Fachinformationen zu aminoplus basic - Kyberg Vital

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Fachinformationen zu aminoplus basic - Kyberg Vital

Information für Fachkreise

aminoplusbasic

®

Die Basisversorgung mit allen essentiellen Aminosäuren


Aminosäuren – Bausteine des Lebens

Jede Form des Lebens baut auf Molekülstrukturen auf, den Aminosäuren.

Den Namen „Aminosäuren“ haben diese „Bausteine des Lebens“

vom Stickstoff, den sie neben Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff

enthalten (einige Aminosäuren enthalten außerdem Schwefel).

Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen. Zu den Proteinen gehören

bspw. Enzyme, Keratine, Kollagene, Elastin/Myosin, Antikörper,

Gerinnungsfaktoren und Transportmoleküle. Diese Aufzählung verdeutlicht

die biologische Vielseitigkeit der Aminosäuren. Es gibt kaum einen

Bereich, in dem sie nicht in fundamentaler Weise eingreifen. Proteine

Auswahl physiologischer

Funktionen von Proteinen

Bau- und Aufbau von Knochen,

Gerüstfunktion: Knorpel, Bindegewebe

und Organparenchym

Stoffwechselfunktion:

Enzyme, Hormone

Transportfunktion: Hämoglobin

Transferrin

Coeruloplasmin, u.a.

Abwehrfunktion: Immunglobuline

I

nach Meyer-Lehnert 1988

bilden gemeinsam mit Nichtproteinen

(Fette, Zucker, Vitamine,

Metalle) eine Vielzahl weiterer

biologisch wichtiger Substanzen,

beispielsweise als Bausteine in

den Zellmembranen, Bestandteil

des Blutserums und von Körpersekreten.

Die Grafik I stellt die

physiologische Funktion von Proteinen

und deren Wirkziele dar.

Kyberg Pharma bedankt sich für die Unterstützung bei:

Redaktion: Dipl. oec. troph.Vera Gambal, München;

Redaktionsassistenz: Dr. oec. troph. Doris Meister;

Lektorat: Gisela Just,Taufkirchen;

Gestaltung und Produktion: David Parimal Fiedler, München

INTRO






Inhalt

Warum sind freie Aminosäuren so wichtig ?

Was sind Aminosäuren?

Einteilungen der Aminosäuren

Einteilung nach Resten

Einteilung nach Essentialität

Einteilung nach Stoffwechselprodukten

Aminosäuren und Eiweiß in der Ernährung

Qualität versus Quantität - Limitierende Aminosäuren

Proteinverdauung

Aminosäurestoffwechsel in der Leber

Homöostase

Aminosäureabbau und -oxidation

Aminosäurepool

Aufbau und Konformation körpereigener Proteine

Proteinbiosynthese – Überblick

Konformation und Klassifikation

Aminosäuren und ihre Funktionen im Überblick

Charakteristika einzelner Aminosäuren

Funktionen von Stoffwechselprodukten einiger Aminosäuren

Literaturverzeichniss

Für welchen Personenkreis sind Aminosäuren

besonders wichtig ?

Die ganzheitliche Lösung

4

6

10

13

� 14

9


4

� Warum sind freie

Aminosäuren so wichtig?

Ein intaktes Verdauungssystem zerlegt unsere

Nahrung in ihre Bestandteile: Fett in Fettsäuren,

Kohlenhydrate in Mono- und Disaccharide und

Proteine in Aminosäuren (wobei auch kurzkettige

Proteine, sogenannte Oligopeptide, von der Darmmukosa

resorbiert werden können). Diese Nahrungsbestandteile

können für den Wiederaufbau

körpereigener Substanzen genutzt werden. Deshalb

haben Funktionsstörungen von Magen, Darm

und Bauchspeicheldrüse infolge von Stress, seelischer

Belastung, Fehlernährung, toxischen Substanzen

(bspw. Nikotin, Alkohol oder Umweltoxinen)

erhebliche Auswirkungen auf den gesamten

Organismus. Bei einer unzureichenden Nahrungsverwertung

sind unzählige Körperfunktionen, die

vom Vorhandensein der Aminosäuren abhängen,

nicht mehr in vollem Umfang verfügbar. Dazu zählt

selbstverständlich auch das komplizierte enzymatische

Wechselspiel im Verdauungssystem selbst,

wodurch sich als Folge einer mangelnden Aufspaltung

der Proteine, die Verdauung immer weiter

verschlechtern kann.

Durch eine Zufuhr freier Aminosäuren kann diese

Problematik durchbrochen werden. Freie Aminosäuren

stehen dem Organismus sofort für die

Biosynthese zur Verfügung. Die Gefahr einer Mangelernährung

trotz proteinreicher Nahrung wird

so vermieden. Jüngste Forschungen belegen die

außerordentliche Bedeutung der täglichen Zufuhr

von Aminosäuren für die optimale Leistung von

Körper und Gehirn, für den Schutz vor den schädlichen

Auswirkungen der Umwelttoxinen und

Strahlungen sowie eine mögliche Verlangsamung

des Alterungsprozesses.

Eine hervorragende Dokumentation für das

Verständnis des gesundheitlichen Nutzens von

Aminosäuren liefert die Untersuchung „Die Aminorevolution“

von Dr. Robert Erdmann und Meirion

Jones. Im Vorwort zu diesem Text berichtet Dr.

