Musiker Magazin 2/2019

musikermagazin

FESTIVAL: Deutscher Rock & Pop Preis 2019 – Konzept und Anmeldung;
STORIES: Axel Nagel – Sänger, Gitarrist, Performer; TICKET TO HAPPINESS – »Mitreis(s)en lassen«; FRIEDRICH CHILLER – »So alltäglich und so dada wie das Leben«; JUST DUTY FREE – »Gute Live-Musik ist keine Einzelleistung«; ÖTTE – »Es ist nie zu spät, noch mal durchzustarten«; Conny Conrad – Über 40 jahre führte er ein spannendes Doppelleben; Die Historie der Rock- & Popmusik – Teil 13: john Mayall – The Godfather of British Blues (Teil 2); Lee’Oh – Eine Stimme wie schwarzer, frischer Espresso; EDDy & THE BACKFIRES – Seit zwei jahrzehnten erfolgreich on the road!; OCHMONEKS – Die Hymnen-Experten aus Düsseldorf; Moonshine Records – The 1950’s Recording Studio
MUSIK & RECHT: Die Urheberrechtsreform –Welche Auswirkungen hat sie auf die kreativen Musikurheber und Musiker/-innen in Europa?;
MUSIKBUSINESS: Mit Musik auf youTube Music Einnahmen erzielen;
RUBRIKEN: Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

C 10973 F | N o 2/19 | 6,00 Euro

Kulturzeitschrift für Rock & Pop Musiker

www.musiker-online.tv

OCHMONEKS

Die Hymnen-Experten

aus Düsseldorf

Axel Nagel

Sänger, Gitarrist,

Performer

Just Duty Free

»Gute Live-Musik

ist keine Einzelleistung«

37. Deutscher

Rock & Pop Preis

Konzept

und Anmeldung

TICKET TO

Lee’Oh

Eine Stimme wie

schwarzer,

frischer Espresso

HAPPINESS

Mitreis(s)en lassen


Angebot

❶ Studiosendung

Zur CD-Veröffentlichung oder einfach so – wir

produzieren mit euch eine komplette Studiosendung

wie in den goldenen Zeiten des Musik -

fernsehens. Mit Auftritt zu Playback (unplugged

und live auch möglich) und Interview.

(30 – 40 Minuten Videoclip)

➜ 500 Euro

+ Eine Seite Interview und Foto

im Musiker Magazin (Auflage 20 000 Exemplare)

➜ 1 000 Euro

+ Zwei Seiten Interview und Foto

im Musiker Magazin (Auflage 20 000 Exemplare)

➜ 1 500 Euro

Die Vorteile im Überblick:

❷ CD-Hearing /

Interview für

Promozwecke in

einem unserer

Filmstudios

Wir reden mit euch über euer Album, hören hinein

und stellen es vor!

Oder es geht einfach um euch als Band / Einzel -

künstler und euer musikalisches Schaffen.

(30 Minuten)

+ Halbe Seite Interview und Foto

im Musiker Magazin (Auflage 20 000 Exemplare)

➜ 500 Euro

• voll ausgestattetes Filmstudio mit Live-Charakter

• aufgezeichnet wird mit bis zu vier professionellen Kameras

• ihr bestimmt die Inhalte, wir setzen sie in Szene

• bei Bedarf inklusive Visagistin, die dafür sorgt, dass ihr gut ausseht

• Interview mit professioneller Moderatorin (Angebot 1 + 2)

• Konzertbühne (8 m x 4 m) mit Licht, PA und Backline vorhanden*

• ein großer Bildschirm (2 m x 1 m) im Studio steht euch als eure persönliche Werbefläche zur Verfügung

– hier können wir euer Logo, das Albumcover, Werbung von Firmen oder sonstige Grafiken einbauen

• ein gut eingespieltes Team vor Ort kümmert sich um alle Belange

• ihr bekommt eine geschnittene Sendung von RockTV inklusive Intro, animierten Bauchbinden und

Abspann

• auf Wunsch stellen wir das Video on-demand auf unserem YouTube-Kanal und sozialen Netzwerken

zur Verfügung für noch mehr Reichweite

❸ Aufzeichnung

Live-Konzert

Ihr braucht ein professionelles Live-Video, um

euch für Konzerte zu bewerben?

Kommt in unser Rock-TV-Studio!

(30 Minuten Videoclip)

➜ 1 000 Euro

★ Unser

Film-Team ist

auch mobil!

Ob Festivalmitschnitt oder Proberaumdreh,

drinnen oder draußen.

Wir kommen mit dem Ü-Wagen vorbei, um

mit bis zu vier festen (!) Kameras aufzuzeichnen.

Auf Anfrage machen wir euch gern ein

individuelles Angebot.

© Kzenon/Fotolia

* Für einen perfekten und professionellen Sound empfehlen wir einen Auftritt mit Vollplayback (Liveund

auch Unplugged-Auftritte sind aber möglich und der Ton kann gegen einen geringen Aufpreis

nachträglich von uns abgemischt werden).

Kulturelles Jugendbildungswerk e.V. – RockTV | Kolberger Str. 30 | 21339 Lüneburg

Web. www.musiker-online.tv | Mail. info@musikermagazin.de | Fon. +49(0)4131-233030 | Fax. +49(0)4131-2330315


EDITORIAL 03

am 14. Dezember 2019,

im Kongresszentrum Siegerlandhalle, Siegen

LIEBE BEWERBER DES DIESJÄHRIGEN 37. DEUTSCHEN ROCK & POP PREISES 2019

Die Festivalreihe des seit nunmehr 37 Jahren durchgeführten kulturellen

Musikwettbewerbes „Deutscher Rock & Pop Preis“ und dessen Preis -

träger konnten im Verlauf dieser fast vier Jahrzehnte eine sich von Jahr zu

Jahr größere und umfangreichere Presseresonanz in den seriösen tages -

zeitungen in ganz Deutschland generieren. Allein in 2018/19 berichteten

bundesweit über 680 Tageszeitungen über die Preisträger aus 2018 und

den 36. Deutschen Rock & Pop Preis 2018 (www.musiker-online.com/

wp-content/uploads/2019/03/DRPP18_Presseveroeffentlichungen.pdf).

Nach einer Jahresanalyse/-statistik unseres beauftragten Zeitungsaus schnitt -

dienstes gibt es in Deutschland seit Jahrzehnten kein Einzelkonzert und

kein Einzelfestival, das über eine derartig umfangreiche Presseresonanz

verfügt. Das allein ist das Ergebnis unserer aller gemeinsamen 37-jährigen

kontinuierlichen, und zumeist ehrenamtlichen Kulturarbeit für die uns alle

verbindenden ideale der Rock & Popmusik aller musikstilistischen Be reiche.

Die Pressemedien in Deutschland schenken uns mit diesen kontinuierlichen

umfangreichen Berichterstattungen ein großes Maß an Anerkennung!

Darüber dürfen und können wir alle gemeinsam glücklich und auch stolz

sein! Wenn ihr jetzt aufgrund des Entscheides der Bundesjury eine Ein -

ladung zum diesjährigen 37. Deutschen Rock & Pop Preis 2019 für den

14. Dezember in der Siegerlandhalle in Siegen erhaltet, könnt ihr zuversichtlich

zu den Zeitungsredaktionen eurer Stadt gehen und um eine Bericht -

erstattung zu dieser Einladung/ Vorauszeichnung bitten. Werdet ihr am 14.

Dezember in Siegen seitens der dortigen Jury mit einem Deutschen Rock

& Pop Preis 2019 ausgezeichnet, könnt ihr danach wieder die Re dak -

tionen aufsuchen. Die Chancen für eine Berichterstattung über euch und

den „37. Deutschen Rock & Pop Preis 2019“ waren nie besser als in

diesem 37 Festivaljahr!

GEWINNER DER DEUTSCHEN ROCK & POP PREISE:

PUR (1986), Lars Niedereichholz (MUNDStUhL / thE AUtoMANiC –

1994), Juli (SUNNygLADE – 2000), KLiMA (2004), Pasquale Aleardi (Big

gEE – 2005), LUxUSLäRM (2008), Carlotta truman (2011 – gewinnerin

der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit dem

Duo „S!Sters“).

BEWERBUNgSFRiSt: 15. JULI 2019

ANMELDUNg:

WWW.MUSIKER-ONLINE.COM/FESTIVAL-KONZEPT/ANMELDUNG

PRESSEDoKUMENtAtioN 2018: WWW.MUSIKER-ONLINE.COM/WP-

CONTENT/UPLOADS/2019/06/DRPP18_PRESSEDOKUMENTATION.PDF

2/2019 musiker Magazin


04 PRODUKT-NEWS

FESTIVAL

09 Deutscher Rock & Pop Preis 2019

Konzept und Anmeldung

BEHRINGER MS-101 – WAS LANGE WÄHRT,

WIRD ENDLICH GUT!

STORIES

15 AxEL NAGEL –

Sänger, Gitarrist, Performer

18 TICKET TO HAPPINESS –

»Mitreis(s)en lassen«

22 FRIEDRICH CHILLER – »So alltäglich

und so dada wie das Leben«

24 jUST DUTy FREE – »Gute Live-Musik

ist keine Einzelleistung«

27 ÖTTE –»Es ist nie zu spät, noch mal

durchzustarten«

28 Conny Conrad – Über 40 jahre führte

er ein spannendes Doppelleben

32 Die Historie der Rock- & Popmusik:

Teil 13: john Mayall – The Godfather

of British Blues (Teil 2)

38 Lee’Oh – Eine Stimme wie

schwarzer, frischer Espresso

42 EDDy & THE BACKFIRES –

Seit zwei jahrzehnten erfolgreich

on the road!

44 OCHMONEKS – Die Hymnen-

Experten aus Düsseldorf

46 Moonshine Records –

The 1950’s Recording Studio

MUSIK & RECHT

50 Die Urheberrechtsreform –

Welche Auswirkungen hat sie

auf die kreativen Musikurheber und

Musiker/-innen in Europa?

MUSIKBUSINESS

52 Mit Musik auf youTube Music

Einnahmen erzielen

RUBRIKEN

04 Produkt-News

53 Produkt-News

61 CD-Rezensionen

64 Titelschutzanzeigen

65 Kleinanzeigen

66 Impressum

TiTelfoTo: Sophie STeinebach

Der wohl beliebteste Spross aus Rolands SH-

Reihe, die SH-101, erblickte 1983 das Licht der

Welt. Vor allem der markante Klang, die fast

selbsterklärende Bedienoberfläche und natürlich

die Kombination aus Keyboard, Sequenzer und

Ar peg giator verhalfen der SH-101 zu einer guten

Verbreitung. Als 1990 auf Warp Records „LFO“

von LFO erschien, war es die mächtige Bass Line

einer „101“ in diesem Track, die etliche Laut spre -

cher systeme deutlich in ihre Schranken wies.

Lange musste die Synthesizer-Gemeinde auf

den Nachbau einer analogen(!) 101 warten,

Behringer hat sich dieses Wunsches angenommen

und auf den ersten Blick alles richtig ge -

macht.

In drei Farbvarianten liegt die MS-101 nun vor:

rot, königsblau und schwarz. Sie wird ihrem

Ahnen absolut gerecht und ist ebenso ein monophoner

Analog-Synthesizer mit einer 32-Tasten-

Klaviatur und gleichem Aufbau der Funktions -

gruppen. Vergleicht man die Bedienelemente der

MS-101 mit der SH-101 findet sich in Anzahl

und Vielfalt alles wieder. Bei genauerer Betrach -

tung fällt allerdings auf, dass Behringer ein paar

Extras hinzugefügt hat:

So hat es Behringer sich nicht nehmen lassen,

den bekannten Curtis IC CEM3340 neu aufzulegen,

um den charismatischen Grundsound des

Oszillators originalgetreu nachbilden zu können.

In der 101 ist der „Source Mixer“ nahezu gleichbedeutend

wichtig wie der Oszillator selbst; in

der Neuauflage findet sich neben Rechteck, Säge -

zahn, Suboszillator und Noise sogar Dreieck unter

den Oszillator-Wellenformen und auch der Audio -

eingang hat seinen eigenen Schieberegler be -

kommen. Dem Mixer folgt zum Bearbeiten des

SYN0006878-000 (RD)

Klangspektrums das wuchtige 24dB-Low pass-

Filter; ehe das Signal den Weg über den VCA in

ein Mischpult oder die DAW findet. Zu den

klanglichen Merkmalen der 101 gehört selbstredend

auch die sehr schnelle ADSR-Hüll kurve,

welche in dieser Perkussivität wohl auch weiterhin

ein Unikum darstellt. Mehr Wellen formen hat

der LFO übrigens nicht dazubekommen, dafür

gibt es nun drei per Kippschalter wählbare Ge -

schwindigkeitsbereiche, die von gemächlich bis

Metall-FM reichen.

Puristen darf man an dieser Stelle beruhigen:

Die Erweiterungen findet man in Details, die man

gerne mitnimmt, ganz Hartgesottene durch können

Sie durch Nichtbenutzen einfach ignorieren.

So haben Arpeggiator und Sequenzer gemeinsam

einen eigenen Tempo-Regler erhalten und

sind somit nicht mehr an das Tempo des LFO

gekoppelt. Auch wurden die Bedienelemente für

diese beiden Spielhilfen erweitert, das vereinfacht

die Bedienung und ermöglicht den Zugriff

auf 64 Pattern, die jeweils bis zu 32 Schritte lang

sein können. Da nun das MIDI-Trio und USB

installiert sind, versteht sich das Instrument jetzt

auch wunderbar mit einer Studioumgebung jenseits

des CV/Gate-Standards. Audioübertragung

via USB ist allerdings nicht vorgesehen. Eine

besondere Erweiterung kommt dem Filter zugute:

sechs Wellenformen von Oszillator und Sub -

oszillator einschließlich Noise stehen bereit, um

den Cutoff zusätzlich stufenlos zu modulieren.

Dieses Feature gab es beim SH-101 nur durch

nachträgliche Veränderung der Platine und einbauen

zusätzlicher Regler.

Moderne Schnittstellen zu haben ist zum

Glück nicht gleichbedeutend damit, dass man

die alten gar nicht mehr brauchen würde. CV/Gate

musiker Magazin 2/2019


PRODUKT-NEWS 05

In & Out befinden sich ebenso auf der Rückseite

wie Velocity Out, Cutoff CV In und der analoge

Clock-Eingang. Da es keine feste Ver bindung von

der Anschlagdynamik der Klaviatur zu einer

Funktionsgruppe des MS-101 gibt, kann man

sich eines Tricks behelfen um den Cutoff mittels

Velocity zu steuern: einfach ein Mono-Klinken -

kabel (3,5mm) von Velocity Out zu VCF CV In patchen,

und sich fortan über eine Klang nuance

mehr freuen. Deftige Feedback or gien mit dem

Filter erzielt man durch Verbinden des externen

Eingangs mit dem Kopfhöreraus gang (alias: Feed -

back Schleife).

Man kann auch kurzerhand den Modulations -

griff an den MS-101 montieren und den zusätzlich

ebenso im Lieferumgang enthaltenen Gurt

anlegen, schon steht man mit seinem liebsten

Bass/Lead Synth neben dem Sänger auf der

Bühne und spielt dem geneigten Publikum

unglaubliche Lines vor.

Tatsächlich, es ist alles da, was das Original

schon hatte und viel mehr darüber hinaus: mit

nur wenig Übung gelingen auch Anfängern mitreißende

Bass- und Lead-Sounds, die sich deutlich

von Hubschrauberflug und Science-Fiction

Effekten absetzen; welche für das Instrument

ebenso zum Repertoire gehören.

Dass ein Clone, der 36 jahre nach seinem

Vorbild erscheint in Farbe und Form nur geringfügig

vom Original abweicht, fällt sicherlich unter

die künstlerische Freiheit. Am schwersten wiegt

die klangliche Einschätzung, wie viel Ur-101

steckt denn nun im MS? Nun, 95 % sind es auf

jeden Fall, muss man bei Originalgeräten immer

wieder von „bauteilbedingten Toleranzen“ sprechen,

fällt das hier weniger ins Gewicht. Nicht nur

angesichts des günstigen Anschaffungs wider -

standes erhält man mit der MS-101 ein Instru -

ment, für das man guten Gewissens sein betagtes

1983er Schätzchen in die Vitrine legen kann. Die

Verarbeitungsqualität geht absolut in Ordnung und

kann sich durchaus mit Anderen messen lassen.

Einziger Wermutstropfen ist ein leichtes Grund rau -

schen, dass erst dann in Er scheinung tritt, wenn

die Mixer-Pegel alle unten sind, das Filter komplett

offen ist und der VCA via Gate oder Hüllkurve

geöffnet wird. Ansonsten schweigt der Nachfahre,

wenn er zu schweigen hat.

Juli 2019, Jürgen Stiemert, Music Store Köln

Weitere Informationen: www.musicstore.de

SYN0006946-000 (BU)

SYN0006945-000 (BK)


06 PRODUKT-NEWS

DENON DJ PRIME 4

All-in-One 4-Kanal Standalone DJ-System mit 10-Zoll Multi-Touch Display

und dediziertem Zone-Ausgang

Der Denon Dj – Prime 4 ist ein hochklassiges

All-in-One 4-Deck Standalone Dj-System mit

einem 10-Zoll Multi-Touch-Display, unabhängigem

Zone-Ausgang, Pro-Mixer Sektion, leistungsstarken

Performance Pads, dualen Mikro -

fonkanälen, voller Kontrolle über Audio- & visuelle

Effekte, jog Wheels mit exzellenter An sprache,

vier USB-Eingängen, einem SD-Ein gang und

einem integrierten 2.5”SATA Laufwerks schacht.

Mit Prime 4 beweist Denon über 25 jahre

Erfahrung in der Tontechnik und Produktion,

unter anderem durch das robuste, hochwertige

Metallgehäuse und den detailreichen, kristallklaren

Denon Dj-Sound. In Bezug auf Sound, Optik

und Performance gibt es nichts Vergleichbares

wie das Denon Dj – Prime 4 Standalone 4-Kanal

Dj-System.

10-ZOLL MULTI-TOUCH-DISPLAY

MIT ANPASSBAREM WINKEL

Prime 4 besitzt ein großartiges 10” Multi-

Touch Display und bietet das derzeit fortschrittlichste

und interaktivste Dj-Erlebnis. Wähle

Tracks aus, rufe Wellenformen auf, durchstöbere

deine Musiksammlung und schaue dir die wichtigsten

Dj-Parameter an – mit dem Multi-Gesten

Touchscreen steuerst du alles mit einer Finger -

bewegung.

UNABHÄNGIGER ZONE-AUSGANG

Der unabhängige Zone-Ausgang von Prime 4

ermöglicht es Djs eine dedizierte, vollständige

Playlist an einen separaten Ort zu senden, während

man die Tanzfläche des Hauptevents im

Auge behält.





Dedizierter xLR Zone-Ausgang mit Gainund

EQ-Kontrolle

Streame Musik gleichzeitig und automatisch

in einen zweiten Raum

jeder der 4 Kanäle kann einfach auf Zone

zugewiesen werden

Party in einem Raum, Chill-Out in dem anderen

VIER USB-EINGÄNGE,

EIN SD-EINGANG

UND EININTEGRIERTER

2.5”SATA-LAUFWERKSSCHACHT

Mit vier USB-Eingängen, einem SD-Eingang

sowie einem integrierten 2.5-Zoll SATA Laufwerks -

schacht auf der Unterseite greifst du auf deine

komplette Musikbibliothek zu. Du kannst auch

einen der Eingänge nutzen, um deine ganze Dj-

Performance aufzunehmen! Mit der Fähigkeit,

USB-Keyboards anzuschließen für noch besseres

Track-Browsing sowie unkomprimierte Audio -

formate abzuspielen (FLAC, ALAC, WAV), ist

Prime 4 für deine gesamte Musik samm lung geeignet

und lässt dich mühelos darauf zugreifen.

PRO-MIXER SEKTION

Dieser professionelle Club-Mixer enthält vier

Kanal Line Fader, jeweils mit 3-Band EQ und

Gain; alle vier Eingänge können den schaltbaren

Line / Phono Eingängen zugewiesen werden. Ein

austauschbarer Denon Dj Crossfader rundet

dieses Performance-taugliche Gesamtpaket ab.

LEISTUNGSSTARKE

PERFORMANCE PADS

Dank den 8 Performance Pads pro Deck des

Prime 4 können Djs ihrer kreativen Energie freien

Lauf lassen und auf modernste und benutzerfreundlichste

Art Remixes von ganzen Tracks

erstellen, Hot Cues beim Beatjuggling setzen,

Takte und Beats mit quantisierten Rolls, Slices

und Loops splitten.

musiker Magazin 2/2019


PRODUKT-NEWS 07

ZWEI UNABHÄNGIGE

MIKROFONEINGÄNGE

Prime 4 bietet zwei unabhängige Mikrofon -

eingänge für zwei Performer, beide Eingänge mit

dediziertem EQ, eigener Lautstärkeregelung und

Effekten sowie Off/On und Talkover-Funktion.

JOG WHEELS MIT EXZELLENTER

ANSPRACHE

Prime 4 bietet jog Wheels mit exzellenter

Ansprache und einem zentralen HD-Bildschirm,

auf dem Performance-Informationen angezeigt

werden können, sowie ein Dj-Logo oder die

Coverabbildung des gerade gespielten Songs.

Mit dem anpassbaren RGB-Lichtring stellst du

den Look ganz nach deinem Geschmack ein.

MUSIKVERWALTUNG MIT

ENGINE PRIME

DJE0007056-000

Importiere mühelos deine digitale Musik aus

iTunes, Serato Dj Pro, Native Instruments

Traktor Pro und Rekordbox mit der kostenlosen

Engine Prime Musikmanagement Software von

Denon Dj und dem Prime 4.




Importiere Playlists, Ordner, Hot Cues und

Loop-Daten

Integrierter Support für Native Instruments

Traktor

Prime 4 analysiert Musikdaten intern, ein

Lap top ist nicht erforderlich

VOLLE KONTROLLE ÜBER

AUDIO- & VISUELLE EFFEKTE

Außerdem hat jetzt jeder Dj für jeden Auftritt

die volle Kontrolle über eindrucksvolle visuelle

Elemente, wie Beleuchtung und Video, dank der

Denon Dj StagelinQ-Verbindung und den Apps

von den Dj Partnern Soundswitch, Timecode

und Resolume.

Außerdem ermöglicht Prime 4, 14 integrierte,

Club-taugliche Soundeffekte nach Herzenslust

zu manipulieren, indem auf drei Schnellzugriff-

Parameter direkt während des Mixes zugegriffen

werden kann. Djs können blitzschnell auf Encoder

zugreifen, eine Doppelfunktion-Steuerung für

Sweep Fx und Filter ist ebenfalls dabei, und das

über alle 4 Kanäle.

DENON DJ – PRIME 4 FACTS

• 4-Deck Standalone-lauffähiges, hochklassiges

Dj System

• 10” HD Multi-Touch Display mit Gesten

• Dedizierter xLR Zone Ausgang sendet Musik

in einen zweiten Raum

• Eingebauter 2.5” SATA Laufwerksschacht

• Robustes 6-Zoll jog Wheel aus Metall mit

zentralem HD-Display

• (4) zuweisbare Eingangskanäle für externe

Medienquellen

• (2) dedizierte xLR -Eingänge für Mikrofone

mit eigener Steuerung

• StagelinQ Verbindung für Event/Pro Dj-

Beleuchtung und Video-Steuerung

• Spielt unkomprimierte Audioformate ab

(FLAC, ALAC, WAV)

• Präzises 24-Bit Denon Dj Legacy Audio

• (4) USB- und (1) SD-Eingang für Musik

Playback

• Unterstützt USB Keyboards

• Demnächst verfügbar | umfassende Serato

Dj Pro Steuerung

Weitere Informationen: www.musicstore.de

2/2019 musiker Magazin


08 PRODUKT-NEWS

RELOOP ELITE

Professioneller DVS Performance DJ-Battle-Mixer für Serato DJ Pro

DJE0007041-000

Bei dem Reloop ELITE handelt es sich um

einen professionellen DVS Performance Dj-

Battle-Mixer für Serato Dj Pro. 16 extra große,

anschlagsdynamische RGB Performance Pads,

3 Innofader Pro Fader der neuesten Generation,

zwei unabhängige Effekteinheiten, farbkodierte

stand-alone Effekte mit bipolarer Steuerung

(Tweak Fx), 2 kontrastreiche OLED Displays &

dedizierte Loop-Sektionen, ein DUAL 10 In/Out

USB 2.0 Audio Interface, 3-Band Isolator EQs

und ein komfortables Pre Mix-System, Smart

Link USB Ports mit automatischer RP-8000 MK2

Deckerkennung und eine robuste Metall kon struk -

tion mit unempfindlichen Finish in Tiefschwarz-

Metallic verwandeln den Reloop Elite zu einem

performance-orientierten Serato Battle Style Dj-

Mixer.

Die Vollversion von Serato Dj Pro inklusive

des DVS Expansion Packs, welche nach

Anschluss plug ’n‘ play freigeschaltet wird, sowie

zwei mitgelieferte Serato Control Vinyls mit

NoiseMap Technologie runden das Angebot

des Reloop Elite ab.

RELOOP – ELITE FACTS

• Professioneller DVS Performance Mixer für

Serato Dj Pro

• Kontrolliere bis zu 12 Performance-Modi pro

Deck

• 3x mini Innofader Pro (neueste Generation)

• 2 kontrastreiche OLED Displays zeigen

Echtzeit-Informationen zu Effekten, BPM,

Beat-Parameter und Setup-Menü an

• Farbkodierte Tweak Fx: Stand-alone Effekte

mit bipolarer Steuerung

• Schalte über den Mode-Taster mit RGB-

Anzeige zwischen Filter, Crush, Flanger,

White Noise und anpassbarem User Fx um

• DUAL 10 In/Out USB 2.0 Audio Interface mit

überragender Klangqualität in 24-Bit

• Zwei unabhängige Effekteinheiten zur Steue -

rung von Serato Dj Pro Effekten

• 3 zuweisbare Effekt-Slots mit separaten

Akti vierungs-Tastern

• Flexible Effekt-Steuerungsmöglichkeiten für

jeden Kanal

• Minifader für Fx Level/Depth-Steuerung

• 2 Aktivierungs-Modi für Effekte: Hold/Toggle

On/Off

• 16 Große, anschlagsdynamische RGB Per -

formance Pads

• 4 Modi-Taster, drei Ebenen mit 12 Perfor -

mance-Modi (Hot Cue, Loop Roll, Slicer,

Sampler, Pitch Play, Saved Loop, Slicer Loop,

Saved Flips, Platter Play, Transport, 2 User-

Modi) und Dual Layer Parameter-Taster pro

Seite

• Unabhängige Steuerung der Performance

Pad-Modi auf beiden Decks

• Erweiterte Performance mit RP-8000 MK2

Plattenspielern: Zum ersten Mal können

Pad-Modi individuell auf jedem der Geräte

gleichzeitig kontrolliert werden

• Individuell regulierbare Faderkurven und

Reverse-Funktion (Hamster Switch)

• Digitale Bearbeitung der Cut In/Out-Punkte

im Setup-Menü

• Dedidizerte Loop-Sektionen mit Push-En -

coder, Loop Length LED Bar & manueller

Loop-Funktion

• Ergonomisch gestaltete Browse-Sektion für

effiziente einhändige Bedienung

• Komfortables Pre Mix-System mit separater

Regelung für Lautstärke und Mix

• Einfaches Umschalten zwischen 2 Com pu -

tern mit Hilfe der Focus PC-Steuerung

• Umfangreiche USB Routing-Möglichkeiten:

Individuelles Routing des Sampler- und AUx-

Kanals durch die Serato-Effektein heiten

(Send/Return)

• 3-Band Isolator EQ mit Full Kill-Charak te ristik

• Smart Link USB Ports: Automatische RP-

8000 MK2 Deckerkennung

• Kann auch als aktiver USB Hub für externe

Geräte verwendet werden

• Mic/Line-Eingang mit 2-Band EQ, unabhängigem

Echo-Effekt und Talkover Ein/Aus-

Umschalter

• 2 Kopfhörer-Ausgänge via 6,3/3,5 mm

Stereo-Klinke

• Booth-Ausgang in Stereo oder Mono

• MIDI-kompatible Bedienelemente

• High-Retention USB Ports

• Robuste Konstruktion aus stabilem Metall

• Hochwertiges und unempfindliches Finish in

Tiefschwarz-Metallic

• Kesington Lock zum Sichern des Gerätes

Lieferumfang: Software: Serato Dj

Weitere Informationen: www.musicstore.de

musiker Magazin 2/2019


DEuTSCHER RoCK & PoP MuSIKERVERBAND E.V.

DEuTSCHE PoPSTIFTuNG uND MuSIKER MAGAzIN

PRäSENTIEREN

Die verschiedenen Deutschen Rock- und Pop-Preise

werden in folgenden Sparten verliehen:

8 Hauptkategorien:

Rock, Pop, Hard Rock, Funk & Soul,

Alternative/Independent, Singer-Songwriter, Singer, Country

118 Sonderkategorien:

Rock, Pop, Funk & Soul, Hard Rock, Alternative, Metal, Jazz-Rock, Rhythm & Blues, New Age,

Reggae, Latin-Pop, Folkrock, Country, Gospel, Musical, Punk, Fusion-Jazz-Rock,

Gothic/Wave, Weltmusik, Hip-Hop, Schlager

Filmmusik, Kinderlieder, Experimental, Fusion, Hardcore, Industrial, Progressiv, Ska, New Metal,

Trance, Elektronik, Dancehall, Elektropop, Blues, Rock’n’Roll/Rockabilly, Cover/Revival, A Capella

Tonstudio, Independent-Label, Independent-Musikverlag, Booking-Agentur, Musikmanager, Musikproduzent,

Förderung der Rock- & Popmusik, neuer Rock- & Popkünstler, CD-Album (deutschsprachig), CD-Album (englischsprachig),

Studioaufnahme, Single, Song (deutschsprachig), Song (englischsprachig),

Musikvideo, beste Komposition, deutscher Text, Booklet und Inlaycard, Instrumentalband, Instrumentalsolist,

Instrumentalalbum, bester Gitarrist, bester Keyboarder, bester Schlagzeuger,

bester Bassist, bester Percussionist, bestes Arrangement, bestes Blasinstrument

an Nachwuchsmusikgruppen, Einzelmusiker & Sänger/-innen sowie an Profimusiker

Anmeldegebühren pro Kategorie: € 20,– DRMV-Mitglieder / € 30,– DRMV-Nichtmitglieder (Bitte den Bewerbungsunterlagen beilegen.)

