100 Jahre FW - Lychen

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100 Jahre FW - Lychen

100 Jahre 1906 - 2006

Freiwillige Feuerwehr Stadt Lychen


Dienstgradabzeichen

Freiwillige Feuerwehr DDR

Feuerwehranwärter

Unterbrandmeister

Unterfeuerwehrmann

Brandmeister

Feuerwehrmann

Oberbrandmeister

Kragenspiegel Feuerwehranwärter

bis

Oberlöschmeister

Oberfeuerwehrmann

Brandinspektor

Hauptfeuerwehrmann

Oberbrandinspektor

Löschmeister Oberlöschmeister

Hauptbrandinspektor

Kragenspiegel Unterbrandmeister

bis Hauptbrandinspektor

Mützenkordel Feuerwehranwärter bis Oberlöschmeister Mützenkordel Unterbrandmeister bis Hauptbrandinspektor

Kokarde Koppelschloss

Nachrichtengruppe Maschinist

Schwalbennest für Musik- und Spielmannszüge


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 3

Grußwort des Bürgermeisters

Sven Klemckow

Zum 100 jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lychen möchte

ich Ihnen die herzlichsten Grüße und die besten Wünsche der Stadt

überbringen und meinen ganz persönlichen Glückwunsch sehr gern anfügen.

Ich möchte mich auf diesem Wege bei der Leitung sowie bei allen Mitgliedern

der Wehr ganz persönlich für ihr großes ehrenamtliches Engagement

bedanken.

Im Interesse aller Bürger unserer Stadt wünsche ich ihnen, auch in ihrem privaten Leben, für die

kommenden Jahre Gesundheit, Glück sowie persönliches Wohlergehen.

Freiwillige Feuerwehr ist mehr als nur ,,Feuerwehr“. In ihrer Arbeit wird das humanistische Ideal

umgesetzt, in Not geratenen Menschen zu helfen.

Die Freiwillige Feuerwehr Lychen wurde im Jahre 1906 zum Schutz von Hab und Gut der Bevölkerung

gegründet. Ihr Aufgabenbereich hat sich im Laufe der Jahre stark verändert aber heute wie

gestern steht der Schutz des Menschen an erster Stelle. Oft gerät das eigene Wohl zum Schutz des

Anderen in den Hintergrund. Gerade im Einsatz ist das verantwortungsbewusste, kameradschaftliche

und vertrauensvolle Miteinander von großer Bedeutung. Die Bereitschaft, sich für das Wohl

seiner Mitbürger einzusetzen, hat eine positive Entwicklung genommen, so dass unsere Wehr zur

Zeit über 60 Mitglieder verfügt. Sie ist unverzichtbar eingebunden in den Kreis der Freiwilligen

Wehren im Landkreis Uckermark und der Umgebung. So haben in Lychen und darüber hinaus vor

allem die aktiven Mitglieder immer wieder ihre unermüdliche Bereitschaft zum uneigennützigen

Einsatz unter Beweis gestellt und ihr fachliches Können demonstriert.

Vielen in Not geratenen Bürgern konnte wertvolle Hilfe zu Teil werden. Das ausgeprägte ehrenamtliche

Engagement für die Gemeinschaft sowie viele wertvolle Impulse bereichern das gesellschaftliche

Leben - die Freiwillige Feuerwehr Lychen spielt eine wichtige und verdienstvolle Rolle

nicht zuletzt auch Dank ihrer vorbildlichen Jugendarbeit und Dank ihrer guten Zusammenarbeit

mit anderen Organisationen und Vereinen - stets das Wohl aller Mitbürgerinnen und Mitbürger im

Auge.

Deshalb wünsche ich der Freiwilligen Feuerwehr Lychen auch für die Zukunft ein erfolgreiches

Wirken und allen ihren Mitgliedern persönliches Wohlergehen bei ihren Einsätzen.

Mögen die Festlichkeiten weitere Kraft und Zuversicht geben, um auch künftig das Ehrenamt in der

Feuerwehr auszufüllen. Ich wünsche Ihnen ein fröhliches und erlebnisreiches Jubiläum und darf

ihnen für die Zukunft meine uneingeschränkte Unterstützung zusichern.

„ Helfen macht Freu(n)de“

Sven Klemckow, Bürgermeister


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100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

Ein Jubeltag, ein Jubelfest für die

Lychener Feuerwehr !

100 Jahre sind dahingegangen, seit der Ruf

des Gründers an die Bürger und Bürgersöhne

Lychens erging: „Sammelt Euch zu

löblichem Tun für die Allgemeinheit!“

100 lange Jahre, deren jedes so schwer

wiegt wie ein Fels aus dem Urgestein, der

Mauer, die Lychen, das märkische Interlaken,

umgürtet. Und doch eine kurze Spanne

für die, die diese 100 Jahre miterlebten.

Was bedeuten 100 Jahre in der 759-jährigen

Geschichte Lychens?

Sie sind wie die Woche eines Jahres - kaum

begonnen, ist das Ende da.

Von wie viel Not und Sorgen, Krieg und

Elend, Krankheit, Feuers- und Wassersnot

weiß die Chronik zu berichten! Oft brannte

die Stadt ab! Dem zeitgenössischen Mitbürger

heute ein unbekannter, ein einfach

unglaublicher Begriff! Hatte man denn gar

keine Löschgeräte, keine Feuerwehr? Es

muss etwas Wahres an den Überlieferungen

sein, wenn einst Schiller die Feuersnot

zum Mittelpunkt seiner „Glocke“ gesetzt

hat.

Ein schauriges Dokument verwahrt die

Stadt Lychen in ihren Archiven:

Plan von der in der Uckermark belegenen Immediat Stadt Lychen,

wie solche vorm Brand an Straßen,

bebauten und wüsten Stellen situiert gewesen,

deren Condition und welche Gebäude noch stehen,

geblieben die gefertigte Designation sub et illustriert

und sind in der ganzen Stadt vorhanden gewesen

192 Häuser, sind abgebrannt

115 Häuser, und folglich stehen geblieben

77 Häuser, darunter 10 wüste Buden, Stellen, ohne denen wüsten Plätzen

auf allergl. Special Ordre im Junion 1732 vermessen worden von W. Knüppeln.

Welche Not muss über das heutige schmucke

Städtchen in der Uckermark hereingebrochen

sein, als zwei Drittel aller Einwohner

kein Dach mehr über dem Kopf hatten!

Wohltätig ist des Feuers Macht,

wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht!

In welche altersgraue Vorzeit sind solche

Vorkommnisse gerückt? Ist in dem letzten

Vierteljahrhundert ein Schadenfeuer auch

nur entfernt so groß geworden? Hätte es


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 5

das werden können oder wird es noch einmal

solche Ausnahmen annehmen?

Nein ! Unter den heutigen Verhältnissen

erscheint es ausgeschlossen.

Aus der Vor- und Gründungsgeschichte

Den unmittelbaren Anlass zu der Gründung

der Freiwilligen Feuerwehr gab der

im Frühjahr 1905 im Rensch´schen Hause

in der Stargarder Straße ausgebrochenen

Brand, bei dem drei Menschen, zwei Erwachsene

und ein Kind in den Flammen

umkamen.

Bürgermeister Bachhuber nahm Veranlassung,

um mit der veralteten Einrichtung

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Das Idealste wäre, schon mit Rücksicht auf

die zahlreichen Waldbrände, die Einrichtung

einer Berufsfeuerwehr gewesen. Aber

schon in der guten alten, viel gepriesenen

Zeit war der Inhalt des Stadtsäckels dürf-

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„silbrig“ und „goldig“ genug, eine ständige

Feuerwehr zu unterhalten. Es blieb daher

nichts übrig, als die Mittelstraße zu gehen

und den Appell zur Gründung einer Freiwilligen

Feuerwehr zu erlassen.

Es war von allen Übeln immerhin noch das

kleinere, und dass die berufenen Vertreter

die Freiwillige Feuerwehr für ein „ganz

kleines Übel“ zu halten beabsichtigten, wird

aus dem nächsten Abschnitt erhellt.

Bürgermeister Bachhuber erließ daher eine

Bekanntmachung und forderte zur Gründung

einer Freiwilligen Feuerwehr auf. Der

erst energische, im Juli 1906 unternommene

Anlauf, hatte nicht zu dem gewünschten

Erfolg geführt. Aber schließlich winkte

dem Nimmermüden doch ein Lohn: Am

Sonnabend, dem 08. September 1906, ge-

lang es, von dem im Hotel Ziplinski, später

Central-Hotel (heutige Neubauten, Ecke

Am Markt/Fürstenberger Straße) versammelten

Lychener Bürgern 19 Männer zu gewinnen,

die ihren Eintritt in die Freiwillige

Feuerwehr erklärten und diese gründeten.

Der Anfang war da.

Nun musste der neue Verein wie jeder

andere einen Vorstand haben. Was war

natürlicher, als dass man den Posten des

Vorsitzenden dem Gründer, Bürgermeister

Bachhuber, übertrug. Einmal war er das

Oberhaupt der Stadt, zum anderen hatte er

schon andere Feuerwehren gesehen. Kurzum,

„so ein bisschen Ahnung für den ersten

Mann an der Spritze“. Die Wahl des Ober-

�������� ���� ���� ���� ��������������������ger

Gottlob Neumann (gest.1925), dessen

Beruf es mit sich brachte, dass er „in jedem

Hause Bescheid wusste“. Sein Stellvertreter,

der gleichzeitig die Vereinskasse führte,

wurde Rentier Steinbrückner (gest.1926),

zum Spritzenführer wählte man Hotelbesitzer

Ziplinski, zum Wasserführer Kaufmann

Kühne und als Schriftführer Bürovorsteher

Frühbrodt.

Aus der Zeit bis zum Kriege

Schon am folgenden Tage wusste es die ganze

Stadt: Jetzt hat Lychen eine Freiwillige

Feuerwehr! Die Stadt stellte zwar die vorhandenen

Löschgeräte und das Spritzenhaus

am Fürstenberger Tor zur Verfügung,

erbaute auch bald den Steigerturm vor dem

Templiner Tor für den Ausbau ihrer Organisation.

Für die Ausrüstung ihrer Mitglieder

usw. war die junge Wehr zunächst auf

sich selbst angewiesen. Es blieb nichts weiter

übrig, als „fechten“ zu gehen. Um dem

Kassierer überhaupt eine Fingerbewegung

zu ermöglichen, mussten erst alle aktiven


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Mitglieder durch gehörige Mitgliederbeiträge

und Aufnahmegebühren antreten.

Gleichzeitig wurden die Gönner herangezogen,

denen gegen Erlegung eines jährlichen

Obolus von 3 bis 10 Mark der Titel „passives

Mitglied“ verliehen wurde. Die auf diese

Weise eingekommenen Gelder wurden

für Schläuche, Kupplungen, Hakenleitern,

Uniformen usw. angelegt.

Eine wesentliche Verbesserung der Löscheinrichtung

bildete die im Jahre 1908 errichtete

zentrale Wasserversorgung.

Die Heilanstalten Hohenlychen stellten ein

Hydrantenstandrohr zur Verfügung. Um

bei Waldbränden wirksam eingreifen zu

können, stifteten 15 aktive Mitglieder je einen

Spaten. Die Wehr selbst veranstaltete

Theaterabende, Gänse- und Entenausspielungen

und verschaffte sich auf diese Weise

durch die erzielten Überschüsse nennenswerte

Einnahmen. Schließlich hatte auch

der Vorsitzende eine Reihe guter Bekannter

an der Hand, die bei passender Gelegenheit

für die Freiwillige Feuerwehr etwas übrig

hatten.

So spendete der den Heilstätten nahe stehende

Professor Venn 800,- Mark für die

Anschaffung des Mannschaftswagens. Zum

Dank wurde er von der Wehr zum Ehrenmitglied

ernannt.

Bankier Krause, Berlin (ein gebürtiger Lychener),

überwies der Wehr 100,- Mark.

Einen gleich hohen Betrag stellten die

Heilanstalten Hohenlychen und weitere

100,- Mark Graf von Arnim, Majorratsherr

auf Boitzenburg, zur Verfügung. Auch wurden

Sammelbüchsen aufgestellt und Sammellisten

in Umlauf gesetzt, die immerhin

���������������������������������������den

sich Namen wie E. Belz, Franz Lindow,

Berlin, Phönix - Thuringia, Hamburg - Bremen,

Aachen - Münchener Feuerversicherungsgesellschaft,

im Jahr 1908 die Feuer-

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

sozietät mit 150,- Mark, der Kreisausschuss

Templin mit 100,- Mark, Professor Dr.

Pannwitz mit 100,- Mark. Auf diese Weise

war es möglich, die Wehr einigermaßen

den Zeitverhältnissen entsprechend auszurüsten.

Die erste bare Zuwendung aus städtischen

Mitteln wird unter dem 17.08.1910

mit 50,- Mark verzeichnet, ein Betrag, der

nunmehr alljährlich auf der Einnahmeseite

des Kassenbuches erscheint. Im Juli

1908 ist festgestellt, dass die Wehr bisher

2.800,- Mark zur Ausrüstung aus eigenen

Mitteln aufgewendet hat.

Von 1914 bis 1924

Die Kriegs - und Nachkriegsjahre stellten

an die Freiwillige Feuerwehr besonders

hohe Anforderungen. Auf wiederholtes

Drängen hatten sich die städtischen Körperschaften

im Frühjahr 1914 entschlossen,

eine neue Hochdruckspritze zu beschaffen,

da die vorhandene, aus dem Jahre 1858

stammende Spritze, nicht mehr leistungsfähig

genug war.

Es dürfte interessieren, dass die Wehr da

beinahe zu einer Motorspritze gekommen

wäre. Bei der Vorführung verschiedener

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Luckenwalde) wurde unter anderem auch

eine Motorspritze gezeigt. Die Kommission

entschied sich dann schließlich doch

zur Anschaffung einer Handdruckspritze,

da der Wert der Motorspritzen noch nicht

genügend bekannt war.

Trotz der durch Kriegsausbruch eingetretenen

Lieferschwierigkeiten gelang es, das

neue Gerät am 05.Oktober 1914 in den

Dienst zu stellen.