Basra, Mitarbeiter des Royal College of Surgeons

über die Heilwirkungen freier Aminosäuren:

„Aminosäuren arbeiten als Körperbausteine,

Zellschutz und Schmerzlinderer … und Gesundheitswächter.

In derTat hängt das ganze Wohlergehen

von ihnen ab. Sie können uns vor den Bedrohungen

schützen, die in der modernen Welt

von Strahlung und Umweltverschmutzung ausgehen

und können eindeutig einen Weg eröffnen,

den Alterungsprozess zu bekämpfen. Freie

Aminosäuren können uns gegen Allergien und

Autoimmunerkrankungen helfen und können

Schwermetalle in unserem Körper binden. “

Dr. Erdmann berichtete aus seiner Klinikpraxis

von vielen Leiden, die außergewöhnlich günstig

auf eine durchdachte Supplementation mit geeigneten

Aminosäuren und Cofaktoren ansprachen.

Außerdem erzielten Personen, die sich sehr um

eine Verbesserung ihrer Körperfunktion bemühten,

ebenfalls hervorragende Ergebnisse mit

Zusammenstellungen aus freien Aminosäuren.

W AS SIND AMINOSÄUREN?

Aminosäuren sind amphotere alpha-Amino-

Carbonsäuren (Zwitterionen). Sie sind die Grundbausteine

der Proteinsynthese. Mit Ausnahme von

Prolin und Hydroxyprolin sind sie alpha-Aminocarbonsäuren

und können auf eine einfache gemeinsame

Grundstruktur zurückgeführt werden:

R-CHNH3+-COOH; sie unterscheiden sich lediglich

durch die Substitution am �-C-Atom (siehe

auch Grundformel).

Rest

NH 3+

C

H

Rest

Aufgrund verschiedener Seitenketten, oder

auch Reste, existieren extrem viele Aminosäuren.

Diese Reste verleihen den Aminosäuren unterschiedliche

Molekulargrößen und chemische Reaktivitäten.

Einerseits kann der Mensch nur 20 verschiedene

Aminosäuren in sein Körperprotein einbauen

(proteinogene Aminosäuren), andererseits

kommen im menschlichen Organismus eine Vielzahl

von weiteren Aminosäuren vor, wie z.B. das

im Harnstoffcyclus vorkommende Citrullin oder

Ornithin (nicht-proteinogene Aminosäuren).

Von diesen 20 proteinogenen Aminosäuren

gelten 9 als essentiell, d.h. sie müssen über die

Nahrung oder zusätzliche Supplemente aufgenommen

werden, da sie nicht vom Körper selbst

hergestellt werden können.

C

O

OH

Grundformel

der Aminosäuren


1.) Einteilung nach Resten

Werden Aminosäuren nach ihren Resten eingeteilt,

entstehen folgende Gruppen: aromatisch,

aliphatisch, schwefelhaltig, neutral, sauer und

basisch (siehe auch Grafik II).

2.) Einteilung nach der Essentialität

Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, alle

zum Proteinaufbau notwendigen Aminosäuren

selbst zu synthetisieren.


Essentielle Aminosäuren sind im Intermediärstoffwechsel

des Körpers nicht aus Kohlenstoffgerüsten

(C-Gerüste) synthetisierbar, d.h. sie müssen

mit der Nahrung zugeführt werden (Valin, Leucin,

Isoleucin, Phenylalanin,Threonin,Tryptophan,

Methionin, Lysin und Histidin).


Semi-essentielle Aminosäuren sind je nach

Stoffwechsellage oder Alter nicht ausreichend

synthetisierbar (Arginin,Tyrosin).

• Nicht-essentielle Aminosäuren kann der Körper

aus anderen C-Gerüsten in Eigensynthese aufbauen.

Allerdings können einige nicht-essentielle

Aminosäuren essentiell werden, wenn Ausgangssubstanzen

für die zu produzierenden Aminosäuren

fehlen bzw. die Leber, aufgrund von Erkrankungen

die Umbauschritte nicht mehr vornehmen

kann.

Einteilung proteinogener Aminosäuren

aliphatisch schefelhaltig aromatisch neutral

sauer basisch

Glycin Cystein Phenylalanin Serin Asparagin-S. Lysin

Alanin Methionin Tyrosin Threonin Glutamin-S. Arginin

Valin Tryptophan Asparagin

Leucin Histidin Glutamin

Isoleucin Prolin

rot unterlegt = essentiell / magenta = semiessentiell / orange = nicht essentiell

EINTEILUNGEN DER AMINOSÄUREN

3.) Einteilung nach Stoffwechselendprodukten

Aminosäuren werden auf verschiedene Wege

auf-, ab- oder umgebaut.


Glucogene Aminosäuren: Die meisten Aminosäuren

werden direkt oder über Umbauschritte zu

C4-Carbonsäuren abgebaut. Diese können dann

sofort in den Citratcyclus eingeschleust oder zu

Pyruvat umgebaut werden (siehe Grafik III).


Prolin � 2 Oxoglutarat

Glutaminsäure – Glutamin � 2 Oxoglutarat

Isoleucin – Valin � Succinyl-CoA

Tyrosin � Fumarat

Asparagin – Aspartat � Oxalacetat

Methionin – Cystein � Pyruvat

Alanin � Pyruvat

Threonin – Glycin – Serin � Pyruvat

Ketogene Aminosäuren: Lysin und Leucin

bilden als Abbauprodukte Ketonkörper wie z.B.

