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Oktober/November - Fokus

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Österreich € 3,– • P.b.b. Verlagspostamt A-1140 Wien • Zlg.-Nr. 06Z036886 M<br />

SCHWERPUNKT<br />

INVESTMENT &<br />

VORSORGE<br />

zum Herausnehmen.<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORT<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Gestärkt für die Zukunft, möchte<br />

man der Krise trotzen.<br />

Euromoney Awards for Excellence 2011<br />

EHL Nr. 1 der österreichischen Immobiliendienstleister<br />

Monatsmagazin • 7. Jg./Nr. 08/2011 • <strong>Oktober</strong>/<strong>November</strong> 2011<br />

Eigentums- und Anlagewohnungen:<br />

1120 Vivenotgasse 56<br />

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LIEBE LESER!<br />

INNOVATION. In den letzten Ausgaben hat sich der FOKUS Home & Business besonders innovativer<br />

und moderner Produkte oder Lösungen angenommen. Diesmal steht eine Hightech-Folie für<br />

Verglasungen im Blickpunkt, die Schutz gegen Vandalismus und Einbruch im privaten und öffentlichen<br />

Bereich bietet, aber auch gegen Terroranschläge. Denn ein Grund für die verhältnismäßig<br />

kleine Opferzahl beim Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo waren Fenster, die nicht<br />

splitterten. FOKUS blickte dazu hinter die Kulissen der Unternehmen Haverkamp und Fol-Tec.<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORTE. Unser Blick in die Bundesländer führt diesmal nach Oberösterreich.<br />

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer gibt einen Überblick zur aktuellen Wirtschaftslage<br />

und dem prognostizierten Wachstum, das wesentlich durch die Bereiche Export und Technologie<br />

begründet ist. Abgerundet wird der Beitrag durch eine Übersicht zu aktuellen Projekten und eine<br />

Erläuterung der wirtschaftlichen Kennzahlen.<br />

WINTER„FREUDEN“. Zeitumstellung – das endgültige Zeichen für das Herannahen des Winters<br />

und den damit verbundenen Schnee. Nicht nur, dass es lästig ist, wenn man ohnehin in<br />

der Früh unter Zeitdruck steht, den Schnee vom eigenen Gehsteig zu entfernen – tut man dies<br />

nicht, haftet man überdies für den Fall, dass sich Fußgänger auf Grund eines Sturzes verletzen.<br />

Mit einem professionellen Winter-Facilityservice-Unternehmen ist man jedenfalls auf der<br />

sicheren Seite, mehr dazu ab Seite 58.<br />

LIVING. Auch heuer war die WOHNDESIGN in der Wiener Hofburg wieder ein großer Erfolg.<br />

Beim sogenannten „Festival des Wohnens“, wie die Messe gerne bezeichnet wird, fanden sich<br />

mehr als 14.000 interessierte Gäste ein, um Hochwertiges, Trendiges und Gestyltes im Bereich<br />

Wohnen kennenzulernen. Ein anderes, stets aktuelles Thema: Immer mehr Menschen wünschen<br />

sich einen Hund als treuen Begleiter. Finden Sie ab Seite 84 Tipps, wie Sie das mitunter nicht<br />

immer ganz einfache Zusammenleben in den eigenen vier Wänden gestalten können. Als Abrundung<br />

erhalten Sie einen Überblick über die gemütlichsten Hundehotels.<br />

Viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Ihnen Ihr<br />

Dr. Alexander Scheuch<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

„Ich gebe<br />

Ratschläge immer<br />

weiter. Es ist<br />

das Einzige,<br />

was man damit<br />

anfangen kann.“<br />

Oscar Wilde<br />

EDITORIAL<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 3


INHALT<br />

30<br />

26<br />

20<br />

IMMOBILIEN<br />

06 News & Infos<br />

Kurznachrichten aus dem Immobilienbereich.<br />

20 Fels in der Brandung<br />

Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten erweist sich die EXPO<br />

REAL 2011 als Stabilitätsanker in der Branche. Außerdem: FOKUS<br />

Home & Business zeigt auffällige Projekte von der Messe.<br />

26 Humboldt-Box<br />

Berlin ist um eine Attraktion reicher, allerdings nur für einige Zeit.<br />

28 Home Staging<br />

Bringen Sie Ihre Immobilie vor dem Verkauf auf Vordermann!<br />

30 Franchisesysteme<br />

Die Vor- und Nachteile – zwei Systeme im Vergleich.<br />

32 Mieterpass gegen Mietnomaden<br />

Bei Rustler geht man mit einer neuen Idee unkonventionelle Wege.<br />

34 Gehobener Wohnkomfort<br />

Acht Dachgeschoßwohnungen in absoluter Ruhelage bietet die<br />

Penthouse Errichtungs GmbH.<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORT OÖ<br />

36 Gestärkt in die Zukunft<br />

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.<br />

40 Wirtschaft im Lot<br />

Oberösterreich ist nach wie vor auf hohem wirtschaftlichem<br />

Niveau unterwegs.<br />

42 Von der Anlegerwohnung bis zum Gewerbepark<br />

Die Linzer Bau & Boden-Gruppe bietet ein neues Service für<br />

institutionelle Investoren an.<br />

44 Kultur für alle<br />

Das Landestheater Linz bietet eine unbändige Vielfalt an theatralen<br />

und musikalischen Angeboten sowie innovativer Kulturvermittlung.<br />

BUSINESS<br />

46 Die Arbeitswelt verändert sich<br />

Neue Konzepte sind gefragt – und diese sind sehr vielfältig.<br />

48 Der unsichtbare Schutz<br />

Die Firma Fol-Tec gewährleistet Sicherheit für den Menschen mit<br />

ihrer innovativen Schutzfolie.<br />

50 Brachflächenverwertung<br />

Vom "toten Kapital" zur gewinnbringenden Fläche.<br />

58 Schneeräumung<br />

Wer nicht schaufelt, der haftet.<br />

60 Nachhaltiges Bauen mit Betonfertigteilen<br />

DI Werner Pröll über die Bedeutung von Betonfertigteilen<br />

in wirtschatlich und klimatisch bewegten Zeiten.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

66 News<br />

Kurznachrichten aus der Welt der Wirtschaft.<br />

68 Globale Machtverschiebungen<br />

Beim HYPO Invest Club sprach Ministerpräsident Peer<br />

Steinbrück über Europas schweren Weg.<br />

70 Imagepolitur<br />

Wenn Marken neu durchstarten.<br />

72 Preiskartell aufgedeckt – was nun?<br />

Wie man den Schadenersatzanspruch durchbringt.<br />

74 Wer bezahlt was?<br />

Sanierung der Fenster – der OGH hat kürzlich in einer<br />

Entscheidung Klarheit geschaffen.<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

76 News<br />

Neues und Interessantes auf dem Markt.<br />

80 Festival des Wohnens<br />

Die WOHNDESIGN in der Wiener Hofburg war wieder<br />

einer der strahlendsten Events – es gab viel zu schauen<br />

und zu staunen.<br />

84 „easy living“ mit Hund<br />

Hunde sind seit langer Zeit treue Gefährten der Menschen<br />

– auch in den eigenen vier Wänden.<br />

92 Toni, der Optimist<br />

Er war einer, der die Fußballwelt in Österreich polarisierte –<br />

und einer der erfolgreichsten Fußballer.<br />

MOVING<br />

96 Sonne statt Kälte<br />

Beugen Sie der Winterdepression vor und fliegen Sie der<br />

Sonne entgegen.<br />

102 Lifestyle trifft Landleben<br />

Das Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfeld ist der ideale<br />

Ort, um zu genießen und sich verwöhnen zu lassen.<br />

106 Gewinnspiel<br />

Medieneigentümer, Herausgeber- und Chefredaktionsanschrift ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG, 1140 Wien,<br />

Tel. 01/813 03 46-0, office@immobilienfokus.at, www.immobilienfokus.at Herausgeber und Geschäftsführer Dr. Alexander Scheuch, a.scheuch@immobilienfokus.at<br />

Redaktion Ressort Immobilien Mag. Walter Senk, w.senk@immobilienfokus.at Chefin vom Dienst Ingeborg Zauner, i.zauner@immobilienfokus.at<br />

Grafik Markus Gold BSc, André Unger, grafik1@immobilienfokus.at Litho Gai Jeger Office Ingeborg Zauner, Sabine Reiterer Mitarbeiter dieser Ausgabe Mag. Walter<br />

Senk, Robert Schweiger, Dr. Georg Röhsner, Dieter Kendler, Dr. Nina Ollinger, Ingeborg Zauner, Rosemarie Liermann, Thomas Kozak BA, Gabriella Mühlbauer, Christian<br />

Prenger, Mag. Gerhard Schillinger, Alexandra Koch, Mag. Alexandra Kogler, Mag. Susanne Knoll, Dr. Johanna Karner, Anna Del Medico, Mag. Martin Kofler, Dipl.-Ing.<br />

Peter Matzanetz, Michael T. Landschau Verlagsleitung Thomas Kozak BA Anzeigen Mag. Alexandra Kogler, Wolfgang Schebek, Sylvia Kalinka Coverfoto Breiteneder<br />

Druck Niederösterreichisches Pressehaus Vertrieb Valora Services Austria Freier Vertrieb und Messen Medien für Med, Post AG, FOKUS Auflage 140.000<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

96<br />

80<br />

84<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 5


FOTOS: SHUTTERSTOCK<br />

IMMOBILIEN Text Walter Senk<br />

NEWS<br />

FOTO: ÖSW ESSLING<br />

n Conwert Immobilien Invest SE übernahm mit 1. <strong>November</strong> 2011 die Verwaltung des Deutschland-<br />

Portfolios der Tower Group A/S. Das an der dänischen Börse notierte Immobilienunternehmen verfügt in<br />

Deutschland über insgesamt 4.600 Wohn- und ca. 300 Gewerbeeinheiten, die künftig von der conwert-<br />

Tochter alt+kelber Immobiliengruppe GmbH verwaltet werden.<br />

n Derzeit haben noch andere die Nase vorn, aber die für Investoren interessanten Investmentmärkte<br />

werden sich in Zukunft ändern. Der Researcher Thomas Beyerle von der deutschen IVG beobachtet<br />

die Zukunftsmärkte schon genau. Als aussichtsreiche Kandidaten werden die Türkei, Indien und Peru<br />

gehandelt.<br />

n Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Wien sind in den vergangenen Jahren, insbesondere seit<br />

Beginn der Finanzkrise, stark gestiegen. Begründet ist dieser Anstieg vor allem in der Angst der Menschen<br />

vor einer Geldentwertung bzw. in der Skepsis gegenüber volatilen Aktienmärkten. Diese haben dazu<br />

geführt, dass in den vergangenen Jahren – vor allem von Privatpersonen und Stiftungen – wieder in einem<br />

stärkeren Ausmaß in Immobilien investiert wurde und wird, da diese als sicherer Anlagehafen gelten.<br />

START FÜR FAMILIEN-<br />

FREUNDLICHES WOHNEN<br />

n Am Stadtrand von Wien, in Wien-Essling, entstand nach<br />

den Plänen von Architektin Johanna Rainer in der Rosenberg-<br />

BELGRAD<br />

ERÖFFNUNG FRÜHER ALS GEPLANT<br />

n Beim Bauprojekt der Falkensteiner Michaeler Tourism Group<br />

AG, kurz FMTG AG, und der M.O.F. BETA Immobilien AG schreitet<br />

der Bau für das Falkensteiner Hotel in Novi Beograd enorm<br />

zügig voran. Die für Ende 2012 geplante Eröffnung des City-Hotelprojekts<br />

mit direkt angeschlossenem zwölfstöckigem Office<br />

Tower auf 6.000 Quadratmetern wird voraussichtlich schon im<br />

Sommer 2012 erfolgen. Dietmar Reindl, Managing Director der<br />

FMTG AG, kennt die Gründe für den rasanten Baufortschritt:<br />

straße 60 eine kleine Wohnhausanlage mit 18 geförderten Mietwohnungen<br />

mit Eigentumsoption. Das Projekt punktet mit seiner<br />

familienfreundlichen Gestaltung, dem attraktiven Grünraum-<br />

konzept sowie individuellen Freiräumen, die zum Verweilen an<br />

der frischen Luft einladen. Vor Kurzem wurden die Wohnungen<br />

an die Bewohnern übergeben. Die neue Wohnbebauung an der<br />

Rosenbergstraße nimmt die Typologie der Gartenmaisonetten<br />

mit kleinen Gärten der angrenzenden „Siedlung Gartenheim“<br />

Roland Rainers aus den 90er-Jahren auf und führt diese fort.<br />

Architektin Johanna Rainer hat im Projekt ein vielfältiges Freiraumangebot<br />

vorgesehen. So sind jeder Wohneinheit Freiräume<br />

im Süden zugeordnet. Die Maisonetten sind mit Eigengärten<br />

ausgestattet und damit vor allem auch für Familien mit Kindern<br />

ideal. Die Geschoßwohnungen verfügen über südseitig vorgelagerte<br />

Loggien sowie Dachterrassen, die so einen eigenen<br />

Wohnraum unter freiem Himmel bieten.<br />

„Dass wir bei diesem Großprojekt im Belgrader Businessviertel<br />

sehr gut in der Zeit liegen, verdanken wir vor allem der hervorragenden<br />

Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen, die<br />

höchst professionell dafür Sorge tragen, ihren Part zeitlich einzuhalten<br />

und erfolgreich abzuwickeln. Seit dem Baustart wurden<br />

wir aber auch vom Wettergott in Belgrad verwöhnt.“ Die Kombination<br />

aus Hotel und Bürogebäude mit umfangreichen Serviceangeboten<br />

wird speziell für Businesskunden interessant sein.<br />

6 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Wohnen, wo andere<br />

Urlaub machen.<br />

Residence Pannonia, Neusiedl am See<br />

In der denkmalgeschützten Immobilie beim Neusiedler See werden Sie Ihren Alltag kaum wiedererkennen.<br />

In der angesagten Urlaubsregion direkt vor den Toren Wiens realisieren wir eine einzigartige Wohnsituation für<br />

Menschen mit Sinn für besondere Wohnkultur. Leben, Arbeiten, Entspannen – die Residence Pannonia ist der<br />

ideale Platz. Hochwertige Wohnungen in historischen Mauern mit privatem Park, Concierge-Service und einmaligem<br />

Freizeitangebot. Investieren Sie gleichzeitig in ein wertbeständiges Unikat und ein neues Lebensgefühl.<br />

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FOTO: BEIGESTELLT<br />

BUCHTIPP<br />

PROFESSIONELLE IMMOBILIENBEWIRTSCHAFTUNG<br />

Rupert Ledl, Peter Scharinger, Karin Fuhrmann, Kornherr, Otto Bammer (v. l. n. r.).<br />

n Praxisnahe und gerade deshalb auch für Studierende interessant<br />

ist das vor Kurzem präsentierte „Handbuch Immobilienbewirtschaftung“.<br />

Das Buch behandelt Fragen, die für alle Angehörigen<br />

der Immobilientreuhand-Berufe tagtäglich von hoher<br />

Bedeutung sind. Insbesondere die kommerziell-rechtlichen<br />

Schwerpunkte der Immobilientreuhandschaft werden vom<br />

Herausgeberteam umfassend beleuchtet. Otto Bammer (Institut<br />

Immobilienwirtschaft der FH Wien), Karin Fuhrmann (TPA Horwath<br />

Wirtschaftstreuhand und Steuerberatung GmbH) und<br />

Rupert Ledl (Department für Bauen und Umwelt an der Donauuniversität<br />

Krems) stehen für fundiertes Hintergrundwissen<br />

und jahrelange Erfahrung.<br />

Dieses Buch widmet sich dem Immobilientreuhandbetrieb und<br />

setzt sich im Kontext auch mit organisatorischen Themen, die<br />

der Verwaltungsbetrieb benötigt und mich sich bringt, auseinander.<br />

Weiters erfährt der Leser etwas über die Rechte und<br />

Pflichten des Immobilienverwalters. Die Ausführungen gewährleisten<br />

eine Umsetzung in der Praxis.


FOTO: BEIGESTELLT<br />

HANDBUCH<br />

DACHGESCHOSSAUSBAU IN WIEN<br />

n Der Dachgeschoßausbau<br />

in Wien ist eine der komplexesten<br />

Bauaufgaben sowohl<br />

in der Planung, in der<br />

baubehördlichen Beurteilung<br />

als auch in der Baudurchführung.<br />

Im Zuge<br />

dieser Entwicklung haben<br />

sich auch die baulichen<br />

Regelwerke (Bauordnung<br />

für Wien, OIB-Richtlinien,<br />

ÖNORMEN, ON-Regeln,<br />

Eurocodes etc.) bedeutend<br />

verändert, erweitert und<br />

erneuert und somit die<br />

Ausbaumöglichkeiten eines<br />

Rohdachbodens stark beeinflusst. Allein die verschiedenen<br />

Merkblätter der Stadt Wien zur Auslegung des Standes der Technik,<br />

der Bauordnung und der einschlägigen Normen zeigen den<br />

dynamischen Prozess, sich der komplexen Bauaufgabe „Dach-<br />

Bauwerk<br />

Objekterrichtung<br />

geschoßausbau in Wien“ seitens der Baubehörde anzunähern.<br />

Der Verlag Österreich hat aktuell ein Handbuch mit über 330<br />

Seiten mit vielen Skizzen und farbigen Abbildungen zu diesem<br />

Thema herausgegeben und als Fachautoren die Branchenexperten<br />

SR Dr. Wolfgang Kirchmayer (Leiter der Gruppe Baurecht<br />

und stellvertretender Leiter der Magistratsabteilung 64), Univ.-<br />

Prof. DI Dr. techn. Andreas Kolbitsch (Institut für Hochbau und<br />

Technologie an der TU Wien, Zivilingenieur für Bauwesen) und<br />

Architekt Baumeister DI Roland Popp (Ziviltechniker, Immobilientreuhänder<br />

und Gerichtssachverständiger für das Bau- und<br />

Immobilienwesen) gewinnen können. Die Aufgabe, die wichtigsten<br />

planerischen, baurechtlichen und statisch konstruktiven<br />

Aspekte des Dachgeschoßausbaus in Wien in einem einzigen<br />

Werk zusammenzuführen, ist sehr gut gelungen – das Handbuch<br />

kann jedem Bautechniker, Juristen und Immobilientreuhänder<br />

sowie jedem zukünftigen Bauherrn empfohlen werden.<br />

Kirchmayer/Kolbitsch/Popp: „Dachgeschoßausbau in Wien“<br />

ISBN: 978-3-7046-5426-7<br />

Verlag Österreich<br />

Von der Kunst, zusammenzubringen,<br />

was zusammen gehört<br />

ImmobIlIenvermIttlung, ImmobIlIenhandel<br />

ImmobIlIenvermIttlung<br />

• Akquisition<br />

• Optimierung<br />

• Bewerbung<br />

• Besichtigung<br />

• Vermietung/Verkauf<br />

ImmobIlIenhandel<br />

• Ankauf<br />

• Sanierung/Aufwertung<br />

• Verkauf/Vermietung


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Immobilienmakler.<br />

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ECO-BASE© steht für Energieeffi zienz:<br />

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1220 1180 Wien, Trondheimgasse Scheibenbergstraße 2a 38<br />

1230 1220 Wien, Gatterederstraße Trondheimgasse 2a 6a<br />

8020 1230 Graz, Wien, Metahofgasse Gatterederstraße 14 | 6a<br />

8020 Rebengasse Graz, Metahofgasse 11 + 13 14 |<br />

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IMMOBILIENCARD<br />

MEILENSTEIN IM<br />

ÖSTERREICHISCHEN<br />

IMMOBILIENWESEN<br />

n Als erster Staat in der Europäischen Union führt Österreich<br />

einen Berufsausweis für ImmobilientreuhänderInnen – also<br />

Immobilienmakler, Immobilienverwalter und Bauträger – ein.<br />

„Mit der Immobiliencard haben wir endlich die Möglichkeit, uns<br />

am Markt einfach, transparent und unmittelbar nachvollziehbar<br />

als legitimierte Immobilienprofis auszuweisen. Jahre der Investition<br />

in Ausbildungsschienen bis hin zu den Universitäten<br />

haben sich somit gelohnt gemacht“, hebt Thomas Malloth, Fachverbandsobmann<br />

der österreichischen Immobilien- und Vermö-<br />

genstreuhänder, hervor. Gewerbeberechtigte Makler, Verwalter<br />

und Bauträger können ab sofort für sich selbst und ihre qualifizierten<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren Fachgruppen<br />

ihre ganz persönliche Immobiliencard beantragen. Die Karte<br />

sagt dem Konsumenten, ob ihm ein Spezialist gegenübersteht,<br />

der entweder selbst die Gewerbeberechtigung hat oder aber ein<br />

bestens ausgebildeter Mitarbeiter eines solchen Unternehmens<br />

ist. Der Kunde kann in einer Onlinedatenbank auf der Website<br />

www.Immobiliencard.at seinen Makler, Verwalter oder Bauträger<br />

auf die Voraussetzungen prüfen.<br />

WIEN<br />

TOP-LAGEN ERZIELEN<br />

NEUE SPITZENPREISE<br />

n Der Wiener Wohnimmobilienmarkt verzeichnet eine erhöhte<br />

Nachfrage, insbesondere in den bevorzugten Bezirken der Stadt.<br />

„Viele Jahre galt Wien eher als ein stabiler Markt für Immobilien,<br />

derzeit erleben wir jedoch einen regelrechten Boom“, sagt Helfried<br />

Mück, geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers<br />

Wien Nordwest. Die Folge sind neue Spitzenpreise in der<br />

österreichischen Metropole. Im bevorzugten Innenstadtbezirk<br />

reichen die Preise bis zu 17.000 Euro je Quadratmeter. Die teuersten<br />

Straßen liegen im sogenannten „Goldenen U“, bestehend<br />

aus dem Kohlmarkt, der Kärntner Straße und dem Graben. Topsanierte<br />

Altbauwohnungen, Dachgeschoß- und Penthouse-Wohnungen<br />

mit großen Terrassen erzielen Höchstpreise. „Wir stehen<br />

nach unserer Einschätzung erst am Anfang eines lang anhaltenden<br />

Trends und sind der Überzeugung, dass sich die Preissteigerungen<br />

noch deutlich fortsetzen werden“, erklärt Mück.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

FOTO: DIVA


FOTO: ESTERHÁZY<br />

PR-BEREICH<br />

NEUZUGANG BEI<br />

ESTERHÁZY<br />

n Mit Christina Zwickl (30)<br />

holen die Esterházy-Betriebe<br />

eine erfahrene PR-Expertin in<br />

ihr Team. Sie wird künftig das<br />

bereits bestehende Presseteam<br />

um Karl Wessely ergänzen.<br />

Mit der Bestellung von<br />

Zwickl soll die Betreuung der<br />

regionalen und nationalen<br />

Medien noch strukturierter<br />

und umfassender erfolgen.<br />

Vor ihrem Wechsel zu Esterházy<br />

war Christina Zwickl in<br />

der PR-Agentur Grayling in<br />

der Unit Consumer Brands and Healthcare tätig, wo sie die strategische<br />

PR-Arbeit für Kunden wie Kraft Foods, Pfizer, Teekanne<br />

oder MED-EL konzeptionierte und umsetzte. Stefan Ottrubay:<br />

„Wir freuen uns, dass wir mit Christina Zwickl eine PR-Expertin<br />

gewinnen konnten, die nicht nur Erfahrung in der internationalen<br />

Kundenbetreuung gesammelt hat, sondern auch einen starken<br />

Bezug zum Burgenland besitzt.“<br />

PORTFOLIO-PRÄSENTATION<br />

BEI SIGNA SETZT MAN<br />

AUF SURFACE<br />

n Für interaktive Präsentationen von Bestandsimmobilien und<br />

auch geplanten Projekten bedient sich die Signa Holding mittlerweile<br />

einer Surface-Plattform mit einer von LieberLieber entwickelten<br />

Lösung. Dabei handelt es sich um ein Hightech-Interface<br />

in Form eines Glastisches. „Bei unseren Kunden brachte<br />

diese Lösung einen Wow-Effekt“, meint Franz Hillebrand, Leiter<br />

der Konzern-IT bei Signa Holding, und im Unternehmen wartet<br />

man schon interessiert auf die 2.0-Version von Surface, die demnächst<br />

auch in Österreich erhältlich sein wird. Damit können auf<br />

virtuellen Rundgängen und an verschiedenen Schauplätzen<br />

rund um den Globus die neuesten Immobilienprojekte sichtbar<br />

gemacht werden. Unabhängig vom Projektstatus ist man so in<br />

der Lage, Mietinteressenten verschiedenste Standortmöglichkeiten<br />

aufzuzeigen. „Es können unternehmensbezogene Orte<br />

einfach und zentral lokalisiert, demonstriert und vergleichbar<br />

gemacht werden, auch wenn sie, wie bei Signa der Fall, weiter<br />

verstreut sind“, meint Daniel Siegl, Geschäftsführer des Surface-<br />

Spezialisten LieberLieber. Die Eingriffsmöglichkeiten seien derart,<br />

dass Personen wie Gegenstände in eine Präsentation einbezogen<br />

werden könnten.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


FOTO: BENA<br />

AUSWIRKUNGEN<br />

BÜROVERMIETER VERZEICHNEN HOHE NACHFRAGE<br />

EIN GUTER ANWALT<br />

BRAUCHT DEN<br />

RICHTIGEN DURCHBLICK<br />

Die Anwälte in unseren 76 Büros weltweit wissen, wie wichtig es ist, stets<br />

mit dem richtigen Durchblick in der Vielfalt der verschiedenen Kulturen,<br />

Sprachen und lokalen Märkte zu agieren. Unseren Klienten ist es wichtig,<br />

dass wir ihre Unternehmensvisionen verstehen und sie in der Umsetzung<br />

ihrer unternehmerischen Ziele mit optimalen rechtlichen Lösungen<br />

unterstützen, wo auch immer sie geschäftlich aktiv sind.<br />

Und was unseren Klienten wichtig ist, ist auch uns wichtig.<br />

www.dlapiper.com<br />

n In der angespannten wirtschaftlichen Situation wächst die Zahl<br />

der Nachfrager bei den Büroflächenanbietern. So verzeichnen<br />

sowohl Regus als auch Bena eine steigende Nachfrage in Wien. Bei<br />

Regus führt man dies darauf zurück, dass kleine und im Home<br />

Office arbeitende Unternehmen nach Arbeitsplatzlösungen<br />

suchen, die für höhere Produktivität sorgen, dabei aber risikoarm<br />

und kosteneffizient sind. Während bei vielen Bürovermietern freie<br />

Flächen vorhanden sind, freut sich Bena, Österreichs größter heimischer<br />

Anbieter von Businesscentern, über eine Spitzenauslastung<br />

von 95 Prozent an allen Standorten. Der soeben fertiggestellte<br />

sechste Standort, das Business Embassy FLYBRIDGE in<br />

der Mariahilfer Straße, war sogar binnen zwei Monaten voll vermietet.<br />

Bena-Geschäftsführer Alexander Varendorff beruhigt<br />

jedoch potenzielle Interessenten: „30 Prozent unserer Kunden<br />

mieten für die Dauer unter einem Jahr. So können wir trotz guter<br />

Auslastung konzeptbedingt jederzeit Lösungen zwischen 10 und<br />

400 Quadratmetern anbieten“. Daneben boomt aber auch die<br />

Nachfrage nach Virtual Offices. Einige Unternehmen nutzen<br />

Virtual Offices als permanente Lösung, während sie für andere ein<br />

Zwischenschritt zur physischen Arbeitsplatzlösung ist.<br />

DLA Piper Weiss-Tessbach Rechtsanwälte GmbH ist Teil von DLA Piper,<br />

einer weltweit tätigen Anwaltskanzlei, die durch eigenständige Rechtsträger agiert.<br />

Die Kanzlei umfasst mehr als 4.200 Juristen und 76 Büros in 30 Ländern.<br />

AUG11 | 2043130


MARK & MARK<br />

„BEST ARCHITECTS 12“<br />

AWARD FÜR ZWEI GRAZER ARCHITEKTURBÜROS<br />

n Zum sechsten Mal war die Architekturszene im deutschsprachigen<br />

Raum heuer aufgefordert, ihre besten und interessantesten<br />

Projekte für den „best architects 12“-Award einzureichen. Beurteilt<br />

wurden von der Jury die Kriterien Architektur- und Gestaltungsqualität,<br />

Raumkonzept, Funktionalität sowie technische Umsetzung.<br />

Von den Einreichungen bekamen neun „Gold“, 65 Projekte<br />

erhielten die Auszeichnung „best architects 12“ – darunter zwei<br />

Architekturbüros aus Graz. In der Kategorie Büro- und Verwaltungsgebäude<br />

wurde die ARGE Atelier Thomas Pucher & Bramberger<br />

architects mit ihrem Bürogebäude NIK ausgezeichnet. Die Riegler<br />

Riewe Architektur ZT GmbH erhielt die begehrte Auszeichnung<br />

für das Laborgebäude des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim<br />

in Biberach/Deutschland. Die Juroren lobten bei den eingereichten<br />

Projekten den Mut und die Bereitschaft zu neuen architektoni-<br />

schen Lösungen. Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative<br />

Indus tries Styria (CIS), sieht mit den beiden Auszeichnungen für<br />

Grazer Architekturbüros den Architekturexport ein weiteres Stück<br />

in Europa angekommen und betont: „Mit diesen Auszeichnungen<br />

bekommen die steirischen Architekten eine weitere Bestätigung,<br />

dass ihre Arbeit international wettbewerbsfähig ist.“<br />

„Wer sein Investment<br />

anfassen kann,<br />

begreift die Bedeutung<br />

der Nachhaltigkeit.“<br />

Holger Schmidtmayr, Vorstand<br />

Unser Erfolg beruht nicht allein auf unserem hochwertigen Portfolio,<br />

sondern auch auf der offenen und transparenten Kommunikation der S IMMO.<br />

Wir suchen die Nähe zu unseren Anlegern und gehen mit ihrem Vertrauen<br />

verantwortungsvoll um. www.simmoag.at<br />

FOTO: BEST ARCHITECTS


ZENTRAL IN<br />

WIEN-LEOPOLDSTADT<br />

FOTO: RE „2ND CENTRAL“<br />

Bürogebäude. Das Nachhaltigkeit in einer Spitzenlage im aufstrebenden<br />

Business District an der Achse Lassallestraße.<br />

n Die Raiffeisen evolution errichtet bis Mai 2013 in Wien-Leopoldstadt<br />

moderne Büro- sowie ebenerdige Handelsflächen im<br />

neuen Projekt „2nd Central“. 15.000 Quadratmeter Büroflächen<br />

in Niedrigenergiestandard werden hier entwickelt. Der<br />

sehr flächeneffiziente und völlig barrierefreie Bau verfügt über<br />

einen hohen Grad an thermischer Behaglichkeit sowie Licht-<br />

und akustischen Komfort. Ab Beginn der Planung wurden die<br />

Lebenszykluskosten konsequent beobachtet und verbessert,<br />

Varianten erstellt und durch alle beteiligten Fachplaner optimiert.<br />

Der Entwurf stammt von Atelier Hayde Architekten ZT<br />

GmbH. Im Rahmen des ÖGNI-Gründertages erhielt Raiffeisen<br />

evolution für das Objekt das Vorzertifikat in Silber. Der Spatenstich<br />

ist für <strong>November</strong> vorgesehen; geplanter Fertigstellungstermin<br />

Mai 2013.<br />

MARINA TOWER<br />

HÖCHSTE AUSZEICHNUNG<br />

FÜR NACHHALTIGKEIT<br />

v. l. n. r.: Johannes Plessing (KS Ingenieure ZT), Hermann Klein (IG Immobilien),<br />

Philipp Kaufmann (ÖGNI), Albrecht Kemmann (KS Ingenieure ZT)<br />

n Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft<br />

(ÖGNI), in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für<br />

nachhaltiges Bauen (DGNB), hat das Vorzertifikat "DGNB in Gold"<br />

für das Projekt MARINA TOWER an die Eigentümer (IG Immobilien,<br />

UniCredit, WIKORA) verliehen. Damit ist der MARINA TOWER<br />

eines der ersten Bürogebäude in Österreich mit Gold Standard. Der<br />

MARINA TOWER ist das Herzstück der MARINA CITY, die mitten<br />

in der dynamischen Entwicklungsregion U2-Achse zwischen der<br />

Praterbrücke und dem Ernst-Happel Stadion liegt. IES Immobilien-<br />

Projektentwicklung GmbH hat das Projekt entwickelt, für das der<br />

Baubeginn im Frühjahr 2012 vorgesehen ist. "Das an uns verliehene<br />

'Vorzertifikat DGNB in Gold' ist der Beweis dafür, dass wir beim<br />

Thema Nachhaltigkeit richtungsweisende Maßstäbe gesetzt haben",<br />

freut sich IG-Immobilien-Geschäftsführer Hermann Klein.<br />

FOTO: IG IMMOBILIEN


FOTO: BOE<br />

BLICKFANG<br />

AUFFÄLLIGE GARAGE<br />

UNTER DER AUTOBAHN<br />

n Eine vierstöckige Garage steht direkt unter der Südosttangente<br />

(A 23) in Wien. Die Garage erschließt den neuen Stadtteil<br />

„Neu Marx“, der sich zum Standort für Medien, Forschung<br />

und Technologie entwickelt und in dem 2016 zirka 15.000<br />

Menschen wohnen und arbeiten werden. Mit der Fertigstellung<br />

der Hochgarage entstehen 541 Pkw-Stellplätze für die<br />

Mitarbeiter umliegender Büros und Bewohner. 14 Stellplätze<br />

im Erdgeschoß sind – in Kooperation mit Wien Energie – mit<br />

Stromtankstellen für E-Autos ausgestattet – außerdem gibt<br />

es noch 11 behindertengerechte Stellplätze. Auffällig an der<br />

Garage ist allerdings ein dreiteiliges, 54 Quadratmeter großes<br />

Kunstwerk des österreichischen Fotokünstlers Thomas Strini<br />

(www.strini.at) an der Außenfassade. Es stellt den heiligen<br />

Christophorus, Schutzherr der Reisenden, in zeitgenössischen<br />

Szenen dar.<br />

STARTSCHUSS<br />

TOP-PREMIUM-LINIE<br />

IN ÖSTERREICH<br />

n Unter der Marke RE/MAX Collection expandiert die weltweite<br />

Nr. 1 in der Immobilienvermittlung nun auch in Österreich im Bereich<br />

Luxusimmobilien. Alois Reikersdorfer begründet den Start<br />

von RE/MAX Collection: „RE/MAX hat als Marktführer in der Immobilienvermittlung<br />

im größten Objekt-Pool Österreichs schon<br />

jetzt so manche Perlen wie Schlösser, Villen, Palais und Klöster. Mit<br />

RE/MAX Collection kommt nun auch die entsprechende Vertriebslinie<br />

dazu, die sich ausschließlich an einen exklusiven Kreis von<br />

Top-Kunden wendet.“ Als erste Kooperationspartnerin konnte die<br />

bekannte Veldener Maklerin Doris Scarpatetti-Matheis gewonnen<br />

werden. Das RE/MAX Collection-Netzwerk soll in Österreich unter<br />

anderem Standorte in Wien, Kitzbühel, Salzburg und am Mondsee<br />

umfassen. Bis Jahresende sind ein bis zwei weitere Collection-<br />

Standorte in Österreich geplant. „Es gibt mehrere vielversprechende<br />

Gespräche mit potenziellen Partnern“, so Reikersdorfer.<br />

Ein festes Fundament<br />

für Ihre Geldanlage.<br />

Der Raiffeisen-Immobilienfonds<br />

Mit dem Raiffeisen-Immobilienfonds investieren Sie in Gewerbeobjekte in<br />

den besten Lagen Europas. Profitieren Sie vom Know-how unserer Immobilienprofis<br />

schon ab 30 Euro pro Monat. Und bleiben Sie dabei flexibel.<br />

Mehr unter www.rcm.at oder bei Ihrem Raiffeisenberater.<br />

Der veröffentlichte Prospekt sowie der vereinfachte Verkaufsprospekt des in dieser Unterlage beschriebenen Immobilien-<br />

Investmentfonds in seiner aktuellen Fassung inklusive sämtlicher Änderungen seit Erstverlautbarung steht dem Interessenten<br />

unter www.rcm.at in deutscher Sprache zur Verfügung. Raiffeisen Immobilien Kapitalanlage GmbH<br />

FOTO: REMAX


FEUER FREI!<br />

FOTO: GERRY M FOL-TEC<br />

n Fliegende Molotow-Cocktails, Sprengstoffzündungen, abgefeuerte<br />

Schusswaffen und Einbruchswerkzeuge – am Truppenübungsplatz<br />

Bruckneudorf ging es heiß her. Bei einer Live-Vorführung<br />

mit spektakulären Effekten zeigte die Firma Fol-Tec das<br />

unsichtbare Geheimnis eines scheinbar undurchdringbaren Fensters:<br />

Eine Spezialfolie, die normales Fensterglas in sprengwirkungs-<br />

und durchwurfhemmendes Sicherheitsglas verwandelt.<br />

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Mehr als 100 Gäste und<br />

Medienvertreter nutzen den Tag, um sich bei den Fol-Tec Sicherheitsexperten<br />

Wilhelm P. Jakubek und Alfred Pirstitz über die<br />

neuesten Sicherheitslösungen des deutschen Sicherheitstechnologieproduzenten<br />

