Altlandkreis Ausgabe Januar/Februar 2019 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Skitouren schärfen die Sinne - Trendsport in freier Natur / Berufsschulleiter Thomas Schütz auf der Roten Couch / Gründe für und gegen den Konsum von Cannabis - wir sprechen mit einem Betroffenen und der Polizei / Imposanter Hirsch auf Augenhöhe - die Wildfütterung in Graswang / Auto ISI - Veredelte Schlitten von Lamborghini, Porsche und Ferrari aus Schongau / Der Grippe zum Trotz: zwei Ärztinnen sprechen über präventive Maßnahmen / Punkrock trifft Volksmusik: WambaBrassClub / Wie Schongau zu Bayern kam: die Geschichte des Stadtmuseums / Junger Schongauer in guter Mission auf Hawaii: Philipp Reißmann / Kreativ und schmackhaft: Hochzeitstorten aus dem Café Peramarta / Wolfrudel im Oberland gesichtet: American Football in Oberammgau / Start des 33. Internationalen Allgäu-Alpen-Pokals im Eis-Speedway / Länger frisch und frei von Schimmel - das Geheimnis von Zirbenholz-Brotboxen - Mit Vollgas ins neue Jahr: unser Veranstaltungskalender für Januar und Februar 2019

Ausgabe 51 | Januar / Februar 2019

.de

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Eine Produktion von

Titelbild: Bernhard, fotolia

Wieskirche

Auf der Roten Couch

Berufsschulleiter Thomas Schütz

Skitouren-Trend

Durch unberührten Schnee


Sportlich, traurig und rasant

Ein Viertel aller Alpenvereinsmitglieder

haben

sich im vergangenen

Winter

auf Skitouren

abseits gesicherter

Pisten

bewegt. Bei 1,3

Millionen Menschen

deutschlandweit

eine

beachtlich hohe

Zahl, Tendenz steigend.

Weil

das Skibergsteigen

seit rund zehn Jahren boomt, omt,

haben wir uns mit

Peter Echtler aus Urspring unterhalten. Der heutige

Bergwachteinsatzleiter und Trainer im AV war als

Jugendlicher einer der ersten, hat die rasante Materialentwicklung

miterlebt und zählt heute zu den

Skitour-kompetentesten Bewohnern des Schongauer

Altlandkreises. Für uns hat der dreifache Familienvater

gemeinsam mit Frau Manu zahlreiche Gründe

erörtert, warum Skibergsteigen in hohem Maße

süchtig machen kann. Das Thema Sucht spielt beim

Konsum von Cannabis eine noch gewichtigere Rolle.

„Weil es keine klare Definition für abhängig oder

nicht abhängig gibt“, sagt Kriminalhauptkommissar

Thomas Loy, der sich ganz klar gegen die Legalisierung

von Haschisch und Marihuana ausspricht. Ein

wenig anders sieht das ein Genusskiffer, der sich

regelmäßig, aber in Maßen einen Joint gönnt und

der Meinung ist: „Durchs Kiffen gehe ich entspannter

durchs Leben.“ Von einem entspannten Leben weit

entfernt sind die rund 1,2 Millionen Obdachlosen,

die derzeit in Deutschland ums Überleben kämpfen.

Stationäre Hilfe bietet unter anderem die Herberge

in Herzogsägmühle, die allein 2018 mehr als 5 000

Übernachtungen zu verzeichnen hatte. Wir durften

uns in der dortigen Kantine mit einem Obdachlosen

unterhalten, der bereits mit 18 Jahren von zuhause

geflüchtet ist – aus einem traurigen Grund. Die Flucht

aus Deutschland ergriffen hätte um ein Haar auch

Thomas Schütz, Leiter der Schongauer Berufsschule.

Warum es mit seinem Karriereausklang am anderen

Ende der Welt letztlich doch nicht klappte, er größten

Wert auf Kollegialität legt und wie viele Schüler und

Lehrer er momentan unter seinen Fittichen hat, verriet

uns der 64-Jährige im großen Interview auf der

Roten Couch.

Bis ans andere Ende der Welt fliegen auch Isi und

Elvis Krasniqi nicht. Dafür landen dort einige ihrer

schicken Autos. Weil über das Schongauer Autohaus

ISI seit jeher viele Gerüchte kursieren, haben

wir vorbeigeschaut an der Bahnhofstraße und wollten

wissen, wie das Geschäft mit Luxusschlitten

von Lamborghini, Rolls-Royce und Ferrari so läuft.

Sündhaft teure Sportwagen flitzen auch immer wieder

mal durchs Graswangtal. Abseits der dortigen

Hauptstraße befindet sich zwischen Ort und Gebirge

ein von Wald geschütztes Platzerl, das an kalten,

knackigen Wintertagen regelmäßig heimgesucht

wird von gewaltigen Hirschen. Verantwortlich für die

sehenswerte Schaufütterung ist Berufsjäger Gerhard

Schwaninger, der uns im Geländewagen an Tribüne

und Futtertische gefahren hat. Wesentlich flotter unterwegs

ist Roland Lepnik, Seriensieger beim Internationalen

Allgäuer Alpen-Pokal, der unter anderem

in Steingaden ausgetragen wird – und definitiv nichts

für Weicheier und schwache Nerven ist. An dieser

Stelle ein gesundes und verletzungsfreies Jahr 2019

wünscht Ihnen, liebe Leser

Ihr Johannes Schelle

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> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Wolfsrudel im Oberland

gesichtet: American Football

beim TSV Oberammergau

Seite 6

Skitouren schärfen

die Sinne — Trendsport

in freier Natur

Seite 9

Nehmen Sie Platz, Thomas

Schütz! Der Berufsschulleiter

auf der Roten Couch

Seite 16

„Bin ein gelassenerer Mensch.“

Gründe für und gegen den

Konsum von Cannabis

Seite 18

Imposanter Hirsch auf

Augenhöhe — Schaufütterung

im Graswangtal

Seite 30

Veredelte Luxusschlitten von

Lamborghini, Porsche und

Ferrari bei Auto ISI

Seite 38

Der Grippezeit zum Trotz:

Zwei Ärztinnen sprechen über

präventive Maßnahmen

Seite 40

Punkrock trifft Volksmusik

beim Debütalbum von

„WambaBrassClub“

Seite 50

Wie Schongau zu Bayern

kam — die Geschichte des

Stadtmuseums

Seite 54

Sag mal, Philipp Reißmann!

Junger Schongauer in guter

Mission auf Hawaii

Seite 60

Kreativ und schmackhaft:

Hochzeitstorten aus dem

Café Peramarta

Seite 76

Start des 33. Internationalen

Allgäu-Alpen-Pokals: Beim

Seriensieger kribbelt's

Seite 86

Länger frisch und frei von

Schimmel: Zirbenholz-

Brotboxen hiesiger Schreiner

Seite 89

Guten Rutsch ins neue Jahr!

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für Januar und Februar

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januar / februar 2019 | 3


American Football beim TSV Oberammergau

Wolfsrudel im

Oberland gesichtet

Oberammergau | American Football

boomt in Deutschland derzeit

wie kaum eine andere Sportart.

Gerade jetzt, wenn die amerikanische

Profiliga NFL langsam aber

sicher auf ihren Saisonhöhepunkt

zusteuert: den Super Bowl, heuer

am 3. Februar im Mercedes-Benz

Stadium in Atlanta. Allsonntägliche

ausführliche Berichterstattungen

im deutschen Fernsehen während

der NFL-Saisons – immer von September

bis Februar – haben dazu

geführt, dass die Beliebtheit für das

„Rasenschach mit Kühlschränken“

immer größer wurde. Doch während

die allermeisten den Sport

lediglich auf der heimatlichen

Couch verfolgen und allenfalls mit

amerikanischem Fast Food an der

Figur arbeiten, ließ Tom Seidl die

Idee nicht los, Schulterpolster und

Trikot überzustreifen, um es selbst

mal auszuprobieren. Der 32-Jährige

erkundigte sich zunächst, wo es

die Möglichkeit gäbe, aktiv Football

zu spielen. Da die Strecke für den

Farchanter, der im Schichtbetrieb

tätig ist, zum nächsten Verein nach

Bad Tölz für regelmäßiges Training

zu weit gewesen wäre, trommelte

er alle sein Kumpels zusammen,

die „ebenfalls Bock auf Football

haben“. Zunächst spielten sie in

Burgrain, ehe ihnen der dortige

Platz wegen des Hochwasserschutzes

wegfiel. Sie zogen weiter

nach Oberau, wurden immer mehr,

so dass es auch

dort nicht mehr

möglich war. Also schrieben sie

sämtliche Vereine in der Umgebung

an. Beim TSV Oberammergau

wurden die Verantwortlichen

hellhörig, das „Wolfpack“ – den

Namen hatten sich die Sportler

bereits einige Zeit zuvor gegeben –

durfte sich in einem zweitägigen

Teamgeist: Bei kaum einer anderen Mannschaftssportart t t müssen die

einzelnen Spieler so gut im Kollektiv funktionieren wie beim Football.

Workshop vorstellen. Seit August

2017 gehören sie offiziell zum TSV

Oberammergau, sind seither kaum

mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken.

„Cheerwolves“

unterstützen Spieler

Ihren Namen durfte das „Wolfpack“

behalten, einzig das Logo

musste in das bestehende TSV

Oberammergau-Wappen integriert

werden. Mittlerweile zählen rund

30 aktive Mitglieder zum Wolfsrudel,

hinzu kommen gut 15 „Cheerwolves“,

die die Sportler vom

Seitenrand aus lautstark unterstützen.

„Die Mädels haben mich angesprochen,

dass sie gerne etwas

machen würden und haben kurzerhand

die Cheerleader-Gruppe

gegründet“, freut sich Tom Seidl,

denn: American Football ohne

Cheerleader – undenkbar. Seidl

selbst ist Gründungsmitglied, Vorstand,

Abteilungsleiter und Head

Coach, also hauptverantwortlicher

Trainer, in Personalunion. Mittlerweile

konnte er sich wie beim

American Football üblich ein ganzes

Coaching-Team zusammenstellen,

auch wenn er immer noch auf

der Suche nach Trainer-Nachwuchs

ist. Doch Vorsicht: Bei der wohl

am meisten von Taktik geprägten

Mannschaftssportart weltweit ist

umfangreiches Wissen notwendig.

Das eigene Basiswissen bekam

das „Wolfpack“ von einem ehemaligen

Coach der sächsischen

Landesauswahl vermittelt, der

beruflich in der Gegend war, vom

Vorhaben mitbekam und die Sportler

vergangenes Jahr unter seine

Fittiche nahm. Er gab Tipps, lehrte

ihnen das Football-Einmaleins.

Dass American Football in der Region

hinter anderen Sportarten,

allen voran dem Fußball, nur eine

untergeordnete Rolle spielt, ist

auch Tom Seidl völlig klar. Umso

Wir wünschen allen schöne

Weihnachten und ein gutes

neues Jahr 2019!

Wir schaffen Freiräume

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Harte Tacklings gehören beim American Football dazu.

wichtiger ist die Rekrutierung von

Spielern, die Lust auf den Sport

haben. Das Schöne dabei: Der

Körperbau spielt beim American

Football, anders als in den meisten

anderen Sportarten, nur eine untergeordnete

Rolle, schließlich gibt

es für jeden Typ die perfekte Position.

Während die leichtfüßigen und

wendigen Spieler eher fürs Laufen

und Fangen zuständig sind, benötigt

man die „schweren Jungs“

unter anderem als Linebacker oder

Tackle. Über allem steht beim Football

bekanntlich der Spielmacher,

der Quarterback. Den zu finden ist

nicht nur für Amateurmannschaften

eine enorme Herausforderung.

Umso mehr freut sich Tom Seidl,

dass „wir uns für die Position jemanden

aus den eigenen Reihen

herangezogen haben“.

Noch startet das „Wolfpack“ in keiner

offiziellen Liga. Die Entwicklung

eines Spielsystems in all seinen

Variationen dauert beim Football

eben eine Weile. Ein Freundschaftspiel

gegen die „Munich Allstars“

haben sie bereits absolviert. Für

2019 sind weitere Tests in Planung,

um sich in Form zu bringen, damit

das Team 2020 erstmals im

Ligabetrieb – in der sogenannten

Aufbauliga – starten kann. Die voraussichtlichen

Gegner dann: Dachau,

Cham, Ingolstadt, Regensburg

und Rosenheim. Entfernungen,

die wahrlich kein Zuckerschlecken

sind. Auch daran sieht man, dass

das Interesse am aktiven Football

dem passiven Sporterlebnis auf

dem Sofa noch um einiges hinterherhinkt.

Gutes Verhältnis zu

anderen Abteilungen

„Wir sind einfach dankbar, dass

wir aufgenommen wurden“, beschreibt

Tom Seidl das gute Verhältnis

zu den anderen Abteilungen

im TSV Oberammergau. Völlig

selbstverständlich haben sie bei

der Jubiläumsfeier der Einradfahrer

mitgeholfen, waren zudem

zweimal beim TSV-Generationenfest

präsent. Auch ihr eigener Tag

der offenen Tür war trotz unvorteilhaftem

Datums angesichts der

Landtagswahl erfreulich gut besucht.

Einzig neue Spieler konnten

in Folge dessen noch nicht begrüßt

werden. „Zehn Männer mehr wären

perfekt“, nennt Tom Seidl eines

der mittelfristigen Ziele. Hinsichtlich

Sponsoren sind sie für ihren

Status hingegen bereits gut aufgestellt.

Schon bald werden die „Field

Goals“, riesige Eisenstangen, die

aussehen wie überdimensionale

Stimmgabeln und jeweils am Ende

des Feldes stehen, angeschafft. In

diesem Winter geht es darüber hinaus

erstmals in Trainingslager.

Generell ist jeder eingeladen,

selbst Teil des Wolfsrudels zu werden.

Jedes Alter, jede Figur. „Unser

ältester Spieler ist 37, der jüngste

14, wobei der bei offiziellen Spielen

noch nicht eingesetzt werden

darf“, sagt Tom Seidl. Genau deshalb

soll in naher Zukunft eine

Nachwuchsabteilung gegründet

werden. „Wir werden viel in die

Jugendarbeit investieren“, verspricht

der Vorstand. Nicht nur,

um die Sportart Football in Oberammergau

auf nachhaltige Beine

zu stellen, sondern auch, weil es

vom Verband gefordert wird. Ist

man in einer Liga gemeldet, bekommt

der Verein drei Jahre Zeit,

um eine Jugendarbeit zu bewerkstelligen.

Wer also Lust hat, sich

dem „Wolfpack“ anzuschließen,

kann gerne Kontakt aufnehmen,

die wichtigsten Daten halten Facebook-

und Internetseite (www.tsvoberammergau.de)

bereit. Einzige

Voraussetzung: Teamgeist – in einem

Wolfsrudel unverzichtbar. tis

Rund 30 aktive Mitglieder zählen zum „Wolfpack“ aus Oberammergau.

januar / februar 2019 | 5


Trendsport in freier Natur

Skitouren schärfen

die Sinne

Urspring | Beinahe tägliche Hüttenabende

auf Kolben und Hörnle,

250 Leute auf dem Gipfel des Galtjochs

(Lechtal) und mehr Tourengeher

am Rand als Alpinfahrer auf

der Piste: Skitouren, ob im freien

Gelände oder auf gesicherter Piste,

boomen seit zehn Jahren. Warum?

„Weil dieser Sport eine unglaubliche

Bandbreite zu bieten hat“, sagt

Peter Echtler, 44, aus Urspring. Der

hauptberufliche Account-Manager

bei Hoerbiger und Vater dreier

junger Kinder zählt gemeinsam

mit Ehefrau Manu zu den Skitour-kompetentesten

Bewohnern

im Schongauer Altlandkreis

sogar ihre Söhne Pius (9) und Pirmin

(7) sind regelmäßig mit ihrem

Papa auf Skitour unterwegs. Ob

Schweiz, Südtirol, Frankreich, Österreich

oder vor der Haustüre in

den Ammergauer oder Lechtaler

Alpen – es sind viele Berge, die

der Bergwachteinsatzleiter sowie

Trainer und Tourenführer des

Alpenvereins mit Fell unter den

Skiern bestiegen hat. „Obwohl

ich erst mit 16 Jahren angefangen

habe, Alpinski zu fahren“, sagt Peter

Echtler. Ein Spätberufener also,

der sich allerdings bereits mit 17

Jahren eine Skitouren-Ausrüstung

gekauft hat und damals als Jugendlicher

zu den Exoten zählte.

„Es hat zwei Bindungsmodelle,

fürchterliche Schuhe, bockschwere

Skier und auch nur sehr wenige

Leute gegeben, die dieses Hobby

ausgeübt haben“, sagt er rückblickend.

Inzwischen sind mehr

als 25 Jahre vergangen und allein

aus materialtechnischer Sicht hat

sich das Skitourengehen enorm

weiterentwickelt. Aufgrund der

vielfältigen Auswahl an Material

fällt es inzwischen sogar schwer,

sich für eine passende Ausrüstung

zu entscheiden. Echtlers Tipp

für Anfänger: Lieber zunächst für

rund 30 Euro beim Fachsporthandel

eine Ausrüstung ausleihen, es

ausprobieren und herausfinden,

was einem taugt und in welche

Richtung es gehen soll: Pistentourer,

Geländetourer, Genusstourer,

Wettkämpfer, Skihochtourer oder

gar Telemarker?

Ausrüstung kostet

über 1 000 Euro

Schließlich kostet eine neue Skitouren-Ausrüstung

mit Schuhen,

Für Hochtouren und Durchquerungen

empfiehlt sich eine

Spezialausrüstung.

Skiern, Fellen, Bindung, Harscheisen

und Stöcken mindestens

1000 Euro. Hinzu kommen ein

geeigneter Rucksack und funktionelle

Bergsportbekleidung –

Hose, Jacke, Unterwäsche und

Wechselklamotten. Der Trend

geht hier zu Merinowolle, die

Schweiß vom Körper transportiert,

warmhält und trotzdem

nicht anfängt zu muffeln. Sobald

die gesicherte Piste verlassen

wird, kommt obligatorisch eine

Lawinennotfall-Ausrüstung mit

Piepser, Schaufel und Sonde hinzu.

In Sachen Ski empfiehlt Peter

Echtler einen gerockerten Allrounder

mit einer Breite von rund 85

bis 90 Millimeter unter der Bindung.

Durchgesetzt haben sich

mittlerweile Pin-Bindungen mit

zweifacher Steighilfe und Skistoppern.

Beim Aufstieg schwört

6 | altlandkreis


Pures Glück: Peter Echtler beim Skibergsteigen.

Echtler auf Mohair-Felle – das

natürliche Material von Angoraziegen

gleitet sehr gut im Schnee und

bietet trotzdem besten Halt. Die

Stöcke sollten längenverstellbar

sein und große Teller besitzen, um

im Tiefschnee nicht zu stark einzusinken.

Und nun? „Sich an das

Material gewöhnen.“ Pistentouren

wie beispielsweise auf den Kolbensattel

in Oberammergau oder

aufs Hörnle in Bad Kohlgrub eignen

sich ideal zum Ausprobieren

und Herantasten. Dabei werden

auch sportliche Typen feststellen:

Die ersten Skitouren sind ungewohnt

anstrengend, „weil es eine

komplett eigene, neue Bewegung

ist, hinzu kommt das Gewicht der

Ausrüstung“. Spätestens beim

Anlegen der ersten Spur im Tiefschnee

kommt sogar ein trainierter

Tourengeher leicht ins Schwitzen,

„da hier zusätzliche Kraft,

Ausdauer und Technik gefordert

ist“. Die Gefahr des „Vergraulens“

ist also groß, speziell bei Neulingen.

„Deshalb die ersten Touren

unbedingt langsam und gemütlich

angehen, auch dann, wenn man

überholt wird.“ Dass falscher Ehrgeiz

schlimme Folgen haben kann,

unterstreicht beispielsweise die

Unfallstatistik des Österreichischen

Kuratoriums für alpine Sicherheit,

wonach im Winter 2017 / 2018 insgesamt

19 Menschen bei einer Skitour

ums Leben gekommen sind,

darunter 54 Prozent in einer Lawine,

aber eben auch mehr als 20

Prozent aufgrund Herz-Kreislauf-

Problemen.

Aufstieg im

meditativen Zustand

Einen für sich und sein Leistungsniveau

passenden Aufstiegs-

Peter Echtler mit seinen Söhnen

Pius (9) und Pirmin (7) auf dem

Gipfel der Hochplatte.

Rhythmus zu finden ist ohnehin

aus mehreren Gründen wertvoll.

„Man erreicht irgendwann einen

schier meditativen Zustand – nur

noch du und die Natur.“ Für Peter

Echtler ist dieser Zustand die

effektivste Form, um einerseits

Kraft zu tanken und die Sinne zu

schärfen, andererseits den hektischen

Alltag hinter sich zu lassen.

Überhaupt verbindet er mit seinen

Atemberaubendes Erlebnis bei viel Schnee und reichlich Sonnenschein.

zahlreichen Skidurchquerungen

und Skihochtouren wie beispielsweise

im Berner Oberland, Wallis,

Rätikon oder gar Atlas-Gebirge

in Marokko unvergessliche Erlebnisse.

Rund 25 Viertausender hat

Echtler bereits mit Skiern erklommen.

Die Besteigung anspruchsvoller

Berge wie Großglockner,

Piz Palü, Finsteraahorn und Mont

Blanc schenkten ihm die bisher

intensivsten und schönsten Bergmomente

auf Skiern. Er erzählt

vom unmittelbaren Spüren der

Elemente, vom ausgesetzt sein,

vom Erleben der Naturgewalten,

von Grenzen erkennen, Risiken

abschätzen. „Ich glaube, es gibt

kaum eine Lebenssituation, bei

der ich so eng bei mir bin wie

beim Skibergsteigen.“

Um diese Momente auch wirklich

in vollen Zügen genießen zu

können, sollte die Aufstiegsspur

homogen und mäßig steil gewählt

werden. „Die große Kunst hierbei

ist, günstige Geländeformen

zu erkennen und diese für eine

gleichmäßig steile und sichere

Spuranlage zu nutzen.“ Entscheidend

zum Kräfte sparen ist auch

die richtige Gehtechnik. Anstatt

den Ski im Stile einer Watschel-

Ente auf und nach vorne zu heben,

bleibt er so plan wie möglich am

Boden, wird nur gezogen und geschoben!

Die Steighilfen sollten

frühzeitig, allerdings nicht zu früh

eingesetzt werden. Ideal ist auch

eine hüftbreit angelegte Spur, die

sicheren Stand bietet. „Viele Routen

sind zu schmal gespurt“, sagt

der Experte. Und Spitzkehren? Die

sollten fleißig im flachen Gelände

geübt und erst ab einer Hangneigung

von rund 30 Grad gemacht

werden.

Touren im

freien Gelände

Apropos 30 Grad steile Hänge. Ab

dieser Neigung steigt die Lawinengefahr

deutlich an. „Risikominimierung

durch eine intensive

Tourenplanung ist deshalb enorm

wichtig.“ Heißt: Am Abend vor der

Tour sich Informationen zum Bergwetter

und zur aktuellen Lawinenlage

einholen. „Die Informationen

dazu erhalte ich bis ins Detail vom

aktuellen Lawinenlagebericht,

kurz LLB.“ Wichtig ist dann, am Tag

der Tour die Planung mit Hilfe des

nun neuen LLBs, der täglich vom

Lawinenwarndienst um 7.30 Uhr

ausgegeben wird, nochmals zu

überprüfen. Sollte die eigentliche

Tour nicht vertretbar sein, empfiehlt

sich eine sichere Alternative.

Echtlers Tipp ganz allgemein:

Grundsätzlich immer wieder Lawinenkurse

und Expertenvorträge

besuchen, Fachliteratur und Erfahrungsberichte

lesen, sich mit

seiner Lawinennotfallausrüstung

vertraut machen und regelmäßig

die Kameradenrettung üben. Außerdem

mit gesundem Menschenverstand

und notwendigem Respekt

der Natur gegenüber an die

Sache rangehen. „In Jungwäldern,

ausgewiesenen Wildschutzzonen

sowie in der Nähe von Wildtierfütterungen

hat ein Skitourengeher

nichts zu suchen“, sagt Peter Echtler,

der das Skitourengehen wirklich

jedem empfehlen kann, aber

an dieser Stelle nochmals unbedingt

darauf hinweisen möchte:

januar / februar 2019 | 7


Mit korrekter Gehtechnik und idealer Linienwahl i kann bereits der

grundsätzlich sehr anstrengende Aufstieg reichlich Spaß machen.

„Kein Anfänger dieser Welt ist in

der Lage, die Lawinengefahr richtig

einzuschätzen.“ Selbst Experten,

oft aufgrund Überschätzung,

bringen sich immer wieder in Lebensgefahr.

Auch Echtler erwischte

es vor gut 15 Jahren gemeinsam

mit seiner Frau. „Wir hatten unglaubliches

Glück.“ Während links

und rechts der beiden die Lawine

400 Meter in die Tiefe donnerte,

„kamen wir auf einem Rücken

unverletzt und unverschüttet zum

Stehen“. Glück gehört bekanntlich

dazu. „Gut beraten sind Anfänger,

Kurse und geführte Touren vom

Alpenverein oder von Bergschulen

zu nutzen.“ Hilfreich sind auch

„Profis“ im eigenen Familien- und

Bekanntenkreis, die einen an die

Hand nehmen.

gibt’s eine genüssliche Brotzeit.

Bestens gestärkt und energiegeladen

vom atemberaubenden Blick

in die Weite, steht nun der größte

Lohn für die Mühen des Aufstiegs

bevor: Die Abfahrt. „Es gibt

wirklich nichts Geileres als eine

Abfahrt durch unberührten Pulver“,

sagt Manu Echtler, ebenfalls

B-Trainerin für Skihochtouren,

die sich schon mehrmals gefragt

hat: „Warum tue ich mir das an,

in aller Herrgottsfrüh bei Eiseskälte

und Dunkelheit mich auf

den Weg zu machen, obwohl ich

eigentlich überhaupt keinen Bock

darauf habe.“ Spätestens beim Hineintauchen

in das „weiße Gold“

weiß sie wieder, wofür sich das

Überwinden des inneren Schweinehundes

gelohnt hat. Für Peter

Echtler, der übrigens seit Jahren

im Telemark-Stil hinabfährt, ist

bereits der Aufstieg ein absolutes

Highlight. „Beim Skitourengehen

habe ich die Möglichkeit, in einer

unberührten Winterlandschaft

selbstbestimmt unterwegs zu sein.

Es ist beinahe so, als ob man der

erste Mensch ist, der den Berg besteigt.“

Heißt: Während im Sommer

Wander- und Kletterrouten

aufgrund vorhandener, teils markierter

Wege relativ strikt vorgegeben

sind, können auf unberührter

Schneedecke ganz neue, individuelle

Linien gewählt werden – hier

kommt der im Manne tief verwurzelte

Entdeckergeist hindurch,

„was mir unglaublichen Spaß

macht“. Hinzu kommt, dass Skitouren

fit halten und das Immunsystem

stärken. Gerade im Winter

sei es in Echtlers Augen besonders

wichtig, sich regelmäßig draußen

an der frischen Luft zu bewegen. js

„Gibt nichts Geileres

als die Abfahrt“

Wie und in welcher Form auch

immer: Oben angekommen,

„schnauft man erst mal durch

und genießt den Moment und

das Freiheitsgefühl“. Nachdem

die durchgeschwitzten Klamotten

gewechselt wurden, die Felle abgezogen

und sauber verstaut sind,

Sonnenaufgang mit Mond: Hierfür lohnt sich ihfüh frühes Aufstehen. Aft 8 | altlandkreis


Auf der Roten Couch

Kollegialer

Häuptling der

Berufsschule

Foto: Johann Jilka

Im Elektrotechnik-Fachbereich:

Schulleiter Thomas Schütz umringt von einigen Schülern.

januar / februar 2019 | 9


Schongau | Rund 1 300 Schüler

besuchen das Berufliche Schulzentrum

in Schongau, absolvieren

den theoretischen Teil ihrer dualen

Ausbildung in den Bereichen

Wirtschaft oder Elektrotechnik.

Hinzu kommen JoA-Klassen (Jugendliche

ohne Ausbildungsplatz),

Berufsintegrationsklassen

sowie Vollzeit-Schüler der Berufsfachschulen

Ernährung und

Versorgung, Kinderpflege, Sozialpflege

und kaufmännische

Assistenten. Hauptverantwortlich,

dass „der Laden läuft“, ist Thomas

Schütz, Schulleiter des Beruflichen

Schulzentrums. Wir haben

den 64-jährigen gebürtigen

Nürnberger zum großen Interview

auf der Roten Couch getroffen.

Dabei hat der Oberstudiendirektor

und Vater von drei Kindern

über die derzeitige Situation an

der Schongauer Berufsschule gesprochen,

welche Aufgaben für

die Zukunft warten und warum er

ein wenig neidisch gen Norden,

genau genommen nach Finnland,

blickt.

Herr Schütz, als Leiter des beruflichen

Schulzentrums Schongau:

Welche Ausbildung haben Sie genossen?

Es war ein rein gymnasialer Werdegang.

Ich bin in Nürnberg groß

geworden, habe dort Grundschule

und Gymnasium durchlaufen.

Eigentlich wollte ich Medizin

studieren, hatte dafür aber nicht

ganz den Notenschnitt. Also habe

ich ergriffen, was ich kannte. Ich

stamme aus einer Lehrerfamilie,

beide Eltern waren Lehrer, auch

mein Großvater. Ich habe meinen

Abschluss als Diplom-Handelslehrer

gemacht und bin dann

ganz normal ins Referendariat.

Ein Jahr in Würzburg, das zweite

dann in Neustadt an der Aisch.

Damals wurde man vom Ministerium

halt irgendwohin geschoben

ohne großen Einfluss. Allerdings

wollte ich nicht in der Großstadt

bleiben, sondern aufs Land.

10 | altlandkreis

Weil die Schüler auf dem Land einfacher

sind oder aufgrund der Lebensqualität?

Wegen beidem. Nachdem ich 30

Jahre die Großstadt genossen

hatte, war mein Gedanke, dass es

sich auf dem Land schöner lebt.

Vor allem von der Natur, die man

um sich hat. Die Schüler sind unkomplizierter

und die Berufsschulen

sind meistens gemischt. In der

Großstadt wie damals in Würzburg,

wurden nur Wirtschaftsberufe

unterrichtet und wir waren

etwa hundert Handelslehrer. Die

Mischung aus vielen Berufen und

Lehrern, die Unterschiedlichstes

studiert haben, gefällt mir wesentlich

besser. Damals wurde ich

einen Tag vor Schulbeginn von der

oberbayerischen Regierung angerufen,

ob ich eine Stelle antreten

würde. Ja klar, warum nicht? Ich

sollte mich also am nächsten Tag

um sieben Uhr in der Früh beim

Schulleiter der Berufsschule Weilheim

vorstellen. Dann habe ich

erstmal auf der Karte geschaut,

wo Weilheim eigentlich ist. Ich bin

mitten in der Nacht – so um drei –

losgefahren, damit ich pünktlich

ankomme. Letztlich habe ich dort

dann etliche Jahre verbracht.

Und haben es seither nie bereut, in

Oberbayern gelandet zu sein?

Es gab mal eine Zeit, da hatten

ich und meine damalige Frau, die

auch Lehrerin ist und ein Jahr später

eine Stelle in Peißenberg bekam,

überlegt, ob wir uns wieder

Richtung Mittelfranken orientieren.

Das war rund um die Familiengründung

und die Frage, wie

man an ein Haus rankommt. Wir

haben letztlich in Rottenbuch ein

Grundstück gefunden, dort gebaut

und damit war es besiegelt, dass

wir hier bleiben.

Seit 1984 sind Sie in Weilheim, seit

2002 in Schongau, seit 2011 Schulleiter

in Schongau.

Ich bin relativ schnell in Weilheim

in die Schulleitung gekommen aus

einem einfachen Grund:

Als ich in Weilheim angefangen

habe, gab es dort

keinen einzigen Computer.

Und da ich mich schon

während meines Studiums

ein wenig mit EDV beschäftigt

hatte, wurde ich

Systembetreuer und arbeitete

so bereits relativ eng

mit der Schulverwaltung

zusammen. Als die EDV

dann auch in der Schulverwaltung

eingeführt wurde,

bin ich ziemlich bald Mitarbeiter

der Schulverwaltung

geworden und gehörte damit

sozusagen zur Schulleitung.

Und so ist man

dann aufgestiegen.

Wie kam es zum Wechsel

nach Schongau?

Vor 2002 wurden sowohl in Weilheim

als auch in Schongau sämtliche

Berufe unterrichtet. Schongau

hatte demnach auch „Kfzler“ und

Weilheim auch Kaufleute. Der

Landkreis musste also etwa im

gewerblichen Bereich zwei Kfz-

Werkstätten unterhalten. Das versuchte

man damals, nicht nur in

unserem Landkreis, zu bereinigen.

Darum sind die Kaufleute komplett

nach Schongau, weshalb ich mir

als ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler

also die Frage stellte:

Bleibe ich in Weilheim und unterrichte

im gewerblichen Bereich

nur noch Deutsch und Sozialkunde,

oder gehe ich mit nach Schongau

und unterrichte das, worin ich

ausgebildet wurde? Damals war

ich bereits Studiendirektor und in

der Schulleitung, eine entsprechende

Stelle musste also gefunden

werden. Das hat sich dann

ergeben, weil ein Stellvertreter zu

der Zeit in Pension gegangen ist.

Große Pause: Thomas Schütz (rechts), seit 2011 Leiter Lit des Beruflichen Schulzentrums

in Schongau, mit „altlandkreis“-Redakteur Tim

Shl

Schmid.

Zufrieden mit Ihren gut sieben Jahren

als Schulleiter?

Durchaus. Ich habe ein wahnsinnig

nettes Kollegium, da sind viele

sehr engagiert. Das Zusammenspiel

zwischen Schulleitung und

Kollegium ist eine ganz wichtige

Geschichte. Dass sie wissen, sie

können jederzeit zu mir kommen.

Und umgekehrt kann ich mich

eben auch auf die Kolleginnen

und Kollegen verlassen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit

den hiesigen Unternehmen?

Die würde ich als sehr gut einstufen.

Das ist auch etwas, was mir

sehr am Herzen liegt und ich auch

meinen Lehrkräften nahe lege.

Schließlich gibt es viele Berührungspunkte

mit den Betrieben.

Ist der enge Kontakt mit Firmen

wichtiger denn je?

Ja und nein. Wir versuchen natürlich

auf beide Seiten einzugehen.

Es gibt immer wieder Fälle,

wo sich ein Betrieb von einem

Azubi trennen will. Da versuchen

wir zumeist, positiv einzuwirken.

Allerdings sagen auch wir

manchmal, dass wir es verstehen.

Im Wesentlichen ist die Zusammenarbeit

zwischen Berufsschule

und Betrieb ganz wichtig, um den

Schüler zu unterstützen oder um

auch mal Druck auszuüben. Das

funktioniert über den Betrieb

ganz gut.

Was gibt es konkret zu tun in mittelfristiger

Zukunft am Beruflichen

Schulzentrum in Schongau?

Ein Problem von Schongau ist

natürlich die verkehrstechnische

Anbindung, die, gerade was den

öffentlichen Nahverkehr angeht,

nicht ideal ist. In Richtung

Landsberg gibt es ja gar nichts,

obwohl die Leute auch von dort

herkommen. In Berufsschulen

gibt es von der Regierung vorgegebene

Sprengel, wo die Schüler

zur Schule gehen müssen. Unser

Einzugsbereich in manchen Berufen

sind die Landkreise Landsberg,

Weilheim-Schongau und

Garmisch-Partenkirchen. Bei den

Elektrikern kommen die Schüler

teilweise aus Mittenwald, die

haben also eine ganz schöne Anreise.

Im Bereich unserer Berufsfachschulen

hingegen stehen wir

eigentlich in Konkurrenz zu den

Betrieben. Da muss man schauen,

dass man auch die entsprechenden

Schüler bekommt.

Umso wichtiger sind Veranstaltungen

wie die Schongauer Ausbildungsmesse

„SAM“, 2019 am 10.

April in der Lechsporthalle.

Da sind wir natürlich äußerst

dankbar, dass es sowas gibt, weil


wir da als Anbieter von Ausbildungsberufen

antreten. Der Konkurrenzkampf

ist deutlich schärfer

geworden. Für die Klassen unserer

Berufsfachschulen müssen wir

mindestens 16 Schüler zusammenbekommen.

Es geht auch mal

für ein Jahr mit zwölf, da drückt

die Regierung noch ein Auge zu.

Wir haben da glücklicherweise

keine Sorgen, was auch Ergebnis

unserer vielen Werbeaktionen ist.

Die SAM finden wir also super und

sind auch gerne dabei. Letztes Jahr

war sie toll organisiert.

Ihre generelle Meinung zum dualen

Ausbildungssystem in Deutschland?

Ich persönlich finde es sehr gut,

es ist weltweit anerkannt. Wenn

man sich die positive wirtschaftliche

Entwicklung bei uns anschaut,

glaube ich, dass ein wesentlicher

Bestandteil das duale Ausbildungssystem

ist. Vergleicht man

die Jugendarbeitslosenquote mit

ganz vielen anderen Staaten, ist

sie bei uns sehr gering.

Dennoch gehen immer mehr Schulabsolventen

zum Studieren.

Da gäbe es von unserer Seite natürlich

die Möglichkeit, mal direkt

ins Gymnasium zu gehen und für

eine entsprechende Ausbildung

zu werben, was wir momentan

weniger machen. Das ist halt immer

auch eine Ressourcenfrage.

Wir haben rund 60 Lehrer hier, die

mit ganz vielen Aufgaben betraut

sind. Dann kommt die Geschichte

mit dem Werben noch dazu und

da konzentrieren wir uns auf die

Berufsfachschulen, weil wir hier

Schüler brauchen.

Gäbe es am dualen Ausbildungssystem

Ihrer Meinung nach etwas

zu verbessern?

Inhaltlich ist der Lehrstoff in

den letzten Jahren zum Teil immer

komplexer geworden. Hinzu

kommt die Digitalisierung in nahezu

allen Berufen, die wir vermitteln

sollen. Die Zeit ist aber

nicht mehr geworden. Klar, wenn

ich sage, ich wünsche mir noch

zwei oder drei Stunden mehr Unterricht,

ginge das zu Lasten der

Betriebe. Das ist schwierig. Es

ist wirklich so, dass wir teilweise

komprimieren müssen, was wir

vermitteln – das halte ich nicht für

sehr gut. Schließlich ist auch die

Basis, die der eine oder andere

Schüler mitbringt, nicht sonderlich

gut. Das fängt beim Lesen an über

Mathematik und so weiter.

Wäre da der Gedanke, ein Jahr länger

für die Ausbildung zu investieren,

nicht sinnvoll?

Ja, zumindest ein halbes Jahr länger

wäre nicht schlecht. Wobei die

Tendenz ja meist umgekehrt ist.

Jeder Schüler mit einigermaßen

guten Noten versucht zu verkürzen.

Dabei ist meine Erfahrung,

dass Schüler, die verkürzen, in

der Prüfung meistens eine Note

schlechter sind. Es fehlt halt ein

Teil schulischer Vermittlung.

Digitale Bildung ist ein Schlagwort,

das sich das Berufliche Schulzentrum

Schongau im besonderen

Maße auf die Fahnen geschrieben

hat. Unter anderem als Referenzschule

für Medienbildung.

Der Gedanke war, dass wir digitale

Inhalte im weitesten Sinne in die

Lehrpläne der einzelnen Ausbildungsberufe

verankern. Zudem

haben wir den sogenannten Medientag

kreiert, den es seit 2011

gibt. An dem Tag laden wir Referenten

ins Haus ein oder unter

anderem ein Theater aus Berlin,

welches wir bereits seit Jahren

engagieren. Die haben sich ein

Stück ausgedacht, bei dem sie

alle möglichen Themen wie etwa

Cybermobbing aufgreifen und so

die jungen Leute ansprechen. Die

Klassen wiederum bereiten zu verschiedensten

Themen Projekte vor,

und bringen das so den anderen

Schülern nahe. Momentan sind

wir auch dabei, den Medienplan,

der 2010 entstanden ist, zu aktualisieren.

Welche medialen Inhalte

braucht der Schüler und in welchen

Fächern können wir diese

vermitteln? Als Beispiel können

ethische Themen wie eben Cybermobbing

auch in Religion oder

Ethik untergebracht, müssen nicht

betriebswirtschaftlich vermittelt

werden. Das ist etwas, was momentan

am Entstehen ist.

Wie sieht es bezüglich der Ausstattung

aus?

Hier sind wir relativ gut aufgestellt.

Wir haben schon vor Jahren

begonnen, dass in jedem Klassenzimmer

und jedem Fachraum –

insgesamt 45 – ein PC mit Internetanschluss

steht. Dass ein

januar / februar 2019 | 11


Beamer und ein Visualizer drin

sind. Da sind wir inzwischen bei

der zweiten oder dritten Generation.

Ein elektronisches Klassentagebuch

etwa macht ja auch nur

dann Sinn, wenn ich auch Internetzugang

habe. Hinzu kommen

vier EDV-Räume, was auch okay

ist. Wir versuchen gemeinsam

mit dem Landkreis alle vier bis

fünf Jahre komplett die Geräte

auszutauschen, wobei die Beamer

meistens früher in die Knie

gehen. In Zukunft würden wir die

Klassenräume gerne komplett mit

digitalen Boards, also elektronischen

Tafeln, ausstatten. Dafür

gibt es auch Fördermittel von der

bayerischen Staatsregierung. Ich

habe den Antrag gestellt, aber da

ist der Landkreis noch ein bisschen

zögerlich. Mal schauen, was

da passiert.

Viele Schulen klagen über Engpässe,

in Weilheim entsteht mit dem

Neubau der Berufsschule ein wahres

Leuchtturm-Projekt. Wie ist es

in Schongau um die Räumlichkeiten

bestellt?

Es ist noch machbar, aber auch

wir haben Engpässe festgestellt.

Vor allem gehen uns zusätzliche

Räume ab. Klassenzimmer bekommen

wir durch Umschichtungen

gerade so hin. Ganz eng sind

bei uns jedoch Vorbereitungsräume

oder Büros für Lehrer. Die

Arbeit des Lehrers hat sich in den

letzten Jahren gewaltig verändert,

was an den Stellen, die über Gelder

entscheiden, scheinbar nicht

angekommen ist. Früher hat man

seinen Unterricht gehalten, hat in

der Schule noch was erledigt, ist

nach Hause gefahren und hat dort

seine Korrekturen, seine Vorbereitungen

gemacht. Die jungen Kolleginnen

und Kollegen arbeiten

heute aber zusammen, schließlich

sind auch die Lehrpläne so

konzipiert, sich auszutauschen.

Wer unterrichtet wann was? Und

das machen die jungen Lehrkräfte

heute in der Schule, wofür

uns die Räumlichkeiten fehlen.

Wir haben zwar notdürftig alles

eingerichtet, allerdings sind das

eigentlich keine ordentlichen Arbeitsbedingungen.

Das Problem

ist: Durch Umbau können wir

nichts mehr erreichen. Einzige

Alternative ist da ein Anbau. Aber

da ist der Landkreis momentan

mit Weilheim in der Pflicht. In den

nächsten Jahren wird sich sicher

auch bei uns etwas tun – hoffe

ich. (lacht)

Die Lehrersituation?

Jede Schule erstellt im Oktober

eine große Statistik. Für jede Klasse

besteht ein Budget an Lehrerstunden,

die wir verbrauchen

dürfen. Und da liegen wir seit 15

Jahren in Schongau bei rund 90

Prozent. Heißt: Zehn Prozent des

Unterrichts können wir nicht geben,

weil uns die Lehrer fehlen.

Konkret fehlen uns vier Lehrer.

In kleinem Umfang fällt der Unterricht

aus, ungefähr zu einem

Viertel. Der Rest ist Unterricht,

den wir eigentlich teilen könnten,

was eben nicht geht. Es sieht aber

auch nicht danach aus, dass es

besser wird.

Woran liegt es?

