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Was bringen uns die neuen Zwanzigerjahre? Wir haben uns mit Volldampf in die verheißungsvolle Dekade gestürzt und zusammengetragen, welche großen Projekte uns in diesem Jahrzehnt in Berlin bevorstehen. Worauf können wir uns freuen? Was wird uns ärgern? Außerdem haben wir ganz tief in den Berliner Geheimnissen gekramt und bringen Ihnen in einer neuen Serie mit unserem langjährigen Autor Harald Neckelmann Kuriositäten und Unbekanntes über unsere Hauptstadt näher.

Was bringen uns die neuen Zwanzigerjahre? Wir haben uns mit Volldampf in die verheißungsvolle Dekade gestürzt und zusammengetragen, welche großen Projekte uns in diesem Jahrzehnt in Berlin bevorstehen. Worauf können wir uns freuen? Was wird uns ärgern? Außerdem haben wir ganz tief in den Berliner Geheimnissen gekramt und bringen Ihnen in einer neuen Serie mit unserem langjährigen Autor Harald Neckelmann Kuriositäten und Unbekanntes über unsere Hauptstadt näher.

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5. Jahrgang

Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 1/2020

DIE NEUEN

ZWANZIGERJAHRE

WAS BRINGEN SIE?

SHOPPING

NEUE TRENDS

HISTORIE

BERLINER GEHEIMNISSE

IMPRESSIONEN

FASHION WEEK

BERLINALE


WERDE JETZT

DER GENAUESTE

KARTENDIENST

DER STADT

Wir bilden dich zum Casino-Profi aus. Damit du als Croupier für

den korrekten Spielablauf und die Gewinnauszahlungen an unsere

Gäste sorgst – und einen wirklich faszinierenden Job ausüben

kannst. Mehr Infos zur Ausbildung auf spielbank-berlin-academy.de


» Die Bäume fahren im

Frühling aus der Haut.«

Wilhelm Busch

Liebe Leser,

das neue Jahr ist schon wieder fast zu einem Viertel vorbei und

so langsam haben wir uns eingegroovt, was sowohl Schreibweise

angeht als auch die Erwartungen und Wünsche, die an jedem

Silvesterabend wie Raketen in die Luft fliegen. Ein neues Jahrzehnt

und dazu im Hinterkopf immer die Goldenen Zwanziger

mit Wirtschaftsaufschwung und Blütezeit der deutschen Kunst,

Kultur und Wissenschaft von vor hundert Jahren …

Was bringen uns also die neuen Zwanzigerjahre? Wir haben uns

mit Volldampf in die verheißungsvolle Dekade gestürzt und zusammengetragen,

welche großen Projekte uns in diesem Jahrzehnt in Berlin bevorstehen

(Seite 8). Worauf können wir uns freuen? Was wird uns ärgern?

Gefreut haben wir uns zu Beginn des Jahres schon über die Fashion Week sowie die

Berlinale, die wieder einmal viel Glanz und Glamour in unsere Stadt gebracht haben. Als

Augenschmaus haben wir für Sie einige Impressionen vorbereitet (Seite 36).

Außerdem haben wir ganz tief in den Berliner Geheimnissen gekramt und bringen Ihnen

in einer neuen Serie mit unserem langjährigen Autor Harald Neckelmann Kuriositäten

und Unbekanntes über unsere Hauptstadt näher (Seite 40). Was versteckt sich in der

Quadriga? Wohin führt der Lindentunnel? Sie werden Berlin mit anderen Augen sehen,

versprochen!

Unsere nächste Ausgabe erscheint im Juni, dann dauert es auch nur noch diesen einen

Sommer bis zur Eröffnung des Humboldt Forums, das erste Highlight der neuen Zwanziger.

Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen unserer Frühlingsausgabe!

Übrigens:

Weitere Informationen,

aktuelle Hin weise,

Premieren und Neuigkeiten

finden Sie unter

www.mitte-bitte.de.

Melden Sie sich für den

Newsletter an, dann

verpassen Sie auch kein

Gewinnspiel.

Anja Strebe

Chefredakteurin

So erreichen Sie uns:

' 030 55280365

info@mitte-bitte.de

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www.twitter.com/@MITTE_bitte

# Mittebitte


4

Inhaltsverzeichnis

AKTUELL

6 News

8 Spezial

Mit Volldampf in die neuen Zwanziger

6

8

12

23

LIFESTYLE

19 Endlich Frühling!

Shopping-Empfehlungen

23 Feine Küche

Neues aus der Berliner Gastronomie

Kochen mit Doc. Eva

27 Mobilität

Ferrari Roma meets Tim Raue

28 Reisen

Rhodos

Niederlande

27

KULTUR

32 Ausblick

Termine

34 Frühlingslektüre

Lesenswerte Neuerscheinungen

35 Kulturnews

36 Impressionen

Fashion Week

Berlinale

40 Historie

Berliner Geheimnisse & Kuriositäten

42

37

DIE MITTE E.V.

44 Neues aus der Standortvertretung

44

SERVICE

46 Verlosung

Impressum


5

Fotos: Golden Tulip/Andreas Schulz

Advertorial

Juwel im Herzen der Hauptstadt

Warum in die Ferne schweifen,

denn das gute liegt so nah!

Die heutige Zeit lässt uns unsere

geschäftlichen Gewohnheiten

überdenken. Konferenzen und

Meetings müssen nicht km weit

weg stattfinden, Flüge im Sinne der

Nachhaltigkeit und Gesundheit sind

kein Muss. Schon gar nicht, wenn es

ein vielseitiges 4-Sterne Hotel gibt,

welches im Herzen der Hauptstadt

liegt, einen beeindruckenden

Ausblick über Berlin bietet und

zugleich eine Oase der Ruhe ist.

Das Golden Tulip Berlin präsentiert

sich nur wenige Gehminuten vom

belebten Kurfürstendamm und dem

berühmten KaDeWe entfernt. Dennoch

nächtigen Reisende aus aller

Welt ohne Großstadtlärm. Denn

das moderne Businesshotel mit 186

Hotelzimmern und vier komfortabel

ausgestatteten Apartments befindet

sich in einer ruhigen Seitenstraße.

Das VDR-zertifizierte Business-,

Conference- und Green-Hotel ist

mit warmen Farbtönen und hochwertigen

Materialien ausgestattet,

welche eine harmonische Atmosphäre

für Tagungen, Ausstellungen

und Veranstaltungen in der City

West schaffen.

Unvergesslicher

Weitblick über Berlin

Highlight des Hauses ist der atemberaubende

Panoramablick über

Berlin, den man in der 11. Etage

des Hotels in den Räumen »Kiel«

des modernen Convention Center

erhält. Bei Schönwetter lädt eine

Dachterrasse zum Verweilen ein.

Die Veranstaltungsräume eignen

sich auch hervorragend für außergewöhnliche

Events oder private

Feierlichkeiten.

Kulinarisch verwöhnt das Team des

Restaurant Rienäcker zum Lunch

oder Dinner mit internationalen

Gerichten und deutschen Spezialitäten.

In der stylischen Botho-Lounge

werden frische, fruchtige Cocktails

serviert. An warmen Tagen steht

die überdachte Sommerterrasse als

kulinarischer Treffpunkt für Berliner

und Berlinerinnen bereit.

Bis 31. August 2020 hält das Convention

Team des Golden Tulip

Berlin ein ganztags Summer-Tagungsspecial

ab 65 Euro pro

Person bereit. Unter dem Stichwort

»Berliner Juwel« erhalten Mitte bitte!

Leser einen »Welcome Coffee«

zusätzlich dazu.

Kontakt:

Christin Hasselmann:

c.hasselmann@

goldentulipberlin.com,

fon: +49 3026477–186


6

Aktuell

Neue Leitung im Jüdischen Museum

Hetty Berg (58) ist die neue Direktorin der Stiftung Jüdisches Museum Berlin. Sie wird

die Leitung des Hauses am 1. April 2020 übernehmen. Berg, geboren 1961 in Den Haag,

studierte Theaterwissenschaften in Amsterdam und Management in Utrecht. Von 1989

an war sie als Kuratorin und Kulturhistorikerin am Jüdischen Historischen Museum in

Amsterdam tätig. Seit 2002 arbeitete Hetty Berg als Museums-Managerin und Chefkuratorin

des Jüdischen Kulturviertels in Amsterdam, zu dem neben dem Jüdischen

Historischen Museum auch das Kindermuseum, die Portugiesische Synagoge, das

Nationale Holocaust-Museum und die Gedenkstätte Hollandsche Schouwburg gehören.

Als Direktorin des Jüdischen Museums Berlin wird Hetty Berg Nachfolgerin von Peter

Schäfer, der am 14. Juni 2019 von seinem Amt zurückgetreten ist. Operativ geleitet wurde

das Museum in der Zwischenzeit vom Geschäftsführenden Direktor Martin Michaelis.

www.jmberlin.de

Outdoor-Trainingspark

am Gleisdreieck

Auf dem B-Part-Gelände Am Gleisdreieck gibt es einen

neuen Outdoor-Trainingspark. Eröffnet wurde er mit Michaela

Schulte, Fachbereichsleiterin für Sport im Bezirk Kreuz berg-

Friedrichshain, und Marc F. Kimmich, Gründer des B-Parts,

sowie Sportbotschafter Philipp Boy. Auf dem rund 300 Quadratmeter

großen Gelände stehen Anfängern und Profis verschiedene

Möglichkeiten für Bodyfitness und Bewegung zur

Verfügung. Unter dem Motto »Bewegung für alle« wollen die

Initiatoren ein ganzheitliches Konzept anbieten für alle Altersund

Fitnessgruppen. »Ich möchte Menschen durch Sport

zusammenbringen und ein aktives Miteinander fördern«, so

Ex-Olympionike Philipp Boy, der auch eigene Kurse durchführt.

B-Part Sports ist eingebettet in das Gesamtkonzept von

B-Part Am Gleisdreieck. Auf rund 1.000 Quadratmetern bietet

das Pionierprojekt ein öffentliches Café, zahlreiche Coworking-

Arbeitsplätze sowie Multifunktionsräume für Kunstausstel-

lungen und Events.

www.bpart.berlin

Laptop-Ausleihe in der Bibliothek

Ab sofort stehen in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek, der Bezirks-

zentralbibliothek am Hackeschen Markt, zehn Laptops für Besucher

bereit. Die mobilen Rechner können für die Nutzung innerhalb der

Bibliothek zum selbstständigen Arbeiten für die maximale Dauer

eines Öffnungstages entliehen werden. Voraussetzung für die

Ausleihe vor Ort sind Volljährigkeit und die Vorlage eines gültigen

Bibliotheksausweises des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken

Berlins (VÖBB). Vormerkungen und Reservierungen sind nicht

möglich. Auf allen Laptops sind die gängigen Office-Programme, das

Grafikprogramm Affinity Photo sowie weitere Fachsoftware installiert,

alle Geräte verfügen über eine WiFi-Internetverbindung. In Sachen

Datenschutz ist vorgesorgt: Nach der Nutzung werden beim Herun-

terfahren des Laptops alle persönlichen Daten automatisch gelöscht.