Acetacetat und Acetat.


II

III

Gluco- und ketogene Aminosäuren: Für die

Aminosäuren Isoleucin, Phenylalanin,Tryptophan,

Tyrosin und Threonin stehen zwei verschiedene

Abbauwege zur Verfügung.

5


6


Aminosäuren und Eiweiß in der

Damit alle Stoffwechselprozesse im Körper optimal

funktionieren, sollen täglich ca. 1 g Eiweiß pro

Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden.

Dies ist an die Bedingung gebunden, dass eine

ausreichende Zufuhr an Fetten und Kohlenhydraten

gewährleistet ist, damit die Proteine nicht

zur Energiebereitstellung herangezogen werden.

Bei Sportlern, Kranken, Rekonvaleszenten, Kindern

und Jugendlichen in der Wachstumsphase

und Frauen in den Wechseljahren, bei erhöhtem

Stress, bei Immundefiziten sowie zur Verbesserung

des Konzentrationsvermögens und des Gedächtnisses

liegt jedoch der tägliche Eiweißbedarf

wesentlich höher.

Es ist notwendig, dem Körper die ausreichende

Menge sowie ein günstiges Aminosäurenspek-

QUALITÄT VERSUS QUANTITÄT – LIMITIERENDE AMINOSÄUREN

Proteine werden nach ihrer Qualität eingeteilt, d.h.

nach ihrer Zusammensetzung. Daraus ergibt sich

der Begriff der biologischen Wertigkeit. Hier wird

der Frage nachgegangen, wie viel % körpereigenes

Protein der menschliche Organismus aus dem

jeweiligen Nahrungsprotein produzieren kann.

Zum Aufbau von Körperprotein wird zuerst die

Zusammensetzung des Körperproteins bestimmt.

Folgende durchschnittliche Körpereiweißwerte

zeigen sich:

Valin 5,06 % Methionin 2,27 %

Leucin 7,46 % Lysin 6,08 %

Isoleucin 4,59 % Phenylalanin 4,71 %

Thronin 4,91 % Tryptophan 1,29 %

Die restlichen Prozente ergeben sich aus den

nicht- bzw. semi-essentiellen Aminosäuren.

trum in der Nahrung anzubieten, das alle Aminosäuren

im richtigen Mengenverhältnis zueinander

enthält.

Die höchste biologische Wertigkeit hat die

Kartoffel-Ei-Kombination (65/35), d.h. es hat einen

hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren und

übertrifft darin Milchprodukte, Eier sowie alle

pflanzlichen und tierischen Proteine.

Eine erhöhte Eiweißzufuhr infolge vermehrter

Aufnahme von Fleisch, Fisch und Milchprodukten

bedingt häufig eine unerwünschte vermehrte Kalorienzufuhr

sowie eine Belastung des Körpers

mit Fetten, Cholesterin und Purinen, was zu Stoffwechselerkrankungen,

wie Gicht und Hyperlipidämien

sowie zu Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen

führen kann (siehe Grafik IV).

Biologische Wertigkeiten von verschiedenen Nahrungsmitteln

BW Eiweiß in 100 g Lebensmittel limitierende Aminosäure

Rindfleisch 87 19 g Phenylalanin

Vollei 81 13 g Threonin

Reis, poliert 66 7 g Lysin

Vollkornreis 64 7 g Lysin

Weiße Bohnen 43 21 g Methionin

Kartoffeln 67 2 g Methionin

Gelatine 1 84 g Tryptophan

IV

Es gibt Proteine, denen fehlt fast völlig eine

Aminosäure, z.B. Gelatine, hier ist fast kein Tryptophan

vorhanden. Aus diesem Protein kann der

Körper so gut wie kein Körpereiweiß aufbauen.

Bei Getreide ist Lysin eine den Proteinaufbau

des Körpers begrenzende Aminosäure, daher wird

Lysin als die limitierende Aminosäure des Getreides

genannt. Die limitierende Aminosäure bei Hülsenfrüchten

ist Methionin.

Bei einer gemsichten Kost aus pflanzlichen und

tierischen Proteinquellen können sich die Nahrungsproteine

bei gleichzeitiger Aufnahme ergänzen.

Die beiden Nahrungsproteine müssen unterschiedliche

limitierende Aminosäuren haben. So

ist im Ei die limitierende Aminosäure Threonin, in

der Kartoffel ist es Methionin.


Ernährung

PROTEINVERDAUUNG

Alle Nahrungsproteine werden im Magen durch

die vorhandene Magensäure und das Enzym Pepsin

(Vorstufe = Pepsinogen aus den Hauptzellen

des Magens, aktiviert durch HCl) in kürzere Peptidketten

gespalten. In den Abschnitten des Duodenums

und Jejunums werden durch die Enzyme

AMINOSÄURESTOFFWECHSEL IN DER LEBER

Aminosäuren gelangen über die Resorption im

Dünndarm über die Pfortader zur Leber. Im Aminosäurestoffwechsel

nimmt die Leber eine zentrale

Stellung ein, da in der Leber der größte Teil der resorbierten,

freien Aminosäuren verstoffwechselt

Homöostase des Aminosäurepools

Nahrungsprotein

Protein

aus Gewebeabbau

Aminosäuren kommen in allen Nahrungsmitteln vor. Man unterscheidet

zwischen vollwertigem Eiweiß, das für den Menschen

alle notwendigen Aminosäuren besitzt, und nicht vollwertigem

Eiweiß, dem die eine oder andere unentbehrliche Aminosäure

fehlt. Diese fehlende Aminosäure kann das limitierende Äquivalent

für die eigentliche Aminosäurenqualität darstellen.

