29.06.2022 Aufrufe

recycling aktiv 03/22

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien recycling aktiv berichtet praxisnah über aktuelle Programme und Entwicklungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich - von Metallen, Kunststoffen, Papier, Baustoffen über andere Recycling-Bereiche.

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien recycling aktiv berichtet praxisnah über aktuelle Programme und Entwicklungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich - von Metallen, Kunststoffen, Papier, Baustoffen über andere Recycling-Bereiche.

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Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 3/2022

TITELSTORY

Backers:

Recycling vor Ort

RecyclingAKTIV

Erfolgreiche

Demomesse

ON TOUR

HWH & Arjes:

Final Edition


DIE ZUKUNFT RAUPENMOBILER PRALLBRECHER

GIPOREC

Die raupenmobilen GIPO- Prallbrecher mit Nachsiebeinheit zeichnen sich durch eine hohe

Flexibilität aus. Das Basismodell Prallbrecher lässt sich nach Kundenwunsch erweitern und

kann mit oder ohne Nachsiebeinheit betrieben und transportiert werden.

Mit vielen technischen Highlights überzeugt die Anlage als Gesamtpaket. Die leistungsstarken

GIPO- Prallmühlen bilden das Herzstück der raupenmobilen Prallbrechanlagen.

Eisen-

Längsaustrag

1-bis 3-Deck

Nachsiebeinheit

Windsichtersystem

Brecher-

Direktantrieb

GIPO AG

CH-6462 Seedorf

T +41 41 874 81 10

info@gipo.ch, www.gipo.ch

Vertrieb Deutschland

Apex Fördertechnik GmbH

DE-52511 Geilenkirchen

T +49 2451-409 775 10

www.apex-foerdertechnik.de


Leitartikel

Optimistisch bleiben, gerade oder trotz der Arbeit!

Foto: Sylvie Felgueiras

Helmut Strauß,

Chefredaktion

helmut.strauss@

stein-verlaggmbh.de

Zufriedene Gesichter –

und noch viel mehr

W

aren Sie in Karlsruhe auf der RecyclingAKTIV

& TiefbauLIVE? Wenn

nicht, dann haben Sie was verpasst –

nicht nur die Demomesse im wahrsten

Sinn des Wortes, sondern auch die vielen

und wahrlich gut gelaunten Aussteller

und Ausstellerinnen. Gut gelaunt nicht

nur wegen des Wiedersehens, sondern

auch, was die Auftragslage und die vorsichtig

optimistische Einschätzung der

weiteren geschäftlichen Entwicklung anbelangt.

Mindestens ebenso wichtig war die

Möglichkeit, sich endlich wieder einmal

persönlich unterhalten zu können, sich

zu sehen, Neuigkeiten auszutauschen,

sich zu informieren, ohne irgendein

Computer dazwischen. Das Wetter, mal

abgesehen vom Eröffnungstag, trug

ebenfalls seinen Teil zur guten Laune mit

dazu bei. Selbst der zeitweilige Regen am

Eröffnungstag schien wohl keinen zu

bremsen, sich dennoch draußen umzusehen.

Prächtige Stimmung also, was

unserer Branche eigentlich nur guttun

kann.

Eine ebenso gute Stimmung haben wir

bei unserer On-Tour-Reportage vorgefunden

– es war nicht nur der nagelneue

Arjes-Vorbrecher, den HWA an den Biomassehof

Chiemgau übergeben durfte,

sondern auch dort war zu spüren: Es geht

weiter, positiv denken ist angesagt.

Das Gleiche gilt übrigens für die IFAT

– über diese Leitmesse werden wir in der

nächsten Ausgabe berichten und uns mit

einigen grundlegenden Themen dazu

intensiv beschäftigen.

Diese positive Grundstimmung sollten

wir unbedingt alle mitnehmen, trotz

oder gerade wegen der ansonsten eher

widrigen Geschehnisse, die man nicht

näher beschreiben muss – anderen geht

es wirklich wesentlich schlechter. Auch

das sollte sich jeder immer wieder vor

Augen halten.

In diesem Sinne, bis zur nächsten Veranstaltung

und vor allem: Bleiben Sie

gesund!

Ihr

Helmut Strauß

recycling aktiv 3/2022 3


INHALT Ausgabe 3/2022

3 LEITARTIKEL

6 BRANCHEN-INFOS:

MÄRKTE • MENSCHEN • NEWS • VERANSTALTUNGEN

18 MATERIALUMSCHLAG & TRANSPORT

28 KUNSTSTOFFE

30 PAPIER, PAPPE, KARTONAGEN

32 BIOMASSE, KOMPOST, HOLZ

32 recycling aktiv ON TOUR

HWH & Arjes: Erfolgreiche Dreierbeziehung

38 ABBRUCH & BAUSTOFF-RECYCLING

38 TITELSTORY

Backers: 6-Fraktionen-Aufbereitungsanlage für Boden-Stein-Gemische

48 VERSCHLEISS, EDV, ZUBEHÖR

54 RECHT & POLITIK

Aus den Verbänden

56 ZU GUTER LETZT

56 EINKAUFSFÜHRER: IHRE SPEZIALISTEN

58 Inserentenverzeichnis

59 Veranstaltungen, Impressum

Fotos: Hersteller

4 recycling aktiv 3/2022


Inhalt

MESSE

Die Demomesse RecyclingAKTIV &

TiefbauLIVE hat wieder einmal überzeugt,

gerade die Live-Vorführungen waren der

Renner. Auch die Aktionsfläche

Schrott & Metall zeigte, was heute technisch

möglich ist.

12

38

DIE TITELSTORY

Backers präsentiert eine neue Aufbereitungslinie,

um Recycling vor Ort so effektiv wie möglich zu

machen.

recycling aktiv 3/2022 5


MÄRKTE

VDMA Abfall- und Recyclingtechnik

Branche fühlt sich auch für 2022 gut aufgestellt

Die Hersteller von Abfall- und Recyclingtechnik schauen

sehr optimistisch auf ihre Geschäfte und rechnen für

2022 mit einem Auftragseingangsplus von 4,3 Prozent, so

der Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik im VDMA.

Die konjunkturelle Belebung im Umwelttechnikbereich, der

Anstieg des Ölpreises und Preissteigerungen für Recyclingprodukte

sowie das grundsätzlich gestiegene Umweltbewusstsein

und strengere gesetzliche Vorgaben führen zu

einer erhöhten Investitionsbereitschaft in moderne und innovative

Recyclingtechnologie. „Für das Gesamtjahr rechnen

wir nicht nur für den Auftragseingang, sondern auch

für den Umsatz mit einem Plus von 4,3 Prozent. Die aktuellen

Daten stimmen optimistisch und lassen hoffen, hier sogar

noch einen Puffer bis in das kommende Jahr mitzunehmen“,

erläuterte Michael Ludden, Vorsitzender des Fachverbandes.

„Die eigentlich guten Zahlen müssen jedoch interpretiert

werden. So sind der gute Umsatz und Auftragseingang stark

durch das Segment der mobilen Maschinen geprägt. Hier

haben die Hersteller das tiefe Tal des Vorjahrs verlassen können

und eine rasante Aufholjagt hingelegt“, ergänzte Dr.

Sarah Brückner, Geschäftsführerin des Fachverbandes. „Sorgen

bereiten uns dagegen die Lieferschwierigkeiten besonders

bei Stahl und Elektronikkomponenten. Dies führt zu

längeren Lieferzeiten und zu stark steigenden Einkaufspreisen,

und dies ist bei aller Zuversicht eine echte Herausforderung

für die Branche“, so Dr. Brückner.

Die Auftragseingänge in der Abfall- und Recyclingtechnik

haben ihren Aufwärtstrend fortgesetzt, getragen wird dies

durch die anhaltend starke Inlandsnachfrage. Für das aktuelle

Jahr wird mit einem Wachstum der Inlandsnachfrage auf

31 Prozent gerechnet. Mit rund 60 Prozent bleiben die EU-

27-Länder der wichtigste Abnehmermarkt für die deutsche

Abfall- und Recyclingtechnik. Nimmt man die Nicht-

EU-Länder mit gut 10 Prozent und Großbritannien mit 5,6

Prozent hinzu, liegt der wichtigste Markt mit zusammen

rund 75 Prozent direkt vor der Haustür. Somit hat das gesamteuropäische

Geschäft gegenüber dem Vorjahr noch

einmal um rund 5 Prozentpunkte zugelegt. Nordamerika

folgt auf Platz drei mit einem Exportanteil von 8,0 Prozent,

gefolgt von Asien mit 6,0 Prozent. Die Exporte in die Region

Naher und Mittlerer Osten liegen bei 3,8 Prozent, wobei

Südamerika einen Rückgang auf 2,6 Prozent zu verzeichnen

hat. Die Exportquote der Branche hat sich um 2 Prozentpunkte

auf 69 Prozent verbessert. Schon im ersten Quartal

des laufenden Jahres hat sich ein positiver Verlauf der Auftragseingänge

abgezeichnet. Die Reichweite der Kundenaufträge

liegt nunmehr bei 7,8 Monaten. Mit 95 Prozent ist

die Kapazitätsauslastung in der Branche nur rund 3 Prozentpunkte

niedriger als im Vorjahr, aber weiterhin auf sehr

hohem Niveau.

In Summe wollen rund 71 Prozent der Firmen zusätzliche

Arbeitsplätze schaffen. Die verbleibenden 29 Prozent wollen

den Personalbestand halten. Aktuell sind rund 10.150 Beschäftigte

in der Branche tätig.

art.vdma.org

6 recycling aktiv 3/2022


MENSCHEN

Scania

Nachhaltige und maßgeschneiderte

Dienstleistungen

Mit Wirkung zum 1. April 2022 hat Juraj Manek (54) die Leitung

von Parts und Service/Power Solutions bei Scania

Deutschland/Österreich übernommen und ist somit Mitglied des

Management-Teams der Business Unit. Er folgt auf Radek Liška,

der die Funktion Head of Service Central Europe für Scania übernimmt.

Juraj Manek ist seit 2007 für Scania tätig und hat zunächst den

Vertrieb Busse in der Slowakei aufgebaut. Ab 2009 leitete der

gebürtige Slowake die Niederlassung Scania Slowakei West, bevor

er 2018 die globale Funktion als Senior Advisor Dealer Performance

für Scania übernahm. Als Direktor für den Bereich Parts

und Service/Power Solutions verantwortet er das komplette After-

Sales Business von Scania in Deutschland und Österreich. Dazu

gehörten Reparatur- und Wartungsservices, Fleet Management

und Tachograph Services und Fahrtraining wie auch der Verkauf

von Industrie- und Marinemotoren und Motoren zur Stromerzeugung.

Juraj Manek: „Wir möchten unseren Kunden kontinuierlich

nachhaltige und maßgeschneiderte Dienstleistungen und Produkte

anbieten, die den CO 2

-Fußabdruck Schritt für Schritt reduzieren

– bis hin zur Klimaneutralität.“

www.scania.de

Juraj Manek: „Meine

neue Aufgabe als

Direktor Parts und

Service/Power Solution

wird eine spannende

und anspruchsvolle

zugleich sein.“ Foto: Scania

ALLES

ÜBERDACHT

• Robust

• Preiswert

• Ohne Fundament

Tel. : 0173 6203 130

www.shelterall.de

recycling aktiv 3/2022 7


NEWS

Zahlen, bitte!

Sylvie Felgueiras

Freie Redakteurin

sylvie.felgueiras@

stein-verlaggmbh.de

Auswirkung von Krieg und Sanktionen auf die Wirtschaft

Aufgrund der Kriegshandlungen und der massiven Produktionsstörung sinkt der Warenexport

aus Russland und der Ukraine. Was weltweit gesehen momentan noch kaum

Auswirkungen hat, belastet bereits jetzt die westeuropäische Industrie.

Die Ukraine stellt beispielsweise Kabel her, die für die Automobilproduktion,

am Bau und im Energiebereich benötigt werden.

Importanteile aus Russland und Ukraine an Gesamtimporten

der EU in ausgewählten Produktgruppen 1 – 2021:

Drähte/Kabel

Reifen

Eisen (kaltgewalzt)

Aluminium (roh)

Legierungen

Diamanten

Platin u.Ä.

Kautschuk

Eisenerze

Eisen (warmgewalzt)

Nickel (roh)

Düngemittel (Stickstoff)

Kupfer (legiert)

Samen (Raps, Rüben)

Brennholz

Teer

Roheisen

Pflanzenöle

Nickel (verarbeitet)

1,1 Mrd. EUR

0,6 Mrd. EUR

0,8 Mrd. EUR

1,7 Mrd. EUR

0,7 Mrd. EUR

1,8 Mrd. EUR

2,1 Mrd. EUR

0,7 Mrd. EUR

4,1 Mrd. EUR

2,8 Mrd. EUR

0,9 Mrd. EUR

0,9 Mrd. EUR

2,3 Mrd. EUR

1,0 Mrd. EUR

0,5 Mrd. EUR

2,8 Mrd. EUR

0,9 Mrd. EUR

1,7 Mrd. EUR

1,2 Mrd. EUR

7 %

7 %

11 %

13 %

14 %

17 %

0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %

1

Dargestellt sind nur Produktgruppen (KN4-Steller) mit mehr als 0,5 Mrd. EUR Importwert.

Quelle: Gemeinschafts-Diagnose/Frühjahr 2022, Dienstleistungsauftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz / Auszug Abb. 1.3, S.20

Russland

Ukraine

Die Urkaine produziert Kabel, die für die Automobilbranche, im Energiebereich und

am Bau benötigt werden. Aufgrund der Produktionsunterbrechung kam

es zu Problemen in der europäischen Automobilproduktion.

22 %

26 %

30 %

33 %

34 %

34 %

36 %

38 %

40 %

40 %

Quelle: Gemeinschafts-Diagnose/Frühjahr 2022, Dienstleistungsauftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

20 % des

exportierten

Weizens weltweit

kommen aus

Russland

Ukraine liefert

weltweit 15 % Mais

und 50 %

Sonnenblumenöl

70 %

88 %

95 %

8 recycling aktiv 3/2022


NEWS

Alba

Traditionsbetrieb mit neuen

Zielsetzungen

Das Traditionsunternehmen Interseroh Serog im saarländischen

Bous erhält einen neuen Namen: Als Alba Metall

Saar GmbH steht zurzeit die umweltfreundliche Logistik im

Mittelpunkt der Investitionen. Der vorhandene Gleisanschluss

wird ertüchtigt, um mehr Transporte auf die Bahn zu verlagern.

Die Schienen führen direkt vor das große Scherenaggregat,

mit dem die gesammelten Schrotte für den Weitertransport

in Stahlwerke und Metallhütten portioniert werden.

Somit ist die Infrastruktur für eine emissionsreduzierte Logistik

gegeben.

In Bous führt die Alba Metall Saar mit 15 Mitarbeitern

Schrotte aus Eisen und Nichteisen-Metallen zusammen, bereitet

sie auf und verkauft sie weiter. Der Betrieb, der seinen

Standort mit über 14.000 Quadratmetern auf dem Gelände

des Stahlwerks in Bous hat, ist seit 1994 ein etablierter Partner

in der Region, dem eine positive industrielle Entwicklung

vorausgesagt wird. Alba bedient von dort aus auch die Märkte

in Luxemburg und Frankreich.

Interseroh Serog wird zur Alba Metall Saar GmbH:

In Bous investiert der Metallrecycler vor allem in eine

umweltfreundliche Logistik. Foto: Alba

www.alba.info

BauOnTrac

Digitales Mietkonzept für Baumaschinen

Mieten statt kaufen, n utzen statt besitzen – Trends, die

seit Jahren auch in der Baubranche voranschreiten. Der

Grund ist einfach: Man kauft häufig genutzte Standardmaschinen

und mietet spezielles Equipment zu. BauOnTrac ist

eine neue, vollkommen digitale Vermiet-Plattform, auf der

Baumaschinenhändler, Vermieter und Bauunternehmen ihr

Equipment schnell und einfach rund um die Uhr vermieten

bzw. anmieten können. Die Nutzung von BauOnTrac auf

Mobilgeräten ist selbstverständlich ohne Einschränkungen

möglich. Die digitale Anmietung ist denkbar einfach, sie

umfasst die Maschinenauswahl sowie die Auswahl der Anbaugeräte

wie Löffel, Schere oder Hammer, die Berechnung

der Transportkosten, Terminbestätigung sowie die Online-

Rechnung.

Branchenprofi Frank Frickenstein und sein Team haben

die Online-Plattform im Februar 2022 ins Leben gerufen und

konzentrieren sich auf die gesamte Baubranche. „Vom Minigrader

bis zum Knickdumper kann man über unsere Bauplattform

alles mieten. Je größer die Baumaschine, desto

länger vernünftigerweise die Anmietung wegen der anfallenden

Transportkosten“, erklärt Gründer Frickenstein. Mieter

und Vermieter richten einfach ein kostenloses Nutzerkonto

ein. Vermieter laden ihr Equipment hoch und Mieter

füllen die Suchmaske mit Gerät, Standort und Mietdauer

aus. Ein wichtiges Feature ist die Online-Buchung der nicht

genehmigungspflichtigen Transporte – diese werden nach

Ermittlung des Maschinenstandortes und der Einsatzstelle

sofort ausgewiesen. Die Direktbuchung dauert nur wenige

Minuten und sofort erhalten Mieter und Vermieter bei Abschluss

des Mietvertrages sofort eine Rechnung sowie Details

zum Transport und der Ablieferung der gewünschten Maschine

auf der Baustelle. Alle Zahlungen werden sicher über

den Zahlungsdienstleister Stripe abgewickelt.

Sämtliche Maschinen und Geräte können einfach hochgeladen

und jederzeit online editiert bzw. ergänzt werden.

Komfortable Importtools erleichtern das Anlegen großer

Mietpools in kurzer Zeit. Zusätzlich können Vermieter Sonderausstattungen

und Anbaugeräte ihrer Geräte hinterlegen.

Alle technischen Daten sowie die Verfügbarkeit und der

Standort sind in der Objektübersicht zusammengefasst.

BauOnTrac bindet künftig auch Maschinenbediener in das

Gesamtpaket ein. Denn viele Unternehmen wünschen sich

eine Mietmaschine mit einem erfahrenen Bediener.

www.bauontrac.de

recycling aktiv 3/2022 9


NEWS

Auf allen Kanälen gut unterwegs

Von der Online-Offensive des Stein-Verlages profitieren auch

die digitalen Zeitschriftenausgaben. Gerade die Nutzerfreundlichkeit

ist dabei ein äußerst wichtiger Punkt. Deutlich

häufiger als ursprünglich erwartet, werden die aktuellen Ausgaben

angeklickt oder das Archiv nach interessierenden Themen

durchforstet. Dafür ein herzliches Dankeschön an unsere Online-

Leser!

Während über die klassischen Print-Ausgaben jedoch nur

schwierig zu ermitteln ist, welche Beiträge besonders intensiven

Zuspruch finden, ist das im Online-Fall über Aufrufzahlen und

Verweildauer eine recht einfache Geschichte. In unserer regelmäßigen

Ranking-Tabelle finden Sie die fünf jeweils meistgeklickten

– und gemäß Verweildauer auch tatsächlich gelesenen

– Beiträge. Ganz crossmedial gibt es zusätzlich zur Information

auch noch den passenden QR-Code zum Beitrag. Viel Spaß beim

Lesen – und damit auch beim Bewerten!

Top 5 Online

Die Top-5-Beiträge in der Gunst unserer Online-Leser in der recycling aktiv 2/2022 (Stand: 01.06.2022)

1 IFAT-SPECIAL

Aussteller

2 IFAT-SPECIAL

VDMA-Crushing Zone

3

RECYCLINGAKTIV & TIEFBAULIVE-SPECIAL

Aussteller

4 NEWS

UnionStahl & Steinert

5 IFAT-SPECIAL

Aussteller

10 recycling aktiv 3/2022


NEWS

Hagedorn

Neues Wertstoffzentrum mit trimodalem Logistikanschluss

Keine zwei Jahre sind seit dem Spatenstich im Dezember 2020

vergangen: Ende April hat die Hagedorn-Unternehmensgruppe

das Hannoveraner Wertstoffzentrum (HWG) eröffnet.

