2021/38 | Was Experten raten

suedwest.presse

Was Experten raten

Themenschwerpunkt Zahnheilkunde

Ihre Experten

ZTK-Zahnärztliche

Tageskliniken Ulm

Philipp Johannes Deuringer

Zahnarztpraxis

Dr. med. dent. Beate Lerach

© MONKEY BUSINESS IMAGES/SHUTTERSTOCK.COM

Schöne und

gesunde Zähne

Arona-Zahnzentrum

Dr. Robert Schneider M. Sc.

mult.

Zahnarztpraxis

Dr. med. Marcel Schröder

Parodontitis: Zündstoff im Mund

„An jedem Zahn hängt ein gesunder oder kranker Mensch.“ Im Gespräch mit Dr. Romy Ermler, Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer.

Rund 75 Prozent der über

35-Jährigen leiden an Parodontitis.

Mehr als 80 Prozent

der Erwachsenen zeigen

Symptome einer Zahnfleischentzündung.

Parodontale Erkrankungen

sind damit der

Hauptgrund für den Zahnverlust

im Erwachsenenalter.

Fast 12 Millionen Erwachsene

in Deutschland haben eine

schwerwiegende parodontale

Erkrankung vorzuweisen.

Frau Dr. Ermler, was sind die

Warnsignale?

Zahnfleischbluten ist ein

Entzündungszeichen, auf das

man achten sollte. Bei einer

Parodontitis vermehren sich

Bakterien unterhalb des

Zahnfleisches. Das Zahnfleisch

geht zurück und die

Zahnhälse werden allmählich

freigelegt. Dadurch färbt

sich das Zahnfleisch dunkelrot

und blutet. Empfindliche

Zähne und Zahnhälse bei

Temperaturunterschieden

sowie Mundgeruch aufgrund

einer gestörten Mundflora

sind weitere Signale. Die

Zähne können sich außerdem

im fortgeschrittenen

Verlauf der Erkrankung lockern.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Raucher haben ein deutlich

höheres Risiko. Und die Ernährung

spielt eine wichtige

Rolle. Auch Stress begünstigt

die Erkrankung.

Welche Ernährungsformen und

Lebensweisen schädigen das

Zahnfleisch, respektive wirken

unterstützend?

Eine gesunde und ausgewogene

Ernährung, bestehend

aus reichlich Obst und Gemüse

sowie zusätzliche Vitamine

und Mineralstoffe, wie

etwa Vitamin C, B12, D und

Zink, wirken unterstützend.

Es gilt dabei, wenig Kohlenhydrate

zu sich zu nehmen

und auf Haushaltszucker

möglichst zu verzichten, da

dieser Zahnbelag verursachen

kann. Rauchen sollte

Menschen mit Diabetes

haben ein dreifach erhöhtes

Risiko für eine Parodontitis.

Um Entzündungen

des zahnumgebenden

Gewebes vorzubeugen,

sollten Diabetiker Zähne

und Zahnfleisch besonders

gut pflegen.


Foto: proDente e.V.

man reduzieren oder auf Nikotin

direkt verzichten. Nikotin

führt dazu, dass Mineralstoffe

nicht gut verarbeitet

werden.

Kann die Erkrankung auch erblichkeitsbedingt

auftreten?

Ja. Durch einen bestimmten

Gendefekt kann der Körper

entzündungsfördernde Botenstoffe

produzieren. Wenn

eine solche genetische Disposition

vorhanden ist, kann

man mit regelmäßiger Zahnreinigung

und Prophylaxe

entgegenwirken.

Einige Erkrankungen stehen im

Zusammenhang mit dem

Plaque-Biofilm?

Genau. Die Beläge, die auf

dem Zahn bleiben, der sogenannte

Plaque-Biofilm, kann

unter den Zahn rutschen.

Diese Bakterien schädigen

mit ihrem Stoffwechsel den

Knochen und er geht dadurch

zurück. Je mehr Plaque wir

auf den Zähnen haben, desto

höher die Wahrscheinlichkeit,

dass Bakterien durch die

Blutbahn in den Körper geschwemmt

werden.

Zum Tag der Zahngesundheit

am 26. September wird die Parodontitis

als „Zündstoff im

Mund“ thematisiert. Wie ist das

zu verstehen?