Verdauungsabsorption

Katabolismus

glukoplastisch

ketoplastisch

wird. Diese werden entweder zur Biosynthese von

Proteinen in Form von Leber-Plasmaproteinen

genutzt oder in Ketocarbonsäuren, unter Ammoniakabspaltung,

umgewandelt. Diese Ketocarbonsäuren

werden im Rahmen des Stoffwechselge-

Aminosäurepool

Protein aus

Blutplasma

Reste der

�-Ketosäuren

NH 3

Des- /Transaminierung

Anabolismus

nach Handbuch Protein und Aminosäuren, Arndt & Albers, S. 17

V

des Pankreas (Trypsin, Chymotrypsin und den Carboxypeptidasen)

diese Peptidketten zu Aminosäuren

und (Di- oder Tri-) Peptide gespalten. In den

Dünndarmabschnitten Jejunum und Ileum werden

die Aminosäuren mit Hilfe von Carriern ins

Pfortaderblut resorbiert.

Purine

Harnstoff

Aminosäuren

Aufbau

von Gewebeprotein

7


8

Zusammenstellung verschiedener Proteine mit

Nicht-Proteinanteil – Verteilung und Umsatz

Bezeichnung Nichtproteinanteil Beispiele

Häm-/Chromoproteine Häm-/Farbstoffkomp. Hämo-/Myoglobin, Cytochrome, Katalase

Metalloproteine Metallion Ferritin,Transferrin, Coeruloplasmin

Flavinenzyme Riboflavinderivat Succinat, Acyl-CoA-Dehydrogenase

Lipoproteine Lipide Chylomikronen,VLDL, LDL, HDL

Glucoproteine Oligosacceride Mucin, Blutgruppenfaktoren

Nucleoproteine Nucleinsäuren Histone, Ribosomen,Viren

Phosphoproteine Phosphorsäure Casein

schehens in Fettsäuren oder Glukose überführt

oder im Tricarbonsäurezyklus (TCC) zu Kohlendioxid

und Wasser oxidiert. Oder sie werden zu anderen

nicht-essentiellen Aminosäuren umgebaut.

Eine Ausnahme sind hier die verzweigtkettigen

Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin, deren

Stoffwechsel vorwiegend in der Muskulatur erfolgt.

Eine wichtige Funktion im Aminosäurestoffwechsel

übernimmt das Coenzym Pyridoxalphosphat

(als ein Derivat von Pyridoxin = Vitamin B6).

Mit Hilfe dieses Enzyms erfolgt die sogenannte

Transaminierungsreaktion, die Übertragung der

NH3-Gruppe der Aminosäure auf eine �-Ketosäure.

Hierbei dienen Aminosäuren und Ketosäuren

als Ausgangsprodukte.

Die Aminosäuren, welche hauptsächlich an diesem

Transaminasemechanismus beteiligt sind,

sind Alanin, Aspartat und Glutamat. Diese haben

den Vorteil, dass deren zugehörige C-Gerüste in

Form von �-Ketosäuren ständig im Stoffwechsel

gegenwärtig sind; vor allem Glutamat nimmt hierbei

eine Schlüsselstellung ein:

1. Freier Ammoniak fixiert durch �-Ketoglutarat

bildet Glutamat.

2. Glutamat kann die Aminogruppe reversibel auf

die �-Ketosäure Pyruvat unter Bildung von Alanin

übertragen. Alanin gilt als wesentlicher

Transportstoff für Aminogruppen im Blutplasma.

3. Glutamat kann die Aminogruppe reversibel auf

die �-Ketosäure Oxalacetat unter Bildung von

VI

Aspartat übertragen. Der Ammoniumstickstoff

von Aspartat wird für zahlreiche Biosynthesen

benötigt u.a. für die Bildung von Harnstoff.

4. Durch Fixierung von Ammoniak kann Glutamin

gebildet werden. Dies gilt gleichfalls als Aminogruppendonator

bei zahlreichen Biosynthesen

und vor allem beim Stickstofftransport im Blutplasma.

5. Ein Zuviel von Ammoniak kann durch Desaminierung

(Abspaltung von Ammoniak) aus dem

Glutamat freigesetzt und zur Harnstoffbildung

genützt werden.

Zwei wichtigeTransaminasen, welche vor allem

in hohen Konzentrationen in der Leber, Myokard

und Gehirn auftreten, sind die Glutamat-Oxalacetat-Transaminase

(GOT oder Aspartattransaminase)

und die Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT

oder Alanintransaminase).

