt fühlt. Offi ziell fällt das Ganze

in den Bereich „Spielzeug“. Trotzdem nehme

ich dieses Thema sehr ernst und frage

bei neuen Locations zuvor immer nach. Wie

so oft, hilft hier auch wieder meist das berühmte

Fingerspitzengefühl bzw. der logische

Hausverstand immens weiter. Die Fluggebiete

wähle ich so, dass sich niemand gestört

fühlt und bei eventuellen Abstürzen keinerlei

Schaden angerichtet werden kann. Straßen,

Bahntrassen, Wohngebiete, öffentliche Einrichtungen

(Schwimmbäder, Schulen od.

Kindergärten), etc. sind völlig tabu. Auch auf

beispielsweise Felder mit irgendwelchen Tieren

wird natürlich verzichtet. Die summenden,

herumfl itzenden Teile könnten durchaus

unnötig verstören oder für vermeidbare Aufregung

sorgen.

Dass ich mit meiner spacigen Brille auf der

Nase, für den ein oder anderen Passanten

natürlich etwas schräg rüberkomme, ist mir

33

durchaus bewusst. Die meisten sehen so

etwas zum ersten Mal und fragen hin und

wieder interessiert nach, was ich komischer

Vogel hier überhaupt treibe. Solange der Ton

passt, bekommt man von mir auch stets eine

freundliche Antwort zurück! :o)

Eine sogenannte „Szene“ ist unserorts noch

nicht wirklich existent und Gleichgesinnte

sind äußerst spärlich gesät. Besonders freut

mich, dass ich im Februar dieses Jahres

ganz zufällig Hans-Peter Bucher aus Ebbs,

während dem Fliegen bei der Innschleife in

Oberlangkampfen, kennengelernt habe und

wir uns seit diesem Zeitpunkt gegenseitig

austauschen und immer wieder gemeinsam

neue Manöver trainieren. Vielleicht melden

sich über diesen Weg ja noch weitere bei

mir? Eine kleine Community könnte sehr viel

voneinander profi tieren und sich gegenseitig

pushen bzw. weiterhelfen. Aber auch Leuten,

denen dieses Thema einfach nur interessiert,

gebe ich gerne Auskunft.

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