08.03.2022 Aufrufe

Gärten ohne Grenzen

Special zu Wandermagazin 214: „Gärten ohne Grenzen“ mit 22 Gärten und 13 Wandertipps im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg

Special zu Wandermagazin 214: „Gärten ohne Grenzen“ mit 22 Gärten und 13 Wandertipps im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg

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Gärten ohne

Grenzen

DAS MAGAZIN

22

Gärten im Portrait

13

exzellente Tourentipps

2

buchbare

Gartenarrangements

1

Übersichtskarte

EIN SPECIAL DER ZEITSCHRIFT

www.wandermagazin.de

1


Übersichtskarte

Wandertipp

8

Staudengarten,

Weiskirchen (18)

Barockgarten

im Park von

Nell, Perl (16)

Wandertipp

6

1

Wandertipp Wandertipp

5

Wandertipp

Römische Gärten

der Villa Borg, Perl (14-15)

2

Garten der

Seegarten,

Losheim, (6-7)

Sinne, Merzig (8-9)

Garten der

Begegnung,

Hilbringen (20) Pfarrgarten St. Peter, Merzig (21)

Wandertipp 10 Paul Schneider-Skulpturen-

Park, Merzig (21)

SaarGarten,

Beckingen (22) 11

Wandertipp

Wandertipp

12

Schlossgarten,

Dagstuhl (23)

9

Wandertipp

Bäuerlicher Lehrund

Schaugarten,

Schmelz (19)

Wandertipp

Garten(t)räume Finkenrech,

Eppelborn-Dirmingen (12-13)

4

Duft- und Würzgarten,

Gisinger (17)

7

Wandertipp

Die französische Gärten

siehe Seite 27

Forstgarten am

Jagdschloss,

Karlsbrunn (24)

Wandertipp

13

3

Rosengarten,

Zweibrücken (10-11)

Wandertipp


Editorial/Inhalt/Impressum

Gärten schaffen Wohlgefühl!

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Gartenfans,

die Geschichte des einzigartigen Garten-Netzwerks „Gärten ohne Grenzen“ mit kleinen

und großen Gärten in Deutschland und Frankreich reichen bis ins Jahr 1998 zurück.

Die Gartenkultur des Dreiländerecks Deutschland, Frankreich und Luxemburg

gründet sich auf die im 18. Jh. wachsende Beliebtheit barocker Gartenkunst. Europa

war seinerzeit ein Flickenteppich der Fürsten- und Herzogtümer, der Grafschaften

und Ländereien im Besitz von Bischöfen und Domkapiteln. So auch im heutigen Saarland,

dem Département Moselle und dem Großherzogtum Luxemburg. Diese lange

Gartentradition wollte man wiederbeleben und entwickelte das grenzüberschreitende

Netzwerk „Gärten ohne Grenzen“. Neu daran war allerdings, dass bestehende Gärten

thematisch überarbeitet wurden und viele neue Themengärten entstehen sollten. So

öffnete 1999 der Nell‘sche Barockgarten in Perl im Rahmen des Netzwerks im neuen

(alten) Gewand seine Pforten. Jeder der Gärten sollte ein besonderes Thema erlebbar

machen. Heute zeigen 15 deutsche Gärten (in Rheinland-Pfalz und im Saarland) und

sieben französische Anlagen die gärtnerische und gestalterische Vielfalt der Gartenkunst

im Dreiländereck. Das reicht vom Garten der Aromen, der Begegnung, der Sinne,

einem Seegarten, einem Duft- und Würzgarten, dem Bäuerlichen

Schau- und Lehrgarten bis zu den römischen Gärten.

Mit diesem Magazin möchte ich Sie dazu einladen, sich der

Vielfalt der Gartenthemen, der Pracht der Gartenzimmer

und dem floralen Farbrausch einfach hinzugeben. Es ist

inspirierend, lehrreich und macht Spaß. Tolle Wandervorschläge

gibt es obendrein. Versprochen!

Ihr

Michael Sänger

Herausgeber der Zeitschrift Wandermagazin

Inhalt

Lesen Sie auf den

Seiten 4-5, warum und

wann das so beliebte

zweckfreie Wandern

in Gärten und Parks

entstand!

3 Inhaltsverzeichnis, Editorial, Impressum

4-5 Die Wurzeln des Wanderns liegen im Garten!

6-7 Seegarten Wandertipp: Traumschleifchen Garten-Wellness-Runde 1

8-9 Garten der Sinne Wandertipp: Traumschleife Wolfsweg 2

10-11 Rosengarten Wandertipp: Zweibrücker Fasanenjagd 3

12-13 Garten(t)räume Finkenrech Wandertipp: Traumschleife Biberpfad 4

14-15 Römische Gärten der Villa Borg Wandertipp: Traumschleifchen Villa Borg Trail 5

16 Barockgarten im Park von Nell Wandertipp: Traumschleife Panoramaweg Perl 6

17 Duft- und Würzgarten Wandertipp: Traumschleife Der Gisinger 7

18 Staudengarten Weiskirchen Wandertipp: Traumschleife Zwei-Täler-Weg 8

19 Bäuerlicher Lehr- und Schaugarten Wandertipp: Traumschleife Erzgräberweg 9

20 Garten der Begegnung Wandertipp: Traumschleifchen Nackberg 10

21 Pfarrgarten St. Peter in Merzig

21 Paul Schneider-Skulpturen-Park in Merzig

22 SaarGarten Beckingen Wandertipp: Traumschleife Beckinger Saarblicke 11

23 Schlossgarten Dagstuhl Wandertipp: Traumschleife Himmels Gääs Paad 12

24 Forstgarten Karlsbrunn Wandertipp: Traumschleife Warndt-Wald-Weg 13

25 Buchbare Gartenpauschalen

26-27 Die sieben französischen Gärten

Special Gärten ohne Grenzen

Beilage zur Wandermagazin-

Ausgabe 214 im Frühjahr 2022

Eine Teilauflage liegt bei

den Partnern des Garten-

Netzwerks zur kostenlosen

Mitnahme aus oder ist über

das Projektbüro „Gärten ohne

Grenzen“ c/o Saarschleifenland

Tourismus GmbH,

Torstraße 45, 66663 Merzig

kostenlos zu beziehen. Das

Magazin ist eine Kooperation

der OutdoorWelten GmbH und

der Saarschleifenland Tourismus

GmbH.

Titelfoto: © STG,

Marcus Gloger

Chefredaktion: Thorsten Hoyer

Texte: Michael Sänger

Fotos: Soweit nicht gekennzeichnet

Michael Sänger

Übersichtskarte: Outdooractive

Kartografie, Geoinformationen

© Outdooractive

© OpenStreetMap (ODbL) -

Mitwirkende (www.openstreetmap.org/copyright)

Layout: Olga Schick

Karten Tourentipps und Karte

Seite 27: Olga Schick

OutdoorWelten GmbH

Bild letzte Seite: Asiatischer

Garten Finkenrech,

Gerd Wehlack

Verlag, Redaktionsanschrift:

OutdoorWelten GmbH

Theaterstr. 22, 53111 Bonn

Geschäftsführer:

Ralph Wuttke

© OutdoorWelten GmbH Bonn,

2022

Druck: Kern GmbH

In der Kolling 120

66450 Bexbach

www.kerndruck.de

Nachdruck – auch

auszugsweise – nur

mit Genehmigung des

Verlages und Quellenangabe

gestattet.

Haftungsausschluss:

Für Änderungen in der

Wegführung, Markierung etc.

nach Redaktionsschluss übernehmen

wir keine Haftung.

Die Benutzung der

Tourenvorschläge erfolgt

immer auf eigene Gefahr.

www.wandermagazin.de

3


Die Wurzeln des Wandern

LIEGEN IM GARTEN!

Das eigene Grün hinter dem Haus, davor oder im Kleingarten.

Diese Sehnsucht begleitet den Menschen, seit

er sesshaft wurde. Vom Garten Eden zum Lustgarten,

vom Lustwandeln über den Spaziergang zum

zweckfreien Wandern. Lesen Sie selbst.

4

Römer, Perser, Karolinger

Die Gärten im römischen Kernland

verknüpften Ernährung und Erholung.

Die Römer kultivierten sogar Heilkräuoben:

Garten(t)raum mit Blickachsen

in die schwingende Landschaft der

Umgebung. Die Sicht wird nicht

begrenzt. Wo endet also der

künstliche Naturraum?

© Gerd Wehlack

unten: Die gewöhnliche Sonnenbraut

(Helenium hybride)

Schon die Ägypter trotzten

den widrigen klimatischen

Bedingungen mit Steinen und

Hecken Land zum Anbau von Wein

und Obst ab. Die Griechen parzellierten

kleiner, erweiterten aber das Pflanzenrepertoire

um Feigen, Oliven und

Gemüse. Sie verehrten heilige Quellen

und schufen dort Lustgärten zur physischen

und psychischen Erbauung.

ter und waren Meister der Wasserversorgung.

Die Perserkönige schufen

Gartenparadiese als Orte der Ruhe und

Zeichen der Macht. Palmen, akkurate

Heckensäume und üppige Blumenbeete

standen im Mittelpunkt.

In karolingischer Zeit erfuhren die

Klostergärten ihren Aufschwung. Obst,

allerlei Gemüse sowie Heilpflanzen

und Gewürzkräuter pflanzte man an.

Die Äbtissin Hildegard von Bingen

(12. Jh.) erlangte mit ihrem Heilkräuterwissen

Berühmtheit und wird noch

heute verehrt.


oben: Harmonie der Formen und der

Farben beeinflussen die Raumwahrnehmung.

Hier im Losheimer Seegarten.

© Eigenbetrieb Touristik,

Freizeit & Kultur

Mitte: Perspektiven – das Auge

sucht und soll finden. Wie hier im

Zweibrücker Rosengarten.

unten: Wasser wie hier im Losheimer

Seegarten symbolisiert Naturnähe.

Es wird immer mit Leben und

Lebendigkeit assoziiert.