Teilnahmegebühr: € 150,– je Sparte bei Auswahl durch die Bundesjury

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von € 1000,– für eigene Gäste/Fans)

INFOS: Deutsche Popstiftung • Kolberger Straße 30 • 21339 Lüneburg

Tel: 0 41 31/ 23 30 30 • Fax: 0 41 31/2 33 03 15 • E-Mail: info@drmv.de / info@deutschepopstiftung.de

ANMELDEFORMuLAR: www.musiker-online.com/festival-konzept/anmeldung

Gefördert aus Mitteln der Deutschen Popstiftung,

des Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes e.V., des Kulturellen Jugendbildungswerkes e.V.

Bisher publiziert und gesendet vom ZDF (Heute Journal, Aspekte, 3SAT), der ARD (BR, SWF, SR, WDR, NDR, HR) sowie VH-1 und SAT1.

Jährlich publiziert über dpa in über 2.000 Tageszeitungen und Musikzeitschriften.

14. Dezember 2019 – Siegen

Kongresszentrum Siegerlandhalle


10 FESTIVAL

37. DEUTSCHER

ROCK & POP PREIS 2019

am 14. Dezember 2019

Kongresszentrum Siegerlandhalle – Siegen

ZIEL/KONZEPT

2019 werden zum 37. Mal insgesamt über

In

125 „Deutsche Rock & Pop Preise“ der verschiedensten

musikalischen Bereiche an herausragende

Nachwuchsmusikgruppen, Nach -

wuch seinzelkünstler/-innen sowie durch eine

Fachjury ausgewählte professionelle Musik -

grup pen und Einzelkünstler/-innen mit Ton träger -

ver trag verliehen. So sollen auch in diesem Jahr

Künstler so unterschiedlicher musikstilistischer

Bereiche wie Rock, Pop, Country, Hard & Heavy,

Alternative, Weltmusik, Reggae, Funk & Soul

u.v.a.m. geehrt werden. Einziges Kriterium ist

dabei der künstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen

und künstlerischen Ausrichtung steht

diese Kulturveranstaltung damit im be wussten

Gegensatz zu bisherigen Veranstal tungs ze re -

mo nien von Industriepreisen und TV-Anstalten.

Durch die Auszeichnung in über 125 verschiede-

nen Musikgenres wird der heutigen musikalischen

Vielfalt im Bereich der Rock- & Pop musik

Rechnung getragen. Damit soll er reicht werden,

dass sich möglichst viele Musik gruppen,

Einzelkünstlerinnen und -künstler in ihrer Stilistik

wiederfinden.

Diese Kulturveranstaltung soll wie bisher als

Plattform des kreativen Nachwuchses, aber auch

als Treffpunkt einzelner etablierter Künstler/

-innen und Persönlichkeiten des musikalischwirtschaftlichen

Umfeldes dienen.


11

FINANZIERUNG

Kulturveranstaltung wird im Wesent -

Diese

lichen – wie in den vergangenen Jahren

auch – durch die Deutsche Popstiftung, den

Deutschen Rock & Pop Musikerverband e. V. und

die am Wettbewerb beteiligten Musikgruppen

und Künstler/-innen finanziert.

Von allen Bewerbern dieses bundesweiten

kulturellen Wettbewerbs wird – ebenfalls wie in

den Jahren zuvor – ein Solidarbeitrag in Form

einer geringen Anmeldegebühr verlangt. Alle

durch die Bundesjury ausgewählten Finalteil -

neh mer sowie durch die Bundesjury nominierten

Preisträger der Neben- und Sonder kate go -

rien zahlen außerdem einen Teilnahmebetrag pro

Musiksparte, um die Selbstfinanzierung dieses

musikereigenen Kulturfestivals auf Bundes -

ebene zu gewährleisten. Diese solidarische Ge -

meinschaftsfinanzierung ist in Deutschland ein -

malig: Damit wird auch der 37. Deutsche Rock

& Pop Preis wieder gemeinschaftlich finanziert

durch die Stiftungs- und Verbandsträger, die

ca. 3 000 Musikgruppen, Musikerinnen und

Musiker im Deutschen Rock & Pop Musikerver -

band e.V. sowie durch die über 1 000 Teilnehmer

dieses Festivals.

KATEGORIEN

Im Gegensatz zu anderen deutschen Musik -

preisen werden die Deutschen Rock & Pop

Preise 2019 in über 125 verschiedenen musikstilistischen

Bereichen verliehen. Weitere Preise

können an herausragende etablierte Musik -

grup pen, Musikerinnen und Musiker sowie in

den Sonderkategorien „Bester Gitarrist”, „Bester

Keyboarder”, „Bester Schlagzeuger”, „Bester

Bassist”, „Beste Komposition” etc. verliehen

werden. Hierfür kann man sich direkt bewerben.

Die Bundesjury entscheidet, ob besondere

Leistungen in diesen Bereichen vorliegen.

FOLGENDE

EINZELKATEGORIEN

WERDEN AUSGESCHRIEBEN:

8 Hauptkategorien

118 Sonderkategorien

Durch die differenzierte Auswahl an Sonder -

kategorien wird gewährleistet, dass eine große

Anzahl vielversprechender Mu sikgruppen, In ter -

preten und Künstler/-innen in musikhistorisch

bedeutenden, aber bisher bei Preisverlei hungen

vernachlässigten Musikrich tungen ebenfalls

gewürdigt werden können. In den acht Haupt -

ka tegorien werden die Final aus scheidungen

(und/oder Halbfinal vorent scheide) tagsüber live

am Festivalort auf der Bühne er folgen. In den

übrigen Kategorien entscheidet die Bundesjury

allein aufgrund des eingeschickten Materials

über eine Nominierung bzw. Aus zeichnung bei

der Preisverleihung.

Mit der Aufnahme von Kategorien, die sich

mit dem künstlerischen und technischen Umfeld

einer CD-Produktion und des Musik mana -

gements auseinandersetzen (Studio produktion,

CD-Design, Independent-Label, Künstler agentur

etc.), sollen – wie im Vorjahr – auch diese ansonsten

im Schatten von künstlerischen Auszeich -

nungen stehenden Firmen und Personen ge -

ehrt werden.

Jede Band/jeder Künstler kann sich mit einer

CD/ einem Musikvideo pro Kategorie (möglichst

eine Liveaufnahme) bei der Deutschen Pop -

stif tung für die verschiedenen Kategorien be -

werben.

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ANMELDEGEBÜHR

20, – Euro

drMV-Mitglieder

30, – Euro

drMV-nicHtMitglieder

Nach dem Bewerbungsschluss ermitteln unabhängige

Expertenjuroren, die von der Deutschen

Popstiftung eingesetzt werden, die Teilnehmer am

Finale und die Preisträger der Neben- und

Sonder kategorien des 37. Deutschen Rock &

Pop Preises 2019. Mithilfe eines detaillierten

Bewertungsbogens (Arran ge ment, Instrumen tie -

rung, Gesang, Text, Kom po sition, Originalität,

Kreativität etc.) ermittelt die Festivaljury die live

im Finale des 37. Deutschen Rock & Pop

Preises 2019 auftretenden Musik gruppen und

Einzelinterpreten der Haupt kate gorien. Um eine

gerechte Preisverleihung zu gewährleisten,

kann die Bundesjury, wenn die Einordnung den

Juroren passend erscheint, Preise auch in

anderen als den durch die Künstler ursprünglich

beworbenen Kategorien zuerkennen.

TEILNAHME

Teilnehmer am Finale des 37. Deut -

Die

schen Rock & Pop Preises 2019 erhalten

durch die Deutsche Popstiftung eine Einladung

nebst Teil nahmeformular. Die in allen Sparten

und Be reichen nominierten Bands und Künst ler/

-innen werden persönlich eingeladen. Erst die

Rück sen dung des ausgefüllten Teilnahme for -

mu lars und die Entrichtung der Teilnahmegebühr

in Höhe von 150,– Euro je Hauptkategorie und je

erste Sonder ka te gorie (alle weiteren 100,– Euro)

garantieren die Teilnahme am 37. Deutschen

Rock & Pop Preis 2019.

Die Fina listen (Einzelkünstler/-innen und Musik -

gruppen) der Hauptkategorien und die ausgezeichneten

Preisträger der Sonderkategorien

erhalten im Ge genzug je 50 Eintrittskarten (mit

Publikums ab stim mung) im Gesamtwert von

1 000,– Euro für den eigenen Gäste-/Fan kreis.

Mit der Nichtrücksendung des Anmelde for mu -

lars und der Nichtentrichtung der Teilnah me -

ge bühr verfallen die Teilnahme und Preiszuer -

ken nung.

Die Ergebnisse der Wahl und Auszeichnung

durch die Festivaljury werden auf der Website

des DRMV www.musiker-online.tv und durch

die Kulturzeitschrift MusikerMagazin nach dem

Festival veröffentlicht.

PREISVERLEIHUNG

Die umfassende Preisverleihung aller Preis -

träger findet am 14. Dezember 2019 zum

Schluss des 37. Deutschen Rock & Pop Preises

2019 in der Siegerlandhalle in Siegen statt. Dafür

werden zuerst alle Preisträger der Sonder kate -

gorien auf die Bühne ge rufen und dann der Reihe

nach ausgezeichnet. Dann werden alle Preis -

träger der Haupt ka te gorien auf die Bühne ge -

rufen und ebenfalls feierlich ausgezeichnet.

Zum Schluss beider Preis verleih un gen werden

alle Preisträger für die anwesenden Journa listen,

Fotografen und Video ka meras unter Ein spie lung

der Festivalhymne im Halb kreis gruppiert, um für

die zahlreichen Bericht erstattungen der bundesweiten

Tages zeitungen geeignete Medien -

fotos zur Ver fü gung zu haben. (s. Dokumen tation

Presseberichter stat tung 2018/2019).

Web: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV

TexT: OLE SEELENMEYER

FoTos: LUDWIG CZAPLA


ANMELDUNG

37. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2019

Hiermit melde ich mich/uns für den Deutschen Rock & Pop Preis 2019 an.

Band/Künstler/-in: .........................................................

Ansprechpartner/-in: ......................................................

Straße: ..........................................................................

PLZ Ort: ........................................................................

Bundesland: ..................................................................

Tel.: ...............................................................................

Mobil: ............................................................................

Fax: ....................................................................................

E-Mail: ................................................................................

Internet: ..............................................................................

DRMV-Mitgl.-Nr.: ................................................................

GEMA-Mitglied?: q nein q ja:

q angeschl. q außerord. q ordentlich

Anmeldungen in mehreren Sparten sind möglich.

Anmeldegebühr pro Musiksparte: 20,– Euro DRMV-Mitglieder /30,– Euro DRMV-Nichtmitglieder

Die Anmeldegebühren in Höhe von Euro ............ q in bar beigelegt q als Scheck beigelegt q per Überweisung

Bankverbindung: Deutsche Popstiftung, Postbank Hamburg, IBAN: DE08 2001 0020 0964 2792 08, BIC: PBNKDEFF

Dieses Anmeldeformular, CD und Bewerbungsgebühr bitte spätestens bis 1. August 2019 an:

Deutsche Popstiftung, Bewerbung 2019, Kolberger Str. 30, 21339 Lüneburg

Teilnahmegebühr: 150,– Euro je Hauptkategorie und je erste Sonder ka te gorie (alle weiteren 100,-Euro) bei Auswahl

durch die Bundesjury.(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von 1.000,– Euro für eigene Gäste/Fans)

37. DEuTSCHER RoCK & PoP PREiS 2019: HAuPTKATEgoRiEN

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

FESTIVAL 13

q 1

q 2

q 3

q 4

q 5

q 6

q 7

q 8

Deutscher Rock Preis (beste Rock-Band)

Deutscher Pop Preis (beste Pop-Band)

Deutscher Hard Rock Preis (beste Hard’n’Heavy-Band)

Deutscher Funk & Soul Preis (beste Funk/Soul-Band)

Deutscher Alternative Preis (beste Alternative-Band)

Deutscher Singer-Songwriter Preis (beste(r) Solosänger(in) – Wertung: Eigenkomposition und Stimme)

Deutscher Singer Preis (beste(r) Solosänger(in) – Wertung: Stimme)

Deutscher Country Preis (beste Country-Band)

Die durch die Jury ausgewählten Teilnehmer der Hauptkategorien präsentieren sich am 14. Dezember 2019

im Finale auf der Hauptbühne der Siegerlandhalle in Siegen mit jeweils einem Song (maximale Länge: 4 Minuten).

37. DEuTSCHER RoCK & PoP PREiS 2019: SoNDERKATEgoRiEN

q 9

Beste Filmmusik

q 18

Bestes Trancealbum

q 26

Beste A-Capella-Band

q 10 Bestes Kinderlieder-Album

q 11 Beste Experimentalband

q 12 Beste Crossoverband

q 13 Beste Hardcoreband

q 14 Beste Industrialband

q 15 Beste Progressiveband

q 16 Beste Skaband

q 19

q 20

q 21

q 22

q 23

q 24

Beste(r) Mundart-Interpret(in)

Beste(r) Electronic-Interpret(in)

Bestes Dancehall-Album

Beste Elektropopband

Bestes traditionelles Blues-Album

Beste Rock’n’Roll/Rockabillyband

q 27

q 28

q 29

q 30

q 31

q 32

Bestes Chanson-Album

Beste Punkband

Beste Gothic/Wave-Band

Beste(r) Gospel-Interpret(in)

Beste Gospelgruppe

Bestes Weltmusikalbum

q 17

Beste Nu-Metal-Band

q 25

Beste Cover/Revivalband

q 33

Bestes Hip-Hop-Album

8


2/2019 musiker MAgAziN


14 FESTIVAL

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

BEREICH RoCK:

q 34 Beste Rocksängerin

q 35 Bester Rocksänger

q 36 Bester Rocksong

q 37 Bestes Rockalbum

BEREICH PoP:

q 38 Beste Popsängerin

q 39 Bester Popsänger

q 40 Bester Popsong

q 41 Bestes Popalbum

BEREICH FuNK:

q 42 Beste Funk-Sängerin

q 43 Bester Funk-Sänger

q 44 Bester Funk-Song

q 45 Bestes Funk-Album

BEREICH HARD RoCK:

q 46 Beste Hard-Rock-Sängerin

q 47 Bester Hard-Rock-Sänger

q 48 Bester Hard-Rock-Song

q 49 Bestes Hard-Rock-Album

BEREICH METAl:

q 50 Beste Metal-Sängerin

q 51 Bester Metal-Sänger

q 52 Beste Metal-Band

q 53 Bester Metal-Song

q 54 Bestes Metal-Album

BEREICH FuSIoN-JAzz-RoCK:

q 55 Beste Fusion-Jazz-Rock-Sängerin

q 56 Bester Fusion-Jazz-Rock-Sänger

q 57 Beste Fusion-Jazz-Rock-Band

q 58 Bester Fusion-Jazz-Rock-Song

q 59 Bestes Fusion-Jazz-Rock-Album

BEREICH AlTERNATIvE:

q 60 Beste Alternative-Sängerin

q 61 Bester Alternative-Sänger

q 62 Bester Alternative-Song

q 63 Bestes Alternative-Album

BEREICH NEW AGE:

q 64 Beste New-Age-Band

q 65 Bester New-Age-Song

q 66 Bestes New-Age-Album

BEREICH R’N’B/Soul:

q 67 Beste R’n’B/Soul-Sängerin

q 68 Bester R’n’B/Soul-Sänger

q 69 Beste R’n’B/Soul-Band

q 70 Bester R’n’B/Soul-Song

q 71 Bestes R’n’B/Soul-Album

BEREICH REGGAE:

q 72 Beste Reggae-Sängerin

q 73 Bester Reggae-Sänger

q 74 Beste Reggae-Band

q 75 Bestes Reggae-Album

BEREICH lATIN-PoP:

q 76 Beste Latin-Pop-Sängerin

q 77 Bester Latin-Pop-Sänger

q 78 Beste Latin-Pop-Band

q 79 Bester Latin-Pop-Song

q 80 Bestes Latin-Pop-Album

BEREICH FolKRoCK:

q 81 Beste Folkrocksängerin

q 82 Bester Folkrocksänger

q 83 Beste Folkrockband

q 84 Bester Folkrocksong

q 85 Bestes Folkrockalbum

BEREICH CouNTRy:

q 86 Beste Country-Sängerin

q 87 Bester Country-Sänger

q 88 Bester Country-Song

q 89 Bestes Country-Album

BEREICH SCHlAGER:

q 90 Beste Schlager-Sängerin

q 91 Bester Schlager-Sänger

q 92 Beste Schlager-Band

q 93 Bester Schlager-Song

q 94 Bestes Schlager-Album

BEREICH MuSICAl:

q 95 Beste Musicalsängerin

q 96 Bester Musicalsänger

q 97 Bestes Musicalalbum

Die durch die Jury nominierten Preisträger aller Sonderkategorien werden am 14. Dezember 2019

auf der Hauptbühne der Siegerlandhalle in Siegen bekanntgegeben.

Die Anmeldeformulare können auch unter www.musiker-online.tv heruntergeladen werden.

MuSIKBuSINESS:

q 98 Bestes Rock-/Pop-Tonstudio (Preis-Leistungs-Verhältnis)

Bew.: CD, Studioausstattung, Mietpreis etc.

q 99 Bestes kreatives Independent-label (Rock & Pop)

Bew.: Produktionsübersicht (CD), Vertriebswege etc.

q 100 Bester Independent Musikverlag (Rock & Pop)

Bew.: Künstlerübersicht, Vermarktungsstrategie etc.

q 101 Beste Booking-Agentur (Rock & Pop)

Bew.: Künstler-, Konzert- und Tourneeübersicht

q 102 Erfolgreicher Musikmanager (Rock & Pop)

Bew.: Künstler- und Vermarktungsunterlagen

q 103 Erfolgreicher Musikproduzent (Rock & Pop)

Bew.: Künstler- und Produktionsangaben, CD

q 104 Kulturpreis für die Förderung der Rock- & Popmusik

in Deutschland

Bew.: Auf Empfehlung – keine Gebühren fällig!

MuSIKPRoDuKTIoN:

q 105 Bester neuer Rock- und Popkünstler des Jahres

q 106 Bestes CD-Album des Jahres (deutschsprachig)

q 107 Bestes CD-Album des Jahres (englischsprachig)

q 108 Bester Song des Jahres (deutschsprachig)

q 109 Bester Song des Jahres (englischsprachig)

q 110 Beste Studioaufnahme des Jahres

q 111 Beste Single des Jahres

q 112 Bestes Musikvideo

q 113 Beste Komposition

q 114 Bester deutscher Text

q 115 Bestes Booklet und Inlaycard

q 116 Beste Instrumentalband

q 117 Bestes Instrumentalalbum

q 118 Beste(r) Barpiano-Interpret(in)

INSTRuMENTAlISTEN:

q 119 Beste(r) Instrumentalsolist(in)

q 120 Beste(r) Gitarrist(in)

q 121 Beste(r) Keyboarder(in)

q 122 Beste(r) Schlagzeuger(in)

q 123 Beste(r) Bassist(in)

q 124 Beste(r) Percussionist(in)

q 125 Bestes Arrangement

q 126 Bestes Blasinstrument

musiker MAgAziN 2/2019

EINSENDESCHLUSS: 1. AUGUST 2019


STORIES 15

AXEL NAGEL

Sänger, Gitarrist, Performer

MM: Im September ist dein Album „Außer-

halb von Fahrzeugen“ erschienen. Wie lief die

Produktion?

AXEL NAGEL: Ich habe das Album mit meinem

mobilen Studio in mehreren Städten aufgenommen.

Zum Schreiben und Aufnehmen der Songs

reise ich gerne in andere Städte. Oft an den

Bodensee, dessen Weite mich inspiriert. Ich bin

dort immer in der ersten Januarwoche anzutreffen.

Entweder in Meersburg, Konstanz oder in

Lindau. Dort miete ich mir eine Ferienwohnung

und baue mein kleines Studio auf. Alle Instru -

men te, die evtl. aufgenommen werden sollen,

habe ich dabei. So entstehen die ersten wichtigen

Spuren der Songs. Die Feinheiten im Bereich

In strumentierung und Gesang mache ich dann

meistens zu Hause in Schwäbisch Gmünd, wo ich

vor allem den Gesang klanglich optimaler auf neh -

men kann. So entstand das Album in einem Zeit -

raum von vier Jahren an sieben Standorten.

MM: Warum hast du dich für deutsche Texte

entschieden?

AXEL NAGEL: Das war ein Prozess des Hinkom -

mens. Früher habe ich nur in Englisch getextet,

da meine damaligen Musikerkollegen und ich das

Abseits des kommerziellen Mainstreams

musiziert er seit 20 Jahren im verschiedenen

Bands – und das mit Erfolg: Vor Kurzem

wurde er in der Kategorie Singer-Songwriter

mit dem Deutscher Rock & Pop Preis 2018

ausgezeichnet.

einfach cooler fanden. Wir alle waren es ge wöhnt,

fast ausschließlich englischsprachige Songs zu

hören, die immer gut in unseren Ohren klangen.

Also lag es auf der Hand, auch in Englisch zu

schreiben. Doch vor ca. zehn Jahren fand bei mir

ein Umdenken statt. Ich wollte, dass meine Texte

und das, was ich damit ausdrücken wollte, eine

neue Qualität bekommen. Ich fing an, eigene

Songs aus dem Englischen zu übersetzen, und

nach einiger Übung war klar, dass ich deutlich

kreativer und freier an Inhalt und Ausdruck ar bei -

ten konnte. Somit machen die Texte jetzt 50 % der

Songs aus. So soll es sein!

MM: Du spielst das Theremin, ein ungewöhnliches

elektronisches Musikinstru ment, das

ohne Berührung gespielt wird. Wie funktioniert

das?

AXEL NAGEL: In der Tat ist das Theremin jetzt

auch immer bei Solokonzerten mit auf der Bühne.

Dabei stört deine Hand ein elektromagnetisches

Feld, das um zwei Antennen generiert wird. Bei

An nähe rung an die erste Antenne wird die Ton -

höhe verändert. Mit der zweiten Antenne be stimmt

man die Lautstärke des Tones, wiederum durch

den Abstand der Hand zum Instru ment. Dabei

entsteht ein Sound, der an eine singende Säge

erinnert und doch auch klingt wie from outer

space.

Für meine Songs teilweise ein zusätzlicher

Klang teppich, den ich dann live einsetze.

8

2/2019 musiker Magazin


16 STORIES

»Ich bin fest davon überzeugt,

dass mich alle Songs und Musiker

beeinflussen die ich je

bewusst in meinem Leben ge hört hab.«


17

MM: Welche Instrumente sind noch auf dem Album zu finden?

AXEL NAGEL: Die Idee des Albums ist, die akustische Gitarre in

den Vordergrund zu stellen. Dann kommen einige Percussion-

Instrumente wie Shaker, diverse Trommeln und Becken dazu, also

eher kein klassisches Drumset. Um dem Album im Sound Tiefe

und Raum zu geben, habe ich E-Gitarren in den Hintergrund gelegt,

die oft sphärisch klingen. Dazu hier und da elektrische Piano-Chords

und bei einigen Songs meine Querflöte, die nach vielen Jahren

unterm Sofa nun für mein Soloprogramm wieder zum Einsatz

kommt. Das alles verzahnt sich dann zu einem Sound, der sich

durch das ganze Album zieht.

MM: Was sind deine größten Einflüsse beim komponieren?

AXEL NAGEL: Diese Frage ist einfach zu beantworten und beinhaltet

doch so vieles. Ich bin fest davon überzeugt, dass mich alle Songs

und Musiker beeinflussen, die ich je bewusst in meinem Leben ge -

hört hab. Angefangen hat das tatsächlich bei akustischen Songs

von Simon and Garfunkel und endet bei Freigeistern wie z. B.

Markus Berges, dem Sänger und Songschreiber der Band Erdmöbel

oder Jan Frisch, der absolut in keine Schublade passt. Dazu kommen

Lebensphasen, in denen ich mich auf Genres wie Blues, Jazz

oder Bluegrass-Musik gestürzt habe. All diese Musik schwingt als

Idee in meinen Songs mit. Von daher gibt es da, und das finde ich

sehr befreiend, keinen wichtigsten Einfluss.

MM: Warum arbeitest du mit Loops?

AXEL NAGEL: Am reizvollsten war der Gedanke , dass ich mir mit

einem Soloprogramm zuallererst die Chance gebe, all meine Ideen

und Visionen zu 100 Prozent umzusetzen. Also ich bestimme

allein, wo es musikalisch hingehen soll. Schnell war mir klar, dass

ich außer Gitarre und Gesang mehr wollte. Eine andere Art der Per -

for mance. Neue, frische Klänge und damit auch neue Arran -

gements für die Melodien und Grooves, die aus mir kommen. Und

ich wollte forschen. Und diese Recherche wollte ich mithilfe von

Loopern betreiben, die mir helfen sollten, meine Songs zu unterstützen.

Nicht zum Selbstzweck, sondern als kreativer Assistent,

der mich zu spontanen kreativen Handlungen beim Proben und

auf der Bühne zwingt. Und das hat sich erfüllt. Und die Forschung

geht mit großer Freude immer weiter, wie ich jetzt nach ca. vier

Jahren Erfahrung sagen kann.

MM: Wenn man ein Wohnzimmer hat, das groß genug ist,

um etwa 25 Freunde zu beherbergen, kann man dich für

Wohnzimmer-Konzerte buchen. Was ist das Besondere an

diesen Konzerten?

AXEL NAGEL: Es ist definitiv ein ganz besonderes Erlebnis, wenn

du 25 Leuten quasi in die Augen schauen kannst, während du dein

Konzert spielst. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Publi -

kum sich fast mit dem Künstler verbindet, der da zu Besuch kommt.

Also ein sehr intensives, fast intimes Erlebnis, das dann alle gemein-

sam genießen. Und allein schon die Gespräche nach dem Konzert

sind es wert, ein Wohnzimmer als Konzertsaal aufzusuchen. Die

Leute trauen sich, auf den Musiker zuzugehen und zu fragen, was

hinter den Texten und der Musik steckt. Und das finde ich fast so

schön wie das Konzert selber.

MM: Du spielst außerdem in verschiedenen Bandprojekten

– welche sind das?

AXEL NAGEL: Meine Hauptband ist schon seit langer Zeit eine

Formation, die sich OPPORTUNITy nennt und ausgesuchte Songs

neu interpretiert, in dem Fall in Englisch. Dabei legen wir als Trio

das Hauptaugenmerk auf dreistimmigen Gesang, was beim Pu -

blikum direkt ins Herz trifft. Außerdem bin ich seit drei Jahren als

Sänger bei einer Soulband zu sehen, die fast ausschließlich Musik

der 60er- und 50er-Jahre spielt. Darüber hinaus gibt es so einige

Projekte, die zwar nicht regelmäßig laufen, aber bei denen ich immer

wieder versuche, Neuland zu betreten, wie bei einem Duo mit

einem Freund, der dann Piano spielt und ich nur das Theremin

bediene. Ich liebe die Vielfalt in meinem Musikerleben und die Vielfalt

der Stilistiken, die ich auf Bühnen präsentieren darf. Ich empfinde eine

tiefe Dankbarkeit, dass ich das alles umsetzen kann und sich immer

wieder Musikfans finden, die dies auch zu schätzen wissen.

AXEL NAGEL

„Ausserhalb von Fahrzeugen“

VÖ: 27. NOVEMBER 2018

WWW.AXELNAGEL.COM

MM: Seit 2004 bist du am Theater in Aalen als freier Musiker

für Musical-Produktionen und Kinderstücke tätig. Was be -

geistert dich bei dieser Arbeit?

AXEL NAGEL: Was mich reizt an der Musik fürs Theater, ist der

Auftrag, den man bekommt: Nach einem vorgegebenen Text oder

Inhalt, einen passenden Song zu komponieren. Ich habe am Theater

sehr viel über Musik gelernt, die eine bestimmte Stimmung ausdrücken

soll. Dabei spielt auch Background-Musik eine große

Rolle. Ich bekomme die Vorgaben vom Regisseur und in diesem

Rahmen kann ich mich austoben. Dann kommt die Arbeit mit den

Schauspielern, um die Songs ins Stück einzufügen, was wiederum

auch sehr spannend ist. Wenn nach sechs Wochen Arbeit dann

die Premiere ist und die Kinder große Augen machen, ist das ein

ganz besonderes Erlebnis das ich nicht mehr missen möchte. Und

da ich ja als Livemusiker immer dabei bin und teilweise im Stück

auch als Schauspieler agiere, ist das bei jeder Vorstellung ein Fest

für mich … und für mein inneres Kind genauso!

WEB: WWW.AXELNAGEL.COM

INTERVIEW: RONJA RABE | FOTOQUELLE: AXEL NAGEL

2/2019 musiker Magazin


18 STORIES

MM: Wie habt ihr euch 2016 zusammengefunden?

TICKET TO HAPPINESS: Musikalischer Aus -

gangs punkt für TICKET TO HAPPINESS war

interessanterweise die Musik AG eines Berufs -

kollegs in Siegen, die von unserem Banjo- und

Mandolinenspieler Patrick geleitet wird und in der

JP als Sänger sein Talent bei vielen Auftritten innerhalb

und außerhalb der Schule unter Beweis

stellte. Nach der Beendigung von JP’s Schulzeit

begannen die beiden zunächst als Duo, dann als

Trio mit Patricks Sohn Yannick an der Gitarre, ein

vielseitiges Repertoire an eigenen und gecoverten

Songs aufzubauen. Wir hatten schon von

Beginn an bei unseren kleineren Auftritten sehr

positive Rückmeldungen vom Publikum erhalten

und haben uns dann mit Mona an der Violine

Verstärkung geholt. Nach der Veröffentlichung

unseres erfolgreichen Debütalbums „All Aboard“

im Frühjahr 2018 haben wir uns dann entschlossen,

einen Kontrabassisten dazu zu holen, um

der Musik den Druck und musikalischen Teppich

zu verleihen, den sie in der CD-Produktion erhalten

hat. In dieser 5-köpfigen Besetzung spielen

wir momentan fast alle Konzerte.

»Wir möchten uns

langfristig in der ersten

Liga der deutschen

(Folk-)Musikszene

etablieren

und das Publikum

mit unserer

Musik begeistern.«

MM: Warum TickeT To Happiness?

TTH: Der Bandname resultiert aus dem gleichnamigen

selbst komponierten Song. Die Vor stel lung,

unser Publikum durch unsere Musik in einen Gute-

Laune-Modus zu versetzen, erschien uns von Be -

ginn an ein reizvoller Ansporn zu sein. Wir wollen

unseren eigenen Spaß und unsere eigene Be -

geisterung für unsere Musik an die Zuhörer weitergeben

und mit ihnen zusammen diese Musik

feiern. Die positiven Rückmeldungen des Pu bli -

kums zeigen uns, dass uns das bisher auch gut

gelingt.