Haverkamp zu informieren. Neben Nachrüsttechnik<br />

wie der Spezialsicherheitsfolie wurden in Bruckneudorf<br />

Freilandsicherungsysteme ebenso vorgestellt, wie die Belastbarkeit<br />

sogenannter sicherer Rückzugsräume (Safe Heaven) unter<br />

Beschuss getestet.<br />

HOTELS<br />

DONAUUNI KREMS<br />

DAYLIGHT SPACES<br />

n Der internationale Architektur- und Designwettbewerb „Daylight<br />

Spaces“ wird vom Department für Bauen und Umwelt der<br />

Donau-Universität Krems 2011 zum dritten Mal ausgeschrieben.<br />

Bis 27. Jänner 2012 können sich TeilnehmerInnen kostenlos,<br />

aber verpflichtend, registrieren. Einreichschluss für Projekte,<br />

die einen innovativen Umgang mit Tageslicht bei der<br />

Gebäudeplanung zeigen, ist der 3. Februar 2012. Der Wettbewerb<br />

„Daylight Spaces“ richtet sich an ArchitektInnen, KünstlerInnen,<br />

PlanerInnen sowie Studierende, die sich mit baurelevanten<br />

Aufgabenstellungen beschäftigen. Im Vordergrund der<br />

Projekte soll die gekonnte Verbindung von architektonischer<br />

Qualität mit nachhaltigen Bauweisen stehen. Eine Schlüsselkomponente<br />

dabei ist der gekonnte Einsatz von natürlichem<br />

Licht. Aspekte, die Berücksichtigung finden können, sind z.B.<br />

das Planen nach und mit dem Sonnenverlauf, Raumdurchlichtung<br />

oder Lichtführung.<br />

KOMMUNIKATIONSPLATTFORM FÜR MARKEN<br />

n Markenhersteller sehen in Hotels zunehmend eine wichtige<br />

Kommunikationsplattform. Die Präsenz ihrer Marke in Hotels<br />

gewinnt für zahlreiche Hersteller zunehmend an Bedeutung.<br />

Hotelgäste können so Produkte auf ihre Alltagstauglichkeit testen.<br />

Hotels bieten dabei – ähnlich wie Autovermieter für Fahrzeughersteller<br />

– die Möglichkeit, ihre Produkte potenziellen<br />

Konsumenten außerhalb einer klassischen Verkaufssituation zu<br />

präsentieren. „Hotels bieten für uns die Möglichkeit, die Qualität<br />

unserer Produkte und wegweisende Innovationen für ein<br />

breites Publikum erlebbar zu machen“, erklärt Carola Husemann,<br />

Key Account Managerin Hospitality beim Armaturenhersteller<br />

Hansgrohe.<br />

16 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

FOTO: DONAUUNI KREMS


Top QualiTäT<br />

BauunTernehmen<br />

n neuBau<br />

Wohnbau, Bürohausbau<br />

Industriebau, Ingenieurbau<br />

n sanierung<br />

Thermische Wohnhaussanierung<br />

Gebäude- und Wohnhaussanierung<br />

Denkmalschutz<br />

Bauunternehmen Dipl. Ing. Wilhelm Sedlak:<br />

Bauunternehmen Dipl. Ing. Wilhelm Sedlak Ges.m.b.H.<br />

Tel.: 01/604 32 82-0, www.sedlak.co.at<br />

Tel.: 01/604 32 82-0<br />

www.sedlak.co.at<br />

immoBilien<br />

n BauTrägerprojekTe<br />

n Vorsorgewohnungen<br />

n Ökologisches Bauen<br />

Lehmbau<br />

Sedlak Immobilien:<br />

Sedlak Immobilien GmbH<br />

Tel.: 01/604 32 82-24<br />

www.sedlak-immobilien.at<br />

Tel.: 01/604 32 82-24, www.sedlak-immobilien.at


FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

INVESTMENT<br />

LASALLE WARNT VOR ZU HOHER<br />

RISIKOBEREITSCHAFT<br />

Bieten Sie Wohnungen mit dem gewissen Etwas.<br />

Im IMMOBILIENSTANDARD suchen besonders<br />

viele Leser Wohnungen mit Freiflächen – vom<br />

Studenten bis zum CEO. Um einen Blick auf den<br />

freien Himmel zu ergattern, werfen die meisten<br />

daher regelmäßig einen Blick in die Wochenendausgabe<br />

der rosa Zeitung. Sind Sie schon dort?<br />

ST_B2B_Immo_Lesezeichen_4_90x127.indd 1 05.09.11 12:09<br />

n Die Immobilien-Investitionsmärkte haben sich erholt und haben<br />

dabei die bestehenden Unterschiede der Marktgrundlagen zwischen<br />

Ländern mit niedrigem und hohem Wachstum ignoriert.<br />

Zu diesem Ergebnis kommt LaSalle Investment Management<br />

(„LaSalle“) in seinem Halbjahres-Update zum Investment Strategy<br />

Annual (ISA). In Anbetracht der Nervosität und Volatilität anderer<br />

Asset-Klassen – insbesondere europäischer Staatsanleihen, asiatischen<br />

Aktien, der Rohstoffpreise sowie US-Staatsanleihen – bereitet<br />

die erhöhte Risikobereitschaft auf den Immobilien-Investmentmärkten<br />

LaSalle am meisten Sorge. Dies zeigt sich an einem starken<br />

Wettbewerb um Core-Assets in einigen wichtigen Märkten und<br />

an den soliden Kapitalbeschaffungsmaßnahmen börsennotierter<br />

Immobiliengesellschaften. Jacques Gordon, Global Strategist bei<br />

LaSalle Investment Management, kommentiert die Situation zur<br />

Jahresmitte 2011 auf den Immobilien-Investmentmärkten wie<br />

folgt: „Die relativ hohe Risikobereitschaft der Immobilien-Investmentmärkte<br />

bereitet uns Sorge. Es ist bemerkenswert, wie schnell<br />

das Kapital in die Immobilienmärkte zurückgekehrt ist.“<br />

KKKOEFINGER/rainerstudio<br />

Schon ein Lächeln<br />

verändert die Welt.<br />

Bitte lächeln Sie zurück.<br />

Ein einmal geschenktes Lächeln kann das Leben<br />

eines schwer kranken Kindes wesentlich verbessern.<br />

Darum erfüllen wir diesen Kindern Herzenswünsche.<br />

PSK 9.681.860<br />

Onlinespenden unter www.kindertraum.at<br />

Wir danken für diese Gratisschaltung.<br />

Kindertraum_Inserat 2011_210x285.indd 1 14.09.11 23:20


Text Dieter Kendler<br />

Fotos Beigestellt IMMOBILIEN<br />

BLAUE LAGUNE<br />

VISIONEN<br />

WERDEN REALITÄT<br />

Was vor zwei Jahrzehnten mit einem „Shoppingcenter“ für Fertighäuser begann, entwickelte sich zur<br />

umfassenden Ausstellungs-, Verkaufs- und Beratungsplattform. Der nächste Meilenstein, das Zentrum<br />

für „Thermische Sanierung, Energie und Ausbau“, wird schon in Kürze genutzt werden können.<br />

ÖSTERREICHS ERFOLGREICHSTE VER-<br />

KAUFSPLATTFORM. Wer in Österreich<br />

Fertighäuser verkaufen möchte, wählt die<br />

Blauen Lagune als Vertriebsweg: Drei von<br />

vier (späteren) Hausbesitzern informieren<br />

sich vor ihrem Bauvorhabens in der<br />

Fertighaus-Metropole – nirgendwo sonst<br />

finden Hausanbieter ganzjährig eine so<br />

dichte Konzentration ihrer Kernzielgruppe.<br />

Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte<br />

der in Österreich verkauften Fertighäuser<br />

über die Blaue Lagune abgesetzt werden.<br />

Erich Benischek, Geschäftführender Gesellschafter<br />

der Blauen Lagune, freut sich<br />

naturgemäß über den Erfolg: „Der beste<br />

Beweis für die Relevanz der Blauen Lagune<br />

als Vertriebsweg spiegelt sich am<br />

Marktanteil der Fertighäuser wider: Lag<br />

dieser bei Eröffnung der Blauen Lagune<br />

1992 noch bei rund zwölf Prozent, hat er<br />

sich bis heute nahezu verdreifacht.“ Aber<br />

auch andere Aussteller wissen das Potenzial<br />

der Blauen Lagune bestens zu nutzen<br />

– so zum Beispiel Schnauer, Österreichs<br />

führender Hersteller von Fertiggaragen,<br />

Carports und Raummodulen. Schnauer<br />

profitiert in der Garagenwelt der Blauen<br />

Lagune von der unmittelbaren Nähe der<br />

Fertighaus-Kunden und vom hervorragenden<br />

Standort in Hochfrequenzlage.<br />

So stellte sich neben dem Verkaufserfolg<br />

auch noch „automatisch“ ein erhöhter<br />

Bekanntheitsgrad ein. Auch Maly Alarm,<br />

Betreiber der erst vor einem Jahr eröffneten<br />

„Sicherheitswelt“ in der Blauen Lagune,<br />

profitiert vom einzigartigen Standort<br />

und der Nähe zu den Fertighausanbietern<br />

– und sieht noch viel Potenzial für die<br />

Zukunft.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

TRENDSETTER BEI ARCHITEKTUR<br />

UND TECHNIK. Ein wichtiger Grund für<br />

die hohe Frequenz in der Blauen Lagune<br />

ist die große Vielfalt an attraktiven Hausmodellen<br />

– so präsentieren die Aussteller<br />

immer ihre neuesten Entwürfe und technischen<br />

Innovationen. Machte vor 20<br />

Jahren noch ein Schlösschen mit Erkern<br />

und Türmchen den Eigenheimtraum vieler<br />

Österreicher aus, bevorzugt heute der<br />

moderne Bauherr eine puristische Gestaltung,<br />

vorwiegend mit Flach- oder Pultdach.<br />

Häufig kooperieren die Fertighaus-<br />

Anbieter mit renommierten Künstlern,<br />

Architekten oder Designern und setzen<br />

auf modernste Technik und beste Energieeffizienz.<br />

Sei es ein Entwurf des Malers<br />

Wolfgang Hutter, Vertreter der Wiener<br />

Schule des Phantastischen Realismus<br />

(1998, für Elk), das Ultra-Energiespar-<br />

Haus von Pininfarina (1998, für Elk), das<br />

Gustav-Peichl-Haus mit seinem außergewöhnlichen<br />

langgestreckten Baukörper<br />

(2001, für Hanlo), das „Sole Due“ von<br />

Mattheo Thun (2001, für Griffner), das<br />

1. Internet-Haus (2001, Elk), das 1. Musterhaus<br />

mit fassadenintegrierter Photovoltaik<br />

(2009, Vario) oder das Passivhaus<br />

„Smart Home“ (Elk) n<br />

DER NEUE HOTSPOT<br />

Erlebniswelt rund um die thermische<br />

Sanierung, Energie und Ausbau<br />

Die Kompetenz und Attraktivität der Blauen<br />

Lagune wird nun auf das weite Feld der<br />

energieeffizienten Gebäudesanierung bzw.<br />

Zu- und Umbau übertragen. Mit renommierten<br />

Ausstellern, umfassender Beratung<br />

und einem „Alles aus einer Hand“-Service<br />

wird sich das neue, als Erlebniswelt<br />

gestaltete Besucherzentrum zur ersten<br />

Anlaufstelle für Sanierer & Co. entwickeln.<br />

Begehbare Modelle im Originalmaßstab<br />

machen den Besuchern die Sanierung<br />

bzw. den Ausbau von Geschoßen begreiflich,<br />

die Verarbeitung der Bauprodukte<br />

wird anschaulich vermittelt. So zeigen sich<br />

die neuen Aussteller von der innovativen<br />

Präsentationsform begeistert: „Endlich<br />

verstehen unserer Kunden, wie unsere<br />

Produkte ‚funktionieren‘ und verarbeitet<br />

werden“, so der Kommentar eines renommierten<br />

Dachziegelherstellers. Einen eigenen<br />

Schwerpunkt bildet das „Intelligente<br />

Wohnen“, mit dem die Vorteile innovativer<br />

Gebäudeautomatisation (wie Convenience,<br />

Energieeffizienz oder Sicherheit im Alltag)<br />

bestens genutzt werden können.<br />

INFORMATION<br />

Fertighauszentrum Blaue Lagune<br />

Wiener Neudorf<br />

A2 – Autobahnabfahrt Mödling/SCS<br />

Öffnungszeiten<br />

Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr,<br />

Sonn- und Feiertag geschlossen.<br />

Eintritt frei. Beratungen kostenlos.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 19


IMMOBILIEN<br />

EXPO REAL<br />

FELS IN DER<br />

BRANDUNG<br />

20 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Walter Senk<br />

Fotos Beigestellt<br />

Trotz Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist die EXPO REAL 2011 Stabilitätsanker der Branche.<br />

FOKUS, als Medienpartner vertreten auf beiden Österreich­bezogenen Ständen, berichtet.<br />

Finsbury Circus House<br />

AUS ALT MACH NEU<br />

Unter Ausnutzung der aktuellen Marktentwicklung<br />

strukturiert Union Investment ein<br />

1992 erworbenes Bestandsgebäude im<br />

Londoner Finanzdistrikt um. Mit einem<br />

Investment von rund 30 Millionen britischen<br />

Pfund wird das „Finsbury Circus House“<br />

kernsaniert und bis Anfang 2013 zu einer<br />

Premium­Immobilie nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards<br />

umgebaut. Außerdem wird<br />

die bestehende Bürofläche um 15 Prozent auf<br />

insgesamt 12.700 Quadratmeter erweitert.<br />

„Wir machen das Objekt wieder zur ersten<br />

Adresse am ,Finsbury Circus‘“, sagt Karl­<br />

Joseph Hermanns­Engel, Mitglied der<br />

Geschäftsführung der Union Investment Real<br />

Estate GmbH aus Hamburg. „Der aktuelle<br />

Marktzyklus bietet nahezu ideale Rahmenbedingungen<br />

für Bestandssanierungen in<br />

Top­Lagen dieser Art. Mit der Neupositionierung<br />

bedienen wir die hohe Nachfrage nach<br />

energieeffizienten Core­Immobilien in einer<br />

der besten Lagen der City of London.“<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Milaneo<br />

QUARTIER AM MAILÄNDER<br />

PLATZ IN STUTTGART<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Auch auf der heurigen EXPO REAL gab es einige aufsehenerregende Projekte zu bewundern.<br />

Einige machen auf den ersten Blick gar nicht den Eindruck – und sind es trotzdem.<br />

Es ist die herausragende Quartiersentwicklung<br />

im neuen Stuttgarter Europaviertel:<br />

MILANEO wird das neue Stadtquartier<br />

heißen, das ab Herbst 2014 innerstädtisches<br />

Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie,<br />

Hotellerie und Büros in einzigartiger Weise<br />

miteinander verbinden wird. „MILANEO wird<br />

Msheireb<br />

VORREITERROLLE IN<br />

VERANTWORTUNGSVOLLER<br />

STADTENTWICKLUNG<br />

Als einziger Immobilienentwickler aus dem<br />

Nahen Osten präsentiert Msheireb Properties<br />

auf der diesjährigen EXPO REAL in München<br />

ein groß angelegtes Stadterneuerungsprojekt.<br />

Mit seinem 4,18 Milliarden Euro schweren<br />

Vorzeigeprojekt Msheireb setzt das Unterneh­<br />

neue Maßstäbe im Stuttgarter Europaviertel<br />

setzen“, ist sich ECE­Chef Alexander Otto<br />

sicher, denn „eine solche Verbindung von<br />

Wohnen, Einkaufen, Gastronomie und<br />

Hotellerie zusammen mit der angrenzenden<br />

Bibliothek, den urbanen Freiflächen und<br />

verbunden mit sehr hohen ökologischen<br />

Standards ist in dieser Form bisher in<br />

Deutschland noch nicht realisiert worden“.<br />

Das Stadtquartier MILANEO entsteht auf den<br />

Baufeldern 6, 8 und 9 des Europaviertels,<br />

men aus Katar neue Maßstäbe in Sachen<br />

nachhaltiger städtischer Entwicklung. Bis<br />

2016 wird ein 31 Hektar großes Stadtviertel<br />

im Zentrum der Hauptstadt Doha nach<br />

ökologischen, ökonomischen und sozialen<br />

Gesichtspunkten umfassend modernisiert.<br />

Das Städtebauprojekt Msheireb im Herzen<br />

Dohas ist eine klare Absage an die im Nahen<br />

Osten häufig vorherrschenden energieintensiven<br />

Stadtzentren aus Beton und Glas.<br />

Stattdessen setzt Msheireb auf Technologien<br />

einer brachliegende Fläche des alten<br />

Güterbahnhofs und ist für seine hohen<br />

ökologischen Standards von der Deutschen<br />

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)<br />

als Pilotprojekt für Quartierszertifizierungen<br />

mit einem Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet<br />

worden.<br />

Das Investitionsvolumen für das Großprojekt<br />

beträgt ca. 550 Millionen Euro. Baubeginn<br />

soll nach derzeitigem Planungsstand im<br />

Frühjahr 2012 sein.<br />

und Materialien, die sich stärker an der<br />

Umwelt sowie den lokalen Klimabedingungen<br />

orientieren. Msheireb wird nach seiner<br />

Fertigstellung eine der höchsten Dichten an<br />

energieeffizienten LEED­zertifizierten<br />

Gebäuden der Welt aufweisen. Das Projekt<br />

rückt das Leben in der Gemeinschaft in den<br />

Mittelpunkt und verbindet traditionelle<br />

katarische Kunst und Ästhetik mit moderner<br />

Technologie. Grundidee ist es, die Menschen<br />

zurück zu ihren Wurzeln zu führen.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 21


Crystal Lagoons<br />

DIE GRÖSSTEN<br />

SCHWIMMBECKEN DER WELT<br />

Mit grüner Technologie gelingt es dem<br />

Unternehmen Crystal Laggon, jegliche<br />

Resorts mit riesigen künstliche Lagunen zu<br />

bestücken, was dem Unternehmen im Jahr<br />

2006 einen Eintrag in das Guinness­Buch der<br />

Zollverein<br />

MOTOR DES STRUKTUR­<br />

WANDELS IM NÖRDLICHEN<br />

RUHRGEBIET<br />

Mit Hochdruck arbeiten die Stiftung<br />

Zollverein und die RAG Montan Immobilien<br />

GmbH an der Entwicklung des Weltkulturerbes<br />

Zollverein zum hochwertigen<br />

22 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Rekorde brachte – mit dem weltweit größten<br />

Pool. Der soll aber demnächst von einem<br />

anderen, noch größeren im ägyptischen<br />

Badeort Sharm el Sheikh im Zuge eines<br />

5,5­Milliarden­Dollar­Projekts abgelöst<br />

werden. Doch der nächstgrößere Pool ist<br />

auch schon in Reichweite und entsteht Ende<br />

2013 in China. Crystal Laggon stellt das<br />

Know­how der Wasseraufbereitung zur<br />

Immobilienstandort und Kristallisationspunkt<br />

für neue Wirtschaftskraft. Schwerpunkt der<br />

Investitionen ist derzeit das 23 Hektar große<br />

Gelände der ehemaligen Kokerei in Essen mit<br />

zahlreichen denkmalgeschützten Industriegebäuden<br />

und ­anlagen. Gemeinsam mit der<br />

Entwicklung der Flächen und Immobilien um<br />

Schacht XII und Schacht 1/2/8 soll im<br />

nördlichen Ruhrgebiet ein neues Quartier auf<br />

Ver fügung und vergibt nur die Lizenz für die<br />

mittlerweile 180 Projekte. Alle Lagunen<br />

werden nicht technisch vor Ort überwacht,<br />

sondern über ein telemetrisches System von<br />

einem eigenen Controll Center aus. Der<br />

nächste Schritt: In Mexiko soll das erste<br />

Urban­Beach­Projekt entstehen – mit einer<br />

Lagune mit klarem Wasser und Appartements<br />

mitten in einer Stadt.<br />

Zollverein entstehen. RAG Montan Immobilien<br />

wird ein zweistufiges Werkstattverfahren<br />

zur Konkretisierung des Städtebaus sowie<br />

zur Entwicklung einer dem Welterbe angemessenen<br />

Architektur im knapp 72.000<br />

Quadratmeter großen Neubaugürtel im<br />

Südwesten des Kokereigeländes initiieren.<br />

Bisher wurden bereits auf der Kokerei bereits<br />

20 Millionen Euro investiert.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Anaklia<br />

GEORGIENS SEARESORT<br />

AM SCHWARZEN MEER<br />

Großes ist in Georgien geplant. Neben<br />

Skiresorts sind auch Searesorts in Entwicklung<br />

und Investoren werden nicht nur vom<br />

Staat begleitet, sondern es ist nebenbei<br />

auch eine 15­jährige Steuerbefreiung für<br />

STATUS QUO. Anhaltende Konjunkturängste<br />

prägen die Finanzmärkte. Aktienmärkte<br />

sind auf dem Rückzug oder<br />

pendeln auf und ab. Die Weltkonjunktur<br />

ist in einer labilen Verfassung – und in diesem<br />

Umfeld muss sich der Immobilienmarkt<br />

zurechtfinden. Kein leichtes Unterfangen,<br />

aber auf der EXPO REAL in<br />

München hat sich eines gezeigt: Jeder versucht<br />

sein Bestes. Nachdem sich die Ausstellerzahl<br />

bereits auf Vorjahresniveau<br />

hielt, endet die 14. Internationale Fachmesse<br />

für Gewerbeimmobilien und Investitionen<br />

mit ebenso stabilen Teilnehmerzahlen:<br />

Wie im Vorjahr kamen rund 37.000<br />

Teilnehmer zur Messe, obwohl es von<br />

Branchenteilnehmern als viel mehr empfunden<br />

wurde. So meinte etwa Robert<br />

Buchner, Projektleiter Wien­Hauptbahnhof:<br />

„Es ist ziemlich überfüllt und ich halte<br />

das heurige Jahr für absolut rekordverdächtig.<br />

Die Branche versucht dem Markt<br />

wieder eine eigene Dimension zu geben.“<br />

Von den 37.000 Teilnehmern entfallen<br />

19.000 auf Fachbesucher und 18.000 auf<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Investoren geplant. In Anaklia soll eines<br />

der Searesorts entstehen – mit Hotels,<br />

Shopping Center, Appartements, Yachthafen<br />

und auch einem Casino.<br />

Die Chancen stehen für die Resorts gut,<br />

denn der Tourismus im Land ist im Kommen<br />

– und die Touristen auch. Waren es 2009<br />

noch 1,5 Millionen Besucher, die das Land<br />

bereisten, so waren es 2010 bereits zwei<br />

die Repräsentanten der ausstellenden<br />

Unternehmen. Sie zeigten sich von der<br />

Messe begeistert, wie zum Beispiel Bradley<br />

A. Olsen, Präsident von Atlantic Partners,<br />

USA: „Dieses Jahr ist das bisher beste und<br />

erfolgreichste. Die Anzahl und die Qualität<br />

der Besucher sind auf höchstem Niveau.“<br />

TREFFPUNKT. Diese Einschätzung bestätigten<br />

auch die Ergebnisse der Besucherbefragung.<br />

Insgesamt 97 Prozent der Besucher<br />

bewerteten die EXPO REAL mit<br />

ausgezeichnet bis gut. Die gegenwärtige<br />

wirtschaftliche Situation der Branche<br />

sahen 71 Prozent der Besucher positiv.<br />

Für die künftige Branchensituation erwarten<br />

47 Prozent keine Änderung, 28 Prozent<br />

eine Verbesserung und 25 Prozent<br />

eine Verschlechterung.<br />

Dies zeigt, dass die EXPO REAL weiterhin<br />

der Treffpunkt der Immobilienwelt ist, an<br />

dem Neuigkeiten ausgetauscht und neue<br />

Kontakte geschlossen oder alte gepflegt<br />

werden. Die Themen auf der Messe drehten<br />

sich auch um die aktuelle Schulden­<br />

Millionen Urlauber – und im heurigen Jahr<br />

sollen es noch mehr sein. 60 Prozent der<br />

Urlauber, die Georgien bereisen, kommen<br />

aus den ehemaligen Staaten der UdSSR, der<br />

Rest aus den umliegenden Staaten und<br />

aus Europa.<br />

Übrigens: Anaklia ist nur 120 Kilometer von<br />

Mestia entfernt: Hier soll ein neues Skiresort<br />

für den Wintertourismus entstehen.<br />

Insgesamt<br />

97 Prozent der<br />

Besucher bewerteten<br />

die EXPO REAL<br />

mit ausgezeichnet<br />

bis gut.<br />

und Währungsproblematik in Europa und<br />

ihre Auswirkungen auf die Immobilienmärkte.<br />

AUSSTELLER. Die Top Ten unter den insgesamt<br />

72 Besucherländern waren neben<br />

Deutschland – in dieser Reihenfolge –<br />

Großbritannien, Niederlande, Österreich,<br />

Schweiz, Frankreich, Polen, USA, Tschechische<br />

Republik, Russische Förderation<br />

und Luxemburg. Die Österreicher waren<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 23


ZuhauseKraftwerk<br />

60ER­JAHRE­SIEDLUNG<br />

WIRD ZUM ENERGETISCHEN<br />

VORZEIGEOBJEKT<br />

Auf den ersten Blick scheint sich der<br />

Veilchengrund in Celle kaum von vergleichbaren<br />

Quartieren zu unterscheiden. Doch<br />

verbirgt sich hinter der bunten Fassade der<br />

auch heuer wieder mit zwei Ständen vertreten:<br />

„Österreich – Europa Mitte“ und<br />

„Austria“. Beide Stände waren gut besucht,<br />

und der von Gerhard Meisriemer organisierte<br />

Stand „Österreich – Europa Mitte“<br />

erhielt viel Lob der Teilnehmer. Hermann<br />

Klein, Geschäftsführer der IG Immobilien:<br />

„Der Stand hat mir sehr gut gefallen, und<br />

wir sind sehr zufrieden. Vor allem das<br />

Preis­Leistungs­Verhältnis stimmt.“ Auch<br />

die Reaktion von ÖSW­Vorstand Michael<br />

Pech war ausgesprochen positiv: „Ich bin<br />

total vom Stand ,Österreich – Europa<br />

Mitte‘ begeistert. Die Lage ist perfekt und<br />

die Besucher der Messe fallen direkt in den<br />

Stand.“ ÖSW war zum ersten Mal auf einem<br />

Stand bei der EXPO REAL vertreten, „um<br />

unser internationales Projekt in Bratislava<br />

vorstellen zu können“. In der Slowakei ortet<br />

Pech gute Stimmung, während in „Südosteuropa<br />

die Talsohle noch nicht durchschritten<br />

ist“. Auffällig war auf jeden Fall<br />

das Fehlen der südosteuropäischen Länder,<br />

was einen sehr guten Aufschluss über ihre<br />

24 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

60er­Jahre­Bauten ein Vorzeigeobjekt<br />

hinsichtlich der energetischen Sanierung.<br />

Als erste Wohnungsgesellschaft Deutschlands<br />

setzt die Kommunale Wohnen AG<br />

(KWG) ein mit Erdgas betriebenes System<br />

ein und beschreitet damit neue Wege<br />

der Energieversorgung: In der Wohnsiedlung<br />

Veilchengrund gibt es insgesamt<br />

13 LichtBlick­ZuhauseKraftwerke. Eine<br />

wirtschaftliche Situation gibt. Demgegenüber<br />

sind vor allem West­ und Mitteleuropa<br />

wieder stärker auf der Messe präsent:<br />

zum Beispiel Österreich, die Niederlande<br />

und Großbritannien. Die Niederlande<br />

haben ihre Ausstellerzahl fast<br />

verdoppelt. Ebenfalls nach einer Pause<br />

wieder als Aussteller dabei sind China und<br />

Rumänien.<br />

HOTELLERIE. Die Teilnehmer des neuen<br />

Gemeinschaftsstandes „World of Hospitality“,<br />

der Akteure aus der Hotellerie bündelte,<br />

hatten ebenfalls eine gelungene Premiere.<br />

Peter Verhoeven, Vorsitzender der<br />

Geschäftsführung von ACCOR Hospitality:<br />

„Die EXPO REAL ist eine gut eta blierte<br />

und effiziente Netzwerkmesse. Sie ist für<br />

uns der ideale Ort, um Investoren, Eigentümer<br />

und Lieferanten zu treffen.“<br />

GRÖSSENORDNUNG. Mit insgesamt<br />

sechs Hallen und 64.000 Quadratmetern<br />

bleibt die Fläche der EXPO REAL ebenfalls<br />

Anlage versorgt im Schnitt 13,38 Wohneinheiten<br />

und senkt deren Energieverbrauch um<br />

bis zu 79 Prozent. Die ZuhauseKraftwerke,<br />

die mit Motoren der Volkswagen AG ausgestattet<br />

sind, arbeiten effizient, kostengünstig<br />

und zuverlässig. Die Anlagen produzieren<br />

gleichzeitig Strom und Wärme. Den eingesetzten<br />

Energieträger wandeln sie so zu<br />

über 90 Prozent in nutzbare Energie um.<br />

auf Vorjahresniveau. Allerdings musste<br />

auf Grund der gestiegenen Flächennachfrage<br />

die Hallenplanung verdichtet werden<br />

und die Gänge waren deshalb ein wenig<br />

schmäler.<br />

Auf der EXPO REAL 2011 stellten insgesamt<br />

1.610 Unternehmen aus 34 Ländern<br />

aus. Im Ausland verzeichnete die Messe<br />

eine erhöhte Nachfrage nach Fläche. So<br />

verdoppelten die Niederlande ihre Ausstellerzahl<br />

nahezu. Auch aus Luxemburg war<br />

zunehmendes Interesse zu verzeichnen.<br />

Mit einem Länderpavillon präsentierten<br />

sich dieses Jahr unter anderem Frankreich,<br />

Luxemburg, die Niederlande, Österreich,<br />

die Schweiz, Spanien und die USA. n<br />

INFORMATION<br />

„Nach der Messe ist vor der Messe“<br />

Die nächste EXPO REAL findet vom 8. bis<br />

10. <strong>Oktober</strong> 2012 in München statt. Mehr<br />

Informationen unter www.exporeal.net<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Text Walter Senk<br />

Foto RHDF IMMOBILIEN<br />

INTERVIEW<br />

RUSSLAND<br />

MACHT MOBIL<br />

Russland sucht für seine 83 Regionen Developer für Wohnbauprojekte. Im Interview mit dem<br />

FOKUS Home & Business spricht Alexander Braverman, Generaldirektor der Russian Housing<br />

Development Foundation (RHDF), über dieses Vorhaben.<br />

Was ist die Aufgabe ihrer Gesellschaft?<br />

Braverman: Unsere Gesellschaft stellt<br />

Grundstücke des Staates zur Verfügung,<br />

die für Investoren interessant sind. Wir<br />

bieten allerdings nicht nur das Grundstück<br />

an, sondern man bekommt von<br />

unserer Seite auch die Unterstützung für<br />

Baubewilligungen.<br />

In welchen Regionen von Russland bieten<br />

Sie Grundstücke an?<br />

Wir haben Abkommen mit allen 83 Regionen<br />

des Landes – die Investitionen werden<br />

in allen Ländern gleich behandelt.<br />

Welche Projekte sollen entwickelt werden?<br />

Unser Hauptziel sind Wohnanlagen, da<br />

wir in Russland Wohnraum schaffen wollen.<br />

Wir haben derzeit eine sehr breite<br />

Mittelschicht zwischen 35 und 45 Jahren,<br />

die sehr großes Interesse an einem Haus<br />

oder an einer Wohnung haben und ihre<br />

Immobilie auch mit einem Kredit finanzieren<br />

können.<br />

Gibt es Vorgaben bei den Projekten?<br />

Wir legen bestimmte Bedingungen fest,<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Alexander Braverman. Der Generaldirektor<br />

der RHDF sucht Investoren und<br />

Developer für Wohnbauprojekte quer<br />

durch das russische Staatsgebiet.<br />

was die Anzahl der Stockwerke, die Dichte<br />

der bebauten Fläche oder die Größe des<br />

Wohnbaus betrifft.<br />

Woher kommen die Investoren?<br />

Die Investoren kommen derzeit noch vornehmlich<br />

aus Russland selbst. Das hat<br />

mehrere Gründe: Zum einen ist unsere<br />

Organisation noch sehr jung und daher<br />

sind es hauptsächlich die Leute aus dem<br />

eigenen Land, da Investoren aus anderen<br />

Ländern noch unzureichend informiert<br />

sind. Auf der anderen Seite muss in<br />

Europa eine Verbesserung der Finanzierungsseite<br />

stattfinden. Allerdings hat<br />

doch eine ganze Reihe von großen Investoren<br />

Interesse gezeigt, in Russland<br />

zu investieren.<br />

Welche Gegenden sind besonders beliebt?<br />

Wenn es nach der Beliebtheit geht, so<br />

würden die meisten Investoren am liebsten<br />

auf dem Roten Platz Flächen kaufen<br />

und entwickeln beziehungsweise vor dem<br />

Schloss in St. Petersburg.<br />

Gibt es dort überhaupt theoretisch verwertbare<br />

Flächen?<br />

Ja, aber sie sind natürlich im Eigentum<br />

des Staates. Unsere Aufgabe besteht vielmehr<br />

darin, für den Investor klarzustellen,<br />

dass ein großer Gewinnfaktor bei<br />

„Die meisten Investoren würden am liebsten<br />

auf dem Roten Platz Flächen kaufen.“<br />

geringen Risiken besteht. Nicht nur in<br />

Moskau oder St. Petersburg, sondern<br />

auch in anderen Regionen, an die man<br />

vielleicht nicht so denkt, wie Kirowsk oder<br />

Kursk, wo die Gewinnspanne auch bei<br />

rund 27 Prozent liegen kann. Man muss<br />

nicht nach Moskau gehen, um hohe<br />

Gewinne zu erzielen. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 25


IMMOBILIEN<br />

26 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Alexandra Koch<br />

Fotos MEGAPOSTER<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


HUMBOLDT-BOX<br />

BERLIN, BERLIN<br />

Seit Mitte 2011 hat Berlin einen neuen Eyecatcher: die Humboldt-Box. Der temporäre<br />

Ausstellungspavillon dient als Informationscenter für das zukünftige Humboldt-Forum und<br />

enthält auch sonst einige Überraschungen.<br />

AUSSTRAHLUNG. Da das Humboldt-<br />

Forum noch einige Baujahre in Anspruch<br />

nimmt, wurde die Idee geboren, bereits<br />

davor über die zukünftige Nutzung zu informieren.<br />

Trotzdem drohte das Projekt<br />

2008 zu scheitern, weil auf Grund der geplanten<br />

U5 ursprünglich kein Platz vorhanden<br />

war. Die Berliner Verkehrsbetriebe<br />

lenkten aber ein und stellten einen Teil<br />

des Platzes für die Bauarbeiten zu Verfügung,<br />

wodurch das einzigartige Konzept<br />

der Stadtarchitektur realisiert werden<br />

konnte. Somit wurde die von dem<br />

Architektenteam KSV Krüger Schuberth<br />

Vandreike konzipierte Humboldt-Box am<br />

29. Juni 2011 eröffnet und dient nun als<br />

Informationsstelle über die Bauarbeiten<br />

rund um das Humboldt-Forum. Auf insgesamt<br />

3.000 m 2 werden Ausstellungen<br />

des Fördervereins Berliner Schloss und<br />

ein Einblick in die Konzepte der künftigen<br />

Nutzer präsentiert – zu diesen zählen die<br />

Zentral- und Landesbibliothek, die Humboldt-Universität<br />

und die staatlichen Museen<br />

(Stiftung Preußischer Kulturbesitz).<br />

Dabei werden beeindruckende Beispiele<br />

aus Wissenschaft, Kunst, Kultur und Gesellschaft<br />

dargeboten, die sicherlich eine<br />

außergewöhnliche Faszination ausstrahlen.<br />

Denn ganz im Sinne des Weltenforschers<br />

Humboldt soll es ein Ort des Entdeckens<br />

darstellen und unterschiedliche<br />

Erlebnisräume schaffen. Auf den insgesamt<br />

fünf Etagen erstrecken sich folglich<br />

auch sonstige Veranstaltungsräume und<br />

eine Skylounge. Außerdem gibt die Humboldt-Box<br />

auch von außen einiges her und<br />

besticht nicht nur mit einer innovativ<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Die Humboldt-Box, ein 28 Meter hohes Bauwerk, befindet sich nicht irgendwo,<br />

sondern auf dem Schlossplatz mit Blick auf den Dom.<br />

kombinierten Fassade aus Glas und Medienfläche,<br />

sondern vor allem mit einer<br />

außergewöhnlichen Form durch auffallende<br />

Winkel und Schrägen.<br />

IM HERZEN BERLINS. Das temporäre<br />

Bauwerk soll voraussichtlich bis 2019 stehen<br />

und nach der Fertigstellung des<br />

Forums wieder abgebaut werden. Doch<br />

bis dahin kann es sich an einer der besten<br />

Locations im Herzen Berlins erfreuen,<br />

denn das 28 Meter hohe Bauwerk befindet<br />

sich nicht irgendwo, sondern auf dem<br />

Schlossplatz mit Blick auf den Dom. Diese<br />

Aussicht können natürlich auch die Gäste<br />

genießen, da sich von allen Ebenen ein<br />

atemberaubender 360-Grad-Ausblick von<br />

Berlins Mitte bietet. Außerdem sind die<br />

beiden Außenterrassen in 21 Meter Höhe<br />

bemerkenswert, wo die Gäste entweder<br />

mit einem Frühstück in den Tag starten,<br />

eine Kleinigkeit zwischendurch essen<br />

oder am Abend ein Dinner genießen können.<br />

Um den Besuch der Humboldt-Box<br />

für immer unvergesslich zu machen,<br />

können im Museums-Shop auch Erinnerungsstücke<br />

gekauft werden.<br />

GESCHICHTLICHES. Apropos Erinnerung:<br />

Dort, wo jetzt die Humboldt-Box<br />

steht, befand sich einst zu DDR-Zeiten<br />

der Palast der Republik. Er war 1973 bis<br />

1976 nach Plänen von Heinz Graffunder<br />

auf einem 15.300 m 2 großen Teil des<br />

Geländes des ehemaligen Berliner Stadtschlosses<br />

gegenüber dem Außenministerium<br />

der DDR in Nachbarschaft zum Dom<br />

und zum Staatsratsgebäude errichtet wor-<br />

den. Er beherbergte neben einer großen<br />

Zahl von Veranstaltungsräumen eines öffentlichen<br />

Kulturhauses auch den Sitz der<br />

Volkskammer, des Parlaments der DDR.<br />

Als solches sollte und konnte er als ein<br />

Symbol dieses Staates gelten. Von Anfang<br />

Februar 2006 bis Anfang Dezember 2008<br />

wurde der „Palast“ schrittweise abgerissen<br />

und schließlich ein temporäres Bauwerk<br />

errichtet. Wenn dieses dann seinen<br />

festen Platz bekommen hat, soll an dieser<br />

Stelle das Gebäude errichtet werden, das<br />

sich zuvor dort befand: das Berliner<br />

Schloss. Dieses galt 500 Jahre als Mittelpunkt<br />

der Stadt, bis es im Zweiten Weltkrieg<br />

bei einem Bombenangriff schwer<br />

getroffen wurde und schließlich zugunsten<br />

des Volkspalastes gänzlich abgerissen<br />

wurde. Es gibt einige Initiativen in der<br />

deutschen Hauptstadt, um dieses historische<br />

Bauwerk in seinen wichtigen Teilen<br />

zu rekonstruieren. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 27


IMMOBILIEN<br />

WOHN·FEE<br />

WIR SIND<br />

LEIDENSCHAFTLICHE<br />

PRAKTIKER<br />

Home Staging – das ist weder ein Pop-Konzert in den eigenen vier Wänden noch die bemühte<br />