In den letzten Jahren wurden

die Auswirkungen der Parodontitis

auf Mundhöhle,

Zahnbett und Schleimhaut sowie

die Wechselwirkungen

und Zusammenhänge mit anderen

Krankheiten besser erforscht.

Die Parodontitis kann

nicht nur zum Verlust der

Zähne führen, sie steht außerdem

im Zusammenhang mit

anderen Krankheiten des Gesamtorganismus

– so etwa Diabetes

mellitus, koronare

Herzerkrankungen, Schlaganfall

und rheumatoider Arthritis.

Der von der Parodontitis

versursachte erhöhte Bakterienspiegel

kann sogar zu

Früh- und Fehlgeburten führen.

Wie man sieht: Die Auswirkungen

sind immens. An

jedem Zahn hängt ein gesunder

oder kranker Mensch!

Wie kann es gelingen, in der Bevölkerung

mehr Bewusstsein für

das Ausmaß dieser Erkrankung

zu schaffen?

Zahnärzte leisten bereits viel

Aufklärungsarbeit. Dadurch,

dass die Erkrankung allerdings

sehr schleichend verläuft,

kommen Patienten oftmals

erst dann in die Praxis,

wenn es schon fast zu spät

ist.

Die gezielte Gesundheitserziehung

im Kindesalter spielt eine

wesentliche Rolle, um die Wahrscheinlichkeit

für eine Parodontitis

stark einzugrenzen. Wie

können Eltern auf die Mundhygiene

ihrer Kinder einwirken?

Eltern haben eine Vorbildfunktion.

Es spielt eine wichtige

Rolle, dass man die Zahnpflege

als Routine dem Alter

entsprechend mitgibt. Eltern

sollten auch auf die Ernährung

ihrer Kinder achten.

Viele Kinderprodukte sind

massiv zuckerhaltig. Es gilt:

Wenig Zucker für eine zahngesunde

Ernährung!

Zur Person

Dr. Romy Ermler ist Vizepräsidentin

der Bundeszahnärztekammer

und niedergelassene Zahnärztin

in eigener Praxis in Potsdam.

Ihre Tätigkeitsschwerpunkte

sind die Prothetik und

Parodontologie.

Welche Therapiemethoden gibt

es?

Als erstes wird ein Keimtest

durchgeführt. Oftmals liegt

eine Mischinfektion aus verschiedenen

Keimen vor.

Dann werden die Bakterien

durch eine Antibiotika-Therapie

minimiert und die

Zahnfleischtaschen gesäubert.

Viele Patienten denken,

dass nach der Behandlung alles

wieder gut ist. Die Antibiotikatherapie

verhindert

den schwerwiegenden Verlauf

einer Parodontitis jedoch

nicht. Sie ist lediglich

eine unterstützende Therapie.

Wenn die Taschen sehr

tief sitzen, hilft nur noch eine

chirurgische Therapie.

Welche Prophylaxe- und Zahnpflegemaßnahmen

sollten Erkrankte

einhalten?

Die häusliche Zahnpflege ist

das A und O! Zur Gesunderhaltung

empfiehlt sich die

Reinigung mit Zahnseide und

Interdentalbürstchen, sowie

regelmäßige Zungenreinigung,

weil sich Bakterien

auch auf der Zunge befinden.

Eine professionelle Zahnreinigung

sollten Betroffene

mindestens zweimal pro Jahr

vornehmen lassen.

Ist eine Parodontitis heilbar?

Die Parodontitis ist eine

chronische und unheilbare

Erkrankung. Man kann den

Verlauf der Parodontitis zwar

stoppen. Der Knochen hingegen

kommt nicht zurück.

Deshalb ist eine Früherkennung

sehr wichtig.

Weiterführende Informationen:

www.zahnhygiene.de


Was Experten raten

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ZTK Zahnärztliche Tagesklinik, Ulm

Geschäftsführender Zahnarzt Philipp J. Deuringer

MSc Parodontologie & Periimplantäre Therapie

Dr. Beate Lerach

Eine Klinik für alle Fälle

Ulm hat einen neuen Spezialisten für

Oralchirurgie und die Zahnärztliche Tagesklinik

Ulm, eine der führenden Qualitätsanbieter

für Zahnmedizin, einen

neuen Geschäftsführenden Zahnarzt. Im

August hat Dr. Robert Schneider den Leitungsstab

an Philipp Deuringer übergeben,

der für den neuen Posten Freiburg

verlassen und in der Donaustadt sein Lager

bezogen hat.

