Neukölln: Interkulturell · innovativ · inspirierend
Jeder Berliner Bezirk ist eine Großstadt für sich. Die Bezirksbroschüren charakterisieren das Besondere des Bezirkes. Jährlich bzw. alle zwei Jahre berichten sie über alle aktuelle Entwicklungen. Der Behördenwegweiser hilft, Ansprechpartner im Amt zu finden. Global tätig, sind die Unternehmen doch regional verwurzelt: Die Publikationen berichten von neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft, Gesundheit und Sport, Kultur und Tourismus. Projekte der Stadtentwicklung werden präsentiert. Umwelt und Nachhaltigkeit haben allerorten eine große Bedeutung ebenso wie Angebote der Fachkräftegewinnung, für Aus- und Weiterbildung.
Jeder Berliner Bezirk ist eine Großstadt für sich. Die Bezirksbroschüren charakterisieren das Besondere des Bezirkes. Jährlich bzw. alle zwei Jahre berichten sie über alle aktuelle Entwicklungen. Der Behördenwegweiser hilft, Ansprechpartner im Amt zu finden. Global tätig, sind die Unternehmen doch regional verwurzelt: Die Publikationen berichten von neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft, Gesundheit und Sport, Kultur und Tourismus. Projekte der Stadtentwicklung werden präsentiert. Umwelt und Nachhaltigkeit haben allerorten eine große Bedeutung ebenso wie Angebote der Fachkräftegewinnung, für Aus- und Weiterbildung.
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BEZIRKSBROSCHURE
Interkulturell • Innovativ • Inspirierend
NEUKÖLLN
2026/27
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Was macht den Bezirk Neukölln lebens- und liebenswert? Wir fragten Einheimische und Zugezogene,
Geschäftsleute, Netzwerker, Künstler, Umweltaktivisten zur Attraktivität ihres Arbeits- und Wohnumfeldes.
Lesen Sie dazu auf dieser und vielen anderen Seiten in der Broschüre.
Das Besondere an Neukölln ist für mich...
© Liane Kapitzki/stock.adobe-----
…die Vielfalt!
Ich empfinde
die Menschen hier
offen und hilfsbereit.
Hanadi Mourad
siehe Seite 106
…dass es hier
täglich etwas
Interessantes zu
berichten gibt.
Christian Kölling
siehe Seite 19
…die familiäre
Atmosphäre
im TSV Rudow
1888 e.V.
Josefine Preuß-Tsiapli
siehe Seite 92
…Rudow.
Denn Rudow ist
resistent gegen
jeden Hype.
Marion und Frank
Altenbokum
siehe Seite 66
…dass hier gefühlt mehr
Ehrenamtliche unterwegs
sind als Fahrräder.
Erwin Bender
siehe Seite 100
…unglaublich
viel Solidarität
und Vielfalt.
Thomas de Vachroi
siehe Seite 18
…ein Haus
wie das Bürgerzentrum
Neukölln.
Marina Friedenberger
siehe Seite 97
…unser grüner Treffpunkt
mitten in der lebendigen
Stadtlandschaft.
Sandra von Rekowski
siehe Seite 73
Fotoreise: Neukölln von A bis Z
Gute Adressen
Kinder | Jugend | Familie
4
• Sehenswertes aus Geschichte
und Gegenwart von A Amtsgericht
bis Z Städtepartner Zaanstad..........8-13
Aktuelles
• Städtepartner: Neukölln ist
global vernetzt...................................... 14
• Imagekampagne: Neukölln ist
mehr als seine Schlagzeilen................ 15
• Bezirksverordnetenversammlung
und Fraktionen....................................... 16
• Fairtrade-Bezirk..................................... 18
• Kaffee gegen Kälte............................... 19
Geschichte(n) | Kultur | Tourismus
• Britzer Garten: Grüne Oase
im Großstadtdschungel....................... 20
• Alte Büste in neuem Glanz:
Erinnerung an Rüdiger von Ilgen;
ehemaliger Britzer Gutsherr..................21
• 650 Jahre Britz:
Quiz im Kulturstall.................................22
• Volkshochschule, Bibliotheken.............23
• Heimatvereine.......................................23
• Reporter, Moderator, Musiker:
„Ulli Abendschau“.....................................24
• 10 Jahre Neuköllner Kunstpreis...............25
• Neuköllner Impressionen:
Mit der Kamera unterwegs.......................26
• Neukölln kann Oper..................................27
• 48 Stunden Neukölln.................................27
• Puppentheater-Museum Berlin:
In Neukölln tanzen die Puppen...............28
• Rixdorf: Theatergeschichte im Saalbau.. 29
• Galerien: Kunst vor Ort............................. 29
• Luci van Org: Musikerin, Autorin,
Produzentin, Malerin.............................. 30
• Digitales Deutsches Frauenarchiv........ 31
• Dokumentationszentrum Flucht,
Vertreibung, Versöhnung..................32-33
• Berliner Gedenktafel für de Bruyn.........34
• Schicksale Berliner Architekur
nach dem Zweiten Weltkrieg.................34
• Dokumentationszentrum
NS-Schöneweide.....................................35
• Kulinarische Vielfalt im Bezirk........36-45
• Kalle Halle............................................ 38
• Stadtführungen im Bezirk.................... 40
• Kochkurse: Wo. Wie. Wann...................42
• Fine Dining in Neukölln.........................44
• Wirtschaft | (Aus)Bildung | Mobilität
• IHK und Handwerkskammer.................47
• Wirtschaft trifft Wissenschaft..........48-49
• Jobcenter Berlin Neukölln................... 50
• YouGrow Frauennetzwerk.....................52
• Berlins Ausbildungssuchmaschine.......54
• Existenzgründungsportal (BMWE)........55
• „Schichtwechsel“ .................................56
• Ausbildung und Beschäftigung
von Menschen mit Behinderungen......56
• Reparieren statt Wegwerfen................57
• ALBBW mit mehr als 35 anerkannten
Ausbildungsberufen............................. 58
• Mobilität:
Ladesstationen in der Nähe finden.... 60
Begleitetes Fahren ab 17..................... 60
Kfz-Service und -Sachverständige...... 61
Wohnen | Stadtentwicklung | Umwelt
• 900 Wohnungen geplant: Neues
Quartier auf „Buckower Felder“..............62
• Kiezspaziergang rund um den
S-Bhf. Sonnenallee: Stadtentwicklung
ist ein Aushandlungsprozess..........64-65
• Städtebauförderprogramm in der
Gropiusstadt: „Zukunft Stadtgrün“..... 66
• Zukunftsdebatten beim
Fernwärmeforum: Auf dem Weg
der Transformation............................... 68
• Rollbergkiez: Baugenehmigung
für VOLLGUT erteilt...............................70
• Neuköllns Handwerk überzeugt:
Punkten mit Flexibiltät............................71
• Klimafreundliches Heizen:
Die 65-Prozent-Regelung....................72
• Für ein schönes Buckow:
Gemeinsam stark für Sauberkeit.........73
• Senat sichert Kleingartenflächen.........73
• Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“
an Berliner Schmidt Spiele Verlag.......... 74
• Kindertagesstätten
in der Nähe finden............................. 76-77
• Ein Gespräch über Kinderrechte.........78
• Spiel & Spaß: Tipps für Kids...........80-81
• Neue Grundschule am Koppelweg:
Zeitgemäße Lernräume
in nachhaltiger Bauweise.....................82
• Schulen............................................ 83-86
• Oberstufenzentren............................... 85
• Gartenarbeitsschule.............................87
• Die Muttersprache beherrschen..........87
• Familienzentren, Familientreffs........... 88
Sport | Gesundheit | Soziales
• Wohlbefinden durch kleine Auszeiten... 90
• Engagementpreis 2025........................92
• Neuköllner Ehrennadel.........................93
• Gesundheitszentrum Gropiusstadt......94
• Schwimm-Gemeinschaft:
Wassersport für Jung & Alt...................94
• vivantes Klinikum Neukölln:
Neues vom Groß(bau)projekt...............95
Klinik mit Maximalversorgung..............95
Patientenfürsprecherinnen...................95
• Angebote für die ältere Generation:
Seniorenvertretung berät.....................97
Freizeitstätten und Treffpunkte.......97-98
Gropiusstadt: Neuer „Dritter Ort“....... 99
Seniorenwohnhäuser...........................100
Pflegewohnheime.................................101
• Einsamkeit & Depression:
Was hilft?..............................................103
• Digitale Schnitzeljagd:
Auf Engagement-Schatzsuche...........104
• 20 Jahre Bürgerstiftung Neukölln:
Fest, Patenschaften; Dialoge.............105
• Stadtteilarbeit:
Rixdorfer Kiez(t)räume.................106-107
• Damit Ihr Wille zählt:
Vorsorge gibt Sicherheit.....................108
• Stichwortverzeichnis (Inserenten).......109
• Impressum.............................................110
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5
Mein Kiez - Mein Center
Das Wutzky ist Ihr familiäres und freundliches Einkaufszentrum in der südlichen Gropiusstadt, Tradition wird hier entsprechend großgeschrieben.
Seit nunmehr 55 Jahren sind die Händlerinnen und Händler tagtäglich für die Kundinnen und Kunden im Kiez da, manche schon seit der ersten
Stunde. Man bekommt alles, was man im täglichen Leben braucht, vor allem aber Kontakt zu den Nachbarn. Ob in der Apotheke, an der Supermarktkasse
oder bei einem kleinen Kaffeepäuschen bei einem der vielen Gastronomen, man kommt ins Gespräch miteinander. Die Werbegemeinschaft,
der Zusammenschluss der Betreiberinnen und Betreiber der über 40 Geschäfte, Ärzte und medizinische Versorgung, hat diese Besonderheit
erkannt und fördert das Zwischenmenschliche, das Nachbarschaftliche mit kleinen Events und Aktionen, die von dem städtischen Wohnungsunternehmen
degewo unterstützt werden. So finden das Wutzky-Sommerfest, traditionell zu St. Martin ein Laternenumzug für alle Kinder im Kiez, das Puppentheater
im Märchentruck und vieles mehr statt. Seit 2022 gibt es die „Gesund heitstage“. Das Wutzky ist Treffpunkt und Nahversorger in der Nachbarschaft.
Alle Informationen finden Sie auf der Website wutzky-einkaufen.de
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7
Liebe Leserinnen
und Leser,
wir laden Sie ein,
Neukölln mit
dieser Broschüre
(neu) zu entdecken
- zunächst bei einer
kleinen Fotoreise von
A wie Amtsgericht
bis Z wie Zaanstad,
ein Städtepartner
von Neukölln.
© Bezirksamt Pankow
A
© Dguendel/commons.wikimedia.org-
Das Amtsgericht Neukölln ist ein prächtiges Beispiel für Architektur des frühen 20. Jahrhunderts. Ab 1899 im Neorenaissance-
Stil erbaut, beeindruckt es mit seiner markanten Fassade, dem Säulen-Eingangsportal mit Greifenornamenten und dem dreieckigen
Grundriss. Auf 3500 m² verteilen sich 111 Räume. Heute werden hier Zivil- und Strafverfahren bearbeitet.
© H. Baumann/aperçu-
B
Schloss und Gutshof: Mit rund 2 Hektar
Park und historischem Gutshof ist das Britzer
„Schloss“ das einzige vollständig erhaltene
Gut in seinem dörflichen Umfeld.
Gegründet im 16. Jahrhundert, entwickelte es sich im
19. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Güter
im Berliner Umland. Heute finden hier kulturelle Veranstaltungen
statt.
© L. Schulz/commons.wikimedia.org-
C
Der Comenius-Garten liegt am Böhmischen
Dorf (auch Böhmisch-Rixdorf oder Rixdorf
genannt) und wurde nach den Ideen des
Universalgelehrten Johann Amos Comenius
(1592–1670) gestaltet. Der Park symbolisiert den
Lebensweg des Menschen und lädt mit seinen Wegen
und Anlagen zum Entdecken und Verweilen ein.
© H. Baumann/aperçu-
D
Die Dorfkirche Buckow ist eine fast
unverändert erhaltene mittelalterliche
Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.
Sie steht idyllisch nahe dem Dorfteich
im historischen Kern des ehemaligen Angerdorfs
Alt-Buckow. Die kleinste von vier Glocken stammt
ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert und gilt als
älteste Glocke Berlins.
8
F
© Kasa Fue/commons.wikimedia.org-
Der Flughafen Tempelhof war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den
Linienbetrieb auf. Zwei Jahre nach seiner Schließung im Jahr 2008 wurde das rund 350 Hektar große
Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein schmaler Streifen im Osten – darunter die Haupteingänge
an der Herrfurthstraße und am Crashgate – gehört zum Bezirk Neukölln.
E
Mit 176 Metern Höhe entstand an der
Sonnenallee der Estrel Tower und
damit Berlins höchstes Gebäude.
Das Konzept umfasst Hotel, Coworking-Space,
Galerie, Restaurant, Bar und flexible
Räume für Meetings, Events und Partys.
Das Richtfest wurde im März 2025 gefeiert,
die Eröffnung ist für Ende 2026 geplant.
© Estrel Berlin/Barkow Leibinger- © B. Kubrak/commons.wikimedia.org-
© A.Savin/commons.wikimedia.org-
G
Die Genezarethkirche wurde 1903–1905 im
neugotischen Stil erbaut. Ihr 62 Meter hoher
Turm prägt das Stadtbild Neuköllns weithin
sichtbar. Seit 2020 dient die Kirche als offener
Projektraum und bietet Platz für religionsübergreifende,
kulturelle und gesellschaftliche Formate.
H
Die Hufeisensiedlung entstand 1925–1933
und gilt als Meilenstein des sozialen Wohnungsbaus.
Der rund 29 Hektar große
Kernbereich umfasst 1.285 Wohnungen und
679 Reihenhäuser mit Gärten.
Charakteristisch sind die hufeisenförmige Anlage und
die farbig gestalteten Fassaden. Seit 2008 gehört die
Siedlung zum UNESCO-Welterbe.
9
I
© S. Friedel/aperçu-
Mit 90,85 Metern Höhe ist das Ideal-Hochhaus in der Gropiusstadt das höchste Wohngebäude Berlins und eines der höchsten Deutschlands.
Erbaut 1966–1969, zählt es 31 Stockwerke und 227 Wohnungen. Drei Aufzüge erreichen die 29. Etage in rund 45 Sekunden,
wo Sauna, Gästewohnungen und Gemeinschaftsraum liegen; ganz oben ein Lagerraum.
© H. Baumann/aperçu-
J
Die Jungfernmühle in der Gropiusstadt ist
Berlins älteste erhaltene Windmühle. 1757
erbaut, stand sie ursprünglich nahe des
Nauener Tors in Potsdam. Ihr Name erinnert
an den tragischen Tod der Tochter des ersten
Müllers. Seit 1842 befindet sie sich an ihrem heutigen
Standort und ist heute ein idyllischer Ort mit Gastronomie
– ein reizvoller Kontrast zu den umliegenden
Hochhäusern.
© Dagmar Schwelle-
K
Die Karl-Marx-Straße, benannt nach dem
Philosophen, zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen
Neuköllns und ist Berlins drittgrößte
Einkaufsstraße. Der sanierte Abschnitt
zwischen Lahn- und Weichselstraße wurde 2025
nach 15 Jahren Bauzeit wiedereröffnet. Ab 2027 soll
zwischen Weichselstraße und Hermannplatz die Tunnelsanierung
der BVG und der Straßen-Neubau fortgesetzt
werden.
© A.Savin/commons.wikimedia.org-
L
Der U-Bahnhof Leinestraße eröffnete
1929 und war bis 1996 Endpunkt der U8.
Danach wurde die Linie bis Hermannstraße
verlängert. Charakteristisch sind die
hellgrünen, quadratischen Keramikfliesen. 2013/14
wurde der Bahnhof nach historischem Vorbild
saniert, ergänzt durch historische Bilder an den
Hintergleiswänden.
10
M
© A.Savin/commons.wikimedia.org-
Das Museum Neukölln zählt zu den profiliertesten regionalgeschichtlichen Museen Berlins. Es ist im umgebauten
Pferde- und Ochsenstall des Gutshofs Britz untergebracht. Die Dauerausstellung „99 × Neukölln“
bietet einen interaktiven Zugang zur Geschichte und Gegenwart des Bezirks, ergänzt durch wechselnde
Ausstellungen zur Stadtteilkultur.
© G. Slickers/commons.wikimedia.org- © OTFW, Berlin/wkipedia.org-
© B. Kubrak/commons.wikimedia.org-
N
Der Neuköllner Schifffahrtskanal entstand
1902/03 und wurde 1912/13 verlängert. Auf
rund vier Kilometern verbindet er den Landwehrkanal
an der Lohmühlenbrücke mit dem
Teltow- und Britzer Verbindungskanal am Hafen Britz-
Ost. Bei Kilometer 3,3 liegt die Schleuse Neukölln.
Zahlreiche Brücken – von der Wildenbruch- bis zur
Sonnenbrücke – überspannen den Kanal.
O
Gedenktafel für die Opfer
der Kolonialherrschaft
2009 wurde an der Ostmauer des Neuen
Garnisonfriedhofs eine schwarze Granitplatte
in den Umrissen Namibias enthüllt. Sie erinnert an
die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft 1884–1915,
insbesondere des Kolonialkrieges 1904–1907. Dem
Völkermord an Herero und Nama fielen etwa 50.000
bis 70.000 Menschen zum Opfer.
P
Die evangelische Philipp-Melanchthon-
Kirche wurde 1914–1916 als Ensemble mit
Pfarr- und Gemeindehaus erbaut. Nach
Kriegsschäden 1948/49 wiederhergestellt,
zeigt sie beginnende Moderne mit Anklängen an Klassizismus
und Jugendstil – ein Bau an der Schwelle
zwischen Tradition und Aufbruch.
11
Q
© Jens Sethmann-
Das Quartiersmanagement (QM) in Neukölln verbessert die Lebensqualität in den Kiezen. Über 110.000
Menschen leben in neun QM-Gebieten. Reuterplatz, Schillerpromenade, Körnerpark und Gropiusstadt/Lipschitzallee
werden nur noch lokal begleitet. 2021 entstanden die neuen Gebiete Glasower
Straße, Harzer Straße (Foto: Bildungskonzferenz 2025) und Gropiusstadt-Nord; Ganghofer Straße
und Richardplatz wurden zum QM Rixdorf zusammengelegt.
© M. Galy/aperçu-
R
Die 70 Meter hohe Rudower Höhe entstand
aus einem Trümmerberg und bietet
spektakuläre Ausblicke, Spielplätze und
eine Rodelbahn, die im Sommer als Liegewiese
dient. Wanderer und Radfahrer folgen hier
dem Berliner Mauerweg. Am nördlichen Rand liegt
der Priesterpfuhl mit Schilf- und Grauerlenbewuchs.
© A.Savin, WikiPhoto.Space-
S
Die Berlin School of Business and Innovation
(BSBI) ist eine private Hochschule
mit Standorten in Hamburg, Barcelona
und Paris. Der Hauptcampus liegt im historischen
Gebäude der Alten Post Neukölln, eingeweiht
1906. Das Renaissance-Baudenkmal zählt zu
den markantesten Gebäuden der Karl-Marx-Straße.
© OTFW/commons.wikimedia.org-
T
In Neukölln erinnern über 200 Stolpersteine
an die Opfer des Nazi-Regimes. Darunter ist
der Stolperstein für Gertrud Tikotin, die zur
Zwangsarbeit im Presswerk Krone gezwungen
wurde. 1943 wurde sie während der „Fabrikaktion“
verhaftet und mit dem 31. Osttransport nach Auschwitz
deportiert, wo sie ermordet wurde.
© K. Hermann/aperçu-
V
Der rund 50 Hektar große Volkspark Hasenheide
liegt an der Grenze zu Kreuzberg.
Am nördlichen Eingang erinnert
das Jahndenkmal daran, dass Friedrich
Ludwig Jahn hier 1811 den ersten Turnplatz Preußens
eröffnete. In der Nordostecke entsteht der Sri-Ganesha-Hindu-Tempel,
der zu den größten Hindutempeln
Europas zählen wird.
12
U
historischen
© G. Slickers/wikipedia.org-
Die Erweiterung des Umspannwerks in der Richardstraße im Böhmischen Dorf soll bis 2030 dauern.
Die elektrotechnischen Anlagen von 1973 werden ersetzt, Kabelsysteme erneuert – alles im laufenden
Betrieb. Neue Stromverteilungsanlagen werden in Gebäuden untergebracht, die sich optisch an die
Scheunen des Ensembles anpassen.
© K. Rolshausen/aperçu-
Y
Y-Trasse von Adlershof nach Neukölln und
Kreuzberg (in Planung)
Die Y-Trasse ist ein geplanter Radschnellweg
durch Treptow-Köpenick, Neukölln und
Friedrichshain-Kreuzberg. Eine Machbarkeitsstudie
2020 ergab einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor.
2024 stoppte der Senat die Planungen; das Projekt
wird weiter diskutiert.
© OTFW/commons.wikimedia.org-
W
Der Wartheplatz ist nach dem Nebenfluss
der Oder benannt. 2023 wurden Mosaiken
der zentralen Skulptur und im Wasserspielbereich
restauriert, Wege befestigt, mehr
Platz für Fußgänger geschaffen und versiegelte Flächen
entsiegelt, wodurch der Platz offener, grüner
und einladender wirkt.
© Michaela Schaul-
X
Kreuzung von drei Ortsteilen am Landwehrkanal
– ein beliebter Ort zum Spazieren,
Sporttreiben, Plauschen und Freunde treffen
mit Blick aufs Wasser. Es gibt eine Grünverbindung
vom Schlesischen Busch in Treptow über
den Görlitzer Park in Kreuzberg zur Sportanlage Maybachufer,
über Weichselplatz und Weigandufer zum
Wildenbruchplatz und Trusepark in Neukölln.
© Michielverbeek/commons.wikimedia.org-
Z
Neukölln unterhält 13 nationale und internationale
Städtepartnerschaften. Zu den
ältesten zählt Zaanstad in den Niederlanden,
bekannt für malerische Windmühlen
und die enge Verbindung zur Industriegeschichte,
verbunden seit 1955. Ebenso bestehen Partnerschaften
mit Hammersmith & Fulham/London, Boulogne-
Billancourt bei Paris.
13
STÄDTEPARTNERSCHAFTEN
Neukölln ist global vernetzt
Der Bezirk Neukölln unterhält dreizehn nationale und internationale Städtepartnerschaften.
Die Partnerschaften nahmen nach der Überwindung der Folgen des Zweiten Weltkrieges
sowie der Teilung Berlins sowohl mit dem Mauerbau als auch nach dem Fall der
Mauer unterschiedliche Entwicklungen. Galt es nach 1945, die Anbindung West-Berlins an
das westliche Europa aufrecht zu erhalten, suchten nach dem Mauerfall viele Städte und
Kommunen den Kontakt mit solchen in der ehemaligen DDR oder in Ost-Europa. Zu den
bereits bestehenden Kontakten zu Usti nad Orlici kamen unter anderem 2005 der Stadtteil
Prag 5 und der Stadtbezirk Cigli in Izmir dazu. Letztere Partnerstadt hat große Bedeutung
auch für die zahlreichen türkischstämmigen Einwohner Neuköllns.
• Boulogne-Billancourt bei Paris
(Frankreich)
seit 17. Juni 1955
120.205 Einwohner*innen
www.facebook.com/
BoulogneBillancourt
www.boulognebillancourt.com
• Wetzlar (Hessen)
seit 25. September 1959
54.665 Einwohner*innen
www.facebook.com/Wetzlar.
Goethe.und.Optikstadt
www.wetzlar.de
• Marino bei Rom
(Italien)
seit 4. Oktober 1980
46.571 Einwohner*innen
www.facebook.com/
ComuneMarino
https://www.comune.marino.rm.it
• Ústí nad Orlicí (Tschechien)
seit 6. November 1989
14.011 Einwohner*innen
www.facebook.com/
mestouo
www.ustinadorlici.cz
• Hammersmith & Fulham/London
(Großbritannien)
seit 17. Juni 1955
180.000 Einwohner*innen
www.facebook.com/pg/
HammersmithandFulhamCouncil
www.lbhf.gov.uk
• Köln
(Nordrhein-Westfalen)
seit 15. November 1967
1.024.621Einwohner*innen
www.facebook.com/Koeln
www.koeln.de
• Puschkin bei St. Petersburg
(Russland)
seit 3. Juni 1991
92.889 Einwohner*innen (2010)
www.facebook.com/
gorodpushkin.online
www.pushkin-town.net/.pushkin/eng
• Zaanstad bei Amsterdam (Niederlande)
seit 17. Juni 1955
162.784 Einwohner*innen
www.zaanstad.nl
www.facebook.com/gemzaanstad
• Leonberg (Baden-Württemberg)
seit 17. Oktober 1970
46.480 Einwohner*innen
www.facebook.com/
StadtLeonberg
www.leonberg.de
• Prag Stadtteil 5 (Tschechien)
seit 28. September 2005
86.630 Einwohner*innen
www.facebook.com/
mcpraha5
www.praha5.cz
14
• Anderlecht bei Brüssel (Belgien)
seit dem 17. Juni 1955
126.581Einwohner*innen
www.facebook.com/
anderlecht.brussels
www.anderlecht.be
• Bat-Yam bei Tel Aviv (Israel)
seit 21. September 1978
131.000 Einwohner*innen
www.bat-yam.muni.il
www.facebook.com/batyam.muni
• Izmir-Ciğli (Türkei)
seit 8. Oktober 2005
215.172 Einwohner*innen
www.facebook.com/
hasanarslancigli
www.cigli.bel.tr
© B. Nößler/aperçu, Plakate Agentur CeeCee
IMAGEKAMPAGNE
Eine Kampagne, vier Motive, 130 Plakate: Werbung in sieben Städten für Neukölln
Neukölln ist mehr als seine Schlagzeilen
Ganz bewusst spielt die Kampagne, finanziert
aus Mitteln der Tourismuswerbung, mit
Klischees und Negativschlagzeilen über
Neukölln. „Neukölln ist mehr als die Summe
seiner Probleme, ist mehr als seine Schlagzeilen,
ist historisches Rixdorf und urbane
Stadt, da sind die ehemaligen Dörfer, die
Hufeisensiedlung, der Landschaftspark…“
Im Café Babette, im Kindl–Zentrum für Zeitgenössische
Kunst, besucht übrigens zu fünfzig
Prozent von Touristinnen und Touristen,
präsentiert das Bezirksamt vier Plakate,
die zwei Wochen lang in sieben deutschen
Städten (darunter wenige in Berlin) für Neuköllns
Schätze warben: „Wir bieten in Neukölln
alles, was die große Bühne bietet, wir
haben unser Opernhaus und den Heimathafen,
mit jährlich 300 bis 350 Veranstaltungen
und zu dem nun auch das Café Rix
gehört. Wenn Mitte ARD und ZDF wären,
dann ist Neukölln ARTE“, beschreibt Bezirksbürgermeister
Martin Hikel die Insider-Sicht
abseits der Schlagzeilen auf Neukölln.
(bn)
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Bezirksverordnetenversammlung
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Büro der BVV
• BVV
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Zi. A 201, Tel. 90239-2386,
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nach Vereinbarung
An Sitzungstagen des Ältestenrats und
an den Tagen der BVV-Sitzungen:
Geschlossen
Fraktionen
• Fraktion der SPD
Fraktionsvorsitzende: Cordula Klein
Stellv. Fraktionssitzende:
Max von Chelstowski, Nilgün Hascelik,
Marko Preuß, Peter Scharmberg,
Gabriela Gebhardt
Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin, Zi. A 460
Tel. 90239-2498
spd@bezirksamt-neukoelln.de
Sprechzeiten: Mo-Do 14-18 Uhr
• Fraktion der CDU
Fraktionsvorsitzender: Markus Oegel
Stellv. Fraktionssitzende:
Ino Kringel, André Schloßmacher
Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin, Zi. A 457
Tel. 90239-3543
cdu@bezirksamt-neukoelln.de
www.cdu-fraktion-neukoelln.de
Sprechzeiten: Mo/Mi 10-16 Uhr
sowie täglich nach Vereinbarung
• Fraktion der Grünen
Fraktionsvorsitzende:
Samira Tanana, Beate Bruker
Stellv. Fraktionssitzende: Jan Stiermann,
Jan Tjado Stemmermann
Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin, Zi. A 462
Tel. 90239-3541
gruene@bezirksamt-neukoelln.de
Sprechzeiten: Mo/Do 11-14, Di 9-12 Uhr
sowie nach Vereinbarung
• Fraktion DIE LINKE
Fraktionsvorsitzende:
Ahmed Abed, Carla Aßmann
Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin, Zi. A 456
Tel. 90239-2003
linksfraktion@
bezirksamt-neukoelln.de
www.linksfraktion-neukoelln.de
Sprechzeiten: Mo 14-17, Di 10-13 Uhr,
Do 15-18 Uhr
• Fraktion der AfD
Fraktionsvorsitzender: Julian Potthast
Stellv. Fraktionsvorsitzender:
Jörg Kapitän
Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin, Zi. A 453
Tel. 90239-3769
afd@bezirksamt-neukoelln.de
Sprechzeiten nach Vereinbarung
16
Natur schützen.
Wohnen sichern.
Zusammenhalt stärken.
fraktion@gruene-neukoelln.de
T. 030 | 902 39 - 3541
Fragen,
Wünsche,
Anregungen?
Grüne Fraktion
im Rathaus Neukölln
Wir freuen uns
auf Sie!
Für ein starkes Neukölln -
Gegen Extremismus.
Für Demokratie und Zusammenhalt.
Melden Sie sich mit Ihren Themen bei uns!
Markus Oegel
Fraktionsvorsitzender
CDU-Fraktion in der BVV Neukölln
Karl-Marx-Straße 83
12040 Berlin
Telefon: 030 90239-3543
E-Mail: info@cdu-fraktion-neukoelln.de
www.cdu-fraktion-neukoelln.de
AKTUELLES
VON DER
SPD-FRAKTION
GEMEINSAM
NEUKÖLLN
GESTALTEN
SPD-Fraktion Neukölln
im Rathaus Neukölln
Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin
Tel.: 030 / 90 239 24 98
Wünsche, Fragen, Newsletter:
info@spdfraktionneukoelln.de
17
18
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
…eine unglaubliche Solidarität
und Vielfalt, die diesen Bezirk so
lebendig macht, und dass wir uns
hier gemeinsam um die Ärmsten
der Gesellschaft kümmern.
Armut ist in Neukölln ein großes Thema. Ich
will den Bedürftigen eine Stimme geben,
bin Ansprechpartner für Betroffene ebenso
wie für Helfende.
Seit 2011 leite ich das Haus Britz, eine
barrierefreie Wohnanlage des Diakoniewerkes
Simeon und unterstütze auch die
Tee- und Wärmestube Neukölln im Schillerkiez.
Wegen der zunehmenden Armut
und Obdachlosigkeit entsteht mit dem
feierlichen Spatenstich am 24. März 2026
auf einem Grundstück unseres Kirchenkreises
an der Schillerpromenade eine
„Tee- und Wärmestube Plus“, ein Neubau
mit 16 Apartments, WCs, Duschen und
Umkleiden, offener Küche, Kleiderkammer,
Waschküche, kostenlosen Mahlzeiten und
Getränken für Bedürftige. Das wird die kleinere
Tee- und Wärmestube Weisestraße ersetzen.
Das besondere Plus: Hier ist auch
Wohnen auf Zeit möglich. Professionelle
Sozialarbeiter:innen unterstützen dabei,
das Leben neu zu gestalten. Jede Spende
für das Projekt hilft.
Thomas de Vachroi ist seit Januar 2021
der Armutsbeauftragte des Evangelischen
Kirchenkreises Neukölln und des
Diakoniewerks Simeon, seit 2024 auch
der Landeskirche EKBO.
© Wilfried Winzer
Engagement für fairen Handel
Neukölln bleibt
Fairtrade-Bezirk
Neukölln ist seit 2001 „Fairtrade-Bezirk“.
2025 wurde der Titel bereits zum zweiten Mal
erneuert – eine Bestätigung des starken Engagements
für Fairness vor Ort. Akteurinnen
und Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und
Wirtschaft arbeiten eng zusammen, vernetzen
ihre Aktivitäten und stärken gemeinsam
den fairen Handel auf kommunaler Ebene.
Verliehen wird die Auszeichnung vom gemeinnützigen
Verein Fairtrade Deutschland e. V.
Für den Erhalt der Auszeichnung sind nachweislich
die fünf Kriterien der Fairtrade-Towns
Kampagne erforderlich:
→ Die Neuköllner BVV unterstützt per Beschluss
den fairen Handel.
→ Bei allen Sitzungen und Ausschüssen und
im Büro des Bezirksbürgermeisters wird
fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.
→ Die bezirkliche „Steuerungsgruppe - faires
und nachhaltiges Neukölln“ vernetzt die
verschiedenen lokalen Akteure und koordiniert
die Aktivitäten zum fairen Handel
vor Ort. Sie fördert den Dialog zwischen
Politik, Wirtschaft den Neuköllnerinnen
und Neuköllnern, koordiniert und organisiert
Bildungsarbeit.
→ Gastronomiebetriebe, Geschäfte, öffentliche
Einrichtungen, Vereine, Kirchen- und
Glaubensgemeinschaften werden in Aktionen
zum fairen Handel eingebunden und
bieten Produkte aus fairem Handel an.
→ Der Bezirk betreibt Öffentlichkeitsarbeit
über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade.
Neukölln ist eine von über 820 Fairtrade
Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk
der Fairtrade Towns umfasst mehr als
2.000 Fairtrade Towns in 36 Ländern. (kr)
Ein Drittel der Minderjährigen betroffen
Neukölln bleibt der Berliner Bezirk mit der höchsten Kinderarmut. Laut dem ersten
Kinderarmutsbericht des Bezirksamts Neukölln Ende 2025 erhielten 33,6 % der Minderjährigen
im Jahr 2024 Leistungen nach dem SGB II – mehr als 10 Prozentpunkte
über dem Berliner Durchschnitt von 23,1 %. Besonders betroffen ist dabei Nord-
Neukölln (40,5 %), gefolgt von der Gropiusstadt (37,3 %). Lediglich in Buckow-Nord
und Rudow liegen die Quoten unter dem Berliner Durchschnitt. Der Bericht analysiert
nicht nur das Ausmaß und die Folgen von Armut, etwa enge Wohnverhältnisse,
fehlende Freizeitmöglichkeiten oder finanzielle Belastungen für Familien, sondern
berücksichtigt der Bericht auch Diskriminierung und Bildungsbarrieren als Ursachen.
Der Titel „Kinder- und Familienarmut in Neukölln begegnen“ ist gleichzeitig auch
Programm: Zahlreiche präventive Maßnahmen des Jugendamtes und anderer Bereiche
sollen dafür sorgen, frühzeitig Chancen für junge Menschen zu schaffen und
im besten Fall ein Leben ohne Armut und in Selbstbestimmung möglich zu machen.
Bezirksstadträtin Sarah Nagel betont: „Jeder Euro, der heute in die
Armutsprävention gesteckt wird, zahlt sich in Zukunft vielfach aus.“ (kr)
Der vollständige Bericht kann hier kostenlos heruntergeladen werden:
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
Die 2027er Kaffeewette wird vorbereitet
Kaffee gegen Kälte
„Als Unternehmer kann ich vorneweg gehen,
Entscheidungen treffen“, erklärt Michael Lind,
der in Neukölln einen Supermarkt betreibt,
in der ersten Folge des Podcasts „Auf einen
Cay“. Deshalb war es nur ein kleiner Schritt
bis zur 2019 in Neukölln entstandenen Kaffeewette:
Wenn die Menschen eines Bezirkes
mehr als 500 Kaffeepäckchen für die Kältehilfe
sammeln, spendet Lind gemeinsam mit
weiteren Unternehmern jeweils 2.500 Euro.
2026 erlebte diese großartige Idee ihren
vorläufigen Höhepunkt, denn erstmals beteiligten
sich alle zwölf Berliner Bezirke. Dabei
sah es einen Moment lang so aus, dass diese
Wette diesmal nicht stattfinden könnte. Es
gab nämlich rechtliche Bedenken, weil unangemessene
Werbung für die Einzelhändler
vermutet wurde. Kurzerhand wurde die
Kaffeewette vom Regierenden Bürgermeister
verboten, ein paar Tage später ruderte er zurück.
„Im Grunde müssen wir dankbar sein“,
© BA Spandau
Stolze Bezirksbürgermeister präsentieren die
Ergebnisse der Kaffeewette 2025
grinst Michael Lind, „denn so viel mediale
Aufmerksamkeit gab es noch nie“. Dadurch
wurde die Kaffeewette überregional bekannt
mit einem stolzen Ergebnis: Insgesamt wurden
in diesem Jahr 18.847 Packungen a 500
Gramm in Berlin gesammelt, davon 2.010
in Neukölln. Damit ist der Bezirk traditionell
unter den ersten Drei. Dass die Kaffeewette
weiterhin publik gemacht werden muss, zeigt
sich in Mitte, die erstmals teilnahmen. Es ist der
einzige Bezirk, der mit 340 Kaffeepackungen
nicht die Fünfhundertermarke knackte. Doch
Michael Lind und weitere beteiligte Unternehmen
zeigten sich großzügig, denn auch hier
wurden 2.500 Euro gespendet. Inzwischen
laufen erste Vorbereitungen für die 2027er
Wette. „Wir sind alle der Staat“, erklärt Lind
seine Motivation im eingangs erwähnten, von
der CDU-Politikerin Emine Demirbüken-Wegner
moderierten Podcast.