Besucher können so die Angebote des VÖBB besser nutzen.

www.voebb.de

Grafik:Jorma Bork/pixelio Foto: B-Part Am Gleisdreieck/Harry Schnitger

Foto: Yves Sucksdorff / Jüdisches Museum

MITTE bitte!


7

Foto: Sven Darmer/DAVIDS

Aktuell

Richtfest am Bahnhof Museumsinsel

Foto: A. Reetz-Graudenz

Am U-Bahnhof Museumsinsel wurde unlängst Richtfest

gefeiert: Ein Rohbau der Rekorde wurde nach fast

acht Jahren Bauzeit fertiggestellt. In dieser Zeit waren

unzählige Experten Tag und Nacht beschäftigt, um

einen wasserdichten Rohbau des U-Bahnhofs unter

den Spreekanal und den Boulevard Unter den Linden

zu bauen. Ein äußerst aufwändiges Vorgehen war aufgrund

der Lage des U-Bahnhofs notwendig geworden.

Nach der Durchfahrt der Tunnelvortriebsmaschine

»Bärlinde« mussten um die Tunnelröhren herum zunächst

95 je 105 Meter lange horizontale Bohrungen

durchgeführt werden, um die Vereisungslanzen in den

Boden zu bringen. Der Frostkörper wurde aufgefroren,

indem eine minus 37 Grad Celsius kalte Kalziumchloridlösung

in einem geschlossenen Kühlkreislauf durch

die Vereisungslanzen gepumpt wurde. Erst danach

konnte der Bahnsteigbereich im Schutz des Eiskörpers

hergestellt werden. Dabei wurde die Stabilität des

Frostkörpers stets durch Tausende Temperaturmesspunkte

überwacht. Nach der Betonage der Innenschale

wurde der Frostkörper mittels Fernwärme kontrolliert

aufgetaut, so dass die Dichte des Rohbaus direkt

überprüft werden konnte. Trotz minutiöser Planungen

im Vorfeld ergaben sich bei all diesen Schritten immer

wieder baugrundbedingte Herausforderungen. Der

Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller,

würdigte in seiner Ansprache beim Richtfest die

Leistung der vielen Projektbeteiligten. Ende 2020 soll

die erste U-Bahn die Strecke befahren.

www.projekt-u5.de

Die Betonage des

Seitenstollens.

Offen, modern und ungestört

Stellen Sie sich vor, Sie betreten großzügige, helle und moderne

Räume, werden von einem Floor Manager begrüßt, nehmen in

einem angenehm wohnlichen Wartebereich Platz, bevor Sie in

ungestörter Atmosphäre kompetent beraten werden …

So weltstädtisch erleben die Berlinerinnen und Berliner den Standort

der Berliner Sparkasse am Alexanderplatz. „Wir haben uns an

den Wünschen unserer Kunden orientiert“, erklärt die Standortleiterin

Sabine Jänichen stolz. „Und die Resonanz auf unser neues

Filialkonzept ist durchweg positiv.“ Ein großzügiger SB-Bereich mit

WLAN und Tablets für Onlinebanking wird intensiv genutzt. Daneben

liefert die Kiezwand – eine Kombi nation aus Multimediabildschirm

und modernen Holzregalen – Informationen über das aktuelle

Geschehen in Berlin-Mitte und lädt Kunden und Besucher zu

besonderen Beratungsaktionen ein. Ob es dabei um „Alles rund

um die Immobilie“ geht, um ein günstiges Angebot für Ihre

Frühjahrs wünsche oder einfach um ein Gespräch bei einer Tasse

Kaffee: „Sie sind herzlich willkommen und wir freuen uns auf Sie!“,

lädt Sabine Jänichen ein.

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www.berliner-sparkasse.de


8

Spezial

Mit Volldampf

in die neuen

Zwanziger

Vergnügungstempel, wildes Nachleben, Erotik, Varietés, Ballsäle – die vielbeschworenen

Goldenen Zwanziger in Berlin waren ein wilder kultureller und lasterreicher

Cocktail. Und wie präsentiert sich die deutsche Hauptstadt rund hundert Jahre später?

Wieder steht sie vor gewaltigen Herausforderungen und verändert Tag für Tag ihr

Gesicht. Wir haben die größten Bauprojekte in Mitte für Sie zusammengestellt.

Harald-Landsrath_pixabay

MITTE bitte!


Berliner Schloss

9

Spezial

© SHF / Architekt: Franco Stella mit FS HUF PG

Der Deutsche Bundestag hat den Wiederaufbau des

Berliner Schlosses als Humboldt Forum bereits im

Sommer 2002 beschlossen. Eine große fraktionsübergreifende

Mehrheit folgte der Empfehlung der

internationalen Expertenkommission »Historische

Mitte Berlin« für ein Museums-, Wissens- und Begegnungszentrum

in der Kubatur und mit den barocken

Fassaden des Berliner Schlosses.

Unter dieser Vorgabe gewann der italienische Architekt

Prof. Franco Stella in einem internationalen Wettbewerb

2008 den ersten Preis. Mit der »Passage«, einer

Fußgängerpassage quer durch das Gebäude, macht er

das Schloss und seine Innenhöfe zu neuen öffentlichen

Orten der Stadt. Zur Spree zeigt sich das Gebäude als

Neubau.

Seit dem 18. Jahrhundert galt das Berliner Schloss

des Architekten und Bildhauers Andreas Schlüter als

eines der bedeutendsten profanen Barockbauten

nördlich der Alpen. In seiner Neuerfindung durch den

italienischen Architekten Franco Stella verbindet sich

die historische Schönheit auf selbstverständliche Weise

mit der Gegenwart, gestalterisch, technisch und

städtebaulich. Die Rekonstruktion der historischen

Fassaden des Humboldt Forum im Berliner Schloss ist

eine Meisterleistung der Bildhauer und Handwerker

in der eigens errichteten Schlossbauhütte.

Ansicht des neuen

Berliner Schlosses von

der Nord-West-Seite.


10

Spezial

Humboldt Forum im

Berliner Schloss

Mit der Eröffnung des Humboldt Forums ab September

2020 entsteht ein einzigartiger Ort des Erlebens,

des Lernens und der Begegnung in der Mitte Berlins.

Auf über 30.000 Quadratmetern erleben die Besucher

weltweit herausragende Sammlungen mit mehr als

20.000 Exponaten aus Asien, Afrika, Amerika sowie

Ozeanien. Im ersten Obergeschoss wird eine Berlin-Ausstellung,

koproduziert von der Kulturprojekte

GmbH und der Stiftung Stadtmuseum Berlin, auf rund

4.000 Quadratmetern den Austausch zwischen Berlin

und der Welt darstellen.

Das Humboldt Forum will mehr als ein Museum sein

und strebt eine Verbindung von Kunst, Kultur und

Wissenschaft an: Dialogische Ausstellungsführungen,

Workshops, Filmabende, Diskussionspanels, Konzerte

und mehr.

Schloss und Humboldt Forum eröffnen ab September

2020 etappenweise.

© SHF / Architekt: Franco Stella mit FS HUF PG

MITTE bitte!


House of One

11

Spezial

Das House of One ist als interkonfessionelles Zentrum

für Juden, Christen und Moslems am Petriplatz

geplant. Entstehen soll ein weltweit einzigartiger

Sakralbau, unter dessen Dach sich – gruppiert um

einen für alle zugänglichen Zentralraum – eine

Synagoge, eine Kirche und eine Moschee befinden

werden. Besonderheit beim Bau: Gemauert wird von

Grund auf mit Backsteinen, auf einen Betonkern wird

verzichtet. Rund 2,3 Millionen Ziegel müssen daher für

das 46 Meter hohe Bauwerk gebrannt werden. Im Untergeschoss

birgt dann eine acht Meter hohe Halle die

archäologischen Funde der ehemaligen Petrikirche.

Das weltweit einmalige Projekt will einen Ort der

Begegnung und des friedlichen Zusammenlebens

schaffen.

Der Grundstein des interreligiösen Zentrums

wird im Frühjahr 2020 an der Breiten Straße auf der

Spree-Insel gesetzt – auf die Fundamente der letzten

Petrikirche, dem Gründungsort der mittelalterlichen

Doppelstadt Berlin-Cölln.

Drei Jahre sind für die Errichtung des House of One

eingeplant. Finanziert wird das Projekt über Zuwendungen

von Bund und Land, Spenden sowie eine

Crowdfunding Kampagne.

Visualisierung: Kuehn/Malvezzi

Das House of One als

Begegnungsort der

Religionen.


12

Spezial

Museum des 20. Jahrhunderts

Ansicht auf die

Westfassade neben

dem Matthaeikirchplatz.

Der erste Spatenstich für das Museum des 20. Jahrhunderts

der Nationalgalerie fand im Dezember 2019

statt, die Fertigstellung ist für 2026 vorgesehen. Es

soll unter anderem die Sammlung des 20. Jahrhunderts

der Berliner Nationalgalerie beherbergen. Am

Kulturforum zwischen Neuer Nationalgalerie und der

Philharmonie Berlins gelegen, wird es mit der Neuen

Nationalgalerie unterirdisch verbunden sein. Eigene

Ausstellungsflächen werden die Sammlung Marx

sowie die Kunstbibliothek und das Kupferstichkabinett

der Staatlichen Museen zu Berlin bespielen.

Die Fassade wird zu allen vier Seiten hin geöffnet

und untergliedert. Dadurch werden Zugänge und

Blickbezüge ins Innere geschaffen und das Museum

verbindet sich mit dem umgebenden Stadtraum. Zwei

sich kreuzende Boulevards bilden das Herzstück des

Museums im Inneren. Sie laden die Besucher ein, sich

an diesem Ort zu treffen, zu verweilen und gemeinsam

Kunst anzusehen.

Die Verwendung von Betonverbundelementen mit

eingelegten Klinkern schafft einen Bezug zur Backsteinfassade

der St.-Matthäus-Kirche.

Der Neubau ist nötig, da der umfassende Bestand

der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts

aus Platzmangel seit Jahrzehnten nur in Ausschnitten

gezeigt werden kann.

Visualisierung: Herzog & de Meuron

MITTE bitte!


Neue Nationalgalerie

13

Spezial

Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Nach fünfjähriger Sanierungszeit wird die Neue

Nationalgalerie am Kulturforum voraussichtlich noch

in diesem Jahr wiedereröffnet. Das Haus stammt nach

Plänen von Architekt Ludwig Mies van der Rohe aus

dem Jahr 1968. Das Gebäude ist inzwischen ein Wahrzeichen

der modernen Architektur und wurde aus

diesem Grund in die Denkmalliste des Landes Berlin

aufgenommen.

Ziel der bautechnischen Grundinstandsetzung der

Neuen Nationalgalerie war die Behebung der akuten

Sicherheitsrisiken, Mängel und Schäden. Schwerpunkte

bildeten hierbei Brandschutzmaßnahmen, die Sanierung

der gesamten Gebäudehülle, die Beseitigung

der Ursachen des Glasbruchs, die Betonsanierung

des Rohbaus und die Erneuerung der Haustechnik.