MM: Wie würdet ihr eure Musik stilistisch

einordnen und was ist das Besondere an

eurer Musik?

TTH: Unsere Musik stilistisch einzuordnen ist gar

nicht so einfach und wir wollen uns da auch

bewusst nicht von vornherein festlegen und einschränken.

Sicherlich liegt der Schwerpunkt in der

modernen akustischen Folkmusik (New Folk),

aber Einflüsse aus der amerikanischen Country/

Bluegrass-Musik, Indie Pop oder Irish Folk sind

ebenfalls unverkennbar. Mitunter finden sich auch

französisch- und spanischsprachige Stücke in

unserem Programm. Wenn man uns fragt, was

das Besondere an unserer Musik ist, so würden

wir gerne auf Rezensenten unserer CD verweisen,

die immer wieder besonders die Frische, die

Offenheit und die sympathische Fröhlichkeit herausstellen,

die unsere Musik ausmacht, oder wie

es der Redakteur des Irish Music Magazine formuliert:

„The band presents music in the style of

musiker Magazin 2/2019


STORIES 19

TICKET TO

HAPPINESS

Mitreis(s)en lassen

Angetrieben von den Beats

des Cajóns und coolen

Gitarren- und Banjo-Riffs nimmt

die Indie-Folkband TICKET

TO HAPPINESS ihre Zuhörer

seit 2016 mit auf eine

musikalische Reise ins Glück.

DEAD SOUTH, MIGHTY OAKS oder LES YEUx

D´LA TETE. Wir mögen auch traditionelle und

moderne irische Musik wie etwa von den Bands

WE BANJO 3 oder FLOGGING MOLLY. In gewisser

Weise ist sicherlich auch Ed Sheeran ein Vor -

bild für uns, insbesondere wenn man da an seine

irisch beeinflussten Songs „Galway Girl“ oder

„Nancy Mulligan“ denkt, oder auch der amerikanische

Countrysänger Johnny Cash.

MM: Wie entstehen bei euch die songs?

TTH: Zu Beginn unseres gemeinsamen Musi zie -

rens wurden die meisten Stücke von Patrick ge -

schrieben, wobei unser Sänger JP schon frühzeitig

Texte zu den Songs geschrieben hat. Mittler weile

sind alle Bandmitglieder sehr aktiv im Song writing

engagiert. Meistens bilden kleine Melo dien oder

musikalische Pattern den Ausgangspunkt für einen

neuen Song. Die Ideen werden aufgenommen und

an die Bandmitglieder verschickt, jeder kann sich

einbringen, schließlich kommt der Song text dazu.

In Probewochenenden, die wir regelmäßig durchführen,

wird dann ganz intensiv an diesem Roh -

material gearbeitet und so lange an den Songs

gefeilt und arrangiert, bis wir zufrieden sind. Somit

kann jedes Bandmitglied seine Ideen und Vor stel -

lungen kreativ in die Musik einfließen lassen.

vibrant New Folk, captivating their listeners and

encouraging them to dance, sing and let loose“

(IMM, August 2018)

MM: Letztes Jahr habt ihr euer album „all

aboard“ mit zwölf eigenkompositionen veröffentlicht.

Wie waren die Reaktionen?

TTH: Unser Debütalbum ist bei Zuhörern und in

der Fachpresse sehr gut angekommen und wir

sind wirklich stolz darauf. Die Rezensionen in

verschiedenen nationalen und internationalen

Musikpublikationen sind außerordentlich positiv

ausgefallen und Songs der CD laufen in vielen

deutschen, aber auch ausländischen Radio sta -

tionen und sind in zahlreichen Playlisten auf

Onlineportalen wie Spotify vertreten. Mit unserer

Single „Icarus“ konnten wir sogar einen Wett -

bewerb der Radiosendung WDR 2 Pop gewinnen

und der Song wird in Kürze auch auf einer

irischen Compilation-CD erscheinen. Gewürdigt

werden in den Reaktionen immer wieder die

Frische und die hohe musikalische Qualität der

Songs, auch der Sound der CD kommt gut an.

Hierfür ist der Erfolgsproduzent Pomez di Lorenzo

verantwortlich, der in der Vergangenheit u. a. mit

Musikgrößen wie Sasha, Dick Brave oder Addys

Mercedes zusammengearbeitet hat.

MM: Wie kam es dazu, dass im „irish Music

Magazine“ über euch berichtet wurde und

„icarus“ nun sogar auf einem irischen

sampler gelandet ist?

TTH: Wir hatten ein Exemplar unseres Debüt -

albums „All Aboard“ zum Irish Music Magazine,

dem weltweit führenden Magazin für irische Musik,

geschickt und um eine Rezension gebeten. Die

CD hat den Redakteuren des Magazins dann so

gut gefallen, dass neben einer ausführlichen sehr

positiven Rezension zu unserer eigenen Über ra -

schung mehrere z. T. ganzseitige Berichte und

Interviews über uns dort erschienen sind. In Kürze

erscheint ein Sampler des IMM, auf dem unser

Song „Icarus“ zu hören ist – eine tolle Sache, über

die wir uns sehr freuen.

MM: Habt ihr musikalische Vorbilder?

TTH: Bands, die wir gerne hören und die auch

Einfluss auf unser eigenes musikalisches Schaffen

haben, sind etwa MUMFORD & SONS, THE

MM: ihr habt eine Vater-sohn-konstellation

in der Band. patrick (Banjo, Mandoline) ist

Vater von Yannick (Gitarre) und ihr verbringt

allesamt viel Zeit miteinander. Wie versteht

ihr euch privat?

TTH: Unser Teamspirit ist wirklich sehr gut. Wir verstehen

uns blendend und der Umgang untereinander

ist entspannt und stressfrei. Wir agieren alle auf

Augenhöhe, jeder kann sich beim Song writing

kreativ einbringen. Auch nach den Kon zer ten verbringen

wir sehr gerne noch Zeit miteinander und

tauschen uns bei einem Glas Bier aus oder feiern

zusammen. Auch die Vater-Sohn-Konstellation in

der Band ist für uns überhaupt kein Problem,

generell spielen Altersunter schiede weder beim

Musizieren noch beim anschließenden Feiern eine

Rolle. Das Bandgefüge und die Stimmung untereinander

könnten nicht besser sein.

MM: Beim Deutschen Rock & pop preis

habt ihr den zweiten preis in der kategorie

country belegt. Wie war das Finale für euch?

TTH: Der 8. Dezember 2018 bleibt sehr positiv in

unserer Erinnerung. Wir hatten ja beim Finale des

DRPP quasi ein Heimspiel, da mehrere Band mit -

glieder ihre Wurzeln in Siegen haben. Entsprechend

waren auch viele Freunde und Familien an ge hö -

rige unter den Zuhörern in der Sieger landhalle.

8

2/2019 musiker Magazin


20 STORIES

Was sich dann beim Auf tritt und bei der nachfolgenden Sieger -

ehrung ab gespielt hat, war schon bemerkenswert. Wir konnten ja

neben dem 2. Preis in der Kategorie Country viele weitere Preise

gewinnen, so haben wir in der Kate gorie Folkrock in allen fünf

Unter kate go rien die ersten Preise gewinnen können, u. a. als

beste Folk rock band mit der besten Folkrock-CD des Jahres.

Weitere erste und zweite Preise gab es in der Kategorie Country,

u.a. als bester Country-Sänger. Mit diesem riesigen Erfolg haben

wir absolut nicht gerechnet und uns dementsprechend mega ge -

freut. Natürlich hat uns dieser große Erfolg in der deutschen

Folkszene viel Aufmerksamkeit eingebracht und wird uns auf

unserem weiteren musikalischen Weg sicherlich helfen.

MM: Wie viele konzerte spielt ihr so pro Jahr und wo kann

man euch 2019 live erleben?

TTH: Wir kommen im Jahr auf etwa 35 – 40 Konzerte und spielen

dabei auf Festivals, in Musikclubs, auf Stadtfesten oder auch

auf Straßenmusikfestivals in ganz Deutschland. Highlights in diesem

Jahr sind etwa der Venner Folkfrühling am 10.5., das

Festival „Kultur Pur“ in Hilchenbach am 10.6., das F60 European

Celtic Music Festival in Lichterfeld am 14.6., das internationale

Straßen musik festival in Münster am 29./30.6. oder das größte

deutsche Folk-Roots-Weltmusikfestival in Rudolstadt, wo wir

am 7. Juli gleich zwei Auftritte haben werden.

MM: Was sind eure weiteren musikalischen Ziele?

TTH: Wir möchten uns musikalisch noch weiter entwickeln,

weitere Songs schreiben und möglichst im nächsten Jahr ein

weiteres Album mit eigenen Songs veröffentlichen. Durch unsere

CD-Produktionen, aber auch durch unsere Liveperformance

möchten wir uns langfristig in der ersten Liga der deutschen

(Folk-)Musikszene etablieren und das Publikum mit unserer

Musik begeistern. Nicht zuletzt wollen wir aber vor allem unseren

Spaß und die Begeisterung für unser gemeinsames Musi -

zieren behalten und an unsere Zuhörer und Konzertbesucher

weitergeben. Das ist letztlich für unsere eigene Zufriedenheit

und für unseren Erfolg entscheidend.

WEB: TICKET2HAPPINESS.DE

INTERVIEW: RONJA RABE

FOTOQUELLE: TICKET TO HAPPINESS

»Im Mittelunkt des musikalischen Fahrplans stehen Originalsongs von

Mandolinen- und Banjospieler Patrick Helle. Gemeinsam mit dem Sänger

Jan Philipp Bäumer (JP) etablierte sich hier ein kongeniales Songwriting-

Team. Das virtuose Violinenspiel von Mona Kaczmarczyk bietet begeis -

ternde Melodieverläufe und Klangfarben, die den Zuhörer emotional

berühren. Ihre beeindruckende Gesangsstimme ergänzt sich perfekt

mit der Stimme von JP. Der preisgekrönte Akustikgitarrist Yannick Helle,

Patricks Sohn, bereichert den Bandsound mit seinem dynamischen

Gitarrenspiel und treibt die Musik mit seinem druckvollen Cajón-Spiel an.«

TICKET TO HAPPINESS

„All Aboard“

VÖ: APRIL 2018

TICKET2HAPPINESS.DE

FACEBOOK.COM/TICKET.TO.HAPPINESS

musiker Magazin 2/2019


STORIES 21

2/2019 musiker Magazin


22 STORIES

So alltäglich und so dada

wie das Leben

FRIEDRICH

CHILLER

VALENTIN SCHULZ • Vocals, E-Bass

PHILIPP SCHENDERA • E-GitarrE

MARKUS LÄMMEL • Drums

FRIEDRICH CHILLER

„Cloud Pop“

VÖ: 29. MÄRZ 2019

FRIEDRICH-CHILLER.DE

Ein leicht verstrahltes

Samstagmorgenblinzeln.

Den Club-Beat noch

in den Beinen, ertappst du

deine Synapsen, wie sie

sich verselbstständigen

und buntestes Kopfkino

anwerfen … Genau diesen

Moment verkörpert die

Newcomer-Band

FRIEDRICH CHILLER aus

Dresden. Der junge

Sound und die bildreichen,

deutschsprachigen

Rap-Lyrics der Band

scheinen am Trommelfell

zu fluoreszieren.

MM: Euer aktuelles Album „cloudpop“ klingt

anders als die EP „Wunschinsel“ von 2017.

Warum der Stilwechsel?

ValEntin: ich wollte mich beim schreiben durch

nichts einschränken und hab einfach musik produziert,

die ich in dem moment cool fand und

ge spürt hab. Dadurch gab es keine tabus, was

dazu geführt hat, dass sich unser stil stetig weiterentwickelt.

MM: Wie entstehen eure Songs?

ValEntin: meistens habe ich eine idee, die mir

beim Bahnfahren, im Fahrstuhl oder im Kino einfällt.

Das schreib ich mir auf und schmücke das

bei mir zu Haus im „G-street studio“ zu einem

vorproduzierten song aus. Das dauert machmal

zwei Wochen und manchmal nur drei tage.

meistens bin ich in dieser Zeit komplett im tunnel

und mache nichts anderes. Wir checken an -

schließend zu dritt Details aus oder verändern

noch ganze songstrukturen. Bei dem song „tieZ“

zum Beispiel hat markus den Drum-Beat kreiert.

Der hat sich dann bewährt!

MM: Worauf achtet ihr beim Texten? Welche

Messages sind euch wichtig?

ValEntin: ich finde Plakativität gut, liebe aber

auch Wortspiele, metaphern und anspielungen.

„masel tov“ ist zum Beispiel voll davon. mitunter

tauchen in unseren texten Konsumkritik und linkes

ideengut auf. ich hoffe aber auch, mit unserer

musik das thema Drogen, insbesondere cannabis,

gesellschaftsfähiger zu machen.

MM: Euer Album habt ihr mit dem österreichischen

Produzenten Adam Zebo (u. a.

Bilderbuch) aufgenommen. Wie kam der

Kon takt zustande?

ValEntin: Wir sind krasse „Bilderbuch“-Fans

und haben gewusst, dass Zebo adam und alex

tomann diese produziert haben. Daraufhin hab

ich Zebo auf Facebook angeschrieben, zwei

Demos angehangen und er war sofort am start.

alex hat dann auch das mixing gemacht.

MM: Was habt ihr mit Falco gemein?

ValEntin: Für uns ist es immer wichtig, einen

modernen Bandsound zu zelebrieren und die

musiker Magazin 2/2019


23

musik durch verschiedene Verschmelzungen

weiterzutreiben. Für uns war Falco ein re vo lu -

tionär in der Popmusik. Da kann man sich schon

mal eine scheibe abschneiden und den Vibe, der

von ihm ausging, weiterleben. sein rap ist funky

und einzigartig. Bei „Blauer Honig“ wird mir hin

und wieder gesagt, dass der rap nach Falco

klingt. ich freu mich dann immer, weil das harte

Pumpen seiner songs in dieser Zeit wohl etwas

abgefärbt hat.

MM: Wer kümmert sich bei euch um das

Booking?

ValEntin: Das macht „soundsgood“. Ein junges

Booking-Duo aus Karlsruhe. Früher haben wir

das selbst gemacht. Da die Jungs aber sowieso

viel bessere connections haben, kann man sich

so besser aufs musikmachen konzentrieren.

MM: Ihr tretet live mit Auto-Tune auf. Warum?

MM: Mit was für Leuten umgebt ihr euch in

eurer Freizeit? Welche Charakter eigen schaf -

ten sind euch wichtig?

ValEntin: Ein witziger, entspannter umgangs ton

ist uns wichtig, dass es flache Hierarchien gibt

und dass man sich selbst nicht so ernst nimmt.

MM: Was sind eure weiteren musikalischen

Ziele?

MM: Wie ist es, als deutsche Band in Öster -

reich zu spielen?

ValEntin: Echt entspannt. ich glaube dahingehend

nicht wirklich an Grenzen. man wird herzlich

behandelt und dann geht es eigentlich auch

nur noch um die musik. Woher die ist, ist egal.

Wie achim Funk – Produzent von sHacKE onE

mal meinte: „Hauptsache der Beat zeckt.“

ValEntin: auto-tune ist ein einzigartiger Effekt.

ob es einem gefällt oder nicht ist eine andere

Frage. ich verstehe nicht, wieso man sich davor

aus Prinzip verschließen sollte. als leo Fender

die erste E-Gitarre auf den markt gebracht hat,

gab es sicher auch Gegner, die gemeint haben,

dass das nicht mehr real ist. „solidarität“ ist ein

song, da ist auto-tune die ganze Zeit an. Funk -

tio niert nicht ohne, haha!

ValEntin: Wir wollen immer unsere eigenen

songs feiern können. Das heißt: sich bloß nicht

einer musikindustrie unterjochen. ob das nun be -

deutet, dass wir arm und unbekannt sterben oder

Festivalsaisons spielen und groß rauskommen,

wissen wir nicht. letzteres wäre aber schon cooler.

intErViEW: RONJA RABE

Fotos: FABIAN CATONI

2/2019 musiker Magazin


24

»Gute Live-Musik ist keine

Einzelleistung, es ist vielmehr

das Produkt von

perfekter Zusammenarbeit«

Von der Hobbyband

zum Nebenjob-Musiker

und nun auch noch

Gewinner des Deutschen

Rock Preises 2018.

Im Interview erzählt

Pianist und Keyboarder

Tobias Keser,

wie JUST DUTY FREE

es so weit

geschafft haben.

JUST DUTY FREE

MM: Vor 10 Jahren habt ihr gemeinsam an -

gefangen, hobbymäßig in einer Coverband zu

spielen. Das lief dann so gut, dass ihr die

Band seit 2015 als richtigen Nebenjob be -

treibt und auch eine GbR gegründet habt.

Wie kam es dazu?

JUST DUTY FREE: Genau, wir machen seit mittlerweile

über zehn Jahren zusammen Musik und

wissen deshalb auch genau, wie sich der andere

auf der Bühne verhält. Wir fühlen uns zusammen

auf der Bühne sicher und wohl. Das merken die

Zuschauer und es gefällt ihnen. Wir hören immer

wieder, dass man sieht, dass uns das Spaß

macht, was wir machen. Es sei toll, uns dabei

zuzuschauen.

Ein anderer Grund, warum wir erfolgreich sind,

ist, dass wir Wert auf Qualität legen. Klar muss

jeder für sich seine Parts üben, aber ein Solo zu

einem Playback dazuzuspielen oder es ge konnt

mit vier anderen Musikern zu einem Ganzen verschmelzen

zu lassen, sind zwei verschiedene

Welten. Gute Live-Musik ist keine Einzelleistung,

es ist vielmehr das Produkt von perfekter Zusam -

men arbeit. Und genau das machen wir.

MM: Ihr habt dann auch angefangen, eigene

Songs zu schreiben. Warum?

JDF: Ich glaube, jeder richtige Musiker verspürt

irgendwann den Drang, seinen eigenen Song zu

schreiben, seine eigene Geschichte und Gefühle

über Melodien und Akkorde anderen Menschen

zu erzählen. Das hat bei uns eigentlich schon

recht früh angefangen, aber wir wussten damals

noch nicht richtig damit umzugehen. Erst mit der

Zeit und dem Covern von berühmten Stücken

entdeckten wir, welche Möglichkeiten es in der

Welt der Musik gibt. Das können wir jetzt gezielt

in unseren eigenen Songs verwenden, um genau

das auszudrücken, was wir wollen.

MM: Wie entstehen eure Songs? Habt ihr

dabei eine fixe Rollenverteilung?

JDF: Unsere eigenen Songs entstehen nach dem -

selben Prinzip, wie wir auf der Bühne Musik

machen: zusammen. Natürlich kennt jeder für

sich sein Instrument am besten, aber es gibt bei

uns nicht wirklich eine Rollenverteilung beim Song -

schreiben. Am Anfang kommt jemand mit einer

Idee: Einem Gitarrenlauf, einer Akkordabfolge

oder einer Textzeile. Und darauf bauen wir dann

alles auf. Eine Idee folgt der nächsten, bis irgendwann

ein grobes Gerüst steht, und dann kommen

die Details. Das dauert natürlich lange, und

musiker Magazin 2/2019


STORIES 25

Versicherungen für

alle Eventualitäten ®

JUST DUTY FREE

„For Now, It’s An EP“

VÖ: 2017

JUSTDUTYFREE.DE

FACEBOOK.COM/JUSTDUTYFREE

es wird oft wieder etwas geändert, was einem vorher gut gefallen hat.

Das kann manchmal auch ganz schön frustrierend sein. Aber am

Ende ist es umso schöner, wenn man dann mit dem Applaus vom

Publikum belohnt wird.

MM: Wie habt ihr euren eigenen Stil gefunden?

JDF: Ich würde nicht sagen, dass wir einen eigenen Stil gefunden haben.

Wir haben vielmehr fünf verschiedene Stilrichtungen. Dadurch, dass

wir alle zusammen an den Songs arbeiten, und der eine bei dem einen

Song vielleicht etwas weniger dazu beiträgt als der andere, dafür aber

bei einem anderen Lied wieder mehr, wird jeder Song etwas anders.

MM: Warum singt ihr auf Englisch?

JDF: Wir haben lange diskutiert, ob wir Englisch, Deutsch oder sogar

beides beim Texteschreiben verwenden. Aber letztendlich haben wir

uns für englische Texte entschieden, weil wir finden, dass die deutsche

Sprache so hart klingt und weil wir letztendlich mit englischsprachigen

Songs aufgewachsen sind, wodurch sich das Englisch in Liedern

einfach richtiger anfühlt.

Ganz gleich, gegen was Sie sich schützen möchten:

Wir sind seit über 30 Jahren Ihr kompetenter Versicherungspartner

rund um das Thema Entertainment

und Events. Und sogar freundlicher Besuch

aus dem All ist bei uns mitversichert.

MM: Ihr habt das Glück, einen eigenen Proberaum zu haben.

Wie oft probt ihr?

8


26 STORIES

»Wir fühlen uns

zusammen auf der Bühne

sicher und wohl.

Das merken die Zuschauer

und es gefällt ihnen.«

JDF: Das stimmt! Wir sind überaus froh, einen

eigenen Proberaum zu haben. Dadurch ist man

einfach unabhängiger und flexibler. Es stört zum

Beispiel niemanden, wenn wir bis spät in die Nacht

hinein proben, und wir können so laut spielen,

wie wir wollen bzw. wie es uns unsere Ohren erlauben.

Es fühlt sich auch einfach mehr nach einem

Arbeitsplatz an, als wenn man bei irgendwem

privat proben muss.

Am Anfang haben wir uns fast jede Woche

getroffen und geprobt. Als wir jedoch immer

mehr Anfragen und somit auch mehr Auftritte

bekommen haben, sind aus den Probe wochen -

enden zunehmend Auftrittswochenenden geworden,

bis irgendwann gar keine Zeit mehr für

Proben war. Jetzt hat sich das bei uns so eingependelt,

dass wir in der auftrittsschwachen Zeit –

meist über den Winter – versuchen, einmal im

Monat zu proben. Dadurch, dass nämlich mittlerweile

über die Hälfte der Band einen festen Job

neben dem Musikerdasein hat, ist es oft gar

nicht so leicht, einen gemeinsamen Termin zu

finden.

MM: Wie bewältigt ihr den ganzen Organi -

sa tionsaufwand für die Band neben Beruf

und Studium?

JDF: Anfangs haben wir die Band alle zusammen

gemanagt. Bald aber hat sich herauskristallisiert,

dass unser Sologitarrist, der Marius, mittlerweile

eigentlich die meisten Aufgaben übernommen

hatte, als dem Rest der Band fast schon gleichgültig

war, ob wir noch Auftritte bekommen oder

wie es mit der Band überhaupt weitergehen soll.

In der Zeit haben wir viel diskutiert und herumprobiert,

um unser Projekt JUST DUTY FREE zu

retten und wieder auf Kurs zu bringen. Die Lösung

war letztendlich, den Marius offiziell zu unserem

Manager zu machen und ihn auch als solchen zu

entlohnen. Natürlich hat jeder noch seine kleinen

Aufgabenbereiche wie Werbung zu machen oder

die Finanzen zu verwalten, aber was das ganze

Organisatorische angeht, so macht das alles der

Marius und wir sind sehr froh darüber. Denn er

macht das richtig gut und wir brauchen uns

keine Sorgen zu machen, dass es bei einem

Auftritt irgendwelche Probleme gibt.

MM: Was war bisher euer bester Auftritt?

JDF: Das ist eine sehr schwierige Frage! Prinzipiell

ist nämlich jeder Auftritt, bei dem wir das Publi -

kum mitreißen können, ein guter Auftritt für uns.

Natürlich gibt es da dann Auftritte, die besonders

herausstechen, weil die Location eine besondere

ist, wie zum Beispiel das Tollwood Festival in

München oder das Sommerfestival in Rosenheim.

Wir spielen aber auch in Festzelten vor mehreren

hunderten Feierwütigen, was wiederum eine

ganz andere Art von Auftritt ist. Und dann gibt es

noch die Art von Auftritten, bei denen wir einfach

wissen, dass es großartig wird, weil all unsere

Fans dabei sind. Hierzu zählt zum Beispiel die

After Wiesn Party vom Frühlingsfest in Wasserburg

am Inn.

MM: Gerade wurdet ihr mit dem Deutschen

Rock Preis 2018 ausgezeichnet. Wie war die

Veranstaltung für euch und was macht ihr

jetzt mit dem Preis?

JDF: Die veranstaltung war wirklich außergewöhnlich

und wir können es ehrlich gesagt immer noch

nicht so ganz fassen, dass wir am Schluss den

1. Platz belegt haben. Es waren so viele gute

Musiker an einem Ort versammelt und wir durften

den ganzen Tag lang unterschiedlichste Musik

und Künstler auf der Bühne bestaunen. Da waren

von Funk über Pop bis zu Alternative alle Musik -

richtungen dabei, die man sich nur vorstellen kann.

Jede Band hatte insgesamt fünf Minuten Zeit, um

ihre Instrumente aufzubauen und den Song, mit

dem man sich beworben hat, zu performen. Als

wir schließlich an der Reihe waren, ging alles so

schnell, dass wir gar nicht wirklich mitbekommen

haben, was passiert. Mir persönlich kam das fast

so vor wie in einem Traum. Der Pokal steht jetzt

natürlich bei uns im Proberaum an einem ganz

besonderen Platz. Die Auszeichnung „Beste

Rock Band“ des Deutschen Rock & Pop Preises

zaubert einem dann doch ein stolzes Lächeln ins

Gesicht.

MM: Was sind eure nächsten Ziele?

JDF: Unsere Ziele sind auf jeden Fall, die Band

trotz zeitaufwendigen Berufs- und Privatlebens

aufrecht zu erhalten und weiterhin viele tolle Mo -

mente auf der Bühne zu erleben.

Derzeit sind wir nebenbei auch dabei, ein Album

mit unseren eigenen Songs aufzunehmen, was

sicherlich noch viel Zeit und Herzblut in An spruch

nehmen wird. Im Großen und Ganzen kann man

also sagen: Wir werden bestimmt in ferner Zu -

kunft noch zusammen Musik machen, egal ob

eigene oder gecoverte Songs, denn wie man so

schön sagt. „The show must go on!“

WEB: WWW.JUSTDUTYFREE.DE

INTERvIEW: RONJA RABE

FOTOQUELLE: JUST DUTY FREE

GRAFIK: © PAKHNYUSHCHYY / FOTOLIA

musiker Magazin 2/2019


STORIES 27

ÖTTE

Nicht gecastet und

nicht auf Rosen gebettet,

keine fremden

Songschreiber und kein

Musikstudium.

Es gibt genug zu erzählen

und es ist nie zu spät,

noch mal durchzustarten.

ÖTTE

„gare du noise“

VÖ: 25. JANUAR 2019

OETTE.JIMDO.COM

WWW.OETTESOLO.NET

WWW.FACEBOOK.COM/

OETTEDERERSTE

MM: Gerade ist euer Album „Gare du Noise“

er schienen. Bist du zufrieden mit dem Album?

ÖTTE: Ja, in dem Album stecken sehr viel Spaß,

Freude und Euphorie. Bis auf wenige Kleinig kei -

ten bin ich überaus happy mit der CD. Sie ist

abwechslungsreich und packend, wie ich finde.

Ich habe ein wirklich gutes und zufriedenes Ge -

fühl.

MM: Wie sind die Songs entstanden?

ÖTTE: Die meisten Songs haben der Key boarder

Alex und ich daheim im Proberaumkeller vorkomponiert

und dann so als rohe Fetzen aufgenommen.

Darauf habe ich getextet und dann

sind wir ab ins Studio. Unser Gitarrist Amadeus

betreibt in Kaarst ein eigenes Studio. Er hat dann

die Songs ausproduziert.

Die anderen Bandmitglieder hatten dabei alle

Freiheiten, sich einzubringen. Und so ist es am

Ende ein richtiges Bandalbum geworden. Manch

eine Nummer ist wirklich ganz anders geworden,

als ich es zuerst gedacht hatte.

MM: In dem Song „Flaschenpost“ singst du

über Sophie Scholl. Warum war es dir wichtig,

einen Song über sie zu schreiben?

ÖTTE: Auf dem Rockliner von Udo Lindenberg

habe ich den Buchautor Tim Pröse kennengelernt.

Der lud er mich später ein, bei einer seiner

Lesungen zu lesen.

Das Buch „Jahrhundertzeugen“ hat mich sehr

gefesselt und inspiriert. Als ich das Kapitel über

Sophie Scholl gelesen hatte, kam mir die Idee

zu diesem Song.

Dass sich damals Menschen wie z. B. Sophie

und Hans Scholl ihren Werten und ihren Moral -

vorstellungen verpflichtet fühlten, ungeachtet

aller Konsequenzen bis hin zu ihrem Tod, ist ein

bewegendes Thema. Diese Geschichten müssen

einfach weitererzählt werden und weitertreiben,

eben mit dieser Flaschenpost.

MM: Wenn Du eine Sache auf der Welt verändern

dürftest: Was wäre das?

ÖTTE: Puh – da reicht das Interview jetzt aber

nicht aus :). Ich würde die Gelder dieser Welt

einfach gerechter verteilen – eigentlich ist genug

für alle da! Und ich würde alle Kriegstreiber

ent waffnen, denn wir haben nur diesen einen

Planeten.

MM: Für das aktuelle Album hat sich die Band

noch einmal umbesetzt. Wo ist der Unter -

schied zur ÖttEBAND früher?

ÖTTE: Was heißt umbesetzt? (lacht) Die ÖTTE-

BAND hat sich definitiv nach dem schwarzen

Album aufgelöst. Ich habe dann solo weitergemacht

mit meinem ruhigen „In Stillen Mo men -

ten“-Album, das ich inzwischen als das für mich

bisher wichtigste bezeichne.

Das ist jetzt eine neue, frische, motivierte

Band. Der Unterschied ist wohl der, dass jeder

seine eigenen Projekte hat oder noch in anderen

Bands mitwirkt. Wir hängen uns nicht ständig

auf der Pelle und freuen uns, wenn wir

zusammen Musik machen. Ich glaube, mit dieser

Situation sind alle glücklich und auch sehr

zufrieden mit der neuen Platte.

MM: Sind Live-Auftritte geplant?