Renaissance und Barock

Während im 15. Jh. der Garten mit blühenden

Rabatten, linearen Wegachsen

und Treppen als „Dritte Natur“ zum

Lustwandeln einlud, steigerte sich mit

der barocken Gartenkultur die strenge

geometrische Formensprache der Beete

nochmals. Das Lustwandeln wurde

zum obligatorischen Spaziergang

nach den Mahlzeiten. In der Mitte des

18. Jh. wurden in England die meisten

Barockgärten in großzügige Landschaftsgärten

mit natürlichen Elementen

wie Wasserfällen, Bachtälern, Anhöhen

und waldähnlichen Partien umgestaltet.

Schluchten und Seen entstanden

und bewirkten ein völlig neues

Raum- und Naturerlebnis. Die Folge

war, dass aus einem kurzen Spaziergang

eine stramme Wanderung von

mehreren Stunden wurde.

Lange vor der Romantik

Lange vor dem Zeitalter der Romantik

Ende des 18. Jh. begann in englischen

Gärten durch gezielte „Verwilderung“

die Transformation der barocken Gartensubstanz

zur Gartenkultur des

„Englischen Gartens“. Im Barockgarten

wurden Bäume und Hecken in Quadrate

und Kegel gezwängt, und nun

„...riesige Gärten kultivierter Landschaften,

die nichts anderes produzierten

als geistige, physische und

soziale Stimulation für den Spaziergänger...“,

schreibt etwa Rebecca Solnit

in dem Buch „Wanderlust – Eine

Geschichte des Gehens“. Der englische

Landschaftsgarten forderte nun dazu

auf, erkundet zu werden. Seine Reize,

versteckten Winkel und Blickachsen

sollten zu Fuß entdeckt werden, so je-

denfalls beschreibt es der Gartenhistoriker

John Dixon Hunt. Zeitzeugen wie

Alexander Pope oder Horace Whalpole

berichten von den gigantischen Ausmaßen

einiger Gärten. Einen ganzen

Tag benötigte man, um zu Fuß diese

dreidimensionalen Landschaftsgemälde

zu erkunden. Hier also liegen die

Wurzeln des zweckfreien Wanderns.

Grund genug für uns, zu nahezu allen

Gärten einen besonders erlebnisreichen

Wandertipp in größtmöglicher

Nähe zu geben. Alle vorgeschlagenen

Tipps gehören zu den erlebnisstarken,

zertifizierten Premiumwanderwegen,

ob als Halbtages- oder Tagestour

(Traumschleife) oder Spazierwanderweg

(Traumschleifchen). Was für eine

herrliche Kombination: Gartenlust und

Wanderfreude.

www.wandermagazin.de

5


SeeGarten

© Manuela Meyer

Seegarten

Losheim am See

Der Seegarten am Losheimer Stausee gehört seit 2010 zum

Gartennetzwerk „Gärten ohne Grenzen“. Anfangs als „Park der

Vier Jahreszeiten“ geplant, stimmen jetzt Lage und Thema der

fünf ha großen Anlage überein: ein wundervoller Garten am See.

Das Gartengelände schmiegt sich zwischen

Strandbad und See in die Ausläufer

des Hochwaldes. Das Mikroklima,

die Seerandlage und die Bodenverhältnisse

bestimmen die botanischen Höhepunkte.

Da ist der Douglasienhain mit

typischer Krautschicht und Ginsterfluren,

dort der Schattengarten am Wasser

mit Weiden und Pappeln und entlang

des schilfbestandenen Ufersaums

wachsen teils mannshohe Gräser. Hinzu

kommen Rhododendren, Wildrosenbeete

mit rund 1.500 Exemplaren und

13.000 qm für Stauden und Gräser.

6

Spiel mit dem Wasser

Der Seegarten bietet zu allen Jahreszeiten

Erholung, Anregung und Entspannung

für den Menschen. Er ist Herberge

für Vögel, Schmetterlinge, Bienen,

Hummeln und Käfer und beweist, wie

sich eine Balance zwischen Nutzung

und Lebensraum findet. Dem Element

Wasser wurde in den letzten Jahren

besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Der große Wasserspielplatz entwickelte

sich rasch zu einem magischen Anziehungspunkt

für Familien mit Kindern.

Der Grillplatz mit Stehtisch im Wasser,

der schilfbestandene Ufersaum und der

Seerosenteich betonen das nasse Element.

Die wilden

Losheimer Quadrate

Neu sind seit 2021 die wilden Losheimer

Quadrate. In der zwei ha großen

Rasenfläche haben die Gärtner 8 x 8 m

große Quadrate abgesteckt. Hier wird

nicht gemäht. Erstaunlich, welche biologische

Vielfalt und Blütenprachtsich

entwickelte. Die Macher des Seegartens

sind sich einig, das dieses Experiment

gelungen ist.

Anregend ist der 2.000 qm große NABU-

Naturgarten. Hier werden beispielhaft

Pflanzvorschläge für die verschiedensten

Standortbedingungen im heimischen

Garten gemacht. So bietet der

Schmetterlings- und Wildbienensaum

Platz für Kriechenden Günsel, Gewöhn-


© Manuela Meyer

PATRIK MERTES,

44 Jahre

Der Dipl.-Ing. (FH) für

Landschaftsarchitektur

ist für die Grünflächen und

den Seegarten im Fachbereich 4

(Umwelt und Gemeindeentwicklung)

der Gemeinde Losheim am See verantwortlich.

© Eigenbetrieb Touristik, Freizeit &

Kultur

Wandertipp

1 Traumschleifchen

Garten-Wellness-Runde

© Manuela Meyer

lichen Teufelsabbiss oder die Großblütrige Königskerze sowie für ein paar

Dutzend der über 650 verschiedenen Wildbienenarten.

Schlendern, Staunen, Ruhen

Der Seegarten ist ein Ort der Besinnung. Alle Grünflächen darf man betreten,

sich spontan mit Picknickdecke niederlassen. Der Veranstaltungspavillon,

die geschwungenen fein geschotterten und barrierefreien Wege, die terrassierte

Hanglage mit tollen Blicken auf den See – hier findet man Ruhe und

Anregung zugleich. Die vorwiegend blaublühenden Stauden aus Berg- und

Katzenminze, Salbei, Veronika, Herbstaster oder Federgras liefern im Bereich

des Staudenflusses nahezu ganzjährig Farbtupfer. Andere Staudenterrassen

hingegen blühen in gelben, orangen und roten Tönen. Storchschnabel, Fackellilie,

Ziest, Fetthenne oder Aster und Sonnenhut begeistern besonders im

Sommer und Herbst.

Der Seegarten ist ein Spiel-, Ruhe-, Lust- und Duftgarten mit der Weitläufigkeit

eines Englischen Gartens und viel Wasser. Toll!

Rundwanderweg: 6,1 km, 2 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Tourist-Information Losheim,

Zum Stausee 198 • Parken: Parkplätze

kostenpflichtig vor Ort • An- und Abreise:

ÖPNV: DB bis Bf Merzig, Bus 223

Losheim, Bus 224 zum Stausee,

PKW: A8 AS Merzig, L157 Richtung

Losheim, Abfahrt Stausee Losheim

NATURPARK

SAAR-HUNSRÜCK

Tannenhof

Vierherrenwald

Hirzlochshecke

Campingplatz

Losheim am See

e

S

Stausee Losheim

Losheim

Fakten Größe: 5 ha • Öffnungszeiten: siehe unter www.losheim-saarschleifenland.de/Attraktionen/Seegarten •

Gartenführungen nach Anmeldung: +49 (0) 6872 / 60 92 60 o. touristik@losheim.de •

Eintritt: www.losheim-saarschleifenland.de • ÖPNV: Bf Merzig, Bus 223 bis Losheim, Bus 224 bis

Tourist-Information am See

Info: Seegarten, Zum Stausee 199, 66679 Losheim am See, Tel. +49 (0)6872/60 92 60, touristik@losheim.de,

www.losheim-saarschleifenland.de

www.wandermagazin.de

7


Garten der Sinne

© Brigitte Krauth

Garten

der Sinne

MERZIG

Hoch über Merzig bezaubert der 3,2 ha große Garten der Sinne den Besucher.

Wo einst Ton abgebaut wurde und Kirschbäume blühten, werden die fünf Sinne nach allen

Regeln gärtnerischer Kunst mit Düften, Farben, Formen und Geräuschen stimuliert.

8

Fakten

Größe: 3,2 ha • Öffnungszeiten:

Nebensaison: 1. April -14. Mai u.

16. Sept.-31. Okt. 10-17 Uhr,

Hauptsaison: 15. Mai-15. Sept.

9-19 Uhr; Montag: Ruhetag

Gartenführungen: Nur nach Reservierung:

+49 (0)6861/91 10 68 oder

bei gog@merzig-wadern.de

Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 €. Kinder

bis 12 Jahre frei. Jahres-Dauerkarte

(für 2 Personen) 19 €

ÖPNV: Bf Merzig,

dann per Taxi

Info: Garten der Sinne, Ellerweg 11

66663 Merzig, Tel. +49 (0)6861/

91 10 68, gog@merzig-wadern.de

www.merzig.de

Schon der Eintritt in den Garten der

Sinne durch das moderne und helle

Empfangsgebäude steigert die Spannung.

Dann begeistert der Wassergarten

mit witterungsabhängigen Spiegelungen

und Lichtstimmungen. Es folgt

der Meditationsgarten mit Gräsern,

Hartriegel und Robinien auf weitläufigen

Wiesenflächen.

Sag es mit Rosen

Der Rosengarten im Garten der Sinne

ist eines der Highlights. Wie wäre es

mit der Strauchrose „Alexander Prinzess

Luxemburg“? Allein der Blick in

einen der grazil gewickelten Blütenkelche

erstaunt. Wie ist das möglich? Diesem

Teil der Anlage widmen die angestellten

Gärtner viel Aufmerksamkeit,

denn Rosen müssen geführt, beschnitten

und im Frühjahr zurückgeschnitten

werden. Für den königlichen Hofstaat

öffnen sich dezent Clematisblüten und

Salbei, während Lavendel geruchsintensive

Farbtupfer setzt.

Die Jahreszeiten

Vorbei am Theatergarten erreicht man

den Jahreszeitengarten. Pfingstrosen

und Veilchen begleiten den Sommer,

Astern und Gräser den Herbst. Christrosen

und Winterschneeball sorgen

auch im Winter für Farbtupfer, bevor im

Frühling mit zunehmendem Licht und

steigenden Temperaturen das Blumenbeet

förmlich zu explodieren scheint.