Heimwerkerattacke auf Design, Geschmack und Wohnraum. Home Staging ist vielmehr eine kreative<br />

Transformation, bei der man mit einigen wenigen Handgriffen und viel Denkarbeit aus einer langweiligen<br />

Immobilie eine besondere, eine interessante Immobilie kreiert: Es kann die Verweildauer im<br />

Verkaufsprozess verkürzt werden.<br />

28 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Anna Del Medico<br />

Fotos wohnfee.at, joseph johnson<br />

STYLING. Manchmal genügt schon eine<br />

geschickte Platzierung von Stuhl, Leuchte<br />

und Kommode. Dann wieder braucht es<br />

ein Ensemble aus Design und Dessin. Ein<br />

anderes Mal wiederum muss der umgekehrte<br />

Weg beschritten und ein maximaler<br />

Möbelinput auf ein ästhetisches Minimum<br />

reduziert werden. Alle drei Wege führen<br />

zum beabsichtigten Ziel, nämlich eine Immobilie<br />

so zu verändern, dass sie für den<br />

Käufer besonders interessant wird. In der<br />

Fachsprache heißt dies, ein Objekt „zu stagen“.<br />

Und wer hat’s erfunden? Nein, nicht<br />

die Schweizer. Erraten, es kommt aus den<br />

USA. Ebendort wird diese Art der kreativen<br />

Immobiliensteigerung bereits seit den<br />

70er-Jahren erfolgreich betrieben. Im<br />

deutschsprachigen Raum ist Home Staging<br />

hingegen erst seit etwa fünf Jahren<br />

präsent, da aber in einer sehr professionellen<br />

Form, deren Dachverband – die Deutsche<br />

Gesellschaft für Home Staging und<br />

Redesign (DGHR) – über Regeln und Anwendung<br />

wacht. Im Besonderen zeigt sich<br />

das in Form eines einzigartigen mehrstufigen<br />

Aus- bzw. Weiterbildungsprogramms<br />

für Qualitätssicherung und Verbraucherschutz.<br />

Ein Anspruch, den das Home<br />

Staging Unternehmen „WOHN·FEE“ sich<br />

gesetzt hat.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


STAGEN IST NICHT STYLEN. Die renommierte<br />

Wohn- und Gestaltungsexpertin<br />

Werginz hat ihrer Passion zum Einrichten<br />

und Dekorieren mit dem Home Staging zuletzt<br />

eine neue Facette beigefügt und nach<br />

Absolvierung des entsprechenden DGHR-<br />

Seminars den Titel „Home Staging Professional“<br />

erworben. Gemeinsam mit Projektpartnerin<br />

Bettina Dürrheim firmiert sie in<br />

Graz und der Dependance Wien unter dem<br />

Namen WOHN·FEE. Dass sich Home Staging<br />

gravierend vom üblichen Stylen oder<br />

Einrichten eines Objekts unterscheidet, erklären<br />

die WOHN·FEEN so: „Beim Home<br />

Staging geht es nicht darum, einem Objekt<br />

– einer Wohnung – einen bestimmten Stil<br />

zuzuordnen, der dann auch nur von einer<br />

gewissen Klientel goutiert wird. Vielmehr<br />

ist es das Ziel, ein neutrales Umfeld zu schaffen,<br />

welches die Immobilie in ein besseres<br />

Licht rückt und derart alle Interessenten anspricht.“<br />

Diese Schaffung eines „neutralen<br />

Umfelds“ ist denn auch die kreative Vorgabe<br />

für Home Stager im Allgemeinen und<br />

WOHN·FEE im Besonderen. Wobei zwischen<br />

zwei Vorgaben unterschieden wird:<br />

Da ist einerseits die nicht möblierte leere<br />

Wohnung, in welcher durch fundierte Auswahl<br />

von Leihmobiliar, Accessoires und Beleuchtung<br />

ein Ambiente erzeugt wird, das<br />

dem potenziellen Käufer signalisiert, wie<br />

eine künftige Wohnsituation im vorhandenen<br />

Raumangebot funktioniert. Dieselben<br />

Prämissen, aber mit umgekehrten Vorzeichen,<br />

gelten für eine bereits möblierte Immobilie.<br />

Hier liegt die Kunstfertigkeit des<br />

Home Stagers darin, persönliche Vorlieben<br />

des Vorbesitzers (wie etwa Privatfotos an<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Diese Schaffung eines „neutralen Umfelds“ ist denn auch die kreative Vorgabe<br />

für Home Stager im Allgemeinen und WOHN·FEE im Besonderen.<br />

„Stagen“ einer bewohnten Immobilie. Das Objekt wird „entpersonalisiert“, indem beispielsweise<br />

persönliche Vorlieben des Vorbesitzers (wie etwa Privatfotos an den Wänden) gegen<br />

„neutrale“ Accessoires ausgetauscht werden.<br />

Die WOHN·FEEN. Yvonne H. Werginz (li.),<br />

Mag. (FH) Ing. Bettina Dürrheim.<br />

den Wänden) gegen „neutrale“ Accessoires<br />

auszutauschen und den vorhandenen Bestand<br />

derart zu reduzieren, dass die Raumcharakteristik<br />

für den Interessenten erkennbar<br />

wird. Je nach vorhandener Situation<br />

kann es auch notwendig sein, eine<br />

vorhandene opulente Sitzgruppe etwa gegen<br />

eine einzelne Sitzbank auszutauschen<br />

oder dunklen Räumen durch neue Farbgebung<br />

ein helles, freundliches Aussehen zu<br />

verleihen. Nur zwei Beispiele, die zeigen,<br />

mit welch vielfältigen Eingriffen man aus<br />

einer langweiligen eine interessante Immobilie<br />

machen kann.<br />

EMOTION UND ERFAHRUNG. Wie positiv<br />

sich derartige Um- oder Neugestaltung auf<br />

das Kaufverhalten der Interessenten auswirken,<br />

belegen jahrelange Studien aus dem<br />

Home Staging-Pionierland USA. So hat sich<br />

herausgestellt, dass „gestagete“ Wohnungen/Häuser<br />

sich um bis zu 80 Prozent<br />

rascher verkaufen lassen und durchschnittlich<br />

einen um 15 Prozent höheren Preis erzielen.<br />

Weshalb manche bösen Zungen behaupten,<br />

Home Staging sei in Wahrheit nur<br />

ein simples Kaschieren, um eine mängelbehaftete<br />

Immobilie teurer verkaufen zu<br />

können. Yvonne H. Werginz: „Das stimmt<br />

definitiv nicht. Ein Kaschieren von Mängeln<br />

ist absolut tabu und widerspricht total den<br />

Standesregeln der DGHR!“ Sie muss es wissen,<br />

denn immerhin ist Werginz die erste<br />

Anbieterin am österreichischen Markt mit<br />

anerkannter Zertifizierung. Grund genug,<br />

neben dem seit Februar 2011 in Graz von<br />

Yvonne Werginz betriebenen Headquarter<br />

eine Dependance in Wien zu eröffnen. In<br />

diesem Showroom kann man seit September<br />

vor Ort erste Eindrücke über die<br />

Wohnkon zepte und Staging-Ideen der<br />

WOHN·FEE gewinnen.<br />

Dort wird sie künftig von ihrer Mitarbeiterin<br />

Bettina Dürrheim unterstützt. Dürrheim<br />

ist nicht nur auf Grund ihrer künstlerischen<br />

Tätigkeit als Fotografin und<br />

Grafikerin, sondern in Fachkreisen auch für<br />

ihre mehr als 20-jährige Tätigkeit in den Bereichen<br />

Werbung und Marketing bekannt.<br />

Beiden gemeinsam ist die Liebe zum Design,<br />

zu Materialien und zur Raumplanung. Das<br />

WOHN·FEE-Team wird je nach Aufgabe und<br />

Bedarf um freie Designer oder Einrichtungsexperten<br />

erweitert. Eine Emotion mit<br />

fundiertem, pragmatischem Unterbau und<br />

dem Willen, sich beständig weiterzubilden.<br />

So besucht Werginz das einjährige Fernstudium<br />

„Raumgestaltung & Innenarchitektur“<br />

an der Hamburger Akademie, während<br />

Dürrheim aktuell ihre Ausbildung am BFI<br />

für Interior Design absolvierte. Diese Symbiose<br />

aus Wollen, Wissen und Können verfolgt<br />

den ehrgeizigen Plan, die WOHN·FEE<br />

auf den jeweils nächst höheren „Stage“ zu<br />

heben. Warum ihnen das gelingen wird?<br />

„Weil wir leidenschaftliche Praktiker sind“,<br />

bringen es Werginz und Dürrheim auf den<br />

Punkt. Punktum! ■<br />

INFORMATION<br />

WOHN·FEE<br />

Stylen-Stagen-Service<br />

Gusenbauergasse 4/3/28, 1090 Wien<br />

Tel. 0676/920 22 36<br />

office@wohnfee.at<br />

www.wohnfee.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 29


IMMOBILIEN<br />

FRANCHISE – VOR- UND NACHTEILE<br />

MAKLER SEIN<br />

IST SCHWER<br />

… Franchisegeber/-nehmer noch viel mehr. Oder doch nicht?<br />

WOHNUNGSSUCHE. Wer eine Wohnung,<br />

ein Haus sucht, dem ist es gleichgültig,<br />

ob er sein Traumobjekt über einen<br />

Partner findet, der in einem Franchiseverband<br />

eingebunden oder als Einzelkämpfer<br />

positioniert ist. Maßgeblich<br />

wird sein, dass er es findet – und dabei<br />

spielt natürlich das Branding durch eine<br />

Marke eine nicht unerhebliche Rolle.<br />

VOR- UND NACHTEILSÜBERLEGUN-<br />

GEN ZUM FRANCHISE. Ein vielfach genanntes<br />

Vorteilsargument für die Zugehörigkeit<br />

zu einer Franchisesystematik<br />

ist, dass der Markteintritt einfacher ist<br />

– kann doch auf bereits vorhandene und<br />

getestete Strukturen aufgebaut werden.<br />

Ein bereits entwickelter Marktauftritt<br />

gehört dabei ebenso dazu wie die eigene<br />

Immobilienberater-Software oder die<br />

Internetplattformen. Die überregionale<br />

Vernetzung, das Wissen um den gleichen<br />

Standard der Büros, das gleiche Niveau<br />

der Ansprechpartner und der Bekanntheitsgrad<br />

sind durchaus Start- und Bestandsvorteile.<br />

Insbesondere der Bekanntheitsgrad<br />

kann als Ass gesehen<br />

werden, welches auch gerne gespielt<br />

wird. Dieser macht es aber alleine auch<br />

wiederum nicht aus, da permanent an<br />

ihm gearbeitet werden muss. Bekanntheit<br />

hat ja alles immer zumindest zwei<br />

Seiten – und die Negativseite ist nicht zu<br />

unterschätzen. Ein Umstand, der unmittelbar<br />

gegen Franchisestrukturen sprechen<br />

kann, ist die Einschränkung der Individualität,<br />

die unterschiedliche Grade<br />

haben kann. Wenn ein Faktor die Mar-<br />

30 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

ken- und Marktpositionierung ist, dann<br />

ist eine Voraussetzung, dass eine einheitliche<br />

Struktur festgelegt und auch<br />

umgesetzt wird. Ein Weisungs- und Kontrollsystem<br />

zur Sicherung eines systemkonformen<br />

Verhaltens wird daher wohl<br />

auch notwendig sein. Bewusst sollte man<br />

sich allerdings des Umstandes bewusst<br />

sein, dass die individuelle Gestaltbarkeit<br />

vielfach wegfällt.<br />

LEISTUNG, AUS- UND WEITERBIL-<br />

DUNG . Die Qualität der Leistung ist für<br />

den dauerhaften Erfolg entscheidend.<br />

Daher wird noch mehr Augenmerk auf<br />

die Aus- und Weiterbildung gelegt. So<br />

gibt es, gleichsam systemimmanent, etwa<br />

bei RE/MAX eigene Ausbildungsmodule<br />

für Immobilienmakler, aber auch<br />

für Bürobetreiber. DMH hat wiederum<br />

ein eigenes Kolleg, die NetMakler ein<br />

Lehrvideo. Positiv ist jedenfalls, dass<br />

diese Möglichkeiten angeboten werden.<br />

Inwieweit diese Ausbildungen gemacht<br />

werden müssen, wäre jedoch separat zu<br />

hinterfragen. Ein Trugschluss besteht<br />

darin, dass die Tatsache des Franchisenehmerseins<br />

allein auch schon den Geschäftserfolg<br />

mit sich bringt. Zu beachten<br />

ist auch, dass jeder Franchisenehmer<br />

ja selbstständiger Unternehmer ist, der<br />

– so wie die nicht franchiseorganisierten<br />

Immobilienmakler – Umsätze erwirtschaften<br />

muss und seine Aufwendungen<br />

zu bestreiten hat. Die unternehmerische<br />

Eigenverantwortung kann ein Franchisesystem<br />

jedenfalls nicht abnehmen. Diese<br />

Anforderung wird durchaus von den<br />

Text Martin Kofler<br />

Fotos Shutterstock<br />

Franchisegebern gesehen, die ebenfalls<br />

das Interesse haben, wirtschaftlich starke<br />

Franchisenehmer als Partner zu<br />

haben. Daher wird auch in diesem Bereich<br />

eine verstärkte Unterstützung der<br />

Franchisenehmer angedacht.<br />

AUCH EIN BINDUNGSZEITRAUM HAT<br />

DURCHAUS SINN. Er begründet ein<br />

„Sichverlassenkönnen auf einen vereinbarten<br />

Zeitrahmen“. Immer ein Thema<br />

sind die Kosten, und diese sind durchaus<br />

nicht unerheblich. Das Kriterium allerdings<br />

isoliert zu betrachten ist zu einseitig.<br />

Natürlich stecken Unternehmer mit<br />

unternehmerischen Zielsetzungen dahinter,<br />

und zu diesen gehört es, Geld zu<br />

verdienen. Eine wesentliche Frage ist<br />

letztendlich: Welche konkrete Leistung<br />

bekomme ich als Franchisenehmer für<br />

die an den Franchisegeber zu zahlenden<br />

Beträge? Wer in der Immobilenbranche<br />

tätig ist/tätig werden möchte, sollte jedenfalls<br />

die Chance nützen, sich aktiv<br />

mit dem Thema Franchise und den bestehenden<br />

Systemen auseinanderzusetzen.<br />

Er sollte sich bewusst sein, welche<br />

Vorteile, aber auch welche Anforderungen<br />

mit einem Franchise verbunden<br />

sind. Eine genaue Prüfung der rechtlichen<br />

Rahmenbedingungen gehört hier<br />

genauso dazu wie das Bewusstsein, dass<br />

es sich um eine eigenständige, unternehmerisch<br />

verantwortungsvolle Tätigkeit<br />

handelt. Jeder sollte für sich entscheiden,<br />

ob diese Struktur auch für seine Persönlichkeit<br />

passt, denn dann wird er<br />

auch erfolgreich sein. n<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Die Qualität der Leistung, die erbracht wird, ist für den dauerhaften Erfolg entscheidend.<br />

Aus- und Weiterbildung sind daher in jedem System wichtige Grundvoraussetzungen.<br />

DR. MAX HUBER REALBÜRO<br />

ERFOLGSSTORY MADE IN AUSTRIA<br />

Im Jahre 2004 feierte das Dr. Max Huber Realbüro sein 80-jähriges Bestehen.<br />

HISTORIE. Seine Wurzeln hat das Dr.<br />

Max Huber Realbüro in der Steiermark,<br />

wo der Gutsbesitzer Fritz Wilhelm im<br />

Jahr 1924 in Graz den Grundstein des Unternehmens<br />

legte. In dieser Anfangsphase<br />

umfasst das Geschäftsfeld die Vermittlung<br />

von land- und forstwirtschaftlichen<br />

Liegenschaften im grünen Herzen Österreichs.<br />

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde<br />

die Firma von Dr. Max Huber sen. und<br />

seiner Frau übernommen, die schon damals<br />

auf hohe Qualität in der Beratung<br />

setzten. Dr. Max Hubers Berufung lag in<br />

der Immobilienbranche. Während seines<br />

Studiums unternahm er mehrere Reisen<br />

nach Kanada und in die USA, wo er sich<br />

mit dem US-Immobilienmarkt befasste.<br />

In einer kanadischen Immobilienfirma in<br />

RE/MAX COMMERCIAL<br />

Montreal sammelte er im Bereich Gewerbe-,<br />

Wohn und Freizeitimmobilien ausreichend<br />

Erfahrungen. Das dort erworbene<br />

Know-how über die neue Art des Immobiliengeschäftes,<br />

den Franchisegedanken<br />

und die internationalen Kontakte brachte<br />

er nach Österreich zurück, wo er 1982 ins<br />

väterliche Realbüro einstieg und 1990<br />

letztendlich den Betrieb und die Geschäftsführung<br />

übernahm.<br />

FRANCHISESYSTEM. Von seinen internationalen<br />

Erfahrungen inspiriert, wurden<br />

unter Dr. Hubers Führung 1989 die<br />

ersten Realbüros in Budapest und Prag gegründet.<br />

Die nächste Herausforderung lag<br />

nun in der Anpassung des in Amerika<br />

kennengelernten Franchisegedankens an<br />

RE/MAX Commercial ist die Gruppe der Gewerbeimmobilien-Spezialisten im RE/MAX-Netzwerk. Als solche agieren sie<br />

bundesweit für ganz Österreich und vor Ort wie kein zweites Maklerunternehmen im Land.<br />

österreichische Anforderungen. Als Erster<br />

am heimischen Markt entwickelte Dr. Huber<br />

ein eigenes Franchisesystem für die<br />

Immobilienbranche. Bei der Immobilienberatung<br />

und dem Ausbau internationaler<br />

Netzwerke hat sich Dr. Max Huber von<br />

Beginn an Qualität als oberste Maxime<br />

auf seine Fahnen geschrieben. Durch die<br />

Wahrung international anerkannter Standards<br />

sowie intensiver Kooperation mit<br />

der Immobilienwissenschaft wird diese<br />

Qualität auch für die Zukunft gesichert.<br />

AUSWEITUNG. In den kommenden fünf<br />

Jahren beabsichtigt die Geschäftsführung<br />

das österreichische Marktpotenzial von<br />

ca. 35 Franchisenehmern voll auszuschöpfen<br />

und zu erweitern. n<br />

IHR ANSPRECHPARTNER FÜR<br />

GEWERBEIMMOBILIEN IN GANZ ÖSTERREICH<br />

NETZWERK. Das österreichische Gewerbeteam<br />

des weltweiten Immobilienmakler-<br />

Netzwerks verbindet die globale Kompetenz<br />

mit präziser regionaler Marktkenntnis.<br />

In allen wesentlichen Landeshauptstädten<br />

mit dynamischen Märkten und<br />

den wirtschaftlich bedeutenden Ballungszentren<br />

sind RE/MAX Commercial-Makler<br />

vor Ort präsent und verankert. 14 Büros<br />

sind derzeit im RE/MAX Commercial<br />

Circle Austria vernetzt. Über das Netzwerk<br />

verbinden rund 40 Commercial Agents ihr<br />

lokales Know-how und internationale Verbindungen.<br />

INFORMATION. Als bundesweite Organisation<br />

erfüllen die rot-weiß-blauen Netzwerker<br />

somit das Idealprofil für Beratung<br />

im Bereich gewerblicher Immobilien, ins-<br />

besondere wenn es um Standortfragen<br />

quer durch ganz Österreich geht. Der<br />

Bonus der Nr. 1 in der Immobilienvermittlung<br />

nützt auch im Segment Gewerbeimmobilien.<br />

Viele Informationen und<br />

Marktchancen ergeben sich erst auf Grund<br />

der Synergien mit dem Geschäft der Wohnimmobilien.<br />

PRÄSENZ. Zusätzlich zur einzigartig flächendeckenden<br />

Präsenz liefert RE/MAX<br />

Commercial den Kunden effiziente Abwicklung<br />

der Immobiliengeschäfte auf professionellstem<br />

Niveau: Einzelne Kompetenzteams<br />

kümmern sich um das breite<br />

Spektrum des Gewerbemarktes: Um Büroflächen,<br />

Anlageobjekte und Zinshäuser,<br />

um Handelsflächen, Kapitalinvestments,<br />

um Hotel-, Gastronomie und Freizeit-<br />

immobilien. Zur Abwicklung besonders<br />

komplexer Transaktionen können im Bedarfsfall<br />

auch rasch kategorieübergreifende<br />

Spezialistenteams gebildet werden.<br />

INTERNATIONAL. Die internationale Vernetzung<br />

bringt für den RE/MAX Commercial<br />

Circle Austria natürlich auch internationale<br />

Erfahrung und damit verbunden<br />

den Anspruch auf höchste Maßstäbe in der<br />

Kundenbetreuung mit professionellsten<br />

Servicestandards. In den beiden vergangenen<br />

Jahren entwickelte RE/MAX Commercial<br />

einerseits die organisatorische und<br />

technische Struktur, andererseits konnten<br />

aber auch schon viele beeindruckende<br />

Geschäftserfolge erzielt werden. Damit<br />

stehen alle Zeichen klar auf weitere Expansion<br />

zum Wohl der Kunden. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 31


IMMOBILIEN<br />

Text Robert Schweiger<br />

Fotos Beigestellt, Shutterstock<br />

32 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


„MIETERPASS“<br />

DER ERSTE SCHRITT<br />

Was würden Sie tun, wenn Sie so einen Brief bekommen?<br />

Würden Sie sich freuen oder würden Sie sich ärgern?<br />

INNOVATION. Die Initiatoren, die Rustler<br />

Gruppe, haben beide Erfahrungen gemacht,<br />

dabei handelt es bei dem Brief lediglich um<br />

eine innovative Idee, die den Mietern in<br />

weiterer Folge viele Vorteile bringt. Ein<br />

Mieterpass: Diese Vorgehensweise ist in<br />

einigen Ländern Europas bereits zum Standard<br />

geworden. Will man in Deutschland<br />

eine Wohnung mieten, wird man nahezu<br />

ausnahmslos nach einem positiven Mieterzeugnis<br />

gefragt. Aber in Österreich beginnt<br />

es erst langsam Formen anzunehmen.<br />

MIETNOMADEN. Zu allen Zeiten ist für<br />

Immobilienbesitzer Vertragstreue der Mieter<br />

wesentlich, vor allem pünktlich gezahlte<br />

Mieten sind überlebenswichtig. Es gibt leider<br />

immer wieder Personen, sogenannte<br />

Mietnomaden, die den Immobilienbesitzer<br />

sehr viel Geld kosten. Nicht nur, dass von<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

„Der Mieterpass ist vergleichbar mit einem Arbeitszeugnis.“ Martin Troger, Rustler Gruppe<br />

Anfang an so gut wie keine Miete bezahlt<br />

wird, werden Wohnungen meist völlig zerstört<br />

zurückgelassen. Dies bedeutet enorme<br />

Kosten für entgangene Mieten, Reparaturen<br />

oder Gerichtsverfahren – vergleichbar<br />

etwa mit Mieteinnahmen für fünf Jahre.<br />

BELOHNUNG. Aus diesem Grund haben<br />

sich viele größere und kleinere Immobilienbesitzer<br />

in Zusammenarbeit mit der Rustler<br />

Gruppe Gedanken gemacht, wie man<br />

ordentliche und pflichtbewusste Mieter<br />

belohnen beziehungsweise unterstützen<br />

kann. Martin Troger, Geschäftsführer der<br />

Hausverwaltung Rustler: „Die Idee ist,<br />

ordentlichen Mietern einen positiven ,Mieterpass‘<br />

auszustellen. Der Mieterpass ist<br />

vergleichbar mit einem Arbeitszeugnis. In<br />

der Berufswelt ist das ein ganz alltäglicher<br />

Vorgang, dass der Arbeitgeber dem Arbeit-<br />

nehmer ein Zeugnis ausstellt. Dieser Mieterpass<br />

kann, analog zum Arbeitszeugnis,<br />

für die zukünftige Wohnungssuche dem<br />

Vermieter vorgelegt werden.“ Es wird von<br />

einigen Eigentümern bereits laut darüber<br />

nachgedacht, Mietinteressenten, die einen<br />

positiven Mieterpass besitzen, als Vertragspartner<br />

bei Vermietungen zu bevorzugen<br />

und auch mit der Kautionshöhe entgegenzukommen.<br />

„Das heißt, wir wollen nicht<br />

die schwarzen Schafe ausfindig machen,<br />

was naturgemäß sehr schwierig ist“, erklärt<br />

Troger, „sondern die korrekten Mieter belohnen.“<br />

Einziges Kriterium für Mieter, um<br />

einen Brief in dieser Form zu bekommen,<br />

ist eine stets pünktlich bezahlte Miete und<br />

für diejenigen, die schon einmal den Wohnsitz<br />

gewechselt haben, eine ordentlich hinterlassene<br />

Wohnung. Troger: „Wenn sich<br />

der Mieterpass in Österreich, so wie bereits<br />

in einigen andern Ländern geschehen,<br />

durchsetzt, bringt das erhebliche Vorteile<br />

für Mieter und Vermieter.“<br />

50:50. Über die Reaktion war man dann<br />

doch etwas überrascht, wie Troger berichtet:<br />

„Wir haben ganz interessanten Respons<br />

bekommen, aber die Österreicher sind für<br />

Lob offensichtlich noch nicht bereit.“ Nach<br />

der Aussendung des Briefes standen nämlich<br />

zwei Tage die Telefone nicht mehr still.<br />

Troger: „50 Prozent haben sich bedankt, 50<br />

Prozent haben sich aufgeregt.“ Offensichtlich<br />

ist noch eine Kluft zwischen Mieter<br />

und Hausverwalter zu überwinden ... n<br />

ZUR PERSON<br />

DI Martin Troger<br />

Geschäftsführer Rustler -<br />

die Verwalter<br />

www.rustler.eu<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 33


IMMOBILIEN<br />

ERSTKLASSIGER WOHNKOMFORT<br />

LEBEN ÜBER DEN<br />

DÄCHERN VON WIEN<br />

Text Robert Schweiger<br />

Fotos Beigestellt<br />

Das Unternehmen Fohrafellner & Buchholz Penthouse Errichtungs GmbH errichtet in einem neu reno-<br />

vierten Vierkanthaus im 8. Wiener Gemeindebezirk acht Dachgeschoßwohnungen in absoluter Ruhelage.<br />

ANBINDUNG. Das neue Penthouse-Bauprojekt<br />

besticht durch seine zentrale<br />

Lage im Bezirk Josefstadt und die damit<br />

hervorragende Anbindung an die vor-<br />

34 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

handene Infrastruktur, wie Straßenbahn,<br />

U-Bahn und Buslinien.<br />

IDEALES INVESTMENT. Das Dachbodenausbauprojekt<br />

liegt in unmittelbarer<br />

Nähe zum Josef-Strauß-Park. Als grundbücherlich<br />

eingetragene Eigentümer errichtet<br />

und vermarktet die Fohrafellner<br />

& Buchholz Penthouse Errichtungs<br />

GmbH die Schaffung von Eigentum als<br />

Investment, als steuersparendes Anlageobjekt<br />

(Vorsorgewohnung) und als Luxuswohnung.<br />

Die Wohnungen haben eine moderne Architektur<br />

mit stilvollen Raumkonzepten,<br />

die durch die öko logische Niedrigenergiebauweise<br />

hohen Wohnkomfort<br />

und beste Wohnqualität über den Dächern<br />

von Wien garantieren.<br />

ERRICHTET WERDEN 8 WOHNUNGEN<br />

MIT BALKONEN UND TERRASSEN:<br />

n 4 VORSORGEWOHNUNGEN in der<br />

Größe von 66 m² bis 70 m² Wohn-<br />

fläche<br />

n 3 MAISONETTENWOHNUNGEN von<br />

107 m² bis 123 m² Wohnfläche<br />

n 1 PENTHOUSE-LUXUSWOHNUNG<br />

mit 195 m² Wohnfläche<br />

n 8 Garagenplätze im Haus<br />

n 2 Personenlifte<br />

GROSSZÜGIGKEIT. Alle Wohnungen haben<br />

entweder Balkon und/oder uneinsehbare<br />

Dachterrassen sowie begehbare/nutzbare<br />

Flachdächer mit einem fantastischem<br />

Weitblick. NIEDRIGENERGIEBAUWEISE,<br />

WÄRMEPUMPE und PHOTOVOLTAIK<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


INFORMATION<br />

Nähere Informationen können unter<br />

www.wien-projekte.eu/lerchenfelder-<br />

strasse 138 inklusive einer 3D-<br />

Visualisierung eingeholt werden.<br />

entsprechen dem höchsten technologisch<br />

und ökologischen Standard. Die<br />

größeren Wohnungen haben zusätzlich<br />

Aufgänge zu Galerien und den nachfolgenden<br />

Zimmern und Terrassen.<br />

TRADITIONELL. Die Lerchenfelder Straße<br />

zählt auf Grund ihrer historischen<br />

Entwicklung zu den traditionellen innerstädtischen<br />

Einkaufsstraßen der Stadt<br />

Wien. Durch die hohe studentische Einwohnerzahl<br />

in der Josefstadt besteht<br />

eine junge, dynamische Bevölkerung, die<br />

sich durch die verschiedensten kulturellen<br />

Aktivitäten und Events auszeichnet.<br />

In diesem lebendigen Bezirk befinden<br />

sich viele Theater, Museen, Palais- und<br />

Sakralbauten, aber auch Restaurants,<br />

Cafés und Lokale mit Schanigärten,<br />

Märkte und Schulen. n<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Es gibt sie noch – die ungewöhnlichen Dachgeschoßausbauten über den Dächern<br />

von Wien: mit allem Komfort, zentral gelegen, einem idealen Grundriss<br />

und höchsten Qualitätsstandards.<br />

IDEAL KONZEPTIONIERTE VORSORGEWOHNUNG<br />

IN DER LERCHEFELDERSTRASSE 138 / TOP 1-23<br />

Diese zentrale Traumwohnung liegt im östlichen Dachgeschoß des Hauses. Mit einem<br />

Lift erreicht man durch den getrennten Stiegenaufgang den sehr hellen Gang, der zum<br />

Eingang der Wohnung führt, welche man durch einen geräumigen Vorraum mit separatem<br />

Gäste WC betritt.<br />

Das freundliche, helle Raumkonzept erlaubt den Zugang vom Vorraum direkt ins<br />

Wohnzimmer mit angeschlossener offener Wohnküche, von der aus man in einen getrennten<br />

Abstellraum (Wirtschaftsraum) gelangt.<br />

Dem Wohnzimmer ist ein Schlafzimmer mit separatem Bad Badewanne, Dusche und zwei<br />

Waschbecken) und WC angeschlossen. Vom Wohnzimmer aus betritt man über einen westseitig<br />

gerichteten Balkon, der in den ruhigen Innenhof gerichtet ist, eine Treppe, die zu einer<br />

36,29 m² großen Flachdachterrasse mit fantastischer Aussicht führt.<br />

Alle Wohnungen wie diese verfügen über einen eigenen Garagenparkplatz mit gesonderter<br />

Zufahrt, ein ebenerdig erreichbares Kellerabteil und einen Liftzugang.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 35


WIRTSCHAFTSSTANDORT OBERÖSTERREICH<br />

GUT DURCH DIE KRISE –<br />

GESTÄRKT<br />

IN DIE ZUKUNFT!<br />

Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Josef Pühringer<br />

EXPORT. Auch für heuer prophezeien uns die Wirtschaftsforscher<br />

ein Wirtschaftswachstum, das deutlich über dem Österreich-<br />

Durchschnittswert liegen wird. Hauptverantwortlich dafür ist der<br />

Export, der entscheidende Wohlstandsgarant unseres Landes, der<br />

nach überstandener Weltwirtschaftskrise wieder auf Hochtouren<br />

läuft. Die Exportwirt schaft hat im letzten Jahr ein Wachstum von<br />

16 Prozent geschafft. Die heimische Exportwirtschaft wird – trotz<br />

der nicht einfachen internationalen Rahmenbedingungen – noch<br />

heuer die 30-Milliarden-Euro-Exportschallmauer durchbrechen.<br />

Die wirtschaftliche Erholung wird auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich.<br />

Zwischen August 2010 und August 2011 sind mehr als 10.600<br />

zusätzliche Arbeitsplätze in unserem Land entstanden.<br />

PROZESS. Um uns fit für die Zukunft zu machen, setzten wir auf<br />

eine Reihe von Schlüsselbereichen. Dazu gehört unter anderem der<br />

Bereich „intelligentes Wachstum“. Damit ist gemeint Bildung, Wissen,<br />

Forschung und digitale Gesellschaft. Hier haben wir Stärken –<br />

und hier müssen wir Stärken haben. Denn weltweit gibt es Mit-<br />

Unsere Wirtschaft ist wieder auf Wachstumskurs.<br />

Wir haben nach dem Rezessionsjahr 2009 im<br />

letzten Jahr 3,4 Prozent Wachstum erwirtschaftet,<br />

nur geringfügig weniger als Deutschland, die<br />

derzeitige Wachstumslokomotive Europas.<br />

bewerber, die sich in einem ständigen Aufholprozess befinden und<br />

bei denen man deutlich billiger als bei uns in Europa produzieren<br />

kann. Für uns gilt daher: Wir müssen immer um so viel besser sein,<br />

als wir teurer sind. Daneben wollen wir uns auf die Förderung einer<br />

wettbewerbsfähigen, aber ressourcenschonenden Wirtschaft und<br />

die Entwicklung grüner Technologien konzentrieren. Eine Studie<br />

hat ergeben, dass wir bis 2020 etwa 115.000 sogenannte „Green-<br />

Jobs“ in Oberösterreich haben können. Das würde heißen, dass im<br />

Jahr 2020 jeder sechste Arbeitsplatz in unserem Bundesland ein<br />

sogenannter „Green-Job“ ist. Die Autoren dieser Studie haben aber<br />

auch dazu gesagt: Um das zu erreichen, ist die Politik gefordert – als<br />

Innovations-, Standort-, Beschäftigungs-, Sozial- und Innovationspolitik<br />

vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verschränkung<br />

von Ökologie und Ökonomie. Für uns heißt das, dass wir mit<br />

den Initiativen Ökoenergie- und Umwelttechnikcluster, dem Netzwerk<br />

Ressourcen- und Energieeffizienz, aber auch mit der aktiven<br />

Arbeitsmarktpolitik unsere Bemühungen noch verstärken müssen.<br />

Hier wird deutlich: Die Märkte sind im Wandel. Hier stehen Wirtschaft<br />

und Politik gleichermaßen vor enormen Herausforderungen.<br />

Das ist aber auch eine mindestens so große Chance für innovative<br />

Regionen und Betriebe.<br />

TECHNOLOGIE. Denn mit den Energie- und Umwelttechnologien<br />

entstehen die Zukunftsmärkte. Das Weltmarktvolumen summiert<br />

sich heute auf rund 1,7 Billionen Euro. Dieses Volumen wird sich in<br />

den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Diejenigen, die hier investieren,<br />

werden die Technologieführer und damit auch die Exportweltmeister<br />

der Zukunft sein. Sie werden aber auch jene sein, die sich als<br />

besonders leistungsstarke Wirtschaftsstandorte präsentieren können.<br />

Hier wollen wir Oberösterreicher naturgemäß dabeisein. n<br />

36 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Ich habe Zugriff<br />

auf über 30.000 Objekte<br />

und das auf Knopfdruck.<br />

Und wie viele können Sie anbieten?<br />

Ihre Vorteile:<br />

• Weltweit einzigartige Vernetzung<br />

von aktuell 485 Lizenznehmern<br />

• Zusätzlicher Profit durch<br />

Gemeinschaftsgeschäfte<br />

• Sie entscheiden über<br />

den Kooperationsumfang mit<br />

anderen Immobilienbüros<br />

Immobilien vermarkten | vermitteln | verkaufen<br />

EDI-Real Software GmbH, Deggendorfstraße 2, 4030 Linz<br />

Tel.: 0732 714 914-0,<br />

E-Mail: office@edireal.com,<br />

www.edireal.com


FOTO: © OÖ.WERBUNG/HIMSL<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORT OBERÖSTERREICH<br />