ÖTTE: Na klar, das Booking startet jetzt so lang -

sam. Die Termine trudeln ein. Ich bin immer noch

auf der Suche nach einem Booker, der mit uns

arbeiten möchte. Es ist ja alles am Start. Platten -

firma, Promofirma, eine echt bockstarke Band,

Programm – wir können eigene Sachen zocken,

haben aber auch Coversongs im Gepäck, wenn

es z.B. für Stadtfeste sein muss. Also Anfragen

gerne zu mir.

MM: Was mögt ihr lieber, die leisen oder die

lauten töne?

ÖTTE: Ach – ich liebe einfach beides. Ich mag

sowieso keine Schubladen. Der richtige Song

zum richtigen Zeitpunkt – das ist doch geil …

Ich rocke total gerne ab, so als Rampensau, wie

ja viele sagen, aber dann durchschütteln, Trän -

chen im Auge und eine Ballade singen … Ich

liebe das!

MM: Was wird dein nächstes Projekt?

ÖTTE: Derzeit ist natürlich viel Arbeit angesagt

wegen Promo und so, aber tatsächlich plane ich

jetzt schon die nächste Platte. Die soll sehr ruhig

werden, klavierlastig, das fehlt mir noch in meiner

Sammlung, und dann werden wir vermutlich

Songs von dem ein oder anderen Song poeten

covern und eigens interpretieren. Da freue ich

mich schon drauf, so alte Songs von Wolf Mahn

bis Udo Lindenberg zu durchforsten und geheime

Schätze zu bergen. In erster Linie suche ich

hier die unbekannteren Songs. Und zur Jahres -

mitte möchte ich meine erste Kinder-CD aufnehmen.

Meine Tochter ist jetzt 10 und ich habe da

eine Riesenfreude dran, mit ihr da jetzt was zu

starten – soll dann so in die Kinder gartenecke

abzielen. Ich bin ja auch manchmal noch ein

kleines Kind … :D

WEB: WWW.OETTESOLO.NET

INTERvIEW: RONJA RABE

FOTO: CHRISTIAN GABEL

2/2019 musiker Magazin


28 STORIES

CONNY CONRAD

Über 40 Jahre führte er ein spannendes Doppelleben

MM: Während du als Musiker auf 121 veröffentlichten

Tonträgern zu hören bist, hast du

parallel als erster Kriminalhaupt kommis sar

gearbeitet. Wie konnte sich dieser Kriminal -

tango der völlig verschiedenen Berufswelten

entwickeln?

CONNY CONRAD: Für Schubladendenker ist das

natürlich eine Nummer zu viel, aber für mich

wurde dieser Lebensweg seit 1978 Jahr für Jahr

normaler. Als Polizistensohn hatte ich automatisch

schon als Kleinkind einen anderen Zugang

zum Thema Polizei als andere. Das war ebenso

normal für mich wie die Erkenntnis, mit einem

außer gewöhnlichen musikalischen Talent, insbesondere

an der Gitarre und beim Komponieren,

ausgestattet worden zu sein. Diese Symbiose

führte dann letztendlich zu 40 Jahren „Kriminal-

tango“.

MM: Was denkst du, wie hat sich die Be deu -

tung von Musik in der Gesellschaft über die

letzten Jahrzehnte gewandelt?

CC: Die Entwicklung sehe ich zweigeteilt. Zum

einen existiert noch die ältere Generation, die das

Können eines guten Musikers noch zu schätzen

weiß und bereit ist, für dieses Hörerlebnis zu

bezahlen (Tonträger, digital, live), und zum anderen

die jüngere Generation, die mit dem Selbst -

verständnis aufwächst, Musik sei kosten los und

musiker Magazin 2/2019


STORIES 29

eher im Bereich Wellness-/Relaxation-Instru -

mentalmusik, außerdem komponierst und

produzierst du Musicals und Popmusik bis

hin zu Schlager. Woher kommt diese vielfältige

Musikbegeisterung?

CC: Anscheinend gibt es diese Schubladen, die ja

nicht ich erfunden habe, bei mir nicht so ausgeprägt,

wie es uns die selbsternannten „Format-

apostel“, allen voran im Radio, vorkauen. Musik ist

und bleibt Geschmacksache, die man nicht diskutieren

sollte. Ich drücke niemandem meinen Ge -

schmack auf und spiele einfach, was mir gefällt.

Als Profi kann ich da natürlich emotional trennen.

Während ich heute noch bei manchen Prog -

passagen Tränen vor Freude und Gänsehaut beim

Spielen und/oder beim Hören bekomme, produziere

ich Schlager oder Auftragsproduktionen einfach

deshalb, weil ich’s kann. Diese Flexibilität

wünsche ich mir bei manch anderen, insbesondere

bei denen, die Musik vermarkten.

MM: Du bist einer der schnellsten Gitar ris ten

(messbar in Anzahl Töne/Sekunde). Ist das

noch virtuose Musik oder eher Sport?

CC: Das ist sicher beides. In meinen Anfangs -

jahren in den 70ern, als ich die Soli meiner

Helden (allen voran Toni lommi, aber auch Jimmy

Page, Ritchie Blackmore oder Alvin Lee) so lange

übte, bis ich schneller war, unterlag ich dem

Irrglauben, umso erfolgreicher zu werden, je virtuoser

man spielt. Heute weiß ich, dass da kein

Zusam menhang zwischen Können und kommerziellem

Erfolg besteht. Erfolg hat nicht der bessere

Musiker, sondern der, der besser vermarktet wird.

Heute hören wir ja so gut wie gar kein Gitar ren -

solo mehr im Formatradio. An der alten Machart

(Intro, Vers, Ref, Vers, Re., Gitarren solo, Ref, usw.)

habe auch ich mich zugegebenermaßen sattgehört.

Ich lasse bewusst an anderen Stellen bei

Studioproduktionen kurz im Song die Sau raus

oder wie früher live, wenn ich spüre, dass das

bei den Leuten ankommt. Ganz ehrlich, dieses

Malmsteen-Gedudel kann sich ja kein normaler

Mensch lange anhören, abgesehen von den Gi -

tarristen, die auch gerne so spielen würden. Mir

macht die Speedguitar einfach nur Spaß und ist

zudem auch eine sehr gute Konzen tra tions übung

für Kopf und Hände.

MM: Woher hast du dein Talent als Musiker?

CC: Ich vermute mal, von meinen Eltern. Nein,

Spaß beiseite, wahrscheinlich hat es mich schon

mitgeprägt, dass mein Vater Akkordeon spielte

und mit meiner Mutter zweistimmig die Schlager

der 50er und 60er in der Küche sang. Daher vieljederzeit

beliebig abgreifbar vorhanden, ähnlich

wie die Luft zum Atmen. Unterstützung findet

diese fatale Einschätzung durch Strea ming -

dienste, Torrentpages oder Converter (YouTube

to mp3).

»Auch ich verwende

sehr gerne neue Sounds,

aber ich spiele

alles selbst an der Gitarre

und am Keyboard ein,

bis hin zum kleinsten

Arpeggio.

Handmade, so leiste ich

meinen bescheidenen

Beitrag dazu,

dass Musikmachen

etwas Besonderes ist und

bleibt.«

Auf der musikalischen Seite sieht es ähnlich

düster aus. Da ist heute der Sound wichtiger als

die Harmonie/Melodie. Endlos viele Program -

mier fabriken veröffentlichen Samples, die noch

von echten Musikern eingespielt wurden, ge -

paart mit vorgefertigten Loops und „Cinematic

Ambient Sounds“ versehen, um diese dann mit

digitalen Adaptionen längst existierender Vintage -

sounds zu verbinden.

Dadurch haben wir heute einen belanglosen

Brei von unzählig gleichklingenden (und gleichlauten)

Tracks im „Loudness War“ irgendwelcher

talentfreier „Musiker“, deren Namen sich mittlerweile

gar niemand mehr merken kann und auch

nicht mehr merken will.

Auch ich verwende sehr gerne neue Sounds,

aber – und das ist wohl der gravierende Unter -

schied – ich spiele alles selbst an der Gitarre und

am Keyboard ein, bis hin zum kleinsten Arpeggio.

Handmade, auch wenn es die große Masse aus

genannten Gründen nicht mehr interessiert. So

leiste ich meinen bescheidenen Beitrag dazu, dass

Musikmachen etwas Besonderes ist und bleibt.

MM: Prog-Rock ist dein Lieblings-Genre, die

kommerziellen Erfolge verzeichnest du aber

leicht auch meine Liebe zur Mehrstimmigkeit in

den Gitarrensoli und im Chorgesang. Meine Ge -

sangsstimme klingt nicht sehr schön, aber be -

züglich Tonsicherheit und Harmoniegesang wurde

ich reichlich ausgestattet – zum Leidwesen mancher

Sänger mit gut klingender Stimme, aber deutlichen

Schwächen, in Tune zu singen, ge schweige

denn im Satzgesang :-))

Ansonsten fand ich niemand, trotz Ahnenfor -

schung, der in der Verwandtschaft über ein solch

ausgeprägtes Talent verfügte. Für dieses Talent bin

ich der Natur und meinen Eltern ewig dankbar!

MM: Von 1999 bis 2009 warst du Bandleader

der deutsch-britischen Band „Dark Ocean“.

Wie und wo habt ihr euch damals zusammengefunden?

CC: Eine schöne und gleichzeitig traurige Ge -

schichte. Ich war 1998/1999 mit meiner Frau in

Australien. Wir haben dort geheiratet, und ich

schrieb die neue Australienhymne „Welcome to

Australia“, die dort in Brisbane uraufgeführt und

von der Deutschen Sporthilfe für die deutsche

Olympiamannschaft Sydney 2000 nominiert

wurde. Den Drummer Mark Coughlan aus London

lernte ich dort kennen und gründete mit ihm die

Band DARK OCEAN. Wir schrieben mit fünf Alben

und einer großartigen Tour mit Barclay James

Harvest Prog-Rock-Geschichte. R.I.P. my dear

Mark. Ich werde nie seine glänzenden Augen

vergessen, wenn wir mit „Higher Grounds“ die

Konzerte er öffneten und gemeinsam richtig eingezählt

hatten, voll im Beat auf dem Punkt waren

und bis zur Ekstase improvisierten. Wir werden

uns wiedersehen …

MM: Was meinst du bedeuten Bands heute

noch? Ist das Modell zukunftsfähig?

CC: Schwierig … Wie ich vorhin schon sagte,

haben sich die Hörgewohnheiten der jungen Ge -

neration gewaltig geändert. Da feiern 10 oder gar

100 000 Menschen irgendwelche DJs mit nicht

angeschlossenen Kopfhörern ab, die ganz verloren

auf der Bühne an irgendwelchen Ge räten

herumschrauben, die auch nicht verkabelt sind.

Dann haben viele Bands live mittlerweile so viel

Playbacks/Konserven im Gepäck, dass wir uns

nicht wundern müssen, wenn auch die tatsächliche

Leistung des Musikers auf der Bühne zunehmend

nur noch ein Randpublikum interessiert.

Abgerundet wird diese Entwicklung noch von

den ganz großen Acts, deren Fans mehr Wert auf

ihre Smartphoneaufzeichnung legen als auf das

Zuhören. 8

2/2019 musiker Magazin


30 STORIES

Das gemeinsame Musizieren wird den Men -

schen allerdings nach wie vor weiter Freude be -

reiten, ob in der örtlichen Blaskapelle, im Kirchen -

chor oder in einer Rockband.

Voraussetzung für einen größeren oder

schnelleren Erfolg ist das Modell Band jedoch

nicht mehr. Früher wollte man die Zauberer (z. B.

Keith Emerson an der Orgel) direkt sehen. Heute

muss es eine 3D-5.0-Lasershow sein, fast schon

egal, wer da auf der Bühne steht. Damit meine

ich jetzt nicht Leute wie Helene Fischer, sondern

eher deren Bassisten. Wen aus der Masse interessiert

schon, wie er spielt oder wer er ist?

Nachdem ja nun auch kleinere Live-Clubs ums

Überleben kämpfen, weißt du Bescheid.

arbeit im Büro, aber da sind wir beide organisatorisch

bestens aufgestellt. Die meisten Musiker sind

eben nur Musiker, und da wird Labelarbeit oftmals

zur Qual oder gar unmöglich. Neben meinen eigenen

Produktionen (z.B. mein aktuelles preisgekröntes

Album „The World Anthem“) veröffentlichen wir

nach wie vor viele Nachwuchs künstler, denen ich

für eine wirklich geringe Be teiligung an den

Produktionskosten ein hoch attrak tives, vernünftiges

Newcomerpaket anbiete. Ich liefere damit im

absolut finanzierbaren Bereich die Kom position,

den Text, spiele alle Instrumente ein, recorde die

Vocals, gefolgt von Mix, Mastering, Cover ge stal -

tung, Label veröffent lichung und Pro motion nach

Absprache. Hinzu kommt eine satte Beteiligung

an den Verkaufserlösen für den Künstler.

CC: Im Grunde sind solche Aktionen für den

Initiator, was ich in diesem Fall ja bin, eine sehr

undankbare Sache. Ich investiere da nun schon

im neunten Jahr Zeit, Geld, Energie und Nerven,

um nicht selten zu hören, dass man sich damit ja

nur „wichtig machen möchte“. Falsch – ich bin

schon wichtig (Achtung: Spaß), deshalb bräuchte

ich das nicht.

Nein, es ist wirklich so, dass ich etwas von

meinem Erreichten abgeben möchte. Wer die

Seite www.rockforyourchildren.de etwas genauer

durchschaut, wird unschwer erkennen, dass

da ein riesengroßer Berg an Arbeit dahinter

steckt, der es aber Wert ist, weiter dran zu bleiben.

Wer mit RFYC arbeiten möchte, der schickt

mir einfach den Veranstaltungs-Antrag (siehe

Website) ausgefüllt zu. Benefiz/Charity ist zwar

ein un dankbares Geschäft und manchmal auch

kritisch zu betrachten, vor allem, wenn z. B. Mil -

liar däre bei einer Charity-Gala 1.200€ zusammenbringen

… oder wenn 70% von Spenden -

geldern in irgendwelchen Verwaltungen oder

Ma nager gehältern versinken. Schlimm genug,

dass sämtliche Regierungsformen dieser Welt

überhaupt Benefiz/Charity nötig machen. Ich

bleibe da am Ball!

MM: Nach Plattenverträgen bei den großen

Majorlabels hast du mittlerweile deine eigene

Plattenfirma „CoCo Records Inter na tio nal“

gegründet. Welche Chancen birgt das und

was machst du derzeit damit?

CC: Die Musikproduktionsfirma „CoCo Produc -

tions“ wurde 1998 und das Label 2003 gegründet,

beide unter der Geschäftsführung der In -

haberin, meiner Frau. Wir haben damals festgestellt,

dass ein Künstler, verglichen mit den be -

scheidenen Beteiligungsprozenten der Majors,

dort etwa zehnmal so viele Stückzahlen absetzen

muss, um auf den gleichen Endbetrag zu

kommen, der durch das eigene Label erwirtschaftet

wird. Das ist natürlich erhebliche Mehr -

»Musiker sind

wie Zirkusartisten

ideale Beispiele

als Vertreter

der brotlosen

Kunst.«

Erfolgsgarantien gibt es logischerweise nicht,

aber jeder Act weiß nach einer Zusam men arbeit

mit mir, wo er steht und ob er eine Chance am

Markt hat. Abgesehen von „ich bin die/der größte

Traumtänzer/-in“ darf sich jeder bei mir melden,

auch wenn er/sie noch nicht selbst an sich glaubt.

MM: Mit den Erlösen deines Songprojekts

„Rock for your Children“ unterstützt du

regel mäßig Kinderprojekte an verschiedenen

Orten sowie die Stiftung „Hänsel und Gretel“

oder das Projekt „Herzenssache“, der

Kinderhilfsorganisation von SWR, SR und

Sparda Bank. Was sind deine Erfah rungen

damit und wie stehst du allgemein zu Be -

nefiz und Charity?

MM: Die Musikbranche hat sich von Platten -

verkäufen zu Streaming ziemlich gewandelt.

Wie gehst du für dich mit diesen Ver än de -

rungen um?

CC: Ich nutze im Grunde diese digitalen Portale

mehr als Promotionplattformen als für den Ver kauf.

Da kommen ja entspannt bescheidene Cent-

Beträge rüber, die dann Monate später durch

noch bescheidenere GEMA- oder GVL-Rück -

flüsse getoppt werden. Nein, für einen Musiker

ist das kommerzielle Gesamtsystem kaputt.

Gegen argumente sind Augenwischerei. Das

sieht man an meiner Discografie. Ich schrieb

mehr als 1 300 Songs, die sich noch bis vor zehn

Jahren weltweit millionenfach verkauften. Heute

habe ich noch eine vierstellige Zahl an echten

Fans, die (wohl generationsbedingt) hauptsächlich

immer noch CDs kaufen. Musiker sind wie

Zirkusartisten ideale Beispiele als Vertreter der

brotlosen Kunst. Das ist seit Jahrhunderten

schon so. Denken wir an die weltberühmten

Komponisten, die bettelarm gestorben sind. Wir

haben acht Milliarden Menschen auf der Erde.

Ein Viertel davon sind musikalisch begabt. Die

paar tausend Superstars, die nur mit Musik

Millionen verdient haben, sind keinesfalls die

besseren Musiker, sondern nur die, die besser

vermarktet wurden oder werden. Ein Beispiel:

Mein Song „Sadness in your eyes“ verkaufte sich

1994 auf überschaubaren 1 500 CDs, ein paar

Jahre später als Titel „Gestern zählt nicht mehr“

musiker Magazin 2/2019


STORIES 31

im Starclub-Musical auf über 80 000 Exemplaren.

Ist deshalb die Komposition mehr wert? Nein. Da

das Geldverdienen mit Musik heute kaum noch

etwas mit musikalischem Können, sondern vor

allem mit gutem Marketing zu tun hat, rate ich

jedem Musiker mit musikalisch-kreativen Ambi tio -

nen, einen Beruf zu wählen, der ihn auch zufrieden

und stressfrei satt macht.

MM: Was sind deine weiteren musikalischen

Pläne?

CC: Nun, ich war 40 Jahre lang Musiker und Kri -

minalbeamter im 24/7-Modus. Seit 01. November

2018 bin ich im sogenannten Ruhestand (?),

sodass ich als Pensionär nun ohne Ende noch

viel mehr Musik machen kann. Eine große Palette

an Projektideen wartet auf meine Umsetzung.

Ich war schon immer jemand, der nicht nur Ideen

hat, sondern sie auch konsequent umsetzt.

Im Moment habe ich zwölf Produktionen gleichzeitig

am Start. Da sind auch Einzeltracks dabei,

also nicht nur Alben. Das Jahr ist somit eigentlich

schon voll, denn wir müssen ja auch die gerade

schon fertigen Produktionen betreuen. Da merken

wir uns am besten die Namen Andrea Beth,

Andrea Weil, Michaela Kuti, Bernd Busam und

Thomas Gerst.

Und – endlich kommt mal wieder ein Instru -

mental-Entspannungsalbum von mir mit dem

Schweizer Starklarinettist Fritz Dünner – „Dream-

dome“ – auf den Markt.

Zum Thema live reizt es mich, entweder un -

plugged „The World Anthem“ mit Freunden auf

die Bühne zu bringen oder doch noch „die beste

Rockband der Welt“ zu gründen, vielleicht auch

beides. In Australien habe ich auch noch freundschaftliche

Kontakte, die ich derzeit reaktiviere.

Auch dort warten noch schöne Musikaktionen

auf mich.

Zudem freue ich mich auf den nächsten

Deutschen Rock & Pop Preis 2019, wo ich schon

2016 und 2018 Preise mit nach Hause nehmen

durfte.

WEB: WWW.CONNYCONRAD.NET

INTERVIEW: RONJA RABE

FOTOS: ANDREA WEIL

CONNY CONRAD

„The World Anthem“

VÖ: 7. SEPTEMBER 2018

WWW.CONNYCONRAD.NET


32 STORIES

JOHN MAYALL

The Godfather of British Blues (Teil 2)

musiker Magazin 2/2019


STORIES 33

»Mayall kam nun bei dem

Label ABM–One Way

unter Vertrag.

Dort veröffentlichte er bis

1978 sechs LPs, die unter

dem zunehmenden

Einfluss von Funk standen

und weniger an

Mayalls klassischer und

erfolgreicher Blues musik

orientiert waren.«

Gute Musiker hatte er nach wie vor um sich.

Auf vier dieser Alben wirkte der Gitarrist Rick

Vito mit, der danach eine bemerkenswerte

Karriere als Begleit-Gitarrist hatte. Unter anderem

begleitete er Ende Juli 1977 beim Rockpalast-

Auftritt von Roger McGuinn’s Thunderbyrd den

Ex-Byrds-Frontmann, außerdem die Bee Gees,

Fleetwood Mac, Jackson Browne, Bonnie Raitt

und Bob Seger. Be son ders gelungen sind seine

dem Blues gewidmeten Auftritte mit Mick

Fleetwood im Jahr 2008. Fast symptomatisch

klingt der Titel von Mayalls letzter LP für ABM–

One Way: „The Last of the British Blues“. Aber

gerade diese LP gehört wiederum zu den besseren

Mayall-Veröffentli chungen dieser Phase.

Mayalls Lead-Gitarrist war, wie auch schon

auf dem Album „A Hard Core Package“ von

1977, James Quill Smith, der live ziemlich viel

Vergnügen bereitete. Mayall schätzte den Ende

April 2018 im Alter von 75 Jahren verstorbenen

Quill Smith, der unter anderem Three Dog

Night und Billy Joel be gleitet hatte, und nannte

ihn einmal sogar den „besten Gitarristen“, den er

„seit Eric Clapton“ gehabt habe. Mayalls Platten -

verkäufe waren gleichwohl weiter zurück ge -

gan gen. Dazu hatte nicht nur die sehr zurück -

haltende Werbung des Labels für die Alben

bei getragen, sondern auch Verrisse von Kriti -

kern, die Mayall nur noch als Schatten seiner

selbst ansahen.

Mit seinen drei nächsten Alben für das noch

kleinere Label DJM, das genauso wenig Wer -

bung betrieb, machte Mayall Konzessionen an

den Mainstream. Der Titel des Albums „The

Bottom Line“ von 1979, die bisher einzige nicht

als CD veröffentlichte Mayall-LP, beschreibt

unfreiwillig Mayalls Situation und markiert seinen

Tiefpunkt. Es hat mit Mayalls Stärken wenig

gemein. „No More Interviews“ aus dem Jahr

1980 ist deutlich besser geraten. Hörenswert ist

auch die Nachfolge-LP „Road Show Blues“ von

1982 (beide mit dem Lead-Gitarristen Quill

Smith), das 2003 zusammen mit zuweilen wirklich

starken Live-Aufnahmen aus den 1970er-

Jahren neu herausgebracht worden ist. Dort

spielte Freddy Robinson aus Jazz-Blues-Fusion-

Zeiten die Lead-Gitarre. Die leichte Stei gerung

zu Ende des DJM-Vertrages wurde dadurch entwertet,

dass der Disco-Boom die Blues musik

weiter an den Rand gedrängt hatte, sodass

kaum jemand noch Platten dieses Genres produzieren

mochte.

Solcherlei Abwärtsentwicklungen blieben

nicht ohne Folgen für den Menschen Mayall.

Hatte er sich früher strikt vom Alkohol ferngehalten

und sich über seine Mitmusiker geärgert,

wenn sie diesem reichlich zugesprochen hatten,

wurde er in den 1970er-Jahren zum Trinker. Von

sich selbst sagt er, in dieser Zeit bei den meisten

Auftritten in jenem Jahrzehnt betrunken

gewesen zu sein. Mayall erkannte aber zu seinem

Glück, dass der Alkohol seine Probleme

nicht löste, sondern im Gegenteil nur verschärfte.

Mayall musste davon freikommen, wenn er

seine Reputation nicht gänzlich verlieren und

sich auf seine Stärken als Bluesmusiker besinnen

wollte. Nach etwa zehn Jahren hatte Mayall

seinen Alkoholismus überwunden und ging

gemäß dem Titel seines Polydor-Albums von

1972 „back to the roots“. Auf diese Weise

wurde aus dem Auslaufen des DJM-Vertrages

ein Neubeginn. 1982 kam in Australien „The

Return Of The Bluesbreakers“ beim Label AIM

auf den Markt, für das Mick Taylor nach Jahren

wieder zu Mayall gestoßen war. Fortan nannte

Mayall seine Band wie früher John Mayall’s

Bluesbreakers; erst ab 2009 verwendete er nur

noch seinen eigenen Namen für Veröffent -

lichungen und Auftritte. Ebenfalls 1982 gingen

Mayall und Taylor auf eine Reunion-

Tournee, mit den ehemaligen Bluesbreakers

John McVie als Fleetwoc-Mac-müde gewordener

Bassist und dem Drummer von Blues From

Laurel Canyon Colin Allen. Der Mitschnitt „The

1982 Reunion Concert“ wurde erst 1994 von

Repertoire als CD herausgebracht. Er zeigt

eine spielfreudige Band mit Taylors vorzüglichen

Soli. Im Rahmen der Tournee wurde im Juni 1982

ein Konzert der reformierten Bluesbreakers mit 8

2/2019 musiker Magazin


34 STORIES

eigenen Stü cken sowie mit Albert King, Buddy

Guy, Junior Wells, Etta James und Sippie Wallace

als Gästen im New Jerseyer Capitol Theatre

quasi als Huldigung an diese Blues-Größen fürs

Fern sehen aufgezeichnet. Jahrelang war ein

kleinerer Teil davon, der Ton-Mitschnitt, nur als

Bootleg-LP „Blues Alive“ erhältlich. 2004 gab es

schließlich die vollständige TV-Auf zeich nung als

DVD bei Hybrid Recordings als „Jammin’ With

The Blues Greats“, während 2011 dies alles als

Doppel-CD und als DVD bei Blues Boulevard

Records, die den Auftritt nun „In The Shadow Of

The Legends“ nannte – beide in sehr guter Bildund

Ton qualität. Die Blues breakers waren endgültig

zurück und lieferten dem Publikum ein

Blues-Fest! Taylors Soli, mit und ohne Slide,

sind schlicht wunderbar und geradezu elektrisierend

im Wechselspiel mit dem Virtuosen der

Blues gitarre Albert King bei dessen Klassikern

„Born Under A Bad Sign“ und „Stormy Monday“.

Zum Abschluss des Konzerts wechselte Taylor

dann auch vorübergehend ans Keyboard, als

Mayall mit seinem Mund har monika-Solo und

seiner Vokal-Percussion bei „Room to Move“

brillierte. Taylor begleitete Mayall später hin und

wieder bei Konzerten. Mittlerweile sind noch

andere lohnende Live-Auf zeich nun gen aus der

Zeit der Reunion-Tournee 2006 beim Label

Secret Music auf der Doppel-CD „The Private

Collection“ er schienen, die außerdem Mit schnitte

aus den Jahren 1972/73 mit Freddy Robinson

und 1980 mit James Quill Smith erhalten. Secret

Music hat dies 2010 und 2011 auch als einzelne

CDs herausgebracht und umgetitelt: „Howlin’ At

The Moon“ und „Smokin’ Blues“.

»Nach der

Reunion-Tournee von 1982

gelang es Mayall,

seine Stärken dauerhaft

zu bewahren. 1984 tourte

er mit dem brillanten

Lead-Gitarristen Coco

Montoya, der während der

folgenden Jahre

Stamm-Mitglied der

Bluesbreakers war.«

Montoya schien elektrisierende Soli nur so

aus dem Arm zu schütteln. Eine erste Kost -

probe von 1984 enthielt die 1994 bei One Way

veröffentlichte CD „Cross Country Blues“,

neben Live-Aufnahmen derjenigen Besetzung,

mit der Mayall die australische CD „The Return

Of The Bluesbreakers“ eingespielt hatte. Mayall

mit Montoya waren erstmals 1985 mit einem

Live-Mitschnitt in Ungarn aus demselben Jahr

auf der LP „Behind The Iron Curtain“ (GNP

Crescendo) zu hören. Zu dieser Zeit gehörten

den Bluesbreakers Mayall, Montoya, Bobby

Haines (Bass) und Joe Yuele (der Drummer, der

von 1985 bis 2008 und damit am längsten bei

Mayall blieb) an und außerdem als zweiter Lead-

Gitarrist der heutige Bluesrock-Star Walter

Trout, der zuvor sein Engagement bei Canned

Heat beendet hatte und Montoya absolut nicht

nachstand. Dies war eine Band der Extra -

klasse. Vor allem Montoya und Trout spielten

sich wie entfesselt die Bälle zu. Auf diese beiden

Ausnahme-Gitarristen hätte Mayalls früherer

Album-Titel „A Hard Core Package“

exakt gepasst. Beim ungarischen Auftritt konzentrierten

sich die Bluesbreakers auf Mayalls

Repertoire aus den 1960er-Jahren und punkteten

mit hoher Spielfreude. Diese bewiesen sie

auch in mehreren Live-Aufnah men von 1987

und 1988, wovon die CDs „The Power Of The

Blues“ (Entente, 1987) und „Live In Germany“

1988 (Immortal, 2011) sowie die DVDs „Live At

Iowa State University“ (Quantum Leap, 2004),

„Rollin’ With The Blues“ (Planet Song, 2004),

„Rollin’ With The Blues“ (Planet Song, 2006)

und „Room To Move“ (All Stars, 2006) zeugen;

das Konzert auf „Rollin’ With The Blues“ wird

leider mehrfach durch Interviews unterbrochen.

Danach nahm Mayall 1988 mit dieser

formidablen Besetzung leider nur noch die CD

„Chicago Line“ für Entente auf, denn als Erster

verabschiedete sich Trout für seine – bis heute

erfolgreiche – Solokarriere.

Rockmusik aus dem Westen war dem DDR-

Regime lange nicht genehm, weil sie als vorgeblich

dekadent nicht ins sozialistische

Denkschema passte. Schon den Rock ‘n’ Roll

hatten die DDR-Gewaltigen als „raffiniertes

Mittel der psychologischen Kriegsführung der

USA“ und als „Krankheit“ eingestuft, der den

musiker Magazin 2/2019


STORIES 35

Werten der „sozialistischen Menschen ge mein -

schaft“ à la Walter Ulbricht widersprach. Das

sogenannte Kahlschlagplenum, die von Erich

Honecker anti-westlich eingefädelte „ideologische

Wende“ 11. Tagung des Zentral komitees

der SED im Dezember 1965, bereitete der Rock -

musik als „zersetzenden imperialitschen de -

kadenten Dreck“ in der DDR ein offizielles Ende.