In den drei Wertstoffhallen mit einer Gesamtfläche von 13.000

Quadratmetern können 84 Abfallarten, unter anderem Baustoffe

und mineralische Abfallsorten, behandelt, verwertet und

Dank exakter Analysen der spezifischen Abfallmengen

kann durch das HWG ein Maximum des Abfalls der

Wiederverwertung zugeführt werden. Foto: Hagedorn

entsorgt werden. Damit nimmt Hagedorn einen weiteren leistungsstarken

Standort in Betrieb. Betreiber der Anlage ist das

Hannoveraner Wertstoffzentrum GmbH, ein Unternehmen der

Hagedorn-Gruppe. Das neue Wertstoffzentrum ist nach modernsten

Standards konzipiert und verfügt als Alleinstellungsmerkmal

über einen trimodalen Anschluss: Materialien können

per Lkw, Bahn oder Schiff angeliefert werden. Das gewährleistet

effiziente Transportwege und leistet einen wichtigen Beitrag

zur Reduktion verkehrsbedingter Emissionen.

Im Jahr 2017 übernahm die Hagedorn-Gruppe das Grundstück

an der Kreisstraße, baute die Gebäude zurück und revitalisierte

das Areal. Zuvor wurden hier am Misburger Hafen jährlich

etwa 55.000 Tonnen Hochleistungsruß produziert. Mehr

als 20 Jahre diente der Standort als Rußraffinerie der Columbian

Carbon Deutschland GmbH. Finalisiert wird die Entwicklung

des Standorts im dritten Quartal dieses Jahres mit der Fertigstellung

der neuen Verwaltung und Werkstatt der Hagedorn

Hannover GmbH. Die neue Zentrale für Hannover entsteht auf

dem 6.000 Quadratmeter großen Nachbargrundstück.

www.unternehmensgruppe-hagedorn.de

Polysecure & Röchling Industrial

Unverwechselbare Kennung für Kunststoffprodukte

Die Polysecure GmbH und der Kunststoffverarbeiter

Röchling Industrial

haben eine exklusive Kooperation für den

Einsatz einer innovativen Marker-Technologie

in Kunststoffprodukten begonnen.

Mit der Technologie, die Röchling unter

dem Namen SmartMarker anbietet, verleiht

Röchling seinen Kunststoffprodukten

eine unverwechselbare Kennung.

Kunden können ihre Bauteile so sehr einfach

authentifizieren und identifizieren

– das bietet ganz neue Möglichkeiten

z. B. beim Plagiatsschutz, dem Aufbau

digitaler Materialpässe und in Recyclingkreisläufen.

Bereits seit 2009 entwickelt die Polysecure

GmbH am Standort in Freiburg innovative

Marker-Materialien und Detektions-Technologien.

Im Rahmen der Kooperation

kann Röchling Industrial ab

sofort nahezu alle Kunststoffprodukte mit

Markerpartikeln von Polysecure anbieten,

die speziell auf Kunststoffe abgestimmt

sind. Mit SmartMarker haben Kunden

drei unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten:

die Authentifizierung, die

Identifizierung und das Tracer-Based-

Sorting. Bei der Authentifizierung lässt

sich mit dem Marker belegen, von welchem

Unternehmen ein Bauteil stammt.

Dafür wird das Bauteil an einer beliebigen

Stelle mit dem mobilen Brandproof-Pocket-Detektor

von Polysecure gescannt.

Bei der Identifizierung kann mit dem Marker

bestimmt werden, ob es sich um ein

ganz bestimmtes Bauteil handelt. Dafür

wird am Bauteil eine Referenzfläche bestimmt.

In dieser Referenzfläche gibt es

ein zufälliges und damit individuelles,

nicht kopierbares Partikelmuster. Das

Tracer-Based-Sorting (TBS) ist eine von

Polysecure entwickelte Sortiertechnologie,

die die Marker in den Kunststoffen

erkennt. Mit Tracer-Based-Sorting lassen

sich Kunststoffabfälle zur Verwertung

effizient und verlässlich sortieren.

www.roechling.com/smartmarker

www.polysecure.com

SmartMarker schafft eine

unverwechselbare Kennung für

Kunststoffprodukte.

Grafik: Polysecure & Röchling

recycling aktiv 3/2022 11


VERANSTALTUNGEN

Volle Messehallen, sehr gut gefülltes

Gelände – und zufriedene Gesichter.

Die Demomesse RecyclingAKTIV &

TiefbauLIVE ist sehr gut gestartet.

Fotos: Messe Karlsruhe, Jens Arbogast, Arjes

Impressionen

12 recycling aktiv 3/2022


VERANSTALTUNGEN

RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE

Zufriedene Gesichter – und

vorsichtiger Optimismus

Starke Aussteller- und Besucherzahlen:

Die Demonstrationsmesse

RecyclingAKTIV &

TiefbauLIVE hat ihre letzte Veranstaltung

2019 deutlich übertroffen!

Rund 9.500 Besuchende

informierten sich an drei

Tagen bei über 210 Herstellern,

Händlern und Dienstleistern,

die ein breites Angebotsspektrum

der Bau- und Umweltwirtschaft

abbildeten.

Ein sehr hoher Fachbesucheranteil, eine

größere Reichweite und der persönliche

Austausch machten die RecyclingAK-

TIV & TiefbauLIVE 2022 zu einer rundum

gelungenen Messe. Dazu Britta Wirtz,

Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe:

„Wir sind stolz darauf,mit der Recycling-

AKTIV & TiefbauLIVE einen Vertriebsmotor

für die zukunftsträchtigen Branchen

Bau, Abbruch und Recycling bieten zu

können. Unter den Aspekten von Nachhaltigkeit

und Rohstoffknappheit gewinnt

der sorgsame Umgang mit bestehenden

und verbauten Rohstoffen eine

ganz neue Tragkraft. Mit der gezeigten

innovativen Maschinen- und Anlagetechnik

liefert die Doppelmesse hierfür wich-

tige Impulse für das Baugewerbe und die

Kreislaufwirtschaft sowie für den nachhaltigen

Umgang mit Rohstoffen in der

Technologieregion Karlsruhe.“ Olivia

Hogenmüller, Projektleiterin der RecyclingAKTIV

& TiefbauLIVE freute sich

ebenso über den erfolgreichen Messeabschluss:

„Die RecyclingAKTIV & Tiefbau-

LIVE 2022 war ein voller Erfolg. Die merkliche

Steigerung des Besucherzulaufs und

die fachlich hochkarätig besetzten Live-

Demonstrationsshows bilden unser einzigartiges

Profil. Hierfür steht unsere

Doppelmesse und dies konnten wir inklusive

einer guten und vor allem flexiblen

Organisation einem breiten Publikum

zugänglich machen. Ich freue mich sehr

darüber, wie positiv die Messe bei allen

Beteiligten ankam. Dies verdanken wir

auch den sechs im Beirat vertretenen

Verbänden, die uns mit ihrem fachlichen

Engagement tatkräftig unterstützen.“

Doppelmesse vernetzt

wichtige Branchen

Die Kreislauf- und Bauwirtschaft traf sich

im Rahmen der Doppelmesse zum dritten

Mal auf dem Karlsruher Messegelände.

Die rund 9.500 Besucher überzeugten

sich von der Effizienz und Leistungsfähigkeit

der rund 1.000 präsentierten

Maschinen und Anlagen, die an zwei

Dritteln der Stände live erlebt werden

konnten. Einer der Aussteller, der seine

Technik live präsentiert hat, ist die Firma

Kurz Aufbereitungsanlagen. Vertriebsleiter

Harald Weber würde sich jederzeit

wieder an der Messe beteiligen: „Die

Themenkombination überzeugt mich

und hebt die Messe positiv hervor. Unsere

Kunden interessieren sich sowohl für

Recyclingtechnik als auch für den Tiefbau

und können hier auf einer Messe beide

Themen erleben.“

„Willkommen auf der RecyclingAKTIV

2022, hier auf dem interessantesten Demogelände

dieser Messe, bei den Firmen

Kurz Aufbereitungsanlagen, Moerschen

Mobile Aufbereitung und Arjes.“ Mit diesen

Worten eröffnete Sven Brookshaw,

Geschäftsführer Moerschen Mobile Aufbereitung,

die gemeinsame Live-Demonstration,

die in Zusammenarbeit der

drei Unternehmen als eines der Messehighlights

für die Besucher galt. Der

Gemeinschaftsstand von Kurz, Moerschen

und Arjes präsentierte das größte

Portfolio an mobiler Brech- und Siebtechnik.

Die täglichen Live-Demos starteten

mit der Aufbereitung von Bauschutt. Mit

dem Backenbrecher SBM Jawmax 200

und dem Zwei-Wellen-Brecher ARJES

IMPAKTOR 250 evo wurden den Fachbesuchern

gleich zwei Lösungsansätze unterschiedlicher

Technologien in diesem

Segment aufgezeigt. Weiter ging es mit

der Aufbereitung von Holz und Biomasse.

Hier zeichnete sich der Impaktor 250

evo deutlich ab. Denn dank des schnellen

recycling aktiv 3/2022 13


VERANSTALTUNGEN

Impressionen

Bestandteile. Ergänzend dazu wurde

noch ein Wirbelstromabscheider für die

Separierung von Alu und Fluff eingesetzt.

Ein Sortiertisch ermöglichte die händische

Sortierung von Einschlüssen im FE-

Material.

Netzwerken und

Fachaustausch im Fokus

und einfachen Wechsels der Zerkleinerungswellen

von Beton- zu Paddelwellen

lässt sich der Schredder auch in dieser

Anwendung problemlos einsetzen. Nach

der Vorzerkleinerung der Grünabfälle

wurde das Material durch eine Terex-

Ecotec-Siebtrommel in zwei saubere

Fraktionen weiter aufgetrennt. Den Höhepunkt

der Live-Demonstration bildete

die Splittaufbereitungslinie, die von

Brookshaw und Weber eindrucksvoll präsentiert

wurde. Betonbahnschwellen mit

einem hohen Anteil an Eisen und Stahlbewehrung

konnten im ersten Schritt mit

dem Arjes Titan vorgebrochen und ein

großer Teil des Eisens mit dem serienmäßigen

Permanentmagneten herausgeholt

werden. Anschließend wurde das

Material mit dem Jawmax 300 weiter

heruntergebrochen, bevor die SBM-Prallmühle

SMR den letzten Schritt der Feinzerkleinerung

durchführte. Komplettiert

wurde die Aufbereitungslinie durch eine

Siebanlage von Metso, die das aufbereitete

Material in drei Fraktionen trennte

und ein sauberes Endprodukt zur Wiederverwertung

erzeugte.

Die Hammel-Recyclingtechnik präsentierte

neben dem eigentlichen Messestand

auf der mobilen Aufbereitungsfläche

eine mobile Metallaufbereitungsanlage

für leichten Sammelmischschrott.

Die Besucher konnten sich ein Bild machen,

wie das Inputmaterial mit dem

leistungsstarken Hammel Red Giant VB

950 DK vorzerkleinert wird und über ein

Metallsieb in grobe und feine Fraktionen

getrennt wurde. Die integrierte Magnettrommel

trennte das gesiebte Material

anschließend in Eisen- und Nichteisen-

Die Sehnsucht nach einem Live-Event

war groß und die Besuchenden und Ausstellenden

nutzten die Doppelmesse, um

persönliche Kontakte wieder aufleben zu

lassen. Dies bekräftigt auch Jochen

Schwab, geschäftsführender Gesellschafter

der Schwab GmbH: „Endlich ist mal

wieder was los – es wird gebaggert, gestaubt

und gekracht. Wir sind glücklich,

wieder nah am Kunden zu sein. Wir können

hier viel zeigen und die Kunden sind

sehr interessiert. Diese Euphorie nehmen

wir mit, viele Geschäfte konnten wir

schon auf den Weg bringen.“ Auch Jonas

Pillmayer, Marketing Manager bei Skan-

Craft, bestätigt: „Die Doppelmesse ist

eine absolute Pflichtveranstaltung für

jeden Hersteller oder Händler der Baubranche.“

Impressionen

14 recycling aktiv 3/2022


VERANSTALTUNGEN

Einige Aussteller-

Impressionen.

Fotos: Sylvie Felgueiras

95 Prozent der Besuchenden kamen

auf die Fachmesse aus beruflichem Interesse.

Hervorzuheben ist dabei der hohe

Anteil an Entscheidern: Mehr als die Hälfte

zählen zur Geschäftsführung oder

obersten Führungsebene, sind Inhaber

und selbstständige Unternehmer. Auch

die Investitionsbereitschaft ist im Vergleich

zu 2019 gestiegen. Thomas

Knapp, Leitung Vertrieb Deutschland bei

Wacker Neuson, sagt: „Positiv empfinde

ich das Fachpublikum vor Ort, so konnten

wir hochwertige Gespräche zielorientiert

und vor allem ergebnisorientiert

führen. Wir freuen uns, dass wir hier

waren, und werden immer wieder nach

Karlsruhe kommen. Eine Messe kann

durch nichts ersetzt werden außer durch

eine Messe, der persönliche Kontakt ist

digital nur schwer abbildbar.“ Carsten

Obrecht, Geschäftsführer bei HS Schoch,

ergänzt: „Die Qualität der Besucher ist

sehr hoch, die wichtigsten Entscheidungsträger

sind da und es erfolgten

bereits konkrete Abschlüsse.“

Neue Demoformate und

Sonderflächen

Auf dem 90.000 Quadratmeter großen

Freigelände der RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE

waren umfangreiche Demoflächen

angeordnet. Drei Viertel der Ausstellenden

zeigten ihre Produkte in voller

Aktion – entweder am eigenen Stand

oder auf einer der fünf Demoformate: der

Aktionsfläche Schrott & Metall, den Musterbaustellen

Spezialtiefbau, Kanalbau

und Elektromobilität im Kompakt- und

GaLaBau sowie in der neu konzipierten

Anbaugeräte-Arena.

Die nächste RecyclingAKTIV & Tiefbau-

LIVE findet vom 27. bis 29. April 2023

auf dem Messegelände in Karlsruhe statt.

www.tiefbaulive.de

www.recyclingaktiv.de

recycling aktiv 3/2022 15


VERANSTALTUNGEN

„Bauweisen und Materialien

von morgen“ heißt eines der

Leithemen der bauma.

Foto: Messe München GmbH

bauma

Moderne Bauverfahren und Baumaterialien

Klimawandel, endliche natürliche Ressourcen,

Fachkräftemangel: Auch die

weltweite Baumaschinenbranche muss

sich den großen Problemen der Gegenwart

stellen. Moderne Bauverfahren und

-materialien können hier Teil der Lösung

sein. Einen umfassenden Überblick über

den State-of-the-Art und die großen Entwicklungslinien

in diesem Bereich liefert

die bauma, die vom 24. bis 30. Oktober

2022 in München stattfindet.

Zement ist zum Beispiel für acht Prozent

des weltweiten Ausstoßes des klimaschädlichen

Gases verantwortlich. Die

britische Denkfabrik Chatham House

fand dafür folgendes Bild: Wäre die Zementindustrie

ein Land, wäre sie nach

China und den USA der drittgrößte CO 2

-

Emittent der Welt. Nur ein Drittel davon

resultiert aus der Verbrennung fossiler

Brennstoffe wie Kohle oder Petrolkoks,

der größte Teil wird durch die prozessbedingte

Zersetzung von Kalkstein freigesetzt.

Eine Option mit hohem Potenzial

ist die Abscheidung von CO 2

und

dessen anschließende Nutzung (engl.

Carbon Capture and Utilization, CCU)

beziehungsweise dessen sichere und

dauerhafte Speicherung in tiefliegenden

geologischen Gesteinsschichten (engl.

Carbon Capture and Storage, CCS). Auf

diesem Weg könnten 95 Prozent des in

der Zementherstellung entstehenden

Kohlendioxids abgefangen werden. Die

erste CO 2

-Abscheideanlage für die Zementproduktion

in Deutschland entsteht

derzeit in Rohrdorf. Sie wird laut Plan bis

Ende Juni 2022 in Betrieb gehen und

dann täglich zwei Tonnen Kohlendioxid

abscheiden, die anschließend von der

regionalen chemischen Industrie eingesetzt

werden sollen. Neben Maßnahmen

zum Klimaschutz ist die Bauwirtschaft

auch zu einem zukünftig sparsameren

Umgang mit den endlichen Rohstoffen

aufgerufen. So ist in den letzten Jahren

zum Beispiel Sand als das meistverwendete,

aber zunehmend knappe Material

der Erde mehr und mehr in den Fokus

der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.

Ein Ansatz zur Ressourcenschonung

besteht darin, Abbruchmaterialien

mit moderner Brech- und Siebtechnik

direkt an der Anfallstelle so zu verarbeiten,

dass sie an Ort und Stelle für neue

Bauvorhaben eingesetzt werden können.

Als weitere Herausforderung erfordert

der weltweite Bauboom einen Produktivitätsschub.

Digitale Arbeitsmethoden,

innovative Produkte und Maschinen

sowie die Möglichkeiten industrieller und

zunehmend auch KI-unterstützter Prozesse

sollen verstärkt in den Mittelpunkt

rücken.

www.bauma.de

Weitere

Termine

auf

Seite 59

16 recycling aktiv 3/2022


KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

In unseren Geschäftsbereichen Tiefbau, Schüttguthandel und Recycling setzen wir auf Qualität, Vertrauen und Zuverlässigkeit.

Dazu gehören ganz selbstverständlich unsere Baumaschinen von Caterpillar und der Service von Zeppelin. Gemeinsam

bilden wir ein Erfolgsteam für die hohen Anforderungen unserer Kunden. Auf Experimente verzichte ich deshalb gerne.

Mario Steffini, Wolfgang Steffini, Sven Steffini

Geschäftsführung TSH Tiefbau-und Schüttguthandel GmbH & Co. KG

Schwedt/Oder

zeppelin-cat.de


Materialumschlag & Transport

Beko-Trucks GmbH

Wendiger Tieflader für den Baumaschinentransport

Für Transportaufgaben, die besondere

Anforderungen an das Transportfahrzeug

stellen, hat die Beko-Trucks GmbH

den Tieflader „ZAH Tridem 25“ entwickelt.

Die Ladeflächenhöhe beträgt nur

800 mm. Damit bietet er nicht nur jede

Menge Ladehöhe nach oben, er ist auch

mit Fahrzeugen oder Maschinen mit geringer

Bodenfreiheit problemlos zu beladen.

Dafür sorgt in Verbindung mit

klappbaren Auffahrrampen die extrem

flache Auffahrschräge am Tieflader-Heck.

Im Einsatz zeigt sich der Tridem 25 sehr

wendig. Grund dafür ist die Ausstattung

des Drei-Achs-Aggregats mit einer Lenkachse.

Im Leerfahrt- oder Teillastbereich

erhöht die Liftachse zusätzlich die Wendigkeit

des Tridem-Anhängers.

Dass er ein „echter“ Beko-Anhänger

ist, erkennt man auf den ersten Blick an

den patentierten Zurrschienen die in den

Mittelbereich der Ladeflächenabdeckung

integriert sind. Zusätzliche Zurrösen am

Außenrahmen bieten ein umfangreiches

Angebot an professioneller und vorschriftsmäßiger

Ladungssicherung. Der

ZAH Tridem 25 heißt der neue Tridem-Tieflader der Beko-

Trucks GmbH, der speziell für den Baumaschinentransport

entwickelt wurde. Extrem flach, extrem wendig mit

Lenkachse am Heck und Liftachse vorn. Foto: Beko-Trucks GmbH

seitliche Ladeflächenbelag besteht aus

einem griffigen Hartgummibelag, der

den Tieflader nicht nur beim Befahren

mit Kettenfahrzeugen schützt, er bietet

auch gleichzeitig dem Transportgut

einen sicheren Halt. Der Anhänger wird

nach dem Rohbau komplett im Tauchbad

feuerverzinkt. Außerdem kommen

ausschließlich Markenkomponenten

zum Einsatz wie Achsen, Bremsanlage

oder Beleuchtung.

www.BEKO-Trucks.com

zuviel Staub?