„Mir war schon als Kind klar, dass ich

Chirurg werden möchte“, erzählt Deuringer,

der gemeinsam mit Klinikmanagerin

Christina Stele die Geschicke der Klinik

mit sieben Zahnmedizinern, sechs Assistenzkräften,

zwei Prophylaxe-Assistentinnen

und weiteren Mitarbeitern an Rezeption

und Verwaltung leitet.

Mir war schon

als Kind klar,

dass ich Chirurg

werden möchte.

Philipp J. Deuringer

Geschäftsführender Zahnarzt

Parodontitis und Diabetes: Das

unheilvolle Duo

Diabetes und Parodontitis bedingen sich

gegenseitig. „Sie sind eng miteinander

verzahnt“, wie Dr. Beate Lerach, niedergelassene

Zahnärztin mit Praxis in der Fischergasse,

erklärt. Während Diabetes inzwischen

als Volkskrankheit in der Gesellschaft

angesehen wird, liegen die Risiken

und Wechselwirkungen von

Parodontitis noch in einer Art Schattenwelt.

„Die Bedeutung der Mundgesundheit

ist in der Allgemeinmedizin noch

nicht vollständig angekommen.“

Die Diabetessprechstunde

Um das Diabetesrisiko abzuklären, findet

ab November in der Diabetessprechstunde

eine Schnellblutzuckermessung statt.

Ein Fragebogen hilft dabei, das Risiko einzugrenzen.

Im Anschluss findet eine Ernährungsberatung

statt. Grüne Gemüsesmoothies

und Omega-3-Fettsäuren, wie

in Algenöl enthalten, helfen dabei, vorhandene

Ernährungsdefizite auszugleichen.

„Gerade bei Diabetes ist es wichtig,

das Parodontitisrisiko abzuklären“, betont

Lerach. „Diabetespatienten erkranken

dreimal so häufig an Parodontitis, weil der

erhöhte Blutzuckerwert Entzündungen

begünstig. Ist der Blutzuckerwert hingegen

richtig eingestellt, sinkt das Risiko.“

Langzeitblutzucker durch Parodontitisbehandlung

senken

Eine unbehandelte Parodontitis kann die

Insulinresistenz dadurch fördern, dass

FOTO: LERACH

FOTO: ZTK

Ein strahlendes Ärzteteam, v.l.n.r.: Regina Friedland, Philipp Deuringer, Bogdan Sârbu,

Faez Bittar.

Das Element der Oralchirurgie

Was die Zahnärztliche Tagesklinik wesentlich

ausmache, sei die Komplettversorgung

bis zur dentalen Rehabilitation,

sagt Deuringer. „Hier gibt es alles

aus einer Hand.“ Im Bereich Implantologie

wird die Zahnärztliche Tagesklinik

künftig das ganze Spektrum abbilden.

Denn was die Implantologie betrifft,

ist Deuringer in seinem Element.

Der Spezialist für Oralchirurgie hat

nach der Facharztausbildung drei Jahre

in einer Kieferchirurgischen Praxis vom

Weisheitszahn bis zur Wurzelkanalbehandlung

peu à peu sein chirurgisches

Handwerk erlernt. Dies ermöglicht ihm

die Freiheit, sowohl die individuelle Behandlung

umfassend einschätzen als

auch alle Eingriffe selbst vornehmen zu

können. „Jede Ausgangssituation ist

möglich. Wir machen nicht nur die Komplettplanung

für unsere Patienten, sondern

auch eine umfassende Beratung, inklusive

einer transparenten Kostenübersicht.“

Zur Person

Philipp J. Deuringer leitet seit August als Geschäftsführender

Zahnarzt die Geschicke der

Zahnärztlichen Tagesklinik am Standort Ulm.

Auf Oralchirurgische Eingriffe spezialisiert, kann

die Zahnärztliche Tagesklinik damit das Gesamtspektrum

der Zahnheilkunde anbieten.