Ich habe den Eindruck, das Kultusministerium

meint, es reicht

was wir haben. Man ging ja davon

aus, dass die Schülerzahlen

massiv zurückgehen. Jetzt stellt

man in den Grundschulen fest:

Ach komisch, die steigen wieder.

Ich will damit sagen, dass man

sich wahnsinnig schwer tut mit

Prognosen. Jahrelang haben beispielsweise

alle gesagt: „Um Gottes

Willen, studiere nicht Lehramt

Bautechnik an beruflichen Schulen!“

Jetzt boomt die Baubranche

und man bräuchte wieder Lehrer.

Die schwere Prognose ist die eine

Seite, auf der anderen Seite ist

man natürlich sehr restriktiv. Dabei

könnte man auch mal hergehen

und sagen, es schadet auch

mal nicht, mehr Lehrer zu haben.

Dann könnten die Schulen auch

die Teilung durchführen oder mal

eine mobile Reserve haben. Das

geht uns wirklich total ab.

Stichwort Projekte: Gibt es welche,

die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Vorletztes Jahr haben wir uns als

Profilschule Inklusion beworben,

was wir letztlich im Verbund mit

der Berufsschule Weilheim und

der Förderberufsschule Herzogsägmühle

geworden sind.

Inklusion ist – natürlich auch

aber nicht nur – mit behinderten

Schülern verbunden. Rollstuhlfahrer

hatten wir bereits immer im

Haus. Da müssen wir gelegentlich

schauen, weil nicht jeder Bereich

mit dem Aufzug erreichbar ist und

Klassenzimmer tauschen. Mittlerweile

sind aber auch Schüler

mit sozial-emotionalen Defiziten

als Inklusionsschüler anerkannt.

In diesem Bereich haben wir

zunehmend mehr Schüler. Hier

ist uns ganz wichtig, zusätzliche

Ressourcen zu bekommen. Unter

anderem bekommen wir weitere

zehn Budgetstunden. Wir können

also einen Lehrer oder mehrere

abstellen, die zusätzlich in den

Unterricht hineingehen und sich

um einzelne Schüler kümmern.

Schauen, wer hat welche Schwierigkeiten,

wem können wir weiterhelfen.

Das fängt teilweise an,

dass einzelne Schüler nicht in der

Lage sind, ihr Zeug ordentlich zu

halten. Lernen basiert aber auf einer

gewissen Form von Ordnung.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Konzepte entwickeln, zählt zu den Lieblingsaufgaben b von Thomas Schütz.

Generell ist dem Schulleiter ein kollegiales Miteinander enorm wichtig.

12 | altlandkreis


Angesichts von weit über 1 000

Wochenstunden sind zehn Stunden

zwar nur ein Tropfen auf dem

heißen Stein, aber ein Anfang.

Auch für das Erasmus-Projekt ist

die Berufsschule bekannt.

Ja, wir fliegen schon seit Jahren

mit 30 Schülern aus dem kaufmännischen

Bereich für drei Wochen

nach England. Das unterstützen

auch die Betriebe ganz stark.

Da sind wir gerade dabei, das auf

die ganze Schule auszudehnen.

Im Rahmen des Erasmus-Projekts

ist es zudem möglich, dass auch

Lehrer mal ins Ausland gehen.

Entweder ein Praktikum in einem

ausländischen Betrieb absolvieren

oder sich dort eine Berufsschule

ansehen. Erst kürzlich waren drei

meiner Lehrkräfte für eine Woche

in Finnland. Wobei ich schon gesagt

habe, dass ich sie zukünftig

da nicht mehr hin lasse. (grinst)

Erzählen Sie!

Weil man da nur neidisch werden

kann. Bei uns macht diese ganze

Erasmus-Geschichte zum Beispiel

eine Kollegin nebenbei, quasi als

„Add-On“. In der finnischen Schule

haben sie zwei Kollegen vom

Unterricht frei gestellt, die sich um

den Schüleraustausch und solche

Projekte kümmern. Bei uns ist

es so: Der Schulleiter gibt noch

vier Unterrichtsstunden, was völlig

okay ist. Der Stellvertreter, je

nachdem wie groß die Schule ist,

muss seine zwölf bis 14 Stunden

geben und macht daneben seine

Verwaltungsarbeit. Mein weiterer

Stellvertreter bekommt vier oder

fünf Stunden Ermäßigung und das

war’s. Unterricht ist zwar toll,

l,

aber die haben so viel Verwaltungsarbeit,

dass oftmals

etwas darunter leidet.

Sind für das Berufliche Schulzentrum

Schongau neue Ausbildungszweige

geplant?

Im Bereich der Berufsfachschu-len

soll die Kinderpflege zweizügig

werden. Das wollen wir

weiter ausbauen, damit wir zwei

volle Klassen haben. Und weil

wir ja eine Gesundheitsregion

sind, würde mir immer eine Berufsfachschule

für Physiotherapie

vorschweben. Aber da ist das

Ministerium sehr skeptisch, weil

es viel Geld kostet. Wobei wir ein

toller Standort wären. Klar, ohne

zusätzlichen Bau würde das nicht

gehen. Es stellt sich die Frage, ob

der Landkreis bereit wäre. Prinzipiell

ja, ich habe schon mit Landrätin

und Landtagsabgeordnetem

gesprochen, die das befürworten

würden. Das wäre mein Traum.

Welche Aufgaben fallen für den

Schulleiter Thomas Schütz im Alltag

an?

Meist setze ich mich abends oder

am Wochenende hin und notiere,

was bis zum Ende der Woche erledigt

werden muss. Davon schaffe

ich in der Regel ein Drittel. Da

kommt dann wieder irgendein

Problem mit einem Schüler dazwischen

oder was auch immer. Es

wird in jedem Fall nicht langweilig,

auch weil jeder Tag anders ist.

Nebenbei mache ich noch relativ

viele Fortbildungen, bin etwa jede

zweite Woche für einen Tag unterwegs

und halte für die Regierung

von Oberbayern, Schwaben oder

die Akademie in Dillingen einen

Lehrgang. Dazu bin ich momentan

noch Vorsitzender der Schulleitervereinigung

der oberbayerischen

Berufsschulleiter. Das ist auch ein

bisschen Arbeit. Hinzu kommen

Veränderungen wie etwa bei der

Digitalisierung, g auf

die

man

reagieren

muss. Oder es geht mal

Personal in Rente, wofür es Nachfolger

zu suchen gilt. Natürlich

lässt man sich auch auf vielen

Veranstaltungen blicken.

Ihre Lieblingsaufgaben?

Ich entwickle gerne mit den Kollegen

Konzepte. Generell mit den

Kollegen sich auszutauschen, wobei

das leider viel zu kurz kommt.

Auch das Organisieren liegt mir.

Und was mögen Sie gar nicht?

Den bürokratischen Teil wie etwa

die Post zu Arbeitsbeginn.

Sie sind 64 Jahre alt. Ist da die Frage

nach dem Ruhestand erlaubt?

Selbstverständlich. Ich beabsichtige

noch zwei Jahre zu machen,

dann ist die Grenze erreicht.

Lustigerweise habe ich mir vor

anderthalb Jahren mal gedacht:

„Eigentlich könntest du noch was

anderes machen.“ Zufällig war

dann eine Stelle als Schulleiter an

einer deutschen Schule in Shanghai

ausgeschrieben, wofür ich

mich beworben habe. Allerdings

hat man mir dann relativ schnell

zurückgeschrieben – damals war

ich 62 – dass dies nur bis maximal

60 Jahren möglich ist. Ansonsten

hätte ich das gemacht.

Haben Sie bereits Pläne für die Zeit

„danach“?

Was im Alltag wirklich liegen

bleibt, ist das Reisen. Momentan

bin ich ja auf die Schulferien angewiesen,

wo alles so furchtbar

teuer ist. Natürlich möchte ich viel

Zeit

mit der Familie und auch dem

Hund verbringen. Sport mache ich

derzeit ei ganz wenig. Ich habe mal

eine

Zeit lang Karate gemacht,

vielleicht würde ich da wieder

einsteigen. Keyboard hatte ich

jetzt drei Jahre lang Unterricht,

was

mir viel Spaß bereitet hat –

das will ich wieder aufgreifen.

Und ich gehe mal davon aus,

dass mir die Tätigkeit als Fortbildner

erhalten bleibt.

tis

januar / februar 2019 | 13


Die fleißigen Männer der Müllabfuhr

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1 200 Tonnen

an nur einem Tag

Weilheim-Schongau | Im Hochsommer

sammeln Lkw-Fahrer

Hermann Abenthum und Beifahrer

Rico Neumann besonders

schnell, „damit wir in der Mittagspause

etwas mehr Zeit haben

und kurz in den Starnberger See

springen können“. Gemeint ist die

Stelle am Strandbad in Bernried,

wo das eingespielte Duo unter

anderem den Hausmüll dortiger

Privathaushalte und Betriebe entsorgt.

Hermann Abenthum, 61,

aus Hohenpeißenberg, fährt seit

neun Jahren für die Müllabfuhr

der Firma Oberland Recycling.

Mit seinem wesentlich jüngeren

Kollegen Rico Neumann, 36 Jahre,

kommt er besonders gut aus.

„Wenn du als Team nicht funktionierst,

ist es äußerst schwierig

mit der Müllabfuhr“, sagt der

ehemalige Fernfahrer, der über

Seitenspiegel, en

iege

Videoaufzeichnung

eich

ng

und

Signaltöne ne in ständigem

Sicht- und

Hörkontakt ist mit sei-

nem fleißigen „Tonnen-Sammler“.

nenn-

An diesem Montagmorgen rollt

lt

Neumann eine braune Bio-Tonne

nach

der

anderen en vom

Straßenrand

an das Heck des Mülllasters,

hängt sie an die Tonnenaufnahme

am Heck des Lkw, wartet, bis sie

vollautomatisch nach oben gezogen,

in die Ladefläche gekippt

und wieder abgesetzt wird. Dann

wirft Neumann einen kurzen Blick

in die Tonne, ob diese auch wirklich

vollständig leer ist. Wenn ja,

rollt er sie wieder zurück an den

Straßenrand, springt rechts oder

links hinten auf eines der beiden

Trittbretter, hält sich an den beiden

Griffen aus Stahl gut fest und

gibt seinem Fahrer das Signal, den

360 PS starken Lkw mit Spezialaufbau

– Trägerplatte, Pressplatte sowie

automatische Tonnenaufnahme

und -leerung – bis zur nächsten

vollen Tonne zu fahren.

„Mein Körper musste sich

daran gewöhnen“

Dieser er immer ähnliche Prozess –

800 bis 1 200 0 Tonnen am Tag,

Bio-

und

Restmülltonne lton

ne pro

Tour

im wöchentlichen c Wechsel el

– muss

trainiert werden und ist definitiv

nicht für jedermann geeignet. Es

kommt weniger auf Kraft, sondern

vielmehr auf Kondition, Technik

und konstanten Rhythmus an.

„Die mit Rollen versehene Tonne

am Griff nehmen, ziehen und

nicht unnötig aufheben, nicht

trödeln, sich körperlich aber auch

nicht zu sehr verausgaben“, sagt

der erfahrene Abenthum, der bei

Mehrparteienhäusern oder Blöcken

vom Führerhaus hinabsteigt

und seinem Kollegen, der noch

nicht lange dabei ist, beim Tonnensammeln

hilft.

Rico Neumann hat vor rund drei

Jahren bei der Müllabfuhr angefangen,

es zu Beginn übertrieben

und nach wenigen Monaten

starke Probleme an der Hüfte bekommen.

„Er war zu motiviert“,

sagt Abenthum. Neumann selbst

spricht von einer ungewohnten

Belastung, l auf

die

sich sein

Kör-

per erst

einstellen elle

len musste. Und er

spricht auch

von

einer er gewissen

sen

Disziplin, ipli

die

dieser Beruf voraussetzt:

t: Rechtzeitig ig ins

Bett gehen

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14 | altlandkreis


Lässig mit Sonnenbrille: Fahrer Hermann Abenthum

beobachtet Kollege Rico Neumann via Dislplay (re.).

und sich nicht täglich mit Chips

und Bier vollstopfen. Außerdem

müsse man gerne draußen sein,

und zwar zu jeder Jahreszeit bei

wirklich jedem Wetter. „Und man

sollte seine Tour nach spätestens

drei Monaten in- und auswendig

im Kopf haben.“ Kaum jemand

kennt sich in den hiesigen Dörfern

so gut aus wie die Männer der

Müllabfuhr. Allen voran die „alten

Hasen“ wie Abenthum, der inzwischen

ganz genau weiß, wie er

welche Straße anzufahren hat, um

so effektiv wie möglich die Zeit zu

nutzen. Dutzende Straßen, allen

voran Sackgassen, fährt er rückwärts

an. „Bin ich mittlerweile so

gewohnt, dass es für mich von der

Schwierigkeit her nichts anderes

ist als Vorwärtsfahren.“

Rücksichtslose

Wegwerfgesellschaft

Körperliche Fitness ist für Rico Neumann Grundvoraussetzung, um täglich

und bei jedem Wetter über 1 000 Tonnen leeren zu können.

Ob vorwärts, rückwärts, ob Fahrer

oder Beifahrer – das Allerwichtigste

bei der Müllabfuhr sind

gewisse Sicherheitsvorkehrungen,

die es einzuhalten gilt. „Ich fahre

erst, wenn ich Ricos Ellbogen im

Spiegel sehe und somit weiß, dass

er sicher auf dem Trittbrett steht.

Beim Rückwärtsfahren, stets verbunden

mit lautpiependem Signalton

und auffälligem Rückscheinwerfer,

darf der Beifahrer

ohnehin nicht hinten draufstehen.

Und vor jedem Abspringen gilt es

zunächst um die Ecke des Lkw zu

schauen, um nicht überhastet in

möglichen Gegenverkehr zu laufen.

An dieser Stelle hilft wieder

Fahrer Hermann Abenthum aktiv

mit, indem er bewusst den Lkw

querstellt, damit Autofahrer gar

nicht erst durchkommen. „Obwohl

wir die Signalleuchten anhaben

und wirklich jeder sieht, dass hier

gearbeitet wird, gibt es immer

wieder ungeduldige Autofahrer,

die mit bis zu 70 Stundenkilometer

haarscharf am Müllauto vorbeirasen.“

Hermann Abenthum hat in

den vergangenen Jahren viel Unschönes

erlebt. „Erst kürzlich wäre

es beinahe zu einer Handgreiflichkeit

gekommen, weil ich einen

Raser zur Rede gestellt habe.“

Hermann Abenthum spricht von

einer generell sehr hektischen,

ungeduldigen und rücksichtslosen

Wegwerfgesellschaft, die der

Müllabfuhr das Arbeiten immer

wieder mal erschwert, „obwohl

die Straße nach nicht einmal einer

Minute wieder frei ist“. Er erzählt

aber auch von Bewohnern,

„die uns seit Jahren kennen und

schätzen und manchmal sogar

Trinkgeld oder ein Getränk reichen –

vor allem an heißen Sommertagen.“

Die heißen Tage sind natürlich vorbei.

Stattdessen steht die aufgrund

Schnee und Glatteis gefährlichste

Jahreszeit bevor. „Umso wichtiger

ist richtige Ausrüstung“, sagt Rico

Neumann, der an diesem sonnigen,

aber schon sehr frischen

Montag Sturmhaube, Unterhandschuhe,

darüber Arbeitshandschuhe

aus Gummi, Sicherheitsschuhe,

lange Schutzhose und

Jacke im Warnwestenstil trägt. Vier

verschieden warme und wasserdichte

Arbeitshandschuhe braucht

er das ganze Jahr über. Im tiefen

Winter kommen dicke Thermohose

und gefütterte Gummistiefel

zum Einsatz. „Letztlich haben

wir für jede Jahreszeit drei Sätze

Kleidung zur Verfügung.“ Ein Satz

wird getragen, einer gewaschen

und der dritte dient als Ersatz, falls

etwas kaputtgeht. Aufbewahrt

wird die Kleidung in Spints auf

dem Firmengelände von Oberland

Recycling, Paradeisstraße 68,

in Weilheim, wo auch Sperrmüll,

Plastik, Glasflaschen und Altpapier

abgeliefert und zwischengelagert

werden kann. Dort angestellt sind

samt Teilzeitkräften aktuell 85 Mitarbeiter,

davon überwiegend Lkw-

Fahrer, Beifahrer der Müllabfuhr,

aber auch Bagger-, Radlader- und

Kipperfahrer sowie Bürokräfte. Der

Fuhrpark besteht aus insgesamt 35

Fahrzeugen. Die dem Bürger bekanntesten

Lkw sind sicherlich die

Müllpressfahrzeuge, rund 200 000

Euro wert, entweder Dreiachser

mit 26 Tonnen Gesamtlast oder

Vierachser mit 32 Tonnen Gesamtlast.

Hiermit sammeln Abenthum,

Neumann und ihre Kollegen den

Hausmüll im kompletten Landkreis

Weilheim-Schongau. Lagern

diesen allerdings nicht in Weilheim

zwischen. Der Bio-Müll wird

direkt zur Kompostieranlage nach

Quarzbichl (Eurasburg) gefahren,

Landkreis Tölz-Wolfratshausen,

rund 27 Kilometer von Weilheim

entfernt. Der Restmüll kommt direkt

nach Erbenschwang in die

mechanisch-biologische Behandlungsanlage

(MBA) der EVA im

Landkreis Weilheim-Schongau. js

januar / februar 2019 | 15


Gründe für und gegen den Konsum von Cannabis

„Bin ein gelassenerer Mensch“a

Altlandkreis | Zwei, drei Mal die

Woche gönnt sich Matthias Bauer,

35 (Name von der Redaktion geändert),

einen selbstgedrehten Joint.

Das hilft mir, nach einem stressigen

Arbeitstag runterzukommen.“

Und auf Partys an Wochenenden?

„Durchs Kiffen trinkt man in der

Regel weniger Alkohol.“ Viele

haben dadurch am nächsten Tag

keinen Kater. Wer nun glaubt,

dass Matthias Bauer ständig auf

Partys unterwegs ist, ständig kifft

und säuft, der irrt. Genaugenommen

steht der junge Familienvater

sprichwörtlich mit beiden Beinen

voll im Leben, übt einen anständigen

Vollzeit-Job aus, macht Sport,

legt großen Wert auf gesunde Ernährung,

ist beliebt im Freundes-,

Bekannten- und Verwandtenkreis

und engagiert sich im örtlichen

Verein. Dass er trotzdem regelmäßig

einen Joint raucht, ist schlichtweg

seine Art, entspannter durch

diese immer stressigere, schnelllebigere

Zeit zu gehen. „Es macht

mich einfach zu einem ruhigeren,

gelasseneren Menschen.“ Problemen,

die letztlich völlig unwichtig

sind, gebe er dadurch wesentlich

weniger Gewicht. Und was

er zusätzlich schätzt am Konsum

von Cannabis (Marihuana oder

Haschisch): „Man denkt über gewisse

Dinge ganz anders nach,

betrachtet sie von einem anderen

Blickwinkel und kann dadurch, so

blöd das klingen mag, seinen Horizont

erweitern.“ Darüber hinaus

sei Kiffen für ihn ein Grund, einfach

mal nichts zu tun. Das kann

in einer lauen Sommernacht auf

dem Liegestuhl sein, das kann

auch mal im Rahmen eines lockeren

Abendspaziergangs geschehen,

oder beim Bad in der heißen

Wanne.

„Kein großer Akt,

an Gras zu kommen“

Angefangen hat die „Kifferei“

bei Matthias Bauer vor mehr als

15 Jahren. Im Kreise seiner Arbeitskollegen

wurde ab und an

zu Feierabend einer „durchgezogen“,

ganz klassisch in einer

freundschaftlichen Runde. „Dann

nimmt man mal einen Zug, um

es ausprobieren.“ Dann mal zwei,

drei Züge. Was Eigenes rauchte er

damals nicht, „weil ich kein Bedürfnis

danach hatte“. Was ihm

Gestreckter „Stoff“: Cannabis wird in der Regel mit Tabak geraucht.

trotzdem von Beginn an positiv

aufgefallen ist: Der „Stoff“, der im

Cannabis berauschende THC-Gehalt,

macht mit ihm nichts Negatives.

Wahnvorstellungen, Angstzustände

oder auf ihn zufliegende

Kobolde kennt er bis heute nicht.

„Was mir auch total wichtig ist.“

Woher er seinen Stoff hat, rund

zehn Euro das Gramm, verrät er

natürlich nicht. Nur so viel: „Es ist

überhaupt kein großer Akt, hier in

der Region an Gras zu kommen.“

Man kenne einen, der einen

kennt. Matthias Bauer bestätigt

an dieser Stelle auch den Eindruck

allgemeiner Wahrnehmungen,

dass im Landkreis Weilheim-

Schongau generell reichlich gekifft

wird. „Was ich aber, so lange es

in einem kontrollierten Rahmen

bleibt, auch nicht schlimm finde.“

Womit Matthias Bauer dagegen

sehr wohl Probleme hat: mit synthetischen

Cannabinoiden. „Das

ist Chemie, da weiß ich nicht was

drin ist, wie es wirkt und welche

mittel- und langfristigen Folgen es

haben kann.“

Je jünger, desto

gefährlicher

Thomas Loy, Erster Kriminalhauptkommissar

in Weilheim, rät nicht

nur aufgrund des gesetzlichen

Rauschgift-Verbots grundsätzlich

von Cannabis-Konsum ab. Er

warnt vor allem von einer schwer

abschätzbaren Suchtgefahr. „Die

Frage, bin ich schon süchtig oder

noch Gelegenheitskiffer, ist ein

schmaler, sehr schwer definierbarer

Grat, weil sich der Konsum

bei jedem Menschen anders auswirkt.“

Fakt ist: Je jünger der Konsument,

desto schädlicher wirkt

Cannabis. Bei Jugendlichen kann

sich die Kifferei auf die Entwicklung

des Gehirns negativ auswirken.

Außerdem besteht die Gefahr

von Psychosen. Thomas Loy kennt

Fälle, in denen die Betroffenen

von Cannabis abhängig waren, inzwischen

clean sind, seither aber

nur mit Psychopharmaka ihr Leben

16 | altlandkreis


Der Grat zwischen Sucht und Genuss ist ein schmaler.

bestreiten können. Und er erzählt

von Vernehmungen mit Cannabis-

Abhängigen, die eindrucksvoll

unterstreichen, warum der Spruch

„blöd gekifft“ nicht von ungefähr

kommt: „Bei uns sitzen Kiffer, die

Geschichten erzählen, in denen

sie Sachen von gestern mit Sachen

von vor über einem Jahr verwechseln.“

Körperlich und geistig sehr

langsam, keinerlei Konzentrationsfähigkeit,

Verwechslungen

und ein ausgeprägtes Gefühl von

Gleichgültigkeit sind klassische

Wirkungen bei (regelmäßigem)

Cannabis-Konsum, der aus Sicht

eines Abhängigen – oder dessen

Familienangehörigen – definitiv

nicht mehr als „lustig“ oder „relaxed“

zu bewerten sind.

Legalisierung von

Cannabis?

Über die Legalisierung von Cannabis

in Deutschland lässt sich

sicherlich streiten. Matthias Bauer

ist dafür, weil die Kifferei in seinen

Augen nicht wirklich schlimmer ist

als der Konsum von Alkohol. „Man

müsste halt für die Sicherheit im

Straßenverkehr eine klare Regelung

vereinbaren, eine Art Promille-Grenze

für Cannabis-Konsum

festlegen.“ Thomas Loy dagegen

ist strikt gegen eine Legalisierung.

Einerseits glaubt er: „So lange Kiffen

illegal ist, wird es immer Menschen

geben, die automatisch die

Finger davon lassen.“ Außerdem

sei der legale Konsum von Alkohol

nicht mehr wegzubekommen aus

der Gesellschaft. „Ein Grund mehr,

das Rauchen von Cannabis nicht

auch noch zu legalisieren.“ Worin

sich Matthias Bauer und Thomas

Loy wiederum einig sind: Cannabis

als Medizin. „Wenn jemand

schwer, vielleicht sogar unheilbar

krank ist, und der Konsum von

Cannabis Schmerzen lindert und

den Alltag erleichtert, sollte es

auf jeden Fall auch weiterhin verschreibungspflichtig

erlaubt sein.“

Ansonsten aber gilt: Wer mit

Cannabis – ob im Körper oder in

der Hosentasche – erwischt wird,

bekommt wegen Erwerb und Besitz

von Rauschgift eine Anzeige

nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Mag sein, dass Erwerb

und Besitz nicht eindeutig nachzuweisen

sind und die Anzeige

wieder fallen gelassen wird. Und

auch die Strafen wie Sozialstunden

in einem Seniorenheim sind

für einen „mit Hasch erwischten“

Jugendlichen nicht sonderlich

schlimm. Was einen jungen Kiffer

aber schmerzen wird: Der Eintrag

ins polizeiliche Führungszeugnis,

der dafür sorgt, dass die ersten

Jahre keine Führerscheinprüfung

abgelegt werden darf – und den

Ausbildungsplatz in einem guten

Unternehmen mit sehr hoher

Wahrscheinlichkeit der unvorbelastete

Bewerber bekommt. js

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januar / februar 2019 | 17


Die Schaufütterung im Graswangtal

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18 | altlandkreis

Graswang | 200 Kilogramm

schwer, 1,60 Meter Schulterhöhe

und bis zu 20 Geweihspitzen: Ein

ausgewachsener Rothirsch ist das

wohl imposanteste Tier, das in

den Ammergauer Alpen vorzufinden

ist. Im Frühjahr, Sommer

und Herbst leben er, die jüngeren

und älteren Hirsche sowie die

Weiblein mit ihren Kälbern in kleineren

Herden hoch oben in den

Bergen. Der Rotwild-Bestand im

12 000 Hektar großen Graswangtal

wird von Revieroberjäger Gerhard

Schwaninger auf derzeit rund 300

Stück geschätzt. Was vor allem die

jüngere Generation von uns Menschen

nicht weiß: Diese 300 Stück

sind vor vielen Jahrzehnten bei

Einbruch des Winters massenweise

von den Steilhängen der Berge

hinab und bis in den Schongauer

Altlandkreis und darüber hinaus

vorgedrungen. „Das war in etwa

bis Ende des 19. Jahrhunderts

so“, sagt Schwaninger. Damals

waren Flüsse wie Lech, Ammer,

Loisach und Isar noch in ihrer ursprünglichen

Form vorzufinden.

Und die Uferbereiche im Voralpenland

geprägt von Auwäldern,

die dem Rotwild in den Wintermonaten

als ideale Nahrungsquelle

dienten. „Mit Knospen von

Weichlaubhölzern wie Weiden,

Pappeln und Erlen hatte es genug

zu fressen.“ Durch den Bau von

Stauseen und Staudämmen sowie

die Erhöhung der Flussufer allerdings

wurden die Ufer nicht mehr

überschwemmt, die Auwälder

daraufhin abgeholzt und die Uferbereiche

zusätzlich als landwirtschaftliche

Flächen genutzt – und

durch dieses menschliche Eindringen

der Winter-Überlebensraum

für Rotwild zerstört.

Fütterung schützt

vor Verbiss

Die Folge bis heute: Das Rotwild

muss unter klimatisch äußerst

ungünstigen Bedingungen überwintern,

kämpft in den Steilhängen

und höher gelegenen

Wäldern bei viel Schnee, Eis und

anhaltend kalten Temperaturen im

wahrsten Sinne ums Überleben.

Gräser jeglicher Art, die Hauptnahrung

des Rotwildes, sind im

Winter aufgrund Bodenfrost und

reichlich Schnee nicht zugänglich.

Die einzige Möglichkeit für das

Wild, sich im Winter ausreichend

und auf natürliche Weise zu ernähren:

Knospen und Spitzen junger

Bäume, die aus geschlossener

Schneedecke herausspitzeln, abknabbern

und deren Rinde Mittels

Schneidezähnen abschälen.

Jäger, Förster und Naturschützer

sprechen an dieser Stelle von

Verbiss und Schälschäden. Um

den Bergwald, der sehr wichtige

Schutzfunktionen erfüllt, von solchen

Schäden zu entlasten, haben

Jäger und Förster gemeinsam mit

den zuständigen Behörden des

Freistaates sich für die Fütterung

des Rotwildes im Winter entschieden.

Dadurch überleben die

Tiere wohlgenährt auch die härtesten

Winter und sind darüber

hinaus in der Regel so satt, dass

größere Schäden an jungen Bäumen

überwiegend ausbleiben. Im

Graswangtal, auch heute noch bekannt

als Schneeloch mit langen,

knackigen Wintern, befinden sich

insgesamt vier Wildtierfütterun-

Rothirsche h mit prächtigem Geweih zeigen sich bei der Fütterung.


Als Zuckerl und probates Lockmittel

dienen Kastanien und Trester.

gen. Die mit größte befindet sich

südlich des Ortes Graswang und

ist entgegen aller anderen nicht

nur wegen der Größe etwas ganz

Besonderes: Es handelt sich dort

um eine Schaufütterung.

Am 27. Dezember

geht’s los

Alljährlich, vom 27. Dezember bis

15. März, immer Freitag, Samstag

und Sonntag sowie täglich in

den restlichen Weihnachtsferien

und den kompletten Faschingsferien,

dürfen Besucher aus Nah

und Fern – nur Hunde müssen

zuhause bleiben – dieses wahrlich

gewaltige Naturspektakel hautnah

miterleben. Eine Voranmeldung

unter 08822 / 92180 ist nur für

Gruppen ab 20 Personen notwendig.

Ausgangspunkt für die Schaufütterung,

die Kindern einen und

Erwachsenen drei Euro kostet, ist

der große Schattenwaldparkplatz

am südlichen Ortsrand von Graswang,

auch bekannt als Parkplatz

für Langläufer. Von dort führt ein

stets geräumter Forstweg über ein

ausgetrocknetes Flussbett in den

Wald hinein. Nach 15-minütigem

Fußmarsch erreichen die Besucher

schließlich eine wieder waldfreie

Fläche, geprägt von zwei großen

Stadeln sowie neun stattlichen,

überdachten Futtertischen. Der

eine Stadel dient als Lagerhalle für

Futter. Der andere beinhaltet eine

Tribüne mit Platz für bis zu 80 Personen.

Sie ist zugänglich über eine

Hintertüre. Als Sitzplätze dienen

Bierbänke, belegt mit zahlreichen

Wolldecken. Trotzdem wird festes

Schuhwerk und sehr warme Winterkleidung

dringendst empfohlen.

Außerdem ganz wichtig: Ein Fernglas,

um die Tiere noch besser beobachten

zu können. Und für den

Blick direkt zu den Futtertischen?

„Werden die großen Holzklappen

heruntergelassen.“

Trester und Kastanien

als Lockmittel

Bis die Besucher den Stadel erreichen,

hat Gerhard Schwaninger

die wichtigsten Vorbereitungen

längst getroffen. Rund eine gute

Stunde vorher befüllt er die Futtertische

mit Heu, Grumet und

Silage. „Rotwild zählt zu den Wiederkäuern“,

sagt er in Bezug auf

die Futterwahl. Obendrauf gibt’s

Kastanien und Trester (Rückstände

vom Äpfel mosten). Diese letztgenannten

Mahlzeiten dienen als

Zuckerl, um das in der Regel sehr

menschenscheue Rotwild so nah

wie möglich an den Besucher-

Stadel zu locken. „Was auch supergut

funktioniert“, sagt Gerhard

Schwaninger, der das Rotwild als

sehr intelligent beschreibt. „Die

Hirsche und Kühe wissen ganz

genau, dass sie hier im Bereich

der Fütterung an einem absolut

sicheren Ort sind.“ Sie erkennen

auch Schwaningers Stimme, die

den Besuchern in moderatem Ton

alles Wichtige zum Thema Wildfütterung

erzählt. „Oben am Berg

allerdings erkennen sie mich als

Jäger, sozusagen als Feind, und

ergreifen sofort die Flucht.“ Für

Schwaninger ist es nicht immer

leicht, einerseits die Tiere gesund

und ausreichend zu ernähren,

damit sie gut durch den Winter

kommen, andererseits die Bestände

mittels gezielter Jagd zu

regulieren. „Man baut natürlich

eine Bindung zu den Tieren auf“,

sagt Schwaninger, der die Schaufütterung

im Graswangtal seit

sage und schreibe knapp 27 Jahren

betreibt. Damals wie heute unverändert:

Die Begeisterung in den

Gesichtern von Jung und Alt, wenn

die gewaltigen Hirsche mit ihren

Damen die steilen Hänge herabstolzieren.

js

Während der Fütterung erzählt Gerhard Schwaninger Interessantes zum Thema „Rotwild“.

januar / februar 2019 | 19


Wir wünschen unseren Kunden und Geschäftspartnern

ein gutes und gesundes neues Jahr 2019!

Kunsthandwerker Mario Albrecht

Bunte Broschen aus

Plastikmüll






Schongau / Peiting | Mario Albrecht

stammt aus Birkland, wohnt in

Schongau und arbeitet hauptsächlich

in Peiting. Teilzeit verdient er

sein „Brotgeld“ als Hausmeister.

Die restliche Zeit verbringt der

41-Jährige in seinem Atelier, auf

Messen und Ausstellungen. Womit?

Mit handgemachtem Schmuck

aus Plastikmüll, dessen Entstehung

streng geheim bleiben soll,

weil die Techniken und verwendeten

Hilfsmittel Kunstexperten zufolge

weltweit nahezu einzigartig

seien. „Und schon mehrere versucht

haben, mich zu kopieren.“

Irgendwann, so Albrecht, werde er

sein Alleinstellungsmerkmal nicht

mehr für sich behalten können.

Bis dahin hofft der frühere Besitzer

der Schongauer Kultkneipe Löwenhof

jedoch, von seinen Schmuckunikaten

leben zu können. Wie

die Chancen hierfür stehen? „Dafür,

dass ich erst seit zwei Jahren

so richtig aktiv bin, kann ich mich

wirklich nicht beklagen“, sagt er

frohen Mutes, wohlwissend, dass

im Kunsthandwerk alles passieren

kann. Ein echtes Privileg für ihn

ist unter anderem, dass er einige

seiner Werke über eine Galerie

in Amsterdam unters Käufervolk

bringt – es handelt sich um die

Galerie Ra, die zu den weltweit

renommiertesten Plattformen für

Schmuck zählt und nur qualitativ

sehr hochwertige und spezielle

Produkte annimmt, zur Schau stellt

und an durchaus finanzkräftige Interessenten

verkauft.

Meisterpreis für

Gestaltung und Design

Den Kontakt nach Amsterdam hat

Mario Albrecht Barbara Schmidt

zu verdanken, Leiterin der Akademie

für Gestaltung und Design

in München. Doch der Reihe

nach: Mario Albrecht übernimmt

im zarten Alter von 21 Jahren die

Kneipe Löwenhof in Schongaus

Altstadt, führt diese bis zu seinem

33. Lebensjahr. „Dann wollte

ich was Gscheids machen“, sagt

er rückblickend mit kräftigem

Augenzwinkern: „Vom Kneipenbesitzer

zum Künstler.“ Er absolviert

eine zweijährige Ausbildung

zum Kunstschmied bei der Firma

Schweizer in Peißenberg mit Berufsschule

in Weilheim und München.

Danach besucht er für ein

Jahr diese Akademie in München,

jedoch ursprünglich mit dem Ziel,

Restaurator zu werden. „Doch das

Kreative in der Akademie hat mir

von Beginn an wesentlich besser

gefallen als das Konservierende.“

Nur was genau und mit welchem

Material? Viel Zeit bis zur Abschlussarbeit

bleibt ihm in nur

einem Jahr nicht. „Zum Plastik bin

ich letztlich über eine Exkursion

an einer Maschine gekommen,

die aus Kunststoffplatten Joghurt-

Becher herstellt.“ Albrecht versuchte

sich zunächst an Platten

aus Plastik-Müll, scheitert daran,

stellt gleichzeitig aber fest, dass

die Ecken und Kanten des zusammengeführten

Plastikmülls wesentlich

interessanter sind. Daraus

entstanden ist seine erste „Perlenkette“,

die bei den Akademie-

Dozenten richtig gut ankommt, für

Die exakten Methoden und Techniken

seiner Schmuckherstellung behält

Mario Albrecht lieber für sich.

20 | altlandkreis


Ein Model präsentiert diese blaurote

Halskette von Mario Albrecht,

hergestellt aus Plastikmüll.

eine gute Abschlussarbeit jedoch

zu wenig wäre. Daraufhin kreiert

Mario Albrecht eine komplette

Kollektion mit Schmuck aus Plastikmüll:

Broschen, Ringe, Ketten.

Das Endergebnis ist so gut, dass er

die Akademie mit Auszeichnung

abschließt, den Meisterpreis bekommt

und noch am Abend der

Urkundenüberreichung sogar drei

seiner Schmuckstücke verkauft.

Alte Handwerkstechniken

angepasst

Seit gut zwei Jahren ist er nun

selbstständig als Kunsthandwerker,

der aus Plastiktüten und Verpackungsfolien

Schmuckstücke

kreiert, die in drei Kollektionen

kategorisiert sind: „vielschichtig“,

„überdreht“ und „kantig“. Wer

seine flachen, runden oder eckigen

Broschen, seine

bunten Ketten, Ringe,

Ohrringe oder Armbänder

sieht, vermutet

eher Ton, Keramik oder

Glas als Rohmaterial

dahinter. Mario Albrecht

schafft es eben,

aus dünnen, in allen

Richtungen dehn- und

knickbaren Tüten und Folien, die

sich bei ihm sowie Freunden und

Bekannten im Mülleimer ansammeln,

einen sehr langlebigen, relativ

steifen und stabilen Schmuck

zu kreieren, der dank bunter

Farben und diversen Mustern so

ziemlich alle Interessen abdeckt.

Sein wichtigstes Werkzeug, so viel

verrät er dann doch, sind definitiv

seine Hände und Finger. „Weil ich

für das Polyethylen, kurz PE, das

ich für die Bearbeitung erwärmen

muss, extrem viel Gefühl brauche.“

Altbewährte Handwerkstechniken

wie Mokume-Gane, Damaszieren

oder Millefiori hat er hierfür extra

an sein Material angepasst.

Markt in weltberühmten

Großstädten

Der für ihn größte Markt befindet

sich in den großen Städten dieser

Welt. Neben der Galerie Ra

in Amsterdam verkauft er über

Galerien in Hamburg, Wien, Rom,

Mailand und Monthey (Schweiz).

Außerdem besucht und bestückt

er Verkaufsausstellungen in beispielsweise

Porto, Shanghai

sowie ebenso Mailand

und Wien, wofür er

sich im Vorfeld bewerben

muss. Seine Prunkstücke,

die Broschen, verkauft er

für rund 250 bis 300 Euro,

wobei Kunst bekanntlich

immer so viel Wert ist, wie

viel der Kunde bereit ist zu

bezahlen – nach oben sind

da keine Grenzen gesetzt.

Auf den einen oder anderen

ganz großen, reichen

Verehrer seiner Werke

hofft natürlich Mario Albrecht,

der allerdings nicht nur in den

größten Städten dieser Welt sein

Kunsthandwerk präsentiert. Er

hatte auch einen Stand bei der

Messe „House of Craft“, veranstaltet

von Funk in Kinsau, stellte

im Atelier Petrmayr in Peiting

aus und wird im März auch bei

der weltweit anerkannten Handwerksmesse

in München vertreten

sein. Außerdem freut er sich über

Interessenten aus der Region, die

sich jederzeit über seinen Facebook-Account

(Mario Albrecht)

oder seine Homepage (www.magestaltung.de)

melden dürfen. js

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januar / februar 2019 | 21


ALLERLEI I IM ALTLANDKREIS

Musik, Kostüme und hoffentlich Schnee

Bezirksmusikfest 2019 in Altenstadt wirft seinen Schatten voraus

Kanapee-Schlittenrennen – erneuter Versuch

Altenstadt | Vom 27. bis 30. Juni

2019 feiern Musikanten und Musikbegeisterte

aus der Umgebung das

140-jährige Jubiläum der Blaskapelle

Altenstadt beim 32. Bezirksmusikfest.

Zahlreiche musikalische Höhepunkte

erwarten die Besucher an diesem

Wochenende. Los gehen die Feierlichkeiten

mit dem Wirtshauskabarett

von „Knedl & Kraut“ am Donnerstag,

27. Juni, wofür der Kartenvorverkauf

kürzlich gestartet ist. Tickets gibt es

für 19 Euro beim Schreinercafe oder

in der Raiffeisenbank in Altenstadt, zudem

online unter www.blaskapelle-altenstadt.de.

Der Freitagabend (28. Juni) beginnt mit einem

traditionellen Sternmarsch der umliegenden

Kapellen, bevor die fünf besten Stimmungskapellen

des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes

beim zweiten LEW Blasmusik-Cup um den Siegerpokal

und 2 000 Euro musizieren. Samstagabend,

29. Juni, startet mit traditioneller Blasmusik

der „Egerländer Rebellen“, während

„Dreisam“ im Anschluss für Partystimmung

sorgt. Der Festsonntag wird indes traditionell

gestaltet mit gemütlichem Frühschoppen, Gemeinschaftschor

sowie Festumzug. Nach der

Wertungsspielbekanntgabe, lässt man das 32.

Bezirksmusikfest gebührend ausklingen. Die

Wertungsspiele, für die sich übrigens ebenso

online angemeldet werden kann,

finden am Wochenende, 25. und 26.

Mai, statt.

tis

Peiting | Trotz dreier Ersatztermine musste das Kult-Kanapee-Schlittenrennen

der Landjugend Peiting auch im vergangenen Winter ausfallen.

Wie die beiden Jahre zuvor, hatte es auch in der letztjährigen „kalten

Jahreszeit“ zu wenig Schnee, um sich mit den dekorierten Schlitten den

Schnaidberg runter zu stürzen. Nun nimmt die Landjugend im wahrsten

Sinne einen neuen Anlauf und lädt alle Hobby-Schlittenfahrer am

Sonntag, 13. Januar, zum alljährlichen Kanapee-Rennen ein. Sollte Mitte

Januar nicht ausreichend Schnee liegen, gibt es mit dem 3. und 24.

Februar zwei Ausweichtermine. Die Anlieferung der Schlitten muss am

entsprechenden Termin bis 12.30 Uhr erfolgen, das Rennen startet um

13.30 Uhr. Wie immer gilt

bei den Schlitten: Je origineller,

desto besser. Auf

die Lenk- und Bremsfähigkeit

muss dennoch geachtet

werden, außerdem

besteht Helmpflicht. Die

Teilnehmergebühr beträgt

pro Gefährt zehn Euro, Anmeldungen

werden unter

0177 / 3073872

entgegengenommen.

tis

Buch, Bier, Käse – alles dabei bei unseren Gewinnen

indes dabei Andrea Gretschmann aus Rottenbuch,

Anette Reich aus Altenstadt sowie Gerda Gößwald

aus Birkland. Das neueste literarische Werk von

Hans Schütz „Alles Haiku“ sendeten wir Claus

Walser aus Apfeldorf, Günter Zimmermann aus

Schongau sowie Ingrid Aschenbrenner aus Peiting

zu. Eine kulinarische Köstlichkeit in Form

des

Weihnachts-Käsekorbs von der

Schönegger Käse-Alm bekam Moni-

ka

Kölbl aus Rottenbuch. Das Konzert

der „Poxrucker Sisters“ in Peiting,

geplant am 14. Dezember 2018,

musste aus gesundheitlichen

Gründen leider

entfallen.

tis

Altlandkreis | Insgesamt sechs Karten für die aus

dem Bayerischen Fernsehen bekannten „Brettl-

Spitzen“, die Mitte November in Peitings Schloßberghalle

gastierten, haben wir in unserer letzten

„altlandkreis“-Ausgabe verlost. Je zwei Tickets

gingen an Andrea Scheuerer aus Hohenfurch, Anna-Maria

Dopfer aus Schwabniederhofen

sowie Heinrich Niggl aus Peißenberg. Mit

je drei Sixpack-Gutscheinen für Frischgebrautes

von der Maxbrauerei aus

Altenstadt durften wir erfreuen: Evi

Filser aus Bad Bayersoien, Marianne

Brass aus Apfeldorf und Ronald

Bauer aus Hohenpeißenberg. Beim

Lawinenkurs in Peißenberg waren

22 | altlandkreis


Wunder gibt es immer wieder

Schongau | Auch Anfang 2019 wird der Kulturverein

Schongauer Land wieder ein beschwingtes Neujahrskonzert

mit hochkarätiger Besetzung veranstalten:

Am Sonntag, 6. Januar, um 17 Uhr präsentiert

der Kulturverein im Ballenhaus ein Programm

mit Ausschnitten aus Operetten und Musicals bis

hin zu Evergreens aus den 1920er- und 1930er-

Jahren. Highlights aus der Welt der Operetten wie

„Tanzen möcht‘ ich“ oder das „Wolgalied“, wechseln

sich ab mit Melodien aus bekannten Musicals

wie etwa „My Fair Lady“. Jazz-Standards und Evergreens

von George Gershwin und Cole Porter ergänzen

das schwungvolle Programm. Sänger und

Geiger Michael Suttner (Bild links), der auch die

Moderation übernimmt, hat erneut ein Team internationaler

Künstler zusammengestellt, welches

das Publikum unter dem Motto „Wunder gibt es

immer wieder“ in beste Neujahrslaune versetzen

will. Elke Kottmair (Sopran, Bild Mitte) und

Hubert Schmid (Tenor) werden am Konzertflügel

begleitet vom renommierten Pianisten Manfred

Manhart. Außerdem zu hören: Die Jazz-Musiker

Rocky Knaur (Kontrabass) und Lorenz Hunziker-

Rutigliano (Schlagzeug, Bild rechts). Karten für das

Konzert gibt es im Vorverkauf bei den Schongauer

Nachrichten und Buch am Bach in Peiting. tis

Secondhand-Faschingsmärkte in Schongau und Steingaden

Schongau / Steingaden | Seit 30 Jahren unterstützt

„aktion hoffnung“ Entwicklungsprojekte

durch überwiegend finanzielle Unterstützung,

direkte Hilfsgütertransporte und fairen Handel.