Wassernebel bindet Staub!

HKM Schlittenanhänger

überzeugen durch Nutzlast und Stabilität

NEBOLEX Umwelttechnik GmbH

www.nebolex.de

+49 6763 30267-0

T 03447 85350 | info@hkm-fahrzeugbau.de

18 recycling aktiv 3/2022


Materialumschlag & Transport

Meiller

Neues Mietangebot

für Kippanhänger

Mit Meiller Rent launcht der bayerische

Hersteller von Kippaufbauten

sein flexibles Mietangebot. Ab sofort sind

verschiedene Kippsattel und weitere Anhänger

kurzfristig an zahlreichen

Mietstützpunkten verfügbar. Kunden

können dadurch schnell und adäquat auf

Auftragsspitzen oder spezielle Transportaufgaben

reagieren, die Lieferzeit für

ihren neuen Anhänger überbrücken oder

Ausfälle während Service- und Reparaturzeiten

vermeiden. Die Mietdauer kann

flexibel gewählt werden, bei Bedarf ist

die vertraglich vereinbarte Laufzeit verlängerbar.

Eine Übernahme des Anhängers

nach Ende der Miete ist ebenfalls

möglich. Standardmäßig sind in der

Miete 8.000 Kilometer pro Monat frei.

Verschleißkosten, die beispielsweise bei

Reifen und Bremsen anfallen, übernimmt

bei sachgemäßer Handhabung Meiller.

Mit Meiller Rent gibt es ab sofort ein

flexibles Mietprogramm, das

Unternehmen in unterschiedlichen

Situationen unter die Arme greifen soll.

Grafik: Meiller

Für selbst und fremdverschuldete Schäden

besteht für den Mieter eine Kfz-Haftpflichtversicherung

sowie eine Teil- und

Vollkaskoversicherung. Meiller-Rent-Aufbauten

sind immer mit einem Telematikpaket

ausgestattet. Mieter profitieren

kostenlos von den resultierenden Daten

und können anhand dieser Prozesse optimieren

und letztlich noch wirtschaftlicher

arbeiten.

Alle Fahrzeuge können deutschlandweit

an sämtlichen Meiller-Mietstützpunkten

abgeholt werden. Außerdem

besteht die Möglichkeit, die Anhänger

per Spedition direkt zu überführen. Die

Rückgabe erfolgt ebenfalls an einer der

Stationen. Die Miet-Anhänger sind für

den Transport von Sand, Kies und Aushub

im Baustellenbereich geeignet.

www.meiller-rent.com

Stoffstrom-Management in Bauwirtschaft und Aufbereitung

Nachverfolgung von Massen und Stoffströmen von Abbruchmaterial,

über dessen Zwischenlagerung und Aufbereitung bis zum Einbau.

REDUZIERTER

Verwaltungsaufwand

AUTOMATISIERTE

Abläufe

Dank zentralem Datenbanksystem der

WDV2024 TEAM lückenlos datentechnisch begleitet.

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Tourenmanagement

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Laborverprobung mit

Analyse und

Rückführung des Materials

in den Rohstoffkreislauf.

Annahmeverwaltung und

Haufwerksverwaltung

ermöglichen übersichtliche

Lagerung des Materials.

Materialbestellung

und Nachweise per

Web-Kundenplattform.

PxP

PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG

Lange Straße 35 | D 99869 Pferdingsleben

www.praxis-edv.de | Tel.: +49 (0) 36258 566 0 | info@praxis-edv.de

Tourenmanagement

und Container-Zuordnung

per PxP Logistik App.

Hoher Automationsgrad

bei Erfassung der Massen

durch Counter und

KFZ-Nummern-Erkennung

sowie Foto der Ladung.


Materialumschlag & Transport

Ob Schüttgüter als Primärrohstoffe, oder …

Digitale Handelsplattformen

Neue Handels- und neue Marktstrukturen:

Ist das die Zukunft?

Was im privaten Umfeld fast

schon alltäglich ist, gewinnt

bei Schüttgütern und in vielen

Recyclingbranchen immer

mehr an Bedeutung: Digitale

Handelsplattformen lösen

traditionelle, fast konservativ

anmutende Beziehungen zwischen

Produzenten, Lieferanten

und Kunden zunehmend ab.

Sieht so die „nachhaltige“

Zukunft im Sinne der Kreislaufwirtschaft

aus?

Seien wir doch mal ehrlich: Manchmal

ist es wirklich einfacher, bequemer

und vor allem schneller, etwas online zu

bestellen, anstatt beim örtlichen Händler

vorbeizuschauen und das Gewünschte

dann doch nicht zu erhalten. Was privat

über Plattformen wie Amazon oder Alibaba

schon lange funktioniert, muss in

einer eher traditionellen, um nicht zu

sagen „konservativen“ Branche wie der

Schüttgutindustrie nicht unbedingt gleichermaßen

gut gehen. So wenig Schüttgut

gleich Schüttgut ist, so wenig passen

in der heutigen Zeit einige der Rahmenbedingungen,

die in der Vergangenheit

unumstößlich schienen. Klar, bei der

Sand- und Kiesgewinnung geht es primär

immer noch um einen transportempfindlichen

Rohstoff, der lokal gewonnen,

aber längstens nicht mehr nur regional

verwendet wird, so unsinnig es auch erscheinen

mag. Plötzlich können angestammte

Spediteure aus Zeit- und Überlastungsgründen

die vorgesehenen Touren

nicht mehr ganz so spontan wie

früher übernehmen. Was dann? Hektisch

telefonieren, Zeiten und Fristen auf der

Baustelle nicht mehr einhalten – das geht

in der Tat heute ohne Konventionalstrafe

kaum mehr durch. In anderen Branchen,

wie zum Beispiel in der Recyclingindustrie,

ist es noch viel extremer: Denken

wir nur einmal an die weltweit operierenden

Schrottmärkte, Altpapier oder

auch Kunststoffe, die aufgrund der wachsenden

Nachfrage ähnlich wie andere

Recycling-Rohstoffe sortenrein und zeitgenau

geliefert werden müssen.

„Digitale Transformation“ – unter diesem

Stichwort hat innerhalb weniger

Jahre eine zum Teil radikale Veränderung

in manchen Branchen eingesetzt. Digitale

Handelsplattformen übernehmen

Akquise, Belieferung und Rechnungsabwicklung

zwischen Verkäufer und Kunden,

so als hätte es vorher nie was anderes

gegeben. Ohne Reibungsverluste

geht das kaum, gegenüber dem zunächst

anonym erscheinenden „Online-Handel“

muss Vertrauen aufgebaut und gepflegt

werden, denn nirgendwo sonst ist das

Vertrauensverhältnis zwischen Verkäufer

und Kunden so groß wie in der Rohstoff-

Branche. Da geht es knallhart nicht nur

um Preise, sondern insbesondere um

Lieferkonditionen, spezifisches Rohstoff-

20 recycling aktiv 3/2022


Materialumschlag & Transport

... Altpapier oder Kartonagen, digitale

Handelsplattformen können viele

bestehende Handels- oder

Marktstrukturen infrage stellen.

Großhändler, aber auch Transporteure

sein, die auf ihrem „alten“ System beharren,

das da lautet: „Ruf mich an,

und ich sage dir den Preis“.

Verschiedene Plattformen –

ähnliche Ziele

wissen und darum, einfach schneller zu

sein.

Betreiber der Handelsplattformen

wissen ein Lied davon zu singen, wie

schwierig der Aufbau einer solchen

Plattform ist, wenn es um Vertrauen,

aber auch um die gezielte Ansprache

der Kunden geht, die vielleicht nicht

weit voneinander weg mit dem gleichen

Rohstoff oder dem gleichen Produkt

am Markt agieren. Das Misstrauen

ist dabei nicht nur branchenbezogen,

sondern auch der Online-Plattform

selbst gegenüber vorhanden: Wie stelle

ich sicher, dass nicht andere von meinen

Bedingungen erfahren, sich nicht

in meine Geschäfte einmischen oder

meine mühselig aufgebauten Kundenbeziehungen

sich zu eigen machen?

Dass es offenbar funktioniert, beweist

nicht nur die zunehmende Anzahl der

Plattformen, sondern auch ihre Diversität:

Inzwischen gibt es nicht nur Plattformen

für Schüttgüter aller Art oder

Recyclingbaustoffe, sondern zum Beispiel

auch für Schrott oder Altpapier

sowie auch branchenübergreifende Angebote,

die mit unterschiedlichem Aufwand

agieren. Apps sind gang und

gäbe, aber es geht auch weitaus detaillierter

und umfangreicher, wenn es sich

um die komplette Abwicklung einer

Lieferkette handelt. Online und gut etabliert

lassen sich inzwischen Container

bestellen, um etwa Baustellenabfälle,

Altholz oder Sperrmüll zu entsorgen.

Meist sind das mittelständische Unternehmen

wie Containerdienst.de, Entsorgung.de

oder Ecoservice24.com.

Aber auch größere Entsorger erobern

den Markt. Remondis hat zum Beispiel

mit Redooo eine Entsorgungsplattform

entwickelt, die es Privat- und Gewerbekunden

einfacher machen soll, ihre Prozesse

rund um anfallende Abfälle digital

abzuwickeln. Hinzu kommen neue

Plattformen für den digitalen Wertstoffhandel,

wie etwa Onescrap oder scrappel.

Sie alle werben mit überprüften

Nutzern, einfacher Abwicklung und

Transparenz.

Und wie steht es dabei um die vielgerühmte

Nachhaltigkeit, gerade mit

Blick auf die Kreislaufwirtschaft? Leerfahrten

gezielt vermeiden, schneller

beim Kunden sein, ohne Material zu

oft in die Hand zu nehmen, bessere

und flexiblere Absatzmöglichkeiten erschließen,

das sind nur einige der Argumente

der Plattformen, die genau

dieser Sorge begegnen sollen. Flexibilität,

Sicherheit bei der Abwicklung,

Preisstabilität und Transparenz, gerade

damit werben die Anbieter der digitalen

Lösungen.

Im Folgenden stellen wir – ohne Anspruch

auf Vollständigkeit – einige Anbieter

digitaler Handelsplattformen

vor, wobei damit keine Bewertung des

Angebotes verknüpft ist. Bei der Recherche

wurde uns klar, dass es wie

immer im Leben Gewinner und Verlierer

dieser fast zwangsläufigen Entwicklung

geben wird. Verlierer könnten

Schrott24 – der „digitale Schrotthändler“

bringt Schrott-Produzenten aus Industrie,

Gewerbe und aus dem Privatbereich

mit Schrottkäufern zusammen. Die

Ankaufspreise werden für Mengen bis zu

5 Tonnen durch die Plattform festgelegt.

Bei Mengen über 5 Tonnen wird ein individuelles

Angebot erstellt. Durch die

Bündelung von Mengen will Schrott24

über ein flächendeckendes Partnernetzwerk

von über 80 Metall-Recyclern in der

DACH-Region und 100 Hütten weltweit

den besten Preis für Altmetall garantieren.

Sitz des Unternehmens ist in Graz

(Österreich). Generell werden Buntmetalle,

Eisenschrott und E-Schrott gehandelt.

Der Verkäufer wählt im Online-Shop

eine Altmetallkategorie aus und schätzt

grob das Gewicht (bis zu fünf Tonnen).

Auf Basis tagesaktueller Preise wird der

Ankaufspreis berechnet. Der Transport

des Materials erfolgt bei Großmengen

über Container, Big Back oder per Lkw

mit Greifer. Kleinere Mengen können

sogar bequem als Paket eingesendet

oder an über 70 Standorten per Eigenanlieferung

abgegeben werden. Nach

der Qualitätskontrolle und genauer Gewichtsbestimmung

erfolgt die Geldüberweisung

innerhalb von 48 Stunden. Für

Verkäufer mit Großmengen gibt es einen

Extra-Service: Sie erhalten ein individuelles

Angebot. Über ein persönliches Interface

kann der Verkäufer jederzeit auf Informationen

über Transaktionen, Dokumente

und Fortschritt zugreifen. Die

Nutzung der Online-Plattform und der

App ist kostenfrei, ebenso die E-Mail-

Benachrichtigungen.

Onescrap – ehemals Metalxchange.

online – handelt mit Materialien wie Altpapier,

Altkunststoff, Altholz, Altglas

sowie mit nicht gefährlichen Abfällen wie

recycling aktiv 3/2022 21


Materialumschlag & Transport

Die Präsenz auf Messen, wie hier auf der

RecyclingAKTIV in Karlsruhe, gehört mit dazu.

Katalysatoren, NE-Metallen oder Altreifen.

Außerdem können Einkäufer auf der

Plattform selbst aktiv ihr Gesuch einstellen

wie auch Verkäufer ihre Materialien

anbieten. So können sich Anbieter und

Käufer online noch schneller und effizienter

miteinander vernetzen. Die Gründung

der Plattform erfolgte im Juni 2017.

Sitz des Unternehmens ist in Monheim

am Rhein. Die Verkäufer werden zunächst

registriert und verifiziert. Das Angebot

oder die Ausschreibung eines Entsorgungsdienstleisters

erfolgt zum Mindest-

oder Höchstpreis (bei Gesuchen)

oder zum Festpreis. Den Zuschlag erhält

der Gewinner des Bieterverfahrens oder

derjenige, der den Festpreis zahlt. Die

Bezahlung vereinbaren die Nutzer unter

sich. Die Veröffentlichung von Inseraten

auf der Plattform ist kostenfrei. Der Gewinner

des Bieterverfahrens zahlt eine

Provision zwischen 0,5 und 1 Prozent, je

nach Nutzungsintensität der Plattform.

scrappel ist eine digitale B2B-Plattform,

mit deren Hilfe Unternehmen aus

der Altpapier-Branche (Papier, Pappe

und Kartonage) Logistikkosten und CO 2

beim Transport von Altpapier sparen sollen.

Der scrappel-Algorithmus identifiziert

für die Nutzer SWAP-Optionen und

schlägt diese auch vor. Das Unternehmen

wurde im Dezember 2017 in Berlin

gegründet. Über die Plattform laufen

Inserate sowie Preis- und Lieferabsprachen

in einem zentralen Chatformat. Der

Betreiber verspricht eine sichere und

transparente Geschäftsabwicklung auf

Basis eines Verifizierungsprozesses der

Nutzer. scrappel ist ein Tochterunternehmen

des Berliner Recyclingkonzerns

Alba. Sitz des Unternehmens ist in Berlin.

„Strecken verkürzen, Transportkosten

senken, einfach swappen“, so lautet das

Versprechen der Plattform. Die Registrierung

erfolgt über einen „Know your

customer“-Prozess, der der Kontogründung

bei einer Bank ähnelt. Dafür ist ein

Computer mit Kamerafunktion und Personalausweis

notwendig. Das Einstellen

von Inseraten in Form von Angeboten

oder Gesuchen funktioniert ähnlich wie

bei E-Bay: Händler können Inserate für

einen geschlossenen oder offenen Kundenkreis

zugänglich machen. Die Ware

wird zum Festpreis oder auf Verhandlungsbasis

(Ping-Pong-Prinzip) angeboten.

Teilmengen-Käufe sind ebenso möglich.

Die Zahlung erfolgt über die Plattform

in Form von Vorkasse oder Lastschrift.

Bei Vorauskasse wird der Betrag

erst dann von einem Treuhandkonto

freigegeben, wenn der Käufer die Qualität

der Lieferung bestätigt hat. Die Nutzung

der Online-Plattform bzw. App ist

kostenfrei. scrappel erhält eine prozentuale

Transaktionsgebühr vom Händler: Bei

Eisen 0,5 Prozent zuzüglich 69 Cent pro

Tonne, bei NE-Metallen 1,5 Prozent pro

Tonne. Die Gebühren zahlt der Käufer.

Secontrade bezeichnet sich selbst als

„sicherer Handelsplatz für Sekundärrohstoffe“.

Die Plattform bringt Anbieter

und Käufer von Rohstoffen in ganz Europa

zusammen. Alle Handelspartner können

erst nach individueller Überprüfung

miteinander handeln. Die Plattform verspricht

Käufern und Verkäufern durch

transparenten Austausch die größtmögliche

Sicherheit beim Handel großer

Mengen. Die Plattform ist Anfang 2018

an den Start gegangen. Hinter Secontrade

steht der österreichische Entsorger

UFH Holding. Sitz des Unternehmens ist

in Wien. Aktuell werden Fe- und NE-

Metalle, Kunststoffe und viele weitere

Verwertungs-Rohstoffe gehandelt. Der

Verkäufer muss sich registrieren und

kann dann Nachweise wie Genehmigungen,

Zertifikate und Ähnliches hochladen,

alternativ auch die eigenen AGBs.

Der Käufer muss sich ebenfalls registrieren

und einmalig nachweisen, dass er

befugt ist, diesen Rohstoff zu erwerben.

Der Verkäufer erstellt einen neuen

„Trade“, indem er Angaben zur Menge

macht und das Ende der Auktion festlegt.

Optional sind detaillierte Beschreibungen

zur Fraktion und Fotos sowie die

Festlegung eines Mindestpreises möglich.

Der interessierte, registrierte Käufer

kann daraufhin ein Gebot abgeben. Er

erhält im weiteren Verlauf Informationen

über seine Position im Verfahren und

kann sein Angebot insgesamt zweimal

erhöhen. Der Zuschlag für Teilmengengebote

und Gebote für die gesamte

Ware erfolgt nach dem Best-Bieter-Prinzip.

Die Entscheidung über den Zuschlag

trifft der Anbieter. Die Bezahlung und

Lieferung richten sich nach den Konditionen

des Verkäufers oder Käufers.

22 recycling aktiv 3/2022


Materialumschlag & Transport

Die Plattform wastebox.biz ist in Österreich

seit Herbst 2016 am Markt. Mithilfe

der App können insbesondere Baufirmen

die Entsorgung ihrer Abfälle besser

organisieren und die passende Abfuhrmöglichkeit

für ihre Baustelle bestellen.

Die Aufträge werden direkt an verfügbare

und logistisch günstig positionierte

Fahrer gemeldet. Neben der App

steht ein Webportal zur Verfügung, über

das die Bestellungen, Baustellendetails,

Entsorgungskosten und Lieferscheine in

Echtzeit bereitgestellt werden. Betreiber

der Plattform ist die österreichische Entsorgungsfirma

Saubermacher. Die Firma

deckt damit den Markt in Österreich ab.

Veolia Deutschland hat von Saubermacher

die Lizenz erworben, wastebox in

Deutschland, Frankreich und England

anzubieten.

Im Mittelpunkt der Plattform steht weniger

der Handel mit Recyclingmaterialien,

sondern vielmehr die Vernetzung

von Abfallbesitzern und Recyclern bzw.

Entsorgern. Der Fokus liegt auf mineralischen

Abfällen. wastebox akquiriert Aufträge

bei den Baufirmen und verhandelt

den Entsorgungspreis. Erhält wastebox

den Auftrag, wird die Plattform zum Abfallbesitzer.