ENNS LEERSTANDSKONFERENZ<br />

PREIS FÜR PROJEKTE ALTE BAUTEN BELEBT<br />

n Seit 2007 ist die oberösterreichische Stadt Enns offiziell eine<br />

„CittàSlow“, eine langsame Stadt. Damit war man erstes österreichisches<br />

Mitglied der alternativen Stadtmarketingvereinigung<br />

aus Italien. Hauptziele der Bewegung sind die Verbesserung<br />

der Lebensqualität in Städten und das Verhindern der<br />

Vereinheitlichung von Städten. In diesem Sinn vergibt die Stadt<br />

auch jährlich Preise für Projekte, die die Lebensqualität in Enns,<br />

einer der traditionsreichsten Städte des Landes, nachhaltig<br />

heben sollen. Regionalität, Stadtbild und Umweltgedanken stehen<br />

dabei im Vordergrund. Die besten drei in Umsetzung befindlichen<br />

oder bereits umgesetzten Projekte werden prämiert. Die<br />

Einreichfrist reicht bis zum 10. Dezember. Mehr zum Wettbewerb<br />

und den Preisen unter: www.tse-enns.at (Projektvorstellungen<br />

an: TSE GmbH, Hauptplatz 19, 4470 Enns, oder per E-Mail<br />

an info.enns@oberoesterreich.at, Kennwort: „CittàSlow Award“).<br />

BILDUNGSZENTRUM SALZKAMMERGUT<br />

NEUER SCHULSTANDORT<br />

n Mit dem Neubau<br />

des Agrarbildungszentrums<br />

Salzkammergut<br />

wollte man anstatt<br />

der Sanierung<br />

zweier bisheriger in die Jahre gekommener Fachschulen an<br />

zwei anderen Standorten einen modernen Schulstandort höchster<br />

Qualität realisieren. Durch die Zusammenführung der<br />

Ausbildungsrichtungen Hauswirtschaft und Landwirtschaft im<br />

neuen Bildungszentrum ergeben sich außerdem neue Perspekti-<br />

n Ottensheim bei Linz hat in den letzten Jahren eine Reihe von<br />

Initiativen gestartet, die sich der Ortskernentwicklung und insbesondere<br />

der Vermittlung zwischen Raumsuchenden und Neunutzern<br />

des baulichen Bestands widmen. Die Veranstaltung der ersten<br />

österreichischen Leerstandskonferenz im Ort war die logische Konsequenz<br />

dieser Bestrebungen. Mit der Veranstaltung, organisiert<br />

vom „nonconform Architektur vor Ort“, verfolgte man das Ziel, sich<br />

mit Erneuerungsfragen von ländlichen Gebäuden auf breiter Ebene<br />

auseinanderzusetzen. Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung<br />

diskutierten mit Experten über kommunale und regionale<br />

Strategien im Umgang mit Leerstand. Best Practice-Modelle aus<br />

Österreich und Deutschland machten Mut, die Belebung kommunaler<br />

Zentren und die Umnutzung leer stehender Bauten in Angriff<br />

zu nehmen. Ein vorgestelltes Beispiel für Erneuerung alter Strukturen<br />

war die alte Textilfabrik in Haslach im Mühlviertel (siehe Foto).<br />

ven für die landwirtschaftliche Ausbildung. Das Schulzentrum<br />

wird ein gemeinsames Haus für die beiden Fachrichtungen sein,<br />

welche bisher eher Burschen beziehungsweise Mädchen getrennt<br />

angesprochen haben. 253 Fachschülerinnen und Fachschüler<br />

werden hier bereits seit diesem Semester betreut. Das neue Haus<br />

wurde als Vierkanter mit prägender Holzarchitektur errichtet.<br />

Für den Passivhausbau waren ausschließlich Fichten aus dem<br />

näheren Umkreis verwendet worden. Beispielgebende Impulse<br />

erhofft man sich nicht nur für den Schulstandort im Salzkammergut,<br />

sondern weit darüber hinausgehend für ganz Oberösterreich<br />

und ganz Österreich.<br />

38 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

FOTO: ROLAND GRUBER


FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

DGNB-ZERTIFIZIERUNG<br />

ÖSTERREICHS ERSTES WOHNPROJEKT EINGEREICHT<br />

n Zertifizierungen von Handels- oder Büroprojekten mit Nachhaltigkeitszertifikaten<br />

sind mittlerweile international etabliert.<br />

Nun beginnt sich dieser Trend hin zu höherwertigen Immobilien<br />

auch auf den Wohnbausektor auszudehnen. Das erste zur Zertifizierung<br />

nach dem DGNB-Standard eingereichte Projekt kommt<br />

aus Oberösterreich und soll in Steinhaus bei Wels errichtet werden.<br />

Bauträger ist die in Wels ansässige Trio Development<br />

GmbH. Errichtet werden 17 Eigentumswohnungen im Niedrigstenergiestandard.<br />

Jede der zwischen 54 und 115 m² großen<br />

Wohnungen ist barrierefrei ausgeführt. „Panoramawohnen<br />

Steinhaus“ erfüllt sämtliche Anforderungen, um vom Land gefördert<br />

zu werden. Technik, verwendete Materialien und ein ausgezeichneter<br />

Standort sind Trio jedoch immer noch zu wenig,<br />

um von „hoher Wohnqualität“ zu sprechen. „Mindestens genauso<br />

wichtig wie diese Aspekte ist eine intelligente Grundrissquali-<br />

JOBINITIATIVE<br />

LEHRLINGE AM BAU<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

tät des Gebäudes und der einzelnen Wohnungen. Sie ist die Basis<br />

dafür, dass sich die bisherigen und noch kommenden Käufer<br />

ihren individuellen Wohntraum erst verwirklichen können“, so<br />

Architekt Dipl.-Ing. Knut Drugowitsch zum Stellenwert der<br />

ebenfalls von Trio stammenden Architektur.<br />

n Fachkräfte- und vor allem Lehrlingsmangel in der Bauwirtschaft<br />

ist ein Thema, mit dem sich die Landesinnung<br />

Bau der WKOÖ und die BAU-Akademie Oberösterreich sehr<br />

intensiv befassen. Auf dem neuen Jobportal www.karrierekickbau.at<br />

interagieren Lehrbetriebe der Bauwirtschaft mit<br />

zukünftigen Lehrlingen, aber auch alle anderen Bauberufe<br />

werden gesucht und gefragt. „Wir sind sehr zuversichtlich,<br />

dass unsere Mitgliedsbetriebe diese neue Plattform bestens<br />

nutzen werden, um Lehrstellen und andere Berufe auszuschreiben“,<br />

so Norbert Hartl, Landesinnungsmeister der<br />

Landesinnung Bau.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 39<br />

FOTO: TRIO


WIRTSCHAFTSSTANDORT OBERÖSTERREICH<br />

OBERÖSTERREICH ALS GEHEIMFAVORIT<br />

WIRTSCHAFT IM LOT<br />

Mit den Wirtschaftsdaten und dem Konjunkturbarometer ist es immer so eine Sache. Mal ist es so,<br />

dann wieder so. Eine Konstante bei den großen österreichischen Wirtschaftsregionen stellt allerdings<br />

das Bundesland Oberösterreich dar, und zwar auf hohem Niveau.<br />

OBERÖSTERREICH IST SPITZE! Zumindest laut sogenanntem<br />

Standortbarometer ist das so. Das internationale Central Europa<br />

Institut in Wien gibt dieses jährlich heraus und bewertet darin<br />

im Auftrag des Management Club die regionalen Volkswirtschaften<br />

des Landes in Bezug auf den Standortwettbewerb. Seit man<br />

dies tut, findet sich Oberösterreich an der Spitze der Attraktivität.<br />

Einen zweistelligen Vorsprung attestierten die Tester dem<br />

Text Peter Matzanetz<br />

Fotos Shutterstock<br />

Land gegenüber dem Österreichschnitt zuletzt. Ausgewertet<br />

werden dabei vor allem Managereinschätzungen. Trotz des<br />

dauer prekären Wirtschaftsthemas wurden hier zuletzt vor allem<br />

bei „Wirtschaftswachstum“ und „Arbeitsmarkt“ Vorteile erkannt.<br />

In Oberösterreich ist man also wirtschaftlich gesehen<br />

anscheinend effizient und damit „Restösterreich“ in manchen<br />

Belangen überlegen. Wirtschaftliche Hotspots sind ja schön und<br />

40 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


gut, aber wenn der Wettbewerb um die Arbeitskräfte losbricht<br />

und die Ressourcen knapper werden, zeigt sich eben die Stärke<br />

eines alten Industrielandes. Derartiges legt auch das aktuelle<br />

Trend barometer, herausgegeben von der oberösterreichischen<br />

Landesregierung, nahe. Weniger Lehrstellensuchende und mehr<br />

offene Stellen lauten beispielsweise die Fakten in einem vieldiskutierten<br />

Segment des Arbeitsmarktes. Derartiges wünscht<br />

man sich andernorts in Österreich derzeit dringend. Auch die<br />

Beschäftigungslosenzahl ist mit derzeit 3,6 Prozent auf vergleichsweise<br />

niedrigem Niveau, Tendenz sinkend.<br />

ALLES MIT DER RUHE. Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt,<br />

aber die Eckdaten müssen eigentlich optimistisch stimmen.<br />

Mancher im Paradeland der Industrie besinnt sich in diesen<br />

Tagen aber lieber der Ursprünge und zieht es vor, in regionalen<br />

Dimensionen zu denken. Im gleichen Jahr, als das Standortradar<br />

ermittelt worden war, ging man in der Traditionsstadt Enns<br />

gezielt einen anderen Weg. Man bewarb sich nicht um die Teilnahme<br />

im Management Club, sondern lieber um den Status<br />

einer „Langsamstadt“ oder „CittaSlow“, wie die offizielle Bezeichnung<br />

lautet. Was nach politischem Selbstmord aussieht,<br />

stellt sich mehr und mehr als Erfolgsweg für die Stadtväter<br />

heraus. Lebensqualität heftet man sich hier auf die Fahne und<br />

nicht Wirtschaftswachstum um jeden Preis. Immerhin hat sich<br />

die Stadt so schon lang überlebt – im kommenden Jahr wird man<br />

sich als älteste Stadt in Österreich feiern lassen. Eine Urkunde,<br />

vor 799 Jahren ausgestellt vom damaligen Herzog von Österreich,<br />

dokumentiert dies. Nicht jeder will schließlich ein Weltmeister<br />

werden und ohne regionale Stärken geht sowieso nichts<br />

– auch in der großen Wirtschaft.<br />

SMALL IST WIEDER BEAUTIFUL. Das hat man sich wohl im<br />

Land am Strome immer schon gedacht, und zwar insbesondere<br />

im Energiebereich. Der Nutzung der Kleinwasserkraft wird hier<br />

nach wie vor ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt.<br />

Knapp 630 Kleinwasserkraftwerke erzeugen jährlich etwa 700<br />

Mio. kWh Strom. „Wasserkraftwerke stoßen auf eine breite<br />

Akzeptanz in der Öffentlichkeit und sind daher auch in der<br />

regionalen Wirtschaft fest verankert“, so WKOÖ­Vizepräsidentin<br />

Ulrike Rabmer­Koller. Landesrat Rudi Anschober sieht das<br />

anscheinend genauso und verweist auf die Unterstützung durch<br />

das Land in Form von Förderinitiativen: „In Oberösterreich wurden<br />

in den letzten Jahren rund 260 Kleinwasserkraftwerke mit<br />

einem Investitionsvolumen von etwa 45 Millionen Euro modernisiert.“<br />

In dieses eher beschauliche Oberösterreich­Bild passt<br />

auch der Tourismus des Landes. Unter dem wenig spektakulären<br />

Motto „Naturschauspiel“ besinnt man sich seit Neuestem auch<br />

im Fremdenverkehr seiner Wurzeln und bietet geführte Naturbeobachtungen<br />

an.<br />

„SLOW“ IM TOURISMUS ALS PLUS. Nicht schreiende Erlebnisvielfalt<br />

wird vermittelt, sondern die guten alten ländlichen<br />

Werte, die je nach Tourismuszone anders ausfallen. Western­<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

In Oberösterreich ist man wirtschaftlich gesehen effizient und damit<br />

„Restösterreich“ in manchen Belangen überlegen.<br />

reiten wird beispielsweise im Mühlviertel mit allem Drum und<br />

Dran angeboten. Was von manchen als Cowboyspiel belächelt<br />

wird, hat auch so seinen wirtschaftliche Nutzen, der seit Langem<br />

schon belegt ist. Und wo Wellnessanbieter mittlerweile landauf,<br />

landab die Konkurrenz fürchten, lässt man im Mühlviertel einfach<br />

die Pferde galoppieren. Der Tourismus ist zwar nicht so<br />

bedeutend wie in Westösterreich, im Land der vielen natürlichen<br />

Reize bleiben aber trotzdem nicht wenige hängen. Konstant<br />

positiv präsentiert sich daher auch in diesem Segment die Wirtschaft.<br />

Jedenfalls gegenüber dem Vorjahr hat man mit einem<br />

Plus bei den Gästen bilanziert, wie die Tourismuszentrale vermeldet.<br />

Auch wenn dies auch natürlich stark Sache des Wetters<br />

ist, muss man doch erst einen guten Sommer in wirtschaftliche<br />

Ergebnisse ummünzen. Zuwächse von 3,7 Prozent bei den<br />

Ankünften konnten im August – bei gleichzeitig längerer Verweildauer<br />

– verzeichnet werden. Ziemlich genau eine Million<br />

Touristen hat man von vom Frühsommer bis zum Hochsommer<br />

gezählt, welche im Schnitt 3,2 Tage am Urlaubsort verbracht<br />

hatten. „Diese Ergebnisse resultieren aus einer guten Zusammenarbeit<br />

unterschiedlichster Dienstleistungspartner. Es soll<br />

unsere touristischen Betriebe und Anbieter dazu motivieren,<br />

auch weiter in die Qualität zu investieren“, macht Wirtschafts­<br />

und Tourismuslandesrat Viktor Sigl Stimmung. Damit meint<br />

er wohl in erster Linie die rund 4.000 Beherbergungsbetriebe,<br />

die sich um Gäste bemühen, um ihre insgesamt rund 70.000<br />

Sommerbetten auszulasten.<br />

WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN? Mehr als die Hälfte der<br />

Gäste kommt übrigens aus Österreich. Die Inländer halten Oberösterreich<br />

die Treue, womit auch das Geheimnis für die konstante<br />

Wirtschaftsleistung des Landes gelüftet wäre. Freilich gehen auch<br />

hier die Ambitionen über die Grenzen hinaus, aber eben nicht allzu<br />

weit. Was den Tourismus betrifft, freut man sich vor allem über<br />

Besuch aus den Nachbarländern. Zuwächse gab es diesen Sommer<br />

insbesondere bei den Gästen aus Deutschland, Slowakei, Tschechien<br />

oder Ungarn. Man darf jedenfalls gespannt sein, wie es den<br />

Managern des Landes im Urlaub gefallen hat, wenn das neue<br />

Standortradar im Frühjahr präsentiert werden wird. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 41


WIRTSCHAFTSSTANDORT OBERÖSTERREICH<br />

INTERESSANTE INVESTITIONSMÖGLICHKEIT VON BAU & BODEN<br />

VON DER ANLEGER-<br />

WOHNUNG BIS<br />

ZUM GEWERBEPARK<br />

Neben der klassischen Immobilienvermittlung und der Projektentwicklung bietet die Linzer Bau & Boden-<br />

Gruppe nun ein neues Service für institutionelle Investoren an: Durch Portfoliostrukturierungen können<br />

Immobilien – von der Anlegerwohnung bis zum Gewerbepark – vermarktet werden. Der Einstieg ist theoretisch<br />

ab einer Million Euro möglich. Das Serviceangebot der Bau & Boden Immobiliengesellschaft und der<br />

Bauwerk Objekterrichtungs GmbH umfasst die Unterstützung bei der Entwicklung (Miet- & Renditesätze),<br />

die Bewertung der Liegenschaft, Projektprüfung, Verwertung der Liegenschaft, Aufbereitung der<br />

Verkaufs- & Vermietungsunterlagen, Marktrecherche für Standortentwicklung, Interessentensuche sowie<br />

Baumanagement (Bauträger).<br />

KNOW-HOW-TRÄGER. Derzeit befindet sich eine Reihe von<br />

Objekten in der Entwicklungs- und Überprüfungsphase. Bei<br />

zahlreichen Referenzprojekten wie dem Seaport Linz, dem<br />

Allianz Gebäude in Linz oder dem Wohnprojekt „Kierling“ nahe<br />

der Eliteuniversität in Klosterneuburg zeichneten sich Bau &<br />

Boden sowie Bauwerk als Know-how-Träger aus. Weitere Referenzprojekte<br />

in dieser Größenordnung sind:<br />

BUSINESS CORNER (FREISTÄDTER/LEONFELDNER STRASSE,<br />

LINZ). Wie kaum anderswo kombiniert Linz Urfahr die Vorteile<br />

einer zentralen städtischen Lage mit der Nähe zu Naherholungsgebieten.<br />

Insgesamt entstanden hier auf 6.000 m² Nutzfläche:<br />

1.000 m² Geschäftsflächen im Erdgeschoß, 1.500 m² Büroflächen<br />

im ersten Obergeschoß und auf weiteren drei Etagen<br />

30 Wohnungen und 8 Penthousewohnungen sowie 137 Kfz-<br />

Stellplätze in einer Tiefgarage. Für die Errichtung und Verwertung<br />

des „Business Corner Urfahr“ zeichnete die Bau & Boden-<br />

Gruppe verantwortlich, die unter dem Motto „Alles ist möglich!“<br />

besonderes Augenmerk darauf legte, Mietern möglichst hohe<br />

Freiheit zur individuellen Gestaltung ihrer Räumlichkeiten zu<br />

geben. Die beiden Geschäftsführer der Bau & Boden-Gruppe<br />

Andreas Ortner und Christian Sturm zum Projektkonzept: „Die<br />

Wohnungen eignen sich für Jungfamilien und für Ältere, die<br />

beide die unmittelbare Nähe von Einkaufsmöglichkeiten und die<br />

Text Thomas Kozak<br />

Fotos Bau & Boden<br />

öffentliche Verkehrsanbindung schätzen. Die Größen sind aber<br />

so flexibel, dass der ‚Business Corner Urfahr’ ein Mehrgenerationenprojekt<br />

ist.“ Entwickelt wurde das Projekt von der<br />

Bauwerk Objekterrichtungs GmbH, für die erfolgreiche Verwertung<br />

zeichnete die Bau & Boden Immobiliengesellschaft verantwortlich.<br />

„URFAHR CITY CENTER“ (FERIHUMERSTRASSE/FRIEDRICH-<br />

STRASSE, LINZ-URFAHR). Das „Urfahr City Center“ umfasst<br />

eine Wohn- und Geschäftsfläche von ca. 5.000 Quadratmetern.<br />

Gebaut wurden 25 Wohnungen und eine Tiefgarage mit 62 Kfz-<br />

Abstellplätzen.<br />

„UNIPARK“ (KLEINSTRASSE/FREISTÄDTER STRASSE, LINZ-<br />

URFAHR). Der „Unipark“ liegt im Nordosten von Linz, im Stadtteil<br />

Dornach, der sich in den letzten Jahren zum Universitätsbezirk<br />

entwickelt hat. Nur unweit der Johannes-Kepler-Univer-<br />

sität entstand nicht nur der neue Science Park, sondern auch der<br />

„Unipark“: Auf einer Gesamtnutzfläche von ca. 4.400 m² errichtete<br />

die Bauwerk Objekterrichtungs GmbH ein gemischt genutztes<br />

Projekt mit Geschäften, Büros, Wohnungen und einer Polizeistation.<br />

Insbesondere die Wohnungen sollten dem steigenden<br />

Bedarf nach Wohnraum im neuen Linzer Universitätsbezirk<br />

Rechnung tragen. Das Interesse von potenziellen Mietern war<br />

42 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


im Stadium der Dachgleiche 2008 bereits enorm groß. Durch<br />

den 35.000 m² großen Science Park mit modernsten Forschungsstätten<br />

für die internationale und nationale Hochtechnologie<br />

war die Nachfrage gesichert. Insgesamt entstanden im „Unipark“<br />

vier Ebenen für Wohnen, Einkaufen und Büro sowie 62 Kfz-<br />

Abstellplätze in der hauseigenen Tiefgarage für Mieter im Haus<br />

und Fremdmieter. Die 42 Wohnungen wurden besonders auf die<br />

Raumaufteilung – speziell auf die Bedürfnisse von Studenten –<br />

ausgelegt. So eignen sich nicht nur die größeren Wohnungen<br />

ideal für Wohngemeinschaften, auch die kleinen Einheiten verfügen<br />

über zwei getrennte Zimmer und einen Gemeinschaftsraum.<br />

Ortner: „Die zahlreichen Anfragen von Studenten und<br />

Jungfamilien zeigten, dass hier ein enormer Bedarf und großes<br />

Interesse bestand. Mit dem ‚Unipark‘ entstanden neue Wohnungen<br />

und Büros, die die Attraktivität von Linz-Dornach gesteigert<br />

haben.“ Der spannende Entwurf für das Projekt stammt von den<br />

Architekten Arch-Art. Die Verwertung übernahm Bau & Boden.<br />

WOHN- UND GESCHÄFTSHAUS „H63“ UND „H26“ (HAUPT-<br />

STRASSE 63/26, LINZ-URFAHR). Im grünen Stadtdomizil Urfahr<br />

wird in Kürze der Startschuss zum Bau eines ca. 2.061 m² großen<br />

Wohn- und Geschäftsgebäudes fallen. Errichtet werden 13 hochwertige<br />

Wohnungen sowie eine Tiefgarage mit 18 Kfz-Abstellplätzen.<br />

Ebenfalls in der Urfahrer Hauptstraße steht das Wohnhaus<br />

„H26“ kurz vor Baubeginn. Mit einem Projektvolumen von<br />

rund 1,8 Mio. Euro entstehen auf einer Fläche von ca. 662 m²<br />

13 Wohnungen. Die Vermarktung durch Bau & Boden ist bereits<br />

sehr positiv angelaufen.<br />

WOHN- UND GESCHÄFTSFLÄCHE ALPENSTRASSE (ALPEN-<br />

STRASSE/ENZINGERSTRASSE, SALZBURG). Auf Grund der<br />

steigenden Nachfrage nach Top-Objekten im Raum Salzburg<br />

eröffnete die Bau & Boden-Gruppe ein neues Büro in der Innsbrucker<br />

Bundesstraße, um auf die Bedürfnisse und Wünsche der<br />

Kunden vor Ort noch besser eingehen zu können. Mit dem<br />

neuen Standort erhofft sich der Leiter des Immobilienvertriebs<br />

bei Bau & Boden Andreas Mayr „eine deutliche Intensivierung<br />

der Aktivitäten in Salzburg sowie interessante Projektentwicklungen“.<br />

Ein Wohn- und Geschäftsgebäude in der Salzburger<br />

Alpenstraße befindet sich bereits in Entwicklung. Das Projekt<br />

wird eine Nutzfläche von ca. 6.000 m² umfassen und ähnelt dem<br />

Linzer „Kaiserhof“, einem der größten innerstädtischen Bauprojekte<br />

in Oberösterreichs Hauptstadt. n<br />

INFORMATION<br />

Weitere Informationen finden Sie unter:<br />

www.bau-boden.at und www.bauwerk.co.at<br />

Bau & Boden Immobiliengesellschaft m.b.H.<br />

Bauwerk Objekterrichtungs GmbH<br />

4020 Linz, Hirschgasse 3 – Tel. 0732/79 36 66-0<br />

office@bau-boden.at – office@bauwerk.co.at<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Geschäftsführung Leiter<br />

Immobilienvertrieb<br />

Andreas Ortner Christian Sturm Andreas Mayr<br />

Wohn- & Geschäftshaus „H63“ in Urfahr.<br />

Das Mehrgenerationenprojekt „Business Corner Urfahr“.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 43


WIRTSCHAFTSSTANDORT OBERÖSTERREICH<br />

LANDESTHEATER LINZ<br />

MEHR ALS EINE<br />

KLANGWOLKE<br />

Wer bei der oberösterreichischen Landeshauptstadt ausschließlich an Bruckner, Klangwolke<br />

und Linz09 denkt, hat weit gefehlt. Unter der Intendanz von Rainer Mennicken bietet das<br />

Landestheater Linz seit Jahren eine unbändige Vielfalt an theatralen und musikalischen Angeboten<br />

sowie innovativer Kulturvermittlung.<br />

„Michelangelo“. Ein Ballett über die Gattungsvielfalt von<br />

Michelangelos Schaffen.<br />

THEATERMACHER. Im Gespräch mit Rainer Mennicken spürt<br />

man sehr schnell, dass hier ein Theatermacher am Werk ist, der<br />

sich mit Leib und Seele der Kunst und Kultur verschrieben hat.<br />

Wie sonst könnte er ein derartig großes Spektrum an kulturellen<br />

Angeboten stemmen. Vom Sprechtheater, über musikalisches<br />

Unterhaltungstheater, Oper, Ballett bis hin zu Kindertheater<br />

spannt sich der Bogen. Aber der Reihe nach.<br />

Text Michael T. Landschau<br />

Fotos Landestheater Linz,<br />

Ursula Kaufmann, Christian Brachwitz<br />

KLASSIKER UND ZEITGENOSSEN. Der Spielplan 2011/12 des<br />

Landestheaters Linz liest sich sehr beeindruckend. Im Bereich<br />

Musiktheater sind beispielsweise Puccinis „Maria Stuardo“, „Der<br />

Rosenkavalier“ von Richard Strauss und „Gespräch der Karmeliterinnen“<br />

von Francis Poulenc zu hören und zu sehen. Das<br />

Schauspiel beweist mit „Der goldene Drache“ von Roland<br />

Schimmelpfennig Tiefgang. Albees „Wer hat Angst vor Virginia<br />

Woolf?“ oder der Psychokrimi „Die Grönholm-Methode von<br />

Jordi Galceran lassen spannende Theaterabende erwarten. Auch<br />

das junge Publikum kommt – unter anderem mit der Kinderoper<br />

„Die Omama im Apfelbaum“ oder der österreichischen Erstaufführung<br />

„Darwin Erbe“ – auf seine Kosten. Nicht zu vergessen:<br />

wunderbare Ballettaufführungen. Den gesamten Spielplan finden<br />

Sie unter www.landestheater-linz.at<br />

GUTE PARTNER BRAUCHT EIN INDENTANT! Auf die Frage, wie<br />

man einen derartig umfangreichen und abwechslungsreichen<br />

Spielplan erfüllen kann, antwortet Rainer Men nicken nicht frei<br />

von Stolz: „Das ist im Grunde für jedes Mehrspartenhaus die<br />

entscheidende Frage. Zum Glück haben wir in Linz eine sehr<br />

gute Konstellation – mit einem international renommierten<br />

Chefdirigenten Dennis Russell Davies, einem erfahrenen und<br />

umtriebigen Schauspieldirektor Gerhard Willert und mit Jochen<br />

Ulrich, der als Choreograf mit dem Tanzforum Köln das Ballett<br />

der Gegenwart mitgeprägt hat.“<br />

„DER GOLDENE DRACHE“. Stellen Sie sich ein China- oder<br />

Thai-Schnellrestaurant irgendwo in Europa vor. Stellen Sie sich<br />

vor, dass einer der dort arbeitenden Asiaten heftige Zahnschmerzen<br />

hat. Kein Stoff für eine Geschichte, meinen Sie? Vertrauen<br />

Sie dem Intendanten, wenn er sagt: „Meiner Meinung<br />

nach ist ,Der goldene Drache‘ ein Meisterwerk eines der meistgespielten<br />

deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker. Schimmelpfennig<br />

hat einen verblüffenden, unterhaltsamen und aufstörenden<br />

Weg gefunden, die Auswirkungen der Globalisierung<br />

und den Zustand unserer Zivilisation in Einzelschicksalen erlebbar<br />

zu machen. Ich glaube, wir werden ein sehr gutes Schauspiel<br />

erleben.“ Zu sehen ab 24. <strong>November</strong> 2011.<br />

44 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


„An der Arche um Acht“. Kluges und spannendes Kindertheater.<br />

„MARIA STUARDO“. Obschon sie einander nie getroffen haben,<br />

ist die Begegnung zwischen Elisabeth von England und Maria<br />

Stuart doch eine der berührendsten menschlichen Tragödien der<br />

Weltliteratur. Gaetano Donizettis Oper „Maria Stuardo“ hat am<br />

10. Dezember 2011 im großen Haus des Landestheaters Linz<br />

Premiere. In diesem Zusammenhang wollten wir wissen, wie es<br />

das Landestheater schafft, derartig große Stoffe der Opernliteratur<br />

auch mit großartigen Stimmen zu besetzen. „Das ist ein<br />

hartes Geschäft – aber Linz ist schon seit langen Jahren Startplatz<br />

für junge Sängerinnen und Sänger, die große Karrieren<br />

machen. Denken wir an Kurt Rydl, an Pjotr Beczala oder an die<br />

junge Anja-Nina Bahrmann. Wir schauen uns ständig um, suchen<br />

sehr sorgfältig aus, wenn neue Engagements anstehen. Und<br />

dann gibt es jahrelange Verbindungen, die sich in regelmäßigen<br />

Gastverpflichtungen niederschlagen. In diesem Sinne ist ,Maria<br />

Stuarda‘ ein gutes Beispiel dafür, wie ein aufstrebendes mittleres<br />

Haus Ensemblekräfte und Gäste mischt. Als Maria werden die<br />

an diversen Bühnen gefragte Christiane Bösiger und die junge<br />

Japanerin Mari Morija, die wir nach ihrem Met-Debüt für unsere<br />

Lakme im Vorsingen hatten und zum Glück ins Ensemble verpflichten<br />

konnten, zu hören sein. Als Elisabetta ist Katerina<br />

Hebelkova zu erleben, eine junge Sängerin, die schon bravouröse<br />

Leistungen gezeigt hat – und Karen Robertson, die in Linz seit<br />

Jahren alles singt, was im Sopranfach zu den großen Aufgaben<br />

gehört“, so Intendant Rainer Mennicken<br />

EINE NEUE SPIELSTÄTTE – EINE SELTENHEIT. „Es wird eine epochale<br />

Wende in der Theatergeschichte dieser Region stattfinden“,<br />

kündigt Rainer Mennicken die im Bau befindliche neue Spielstätte<br />

des Landestheaters Linz an. „Wir alle freuen uns auf endlich angemessene<br />

Arbeitsbedingungen und setzen alles daran, dem Publikum<br />

erste Qualität zu bieten – bitte immer im Rahmen der uns zur<br />

Verfügung stehenden Budgets. Und da das alte Quartier an der<br />

Promenade mit dem Schwerpunkt Schauspiel und Jugendtheater<br />

erhalten bleibt, geht es auch hier noch um Verbesserungen. Linz<br />

ist und bleibt also ein spannender Schauplatz. Diese Dynamik in<br />

allen Ensembles. Man spürt den Ansporn, der darin liegt, dass hier<br />

eine große neue Spielstätte gebaut wird. Wo werden heute noch<br />

neue Opernhäuser errichtet?“<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

„La Boheme“ (Foto oben) und<br />

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“.<br />

ZUR PERSON<br />

Rainer Mennicken<br />

1950 in Bielefeld geboren, machte seine ersten<br />

Theaterschritte während der Bochumer Zadek-<br />

Ära sowie als Assistent und Dramaturg am<br />

Schauspiel Dortmund. Weitere Stationen führten<br />

ihn 1993 zur Intendanz des Stadttheaters<br />

Konstanz. Seit 2006 ist er Intendant des<br />

Landestheaters Linz. Außerdem arbeitet er als Regisseur und Autor<br />

und ist Mitglied des Internationalen Theater Instituts und der deutschen<br />

Akademie der Darstellenden Künste.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 45


BUSINESS<br />

ZUKUNFTSSZENARIO<br />

DIE FUNKTIONALITÄT<br />

DER NEUEN<br />

ARBEITSWELTEN<br />

Die Arbeitswelt verändert sich und mit ihr auch die Büroflächen.<br />

Neue Konzepte sind gefragt – und diese sind sehr vielfältig.<br />

EINZEL- ODER GROSSRAUMBÜRO? Je<br />

nach Tätigkeit waren das jahrzehntelang<br />

die gängigen Büromuster. Heutzutage verändert<br />

sich die Bürowelt mit der Technik<br />

rasanter, und die Frage nach einem oder<br />

mehreren Tischen stellt sich gar nicht mehr.<br />

Zu unterschiedlich sind die Arbeitsanforderungen,<br />

zu schnell bewegt sich die Technik.<br />

In Deutschland gaben zum Beispiel etwa<br />

32 % der Befragten aus Unternehmen mit<br />

100 bis 250 Mitarbeitern an, mindestens<br />

einmal pro Tag an einer Telefonkonferenz<br />

teilzunehmen, 46 % mindestens einmal in<br />

der Woche. Viele Arbeitnehmer kommen in<br />

Zukunft nicht mehr jeden Tag ins Büro,<br />

einige werden gar keinen festen Arbeitsplatz<br />

mehr haben. Schon heute sitzen nach<br />

Angaben des Fraunhofer-Instituts für<br />

Arbeitswirtschaft und Organisation nur<br />

39 % der Arbeitnehmer immer am selben<br />

Schreibtisch. 22 % arbeiten von zu Hause<br />

oder an wechselnden Tischen in der Firma.<br />

„Ein genereller Trend ist, dass die Mitarbeiter<br />

an der Leistung gemessen werden und<br />

nicht daran, wann sie ins Büro kommen<br />

und wieder gehen“, erklärt Garry Gürtler,<br />

Geschäftsführer von Regus in Österreich,<br />

der Schweiz und CEE/SEE.<br />

VERÄNDERTE ARBEITSPROZESSE. Wir<br />

befinden uns in einer sich stetig verändernden<br />

Arbeitswelt und was gestern gegolten<br />

hat, gilt heute nicht mehr – und was heute<br />

seine Berechtigung hat, das wird vielleicht<br />

in der Zukunft keinen Platz finden. So wie<br />

sich die Aufgaben ändern, so ändert sich<br />

auch das Arbeitsumfeld und in diesem Prozess<br />

stellt sich heraus, dass der Arbeitsplatz<br />

mehr ist als der Tisch, an dem man sitzt.<br />

„Der Arbeitsplatz ist nicht nur eine Fläche,<br />

auf der man schreibt, sondern die gesamte<br />

Infrastruktur des Büros mit allen Zonen<br />

Text Dieter Kendler<br />

Fotos Shutterstock<br />

und Bereichen“, erklärt Wolfgang Neubert,<br />

Vorstand Bene AG. „Es wird nicht ein – oder<br />

das – Büro der Zukunft geben, sondern eine<br />

Vielfalt unterschiedlich gestalteter Büros<br />

und eine Vielzahl von Orten der Arbeit –<br />

auch innerhalb eines Büros.“<br />

NICHT EXISTENT. Das Büro der Zukunft<br />

zeichnet sich auch für Sandra Böhme, geschäftsführende<br />

Gesellschafterin der Firma<br />

aconsea in Stuttgart, nicht ab: „Es gibt in<br />

jedem Unternehmen andere Arbeits- und<br />

Organisationskonzepte und alles konzentriert<br />

sich auf ergebnisorientiertes Arbeiten.<br />

Man kann das nicht über einen Kamm<br />

scheren.“ Wichtig ist in diesem Zusammenhang<br />

die zukünftige Entwicklung einer Firma.<br />

Die Chefetage muss einfach wissen,<br />

wohin der Weg geht. Böhme: „Wie möchte<br />

sich das Unternehmen zukünftig aufstellen,<br />

wo entwickeln sich Geschäftsprozesse<br />

46 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Wir befinden uns in einer sich stetig verändernden Arbeitswelt und was gestern gegolten hat, gilt heute nicht<br />

mehr – und was heute seine Berechtigung hat, das wird vielleicht in der Zukunft keinen Platz finden.<br />

hin, was bedeutet das für die Arbeitsabläufe<br />

und was bedeutet das für die Anforderung<br />

an das Bürokonzept?“ Die Unternehmen<br />

begegnen den beruflichen Entwicklungen<br />

je nach Notwendigkeit mit unterschiedlichen<br />

Mitteln. Man versucht die Arbeitsweise<br />

der Arbeitswelt anzupassen – und<br />

damit ändern sich auch die Vorgaben. Auch<br />

innerhalb der jeweiligen Büros.<br />

KOMMUNIKATION. Zahlreiche große Konzerne<br />

gehen zunehmend in Richtung Multispace-Bürowelten<br />

und offene Strukturen.<br />

Aus wirtschaftlichen Gründen und wegen<br />

der Kommunikation der Mitarbeiter untereinander.<br />

Auch „desk sharing“ und Homeworking<br />

werden in den nächsten Jahren an<br />

Bedeutung gewinnen. Laut internationalen<br />

Studien sind in Unternehmen die Arbeitsplätze<br />

zwischen 43 und 60 % der Zeit belegt.<br />

In der übrigen Zeit sind sie leer. Wenn<br />

die Mitarbeiter im Büro sind, ist es aber<br />

wichtig, dass sie sich sehen und kommunizieren.<br />

Dafür sind offene Lösungen gedacht.<br />

Wer allein arbeitet, bringt nach<br />

Angaben des US-Wissenschaftsmagazins<br />

„Nature“ bis zu 60 % weniger Leistung. Die<br />

Zusammenarbeit in Projektteams wird<br />

künftig noch wichtiger. Kollegen, die gerade<br />

gemeinsam an Projekten arbeiten,<br />

sollten deswegen dicht zusammensitzen,<br />

raten Experten.<br />

MITEINANDER UND WOHLFÜHLEN.<br />

Egal, in welcher Form und wo die Mitarbeiter<br />

arbeiten, ein weiterer wichtiger Aspekt<br />

beziehungsweise einer, der immer wichtiger<br />

wird, ist die soziale Komponente. Damit<br />

ist einerseits das Miteinander gemeint,<br />

andererseits auch der Wohlfühlfaktor im<br />

Büro. Die Firmen haben erkannt, dass das<br />

Wichtigste in der Krise ist, dass das Team<br />

Wohlfühlfaktor:<br />

Das Team und die<br />

Zusammenarbeit<br />

müssen stimmen.<br />

und die Zusammenarbeit stimmen. Da<br />

wird dann auch Geld investiert. Wer sich<br />

am Arbeitsplatz wohlfühlt, ist nach Angaben<br />

des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft<br />

und Organisation (IAO) um bis<br />

zu 54 % produktiver. Zum Wohlfühlen gehört<br />

auch gelegentliche Entspannung.<br />

„Deshalb sollen die Angestellten ab und zu<br />

in Sitz- und Stehlandschaften rumlümmeln,<br />

brainstormen oder Projekte besprechen<br />

können“, sagt Jörg Kelter vom IAO.<br />

FIKTIVER STANDORT. Wer professionell<br />

Büroflächen zur Verfügung stellt und damit<br />

sein Geld verdient, der macht sich natürlich<br />

auch seine Gedanken über die Zukunft.<br />

So auch bei REGUS. Geschäftsführer<br />

Garry Gürtler: „Traditionell war der Büromieter<br />

unser Hauptkunde. In der Zwischenzeit<br />

haben wir unser Produktportfolio<br />

sehr erweitert: mit Dienstleistungen,<br />

Virtual Offices und mit Kunden, die als<br />

Homeworker oder mobil arbeiten.“ In dem<br />

Segment, in dem Leute ein virtuelles Büro<br />

nutzen, ist das Unternehmen in der letzten<br />

Zeit am stärksten gewachsen. Die Treiber<br />

hinter der Entwicklung sind ganz klar: die<br />

teuren Büroquadratmeter, vor allem diejenigen,<br />

die ungenutzt sind, und natürlich<br />

der Kostendruck auf die Unternehmen, der<br />

immer mehr zunimmt. Gürtler: „Uns kommen<br />

natürlich der Trend zum portablen<br />

Arbeitsplatz und die Technik sehr zugute.“<br />

Auch Verkehrsknotenpunkte werden seiner<br />

Meinung nach als Arbeitsplatz immer<br />

wichtiger: „Es werden auch viel mehr Business-Lounges<br />

in den Bahnhöfen entstehen<br />

– davon gehen wir aus, und das ist auch<br />

eines unserer Ziele.“ ■<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011 FOKUS I HOME & BUSINESS 47