Die junge DDR-Generation hungerte indessen

nach dieser Musik, und in den 1980er-Jahren

ließ sich auch in der DDR die Rockmusik „aus

dem imperialistischen Westen“ nicht länger

unterdrücken. So war Mayalls Blues breakers-

Formation mit Montoya und Trout (dieser im

Canned-Heat-T-Shirt) im April 1987 aus Anlass

der Feier „750 Jahre Berlin“ im DDR-Palast der

Republik „Zu Gast in Berlin“ und stand damit

ziemlich am Anfang von Bands, die aus den

USA anreisten. Das DDR-Fernsehen strahlte

das bemerkenswerte Konzert mit Montoyas

und Trouts hinreißenden Soli aus. Wer vor der

deutschen Wende im bundesdeutschen Zonen -

randgebiet lebte, konnte das Ereignis im Palast

der Republik damals mitschneiden. Mitte Januar

2019 ist dieser Auftritt bei EuroVideo die DVD

„Im Konzert. Live in Berlin 1987“ aus dem DDR

TV-Archiv Unterhaltung erschienen – unbedingt

zugreifen! Ein ähnlicher Genuss ist der clubartige

Auftritt der Bluesbreakers vom Frühjahr 1988

für die SWF-Reihe Ohne Filter, der bislang nicht

als Kauf-DVD herausgekommen ist.

Nach dem Bluesbreakers-Auftritt in Ost-Berlin

fand vom 6. bis zum 8. Juni 1987 das dreitägige

„Concert For Berlin“ mit David Bowie und Phil

Collins’ Genesis an der Spitze im Westteil der

Stadt unweit des Brandenburger Tores und

damit in Hörweite von DDR-Rockfans statt.

»Der Auftritt sorgte unter

der jungen Bevölkerung

der DDR derart für Unmut

über das SED-Regime,

dass es zunehmend

Auftritte von

US-Rockmusikern in der

DDR gestattete,

vor allem im Jahr 1988, um

im eigenen Land

nicht weiter ins Abseits

zu geraten.«

Montoya blieb Mayall noch bis 1993 als

ständiges Mitglied der Bluesbreakers treu.

Mittlerweile brachte Mayall wie in früheren

Zeiten ein ausgezeichnetes Album nach dem

anderen heraus. Besondere Beachtung fand

1990 seine CD „A Sense Of Place“ für das

bekannte Label Island. Dieses Mal wurden die

Bluesbreakers durch den Slide-Gitarristen

Sonny Landreth verstärkt, den Clapton auf einem

seiner Crossroads Guitar Festivals „my hero“

nannte. „A Sense Of Place“ gehört zu Mayalls

besten Alben. Landreth wandte sich danach seiner

Solokarriere zu, so dass auf dem Silvertone-

Album „Wake Up Call“ von 1993 Montoya wieder

der einzige Bluesbreakers-Gitarrist ist. Als

Gastmusiker ist der Blues-Veteran Albert „Ice

Man“ Collins mit seiner Telecaster als Gast mit

von der Partie. Nach „Wake Up Call“ schied

Montoyas als reguläres Bluesbreakers-Mitglied

aus und beschritt künftig Solopfade. Auf den

DVDs „Live From The Bottom Line, New York“

(Masterplan, 2004) und „Live From Austin TX“

(New West Records, 2007; zugleich als CD

erschienen) kann man sich an den Blues -

breakers mit Montoya sowohl akustisch als auch

optisch einmal mehr erfreuen.

Der Weggang von solch hervorragenden Mu -

sikern wie Montoya und Trout ließ die Blues -

breakers jedoch wie in vergangenen Tagen

nicht ausbluten. Mayalls Auge für gute Musiker

blieb ungetrübt. Montoyas Nachfolger wurde

1993 der 1956 geborene Buddy Whittington,

erneut eine vorzügliche Wahl! Whittington war

1991 bei einem Auftritt der Bluesbreakers in

Dallas – Fort Worth mit der Band The Sidemen

als Vorgruppe aufgetreten und hatte Mayall

begeistert. Als die Position des Lead-Gitar -

risten vakant war, kontaktierte er umgehend

Whittington, der sofort zusagte. Whittington

blieb bis 2008 bei den Bluesbreakers, länger

als jeder andere der bisherigen Lead-Gitar risten.

Gemeinsam mit Mayall und Yuele war er damit

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2/2019 musiker Magazin


36 STORIES

Garant für die dauerhafte Hochklassig keit der

Band. Das erste gemeinsame Album für

Silvertone mit Whittington war „Spinning Coin“

von 1995, dem beim selben Label 1997 „Blues

For The Lost Days“ folgte. Mayall war wieder derart

erfolgreich geworden, dass er ab 1999 beim

bekannten Rock-Label Eagle Records unter

Vertrag stand. Das erste Bluesbreakers-Album

dort war im selben Jahr „Padlock Of The Blues“,

erneut mit illustren Gästen: Montoya und kein

Geringerer als John Lee Hooker. Die dauerhafte

qualitative Kon so lidierung der Bluesbreakers

brachte es mit sich, dass Mayall ab 2000 auf seinem

Label Private Stash in Eigenregie CDs am

Rande seiner Konzerte vertrieb. Auf „Time

Capsule“ folgte 2001 die Live-CD „UK Tour 2K“

mit Auf nahmen von der britischen Blues breakers-

Tour im Mai 2000 und als reines Mayall-Key -

board-Soloalbum „Boogie Woogie Man“. 2003

schloss sich auf CD und DVD das weitere, sehr

empfehlenswerte Live-Album „No Days Off“ mit

Auf nahmen aus dem Vorjahr an. Bis dahin war

2001 bei Eagle Records die CD „John Mayall

and Friends – Along For the Ride“ mit vielen

hochkarätigen Gästen erschienen, darunter

Steve Cropper, Mick Fleetwood, Billy Gibbons,

Peter Green, Jeff Healey, John McVie, Steve

Miller, Gary Moore, Billy Preston, Chris Rea,

Mick Taylor – und natürlich mit Whittington und

Yuele. Schon 1992 wurde das nächste gelungene

Bluesbreakers-Album „Stories“ veröffentlicht.

Barber war damit zu seinen Wurzeln als

Förderer des britischen Blues zurückgekehrt.

Clapton war Mayalls Einladung gern gefolgt,

denn rückblickend fühlte er sich nach all den

Jahren nicht wohl damit, Mayall im Juli 1966

als Bandmitglied verlassen zu haben. Claptons

und Taylors Soli sind wahrer Genuss, und

Barbers Blues-Posaune zu Claptons Gitarre

lässt einen ebenfalls schwärmen. Insgesamt

ein singuläres Ereignis, das die Anschaffung

sowohl als CD als auch als DVD lohnt, selbst

wenn man sonst nichts von Mayall im Regal

stehen hat. Wie schon erwähnt, brachte Eagle

Vision parallel dazu die DVD „The Godfather Of

The British Blues/The Turning Point“ heraus.

Bis 2007 entstanden in Mayalls beständigster

Bandbesetzung noch drei Alben. Für „Private

Stash“ gab Mayall 2003 die Live-DVD „Cookin’

Down Under“ heraus und unterstützte seine

zweite Ehefrau Maggie Mayall, von der er mittlerweile

ebenfalls geschieden ist, auf einigen

Stücken ihrer Private-Stash-CD „Dig This“ von

2006. Eagle Records veröffentlichte 2005

„Road Dogs“, und im selben Jahr wurde Mayall

für seine musikalischen Verdienste zum Order

of the British Empire (OBE) ernannt. Mit Siche r -

heit war er zu dem Zeitpunkt einer der wenigen

Musiker, die zu Lebzeiten ungewöhnlich viele

Tonträger veröffentlicht hatten. Die letzte CD

Eagle Records mit Whittington und Yuele wurde

„In The Palace Of The King“ (2007), eine gelungene

und würdige Hommage an den früh verstorbenen

Blues-Gitarristen Freddie King mit ausgezeichneten

Gitarren-Parts von Whittington und

dem renommierten Blues-Gitarristen Robben Ford

als Gast auf dem Stück „Cannonball Shuffle“.

Dann löste Mayall die Bluesbreakers 2008 auf,

nachdem Whittington 2007 sein erstes, formidables

Soloalbum „Buddy Whittington“ aufgenommen

hatte. Whittington, den Mayall rückblickend

als „vielleicht größten aller Blues breaker“ würdigte,

widmete sich seiner Solo karriere und ließ bisher

zwei weitere lohnende Alben folgen.

Mayall wollte nach eigenen Angaben mit der

Auflösung der Bluesbreakers ein neues Kapitel

aufschlagen. Abrupt vor vollendete Tatsachen

gestellt reagierte sein langjähriger Drummer

Yuele tief enttäuscht. Die neue Band setzte

sich aus Mayall, dem Bassisten Gregg Rzab,

der sich Mayall in der Vergangenheit mehrfach

angeschlossen hatte, dem Drummer Jay

Davenport und dem Lead-Gitarristen Rocky

Athas zusammen, ein erfahrener Gitarrist, der

zum Freundeskreis des 1990 tödlich verunglückten

Top-Gitarristen Stevie Ray Vaughan

zählte und 2000 mit dessen Band Double

Trouble aufgetreten war. Das erste gemeinsame

Album „Tough“ wurde 2009 Mayalls letztes

Album für Eagle Records. Auch „Tough“ machte

deutlich: „Mayall kann es immer noch!“ 2011

verkaufte Mayall bei seinen Auftritten „Live In

London“ als CD und DVD. Diese Aufnahmen

zeigen Mayall und seine Band als vitale Musiker.

Bevor ein neues reguläres Album erschien, förderte

Mayall aus seinem Archiv Material gleich

für drei CDs bei Private Stash hervor. Unter der

Überschrift „Historic Live Shows. Never Before

Released“ erhält man einen ausgezeichneten

»Zu einem einzigartigen

Bluesrock-Fest wurde

allerdings Mayalls

Liverpooler 70th Birthday

Concert. Nicht nur die

bewährten und bestens

aufgelegten Bluesbreakers

standen auf der Bühne,

sondern auch Eric Clapton,

Mick Taylor und

Chris Barber, die Stars des

Abends. «

musiker Magazin 2/2019


STORIES 37

Konzert-Querschnitt mit den be sonderen For mationen aus der

Zeit von The Turning Point und USA Union. Der Schwerpunkt

liegt aber auf Auftritten mit den Spitzen gitarristen Montoya und

Whittington von 1990 bis 1998.

Nach „Tough“ wechselte Mayall 2014 zum Label Forty Below

Records. Die CDs „A Special Life“ (2014) mit dem Zydeco-

Musiker Clifton Chenier, der Live-Mitschnitt „Find A Way To

Care“ von 2015 und Talk About That (2016) mit dem Gitarristen

Joe Walsh als Gast setzen Mayalls solide, kompetente Musik

fort, wovon man sich auch auf der CD „Recorded Live At The

2016 New Orleans Jazz & Heritage Festival“ des Labels jazzfest

live überzeugen kann. Der nächste Umbruch ließ allerdings

Mayall-typisch nicht lange auf sich warten. Athas wollte

künftig mit seiner eigenen Band touren. Dieses Mal fand

Mayall nicht umgehend Ersatz, sodass die 2018 erschienene

CD „Three For The Road“ Live-Aufnahmen mit Mayall, Rzab und

Davenport enthält, mit Mayalls Keyboard im Zentrum. Eine

Dauerlösung war dies nicht, und auf dem von Ende Januar bis

Anfang Februar 2018 aufgenommenen und im Februar 2019

erschienenen neuen Album „Nobody Told Me“ sind gleich mehrere

ausgezeichnete Lead-Gitarristen mit von der Partie. Zu

den illustren Gästen gehören unter anderem der Star-Gitarrist

Joe Bonamassa (mit hervorragenden Soli auf zwei Stücken),

der kanadische Gitarrist Alex Lifeson (vom Magazin Rolling

Stone zu den 100 besten Gitarristen aller Zeiten gezählt), der

vielfach ausgezeichnete Blues-Gitarrist Larry McCray, der

unverwüstliche Steven van Zandt und der Multi-Instrumentalist

und Produzent Todd Rundgren sowie die Blueserin Carolyn

Wonderland. Mit Wonderland ist Mayall auf seiner im Herbst

2018 begonnenen Tournee im März 2019 auch in der Hamburg

Fabrik aufgetreten. Dass das Spiel der Blueserin zuweilen mit

der unglaublich flüssigen Gitarre von Stevie Ray Vaughan verglichen

wird, ist wirklich nicht weit hergeholt. Mayalls Blick für

Könner ist also ungetrübt.

Standhaft in

Heim & Studio

„Nobody Told Me“ ist ein weiteres qualitätsvolles Bluesalbum

geworden. Im Studio wie auch live ist Mayall als Instrumentalist

und Sänger nach wie vor kraftvoll. Verständlicherweise hört

man hin und wieder seiner Stimme an, dass er gealtert ist.

Dem Vergnügen tut das aber keinen Abbruch, denn über die

Vitalität des mittlerweile 85-jährigen Mayall, der sich das

Etikett „Godfather of the British Blues“ schon lange redlich

verdient hat, kann man nur staunen.

Nächste FolGe: THE ROLLING STONES – GREATEST

GROUP ON EARTH

WeB: WWW.JOHNMAYALL.COM

text: NORBERT APING

Fotoquelle: JOHN MAYALL

GrAFik: © KISHIVAN / FOTOLIA.COM

DR. NORBERT APING

Geboren 1952, Buchautor und Direktor

des Amtsgerichts a. D. in Buxtehude.

Der König & Meyer

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38 STORIES

Eine Stimme

wie schwarzer, frischer

Espresso

ee’Oh ist Sängerin. Sie gibt Konzerte, die Bühne ist ihre Welt. Ihr

Zuhause ein Wohnwagen im Allgäu.

Schon immer ist Musik ihr Traum. 2001 entscheidet sie sich, ihren bürgerlichen

Beruf hinter sich zu lassen und als Leadsängerin und Studio musikerin

ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Durch die intensive Arbeit im Studio- und

Live-Bereich sammelt Lee’Oh von Jahr zu Jahr unschätzbare Erfahrungen in

verschiedensten Musikgenres. Und doch verfolgt sie immer nur ein Ziel: ihren

eigenen Musikstil finden – sich selbst finden – ankommen!

musiker Magazin 2/2019


STORIES 39

Alles umgekrempelt und die

Flexibilität Als künstlerin

2001 machte ich mich nach der Diagnose

Multiple Sklerose selbstständig als Sängerin. Ich

habe keinen Moment überlegt. Im Gegenteil: Die

Diagnose gab mir den letzten Tritt, um meinen

größten Traum zu realisieren. Alle gut gemeinten

Ratschläge ließ ich hinter mir und setzte alles auf

eine Karte. Es folgten Coverbands, Studiojobs,

Straßenmusik und alles, was irgendwie nach

Musik schmeckte. Die harten Zeiten überbrückte

ich mit Nebenjobs, die sich gerade anboten –

ohne Flexibilität hätte ich das nicht geschafft. Ich

probierte mich jahrelang mit Songwritern aus

den wohl unterschiedlichsten Genres. Durch die

Covermusik war ich stimmlich zwar flexibel und

konnte alles singen – das machte aber meinen

Weg zu einem eigenen, unverkennbaren Stil nicht

einfacher.

Als sich das musikalische Rad 2014 in meiner

damaligen Heimat für mich nicht mehr ausreichend

zu drehen schien, beschloss ich kurzerhand,

in die Münchner Richtung zu ziehen. Mit

14 Umzügen auf dem Buckel schien mir ein

Wohn wagen die beste Lösung – und wieder mal

musste ich flexibel sein und loslassen können.

Ohne einen blassen Schimmer vom Leben im

Wohn wagen habe ich den nächstbesten gekauft

und mir einen privaten Stellplatz in der Nähe

von Buchloe gesucht. Von Haustür zu Haustür

klingelte ich und feuerte seriös meinen Spruch

ab: Hallo, ich bin Sängerin und suche einen Stell -

platz für meinen Wohnwagen. Gesagt, getan.

Das Trailer-Bootcamp konnte in der Hofeinfahrt

einer freundlichen Familie beginnen. Ein ganz

neuer Weg entgegen aller Erwartungen meines

Umfelds. Ich begann, die erstaunten Blicke zu

genießen, und fand mit jedem Tag mehr zu mir

selbst und zu der Erkenntnis, was wirklich wichtig

ist für mich.

eine löWin unterWegs

im Wohnmobil durch d, A & ch

Ich kämpfte mich durch den Neuanfang und

ein Jahr später suchte ich mir einen neuen Stell -

platz in der Umgebung: mitten im Grünen und

näher an der Natur, als ich es je zuvor war. Musi -

kalisch baute ich mir ein neues Netzwerk. Wieder

arbeitete ich neben der Covermusik mit zahlreichen

Song writern an meiner eigenen Musik. Ich

schrieb neue Texte, zerrte alte aus der Ver sen -

kung und schrieb und schrieb. Die Zusam -

menarbeit mit sogenannten Pro duzenten ging

mal besser und schlechter. Schwierig wurde es

für mich, als immer mehr Leute

ent scheiden wollten, wie meine

Texte auszusehen hatten. Nein,

ich wollte authentisch bleiben.

Ich wollte meinen Weg

gehen, mich ausleben,

meine Worte für meine

Texte nutzen und nicht

mehr das erfüllen, was

mein musikalisches Um -

feld von mir erwartete. Ich

war ständig on the road und auf

der Suche nach mir. Die Nächte in

meinem Kombi wurden mir langsam zu

viel, so legte ich mir 2015 ein kleines Wohn -

mobil zu: Ich wollte noch ungebundener sein.

Von nun an war ich völlig frei und konnte meine

Auftritte und mein Leben perfekt koordinieren.

Alles, was ich und meine Hunde dame Jamie

brauchten, hatte ich ja immer dabei.

AlltAg und musik im

WohnWAgen

Mittlerweile habe ich mich an das Leben im

Wohnwagen gewöhnt. So sehr sogar, dass ich

einen Campingplatz und seine Annehmlichkeiten

überhaupt nicht vermisse. Was ich an meinem

Leben schätze, ist die Freiheit. Zu keinem Zeit -

punkt habe ich das Gefühl, etwas zu vermissen.

Egal ob Sommer oder Winter – mein Wohnwagen

bietet mir neben der Bühne das glückliche Ge -

fühl, endlich angekommen zu sein. Ich kann singen,

wann immer ich Ideen habe; heimkommen,

ohne jemanden morgens um 4 Uhr zu stören.

Heute sitze ich oft mitten in der Nacht an

meinem Schreibtisch vor meinem

Mikrofon und lasse meinen Ideen

freien Lauf.

8

LEE’OH

„Imma jetzt.“

VÖ: 26. JULI 2016

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2/2019 musiker Magazin


40 STORIES

contest-rodeo AuF dem Weg

Zur selbstFindung

cover-pArtyproJekt sichert

den lebensunterhAlt

und die lust AuF mehr

Klar gab es jede Menge an wilden Contest-Er -

lebnissen, die ich unter dem Oberbegriff Er fah -

rung verbuchte. Vor allem, wenn gerade mal wieder

so gar nichts vorwärtsging, legte ich meine

ganze Hoffnung in diese 30 Sekunden, die mir

blieben, um die Menschen auf der anderen Seite

des Tisches zu überzeugen. Was im 15-seitigen

Vertrag stand, habe ich naiv ausgeblendet. Auf

ganz großen Bühnen stehen – das war es …

davon träumte ich im Warte zimmer. Nach den 30

Sekunden hieß es dann, ich sei stimmlich zu

dominant, für Pop aber doch etwas zu samtig.

Ich hatte das Gefühl, dass ich nie zum richtigen

Zeitpunkt am richtigen Ort war. Gott sei Dank,

sagte ich mir beim Rausgehen, wenn mein Hirn

wieder auf normalem Stand war: „Du wolltest

doch aufhören, die Visionen anderer zu er füllen.

Du wolltest doch dein eigenes Ding durchziehen

…“ So kehrte ich trotz des Miss erfolges dankbar

in mein Domizil auf vier Rädern zurück.

»Was ich an meinem Leben schätze,

ist die Freiheit. Zu keinem

Zeit punkt habe ich das Gefühl,

etwas zu vermissen.«

Die letzten Jahre war ich hauptsächlich alleine

als Cover-Act zu buchen. Hier und da holte ich

mir einen zweiten Musikerkollegen hinzu. Es war

für mich auf Dauer eine Herausforderung, spontan

an gute Duo-Kollegen zu kommen, die am ge -

wünschten Tag auch noch Zeit hatten. Seit einem

Jahr habe ich nun endlich mein Gegen stück,

meinem festen Kollegen Joe Smith mit an Bord.

Unser Duo hat den Namen SCHMIDT REISSEND

bekommen und ist der In begriff von dem, was ich

mir im Bereich Cover vorgenommen habe. Hier

kann ich all meine Er fahrungen, die ich in den

letzten 20 Jahren sammeln durfte, einbringen

und ausleben. Am Ende eines jeden Abends stehen

zufriedene und glückliche Auf traggeber. Mit

Herzblut und Flexi bilität – das ist meine Über zeu -

gung – können wir hier unseren Facetten reichtum

ausleben.

INFOS UND BUCHUNGSANFRAGE UNTER:

WWW.BINEONSTAGE.DE

Der Tag X kam, an dem ich kapierte, dass ich

mich bei der eigenen Musik gar nicht verstellen

muss! Den Zwang, es musikalisch allen recht zu

machen, konnte ich endlich entkommen. Nun

standen meine Gefühle, meine Worte im Vorder -

grund: Es entstand mein erstes Album „IMMA

JETZT“. Produziert wurde es im Miditon Studio in

Dirlewang. Weil ich alles selbst finanzieren musste,

hatte ich nur ein sehr, sehr geringes Budget,

doch die Lee’Oh Liveband unterstützte mich und

wir konnten mit gemeinsamer Energie das Un -

plugged-Album tatsächlich an einem Tag live einspielen.

Wow, Gänsehaut, wenn ich an die Stim -

mung im Studio zurückdenke – es war absolut

abgefahren. Mit diesem First-Take-Erfolg konnte

ich einen meiner allergrößten Kindheitsträume

erfüllen: der Traum von der eigenen CD. Ich war

so stolz und bin es immer noch. Ich bin allen

dankbar, die mir das ermöglicht haben. Zum

ersten Mal im Leben arbeitete ich mit Freunden

und Kollegen an meinen Visionen. Vogelfrei konnte

ich das realisieren, was ich für das Album fühlte.

Diesmal war es richtig! Jetzt bin ich wieder fleißig

am Sparen – Fortsetzung folgt natürlich!

Authentische mutmAchende

Abende – immA JetZt

Hinfallen und wieder aufstehen. Die Musik war

immer mein größtes Ventil. Die Erlebnisse und

Themen, die ich in meine Texte packte, brachte ich

auf die Bühne. Ich sang das Album bei Kon -

zerten mit meiner Band, alleine zu meinen Halb -

playbacks und mit Joe an der Gitarre bei Floh -

musiker Magazin 2/2019


STORIES 41

bAck to bAsic und

Worum es im leben geht

Nachdem ich für mein Leben im Wohnwagen

meine Wohnung auflöste, war es schon damals

ein großartiges Gefühl, auszusortieren und mich

von altem Ballast zu befreien. Ich erkannte schnell,

was ich zum Leben benötige und was mich wirklich

glücklich macht. Seither halte ich mich an

den Frühjahrsputz in meinem Leben. Oft bleibe

ich einfach stehen und sortiere mein Leben und

mein Umfeld ganz neu – dankbar auf der Jagd

nach den Schmetterlingen im Bauch. Das Glücks -

gefühl steht an erster Stelle!

mikroFon oder kAmerA?

Comedy liebte ich ja schon immer und brauche

auch dringend diese Momente, wo ich Kind

sein darf. Als Statistin in verschiedenen Formaten

und Comedyvideos konnte ich hier und da ein

klein wenig Filmluft schnuppern. Das machte mir

Spaß und mein Duopartner Joe Smith und ich

leben derzeit unsere verrückte Seite oft auf unseren

nächtlichen Heimfahrten aus und teilen unsere

Videos aus Spaß auf Instagram. Irgendwo muss

die ganze Energie ja hin ;-). Lachen und Lustig

sein: Tagesprogramm!

du gibst den ton An –

Wie geht’s Weiter?

märkten, vor Supermärkten, auf der Straße, und

ich bekam die Möglichkeit, meine Erfah run gen in

sogenannten „Mutmacher-Abenden“ für MS-

Betroffene und -Interessierte, organisiert von

einer Agentur aus Düsseldorf, in verschiedenen

Städten weiterzugeben. Wie kann sich Musik

po sitiv auf eine chronische Erkrankung auswirken?

Bei mir vor allem, weil sie ein tolles Ventil dar stellt.

Neben informativen Vor trägen von Musik the ra -

peuten berichtete ich von meinem Leben, sang

meine Lieder und am Ende waren wir uns alle einig:

Wir wollen das Leben ge nießen … Imma jetzt!

Als Nächstes steht erst mal ein neuer Wohn -

wagen auf dem Programm. Mein jetziger hat so

langsam das Zeitliche gesegnet. Musikalisch bleibe

ich nach wie vor weiter auf meinem Weg, entwickle

mich und bin gespannt, was die Zukunft

für mich bereithalten wird - sicher wird es spannend

bleiben. Und ja, ich bleibe auch weiterhin

getunt vom Glücksgefühl auf meinem Weg mit

allen Höhen und Tiefen: Imma jetzt!

FOTOS: ALEXANDRA WIND PHOTODESIGN;

NADJA ZIEGLER; THERESA WINKLER

BACKGROUND:

© MARIA_LH / FOTOLIA

2/2019 musiker Magazin


42 STORIES

SEIT ZWEI JAHRZEHNTEN

ERFOLGREICH ON THE ROAD!

MM: Ihr feiert dieses Jahr euer 20-jähriges Bühnen ju bi -

läum – wie fühlt sich das an?

EDDY AND THE BACKFIRES: Ein sehr gutes Gefühl, nicht mehr

jede Band schafft diese Zeitspanne heutzutage. Je näher das

Bühnenjubiläum rückt, umso mehr wird einem auch bewusst,

was 20 Jahre bedeuten, aber auch, wie schnell diese Zeit rumging,

und vor allem, was man alles erlebt hat.

MM: Mit eurem Rockabilly seid ihr auch international ge -

fragt. Wo spielt ihr am liebsten?

E.A.T.B.: Im Endeffekt spielen wir überall gerne. Es ist natürlich

interessant, wie das Szenengefüge sich in anderen Ländern

zusam mensetzt wie z. B. in Frankreich, Spanien oder auch in

Moskau, wo wir bereits schon gespielt haben. Trotz der unterschiedlichen

Sprachbarrieren und Lebensarten der einzelnen

Länder stellt man eigentlich immer wieder fest, dass die Unter -

schiede zwischen den verschiedenen Regionen Europas durch

die Musik ausgehebelt werden und man eine Einheit bildet.

Daher haben wir keinen konkreten Favoriten, auf den wir uns

festlegen können, da jede Region ihren positiven Reiz hat.

MM: Wie funktioniert Rock’n’Roll/Rockabilly heutzutage?

E.A.T.B.: Rock´n´Roll/Rockabilly ist ja bisher immer sehr subkulturell

gewesen, mal ausgenommen die 50er-Jahre. Wenn

man sich mal die letzten 30 Jahre anschaut, geht es natürlich

erst mal um die Musik, die gepaart mit einer Portion Lebens -

einstellung ist. Wir denken, es kann nur funktionieren, wenn

man die Anfangswurzeln und den ursprünglichen Wert des

Rock’n’Roll nicht aus den Augen verliert, sich selbst aber treu

bleibt und sich nicht verbiegen lässt. Es mag sein, dass in der

heutigen Zeit noch ein paar mehr Faktoren mit reinspielen, wie

z. B. Modeerscheinungen, die immer salonfähiger werden etc.

Aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden.

»Eddy & The Backfires

(Backfire Records)

sind der wildeste Act der

deutschen

Rockabilly-Szene!«

MM: Wie ist euer Stand in der Szene?

E.A.T.B.: Wir selber würden uns, ohne arrogant zu klingen, als

gute Bundesligamannschaft einordnen, die auch ab und zu mal

an der Euro-League teilnimmt, wenn man es mit Fußball vergleichen

will. Im Endeffekt ist es sehr schwierig, uns diesbezüglich

selbst einzuschätzen. Wir denken, der Hörer und Konzert be -

sucher kann das am besten einschätzen.

MM: Eine eigene Stillinie sei Fluch und Segen zugleich,

meint ihr. Warum?

E.A.T.B.: Die Frage ist einfach zu beantworten. Die Leute aus der

Szene, die eine authentische Stilistik von einer Band erwarten,

werden vermutlich eher auf andere Künstler zurückgreifen, da

wir uns selber und unserer Linie treu bleiben und unseren eigenen

Stil in unsere Musik mit einfließen lassen. Für uns ist es

wichtig, so zu sein, wie man ist. Denn es ist nicht unser Ding,

Ge we se nes stumpf nachzueifern, sondern eher die eigene

Kreati vität in Kom bination mit dem Gewesenen zu paaren.

MM: Ihr schwört auf Selbstmanagement und habt 2017

euer eigenes Plattenlabel Backfire Records gegründet.

Was sind die größten Vorteile hierbei und wie bekommt

ihr die ganze Organisation und das Musikmachen unter

einen Hut?

E.A.T.B.: Das Management der Band obliegt uns schon seit

Gründungstagen der Band selbst. Eddy ist im Prinzip derjenige,

der die Koordination der Bookings sowie die Reiseplanung

und das Zeitmanagement regelt. Der Vorteil hierbei ist natürlich

musiker Magazin 2/2019


STORIES 43

der direkte Kontakt mit den Veranstaltern und Promotern, das

spart Zeit und Wege. Ein großer Vorteil ist natürlich auch die

hundertprozentige alleinige Geschäftsverhandlung mit allen

Part nern. Das Label Backfire Records ist in erster Linie an unserer

Stammkneipentheke entstanden. Unser Bassist Christian

und unser damaliger Gitarrist Jared haben über eine Label -

gründung rumphilosophiert. Da Christian beruflich bei einer

größeren Platten firma arbeitet, war die Gründung keine große

Hürde. Ge sagt, getan. Trotz des Ausstieges von Jared ist uns

dieser hinter den Kulissen erhalten geblieben. Es ist ein Segen,

dass er sich um die Betreuung des Labels mit kümmert und

uns weiterhin als Co-Producer zur Seite steht. Das hält uns

natürlich viel den Rücken frei, sodass die musikalische Arbeit

nicht beeinträchtigt wird. Jedoch ist die Arbeit auf dem eigenen

Label eigentlich auch sehr entspannt, stressfrei und ehrlich,

denn wir entscheiden selbst, wann wir was veröffentlichen

und wie wir es haben wollen – und kein anderer! Das Label

wächst zwar langsam, aber dafür stetig. Wir arbeiten bereits

mit vier Bands auf dem Label, was sich zu einer Familyaffair

untereinander entwickelt hat.