Zur Finanzierung wird unter

anderem Secondhand-Kleidung

gesammelt und diese

sozialverträglich, ökologisch

und entwicklungspolitisch

sinnvoll vermarktet. So auch

am Freitag, 18. Januar, von

15 bis 18 Uhr im Schongauer

Jakob-Pfeiffer-Haus, wo alle

Faschingsfreunde auf der Suche

nach einem passenden

Outfit fündig werden dürften.

Bunte Kostüme für Groß und

Klein, Glitzermode und Nostalgisches,

Kleidung aus den

1970er- und 1980er-Jahren

und besondere Unikate – all

das findet sich beim sechsten

Secondhand-Faschingsmarkt

in Schongau. Der Reinerlös des Marktes, der in Kooperation

mit dem Frauenbund organisiert wird,

kommt dem weltweiten Online-Studienprogramm

der Ordensgemeinschaft der Jesuiten zugute. Wer

Freitag keine Zeit hat, kann

am darauffolgenden Samstag,

19. Januar, von 10 bis 13

Uhr ebenso in der Aula der

Steingadender Grundschule

nach neuen Kostümen stöbern.

Auch hier veranstaltet

der ortsansässige katholische

Frauenbund den Secondhand-Markt

gemeinsam mit

„aktion hoffnung“.

tis

Die Organisatoren

der Märkte: Karin Stippler

(v.l.), Andrea Haslacher

und Zsuzsanna a

Csepregi.

januar / februar 2019 | 23


Das Bauchzentrum der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

Weilheim / Schongau | Jeder kennt

sie, jeder hatte sie bereits: Bauchschmerzen.

Häufig ist es schwer,

schnell und zielgerichtet eine

Ursache für die Beschwerden zu

finden. Dabei müssen gerade im

Notfall die Patienten mit Bauchschmerzen

mit besonderer Sorgfalt

von Fachärzten verschiedener

Disziplinen untersucht werden.

Dies ist der Grundgedanke des

interdisziplinären Bauchzentrums

Weilheim-Schongau unter

der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c.

Reinhold Lang, Chefarzt für Allgemein-

und Viszeralchirurgie

Krankenhaus Weilheim und Dr.

Jochen Dresel, Chefarzt für Innere

Medizin Krankenhaus Schongau.

Im „altlandkreis“-Interview erklären

die beiden Chefärzte, welche

Vorteile Patienten durch das neue

Bauchzentrum haben, wie es hinsichtlich

der Ausstattung aussieht

und sprechen darüber hinaus

über Ziele und Wünsche.

gibt aber auch den Notfall, der

sofort versorgt oder operiert werden

muss, weil der Patient diesen

Notfall sonst nicht überleben würde.

Für dieses komplette Spektrum

ist dieses Bauchzentrum – mit den

gebündelten Kompetenzen aus der

Inneren Medizin und der Chirurgie.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang:

Das möchte ich unterstreichen. Bei

unklaren Bauchschmerzen gibt es

eben mehrere Behandlungsmöglichkeiten:

internistische und chirurgische.

Also entweder über die

Endoskopie oder über das Skalpell

beziehungsweise viel mehr die

Schlüssellochtechnik beim Chirurgen.

Umso erfahrener und länger

man in diesem Job ist, umso leichter

tut man sich mit der Entscheidung,

weil man sie schon öfter

getroffen hat. Genau diesen Vorteil

haben die Patienten von diesem

Konglomerat.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

also.

Dresel: Das Ganze ist historisch

gewachsen, weil sich die Arbeitsweise

von Chirurgen und Internisten

in der Vergangenheit erheblich

unterschieden haben. Das hat sich

heutzutage angeglichen und die

Grenzen verwischen, weil sich

auch neue technische Möglichkeiten

ergeben. Heute hat man

derart filigrane und hochtechnisierte

Möglichkeiten, dass wir uns

mit schlüssellochartiger Technik,

sowohl von außen als auch über

die natürlichen Körperöffnungen

treffen, um dort das Problem gemeinsam

zu beheben. Das Ganze

ist auch durch die veränderten Arbeitsweisen

deutlich mehr zusammengewachsen

und verschwimmt

in bestimmten Bereichen.

Lang: Die Reibung zwischen Gastroenterologe

und Bauchchirurg

ist sehr gering. Das ist ein wahnsinniger

Synergismus. Wenig Reibungspunkte,

wenig Konkurrenz,

kurze Wege.

Wie besonders ist die Spezifi kation

„Bauchzentrum“?

Lang: Gerade für das kleine Krankenhaus

ist es etwas Besonderes.

Wir zeigen so, dass wir die fachspezifischen

Spezialisten haben

und die das sogar noch miteinander

machen. Der Patient wird nicht

zu früh operiert und nicht zu spät.

Sonderveröffentlichung der

Was können wir uns konkret

unter einem Bauchzentrum

vorstellen?

Dr. Jochen Dresel: Bauchzentrum

bedeutet letztlich, dass

jeder Patient, der mit unklarem

Bauchschmerz ins Krankenhaus

kommt, von zwei

Fachdisziplinen, die sich

beide auf ihre Art um den

Bauch kümmern und Spezialitäten

haben, gesehen

wird, um so sehr schnell

zur richtigen Diagnose

und Behandlung zu kommen.

Es gibt relativ banale

Erkrankungen, die mit Medikamenten

behandelt werden

können, aber dennoch ordentlich

Bauchschmerzen verursachen. Es

Auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit (v.l.): Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus

GmbH, Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang, Dr. Jochen Dresel und Landrätin Andrea Jochner Weiß.


Dr. Jochen Dresel, Chefarzt Innere Medizin am Krankenhaus Schongau.

Es wird nicht zu viel und nicht zu

wenig gemacht. Vor allem alles in

einem kurzen Zeitraum.

Ein weiterer Beweis für die Qualität

der Krankenhaus GmbH.

Dresel: Das Thema Qualität in der

Medizin ist ja eines, was sich die

letzten Jahre auch die Bundespolitik

auf die Fahnen geschrieben hat.

Natürlich ist das ein wenig geprägt

von den Beratern, die in der Regel

an den großen Unis, in großen

Zentren sitzen. Häuser wie unsere

fallen dann gerne mal hinten runter

und diese fehlende Achtung ist

meiner Meinung nach ein Fehler.

Wir haben das ja auch alles an den

Unis gelernt, was wir hier machen.

Und wir brauchen diese Medizin

bei den Menschen und nicht 50 Kilometer

entfernt. Denn: Der Patient

mit dem durchgebrochenen Magengeschwür

wird diese 50 Kilometer

unter Umständen nicht mehr

schaffen, bis er in einem großen

Zentrum ist. Deshalb sind wir auch

der Meinung, dass es gleichwertig

gute, kleine Zentren geben kann,

die die Anforderungen erfüllen

und die Kompetenz haben – und

das wollen wir zeigen.

Was war der Anstoß für das Bauchzentrum?

Lang: Wir wollen die Schnelligkeit

und die Genauigkeit der Diagnostik

für die Patienten verbessern.

Tagsüber war schon immer ein

Chirurg und ein Gastroenterologe

anwesend, um einen Patienten

mit Bauchschmerzen anzuschauen.

Kamen Patienten in den Dienst

von 17 bis 7 Uhr morgens, sind

diese immer in eine Fachrichtung

geströmt. Heißt: Kommen sie zum

Chirurgen, werden sie womöglich

zu schnell operiert, kommen sie

zum Gastroenterologen, eventuell

zu spät — natürlich überspitzt ausgedrückt.

Jetzt werden sie auch in

dieser Zeit von einem Bauchchirurg

und einem Gastroenterologen

betrachtet und anschließend einer

Fachdisziplin zugeordnet, was aus

organisatorischen Gründen nötig

ist. Die Entscheidung, was gemacht

wird, treffen also beide Disziplinen

zusammen, was schon ein klarer

Vorteil für die Patienten ist.

Gibt es Gründe für die gut funktionierende

Zusammenarbeit im

Bauchzentrum?

Dresel: Das liegt natürlich unter

anderem an den handelnden Protagonisten.

Wir kennen uns schon

eine Weile, die Teams auch. Die

fachliche Qualifikation ist vorhanden.

Die Frage ist halt, wie man

es lebt. Aufgrund der Größe der

Häuser, aufgrund der Unterstützung

durch Geschäftsführung und

Landrätin, aber auch wegen unserer

guten persönlichen Beziehung,

haben wir bessere Voraussetzungen

als manch anderer.

Wie sieht es hinsichtlich der Ausstattung

im Bauchzentrum aus?

Lang: Was es an Geräten in der

Medizin gibt, ist vorhanden, das

kann man wirklich mit breiter

Brust sagen. Sowohl an modernster

Endoskopietechnik, modernster

operativer Ausstattung, als auch

beim Röntgen. Wir haben wirklich

alles. Außer vielleicht einen

Roboter, der in der Versuchsphase

steckt. Die Ausstattung ist extrem

gut, da brauchen wir uns vor niemanden

verstecken.

Dresel: Betrachte ich, was ich in

meinem Bereich zu verantworten

habe, dann liegen wir im Jahr bei

fast 5 000 endoskopischen Untersuchungen,

aufgeteilt auf beide Häuser.

Das ist nicht wenig und vom

Spektrum ist auch fast alles dabei,

was ich in Großhadern gemacht

und gesehen habe. Man muss die

Zahlen eben skalieren, aber dem

Vergleich halten wir Stand. Da

habe ich keine Bedenken.

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für Sie da!

Telefon: Weilheim 0881 / 188-0, Schongau 08861 / 215-0

Bauchschmerzen hatte sicherlich jeder

schon mal in seinem Leben, das

Schmerzempfi nden ist allerdings

bei jedem unterschiedlich. Wann

sollte ich sofort ins Krankenhaus?

Lang: Bei Bauchschmerzen in Verbindung

mit Fieber oder Schüttelfrost

gibt es überhaupt nichts zu

diskutieren. Da müssen Laborwerte

genommen werden und der Patient

gehört fachärztlich untersucht.

Das kann etwas ganz Schlimmes

sein wie eine Infektion, was von einem

Loch in einem Organ herrührt.

Oder auch mal eine schwere Magen-Darm-Grippe,

wo der Patient

aber eventuell auch eine Infusion

braucht. Auch eine Bauchfellentzündung

ist gefährlich und schwierig

für Patienten zu entscheiden.

Dresel: Die Frage ist schwer zu beantworten,

gerade deswegen gibt

es ja das Bauchzentrum. Tut es

rechts oben weh, oder links unten?

Das hat völlig unterschiedliche Ursachen.

Und das kann beides darin

gipfeln, dass Patienten am Ende

mit einer Tablette nach Hause gehen

oder eben auch in einer OP.

Weil es so variabel und so schwierig

ist rauszufinden, deswegen haben

wir das Bauchzentrum.

Heimgeschickt wird also

niemand?

Lang: Als Botschaft an

die Patienten: Lieber einmal

zu oft, als zu wenig!

Im Bauch kann es relativ

schnell sehr gefährlich

werden. Wir haben noch

nie einen Patienten böse

oder schlecht behandelt,

weil einer einmal zu viel

gekommen ist. Ganz im

Gegenteil.

Haben Sie einen Wunsch

für das Bauchzentrum?

Lang: Wir wünschen uns

mehr Patienten. Nicht,

weil wir nicht genug bekommen

von der Arbeit,

sondern weil das einer

der wenigen Parameter

der Patientenzufriedenheit für

uns ist. An der Patientenzahl sieht

man, wie es draußen ankommt. Es

spricht sich rum, Nachbarn reden

am Zaun miteinander: „Du, zum

Dresel oder zum Lang, da kannst‘

gehen, die sind kompetent.“ Das

ist das, was uns zufriedenstellt und

weil wir so sehen, dass wir es richtig

machen.

Eine Vision über das Bauchzentrum

hinaus?

Lang: Darmkrebs ist die häufigste

Krebserkrankung bei Männern

und Frauen. Etwa 60000 Menschen

erkranken in Deutschland

pro Jahr neu. Wir versorgen unsere

Patienten mit großer Expertise

wohnortnah. Unser gemeinsames

Ziel ist ein Darmzentrum. Die Vorbereitungen

für die Zertifizierung

laufen.

Dresel: Darmzentrum bedeutet,

dass es von der Deutschen Krebsgesellschaft

zertifiziert ist. Wir erhalten

ein offiziell bestätigtes Siegel

für unsere Kompetenz in der

Behandlung von in diesem Fall Patienten

mit Darm- oder Enddarmkrebs.

Das Darmzentrum wäre

dann Teil des Bauchzentrums. tis

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang, Chefarzt

für Allgemein- und Viszeralchirurgie in

Weilheim.

januar / februar 2019 | 25


Familiäre Atmosphäre, die weiterhin überzeugt

Geburtshilfe Schongau –

eine gute Wahl für werdende Eltern

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Es war wahrlich eine

der schönsten Nachrichten des

Jahres, welche Ende November die

regionalen Pressestellen erreichte:

„Familienglück kommt über

Nacht“, so die Überschrift. Hintergrund

der Mitteilung: Die Krankenhaus

GmbH begrüßte in der Nacht

von 29. auf 30. November das 500.

und zugleich 501. Baby, welches im

Jahr 2018 in Schongau das Licht der

Welt erblickte. Die Zahlen aus dem

vorherigen Jahr wurden demnach

bereits im November übertroffen.

Wie viele Babys es letztlich im gesamten

Jahr 2018 waren, stand bei

Redaktionsschluss noch nicht fest.

Eines ist jedoch gewiss: Werdende

Eltern vertrauen weiterhin den

Hebammen, Ärzten und Kinderkrankenschwestern

der Geburtshilfe

Schongau. Fruchtbare Zeiten

also und viel Arbeit für das Schongauer

Team, welches seit langem

einen exzellenten Ruf genießt. Im

Regionalmagazin „altlandkreis“

haben nun stellvertretend zwei

Frauen, die erst kürzlich entbunden

haben, darüber gesprochen,

warum sie sich für das Schongauer

Krankenhaus entschieden

haben und wie es ihnen während

der Geburt erging. Darüber hinaus

haben sie verraten, ob sie auch

ein weiteres Kind in Schongau zur

Welt bringen würden.

Carolin aus Peiting mit

Sohn Samuel:

„Unser Sohn Samuel kam am 21.

August 2018 auf die Welt. Es war

die erste von weiteren sechs Geburten

an diesem Tag – Samuel

war der einzige Junge. Schon

bei unserer älteren Tochter vor

gut drei Jahren haben wir uns

für die Geburtsstation Schongau

entschieden. Im Rahmen des Geburtsvorbereitungskurses

haben

wir die Kreißsäle im Vorfeld besichtigt

und waren von der gemütlichen

Atmosphäre begeistert.

Da wir in Peiting wohnen, ist das

Schongauer das nächstgelegene

Krankenhaus, zudem sind die

Hebammen einfach toll und geben

einem ein gutes Gefühl. Wir haben

uns schon bei der Geburt unserer

Tochter gut aufgehoben gefühlt.

Überzeugt hat mich vor allem,

dass ich die meisten – eigentlich

alle – Hebammen schon von den

Arztbesuchen kannte, da diese

die Vorsorgeuntersuchungen in

den Praxen übernehmen. Mir war

wichtig, dass ich jemanden kenne,

wenn es soweit ist, was letztlich

ein großer Vorteil war und mich

sehr beruhigt hat.

Samuels Geburt hat lange gedauert:

Wir waren ab dem Blasensprung

fast drei Tage im Kreißsaal.

Fünf Mal wurde die Geburt eingeleitet,

da die Wehen immer wieder

nachließen. Vom Wehen-Tropf

über Wehen-Katheter war alles

dabei. Ärzte und Hebammen versuchten

— trotz vorangegangenen

Kaiserschnitt bei der ersten Entbindung

— meinen Wunsch nach

einer normalen Geburt zu erfüllen,

natürlich immer das Wohl des Kindes

und auch meines im Blick. Wir

hatten eine anstrengende, dennoch

zeitweise auch sehr lustige

Mama Carolin Bölt mit

Papa Paul Fürst,

Tochter Emilia und

dem kleinen

Samuel.

Zeit im Kreißsaal, schließlich darf

man seinen Humor nie verlieren.

Es hat sich sehr lange hingezogen

und am Ende war ich nur erschöpft.

Samuel konnte doch noch

spontan geboren werden, obwohl

aufgrund der langen Zeit schon

mit einem Kaiserschnitt gerechnet

wurde. Dafür bin ich sehr dankbar,

es war ein unglaubliches Erlebnis.

Den Kreißsaal in Schongau finde

ich sehr schön und man kann sich


wirklich wohlfühlen.

Die Hebammen sind

wie Familie und geben

sich alle Mühe,

die Zeit dort möglichst

angenehm zu

gestalten. Außerdem

machen die

Krankenschwestern

auf Station 5 einen

tollen Job. Die Zimmer

sind freundlich

und liebevoll eingerichtet,

der Blick auf

die Stadt und Berge

im Hintergrund ist

ein „Zuckerl“, obwohl

man meist nur

Augen für sein Kind

hat. Selbstverständlich

würden wir ein

weiteres Kind ebenfalls in Schongau

zur Welt bringen.“

Elena aus Weilheim mit

Tochter Emilia:

Elena Rudolf mit ihrem Lebensgefährten Patrik Köpke

und der gemeinsamen Tochter Emilia.

„Unsere Tochter Emilia erblickte

am 13. November 2018 im Krankenhaus

Schongau das Licht der

Welt. Aufmerksam auf das Krankenhaus

wurden wir durch Bekannte,

die ebenfalls in Schongau

entbunden haben. Die Lage des

Kindes ließ uns leider keine Wahl

und wir mussten den Geburtsvorgang

durch Kaiserschnitt wählen.

Die Vorbereitung von mir selbst

und meinem Partner, der bei der

Geburt mit im OP war, empfand ich

ziemlich entspannt, was der Professionalität

des gesamten Pflege-

und Ärzteteams zuzuschreiben

ist. Meine Tochter und mein

Lebensgefährte wurden nach dem

operativen Eingriff in den Kreißsaal

gebracht, wo sie gemeinsam

kuscheln konnten, bis ich 20 Minuten

später mein größtes Glück

in den Armen halten durfte. Die

Betreuung der diensthabenden

Hebamme war, auch im Kreißsaal,

äußerst bemerkenswert. Ebenso

war die tägliche Nachsorge auf der

Station von Hebammen, Schwestern,

Kinder- und Frauenärzten

hervorragend. Nachdem ich selbst

als Krankenschwester arbeite,

weiß ich, wie wichtig die richtige

Betreuung für Patienten ist. Hier

in Schongau hatten wir niemals

das Gefühl nur eine Nummer auf

einem Zimmer zu sein, sondern

fühlten uns stets gut aufgehoben

und liebevoll betreut. Auch

die Unterbringung im

Familienzimmer war

eine tolle Sache, unsere

kleine Familie konnte

so gleich von Anfang

an zusammenwachsen.

Generell sind die

Räumlichkeiten, welche

das Krankenhaus

bietet, wirklich schön

und verbreiten eine

heimische Atmosphäre.

Nachdem wir uns

für das Schongauer

Krankenhaus entschieden

haben, nahm ich

Kontakt zu einer der

Hebammen dort auf.

Sie gab mir Tipps und

Tricks, um gut durch

die Schwangerschaft

zu kommen. Ebenfalls besuchte

ich im Schongauer Krankenhaus

den Geburtsvorbereitungskurs,

welcher mir sehr gut gefallen

hat. Durch die Umgehungsstraße

ist das Schongauer Krankenhaus,

auch von Weilheim aus, super zu

erreichen. Wenn es möglich ist,

werde ich auch mein nächstes

Kind definitiv in Schongau zur Welt

bringen.“

tis

Das Team der Geburtshilfe —

mittlerweile auch auf

Facebook aktiv.

Informationsabend

für werdende Eltern

Storch im Anflug-

Informationen für werdende Eltern

An jedem 1. Mittwoch im Monat, 19 Uhr

2. Januar – 6. Februar – 6. März – 3. April – 8. Mai – 5. Juni

Referenten:

Chefarzt Dr. Gerhard Schmidberger

Oberärztin Dr. Kira Essiger

Hebammen und Schwestern

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Schongau

Mehr unter www.meinkrankenhaus2030.de

g

> > > KONTAKT SCHONGAU

Gynäkologie und Geburtshilfe Schongau

Sekretariat: 08861 / 215-291

Station: 08861 / 215-164

Kreißsaal: 08861 / 215-130

Telefax: 08861 / 215-279

E-Mail: sog-frauenklinik@kh-gmbh-ws.de

januar / februar 2019 | 27


Pädagogische Kreativwerkstatt für Kinder und Jugendliche

Präsentieren ohne

Blamieren

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Hohenfurch | Die Kurse nennen

sich „Luftikus“, „Kreativ entspannen

mit dem eigenen Mandala“,

„Impro-Workshop“ oder „Präsentieren

ohne Blamieren“ und waren

Anfang 2018 alle gut gebucht,

einige davon sogar ausgebucht.

Dass sie letztlich allesamt entfallen

mussten, bedauert Kursleiterin

Melanie Resch auch knapp ein

Jahr später noch, war jedoch keineswegs

ihr Verschulden. Kurzer

Rückblick: Im Herbst letzten Jahres

hatte Resch die Planungen zu ihrer

pädagogischen Kreativwerkstatt

für Kinder und Jugendliche, die

Rescherei, weitestgehend abgeschlossen.

Termine waren fixiert,

Infoabende abgehalten, Kursangebote

veröffentlicht. Ende 2017

dann die erfreuliche Nachricht,

dass Melanie Resch schwanger ist.

Die Schwangerschaft verlief allerdings

nicht gänzlich geräuschlos,

weshalb sie die geplanten Kurse

absagen musste. Seit August

2018 ist ihre zweite Tochter auf der

Welt, Mutter und Kind geht es hervorragend,

so dass Melanie Resch

mit ihrer Rescherei den nächsten

Anlauf nimmt – und auf ähnlich

positive Resonanz hofft wie im

vergangenen Jahr.

Schlichter Kursraum,

dörfliche Idylle

Die Rescherei befindet sich idyllisch

gelegen inmitten eines Bauernhofes

in Hohenfurch direkt an

der Schönach. „Man muss zwar

ein wenig fahren, aber für Kinder

gibt es kaum was Schöneres als

auf einem Bauernhof zu sein“,

sagt Melanie Resch. Vor gut zwei

Jahren ist sie samt Gatte und erster

Tochter aus München wieder

aufs Land gezogen. Nachdem sie

erstmals die Räumlichkeiten sah,

insbesondere das ausgebaute und

geräumige Dachgeschoss, war

ihr sofort klar: Sie will ein pädagogisch

wertvolles Kreativangebot

für Kinder und Jugendliche

schaffen. Die Idylle des Ortes,

abseits des städtischen Trubels,

soll Kursteilnehmer dabei gleichsam

entspannen wie den Rahmen

schaffen, kreativ zu sein. Der Kursraum

selbst besticht durch seine

Schlichtheit und ermöglicht es, frei

und unvoreingenommen zu agieren

und das jeweilige Programm

ohne Ablenkung zu erleben. en.

Melanie Resch hat nach ihrem

Abitur am Welfengymnasium

Schongau an der Berufsfach-

fach

schule „Schauspiel München“

die Ausbildung zur staatlich tli

geprüften

Schauspielerin absolviert,

das Handwerk entsprechend end von

der Pike auf gelernt. In ihrer Vita

stehen unter anderem mehrere

Auftritte bei Aktenzeichen n XY,

eine

Rolle neben Christine Neubauer er in

„Gottes mächtige Dienerin“ n“ sowie

eine Nominierung für den renommierten

Lore-Bronner-Preis reis

für

ihre Leistungen auf der Theaterbühne.

Da sie neben der Schauspielerei

allerdings auch immer

schon den Wunsch hatte,

te,

Lehrerin zu sein, schloss sie

ein Realschul-Lehramtsstu-

studium

für Deutsch und Geschichte

an. Umso schöner

ist es für sie nun, wenn sie mit

der Rescherei beide Leidenschaften

verknüpfen kann. Bildet die

Schauspielerei die Basis für jegliches

kreative Tun in den Kursen,

bereitete das Lehrerdasein insbesondere

auf den pädagogischen

Teil ihrer neuen Aufgabe vor.

Drei verschiedene

Angebote im Programm

Das Angebot der Rescherei besteht

grob aus drei Säulen: Der Kurs

Luftikus richtet sich vor allem an

Kinder mit ADS, ADHS oder Konzentrationsschwächen.

An einer

ihrer bisherigen Schulen leitete

Melanie Resch die Theater AG,

wo unter anderem einige Schü-

ler dabei waren, die

eben diese

28 | altlandkreis


die 33-Jährige. Welche Themenschwerpunkte

die Kurse haben,

darauf will sie sich noch nicht final

festlegen, schließlich lässt der

Kreativ-Begriff eine Menge Spielraum.

„Monatlich sollen zwei verschiedene

Kurse angeboten werden“,

verspricht Melanie Resch.

Welche das jeweils sind, wird zeitnah

auf ihrer Homepage zu finden

sein (www.dierescherei.de).

Das geräumige Dachgeschoss bietet perfekte Bedingungen, damit Kinder

ihrem Kreativdrang freien Lauf lassen könnnen.

Auffälligkeiten hatten. „Das Spielen,

die Kreativität hatten einen

enorm positiven Effekt auf diese

Schüler“, sagt sie rückblickend

und ergänzt: „Wir konnten Dinge

einbauen, die im alltäglichen Unterricht

keinen Platz finden.“ Eines

davon ist das Thema Reflexion.

Schüler, oder jetzt Kursteilnehmer,

bekommen dabei die Möglichkeit,

über die vergangenen Stunden zu

sprechen. Was lief gut, wo gibt es

Verbesserungspotential? ru

Das hilft

den Kinder, runter zu kommen

und sich

selbst einzuschätzen.“

Luftikus us besteht aus insgesamt

acht

Einheiten, aufgeteilt auf je

eine

Stunde pro Woche, bewusst

in

Kleingruppen, damit jedem

Kind auch ausreichend Aufmerksamkeit

zuteil wird. Details, wie

etwa Preise, klärt Melanie Resch

stets im persönlichen Gespräch

mit den Eltern. „So kann ich das

Konzept am besten erklären. Welche

positiven Auswirkungen der

Kurs hat und wie wir sowohl die

Persönlichkeitsentwicklung als

auch soziale Kompetenz fördern.“

Eine weitere Säule sind die sogenannten

Kreativ-Workshops für

alle, die sich künstlerisch austoben

möchten. Gerade in der

Schauspielerei entdecken laut

Melanie Resch viele Kinder etwas

an sich, was ihnen zuvor fremd

war. „Die Schauspielerei ist nicht

für jeden direkt zugänglich“, sagt

Tipps und Tricks gegen

Lampenfieber

Jeder muss es in der Schule machen,

die einen können es, die anderen

nicht: „Ich bin der Überzeugung,

dass es jeder lernen kann,

schließlich gibt es dafür Tipps und

Tricks.“ Den Kurs „Präsentieren

ohne Blamieren“ bietet Melanie

Resch sowohl für „Kids“ (1. bis 4.

Klasse) als auch für „Youngsters“

(5. bis 10. Klasse) an. Darüber hinaus

gibt sie Intensivkurse für Schulklassen

oder als Einzelseminare.

Die Kurse beinhalten – der Relevanz

an die jeweilige Altersgruppe

angepasst – Themen wie Gestik

und Mimik, Atmung und Stimme,

Präsentation und Visualisierung,

Referieren und freies Sprechen sowie

Umgang mit Lampenfieber und

Nervosität. In den Schulen fehlt oftmals

die Zeit, um diese Fähigkeiten

optimal zu fördern, obwohl das

Präsentieren fester Bestandteil in

der Schule und auch später in der

Berufswelt ist.

„Mein Ziel ist es, dass es gut anläuft

und die Kursteilnehmer viele

positive Sachen mitnehmen.

Außerdem sollen die Kids ihre

Stärken entdecken und sich mehr

zutrauen“, wünscht sich Melanie

Resch, die sich durchaus bewusst

ist, dass es ein etwas „anderes“

Angebot ist. Kreativ eben, genau

wie man es von einer Schauspielerin

erwartet.

tis

Kurze Vorbesprechungen zum

„Impro-Workshop“.

januar / februar 2019 | 29


Damit handeln die Inhaber von Autohaus ISI

Veredelte Luxusschlitten von

Lamborghini, Porsche und Ferrari

Schongau | Das Schongauer Autohaus

ISI ist den Bürgern der Region

ein fester Begriff. Viele Gerüchte

kursieren über die Inhaber Isi

und Elvis Krasniqi, unter anderem:

Kann nicht mit rechten Dingen zugehen.

„Alles Quatsch“, sagt Gründer

Isi Krasniqi, 37, der inzwischen

gelassener mit den Falschaussagen

nichtinformierter Neider umgeht.

Warum überhaupt geredet

wird über Isi, können die beiden

natürlich trotzdem nachvollziehen.

Die Brüder, die in Schongau geboren,

aufgewachsen und zur Mittelschule

gegangen sind, handeln

seit einigen Jahren mit exklusivsten

Luxusschlitten. Lamborghini,

Ferrari, Porsche, Mercedes-AMG,

Rolls Royce – nur das Feinste vom

Feinsten. Klar, dass der einfache

Bürger aus der ländlichen Provinz

sich hier verwundert die Augen

reibt. Woher die Kunden von ISI

stammen? „Inzwischen aus der

ganzen Welt“, sagt Elvis Krasniqi,

27, der sich mittlerweile

um den Großteil

der Geschäfte

kümmert und von Verkäufen

nach Vietnam, Dubai und

China spricht. Aber auch nach

Moskau, London, Monaco oder

innerhalb Deutschlands. Auch im

engeren Umkreis gebe es den einen

oder anderen finanzkräftigen

Abnehmer. „Aber die zeigen sich

mit ihren Autos nicht so gerne vor

der eigenen Haustüre.“ Diskretion

steht auch bei Autohaus ISI

an oberster Stelle – konkretere

Angaben zu Kunden

werden nicht verraten.

Nur so viel:

Es handelt

sich um

Menschen, bei denen Geld keine

große Rolle spielt – weltbekannte

Fußballer, Musiker und extrem

erfolgreiche Unternehmer und

Manager aus allen möglichen

Branchen.

Bereits als Kind

Fachmagazine gelesen

Authohaus-Gründer Isi Krasniqi

war schon als kleines Kind von

Autos fasziniert, hat sich bereits

im zarten Alter von nur zehn Jahren

Fachmagazine besorgt und

angefangen, sich hineinzublättern

in seine bis heute ungebrochene

„Leidenschaft“. Erstmals mit Autos

gehandelt hat er bereits vor seiner

Volljährigkeit – das Geschäft

angemeldet war damals

auf den Namen seiner

Mutter. Es ging

los mit alten

Gebrauchtwagen,

nicht mehr wert

als 3 000 bis 5 000 D-Mark. „Die

habe ich eigenhändig auf Vordermann

gebracht und verkauft.“

Den ersten Stellplatz außerhalb

der heimischen Garage in Schongaus

Altstadt mietete er neben

dem Spielcasino am Schongauer

Lechberg an. Seither ist „Auto ISI“

ungebrochen gewachsen. Unter

anderem 2005, als mit dem Umzug

an die Bahnhofstraße 8 der

nächstgrößere Schritt erfolgte.

Also dorthin, wo die Brüder auch

jetzt ihr Geschäft führen. „Nur war

damals alles alt und nicht wirklich

schön.“ Zwischen 2013 und

2015 mieteten sich Elvis und Isi

deshalb in den freigewordenen

Hangar von Autohaus Becher in

Schongau-West ein. Seit die Firma

Becher dieses Areal jedoch selbst

nutzt, sind Elvis und Isi wieder

unten an der Bahnhofstraße – nur

wesentlich schöner, komfortabler

und professioneller eingerichtet.

Im Sommer präsentiert „Isi“ seine

Luxusschlitten auch gerne mal im

Freien vor dem Haupteingang.

30 | altlandkreis


Über den roten Teppich zu

Lamborghini, Ferrari, Porsche

und Rolls Royce.

2015 haben die beiden umfangreich

Werkstätte, Verkaufsraum

und Büro saniert und umgebaut.

Größten Wert haben die beiden

beim Umbau auf Einbruchschutz

gelegt. „Im Grunde ist das hier

wie ein Gefängnis, alles doppelt

und dreifach abgesichert.“ Wachhund

im Hinterhof sowie verdunkelte

Scheiben inklusive, damit

die Luxusschlitten speziell von den

gerüchtestreuenden Neidern nicht

gleich von außen ersichtlich sind.

Mundpropaganda als

Erfolgsrezept?

> > > KALENDER ZU GEWINNEN

In der Tat stehen bei Autohaus ISI

mittlerweile „Schätze“ im Verkaufsraum,

über deren Gesamtwert

man lieber nicht laut spricht.

Überwiegend Gebrauchtwagen

aus zweiter Hand, die allerdings

nur wenige tausend Kilometer auf

dem Tacho haben und im Grunde

wie neu sind. Wobei es auch

immer wieder nagelneue Autos

zu kaufen gibt. „Nicht selten sind

wir die mit ersten, die limitierte

Fahrzeuge von beispielsweise

Lamborghini hier haben.“ Hierfür

notwendig sind ausgezeichnete

Kontakte innerhalb der Szene.

Wie sich Isi Krasniqi als damals

kleiner Junge aus Schongau über

die Jahre hinweg dieses Netzwerk

aufgebaut hat? „So banal das

klingt, aber angefangen hat alles

Noch keinen passenden Kalender für 2019 gefunden? Ihr Regionalmagazin

„altlandkreis“ verlost drei Exklusiv-Exemplare von Autohaus

ISI, und zwar in der limitierten Erotik-Version – eine Kombination

aus Luxusschlitten und Dessous-Model. Schicken Sie uns bis 7. Januar

eine Postkarte mit dem Stichwort „Auto-Kalender“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.

de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

über den Freundes- und Bekanntenkreis.“

Als Isi noch mit standardmäßigen

Gebrauchtwagen

handelte und endlich Geld übrig

hatte, kaufte er für sich nach und

nach größere, edle Sportwagen.

„Ein Tick von mir, ein Hobby.“ Das

Umfeld staunte nicht schlecht,

wollte auch solche Autos. Isi recherchierte,

kontaktierte, besorgte

und lernte so immer mehr Händler

kennen. Deutschlandweit, europaweit,

irgendwann weltweit.

Auch unter Kundenkreisen spricht

sich immer häufiger herum, dass

dort in diesem beschaulichen

Schongau exklusive Luxusschlitten

zu kaufen sind. „Letztlich funktioniert

das Geschäft heute nicht

anders als damals.“ Elvis und Isi

beobachten den Markt, wägen ab,

welches Auto etwas ganz Besonderes

ist, schlagen im richtigen

Moment zu und hoffen, das Auto

gewinnbringend weiterverkaufen

zu können. Vor allem dann, wenn

sie es veredeln. „Entweder in der

hauseigenen Werkstätte, wo wir

mit Schraubern, Veredler und

Bürokraft derzeit vier Mitarbeiter

beschäftigen, oder mit ausgewählten

Lackierern und Tunern

januar / februar 2019 | 31


aus näherer und weiterer Region.“

Die verleihen den ohnehin

schon limitierten Luxusschlitten

eine nochmals ganz eigene Note.

Heißt: Der Lamborghini von ISI ist

somit in Sachen Farbe, Anbauteile

oder Material nochmals eine Stufe

exklusiver als bei vergleichbaren

Händlern.

Lamborghini Huracan

mit 610 PS

Wobei die „Schlitten“ auch ohne

Veredelung Autoherzen höherschlagen

lassen. Zum Beispiel der

Lamborghini Huracan LP 610-4

Spyder in weiß-metallic, Baujahr

März 2017, mit Volllederausstattung,

Wippschaltung und Carbon-

Keramik-Bremsanlage. Ein exklusiver

Roadstar aus erster Hand mit

rund 6800 Kilometern auf dem Tacho

und unfassbaren 610 PS unter

der Haube. Kostenpunkt Stand Mitte

November 2018: rund 220000

Euro. Nicht weniger schick und

selten ist der Ferrari 458 Spider in

Rosso Corsa (rot) mit LED-Carbon-

Lenkrad, Keramik-Bremsanlage,

21-Zoll-Alufelgen und 570 PS unter

der Haube. Zu haben ist dieses

Unikat, Baujahr März 2013, für rund

170 000 Euro. Auch ein absolutes

Highlight ist der Mercedes-AMG

GT C in richtig auffallendem gelbmetallic.

Dieser Roadstar hat 557

PS unter der Haube und kostet um

die 140 000 Euro, ist letztlich aber

nur ein weiteres Beispiel für viele

weitere Luxusschlitten in dieser

Preis- und PS-Kategorie. Auch von

Porsche sind im Autohaus ISI stets

mehrere Topmodelle zu kaufen,

unter anderem ein Carrera 911 GTS

Cabrio, ein Carrera 997 GTS Cabrio

oder Panamera Turbo. „Wir haben

aber auch günstigere Autos“, wirft

Elvis Krasniqi in diesem Moment

ein. Auch ein gebrauchter Audi A3

für rund 18 000 Euro wird regelmäßig

verkauft. „Wenn ein Kunde

zu uns mit einem gewissen Budget

kommt und über uns ein Auto

kaufen will, bekommt er auch ein

passendes Modell.“ Spezialisiert

ist Autohaus ISI aber definitiv auf

exklusive Luxusschlitten, „die wir je

Der Showroom von Auto ISI mit

Geländewagen und hochsportlichen,

veredelten Flitzern.

nach Kundenwunsch mit unserem

Lkw auch gerne mal selbst vor Ort

oder bis zum Hafen nach Hamburg

bringen“. Auch ein VIP-Abholservice

der Kunden vom Münchner

Flughafen ist mittlerweile Standard.

Der künftig in Sachen Preis

und Glanz noch größere Dimensionen

erreichen soll? „Das, was wir

Stand jetzt erreicht haben, war immer

mein Traum“, sagt Isi Krasniqi,

der sich nun inständig wünscht,

auf diesem hohen Niveau noch viele

weitere veredelte Luxusschlitten

an die reichsten Menschen dieser

Erde verkaufen zu können.

Erfreuliche

Kundenbewertungen

Zu finden sind die Autos übrigens

nicht nur auf der Homepage

(www.autohaus-isi.de) sowie im

Autohaus selbst, sondern auch auf

den gewöhnlichen Plattformen,

zum Beispiel auf www.mobile.de

oder www.autoscout24.de. Wer

einen Blick auf diese Seiten wirft,

stößt nicht nur auf oben genannte

Luxusschlitten, sondern auch auf

zahlreiche Bewertungen bisheriger

ISI-Kunden. Und die haben den

Brüdern im Durchschnitt satte 4,5

von 5 Sternen verliehen. Heißt: Die

Kunden von Auto ISI sind in Sachen

Beratung, Service, Kaufabwicklung

und Ware hochzufrieden. „Anders

würde es auch nicht funktionieren“,

sagt Isi, der an dieser Stelle

nochmals ausdrücklich bekräftigt,

dass man dem Gerede einiger Leute

da draußen nicht zu viel Gehör

schenken sollte.

js

32 | altlandkreis


2019er Jahrbuch des Heimatverbandes Lech-Isar-Land

Neugier wecken –

Wissensdurst stillen

Altlandkreis | Im Jahr

1924 wurde der Heimatverband

Lech-Isar--

Land als gemeinnütziger

er

Verein gegründet. Nachdem

dieser eigentlich als

regionaler Dachverband für

die örtlichen Heimatvereine

ereine

tätig war, regte er in der Folgezeit

die Gründung von Ortsvereinen

an und übernahm dem die Erforschung von Kunst,

Kultur, Tradition, Geschichte hte und

zu-

Volkskunde aus dem Gebiet zwischen

Lech und Isar. Bereits eits

seit

dem Gründungsjahr veröffentlicht

entl

der Verband alljährlich das Jahrbuch

Lech-Isar-Land – die ersten

beiden Jahre noch unter dem

Namen Ammersee Heimatblätter.

1943 wurde das Erscheinen infolge

der Kriegswirren eingestellt. Erst

1954 fanden sich erneut engagierte

Heimatforscher zusammen,

um den Heimatverband und zwei

Jahre später auch das Jahrbuch zu

reanimieren.

Königshaus am Schachen

auf dem Cover

Erst kürzlich erschien das aktuelle

2019er Jahrbuch. Den Umschlag

des 320-Seiten-starken Buches

ziert diesmal die vom Weilheimer

Künstler Jos Huber gestaltete

Ansicht des Königshauses am

Schachen. Ebenso ist dieses außergewöhnliche

Gebäude Thema

des ersten Aufsatzes im Jahrbuch,

verfasst von Johanna Franziska

Gast. Es folgen unter anderem

Themen wie der demokratische

Neuanfang ang im Landkreis

Weilheim im

ab 1945, die Hochlandhalle,

eine Typhusinfektion

in Haunshofen und die Sage des

„Gögerlfräuleins“. Seit Jahrhunderten

ist das Gögerl Weilheims

ein beliebtes und kostbares Naherholungsgebiet.

Im Bereich der

Kunstgeschichte sind das Bild

Martin Knollers in Weilheims

Stadtpfarrkirche, ein aus Weilheim

stammender Kokosnusspokal, der

nun in Murnau steht und der neue

Petel-Altar im Augsburger Dom

Themen im Lech-Isar-Land 2019.

> > > BÜCHERVERLOSUNG

Musikalische Aufsätze

gibt es über

die Lebensgeschichte

des Weilheimer Organisten

und Komponisten

Franz Daffner

ebenso wie über zwei

neu

vorgestellte bairische

Lieder. In literarischen

Beiträgen wird

auf Ödön von Horváths

Beziehungen e zu Murnau

und auf eine Ballade

von einer Vertreibung der

Römer vom Auerberg eingegangen.

ga

Ein Text nimmt

sich

das Naturschutzgebiet

„Magnetsrieder Hardt“ als

Thema, ein anderer die Aeronautiker

Ernst Udet und Gustav Otto,

wie sie „den Flugverkehr in die Alpen

brachten“. Das bunt gemischte

Werk ist für 18 Euro in den regionalen

Buchhandlungen erhältlich. Es

wurde unter der Schriftleitung von

Klaus Gast von allen mitwirkenden

Autoren kostenlos verfasst. Weitere

Informationen hält die Internetseite

des Heimatverbandes bereit

(www.lech-isar-land-heimatverband.de).

tis

„altlandkreis“ verlost drei Exemplare des Lech-Isar-Land-Jahrbuchs

2019. Wer eines davon gewinnen möchte, schickt bis 15. Januar eine

Postkarte mit dem Stichwort „Lech-Isar-Land“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.

de. Bitte auch hier die Absenderadresse nicht vergessen, da die Bücher

per Post verschickt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

das Los entscheidet. Viel Erfolg.

januar / februar 2019 | 33


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und ein gutes neues Jahr 2019!