BUSINESS<br />

UNTERNEHMEN<br />

MODERNSTE SCHUTZTECHNIK<br />

HIGHTECH-FOLIEN<br />

ALS LEBENSRETTER<br />

Sieben Menschen sind im Juli beim Bombenanschlag Anders Behring Breiviks in Oslo ums Leben<br />

gekommen. Dass es nicht mehr waren, grenzt an ein Wunder. Denn im Regierungsviertel wurde<br />

nach neuesten Erkenntnissen ein mit rund zwei Tonnen Sprengstoff gefülltes Auto in die Luft gejagt.<br />

Ein Grund für die verhältnismäßig kleine Opferzahl waren Fenster, die nicht splitterten. Dafür verantwortlich<br />

ist eine Sicherheitsfolie, die – sachkundig aufgebracht – normales Fensterglas in ein<br />

sprengwirkungs- und durchwurfhemmendes Sicherheitsglas verwandelt.<br />

FOL-TEC. Zerborstene Scheiben gehören<br />

für den Geschäftsführer Alfred Pirstitz<br />

sowie den Prokuristen Wilhelm P. Jakubek<br />

der Firma Fol-Tec zu ihrem Alltag in<br />

ihrer Firma für spezielle Glassicherheitsfolien.<br />

Auf herkömmliche Glasflächen<br />

sorgfältig aufgetragen, halten die hauchdünnen<br />

Profilon®-Sicherheitsfolien der<br />

Marke Haverkamp sogar Sprengungen<br />

stand. Die Produkte sind gefragt. Botschaften<br />

und Regierungsgebäude, Prominente<br />

und gefährdete Personen schützen<br />

sich mit den nachrüstbaren Spezial-<br />

folien. Nicht verwunderlich, denn Terroranschläge,<br />

Vandalismus und die stetig<br />

steigende Anzahl von Einbruchsdiebstählen<br />

fordern die Menschen zu verstärktem<br />

Sicherheitsdenken auf. „Ob ein<br />

Steinwurf, ein Einbruch oder sogar ein<br />

Terroranschlag – all das kann die Sicherheit<br />

eines Gebäudes und somit auch der<br />

darin befindenden Menschen und Werte<br />

gefährden. Die Bedrohung von außen ist<br />

vielfältig. Uns ist es wichtig, eine Technologie<br />

zu bieten, die mehr Sicherheit<br />

für den Menschen gewährleistet. Nach<br />

Text Johanna Karner<br />

Fotos GerryM<br />

der Devise ,Wirken ohne aufzufallen‘ soll<br />

das architektonische Gesamtbild nicht gestört<br />

und vor allem die Personen im Inneren<br />

des Gebäudes in ihrem Handeln nicht<br />

eingeschränkt werden. Die Hightech-Folien<br />

der Marke Haverkamp können all<br />

das“, erklärt Alfred Pirstitz, Inhaber der<br />

österreichischen Firma Fol-Tec.<br />

SCHUTZ GEGEN TERRORANSCHLÄ-<br />

GE, VANDALISMUS UND EINBRUCH.<br />

Der Schwachpunkt eines jeden Hauses<br />

sind die Glasflächen. Um aber nicht immer<br />

dicker werdende sogenannte Panzerglasscheiben<br />

in Gebäude verbauen zu<br />

müssen, entwickelten die Brüder Bernhard<br />

und Ulrich Haverkamp ein kompliziertes<br />

Verfahren, das die Sicherheit von<br />

Gebäuden revolutionierte. „Bei unserem<br />

Verfahren wird herkömmliches Fensterglas<br />

mit Profilon®-Spezialfolien beschichtet.<br />

Nach dem endgültigen Aushärten<br />

bekommt die so verstärkte Glasfläche<br />

die Eigenschaften eines Verbundsicherheitsglases.“<br />

Die Folien selbst bestehen<br />

aus drei dünnen, zähelastischen<br />

Polyesterschichten. „Je stärker die Folie,<br />

desto größer ist natürlich die Schutzwirkung“,<br />

erklärt der Sicherheitsexperte<br />

Ulrich Weynell, Geschäftsführer der<br />

HAVERKAMP Projekt GmbH. Schleudern<br />

Angreifer gegen eine so gewappnete<br />

48 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Scheibe etwa einen Molotowcocktail, beschießen<br />

sie mit Schusswaffen oder verwenden<br />

Sprengstoff, bleibt ihr Erfolg bescheiden.<br />

LEBENSRETTER. „Das Geheimnis ist die<br />

Bindung des gesplitterten Glases im Rahmen“,<br />

erklärt Weynell. Selbst hartnäckige<br />

Axthiebe gegen das folierte Glas oder die<br />

Detonation von 50 Gramm Sprengstoff in<br />

unmittelbarer Nähe lassen Eindringlinge<br />

verzweifeln. Die Scheibe ist dann zwar gesprungen,<br />

die gefährlichen Splitter bleiben<br />

jedoch im Rahmen. „80 Prozent aller Toten<br />

und Verletzten nach Explosionen sind<br />

auf durch die Gegend schießende Glassplitter<br />

zurückzuführen. Bei dem verheerenden<br />

Bombenanschlag in Oslo konnten<br />

zwischen 50 und 300 Menschenleben gerettet<br />

werden, da über 3.000 Quadratmeter<br />

Spe zialsicherheitsfolie in allen<br />

Regierungsgebäuden ver arbeitet waren“,<br />

erklärt Weynell. Auch im Brandfall haben<br />

Sicherheitsfolien posi tive Wirkungen. Beschichtete<br />

Scheiben halten hitzebedingtem<br />

Glasbruch deutlich länger stand als<br />

normales Fensterglas. Die Zufuhr von<br />

Sauerstoff wird erschwert, die Ausbreitung<br />

des Brandherdes verzögert.<br />

WENIG AUFWAND, GROSSE WIRKUNG.<br />

Je nach Objekt und Fenstergröße dauern<br />

Zuschnitt und Folierung der Glasflächen<br />

Seit über zehn Jahren steht die Firma Fol-Tec für erstklassiges Service und Produktqualität.<br />

Bombensicher. Herkömmliches Glas bricht – die folierte Fläche bindet Splitter. Hochleistungsfolie. Hält Pistolenschüssen stand.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

vor Ort zwischen ein paar Stunden und<br />

mehreren Tagen. „Die Folie wird von unserem<br />

eigens dafür ausgebildeten Personal<br />

in Präzisionsarbeit auf die Glasfens ter aufgebracht.<br />

Man muss eine Austrocknungszeit<br />

von etwa zwei Wochen in Kauf nehmen,<br />

dann ist die Scheibe hundertprozentig<br />

sicher. Je nach Größe des Objekts belaufen<br />

„Uns ist es wichtig, eine Technologie zu<br />

bieten, die mehr Sicherheit für den Menschen<br />

gewährleistet.“ Alfred Pirstitz und Wilhelm P. Jakubek, Fol-Tec<br />

sich die Kosten auf zirka 1.800 Euro“, weiß<br />

Pirstitz. Die nachträgliche Ausstattung<br />

von Fenstern mit Sicherheitsfolie ist in<br />

jedem Fall eine kostengünstige Alternative<br />

zum aufwendigen Einbau von Hochsicherheitsglas<br />

und bietet ebenso optimalen<br />

Schutz vor Vandalismus, Einbruch und<br />

Terroranschlägen. „Neben der Sicherung<br />

der Glasflächen dürfen allerdings auch weitere<br />

Sicherheitsvorkehrungen nicht vergessen<br />

werden. Für den optimalen Schutz<br />

müssen wir den gesamten zu schützenden<br />

Bereich betrachten. Denn ein zum Beispiel<br />

noch so gut gesichertes Fenster hilft nichts,<br />

wenn die Tür daneben einfach ausgehebelt<br />

werden kann. Gesamtheitliche Sicherheitslösungen<br />

sind daher essenziell“, erklärt<br />

Pirstitz. Neben Nachrüsttechnik wie der<br />

Spezialsicherheitsfolie bietet die Firma<br />

Fol-Tec in Kooperation mit dem deutschen<br />

Sicherheitstechnologiehersteller Haverkamp<br />

Freilandsicherungssysteme ebenso<br />

wie die Konstruktion sicherer Rückzugsräume<br />

(Safe Heaven) oder spezielle Sonnenschutzfolien<br />

an.<br />

Team. Alfred Pirstitz, Inhaber der<br />

österreichischen Firma Fol-Tec, und<br />

Prokurist Wilhelm P. Jakubek.<br />

FAMILIENUNTERNEHMEN. Die Firma<br />

Fol-Tec mit Sitz in Wien ist führender<br />

Ansprechpartner im Bereich Sicherheits-<br />

und Spezialfolien. Seit über zehn Jahren<br />

steht die Firma Fol-Tec für erstklassige<br />

Service und Produktqualität. Der unternehmerische<br />

Erfolg und die Anerkennung<br />

der Kunden kommen nicht von ungefähr:<br />

Nach der Devise „Unsere größte Stärke<br />

ist unsere Kompetenz und erst die Zufriedenheit<br />

unserer Kunden bestätigt unser<br />

Engagement“ bilden der Kunde und dessen<br />

Anforderungen konsequent den <strong>Fokus</strong><br />

aller Tätigkeiten. Eine optionale Kundenunterstützung<br />

durch kompetente Beratung<br />

in allen Projektphasen ist selbstverständlich.<br />

■<br />

INFORMATION<br />

Mehr über Produkte und<br />

Dienstleistungen von Fol-Tec erfahren<br />

Sie unter<br />

www.fol-tec.net<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 49


BUSINESS<br />

AKTUELLE SITUATION. In Österreich<br />

fallen täglich etwa drei Hektar Brachflächen<br />

an – laut Umweltbundesamt werden<br />

gleichzeitig 20 Hektar pro Tag an Flächen<br />

verbraucht und in Siedlungs­ beziehungsweise<br />

Verkehrsflächen umgewandelt.<br />

Sehr häufig wird jedoch, anstatt diese<br />

brach liegenden Flächen zu nutzen, auf<br />

bisher ungenutzte Grünflächen ausgewichen.<br />

Dabei gäbe es sehr gute Gründe,<br />

diese Brachflächen, die sich aus ehema<br />

ligen Industrie­ oder Gewerbeflächen<br />

zusammensetzen, wieder in den Wirtschaftskreislauf<br />

einzubringen. Die wirtschaftlichen<br />

Vorteile, die die Nutzung<br />

von brach liegenden Flächen im Vergleich<br />

zu ungenutzten Grünflächen bieten, sind<br />

meist eine gute, oft sogar innerstädtische<br />

Lage mit bestehenden Straßenanbindungen<br />

und Anschluss an sämt liche Ver­ und<br />

Entsorgungsleitungen. In Bezug auf die<br />

Umwelt sollten sowohl ökologische (Er­<br />

haltung von Grünflächen als Lebensraum<br />

und auch geringere Oberflächenversiegelung)<br />

als auch die stadtplanerischen Aspekte<br />

(Verringerung der Zersiedelung)<br />

erwähnt werden.<br />

BRACHFLÄCHENVERWERTUNG. Der<br />

Verwertung von vorgenutzten Flächen<br />

steht nur ein Argument entgegen: das<br />

Kontaminationsrisiko.<br />

„Bei Brachflächen muss grundsätzlich damit<br />

gerechnet werden, auf Kontaminationen<br />

im Boden, Grundwasser oder auch<br />

der Bausubstanz zu stoßen“, so Christian<br />

Gikopoulos, gewerberechtlicher Geschäftsführer<br />

der HPC Austria GmbH.<br />

„Diese Hinterlassenschaften der Vornutzung<br />

können unkalkulier bare Mehrkosten<br />

verursachen.“ Das eigent liche Problem<br />

ist nicht die Höhe der Mehrkosten,<br />

sondern die Unklarheit, wie viel tatsächlich<br />

investiert werden muss. Zumeist<br />

wird die Wertminderung der Liegenschaft<br />

auf Grund von durchgeführten Erkundungsmaßnahmen<br />

ermittelt. Auf Basis<br />

dieser Erkundungsergeb nisse wird ein<br />

Schadensbild skizziert, das wiederum als<br />

Grundlage für die Schätzungen der Wert­<br />

Text Alexandra Kogler<br />

Fotos HPC<br />

BRACHFLÄCHENVERWERTUNG<br />

VOM „TOTEN KAPITAL“<br />

ZUR GEWINN-<br />

BRINGENDEN FLÄCHE<br />

In Österreich gibt es viele Brachflächen, die nicht genutzt werden. Ein Grund dafür liegt in den<br />

Unsicherheiten und Risiken, die durch die Vornutzung existieren. Diese Risiken schrecken viele<br />

Investoren ab und machen solche Flächen fast unverkäuflich, obwohl gerade diese vorgenutzten<br />

Liegenschaften riesiges Potenzial bieten können. HPC ist ein Umweltconsulter, der diese kontaminationsbedingten<br />

Risiken zu einem garantierten Festpreis übernimmt. Die Käufer/Investoren erhalten<br />

so bereits im Vorfeld belastbare Zahlen, anhand derer sie ihre Berechnungen durchführen und<br />

Entscheidungen treffen können.<br />

minderung dient. Inwieweit das Schadensbild<br />

der Realität entspricht,<br />

zeigt sich erst, wenn tatsächlich mit den<br />

Baumaßnahmen begonnen und aufgegraben<br />

wird.<br />

Häufig stellen sich potenzielle Käufer<br />

oder Investoren nach der Erkundung aber<br />

noch vor der Vertragsunterzeichnung folgende<br />

Fragen:<br />

n Ist die Ausdehnung des Schadens<br />

größer als vermutet?<br />

n Gibt es Bereiche mit höheren<br />

Schadstoffkonzentrationen, die<br />

im Rahmen der Erkundung nicht<br />

entdeckt wurden?<br />

n Liegen eventuell erhebliche<br />

Gefahren für ein Schutzgut vor,<br />

sodass Sanierungsmaßnahmen<br />

durchgeführt werden müssen?<br />

n Sind zusätzliche nicht geplante<br />

Arbeitsschutzmaßnahmen nötig?<br />

n Gibt es eventuell unbekannte<br />

Kontaminationen?<br />

50 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Vorher: nördlicher Teil der alten Cellulosefabrik Phrix<br />

mit baufälligem Säureturm.<br />

Unkalkulierbare<br />

Mehrkosten können<br />

verhindert werden.<br />

Alle diese Unsicherheiten können nicht<br />

ausgeschlossen werden – Erkundungsmaßnahmen<br />

geben einen Überblick über<br />

die vorherrschende Situation, aber niemals<br />

absolute Sicherheit. Die Schätzungen<br />

bilden keine solide Kalkulationsbasis,<br />

da es sich um keine belastbaren Zahlen<br />

handelt. Somit bleibt immer ein Restrisiko,<br />

das eine der Vertragsparteien<br />

übernehmen muss. Bisher war die ein­<br />

zige Alternative, um dieses Restrisiko<br />

zu umgehen, das Ausweichen auf die<br />

grüne Wiese, also auf nicht vorgenutzte<br />

Flächen.<br />

RISIKOÜBERNAHME DURCH HPC. HPC<br />

ist ein deutsches Ingenieurunternehmen<br />

mit knapp 400 Mitarbeitern und Tochtergesellschaften<br />

in sieben europäischen<br />

Ländern, darunter auch Österreich. Seit<br />

mehreren Jahrzehnten bearbeiten und<br />

managen die Experten von HPC Untergrundkontaminationen<br />

und Altlasten.<br />

Die monetäre Bewertung von Kontaminationen<br />

(also die Wertminderung einer<br />

Liegenschaft) ist immer mit Unsicherhei­<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Kontaminierte Liegenschaften bieten ein riesiges Potenzial –<br />

die vorhandenen Risiken können neuerdings ausgegliedert werden.<br />

Nachher: fertiggestellter Lebensmitteldiskonter.<br />

ten behaftet. Wer soll diese Unsicherheiten<br />

besser bewerten können als die darauf<br />

spezialisierten Experten der HPC?<br />

Und sie tun es auch – neuerdings ist es in<br />

Österreich möglich, die Kontaminationsrisiken<br />

auszugliedern und an HPC zu<br />

übertragen. International hat die HPC­<br />

Gruppe in den letzten zehn Jahren zirka<br />

50 solcher Projekte abgewickelt. Auf<br />

Grund der Erfahrung der Mitarbeiter und<br />

der Größe des Unternehmens ist es HPC<br />

möglich, die Risiken zu bewerten und<br />

die vertraglich definierten Leistungen zu<br />

einem garantierten Festpreis und – wenn<br />

erwünscht – Fixtermin, zu liefern. Es<br />

wird ein Festpaket angeboten, wo in Bezug<br />

auf die Kontamination zu einem anfangs<br />

kalkulierten Pauschalpreis die gewünschte<br />

Nutzung ermöglicht wird.<br />

Dazu zählt die fachgerechte Entsorgung<br />

von Verunreinigungen genauso wie sämtliche<br />

nötige Bau­ beziehungsweise Abbruchmaßnahmen<br />

und auch die Erwirkung<br />

der behördlichen Genehmigungen.<br />

Der tatsächliche Aufwand ist somit für<br />

den Verkäufer und den Käufer/Investor<br />

nicht von Bedeutung – unangenehme<br />

Überraschung gehen zu Lasten HPC, und<br />

der Auftraggeber kann von Beginn an<br />

sein Budget exakt planen.<br />

FAZIT. Brachflächen zu verwerten ist<br />

stets mit dem Risiko verbunden, Konta­<br />

minationen im Boden, im Grundwasser<br />

sowie in der Bausubstanz anzutreffen,<br />

was Mehrkosten und Zeitverzögerungen<br />

im Projektablauf verursachen kann. Viele<br />

Investoren und Projektentwickler<br />

meiden diese Risiken und wandern lieber<br />

auf die grüne Wiese aus. So ist zu<br />

erklären, dass wahre Perlen an Brachflächen<br />

vor sich hin zerfallen, anstatt genutzt<br />

zu werden. HPC, ein auf die Behandlung<br />

und das Management von<br />

Altlasten spezialisiertes und international<br />

tätiges Unternehmen, bietet nun<br />

auch in Österreich die Übernahme dieser<br />

kontaminationsbedingten Risiken<br />

an. Seitens HPC wird garantiert, dass eine<br />

vorher definierte Nutzung der Liegenschaft<br />

zu einem Festpreis ermöglicht<br />

wird. Es gibt somit keine kontaminationsbedingten<br />

Unsicherheiten und Risiken<br />

für den potenziellen Käufer oder<br />

Investor mehr – im Vorfeld erhält er belastbare<br />

Zahlen, anhand derer die Rentabilität<br />

des geplanten Projekts berechnet<br />

werden kann. n<br />

INFORMATION<br />

Mag. Peter Raumauf<br />

HPC Austria GmbH<br />

Tel. 02236/71 08 98-15<br />

praumauf@hpc-austria.at<br />

www.hpc-austria.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 51


BUSINESS<br />

ENTWICKLUNG<br />

Aktives Gebäudemanagement ist mit der neuen Management-Software Fusion-EM von<br />

Crestron nicht nur heute, sondern auch in Zukunft möglich. Die Einbindung in Feldbussysteme<br />

lässt ein offenes System zu und ermöglicht eine langfristige Investitionssicherung.<br />

Text Thomas Kozak<br />

Fotos Beigestellt<br />

ENERGIEMANAGEMENT<br />

DURCH KONTROLLE<br />

52 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

ÄNDERUNG. In der Bau- und Immobilienbrache<br />

findet schon seit Längerem<br />

eine Bewusstseinsänderung statt. Nachhaltigkeit,<br />

ein Begriff der sich fast durch<br />

alle Bereiche des Lebens zieht, hat auch<br />

in der Immobilienbrache Einzug gehalten.<br />

Heutzutage ist es Standard, dass Gebäude<br />

ökologischen und ökonomischen<br />

Anforderungen entsprechen, doch gibt<br />

es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten<br />

in diesen Bereichen.<br />

LÖSUNGEN. Im Energiemanagement<br />

werden Lösungen angeboten, die hoch<br />

entwickelt und auf dem letzten Stand der<br />

Technologie basieren. Jeder Verantwortliche<br />

– auch in der Immobilienbranche –<br />

muss sich mit der Nachhaltigkeit in Bezug<br />

auf Energieverbrauch beschäftigen. Es<br />

geht um viel mehr als nur um Gebäudetechnik<br />

und -wartung.<br />

AKTIVE BEWIRTSCHAFTUNG EINES<br />

GEBÄUDES. Mit dem Einsatz von Fusion-EM<br />

(Management-Software) von<br />

Cres tron wird ein effizienterer Umgang<br />

mit der Energie ermöglicht. Es schließt<br />

sich die Lücke zwischen der Informationstechnik<br />

(IT) und der Gebäudetechnik<br />

(GLT). Die so gewonnenen Daten werden<br />

leicht verständlich aufbereitet und visualisiert.<br />

Damit werden nicht nur in einzel-<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Ing. Harald Steindl,<br />

Geschäftsführer von Mocom:<br />

„Die technische Ausstattung und die<br />

Betriebskosten haben einen großen<br />

Einfluss auf den Wert eines Objekts.<br />

Und ganz wichtig dabei ist die<br />

Möglichkeit der Steuerung des<br />

Energieaufwands. Je besser und klarer<br />

die Daten dafür aufbereitet sind, umso<br />

effektiver kann das Management<br />

analysieren und Entscheidungen treffen.<br />

nen Unternehmen die Kosten gesenkt,<br />

sondern – langfristig und gesamtheitlich<br />

gedacht – es ergibt sich dadurch auch ein<br />

positiver Einfluss auf den ökologischen<br />

Fußabdruck, der dringend verkleinert<br />

werden muss. Die optimale Nutzung von<br />

Räumen und die Reduktion der Kosten<br />

für Energie sind also wesentlichen Fragen<br />

im Gebäudemanagement.<br />

AUTOMATISIERT STEUERN, MESSEN<br />

UND AUSWERTEN. Die Daten werden so<br />

dargestellt und aufbereitet, dass der Bedarf<br />

von Raumnutzung und Energieverbrauch<br />

kontinuierlich verfolgt werden<br />

kann. Die Nutzung von kleinen Besprechungsräumen<br />

und auch von großen<br />

Konferenzsälen kann sich innerhalb<br />

einer kurzen Zeitspanne komplett anders<br />

entwickeln als ursprünglich geplant.<br />

Der Einsatz von neuen Kommunikationsmitteln<br />

wie zum Beispiel Videokonferenzen<br />

hat einen großen Einfluss auf<br />

die Auslastung von Konferenzräumen.<br />

Die Temperatur in diesen allgemein genützten<br />

Räumen wird üblicherweise je<br />

nach Bedarf gesteuert – aber nur wenn<br />

gemessen wird und klar dargestellt werden<br />

kann, ob ein Raum noch benützt und<br />

daher auch beheizt werden muss, wird<br />

ein ökonomischer Energieeinsatz möglich.<br />

Dafür gibt es das Tool der elektroni-<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Die optimale Nutzung von Räumen und die Reduktion der Kosten für Energie<br />

sind die wesentlichen Fragen im Gebäudemanagement.<br />

Fusion-EM von Crestron ist die neue<br />

Generation einer Software für ,aktives<br />

Gebäudemanagement‘. Es verbindet die<br />

langfristige Stabilität traditioneller<br />

GLT-Software mit modernster<br />

schen Raumverwaltung. Hier werden alle<br />

Raumbuchungen eingetragen und darauf<br />

basierend der notwendige Energieverbrauch<br />

automatisch gesteuert und so die<br />

Auslastung der Räume optimiert. Wenn<br />

Besprechungen und Konferenzen beendet<br />

sind, alle Teilnehmer den Raum verlassen<br />

haben, aber alle Lichtquellen weiter<br />

eingeschaltet sind, der Projektor<br />

nicht abgedreht wurde und auch die Heizung<br />

auf Hochtouren läuft, entstehen<br />

unnötige Kosten. All das gilt es zu erkennen<br />

und zu steuern. Das ist nun mit der<br />

Fusion EM der Management Software<br />

von Crestron möglich. Für eine aktive<br />

Bewirtschaftung des Gebäudes in Abhängigkeit<br />

von Tag, Uhrzeit, Nutzung und<br />

Anforderung ist daher die Anbindung an<br />

ein Raumbuchungssystem mit Kalender<br />

unerlässlich.<br />

GRAFISCHE VISUALISIERUNG. Die<br />

Software für aktives Gebäudemanagement<br />

Fusion EM dient der Visualisierung<br />

der technischen Vorgänge innerhalb des<br />

Gebäudes. Sie sammelt die Daten und bildet<br />

sie in einer verständ lichen Art und<br />

Weise grafisch ab, sie werden dadurch<br />

„lebendig“ und verständlich. So kann das<br />

Management, unabhängig von der Technik,<br />

auf grafisch gut aufbereitete Informationen<br />

zugreifen, Fehlentwicklungen<br />

Informationstechnologie zu einem<br />

modular erweiterbaren und für alle<br />

Anwender höchst einfach zu<br />

bedienenden Gesamtkonzept.“<br />

erkennen beziehungsweise unnötigen<br />

Energieverbrauch vermeiden.<br />

OFFENES SYSTEM. Mit der Möglichkeit,<br />

Feldbussysteme in Fusion EM einzubinden,<br />

entsteht ein „offenes System“, damit<br />

ist auch eine langfristige Investitionssicherung<br />

gegeben. Denn niemand kann<br />

voraussagen, welche Technologien und<br />

Standards im Laufe des Gebäudelebenszyklus<br />

noch kommen werden. ■<br />

FUSION-EM MANAGEMENT-<br />

SOFTWARE MACHT FOLGENDE<br />

ABLÄUFE „SICHTBAR“:<br />

■ Steuerung von HLS, Licht und<br />

Sicherheitstechnik<br />

■ Darstellung automatisch zeitgesteuerter<br />

Abläufe wie zum Beispiel „Nachtmodus“<br />

oder auch täglich beziehungsweise<br />

wöchentlich wiederholender Ereignisse<br />

■ Echtzeitdarstellung des Gesamtverbrauchs<br />

■ Auswertung von Reports, die den<br />

Verbrauch darstellen<br />

■ Übersicht der monatlichen Kosten<br />

■ Erstellung eines „Energiealarms“<br />

■ Bereichsanalyse zur Kostensenkung<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 53


BUSINESS<br />

BKS KABEL-SERVICE AG<br />

Die BKS pflegt sprichwörtliche Schweizer Tradition: Qualität, Leistung und Innovation im Verbund<br />

mit der Umsetzung auch ausgefallenster Kundenwünsche zeichnen das Unternehmen aus.<br />

HIGHTECH & INNOVATIONEN. Die BKS<br />

Kabel-Service AG wurde 1985 gegründet.<br />

1989 stellte sie die erste universelle Verkabelung<br />

der Schweiz vor: ein Datenkabel,<br />

das Telefon und Daten integriert. 1992<br />

folgte mit NewLine das erste vollgeschirmte<br />

RJ45-System. NewLine 600<br />

(heute MMC3000pro), die Universalverkabelung<br />

für Highspeed-Netze, kam<br />

schließlich 1996 auf den Markt. Die Leistungsreserven<br />

dieses Systems werden für<br />

die nächsten zehn Jahre ausreichen, sind<br />

aber kein Grund, weitere Innovationen<br />

auf Eis zu legen. BKS bleibt dran – als<br />

Handelspartner, Entwickler und Beratungsstelle<br />

für Ingenieure und zeigt sich<br />

absolut europakompatibel. Vertriebspartner,<br />

Kabelhersteller und Kunden in ganz<br />

Europa arbeiten seit Jahren mit der BKS<br />

zusammen.<br />

Wie sehen Sie die Entwicklung von BKS im<br />

Jahr 2011?<br />

Peter Mändli: In immer härter umkämpften<br />

Märkten und Marktsegmenten ist es<br />

uns gelungen, die gute Marktposition zu<br />

verteidigen. Sowohl im In- als auch Ausland<br />

konnten wir etliche schöne Referenzprojekte<br />

realisieren und so die Leistungsfähigkeit<br />

des Unternehmens als System-<br />

anbieter von hochstehenden Lösungen in<br />

Kupfer und LWL dokumentieren und<br />

unter Beweis stellen.<br />

Welche Neuerungen sind für 2012 – bezogen<br />

auf die Erweiterung und Internationalisierung<br />

von BKS – geplant?<br />

Ein wichtiger Schritt wird sein, über<br />

eigene Auslandsstandorte die einfache<br />

und schnelle Verfügbarkeit unserer Produkte<br />

in den jeweiligen Märkten weiter<br />

voranzutreiben und somit die Marktanteile<br />

weiter auszubauen. Durch diese<br />

Vereinfachung in der Auftragsabwicklung<br />

hoffen wir für unsere Kunden noch<br />

attraktiver zu werden. Ebenso gehören<br />

natürlich die Anpassungen unserer Produkte<br />

– wo notwendig – an örtliche Vorgaben<br />

dazu. Somit werden wir mit Sicherheit<br />

auch auf der Ebene der Kommunikation<br />

zusätzlich aktiv werden. Im<br />

Weiteren ist der Ausbau des Netzes an<br />

zertifizierten Installationspartnern ein<br />

Schwerpunktthema.<br />

Wird es 2012 neue Produkte von BKS<br />

geben? Wenn ja, welche?<br />

Da unsere Produkte in der Vergangenheit<br />

durch den ehemaligen Vertriebspartner<br />

nur teilweise im Markt präsent waren,<br />

Text Thomas Kozak<br />

Foto Beigestellt<br />

„EUROPAKOMPATIBEL“<br />

54 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Peter Mändli,<br />

Geschäftsinhaber<br />

von BKS, im Gespräch<br />

mit FOKUS Home &<br />

Business.<br />

wird der Kunde zukünftig die Möglichkeit<br />

haben, auf das volle Sortiment der BKS<br />

Kabel-Service AG zurückzugreifen. Somit<br />

stehen dem Kunden in 2012 viele ihm<br />

noch unbekannte und interessante Produkte<br />

zur Verfügung. Daneben werden<br />

diese laufend weiterentwickelt und auf<br />

länderspezifische Gegebenheiten anpasst.<br />

Zudem ist es uns ein Anliegen, die Fachplaner<br />

und „Ausschreibenden“ bereits<br />

frühzeitig in ihrer Projektarbeit zu unterstützen.<br />

Was zeichnet Ihrer Meinung nach BKS im<br />

Vergleich zum Mitbewerb aus – sowohl auf<br />

die Produkte als auch auf das Unternehmen<br />

per se bezogen?<br />

Die kurzen Kommunikations- und Dienstwege<br />

sind hier mit Sicherheit hervorzu<br />

heben. Dies ermöglicht uns, sehr effizient<br />

und zeitnah Kundenwünsche aufzunehmen<br />

und umzusetzen. Unser Motto<br />

lautet daher: Keine Kundenidee ist zu<br />

außer gewöhnlich, um eine Lösung zu<br />

finden. Wir lieben diese Art der Herausforderung.<br />

In Bezug auf unsere Produkte<br />

steht immer die höchstmögliche Leistungsfähigkeit<br />

und Qualität im Vordergrund.<br />

Egal ob es dabei um Standarddatentechnik<br />

aller Kategorien geht oder<br />

natürlich im Speziellen um unsere Multimediakomponente<br />

MMC3000pro. Kein<br />

anderes System verfügt über ähnliche<br />

Leistungsreserven. Durch das weltweit<br />

patentierte Vierkammerprinzip des<br />

Steckverbinders erhält der Anwender<br />

höchste Flexibilität in Bezug auf seine Anwendungen.<br />

Zudem setzt dieses System<br />

mit gegen fünf Millionen verbauten<br />

Komponenten einen Quasi-Standard für<br />

Multimediaverkabelungen. ■<br />

Laufend kommen neue Anwendungen dazu<br />

– ein Besuch auf www.bks.ch lohnt sich in<br />

jedem Fall!<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Investment<br />

& Vorsorge<br />

IM ÜBERBLICK<br />

AKTUELLE PROJEKTE<br />

AM MARKT<br />

Vorsorgewohnungen<br />

FINANZEN<br />

PRODUKTE, MÄRKTE, SICHERHEIT<br />

« Geschlossene Immobilienfonds « Finanzmarktaufsicht « Lebensversicherungen<br />

« Bausparen « Social Media « Marktüberblick Vorsorgewohnungen


INVESTMENT & VORSORGE<br />

GESCHLOSSENE IMMOBILIENINVESTMENTS<br />

TRANSPARENZ UND<br />

GUTE CHANCEN<br />

Auf den Initiator kommt es an: Geschlossene Immobilieninvestments oder Geschlossene<br />

Immobilienfonds? Lange war es üblich, prinzipiell zwischen Offenen und Geschlossenen<br />