V Christian Hentschel
… dass es hier täglich etwas
Interessantes zu berichten gibt.
Seit dem 3. August 2010 erscheint das
Facetten-Magazin Neukölln im Internet.
Es ist ein lokales Nachrichtenjournal, das
über alles Wissenswerte aus und über
Neukölln berichtet und sich an alle richtet,
die im Bezirk engagiert sind. In der
Regel veröffentlichen die Facetten einmal
täglich um 9 Uhr einen Artikel. Die Beiträge
umfassen die gesamte Palette des
lokalen Geschehens: Politik, Kultur, Stadtentwicklung,
Sport, Soziales, Veranstaltungen
und Vermischtes. Besonders gerne
schreibe ich über Themen, die nicht belanglos
sind, aber in den großen Medien
keine Aufmerksamkeit finden. 2013 habe
ich angefangen, Artikel für die Facetten
zu schreiben. Inzwischen bin ich der allein
verantwortliche Redakteur des Magazins.
Gastbeiträge mit journalistischer Qualität
sind immer willkommen. Die Facetten
können kostenlos im Internet gelesen und
abonniert werden.
https://facettenneukoelln.
wordpress.com
Christian Kölling (65) ist
Diplom-Politologe und allein
verantwortlicher Redakteur des
Facetten-Magazins Neukölln
© B. Nößler/aperçu
19
20
Britzer Garten – Grüne Oase im Großstadtdschungel
Mehr Frühling, Sommer, Herbst und Winter
gibt’s nirgendwo! Mitten in Neukölln entflieht
ihr dem Stress der Großstadt und
taucht ein in eine faszinierende Seen- und
Wiesenlandschaft. Spazierengehen, bunte
Pflanzenvielfalt entdecken, kneippen, joggen,
Live-Konzerten unter freiem Himmel
lauschen oder einfach nur die frische Luft
im Grünen auf der mitgebrachten Picknickdecke
genießen: Der Britzer Garten ist zu
jeder Jahreszeit ein Erlebnis.
Die Blütesaison des Britzer Gartens beginnt
mit der größten Tulpenshow Berlins im Frühling
und endet im Herbst mit den spät blühenden
Dahlien. Aber auch außerhalb der großen
Blütenschauen gibt es im Britzer Garten
das ganze Jahr über ein Meer an Blüten und
Gärten zu entdecken wie die zauberhaften
Rhododendren, den duftenden Rosengarten
oder den Karl-Foerster-Staudengarten.
© Frank Sperling
Aber auch kleine Parkbesucher*innen können
hier viel entdecken: Toben auf den großen
Spiellandschaften und weitläufigen
Wiesen, Tischtennis spielen, den Rodelberg
herunterkullern, Picknicken am See, Schafe
und Ziegen beobachten oder den Hobbykapitän*innen
am Modellboothafen beim
Segel setzen zusehen. Für eine erfrischende
Abkühlung sorgen die beiden Wasserspielplätze
und das große Wasserlabyrinth.
Gemeinsam mit dem Campus Stadt Natur
und dem Freilandlabor Britz e. V. werden
zahlreiche Workshops und Führungen
zu den Besonderheiten und der Natur des
Parks angeboten. Und wer gern wissen
© Stefan Klenke © Andy Rumball
möchte, wie früher Mehl gemahlen wurde,
macht einen Abstecher zur historischen
Britzer Mühle.
Darüber hinaus lockt ein abwechslungsreiches
Veranstaltungsprogramm mit Parkfesten
für die ganze Familie, Live-Musik und
das jährlichen Event Highlight Klassik Open
Air in den Park.
Weitere Informationen unter
britzergarten.de
© B. Nößler/aperçu Kunst in der neu eröffneten SRH Hochschule am S-Bahnhof Sonnenallee-
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
Alte Büste in neuem Glanz. Sie erinnert an
Rüdiger von Ilgen, dem ehemaligen Gutsherrn in Britz.
Am 30. April 1719 kaufte Rüdiger von Ilgen das Rittergut Britz für
36.000 Taler vom Reichsgrafen Friedrich Wilhelm von Schwerin
– als repräsentativen Landsitz neben seinem Berliner Stadpalais.
Der Erwerb krönte eine außergewöhnliche Karriere: 1654 geboren,
begann Ilgen als bürgerlicher Stadtbeamter in Westfalen und stieg
bis zum geadelten „Königlichen Preußischen Wirklichen Geheimen
Etats- und Kriegsminister“ auf. Unter Friedrich Wilhelm I. wurde er zum wichtigsten außenpolitischen
Berater des „Soldatenkönigs“. Die Büste Rüdiger von Ilgens im Park von Schloss Britz
ist ebenso dekorativ wie geschichtsträchtig. Das Original entstand um 1900 für die Berliner
Siegesallee und gelangte über viele Umwege in den 1950er Jahren nach Britz. In Folge der
Aktion „Rettet die Denkmäler“ wurde sie in den 1980er Jahren gesichert und schließlich in
die Zitadelle Spandau überführt, wo sie bis heute zu sehen ist. Für den Park ließ das Grünflächenamt
Neukölln eine eigens für Britz gefertigte Betonkopie von Büste und Sockel herstellen.
Diese steht seit Jahrzehnten prominent im Park und wurde nun umfassend restauriert:
gereinigt, konserviert und mit einer Silikat-Lasur neu gefasst. Auch Sockel, Plinthe und Inschrift
wurden instandgesetzt. Die Sanierung brachte nicht nur neuen Glanz, sondern sicherte dauerhaft
den Bestand des Denkmals. Möglich wurde die Restaurierung dank einer großzügigen
Spende der Berliner Volksbank, der Unterstützung des Fördervereins „Freunde und Förderer
Schloss Britz“ sowie eines Zuschusses des Landesdenkmalamts Berlin. (kr)
Anlässlich der Restaurierung hat die Kulturstiftung Schloss Britz eine Publikation ausgegeben:
Rüdiger von Ilgen – Ein Denkmal und seine Geschichte Kleine Reihe Schloss Britz | 11
Sie kostet 2,50 € und ist im Museumsshop von Schloss Britz erhältlich.
© Levia Dombert
AUSSTELLUNGEN
VERANSTALTUNGEN
KONZERTE
Kulturstiftung Schloss Britz
Alt-Britz 73, 12359 Berlin
Di bis So, 12 - 18 Uhr
030 / 609 79 23-0
info@schlossbritz.de
www.schlossbritz.de
21
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
22
© S. Nöbel/aperçu (3)
Das Schloss Britz spielte auch im Quiz im Kulturstall eine Rolle. Die Gewinner, umrahmt von Museumsmitarbeiterin Bärbel Ruben und Stadtführer Reinhold Steinle.
Unterhaltsames Quiz zu 650 Jahren Britz im Kulturstall – besondere lokale Preise
Ein untadeliger Preuße als Agent,
Rosenfelder und Riesen-Kirchturm
Wissen Sie, unter welchem Besitzer das
Schloss Britz durch Umbau seine heutige
Gestalt bekam? Unter vier Antworten kann
gewählt werden: A) Samuel von Chwaldowski
1699, B) Ewald Friedrich Graf von
Hertzberg 1754, C) Johann Carl Jouanne
1822 oder D) Julius Wrede 1880? Sie wissen,
dass die letzte Antwort die richtige
ist? Stimmt. Wer kennt Britz wirklich gut?
Die Neuköllner Museumsmitarbeiterin Bärbel
Ruben meint, dass in dem Ortsteil immerhin
44.000 Menschen leben und also
viele „Ich, Ich, Ich“ rufen würden. Einige
von ihnen kamen Mitte Oktober 2025 zu
dem von ihr und dem Stadtführer Reinhold
Steinle veranstalteten Quiz „Potz Britz!“.
Anlass war das Jubiläum „650 Jahr Britz“,
denn 1375 war das Dorf Britz im Landbuch
des Kaisers Karl IV. erstmals schriftlich erwähnt
worden.
Nur Männer im
Ruderverein Wiking
Im Kulturstall Schloss und Gutshof Britz
wurde das Wissen des Publikums über Begebenheiten
der Britzer Geschichte, prägende
Persönlichkeiten, Architektur, Natur,
Verkehr und Sport getestet. Dabei kam
auch so manche Skurrilität zur Sprache,
etwa dass der 1896 gegründete Ruderverein
Wiking bis heute ein reiner Männerverein
ist, weshalb die Frauen 2015 einen
eigenen Ruderclub gründeten. Oder dass
der im 17./18. Jahrhundert hochangesehene
preußische Staatsmann und Diplomat
Rüdiger v. Ilgen, dessen Büste im Gutspark
Britz steht, auch mal ein Informant des französischen
Königshauses mit Jahresgehalt
war. Das findet man so nicht bei Wikipedia.
Auch sonst werden alle an diesem Abend
klüger. Wir erfahren von der Seidenraupenzucht
auf dem Gutshof unter dem Grafen
von Hertzberg, vom aus Repräsentationsgründen
ungewöhnlich hohen Dorfkirchturm
von 1888, den es seit einem Bombenangriff
1943 so nicht mehr gibt. Auch
nach der Länge einer preußischen Meile
(7.532,50 Meter, vom Berliner Schloss aus
gemessen) wird gefragt, schließlich steht in
der Buschkrugallee ein Postmeilenstein: 1
Meile bis Berlin. Apropos Buschkrugallee:
Wonach ist sie seit 1947 benannt? Okay, es
wissen viele, dass dies an die Gaststätte
Buschkrug erinnert. Schwieriger schon ist
die Frage nach den 1880/90 angelegten
riesigen Rosenfeldern in Britz. Gab es
wirklich den Plan, dort einen Weltrosengarten
anzulegen oder ging es um die erste
deutsche Rosenausstellung 1911 oder kam
dorthin hoher Besuch von Kaiserin Auguste
Viktoria? Alle drei Antworten stimmen.
HÄTTEN SIE ES
GEWUSST?
Preise mit Lokalkolorit
Ich tausche mich immer mal mit meinem
Nachbarn aus, der nicht weit entfernt wohnt.
Der Mann kennt sich aus. Kein Wunder, er wird
später Sieger des Abends sein. Peter Menzel
gewinnt eine Kutschfahrt durch die Hufeisensiedlung
für 4 Personen. Dem aufgeregten
kleinen Enkel wird gleich versichert, dass er
dabei ist. Doch zuvor gibt es ein Kopf-an-
Kopf-Rennen im Wissen über Britz, denn das
Quiz vom Museum Neukölln hat zunächst
drei punktgleiche Gewinner, die im Stechen
den 1., 2. und 3. Platz unter sich ausmachen.
Der dritte Preis sind zwei Weine vom Britzer
Weingut, der zweite Preis zwei Führungen mit
Stadtführer Reinhold Steinle.
Noch eine Abschlussfrage: Wussten Sie, dass
im berühmten „Das ist die Berliner Luft“-Gassenhauer
(später in die Operette „Frau Luna“
aufgenommen) Britz vorkommt? Falls Sie nicht
textsicher sind, hier die betreffende Strophe:
Ich frug ein Kind mit jelbe Schuh:
Wie alt bist du denn, Kleene?
Da sagt sie schnippisch: „Du?
Nanu, ick werd′ schon nächstens zehne!“
Doch fährt nach Britz sie mit Mama‘n
da sagt die kleene Hexe
zum Schaffner von der Straßenbahn:
„Ick werd‘ erscht nächstens sechse!“
Ja ja! Ja ja! Ja ja ja ja, ja-ja!
V Sabine Nöbel
Otto-Suhr-VHS Neukölln
Bibliotheken in Neukölln
AG Heimatvereine Berlin-Neukölln
Über 2500 Kurse pro Jahr
Die Otto-Suhr-Volkshochschule Neukölln
ist die kommunale Weiterbildungseinrichtung
des Bezirks Neukölln. Sie folgt dem
Grundsatz des lebenslangen Lernens und
wendet sich insbesondere an Menschen
ab 16 Jahren, egal welcher sozialen und
kulturellen Herkunft oder verschiedener
Bildungs-, Lebens- und Berufserfahrungen.
Volkshochschule Neukölln
Boddinstraße 34, 12053 Berlin
Tel. 90239-2433/-2528
www.vhs-neukoelln.de
Eine Auswahl der Lehrstätten
und Lernorte:
Neukölln:
• Kurt-Löwenstein-Haus
Karlsgartenstr. 6
• HermannQuartier,
Hermannstr. 158A
• Einkaufszentrum Neuköllner Tor
Karl-Marx-Str. 231-235
• Werner-Korthaase-Haus
Richardstr. 21
• VHS-Lernhaus, Werbellinstr. 77
(nur für Grundbildungsangebote)
• Mariendorfer Weg 9
• Rixdorfer Grundschule, Donaustr. 120
Gropiusstadt:
• Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Bat-Yam-Platz 1
Buckow:
• VHS-Pavillon Buckow
Christoph-Ruden-Str. 1
Rudow:
• Alte Dorfschule, Alt-Rudow 60
• Elfriede-Kuhr-Str. 11
sowie viele weitere Räumlichkeiten,
verteilt im gesamten Bezirk
Über den QR-Code finden Sie
das Kursangebot der
Volkshochschule Neukölln nach
Themenbereichen geordnet.
Eintauchen in die Medienwelt
Öffentliche Bibliotheken haben sich gewandelt.
Aus den stillen Ausleihstätten sind wahre
Wohlfühlorte für alle geworden, an denen
man lesen, lernen, diskutieren kann. Auf die
rasanten Veränderungen in der Medienwelt
reagieren die Bibliotheken nicht nur mit der
Erweiterung ihres Angebots um e-Books und
Internet-Arbeitsplätze, sondern auch mit
vielfältigen Informations- und Fortbildungsveranstaltungen,
vom Spielnachmittag bis
hin zur Beratung zu Bildung und Beruf und
speziellen Führungen, z. B. für Menschen
mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben
oder für Geflüchtete. Die Bibliotheken bieten
kostenfreien Zugang zum Internet, kooperieren
mit Kitas und Schulen, veranstalten Lesungen,
Workshops, Konzerte u.v.m.
Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch
über die aktuellen Öffnungszeiten unter:
www.berlin.de/stadtbibliothek-neukoelln
• Helene-Nathan-Bibliothek
(in den Neukölln Arcaden)
Karl-Marx-Str. 66, 12043 Berlin
Fahrstuhl bis Parkdeck 4
info@stadtbibliothek-neukoelln.de
Tel. 90239-4313
Öffnungszeiten: Mo/Mi/Do/Fr 11-20 Uhr,
Di 9-20 Uhr, Sa 10-13 Uhr
• Gertrud-Junge-Bibliothek
Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin
gemeinschaftshaus@
stadtbibliothek-neukoelln.de
Tel. 90239-1494
Mo/Fr 11-15 Uhr, Di-Do 13-19 Uhr
• Margarete-Kubicka-Bibliothek
Gutschmidstr. 33, 12359 Berlin
margarete.kubicka@
stadtbibliothek-neukoelln.de
Tel. 90239-1223
Öffnungszeiten: Mo/Di/Fr 13-19 Uhr,
Do 8.30-16 Uhr, Mi geschlossen
• Gertrud-Haß-Bibliothek
Alt-Rudow 45, 12357 Berlin
rudow@stadtbibliothek-neukoelln.de
Tel. 90239-1940
Öffnungszeiten:
Mo/Di/Do 13-19 Uhr, Mi/Fr 10-15 Uhr
24h-Rückgabe für Medien
Geschichte(n) aus Neukölln
Im Jahre 2021 haben die vier Neuköllner
Heimatvereine beschlossen, interessierten
Bürgern und Bürgerinnen die Vielfalt des
Bezirks und seiner Stadtteile mit deren Geschichte
aufzuzeigen. Sie können Ihre Fragen
und Anliegen zur Historie Neuköllns an diese
Vereine, die gern mit Ihnen ins Gespräch
kommen, stellen.
• Neuköllner Heimatverein e. V.
info@neukoellner-heimatverein.de
www.neukoellner-heimatverein.de
• Bürgerverein Berlin - Britz e. V.
info@britzer-buergerverein.info
www.britzer-buergerverein.info
• Arbeitsgemeinschaft -
Das sympathische Buckow e. V.
info@ag-buckow.de
www.ag-buckow.de
• Rudower Heimatverein e. V.
rudowerheimatverein@gmail.com
www.rudowerheimatverein.de
Finde deine Urlaubsinsel
Katja Wallström e.K.
Alt-Rudow 25a. 12357 Berlin-Rudow
Tel. 030 663 70 11
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www.tui-reisecenter.de/berlin1
23
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
24
Reporter, Moderator, Musiker – Ulli Zelle macht nach 40 Jahren vor der Kamera einfach weiter
Mit „Ulli Abendschau“ auf Augenhöhe
Meryl Streep hat er auf der Berlinale 2012
nur zu gerne die Hände gewärmt, als sie
ihn verfroren darum bat. Mit den Rolling
Stones zu reden, vier Berlinale-Jahre davor,
sei „emotionales Highlight“ seiner Karriere
gewesen. „Ich sagte, dass mich die
Musik der Stones schon fast mein ganzes
Leben begleiten würde. Darauf Charlie
Watts cool: ,Me too.´“ Bis heute reibt Ulli
Zelle sich die Augen, dass die Vier ausgerechnet
bei ihm, beim Regionalsender rbb
in „Ullis Zelle“ stehen blieben, bei dem mit
einer Kordel abgegrenzten Bereich, damit
der „Abendschau“-Moderator nicht länger
den Stars auf dem Teppich entgegengeht.
In seinem Buch „Mein Berlin, mein Leben“
und in der Helene-Nathan-Bibliothek ganz
oben, in den Neucölln-Arcaden, beschreibt
er die gar nicht so schnelle Entscheidung,
bis er seine Berufung fand – und Zufälle im
Leben. Einer führte ihn ohne TV-Erfahrung
zur „Abendschau“. Er habe es einfach sehr
lange gemacht, sagt der Mann mit dem Mikro,
vermutlich bekannter als der Regierende
Bürgermeister in der Stadt. Hemmungen
waren ihm nicht anzumerken. Aber natürlich
habe er diese gekannt, gesteht er freimütig
ein, er habe mit dem Kameramann gewettet,
wer wohl etwas sagen würde, wenn
das Thema da sei: „Wie kommt Berlin mit
Schnee und Eis zurecht?“
„Auf Augenhöhe den Menschen zu begegnen,
nie überheblich oder unterwürfig sein“,
so hat er die Leute zum Reden bekommen.
„Es sind alles Menschen, alle haben ihre
Zipperlein.“ Kein Thema, so scheint es, war
ihm zu klein oder zu groß. Nur wenn ihm jemand
sagt: „Wir kennen uns doch, Sie haben
mich doch 2019 am Alex interviewt“,
muss er Kopf schüttelnd passen. Er hat Harald
Juhnke und Mick Jagger, David Bowie
und Bill Clinton, Yoko Ono und Frank Zander
und Generationen von Politikern befragt.
Er stand am Breitscheidplatz und berichtete
vom Anschlag auf den Weihnachtsmarkt
und war da, als die Mauer aufging,
„als die Menschen einen Mantel über den
Schlafanzug gezogen hatten, um nur kurz
schauen zu gehen“.
Dass das passieren konnte, daran habe er
nie gedacht, sagt der Mann, der die sechs
einstigen Grenzübergänge noch herunterrasseln
kann. Aber als die Menschen ihm
sagten, dass sie aus Caputh kämen oder die
Autos anstehen, bis nach Weißensee Spitze,
hatte er in dem Moment keine Ahnung, wo
das ist. „Es war ein fremdes Land“, sagt er,
er habe Ostberlin dann „aufgesogen“ – und
erzählt von der ersten Reportage von Unter
den Linden bis zum Palast der Republik.
„Eine wilde Zeit“ habe er erlebt. In dem
Dorf, aus dem er nach Berlin kam, mit Plattensammlung,
aber ohne Wohnung und
ohne Arbeit, gab es nicht mal Straßennamen.
Zu berlinern, das traut sich der vor langem
Zugereiste bis heute nicht.
Er hatte Gregor Gysi vor der Kamera, „der
genauso aussah wie heute und ebenso
eloquent war“ und Tamara Danz, die ihn
beeindruckte mit ihrem Song „Die verlorenen
Kinder von Berlin“. Ob ihm der rbb
fehlt? „Sehr.“ An der ehrlichen Antwort lässt
es keinen Zweifel. Nach 40 Jahren an der
Masurenallee vermisse er „das Kollegium,
das soziale Gefüge, das tägliche Irgendwohingehen.“
Dabei hat er sich längst andere
Aufgaben gesucht, bei ALEX-TV plaudert er
wöchentlich in „ZelleBerlin“ mit Menschen
in der Stadt, wissend, dass die Zuschauerschaft
viel kleiner als einst ist.
Die Band „Ulli und die Grauen Zellen“
sollte eigentlich nur zu seinem 50. Geburtstag
mit ihm auftreten – und sorgte für
manchen Schweißtropfen beim Moderator.
Manchmal musste er zwischen Bandauftritt
und Liveschalte hin- und heranrasen.
© rbb/Gundula Krause
Ulli Zelle berichtete am 20. Dezember 2016
vom Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an
der Gedächtniskirche
Dafür sollte nun mehr Zeit sein. Nach elf
Marathons geht der Mann mit Kunsthüften
lieber schwimmen: „Bloß nicht fallen ab 70“,
sagt er. Er füttert seinen Instagram-Kanal
und ärgert sich, wenn nur vier Follower nach
einem Auftritt dazu gekommen sind - und
lernt, dass er schnell sein muss im digitalen
Geschäft. Sonst bekommen andere die
Aufmerksamkeit.
Manchmal, sagt er, „denke ich, dass ich
fordernder, mutiger, frecher, selbstbewusster
hätte auftreten können – vielleicht wäre
dann national etwas geworden aus mir?
Aber mit diesem Namen? Hätte ich da einen
Künstlernamen gebraucht?“ Auch bei
der Lesung in den Neukölln Arcaden ist er
im Talk mit dem Publikum. Aus der Rolle
kommt er nicht mehr raus.
V Birgit Nößler
Ulli Zelle:
Mein Berlin, mein Leben
nicolai Verlag, 26 Euro
ISBN 978-3-96476-100-2
10 Jahre Neuköllner Kunstpreis
Second Skin – Zwei Häute
werden offenbar
„Nicht anfassen“, sagt ein Vater den kleinen Kindern, die sich von
der farbigen Installation angezogen fühlen. Die Galerie im Saalbau
zeigt bis 19. April 2026 acht für den Kunstpreis Neukölln nominierte
Werke, ausgewählt unter 160 Bewerbungen. Vor der Verleihung
des Kunstpreises können die Werke besichtigt werden, das
Interesse ist groß. Die Installation der Kleidung, der zweiten Haut,
hatte die Künstlerin ursprünglich in ihrem Atelier in Ghana entwickelt.
Angekommen in Berlin, wurde sie mit Kleidung aus Neukölln
vollendet. Beim Herantreten sind die Fotografien der Serie froZen
im Hintergrund zu sehen: Einblicke in Rituale des Reinigens, Anziehens,
Schminkens der ersten Haut: ein Prozess des Übergangs,
Wechsels, der Veränderung und Migration – von der Jury bedacht
mit dem Hauptpreis.
Die Kunst sei „Spiegelbild der Gesellschaft, wie wir miteinander
leben“, würdigte Bezirksbürgermeister Martin Hikel ihren unschätzbaren
Wert bei der Preisverleihung im Heimathafen Neukölln, „einem
der schönsten Säle der Stadt.“
Der Kunstpreis zeige wie vielfältig Kunst in Neukölln ist, zeige „Engagement,
Qualität und den Willen, uns mit der Kunst mitzunehmen
in verschiedene Gedanken und Welten. Dafür bin ich dankbar“, ergänzt
Bezirksstadträtin Janine Wolter und nimmt die Auszeichnungen
vor. Der zum 10. Mal vergebene Kunstpreis des Fachbereiches
Kultur in Kooperation mit dem Kulturnetzwerk Neukölln e. V. und der
Stadt und Land Wohnbauten mbH ist mit 3.000, 2.000 und 1.000 €
dotiert, die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH kauft
außerdem ein Kunstwerk an, das nach der Ausstellung in der Firmenzentrale
zu sehen ist.
(bn)
Die Hauptpreisträgerin: Va-Bene Elikem Fiatsi vor ihrem „Monument of
Second Skin“. Im Hintergrund sind mit Fotografien aus der Serie froZen
Reinigungsrituale zu sehen.
© B. Nößler/aperçu (3)
Einen Blick in die Vielfalt
der künstlerischen Produktionen
Neuköllns vermittelt
die Führung durch
die Galerie im Saalbau,
wo die nominierten
Werke zu sehen sind.
Künstlerin muSa michelle
mattiuzzi (Mitte) formte
für ihren fiktiven Garten
wie aus der Erde gewachsene
111 Venus-Figuren
aus Ton. Links Bezirksbürgermeister
Martin
Hikel, rechts Bezirksstadträtin
Janine Wolter,
neben ihr Kuratorin Nina
Marlene Kraus
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
Geehrte und Nominierte des 10. Kunstpreises Neukölln im Heimathafen
25
Neuköllner
Impressionen
Der zugefrorene Landwehrkanal
Die Fotos auf dieser Seite und von
Kreuzkölln im Fotospecial stammen
von Micaela Schaul, die seit
über 20 Jahren im Bezirk arbeitet.
Sie ist im Sozialpsychiatrischen
Dienst tätig. Das Fotografieren ist für
sie Ausgleich zur herausfordernden
Arbeit im Jugendamt und im Kinderschutzteam.
Häufig ist Micaela
Schaul am Landwehrkanal unterwegs,
in Nordneukölln, rund ums Rathaus.
Vor fünf Jahren arbeitete sie
in der neunten Etage des Kindl Boulevards:
„Dort hatte ich atemberaubende
Aussichten.“ Wir dürfen daran
teilhaben. „Der zugefrorene Landwehrkanal
ist eines meiner persönlichen
Highlights“, verrät sie uns – und
eine Seltenheit ist es sowieso.
Rathaus Neukölln
© Micaela Schau (3)-
26
S-Bahnhof Hermannstraße
Mit der Frühlingsoper SELEMO begeisterte die Neuköllner Oper
Anfang 2026 das Publikum.
Musiktheater am Puls der Zeit
Neukölln kann Oper
Ein alter Ballsaal an der Karl-Marx-Straße ist seit knapp 40 Jahren
das Zuhause der Neuköllner Oper, kurz NO: Wo einst Salonorchester
zum Tanz aufspielten, Feste aller aller Art gefeiert wurden,
erleben Gäste heute, wie Musiktheater sein kann: verständlich,
spannend und zugleich unterhaltsam. Denn die NO produziert
ihre Stücke selbst und spiegelt darin unser Leben in einer
bunten, manchmal unübersichtlichen Welt. Dabei stehen ihr alle
Mittel und Genres zur Verfügung, die Musik und Theater bieten:
Musical, Performance, Oper – mit Musik von Barock bis Pop, egal
aus welcher Ecke dieser Welt er kommt.
Das Haus mit dem jüngsten Opernpublikum Berlins ist zugleich auch
Bühne für den künstlerischen Nachwuchs: Hier wurde der Grundstein
für nachfolgende Bühnenkarrieren gelegt in der Zusammenarbeit
mit den Berliner Hochschulen, hierher kehren so einige „Große“
wieder zurück, um an Projekten zu arbeiten, die man eben nur in
der NO erleben kann. Vielleicht hat auch deshalb die NO das neugierigste
Publikum, das sich immer wieder überraschen lassen will,
wieviel Oper in einem alten Ballsaal möglich ist: NO risk, NO fun!
www.neukoellneroper.de
© Caterina Rancho © Peter van Heesen
Perspective „E1_0.26“, kuratiert von
Leonie Rösler und Marlene Sichelschmidt /
Projekt von Emma Adlers
27 Jahre Kunstfestival 48 Stunden Neukölln
Draußen im Dialog
48 Stunden Neukölln, Berlins größtes freies Kunstfestival,
wurde 1999 auf Initiative Neuköllner Kulturschaffender ins
Leben gerufen. Ihr Ziel war es, eine Plattform für die kreative
Energie des Bezirks zu schaffen und lokale Kunst sichtbar zu
machen. Heute lädt 48 Stunden Neukölln jedes Jahr im Juni
über 80.000 Besucherinnen und Besucher dazu ein, mutige,
vielfältige Kunst an den unterschiedlichsten Orten im Kiez
zu erleben, die sämtliche künstlerischen Genres von Performance,
Malerei, Fotografie, Skulptur bis Installationen, Intervention,
Tanz, Theater, Lyrik und Musik umfasst.
Alle sind willkommen, durch Neukölln zu flanieren und sich
von künstlerischen Experimenten überraschen zu lassen – und
genau das bringt Jahr für Jahr Menschen aus dem Bezirk und
darüber hinaus zusammen. Organisiert wird das Festival vom
Kulturnetzwerk Neukölln e.V.
48 h Neukölln wird jedes Jahr durch unterschiedliche Akteure
gefördert. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass das Festival
kostenfrei und offen für alle stattfinden kann.
(bn)
https://48-stunden-neukoelln.de/de/festival
© Amman Hassan-
Das Projekt „Fortune Cookies“
von Nils Rodekamp, CANK
© Ash Smith-
27
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
Puppentheater-Museum Berlin in der Karl-Marx-Straße 135
In Neukölln tanzen die Puppen
„Das Geheimnis von Neukölln“: So nennt
Uwe Framenau seine verwunschene Welt
hinter einer unscheinbaren Tür direkt gegenüber
dem U-Bahn-Ausgang Karl-
Marx-Straße. Dort liegt das Puppentheater-Museum.
Framenau sitzt im Vorstand
des Vereins, der das Haus betreibt. 1995
gründete es Nikolaus Hein, der 2018 starb.
„Es gab Schenkungen von Marionettenund
Figurentheatern, die mobil unterwegs
waren, vor allem von jenen, die nach der
Wende aufgegeben haben“, erzählt Framenau.
Auch aus Westdeutschland, Tschechien,
der Slowakei, Italien und Asien
kamen Figuren nach Berlin. Rund 4.500
Puppen sowie zahlreiche Kulissenteile und
Theaterskripte gehören zur Sammlung.
Framenau spricht von „einer der bedeutendsten
Figurentheater-Sammlungen der
Welt“. 250 Figuren zeigt die Ausstellung,
der Rest lagert im Depot. Entstanden sind
sie zwischen 1850 und 2000.
Vormittags spielen Ensembles für Kinder,
abends richtet sich das Programm an Erwachsene.
Framenau inszenierte selbst
ein Shakespeare-Stück. Figurentheater
behauptet sich wieder als Kunstform für
Erwachsene. Dennoch bleibt die Bühne
am Vormittag am stärksten gefragt, weil
Kitas regelmäßig Vorstellungen buchen.
Workshops ergänzen das Programm:
Besucher:innen schnitzen Marionetten,
bauen Puppen oder gestalten Masken.
Der Eintritt ist bewusst niedrig. Erwachsene
zahlen sechs Euro, Kinder vier, ermäßigt
zwei Euro. Das Museum will ein zugängliches
Angebot für den Bezirk schaffen.
Rund 80 Prozent des Publikums reisen
© K. Rolshausen/aperçu
Rund 4500 Figuren gehören zur Sammlung
des Puppentheater-Museums.
allerdings von außerhalb an, viele sogar
aus dem Ausland. Und manche kommen
sogar eigens wegen dieser Sammlung
nach Berlin.
(kr)
www.puppentheater-museum.de
28
Eine Rixdorfer Institution wird 150
Theatergeschichte im Saalbau
„In Neukölln gehen wir nicht ins Theater
– wir gehen in den Heimathafen.“ Soll ein
Besucher hier im Saalbau Neukölln gesagt
haben. Im Haus an der heutigen Adresse
Karl-Marx-Straße 141 (bis 1947 Berliner
Straße) öffnete 1876, also vor 150 Jahren,
ursprünglich ein Lokal. 1894 wurde es zu
den „Bürgersälen“ ausgebaut. Seit 1899
wird hier Theater gespielt. Aber auch Varieté,
Boxkämpfe, Modenschauen, Musik
und Tanz gab es.
1904 entstand das Rixdorfer Stadttheater,
städtisch subventioniert. Nach dem 1.
Weltkrieg pachtete die UFA den Saalbau
für ein Kino. Die Neorenaissance-Fassa-
© Verena Eidel
de wurde 1928 im Stil der Neuen Sachlichkeit
umgestaltet. Im 2. Weltkrieg blieb
alles geschlossen und erst acht Jahre
danach wurde renoviert, umgebaut und
als Konzert-, Theater- und Filmsaal des
Kunstamtes Neukölln wiedereröffnet. Ab
1968 stand das Haus nochmals 15 Jahre
leer, dann begann eine umfassende
Neugestaltung.
1990 öffnete der Saalbau Neukölln mit
Theater- und Konzertsaal, Galerieräumen
und Café. Seit 2009 gibt es hier die
Spielstätte „Heimathafen Neukölln“ – und
noch immer den historischen Ballsaal im
neobarocken Stil, wie schön. (sn)
Galerien
Kunst vor Ort
• Galerie im Saalbau
Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin
Tel. 90239-3772,
tgl. 10-20 Uhr, Eintritt frei
Mitten im urbanen und multikulturell
geprägten Herzen Nord-Neuköllns
präsentiert die Galerie im Saalbau
an der Karl-Marx-Straße eine Vielfalt
künstlerischer Projekte.
• Galerie im Körnerpark
Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. 56823939, tgl. 10-20 Uhr
Eintritt frei
Schließtage: 24., 25. + 31.12. + 1.1.
www.galerie-im-koernerpark.de
Als erste kommunale Galerie in Neukölln
öffnete die Galerie im Körnerpark 1983
ihre Türen für nationale und internationale
Künstlerinnen und Künstler.
Heute gehört sie zu den renommiertesten
Ausstellungsorten für zeitgenössische
Kunst in Berlin.
• Kunstbrücke am Wildenbruch
Weigandufer, Ecke Wildenbruchbrücke
12045 Berlin, Tel. 90239-2431
Mi-So 12-18 Uhr, Eintritt frei
Winterpause von November bis März
www.kunstbruecke-am-wildenbruch.de
Die historische Toilettenanlage an der
Wildenbruchbrücke ist ein skurriler Ort
mit einem außergewöhnlichen Charme.
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
HEIMATHAFEN NEUKÖLLN
DEIN THEATER IM WELTKULTURKIEZ
SCANNEN
UND PROGRAMM
ENTDECKEN
29
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
30
Das Stegreif-Orchester
Zusammen.Klang –
Klassik wird Gegenwart
Wissen Sie, was das teilstationäre Hospiz in
Neukölln, die Kugelspielerin im Volkspark
Luisenhain und das Ensemble Stegreif –
The Improvising Symphony Orchestra gemeinsam
haben? Sie haben alle die gleiche
Fördererin: die Berliner LOTTO-Stiftung.
In Reinickendorf, Neukölln sowie Friedrichshain-Kreuzberg
wird in der Spielzeit
2026/27 die Konzertreihe „Zusammen.
Klang – Klassik wird Gegenwart“ klassische
Werke neu denken und aufführen. Im Mittelpunkt
der Konzertreihe steht das Ensemble
Stegreif – The Improvising Symphony
Orchestra, ein international besetztes Orchester
junger Musiker*innen, das bekannte
Kompositionen aufgreift und mit freier
Improvisation erweitert. Gespielt wird ohne
Dirigent*in, ohne Noten, ohne feste Sitzordnung
und die Musiker*innen, aber auch das
Publikum, sind in Bewegung.
Seit Gründung der LOTTO-Stiftung 1975
wurden über 6.200 gemeinnützige Projekte
mit rund 2,9 Mrd. Euro gefördert. Von
jedem bei LOTTO Berlin gespielten Tipp,
den die Berlinerinnen und Berliner z. B. für
LOTTO 6aus49, Eurojackpot, KENO oder
die GlücksSpirale beim legalen staatlichen
Glücksspielanbieter ausgeben, fließen mindestens
20 Prozent in die Stiftung. 20 Prozent,
die sich Monat für Monat zu Millionen
Euro summieren – um die Stadt Berlin
noch lebens- und liebenswerter zu machen.
Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Brandenburgische Str. 36, 10707 Berlin
Tel. 030 89051280 lotto-stiftung-berlin.de
© Lucie Schulze
Musikerin, Autorin, Produzentin, Malerin - Luci van Org lebt in Neukölln
„Ich wollte nie ein Superstar sein“
Mitten in Neukölln wohnt eine Künstlerin,
die wohl mindestens halb Berlin kennt. Die
meisten erinnern sich an sie, als sie gerade
einmal 22 Jahre alt war und mit ihrem Duo
Lucilectric - auf einer Schaukel sitzend, ihren
Hit „Weil ich ein Mädchen bin“ sang.
Schon lang hat sie den Namen Lucilectric
gegen Luci van Org eingetauscht. Doch bis
heute fordern Fans auf Konzerten hin und
wieder den Song von ihr ein. „Ich erkläre ihnen
dann, dass ich das Mädchen lieber auf
der Schaukel sitzen lasse“, sagt Luci van Org,
„denn das Lied gehört in eine andere Zeit.“
Allein dieser Satz beschreibt Luci van Org
ziemlich gut. Sie ist kein Mensch, der stehen
bleibt. Auch wenn sie damals mit ihrer Selbstermächtgungshymne
den Feminismus maßgeblich
mitgeprägt hat, kämpft sie heute anders
für die Gleichberechtigung.