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Armin Höfling kommt von der Straße

„Ich wollte

einfach nur weg“

Herzogsägmühle | Die Eltern von

Armin Höfling sind Alkoholiker.

Gewalt steht bei ihm zuhause auf

der Tagesordnung. „Eine Flasche

Korn und fünf Halbe Bier am Tag

waren ganz normal bei meiner

Mutter.“ Als Höfling 18 Jahre alt

wird, packt er über Nacht seinen

Rucksack und haut ab. Ohne Ziel,

ohne Plan. „Ich wollte einfach nur

weg von daheim.“ Er schließt sich

Schaustellern an, tourt mit denen

drei Jahre lang durch Frankreich.

Sein Geld für den notwendigsten

Lebensunterhalt verdient er als

Putzmann und Tellerwäscher. „Es

war der Anfang meiner Misere“,

sagt er rückblickend. Denn weg

von zuhause bedeutete für den

jungen Erwachsenen zugleich:

Kein Anschluss, keinerlei soziale

Kontakte. Armut und Ziellosigkeit

zwingen ihn zurück ins Elternhaus,

nach wie vor geprägt von Alkoholismus

und Gewalt. Er beginnt den

Grundwehrdienst bei der Bundeswehr,

bringt diesen aber nicht zu

Ende. Später absolviert er eine

Ausbildung zum Binnenschiffer,

ist mit Frachtschiffen unterwegs

auf Rhein, Main und Neckar und

sieht erstmals Sinn und Struktur

in seinem Leben. Dann geht seine

erste Beziehung zu Bruch. „Plötzlich

wurde mir wieder alles zu

viel.“ Höfling packt wieder seinen

Rucksack, will wieder „einfach nur

weg“ und zieht monatelang mit

Schlafsack, Wanderschuhen und

Zelt – die Ausrüstung aus seiner

Zeit beim Bund – durch den Bayerischen

Wald. Zwischendrin übernachtet

er neben dem Haupteingang

bei Penny, bettelt mit offener

Mütze um Geld und weiß längst:

Er ist angekommen am untersten

Rand der Gesellschaft. Was Armin

Höfling, geboren in Nürnberg,

aufgewachsen in Würzburg, von

den meisten anderen Obdachlosen

unterscheidet: Er hat keinerlei

Probleme mit Alkohol und Drogen.

„Vermutlich nur deshalb, weil die

Trinkerei meiner Eltern mich derart

geprägt hat, dass ich bis heute

meine Finger davon lasse.“ Auch

sonst ist Armin Höfling draußen

auf der Straße nicht wirklich als

Obdachloser zu erkennen. Haare

und Gesicht sind gepflegt. In

seiner Wanderausrüstung und

diesem großen, dunkelgrünen

Rucksack, würde er jederzeit als

„normaler“ Wanderer durchgehen.

In Wahrheit aber ist diese

Outdoor-Ausrüstung sein einziges

Hab und Gut – laut Bundesarbeitsgemeinschaft

für Wohnungslosigkeit

ist Armin Höfling derzeit einer

von insgesamt rund 1,2 (!) Millionen

Wohnungslosen. Den Sprung

Armin Höfling war Mitte

Dezember in diesem

Herbergs-Zimmer.

zurück in ein geregeltes Leben mit

eigener Wohnung, Beziehung und

Arbeit hat er zwar immer wieder

geschafft. Bei neuerlichen Rückschlägen

jedoch ein ums andere

Mal die Flucht in den Abgrund

ergriffen. „Das zieht sich bis heute

durch mein ganzes Leben.“

2018 rund 5 500

Übernachtungen

Erstmals von Herzogsägmühle

hörte er 2009. „Über eine Hilfseinrichtung

in Darmstadt“, wo ein

Mitbewohner regelrecht von dieser

Herberge in Herzogsägmühle

schwärmte. „Es ist sauber, es gibt

drei Mal am Tag gutes Essen, wir

versuchen jeden in Not Geratenen

aufzunehmen und helfen, wo es

nur geht“, sagt Peter Reichelmeier,

Leiter der Herberge in Herzogsägmühle,

die sich unterhalb des

34 | altlandkreis


Berges direkt neben der Dießener

Straße befindet und im Jahr 2018

rund 5 500 (!) Übernachtungen zu

verzeichnen hatte. Zweibettzimmer

im Schullandheim-Stil bieten

dort Platz für insgesamt 22 Wohnungslose.

Im Gemeinschaftsbad

kann geduscht und im Waschraum

Wäsche gewaschen werden. Doch

wie der Name Herberge schon

verrät, handelt es sich um eine

stationäre Aufnahme, die maximal

28 Tage pro Jahr aufgesucht werden

darf. Aufgenommen werden

Menschen ohne Wohnung, mit

Überschuldung und beispielsweise

Gewalterfahrung. Mit pädagogischer

und hauswirtschaftlicher

Hilfe werden die jeweiligen Einzelschicksale

genau unter die Lupe

genommen. Das Ziel: Die Obdachlosen

innerhalb dieser staatlich

geregelten Aufnahmefrist von 28

Tagen wieder in ein geregelteres

Leben zu integrieren – aus der

Herberge in eine Sozial-Wohnung,

aus der Sozial-Wohnung in eine

eigene Wohnung, letztlich verbunden

mit einer festen Arbeitsstelle.

„Vor allem versuchen wir, dass

sie nicht wieder ihren Rucksack

packen“, sagt Christian Meier,

Leiter ambulanter Dienste in Herzogsägmühle,

der klipp und klar

sagt, „dass definitiv kein Mensch

freiwillig auf der Straße lebt“. Und

der Grat zwischen „normal“ und

„Abgrund“ oftmals ein sehr schmaler

sei. Nur ein Beispiel: Jobverlust,

Trennung, Rauswurf aus

dem Haus der Ex-Frau, gleichzeitig

keine Freunde und Familienangehörige,

die einen auffangen.

„Schon bist du obdachlos und landest

auf der Straße.“

Verdrängungstaktik in

großen Städten

Armin Höfling kennt die Nächte

voller Angst. Diebstahl, Körperverletzung,

heftige Unwetter, Kälte,

Nässe, wochenlang keine Körperpflege

und kein Geld. „Allein das

natürliche Bedürfnis, morgens

nach dem Aufwachen auf Toilette

zu gehen, ist in der Öffentlichkeit,

vor allem ohne Geld, kaum möglich.“

Deshalb sucht sich Höfling

mit Isomatte und Schlafsack bewusst

Schlafplätze an Ortsrändern,

gut versteckt im Gebüsch – und ist

damit nicht alleine. Die Entwicklung

der Obdachlosen ist nicht nur

wegen dieser enorm hohen Zahl

von 1,2 Millionen eine beängstigende.

„Die Zahl der Wohnungslosen

ist seit zehn Jahren deutschlandweit

um 30 bis 40 Prozent

gestiegen“, sagt Christian Meier.

Tendenz bei sehr hoher Dunkelziffer

stark steigend. „Was nicht nur

an anerkannten und dann wohnungslosen

Flüchtlingen liegt.“

Der Staat habe in Sachen sozialer

Wohnungsbau, weil alles privatisiert

wurde, versagt. Außerdem

immer häufiger zu beobachten:

Bewusste Verdrängungstaktiken,

insbesondere in größeren Städten.

In Dortmund beispielsweise werden

gegen Obdachlose Bußgelder

über 20 Euro verhängt, sollten

diese auf öffentlichen Straßen

und Plätzen schlafen. Wer nicht

bezahlt, muss im schlimmsten

Falle für zwei Tage ins Gefängnis.

Auffallend sei auch die Umgestaltung

von Bahnhöfen, an denen

Bänke abgebaut oder so konstruiert

werden, damit sich aufgrund

herausstehender „Dornen“ niemand

mehr ablegen kann. Umso

dankbarer ist Armin Höfling, speziell

zur kältesten Zeit des Jahres

eine Bleibe in Herzogsägmühle

gefunden zu haben – inzwischen

wurde er sogar aus der Herberge

in das stationäre Angebot für 18

bis 24 Monate mit noch mehr Perspektive

aufgenommen. Sein nun

größter Wunsch: Gesund werden,

Schulden abbauen, über eine Außenwohngruppe

wieder zurück

ins geregelte Leben finden und vor

allem: „Nie wieder rückfällig zu

werden.“ Den Rucksack gepackt

hat er aufgrund seiner traumatischen

Erlebnisse im Elternhaus oft

genug.

js

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januar / februar 2019 | 35


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Altlandkreis | Zwei senkrecht im

Boden verankerte Balken aus Holz

stützen das Vordach. An der linken

Stütze angebracht ist ein Gedicht

mit sechs Strophen, eingerahmt

in einen zierlichen Bilderrahmen.

Es ist gerichtet an einen Schutzengel

und beginnt so: „O Engel

rein, Beschützer mein, du Führer

meiner Seele, lass mich dir anbefohlen

sein, dass ich vor Gott nicht

fehle.“ Rechts neben dem Gedicht,

an der frontalen Wand dieser

beschaulichen Kapelle, hängt

eine schön verzierte Infotafel. In

kunstvoll geschwungener Schrift,

angelehnt ans Altdeutsche, steht

geschrieben: „Geweiht den heiligen

Schutzengeln durch Herrn

Pfarrer Gumpinger am 3. Oktober

2006.“ Außerdem steht darauf geschrieben,

dass diese Kapelle von

einer Familie Heiland erbaut wurde.

Wir möchten nun von Ihnen,

liebe Leser, wissen: Wo befindet

sich diese Kapelle? Da sie, wie unschwer

auf dem Foto zu erkennen

ist, inmitten der Prärie steht, die

nächstgrößeren Ortschaften doch

einige Fußminuten entfernt liegen,

reicht uns als Lösung eine grobe

Beschreibung. Zum Beispiel wäre

sinnvoll zu schreiben, zwischen

welchen beiden Ortschaften sich

diese Kapelle befindet. Kleiner

Tipp: In der Nähe dieser Kapelle

befindet sich unter anderem der

Pfaffenwinkler Milchweg. Und wer

ganz genau hinschaut, findet in der

letzten Strophe des Gedichts sogar

einen kleinen Rechtschreibfehler. ehl

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Schicken Sie uns bis 15.

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Peiting. Oder eine E-Mail an info@

DES LETZTEN

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an dieser Stelle nicht vergessen!

Zu gewinnen gibt es wieder fünf

Familienkarten für Badespaß im

Schongauer Plantsch. Das

Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

js

Passend zur 50. Ausgabe des „altlandkreis“ wollten wir wissen,

seit wann Birkland – dort befindet sich die Redaktion der Regionalmagazine

„altlandkreis“ und „tassilo“ – zur Marktgemeinde in

Peiting gehört? Die Eingemeindung ist im Zuge der bayernweiten

Gebietsreform geschehen, und zwar am 1. Januar 1976. Dies gewusst

haben mehrere Dutzend unserer Leser, aus denen wir wieder fünf

Gewinner gezogen haben: Carina Weiß und Karin Fischer aus Peiting,

Michael Prinzing aus Reichling, Sonja Eichinger aus Iphofen

und Stefan Link aus Wildsteig dürfen sich auf Badespaß im Plantsch

mit der ganzen Familie freuen. Herzlichen Glückwunsch!

36 | altlandkreis


Zwei Ärztinnen sprechen über präventive Maßnahmen

Der Grippezeit zum Trotz

Peiting | „Wir können nicht zaubern“,

antwortet Dr. med. Steffi

Reichenbach, während Kollegin

Dr. med. univ. Silke Kosian ergänzt:

„Im Grunde machen wir

nichts anderes, als alle anderen

auch.“ Die Frage: Was tun Ärzte,

um sich gerade in der Grippesaison

zu schützen? Schließlich haben

die Mediziner tagtäglich mit

enorm vielen gesundheitlich angeschlagenen

Menschen zu tun,

häufig sogar Körperkontakt und

werden dennoch – zumindest gefühlt

– nur ganz selten krank.

Steffi Reichenbach hatte ihre Praxis

am Peitinger Hauptplatz 1991

eröffnet, seit 2007 wird sie dort

von Silke Kosian unterstützt. In ihrer

Gemeinschaftspraxis bieten sie

vollumfassende Allgemeinmedizin,

darunter unter anderem auch

Reisemedizin oder Hyposensibilisierungen.

Wie viele Patienten

sie im Schnitt täglich behandeln,

möchten die beiden Ärztinnen

nicht verraten. Nur so viel: „Unsere

Praxis ist gut frequentiert, es

gibt viel zu tun“, lässt Silke Kosian

durchblicken.

In Sachen Grippe-Prävention ist

bei Ärzten häufig von der sogenannten

„stillen Feiung“ die Rede.

Der medizinische Fachbegriff beschreibt

die Auseinandersetzung

des Immunsystems einer Person

mit einer Infektionskrankheit,

ohne dass man es merkt. Obwohl

es also zu keinen Krankheitsanzeichen

kommt, entsteht eine

Immunität gegen eine erneute

Ansteckung. Wie viel davon zum

Gesundheitszustand von Dr. Steffi

Reichenbach und Dr. Silke Kosian

beiträgt, lässt sich nicht abschließend

sagen. Beide sind sich hingegen

einig, dass Kopf und Psyche

beim Krankwerden eine große

Rolle spielen. „Wer meint, er wird

krank, wird meistens auch krank“,

sagen die beiden unisono.

Impfen – ein viel

diskutiertes Thema

Eine präventive Maßnahme, um

sich vor Grippe zu schützen, treffen

Steffi Reichenbach und Silke

Kosian dann allerdings doch: sie

und auch ihre Mitarbeiter sind

gegen Grippe geimpft. Wohl kaum

ein Thema wird derzeit derart heiß

diskutiert wie das Impfen. Die

Meinungen gehen dabei so weit

auseinander wie bei kaum etwas

anderem, das ist auch den Ärztinnen

klar. „Es ist unsere moralische

Pflicht, geimpft zu sein“, sagt Reichenbach

mit Blick auf ihre Patienten,

unter denen natürlich auch

chronisch kranke Personen sind –

die sie unter keinen Umständen

anstecken möchte. Allerdings:

„Wir können und wollen niemandem

eine Impfung aufzwängen“,

betont sie. Kollegin Silke Kosian

bläst diesbezüglich ins gleiche

Horn: „Ich sehe mich weder als

Impfgegner, noch als Impfbefürworter.

Meine Aufgabe ist es nicht,

Patienten zu bevormunden.“

Bedeutet: „Über die derzeitigen

Richtlinien informieren und dabei

über Risiken in beiderlei Hinsicht

umfangreich beraten und auch

über eventuelle Nebenwirkungen

aufklären.“

Über ihre Erfahrungen mit der

Grippe können die beiden Ärztinnen

hingegen mittlerweile

ausführlich berichten. Wobei die

echte Grippe Influenza natürlich

deutlich von einem grippalen Infekt

mit Husten, Schnupfen oder

Halsweh, bei dem nach drei Tagen

wieder alles vorbei ist, abgegrenzt

werden muss. „Nahezu jeder, den

die Influenza schon mal drei Wochen

ans Bett fesselte, lässt sich in

38 | altlandkreis


der kommenden Saison impfen“,

spricht Steffi Reichenbach über

Symptome, „mit denen nicht zu

spaßen ist“, wie unter anderem

tagelanges hohes Fieber und bis

zu sechs Wochen Kraftlosigkeit.

Eine Gefahr ist zudem das erhöhte

Risiko einer Lungen- sowie

Herzmuskelentzündung, was besonders

bei chronisch erkrankten

Menschen lebensbedrohlich sein

kann. In der vergangenen Saison

waren laut Robert Koch Institut

weit mehr als 300 000 Influenzafälle

in Deutschland gemeldet

worden, die tatsächliche Zahl

dürfte sogar noch höher liegen.

Fast 1 000 Menschen sind an den

Folgen einer Grippe gestorben.

Aufklären und

ehrliche Antworten

Rund 30 Prozent ihrer Patienten,

so schätzen die beiden Medizinerinnen,

lassen sich jeden Winter

Dr. med. Steffi Reichenbach (links)

und Dr. med. univ. Silke Kosian

verraten, wie sie sich in der kalten

Jahreszeit schützen.

gegen die Influenza impfen. Sie

empfehlen es ausdrücklich allen

über 60-Jährigen, chronisch Kranken,

Frauen, die eine Schwangerschaft

planen und Personen,

die in regem Kontakt mit anderen

Menschen stehen. Auch bei Planung

einer Reise, insbesondere

in Länder wie Indonesien oder

China, sollte man sich frühzeitig

informieren, da die Grippesaison

im Osten einige Monate früher

beginnt – in Deutschland ist diese

grob von Oktober bis April. „Eine

Impfpflicht wird es nie geben“,

sagt Steffi Reichenbach. „Aufklären

und ehrliche Antworten

sind da viel wichtiger“, ergänzt

Silke Kosian. Wichtig sei vor allem,

dass man bei einer Impfung

vollständig gesund ist. „Man wird

nicht von einer Impfung krank“,

möchte Reichenbach mit diesem

Vorurteil aufräumen. „Man ist

vielleicht etwas müder als sonst,

sollte deshalb hinsichtlich Sport

ein bisschen piano machen, weil

der Körper Immunabwehr leisten

muss“, rät Silke Kosian. Auch eine

Eiweiß-Allergie beziehungsweise

spezifische Antibiotika-Allergie

sollte im Vorfeld erfragt werden.

Damit sie trotz Impfung unbeschadet

durch den Winter kommen,

wird die Gemeinschaftspraxis immer

mittags komplett durchgelüftet,

Türklinken und Tastaturen

werden täglich desinfiziert, genauso

wie regelmäßige Handdesinfektion

eine große Rolle spielt.

Und sollte doch mal einer krank

werden, hilft inhalieren, frische

Luft, Vitamin C und viel Flüssigkeit.

Darüber hinaus natürlich eine gesunde

Lebensführung als weitere

präventive Maßnahme – da unterscheiden

sich Ärzte eben nicht

vom Rest der Bevölkerung. tis

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Das Debütalbum von „WambaBrassClub“

Punkrock trifft Volksmusik

Die Musiker von „WambaBrassClub“: Magnus Segl (v.l.), Thomas Zink,

Valentin Zach, Andreas Nöß, Roman Eisenlauer und Leo Heck.

Steingaden | Songs von „WambaBrassClub“

schlagen aus in

alle Richtungen: Sie sorgen rein

musikalisch für einerseits richtig

fetzige Stimmung, laden zu Pogo,

Disco-Fox und Rock’n’Roll ein. Andererseits

dienen sie zum sinnlich

vor sich hin träumen, zum Chillen

und Grooven. Die Texte? Erklären,

klären auf und machen dem Hörer

Mut. Zum Beispiel über das

Bandprojekt an sich. Über brandaktuelle,

weltpolitische Themen.

Oder über Einstellungssachen wie

Schwarzmalerei. Mit Passagen

wie „wir leben wie die Made im

Speck, während auf unsere Kosten

die Dritte Welt verreckt“ durchaus

drastisch, messerscharf und auf

den Punkt gebracht formuliert. Das

regt definitiv zum Nachdenken an.

Dem folgen wiederum längere,

textfreie Phasen, damit das hohe

instrumentalische Können der Musiker

vollends zum Tragen kommt.

Welche Musikrichtung sie letztlich

spielen? „Schwer zu beantworten,

weil wirklich von nahezu allem a

bisserl was dabei ist“, sagt Frontmann

Andreas „Andi“ Nöß aus

Steingaden. Ska, Punkrock, Blues,

Jazz, Reggae, Hip Hop, stets gespickt

mit origineller Volks- und

Blasmusik. Der Laie würde dazu

Heimatsound sagen. Ein Begriff,

mit dem die Jungs von „Wamba-

BrassClub“ noch nie viel anfangen

konnten, mittlerweile auch nicht

mehr hören können. „Einfach was

komplett Eigenes machen und

damit die Leute begeistern“, sagt

Nöß über die Band-Vision zusammenfassend

und gibt zugleich zu,

„dass mit der ersten eigenen CD

schon ein Kindheitstraum in Erfüllung

geht“.

„WambaBrassClub“? Hohes musikalisches

Können? Eigene CD?

Dass von dieser hier verwurzelten

Band noch keiner gehört hat, liegt

schlichtweg daran, „dass es uns

noch nicht lange gibt und wir erst

im Frühjahr 2019 an die Öffentlichkeit

gehen“. Während die meisten

Bands dieser Welt zunächst auf

kleinen Bühnen live spielen und

versuchen herauszufinden, wie gut

oder weniger gut ihre Musik beim

Fan-Volk ankommt, setzen die

Newcomer ganz bewusst auf den

umgekehrten Weg, setzen alles auf

die Karte „Hop oder Top“.

Die Band „WambaBrassClub“ ist

Ende 2017 gegründet worden und

besteht aus folgenden Mitgliedern:

Roman Eisenlauer, 22, aus

Sachsenried, erst an der Musikfachschule

in Krumbach, mittlerweile

Elektrotechnik-Student in

München, zupft Bass-, Akustik- und

E-Gitarre. Leo Heck, 21, aus Schongau,

spielt und studiert Trompete

an der Musikhochschule in Trossingen,

Baden-Württemberg. Magnus

Segl, 19, Maurer aus Altenau, der

„abartig gut Posaune spielt“. Valentin

„Valli“ Zach, 21, Elektriker,

ebenfalls aus Altenau, am Saxophon.

Und die beiden Hauptinitiatoren

der Band: Thomas Zink, 27,

aus Lechbruck, studiert Energieund

Gebäudetechnik in München,

zieht bald nach Steingaden und

gibt als leidenschaftlicher Schlagzeuger

die unterschiedlichsten

Rhythmen taktgenau vor. Sowie

Andreas Nöß, 23, aus Steingaden,

hauptberuflicher Ziachbauer, der

werktags in Freilassing wohnt

und nicht nur die Diadonische

beherrscht wie kaum ein Zweiter,

sondern auch als gefühlvoller

Sänger vorrangeht. Zusammengefunden

hat sich die Band aus

unterschiedlichsten Gründen: Die

einen haben bereits früher in diversen

Gruppen gemeinsam musiziert.

Die anderen haben sich mal

zufällig nach zig Jahren wieder

getroffen. Was jedoch, vom musikalischen

Ehrgeiz und Talent abgesehen,

alle gleich haben: Trotz

sehr jungen Alters schon reichlich

Bühnenerfahrung. Deshalb sind sie

auch überzeugt von ihrem Vorhaben,

„das natürlich trotz des guten

Gefühls mit Risiko verbunden ist,

weil wir tatsächlich erst am Tag

unseres Release-Konzertes wissen

werden, ob und wie gut unsere

Musik bei den Leuten ankommt“.

Release-Konzert im

Schwabbrucker Kuhstall

Das Realease-Konzert findet statt

am 31. Mai im Kuhstall in Schwabbruck.

Dort gespielt werden die

zwölf Songs aus dem Debütalbum

„Willkommen“, allesamt von Andreas,

Thomas und Roman eigens

komponiert und getextet. Aufgenommen,

gemischt und auf CD

gebracht wurden sie im Laufe des

Jahres 2018 im „mobilen“ Tonstudio

von Hansi Daxer aus Altenstadt.

Letztlich im Studio verbracht haben

die sechs Musiker zwei Mal eine

Woche, die zwar beide extrem intensiv

und anstrengend waren,










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aber: Wer in insgesamt zwei Wochen

ein komplettes Album auf

eine CD bringt, muss nicht nur musikalisch

außerordentlich begabt,

sondern auch bestens vorbereit

gewesen sein. Beides trifft auf die

Burschen zu. „Die Hälfte der Songs

waren schon vor der Aufnahme

spielbereit einstudiert“, sagt Andi

Nöß. Die restlichen seien dann

im Laufe des Jahres mit gezielten

Wochenend- und Feiertagsproben

im abgelegenen Proberaum entstanden.

Abgelegen? „Wir proben

in Riesen in einem verlassenen

Bauernhaus, genaugenommen

nahe der Litzauer Schleife, wo uns

keiner hört und sieht.“ Außer die

dort lebenden Nachbarn, „die sich

allerdings freuen, wenn sich immer

wieder mal was rührt“. Dass

die Proben immer nur Samstag,

Sonntag oder an Feiertagen stattfinden,

ist der starken beruflichen

und schulischen Zerstreuung der

Bandmitglieder geschuldet. Wenn

sie allerdings zusammenkommen,

wird acht bis zehn Stunden am

Stück durchgespielt. Manchmal

auch nur in kleineren Besetzungen,

genannt Satzproben, „was auch

unglaublich effektiv sein kann“.

Das mittelfristige Ziel von „WambaBrassClub“?

„Schon auf größeren

Bühnen auftreten, allen

voran auf Festivals“, sind sich

Thomas Zink und Andi Nöß einig.

Wunschziele wären unter anderem

das Heimatsoundfestival in

Oberammergau, die Brass Wiesn

in Eching sowie das Brassfestival

„Musikprob“ in Pfullendorf. Die

Wurzeln der Jungmusiker stammen

jedoch aus dem Schongauer

Altlandkreis und Ammergauer

Voralpenland, was sie nicht nur

der überregionalen Musikwelt da

draußen zeigen möchten: Neben

dem Release-Konzert in Schwabbruck

möchten sie auch auf Musik-

und Kulturnächten in der Umgebung

ihr Können zeigen. Und

zwar immer in der Sprache, wie

ihnen der Schnabel gewachsen

ist – im Steingadener Dialekt, der

in der Musikszene definitiv nicht

verbreitet ist. Und neben der facettenreichen

Musikrichtung, des

außergewöhnlichen Namens –

„Wambabress“ steht umgangssprachlich

für steirische Harmonika

– sowie der interessanten

Instrumentenkombination für ein

weiteres Alleinstellungsmerkmal

dieser jungen, spannenden Band

stehen soll.

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Hohenbrand | Treibjagd, Drückjagd,

klassisch vom Hochsitz oder

mittels leise durch den Wald pirschen:

Die Jagd ist ein breites Feld,

die viel Verantwortungsbewusstsein

wildlebenden Tieren und

Pflanzen gegenüber voraussetzt.

Einer, der die nebenberufliche

Jagd so akribisch betreibt wie

kaum ein zweiter ist Manfred Berger

aus Hohenbrand, 47, Inhaber

des gleichnamigen Zaungeschäftes

und amtierender Vorsitzender

des Jagd- und Naturschutzvereins

Schongau und Umgebung. Täglich

geht er durch Teile seines Revieres,

das sich von seiner Haustüre

weg über Peiting-Hausen

bis nach Schongau erstreckt, um

Veränderungen wahrzunehmen.

Was er mittlerweile voller Stolz

feststellen kann: Das ökologische

Gleichgewicht, ein gesunder Mix

aus Tieren, Pflanzen und Bäumen,

stimmt in seinem Gebiet.

Und auch die Wildschweinschäden

auf den an Wäldern

angrenzenden landwirtschaftlichen

Nutzflächen sind in

seinem Gebiet extrem zurückgegangen.

„Im Grunde haben wir

aktuell gar keine“, sagt Berger,

der die vergangenen drei Jahre 30

bis 40 Sauen pro Saison geschossen

hat. Allerdings nicht, indem

er und seine fünf Revier-Jäger

willkürlich drauflosgeschossen

haben. „Sondern immer mit Sinn

und Verstand.“ Manfred Berger

legt größten Wert darauf, nie die

Leitbache, die die Rotte führt, zu

erlegen. Warum? „Weil sie in

der Regel sehr alt und erfahren

ist und im Rudel für Zucht und

Ordnung sorgt.“ Wildschweine

sind bereits nach nur vier Monaten

geschlechtsreif, und damit

im wahrsten Sinne Freiwild für

die testosterongesteuerten Keiler.

Es sei denn, die alte Bache weist

die Herren zurecht und macht ihnen

klar – wenn für

Nachwuchs gesorgt

wird, dann mit ihr

selbst. Das wiederum

kommt den

Jägern natürlich zugute,

weil sich so die

Wildschweine weniger

stark vermehren,

weniger geschossen

werden müssen und

somit wesentlich weniger

Arbeit anfällt.

Schließlich ist die Jagd nach

Schwarzwild ziemlich kompliziert,

„weil Wildschweine sehr

intelligent sind“. Und einen ausgeprägten

Geruchssinn besitzen,

Menschen bereits aus einem halben

Kilometer Entfernung wahrnehmen.

Manfred Berger achtet

deshalb nicht nur auf die Richtung

des Windes, sondern hat ohnehin

eine ganz eigene, sehr aufwendige

Jagd-Methode sich zurechtgelegt:

Die Pirschjagd, die eigentlich nicht

gut ist, weil beim Durschleichen

des Waldes die ruhenden Rehe

aufgeschreckt werden, diese dadurch

viel Energie verlieren und

am nächsten Tag umso mehr zu

fressen brauchen, was wiederum

42 | altlandkreis


die Gefahr von Verbiss junger Bäume

erhöht. Berger aber hat sich

Pirsch-Wegerl zurechtgelegt, die er

regelmäßig von Geäst und Blättern

befreit, somit Rausch- und Knackgeräusche

verhindert. Außerdem

geht er – „das darfst du eigentlich

gar nicht laut sagen“ – strumpfsockert

durch den Wald, ist somit

absolut leise und schreckt so kein

Wild auf. Damit er die Wildsauen

auch bei Dunkelheit beobachten

und auffinden kann, hilft ihm ein

Wärmebildhandgerät. Dass diese

mit viel Arbeitsaufwand verbundene

Taktik voll aufgeht, unterstreicht

seine überragende Abschussquote.

„Wobei die Art der Jagd letztlich

immer Geschmackssache ist“,

sagt Berger, der unter anderem

auch von Treib- und Drückjagden,

sogenannten Gesellschaftsjagden

erzählt.

Die Treibund

Drückjagd

Die Treibjagd zielt allerdings nur

auf Niederwild wie Hasen und

Füchse ab. Eingesetzt werden hier

keine Hunde, sondern ausschließlich

Personen, die mit ordentlich

Krach und Lärm – zum Beispiel

durch Schreierei und mit gegen

Bäume schlagenden Ästen – das

Wild aus ihren Verstecken schrecken,

vor sich hertreiben und aus

dem Wald jagen. Am Waldrand

warten bereits Jäger mit ihrer

Büchse, die das auf sie zulaufende

Wild dann schießen. Da sowohl

die Population der Hasen als auch

der Füchse sich hierzulande in

Grenzen hält, findet die Treibjagd

im Schongauer Altlandkreis selten

bis gar nicht statt. „Die Hasen

haben mit Dachs, Fuchs und Greifvögeln

wie dem Bussard mehrere

natürliche Feinde“, sagt Manfred

Bürger. Und der Fuchsbestand hat

sich aufgrund „der Räude“ vor

einigen Jahren selbst reduziert,

„was wiederum der Beweis dafür

ist, dass die Natur Probleme im

Grunde selbst regelt“. Sehr wohl

regelmäßig durchgeführt werden

sogenannte Drückjagden. Hier

sind laut bayernweitem Gesetz nur

vier Treiber erlaubt, die allerdings

jeweils bis zu zehn topausgebildete

Hunde dabei haben. Dackel,

konditionsstärkere Terrier und

Hochläufer. Während die kleineren

Hunde nur zum Krachmachen

dabei sind, umzingeln die hochlaufenden

Hunde das Wild, greifen

teilweise sogar aktiv an und halten

es so lange fest, bis die Jäger in

der Nähe und bereit zum Abschuss

sind. Apropos Jäger: Die sitzen bei

der Drückjagd im Wald, „weshalb

das ganze allein aus Sicherheitsgründen

sehr gut geplant werden

muss“. Manfred Berger spricht an

dieser Stelle von Kugelfang – also

von der Gefahr, dass sich die im

Wald verteilten Jäger gegenseitig

abschießen, „was natürlich nicht

passieren darf“.

Artenvielfalt

statt Profit

Manfred Berger ist nicht nur wegen

der hohen Sicherheitsauflage

kein großer Fan von Drückjagden.

Ihn stört vor allem, dass die

von Staatsforsten durchgeführten

Drückjagden – fast alle Drückjageden

werden vom Staat vorgenommen

– viel zu wenig Acht auf das

Erlegen von Schwarzwild geben,

„sondern auch willkürlich Rehwild

schießen“. Durchschnittlich zwei

Sauen auf zehn Rehe seien keine

Seltenheit. „Und das geht meiner

Meinung nach überhaupt nicht.“

Drückjagden sind in Bergers Augen

ganz klar für die Bestandsregulierung

von Wildschweinen gedacht.

Dass von Seiten des Staates

bevorzugt alles an Wild aus den

Wäldern verschwinden soll, um

dessen Wälder vollständig von

Verbiss zu schützen, ist kein Geheimnis.

Zwar spricht es von Seiten

der Staatsverantwortlichen nur

selten jemand offen aus, aber der

Profit durch den Verkauf von Holz

ist ihnen letztlich wichtiger als ein

glücklich lebendes Tier im Wald.

Umso wichtiger, dass engagierte

Privat-Wald-Jäger wie Manfred

Berger dafür sorgen, dass der vom

Staat angepriesene Slogan „Wald

vor Wild“ nicht flächendeckend

zur Geltung kommt. Berger und

seine Mitstreiter regulieren die

Bestände für das Motto „Wald mit

Wild“. Und das funktioniert wunderbar,

wie unter anderem das

Revier von Manfred Berger zeigt. js

Kein Wildschwein: Eigentlich dienen

Drückjagden der Regulierung

von Schwarzwildbeständen.

januar / februar 2019 | 43


Werbeplattform für Vereins-Veranstaltungen

Ein Schlachtfeld aus Holz,

Papier und Reißnägeln

Altlandkreis | Landjugendjubiläum,

Trachten-, Schützen- und

Musikfeste, hier eine Beachparty,

da eine Poolparty, Schongauer

Sommer, Street-Food- und Grüne-Sonne-Festival,

Bürgerfest,

Freilichttheater, Schmankerltage,

Märkte zu jeder Jahreszeit, Kabarettauftritte

und Konzerte in

der Volks-, Blas- und Rockmusik,

Lesungen in Büchereien: Die Veranstaltungsliste

im Schongauer

Altlandkreis ist schier unendlich

lang. Ein beträchtlicher Teil dieser

Festivitäten wird von Vereinen

organisiert und umgesetzt. Im

Grunde eine Win-Win-Situation:

Einerseits ist für Jung und Alt etwas

geboten, andererseits können

Vereine so ihre Kassen füllen. Eine

günstige und von nahezu allen

genutzte Möglichkeit, Veranstaltungen

zu bewerben? Anschlagtafeln.

Diese im Boden verankerten

Holzplatten sind speziell in den

größten Orten der Region wie Peiting

und Schongau stets reichlich

bedeckt mit Plakaten in unterschiedlichen

Größen. Zu bestimmten

Zeiten im Jahr ist die Veranstaltungsdichte

jedoch so hoch,

dass der Platz auf Anschlagtafeln

nicht ausreicht. Vor allem dann,

wenn Plakate bereits vergangener

Veranstaltungen nicht rechtzeitig

abgehängt werden. Die Plakatschlacht

an Anschlagtafeln – in

der Regel 1,50 auf 2 Meter groß –

kann allerdings vermieden werden,

in dem sich die „Plakatierer“

an gewisse Regeln halten, die von

den einzelnen Gemeinden individuell

im Rahmen einer öffentlichen

Gemeinderatssitzung mehrheitlich

festgelegt wurden.

Wessobrunn hat

klare Regelungen

In Peiting beispielsweise dienen

klassische Anschlagtafeln aus Holz

ausschließlich zur Ankündigung

von Veranstaltungen der Vereine

aus dem eigenen Ort. Wobei auch

hier Ausnahmen die Regel sind.

Sollte noch Platz frei sein, dürfen

auch Vereine aus umliegenden

Orten größere Veranstaltungen

in der Marktgemeinde bewerben.

„Sofern sie vorher bei uns

nachfragen“, sagt Julian Weninger

vom Peitinger Ordnungsamt.

Was nicht erlaubt ist an diesen

Anschlagtafeln: Werbung gewerblicher

Veranstaltungen, Stellenausschreibungen

für die Suche

von Fachkräften oder Plakate mit

anzüglichem Inhalt. Selbstverständlich

geduldet werden private

Meldungen wie „Katze vermisst“

oder „Putzfrau gesucht“, die meist

gespickt sind mit angeschnittenen

Zettelchen, auf denen die Telefonnummer

des Suchenden steht.

Während in Peiting keine Frist gilt,

inwieweit im Voraus Plakate aufgehängt

werden dürfen, haben

beispielsweise die Wessobrunner

eine klare Regelung: Frühestens

Vom Winde verweht: Prall gefüllt mit Plakatwerbung von Vereinen ist

diese Anschlagtafel neben der Pfarrkirche in Peiting.

44 | altlandkreis


Für Vereine sind Anschlagtafeln gebührenfrei nutzbar. Hier ein Exemplar

nördlich der Schongauer Alstadt — direkt neben der Bücherei.

vier Wochen im Voraus. Und spätestens

drei Tage nach der Veranstaltung

gilt es die Plakate wieder

abzuhängen. Außerdem sind die

Anschlagtafeln in Wessobrunn

zweigeteilt. Die linke Hälfte dient

den Vereinen, die rechte gemeindlichen

Ankündigungen. In Peiting

gibt es aktuell zehn Anschlagtafeln,

verteilt im kompletten Ort.

Für deren Aufbau und Instandhaltung

sorgen Mitarbeiter des

Bauhofs. Wobei hier kaum nennenswerte

Probleme auftreten.

Julian Weninger beispielsweise ist

weder ein Fall von Vandalismus

noch anderweitiger Beschwerden

bekannt.

Wetterresistentes

Plakatpapier

Generell sind in vielen umliegenden

Orten einige Anschlagtafeln

in Bushäuschen untergebracht.

Das hat den Nachteil, dass sie von

außen nicht gleich ersichtlich sind.

Dafür den großen Vorteil, dass die

Plakate wettergeschützt sind. Die

meisten Anschlagtafeln nämlich

stehen im Freien, haben kein Dach

und sind dadurch Wetterkapriolen

voll ausgesetzt. Meldungen auf

einfachem Papier gehen deshalb

bei Wind und Regen sofort kaputt.

Empfohlen wird von Druckereien

und Werbeagenturen sogenanntes

Blaurücken- oder Affichenpapier –

glattes, weißes, holzfreies, nassfestes

und vollgeleimtes Druckpapier.

Entscheidend ist auch die korrekte

Fixierung der Plakate, nämlich mit

Reißnägeln. Die halten gut in Holz

und können aufgrund ihres großen

flachen Kopfes relativ einfach wieder

abgemacht werden. Apropos:

Um eine Spur der Verwüstung zu

vermeiden, sind die Veranstalter

dazu verpflichtet, nicht nur

die Plakate vollständig abzuhängen,

sondern auch die (kaputten)

Reißnägel wieder mitzunehmen.

Im schlimmsten Falle ist die Tafel

derart zugemüllt von verbogenen,

alten und halb durchgerosteten

Reißnägeln, dass das Anbringen

neuer Plakate ziemlich kompliziert

werden könnte. Deshalb der Appell

von Seiten der Gemeinden in

Richtung Vereinsverantwortlichen:

Sich auch künftig an die Regeln

halten – schließlich dürfen diese

Tafeln kosten- und genehmigungsfrei

genutzt werden.

js

Den richtigen Ton finden

– ganz praktisch

Töpferei der Werkstätten

januar / februar 2019 | 45


Save the Date: Freitag, 1. Februar 2019, 12.30 bis 17 Uhr

Drittes Hochschulforum

in der Weilheimer Stadthalle

Weilheim | „Wir sind sehr zufrieden“,

so der einstimmige Tenor

der Haupt-Organisatoren von der

Wirtschaftsförderung des Landkreises

Weilheim-Schongau und

des Arbeitskreises SchuleWirtschaft

nach dem letztjährigen Hochschulforum.

Besucherzahlen sowie

Rückmeldungen von Ausstellern,

Referenten, Schülern, Schulleitungen

und Unternehmen haben dies

eindrucksvoll bestätigt. Mittlerweile

ist die Veranstaltung – diesmal

am Freitag, 1. Februar 2019 – kaum

mehr wegzudenken aus dem Terminkalender

der Region. Die Zusagen

lassen erahnen, dass auch das

kommende Hochschulforum wieder

ein voller Erfolg werden wird.

Ende Oktober wurden zahlreiche

Universitäten, Hochschulen und

regionale Unternehmen, die die

Möglichkeit eines dualen Studiums

Interessierte Schüler

sind erneut herzlich willkommen.

anbieten, kontaktiert – viele haben

ihr Kommen zugesagt. Insgesamt

dürfen sich Besucher auf 28 Hochschulen,

Universitäten und Organisationen

sowie 14 Unternehmen in

der Weilheimer Stadthalle freuen.

Wichtig sei der ausgewogene Mix,

die Bandbreite der Aussteller wurde

bereits in den vergangenen Jahren

von allen Seiten ausdrücklich

gelobt.

Einzige Hochschul-Messe

im Oberland

Ein Vortragsprogramm rundet

erneut das Angebot ab. Es werden

Impulsvorträge von maximal

20 Minuten angeboten. Themen

wie Studienfinanzierung, Auslandsjahr

oder soziales Jahr stehen

hierbei auf dem Programm.

Der Eintritt fürs Hochschulforum

ist selbstverständlich frei.

Das Hochschulforum ist in der Region

die einzige Messe ihrer Art,

gerade deshalb kooperiert die

Wirtschaftsförderung Weilheim-

Schongau mit den Nachbarlandkreisen

Bad Tölz-Wolfratshausen,

Landsberg, Starnberg und

Garmisch-Partenkirchen. Diese

Kooperation soll heuer – auch

wenn sie letztes Jahr schon äußerst

positiv verlief – noch intensiviert

werden, schließlich macht

es für die Region und die teilnehmenden

Hochschulen durchaus

Sinn, die Veranstaltung regional

zu zentrieren. Der Landkreis

Weilheim-Schongau hat in Sachen

Hochschul-Messe vor zwei Jahren

die Initiative für das gesamte

Oberland ergriffen, wird seitdem

von den Nachbarlandkreisen

unterstützt. Die Zielgruppe fürs

Hochschulforum ist klar definiert:

Allen voran Abiturienten,

aber auch alle anderen,

die sich nach Berufsausbildung

oder weiterführender Schule

Teilnehmende Universitäten,

Hochschulen und Organisationen (In der Stadthalle)

• Campus M21

• EF Education Deutschland

• Fachhochschule Kufstein Tirol

• FOM Hochschule für Ökonomie & Management München

• hochschule dual

• Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern

• Hochschule für angewandtes Management

• Hochschule für angewandte Sprachen des SDI München

• Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

• Hochschule für angewandte Wissenschaften München

• Hochschule München, Institut für Verfahrenstechnik Papier IVP

• Hochschule Weihenstephan – Triesdorf

• ISM — International School of Management

• Katholische Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern

• Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

• MCI Management Center Innsbruck

• Munich Business School

• Studentenwerk Augsburg

• Technische Hochschule Deggendorf

• Technische Hochschule Rosenheim

• Technische Universität München (TU)

• Universität Augsburg

• Universität Innsbruck

• Universität Passau

• Universität Salzburg

• Universität Ulm

• Vereine zur Förderung der Bildung in der digitalen Welt e.V.

• Weltfreiwilligendienst Augsburg, Bistum Augsburg


Teilnehmende Unternehmen (Im Foyer)

• Agentur für Arbeit

• Amtsgericht Weilheim

• BFS für Krankenpflege- und Krankenpflegehilfe

• Bundespolizeiakademie

• Bundeswehr Karriereberatung

• Deutsche Post AG

• ept GmbH

• Finanzamt Weilheim

• Georg Jos. Kaes GmbH / V-Markt

• Herzogsägmühle

• HOERBIGER Deutschland Holding GmbH

• K&L GmbH & Co. Handels-KG

• Landespolizei Bayern

• Landratsamt Weilheim-Schongau

für ein Studium interessieren.