Darüber hinaus sollten auch die Erfordernisse eines

modernen Museumbetriebs erfüllt werden, etwa im

Hinblick auf Klimatisierung, Sicherheit, Beleuchtung,

Depotfunktionen sowie die Anforderungen an einen

zeitgemäßen Besucherservice.

Mit der Planung und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen

wurde das Büro David Chipperfield

Architects beauftragt.

Die Bauübergabe ist für Ende 2020 geplant. Die

Wiedereröffnung soll wenige Monate nach erfolgter

Bauübergabe stattfinden.

Die Neue

Nationalgalerie

am Kulturforum.


14

Spezial

So wünscht sich der

Flussbad-Verein die

künftige Badestelle.

Flussbad

Zwischen Bodemuseum und Schlossbrücke soll nach

Plänen des Vereins Flussbad Berlin eine Badestelle

mit sauberem Spreewasser entstehen – 840 Meter

lang und erreichbar über breite Treppen entlang des

Kupfergrabens. Der Spreekanal, der an der Inselbrücke

beginnt, soll mit Hilfe eines ausgeklügelten ökologischen

Filtersystems aus Kies und Schilf ein sauberes

Badegewässer werden.

Das gesamte Flussbadprojekt ist rund 1,8 Kilometer

lang und erstreckt sich von der Fischerinsel bis zum

Bode-Museum. Neben dem öffentlich zugänglichen

Schwimmbereich sind zwei weitere Abschnitte

geplant: ein naturnaher Wasserlauf und ein Pflanzenfilter,

der das gegenwärtig durch Einleitungen aus der

Mischwasserkanalisation verschmutzte Spreewasser

ökologisch reinigt.

Entlang einer neuen Parklandschaft im Bereich

Fischerinsel sollen Uferwege entstehen.

Wann das Projekt umgesetzt und abgeschlossen

sein wird, ist noch unklar.

Visualisierungen: © 2015 realties:united, Berlin, by courtesy of Flussbad Berlin e.V.

MITTE bitte!


Lückenschluss U5

15

Spezial

Visualisierung: bünck+fehse

Das Projekt »Lückenschluss U5« verbindet die traditionelle

Linie U5 von Hönow bis Alexanderplatz mit der

U55 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor.

Es umfasst den Bau von 2,2 Kilometern Tunnelstrecke

und drei neuen U-Bahnhöfen: Rotes Rathaus, Museumsinsel

sowie Unter den Linden. Einerseits erhalten

die großen Wohngebiete im Osten Berlins nach der

Fertigstellung eine umsteigefreie Verbindung zur historischen

Innenstadt, zum Regierungsviertel und zum

Hauptbahnhof, andererseits werden die bisher nur

von der U55 erschlossenen Gebiete wie der Haupt-

bahnhof und das Regierungsviertel durchgehend an

das komplette U-Bahnnetz angebunden. Durch die

zukünftige Umsteigemöglichkeit zur U6 besteht zudem

eine neue Verbindung an die Nord-Süd-Achse.

Der Plan, die Berliner U-Bahnlinie 5 über den

Alexanderplatz hinaus bis zum Hauptbahnhof (damals

Lehrter Bahnhof) zu verlängern, geht bereits auf die

1990er-Jahre zurück.

Ende 2020 soll die Bahn die neuen Bahnhöfe Rotes

Rathaus und Unter den Linden ansteuern. Der Bahnhof

Museumsinsel wird erst später eröffnet.

Ab Ende 2020 fährt

die U5 Unter den Linden

entlang.


16

Spezial

Molkenmarkt

Blick aus der Vogelperspektive

auf den

geplanten Stadthausplatz.

Der Bereich Molkenmarkt liegt wie das Klosterviertel

im historischen Zentrum Berlins. Er gehört zu

den ältesten Stadtteilen. Dieser Gründungsbereich

des alten Berlins hat inzwischen seine Bedeutung

als lebendiges Stadtquartier mit Aufenthaltsqualität

verloren und ist nur noch in Teilen erkennbar.

Der Molkenmarkt als Kreuzungspunkt der Straßen

Mühlendamm, Stralauer und Spandauer Straße war

als Platzraum nicht mehr erkennbar. Die Verlegung

der Grunerstraße ist daher als wesentliche Voraussetzung

für die Wiedergewinnung des Klosterviertels

als urbanes Stadtquartier gedacht. Der Rückbau der

überdimensionierten Verkehrsflächen soll Areale

für neue innerstädtische Bauflächen schaffen. Mit

Wohnen, Gewerbe, Gastronomie sowie touristischen

und kulturellen Einrichtungen soll ein attraktives

Stadtquartier entstehen.

Im vergangenen Jahr haben die ersten Bauarbeiten

zum Rückbau der Grunerstraße begonnen. Sie

rückt bis 2022 näher an das Rote Rathaus heran, die

Fläche vor dem alten Stadthaus wird später mit neuen

Gebäuden bebaut.

Visualisierung: Senat

MITTE bitte!


Schinkelsche Bauakademie

17

Spezial

Foto: A. Strebe

Das Gebäude der Bauakademie war nach dem Entwurf

von Karl Friedrich Schinkel von 1832 bis 1836 auf dem Gelände

des ehemaligen Packhofes für zwei preußische Behörden

errichtet worden. Das Bauwerk galt in seiner Konstruktionsweise

als revolutionär für das 19. Jahrhundert

und soll laut Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung

Preußischer Kulturbesitz, »das erste maßgebliche profane

Rohziegelgebäude in Preußen« sein. 1945 brannte die

Bauakademie bei einem Bombenangriff aus. Mit dem

Wiederaufbau des Gebäudes wurde in den 1950er-Jahren

begonnen, das Projekt jedoch nicht beendet.

Der Förderverein für die Schinkelsche Bauakademie

engagiert sich seit 1994 für die Wiedererrichtung des

Stadtdenkmals. 62 Millionen Euro stehen dafür im

Bundeshaushalt bereit. Eine rekonstruierte Musterfassadenecke

sowie ein inzwischen entferntes Gerüst mit

bedruckten Planen veranschaulichen seit Jahren, wie das

Gebäude neben der Friedrichswerderschen Kirche nach

der Sanierung einmal aussehen soll. Die inhaltliche Nutzung

des Gebäudes ist jedoch noch offen. Diskutiert wird

ein Architekturmuseum wie ein architektonisches Forum

zum Thema nachhaltiges Bauen und Städtebau.

Die Kosten für einen vollständigen Wiederaufbau

werden auf rund 55 Millionen Euro geschätzt.

Das bis vor Kurzem mit

Planen verhängte Gerüst

der Bauakademie.


18

Spezial

Pergamonmuseum

Der Pergamonsaal wird

nach seiner Wiedereröffnung

den weltberühmten

Pergamonaltar perfekt

in Szene setzen.

Zu den neuen hochkarätigen Kulturprojekten in

Berlin-Mitte und zum Masterplan Museumsinsel

gehört das Pergamonmuseum, das seit 2013 saniert

wird und seitdem nur in Teilen zugänglich ist. Der

Pergamonsaal, das Herzstück des Museums, ist im

Mittelbau angesiedelt und seit 2014 geschlossen.

Im Zuge der Grundinstandsetzung und Weiterentwicklung

nach den Plänen des deutschen Architekten O.M.

Ungers erhält das Pergamonmuseum einen vierten

Flügel. Damit werden künftig die monumentalen

Architekturexponate Ägyptens, Vorderasiens, Griechenlands,

Roms und des islamischen Kulturraumes in

einem einzigartigen Rundgang erlebbar sein.

Der aktuelle Bauabschnitt A umfasst den gesamten

Nordflügel, den Mittelbau mit dem Pergamonsaal und

den Neubau des Tempiettos. Neben einer Ausstattung

des Hauses mit moderner Gebäudetechnik werden

auch neue Treppenhäuser und Aufzüge innerhalb des

Pergamonmuseums eingebaut. Der zentral gelegene

Eingang – das Tempietto – feierte im Sommer 2019

Richtfest.

Eine Fertigstellung des Bauabschnitts A ist laut Plan

für 2023 vorgesehen, eine Verzögerung bis 2025 wird

wegen schwieriger Rahmenbedingungen aktuell vom

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung nicht

ausgeschlossen.

Visualisierung: @ ART + COM

MITTE bitte!


19

Lifestyle

Endlich

Frühling

Frisches Grün

sprießt auf dem

Rock von CINQUE.

| 129,99 € |

www.cinque.de

Auf der Suche nach neuen It-

Pieces für den Kleiderschrank?

Da haben wir durch das Internet

gestöbert und frische Mode und

stylishe Accessoires gefunden.

Da steigt im Nu die gute Laune!


20

Lifestyle

Noch mehr Frühlingsblumen? Wer schon

morgens zu bunter Wäsche greift, hat den

ganzen Tag gute Laune.

| BH: 51,95 € | Slip 22,95 € | entdeckt bei

www.freyalingerie.de

Bunt wie eine Blumenwiese kommt

dieses Kleid in hellblauer Viskose

daher. Ab Ende April in den Geschäften.

| 119,99 € | Betty Barclay, gesehen bei

www.bettybarclay.com

www.gz-bag.de

Denim – wie diese Culotte aus der

neuen WHITE STUFF Kollektion –

ist zeitlos und einfach zu kombinieren:

cool zu Hoodie und Sneakers

oder als Business-Outfit zu Blazer

und Pumps.

| 74,95 € | Galeria Karstadt Kaufhof

Filialen oder

www.whitestuff.com

MITTE bitte!


21

Lifestyle

Jetzt kann jeder mit dem

Pokketmixer

selbst Musik mischen. Das mobile DJ

Mischpult kommt ohne Batterie aus

und mischt den Sound von zwei Smart-

phones, Tablets oder Mp3-Playern

mittels Plug&Play.

| 99 € | gesehen bei

www.pokketmixer.com

Ohne Palmöl, dafür mit natürlichen

Zutaten legt Reber die Trüffelund

Nougateier ins Osternest. In

der großen Selektion gibt es alle 16

Confiserie-Eier in einer blumigen

Geschenkpackung.

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www.shop.reber.com

Mit dem Secrid Cardprotector

ist das Miniwallet ein kompaktes

und sicheres Portemonnaie.

Neben sechs Karten im Card-

protector bietet die Innenaus-

stattung Platz für Karten,

Geldscheine

und Kassen belege.

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Friedrichstraße 68

www.berles-berlin.de

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und extra Wechselarmband

stammt aus der Edition VALEN-

TINA von FineWatchesBerlin,

limitiert auf 100 Stück.

Von jeder verkauften Uhr gehen

100 € an die stiftung-valentina.de.

| 698 € | FineWatchesBerlin,

entdeckt bei

www.finewatches.berlin


22

Lifestyle

Was macht mehr Lust auf

den Frühling als ein Eis?

Halskette aus 925er Sterlingsilber

mit 14-karätiger

Vergoldung.

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www.joandjudy.com

Plastik ist doch total Banane,

also lieber nacktes Duschgel.