MM: Beim Deutschen Rock & Pop Preis habt ihr nicht nur

den zweiten Preis als Beste Rock’n’Roll / Rockabillyband

gewonnen, sondern seid mit eurer Live-Darbietung von

„Dreaming Of You“ als beste Countryband 2018 ausgezeichnet

worden. Wie war das für euch?

EDDY & THE BACKFIRES

„Dead Man Stare“

VÖ: 30. JUNI 2017

EDDYANDTHEBACKFIRES.DE

WWW.FACEBOOK.COM/

EDDYANDTHEBACKFIRES

E.A.T.B.: Wenn wir ehrlich sind, haben wir den Countrypreis

gar nicht auf dem Zettel gehabt. Bereits die Nominierungen

waren schon sehr überraschend für uns. Umso größer die

Freude, die Auszeichnung gewonnen zu haben, da wir mit

sehr großer Konkurrenz gerechnet haben, was ja auch so war.

Wir waren auch mehr auf die Sonderkategorie „Rock’n’Roll/

Rockabilly-Band“ fixiert, weil wir schon wussten, dass wir dafür

ausgezeichnet werden und die Freude darauf schon groß war.

Wir sind mit dem olympischen Gedanken nach Siegen gefahren

und es hat sich mehr als gelohnt.

MM: Was erwartet den Hörer auf eurem aktuellen Album

„Dead Man Stare“?

E.A.T.B.: EDDY & THE BACKFIRES in ihrer kontinuierlichen Best -

form. Überzeugt euch am besten selbst. ;)

MM: Welche Pläne habt ihr für 2019?

E.A.T.B.: Hauptfokus wird natürlich unser 20-jähriges Bühnen -

jubiläum sein. In diesem Rahmen wird es eine neue Platte geben,

die es im physischen Bereich nur limitiert auf Vinyl geben wird.

Selbstverständlich werden wir zu dem Anlass auch ein Jubi -

läums konzert auf die Beine stellen, für das wir auch den ein oder

anderen Überraschungsgast anheuern werden. Ansonsten

haben wir natürlich einen gut gefüllten Livekalender mit interessanten

Gigs und Festivals zwischen Hamburg und Zürich. Wer

sich gerne informieren möchte, schaut einfach auf unsere Seite

www.backfires.de oder auf Facebook.

INTERVIEW: RONJA RABE | FoTo: MAIK WOELL

BACKGRoUND: © KARAMBA2106 / FOTOLIA.COM

2/2019 musiker Magazin


44 STORIES

»Fortuna Düsseldorf

widmete die Band

die Rockhymne

„Fortuna“.

Der Song läuft nicht

nur im lokalen Radio,

sondern stimmt

die Fortuna-Fans

regelmäßig

im Stadion auf die

Heimspiele ein.«

OCHMONEKS

„Da Capo“

VÖ: 3. MAI 2019

WWW.FACEBOOK.COM/OCHMONEKS

Die Hymnen-Experten aus Düsseldorf sind

durch zahlreiche Live-Auftritte bereits weit über Düsseldorfs

Grenzen hinaus bekannt.


OCHMONEKS

„Fortuna Erste Liga“ – Single

VÖ: 3. MAI 2018

OCHMONEKS.DE

MM: Am 3. Mai ist euer neues Album „Da

Capo“ erschienen. Was kann der Hörer er -

warten?

OCHMONEKS: „Da Capo“ ist ein abwechslungs -

reiches, deutsches Rock-Album mit hörbaren

Punk- und Hardrock-Anleihen. Im Gegensatz

zu unserem Debüt-Album „In Dur“ (2017) ist

„Da Capo“ eine deutliche Spur härter und gerad -

liniger. Außerdem enthält „Da Capo“ im Gegen -

satz zur „In Dur“ ausschließlich deutschsprachige

Songs. Unserem Ruf als Hymnen-Experten

dürften wir mit dem neuen Album aber durchaus

gerecht werden.

MM: Wie würdet ihr euren Musikstil be zeich -

nen?

OCHMONEKS: Wir selber? Ganz klar: Deutscher

Schlager! Im Ernst: Die Frage ist schwer zu be -

antworten. Wahrscheinlich irgendwas zwischen

Punkrock, Hardrock und deutschem Rock.

MM: Wofür stehen die Ochmoneks?

OCHMONEKS: Die Ochmoneks sind eine

lebens bejahende Band. Klar gibt es Ecken,

Kanten und Positionen. Insgesamt ist das Glas

bei uns aber immer halbvoll, auch wenn wir

durchaus in der Lage sind, in kurzer Zeit viele

Gläser zu leeren.

Außerdem spielt das Thema Freundschaft

eine zentrale Rolle bei uns. Wir sind fest davon

überzeugt, dass ein paar wenige gute Freunde

die beste Altersvorsorge sind. Natürlich läuft

nicht immer alles rund. Dann kommt es darauf

an, mit welcher Haltung man sich da wieder

rauszieht.

MM: Habt ihr musikalische Vorbilder?

STORIES 45

wir natürlich alle rauf und runter gehört. Darüber -

hinaus feiern wir ein sehr breites Spektrum an

Bands, das von Dritte Wahl über Guns ’n’ Roses

und Kärbholz bis Kettcar reicht. Und natürlich

Wolfgang Petry (lacht).

MM: Warum habt ihr einen Totenkopf als

Logo?

OCHMONEKS: Wir stehen wie viele anderen

Bands auf Totenköpfe. Allerdings ist unser

Toten kopf ein ziemlich freundliches Exemplar

und erinnert an den mexikanischen Dia de

Muertos, den berühmten Feiertag, an dem die

Toten gefeiert statt betrauert werden. Damit

wären wir wieder beim halbvollen Glas.

Insofern passt das Ding ganz gut zu uns.

MM: Was bedeutet „Ochmoneks“?

OCHMONEKS: Die Ochmoneks sind die Nach -

barn der Tanners aus der 80er-Jahre-Serie „Alf“.

Bei einer unserer ersten Proben in Stefans

Wohn zimmer lief „Alf“ nebenan. Seitdem sind

wir die Ochmoneks. Bandnamen kann man sich

nicht immer aussuchen, manchmal sind sie ganz

plötzlich da.

MM: Welche Rolle hat der Deutsche Rock &

Pop Preis für euch gespielt?

OCHMONEKS: Der Deutsche Rock & Pop Preis

war für uns einer der Höhepunkte im letzten

Jahr. Wir haben nicht damit gerechnet, gleich

in fünf Kategorien abzuräumen. An den Tag der

Veranstaltung denken wir gerne zurück. Die

Siegerlandhalle ist ein großartiger Ort. Be ein -

druckt waren wir auch von der Bandbreite der

anwesenden Künstler. So einen bunten Haufen

muss man erst mal unter einem Dach versammeln.

MM: Wo werdet ihr 2019 überall live zu sehen

sein? Und freut ihr euch schon auf die Tour

mit J.B.O.?

OCHMONEKS: Wir werden 2019 in ganz

Deutschland zu sehen sein. Unsere gemeinsame

Tour mit J.B.O. führt uns von Görlitz bis Münster

und von Kiel bis Lindau. Dazu kommen noch ein

paar Festivals und weitere Auswärtsspiele.

Momentan stecken wir voll in den Tour-Vor be -

reitungen und können es kaum erwarten, dass

es endlich losgeht.

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OCHMONEKS: Vorbilder haben wir eigentlich

keine. Sehr wohl aber Einflüsse, die man auch

hören kann. Die üblichen Verdächtigen haben

Web: OCHMONEKS.DE

IntervIeW: RONJA RABE

Foto: ANNE ORTHEN

alfredverlag.de | alfredmusic.de


46 STORIES

Moonshine Records

The 1950’s Recording Studio

MM: Warum wolltest du ausgerechnet ein

Vintage-Studio?

CHRISTIAN KRÜGER: Im Alter von acht Jahren

habe ich die Schallplatten u.a. von Johnny Cash,

Hank Williams und Elvis Presley rauf und runter

gehört und die Liebe zur alten Musik entdeckt.

Mich haben damals die Musik und der Sound

begeistert und bis heute nicht losgelassen. Mit

fünfzehn Jahren hat mir dann mein Vater eine

Western-Gitarre gekauft, und ich lernte schnell,

meine Idole nachzuspielen. Später dann versuchte

ich, meine ersten Aufnahmen mit einem

Fostex-Mehrspur-Kassetten-Rekorder zu

machen. Die Ergebnisse waren aber vom Ori -

ginal weit entfernt … Über die Jahre dann habe

ich viele Techniken des Home-Recordings ausprobiert,

ohne wirklich erfolgreich meinen

Sound zu finden, sodass ich feststellte, dass

ohne die entsprechenden Instrumente, Ver -

stär ker, Mikrofone und originale Tontechnik der

50er-Jahre alles nur ein Pro viso rium bleiben

würde ...

MM: Wie ist aus dem Traum dann Realität

geworden?

In der Nähe des Starnberger Sees

hat Christian Krüger ein

altes amerikanisches Tonstudio nachgebaut

CHRISTIAN KRÜGER: Als ich im Erwachsenen -

alter schließlich beruflich erfolgreich war und

auch das nötige Kleingeld vorhanden war, habe

ich angefangen, in den USA über Tontechnik und

Equipment zu recherchieren und die ersten Ge -

räte einzukaufen. So kam über einen Zeit raum

von rund zehn Jahren intensiver Recherchen

ein heute nahezu komplettes 1950s Recording

Studio zusammen.

MM: Wie bist du an das nötige Equipment

herangekommen?

CHRISTIAN KRÜGER: Über die Jahre habe ich

mir ein Netzwerk von Gleichgesinnten und

Samm lern aufgebaut und angebotenes Equip -

ment eingekauft. Auch ebay USA war oftmals

sehr hilfreich, um vor allem Ersatzteile für die

teilweise über 70 Jahre alten Geräte zu finden.

Angemerkt sei, dass sich die Geräte sehr oft in

sehr schlechtem Zustand befanden und nahezu

keines direkt funktionierte. Oftmals waren

seltene Transformer defekt und so musste ich

lange die Nadel im Heuhaufen suchen und finden.

Ein großes Lob gilt hier auch meinem

Freund und Moonshine-Records-Techniker

Thomas Klees – ohne seine endlose Geduld

und Liebe zu den alten Schätzen würde das

Studio heute nicht existieren.

MM: Woher wusstest du, was man braucht

und wie das Ganze aussehen soll, um authen -

tisch zu sein?

CHRISTIAN KRÜGER: Dank des Internets sind

heute tausende alte Fotografien im Netz zu finden,

die die Studioproduktionen und Auf -

nahmeräume wunderbar abbilden. Ich wollte

ein Studio so, wie es die Musiker in der damaligen

Zeit während ihrer Aufnahmen vorgefun-

musiker Magazin 2/2019


STORIES 47

den haben, ohne kitschige Coca-Cola-Schilder

und bunte Replika von 50er-Jahre-Utensilien.

Als schlichtes Industriedesign … Jedoch wollte

ich bei der Wandgestaltung auf Autogramm -

karten meiner Idole nicht verzichten. Natürlich

mussten diese auch original sein und keine

Foto kopien.

MM: Dein Studio dient auch als Foto- und

Film kulisse. Wer mietet sich da ein?

CHRISTIAN KRÜGER: Das Studio eignet sich

sehr gut für Fotoaufnahmen und theoretisch

auch als Filmkulisse. Hin und wieder bekomme

ich Anfragen von Fotografen, die das Studio für

Modeaufnahmen etc. nutzen möchten. Im

Übrigen bekommen alle Musiker generell nach

einer Studioproduktion kostenlos authentische

Foto aufnahmen, die sie für ihre Werbezwecke

auf Face book, Instagram oder für die eigene

Home page nutzen können.

MM: Wie kann ich mir als Musiker einen

Studio tag bei Moonshine Records vorstellen?

CHRISTIAN KRÜGER: Nachdem sich die Mu -

siker im Studio eingefunden haben und In stru -

mente und Verstärker im Raum platziert sind,

beginnen wir mit der Wahl der entsprechenden

Mikrofone für Instrumente und Gesang. Über

die Mikrofonie im Raum können wir dann den

Sound entsprechend variieren und verändern.

Anschließend beginnen wir, jeden Musiker und

sein Instrument über einen unserer Röhrenmixer

einzupegeln und verändern hier und dort noch

einmal die Position der Mikrofone, um später

ein perfektes Ergebnis zu erreichen. Wenn der

Mix steht und der erste Testlauf er folgreich allen

An sprüchen genügt, beginnen wir mit dem

MM: Für welche Art von Musik ist euer Studio

am besten geeignet?

CHRISTIAN KRÜGER: Natürlich klingt Rock’n’

Roll mit originalem Slapback-Echo absolut

Spitzenklasse, aber auch Jazz, Swing, Country

oder Soul à la Motown oder Chess Records. Wir

sind aber auch gerade dabei, das Studio mit

moderner Studiotechnik zu verknüpfen, um

einen neuen und unverwechselbaren Sound zu

kreieren. Also warum nicht auch mal Pop oder

Hip-Hop?!

MM: Wie unterscheiden sich die Auf nahmen

im Sound von aktuellen digitalen Auf nah -

men?

CHRISTIAN KRÜGER: Bei Moonshine Records

spielen die Musiker in der Regel, so wie damals

üblich, live ein. Dies setzt natürlich voraus, dass

die Musiker entsprechend eingespielt und vorbereitet

sind, wenn sie ins Studio kommen. Der

Sound ist durch die nahezu 120 Röhren, die

während einer Produktion am Start sind, sehr

warm und voll. Durch die Live-Performance hört

man auch die Dynamik des Zusammenspiels

und das Feeling für die Musik. Es wird nichts

geschönt. Auch ein Fehler sei erlaubt und macht

eine Aufnahme im Studio menschlich und

emo tional. Back to the Roots. Es muss nicht

immer alles 100 % perfekt sein wie im digitalen

Studio, wo bis zum letzten Takt alles weggebügelt

wird und oftmals auch die Emotionen des

Musikers nicht wirklich spürbar sind. Warum

Recording. In der Regel spielen die Musiker

jeden Song zwei- bis dreimal Mal ein und wir

wählen später die besten Tracks hieraus aus.

Im Übrigen hören wir nach jeder Aufnahme

gemeinsam mit der Band die Aufnahme noch

einmal an und erarbeiten uns zusammen das

perfekte Er gebnis. Haben die Musiker alle Songs

eingespielt, werden alle Bänder digitalisiert

und die Musiker erhalten die Songs in dem von

ihnen ge wünschten Format. Das Besondere an

den Auf nahmen ist, dass ein Mastering der

Tracks oder eine Nachbearbeitung meist nicht

notwendig ist. Der Sound wird praktisch vor

der eigentlichen Produktion gemacht, während

im digitalen Studio das meiste nach der

Produktion aufwendig verändert und gemixt

wird.

begeistern heute noch Millionen Menschen alte

Schallplatten von Miles Davis, Frank Sinatra MM: Auf welchen Medien könnt ihr aufnehmen?

oder Billie Holliday? 8

2/2019 musiker Magazin


48 STORIES

MOONSHINE RECORDS

www.moonshinerecords.de

info@moonshinerecords.de

CHRISTIAN KRÜGER: Im Moment werden alle

Aufnahmen auf 1/4-Zoll-Tonbändern (mono)

auf gezeichnet. In naher Zukunft ist auch Schall -

plattenschnitt mit einem unserer Platten -

schneider (Presto 6N oder Radiotone RA116)

möglich. Natürlich alles mono und auf original

New Old Stock Acetat aus den 40er-/50er-

Jahren. Für den Musikenthusiasten, der es

komplett authentisch möchte, haben wir auch

noch originale New Old Stock Presto-Ton -

bänder aus dem Jahr 1958 im Angebot …

MM: Wie ist bisher das Feedback der Mu -

siker, die bei euch aufgenommen haben?

CHRISTIAN KRÜGER: Zuerst einmal sind die

Musiker natürlich beeindruckt von der Äs thetik

und dem Gesamteindruck des Studios. Viele

kannten die wertvollen Geräte, die seltenen

RCA-Mikrofone und Instrumente nur von

Fotografien oder von Platten- und CD-Covern.

Dann kommt die Sprachlosigkeit, dass diese

uralten Geräte auch noch funktionieren, und

letztendlich der unglaublich warme, fette

Sound nach der ersten Abhöre der ersten Test -

aufnahme … und das besonders Schöne: Alle

Musiker wollen für weitere Aufnahmen wiederkommen

:-)

IntervIew: RONJA RABE

Fotoquelle: MOONSHINE RECORDS

Background: © INGO FRIEDRICH/

FOTOLIA.COM

musiker Magazin 2/2019


50 MUSIK & RECHT

DIE URHEBERRECHTSREFORM

Welche Auswirkungen hat sie

auf die kreativen Musikurheber und Musiker/-innen in Europa?

Netz aktivis ten der Kam pagne zur Ret tung

des Internets haben Justiz ministerin

Katarina Barley (SPD) inzwischen eine Petition

zum EU-Urheberrecht überreicht. Man übergab ihr

eine Unterschriftenliste mit 4,7 Mil lionen Unter -

schriften, darunter 1,3 Millionen aus Deutschland.

Im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU

wurde übrigens ausdrücklich festgehalten, dass

eine derartige Zwangs beein träch ti gung der

Kommunikationsplattformen unter der euphemis -

tischen Bezeichnung „Reform des Ur he ber rechts“

nicht stattfinden soll.

Das Europäische Parlament, die Kommission

und der Rat der Mitgliedsstaaten verhandelten

und stritten sich bis zuletzt, da es in den Be völ -

kerungen vieler einzelner EU-Länder außergewöhnlich

umfangreiche Proteste gab und die

Kritiker durch diese Reform das Ende des freien

Internets befürchten.

Einige Politiker hingegen loben diese Re for m

und sehen darin eine Chance für Kultur schaf -

fende, angemessen für ihre Arbeit entlohnt zu

werden. (Wenn diese „Entlohnung“ via Einzel -

registrierungen aller Nutzungen denn je bei ihnen

landet, s. GEMA.)

Tatsache aber ist, dass insbesondere die Art.

11 und 13, die zu einem überzogenen europäischen

Leistungsschutzrechtsanspruch sowie zu

sogenannten umfassenden Zensurmaschinen,

d. h. automatisierte „Upload-Filter“, führen könnten,

den Streit zwischen Befürwortern und

Geg nern massiv befeuert. Die Absurdität der in

Diktaturen üblichen „Upload-Filter“ für das Internet

wird allein darin sichtbar, dass mit Ihnen ver-

musiker Magazin 2/2019


MUSIK & RECHT 51

»Diese Reform

richtet sich

vor allen Dingen

gegen Google,

Facebook

und Twitter.«

Die Europäische Union

(EU) hat lange

ge braucht, um sich

bei der Reform

des Urheber rechts auf

einen Kompromiss

zu einigen.

Das liegt zum Teil

darin begründet,

dass Millionen

von Netz aktivisten

und YouTuber

in fast allen

europäischen Ländern

gegen diese

Urheberrechts re form

in zahl losen Ein gaben,

Petitionen und

De mon strationen

zu Recht

protestierten.

meintliches urheberrechtsgeschütztes Material

schon vor dem Hochladen identifiziert und blo -

ckiert wird. „Upload-Filter“ sind aber nicht in der

Lage, Parodien zu erkennen oder legitime Zitate

von unerlaubten Textnutzungen zu unterscheiden.

Interpretierende Musikgruppen, Musiker in nen und

Musiker, die covern, werden zudem durch diese

Zensurmaschinen möglicherweise ebenfalls daran

gehindert, ihre musikalischen In ter pre tationen in

Bild und/oder Ton zu veröffentlichen.

Dagegen ist klar, dass Millionen von kreativen

Musikerinnen und Musikern, Komponisten und

Textern, Journalisten und Fotografen von den

positiven Möglichkeiten der digitalen Kom mu ni -

kationsplattformen wie YouTube, Facebook,

Twitter, Vimeo usw. täglich (auch ohne Bezah -

lung) millionenfach kreativen Gebrauch machen,

um ihre musikalischen, künstlerischen, journalis -

tischen und kreativen Arbeiten weltweit bekannt zu

machen und zu kommunizieren. Dazu gehören

natürlich auch zehntausende kleine und große

Musikgruppen und orchester, die mit ihren Kon -

zerten und Studioaufnahmen ganz legal dafür

sorgen, dass die Songs/Werke fremder populärer

Komponisten und Texter aus dem Gesamt -

bereich der populären Musik, d. h. der Rock-,

Pop-, Folk-, Blues- und Jazzmusik, niemals vergessen

werden …

Diese Urheberrechtsreform richtet sich vor

allen Dingen gegen Google, Facebook und Twitter.

Es sind diese Plattformen, die Fotos, Texte, Bilder

und Musikstücke teilen, die in der Regel urheberrechtlich

geschützt sind. Ein legaler Vorgang:

Fotografen, Autoren und Musikerkomponisten werden

in den meisten Fällen über Lizenz geschäfte mit

Verwertungsgesellschaften (z. B. GEMA, VG Wort

etc.) vergütet. Wenn also in Zukunft Urheber -

rechte verletzt werden, dann sollen zukünftig diese

Plattformen dafür verantwortlich gemacht werden

und nicht mehr die Nutzer. Ausdrücklich soll

sich diese Reform des Urheberrechts nicht gegen

junge und sehr kleine Unternehmen richten, die

am Markt noch nicht erfolgreich sind. Auch private

und nichtkommerzielle Projekte gehören

dazu. Theoretisch schöne Einschränkungen!

Was allerdings bleibt, ist die Gefahr, dass zu -

künftige radikal eingestellte „Upload-Filter“ im

Internet die gesamte gewachsene Kommuni ka -

tion mit ihren millionenfachen Usern negativ be -

einflussen.

TExT: OLE SEELENMEYER

FoTo: © BAKHTIARZEIN/FOTOLIA.COM

2/2019 musiker Magazin


52 MUSIKBUSINESS

Mit Musik

auf

Einnahmen erzielen

LEKTION 1:

DEINEN

YOUTUBE-MUSIKKANAL

MONETARISIEREN

INTERPRETEN IM

YOUTUBE-PARTNERPROGRAMM

Als­ unabhängiger­ Interpret­ kannst­ du­ auf

Partnerprogramm­ teilnimmst­ und­ mit­ Werbe­an­-

zeigen­Umsätze­generierst.­Während­du­dich

darauf­ konzentrierst,­ Musik­ zu­ machen,­ stimmt

YouTube­Anzeigen­auf­deinen­Kanal­und­auf­die

Fans­ab,­die­sich­deine­Videos­ansehen.­YouTube

erhält­Geld­von­Werbetreibenden­und­nimmt­Aus­-

❢ Hinweis: Kanäle­ können­ sich­ erst­ für­ das

YouTube-Partnerprogramm­ bewerben,­ wenn

sie­1 000­Abonnenten­und­eine­Wieder­gabe­-

zeit­ von­ 4 000­ Stunden­ in­ den­ vergangenen

12­Monaten­erreicht­haben.

Es­gibt­einige­Dinge­zu­beachten.­Damit­An­-

zeigen­präsentiert­werden­können,­müssen­deine

Inhalte­ werbefreundlich­ sein.­ Außerdem­ musst

du­die­kommerziellen­Rechte­für­alle­Audio-­und

Videoinhalte­besitzen.

Du­ kannst­ auch­ mit­ YouTube-Premium-Abos

Geld­ verdienen.­ Abonnenten­ von­ YouTube­ Pre­-

mium­zahlen­eine­monatliche­Gebühr­für­ex­klusive

Vorteile,­darunter­werbefreie­Videos­sowie­hinter­-

grundwiedergabe­ und­ offlinezugriff­ mit­ der

YouTube­Music­App.­Du­erhältst­einen­Anteil­der

gesamten­Aboeinnahmen,­der­darauf­basiert,­wie

oft­YouTube-Premium-Abonnenten­deine­Inhalte

ansehen.

Wenn­du­mit­einem­Musikvertrieb­oder­Label

zusammenarbeitest,­ können­ diese­ eventuell

deine­Musikinhalte­für­dich­hochladen­und­mo­-

ne­ta­ri­sie­ren.­Wenn­du­auch­einige­Inhalte­direkt

veröffentlichst,­solltest­du­über­eine­Teilnahme­am

YouTube-Partnerprogramm­nachdenken,­um­diese

Videos­zu­monetarisieren.

❢ Hinweis: Du­kannst­die­Monetarisierung­erst

dann­nutzen,­wenn­dein­Kanal­insgesamt

min­destens­10 000­Aufrufe­erzielt­hat­und­die

Ein­haltung­der­Programmrichtlinien­überprüft

wurde.

INTERPRETEN, DIE MIT EINEM

MUSIKVERTRIEB

ZUSAMMENARBEITEN

YouTube Geld­verdienen,­wenn­du­am­YouTube-

zahlungen­auf­dein­AdSense-Konto­vor.­

Deine­Musik­kann­auch­durch­einen­Musik­ver­trieb­

veröffentlicht­ werden,­ der­ deine­ Musik­ bei

YouTube­einreicht­und­dann­durch­Anzeigen­und

YouTube­Premium­Einnahmen­für­dich­erzielt.

Normalerweise­werden­dabei­eine­Einrichtungs­gebühr­

und­ ein­ prozentualer­ Anteil­ am­ Umsatz

berechnet.­Geschäftsmodelle­können­aber­variieren.­

Neben­ YouTube­ arbeiten­ Musikvertriebe

unter­Umständen­auch­mit­digitalen­Plattformen

wie­Apple­iTunes,­Amazon­Music­und­Google­Play

zusammen,­ damit­ du­ dort­ Downloads­ deiner

Musik­titel­oder­Alben­verkaufen­kannst.

Neben­der­Monetarisierung­deiner­Videos­kann

dich­ein­Musikvertrieb,­der­unser­content-ID-

System verwendet,­beim­Erzielen­von­Umsätzen

unterstützen,­wenn­andere­YouTube-Videos­wie

Fanuploads­deine­Tonaufnahmen­enthalten.

INTERPRETEN

MIT PLATTENVERTRAG

❢ Hinweis: Ein­Musikvertrieb­kann­von­dir­verlangen,­dass­du­die­Rechte­an­all­deinen­In­hal­ten­besitzt­oder­kontrollierst.­Wenn­du­dir­nicht

sicher­bist,­überprüfe­dies­bitte­zuerst.

Was­ist,­wenn­du­als­Interpret­unter­Vertrag

stehst?­YouTube­hat­Lizenzverträge­mit­vielen­größeren­Labels­und­Indie-Labels,­die­Umsatz­aus­An­zeigen­und­YouTube­Premium­erzielen.­Die­Labels

erhalten­diesen­Umsatz­basierend­auf­den­Eigen­-

»YouTube hat in den

letzten zwölf Monaten

allein aus Werbung

über eine

Milliarde US-Dollar an

die Musikindustrie

ausgezahlt.«

tums­rechten­ an­ oder­ der­ Kontrolle­ über­ Master-

Aufnahmen,­ bei­ denen­ es­ sich­ um­ die­ origi­nalen

oder­offiziellen­Aufnahmen­des­Musik­titels­handelt.

Nachdem­Labels­Geld­von­YouTube­erhalten,

sind­diese­dafür­verantwortlich,­einen­Teil­an­die

entsprechenden­Interpreten­zu­zahlen.­Dieser­Be­trag­variiert­je­nach­Vertrag­zwischen­Interpret­und

Label.­Es­kann­auch­sein,­dass­geleistete­Voraus­zahlungen­an­den­Interpreten­verrechnet­werden.

Für­Musikverträge­gibt­es­keine­allgemeingültige

Formel.­Am­besten­wendest­du­dich­an­deinen

Manager­oder­an­den­Vertreter­deines­Labels.

Sie­können­dir­mehr­dazu­sagen,­wie­viel­Geld­sie

aus­verschiedenen­digitalen­Musik­diensten­für­dich

eingenommen­haben.

Rechte­an­Musikkompositionen­werden­separat­behandelt.­Deshalb­hat­YouTube­auch­Ver­ein­-

barungen­mit­Musikverlegern­und­Verwertungs­-

gesellschaften.­Im­Rahmen­dieser­Vereinba­run­gen

zahlt­YouTube­Gebühren­an­verbundene­Verleger

und­Songwriter.

❢ Hinweis: Es­kann­sein,­dass­diese­Infor­ma­tionen­nicht­auf­alle­Situationen­oder­Länder

zutreffen.­ Du­ solltest­ unter­ Umständen­ eine

pro­fessionelle­ bzw.­ rechtliche­ Beratung­ einholen.

NächSTE­FoLGE:­DEINE MUSIKKARRIERE

ÜBER YOUTUBE VORANTREIBEN

qUELLE:­CREATORACADEMY.YOUTUBE.COM

Foto: © bluedesign / Fotolia.com

musiker Magazin 2/2019


PRODUKT-NEWS 53

Die Kapitel 5 bis 13 widmen sich – über die eigentliche

Gesangspraxis hinaus – den Aspekten, die eine bewusste

Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Musik business

erfordern: Bühnenperformance und Equipment, Ansprache

des Publikums, aber auch Imagebildung, Zeit-, Selbst -

mana gement und Marketing. Dazu gehören eben auch u.a.

Themen wie die Versicherung bei der Künstlersozialkasse

oder die Inanspruchnahme der Verwertungsgesellschaften

GEMA und GVL sowie die Gesunderhaltung von Körper, Geist

und Seele, um auch etwaige Krisenzeiten zu bestehen.

LEEZA NAIL

THE SINGER’S COACH

Der Karriere-Ratgeber

Alles, was ambitionierte Sänger/-innen

wissen sollten!

Im vorliegenden Buch „The Singer’s Coach“ gibt LeeZa Nail

ihre Erfahrungen an alle weiter, die es ebenfalls ernst meinen

mit der eigenen Gesangskarriere. Darin beantwortet

LeeZa – neben den üblichen Fragen zu Stimme und Ge -

sangs technik – auch solche wie: „Wie kann ich das Singen

zum Beruf machen? Geht das überhaupt? Muss ich dazu

berühmt sein? Wie kann man davon leben? Was ist neben

dem Singen noch wichtig für den Beruf? Muss ich Noten

lesen können oder geht es auch ohne? Und was ist mit

Ansagen auf der Bühne? Kann ich das üben?“

In den ersten drei Kapiteln beschäftigt sich LeeZa Nail mit

der Gesangspraxis und deren handwerklichen Grundlagen

(Atemtechnik, Stimmbildung, Interpretation).