Durch den Klanggarten erreicht man

den Kiesgarten. Nach Vorlagen der


© Brigitte Krauth

© Brigitte Krauth

ULRIKE HEFFINGER,

62 Jahre

Im Hauptberuf ist Ulrike Heffinger

Sozialarbeiterin und leitet das

Projektbüro „Gärten ohne Grenzen“,

mit Sitz im Garten der Sinne. Sie

ist im Freundeskreis „Gärten ohne

Grenzen“ aktiv und eine Säule des

Projekts.

englischen Gartenbau-Pionierin Beth

Chatto wurde die ehemalige Tongrube

des saarländischen Keramikgiganten

Villeroy & Boch zu einem Kiesgarten

umgestaltet. Hier gedeihen Pflanzen,

die Trockenheit vertragen können:

Langstielige Verbenen, Roter Sonnenhut,

Edelweiß, goldgelb blühender

Rainfarn, seltene Alliumgewächse oder

Rostiger Fingerhut.

Tastgarten und Farbzimmer

Faszinierend anzuschauen sind die

Farbzimmer. Scharlachrote Dahlien

und Lobelien bieten alle Farbnuancen

in Rot. Gleich daneben bezaubert das

gelbe Zimmer mit einem Farbkaleidoskop

in Gelb und Orange. Das weiße

Zimmer liefert einen edlen Farbtraum

und leitet über zum kreisrunden Labyrinth.

Wer will, streift alternativ durch

den Tastgarten mit seiner taktilen Erlebniswelt.

Mit dem Insektengarten, einem

Gemüsegarten und einem Barfußpfad

bietet der Garten der Sinne zudem

Reize für die Füße und die Ohren. Seit

kurzer Zeit wendet sich die Kreative

Grüne Lernwelt mit eigenem Teich und

kleinem Lernzimmer an Schulklassen.

Der Hühnerstall und der Kinderspielplatz

mit Vogelnestschaukel, in Sichtweite

der Caféteria mit Außenterrasse,

runden die sinnlichen Anregungen und

Impulsangebote ab.

Wandertipp

2 Traumschleife Wolfsweg

WOLFSGEHEGE

S

Merziger

Kammerforst

© Brigitte Krauth

Rundwanderweg: 10,2 km, 3 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wolfsgehege (Ein- und Ausstieg aber auch

vom Garten der Sinne aus möglich),

Waldstraße 204, 66663 Merzig. (Der Wolfspark

ist tgl. von 9-17 Uhr geöffnet, Eintritt frei) •

Parken: Kostenlos am Wolfspark oder Garten der Sinne

An- und Abreise: PKW: Waldstraße 204, 66663 Merzig

Schinkenloch

GARTEN DER SINNE

NATURPARK

SAAR-HUNSRÜCK

www.wandermagazin.de

9


Rosengarten

Unter Herzog Christian IV.

von Pfalz-Zweibrücken legte

der Hofgärtner Johan Ludwig

Petri zwischen 1735 und 1775

entlang des Schwarzbaches

den Schlossgarten im barocken

Stil an. Der Rosengarten

betont die Zweibrücker

Gartentradition, setzt aber

auch eigene Akzente.

Rosengarten

ZWEIBRÜCKEN

Die Rose gilt als Königin der Blumen.

Stets mit würdigem Hofstaat. Auf dem

fünf ha großen Gelände, zugleich das

zweitgrößte Flächendenkmal in Rheinland-Pfalz

(1914 eröffnet), kann man

1.500 Rosensorten, 800 Staudenarten

und mehr als 250 Strauch- und Baumarten

bestaunen. Der See mit seiner

großen Fontäne dient aus den verschiedensten

Blickachsen als Fixpunkt.

Lehr- und Sichtungsgarten

Nahezu alle neuen Rosenzüchtungen

erhalten hier einen fünf- bis sechsjährigen

Beobachtungstatus. Erst im dritten

Jahr erreicht die Rose das Erwachsenenalter

und lässt, für den Kenner,

Stärken und Schwächen erkennen. Dabei

spielt auch für den Rosengarten die

schrittweise Anpassung an den Klimawandel

eine wichtige Rolle. Der Rosengarten

gehört zu den wenigen Gärten

und Parks, die keine Pestizide einsetzen

und nur mit organischem Dünger

arbeiten. So erhält jede der 1.500

Rosensorten einen Standort nach den

individuellen Anforderungen.

10


HEIKO HÜBSCHER, 52 Jahre

Der Gärtnermeister und engagierte

Wanderer betreut seit 20 Jahren den

Zweibrücker Rosengarten für den

Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken.

Malen in 3D

Zwischen duftenden Strauch- und Beetrosen wachsen Kleinstrauchrosen.

Kletterrosen wechseln sich mit den Beeten filigraner Edelrosen und ihren

zauberhaft ineinander gewickelten Blütenblättern ab. Was hier blüht und

duftet, sind allesamt Kunstwerke. Stets zeigt sich der passende Hofstaat

im Umfeld mit üppig blühenden Stauden. Bei günstiger Witterung, meist

gegen Mittag bei 20 bis 24 Grad, verströmen Rosen ihre Düfte. Bis zu 190

verschiedene Düfte können Spürnasen erschnüffeln. Es sind ätherische Öle,

die Rosen verströmen, und zwar aus gutem Grund: Sie locken tagsüber

Hummeln und andere Insekten an. Nachts sind es dann Falter aller Art. Die

Gärtner in Zweibrücken beschreiben die liebevolle Hege und Pflege ihrer

Kompositionen als „Malen mit Pflanzen“. Jedes Beet ist Teil einer Blickachse

und verbindet sich in der Perspektive zu einem Motiv in 3D.

Ihre königliche Hoheit

Irgendwie gewann die Urrose durch natürliche Kreuzungen einmal die besondere

Aufmerksamkeit des Menschen. Viele Hofgärtner-Dynastien bemühten

sich später um die Züchtung und sorgten dafür, dass in den Barockgärten

der Adelshäuser Rosen angepflanzt wurden. Dabei stand und steht

der Dornenreichtum für die Wehrhaftigkeit, als Gegensatz zum duftenden

Liebreiz der Blüten. Der Rosengarten in Zweibrücken ist ein Gemälde der

besonderen Art. Erstens wechselt es nahezu wöchentlich sein Gesicht und

zweitens erfasst man je nach Tageslicht und Witterung die Harmonie der

Blickachsen immer wieder neu. Er ist ein Muss!

3 Zweibrücker

Fasanenjagd

Rundwanderweg: 3 km, 1 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Parkplatz am Romantik Hotel

Landschloss Fasanerie oder Waldparkplatz

Tschifflick, Fasanerie 1, 66482

Zweibrücken • Parken: Kostenlose

Parkplätze oberhalb des Hotels

An- und Abreise: ÖPNV: DB bis Hbf

Zweibrücken bzw. bis Haltepunkt

„Rosengarten“, PKW: BAB 8, AS Contwig

Fasanenanlagen

Wintersportanlage

S

Wandertipp

Fakten Größe: 5 ha • Öffnungszeiten: (montags ab 11 Uhr), April u. Okt. 9-18 Uhr, Mai u. Sept. 9-19 Uhr, Juni-Aug. 9-20

Uhr, Nov.-März geschl., mit Jahreskarte ganzjähriger Zugang • Gartenführungen: Nach Vereinbarung +49 (0)6332/9 21 23 02 •

Eintrittspreise: 4,50 €, Kinder bis 6 Jahre frei, 6-17 Jahre 1,50 €, Familien 12 €, Feierabend-/Sonnenuntergangsticket 2,50 €,

ab 20 Pers. 3,50 € • ÖPNV: Hbf Zweibrücken, RB 68 HS Zweibrücken-Rosengarten oder 17 Minuten Fußweg

Info: Rosengarten Zweibrücken, Rosengartenstr. 50, 66482 Zweibrücken, Tel. +49 (0)6332/9 21 23 02 und Kasse während

der Saison: +49 (0)6332 / 9231 26 11, info@rosengarten-zweibruecken.de, www.rosengarten-zweibruecken.de

www.wandermagazin.de

11


Garten(t)räume Finkenrech

© Gerd Wehlack

Garten(t)räume

Finkenrech

EPPELBORN-DIRMINGEN

Die heutige Parkanlage wurde bereits 1929 vom Landkreis Neunkirchen

erworben und zunächst als Jungviehweide genutzt. Heute ist Finkenrech ein

Freizeitparadies für die ganze Familie.

12

Fakten

Größe: 6 ha • Öffnungszeiten:

Ganzjährig, 24 Stunden • Eintritt:

Kostenfrei • Gartenführungen und

verschiedene Themenführungen und

Programme für Erwachsene, Kinder

Schulklassen. Infos und Buchungen:

Tourismus- und Kulturzentrale des

Landkreises Neunkirchen, Am Bergwerk

Reden 10, 66578 Schiffweiler,

Tel. +49 (0)6821/97 29 20

ÖPNV: Bf Dirmingen, weiter mit Taxi

od. Bf Eppelborn, dann Fußweg auf

ausgeschildertem Wanderweg (5 km)

Freizeitzentrum Finkenrech

Tholeyer Str. 50

66571 Eppelborn-Dirmingen

info@finkenrech.de

www.finkenrech.de

1972 wurden erste Versuchs- und Musteranpflanzungen für die Bevölkerung

angelegt. In den 1980er Jahren kamen Spielplätze hinzu und 2010 erfolgte

ein Tierbeweidungsprojekt mit Eseln, Schafen und Kaninchen. Zahlreiche

Themengärten vereint das Freizeitzentrum, darunter der asiatische Garten

mit Teichen, der Rosengarten, der Arzneipflanzengarten, der Obstlehrgarten

oder der Bauern- und Kräutergarten.

Von Gartenbonsai zum Taschentuchbaum

Der asiatische Garten mit seinen drei Teichen und dem japanischen Holztor ist

eine Ruheoase. Zwischen Fächerahornen, Rhododendren und Japanischem

Schnurbaum fällt der Blick auf stattliche Bonsaibäume und Zwergkiefern.