Viele Talente in einer Person
Luci van Org ist auf vielen Kanälen aktiv. Mit
der Malerei, die sie einst an der Hochschule
der Künste studierte. Mit der Schriftstellerei,
mit der sie sowohl Drehbücher für Kino und
Fernsehen, als auch Romane und Novellen
schreibt. Und natürlich: mit der Musik. Ihr aktuelles
Bandprojekt trägt den Namen Lucina
Soteira. Über die Jahre hat es van Org mit
ihrer eigenen Musik vom Pop in die Gothicund
New Wave-Richtung gezogen. Allerdings
schrieb sie parallel dazu auch Songs
für Nena, Nina Hagen und die fulminante
Berliner Band Panda.
Wie sie wurde, wer sie ist
Bis heute erinnert sie sich an ihre ersten
Bühnenerfahrungen, nach denen sie sofort
süchtig wurde. Trotzdem sagt van Org: „Ich
wollte noch nie ein Superstar sein.“ Schuld
daran ist ein anderer prägender Moment,
den sie mit Heinz-Rudolph Kunze erlebte.
Nachdem die beiden das Duett „Größer
als wir beide“ im Studio eingesungen hatten,
erklärte Kunze, dass er nicht mit der U-Bahn
fahren könne, wenn er unerkannt von A nach B
reisen möchte. So ein Leben fand Luci van
Org für sich nicht erstrebenswert. Danach gefragt,
wie sie damit klarkam, als sie dennoch
ein Superstar wurde, antwortet sie schlicht:
„Ich bin einfach weiter mit der U-Bahn gefahren.
Das Praktische war, dass mich ohne
Schminke sowieso niemand erkannte.“
Andere Zeiten
Auch Luci van Org knabbert an der schwierigen
Situation, in die Streamingportale wie
Spotify den Großteil der Bands treiben: Von
ihrer Musik allein können nur die wenigsten
leben. Gut, dass sie auch ihr literarisches
Ventil hat, mit dem sie weiter die Bühnen
dieses Landes ansteuern kann. In ihrem autobiografischen
Buch „Wir Fünf und ich und
die Toten“ hat sie zuletzt ihre Erfahrungen in
einer dysfunktionalen Familie verarbeitet. Als
nächstes erscheint ihr Märchen für Erwachsene
unter dem Titel „Kind“. „Ich möchte mit
meiner Kunst nicht nur unterhalten“, sagt van
Org, „ich möchte mich emotional mit den
Menschen austauschen.“
V Marlen Pelny
Die nächste Live-Gelegenheit: Ein Kessel
Schwarzes – das Kabarett seelischer Essenzen
am 15.05.2026 im Theater Grüne Bühne Berlin.
© Axel Hildebrand
Drei Akteurinnen der Frauenbewegung
Das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF)
Digital. Divers. Feministisch.
2013 wurde im Koalitionsvertrag vereinbart, Materialien zur Deutschen
Frauenbewegung wissenschaftlich aufzuarbeiten, in einem digitalen Archiv
zu sichern und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daraus
entstand das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF). Es bündelt
mehr als 200 Jahre feministische Bewegungsgeschichten aus dem
deutschsprachigen Raum. Online und kostenfrei.
Abgesehen davon, dass das DDF damit Originalquellen erhält und
langfristig sichert, erfüllt es einen zentralen Bildungsauftrag: In der
vorherrschenden Geschichtsschreibung finden weibliche und feministische
Perspektiven kaum Raum. Akteurinnen und ihre Leistungen werden
noch immer an den Rand gedrängt und zu oft unsichtbar gemacht.
Damit sie als Teil von Demokratiegeschichte bewahrt und weltweit zugänglich
sind, werden sie vom DDF digitalisiert und kontextualisiert.
Cordula Jurczyk von der DDF-Onlineredaktion sagt zudem: „Frauenund
Lesbenbewegungsgeschichte wird im Schulunterricht kaum vermittelt.“
Mit dem Format „Platz da, Feminismus hat Geschichte – und
Geschichte gibt‘s nicht ohne Frauen!“ steuert das DDF deshalb gemeinsam
mit einer Didaktikerin der Leipziger Louise-Otto-Peters-Schule
dagegen. Mit ihrem Projekt erweitern sie den bestehenden Lehrkanon
um Wissen über feministische Geschichte.
Wer schauen möchte, wie viele Löcher das eigene Geschichtswissen
beinhaltet, kann sich auf www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de
ein Bild machen. Mit Originalfotos werden die Biografien von Frauen
und ihrer Arbeit spannend aufbereitet und laden zum intensiven Lesen
und Wiederkehren ein.
V Marlen Pelny
© www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de
Marie Kundt
Lehrerin und Fotografin
(1870-1932)
© Archiv Lette Verein via DDF
Marie Kundt prägte in ihren 40 Dienstjahren
die Photographische Lehranstalt des Berliner
Lette Vereins, dem sie auch als Direktorin vorstand.
Durch ihr Wirken wurden technische Frauenberufe
entwickelt und erhielten allgemeine Anerkennung.
Minna Cauer
Pädagogin und Publizistin
(1841-1922)
© AddF via DDF
Sie leitete Frauenvereine, war eine mitreißende
Rednerin und mischte sich mit ihrer Zeitschrift
‚Die Frauenbewegung‘ in die öffentliche Debatte im
Kaiserreich ein. Ihr Ziel: die allumfassende Gleichberechtigung
der Frau im Staat. Ihr größter Erfolg:
1918 erhalten die Frauen das Wahlrecht.
Rita ‚Tommy‘ Thomas
Hundefriseurin und
Gastgeberin der (HIB)
1931-2018
© FFBIZ via DDF
Die (Ost-)Berlinerin Rita Thomas nannte sich ‚Tommy‘
und lebte als Mitglied der Homosexuellen Interessengemeinschaft
Berlin (HIB). Tommys Fotosammlung
bietet Einblicke in lesbisches, schwules und trans*
Leben in Ost- und West-Berlin seit 1945.
Feminismus hat Geschichte! Und die ist politisch,
bewegt und reich an Auseinandersetzungen. Sie
erzählt von Solidaritäten und Brüchen, sie hat
viele Gesichter, Perspektiven und nicht zuletzt
Schultern, auf denen auch heute Feminismus gelebt,
gedacht und ausgehandelt wird. Von Frauenstreiks
bis Cyberfeminismus, von Pionier:innen
in Sport oder Sprache: Der DDF-Podcast blickt
auf Akteur*innen und Phänomene aus mehr als
200 Jahren feministischer Bewegungsgeschichte.
Hier zum
Podcast
31
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung am Anhalter Bahnhof
Einzigartiger Lern- und Erinnerungsort
Warum müssen Menschen fliehen oder werden vertrieben?
Welche Erfahrungen machen sie auf ihren Wegen?
Mitten in Berlin am Anhalter Bahnhof bietet das Dokumentationszentrum
einen einzigartigen Lern- und Erinnerungsort zu Flucht,
Vertreibung und Zwangsmigration in Geschichte und Gegenwart.
Die spektakuläre Architektur von Marte.Marte Architekten führt die
denkmalgeschützte Fassade des Deutschlandhauses mit einem
markanten Neubau im Inneren zusammen. Der skulptural gestaltete
„Raum der Stille“ lädt zum Innehalten und zur Reflexion ein.
Ausstellungen. Die Ständige Ausstellung beleuchtet politisch,
ethnisch und religiös begründete Zwangsmigrationen vor
allem im 20. Jahrhundert in Europa und darüber hinaus. Den
Schwerpunkt bilden die Flucht und Vertreibung von rund 14 Millionen
Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges im Kontext
der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik.
Neben der Ständigen Ausstellung gibt es regelmäßig wechselnde
Sonderausstellungen.
Bibliothek & Zeitzeugenarchiv. In der Bibliothek und
im Archiv gibt es Dokumente, Fluchtberichte, Publikationen und
bewegende Zeitzeugeninterviews. Dort kann man sich vertiefend
mit den Themen Flucht und Vertreibung beschäftigen und spannende
Einb licke in die Oral History erhalten. Außerdem kann man
die Herkunft der eigenen Familie erforschen!
Ständige Ausstellung
Veranstaltungen
ANZEIGE
Architektur – Eingangshalle
Bibliothek
Bildung & Vermittlung. Das Bildungsangebot wendet sich
an Schülerinnen und Schüler, Jugendliche, Erwachsenengruppen
sowie Lehrkräfte und Studierende. Es erwarten Sie multiperspektivische
Vermittlungsformate wie Führungen, Workshops und Fortbildungen,
Lehrmaterialien zur Vor- und Nachbereitung sowie
inklusive Angebote.
Veranstaltungen. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm
lädt zu Lesungen, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen ein!
32
Die Öffnungszeiten sind Dienstag-Sonntag 10-19 Uhr.
Der Eintritt ist frei. www.f-v-v.de
DOKUMENTATIONSZENTRUM
FLUCHT, VERTREIBUNG, VERSÖHNUNG
DOCUMENTATION CENTRE FOR
DISPLACEMENT, EXPULSION, RECONCILIATION
EINTRITT FREI !
S-Bahnhof Anhalter Bahnhof /
Nahe Potsdamer Platz
Stresemannstraße 90, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Di–So 10–19 Uhr
www.f-v-v.de
33
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
34
Berliner Gedenktafel
für Günter de Bruyn
Ein „leiser, konsequenter
Nonkonformist“
In der Buschkrugallee 144 erinnert nun eine
Berliner Gedenktafel an den Schriftsteller
Günter de Bruyn (1926–2020). Der in Britz
geborener Schriftsteller und Kulturhistoriker,
arbeitete nach Kriegserfahrungen, kurzer
Tätigkeit als Lehrer und Bibliothekar als
freier Autor in Berlin, ab den 1960er Jahren
zurückgezogen in Brandenburg. Mit realistischen,
hintergründigen und humorvollen
Romanen über die DDR sowie mit literarischen
Biografien und Essays, insbesondere
zu Berlin um 1800, wurde er in Ost und
West gleichermaßen bekannt. De Bruyn
trat wiederholt kritisch gegen Zensur auf,
verstand sich als deutscher Schriftsteller in
der DDR und wurde von der ZEIT als „leiser,
konsequenter Nonkonformist“ bezeichnet.
Nach 1990 fanden vor allem seine autobiografischen
Schriften große Anerkennung.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und
zwei Ehrendoktorwürden.
(kr)
Sein letztes Buch:
Die neue
Undine
Eines der schönsten
Märchen der
Romantik
Illustrierte Ausgabe 2021
von Günter de Bruyn (Autor),
Jörg Hülsmann (Illustrator)
© Levia Domberg
Schicksale Berliner Architektur vor und nach dem zweiten Weltkrieg
Schade um vieles
Man ahnte es: Viele Ecken und Plätze in Berlin
sahen einst viel schöner aus. Die „Lückenfüller“
für im Krieg Zerbombtes sind häufig nicht
gelungen. Das beweist das Buch „Schicksale
Berliner Architektur“ mit der Unterzeile: „Die
Stadt vor und nach dem zweiten Weltkrieg“
aus dem BeBra Verlag. Nur an wenigen Stellen
wurde das Ensemble wie am Gendarmenmarkt
wieder wie einst hergestellt. Und
erst nach Jahrzehnten. Verfluchter Krieg. Das
Baudenkmal und Mahnmal Kaiser-Wilhelm-
Gedächtniskirche prägt den Titel. Im Inneren
des Buches kommt sie nur kurz mit drei Sätzen
unter dem Stichwort „Zooviertel“ vor.
Der Autor Christian Simon war Stadtführer
und ist Autor und Verleger von Berlin-Literatur,
heißt es im Klappentext. Schwierig ist
das vorgegebene Buch-Korsett von drei Fotos
zum jeweiligen Ort. So hätte man sich z.B.
gerade am Potsdamer Platz viel mehr und
aussagefähigere Fotos gewünscht. Schade
ist auch, dass bei den aktuellen Fotos nicht
immer derselbe Blickwinkel eingenommen
wird wie bei den historischen Fotos. Beim
Roten Rathaus ist es zudem auch noch eine
andere Seite und damit Perspektive. Apropos
aktuelle Fotos. Nicht alle sind wirklich aktuell.
Logisch wäre es gewesen, dass alle für das
Jetzt stehenden Aufnahmen in einem 2025
erschienenen Buch von 2024 stammen, nicht
teils bis zu 16 Jahre alt sind.
Traurig stammt der Anblick des Nordost-
Musterfassaden-Eckturms der Schinkelschen
Bauakademie in Mitte, der nun seit bereits 25
Jahren zum Wiederaufbau animieren soll.
Der Ursprungsbau war im Krieg ausgebrannt,
der Wiederaufbau in den 1950er Jahren bereits
in Angriff genommen, doch erfolgte dann
ein Baustopp und in den 1960er Jahren ein
Abriss zugunsten des Neubaus eines DDR-
Außenministeriums. Letzteres steht seit 1996
auch nicht mehr, und es gibt die Bemühungen
des Fördervereins Bauakademie und
viele politische Absichtserklärungen (sogar
im Koalitionsvertrag von 2023) zum Wiederaufbau
der Bauakademie. So aktuell ist der
Text im Buch nicht. Merkwürdigerweise steht
hier, dass die Bundesstiftung Bauakademie
meinen würde, eine originalgetreue Rekonstruktion
sei nicht mit dem aktuell gültigen
Baurecht möglich. Allerdings strebte der Stiftungs-Gründungsdirektor,
wie anderswo zu
lesen war, hier eine zeitgenössische Interpretation
an, was auf viel Kritik stieß und bewirkte,
dass er seinen Vertrag nicht verlängerte.
Natürlich ist der alten Mitte von Berlin fast
die Hälfte des Buches gewidmet. Mehr Fotos
wären wie gesagt schön gewesen. So besteht
der Gendarmenmarkt im Buch nur aus dem
Schauspielhaus, der Deutsche und der Französische
Dom fehlen. Manchmal hätte man
sich in den Texten auf einer Seite jeweils neben
den Fotos auch noch mehr Informationen
gewünscht. Zum Beispiel beim Berliner
Dom, warum die Dachaufbauten nicht dem
historischen Vorbild gleichen. Auch die Neue
Wache, das Berliner Stadtschloss, Alexanderplatz,
das verlorene Schloss Monbijou und
weitere wichtige zentrale Orte Berlins sind
Thema in dem Buch, wie auch Plätze und Kirchen
in den Bezirken drumherum (zum Teil in
moderner Ausführung wieder auferstanden),
Synagogen, Bahnhöfe, Museen, Karstadt am
Hermannplatz und das berühmte KaDeWe
(beide Warenhäuser leider nur von außen).
Christian Simon:
Schicksale
Berliner Architektur
BeBra Verlag
128 Seiten
175 Abb.
2025
26 Euro
ISBN 978-3-8148-0329-6
V Sabine Nöbel
F 217 Helga Lieser, Berlin
ALLTAG
ZWANGSARBEIT
1938–1945
DAILY ROUTINE FORCED LABOR 1938 –1945
Dokumentationszentrum
NS-Zwangsarbeit
Berlin-Schöneweide
Britzer Straße 5 | 12439 Berlin
Kontakt: 030/63 90 288 0
schoeneweide@topographie.de
www.dz-ns-zwangsarbeit.de
STIFTUNG TOPOGRAPHIE DES TERRORS
NS ZWANGSARBEIT
D okumentationszentrum Berlin
European funds for
regional development
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Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit macht das vergessene Schicksal von 13 Millionen Menschen sichtbar
Erinnern in Schöneweide
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Schöneweide widmet sich am historischen
Ort eines fast vollständig erhaltenen Lagers dem lange vergessenen Schicksal der über 13 Millionen
Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter*innen
ausgebeutet wurden. Die Zwangsarbeit von aus allen Teilen Europas und der Sowjetunion
verschleppten Menschen war im Nationalsozialismus ein alltägliches Massenphänomen.
Das erschließt sich den Besuchenden bereits durch die Lage des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers
inmitten eines Wohnbezirks. Unter den Augen der deutschen Zivilbevölkerung
arbeiteten Zwangsarbeiter*innen in allen Bereichen der Gesellschaft – in großen, mittleren
und kleinen Firmen aller Branchen. Besonders häufig mussten sie in der Rüstungs- und Bauindustrie
Zwangsarbeit leisten.
Die Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“ informiert anhand von historischen
Fotografien, Objekten, Informationstafeln und Biografien über das Schicksal der Zwangsarbeiter*innen.
Zudem wird die Dauerausstellung „Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der
italienischen Militärinternierten 1943–1945“ gezeigt. „Baracke 13“, die nahezu im ursprünglichen
Zustand erhalten ist, macht die Lebensbedingungen eines Lagers konkret für die Besuchenden
erfahrbar. Im Rahmen von Sonderausstellungen und einem umfangreichen Veranstaltungs- und
Bildungsprogramm werden verschiedene Themen der NS-Zwangsarbeit in Europa aufgearbeitet.
In seiner Sammlung und der öffentlich zugänglichen Bibliothek hält das Dokumentationszentrum
die Stimmen und das historische Erbe der damaligen Zwangsarbeiter*innen für
die nachfolgenden Generationen und zur weiteren Erforschung des Themas fest.
Blicke in die Dauerausstellung
„Alltag Zwangsarbeit 1938−1945“
NS ZWANGSARBEIT D o k u m e n t a t i o n s z e n t r u m
© Andreas Schoelzel (3)
GESCHICHTE(N) | KULTUR | TOURISMUS
N S Z W A N G S A R B E I T
Dokumentationszentrum
Britzer Straße 5 | 12439 Berlin
Dienstag–Sonntag, 10–18 Uhr
Eintritt und Führungen frei
www.ns-zwangsarbeit.de
35
ÖZ
SAMSUN
Orientalisches Grill-Restaurant
TÜRKISCHES RESTAURANT IN BERLIN NEUKÖLLN AUTHENTISCHE KÜCHE DER SCHWARZMEERKÜSTE
Seit 1991
• authentische Küche der Schwarzmeerküste,
inspiriert von der Stadt Samsun
• köstliche Kebap-Gerichte
(die besten Döner und Lahmacun)
• vegetarische Optionen
• gemütliches, orientalisches Ambiente
• Onlinebestellung
• Rund-um-die-Uhr-Service
für Abholung und Lieferung
• Raum für Ihre Veranstaltung
• Catering
Öz Samsun 2
Karl-Marx-Straße 89 · 12043 Berlin · Tel. 030 680 57 804 · www.oez-samsun2.de
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© B. Nößler/aperçu
GUTE ADRESSEN
Kulinarische Vielfalt lockt und verwöhnt
Neukölln ist lebendiger Gastronomie-Hotspot
Neukölln gilt als einer der lebendigsten Gastronomie-Hotspots Berlins.
Der Bezirk bietet eine kulinarische Reise durch die Küchen
der ganzen Welt – und das oft mit einem ganz besonderen Flair,
wobei die höchste Dichte an Betrieben im Norden des Bezirks
(insbesondere im Reuterkiez und Rixdorf) zu finden ist.
Ein Stückchen Glück mit dem wahren Geschmack
Das Angebot umfasst eine enorme Bandbreite von traditionellen
Kiezkneipen und türkischen Frühstücksrestaurants bis hin zu gehobener
Gastronomie und trendigen Cafés.
Berlin insgesamt beherbergt über 10.000 Gastronomiebetriebe.
Neukölln trägt dazu mit einer der vielfältigsten Szenen bei, was
dem Bezirk unter anderem einen Platz auf der Liste der „coolsten
Viertel weltweit“ des Time Out Magazins einbrachte.
Café- und Barkultur: Besonders im „Kreuzköllner“ Bereich gibt
es eine hohe Konzentration an Bars und Cafés.
Internationale Küche: Der Bezirk ist vor allem für seine arabische
und türkische Küche sowie moderne Fusions-Konzepte bekannt.
Nachtleben: Neukölln bietet zudem eine Vielzahl an Clubs
und Musikbars, die oft nahtlos in den Gastronomiebetrieb
übergehen.
Kottbusser Damm 32 · 10967 Berlin · 030-69533400
Müllerstr. 31 · 13353 Berlin · 030-92271149
Hauptstr. 12 · 10827 Berlin · 030-83544669
ab Sommer 2026 ein neuer Laden:
Kottbusser Damm 29/30 · 10967 Berlin
37
GUTE ADRESSEN
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Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
… das Markttreiben!
Ich arbeite im Vivantes Klinikum am Urban
und liebe es, auf dem Nachhauseweg über
den Markt am Maybachufer zu schlendern,
mit Händlern zu plauschen, bei der Musik
einen Kaffee oder Drink zu genießen.
Auffällig ist die Freundlichkeit und die Frische
der Produkte – vom Gemüse bis zum
Sauerteigbrot, alles ist preiswert. Meist ist
mein Fahrrad danach voll bepackt. Auch
an den Kunsthandwerkständen bleibe ich
gerne stehen, und ich mag auch die Henna-Künstlerin.
Ab und zu lasse ich mir die
Arme verzieren. Das hält dann so zwei
Wochen lang.
Meike bummelt nach
Feierabend gerne über den Markt
am Maybachufer.
© Meike Matthus(2)
Kalle Halle
Neues Leben in alten Hallen
Die Kalle Halle ist ein Ort, der Vergangenheit
und Gegenwart lässig miteinander
verbindet. Was einst das Erdgeschoss
des ehemaligen Quelle-Kaufhauses war,
ist heute eine lebendige Genuss-Area. Die
Halle bietet auf ihrer rund 2.300 Quadratmeter
großen Fläche ein vielfältiges kulinarisches
Angebot aus unterschiedlichen
Restaurant-Ständen und Bars. Authentische
Landesküchen und eine besondere
Dichte asiatischer Genüsse prägen das
Bild – von handgezogenen Nudeln über
frisch gerolltes Sushi bis hin zu koreanischem
Hähnchen, Ramen und südindischen
Klassikern. Auch Burger, Seafood,
die New Yorker Deli-Kultur sowie moderne
Kaffeespezialitäten gibt es hier.
Erst seit Herbst 2025 geöffnet, hat sich die
Kalle Halle, in prominenter Lage in der Karl-
Marx-Straße unweit des Neuköllner Rathauses
schnell als beliebter Treffpunkt im
Kiez etabliert. Dazu trägt auch das außergewöhnliche
Ambiente bei: Vintage-Möbel
und Lampen mit Nostalgie-Flair erzählen
von früher, während zwischen Beton, Holz
und Licht ein zeitgemäßer Begegnungsort
entstanden ist. Die Halle wirkt offen und
Die Kalle Halle wurde mit viel Liebe
zum Detail eingerichtet. Vintage-Möbel
sorgen für ein gemütliches Ambiente.
einladend, ohne laut zu sein – ruhig genug
für entspannte Stunden, lebendig genug für
spontane Begegnungen.
Große Gemeinschaftstische laden zum Zusammensitzen
ein, dazwischen Rückzugsorte
zum Entspannen und Genießen. Für
Meetings und Events stehen eigene Flächen
sowie ein Wintergarten zur Verfügung.
Erste Veranstaltungen – darunter eine Rollschuhdisco
– wurden bereits gut angenommen,
weitere Formate sind in Planung.
Geöffnet ist die Halle montags bis samstags
von 12 bis 22 Uhr, das Café empfängt
Gäste täglich von 8 bis 17 Uhr.
V Katharina Rolshausen
Auch einen Reuben Sandwich, den Klassiker
der New Yorker Deli-Küche, gibt es hier.
© K.Rolshausen/aperçu (2)
AL PIZZA · PASTA · BURGER
PACINO
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030 450-888-61
Original italienisch:
Pasta, Pizza & Dolce
Die italienische Küche bietet
eine immense Vielfalt an
Pasta-Formen und traditionellen
Rezepten, die oft regional
verwurzelt sind und jeweils am
besten zu bestimmten Saucen
passen. Beliebte Gerichte
reichen von einfachen Kreationen
wie Spaghetti Aglio E Olio
bis hin zu herzhaften Ragus wie
Malloreddus alla Campidanese.
Neukölln bietet gute italienische
Restaurants, von gehobener
Küche bis hin zu gemütlichen
Trattorien, viele davon mit Außenbereichen
und kinderfreundlichen
Optionen. Hier sind einige
Empfehlungen:
LA GUSTO
Deine Nachbarschafts-Pizzeria mit Geschmack
Pizza · Pasta · Fleischgerichte
· Salate · Dessert
Getränke
Guten
Appetit
ÖFFNUNGSZEITEN:
MO-SA 12:00 - 23:00 UHR
SO 13:00 - 23:00 UHR
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So-Do
Fr & Sa
12 00 -24 00 12 00 -01 00
39
GUTE ADRESSEN
Indisches & Singapor Restaurant
Öffnungszeiten:
täglich.
11:30 - 23:00 Uhr
MITTAGSANGEBOT
Mo - Fr 11:30 bis 16:00 Uhr (außer Feiertage)
Die Gerichte werden mit einer Suppe und Brot serviert.
Neuköllner Straße 243 · 12357 Berlin
030 12 37 47 01 · 0157 30 83 72 58
info@amrsari.de · www.amrsari.de
amrsariberlin
Führungen: Neukölln zu Fuß entdecken
Geschichte, Kieze und neue Perspektiven
Geführte Kiezspaziergänge öffnen Türen, ordnen Geschichte
ein und machen sichtbar, wie vielschichtig Neukölln ist. Wer
eintauchen will, findet gleich mehrere spannende Angebote.
Über Get Your Guide geht es auf eine rund zweieinhalbstündige
Zeitreise vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Der Weg
führt durch das dörflich geprägte Rixdorf und zu Stationen wie
dem alten Amtsgericht und dem ehemaligen Gefängnis, zum
Rathaus sowie dem ehemaligen Neuköllner Stadtbad.
www.getyourguide.de
Individuell und persönlich wird es bei Reinhold Steinle. Er bietet
für Gruppen eineinhalb- oder zweistündige Führungen zu
Wunschterminen an, unter anderem durch Nord-Neukölln oder
rund um Schloss Britz. Ein besonderes Highlight: die Besteigung
des Rathausturms mit weitem Blick über Neukölln und Berlin.
www.reinhold-steinle.de
Die Tour „Neukölln: Stadt neu denken“ gibt es auf Deutsch oder
Englisch. Sie führt durch den Schillerkiez, zu Neubauten auf dem
teilentwidmeten Friedhofsgelände an der Hermannstraße, durch
die Rollbergsiedlung und zur ehemaligen Kindl-Brauerei-Gelände.
Dort wächst ein Stadtentwicklungsprojekt inklusive Impact Hub
für zirkuläres Bauen, das im Rahmen der Führung besichtigt wird.
ticket-b.de
Mann-O-Salwa
Authentic Pakistani Restaurant
Wir zelebrieren Essen leidenschaftlich. Unsere Köche bringen einen Hauch von
Kreativität in jedes Gericht und sorgen für ein Fest für Ihre Sinne. Begleiten Sie
uns zu einem außergewöhnlichen Esserlebnis, das Geschmack und Freude feiert.
Wir sind eines der ältesten Restaurants, das authentische traditionelle asiatische
Gerichte mit einem Hauch von Luxus und Raffinesse seit 1977 serviert. Das
Fachwissen unserer Köche in der Kulinarik mit jahrzehntelanger Beständigkeit
ist es, was Millionen von Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert!
40
Sonnenallee 137 . 12059 Berlin · Tel. 030 23287634 • Karl Marx Str 223 · 12055 Berlin · Tel. 030 81897619
www.mannosalwa.online ·
Neukölln lädt ein, kulinarisch den Orient zu entdecken
Was zählt zur orientalischen Küche? Orient bedeutet im Lateinischen „Osten“ und wurde als Sammelbegriff für
ostasiatische Länder verwendet. Dazu gehören Japan, China, Thailand, Malaysia, Laos, Korea, Vietnam, Kambodscha
und andere. Die orientalische Küche im Allgemeinen umfasst die Kochpraktiken und Zutaten dieser
Regionen und Länder. Gewürze, Gebäck, Feinkost und Kaffee erzählen Geschichten von Herkunft, Handwerk
und Genuss. Neukölln lädt ein, neue Aromen zu entdecken und vertraute Geschmäcker neu zu erleben.
CAFÉ &
RESTAURANT
ZEITOUNA
In der Neuköllner Buschkrugallee
erwartet Sie authentische indische
Küche voller Aromen und Gewürze.
Von cremigem Butter Chicken über
würzige Currys bis zu frisch gebackenem
Naan – hier trifft traditionelle
Kochkunst auf moderne Gastfreundschaft.
Ein Ort für Genießer,
die Indien mitten in Berlin
erleben möchten.
Brunchcafé und Restaurant
mit liebevoll ausgewählten
Spezialitäten aus der Levante,
die Tradition und
Moderne verbinden.
Tunesisches Restaurant
• Wir servieren Ihnen traditionelle •
tunesische Berberküche.
• Wir haben alte Familienrezepte •
mit nach Berlin gebracht.
• Probieren Sie auch unsere •
Auswahl an tunesischen Weinen.
Mittagstisch Mo bis Fr 12-16 Uhr (Essen ab 8.50€)
Garten im Hinterhof. Privater Raum für bis zu 30
Personen für den besonderen Anlass.
Buschkrugallee 32
12359 Berlin
030 55226279
www.bollywoodbytes-berlin.de
Treptower Str. 91 · 12059 Berlin
030 74305990
@zeitounacafe
zeitounacafe@gmail.com
www.zeitounacafe.de
Pannierstraße 26
12047 Berlin
030 91 53 82 14
www.la-maison-bleue.de
41
GUTE ADRESSEN
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Kochkurse als Geburtstagsgeschenk, Date-Idee oder Team-Event
Gemeinsames Kochen & Genießen
BalıkçıErgun
Fisch Restaurant
Ob italienische Pasta-Träume, griechische
Tavernenklassiker, französische Raffinesse,
asiatische Wok-Magie oder selbstgebackenes
Sauerteigbrot – Kochkurse erweitern
den kulinarischen Horizont. Das
Angebot in Neukölln ist so vielfältig wie
der Bezirk selbst: deftig oder süß, vegan
oder vegetarisch, saisonal frisch oder auf
Sterne-Niveau – die Auswahl ist köstlich
und kreativ! Und wer glaubt, Kochen sei
eine einsame Angelegenheit, wird hier eines
Besseren belehrt: Beim gemeinsamen
Schnippeln, Würzen und Anrichten entstehen
nicht nur raffinierte Menüs, sondern oft
auch neue Freundschaften.
Besonders beliebt: Kurse für Paare, Familien
oder Freundesgruppen. Ob als Geburtstagsgeschenk,
Date-Idee oder Team-Event
mit Kollegen – gemeinsam Kochen verbindet.
Geführt werden die Kurse von passionierten
Köchinnen und Köchen, die nicht
nur ihre Messer, sondern auch jede Menge
Rudower Straße 27 · 12351 Berlin · erguns.fischbude31@gmail.com
www.fischbude.metro.rest | www.erguns-fischbude.de
Tipps und Tricks locker aus dem Handgelenk
schütteln. Frische Zutaten, gute Laune
und der Spaß am Tun stehen immer im
Mittelpunkt.
Kochkurse und -events bieten z. B.:
www.gourmanderie.de
www.fabrik23.com
www.kochwerk-berlin.com
www.cookingberlin.de
FRISCHER FISCH
& MEDITERRANE
LEBENSFREUDE
Ergün’s Fischbude ist ein traditionelles Fischrestaurant in Berlin
seit 1990. Wir bieten frische Fischspezialitäten, türkische Meze,
und eine gemütliche Atmosphäre.
Unsere Gäste genießen besonders frischen Fisch vom Grill
sowie klassische türkische Fischgerichte.
Spezialitäten unseres Hauses sind die Garnelen, frischer Salat
mit Schafskäse, Walnüssen und Granatapfel darauf
sowie die Dorade – die Königin.
Ergün´s Fischbude
030 3975737
Öffnungszeiten: Mo -Do 16:00-23:00, Fr+ Sa 16:00-00:00, So 16:00-23:00 Uhr
© D. Otto/aperçu (3)
Bienvenue à la
Gourmanderie
Kochkurse & Co • Team-Events • Eventlocation
Ob Hochzeiten, Geburtstage, Firmenfeiern, Weinproben, Seminare,
Networking sowie Filmdreharbeiten und Foto-Shootings, das Loft (120 m 2 )
bietet Platz für 10 bis 40 Personen. In der attraktiven Küche können
ebenso Dinnerclubs und Küchenpartys stattfinden. Oder Ihr bucht
einen französischen Kochkurs oder Chefkoch für Euer Event!
Kocht zusammen. Genießt zusammen.
Otto-Suhr-Allee 94 | 10585 Berlin
030-60 40 91 92 | kontakt@gourmanderie.de | www.gourmanderie.de
43
GUTE ADRESSEN
© Marcus Nolan © Ein44 © CODA/Claudia Goedicke
Restaurant Coda
Restaurant EINS44
Restaurant BARRA
Restaurants mit innovativen Ideen
Fine Dining in Neukölln
Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich
Neukölln auch als Standort für innovative
Fine-Dining-Konzepte und internationale
Spitzenküche entwickelt. Qualität,
Herkunft und Frische der Produkte spielen
eine große Rolle in den Küchen voller innovativer
Ideen.
Einst ein Frühstückshotspot
Früher war das Lokal ein Geheimtipp zum
Frühstücken und Brunchen. Das „Hallmann
und Klee“ am Böhmischen Platz hat sich zum
Fine Dining-Restaurant entwickelt. „Ehrlich
gute Küche“ heißt das Motto von Gastronomin
Sarah Hallmann, gewürdigt mit drei Gault-
Millau-Hauben und einem Michelin-Stern.
Kurzentschlossene ohne Reservierung können
einzelne Gänge der beiden Menüs,
eins davon vegetarisch, auswählen und an
den Hochtischen probieren. Auch für die
Terrasse im Sommer ist eine Reservierung
empfehlenswert.
Von Desserts inspiriert
Das „CODA“ wirbt damit, erstes und einziges
2-Sterne-Restaurant Deutschlands
zu sein, das von Desserts inspiriert wurde.
Die Techniken der Patisserie sind bei
allen Gerichten sichtbar. Die Unterscheidung
in Vorspeise, Hauptgericht und Dessert
existiert im „CODA“ ohnehin nicht. Für
die experimentelle Küche von Küchenchef
und Miteigentümer René Frank und seinem
Team in der Kreuzköllner Friedelstraße
gab es zwei Michelin Sterne.
Mit toller Industriekulisse
Dürfen es 5 oder 7 Gänge sein? Im Eins44
wird gespeist in Loft-Atmosphäre und mit Industriecharme
in einer alten Brennerei. Wo
einst destilliert wurde, im dritten Hinterhof
in der Elbestraße 28/29, kann das Dinner
dienstags bis samstags ab 18 Uhr genossen
werden. Serviert wird moderne deutsche Küche
mit französischem Einfluss.
Mehr als Wine Bistro
„Vom Bauernhof und Wald direkt auf den
Tisch“, heißt das Konzept im „Ezsra“, längst
mehr als ein Wine Bisto. In der Schönstedtstraße
14 gibt es freitags ein drei-Gänge
Mittagessen, wobei das Hauptgericht
auch separat bestellt werden kann. Auch
abends kann à la carte oder das Menü
bestellt werden.
Im Schillerkiez
Montag bis Freitag ab 18 Uhr bietet das
„Barra“ in der Okerstraße 2 im Schillerkiez
„durchdachtes, saisonales Kochen“. Die
Gerichte können geteilt und gemeinsam
genossen werden. Vom Tresen aus gibt es
den direkten Blick in die Küche. Serviert wird
moderne, saisonale Küche.
(bn)
44
www.fronteralatina.de
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Tradition trifft Kiez: zwischen
Bäckereien und Cafés werden
leckere Brot-, Back- und
Konditoreiwaren produziert
und serviert – ehrlich, bodenständig
und mit Liebe gemacht.
Nach altem Bäckerhandwerk
werden vielerorts Brote frisch
gebacken. Freuen Sie sich auf
die umfangreiche Auswahl an
Brotkreationen. Mit einem süßen
Klassiker zum Kaffee lässt sich
auch der Mor gen in den hier
vorgestellten Lokalen und
Geschäften gut beginnen.
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Wir servieren österreichische Speisen,
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wir Ihnen in der Zeit von 12-16 Uhr einen täglichen
wechselnden Mittagstisch an - perfekt
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46
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WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG | MOBILITÄT
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Im kostenfreien IHK-Angebot „Mitarbeiter binden leicht gemacht“
erhalten Sie 25 Maßnahmen, die speziell für kleinere Unternehmen
zusammengestellt wurden. Zu jeder Maßnahme stehen Umsetzungstipps
und weitere Informationen zur Verfügung.
„Viele Unternehmen blicken fassungslos auf die aktuelle politische Debatte
um die Ausbildungsplatzumlage. Angesichts der knappen Haushaltslage in
Berlin ist es nicht nachvollziehbar, warum sechs Millionen Euro in den Aufbau
von Bürokratie statt in die Unterstützung von Jugendlichen fließen sollen.“
Sebastian Stietzel, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin
Imagekampagne „Wir können alles, was kommt.“
Das Handwerk hat das Zeug für die Zukunft. Jeden Tag arbeiten
deutschlandweit über 5,6 Millionen Handwerkerinnen und Handwerker
daran, dass es vorwärts geht. Mit einer ordentlichen Portion
Zuversicht, Mut und Selbstvertrauen packen sie alles an – und
schaffen es auch. Aber schauen Sie selbst: Die Handwerkskammer Berlin hat
gemeinsam mit dem Berliner Senat das Aktionsprogramm Handwerk mit 26
Maßnahmen auf den Weg gebracht, um das Berliner Handwerk zu stärken:
„Unsere Handwerksbetriebe sind ein zentraler Pfeiler in der Berliner Wirtschaft.