Digitalisierung in der Implantologie

Die Digitalisierung ist auch in der Zahnmedizin

angekommen. „Beim Chairside

CAD/CAM Zahnersatz wird der Zahn digital

gescannt und dann am Computer konstruiert.

Der Zahnersatz wird anschließend

aus einem metallfreien Keramikblock

geschliffen und in derselben Sitzung eingesetzt.

Innerhalb kürzester Zeit bekommen

Patienten dadurch festen Zahnersatz,

es muss kein Abdruck vom Kiefer genommen

werden und auch das Tragen eines

Provisoriums entfällt“, erklärt Deuringer

die Vorteile. Auch im Bereich Knochenaufbau

ist der Zahnmediziner in den Expertenreihen

unterwegs. „Zum Knochenaufbau

arbeite ich mit der PRGF Therapie.

Die Abkürzung steht für ‚Plasma Rich in

Growth Factors‘ – der Wachstumsfaktor

für den Knochenaufbau stammt aus patienteneigenen

Blutbestandteilen.“

Jederzeit für die Patienten da

Nach anderthalb Stunden Gespräch verabschiedet

sich Philipp Deuringer mit

einem Lächeln Richtung Buchhaltung,

um die Kostenplanung für einen Patienten

einzusehen und macht dann doch

noch einmal kehrt: „Bitte schreiben Sie

noch, dass wir für unsere Patienten jederzeit

da sind!“

Kontakt

ZTK Zahnärztliche Tagesklinik Ulm

Hirschstraße 1

89073 Ulm

E-Mail: ulm@z-tagesklinik.de

Tel.: 0731 938116852

www.z-tagesklinik.de/ulm

Bei Dr. Beate Lerach und ihrem Team gibt es ab November eine Diabetessprechstunde,

um das Diabetesrisiko abzuklären.

Die Parodontologieexpertin berichtet

von einem Patienten mit sanierungsbedürftigem

Zahnzustand. „Doch nicht

etwa aufgrund mangelnder Zahnpflege.

Trotz aller Bemühungen des Mannes

konnte er seine Zahngesundheit nicht aufrechterhalten.

Der Zahnhalteapparat war

stark entzündet.“ Die Ursache? „Ein

schlecht eingestellter Diabetes!“ Geraten

Parodontitis-Bakterien in die Blutbahn,

kann das Resultat folgenschwer ausfallen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, untergewichtige

Frühgeburten, ein schlecht eingestellter

Diabetes – bis hin zu Schlaganfällen.

Das unpopuläre Volksleiden

Parodontitis ist eine chronische Entzündung

des Zahnhalteapparates. Etwa 10

Millionen Bundesbürger haben Parodontitis.

Die Crux: Da eine Parodontitis anfänglich

keinerlei Beschwerden verursacht,

bleiben die Konsequenzen zunächst

meist unentdeckt. Es bilden sich Zahnfleischtaschen,

in denen sich aggressive

Bakterien entwickeln. Der Parodontologin

ist es ein Anliegen „ein Bewusstsein

im Patienten zu schaffen.“ Dafür greift sie

auf Schaubilder zurück, anhand derer sich

der schleichende, aber fortschreitende

Parodontitisverlauf aufzeigen lässt.Die

gute Nachricht: Bei der Parodontitis kann

ein entzündungsfreier Zustand durch regelmäßige

und prophylaktische Zahnreinigung,

sorgfältige häusliche Zahnpflege

mit Zahnseide und Interdentalbürstchen,

sowie einer langfristigen Ernährungsumstellung

erreicht werden.

Entzünddungsprodukte der Bakterien aus

den Zahnfleischtaschen in den gesamten

Körper gelangen. Dort können sie zum

Beispiel die Insulinrezeptoren blockieren.

Eine Parodontitisbehandlung hilft dabei,

den Langzeitblutzuckerwert zu senken.

„Um das zu erreichen, müsste der Diabetespatient

über drei Monate täglich 8 Kilometer

joggen!“ Die Parodontitis Behandlung

sollte also ein fester Bestandteil

des Diabetesmanagements sein. Ebenso

sei es Parodontitispatienten geraten,

das Diabetesrisiko abklären zu lassen, um

dem unheilvollen Duo rechtzeitig Einhalt

zu gebieten.