Schattig wird es beim Gang durch den Bambushain. In der Gegenrichtung

passiert der Besucher den Waldgarten und erreicht ein üppig blühendes

Gartenzimmer mit Leseecke. Staunend steht man dann vor dem Taschentuchbaum

oder dem Blauglockenbaum: Wie deren Blüten wohl aussehen?

Rosenparadies

Auf 1.500 qm wachsen mehr als 3.700 Rosen. Angeordnet, freilich nur aus

der Luft erkennbar, in Form einer blühenden Edelrose, fällt das Gelände


ANNA GRÜNEISEN,

31 Jahre

Die gelernte Kauffrau für Tourismus

und Freizeit organisiert Veranstaltungen

und plant die Gästeführungen des

Freizeitzentrums Finkenrech.

Foto: © Simon Demmer

© Gerd Wehlack

© Gerd Wehlack

© Simon Demmer

Wandertipp

leicht ab und der Blick richtet sich auf den zentralen Holzpavillon. Dahinter,

wie gemalt, begrenzt der nahe Wald den Blick. Großartig. Die Rosenköniginnen

heißen z. B. „Rose de Rescht“, „Heidefeuer“ oder „Isarperle“. Es duftet,

wenn man die Nase an die Blüten hält. Da Finkenrech im einzigen Rosenkreis

Deutschlands liegt, wachsen hier auch Rosen aus allen deutschen Rosendörfern

und -städten. Gleich nebenan begeistert der Obstlehrgarten mit hochstämmigen

Obstsorten. Der Bauerngarten ist ein Augenschmaus. Eine Rarität

ist der Arzneipflanzengarten mit über 140 verschiedenen Heilpflanzen,

deren Bestandteile oder Wirkstoffe lindernde oder heilende Wirkung haben.

Austausch, Inspiration, Information

Es gibt buchbare Gruppenführungen und Kinderprogramme. Mal geht es um

den richtigen Baumschnitt, dann ist es eine Erlebniswanderung für die ganze

Familie mit den Eseln. Es wird mit Kräutern aus den Gärten gebacken

oder es werden Pflanztipps und Pflegehinweise ausgetauscht. Finkenrech

ist auch Veranstaltungsort für Musikpicknicks und Bauernmärkte. Vor allen

Dingen ist Finkenrech ein Paradies für Gartenfans. Die Kids haben ihre Freude

am Maislabyrinth und dem großen Spielplatz oder sie vergnügen sich bei

den Kaninchen und Schafen. Vom Gelände starten verschiedene Wandertouren

und wer will, kann an Ort und Stelle im Landhotel übernachten oder im

Restaurant einkehren.

4 Traumschleife

Biberpfad

Rundwanderweg: 18,8 km, 6-7 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz Berschweiler,

Im Oberdorf, 66646 Marpingen-

Berschweiler • Parken: Kostenlos •

An- und Abreise: ÖPNV: Bf St. Wendel,

Bus R12 bis Marpingen, Bus 609 bis

Berschweiler; PKW: A1 AS Eppelborn,

L135 bis Tholey, L133 bis Berschweiler

Münchbomer Hof

Einoder Hof

Metzelberg


369 m

Berschweiler

eiler

Bast-Berg


356 m

S

Rothenberger rH Hof

Frankenbacher Hof

NATURPARK

SAAR-HUNSRÜCK

Marpingen

Bärenbest


352 m

www.wandermagazin.de

13


Römische Gärten der Villa Borg

© Moritz Leg

Rund 400 Jahre lang

bewohnten romanisierte Kelten

und Römer die Villa Borg. Die

Gärten dienten den bis zu 250

Bewohnern sowohl zur Versorgung

als auch – mit ihren Figuren und

Wasserspielen – zur Erbauung.

DR. BETTINA

BIRKENHAGEN &

GERD SCHMITT

Die Archäologin ist Projekleiterin im

Archäologiepark. Gerd Schmitt ist

Dipl. Geograph und leitet das Marketing

des Archäologieparks Römische

Villa Borg.

Foto: © Moritz Leg

14

Römische

Gärten der

Villa Borg

PERL-BORG

Welche Getreidesorten, Gemüsearten,

welche Kräuter und Obstsorten gelangten

aus römischen Gärten vor gut 2000

Jahren in die Küche und auf den Tisch?

Diesen Fragen geht Bettina Birkenhagen

mit ihrem Team u. a. sprichwörtlich auf

den Grund. Und was die Archäologen

nicht hier im Boden finden, entnehmen

sie den Funden und Erkenntnissen anderer

Ausgrabungen. Viele Erkenntnisse

stammen auch aus erhaltenen

römischen Rezepten, Laboranalysen botanischen

Proben und aus Untersuchungen

in Pompeji. Dort wurden Wurzelgänge

diverser Gewächse ausgegipst und so

nicht nur die Pflanzen identifiziert, sondern

auch Pflanzpläne erstellt. Sicher

ist auch, dass die Römer Färbepflanzen

wie Rainfarn, Färberkamille, Labkraut

oder Waid verwendeten, um Stoffe

bunt zu färben.

Vom Gemüse zum Obst

Vor zwei Jahrtausenden gehörten Getreidebreie

aus Einkorn, Gerste oder

Dinkel zum Speiseplan. Gemüse stand

damals wie heute hoch im Kurs. Verschiedene

Kohlsorten, Lauch, Karotten,

Zwiebeln, Salate sowie Hülsenfrüchte

wie Linsen oder Bohnen bestimmten die

Tagesgerichte. Daher widmet sich auch

der erste der vier römischen Gärten der

Villa Borg dem Gemüse. Der Obstgarten

besteht heute aus Apfel-, Birnen- und


© Villa Borg

© Moritz Leg

Quittenbäumen. Sicher scheint auch

der Nachweis von Mispelbäumen sowie

Kastanien und Pfirsichen.

Weinreben, Lavendel

und Kräuter

Hinter dem Herrenhaus hat man die

älteste bekannte Weißweinrebe angepflanzt.

Man geht davon aus, dass die

Römer den Elbling und die Esskastanie

bei uns heimisch gemacht haben. Wenig

weiter erstrahlt ein üppig blühender

Lavendelgarten im Sonnenlicht.

Zwischen den für Insekten unüberhörbar

beliebten Lavendelrabatten wurden

Rosen gepflanzt. Sicher ist, dass die Römer

bereits Rosen züchteten. Auch Lorbeer

kannten sie zum Würzen von Speisen.

Für die Honigernte verwendeten

sie Bienenstöcke. Der vierte Garten der

Villa Borg ist den Kräutern gewidmet.

Zwischen Thymian, Salbei, Weinraute,

© Villa Borg

Pfefferminze oder Oregano wächst so

ziemlich alles, was in dem angeschlossenen

und gut besuchten Restaurant

(und vermutlich auch vor 2000 Jahren)

in der Küche Verwendung findet.

Inspirieren,

Staunen, Erbauen

Die spezielle Gartenkultur mit Wasserspielen,

Statuen und Bepflanzungen

reicher Römer in Italien erreichte

schließlich auch die nördlichen Provinzen.

Daher öffnet sich nach dem Durchschreiten

des Torhauses eine weitläufige

Grünfläche, die schnurstracks auf

ein repräsentatives Wasserbecken mit

Skulpturen zuführt. Mit der gesamten

Anlage und den darin befindlichen Gärten

bereichert der Archäologiepark Römische

Villa Borg die Themenpalette

der „Gärten ohne Grenzen“ in sehenswerter

Weise.

Wandertipp

5 Traumschleifchen

Villa Borg Trail

Rundwanderweg: 7,2 km, 2 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Parkplatz Römische Villa

Borg, Im Meeswald 1, 66706 Perl-Borg •

Parken: Kostenlos vor Römischer Villa

Borg • An- und Abreise: ÖPNV: siehe

Infos auf der Webseite www.villa-borg.de/

anreise/

Borg

NATURPARK

SAAR-HUNSRÜCK

Loosenwinkel

Auf der Höhe

S

Fakten Größe: Gesamte Anlage 2 ha, davon Gärten 7.000 qm • Öffnungszeiten: Di-So. und an Feiertagen. April-Okt.

10-18 Uhr, Feb., März, Nov. 11-16 Uhr, Dez.–Jan. geschlossen, montags geschlossen • Themenführungen: auf Anfrage

Tel. +49 (0)6865/91 17-0 • Eintritt: 6 €, Schüler, Studenten, Behinderte 4 €, Familien 12 € (2 Erwachsene und Kinder bis

14 Jahre), Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder bis 14 Jahre 2 €, Gruppen ab 20 Personen 3 € für Erwachsene •

ÖPNV: siehe Infos unter www.villa-borg.de/anreise/

Info: Archäologiepark Römische Villa Borg

Im Meeswald 1, 66706 Perl-Borg, Tel. +49 (0)6865 / 9117-0, info@villa-borg.de, www.villa-borg.de

www.wandermagazin.de

15


Barockgarten im Park von Nell

PAULA SCHALLER, 22 Jahre

Sie ist in der Gemeinde Perl für

die Tourismusförderung zuständig.

Wandertipp

Barockgarten im

Park von Nell

Fakten

Größe: 2.900 qm • Öffnungszeiten:

Ganzjährig, 7 Tage, 24 Stunden zugänglich

• Eintrittspreise: kostenfrei

ÖPNV: Bf Merzig, Bus 260 nach Perl.

Ausstiegsmöglichkeiten in Perl sind

an den Haltestellen Grundschule,

Kindergarten, Abzw. Siercker Straße

und Central-Hotel.

Info: Touristinformation

der Gemeinde Perl

Trierer Straße 32, 66706 Perl

Tel. +49 (0)6867/66 101

tourist@perl-mosel.de

www.perl.saarland

PERL

Mitten im Ortskern von Perl steht

das barocke Palais Nell von 1733.

Gleich gegenüber, über eine

doppelläufige Freitreppe begehbar,

erstreckt sich das barocke

Gartenschmuckstück: der Barockgarten

im Park von Nell.

Johann Marx hatte das Grundstück vom

Trierer Domkapitel Anfang des 18. Jh.

zum Lehen erhalten. Rund 100 Jahre später,

der Bankier Georg Friedrich Job von

Nell hatte Anna Maria Emilia Marx geheiratet,

wurde der Park im barocken Stil

seiner Zeit angelegt.