Besonders glücklich sind die Organisatoren

auch diesmal über

den „Marktplatz“ im Foyer der

Stadthalle, wofür sich 14 regionale

Unternehmen angekündigt

haben, bei denen ein duales Studium

absolviert werden kann.

Diese Kombination aus praktischer

und akademischer Ausbildung ist

eine Option, die immer mehr gefragt

ist. Und darüber hinaus die

beste Möglichkeit ist, damit junge

Menschen in der Heimat bleiben

und trotzdem studieren können.

Die teilnehmenden Hochschulen

und Universitäten wiederum legen

ihre Schwerpunkte bewusst

auf verschiedenste Bereiche, sei es

Sprache, Technik oder Naturwissenschaften,

um den gut 1 000 Besuchern,

die es auch heuer werden

sollen, eine bunte Mischung an Informationen

bieten zu können.

Damit die Schüler rechtzeitig in

der Stadthalle ankommen, spendiert

der Arbeitskreis SchuleWirtschaft

erneut die Busse für einen

reibungslosen Transfer. Gerade

deshalb ist Robert Christian Mayer,

Geschäftsführer des Arbeitskreises

SchuleWirtschaft und Marketing-

Leiter der Sparkasse Oberland,

derzeit im intensiven Austausch mit

den Schulen, damit diese die Messe

mit ihrer Präsenz unterstützen.

Der kostenlose Bus-Transfer ist aber

nicht das einzige Schnäppchen,

Voll soll die Stadthalle auch beim

diesjährigen Hochschulforum

werden.

welches die Organisatoren im Zuge

des Hochschulforums bereithalten.

Erneut verlangen sie von Ausstellern

keine Standgebühren, die Teilnahme

an der Messe ist dementsprechend

kostenfrei, lediglich die

Zeit muss investiert werden.

Adäquates Angebot

für Abiturienten

Das Projekt Hochschulforum gehört

zur Initiative „Bildungsstandort

Weilheim-Schongau – Lernen

mit Perspektive“. Wichtig sei,

dass diesbezüglich alle Bildungsniveaus

angesprochen werden.

Heißt: Auch ein adäquates Angebot

für Abiturienten schaffen.

Gibt es mit der Schongauer Ausbildungsmesse

„SAM2019“ am

10. April in der Lechsporthalle,

sowie der Weilheimer Ausbildungsmesse

„Mein Job – meine

Zukunft“ am 22. Mai in der Stadthalle,

doch bereits zwei umfangreiche

Angebote, welche auch

die duale Ausbildung im Fokus

haben. Bereits 2012 wurde die Initiative

Bildungsstandort von der

Wirtschaftsförderung Weilheim-

Schongau ins Leben gerufen und

in zahlreichen Workshops mit Leben

gefüllt. Da der Landkreis keinen

eigenen Hochschul-Standort

bieten kann, müssen hier bewusst

eigene Wege gegangen werden,

um jungen Menschen die regionalen

Möglichkeiten aufzuzeigen.

Eine bunte Mischung an Informationen wartet auf die Besucher.

Letztendlich lud man Hochschulen

und Universitäten direkt in

den Bildungsstandort Weilheim-

Schongau ein, um diesen eine

Vernetzung im ländlichen Bereich

zu ermöglichen. Denn: auch für

Bildungseinrichtungen ist es zumeist

ein erster Kontakt mit Schülern

aus der Region. Stolz ist man

seitens der Wirtschaftsförderung

vor allem darauf, dass mittlerweile

den meisten der Bildungsstandort

durchaus ein Begriff ist. Als

Beispiel wird das Bildungsportal

Fachvorträge (Im Foyer)

Oberland angeführt, welches auf

übersichtliche Weise Bildungsangebote

aus der Region auf einer

Internetseite zusammenfasst. Auch

sogenannte „Webinare“, Seminare

über das Internet, sollen bald über

den Landkreis Weilheim-Schongau

möglich gemacht werden. Zu dieser

Entwicklung zählt eben auch

das Hochschulforum, welches Anfang

Februar die Hochschulen und

Universitäten direkt ins Oberland,

genau genommen in die Weilheimer

Stadthalle, lockt.

tis

13.00 Uhr Vorteile eines Gap-Years — Ein Sprunbrett fürs Leben

13.35 Uhr Studieren an der LMU München

14.10 Uhr Weltfreiwilligendienst

14.45 Uhr Das duale Studium in Bayern

15.20 Uhr Studieren an der TU München

15.55 Uhr Wie finanziere ich mein Studium?

Fotos: Maira Falconi Fotografie

Veranstaltungsort:

Stadthalle Weilheim

Wessobrunner Straße 8

Veranstalter:

Landkreis Weilheim-Schongau

Arbeitskreis SchuleWirtschaft

Sparkasse Oberland

Ansprechpartner:

Landratsamt Weilheim-Schongau

Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung

Telefon: 0881 / 681-1340

E-Mail: wirtschaftsfoerderung@lra-wm.de

Arbeitskreis SchuleWirtschaft:

Geschäftsführer Robert Christian Mayer

Sparkasse Oberland, Telefon: 0881 / 641-770

E-Mail: robert.mayer@sparkasse-oberland.de


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Wie gründe ich einen eingetragenen Verein?

Mit sieben Mitgliedern

zum Notar

Altlandkreis | Der Schongauer Altlandkreis

ist stark geprägt von einem

facettenreichen Vereinsleben.

Umso erstaunlicher, dass hier in

der Region keine offizielle Anlaufstelle

in Sachen „Vereinsgründung“

aufzufinden ist. Es gibt zwar

seit gut einem Jahr die KOBE, eine

Anlaufstelle zum Thema Ehrenamt

(0881 / 681-1519 oder ehrenamt@

lra-wm.bayern.de). Aber auf die

Frage „Wie gründe ich einen Verein?“,

verweist das Ordnungsamt

des Landratsamtes Weilheim-

Schongau ans Amtsgericht Weilheim,

und das wiederum weiter

ans Amtsgericht

München. Letzteres hat Zugriff

und Einblick in ein riesengroßes

Vereinsregister, in dem unter

anderem auch die hiesigen

eingetragenen Vereine, die mit

dem „e.V.“, gelistet sind. Doch in

einfachen Worten die wichtigsten

Punkte für eine Vereinsgründung

aufzählen, konnte in der dortigen

Pressestelle auch keiner. Licht ins

Dunkel brachte erst der Hinweis

auf ein 59 Seiten starkes Buch

mit dem Titel „Vereinsrecht“, in

dem ein Richter alle wichtigen

Punkte für die Gründung eines

Vereins relativ einfach verständlich

niedergeschrieben hat. Schritt

eins: Die drei Grundsäulen eines

jeden Vereins festlegen. Den Vereinszweck,

der aussagt, wofür ein

Verein steht und wofür er aktiv

sein möchte. Wichtig an dieser

Stelle: Mit diesem Zweck dürfen

keine regelmäßigen, wirtschaftlich-gewerblichen

Absichten verfolgt

werden. Wobei „wirtschaftliche

Nebentätigkeiten“ wie das

Veranstalten von Festen oder das

Bewirten einer beispielsweise

Alpenvereinshütte sehr wohl geduldet

werden – schließlich kann

sich ein Verein nicht nur mittels

Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern

über Wasser halten.

Regeln stehen in

einer Satzung

Die zweite Säule eines Vereins

besteht aus den Mitgliedern, von

denen es zur Gründung eines eingetragenen

Vereins mindestens

sieben geben muss. Und Säule

48 | altlandkreis


Nummer drei ist schließlich eine

Satzung, die hand- oder maschinengeschrieben

folgende Punkte

enthalten muss: Vereinsname sowie

ein Hinweis darauf, dass der

Verein ins Register eingetragen

werden soll. Sitz des Vereins, womit

die Angabe der jeweiligen Gemeinde

oder deren Ortsteil, jedoch

keine genaue Adresse gemeint

ist. Regelungen für den Bei- und

Austritt von Mitgliedern, der zwar

mündlich erlaubt, aber schriftlich

mit Unterschrift und Angabe der

vollständigen Adresse empfohlen

wird. Ein Musterbeispiel hierfür

beginnt so: „Sehr geehrte Damen

und Herren, hiermit erkläre ich

mit Wirkung zum 1. Januar 2019

meinen Beitritt als Mitglied zum

Verein TSV Schongau.“

Festlegung der

Mitgliedsbeiträge

Weitere wichtige Punkte in der

Satzung: Bestimmungen, ob und

welche Beiträge von Mitgliedern

zu leisten sind, wobei hier die

exakte Höhe und Regelmäßigkeit

geforderter Zahlungen nicht präzisiert

werden muss. Warum? Weil

bei Änderungen wie zum Beispiel

Beitragserhöhungen für Mitglieder

die komplette Satzung neu verfasst

werden müsste, was mit stets unnötig

großem Aufwand verbunden

wäre. Die Bildung des Vorstandes,

der aus einer oder mehreren

Personen bestehen kann. Die

Einberufung der Mitgliederversammlung,

die übrigens nicht

vom Vorstand vollzogen werden

darf, weshalb in der Satzung geschrieben

steht, wer außerhalb

der Vorstandschaft sich um die

Organisation der Versammlung

kümmert. Dazu gehört vor allem,

alle Vereinsmitglieder rechtzeitig

über Ort und Uhrzeit der großen

Sitzung zu informieren, zum Beispiel

per Rundschreiben, E-Mail

oder öffentlich über einen Kurzbeitrag

in der Tages- oder Wochenzeitung.

Und schließlich die

Beurkundung getroffener Vereinsbeschlüsse

– also alles in einer

Sitzung beschlossene schriftlich

festhalten, damit das Gesagte und

Vorgenommene auch schwarz auf

weiß bewiesen werden kann.

Registrierung im

Amtsgericht München

> > > INFORMATION

Damit wäre Schritt eins – Festlegung

von Vereinszweck, Mitgliederanzahl

und Satzung – schon

mal geschafft. Im zweiten Schritt

gilt es nun den Verein im Vereinsregister

einzutragen – auch

hierfür ist das Münchner Amtsgericht

die richtige Anlaufstelle.

Unterschrieben wird die Anmeldung

vom kompletten Vorstand

des jeweiligen Vereins. Da die Registrierung

zusätzlich beglaubigt

werden muss, wird unbedingt ein

Notar gebraucht. Der verfasst in

der Regel auch gleich den rechtmäßigen

Text der Anmeldung und

reicht diesen beim zuständigen

Amtsgericht ein. Neben den Kosten

des Notars, der im Zusammenhang

mit Vereinsgründungen

oft Rechtsberatungen gibt, fallen

für die Eintragung des Vereins

auch 75 Euro Gerichtsgebühr an.

Dann allerdings ist die Hürde endlich

geschafft, der offiziell eingetragene

Verein (e.V.) gegründet.

Gemäß dem Deutschen Grundgesetz

darf übrigens jeder deutsche

Staatsbürger einen Verein gründen

– und zwar auch ohne Eintragung

ins Register. Die entscheidenden

Unterschiede zwischen

einem eingetragenen und einem

nicht eingetragenen Verein, dessen

Gründung lediglich Schritt eins

(siehe oben) erfordert: Während

beim e.V. grundsätzlich nur der

Verein als solcher haftet, trifft die

Haftung beim nicht eingetragenen

Verein den Vorstand persönlich.

Bei einem Grundstückserwerb

muss beim nicht eingetragenen

Verein nicht nur der Vereinsname,

sondern auch jedes einzelne Mitglied

ins Grundbuch eingetragen

werden. Sollte ein Verein – aus

welchen Gründen auch immer –

vor Gericht zur Rechenschaft gezogen

werden, kommen bei nicht

eingetragenen Vereinen auf alle

Mitglieder zeit- und nervenaufreibende

Detailfragen zu. Und der

wohl wesentlichste Unterschied:

Eingetragene Vereine sind offiziell

und rechtmäßig registriert, womit

deren Existenz und Daseinsberechtigung

jederzeit glaubwürdig

nachgewiesen werden kann. Apropos:

Allein im Amtsgericht München

sind aktuell 23 000 Vereine

registriert, deutschlandweit sogar

mehr als 600000. Wie viele davon

im Altlandkreis zuhause sind?

Das ist unter verhältnismäßigem

Zeitaufwand faktisch nicht auswertbar,

da Vereinsstatistiken nicht

nach Ortschaften, Landkreise oder

Bezirke geführt werden“, heißt

es von Seiten der Pressestelle des

Münchner Amtsgerichts.

js

Literatur zur Vereinsgründung

Alles Weitere rund ums Thema „Verein“ liefern die Bücher „Vereinsrecht

– Rund um den eingetragenen Verein (e. V.)“ sowie

„Rund um den Verein“. Und zwar auf der Internetseite www.bestellen.bayern.de.

Klicken Sie, liebe Leser, auf der Startseite dieser

Homepage den Reiter „Justiz“ an, geben dann in die oben angezeigte

Suchleiste das Wort „Verein“ ein und drücken auf Enter.

Das Ergebnis: Drei Bücher, die als PDF zum kostenlosen Download

freigegeben sind.

januar / februar 2019 | 49

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Aufmerksamkeiten in kleinen Dingen.

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Unsere herzlichsten Grüße begleiten Sie durch die

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Wilhelm Busch


Die Geschichte des Stadtmuseums

Wie Schongau zu Bayern kam

Schongau | Vor genau 750 Jahren

ist Schongau vom Adelsgeschlecht

der Staufer zu den Wittelsbachern

gekommen – und wurde dadurch

bayerisch. Diesem Ereignis widmet

sich eine Sonderausstellung

im Stadtmuseum und zeigt die

aufstrebende Entwicklung durch

den neuen Landesherrn auf.

Landgericht und später Bezirksamt

umfassten die Region rund

um Schongau. Erst die Gebietsreform

im Jahre 1972 durchbrach

diese jahrhundertealte Struktur,

Das Modell der Stadt zeigt deutlich auf, wie Schongau als staufische

Stadt entstand.

doch der Altlandkreis ist immer

noch in den Köpfen der Bewohner

manifestiert. „Wir gehören

zu den ganz wenigen Städten, die

eine Kaiserurkunde von Ludwig

dem Bayern im Besitz haben“,

freut sich Kreisheimatpfleger

Helmut Schmidbauer über ganz

besondere Exponate, die er und

Franz Grundner von der Arbeitsgemeinschaft

Stadtmuseum im

Rahmen der Ausstellung „Stadt

Schongau 750 Jahre bei Bayern“

präsentieren können. In den Vitrinen

sind mehrere prachtvolle

Urkunden und Siegel zu sehen,

die von markanten Ereignissen

zeugen.

Konradin mit

16 Jahren enthauptet

Doch nun ein kurzer Blick auf die

Ereignisse um 1268: Der berühmte

Kaiser Friedrich Barbarossa kaufte

im 12. Jahrhundert das Land von

den Welfen, doch erst sein Sohn

Kaiser Heinrich VI. hat wohl den

Auftrag gegeben, die alte Stadt

(heute Altenstadt) zu verlagern

und auf dem Lechumlaufberg

neu zu gründen. Noch heute kann

man die typischen Merkmale einer

staufischen Stadt im Grundriss

der Altstadt erkennen: die breite

Marktachse (Münzstraße, Marienplatz),

die senkrecht dazu verlaufende

Verkehrsachse zwischen

Lechtor und Frauentor, und genau

dort, wo beide Achsen aufeinander

treffen, liegt das Warenlagerhaus

mit Stadtwaage, das Ballenhaus.

Das große Stadtmodell im

Museum verdeutlicht die damalige

Stadtarchitektur Schongaus.

Es folgten die Staufer-Herrscher

Konrad IV. und Konrad V., der beim

Tod seines Vaters gerade erst zwei

Jahre alt war. Im jugendlichen Alter

von 15 Jahren wollte der letzte

Staufer Konradin seine Ländereien

in Süditalien zurückerobern,

doch es fehlte das Geld. Gegen

1 500 Mark Silber verpfändete er

schließlich die Stadt Schongau

und das Dorf Mering im Lechrain

an seinen Wittelsbacher Onkel.

Die Urkunde dazu ist in der aktuellen

Sonderausstellung zu sehen.

Herzog Ludwig wollte Konradin in

seinem jugendlichen Tatendrang

bremsen, doch er drängte nach

den. Nach einer verlorenen

Schlacht am 27. November 1268 in

Neapel wurde Konradin mit nur 16

Jahren enthauptet und die Stadt

Schongau fiel an den Wittelsbacher

Herzog Ludwig II.

Adler mit Rauten-Schild

als Stadtwappen

Von nun an war Schongau bayerisch,

wozu das Stadtarchiv einige

Exponate vorweisen kann. Kaiser

Ludwig der Bayer bestätigte

Schongau 1331 die Stadtrechte von

der Wahl des Bürgermeisters bis

Die Stadt Schongau trägt heute noch

den Adler mit dem Rauten-Schild

auf der Brust als Stadtwappen.

hin zum Recht des Münzprägens.

Auch diese Kaiserurkunde ist aktuell

im Original zu sehen. Das

Stadtwappen mit dem Adler geht

wohl schon auf staufische Zeit zurück.

Es wurde später „modernisiert“

durch ein Rauten-Schild auf

der Brust des Adlers und ist in der

Form bis heute erhalten. Herzog

Christoph hatte in Schongau eine

Nebenresidenz. Um diese aufzuwerten,

verlegte er im Jahre 1490

die Gerichtsbarkeiten von Peiting

und Rauhenlechsberg nach

Schongau und fasste sie zu einem

Landgericht zusammen. Somit

50 | altlandkreis


amtiert am Schongauer Schlossplatzgebäude

mit Landgericht,

später Bezirksamt und schließlich

Landratsamt in ununterbrochener

Folge seit 518 Jahren die staatliche

Verwaltung. Eine in Bayern einmalige

Ortskontinuität staatlichen

Wirkens. Auch aus der weiteren

Geschichte der Stadt mit zahlreichen

Kriegen, Hexenprozessen

oder den Ereignissen zur Zeit des

Königreiches Bayern können im

Museum interessante Details erkundet

werden.

Stadt kaufte das

Forstner-Haus

Diese Original Kaiserurkunde von Ludwig dem Bayern ist im Besitz der

Stadt Schongau.

In Schongau gab es schon im 19.

Jahrhundert geschichtsinteressierte

Persönlichkeiten, die sich um

den Erhalt und das Archivieren

von wichtigen Dokumenten bemühten.

Nach Museumsräumen

in Schulzimmern, in der Bücherei

oder der Stadtverwaltung hat Bürgermeister

Luitpold Braun im Jahre

1984 die Initiative zu Vorplanungen

ergriffen und mit dem Stadtrat

über ein Areal in der Christophstraße

diskutiert. Die Stadt erwarb

das sogenannte Forstner-Haus

südlich der Erasmuskirche und

baute beides zusammen zu einem

Museum um. Mit planerischem

Feingefühl wurde in dem Kirchlein

ein Zwischenstock eingebaut, der

nicht mit den Außenmauern verbunden

ist und damit den Raum

in seiner ursprünglichen Form erhält.

Trotzdem sind in dem neuen

Baukörper alle technischen Ausstattungen

enthalten, die ein modernes

Museum bieten möchte. So

hat die ehemalige Erasmuskirche

eine neue Verwendung erfahren,

was allein schon sehenswert ist.

1991 wird das Stadtmuseum nach

zwei Ausbauphasen eingeweiht

und künftig von einem hauptamtlichen

Stadtarchivar betreut. 2003

muss die Stadt in vielen Bereichen

den Rotstift ansetzen, seitdem

wird das Museum von einer „Arbeitsgemeinschaft

Stadtmuseum“

im historischen Verein betreut.

Rund 40 Ehrenamtliche übernehmen

an drei Tagen in der Woche

(Samstag, Sonntag, Mittwoch) die

Öffnungszeiten und bemühen sich

durch verschiedenste Aktivitäten,

das Stadtmuseum immer wieder

ins Gespräch zu bringen. Die derzeitige

Sonderausstellung „Stadt

Schongau 750 Jahre bei Bayern“

ist noch bis Mittwoch, 16. Januar,

zu sehen und wirklich für jeden

Bürger des Altlandkreises einen

Besuch wert.

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Kreisheimatpfleger Helmut

Schmidbauer hat die Sonderausstellung

zusammen mit Franz

Grundner von der Arbeitsgemeinschaft

Stadtmuseum ausgearbeitet.

> > > INFORMATIONEN ZUM STADTMUSEUM

Die Ausstellung „Stadt Schongau 750 Jahre bei Bayern“ ist noch bis

16. Januar 2019 zu sehen (Eintritt: 3 Euro / ermäßigt 2 Euro).

Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Lydia Riesemann

lydia@riesemann-ib.de

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„Sport für alle“ über den TSV Peiting

Erfolgskonzept startet

ins Jubiläumsjahr

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Peiting | Manfred Lang, ehemaliger

Vorsitzender des TSV Peiting,

hat vor zehn Jahren eine ziemlich

geniale Idee: Auch die Leute für

den Sport zu gewinnen, die nicht

Mitglied im örtlichen Turnsportverein

sind. Gelingen soll dies mit

einem offenen Sportprogramm,

an dem sich alle Interessierten

beteiligen können. Mitglieder des

TSV Peiting kommen natürlich

günstiger weg. Aber auch Nichtmitglieder

kommen über dieses

Sportprogramm oft günstiger weg

als bei Kursangeboten anderswo.

Gleichzeitig erhofft sich Lang einen

mehr oder weniger automatischen

Mitgliederzuwachs – drei

Kurse im Jahr decken in etwa den

Jahresbeitrag des TSV, der aktuell

für Erwachsene bei 50 Euro

liegt.

Das Konzept von Lang, das federführend

von TSV-Geschäftsstellenleiterin

Pia Pelzl damals wie

heute ausgearbeitet und betreut

wird, geht voll auf. Die Anzahl der

sechs bis acht Trainer ist über die

Jahre hinweg konstant geblieben,

die Anzahl der stets voll belegten

Kurse von anfangs neun auf mittlerweile

17 angestiegen. Und die

Teilnehmerzahl von anfangs rund

90 auf stolze 160. Und der Mitgliederzuwachs?

Tatsächlich gewinnt

der TSV Peiting allein über dieses

Sportprogramm durchschnittlich

15 Neumitglieder pro Jahr hinzu.

Kein Wunder, dass das Resümee

der Verantwortlichen pünktlich

zum zehnjährigen Jubiläum von

„Sport für alle“ äußerst positiv

ausfällt. Und selbstverständlich

motiviert, weiterzumachen. Nach

Dreikönig, also am Montag, 7. Januar,

startet das neue Programm

für 2019.

„Unsere Kurse allein

reichen nicht aus“

„Sport für alle“ besteht immer

aus drei Programmblöcken pro

Jahr: Von Januar bis Ostern, von

Ostern bis zu den Sommerferien

und von Schulbeginn bis Weihnachten.

Dabei gehen die Kurse

stets einmal wöchentlich über ein

bis eineinhalb Stunden. „Allein

unsere Kurse reichen also nicht

aus für ausreichend Bewegung“,

sagt Pia Pelzl, die selbst eine ganze

Reihe dieser TSV-Kurse leitet

und der festen Überzeugung ist,

dass wir alle mindestens drei bis

vier Mal die Woche präventiven,

Stabilisierungsübungen

für den ganzen Körper.

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Personalabteilung

Frau John

Bergwerkstr. 50

86971 Peiting

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52 | altlandkreis


gesundheitsfördernden Sport

treiben sollen. Allen voran ab

dem 40. Lebensjahr, wenn die

Bewegungs- und Leistungsfähigkeit

deutlich abnimmt. Denn

genau dafür stehen die einzelnen

Kurse von „Sport für Alle“ – für

ganzheitliches Training, im Detail

jedoch grundverschieden:

Fitness-Tanzsport mit Latin Dance,

Stabilisierung der Wirbelsäule

mit gezieltem Rückentraining,

Ausgleichsgymnastik zum krummbuckeligen

Büroalltag, Mobility für

Training mit

TRX-Bändern

ist voll im Trend.

mehr Beweglichkeit von Kopf bis

Fuß sowie Herz-Kreislauf-Training

in Kombination mit TRX-Bändern,

mit denen der komplette Körper

stabilisiert wird. Es wird auch intensives

Intervall-Training, funktionelles

Zirkeltraining ohne Geräte,

ein Cardio-Workout und vieles

mehr angeboten. Letztlich sei es

relativ egal, für welchen Kurs sich

die Teilnehmer entscheiden, „weil

die Effekte immer ähnlich sind“,

wie Pia Pelzl verspricht. Man fühlt

sich fitter, geht beweglicher, gelöster

und schmerzfreier durch

den Alltag, der Stoffwechsel arbeitet

besser, das Immunsystem wird

gestärkt, unzählige Glückshormone

werden während und nach

den Einheiten ausgeschüttet und

das Allerschönste: „In der Gruppe

macht Sport unglaublich viel Spaß,

es entstehen neue Freundschaften

und das Überwinden des inneren

Schweinehundes fällt bei einem

wöchentlich fixen Termin, auf

den man sich in der Regel freut,

wesentlich leichter.“ Speziell im

Herbst und Winter, wenn die Tage

kurz, das Wetter kalt und nass ist,

quält sich der Bürger bekanntermaßen

ungern ohne echten Grund

eigenständig aus seinen gemütlich

eingerichteten vier Wänden.

Teilnehmer aus

anderen Ortschaften

Ins neue „Sport für alle“-Programm

startet der TSV Peiting mit

sechs Trainern, die unterschiedliche

Qualifikationen vorzuweisen

haben. Stefanie Hickl beispielsweise

ist staatlich geprüfte

Gymnastiklehrerin, die darüber

hinaus Pilates- und Zumbakurse

gibt. Pia Pelzl, mit 57 die älteste

Breitensport-Trainerin im TSV-

Programm, gibt in der Regel acht

Kurse und hat über Jahre hinweg

zig verschiedene Ausbildungen

und Schulungen absolviert, unter

anderem für Herz-Kreislauf-

Training, TRX und Fascial Fitness.

Dynamische Übungen

mit sanften Gewichten.

Stefanie Strauß ist nicht nur und dabeibleiben, weshalb der

Breitensporttrainerin, sondern eine oder andere Kurs für Januar

auch B-Lizenz-Fitnesstrainerin. bis Ostern bereits ausgebucht ist.“

Diese Lizenz vorzuweisen haben Es gibt aber noch einige Plätze in

auch Albin Wimmer und Uwe anderen oder neuen Kursen. Außerdem

sei es ratsam, sich auf die

Berberich. Komplettiert wird das

Kursleiter-Team von Franz Jocher, Warteliste setzen zu lassen, „weil

ebenfalls C-Breitensporttrainer. immer mal jemand krankheits-

Und die Teilnehmer? „Die kommen

oder berufsbedingt ausfällt“.

aus allen Alters- und Gesell-

Nähere Informationen über Kurs-

schaftsschichten“, sagt Pia Pelzl. beginn, Dauer, Preise, Trainer, Anmeldungen

Von der zehnjährigen Tochter, die

und vieles mehr bietet

gemeinsam mit ihrer Mutter am die Internetseite des TSV Peiting

Start ist, bis hin zur 78-jährigen (www.tsv-peiting.de) oder Geschäftsstellenleiterin

Pia Pelzl, die

Oma, die fitter und beweglicher

ist als manch 30-Jährige. Auch interessant:

„Sport für alle“ kommt

immer montags von 16.30 bis 18.30

Uhr sowie dienstags von 10.30

sogar bei Nicht-Peitingern ganz bis 12 Uhr unter 08861 / 59074 erreichbar

hervorragend an. „Wir haben

ist. Und sich schon riesig

unter anderem Teilnehmer aus freut auf das neue Programm.

Peißenberg, Hohenpeißenberg, „Weil es nichts Schöneres für mich

Altenstadt, Wildsteig und Apfeldorf.“

Die wie die Einheimischen

gibt, Menschen den Sport näher

zu bringen.“ Allen voran Älteren,

schon gebucht haben für den damit die ohne Gehwagerl spazieren,

neuen Block? „Es ist natürlich so,

dass viele seit Jahren dabei sind und ohne Einhalten am Ge-

länder Treppensteigen können. js

Thomas Geiger & Franz Lutz

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januar / februar 2019 | 53

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SAG MAL, DIESMAL MIT

Philipp Reißmann aus Schongau

Schongau | Philipp Reißmann tut

Gutes: Seit 2015 ist er auf Schiffen

im Pazifik unterwegs und reist

in abgelegene Gegenden, um

dort einerseits humanitäre Hilfe

zu leisten und andererseits den

christlichen Glauben zu verbreiten.

Im munteren „altlandkreis“-

Frage-Antwort-Spiel hat der

28-jährige Schongauer nun Einblicke

in seine Aufgaben gewährt,

darüber hinaus erzählt er, was ihn

auf seinen „Reisen“ am meisten

beeindruckt hat und wie er seine

Zukunft sieht.

Sag mal Philipp, wo bist Du gerade?

Im Moment bin ich in den USA,

genauer gesagt in Kona auf Hawaii.

Hier ist das Hauptzentrum

von „Ywamships“.

Wie bist Du dazu gekommen, bei

„Ywamships“ zu helfen?

Ich kannte YWAM aus meiner Zeit

in Australien. Nach Kona kam ich

ursprünglich, um dort für drei Monate

eine Bibelschule zu besuchen.

Mir hat die Arbeit gut gefallen,

also bin ich als Mitarbeiter geblieben.

Die Möglichkeit, mit Menschen

zu arbeiten, die in deutlich

unprivilegierteren Verhältnissen

als wir Deutsche leben sowie die

Überzeugung, dass man wirklich

einen Unterschied machen kann,

und auch etwas die Abenteuerlust,

haben mich motiviert.

Kannst Du uns die Organisation erklären?

YWAM – Youth with a Mission – ist

eine Freiwilligenorganisation, die

in über 180 Ländern weltweit vertreten

ist. Das Aufgabengebiet ist

sehr breit und umfasst Hilfseinsätze

in die ärmsten Länder der Welt

sowie die Ausbildung von jungen

Leuten in der Verkündigung der

Gnade, die in Jesus Christus sichtbar

ist – also Schulen und Kurse

zum christlichen Glauben. Zudem

wird ein starker Fokus auf praktische

Hilfe gelegt, sozusagen

diakonische Dienste der Nächstenliebe.

Von Studenten bis zu

den Direktoren der Organisation

bezieht niemand ein Einkommen,

sondern es finanziert sich rein

durch einen Spendenkreis. Insofern

ist jeder hier ein Volontär.

Erzähl von Deiner Tätigkeit.

Die lässt sich gar nicht so leicht

zusammenfassen. Ich habe in

verschiedenen Programmen in

unserem Zentrum in den USA

mitgearbeitet und war bei Einsätzen

in Togo, Haiti und Papua

Neuguinea dabei. Die meisten

Programme sind in Quartale aufgeteilt,

insofern ändert sich auch

die Tätigkeit immer wieder. Letztes

Jahr war ich zum Beispiel für drei

Monate auf unserem Hilfsschiff

„Ywam Liberty“ in Papua Neuguinea,

wo ich der „Purser“ war. Das

ist sozusagen die rechte Hand des

Schiffsmanagers. Ich habe mich

um die Finanzen gekümmert, die

Versorgung sichergesellt und andere

administrative Aufgaben für

die bis zu 60 Personen an Bord

übernommen.

Wie lebst Du in Kona?

Unser Zentrum ist in einem Gebäude,

das mal ein Hotel war. Es

gibt neben Büros und Klassenzimmern

auch Unterkünfte für etwa

100 Personen. Da ich Single bin,

teile ich mein Zimmer in der Regel

mit einem oder mehreren anderen

Mitarbeitern. Nicht viel Privatsphäre,

aber der Großteil des

Philipp Reißmann ist

seit 2015 für eine christliche

Organisation unterwegs.

Lebens hier und auch alle Mahlzeiten

finden sowieso im Freien

statt. Es ist ja warm genug. (lacht)

Sicherlich erlebt man viele prägende

Geschichten.

In Papua Neuguinea waren wir

unter anderem auf einer sehr

kleinen Insel, etwa eine Tagesreise

mit dem Schiff von der nächst

größeren Insel mit Klinik entfernt.

Dort gibt es nur sieben kleine Dör-

54 | altlandkreis


fer, keine Straßen, keine Geschäfte.

Die Menschen leben praktisch

nur von dem, was sie anbauen.

Ich hatte immer wieder Gelegenheit,

das Schiff zu verlassen

und mit in die Dörfer zu gehen.

Wir trafen dort einen Mann, der

durch eine Tropenkrankheit offene

Wunden an seinen Füßen hatte.

Er konnte deshalb weder gehen,

arbeiten, noch sich finanziell ein

Ticket in die nächste Klinik für

eine Behandlung leisten. Unsere

Ärzte versorgten die Wunden

und spritzten ein Medikament.

Ich habe den Mann dann ein paar

Tage später nochmal gesehen und

er war bereits mit Gehstock auf

den Beinen. Sein ganzer Gesichtsausdruck

war verändert – er hatte

keine Schmerzen mehr.

Was beeindruckt Dich im Rahmen

Deiner Tätigkeit am meisten?

Wie viel Spaß es macht, mit so

vielen Leuten mit multinationalen

Hintergrund zusammenzuarbeiten.

Einige meiner besten Freunde

kommen aus einem komplett anderen

Kulturkreis. Uns verbindet

unser gemeinsamer Glaube und

das Ziel, an dem wir arbeiten.

Ein gutes Gefühl, zu wissen: „Ich

leiste etwas Gutes“?

Das ist ein Privileg. Besonders

freut mich, dass es etwas Nachhaltiges

ist, weil wir nicht nur einer

akuten Not durch unsere medizinische

Versorgung begegnen,

sondern den Menschen auch von

unserem Antrieb berichten können.

Warum wir auf eigene Kosten

in abgelegene Regionen reisen,

die sonst von medizinischer Versorgung

und sauberem Trinkwasser

abgeschnitten wären.

Hat sich Dein Blick auf die Welt

durch „Ywamships“ verändert?

Auf jeden Fall. Ich bin bisher schon

recht viel rumgekommen und

finde es immer total spannend,

in einer neuen Kultur deren Einzigartigkeiten

kennen zu lernen.

Gleichzeitig fallen einem durch die

Brille einer anderen Kultur vorherrschende

Missstände deutlicher

auf. Die vielen Freiheiten und

den Überfluss an Materiellem, den

wir in Deutschland genießen, sehe

ich nicht mehr als selbstverständlich

an und bin dankbar dafür.

Wie geht es für Dich weiter?

Bis Ende März bin ich erstmal in

unserem Zentrum in Kona. Ich

überlege, danach nochmals mit

einem Team nach Papua Neuguinea

zu gehen. Ein kleiner Knackpunkt

ist immer, den finanziellen

Support für so einen Trip zusammen

zu bekommen.

Dein Rat an andere Menschen, die

ebenfalls gerne helfen würden:

Erstens: Mach es einfach, wenn du

selbst gerne vor Ort helfen willst.

Es ist gar nicht so kompliziert bei

einem Einsatz dabei zu sein. Man

braucht auch keine besondere

Ausbildung. Zweitens: Wenn es dir

nicht möglich ist, selbst vor Ort zu

sein, kannst du trotzdem Teil des

Projekts werden, indem du einen

Volontär unterstützt.

Dein „normales Leben“ in Deutschland

– wie sieht das aus?

Ich habe Energie- und Gebäudetechnik

studiert und zuletzt im

Familienbetrieb meines Vaters

mitgearbeitet.

Ein idealer Freizeittag ...

Enthält viel Natur mit Bergen oder

Meer und gute Gemeinschaft mit

Freunden und Familie. Ich mache

auch gerne Musik und konnte das

eine Zeit lang extensiv mit der

besten Band im Landkreis – „Die

drei Musikertiere“ – machen.

Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft

aus?

Ich möchte weiter aus Überzeugung

handeln und in meinem

Einflussbereich Verantwortung

übernehmen. Auf der praktischen

Seite: Eine Familie gründen und

eventuell auch wieder mal in einen

„ganz normalen Job“ zurückkehren.

tis

10. NACHT

FASCHINGS

UMZUG

23. FEBRUAR

HOHENFURCH

18 Uhr

Warm Up an der Open Air Bühne

beim Gasthaus Negele mit buntem Programm

19 Uhr

Beginn des Umzuges mit anschließender

Faschingsparty im beheizten Zelt mit der Band K´zwoa

Der Faschingsclub Hohenfurch freut sich auf Euer Kommen!

www.faschingsclub-hohenfurch.de

DIE

HIGHLIGHTS

Auftritt der Garden

aus Schongau,

Schwabsoien &

Hohenfurch

EINTRITT

FREI

zum Nacht

Faschings

Umzug





januar / februar 2019 | 55


Der schnellste und sanfteste Krankentransport

Wann kommt der

Rettungshubschrauber?

Altlandkreis / Murnau | Mittwochnachmittag,

Motorradunfall auf

der B17 bei Steingaden, mindestens

ein Schwerverletzter. Bei

diesen Informationen läuten in

der Integrierten Leistelle (ILS)

Oberland mit Sitz in Weilheim

sprichwörtlich die Alarmglocken.

Einerseits, weil der Unfallort

rund eine halbe Autostunde vom

nächsten Krankenhaus in Füssen

oder Schongau entfernt ist. Andererseits,

weil sich die verunfallte

Person aller Voraussicht nach in

einem kritischen Zustand befindet

und jede Sekunde zählt. In diesem

Falle wird neben dem bodengebundenen

Rettungsdienst auch

die Luftrettung per Hubschrauber

alarmiert. Die Entscheidung für

die Art des Einsatzes trifft letztlich

der Disponent, der in der ILS Oberland

am Telefon samt Computer

mit zahlreichen Bildschirmen sitzt.

Er nimmt den Notruf entgegen und

erstellt anhand der Anrufer-Informationen

ein Meldebild, orientiert

an den klassischen W-Fragen: Wo

ist es passiert? Was ist geschehen?

Wie viele Personen sind betroffen?

Welche Art von Verletzungen?

Wichtiger Hinweis an dieser Stelle:

Der Notrufer sollte nach Beantworten

der W-Fragen auf gar keinen

Fall auflegen. Oft hat der Disponent

entscheidende Rückfragen,

die beantwortet werden müssen.

Beim fiktiven Beispiel „Schwerer

Motorradunfall auf der B17 bei

Steingaden“ ist die Entscheidung

schnell gefallen. Der Rettungshubschrauber

wird alarmiert. Die Frage

ist nur: Welcher?

Die Integrierte Leistelle Oberland

koordiniert alle Rettungseinsätze in

den Landkreisen Weilheim-Schongau,

Tölz-Wolfratshausen und

Garmisch-Partenkirchen. Brände,

Sturmschäden, Blitzeis, starker

Schneefall, verunfallte Skifahrer,

Bergsteiger, Schwimmer, Autofahrer,

aber auch Herz-Kreislauf-

Erkrankungen sowie Schlaganfälle

stehen auf der Tagesordnung.

Blick auf den

Rescue-Track-Monitor

Es gibt Phasen, in denen die ILS-

Telefone nicht stillstehen, die Einsatzkräfte

im Dauereinsatz sind

und die eigentlich vorgesehenen

Fahrzeuge einsatzbedingt nicht

immer startklar sind. „Deshalb gilt

bei uns grundsätzlich die Regel,

immer das zum Unfallort nächstgelegene,

frei zur Verfügung stehende

und geeignete Rettungsmittel

zu alarmieren“, sagt Michael

Meyr, Leiter der ILS Oberland. Damit

seine Disponenten auch an

solch einsatzstarken Tagen kühlen

Kopf bewahren, helfen größere

Bildschirme mit Landkarten, auf

denen live die Verfügbarkeiten

aller Einsatzfahrzeuge angezeigt

werden. Diese Übersicht gibt es

auch für Einsatzmittel der Luftrettung.

Das sogenannte „Rescue

Track“ zeigt alle Rettungshubschrauber

im süddeutschen Raum

an. Farbliche Markierungen sowie

diverse Kürzel sagen aus, ob die

Helikopter frei verfügbar, mit oder

ohne Patient in der Luft oder direkt

an einem anderen Einsatzort

sind. Neun verschiedene Status-

Meldungen gilt es hierbei zu beachten.

1 072 PS und 651

Kilometer Reichweite

Der bekannteste und zugleich einzige

Rettungshubschrauber in unmittelbarer

Gegend heißt „Christoph

Murnau“. 1 072 PS, 220 km/h

Einsatzgeschwindigkeit, 6 060 Meter

maximale Flughöhe, 651 Kilo-

Wartet auf den nächsten Einsatz: „Christoph Murnau“

am Hangar neben dem Unfallklinikum.

56 | altlandkreis


meter Reichweite, maximales Abfluggewicht

von 3 700 Kilogramm,

elf Meter Rotordurchmesser und

rund neun Millionen Euro teuer.

Der „Christoph Murnau“ parkt

am Hangar des Unfallklinikums

So sieht das Cockpit des „Christoph h Murnau“ aus.

in Murnau und zählt zu den modernsten

Rettungshubschraubern

Deutschlands. Dank Rettungswinde

kommt er häufig im Gebirge

zum Einsatz. Er eignet sich aber

auch für Patientenverlegungen,

zum Beispiel vom Krankenhaus

Weilheim in die Spezialklinik München

Großhadern. Will heißen: Die

Innenausstattung des „Christoph

Murnau“ ist vergleichbar mit den

technischen Geräten einer Intensivstation

im Krankenhaus. Bayernweit

gibt es von diesen Intensiv-

Transport-Hubschraubern (ITH)

aktuell nur vier – stationiert in

Murnau, München, Nürnberg und

Regensburg. Für den klassischen

Rettungseinsatz gibt es jedoch wesentlich

mehr. Ist der „Christoph

Murnau“ im Falle eines Notrufes

bereits anderweitig im Einsatz,

greifen die Weilheimer Disponenten

auf den zum Unfallort nächstgelegenen,

frei zur Verfügung stehenden

Rettungshubschrauber zu.

Das kann der aus Reutte, einer der

beiden Münchner, der Kemptener,

Augsburger, im Zweifel sogar der

aus Traunstein sein.

Bis zu 1 500 Einsätze

im Jahr

Platzhirsch im Oberland ist und

bleibt der „Christoph Murnau“,

der pro Jahr rund 1500 Mal im

Einsatz ist. Stimmen wurden laut,

dass Murnau eventuell einen

zweiten Rettungshubschrauber

bekommt, weil die SAR-Hubschrauber

der Bundeswehr bei

Landsberg, die ebenfalls für Rettungseinsätze

verwendet wurden,

weggebrochen sind. Laut Sprecher

der ADAC Luftrettung kommt ein

zweiter Heli jedoch nicht in Frage,

weil die Luftrettungsstation in

Murnau trotz hoher Einsatzzahlen

gut aufgestellt ist: Drei Piloten,

Ausgestattet ist der Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ wie

eine Intensivstation in Krankenhäusern.

vier Techniker (bedienen unter anderem

die Rettungswinde), sieben

Rettungsassistenten und 16 Hubschraubernotärzte

sind abwechselnd

(je eine Person) im Einsatz –

und retten mit ihrer Arbeit tagtäglich

Menschenleben. Vor allem

deshalb, weil die Luftrettung gegenüber

der bodengebundenen

einige Vorteile bietet: Neben den

kurzen Transportzeiten minimiert

der ruhige, vibrationsarme Flug

das Transportrisiko und erhöht

dadurch die therapeutischen

Erfolgschancen der meist sehr

kritisch-kranken Patienten. Abgesehen

davon ist der Hubschrauber

in schwer zugänglichem Gelände

das ohnehin meist einzig mögliche

Rettungsmittel, allen voran im

Gebirge.

Außerdem findet der Pilot dank

genialer Übersicht von oben die

Unfallstelle generell sehr schnell

auf – auch dann, wenn die Ortsangaben

des Notrufers unzureichend

sind und nicht rein auf Navigation

geflogen werden kann. Im Falle

„Schwerverletzter Motorradfahrer“

gibt es keinerlei Auffindungsprobleme.