Die Einberufung der Mehrzahl aller Kameraden

hatte zur Folge, dass der Bestand an

anwesenden aktiven Mitgliedern immer


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mehr zurückging und Nothelfer aus den

Reihen der zurückgebliebenen Einwohner

ausgebildet werden mussten.

Das Vereinsleben wurde eingeschränkt.

Feste wurden nicht gefeiert. Man gedachte

der im Felde weilenden Kameraden wiederholt

durch Übersendung von Liebesgaben.

Die zurück gebliebenen Mitglieder wurden

zum Sicherheitsdienst herangezogen.

Den benannten aktiven Mitgliedern sollte

es nicht vergönnt worden sein, in die Reihen

der Heimatwehr zurückzukehren. Es

sind die Kameraden: Fritz Runge, Erich

Johow, Willy Königsberg, Albert Theurig

und Georg Ramin.

An den Folgen einer Krankheit verstarb der

Kamerad Ernst Schnauß. Der unerbittliche

Tod entriss der der Wehr noch in dieser

Zeit den Kameraden Paul Bohne, der zu

den Mitbegründern der Wehr gehörte.

Die Wehr gedachte der Kriegsopfer durch

Anfertigung einer Gedenktafel mit den Namen

der Gefallenen, die in Gegenwart der

Angehörigen im Jahre 1922 im Gerätehaus

eingeweiht und angebracht wurde.

Im November legten der bisherige Oberführer

Steinbrückner und sein Stellvertreter

Neumann ihre Ämter nieder, da sie

glaubten, infolge vorgerückten Alters ihren

Dienst nicht mehr versehen zu können. Beide

wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

An ihre Stelle traten: als Oberführer Kamerad

Bischoff-Senior, und als Stellvertreter

Kamerad Nick.

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gestattete die Anschaffung dringend benötigter

Ausrüstungsgegenstände leider nicht,

so dass eine Bestandsvermehrung nicht zu

verzeichnen war. Dagegen stieg der Mitgliederbestand

unaufhörlich.

In das Jahr 1921 fällt der große Brand des

Barnewitz´schen Dampfsägewerkes, der

Größte, dem die Wehr bisher gegenüber-

stand und zu dessen Bekämpfung auch

die Nachbarwehren herangezogen werden

mussten.

Von 1924 bis 1931

Mit dem Eintritt stabiler Verhältnisse konnte

auch wieder ernstlich an Neuanschaffungen

gedacht werden. Bei dem Brande des

Weidner´schen Wohnhauses am 09.August

1923 stellte es sich heraus, dass das

Leitermaterial als erstes einer Ergänzung

bedurfte. Die Anschaffung einer mechanischen

Leiter wurde als unumgänglich notwendig

erachtet.

Das Interesse der städtischen Körperschaften

für das Feuerlöschwesen hatte sich

inzwischen erfreulich gesteigert. Bereits

am 14. März 1924 war es unmöglich, eine

in Berlin - Lichterfelde wegen Umstellung

auf den Motorbetrieb außer Dienst gestellte

mechanische Rettungsleiter von 18 Metern

Steigehöhe festlich einzuholen.

Zur Verbesserung der Alarmierung beschaffte

die Stadt noch im Spätherbst desselben

Jahres eine elektrische Siemens -

Alarmsirene (1924), die ihren Standort auf

dem Rathausdach zugewiesen bekam. Zur

großen Freude aller interessierten Kreise

hat sich dieses Alarm - Instrument bereits

am Palmsonntag 1925 bezahlt gemacht und

bis heute vorzüglich bewährt. Der am 05.

April 1925 im Hause Vogelgesangstraße

162 ausgebrochene Dachstuhlbrand wurde

durch die Sirene so schnell und durchdringend

bekannt, dass die Wehr in der außerordentlich

kurzen Spanne von 4 Minuten

nach dem Alarm dem Brand zu Leibe gehen

konnte. Es gelang, das schon fortgeschrittene

Feuer mit einer Zimmerspritze zu löschen.


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Der erstmalig im Jahre 1908 aufgetauchte

Gedanke der Anschaffung von Tuchuniformen

neben den grünen Leinenuniformen

konnte im Jahre 1925 verwirklicht werden.

Die Kameraden erklärten sich bereit,

Barvorschüsse zu leisten. Mit Hilfe eines

Darlehens, wofür einige Kameraden die

Bürgschaft übernahmen, konnte die Anschaffung

in Höhe von 1.948,- Reichsmark

����������������������������������������ten

Mal Schulden!!!

Kamerad Otto schlug vor, an den Neujahrstagen

Theateraufführungen zu bringen. Die

in Gemeinschaft mit dem ersten Brandmeister

Krüger arrangierten drei Theaterabende

mit einem Programm aus der klassischen

Literatur erbrachten einen Barüberschuss

von 900,- Reichsmark.

Es darf nicht versäumt werden zu erwähnen,

dass sich die Mitwirkenden durchweg

aus dem Kreise der aktiven Kameraden

zusammensetzten und entschädigungslos

ihre Zeit opferten. Es dauerte daher gar

nicht sehr lange, um die Schuldenlast abzutragen.

Die Heilanstalten vom Roten Kreuz in

Hohenlychen, die schon mehrfach rühmlich

erwähnt werden konnten, beschafften

gegen Ende 1925 einen 25 Meter langen

Rettungsschlauch, um bei aufkommenden

Bränden innerhalb der Anstalten ein

brauchbares Gerät zur Verfügung zu haben.

Sie glaubten, den Rettungsschlauch in keine

besseren Hände legen zu können als in die

der Freiwilligen Feuerwehr. Verschiedene

Übungen hatten bewiesen, dass es sehr gut

möglich ist, in kürzester Zeit nach Hohenlychen

zu kommen und das Rettungsgerät

praktisch in Tätigkeit zu setzen.

Der Winter 1925/26 wird in Anspruch genommen

durch Teilnahme an verschiede-

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

nen Unterrichtskursen. So nahmen 6 Kameraden

an dem Führerkursus in Templin

teil, während weitere 6 Kameraden durch

Herrn Dr. Lottner in einem viermonatlichen

Sanitätskursus Unterweisungen in der

ersten Hilfe bei Unglücksfällen erhielten.

In Verbindung damit steht die Anschaffung

eines Verbandskastens und von zwei Sanitätstaschen

durch die Wehr.

Das Jahr 1926 brachte als größere Veranstaltung

den 5. Kreisfeuerwehrverbandstag

nach Lychen, der in Verbindung mit der

Feier des 20-jährigen Bestehens festlich

begangen wurde. Es war dies seit dem Jahre

1912, in dem der XIV. Unterverbandstag

in Lychen stattfand, ein Fest, zu dem mehr

als 600 Kameraden in Lychen weilten.

Im gleichen Jahre beschaffte die Wehr zu

den Tuchröcken passende Mützen, die von

den Mitgliedern bezahlt wurden.

Im folgenden Jahre konnte der Mangel an

Leitern durch die Beschaffung einer 9 Meter

langen Schiebeleiter behoben werden.

Da für die Fortschaffung der Hakenleitern

nur ein kleiner zweirädriger Karren zur

Verfügung stand, entschloss sich die Versammlung,

einen von der Wehr Zehdenick

angebotenen gut erhaltenen Gerätewagen

anzukaufen, der dort infolge Umstellung

auf den Motorbetrieb überzählig geworden

war. Die Kosten, die nach langem Handeln

auf 300,- Reichsmark gedrückt wurden,

trug die Vereinskasse.

Die längst notwendig gewordene Anschaffung

einer Motorspritze sollte wider Erwarten

schneller zur Tatsache werden, als

es von der Feuerwehr erwünscht war. Man

trug sich nämlich mit dem Gedanken, erst

das alte Gerätehaus völlig umzugestalten

oder ein ganz neues Gebäude zu errichten,


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und dann das zeitgemäße Löschgerät hineinzustellen.

Während die Wehr im Jahre

1929 glaubte, in der Erledigung dieser Frage

ans Ziel gekommen zu sein, stellte es

sich heraus, dass dem nicht so war.

Da wurde dem Magistrat eine zweirädrige

Lafetten - Motorspritze mit 1000 L / Min.

zu einem äußerst günstigen Preise von der

Firma Ewald - Küstrin angeboten. Das Angebot

war verlockend und die Versprechungen

der städtischen Körperschaften bezüglich

des umgehend durchzuführenden Gerätehauses

heilig genug, das Kommando

der Wehr zu veranlassen, zuzugreifen.

Es kann heute gesagt werden, dass das

beschaffte Gerät allen Anforderungen entspricht

und seine Leistungsfähigkeit hinreichend

bewiesen hat. Die vorhandenen

Handdruckspritzen blieben als Reserve erhalten.

In neuerer Zeit ist geplant, die ältere Spritze

in dem neuen Standteil Küstrinchen zu

stationieren, da sowohl die Entfernung

(6 Kilometer) wie auch die dahin führenden

Waldwege denkbar ungünstig für eine

schnelle Feuerbekämpfung sind.

Die Schwierigkeiten, die der Wehr mit dem

neuen Gerät erblühten, bestanden in der

Raumfrage. Es blieb während der Wintermonate

nichts übrig, als ein „viertes Gerätehaus“

zu mieten. Die Geräte waren bislang

teils im Gerätehaus am Fürstenberger

Tor, teils am Stargarder Tor und in einem

Schuppen an der Kienofenpromenade untergebracht,

während für die Uniformen

usw. ein trockener Raum im Cohrsstift

bereitstand.Auf energisches Drängen der

Wehr gelang es dem Magistrat, für den

Bau eines Gerätehauses für alle Geräte die

Finanzierungsfrage in der Weise zu lösen,

dass von der Feuersozietät eine Hypothek

in Höhe von 1.200,- Reichsmark losgeeist

werden konnte.

Das nunmehr fertige Gebäude wurde trotz

mannigfacher Hindernisse in der unglaublich

kurzen Zeit von 55 Tagen errichtet.

Es ist in der Hauptsache der Tatkraft unseres

Herrn Bürgermeisters zu danken, wenn

es am 06. September 1931 seiner Bestimmung

übergeben werden konnte.

Gleichzeitig fand am 05. und 06. September

1931 der 10. Ordentliche Kreisfeuerwehrverbandstag

statt. Es nahmen sehr

viele Kameraden daran teil.

Ein Jahr darauf bekam die Wehr ihr erstes

lang ersehntes Löschfahrzeug, einen offenen

Mannschaftswagen als Zugfahrzeug

für die Lafettenspritze.

Von 1932 bis 1951

Bereits 1929 war die bisherige Wehrleitung

aus Altersgründen zurückgetreten und der

Kamerad Fritz Krüger wurde zum neuen

Wehrführer gewählt, als sein Stellvertreter

der Kamerad Fritz Oldenburg. Diese

beiden Kameraden leiteten die Wehr bis

1942, dann legte der Kamerad Krüger infolge

Krankheit seinen Posten nieder und

Kamerad Oldenburg wurde Wehrleiter. Zu

den damaligen Mannschaftslisten wurden

als aktive Mitglieder die Namen der Kameraden

Hans Jahnke, Wilhelm Karls, Karl

Nick, Fritz Marufke, Otto Dahm, Siegfried

Witthuhn, Otto Wolter und Otto Collin genannt.

In der Zeit bis 1942 wurden für die Wehr

folgende Geräte und Fahrzeuge angeschafft:

ein zweites Fahrzeug, ein Tragkraftspritzenanhänger

mit Tragkraftspritze

TS 8, eine Anhängerleiter AL 20 und im

Jahre 1942 ein genormtes Löschfahrzeug

LF 15 Maybach. Mit diesem Fahrzeug fuhr


10

die Freiwillige Feuerwehr nach Bombenangriffen

auf Berlin zahlreiche Löschhilfeeinsätze.

1945 war auch für unsere Wehr die Stunde

„Null“. Unter der Leitung des Kameraden

Oldenburg begann der Wiederaufbau. Unter

seiner Leitung wurden von der verschollenen

Technik bis 1946 zwei Tragkraftspritzen

wiedergefunden. Nach erfolgreicher

Instandsetzung konnten diese wieder in

Betrieb gesetzt werden sowie die Al 20,

zwar ohne Räder, und auch noch Schlauchmaterial

von ca. 400 m Länge.

In dieser Zeit waren viele große Waldbrände.

Die Bekämpfung dieser wurde durch

das Fehlen eines Löschfahrzeugs bedeutend

erschwert.

Im Jahr 1948 mussten alle Kameraden,

die Mitglieder der NSDAP waren, aus der

Wehr ausscheiden. Die Leitung der Wehr

übernahm Kamerad Karl Baase bis 1949,

danach der Kamerad Otto Collin.

Ab März 1950 wurde dem Kamerad Arno

Marufke die Leitung übertragen. Als aktive

Kameraden seien aus diesem Zeitraum

die Namen der Kameraden Willy Wilberg,

Ernst Collin, Klaus Wolff, Hermann

Wilberg, Herbert Siebert, Klaus Jähnke,

Gerhard Siedelberg und Horst Jähnke genannt.

Mehrmals wurde in der Zeitspanne 1946

bis 1951 versucht, ein Fahrzeug zu beschaffen,

aber alle Versuche schlugen fehl.

Im Wettbewerb der Freiwilligen Feuerwehren

1951 wurde unsere Wehr als bestes FDJ

- Brandschutzaktiv im Land Brandenburg

ausgezeichnet, und eine Gruppe unserer

Wehr fuhr zu den Weltfestspielen der Jugend

und Studenten nach Berlin.

Ende August brannte die Gatterhalle des

VE - Sägewerk in Hohenlychen ab. Dieser

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

Großbrand führte zu einem moralischen

Tiefstand in der Wehr und zum Austritt des

Wehrleiters und einiger anderer Kameraden.

Anfang Oktober 1951 wurde der Kamerad

Klaus Jähnke von der Abteilung Feuerwehr

Templin kommissarisch als Wehrleiter eingesetzt.

Eine schwere Aufgabe war es für die

damaligen noch verbliebenen 12 Kameraden,

diese kleine Wehr zu einer schlagkräftigen

Freiwilligen Feuerwehr aufzubauen.

Von 1952 bis 1981

Die Waldbrandgefahr bestand nach wie

vor, und kleinere Brände konnten sich aufgrund

fehlender Löschfahrzeuge zu größeren

Bränden und Großbränden ausweiten.