Streng geometrisch

Einst führte der Hausherr die Gäste von

oben in den Garten. Kein Wunder, hat

man doch in dem mäßig ansteigenden

Gelände von dort die herrlichste Sicht

auf das Gartenjuwel und das eindrucksvolle

Palais über dem Moseltal. Obwohl

der Nell‘sche Park mehrfach Gesicht und

Nutzung wechselte, entschloss man sich

im Rahmen der Projektidee „Gärten ohne

Grenzen“, das barocke Gepräge von einst

wieder zu verwirklichen.

Ehrwürdiges Umfeld

Hohe Mauern rechts und links sowie die

Blickachse zur Pfarrkirche und zur Quiriniuskapelle

von 1712 verleihen dem

Park die nötige „Alterspatina“. Vier kurzgeschnittene

Rasenflächen sind durch

parallel verlaufende Haupt- und Nebenwege

abgegrenzt. Acht mehrere Meter

hohe Eibenkegel unterstreichen neben

6 Traumschleife

Panoramaweg-Perl

Rundwanderweg: 12,5 km, 3,5 - 4 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz „Rabüscheck“,

Rabüscheck 3, 66706 Perl •

Parken: kostenlos • An- und Abreise:

ÖPNV: DB Bf Merzig, Bus 260, Ausstiegsmöglichkeit:

Oberperl, Pillinger Hof,

Fußweg; PKW: A8 AS Perl-Borg, B407 bis

Wanderparkplatz oberhalb von Oberperl

links

Sehndorf

Oberperl

S

Pillinger Hof

NSG

HAMMELSBERG

den kleinen formal geschnittenen Eibenhecken

das geometrische Bild. Zur

wechselnden Bepflanzung der Beete

zaubern die Gärtner rund um den leise

plätschernden Springbrunnen ein wahres

Frühlings- und Sommerblumentheater.

Gerade der üppige Sommerflor mit

farbenprächtigen Einjährigen, Kräutern,

Dahlien und der einen oder anderen

Gemüsepflanze beeindruckt. Der hintere

Bereich wird für Feste und Veranstaltungen

(z. B. der Quirinus-Ritt am 1. Mai)

genutzt. Die geschwungenen Wege laden

zum Flanieren ein und die robusten Holzbänke

zum Entspannen.

16


Duft- und Würzgarten

7 Traumschleife

Der Gisinger

Wandertipp

Rundwanderweg: 11 km, 3 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel/Parken: Wanderparkplatz

Gisingen, Gaustraße 46, 66798 Wallerfangen-Gisingen

• An- und Abreise: ÖPNV:

Bf Dillingen, Bus 410 bis Wallerfangen,

Bus 422 Haus Saargau; PKW: A8 AS

Rehlingen-Siersburg, L171 und L382

S

In der Kasseck

NATURPARK

SAAR-HUNSRÜCK

Oberlimberg

Forsthaus

Mookenloch

MONIKA LAMBERT-

DEBONG, 57 Jahre

Die Gartenbauingenieurin

leitet das Sachgebiet

Umwelt im Landkreis

Saarlouis und verantwortet

die Geschicke des

Duft- und Würzgartens.

Duft- und

Würzgarten

WALLERFANGEN-GISINGEN –

HAUS SAARGAU

Haus Saargau, ein lothringisches Einhaus aus dem 18. Jh., bietet

heute als Museum Einblicke in den bäuerlichen Alltag vergangener

Zeit. Das historische Pflaster und mächtige Hausbäume – ein

alter Birnbaum und ein Walnussbaum – prägen den Hofraum.

Den rückseitig gelegenen Duft- und Würzgarten, in der Tradition

alter Bauerngärten gestaltet, muss man gesehen haben.

Für alle Sinne

Heute bietet der Garten Blütenvielfalt

und betörende Düfte. Vom Frühjahr bis

in den Herbst hinein sorgen Tulpen und

Narzissen, Duftrosen und Lavendel, Geranium

und Pfingstrosen oder weiß und

blau blühende Zierlauchkugeln für bunte

Farbtupfer. Das Naschbeet, zahlreiche

Prachtstauden sowie die Tee-pflanzen

bereichern das Spektrum der ätherischen

Duftnoten und Gaumenfreuden.

Das Kleinod im Herzen des Dorfes ist

ein Refugium für Insekten und Vögel

aller Art. Der Gang durch das Museum

und seine Außenbereiche ist lohnenswert.

Durch die Museumsräume gelangt der

Besucher in den klar gegliederten und

kreuzförmig angelegten Bauerngarten.

Dahinter schließt sich eine Obstwiese

mit hochstämmigen Obstbäumen an.

Die Beete sind mit Kalkstein gefasst, der

Garten ist links und rechts mit Hecken

gesäumt. Hier pflanzte man einst, was

zur Selbstversorgung notwendig war:

Gewürzkräuter wie Thymian, Rosmarin,

Eberraute, Melisse oder Salbei oder

Küchenkräuter wie Schnittlauch, Liebstöckl

und Petersilie.

Gekocht wird,

was im Garten wächst

Während auf den Feldern Kartoffeln und

Getreide reiften, pflanzte man hier Möhren,

Kohlrabi, Erbsen oder Bohnen. Man

erntete Bohnenkraut, Borretsch und

Salate. Äpfel, Birnen und Zwetschen sowie

allerlei Beeren und Nüsse lieferten

Obst- und Naschgarten. Es wurde eingeweckt

für die dunkle Jahreszeit und

zwischen Hausarbeit und Stall bot der

Garten Entspannung und vor allen Dingen

Schnittblumen für die Wohnung.

Fakten

Größe: 1.000 qm • Öffnungszeiten:

Mo-Mi, So und feiertags 14-17 Uhr,

Do+Fr 10-12 Uhr, Sa Ruhetag; •

Gartenführungen: Nach Vereinbarung.

• Eintritt: kostenfrei •

ÖPNV: Bf Dillingen, Bus 410 bis

Wallerfangen, Bus 422 Haus Saargau

Parken: Wanderparkplatz Gisingen,

Gaustraße 46, 66798 Wallerfangen-

Gisingen, 5 Min. Fußweg

Info: Haus Saargau

Zum Scheidberg 11

66798 Wallerfangen-Gisingen

Tel. +49 (0)6837/91 27 62

haussaargau@kreis-saarlouis.de

www.rendezvous-saarlouis.de

www.wandermagazin.de

17


Staudengarten

© Brigitte Krauth

MICHAEL TROUVAIN,

36 Jahre

Der Kaufmann für Tourismus

und Freizeit und studierte

Betriebswirtschaftler leitet

in Weiskirchen die Hochwald-

Touristik im Regiebetrieb der

Gemeinde Weiskirchen.

Staudengarten

Harmonisch fügt sich der Staudengarten

im Heilklimatischen Kurort

der Premium-Class und Kneippkurort

Weiskirchen in den Kurpark

mit dem großen See, in dessen

Mitte im halbstündigen Intervall

eine Fontäne Wasserballett

tanzt, ein.

18

Fakten

Größe: 1.700 qm • Öffnungszeiten:

ganzjährig 24 Stunden und 7 Tage •

Eintritt: frei • ÖPNV: Bf Merzig, Bus

R1 Weiskirchen – Kirche • Parken:

Parkplatz Rathaus (zwei Stunden

kostenlos)

Info: Gemeinde Weiskirchen

Hochwald-Touristik

Trierer Str. 21, 66709 Weiskirchen

Tel. +49 (0)6876/70937

WEISKIRCHEN

Stauden sind Blütenpflanzen, die wieder

aus der Wurzel ausschlagen. Ihre Vielfalt

ist beeindruckend. Neben der kühnen

Diagonale vom Eingang des Gartens

zum Uferweg schlängelt sich auch

ein serpentinenartiger Weg durch das

Staudenparadies.

Felsenbirne & Mädchenauge

Kurios: Wenn es Herbst wird, duften

die Blätter des Lebkuchenbaums nach

Karamell oder Lebkuchengebäck. Die

Felsenbirne hingegen entfaltet im

Frühjahr mit ihren weißen Blüten ihre

ganze Strahlkraft. Von Juni bis Oktober

erfreut das Mädchenauge den Besucher.

Bis zu zwei Meter hoch reckt der

Korbblütler seine Blütenpracht in die

Höhe. Storchenschnabel und Geranium

erblühen im Frühjahr, im Sommer gesellen

sich Taglilien und Lavendel dazu.

Von Akelei zur Fetthenne

Man bestaune die grazile Blütenbracht

der Akelei, die im Volksmund mal Elfen-

oder Frauenhandschuh heißt. Bei

der Fetthenne erstaunt der fleischige

Stengel und die Tatsache, dass sie sich

8 Traumschleife

Zwei-Täler-Weg

Wandertipp

Rundwanderweg: 13,1 km, 4 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel/Parken: Parkplatz Wild- und

Wanderpark Weiskirchen, Wildpark 1,

66709 Weiskirchen • An- und Abreise:

ÖPNV: Bf Mettlach, Bus 204/205 bis

Waldhölzbach Kirche (dort Einstieg

möglich); PKW: Wildpark 1, 66709

Weiskirchen

Waldhölzbachh

Wildfreigehege

S

Zwalbach

auch bei größter Trockenheit behaupten

kann. Hingucker sind die köpfchenförmigen

Blütenstände der Sonnenhüte,

die an sonnigen Tagen als überaus

begehrte Nektarquelle für Insekten

und Schmetterlinge stark besucht sind.

Sinnenbänke am Ufer laden zum Verweilen

ein und bestens markierte Wanderwege

führen aus dem Ort und dem

Park ins Waldmeer des Naturparks

Saar-Hunsrück.

Hochwaldklinik

Weiskirchen


Bäuerlicher Lehr- und Schaugarten

ROGER MARTI, 53 Jahre

Der gelernte Gärtner und studierte Gartenbautechniker

ist Geschäftsführer des hier

beheimateten Verbandes der saarländischen

und rheinland-pfälzischen Gartenbauvereine.

Bäuerlicher Lehrund

Schaugarten

SCHMELZ

Am Ufer der Prims und der hübschen Mühleninsel liegt die Bettinger

Mühle. 1706 erbaut, ist sie Standort des liebevoll gepflegten

und lehrreichen Bäuerlichen Lehr- und Schaugartens.