Ob es um den Klimaschutz geht, die Digitalisierung im privaten oder
öffentlichen Raum oder die Verkehrswende, ohne das Handwerk können die
ambitionierten Ziele nicht umgesetzt und die Zukunft nicht gestaltet werden.“
Carola Zarth, Präsidentin der Handwerkskammer Berlin
WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
48
„Neuköllner Wirtschaft trifft Wissenschaft“ auf dem neuen Campus der SRH University of Applied Sciences
Wissen schafft Perspektiven - Zum Austausch im Cube
Es war sicher nicht ganz einfach, diese
Hochschule zu planen: ein Filetgrundstück
in der Form, gelegen zwischen S- Bahntrasse
und Neuköllner Schifffahrtskanal, das längst
geliebt wird von Studierenden und Mitarbeitenden
für seine Anbindung an den
S-Bahnhof Sonnenallee und die multikulturellen
Straßen rundum und das inzwischen
für die Innenausstattung geehrt wurde mit
dem German Design Award. Endlich hat
damit auch Neukölln als letzter Bezirk (s)eine
Hochschule. Gäste aus der Wirtschaft waren
entsprechend neugierig und kamen zur Veranstaltung
„Neuköllner Wirtschaft trifft Wissenschaft“
auf Einladung der Wirtschaftsförderung
Neukölln, von Berlin Partner und der
SRH University zum neuen Campus, wo sich
die private Hochschule modern und praxisnah
präsentierte – und Kooperationen anbot.
Neuköllns Wirtschaft:
Sehr viel in Bewegung
Faye Preusse, Leiterin der Wirtschaftsförderung
Neukölln, beschrieb zunächst die große
Dynamik im Berliner und insbesondere
im Neuköllner Geschäftsleben: „Es ist sehr
viel in Bewegung“ – die Wirtschaftsförderung
erreichen Hilferufe genauso wie Erfolgsmeldungen.
Resilienz und Energiekosten sind für
viele Unternehmen zentrale Themen.
Die Wirtschaftsförderung und -beratung erstellt
fortlaufend Standortgutachten und Standortprofile
der Gewerbelagen. Das Team begleitet
Ansiedlungen und Expansionen im Bezirk.
Derzeit entstehen in den Industrie- und Gewerbegebieten
Neuköllns einige neue, innovative
Vorhaben, die den Wirtschaftsstandort und Arbeitsort
Neukölln stärken. Viele Betriebe suchen
zudem aktiv Auszubildende.
Podiumsdiskussion mit Bürgermeisterin und
Neukölln-Kennerin Franziska Giffey (am Mikro) an der SRH
Ein Riesenpotenzial und Anziehungskraft
sehe sie (schon heute) durch das Estrel als
Hotel- und Kongress-Standort sowie den
neu entstehenden Tower mit Platz für weitere
Meetings, Kongresse und Exhibitions sowie
einem beeindruckenden Blick über die Stadt.
© Ines Hasenau
Faye Preusse spricht darüber, wie durch Zusammenarbeit
mit Jobcenter und Agentur
für Arbeit geflüchtete und arbeitslose Menschen
konsequent in den Arbeitsmarkt integriert
werden. Die Wirtschaftsförderung
hat z. B. das Bundesprojekt (BIWAQ) „Neuköllner
Kieze – Integration in Arbeit und
Quartier“, was seit über zwei Jahren läuft
und wo ganz konkret Menschen in den Arbeitsmarkt
integriert worden sind (www.
kiezakademie-neukoelln.de), kleinteilig an
Ankerorten in allen Quartiersmanagementgebieten,
z. B. der Helene-Nathan-Bibliothek,
im Sprachcafé mit sehr hoher Nachfrage
oder auf der Neuköllner Jobmesse
an der vhs jeden Februar.
Zu den Dauerthemen gehörten die Flächennachfrage
ebenso wie die Verdrängung
kleiner Betriebe – „und manchmal
geht es einfach nur darum, ob jemand
einen Tisch vor das Restaurant stellen
darf.“ Zunehmend müssten auch Nutzungskonflikte
begleitet und moderiert
werden. Berlin verstehe sich als Innovationsstandort
– da trage Neukölln seinen
Teil bei mit Unternehmen wie BIOTRO-
NIK mit Herzschrittmacher-Technologie,
mit ASML, wo optische Komponenten in
Hightech gefertigt werden, mit der Berlin
School of Business & Innovation (BSBI) in
der Alten Post in der Karl-Marx-Straße, mit
der CODE University of Applied Sciences,
eine Hochschule im KALLE, ein neuer Punkt
für Nahversorgung und mit Foodhall im
lebendigen Hauptzentrum Neuköllns
oder mit NLND (gesprochen: Neuland) Berlin
– dem Projekt der Philip Morris GmbH,
wo auf dem Gelände der ehemaligen Zigarettenfabrik
ein neuer Industrie- und
Innovationsstandort entsteht. Die Wirtschaftsförderung
begleitet Gründungen
und Transformationsprozesse – das 2-Personen-Startup
genauso wie die Anlage eines
neuen Campus.
Unter Studierenden aus aller Welt
Vor 50 Jahren als gemeinnützige Stiftung in
Heidelberg gegründet, studieren am größten
SRH-Campus in Heidelberg heute 3.500
Menschen – fast genauso viele wie an der
der SRH Berlin University of Applied Sci-
Neuerbauter Studienort: die SRH University of Applied Sciences am S-Bahnhof Sonnenalle. An der Hochschule
gibt es keine Büros mehr, sondern interdisziplinäre Landschaften, wo sich Studierende und Lehrkräfte begegnen.
ences in Neukölln. „Hier gibt es 140 Nationalitäten,
hier studieren Menschen aus der
ganzen Welt. Das macht mir Gänsehaut“,
gesteht SRH Prof. Dr. Michael Hartmann. An
der interdisziplinären Fachhochschule gibt
es fünf Schools und 120 Studiengänge. 2006
seien sie aus dem Diplomatischen Dienst
angefragt worden nach einem englischsprachigen
Studiengang. „Als private Hochschule
sind wir schnell. So wurde ,International
Management‘ unser erster englischsprachiger
Studiengang.“ Inzwischen gäbe es
alles zweisprachig: „Wir machen Internationalisierung
ernst.“ Beim Campusrundgang
bestätigt auch Anna-Leona Bösl, Manager
Communication: „Wir fühlen uns in Neukölln,
in der interkulturellen Umgebung, sehr wohl.“
Praxis beim Presseball
Praxis stehe stets an erster Stelle, die Forschung
und Entwicklung gemeinsam mit Unternehmen
gehe ein in die Lehre. Ganz direkt
werden die anwesenden Unternehmen angesprochen:
Wo drückt der Schuh? Wo haben
Sie Bedarf? Auf so manche Idee bringt die
abschließende Vorstellung der Praxisprojekte.
SRH-Studentin Johanna Fleschhut arbeitet
ehrenamtlich beim Classic Open Air auf
Schloss Neuschwanstein mit. Sie brachte
das Projekt an die Hochschule, so dass
sich Studierende mit Merchandising, Social
Media und Live Streams beschäftigten. „Der
Blick von außen tat gut“, bestätigt Johanna
Fleschhut. Für den Berliner Presseball gestaltet
die Hochschule eine Video-Collage
Kontakt zur Wirtschaftsförderung
Bezirksamt Neukölln von Berlin
Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin
Tel.: (030) 90239-2390
wirtschaftsfoerderung@
bezirksamt-neukölln.de
© aper u / Birgit Nößler (2)
für den Gastgeber und erstellt Einzelinterviews
mit den VIPs. „1.800 Gäste, einer der
größten, ältesten Bälle Berlins, es war ein
Megaerlebnis“, schwärmt Studentin Maja
Andrews. Für den Sender Alex Berlin wurde
eine Diskussion um KI im Film gestaltet
– wobei die Studierenden durchaus zugaben,
dass ihnen dabei von den Gesprächspartnern
auch einige Ängste um die Zukunft
der Branche genommen wurden.
V Birgit Nößler
WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
COLONIA NOVA
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Online-Terminverwaltung
Buche, verschiebe oder storniere
deinen Wunschtermin digital
ohne Wartezeiten.
50
Auf einen Blick: Ihr Jobcenter Berlin Neukölln
Adresse:
Mainzer Straße 27 · 12053 Berlin
Verkehrsverbindung:
U7 Rathaus Neukölln, U8 Boddinstraße,
Bus 104, 166
Telefonservice:
Tel.: (030) 55 55 79 79 00
(030) 55 55 79 22 22
Fax: (030) 55 55 79 77 77
(Entgelde laut Preisliste Ihres Netzbetreibers)
Terminvereinbarung:
Einen Termin für Ihren Besuch im Jobcenter Berlin Neukölln können Sie
bequem telefonisch oder auch online buchen.
Weiter Informationen:
www.berlin.de/jobcenter-neukoelln
VORSPRUNG DURCH BILDUNG
Seit mehr als 30 Jahren zertifizierter Bildungsanbieter
mit Niederlassungen in Berlin, Hannover und Oldenburg
Schwerpunkte:
• Fortbildung (Vollzeit, Teilzeit – 2 Abende
in der Woche, Sonnabendkurse)
• Vorbereitung auf die IHK-Prüfung Fachwirte der Industriemeister,
der Betriebswirte und technischen Betriebswirte sowie
Berufspädagogen mit IHK-Abschluss
Kurse starten mehrmals im Jahr. Qualifizierte Dozenten vor Ort.
Wir arbeiten mit echten Menschen (kein E-Learning).
Verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten:
Bildungsgutscheine, Aufstiegsbafög, Bildungsprämie, Förderung
durch die Deutsche Rentenversicherung
Beratungstermine jederzeit vereinbar
Planen Sie Ihre Ziele mit uns!
Vorbereitungskurse Industriemeister/-in (IHK)
Vorbereitungslehrgänge zum/zur geprüften
• Metall
• Mechatronik
• Elektrotechnik
• Logistik
• Kraftverkehr
• Kreislauf- und Abfallwirtschaft
und
Städtereinigung
Vollzeit (4,5 Monate) ab:
Juli 2026
Januar 2027
Juli 2027
• Fachwirt/-in im Gesundheitsund
Sozialwesen (IHK)
• Personalfachkaufmann/-frau (IHK)
• Handelsfachwirt/-in (IHK)
• Wirtschaftsfachwirt/-in (IHK)
• Betriebswirt/-in (IHK)
• Technische/-r Betriebswirt/-in (IHK)
• berufsbegleitende Abendkurse ab:
März 2026 | Oktober 2026 | März 2027 | Oktober 2027
in Vollzeit und berufsbegleitend
2x im Jahr startend
HAW Ausbildungszentrum für Handel und Wirtschaft Berlin GmbH
Brunsbütteler Damm 175/177 • 13581 Berlin
Tel. 030 35305413 • www.haw-weiterbildung.de
51
WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
Dein Netzwerk für Frauen, die mehr miteinander wollen.
Stell dir vor, was möglich ist, wenn Frauen aus der Konkurrenz aussteigen und
sich gegenseitig empowern und bestärken. Du suchst nach einem Business-
Netzwerk, das so viel mehr ist als Visitenkarten tauschen und Sekt trinken –
in dem du dich tiefer verbinden und von innen nach außen persönlich und
beruflich wachsen kannst? Dann bist du bei YouGrow genau richtig! Dieses
Business- Frauennetzwerk ist ein Ort, an dem Frauen nicht nur Kontakte knüpfen,
sondern zusammenwachsen und zusammen wachsen können. Und YouGrow
macht seinem Namen alle Ehre und wächst. Über 1.000 Frauen waren
schon mit dabei. Viele fühlen sich so wohl bei YouGrow, dass es das in Berlin
gegründete Netzwerk mittlerweile auch schon in Hamburg und Stuttgart
gibt. Und weitere Städte haben bereits ihr Interesse angemeldet. Dadurch
haben die Frauen die Möglichkeit, sich sowohl regional als auch überregional
im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.
Warum YouGrow?
Über 80 % der Umsätze von Unternehmerinnen und Solo-Selbstständigen
kommen durchs Netzwerken. Doch noch viel wichtiger ist, wie viel mehr umgesetzt
wird, wenn Frauen den Mut haben, sich zu zeigen, ehrlich zu sprechen
und neue Schritte zu gehen.
Die Grundwerte von YouGrow.
Bei YouGrow glauben wir an die Kraft des Miteinanders. In einer Zeit
der Polarisierung, Vereinsamung und der aufstrebenden Technologie
setzen wir auf echten und tiefen Kontakt zwischen Menschen: „Wir
wachsen zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Wir glauben,
dass Frauen mehr schaffen können, wenn sie nicht gegeneinander, sondern
füreinander engagiert sind. Wir schaffen Räume, in denen Frauen
sich gegenseitig ermutigen und inspirieren, ihre Vision zu finden und
zu verwirklichen.“
Die Leiterinnen.
Annegret Gehrke, Führungskräftetrainerin und Business-Mentorin, und
Anne Messerschmidt, Schauspielerin und BeziehungsMentorin für erfüllte
Partnerschaft, leben genau diese Werte in der Doppelspitzen-Führung
mit ganz viel Herz. Du bist neugierig? Komm mal vorbei. Du musst kein
Mitglied sein, um die Events von YouGrow zu besuchen. Komm einfach
dazu und entdecke die herzliche Atmosphäre dieses Netzwerks. Die Termine
findest du unter: AnnegretGehrke.de/netzwerk. Wenn du dich für
eine Mitgliedschaft entscheidest, kannst du noch tiefer in die Verbindung
mit Frauen eintauchen und von den Erfahrungen und Verbindungen im
Netzwerk profitieren.
52
Celia Gonzalez
Expertin für Demenzbetroffene
„Es ist so inspirierend für mich die YouGrow
Frauen wachsen zu sehen und das
herzliche Miteinander zu erleben.“
Elke Höllmann
BodyMind Mentorin |Tibetische Heilkunst
„YouGrow bedeutet für mich ein Miteinander,
das selten geworden ist. Ein Kreis von Frauen,
der nicht bewertet, sondern stärkt.“
Ideen.
Fördern.Berlin.
gründen mit der IBB
Wir haben die passende finanzielle Förderung für Deine Geschäftsidee.
Kompetent, zuverlässig und mit dem Ziel, Deiner Unternehmensgründung
zum nachhaltigen Erfolg zu verhelfen.
Hotline Wirtschaftsförderung: 030 / 2125-4747
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53
WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
Berlins Ausbildungssuchmaschine ausbildung.berlin
Über 10.000 Ausbildungsmöglichkeiten
Die Suchmaschine für alle freien Ausbildungsplätze in Berlin
heißt ausbildung.berlin. Egal ob Handwerks-, IHK- oder schulischer
Beruf: Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf,
dem Ausbildungsbetrieb oder dem Kiez, in dem der Ausbildungsbetrieb
liegen soll. Gelistet sind weit über 10.000 Ausbildungsmöglichkeiten.
Da es sich bei ausbildung.berlin um eine Metasuchmaschine
handelt, findest Du die aktuellsten Stellenausschreibungen
zuerst hier! Mit einem Klick landest Du auf der Stellenanzeige
oder der Website des Ausbildungsbetriebs. Wenn Du noch nicht
genau weißt, welchen Karriereweg Du einschlagen willst, findest
Du stets neue Berufsorientierungsevents. Außerdem stehen
Dir, neben der Jugendberufsagentur Berlin, auch weitere
Partner für Deine Beratung zur Verfügung. Möglich gemacht
hat ausbildung.berlin ein Partnernetzwerk in Berlin, bestehend
aus der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Gewerkschaftsbund
Berlin-Brandenburg, der Handwerkskammer Berlin,
dem Hotel- und Gaststättenverband Berlin e. V., der IHK Ber-
lin, der Jugendberufs agentur Berlin, der Notarkammer Berlin,
der Rechtsanwaltskammer Berlin, der Senatskanzlei Berlin, der
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, der Senatsverwaltung
für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt
und Antidiskriminierung sowie der Unternehmensverbände
Berlin-Brandenburg.
© ausbildung.berlin
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Tempton ist einer der führenden Personaldienstleister für
den deutschen Mittelstand mit 200 Niederlassungen und
9.500 Mitarbeiter (m/w/d) bundesweit.
Wollten Sie schon immer auf dem BER arbeiten?
Wir, die Tempton Aviation, ein Personaldienstleister, spezialisiert
im Bereich Luftfahrt, sucht ab sofort qualifiziertes
Personal in verschiedenen Bereichen. Wenn Sie zeitlich
flexibel einsetzbar und schichtbereit sind, dann bewerben Sie
sich für einen Einsatz bei unseren zahlreichen Kunden als ...
• Fluggastabfertiger (m/w/d)
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• Kraftfahrer Klasse C, CE (m/w/d)
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Unser Angebot für Sie:
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gern unter 030 634148-50 von 08:00 bis 17:00 Uhr
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des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)
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für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Sie bieten wesentliche Informationen,
helfen bei der Wahl der richtigen Rechtsform und informieren über Steuern und Kreditformen.
Material für Start-ups, ausländische und gemeinwohlorientierte Gründerinnen
und Gründer sowie für solche aus der Arbeitslosigkeit, in sozialen Berufen
und im Handel ist ebenfalls verfügbar. Die Publikationen richten sich an
alle, die sich selbstständig machen wollen, und können ausgedruckt werden.
Gründen – kurz und knapp:
1. Vorbereitung – allgemein
und je nach Lebensphase
2. Persönliche Absicherung
3. Steuern
4. Gründen mit Einwanderungsgeschichte
5. Rechtsformen
6. Unternehmenskrisen erkennen
und vermeiden
7. Sicherheiten – Bürgschaften – Rating
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8. Gründung aus der Arbeitslosigkeit
9. Freie Berufe
10. Existenzgründungen im Handwerk
und Handel
11. Soziale, pflegerische
und therapeutische Dienstleistungen
12. Gemeinwohlorientierte Start-ups
13. So geht es nach dem
Unternehmensstart weiter
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vielfältige Wege.
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WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
56
Integrationsfachdienst Süd
Der IFD Süd bietet begleitende psychosoziale
Hilfe im Berufs- und Arbeitsleben
für Menschen mit (Schwer-)
Behinderung und für deren Arbeitgeber*innen
mit Arbeitsorten in Treptow-Köpenick,
Neukölln, Tempelhof-
Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf.
Ziel der persönlichen Beratung ist es,
Probleme und Konflikte im bestehenden
Arbeitsverhältnis zu klären, zu
lindern oder zu bewältigen, um das
Arbeitsverhältnis zu erhalten oder eine
neue berufliche Perspektive zu ermöglichen.
Die Unterstützung der Eingliederung
ins Arbeitsleben und die berufliche
Begleitung ist auch für Rehabilitanden
mit einer Beauftragung durch
ihren Rehabilitationsträger möglich.
Der IFD ist im Auftrag des Inklusionsamtes
auf Grundlage der §§ 192 ff. SGB
IX tätig, kann aber auch von Rehabilitationsträgern
beauftragt werden.
Die Unterstützung durch den IFD ist
kostenfrei und vertraulich.
Wir sind die Fachstelle für
Autismus-Spektrum-Störungen
Wexstraße 2 | 10825 Berlin
Tel. 030 84 85 05-10
Fax 030 84 85 05-19
info@ifdsued.berlin
B 41, 42, 45, 46 D 4
D + B Bhf. Innsbrucker Platz
E M48, M85, 187, 248 Innsbrucker Platz
www.ifdsued.berlin
Integrationsfachdienste
im Auftrag des
Lageso Berlin
– Inklusionsamt –
„Schichtwechsel“
Aktionstag hilft, Vorurteile abzubauen
Am 25. September 2025 luden Werkstätten
für behinderte Menschen aus ganz Deutschland
zum siebten bundesweiten Aktionstag
„Schichtwechsel“ ein. Beschäftigte aus
Werkstätten und Mitarbeitende aus Unternehmen
des allgemeinen Arbeitsmarktes
tauschten für einen Tag ihre Arbeitsplätze,
lernten sich persönlich und so gemeinsam
neue Perspektiven kennen. Mit mehr als
250 Werkstätten hatten bereits Ende August
2024 so viele Einrichtungen wie noch
nie zuvor ihre Teilnahme zugesagt.
„In den vergangenen Monaten sind demokratiefeindliche
und populistische Stimmen
immer lauter geworden. Mit dem Aktionstag
stellen wir uns dem gemeinsam entgegen“,
sagte Martin Berg, Vorstandsvorsitzender
der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten
für behinderte Menschen (BAG WfbM).
Dass sich so viele Werkstätten wie nie zuvor
Finanzielle Hilfen von der Bundesagentur für Arbeit
Ausbildung und Beschäftigung
von Menschen mit Behinderungen
Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt
Unternehmen finanziell, die Menschen mit
Behinderungen einstellen oder ausbilden.
Ziel ist es, die Teilhabe am Arbeitsleben
zu verbessern und Arbeitgeber bei der Integration
neuer Beschäftigter zu entlasten.
Eine Möglichkeit ist die Probebeschäftigung.
Sie erleichtert Menschen mit Behinderungen
den Einstieg oder die Rückkehr
ins Berufsleben. Während einer bis zu
dreimonatigen Probezeit können Bewerberinnen
und Bewerber ihre Fähigkeiten zeigen
und den Betrieb kennenlernen. Unternehmen
wiederum prüfen, ob die Person
zum Arbeitsplatz passt.
Die entstehenden Personalkosten können
von der Agentur für Arbeit oder dem
Jobcenter übernommen werden. Darüber
hinaus gibt es den Eingliederungs-
für den Aktionstag angemeldet hätten, zeige:
Menschen mit Behinderungen sind ein
fester Teil unserer Gesellschaft.
Die Arbeitswelt, aber auch die Gesellschaft
insgesamt würden von Vielfalt und neuen
Perspektiven profitieren. Der Verband koordiniert
den Aktionstag auf Bundesebene.
Entwickelt wurde er von den 16 Berliner
Werkstätten und der Landesarbeitsgemeinschaft
Werkstätten für behinderte Menschen
Berlin. In der breiten Öffentlichkeit gibt es
noch immer viele Klischees und Vorurteile
über die Werkstätten und die Menschen,
die dort arbeiten. Gleichzeitig wissen nur
wenige, welche Leistungen von und in
Werkstätten tatsächlich erbracht werden.
Der Aktionstag sorgt für viele inklusive Begegnungen.
www.bagwfbm.de/page/schichtwechsel
www.schichtwechsel-berlin.de
zuschuss. Arbeitgeber, die arbeitslose
oder arbeitsuchende Menschen einstellen,
erhalten finanzielle Unterstützung für
die Anfangsphase. Bei Bewerberinnen
und Bewerbern mit Behinderungen ist
eine erweiterte Förderung möglich. Wichtig:
Der Antrag muss vor Abschluss des
Arbeitsvertrags gestellt werden.
Ein weiterer Baustein ist der Zuschuss zur
Aus- oder Weiterbildung. Unternehmen,
die Menschen mit Behinderungen eine betriebliche
Ausbildung oder Qualifizierung
ermöglichen, können Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung
oder zum Arbeitsentgelt
erhalten. So wird die berufliche Integration
langfristig gefördert.
Weitere Informationen
gibt es hier:
VfJ Werkstätten – Reparieren statt Wegwerfen
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Nachhaltig, kompetent und mit sozialem Mehrwert: In den VfJ Werkstätten
bieten Menschen mit Beeinträchtigungen hochwertige Reparaturleistungen
an. Zwei unserer Arbeitsbereiche stellen wir hier kurz vor.
Kofferrollenreparatur – wir bringen
Ihren Koffer wieder ins Rollen
Defekte Kofferrollen müssen kein Grund sein, ein
ganzes Gepäckstück zu entsorgen. In unserer Kofferwerkstatt
ersetzen wir beschädigte Rollen schnell,
zuverlässig und in bester Qualität. So verlängern wir
die Lebensdauer Ihres Koffers und leisten gemeinsam
einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Reparieren
statt Wegwerfen – gut für die Umwelt und Ihren
Geldbeutel. Für mehr Informationen scannen Sie
einfach den QR-Code
Berufliche Bildung und Arbeit
aus einer Hand
Reparatur von Werkstattstühlen
– nachhaltig und kostensparend
Auch Werkstattstühle kommen bei uns wieder in
einen funktionstüchtigen Zustand. Wir reparieren
Werkstattstühle des abgebildeten Typs – mit und
ohne Rollen. Unsere fachkundige Arbeit schont
Ressourcen, vermeidet unnötige Neuanschaffungen
und spart Kosten.
Für Anfragen und individuelle Kostenangebote steht Ihnen
unser Ansprechpartner gerne zur Verfügung: Sebastian Fritze
Tel.: 0159 04311647, E-Mail: sebastian.fritze@vfj-werkstaetten.de
Mit unseren Reparaturleistungen verbinden wir handwerkliche Qualität,
Nachhaltigkeit und sinnvolle Arbeitsplätze – mitten in Neukölln.
WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
» attraktive Bildungs- und Arbeitsangebote
» arbeitsbegleitende Fort- und Weiterbildungskurse
» Informationen und Beratung zum Budget für Arbeit und Budget für Ausbildung
» betriebsintegrierte Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
» mit unserem Sportclub eine starke Mannschaft
www.vfj-werkstätten.de
Neugierig geworden?
Tel.: (030) 220 464-646
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Grenzallee 53 · 12057 Berlin
57
WIRTSCHAFT | (AUS)BILDUNG
Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW) mit mehr als 35 anerkannten Ausbildungsberufen:
Von Verwaltung über IT und Küche bis Handwerk
Mitten in Berlin-Britz liegt das Annedore-
Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW)
– ein Ort, an dem junge Menschen mit Behinderungen
und besonderem Förderbedarf
ihren eigenen beruflichen Weg finden.
Hier können sie in mehr als 35 anerkannten
Ausbildungsberufen durchstarten und
einen Abschluss mit IHK- oder HWK-Prüfung
erwerben.
Das Ausbildungsangebot ist vielseitig: von
Wirtschaft und Verwaltung über IT und Küche
bis hin zu Handwerk und Dienstleistungen.
Praxisnähe steht dabei im Mittelpunkt.
Kleine Lerngruppen, modern ausgestattete
Werkstätten und digitale Lernumgebungen
schaffen beste Bedingungen für individuelles
Lernen und fachliche Entwicklung.
Ergänzt wird die Ausbildung durch Praktika
und enge Kooperationen mit Berliner
Unternehmen. So gelingt der Übergang
ins Berufsleben Schritt für Schritt und mit
echten Perspektiven.
Was das ALBBW besonders macht, ist die
intensive Begleitung während der gesamten
Ausbildungszeit. Die Rehabilitationsund
Fachdienste unterstützen bei schulischen,
persönlichen oder beruflichen
Herausforderungen. Sozialpädagogische
Fachkräfte, psychologische Beratung und
maßgeschneiderte Förderangebote sorgen
für stabile Rahmenbedingungen. Ziel
ist es, nicht nur Fachwissen zu vermitteln,
sondern auch Selbstvertrauen, Eigenständigkeit
und soziale Kompetenzen nachhaltig
zu stärken.
Wer nicht aus Berlin kommt oder eine unterstützende
Wohnform benötigt, findet
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im hauseigenen Internat ein Zuhause auf
Zeit. Darüber hinaus stehen Wohnformen
mit pädagogischer Begleitung zur Verfügung,
die je nach individuellem Bedarf ein
selbstständiges Leben Schritt für Schritt
fördern. Das Leben auf dem Campus ist
geprägt von Gemeinschaft, Freizeitangeboten
und vielfältigen Aktivitäten. Lernen
und Leben gehen hier Hand in Hand.
Als fester Bestandteil der Bildungslandschaft
in Neukölln leistet das ALBBW einen
wichtigen Beitrag zur beruflichen Teilhabe
junger Menschen mit Reha-Status und zur
Fachkräftesicherung.
Hier entstehen Chancen, Perspektiven
und Zukunft, individuell begleitet und mit
klarer Vision: Ausbildung, die stärkt und
Wege öffnet.
58
Berufliche
Karriere
für Persönlichkeiten
mit Behinderung
38 BERUFSBILDER
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Alle Infos kostenlos unter:
0800 541 333 4
Hier finden Sie uns in Neukölln:
BWB-Süd
Fontanestraße 30, 12049 Berlin
BWB-Werkstatt am Hafen
Lahnstraße 3, 12055 Berlin
Digital statt auf Papier
Die BWB bietet das professionelle Digitalisieren
von Akten als neue Dienstleistung für
Unternehmen und Verwaltungen an. Dazu
gehört auch, die Dokumente nach einem
mit dem Kunden abgesprochenen System
zu benennen und mit einer OCR-Kennung
zu versehen. Dank dieser automatischen
Texterkennung lassen sich die Dateien
nach beliebigen Begriffen durchsuchen.
Vor rund einem Jahr hat die BWB die ersten
Digitalscanner angeschafft und inzwischen
bereits mehr als 1,3 Millionen Aktenseiten
professionell digitalisiert: darunter den gesamten
Bestand der BWB-Tochter Integra,
immerhin knapp 1.300 Akten, die Akten
des Auftragsmanagements und der Buchhaltung
der BWB. „Anfangs hatten wir das
Ziel, im Jahr eine Million Seiten zu schaffen.
Jetzt sind wir trotz der Einarbeitungsphase
in zehn Monaten schon deutlich weiter, und
das ganz ohne Druck“, sagt Jens Jannasch,
Leiter der Betriebsintegrierten Gruppen in
der BWB und Projektleiter Digitalisierung.
Vor dem Scannen bereiten mehrere Mitarbeitende
zunächst die Akten vor. Dazu
gehört zum Beispiel, von den herausgenommenen
Seiten Tacker- und Heftklammern
zu entfernen und die Aktenreiter mit
speziellen Aufklebern zu kennzeichnen,
um sie anschließend richtig benennen und
abspeichern zu können. Ein bis zwei Mitarbeitende
bedienen dann die Scanner. Die
in Deutschland gefertigten Geräte können
nahezu alles erfassen, von hauchdünnem
Thermopapier bis zu Karton. Selbst brüchiges,
eingerissenes Papier ist kein Problem.
Nachdem abschließend die BWB die
Dateien über ein verschlüsseltes System
versendet hat und diese vom Empfänger
bestätigt wurden, werden die Originale
vernichtet. „Datenschutz und Datensicherheit
haben für uns oberste Priorität.“
www.bwb-gmbh.de
© Studio Romantic/AdobeStock
Die Investitionsbank Berlin
Hilfen und Angebote für Gründende
Wie können Unternehmer:innen ermitteln,
welche Förder- und Finanzierungsangebote
zu ihnen passen? Einen ersten Einstieg
bietet die Investitionsbank Berlin (IBB) mit
ihrer Internetseite www.ibb.de.
Die integrierte Filterfunktion erlaubt die
schnelle Suche nach geeigneten Programmen.
Ein weiterer übersichtlicher Ratgeber
für alle Wirtschaftsförderangebote in Berlin
ist die Förderfibel, welche digital und
als Printfassung verfügbar ist. Hier finden
Sie umfassende Programminformationen
sowie die jeweilige Kontaktstelle. Wollen
Sie ein Unternehmen gründen?
Die IBB hält vielseitige Angebote für Existenzgründungen
bereit. Zu den wichtigsten
Gründungsprogrammen gehören der Mikrokredit
aus dem KMU-Fonds bis 25.000
Euro (50.000 für technologieorientierte
Vorhaben) und das Programm Berlin Start.
Will Ihr bestehendes Unternehmen wachsen?
Dann bietet die IBB auch hierfür verschiedene
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
an. Vor allem kleine und mittlere,
am Markt etablierte Unternehmen, können
mit diesen Lösungen ihre Wachstumsvorhaben
umsetzen.
Sie haben Fragen zu
unserem Förderangebot?
Zögern Sie nicht, uns zu
kontaktieren.
Investitionsbank Berlin
www.ibb.de/gruenden
59
MOBILITÄT | (AUS)BILDUNG
Ladeinfrastruktur für Elektromobilist:innen
Ladestationen in der Nähe finden
In Berlin sind über 6.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte im
öffentlichen und privaten Raum in Betrieb. In Neukölln und im
Umkreis von 10 km gibt es derzeit 200 Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Die Vorteile eines einheitlichen Ladeinfrastrukturkonzeptes
liegen auf der Hand: Durch den diskriminierungsfreien
Zugang für Mobilitätsdienstleister können alle E-Fahrzeug-
Nutzenden zu den vereinbarten Konditionen an jeder Ladesäule
jedweden Betreibers im öffentlichen Raum laden.
Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird durch eine wachsende
Anzahl von Ladepunkten im öffentlich zugänglichen Raum, zum
Beispiel auf privaten Parkplätzen, an Supermärkten oder Tankstellen,
ergänzt. „Auf diesen Flächen sowie im privaten Raum
wird auch in Zukunft ein Großteil des Ladeinfrastrukturaufbaus
erfolgen müssen“, teilt die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr,
Klimaschutz mit. Der Grund hierfür liege in den vielfältigen
und teilweise konkurrierenden Nutzungsansprüchen, denen der
öffentliche Raum in einer wachsenden Stadt wie Berlin unterliegt.
„Gerade im Innenstadtbereich besitzt nicht einmal die Hälfte
der Haushalte einen eigenen Pkw, weshalb hier ein im Sinne der
Herbeiführung der Mobilitätswende angemessener Teil der Verkehrsfläche
dem Umweltverbund zuzuschreiben ist“, erklärt die
Senatsverwaltung dazu.
Weitere Informationen gibt es unter
www.ladeinfrastruktur.berlin.
Eine Übersicht über den gegenwärtigen
Ausbaustand im öffentlich zugänglichen
Raum der Stadt gibt es hier:
Informationen über den
Ladeinfrastrukturaufbau durch
dritte Betreiber:
Vom Modellprojekt zur Erfolgsgeschichte:
Begleitetes Fahren ab 17
© www.bf17.de
Bereits seit 2011 ist der Führerschein mit 17 in der Fahrerlaubnisverordnung
verankert. Zum Antrag und zur Benennung der Begleitperson
ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.
Die theoretische Prüfung kann drei Monate, die praktische
Prüfung einen Monat vor Erreichen des Mindestalters von
17 Jahren abgelegt werden. Danach muss dann ein volles Jahr
begleitet gefahren werden: Erfahrungen sammeln, Routine entwickeln,
Unfall risiko senken. Das ist die Idee vom Begleiteten
Fahren ab 17 Jahren. Bis zu ihrem 18. Geburtstag dürfen sogenannte
BF17-Teilnehmer*innen begleitet mit dem Auto unterwegs
sein. Die begleitende Person ist auf der Prüfungsbescheinigung
eingetragen. Die Begleitperson muss mindestens 30 Jahre alt
sein, mindestens fünf Jahre einen B-Führerschein besitzen und
darf nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben. Die Kosten
für den Führerschein BF17 unterscheiden sich grundsätzlich nicht
von denen für den Führerschein der Klasse B. Für den BF17 beginnt
die Probezeit von zwei Jahren sofort nach Erlangung der
Prüfbescheinigung bzw. dem Bestehen der Prüfung. Die Prüfbescheinigung
ist, außer in Österreich, nicht im Ausland gültig. Weitere
Infos unter: www.bf17.de
Meisterbetrieb
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MOBILITÄT | (AUS)BILDUNG
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Auf den Buckower Feldern entstehen rund 900 Neubauwohnungen
Ein ganzes Quartier zum Wohnen und Leben
Auf den ehemaligen Buckower Feldern entsteht
ein attraktives, lebendiges Stadtquartier
mit rund 900 Wohnungen. Etwa 700 davon
werden von der STADT UND LAND gebaut.
Die drei bis fünfgeschossigen Gebäude mit
modernen 1- bis 5-Zimmerwohnungen bieten
auch Seniorinnen und Senioren ein ideales
Zuhause. Viele der Wohnungen sind barrierearm,
barrierefrei oder rollstuhlgerecht
und verfügen über Aufzüge, Balkone bzw. im
Erdgeschoss Terrassen – teilweise mit Mietergärten
– Dusch- oder Wannenbäder, Fußbodenheizung
und Vinylböden sorgen für
komfortables Wohnen. Etwa die Hälfte der
Wohnfläche wird an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins
vermietet.
Gemeinschaft im Quartier. Für Seniorinnen
und Senioren bietet die SOPHIA zudem spezielle
Services an, die direkt bei dem Unternehmen
in Anspruch genommen werden können.
Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren
von einer gut ausgebauten Nahversorgung.
So befinden sich in der Nähe mehrere Supermärkte,
Restaurants und eine Apotheke.
Auch werden innerhalb des Quartiers Gewerbeflächen
zur Verfügung gestellt, die die Ansiedlung
von weiteren Einrichtungen fördern,
u. a. Arztpraxen. Auch an den ÖPNV ist das
Quartier gut angebunden.
Das Bauprojekt ist dem Prinzip der Nachhaltigkeit
verpflichtet. So wird die gesetzlich
geforderte Energieeffizienz auf den Buckower
Feldern übererfüllt. Begrünte Dächer und Fassaden
werden sich positiv auf das Kleinklima
und die Biodiversität des Quartiers auswirken.
Auch das Mobilitätskonzept orientiert sich an
Nachhaltigkeit, unter anderem durch weniger
Durchgangsverkehr, verkehrsberuhigte Straßenräume
mit hoher Aufenthaltsqualität und
zwei Quartiersgaragen mit PKW-Stellplätzen.
Zudem werden attraktive Möglichkeiten für
Fußgänger und Radfahrer geschaffen, E-Mobilität
gefördert und ein möglichst autofreier
Bereich geschaffen.