Es steckt voller Hafer und Bananen

und duftet köstlich nach

Pudding.

| 14 € / 200g | LUSH Shop,

Friedrichstraße 96,

www.de.lush.com

Ein Klassiker der Craft-Spirituosen-

Bewegung ist der Hamburger

Gin Sul aus der weißen Tonflasche,

der seine Wurzeln an der rauen Costa

Vicentina im Südwesten Portugals hat.

| 35 € / 500 ml | Goldhahn und

Sampson, Dunckerstraße 9,

www.goldhahnundsampson.de

Dieser Gummistiefel mit Lederdetails

ist ein ebenso robuster wie

stilvoller Schutz bei Nieselregen

und Wolkenbrüchen. Aus vulkanisiertem

Gummi, mit verstellbaren

Lederriemen und EVA-Zwischensohle.

| 150 € | gesichtet bei

www.ariat.com

Einen maritimen Eindruck macht

das Modell Teufelsberg #2

von

FineWatchesBerlin durch sein

emaille-weißes Zifferblatt und die

polierten, blauen Ziffern und Inde-

xe. Das Gehäuse ist aus Edelstahl

mit Glasboden.

| 698 € | gefunden bei

www.finewatches.berlin

MITTE bitte!


GASTRONOMIE

IN MITTE

Frühling auch in der

Gastronomie- Szene: Neue

Restaurants, neue Bars,

neue Konzepte und Ideen.

Hier unsere Highlights !

Foto: congerdesign/pixabay


24

Lifestyle Feine Küche

Wechsel im Hotel Adlon

Nach drei Jahren erfolgreicher Führung des 5-Sterne-Hotels Adlon

Kempinski in Berlin verlässt Matthias Al-Amiry das traditionsreiche

Haus, um die Leitung des The Capitol Kempinski Singapore zu

übernehmen. Die Führung des Luxushotels am Brandenburger Tor

übernimmt Michael Sorgenfrey (Foto), der bereits 1997–1999 als

Food & Beverage Operations Manager an der erfolgreichen Wiedereröffnung

des Hotels Adlon beteiligt war und auch 2002 für drei

Jahre als Hotel Manager zurückkehrte. »Bekanntlich sind aller guten

Dinge drei, und daher freue ich mich sehr, wieder ins berühmte

Hotel Adlon Kempinski Berlin zurückzukehren«, so Sorgenfrey. »Hier

habe ich bereits sehr wertvolle Erfahrungen gesammelt. Mein erstes

Anliegen ist natürlich, das heutige Haus, seine Abläufe und insbesondere

seine Mitarbeiter kennen zu lernen und mich möglichst

schnell einzuleben. Ich übernehme nicht nur ein starkes Team und

ein erfolgreich geführtes Hotel – ich komme wieder zurück in die

wahrscheinlich spannendste Stadt. Für mich persönlich schließt sich

ein Kreis.«

www.hotel-adlon.de

Foto: Kempinski Hotels

True Italian Pizza Week

Nach der Berlin Ice Cream Week vom 19.–25. März findet vom

23.–29. April 2020 die jährliche True Italian Pizza Week statt.

Ausgewählte Pizzerien in Berlin bieten in dieser Zeit ein spezielles

Menü an: eine authentische italienische Pizza (zwei Sorten

zur Auswahl) zusammen mit einem Aperol Spritz für 12 Euro.

Dabei geht es nicht um die Nationalität des Pizzaiolos oder des

Besitzers, sondern um die Wahl der Zutaten wie qualitativ hochwertige

Tomatensoße und echter Mozzarella oder Fiordilatte,

um die Vorbereitung des Teigs und Einhaltung der mindestens

12-stündigen Ruhezeit sowie um einen leistungsfähigen (Holz-)

Ofen, um die Pizza möglichst schnell zu backen. Teilnehmende

Pizzerien in Berlin findet man auf einer eigens zusammengestellten

Karte. Die True Italian Pizza Week ist das größte Event

Deutschlands, das sich der italienischen Küche – und speziell

der Pizza-Tradition – widmet.

www.trueitalian.top

Moka Efti- Foto fehlt noch

Neues Moka Efti in Mitte

In direkter Lage in Berlin-Mitte – direkt an der Spree und mit einem

unverwechselbaren Panorama-Blick auf den Berliner Dom und das

Pergamonmuseum – hat das neue Moka Efti am Monbijoupark

eröffnet. Und liegt damit voll im Trend der Neuen Zwanzigerjahre in

Berlin. Die Gastgeber Minh Chung und Sascha Kramer wollen trotzdem

kein Revival feiern, sondern eine Neuinterpretation wagen und

mutig dem Clubsterben entgegentreten. Das alte Moka Efti befand

sich im ehemaligen Equitable-Palast, Friedrichstraße, Ecke Leipziger

Straße und spielte in der Serie »Babylon Berlin« eine Schlüsselrolle.

Es bot Platz für 3.000 Personen und war der erfolgreichste Musikpalast

Berlins. Heute können im Inneren des neuen Moka Efti bis zu

150 Leute feiern, draußen sogar bis zu 500. Man kann die gesamte

Lokalität auch für Veranstaltungen mieten.

www.mokaefti.de

Foto: Moka Efti

MITTE bitte!


Fotos: Antonia Jenner-Egberts

Hotelier des Jahres 2020

Thomas, Michael und Ann-Kathrin Mack, Mitgesellschafter

des Europa-Parks in Rust, sind in Berlin im Rahmen des

Deutschen Hotelkongresses mit dem renommierten Branchen-Preis

»Hotelier des Jahres« ausgezeichnet worden.

Der »Special Award« ging an Karl J. Pojer, Vorsitzender der

Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Cruises. Die Auszeichnung

fand erneut im Rahmen des jährlich stattfindenden

Deutschen Hotelkongresses mit HotelExpo statt. Unter

dem Motto »SHAPING THE HOTEL INDUSTRY: Digitale

Plattformen. Vernetzte Mobilität. Mittelpunkt Mensch.«

trafen sich mehr als 1.000 Entscheider aus dem Hotel-Business

zum Jahresauftakt der Branche. Am Abend führte

Moderatorin Judith Rakers durch die Gala-Veranstaltung im

Hotel Intercontinental.

www.hotelier-des-jahres.de

25

Lifestyle Feine Küche

NEUER RAMEN-HOTSPOT

Foto: Grand Hyatt Berlin

Das Jamboree ist nun auch in der

Mittagspause einen Besuch wert.

Neben einer Auswahl an Ramen

(ab sieben Euro) werden unter der

Woche Suppen, Curry und Desserts

angeboten. Naoto Kono, Seiji Yagami

und Junichi Oboshi sind japanische

Ramen-Experten, Sushimeister aus

dem VOX und Macher des neuen

Mittagsangebotes. Zur Auswahl

stehen vier verschieden Sorten: Yasai

mit Soyasprossen, Shitake Pilze,

Wakame und Sesam; Chashumen

mit Schweinebauch, Soja, Bambussprossen

und Ei; Toriteriyaki mit

Hühnerfleisch, Teriyaki und Bambussprossen;

Kaisen mit Garnelen,

Meeresfrüchten und Wakame. Auch

zwei neue Suppen kommen hinzu:

Miso mit Tofu, Seetang und Lauch

sowie Grand Miso mit Meeresfrüchten,

Tofu, Algen und Lauch. Ein

vegetarisches Curry und Desserts

bestehend aus Kuchen und Muffins

bereichern die Mittagskarte. Der

Lunch wird zwischen 11.30 Uhr und

14.30 Uhr serviert. Ramen gehört seit

vielen Jahrzehnten zu den tragenden

Säulen der japanischen Küche.

www.jamboree-bar.de


26

Lifestyle Feine Küche

Aufgetischt:

Kochen mit Doc. Eva

Doc. Eva kocht auf Profi-Niveau mit Leidenschaft und Herzblut. Sie lässt sich hier

über die Schulter schauen und verrät die besten Tipps und Tricks rund um das Thema

Kochen. Im Frühling kommt bei ihr ein frisches Lachsforellentatar mit Wildkräutern

als Vorspeise auf den Tisch.

Als promovierte Zahnärztin und

Genussmensch gehört Dr. Eva

Schaefers zur Generation 60+

und geht mit Smartphone, Tablet

und Laptop mit der Zeit. Ihr Credo:

Traditionen bewahren, Erfahrungen

weitergeben und nicht ganz

unkritisch die Zukunft unserer

Ernährung betrachten.

www.dental-food.blogspot.de

Eine Vorspeise ist eine eher kleine warme

oder kalte Speise, die zum Beginn eines

Menüs vor dem Hauptgericht verzehrt wird.

Sie soll den Appetit anregen und den größten

Hunger dämpfen. Tatar oder Schabefleisch ist

in der Regel Hackfleisch vom Rind, das aus

hochwertigem, sehnenfreiem und fettarmem

Muskelfleisch wie Filet hergestellt wird. Als

Gericht wird es meist roh als Beef-Tatar zubereitet.

Tatar-ähnliche Gerichte sind Mett, also

Hackepeter aus gewürztem rohem Schweinefleisch,

oder auch Häckerle aus Salzhering

oder Matjes, welches dann Matjestatar

genannt wird. Lachstatar wird entsprechend

aus Graved Lachs oder geräuchertem Lachs

zubereitet. Warum also nicht auch mal ein

Lachsforellentatar auf den Teller zaubern?

Die Lachsforelle, auch Anke genannt, ist ein

Forellenfisch, der durch das mit der Nahrung

aufgenommene Carotinoid Astaxanthin ein

an Lachs erinnerndes, leicht rötliches Fleisch

besitzt. Ursprünglich wurden als Lachsforellen

nur Meerforellen bezeichnet, deren

Fleisch sich aufgrund ihrer aus Fischen,

kleinen Krebsen und Garnelen bestehenden

astaxanthinhaltigen Nahrung rötlich

färbt. Inzwischen existieren auch heimische

Zuchtformen. Zusammen mit einigen Zutaten

aus dem Vorrat und dekoriert mit allerlei

Wildkräuterlein – gesammelt am frühlingshaften

Wegesrand – wird daraus eine überaus

köstliche Vorspeise für diverse festliche

Gelegenheiten. Hier kann das Auge gleich

mitessen – guten Appetit!

Lachsforellentatar

mit Wildkräutern

Zutaten

Fotos: Eva Schaefers

200 g Lachsforelle, roh oder geräuchert, gewürfelt

1 Stück Gewürzgurke, gewürfelt

12 Stück Kapernäpfel, gewürfelt

1 El Schmand

1 Bund Dill, fein geschnitten

Schnittlauch, in Röllchen

Zitronensaft und -abrieb

Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

Die Komponenten vorsichtig miteinander vermischen. Mindestens eine Stunde

ziehen lassen.

Anrichten

Lachstatar mit dem Eiskugelbereiter zur Kugel formen. Eine Landschaft aus

Wildkräutern, Gurken- und Eiweiß-Blümchen sowie Kapernsegmenten auf einem

geeigneten Teller aufbauen. Die Tatarkugel dazusetzen und restliche Lachsforellentranchen

zu Röschen formen und hinzufügen. Lassen Sie es sich schmecken!

MITTE bitte!