In Kapitel 4 folgen Inhalte zu den Basics der allgemeinen

Musiklehre (Harmonik, Rhythmik, Gehörbildung, Vom-Blatt-

Singen), die jede/r Sänger/-in kennen sollte.

Ebenso spannend die Interviews mit Berufsmusiker/-innen,

von denen jede/r angehende Sänger/-in profitieren kann:

• Lauren Hearnden-Mayer (Musicalgesang und -tanz)

• Susanne Thomas (Operngesang)

• Gaby Goldberg (Backgroundgesang)

• Jeff Cascaro (Jazz- und Soulgesang)

• Pepe Lienhard (Bandleader, u.a. für Udo Jürgens)

ÜBER DIE AUTORIN

LeeZa Nail ist freiberufliche Musikerin (Vocals, Gitarre, Conga;

Bereich: Jazz, Pop, Rock), arbeitet als Vocal Coach und ist

regelmäßig als Frontsängerin der Mike Nail Band und mit

ihrem Solo-Projekt „LeeZa Nail” unterwegs.

Von ihrem Vater, selbst Sänger und Schlagzeuger, lernte

sie, Chorstimmen zur Hauptstimme zu finden – und durchzuhalten.

Mit elf Jahren nahm LeeZa Gitarrenunterricht und konnte

sich fortan selbst zum Gesang begleiten. Bereits als Teenager

war sie an den Wochenenden als Hobby-Sängerin unterwegs,

nahm privaten Gesangsunterricht und träumte von

der beruflichen Karriere als Sängerin.

So begann sie, Jazz- und Populargesang in Frankfurt zu

studieren, wo sie ihren Mann, den Schlagzeuger Mike Nail,

kennenlernte. Mit ihm gründete sie die Mike Nail Band, die

inzwischen seit über 20 Jahren besteht und mit der LeeZa

als Leadsängerin in ganz Deutschland, der Schweiz,

Österreich, aber auch England, Türkei und Zypern unterwegs

war und ist. Ebenso gehören das Schreiben und

Komponieren zu ihren Leidenschaften.

Weitere Informationen: www.alfredmusic.de

ISBN13: 9783947998081; DIN A4, 160 Seiten; 18,95 Euro

ANDRÉ BAUER

VON SISYPHUS BIS VAMP

Geschichten einer DDR-Amateurrockband

aus Thüringen

Einfach genial – die Story über eine unbekannte Band aus

der Provinz der ehemaligen DDR. Anleitung für Band gründer.

Eine junge Coverband im Schatten der DDR-Rockmusik -

szene, mit 80 Profibands und 5000 Amateurbands, made

in GDR. Spannender Bandalltag aus den 80er-Jahren einer

ganz normalen Amateurrockband aus Thüringen

Keine Erfolgsstory der großen Stars der Musikgeschichte,

sondern die fantastische Geschichte des Provinzstars, zwischen

Grou pies, versifften Toiletten, starrsinnigen Funktionä -

ren, Wün schen, Träumen, Hoffnungen. Abseits des eintönigen

DDR-Alltags pulsierte das Leben der Jugend.

ÜBER ANDRÉ BAUER

Geboren am 10.11.1968 in Apolda/Thüringen/DDR, Kinder -

krippe, Kindergarten, 10 Jahre POS, 2 Jahre EOS, 2,5 Jahre

NVA, 4 Jahre Hotelfachmann-Ausbildung, 5 Jahre Beruf,

11 Jahre arbeitssuchend mit Praktika, 6 Jahre EU-Rentner.

ISBN: 978-3-7380-3102-7

WEB: www.amazon.de/Von-Sisyphus-bis-VAMP-DDR-

Amateurrockband-ebook/ dp/B010CFWU82

2/2019 musiker Magazin


54 PRODUKT-NEWS

Gesangsunterricht von zu Hause aus

ORTSUNABHÄNGIGES ONLINE STIMM- & PERFORMANCE-COACHING

HRSG. WOLFGANG HERING

DAS KINDERLIED FESTIVAL

Das Kinderlied Festival ist ein buntes und reichhaltiges

Lieder buch mit insgesamt 64 besonderen Songs aktueller

Kinderliedermacher/-innen zum Feiern und Spaß haben.

Es ist eine aktuelle Bestandsaufnahme des neuen Kinder -

liedes mit abwechslungsreicher Musik, fantasievollen Spiel -

ideen und munteren Bewegungsanregungen.

Da Kinder vielfältig angesprochen werden möchten und in

verschiedenen Entwicklungsstadien unterschiedliche Interes -

sen haben, bietet dieses Liederbuch ein musikalisch und

textlich breites Spektrum: So finden kleine und größere Kinder

in den sieben thematisch aufgebauten Kapiteln immer etwas,

was sie anspricht und einen Bezug zu ihrer Lebenswelt herstellt.

Damit ist „Das Kinderlied Festival“ für Konzepte der

musikalischen Früherziehung, den Musikunterricht an

Grund- und Förderschulen und in der Kinderchorarbeit ebenso

gut geeignet wie für musikalische Aktivitäten zu Hause

oder in der Kita.

Das einheitliche Layout aller Lieder mit Akkordsymbolen

und der Satz in Stimmlagen, die für Kinder und Erwachsene

gut zu bewältigen sind, schaffen einen leichten Zugang und

bilden optimale Voraussetzungen für das musikalische

Gelingen. Sollte trotzdem einmal eine Tonart angepasst werden

müssen, so helfen die Transponiertabellen im An hang.

Dieser enthält auch Grifftabellen für Gitarre und Ukulele.

Alle Stücke sind auf der beiliegenden CD als Sing-Alongs

mit Melodie und Begleitung enthalten.

Zusammengestellt und herausgegeben von Wolfgang

Hering, mit der freundlichen Unterstützung durch kindermusik.de,

bildet „Das Kinderlied Festival“ die vielseitige

deutschsprachige Kinderliedszene ab und soll vor allem

eines machen: Spaß!

Weitere Informationen: www.alfredmusic.de

Artikelnummer: 20275G | 21,95 Euro

ISBN: 9783947998074

Der Vorteil der Ortsunabhängigkeit und lokalen Freiheit, Fahr -

zeit einzusparen plus nervige Anfahrtswege mit Stau, Park -

platz suche etc. pp, ist besonders für mobile Menschen

interessant oder die gern einfach ganz unkompliziert und

effektiv Dinge von zu Hause aus erledigen – bzw. auch mal

schnell ohne lange Vorplanung und ohne sich gleich langfristig

zu binden Support brauchen. Ich selbst nehme das

jetzt auch immer mehr in Anspruch und habe inzwischen

tolle Online-Unterstützer, die ich zum Teil gar nicht persönlich

kenne, z. B. für Hilfe bei meinen Geschäftsunterlagen (Indesign

1:1 Coaching). Manchmal hat man ja auch nur ein paar

kleine Fragen und braucht mal professionelles Feed back, um

weiterzukommen, und man findet dort so viel mehr tolle

professionelle Leute, wenn man nicht lokal suchen muss.

Das von überall mögliche Online-Gesangscoaching möchte

ich heute nochmal kundtun bzw. euch anbieten, auch denen,

die ggf. auch immer schon etwas weiter weg von mir waren.

Das spielt jetzt keine Rolle mehr, meine Schüler verteilen

sich deutschlandweit, es ist superbequem und angenehm,

und wir können das tun, was wir auch tun, wenn wir uns

gegenüberstehen: Gehörbildung, Gesangs- und Stimm übun -

gen, Performance, Songinterpretation, Atemtypen-Analyse,

Demonstration von Körper- und Atemübungen am Boden

etc. pp. Sogar am Klavier begleite ich die Übungen bzw. den

Schüler am anderen Ende der Leitung. Ich finde es selbst

wirklich faszinierend in dem heutigen, immer unbegrenzteren

Zeitalter, wo ich doch eher Dinosaurier bin und immer

etwas altmodisch war mit solch „neumodschem Kram“ ;)).

Die Sache selbst hat mich nach anfänglicher Skepsis tatsächlich

überzeugt, und ich sage immer: Das einzige, was

ich einschränkenderweise nicht machen kann, ist, euch einen

Kaffee kochen und anfassen ;).

Wer Lust hat, das auszuprobieren, braucht lediglich einen

stabilen Internetanschluss und Skype oder Facetime (Face-

book), Termin, und dann geht es los! :-D Meldet euch gern,

wenn das interessant sein sollte und ihr Unter stüt zung mit

der Stimme braucht, auch für einzelne Stunden, ggf. ein

Feedback oder Training für einen bestimmten Auftritt etc.

Für Kurse pendle ich immer noch ab und an zwischen

München und Hamburg hin und her und organisiere gern

einen Performance-Workshop-Termin, wenn ihr mir rückmeldet,

wer daran Interesse hat, mich noch mal „körperlich“

und im Gruppenkontext zu erleben. Ich liebe diese

Arbeit so sehr, das ist mir aufgefallen, als ich meine Website

mit den Erlebnissen der letzten Jahre zum Thema Bühnen -

präsenz gefüllt habe – schaut gern mal rein:

www.bianca-harrison.com/workshops

ROB COLLOMB

GARANTIERT

ROCKGITARRE LERNEN

Der ultimative Einstieg für Rockgitarristen!

Du träumst davon, E-Gitarre in einer Rockband zu spielen?

Dann ist Garantiert Rockgitarre lernen genau richtig für dich.

Es ist Lehrgang und Songbook in einem. Schritt für Schritt

lernst du, wie die E-Gitarre als Rhythmus- und Leadgitarre

in der Rockmusikpraxis eingesetzt wird. Am Ende bist du in

der Lage, insgesamt 16 spannende populäre Rockklassiker

wie „Boulevard Of Broken Dreams“ von Green Day, „Run To

The Hills“ von Iron Maiden oder „Honky Tonk Women“ von

den Rolling Stones zu spielen. Du lernst die speziellen

Spieltechniken, die typischen Rockakkorde, Riffs und Licks,

die Songstrukturen und Sounds, die im Rock zum Tragen

kommen. Die beiliegende Audio-CD enthält die Übungen und

Songs als Play-Alongs sowie Drum Tracks zum Mitspielen.

Abgerundet wird das Gesamtpaket durch attraktive Illustra -

tionen von James Asher.

Weitere Informationen: www.alfredmusic.de | Artikelnummer: 20211G | ISBN 13: 9783943638431 | 21,95 Euro

musiker Magazin 2/2019


PRODUKT-NEWS 55

SEIT EINIGEN JAHREN GILT DER

»SPIDER PRO« VON KÖNIG & MEYER ALS MASS DER DINGE FÜR KEYBOARDSPIELER

Jetzt präsentiert der Zubehör-Spezialist aus Wertheim das Stativ als Special Edition in knallroter Optik.

Der erste spektakuläre Tour-Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: Christian Besch sorgt mit dem roten »Spider Pro« bei der aktuellen

Rea-Garvey-Tour für einen Hingucker im Bühnen-Setup.

Eine Vielzahl von Features, makellose Standfestigkeit, op -

tio nale Erweiterungsmöglichkeiten und dazu ein außergewöhnliches

Design – mit dem »Spider Pro« setzte der

Zubehör-Spezialist König & Meyer schon vor einigen Jahren

den Maßstab bei Keyboardständern. Jetzt legt das in Wertheim

ansässige Unternehmen den Bestseller neu auf. Die knallrote

Optik trifft bei Musikern einen Nerv, denn ein attraktiver

Bühnenauftritt ist im Live-Entertainment nahezu genauso

wichtig wie Funktionalität. Das bestätigt auch Christian

Besch, der gerade mit Superstar Rea Garvey in den größten

deutschen Hallen gastiert – mit einem roten »Spider Pro«

im Tour-Gepäck.

„Die Optik ist für mich elementar“, sagt Besch, „dazu gehört,

dass der Keyboarder nicht durch seine Geräte zugebaut

wird und Kabel sauber verlegt werden können.“ Im Vorfeld

der Tour hat Besch den »Spider Pro« auf Herz und Nieren

getestet. Er war auf Anhieb von dem Produkt überzeugt:

„Mir gefallen die hohe Funktionalität, das geringe Gewicht,

der einfache und unkomplizierte Aufbau sowie die

Robustheit. Auch die Option, die Höhe der einzelnen Arme

nach Bedarf passgenau einstellen zu können, ist ein großer

Vorteil. Zusammen mit den optionalen Anbauteilen ist der

»Spider Pro« für Keyboarder, die wie ich im Stehen spielen

wollen, einfach perfekt.“ Der Rea Garvey Side- und Spider -

man mag live ein „cleanes Setup“, das ihm einen „direkten

Kontakt zum Publikum“ ermöglicht. Alles Kriterien, die der

»Spider Pro« erfüllt.

ENTSTANDEN IM ENGEN DIALOG

MIT PROFIMUSIKERN

Entstanden ist der kompakte, für seine vielen Möglichkeiten

dennoch nur 11 Kilogramm wiegende Keyboardständer im

engen Dialog mit Profimusikern. „Wir haben uns bei tourenden

Musikern umgehört. Die Wünsche der Profis sind

bei der Entwicklung des »Spider Pro«-Ständers eingeflossen“,

sagt André Scherzer, bei König & Meyer für das Mar -

ke ting zuständig.

Der Tour-Alltag schreibt seine eigenen Gesetze. Zuverlässigkeit

und Robustheit gehören genauso zu den Anforderungen an

das Live-Equipment wie Handling-Komfort und die Möglich -

keit individuell angepasster Erweiterungen. Vor diesem

Hinter grund stellt der »Spider Pro« das ultimative Tool für den

Live- und Studio-Einsatz dar.

Zu den Features des mit zwei Paar ausziehbaren und stufenlos

höhenverstellbaren Auflagearmen ausgestatteten

»Spider Pro« gehören: die optionale Aufrüstung mit einem

dritten Paar Auflagearme (und damit die Option für ein weiteres

Keyboard), ein am oberen Ende der Säule angebrachter

Gewindeanschluss zur Montage eines Mikrofonarms

sowie die die Schräge der Säule, um ein bequemeres Spielen

und die bessere Sicht auf das untere Keyboard zu gewährleisten.

Maximale Beinfreiheit für den/die Musiker/-in sowie

genügend Platz für Pedale verstehen sich beim »Spider Pro«

von selbst.

»SPIDER PRO« – DIE FEATURES IM ÜBERBLICK:

• mit 3/8 bzw. 5/8 Gewindeanschluss für

Mikrofonschwenkarm

• Hohe Stabilität dank Fertigung aus Aluminium

• Vier Füße garantieren optimale Standfestigkeit

• Zwei Auflageebenen

• Je zwei ausziehbare und stufenlos höhenverstellbare

Auflagearme pro Ebene

• Obere Auflagearme sind um 15 Grad geneigt

• Schrägstellung des Ständers für eine komfortable

Haltung während des Spielens

• Beinfreiheit und Raum für Pedale

• Erweiterungsmöglichkeiten

durch Aufsätze

• Ständer kann für den

Transport zusammengeklappt

werden

• Erhältlich in Schwarz, Silber

und nun auch in Rot

• Abmessungen: Höhe 1310 mm,

Auflagetiefe:

300 mm – 470 mm

• Gewicht: 10,5 kg

Artikelnummer:

18860-000-36 – rot

Weitere Informationen:

www.k-m.de

2/2019 musiker Magazin


56 PRODUKT-NEWS

SHURE PRÄSENTIERT TWINPLEX:

PERFEKTE PERFORMANCE AUF JEDER BÜHNE

Subminiatur-Lavaliermikrofone und -Headsets mit Kugelcharakteristik

bieten herausragende Klangqualität und Strapazierfähigkeit

Auf der NAB 2019 stellt Shure TwinPlex vor, eine neue

Serie hochwertiger Subminiatur- (5 mm) Lavaliermikrofone

und Headsets mit Kugelcharakteristik. TwinPlex bildet hohe

und tiefe Frequenzen naturgetreu ab und wurde speziell für

Einsatzbereiche mit anspruchsvollen Bedingungen konstruiert,

in denen eine präzise Stimmwiedergabe unabdingbar

ist. Die zum Patent angemeldete, innovative Kapseltechnologie

mit Doppelmembran ermöglicht einen facettenreichen

Klang in einem leicht zu kaschierenden Gehäuse. Das kompakte

Design eignet sich auch für schnelle Kostümwechsel

und lässt sich unauffällig unter der Kleidung platzieren,

ohne dass die Klangqualität leidet. TwinPlex wurde in

Zusammenarbeit mit führenden Audio-Experten entwickelt

und entspricht den hohen Anforderungen von Theatern,

Broad cast, Film und Fernsehen sowie Unternehmens veran -

stal tungen, die hochwertige Audiowiedergabe und maximale

Zuverlässigkeit erfordern.

Die TwinPlex-Serie beinhaltet vier Lavaliermikrofone (TL45,

TL46, TL47, TL48) sowie ein leichtes, anpassbares Headset

(TH53) in verschiedenen Farben mit umfangreichem Zubehör

und vielfältigen Optionen. Die Konstruktion mit Doppel -

mem bran und Kugelcharakteristik sorgt für eine natürliche,

transparente und warme Stimmwiedergabe und bietet eine

außergewöhnliche Off-Axis-Klangtreue sowie ein beispiellos

geringes Eigenrauschen.

„Wir haben diese Mikrofone mit vielen verschiedenen Men -

schen getestet, und der Sound ist einfach umwerfend. Das

Grundrauschen ist sehr gering, und erfreulicherweise hört

man keinen Körperschall – nicht einmal Kleiderrascheln,

wenn das Kabel bewegt wird“, kommentiert Peter Schneider,

Mitinhaber von Gotham Sound.

Um Jahre intensiver Nutzung zu simulieren, wurde das

extrem dünne TwinPlex-Kabel in internen Tests bis zum ab -

soluten Limit geknickt, gedehnt und gezogen. Die überschminkbaren

Kabel – in Ausführungen von 1,1 mm und

1,6 mm erhältlich – sind dank einer innovativen Spiral kon -

struktion mit zusätzlicher Abschirmung resistent gegen

Knicken und dauerhafte Verformung und bieten herausragende

Eigenschaften.

„Die Mikros liegen flach an, und zwar jedes Mal und während

der gesamten Show. Egal ob wir die Mikros in einer

Perücke platziert haben oder an einer anderen Stelle des

Kostüms, es gab nie Knicke. Sie haben genau das getan,

was wir wollten, das war fantastisch“, so Theater-Tontech -

nikerin Zoe Milton.

Die TwinPlex-Mikrofone wurden während der Entwicklungsund

Testphase extremen Bedingungen unterzogen, um

sicherzustellen, dass sie unter allen Voraussetzungen einwandfreie

Audioqualität liefern. Daher eignen sie sich auch

für unvorhersehbare, anspruchsvolle Anwendungsbereiche

wie Theater oder Reality TV. Die wasserabweisende Be -

schichtung und die austauschbaren schweißresistenten

Filterkappen sorgen dafür, dass Transpiration und Feuchtig -

keit den Klang nicht beeinflussen, während sich das Kabel

dem Kostüm und auch den häufig hektischen Abläufen solcher

Einsätze anpasst.

„Die Gewissheit, dass mich ein Produkt bei einer Live-Show

nicht im Stich lässt, gibt mir bei der Arbeit viel Sicherheit.

Dieses Mikrofon ist für unseren Bereich bahnbrechend“,

betont Michael Abbott, Broadcast Production Mixer.

„Wir haben während der gesamten Entwicklungsphase von

TwinPlex wertvolles Feedback von führenden Branchen -

profis eingeholt und intensive Tests mit Prototypen durchgeführt,

um sicherzustellen, dass das Produkt wirklich ausgereift

war“, erklärte John Born, Senior Global Product Ma -

na ger bei Shure. „Das führte zu einem umfassenden Portfolio

mit über 60 Versionen mit verschiedenen Farben, An -

schlüssen, Kabelausführungen, Frequenzgängen und An -

sprechempfindlichkeiten, um auch wirklich jeder Anwendung

gerecht zu werden, die perfekte Klangqualität und extreme

Strapazierfähigkeit erfordert.“

Shure TwinPlex Accessories

Ausgewählte Modelle der TwinPlex-Serie sind ab sofort verfügbar.

Umfassende Informationen zu TwinPlex gibt es auf

www.shure.de

musiker Magazin 2/2019


PRODUKT-NEWS 57

Single-Stroke, dem Double-Stroke und dem Para diddle.

Zusammen ergeben diese Bausteine die Grundlage für ein

klares und geordnetes Spiel am Drumset.

Manche Anfänger überfordert die Arbeit am Drumset. Zu

viele Instrumente gleichzeitig, alle vier Gliedmaßen sollen

agieren. Dabei hat man vor allem am Anfang mit den

Händen schon alle Hände voll zu tun. Und dann auch noch

die Füße? Da ist es eine echte Erleichterung, wenn der Focus

phasenweise mal nur auf einem Instrument liegt. Die Snare

ist das Zentrum unseres Spiels!

Oli Rubow

DAS MODERNE

SCHLAGZEUGQUARTETT

Eine spielerische Lehrmethode

zur Erweiterung des persönlichen

Rhythmuswortschatzes

„Ein satter Fundus an Übungs- und Spielfutter für jedes Level.

Typisch Andy Gillmann: klar, kompakt und sofort spielbar!“

Dirk Carstens, Fachbereichsleiter Drums, Kreismusikschule

Schleswig-Flensburg

ANDY GILLMANN

88 SNARE ETÜDEN

FÜR GROSSE UND KLEINE

DRUMSETSTARTER

Vol. 1 mit CD. Alle Etüden auch mit Stickings

für Linkshänder

88 Snare Etüden sind eine wichtige und didaktisch gut

durchdachte Ergänzung zum Unterricht für große und kleine

Drumsetstarter. Die Übungen an der Snare bilden die Basis

für eine effektive Technik, ein stabiles Timing und einen guten

Sound am Drumset. Hier lernen wir, was ein Puls ist (Groove),

hier entwickeln wir ein Gefühl für 2- und 4-taktige Unter tei -

lungen (Form) und wir lernen dynamische Unter schei dungen.

Und das alles auf der Basis der wichtigsten Handsätze, dem

PETER LORSON

CAJON & RHYTHM BASICS

Cajon spielen lernen, erst mal ohne Noten.

Übungsbuch mit CD und E-Book

Ein Buch, das einen schlüssigen Zugang zur Musik vermittelt

und vom Kauf der Cajon über den Überaum bis zur

Bühne lückenlos begleitet und sogar in die Werkstatt führt,

zum eigenen Cajonbau, günstig und mit genauer Bauan -

leitung.

Ob solo, im Cajonduett oder mit einer Band: Hier findest du für

dich selbst oder deinen Unterricht viele tolle Anregun gen, um

dein Leben mit der Kiste bunter und leichter zu gestalten. Nie

wieder Schweißperlen auf der Stirn, wenn beim Über -

raschungsbesuch jemand sagt: „Oh, du hast ja eine Cajon,

spiel mal was.“ Zukünftig lautet die Antwort: „Klar, gerne.“

Grundlagen, Haltung, Grundschläge, Ausholbewegung,

Schlag technik, Rhythmus-Intensivkurs, Rock- und Pop bau -

kasten, Fill-in-Baukasten, Ethnobeats, Claves, Solo und

Duette, Songs begleiten.

„Ich habe immer nach einem Werk gesucht, wo derartige

Snare-Stücke auf Anfänger-Niveau geboten werden und Andy

liefert mit diesem Buch eben genau das. Meine Schüler sind

begeistert, es kommt super an bei jung und alt.“

Dennis Degen, Prof. Schlagzeuglehrer in Neuss/Düsseldorf/

Willich

„88 Snare Etüden hat das Zeug, ein Musikschul-Klassiker

zu werden – eine Art Wilcoxon für Einsteiger. Das Buch ist

eine tolle Ergänzung für den Schlagzeugunterricht.“

Thomas Zimmermann, Leiter der Schlagzeugschule „pro-

Drum“, Heidelberg

Weitere Informationen: www.leu-verlag.de

ISBN 978-3-89775-165-1 | 24,80 Euro

Auf der beiliegenden CD befinden sich 39 Etüden als Hör -

beispiele. 104 Seiten kartoniert, mit Audio-CD 60 min.

Weitere Informationen: www.leu-verlag.de

ISBN 978-3-89775-156-9 | 24.80 Euro | 156 Seiten | CD mit 74 mp3 Tracks + E-Book mit Übungsvorlagen

Wenn Kinder die Welt entdecken, lernen sie auf spielerische

Art und Weise. Ein Augenmerk auf die Umschreibung unserer

Passion macht klar: Auch wir „spielen Schlagzeug“. Um

diesen Spieltrieb mit der Weiterentwicklung am Instrument

zu kombinieren, hat Oli Rubow ein spezielles Kartenspiel

erstellt: das moderne Schlagzeugquartett, ein Buch mit Spiel -

karten.

Das Spiel besteht aus 54 Spielkarten, einem Papier -

sequenzer und 8 Handzeichen. Jede Karte ist mit einem

Piktogramm bedruckt, das ähnlich wie die Bildsprache der

Emojis funktioniert und hier für eine schlagzeugtechnische

Anwendung steht. Das moderne Schlagzeugquartett kann

man zu zweit oder mit mehreren Rhythmusmachern spielen.

Mit den Spielkarten und den Handzeichen lassen sich

im Ensemble moderne Tracks nach dem Baukastenprinzip

programmierter Rhythmen erstellen oder der Spannungs -

bogen eines Arrangements steuern. Das moderne Schlag -

zeugquartett fördert das loopige und patternbasierte

Groove-Verständnis. Es schult die Fähigkeit, während des

Trommelns auf optische Zeichen zu reagieren – ein zentraler

Bestandteil beim gemeinsamen Musizieren! Darüber

hinaus stellt die Rhythmusliste des Buches einen Pool voller

moderner Grooves sowie einen Pattern baukasten zur Ver fü -

gung. Eine umfangreiche Klangbibliothek lädt zu kreativen

Experimenten ein.

Die Spielregeln sind einfach und kreativ-flexibel.

Weitere Informationen: www.leu-verlag.de

ISBN 978-3-89775-169-9 | 29.80 Euro

Die das Buch begleitende Website:

dasmoderneschlagzeugquartett.de

2/2019 musiker Magazin


58 PRODUKT-NEWS

TECHNICS SL-1210MK7

PROFESSIONELLER DJ-PLATTENSPIELER MIT EISENKERNLOSEM DIREKTANTRIEBSMOTOR

Technics präsentiert den neuen, lang erwarteten SL-1210MK7 DJ-Plattenspieler. Er besitzt

die gleiche Bedien freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit wie seine Vorgänger,

während er gleichzeitig mit einem kernlosen Direkt antriebsmotor und anderen klangverbessernden

Tech n ologien optimiert wurde. Außerdem stehen neue DJ-Funktionen wie der

Reverse Play für maximale Kreativität sowie der erweiterte Pitch-Bereich von ±8% auf

±16% zur Verfügung.

Der Tonarm ist statisch ausbalanciert und hochempfindlich, sodass eine hochpräzise

Abtastung des Schall platten signals erfolgt. In Sachen Vibrationsdämpfung besitzt der

Technics SL-1210MK7 einen zweischichtigen Plattenteller aufbau, ein hochstabiles Ge -

häuse sowie effektive Dämpfungs füße. Abgesehen davon ist der DJ-Turntable mit einer

langlebigen und helleren LED-Nadel-Beleuchtung ausgestattet. Weitere sehr praktische

Features sind die abnehmbaren Netz- und Signalkabel für eine höhere Flexibilität und die

Anpassung des Start-/Abbremsmoments.

In Puncto Style wartet der Technics SL-1210MK7 mit einem mattschwarzen Gehäuse

inklusive schwarzen Tasten sowie S-förmigem Tonarm auf, die für ein durchgängiges

schwarzes Design in einer attraktiven, raffinierten Optik sorgen. Mit all diesen Features will

der Technics SL-1210MK7 einen neuen Standard für DJ-Plattenspieler setzen.

EISENKERNLOSER DIREKTANTRIEBSMOTOR

FÜR EINE STABILE ROTATION UND KRÄFTIGES

ANTRIEBSMOMENT

Bei einem direktangetriebenen Plattenspieler ist der Motor

unmittelbar mit dem Plattenteller verbunden. Dabei konnte

das sogenannte Rastmoment kleine Unregelmäßigkeiten in

der Rotation auslösen. Für den Technics SL-1210MK7 ist

aus diesem Grund ein neuer Direktantriebsmotor konzipiert

worden, der mit einem eisenkernlosen Stator arbeitet und

somit die Quelle für das Rastmoment komplett behebt.

Daraus folgen eine gleichmäßige Rotation und ein kraftvolles

Antriebsmoment, um eine präzise und detailgetreue Klang -

qualität bei allen Schallplatten zu ermöglichen.

TONARM HOHER EMPFINDLICHKEIT

Der Technics SL-1210MK7 verfügt über einen statisch ausbalancierten

S-förmigen Tonarm, der die in der Schal lplatten -

rille enthaltenen Musikinformationen erfasst. Das Tonarm -

rohr ist aus leichtem, hochfestem Aluminium gefertigt, wobei

die Lagersektion der kardanischen Aufhängung ein gefräs -

tes Gehäuse und hochpräzise Lagerelemente enthält. Auf

diese Weise wird ein exzellenter Abtastvorgang mit einem

Minimum an unerwünschten Nadelbewegungen auch unter

anspruchsvollen Bedingungen wie beispielsweise beim

Scrat chen garantiert.

VIBRATIONSDÄMPFENDER PLATTENTELLER

Der druckgegossene Aluminium-Plattenteller des SL-

1210MK7 ist zweischichtig aufgebaut. Die komplette Unter -

seite des Tellers ist mit vibrationsabsorbierendem Kautschuk

überzogen, der ungewollte Resonanzen eliminiert und eine

hohe Stabilität aufweist. Dadurch wird die Schallplatte vor

schädlichen Vibrationen geschützt und das Resultat ist ein

unverfälschter, authentischer Klang.

STEIFE GEHÄUSEKONSTRUKTION UND

DÄMPFUNGSFÜSSE MIT FEDER-GUMMI-VERBUND

Der DJ-Turntable besitzt ein äußerst robustes und extrem

vibrationsarmes Gehäuse. Die Kombination aus dem Alu mi -

nium-Spritzguss-Rahmen und der mit Glasfasern verstärk-

musiker Magazin 2/2019


PRODUKT-NEWS 59

ten ABS-Kunststoff-Konstruktion bietet eine sehr hohe Festig -

keit und Vibrationsdämpfung und sorgt somit für eine präzise

und dynamische Klangwiedergabe.