Aspartat + �-Ketoglutarat => Glutamat + Oxalacetat (GOT)

Alanin + �-Ketoglutarat => Glutamat + Pyruvat (GPT)

Bei einem Zuviel an Aminosäuren können

durch den Abbau Metabolite, d.h. weitere Ketosäuren

gebildet werden, die zu Glucose und Fettsäuren

umgebaut werden können. Da der Umbau

von Aminosäuren zu Fettsäuren biochemisch sehr

aufwendig ist, versucht der Körper diese Aminosäuren

in Energie umzuwandeln und nicht als

Depotfett einzulagern.


Aufbau und Konformation

körpereigener Proteine

Proteine sind Makro- bzw. Polypeptide, bestehend aus mehr als 100 Aminosäuren

und mit einem Molekulargewicht von über 1 x 10 4 Da

VII

DNA Transkription mRNA Translation

Protein

PROTEINBIOSYNTHESE

In höheren Organismen verläuft die Protein-Biosynthese

nach dem zentralen Dogma der Molekularbiologie.

Die Zusammensetzung jedes Proteins

ist im genetischen Code festgelegt (s. Grafik VII).

K ONFORMATION

UND KLASSIFIZIERUNG

Aminosäuren werden bei der Proteinbiosynthese

als Sequenz durch eine Kondensationsreaktion

(unter Abspaltung von Wasser) zusammengefügt.

Dabei ergeben sich verschiedene räumliche Strukturen

bzw. Konformationen (siehe Grafik VIII). Diese

sind für die spezifischen Biofunktionen der körpereigenen

Proteine ausschlaggebend. Diese Konformationen

lassen sich in Primär-, Sekundär-,Tertiär-

und Quartärstruktur aufteilen.

Primärstruktur: Sie entsteht durch die Ausbildung

von Peptidbindungen zwischen den einzelnen

Aminosäuren und entspricht der Aminosäurensequenz.

Sekundärstruktur: Durch Ausbildung von Wasserstoffbrücken

zwischen benachbarten Aminosäuren

können Proteine als �-Helix (spiralförmig

gewundener Strang) oder als �-Faltblatt (antiparallele

Peptidstränge) vorliegen.

Tertiärstruktur: Durch Disulfid-Brücken, elektrostatische

Kräfte und/oder hydrophobe Bindungen

zwischen den Strängen bildet sich ein intramolekular

geknäueltes Protein mit Abschnitten

aus Helix- und Faltblattstrukturen sowie Bereichen

geringer Strukturierung.

Quartärstruktur: Durch Ausbildung von Wasserstoffbrücken

und hydrophoben Bindungen zwischen

ganzen Proteinmolekülen entsteht ein supramolekulares

Gebilde, bestehend aus mehreren

gleichartigen oder verschiedenen Untereinheiten.

Anhand ihrer Strukturmerkmale kann man Proteine

weiter klassifizieren. Proteine können einen

Nicht-Proteinanteil enthalten oder mit ihm assoziiert

sein. Es handelt sich dann um sog. Proteide

(konjugierte Proteine) (siehe Grafik VI).

Klassifizierung von Proteinen anhand ihrer räumlichen Struktur

Skleroproteine Sphäroproteine

fibrilläre Struktur unlöslich in globuläre Struktur (unterschiedlich gut) löslich

Wasser- und Salzlösungen in Wasser- und Salzlösungen

Beispiel: Stützproteine Beispiel: Proteine in Körperflüssigkeiten

• Keratine (Haut, Haare) •Albumine (Blutserum, Milch)

• Myosin (Muskeln) •Globuline (Blutserum, Milch)

Fibrinogen (Blut)


VIII

Beispiel: Gerüstproteine Beispiel: Kleberalbumine (im Getreide)

• Kollagen (Bindegewebe) •Prolamine (z.B. Gliadin)

Gluteline (z.B. Glutenin)

• Elastin (Sehnen) •

9


10


Aminosäuren und ihre

Funktionen im Überblick

Neben ihrer Funktion als Baustein der Proteinbiosynthese haben Aminosäuren können sie auch

durch ihre Stoffwechselprodukte wichtige Funktionen im Organismus einnehmen (s. Grafik IX).

Arginin

ist am Energiestoffwechsel beteiligt. Es entsteht

auch im Harnstoffzyklus und geht unter der Wirkung

von Arginase in die Aminosäure Ornithin

über. Diese beiden Aminosäuren steigern die Ausschüttung

von Wachstumshormon durch Stimulierung

der Hypophyse.

Asparagin/Asparaginsäure

bzw. Asparaginsäure ist an der Bildung der RNS

und DNS und am Aufbau des Immunsystems beteiligt.

Als Zwischenstufen des Citratcyclus dient

die �-Ketosäure der Asparaginsäure dem Energiegewinn

aus Glucose.

Glutaminsäure

ist wichtig für die Aufrechterhaltung von Konzentration,

Gedächtnisfunktion und ist ebenfalls ein

bedeutender Faktor für die Energiebereitstellung.

Prolin und Hydroxyprolin

sind reichlich im Kollagen enthalten und sind deshalb

für den Aufbau von Gelenken und Sehnen

wichtig. Prolin kann auch zur Energiegewinnung

bei der Muskelarbeit eine wichtige Rolle spielen.

Glycin ist für die Stabilität des

Immunsystems mitverantwortlich.

Alanin

dient zur Bereitstellung der Muskelenergie und zur

Blutzuckerregulierung.