27

Lifestyle Mobilität

Tim Raue

meets

Ferrari Roma

Fotos (3): Lennen Descamps

Der neue Ferrari Roma hat unlängst

im Schloss Charlottenburg sein

mit Spannung erwartetes nationales

Debüt gegeben – und das vor

einem exklusiven Publikum von

Ferraristi. Nur wenige Monate

nach der offiziellen Vorstellung

in Rom bildete dieses Event den

Auftakt zur Präsentation des Ferrari

Roma in Deutschland. Im Laufe

des Abends hatten die Gäste die

exklusive Gelegenheit, das neueste

Sport-Coupé aus Maranello näher

kennenzulernen. Dolce Vita war

das Credo des Abends: Ferrari will

mit dem charakteristischen Flair

und Stil dieses Autos eine moderne

Interpretation des unbeschwerten,

genussfreudigen Lebensgefühls im

Rom der 1950er- und 60er-Jahre

darstellen.

Aus diesem Grund wurde auch Berlin

als Präsentationsort ausgesucht,

denn von allen deutschen Städten

bringt die Hauptstadt ein ähnliches

Maß an Lebensfreude und Lifestyle

mit wie die italienische Stadt

Rom – Namenspatin des neuen

Sportwagens.

Tim Raue, Berlins führender

Michelin-Sterne-Koch, brachte

seine eigene Interpretation des

»La nuova Dolce Vita«-Konzepts

auf den Tisch, indem er das italienische

Leben und den Ferrari Roma

als Inspiration für seine eigens

kreierte Speisekarte nahm. Jeder

Teller seines Fünf-Gänge-Menüs

war eine Hommage an Italien,

geprägt von symbolischen Zutaten,

harmonischen Proportionen und

ausgewogenen, eleganten und

reinen Aromen. Und trotzdem blieb

er seinem Stil treu und verpasste

jedem Gericht einen asiatischen

Touch. Die Gäste wurden durch sei-

ne Interpretation des italienischen

Lebensgefühls mit auf eine Reise

in eine emotionsgeladene Epoche

geführt und hatten gleichzeitig die

Möglichkeit, die Essenz des neuen

Ferrari Roma zu schmecken.

Wilhelm Hegger,

Geschäftsführer

Ferrari Central

Europe, Sternekoch

Tim Raue und

Ferrari Berlin-Chef

Martin Sureck

von Riller &

Schnauck (v.l.).

Foto: Ferrari

Ferrari Roma

Als Mitglied der Ferrari-V8-Familie, die vier Jahre in Folge

zum International »Engine of the Year« gekürt wurde, ist

der Ferrari Roma ein Coupé 2+ mit einem V8-Turbomotor,

der mit 620 PS bei 7.500 U/min das leistungsstärkste

Auto in seinem Segment ist. In Verbindung mit dem neuen

Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das erstmals auf dem

SF90 Stradale eingesetzt wurde, kann der Ferrari Roma allen

Fahrsinnen wahre Befriedigung verschaffen.

Die ersten Auslieferungen in Deutschland an das offizielle

Ferrari-Netzwerk werden im August 2020 erwartet.


28

Lifestyle Reisen

Rhodos und der Charme

Lindos und

seine Akropolis

im Süden von

Rhodos.

Zu den vier meist besuchten Inseln Griechenlands gehört neben Kreta, Kos und Korfu die

Insel Rhodos. Auch wenn der Badeurlaub eine gewisse Priorität besitzt, setzen die Reiseveranstalter

immer häufiger die Akzente auf Ausflüge. Wie attraktiv, authentisch und umweltverträglich das

Urlaubsgebiet ist, soll erlebbar sein.

Kaum ein Ort ohne Mythos,

Geschichten und Legenden. In der

Antike 292 vor Christi erbaut, stand

in der Hafeneinfahrt der Insel Rhodos

der Koloss von Rhodos, eines

der sieben Weltwunder. 66 Jahre

später stürzte die Statue infolge

eines Erdbebens um. Sein Erbauer,

Chares von Lindos, ist ein Sohn

dieses berühmten Ortes.

Ein Dorf, wie es malerischer

nicht sein kann. Lindos gehört zu

den beliebtesten Ausflugszielen.

In diesem Ort weiß man nicht, ob

man mehr nach oben oder nach

unten schauen soll. Raffiniert

gepflasterte, große Kieselsteine,

darunter phantasievolle Ornamente,

sind immer wieder ein

Blickfang. Blendend schön die

weiß getünchten Häuser zu Füßen

der Akropolis.

Ein steiler Weg führt hier

hinauf. Unterwegs bieten kleine

Lädchen ihre handwerklichen

Erzeugnisse an, darunter auch

beliebten Kitsch. Kafenion,

Taverne oder Bar laden zum

Verschnaufen ein. Griechen

sind geborene Gastgeber, und

sie wirken keineswegs genervt

von der Anzahl ihrer Besucher.

Die einkehrenden Gäste erleben

griechische Gastfreundschaft als

herzliche Liebenswürdig keit.

Wer es auf die Akropolis geschafft

hat, wird reichlich belohnt.

Auf der Burgruine, deren Tempelanlagen

800 vor Christi gebaut

wurden, sind zahlreiche Relikte

verschiedener Epochen erhalten

geblieben. Einwohner errichteten

hier einst den Tempel zu Ehren

der Göttin Athena. Und der grandiose

Ausblick auf die Ostküste

MITTE bitte!


seiner Dörfer

29

Lifestyle Reisen

Fotos: Elke-Petra Thonke

von Rhodos entschädigt für den

etwas schwierigen Aufstieg.

Allerdings warten im Ort Esel, die

bereit sind, die menschliche Last

zu tragen. Griechisch kühn werden

sie auch Esel-Taxis genannt.

Auf einem weiteren Ausflug

stehen die leiblichen Genüsse im

Vordergrund. Hier sind kulinarische

Köstlichkeiten garantiert.

Dazu bekommen Besucher Einblick

in uralte Traditionen. So abwechslungsreich

die Landschaft, so auch

der Baumbestand. Pfeffer- und

Eukalyptusbäume, Pinien, reichlich

Zitrusfrüchte sowie Zypressen, von

denen es heißt, sie seien Bäume

des Friedens. Absolut prägend sind

die endlosen Olivenhaine und die

reichen Weingärten.

Besucht wird ein Laden-Museum

eines alten Familien-Traditionsunternehmens

in Sianna. Die

alte Ölmühle, genannt Ladomylos,

dient nach der Modernisierung

als Prüfstelle und außerdem zum

Abfüllen von Olivenölen und

seinen Nebenprodukten. Anastasia

wird nicht müde, alles zu erklären

und lädt zur Verkostung von Ölen,

Marmeladen und Weinen ein.

Auf dem weiteren Weg ins

Inselinnere gelangt man nach

Apollona. Ein kleines, hübsches

Dorf, in dem etwas versteckt

liegend die Taverne Paraga auf

sich aufmerksam macht. Sie wird

gepriesen als beste Küche der

Insel. Natürlich kehren hier auch

gern Einheimische ein. Abwechs-

lungsreiche Speisen stehen auf der

Karte. Eine besondere Attraktion

ist jedoch, wenn Giannis das

gegarte Fleisch – eingebettet in

Lehmerde – als große Kugeln

aus dem alten Ziegelsteinofen

herausholt und seinen Gästen das

Gericht mundgerecht serviert. Das

Schlemmen, noch dazu in einem

geschmackvollen Ambiente und

schöner Umgebung, wird so zum

unvergesslichen Genuss.

Es soll einen Satz in Griechenland

geben, der da lautet: »Es gibt

nur zwei Sorten von Menschen:

Griechen und die, die es gern

wären.«

Elke-Petra Thonke

Anastasia präsentiert

die Öle

aus der Ölmühle

Ladomylos.

Bei Gianni

wird das Fleisch

in Lehmkugeln

gebacken.


30

Fotos: Elke-Petra Thonke

Lifestyle Reisen

Frühlingszauber im Tulpenmeer

Es ist die Tulpenzeit, in der die Niederlande wohl die meisten Besucher des Jahres erwarten, denn

neben Sehenswürdigkeiten wie Windmühlen, zahlreichen Wasserwegen, Amsterdamer Grachten und

weltberühmten Museen findet das derzeitige Meer an Blumen größte Beachtung.

Einer der

Gärten in der

Parkanlage des

Keukenhofes.

Die Windmühle aus

dem Jahr 1892.

In Lisse, nahe Amsterdam, ist der

Keukenhof der weltweit schönste

Frühlingspark. Sieben Millionen

Zwiebeln werden alljährlich

gepflanzt. Einhundert Hofgärtner

und hunderte von Züchtern tragen

zur Schönheit der Schnittblumen

und Topfpflanzen bei. Von allen

Zwiebelgewächsen wie Narzissen

und Hyazinthen überwiegt

die Tulpenpracht: Ein einziger

Farbenrausch. Tulpen stammen

ursprünglich aus der Türkei. Sie

wurden im 16. Jahrhundert in

Holland eingeführt.

Im Keukenhof kann man sich

unter anderem von sieben Gärten

inspirieren lassen. Sie alle haben

besinnliche Namen erhalten, die

mit Glück, Liebe und Frieden im

Zusammenhang stehen und daher

verschiedene Assoziationen auslösen.

Die gesamte Blumenschau

ist gespickt mit Hollands größter

Skulpturensammlung, etlichen

Springbrunnen, zahlreichen Ruhebänken.

Man kann nicht nur über

sieben, sondern über 32 Brücken

gehen. In verschiedenen Pavillons

finden Blumenshows statt. Eine

Mühle aus dem Jahre 1892 und fast

versteckt liegende Flüster boote,

mit denen Besucher auf dem

Wasser dahingleiten, gehören hier

zu den Highlights.

Lebhaft ist es dagegen rund um

Souvenirshops, Restaurants, an

Verkaufsständen mit Blumenzwiebeln

und bei den phantasievollen

MITTE bitte!


31

Einrichtungen für Kinder. Die

Pforten dieses Blumen-Paradieses

sind vom 21. März bis zum 10. Mai

geöffnet.

Wer nahe beim Keukenhof

nächtigen möchte, bleibt in

Lisse. Ein zauberhafter Ort wie so

viele in Holland, deren Häuser wie

Puppenstuben anmuten. Empfehlenswert

sind Fahrrad-Touren in die

Umgebung. Unterwegs findet man

einige Höfe, auf denen Besucher

zu einem geringen Preis ihre Blumen

selbst pflücken können.

Dann ist da noch Ahlsmeer

nahe Amsterdam, wo Flora Holland

als weltweit größtes Auktionsgelände

für Blumen seinen Sitz hat.

Ein Zusammenschluss von über

5.000 Blumen-Produzenten aus

aller Welt. Täglich wird hier der

Versand über den gesamten Erdball

organisiert. Ein Besuch vor Ort

ist längst zur Touristenattraktion

geworden.

Elke-Petra Thonke

www.keukenhof.nl

Lifestyle Reisen

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IDYLLISCHE MOMENTE IM LAND DER 1.000 SEEN

Glasklar: In Seele, da steckt See drin.

Beides verbindet das Müritzpalais.