Wandertipp

9 Traumschleife

Ergzgräberweg

Rundwanderweg: 11,9 km, 4:15 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz Dreihausen,

Ecke Ambet-/Goldbacher Str.,

66839 Schmelz • An- und Abreise:

ÖPNV: Haltepunkt Lebach-Jabach, Bus

R3 bis Schmelz Brücke, 10 Min. Fußweg;

PKW: A1/AS Hasborn L145 und

L268 o. A8 AS Dillingen Mitte, L269 über

Körprich nach Schmelz

Rhein

Limbach

Den lebhaften Verkehr an der Bundesstraße

kurz vor Schmelz macht die beeindruckende

Vielfalt und gärtnerische

Komposition des kleinen Gartens rasch

Fakten

Größe: 700 qm • Öffnungszeiten:

ganzjährig, 7 Tage, 24 Stunden •

Eintritt: Frei • Garten-Mühlen-Führungen:

Nach Vereinbarung. Gruppenführung

50 € (max. 25 Personen).

Offene Führungen 1. Sonntag Mai bis

Oktober, 10 Uhr • ÖPNV: Bf Dillingen,

Bus 466 bis Bettinger Mühle

(Schmelz)

Info: Verband der Gartenbauvereine

SAL/RLP e.V., Hüttersdorfer

Straße 29, 66839 Schmelz

Tel. +49 (0)6887/90 32 999

sal-rlp@gartenbauvereine.de

www.gartenbauvereine.de

vergessen. Man schlendert vor dem

historischen Mühlengebäude um eines

der 25 nahezu quadratförmig angelegten

Beete und staunt einfach nur. Hier

leuchtet im tiefen Blau der Ysop, der

im Volksmund auch schon mal als Bienen-

oder Essigkraut bezeichnet wird.

Thymian, Soleirolia (Bubikopf), Bohnenkraut

oder Flammenblume – wohin soll

man zuerst schauen?

Vom Gemüse zum Zierlauch

Man entdeckt erntereife Zucchini neben

der buschigen und üppig gelb blühenden

Weinraute, Schnittlauch unweit von

Pfefferminze und dann wieder einen

kugelförmigen Blütentraum in Rosa. Ein

rosa blühendes filigranes Wunderwerk

namens Allium Rosenbachianum – oder

einfacher: eine Zierlauchart in Rosa.

Malven öffnen ihre Blütenblätter und

der purpurne Sonnenhut spielt derweil

Landeplatz für allerlei Insekten.

NATURSCHUTZGEBIET

SCHATTERBERG/

PRIMSAUE-

SCHARTENMÜHLE

S

Goldbach

NATURPARK

SAAR-HUNSRÜCK

Großer Horst


414 m

Gehemm

Lehr- und Schaugarten

Seiner Bestimmung als Lehr- und

Schaugarten wird dieses Schmuckkästchen

absolut gerecht. Ein kleiner Obstgarten

mit alten Apfelsorten rundet die

knapp 700 qm große Anlage ab. Hier reifen

Apfelsorten wie Kardinal Bea, Topaz

oder Florina. Wer also Anregungen für

den heimischen Vorgarten oder seine

Blumen- und Staudenbeete sucht: Hier

wird vermutlich jeder fündig und bringt

inspiriert viele Ideen mit nach Hause.

www.wandermagazin.de

Stachelsberg


343 m

Gresaubach

19


Garten der Begegnung

MARTINA RUSCH,

46 Jahre

Die studierte Gartenbau-Ingenieurin

betreut mit ihren Teams einige Gärten

des Projekts. Außerdem liefert sie für

nahezu alle Gärten des Projekts Ideen

zur Gestaltung und Pflege.

20

Garten der

Begegnung

Gepflegt und gehegt wird der Garten

der Begegnung von den Beschäftigten

des Inklusionsbetriebes CEBIS. Hier

arbeiten geschulte Mitarbeiter mit und

ohne Behinderung. Der angeschlossene

Garten ist Vorzeigegarten und Ruheoase

zugleich. Denn CEBIS ist als Gartenbaubetrieb

für die Gestaltung und

Pflege von Gärten tätig.

Fakten

Größe: 2.500 qm • Öffnungszeiten:

ganzjährig, 7 Tage, 24 Stunden •

Eintritt: frei • ÖPNV: Bf Merzig,

AST 294 (Richtung Wellingen)

Anmeldung, 60 Min vor Abfahrt,

Tel. 06861/8 02 55 •

Parken: kostenlos

Info: CEB Akademie, Industriestraße

6-8, 66663 Merzig-Hilbringen,

Tel. +49 (0)6861/93 08 0 oder

/91 10 68, gog@merzig-wadern.de

www.cebis-garten.de

MERZIG-HILBRINGEN

Wer etwas über florale Farbklänge, die Verbindung von einer oder

zwei Grundfarben und ihren sich gegenseitig steigernden Farbnuancen,

wissen möchte, sollte sich den Garten der Begegnung

vor den Toren von Merzig anschauen.

Sommerflor und Mauergarten

Während der Sommergarten mit gelber,

roter, orangener, violetter und

blauer Farbvielfalt die Fröhlichkeit

eines sommerlichen Farbklangraumes

aufgreift, demonstriert der Mauergarten

mediterrane Ästhetik. Hier Taglilien,

Goldrute, kleinwüchsiger Knöterich in

Staudenform als Treffpunkt der Insektenwelt.

Dort schmalwüchsige Gehölze,

Salbei, Lavendel, Frauenhaargras,

Fetthenne und Katzenminze. Hier der

ätherisch duftende Heiligenstrauch, die

Blaue Raute und dort der herrlich blühende

Ziest.

Weißer Garten und

Dur-Garten

Edel, silbrig und in allen Weißschattierungen

lockt das weiße Gartenzimmer.

Der Olivenbaum entpuppt sich als weidenblättriger

Birnbaum, hinreißend die

weiß blühende Yucca-Prachtkerze oder

die zarten, weiß schimmernden Rispen

S

Hofgut Nackberg

Wandertipp

10 Traumschleifchen

Nackberg

Rundwanderweg: 3,5 km, 1 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz L173

(Richtung Silwingen u. Frankreich) Ecke

Abfahrt Hofgut Nackberg • An- und Abreise:

ÖPNV: Bf Merzig, Anruf-Sammel-

Taxi (Anmeldung 60 Min vor Abfahrt,

Tel. +49 (0)6861 / 80255) bis Fitten,

Fußweg 15 Min.; PKW: A8, AS Merzig,

L173 Wanderparkplatz Abzweig Hofgut

Nackbergbis/ab Guttau oder Wartha

(L 106) 262 Richtung: Sinz • Parken:

L173 Wanderparkplatz Abzweig Hofgut

Nackberg

des Schleierkrauts. Ganz anders das

Dur-Gartenzimmer. Die Farbkombination

gelb und violett wirkt wie in der

Musik, ausgleichend, beruhigend und

stimmt heiter. Staunend schreitet man

durch diese blühenden Gartenzimmer

und träumt davon, derlei Schönheit

häufiger zu begegnen.


Pfarrgarten St. Peter und Paul Schneider-Skulpturen-Park

Pfarrgarten

St. Peter

MERZIG

Der Pfarrgarten ist eine Oase der Ruhe inmitten

städtischer Betriebsamkeit. Bewacht von den drei

Türmen der spätromanischen Klosterkirche St. Peter.

Eingefasst von efeubewachsenen Sandsteinmauern präsentiert

sich der Pfarrgarten als Erholungs- und Obstgarten. Üppig und

farbprächtig sind die Schnittblumenbeete. Blühende Staudenrabatte

begleiten die Wandelwege und die Obstbaumwiese

erinnert an die eigentliche Zweckbestimmung klösterlicher

Gärten: Lebensgrundlage für die Bewohner. Aus allen Winkeln

des Gartens fällt der Blick auf den denkmalgeschützten und

größten Sakralbau des Saarlandes. Es gibt Überlegungen, den

Pfarrgarten wieder mehr an die Ursprünge früherer Klostergärten

anzupassen und nach Möglichkeit auch umzugestalten.

Dazu gehört auch die frühere Funktion als Nutzgarten. Der in

den heute noch vorhandenen Mauern gelegene Klostergarten

sicherte einst die Ernährung der Mönche. Heute liefert er die für

den Kirchenschmuck notwendigen Schnittblumen. Gleichzeitig

diente und dient der Garten als Festplatz für Feiern zum Patrozinium

des Apostels Simon Petrus.

Fakten

Größe: 4.000 qm • Öffnungszeiten: April-Okt.: 10-18 Uhr

(Die Schließung erfolgt automatisch) • Eintritt: frei

ÖPNV: Bf Merzig • Parken: Kostenlos in

der Torstraße

Info: Pfarrgarten Kirche St. Peter, Torstraße,

66663 Merzig, Tel. +49 (0)6861/91 10 68 + 85 330,

gog@merzig-wadern.de, www.gaerten-ohne-grenzen.de

Der Paul Schneider-Skulpturen-Park liegt vor dem

Schloss Fellenberg. In der Mitte des Sandsteinbaus

ist ein Wasserspeier als garstige Hundegestalt

ausgebildet, der das Schloss bewacht.

Paul Schneider-

Skulpturen-Park

Die Schlossgeschichte, die Geschichte seines Erbauers und des

Keramikkonzerns Villeroy & Boch sind eng miteinander verknüpft.

Wilhelm Tell von Fellenberg war mit Rosalie Virginie, der

Schwester von Eugen von Boch, verheiratet. Nach dem Tod der

von Fellenbergs diente das Schloss als Alten- und Mädchenheim,

Schwesternschule sowie Geburtsstation, bevor es zu einem modernen

Heimat- und Kunstmuseum wurde.

Ein Park der Künste

Durch die Initiative „Gärten ohne Grenzen“ wurde 2004 ein Teil des

Parks als „Garten der Künste“ umgestaltet. 2012 ehrte der Landkreis

den überregional bekannten Merziger Bildhauer Paul Schneider

mit der Umbenennung der Anlage in den Paul Schneider-

Skulpturen-Park. Im harmonischen Zusammenspiel von Efeu und

Gräsern stehen Skulpturen von regionalen und internationalen

Künstlern aus den Niederlanden, Italien, Irland und der Schweiz.