Der Traum der Kameraden war ein Fahrzeug.

Im April 1953 sah der Wehrleiter bei

einem Besuch in der Abteilung Feuerwehr

Templin einen kleinen LKW, dessen Motor

defekt war und der verschrottet werden

sollte. Nach kurzer Verhandlung konnten

sich die Kameraden unserer Wehr diesen

LKW abholen. Nun begann unter schwierigen

Bedingungen die Instandsetzung des

Fahrzeuges. Im September desselben Jahres

wurde mit diesem Fahrzeug der erste

Einsatz gefahren.

Die Brandbekämpfung wurde durch die

mit dem Fahrzeug erreichte Verkürzung

der Wirkungsfrist bedeutend verbessert.

Durch Übungen, Schulungen und Auswertung

von Bränden verbesserten die Kameraden

die Taktik der Brandbekämpfung.

1954 wurde die Sirene auf dem Gerätehaus

montiert.

Im Januar 1856 trat ein neues, von der

Volkskammer beschlossenes, Brandschutzgesetz

in Kraft. Danach wurden die Löschgeräte

vom Volkseigentum in kommunales

Eigentum überführt und die Aufgaben,


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 11

����������������������������������������erwehren

neu festgelegt und bedeutend erweitert.

Die Stadt übernahm den von den Kameraden

aufgebauten LKW und ein TSA mit

Am 30.September 1956 war es soweit. Die

Wehr erhielt ein neues genormtes Löschfahrzeug

(LF-LKW-TS 8 mit STA). Das Alte

wurde abgezogen. Mit dem neuen LF stieg

die Einsatzkraft unserer Wehr bedeutend.

Der Mannschaftsbestand war aber nach

wie vor ungenügend. Es wurden von dem

Rat der Stadt und der Wehrleitung große

Anstrengungen unternommen, diesem abzuhelfen.

Es musste auch zum Mittel der

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gegriffen werden. Erfolge zeigten sich - der

Mannschaftsstand stieg langsam an.

Im Jahr 1962 betrug er 22 Kameraden.

TS 8. Alle andere Technik war abgezogen

worden. Im gleichen Jahr wurde der Wehrleiter

zum Lehrgang der Feuerwehr nach

Wittenberge delegiert.

1. Mai 1959

Durch Schulungen, Übungen und Lehrgangsteilnahme

in den Ausbildungskommandos

wurde der Ausbildungsstand der

Wehr angehoben. Die Dienstbeteiligung lag

bei 60 %.

Um die Sollstärke von 50 Mitgliedern zu erreichen,

wurde entsprechend dem Brand-

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zur Freiwilligen Feuerwehr gegründet und

die Ausbildung der Wehrleitung übertra-

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½ Jahren aufgelöst.

In der Mannschaftsliste der Freiwilligen

Feuerwehr werden die Namen Horst Berck-


12

ner, Günter Sellin, Otto Ehrhardt, Erich

Gothe, Leonhard Schmidt, Horst Jähnke,

Klaus Jähnke, Heinz Lüder, Gerd Lüder,

Horst Gladow, Roland Pluschke und Herbert

Siebert genannt.

1963 wurde auf dem Rathaus die zweite Sirene

installiert. Diese beiden Sirenen mussten

bei Alarm einzeln eingeschaltet werden,

was immer Verzögerung bedeutete.

Dem vorbeugenden Brandschutz wurde

immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

Wir steigerten unsere Kontrolltätigkeit auf

ca. 80 Kontrollen im Jahr. Um von der hohen

Ausrückezeit von 8 bis 10 Minuten herabzukommen,

wurde von der Wehrleitung

die politisch - ideologische Arbeit mit den

Kameraden verstärkt.

In der langjährigen Arbeit zeigten sich Erfolge.

1967 wurde die erste Kameradin in die

Wehr aufgenommen. Die Werbung neuer

Kameradinnen und Kameraden wurde mit

Erfolg weitergeführt und 1969 bestand eine

Frauengruppe in der Wehr. Diese übernahm

den vorbeugenden Brandschutz und

verbesserte die Kontrolltätigkeit. Es kann

hier eingeschätzt werden, dass die Arbeit

der Kameradinnen und Kameraden im vorbeugenden

Brandschutz auch in Lychen die

Anzahl der Brände gesenkt hat.

In der Wirkungsbereichsleitung arbeiteten

die Kameraden Erich Gothe als WBL, Horst

Jähnke und Leonhard Schmidt als Stellvertreter

und in der Wehrleitung die Kameraden

Klaus Jähnke als WL, Friedrich-

Karl Simon und Hans-Joachim Lischka als

Stellvertreter.

1970 traten die Kameraden Gothe und

Schmidt aus persönlichen Gründen aus der

Wehr aus. Wirkungsbereichsleiter wurde

der Kamerad Horst Jähnke und Stellvertreter

die Kameraden Wilfried Herwig und

Gerhard Herm. Später wurde der Kamerad

Herm durch die Kameraden Peter Seinwill

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

und Bernd Rackow ersetzt.

Eine der größten Bewährungsproben hatte

die Wehr am 19.01.1968 zu bestehen. Von

ihr mussten mit Hilfe der Bevölkerung 17

im Schneesturm stecken gebliebene Kraftwagen

freigeschaufelt und mehrere Verkehrswege

geräumt werden.

An dem Wettbewerb zur Anerkennung der

Leistungsstufen der Freiwilligen Feuerwehr

beteiligte sich auch unsere Wehr. Die Para-

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Für die Wehr galt es, das politisch-ideologische

Bewusstsein der Kameraden zu heben,

die Sollstärke zu erreichen und die Dienstbeteiligung

anzuheben. Zur besseren Schulung

war es nötig, einen Schulungsraum

zu schaffen. So bauten die Kameraden im

NAW das Dachgeschoss im Gerätehaus

zum Schulungsraum für 40 Personen aus

(Wert ca. 14 TM). Die Anstrengungen zur

Erreichung der Leistungsstufe führten zum

Erfolg.

Am 08.08.1971 wurde der Wehr beim Appell

auf dem Marktplatz die Leistungsstufe

II zuerkannt.

Auf dem Kreisausscheid 1971 in Flieth errang

die Wehr zwei zweite und einen dritten

Platz in der Wertung. Die Ausrückezeit

betrug 4 bis 6 Minuten und unser Fahrzeug

wurde 1973 mit Funk ausgerüstet. In der

Arbeitszeit war bei Alarm die volle Besetzung

des Fahrzeuges nicht immer gewährleistet,

da über 50 % der Kameraden ihren

Arbeitsplatz außerhalb von Lychen hatten.

Bei der Überprüfung der Wehr am

29.05.1975 vormittags, rückte das Löschfahrzeug

verspätet und unterbesetzt aus. In

der darauf folgenden Ratssitzung wurden

vom Rat der Stadt Maßnahmen beschlossen,

und somit 7 Bürger zum Dienst in der

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100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 13

wurden gleich in die Wehr integriert. Von

diesen Kameraden sind heute noch drei in

der Freiwilligen Feuerwehr tätig.

Zum 26. Jahrestag der DDR stellte die

Wehrleitung den Antrag auf Zuerkennung

der Leistungsstufe I. Die Sollstärke war erreicht,

die Dienstbeteiligung lag bei 75 %

der Ist-Stärke, die Ausrückezeit bei 4 Minuten.

Am 12.08.1975 wurde der Wehr ein Tanklöschfahrzeug

Typ TLF 15 übergeben. Nach

Abschluss der Überprüfung am 30.09.1975

durch den Bezirk hieß es: „Alle Parameter

erfüllt“! Am 17.10.1975 wurde der Wehr

beim Appell auf dem Marktplatz die Urkunde

vom Genossen Höpfner, Oberstleutnant

der Feuerwehr, überreicht. Dieser Appell

hat gezeigt, zu welchen Leistungen ein

gutes, geschlossenes Kollektiv fähig ist.

In der folgenden Zeit wurde zielstrebig an

Aufmarsch zur Auszeichnung „Leistungsstufe I“, 17. 10. 1975

der Festigung und dem Ausbau der erreichten

Leistungen gearbeitet.

Die Trockenperiode im Sommer 1976 stellte

hohe Anforderungen an unser Kollektiv.

Ständig befand sich in dieser Zeit am Tage

eine Wache im Gerätehaus, um in kürzester

Zeit ausrücken zu können. Diese Zeit

wurde genutzt, um eine Montagegrube im

Gerätehaus zu bauen. Es entstanden in dieser

Zeit viele Brände, aber zu einem großen

Waldbrand kam es durch das gewährleistete

schnelle Ausrücken des TLF 15 in unserem

Territorium nicht. Die meisten Brände

in dieser Zeit verursachten keinen größeren

Schaden. Durch die Zuführung des TLF

15 hatte sich die von der Wehr verfügbare

Pumpenkapazität verdreifacht. Es galt, nun

Varianten zu entwickeln und zu erproben,

um diese Pumpenleistung bei Einsätzen

mit den neuen Wasserauswurfdüsen N

200 und N 600 optimal einzusetzen. Das

bedeutete ein Umdenken und Lernen der


14

Kameraden für die Erprobung neuer Varianten

der Brandbekämpfung und die Überarbeitung

der Einsatzpläne.

Die Einführung der Löschverfahren mit

Schaum und Netzwasser in unserer Wehr

bereiteten einige Probleme. Das Neuererkollektiv

verbesserte den Zumischer Z 1,5

so, dass es mit ihm möglich war, 1.000 Liter

Wasser pro Minute bei 0,5 %-iger Zumischung

als Netzwasser auszuwerfen. Dieses

vom Neuererkollektiv entwickelte System

wurde vom Kreis anerkannt und prämiert.

Die Zusammenarbeit mit dem Rat der

Stadt, in den Jahren mit Klaus Jähnke als

Wehrleiter, wurde immer weiter verbessert.

Ein guter Ausdruck dieser Zusammenarbeit

war, dass der Bürgermeister oder ein

Vertreter des Rates der Stadt bei fast allen

Einsätzen anwesend waren.

Bei dem Kreisausscheid 1976 errang die

Wehr den 1.Platz in der Gruppenstafette

und 1977 die Brandschutzgruppe den 1.

Platz. Die Alarmierung der Wehr verbesserte

sich nach langen Verhandlungen mit der

Post durch die Schaffung einer zentralen

Auslösung der Sirenen und des Feuernotrufes

112 im Pförtnerhaus des Ölheizgerätewerkes.

Diese Stelle war rund um die Uhr

besetzt und dadurch verringerten sich die

Ausrückezeiten. Das Pförtnerkollektiv löste

diese Aufgabe vorbildlich und wurde dafür

auch ausgezeichnet.

In der zweiten Hälfte des Jahres 1977 ging

die Mannschaftsstärke der Wehr zurück.

Der Rat der Stadt entschloss sich, wieder

Bürger für den Dienst in der Freiwilligen

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der Stadt wurden für den Dienst auf drei

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Kamerden den Antrag, in die FFW aufgenommen

zu werden.

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

Im gleichen Jahr wurden fünf Kameraden

und zwei Kameradinnen aus der Gruppe

der Jungen Brandschutzhelfer übernommen,

die von Brandinspektor Horst

Jähnke seit 1971 ausgebildet und betreut

wurden. Es waren die Kameraden Reiner

Gottschalk, Dietmar Jähnke, Frank Döring,

Frank Pastow und Detlef Zander. In der

Frauengruppe, geleitet vom Stellvertreter

für VB Hans-Joachim Lischka, waren von

Anfang an die Kameradinnen Ursula Jähnke,

Frieda Reinwald, Gerda Humboldt,

Anneliese Bahlmann, Ilse Simon, Rosemarie

Voß, Christine Zych, Renate Szczasny,

Monika Herwig, Gerda Bock und Andrea

Mante. Ihre Tätigkeit bestand in der Arbeit

des vorbeugenden Brandschutzes (VB), wie

Kontrollen in Kindergärten, Verkaufsstellen,

im Wohnbereich usw.

Im IV. Quartal 1978 wurden unsere beiden

Löschfahrzeuge, das alte LF-LKW-TS

8 mit TSA gegen ein neues LF 8-LKW TS

8 mit STA und das TLF 15 gegen ein TLF

16 W 50 ausgetauscht. Vor den Kameraden

stand nun die Aufgabe, sich mit der neuen

Technik, insbesondere den dazu gelieferten

Druckluft-Atemschutzgeräten (DLA) und

den neuen Pumpen einzuarbeiten. Beim

Kellerbrand im Januar 1979 wurden erstmals

die DLA eingesetzt. Bedingt durch die

neuen großen Fahrzeuge wurde das Gerätehaus

zu eng und ein Anbau erforderlich.

1980 wurde dieser begonnen und die Kameraden

leisteten dafür ca. 800 Stunden.

Für diese Leistungen bekam die Wehr am

01.05.1981 die „Mach mit“-Plakette verliehen.

Im Jahr 1978 entschloss sich die Wehr,

dem Aufruf um den Titel „Vorbildliche Feuerwehr“

anzuschließen. Bei der Überprüfung

am 28.02.1979 wurden alle Parameter

durch die Wehr erfüllt. So erfolgte am Vorabend

des 01.Mai 1979 die Verleihung des


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 15

Titels. Aber bereits im Jahre 1982 musste

dieser wieder verteidigt werden.

Im Jahr 1981 waren 60 aktive Kameradinnen

und Kameraden in der Wehr. Davon

waren:

22 Angehörige 10 Jahre,

10 Angehörige 20 Jahre und

3 Angehörige 30 Jahre

im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr.

Teil ihrer Freizeit für den Dienst in der

Wehr gaben.

Der 75-jährige Gründungstag der Lychener

Feuerwehr wurde am 12.09.1981 im VEB

Formschaum feierlich begangen. Bereits

am Vormittag um 10.00 Uhr fand ein Appell

auf dem Marktplatz statt. Am Nachmittag

erfolgte ein Umzug durch die Stadt

mit anschließender Schauübung der Wehr,

bei der auch die Handdruckspritze zum

21 Kameradinnen und Kameraden tragen

���� ���������������� ���� ��������������spange

der Freiwilligen Feuerwehr. Fünf

Angehörige wurden für ihre Arbeit in der

FFW als Aktivist geehrt. Ein Kamerad ist

Träger der „Verdienstmedaille der Brandschutzorgane“.