Daraufhin beauftragt die

Plattform einen Entsorger mit der tatsächlichen

Entsorgung. Den Auftrag bekommt

derjenige Entsorger, der am

schnellsten den Auftrag annimmt. Ist der

Auftrag abgewickelt, erhält der Entsorger

eine Gutschrift. Die Nutzung der Online-

Plattform und Webversion ist kostenfrei.

wastebox erhält eine Vermittlungsgebühr

von 15 Prozent, die vom Entsorgungspreis

abgezogen wird, den die

Plattform von der Baufirma bekommt.

wurde gegründet, um Baustoffproduzenten

und Spediteure auf einer digitalen

Plattform mit Kunden aus dem Tiefsowie

dem Garten- und Landschaftsbau

zusammenzubringen. Diese Unternehmen

können mit der App alle gängigen

Schüttgüter bestellen. Der große Vorteil

dabei: Sie erhalten zeitnah mehrere Angebote

von Lieferanten im Umkreis von

150 Kilometern – innerhalb Nordrhein-

Westfalens werden zum Beispiel Sand,

Schotter und Splitt binnen weniger Stunden

geliefert. Bauunternehmen registrieren

sich über die App. Mit ein paar wenigen

Klicks gibt man alle wichtigen Informationen

zur Baustelle an, zum Beispiel

die maximale Befahrbarkeit, den

Vorarbeiter oder auch die Kostenstelle.

Anbieter können über ein Formular direkte

Partner werden. Für den Kunden

berechnet Schüttflix den optimalen Preis

aus Material- und Transportkosten und

präsentiert dem Kunden die Top 5 der

Angebote. Hat der Kunde sich entschieden,

landen die Aufträge in der Auftragsliste

des jeweiligen Unternehmens. Die

Unternehmensdaten werden einmal gemeinsam

mit einem persönlichen Ansprechpartner

angelegt, können aber

jederzeit geändert werden. Dazu können

Mitarbeiter mit unterschiedlichen Rollen

hinterlegt werden. Der Produktkatalog

von Schüttflix gibt an, welche Schüttgüter

zur Verfügung stehen und wie hoch

der Tonnenpreis ist. Unternehmen erhalten

Gutschriften und müssen keine Rechnungen

mehr ausstellen. In der Dokumentenübersicht

werden alle Gutschriften

und deren Höhe gelistet. Auf Wunsch

verschickt Schüttflix alle Dokumente

auch per Mail. Spediteure können sich

Touren und Aufträge raussuchen, die in

die vorgesehene Planung passen. Das

spart Leerfahrten und schafft Neukunden.

Dabei hilft die Umkreissuche, das

Ganze noch effizienter und bequemer zu

gestalten. Lieferungen können per Live-

Tracking verfolgt werden. Über ein hochgeladenes

Foto kann der Ablageort

genau festgelegt werden.

Der Download der App ist kostenlos.

Das Unternehmen finanziert sich nur aus

zustande gekommenen Transaktionen,

das heißt, es nimmt einen kleinen Aufschlag

auf den Lieferantenpreis und die

Transportkosten. Die Marge ist in dem in

der App angezeigten Preis frei Baustelle

schon enthalten – versteckte Kosten gibt

es nicht, so die Aussage der Plattform.

Lieferanten und Spediteure werden über

die Plattform per Gutschrift automatisch

bezahlt und der Kunde findet den aktuellen

Status seiner Rechnungen in der

App inklusive der Lieferscheine sauber

nach Bauvorhaben sortiert.

N1 Trading wurde 2017 von dem

Diplom-Bau- und Wirtschaftsingenieur

Christian Landes in Offenburg gemeinsam

mit der Volksbank e.G. gegründet.

Mittlerweile gibt es auch Büros in Heidelberg

und München. Im Vordergrund

Im Mittelpunkt der Plattform wastebox steht weniger

der Handel mit Recyclingmaterialien, sondern

vielmehr die Vernetzung von Abfallbesitzern und

Recyclern bzw. Entsorgern.

Schüttflix ist die wohl bekannteste

Plattform und dabei eigentlich ein Preisvergleichsportal

mit angeschlossenem

Transportmanagement-System. Die

Schüttgüter kommen von den rund

1.500 Lieferanten, die auf der Schüttflix-

Plattform aktiv sind: einerseits Produzenten

von Primärrohstoffen aus der Sandund

Kiesgewinnung oder der Natursteinindustrie,

andererseits Tiefbau-, Recycling-

oder Abbruchunternehmen, die

ihren Recycling-Schotter selbst vermarkten

wollen.

Das Gütersloher Tech-Start-up Schüttflix

hat seit seinem Start 2018 den

Schüttgut-Markt in Deutschland ordentlich

aufgemischt. Die Schüttflix GmbH

recycling aktiv 3/2022 23


Materialumschlag & Transport

stehen digitale Lösungen für die Bauindustrie

in allen Phasen des Bauzyklus.

Digitale Marktplätze oder Software-Applikationen

sollen die einzelnen Prozesse

optimieren und aufeinander abstimmen.

All dies soll mithilfe der Künstlichen Intelligenz

(KI) erfolgen, um Daten zusammenzuführen,

zu analysieren und notwendige

Folgerungen daraus abzuleiten.

Bereits in der Planungsphase wird unterschieden,

welche Baustoffe benötigt

werden und welche anfallen, die an anderer

Stelle wiederverwertet werden

können. Die Erfassung passiert über temporäre

Depots, die es in dieser Form

bisher nicht gab.

Genau hier kommt nämlich die KI zum

Einsatz, denn in den Leistungsverzeichnissen

ist hinterlegt, was wann, wo und

wie gebaut werden soll. Diese werden

ausgelesen, hinsichtlich Menge und Art

der Baustoffe, der Körnung oder der

eventuellen Belastung. Daraus generiert

die KI ein Depot – und nun muss nur

noch entschieden werden, ob das Material

intern oder extern am Markt angeboten

werden soll. Die Software dazu

nennt sich Site-Depot, und ganz klar:

Gerade bei Baumaßnahmen geht es fast

immer um regionale Standorte und

damit auch darum, möglichst lange

Fahrwege zu vermeiden und einen Baustoff

wieder vor Ort einzusetzen. Genau

dies entspricht dem Nachhaltigkeitsaspekt,

der auch mit Blick auf Klimaschutz

immer wichtiger wird.

Ein direkter „Ableger“ von N1 Trading

ist EASPHALT, die erste neutrale B2B-

Plattform für den Ein- und Verkauf von

Asphaltmischgut, die Direktgeschäfte

zwischen Anbietern und Abnehmern ermöglicht.

Auch EBITUMEN gehört zur

N1-Trading-Familie. EBITUMEN ist eine

Mit der Schüttflix-

App lassen sich

alle gängigen

Schüttgüter

bestellen.

Fotos: Wastebox,

Schüttflix, hst, Silvie

Felgueiras

neutrale und unabhängige E-Procurement-Plattform

für Bitumen und optimiert

branchenübliche Handelsprozesse

durch die Digitalisierung des Beschaffungsprozesses.

Durch EBITUMEN werden

Kommunikationswege in Bezug auf

Preisanfrage und Preisabgabe verkürzt

und somit der Anfrage-Angebot-Prozess

vereinfacht. Mit wenigen Klicks werden

Anfragen an mehrere Anbieter versendet

und diese übermitteln direkt über die

Plattform einen Preis an den Abnehmer.

Im individuellen Nutzerkonto ergibt sich

automatisch ein Preisvergleich, um den

besten Preis für beide Seiten zu finden.

Unsere Schwesterzeitschrift Gesteins-

Perspektiven hat in ihrer Ausgabe 2 vom

6. April 2021 ein ausführliches Interview

mit Christian Landes veröffentlicht, das

die Unternehmensphilosophie sehr eingehend

schildert.

Bei der Plattform scrappel muss sich

die vertretungsberechtigte Person eines

Unternehmens über die Identitätsüberprüfungsplattform

IDnow verifizieren,

damit sie und weitere Mitarbeiter die

Handelsplattform nutzen können. Somit

wird sichergestellt, dass keine unberechtigten

Personen im Namen eines Unternehmens

agieren. Zudem können Zahlungen

per Lastschrift zum vereinbarten

Zeitpunkt oder über ein zwischengelagertes

Treuhandkonto erfolgen, was zusätzlichen

Schutz bietet. Alternativ können

Rechnungen an den Partner Euler

Hermes verkauft werden, wodurch der

Verkäufer das Geld sofort erhält und das

Risiko eines Zahlungsausfalls gänzlich

eliminiert wird. Sicherheitsbedenken

werden so aus dem Weg geräumt, während

die Bündelung aller Aktivitäten auf

einer Plattform besseren Überblick verschafft

und damit die Abwicklung einst

komplexer Entscheidungs- und Kaufprozesse

um ein Vielfaches vereinfacht. Dazu

zählt auch die digitale Verwaltung der

Dokumente rund um den Handelsprozess

sowie die Koordination der Logistik.

Vertrauen und Informationsvorsprung

sind entscheidend.

Und was dürfen wir daraus

folgern?

Das wohl zentralste Problem im Handel

mit Roh- und Wertstoffen beruht auf Informationsdefiziten.

Der Markt ist sowohl

für Anbieter als auch für Käufer unübersichtlich:

Angebote werden kaum zentral

gebündelt dargestellt, was die Wahl des

passenden Handelspartners erheblich

einschränkt. Meist vertrauen Marktteilnehmer

auf langjährig gewachsene

Strukturen und handeln nur mit den lokalen

Partnern, die sie bereits kennen.

Nicht selten hat das zur Folge, dass geeignete

und möglicherweise bessere Angebote

erst gar nicht in Betracht gezogen

werden – obwohl beide Seiten bessere

Preise erzielen könnten. Die traditionell

analoge Wertstoffhandel-Branche ist auf

dem besten Wege, ihre digitale Transformation

zu vollziehen – und das ist wohl

ein Schritt in die richtige Richtung. In

Anbetracht vieler Vorteile macht es Sinn,

Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung

des Wertstoffhandels abzubauen. Das

haben sich auch die Branchenverbände

auf die Fahne geschrieben. Da die digitalen

Plattformen offensichtlich damit

auf dem Vormarsch sind, werden wir

allerdings schnell wissen, wie die bestehenden

Handels- und Marktstrukturen

auf die digitale Transformation reagieren

werden. Text: Sylvie Felgueiras, Helmut Strauß

www.myn1.one

www.easphalt.one

www.ebitumen.one

www.schrott24.de

www.onescrap-gmbh.business.site

www.scrappel.com

www.secontrade.com

www.wastebox.biz

www.schuettflix.de

24 recycling aktiv 3/2022


The Game Changer

Spielt in einer anderen Liga

Neues Level erreicht! Von Grund auf neu konzipiert und in enger Zusammen arbeit

mit unseren Kunden entwickelt, entstand mit dem GMM 50-5 ein Mehrschalen -

greifer, der mit Blick auf Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer

seinesgleichen sucht.

www.liebherr.com/gmm-50-5

Anbauwerkzeuge


Materialumschlag & Transport

Der neue GMM 50-5 ist

prädestiniert für härteste

Einsätze im Bereich der

Recycling- und Schrottverwertung.

Für unterschiedliche

Materialien

stehen drei Schalenformen

zur Auswahl.

Foto: Liebherr-Hydraulikbagger GmbH

Liebherr

Neuer Mehrschalengreifer für harte Einsatzbedingungen

Mit dem Fünfschalengreifer GMM

50-5 präsentiert Liebherr ein neues

Anbauwerkzeug, das insbesondere für

die harten Einsatzanforderungen im Bereich

der Recycling- und Schrottverwertung

entwickelt wurde. Ein umfangreiches

Portfolio an Schalenformen sowie

eine breite Auswahl an Optionen führen

dazu, dass unterschiedlichste Materialien

in der Recycling- und Schrottverwertung

effizient umgeschlagen werden können.

Bei der Herstellung des neuen Greifers

werden ausschließlich hochwertigste

Materialien verwendet. Der GMM 50-5

ist für Umschlagmaschinen mit einem

Einsatzgewicht von 35 bis 55 Tonnen

verfügbar.

Die Bauteile des neuen GMM 50-5 sind

aus massivem Stahlguss sowie verschleißarmen,

hochfesten Stahlblechen gefertigt.

Die besondere Form des Schalenträgers

und der Greiferschalen wurde auf

Basis modernster Berechnungs- und Simulationssoftware

entwickelt. Dank dieses

modernen Entwicklungsprozesses ist

der neue Greifer trotz seines geringen

Eigengewichts äußert robust und widerstandsfähig.

In der Konstruktionsphase

wurde ein hohes Augenmerk auf maximale

Langlebigkeit gelegt: Um das hohe

Drehmoment aufzuteilen, wurde beispielsweise

der Drehantrieb serienmäßig

mit zwei Motoren ausgestattet. Das erhöht

die Lebensdauer und minimiert den

Verschleiß deutlich. Sowohl Drehdurchführung

als auch der verstärkte Drehantrieb

sind mehrfach abgedichtet und so

optimal vor äußeren Einflüssen, wie beispielsweise

Staub und Wasser, geschützt.

Große und strömungsoptimierte Ölkanäle

sorgen nicht nur für schnelle Arbeitsgeschwindigkeiten,

sondern zudem auch

für einen effizienten Maschinenbetrieb.

Serienmäßig zum Greiferumfang gehört

auch der abgedichtete und verdrehsichere

Kolbenstangenschutz für die Hydraulikzylinder.

Letztere sind mit einer neuen

Zylinderkinematik ausgestattet, die auch

bei eintretendem Verschleiß der Schale

ein lang anhaltend gutes Schließbild gewährleisten.

Ein neu gestalteter Verschleißrücken

auf den Schalen verlängert

zudem die Lebensdauer. Lang anhaltend

gutes und präzises Eindringen in unterschiedlichste

Schrott- und Recyclingmaterialien

ist der besonderen Form und

Ausrichtung der Schalenspitzen zu verdanken.

Für eine lange Stand- und Lebenszeit

ist diese aus einem neuartigen

Werkstoff hergestellt. Da die Schmierpunkte

ergonomisch angeordnet sind,

wird der GMM 50-5 optimal und innerhalb

kürzester Zeit mit notwendigen

Schmierungen versorgt. Dank des optionalen

Motor- und Schlauchschutzes

werden Beschädigungen an Drehmotoren

und Hydraulikleitungen minimiert.

Das regelmäßige, automatische Abschmieren

aller zentralen Punkte übernimmt

eine optionale Zentralschmieranlage.

Zur Absicherung von Magnetplatten

kann der GMM 50-5 mit einer Lastöse

ausgestattet werden. Um die Flanken

des oftmals sehr beanspruchten Innenblechs

des Greifers vor Abnutzung zu

schützen, können die Schalen mit einem

Verstärkungssatz aus verschleißresistenten

Blechen ausgestattet werden.

Der GMM 50-5 ist speziell für bestmögliches

Greifen von Misch- und

Schredderschrott sowie Spänen mit Inhalten

von bis zu 1,10 m³ konzipiert. Für

den Umschlag unterschiedlichster Materialien

stehen insgesamt drei Schalenformen

zur Auswahl: Die Variante mit offenen

Schalen eignet sich für den Umschlag

von großformatigen und sperrigen

Schrottgegenständen. Für mittelgroße,

gemischte Materialien und Scherenschrott

eignet sich die Variante mit halb

geschlossenen Schalen. Kleinteilige,

feinkörnige Materialien und Späne können

hingegen mit den geschlossenen,

herzförmigen Schalen umgeschlagen

werden.

www.liebherr.com

26 recycling aktiv 3/2022


Materialumschlag & Transport

Liebherr

Neue App „MyAssistant for Earthmoving“ macht das Arbeiten leichter

Die neue App MyAssistant for Earthmoving stellt alle

relevanten Informationen rund um die

Maschinenbedienung und -wartung von Liebherr-

Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen

digital zur Verfügung. Foto: Liebherr

Liebherr hat mit der MyAssistant for Earthmoving eine neue

App entwickelt, die Maschinenbedienern bei ihrer täglichen

Arbeit mit Baumaschinen große Unterstützung bieten

wird. Die mobile Anwendung ist für Mobilbagger, Materialumschlagmaschinen

und Radlader der Generation 6.0 und

höher sowie für Raupenbagger, Planier- und Laderaupen,

Teleskoplader und Rohrleger ab der Generation 8.0 verfügbar.

Die mobile Anwendung kann ab sofort kostenfrei über

den Apple App Store sowie den Google Play Store heruntergeladen

werden.

Nach erfolgreicher Authentifizierung über das MyLiebherr-

Portal steht dem User der volle Funktionsumfang zur Verfügung:

Nach dem Login werden dem User alle Liebherr-

Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen des Fuhrparks

seines Unternehmens bei MyLiebherr über ein Dropdown-Menü

bereitgestellt. Anhand der Modellbezeichnung

sowie der Seriennummer erfolgt die entsprechende Maschinenauswahl.

Die im Anschluss in der Applikation aufgeführten

Menükacheln „Bediensymbol scannen“, „Betriebsanleitungen“,

„Ersatzteilkatalog“ sowie „Videos und Tutorials“

beziehen sich ausschließlich auf die vom User ausgewählte

Maschine. Mit der Funktion „Bediensymbol scannen“ können

unbekannte Symbole auf Bedienpanels, Tastaturen und

Schaltern sowie auf der Bedienfolie in der Fahrerkabine identifiziert

werden. Der User kann einfach, schnell und unkompliziert

mit der Kamera seines Smartphones das entsprechende

Symbol einscannen. Nach erfolgreichem Abgleich mit

der Symboldatenbank werden dem User die in den Kontext

passenden Lösungsvorschläge mit entsprechenden Links zur

Liebherr-Betriebsanleitung angezeigt. Durch die schnelle

Analyse des Symbols spart der Maschinenbediener nicht nur

wertvolle Zeit. Gleichzeitig führt dies auch dazu, dass in

Folge der entsprechenden Anzeige zur Bezeichnung und

Beschreibung bisher unbekannter oder neuer Symbole diese

durch den Maschinenbediener besser in den Kontext eingeordnet

werden können und hierdurch die Sicherheit im

täglichen Baustellenbetrieb gesteigert wird. Maschinenbediener,

deren Unternehmen über einen großen Maschinenpark

verfügen, wo häufige Maschinenwechsel stattfinden,

sowie Berufseinsteiger oder Maschinenbediener mit wenig

Erfahrung profitieren besonders von dieser Funktion.

Darüber hinaus steht dem User über die App die gesamte

Liebherr-Betriebsanleitung digital zur Verfügung. Weiterhin

können benötigte Ersatzteile in der gleichnamigen Menükachel

ausgewählt und in den Warenkorb gelegt werden. Je

nach hinterlegter Berechtigungsstufe in MyLiebherr kann

anschließend eine entsprechende Bestellung ausgelöst werden.

Spannende Videos sowie Tutorials geben weiterführende

Informationen rund um die Bedienung und Wartung des

ausgewählten Maschinentyps.

www.liebherr.com

perma Schmiersysteme

sind der erste Schritt in Richtung

Automatisierung und Digitalisierung

Ihrer Anlagen.

perma-tec.com/recycling


Kunststoffe

Kunststofffaser-Taue werden

zerkleinert und zu Granulat

extrudiert.

Der Weima W5.22-Ein-Wellen-Zerkleinerer eignet sich für

Kunststoffe aller Art. Fotos: Weima

Weima

Ghost(net)buster in den Niederlanden

Mit der Inbetriebnahme des Healix-

Recyclingzentrums in Maastricht

sagt Gründer Marcel Alberts sogenannten

Ghost Nets den Kampf an. Damit

sind zurückgelassene, frei herumschwimmende

Fischernetze und Taue gemeint,

die die Weltmeere verschmutzen – und

die viele von einprägsamen Fotos samt

sich darin verfangener Schildkröten oder

anderen Ozeanbewohnern leider nur zu

gut kennen. 2020, dem Gründungsjahr

von Healix, wurde auch Marcel Alberts

bewusst, dass dringend etwas gegen das

Meeresplastikproblem unternommen

werden muss. Über zwei Jahrzehnte

wertvolle Erfahrung in der Faser- und

Textilindustrie halfen ihm, seine Idee

auch umzusetzen. Ausrangierte und kaputte

Netze, Seile und Taue aus der Fischerei

und Agrarwirtschaft sollten gesammelt

und anschließend recycelt werden.