Lysin

fördert die natürliche Wundheilung und den

körpereigenen Carnitinaufbau. Außerdem unterstützt

Lysin die körperliche Leistungsfähigkeit und

Muskelfunktion. Es ist maßgeblich an der Bildung

von Enzymen beteiligt. Der Heilungsprozess einer

Herpes-simplex-Infektion ist unter Lysin-Gabe erheblich

beschleunigt. Lysin ist die limitierende

Aminosäure in Getreideprodukten (Weizen, Reis

etc. – Ausnahme Mais)

Glutamin

ist ein sehr wichtiger Nährstoff für die intakten Zellen

der Darmschleimhaut. Glutamin ist am Muskelaufbau

beteiligt und hält den Blutzuckerspiegel

stabil. Glutamin unterstützt das Lang- und Kurzzeitgedächtnis

sowie die Konzentrationsfähigkeit

und kann als leistungssteigerndes Mittel eingesetzt

werden.

Glycin

wird nicht nur als Baustein von Proteinen, sondern

auch für zahlreiche Biosyntheseprozesse wie die

Biosynthese des Kreatins, der Porphyrine, der Purine

etc. benötigt. Auch an Entgiftungsreaktionen

der Leber ist Glycin beteiligt. Durch seine Beteiligung

an der Produktion von Immunglobulinen

und Antikörpern ist Glycin für die Stabilität des

Immunsystems mitverantwortlich.

Isoleucin, Leucin, Valin

sind verzweigtkettige Aminosäuren und können

vom menschlichen Organismus nicht synthetisiert

werden. Ihre Zufuhr ist unentbehrlich für den Aufbau

der Muskelmasse und den Kohlenhydratstoffwechsel.

Besonders beim Leistungssport tragen

sie zur Energiegewinnung bei, denn bei einem

Mangel an diesen drei Aminosäuren wird mehr

Hydroxytryptophan im Gehirn aufgenommen, das

über eine vermehrte Synthese von Serotonin zur

Ermüdung führt. Die Hemmung der Serotoninausschüttung

beim Coma hepaticum macht man sich

durch die therapeutische Gabe dieser drei verzweigtkettigen

Aminosäuren zunutze.


Stoffwechselprodukte und Funktionen einiger Aminosäuren

Aminosäure Wirkstoff Physiologische Funktionen

Glycin Kreatin Vorstufe von Kreatinphosphat

Porphyrine Bestandteile von Hämoglobin und Cytochromen

Purinbasen Bestandteile der Nucleinsäuren und Nucleotide

Hippursäure Entgiftungsprodukt der Benzoesäure

konjugierte Gallensäure Notwendig für die Verdauung von Fetten

Serin Ethanolamin und Cholin Bestandteil der Phospholipide

Acetylcholin Transmittersubstanz der Nervenenden

Glutaminsäure Gamma-Amino- Zellbestandteil (v.a. im Gehirn),

buttersäure Transmittersubstanz im Gehirn

Glutamin Zellbestandteil, Zwischencarrier der NH2-

Gruppen bei Aminierungen und Amidierungen

Asparaginsäure Pyrimidinbasen Bestandteile der Nucleinsäure und Nucleotiden

Coenzym A Aktivator im Zellstoffwechsel

Methionin Kreatin Vorstufe von Kreatinphosphat

Cholin Bestandteil der Phospholipide

Tyrosin, Adrenalin, Hormon

Phenylalanin Noradrenalin Hormon,Transmittersubstanz der Nervenenden

Thyroidhormone Hormone

Melanin Pigmente von Haut und Haar

Tryptophan Nicotinsäure

(Pro-Vitamin B6) Bestandteil der Pyridinnucleotide

5-Hydroxitryptamin

(Serotinin) Transmittersubstanz der Nervenenden

Prolin Kollagen Bindegewebe

Serin

kann aus Glycin gebildet werden und ist an der

Synthese von Phospholipiden beteiligt. Weiterhin

ist es an der Speicherung des Acetylcholins beteiligt,

dem Neurotransmitter, der für die nervale

Erregungsausbreitung bzw. der Reizübertragung

auf die Muskelfaser verantwortlich ist.

IX

Histidin Histamin Transmittersubstanz der Nervenenden, Stimulation

der Magensäuresekretion, Antiallergen

Karnosin (Anserin) Abfangen und binden reaktiver Aldehyde

(Bsp. Malondialdehyd)

3-Methyl-Histidin Wichtiger Bestandteil von Muskelzellen

Arginin Kreatin Vorstufe von Kreatinphosphat, Harnstoffzyklus

Cystein Taurin Bestandteil der Gallensäuren, S-S-Bindungen

in Keratin und Insulin

Lysin Hydroxylysin Bestandteil von Kollagen

Carnitin Transportiert Fettsäuren zu den Mitochondrien

nach Biesalski 1995 / Mayer-Lehnert 1988

Threonin

ist eine essentielle Aminosäure und spielt bei der

Synthese von Immunglobulinen und Antikörpern

eine wichtige Rolle. Serin und Glycin können aus

Threonin synthetisiert werden. Darüber hinaus

kommt es bei einem Mangel an Threonin zu Ermüdungserscheinungen.

11


12

Phenylalanin

dient der Gedächtnisleistung, reguliert das natürliche

Hungergefühl und ist der stabilen Psyche

zuträglich.