Zehn Minuten braucht

„Christoph Murnau“ von seinem

UKM-Stellplatz bis zur Unfallstelle

auf der B17 bei Steingaden. js

januar / februar 2019 | 57


Die Aufgaben eines Flurschadenschätzers

Messen, Fotografieren

und Berechnen

Altlandkreis | Hochwasser, wildlebende

Tiere, Holzarbeiten, Bulldogfahrten,

von der Straße abkommende

Sattelschlepper, Unwetter,

das Verlegen von Gas-, Wasser-,

Strom- oder Glasfaserleitungen:

Es gibt dutzende Fälle, bei denen

landwirtschaftliche Nutzflächen

beschädigt werden. Können sich

Schädiger und Wiesenbesitzer in

Sachen Schadensersatz nicht einigen,

kommt Roland Dittrich, 61,

Landwirtschaftsmeister aus Berg

bei Oberhausen ins Spiel. Seit 2002

agiert er nebenberuflich als Flurschadenschätzer

in den Landkreisen

Weilheim-Schongau, Starnberg

und Garmisch-Partenkirchen. Seine

Aufgabe: Mit Maßband, Notizblock

und Spiegelreflexkamera hinaus

auf das betroffene Feld fahren,

den Schaden auf den Zentimeter

genau ausmessen, Beweisfotos

schießen, zurückfahren, sich an

den Schreibtisch setzen und rechnen.

Oberflächlich betrachtet eine

vermeintlich schlichte, machbare

Aufgabe, im Detail jedoch eine sehr

komplexe. Denn neben dem tatsächlichen

Schaden muss Roland

Dittrich auch die Reparatur-Arbeiten

sowie Folgeschäden so genau

wie möglich abschätzen und beziffern

können. Heißt: Ein guter Flurschadenschätzer

muss nicht nur

kompetent vermessen, fotografieren

und rechnen können, sondern

sich auch hervorragend auskennen

mit Bodenbeschaffenheiten, Wettersituationen

und dem hier in der

Region heimischen Bewuchs. Allen

voran mit den hiesigen Grassorten,

die satte 90 Prozent der Landwirtschaftsflächen

im Altlandkreis ausmachen.

Der Rest ist Ackerland, auf

dem überwiegend Mais, manchmal

auch Getreide angebaut wird. Kein

Wunder also, dass die meisten

Flurschadenschätzer Landwirte

sind – sie haben die für diese Aufgabe

notwendige Erfahrung und

Grundkompetenz.

50 Fälle in acht Tagen

Durchschnittlich fünf Mal im Jahr

wird Roland Dittrich für die Erstellung

eines Schadensgutachtens

von einem Feldbesitzer beauftragt.

„Wobei es auch Jahre gibt, in denen

ich wesentlich öfter im Einsatz

war.“ Zum Beispiel nach dem

Hochwasser im September 2016,

als vor allem die Felder rund um

Polling sehr stark in Mitleidenschaft

gezogen worden sind. 50 verschiedene

Schäden in nur acht Tagen

hatte er damals zu beurteilen.

Das war schon sehr intensiv“, sagt

Roland Dittrich benötigt für das Berechnen eines Flurschadens

unter anderem Tabellenbuch und Taschenrechner.

Dittrich. i Teilweise i haben die Wassermassen

einfacher macht. Deshalb ganz

das hohe, saftige Gras

niedergedrückt und somit für einen

wichtig: „Sich auf gar keinen Fall

beeinflussen lassen, sich strikt an

Ernteausfall gesorgt. „Das waren die Fakten und Richtlinien halten

allerdings die leichteren Schäden.“

Die schwereren: Landschaftsteile

wurden überschwemmt von massenweise

und ja keine persönlichen Wertungen

in das Gutachten miteinfließen

lassen.“ Gutachten auf Feldern von

Kies und Humus. Oder Nachbarn, Freunden und Bekann-

ganze Wiesenabschnitte ausgeschwemmt

und mitgerissen. Neben

ten erstellt Roland Dittrich für die

Wahrung vollständiger Objektivität

Ausnahmefällen wie Hochwasser grundsätzlich nicht. „Da kommt

entstehen mittlerweile die mit Abstand

dann ein Flurschadenschätzer aus

meisten Flurschäden durch einer anderen Gegend.“

Wildschweine. „Das war vor zehn

Jahren so gut wie nie der Fall, inzwischen

machen die Wildschweinschäden

zwei Drittel aller Schäden

Der arbeitet – wie Dittrich auch –

neben Maßband, Fotoapparat und

Taschenrechner immer mit einem

genormten Buch, das jedes Jahr

aus“, sagt er. Damit verbunden neu überarbeitet vom Bayerischen

sind nicht selten Streitereien zwischen

Bauernverband herausgebracht

Landwirt und Jäger, was die wird. Diese Schadensrichtlinie be-

Arbeit von Roland Dittrich nicht inhaltet sehr viele verschiedene

58 | altlandkreis


Tabellen und Grafiken, aus denen

Richtwerte zu entnehmen sind.

Das Tabellenbuch hilft uns bei den

Berechnungen.“ Darin geschrieben

steht unter anderem, wie hoch der

Futtermittelausfall pro Hektar beim

ersten, zweiten und dritten Schnitt

pro Mähsaison auf einer beispielsweise

intensiven Grünlandfläche

prozentual und in Centbeträgen

ausfallen wird – eine ziemlich komplexe

Sache. Umso wichtiger, dass

Flurschadenschätzer bayernweit

alle drei Jahre vom Bayerischen

Bauernverband geschult werden.

„Die Schulungen sind mittlerweile

richtig gut“, sagt Roland Dittrich.

Die jüngste fand im April 2018 in

Pähl statt. Vormittags in Theorie,

nachmittags dann draußen auf

Feldern, „wo wir reale Schäden

unter den Augen der Schulungs-

Leiter ausmessen, schätzen und

begutachten“. Auf die Frage, ob

sich die Arbeit als Flurschadenschätzer

lohnt, antwortet Roland

Dittrich zweischneidig: „Wir bekommen

eine Aufwandsentschädigung

pro Stunde. In erster Linie

aber ist es eine Ehrensache, dieses

Amt ausführen zu dürfen.“ Außerdem

komme man sehr viel herum

und lernt die unterschiedlichsten

Leute kennen. „Vor allem die

zwischenmenschlichen Erlebnisse

machen diese Aufgabe besonders

reizvoll“, sagt Roland Dittrich, der

theoretisch von jedem, privat, gewerblich

oder staatlich, beauftragt

werden kann. Meistens aber ist es

mittlerweile die Gemeinde, „weil

Wildschweinschäden vom Eigentümer

immer innerhalb einer Woche

erst der Gemeinde gemeldet werden

müssen, diese wiederum dann

auf mich zukommt“. In anderen

Fällen kommen die Grundstücksbesitzer

direkt auf Dittrich zu. Und

Versicherungen? „In der Regel gar

nicht, obwohl es theoretisch möglich

wäre.“

Recht haben, Streitereien

oder Anhaltspunkt?

Wie hoch die Schadenssummen

letztlich sind, könne man laut Dittrich

pauschal nicht sagen, „weil

es je nach Fall total unterschiedlich

ist“. Ein konkretes Beispiel

darf er aus datenschutzrechtlichen

Gründen auch nicht erläutern.

Meistens aber handelt es sich um

Summen in Höhe von wenigen

Hundert Euro, „weshalb sich in

den allermeisten Fällen Schädiger

und Betroffene tatsächlich ohne

mein Gutachten einigen können“.

Und auch sonst sei nicht immer ein

Streit zwischen den Betroffenen

der Grund für Dittrichs Ausrücken.

„Manche wollen einfach nur recht

haben.“ Andere lassen einmal ein

Gutachten erstellen, damit sie einen

Anhaltspunkt haben, um im

Falle weiterer, ähnlicher Schäden

die Sache dann eigenständig angemessen

regeln zu können. Was

Dittrichs Auftraggeber mit dem fertigen

Gutachten letztlich anfangen,

bleibt ihnen ohnehin selbst überlassen.

Oft einigen sich Schädiger

und Geschädigter auf eine Summe,

die höher oder niedriger ist als das

Ergebnis des Flurschadenschätzers.

js

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07.02.2019

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Zwei Drittel aller Flurschäden in der Region werden

von auf Feldern wühlenden Wildschweinen verursacht.

januar / februar 2019 | 59


Hochzeitstorten vom Café Peramarta

Brautstraußblumen

auf der Torte

Café - Kultur - Kulinarik

Feiern in familiärer Atmosphäre!

Öffnungszeiten:

Do. 10.00 - 22.00 Uhr

Fr. 12.00 - 22.00 Uhr

Sa. 15.00 - 22.00 Uhr

So. 10.00 - 20.00 Uhr

(und nach Vereinbarung)

www.kultur-stadl.de

Raiffeisenstr. 4

86946 Vilgertshofen-Stadl

Tel. 08194 - 931 59 86

Wildsteig | „Die Hochzeitstorte

soll nicht nur toll aussehen, sondern

auch gut schmecken“, nennt

Veronika Kößel ihr oberstes Ziel

bei der Erstellung dieser süßen

Versuchungen. Die Wildsteigerin

hat schon über 100 Hochzeitstorten

gebacken und geht dabei ganz

individuell auf das Brautpaar ein.

Der neueste Trend: Echte Blumen,

möglicherweise die des Brautstraußes,

oder frisches Obst, mit

denen die meist mehrstöckigen

Kreationen verziert werden. Schon

Monate vorher lädt die Bäckermeisterin

und Konditorin

das Brautpaar zu einem Besprechungstermin

ein, um die

Details des schmackhaften

Kunstwerks festzulegen.

Dabei schaut sie sich

die Einladungskarte an,

möchte die Farben der

Tischdeko wissen oder

die Hobbys der Brautleute

näher kennenlernen.

Heiratet das Paar in

Tracht, so kann die

Optik des Brautdirndls

und der Lederhose

auf der Torte

nachempfunden werden.

Ist es eine Landwirts-Hochzeit,

thront ein Kuh-

Pärchen auf der

Torte und sind

so

die Auftraggeber

Sportler,

so kann

der Kuchen

als Fußballoder

Tennisplatz

gestaltet werden. Sehr beliebt ist

bei den Paaren der dreistöckige

Tortenständer in Herzform, den

Veronikas Bruder Ulrich extra angefertigt

hat.

Weniger süß,

dafür fruchtiger

Auf zu viel Marzipan und Zuckerguss

wird heute verzichtet.

Veronika Kößel achtet lieber auf

fruchtige Zutaten und ein abgestimmtes

Geschmackserlebnis.

Die gleichen Blumen wie beim

Brautstrauß können auch in die

Torte eingesteckt werden. Und wer

die gesamte Hochzeitsdekoration

in kirschrot hält, kann bei der Torte

eine süße Versuchung mit Kirschen

und roter Deko bekommen.

Ihre Kuchen-Kreationen liefert

die kreative Backkünstlerin vom

Staffelsee bis ins Festspielhaus

Füssen, sodass sie das ganze Jahr

mit Bestellungen ausgelastet ist.

Gefragt sind ihre Kreationen ebenso

zu Geburtstagen und sonstigen

Familienfeiern, denn mit einem so

individuellen Geschenk kann man

60 | altlandkreis


Die Familie ist voll im Einsatz (von links): Bäckermeisterin i Veronika

Kößel, Mutter Cornelia und Bruder Ulrich mit schönen Torten an ihrer

Ladentheke in Wildsteig.

immer punkten. Sehr beliebt sind

besonders bei Nachmittags-Hochzeiten

die großen Partybrezen,

die mit Schinken, Käse und Salat

gefüllt werden. „Es gibt immer

Gäste, die lieber etwas Herzhaftes

möchten“, empfiehlt Veronika

Kößel auch beim Kuchenbuffet auf

Vielfalt zu achten.

Mit Café Traum

verwirklicht

Vor knapp drei Jahren hat sich die

Wildsteigerin ihren Traum vom eigenen

Café verwirklicht. Sie hatte

zuvor eine Ausbildung zur Bäckerin

in Peiting, dann zur Konditorin

in Altenstadt und schließlich

ihren Meistertitel absolviert. Das

Gebäude im Wildsteiger Dorfzentrum

haben ihre Eltern gekauft

und damit der Tochter den Schritt

in die Selbständigkeit ermöglicht.

Für viele Gäste ist der Name des

Cafés „Peramarta“ ungewöhnlich,

doch es ist der Hausname des

Anwesens der Familie Kößel im

Ried. Dort war früher ein Martin

wohnhaft, den man Martl aus der

Perau, später Bera-Martl genannt

hat. Und so blieb das Peramarta

am Anwesen hängen. „Das Café

hat sich wesentlich besser entwickelt,

als ich mir das vorgestellt

hatte“, freut sich Veronika Kößel

über den Erfolg ihres Geschäftes.

Mittlerweile hat sie fast die ganze

Familie eingespannt. Mutter

Cornelia kümmert sich um den

Service, Bruder Ulrich hilft in der

Backstube, Schwester Michaela

arbeitet in Küche und im Verkauf.

Denn am Auernheimer Weg gibt

es frisches Brot, Baguette und

Backwaren, im Café oder auf der

Sonnenterrasse kann man eine

große Kuchenvielfalt genießen

und dazu gibt es herzhafte Snacks,

heiße Brettl oder frische Salate.

Unter dem Begriff „Zmorgascht“

sind die Gäste jeden Samstag und

Sonntag ab 9 Uhr zum Frühstücken

eingeladen. Und die Burger-

Abende zweimal im Monat (jeden

letzten Freitag und Samstag) sind

bereits legendär, sodass es nicht

ohne Reservierung geht.

„Stern der Gastlichkeit“

verliehen

Im Lokal herrscht eine sehr dörflich-familiäre

Atmosphäre – jeder

Gast wird namentlich begrüßt und

für ein kleines Gespräch haben die

Service-Damen immer Zeit. Dieser

Wildsteiger Flair hat offensichtlich

auch den anonymen Testern der

Paulaner-Brauerei gefallen, denn

schon nach so kurzer Zeit des

Bestehens von „Peramarta“ wurde

das Café mit dem „Stern der

Gastlichkeit“ ausgezeichnet. Jetzt

in der Winterzeit lebt Veronika

Vertreter der Paulaner-Brauerei überreichten den „Stern der Gastlichkeit“

an das Team von Peramarta.

Hochzeitstorten mit frischen Blumen

oder Obst sind der neueste

Trend.

Kößel auch ihr Faible für Pralinen

aus und bietet viele verschiedene

kleine Kunstwerke in Optik und

Geschmack.

„Ich mach das alles wahnsinnig

gern, denn jeder Tag ist anders“,

stellt die 25-jährige Jungunternehmerin

fest. Hinter all den

leckeren Genüssen steckt natürlich

viel Arbeit, was nur durch

den Zusammenhalt der Familie

so vorzüglich umgesetzt werden

kann. Trotzdem bleibt auch Mutter

Cornelia Kößel auf dem Boden

und resümiert: „Wir hätten nie

gedacht, dass es so gut angenommen

wird“. Ihr Können geben die

Kößels auch gerne weiter: Vroni

lädt regelmäßig zu Torten- und

Pralinen-Workshops ein und Cornelia

Kößel versteht sich auf das

Kerzen verzieren. Sie veranstaltet

im Café einen Workshop für Tischkerzen

zu Kommunion oder Taufe

und auch Osterkerzen werden im

Frühjahr gestaltet (Termine dazu

im Veranstaltungskalender des

„altlandkreis“).

rg

januar / februar 2019 | 61

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besondere Genuss

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Hochzeitstorten

Ausgewählte Tipps und Tricks im Vorfeld des „schönsten Tages“

Planung ist die halbe

Hochzeitsfeier

Mit buntem

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verschönt und

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gekrönt, steht

das Prachtstück

hier im Raum

als zuckersüsser

Liebestraum!

Schneidet an,

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wird die Ehe

wunderbar!

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82409 Wildsteig · Tel.0 88 67-9 12 57 30

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Altlandkreis | Die Vorbereitungen

für eine Hochzeitsfeier sind ein

wahrer Organisations-Marathon.

Vom „Ja“ bei der Verlobung bis

zu „Ja, ich will“ am Hochzeitstag

ist es ein langer, mitunter gar beschwerlicher

Weg. Wohl dem, der

unfallfrei durch diese Zeit der Planungen

gelangt. Eines ist in jedem

Fall gewiss: Bewältigt man diese

Phase gemeinsam, sind viele spätere

Herausforderungen eher unterm

dem Prädikat „Kinderspiel“

zu verstehen. Nicht umsonst gibt

es heutzutage Fernsehsendungen,

die sich dem Thema Hochzeitsplanung

widmen, von schriftlichen

Ratgebern in Form von ganzen

Büchern ganz zu schweigen. Damit

das Brautpaar zumindest ein

wenig Stress vermeidet, folgend

einige kleine Hilfestellungen –

ohne Anspruch auf Vollständigkeit

sowie hier und da mit einem kleinen

Augenzwinkern.

Neun bis zwölf Monate

vor der Trauung

Mit dem Antrag hat der Mann –

auch heutzutage ist diese Konstellation

noch die weitaus häufigere

– trotz gegenteilig verbreiteter

Mythen, noch nicht gänzlich

62 | altlandkreis

sein Hochzeitsplanungs-Pensum

erfüllt. Insbesondere bei Art der

Hochzeit sollte dieser doch ein

Wörtchen mitreden, mindestens

jedoch gezielte Fragen selbstbewusst

abnicken. Standesamtliche

Trauung? Kirchliche Trauung?

Trauung mit freiem Redner? Es

empfiehlt sich zudem, den Hochzeitstermin

relativ frühzeitig zu

fixieren. Ein kleiner Tipp: Auf kulturelle

Großereignisse achten! Es

soll in der Vergangenheit bereits

nahezu leere Festsäle gegeben

haben, weil zeitgleich das Champions

League- oder WM-Finale in

einem Nebenraum lief. Um potentiellen

Streit zu vermeiden ist es

zudem wichtig, den Rahmen der

Feierlichkeiten festzulegen. Eher

traditionell oder doch flippig, mit

oder ohne Kleiderordnung, Restaurant

oder Catering, im Freien

oder drinnen? Plant man eine

Trauung in einer der Hochzeits-

Hochsaisons wie den Sommer,

dann sollte die Location weit im

voraus gebucht werden. Ähnlich

verhält es sich mit Band oder DJ.

Planungssicherheit verspricht das

frühzeitige Einreichen des Urlaubs,

auch für eine eventuelle

Hochzeitsreise. Mag eine detaillierte

Budgetplanung noch so unromantisch

sein, hat sie dennoch

schon so manches Paar vor bösen

Überraschungen bewahrt.

Sechs bis neun Monate

vor der Trauung

Rund ein dreiviertel Jahr vor der

Hochzeit sollte zumindest die vorläufige

Gästeliste zusammengestellt

werden, einzelne Nachträge

oder Streichungen können bis

zum Verschicken der Einladungen

sicherlich noch vorgenommen

werden. Auf die Trauzeugen

sollte man sich hingegen zweifelsfrei

festlegen. Deshalb frühzeitig

anfragen, auch um diesen

Check: Detaillierte Aufgabenlisten mögen vielleicht etwas

altmodisch wirken, erleichtern die Arbeit jedoch enorm.

Zeit für die Planung eines möglichen

Junggesellenabschiedes zu

geben. Heute wichtiger denn je:

Einen Fotografen organisieren.

Qualitativ hochwertige Fotografen

sind ähnlich wie gute Bands insbesondere

an beliebten Terminen

äußerst gefragt. Außerdem kann

sich das Brautpaar bei frühzeitiger

Recherche von der Qualität der Arbeit

überzeugen, schließlich soll

der „schönste Tag im Leben“ auch

so in Erinnerung bleiben. Weitere

Aspekte während dieser Phase:

Grobe Ablaufplanung, das Essen

mit Restaurant oder Catering-

Service besprechen, Einladungen

gestalten und bei Bedarf einen

Tanzkurs buchen. Meist fällt auch

ein erstes Vorgespräch mit Pfarrer

oder einem freien Trauredner in

diese Zeit.

Drei bis sechs Monate

vor der Trauung

Häufig für die Braut das Allerwichtigste

im Vorfeld einer Hoch-


Lokalität, Tischgestaltung und natürlich

das Essen sind gewichtige

Bestandteile der Planung.

zeit: Das Brautkleid aussuchen. Da

Kleider meist angepasst werden

müssen, ist es durchaus ratsam,

hier ein wenig mehr Vorlaufzeit

einzuplanen. Auch die Hochzeitsgarderobe

des Mannes sollte man

im Blick haben. Größere Figurschwankungen

sind allerdings

nach Anfertigung der Klamotten

nicht mehr erlaubt. Rund ein halbes

Jahr vor Hochzeitstag sollte

zudem die endgültige Gästeliste

zusammengestellt sein, die Einladungen

langsam aber sicher verschickt,

Trauringe und auch Blumenschmuck

ausgesucht sowie

der Hochzeitstisch zusammengestellt

werden.

Ein bis drei Monate

vor der Trauung

Mittlerweile dürften peu á peu die

Rückantworten der Gäste eintrudeln,

auch um letzte Details mit

den Verantwortlichen für Essen,

Ablauf oder Sitzplan zu besprechen.

Apropos Sitzplan, bisweilen

eine der größten Stolperfallen im

Vorfeld einer Hochzeit. In diese

Phase fällt unter anderem das

Bestellen der Hochzeitstorte oder

die Detailplanung des Ablaufes.

Besonders die Trauzeugen können

eine große Hilfe sein, gerade

wenn es um Einlagen oder ähnliches

geht. Findet eine kirchliche

Trauung statt, dann Liedzettel oder

Programmheft auf der Agenda

haben. Darüber hinaus muss das

Hochzeitsauto organisiert oder gemietet

werden, ebenso wie – meist

für die Bräute – der Friseur- und

Kosmetiktermin. Wichitg ist in jedem

Fall, Papiere und Dokumente

für standesamtliche und kirchliche

Trauung zu organisieren. Welche

das genau sind, hängt von Art der

Hochzeit ab, weswegen man sich

durchaus frühzeitig informieren

muss. Ganz generell macht eine

detaillierte „To-do-Liste“ in dieser

Zeit absolut Sinn.

Der letzte Monat

vor der Trauung

Schön langsam wird es ernst.

Schon aufgeregt? Spätestens jetzt

zeigt sich, wie gut die Planung

bis dato war. Im Idealfall ist man

in dieser Phase nur mehr mit

einzelnen Details beschäftigt. Erfahrungsberichte

bestätigen allerdings,

dass dies so gut wie nie

der Fall ist. „Eigentlich“ müsste

man lediglich die Unterbringung

der Gäste sowie Gästetransport

organisieren. Dazu die Termine

mit allen Beteiligten abstimmen,

Brautstrauß und Anstecker aussuchen,

alles Bestellte wie Ringe

abholen und eine eventuelle

Hochzeitsreise vorbereiten – sollte

eine solche frühzeitig gebucht

worden sein. Jetzt unbedingt einen

zeitlichen Puffer einbauen!

Stichwort Junggesellinnen- und

Junggesellenabschied. Am Abend

vor der Hochzeit heißt es hingegen

entspannen, schließlich ist ja

alles organisiert. Übrigens: Wem

die Planung zu viel ist, der kann

sich heutzutage bekanntermaßen

professionelle Hilfe suchen. Auch

das haben uns diverse TV-Formate

gelehrt.

tis

januar / februar 2019 | 63


Frank Bärwaldt ist freier Trauredner

Eheversprechen

auch auf den Malediven



























64 | altlandkreis










Schongau | Die erste Anfrage für

2020 ist bereits eingegangen, 13

Termine für 2019 sind fix und 2018

war er ganze 35 Mal auf Hochzeiten

unterwegs: Frank Bärwaldt,

56, aus Schongau ist freier Theologe

und Seelsorger. Sein Kerngeschäft

(www.frank-baerwaldt.de)

besteht aus herzergreifenden

Trauerreden auf Beerdigungen –

255 waren es im vergangenen Jahr.

Im Sterben liegende Menschen

und deren Angehörige begleitet er

auch. „Wenn auch nur selten, weil

sich hierfür kaum jemand bei mir

meldet.“ Dafür immer gefragter

ist er als Redner auf Hochzeiten.

Seine Kunden kommen aus ganz

Bayern, manchmal sogar aus ganz

Deutschland. „Viele finden mich

übers Internet.“ Andere

kommen auf Empfehlung,

über Mundpropaganda

zu ihm. Wieder

andere treffen ihn auf

Hochzeitsmessen, zum

Beispiel in Benediktbeuern.

Das können junge

Pärchen aus der klassischen

Mittelschicht sein,

das können Rocker sein

und das können erfolgreiche

Manager und

Unternehmer sein, bei

denen Geld keine große

Rolle spielt. „Hochzeiten

sind ein Markt, der

nach oben keine Grenzen

kennt.“ Das habe Frank

Bärwaldt spätestens

beim ersten Besuch der

Hochzeitsmesse in München

feststellen müssen.

Auf die Frage nach Hochzeits-Highlights

muss der

ehemalige Pastor der

Freien Evangelischen

Gemeinde in Starnberg

erst mal innehalten und überlegen.

„Da gibt es wirklich so viele.“

Der Höhepunkt 2018 war sicherlich

eine Hochzeit auf der Gardasee-

Insel „Isola del Garda“, eigentlich

in Privatbesitz, aber seit wenigen

Jahren von März bis Oktober für

Führungen und andere Anlässe

auch öffentlich zugänglich. Ein

erfolgreicher Unternehmer aus

Frankfurt wollte seiner Traumfrau

unbedingt in diesem Schloss auf

dieser traumhaft gelegenen Insel

das Ja-Wort geben. Für drei Stunden

konnte er das Schloss mieten.

Die Chemie zwischen Brautpaar und Trauredner

muss stimmen.

Und die Traurede? Die hielt Frank

Bärwaldt. „Bei 34 Grad im Schatten,

eingepackt in Anzug und Krawatte.“

Das war gleichermaßen

anstrengend wie atemberaubend.

Und am Ende des Tages mal wieder

ein voller Erfolg, weil Bärwaldts

Worte mitten in die Herzen

des Brautpaares, der Angehörigen

und Gäste getroffen haben.

Die Vorbereitungen für Hochzeiten

beginnen bei Frank Bärwaldt

bis zu einem Jahr im Voraus. Nach

dem Erstkontakt trifft sich der

Trauredner mit dem zukünftigen


Reden im Freien unterscheiden unter anderem freie von kirchlichen Trauungen.

Ehepaar persönlich. „Im Optimalfall

bei denen Zuhause“, wo

sich Bärwaldts Kunden in der Regel

am Wohlsten fühlen und sich

entsprechend authentisch zeigen,

„was mir das Kennenlernen erleichtert“.

„Mein Mundwerk

verstehe ich“

Bei diesem ersten Treffen aus Sicht

des Paares ganz entscheidend: Ist

der Typ (Frank Bärwaldt) sympathisch?

Gefällt es, wie er spricht,

schaut und gestikuliert? Und vor

allem: Stimmt die Chemie zwischen

den Dreien? „Mein Mundwerk,

das Reden aus technischer

Sicht, verstehe ich.“ Aber ist Bärwaldt

auch der Typ, der den beiden

zum sprichwörtlich schönsten

Tag des Lebens verhelfen kann?

Das sei für Bärwaldt allesentscheidend

– und meistens auch

zu 100 Prozent der Fall. Am Ende

des Kennenlernens legt Frank Bärwaldt

Vertrag, Muster-Ablaufplan

und Visitenkarte auf den Tisch.

„Beim Preis erschrecken die meisten

erst mal.“ Die Rede ist von

zwei Pauschalangeboten, einmal

über 1 000 Euro, welches ein intensives

Kennenlernen beinhaltet.

Und eines über 1 300 Euro, „wofür

ich das Paar mehrmals besuchen

komme“. In der Tat handelt

es sich in dieser Kategorie um

„Münchner Preise“. Aber beim

genaueren Blick auf die Ausgaben

einer Hochzeit generell, ist Frank

Bärwaldt nach Location, Catering,

Eheringe, Brautkleid und Band

meistens trotzdem am untersten

Ende der Preis-Kette angesiedelt.

Abgesehen davon bereitet er sich

wirklich intensiv und total individuell

auf das jeweilige Paar vor.

Hierfür schickt er den Paaren auch

Fragenkataloge zu, um alle wichtigen

Details aus deren Leben in

Erfahrung zu bringen.

„Walt Disney“ auf dem

Tegernsee

Am Hochzeitstag selbst? „Läuft

es ganz grob betrachtet schon

ein wenig ab wie in der Kirche.“

Lied, Lesung, Ansprache. Nur die

Inhalte, der Ort und gewisse Extras

dazwischen sind so gar nicht

vergleichbar mit dem relativ strikt

vorgegebenen Hochzeits-Procedere

der evangelischen, vor allem

der katholischen Kirche. Insbesondere

mit letzterer

können und wollen sich

immer weniger junge

Menschen identifizieren

– zu viele Skandale, zu

altbackene Strukturen.

Und damit das Gegenteil

freier Trauungen?

Nur ein Beispiel: Ein

Paar wollte das Ehe-

Treueversprechen so

persönlich wie nur

möglich. Die Idee: Für

kurze Zeit sich von der

Hochzeitsgesellschaft

entfernen. Weil beide

das Wasser lieben, dieses

Element gleichzeitig

essentiell ist für Leben

und damit auch Liebe,

ging Bärwaldt mit den

Beiden für rund drei

Minuten direkt ans Wasser. Dort

setzte das Pärchen symbolisch ein

kleines Schifflein auf die Wasseroberfläche.

Das sind so Kleinigkeiten,

die in der Kirche allein

aufgrund der Örtlichkeit gar nicht

möglich wären.“ Und Momente,

die Frank Bärwaldt für immer

in schöner Erinnerung behalten

wird. „Man erlebt schon sehr viel“,

sagt er an dieser Stelle nochmals.

Eine Traurede beispielsweise hielt

er auf einem vom Hochzeitspaar

gemieteten Schiff auf dem Tegernsee.

Das Motto der Feier: Walt Disney.

„Da habe ich im Vorfeld erst

mal geschluckt, weil ich definitiv

kein Komiker bin und auch keiner

sein möchte, sondern schon gehaltvoll

und ernsthaft spreche, nur

eben nicht steif.“ Letztlich war die

Leidenschaft des Paares zu Walt

Disney angetrieben von purer Liebe

– und die Feier am Ende des

Tages wunderschön gewesen. Ein

ähnliches Positiv-Erlebnis erhofft

sich Frank Bärwaldt Mitte 2019.

Dann fliegt er als freier Trauredner

mit einem zukünftigen Ehepaar

auf die Malediven.

js

Frank Bärwaldt während einer Traurede am Forggensee.

januar / februar 2019 | 65


27. Hochzeits- und Eventmesse in Weilheim

Mit Fotobox, Modenschau und

kostenloser Kinderbetreuung










Weilheim | Lokal, Einladungskarten,

Musik, Brautkleid oder Fotograf

für eine gelungene Hochzeit

muss man frühzeitig mit der Organisation

anfangen. „Der schnellste

Weg, die richtigen Ansprechpartner

für das Fest zu finden, ist der

Besuch der Weilheimer Hochzeitsmesse“,

sagt Eventmanager Thomas

Dormeyer. Am Wochenende

des 19. und 20. Januars 2019 kommen

55 Aussteller in die Weilheimer

Stadthalle, die nicht nur tolle

Tipps fürden schönsten Tag im

Leben“ bieten, sondern auch Familienfeiern

oder Firmenjubiläen

zu einem ganz besonderen Erlebnis

werden lassen können.

Besondere Besuchermagnete sind

auf der Weilheimer Hochzeitsmesse

die Modenschauen, wo so mancher

Traum in Weiß über einen

66 | altlandkreis

Laufsteg huscht und auch festliche

Anzüge, Abendkleider oder Erstkommunionkleider

gezeigt werden.

Hierbei sehen die Besucher

die aktuellsten Brautmodentrends

und können sich auch tolle Anregungen

für das passende Outfit der

Herren holen. Im Anschluss an die

Modenschauen findet jeweils eine

Verlosung statt, wo Preise im Wert

von mehr als 3 000 Euro winken.

Ergänzt mit einer schönen Frisur,

besonderen Schmuckstücken oder

den richtigen Styling-Trends ist

das zukünftige Brautpaar auf der

Hochzeitsmesse schon mal bestens

versorgt. Neu dabei ist heuer

eine sehr edle Fotobox. „So eine

haben sie noch nicht gesehen“,

sagt Thomas Dormeyer, der damit

einen Partyknüller aufbietet, der

zu einem riesen Spaß für alle Gäste

wird und zugleich unvergessliche

Erinnerungen hervorrufen

wird.

Attraktive Rabatt-

Angebote der Aussteller

Zu einem schönen Fest gehört

auch eine ansprechende Location,

passende Musik und gutes Essen.

Hier halten die Aussteller einige

Überraschungen bereit, die – wie

eingangs schon erwähnt – man

auch bei Geburtstagsfeiern, Firmenjubiläen

oder beispielsweise

einer Erstkommunion einsetzen

kann. „Viele der Aussteller bieten

zudem attraktive Rabatte an, sodass

der Messebesuch neben der

eingesparten Lauferei auch geldwerte

Vorteile bringt“, verspricht

Die Weilheimer i Stadthalle — Location der Hochzeits- und dEventmesse.

Eventmanager Dormeyer. Vor Ort

sind außerdem Aussteller, die sich

auf ungewöhnliche Geschenk-

Artikel spezialisiert haben. Heißt:

Wer Ausschau nach einem ganz

besonderen Geschenk sucht, kann

sich auf der Weilheimer Hochzeits-

und Eventmesse auch inspirieren

lassen.

In der Organisation von Ausstellungen

hat Thomas Dormeyer

wirklich Erfahrung, schließlich ist

> > > INFORMATIONEN

Hochzeits- und Eventmessese

in der Weilheimer Stadthalle

Samstag, 19. Januar von 13 bis 17 Uhr

mit Modenschauen um 14 und 16 Uhr

Sonntag, 20. Januar von 10 bis 17 Uhr

mit Modenschauen um 11, 14 und 16 Uhr

es schon die sechste Hochzeitsund

Eventmesse, die er in der

Weilheimer Stadthalle aufzieht.

Als die größte dieser Art ist sie

mittlerweile im ganzen Oberland

bekannt. Und auch einen Besuch

wert, wenn man eigentlich keinen

Anlass hat – für jeden Besucher

gibt es eine Tasse Kaffee umsonst.

Und auch die Kinderbetreuung für

Jungs und Mädels ab drei Jahren

ist kostenlos.

rg


ALLERLEI II IM ALTLANDKREIS

Mehr Musik & Kultur

„In-Voice“ zu Gast in Peiting

Peiting | Es könnte sogar das letzte Konzert sein,

falls sich kein geeigneter Nachfolger für Wolfgang

Mühlbauer findet. In jedem Fall ist es das allerletzte

Mal in der klassischen Besetzung der a-cappella-

Band „In-Voice“ mit Georg Ruhland, Christian Wolf,

Harald Gabl, Konrad Lautner und eben Wolfgang

Mühlbauer, der nach 15 Jahren aus persönlichen

Gründen die Band verlassen wird. Am Samstag, 26.

Januar, gastieren sie in jedem Fall ab 20 Uhr nochmal

in der Schloßberghalle zu einem Benefizkonzert

zugunsten der Peitinger Bürgerstiftung. Unter

dem Motto „Last Exit Ramersdorf“ dürfen sich Fans

auf die bekannte Stimmgewalt der Sänger freuen.

Karten gibt es im Vorverkauf für 18 Euro (11 Euro

Bürgerreise diesmal ins Blaue Land

Peiting | Am Samstag, 18. Mai, findet die inzwischen

fünfte Peitinger Bürgerreise statt. In den vergangenen

Jahren waren Augsburg, München, Linderhof

mit Ettal und Füssen die Ziele. Im kommenden Jahr

geht die Tagesreise nun ins Blaue Land. Zunächst

geht die Fahrt mit dem Reisebus nach Schwaiganger,

wo eine Führung im Haupt- und Landgestüt auf

dem Programm steht. Anschließend geht es Richtung

Murnauer Moos, nach Besichtigung des Ramsachkircherls

gibt es Mittagessen im Ähndl. Nachmittags

wird das Schlossmuseum in Augenschein genommen,

danach folgt eine Stadtführung sowie Zeit zur

freien Verfügung. Abfahrt

ist um 9 Uhr am Peitinger

Eisstadion, die Rückkehr

ist gegen 18 Uhr geplant.

Plätze können bei der

Tourist-Info reserviert

werden (08861 / 59961,

touristinfo@peiting.de) –

der Reisepreis beträgt 59

Euro.

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ermäßigt) bei

der Tourist-Info

in Peiting sowie

beim Frauenzimmer

in Schongau.

>>> KARTENVERLOSUNG

Der „altlandkeis“ verlost 3 x 2 Karten für das Konzert

in der Schloßberghalle. Wer diese gewinnen möchte,

schickt bis 15. Januar eine Postkarte mit dem

Stichwort „In-Voice“ an „altlandkreis“, Birkland 40,

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@

altlandkreis.de. Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

tis

„Singet Alleluja“ in der Wies

HOCHZEITS

UND EVENT

Wies | Der Dreikönigstag, heuer am Sonntag,

6. Januar, beendet endgültig die stade

Zeit. Für Schulkinder heißt es dann, wieder

zeitig ins Bett zu gehen. Doch bis dahin

lohnt es für Jung und Alt, nochmals innezuhalten,

zuzuhören und zu genießen. Denn

am Dreikönigstag laden wieder zahlreiche

Gottesdienste und Konzerte in der Region

zum Krafttanken ein. Besonders empfehlenswert

ist sicherlich die Veranstaltung

„Singet Alleluja“ um 16 Uhr in der weltbekannten

Wieskirche, die diesmal auch die

Titelseite unserer neuen „altlandkreis“-Ausgabe

schmückt. Bei dieser weihnachtlichen

Aufführung wirken mit: Der Chor Cantovivo

aus Halblech sowie Magdalena Andrle an

der Violine und Petra Jaumann-Bader an

der Orgel. Die Gesamtleitung des Konzertes

obliegt Gisela Reichherzer. Und Monsignore

Gottfried Fellner spricht zum Tag, zur Musik

und zur Stimmung passende Worte. Der

Eintritt ist an diesem Tage frei,

wobei Spenden für die Wieskirjche

gerne gesehen sind.

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januar / februar 2019 | 67


Reisefotograf Harald Mielke lädt zur Dia-Show

Ein karibischer Cocktail

Peiting / Sachsenried | Harald Mielke

ist leidenschaftlicher Fotograf –

„Dia-Fotograf“, wie der Wahl-

Sachsenrieder ausdrücklich betont.

Seit vielen Jahrzehnten reist er in

die entferntesten Länder dieser

Erde und fotografiert, was er dort

erlebt. All das packt er seit mittlerweile

knapp 30 Jahren auf Dias

und stellt dies im Rahmen seiner

Vorträge – neudeutsch: Multivisionsshows

– vor. „Ich möchte

meine Eindrücke von den Ländern

unverfälscht wiedergeben“, erklärt

Mielke. Das Bild muss von Motiv,

Bildausschnitt und Belichtung

perfekt sein, digitale Nachbearbeitung

gibt es bei ihm nicht. „So

muss ich mir im Vorfeld genau Gedanken

machen, was ich mit dem

Bild aussagen will.“ Dass ihn der

eine oder andere womöglich als

„Old-School“ bezeichnen würde,

stört Mielke keineswegs. „Authentizität“,

so das Mielke’sche Zauberwort.

Die Motive, die Art wie

er fotografiert und die Reisen an

sich – all das ist seine Leidenschaft.

Und die scheint bei den Zuschauern

anzukommen, bis heute hat

er knapp 1 100 Vorträge gehalten.

Der Reisefotograf mit den exotischen

Zielen ist längst nicht nur

im Altlandkreis bekannt, seine Dia-

Shows veranstaltet er mitunter bis

in Rosenheim, Ulm, Memmingen

oder Augsburg, zumeist in Zusammenarbeit

mit Volkshochschulen.

So auch am Donnerstag, 10. Januar,

um 19.30 Uhr in der ehemaligen

Mädchenschule in Peiting, wofür

man sich über die Peitinger vhs anmelden

kann. Auch an der Abendkasse

werden voraussichtlich noch

Karten zur Verfügung stehen, damit

Kurzentschlossene spontan

vorbei kommen können. Sieben

Euro kostet der Eintritt für den launigen

Abend unter dem Titel „Karibischer

Cocktail: die ABC-Inseln

und ein Schuss Kuba“.

Aruba, Bonaire, Curacao

und etwas Kuba

Für seine Dia-Show „Karibischer

Cocktail“ war Harald Mielke sogar

zweimal unterwegs. Für drei

Wochen auf Kuba, zwei weitere

Wochen auf Aruba, Bonaire und

Curacao. „Ich möchte keine Vorträge

aus Hopplahopp-Reisen heraus

machen“, erklärt der passionierte

Fotograf. Bedeutet: Gezielte Vorbereitung

und ein volles Programm

während der Reisen. Klar, schließlich

lässt sich besonders ganz in

der Früh oder spät nachmittags die

beste Lichtstimmung einfangen.

Angesichts von rund 60 verschiedenen

Themenvorträgen – meist pro

Semester ein neuer – kann man

sich ausmalen, wo überall auf dem

Globus Harald Mielke bereits unterwegs

war. Seit vielen Jahren ist

er außerdem für das Tauchermagazin

„Aquanaut“ tätig, ist für das

mittlerweile als Online-Ausgabe

publizierte Magazin seit 2006 Chefredakteur.

„Es ist europaweit das

am längsten am Markt bestehende

Tauchermagazin“, berichtet Mielke,

der zudem regelmäßig als Reisefotograf

von verschiedenen Reiseführern

engagiert wird. „Irgendwann

habe ich die Unterwasser- mit der

Überwasserfotografie kombiniert“,

erinnert sich Mielke an seine Anfänge.

Seit 2018 organisiert und

begleitet er darüber hinaus Fotoreisen,

da „die Nachfrage in meinem

Foto-Fankreis immer größer

wurde“. Konkret sind für das Jahr

2019 drei von ihm geführte Reisen

geplant. Im April geht es nach Jordanien,

im Mai nach Eritrea und

in den Sudan und im August nach

Madagaskar. Vielleicht nicht die

typischen Urlaubsziele der Deutschen,

sicherlich aber spannende

und informative Reisen, die jede

Menge Potential für atemberau-

68 | altlandkreis


ende Fotos liefern. Jeweils zehn

bis 15 Personen können sich Mielke

anschließen – wer sich dafür interessiert,

dem seien die Kontaktdaten

auf seiner Internetseite ans Herz

gelegt (www.naturbildarchiv.com).

Eines haben nahezu alle von Harald

Mielkes bisherigen Destinationen

gemeinsam: sie sind exotisch.

Über Weihnachten und Silvester

fliegt er ins ostafrikanische Dschibuti,

um dort unter anderem die

größten Fische der Welt, die Walhaie,

zu beobachten und natürlich

zu fotografieren. Hunderte tummeln

sich in dieser Jahreszeit im

Golf von Tadjoura, liefern dort ein

einzigartiges Naturspektakel. Und

noch einen Wunsch wird sich Harald

Mielke während des Dschibuti-

Trips erfüllen: Den Jahreswechsel

wird er, wenn alles nach Plan läuft,

mit einer Flasche Sekt unter Wasser

erleben. „Dieser Nacht-Tauchgang

steht schon lange auf meiner

‚Bucket-List‘.“

Harald Mielke, seit knapp 30 Jahren

veranstaltet er Dia-Shows.

Beste Reisetipps aus

erster Hand

Schon die Namen Aruba, Bonaire

und Curacao versprechen karibisches

Flair pur. Dabei sind die einst

zu

den Niederländischen Antillen

zählenden Inseln doch eher untypische

Vertreter. Ganz im Süden der

Karibik gelegen, dominieren etwas

überraschend Kakteenwälder, nicht

Palmenhaine. In einer exotischen

Mischung aus karibischer Lebensfreude,

europäischem Komfort und

idyllischen Naturlandschaften – mit

Leguanen, freilaufenden Eseln und

pinkfarbenen Flamingos – punkten

die Inseln mit einer enormen kulturellen

und kulinarischen Vielfalt,

perlweißen Sandstränden und

außergewöhnlich klarem Wasser.