Healix gibt an, dass solche Ghost

Nets mindestens 30 Prozent des sogenannten

Pazifischen Müllstrudels (Great

Pacific garbage patch) ausmachen. Und

dieser ist Schätzungen zufolge über 1,6

Millionen Quadratkilometer groß. Das ist

in etwa die Fläche Frankreichs – mal drei.

Aus den von nationalen Sammelzentren

bezogenen herrenlosen Kunststofffasern,

mehrheitlich aus PP und HDPE,

sollte wieder etwas Neues entstehen.

Dazu gehören unter anderem Fischernetze,

Verpackungsprodukte wie Big Bags,

Seile, besonders reißfestes Garn und weitere

faserbasierte Materialien aus der

Agrarwirtschaft. Damit es mit dem

Closed Loop und der Produktion von rPPund

rHDPE-Granulat auch wirklich

klappt, setzt Healix auf State-of-the-art-

Recyclingtechnik. Für den ersten Schritt,

die Zerkleinerung, kommt in den brandneuen

Fertigungshallen ein Weima-

W5.22 Ein-Wellen-Shredder mit 2.200

mm Arbeitsbreite zum Einsatz. Er ist mit

einem durchsatzstarken Hydraulik -

antrieb von Hägglunds Bosch Rexroth

ausgestattet. Außerdem verfügt der

knapp 12 Tonnen schwere Stahlkoloss

über einen großzügigen Wartungszugang,

wodurch man komfortabel in den

Innenraum zum Rotor gelangt. Gemeinsam

mit Weima Sales Director Patrick

Henzler wurde das Projekt weiter vorangetrieben.

Alberts entschied sich für den

besagten W5.22 und zieht heute ein

durchweg positives Zwischenfazit: „Alles

beginnt mit dem Shredder. Wenn der

nicht robust und zuverlässig ist, leiden

alle folgenden Produktionsschritte. Wir

lassen den Weima-Shredder über drei

Schichten hinweg durchgängig laufen.

Pro Stunde zerkleinert er durchschnittlich

etwa ein bis zwei Tonnen äußerst abrasives

Material. Das Ergebnis ist ideal für die

anschließende Waschung, Trocknung

und Extrusion. Homogene Stücke von ca.

50 mm Größe sind wichtig für uns.“

Von der ursprünglichen Idee bis zur

Inbetriebnahme des Recyclingzentrums

sind nicht einmal zwei Jahre vergangen.

Laut Healix betrug die Investitionssumme

etwa zehn Millionen Euro. Alberts

Ziel, mit Healix jährlich bis zu 6.000 Tonnen

Meeresplastik in Regranulat zu verwandeln,

ist auch ein Zeichen an den

Rest der Wirtschaft und Gesellschaft. Mit

viel Mut, Engagement und den richtigen

Technologiepartnern ist man dem Traum

einer Kreislaufwirtschaft samt klimaneutralem

Kontinent wieder ein Stück

näher gekommen.

www.weima.com

28 recycling aktiv 3/2022


Kunststoffe

PreZero

Neue Produkte aus

recyceltem Kunststoff

Innerhalb der Schwarz-Gruppe werden

verschiedene Haushaltswaren angeboten,

die aus recyceltem Kunststoff von

PreZero bestehen. Das Abfall- und Recyclingunternehmen

deckt dabei einen

großen Teil des Wertstoffkreislaufs selbst

ab. Neben Aufbewahrungsboxen, Wäschekörben

oder Kleiderbügeln sind erstmals

auch Produkte für den Gartenbereich

wie eine Garten- und Allzwecktruhe

im Sortiment zu finden.

Für die Recyclingprodukte der Schwarz-

Gruppe sammelt und sortiert PreZero die

Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten

nicht nur, sie werden in den eigenen Recyclinganlagen

in Europa anschließend

auch wieder zu neuen Rohstoffen recycelt.

Dafür werden sie zunächst gewaschen

und zerkleinert. Es folgt der wichtigste

Schritt im Recyclingprozess: Im

leistungsfähigen Extruder, dem Kernstück

der Anlage, wird das Material zu

hochwertigen Regranulaten in verschiedensten

Farben und mit spezifischen Eigenschaften

geschmolzen und verdichtet.

Fast alle Regranulate werden bei

PreZero individuell nach Kundenvorgabe

entwickelt – zum Beispiel hinsichtlich

Härte, Elastizität, Bruchfestigkeit, Temperatur

und chemischer Beständigkeit. Sie

Mit einer Produktionskapazität von rund 95.000 Tonnen/Jahr in Europa und etwa

200 Mitarbeitern setzt sich PreZero Polymers dafür ein, dem weltweiten

Kunststoffabfall ein neues Leben zu schenken. Foto: PreZero

sind damit eine echte, nachhaltige Alternative

zu neu produziertem „Virgin-Material”,

was die Ökobilanz der daraus

entstehenden Produkte deutlich verbessert.

So auch die der Haushaltsprodukte

für die Schwarz-Gruppe, die, so der Hersteller,

zu „100 Prozent aus recyceltem

Kunststoff bestehen“. Der Plastikanteil

mit circa 95 Prozent des Produkts besteht

zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik,

daneben werden mit rund 5 Prozent Additive

und Farben verwendet. Der gesamte

Recycling- und Herstellungsprozess

erfolgt in Europa, wodurch zusätzlich

Ressourcen eingespart werden und

die Umwelt geschont wird.

www.prezero-international.com

years

ARJES

„Als Teamleiter für die IMPAKTOR Fertigung

vertrauen wir sehr auf die Kompetenz unserer

Mitarbeiter. Jeder kennt seinen Aufgabenbereich

und für Spezialaufträge werden stets gemeinsame

Lösungen gefunden.“

STARKE MARKEN BRAUCHEN STARKE PERSÖNLICHKEITEN

Johann Spister / Sergej Bitter (seit 2007 / 2008 bei ARJES)

Darum setzen wir auf den Zweiwellenzerkleinerer

IMPAKTOR 250 evo

Die mobile Kompaktklasse von ARJES

www.arjes.de


Papier, Pappe, Kartonagen

Herzstück der Anlage sind die Redwave-

Sortiermaschinen der neuesten Generation

Redwave 2i, die hochwertiges De-Inkingpapier

vom Altpapierstrom trennen. Foto: Redwave

Redwave & Entsorgungstechnik Bavaria

Eine der modernsten Altpapiersortieranlagen Österreichs

Seit über 140 Jahren ist Loacker Recycling

ein stark wachsendes Familienunternehmen,

das in der Entsorgungsund

Recyclingbranche, insbesondere in

den Bereichen Sammlung, Sortierung

und Aufbereitung von Wertstoffen tätig

ist. Mit rund 40 Betriebsstätten, ca. 1.300

Mitarbeitern und 3.500 Sammelbehältern

in sieben Ländern steht die Loacker

Recycling Gruppe mit an der Spitze der

europäischen Entsorgungsbranche. Um

die Effizienz des Sortierprozesses zu erhöhen,

sollte im vorarlbergischen Götzis

ein Anlagenumbau bei Loacker stattfinden.

Ziel war, die Sortiertiefe und Reinheit

zu verbessern sowie die Möglichkeit

zu schaffen, sich auf den wandelnden

Papiermarkt schnellstmöglich einzustellen

und mit der passenden Sortierung

darauf zu reagieren. Die Anforderungen

an die Papierindustrie haben sich in den

letzten Jahren stark verändert. Der Kartonage-

und Verpackungsanteil sowie

Verunreinigungen durch papierfremde

Stoffe sind erheblich gestiegen. Redwave

unterstützt Recyclingunternehmen mit

flexiblen Sortiersystemen, um auf solche

Veränderungen rasch und effizient reagieren

zu können.

Das technologische Herzstück der Anlage

stellen die Redwave-Sortiermaschinen

der neuesten Generation Redwave

2i dar. Drei Redwave 2i trennen hochwertiges

De-Inkingpapier vom Altpapierstrom

und garantieren die hohe Qualität

des Endproduktes. Das Upgrade des Sortierprozesses

sollte von der Demontage

der Altanlage bis zur Abnahme der Neuanlage

in der Rekordzeit von nur sechs

Wochen realisiert werden. Die auf Kundenwunsch

hin abgestimmte Aufbereitungsanlage

wurde nach intensiven Planungs-

und Beratungsgesprächen vom

Partnerunternehmen Entsorgungstechnik

Bavaria entwickelt, konstruiert und in

Betrieb genommen. War schon die Planung

der gesamten Anlage in nur fünf

Monaten – bei gleichzeitig pandemiebedingten

Lieferschwierigkeiten und Einschränkungen

– ein ehrgeiziges Ziel, so

war die Herausforderung, die alte Anlage

stillzulegen und die neue in nur sechs

Wochen zu installieren, noch größer.

Beide Ziele wurden erfolgreich erreicht.

Im Juli 2021 startete der Rückbau der

bestehenden Förderbänder und Sortiertechnik,

im September 2021 waren die

letzten Arbeiten abgeschlossen und die

Anlage wieder in Betrieb. Seither gewinnt

Loacker hochwertiges und sortenreines

De-Inkingpapier, Kartonagen und

Mischpapier, die als nachhaltiger Sekundärrohstoff

wiederverwendet werden.

Zusätzlich konnten durch das Anlagenupgrade

rund 50 Prozent der Personalkosten

im manuellen Sortierbereich

optimiert werden.

www.redwave.com

www.et-bavaria.eu

30 recycling aktiv 3/2022


KURZ

PORTRAIT

WIR BEWEGEN WAS.

AUFBEREITUNGSANLAGEN VERMIETUNG & VERKAUF

BAUMASCHINEN VERMIETUNG & VERKAUF

SPEZIAL- UND SCHWERTRANSPORTE

NUTZFAHRZEUGTECHNIK

STRASSENREINIGUNG

MINERALÖLHANDEL

Kurz Holding GmbH

Ölgrabenstraße 9

71292 Friolzheim

Telefon: +49 7044 400999-0

E-Mail: info@kurzgruppe.com

www.kurzgruppe.com

www.kurzgruppe.com


ecycling aktiv ON TOUR

HWH & Arjes

Erfolgreiche

Dreierbeziehung

Mit dem VZ 850 bietet Arjes

einen hydraulischen

Vorzerkleinerer an, der einen

hervorragenden Ruf genießt.

Das war einer der Gründe für

HWH Machines, sich für Arjes

als Exklusiv-Händler in

Süddeutschland zu engagieren.

Seit Anfang Mai ist ein VZ 850

„Final Edition“ auf dem

Biomassehof Chiemgau im

Einsatz – eine interessante

„Dreierbeziehung“, die wir uns

mal näher betrachten durften.

Nachhaltig handeln – Biomasse verstehen“–

unter diesem Motto verarbeitet

der im idyllischen Chieming am

Chiemsee gelegene Biomassehof Chiemgau

regional gesammelte Altholzprodukte

aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten

für eine stoffliche und thermische

Wiederverwertung. Das 2016

von der Schaumaier Nachfolger GmbH

und der Landschaftspflege Mayer GmbH

gegründete Gemeinschaftsunternehmen

hat sich insbesondere auf die Weiterverarbeitung

von Altholz der Kategorien

I bis IV spezialisiert, daneben werden

auch Wurzelstöcke und Schwemmholz

verarbeitet. „Rund 70 Prozent der Endprodukte

gehen in die stoffliche Verwertung,

das ist vor allem die österreichische

Spanplattenindustrie, und 30 Prozent in

die thermische Schiene“, erläutert uns

Claus Egger, zusammen mit Josef Mayer

Geschäftsführer des sehr sauber und auf-

geräumt wirkenden Biomassebetriebes.

„Für beide Absatzwege benötigen wir

eine qualitativ sehr hochwertige Aufbereitung,

um die geforderten Korngrößen

wie zum Beispiel G100 in der geforderten

Qualität zuverlässig liefern zu können“,

so Claus Egger weiter. Und genau hier

beginnt das neue Kapitel mit Arjes und

der HWH Machines GmbH aus Oberderdingen

bei Bruchsal.

Weiteres Standbein mit Arjes

Schon länger gab es bei dem bisher eingesetzten

Zerkleinerer Probleme mit der

Zuverlässigkeit und dem Service, es sollte

ein neues Gerät her, und an dieser

Stelle kam mit Rainer-Maria Kugler als

Gesamtvertriebsleiter Recycling-Technik

bei HWH der genau richtige Partner ins

Spiel. Claus Egger: „Ich kannte ihn schon

länger, er ist praktisch ein Urgestirn, mit

32 recycling aktiv 3/2022


Biomasse, Kompost, Holz

Gleich geht es los – der neue VZ 850

fährt zu seinem ersten Einsatz.

Rohstoff für den

Biomassehof – und

Futter für den Arjes.

Vor dem ersten

Einsatz zunächst die

detaillierte Einführung

– Chris Erbe hat

aufmerksame Zuhörer.

über 40 Jahren Erfahrung im Vertrieb.“

Hilfreich war sicherlich auch, dass HWH

seit August 2021 Exklusiv-Händler für

Arjes-Zerkleinerer in Bayern ist. Rainer-

Maria Kugler erläutert dazu die Firmenphilosophie

von HWH: „Schwerpunkt

von HWH ist eigentlich der An- und Verkauf

von gebrauchten Umschlagmaschinen.

Wir kaufen diese herstellerunabhängig

deutschlandweit an und verkaufen

sie weltweit weiter, und hier helfen uns

natürlich auch meine Kontakte. Daneben

wollten wir uns aber auch ein weiteres

Standbein erschließen und kamen mit

Arjes ins Gespräch. Arjes ist als Hersteller

sehr hochwertiger Maschinen bekannt.

Da wir nicht nur sehr gute Kundenkontakte

für gebrauchte Arjes-Zerkleinerer,

sondern selbst auch Kunden haben, die

sich für neue Zerkleinerer interessieren,

war das beiderseitige Interesse sofort da.

Dazu kommt, dass unsere Kunden mit

recycling aktiv 3/2022 33


ON TOUR: Biomasse, Kompost, Holz

Zwei-Wellen-System, starker Volvo-Motor, Kettenlaufwerk und Überbandmagnet

sind wichtige Details des VZ 850 DK.

unseren Service-Leistungen bei den Umschlagmaschinen

sehr zufrieden und

damit auch an weiteren Geschäftsbeziehungen

interessiert sind.“ Das passte

insgesamt sehr gut in die Vorstellungen

von Arjes, um einen zunehmend größeren

Markt zielgerichtet und kundenorientiert

bearbeiten zu können. Dabei ging

es vor allem um den Vertrieb in Süddeutschland

und insbesondere in Bayern,

um den sich zukünftig seitens HWH Lennart

Stecher kümmern wird.

Um Claus Egger und die Mannschaft

des Biomassehofes Chiemgau von den

HWH Machines

GmbH

Robert-Bosch-Ring 12

75038 Oberderdingen

Telefon: +49 (0) 7258 9509120

Telefax: +49 (0) 7258 9509149

E-Mail: service@hwh-machines.com

www.hwh-machines.com

www.arjes.de

www.biomassehof-chiemgau.de

Qualitäten der Arjes-Zerkleinerer zu

überzeugen, wurde ein VZ 850 D als

Vorführmaschine nach Chieming gebracht,

und „genau die hat uns alle begeistert“,

wie Claus Egger bestätigen

kann. „Wir konnten an unserem Standort

mit unseren Materialien arbeiten,

und dieser Zerkleinerer hat unsere Erwartungen

voll erfüllt.“

VZ 850 mit Legendenstatus

Das ist auch eigentlich gar nicht weiter

verwunderlich, handelt es sich beim VZ

850 doch um eine Maschine, der man

heute fast einen „Legendenstatus“ bescheinigen

darf. Das erläutert uns am

besten Chris Erbe, Arjes-Außendienstmitarbeiter:

„VZ bedeutet Vor-Zerkleinerer

und diese Reihe gibt es bereits seit 2012.

Davor gab es sogar schon um 1997 die

von Norbert Hammel entwickelten Vorgängermodelle

mit dem heute so geschätzten

Zwei-Wellen-System. Daher ist

Arjes auf die Entwicklung und Fertigung

innovativer, langsamlaufender Zwei-

Wellen-Zerkleinerer spezialisiert. Um nahezu

jeden Einsatzbereich optimal zu

bewältigen, ist ein synchroner wie auch

ein nahezu asynchroner Wellenlauf möglich.

Die Konfiguration der Werkzeugwellen

wird den jeweiligen Anforderungen

der Kunden individuell angepasst. Das

System wurde kontinuierlich weiterentwickelt,

sodass heute ein einfacher

Wechsel des Wellenpaares durch unsere

Schnellwechselkassette sehr schnell erfolgen

kann. Unsere Zerkleinerungswellen

bestehen zudem aus einem hochverschleißfesten

Stahl mit ausgezeichneter

Oberflächenaufhärtung.“

Mit dem VZ 850 DK hat sich der Biomassehof

Chiemgau für das Modell entschieden,

das mit seinem synchronen

Wellensystem gerade für seine sehr homogenen

und sauberen Endprodukte

geschätzt wird. Dass diese Maschine

zudem sehr robust und störstoffresistent

ist, braucht nicht weiter betont zu werden.

Bei einer Verarbeitungskapazität

von rund 40.000 Tonnen Input pro Jahr

ist das für den Biomassehof Chiemgau

schon ein sehr wichtiges Argument. Das

„K“ in der Namensgebung kennzeichnet

übrigens eine mit ihrem Kettenlaufwerk

sehr mobile Maschine, was für Claus

Egger bei der Biomassehoffläche von

rund 3 ha mit kaufentscheidend war.

Chris Erbe spricht ein weiteres Thema an:

„Allen Unkenrufen zum Trotz – unsere

Wellen halten weitaus länger als nur 200

Stunden, wir gehen von mindestens 500

Stunden aus, und der hier eingesetzte

Vorführer hat problemlos über 800 Stunden

mit dem gleichen Wellenpaar gearbeitet.

Wichtig ist immer die Qualität der

34 recycling aktiv 3/2022


Biomasse, Kompost, Holz

Materialzerkleinerung, es soll geschnitten

und nicht gebrochen werden.“

Würdiger Nachfolger

Anfang Mai wurde der neue VZ 850 DK

in Betrieb genommen – die Zusatzbezeichnung

„Final Edition“ könnte etwas

Wehmut aufkommen lassen, aber dem

ist natürlich nicht so, wie Chris Erbe anmerkt:

„Unsere VZ-850er-Reihe geht

zwar in den wohlverdienten Ruhestand,

aber dieses Erfolgsmodell können wir

heute schon fast als Legende bezeichnen.

Mit dem neuen EKOMAXX 800 gibt es

einen mehr als würdigen Nachfolger.

Wir werden zudem unsere Zerkleinerer

auf asynchrone Wellensysteme umstellen,

die sich bei unterschiedlichen Aufgabematerialien

einfach besser bewährt

haben und vom Markt entsprechend

stärker nachgefragt werden.“ Dass diese

eigentlich noch so junge Dreierbeziehung

funktioniert, bestätigt abschließend

auch Claus Egger: „Für die Schaumaier-Gruppe

werden wir noch einen

Arjes Impaktor 250 evo kaufen, das Konzept

und die Maschine haben uns einfach

überzeugt.“ Ein „flotter Dreier“ also,

dieser Besuch hat sich wieder einmal

gelohnt.

(hst)

Zufriedene Gesichter (von links nach

rechts): Reiner Göhler (Biomassehof

Chiemgau), Peter Hermann

(Biomassehof Chiemgau), Stefan

Mayer (Landschaftspflege Mayer),

Claus Egger (Schaumaier Recycling),

Rainer Maria Kugler (HWH), Josef

Mayer (Landschaftspflege Mayer)

und Lennart Stecher (HWH).

Fotos: hst

Der erste Einsatz hat voll überzeugt.