Fakten

Größe: 2.900 qm • Öffnungszeiten: ganzjährig, 7 Tage,

24 Stunden • Eintritt: frei • Parken: öffentliche Parkmöglichkeiten

im Umfeld • ÖPNV: Bf Merzig, Bus R1 bis

Torstraße

Info: Paul Schneider-Skulpturen-Park, Torstraße 45,

66663 Merzig, Tel. +49 (0)6861/80-1260 oder

Tel. +49 (0)6861/91 10 68, gog@merzig-wadern.de

www.museum-schloss-fellenberg.de

www.wandermagazin.de

21


SaarGarten

THORSTEN NICOLA, 41 Jahre

In der Gemeinde Beckingen ist er für

das Schul-, Sport- und Kulturamt

verantwortlich und leitet auch die

Geschicke von Touristik und ÖPNV.

Saar-

Garten

2008 wurde das Gartengelände

an der Saar im Rahmen des

Bildhauer-Symposiums „Skulptura“

eröffnet. Die Devise: Kunst

zum Anfassen, Gartenkunst als

Augenweide und Freizeit- und

Spielgelände für Alle.

BECKINGEN

Einerseits öffnet sich der begrünte

Raum zur Saar, andererseits lenken gewundene

Wege die Schritte hin zu immer

neuen Perspektiven. Stauden- und

Gräserrabatten zieren kleine Anhöhen

und immer wieder wird die Aufmerksamkeit

des Besuchers auf Skulpturen

aus Stahl, Holz oder Stein gelenkt. So

etwa auf die 15 in Reih und Glied angeordneten

Eichenholzfiguren mit dem

Namen „Keine Betonköpfe“ der italienischen

Künstlerin Laura Danzi.

Wandertipp

11 Traumschleife

Beckinger Saarblicke

Rundwanderweg: 14,2 km, 4 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel/Parken: Bahnhof Beckingen

(alternativ SaarGarten, siehe oben) •

An- und Abreise: ÖPNV: Bf Beckingen;

PKW: Bahnhofstraße 8, 66701 Beckingen

Saar

Naturpark

Saar-Hunsrück

S

Beckingen

Buchwald

Kondeler

Mühle

22

Fakten

Größe: 3,2 ha • Öffnungszeiten:

Ganzjährig, 7 Tage 24 Stunden •

Eintritt: frei • ÖNPV: Bf Beckingen,

5 Min. Fußweg •

Parken: Kostenfrei an der L174

Info: Touristinformation Beckingen

Bahnhofstr. 8, 66701 Beckingen

Tel. +49 (0)6835/5 50

rathaus@beckingen.de

www.beckingen.de

Kinderparadies und Walkinggelände

Der SaarGarten lädt zum Verweilen ein,

ist sogar Einstiegspunkt für eine faszinierende

Wanderrunde durch das überregional

bekannte Naturschutzgebiet

Wolferskopf und ein beliebter Naturspielplatz

für Familien. Die Rutsche vom

Leuchtturm und das Piratenschiff bereichern

die Fantasie jedes Kindes. Für

Bewegungssportler aller Art ist das gut

3,2 ha große Gelände zudem ideal für

Trainingsrunden geeignet.

Rehlingen

Pachtener Acht

Zu jeder Jahreszeit

Im Frühling blühen Narzissen, im Sommer

üppige Blumenrabatten und im

Herbst dann die Gräser. Es gibt Sitzreihen

aus Natursteinen, Picknickplätze und

verteilt über das Gelände lassen sich 24

verschiedene Kunstwerke wie die Luftharfe,

das Dreiländereck oder das Tor

zur Freiheit bestaunen. Ein Wohlfühlort.


Schlossgarten

MARTIN VORREITER, 46 Jahre

Er verantwortet den Bereich Tourismus der

Hochwaldkommune Wadern mit 13 Stadtteilen

Schlossgarten

WADERN-DAGSTUHL

Octavie de Lasalle von Louisenthal, Tochter des Schlossherrn,

portraitierte in einigen Gemälden den zeitgenössischen Geschmack

romantischer Gartenanlagen im 19. Jahrhundert. Der Dagstuhler

Schlossgarten wurde diesem Zeitgeist nachempfunden.

Wandertipp

12 Traumschleife

Himmels Gääs Paad

Rundwanderweg: 7,3 km, 2,5 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel/Parken: Parkplatz

Noswendel-Freizeitzentrum •

An- und Abreise: ÖPNV: Bf Türkismühle,

anschließend Bus 641 nach Wadern,

dort R3 Richtung Lebach bis Noswendel

(Haltestellen Roth od. Kirche). PKW:

Seeklause, Seestraße, 66687 Wadern-

Noswendel; Parken am See

Die Familie der Baronesse lebte seit

1807 im hübschen Schloss Dagstuhl.

Mehrere ihrer Gemälde ihres zeitgenössischen

Schlossgartens dienten als Vorlage

für die Rekonstruktion eines zu dieser

Zeit bevorzugten, wild-romantischen

Landschaftsgartens. So bereichert der

Schlossgarten das Projekt „Gärten ohne

Grenzen“ um eine weitere Facette.

Fakten Größe: 1.500 qm •

Öffnungszeiten: ganzjährig, 7 Tage,

24 Stunden • Eintritt: frei • ÖPNV:

Bf Merzig, Bus R1 bis Wadern, Bus

R2 bis Dagstuhl, 10 Min. Fußweg •

Parken: Kostenfrei vor Schloss

Dagstuhl

Info: Tourismus und Stadtmarketing

Wadern, Marktplatz 13, 66687 Wadern

Tel. +49 (0)6871/507-119

touristinfo@wadern.de

www.wadern-saarschleifenland.de

Mit Liebe zum Detail

Während die Parkanlage vor der Heilig-Kreuz-Kapelle

und dem Eingang des

Schlosskomplexes, das seit 2005 die

„Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für

Informatik GmbH“ beherbergt, mit großzügigen

heckengefassten Rasenflächen

in klarer Optik und zentriertem Springbrunnen

beeindruckt, überwältigt der

am Hang angelegte alte Schlossgarten

mit einer Farbsymphonie. Gleich hinter

den beiden Sandsteintorpfosten, die ein

wundervolles zweiflügeliges Tor aus

Schmiedeeisen halten, blüht und grünt

es. Besonders auffällig sind die mit Rosen

und Clematis bewachsenen Pflanzobelisken

im Zentrum der symmetrisch

angeordneten und von Hecken gesäumten

Staudenbeete.

NATURSCHUTZGEBIET

NOSWENDELER BRUCH

Thailener

Wald

Röderwald

NATURSCHUTZGEBIET

NOSWENDELER BRUCH

Roth

Bruch

S

Zwischen Sonnenbraut

und Ehrepreis

Hier die großblütrige Katzenminze, dort

die blau-violetten Blüten des Steppensalbeis.

Violette Glockenblumen, anmutiger

Wiesen-Storchenschnabel und in der

Mitte zwischen jedem der vier quadratisch

angelegten Blumenrabatten diese

üppig blühenden Blumenobeliske. Einen

davon hat die Italienische Waldrebe, eine

Clematisart, voll und ganz in Besitz genommen,

während wenige Schritte weiter

das „Nadelblättrige Mädchenauge“

wie eine Sternenfamilie am Nachthimmel

im sattem goldgelb um die Wette strahlt.

Der Garten ist ein kleines Elysium.

www.wandermagazin.de

Noswendel

Grimets-Berg


309 m

Schlafkopf


300 m

23


Forstgarten

DANIELA BECKER-JOHANN,

35 Jahre

Sie ist in der Gemeinde Großrosseln

für den Bereich Kultur

und Tourismus verantwortlich.

Forstgarten am

Jagdschloss

JAGDSCHLOSS KARLSBRUNN GROSSROSSELN

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken

ließ sich 1786 im Warndtwald

das barocke Jagdschloss

Karlsbrunn errichten. Vermutlich

folgte die Anlage des Forstgartens

der Tradition, um fürstliche

Jagdanwesen herum Forst- und

Wildgärten anzulegen.

Fakten

Größe: 1 ha • Öffnungszeiten: Ganzjährig,

7 Tage, 24 Stunden • Eintritt:

Freitag • ÖPNV: Bf Völklingen, Bus

184 Rotweg Geislautern, Bus 167

Jagdschloss Karlsbrunn •

Parken: Kostenfrei

Info: Tourist-Information Völklingen

Rathausstr. 55 (im Neuen Bahnhof)

66333 Völklingen

Tel. +49 (0)6898 / 13-2800

tourist-info@voelklingen.de

www.voelklingen.de/tourismus/

Ab 1800 legte man in der Nähe fürstlicher

Anwesen verbreitet Forst- und

Wildgärten an. Sie dienten als romantische

Refugien für den Hausherren, als

Jagdgehege mit Hirschgarten, Areal

für Versuchspflanzungen und zur Ernährung

des äsenden Wildes. In der

Inventarliste von 1799 sind z. B. sechs

große Obstbäume und 48 junge Bäume

gelistet. Während das ehemalige Lustund

Jagdschloss der Saarbrücker Grafen

im Warndt nun innen und außen

saniert im neuen Lichte erstrahlt, wurde

der alte Forstgarten nach 2003 umgestaltet.

Den Hang hinauf

Wege und Pfade führen über Gräben

und durch Mulden unter hohen Bäumen

den Hang hinauf. Sitzgelegenheiten laden

zum Betrachten und Entspannen

ein. Ständig wechseln die Perspektiven

dank der dem Relief angepassten Aufteilung

der Staudenbeete und Sträucher.

Hat man erst einmal die Obstwiese

mit dem Pavillon erreicht, kann man

einen wunderschönen Blick über den

Garten, das Schloss, das Wiesental und

den alles säumenden Wald genießen.

Wandertipp

13 Traumschleife

Warndt-Wald-Weg

Rundwanderweg: 16,5 km, 4:45 Std.