Es heißt seine Gäste in 84 modernen,

großzügigen Apartments

willkommen und bereitet ihnen

komfortable Urlaubstage direkt am

Ufer der Müritz. Dabei verbindet

das Müritzpalais die Annehmlichkeiten

eines Hotels mit den Vorzügen

einer Ferienwohnung, egal ob für

einen Wochenendtrip, Familienurlaub

oder Aktivausflug. Am See,

beim ausgiebigen Frühstück auf der

Außenterrasse oder bei traumhafter

Entspannung im Wellnessbereich

mit Schwimmbad, Saunen und Massageanwendungen

gerät die Seele

ins Baumeln. Der Zugang zum See

mit eigenem Badesteg lässt Gäste

Einswerden mit der Natur der Meck-

lenburgischen Seenplatte, im Land

der 1.000 Seen.

Arrangement »Willkommen am

Kleinen Meer«:

3 ÜN/F, Schifffahrt über 3 Seen,

Stadtrundfahrt, Fischbrötchen,

Tageskarte Wellnessbereich

ab 189 € pro Person im Apartment

www.mueritzpalais.de


32

Kultur Bücher

Kultur

geht immer

in Berlin …

– und ganz besonders

in Mitte. Was im Frühling

in der Hauptstadt angesagt

ist, erfahren Sie auf den

kommenden Seiten. Ob

Messe, Konzert, Theater

oder Zirkuswelt – für Jeden

gibt es das passende Event.

MITTE bitte!


Foto: Chris Gonz

1

3

Foto: re:publica Berlin

33

Kultur Ausblick

33

Kultur Termine News

2

Foto: SCC EVENTS/ Camera4

4

Foto: look@me - stock.adobe.com

Like You! Freundschaft

digital & analog

Was: Ausstellung

Wann: bis 05.07.20

Wo: Museum für Kommunikation

www.mfk-berlin.de

Robert Alan: Ich bin Batman

Was: Musikcomedy

Wann: 21.03.20

Wo: BKA-Theater

www.bka-theater.de

Christo und Jeanne-Claude

Was: Ausstellung

Wann: 21.03.–17.08.20

Wo: Palais Populaire

www.db-palaispopulaire.de

Coq au vin

Was: Kindertheater

Wann: 22.03.20

Wo: Pfefferberg Theater

www.coqauvin.de

2

Mozart: Cosi fan tutte

Was: Premiere

Wann: 05.04.20

Wo: Staatsoper Unter den Linden

www.staatsoper-berlin.de

Berliner Halbmarathon

Was: Volkslauf

Wann: 05.04.20

Wo: Straße des 17. Juni

www.generali-berlinerhalbmarathon.de

The Dark Tenor

Was: Konzert Billy Andrews

Wann: 17.04.20

Wo: Apostel-Paulus-Kirche

www.themroc.com

Berliner Bratwurstmeisterschaft

Was: Es geht um die Wurst

Wann: 26.04.20

Wo: Domäne Dahlem

www.fleischer-innung-berlin.de

3

4

Gallery Weekend

Was: Galerien laden ein

Wann: 01.–03.05.20

Wo: Versch. Berliner Galerien

www.gallery-weekend-berlin.de

re:publica 2020

Was: Konferenz für Internet

Wann: 06.–08.05.20

Wo: Station Berlin

www.re-publica.com

Fest der Begegnung

Was: Open-Air-Ausstellung

Wann: 08.05.20

Wo: Straße des 17. Juni

www.8mai.berlin

DFB-Pokal

Was: Fußball-Finalspiel

Wann: 23.05.20

Wo: Olympiastadion

www.dfb.de

Termine

11MM

Was: Fußballfilmfestival

Wann: 26.–30.03.20

Wo: Kino Babylon

www.11-mm.de

Frühlingsfest

Was: Rummel

Wann: 27.03.–19.04.20

Wo: Kurt-Schumacher-Damm

www.schaustellerverband-berlin.de

Myfest

Was: Volksfest zum 1. Mai

Wann: 01.05.20

Wo: Mariannen-, Heinrich- und

Oranienplatz

www.myfestev.de

5

5

Karneval der Kulturen

Was: Volksfest

Wann: 29.05.–01.06.20

Wo: Blücherplatz

www.karneval.berlin

1

Nachts im Bundestag

Was: Premiere

Wann: 03.04.20

Wo: Kabarett-Theater DISTEL

www.distel-berlin.de

Foto: A. Strebe


34

Kultur Bücher

Das gefällt uns!

Frühjahrslektüre

Das Frühlingsangebot auf dem Buchmarkt ist vielversprechend. Auch wir haben

uns umgesehen und einige interessante Neuerscheinungen für Sie entdeckt.

Havel-Krimi in Potsdam

Potsdam. Im Park Sanssouci wird ein Kunstsachverständiger

erschlagen aufgefunden. Der Tote

zeigte zuletzt auffälliges Interesse an einem

wertvollen Gemälde im Museum Barberini, auf

dem eine schwarz gekleidete Frau zu sehen ist.

Doch sie trägt einen Schleier, der ihr Gesicht verhüllt,

und ihre Identität ist nicht geklärt. Wer ist

die Unbekannte? Seine Nachforschungen führen

Hauptkommissar Toni Sanftleben zum Filmunternehmen

Ufa und zu einer alten Havelvilla, hinter

deren Mauern sich etwas Ungeheuerliches verbirgt.

Der neue Krimi von Tim Pieper ist der vierte

Band aus der Havel-Reihe um Toni Sanftleben

von der Kripo Potsdam. Pieper, geboren 1970

in Stade, lebt mit seiner Familie im Südwesten

von Berlin und liebt es, die Brandenburger Landschaft

mit dem Fahrrad zu erkunden.

Von Geistern und Toten

Hendrike Blank, Berlinerin mit Herz und

Schnauze, arbeitet als Busfahrerin und Hausentstörerin,

obwohl sie nicht an Geister glaubt. Ihre

Überzeugung gerät jedoch zunehmend ins Wanken.

Gerade ist sie nach ihrer Scheidung wieder

etwas zur Ruhe gekommen, als ihr ein Mann mit

zweifelhaftem Interesse an ihrem verstorbenen

Vater auflauert. Und als sie in Mitte ein Haus

von Geistern befreien soll, stolpert sie auch noch

über Leichen. Hängen die mysteriösen Vorfälle

zusammen?

Autorin Petra Gabriel schreibt neben populären

Sachbüchern und historischen Romanen auch

Krimis, in denen sie unter anderem die Hauptstadt

mit all ihren einzigartigen Milieus und

Charakteren ins Visier nimmt. Aufgewachsen

in Friedrichshafen, lebt sie heute in Berlin und

Südbaden.

Berliner Schloss in Bildern

Fotografin Kitty Kleist-Heinrich hat den Bau

des Humboldt Forum vom ersten Spatenstich

an mit der Kamera begleitet. Großformatige

Panoramabilder und überraschende Detailaufnahmen

bieten einen lebendigen Einblick in die

Entstehung dieses symbolträchtigen Neubaus

im Herzen der deutschen Hauptstadt. Über 200

Farbfotos zeigen aus verschiedenen Perspektiven,

wie das neue Berliner Schloss wächst,

und dokumentieren auch Ereignisse hinter dem

Bauzaun – vom Ausbau der Kellergeschosse bis

zum Einzug der ersten Museumsobjekte.

Kitty Kleist-Heinrich, geboren 1968 in Berlin,

arbeitet seit 1999 als Redakteurin und Fotografin.

Die Idee zur Langzeitbeobachtung des Baus

kam ihr einen Tag nach Grundsteinlegung 2013.

Entstanden sind bisher über 2.000 Außen- und

Innenaufnahmen.

Tim Pieper, »Stille Havel«, 336 S.,

Emons Verlag, 11,90 €

Petra Gabriel: »Eingesargt in Mitte«, 256 S.,

Gmeiner Verlag, 12 €

Kitty Kleist-Heinrich: »Das neue

Berliner Schloss«, 192 S.,

be.bra verlag, 26 €

MITTE bitte!


Foto: Chris Gonz

Distel lädt

zur Premiere

Moviestars

auf der Bühne

35

Kultur News

Foto: Stars in Concert

Eine neue Premiere steht im Kabarett-Theater Distel bevor.

Ab dem 3. April zeigen die Theatermacher, was »Nachts im

Bundestag« passiert, wenn Politiker am Rande des Nervenzusammenbruchs

sind. In rasanten Spielszenen und schmissigen

Songs gibt es einen unterhaltsamen Dauerlauf durch

das politische Dickicht des Landes: Was sagt ein Salafist beim

Wort zum Sonntag? Wie verhält sich eine Selbsthilfe-Gruppe

anonymer AfD-Wähler? Wie kann sich ein Fotomodell noch

ohne schwere Gewissensbisse auf einem SUV lustvoll räkeln?

Im 30. Jahr der Einheit lassen zwei Ossis und ein Wessi Revue

passieren, welche Wünsche man damals hatte und stellen

sich die Frage, ob Funklöcher in Brandenburg nicht auch eine

Chance darstellen können. Da bleibt kein Auge trocken und

kein Haar ungespalten.

www.distel-berlin.de

Den bekanntesten Liedern der Filmgeschichte

widmet sich noch bis zum 19. April 2020 das »Stars

in Concert«-Special »Moviestars«, eine Show, die

glamouröses Hollywood-Flair auf die Bühne zaubert.

Präsentiert werden die musikalischen Filmklassiker

von den besten Doppelgängern der Welt, die nicht nur

optisch, sondern auch gesanglich eins zu eins mit den

Originalen übereinstimmen. Die Zuschauer können

sich auf die Doppelgänger von Marilyn Monroe,

Whitney Houston, Madonna, Judy Garland, Liza Minelli,

Louis Armstrong und den Blues Brothers freuen,

begleitet von der »Stars in Concert« Live-Band. Optisch

ergänzt wird die zweistündige Show im Estrel Showtheater

durch Videoeinspielungen.

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Stefan Knauer/Getty Images for Riani

Kultur

Fashion Week 2020

Zur Berliner Fashion Week

tummelte sich wieder die

internationale Modeszene

in Berlin. Präsentiert wurden

die neuesten Trends für die

Herbst- und Wintersaison

2020/21. Wir zeigen neben

Stars und Sternchen in den

Front Rows die neuesten

Styles auf Berlins Catwalk.

Matthias Nareyek/Getty Images for Riani

MITTE bitte!


37

Fotos (4): Stefan Knauer/Getty Images for Riani

John Phillips/Getty Images for MBFW Sebastian Reuter/Getty Images for Camel Active

Franziska Krug/Getty Images for Marc Cain/image.net

Matthias Nareyek/Getty Images for Riani

Franziska Krug/Getty Images for Marc Cain/image.net

Kultur


Kultur

Berlinale 2020

Filmgrößen aus aller Welt

versammelten sich im Februar

in Berlin zu den 70. Internationalen

Filmfestspielen. Wir

zeigen in unserem Rückblick

einen Ausschnitt und welche

nationalen und internationalen

Gäste den Weg über den

Roten Teppich der Berlinale

beschritten haben.