In den bewegten Jahren des

Bestehens der FFW gab es immer Kameradinnen

und Kameraden, die einen großen

75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen, September 1981

Einsatz kam. Diese war wieder in liebevoller

Kleinarbeit durch die Kameraden Horst

Gladow und Burkhard Schönefuß instand

gesetzt und restauriert worden.

Von 1982 bis 2006

Am 18.10.1986 wurde die Wehr mit der

Verdienstmedaille der Brandschutzorgane

ausgezeichnet.


16

Mit der Wende 1990 hatte die Wehr folgende

Ausrüstung:

1 TLF 16-W 50

1 LF 8 LKW mit STA auf LO Basis

1 KLF TS 8-B 1000

1 Krad

1 SBA 450

1 PG 250

Ebenfalls mit der Wende wurde die gesamte

Struktur der FFW verändert. So wurde die

bestehende Brandschutzeinheit aufgelöst.

Eine Wirkungsbereichsleitung war nicht

mehr nötig. Die bestehende Kontrollgruppe

Im September 1990 trat die FFW Lychen

dem neu gegründeten Kreisfeuerwehrverband

Templin e.V. bei. Dieser wurde in den

späteren Jahren durch die anderen Altkreise

Prenzlau und Schwedt zum Feuerwehrverband

Uckermark e.V. umgewandelt. Der

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

„Vorbeugender Brandschutz“ unter Leitung

des Kameraden Wilhelm Zebitz stellte ihre

Arbeit ein. Nach den Gesetzen der Bundesrepublik

waren diese Dinge nicht mehr er-

���������������������������������������������

Bevölkerung waren von Stund an aufgehoben.

Die Feuerwehr musste sich nun neu

orientieren. Es mussten Dienstpläne für die

Aus- und Weiterbildung erarbeitet werden.

Dazu gehörte auch die Anschaffung anderer

Dienstuniformen nach bestehenden

DIN-Vorschriften.

Verleihung der „Verdienstmedaille der Brandschutzorgane“, 18. 10. 1989

Altkreis Angermünde hatte bereits seinen

eigenen Verband gegründet.

Im Frühjahr 1992 schied Klaus Jähnke nach

41 Dienstjahren als Wehrführer aus Altersgründen

aus. Als neuer Wehrführer wurde

Horst Jähnke gewählt. Seine Stellvertreter


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 17

waren Detlef Zander und Gerhard Paul.

Im Mai 1992 wurde der FFW Lychen in

Potsdam ein LF 16/Mercedes feierlich

übergeben. 28 Fahrzeuge gleicher Typen

wurden vom Bund an verschiedene Wehren

im Land Brandenburg in Dienst gestellt.

Der LF 16/Mercedes sollte auch im

Katastrophenschutz des Landkreises seine

Aufgaben erfüllen helfen.

Am 04. Juli 1992 fand der 2. Kreisfeuerwehrtag

in Lychen statt. Zu diesem Anlass

wurde u. a. eine Schauvorführung verschiedener

Wehren am Objekt: -Lychener

Mühle- durchgeführt. Die im gleichen Jahr

zugeführten Schneid-, Spreiz- und Hebegeräte

wurden ebenfalls dort im Einsatz gezeigt.

Wir mussten auch im gleichen Jahr erstmals

eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen

befreien. Dies ist in den Nachfolgejahren

leider kein Einzelfall geblieben.

Im Oktober 1992 übernahm der Kamerad

Wilhelm Zebitz die Leitung der Jugendarbeit

mit Unterstützung von Karsten Jähnke

als sein Stellvertreter. Damit wurde aus

den „Jungen Brandschutzhelfern“ die Jugendfeuerwehr

gegründet. Die Arbeit mit

den „Jungen Brandschutzhelfern“ von 1981

bis zu diesem Zeitpunkt leitete Klaus Jähnke.

Die Jugendarbeit musste nun von 1992

an nach neuen Richtlinien durchgeführt

werden. Dazu war auch eine weitere Qua-

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Jugendlichen wurde nach und nach DINgerechte

Dienstbekleidung angeschafft.

Mit der Bildung des Brandschutzgesetzes

für das Land Brandenburg wurden u. a.

Amtsbrandmeister für die Feuerwehren des

Amtes gefordert. In dieses Amt wurde 1994

Marko Egler berufen, Stellvertreter wurde

der Kamerad Burkhard Acksel aus Beenz.

1996 begannen die ersten Planungen für

den An- und Ausbau des alten Gerätehauses

mit drei neuen Stellplätzen. Diese Planung

wurde leider wegen des Denkmalschutzes

verworfen. Im etwa gleichen Zeitraum erfolgte

die Umrüstung des B 1000 als Vorausrüstwagen.

Die zuvor auf einem PKW-

Hänger montierten Rettungsgeräte wurden

in dem B 1000 eingebaut.

Von 1992 an wurde kontinuierlich entsprechend

der bereitgestellten Mittel des Amtes

Lychen die Ausrüstung der Kameraden

der Wehr verbessert. DIN-Norm gerechte

Einsatzbekleidung, Hakengurte, Helme

und Schuhwerk wurden angeschafft.

Dazu kamen noch neue Atemschutzgeräte

und die entsprechenden Schutzmasken.

Zur Alarmierung der Kameraden wurden

Rufmeldeempfänger (Pieper) zum Einsatz

gebracht. Damit war die Wehr zum damaligen

Zeitpunkt zum größten Teil auf dem

neuesten Stand.

Anfang 1994 nahm die JF Lychen einen TS

8 Anhänger in Betrieb. Damit war man unabhängig

von den Einsatzfahrzeugen, denn

Übungsmaterial von anderen Fahrzeugen

brauchte nicht mehr entnommen werden.

Glückliche Umstände verhalfen zu einer

Beschriftung des Anhängers.

Das 90-jährige Bestehen der Lychener Feuerwehr

wurde bereits am 30.06.1996 mit

einer Schauübung rund um den Marktplatz

eingeleitet. Das leer stehende „Ratseck“

diente als Übungsobjekt. Im Anschluss daran

zeigte die „Familie Feuerfraß“ mit ihrem

Handwagen einen besonderen Löscheinsatz.

Diese Schaueinlage war der Vortrag

der Jugendfeuerwehr, welche auch am

07.09.1996 Ausrichter des Jugendfeuerwehrtages

in Lychen war. Mit dem Umzug

der teilnehmenden Wehren zum Sportplatz

am Weinberg wurde diese Veranstaltung


18

eröffnet. Die Lychener JF belegte mehrere

vordere Plätze. Ansonsten war der 90. Jahrestag

bereits am Vortag in der Gaststätte

„Waldesruh“ feierlich begangen worden.

Zwei harte „frostige“ Brände waren am Jahresende

noch zu bekämpfen. Das Wohnhaus

Wenghöfer und ein Brand in Kastaven

verlangten große Einsatzbereitschaft.

Die Dienstlaufbahnordnung für Feuerwehren

des Landes Brandenburg schreibt vor,

dass die Wehrführung für 6 Jahre berufen

wird. Sie schreibt auch vor, dass die Kameraden

mit Vollendung des 65.Lebensjahres

aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr ausscheiden

und in die Alters- und Ehrenabteilung

übernommen werden.

Auf der Jahreshauptversammlung am

13.02.1998 wurde eine neue Wehrführung

gewählt. Gerhard Paul wurde neuer Wehrführer.

Horst Jähnke hatte aus Altersgründen

sein Amt niedergelegt und schied damit

aus dem aktiven Dienst aus. Die Alters- und

Ehrenabteilung wurde am 17.11.1998 gegründet,

deren Vorsitzender Horst Jähnke

wurde. Stellvertreter des neuen Wehrführers

wurden die Kameraden Wilfried Herwig,

Bernd Rackow und Detlef Zander. Die

Kameraden Wilhelm Zebitz und Karsten

Jähnke waren weiterhin für die Jugendarbeit

verantwortlich.

Bedingt durch die Hilfe der Lychener Feuerwehr

beim Großbrand eines Hotelkomplexes

in Fürstenberg 1998 sowie der Gasleitungshavarie

2003 in Steinförde besteht

mit der Feuerwehr Fürstenberg eine gute

nachbarschaftliche Zusammenarbeit.

Auch der Nachbarkreis Mecklenburg-Strelitz

würdigte die Hilfeleistung der Lychener

Feuerwehr bei einem Waldbrand in Laeven

und Hasselförde.

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

Die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr

wurde am 03.05.1998 in Prenzlau durch

die JF Lychen und Retzow zum ersten Mal

erworben. Dies war aber nur durch die verbesserte

Jugendarbeit möglich.

In den folgenden Jahren wurde immer

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der Kameraden gelegt. Lehrgänge für

Gruppen- und Zugführer wurden in Eisenhüttenstadt

absolviert.

Anfang September 1999 unternahmen die

Kameraden mit ihren Ehepartnern eine

Busfahrt nach Paris. In den drei Tagen ihres

Aufenthaltes besuchten sie eine Feuerwehreinheit

in der Innenstadt von Paris

sowie die Flugplatzfeuerwehr auf dem

Flughafen „Orly“. Durch eine Schiffs- und

Stadtrundfahrt bekam man einen guten

Überblick von den bekannten Sehenswürdigkeiten

der französischen Hauptstadt.

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lange in guter Erinnerung bleiben

Das Jahr 2000 war von vielen Höhepunkten

der FFW Lychen geprägt. Zunächst wurde

eine Neuwahl des Amtsbrandmeisters notwendig.

Für weitere sechs Jahre wurde der

Kamerad M. Egler wieder gewählt, als sein

Stellvertreter der Kamerad Bernd Rackow.

Am 08.07.2000 war die Lychener JF Ausrichter

für die Leistungsspangenabnahme.

Mehrere JF-Mannschaften der Uckermark

���������������������������������������tionen

auf dem Sportplatz „Weinberg“ abzulegen.

Die drei Mädchen und sieben Jungen

der JF Lychen und Retzow schafften es

auch, die Leistungsspange zu erringen.

Eine symbolische Grundsteinlegung für ein

neues Gerätehaus erfolgte am 04.09.2000.

Ein Teil des Gebäudes des ehemaligen Si-


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 19

rokko-Gerätewerkes Lychen sollte als neuer

Standort für die FFW Lychen umgebaut

werden. Durch nicht genügend bereitgestellte

Geldmittel dauerte es aber noch einige

Zeit bis zur Fertigstellung.

Im November 2000 unternahmen die JF

und die Alters- und Ehrenabteilung eine

Exkursion in das EKO-Stahlwerk nach Eisenhüttenstadt.

Vorher wurde das örtliche

Feuerwehrmuseum und die Betriebsfeuerwehr

des EKO besichtigt .

Zeitgleich wurde durch die Kameraden der

Wehr das LF 8-LO zum Vorausrüstwagen

umgebaut und damit erfolgte eine Ausmusterung

des B 1000.

Am 19.12.2000 konnte die Wehr einen neuen

Mannschaftstransportwagen vom Typ

VW in Betrieb nehmen. Er wird jetzt als

Grundsteinlegung zum neuen Gerätehaus, 4.9.2000

Einsatzleitwagen (ELW) genutzt.

Auf der Jahreshauptversammlung im Jahr

2001 wurde noch einmal deutlich gemacht,

welche Leistungen von den Kameraden

hauptsächlich während ihrer Freizeit für die

Bevölkerung der Stadt und die angrenzenden

Gemeinden weitestgehend kostenlos

��������� �������� ������ ������������ ������übernahme

wird in Form von Einsatzleistungen,

Ausbildung, Schulungs- und Wartungsarbeiten

erbracht. Der Dienst und der

Einsatzablauf einer örtlichen Freiwilligen

Feuerwehr richten sich nach eindeutigen

gesetzlichen Regelungen und amtlichen

Rechtsvorschriften. Die Hauptgrundlage

ist nach wie vor das Brandschutzgesetz des

Landes, weitere gesetzliche Erlasse der Landesregierung,

wie z.B. das Gesetz über den

Rettungsdienst oder die Laufbahnordnung


20

in den FFW sowie die Rechtsvorschriften

über einheitliche Dienstdurchführung und

Ausbildung in den Wehren. Die Kameraden

müssen befähigt werden, im Einsatz

sicher aufzutreten, schnell die Gefahr zu

erkennen und danach zu handeln, um Leben

nicht nur zu retten, sondern auch die

eigene Gesundheit nicht zu gefährden.

Durch den Neubau eines Feuerwehrtechnischen

Zentrums (FTZ) in Prenzlau war es

nun auch möglich, den Einsatz mit Druckluftatemgeräten

zu üben. In einem Pilotlauf

nutzten die Kameraden die dortige vorhandene

Übungsstrecke zur Überprüfung ihrer

absoluten Leistungsfähigkeit, wobei mancher

ins Schwitzen geriet.

Ausrichter, aber selbst nicht Teilnehmer,

war die Lychener JF am 12.05.2001. Der

Landesausscheid im Bundeswettbewerb

Teil A und B der JF fand auf dem Sportplatz

„Weinberg“ statt. Unter besten Bedingungen

erzielten die Teilnehmer sehr gute

Ergebnisse.

95 Jahre FFW Lychen waren ein Grund

zum Feiern in der Sporthalle Hohenlychen.

Mit einem Kulturprogramm und Auszeichnungen

wurde der Tag würdig begangen.

Leider wurde in diesem Jahr das neue Gerätehaus

(im ehemaligen Sirokko-Gerätewerk)

auch noch nicht fertig und alle Hoffnungen

wurden auf 2002 vertagt. Auch im

Jahr 2002 warteten alle vergebens und es

konnte nicht fertig gestellt werden. Während

des ganzen Jahres wurde daran gebaut,

denn die andere Hälfte des Gebäudes

sollte als Gewerbebereich genutzt werden.

Die erforderlichen Geldmittel kamen dann

doch noch, zwar zögerlich, aber es deutete

sich eine Endfertigung des Gebäudes für

2003 an.

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

Durch den Landrat der Uckermark wurden

die Kameraden Wilfried Herwig für 40

Jahre und der Kamerad Otto Ehrhardt für

50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr

geehrt.