IHR EXPERTE FÜR UMSCHLAG- UND

RECYCLINGTECHNIK

+49 7258 950 91 20

www.hwh-machines.com


Biomasse, Kompost, Holz

Der Jenz-Chippertruck

hybrid im Einsatz.

Foto: Jenz GmbH

Der Cat C18 überzeugt

durch Leistung und hohes

Drehmoment.

Foto: Zeppelin Power Systems

Zeppelin Power Systems & Jenz

Caterpillar-Motoren für den neuen Chippertruck hybrid

Seit über 20 Jahren stattet Zeppelin

Power Systems Zerkleinerungsmaschinen

wie Mobilhacker und Biomasseaufbereiter

des Familienunternehmens

Jenz aus. 2021 erfolgte der Startschuss

für ein neues Projekt mit dem Caterpillar-

Motor C18. Dieser Motor mit neuester

Abgastechnologie wurde bisher fünfmal

ausgeliefert, weitere 15 Stück werden

zeitnah folgen. Unter anderem kommen

die Cat-Motoren im modernen Chippertruck

hybrid und dem Biomasseaufbereiter

BA 1016 zum Einsatz. Bei den dort

verbauten Caterpillar-Motoren handelt

es sich um einen Cat C18 mit einer Leistung

von 597 kW der Emissionsstufe EU

V/EPA TIER 4 Final sowie allen notwendigen

Zertifizierungen für hochregulierte

Länder. Als einziger Motor seiner Leistungsklasse

wird dieser ohne Second

fluid (AdBlue) betrieben. „Das Besondere

an diesem Motor ist, dass keine komplexe

Installation des Abgasnachbehandlungsmoduls

erforderlich ist. Es gibt keinen

großen AdBlue-Tank, der mit dem

SCR-Katalysator verbunden und verdrahtet

werden muss. All das entfällt hier, was

die Einbaukosten reduziert. Der Wartungs-

und Instandhaltungsaufwand

wird durch das nicht benötigte DPF- und

SCR-System minimiert“, erklärt Andreas

Reichardt, Vertriebsingenieur bei Zeppelin

Power Systems. „Zusätzlich überzeugt

der seriell aufgeladene C18 nicht nur

durch seine hohe Leistung, sondern auch

durch ein hohes Drehmoment. Bei 1.300

Umdrehungen liegt unser Spitzendrehmoment

bei knapp 3.710 Newtonmeter“,

berichtet Harm Böckmann, Projektingenieur

bei Zeppelin Power Systems.

Durch die Verwendung eines variablen,

hydraulisch angetriebenen Lüfters werden

Geräuschemissionen deutlich reduziert

und es kann eine Kraftstoffersparnis

von 15 bis 20 Prozent erreicht werden.

„Die einfache Technik und Handhabung

des Motors waren ausschlaggebend

dafür, dass wir uns für diesen entschieden

haben“, erklärt Lars Egbers,

Entwicklungsingenieur bei der Jenz

GmbH. Das Familienunternehmen Jenz

produziert Maschinen für die Aufbereitung

holzartiger Biomasse im Leistungsbereich

von 110 bis 972 kW. Der auf der

IFAT vorgestellte Chippertruck hybrid hat

einen leistungsstarken Aufbaumotor mit

bis zu 812 PS für den Antrieb der Hacktrommel

sowie einen leistungsstarken

Einzug mit einer Einzugshöhe von 900

mm. Das Überladen des Hackguts ist in

fast alle Richtungen mit einem serienmäßig

schwenkbaren, hydraulischen Austrag

möglich. In der Maschinenausstattung

kann zwischen einer Cobra- und

einer Lkw-Kabine mit Mähverglasung

gewählt werden.

2001 gewann Zeppelin Power Systems

die Jenz GmbH als Kunden und führt seither

eine beständige Kundenbeziehung

zu dem Familienunternehmen. Für den

japanischen Markt wird seitdem der Cat-

C13-Motor in der HEM-561-Maschine

eingesetzt. Inzwischen sind diverse Caterpillar-Motoren

ebenfalls in Maschinen

für den europäischen Markt vertreten.

Neben dem Cat C18 werden ebenso

C7.1-Motoren in den HEM-540-Maschinen

verbaut.

www.zeppelin-powersystems.com

36 recycling aktiv 3/2022


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info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de


Abbruch & Baustoff-Recycling

TITELSTORY

Allein in Deutschland fallen

jedes Jahr viele Millionen

Tonnen an

Abbruchabfällen mit

natürlichen und teils

bindigen Böden an. Mit

dem Recycling dieser

„Abfälle“ bzw. Ressourcen

sollten möglichst saubere

Stoffströme erzeugt

werden, deshalb gilt die

Devise: „erst sieben, dann

brechen“. Diese

Vorgehensweise kann

Ressourcen schonen und

nachhaltig sein, wenn der

Boden ausgesiebt wird,

bevor neue

Verunreinigungen

hinzukommen.

Die in Twist ansässige

Backers Maschinenbau

GmbH zeigt mit ihrem

Grizzlyscreen, wie dieser

Ansatz in der Praxis

erfolgreich umgesetzt

werden kann.

(Titelfoto: Backers)

Backers:

6-Fraktionen-Auf

für Boden-Stein- G

Die Backers Maschinenbau GmbH

ist seit 1989 ein erfahrener

Hersteller im Bereich der Sternsiebtechnik,

insbesondere auch

für die Absiebung von bindigen

Böden. Vor einigen Jahren ist ein

Grizzlyscreen mit rotierenden

Walzen als Grobstücksiebanlage

ins Portfolio dazugekommen und

2020 eine neue Druckluft-Windsichtung.

Die daraus resultierende neue

Aufbereitungsanlage besteht

aus dem mobilen 3-Fraktionen-

Sternsieb 3-mta mit Grizzlyscreen

und Magnet, das in Kombination

mit dem Windsichter bws 5.0 arbeitet.

Die Kombination kann vor Ort nach kurzer

Aufbauzeit eingesetzt und mit 100 bis

150 Tonnen je Stunde betrieben werden.

Mit dieser Anlage ist die mobile Aufbereitung

von Böden und RC-Produkten möglich.

Ein Bagger befüllt den Grizzlyscreen,

Anteile größer 200 mm werden aussortiert.

Danach wird das Material auf dem

groben Sternsieb gesiebt, zum Beispiel

bei 60 mm. So wird der Materialstrom 0

bis 60 mm in zwei Stufen aufgelockert,

bis er auf dem 6,7 m langen feinen Sternsieb

erneut gesiebt wird, z. B. bei 20 mm.

Die Fraktion 20 bis 60 mm wird durch die

mehrfache und intensive Siebung sehr

gut gereinigt. Bei der Übergabe dieser

38 recycling aktiv 3/2022


Abbruch & Baustoff-Recycling

bereitungsanlage

emische

Die neue Aufbereitungsanlage besteht

aus dem mobilen 3-Fraktionen-Sternsieb

3-mta mit Grizzlyscreen und Magnet,

das in Kombination mit dem Windsichter

bws 5.0 arbeitet.

Fraktionen zum Windsichter wird Eisen

durch eine Magnetrolle abgetrennt. Der

Windsichter bläst danach Leichtanteile

mit einstellbarem starkem Luftstrom aus.

Die Aufbereitung benötigt keine händische

Sortierung.

Das rad- und raupenmobile Sternsieb

3-mta kann in Kombination mit dem

Windsichter bws 5.0 auf Baustellen ab

700 m² eingesetzt werden. Der gesiebte

Boden wird möglichst vor Ort neu eingesetzt,

gegebenenfalls auch die gereinigten

Steine der Fraktion 20 bis 60 mm.

Der Eisenanteil wird recycelt und die

Leichtfraktion geht zur Deponie oder

wird nochmals aufbereitet. Der Anteil

größer 60 mm könnte gebrochen und

dann entweder separat oder nach einem

weiteren Durchgang auf der Aufbereitungsanlage

mit dem Anteil 20 bis 60

mm neu eingesetzt werden. Die Aufbereitungsanlage

wird vorzugsweise mit

Die Grafik verdeutlicht den Aufbau der

Maschinenkombination.

recycling aktiv 3/2022 39


Titelstory: Abbruch & Baustoff-Recycling

Bagger und Radlader betrieben, der Einsatz

kann auch mit nur einem Radlader

erfolgen.

Hoch- und Tiefbau-Unternehmen können

mit diesem Verfahren Ressourcen

schonen und laut Bundes-Bodenschutzund

Altlastenverordnung bis zu 90 Prozent

der erzeugten Produkte vor Ort

einsetzen. Viele Transporte und Arbeitsschritte

entfallen. Lediglich ein Bruchteil

geht zur Deponie. Das Sternsieb von

Backers eignet sich weiterhin für den

Einsatz im Abraum aus Erdgemisch mit

Wurzeln.

Backers

Maschinenbau

GmbH

Auf dem Bült 42

D-49767 Twist

Telefon: 05936 9367-0

Telefax: 05936 9367-20

info@backers.de

www.backers.de

Das Sternsieb 3-mta kann anstelle des feinen Sternsiebdecks auch mit einem

Bindemittelbehälter bestückt werden und mit entsprechender Steuerung

(„Sternsieb 3-mtac“) Boden stabilisieren und Flüssigboden herstellen.

Fotos und Grafik: Backers Maschinenbau GmbH

Der Antrieb der mobilen Sternsiebmaschine

erfolgt diesel- oder elektrohydraulisch.

Der Windsichter bws 5.0 wird

elektrisch mit 32-Ampere-Stecker-Verbindung

angetrieben.

Recycling von Abbruchabfällen

vor Ort

Allein in Deutschland fallen jedes Jahr

viele Millionen Tonnen an Abbruchabfällen

mit natürlichen und teils bindigen

Böden an. Mit dem Recycling dieser „Abfälle“

bzw. Ressourcen sollten möglichst

saubere Stoffströme erzeugt werden,

deshalb gilt die Devise: „erst sieben,

dann brechen“.

Diese Vorgehensweise kann Ressourcen

schonen und nachhaltig sein, wenn

der Boden ausgesiebt wird, bevor neue

Verunreinigungen hinzukommen. Recycling

vor Ort bedeutet kurze Wege, insbesondere

wenn zumindest der Boden

vor Ort oder in der Nähe neu eingesetzt

werden kann. Die Umweltbelastungen

und die Bodenverdichtung sind minimal,

weil Schwertransporte entfallen und die

Aufbereitung sehr gut überwacht und

dokumentiert werden kann. Auch wenn

nicht der gesamte Materialstrom auf der

Baustelle recycelt werden und verbleiben

kann, macht eine Trennung vor Ort Sinn.

Sieb- und Mischmaschine 3-mtac

Das Sternsieb 3-mta kann anstelle des

feinen Sternsiebdecks auch mit einem

Bindemittelbehälter bestückt werden

und mit entsprechender Steuerung dann

Boden stabilisieren und Flüssigboden

herstellen. Die Maschine kann innerhalb

einer Stunde vom 3-Fraktionen-Sternsieb

zur Sieb- und Mischmaschine umgebaut

werden. Bodenstabilisierung sowie Flüssigbodenherstellung

sind weitere Einsätze,

die mit den beschriebenen Vorteilen

gut vor Ort ausgeführt werden können.

40 recycling aktiv 3/2022


Abbruch & Baustoff-Recycling

Die teilmassive Halle verfügt über sechs Meter hohe Betonaußenwände und eine

beheizte Betonbodenplatte mit einem vollflächigen KDB-Abdichtungssystem.

Die Energie für die Bodenheizung wird

nachhaltig über eine großflächige

Fotovoltaikanlage und über

Erdwärmesonden erzeugt. Fotos: Fischer

Weilheim GmbH & Co. KG

Fischer Weilheim

Neue biologische Bodenbehandlung:

Boden gutmachen

Trifft in Deutschland ein Bauherr

auf einen verunreinigten

Boden, muss er das belastete

Material aufwendig entsorgen.

Da in der Regel hochgradig

schadstoffbelastete Böden von

Deponien nicht angenommen

werden, müssen diese zunächst

mithilfe von meist sehr aufwendigen

Verfahren behandelt

werden, um die Grenzwerte für

eine mögliche Deponierung zu

erlangen.

Ein oft genutztes Verfahren ist die energieintensive

thermische Behandlung

des Bodens in einem Drehrohrofen, was

aufgrund der Anlagenknappheit häufig

mit weiten Transportwegen verbunden

ist. Alternativ gibt es die biologische Bodenbehandlung.

Hierbei handelt es sich

um ein mikrobiologisches Sanierungsverfahren,

bei dem mithilfe von Mikroorganismen

organische Verbindungen unter

optimierten Milieubedingungen zu Kohlendioxid,

Wasser und Biomasse umgesetzt

werden. Der Entsorgungsfachbetrieb

Fischer Weilheim setzt auf dieses

innovative Verfahren, mit dem organisch

kontaminierte Böden so hochwertig aufbereitet

werden, dass sie im Idealfall anschließend

erneut dem Stoffkreislauf

zugeführt werden können. Anlagen dieser

Art existieren in Deutschland bisher

kaum. Bauherren aus dem Großraum

Stuttgart mussten bisher entweder nach

Nürnberg oder nach Mannheim fahren,

um kontaminierte Böden mineralisch

aufbereiten zu lassen. Ab sofort ist diese

Lücke geschlossen: Fischer Weilheim hat

am Standort Weilheim an der Teck – rund

45 Kilometer südöstlich von Stuttgart –

im Juni 2022 eine hochmoderne biologische

Bodenbehandlungsanlage in Betrieb

genommen. Das Annahmespektrum

an mineralischen Abfällen reicht bei

dieser Anlage von unbelasteten Baurestmassen

bis hin zu hochbelasteten, gefährlichen

Abfällen, die insbesondere mit

LHWK, AKW und MKW belastet sind.

„Der nachhaltige und schonende Umgang

mit regionalen Ressourcen ist die

Grundlage all unserer Vorhaben“, so Udo

Kolb, vorsitzender Geschäftsführer von

Fischer Weilheim über die Unternehmensgrundsätze.

„Fast täglich fallen auf

unseren Baustellen kontaminierte Böden

an, die es fachgerecht zu entsorgen gilt.

Auch unsere Geschäftspartner und Kunden

kommen auf der Suche nach passenden

Verwertungs- der Entsorgungsmöglichkeiten

für belastetes Material immer

wieder auf uns zurück“, ergänzt Kolb. Als

Spezialist für Bodenbewegungen und

Rückbaumaßnahmen sowie Transportlogistik

und Baustoff-Recycling kümmert

sich das Unternehmen um den ressourcenschonenden

Umgang mit mineralischen

Materialien. „Deshalb haben wir

uns dazu entschieden, eine biologische

Bodenbehandlungsanlage zu entwickeln

und zu betreiben“, so Jörg Czischek, Bereichsleiter

Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft.

Das Gute daran: Die mit innovativer

Anlagentechnik ausgestattete

und immissionsschutzrechtlich genehmigte

Bodenbehandlungsanlage ist in

der Lage, mineralische Abfälle insbesondere

zur zeitweiligen Lagerung sowie zur

42 recycling aktiv 3/2022


Abbruch & Baustoff-Recycling

biologisch-physikalischen Bodenbehandlung

anzunehmen und organisch kontaminierte

Böden so aufzubereiten, dass

diese erneut dem Stoffkreislauf zugeführt

werden können.

Kapazität von 10.000 m³

Kernstück der Bodenbehandlungsanlage

ist eine Halle mit einer Grundfläche von

etwa 65 x 50 Meter. Sie verfügt über

sechs Meter hohe Betonaußenwände

und eine Betonbodenplatte mit einem

vollflächigen KDB-Abdichtungssystem,

welches auch für Deponiestandorte zertifiziert

ist. Auf einer Fläche von ungefähr

3.200 m² können bis zu 10.000 m³ an

Bodenmaterialien zeitweilig gelagert und

biologisch behandelt werden. Dies entspricht

einem Gesamtjahresdurchsatz

von 480.000 Mg/a. Mit der Bodenheizung

und dem Trockenwendemietenverfahren

werden optimale Bedingungen

für die schon im Bodenmaterial vorhandene

Mikroflora geschaffen, um die organisch

abbaubaren Schadstoffe LHKW,

AKW und MKW biologisch abzubauen.

Die Verweildauer bis zur Erreichung des

Sanierungszielwertes liegt je nach Verunreinigung

zwischen wenigen Tagen bis

zu mehreren Wochen.

Den zweiten Teil der Anlage bildet ein

Umschlagplatz für Boden- und Bauschuttmaterialien.

Sieben Lagerboxen

mit sechs Meter hohen Betonwänden, in

einer dreiseitig umschlossen Einhausung,

können zeitweilig gelagerte, nicht gefährliche

Abfälle aufnehmen. Sie bieten

dazu eine Lagerkapazität von jeweils ca.

250 bis 300 m³. Das Zwischenlager zur

Annahme von asbest- und KMF-haltigen

Abfällen wird in einer achten Außenlagerbox

räumlich in die neue Bodenbehandlungsanlage

integriert.

Hohe Sicherheits- und Umweltstandards

Zur Einhaltung der entsprechenden

Sicherheits- und Umweltstandards befindet

sich die Bodenbehandlungsanlage in

einer allseitig umschlossenen Halle mit

einer vollflächig abgedichteten Betonbodenplatte.

Eine höchst leistungsfähige

Lüftungsanlage reinigt die abgesaugte

Luft über zwei hintereinandergeschaltete

Bio- und Aktivkohlefilter. Zum Schutz der

Mitarbeitenden wurde ein Dreikammersystem

eingeführt. Im Vergleich zu anderen

Verfahren ist die Anlage energetisch

sehr gut aufgestellt: Die Energie für die

Bodenheizung wird nachhaltig über eine

großflächige Fotovoltaikanlage und über

Erdwärmesonden erzeugt. Jörg Czischek

abschließend: „Die neue biologische Bodenbehandlungsanlage

ist einzigartig im

Großraum Stuttgart. Damit können künftig

lange Transportwege vermieden und

CO 2

-Emissionen deutlich reduziert werden.

Unsere Kunden können im doppelten

Sinne Boden gutmachen.“

www.fischer-weilheim.de

recycling aktiv 3/2022 43


Abbruch & Baustoff-Recycling

Die Grundlage für hohe

Wirtschaftlichkeit: der

optimierte Brecher-

Direktantrieb der neuen

EVO2-Generation von

Kleemann (kleiner

Bildausschnitt). Foto: Kleemann

Kleemann

Neue EVO2-Generation mit effizientem Brecher-Direktantrieb

Der Backenbrecher MOBICAT MC

110(i) EVO2 und der Kegelbrecher

MOBICONE MCO 90(i) EVO2 verfügen

mit dem effizienten Brecher-Direktantrieb

über ein Antriebskonzept, das die

Grundlage für hohe Wirtschaftlichkeit

liefert. Beide Maschinen der neuen

EVO2-Generation sind mit dem patentierten

Antriebsstrang ausgestattet.

Dabei wird der Brecher direkt und damit

sehr kraftstoffeffizient über eine zuverlässige

Fluidkupplung angetrieben. Förderkomponenten

wie die Aufgaberinne, das

Doppeldecker-Vorsieb oder die Austragsbänder

sind vollelektrisch ausgeführt.

Eine gut zugängliche Getriebebox sorgt

für eine effiziente Kraftübertragung, die

nicht nur mit hohem Wirkungsgrad arbeitet,

sondern auch bestens vor Staub

geschützt ist. Der leistungs- und lastabhängige

Lüfterantrieb sorgt zudem für

einen geräuscharmen und wirtschaftlichen

Betrieb. Im ECO-Mode lassen sich

Spritverbrauch und der Verschleiß in

Leerlaufphasen zusätzlich senken. Die

Anlagen können optional mit einem Hitzepaket

(-15 bis +50 Grad C) oder Kältepaket

(-25 bis +40 Grad C) ausgestattet

werden. Das Kältepaket verfügt über eine

autarke Standheizung mit komfortabler

Timerfunktion.

