Trag was bei - Über den Kirchenbeitrag | Seite 5 Die heiligen drei ...

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Haben Sie heute schon daran gedacht,

dass Sie einmal ein ganz,

ganz kleines Kind waren? Ein Baby.

Und noch kleiner: ein winziges, liebes

Geschöpf im Schoß Ihrer Mutter.

Wir alle sind diese winzigen Geschöpfe

einmal gewesen. Und vielleicht

vergessen wir darauf später,

dann, wenn wir erwachsen geworden

sind. Dann gilt es, seinen Mann zu

stehen und seine Frau zu stehen. Und

so viele Herausforderungen und Anstrengungen

warten. Und dann kann

es schon sein, dass vor lauter Hausbau

und Beruf und Altersvorsorge

und Fitness die Erinnerung an das

Kind von einst verblasst.

Doch dann geschieht das Allerselbstverständlichste.

Ich habe es dieser

Tage in unserer Pfarrkanzlei wieder

erlebt. Eine Mutter taucht auf und

mit ihr der Kinderwagen und in dem

Kinderwagen das Neugeborene. Und

dann kann man beobachten, wie der

neue Erdenbürger mir nichts dir nichts

die großen Erwachsenen bezaubert.

Da wird sich über das Neugeborene

gebeugt und die ach so erwachsenen

Erwachsenen stammeln plötzlich

zum Baby hin unverständliche Laute

und versuchen mit allerlei kindischen

Tricks, dem Kleinen ein Lächeln abzugewinnen.

Da ist sie dann wieder:

die Erinnerung, die uns in den Augen

des Neugeborenen anschaut - die Erinnerung

daran, dass wir, gleich wie

Busserl

alt wir sind, doch immer Kinder desselben

Schöpfers sind.

Im Grunde ist damit bereits alles gesagt.

Das Leben ist schön, das Leben

ist ein Wunder. Das Leben ist ein Gottesgeschenk.

Doch wissen wir auch, wie sehr heutzutage

eben dieses Leben gefährdet

ist. Jeden Tag, auch an diesem Tag,

während Sie diese Zeilen lesen, wird

eine Stadt wie Innsbruck ausgelöscht,

dadurch, dass jeden Tag weltweit an

die 120.000 ungeborene Kinder durch

Abtreibung getötet werden (offizielle

Angaben der UNO). Und Abtreibung

geschieht nicht nur bei den anderen,

sondern auch bei uns, hier in Österreich.

Seit diesem Jahr hat mich unser

Bischof, Kardinal Schönborn, beauftragt,

intensiver im Lebensschutz tätig

Hilfe, Beratung und Unterstützung für werdende Mütter in Österreich bieten:

aktion leben österreich

1010 Wien, Dorotheergasse 6-8

Tel. 01/512 52 21

www.aktionleben.at

x x x x x x x x x x x x x x

Hilfsfonds für Schwangere in Not

1090 Wien,Türkenstraße 3/3

Tel. 01/54 55 222

www.elisabethstiftung.at

zu sein. Dies heißt zunächst einmal,

unser aller Bewusstsein wieder für

die unverwechselbare Kostbarkeit jedes

Lebens zu schärfen. Heute teilt

man Kinder in erwünschte und unerwünschte

Kinder ein. Das ist schrecklich,

denn damit werden Kinder zu

Objekten, die bestimmte Standards erfüllen

müssen, damit sie willkommen

geheißen werden. Tatsächlich jedoch

verhält es sich ganz anders. Denn jedes

Kind - ist es erst einmal da - und

sei es auch lediglich als winziger Embryo

im Mutterleib - ist in den Augen

Gottes immer ein Wunschkind, denn

Er, Gott, hat dieses Kind gewollt.

Lebensschutz heißt aber auch, Müttern,

die schwanger sind und dringend

Hilfe benötigen, diese Hilfe zukommen

zu lassen. Und Lebensschutz

heißt auch, denjenigen Müttern und

Vätern, die, aus welchen verzweifelten

Gründen auch immer, eine Abtreibung

oder mehrere Abtreibungen

hinter sich haben und an den Folgen

dieser Tat leiden, Wege der Heilung

zu eröffnen, damit das Leben wieder

lebenswert wird (mehr Info dazu unter:

www.rachelsweinberg.de).

Man sieht: Der Lebensschutz geht uns

alle an! Denn das Leben ist schließlich

die Grundlage von allem. Oder wie es

in der Bibel heißt: Herr, Du Freund

des Lebens.

Kpl. MMag. Dr. Manfred M. Müller

Grafik: Norbert Roemers / pixelio.de

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