Ebenso einzigartig ist Kuba,

die „Königin der Antillen“ mit

der reichen Geschichte und dem

unverwechselbaren Charme der

Menschen. Informatives, Hintergründiges,

Witziges und vor allem

beste Reisetipps aus erster Hand

erwarten die Besucher am Donnerstag,

10. Januar, ab 19.30 Uhr

in der ehemaligen Peitinger Mädchenschule.

Die Dia-Show „Karibischer

Cocktail: die ABC-Inseln

und ein Schuss Kuba“ verspricht in

jedem Fall eine inspirierende und

abwechslungsreiche Bilderreise

mit abenteuerlichen Geschichten

und faszinierenden Motiven. tis

januar / februar 2019 | 69


Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Die Weltraumfunker

aus der Lichtenau

Weilheim-Lichtenau | Das Deutsche

Zentrum für Luft- und

Raumfahrt, kurz DLR, betreibt

deutschlandweit

mehr als 20 Standorte

mit rund 40 Institutionen.

Ein wichtiger

Baustein der bundes-,

europa- und welt-

Die Arbeitsplätze der DLR-Ingenieure sind geprägt von zahlreichen Bildschirmen,

die über Antennen mit Satelliten verbunden sind.

weiten Forschungsarbeiten

ist die Satellitenbodenstation

in der Lichtenau bei

Weilheim. Auf einem

knapp 36 Hektar großen

Areal, komplett umzäunt und

von einem Pförtner bewacht, stehen

neben einem Bürokomplex

mittlerweile 20 Antennen aus Stahl

(Antennenfuß) und Aluminium

(Schüssel) in unterschiedlichen

Größen. Die größte Schüssel misst

einen Durchmesser von 30 Metern

und ist rund 15 Millionen Euro

wert, die kleinste einen von 2,70

Metern, rund 100000 Euro wert.

Wozu sie gebraucht werden? „Zur

Datenübertragung zwischen Erde

und Satelliten“, sagt Martin Häusler,

54, seit Mai 2009 Leiter der Bodenstation

in Lichtenau-Weilheim.

Unterschieden werden „House-

Keeping-Daten“ von „Telekommando-Daten“.

House-Keeping: Daten,

die vom Satellit aufgenommen

und zur Erde übertragen werden.

Telekommandos: Informationen,

die von der Erde zum Satelliten

hochgeschickt werden. Um beides

kümmern sich Elektroingenieure in

Lichtenau, die Häusler ganz gerne

auch als „Funker“ in den Weltraum

bezeichnet. Aktuell sind die dortigen

Antennen mit 40 Satelliten und

zwei Sonden rund um die Uhr Mittels

Funk verbunden. Während die

Satelliten entweder auf niedrigen

„wissenschaftlichen“ Umlaufbahnen

300 bis 1000 Kilometer von

der Erde entfernt kreisen, oder auf

Geo-Umlaufbahnen, schier unvorstellbare

36000 Kilometer von der

Erdoberfläche entfernt, befinden

sich diese zwei Sonden an ebenfalls

extrem weit entfernten Orten –

zum Beispiel auf Asteroiden oder

Planeten.

Hochwasserkarten bei

Naturkatastrophen

Einige Satelliten sind mit einem

Radarsystem ausgestattet und machen

Bilder von der Erdoberfläche.

„Damit können wir sogar unter die

Erdoberfläche schauen, zum Beispiel

unterirdische Städte in der

Wüste entdecken.“ Ganz wichtig

sind auch ständig neue Daten der

Biomasse, die Aufschluss über die

Geschwindigkeit des Klimawandels

geben. Andere Satelliten vermessen

das erdmagnetische Feld, das

sich ständig verändert. Ebenso die

Gravitationskraft, die aufgrund unterschiedlicher

Massen nicht überall

gleich hoch ist. „Dadurch erkennt

man beispielsweise, dass die

Meeresoberflächen dieser Welt aufgrund

unterschiedlicher Gravitationskräfte

Dullen beziehungsweise

Täler aufweisen.“ Erwähnenswert

ist auch der „Technologieerprobungsträger“,

kurz TET, der neue

Kommunikationsmöglichkeiten erproben

soll. Am mit wichtigsten

aber sind brandaktuelle Luftaufnahmen,

die als Kartenmaterial

gedruckt werden können. Die Rede

ist von Krisenintervention. Beim

verheerenden Hochwasser 2013 in

Niederbayern beispielsweise lieferte

die DLR Hochwasserkarten,

die ganz aktuell aufgezeigt haben,

wo genau die Region in und um

Passau wie stark überschwemmt

war. Darüber hinaus sorgte die DLR

mit ihren Antennen und Satelliten

für eine störungsfreie Kommunikation

unter den 20 000 Soldaten der

Deutschen Bundeswehr, die dort

als Helfer im Einsatz waren.

Nur alle

90 Minuten?

Zum Satellit hochgeschickt – diese

Telekommandos – werden

verschiedene Anweisungen. „Wir

70 | altlandkreis


So sieht die

Satellitenkontrollstation

in Lichtenau von oben aus.

müssen den Satellit durch Datenübertragung

betreiben, ihn einschalten,

ihn kommandieren, bei

Gefahren oder Problemen seine

Lage verändern und ihn auf eine

andere Bahn lenken.“ Mit Gefahren

meint Martin Häusler unter

anderem im Weltall herumfliegende

Teile, die nicht größer als eine

geballte Faust sein müssen, aber

aufgrund einer Geschwindigkeit

von 30 000 Kilometern pro Sekunde

(!) durch den in ähnlichem

Tempo entgegenkommenden Satelliten

„schießen“ wie ein heißes

Messer durch Butter. „Und deshalb

rechtzeitig von uns erkannt werden

müssen.“ Die DLR sorgt also

auch dafür, dass die mit Lichtenau

funkverbundenen Satelliten unfallund

störungsfrei im Weltall kreisen

können. Das Problem hierbei: „Zu

den Satelliten im niedrigen Orbit,

also die nur zwischen 300 bis 1 000

Kilometer von uns entfernt sind,

haben wir nur alle 90 Minuten,

so lange braucht ein Satellit zur

Umkreisung der Erde, für zehn Minuten

Kontakt.“ Optimal wäre laut

Häusler, in ständigem Kontakt mit

den Satelliten zu sein, was dank

eines Tricks zumindest bei wenigen

inzwischen auch funktioniert:

Spezialsatelliten auf der niedrigen

Umflaufbahn liefern hier ihre Signale

über einen Geo-Satelliten,

der diese 36 000 Kilometer von der

Erde entfernt liegt und aufgrund

dieser monströsen Distanz in ständigem

Kontakt mit Lichtenau und

Niedrig-Satelliten stehen kann.

Störungsfreie

Stromversorgung

Grundsätzlich müssen die Antennen

für eine reibungslose Datenübertragung,

die dank bis zu 1,8

Diese Riesen-Antenne misst im

Durchmesser 30 Meter und

ist in etwa 15 Millionen

Euro wert.

Gigabit pro Sekunde extrem viele

Informationen in blitzartiger Geschwindigkeit

ermöglicht, extrem

genau ausgerichtet sein. „Die

Parabolform unserer Ka-Band-

Antennen-Schüssel ist auf 0,4 Millimeter

genau gefertigt, weshalb

wir Teile der Antennen punktuell

beheizen müssen, damit das

Material zu jeder Jahreszeit eine

konstante Temperatur aufweist

und sich nicht verzieht.“ Darüber

hinaus sind die Schüsseln der Antennen

beweglich, drehen sich mit

den vorbeifliegenden Satelliten

bis zu 15 Grad pro Sekunde mit.

Heißt: Damit technisch alles reibungslos

funktioniert, sind unter

den insgesamt 28 DLR-Mitarbeitern

in Lichtenau nicht nur Ingenieure,

sondern auch Elektromeister

und Techniker im Drei-Schicht-

Betrieb angestellt, die sich somit

rund um die Uhr unter anderem

um Wartung, Instandhaltung und

Notfallreparatur kümmern.

Fast noch wichtiger an dieser

Stelle: Eine absolut störungsfreie

Stromversorgung, die dank leistungsstarken

Batterien für Zwischenspeicherung

sowie einem

1250000-Watt-starken Dieselaggregat

absolut gewährleistet ist.

„Sobald wir im Rahmen unseres

Kontaktfensters für nur wenige

Sekunden Stromausfall haben,

sind die Satellitenverbindungen

verloren. Hätte man für mehrere

Tage oder Wochen keinen Kontakt,

bestünde die Gefahr, dass die Satelliten

irgendwann unkontrolliert

auf unsere Erde stürzen.“ Apropos

Absturzgefahr: Die DLR beobachtet

auch Asteroiden, wohl verantwortlich

für das Aussterben der Dinosaurier.

„Irgendwann wird wieder

einer auf die Erde zusteuern“, sagt

Martin Häusler, der jedoch für die

kommenden 200 Jahre momentan

keine Gefahr erkennt. Aber dann?

„Werden wir versuchen, das Problem

rechtzeitig zu erkennen und

den Asteroiden durch geeignete

Maßnahmen um die Erde herumzulenken.“

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januar / februar 2019 | 71


Was ist erlaubt? Wer kümmert sich?

Marterl am Straßenrand

Altlandkreis | Im Jahr 2017 sind

laut Polizeistatistik bayernweit

608 Menschen bei einem Verkehrsunfall

ums Leben gekommen.

Darunter fünf im Landkreis

Weilheim-Schongau, zwei im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen

und drei im Landkreis Starnberg.

Angehörige, Freunde und Bekannte

der Verunfallten setzen

häufig ein Zeichen der Erinnerung

im Bereich der Unfallstelle, in dem

sie ein sogenanntes „Marterl“ am

Straßenrand platzieren. Nicht alle

sind einverstanden mit dieser

speziellen Form des Totengedenkens.

Rettungskräfte beispielsweise

werden beim Vorbeifahren an

solchen Stellen immer wieder an

den Unfall erinnert, was bei dem

Einen oder Anderen schreckliche

Bilder hervorruft – und nicht

wirklich hilfreich ist bei der Verarbeitung

traumatischer Erlebnisse.

Ein Feuerwehrmann im nordwestlichen

Landkreis berichtete

neulich, dass er aufgrund eines

Marterls am Straßenrand täglich

auf dem Weg zur Arbeit an seinen

allerschlimmsten Einsatz erinnert

wird, bei dem ein Mensch sein

Leben verlor. Er meint, bei allem

Verständnis für die trauernden

Angehörigen: „Trauer gehört für

mich auf den Friedhof, nicht an

den Straßenrand.“ Unabhängig

davon stellen sich folgende Fragen:

Gibt es überhaupt eine offizielle

Anlaufstelle sowie gesetzliche

Regelungen in Sachen „Marterl

am Straßenrand“? Wer entscheidet

über Position, Form und Dauer

der Anbringung solcher Gedenken?

Und wer pflegt sie?

Fingerspitzengefühl statt

Einhaltung von Gesetzen

Antworten gibt Andreas Lenker,

Abteilungsleiter Straßenbau im

Staatlichen Bauamt Weilheim, das

zuständig ist für den Bau und Unterhalt

aller Bundes-, Staats- und

Kreisstraßen in den Landkreisen

Starnberg, Weilheim-Schongau,

Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-

Wolfratshausen und Landsberg am

Lech (außer Kreisstraßen). „Es gibt

in Sachen Marterl am Straßenrand

keine klare gesetzliche Regelung,

was ich auch für absolut richtig

halte“, sagt Lenker. Warum?

„Weil man im Falle eines Todes

nicht strikt nach Gesetzen handeln

kann, sondern sehr viel mehr Fingerspitzengefühl

beweisen muss.

Und das geht nur mit individueller

Regelung mit den direkten Angehörigen

des Verstorbenen.“ Heißt:

Angehörige eines Unfalltoten dürfen

selbst entscheiden, ob und

wie lange sie ein Zeichen an ihren

Liebsten im Bereich der Unfallstelle

anbringen möchten. Wichtig sei

laut Lenker nur, „dass sie es vorher

bei uns melden und im Detail

mit uns absprechen“. Ein Marterl

darf andere Verkehrsteilnehmer

weder behindern noch vom konzentrierten

Fahren ablenken. Massive

Gedenksteine, von denen im

72 | altlandkreis


Falle eines weiteren Unfalls große

Verletzungsgefahr ausgehen, sind

ebenso verboten wie übertrieben

große Plakate mit auffallender

Aufschrift und übergroßen Bildern

des Verstorbenen – das würde die

Vorbeifahrenden definitiv zu sehr

ablenken. Darüber hinaus müssen

Kleinigkeiten wie zum Beispiel

die Pflege des Marterls geregelt

werden. „Vieles übernehmen hier

Bauhof oder Straßenmeisterei,

zum Beispiel wenn es um Ausmäharbeiten

geht. Ansonsten aber

sind auch hier die Angehörigen

des Verunfallten in der Pflicht.“

Auf Brücken wird kein

Auge zugedrückt

Die Experten vom Straßenbauamt

empfehlen ein Holzkreuz, dass

maximal 75 Zentimeter hoch, nicht

zu massiv im Boden verankert und

in einem Mindestabstand zum

Straßenrand platziert ist. „Hinter

einer Leitplanke darf das Kreuz

näher zur Straße stehen als an

einer freien Fläche“, sagt Andreas

Lenker. Und auf Brücken? „Sind

Marterl strikt verboten.“ Einerseits,

weil auf deren Fuß- und

Radweg ohnehin sehr wenig Platz

zur Verfügung steht, Radfahrer

und Fußgänger behindert würden.

Aber der viel gewichtigere

Grund des Marterl-Verbots auf

Brücken: Suizid. „Totengedenken

an Brücken regen, das ist wissenschaftlich

belegt, zum Nachahmen

an, was wir natürlich verhindern

möchten.“ In der Region betrifft

dies allen voran die Lechtalbrücke

zwischen Peiting und Schongau

sowie die Echelsbacherbrücke

südlich von Rottenbuch, die nach

wie vor saniert wird.

Gefahrenstellen noch

besser schützen?

Ob Brücke oder Straße: Im Idealfall

kommt es erst gar nicht zu Unfällen,

noch dazu zu tödlichen. „Nach

Unfällen mit Todesfällen wird die

Unfallstelle von Staatlichem Bauamt,

Polizei und Straßenverkehrsbehörde

ohnehin genau begutachtet,

um festzustellen, ob an

dieser Stelle ein weiteres Plus an

Sicherheit erreicht werden kann.“

Das Problem dabei häufig: Die Fällung

von am Straßenrand stehender

Bäume beißt sich meist mit

dem Naturschutz. „Für mich ist die

Aussage, dass der Unfall aufgrund

eines Fahrfehlers oder überhöhter

Geschwindigkeit passiert ist,

kein geltendes Argument. Alle

Menschen machen mal Fehler –

aber dürfen wir zulassen, dass ein

Fehler gleich tödlich endet?“ Im

Regelbuch für Straßenbau steht

unter anderem geschrieben: Bei

erlaubten 100 Stundenkilometern

auf Landstraßen sollten bis zu

7,5 Meter neben der Straße keine

Hindernisse stehen. Gemeint sind

unter anderem Brückenpfeiler,

Bäume, Strommasten sowie alle

massiv verankerten Gegenstände,

die mehr als einen halben Meter

aus dem Boden ragen. „Alleen

sind ein klassisches Streitthema

in Sachen Unfallgefahr, weil sie

einerseits wichtig für das Landschaftsbild

und meist naturgeschützt

sind, andererseits stehen

die Bäume viel zu nahe am

Fahrbahnrand und sind deshalb

eine große Gefahr für Auto- und

Motorradfahrer.“ Und nicht selten

geschmückt sind mit Marterln. Immerhin

ist die Zahl der Unfalltoten

im Vergleich zu 2016 bayernweit

um acht Fälle zurückgegangen.

Und auch hier in der Region haben

2017 weniger Menschen im

Rahmen eines Verkehrsunfalls ihr

Leben verloren. 2016 waren es in

Weilheim-Schongau sieben Personen,

in Garmisch-Partenkirchen

fünf und in Starnberg vier. Die

Zahlen für 2018 standen zu Redaktionsschluss

noch nicht fest. js

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der „altlandkreis“ ist ein Medium von

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Telefon: 08869 / 91 22-16

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Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Dezember 2018.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe März / April 2019:

Freitag, 22. Februar 2019 (Anzeigenschluss: 4. Februar 2019)

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen

angrenzenden Gemeinden

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.altlandkreis.de.

Fotos: Bernhard/fotolia, Johann Jilka, Peter Echtler, Peter Ostenrieder, Johannes

Schelle, Tim Schmid, Rosi Geiger, Wolfpack Oberammergau/Tom Seidl, Gerhard

Schwaninger, Foto Fuhrmann, Blaskapelle Altenstadt, Pressefoto Michael

Suttner, Christin Schoen, Kulturverein Schongauer Land, Katholische Landjugend

Peiting, Schönegger Käse-Alm, aktion Hoffnung/Franziska Reißner, Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau, Fotoart Sandra Müller, Elena Rudolf, Die Rescherei/

Melanie Resch, Autohaus ISI, WambaBrassClub, Manfred Berger, Maira Falconi

Fotografie, volyk-fotolia.com, so-eine-marke.de, Helmut Schmidbauer, Philipp

Reißmann, ADAC Luftrettung „Christoph Murnau“, Veronika Kößel, Frank Bärwaldt,

Event D/Thomas Dormeyer, Pressefotos In-Voice, Simon Bauer Photography,

Naturbildarchiv Harald Mielke, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt,

Stefan Sticker, Loeger GmbH, Markt Peißenberg, Marktarchiv Peißenberg, Martin

Schwarz, Ludwig Pröbstl, Jan Kasperlik/Allied-Racing, Jürgen Börroth, fotolia

januar / februar 2019 | 73


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Die elektrotechnischen Anlagen von Manfred Schauer

Peitinger Schaltschränke

auf Neuguinea

Peiting | Im Peitinger Wohngebiet

an der Füssener Straße versteckt

sich ein Zwei-Mann-Betrieb, zu

dem das Motto „klein, aber oho“

besser nicht passen könnte. „Technische

Anlagen“, so die offizielle

Bezeichnung. Dort hergestellt

werden elektronische Schaltanlagen,

die für große Häuser, Gewerbe-

und Industriegebäude

sowie Photovoltaik-Anlagen in der

Region, aber auch am anderen

Ende der Welt gebraucht werden.

„Im Grunde überall dort, wo sehr

viele Maschinen und Werkzeuge

an Strom angeschlossen werden

müssen“, sagt Inhaber Manfred

Schauer, 50, der eigentlich nie

vorgehabt hat, sich einmal selbstständig

zu machen. Aber: „Schon

als Kind habe ich mich für Elektrisches

interessiert, unter anderem

meinem Onkel regelmäßig mit

größter Freude geholfen.“ Nach

einer Ausbildung zum Elektroinstallateur

ist er über einen Spezl

zu seinem Traumjob in der Firma

gekommen, die er heute führt. Der

ehemalige Besitzer, Herbert Schilcher,

hat ihm nach einigen Gesellenjahren

zur Absolvierung der

Meisterschule geraten, um „den

Laden irgendwann zu schmeißen“.

Gesagt getan. Seit Mai 2001

leitet der Peitinger nun diesen

Betrieb, der sich vor Aufträgen

kaum retten kann. Regionale

Gaststätten setzen auf Schauers

Anlagen. Ebenso bekannte mittelständische

Industriebetriebe. Aber

auch Schulen, Krankenhäuser,

Polizeieinrichtungen, die nagelneue

„Moun10“-Jugendherberge

in Garmisch-Partenkirchen, die

DAV-Kletterhalle in Augsburg und

viele mehr – das Einzugsgebiet erstreckt

sich im Umkreis von rund

70 Kilometern bis nach München,

Mittenwald und eben Augsburg,

wobei in der schier unendlich langen

Auftragsliste auch exotische

Standorte vermerkt sind: Zum Beispiel

die Philippinen, Neuguinea

(nach Grönland die zweitgrößte

Insel der Welt) und Mauretanien

im Nordwesten Afrikas. In diesen

Ländern verrichten Schauers Anlagen

ihre Arbeit an großen Photovoltaik-Anlagen.

„Machen fast alles

von Hand“

An Aufträge kommt Manfred

Schauer überwiegend über hiesige

Elektro-Betriebe, die zum Beispiel

in einem Industriebetrieb einen

größeren Auftrag abarbeiten

und im Zuge dessen einen oder

mehrere individuell angefertigte

Schaltschränke brauchen. Warum

Elektro-Betriebe diese Schränke

nicht selbst herstellen? „Weil

sie aufgrund vieler anderer Aufgaben

gar keine Zeit haben und

auch nicht jeder die Erfahrung

und das notwendige Know-how

besitzt“, sagt Manfred Schauer.

Kundengespräch, Planung, Zeichnung

und Umsetzung sind grob

betrachtet die Arbeitsschritte bis

zum fertigen Schaltschrank, der

grundsätzlich aus einem Blechgehäuse

mit aufklappbaren Türen

besteht. Was letztlich von Manfred

Schauer und seinem Mitarbeiter

Manfred Schauer in seiner Werkstätte

an der Füssener Straße.

74 | altlandkreis


Heribert Schwarzer darin verbaut

wird, ist je nach Auftrag total unterschiedlich.

Schauer spricht von

Vorsicherungen, Klemmen, Kupferschienen

sowie Zu- und Ableitungen.

Letztlich beinhalten seine

Schalt- und Sicherungsschränke –

je nach Größe – zwischen 300

und 2 000 Einzelteile und wiegen

bis zu 800 Kilogramm. Sie sorgen

unter anderem dafür, dass Strom

„gedrosselt“, umgewandelt, verteilt

und dessen Verbrauch gemessen

wird. Das mit Abstand schwierigste

bei der Herstellung, die pro

Schrank zwischen einem Tag und

einer Woche dauert? „Die korrekte

Anordnung der vielen Bauteile sowie

das Verdrahten der Kupferkabel,

was extrem genau und sauber

erfolgen muss.“ Hier nichts durcheinanderzubringen

ist eine Kunst,

für die Manfred Schauer übrigens

keine großen und außergewöhnlichen

Maschinen braucht. „Wir machen

eigentlich alles von Hand“,

sagt er. Klassiker-Werkzeuge wie

Schraubendreher, Zangen und

Kabelscheren werden häufig gebraucht.

Für Vorort-Arbeiten sind

Von Hand gemacht: Zum Innenleben eines Schaltschrankes gehören unter

anderem auf Maß und Form angepasste Kupferschienen.

mobile, akkubetriebene Kabelpresse,

Kabelschere und „Stanze“

notwendig. Das Bild der beschaulichen

Werkstätte ist geprägt von

Lastenkran, einer jahrzehntealten,

aber extrem zuverlässigen Kupfer-

Stanz-Maschine sowie die sich

im Aufbau befindenden Schaltschränke.

Auffallend sind auch

die rechts in der Ecke stehenden,

meterlangen Kupferleisten in

20 verschiedenen Dicken, Breiten

und Längen, die bis zu 4 000

Ampere Strom leiten können und

von Schauer ganz individuell zurechtgeschnitten,

gebogen und

gestanzt werden.

Bis zu 80 Arbeitsstunden

die Woche

Da Manfred Schauer seine Schaltschränke

vor Auslieferung nochmals

auf Herz und Nieren überprüft,

geht die Fehlerquote seiner

Produkte gegen Null. Ausgefahren

wird die Ware mit VW-Bus und Anhänger

stets von ihm selbst. „Weil

mir der persönliche Kundenkontakt

extrem wichtig ist.“ Bei nur

Die Schaltschränke von Manfred

Schauer werden streng nach Kundenwunsch

individuell gebaut.

einem Vollzeitmitarbeiter, Ehefrau

Renate Schauer als Teilzeitkraft im

Büro sowie Karin Barnsteiner als

450-Euro-Kraft an der Graviermaschine

– sind für Manfred Schauer

60- bis 80-Stunden-Wochen ganz

normal. „Trotzdem habe ich den

Schritt zur Selbstständigkeit bis

heute keine Sekunde bereut.“ Das

liegt einerseits daran, dass sich

die harte Arbeit finanziell lohnt.

Vor allem aber daran, dass sich

Manfred Schauer entgegen vieler

anderer Menschen auf diesem

Planeten unglaublich leicht tut in

Sachen elektrotechnisches Verständnis

– während andere bereits

an den riesigen elektrotechnischen

Zeichnungen gnadenlos

verzweifeln würden, hat er größte

Freude daran, sich „hineinzufuchsen“.

Allen voran deshalb,

„weil wirklich jeder Verteilkasten

bei uns im Detail anders ist,

mein Job deshalb, auch wenn es

mir Außenstehende oftmals nicht

glauben möchten, total abwechslungsreich

ist.“ Sollte er dennoch

mal frei haben, fliegt er ganz gerne

Mal zu Auswärtsspielen des FC

Bayern München, macht mit Frau

und Kindern eine Schlauchboot-

Tour auf dem Lech oder tobt sich

an der zuhause eingerichteten

Carrera-Bahn aus.

js

januar / februar 2019 | 75


Start des 33. Internationalen Allgäu-Alpen-Pokals

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Weihnachten ist das Fest der Liebe. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage im Kreise

aller, die Sie mögen. Unsere Herzenssache ist Ihre Sicherheit im Straßenverkehr. Wir

freuen uns darauf, im neuen Jahr alles Notwendige dafür für Sie zu tun.

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Gestaltung und Layout: MAKOM GmbH, Basler Str. 24 B, 79100 Freiburg • 10/2017

© lily/Fotolia.com

Beim Seriensieger

kribbelt‘s schon wieder

Steingaden / Stötten | Freitagnachmittag

auf der Westseite des Auerbergs.

Roland Lepnik, 53, steht in

seiner Garage und grinst bis über

beide Ohren. Der Grund seiner

Freude: Vor wenigen Minuten hat

er seine 250er Motocross aus dem

Sommerschlaf geweckt, um sie für

die neue IAAP-Saison startklar zu

machen. IAAP steht für Internationaler

Allgäuer-Alpen-Pokal – eine

Motorsportserie, die in Deutschland,

Österreich und der Schweiz

ausgetragen wird. Das Besondere

daran: Alle Bewerbe finden auf

Natureis-Bahnen mit rund 300 bis

600 Metern Länge statt. An den

Rennwochenenden in beispielsweise

Kitzbühel, Weissenbach und

Steingaden treffen sich Fahrer in

Karts und Autos sowie auf Motorrädern

mit und ohne Beiwagen.

Insgesamt beinhaltet die IAAP-

Serie 21 (!) verschiedene Klassen.

Roland Lepnik startet seit jeher auf

einer 250er und einer 500er Motocross,

die er eigenhändig umgebaut

hat, um seit mittlerweile 18

Jahren die meist deutlich jüngere

Konkurrenz in Grund und Boden

zu fahren. Auf die Frage, wie viele

Siege er in seiner bisherigen Laufbahn

eingefahren hat, antwortet

er zögernd: „Ganz ehrlich, ich

habe wirklich keine Ahnung. Meine

Garage und mein ganzes Haus

stehen voller Pokale.“ Außerdem

habe er einen Großteil seiner Trophäen

verschenkt. Dass Roland

Lepnik seine Siege nicht strichlistenartig

notiert, ist wohl der beste

Beweis dafür: Er hat noch immer

nicht genug von diesem, wie er

selbst sagt, „verrückten“ Sport.

Deutet seine Frau ein Aufhören

an, sagt er: „Dann ziehst du aus.“

Spricht ihn sein Arbeitgeber aufs

Aufhören an, sagt er: „Dann kündige

ich.“ Diese beiden Sätze zu

den mit wichtigsten Menschen in

seinem Leben klingen hart, sind

aber keinesfalls böse gemeint. Sie

sind schlichtweg der Ausdruck purer

Ehrlichkeit, weil das Bestreiten

von Eisrennen für den Vater zweier

Söhne und einer Tochter die Welt

bedeuten. „Das ist mein Leben, ich

kann offensichtlich nicht ohne.“

Vor Aufregung nicht

ansprechbar

Roland Lepnik arbeitet als Bauleiter

in einer großen, deutschlandweit

aktiven Firma, ist hierfür beinahe

täglich zwischen zwölf und

dreizehn Stunden am Werkeln.

Sobald über die kalte Jahreszeit

die Bauarbeiten witterungsbedingt

weniger werden, er Zeit zum

Urlauben und Überstundenabbau

hat, widmet er sich voll und ganz

seiner Leidenschaft. Anekdote

hierzu: Leitende Kraft ist er erst

seit einem heftigen Trainingssturz,

„bei dem es mir alle meine Bänder

in der rechten Schulter regelrecht

zerfetzt hat“. Ansonsten

aber blieb er – toi, toi, toi – von

schweren Verletzungen verschont.

Trotzdem gibt er offen zu, dass

dieser Sport extrem gefährlich

und absolut nichts für Weicheier

ist. „Wenn du stürzt, kann alles

passieren.“ Allein die Vorstellung,

mit einem Motorrad auf blankem

Natureis zu fahren, schrecke

die meisten Menschen ab. „Es

schüttelt dich brutal durch und ist

enorm anstrengend.“ Auch Lepnik

selbst muss sich nach wie vor

Diese 32 Millimeter langen Eisen-Spikes hat Roland Lepnik eigenhändig

gedreht. Im Spezialreifen eingegossen, sorgen sie für Grip auf Natureis.

76 | altlandkreis


immer wieder überwinden, ist bis

wenige Minuten vor dem Start extrem

aufgeregt, nicht ansprechbar.

„Meistens ziehe ich mich alleine

ins Auto zurück und mache noch

ein bisserl Brotzeit.“ Unmittelbar

vor dem Start, bereits in Lederanzug,

Stiefeln und Sturzhelm auf

dem Motorrad sitzend, ist seine

Aufregung dann wie verflogen,

er zu 100 Prozent konzentriert,

sozusagen im Tunnel. Was dann

folgt, „ist genaugenommen einfach

nur irre“. Das gilt bereits für

die Qualifikationsläufe, die beim

Eisrennen immer einzeln und auf

Zeit gefahren werden – die vier bis

sechs schnellsten aus zwei oder

drei Quali-Läufen kommen letztlich

ins Finale. Das wiederum wird

im Massenstart ausgetragen, was

nochmals wesentlich spektakulärer

und gefährlicher ist.

Spezialreifen mit

32-Millimeter-Spikes

Damit Motorräder auf Eis halten,

sind die Reifen mit Spikes versehen.

„Die mehr oder weniger

in den Reifen eingegossen werden“,

sagt Roland Lepnik, der

seine „Nägel“ seit Jahren selbst

herstellt. Kürzlich verbrachte er

wieder 38 Stunden an einer Drehbank.

Grundsätzlich erlaubt sind –

je nach Klasse – zehn und 32 Millimeter

lange Spikes aus Stahl.

Wie viele die jeweiligen Fahrer in

welcher Position platzieren, bleibt

dagegen jedem selbst überlassen.

Heißt: Die Herstellung der

Spezialreifen ist die halbe Miete

des Erfolges und im Grunde eine

Wissenschaft für sich, die Roland

Lepnik aufgrund seiner immensen

Erfahrung natürlich beherrscht

wie kaum ein Zweiter. „Entscheidend

sind vor allem die Nägel,

die schräg zur Seite platziert

sind.“ Eisrennbahnen sind – wie

400-Meter-Strecken in Leichtathletik-Stadien

– ellipsenförmig

angelegt. Gefahren wird immer

gegen den Uhrzeigersinn – und

immer Vollgas. Durch die Nägel,

die sich in das Eis hineinfressen,

ist der Energieverlust sehr gering.

„Oft ist es so, dass wir nach

dem Startsignal die komplette

erste Gerade im Wheelie fahren.“

Lepnik ist bekannt dafür, bis unmittelbar

vor der Kurve maximale

Geschwindigkeit aufzubauen, um

dann mittels anbremsen die Kurve

in extremen Schräglagen auf dem

sprichwörtlich „letzten Zacken“

zu nehmen. Die meisten anderen

Fahrer bremsen nicht an, sondern

gehen frühzeitiger vom Gas, sind

dadurch etwas langsamer und

entgegen des „Oldies“ nicht die

ersten in der Kurve. Taktik sei neben

Mut, Fahrtechnik und Fitness

nicht weniger wichtig als perfekt

abgestimmte Reifen. Es gibt auch

Rennen, in denen die jungen Wilden

den Seriensieger die ersten

zwei Runden leicht abhängen.

Doch dann tritt meistens folgendes

ein: „Ab Runde drei, oder vier

geht den Burschen die Kraft aus.“

Während die Youngster regelrecht

einbrechen, zieht Lepnik auf der

Zielgeraden noch an ihnen vorbei,

holt sich den Sieg.

Eisrennen in Steingaden

am 13. Januar

Im Sommer spielt Roland Lepnik

Fußball in der Stöttener Altherrenmannschaft.

Im Winter, sofern kein

Training oder IAAP-Rennwochenende

ansteht, spielt er Eishockey.

Das hält mich fit und ist die Basis

für den Erfolg.“ Beim Eisrennen-

Fahren wirken derart hohe Kräfte,

„dass zwei Runden fast so anstrengend

sind wie 90 Minuten

Fußball“. Kein Wunder, dass jungen,

unerfahrenen Athleten gegen

Rennende die Kraft ausgeht. „Für

Außenstehende mag das schwer

vorstellbar sein, aber es ist wirklich

extrem kräfteraubend.“ Vollends

nachvollziehen können dass

seine Söhne Patrick und Christian,

die selbst im Eisrennen regelmäßig

gegen ihren Vater antreten

und häufig dessen schärfste Konkurrenten

sind. „Letztlich zieht

unsere komplette Familie, Tochter

Tanja fährt im Kart, seit Jahren an

einem Strang.“ Die Lepniks haben

sogar ein eigenes Rennteam.

„Mit allem, was dazugehört.“ Das

gelb-schwarze Fahrerzelt erstmals

im Jahr 2019 aufgeschlagen wird

„hoffentlich“ in Steingaden. Dort

startet am 13. Januar der IAAP –

sofern das Wetter mitspielt – in

seine 33. Saison. Favorit auf den

Sieg: Roland Lepnik.

js

Ziehen alle an einem Strang: Roland Lepnik (2.v.r.) mit Ehefrau und Kindern,

die allesamt fürs familieneigene Team starten.






januar / februar 2019 | 77


POLIER SEPP

Hinter den Kulissen von M.Haseitl „Aufmaß“

Mit dem Aufmaß ermitteln wir unsere Bauleistung. Gemeinsam mit dem Bauherren schreiben wir alles auf. So erhalten wir

die Basis für unsere Abrechnung. Unsere Spezialisten auf der Baustelle und im Büro stellen sicher, dass alles exakt stimmt.

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78 | altlandkreis

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iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Mit Powerfrau Andrea Jochner-Weiß ins neue Jahr

„Ich lasse mich 2020

wieder aufstellen“

Zirbenbetten



Weilheim-Schongau | Seit 1. Mai

2014 ist Andrea Jochner-Weiß

Landrätin für Weilheim-Schongau.

Zum Start ins neue Jahr haben wir

die Powerfrau aus Wilzhofen für

unser Schwestermagazin „tassilo“

auf die Rote Couch gebeten – und

dabei jede Menge Interessantes

aus ihrem Berufs- und Privatleben

erfahren. Einige Auszüge aus dem

sehr umfangreichen Interview,

vollständig nachzulesen unter

anderem auch online unter www.

tassilo.de, haben wir für Sie, liebe

Leser, zusammengetragen:

Frau Jochner-Weiß, warum ACDC

und nicht die Wielenbacher Musikanten?

(lacht laut) Das stimmt so nicht

ganz. ACDC und die Wielenbacher

Musikanten muss es natürlich

heißen. Ich bin tatsächlich großer

ACDC-Fan und würde viel geben,

sie ein zweites Mal live zu sehen.

Allein der Auftritt von Angus

Young vor vier Jahren im Münchner

Olympiastadion war der absolute

Hammer. Aber: Ich bin ein

ebenso großer Fan der Blasmusik.

Gerade in den Sommermonaten

mit den vielen Umzügen und Festen

ist sie aus meinem Leben nicht

wegzudenken. Tradition und Blasmusik

sind letztendlich auch ein

starkes Markenzeichen unserer

Heimat. Ich bin unheimlich stolz

auf die vielen Blaskapellen in unserer

Region.

Andrea Jochner-Weiß im Gespräch mit Johannes Schelle.

Zur Landrätin gewählt wurden Sie

im März 2014, setzten sich mit satten

68 Prozent in der Stichwahl gegen

Vorgänger Dr. Friedrich Zeller

durch. Hatten Sie damit gerechnet?

Dass ich mit Herrn Zeller in die

Stichwahl komme, war im Vorfeld

durchaus abzusehen. Allerdings

hatte ich am Tag der Stichwahl

kein gutes Gefühl und war mir fast

sicher, dass es nicht reichen wird.

Ich weiß noch ganz genau, dass

ich mich an diesem Wahlabend vor

Bekanntgabe des Ergebnisses am

liebsten verkrochen hätte. Als dann

das überwältigende Resultat abzusehen

war, sind die Emotionen in

Form von Tränen mit mir durchgegangen

– aus Freude, Glück und

Überwältigung.

Inzwischen sind Sie knapp fünf Jahre

als Landrätin für den Landkreis

Weilheim-Schongau im Amt. Die

größten Projekte während Ihrer

bisherigen Laufzeit?

In diesen fünf Jahren konnten bereits

viele Projekte realisiert oder

zumindest angegangen werden,

wobei mit den Planungen der

meisten Vorhaben bereits vor Beginn

meiner Amtszeit begonnen

wurde. Dazu zählen unter anderem

die Erweiterung und Sanierung

der Pfaffenwinkel-Realschule

in Schongau und der Zentralbau

am Weilheimer Gymnasium.

Großprojekte, die aktuell am Laufen

sind?

Der Neubau der gewerblichtechnischen

Berufsschule in Weilheim,

das mit Abstand größte

Projekt, das der Landkreis jemals

gestemmt hat und uns voraussichtlich

70 Millionen Euro kosten

wird. Die erste große Ausschreibung,

die der Baumeisterarbeiten,

ist leider nicht so gelaufen,

wie wir es uns vorgestellt haben.

Sie lag mehr als 30 Prozent über

der Kostenberechnung. Nicht zu

vergessen ist die derzeit laufende

Sanierung des Weilheimer Krankenhauses.

Außerdem versuchen

wir jährlich für rund zwei Millionen

Euro Kreisstraßen zu sanieren.

Was ist Ihnen ein lästiger Dorn im

Auge?

Dass unser System im öffentlichen

Dienst zu langsam und schwerfällig

ist. Man hat eine Idee, möchte

sie umsetzen, und es zieht sich

fürchterlich in die Länge. Allen

voran aufgrund des Bürokratie-

Wahnsinns.

Hilft an dieser Stelle der persönliche

Rat von Herrn Söder?

(grinst) Unseren Ministerpräsidenten

belästige ich natürlich nicht

mit Kleinigkeiten. Den nehme ich

nur zur Hilfe, wenn es um große

und vor allem wichtige Anliegen

geht. Zum Beispiel beim Thema

Oberzentrum und aktuell zur

künstlichen Intelligenz.

Wie oft „WhatsAppn“ Sie?

WhatsAppn mit dem Ministerpräsidenten

gehört natürlich nicht

zu meinen alltäglichen Aufgaben.

Allerdings genieße ich es schon,

einen direkten Draht zu Herrn Dr.

Söder zu haben. Bei jeder Anfrage

bekomme ich unverzüglich eine

Antwort, manchmal WhatsAppn

wir bis tief in die Nacht.

2020 sind wieder Kommunalwahlen.

Lassen Sie sich erneut aufstellen

als Landrätin?

Ja, ich lasse mich wieder aufstellen.

Erstens, weil sechs Jahre

schlichtweg zu wenig sind, um

wirklich viel umsetzen zu können.

Und zweitens, weil mir die Zukunft

unseres Landkreis Weilheim-

Schongau mit seinen Bürgerinnen

und Bürgern sehr wichtig ist. js

januar / februar 2019 | 79



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Stadtwerke organisieren Zipflbobrennen

Rodelgaudi am

Weilheimer Gögerl

Weilheim | Schlittenfahren ist

Volkssport. Zipflbob-Fahren eine

spezielle Form davon, die jede

Menge Gaudi für Alt und Jung

verspricht. Das dachten sich auch

die Mitglieder des Weilheimer

Organisationsteams namens

FUBSI, bekannt für Freizeit- und

Breitensportinitiativen. Ihr Vorhaben

diesmal: Ein Zipflbobrennen

am Gögerl, an dem wirklich

jeder kostenlos teilnehmen darf.

Es soll stattfinden an Dreikönigstag,

also am Sonntag, 6. Januar,

um 13 Uhr. Aufgeteilt werden

die Starter, Männlein und Weiblein

getrennt, in folgende drei

Klassen: Kinder im Alter zwischen

vier und zwölf Jahren, Jugendliche

zwischen 13 und 17 Jahren sowie

Erwachsene ab 18 Jahren. Für das

Rennen selbst sind ausschließlich

Zipflbobs zugelassen. Wer einen

solchen Bob nicht besitzt? Kein

Problem. Für günstige 25 Euro

können Zipflbobs vor Ort und direkt

vor dem Start gekauft werden.

Zumindest so lange der Vorrat

reicht. Verkauft werden die insgesamt

50 Bobs von Mitarbeitern

der mitorganisierenden Stadtwerke

Weilheim, die den Gesamterlös

aus den Bobs von bis zu 1 250

Euro an eine soziale Einrichtung

spenden werden. Bei den Bobs

handelt es sich übrigens um den

originalen Zipflbob, auch mini-

Bob genannt, der 48 Zentimeter

lang, 30 Zentimeter breit und 1,6

Kilogramm schwer ist. Und dessen

Firmensitz sich in Tutzing am

Starnberger See befindet. Dort

lebt mit Siegmund

Loeger

nämlich auch

der aus Österreich stammende

Erfinder und Hersteller des kultigen

Bobs („altlandkreis“ berichtete

darüber vor exakt einem Jahr ausführlich

– online nachzulesen in

Ausgabe 45).

Kunstschnee mittels

Schneilanze?

Doch kann dieses Rennen überhaupt

stattfinden? Weilheim ist

ohnehin nicht als Schneeloch bekannt,

obendrein waren die vergangenen

Winter bis Ende Dezember

und Anfang Januar ziemlich

mild. Sollte kein Schnee liegen,

das Thermometer trotzdem null

Grad oder gar Minusgrade anzeigen,

produzieren die Weilheimer

Stadtwerke einfach eigenhändig

80 | altlandkreis


Schnee. Hintergrund: Stadtwerke-Leiter

Peter Müller war zuvor

beruflich in Oberstdorf aktiv und

hatte zu dieser Zeit viel mit Beschneiungsanlagen

zu tun. Sein

Interesse an solchen Anlagen hat

er bis heute nicht verloren und

vor rund einem Jahr bei einem

günstigen Gebraucht-Angebot privat

zugeschlagen. „Man weiß ja

nie, für was die mal gut sein soll“,

dachte er sich damals. Nun könnte

seine Schneilanze, so die offizielle

Bezeichnung, bald zum Einsatz

kommen. „Auf dem Gögerl befindet

sich der Hochbehälter der

Weilheimer Wasserversorgung“,

sagt Peter Müller. Heißt: Sowohl

reichlich Wasser als auch ausreichend

Strom ist auf dem Gögerl

Für alle Teilnehmer:

Beim ersten Weilheimer

Zipflbob-Rennen am Gögerl

gilt Helmpflicht!

vorhanden. Verteilt werden würde

der Kunstschnee dann manuell,

ehe er final von fleißigen Helfern

mittels an die Füße geschnallter

Skiern zu einer vernünftigen Piste

festgetreten wird – so wurden Pisten

vor der Erfindung der Pistenraupen

auch in großen Skigebieten

präpariert.

An den Berg eingeladen sind

selbstverständlich auch Nicht-

Zipflbob-Fahrer. Denn nach dem

offiziellen Rennen ist der westseitige

Hang frei für Rodelgaudi aller

Art, und zwar bis in die Abendstunden

hinein. „Da dürfen gerne

auch Ski- und Snowboardfahrer

ihr Können zeigen“, sagt Peter

Müller, der mit seinen Mitarbeitern

nicht nur Zifplbobs verkauft

und eventuell Kunstschnee produziert,

sondern am Tag der Veranstaltung

auch literweise Tee für

Teilnehmer und Besucher kocht.