Die Immunabwehr sinkt immens, wenn

jemand eine schwere Parodontitis hat.

„Wir sprechen hier von fast handtellergroßen

Entzündungsflächen, vergleichbar

mit einer offenen Wunde am Bein.“

Auf diese Weise kann eine Parodontitis

außerdem den Verlauf einer schwerwiegenden

Covid-19-Erkrankung begünstigen.

„Diese Verbindung konnten Autoren

internationaler Institute in Qatar, Kanada

und Madrid aufzeigen“, sagt Lerach

und verweist dabei auf das Journal of Clinical

Periodontology (JCP). „Die Studie

stellt die Erkrankungsverläufe von 568 Patienten

im Zeitraum von Februar und Juli

2020 vor und verweist dabei auf ein höheres

Risiko eines schwereren Verlaufs

bei Covid-19-Erkrankungen.“

Kontakt

Dr. med. dent. Beate Lerach

Fischergasse 3

89073 Ulm

E-Mail: praxis@drlerach.de

Tel.:0731 62060

www.drlerach.de


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Arona Zahnzentrum

Dr. Robert Schneider M. Sc. Mult.

Zahnarztpraxis

Dr. med. dent Marcel Schröder

Ein Zentrum für die ganze Familie

Im Oktober eröffnet das Arona-Zahnzentrum

in den Sedelhöfen. Ein Zentrum der

Zahnheilkunde für die ganze Familie. Dr. Robert

Schneider M.Sc. mult. fühlt als Leitender

Zahnarzt seinen Patienten gerne ganzheitlich

auf den Zahn. „Vom Kontrolltermin

über die Zahnspange bis hin zum implantatgetragenen

Zahnersatz. Wir haben hier alles

unter einem Dach.“ Schneider spricht außerdem

erstmals über das neuartige Konzept

der „Festen Zähne in drei Stunden“, das er

mit in die Sedelhöfe bringen wird.

Den Menschen im Fokus

Allgemeine Zahlheilkunde, Kieferorthopädie,

Kieferchirurgie, Implantologie, modernste

Röntgendiagnostik, die Behandlung

von Angstpatienten, Kinderzahnheilkunde:

Auf 800 Quadratmetern vereint das Zentrum

mit seinem Behandlungsspektrum die

ganze Familie. Die einzelnen Felder werden

von Fachspezialisten besetzt, dank moderner

und schonender Narkosemethoden

gibt es auch größere chirurgische Eingriffe.

„Die Anästhesie hat in den letzten Jahren

rasante Fortschritte gemacht“, wie der leitende

Zahnarzt erklärt. „So beispielsweise

als eine durch spezifische Bakterien verursachte

Krankheit, die zu schwerwiegenden

Erkrankungen des Gesamtorganismus

führen kann.“

Hat der Patient einen desolaten Zahn,

kann ihm das buchstäblich ans Herz gehen.

Schneider führt das Beispiel eines Patienten

mit schweren Herzrhythmusstörungen

an. „Die Zähne, beziehungsweise die Bakterien

in den Zahntaschen waren der Verursacher

dieser heimtückischen Herz-Kreislauf-Erkrankung.“

Der Zahnmediziner entfernte

alle Zähne und ersetzte sie durch Implantate

(Feste Zähne an einem Tag). „Es

vergingen nur wenige Wochen bis der Patient

nur noch minimale Herz-Kreislauf Beschwerden

hatte.“

Der dentale Wegbegleiter

Stirn. „Das ist meist gar nicht begründet“,

weiß Dr. Schröder aus langjähriger

Erfahrung. „Ich gehe mit meinen Patienten

einen schonenden und verlässlichen

Weg. Sollten negative Gefühle

dennoch im Patienten verankert sein,

tasten wir uns erst einmal langsam voran.“

Das Fundament wird gesetzt

Danach erstellt Schröder ein digitales

Röntgenbild. „Das digitale Röntgen verursacht

eine viel geringere Strahlenbelastung.

Die Bilder lassen sich am PC vergrößern

und damit besser auswerten.“

Doch auch für die Umwelt sind digitale

Röntgenlösungen von Vorteil, da sie ohne

belastende Entwicklerstoffe auskommen.