Schwierigkeit:

Start/Ziel/Parken: Parkplatz beim

Jagdschloss; Lauterbacher Straße 6,

66352 Großrosseln-Karlsbrunn •

An- und Abreise: ÖPNV: Bf Völklingen,

Bus 184 Rotweg Geislautern, Bus 167

Jagdschloss Karlsbrunn; PKW: A620,

AS11 Saarbrücken Klarenthal, L163 Ri

Ludweiler, L278 Ri Großrosseln und

L276 bis Karlsbrunn

Steinberg


224 m

Cite Reumaux

Kleiner

Meisenberg


291 m

Karlsbrunn

S

St. Nikolaus

Alte Bäume & Blütenpracht

Das sehenswerte Ensemble aus fürstlichem

Jagdschloss und Forstgarten

mit altem Baumbestand, mit Mauerund

Stufenanlagen zur Gliederung der

Stauden, Gräser und Gehölze soll in

den nächsten Jahren wieder stärker

an forstbauliche Aspekte angepasst

werden. Mit dem Serpentinenweg zum

Aussichtspunkt und darüber hinaus findet

man hier eine Rarität und ein thematisches

Gartenschmuckstück.

24


Buchbare Gartenarrangements

Besondere Einblicke in

unsere Themen- und

Privatgärten

Gärten exklusiv

• Entdecken Sie bei einem Kurzurlaub die

Gärten rund um die Saarschleife und

lassen Sie sich von besonders ausgebildeten

Gartenführer*innen exklusiv

durch unsere botanischen Highlights

führen.

• Einen Rausch der Sinne auslösen, das

hatten die Schöpfer des „Garten der Sinne“

in Merzig im Sinn. Jedes der elf von Hecken

eingerahmten Gartenzimmer animiert dazu auf

seine eigene Weise.

• Der „See-Garten“ in Losheim am See empfängt den Besucher

mit einem Meer von Blüten und Gräsern. Direkt am See gelegen kann

man hier auf der Aussichtsplattform auf Liegebänken die Seele baumeln

lassen und am Wasserspielplatz den Kleinen zusehen.

• Ein weiterer Höhepunkt dieses Gartenurlaubs ist der exklusive Einblick

in einen der Privatgärten der Region. Welcher es wird, sagen wir Ihnen

nach Ihrer Anreise. Lassen Sie sich überraschen.

Leistungen

• 2 x Übernachtung im 4-Sterne-

Superior-Parkhotel mit Bäderzentrum

„Vitalis“ in Weiskirchen

• 2 x reichhaltiges Frühstücksbuffet

• 1 x Willkommensdrink

• 1 x Dinnerarrangement

(Drei-Gang-Menü bzw. Abendbuffet)

• 1 x Vier-Gang-Schlemmermenü

• 1 x Exklusivführung im Garten der Sinne

• 1 x Exklusivführung im Seegarten

(ggf. Römische Gärten der Villa Borg)

• 1 x Exklusivführung in einem Privatgarten

• Nutzung von Schwimmbad & Sauna im

Bäderzentrum „Vitalis“

Preis

• im Komfort-DZ: 349,00 € für 2 Personen

• im Einzelzimmer: auf Anfrage

Buchungszeitraum: Mai-Oktober

Veranstalter:

Saarschleifenland Tourismus GmbH

Torstraße 45, 66663 Merzig, Tel. 06861/80440

www.saarschleifenland.de

Frisch verliebt? Jung vermählt?

Im zweiten Frühling?

Bett im Garten – Übernachten unterm Sternenhimmel

• Allen Romantikern stellen wir zum ungestörten

Tête-à-Tête im Kerzenschein unter Myriaden

von Sternen einen Traum von Himmelbett

mitten ins Grüne. Eine ganze Nacht

lang haben Sie einen großen Garten

ganz für sich allein. Beginnen Sie

den Abend bei einem 4-gängigen

Candle-Light-Dinner im Restaurant

oder nehmen Sie wahlweise

einen verführerisch gefüllten

Picknickkorb mit in den Garten.

• Ein komfortables Zimmer im benachbarten

Hotel (rd. 5 km) steht

Ihnen auch zur Verfügung. Sei es bei

schlechtem Wetter oder auch nur für

die Dusche am nächsten Morgen. Doch

lassen Sie sich verzaubern vom nächtlichen

Liebesgesang der Nachtigall und dem Vogelkonzert

bei Sonnenaufgang.

• Doppelbett im „Geheimgarten der

Römischen Villa Borg“ mit romantischer

Kerzenbeleuchtung

• Doppelzimmer im 3 -Sterne-Hotel

• Picknickkorb gefüllt mit Wein, Baguette

und kulinarischen Köstlichkeiten

• Willkommenstrunk bei Ankunft in der

Römischen Villa Borg

• Private Erlebnisführung durch die Villa

• reichhaltiges Frühstück im Hotel

• Taschenlampe leihweise

Preis

Leistungen

• im Doppelzimmer: 349,00 € für 2 Personen

Buchungszeitraum: Mai-Oktober

Anreisetage: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag

(Freitag, Samstag, Sonntag auf Anfrage)

Veranstalter:

Saarschleifenland Tourismus GmbH

Torstraße 45, 66663 Merzig, Tel. 06861/80440

www.saarschleifenland.de

www.wandermagazin.de

25


Französische Gärten

Szene aus dem Garten für den

Frieden im Sommer

© Yann Avril Biosphoto/Alamy

Im 18. Jh. erweiterten auch

in Frankreich die regionalen

Adelshäuser ihre herrschaftlichen

Anwesen um Gärten

und Parks. Andere entstanden

dank privater oder kommunaler

Initiativen. Sehenswert

sind sie alle!

FRANZÖSISCHE

GÄRTEN

1 Garten der Aromen

Laquenexy

Der Garten besteht aus 18 verschiedenen

Gärten. Vom Kürbistunnel zum Gemüsegarten

für Neugierige, von der Haselnuss-Allee

zum Garten der vergessenen

Gemüsepflanzen. Es ist eine fantastische

Reise für alle Sinne. Größe: 4 ha

Garten der Aromen, 4 rue Bouorger et

Perrin, F-57530 Laquenexy,

www.jardinfruitiersdelaquenexy.com

26

Echte Sumpfpresse im Botanischen

Garten von Metz

© Cquoi/Wikipedia

2 Garten der heimischen

Pflanzen

Scy-Chazelles

Robert Schumann war einer der Väter

des geeinten Europas. Sein Interesse

galt aber auch der heimischen Kultur.

Rund um das dem großen Europäer gewidmete

Museum gibt es alles, was ein

heimischer Garten in Lothringen bieten

sollte. Größe: 1 ha

Garten der heimischen Pflanzen,

Maison de Robert Schuman,

Site Moselle passion du Conseil

Départemental, 8-12 rue Robert

Schuman, F57160 Scy-Chazelles,

www.mosellepassion.fr


3 Wiesengarten am

Schloss La Grange

Manom

Schloss und Garten sind eine Melange

von herrschaftlichem Ausdruck und

landwirtschaftlicher Tradition. Der

Garten verbindet Wiesen und Wald,

mischt heimische Wildpflanzen mit

exotischen Gewächsen – als wäre die

Zeit stehengeblieben. Größe: 3 ha

Wiesengarten am Schloss La Grange,

F-57100 Manom,

www.chateaudelagrange.com

5 Garten der Spuren

Uckange

Den Besucher erwartet bunt durchbrochenes

Grün vor den Relikten

monumentaler Industriekultur. Darin

der Garten der Alchemie zu den Elementen

Feuer, Erde, Wasser und Luft.

Ergänzt wird er durch den sehenswerten

Garten der Energie. Größe: 4 ha

Garten der Spuren, 1, rue du Jardin

des Traces, F-57270 Uckange,

www.jardindestraces.fr

Gewächshaus im Botanischen

Garten in Montigny les Metz

© Galdric Sibinde/Alamy

4 Botanischer Garten

Metz

Aus dem frühreren Park einer Adelsvilla

wurde der Botanische Garten

entwickelt. Chinesische Ginkgobäume,

persischer Flieder, kalifornische Mammutbäume

oder Zypressen aus den

Sümpfen Louisianas – ein Paradies für

jeden Gartenfreak. Größe: 4,4 ha

Botanischer Garten, 27 ter, rue de

Pont-à-Mousson, F-57950 Montignylès-Metz,

www.mairie-metz.fr

Die deutschen Gärten siehe Seite 2

6 Garten für den Frieden

Bitche

Der Garten für den Frieden erstreckt

sich am Fuße der imposanten Zitadelle

und bildet das Zentrum einer neu

konzipierten Blütenpracht der Gartenanlage

„jardins en Troc“. Erweitert

wurde die Anlage um die Gärten der

Gassen. Größe: 1,5 ha

Garten für den Frieden,

Rue Bombelles, F-57230 Bitche,

www.ville-bitche.fr

7 Garten der Fayencen

Sarreguemines

Hier gehen 200 Jahre Keramikkunst

und Gartenlust eine Liason ein.

Ahornbäume wachsen im Boden, den

Steingutstücke zieren. Mühlsteine,

Scherben und figurative Motive der

Keramikkunst verbinden industrielle

Vergangenheit und die romantische

Flusslandschaft. Größe: 2 ha

Garten der Fayencen, Site du Moulin

de la Blies, 125 avenue de la Blies,

F-57200 sarreguemines,

www.sarreguemines-museum.eu

LUXEMBURG

Trier

DEUTSCHLAND

Arlon

Luxemburg

Weiskirchen

Longwy

Esch/Alzette

Remich

Schengen

Manom

Manderen

3

Thionville

Mosel

Borg

Perl

Saarschleife

Mettlach

Hilbringen

Dagstuhl

Losheim am See

Merzig

Schmelz

Beckingen

Dirmingen

Neunkirchen

Homburg

Uckange

5

Boulay

Gisingen

Saar

Saarbrücken

Zweibrücken

Amnéville

Sc-Chazelles

2

Metz

4

Louvigny

1

Laquenexy

Nied

Großrosseln-

Karlsbrunn Forbach

Saint-Avold

MOSELLE

Sarreguemines

7

Bitche

6

FRANKREICH

www.wandermagazin.de

27


Geschäftsstelle Projektbüro

Gärten ohne Grenzen

Ellerweg 11, 66663 Merzig

Tel. +49(0)6861-911068

gog@merzig-wadern.de

Saarschleifenland Tourismus GmbH

Torstraße 45, 66663 Merzig

Tel. +49(0)6861-80440

tourismus@saarschleifenland.de

www.gaerten-ohne-grenzen.de

28

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