62
Mit dem Aufbau eines Nachbarschaftsmanagements
möchte die
STADT UND LAND von Anfang an
das Miteinander im Quartier fördern.
Realisiert wird das Nachbarschaftsmanagement
von der SOPHIA Berlin
GmbH, einem Tochterunternehmen
von STADT UND LAND und degewo.
Auch Freizeitangebote für alle Generationen
sorgen für eine lebendige
Weitere Informationen
finden Sie unter
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63
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | UMWELT
64
Stadtumbau West: Angelegt wurden
Treppenanlage und der Uferweg.
Kiez-Spaziergang mit Stadtentwicklungsamt und Wirtschaftsförderung rund um den S-Bahnhof Sonnenallee
„Stadtentwicklung ist ein Aushandlungsprozess“
Die Teilnehmenden des Kiezspaziergangs
unter dem Motto „Wie funktioniert Stadtplanung“
zeigten sich beeindruckt von den neu
entstandenen Gebäuden rund um den S-
Bahnhof Sonnenallee und all den Informationen
um die technische und nachhaltige
Umsetzung. Gleichzeitig war da aber auch
Wehmut, dass, beginnend mit dem Kauf eines
Grundstücks, auch wieder ein Stück alternatives
Neukölln verschwindet. Vorbei
sind die Zeiten der Grießmühle, wo Nudeln
produziert worden waren und dann Techno
erklang. Dieses Bedauern konnten Bezirksstadtrat
Jochen Biedermann und Rolf Groth,
Leiter des Stadtentwicklungsamtes Neukölln,
durchaus nachvollziehen. Sie erläuterten, wie
sie öffentliche Interessen in die Gespräche
mit Investoren einbringen und aushandeln.
Gewerbepark-Gefühl
Um 1995 erfolgte bereits die Parzellierung
von neun Grundstücken und der bewusste
Verkauf an förderfähige Gewerbebetriebe
am Gewerbedreieck Sonnenallee.
Der neue Estrel-Tower
in beeindruckender Dimension
„Manche haben noch den Schrottplatz vor
Augen… Alle sind heute begeistert von der
innerstädtischen Lage und wie gut sie erreichbar
sind“, berichtet Faye Preusse, Leiterin
der Wirtschaftsförderung, über das erfolgreiche
Projekt zum Erhalt von Gewerbestandorten.
Der S-Bahnhof liegt vor der Tür
genauso wie inzwischen der Autobahnanschluss.
Der viel beschriebene Stau bei der
Abfahrt der A 100 ist woanders.
Der neue 176 m-Tower
Im Nieselregen hören alle gebannt Clemens
Planck, Projektleiter beim neuen Estrel, zu,
dem höchsten Gebäude der Stadt, Europas
größtem Veranstaltungshotel mit 30.000 m²
Veranstaltungsfläche. Der Bedarf an Orten
für Veranstaltungen und Kongresse sei
enorm. Er berichtet von stumpfen und spitzen
Winkeln des Gebäudes in Rautenform,
von der vier Meter dicken Bodenplatte, die
auf 54 Pfählen ruht, 20 Meter tief im Erdreich
verankert, jeder mit fast zwei Metern
Durchmesser. Das Hochhaus wird Hotel
für rund 2.000 Gäste, Coworking-Space,
Galerie sein, mit Bar und Skyrestaurant. Im
Ballsaal allein können über 1.000 Gäste
begrüßt werden. 250 Stellen für neue Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter entstehen.
Die Eröffnung sei für Ende 2026 geplant.
Mit Uferweg und Sichtachsen
Die Graffitibilder an den Baracken künden
von der alternativen Vergangenheit, das
lange, weiße Modell darin von der Zukunft.
Die Trockland Management GmbH baut
am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals
in der Ziegrastraße „DOXS NKLN“ mit
Hostel, kleinen Appartements zur Nutzung
über maximal sechs Monate (weil Beherbergung
zulässig, aber dauerhaftes Wohnen
im Gewerbegebiet ausgeschlossen ist),
Büros, Ateliers, Gastronomie. Eine Kita mit
Terrasse hat sich bereits eingemietet. „Das
Projekt füllt sich mit den Menschen, die dort
leben und arbeiten“, sagt Trockland Senior
Projekt Manager Barbara Sellwig voller
Aufbruchstimmung. Uferweg und Stadt-
Schmal, lang, durchlässig: Modell des geplanten Trockland-Neubaus DOXS NKLN gegenüber der ebenfalls neu errichteten srh Hochschule.
platz werden der Öffentlichkeit gewidmet.
Der einstige Schrottplatz wird bebaut als
Gewerbe- und Industriestandort, der gesamte
Standort hat heute den Status eines „herausgehobenen
Transformationsortes“ mit
Ansiedlung von produzierendem Gewerbe,
Handwerk, Dienstleistungen, Hotellerie sowie
als Kongress- und Eventstandort.
Der Leiter des Stadtentwicklungsamtes betont,
wie wichtig ihnen bei allen Planungen
der Uferweg, die Durchlässigkeit und die
Blickachsen gewesen seien. „Hier soll keine
gated community entstehen“, so Bezirksstadtrat
Jochen Biedermann. Auch vor dem
(inzwischen) kleinen Estrel war im Rahmen
des Stadtumbaus West eine Treppenanlage
mit Sitzen und Uferweg angelegt worden,
für deren Unterhalt sich zehn Jahre lang das
Estrel verpflichtete.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Neuköllner
Schifffahrtskanals ist bereits ein neuer
Campus entstanden mit den Gebäuden der
privaten SRH Hochschule und dem Bürostandort
Sonneninsel „mit vielen internationalen
Firmen, die das Gebiet beleben“, so
Bezirksstadtrat Biedermann. Als attraktiven,
nachgefragten Industriestandort in Wasserlage
entlang der Innovationsachse von der
Innenstadt über den BER bis zur Lausitz, beschreibt
es Faye Preusse, Leiterin der Wirtschaftsförderung.
Die Studierenden finden
womöglich gleich Kita, Arbeits- und Praktikumsplätze
vor Ort.
V Birgit Nößler
Bezirksstadtrat Jochen Biedermann zeigt
die Vorhaben, am Mikrofon erklärt sie hier
Rolf Groth, Leiter des Stadtentwicklungsamtes
Neukölln
© B. Nößler/aperçu (4)
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | UMWELT
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WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | UMWELT
66
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für uns ...
…Rudow, denn Rudow ist resistent!
Wendebedingt sind wir hier 1990 zufällig
gelandet. Die Wohnung ist praktisch: 75 qm,
3 Zimmer, „Schuhkarton“. Balkon mit Blick
auf Grün. Viel Grün. Die Kiezbezeichnung
„Blumenviertel“ steht zwar für die Straßennamen
wie Petunienweg, Glockenblumenweg,
Orchideenweg, passt aber auch sonst.
Was sich spätestens zur Pandemie als unschlagbarer
Vorteil erwies. Dazu eine nahe
Infrastruktur mit Supermärkten, Fachgeschäften,
Wochenmarkt, Apotheken, Arztpraxen,
Optiker, Sparkasse, Restaurants, Bauernhof,
Schulen, Bibliothek, Sportvereinen,
Heimatverein, Gemeindehaus…, also alles,
was man so braucht.
Und: Rudow ist resistent gegen jeden Hype.
Trends aus Nord-Neukölln, Mitte, Prenzlauer
Berg haben hier keine Chance. Unser halbwüchsiger
Sohn regte mal Ende der Nuller
Jahre einen Umzug in solche Szene-Gebiete
an. Es blieb bei dem Gedanken. Rudow ist
unsere Insel, Rückzugsort und zugleich aber
auch Startrampe für Ausflüge in die „Stadt“
(man sagt hier wirklich „Wir fahren in die
Stadt“), wenn uns danach ist.
P.S.: In Rudow kann man auch richtig feiern.
Bei Kiezfesten, organisiert von der AG Rudow,
spielen Livebands, DJs legen auf und
die Leute tanzen auf der Straße. Auch ein
Lesefest gibt es. Also doch was los. In Rudow.
Marion und Frank Altenbokum zogen
vor über 35 Jahren nach Rudow.
© privat
Städtebauförderprogramm
„Zukunft Stadtgrün“ in der Gropiusstadt
Nach acht ereignisreichen Jahren intensiver
Investitionen in den öffentlichen Raum wurde
das Städtebauförderprogramm „Zukunft
Stadtgrün“ in der Gropiusstadt Ende 2025
erfolgreich abgeschlossen. Was bleibt, sind
sichtbare Verbesserungen, neue Lieblingsorte
und ein Stadtteil, der an Lebensqualität
deutlich gewonnen hat.
In den Jahren 2017 bis 2025 wurden fast
14 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln
eingesetzt, um – unter der Federführung
der Neuköllner Beauftragten
für Menschen mit Behinderung, Katharina
Smaldino – die Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit
und Bewegungsmöglichkeiten
in der Gropiusstadt nachhaltig zu stärken.
Ein zentrales Element des Programms war
dabei die enge Zusammenarbeit mit den
Menschen vor Ort: Durch vielfältige Beteiligungsprozesse
brachten sich Bürger:innen,
Vereine, Träger und Fachämter aktiv in die
Planung und Umsetzung der 21 Maßnahmen
ein. Die S.T.E.R.N. GmbH begleitete
das Projekt über den gesamten Zeitraum
von acht Jahren steuernd und organisatorisch
– von der ersten Ideenentwicklung bis
zur finalen Umsetzung.
Neben neuen Sitzmöglichkeiten am bestehenden
Pavillon bereichert nun eine im Projekt
gestaltete Graffitiwand den Grünzug der
Gropiusstadt.
Auch der Brunnen an der Lipschitzallee
wurde instandgesetzt und ist wieder ein
beliebter Treffpunkt im Quartier.
© S.T.E.R.N. GmbH (Berlin) (2)
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Barrierefreie
Wegeverbindungen erleichtern
heute die Mobilität im Quartier, neue Aufenthaltsflächen
mit Sitzmöglichkeiten fördern
Begegnung und nachbarschaftliches
Miteinander. Zahlreiche Grünflächen wurden
durch Neupflanzungen aufgewertet
und tragen zu einem freundlicheren, grüneren
Stadtbild bei.
Auch Kinder und Jugendliche profitieren von
den Maßnahmen: Spielplätze und Außenanlagen
von Jugendeinrichtungen wurden
modern gestaltet und laden zum Spielen,
Bewegen und Treffen ein. Zu den besonderen
Highlights zählen die neuen Bewegungsangebote
im Grünzug, darunter eine
Calisthenics-Anlage, Trampoline, Tischtennisplatten
und ein inklusiver Spielplatz.
Der Pavillon am Brunnen wurde umfassend
saniert und mit neuen Sitzgelegenheiten
ausgestattet, und auch der Brunnen an der
Lipschitzallee konnte erfolgreich instandgesetzt
werden – er ist heute wieder ein
beliebter Treffpunkt im Quartier.
V Katharina Rolshausen
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Neukölln ist auch in Zeiten wie diesen für alle seine
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67
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | UMWELT
Zukunftsdebatten beim Fernwärmeforum des Fernheizwerkes Neukölln am Weigandufer
Auf dem Weg der Transformation
1911 wurde am Standort der Strom für Rixdorf
produziert und 1925 auf die Wärmeerzeugung
umgestellt. Das Fernheizwerk am
Weigandufer versorgt Kreuzberger und Neuköllner
Haushalte bis zum Hermannplatz und
Teltowkanal. Zum Fernwärmeforum im Herbst
2025 wird die neue Systemwarte gestartet:
Rund um die Uhr steuern drei Personen, welche
Erzeugungsanlagen in Betrieb sind, um
Fernwärme effizient zu den Kunden zu bringen.
Sie können bei Anomalien reagieren –
und im Ernstfall den Notausschalter bedienen.
Zum Fernwärmeforum im Fernheizwerk wird
auch ein Blick in die Zukunft geworfen. In
zehn Jahren, wünscht sich Bezirksbürgermeister
Martin Hikel, soll ein Großteil der
Neuköllner Haushalte an das Fernwärmenetz
angeschlossen sein, wobei im besten Fall
mit erneuerbarer Energie Wärme gewonnen
und in den Spitzen zu viel erzeugte Energie
gespeichert werden kann, um sie später ins
Netz zu speisen. Mit der Rekommunalisierung
der Fernwärme habe das Land Berlin Verantwortung
übernommen, die gesamtstädtische
Wärmeplanung, mit Impulsen aus den Bezirken,
„mache Sinn“.
Die großen Vorteile der Fernwärme macht
Harald Flügel, Vorstand Technik, Fernheizwerk
Neukölln AG, deutlich, indem er vom
Gegenteil spricht: An seinem Wohnort zwischen
Mahlsdorf und Köpenick hätte er gerne
einen Fernwärmeanschluss statt
Ölheizung: „Wenn sie kaputt ist,
ist es kalt. Ich muss die Preise
verfolgen, ich muss anwesend
sein, wenn der Schornsteinfeger
kommt, der auch kostet. Ich denke
über eine Wärmepumpe mit
PV-Anlage nach, spreche mit
Banken und mit Anbietern…“ -
während Fernwärmekunden nur
am Thermostat drehen…
Bezirksbürgermeister Martin
Hikel glaubt, dass „bei der
Mehrheit der Menschen die Erkenntnis
da ist, dass Maßnahmen gegen den
Klimawandel ergriffen werden müssen.“ Doch
Investitionen auf dem Wege der Transformation
kosten. Auch das Fernheizwerk Neukölln
hat seine Grundpreise 2025 um durchschnittlich
5 Prozent angehoben, was mit der Abrechnung
2027 spürbar werden wird. „Wir
müssen in der Politik schauen, dass es bezahlbar
bleibt und nicht zu Überforderung führt
und Härten abfedern“, so SPD-Politiker Hikel.
Ingo Malter, Geschäftsführer STADT UND
LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH,
spricht von Resilienz: „Wir müssen robust gegen
Störungen sein“, fordert er – und denkt
daran, wie im Herbst 2025 in Adlershof
17.000 Wohnungen mehrere Tage ohne
Strom waren.
Von hier aus überwachen und steuern Mitarbeitende
rund um die Uhr die Erzeugungsanlagen – damit die
Fernwärme zuverlässig und effizient bei den Kundinnen
und Kunden ankommt.
Unter den Experten wird über ein Puzzle an
Technologien gesprochen, vom Wärmespeicher
bis zur Geothermie, von Power-to-heat-
Anlagen, der Speicherung überschüssigen
Stroms, der Nutzung der Abwärme im System,
von mehreren dezentralen Energieerzeugern.
„Wir sind im Interesse unserer Kundinnen und
Kunden interessiert, dass wenig verbraucht
wird“, sagt Ingo Malter von der STADT UND
LAND. Auf der Passivseite gehe es darum,
Verluste durch Abstrahlung und Dämmung
zu verringern. Aktiv geht es um das
Einsparen von Energie. „Dafür müssen wir
auch emotional werben.“ Dafür, ist er überzeugt,
„werden wir den Pulli in der Wohnung
brauchen.“
V Birgit Nößler
68
Beeindruckende Dimension: Robert Tomasko, Leiter Betrieb, führt durch das Blockheizkraftwerk 10 mit 10 MW elektrischer und 10 MW
thermischer Leistung. Die fünf kleineren Blockheizkraftwerke am Standort haben eine Leistung von jeweils 2 MW, thermisch und elektrisch.
© B. Nößler/aperçu (4)
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Im Neuköllner Rollbergkiez entwickelt die Vollgut eG den größten
Komplex der ehemaligen Kindl-Brauerei: Über fünf Geschosse – zum
überwiegenden Teil unterirdisch – erstreckt sich eine Gesamtfläche
von rund 35.000 Quadratmetern. Bis 2030 soll das Gebäude als
VOLLGUT nach den Prinzipien des zirkulären Bauens behutsam
saniert und so bis zu 25.000 Quadratmeter bezahlbarer Gewerberaum
wieder nutzbar gemacht werden. Das Bezirksamt begleitet
den Planungsprozess seit Jahren intensiv.
Die Vollgut eG ist eine junge Neuköllner Genossenschaft. Mit dem
Projekt VOLLGUT wollen sie ein lokalwohlorientiertes Kultur- und
Gewerbezentrum mit vielfältigen Nutzungen schaffen. Es ist ein
mutiger Gegenentwurf zur fortschreitenden Verdrängung von (Sub)
Kultur, Sozialem und Kleingewerbe.
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Fördermittel für Wärmepumpen
Die Grundförderung der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) beträgt 30 Prozent,
basierend auf förderfähigen Kosten von bis
zu 30.000 Euro. Diese kann für selbstnutzende
Eigentümer*innen durch verschiedene
Boni auf den maximalen Fördersatz
von 70 Prozent der förderfähigen Kosten
ansteigen.
Beratungsangebote
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale
bietet sowohl für Eigentümer*innen
als auch für Mieter*innen Beratungen an.
Die allgemeine Energieberatung wird direkt
in der Verbraucherzentrale Berlin angeboten
oder auch per Telefon- und/oder
Video-Gespräche.
Kontaktmöglichkeiten der Energieberatung
der Verbraucherzentrale:
Mo-Do: 08:00 – 18:00 Uhr
Fr: 08:00 – 16:00 Uhr
Telefon: 0800 809 802 400
(kostenfrei aus dem deutschen Festnetz
und für Mobilfunknutzer*innen)
Weitere Online-Beratungsangebote:
www.verbraucherzentraleenergieberatung.de/beratung/online/
Im Rahmen des Programms „ZuHaus in
Berlin“ können Eigentümer*innen von Einund
Zweifamilienhäusern eine kostenlose
Vor-Ort-Beratung in Anspruch nehmen.
Termine unter: www.zuhaus-in-berlin.de
© Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
Klimafreundliches Heizen
Die 65-Prozent-Regelung
Viele Eigenheimbesitzende fragen sich, welche
gesetzlichen Regelungen ab 2026 für
eingebaute Heizungen gelten werden. Die
gesamtstädtische Wärmeplanung wird bis
spätestens 30. Juni 2026 veröffentlicht. Im
Anschluss werden die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes
(GEG), auch als
Heizungsgesetz bekannt, verbindlich wirksam.
Ab diesem Datum gilt, dass in Bestandsgebäuden
nur noch Heizungen installiert
werden dürfen, die mindestens 65
Prozent erneuerbare Energien nutzen. Wer
sich noch vor dem 30. Juni 2026 für eine
Öl- oder Gasheizung entscheidet, muss ab
2029 einen steigenden Anteil an Bioenergie
verwenden, der schrittweise ansteigt und bis
2045 bei 100 Prozent liegt.
Wie heize ich künftig
kostengünstig?
Die CO₂-Abgabe, die fossile Brennstoffe
verteuert, wird ab 2026 die Kosten weiter
ansteigen lassen. 2024 lag die CO₂-
Abgabe noch bei 45 Euro pro Tonne,
2025 bei 55 Euro und ab 2028 soll sie
Wärmepumpen können dazu
beitragen, die Heizkosten
langfristig zu senken.
© Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
zwischen 65 und 300 Euro schwanken.
In Anbetracht der steigenden CO₂-Abgaben
und der eher moderaten Strompreiserhöhungen
sind Wärmepumpen langfristig eine
kostengünstige Alternative. Zudem bieten
Energieversorger Sondertarife für Wärmepumpenstrom
an. Für ein durchschnittliches
Einfamilienhaus, Baujahr 1999 und mit ca.
150 m² Wohnfläche, würden die aktuellen
monatlichen Kosten bei einem Verbrauch
von ca. 5.000 kWh pro Jahr bei ca. 85
Euro liegen.
Welche Voraussetzungen sollte
mein Haus erfüllen?
Wärmepumpen sind besonders für gut gedämmte
Neubauten geeignet. Auch bei
Bestandsgebäuden können sie eingesetzt
werden, wenn die Vorlauftemperatur unter
55 Grad Celsius bleibt. Mit gezielter Dämmung
und Anpassung der Heizkörper lässt
sich die Effizienz deutlich steigern. Eine Hybridheizung,
die Wärmepumpe und einen
Gas- oder Ölkessel kombiniert, ist ebenfalls
eine Option.
V Verbraucherzentrale Berlin e. V.
Für ein schönes Buckow e.V.
Gemeinsam stark
Senat sichert Kleingartenflächen
Sauberkeit im öffentlichen Raum ist ein
zentrales Anliegen des Vereins. Es wird
auch in enger Zusammenarbeit mit Schulen
aktiv aufgegriffen und gefördert.
Der Verein „Für ein schönes Buckow e.V.“
setzt sich seit seiner Gründung im Oktober
2021 mit Leidenschaft und Tatkraft für die
nachhaltige Aufwertung des Neuköllner
Ortsteils Buckow ein. Hervorgegangen aus
der Initiative AG Buckow, versteht sich der
Verein als engagierte zivilgesellschaftliche
Stimme für ein lebenswertes Wohnumfeld.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehr
Sauberkeit im öffentlichen Raum. Mit regelmäßigen
Müllsammelaktionen, kreativen
Kampagnen gegen Vermüllung und
gezielter Sensibilisierung für Umwelt- und
Ressourcenschutz begegnet der Verein
konkreten Herausforderungen im Kiez. Dabei
geht es nicht nur um sichtbare Verbesserungen
im Hier und Jetzt, sondern um ein
langfristiges Umdenken. Denn die Qualität
eines Stadtteils entsteht dort, wo Menschen
Verantwortung übernehmen – für Straßen,
Grünflächen und Plätze ebenso wie füreinander.
Gleichzeitig fördert „Für ein schönes
Buckow e.V.“ aktiv das Miteinander im Quartier.
Nachbarschaftsfeste, Informationsveranstaltungen
und gemeinschaftliche Aktionen
bringen Menschen unterschiedlicher
Generationen und kultureller Hintergründe
zusammen. Besonders die Zusammenarbeit
mit Schulen – etwa bei Protest- und
Mitmachaktionen gegen Vermüllung – unterstreicht
den Anspruch, junge Menschen
frühzeitig einzubeziehen und sie für gesellschaftliche
Verantwortung zu begeistern.
Der Verein arbeitet eng mit lokalen Partnern
wie dem Stadtteilzentrum Buckow,
„Lebendige Gropiusstadt“, TAMAJA und
dem Abenteuerspielplatz Wildhüter Weg zusammen.
Durch diese Vernetzung entstehen
tragfähige Kooperationen. So sind weitere
Workshops und Informationsangebote zu
Themen wie Umweltschutz, Integration und
gesellschaftlicher Teilhabe geplant.
„Für ein schönes Buckow e.V.“ steht exemplarisch
für eine lebendige Nachbarschaftskultur,
in der Engagement, Offenheit und
Eigenverantwortung Hand in Hand gehen.
Kontakt:
info@fuer-ein-schoenes-buckow.de
Ende 2025 hat der Senat das Kleingartenflächensicherungsgesetz (KgFSG) beschlossen,
das die bestehenden 56.280 Kleingartenanlagen auf landeseigenen Flächen langfristig
sichert. Auf rund 2283 Hektar bieten sie vielen Berlinerinnen und Berlinern wichtige
Erholungsräume und leisten zugleich einen bedeutenden Beitrag zum Natur- und Klimaschutz.Kleingartenflächen
auf landeseigenen Grundstücken dürfen künftig nur mit
Zustimmung des Abgeordnetenhauses und nur in ausdrücklich geregelten Ausnahmefällen
in Anspruch genommen werden. Wird eine Anlage aufgegeben,
müssen gleichwertige Ersatzflächen in der Nähe bereitgestellt werden.
Außerdem sollen Kleingartenorganisationen, darunter der Landesverband
Berlin der Gartenfreunde e. V., bei entsprechenden Verfahren
frühzeitig angehört und beteiligt werden. (pm)
© Für ein schönes Buckow e.V.
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
…dass ich hier meine Leidenschaft
fürs Kleingärtnern mit der Aufgabe
verbinden kann, Menschen für
nachhaltiges Handeln und den
Wert von Natur in der Stadt zu begeistern.
Ich arbeite hier gern.
Berlin-Neukölln ist ein einzigartiger Stadtteil
voller Vielfalt, Dynamik und kulturellem
Leben. Gerade hier wird deutlich, wie wichtig
grüne Oasen in urbanen Räumen sind.
Im Bundeszentrum des Bundesverbands
der Kleingartenvereine Deutschlands e.V.
(BKD) direkt am U-Bahnhof Leinestraße
haben wir einen Ort geschaffen, an dem
Natur und Stadt in Einklang gebracht werden.
Wir zeigen, wie jeder Mensch, egal
ob groß oder klein, Verantwortung für die
Umwelt übernehmen kann – praxisnah und
inspirierend. Neben unserer Ausstellung
„Stadt I Natur I Mensch – Kleine Gärten,
große Wirkung“ bieten wir Workshops und
vielfältige Angebote für unsere Besucher.
Das Zentrum ist ein grüner Treffpunkt mitten
in der lebendigen Stadtlandschaft und
lädt dazu ein, Wissen zu teilen und neue
Ideen zu entwickeln.
Sandra von Rekowski, Leiterin der
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des
Bundesverbandes der Kleingartenvereine
Deutschlands
© privat
73
WOHNEN | STADTENTWICKLUNG | UMWELT
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
Im nhow Berlin Hotel ging die Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“
an Berliner Schmidt Spiele Verlag und Autor Wolfgang Warsch
Ausgezeichneter Tortenturmbau
74
... als jemand, der hier lebt
und arbeitet – die starke
soziale Infrastruktur.
Wir als FiPP e.V. schaffen gemeinsam mit
vielen anderen Organisationen Orte für die
Menschen in Neukölln, die Bildung ermöglichen,
Empowerment fördern und Selbstwirksamkeit
erlebbar machen. Orte, die
Teilhabe sichern, Menschen stärken und
Demokratie im Alltag spürbar machen. In
einem Bezirk voller Vielfalt zeigt sich: Eine
soziale Stadt entsteht dort, wo wir in starke
Strukturen investieren und sie konsequent
weiterentwickeln.
Jennifer Roberts ist Teil des geschäftsführenden
Vorstands im FiPP e.V.
Sie hat seit 2019 als Bereichsleitung für
Jugendhilfe und Sozialraum mit klarem
Blick und viel Herz die Zusammenarbeit
im Träger gestärkt und den
pädagogischen Bereich kontinuierlich
weiterentwickelt.
© privat
1907 gründete Josef Friedrich Schmidt den
Verlag Schmidt Spiele, dessen Basis bis heute
sein 1908 erfundenes Spiel ist: „Mensch ärgere
Dich nicht®“. Und das mussten sich die
Beschäftigten des Berliner Verlages und der
Wiener Spielautor Wolfgang Warsch tatsächlich
bei drei Nominierungen zum „Kinderspiel
des Jahres“ sagen. Dreimal wurde ein anderes
nominiertes Spiel prämiert.
Aber: Aller guten Dinge sind in dem Fall
vier. Bei der vierten Nominierung konnten
Autor und Verlag den begehrten Pöppel
für die Auszeichnung zum „Kinderspiel des
Jahres“ in die Höhe strecken. Im nhow Berlin
Hotel an der Spree erhielten sie die Auszeichnung,
die ganz andere Verkaufserlöse
für ein Spiel verspricht.
Benjamin Blümchen & Bibi Blocksberg
Der im Gewerbegebiet in der Neuköllner
Lahnstraße ansässige Verlag mit 38 Beschäftigten
bringt jährlich bis zu 200 Produkte
neu auf den Markt – vom Plüschtier über
Baby-Greifspielzeug bis zu Gesellschaftsspielen
und Puzzles. Es ist der Verlag von
Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg, der
auch gern angesagte Filmthemen als Lizenzen
erwirbt – und dann Autoren anfragt, ein
Spiel zum Thema zu entwickeln. Spieleautoren
wie Wolfgang Warsch wenden sich mit eigenen
Ideen an den Verlag, und in dem Fall
steckte alles schon in einer Kiste: die bunten
Scheiben gibt es im fertigen Spiel ebenso
wie die glitzernden bunten Würfel.
Wo Spielen Arbeit ist
Bei jeder Spielidee, die den Verlag erreicht,
müssen Meike Wilken und ihr Team das Potenzial
einschätzen – bis hin zur möglichen
technischen und preislichen Umsetzung.
„Natürlich möchte ich kein ‚Spiel des Jahres‘
übersehen“, lacht die Redakteurin. Dieser
Prototyp überzeugte sie gleich.
Nur das Thema „Der Turm in den Wolken“
schien nicht ganz zu passen. „Wir haben
das Spiel mindestens 50 mal gespielt“, erzählt
sie. Irgendwann kam, inspiriert vom
bunten „Papageienkuchen“, die Idee des
Tortenturmbaus auf. Wie naheliegend, im
Nachhinein.
Geschicktes Schichten
Die Frage, ob das Spiel mit dem ungesunden
Süßen Eltern womöglich vom Kauf abhalten
könnte, wurde ebenfalls diskutiert.
„Aber dieses Thema spielte bei unseren
Tests nie eine Rolle“, berichtet Meike Wilken.
Das mag daran liegen, dass das Spiel um
das geschickte Schichten der Tortenscheiben
ein sehr taktisches ist, bei dem auch die
bunten Bonussteinchen gar nicht so sehr als
Zucker wahrgenommen werden.
Ein großes Plus: Beim Abschätzen, bei
welchem Tortenteil die Farben am besten
zueinander passen, sind die Großen den
K leinen gar nicht so weit voraus. Das macht
bei allen Lust aufs nächste Spiel.
TOPP DIE TORTE!
für 2 bis 4 Spieler
ab 6 Jahren
ca. 20 Min., ca. 28 €
V Birgit Nößler
Meike Wilken erkannte das Potenzial des
Spiels. Sie zeigt das Spielmaterial
des Autors und die fertige Spielschachtel.
© B. Nößler/aperçu
© www.peopleimages.com/stock.adobe.com
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Buchtipp: Liebevolle Geschichten für eine friedliche Einschlafzeit
Wenn kleine Sterne schlafen gehen
Wenn die Welt zur Ruhe kommt,
brauchen Babys und Kleinkinder
besonders viel Nähe und Wärme,
um sanft ein- und durchschlafen
zu können. Ob ein Stern, der sein
Licht wiederfindet, ein Igel, der seine
Freunde besucht, oder Wolkenkinder,
die den Himmel schmücken
– jede Geschichte ist wie eine Umarmung.
Die kurzen Gute-Nacht-
Geschichten beruhigen dein Kind
und lassen es friedlich einschlafen.
Was dieses Buch von Mia Felber besonders macht:
- 35 kurze Einschlafgeschichten (je 2–3 Minuten)
- Liebevolle Sprache & kindgerechte Themen
- Zauberhafte Illustrationen mit Liebe zum Detail
- Stärkt Nähe und Vertrauen und sorgt für ruhige Nächte
- Perfektes Geschenk zur Geburt, Taufe oder als Mitbringsel
Lesealter: 1-5 Jahre, 75 Seiten, erschienen 2025,
Feuerfink Verlag, ISBN-13 978-3950583823
Zwei Pässe für den vollen
Freizeit- und Familienspaß!
Jetzt entdecken!
75
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Infos zur
Kindertagespflege
Berliner
Kita-Navigator
© LIGHTFIELD STUDIOS
Kindertagesstätten und Kindertagespflege
in der Nähe finden
Welche Kindertagesstätten gibt es? Wie unterscheiden sie sich? Bei welchen Kitas gibt
es freie Plätze? Wie weit ist die Kita von uns entfernt? Antworten auf diese Fragen bietet
der Berliner Kita-Navigator. Der kostenlose Internetdienst bietet die Möglichkeit, sich
Kitas in der Nähe anzeigen zu lassen. Zudem gibt es Wissenswertes und Kontaktinformationen
zu den Einrichtungen, auch die Anzahl der freien Plätze für bis zu neun Monate
im Voraus wird angezeigt. Für erweiterte Funktionen, zum Beispiel die Merkliste, ist
ein BundID-Konto notwendig.
Die Kindertagespflege ist eine alternative Betreuungsform zur Kita. Eine qualifizierte Tagespflegeperson
betreut bis zu fünf, zwei Tagespflegepersonen bis zu zehn Kinder. Sie
verfügen über eine Pflegeerlaubnis des Jugendamts, erfüllen einen Bildungsauftrag nach
dem Berliner Bildungsprogramm und werden über den Kita-Gutschein finanziert. Die
Fachberatung Kindertagespflege informiert über das Angebot, freie Plätze und geeignete
Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit besonderem Förderbedarf.
Kitaplatz gesucht?
Kitaplatz gesucht?
IB Berlin-Brandenburg gGmbH
Kita Kirschnerweg
Kirschnerweg 29
12353 Berlin
030 6042012
kita-kirschnerweg-berlin@ib.de
www.ib-berlin.de
IB Berlin-Brandenburg gGmbH
Kita „Weserwichtel“
Weserstraße 106
12059 Berlin
030 68975519
kita-weser-berlin@ib.de
www.ib-berlin.de
freie
Kitaplätze
in unser Kita Treptower Straße in Neukölln
76
https://kita-neukoelln.tandembtl.de
Der Gropius Bau wird gefördert von
© Gropius Bau, Foto: Guannan Li
Ein Spielort für Kinder
Eintritt frei
Unser Profil: Spielerische
Heranführung an Medien
und Naturwissenschaften
KITA Rüsselbande
Drusenheimer Weg 43
12349 Berlin · Fon 7629320
www.kaeptnbrowser.de
Träger:
Kita
Forscherglück
• Offene Arbeit nach der Reggiound
Werkstatt-Pädagogik
• Inklusive Bildung und Betreuung
• Multi-professionelles Team
• Eigener naturbelassener Garten mit
Bewegungsparcour
Platzanfrage:
www.johanniter.de/
forscherglueck-berlin
Regionalverband Berlin
KINDER | JUGEND | FAMILIE
77
KINDER | JUGEND | FAMILIE
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Im Gespräch über Kinderrechte mit Inka Zeidler, Leiterin der Kita Wildenbruchstraße der Kindertagesstätten SüdOst
Wenn Kinder die Erwachsenen zu laut finden
© B. Nößler/aperçu
Inka Zeidler, Leiterin der
Kita Wildenbruchstraße
„Wir müssen uns fragen, wie oft am Tag wir über
die Kinder bestimmen, wo es absolut keinen Sinn
macht – einfach nur, weil es für uns bequemer ist.“
Inka Zeidler ist seit 2016 an diesem Ort tätig und
seit 2019 Leiterin der Kita Wildenbruchstraße an
der Grenze von Treptow und Neukölln. Kinder
beider Ortsteile sausen im Naturerfahrungsgarten
mit ihren Tretrollern über den Asphalt, erobern
herumliegende Baumstämme ebenso wie die
fest installierten Klettergerüste.
Wir sprechen derweil über Kinderrechte: Es mache
keinen Sinn, sagt Inka Zeidler, jemanden zur
Toilette zu schicken, wenn er nicht müsse. „Wie
oft sagen wir: Ich esse später, ich habe noch
keinen Hunger...“ Seit in der Kita alle zwischen
11 und 13 Uhr essen können – immer dann, wenn
einer der zwölf Löffel (und damit Plätze ) frei ist,
euer
Ankommen. Wachsen.
In unseren Spiel- und
Krabbelgruppen
beginnt der Weg.
Freie Kitaplätze warten –
jetzt entdecken und
anmelden!
Über unsere Kitas vor Ort -
Kontakt
www.kindertagessten-suedost.de/unsere-kitas
Scan mich!
sei alles viel entspannter. Vorher hatte sich jedes Kind eingetragen, ob es in
der früheren oder späteren Gruppe essen will – und dann kam der Hunger
doch schon mal eher oder mal viel später…
Das „freie“ Essen war ein Wunsch aus dem Kinderparlament der Kita. Ja,
richtig gelesen! In der Wildenbruchstraße wird Kindern ab 3 Jahren das
Kinderparlament vorgestellt. Dann kann jedes Kind entscheiden, ob es dafür
kandidieren und mitreden möchte. Die Wahl ist wie im
späteren Leben geheim – auch wenn doch mal jemand
ausposaunt, in wessen Becher er gerade sein Stimmzettelchen
geworfen hat.
„Erwachsene sind uns zu laut.“ Das war auch ein Satz aus
dem Kinderparlament. Inzwischen rufen die Erzieher*innen
mit einem Anliegen nicht mehr den Namen durch den
Raum, sondern gehen zum Kind hin. Allerorten in Kitas ist
der Mittagsschlaf ein Thema. „Ich verstehe gar nicht, dass
es noch Kitas gibt, wo alle schlafen müssen.“ In der Wildenbruchstraße
gibt es Ruhephasen, wo ein Buch vorgelesen
wird und Snoezelen-Ecken für alle, die nicht schlafen, aber
sich ausruhen möchten. Ab 8 Uhr ist der Garten geöffnet.
Wer möchte, kann rausgehen. Ausgehandelt wurde auch
die Regel fürs Anziehen: Wenn die Hände kalt sind, wird
die Jacke angezogen.
Zu Festen, wie zum Beispiel Fasching, wünschten sich die
Kinder, dass sie nicht auf ihrer (offenen) Etage bleiben müssen.
„Wir hatten ein bisschen Sorge, dass dann alle durchs
Haus toben. Das ist nicht passiert“, berichtet Kitaleiterin Inka
Zeidler. Wurden früher große Beutel mitgebracht, darf das
Lieblingsspielzeug heute nur noch A4-klein sein. Ebenfalls
ein Beschluss aus dem Kinderparlament.