MITTE bitte!

Fotos: Franziska Krug/Getty Images for AUDI AG/ image.ne.net


39

Kultur


40

Historie

Berliner Geheimnisse

und Kuriositäten

Unsere Hauptstadt verbirgt so

manches Geheimnis, das sich nicht

auf den ersten Blick zu erkennen

gibt. Unser Historien-Autor Harald

Neckelmann führt uns durch die

geheimnisvolle und manchmal

auch kuriose Berliner Geschichte.

Heute: Die Soldatenkammer

unterhalb der Quadriga, der

unterirdische Lindentunnel und

der Mittelpunkt von Berlin.

Foto: A. Strebe


41

Abbildung: Harald Neckelmann Foto: Strebe

Die unsichtbare

Soldatenkammer

Auf dem Brandenburger Tor gibt

es einen großen Saal und einige

weitere Räume. Sie sind von unten

nicht sichtbar: Über den Säulen, in

der Attika des Tores und unterhalb

der Quadriga liegt die sogenannte

Soldatenkammer.

Durch eine Dachluke gelangt man

auf das Dach des Torhauses. Von

dort führt eine schmale, steile

Steintreppe zu einer seitlichen

Stahltür über dem Hauptgesims.

Dahinter liegt der verborgene

Saal. Er hat keine Fenster und ist

rund 250 Quadratmeter groß, die

Deckengewölbe erheben sich fünf

Meter hoch. Der Saal der Soldatenkammer

ist weiß getüncht und hat

einen Holzfußboden.

Napoleons Truppen sollen 1806

Gefangene dort eingesperrt und

gefoltert haben. Im Januar 1919

kämpften hier Revolutionäre des

Spartakusaufstands. 1945 verschanzten

sich hier die letzten Einheiten

der Wehrmacht. Zu DDR-Zeiten

diente die Soldatenkammer der

Grenzpolizei als Beobachtungsposten.

1986 hielt die elektronische

Überwachung Einzug. Lange Zeit

lagerten hier auch Abdrücke der

Außenreliefs des Bildhauers Johann

Gottfried Schadow.

Zu Silvester 1989 stiegen zahlreiche

Feiernde auf das Tor hinauf.

Die Soldatenkammer war danach

vollkommen verdreckt, die

Elektrokabel herausgerissen und

die Videokameras zerstört. Heute

ist der Saal leer. Bei der Sanierung

des Brandenburger Tores wurde

ein neuer Zuganker installiert. Er

verbessert die Statik des Tores und

wird bei Bedarf nachgespannt.

Der Senat – so heißt es – würde

den Saal gern für gesellschaftliche

Ereignisse vermarkten. Aber es gibt

nur einen Zugang und es fehlt an

den vorgeschriebenen Fluchtwegen.

Natürlich gibt es Ausnahmen, um

Freunde an diesem prominenten

Ort zu einem kleinen Sektempfang

zu bitten. Eine Ausnahme bildete

zum Beispiel der Stadtrat und spätere

Kultursenator Thomas Flierl:

Unter der Quadriga ließ er die

Zügel locker und gab hier seinen

Abschied als Baustadtrat von Mitte.

Kaum jemand weiß

von den Räumen

über den berühmten

Säulen.

Schnitt durch den

Raum über der

mittleren Durchfahrt

des Brandenburger

Tores.

Historie


42

Historie

Östlich der Staatsoper

kreuzte die Straßenbahn

Unter den Linden durch

einen Tunnel.

Der Lindentunnel: »Drunter durch«

Auch heute noch quert ein nicht

sichtbarer Straßenbahntunnel den

Boulevard Unter den Linden, die

Straßenbahn nutzte ihn jedoch nur

sieben Jahre.

Seit 1870 wollten die Berliner

Straßenbahngesellschaften mit

einer Pferdebahn quer über den

Prachtboulevard fahren. Sie brauchten

eine Nord-Süd-Verbindung. Im

Alten Palais am heutigen Bebelplatz

residierte Kaiser Wilhelm I. Er

wehrte sich dagegen, dass in seiner

Nähe der »repräsentative Charakter

der Linden« gestört wird. Die Kabel

der Oberleitung hätten den Boulevard

verschandelt.

Erst Kaiser Wilhelm II., sein Nachfolger,

machte 1894 die Strecke

möglich. Im Norden führte sie zwischen

Universität und Neuer Wache

durch, entzweigte sich unter dem

Boulevard und passierte im Süden

die Staatsoper zu beiden Seiten.

Problematisch wurde es, als man

die Strecke elektrifizierte. Aus

ästhetischen Gründen ersetzte man

die oberirdische Stromzuleitung auf

der »Linden«-Kreuzung durch eine

Unterleitung im Straßenpflaster. Für

den Schaffner war dies ein technisch

kompliziertes und störanfälliges

Verfahren. Deshalb entschied

der Kaiser schließlich: »Drunter

durch, nicht drüber weg«.

Er ließ den 193 Meter langen

Lindentunnel bauen, der 1916 fertig

war und noch heute existiert. 1923,

als eine viel schnellere U-Bahnlinie

vom Halleschen Tor zur Seestraße

führte (die heutige U6), wurde

die Tunnellinie als unrentabel

eingestellt. Die Zufahrtsrampen

schüttete man nach und nach zu.

Eine Zeitlang nutzte die Staatsoper

den Tunnel als Kulissenlager, später

diente er Kunstprojekten. Der Nazi-Architekt

Albert Speer probierte

hier neue Tunnelbeleuchtungen

aus, die Volkspolizei stellte Fahrzeuge

unter und nach der Wende

entdeckte man einen Schaltraum

für Überwachungskameras.

Heute ist der Tunnel teils in der

Tiefgarage unter dem Bebelplatz

aufgegangen. Eine der Straßenbahnrampen

dient als Zufahrt. Dort

nutzt das Maxim-Gorki-Theater

ihn als Lager. Manchmal hebt sich

dann wie durch Geisterhand ein

Stück Straßenpflaster, und ein

Kasten steigt langsam aus der

Tiefe auf. Bühnenarbeiter schieben

Kulissen-Teile in den Lastenfahrstuhl

und verschwinden damit im

Untergrund.

Der Aufzug zum

Kulissenlager des

Gorki-Theater.

Insgesamt war

die Strecke 193

Meter lang.

Fotos: Harald Neckelmann

MITTE bitte!


Foto: Marcel Maschke/pixelio.

Foto: Harald Neckelmann

Foto A. Strebe

Die Mitte Berlins

Wo ist Berlins Zentrum? Vielleicht

ist es der U-Bahnhof Stadtmitte,

wo sich die Linien U2 und U6

kreuzen. Anfangs existierten an

diesem Ort zwei verschiedene

U-Bahnstationen. Der 160 Meter

lange sogenannte »Mäusetunnel«

verband sie miteinander. Das ist

ziemlich unkonkret für den Mittelpunkt

einer Stadt.

Manche sehen im früheren

Stadtschloss, das wiederaufgebaut

wurde, den Mittelpunkt Berlins.

Andere nennen den Potsdamer

Platz. Die politische Mitte der Stadt

ist in jedem Fall das Rote Rathaus.

Genauer gesagt: Der Fahnenmast

obenauf. So sieht es das Statistische

Landesamt. Nicht weit vom Rathaus

entfernt, an der Ecke Leipziger

und Jerusalemer Straße, steht im

Dönhoffpark ein Obelisk. Der preußische

Meilenstein von 1730 diente

lange Zeit dazu, die Entfernungen

zu anderen Orten zu berechnen.

Die Kartografen heute kommen zu

einem anderen Ergebnis, eine Stelle

weiter östlich. Für sie gilt der Spittelmarkt

an der Kreuzung Seydelstraße

als der entscheidende Punkt.

Dieser Punkt ist es aber auch nicht.

Denn wer von außerhalb Berlins in

die Stadt hineinfährt und die Kilometerangaben

am Autobahnrand

liest, nimmt nicht Bezug auf diese

Kreuzung. Die Zahlen nennen nur

ungefähr die Streckenlänge zum

Stadtzentrum.

Feststellen lässt sich der Mittelpunkt

Berlins durch seinen

flächenmäßigen Schwerpunkt,

durch Gleichgewicht. Dazu

schneidet man Berlin aus einem

Stadtplan aus und klebt die Fläche

auf einen Karton. So lässt sich mit

einer Nadel der Schwerpunkt von

Berlin ermitteln. Der Karton wird

austariert, bis Berlin waagerecht

auf der Nadelspitze liegt. Wer etwa

nur Berlin-Mitte ausschneidet,

stellt schnell fest: Mit den weniger

»mittigen« Ortsteilen Tiergarten

und Wedding hat der Bezirk heute

ganz schön Schlagseite. Für Berlin

liegt die geografische Mitte aber

ganz woanders: In Kreuzberg, an

der Alexandrinenstraße 12-14,

an einem ganz unscheinbaren

Ort. Eine schwere Granitplatte

markiert neben einer Grünanlage

und einem Sportplatz den exakten

»Flächenschwerpunkt in den Gren-

zen von 1996«: 52° 30' 10'' nördliche

Breite und 13° 24' 15" östliche

Länge. Rund 3.750 Grenzpunkte

waren dazu erforderlich, um diesen

Ort zu bestimmen.

Völlig unscheinbar und ungepflegt die Granitplatte, die den geografischen Mittelpunkt

markiert.

Stadtmitte bedeutet

nicht das geogra fische

Zentrum Berlins.

43

Historie

Der Journalist und Autor

Harald Neckelmann lebt

und arbeitet als Sachbuchautor,

Dozent und Stadtführer

in Berlin. Er hat bereits

mehrere Bücher zur Geschichte

und Gegenwart der

Stadt veröffentlicht (u. a. das

Adressbuch Hannah Höch

und zuletzt »Die Geschichte

von Lili Elbe«).

www.haraldneckelmann.de


44

DIE MITTE e. V.

DIE MITTE e. V.:

Neues aus der Geschäftsstelle

Was passiert in MITTE? Als Interessenvertretung für Berlins

Zentrum berichtet DIE MITTE e.V. hier über aktuelle Themen

ihrer Standortpolitik und gemeinschaftliche Aktionen.

Erkundungstour im Regent Hotel

Überaus großen Anklang fand

das erste Event in diesem Jahr

aus der traditionellen Reihe

»MITTE meets…«, das in eines

der schönsten Hotels Berlins am

Gendarmenmarkt führte. Eingeladen

hatte Claus Geißelmann. Seit

einem halben Jahr ist er der neue

Direktor des Fünf-Sterne-Superior-Hotels

Regent Berlin. So freute

er sich besonders, die Mitglieder

von DIE MITTE e.V. in persönlichen

Gesprächen und lockerer Atmosphäre

kennenzulernen. Für MIT-

TE-Mitglieder war es außerdem

eine einmalige Gelegenheit, die

Hotelzimmer des Hauses – inklusive

Präsidentensuite – zu entdecken.

In der Bar des Hotels konnte

beim gemütlichen Get-Together

der aktuelle Berlinale-Cocktail

probiert werden.