Im neuen Antriebskonzept werden die

Drehzahl des Kühlerlüfters und damit

auch die Kühlleistung automatisch geregelt,

wodurch das Geräuschaufkommen

erheblich reduziert wird. Neben weniger

Staubeintrag durch weniger bewegte

Kühlerluft wird auch das maschinennahe

Arbeiten für den Bediener deutlich angenehmer.

Für den Backenbrecher MOBI-

CAT MC 110(i) EVO2, der auch häufig in

urbanen Gegenden zum Einsatz kommt,

steht darüber hinaus ein optionales Lärmschutzpaket

zur Verfügung. Das so nochmals

stark reduzierte Geräuschaufkommen

würde sogar Arbeiten ohne besonderen

Gehörschutz ermöglichen – abhängig

vom zu verarbeitenden Material,

von den weiteren Umgebungsbedingungen

und lokalen Vorschriften. Um Staub

zu reduzieren, sind die Maschinen u. a.

am Brechereinlauf und Brecherabzugsband

serienmäßig mit Wasserdüsen und

der entsprechenden technischen Infrastruktur

ausgestattet. Damit können eine

optional erhältliche Wasserpumpe oder

eine externe Wasserquelle, falls vorhanden,

verwendet werden. Optionale

Bandabdeckungen tragen zudem zu

einer Verbesserung der Luftqualität beim

Brechen bei.

www.wirtgen-group.com

für 4 m³ Lader

44 recycling aktiv 3/2022

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Abbruch & Baustoff-Recycling

auf fünf Stunden täglich verkürzt werden. Die Hydraulikhämmer

punkten darüber hinaus mit ihrem großen Einsatzspektrum.

Im Zuge der Erweiterung des Hamburger Freihafens

musste eine alte Schiffshebeanlage weichen. 5.000 m³ umbauter

Raum mit teils schwer armiertem Beton der Klasse C30/

C37 war bis zu 10 Meter tief unter dem Wasserspiegel abzubrechen.

Zwei LST-Hämmer XB 3100 iS und XB 4100 iS mit

3 bzw. 4 Tonnen Eigengewicht und ausgestattet mit dem

optional verfügbaren Unterwasseranschluss erledigten die Arbeiten

zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Bereits seit einigen Jahren führt LST diese Hydraulikhämmer

im Mietpark. Stark nachgefragt werden derzeit die großen

Exemplare mit Einsatzgewichten über 2.500 kg. Hier stehen

aktuell zehn Geräte von 2,5 bis 5 Tonnen zur Verfügung.

Ausgerüstet mit verschiedenen Schnellwechselsystemen bieten

die Geräte völlige Flexibilität und können passend zu fast

jedem Bagger angemietet werden.

Das Schlagsystem der LST-Hydraulikhämmer passt

Schlagkraft und Schlagfrequenz automatisch und stufenlos

an das zu bearbeitende Material an. Foto: LST Equipment

LST

Robuste Hydraulikhämmer

für besondere Einsätze

Die Hydraulikhämmer der Serie XB/iS von LST eignen sich

besonders gut für Einsätze, bei denen es auf Kraft ankommt.

Ihr intelligentes Schlagsystem passt Schlagkraft und

Schlagfrequenz automatisch und stufenlos an das zu bearbeitende

Material an. Auf diese Weise wird eine sehr hohe Produktivität

bei gleichzeitiger Verschleißminderung und Schonung

von Hammer und Trägergerät erreicht. Die Modellpalette

deckt Trägergeräte von 0,6 bis 120 Tonnen ab. iS steht

dabei für die hochproduktive, äußerst robuste und sehr leise

Variante der Serie XB: „Intelligent/SuperSilenced“. Mit ihrem

leiseren Betrieb sind die LST-Hämmer up to date – nicht zuletzt,

da das Thema Lärmschutz in Ausschreibungen eine

immer wichtigere Rolle einnimmt.

Beim Rückbau eines Bunkers im Münchner Stadtteil Nymphenburg

hatte die ausführende Firma zunächst auf Frästechnik

gesetzt. Im Laufe der Arbeiten traten in der 3,20 Meter

mächtigen Bunkerdecke jedoch verstärkt Bügelbewehrungen

zutage, die einen wirtschaftlichen Betrieb der Fräsen verhinderten.

Die Suche nach einem geräusch- und vibrationsarmen

Abbruchhammer führte das Abbruchunternehmen zu LST.

Zunächst wurde für den 60-Tonnen-Bagger ein XB 5100 iS

angemietet, mit einem Betriebsgewicht von 5.100 kg, einer

Schlagkraft von 14.120 J und einer Meißel-Schlagzahl zwischen

270 und 540 pro Minute. Die Abbrucharbeiten kamen

nun deutlich schneller voran, und als zusätzlich ein 70-Tonnen-Bagger

mit einem noch größeren LST-Hydraulikhammer

XB 7900 iS ausgerüstet wurde, konnten die Arbeiten von acht

Unterflurcontainer

aus Recyclingbeton

aus recyclierten Baustoffen

aus CO 2

-reduziertem Hochofenzement

CSC-zertifiziert

weniger Platzbedarf

barrierefrei

erhöhter Brandschutz

Reduktion unangenehmer Gerüche

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recycling aktiv 3/2022 45


Abbruch & Baustoff-Recycling

Hat auf der Baustelle voll

überzeugt: die Schrottschere

vom Typ MBI SH800R Eagle III.

Foto: Hannes Hummel, MBI

MBI

Leistungsstarke Schrottschere

Das mittelständische Unternehmen Metzner Recycling aus

Frensdorf begann Ende Februar 2022 mit dem Abbruch der

Stahlträgerkonstruktion eines massiven dreistöckigen Parkhauses

in Herzogenaurach. Eingesetzt dazu wurde eine MBI SH800R

Eagle III.

Das umfangreiche Abbruchkonzept beinhaltete den Einsatz

einer Schrottschere der 8-Tonnen-Klasse. Metzner wollte eine

solche Schere anmieten und wandte sich an den langjährigen

MBI-Händler Hydraulik-Paule GmbH & Co. KG. Die ausführliche

Beratung übernahm Geschäftsführer Johann Paulus unter Berücksichtigung

aller für den erfolgreichen Einsatz erforderlichen Aspekte.

Bereitgestellt wurde die Schrottschere durch Zeppelin

Rental Erlangen, noch vor der Einweisung und Inbetriebnahme

auf der Baustelle durch die Spezialisten von Hydraulik-Paule. Dazu

Johannes Paulus: „Zwischen der Auftragsvergabe an unseren Kunden

und dem Beginn der Abbrucharbeiten lagen nur wenige

Wochen. Wir mussten also zügig reagieren. Wir waren deutschlandweit

die Einzigen, die eine Schrottschere dieser Größenklasse

termingerecht liefern konnten.“

Auf der Baustelle angekommen, musste die Konstruktion aus

Stahlträgern innerhalb von nur fünf Wochen abgebrochen werden.

Dabei fielen ca. 1.200 Tonnen Schrott an. Nach dem Primärabbruch

wurden die Träger in händelbare Stücke geschnitten.

Ein Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der Eagle-III-Serie lag

neben der Erhöhung der Produktivität auf der Minimierung der

Länge und des Gewichts der Schrottscheren. Als Basis des neuen

Konzepts fungierten die am Markt etablierten Eagleshears. So ist

das 8.000 kg schwere Anbaugerät lediglich 3.980 mm lang und

somit optimal für Trägergeräte von 75 bis 85 Tonnen geeignet.

Die technischen Daten der Schrottschere wie die Öffnungsweite

von 900 mm überzeugen. Problemlos kann Flachstahl bis zu einer

Stärke von 30 mm sowie Stangenmaterial bis 140 mm geschnitten

werden, auch das Schneiden von IPE-Stahlträgern bis 850 mm

und HEA-Stahlträgern bis 700 mm ist möglich.

www.mbi-deutschland.de

46 recycling aktiv 3/2022


Abbruch & Baustoff-Recycling

Der neue SBM Remax

450 hat sich im

Hochleistungsrecycling

bei der Lehnen GmbH

bereits nach kurzer Zeit

bewährt. Foto: Moerschen

Mobile Aufbereitung GmbH

Moerschen Mobile Aufbereitung

Nachhaltig dank elektrischer Antriebsoption

Die Franz Lehnen GmbH & Co. KG mit

Stammsitz Sehlem südlich von Wittlich

ist als Teil der leistungsstarken Firmengruppe

Lehnen mit über 270 Mitarbeitern

dank jahrzehntelanger Erfahrung

ein kompetenter Partner mit Schwerpunkt

im Tief- und Straßenbau. Den

Großteil der benötigten Baustoffe produzieren

unter anderem firmeneigene

Steinbruch- und Recyclingbetriebe.

Da Lehnen über beste Erfahrungen mit

einem MFL-Brecher verfügte, wurde

nach der Entscheidung eines Neukaufs

zunächst über Moerschen Mobile Aufbereitung

das kleinere Prallbrechermodell

SBM Remax 300 per Miete getestet.

Nachdem die kompakte Anlage hinsichtlich

der Endprodukte alle Ansprüche erfüllte,

wurde schnell das Bedürfnis nach

noch mehr Durchsatzleistung in dieser

Produktqualität geweckt. Da kam Lehnen-Betriebsleiter

Thomas Müller das

neueste Mitglied der Remax-Familie gerade

recht: Der raupenmobile Prallbrecher

SBM Remax 450 wurde in Österreich

im Mai 2021 präsentiert. Als neueste

Produktgeneration schließt er leistungstechnisch

die Lücke zwischen den

bewährten Modellen Remax 400 und

Remax 500. Ausgestattet mit aktiver

Doppeldeck-Vorabsiebung konnte die

Nennleistung des Prallbrechers um etwa

50 Tonnen pro Stunde auf jetzt 450 t/h

gesteigert werden. Beschickt wird ein

hydraulisch klappbarer 8-m³-

Aufgabebunker mit Vibrationsaufgeber.

Über die mit 1.260 x 800 mm dimensionierte

Einlauföffnung zur Brecherkammer

sind der Vielseitigkeit kaum Grenzen

gesetzt: Der Remax 450 akzeptiert Aufgabestückgrößen

bis 800 mm und liefert

Endkörnungen in den Bereichen von

0–90 bis 0–22 mm. Unter dem Brecher

ist eine dreistufige Feinaustrag- bzw.

Bypass-Klappe, die das Bypass-Material

auf die 1.300-mm-Abzugsrinne unter

dem Prallbrecher leitet. Die verfügbaren

Optionen wie absetzbare Ein-Deck-

Nachsiebeinheit mit schwenkbarem

Rückführ-/Austragsband, Windsichter,

einem hydraulisch einstellbarem Magnetabscheider

ergeben mit dem SBM-

Prallbrecher eine vollständige Verfahrenskette.

Inklusive der Optionen bleibt das

Transportgewicht unter 50 Tonnen,

wobei die kompakten Transportabmessungen

den unkomplizierten „One-

Piece“-Transport per Tiefbett oder Drei-

Achs-Dolly ermöglichen. Für Lehnen

wichtig, denn neben der stationären

Baustoffrecyclinganlage bietet das Unternehmen

auch den Service einer Aufbereitung

vor Ort mit mobilen Brech- und

Siebanlagen.

Neben dem integrierten diesel-elektrischen

Antrieb lässt sich der Remax-

450-Prallbrecher zudem mit allen

Anlagenfunktionen über einen leistungsstarken

300-kVA-Generator im

optionalen Netzbetrieb fahren. Das

Konzept passt somit auch perfekt zu

einem Anwender wie der Lehnen-

Gruppe, wo die Herstellung und Verwendung

von Recyclingbaustoffen in

der Unternehmensphilosophie bewusst

als aktiver Umweltschutz verstanden

wird. Denn: Mit jedem Kubikmeter

Recyclingbaustoff wird eine

ebensolche Menge an Primärrohrstoff

geschont und zugleich ein Kubikmeter

Deponieraum gespart. Diese SBM-

Antriebsoption erhöht die potenziellen

Einsatzmöglichkeiten etwa hinsichtlich

eines emissionsfreien Betriebes auf innerstädtischen

Baustellen oder durch

minimierte Leckage-Risiken in Wasserschutzgebieten.

www.moerschengmbh.de

recycling aktiv 3/2022 47


Verschleiß, EDV, Zubehör

Besonders im Stoffstrommanagement

spielen Lagerung und Analyse der

Haufwerks-Organisation eine enorme Rolle.

Praxis EDV

Optimales Stoffstrommanagement in der Bauwirtschaft

Mit einer Softwarelösung, wie zum

Beispiel die WDV 2024 TEAM, können

auch Recycling-Materialien optimal

nachverfolgt werden.

Fotos: PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und

Software-Entwicklung AG

Im Sinne von Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft wird

die reine Deponierung in den kommenden Jahren, je nach

Bundesland, immer weiter eingeschränkt. Daher ist ein effektives

Stoffstrommanagement schon jetzt essenziell. Gerade im

Bereich des Straßen- und Hochbaus wird die Nachverfolgung

recycelter Baustoffe immer wichtiger. Unternehmen müssen

nachweisen, wo Baustoffabfälle entstehen, zwischengelagert

sind, wie die Aufbereitung erfolgt und schließlich, wo sie wieder

eingebaut werden. Die Transporte können und sollten über

den Einsatz von Containern und Kippern strukturiert organisiert

werden. Das direkte Zusammenspiel zwischen Lagerort, Transport

und Zwischenlagerung spielt für die spätere Dokumentation

eine wichtige Rolle. Dies erfordert nicht nur eine Registrierung

der Massen, sondern auch eine Logistikanalyse, welche

teilweise von der Drohnenerfassung über die Bemessung hinweg

datentechnisch registriert und verwaltet werden muss.

Besonders im Stoffstrommanagement spielen also Lagerung

und Analyse der Haufwerks-Organisation, sowohl auf dem Recyclingplatz

wie auch im freien Feld, eine enorme Rolle. Durch

Filterfunktionen müssen schnell die Qualitäten und Standorte

der Baustoffe gefunden werden, die bei einer Anfrage zur weiteren

Verwendung benötigt werden.

Hier gibt es nur eine Lösung: Die Verwaltung in einem zentralen

Datenbanksystem, welches hybrid per WEB und Nativ

arbeitet. Dazu gehört auch eine Rollenverteilung – wer darf

anfragen, bearbeiten, oder Auskunft geben. Alles läuft zukünftig

auf eine Internetplattform hinaus, die auf jegliche Verteilungsanfrage

sofort darüber Auskunft erteilen kann, wo welcher

Baustoff liegt, in welcher Qualität, in welchen Mengen und zu

welchem Preis. Eine Softwarelösung, wie zum Beispiel die WDV

2024 TEAM, stellt für alle Beteiligten Informationen zur Verfügung,

mit denen eine optimale Verfolgung und Nachverfolgung

der Massen gewährleistet werden kann.

www.praxis-edv.de

48 recycling aktiv 3/2022


Pfreundt

Sinnvolle Weiterentwicklung der

mobilen Wiegetechnik

Das bekannte Pfreundt-Produktportfolio umfasst mobile

Wiegelösungen passend für jeden Betriebsablauf und Maschinentyp,

passend für viele Einsätze u. a. in der Gewinnungs-,

Entsorgungs- und Recyclingindustrie. Seit ihrer Markteinführung

2015 bildet die herstellerunabhängige Pfreundt-

WK60-Wiegeelektronik mit Touch-Display das Herzstück der

mobilen Wiegelösungen. Mit den Versionen WK60-XS, -Smart,

-S und WK60 umfasst die WK60-Serie vier Wiegeelektronik-

Versionen. Je nach Kundenanforderung wird über die Auswahl

der entsprechenden WK60-Variante der Grundumfang der

Waage bestimmt, zum Beispiel hinsichtlich der Eichfähigkeit.

Durch optional hinzubuchbare Zusatzfunktionen, wie der Bereitstellung

weiterer Schnittstellen, lässt sich die Wiegeelektronik

auf individuelle Anforderungen und Betriebsabläufe

abstimmen.

Jetzt wurde die Elektronik grundlegend weiterentwickelt: Im

Rahmen der Markteinführung der WK60 Easy Installation, der

weiterentwickelten WK60-Serie, werden die Wiegeelektroniken

seit März dieses Jahres vor Auslieferung im Werk des Südlohner

Familienunternehmens auftragsgebunden vorkalibriert.

Durch die Vorauswahl des Baumaschinenherstellers und -Modells

werden sie dabei automatisch mit für die Montage und

Justierung des Wiegesystems relevanten Maschinendaten befüllt.

Dies vereinfacht und beschleunigt die Montage beim

Kunden und ermöglicht unter bestimmten Bedingungen auf

Kundenwunsch sogar den Selbsteinbau des Wiegesystems.

Mit der WK60 Easy Installation richtet Pfreundt sein Produktportfolio

stärker auch auf internationale Märkte aus. Vor allem

für die internationalen Vertretungen, über die Pfreundt in

weltweit mehr als 30 Märkten aktiv ist, ist diese Weiterentwicklung

interessant.

Ihr Experte für

Abbruch & Recycling

Abbruch- und

Schrottschere

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Pfreundt hat seine WK60-Wiegeelektronik weiterentwickelt

und damit den Montageaufwand erheblich reduziert.

Foto: Pfreundt GmbH

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ohne Gewähr,

Irrtümer, Änderungen

und Druckfehler vorbehalten.

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Reißlöffel

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Verschleiß, EDV, Zubehör

Steinert

Schneller Überblick dank

mobiler App

STEINERT.view ist eine flexible, offene und sichere Monitoringlösung

für Steinert-Sensorsortiermaschinen. Als Mobile

First-App konzipiert, erlaubt STEINERT.view einen schnellen

Überblick über die wichtigsten Leistungsdaten von unterwegs

aus. Gleichzeitig lassen sich jedoch auch komplexe Verfahrenstechniken

visualisieren. Durch Filterfunktionen lassen sich

einfach Bereiche identifizieren, die Probleme aufweisen oder

Potenziale bieten. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden

und ausführlichen Tests ist mit STEINERT.view eine Monitoringlösung

entstanden, die einsteigerfreundlich ist, aber auch

fortgeschrittenen Nutzern und Nutzerinnen einen Mehrwert

bietet. Dank Abwärtskompatibilität lässt sich diese neue Lösung

in bestehende Anlagen einfügen und durch offene

Schnittstellen entstehen neue Möglichkeiten. STEINERT.view

ist als App im Google Play Store und Apple App Store und in

allen gängigen Bildschirmgrößen für alle neuen Steinert-Sensorsortierer

erhältlich. Für Maschinen ab dem Baujahr 2018

gibt es eine Upgrade-Möglichkeit. Durch den schnellen Zugriff

auf eine Vielzahl von Metriken können eine Vielzahl von Prozessen

neu strukturiert werden. Der bisher alternativlose Gang

durch die gesamte Anlage kann durch präzise Interventionen

und eine effiziente Verteilung von Personal überwiegend

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Schiebedach

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ersetzt werden. Proaktiv können Probleme durch Veränderungen

bei Metriken wie der Bandbelegung oder des Druckluftverbrauchs

entgegengewirkt werden. So können notwendige

Arbeiten besser eingeschätzt werden, durch den mobilen

Zugriff lassen sich auch unmittelbar weitere Einsätze starten.

Das reduziert Ausfallzeiten und steigert die Schnelligkeit und

Mobilität. Auch bei Verbesserungen der Sortierperformance

kann STEINERT.view unterstützen. Eine Veränderung der Korngrößenverteilung

kann die Produktreinheit genauso beeinflussen

wie die Materialverteilung. Die Gegenüberstellung von

SOLL- und IST-Werten in einer Grafik offenbart unmittelbaren

Handlungsbedarf. Auf diese Weise können die Daten zur Visualisierung

der Wirksamkeit von Maßnahmen verwendet

werden. Die gewonnenen Daten liefern jedoch nicht nur Rückschlüsse

auf Steinert-Maschinen. Ändert sich beispielsweise

die Materialzusammensetzung, kann dies Rückschlüsse auf die

Effizienz eines vorgeschalteten Siebs oder der Qualität einer

Charge bieten. So entsteht eine betriebliche Transparenz über

die gesamte Anlage, um die betriebliche Leistung und Ressourcenoptimierung

zu verbessern.