„Wir wollen Kinder stark machen für später. Sie sollen für
sich sprechen und sich behaupten können. Die Kenntnis
von Zahlen und Buchstaben kommt…“ Auf die Schule vorbereitet
werden die Großen der Kleinen durch zwei verpflichtende
Morgenkreise – wobei sie die ganze Woche
Zeit haben, die neuen Arbeitsblätter auszufüllen.
„Natürlich“ dürfen die Kinder anziehen was sie wollen,
auch Jungen ein Kleid. Das Thema Diversität, das auch
für Unsicherheit bei den Erzieher*innen sorgt, wird Baustein
eines der nächsten Schulungstage sein.
„Gute Kitas leben Kinderrechte“, ist Inka Zeidler überzeugt.
„Wir möchten, dass die Kinder hier gestärkt rausgehen,
damit sie sich behaupten können. Damit bekommen wir
auch die Eltern auf unsere Seite. Inka-Zeidler spricht von
der Ich-Kompetenz, die Kindern auch erlaubt zu sagen:
„Das gefällt mir nicht.“ Da kann es natürlich auch passieren,
dass Eltern sich manchmal die Augen reiben, wenn
ihr Kind plötzlich NEIN sagt.
V Birgit Nößler
Kita
Künheimer Weg
Kita
Künheimer Weg
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79
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Spiel & Spaß im Bezirk
TIPPS FÜR KIDS
Ein Tag im Britzer Garten
Mit seinem vielfältigen Angebot ist der
Britzer Garten für Kinder genau richtig. Der
große Spielplatz mit eigenem Lehmdorf,
Klettermöglichkeiten und einem Wasserspielplatz
(im Sommer) sowie weitere einzelne
Spielstationen laden zum Verweilen
und Ausprobieren ein. Auf den Tierweiden
grasen Ziegen und Schafe, und wer nicht
so gerne läuft, kann mit der Parkeisenbahn
eine entspannte Runde drehen – vorbei
an den farbenfrohen Blüten der Gärten.
Buckower Damm (S-/U-Bhf.
Hermannstraße / Bus M44 bis Haltestelle
„Britzer Garten“)
aperçu Schülerpraktikantin Levia Dombert hat sich in Neukölln
umgesehen und stellt spannende Ausflugsziele für Kinder vor.
© Andy Rumball
80
Toben und Spielen auf dem
Europaspielplatz
Der größte Spielplatz Berlins ist in sieben
Themenbereiche aufgeteilt. Diese orientieren
sich an sieben europäischen Regionen
und bieten unterschiedliche Schwierigkeitsstufen
für Kinder bis 15 Jahre. Jede Menge
Spielmöglichkeiten – inklusive eines Wasserspielplatzes
(im Sommer) und eines Motorikparks
– sorgen dafür, dass den Kindern
so schnell nicht langweilig wird.
Im Buschkrugpark, an der Buschkrugallee
(U-Bhf. Blaschkoallee)
© D. Stratenschulte
Familienspaß
bei Hertzberg Golf
Minigolf bereitet Klein und Groß viel
Freude und ist daher perfekt für die ganze
Familie. Bei Hertzberg Golf gibt es 18
abwechslungsreiche Bahnen. Dank der
Beleuchtung kann sogar abends noch
fröhlich weitergespielt werden.
Sonnenallee 165 (Busstation
Hertzbergplatz)
© Mit allen Sinnen Lernen e. V.
Kreativität im
KinderKünsteZentrum
Hier können sich auch die Kleineren kreativ
beschäftigen, indem sie sich beim Malen,
Collagieren, Tanzen, Filme produzieren
oder Musik machen ausprobieren. Die eigenen
Werke werden anschließend in Mitmach-Ausstellungen
präsentiert, geöffnet
für Kitagruppen wochentags, für Familien
mit Kindern ab 3 J. sonntags (außer Ferien/Feiertage)
von 11 - 17 Uhr.
Ganghoferstr. 3 (U-Bhf. Karl-Marx-Straße)
© E. Mark/Pixabay
Abenteuer auf dem Märchenspielplatz
Einer der schönsten Neuköllner Spielplätze
ist der Märchenspielplatz, der besonders
die Jüngeren begeistert. Er ist inspiriert
von den Märchen der Brüder Grimm
und bietet den Kindern eine große Burg
mit Rutsche sowie Kletterelemente. Dahinter
wacht ein dreiköpfiger Drache.
Von-der-Schulenburg-Park, Drosselbartstr.
6 (S-Bhf. Köllnische Heide)
© D. Stratenschulte
Forschen mit dem Naturentdecker-Rucksack
In den vier Neuköllner Stadtbibliotheken
können sich Kinder kostenlos einen besonderen
Rucksack ausleihen, um die
Stadtnatur mit Beobachtungsschalen
und 20 Entdecker-Karten zu erkunden.
So können sie selbst zu kleinen Naturforschern
werden.
PLATZ
DA!
Stadtteil-Kita
High-Deck
Wir haben Platz für Ihr Kind
zum Spielen, Entdecken und
Glücklichsein. | juwo-kita.de
KINDER | JUGEND | FAMILIE
© JackieLou DL/Pixabay
Streicheln und Lernen im
Schloss und Gutshof Britz
Nahe dem Britzer Garten kann man auf
dem Gutshof Britz vielen – zum Teil historischen
– Nutztierrassen begegnen. Hier
können Kinder unter Aufsicht Kaltblüter
striegeln, Kaninchen streicheln und Gänse
füttern und dabei lernen, wie die Tiere
richtig gehalten und versorgt werden.
Außerdem kann man sich mit dem neuen
Audiocaching auf eine Zeitreise voller
Rätsel und spannender Fakten ins 18.
Jahrhundert begeben.
Alt-Britz 73 (U-Bhf. Parchimer Allee/
Busstation Britzer Damm/Tempelhofer
Weg / Busstation Fulhamer Allee)
Ausleihorte:
Helene-Nathan-Bibliothek (Karl-
Marx-Str. 66), Margarete-Kubicka-
Bibliothek (Gutschmidtstr. 33),
Gertrud-Junge-Bibliothek (Bat-Yam-
Platz 1), Gertrud-Haß-Bibliothek
(Alt-Rudow 45)
© ChatGPT
Neuer Spielplatz
am Rudower Fließ
Anfang 2026 wurde der neue Spielplatz
am Rudower Fließ eröffnet. Die Anlage
am Klein-Ziethener-Weg/Rhodeländerweg
richtet sich an Kinder bis sechs Jahre und
bietet abwechslungsreiche Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.
Unter dem Motto
„Lebensraum Gewässer“ greift die Gestaltung
das benachbarte Rudower Fließ auf –
mit Motiven wie Biber, Frosch und Libelle.
Balancier-, Kletter-, Schaukel-, Wipp- und
Rutschgeräte, ein Spielhaus, ein Trampolin
sowie ein großer Sandbereich laden zum
Entdecken ein. Highlight ist die Eltern-Kind-
Schaukel, die wie auch die anderen Spielgeräte
von Naturholz Kästner gefertigt und
eingebaut wurde. Die Landschaftsbauarbeiten
übernahmen die Auszubildenden
der bezirkseigenen Ausbildung. Die Baukosten
von 250.000 Euro wurden aus Bezirksmitteln
finanziert.
(kr)
81
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Neue Grundschule am Koppelweg
Zeitgemäße Lernräume in nachhaltiger Bauweise
Zum Schuljahr 2025/2026 hat die neue Grundschule am
Koppelweg ihren Betrieb mit 87 Kindern aufgenommen. Perspektivisch
bietet das barrierefreie Schulgebäude Platz für 432
Schüler*innen der Klassenstufen 1 bis 6.
Die Schule entstand im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive
und wurde in Amtshilfe für den Bezirk Neukölln von der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen geplant
und realisiert. Grundlage für die Ausführung war der Entwurf
des Stuttgarter Architekturbüros h4a Gessert + Randecker Generalplaner
GmbH.
Das pädagogisch-räumliche Konzept orientiert sich am Compartmentprinzip
der Berliner Lern- und Teamhäuser: Freundliche,
helle und flexibel nutzbare Lernlandschaften gruppieren
Stammklassen- und Teilungsräume um einen zentralen Forumsraum
und ermöglichen so vielfältige Lehr- und Lernformen.
Im Erdgeschoss befinden sich Gemeinschaftseinrichtungen
sowie übergeordnete Fachräume. Die Unterrichtsräume sowie
weitere Fachräume und der Verwaltungsbereich sind in den
drei Obergeschossen untergebracht. Schule und Sporthalle, die
Die Grafik zeigt den Wettbewerbsentwurf der h4a Architekten.
auch Vereinen zur Verfügung steht, sind vollständig barrierefrei.
Gebaut wurde nach den „Standards für den Neubau von Schulen“
mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit: Dazu gehören
unter anderem ein Regenwassermanagement, extensive Dachbegrünung,
Photovoltaikanlagen sowie der Einsatz nachhaltiger
Baustoffe in Verbindung mit einem Recyclingkonzept. (kr)
© h4a Architekten
WILLKOMMEN BEI UNS!
Katholisches Schulzentrum Sankt Marien
Gymnasium und Integrierte Sekundarschule
Was uns ausmacht:
• engagiertes Kollegium, moderne Fachräume und grünes Schulgelände
• persönliche Begleitung der jungen Menschen und
ihrer Familien durch ein multiprofessionelles Team
Katholische Schulen
in Berlin und
Brandenburg
82
Mehr erfahren:
• Oktober: Tag der offenen Tür
• November bis Januar: Aufnahmegespräche
• Februar: verbindliche Aussage zum Schulplatz
(030) 398 81 62-0 · www.marienschule-berlin.de
www.schulen-erzbistumberlin.de
Öffentliche und private Bildungsangebote
Schulen im Bezirk Neukölln
NEUKÖLLN
Grundschulen
• Eduard-Mörike-Schule
Stuttgarter Straße 35, 12059 Berlin
Tel. 680856890
www.ems-neukoelln.de
• Elbe-Schule
Elbestraße 11, 12045 Berlin
Tel. 632250880
www.elbeschule.de
• Hans-Fallada-Schule
Sonderpädagogisches Förderzentrum
Harzer Straße 73, 12059 Berlin
Tel. 632250670
www.hans-fallada-schule.de
• Hermann-Boddin-Schule
Boddinstraße 55, 12053 Berlin
Tel. 688744 10
www.boddin-schule.de
• Hermann-Sander-Schule
Mariendorfer Weg 69, 12051 Berlin
Tel. 290276350
www.hermann-sander-schule.de
• Karlsgarten-Schule
Karlsgartenstraße 7, 12049 Berlin
Tel. 62791420
www.kgs.karlsgarten.de/
• Konrad-Agahd-Schule
Thomasstraße 39, 12053 Berlin
Tel. 632250680
www.agahd.net
• Karl-Weise-Schule + Filiale
Weisestraße 20, 12049 Berlin
Tel. 634130280
www.karl-weise-gs.cidsnet.de
• Löwenzahn-Schule
Drorystraße 3, 12055 Berlin
Tel. 68390500
www.loewenzahn-schule.de
• Peter-Petersen-Schule
Jonasstraße 15, 12053 Berlin
Tel. 6322506821
www.pps-berlin.de
• Regenbogen-Schule
Morusstraße 32, 12053 Berlin
Tel. 6898030
www.regenbogen-grundschule.de
• Richard-Schule
Richardplatz 14, 12055 Berlin
Tel. 2902831-00
www.richard-grundschule.de
• Rixdorfer Schule
Donaustraße 120, 12043 Berlin
Tel. 6139260
www.rixdorfer.schule.de/
• Schule in der Köllnischen Heide
Hänselstraße 6, 12057 Berlin
Tel. 68296013
www.grundheide.de
• Silberstein-Schule
Silbersteinstraße 42, 12051 Berlin
Tel. 62008922
www.silberstein-schule.de
• Sonnen-Schule
Dammweg 228, 12057 Berlin
Tel. 689750-90
www.sonnen-grundschule.de
• Theodor-Storm-Schule
Hobrechtstraße 76, 12043 Berlin
Tel. 60690180
www.theodor-storm-grundschule.de
Integrierte Sekundarschulen
• Kepler-Schule
Zwillingestraße 21, 12057 Berlin
Tel. 221994400
www. kepler-schule.de
• Röntgen-Schule
Wildenbruchstraße 53, 12435 Berlin
Tel. 29027640
www.roentgen-sekundarschule.de
• Zuckmayer-Schule
Kopfstraße 55, 12053 Berlin
Tel. 6887475
www.zuckmayer-schule.de
Gemeinschaftsschule
• Gemeinschaftsschule
auf dem Campus Rütli
Rütlistraße 41, 12045 Berlin
Tel. 600347620
www.campusruetli.de/
gemeinschaftsschule/
KINDER | JUGEND | FAMILIE
TEAMWORK
CYCLES
BERLINS SPEZIALWERKSTATT
FÜR LASTENRÄDER
Flughafenstr. 62
12049 Berlin
Di bis Sa 11 – 19 Uhr
Talu Tüntas · 0176 62522592
hello@
teamworkcycles.com
CARGO BIKE REPAIR & SALES
Du bist auf der Suche nach einer kompetenten Werkstatt für Dein Lastenrad? Egal ob vom Typ Long
John, Trike, Rikscha, Longtail oder Kompakt, egal ob privat oder gewerblich wir sind Dein professioneller
Partner in Sachen Cargo Bikes. Unsere Services umfassen unter anderem: Tretlagertausch,
Radnabenwechsel, Bremsreparatur, Laufradaufbau, Elektronikreparatur, Motorservice, E-Motorisierung,
Reparaturschweißen, Kistenbau u. v. m. Du bist auf der Suche nach einem neuen oder gebrauchten
(E)-Lastenrad, wir haben fast immer eine passende Lösung für Dich am Lager, die wir
in Zusammenarbeit mit Dir individuell auf Deine Wünsche hin anpassen. Komm gerne vorbei und
lasst Dich unverbindlich beraten, auch Leasing Pakete und spezielle Bike Versicherungen kannst Du
direkt über uns buchen. Dein Lastenrad ist defekt oder wurde in einen Unfall verwickelt? Wir erstellen
Dir das benötigte Fachgutachten bzw. die Schadensmeldung für Deine Versicherung, damit Du
bald wieder weiter fahren kannst. Du hast eine andere Frage rund ums Lastenrad, melde Dich gerne
jederzeit, wir freuen uns auf Deine Nachricht bzw. auf Deinen Besuch direkt vor Ort.
83
KINDER | JUGEND | FAMILIE
Gymnasien
• Albert-Schweitzer-Schule
Karl-Marx-Straße 14, 12043 Berlin
Tel. 225009830 www.die-schweitzer.de
• Albrecht-Dürer-Schule
Emser Str. 137, 12051 Berlin, Tel. 221994310
www.albrecht-duerer-gymnasium.de
• Ernst-Abbe-Schule
Sonnenallee 79, 12045 Berlin
Tel. 225013030 www.ernst-abbe.de
Private Schulen
• Evangelische Schule Neukölln
Konfessionelle Schule, Gymnasium
und Integrierte Sekundarschule
Mainzer Str. 47, 12053 Berlin
Tel. 6242027 www.evangelische
-schule-neukoelln.de
• Johann-Georg-Elser-Schule
Grundschule und Hort
Mahlower Straße 23/24, 12049 Berlin
Tel. 60975-622
www.grundschule.nc-init.de
• Katholische Schule Sankt Marien
Konfessionelle Schule
Haupt-, Realschule Gymnasium
Gymnasiale Oberstufe in Aufbauform
Donaustraße 58, 12043 Berlin
Tel. 39881620
www.marienschule-berlin.de
• MeineSchuleBerlin
Gemeinschaftsschule (Kl. 1-10)
Delbrückstraße 18, 12051 Berlin
Tel. 0173-5647797
www.MeineSchuleBerlin.org
Sonderpädagog. Förderzentren
• Adolf-Reichwein-Schule
Sonnenallee 188, 12059 Berlin
Tel. 63225111
www.adolf-reichwein-schule.com
• Hans-Fallada-Schule
Harzer Straße 73, 12059 Berlin
Tel. 6322506724
www.hans-fallada-schule.de
Oberstufenzentrum
• Carl-Legien-Oberschule
Oberstufenzentrum und Berufsschule
(Berufsschule/Berufsfachschule, berufsvorbereitende
Lehrgänge)
Leinestr. 37, 12049 Berlin, Tel. 8146540
www.carl-legien-schule.de
Die Schule wird seit dem Sommer 2020
grundsaniert. Die Schüler*innen werden
während der Bauphase im OSZ Gesundheit
(Wedding) unterrichtet
BRITZ
Grundschule
• Bruno-Taut-Schule
Bruno-Taut-Ring 9c, 12359 Berlin
Tel. 60972490
www. bruno-taut-schule.de
• Herman-Nohl-Schule
Hannemannstraße 68, 12347 Berlin
Tel. 62008330
www.herman-nohl.de
• Oskar-Heinroth-Schule
Rohrdommelweg 1, 12359 Berlin
Tel. 6021042
www. oskar-heinroth-schule.de
• Schule am Teltowkanal
Rungiusstraße 46, 12347 Berlin
Tel. 627397990
www.schule-am-teltowkanal.de
• Wetzlar-Schule
Tischlerzeile 34, 12351 Berlin
Tel. 6051007
• Zürich-Schule
Wederstraße 49, 12347 Berlin
Tel. 60902970
www.zuerich-schule-berlin.de
Integrierte Sekundarschulen
• Alfred-Nobel-Schule
Britzer Damm 164, 12347 Berlin
Tel. 6064032
→ FILIALE Parchimer Allee 111,
12359 Berlin
www.alfred-nobel-schule.de
• Otto-Hahn-Schule
Buschkrugallee 63, 12359 Berlin
Tel. 62739790
www.ohs.berlin
Gemeinschaftsschulen
• Fritz-Karsen-Schule + Filiale
Onkel-Bräsig-Str. 76, 12359 Berlin
Tel. 6090010
sekretariat@fritz-karsen.de
www.fritz-karsen.de
Gymnasium
• Albert-Einstein-Schule
Parchimer Allee 109, 12359 Berlin
Tel. 60090-20
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in den Klassen 1-10 zum
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Sonderpädagog. Förderzentren
• Schilling Schule
(Sonderpädagogisches Förderzentrum
für Sprach- und Körperbehinderte)
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• Schule an der Windmühle
Förderschwerpunkt
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Tel. 609724020
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Oberstufenzentrum
• Oberstufenzentrum für
Informations- und Medizintechnik
Haarlemer Straße 27, 12359 Berlin
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BUCKOW
Grundschulen
• Christoph-Ruden-Schule
An den Achterhöfen 13, 12349 Berlin
Tel. 7421014
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• Janusz-Korczak-Schule
Wildhüterweg 5, 12353 Berlin
Tel. 67066630 www. jkgs-berlin.de
• Lisa-Tetzner-Schule
Hasenhegerweg 12, 12353 Berlin
Tel. 660688701 www.lisa-tetzner.de
• Schule am Sandsteinweg
Hornblendeweg 2, 12349 Berlin
Tel. 762860 www.sams.gs
Integrierte Sekundarschule
• Heinrich-Mann-Schule
Gerlinger Str. 22, 12353 Berlin, Tel. 742080
www. heinrichmannschule.de
Gymnasium
• Annedore-Leber-Oberschule
(Oberstufenzentrum und Berufsschule
Berufsschule mit sonderpäd. Aufgabe)
Paster-Behrens-Str. 88, 12359 Berlin
Tel. 66588361
www.albbw.de/fuer-junge-erwachsene/wohnen-leben-lernen/berufsschule
• Leonardo-da-Vinci-Schule
Haewererweg 35, 12349 Berlin
Tel. 742010 www.leonardo-da-vincigymnasium.de
Sonderpädagog. Förderzentren
• Schule am Bienwaldring
Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung
Breitunger Weg 1, 12349 Berlin
Tel. 7430100
www.schule-am-bienwaldring.de
• Schule am Hasenhegerweg
Föderschwerpunkt „Lernen“
Hasenhegerweg 12, 12353 Berlin
Tel. 660688702 www.hasenheger.de
• Schule an der Windmühle, Förderschwerp.
„Emotionale Entwicklung“
Buckower Damm 176, 12349 Berlin
Tel. 609724020
www.schule-an-der-windmuehle.de
Oberstufenzentren (OSZ)
Sprungbrett ins Berufsleben
Oberstufenzentren sind kompetenter Begleiter
der dualen Erstausbildung in einem
der über 300 Ausbildungsberufe, Helfer
bei der Suche nach Orientierung in der Berufsvorbereitung,
Vermittler höherer Schulabschlüsse
bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife
oder Wegbereiter des lebenslangen
Lernens in der Weiterbildung. Als
Kooperationspartner der allgemeinbildenden
Schulen, insbesondere der ISS, kann
dort der Bildungsweg der jungen Menschen
bis zum Abitur fortgesetzt werden. Dazu ist
jede Schule auf ein Berufsfeld spezialisiert,
denn alle artverwandten Berufe sind in
Berufsfeldern zusammengefasst. Die OSZ
bieten diverse Bildungsgänge in ihren jeweiligen
Berufsfeldern an.
Daher finden alle Interessenten das
Richtige für ihre Bildungskarriere:
→ Wer ein Berufsziel hat, erhält
eine fundierte Erstausbildung
im gewählten Beruf.
→ Wer noch Orientierung sucht, ist in
der Berufsvorbereitung richtig.
→ Wer später studieren und sich etwas
mehr Zeit als am Gymnasium nehmen
möchte, kann die allgemeine
Hochschul reife mit einem beruflichen
Profil in drei Jahren ablegen.
→ Wer sich später den Hochschul zugang
erarbeiten möchte, kann die Fachoder
Berufs oberschule besuchen.
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KINDER | JUGEND | FAMILIE
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Johann-Georg-Elser-Schule
• kleine Gruppen (1.-6. Klasse)
• individualisiertes Lernen
• zusätzliche individuelle Förderung in
der deutschen Sprache bei Bedarf
• keine Hausaufgaben
• Schultag grundsätzlich ohne Handys
• betreutes Arbeiten am Laptop
• Ganztagsbetreuung
• viel Bewegung
• klare und verbindliche Schulregeln
Grundschule
Träger: NCI e. V.
Mahlower Str. 23-24, 12049 Berlin
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Der Sprachsalon Berlin existiert seit 2011 im charmanten
Weichselkiez und bietet Sprachkurse
aller Niveaus:
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Einzelunterricht und Firmenkurse
• Fremdsprachen: arabisch, englisch, französisch,
hebräisch, italienisch, russisch, spanisch
(wöchentlich und im Einzelunterricht)
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Öffnungszeiten: Mo-Do: 10-20, Fr: 10-15 Uhr
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Grundschulen
• Matthias-Claudius-Schule
Köpenicker Straße 148, 12355 Berlin
Tel. 60972130 www.mcgs.berlin
• Michael-Ende-Schule
Neuhofer Str. 41, 12355 Berlin
Tel. 74075580
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• Rose-Oehmichen-Schule
Lieselotte-Berger-Str. 65, 12355 Berlin
Tel. 6698810
www.rose-oehmichen-schule-berlin.de
• Schliemann-Schule
Groß-Ziethener Chaussee 81
12355 Berlin, Tel. 66360-53
www. schliemann-grundschule.de
• Schule am Fliederbusch
Kornradenstr. 2, 12357 Berlin, Tel. 60972260
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Integrierte Sekundarschule
• Clay-Schule
Neudecker Weg 22, 12355 Berlin
Tel. 660040 www.clay-schule.de
Gymnasium
• Hannah-Arendt-Gymnasium
Elfriede-Kuhr-Straße 17, 12355 Berlin
Tel. 6097180 www.hag-berlin.net
GROPIUSSTADT
Grundschulen
• Hugo-Heimann-Schule
Hugo-Heimann-Str. 20, 12353 Berlin
Tel. 6679230
www.hugoheimannschule.de
• Schule am Regenweiher
Johannisthaler Chaussee 328
12351 Berlin, Tel. 6044012
www. www.schule-am-regenweiher.de
Integrierte Sekundarschule
• Hermann-von-Helmholtz-Schule
Wutzkyallee 68, 12353 Berlin
Grundstufe: Tel. 60971790
Mittelstufe: Tel. 6097170
www.hvhschule.de
Gemeinschaftsschulen
• Walter-Gropius-Schule
Fritz-Erler-Allee 86, 12351 Berlin
Tel. 6009080
www.walter-gropius-schule-berlin.de
• Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg
Efeuweg 34, 12357 Berlin, Tel. 66690 4-0
www.gemeinschaftsschule.
campus-efeuweg.de
Private Schule
• Katholische Schule Sankt Marien
Grundschule
Hugo-Heimann-Straße 2, 12353 Berlin
Tel. 6052032
www. marien-grundschule.de
Sonderpädagog. Förderzentrum
• Schule am Zwickauer Damm
Zwickauer Damm 16, 12353 Berlin
Tel. 6616079
Oberstufenzentren
• Lise-Meitner-Schule
(OSZ Chemie, Physik und Biologie)
Berufliches Gymnasium, Berufsfach-,
Fachoberschule, Berufsschule,
Berufsoberschule und Fachschule
Rudower Straße 184, 12351 Berlin
Tel. 660689-0
www.osz-lise-meitner.eu
• Friedrich-List-Schule (OSZ Büromanagement
und Wirtschaftssprachen)
Marktstraße 2-3, 10317 Berlin
Fischerstraße 32, 10317 Berlin
Tel. 557790-60, www.fls-berlin.de
Private Ausbildungsschulen
• Akademie Seehof
Elbestr. 28, 12045 Berlin, Tel. 804091050
www.akademie-seehof.de
• Acenta – Ausbildungszentrum
für Altenpflege
Berufsschule für Altenpflege
Karl-Marx-Straße 255, 12057 Berlin
Tel. 667767970 www.acenta-berlin.de
• Vivantes Institut für berufliche Bildung
im Gesundheitswesen
Rudower Straße 48, 12351 Berlin
Tel. 130142717 www.vivantes.de
Marianne Richter, befragt nach 30-jähriger Tätigkeit als Lehrerin
Die Muttersprache beherrschen
• Einer der wichtigsten Bausteine
in der Bildung ist die Sprache.
Wie sehen Ihre Erfahrungen aus?
Von den 32 Schülern in meiner Klasse haben
30 einen Migrationshintergrund. Nur
etwas mehr als eine Handvoll sprechen
Deutsch als Muttersprache. Vielleicht noch
ein Eckpunkt: Die Zahl der Familien, die zu
Hause Deutsch sprechen, liegt in Neukölln
bei knapp einem Drittel. Diese und ähnliche
Fakten sind stets präsent, wenn über die
Bildung diskutiert wird. Sie vermitteln immer
den gleichen Eindruck: Alarm. Ein Schluss,
der daraus gezogen wird, lautet, dass alle
die deutsche Sprache lernen müssen. Meine
Erfahrung ist eine andere: Tatsächlich
ist die Sprache der maßgebliche Schlüssel
für eine erfolgreiche Bildung. Wichtiger
aber, ob es sich dabei um Deutsch oder
eine andere Sprache handelt, ist es, dass
die Kinder zunächst ihre Muttersprache gut
beherrschen, also einen möglichst reichen
Wortschatz haben, sorgfältig formulieren
und so weiter. Die gute Beherrschung der
Erstsprachen ist eine wichtige Voraussetzung,
dafür, dass Bildung überhaupt funktionieren
kann. Hier prägen die Familien ihre
Kinder entscheidend. Wenn Familien ihre
Sprache nicht pflegen, haben die Kinder
ein Problem. Die einzige
Chance, das einigermaßen
aufzufangen, ist die
Zeit vor der Schule. Insofern
beginnt die Bildung in
der Kita...
Das Buch bietet spannende
Beiträge zur Stadt aus verschiedensten
Perspektiven.
• Was gibt Ihnen Hoffnung für die
Zukunft der Berliner Schulen?
Die Erfahrung, dass es immer wieder gelingt,
etwas zu schaffen, womit niemand
rechnet. An unserer Schule (der Walter-
Gropius-Schule) gibt es zum Beispiel eine
„Dance Company“. Das bedeutet für die
Kinder, dass sie zusätzlich zum Unterricht
und zu den Hausaufgaben freiwillig am
Freitagnachmittag trainieren. Und zwar
hart trainieren, denn die Anforderungen
sind hoch und es werden nur die Besten
genommen. Hinzu kommen noch besondere
Übungseinheiten am Wochenende. Und
plötzlich geschieht etwas Ungewöhnliches:
Eltern, die sonst nie in Erscheinung treten,
engagieren sich, versorgen die Kinder mit
Essen, interessieren sich für sie. Wenn man
dann bei den Aufführungen die Kinder erlebt,
ihre leuchtenden Augen sieht und
merkt, wie stolz sie sind, dann weiß man,
dass sich solche Anstrengungen lohnen.
Sie geben den Kindern und Jugendlichen
Selbstvertrauen. Sie verschaffen Ihnen
die Erfahrung, wie befriedigend und motivierend
es sein kann, sich zu verausgaben.
Und sie lernen, dass sie sich etwas
zutrauen können, weil auch andere ihnen
etwas zutrauen.
Auszug aus: Uwe Prell (Hg.)
Die Zukunft Berlins:
Wohin steuert die Stadt?
BeBra Verlag, 24 €,
EAN 9783814803289
August-Heyn-Gartenarbeitsschule
Forschen für Kinder
Die August-Heyn-Gartenarbeitsschule Neukölln
(AHGASN) ist ein außerschulischer
Lernort, der allen Neuköllner Schulen und
Einrichtungen offensteht. Auf dem weitläufigen
Außengelände wird Natur nicht erklärt,
sondern erlebt. Hier können Klassen Bestimmungsübungen
und Biotopuntersuchungen
durchführen oder ein eigenes Beet haben.
Kita- und Schulkinder gehen grundlegenden
Fragen auf den Grund: Wachsen Erdbeeren
am Baum? Wie vermehren sich
Regenwürmer? Geben Schafe Milch? Die
Antworten ergeben sich aus Beobachtung,
Experiment und eigenem Tun.
Die angebotenen Projekte reichen von
Tierbeobachtungen, Kochen mit Kräutern
bis hin zu handwerklichen Arbeiten wie Filzen.
Im Gebäude sind zwei Klassenräume
– einer mit elektronischem Whiteboard –,
eine Halle und eine Wollstube vorhanden.
Alternativ können auf dem Gelände Jurte
und Pavillon genutzt werden. Ferngläser,
Stereolupen, Mikroskope, Kescher sowie
weitere Forschungsmaterialien und Kochutensilien
stehen für die Projekte bereit.
August-Heyn-Gartenarbeitsschule Neukölln
Fritz-Reuter-Allee 121, 12359 Berlin
Das Gelände steht an Werktagen von
8.00-14.00 Uhr Besucher:innen zum Verweilen
offen. www.ahgasn.de
KINDER | JUGEND | FAMILIE
© AHGASN (2)
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Neuköllner Familienzentren und Familientreffs
KINDER | JUGEND | FAMILIE
• Familienzentrum Famali (ehemals Präventionszentrum
Frühe Hilfen)
Treptower Str. 32a, 12059 Berlin
Tel. 68054293 / 0151 46169809
fruehe-hilfen.tandembtl.de
Für werdende Eltern und Familien mit Kindern
von 0-4 J. im Harzer Kiez
• AspE FamilienForum Harzer Kiez
Werrastr. 37, 12059 Berlin, Tel. 33850765
aspe-berlin.de
Für Familien mit Kindern bis zu 6 J. aus
Neukölln
• FaNN – Familienhaus Neukölln Nord
Hobrechtstraße 32, 12047 Berlin
Tel. 62900766, fann-berlin.de
Für werdende Eltern und Familien mit
Kindern von 0-3 J.
• Kindervilla
Lucy-Lameck-Str. 31, 12049 Berlin
Tel. 6223286 / 0176 73563583
kindervilla-kivi.de
Für werdende Eltern und Familien mit
Kindern von 0-5 J.
• Ev. Familienzentrum Debora
Aronsstr. 134, 12057 Berlin, Tel. 74775277
neukoelln-evangelisch.de/debora
Für Familien mit Kindern von 0-6 J. in der
Weißen Siedlung
• Mutter-Kind-Treff Shehrazad
Roseggerstraße 9, 12043 Berlin
Tel. 56826251, shehrazad.de
• FABIZ – Familienbildungszentrum des
Nachbarschaftsheims Neukölln e. V.
Schierker Str. 53, 12051 Berlin
Tel. 40037884
nbh-neukoelln.de
Für werdende Eltern und Familien mit
Kindern von 0-4 J. in Neukölln
• Kinderwelt am Feld – Familientreff
Oderstraße 174, 12049 Berlin
Tel. 54715394, 0152 54892077
diakoniewerk-simeon.de
Für Familien mit Kindern von 0-6 J.
• Familienzentrum Vielfalt
Silbersteinstraße 129, 12051 Berlin
Tel. 67945877
vielfaltev.de/angebote
Für junge Familien mit Kindern von 0-6 J.
• Haus der Familie
Glasower Straße 54, 12051 Berlin
Tel. 240 322 91
kleinerfratz.berlin
Für Familien mit Kindern von 0-6-8 J.
• AspE FamilienForum High-Deck
Hänselstraße 6, 12057 Berlin
Tel. 0151 56134644
aspe-berlin.de
Für Familien mit Kindern von 0-6
• Familienpunkt Jahnstraße
Jahnstraße 26, 12347 Berlin
Tel. 68085926
kjhv-bb.de
• Familientreff Buckow
Ringslebenstr. 78, 12353 Berlin
Tel. 0176 69877076
kjhv-bb.de/hilfsangebote
Für Familien und für Kinder im Grundschulalter
• Familienzentrum Britz in
der Kita Sonnenkäfer
Holzmindener Str. 23, 12347 Berlin
Tel. 0152 28401244
fippev.de/sonnenkaefer
Vielfältiges Begegnungs-, Bewegungsund
Beratungsangebot für werdende
Eltern mit Kindern von 0-6 J.
• Lipschitzkids
Lipschitzallee 34, 12353 Berlin
Tel. 0163 7479046
thessa-ev.de/lipschitz-kids
Für Familien mit Kindern von 0-6 J.
• Familienzentrum NW 80
Neudecker Weg 80, 12355 Berlin
trialog-berlin.de
Für Familien mit Kindern von 0-6 Jahren
• Groopies – ein Treffpunkt für Familien
Feuchtwangerweg 1, 12353 Berlin
Tel. 60259645, 017616981653
evin-ev.de/die-groopies.html
Für Familien mit Kindern von 0-6J.
Für Mütter mit Kindern von 0-6 J.
• AWO Familienzentrum Droryplatz
in der AWO Kita „Du & Ich“
Kanner Straße 12, 12055 Berlin
Tel. 56823776
awo-südost.de/familie/faz-droryplatz
Für Familien mit Kindern von 0-6 J. in
Rixdorf
Eltern-und Familienangebote
(z. B. Eltern-Kind-Gruppen | Elternberatung
| Familiencafés)
• Ev. Familienzentrum Rudow
Prierosser Straße 70-72, 12355 Berlin
Tel. 66992619
neukoelln-evangelisch.de
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mit ihren Kindern
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Der Träger verfügt an beiden Standorten über Treffpunkträumlichkeiten.
• Unterbringung nach §19 SGB VIII
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• Unterstützung in allen Belangen rund
um die Geburt des Kindes
• Befähigung zur Erziehung, Förderung und
Pflege des Kindes
• Förderung der emotional-sozialen Bindung
zwischen Mutter, Vater und Kind
• Erarbeiten einer kindgerechten Tagesstruktur
• Achtsame Begleitung unter dem Aspekt
des Kinderschutzes
• Einwicklung einer selbstständigen und
eigenverantwortlichen Lebensführung
mit dem Kind
• Offene/individuelle Gruppenbetreuung
der Kinder
• Hilfe zur Verselbstständigung für Finanzen,
Haushaltsführung, Schule und Beruf
• Erschließung der familiären, sozialen und
sozialräumlichen Ressourcen
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verbunden. Sie beeinflussen sich gegenseitig und bilden die
Basis für ein erfülltes Leben. Wer sich körperlich fit fühlt, strahlt
das auch nach außen aus. Und wer sich attraktiv fühlt, gewinnt
Selbstvertrauen und innere Stärke. Die gute Nachricht: Jede und
jeder kann selbst viel dafür tun, gesund und schön durchs Leben
zu gehen. Oft sind es schon kleine Auszeiten im Alltag, die Großes
bewirken. Eine entspannende Massage lockert verspannte
Muskeln und schenkt neue Energie. Ein Termin im Nagelstudio
sorgt für gepflegte Hände und ein gutes Gefühl. Auch regelmäßige
Bewegung, etwa im Fitnessstudio, stärkt nicht nur den Körper,
sondern hebt nachweislich die Stimmung. Dabei muss es nicht
immer teuer sein – es gibt zahlreiche Angebote für jedes Budget.
Ob ein Wellness-Tag, eine Kosmetikbehandlung oder ein Kurs zur
Stressbewältigung: Sich selbst etwas Gutes zu tun, ist eine Investition
in die eigene Lebensqualität. Ebenso schön ist es, anderen
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Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
…die familiäre Atmosphäre
im TSV Rudow 1888 e.V.
Ich habe schon seit meiner Schulzeit getanzt
und bin 2021, weil ich in der Nähe
wohnte, Mitglied beim TSV Rudow geworden
– und geblieben, obwohl ich inzwischen
in Prenzlauer Berg lebe.
Tatsächlich war ich als Berlinerin vorher
nie in Rudow, aber ich sehe viele Parallelen
zu Mahlsdorf, wo ich aufgewachsen
bin: Es ist eine schöne, ruhige und grüne
Wohngegend.