Das neue Arona-Zahnzentrum eröffnet Anfang Oktober in den Sedelhöfen. Der Berliner

Designer Werner Aisslinger gestaltete den Innenbereich.

Foto: Arona

die Intubationsnarkose.“ Viele Eingriffe finden

zudem minimal-invasiv statt. Patienten

haben bei Ober- oder Unterkieferimplantaten

und anderen chirurgischen, implantologischen

Eingriffen weniger Beschwerden

und Schmerzen. Der Genesungsprozess

verkürzt sich zudem bei einem minimal-invasiven

Eingriff mit schnellerer

Behandlungszeit.

Zahnheilkunde auf höchstem Niveau

Das Ambiente soll die zukünftigen Patienten

bereits beim Betreten der Praxis einladen

und Ängste nehmen. Der Berliner Designer

Werner Aisslinger setzte Akzente,

die klar signalisieren: Hier gibt es Zahnmedizin

der Spitzenklasse. Aisslinger ist bekannt

für experimentelles Design, den innovativen

Einsatz von Materialien und die

Verbindung von Technologien mit Emotionen.

Nicht nur im „New Yorker Museum

of Modern Art“, sondern ab 30. September

auch in den Sedelhöfen in Ulm. Losgelöst

von der ganzheitlichen Zahnheilkunde

plant das Arona-Zahnzentrum außerdem

künftig Events und Wohltätigkeitsveranstaltungen

in seinen Räumen.

„Unsere Intention: Wir haben den Menschen

im Fokus. Stille Entzündungen, beispielsweise

verursacht durch Bakterien in

der Mundhöhle, können das gesamte System

Mensch aus der Balance bringen. Eine

Parodontitis ist im Prinzip nichts anderes

Zur Person

Dr. Robert Schneider M. Sc. Mult. ist Leitender

Zahnarzt des Arona-Zahnzentrums, das in

den Sedelhöfen eröffnet. Zuvor war er Geschäftsführender

Zahnarzt der Zahnärztlichen

Tageskliniken Ulm (ZTK). Als Experte für digitale

und ganzheitliche Zahnheilkunde ist er auf

die „Festen Zähne in drei Stunden“ spezialisiert.

In den Bereichen Implantologie, Digitale Zahnheilkunde

sowie Implantologie und Parodontologie

besitzt er Masterabschlüsse.

Der Weg zu neuer Lebensqualität

Die „Festen Zähne an einem Tag“ gelten als

Vorreiter der implantologischen Sofortversorgung.

Das moderne Behandlungskonzept

wird seit mehreren Jahren in Ulm angewandt.

Unter der Leitung von Dr. Robert

Schneider hat sich das Arona-Zahnzentrum

auf eine Steigerung vorbereitet. „Die festen

Zähne in drei Stunden.“ Grundvoraussetzung

ist das richtige Hightech-Equipment,

mit dem eine ausführliche Diagnostik, digitale

Abformung der Zähne und des Kiefers

und eine Vermessung des gesamten Schädels

mittels 3D-Gesichtsscan erfolgen kann.

Nachdem der Patient eine schonende Narkose

bekommen hat, werden die betroffenen

Zähne entfernt. Anschließend werden

die Implantate gesetzt und sofort die provisorischen

Zähne eingesetzt. Zahntechniker

und Mediziner arbeiten dabei Hand in

Hand.“ Schneider, der bereits mehrere tausend

Implantate gesetzt hat, weiß: „Es ist

nicht nur Zahnheilkunde auf höchstem Niveau,

sondern auch für viele Patienten ein

Weg zu neuer Lebensqualität.“

Der Schritt zurück ins Leben

Schneider erinnert sich an einen Patienten,

der aufgrund seiner Zähne kaum mehr am

sozialen Leben teilnehmen konnte. Seine

Haltung: geduckt, nahezu gebrechlich. „Er

bekam von uns die festen Zähne in drei

Stunden. Es dauerte nicht lange, dann kehrte

der Patient ins Leben zurück, verließ die

Praxis mit einem strahlenden Lächeln. Als

er zur Kontrolle kam, trug er Mantel und

Hut und strahlte.“ Dr. Schneider lächelt: „Er

war wieder da.“ Ein Patientenschicksal, aber

kein Einzelfall. Ab Oktober können Patienten

in den Sedelhöfen einen Schritt zurück

ins Leben wagen. Mit strahlend schönen,

weißen und festen Zähnen.