Als besonderer Einsatz, von 34 Einsätzen

im Jahr 2002, war die Brandbekämpfung

der Müllkippe in Pinnow bei Angermünde

gemeinsam mit anderen Wehren der

Uckermark zu verzeichnen.

Mit den Problemen Personalbestand,

Dienstbeteiligung und Nachwuchs in und

für die Feuerwehr gibt es auf jeder Jahreshauptversammlung

verschiedene Auslegungen.

Wie ein roter Faden zieht sich

diese Problematik durch die jährlichen Rechenschaftsberichte.

Zum Jahresende deutete sich ein Umzug

vom alten in das neue Gerätehaus zum

Frühjahr 2003 an. Es begannen die Vorarbeiten

für den geplanten Umzug. Die Räumlichkeiten

wurden aufgeteilt, denn es war

plötzlich genügend Platz vorhanden, den

man nun möglichst effektiv nutzen wollte.

Mit einem großen Umzug erfolgte dann

am 28.02.2003 der Einzug in das neue Gerätehaus

in der Beenzer Landstraße. Alle

waren glücklich, so ein großes, geräumiges

Gebäude als neues Feuerwehrhaus in Besitz

zu nehmen. Mit dem Vorhandensein

des neuen Gebäudes ergab sich eine bessere

Möglichkeit für die Unterbringung

der Fahrzeuge, auch für die Weiterbildung

der Kameraden der Feuerwehr und der

Jugendfeuerwehr wurde damit bestens gesorgt.

Darüber freute sich Gerhard Paul als

derzeitiger Wehrführer besonders.

Was bis zu diesem Zeitpunkt keiner wusste:

Es sollte noch ein besonderes „einsatzfreudiges“

Jahr werden. Ende 2003 waren 68

Einsätze registriert worden. Davon waren


100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen 21

acht überörtliche Brandeinsätze sowie 35

Einsätze als Sturmschäden. Am 18.08.2003

zog ein Minitornado von Himmelpfort über

die Neuländer zum Nesselpfuhl hinweg.

Übrig blieb ein Chaos von umgestürzten

und abgebrochenen Bäumen. Durch den

Umbau des Angelberges sowie dessen

Sperrung mussten die Feuerwehren Templin

und Annenwalde den oberen Teil von

Lychen (Hohenlychen) beräumen und sichern.

In dem Stadtbereich bekam die Lychener

Wehr Unterstützung durch die Fürstenberger

Feuerwehr. Mit ihrer Drehleiter

wurden noch am nächsten Tag gefährliche

Sturmschäden beseitigt.

Da die Rettungswache im „Scheunenviertel“

noch nicht fertig war, hatte man sie

aufgrund der Bauarbeiten am Angelberg

mit im Gerätehaus untergebracht. Es war

das Jahr der Herausforderungen und auch

das neue Gerätehaus hatte seine „Feuertaufe“

bestanden.

Bei der JF ging es etwas ruhiger zu. Der

Besuch eines Footballspieles im Olympiastadion

in Berlin sowie das dreitägige Zeltlager

in Brüssow waren die Höhepunkte des

Jahres.

Für das Jahr 2004 war wieder eine neue

Wehrführung zu bestimmen, da der Kamerad

Gerhard Paul aus Altersgründen (65

Jahre) sein Amt als Wehrführer abgeben

musste. Nach einer neuen Weisung des

Innenministers gibt es nur noch ab zwei

Löschzügen einen Wehrführer. Da die Lychener

Feuerwehr nur einen Löschzug hat,

wurde der Kamerad Detlef Zander zum

Löschzugführer ernannt und seine Stellvertreter

wurden die Kameraden Michael Jänsch

und Wilfried Herwig. Ebenfalls wurde

durch die Zusammenlegung der Lychener

Ortsteile Beenz, Rutenberg und Retzow zur

Stadt Lychen aus dem Titel „Amtsbrandmeister“

jetzt ein „Stadtbrandmeister“.

Für seine besonderen Verdienste in der

Feuerwehr erhielt der Kamerad Gerhard

Paul im Jahr 2004 das Ehrenzeichen der

Feuerwehr in Silber.

Sicherlich war die Entscheidung zur Auflösung

der Beenzer Feuerwehr nicht leicht

gefallen. Aber zwingende Gründe, nach

der Feuerwehrdienstvorschrift, waren ausschlaggebend,

den noch vorhandenen Personalbestand

und die Einsatztechnik in den

Löschzug Lychen zu integrieren. Leider ist

der Fahrzeugbestand der Lychener Wehr

auch nicht mehr der jüngste. Das TLF 16

und der LO sind mit über 30 Jahre schon

Oldtimer. Die Preise für die komplette

Einkleidung eines Kameraden nach EU-

Richtlinien werden auch immer höher. Vor

Jahren haben 1.000,- DM gereicht, mittlerweile

sind es jetzt 1.500,- Euro für die persönliche

Schutzausrüstung.

Auch im Jahr 2004 war die JF im Zeltlager

in Brüssow. Mit fünf Leistungsspangen und

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nach drei Tagen wieder zurück. Im Oktober

2004 wurde noch durch die JF Lychen

der Bundeswettbewerb Teil A und B für die

Uckermark ausgerichtet. Lychens Jungen

und Mädchen belegten dabei den 1. Platz

und waren somit berechtigt, am Landesausscheid

teilzunehmen.

Zu einem gemütlichen Beisammensein hatte

zum Jahresende die Alters- und Ehrenabteilung

eingeladen, deren Mitgliederzahl

sich stetig erhöht.

Ein Eisunfall im März 2005 war Auslöser

zur Anschaffung eines Rettungsbootes. Drei

Kameraden hatten unter Einsatz ihres eigenen

Lebens einen „Eiswanderer“ aus dem


22

Wurlsee geborgen. Diese drei Kameraden

wurden für ihren selbstlosen Einsatz durch

das Land Brandenburg mit der Lebensrettungsmedaille

geehrt. Da das Schlauchboot

der Lychener Wehr schon ziemlich marode

war, machte es sich unbedingt notwendig,

etwas Neues anzuschaffen. Am 16.12.2005,

bei einem mächtigen Schneegestöber, erfolgte

die Übergabe eines Mehrzweckrettungsbootes

an die Lychener Wehr durch

Vertreter des Landkreises Uckermark und

der Sparkasse Uckermark. Die Lebensretter

des „Eisunfalls“ Hilmar Alexandrin,

Dietmar Seinwill und Mario Wiegand durften

zuerst mit dem Boot einige Runden auf

dem Oberpfuhl drehen. Gesteuert wurde es

von „Kapitän“ Burkhard Schönefuß. Dank

der Unterstützung durch die Sparkasse

Uckermark und der Stadt Lychen war diese

Anschaffung nur möglich gewesen. Somit

war die nächste Bootsrunde für die Sponsoren

gedacht.

Die Einsätze im Jahr 2005 waren etwas

zurückgegangen. Nur die JF hatte mächtig

viel Stress. Eine Teilnahme am Landesausscheid

im Bundeswettbewerb Teil

A und B in Birkenwerder verlangte doch

schon etwas mehr Arbeit. Am 28.05. und

29.05.2005 war für zwei Tage harter Kampf

angesagt. Der 4.Platz war der Lohn für alle

Anstrengungen und Aufregungen. Bevor es

in die Sommerferien ging, unternahm die

JF eine Exkursion nach Finow (Flugplatz),

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und zum Schluss erfolgte noch ein Besuch

der Feuerwehr in Angermünde.

Im November trafen sich die Mitglieder der

Alters- und Ehrenabteilung im Gerätehaus,

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen

um bei einem gemütlichen Beisammensein

den Jahresausklang zu feiern. Dabei wurde

die Anschaffung einer Feuerwehrtraditionsfahne

angeregt. Dieser Vorschlag traf

bei allen Anwesenden, auch beim Bürgermeister,

Herrn Klemckow, auf eine große

Resonanz.

Für das 100-jährige Bestehen der Lychener

Feuerwehr im Jahr 2006 hatte man bereits

im Vorjahr (2005) mit den ersten Vorbereitungen

begonnen. Eine Gruppe wurde für

die Gestaltung der Festschrift ausgewählt,

eine andere ist für das Veranstaltungsprogramm

verantwortlich. Im Januar 2006

wurden die ersten Ergebnisse ausgewertet

und Termine festgelegt. g g So soll am

05.08.2006 der Lychener ychener

Bläsertag zusammen en mit

der Lychener Feuerwehr uerwehr

gestaltet werden. Jeder der wird

an diesem Tag abwechselnd echselnd

ein Programmteil teil

von Musik und Feueuerwehrarbeit zeigen. gen.

Auf dem Festplatz am

Stadtsee wird dazu u ein

kleines Volksfest für ür

Jung und Alt durchhgeführt.

Der eigentntliche Gründungstag g

(08.09.1906) soll l

am 09. September r

2006 im Gerätehaus s

der Lychener Feuer- r-

wehr würdig began-

gen werden.

Es ist zu hoffen und zu wünschen, dass Sie damit als Leser einen kleinen Einblick

in die vergangenen 100 Jahre zur Geschichte der Lychener Feuerwehr

erhalten haben !


1248 Zeittafel - FFW-Lychen 1847

1248 Am 23. Januar gründete Markgraf Johan I. die Stadt Lychen.

1250 Bau der Kirche und der Stadtmauer.

1633 Am 3. Februar vernichtete ein Feuer den größten Teil der Stadt.

1684 zerstörte ein weiterer Großbrand fast alle Häuser und die Kirche der Stadt. Lediglich 17

Häuser sind noch bewohnbar.

1732 Am 20.04. kommt es zum 3. Großbrand innerhalb von 100 Jahren. Der Brand vernichtete

in der Stadt 114 Häuser, 11 Scheunen und das hölzerne Rathaus.

König Friedrich Wilhelm I. schenkte der Stadt 22526 Taler und 8 Groschen zum

Wiederaufbau.

Stadtplan von Lychen nach dem Brand im Jahre 1732

1747 bis 1749 wurden das Rathaus, 162 Häuser und 27 Scheunen aufgebaut. Vorher wurde die Stadt

neu vermessen und breitere, gerade Straßen angelegt.

Die Ausrüstung der Feuerwehr: 11 Brunnen,

3 große Spritzen,

180 kleine Spritzen,

95 lederne Feuereimer,

7 Wasserkufen

1797 Beim Brand am 11.04. bewährte sich die Technik. Der Brand wurde auf ein Haus beschränkt.

Ein Großbrand wurde durch den Einsatz der Löschgeräte verhindert.

1847 bis 1857 eine Reihe von Scheunenbränden – Frage der Brandstiftung?


1851 Zeittafel - FFW-Lychen 1911

Stadtplan von Lychen um 1760, Straßenführung nach dem Wiederaufbau

1851 brannte die Schule ab

1854 erhielt die Feuerwehr (Pflichtfeuerwehr) eine „Saugspritze ganz neuer Konstruktion“ – der

Wasserkasten hält 40 Eimer Wasser. Sie wird von 12 Mann bedient. Es ist die 508. Spritze der

Firma Lutze Berlin.

1857 brennt die Mühle vor dem Templiner Tor

1905 Im Frühjahr Brand im Renschen Haus Stargarderstraße mit 3 Toten - 2 Erwachsene und 1 Kind.

Dieser Brand war der Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Die

Gründungsverhandlungen dauerten über ein Jahr.

1906 Am 8. September wurde dann die Freiwillige Feuerwehr im Hotel Zyplinski (jetzt Zentralhotel)

gegründet. Erster Vorsitzender wurde der Bürgermeister Bachhuber, der Initiator der Gründung.

19 Männer erklärten ihren Eintritt. Oberführer der Wehr wurde der

Bezirksschornsteinfegemeister Gottlob Neumann, sein Stellvertreter Rentier F. Steinbrückner,

Spritzenführer der Hotelbesitzer Ziplinski.

1908 Lychen erhält eine zentrale Wasserversorgung.

1911 Lychen wird an das E-Netz angeschlossen.


1914 Zeittafel - FFW-Lychen 1931

1914 erhält die Wehr eine neue Handdruckspritze (Koebe Luckenwalde) – Sie wird am 05.10.1914

feierlich in Dienst gestellt.

1919 Im November legten der Oberführer Kam. G. Neumann und ein Stellvertreter F. Steinbrückner

ihre Ämter nieder. Neuer 1. Brandmeister wird der Bötchermeister Kam. Ludwig Bischoff, 2.

Brandmeister der Buchdrucker Kam. Karl Nick, Steigerführer der Klempnermeister Kam.

Wilhelm Carls, der Spritzenführer wird der Schlossermeister Fritz Krüger.

1921 Am 11.09. tritt die Freiwillige Feuerwehr Lychen dem neu gegründeten Feuerwehrverband

Templin e.V. bei. Damit gehört die FFw. Lychen zu den Gründern des Verbandes.

Großfeuer im Dampfsägewerk Barnewitz - größter Brand seit der Gründung der Wehr,

Zahlreiche Nachbarwehren kommen zum Einsatz.

1923 Brand des Hauses „Weidner“ Stargaderstraße.

1924 erhält die FFw. eine mechanische Leiter – Steighöhe 18m. Sie wurde von der Feuerwehr Berlin –

Lichterfelde gekauft.

Die Ausrüstung der Wehr mit der Leiter:

2 Handdruckspritzen,

1 Mannschaftswagen, Pferde bespannt,

1 Hydranten und Schlauchwagen Handzug,

2 Wasserwagen,

ca. 250 m Hanfschlauch,

4 Hakenleitern,

1 Anlegeleiter und div. kleine Gerätschaften

1925 wurde die Sirene beschafft und auf dem Rathaus aufgestellt.

Von den Heilanstalten erhielt die Wehr einen 25m langen Rettungsschlauch.

1926 Am 08.09. fand der 5. Kreisfeuerwehrtag in Lychen statt. Zum Verbandstag waren 600

Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren in Lychen. An diesem Tag feierte die FFw. Lychen ihr

zwanzigstes Bestehen.

Eine 9m lange Schiebeleiter wurde in Dienst gestellt.

1929 Die Stadt beschafft für die Wehr eine Lafettenmotorspritze mit einer Leistung von 1000L/min.

von der Firma „Ewald“ Küstrin.