Der Verein ist wie eine große Familie, immer
trifft man Bekannte, beim Sommerfest
oder der Vereinsversammlung. Inzwischen
arbeite ich auch ehrenamtlich mit und kümmere
mich um die Mitgliederverwaltung.
Tanzen ist mein Sport. Es gibt die Freizeitund
die Leistungsgruppen, wo ich dabei
bin. In unserer Gruppe Ü16 bin ich mit 29
Jahren aktuell die Älteste. Wir trainieren
zweimal wöchentlich, vor großen Auftritten
auch mal am Wochenende. In der Regionalliga
Nord-Ost gibt es jährlich vier Turniere,
bei denen wir dann unsere Jahreschoreographie
zeigen.
Am 2./3. Mai richten wir selbst ein JMC-
Turnier (Jazz und Modern/ Contemporary)
in Berlin aus. Infos für interessierte Gäste,
Tänzer:innen und Trainer*nnen gibt es unter
tsvrudow-t5.de
Josefine Preuß-Tsiapli (29) ist Grafik-
Designerin und seit ihrer Kindheit
begeisterte Tänzerin.
© Bildnachweis/aperçu
Engagementpreis 2025
Beherzter Einsatz fürs gute Miteinander
Der Bezirk Neukölln hat auch 2025 herausragende
gemeinwohlorientierte Projekte mit
dem Engagementpreis gewürdigt. Er wurde
in drei Kategorien vergeben: dem Ehrenamtspreis
für vollständig ehrenamtlich getragene
Projekte, dem Trägerschaftspreis
für Initiativen mit hauptamtlicher Begleitung
sowie dem Themenpreis, der sich in diesem
Jahr an Projekte, die sich gegen Armut sowie
Wohnungs- und/oder Obdachlosigkeit
richtete. Jede Kategorie ist mit einem Preisgeld
von 1.500 Euro dotiert. Der Themenpreis
wurde vom Unternehmensnetzwerk
Neukölln e.V. gestiftet.
Die Preisträger:
Den Ehrenamtspreis 2025 erhielt die Initiative
„Rudow empört sich - Gemeinsam
für Respekt und Vielfalt”. Sie wurde 2018
gegründet, initiierte die erste Stolpersteinverlegung
in Rudow und organisiert jährlich
zum Internationalen Tag gegen Rassismus
eine Menschenkette. Mit Veranstaltungen,
wie der Reihe „Rudow im Gespräch“ oder
Open-Air-Kinoabenden, bringt sie Menschen
zusammen.
Die Kiezzeitung Donauwelle (Schillerwerkstatt
e.V.) erhielt den Trägerschaftspreis
2025. Das Nachbarschaftsmagazin wird
durch eine ehrenamtliche Kiezredaktion
kollektiv erarbeitet, Menschen verschiedener
Generationen arbeiten daran mit. Die
„Donauwelle“ möchte die Nachbarschaft
informieren, aktivieren und ins Gespräch
bringen und erscheint mehrsprachig (Arabisch,
Türkisch, Deutsch).
Preisträger des Themenpreises 2025 ist
UfO goes Neukölln (Union für Obdachlosenrechte
Berlin), die unabhängige Interessenvertretung
ehemals und aktuell
wohnungsloser Menschen in Berlin. Sie hat
gemeinsam mit dem Nachbarschaftsheim
Neukölln ein Sprachcafé als Ort der Begegnung
und Teilhabe für benachteiligte
wohnungslose Neuköllner*innen eingerichtet.
Auch eine Interview-Kampagne mit obdachlosen
Menschen sowie das Fest „Tag
des UfOs“ am bundesweiten Tag der wohnungslosen
Menschen zählen zu den Aktivitäten
der Interessensvertretung.
Auf der Engagement-Gala wurden auch 95
Einzelpersonen für ihr gesellschaftliches Engagement
ausgezeichnet, darunter 15 Kinder-
und Jugendliche. Sie sind von Neuköllner
Organisationen und der Verwaltung für
die Ehrung vorgeschlagen worden.
(PM/kr)
Die Initiative „Rudow empört sich - Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ wurde 2018 gegründet,
um Vielfalt, Toleranz und Respekt im Stadtteil und darüber hinaus zu fördern.
© Stephanus Parmann
Neuköllner Ehrennadel würdigt Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft und die schönere Stadt
Ausgezeichnetes Engagement
Die Neuköllner Ehrennadel ist die höchste
Auszeichnung des Bezirks für Menschen,
die sich in besonderer Weise um Neukölln
verdient gemacht haben. 2025 verliehen
Bezirksbürgermeister Martin Hikel und BVV-
Vorsteher Karsten Schulze die Nadeln feierlich
im Festsaal von Schloss Britz an fünf
engagierte Bürgerinnen und Bürger.
Renate Fröhlich engagiert sich seit Jahrzehnten
ehrenamtlich für die DLRG: Als
Wachleiterin betreute sie lange die Wasserrettungsstation
Heckeshorn und war darüber
hinaus in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv;
heute ist sie stellvertretende Geschäftsführerin
der DLRG im Bezirk Neukölln. Als
Lesepatin und beim Verein Erlebnislernen
unterstützt die ehemalige Erzieherin und Kitaleiterin
zudem mehrere Kitas.
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete
Siegfried Helias wurde 2025 mit dem Verdienstkreuz
am Bande für sein jahrzehntelanges
Engagement geehrt. Besonders setzt
er sich für benachteiligte, kranke oder eingeschränkte
Kinder ein. Er gründete den Verein
„Kinder in Gefahr e.V.“, initiierte die Charity-
Gala für krebskranke Kinder im Estrel und
rief als Vorstand der City Stiftung Berlin das
„Festival of Lights“ sowie das „Netzwerk
der Blauen Herzen“ ins Leben. Zudem engagierte
er sich beim Britzer Mühlenfest, für
den Mondeo-Mitmachzirkus und zusammen
mit MORUS 14 für Kinder im Rollbergviertel.
Rabbiner Jeremy Borovitz ist Mitgründer von
Hillel Deutschland e.V., einer Organisation
mit Sitz in Neukölln, die Teil eines der größten
jüdischen Studierendennetzwerke weltweit ist.
Er engagiert sich für ein offenes, tolerantes
und friedliches Miteinander und macht jüdisches
Leben sichtbar, indem er Menschen
über religiöse und nationale Grenzen hinweg
miteinander verbindet. 2023 entzündete
er erstmals die Chanukkia-Lichter auf dem
Balkon des Neuköllner Rathauses.
© BA Neukölln/m. Unger
Hudhaifa Al Mashhadani, Prof. Dr. phil., ist
Politikwissenschaftler und Mediziner. Er kam
2020 als politischer Flüchtling aus dem Irak
nach Berlin und ist überzeugt, dass gegenseitiges
Verständnis die Grundlage eines
friedlichen Zusammenlebens bildet. Dieses
Leitbild prägt auch seine Arbeit als Leiter
der deutsch-arabischen Schule in Neukölln.
Mit der von ihm initiierten „Sonntagsschule“
eröffnet er insbesondere jungen Menschen
aus arabischstämmigen Familien einen Zugang
zur arabischen Sprache, Schrift und
Kultur – frei von religiöser Ideologisierung
und Antisemitismus.
Mit großem Engagement und persönlicher
Hingabe prägte Ruth Weber über sechs
Jahrzehnte hinweg die Neuköllner Jenaplan-Schule
– als Lehrerin und Schulleiterin,
sowie auch ehrenamtlich als Mitglied
und Kassenwartin des von ihr gegründeten
Fördervereins. 1984 war sie maßgeblich
an der Einführung des pädagogischen
Konzepts nach Peter Petersen beteiligt. Ihr
zentrales Anliegen ist die Verwirklichung von
Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit:
Kinder unabhängig von ihrer sozialen
oder familiären Herkunft sollten Zugang zu
hochwertiger Bildung und kultureller Teilhabe
erhalten.
(kr)
Die Ehrenden mit den
diesjährigen Trägern der
Neuköllner Ehrennadel
(v.li.): Bezirksverordnetenvorsteher
Karsten Schulze,
Siegfried Helias, Renate
Fröhlich, Ruth Weber,
Jeremy Borowitz, Stadträtin
Janine Wolter und
Hudhaifa Al-Mashhadani,
2. Reihe: Lars Oeverdieck,
Stadtrat Jochen Biedermann,
Bezirksbürgermeister
Martin Hikel und
Stadträtin Sarah Nagel.
Fit im Herzen der Hauptstadt
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Jugendliche
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93
SOZIALES
Gesundheitszentrum Gropiusstadt
GESUNDHEIT
Versorgung für
Zehntausende gesichert
Das Gesundheitszentrum Gropiusstadt
bleibt bis mindestens 2035 erhalten. Mit
dem Abschluss neuer Mietverträge zwischen
der Diakonie und den im Gebäude
ansässigen Arztpraxen ist der Fortbestand
des Standorts gesichert, der bereits
seit den 1980er Jahren besteht.
Zuvor hatte es Befürchtungen gegeben,
ein möglicher Verkauf des Gebäudes
könne den dauerhaften Erhalt der Praxen
und Einrichtungen gefährden.
Jährlich werden im Gesundheitszentrum
rund 130.000 Patient*innen versorgt.
Neben zahlreichen Arztpraxen sind dort unter
anderem auch Physiotherapie, Apotheke,
Sanitätshaus, eine Sozialstation sowie
ein Selbsthilfezentrum angesiedelt. (kr)
Infos unter:
gesundheitszentrum-gropiusstadt.de
© Levia Domberg
Das Sportbad Britz ist ein beliebter Treffpunkt
für Schwimmer*innen jeden Alters.
Schwimm-Gemeinschaft Neukölln
Wassersport für Jung und Alt
© Fabian Frost
© SG Neukölln
Spannend wird es beim Heinz-Stachow-Pokal,
dem jährlichen Wasserball-Jugendturnier
der SG Neukölln.
Die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln, kurz
SG Neukölln, steht seit 1898 für gelebte Wassersporttradition.
Mit rund 5.800 Mitgliedern
ist sie der größte Schwimmverein Berlins.
Auf dem vereinseigenen Gelände im Sportbad
Britz entfaltet sich ein vielseitiges Angebot:
Ein beheiztes 50-Meter-Freibad
bildet das Herzstück für Schwimmen und
Wasserball – vom Breiten- und Freizeitsport
bis hin zum ambitionierten Leistungsniveau.
Hier treffen sportlicher Ehrgeiz und gemeinschaftliche
Begeisterung aufeinander.
Besonderes Augenmerk gilt dem Nachwuchs.
In der vereinseigenen Schwimmschule
sammeln Kinder erste Erfahrungen im
Wasser, erwerben Schwimmabzeichen wie
das Seepferdchen oder nutzen die Angebote
des Sommerferienschwimmens. Ergänzt
wird das Programm durch Gesundheitskurse,
etwa die Rückenschule, die Bewegung
und Prävention miteinander verbinden.
Auch Mannschaftssport wird großgeschrieben:
Die Wasserballabteilung bietet sowohl
im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich
Raum für Breiten- und Leistungssport.
Darüber hinaus engagiert sich der Verein
intensiv in der Jugendarbeit – mit kreativen,
außersportlichen Projekten und beliebten
Veranstaltungen wie Kinderfesten oder dem
traditionellen Ostereiersuchen.
Die SG Neukölln vereint sportliche Vielfalt,
generationsübergreifende Angebote und
ein lebendiges Vereinsleben. Wassersport,
Gesundheit und Gemeinschaft stehen gleichermaßen
im Mittelpunkt – ein Ort, an dem
Bewegung verbindet und Zusammenhalt
gelebt wird.
(kr)
www.sg-neukoelln.de
94
Zahnarztpraxis
Daniela Grunow und Kollegen
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Suchen Sie einen Zahnarzt in Berlin-Buckow, der sich für Sie
Zeit nimmt, Ihnen zuhört?
Würden Sie auch gerne vor einem Zahnarztbesuch die Nacht
durchschlafen und nicht vor Angst und Aufregung den geplanten
Besuch lieber absagen? Dann sind Sie bei uns genau richtig, denn
das ist unsere Aufgabe!
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(Kunststoff, Keramik) • Parodontosebehandlung • Prophylaxe
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vivantes Klinikum Neukölln
Großprojekt sichert
in Zukunft die Patientenversorgung
Der Neubau des Krankenhauses Neukölln
am nördlichen Ende des Hauptgebäudes,
auch „Nordkopf“ genannt, ist der erste Schritt
in der groß angelegten, grundlegenden Erneuerung
des Klinikstandorts. Hier finden 240
Pflegebetten Platz, außerdem die erweiterte
Kinder- und Erwachsenenrettungsstelle und
intensivmedizinische Stationen mit 28 Betten.
Es wird 16 Operationssäle geben einschließlich
eines Saales mit einem Spezial-MRT für
komplexe Eingriffe am Kopf, dazu eine voll
ausgestattete Radiologie sowie Funktionsdiagnostik
für Endoskopie und Kardiologie. Auf
dem Dach wird ein Landeplatz für Rettungshubschrauber
eingerichtet.
Visualisierung des Neubaues
Das Großprojekt mit insgesamt über 1.200
Betten sichert auch in der Zukunft die Patientenversorgung
auf höchstem Niveau. Die
Fertigstellung des Erweiterungsneubaus ist
für 2025 geplant. Danach werden die bestehenden
Gebäude des Klinikums saniert,
abschnittsweise beginnend mit dem Hauptgebäude.
Danach werden an dessen südlichem
Ende eine neue Zentralsterili sation
und eine Klinikapotheke eingerichtet. Auch
ein Präsenzlabor ist geplant.
• Vivantes Klinikum Neukölln
Rudower Str. 48, 12351 Berlin
Tel. 13010
www.vivantes.de/klinikum-neukoelln
© Heinle, Wischer und Partner/Freie Architekten
Klinikum mit Maximalversorgung
Zum Vivantes Klinikum Neukölln gehören
unter anderem eine hoch spezialisierte
Augenklinik, die Hämatologie und Onkologie
und das Institut für Tabakentwöhnung
sowie zahlreiche fachübergreifende
Zentren, wie das Neurozentrum mit einer
zertifizierten Stroke Unit zur Behandlung
von Schlaganfällen, das Neuroonkologische
Tumorzentrum, das Darmkrebszentrum,
das Gefäßzentrum Neukölln,
das Leberzentrum Süd, das Lungenkrebszentrum,
die Klinik für Thoraxchirurgie,
das Zentrum für Beckenbodenerkrankungen
und das Mutter-Kind-Zentrum mit
Perinatalzentrum Level 1. Die fließenden
Versorgungsübergänge reichen bis zur
geriatrischen Versorgung im benachbarten
Ida-Wolff-Krankenhaus.
Patientenfürsprecherinnen
Die von der Bezirksverordnetenversammlung
(BVV) gewählten Patientenfürsprecherinnen
im Vivantes Klinikum Neukölln
(Kathrin Schuhmann und Eveline Heidenreich)
vermitteln für Patienten und deren
Angehörige bei Unstimmigkeiten mit
Pflegepersonal und Ärztinnen und Ärzten
und beraten das Krankenhaus durch Anregungen
und Verbesserungsvorschläge.
Sie arbeiten ehrenamtlich und unabhängig,
sind nicht weisungsgebunden und unterstehen
nicht der Krankenhausleitung.
Die Patientenfürsprecherinnen erstellen
jährlich Erfahrungsberichte, die der BVV
vorgelegt und auf der Internetseite des
Bezirksamtes veröffentlicht werden.
GESUNDHEIT
Zahnarzt und Oralchirurg Niko D. Schnepf und Kollegen
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Implantologie
Parodontologie
Prophylaxe
Endodontologie
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wir sind gerne für Sie da!
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Freizeitstätten, Treffpunkte, Seniorenwohnanlagen, Pflegewohnheime
Angebote für die ältere Generation
Beratung und Hilfe
• Seniorenvertretung Neukölln
Rathaus Neukölln Zi. A 319
Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin
Tel. 90239-2779, info@
seniorenvertretung-neukoelln.de
Die Sprechstunden:
Jeden 1. und 3. Di im Monat 14-16,
jeden 1. Do im Monat 14-16 Uhr
Büros der Seniorenvertretung
→ Seniorenfreizeitstätte
Alt-Buckow 18, 12349 Berlin
Tel. 6047144
jeden 4. Mi im Monat 10-12 Uhr
→ Seniorenfreizeitstätte
Alt-Rudow 60 a, 12355 Berlin
Tel. 29036885
jeden 2. Mi im Monat 10-12 Uhr
→ Margarete-Kubicka-Bibliothek
Gutschmidtstr. 33, 12359 Berlin
jeden 3. Do im Monat 10-11 Uhr
Freizeitstätten und Treffpunkte
• Seniorenfreizeitstätte
Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin
Tel. 31986636
Kontakt: Seniorenservice
Öffnungszeiten: Mo 10-15, Di-Fr 10-16 Uhr
• Seniorenfreizeitstätte „Bruno Taut“
Fritz-Reuter-Allee 50, 12359 Berlin
Tel. 54715504
Leiter: Herr Schwarz
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr
• Seniorenfreizeitstätte Alt-Buckow 18
Alt-Buckow 18, 12349 Berlin
Tel. 6041059
Ansprechpartnerin: Frau Winkel
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 10-15.30 Uhr
(Fr nur bei geplanten Veranstaltungen)
• Seniorenfreizeitstätte Alt-Rudow
Alt-Rudow 60 a, 12355 Berlin
Tel. 29036885
Ansprechpartnerin:
Frau Borchardt / Frau Müller
Tel. 902392298
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16, Fr 9-12 Uhr
• Behinderten-Freizeitstätte
Alt-Buckow 16
Alt-Buckow 16, 12349 Berlin
Tel. 6042027
Ansprechpartnerin: Frau Flemming
Öffnungszeiten: Mo-Do 8-14 Uhr,
Fr derzeit geschlossen
• Freizeitstätte „Im besten Alter“
Emser Str. 48, 12051 Berlin
Tel. 339444127
Öffnungszeiten: Di-So 13-17 Uhr
treffpunkt-im-besten-alter.de
• Nachbarschaftsheim Neukölln e. V.
Schierker Straße 53, 12051 Berlin
(Nähe S-/U-Bahn Neukölln)
→ Körnerkiez: Mi 9-12 Uhr, Fr 12-15 Uhr
Schierker Str. 53, 12051 Berlin
→ Schillerkiez: Di 9-12 Uhr, Mi 15-18 Uhr
Mahlower Str. 27, 12049 Berlin
→ Weiße Siedlung: Di 13-16, Do 9-12 Uhr
Dieselstr. 3, 12057 Berlin
→ Reuterkiez: Mo 9-12, Fr 9-12 Uhr
Reuterstr. 32 c, 12047 Berlin
• HOPE Seniorenzentrum
Hobrechtstr. 23, 12047 Berlin
Tel. 61303366
Ansprechpartnerin: Justyne Topuz
hsz@hopeww.de
hopeww.de
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
…ein Haus wie das Bürgerzentrum
Neukölln.
Bis 2013 hieß es ja noch „Haus des älteren
Bürgers“ und wurde in den gelben Seiten
oft bei den Pflegeeinrichtungen geführt!
Im Bürgerzentrum kümmern wir uns um
eine hohe Lebensqualität bis ins hohe Alter
– und halten Kontakt, mit Telefonketten
und dank der entstandenen Freundschaften,
auch wenn am Wochenende geschlossen
ist oder der wenn der Weg zu uns nicht
mehr möglich ist.
Wir sind inzwischen viel breiter aufgestellt,
stellen kühle Räume im Sommer bereit im
Rahmen des vom Bezirksamt initiierten
Projektes Hitzeschutz, Vereine wie „MINA
– Leben in Vielfalt“ beraten Menschen mit
Migrationserfahrung und Behinderung, das
Bistro Nestwärme plus ist eine Inklusionsfirma
mit der Philosophie der gemeinsamen
Beschäftigung mit und ohne Behinderung.
Jeder kann im Bürgerzentrum vorbeischauen
und Anschluss finden. Wir haben Spielgruppen,
Tanz, Gymnastik mit einer Musik-
und Körpertherapeutin, Chor, die Malgruppe
und vieles mehr im Programm. Und
nach der Arbeit? Da fühle ich mich wohl in
Rudow: ein tolles Dorf.
Marina Friedenberger kam mit ihrer Familie
und zwei Kindern mit Ausreisegenehmigung
1984 aus Prenzlauer Berg ins Aufnahmelager
und dann direkt nach Neukölln. Die
Altenpflegerin ist seit 2004 festangestellte
Projektleiterin in Vollzeit im Bürgerzentrum
Neukölln – mit dem Gefühl, dort weiter gebraucht
zu werden. Ende 2026 wird sie 75.
www.bzneukoelln.org
© privat
97
SENIOREN
Ehrenamtliche gesucht
SENIOREN
98
Sie möchten sich gern ehrenamtlich
engagieren? Dann sind Sie beim Seniorenservice
des Bezirksamtes Neukölln
genau richtig. Die Hauptaufgabe der
ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter besteht darin, Bindeglied
zwischen Bürgerinnen und Bürger und
Verwaltung zu sein.
Was bedeutet das? Beispielsweise ehrt
der Bezirk die Neuköllner Seniorinnen
und Senioren zu besonderen Geburtstagen
(80 Jahre, 85 Jahre und ab 90
Jahren jedes Jahr) oder auch zu besonderen
Hochzeitstagen (Goldene, Diamantene,
Eiserne und Gnadenhochzeit).
Diese Tätigkeit kann natürlich nicht von
den Mitarbeitenden im Seniorenservice
allein erledigt werden. Dazu brauchen
wir Sie! Nun sollen Sie nicht alleine die
etwa 450 Gratulationen vornehmen.
Hierzu ist der Bezirk in 76 Sozialkommissionen
(Soko) eingeteilt. Eine Soko
besteht aus mehreren Straßen in den
Ortsteilen (Nord Neukölln, Britz, Buckow,
Rudow, Gropiusstadt). Für eine Soko
könnten Sie sich engagieren. Machen
Sie einen Termin mit den Mitarbeitenden
des Seniorenservice aus und lassen Sie
sich beraten.
Gern vermittelt man Ihnen auch ein
Gespräch mit bereits tätigen ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
die diese Aufgabe seit Jahren
innehaben.
Es gibt auch noch andere spannende
Tätigkeitsfelder: Vielleicht möchten Sie
die Neuköllner Seniorinnen und Senioren
in den Freizeitstätten unterstützen?
Oder einen Lesekreis leiten? Oder eine
Koch- oder Fahrradgruppe organisieren?
Die Möglichkeiten sind (fast) grenzenlos.
Neugierig geworden und bereit,
Zeit zu verschenken?
Der Seniorenservice des
Bezirksamtes Neukölln berät Sie gern:
Tel. 90239-2298
im Rathaus Neukölln, Zi. A 322
Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin
Weitere Treffpunkte
• Alte Dorfschule Rudow e. V.
Alt-Rudow 60, 12355 Berlin, Tel. 66068310
dorfschule-rudow.de
• CoCaS e. V. – Club für Behinderte
und Nichtbehinderte
(Behindertenfreizeitstätte „Alt-Buckow 16)
Alt-Buckow 16, 12349 Berlin
Ansprechpartner: Herr Heidemüller
Tel. 7449219, cocasev@freenet.de
Öffnungszeiten: Fr 14.30-19.00 Uhr
• Seniorenfreizeitstätte
„Böhmisches Dorf“
Kirchgasse 62, 12043 Berlin
Tel. 6859051, Ansprechpartnerinnen:
Marita Marschall, Waltraud Petzold
Öffnungszeiten: Mo 15-17, Di 11-17,
Mi 11-18, Do 11-16, Fr 11-15 Uhr
• Café-Restaurant „Kantineria44“
Werbellinstr. 42, 12053 Berlin
Tel. 6818062
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr
• Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum
Neukölln-Süd
Lipschitzallee 80, 12353 Berlin
Tel. 6056600
stzneukoelln.de
shkgropiusstadt@t-online.de
Sprechzeiten im Nachbarschaftstreff:
Mo/Di/Do 10-17 Uhr
Café Eugen: Mo/Di/Do 10-17 Uhr
• Freizeitangebote im Nachbarschaftstreff
Waschhaus-Café
Eugen-Bolz-Kehre 12, 12351 Berlin
Tel. 30361412
waschhaus-cafe@gmx.de
stzneukoelln.de/waschhaus-cafe
• Kultur- und Solidaritätsverein Rize e. V.
Boddinstraße 63, 12053 Berlin
Tel. 68054153
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-15 Uhr
• Neuköllner Heimatverein e. V.
Britzer Damm 93, 12347 Berlin
Tel. 0157 81945960
info@neukoellner-Heimatverein.de
Öffnungszeiten:
jeden 3. Mo im Monat ab 16 Uhr
Die Treffen finden derzeit im „Waschhaus
Ideal“, Franz-Körner-Str. 61 a,
12347 Berlin, statt.
© Bürgerzentrum Neukölln
Seniorentanz im Bürgerzentrum Neukölln
• MoRo Seniorenwohnanlagen e. V.
Rollbergstr. 29, 12053 Berlin,
Tel. 46998480
info@moroseniorenwohnanlagen.de
Im MoRo Seniorenservicebüro (Zentrales
Büro für Neukölln), Rollbergstraße 22, finden
montags bis freitags (nach Vereinbarung)
Beratungen in allen Seniorenfragen
von 9 bis 17 Uhr statt. Terminabfrage unbedingt
erforderlich (Tel. 46998480).
MoRo e. V. bietet: Begleitung zum Arzt,
Spaziergänge, gemeinsames Einkaufen,
Hol- und Bringdienst für Rezepte, Beratung
in allen Seniorenfragen, Unterstützung
bei Anträgen, Ausflüge, Schifffahrten,
Lichterfahrten, Eisbeinessen, Sommerfeste,
Grillnachmittage, Weihnachtsfeiern,
Kulturveranstaltungen u. v. m.
• Bürgerzentrum Neukölln
Werbellinstr. 42, 12053 Berlin
Tel. 6818062 (für alle Gruppenangebote
gilt eine vorherige tel. Anmeldung)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr
Kreisler e.V.
Ein neuer „Dritter Ort“ für die Gropiusstadt
Herzlichen Glückwunsch an die Initiative
Kreisler e.V.! Der Neuköllner Verein gehört
zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Mittendrin
Berlin! 2025/26“ – und zeigt eindrucksvoll,
wie lebendige Nachbarschaft
entsteht. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue
sogenannte „Dritte Orte“ zu schaffen: öffentliche
Räume, die wiederbelebt und gemeinsam
genutzt werden.
Mit ihrem Projekt „Wutzky wuppt et!“ überzeugte
der Kreisler e.V. die Jury. Dafür wird
eine bislang ungenutzte Grünfläche am Rotraut-Richter-Platz
in einen lebendigen Treffpunkt
für die Nachbarschaft verwandelt. In
einer gemeinsamen Bauwoche entsteht eine
multifunktionale Begegnungsfläche, die künftig
Raum für Erholung, Veranstaltungen sowie
vielfältige Bildungs- und Bewegungsangebote
bietet. Eine Wildblumenwiese und ein Nano-Wald
(dicht bepflanztes Waldökosystem)
tragen zusätzlich dazu bei, den öffentlichen
Raum vor dem Wutzky Center nachhaltig aufzuwerten.
Für die Umsetzung stehen dem Verein
20.000 Euro zur Verfügung, bereits Anfang
2026 wurde damit begonnen.
Teilen, treffen, reparieren
Der Kreisler e.V. ist seit Ende 2024 im Wutzky
Center aktiv. In Kooperation mit der degewo
wurde dort eine leerstehende Fläche in einen
Reparatur- und Leihladen verwandelt.
Hier können Nachbarinnen und Nachbarn
Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Reiseausstattung,
Partyzubehör und vieles mehr ausleihen.
Außerdem werden kaputte Dinge repariert
– von Lampen über Nähmaschinen
bis hin zu elektronischen Geräten. Nicht
alles lässt sich retten, doch manches, das
Fachhändler längst aufgegeben haben, bekommt
hier eine zweite Chance. Praktisch:
Man kann die Sachen zum Reparieren abgeben
oder sie selbst und mit Unterstützung
wieder flottmachen. Ein besonderes
Angebot ist der Textiltag jeden Freitag von
Der Reparatur- und Leihladen im Wutzky Center
Reparieren statt wegwerfen: Mit Expertenunterstützung werden kaputte Dinge wieder flottgemacht.
14 bis 16 Uhr: Hilfe beim Hosenkürzen, Löcherstopfen
oder anderen Schneiderarbeiten.
Auch damit werden nicht nur Kosten für
Neuanschaffungen gespart, sondern auch
Ressourcen geschont.
Der Kreisler ist zudem ein Ort der Begegnung
– offen für alle: für Gespräche, den
monatlichen Flohmarkt oder kreative Workshops.
Das Angebot ist kostenlos, Spenden
sind willkommen, ebenso ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer sowie neue Vereinsmitglieder.
Der Kreisler e.V. ist ein Erfolgsprojekt:
Mehr als 230 Unterstützerinnen und
Unterstützer gibt es bereits.
Ein Kreisler in jedem Kiez
Initiiert wurde der Kreisler von Cléo Mieulet
und Maximilian Mauracher. Sie freuen sich
© Kreisler e.V. (3)
nicht nur über den Erfolg bei „Mittendrin
Berlin! 2025/26“, sondern verfolgen eine
klare Vision: Ein Kreisler in jedem Kiez. In
ganz Berlin sollen Orte entstehen, an denen
solidarisches Miteinander und praktisches
Handeln im Alltag erlebbar werden. Orte,
an denen gemeinsam repariert, gestaltet
und angepackt wird. Orte, die neu und
nachhaltig belebt werden. Orte, die Nachbarschaften
ein Stück lebenswerter machen.
V Katharina Rolshausen
• Kreisler e.V.
Joachim-Gottschalk-Weg 21,
12353 Berlin, Wutzky (U7 Wutzkyallee)
Öffnungszeiten: Mi-Fr: 14-19, Sa: 11-17 Uhr
hallo@kreisler.berlin
www.kreisler.berlin
99
SOZIALES
SENIOREN
100
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
… dass hier gefühlt mehr
Ehrenamtliche unterwegs sind als
Fahrräder auf der Sonnenallee –
und das will was heißen.
Menschen mit beeindruckendem kreativem
Potenzial stemmen mit Herz, Ideenreichtum
und manchmal auch mit Klebeband
und Improvisationstalent einen
großen Teil des gesellschaftlichen Lebens.
Sie sorgen mit unzähligen Angeboten
dafür, dass Neukölln nicht nur bunt
aussieht, sondern sich auch so anfühlt.
Dank der vielen Veranstaltungen werden
selbst die gemütlichsten Couchbewohner
regelmäßig aus ihren Wohnungen
gelockt – ganz ohne Streaming-Abo.
Kultur, Information und Erbauung gibt es
hier oft kostenlos oder zum kleinen Preis.
Und als wäre das noch nicht genug, hat
Neukölln mit dem Estrel-Tower nicht nur
den ersten Wolkenkratzer und mit dem
Emmaus-Wald den kleinsten Wald Berlins,
sondern sogar seine eigene Oper!
Eine Oper, die sich nicht geschniegelt und
gestriegelt gibt, sondern mutig irgendwo
zwischen Schauspiel und Musiktheater
tanzt – ganz Neukölln eben.
Erwin Bender ist Vorsitzender der
Seniorenvertetung Neukölln und zudem
auch Vorsitzender der Landesseniorenvertretung
(Stand: 2026).
© privat
Seniorenwohnhäuser
und Servicewohnen
• Seniorenwohnhäuser der Gewobag:
→ „Haus Franken“
Mollnerweg 33, 12353 Berlin
→ „Haus Hamburg“
Selgenauer Weg 2 + 4, 12355 Berlin
Vermietung: Tel. 0800 4708800
www.gewobag.de
• Seniorenwohnhaus „Haus Leonberg“
Michael-Bohnen-Ring 52 und 54
12057 Berlin
Vermietung: Tel. 3385391974
www.buwog.com
• Seniorenwohnhaus „Haus Pommern“
Lipschitzallee 68, 12353 Berlin
Vermietung: Frau Wunsch
Tel. 89786-6270
www.deutsche-wohnen.com
• Seniorenwohnhaus „Haus Köln“
Buckower Damm 288, 12349 Berlin
Vermietung: Servicebüro Buckow
Christoph-Ruden-Str. 9, 12349 Berlin
Tel. 79 080 146
Gemeinnützige Baugenossenschaft
Steglitz eG
www.gbst.de
• Seniorenwohnhaus Ortolanweg
Ortolanweg 52, 12359 Berlin
Vermietung: Berliner Bau- und
Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
Verwaltung Süd, Attilastr. 1, 12105 Berlin
Tel. 30302300
www.1892.de
• Seniorenwohnhäuser IDEAL eG
→ „Haus Brandenburg“
Druckerkehre 2 und 4, 12355 Berlin
→ „Haus Harz“, Alt-Rudow 8, 12355
Berlin und Neuköllner Str. 336/ 342,
12355 Berlin
Baugenossenschaft IDEAL eG
Britzer Damm 55, 12347 Berlin
Tel. 609901-26/-27
www.bg-ideal.de
• Seniorenwohnhäuser ab 60+
→ Pflügerstr. 12, Friedelstr. 21, Reuterstr.
42, Weserstr. 1, 12047 Berlin
→ Rollbergstr. 21-29, Morusstr. 1,
12053 Berlin
→ Kottbusser Damm 62, 10967 Berlin
Kopfstr. 46, 12053 Berlin
→ Heinrich-Schlusnus-Str. 8-12
12057 Berlin
Vermietung:
STADT UND LAND Servicebüro Neukölln
Hermannstr. 208-210, 12049 Berlin
Tel. 6892-6285 oder 6892-6899
www.stadtundland.de
• Seniorenwohnhaus
„August-Goedeke-Haus“
Walter-May-Weg 12, 12353 Berlin
Vermietung: Tel. 470 80 621
Philos Seniorenresidenzen GmbH
Wisbyer Str. 16/17, 10439 Berlin
www.philos-seniorenresidenzen.com
• Seniorenwohnhaus
„Haus Mecklenburg“
Kirschnerweg 5, 12353 Berlin
Vermietung: Deutsche Wohnen
Immobilien GmbH, Tel. 897 86 6275
www.deutsche-wohnen.com
• Wohnstift Otto Dibelius
Hausstockweg 57, 12107 Berlin
Tel. 7611-0
www.wohnstift-otto-dibelius.de
• Servicewohnen Sunpark
Evangelisches Johannesstift
Mariendorfer Weg 27, 12051 Berlin
Tel. 62987 140
www.johannesstift-diakonie.de/
pflege-wohnen/pflege-wohnen-sunpark
• Seniorenwohnhaus Anna-Nemitz-Haus
Fritz-Erler-Allee 36-38, 12351 Berlin
Tel. 26485 5000
www.degewo AG
Seniorenheime,
Pflegewohnen
Wohnen & Leben im Alter
• ALLOHEIM Senioren-Residenz
„Kurt-Exner-Haus“
Wutzkyallee 65-67, 12553 Berlin
• ALLOHEIM Sozialpsychiatrisches
Pflegezentrum „Am Körnerpark“
Rübelandstr. 13, 12051 Berlin
• Residenz Alt-Britz
Alt-Britz 23-27, 12359 Berlin
Tel. 26485-2119, degewo.de
Sprechzeiten: Mo/Di/Do 9-18 Uhr
• KORIAN Seniorenpflegeheime
→ „Gartenstadt“, Waltersdorfer
Chaussee 160, 12355 Berlin
→ „Weigandufer“
Roseggerstr. 19, 12059 Berlin
• Diakoniewerk Simeon
→ Erich-Raddatz-Haus
Sonnenallee 298, 12057 Berlin
→ Haus Simeon
Buckower Damm 31a, 12349 Berlin
→ Herman-Radke-Haus
Buckower Damm 31, 12349 Berlin
• KATHARINENHOF Alt-Britz
Britzer Damm 140, 12347 Berlin
• Philos Seniorenresidenzen GmbH
Betreutes Wohnen/WG:
→ Moosrosenstraße 25, 12347 Berlin
→ Walter-May-Weg 12, 12353 Berlin
• Seniorenheim „Haus Rixdorf“
Delbrückstraße 25, 12051 Berlin
• Seniorenheim St. Richard
Schudomastraße 16, 12055 Berlin
• Sunpark Wohnen & Pflege
Mariendorfer Weg 22-27, 12051 Berlin
• LebensRaumHeute Haus Rudow
Rudower Str. 176 a, 12351 Berlin
• Vivantes Hauptsstadtpflege
→ Haus Ida Wolff
Juchaczweg 21, 12351 Berlin
→ Haus Britz
Buschkrugallee 139, 12559 Berlin
Informative Broschüre stellt
über 300 Berliner Wohn- und
Pflegeeinrichtungen vor
In der Broschüre „Wohnen und Leben im
Alter“ für das Land Berlin und Umland
werden über 300 Wohnan lagen vorgestellt
– vom Mehrgenerationen-Wohnprojekt
bis zur Seniorenresidenz, vom
Seniorenwohnhaus über Pflegeheime mit
unterschiedlicher Spezialisierung bis zum
Betreuten Wohnen in der eigenen Wohnung
oder in einer Wohngemeinschaft.
Die Publikation ist erhältlich für 4,- € bei
der aperçu Verlagsgesellschaft mbH,
Gubener Str. 47, 10243 Berlin,
Tel. 030 29371400.