Tyrosin

wird leicht aus der essentiellen Aminosäure Phenylalanin

gebildet. Neben seiner Funktion als Proteinbaustein

ist Tyrosin Ausgangsmaterial für die

Synthese der Schilddrüsen- und Nebennierenhormone

sowie des Pigments Melanin. Außerdem

besitzt es über die Bildung von L-Dopa einen antidepressiven

Effekt. Bei Einnahme von Phenylalanin

kommt es zur vermehrten Bildung von Cholecystokinin

im Duodenum und damit zu einem verstärkten

Sättigungsgefühl. Phenylalanin wirkt also

auch als ein natürlicher Appetitzügler. Phenylalanin

spielt außerdem bei der Eliminierung von

Schadstoffen durch die Leber und Niere eine wichtige

Rolle. Darüber hinaus wird Phenylalanin in

Norepinephrin, das für Vigilanz, Gedächtnisleistung

und gehobene Stimmung mitverantwortlich

ist, umgewandelt.

Ornithin

ist wichtig für die Fettverarbeitung, Herztätigkeit

und fördert den Genesungsprozess.

Histidin

spielt eine Rolle bei der Produktion von roten und

weißen Blutkörperchen. Histamin ist das biogene

Amin des L-Histidins. Es hat u.a. auf die glatte Gefäßmuskulatur

eine relaxierende Wirkung, was zu

einer Blutdrucksenkung führt. Es führt zur Säuresekretionssteigerung

im Magen und ist bei allergischen

Reaktionen als Mediator beteiligt.

Methionin, Cystin und Cystein

sind schwefelhaltige Aminosäuren und damit

wichtigste Quelle des organisch gebundenen

Schwefels. Die essentielle Aminosäure Methionin

ist nicht nur Proteinbaustein, sondern nimmt an

zahlreichen Methylierungsreaktionen im Leberund

Nierenstoffwechsel im Rahmen von Entgiftungsvorgängen

teil. Eine vermehrte Cysteinzufuhr

kann eine gestörte Funktion derT-Lymphozyten

wieder normalisieren. Cystin kann leicht aus

Cystein gebildet werden. Es ist wesentlich für den

Aufbau von Haut, Nägeln und Haaren und fördert

den Heilungsprozess nach Operationen und Verbrennungen

infolge beschleunigter Bindegewebsbildung.

Cystin kann giftige Schwermetalle binden

und wird außerdem für die Bildung von Glutathion

benötigt, welches eine wichtige Entgiftungsfunktion

in der Leber besitzt. Die Aminosäure N-Acetyl-

Cystein besitzt einen zellprotektiven Effekt gegen

die Oxidation durch freie Radikale und gegen die

Cytotoxizität desTumor-Nekrose-Faktors.

Taurin

wird aus Methionin gebildet und kommt in hohen

Konzentrationen in der Herz- und Skelettmuskulatur

sowie im Zentralnervensystem vor. Taurin ist

ein starkes Antioxidans und kann Gewebe vor oxidativen

Schäden durch freie Radikale schützen.

Tryptophan

ist eine essentielle Aminosäure und enthält durch

die Umwandlung in Nicotinsäure den Charakter

eines Provitamins. Von ihm geht die Biosynthese

des Serotonins und Melatonins aus. Serotonin hat

eine relaxierende und tranquilierende Wirkung auf

den Gesamtorganismus.

Diese und viele weitere Aminosäuren sind nicht

nur durch ihre Eigenschaften bedeutsam, denn …

… im Laufe des Lebenszyklus kommt es zu Veränderungsprozessen

im Körper, die mit einem

erhöhten Eiweißbedarf verbunden sind. Durch

äußere Einflüsse wie Chemikalien, Röntgenstrahlung,

UV-Strahlung etc. kommt es mit zunehmendem

Lebensalter zu einer erhöhten Mutationsrate

in den einzelnen Zellen, d.h. die genetische Information

über die verschiedenen Stoffwechselabläufe

kann plötzlich verändert sein und zu Fehlregulationen

führen.

Zu den wichtigsten Präventionsstrategien gehört

eine ausgewogene Ernährung mit zusätzlicher

Einnahme von Aminosäuren und Vitaminen,

da zum einen der Bedarf erhöht ist, zum an-

deren die Resorptionsrate des alternden Körpers

erheblich nachlässt.

In vielen Fällen ist die Fähigkeit der älteren

Menschen, sich optimal zu versorgen, das heißt

einzukaufen, zu kochen etc. aufgrund von Krankheiten

eingeschränkt, so dass eine gezielte Nahrungsergänzung

manchmal notwendig werden

kann.

Eine große Anzahl von Aminosäuren spielen

selbst oder über ihre Stoffwechselprodukte im

Gehirnstoffwechsel eine wichtige Rolle. Es konnte

gezeigt werden, dass eine eiweißarme Ernährung

zu Konzentrationsstörungen, Unlust bis hin zur

Apathie führt.


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13


14


Für welchen Personenkreis sind

Aminosäuren besonders wichtig?

Eiweißmangelzustände treten in den westlichen Industrieländern nur in Ausnahmefällen auf.

Es gibt aber Lebensumstände, in denen ein erhöhter Bedarf an Aminosäuren besteht.