Immobilienfonds zu unterscheiden.<br />

IMMOINVFG. Seit 1. September 2003 legt<br />

das Immobilien-Investmentfondsgesetz –<br />

ImmoInvFG – in Österreich nahe, nicht<br />

mehr zwischen Offenen und Geschlossenen<br />

Immobilienfonds zu unterscheiden,<br />

sondern zwischen Immobilienfonds – früher<br />

Offene Immobilienfonds – und Geschlossenen<br />

Immobilieninvestments – früher<br />

Geschlossene Immobilienfonds. Im § 20<br />

ImmoInvFG wird ein Schutz der Bezeichnung<br />

„Immobilienfonds“ definiert. Dem-<br />

entsprechend dürfen nach Inkrafttreten<br />

des ImmoInvFG Geschlossene Immobilieninvestments<br />

nicht mehr mit dem Zusatz<br />

Immobilienfonds beziehungsweise Immobilieninvestmentfonds<br />

versehen werden<br />

(weitere namensgeschützte Bezeichnungen<br />

vgl. § 20 ImmoInvFG). In der Praxis wird<br />

im mündlichen Gespräch und auch in<br />

schriftlichen Kundeninformationen noch<br />

heute die Bezeichnung „Geschlossener<br />

Fond“ verwendet, doch weisen seriöse Anbieter<br />

entweder, wie die Immovation Immobilien<br />

Handels AG und die WM Maierhofer<br />

AG, auf die korrekte rechtliche Form<br />

– nämlich Kommanditbeteiligung – hin<br />

oder verwenden wie die Bank Austria Real<br />

Invest GmbH nur mehr den Ausdruck „Geschlossenes<br />

Immobilieninvestment“. Dies<br />

mag mit unterschiedlichen Bräuchen in<br />

Österreich und Deutschland zusammenhängen.<br />

IMMOBILIENFONDS, auch Immobilieninvestmentfonds,<br />

früher allgemein Offene<br />

Immobilienfonds genannt, sind nach<br />

dem Immobilien-Investmentfondsgesetz<br />

Text Gerhard Gangelberger<br />

Foto Shutterstock<br />

(ImmoInvFG) in Österreich seit dem<br />

1. September 2003 zugelassen. Ein Immobilienfonds<br />

ist mit einem Investmentfonds<br />

vergleichbar und wird von einer Kapitalanlagegesellschaft<br />

(KAG) für Immobilien<br />

aufgelegt. Er stellt ein Sondervermögen im<br />

Eigentum der KAG dar, die dieses treuhändig<br />

für die Anteilinhaber hält und verwaltet.<br />

Grundsätzlich unterliegen die Kapitalanlagegesellschaften<br />

für Immobilien sowie<br />

die Immobilienfonds der Aufsicht der FMA,<br />

welche auch ihre Fondsbestimmungen bewilligen<br />

und ihre Prospekte prüfen muss.<br />

GESCHLOSSENE IMMOBILIENINVEST-<br />

MENTS (Geschlossene Immobilienfonds).<br />

Ein wesentlicher Unterschied für den Anleger<br />

besteht darin, dass bei einem Offenen<br />

Fonds grundsätzlich jederzeit die Anteile<br />

zurückgeben werden können, während bei<br />

einem Geschlossenen Investment dies nur<br />

sehr eingeschränkt möglich ist. Grundsätzlich<br />

unterliegen Geschlossene Immobilieninvestments<br />

keinen speziellen gesetzlichen<br />

Regelungen, weder dem Investmentfondsgesetz<br />

noch dem ImmoInvFG – die Wahl<br />

2 FOKUS I HOME & BUSINESS INVESTMENT & VORSORGE 2011


der Rechtsform ist im Rahmen der gesetzlichen<br />

Gegebenheiten frei, meist wird die<br />

Gesellschaftsstruktur einer Kommanditgesellschaft<br />

(KG) gewählt, also einer Personengesellschaft.<br />

Der Anleger erwirbt daher<br />

keine Fondsanteile, sondern Kommanditanteile.<br />

Er tritt als Kommanditist in die<br />

Gesellschaft ein. Er ist nicht an einem Sondervermögen,<br />

sondern an der Gesellschaft<br />

und ihrem gesamten Gesellschaftsvermögen<br />

beteiligt. Die Finanzmarktaufsicht ist<br />

prinzipiell für Personengesellschaften<br />

nicht zuständig, daher auch nicht für geschlossene<br />

Immobilieninvestments. Auch<br />

deren Prospekte werden gem. § 2 Abs. 2<br />

Kapitalmarktgesetz (KMG) nicht von der<br />

FMA geprüft, sondern von einem geeigneten<br />

Prospektkontrollor, zum Beispiel Bank,<br />

Wirtschaftsprüfer und anderen, kontrolliert.<br />

Investiert wird in Immobilien, sowohl<br />

in bestehende wie in zu errichtende unterschiedlicher<br />

Art. Der Anleger kann von<br />

Mieteinnahmen und Wertsteigerung profitieren.<br />

Seriöse Anbieter zeichnen sich<br />

durch hohe Transparenz ihrer Projekte und<br />

bestes Management aus.<br />

DIE KOMMANDITGESELLSCHAFT. Eine<br />

KG hat als Gesellschafter mindestens einen,<br />

manchmal auch mehrere Komplementäre<br />

und mindestens einen oder mehrere,<br />

manchmal auch viele Kommanditisten.<br />

Komplementäre haften für Verbindlichkeiten<br />

der Gesellschaft mit ihrem Gesamtvermögen,<br />

Kommanditisten nur mit ihrer<br />

Haftsumme. Das tatsächlich in die Gesellschaft<br />

verpflichtend einzubringende Kapital<br />

wird Pflichteinlage genannt und geht in<br />

das Gesellschaftsvermögen über. Die Höhen<br />

beider richten sich nach dem Gesellschaftsvertrag.<br />

Ist die Pflichteinlage mindestens<br />

so hoch wie die Haftsumme, so<br />

entfällt jede Nachschussverpflichtung. Ursprünglich<br />

war die KG für eine kleine Zahl<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011<br />

von Gesellschaftern gedacht, unter anderem<br />

auch für kleine Familienbetriebe. Eine<br />

KG mit einer großen Zahl von Kommanditisten<br />

wird Publikums-KG genannt. Diese<br />

eignet sich besonders für Geschlossene Investments.<br />

Im Gesellschaftsvertrag der KG<br />

ist enthalten, dass der Komplementär neue<br />

Kommanditisten aufnehmen kann, und<br />

ebenso der Liquidationstermin, nämlich<br />

für den Zeitpunkt, an dem das Investment<br />

beendet ist und die Gesellschafter ausbezahlt<br />

werden. Als Komplementär tritt hier<br />

meist eine juristische Person auf, nämlich<br />

wie bei der Bank Austria Real Invest GmbH<br />

eine GmbH oder wie bei der Immovation<br />

Immobilien Handels AG eine AG.<br />

WAS BEDEUTET „GESCHLOSSEN“?<br />

Wird der Fonds geschlossen, kann nicht<br />

weiter investiert werden. Das Investitionsvolumen<br />

ist bei der Gründung der Gesellschaft<br />

oder des Geschlossenen Fonds bereits<br />

fixiert, ebenso seine Komponenten<br />

Eigenkapital und Fremdkapital. Allerdings<br />

kann die Möglichkeit einer ebenfalls beschränkten<br />

Erhöhung des Investitionsvolumens<br />

und seiner Komponenten vorge sehen<br />

sein. Da es für die Anteile eine Mindeststückelung<br />

gibt, ergibt sich daraus auch<br />

eine Grenze der Anlegerzahl. Da jeder beliebig<br />

viele Anteile erwerben kann, liegt die<br />

Grenze in der Zahl der Mindeststückelung.<br />

Bei der Zeichnungsfrist kann es eine Verlängerungsoption<br />

geben, ebenso eine auf<br />

vorzeitige Schließung. Ist das Investitionsvolumen<br />

erreicht, wird der Fonds geschlossen.<br />

Das heißt, nach Schließung des Fonds<br />

ist weder Investment noch Rückgabe oder<br />

Handel der Anteile möglich. Für Letzteres<br />

sind allerdings Ausnahmen möglich.<br />

PLATZIERUNGS- UND AUSFINANZIE-<br />

RUNGSGARANTIEN. Laut Auskunft von<br />

Gerhard Dreyer, Vorsitzender der Ge-<br />

schäftsführung der Bank Austria Real Invest,<br />

verfügen viele Geschlossene Immobilieninvestments<br />

bei Emission bereits über<br />

die „Fondsimmobilien“ und sehen in Einzelfällen<br />

auch Platzierungs- oder Ausfinanzierungsgarantien<br />

vor (Ausnahme: bei sogenannten<br />

Blind-Pool-Konzepten werden<br />

die Anlegergelder vorher eingesammelt<br />

und dann erst investiert, aktuell aber ist<br />

dies kein gebräuchliches Konzept). Eine<br />

ausreichende Bonität des jeweiligen Garanten<br />

vorausgesetzt, unterstützen diese Garantien<br />

die tatsächliche Umsetzung der<br />

Emission durch Übernahme der nicht platzierten<br />

Anteile oder Zuführung von ersatzweisen<br />

Fremdmitteln, wobei sich bei letzter<br />

Variante natürlich die Finanzierungsverhältnisse<br />

beziehungsweise das Chancen/<br />

Risiko-Profil ändern kann. Genaue Details<br />

sind üblicherweise in den Prospekten bzw.<br />

den Risiko hinweisen angeführt.<br />

STEUERLICHE BEHANDLUNG. Aus steuerlichen<br />

Gründen macht es Sinn, Doppelbesteuerungsabkommen<br />

zu nützen und in<br />

Projekte im Ausland zu investieren. So bietet<br />

die Immovation AG eine interessante<br />

Wohnimmobilienbeteiligung mit einer intelligenten<br />

steuerlichen Lösung an. Der Investor<br />

beteiligt sich an Bestands- und denkmalgeschützten<br />

Wohnimmobilien. Die<br />

Kombination aus Bestandsimmobilien und<br />

Denkmalschutzimmobilie mit kürzerer Abschreibungsdauer<br />

ermöglicht eine nahezu<br />

steuerfreie Ausschüttung an den Anleger.<br />

Auf Grund des Doppelbesteuerungsabkommens<br />

ist der Anleger in Deutschland endbesteuert<br />

und in Österreich von der Einkommenssteuer<br />

befreit. Somit bleiben<br />

zirka 6,5 Prozent an Ausschüttungen für<br />

den Anleger nach Steuern übrig. Auch die<br />

Bank Austria Real Invest investiert bei Geschlossenen<br />

Investments steuerbegünstigt<br />

im Ausland. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 3


INVESTMENT & VORSORGE<br />

KLASSISCHE LEBENSVERSICHERUNG<br />

SICHERHEIT IST<br />

IMMER GEFRAGT<br />

Auf gute Beratung und umfassende Information kommt es an!<br />

RECHTLICHE GRUNDLAGEN. Die rechtlichen<br />

Grundlagen der klassischen Lebensversicherung<br />

bilden das VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz),<br />

das VersVG (Ver­<br />

sicherungsvertragsgesetz) sowie viele<br />

FMA­Verordnungen. Die Inhalte und Konsequenzen<br />

dieser rechtlichen Grundlagen<br />

werden im Folgenden vorgestellt. Der Begriff<br />

„klassische Lebensversicherung“ ist<br />

nicht gesetzlich geregelt oder geschützt, er<br />

ist jedoch ein Terminus aus der Gewinnbeteiligungsverordnung.<br />

Ursprünglich gab<br />

es nur diese Variante. In den 1990er­Jahren<br />

kam die fondsgebundene Lebensversicherung<br />

dazu, dann die indexgebundene<br />

und die kapitalanlageorientierte Lebensversicherung.<br />

So sprechen das Versiche­<br />

rungsvertragsgesetz (VersVG) sowie das<br />

Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) von<br />

„Lebensversicherung“ im Allgemeinen und<br />

definieren alle nicht klassischen Formen<br />

(fondsgebundene, indexgebundene, kapitalanlageorientierte<br />

Lebensversicherung<br />

und prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge)<br />

näher durch Vergabe eines eigenen<br />

Namens.<br />

ZUM TYPUS DER KLASSISCHEN LE-<br />

BENSVERSICHERUNG zählen die Erlebensversicherung,<br />

die Ablebensversicherung,<br />

die gemischte Er­ und Ablebens­<br />

versicherung, die Berufsunfähigkeitsver­<br />

sicherung, die Rentenversicherung sowie<br />

die Dread­Disease­Versicherung (Versiche­<br />

Text Gerhard Gangelberger<br />

Foto Shutterstock<br />

rungsleistung bei Eintritt einer schweren<br />

Krankheit). Die klassische Lebensversicherung<br />

zeichnet sich dadurch aus, dass das<br />

Versicherungsunternehmen dem Versicherungsnehmer<br />

bestimmte Leistungen garantiert,<br />

wobei das Versicherungsunternehmen<br />

selbst das Kapitalanlagerisiko<br />

trägt. Die Versicherungsleistung richtet<br />

sich dabei nach dem vereinbarten Garan­<br />

tiezinssatz. Dessen Maximalhöhe, zurzeit<br />

zwei Prozent, wird von der FMA mittels<br />

Verordnung festgelegt. Dazu kommt noch<br />

die Gewinnbeteiligung von mindestens<br />

85 Prozent der lukrierten Gewinne, die<br />

natürlich nicht für die Zukunft garantiert<br />

werden können. Aber bereits zugewiesene<br />

Gewinnbeteiligungen sind unverfallbar.<br />

4 FOKUS I HOME & BUSINESS INVESTMENT & VORSORGE 2011


DECKUNGSSTOCK. Der Veranlagung der<br />

Kundengelder, aber auch der Gewährleistung<br />

der Erfüllbarkeit der übrigen rechtlichen<br />

Ansprüche der Kunden – etwa Ablebensschutz,<br />

Berufsunfähigkeitsversiche­<br />

rung, Garantierente – dient der Deckungs­<br />

stock. Als Deckungsstock bezeichnet man<br />

ein Sondervermögen eines Versicherungsunternehmens,<br />

das getrennt vom übrigen<br />

Vermögen des Unternehmens zu verwalten<br />

ist. Der Deckungsstock ist in der Höhe des<br />

Deckungserfordernisses des direkten Gesamtgeschäfts<br />

zu bilden. Als Deckungserfordernis<br />

werden hier die bedeckungspflichtigen<br />

versicherungstechnischen Rück­<br />

stellungen in der Lebensversicherung definiert.<br />

Die Versicherungsunternehmen<br />

haben dafür zu sorgen, dass das Deckungs­<br />

erfordernis durch die dem Deckungsstock<br />

gewidmeten Vermögenswerte stets voll erfüllt<br />

ist. § 78 VAG regelt die Eignung von<br />

Vermögenswerten für den Deckungsstock.<br />

Bei der Veranlagung des Vermögens ist das<br />

Versicherungsunternehmen an die Kapitalanlageverordnung<br />

der FMA gebunden.<br />

Die Einrichtung des Deckungsstocks muss<br />

das Unternehmen der FMA melden und dafür<br />

sorgen, dass das Deckungserfordernis<br />

ständig – auch unterjährig – bedeckt ist. In<br />

der klassischen Lebensversicherung gibt es<br />

im Versicherungsaufsichtsgesetz strenge<br />

Vorschriften für die Veranlagung der Kundengelder.<br />

Es ist auf Sicherheit, Rentabilität<br />

und den Bedarf an flüssigen Mitteln<br />

sowie auf eine angemessene Mischung und<br />

Streuung Bedacht zu nehmen. Spekulative,<br />

riskante Veranlagungen sind nicht gestattet.<br />

Für die Überwachung des Deckungsstocks<br />

bestellt die FMA einen Deckungsstocktreuhänder.<br />

In der Lebensversicherung<br />

darf über die dem Deckungsstock gewidmeten<br />

Vermögenswerte nur mit schriftlicher<br />

Zustimmung des Treuhänders verfügt werden.<br />

Im Insolvenzfall des Versicherers stellt<br />

der Deckungsstock Sondervermögen dar,<br />

das ausschließlich den Kunden dient. Aus<br />

diesem Grund gilt die klassische Lebensversicherung<br />

als besonders sicher.<br />

STEUERLICHE BEHANDLUNG DER KLAS-<br />

SISCHEN LEBENSVERSICHERUNG. Leistungen<br />

einer klassischen Lebensversicherung<br />

sind kapitalertrags­ und einkommens­<br />

steuerfrei. Ausnahmen bilden hier die klas­<br />

sischen Rentenversicherungen ab dem Zeit­<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011<br />

punkt, zu dem die Summe der Rentenleis­<br />

tungen das eingesetzte Kapital übersteigt,<br />

sowie Kapitalversicherungen gegen Einmalprämie<br />

mit einer Laufzeit von weniger als 15<br />

Jahren. Die Prämien unterliegen einer vierprozentigen<br />

Versicherungssteuer, ausgenommen<br />

der kurzfristigen Einmal erlags­<br />

versicherungen mit einer Laufzeit unter 15<br />

Jahren, diese unterliegen einer elfprozentigen<br />

Versicherungssteuer – was sie unrentabel<br />

macht. Steuerlich absetzbar sind nur<br />

Rentenversicherungen mit einer auf Lebensdauer<br />

zahlbaren Rente – dies nur beschränkt.<br />

AUF GUTE BERATUNG KOMMT ES AN.<br />

Wer eine Lebensversicherung abschlie­<br />

ßen will, hat viele Fragen: Welcher Produkttyp<br />

entspricht am besten meinen Be­<br />

dürfnissen? Wie hoch ist die erwartete<br />

Rendite? Was wird an Kosten abgezogen?<br />

Wird ein bestimmter Betrag garantiert?<br />

Kann ich aus dem Vertrag wieder aussteigen?<br />

Was sind die Nachteile einer vorzeitigen<br />

Kündigung?<br />

Lebensversicherungen haben zwei Stoßrichtungen:<br />

Kapitalbildung (Vermögensaufbau)<br />

und Risikovorsorge (insbesondere<br />

Ablebensschutz). In den letzten Jahren ist<br />

das Element der Kapitalbildung immer stärker<br />

in den Vordergrund getreten; der Risikoaspekt<br />

spielt bei vielen Lebensversicherungsverträgen<br />

nur mehr eine untergeord­<br />

nete Rolle. Insofern konkurrieren Lebensver­<br />

sicherungsprodukte immer mehr mit<br />

anderen Veranlagungsprodukten, wie etwa<br />

Spareinlagen, Aktien oder Investmentfonds.<br />

Durch die Kombination des Veranlagungselements<br />

mit dem Element des Risikoschutzes<br />

wird die Vergleichbarkeit von Lebensversicherungen<br />

mit anderen Veranlagungspro­<br />

dukten erschwert. Der Kunde steht vor<br />

schwerwiegenden Entscheidungen. Ein guter<br />

Berater wird hier dem Kunden durch<br />

sachkundige Informationen helfen, das seinen<br />

Bedürfnissen am besten entsprechende<br />

Produkt zu finden, und nicht versuchen, ein<br />

im Voraus bestimmtes Produkt zu verkaufen.<br />

Leis tungen einer klassischen Lebensversicherung sind<br />

kapitalertrags- und einkommenssteuerfrei.<br />

WESENTLICHE PROBLEME. Schon bei der<br />

reinen Ablebensversicherung gilt es zu beachten:<br />

Dient diese der Familienabsicherung<br />

oder einer Kreditbesicherung? Im ersten Fall<br />

ist eine konstante Ablebenssumme zu vorzuziehen,<br />

im zweiten eine mit der Höhe der<br />

Verbindlichkeit fallende. Geht es um Kapitalbildung,<br />

ergeben sich neue Probleme. Wie<br />

schon berichtet, setzt sich die bei einer klassischen<br />

Lebensver sicherung vom Versicherungsunternehmen<br />

erbrachte Erlebensleistung<br />

aus zwei Elementen zusammen: der<br />

garantierten Versicherungssumme einerseits<br />

und der variablen Gewinnbeteiligung<br />

andererseits.<br />

Wie hoch die Versicherungssumme ist,<br />

hängt zunächst von der Höhe der eingezahlten<br />

Prämie ab. Davon werden die Versiche­<br />

Lebensversicherungen haben<br />

zwei Stoßrichtungen:<br />

Kapitalbildung und Risikovorsorge.<br />

rungssteuer, die Abschluss­ und Verwaltungskosten<br />

und der Prämienanteil für das<br />

Risiko abgezogen. Was übrigbleibt, nennt<br />

man Sparprämie. Diese Sparprämie wird<br />

über die gesamte Laufzeit mit einem Garantiezinssatz<br />

verzinst. Der sich hieraus ergebende<br />

Betrag ist die „garantierte Versicherungssumme“.<br />

Neben der Versicherungs­<br />

summe muss auch die Höhe des Garan­<br />

tiezinssatzes vor Vertragsabschluss bekannt<br />

ge geben werden.<br />

GARANTIEZINSSATZ. Der Garantiezinssatz<br />

hat allerdings nur einen begrenzten Informationswert,<br />

da die Höhe der Sparprämie<br />

– und somit die Bezugsgröße des<br />

Garantiezinssatzes – nicht offengelegt werden<br />

muss. Wer genau wissen will, wie hoch<br />

die garantierte Verzinsung auf die gesamten<br />

einbezahlten Prämien ist, muss nach dem<br />

effektiven Garantiezinssatz fragen. Jede Risikoabsicherung<br />

geht auf Kosten der Kapitalbildung.<br />

Hier kann eine Trennung von<br />

Ablebensschutz und Sparform sinnvoll sein.<br />

Ein guter Berater wird auch darauf hinweisen,<br />

dass ein vorzeitiger Rückkauf, das heißt<br />

eine vorzeitige Stornierung durch den Versicherungsnehmer,<br />

immer mit Verlusten<br />

verbunden ist. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 5


INVESTMENT & VORSORGE<br />

FINANZMARKTAUFSICHT<br />

FINANZSYSTEM UND<br />

FUNKTIONIERENDE<br />

WIRTSCHAFT<br />

Text Gerhard Gangelberger<br />

Foto Shutterstock<br />

Ein stabiles, wettbewerbsfähiges und integres Finanzsystem ist die Basis für eine funktionierende<br />

Wirtschaft, für nachhaltige Beschäftigung sowie für gesicherten Wohlstand. Dementsprechend<br />

groß ist die Bedeutung, die der Aufsicht über die Finanzmärkte in jeder Volkswirtschaft zukommt.<br />

6 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

ÖSTERREICHS AUFSICHT ÜBER DIE<br />

FINANZMÄRKTE. Diese wird in Österreich<br />

von drei Institutionen wahrgenommen. In<br />

groben Zügen dargestellt, entwickelt und<br />

setzt das Bundesministerium für Finanzen<br />

(BMF) gemeinsam die rechtlichen Rahmenbedingungen,<br />

die dann vom österreichischen<br />

Parlament beschlossen werden<br />

(Rechtsetzung); die Oesterreichische Nationalbank<br />

(OeNB) wacht über die Sta-<br />

bi lität des Finanzmarktes als Ganzes<br />

(Mak ro-Aufsicht), ist für die Aufsicht über<br />

Zahlungssysteme zuständig sowie in die<br />

Bankenaufsicht eingebunden; die Finanzmarktaufsichtsbehörde<br />

(FMA) überwacht<br />

und kontrolliert die einzelnen Finanzinstitute<br />

und Akteure (Mikro-Aufsicht).<br />

GESCHICHTE DER FINANZMARKTAUF-<br />

SICHT. Vor der Gründung der Finanzmarktaufsicht<br />

(FMA) gab es zwei unabhängige<br />

Behörden, die im Bundesministerium<br />

für Finanzen angesiedelten Banken-, Versicherungs-<br />

und Pensionskassenaufsicht<br />

sowie die Bundeswertpapieraufsicht (BWA).<br />

Am 1. April 2002 erfolgte dann die Vereinigung<br />

der Banken-, Versicherungs- und Pensionskassenaufsicht<br />

mit der Bundeswertpapieraufsicht<br />

(BWA) zur neuen Behörde<br />

Finanzmarktaufsicht (FMA), und sie nahm<br />

als unabhängige Behörde den operativen<br />

Betrieb im Rahmen des Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz<br />

(FMABG) auf. Dieses<br />

Gesetz wurde nach langen politischen Diskussionen<br />

über die Errichtung einer inte-<br />

grierten Allfinanzaufsicht im Sommer<br />

2001 beschlossen. Die FMA wurde darin als<br />

Anstalt öffentlichen Rechts mit eigener<br />

Rechtspersönlichkeit etabliert, und es wurde<br />

ihr die Aufsicht über die Banken, Versicherungen,<br />

Pensionskassen und den gesamten<br />

Bereich Wertpapiere übertragen.<br />

Sie wurde als unabhängige Aufsichtsbehörde<br />

unter parlamentarischer Kontrolle nach<br />

internationalen Vorbildern weisungsfrei<br />

gestaltet und verfassungsgesetzlich abgesichert.<br />

Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit<br />

der FMA und der Oesterreichischen<br />

Nationalbank (OeNB) in der Bankenaufsicht<br />

auf eine gesetzliche Basis gestellt.<br />

RECHTLICHE GRUNDLAGEN. Wie schon<br />

erwähnt, bildet die wesentliche Grundlage<br />

das Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz<br />

(FMABG). Weiters wiesen verschiedene<br />

Gesetze der Finanzmarktaufsicht immer<br />

wieder neue Aufgabe zu, so das Bankwesengesetz,<br />

das Sparkassengesetz, das<br />

Bausparkassengesetz, das Pfandbriefgesetz,<br />

das Hypothekenbankgesetz, das<br />

Bankschuldverschreibungsgesetz, das Depotgesetz,<br />

das E-Geld-Gesetz, das Zahlungsdienstegesetz,<br />

das Versicherungsaufsichtsgesetz,<br />

das Kraftfahrzeug-Haft-<br />

pflichtversicherungsgesetz, das Bundes-<br />

gesetz über die Betriebliche Mitarbeiter-<br />

vorsorge (BMVG), das Immobilien-Invest-<br />

mentfondsgesetz, das Börsegesetz, das<br />

Wertpapieraufsichtsgesetz und andere.<br />

Auch Novellierungen schon lange beste-<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011


hender Gesetze können der FMA zusätzliche<br />

Aufgaben zuweisen. Im Herbst 2002<br />

schuf der Gesetzgeber durch eine Novelle<br />

zum Einkommenssteuergesetz (§ 108 g, h<br />

EStG) eine neue Form der steuerlichen<br />

Förderung privater Altersvorsorge, die sogenannte<br />

„prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge“,<br />

und unterstellte auch diese der<br />

Aufsicht der FMA.<br />

HOHEITSGEWALT DER FMA. Als Behörde<br />

hat die FMA Hoheitsgewalt: Sie kann<br />

verbindliche Normen, wie etwa Verordnungen<br />

und Bescheide, erlassen oder<br />

Zwangsakte setzen, wie Konzessionen<br />

entziehen, Geschäftsleiter abberufen oder<br />

Verwaltungsstrafen bis zu 75.000 Euro<br />

verhängen. Und sie begleitet die beaufsichtigten<br />

Unternehmen über ihren gesamten<br />

Lebenszyklus: von der Erteilung<br />

der Konzession, die sie erst zum Geschäftsbetrieb<br />

ermächtigt, über die laufende<br />

Aufsicht während ihrer Geschäftstätigkeit<br />

bis hin zur Liquidation, dem<br />

Entzug oder der Zurücklegung der Konzession.<br />

Der Garantiezinssatz der klassischen<br />

Lebensversicherung wird von der<br />

FMA per Verordnung festgelegt.<br />

INTEGRIERTE AUFSICHT. Als integrierte<br />

Aufsicht vereint FMA die Aufsicht über<br />

alle wesentlichen Anbieter und Funktionen<br />

unter einem Dach. Einerseits beaufsichtigt<br />

sie Banken, Versicherer, Pensionskassen,<br />

Betriebliche Vorsorgekassen, Wert-<br />

papierfirmen und Wertpapierdienstleis -<br />

tungsunternehmen, Kapitalanlagegesell-<br />

schaften und ihre Investmentfonds, Finanz-<br />

konglomerate sowie Börsenunternehmen.<br />

WEITGEHENDE ÜBERWACHUNG. So bestellt<br />

die FMA für die Überwachung des<br />

Deckungsstocks der Versicherungen einen<br />

Deckungsstocktreuhänder. In der Lebensversicherung<br />

darf über die dem Deckungsstock<br />

gewidmeten Vermögenswerte nur<br />

mit schriftlicher Zustimmung des Treuhänders<br />

verfügt werden. Andererseits<br />

überwacht sie, dass im Handel mit börsennotierten<br />

Wertpapieren rechtliche Vorgaben,<br />

Fairness und Transparenz eingehalten<br />

werden (Markt- und Börsenauf -<br />

sicht); dass beim öffent lichen Angebot<br />

von Wertpapieren umfassende Prospekte<br />

dem Publikum Chancen und Risiken des<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011<br />

Die Finanzmarktaufsicht ist weisungsfrei gestaltet und verfassungsrechtlich geschützt.<br />

Investments angemessen darstellen (Prospektaufsicht);<br />

dass die Grundsätze guter<br />

Unternehmensführung sowie ordnungsgemäßer<br />

Beratung eingehalten werden<br />

(Aufsicht über Compliance und Wohlverhaltensregeln);<br />

dass unerlaubtes Anbieten<br />

und Erbringen von Finanzdienstleistungen<br />

unterbunden und geahndet wird; und<br />

dass alle Finanzinstitute über entsprechende<br />

Einrichtungen verfügen, die präventiv<br />

gegen Geldwäsche und Finanzierung<br />

des Terrors wirken.<br />

FMA-BEITRAG ZUM VERBRAUCHER-,<br />

ANLEGER- UND GLÄUBIGERSCHUTZ.<br />

Der Beitrag der Aufsicht zum Schutz der<br />

Verbraucher ist die Solvenz-, die Markt-<br />

und die Verhaltensaufsicht. Die FMA ist<br />

keine Verbraucherschutzorganisation im<br />

klassischen Sinn, die Beschwerdeführern<br />

bei der Durchsetzung etwaiger Schadenersatzansprüche<br />

oder Forderungen gegen<br />

ein beaufsichtigtes Unternehmen behilflich<br />

sein kann. Als Aufsicht hat sie Objektivität<br />

gegenüber allen Beaufsichtigten<br />

und deren Kunden zu wahren und darf<br />

niemals Partei ergreifen. Etwaige Schadenersatzansprüche<br />

haben geschädigte<br />

Verbraucher grundsätzlich bei Zivilgerichten<br />

einzuklagen. Informationen und Beschwerden<br />

von Verbrauchern, Anlegern<br />

oder Gläubigern gegen Marktteilnehmer<br />

sind aber eine wichtige Erkenntnisquelle<br />

für die Aufsichtstätigkeit. Die FMA geht<br />

jeder Kundenbeschwerde nach und prüft,<br />

ob systemische Fehler zugrunde liegen.<br />

Beschwerdemanagement und Verbrauchertelefon<br />

der FMA informieren daher<br />

über die rechtlichen Möglichkeiten und<br />

tragen Sorge, dass jede Information hinsichtlich<br />

relevanter Fehlentwicklungen<br />

oder eventueller Verstöße gegen aufsichtsrechtliche<br />

Normen überprüft wird. Da<br />

einem Beschwerdeführer in einem Verwaltungsverfahren<br />

keine Parteienstellung<br />

zukommt, darf ihm die FMA wegen ihrer<br />

Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit<br />

keine Auskunft über Fortgang und Ausgang<br />

des Verfahrens geben. Sollte der Beschwerdeführer<br />

aber auch zivilrechtlich<br />

klagen, so kann das Gericht im Wege der<br />

Amtshilfe sehr wohl Akteneinsicht nehmen.<br />

Wichtige Informationen. Die Homepage<br />

der FMA – www.fma.gv.at – bietet<br />

wesentliche Informationen über alle gän-<br />

gigen Anlagemöglichkeiten, nicht aber zuletzt<br />

auch Investorenwarnungen vor Unternehmen,<br />

die unbefugt tätig sind. Allein<br />

diese Informationstätigkeit kann manchen<br />

Anleger vor Verlusten bewahren. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 7


INVESTMENT & VORSORGE<br />

DAS ERFOLGSKONZEPT<br />

BAUSPAREN<br />

Von der Finanzierung des eigenen Hauses zum vielseitigen<br />

Finanzierungsinstrument und zur beliebtesten<br />

Veranlagungsform.<br />

BAUSPAREN, DAS ERFOLGSPRO-<br />

DUKT. Der große Zuspruch, den Bausparen<br />

in Österreich genießt, zeigte sich im<br />

Jahr 2010 ganz deutlich im Neugeschäft<br />

der vier heimischen Bausparkassen: Mit<br />

insgesamt 1,035.768 neu abgeschlossenen<br />

Bausparverträgen wurde wie schon<br />

im Vorjahr die Millionengrenze überschritten<br />

und damit das Rekordergebnis<br />

des Jahres 2009 um weitere 1,4 Prozent<br />

übertroffen. Damit ist Bausparen nicht<br />

nur die beliebteste Veranlagungsform,<br />

sondern auch eine der meistgenutzten<br />

Sparformen in Österreich.<br />

Die Bauspareinlagen der österreichischen<br />

Bausparkassen betrugen zum Jahresende<br />

2010 insgesamt 18.709 Mio.<br />

Euro. Das gute Ergebnis des Jahres<br />

Text Gerhard Gangelberger<br />

Foto Shutterstock<br />

2009, in dem sich die Einlagen auf<br />

18.078 Mio. Euro belaufen hatten, wurde<br />

dabei um 3,5 Prozent überschritten.<br />

Das gute Neugeschäft ließ auch den Bestand<br />

an Bausparkonten weiter anwachsen:<br />

Per 31. Dezember 2010 betreuten<br />

die österreichischen Bausparkassen<br />

5,176.567 Spar- und 383.391 Darlehenskonten.<br />

Das zeigt, dass zwei von<br />

8 FOKUS I HOME & BUSINESS INVESTMENT & VORSORGE 2011


drei Österreichern auf Bausparen als<br />

sicheres Spar- und Finanzierungsinstrument<br />

vertrauen.<br />

IDEE UND GESCHICHTE DES BAUSPA-<br />

RENS. Die Idee des Bausparens besteht<br />

darin, durch das Zusammenwirken möglichst<br />

vieler Ansparer Kapital anzusammeln,<br />

um langfristige Darlehen zur Schaf-<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011<br />

Per 31. Dezember 2010 betreuten die österreichischen<br />

Bausparkassen 5,176.567 Spar- und 383.391 Darlehenskonten.<br />

Zwei von drei Österreichern vertrauen<br />

auf Bausparen als sicheres Spar- und<br />

Finanzierungsinstrument.<br />

fung und Erhaltung von Wohnraum bzw.<br />

zur Finanzierung von Bildungsvorhaben<br />

oder Pflegemaßnahmen zur Verfügung<br />

stellen zu können. Der dem Bausparsystem<br />

zugrunde liegende kollektive Spargedanke<br />

wurde bereits um 200 v. Chr. in<br />

China verwirklicht. Die erste Bausparkasse<br />

in Europa entstand 1775 in Birmingham,<br />

nämlich die „Kettley’s Building So-<br />

ciety“. 1885 wurde durch Pastor von<br />

Bodelschwingh in Bielefeld die erste deutsche<br />

Bausparkasse, die „Bausparkasse für<br />

Jedermann“, gegründet. Seit 1925 gibt es<br />

Bausparen in Österreich. Die Vorteile des<br />

Bausparsystems für den Wohnbau und für<br />

die Volkswirtschaft waren so überzeugend,<br />

dass der Staat schon kurz darauf be-<br />

gann, Bausparen steuerlich zu fördern. ><br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 9


Die Blütezeit des Bausparens und der Aufstieg<br />

der Bausparkassen zum wichtigsten<br />

Finanzier des österreichischen Wohnbaus<br />

begann jedoch nach 1955. In der Zweiten<br />

Republik haben die Bausparkassen rund<br />

1,2 Mio. Wohneinheiten mitfinanziert,<br />

das bedeutet Wohnraum für rund 3,5<br />

Mio. Österreicher. Die Finanzierungsmöglichkeiten<br />

wurden erweitert, dazu<br />

noch später. Es gibt vier Bausparkassen in<br />

Österreich: Allgemeine Bausparkasse reg.<br />

Gen. m.b.H., Bausparkasse der österreichischen<br />

Sparkassen AG, Bausparkasse<br />

Wüstenrot AG, Raiffeisen Bausparkasse<br />

Gesellschaft m.b.H.<br />

GESETZLICHE GRUNDLAGEN. Die gesetzlichen<br />

Grundlagen bilden das Bankwesengesetz<br />

BGBl 1993/532 idgF (§ 1<br />

Abs. 1 Z. 12 BWG) und das Bausparkassengesetz<br />

BGBl. 1993/532 idgF (regelt<br />

Sonderbestimmungen, zum Beispiel Begriffsdefinitionen<br />

Bausparvertrag, Änderung<br />

von Geschäftsbedingungen etc.).<br />

Eine Besonderheit besteht beispielsweise<br />

darin, dass Änderungen der Allgemeinen<br />

Bausparbedingungen (= AGB der Bausparkassen)<br />

je nach Tatbestand der FMA<br />

anzuzeigen sind (etwa Gebühren) bzw.<br />

einer Bewilligungspflicht durch die FMA<br />

unterliegen (zum Beispiel Verzinsung).<br />

Die gesetzliche Grundlage der staatlichen<br />

Prämie bildet der § 108 des Einkommensteuergesetzes<br />

(EStG) 1988. Die Einhal-<br />

tung der gesetzlichen Auflagen überwacht<br />

die Finanzmarktaufsicht. Die Staatskommissäre<br />

der einzelnen Bausparkassen bestellt<br />

der Bundesminister für Finanzen.<br />

DER BAUSPARVERTRAG. Der Sparvertrag,<br />

der mit der Bausparkasse geschlossen<br />

wird, wird Bausparvertrag genannt.<br />

Grundsätzlich sind die Verträge wie folgt<br />

ausgestaltet:<br />

Ansparphase<br />

n Monatliche, jährliche oder<br />

einmalige Sparleistung<br />

n Laufzeit mindestens sechs Jahre<br />

n Zumeist flexible Verzinsung<br />

n Staatliche Prämie (vom BMF<br />

jährlich neu festgelegt)<br />

Nach Ablauf der vertraglich vereinbarten<br />

Dauer wird der Bausparvertrag dann zuteilungsreif,<br />

das heißt, es wird das Gut-<br />

haben ausbezahlt beziehungsweise kann<br />

ein Darlehen beansprucht werden.<br />

Darlehensphase<br />

n Jährlicher Zinssatz von höchstens<br />

sechs Prozent<br />

n Darlehenszuteilung bereits nach<br />

mehrmonatiger Ansparphase<br />

möglich.<br />

Weiters wird von der Regierung eine<br />

Bemessungsgrundlage festgelegt, die angibt,<br />

bis zu welcher Sparleistung diese<br />

durch die staatliche Prämie gefördert<br />

wird. Mit der Anhebung der Bemessungsgrundlage<br />

per 1. Jänner 2009 von 1.000<br />

Euro auf 1.200 Euro pro Person und Jahr<br />

entsprach die Regierung einem langjährigen<br />

Wunsch der Bausparkassen. Die Kunden<br />

können somit jetzt bis zu 20 Prozent<br />

mehr staatliche Bausparprämie lukrieren.<br />

Das stärkt das System und ermöglicht den<br />

Bausparkassen, Darlehenswünsche rasch<br />

erfüllen zu können.<br />

Wird ein Bausparvertrag auf die Bemessungsgrundlage<br />

abgeschlossen, aber nicht<br />

voll bespart, hat dies für den Sparer<br />

keine rechtlichen Konsequenzen – außer<br />

daß er aliquot weniger Prämie bekommt.<br />

10 FOKUS I HOME & BUSINESS INVESTMENT & VORSORGE 2011


Umgekehrt kann ein mit niedrigeren Beiträgen<br />

abgeschlossener Vertrag aufgestockt<br />

werden. Wer den Vertrag vorzeitig<br />

kündigt, verliert die bereits erhaltenen<br />

Prämien.<br />

BAUSPARPRÄMIE. Die Bausparprämie<br />

ist formell eine Erstattung der Einkommensteuer<br />

oder Lohnsteuer. Da sie aber<br />

im Rahmen der Bemessungsgrundlage jedem<br />

Deviseninländer zusteht, auch wenn<br />

er über kein steuerpflichtiges Einkommen<br />

verfügt, ist sie faktisch eben eine<br />

staatliche Prämie. Ihre Höhe wird jährlich<br />

vom Bundesministerium für Finanzen<br />

festgelegt und bewegt sich zwischen drei<br />

und acht Prozent. 2011 beträgt sie drei<br />

Prozent.<br />

BAUSPARDARLEHEN. Die Höchstsumme<br />

beträgt 180.000 Euro, im nicht<br />

grundbücherlich besicherten Bereich aber<br />

25.000 Euro.<br />

WEITERS GIBT ES JETZT AUCH<br />

DIE BAUSPARFINANZIERUNG MIT<br />

ZINSSATZOBERGRENZE FÜR<br />

BAUTRÄGER<br />

n Klassische Bausparfinanzierung<br />

für Wohnbauprojekte und Miet<br />

wohnobjekte mit zumindest vier<br />

Einheiten<br />

n Darlehensübernahme für Käufer<br />

möglich<br />

n Exklusive Sonderkonditionen für<br />

Bauträger und Käufer<br />

n Kombination eines Fixzinssatzes<br />

mit marktkonformer, variabler<br />

Verzinsung und Zinssatzobergrenze<br />

n Variabler Zinssatz nach Fixzinsphase<br />

auf Basis des allgemeinen<br />

Zinsniveaus und der Bonität des<br />

Bauträgers<br />

n Kein Zinssatzrisiko: Zinssatz<br />

maximal sechs Prozent p. a.<br />

n Anpassung an die Wohnbauförderungsrichtlinien<br />

möglich<br />

n Gebührenbefreiung bei gefördertem<br />

Wohnbau möglich<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011<br />

BAUEN & WOHNEN<br />

Bauen<br />

Hausbau / Reihenhaus<br />

Kaufen<br />

Baugrundstück / bestehendes Haus, Reihenhaus oder Eigentumswohnung / im Bau befindliche<br />

Eigentumswohnung oder Reihenhaus<br />

Mietkauf<br />

Finanzierung des Eigenmittelanteils (bei Miet- und Genossenschaftswohnungen)<br />

Renovieren, Sanieren, Modernisieren<br />

den ursprünglichen Baustil erhalten und /oder wieder herstellen / Gas-, Wasser- und<br />

Elektroleitungen / Mauertrockenlegung / Bad/WC einbauen und/oder erneuern /<br />

Parkettböden / Einbauküche / Sauna / Fenster und Türen austauschen / Fassade /<br />

Schalldämmung (auch für Miet-, Genossenschafts-, Gemeinde- und Eigentumswohnungen)<br />

Energiesparende Maßnahmen<br />

Zentralheizungsanlagen ein- oder umbauen / Solaranlagen und Anlagen zur Wärmegewinnung /<br />

Wärmepumpen / Kachelöfen / Fernwärmeanschluß / Kleinkraftwerke / Heizungsanlagen mit<br />

Biomasse / Wärmedämmung<br />

Rund ums Haus<br />

Einfriedungen / Wege / Terrassen / Gartenhaus / Garten-anlage / Garage / Schwimmbecken<br />

Bauliche Veränderungen<br />

Wohnraum teilen oder zusammenlegen / behinderten- und seniorengerecht ausbauen /<br />

Schutzraum<br />

Erweiterung des Eigenheims<br />

Zubau (zum Beispiel eines Wintergartens ...) / Aufstockung / Dachbodenausbau /<br />