SENIOREN
• Die Broschüre kann
auch im Online-Shop
bestellt werden:
t1p.de/WIA-apercu
UMSORGT · BETREUT · GEPFLEGT
• Vollstationäre Pflege und Verhinderungspflege
• Umfassende therapeutische Angebote
• Aktivierende Pflege durch
qualifiziertes Pflegepersonal
• Hauseigene Küche, Sonderkostformen
• Physiotherapiepraxis (alle Kassen) im Haus:
Tel. 628 84-588
Delbrückstr. 25, 12051 Berlin
Tel. 628 84-0
Sozialdienst:
Tel. 628 84-508 / -509
www.haus-rixdorf.de
Verwaltung: SaL-Dienstleistungs GmbH · Welfenallee 19 · 13465 Berlin · Tel. (030) 40 60 55-0
101
SOZIALES
Betreutes Wohnen
Hilfe bei persönlichen Problemen
Hilfe beim Umgang mit Behörden
Beratung zur beruflichen Integration
Unterstützung bei der Beschaffung
von Dauerwohnraum
Übergangshaus · Tel. 628 049 30
Delbrückstraße 29 · 12051 Berlin-Neukölln
Ambulante
Wohnhilfe
Soziale Hilfen rund ums Wohnen.
Wir bieten mehr als nur
ein Dach über dem Kopf.
© K. Yuganov/stock.adobe
Betreutes Wohnen für
• Alleinstehende
• Paare
• Alleinerziehende und
• Familien
BSD - gemeinnützige Gesellschaft
für besondere soziale Dienste
Nordwest mbH
korporatives Mitglied der AWO
Ambulante Wohnhilfe
Flughafenstraße 20 | 12053 Berlin
Tel. 030 / 80 20 79 21 | Fax 030 / 80 20 79 23
info@bsd-nordwest.de | www.bsd-nordwest.de
102
Ehrenamtliche Betreuer*innen
Vorsorgevollmacht
Patientenverfügung
Vollmacht oder
Betreuung
Betreuungsverfügung
Dokumente &
Checklisten
WIR SIND VOR ORT. WIR SIND FÜR SIE DA.
Beratungsstelle des Betreuungsvereins Neukölln e. V. – ein Kompetenzzentrum für „Ehrenamtliche
Betreuung und Bevollmächtigung“ und für „Selbstbestimmte Vorsorge (Vorsorgevollmacht/
Betreuungsverfügung/Patientenverfügung)“
Betreuung ist Ehrensache
In Neukölln leben viele Menschen, die
ihre Angelegenheiten im alltäglichen
Rechtsverkehr ganz oder teilweise
nicht selbst besorgen können – zum
Beispiel aufgrund von Behinderung
oder Krankheit. Sie benötigen Hilfe,
z. B. in der Vermögensverwaltung, beim
Umgang mit Behörden oder der Sorge
für die Gesundheit. Eine ehrenamtliche
Betreuung kann fast jede Person
übernehmen: Verwandte, Nachbarn
oder Freunde. Es kann aber auch eine
ehrenamtliche Betreuung für eine zunächst
fremde Person geführt werden.
Alle erhalten eine jährliche Aufwandsentschädigung
(derzeit 450,- EUR).
Ehrenamtliche Betreuer/innen und
Bevollmächtigte erhalten von uns
kostenlose Unterstützung. Wir führen
in die Aufgaben ein und bieten
Fortbildungen, Beratungen und Erfahrungsaustausche
an.
Selbstbestimmte Vorsorge durch
Vollmacht, Betreuungsverfügung,
Patientenverfügung
Durch Unfall, Krankheit oder Alter kann
jede Person in die Lage kommen,
wichtige Bereiche des Lebens nicht
mehr selbst regeln zu können. Wenn
Sie für diesen Fall vorsorgen wollen,
können Sie
• einer Person Ihres Vertrauens eine
(Vorsorge-)Vollmacht erteilen oder
• in einer Betreuungsverfügung bestimmen,
wen das Gericht im Ernstfall
zu Ihrer rechtlichen Betreuerin/Ihrem
rechtlichen Betreuer bestellen soll.
• In einer Patientenverfügung können
Sie Anordnungen für die medizinische
Behandlung treffen, falls Sie sich
nicht mehr äußern können.
Um keine Fehler zu machen, ist es
wichtig, sich zu informieren. Wir beraten
Sie gerne. Alle Angebote des Betreuungsvereins
Neukölln e. V. sind
kostenlos, da unsere Beratungstätigkeit
durch die für Soziales zuständige
Senatsverwaltung gefördert wird.
Weitere Info gern unter:
www.btv-neukoelln.de
Betreuungsverein Neukölln e. V. · Karl-Marx-Str. 27 · 12043 Berlin · Frau Künzel-Barben · Tel. 030-6835771 · E-Mail: post@btv-neukoelln.de
„Ich bin in einem schwarzen Loch“
Einsamkeit und Depression. Was hilft?
„Einsamkeit entsteht nicht dadurch, dass
man keine Menschen um sich hat, sondern
dadurch, dass man ihnen die Dinge,
die einem wichtig erscheinen, nicht
mitteilen kann.“ Carl Gustav Jung
(Schweizer Psychiater und 1913 der
Begründer der analytischen Psychologie.)
Wer sich einsam fühlt, hat ein subjektives
Gefühl, hätte gern mehr oder andere
soziale Kontakte. Wer dauerhaft unter
Einsamkeit und einer damit verbundenen
Leere leidet, steht unter chronischem
Stress, so Dr. Iris Hauth von der
Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie
und Psychotherapie, Psychosomatik und
Nervenheilkunde (DGPPN). Anhaltender
Stress kann zu einer Depression führen.
Lachen vorm Spiegel, Mundwinkel hochziehen,
Morgen- und Abendrituale, der
Aufbau sozialer Bindungen unter Gleichgesinnten
bei Hobbys wie z. B. im Chor
oder bei der Gymnastik wird empfohlen,
die Erfüllung im Ehrenamt.
Der Unterschied zwischen
Stimmungstief und Depression
Oft sagt jemand leichthin: Ich bin gerade
ein wenig depressiv. Aber Depression
ist etwas anderes als ein Stimmungstief,
eine Gemütsschwankung oder Niedergeschlagenheit.
Und sie dauert auch
länger an. Depressionen haben als
ein Hauptsymptom oft zwar auch eine
niedergeschlagene, gedrückte Stimmung,
aber ebenso das Gefühl von innerer
Leere und der Unfähigkeit, eigene
Gefühle (auch negative) wahrnehmen
zu können, berichten Betroffene.
Sie geben an, sich wie versteinert zu fühlen.
Hobbys, der Beruf, Freizeitaktivitäten
oder gemeinsame Unternehmungen
mit der Familie oder dem Freundeskreis
machen keine Freude mehr. Da hilft
kein Aufruf, sich doch mal zusammenzureißen.
Achtung, wenn eins dieser Hauptsymptome
über längere Zeit (mehr als zwei
Wochen) auftaucht und sich dazu evtl.
noch andere dazu gesellen wie z. B.
Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit,
verminderte Konzentration, Schuldgefühle,
vermindertes Selbstwertgefühl,
Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, innere
Unruhe oder betonte Langsamkeit.
Oft ein Hilferuf:
„Ich bin in einem schwarzen Loch“
Gefährlich wird es, wenn Betroffene wünschen,
der als aussichtslos und ausweglos
empfundenen Situation irgendwie zu
entkommen, bis hin zum Suizidgedanken.
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe
und Suizidprävention und ihr Netzwerk
Deutsches Bündnis gegen Depression
bietet unter www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe
einen Selbsttest zur Diagnose an.
Die Stiftung betont: Die Depression gehört
zu den häufigsten und hinsichtlich
ihrer Schwere am meisten unterschätzten
Erkrankungen. Insgesamt erkranken
in Deutschland derzeit ca. 5,3 Millionen
Menschen im Laufe eines Jahres an einer
behandlungsbedürftigen unipolaren
Depression. Es ist die häufigste psychische
Erkrankung. Nur eine Minderheit
erhalte eine optimale Behandlung. Etwa
jeder zehnte Mensch über 65 Jahre ist an
Depression erkrankt. Aber die Krankheit
betrifft alle Altersgruppen.
Auslöser sind oft der Verlust von wichtigen
Bezugspersonen oder auch von
Status und Ansehen, gesundheitliche
Probleme. Auch soziale Isolation und
Medikamente können eine Rolle spielen.
Bei einer Depression muss man professionelle
Hilfe suchen. Ansprechpartner
sind die Telefonseelsorge, Krisentelefone
und psychiatrische Kliniken, sozialpsychiatrischer
Dienst und Selbsthilfe-Gruppen.
Wege aus der Krise
Information · Beratung · Vor-Ort-Hilfe
• professionelle Beratung für Menschen in
psychischen Krisen und seelischen Notlagen
• kostenlos und anonym, ohne Anmeldung
• Hausbesuche in dringenden Fällen
• Arzt/Ärztin in Rufbereitschaft
Berliner Krisendienst
Region Süd-Ost
Rund um die Uhr,
bei Bedarf auch
Hausbesuche vom
Fachpersonal möglich.
Täglich 16-24 Uhr können Sie uns für ein
persönliches Beratungsgespräch aufsuchen.
Neukölln, Britz, Buckow,
Rudow, Gropiusstadt
Tel. 030 3906390
Karl-Marx-Straße 23, 12043 Berlin
Treptow-Köpenick
Tel. 030 3906380
Spreestraße 6, 12439 Berlin
Überregionaler Bereitschaftsdienst
rund um die Uhr: Tel. 3906300
www.berliner-krisendienst.de
103
SOZIALES
SOZIALES
104
Digitale Schnitzeljagd
Auf Engagement-Schatzsuche
Neukölln lebt vom Engagement seiner Menschen.
Wer neugierig ist, wie vielfältig freiwilliges
Engagement im Bezirk sein kann, kann
es mit der Engagement-Schatzsuche auf
spielerische Weise entdecken. „Begeben Sie
sich auf eine Reise durch Nord-Neukölln und
lernen Sie engagierte Menschen sowie zahlreiche
Möglichkeiten kennen, sich freiwillig zu
engagieren“, lautet die Einladung. Die digitale
Schnitzeljagd führt zu mehreren Stationen, an
denen Berichte von Engagierten zu hören sind
und kleine Rätsel gelöst werden müssen. Für
jedes gelöste Rätsel gibt es einen Hinweis zur
nächsten Station. Am Ende der Route wartet
schließlich der wahre Schatz Neuköllns sprichwörtlich
in den eigenen Händen.
Die Engagement-Schatzsuche wurde 2024
von der Koordinierungsstelle für Beteiligung
und Engagement des Bezirksamtes Neukölln
entwickelt. Das Audiocaching wird über den
Messenger-Dienst Telegram
abgespielt und dauert etwa 60
bis 90 Minuten. QR-Code für
Infos und Spielanleitung:
Das Neuköllner EngagementZentrum ist die
bezirkliche Freiwilligenagentur und die zentrale
Anlaufstelle für alle Neuköllnerinnen und
Neuköllner, die ein passendes Ehrenamt suchen.
Die Freiwilligenagentur berät Interessierte
zu Engagementmöglichkeiten im gesamten
Bezirk und arbeitet dabei eng mit
über 150 zivilgesellschaftlichen Organisationen
zusammen, die engagierte Menschen
suchen. Die Beratung ist persönlich vor Ort
oder telefonisch möglich. Zusätzlich können
sich Interessierte auf der Website bereits über
aktuelle Engagementangebote informieren.
• Neuköllner EngagementZentrum
Hertzbergstr. 22, 12055 Berlin
Tel. 030 32 50 56 84
info@nez-neukoelln.de
https://nez-neukoelln.de
© Pixabay/geralt
Die Projekte KlingelZeit und Stadtrand-
Buddies sind Mentoring-Angebote der AWO
Berlin Kreisverband Südost in Kooperation
mit dem Bezirksamt Neukölln. Sie entstanden
2021 aus den Erfahrungen der Corona-
Nachbarschaftshilfe. Die Projekte richten
sich an Seniorinnen und Senioren ohne Pflegestufe
oder mit maximal Pflegestufe 1, die
sich Gesellschaft und Unterstützung im Alltag
wünschen, sowie an Ehrenamtliche, die
Zeit mit älteren Menschen verbringen möchten.
Ziel ist es, der Vereinsamung im Alter
entgegenzuwirken. Nach einer individuellen
Beratung werden Seniorinnen oder Senioren
und Freiwillige zu Tandems vermittelt. Sie
verbringen gemeinsam Zeit, unternehmen
Ausflüge, kochen zusammen und tauschen
Lebensgeschichten aus. So entstehen häufig
langanhaltende Freundschaften. Zusätzlich
bieten die Projekte gemeinsame Aktivitäten
wie Ausflüge oder Bootsfahrten an.
• KlingelZeit
Goldammerstr. 34, 12351 Berlin
Tel. 030 32 50 56 85
awo-klingelzeit@awo-suedost.de
https://nez-neukoelln.de/klingelzeit
Das Kinder- und Jugendbüro Neukölln ist
die zentrale Anlaufstelle für junge Menschen
im Bezirk. Es informiert über Projekte, bringt
die Ideen und Wünsche von Kindern und Jugendlichen
in Verwaltung und Politik ein und
entwickelt Formate, in denen junge Menschen
aktiv mitbestimmen und mitgestalten
können, zum Beispiel das Kinder- und
Jugendparlament Neukölln.
( https://kjp-nk.de)
Seit 2015 gibt es bereits das Peer-Helper-
Projekt, vom Nachbarschaftsheim Neukölln
e. V. getragen wird. Dabei werden
Jugendliche ausgebildet, um ihre Fähigkeiten
an Gleichaltrige in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen
weiterzugeben.
Sie entwickeln sich zu wichtigen Multiplikatorinnen
und Multiplikatoren im Kiez
und organisieren eigenständig Workshops,
zum Beispiel zu ihren Lieblingshobbys.
Weitere Informationen gibt es unter
https://peerhelper.de
(kr)
© ChatGPT
20 Jahre Bürgerstiftung Neukölln
Feste, Patenschaften, Dialoge, Beteiligung
1999 gründeten engagierte Bürger*innen den
Verein zur Förderung der Bürgerstiftung Neukölln
e.V. Seit 2005 ist die Bürgerstiftung als
bundesweit erste eines Stadtteils offiziell durch
die Berliner Stiftungsaufsicht anerkannt. Und
so wurde am 21. November 2025 das 20-jährige
Jubiläum gefeiert und zugleich die Idee,
dass Menschen in so einem vielfältigen Bezirk
füreinander da sein können.
Schon bei der Gründung waren mehr als
100 Bürger*innen, einige Kirchengemeinden
und Migrantenorganisationen, Kitaund
Schulfördervereine, Hauseigentümergemeinschaften
und Unternehmen dabei.
Hätte ich Max nicht
kennengelernt, wäre
ich heute eine andere
Person[…]immer wenn
ich ein Problem hatte,
war er für mich da.
David (16 J.)
Ein Mentoring-Match – David und Max
© Thomas Block
Alle wussten um die Probleme zum Beispiel im
Bildungsbereich (Stichwort „Rütli“) und wollten
zur Lösung beitragen. Mehr als 400 stiften und
spenden jährlich. Über 200 Projekte wurden
per Förderfonds unterstützt – vom Nachbarschaftsfest
bis zur Kunstausstellung.
Projekte für Kinder und Teenies
Mit dem Patenschaftsprojekt „Neuköllner
Talente“ werden Bildungs-und Chancengerechtigkeit
gefördert. Ob Museumsbesuch,
zusammen kochen oder Sport treiben: Die
Patenschaften fördern Selbstvertrauen und
eröffnen Perspektiven, durch Einblicke in andere
Lebensrealitäten bereichern sie Kinder
und Pat*innen gleichermaßen. Das „Mentoringprojekt
Neukölln“ macht individuelle
Unterstützung für Jugendliche im Bereich
Schule, Beruf und Lebensplanung möglich
und stärkt die Beteiligten nachhaltig. So
fasst Mentee David (16) sein Mentoring mit
Max (30) heute zusammen: „Hätte ich Max
nicht kennengelernt, wäre ich heute eine
andere Person[…] Immer wenn ich ein Problem
hatte, war er für mich da.“ So zum Beispiel
beim Suchen eines Praktikumplatzes.
Dialog „Nahost in Neukölln
Beteiligungsprojekte wie „Leicht gemacht“
machen politische Teilhabe für Menschen
mit geringer Literalität zugänglicher. Und
mit Aktionen wie „Wenn ich König*in wäre...“,
ein Ausstellungsprojekt in Kooperation mit
dem Stadtmuseum Berlin, können junge
Leute aus Neukölln ihre Visionen und Stimmen
sicht- und hörbar machen. Mit Dialogforen
wie „Nahost in Neukölln“ gibt es auch
in aufgeladenen Zeiten Gelegenheit zum
gegenseitigen Zuhören.
Zwischen dem Bezirksamt Neukölln und
der Stiftung ist eine echte Partnerschaft
entstanden, betonte der Bürgermeister im
Vorwort zur Broschüre „20 Jahre Bürgerstiftung
Neukölln“.
Bürgerstiftung Neukölln
Wer wir sind
Die Bürgerstiftung Neukölln ist seit über
20 Jahren eine Mitmach-Stiftung. Initiiert
wurde sie von einigen Persönlichkeiten
aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und Politik
in Neukölln. Sie lebt vom Engagement
vieler. Auch der Vorstand setzt sich aus
engagierten Ehrenamtlichen zusammen.
Unsere gemeinsame Vision ist ein liebens-
und lebenswertes Neukölln, in dem
alle Menschen ihre Nachbarschaft aktiv
mitgestalten und sich erfolgreich entfalten
können. Die Bürgerstiftung fördert
kulturelle und ideelle Impulse im Bezirk,
um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Mit ihren Kinder- und Jugendprojekten
macht sie sich für faire Bildungschancen
unabhängig von der sozialen
Herkunft stark. Die Bürgerstiftung arbeitet
unabhängig und überparteilich.
Trödelhilfe gesucht
Das älteste Projekt der Stiftung ist der Sonntags-Trödel
im Garten der Villa Rixdorf von
April bis Dezember. Das bringt Geld in den
Fördertopf für kleinere Projekte. Wer Trödel
spenden oder beim Verkauf helfen möchte,
meldet sich bitte bei Esther Hoffmann
Bürgerstiftung Neukölln
Emser Straße 117
12051 Berlin
Tel. 030 / 627 380 13
info@neukoelln-plus.de
www.neukoelln-plus.de
MITMACHEN:
www.neukoelln-plus.de/
mitmachen/
© Bürgerstiftung Neukölln
105
SOZIALES
SOZIALES
Das Besondere an
Berlin-Neukölln
ist für mich ...
…die Vielfalt!
Ich habe schon überall in Berlin
gelebt, in Ost und West, und wollte
immer nach Neukölln.
Ich empfinde es so, dass die
Menschen hier offen und hilfsbereiter
sind als in anderen Bezirken.
Ich erlebe viel Engagement von Beratungsstellen.
Seit 2003 lebe ich im Bezirk,
seit 2007 in Rixdorf – und fühle mich
hier sehr wohl. Gemeinsam mit einer Kollegin
und Freundin mache ich auch Frauentouren
durch Neukölln, wir starten bei
Woolworth in der Karl-Marx-Straße oder
an der Alten Schmiede. Die Termine findet
ihr unter www.frauentouren.de
Wir sind beide Stadtteilmütter. Es ist ein
niedrigschwelliges Angebot: Wir beraten
Familien in ihrer Muttersprache, erklären
zum Beispiel den Menschen, die neu
nach Berlin gekommen sind, wie hier alles
funktioniert. Wir begleiten auch zu Beratungsstellen,
informieren über das deutsche
Schulsystem, erklären die Rechte der
Kinder, sprechen über gesunde Ernährung,
warum der Kitabesuche wichtig ist für das
Kind… Wir haben wir mit allen Problemen
zu tun – und trotzdem lächeln wir.
© B. Nößler/aperçu
Wie Rixdorfer Kiez(t)räume entstanden und verwirklicht werden
Hast Du kein Stadtteilzentrum?
Dann denk Dir doch eins!
„Es stimmt“, erinnert sich eine Besucherin
des Neujahrsempfanges des dezentralen
Stadtteilzentrum Rixdorf, „irgendwann war
von dem Bau eines neuen Stadtteilzentrums
keine Rede mehr.“ Die dafür benötigten Millionen
standen nicht zur Verfügung. Dazu
kam die Botschaft, dass die Förderung des
Bundes für Quartiersmanagementgebiete
Ende 2027 auslaufen wird. Was tun?
Eine unglaubliche Geschichte begann –
nach dem Motto: Hast Du kein Stadtteilzentrum?
Dann denk Dir doch eins! Oder wie es
Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen
und Mieterschutz sagt: „Neukölln hat
immer viele Ideen.“ Inzwischen bilden anstelle
eines Ortes elf Vereine mit 15 Kiezräumen
ein dezentrales Stadtteilzentrum. Jeder
ist mit seinen Ideen, Projekten, Erfahrungen
und Stärken dabei. Für Stephan Machulik
ein Best-Practice-Beispiel, „wie eine Kümmerer-Struktur
auch mit weniger finanziellen
Mitteln geschaffen werden kann… Wir
werden sehen, wie wir auch nach 2027 den
Verbund unterstützen können“, verspricht er.
Die aus der Selbstinitiative entstandene
Konstruktion zeige, wie viel Willen und Engagement
im Bezirk da seinen,
würdigt Bezirksbürgermeister
Martin Hikel. In Zeiten weltweiter Krisen
brauche es Orte wie diese, wo Menschen
erreicht werden – ob beim gemeinsamen
Gärtnern, Kochen oder Lesen. Bezirksstadtrat
Jochen Biedermann würdigt den
„Geist von Rixdorf“, den „Ankerort, anders
als gedacht, in der Dezentralität, der in
seiner Vielfältigkeit mit Kultur, Bildung, Begegnung,
Beratung, Begleitung zukunftsweisend“
sei – und freut sich, dass es gelang,
noch ein QM zu schaffen. „Diese neue Art
der Stadtteilarbeit sollte Vorbild für Berliner
Kieze sein“, findet Derya Çağlar, Mitglied
des Abgeordnetenhauses. „In einer
Gesellschaft auf dem Sprung ins Digitale
sei es sehr wichtig, Räume für Begegnung
zu schaffen. Staatssekretär Uwe Machulla
von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales,
Gleichstellung, Integration, Vielfalt und
Antidiskriminierung, stellt nach drei Jahren
erprobter Zusammenarbeit fest: „Ein Stadtteilzentrum
ist dort, wo Menschen sich gesehen
fühlen und nicht dort, wo ein Schild
an der Wand hängt.“
V
Birgit Nößler
106
Hanadi Mourad (45) kam als
Neunjährige mit ihrer Mutter
als Kriegsflüchtling aus dem
Libanon nach Berlin.
Der Neujahrsempfang 2026 war eine gute Gelegenheit zur Begegnung.
© B. Nößler/aperçu
Kiez(t)räume
Die Standorte
des dezentralen
Stadtteilzentrums
Rixdorf
SOZIALES
© B. Nößler/aperçu
Der Saal der Herrnhuter Brüdergemeinde ist ein gern genutzter
Veranstaltungsort des dezentralen Stadtteilzentrums.
Verband für dezentrale Stadtteilarbeit
Rixdorf e. V. mit aktuell 11 Vereinen
• Kultur, Beratung, Freizeit, Bildung,
Begegnung, Nachbarschaftshilfe
• Lebendig, bunt solidarisch
• Selbstorganisiert gewachsen
• Treffpunkte für die Nachbarschaft,
Engagementmöglichkeiten
Die Standorte des dezentralen Stadtteilzentrums
Rixdorf unter: www.rixdorf.berlin
1 Das Archiv im Böhmischen Dorf e.V.
Kirchgasse 5 bietet Forschung, Führungen,
Ausflüge und Museumsbesuche
2 Berliner Büchertisch e.V.
Richardstr: 83 nimmt Buchspenden an und
spendet sie an Vereine und Bildungsreinrichtungen,
bietet Lesungen, Comic Workshops,
außerschulische pädagogische Angebote, verschenkt
an jedes Kind ein Buch
3 Café Linus (KoMed e.V.)
Hertzbergstraße 32: Mit 43 Jahren eine der
ältesten Kiezkneipen in Berlin-Rixdorf, Angebote:
Aller Welts Suppenfest, Repair Cafè, Rixdorfer
Poetry Slam, Konzerte, Kneipenquiz, Kickerturnier,
Spieleabend, Billiardturnier
4 Comenius-Garten/
Förderkreis Böhmisches Dorf
Richardstr: 35 Ziel: Erhalt des Böhmischen
Dorfes als Kulturdenkmal, Rundgänge auf
Anfrage, kindgerechte Forschung mit Kindern
der Richardschule, Kontaktpflege zwischen
Berlin und Prag
5 Herrnhuter in Berlin
Kirchgasse 14: Kirche im Kiez, Raumgeber
für Veranstaltungen des Verbandes, Probenort
mehrerer Chöre, regelmäßige Kreise und Gruppen:
Singen, Musizieren, Basteln, Yoga, Tanzen,
Klassische Musik: After Week Concerts Rixdorf
6 Interkulturelles Theaterzentrum e.V.
Schudomastraße 32: Kindertheater-Gruppen,
Schreibworkshops gemeinsames Mittagessen
für die Nachbarschaft, Kinder-Flohmärkte, Feste
auf dem Böhmische Platz
7 Kasper Theater Rixdorf
Böhmische Str: 46
8 Verband DSA Rixdorf e.V. (Geschäftsstelle)
Wilhelm-Busch-Straße 12
9 Kulturlabor Trial and Error e.V.
Braunschweigerstraße 80: Tauschladen
(Kleidung, Bücher, Haushaltsgegenstände),
Mobiler Tauschladen, Foodsharing, SoLaqWi
(Solidarische Landwirtschaft)-Gruppen, Kiezfeste,
Workshops, Urban Gardening
10 Mobile Stadtteilarbeit Rixdorf
im Haus der Vielfalt
Wilhelm-Busch-Straße 12: mobile Stadtteilarbeit,
Mobile Begegnungsformate wie Hinterhof-Flohmärkte,
Streetplayers, Freizeitangebote
für Kinder und Jugendliche
11 QM Rixdorf (Projektpartner)
Böhmische Straße 9
12 Silent Rixdorf e.V. – Verein zur Förderung
von Kunst, Kultur und Toleranz
Wanzlikpfad 3: Kulturelle Veranstaltungen mit
Kopfhörern, Feste für Familien, wöchentliches
Foodsharing, Konzerte an der Feuerschale,
Theater- und Museumsworkshops für Kinder,
Gartenführungen
13 Solidarische Nachbarschaft Rixdorf
SoliNaR (ZeBuS e.V.)
Karl-Marx-Str. 163: Sprachcafé, Formularservice,
Jobberatung, Kochveranstaltungen,
Workshops und Kulturveranstaltungen, KiezApp
und KiezBlog, Vorlesenachmittage, Kieztouren
14 Streetplayers
(Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.)
Sonnenallee 158
15 ZeBuS e.V.
Richardstraße 66
Die offene Blände e. V,: Engagement sichtbar machen,
Unerstützung von Initiativen und Öffentlichkeitsarbeit,
Fotodokumentation sozialer Projekte
107
Zentrale Anlaufstelle Hospiz
Damit Ihr Wille zählt:
Vorsorge gibt Sicherheit!
Natürlich will man nicht immer gleich an das Schlimmste denken
– einen dramatischen Unfall oder Schlaganfall – doch was
kommt und wann es kommt, können wir nicht vorhersagen. Befragt
nach ihrem Ende, wünschen sich die meisten Menschen aber ein
schnelles Sterben ohne unnötige Leiden. Die Realität sieht oft
anders aus: Wurden bestimmte Wünsche und Vorstellungen nicht
vorsorglich formuliert, ist nicht sicher, ob sie – wenn man sich nicht
mehr dazu äußern kann – auch erfüllt werden.
Um für solche Situationen vorzusorgen und den persönlichen Willen
festzuhalten, gibt es die Patientenverfügung. Sie ermöglicht es,
Angehörigen und Nahestehenden, aber auch Sorgeberechtigten
oder Ärzten, den individuellen Willen eines Menschen umzusetzen.
In der ZAH helfen speziell geschulte Beraterinnen und Berater
kostenfrei beim Abfassen einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht.
Denn das ist nicht so leicht wie gedacht: „Es gibt
im Internet eine Fülle von Vordrucken zum Ankreuzen, doch die
erfassen in Bezug auf eine medizinische Behandlung nicht die
ANZEIGE
ganze Bandbreite der persönlichen Wünsche bezüglich des Lebensendes“,
gibt Thomas Palavinskas, Leiter der ZAH, zu bedenken.
Ganz anders ist da ein ausführliches Gespräch mit einem
ehrenamtlichen Berater. Im persönlichen Gespräch
kann das, was einem wirklich wichtig ist,
erfasst werden, können Ängste und Befürchtungen
angesprochen und eventuelle Fallstricke
ausgelotet werden.
Claudia Pfister
© B. Brundert
SEIT ÜBER
80 JAHREN
DAS BESTATTUNGSHAUS
IHRES VERTRAUENS
IM FAMILIENBESITZ
Nur Hermannstraße 140
Ecke Juliusstraße
108
BESTATTUNGSHAUS
WERNER PETER OHG
Hermannstr. 140, 12051 Berlin-Neukölln
Stadtautobahnausfahrt Britzer Damm
Bestattungsvorsorge
Beratung jederzeit
q auf dem Hof
BESTATTER INNUNG
Berlin I Brandenburg
Mitglied der
Bestatterinnung
Berlin Brandenburg
Partner der Deutsche
Bestattungsvorsorge
Treuhand AG
Qualifizierte
Bestattungsunternehmen
tragen dieses Zeichen!
Partner des Kuratoriums
Deutsche Bestattungskultur
BESTATTER
vom Handwerk geprüft
✆ 625 10 12 (Tag und Nacht) · www.bestattungshauspeter.de
STICHWORTVERZEICHNIS der Inserenten
A | B | C | D | E
Ambulante Wohnhilfen................................ 102
Ausbildung............................................... 46, 51
Ausbildungszentrum für Handel
und Wirtschaft.................................................51
Autowerkstätten.............................................60
Beauty Salon..................................................90
Behinderung, Angebote
für Menschen mit.....................................56-59
Berliner Familienpass.................................... 75
Berufsbildungswerk.......................................58
Bestattungsunternehmen.....................108-109
Beteuungsverein.......................................... 102
Betreutes Wohnen........................................ 102
Bezirksamt Neukölln
(Karriere beim öffentlichen Dienst)..............55
Bilderrahmung............................................... 67
Bildungsanbieter.............................................51
Britzer Garten................................................20
Cafés...................................................41, 44-45
Colonia Nova (Eventlocation)...................... 49
Dachdecker.............................................65, 67
Das Arabische Kulturhaus............................. 26
Deutschkurse..................................................86
Digitale Archivierung............................. 55, 59
Dokumentationszentrum
• Flucht, Vertreibung, Versöhnung........ 32-33
• NS Zwangsarbeit..........................................35
E-Rechnungslösung.......................................55
Eingliederungshilfe........................................96
Eventlocation................................................. 49
Existenzgründungen................................54, 59
F | G | H | I | J
Fachstelle für
Autismus-Spektrum-Störungen.....................56
Fahrschulen.....................................................61
Fenster, Türen............................................ 70-71
Fensterreinigung............................................ 67
Fernheizwerk Neukölln............................68-69
Fischrestaurant............................................... 42
Fitness.............................................................90
Flughafen BER-Newsletter............................ 47
Fraktionen...................................................16-17
Fremdsprachen..............................................86
Förderbedarf, Ausbildung
für Menschen mit besonderem.....................58
Gardinen........................................................ 67
Gartenpflege................................................... 5
Gebäck aus dem Nahen Osten................... 37
Gewerberäume, Vermietung von....................7
Glaserei.......................................................... 67
Gropiusbau für Kinder................................... 77
Haar-Spa........................................................90
Heimathafen Berlin....................................... 29
Hightech-Unternehmen (Halbleiter)............. 46
Immobilien (Verkauf,
Vermietung, Investment)................... 67, 4. USS
Immobiliensuche / Gewerbe...........................7
Implantologie.................................................95
Ausbildung- und Karriere
bei lokalen Unternehmen:
· Landschafts- und Gartenbau Gruhn........ 5
· ASML (Hightech Halbleiter)......................46
· Personal für Flughafen BER......................54
· Bezirksamt Neukölln (öffentl. Dienst)...... 55
· Diakoniewerk Simeon.............................. 96
· EJF gemeinnützige AG.......................2. USS
Integrationsfachdienst..................................56
Investitionsbank Berlin........................... 53, 59
Jalousien................................................... 70-71
Jobcenter Berlin Neukölln............................50
Jobs im Sozialwesen.............................. 2. USS
Jugend- und Familienhilfe............................96
Jugendhilfe.....................................................89
Jugendkulturservice...................................... 75
Junge Mütter/Väter, Hilfen für......................89
K | L | M | N | O
Kaffeehaus..................................................... 45
Kfz-Gutachter/-Sachverständiger.................61
Kfz-Service.....................................................60
Kitaplätze............................................ 76-79, 81
Kleintierpraxis.................................................15
Kochevents..................................................... 43
Kosmetik.........................................................90
Krisendienst.................................................. 103
Kunstglaserei.................................................. 67
Küchen.............................................................71
ZENTRALE ANLAUFSTELLE HOSPIZ
Berliner Fach- und Spezialberatung für Vorsorge und Lebensendthemen
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Tag und Nacht: 030 / 604 40 64
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Alt-Buckow 1 · 12349 Berlin
mail@lueckebestattungen.de
www.lueckebestattungen.de
109
STICHWORTVERZEICHNIS der Inserenten
Landschafts- und Gartenbau......................... 5
Lastenräder............................................. 83, 85
Lotto Stiftung Berlin.......................................30
Migrationsberatung.......................................96
Neuköllner Oper............................................28
Oralchirurg.....................................................95
Orthopädietechnik.........................................91
P | Q| R | S | T
Parteien......................................................16-17
Pasta, Pizza, Ristorante.................................39
Patientenverfügung..................................... 102
Personaldienster für Luftfahrt....................... 54
Pfandkredit.................................................... 110
Pflege- und Betreuungsangebote...............96
Pflegedienste.................................................96
Pflegewohnheime......................................... 101
Photovoltaik...................................................65
Polsterarbeiten, Polsterei......................... 67, 71
Raumausstattung........................................... 67
Rehasport................................................ 90, 93
Reparaturen (Rollkoffer, Bürostühle)............ 57
Restaurants..................................36-42, 44-45
Sauna.............................................................90
Schloss Britz....................................................21
Schulen............................................... 77, 82-86
Senioren-WG.................................................96
Seniorenheime.............................................. 101
Seniorenwohnanlagen..................................63
Sonnenschutzanlagen.............................. 70-71
Sozialberatung..............................................96
Sportzentrum.................................................. 92
Sprachkurse...................................................86
Steuerberatung.............................................. 54
Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.....30
Super Ferien Pass.......................................... 75
Tierarzt.............................................................15
Treppen...........................................................71
TUI Reisecenter.............................................. 23
U | V| W | Y | Z
Übergangshaus........................................... 102
Unternehmensgründung, Beratung bei.......53
Vorsorge-Vollmacht..................................... 102
Waldorfschule................................................84
Werkstätten für Menschen
mit Beeinträchtigungen........................... 57, 59
Wirtschaftsförderung.............................. 53, 59
Wohngemeinschaften für Menschen
mit Demenz....................................................96
Wohnhilfen.................................................... 102
Wohnungsunternehmen..............62-63, 69-70
Wutzky-Center...............................................6-7
YouGrow-Frauennetzwerk............................. 52
Zahnärzte........................................... 91, 94-95
Zentrale Anlaufstelle Hospiz................108-109
Ein herzliches Dankeschön an alle
Unternehmen, die sich in dieser Broschüre
mit einer Anzeige präsentieren.
IMPRESSUM
Herausgeber und Realisierung
aperçu® Verlagsgesellschaft mbH
Gubener Str. 47, 10243 Berlin
www.berlin-broschüren.de
Geschäftsleitung: D. Otto, H. Thürsam
Redaktion: B. Nößler, K. Rolshausen,
S. Nöbel, M. Pelny
Marketing: J.-O. Gehrold, J. Ziebarth
Redaktionsschluss: 28.02.2026
Nachdruck – auch auszugsweise – oder
Fotokopien dürfen nur mit Quellenangaben
und ausdrücklicher Genehmigung des
Herausgebers/Verlages erfolgen. Für die
Anzeigeninhalte ist nicht der Herausgeber,
sondern sind die Inserenten verantwortlich.
Bezirksbroschüre Neukölln 2026/27
BEZIRKSBROSCHURE
1 2
3 5
Interkulturell 4• Innovativ • Inspirierend
NEUKÖLLN
Neukölln • Britz • Buckow • Rudow • Gropiusstadt
2026/27
Titelfotos/Nachweis
1 Milchbar umgeben vom Wasserlabyrinth
im Britzer Garten © Grün Berlin
2 Hufeisensiedlung © A. Savin/commons
3 Comenius-Garten © L. Schulz/commons
4 Tanzgruppe „Twilight“ des
TSVRudow 1888 e.V. © Enrico Tschöpel
5 Neuköllner Kunstpreis © B. Nößler/aperçu
D. Eichner e. K.
Karl-Marx-Str. 51 · 12043 Berlin
(030) 61 30 32 96 (030) 61 30 32 97
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Öffnungszeiten: Montag-Freitag 9-18 Uhr
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