STEINERT.view ist eine IoT-Plattform auf Basis internationaler

Standards, deren App Performancedaten visualisiert. So

findet die Übermittlung der Daten dabei immer verschlüsselt

per TLS über den Protokollstandard MQTT statt und ruhende

Daten sind 256-Bit-AES verschlüsselt. Als Clouddienstleister

kommt dabei Microsoft Azure zum Einsatz. So kann sichergestellt

werden, dass sensible Kundendaten nur so verwendet

werden, wie es den Erwartungen entspricht. Zudem wurde

STEINERT.view so konzipiert, dass keine Beeinflussung der

Produktion oder der Arbeitssicherheit vor Ort möglich ist und

mögliche Cyberattacken ins Leere laufen.

www.steinert.de

Die neue STEINERT.view in der

mobilen Nutzung. Foto: Steinert

50 recycling aktiv 3/2022


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Rototilt

Sicherheitssystem SecureLock ab

sofort serienmäßig

Das Schnellwechsler-Sicherheitssystem SecureLock wird ab

sofort in allen Schnellwechslern von Rototilt ab Werk serienmäßig

verbaut. Bei QuickChange, Rototilts vollhydraulischem

Schnellwechslersystem für Baggerschnellwechsler,

Schwenkrotatoren und Anbaugeräte, wird dies bereits seit

2020 umgesetzt.

Bei der bauma 2013 stellte Rototilt das Schnellwechsler-

Sicherheitssystem SecureLock vor: Die aktive Lösung reduziert

die Gefährdung durch pendelnde und herabfallende Anbaugeräte,

da sie den Einsatz nicht sicher gekoppelter Anbaugeräte

verhindert. Hydraulik, Mechanik und Sensoren werden

bei der zum Patent angemeldeten Lösung mit Audiosignalen

und Informationen auf dem Display in der Kabine vereint.

Dank kontinuierlicher Überwachung wird der Bediener im Falle

eines Problems umgehend visuell und akustisch gewarnt.

Mehr noch: Das System meldet sich sogar bei Verschleiß und

damit einhergehendem Wartungsbedarf des Anbaugeräts und

gewährleistet damit gleich nochmals höhere Sicherheit. Über

die technischen Vorteile hinaus bietet SecureLock gute Sichtbarkeit

auch bei 180 Grad verdrehtem Schwenkrotator, Verschmutzungen

oder anderweitig blockierter Sicht auf den

Wechsler. Perfekt geeignet ist die Schnellwechsler-Sicherheitslösung

auch für Langstielbagger, da wechslermontierte Sichtanzeigen

der kontinuierlichen Überwachung deutlich unterlegen

sind.

SecureLock wurde 2015 von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt

(SUVA) für den Schweizer Markt abgenommen,

2019 mit dem German Innovation Award ausgezeichnet

und wird von der BG Bau als besonders sicheres Schnellwechsler-Sicherheitssystem

mit 50 Prozent des Kaufpreises, maximal

1.800 Euro, gefördert.

www.rototilt.de

Konsequente

Sicherheit: Rototilt

stattet ab sofort

alle selbst

produzierten

Schnellwechsler ab

Werk serienmäßig

mit SecureLock

aus. Foto: Rototilt

Verschleißfeste Stähle mit Bestleistung.

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Eigenschaften

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(TRIP-Effekt, transformation induced plasticity: umwandlungsbewirkte

Plastizität) im Einsatz

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• Eine von der Dicke unabhängige gleichmäßige Durchhärtung

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klassischen verschleißfesten Stählen

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ohne Einschränkung der Verschleißbeständigkeit

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geringe Eigenspannung

• Gleiche Eigenschaften über das ganze Blech und die Dicke

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Sutco RecyclingTechnik

Software zur Optimierung des Betriebsablaufs in Sortieranlagen

Die von Sutco kontinuierlich weiterentwickelte

ProDIGIT-Software bietet

den Betreibern von Sortieranlagen

eine stoffstromoptimierte Abfallbehandlung

und steigert so maßgeblich die Effizienz

der verschiedenen Anlagenkomponenten.

Die Software nutzt Daten aus

der Materialdetektion sowie Prozessparameter.

Ergänzend werden Daten des

Sutco-Bunkermanagements verwendet.

Dieses sorgt für einen vorausschauenden

Bunkerabzug, um Überschneidungen

beim Bunkerabzug zu vermeiden. Die

Abschaltung der Sortieranlage wird verhindert

sowie die Verfügbarkeit und der

Durchsatz werden deutlich erhöht. Möglich

wird dies aufgrund einer Simulation

und einer intelligenten Priorisierung. Die

Simulation sorgt darüber hinaus dafür,

dass in den Bunkern die für gleichmäßige

Ballen benötigte Materialmenge zum

richtigen Zeitpunkt in die Ballenpresse

abgezogen wird. Das Ergebnis sind Ballen

mit gewünschten Gewichten und

Längen – halbe Ballen gehören der Vergangenheit

an. Durch die intelligente

Priorisierung werden die Energieverbräuche

des Bunker-Pressen-Systems optimiert,

Betriebsstoffe gespart und die

Maschinentechnik geschont. Das führt

zu geringeren Wartungs- und Reparaturkosten.

Über das dazugehörige Dashboard

kann der Betreiber jederzeit die

unterschiedlichsten Prozessparameter

einsehen. Die Ermittlung dieser Betriebsdaten

sichert eine hohe Transparenz, mit

deren Hilfe Planungen in den Bereichen

´Mengen, Energie, Personal und Logistik

entsprechend abgestimmt werden können.

Die Sutco-Software ProDIGIT wird

schon heute erfolgreich in Anlagen eingesetzt

und von der Sutco-eigenen FuE-

Abteilung kontinuierlich weiterentwickelt.

Weitere Features zur optimalen

Betriebsunterstützung wie beispielsweise

die Funktion zur Bestimmung optimaler,

also dem tatsächlichen Verschleiß angepasster

Wartungsintervalle befinden sich

in der Entwicklung.

www.sutco.de

Mit seiner Betriebssoftware ProDIGIT

optimiert die Sutco RecyclingTechnik

GmbH den Markt für Sortier- und

Aufbereitungsanlagen für die

Recyclingwirtschaft. Foto: Sutco

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52 recycling aktiv 3/2022


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Meldungen und Nachrichten!

Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im Stile eines Nachrichten-

kanals kurz und knapp, schnell und kompetent über Aktuelles aus

der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und Recycling-Industrie.

+ Außerdem werden Sie mit unseren etablierten Fachzeitschriften

GP GesteinsPerspektiven, recycling aktiv und asphalt – wie gewohnt –

kompetent und umfassend informiert. Diese sind auch in unserem

Zeitschriften-Web-Kiosk als E-Paper verfügbar.

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Stein-Verlag Baden-Baden GmbH

Josef-Herrmann-Straße 1–3 | D-76473 Iffezheim | Tel.: +49 7229 606-0

info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de


RECHT UND POLITIK

§

AUS DEN

VERBÄNDEN

BDSV

Freier Stahlschrott-Handel: Existenziell für

Stahlrecyclingbranche

Im Zusammenhang mit den Beratungen

der Änderungsvorschläge zur Verordnung

über die grenzüberschreitende Verbringung

von Abfällen (VVA) im Umweltausschuss

des EU-Parlaments (ENVI-Kommission)

warnt die Bundesvereinigung

Deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen

e. V. (BDSV) nochmals

eindringlich davor, den freien und

fairen Handel mit Rohstoffen aus dem

Recycling, insbesondere Stahlschrott, zu

behindern. Forderungen des europäischen

Stahlverbands EUROFER, jüngst

veröffentlicht in einer Pressemitteilung,

für noch weitergehende Exporthemmnisse

des Klimaschutzprodukts Stahlschrott

weist sie mit aller Entschiedenheit zurück.

Klimaschutz bedeutet freier

Handel mit Stahlschrott

Die EU ist eine der wenigen Wirtschaftsräume

weltweit, in der Rohstoffe aus dem

Recycling, die anstelle von Primärrohstoffen

eingesetzt werden können und damit

einen positiven Umwelteffekt, als Abfall

eingestuft werden. Die Beibehaltung dieser

systemischen Einordnung stellt per se

eine massive Benachteiligung der europäischen

Stahlrecyclingbranche gegenüber

weltweiten Marktteilnehmern dar

und behindert den Übergang zu einer

kreislauforientierten und klimaneutralen

Wirtschaft in Europa und darüber hinaus.

Derzeit übersteigt das Schrottaufkommen

in der EU die Nachfrage der europäischen

Stahlwerke. Die in das außereuropäische

Ausland exportierten Stahlschrottmengen

von 19 Mio. Tonnen im

Jahr 2021 tragen dazu bei, dass auch in

diesen Ländern durch die Substitution

von Primärrohstoffen durch Sekundärrohstoffe

Ressourcen, Energie und CO 2

eingespart werden. Klimaschutz ist eine

weltweite Herausforderung und macht

nicht an den Grenzen der EU halt. Während

die europäische Stahlindustrie weiterhin

auch Rohstoffe aus dem Recycling

aus Drittländern importiert, stellen die

geplanten – und von der EUROFER darüber

hinaus vorgeschlagenen – Exportrestriktionen

eine nicht zu rechtfertigende

Benachteiligung der europäischen Stahlrecyclingbranche

mit negativen Folgen

für die gesamte europäische Stahlindustrie

dar. Durch eine weitergehende Einschränkung

würde der internationale

Wettbewerb stark verzerrt und die Wettbewerbsfähigkeit

der EU-Recyclingwirtschaft

nachhaltig geschwächt. Im Recyclingkreislauf

der EU befindliche Stoffmengen

würden dann wegen der eintretenden

Unwirtschaftlichkeit reduziert

und die etwa 300.000 lokalen Arbeitsplätze

innerhalb der EU konkret in ihrem

Bestand gefährdet. Daher lehnt die BDSV

diesen jüngsten, erkennbar protektionistisch

motivierten Vorschlag der europäischen

Stahlhersteller entschieden ab.

Rohstoffe aus dem Recycling –

und nicht behandelten Abfällen

Die BDSV bekräftigt eindringlich ihre Forderung

gegenüber der EU-Kommission

und der ENVI-Kommission, endlich eine

Unterscheidung zwischen direkt einsetzbaren,

qualitätsgesicherten Rohstoffen

aus dem Recycling und nicht behandelten

Abfällen einzuführen. Die Verbringung

solcher Recyclingrohstoffe, die

keine Gefahr für die Umwelt darstellen

und damit internationalen Qualitätsstandards

entsprechen, muss daher in OECDund

Nicht-OECD-Länder weiterhin möglich

bleiben. Als Kriterien schlägt die

BDSV das Durchlaufen einer abfallspezifischen

Behandlung und die Einhaltung

von Qualitätsspezifikationen der Industrie

oder von Normen vor.

www.bdsv.org

54 recycling aktiv 3/2022


RECHT UND POLITIK

bvse

Eine funktionierende textile Kreislaufwirtschaft kann gelingen!

Genau dies ist der Eindruck aller Beteiligten

des 9. Internationalen Alttextiltages

Anfang Mai 2022 in Amsterdam.

Der Expertenkonsens der vortragenden

Referenten aus den Bereichen der EU-

Politik, Forschung und Technologie

sowie der Hersteller lässt den Schluss zu,

dass der ambitionierte Zeitplan des EU-

Green-Deals und insbesondere der EU-

Textil-Strategie eingehalten werden

kann, wenn alle am Prozess beteiligten

Akteure eng zusammenarbeiten und eine

gemeinsame Linie finden. „Die aktuellen

Vorgaben und Punkte der kürzlich veröffentlichten

EU-Textil-Strategie finden

grundsätzlich Zustimmung in der deutschen

Textilrecyclingbranche. Optimistisch

lässt uns auch die wahrgenommene

positive Haltung seitens der Hersteller zu

diesen Plänen in die Zukunft blicken“,

fasste Stefan Voigt, bvse-Vizepräsident

und Vorsitzender des Fachverbandes

Textilrecycling seine Eindrücke der Tagung

zusammen. „Die Textilrecycler

kämpfen weiterhin mit Bergen von Alttextilien

niedriger Qualität und immens

steigenden Kosten. Eine Umsetzung der

EU-Vorgaben unter Berücksichtigung der

sozialen Komponenten und des angestrebten

Einsatzes von Recyclingfasern in

Neuware kann nur gelingen, wenn hier

in Zusammenarbeit mit den Herstellern

ein geeignetes Verantwortungskonzept

der Hersteller gefunden wird, in dessen

Struktur eine starke Beteiligung der Alttextilrecycler

vorgesehen wird“, stellte

Voigt deutlich klar. Als besonders interessant

und informativ empfanden alle

Teilnehmer die Vorträge der vier Referenten

aus Forschung und Wissenschaft. „Es

wird deutlich, dass diesem Bereich elementare

Bedeutung an der Entwicklung

einer zukunftsträchtigen textilen Kreislaufwirtschaft

zukommt“, so Voigt, der

hier zusammen mit den Teilnehmern den

derzeitigen Stand der Forschung als lobenswert

empfand.

Stand bei Getrenntsammlungspflicht

und EPR-Systemen

Die Umsetzung der von der EU-Kommission

eingeführten Getrenntsammlungspflicht

ab 2025 ist möglicherweise

nicht überall problemlos zu machen, ist

sich Voigt sicher: „Mit den bestehenden,

gut funktionierenden Sammel- und Sortiersystemen

sind wir in Deutschland sehr

gut aufgestellt. Sicher ist, dass die Einführung

von EPR-Systemen durch die EU-

Textilstrategie an Dominanz und Schnelligkeit

gewinnen und in Zukunft ein

vorherrschendes Thema sein wird.“ Wie

die Gestaltung dieser Systeme aussehe,

sei jedoch ungewiss. Die Arbeit an diesen

Systemen stelle bereits seit einiger Zeit

und auch in Zukunft einen Schwerpunkt

in der Arbeit des Verbandes dar, erklärte

Voigt auf Nachfrage. Auch die bvse-

Rechtsrefentin Deliana Bungard machte

hier die Vorstellung des Verbandes deutlich:

„Unterschiedliche und bereits bei

anderen Stoffströmen etablierte EPR-

Systeme bergen sowohl Chancen als

auch Risiken. Jetzt kommt es darauf an,

mit den Entscheidungsträgern in der Politik

ein auf die Textilrecyclingwirtschaft

zugeschnittenes System zu entwickeln.“

Eines sei jedoch gewiss: „Der bvse setzt

sich dafür ein, dass es aus der Entsorgungswirtschaft

sicher nur eine gemeinsame

Stimme für einen Standard geben

wird.“ Angesichts eines Tsunamis neuer

Gesetze, Initiativen und Verordnungen,

der aus dem europäischen Green Deal

auf die Recyclingbranche zurollt, bestehe

die Gefahr, dass die Zunahme regulatorischer

Maßnahmen zu immer kleinteiligeren

Gesetzen führe, die den Bürokratieaufwand

weiter erhöhen. „Insgesamt

nimmt die Gesetzgebung der Europäischen

Union immer größeren und direkteren

Einfluss auf die nationale Gesetzgebung

der Mitgliedstaaten. Die Politik

bleibt daher aufgefordert, die richtigen

Instrumente und Anreize für einen Paradigmenwechsel

im Textilrecycling zu

setzen“, so Bungard abschließend. Auch

Julia Blees, Volljuristin und Policy Officer

bei EuRIC bekräftigte in ihren Ausführungen

zur EU-Textil-Strategie noch einmal,

dass das Thema der Herstellerverantwortung

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

eines der vier wichtigsten

Schlüsselthemen aus insgesamt 24 Maßnahmen

des EU-Papiers sei. In der guten

Zusammenarbeit mit dem europäischen

Branchendachverband EuRIC werde man

sich im Sinne guter Lösungen konstruktiv

und schlagkräftig auf EU-Ebene einsetzen,

so die anwesenden Vertreter beider

Verbände.

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unsere Fachzeitschrift „recycling aktiv

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56 recycling aktiv 3/2022


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recycling aktiv 3/2022 57


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Sennebogen:

Nächste Generation

Teleskoplader

VDMA

Action auf der IFAT

Brandschutz

Versicherungsschutz?

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 3/2019 Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 4/2021

TITELSTORY

Fuchs MHL320 F:

Kompaktes Kraftpaket

mit Komfortkabine

ON TOUR

Coreum: Plattform mit

neuen Ideen

ON TOUR

Span-Service: Holz- ein

Rohstoff ohne Abfälle

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 5/2021

TITELSTORY

Sennebogen: Erster

Hybrid-Umschlagbagger

ON TOUR

CDE: Das ist Recycling

LÄNDERBERICHT

Österreich & Schweiz:

Charme und Präzision

Zu guter Letzt

Inserentenverzeichnis recycling aktiv Ausgabe 3/2022

Abraservice Deutschland GmbH, 40233 Düsseldorf 46

Arjes GmbH, 36433 Leimbach 29

B+W Gesellschaft für Innovative Produkte mbH, 46244 Bottrop 43

RICHEL GROUP, 13810 Eygalieres, FRANKREICH 7

RMS GmbH, 46485 Wesel 50

UnionStahl GmbH, 47229 Duisburg 51

Backers Maschinenbau GmbH, 49767 Twist

Titelseite

Zandt cargo, 95643 Tirschenreuth 18

Bertram Förderanlagen und Arbeitsbühnen GmbH, 30179 Hannover 6

BETONBLOCK/Legobeton BV 1841 HA Stompetoren, NIEDERLANDE 41

Zemmler Siebanlagen GmbH, 01983 Großräschen 46

Zeppelin Baumaschinen GmbH, 85748 Garching 17

EAG Einfach Aufbereiten GmbH, 01109 Dresden 44

Emil Gisler AG 6462 Seedorf, SCHWEIZ

U2

Beilagen:

HS-Schoch GmbH & Co. KG, 73466 Lauchheim 49

HWH Machines GmbH, 75038 Oberderdingen 35

Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG

99869 Pferdingsleben

Jenz GmbH, 32469 Petershagen 55

Jürgen Kölsch GmbH, 87751 Heimertingen 52

Kleihues Betonbauteile GmbH & Co. KG, 48488 Emsbüren 45

Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH, 71292 Friolzheim 31

Leiblein GmbH, 74736 Hardheim 6

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, 88457 Kirchdorf/Iller 25

Nebolex Umwelttechnik GmbH, 55481 Kirchberg/Hunsrück 18

perma-tec GmbH, 97717 Euerdorf 27

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■ Abbruch/Baustoff-

Recycling

■ Ersatzbrennstoffen

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58 recycling aktiv 3/2022


Impressum

Chefredaktion:

Helmut Strauß (hst)

Tel., Fax: +49 6898 870592

helmut.strauss@stein-verlagGmbH.de

Redaktion:

Dipl.-Min. Gabriela Schulz (gsz)

Tel.: +49 171 5369629

gabriela.schulz@stein-verlagGmbH.de

Mitarbeit an dieser Ausgabe:

J.P. Steiner (jps), Sylvie Felgueiras

Korrektorat:

Josef Mayer, mayerjosef2@t-online.de

Layout/Herstellung:

Michel Drexel, Petra Greb-Gaß

Tel.: +49 7229 606-23

michel.drexel@stein-verlagGmbH.de

Anzeigenverkauf:

Susanne Grimm-Fasching

Tel.: +49 8364 986079

Fax: +49 8364 984732

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susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de

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Alle Rechte © Stein-Verlag Baden-Baden

GmbH, Iffezheim, 2022 (14. Jahrgang),

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