Kontakt

Arona – Das Zahnzentrum Ulm

Sedelhofgasse 19

89073 Ulm

E-Mail: kontakt@arona-ulm.de

Tel.: 0731 4937240

www.arona-ulm.de

Ein Team, das zusammenhält: v. l. n. r.: Gülbin Celem, Ulla Bilo, Dr. Marcel Schröder

und Kathy Geiger.

Foto: Schröder

Ob Prophylaxe, Zahnästhetik oder moderner

Dentalersatz: Zahnmediziner Dr.

Marcel Schröder ist in allen Disziplinen

zuhause. Ein wahrer Allrounder, der sich

in seiner modernen Praxis im Apothekerhaus

Hirschstraße auf vier Grundsätze

beruft.

Zehn Jahre war Marcel Schröder angestellt

und arbeitete sich in die verschiedenen

Disziplinen der Zahnheilkunde

ein, bevor er die Praxis von seinem Vorgänger

übernahm. „Ich sagte mir, wenn

ich es jetzt nicht mache, dann nie“, erinnert

sich der Vater zweier Söhne (4,6). Er

hat die Umsetzung nicht bereut. „Der Beruf

des Zahnarztes ist sehr handwerklich

geprägt. Und wie in jedem Handwerk,

sieht man nach getaner Arbeit ein Ergebnis.

Das ist es, was ich an meinem Beruf

so schätze.“

Ich sagte mir,

wenn ich es

jetzt nicht mache,

dann nie.

Dr. med. dent. Marcel Schröder

Die Natur geht vor

Grundsätzlich greifen Vorsorgemaßnahmen

besser als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Wichtig sei es, regelmäßig zur

Vorsorge zu gehen, um es gar nicht erst

zu einer Reparatur kommen zu lassen.

„Viele Krankheiten entstehen durch

Bakterien im Mund. Ein gutes Prophylaxe-Konzept

kann daher Erkrankungen

im Mund vorbeugen und damit Zahnersatz

verhindern. Den eigenen Zahn zu

erhalten ist immer besser. Die Natur

geht vor.“

Die Behandlung als Weg

Das übergeordnete Ziel sei es, herauszufinden,

was der Patient möchte. „Eine

Behandlung ist immer ein Weg. Im ersten

Schritt geht es darum, eine Vertrauensbasis

zu schaffen. Ich behandle meine

Patienten so, wie ich selbst auch behandelt

werden möchte. Das beginnt bereits

bei der Beratung. Meine Patienten

sollen sich in einem Behandlungsumfeld

wiederfinden, in dem sie sich wohlfühlen.“

Vielen treibt alleine die Vorstellung

an den zahnärztlichen Behandlungsstuhl

den Angstschweiß auf die

Im nächsten Schritt spricht der Zahnmediziner

die Situation mit seinen Patienten

genau durch. Was ist das Ziel? Mit

welchen Zähnen kann er arbeiten? Soll

es herausnehmbarer oder festsitzender

Zahnersatz werden?

Den Patienten ins Boot holen

Als Allrounder befasst sich Schröder mit

allen Bereichen der Ästhetischen Zahnheilkunde.

Seine langjährigen Erfahrungen

in unterschiedlichen Zahnarztpraxen

haben ihn geprägt. Heute weiß er,

wie wichtig es ist, den Patienten mit ins

Boot zu holen. „Der Patient hat eine Behandlung

vor sich, die anstrengend ist

und noch dazu viel Geld kosten kann“,

sagt Dr. Schröder. „Eine Erfahrung, die

viele mit dem Zahnarztbesuch verbinden.“

Deshalb spricht er jeden Fall individuell

mit dem Patienten ab und gestaltet

auch die Abwicklung der Kosten

transparent. Im letzten Schritt folgt dann

die Umsetzung. „Für gesunde Zähne und

ein schönes Lächeln.“

Kontakt

Zahnarztpraxis Dr. Marcel Schröder

Hirschstraße 23

89073 ulm

E-Mail: info@dr-schroeder-ulm.de

Tel.:0731 67111

www.zahnarzt-schroeder-ulm.de.

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