»MITTE meets…« ist eine beliebte

Möglichkeit, sich und sein Unternehmen

in unterhaltsamer Runde

zu präsentieren, neue Kontakte zu

knüpfen und sich zu vernetzen.

Alle Mitglieder von DIE MITTE

e.V. sind aufgerufen und herzlich

eingeladen, sich und ihre Ideen

mit einzubringen. Die Geschäftsstelle

übernimmt dann gern die

Umsetzung in ein Event.

Fotos: A. Strebe

MITTE bitte!


Zehlendorf

Steglitz

Tempelhof

Neukölln

Treptow

Köpenick

Köpenick

45

RB S1 S2 U2

STAND

DIE MITTE e. V.

Parise

Weissensee

Reinickendorf Pankow

Hohenschönhausen

Prenzlauer

Spandau

Berg

Wedding Weissensee

Marzahn

Reinickendorf PankowFriedrichs-

hain

Tiergarten

Hellersdorf

Charlottenburg

Hohenschönhausen

Lichtenberg

Prenzlauer

Spandau

Berg

Wilmersdorf Wedding

Kreuzberg

Schöneberg

Marzahn

Friedrichshain

Tiergarten

Hellersdorf

Zehlendorf

Charlottenburg Steglitz

Neukölln

Lichtenberg

Tempelhof

Treptow

Wilmersdorf

Kreuzberg

Schöneberg

Reichstagsgebäude

Bahnhof

Potsdamer Platz

Parise

RB S1 S2 U2

STAND

Bahnhof

Potsdamer Platz

Pl

Pl

Foto: Andy Phillipson

Save the Date

UND ZIELE

Das Chamäleon Theater lädt die

Mitglieder von DIE MITTE e.V. am

3. April zu einem kulturellen Ausflug

in die Hackeschen Höfe ein. Denn

die Macher der legendären, whiskey-getränkten

Zirkusparty SCOTCH

& SODA kehren zurück mit ihrem

neuesten Streich LE COUP und

laden zur Fight-Night im Boxring.

Feuern Sie die tollkühnen Akrobaten

und Musiker aus Australien an,

wenn sie lautstark zur Fight-Night

im Boxring laden! Treffpunkt ist

MOTIVATION

UND ZIELE

MOTIVATION

170 Mitglieder aus den Bereichen Einzelhandel,

Hotellerie, Gastronomie, Kultur, Immobilien und

Dienstleistung bilden ein Netzwerk und eine starke

170 Gemeinschaft. Mitglieder aus den Bereichen Einzelhandel,

Hotellerie, DIE MITTE e.V. Gastronomie, engagiert Kultur, sich intensiv Immobilien dafür, und dass die

Dienstleistung Berliner Mitte gestärkt bilden ein und Netzwerk weiter belebt und eine wird. starke

Gemeinschaft.

Es werden attraktive Veranstaltungen wie Netzwerktreffen

MITTE initiiert e.V. engagiert und organisiert sich intensiv sowie Aktionen dafür, dass und die

DIE

Berliner Veranstaltungen Mitte gestärkt der Mitglieder und weiter wie belebt verkaufsoffene wird.

Es Sonntage werden oder attraktive Weihnachtsevents Veranstaltungen begleitet. wie Netzwerktreffen

initiiert und organisiert sowie Aktionen und

Veranstaltungen der Mitglieder wie verkaufsoffene

Sonntage

Foto: Pawlitzky

oder Weihnachtsevents begleitet.

Foto: Pawlitzky

um 18 Uhr vor der Theaterkasse

in Hof 1. Von dort aus geht es auf

Entdeckungsreise zu ein bis zwei

Manufakturen in den Hackeschen

Höfen. Zurück im Theater folgt ein

kleines Get-Together, bevor dann

um 20 Uhr die Show startet.

Aber Achtung: In LE COUP ist Zurücklehnen

keine Option! Favoriten

werden angefeuert und gern auch

lautstark Wetten abgeschlossen.

Denn diese Truppe hat es faustdick

hinter den Ohren.

#mitteberlin

WERDEN SIE

#mitteberlin MITGLIED IN EINEM

WERDEN STARKEN SIE NETZWERK!

MITGLIED IN EINEM

DIE MITTE e.V. – 360° Berlin

STARKEN Friedrichstraße 95, 10117 NETZWERK!

Berlin

030 20962390

DIE info@die-mitte.berlin

MITTE e.V. – 360° Berlin

Friedrichstraße www.Die-Mitte.Berlin 95, 10117 Berlin

030 20962390

info@die-mitte.berlin

www.Die-Mitte.Berlin

www.facebook.com/DieMitte.Berlin

www.facebook.com/DieMitte.Berlin

DIE MITTE e.V. engagiert sich

Foto: A. Strebe Foto: DAVIDS

Seit Jahren fordert DIE MITTE e.V.

ein Konzept für die Friedrichstraße,

um deren Attraktivität zu erhöhen

und Maßnahmen zu ergreifen,

um weitere neue Shops, Startups

und Dienstleister als Mieter in der

Straße anzusiedeln. Seit Ende 2019

gibt es eine Projektgruppe, initiiert

vom Senat, in dem DIE MITTE e.V

eine steuernd-koordinierende Aufgabe

verantwortlich übernimmt.

„Wir sind optimistisch und freuen

uns, dass die Friedrichstraße nun

die Aufmerksamkeit bekommt, die

sie verdient“, so Geschäftsstellenleiter

Conrad Rausch. Die jüngste

Besprechung fand Anfang März

statt.

Ein weiteres Projekt, in dem sich

DIE MITTE e.V. engagiert, ist das

Berlin-Forum der Stiftung Zukunft

Berlin, das sich mit der Qualität

des öffentlichen Raums rund um

das Humboldt Forum beschäftigt.

VORMERKEN

Zu einer schönen Tradition ist die Sommerveranstaltung

Classic Open Air für DIE MITTE e.V.

geworden: An einem lauschigen Sommerabend

auf dem schönsten Platz Berlins – dem

Gendarmenmarkt – sitzen und klassische Musik

genießen. Beim Opernzauber unter Sternen präsentieren

das Philharmonische Orchester sowie

der Opernchor und Gesangssolisten des Staatstheaters

Cottbus am 4. Juli die Meisterwerke

der italienischen und französischen Oper. Eine

wunderbare Gelegenheit für das Sommerfest

des Vereins. Die Einladungen an Mitglieder von

DIE MITTE e.V. werden rechtzeitig zugeschickt.

DIE MITTE e.V.

Kontakt: Conrad Rausch

Friedrichstraße 95

10117 Berlin-Mitte

+49 30 2096 2390

info@die-mitte.berlin

www.die-mitte.berlin


Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 1/2019

TAGEN &

VERANSTALTEN

Neue Räume und Konzepte

100 JAHRE BAUHAUS

Berlin feiert mit

HISTORIE

Molkenmarkt

Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 2/2019

SOMMER IN BERLIN

MARIENVIERTEL

FUTURIUM: DIE WELT

VON MORGEN

RICHTFEST

PERGAMONMUSEUM

Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 3/2019

JAMES-SIMON-GALERIE

BERLINER KÜCHE

NEUWAGEN IM TEST

Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 4/2019

INTERVIEW: ZU GAST IM

RUSSISCHEN HAUS

NEUWAGEN IM TEST

LICHTERFEST

46

Service

Gewinnen

Rekordversuch im Europa-Center

Das Europa-Center wird 55 Jahre alt und möchte am 2. April

nicht nur seinen eigenen Ehrentag feiern, sondern gemeinsam

mit allen Geburtstagskindern aus Berlin und Umgebung – und

damit einen neuen Weltrekord aufstellen. Aktuell liegt dieser bei

230 Geburtstagskindern. Diese Zahl soll nun getoppt werden.

Das Center ruft alle auf, die am 2. April Geburtstag haben, sich

an diesem Tag im Center mit Personalausweis einzufinden. Die

Geburtstagskinder erwartet eine Goodie Bag und ein Besuch im

VIP-Bereich. Das Rekord-Institut für Deutschland begleitet den Termin und zählt offiziell alle Teilnehmer, die über den Tag

verteilt im Center eintreffen. Natürlich sind auch alle anderen Besucher herzlich eingeladen zum Mitfeiern. Auf dem Geburtstags-Programm

stehen ein Schlangen- und Feuerkünstler, eine spektakuläre Modenschau von Rodan Design sowie

zahlreiche musikalische Live-Acts.

Knapp eine Woche später zieht dann im Center ein neuer Bewohner ein: ein fünf Meter hoher Osterhase, der über die

Feiertage im Eingangsbereich einen außergewöhnlichen Foto-Spot bietet. Außerdem hat das Europa-Center drei Center-Gutscheine

im Wert von je 50 Euro für die Leser von MITTE bitte! im Osterkörbchen versteckt: Schreiben Sie bis zum

28. März eine E-Mail an mitte.bitte.berlin@gmail.com mit dem Stichwort: Ostern im Europa-Center.

www.europa-center-berlin.de

Foto: Europa-Center

4. Jahrgang

4. Jahrgang

4. Jahrgang

4. Jahrgang

LIFESTYLE

HISTORIE

AKTUELL

Vision oder Illusion?

FLANIERMEILE ALS RETTER

DER FRIEDRICHSTRASSE

KLEINE OASEN

IN DER STADT

30 JAHRE

MAUERFALL

AKTUELL

GASTRONOMIE

MOBILITÄT

GEWINNEN

24 PREISE IM

ADVENTSKALENDER

AKTUELL

MOBILITÄT

IMPRESSIONEN

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und aktuellen Neuigkeiten!

Wo gibt es

MITTE bitte! für Sie?

MITTE bitte! liegt an verschiedenen

Auslagestellen in der Mitte von Berlin

für Sie aus. Die vollständige Liste

unserer Auslagestellen finden Sie

unter www.mitte-bitte.de. Zusätzlich

wird ein Teil der Auflage über den

Weissgerber Lesezirkel verteilt.

5. Jahrgang

Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 1/2020

DIE NEUEN

SHOPPING

ZWANZIGERJAHRE NEUE TRENDS

WAS BRINGEN SIE? HISTORIE

BERLINER GEHEIMNISSE

IMPRESSIONEN

FASHION WEEK

BERLINALE

Das Magazin für Berlin – mittendrin Nr. 1/2020

Anja Strebe

Ansbacher Straße 20

10787 Berlin

+49 30 55280365

info@mitte-bitte.de

www.mitte-bitte.de

Redaktion

Anja Strebe

(Chefredaktion)

Bärbel Arlt

Dr. Eva Schaefers

Anzeigen

Anna Franke

info@mitte-bitte.de

Titelfoto:

© Olena Zaskochenko

adobestock.com

Layout & Grafik

Falk Flach

typegerecht berlin

www.typegerecht.de

Auflage: 16.800

Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Vervielfältigungen des Inhalts nur mit

vorheriger schriftlicher Genehmigung. Keine

Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit

der Angaben. Bei allen Verlosungen gilt:

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schutzgebühr 3,80 €

Für eine bessere Lesbarkeit verzichten wir in diesem Magazin auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung (z. B. Teilnehmer/Teilnehmerinnen). Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle

Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

MITTE bitte!


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