Die Füße des SL-1210MK7 ermöglichen dank des Feder-

Gummi-Aufbaus eine ideale Dämpfung. Auf diese Weise

wird eine äußerst gute Störfestigkeit erreicht, die speziell

bei Scratch-DJs sehr willkommen ist.

NADELBELEUCHTUNG DANK HELLER,

LANGLEBIGER LED

Die Nadelbeleuchtung des SL-1210MK7 wartet mit einem

neuen Druckmechanismus und einer helleren, langlebigen

LED auf. Außerdem wurde der Beleuchtungsbereich optimiert,

damit man die Nadel auch in sehr dunklen Um ge -

bungen besser erkennen kann.

PITCH-FUNKTION FÜR EINE PRÄZISE UND STABILE

FEINREGULIERUNG DER GESCHWINDIGKEIT

TECHNISCHE DATEN:

PLATTENLAUFWERKS-SEKTION

• Typ: Direktgetriebener Plattenteller

• Umdrehungsgeschwindigkeiten: 33 1/3, 45, 78 U/min

• Pitchbereich: ±8%, ±16%

• Anlauf-Drehmoment: 2.2 kg

• Anlaufzeit: 0.7 sek. aus dem Stand auf 33 1/3 U/min

• Gleichlaufschwankungen: 0.025% W.R.M.S.

• Rumpeln: 78dB (IEC 98A-bewertet)

• Plattenteller: Aluminium-Druckguss

• Durchmesser: 332 mm

• Gewicht: ca. 1,5 kg (inkl. Gummi-Auflagematte)

• Tonarm-Höhenverstellung: 0 – 6 mm

• Bereich der Auflagekraft: 0 – 4 g (direkte Abtastung)

• Gewicht des Headshells: Ca. 7.6 g

• Tonabnehmer-Gewichtsbereich:

[ohne Zusatzgewicht] 5.6 – 12.0 g (14.3 – 20.7 g

(einschließlich Headshell))

[mit Zusatzgewicht] 10.0 – 16.4 g (18.7 – 25.1 g

(einschließlich Headshell))

• Bohrungsabstand der Tonabnehmermontage:

JIS 12.7 mm

• Headshell-Kabelanschlüsse: 1.2 mm 4-Pin

ANSCHLÜSSE:

TONARM-SEKTION

PHONO (RCA) x 1, Erdungs-Schraubklemme x 1

Der Technics SL-1210MK7 bietet neben den beiden herkömmlichen

Umdrehungsgeschwindigkeiten von 33 1/3 und

45 U/min ebenso die Möglichkeit über den Haupt-Ein-/

Ausschalter 78 U/min zu aktivieren. Abgesehen davon kann

der Pitch-Bereich von ±8% auf ±16% erweitert werden,

der dank volldigitaler Steuerung eine verbesserte Tracking-

Leistung und Genauigkeit für das perfekte Beatmatching

liefert.

• Typ: Universell, statisch ausbalanciert

• Effektive Länge: 230 mm

• Überhang: 15 mm

• Spurfehlwinkel:

Innerhalb 2° 32’ (an der äußeren Rille einer Lang -

spielplatte (30 cm/12’’)

Innerhalb 0° 32’ (an der inneren Rille einer Lang -

spielplatte (30 cm/12’’)

• Kröpfungswinkel: 22°

ZUBEHÖR:

Plattenteller, Gummi-Auflagematte, Staubschutzhaube,

Single-Adapter, Gegengewicht, Hilfsgewicht, Überhang scha -

blone, Schraubensatz für Tonabnehmer-Befestigung, Phono-

Anschlusskabel, Erdungskabel, Netzkabel, Be dienungs an -

leitung

Weitere Informationen: www.musicstore.de

GABRIELE SKARDA

WENN DIE SEELE FLIEGEN

LERNT

NICEFIELD

„QUE BONITO

ES EL AMOR“

… auch Musiker müssen leider diese irdische Bühne

irgendwann zu unser aller Bedauern verlassen und wir

trauern viele Jahre.

Über solch genial veranlagten Künstler wie Elvis Presley,

Michael Jackson, John Lennon, Prince u.v.m.

Und vielleicht fragen wir uns: „Was passiert danach“, wenn

die Seele den Körper verlassen hat? Ist die Seele, der Geist,

die Energie noch existent?

Das wird beantwortet in einem Buch von Gabriele Skarda,

die 40 Jahre aktiv im Musikbusiness unterwegs ist und mit

einem authentischen Bericht die Dokumentation mit ihrem

besten Freund in einer anderen Dimension erstellt hat.

Das Buch kostet 14,90 Euro, wird von NOVA MD vertrieben

und ist auf allen gängigen Buchplattformen im Web zu

bestellen oder in der örtlichen Buchhandlung! Das Buch ist

im VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) gelistet!

Sie erzeugen mit all ihren

Titeln Emotionen pur und

sind kontinuierlich zu sam -

men auf Tour! Die gebürtige Spanierin und der in Hessen

geborene Andreas stehen als NICEFIELD schon seit

Jah ren erfolgreich auf der Bühne. Das musikalische

Ehepaar schreibt viele seiner Songs selbst und lässt

dabei sehr gerne Einflüsse aus seiner Umgebung zu.

Erinnerungen an schöne Momente und so manches

„Kribbeln im Bauch“ lassen die Aussage und/oder

die Frage zu: Wie schön ist Liebe? – bzw. „Que bonito

es el amor“. Spanische Mentalität gemixt mit rhythmischen

Klän gen und einem textlichen Thema, das in die

Seele geht. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Überall als Download erhältlich!

2/2019 musiker Magazin


60 PRODUKT-NEWS

VS-R264 UND VS-R265

Full-HD-Video- und 4K/UHD-Streamer und -Recorder von Tascam

VS-R264 und VS-R265 können Audio-/

Video material gleichzeitig und in 4K/UHDbzw.

Full-HD-Auflösung kodieren, streamen

(AV over IP), aufnehmen und dekodieren

und unterstützen die Codecs H.265/HEVC

beziehungsweise H.264. Sie erlauben die

Übertragung über Firmennetzwerke und

WANs sowie das Live-Streaming ins Inter -

net. Zudem können sie Aufnahmen automatisch

per FTP in einen Netzwerkspeicher

oder in die Cloud hochladen. Dank Ver wen -

dung offener Streaming-Formate und -Pro-

to kolle versteht sich die VS-R-Serie mit

Content Delivery Networks (CDNs) und Live-

Plattformen im Internet wie YouTube, Wowza,

Ustream, AWS Elemental MediaLive, AWS

CloudFront und anderen. Mit Power-over-

Ethernet oder 12-Volt-Stromversorgung,

HDMI-Ein- und -Ausgang mit Embedding und

De-Embedding des Audiosignals sind die

Geräte vielseitig einsetzbar. Darüber hinaus

unterstützen sie die Steuerung per RESTful

API und lassen sich so optimal mit Auto -

matisierungs- und Steuerungssystemen

ver knüpfen. Während vergleichbare Produkte

entweder keine professionellen Audiopegel

oder -anschlüsse bieten, nicht aufzeichnen

oder nicht zeitgleich enkodieren und dekodieren

können, bietet die VS-R-Serie von

Tascam symmetrische Audioein- und -ausgänge

über Euroblock-Verbinder mit konfigurierbarem

Bezugspegel. Damit sind sie

vollständig kompatibel mit professionellen

Audiosystemen. Unsymmetrische Klinken -

aus gänge für die Verbindung mit Unter hal -

tungs elektronik sind ebenfalls vorhanden.

Der bidirektionale AV-Betrieb, das Live-

Online-Streaming und die sichere Auf nah me

auf SD-Karten mit dem späteren Hochladen

auf eine Website sind ideale Voraus set zun -

gen für die Live-Übertragung, Bereitstellung

und Archivierung von Vorträgen, Regie rungs -

sitzungen, Vorstandspräsentationen, Kon zer -

ten und Ansprachen, oder für Verbindungen

zwischen mehreren Räumen oder Veran sta l -

tungsorten. Mit nur einer Höheneinheit bei

halber Standardbreite passen zwei Geräte

nebeneinander ins Rack. Sie lassen sich

aber auch einfach auf dem Tisch aufstellen

oder mit der beiliegenden Halterung unter

ein Bord schrauben.

PROFESSIONELLE TONQUALITÄT OHNE

KOMPROMISSE

Der VS-R264/VS-R265 profitiert von

Tascams langjähriger Erfahrung in der professionellen

Audiobranche. Mit seinen symmetrischen

Analogein- und -ausgängen,

kon figurierbaren Ausgangspegeln und wählbaren

Bezugspegeln sowie hervorragenden

Audio-Schaltkreisen harmoniert dieses AV-

Streaming-Gerät perfekt mit jeder Studio um -

gebung und jedem Festinstal lations system.

Tonsignale von Mikrofonen, Mischpulten,

Soundprozessoren und anderen Geräten

können in den Videostream eingebettet und

aus dem Stream herausgelöst oder direkt

ausgegeben werden, um z. B. eine PA-An -

lage oder das dezentrale Beschallungs -

system in einem Kongresszentrum zu versorgen.

Und es gibt Miniklinkenbuchsen, um

Unterhaltungselektronik über unsymmetrische

Audioverbindungen schnell an schließen

zu können.

WICHTIGE STREAMING-PROTOKOLLE FÜR

BELIEBTE ONLINE-DIENSTE

ZUVERLÄSSIGES AV-STREAMING MIT KODIERUNG UND DEKODIERUNG

Wenn Sie Ihre Online-Schulung, Präsentation oder Ver - direkt in 4K/UHD (VS-R265) oder Full HD (VS-R264)

an staltung über das Netzwerk streamen, kann der VS- streamen. Mit einem weiteren VS-R264/VS-R265 in einem

R264/VS-R265 das Videosignal entsprechend dem anderen Raum oder sogar Land lässt sich der gleiche

Zielformat des verwendeten Dienstes kodieren und herunterrechnen

(Downsampling). Sie können unter mehreren oder eine Großbildleinwand, beispielsweise für Public

Stream dekodieren und über HDMI an einen Fernseher

Auflösungen und Bildwiederholfrequenzen wählen oder Viewing, ausgeben.

Weitere Informationen unter: www.tascam.eu/de/vs-r264.html und www.tascam.eu/de/vs-r265.html

Der Tascam VS-R264/

VS-R265 unterstützt

Standard-Streaming-

Protokolle wie RTMP,

RTP/RTSP, HLS sowie Multicast und Unicast und ist

damit kompatibel zu einer Vielzahl von Anwendungen. Da

sich mehrere Streaming-Protokolle gleichzeitig ausgeben

lassen, können Sie Ihr Bildmaterial zeitgleich an mehrere

Video-Streaming-Dienste weiterleiten. Darüber hinaus

können Sie zwischen Unicast- und Multicast-Über tragung

wählen. Unicast sendet den Stream nur an ein Ziel, während

Multicast die Übertragung des Streams an mehrere

Hosts gleichzeitig ermöglicht.

musiker Magazin 2/2019


CD-REZENSIONEN 61

APRIL ART

»Rise & Fall«

Seit 2014 ist das Quartett aus Mittelhessen lokal und überregional

aktiv. APRIL ART sind energiegeladen, melodisch

und unverkennbar. Schon bei ihrer Bandgründung hatten

sie sich vorgenommen, sich zu einer Band zu formieren, bei

der die Musik für jeden absolut im Mittelpunkt seines Lebens

steht. Mit ehrlicher Leidenschaft schreiben APRIL ART kraftvolle,

emotionale und moderne Rockmusik, die ins Ohr geht

und eine Message hat. Nun ist ihr Debütalbum „Rise & Fall“

er schienen, das alle Stärken der Band auf einer Platte vereint.

Ihr drückender Alternative Rock orientiert sich häufig

an amerikanischen Koryphäen wie Alter Bridge, frühen

Nickelback und Paramore sowie an deutschen Acts wie

GUANO APES und DIE HAPPY – der Rezensent wettet zehn

Euro darauf, dass die Bandmitglieder so einige Scheiben

besagter Acts daheim im Schrank haben.

Dabei sind APRIL ART jedoch keine billige Kopie: der ausdrucksstarke

Gesang von Frontfrau Lisa-Marie gräbt sich in

die Gehörgänge, die Gitarrenriffs sorgen für die nötige

Aggres sivität, Bass und Schlagzeug drücken die Songs groovig

und überlegt nach vorn. Auf zwölf Songs zeigt die Band,

was sie kann, und streckt der klassischen Musikindustrie

den Mittelfinger entgegen: Denn „Rise & Fall“ wurde größtenteils

in Eigenregie konzipiert und ohne klassische Industrie-

Seilschaften veröffentlicht. Ein gelungener Einstand der vier

Musiker/-innen aus Mittelhessen. Es bleibt zu hoffen, dass

man schnell mehr hören wird.

www.aprilart.de

P.S.

DECADANCE DANCE –

»We All Get Lost … Sometimes«

Hier kommen die Preisträger des 36. Deutschen Rock &

Pop Preises 2018: 1. Platz in den Sparten bester Hard Rock

Song, beste Progressive Band, bester Alternative Rock

Song und 2. Platz in der Sparte deutscher Hard Rock.

DECADANCE DANCE aus dem Ruhrgebiet können sich über

die Preise und eine tolle Fanbase bei ihren Liveauftritten

freuen. Das Album „We All Get Lost ... Sometimes“ führt 18

Songs in der Tracklist auf und beinhaltet eingängigen Vintage

Hard Rock. Mal progressiv, mal im Grunge verwurzelt, voller

Energie und emotionalem Gesang von Bordo Bortlisz. Ihre

Einflüsse reichen von den RAMONES bis in die 90er mit

ihren Ikonen Pearl Jam und Soundgarden. Gleich drei

Gitar risten zeigen mit ihrem modernen und doch traditionsbewussten

Spiel, wohin die Reise auf einem gitarrenorientierten

Album geht. Wie in einem Roadmovie geht es bandbiografisch

über den Highway. „Red Desert“ klingt wie ein

Tarantino-Movie-Song, „Red Light“ klingt wie ein Dead-

Kennedys-Cover. Sänger Bordo kann auch aggressiv in

„Better Than“. Vielleicht werden DECADANCE DANCE mit

dieser Scheibe die neuen Volbeat? Sie werden es zu beweisen

wissen. Heißer Tipp! Up the Irons!

www.decadancedance.com

C.S.

JENSEN & DAUBENSPECK

»Finest Acoustic Poetry«

Seit 40 Jahren bereist Reidar Jensen aus Norwegen die

Welt und sammelt dabei persönliche und musikalische Ein -

drücke aller Gegenden, in die es ihn verschlägt. Musikalisch

geprägt durch den Folk von Bob Dylan und Donovan haben

ihn die Jahre und Erfahrungen von unterwegs musikalisch

und menschlich geerdet und er gießt seine Erinnerungen

und Gedanken nun in gitarrenbasierten Folk, der stark von

der Weltmusik geprägt ist. 2010 tat er sich mit dem norddeutschen

Gitarristen Markus Daubenspeck zusammen und

die beiden formten das Duo JENSEN & DAUBENSPECK.

Letzterem oblag dabei die Heraus for derung, die Kom po sitio -

nen Jensens in eine für zwei Gitarren passende Form zu

gießen – und heraus kam ein ambitioniertes, träumerisches

und vor nordischer Wehmut triefendes Stück Klangkunst.

Die oft dunklen Texte befassen sich sowohl mit den persönlichen

Erfahrungen Jensens als auch mit seinen meist kritischen

Gedanken zu unserer aller Welt. Sie sind dabei sehr

differenziert geschrieben und fesseln mit ihrer natürlichen

Ausdruckskraft. Sie erzählen Geschichten, die gefühlvoll und

abwechslungsreich in Musik transportiert werden. In Markus

Daubenspeck hat Jensen nun einen Musiker als Ent sprechung

gefunden, der sensibel seine Texte im musikalischen Dialog,

facettenreich und stilsicher an der akustischen Gitarre

interpretiert. Die beiden gehen damit eine perfekte Sym -

biose ein.

www.reidarjensen.com

P.S.

DIE ARBEITSLOSEN

BAUARBEITER

»Musique Roulette«

Ganz frisch auf dem Tisch liegt das Ende April über das

Hamburger Label Alster Records erschienene Album der

ARBEITSLOSEN BAUARBEITER aus Chemnitz – und dabei

geht’s gleich richtig nach vorne. Die beiden Album-Opener

„Das erste Lied“ (ja, das heißt wirklich so) und „Geradeaus“

geben gleich einmal die Marschrichtung vor, die da (größtenteils)

Vollgas heißt. Der eingängige, deutschsprachige

Mix aus Punk und Rock atmet in schnelleren Momenten

den Spirit und die fröhliche Aggressivität US-amerikanischer

Vorbilder wie BAD RELIGION und THE OFFSPRING.

Wenn die Bauarbeiter mal einen Gang zurückschalten („Immer

nur Fernsehn“), erinnern sie besonders an die berühmte

deutsche Band mit dem großen „Ä“ am Anfang. Bereits in

der ersten Hälfte wird den Hörern ein breites Spektrum an

musikalischen Facetten geboten. Zu besagten schnellen und

Midtempo-lastigen Songs gesellen sich etwa Gangshouts

und Reggae- sowie Ska-Passagen – das musikalische Alpha -

bet des Punk hat die Band also voll drauf. Dazu gesellen

sich einfallsreiche, intelligente, kritische und witzige Texte,

die kraftvoll dargeboten werden. Das Ganze wird abgerundet

durch eine glasklare, druckvolle Produktion und ausgefeilte

musikalische Arrangements.

Wer auf positiven, tanzbaren Punkrock aus Deutschland

steht, ist hier exzellent aufgehoben. Beide Daumen hoch.

www.diearbeitslosenbauarbeiter.de

P.S.

MR. MARTIN

»Six String Prayer«

Mr. Martin mag ein Pseudonym sein. Mit diesem Album

wird dieser Name einen Status erreichen, wie er nur Gitar -

risten gebührt, die über ein derart herausragendes Gitarren -

spiel verfügen. Diese Instrumentalsongs sind gefertigt aus

orchestralen Soundkollagen, kosmischen Klängen und

Streichern. Sie zaubern Athmosphäre, in die dann eine singende,

klagende, jaulende und auch kreischende Gitarre

des Meisters hindurchfährt. Mr. Martin ist ein erfahrener

Musiker, der die 6 E-Gitarren-Saiten beherrscht, das ist

klar. Die Produktion stellt die Gitarre in den Mittelpunkt. Steve

Vai tat dies schon auf seine Weise und Mr. Martin geht

eben diesen Weg. Der Beginn im Titeltrack „Six String

Prayer“ erinnert an Matthias Jabs’ Hookline in „Rhythm Of

Love“ von den Scorpions. Man mag sich manchmal eine

organischere Akustik wünschen. Doch dieser technische,

unterkühlte Begleit-Sound hat einen gewissen Reiz. „Six

String Prayer“ von Mr. Martin ist ein Album für Gitarren-

Ent hu sias ten.

adair-records.de

C.S.

8

2/2019 musiker Magazin


62 CD-REZENSIONEN

KEIMZEIT

»Das Schloss«

„Das Schloss“ von KEIMZEIT mag eine kafkaeske An spie -

lung sein. Beim genaueren Hinhören eröffnen sich Kind heits -

erin ne rungen an Papierbasteleien. „KEIMZEIT – eine Band,

eine Familie. Ganz normale Menschen mit einer großen

Leidenschaft für die Musik. KEIMZEIT – eine langjährig er -

probte Liveband, die sich mit Studioproduktionen ihre eigenen

Herausforderungen schafft“, schrieb FLOWERPORNOES-

Sänger Tom Liwa über die Band. Sänger Norbert Leisegang

reflektiert über sein Songwriting: „Auch wenn ich von anderen

Künstlern zu Songs inspiriert werde, ist es am Ende

doch immer so, dass ich die Strickart meiner Songs nicht

wirklich verlasse.“ „Das Schloss“ fügt sich organisch an

frühere Werke der Band an. Produzent Moses Schneider,

der auch schon für TOCOTRONIC und die BEATSTEAKS an

den Reglern saß, hat das aktuelle Werk mit der Band in

ganzen sechs Tagen aufgenommen. Wie nach einer Zeit -

reise in die 60er klingt das Ergebnis erdig, intensiv und

atmosphärisch und orientiert sich am Live-Klang der Band.

Leisegangs Texte sind voller Parabeln. Die Musik mal rockig,

mal ruhig erzählend, auch einmal im Reggae entspannt

angelehnt, so gehört in „Geht schief“. Gitarren, Keys und

eine warm und organisch klingende Rhythmussektion bilden

wohl klingenden Rock für Leisegangs Gedankengebilde.

„Action Kalle“ ist der Anspieltipp für eine energiereiche Rock -

nummer mit schiebenden Gitarrenriffs über einen Klassen -

kameraden. KEIMZEIT haben traditionellerweise ihre Lyrik

im Zentrum, die mit der Musik auf wundersame Weise verschmilzt.

Andreas Sperling, Martin Weigel, Norbert Leisegang,

Sebastian Piskorz, Hartmut Leisegang und Lin Dittmann

sind die Schlossführer dieses melancholischen und erfrischenden

Meisterwerks.

www.keimzeit.de

C.S.

WOLFGANG NICKLAUS

»Mein Leben«

Geboren im Jahr 1956 in der DDR kann Wolfgang Nicklaus

auf ein bewegtes Leben im Zeichen der Musik zurückschauen.

Im zarten Alter von sieben Jahren begann er mit

dem Klavierspiel und war ab 1972 in mehreren Bands tätig.

1978 wurde er von der Stasi verhaftet und kam als politi-

scher Häftling ins Gefängnis, bevor er drei Jahre später die

DDR in Richtung Westen verließ und dort seine musikalischen

Aktivitäten unter anderem als Musikstudent, Musik lehrer,

Komponist und Bandmanager intensivierte. Dies brachte

ihm diverse Auszeichnungen ein.

Auf seinem 2017 veröffentlichten Album „Mein Leben“, das

Schlager-, Chanson- und Singer-Songwriter-Kompositionen

verbindet, spielen diese Eindrücke vordergründig zwar

keine explizite Rolle. Man kann jedoch davon ausgehen,

dass neben den Stücken, die sich mit dem zwischenmenschlichen

Gefühlsleben („Freunde“, „Mach dein Herz

wieder auf“, „Frauen ticken anders“), auch die ereignisreiche

Ver gangenheit ihre Spuren in der Musik hinterlassen

hat. Er wähnenswert ist in diesem Zusammenhang besonders

die Tatsache, dass seine Texte stets eine direkte oder

unterschwellige positive Botschaft transportieren, den Zuhörer

zum Denken anregen und vielen aus der Seele sprechen

werden. So vergehen die zwölf Stücke denn auch wie im Flug

und lassen den Hörer mit einem wohligen Gefühl zurück.

www.wolfgang-nicklaus.de

P.S.

ACHIM AMME

»Ammerica«

Als wäre ein ganzer Kontinent nach ihm benannt: Achim

Amme, Autor, Schauspieler und Musiker, lässt mit seinem

neuen Album „AMMERICA“ aufhorchen! Seine Engagements

und Erfolge hier aufzuzählen, würde jeden Rahmen sprengen.

Um nur einige wenige Lebensstationen aufzuzählen,

seien folgende genannt: 1965 – erster geschriebener englischsprachiger

Song; 1968 – 1-jähriger USA-Aufenthalt als

Austauschschüler mit High-School-Diplom und Auftritten als

Singer-Songwriter. Es folgten das Studium der Theater -

wissen schaft, Philosophie und Germanistik, Tätigkeiten als

Lektor, u. a. beim STERN, und Schauspiel bei der Berliner

Compagnie, Studium der Popularmusik in Hamburg, Rollen

beim Tatort, musikalische und literarische Veröffent lichungen.

Noch zu erwähnen: Das Album „Streng Vertraulich! (Keller-

lieder)“ war 2018 für den Preis der Deutschen Schallplatten -

kritik nominiert. In meinem zeitlichen Abriss fehlen gut neun

Zehntel des Schaffens von Amme. Zurück zum Album: Dem

vielseitigen Künstler gelingen veritable Pop-Songs, die eine

bestens aufgelegte Band in Ton gegossen hat. Den lang

gehegten Wunsch, aus seinem großen Fundus von Texten

zu schöpfen und mit Musik zu vereinen, konnte Achim

Amme mit Produzent Julian Dawson verwirklichen. Dieser

Gitarren-Folk-Pop, mit Harp-Spiel und eingängigem Chorus-

Gesang, transportiert melancholische Melodien, wie der Song

„Romantic Rhythms“ beweist. Es treffen sich die Stilrich tun -

gen Mainstream Rock’n’Roll, hanseatischer Charme und

lennoneske Melodien. Wie könnte ein Mann das fünfzigste

Jubiläum seiner ersten Reise in die USA besser feiern als

mit diesen inspirierten und beseelten Songs? Vielleicht

aber hat Achim Amme sich selbst nach dem Namen dieses

Kontinents getauft.

achim-amme.de

C.S.

JØRG

»LOVE!«

Jørg, aka Jörg aus Ingolstadt, präsentiert mit „Love!“ einen

Albumnachfolger seines Albums „We Call It Blues“. Ge -

fühlvolle Balladen und Midtempo-Rocknummern aus der

Hand des Gitarristen und Sängers wissen zu gefallen. Seine

40 Jahre Gitarrenerfahrung hört man dem Werk wieder an.

Dabei wirkt es paradox, dass die Gitarren modern und heavy

klingen, was aber absolut stimmig für diese Art Love-Songs

herüberkommt. Der Titeltrack „Love!“ ist sogar ein Power

Rock Song, der von seinen schiebenden Riffs lebt. Jørg hat

seine Roots sicher in den 80ern, bereichert die Songs dann

mit seinem Zakk-Wylde-Sound, dass es eine wahre Freude

ist. Beispielhaft für herausragenden Gitarrensound und ge -

fühlvolles Songwriting ist die Nummer „Sacrifice Of Love“.

Radio-Airplay und Live-Shows bezeugen die Güte des

bayerischen Hard-Rock-Urgesteins.

www.joergausingolstadt.de

C.S.

MOOREA MASA

»Shine A Light«

Schon im zarten Alter von 15 wusste Moorea Masa genau,

was sie wollte, und enterte die Bühnen ihrer Heimatstadt

Portland, Oregon. Zehn Jahre später hat die US-amerikanische

Sängerin bereits mit Soullegende Ural Thomas kollaboriert,

in einer Höhle gelebt und darüber hinaus auch noch

ein Musikstudium in Liverpool abgeschlossen. Ihre (musikalischen)

Lebenserfahrungen hat sie in die Produktion ihres

ersten Albums einfließen lassen. „Shine A Light“ wartet mit

zehn fein produzierten Soulperlen auf, bei denen Moorea

Masas Stimme verdientermaßen im Mittelpunkt steht. Wandel -

bar changiert sie von samtig-warm zu spielerisch-lockend

und ist dabei immer voller Emotion. Zu den Höhepunkten

des Albums zählen das Duett „Don‘t Let Me Run“ mit Ural

Thomas, auf dem sich die Stimmen der beiden Sänger

gefühlvoll ergänzen, das mit dezenten Reggae-Beats unterlegte

„I Can’t Tell“, oder das unbeschwerte „The Garden“.

musiker Magazin 2/2019


CD-REZENSIONEN 63

Besonders im Gedächtnis bleibt auch „Wake up Up // Lover

Be Found“, und zwar nicht nur aufgrund des prägnanten

Rap-Parts der hier gefeaturten Lo Steele: Von einer nachdenklichen

akustischen Gitarrenmelodie eingeleitet, setzt

Masa mit leiser Stimme ein klares Statement gegen Rassis -

mus und für Gerechtigkeit. So locker-leicht die Songs auf

„Shine A Light“ zum Teil daherkommen, zeigen die Texte

doch, dass mehr in Moorea Masas herausragend produziertem

Erstling steckt.

www.mooreamasa.com

L.K.

GEORG DYBOWSKI

SEBASTIAN REIMANN

»Once And Again«

„Once And Again“ ist ein Albumtitel, der auf mehr hindeutet.

Hinsichtlich weiterer Konzerte und gemeinsamer Werke darf

man von den beiden Instrumentalisten des Albums also einiges

erwarten. Gitarrist Georg Dybowski und Violinist Sebastian

Reimann lassen ihre Instrumente auf schönste Weise fusionieren.

Jazz und Blues bilden gemeinsame Aus gangs punkte

zu Balladen und klassischen Kleinoden. Seit 20 Jahren

kannten sich die beiden Musiker schon von Treffen und

gemeinsamen Konzerten. Im Kammerkonzertsaal in Bottrop

kam es 2018 zu diesen Aufnahmen. Im Dialog ihrer gleichwertig

arrangierten Instrumente geht es um Nähe zu vertrauten

Personen. In diesem Fall in einem ganz eigenen Sound -

gewand von Stilrichtungen und Schubladendenken befreit.

Mit überraschenden Wendungen weiß das Album zu überzeugen.

Als eine Rockballade überrascht das Titelstück

„Once And Again“. Als hätten die Red Hot Chili Peppers die

Finger im Spiel, klingt der Opener „Dawg Funk“. Instru -

mental Crossover at it’s best!

sebastianreimann.com, dybomusic.com

C.S.

FOGELSCHEUCHE

»Rau Reif«

Moritaten und gar grausame Mär erwarten den Hörer von

„Rau Reif“, dem aktuellen Album von „Fogelscheuche“.

Lustvoll verbindet die Gruppe um Gitarrist und Sänger Jan

Hoffmann Mittelalter-Folk und Metal. Flöten, Geigen, Man do -

linen eifern mit E-Gitarren, Drums und E-Bass. Die Band versichert,

ohne Synthesizer oder Ähnlichem zu arbeiten. Jan

Hoffmann und Claire Hay steuern den Gesang bei. Unheimlich

be schwörend und eingängig klingen die Melodien und blasen

Ritter und Minnesänger den Rock hoch. Die Songs heißen,

wie sie klingen: „Geschichte des Gehenkten“, „Winter be -

gräbnis“ und „Karpatentanz“. Als Anspieltipp kann ich das

Instrumental „Karpatentanz“ nennen, das mit Geigen und

Flöten jedem Gesinde den Verstand raubt. Dieser Folk Metal

findet wieder unter Adel und Aufständischen jede Menge

Anhänger.

fogelscheuche.de

C.S.

Rezensenten:

L.K. – LINDA KNAUER

C.S. – CHRISTIAN SCHÖNING

P.S. – PHILIPP STRUNK


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