Die Handdruckspritze von 1858 wird im neuen Ortsteil stationiert. Der Ortsteil liegt ca. 6km von

Lychen entfernt und ist nur über Waldwege zu erreichen.

Wechsel in der Wehrführung: Der Wehrführer Kam. L. Bischoff und sein Stellvertreter Kam. Nick

treten aus Altersgründen zurück. Neuer Wehrführer wird der Kam. Fritz Krüger, sein

Stellvertreter der Schneidermeister Kam Fritz Oldenburg.

1930 Die Technik der Wehr ist auf 5 Standorte verteilt: im Fürstenberger Tor, im Gebäude auf dem

Feuerwehrplatz an der Kienofenpromenade, im Gebäude am Stargarder Tor, in einem

angemieteten Raum im Chors-Stift, im Ortsteil Küstrin die alte Handdruckspritze.

1931 Bau des Gerätehauses am Stargarder Tor mit 4 Einstellplätzen und einem Schlauchtrockenturm.

Das Haus wurde nach einer Bauzeit von 55 Tagen am 06.09. der Freiwilligen Feuerwehr

übergeben.

Am 05. und 06. 09. findet der X. Feuerwehrverbandstag in Lychen statt.


1932 Zeittafel - FFW-Lychen 1948

1932 Die Wehr erhält ihr 1. Löschfahrzeug, einen offenen Mannschaftswagen als Zugfahrzeug für die

Lafettenspritze.

1935 Am 11.06. Feuerwehraufmarsch in Lychen – 655 Teilnehmer

1937 Am 01.01. sind 44 Kam. Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lychen.

1939 4 große Waldbrände im Raum Ravensbrück – Alt Thymen. Am 11.06. wurden allein 30 ha Wald

vernichtet.

12.06. Teilnahme am Feuerwehraufmarsch in Zehdenick.

Am 22. und 23.03. Großfeuer durch Blitzeinschlag im Forstgehöft Küstrinchen – Stallgebäude

und Scheune.

Erfolgreicher Einsatz zum Schutz der Nachbargebäude

1940 Am 18.11. Brand in der Tischlerei Hans Jähnke. Ein Übergreifen auf andere Gebäude wurde

verhindert.

1942 legte der Kam. F. Krüger aus Krankheit sein Amt als Wehrführer nieder. Neuer Wehrführer

wurde der Kam. F. Oldenburg.

Gerätestand der Wehr : 1 LF 15 Maybach,

1 WTW Aufbau Fa. Suhr Zehdenick,

1 schwerer PKW,

1 TSA mit TS 8 ,

1 1000 Ltr. Lafettenspritze Fa. Ewald,

1 AL 20 Fa. Magirus ,

1 Handruckspritze Baujahr 1914.

Gemäß Rundschreiben Nr. 13 vom 16.06.1943 des Abteilungsführer Feuerwehr ist die FFw

Lychen mit einer Löschgruppe und LF15 in die Feuerwehrbereitschaft eingegliedert. (in der

Folge mehrere Einsätze in Berlin)

1943 06.03. Luftangriff auf Templin. Einsatz:1 Zug mit 2 Löschgruppen, 35 Mann mit 845 Einsatzstunden.

Brandbekämpfung: Rühlstr. 11- 13

Sommer: Brandbombenabwurf Ortsteil Spring, 3 Gebäude getroffen. Am Haus Schönfeld, letzter

Einsatz der Handruckspritze (aus dem Baujahr 1914)

1944 4. Mai Großbrand der Stadt Lychen durch Kriegseinwirkung. Zwei Drittel der Innenstadt und das

Rathaus brennen ab. Die Stadt war zum Zeitpunkt von der Bevölkerung verlassen und dadurch

konnte sich der Brand ungehindert ausbreiten!

1945 Im Juni beginnt der Wiederaufbau der Wehr durch den Kam. F. Oldenburg.

An Technik verblieben in der Wehr: 2 TS 8 defekt,

die AL 20 ohne Räder

ca.400 m Hanfschlauch,

die Handdruckspritze von 1914.

Das LF 15 wurde beschlagnahmt, abgezogen und zum LKW umgebaut. Alle andere Technik ist

verschollen.

1948 Im Juni mussten alle Kameraden die in der Nazi–Partei waren, ausscheiden. Neuer Wehrleiter

wurde Kam. Karl Baase.


1949 Zeittafel - FFW-Lychen 1971

1949 Wechsel der Wehrleiter: 1948 - 1949 Kam. Karl Baase,

1949 - 1950 Kam. Otto Collin,

1950 - Oktober 1951 Kam. Arno Marufke

ab Oktober Kam . Klaus Jähnke

1950 Die Wehr zählt nur noch 12 Kameraden.

1951 Im Wettbewerb der Feuerwehren Land Brandenburg errang das FDJ-Aktiv der Wehr Lychen den

ersten Platz. Eine Gruppe der FFw. Lychen fährt zu den Weltfestspielen der Jugend im August

nach Berlin.

Am 29.08. Großfeuer im Sägewerk Hohenlychen - 8 Wehren im Einsatz. Die Kameraden müssen

mit dem Ausrücken warten, bis ein LKW zum Transport von Mannschaft und Technik bereit

stand - wertvolle Zeit ging verloren!

1953 Ein kleiner LKW Typ Renault wird von den Kameraden fahrbereit hergestellt und im Herbst als

MTW mit TSA eingesetzt.

Verheerende Waldbrände im gleichen Jahr zwischen Tangersdorf und Fürstenberg. Am 27. April

wird ein Baumbestand von 16 Jagen vernichtet!

1954 Aufbau der ersten Sirene nach 1945 auf dem Turm des Gerätehauses.

1955 Die TS 8-Flader wird generalrepariert.

1956 Technik der Wehr: 1 MTW,1 TSA mit TS 8, ca. 440 m B-Schlauch gummiert und ca. 300 m

Rohhanfschlauch.

Am 31.10. erhielt die Wehr ein genormtes Löschfahrzeug aus der Neuproduktion - 1 LF-LKW

(Robur) mit TS 8 und STA. Der MTW und das TSA wurden abgezogen.

1958 Neukauf von 20 B-Schläuchen, gummiert.

1959 Neukauf einer TS 8 Einheitspumpe.

Berufung der Wirkungsbereichsleitung des Wirkungsbereiches Lychen. Leiter wird der Kam. Bm.

E. Gothe, seine Stellvertreter werden Kam. Bm. Horst Jähnke und Lm. Leonhard Schmidt.

1960 Bildung einer Pflichtfeuerwehr neben der FFw.

1961 Auflösung der Pflichtfeuerwehr.

1962 wurde eine zweite Sirene auf dem Rathaus montiert. Beide Sirenen konnten nur einzeln

ausgelöst werden.

1968 Bildung der Brandschutzeinheiten. Lychen wird im BS-Zug Templin eingegliedert.

Schneesturm am 19.01. Die Wehr befreite 17 stecken gebliebene Fahrzeuge.

1969 Bildung einer Frauengruppe - im VB eingesetzt.

1970 traten die Kam. E. Gothe und L. Schmidt aus persönlichen Gründen aus der Wehr aus. Neuer

Wirkungsbereichsleiter wurde der Kam. Obm. Horst Jähnke, seine Stellvertreter, Kam Bm. W.

Herwig, und Kam. Lm. G.Herm.

1971 Bildung einer Gruppe der Jungen Brandschutzhelfer unter der Leitung des Kam. Brandinspektor

Horst Jähnke.

Am 08.08. wurde der FFw Lychen beim Appell auf dem Marktplatz die Leistungsstufe II

zuerkannt.

Beim Kreisausscheid in Flieth errang die Wehr 2 zweite Plätze und einen dritten Platz.


1975 Zeittafel - FFW-Lychen 1993

1975 Am 12.08. erhält die FFw Lychen ein gebrauchtes TLF 15 H3 A.

Am 17.10. Zuerkennung der Leistungsstufe I beim Appell auf dem Marktplatz

1976 20.01. Einsturz des Stargarder Tores - 2 Tage Einsatz zur Sicherung der Straße, Abriss der

Mauerreste.

1977 Im Juli 1. Treffen mit der FFw Berlin-Blankenburg in Lychen. Diese Treffen wurden jährlich

wechselseitig fortgesetzt.

1978 Im 4. Quartal wurde das LF-LKW (Robur) TS 8 mit STA gegen ein neues LF 8-LKW (LO) mit STA

und das LF 15 gegen ein TLF 16-W 50 ausgetauscht.

1980 Anbau einer Fahrzeughalle am Gerätehaus und Ausbau des Dachbodens.

Die 19. Brandschutzabteilung, in der die FFw Lychen 2 Gruppen stellt, wird mit der

Verdienstmedaille der Brandschutzorgane ausgezeichnet.

1981 Die Handruckspritze (von 1914) wurde von den Kameraden unter der Leitung von H. Gladow

und B. Schönfuß für die 75-Jahrfeier aufgearbeitet.

Am 12.09. wurde das 75-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lychen festlich begangen

- als Gast die FFw Berlin-Blankenburg.

Der Kam. Obrnsp. Horst Jähnke gab die Leitung der Jungen Brandschutzhelfer ab. Neuer Leiter

wurde der Kam. Brnsp. Klaus Jähnke, sein Stellvertreter Kam. Hfm. Karsten Jähnke.

1984 seit Bestehen des Brandschutzzuges Lychen mehre Einsätze zur Sicherung der Atomtransporte

der Bahnstrecke vom KKW–Rheinsberg zum Endlager in die UdSSR.

1986 Am 18.10. wurde der Freiwilligen Feuerwehr Lychen die Verdienstmedaille der Brandschutzorgane

verliehen.

1989 Der Bundeskanzler Helmut Schmidt fährt mit der Bahn durch Lychen (3 Regierungszüge) - 2

Sicherungseinsätze mit dem TLF 16. Am 2.Tag erschwert starker Frost den Einsatz.

1990 Zur Wende hatte die Wehr folgende Ausrüstung:

1 TLF 16 W 50,

1 LF 8 - LKW mit TS 8 und STA,

KLF B1000 mit Nachläufer,

1 Krad,

1 SBA 450,

1 PG 250,

2 Schlauchboote.

September - die Freiwillige Feuerwehr Lychen tritt dem neu gegründeten Kreisfeuerwehrverband

e.V. Templin bei. Damit gehört sie zu den Gründern des Verbandes.

1992 Mai, Zuführung 1 LF 16 aus den Beständen der Bundeswehr.

Im Frühjahr tritt Wehrleiter Kam. Brnsp. Klaus Jähnke aus Altersgründen nach 41 Dienstjahren

zurück. Neuer Wehrführer wird der Kam. HBrnsp. Horst Jähnke, seine Stellvertreter sind die

Kam. Obm. G.Paul und Kam.Bm D. Zander.

Die Leitung der Jugendfeuerwehr übernimmt der Kam. Obm. Wilhelm Zebitz, sein Stellvertreter

wird der Kam. Hlm. Karsten Jähnke.

1993 Im neu gegründeten Amt Lychen wird der Kam. Marko Egler zum Amtsbrandmeister berufen,

sein Stellvertreter wird der Kam. Burkhard Acksel.


1996 Zeittafel - FFW-Lychen 2005

1996 Planungen zum Anbau (3 Stellplätze) am Gerätehaus. Diese Planung wurde aus Denkmalschutzgründen

verworfen.

Umrüstung des B1000 als Vorausrüstwagen - die Rettungsgeräte und Schneidgeräte wurden in

diesem Fahrzeug gelagert.

Der Kreisjugendfeuerwehrtag Kreis Templin findet anlässlich des 90-jährigen Bestehen der

Wehr am 07.09. auf dem Sportplatz statt.

1997 Am 19.02. tritt Kam. HBrnsp. Horst Jähnke nach Erreichen der Altersgrenze zurück. Als neuer

Wehrführer wird der Kam. Obm. Gerhard Paul berufen, als seine Stellvertreter die Kam. Obm.

W. Herwig, Kam. Obm. B. Rackow und Kam. Bm. D. Zander. Leiter der Jugendfeuerwehr wird

der Kam. Obm. Zebitz, sein Stellvertreter Hlm. Karsten Jähnke.

1998 Großbrand in Fürstenberg (Hotel Stadt Templin). Die Wehr ist mit 4 Löschfahrzeugen im Einsatz

- Löscharbeiten und Sperrung der B 96.

1999 Am 04. 09. Grundsteinlegung für ein neues Gerätehaus in der Sirokko-Halle.

2000 Im Herbst, Umbau des LF 8 LO zum Vorausrüstwagen. Die Rettungsgeräte werden vom B 1000

umgelagert und durch Beleuchtungsgeräte ergänzt. Der B1000 wurde ausgemustert.

Am 08.07. Kreiswettkampf der Jugendfeuerwehren in Lychen.

Am 19.09. Zuführung eines neuen MTW Typ VW.

2001 Am 12.05. Landeswettkampf (BW) der Jugendfeuerwehren in Lychen.

2002 Die Stadt Lychen wird mit den Dörfern Retzow, Rutenberg und Beenz zusammengelegt.

Das Amt erlischt - ab jetzt Stadt Lychen. Der Amtsbrandmeister Kam. M.Egler wird Stadt-

Brandmeister, sein Stellvertreter der Kam. HBm. Bernd Rackow.

2003 01.01. - Mannschaftsstand der Wehr: 32 Kam im aktiven Dienst, Alters- und Ehrenabteilung: 10

Kameraden.

Am 18.08. Wirbelsturm über Lychen. Viele entwurzelte Bäume über Wege und Straßen.

Am 28.02. feierliche Indienststellung des neuen Gerätehauses. Die Feuerwehr marschiert vom

alten Gerätehaus mit aller Technik zum Neuen, um es in Besitz zu nehmen.

2004 Wechsel der Wehrleitung: Kam. G. Paul tritt aus Altersgründen zurück. Neuer Wehrführer wird

Kam. D. Zander, Stellvertreter werden die Kam. W. Herwig und M. Jänsch.

2005 16.12. - Indienststellung eines Motorbootes auf Transportwagen für Wasserrettungseinsätze.