Loggia- oder Balkonverglasung<br />

Sicherheit<br />

Alarmanlage einbauen / Rollläden<br />

Ablösezahlungen<br />

an Mitbesitzer / an Ehepartner bei Scheidung<br />

Umschuldung<br />

Kredite, die fürs Bauen, Wohnen und Sanieren aufgenommen wurden<br />

BILDUNG<br />

Aus- und Weiterbildung<br />

Auslandssemester (Uni, FH, Akademie ...) / Maturaschulen und Kollegs / Berufs- und<br />

Meisterschulen / Kursgebühren (WIFI, BFI, Volkshochschule) / postgraduale Ausbildungen<br />

(MBA, MSc etc.) / damit zusammenhängende Lernmaterialien (PC, Bücher ...) / Kosten fürs<br />

Wohnen (Mietwohnung, Studentenheim) / Fahrkosten von und zum Studienort<br />

PFLEGE<br />

Pflegemaßnahmen<br />

Ausgaben für Pflegeeinrichtungen / Pflegepersonal / Therapien und Kuraufenthalte /<br />

medizinische Behelfe / Verdienstentgang naher Angehöriger, wenn sie die Pflege<br />

übernehmen<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 11


INVESTMENT & VORSORGE<br />

WIE SOCIAL MEDIA DEN AKTIENMARKT BEEINFLUSST<br />

MITMACH-RENDITE<br />

HITZIGER KURS. In japanischen Konferenzen kann es manchmal<br />

heiß hergehen. Als im Osaka während der Konferenz plötzlich<br />

ein Laptop zu brennen begann, hätte das letztlich nur die<br />

anwesenden Manager zum Schwitzen gebracht. Es sollte anders<br />

kommen – das feurige Ereignis erreichte nämlich ganz plötzlich<br />

internationale Popularität. Denn ein filmischer Augenzeugenbericht<br />

fand seinen Weg auf das Online-Videoportal YouTube. Die<br />

Welt konnte also sehen, was so alles passieren kann bei Mee-<br />

12 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Christian Prenger<br />

Foto Shutterstock, Bank Austria<br />

Anleger beraten Anleger, Communities setzen Wertpapiere unter Druck: Web 2.0 verzeichnet<br />

steigenden Kurs in der Welt von DAX und Co. Social Media ist trotzdem kein neues Paradies: User<br />

müssen auch mit Fallen rechnen.<br />

Thomas Neuhold,<br />

Bank Austria: Klein- und<br />

Privatanleger erhalten<br />

einfachen, günstigen<br />

Zugang zu Informationen,<br />

die früher schwer oder gar<br />

nicht verfügbar waren.<br />

tings. Die Temperatur dürfte auch bei den Bossen von Dell gestiegen<br />

sein, denn der Rechner stammte von diesem Hersteller.<br />

Die Folge: eine Rückholaktion zum Austausch von rund vier Millionen<br />

Akkus mit „hitzigen“ Sony-Batterien, Brandflecken am<br />

Image und ein kurzeitig gesunkener Aktienkurs. Spätestens<br />

nach solchen Erlebnissen dämmert auch all jenen, die das Mitmach-Netz<br />

der User bislang bespöttelt hatten, dass soziale Plattformen<br />

jetzt am Aktienmarkt angekommen sind. Die vermeintliche<br />

Spiel wiese für globales Herzeigen lustiger Fotos oder<br />

Twittern von alltäglichem Nonsens kann also doch mehr: Web<br />

2.0 beginnt die Welt von DAX und Co. zu beeinflussen. Damit<br />

avancieren Konsumenten auch am Finanzsektor zu aktiven Gestaltern:<br />

In Communities, Netzwerken, Foren und anderen Social<br />

Media-Treffpunkten wird intensiv gepostet, diskutiert und<br />

gewertet. Die Teilnahme erfolgt wegen handfester Gründe:<br />

„Klein- und Privatanleger erhalten einfachen, günstigen Zugang<br />

zu Informationen, die früher schwer oder gar nicht verfügbar<br />

waren. Web 2.0 erhöht die Transparenz der Märkte“, erklärt<br />

Thomas Neuhold, Leiter der Aktienanalyse Österreich bei Uni-<br />

Credit Bank Austria. Es sind längst nicht mehr bloß eine Handvoll<br />

Spezialisten, die sich als virtuelle Mitspieler versuchen: Auf<br />

dem Online-Karriereportal Xing beispielsweise verzeichnet die<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011


2009 gegründete Gruppe „Kapitalmarkt“ immerhin mehr als<br />

25.000 Mitglieder, die sich zu der Thematik austauschen.<br />

BEEINFLUSSUNG DURCH WEB 2.0. „Kurse bewegen sich zum<br />

erheblichen Teil auf Basis von Gerüchten und Stimmungen.<br />

Diese Tendenz kann durch solche Networks potenziert werden<br />

– mit mehr oder weniger Wahrheitsregulativ“, weiß Gerald Wunderer,<br />

Projektleiter Financial Services der Strategie beratung<br />

Booz & Company in Wien. „Auf Facebook und Co. eröffnet sich<br />

die Gelegenheit, durch heikle Infos für eine breite Öffentlichkeit<br />

Aktien unreflektiert zu beeinflussen.“ Leicht möglich, dass sich<br />

Chefs künftig öfter mit kritischer Resonanz herumärgern müssen,<br />

wenn Internetbenutzer zur Tat schreiten. Denn Web 2.0 für<br />

Anleger verzeichnet abseits von Posting-Aktionismus langsam,<br />

aber sicher eine Professionalisierung durch Spezial-Plattfor-<br />

men wie Sharewise, die mehr sein wollen als Übungsstätten für<br />

diverse Teilzeit-Wertpapier-Gurus. Bei dieser Aktien-Community<br />

werden Empfehlungen im Gegensatz zu klassischen Foren<br />

auf ihre Richtigkeit überprüft und zusammengefasst. Interessenten<br />

erkennen, wer einen guten Riecher hat und wer heiße<br />

Luft verströmt. Dann steht der kleine Alptraum für Bosse im<br />

Raum: Investoren entscheiden auf Grund von virtuellen Ansichten,<br />

wo sie ihre Euros platzieren. Der Betrieb könnte sich als<br />

Spielball von Meinungen wiederfinden, sofern die Abteilung für<br />

Investor Relations nicht sofort effizient gegensteuert. Eine falsche<br />

Einschätzung der Verhältnisse könnte nämlich weiteren<br />

Aufwind für die trendigen Werkzeuge bedeuten. „Private Anleger<br />

verfügen jetzt über ähnliche Bedingungen wie institutionelle<br />

Trader, weil Web 2.0 mehr Infos verschafft als klassische<br />

Quellen“, sagt Sharewise-Co-Gründer Stefan Nothegger. „Dort<br />

findet sich viele Meinungen erfolgreicher Anleger, die keine Provision<br />

bekommen, wenn sie positiv über ein Produkt berichten.“<br />

KRITISCHE ANLEGER. Doch die gesunkene Glaubwürdigkeit der<br />

Berater, von der Netzalternativen profitieren, kommt nicht von<br />

ungefähr. Eine Studie des Managementberatungs-, Technologie-<br />

und Outsourcing-Dienstleisters Accenture zeigt neue Fron-<br />

ten: „Es gibt durch die Krise eine deutliche Verschiebung der<br />

Marktmacht zugunsten von Bankkunden“, so Accenture-<br />

Experte George H. Schmidt. „Sie sind bei finanziellen Entscheidungen<br />

deutlich selbstbewusster. Hinzu kommt ein klarer Vertrauensverlust<br />

gegenüber Kredit instituten“. Dass nun Heer-<br />

scharen ins Web wechseln, dürfte unwahrscheinlich sein. Für die<br />

Hüter des Geldes stellen sich trotzdem Fragen nach der Zukunft.<br />

Neuhold: „Viele Anleger sind kritischer geworden und holen<br />

mehr Daten ein. Hier bietet Web 2.0 eben neue Möglichkeiten.<br />

Damit muss die Beratungsintensität bei den Banken steigen.“<br />

WEB-HALBWISSEN. Aber längst ist auch nicht alles rosig in der<br />

neuen Aktienwelt. Denn ein wenig surfen und fette Gewinne<br />

erwarten, bleibt in jedem Fall pure Illusion. Im Netz verschwimmen<br />

noch zu oft Halbwissen von Amateuren und professionelle<br />

Ratschläge. Wer ohne Know-how agiert, kann nie die Spreu vom<br />

Weizen trennen. Der Traum vom Reichtum endet schnell als<br />

Loch am Konto. Oder aber der von PR-Sprüchen aufgeputschte<br />

User vertraut blauäugig jenen, die geschickt böse Spiele treiben.<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011<br />

„Viele Anleger sind kritischer geworden und holen mehr Daten ein.“<br />

Thomas Neuhold, Bank Austria<br />

Auch fragwürdige Zeitgenossen haben den Zeitgeist erkannt: Sie<br />

versuchen, gewisse Aktien in die Höhe zu pushen. Ihre grellen<br />

Werbebotschaften via Facebook oder Twitter erreichen unzählige<br />

User, die man mit superschlauen Ratschlägen zu Käufen<br />

überreden will. Auf der Gerüchtebörse zirkulieren weiters Vermutungen,<br />

die von Konsumenten-Sites bekannt sind: Manager<br />

engagieren gegen Entgelt Personen, die in Netzwerken und<br />

Foren guten Wind für ausgewählte Objekte machen. Natürlich<br />

gut getarnt im pseudoneutralen Mäntelchen. Warnsignale sind<br />

Kracher wie der „sensationelle Durchbruch“ beim Pharmaunternehmen<br />

XY oder Jubel für Penny Stocks, die dahindümpeln und<br />

ganz plötzlich in Börsenbriefen top sind. Wenn das Handelsvolumen<br />

stark gestiegen ist, besteht Gefahr, dass jemand Ahnungslose<br />

ködert, um seine Stücke zu höheren Kursen abzubauen.<br />

„Kostenlose Newsletter aus Bereichen, in denen es um viel Geld<br />

geht, sind oft heikel“, weiß Nothegger . „Man sollte immer skeptisch<br />

sein, speziell was Tipps betrifft, die eine apokalyptische<br />

Stimmung wie das Ende von Öl orten. Gerade Unternehmen aus<br />

dem Explorersektor werden oft mit komplett überzogenen Renditechancen<br />

angepriesen.“ „Vorsicht 2.0“ sollte ebenfalls steigenden<br />

Kurs verzeichnen … n<br />

So nützt Social Media privaten Anlegern<br />

Twitter: Das simple Konzept des „Zwitscherns“ erhöht den<br />

Speed. Firmen und spezielle Dienste versorgen User über besagten<br />

Service mit aktuellen, prägnanten Nachrichten.<br />

Facebook: Unternehmen und Organisationen machen auf dem<br />

sozialen Netzwerk ihre News öffentlich. Weiters gibt es Gruppen,<br />

wo User zu Finanzthemen kommunizieren.<br />

Communities, Foren: Anleger und professionelle Analysten<br />

diskutieren über Wertpapiere und geben Tipps.<br />

Director Dealings: Meldungspflichtige Insidergeschäfte von<br />

Managern sind schnell einzusehen und sorgen für Transparenz.<br />

Infos, die früher nur professionelle Akteure hatten, sind jetzt<br />

privaten Anlegern relativ unkompliziert zugänglich. Diese bieten<br />

Anlaufstellen wie insiderdaten.de.<br />

Meinungsvielfalt: Portale wie Fidor erlauben Bewertung von<br />

Produkten und Beratern. Dadurch kommen für den Interessenten<br />

auch unabhängigere Meinungen zustande.<br />

Investor Relations: Die Kommunikation zwischen Firmen<br />

und Anlegern gestaltet sich neu. Was früher maximal bei<br />

Hauptversammlungen möglich war, ist im Web immer ein paar<br />

Klicks entfernt. Bei Portalen antworten zuständige Manager auf<br />

Fragen und bieten eine Gelegenheit, das Unternehmen in verschiedenen<br />

Kategorien zu bewerten.<br />

Vertrauen: Web 2.0 ist kein Schlaraffenland. Nutzer sollten sich<br />

über mögliche Interessenkonflikte von Quellen informieren – Gier<br />

kann die Suppe versalzen. Hilfreich ist, wie frühere Hinweise des<br />

Tippgebers funktioniert haben.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 13


Aktuelle Vorsorgeprojekte am Markt (eine Auswahl)<br />

Teil 2 folgt in der nächsten FOKUS-Ausgabe.<br />

BIP Immobilien Development<br />

www.bip-immobilien.at<br />

BUWOG<br />

www.buwog.at<br />

C&P Consulting AG<br />

www.cp-ag.at<br />

CPI Immobilien AG<br />

www.cpi.co.at<br />

14 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

1120 Wien, Vivenotgasse 56, 34 frei finanzierte Eigentums- und Anlagewohnungen, 46<br />

bis 118 m², 2 bis 4 Zimmer, Tiefgarage, Loggien, Terrassen- oder Eigengärten, bezugsfertige<br />

Ausstattung inkl. Markenküchen, Top-Infrastruktur und Verkehrsanbindung durch<br />

Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße und U6, direkter Blick in den Vivenotpark.<br />

Fertigstellung Winter 2013.<br />

1170 Wien, Kainzgasse 11, 22 frei finanzierte Eigentums- und Anlagewohnungen, 39 bis<br />

143 m², 2 bis 4 Zimmer, Tiefgarage, Loggien oder Terrassen, bezugsfertige Ausstattung<br />

inkl. Markenküchen, ruhige Dornbacher Lage, in unmittelbarer Nähe zum Kongresspark.<br />

Fertigstellung: Winter 2013.<br />

1220 Wien, Wagramer Straße 124, 27 frei finanzierte Eigentums- und Anlagewohnungen,<br />

42 bis 82 m², 2 bis 3 Zimmer, Tiefgarage, Loggien, Terrassen- oder Eigengärten, bezugsfertige<br />

Ausstattung inkl. Markenküchen, Top-Infrastruktur und Verkehrsanbindung –<br />

Donauzentrum, U1 Kagraner Platz. Fertigstellung: Sommer 2013.<br />

1120 Wien, Rosasgasse 17–19, 56 m², 2 Zimmer, Terrasse, Tiefgarage, Nähe<br />

Schönbrunner Schlosspark, verkehrsgünstige Lage, hervorragende Infrastruktur.<br />

Fertigstellung: Sommer 2012.<br />

1120 Wien, Koflergasse 1–3, 52 bis 133 m², 2 bis 4 Zimmer, Tiefgarage, Terrassen- oder<br />

Eigengärten, Kinderspielplatz, voll eingerichtete Qualitätsküchen, beste Nahversorgung,<br />

verkehrsgünstige Lage, unverbaubarer Grünblick, am Haydnpark gelegen.<br />

Fertigstellung: Frühjahr 2012.<br />

1150 Wien, Holochergasse 25, 70 m², 3 Zimmer, großzügiger Garten, perfekt gelegen<br />

zwischen Downtown und Stadtrand, verkehrsgünstige Lage (U3), hervorragende<br />

Infrastruktur, Tiefgarage. Bezug: <strong>Oktober</strong> 2011.<br />

1210 Wien, Pastorstraße 32, 43 Anlegerwohnungen zwischen 30 und 65 m², Neubau,<br />

2 bis 3 Zimmer-Wohnungen, Balkone und Terrassen, 34 Tiefgaragenplätze.<br />

Verkehrsgünstige Lage (U1), beste Infrastruktur. Fertigstellung: Frühjahr 2013.<br />

1140 Wien, Hernstorferstraße 15, neu adaptierter Altbau, 9 Einheiten zwischen 30 und<br />

55 m², 2 Zimmer, gute Mieterstruktur, neuer Lifteinbau, sehr gute Verkehrsanbindungen,<br />

Fertigstellung: <strong>November</strong> 2012.<br />

1150 Wien, Kranzgasse 7, 18 Wohnungen (50 bis 114 m²) verfügbar, revitalisierter Stilaltbau,<br />

€ 1.200,– bis 2.800,–/m².<br />

1150 Wien, Kranzgasse 9, 12 Wohnungen verfügbar (31 bis 96 m²), € 1.000,– bis 2.800,–<br />

netto/m².<br />

1200 Wien, Wallensteinstraße 56, 20 Wohnungen verfügbar (30 bis 97 m²), € 1.400,–<br />

bis 3.200,– netto/m².<br />

INVESTMENT & VORSORGE 2011


Fohrafellner & Buchholz<br />

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Grünruhelage Nähe U1-Station Kagran, Einkaufsmöglichkeit im Donauzentrum.<br />

Erstbezug ab sofort möglich!<br />

1140 Wien, Stadtapartments Spallartgasse 16, exklusive 15 Wohneinheiten (52 bis<br />

155 m²), alle mit Balkon oder Terrasse, 16 Tiefgaragenstellplätze. Hochqualitative<br />

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Parkettböden und Markenküchen. Beste Lage, 100 Meter zur U3, Naherholungsgebiet<br />

Wilhelminenberg und Steinhofgründe.<br />

Gewohnte Werte.<br />

1120 Vivenotgasse 56 - 34 frei finanzierte Eigentums- und Anlagewohnungen<br />

1170 Kainzgasse 11 - 22 frei finanzierte Eigentums- und Anlagewohnungen<br />

1220 Wagramer Straße 124 - 27 frei finanzierte Eigentums- und Anlagewohnungen<br />

Informationen zu Wohnbauprojekten:<br />

Tel. (01) 513 12 41 - 740<br />

www.bip-immobilien.at


Magnat Asset Management<br />

www.magnat.ag<br />

Premium Immobilien AG<br />

www.premium.co.at<br />

Raiffeisen Vorsorge<br />

Wohnung<br />

www.rvw.at<br />

Sedlak Immobilien<br />

www.sedlak-immobilien.at<br />

Wahre Werte<br />

www.wahrewerte.com<br />

Wiener Privatbank<br />

www.wienerprivatbank.com<br />

1170 Wien, Kastnergasse 16–18, noch 14 bestens ausgestattete Wohnungen verfügbar,<br />

37 bis 121 m², Balkon oder Terrasse, Tiefgaragenstellplätze, sehr gute Verkehrsanbindung,<br />

Nähe AKH. Baubeginn Frühjahr 2012.<br />

1120 Wien, Reschgasse 15, 15 Wohnungen, 40 bis 94 m², hofseitige Balkone/Terrassen<br />

und begrünter Innenhof. Sehr gute Verkehrsanbindung, 20 Meter zur U6 Niederhofstraße.<br />

Baubeginn April 2012, geplante Bauzeit 18 Monate.<br />

1030 Wien, Erdbergstraße 17, 4 Wohnungen noch verfügbar. Alle Wohnungen mit Balkon,<br />

Loggia, Terrasse oder Gartenfläche, Parkatmosphäre. Jede Wohnung mit Kellerabteil und<br />

Pkw-Stellplatz in der Tiefgarage.<br />

1120 Wien, Niederhofstraße 39–41, 2 Wohnungen noch verfügbar. Perfekte<br />

Verkehrsanbindung durch U6-Station Niederhofstraße und Buslinie 63A, U4-Station<br />

Meidling in 5 Gehminuten zu erreichen.<br />

1120 Wien, Wilhelmstraße 25–29, 42 Wohnungen noch verfügbar, Wohnungsgrößen<br />

37 bis 76 m², Einbauküchen inkl. Markengeräte, qualitativ hochwertige Ausstattung<br />

(Parkettboden, großformatiges Feinsteinzeug), Balkon, Terrasse, Loggia. Ausgezeichnete<br />

Verkehrsanbindung (U-Bahn, S-Bahn), hervorragende Infrastruktur, Einkaufszentrum und<br />

Meidlinger Hauptstraße in unmittelbarer Nähe.<br />

1230 Wien, Endresstraße, Baubeginn. Sehr gut aufgeteilte 2-Zimmer-Wohnung mit<br />

ca. 55 m² Wohnfläche, großzügiger Balkon von 9 m², voraussichtliche Fertigstellung:<br />

Herbst 2012. Provisionsfrei, Superfinanzierung über Wüstenrot.<br />

2345 Brunn/Gebirge, Leopold-Gattringer-Straße, Wohnen im Grünen, Erstbezug, helle<br />

2-Zimmer-DG-Wohnung mit ca. 82 m² Wohnnutzfläche zzgl. 11 m² westseitiger Balkon,<br />

bezugsfertig. Provisionsfrei. Superfinanzierung über Wüstenrot.<br />

1220 Wien, Doningasse 10A, 60 Wohnungen, 40 bis 70 m², beste Verkehrsanbindung<br />

und Infrastruktur durch Lage am Kagraner Platz, im Anlegerwohnungsobjekt befinden<br />

sich Einkaufsmöglichkeiten im Erdgeschoß und ein Fitnesszentrum im Obergeschoß.<br />

Fertigstellung Ende 2012.<br />

1140 Wien, Hütteldorfer Straße 237, 17 Wohnungen, 40 bis 70 m², hochwertige<br />

Massivbauweise mit moderner Architektur und zeitgemäßen Grundrissen.<br />

Fertigstellung Ende 2012.<br />

1200 Wien, Hellwagstraße 4–8, 41 Penthousewohnungen, 48 bis 75 m², alle Wohnungen<br />

verfügen über eigene Dachterrassen, Panoramablick und helle Wohnräume, ökologische<br />

Niedrigenergiebauweise (z. B. Solaranlage). Fertigstellung Sommer 2012.<br />

16 FOKUS I HOME & BUSINESS INVESTMENT & VORSORGE 2011


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EATON FUNKSYSTEM FÜR KOMFORT-, SICHERHEITS- UND ENERGIEMANAGEMENT<br />

Xcomfort ist das drahtlose System von Eaton zur Steuerung von Elektrofunktionen und ist im Wohngebäude<br />

vielseitig einsetzbar: zum Schalten, Dimmen Jalousien oder Rollläden öffnen und schließen,<br />

für die zentrale Steuerung von Heizung oder Lüftung bis hin zur funkgesteuerten Bedienung von Alarmanlagen.<br />

Dieses System ist maßgeschneidert für Einfamilienhäuser, um sinnvoll Kosten und Energie zu<br />

sparen. In einem sicheren Heim den Wohnkomfort zu verbessern und dabei Energie zu sparen ist der<br />

Anspruch von Eaton-Lösungen.<br />

RR CONSULTING<br />

Gravierende Mängel, die beim Bau entstehen und von Ihnen als Laie übersehen werden, bringen Ihnen nicht nur<br />

Ärger, können nicht nur kostspielige Folgen haben, sondern oft auch an die Existenz gehen. Mit unserem Angebot<br />

ersparen wir Ihnen Kosten und zusätzlichen persönlichen Zeitaufwand mittels folgender Punkte:<br />

• Sichtprüfungen bei Neubau, Wohnungen, Einfamilienhäusern<br />

• Technische Kontrolle wie Material und Ausführung<br />

• Ständiges Berichtswesen in schriftlicher und fotodokumentarischer Form<br />

• Auflistung der Mängel inkl. Schriftverkehr und Abklärung mit den Auftragnehmern<br />

• Bauherrenvertretung<br />

• Baufortschrittfeststellung<br />

• Freigabe der zu überweisenden Beträge an die Ausführenden<br />

• Abnahme und Dokumentation der einzelnen Gewerke und Rechnungskontrolle<br />

56 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

LOEWE Austria GmbH<br />

Parkring 12, 1010 Wien<br />

T: 01 228 86 33, office@loewe.co.at<br />

www.loewe.co.at<br />

Eaton GmbH.<br />

Scheydgasse 42<br />

1215 Wien<br />

Tel.: +43 50868-0<br />

InfoAustria@eaton.com<br />

www.moeller.at<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


WOHNELEKTRONIK ZALUSKY<br />

Intelligentes Wohnen oder „smart living“ bedeutet die Zusammenführung und Vernetzung der gesamten<br />

Gebäudetechnik, beginnend bei der Steckdose bis hin zu IT und Multimedia.<br />

Das Ziel dabei ist die Vereinfachung der Bedienung, die Steigerung des Komforts, die Erhöhung der Sicherheit<br />

und die Minimierung des Energieverbrauchs. Moderne Beleuchtung spielt dabei eine wesentliche<br />

Rolle. Licht dient nicht nur zum Sehen, es weckt Emotionen und verändert Stimmungen!<br />

Wohnelektronik Zalusky berät Sie zu diesen Themen und ermöglicht Ihnen auch, in die Faszination Licht<br />

einzutauchen. Wir übernehmen für Sie die Gewerke übergreifende Planung, Projektleitung sowie Inbetriebnahme,<br />

Dokumentation und Service.<br />

BKS HOMENET ® , DAS UNIVERSELLE DATENNETZ DER ZUKUNFT!<br />

BKS HomeNet ® ist das intelligente Verkabelungssystem für Wohnhäuser Büros und vieles mehr.<br />

Das clever strukturierte und gleichzeitig ökonomische System öffnet dem Anwender den Zugang zu allen<br />

heutigen und kommenden Anwendungen. Ob xDSL, Highspeed-Internet, EDV-Netzwerk, TV/SAT/Radio,<br />

ISDN, Telefon, Fax, B&O, Audio oder Video. Eine Einfachdose offeriert bis zu vier Anwendungen und damit<br />

ein enormes Einsparungspotenzial. Die Leistungsreserven dieses Systems werden für die nächsten Jahre<br />

ausreichen. Motiviert durch diese Erfolge werden neue Innovationen entwickelt, erprobt und bahnbrechende<br />

Wege im Multimediabereich beschritten. Die BKS sieht sich als Entwickler, Handelspartner sowie Beratungsstelle<br />

für Architekten und Planer.<br />

IHR ANSPRECHPARTNER FÜR INTELLIGENTES WOHNEN UND ARBEITEN<br />

Haben Sie schon immer von einem Gebäude geträumt, das Ihre Wünsche und Anforderungen an intelligentes<br />

Wohnen und Arbeiten erfüllt? Karall & Matausch setzt diese Träume in die Wirklichkeit um und lässt Sie<br />

vom extra für Sie designten und angepassten Touchpanel Jalousien, Licht, Videoüberwachung, Multimediageräte<br />

und mehr steuern.<br />

Profitieren Sie bei Karall & Matausch von den aktuellsten Produkten in Kombination mit hochqualifizierten<br />

Technikern und dadurch, von der Planung über die Integration bis hin zum Service einen einzigen Ansprechpartner<br />

zu haben. Konnten wir Ihr Interesse wecken? Dann freuen wir uns auf Ihren Kontakt!<br />

INTELLIGENTE GEBÄUDEAUTOMATISIERUNG VON BECKHOFF<br />

PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff, die seit fast drei Jahrzehnten in allen Bereichen industrieller<br />

Automatisierung erfolgreich eingesetzt wird, ist heute zum festen Bestandteil intelligenter Gebäudeautomatisierung<br />

geworden. Die Anforderungen an die Intelligenz eines Gebäudes sind in den letzten Jahren stetig<br />

gestiegen, wobei die Energieeffizienz sowie ein gutes „Return of Investment“ im Vordergrund stehen. Mit<br />

intelligenter, gewerkeübergreifender Gebäudeautomation ist die Idee des „Green Building“, des nachhaltigen,<br />

energieeffizienten Bauens und Wohnens, realisierbar. Für die Gebäudeautomation bietet Beckhoff ein<br />

durchgängiges, skalierbares Steuerungssystem: von der PC- und Ethernet-basierten Steuerung bis zum<br />

modularen I/O-System zur Erfassung sämtlicher Datenpunkte im Gebäude.<br />

• Die Mitarbeiter/-innen von IKAtec bieten kundenorientierte, kompetente und effiziente Dienstleistungen und<br />

Produkte in allen Anwendungsgebieten der Elektrotechnik.<br />

• Durch Beratung, Planung, Durchführung/Montage und Wartung aus einer Hand sowie technisches Know-<br />

how auf dem neuesten Stand wird sowohl dem Privat- als auch dem betrieblichen Kunden ein Höchstmaß<br />

an individuellem Nutzen und Freude an komfortablen und innovativen elektrotechnischen Produkten geboten.<br />

• Technischer Schwerpunkt sind innovative Lösungen im Bereich der BUSgesteuerten Elektroinstallation, die<br />

für Passiv- und Niedrigenergiehäuser, Privat- und Betriebskunden neue, auf individuelle Bedürfnisse ange-<br />

passte Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Wesentlicher Augenmerk wird dabei – sowohl in der Beratung und<br />

Planung als auch in Durchführung und Wartung – auf die Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten an<br />

deren Gewerken gelegt (Baumeister, Architekt, Gas-Wasser-Heizungs-Installateur, Wohndesign, Heizungs<br />

techniker ...) bzw. eine für den individuellen Kunden optimierte und ins Gesamtsystem integrierte Steuerung<br />

von Elektrogeräten, Heizung, Beschattung, Beleuchtung, EDV … angestrebt<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Wohnelektronik Zalusky e. U.<br />

Dipl.-Ing. Gerhard Zalusky<br />

Fasangasse 100, 2285 Leopoldsdorf/M.<br />

office@intelligentwohnen.at, +43 664 340 88 98<br />

Karall & Matausch GmbH<br />

A-1210 Wien, Hossplatz 17<br />

+43 1 2711070, office@k-m.at<br />

www.k-m.at<br />

Christian Pillwein<br />

BECKHOFF Automation GmbH<br />

A-6706 Bürs, Hauptstraße 4<br />

T +43 (5552) 68813 20, F +43 (5552) 68813 18, M +43<br />

(664) 2431205, E c.pillwein@beckhoff.at/building,<br />

I www.beckhoff.at<br />

Intellekt trIfft InnovatIon<br />

hella-automation ist ihr spezialisierter Partner in den Bereichen<br />

• automatisierung<br />

• Sondermaschinen<br />

• entwicklung von hardwareprodukten<br />

• Photovoltaik<br />

hella-automation.com<br />

Roman Rapf / www.bks-homenet.at<br />

roman.rapf@bks.ch, Mobil: +43 664 42 93 664<br />

www.bks.ch<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 57


BUSINESS<br />

VÄTERCHEN FROST ANTE PORTAS<br />

SCHNEERÄUMUNG –<br />

PROFISACHE!<br />

Er kommt immer im ungeeigneten Augenblick. Nämlich nicht dann, wenn man in den<br />

Skiurlaub fährt, sondern dann, wenn man ihn genau nicht braucht: der Schnee.<br />

Mit einem professionellen Winterdienst sind Sie auf der sicheren Seite – oder wollen Sie<br />

vielleicht gar selbst räumen?<br />

ES SCHNEIT. Natürlich war der Wintereinbruch<br />

und damit der Schneefall schon<br />

seit drei Tagen in den Nachrichten angekündigt,<br />

aber so wirklich wahrhaben will<br />

man es nicht. Man erfreut sich zwar an<br />

den Bildern aus den Skiregionen und<br />

weiß, der Skiurlaub in zwei Wochen ist gesichert,<br />

aber dass es dann direkt vor der<br />

Haustür schneit, damit hat man dann<br />

doch nicht gerechnet. Und dann noch<br />

über Nacht. Der Morgen ist etwas hektisch<br />

und man ist schon froh, dass der Weg<br />

zur Garage noch notdürftig freigeschaufelt<br />

werden kann und damit das Auto<br />

startklar ist; der restliche Gehsteig vorm<br />

Haus geht sich aber in der Eile nicht mehr<br />

aus. Der muss warten bis nach Arbeitsschluss.<br />

HAFTUNGSRISIKO. Es geht aber gar nicht<br />

so sehr um das Schaufeln, sondern darum,<br />

58 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

dass Leute stürzen könnten und sich entsprechend<br />

verletzen. Kommt es auf Gehsteigen<br />

und Wegen zu Unfällen, können<br />

enorme Kosten für Schadenersatz anfallen.<br />

Deshalb ist es auf jeden Fall besser,<br />

sich rechtzeitig mit Schneeschaufel und<br />

Streumaterial auszurüsten. Allerdings<br />

kann an manchen Tagen sogar eine<br />

Schneeschaufel zu wenig sein – nämlich<br />

wenn es richtig schneit. Und da ist es viel-<br />

leicht besser, man hat gleich einen kleinen<br />

Traktor oder mechanische Schneeräumungsmöglichkeiten<br />

bei der Hand. Aber<br />

wer kauft sich schon so etwas – für einen<br />

Ernstfall, der vielleicht einmal im Winter<br />

eintritt oder zweimal? Außer man wohnt<br />

in schneereichen Gegenden Österreichs.<br />

Unternehmer, Händler und alle anderen<br />

Personen, die über öffentlich zugängliche<br />

Grundstücke oder Wege verfügen, müssen<br />

dafür sorgen, dass Gelände oder Weg<br />

Text Robert Schweiger<br />

Foto Shutterstock<br />

sicher begehbar sind. Es muss geräumt<br />

und gestreut werden – Gehsteige, Gehwege<br />

und Stiegenanlagen, die dem öffentlichen<br />

Verkehr dienen. Der Gehsteig ist<br />

entlang der Liegenschaft zu säubern und<br />

wenn nötig auch zu streuen. Gibt es keinen<br />

Gehsteig, muss der Straßenrand in<br />

einer Breite von einem Meter von Eis und<br />

Schnee gereinigt werden.<br />

SCHNEERÄUMUNG. Wenn man schließlich<br />

am Abend verschwitzt mit der Schneeschaufel<br />

vor der Haustür steht, überlegt<br />

man sich schon, ob man sich nicht vielleicht<br />

für den nächsten Winter um eine<br />

professionelle Winterdienstleistung kümmern<br />

sollte. Schon allein aus Haftungsgründen<br />

sollte man den Winterdienst an<br />

ein professionelles Unternehmen übergeben.<br />

Denn sobald ein Vertrag zur Räumung<br />

abgeschlossen ist, ist man als Privatperson<br />

oder als Firma bei Schnee und<br />

Glatteis aus dem Schneider. Und wer<br />

kennt das nicht: Nachdem die Einfahrt<br />

oder der Gehweg mühsam von den Schneemassen<br />

befreit wurde, kommt ein Räumfahrzeug<br />

und macht die ganze Arbeit in<br />

wenigen Sekunden wieder zunichte. Was<br />

sich in einem Comic als lustig ausnimmt,<br />

ist es in Wirklichkeit nicht, denn die ganze<br />

Arbeit beginnt damit wieder von vorn.<br />

Und spätestens dann weiß man, dass man<br />

besser doch einen professionellen Winterdienst<br />

beauftragt hätte. ■<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


ACHTUNG!<br />

NEUE REGELN FÜR<br />

DEN WINTERDIENST<br />

Die neue Winterdienstverordnung des Magistrats der Stadt Wien bringt so manches erschwerende<br />

Detail für Liegenschaftseigentümer und damit auch für die Hausbetreuer, die im Auftrag dieser<br />

Liegenschaftseigentümer – als so genannte „Dritte“ – für sichere und saubere Geh- und Parkflächen<br />

zu sorgen haben.<br />

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft<br />

die aufgebrachten Auftaumittel und abstumpfenden<br />

Streumittel. Denn, so heißt<br />

es in der Verordnung wörtlich: Sobald aufgebrachte<br />

Auftaumittel und abstumpfende<br />

Streumittel für die Sicherheit des<br />

öffentlichen Verkehrs nicht mehr erforderlich<br />

sind, müssen<br />

■ zum einen die für den öffentlichen<br />

Fußgängerverkehr bestimmten<br />

Verkehrsflächen, wie zum Beispiel<br />

Gehsteige und Gehwege, durch<br />

den angrenzenden Liegenschafts-<br />

eigentümer,<br />

■ zum anderen die für den öffent-<br />

lichen Fahrzeugverkehr bestimm-<br />

ten Verkehrsflächen – dazu zählen<br />

Fahrbahnen und Radwege – durch<br />

den Straßenerhalter gereinigt<br />

werden.<br />

Diese Verpflichtung erstreckt sich selbstverständlich<br />

auch auf unversiegelte Bodenflächen,<br />

die an die oben genannten<br />

öffentlichen Verkehrsflächen angrenzen.<br />

Darüber hinaus ist auch die Verlagerung<br />

von abstumpfenden Streumitteln auf andere<br />

Grundflächen unzulässig. Das heißt<br />

im Klartext: Wer Splitt vom Gehsteig auf<br />

die Fahrbahn kehrt, damit der Gehsteig<br />

sauber ist, der handelt dieser Verordnung<br />

zuwider und setzt sich ins Unrecht.<br />

Wer dieser neu verordneten Verpflichtung<br />

nicht nachkommt, der läuft Gefahr,<br />

zur Kasse gebeten zu werden. Der Magistrat<br />

setzt im Falle der Unterlassung der<br />

Reinigung oder eines Zuwiderhandelns<br />

die notwendigen Maßnahmen auf Kosten<br />

dessen, der zur Reinigung bzw. Räumung<br />

verpflichtet ist. Für die mit der Unterlassung<br />

begangene Verwaltungsübertretung<br />

gibt’s auch noch eine Strafe, deren Höhe<br />

sich nach der jeweils geltenden Fassung<br />

der Wiener Stadtverfassung richtet. Genau<br />

diese „Verpflichteten“ sind es aber, die<br />

derartige Arbeiten in der Regel an Dritte,<br />

nämlich an uns Hausbetreuer, übertragen.<br />

Wurde also die Aufbringung von Auftaumitteln<br />

oder abstumpfenden Streu-<br />

mitteln auf den erwähnten Flächen durch<br />

Vertrag zur Gänze an Dritte übertragen<br />

und diese haben den Bestimmungen zuwider<br />

gehandelt, dann sind es genau diese<br />

Dritten, die letztendlich verwaltungsstrafrechtlich<br />

verantwortlich sind. Der<br />

Beschuldigte – damit ist der Auftraggeber<br />

an „Dritte“ gemeint – hat in diesem Falle<br />

der Verwaltungsstrafbehörde auf Verlangen<br />

den Vertrag, in dem „Dritten“ die Einhaltung<br />

der genannten Bestimmungen<br />

übertragen wird, vorzulegen.<br />

Wird ein Unternehmen – also ein<br />

„Dritter“ – damit beauftragt, die Winterdienstverordnung<br />

einzuhalten, so ist die<br />

Bestellung dieses Unternehmens innerhalb<br />

von zwei Wochen schriftlich der<br />

Verwaltungsbehörde, der MA 58, bekannt<br />

zu geben. ■<br />

Zentrale: 1160 Wien, Herbststraße 48<br />

Verwaltung: 2103 Langenzersdorf,<br />

Hochausstraße 31, Tel. 01/49 50 490<br />

office@dimmi.at – www.dimmi.at


UNTERNEHMEN<br />

BUSINESS<br />

Text Susanne Knoll<br />

Fotos Günther Egger/ Lang, Oberndorfer<br />

BETON – AUCH IN STÜRMISCHEN ZEITEN EIN VERLÄSSLICHER PARTNER<br />

NACHHALTIGES BAUEN<br />

MIT BETONFERTIGTEILEN<br />

DI Werner Pröll, stellvertretender Präsident des Verbandes Österreichische Beton- und Fertigteile,<br />

im Gespräch mit FOKUS Home & Business über die Bedeutung von Betonfertigteilen in wirtschaftlich<br />

und klimatisch bewegten Zeiten, Innovationen, Trends und Konjunkturaussichten.<br />