Frauen im Klimakterium

Das Klimakterium der Frau ist von Hitzewallungen,

Schlafstörungen, psychischen Problemen

oder Nachlassen der Leistungsfähigkeit geprägt,

andererseits können sich auch Krankheiten wie

Osteoporose oder Athereosklerose manifestieren.

Aufgrund des erniedrigten Östrogenspiegels

kann es in den Wechseljahren zu depressiven Verstimmungen

und Schlafstörungen kommen.Tyrosin

besitzt über die Bildung von L-Dopa einen antidepressiven

Effekt.Tryptophan wird in Serotonin

umgebaut, welches eine beruhigende und schlafanstoßende

Wirkung hat. Vielen Frauen in den

Wechseljahren haben erhebliche Gewichtsprobleme.

Tyrosin, Phenylalanin, Arginin und Ornithin

beschleunigen die Fettverbrennung und sorgen

auf natürliche Weise für eine reduzierte Nahrungsaufnahme.

Senioren

Im Alter kommt es vermehrt zu Regenerationsund

Reparaturvorgängen im Körper, die mit einem

erhöhten Eiweißbedarf verbunden sind.

Stressgeplagte

Menschen, die chronisch unter körperlichem

und/oder geistigem Leistungsdruck stehen, haben

einen erhöhten Bedarf an essentiellen Aminosäuren.

Eine eiweißreiche Ernährung ist jedoch

in vielen Fällen auch mit einer erhöhten Kalorienund

Fettzufuhr verbunden, was nicht unbedingt

immer erwünscht ist. Ein Eiweißmangel bei konzentrierter

körperlicher und geistiger Leistung

führt zu Unlust und Apathie, während ein Eiweißüberschuss

die Spontaneität erhöht. Da Eiweißstoffe

auch innerhalb des Immunsystems durch

Aufbau der Antigene und Antikörper eine wichtige

Rolle spielen, wird durch eine ausreichende

und gut ausgewogenen Aminosäurenzufuhr die

Widerstandskraft gegen Infektionen gesteigert.

Sportler

Im Sport haben die Aminosäuren ihre größte Bedeutung

im Aufbau der Muskelsubstanz und in

der Bildung von Enzymen. Um optimal in Form zu

bleiben, sind regelmäßig trainierende Sportler gezwungen,

sich täglich ausreichend mit Aminosäuren

zu versorgen. Verzweigtkettige Aminosäuren

(Leucin, Isoleucin und Valin) sind für den Sportler

insofern wichtig, als sie die Regeneration und Erhaltung

von Muskelgewebe bewirken, für den Muskelaufbau

mitverantwortlich sind und über eine

positive Beeinflussung des Energiehaushaltes die

Ausdauer verbessern.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern aus streng vegetarisch lebenden Familien

kann es zu Mangelzuständen, insbesondere

zum Mangel an essentiellen Aminosäuren und

an Vitamin B kommen.

Säuglinge von vegetarisch lebenden Müttern

sind, falls sie ausschließlich von Muttermilch ernährt

werden, nicht ausreichend mit essentiellen

Aminosäuren, Vitamin B und Mineralstoffen versorgt.

Die Ernährung von Kleinkindern und Jugendlichen

ist ebenfalls häufig unausgewogen. Der

Verzehr von Süßigkeiten führt bei Kleinkindern oft

zu mangelndem Appetit und zu einer ungenügenden

Aufnahme von vollwertigen Proteinen.

Jugendliche ziehen häufig industriell vorgefertigte

Lebensmittel, „fast-food“-Produkte sowie

phosphathaltige Getränke einer Vollwertkost vor.

Gerade in dieser Phase des Wachstums und Körperaufbaus

kommt es daher häufig zu Mangelzuständen

mit Müdigkeit, Konzentrationsverlust, hoher

Infektanfälligkeit und falschem Körperbau.


Die ganzheitliche Lösung

Dieser Aminosäurenkomplex mit Kartoffel und

Hühnereiweiß (ohne Eigelb, d.h. ohne Cholesterin!)

mit über 20 Aminosäuren ist besonders ausgewogen,

da die Vorteile des pflanzlichen und

tierischen Proteins für den menschlichen Organismus

optimal genutzt werden.

Die substanzschützenden Kapseln sind aus

rein pflanzlicher Cellulose – gelatinefrei.

Zusammensetzung Tagesverzehrmenge

3 Kapseln

Phenylalanin 168,65 mg

Methionin 164,56 mg

Leucin 163,30 mg

Lysin 156,59 mg

Valin 125,72 mg

Isoleucin 114,59 mg

Threonin 96,79 mg

Glutamin 90,00 mg

Arginin 84,27 mg

Histidin 63,53 mg

Taurin 60,00 mg

Glycin 58,20 mg

Cystein 48,62 mg

Tryptophan 47,25 mg

Prolin 36,82 mg

Tyrosin 36,70 mg

Asparaginsäure 32,01 mg

Serin 27,76 mg

Glutaminsäure 24,71 mg

Alanin 20,45 mg

Ornithin 15,00 mg

Die Einsatzgebiete

für aminoplus ® basic

Rekonvaleszenten

Diäthaltende

Unregelmäßige Mahlzeiten

Vegetarier

regelmäßige

Medikamenteneinnahme

bei erhöhtem Leistungsdruck

Sportler

Kinder/Jugendliche

in der Wachstumsphase

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Leben verstehen

Gesundheit sichern

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