Anekdoten aus dem

Leben der Feuerwehr

Waldbrand im Winter

Zu einem Waldbodenbrand wurde die Feuerwehr in den Bereich der Tangersdorfer Doppelkurve

gerufen. Ein Gewitter war dafür der Auslöser, wobei ein Blitz in einen Baum einschlug. Es muss ein

Kugelblitz gewesen sein, denn dieser brachte den Restdraht zum Glühen, der von einem am Baum

angebrachten Wildschutzzaun stammte.


30

Alte Spritze - Oldtimer -

und besonders beliebtes Schmuckstück

Pferdegezogene Handspritze mit 2 Arbeitszylindern, Windkessel und Wasservorratsbehälter.

Betrieb an der Wasserstelle mit Saugeschläuchen

möglich oder über den Wasservorratsbehälter mit einer Eimerkette zu Wasserversorgung.

Hersteller: Hermann Koebe, Luckenwalde

Baujahr: 1914

Leistung: ca. 200 Liter/Min. bei bis zu 10 Bar Pumpenausgangsdruck

Bedienungsmannschaft: Spritzenführer, Gespannführer und 4 Kameraden als

Pumpenkräfte

Diese Spritze wurde im Jahr 1914 für die

Freiwillige Feuerwehr Lychen angeschafft

und in Dienst gestellt.

Man hatte sich damals für diesen Typ der

Die alte Koebe Handdruckspritze

Alte Handdruckspritze der FFw zur 75-Jahr-Feier

Löschtechnik entschieden, obwohl der

technische Entwicklungsstand der motorbetriebenen

Feuerwehrspritzen schon

weit fortgeschritten war und die hand-


Die alte Koebe Handdruckspritze

betriebenen Spritzen bereits Auslaufmodelle

gewesen sind. Doch wir freuen uns heute

um so mehr, dass wir diesem Umstand den

Besitz eines so attraktiven Schauobjekts

verdanken.

Es wurde damals absolut solide gebaut

- fast für die Ewigkeit. Darum ist dieses

Gerät trotz seines respektablen Alters von

91 Jahren immer noch voll einsatzfähig

wie zur Zeit seiner Anschaffung. Bei vielen

Bränden in der damaligen Zeit leistete sie

wertvolle Dienste.

Als dann in den dreißiger Jahren Motorspritzen

und auch Fahrzeuge die Lychener

Feuerwehr gestärkt haben, wurde sie zwar

hinten angestellt, aber noch nicht ganz vergessen.

So kam sie bei einem Bombenangriff

1944 im Ortsteil Spring, als es dort an

mehreren Stellen zugleich brannte, nochmals

zum Einsatz.

Nach Kriegsende 1945 war sie die einzige,

die noch intakt war. Sie wurde bei einigen

Bränden eingesetzt, bis die Wehr Lychen

wieder eine funktionierende Motorspritze

besaß. Danach wurde sie zur Freiwilligen

Feuerwehr Retzow überstellt, bis diese

Wehr in den fünfziger Jahren auch eine eigene

Motorspitze erhalten konnte.

Nun wurde sie wirklich fast vergessen, denn

sie war danach fast 20 Jahre lang in einer

Scheune abgestellt. Es gab schon Legenden,

Anekdoten aus dem

Leben der Feuerwehr

31

dass sie als Buntmetall verschoben wurde,

was damals zwar Geld brachte, aber auch

hart bestraft werden konnte.

Im Jahr 1981 hatte die Feuerwehr Lychen

ihr 75-jähriges Jubiläum. In der Vorbereitung

dafür tauchte die Idee auf, die alte

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auch wieder benutzbar zu machen,

zu mindest aber, sie als Schauobjekt

und historische Zeitzeugin zu erhalten.

Die Bemühungen hatten Erfolg. Unter der

akribischen Arbeit der Kam. Wilfried Herwig,

Burghardt Schönefuß und Horst Gladow

und weiterer Kam. als Helfer erhielt das

in sehr ramponiertem Zustand und sehr

traurigem Aussehen zurückgeholte alte

Gerät wieder neuen Glanz und, was noch

wichtiger war, auch seine volle Funktion

zurück.

Seit dieser Zeit ist diese schöne Spritze

die ganz besondere Attraktion unserer

Feuerwehr bei öffentlichen Anlässen. Sie

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Schaustück, und die ganze Lychener Feuerwehr

ist stolz darauf, ein so schönes historisches

Gerät zu besitzen.

Wir danken allen Kam. und Helfern, die

mit viel Liebe und mit akribischem Können

in vielen Stunden freiwilligen Arbeit unsere

Spritze restauriert haben und sie seitdem

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Waldbrand bei geschlossener Schneedecke

Nach der Wende wurden im Bereich „Alte Strelitzer Landstraße“ kranke Bäume gefällt und verbrannt.

Weil die Feuerstelle unbeaufsichtigt verlassen wurde, entdeckten die Jäger zur Nacht einen

Bodenbrand und alarmierten die Feuerwehr.


32

Besonderheiten der Lychener Feuerwehr

Der 1. Mai vor der Wende (DDR – Zeit) hatte

alljährlich den gleichen Ablauf. Vor dem

Ummarsch traf man sich am alten Feuerwehrgebäude,

und auf einem Appell wurden

Beförderungen und Auszeichnungen

der Kameraden durch den Bürgermeister

der Stadt Lychen vorgenommen.

Auch nach der Wende (1990) hielt man an

dieser Tradition fest. Nur einen Ummarsch,

zusammen mit den Werktätigen der Stadt,

gab es nicht mehr.

Der 1. Mai wurde zum „Tag der Arbeit“ ernannt

(Nicht mehr die alte Bezeichnung:

„Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“).

Die Feuerwehr in Lychen ließ es

sich nicht nehmen, diesen Tag weiterhin

würdig zu begehen, aber in einer anderen

Form. Es entstand der „Tag der offenen

Tür“. Nicht mehr die Politik stand im Vordergrund

sondern die Aktivitäten der Kameraden

der Feuerwehr. Die Bürger und

Zur Feuerwehrarbeit gehört auch die Arbeit

mit Kindern. Alarmübungen in den Kindergärten

wurden durch die Anwesenheit der

Feuerwehr durchgeführt. Die Kameraden

zeigten kleine Löschübungen und den Einsatz

mit Druckluftatemgeräten, wobei die

Kinder selbst mit einer Kübelspritze ein

Feuer löschen durften.

Am 1. Mai, zum „Tag der offenen Tür“, war

für die Kinder extra ein Programmteil vorgesehen.

Zielspritzen mit der Kübelspritze

oder ein Feuerwehrquiz sorgten für Abwechslung.

Viel interessanter war schon,

in einem Löschfahrzeug mitzufahren oder

Besonderheiten der Lychener Feuerwehr

1. Mai in Lychen

Gäste der Stadt erhielten jetzt einen Einblick

in die Arbeit der Feuerwehr. Es wurde

regelrecht ein kleines Volksfest daraus,

����� ����� ���� ������������� ���� ������gung

wurde gesorgt. Selbst Ausstellungen

von Motorrädern, Feuerwehrmodenschauen,

Kinderbelustigungen und ein Munitionsbergungstrupp

sorgten für Abwechslung.

Die Kameraden zeigten Ausschnitte

aus ihrer Arbeit: „Retten und Bergen“. Das

demonstrierten sie den Zuschauern z.B. an

Hand einer Übung, zusammen mit dem

Rettungsdienst des DRK, wobei eine verunfallte

Person aus einem PKW geborgen

wurde. Die Gäste konnten sich ein Bild von

der modernen Bergetechnik machen, d.h.

den Einsatz von neuester Schneid- und

Spreiztechnik.

Dieses Fest wird auch weiterhin auf dem

neuen Feuerwehrgelände durchgeführt.

Arbeit mit Kindern (Brandschutzerziehung)

mit kleinen Motorrädern einige Runden zu

drehen.

Die Kinder, die mit ihren Müttern im ehemaligen

Mutter–Kind–Kurheim weilten,

waren auch an der Arbeit der Feuerwehr

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Kurheimes im Jahr 1998 wurden regelmäßig

alle drei Wochen, immer am Sonntagvormittag,

Ausrüstungen, Fahrzeuge und

Einsatzmöglichkeiten erklärt.

Die Kameraden Wilhelm Zebitz und Karsten

Jähnke mussten dabei so manche Frage

beantworten, wobei aus einer Sonntagsstunde

auch mal zwei Stunden wurden.


Besonderheiten der Lychener Feuerwehr

Diese zu DDR-Zeiten zusammengestellte

Einheit (Fahrzeuge: LO und W 50 TLF)

aus den einzelnen FFW des Kreises führte

jährlich eine Übung durch. An zwei Tagen

erhielten die Kameraden politische und

feuerwehrtechnische Unterweisung. In

der praktischen Ausbildung ging es um die

Wasserführung über weite Wegstrecken sowie

die Bekämpfung atomarer und chemischer

Angriffe. Es gehörte auch weiterhin

die Sicherung der Transporte ausgenutzter

Kernbrennstäbe von Rheinsberg und Lubmin

zu den Aufgaben. Die Bahntransporte

gingen von Rheinsberg über Löwenberg,

Anekdoten aus dem

Leben der Feuerwehr

33

Was wurde aus der ehemaligen Brandschutzeinheit?

Templin, Britz in Richtung polnische Grenze.

Mit der Wende kam auch das Aus dieser

Brandschutzeinheit. Im Mai 1992 wurde

an einige Feuerwehren des Landkreises

Uckermark ein LF 16/Mercedes vom Bund

übergeben. Es wurde ein neuer Katastrophenschutzzug

mit diesen Fahrzeugen gebildet,

der jetzt bei größeren Gefahren und

Bränden eingesetzt wird. Dieser Katastrophenschutzzug

hatte sich dann auch schon

beim Oderhochwasser 1997 und beim Elbehochwasser

2002 bewährt und auch beim

Brand der Müllkippe 2005 in Bernau.

Eine Eule als Waldbrandauslöser

In einer Zeit verstärkter Waldbrände war auch ein Waldbrand bei Gandenitz gemeldet worden.

Wehren des Altkreises Templin wurden dazu angefordert. Die Vermutung einer Brandstiftung lag

sehr nahe, da es in der Vorzeit mehrere Waldbrände gab. Aber diese Vermutung bestätigte sich

nicht, da der Brandherd unter einer Hochspannungsleitung mit Abzweig war, konnte keine Brandstiftung

die Ursache des Brandes sein.

Beim näheren Betrachten der Leitung stellte man fest, dass eine Eule durch das Hin- und Herwippen

auf der Leitung einen Funkenflug auslöste und dieser damit den Brand entzündete. Die Eule

selbst wurde dabei ein Opfer durch Stromschlag.

Schnuffi, der Feuerwehrhund

Schnuffi war ein Glatthaardackel des Wehrleiters und Tischlermeisters Klaus Jähnke, nicht besonders

schön, aber sehr intelligent. Zu den Diensten und Einsätzen war Schnuffi immer an vorderster

Stelle. Ohne ihn ging nichts, auch die Kameraden zeigten sehr viel Verständnis für ihn. Bei Einsätzen

saß er vorn im Fahrerhaus, so dass ihm nichts entgehen konnte.

Es wurde auch spekuliert, für den Dackel eine „Feuerwehrausrüstung“ anzuschaffen, um damit

passend für die Einsätze gekleidet zu sein. Leider wurde nichts mehr daraus, denn durch seinen

Übereifer nahm sein Hundeleben ein jähes Ende.


Zeittafel -

Junge Brandschutzhelfer

Jugendfeuerwehr

1971 1999

1971 Gründung einer Gruppe Junger Brandschutzhelfer unter der Leitung des Kam. Brandinspektor

Horst Jähnke Die Gruppe wurde nach Schulungsprogramm der Feuerwehr ausgebildet und

angeleitet.

Teilnahme am Ausbildungslager und Prüfungen zur „Goldenen Eins“.

1981 Der Kam. Oberbrandinspektor Horst Jähnke gab die Leitung der Jungen Brandschutzhelfer ab.

Neuer Leiter wurde der Kam. Brandinspektor Klaus Jähnke, sein Stellvertreter der Kam.

Hauptfeuerwehrmann Karsten Jähnke.

Schauübungen bei Feuerwehrveranstaltungen, Teilnahme an Wettkämpfen, am Ferienlager und

an Schulungen

1992 Aus Altersgründen gab der Kam. Brin. Klaus Jähnke die Leitung der Jungen Brandschutzhelfer

ab. Die Leitung der (jetzt) Jugendfeuerwehr übernimmt der Kam. Oberbrandmeister Wilhelm

Zebitz, sein Stellvertreter wird der Kam. Karsten Jähnke.

Am 15.11.1992 Gründung der Jugendfeuerwehr mit Bestätigung aus Bonn

1993 21.03. Feuerwehrschau in der Waldschule Lychen,

25.09. Kreisfeuerwehrtag in Templin

1994 Im Februar übernimmt die Jugendfeuerwehr einen TS 8 Anhänger,

15 jugendliche Teilnehmer bei der Ersten-Hilfe-Ausbildung durch das DRK Pfingsten in

Thomsdorf.

1995 Im April Übung der Jfw mit DRK-Jugend in Dreisee,

23.09. Jugendfeuerwehrtag in Gerswalde,

Löschangriff: 1. Platz,

Gesamt: 3. Platz

1996 30.06. Jfw mit einem Handwagen auf dem Sommerfest,

07.09. Jugendfeuerwehrtag in Lychen,

BW Teil A und B: 1. Platz,

Löschangriff: 1. Platz

1997 Exkursion am 05.04. nach Neustrelitz zur DRK (Leitstelle, Rettungshubschrauber),

23.08. Jugendfeuerwehrtag in Groß Dölln,

Löschangriff: 1. Platz,

1998 03.05. Leistungsspannge in Prenzlau, 8 Jugendliche (5 Jungen und 3 Mädchen),

27.06. Jugendfeuerwehrtag in Gerswalde,

Löschangriff: 1. Platz,

09.07. Exkursion zum Amt für Forstwirtschaft Fürstenberg – Waldbrandbekämpfung,

16.07.-19.07. Zeltlager (12 Jugendliche + 1 Betreuer),

21.07. Feier 750 Jahre Lychen,

15.10. Exkursion nach Rostock/Laage zum Fliegerhorst

1999 22.07.–25.07 Zeltlager,

21.10. Exkursion zur Flughafenfeuerwehr Berlin/Tegel und KZ Sachsenhausen


Zeittafel -

Junge Brandschutzhelfer

Jugendfeuerwehr

2000 2005

2000 24.06. Jugendfeuerwehrtag der UM in Templin,

Löschangriff: 1. Platz,

Der Pokal bleibt für immer in Lychen.