„Damit definitiv keiner friert.“

Helmpflicht für

Rennfahrer

Apropos Kälteschutz: Den bietet

auch ein Helm, der für alle

Teilnehmer am Zipflbob-Rennen

Pflicht ist. Anmeldungen fürs

Rennen werden ab sofort online

unter www.sog-events.de, direkt

bei den Stadtwerken (Stadtwerkestraße

1), in der Oberen Stadt 6

oder – für Kurzentschlossene – im

Zielbereich des Gögerls zwischen

10 und 12 am Tag des Gaudiwettkampfes

entgegengenommen. js

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januar / februar 2019 | 81


Gemeinde feiert Jubiläum mit Festwoche im Juni

Peißenberg –

ein Jahrhundert Markt

Peißenberg | „Hier geh‘ ich nicht

mehr weg“, soll Christine Marksteiner

vor knapp zehn Jahren

gesagt haben, als ihr zuvor Peißenbergs

Marktarchivar Max Biller

erstmals das Marktarchiv, damals

noch im zweiten Stock des Rathauses,

gezeigt hatte. Stöbern in der

Heimatgeschichte, alte Dokumente

aufbereiten und dadurch neue,

spannende Dinge entdecken – das

ist die Leidenschaft von Christine

Marksteiner. Seit April ist sie neue

Marktarchivarin in Peißenberg,

nachdem Max Biller am 24. April

2018 verstorben ist. Unvergessen,

wie dieser sich mit Leidenschaft

und Hingabe dem Aufbau und der

stetigen Erweiterung des Archivs

widmete und so seine Heimatverbundenheit

zum Ausdruck brachte.

Ihm zu Ehren wurde im September

in einem Festakt das Gebäude, in

welchem das Marktarchiv mittlerweile

untergebracht ist, in „Max-

Biller-Haus“ umbenannt. Rund

anderthalb Jahre war Marksteiner

bereits Billers Stellvertreterin und

versucht nun, das Archiv im Sinne

ihres Vorgängers weiterzuführen.

Jetzt, passend zum 100-jährigen

Marktjubiläum Peißenbergs, häufen

sich auch Anfragen an Christine

Marksteiner zur Historie der

Gemeinde. Und sie hat einiges zu

erzählen, kann schier undendlich

viele Passagen der Peißenberger

Geschichte zum Besten geben –

ohne auch nur einen Satz nachzulesen.

Etwa wie die Schweden

während des Dreißigjährigen Krieges

auch in Peißenberg wüteten,

„und gleich mal den Pfarrer und

weitere Geiseln einkassiert haben“.

Dem Pfarrer zu Ehren gibt

es im Übrigen heute den Faberweg

im Peißenberger Ortsgebiet.

Der industrielle Aufschwung begann

in der Region bekanntlich

82 | altlandkreis


mit dem Bergbau, am 8. März

1837 wurde das hiesige Bergwerk

in Betrieb genommen, im März

1971 geschlossen. Während dieser

134 Jahre prägte der Bergbau das

Leben in Peißenberg und auch in

vielen Dörfern außenherum.

Schlägel, Eisen und

drei Bienen

Nach dem Ersten Weltkrieg, 1919,

wurde Peißenberg als Markt mit

städtischer Verfassung anerkannt,

bekam zudem sein Wappen verliehen.

Es besteht aus gekreuztem

Schlägel und Eisen mit goldenem

Stiel, Werkzeuge, die früher im

Bergbau verwendet wurden und

die Bergwerkstradition repräsentieren.

Außerdem zeigt es drei

goldene Bienen, die auf die einst

im Gemeindegebiet sehr verbreitete

Bienenzucht hinweisen. Außerdem

sollen sie den Fleiß der

Bergmänner und der Bevölkerung

symbolisieren. Das Wappen hat

einen schwarzen Hintergrund, er

steht für die Pechkohle und ihre

hohe Bedeutung für die Entwicklung

der Gemeinde in der Vergangenheit.

Damals war – wie bei

vielen anderen Gemeinden auch –

das Peißenberger Wappen mit

einer Mauerkrone geschmückt.

Diese musste allerdings gelöscht

werden, weil das fortan nur noch

Gemeinden mit eigener Burg gestattet

war. „Unsere zwei Burgen

wurden 1388 von den Weilheimern

weggeputzt“, sagt Christine

Marksteiner. Heute zeugt nur

mehr die Kapelle St. Georg, die

besichtigt werden kann, von der

Stelle der Burg „Bisenperc der

Grafen von Seefeld“. „Auch heute

noch werden an Ort und Stelle alte

Scherben von der Burg gefunden“,

berichtet Marksteiner von so manchem

Hobby-Paläontologen. „Es

ist schön, wenn sich die Leute für

Geschichte interessieren.“

Allerhand Prominenz

in Peißenberg

Der Markt

Peißenberg in

alten Ansichten.

Laut Christine Marksteiner haben

des Öfteren berühmte Persönlichkeiten

in Peißenberg Station

gemacht. Allen voran in Bad Sulz,

eine damalige Heilquelle mit Kurbetrieb.

Verschiedene Adelige, unter

anderem aus dem Hause der

Wittelsbacher, sollen dort gewesen

sein, ebenso wie eine russische

Zarin. Auch Kaiserin Sissi, die

ja bekanntermaßen aus Possenhofen

stammte, war Gast in Bad

Sulz. Zudem soll die Karriere des

berühmten Malers Carl Spitzweg

in Bad Sulz ihren Ursprung haben.

Er war eigentlich Apotheker, brach

1833 diese Laufbahn allerdings

ab. Während eines Kuraufenthalts

in Bad Sulz nach einer Typhuserkrankung

fasste er den Entschluss,

sich hauptberuflich der Malerei zu

widmen. Darüber hinaus ist Matthäus

Günther, Maler der Barockund

Rokoko-Zeit, in Peißenberg

geboren. In der kleinen Kapelle in

Tritschenkreut befindet sich noch

heute die Kopie eines Marienjanuar

/ februar 2019 | 83


ildes, welches ihm zugeschrieben

wird.

Nachdem der Bergbau in Peißenberg

Anfang der 1970er-Jahre

endete, „war es für die Bergleute

natürlich nicht einfach“, blickt

Christine Marksteiner zurück. Einige

verließen die Region, zogen

in Gegenden, wo weiterhin aktive

Bergwerke waren oder schlossen

sich den mittlerweile in Peißenberg

angesiedelten Unternehmen

an.

„Für die schlechten

Zeiten gut genug“

Glück Auf: Der Bergbau hat die Peißenberger Historie geprägt.

1920 begann Fritz Beyerlein mit

der Erstellung einer Chronik.

Während des Zweiten Weltkrieges

hatte er gar ein Kriegstagebuch

geführt, notierte darin jeden einzelnen

Alarm inklusive Uhrzeit

und Dauer. Darin enthalten: Ein

Bombenabwurf im Gebiet der

Marktgemeinde im Februar 1945,

bei dem vier Menschen ums Leben

kamen. Bis zu seinem Tod im Jahr

1954 hatte Bayerlein nahezu alles,

was in der Gemeinde stattfand, zu

Papier gebracht. Nach dem Zweiten

Weltkrieg wurde er von den

Amerikanern sogar als kommissarischer

Bürgermeister eingesetzt.

Bei der ersten demokratischen

Wahl nach dem Krieg rund ein

Jahr später, wurde er jedoch nicht

mehr wiedergewählt, nachdem

sich langsam die Parteien gebildet

hatten. „Für die schlechten Zeiten

war ich gut genug“, hat er diesbezüglich

aufgeschrieben. Beyerlein

war enttäuscht und überlegte,

in seine fränkische Heimat nach

Ansbach zurückzukehren, konnte

allerdings überredet werden, in

Peißenberg zu bleiben und wieder

die Geschäftsstelle zu leiten.

Das Heimatlexikon, von Max Biller

später federführend verfasst, baut

im Wesentlichen auf den Zeilen

Beyerleins auf.

„Jede Gemeinde ist verpflichtet,

ein Ortsarchiv zu führen“, erklärt

Christine Marksteiner und ergänzt:

„Wie dieses im Detail aussieht,

ist jedem Ort selbst überlassen.“

Wichtig ist es in jedem Fall,

schließlich „werden die Zeitzeugen

immer weniger“. Als Beispiel

führt Marksteiner die Flüchtlingsthematik

an. „Damals, nach

dem Zweiten Weltkrieg, herrschten

Zustände, die man sich heute

gar nicht mehr vorstellen kann.

Erst hinterher fragten sich die Leute,

wie sie das eigentlich geschafft

hatten“, spricht die Marktarchivarin

davon, dass Geflüchtete und

Vertriebene einfach in Unterkünfte

einquartiert wurden. „Da wurde

nicht lange gefragt.“ 2019 feiert

Peißenberg also sein 100-jähriges

Markt-Jubiläum, worauf sich

Christine Marksteiner besonders

freut, schließlich berichtet sie

immer noch begeistert von der

75-Jahr-Feier.

Anderthalb Wochen

im Juni

Ähnlich schön – und sogar noch

ein wenig größer – soll es im Juni

werden, wenn rund anderthalb

Wochen „ein Jahrhundert Peißenberg“

zelebriert wird. Los gehen

die Festivitäten am Mittwoch, 19.

Juni, um 19 Uhr mit Blasmusik von

den „Musikatzen“ im Festzelt auf

dem Festplatz an der Moosleite.

„Wir haben die Aktionen rund

um das Gaufest der Oberländer

Trachtenvereinigung, das dieses

Der Knappenverein Peißenberg. Die Peißenberger Schäffler bei ihrem Tanz im Jahr 2014.

84 | altlandkreis


Ein Haus – benannt zu Ehren des ehemaligen Marktarchivars Max Biller.

Jahr in Peißenberg stattfindet, geplant“,

berichtet Michael Schnitzer,

Mitarbeiter im Peißenberger

Ordnungsamt und maßgeblich in

die Planungen rund ums Jubiläum

involviert. Anfang 2017 begannen

erste Gespräche, ehe die Organisatoren

auf die Vereine zugingen,

wer, wie und wann bei den

letztlich elf Festtagen dabei sein

will. Entstanden ist ein vielfältiges

Programm, bei dem für jeden

etwas dabei sein dürfte: Etwa für

alle Boxfans am Donnerstag, 20.

Juni, wenn ab 11 Uhr Athleten der

Boxabteilung des TSV Peißenberg

in den Ring steigen. Am gleichen

Abend erfolgt der Sternmarsch

zum Rathaus gegen 17.30 Uhr mit

anschließendem Standkonzert

und Massenchor sowie offizieller,

festlicher Eröffnung der Festwoche.

Familiennachmittag, Oldtimertreffen,

Bayerischer Bergmannstag,

Politischer Abend,

Seniorennachmittag, „Da Huawa,

Da Meier und I“, Tag der Betriebe

und Vereine sowie eine Zeltparty

mit den „Lederrebellen“ folgen.

Eines der Highlights wird sicherlich

das Radio Oberland Heimathitkonzert

mit „De scho wieda“

am Freitag, 21. Juni, ab 20 Uhr.

Fast 3000 Besucher erwarten die

Organisatoren, „das Zelt wird sicher

ausverkauft sein“, prognostiziert

Michael Schnitzer. Karten

gibt es mittlerweile im Vorverkauf

direkt im Peißenberger Rathaus.

Einige Schausteller rund um das

Festzelt runden das Juni-Programm

ab. Die Planungen für die

einzelnen Veranstaltungen übernahmen

überwiegend die Vereine,

allen voran der Trachtenverein

mit Anton Höck an der Spitze, den

Schnitzer in diesem Zusammenhang

ausdrücklich lobt.

Gaufest der Oberländer

Trachtenvereinigung

Der Trachtenverein ist auch verantwortlich

für das 74. Gaufest der

Oberländer Trachtenvereinigung

am Wochenende, 29. und 30.

Juni. Am Samstag ab 19 Uhr mit

Totengedenken am Kriegerdenkmal

sowie Festabend mit feierlicher

Übergabe der Gaustandarte

und anschließendem Tanz mit

der Knappschaftskapelle. Sonntag

folgt um 10 Uhr der Festgottesdienst,

um 14 Uhr der Festzug und

ab 19 Uhr der Festausklang mit

Tanz und Musik von „BLECHpfiff“.

Das große Abschluss-Feuerwerk

ab 22.30 Uhr beschließt nicht

nur das Gaufest, sondern auch

die Festlichkeiten anlässlich der

100-Jahr-Feier. Allerdings: Auch

wenn die Planungen für das Festjahr

weitestgehend abgeschlossen

sind, „kann schon sein, dass

noch etwas kommt“, wie Michael

Schnitzer verrät. Mit dem eigens

für das Jubiläum gebraute Festbier,

Ende 2018 vorgestellt, setzt

das Kloster Reutberg eine sicherlich

genussvolle Geschmacksnote,

das eine oder andere Peißenberger

Unternehmen dürfte Schnitzers

Meinung nach gerne noch

dem Beispiel folgen: „Wir werden

bewusst mit dem Gewerbe sprechen,

ob sie noch etwas anbieten

können. Es soll ein schönes Gesamtbild

werden.“ Das erhofft sich

auch Marktarchivarin Christine

Marksteiner, die dann bestimmt

für so manch einzigartige Anekdote

aus der Peißenberger Geschichte

zu haben ist. „Ich könnte

mir nicht vorstellen, woanders

zu sein“, so ihre abschließende

Liebeserklärung an ihren fast

100-jährigen Markt.

tis

Alljährliches Highlight ist die Peißenberger Leonhardifahrt.

januar / februar 2019 | 85

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Antibakterielle Brotkistl hiesiger Schreiner

Länger frisch und

frei von Schimmel

Hohenpeißenberg / Schongau |

Die Zirbe ist in Österreich, Südtirol

und der Schweiz zuhause, wächst

in einer Höhe von 1800 bis 2300

Metern und steht damit so hoch

wie kein anderer Baum. Während

die Südtiroler Bergbauern dieses

edle Hochebenenholz aufgrund

herausragender Eigenschaften seit

vielen Jahrzehnten zu Obst- und

Brotschüsseln verarbeiten, hat die

Arbeit mit Zirbenholz auch abseits

der Dolomiten längst Einzug gehalten.

Die Wände der bekannten

Holz100-Häuser von Erwin Thoma

werden beispielsweise auf

Wunsch mit einer Zirbendecklage

versehen. Betten, Schränke, ganze

Solch geschlossene Brotkisterl aus Zirbe sorgen dafür, dass Semmeln

und Brote rund eine Woche lang frisch bleiben.

Schlafzimmereinrichtungen gibt

es inzwischen aus diesem Holz,

dem wohltuende Kräfte für uns

Menschen nicht nur nachgesagt

werden – mehrere wissenschaftliche

Studien belegen das auch.

Eine der jüngsten Studien in Sachen

Zirbenholz kommt vom Institut

für Genetik und allgemeine

Biologie der Universität Salzburg.

Deren Ergebnis: Zirbenholz hat

eine antibakterielle Wirkung. Davon

haben natürlich auch die hiesigen

Schreiner und Drechsler erfahren.

Deren Produkte: Klassische

Obst- und Nussschalen aus Zirbe.

Aber auch komplett verschließbare

Brotboxen. Die Wissenschaftler

in Salzburg haben nämlich herausgefunden,

dass Brot in einer

Zirbenholzbox wesentlich länger

frisch und somit auch länger frei

von Schimmel bleibt. Ludwig

Pröbstl aus Hohenpeißenberg sowie

Siegfried Schwarz aus Schongau

sind alte Hasen im Schreinergeschäft

und beide vorsichtig,

was neue Trends betrifft. Doch die

alltägliche Brotproblematik kennen

die beiden selbstverständlich

auch. Egal ob Bio oder konventionell,

nach wenigen Tagen wird

Brot bockhart und fängt an zu

schimmeln.

Schreiner machen

Selbstversuche

Plastikbeutel oder –boxen mit wenig

Sauerstoffgehalt können diesen

Alterungsprozess zwar etwas

hinausverzögern, doch spätestens

nach vier, fünf Tagen ist ein Brot

reif für die Biotonne. Wer allerdings

seine Backwaren im Zirben-

Brotkistl von Ludwig Pröbstl oder

Siegfried Schwarz aufbewahrt,

wird mit großem Erstaunen feststellen:

der angeschnittene Laib

ist nach einer kompletten Woche

immer noch essbar. „Obwohl wir

die Studie kennen, haben meine

Frau und ich selbst angefangen,

die antibakterielle Wirkung auszutesten“,

sagt Ludwig Pröbstl. Und

zwar mit selbstgemachtem Bauernbrot,

frei von Emulgatoren, das

in der Regel früher austrocknet

und schimmelt als die Massenbackware.

Ludwig Pröbstl hat den

frischen Laib Bauernbrot halbiert,

die eine Hälfte in eine Plastiktüte

gepackt, die andere in die wesentlich

geräumigere Zirbenholzbox.

Erstmals wieder ausgepackt hat

er die Brothälften nach zehn Tagen.

Das Resultat: Während das

Brot in der Plastiktüte bereits von

moosgrünem Schimmel befallen

war, sah das Stück aus der Zirbenholzbox

nahezu unbefallen aus.

86 | altlandkreis


Erst nach 13 Tagen eroberte der

Schimmel auch das von Zirbe umrahmte

Brot sichtbar – allerdings

nicht ansatzweise so stark wie es

beim Plastiktüten-Laib der Fall

war, der nach dieser Zeit nahezu

komplett „vergammelt“ war. Ein

ähnlich erfreuliches Testergebnis

erzielte Siegfried Schwarz, der

seinen Brotaufbewahrungs-Vergleichstest

mit einer Zirben- und

Tonbox machte. Kurzum: an den

wissenschaftlichen Ergebnissen

der Uni Salzburg gibt es definitiv

keine Zweifel.

Rasant wachsender

Markt

Inzwischen hat Ludwig Pröbstl

schon viele Brotkistl aus Zirbenholz

geschreinert. Bei ihm erhältlich

sind sie mit oder ohne seitliche

Griffausfräsungen (zum Tragen) in

verschiedenen Größen sowie stets

mit einem feingehobelten Deckel,

Knopfgriff aus Apfelbaum inklusive.

Siegfried Schwarz hat sich

spezialisiert auf Brotboxen mit

sehr schönen, verschieden eingearbeiteten

Mustern. Die Preise beginnen

grundsätzlich bei rund 100

Euro (ohne aufwändige Muster).

„Wobei wir eigentlich mehr verlangen

müssten“, sind sich Pröbstl

und Schwarz einig. Nicht nur wegen

der mehrstündigen Arbeitszeit,

die bei rund sieben Arbeitsschritten

pro Box benötigt werden.

„Sondern weil die Zirbe im Einkauf

immer teurer wird.“ Die Nachfrage

nach dem antibakteriellen Holz,

das aufgrund seiner Feinfasrigkeit

und Konsistenz (weder zu

weich noch zu trocken) auch ganz

hervorragend zu bearbeiten ist,

schießt europaweit sprichwörtlich

durch die Decke. „Der Preis ist

die vergangenen Jahre um zwei

Drittel gestiegen“, sagt Siegfried

Schwarz, der vor wenigen Jahren

für Zirbenholz rund 900 Euro pro

Kubikmeter zahlte, inzwischen

1400 Euro. Er bezieht seine Ware

aus dem österreichischen Pitztal.

Das Holz ist besonders wertvoll,

weil es vom Verkäufer natürlich

getrocknet wird, dadurch ein sehr

guter, natürlicher Luft- und Feuchtigkeitstransport

in der Brotbox

erreicht wird.“ Dies sei speziell

im Winter bei trockener Raumluft

(nur sechs bis acht Prozent Feuchtigkeit)

von Bedeutung. Empfohlen

wird darüber hinaus, die Brotbox

aus Zirbe ein, zwei Mal die Woche

mit einem leicht feuchten Lappen

auszuwischen. Dann bleiben Brot

und Semmeln in jedem Falle eine

Woche lang frisch.

js

Zur weiteren Verstärkung des Produktionsteams am Standort Peiting

suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Schweißer (m/w/d)

oder vergleichbare Facharbeiterqualifikation

Eine spannende und vielseitige Aufgabe wartet auf SIE:

• Schweißen von Bauteilen im Dünnblechbereich

(VA), Chrom-Nickel Stähle (1.4571, 1.4404),

Wurzelschweißen mit Formiergas

und Rohrleitungen

• Vorbereiten und Zusammenstellen (Heften)

von Schweißkonstruktionen gemäß

technischer Zeichnung

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Wir sind eine eigentümergeführte, mittelständische Unternehmensgruppe

mit weltweit über 1100 Mitarbeitern. Mit innovativen

Hightech-Anlagen und einem kompletten Dienstleistungsangebot

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Sterilisations- und Desinfektionstechnik.

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Durchführen von Nacharbeiten wie Richten

von Schweißkonstruktionen, Reparaturen

und Schleifarbeiten

• Bolzenschweißen (Spitzen-, Hubzündung)

bei verschiedenen Bauteilen

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Anlagenmechaniker (m/w/d) (Schweißtechnik) oder vergleichbare abgeschlossene berufliche

Qualifikation

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Herrn Hartmut Cebula, Hauptstraße 2, 92549 Stadlern / Oberpfalz, personal@mmmgroup.com

www.mmmgroup.com

MMM. Protecting human health.

Das Ergebnis nach 13 Tagen: Die linke Brothälfte wurde in eine Plastiktüte

gepackt, die rechte in eine Zirbenholzbox.

januar / februar 2019 | 87


JANUAR/


Veranstaltungskalender

1. Januar bis

28. Februar 2019

DI 01.01.

Neujahr

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Neujahrs-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

11.30 Uhr

Neujahrs-Anschießen der Böllerschützen

Auf der Gsteig

MI 02.01.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Infoabend für werdende Eltern im

Krankenhaus. Siehe Seite 26 / 27

PEITING

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. ERC Bulls

Sonthofen im Eisstadion

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

Ausstellung „Adelheid Reichsiegel

— Würdigung einer zu spät

Gekommenen“ geöffnet

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Almleben“, Lustspiel von

Lukas Bühler in 3 Akten in der

Turnhalle. VVK bei Fam. Fries von

17 bis 19 Uhr unter 08243 / 1072

DO 03.01.

FEBRUAR 201

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Eisstockschießen im Eisstadion.

Kosten: 5 €. Anm. bis einen Tag

zuvor (16 Uhr) unter 08862 / 987830

BAD BAYERSOIEN

SCHWANGAU

13.00 Uhr

20.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung — Neujahrs-Musicalgala im Schlossbrauhaus.

Siehe Anzeige rechts

Haselbachrunde (7 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info

15.30 bis 16.30 Uhr

SA 05.01.

Vorlesenachmittag in der Bücherei

LECHBRUCK

DENKLINGEN

10.00 Uhr

20.00 Uhr

Snooker-Neujahrsturnier im

Theater „Almleben“, Lustspiel von Snookerraum

Lukas Bühler in 3 Akten in der

Turnhalle. VVK bei Fam. Fries von KINSAU

17 bis 19 Uhr unter 08243 / 1072

20.00 Uhr

Preisschafkopfen der CSU-Ortsvereine

Kinsau und Apfeldorf in der

FR 04.01.

Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“

mit der Ratschkatl und Fackeln.

Treffpunkt am Rathaus. Anmeldung

bis 12 Uhr bei der Tourist-Info

(08862 / 987830)

18.00 Uhr

Lawinenkurs im Gasthof Holler.

Anmeldung unter 08862 / 987226

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Neujahrskonzert der Blaskapelle

im Dorfstadl

REICHLING

16.00 Uhr

Skjöring am MSC-Gelände. Ausweichtermine:

die folgenden Freitage

DENKLINGEN

20.00 Uhr

Theater „Almleben“, Lustspiel von

Lukas Bühler in 3 Akten in der

Turnhalle. VVK bei Fam. Fries von

17 bis 19 Uhr unter 08243 / 1072

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „bei mir“ von Werner

Schmidbauer in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige Seite 84

SCHONGAU

SO 06.01.

Heilige Drei Könige

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Weitere Infos unter www.schongaumammuts.de.

Die zweite Gruppe

startet um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

17.00 Uhr

Neujahrskonzert mit Ausschnitten

aus Operetten und Musicals bis

zu Evergreens aus den 20er- und

30er-Jahren im Ballenhaus. Siehe

Seite 23

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. EV Lindau

Islanders im Eisstadion

HOHENPEISSENBERG

16.00 Uhr

Traditionelles Dreikönigssingen

mit dem Deutenhauser Viergsang

in der Wallfahrtskirche. Texte von

Kreisheimatpfleger Klaus Gast.

Eintritt frei

WIES

16.00 Uhr

Weihnachtliches unter dem Titel

„Singet Alleluja“ in der Wieskirche.

Spenden erbeten, Siehe S. 67

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus mit

Ausstellung „Adelheid Reichsiegel

— Würdigung einer zu spät

Gekommenen“ geöffnet

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Frisch aufgspuit

mit dem Ammertal Duo“ im

Landhotel zum Metzgerwirt

KINSAU

20.00 Uhr

Stammtisch des Bauernverbandes

im Schützenheim

PEISSENBERG

10.30 Uhr

Irischer Frühschoppen mit der

„Rowan Tree Hill-Band“ in der

Tiefstollenhalle. Siehe Anzeige

Seite 84

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Fr, 25. Januar 16.00 bis 20.00 Uhr

Peiting, Lentner-Grundschule

januar / februar 2019 | 89

Frohe Weihnachten

und einen guten

Rutsch ins neue

Jahr wünscht

Euch das Team vom

Schlossbrauhaus

04.01., 20 Uhr

Neujahrs-Musicalgala

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


MO 07.01.

PEITING

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder ab 4

Jahren in der Bücherei

WILDSTEIG

13.00 bis 17.00 Uhr

Pralinen-Workshop im Café Peramarta.

Kosten: 89 €. Siehe S. 60 / 61

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

DI 08.01.

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Graswang, winterlicher Schlosspark

Linderhof (6 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info

MI 09.01.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im

Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

PEITING

DO 10.01.

J

19.00 Uhr

Neujahrsempfang der CSU mit

90 | der altlandkreis

Angelika Niebler im Sparkassen-

Saal. Eintritt frei, siehe Anzeige

links

19.30 Uhr

Live-Dia-Show „Karibischer

Cocktail: Die ABC-Inseln und ein

Schuss Kuba“ von Harald Mielke

in der ehemaligen Mädchenschule.

Eintritt: 7 €. Siehe Seite 68 / 69

ALTENSTADT

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Moorduo Bad Bayersoien — Bad

Kohlgrub (8 km). Treffpunkt bei

der Tourist-Info

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem

Thema „Das Jahr 2019 liegt vor

uns wie ein offenes Buch“ im

Pfarrheim St. Barbara. Eintritt frei

FR 11.01.

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Kinderkino in der Lechhalle.

Eintritt: 6 €

SA 12.01.

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadl

REICHLING

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthaus Mitschke

SO 13.01.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet

um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

PEITING

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Decker-Halle

13.30 Uhr

Kanapee-Schlittenrennen am

Schnaidberg. Anlieferung der

Schlitten bis 12.30 Uhr. Teilnahmegebühr:

10 Euro. Anmeldung unter

0177 / 3073872. Ausweichtermine:

3.2 und 24.2. Siehe Seite 22

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Winterzauber-Brunch im Hotel

Auf der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

STEINGADEN

11.00 Uhr

IAAP-Eisrennen um den Zugspitzpokal

am MSC-Gelände. Bei

passender Witterung. Siehe S. 76 / 77

BAD BAYERSOIEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadl

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Zünftige Ziachmusi

mit der Blechziach-Musi“ im

Parkhotel. Eintritt frei

MO 14.01.

BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Feuerwehrhaus


DI 15.01.

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ in der Bücherei

WIES

20.00 Uhr

Abendveranstaltung „Menschen,

die bewegen“ in der Landvolkshochschule

Wies

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Schönberg — Sonnleiten Rundweg

(8 km). Treffpunkt bei der Tourist-

Info

MI 16.01.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Hoagarten im Flößermuseum.

Eintritt frei

ROTTENBUCH

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Mehrzweckraum der

Schule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

KINSAU

14.00 Uhr

Austraglerkaffee in der Mehrzweckhalle

DO 17.01.

WILDSTEIG

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Sportheim

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Rund um Bad Bayersoien (6 km).

Treffpunkt bei der Tourist-Info

FR 18.01.

SCHONGAU

15.00 bis 18.00 uhr

Secondhand-Faschingskleidermarkt

der „aktion hoffnung“ und

des kath. Frauenbundes im Jakob-

Pfeiffer-Haus. Siehe Seite 23

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Haus der Vereine

SA 19.01.

PEITING

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthof Keppeler

BURGGEN

20.00 Uhr

Watt-Turnier im Sportheim

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Königsproklamation mit anschließendem

Schützenball im

Schützenheim

STEINGADEN

10.00 bis 13.00 Uhr

Secondhand-Faschingskleidermarkt

der „aktion hoffnung“ und

des kath. Frauenbundes in der

Aula der Grundschule. Siehe S. 23

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Kabarett „Stubenrein“ mit Alexandra

Stiglmeier im Kunstcafé am

Tor. VVK im Kunstcafé

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Baltasound“ von Martin

Kälberer in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige auf Seite 84

Einlagen – Schuhreparatur – Schuhe

Flip-Flop nach Maß


Benjamin Schwarz




WEILHEIM

13.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 66

SO 20.01.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet

um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

STEINGADEN

11.00 Uhr

Skijöring — Zugspitzrunde am

MSC-Gelände. Bei entsprechender

Witterung. Siehe Seite 76 / 77

BAD BAYERSOIEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Echte Volksmusik

mit der Kirchwegmusi“ im

Landhotel zum Metzgerwirt.

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 66

DI 22.01.

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Oberammergau — Weidmoos —

Ettal. Treffp. bei der Tourist-Info

MI 23.01.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

DO 24.01.

LECHBRUCK

16.00 Uhr

Puppentheater „Rabe Socke“ für

Kinder in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Rund um Bad Bayersoien Schneeschuhtour

(6 km). Treffpunkt bei

der Tourist-Info

FR 25.01.

SCHONGAU

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair-Café im Haus4you

PEITING

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lentner-

Grundschule

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Benefizkonzert für die Krebs-

Selbsthilfegruppe Schongau

mit „Hans Well & Wellbappn“

im Haus der Vereine. Eintritt:

19 € (VVK)/ 20 € (AK). VVK unter

08805 / 735 oder info@krebs-shgschongau.de

STEINGADEN

19.30 Uhr

Sportlerball im Zimmerstadel. Ab

16 Jahre (Ausweiskontrolle). Bis 21

Uhr: 3 €. Ab 21 Uhr: 5 €

ROTT

20.00 Uhr

Theater im Pfarrheim

SA 26.01.

PEITING

20.00 Uhr

Konzert von „In-Voice“ in der

Schloßberghalle. VVK bei der

Tourist-Info unter 08861 / 59961.

Siehe Seite 67

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Schützenball mit Königsproklamation

in der Gaststätte am

Campingplatz

BÖBING

20.00 Uhr

Schützenball im Gasthof Haslacher

REICHLING

20.00 Uhr

Schützenball der Schützengesellschaft

Ludenhausen im Gasthaus

Mitschke

ROTT

20.00 Uhr

Theater im Pfarrheim

januar / februar 2019 | 91


SO 27.01.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet

um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Kosten: 3,50 €. Weitere Infos unter

www.ec-peiting.de

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Schlemmer-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

BAD BAYERSOIEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Frisch aufgspuit

mit der Pföderl Musi“ im

Parkhotel. Eintritt frei

LUDENHAUSEN

19.00 Uhr

Konzert „Jetzt auf gestern“ von

Michael Fitz im Happerger. Eintritt:

19 € (VVK)/ 21 € (AK). Infos unter

www.happerger.com

ROTT

19.00 Uhr

Theater im Pfarrheim

MO 28.01.

WILDSTEIG

14.00 bis 17.00 Uhr

Torten-Workshop im Café Peramarta.

Kosten: 69 €. Siehe Seite

60 / 61

DI 29.01.

PEITING

19.00 Uhr

Einführungskurs für ehrenamtliche

Betreuer und Interessierte

mit dem Lebensbeistand e.V. im

Seniorenzentrum der AWO.

Anmeldung unter 08861 / 2533-0

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Unterammergau an der Ammer

entlang nach Oberammergau (7

km). Treffpunkt bei der Tourist-

Info

MI 30.01.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

BÖBING

14.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ in der Schule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 18.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

DO 31.01.

SCHWABBRUCK

19.00 Uhr

5. Heimat-Stammtisch mit Unterhaltung

und besonderem Bier

vom Fass beim Schäferwirt

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Altenau — Kochelfilz (7 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ in der Schule

FR 01.02.

ROTT

20.00 Uhr

Theater im Pfarrheim

SA 02.02.

INGENRIED

20.00 Uhr

Sportlerball in der Mehrzweckhalle

ROTT

20.00 Uhr

J

Theater im Pfarrheim

EPFACH

20.00 Uhr

Sportlerball im Haus der Vereine

SO 03.02.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet

um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

PEITING

13.30 Uhr

Ausweichtermin des Kanapee-

Schlittenrennens am Schnaidberg.

Anlieferung der Schlitten bis 12.30

Uhr. Teilnahmegebühr: 10 Euro.

Anmeldung unter 0177 / 3073872.

Weiterer Ausweichtermin: 3.2.

Siehe Seite 22

BURGGEN

13.00 Uhr

Kinderfasching in der Turnhalle

BAD BAYERSOIEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „A modernes

Gsangl mit Mantel & Mantel“ im

Landhotel zum Metzgerwirt

ROTT

19.00 Uhr

Theater im Pfarrheim

KINSAU

20.00 Uhr

Stammtisch des Bauernverbandes

im Schützenheim

MO 04.02.

PEITING

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder ab 4

Jahren in der Bücherei

BURGGEN

20.00 Uhr

Reservistenball in der Turnhalle

WILDSTEIG

13.00 bis 17.00 Uhr

Pralinen-Workshop im Café

Peramarta. Kosten: 89 €. Siehe

Seite 60 / 61

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

DI 05.02.

WILDSTEIG

9.00 bis 12.30 Uhr

Workshop „Kerzen zur Kommunion

/ Taufe“ im Café Peramarta.

Kosten: 55 €. Siehe Seite 60 / 61

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Rund um die Wies (7 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info

MI 06.02.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Infoabend für werdende Eltern im

Krankenhaus. Siehe Seite 26 / 27

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

WIES

20.00 Uhr

Abendveranstaltung „Menschen,

die bewegen“ in der Landvolkshochschule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

92 | der altlandkreis


PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Mama Mia Bavaria“ mit

Luise Kinsehr in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige auf Seite 84

DO 07.02.

ALTENSTADT

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Moorduo Bad Bayersoien — Bad

Kohlgrub Schneeschuhtour (8 km).

Treffpunkt bei der Tourist-Info

MINDELHEIM

19.00 Uhr

Infoabend „Ausbildung zum/zur

staatlich geprüften Maschinenbautechniker/in“

in der Technikerschule.

Siehe Anzeige Seite 59

SA 09.02.

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Faschingskränzle des Frauenbundes

in der Mehrzweckhalle

KINSAU

20.00 Uhr

Ball der Vereine in der Mehrzweckhalle

www.boeglmueller.com

PEISSENBERG

15.00 und 16.30 Uhr

Dr. Döblingers geschmackvolles

Kasperltheater „Kasperl und der

Räuber oder Polizisten küsst man

nicht“ in der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos siehe Anzeige auf

Seite 84

SO 10.02.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet

um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

PEITING

9.00 bis 10.20 Uhr

Eislaufschule im Eisstadion.

Kosten: 3,50 €. Weitere Infos unter

www.ec-peiting.de

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Decker-Halle

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

Genießer-Brunch im Hotel Auf

der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

BAD BAYERSOIEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Echte Volksmusik

mit der Kirchwegmusi“ im

Parkhotel. Eintritt frei

LUDENHAUSEN

19.00 Uhr

Kabarett „Drei Kritische — Treffen

der Generationen“ im Happerger.

Eintritt: 16 € (VVK)/ 18 € (AK). Infos

unter www.happerger.com

MO 11.02.

BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Feuerwehrhaus

DI 12.02.

SCHONGAU

14.00 Uhr

Faschingskränzchen vom katholischen

Frauenbund und Mütterkreis

im Jakob-Pfeiffer-Haus

PEITING

19.00 Uhr

Einführungskurs für ehrenamtliche

Betreuer und Interessierte

mit dem Lebensbeistand e.V. im

Seniorenzentrum der AWO. Anmeldung

unter 08861 / 2533-0

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ in der Bücherei

LECHBRUCK

11.30 Uhr

4-Gang „Valentinsmenü“ im Hotel

auf der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770. Mittags und abends

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Rund um Bad Bayersoien (6 km).

Treffpunkt bei der Tourist-Info

MI 13.02.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im

Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

LECHBRUCK

11.30 Uhr

4-Gang „Valentinsmenü“ im Hotel

auf der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770. Mittags und abends

ROTTENBUCH

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Mehrzweckraum

der Schule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

DO 14.02.

LECHBRUCK

11.30 Uhr

4-Gang „Valentinsmenü“ im Hotel

auf der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770. Mittags und abends

WILDSTEIG

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Sportheim

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Schönberg — Geigersau — Sonnleiten

(8 km). Treffpunkt bei der

Tourist-Info

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem Thema

„Wir sind wieder fröhlich und

lustig im Fasching! Und zugleich

ist Valentinstag!“ im Pfarrheim St.

Barbara. Eintritt frei

FR 15.02.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Dinner-Kabarett „Stubenrein“ mit

Alexandra Stiglmeier in der Blauen

Traube. Kosten inkl. Menü: 29 €

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Haus der Vereine

BURGGEN

20.00 Uhr

Faschingsparty der Fußballer im

Sportheim

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten...

Day SPA* (9.00-18.00 Uhr) € 39,– p. P.

Long Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)

inklusiv 2-Gänge Vitalmenü und

3-Gänge Verwöhnmenü € 89,– p. P.

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Telefon 0 88 62-98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

* Preise inkl. gesetzl. MwSt.

januar / februar 2019 | 93


SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

„altlandkreis“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 73.

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Weiberfasching im Café unter

Palmen

15.00 Uhr

Faschingskränzle des Frauenbundes

in der Lechhalle

19.00 Uhr

Vortrag „Auf dem Jakobsweg“ Mit

Kurt Andorfer im Flößermuseum.

Eintritt frei. Sitzplatzreservierungen

bei der Tourist-Info

KINSAU

15.00 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

SA 16.02.

SCHONGAU

11.00 bis 16.00 Uhr

Hausmesse bei Fiedler IT in der

Bernbeurener Straße 10. Siehe

Anzeige links

20.00 Uhr

Konzert mit „Al Jones & Band“ im

Eulenspiegel. Eintritt: 18 €

BURGGEN

14.00 Uhr

Faschingskränzchen der Frauen

im Alten Gemeindehaus

LECHBRUCK

14.00 Uhr

Kinderfasching in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadl

20.00 Uhr

J

Schwarz-Weiß-Ball des Musikvereins

in der Mehrzweckhalle

DENKLINGEN

SO 17.02.

SCHONGAU

9.00 bis 9.45 Uhr

EAS-Eislaufschule im Eisstadion.

Infos unter www.schongau-mammuts.de.

Die zweite Gruppe startet

um 10 Uhr (bis 10.45 Uhr)

11.00 bis 16.00 Uhr

Hausmesse bei Fiedler IT in der

Bernbeurener Straße 10. Siehe

Anzeige links

14.30 Uhr

Vortrag „Was Sie schon immer

über Tee wissen wollten“ im

Ballenhaus. Anmeldung bei der

vhs unter 08861 / 214-191

INGENRIED

19.30 Uhr

Paarsegnung des katholischen

Landvolkes in der Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Winter-Trödelmarkt im Dorfstadl

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Swingtime mit

Swingin' Reeds“ im Gasthof zum

Weißen Roß. Eintritt frei

DI 19.02.

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Graswang, winterlicher Schlosspark

Linderhof (6 km). Treffpunkt

bei der Tourist-Info

MI 20.02.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

STEINGADEN

14.00 Uhr

Faschingskränzchen des katholischen

Frauenbundes im Gasthof

Graf

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

DO 21.02.

SCHONGAU

14.30 bis 18.00 Uhr

Kinderfasching im Jakob-Pfeiffer-

Haus. Ab 3 Jahren. Eintritt: 2,50 €.

VVK am 15.2. (17-18 Uhr) im Kindergarten

Maria Himmelfahrt

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

(Schneeschuh)wanderung auf

dem Hörnle (6 km). Treffpunkt bei

der Tourist-Info

EPFACH

20.30 Uhr

Lumpentreffen der Faschingsgesellschaft

im Sportheim

FR 22.02.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

SCHONGAU

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair-Café im Haus4you

PEITING

20.00 Uhr

Musik-Kabarett „Ja, ich will“ mit

Lizzy Aumeier in der Schloßberghalle.

VVK bei der Tourist-Info

oder unter www.schlossberghallepeiting.de.

Das Konzert wurde vom

7.12. verschoben. Erworbene Tickets

behalten ihre Gültigkeit

94 | der altlandkreis


HOHENPEISSENBERG

13.30 Uhr

Faschingskranzl mit dem AWO-

Ortsverein in der Rigi-Alm

20.00 Uhr

Faschingsball des Trachtenvereins

unter dem Motto „Serienhelden

mit der Band „Kzwoa“ und Auftritt

der Hohenfurcher Prinzengarde

im Haus der Vereine

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Konzert der Vivid Curls im Flößermuseum.

Karten: 15 € (VVK)/ 17 €

(AK). Karten bei der Tourist-Info

unter 08862 / 987830

SA 23.02.

HOHENFURCH

18.00 Uhr

10. Nachtfaschingsumzug. Warm

Up an der Open-Air-Bühne beim

Gasthaus Negele mit buntem

Programm. Ab 19 Uhr Beginn des

Umzuges mit anschließender Faschingsparty

im beheizten Zelt mit

der Band „Kzwoa“. Siehe Anzeige

Seite 55

INGENRIED

14.00 Uhr

Frauenkränzle des katholischen

Landvolkes in der Mehrzweckhalle

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Faschingsball „Schlappschussfete“

des ERC in der Lechhalle

BÖBING

20.00 Uhr

Trachtenball im Gasthof Haslacher

BAD BAYERSOIEN

18.30 Uhr

Kriminaldinner im Parkhotel.

Teilnahmegebühr: 79 €

EPFACH

20.00 Uhr

Schützenball im Haus der Vereine

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Der Sound der 60er

Jahre“ von Tom & Flo in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige S. 84

SO 24.02.

PEITING

13.30 Uhr

Ausweichtermin des Kanapee-

Schlittenrennens am Schnaidberg.

Weitere Infos siehe 13.01. und auf

Seite 22

BAD BAYERSOIEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Kaffeehausmusik „Oldies mit dem

Duo Friends“ im Landhotel zum

Metzgerwirt. Eintritt frei

DENKLINGEN

14.30 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

KINSAU

14.00 Uhr

Seniorennachmittag in der Mehrzweckhalle

DI 26.02.

PEITING

19.00 Uhr

Einführungskurs für ehrenamtliche

Betreuer und Interessierte

mit dem Lebensbeistand e.V. im

Seniorenzentrum der AWO. Anmeldung

unter 08861 / 2533-0

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Winterlicher Wald: Unternogg –

Peustelsau — Unternogg (7 km).

Treffpunkt bei der Tourist-Info

MI 27.02.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

BÖBING

14.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ in der Schule

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp, Gsteigweg 2

14.30 bis 18.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino im Pfarrheim

DO 28.02.

LECHBRUCK

11.00 Uhr

Lumpiger Donnerstag im Gasthof

Holler. Kesselfleischessen ab 11

Uhr. Mitttags Tischreservierungen

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

13.00 Uhr

Geführte Halbtageswanderung —

Altenau — an der Ammer bis

Scherenau — durchs Kochelfilz

zurück (7 km). Treffpunkt bei der

Tourist-Info

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ in der Grundschule

Änderungen und Fehler vorbehalten

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96 | der altlandkreis

JANUAR/

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