08.07. Leistungsspangenabnahme in Lychen, Jfw Lychen und Retzow (7 Jungen und 3

Mädchen),

15.07. Besuch des ABC Abw Btl 805 in Prenzlau,

25.11. Exkursion nach Eisenhüttenstadt

2001 Am 19.04. Besuch der Forellenzuchtanlage in Küstrinchen,

12.05. Ausrichtung des Landesbundeswettbewerbes in Lychen,

23.06. 4. Jugendfeuerwehrtag der UM,

Löschangriff (Nass): 6. Platz,

Beteiligung am Wettbewerb Stiche und Bunde

2002 Ausflug 14.02 KZ Gedenkstätte Ravensbrück,

22.06. 5. Jugendfeuerwehrtag der UM in Brüssow,

Löschangriff (Nass): 3. Platz,

Beteiligung am Wettbewerb Stiche und Bunde,

09.10. Exkursion zum Porzellanwerk Rheinsberg und zum Holzwerk in Wittstock,

09.11. 1. Templiner Nachtwanderung

2003 13.04. Besuch eines Football-Spiels im Olympia-Stadium Berlin,

03.07.-06.07. Jugendfeuerwehrtag UM und Zeltlager in Brüssow,

Am 20.08, Kutschbesatzung zu 120 Jahre FFw Templin,

11.10. 2. Templiner Nachtwanderung,

25.11. und 02.12. Jugendfeuerwehrschießen mit Luftdruckgewehr

2004 06.04. Besuch eines Football-Spiels in Berlin,

24.06.-27.06. Zeltlager in Brüssow,

10.10. und 17.10. Jugendfeuerwehr-Pokalschießen,

23.10. Bundeswettbewerb Teil A und B, Landkreis Uckermark – 1. Platz

2005 28.05. und 29.05. Landesausscheid Brandenburg im Bundeswettbewerb Teil A und B in

Birkenwerder – 4. Platz,

24.06. Exkursion in Finow-Oderberg-Angermünde,

12.08. Nachtwanderung in Warthe,17.09. Jugendfeuerwehrtag in Brüssow,

03.11. und 10.11. Jugendfeuerwehr-Pokalschießen

Weiterhin haben sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr beteiligt an Fackelumzügen, Weihnachtsfeiern

und Jahreshauptversammlungen.

Es wurden Hydrantenkontrollen sowie Schulungen durch Lektoren von Forst, DRK und Polizei durchgeführt.


36

In der Zeit um 1950 und noch Jahrzehnte

���������������������������������������brände

zu löschen - überwiegend im Grenzbereich

zum damaligen Schießübungsplatz

der Sowjetarmee Tangersdorfer Heide, dessen

Gelände auch noch heute wegen Kontaminierung

mit Altmunition gesperrt ist.

Bei oft extremer Trockenheit in den warmen

Frühlingsmonaten bestand immer die

Gefahr, dass sich derartige Brände rasant

��������������������������������������mit

nach Möglichkeit im Entstehungsstadium

gelöscht werden müssen.

Schnelligkeit bei der Alarmierung und beim

Ausrücken der Feuerwehr und zielstrebiger

Einsatz an der Brandstelle waren erstes Gebot.

Dass dabei die Nerven aller Kameraden

zum äußersten gespannt waren, mag diese

Begebenheit bei einem dieser Waldbrände

humorvoll deutlich machen:

Die harte Arbeit mit Spaten und Schaufeln

in der ersten Phase der Brandbekämpfung

(wir hatten damals noch kein Tanklöschfahrzeug)

und dabei dem beißenden Qualm

Am Nachmittag eines kalten Wintertages

waren mein Bruder und ich in der Vogelgesangstrasse

bei Montagearbeiten tätig .

Mit einem Mal gab es große Erregung auf

der Strasse. Ein Bürger rief aufgeregt:

„Schnell, es brennt!“ und holte uns von der

Arbeit weg. Dies war so nicht ungewöhnlich,

denn wir waren als Wehrführer und

Wirkungsbereichsleiter in Lychen stadtbe-

Sonderbare Einsätze

Sonderbare Einsätze

Mit Feuereifer zum Waldbrand

des Waldbodenbrandes ohne Schutz ausgesetzt,

zehrt enorm an der Kondition

der Feuerwehrleute. In der ersten kurzen

Verschnaufpause, nachdem die äußere

Brandfront abgesichert war, bat der Kam.

Herbert Siebert seinen Nachbarkameraden

„Hilf mir doch mal, ich habe etwas im Rücken

und komme da nicht ran“.

Seine Körperhaltung ließ auch etwas auffällig

Behinderndes erkennen, was ihm im

Eifer des Einsatzes bisher gar nicht bewusst

geworden war.

Der Nachbar half wie ihm geheißen war

und konnte aus seiner Arbeitskombination

(solche hatten wir damals in blau als

Einsatzbekleidung) den Kleiderbügel entfernen,

den er in der Eile beim Umkleiden

nicht herausgenommen hatte.

Natürlich gab es große Heiterkeit bei der

Truppe und gleichzeitig löste sich auch die

Einsatzanspannung.

Mit neuem Elan und aufgefrischten Kräften

konnte die Restablöschung angegangen

werden.

Kleine Ursache – große Wirkung

Der Pantoffelbrand

kannt.

Deutlich erkennbar drang beißender Qualm

aus den Erdgschoßfenstern des Nachbarhauses

und hinter den Scheiben gab es vor

Rauch keinen Durchblick.

Die Wohnung war verschlossen und die Inhaber

nicht da. Mit unseren Werkzeugen

gelang es, eine Tür zur Wohnung aufzusperren.

Wir drangen ein, öffneten nachei-


Sonderbare Einsätze

nander alle Fenster, damit der Qualm abzog

und um den eigentlichen Brandherd zu

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Keine Flammen, keine Glut war zu erkennen.

Erst als nach einiger Zeit der Rauch

abgezogen war, konnten wir erkennen,

dass immer wieder dicke Schwaden aus der

Wärmeröhre des stark geheizten Kachelofens

drangen.

Hier fanden wir auch den Brandherd. Da-

Wasser- oder Eis-Unfälle sind leider auf den

Lychener Seen immer wieder ein Grund für

Rettungseinsätze der Feuerwehr. So tragisch

solche Einsätze auch sind, manchmal

gibt es dabei auch kuriose Erlebnisse unserer

Kameraden.

Bei der Suche nach einer verunglückten

Person zu mitternächtlicher Stunde auf

dem Tangersdorfer See begab sich folgende

Überraschung:

Kam .W. Zebitz als Ruderer im Schlauchboot

und Kam. H. Jähnke am Hakenkasten

der Suchleine waren gerade dabei, nach

dem Ziehen der zweiten Suchschleife die

cirka 100 Haken wieder aufzunehmen und

sorgfältig in den Kasten einzulegen, eine

Arbeit , die viel Aufmerksamkeit verlangt,

um sich an den nadelspitzen Haken und bei

der Dunkelheit nicht zu verletzen.

Plötzlich sorgte ein Zucken an der Leine

Eisangeln ist auf den Lychener Seen ein beliebter

Wintersport.

Die Aussicht auf schmackhaften Fang lockt

immer wieder Angler auf das Eis, obwohl

die Eisdecke nicht immer tragfähig genug

37

rin glimmten ein Paar Filzpantoffeln, die

nur noch in Umrissen erkennbar, fast vollständig

verschwelt waren.

Das Löschen war Augenblickssache. Weiterer

Schaden war nicht entstanden und

der Brand hätte sich auch nicht ausbreiten

können.

Aber der entsetzliche Qualmgeruch war sicher

noch monatelang in der Wohnung.

Ein seltsamer Fischfang

und weitere unregelmäßige Bewegungen

derselben für Erstaunen.

Auf die verblüfften Ausrufe der Beiden im

Boot kam vom Einsatzleiter am unweiten

Ufer schon die Frage: „Habt ihr Erfolg beim

Suchen“? Leider war dem nicht so. 4 oder

5 Haken weiter klärte sich das Geheimnis

auf. Ein stattlicher Hecht von etwa zweieinhalb

Pfund hatte auf den kahlen Haken

gebissen und wurde so zum unvermuteten

Anglerglück der Kameraden.

Die eigentliche Aufgabe des Einsatzes konnten

wir in dieser Nacht nicht lösen. Die verunglückte

Person wurde am folgenden Tag

von einer Taucherstaffel der Sowjetischen

Armee geborgen.

P.S. In gut gebratenem Zustand habe der

Hecht am nächsten Tag ausgezeichnet geschmeckt,

weiß man zu berichten.

Eisunfall / Viel Lärm un nichts

ist. Die Gefahr des Einbrechens darf nicht

unterschätzt werden. Fast in jedem Winter

wird von Unfällen mit leider tödlichem

Ausgang berichtet.


38

So wurde die FFw. Lychen in der Abendstunde

zu einer Eisunfallstelle am Oberpfuhlsee

in unmittelbarer Nähe der Festwiese

alarmiert. Alles muss in so einem

Fall wahnsinnig schnell gehen, wenn noch

Aussicht auf erfolgreiche Rettung bestehen

soll.

Vom Seeufer aus war erkennbar: An einem

stark vergrößerten Loch in der brüchigen

Eisdecke lag eine Angelrute und daneben

2 Schuhe, aber der Angler war verschwunden.

Mit Leitern und Leinen tasteten sich die Kameraden

an die Einbruchstelle heran und

begannen mit dem Suchhaken die Umgebung

unter dem Eis abzutasten um so den

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zu bringen. Es war erfolglos. Sie erreichten

mit der Verlängerung zwar den Seegrund in

ca. 3,5 m Tiefe doch es war nichts zu ertas-

Abbkürzungen:

Abt Abteilung

AL Anhängeleiter

ASB Arbeiter–Samariter–Bund

BG Behältergerät mit Druckluft (Pressluftatmer)

Bgm Bürgermeister

BM Mehrzweckstrahlrohr, Größe B

Brb Brandenburg

CM Mehrzweckstrahlrohr, Größe C

DFV Deutscher Feuerwehrverband

DJF Deutsche Jugendfeuerwehr

DL Drehleiter

DLK Drehleiter mit Korb

DLRG Deutsche Lebensrettungsgesellschaft

DM Mehrzweckstrahlrohr, Größe D

DRK Deutsches Rotes Kreuz

EL Einsatzleitung

ELW Einsatzleitwagen

FFW Freiwillige Feuerwehr

FM Feuerwehrmann

FTZ Feuerwehrtechnisches Zentrum

FuMe Funkmeldeempfänger

Fw Feuerwehr

FwA Feuerwehranhänger

FwDV Feuerwehrdienstvorschrift

GW Gerätewagen

Sonderbare Einsätze

ten. Wir waren schon sehr niedergeschlagen,

weil unsere Hilfe offensichtlich wieder

zu spät kam und der See ein weiteres Opfer

gefordert hat.

Doch da verbreitete sich ein Gerücht zu uns.

„Hier sucht ihr vergeblich. Der, den ihr hier

sucht, sitzt zu Haus am warmen Ofen“!

Zu unserer großen Erleichterung war es

wirklich so. Der Lychener Bürger Heinz

Springborn hatte hier geangelt und war

auch eingebrochen. Das Glück war ihm

aber gewogen, und so gelang es ihm, sich

aus dem Loch heraus auf festeres Eis zu

schieben und sich zu retten. Dass er danach

auf schnellstem Weg nach Haus lief und

alles andere liegen ließ um ins Warme zu

kommen, hat ihm keiner Übel genommen.

Alle waren froh, dass diese gefährliche Epi-

�������������������������������������

JF Jugendfeuerwehr

JFW Jugendfeuerwehrwart

KatS Katastrophenschutz

KBM Kreisbrandmeister

KFV Kreisfeuerwehrverband

KTW Krankentransportwagen

LF Löschgruppenfahrzeug

LFV Landesfeuerwehrverband

LJFW Landesjugendfeuerwehrwart

MTW Mannschaftstransportwagen

MZB Mehrzweckboot

PA Pressluftatmer

RTW Rettungswagen

SP Sprungpolster

StBM Stadtbrandmeister

SW Schlauchwagen

TLF Tanklöschfahrzeug

TS Tragkraftspritze

TSA Tragkraftspritzenanhänger

TSF / WTragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser

UVV Unfallverhütungsvorschriften

VB Vorbeugender Brandschutz

VRW Vorausrüstwagen

WeFü Wehrführer


Dienstgradabzeichen

Freiwillige Feuerwehr BRD/Brandenburg

Feuerwehrmann

Anwärter

Brandmeister

Feuerwehrmann

Oberbrandmeister

Oberfeuerwehrmann

Hauptbrandmeister

Hauptfeuerwehrmann

Erster

Hauptbrandmeister

Mützenkordel schwarz, Anwärter bis Erster Hauptlöschmeister

Mützenkordel silber, Brandmeister bis erster Hauptbrandmeister

Mützenkordel gold, Kreisbrandmeister bis Landesbrandmeister

Löschmeister Oberlöschmeister

Amtsbrandmeister

Kreisbrandmeister

Kokarde

Kokarde

Barett

Hauptlöschmeister

Landesbrandmeister

Erster

Hauplöschmeister


Redaktionelle Bearbeitung:

Klaus Jähnke, 1. HBM

Wilhelm Zebitz, OBM

Horst Jähnke, HBi

Gudrun Zebitz

Zeittafel Jugendfeuerwehr 1971 - 2005 S. 34

Sonderbare Einsätze S. 36

Anekdoten und Geschichten

Aus dem Inhalt:

Festansprache des Bürgermeisters S. 3

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lychen S. 4

Zeittafel FFw 1248 - 2005 S. 23

Die alte Koebe Handdruckspritze S. 30

Besonderheiten der Lychener Feuerwehr S. 32

Gestaltung, Satz und Druck:

Lychener Druck- und Layoutservice Schöntag,

039888 43961

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