2011 war auch für die Beton- und Fertigteilindustrie<br />

ein ereignisreiches Jahr …<br />

Werner Pröll: Katastrophen wie Tsunamis<br />

und Erdbeben weckten vermehrt das Bedürfnis<br />

nach Sicherheit und Beständigkeit.<br />

Auch für die Wirtschaft war das Jahr spannend<br />

und die Konjunktur bleibt auch 2012<br />

wohl eher stürmisch. Katastrophen und<br />

Konjunkturverschiebungen berühren auch<br />

die Beton- und Fertigteilindustrie. Der Bedarf<br />

an Baulösungen, die zu einer nachhaltigen<br />

Entwicklung beitragen, steigt<br />

ebenso wie der Ruf nach sicheren Bauweisen.<br />

Betonfertigteile bieten Schutz vor<br />

Wasser, Feuer und Sturm. Darüber hinaus<br />

sind sie in Nachhaltigkeit, Kosten- und<br />

Zeiteffizienz sowie Präzision und Innovation<br />

kaum zu übertreffen.<br />

60 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Beton hat das Image, grau und trist zu sein,<br />

längst verloren. Dennoch ist vielen noch immer<br />

nicht klar, welche Vorteile Fertigteile<br />

aus Beton zu bieten haben.<br />

Betonfertigteile bieten zahlreiche Lösungen<br />

und Vorteile im modernen Bauwesen<br />

– für Planer und Endkunden: Nachhaltigkeit,<br />

Kosteneffizienz, hohe Qualität des<br />

Werkstoffes sowie die Schonung zeitlicher<br />

und personeller Ressourcen am Bauort.<br />

Durch die präzise und passgenaue Herstellung<br />

der Teile im Werk ist die Fertigung<br />

witterungsunabhängig und garantiert einen<br />

schnellen Baufortschritt. Das bringt<br />

auch weniger Lärmbelästigung für die Anrainer<br />

der Baustelle. Neben den bauphysikalischen<br />

und ökonomischen Vorzügen,<br />

wie Lärm- und Brandschutz, Langlebigkeit<br />

und Wiederverwertbarkeit, ist vor allem<br />

der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig. Beton<br />

ist zu 100 Prozent recycelbar und baut<br />

auf die drei Säulen sozial, wirtschaftlich<br />

und ökologisch. Im Endeffekt geht es um<br />

den gesamten Nutzungs- und Lebenszyklus<br />

von Gebäuden. Also Langlebig- und<br />

Beständigkeit sowie die Wärmespeicherung<br />

von Sonnen- oder Erdenergie.<br />

Haben sich Fertigteile in der Praxis und im<br />

Bauwesen heute schon als Standard etabliert?<br />

Natürlich, ganz eindeutig sogar. Denken<br />

Sie nur an Betonleitwände der Autobahnen.<br />

Sie sind unverzichtbar und retten täglich<br />

Leben. Andere Beispiele sind Kanalschächte,<br />

Abwasser- und Tunnelsysteme.<br />

Auch robuste und brandbeständige Fertigteile<br />

wie vorgespannte Deckensysteme und<br />

Doppelwände sind aus modernen, sicheren<br />

Gebäuden überhaupt nicht mehr wegzudenken.<br />

Egal ob im Hoch-, Tief- oder Straßenbau<br />

oder bei Flächenbefestigungen,<br />

dort wo die Anforderungen hoch sind,<br />

kommen Betonfertigteile zum Tragen.<br />

Welche Trends können wir im Bereich<br />

Betonfertigteile in den kommenden Jahren<br />

erwarten?<br />

Individuell gestaltete und farbige Oberflächen<br />

sowie schlankere Fertigteile sind eindeutig<br />

auf dem Vormarsch. Beton hat sich<br />

zum Trendsetter in Sachen Oberflächengestaltung,<br />

Ästhetik, Design, Behaglichkeit<br />

und Werthaltigkeit entwickelt. Planer und<br />

„Beton ist zu 100 Prozent recycelbar.<br />

Er baut auf die drei Säulen sozial,<br />

wirtschaftlich, ökologisch.“<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Betonfertigteile bieten zahlreiche Lösungen und Vorteile<br />

im modernen Bauwesen für Planer und Endkunden.<br />

Kunden werden sich künftig noch stärker<br />

von der Vielfalt und Formbarkeit des Baustoffs<br />

Beton inspirieren lassen, um davon<br />

langfristig zu profitieren. Auch die thermische<br />

Speicherfähigkeit und Wertbeständigkeit<br />

sind Themen – vor allem für Investoren.<br />

Weiters wird es darum gehen die<br />

Durchlaufzeiten von Projekten zu minimieren,<br />

um dem Markt Bauwerke noch<br />

schneller zur Verfügung zu stellen. Ein gutes<br />

Bespiel für raffinierte und noch schlankere<br />

Bauteile liefert das Innovationsprodukt<br />

UHPC-Beton.<br />

Apropos Nachhaltigkeit. Wo genau sehen<br />

Sie die Aufgabe einer nationalen Branchenvertretung<br />

wie dem Verband Österreichische<br />

Beton- und Fertigteile?<br />

Der VÖB ist berufspolitisches Sprachrohr<br />

der fachlichen und wirtschaftlichen Interessen<br />

der Branche gegenüber dem Gesetzgeber,<br />

den Behörden auf nationaler und<br />

internationaler Ebene. Um der Branche<br />

neuen Aufschwung zu verleihen, braucht<br />

es starke Allianzen, Investitionen in den<br />

Nachwuchs sowie Sicherheits- und Qualitätskontrollen.<br />

Als Verband liegt das<br />

Hauptaugenmerk auf den Rahmenbedingungen.<br />

Auf Betriebsebene bedeutet es,<br />

die verschiedenen aktuellen Trends frühzeitig<br />

zu erkennen und durch Öffentlichkeits<br />

arbeit aktiv mitzugestalten. Services<br />

wie die E-Learning Plattform www.<br />

betonwissen.at oder www.betonmarketing.at<br />

sind dazu besonders wichtig.<br />

Die Baustoffindustrie ist ein wichtiger<br />

Wirtschaftsfaktor. Welche ökonomische<br />

Bedeutung nehmen Fertigteile ein? Und<br />

wie ist es der Branche 2011 ergangen?<br />

Die Beton- und Fertigteilbranche ist ein<br />

wichtiger und innovativer Wirtschaftsmotor.<br />

Kaum ein Bauvorhaben kommt heute<br />

noch ohne Betonfertigteile aus. Neben der<br />

Qualität sowie der Zeit- und Kostenersparnis<br />

leistet die Branche durch sichere und<br />

stabile Beschäftigungsverhältnisse einen<br />

volkswirtschaftlichen Beitrag. Die effiziente<br />

Fertigung im Werk gewährleistet<br />

sichere und hochwertige Arbeitsplätze im<br />

Werk selbst und auch in dessen Umfeld.<br />

Auch wenn die Krise in der Bauwirtschaft<br />

noch nicht zur Gänze überwunden ist,<br />

sprechen die Zahlen der letzten Konjunkturerhebungen<br />

des VÖB für einen Aufwärtstrend.<br />

Grund zur Zuversicht für 2012<br />

kann es aber nur geben, wenn dafür Sorge<br />

getragen wird, dass neben den gesamtwirtschaftlichen<br />

vor allem die politischen Rahmenbedingungen<br />

passen. ■<br />

ZUR PERSON<br />

DI Werner Pröll ist technischer<br />

Geschäftsführer des führenden österreichischen<br />

Fertigteilbau-Unternehmens<br />

Oberndorfer. Als stellvertretender Präsident<br />

der Verbandes Österreichischer Betonund<br />

Fertigteilwerke (VÖB) zählt er zu<br />

den Eckpfeilern und treibenden Kräften<br />

des Erfolgs der heimischen Beton- und<br />

Fertigteilbranche.<br />

www.voeb.com<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 61


BUSINESS<br />

EIN ÜBERBLICK DER BRANCHENTREFFS<br />

IM FOKUS<br />

FOKUS Home & Business immer mit dabei ...<br />

50 FINANZDIENSTLEISTER UND VERMÖGENSBERATER BEIM CPI INFOABEND<br />

NEUES BETEILIGUNGSPRODUKT AN WIENER<br />

ZINSHÄUSERN PRÄSENTIERT<br />

■ Die Präsentation eines neuen Beteiligungsprodukts an<br />

Wiener Zinshäusern stand im Mittelpunkt eines Infoabends der<br />

CPI Immobilien AG am Donnerstag, 27. <strong>Oktober</strong> 2011<br />

im Wiener Grand Hotel. 50 Finanzdienstleister und<br />

Vermögensberater waren der Einladung der CPI-Vorstände<br />

KR Mag. Ernst Kreihsler und KR Johann Franke gefolgt.<br />

Durch den Abend führte <strong>Fokus</strong>-Herausgeber Dr. Alexander<br />

Scheuch. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert an dem<br />

neuen Produkt, wodurch zahlreiche Einzelgespräche beim<br />

anschließenden Buffet mit den Vorständen der CPI geführt<br />

wurden. Das neue Produkt der CPI Immobilien AG bietet im<br />

Grundbuch abgesicherte Eigentumsanteile an lastenfreien<br />

Wiener Zinshäusern aus der Gründerzeit. Es richtet sich<br />

an Anleger, die ihr Geld sicher in Immobilien investieren<br />

62 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Thomas Kozak, Christoph Bruckner<br />

Fotos Beigestellt<br />

und sich gegen eine mögliche höhere Inflation absichern<br />

wollen, betonte Mag. Ernst Kreihsler. Angeboten werden<br />

ausschließlich gut sanierte Gründerzeithäuser, so Johann<br />

Franke. Das neue CPI-Angebot beinhaltet grundbücherliches<br />

Eigentum mit einer Beteiligung ab rund 5.000 Euro,<br />

gemeinschaftliche Verwaltung durch die Profis der CPI<br />

Immobilien Gruppe, Fullservice-Dienstleistungsvertrag mit<br />

Hausverwaltungs-, Anteilsverwaltungs- und Vermietservice,<br />

die Regelung des Verhältnisses zwischen den Anteilseignern<br />

im Miteigentümervertrag, laufende Ausschüttung aus den<br />

Mieterträgen und einen gemeinschaftlichen Verkauf nach 10<br />

Jahren.<br />

Der erwartete Wertzuwachs beträgt drei bis sechs Prozent pro<br />

Jahr, die Gesamtrendite rund 9 Prozent vor Steuern.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


BUNDESTAG DER IMMOBILIEN- UND VERMÖGENSTREUHÄNDER 2011<br />

HERBSTLICHE IMPRESSIONEN<br />

■ Der diesjährige Bundestag wurde von der Fachgruppe<br />

Niederösterreich ausgerichtet, welche den Standort Krems wählte<br />

um den begeisterten Besuchern das Ambiente der Wachau näher<br />

zu bringen. Neben den hervorragenden Vorträgen, die sich über<br />

drei Tage (28. bis 30. September) erstreckten, fanden auch dieses<br />

Jahr zahlreiche Begleitveranstaltungen statt, deren Höhepunkt<br />

DIE MARKENSIEGER 2011<br />

BRAND LIFE AWARD<br />

VOM EUROPEAN BRAND<br />

INSTITUTE VERLIEHEN<br />

■ Am Mittwoch, 12. <strong>Oktober</strong> 2011, wurde zum dritten Mal der<br />

Brand Life Award im Rahmen und als Abschluss des eurobrandforum<br />

2011 im Novomatic Forum vergeben. Alexander Scheuch,<br />

Geschäftsführer und Herausgeber des FOKUS Home & Business,<br />

und Gerhard Hrebicek, Vorstand des European Brand Institute,<br />

führten durch den Abend.<br />

Der Brand Life Award für das<br />

Lebenswerk ging an Kurt Mann –<br />

„Der Mann, der verwöhnt!“<br />

Als Markenbotschafter 2011 wurden Wolfgang Hötschl (Kelly),<br />

Karlheinz Essl (bauMax), Johann Graf (Novomatic), Erwin<br />

Kotanyi, Carl Manner und Leodegar Pruschak (Raiffeisen) ausgezeichnet.<br />

Alexander Scheuch, Mitglied der Expertenjury des<br />

Awards: „Die Liste der nominierten Personen für den Brand Life<br />

Award war hochkarätig besetzt. Mit Kurt Mann wurde ein erfolgreicher<br />

Unternehmer gekürt, dem wir auf diesem Wege nochmals<br />

herzlich zum Brand Life Award gratulieren.“<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

das alljährliche Galadinner darstellte. Am ersten Abend stand eine<br />

Schifffahrt auf der Donau von Krems nach Spitz und wieder retour<br />

auf dem Programm, während dieser eine Weinverkostung der<br />

besten Weine der Region stattfand. Das Galadinner am Donnertag<br />

führte die Gäste ins Schloss Grafenegg, bei dem alle Anwesenden<br />

durch die exzellente Küche von Toni Mörwald verwöhnt wurden.<br />

Führten durch den Abend. Dr. Alexander Scheuch, Herausgeber<br />

FOKUS Home & Business (links) und DI Dr. Gerhard Hrebicek, MBA,<br />

Vorstand des European Brand Institute (rechts)<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 63


ERFOLGREICHER START FÜR DIE NEW FASHION PLAZA IM DESIGNER OUTLET PARNDORF<br />

BEREITS 150.000 BESUCHER SEIT DER NEUEN<br />

LUXURIÖSEN ERWEITERUNG<br />

Rund 20 neue Designerstores,<br />

beherbergt die neue exklusive<br />

Erweiterung im Designer<br />

Outlet Parndorf.<br />

■ Am 22. September hat das Designer Outlet Parndorf seiseinen<br />

neuen luxuriösen Bauteil mit rund 20 Designerstores<br />

eröffnet, darunter internationale Highclass-Brands wie Prada,<br />

FEIERLICHKEITEN FÜR HAUSTRIFT<br />

DACHGLEICHE BEIM INNOVATIVEN ÖSW PROJEKT IN<br />

DER DAMMHAUFENGASSE<br />

■ Unter dem Motto „jung – schick – individuell – nachhaltig:<br />

Einfach wohnen an der grünen Peripherie“ entstehen in der<br />

Dammhaufengasse im 2. Bezirk neue Doppelhäuser mit insgesamt<br />

45 Einheiten. HAUSTRIFT nennt sich das Projekt welches im März<br />

2012 fertiggestellt wird.<br />

Am Dienstag, 20. September, fand die traditionelle Gleichenfeier<br />

statt. Neben allen am Bau beteiligten Arbeitern, denen diese Feier<br />

traditionell gewidmet ist, kamen auch zahlreiche Vertreter aus<br />

Politik, Beamtenschaft und Wirtschaft. „Wir freuen uns sehr, dass<br />

wir mit diesem Projekt dem Wunsch nach dem eigenen Haus im<br />

Grünen auch im geförderten Wohnbau nachkommen können,“ so<br />

Michael Pech, Vorstand der ÖSW AG, auf den Feierlichkeiten.<br />

64 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Hugo Boss und Calvin Klein Collection. Und Ende letzter<br />

Woche ist nun auch Furla auf der Fashion Plaza eingezogen.<br />

In den ersten zehn Verkaufstagen seit der Eröffnung<br />

konnte das Designer Outlet Parndorf mit den neuen Shops<br />

bereits 150.000 Besucher verzeichnen. Insgesamt wurden 30<br />

Millionen Euro in die neue Ausbaustufe investiert und damit<br />

200 neue Arbeitsplätze für die Region geschaffen.<br />

Seit der Eröffnung im Jahr 1998 kamen über 30 Millionen<br />

Besucher ins Designer Outlet Parndorf. Auf den insgesamt<br />

42.000 m² Verkaufsfläche bietet das erweiterte Designer Outlet<br />

Parndorf nun 170 Designerstores. Mit den neuen Shops zogen<br />

internationale Luxusmarken wie Prada, Hugo Boss und Calvin<br />

Klein Collection ins Designer Outlet Parndorf. Darüber hinaus<br />

bringt die exklusive Erweiterung auch italienisches Flair<br />

nach Parndorf: mit der Luxus-Herrenmarke Corneliani, mit<br />

Trussardi Jeans und den italienischen Top-Brands für Taschen,<br />

Schuhe und Accessoires Furla, Pollini und Braccialini. Die<br />

Stores werden von den Designermarken selbst betrieben, sämtliche<br />

Designerstücke werden um 30 bis 70 Prozent günstiger<br />

als der Originalpreis angeboten. Und auch in der Gastronomie<br />

wird auf höchste Qualität geachtet. Neu eröffnet hat das<br />

Restaurantkonzept Asia Cocos. Außerdem betreibt der Winzer<br />

und Spitzengastronom Artner jetzt auch ein Bistro an der New<br />

Fashion Plaza.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


MediaBerater (m/w)<br />

Wir suchen Verstärkung im Verkauf!<br />

Österreichs innovatives Magazin für Immobilien, Living und Wirtschaft<br />

bietet in der Verkaufsabteilung eine interessante und herausfordernde Tätigkeit.<br />

Ihre AufgAben:<br />

n Kompetente Beratung und Betreuung bestehener Kunden<br />

n Akquisition von Neukunden<br />

n Vermarktung und Vertrieb unserer vielfältigen Sonderwerbeformen<br />

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WIr freuen uns über Ihre AussAgekräftIge beWerbung Per MAIl!<br />

ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, 1140 Wien, Bergmillergasse 5/Stiege 2/DG,<br />

z. Hd. Frau Ingeborg Zauner, i.zauner@immobilienfokus.at


FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

WIRTSCHAFT & FINANZEN Text Christian Prenger<br />

NEWS<br />

AUTOMOBILMARKT<br />

ONLINE-MOTOR<br />

n Die Technologieaffinität der Konsumenten<br />

wächst und wirkt sich auf den Autokauf<br />

aus: Immer mehr Verbraucher wollen<br />

ihr neues Auto online erwerben. Dies ist<br />

ein Ergebnis der Studie „Cars Online<br />

11/12“, die jährlich vom Beratungs­ und<br />

IT­Dienstleistungsunternehmen Capgemini<br />

durchgeführt wird. Darüber hinaus<br />

ist die Nachfrage nach Neuwagen auch in<br />

den gesättigten Märkten gestiegen. 94 Prozent<br />

informieren sich im Internet oder<br />

tätigen dort ihren Kauf – teilweise ist diese<br />

UNTERNEHMENSFINANZIERUNG<br />

KEINE ENGPÄSSE<br />

n Vor der Krise waren Unternehmen vor<br />

allem an Rentabilität und Wachstum interessiert.<br />

Bei zusätzlichem Kapitalbedarf<br />

galten Kredite bei der Hausbank als Regel,<br />

jedoch ohne weitergehende Liquiditätsplanung.<br />

Heute ist das Thema nicht nur für<br />

Staaten von zentraler Bedeutung, sondern<br />

wegen verschärfter Kredit­ und Eigenkapitalrichtlinien<br />

und der Wirtschaftsentwicklung<br />

ebenso für den KMU­Bereich. Für ihre<br />

Untersuchung befragten die Management­<br />

Consultants Horváth & Partners 114 Verantwortliche<br />

aus Finanzen, Controlling<br />

und Rechnungswesen. Eines zeigte sich<br />

deutlich: Die Krise hat Finanzcontrolling<br />

einen neuen Stellenwert verschafft. Hat­<br />

66 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

hohe Anzahl auf steigende Nutzung in den<br />

Wachstumsmärkten zurückzuführen. Dagegen<br />

besuchen immer weniger vor der<br />

Kaufabwicklung ein Autohaus. Weltweit<br />

wächst außerdem das Vertrauen in Social<br />

Media und von Verbrauchern generierte<br />

Inhalte. Allerdings sinkt die Loyalität: 61<br />

Prozent würden noch einmal das gleiche<br />

Fahrzeug oder dieselbe Marke kaufen, im<br />

Vorjahr 65 Prozent. Trotz Interesses an<br />

neuen Autos verschieben einige die Anschaffung,<br />

bis die Wirtschaft stabiler wird.<br />

Konzepte wie Carsharing und technische<br />

Entwicklungen beeinflussen die Industrie,<br />

da die Zahl der Kanäle für Suche und Kauf<br />

ebenso steigt wie die Erwartungen.<br />

ten vor der Talfahrt nur 60 Prozent jene<br />

Tätigkeit als Kernerfolgsfaktor angesehen,<br />

ist der Wert während der Krise auf 85 Prozent<br />

geklettert. Bei der Frage nach den<br />

wichtigsten Zielen nannten 84 Prozent als<br />

oberste Priorität, Liquiditätsengpässe zu<br />

vermeiden. Studienautor Michael Müller:<br />

„Es fällt auf, dass reaktiven Zielen wie der<br />

Abwehr von Problemen oder Risiken hohe<br />

Wichtigkeit zugeordnet wird. Proaktive<br />

Gestaltung wie Verbesserung der Bonität<br />

oder Erschließen neuer Finanzierungsquellen<br />

haben bei Unternehmen derzeit<br />

wenig Priorität. Gerade diese bergen heute<br />

großes Potenzial für nachhaltige Verbesserungen.“<br />

PROMOTION-TOOL<br />

BUSINESS<br />

IM BILD<br />

Michael Westphal, CEO von TV!, zeigt den<br />

Livesender im Taschenformat.<br />

n Business­Events, Eröffnungen von<br />

Flagship­Stores, Expertenkonferenzen:<br />

Täglich finden interessante Ereignisse<br />

statt, aber im Fernsehen sieht man zur<br />

geringen Freude der Marketingabteilung,<br />

die Geld und Aufwand investiert hat,<br />

meist nichts außer Auftritte der Big Names.<br />

Das soll jetzt der miniCASTER von<br />

TV!1 ändern. Ein taschengroßer mobiler<br />

Live­Encoder wandelt jedes Kamerasignal<br />

in einen IP­basierten Stream um und sendet<br />

diesen in TV­Qualität direkt ins Internet.<br />

Millionen ganz normaler Produzenten<br />

können so ihre Zielgruppe mit<br />

Liveinhalten direkt erreichen – von der<br />

Produktpräsentation über die kleine<br />

Fachmesse bis zum Tag der offenen<br />

Tür. Der Stream gelangt über Content Delivery<br />

Networks wie Akamai, Limelight,<br />

Level (3) TV1.EU oder Plattformen à la<br />

livestream.com, ustream.com und bald<br />

auch YouTube zur weltweiten Auslieferung.<br />

Profile und Einstellungen des Geräts<br />

können per Fernzugriff oder gleich<br />

auf dem Gerät jederzeit und angeblich<br />

leicht verändert werden. So darf endlich<br />

auch der Chef öffentlich „seitenblicken“.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

FOTO: TV1 GMBH


„NUR REALES IST WAHRES“<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK EXPERTENKONFERENZ<br />

n Der von Nikolaus Kimla initiierte GO<br />

AHEAD! business summit ’11, der dritte<br />

Kongress zur Österreichischen Schule<br />

der Nationalökonomie im Palais Niederösterreich,<br />

stand diesmal ganz im Zeichen<br />

der Krise als Chance für eine neue<br />

und bessere Wirtschaftsordnung der Zukunft.<br />

Der selbstständige Berater Johannes<br />

Thun­Hohenstein hielt ein Plädoyer<br />

für Kapitalismus mit menschlichem Antlitz.<br />

Seiner Meinung nach sei der Mensch<br />

Kurznachrichten aus der Welt von Wirtschaft & Finanzen<br />

als Träger von Beziehungen im ökonomischen<br />

Zusammenhang zunehmend aus<br />

den Augen verlorengegangen. Insbesondere<br />

seit dem Zusammenbruch des Ostblocks<br />

habe das politische Korrektiv gefehlt<br />

und der Materialismus um seiner<br />

selbst willen konnte sich ungehindert<br />

ausbreiten.<br />

Kapitalmarktstratege Philipp Vorndran<br />

geht davon aus, dass sich die schwer verschuldeten<br />

Staaten ihrer Verantwortung<br />

Schnelle und sichere Liquidität<br />

mit VB Factoring<br />

Mit<br />

Zufriedenheitsgarantie!<br />

„Cash is king“, so lautet bei vielen Unternehmen die Devise. Wer<br />

jetzt seine Rechnungen schnell und mit Skonto zahlt, punktet bei<br />

den Lieferanten. Ist der dafür erforderliche Cash in den eigenen<br />

Außenständen gebunden, hilft Factoring. Als flexibles Instrument zur<br />

Umsatz- und Wachstumsfinanzierung bringt es schnelle und sichere<br />

Liquidität. Wie beim Leasing ergibt sich beim Factoring noch der zusätzliche<br />

Effekt, dass es zu einer Bilanzverkürzung kommt.<br />

Beflügeln auch Sie Ihr Geschäft mit VB Factoring.<br />

Sprechen Sie mit unseren Experten. Mehr Info und<br />

direkter Kontakt unter www.vb-factoring-bank.at.<br />

durch Hyperinflation entziehen werden.<br />

Er prognostiziert eine große Renaissance<br />

für Sachwerte und analysiert treffend die<br />

Situation für Anleger: „Nur Reales ist<br />

Wahres.“<br />

Der US­Experte James Turk warnt, Veranlagung<br />

in Gold als Investment zu betrachten.<br />

Er definiert Gold als Geld und<br />

nicht als Investment. Der stark gestiegene<br />

Preis komme in Wahrheit dem realen<br />

Wert des Goldes nahe.<br />

Ihre Vorteile<br />

· Schnelle, gesicherte Liquidität<br />

· Entlastung im Debitorenmanagement<br />

· Schutz vor Forderungsausfällen<br />

· Bilanzverkürzung, Verbesserung<br />

der Eigenkapital-Quote<br />

VB Factoring Bank AG<br />

Salzburg: Markus Binderitsch,<br />

Tel.: 0662/62 35 53-130<br />

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WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

HYPO INVEST CLUB<br />

PEER STEINBRÜCK<br />

ÜBER EUROPA<br />

68 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Walter Senk<br />

Fotos HYPO NOE<br />

Im Rahmen des Hypo Invest Club, der von der HYPO NOE Gruppe für geladene Gäste organisiert<br />

wurde, sprach der deutsche Ministerpräsident und Finanzminister a. D. Peer Steinbrück vor einem interessierten<br />

Publikum zum Thema „Globale Machtverschiebungen – Europas Rolle im 21. Jahrhundert.“<br />

Hochkarätig. Peter Wendlinger, Leiter der Abteilung Real Estate Finance der HYPO NOE Gruppe,<br />

Peer Steinbrück, HYPO NOE­Generaldirektor Peter Harold (v. li.).<br />

MEINUNG. Wie schon in den Vorträgen<br />

davor, gelang es der HYPO NOE GRUPPE<br />

im Rahmen ihres Hypo Invest Club wieder,<br />

einen namhaften Vortragenden für<br />

ihr Event zu gewinnen. Nach Sprechern<br />

von internationalem Format wie beispielsweise<br />

der ehemalige EU-Kommissar<br />

Günter Verheugen oder der deutsche<br />

Wirtschaftsguru Prof. Hans Werner Sinn<br />

war es diesmal Peer Steinbrück, deutscher<br />

Ministerpräsident und Finanzminister<br />

a. D. und Mitglied des Deutschen Bundestages.<br />

Bei der anschließenden Diskussion<br />

gab es auch für die – persönlich geladenen<br />

– Gäste die Möglichkeit, Fragen an das<br />

deutsche Politschwergewicht zu stellen.<br />

Auch diesmal war das Thema mit höchst<br />

aktuellen wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen<br />

Inhalten befasst, denn<br />

der deutsche Ministerpräsident sprach<br />

über „Globale Machtverschiebungen – Europas<br />

Rolle im 21. Jahrhundert“. Und<br />

fand sehr deutliche Worte.<br />

ENTWICKLUNG. Im <strong>November</strong> 2008 gab<br />

es den ersten Finanzgipfel der G 20-Staaten<br />

in Washington – einen ähnlichen Kreis hat<br />

es davor im Jahr 1944 in Bretton Woods<br />

unter John Maynard Keynes gegeben. Und<br />

seit dieser Zeit hat sich die Welt grundlegend<br />

verändert. Es gab in dieser Zeit eine<br />

Globalisierung, die ökonomische Kräfte in<br />

Ländern entfesselt hat, die damals noch<br />

als dritte Welt bezeichnet wurden und<br />

jetzt Schwellenländer genannt werden –<br />

und diese werden die Zukunft das weltwirtschaftliche<br />

Geschehen bestimmen,<br />

das haben sie auch klargemacht.<br />

Steinbrück: „Die neuen Länder machten<br />

2008 klar, dass diejenigen, die maßgeblich<br />

die Verantwortung an der Krise 2008 tragen,<br />

künftig nicht mehr allein bestimmen<br />

werden, was die Regeln für die Zukunft<br />

betrifft.“ Den Taktstock für das Geschehen<br />

des nächsten Jahrzehnts geben andere<br />

Länder an, denn die ökonomische<br />

Macht spiegelt sich bei diesen „neuen<br />

Ländern“ auch in einem neuen Selbstbewusstsein<br />

wider.<br />

VERSCHIEBUNG. Wohin sich die Mächte<br />

verschieben werden, sieht man schon<br />

allein an den „Bricks-Staaten und der<br />

<strong>Fokus</strong> wird von einem europäisch-amerikanischen<br />

Raum auf einen asiatisch-pazifischen<br />

Raum übergehen“, so Steinbrück.<br />

Eine US-dominierte Welt, so wie wir sie<br />

hatten, wird sich nicht fortsetzen. Die<br />

Welt ist nicht mehr in einer ideologischen<br />

Konkurrenz verhaftet, sondern in einer<br />

ökonomischen Systemkonkurrenz, sieht<br />

Steinbrück die Lage. Europa tut sich in<br />

dieser Konstellation relativ schwer, denn<br />

„die Welt verändert sich und sie verändert<br />

sich sehr schnell – und wir müssen sehr<br />

sensibel mit dieser Situation umgehen<br />

und nicht zu selbstgewiss. Zumal wir dieser<br />

Entwicklung ausgesetzt sind und nicht<br />

in Bestform sind.“<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


ZUSAMMENHALT. Was aber Steinbrück<br />

durch seinen gesamten Vortrag ein wichtiges<br />

Anliegen war, ist der Weg, den Europa<br />

bereits seit dem Ende des Zweiten<br />

Weltkriegs gemeinsam zurückgelegt hat.<br />

Der 1947 in Hamburg geborene Ministerpräsident<br />

wies wiederholte Male darauf<br />

hin, dass er zur ersten Generation in Europa<br />

gehört, die keinen Krieg erlebt hatte:<br />

„Dieses Europa ist eine Antwort auf 1945.<br />

Wir leben in einer Friedens- und Wohlstandszeit,<br />

die ein privilegierter Ausnahmezustand<br />

ist. Ohne Krieg.“ Allein<br />

diese enorme Entwicklung in Europa<br />

sollte von allen Beteiligten mehr geschätzt<br />

werden, denn es zeigt, dass Europa in<br />

der Lage ist, gemeinsame Wege zu<br />

gehen. Damit wollte er auch klarmachen,<br />

dass Europa weit über „das Finanzielle“<br />

hinausgeht und man auch immer diese<br />

gemeinsame Entwicklung betrachten<br />

muss – und wie sehr sich der Kontinent in<br />

den letzten 65 Jahren zum Positiven verändert<br />

hat: in ein Europa, das sich aus<br />

Kriegen und Grenzen und Mauern befreit<br />

hat und in den letzten Jahren zu einem<br />

vereinten Europa gewachsen ist.<br />

STATUS QUO. Die aktuelle Lage auf den<br />

Kapitalmärkten und alle diese laufenden<br />

Veränderungen erwischen Europa an<br />

einem Weg, der ein Scheideweg ist. Steinbrück:<br />

„Nationalisieren wir uns wieder<br />

oder liegt die Antwort Europas in einer<br />

tiefer gehenden Integration mit der Abgabe<br />

souveräner Rechte an eine gestärkte<br />

Europäische Union?“ Eine schnelle und<br />

klare Lösung der griechischen Staatsverschuldung<br />

hat für den ehemaligen deutschen<br />

Finanzminister Priorität: „Griechenland<br />

ist pleite. Das muss auch so<br />

gesagt werden.“ Er erwarte, dass Griechenland<br />

wohl in den nächsten sechs bis<br />

acht Jahren nicht an die Kapitalmärkte<br />

zurückkommen wird. Ein Schuldenschnitt<br />

für Griechenland muss spätestens im<br />

ersten Quartal 2012 stattfinden: „ In meinen<br />

Augen reden wir nicht mehr über ob,<br />

sondern wann und wie – und wie wir die<br />

Kollateraleffekte einschränken können.“<br />

Wie hoch der sein wird, ließ Steinbrück<br />

offen, doch kann man davon ausgehen,<br />

dass er unerwartet hoch sein wird.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Die letzte Bankenkrise ist dadurch entstanden, dass sich die Banken untereinander<br />

nicht mehr vertraut haben – und diese Entwicklung ist wieder im Gange.<br />

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker<br />

wollte in einem ORF-Interview über den<br />

Umfang eines Schuldenschnitts zwar auch<br />

nicht spekulieren, aber auf die Frage, ob<br />

man im Falle Griechenlands von einem<br />

Schuldenschnitt von 50 bis 60 Prozent<br />

rede, sagte der luxemburgische Premierminister:<br />

„Wir reden über mehr.“<br />

BANKENKRISE. Die letzte Bankenkrise<br />

ist ja dadurch entstanden, dass die Banken<br />

sich untereinander nicht mehr vertraut<br />

haben – und diese Entwicklung ist<br />

längst wieder im Gange. Steinbrück: „Die<br />

Bankenkrise hat sich unter mehreren<br />

Aggregatszuständen weiter entwickelt.<br />

Die Banken haben das Vertrauen untereinander<br />

verloren.“ Was sich daran erkennen<br />

lässt, dass die Banken darauf verzichten,<br />

sich auf dem Interbankenmarkt ge-<br />

genseitig Geld zu leihen. Sie parken die<br />

Liquidität lieber bei der EZB, womit der<br />

Stand mit 213 Milliarden Euro der höchste<br />

Wert seit Juli 2010 ist. Was in der<br />

Finanzwelt für Steinbrück ein großes Problem<br />

ist: die Tatsache, dass die „Haftung<br />

und das Risiko nicht mehr zusammenfallen“.<br />

Die Gewinne werden privatisiert, die<br />

Schulden sozialisiert und auf die Bevölkerung<br />

abgewälzt. Eine Umsatzsteuer auf<br />

Finanzgeschäfte werden „wir notwendigerweise<br />

auch machen müssen.“ Kapitalmarkt<br />

und Realwirtschaft driften immer<br />

weiter auseinander. „Wir haben es mit<br />

einer Gegenüberstellung von 900 Billionen<br />

Euro weltweit jährlich am Kapitalmarkt<br />

bewegtem Geld gegenüber 60 Billionen<br />

Euro an weltweitem Bruttoinlands-<br />

produkt zu tun. Über 500 Billionen Euro<br />

macht der Derivatehandel aus. Haftung<br />

und Risiko fallen hier in keinster Weise<br />

zusammen“, so der SPD-Politiker. n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 69


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

70 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Text Christian Prenger<br />

Fotos Shutterstock<br />

RÜCKKEHR AUF DIE BÜHNE<br />

WENN MARKEN<br />

NEU DURCHSTARTEN<br />

Sie verordnen sich eine Imagekur, veränderte Strategien oder frische Ziele: Bekannte Unternehmen<br />

gehen jetzt verstärkt neue Wege. Doch es warten auch viele Hindernisse ...<br />

WERBEKLINGELN. Die Maschinerie lief<br />

auf Hochtouren: A1 Telekom Austria änderte<br />

seine Markenverbindung und teilte<br />

es der Öffentlichkeit im Monumentalstil<br />

mit. Unter dem Namen A1 werden künftig<br />

konvergente Services und Produkte<br />

aus den Bereichen Internet, Festnetz, TV<br />

und Mobilfunk verkauft. Premiere feiert<br />

gleichzeitig ein Erkennungszeichen, das<br />

hohe Dynamik dastellen soll.<br />

„A1 neu ist so vielfältig wie das Leben<br />

unserer Kunden. Wir gehen auf ihre individuellen<br />

Bedürfnisse ein und haben daher<br />

auch unser Logo flexibel gestaltet“,<br />

erklärte Hannes Ametsreiter, Generaldirektor<br />

der A1 und Telekom Austria<br />

Group, Die neuen Werte sollen ebenfalls<br />

klar vermittelt werden: einfach, richtungsweisend<br />

und nah am Benutzer.<br />

Dieser kann sich an vielen Orten auf veränderte<br />

Verhältnisse einstellen – denn es<br />

herrscht Bewegung in der Sphäre der Marken.<br />

Brands beziehen eine andere Position,<br />

kehren auf die Verbraucherbühne zurück<br />

oder renovieren ihr Image. Die Gründe<br />

können sehr unterschiedlich sein: Das Erscheinungsbild<br />

wird von der Klientel nicht<br />

mehr goutiert, die Sache wirkt einfach<br />

nicht mehr taufrisch oder Firmen möchten<br />

ihre modifizierten Botschaften verbreiten.<br />

Auch Bewusstseinsauffrischung kann ein<br />

Motiv darstellen. Lange nicht mehr präsent<br />

mit klassischer Werbung war ein<br />

Traditionsbetrieb, der sich nun bemerkbar<br />

macht. „voestalpine hat sich seit der<br />

Privatisierung vom mitteleuropäischen<br />

zum weltweiten stahlproduzierende Kon­<br />

zern gewandelt. Trotz hoher Bekanntheit<br />

ist das Unternehmen für eine breite Zielgruppe<br />

schwer erfahrbar, die Kampagne<br />

gewährt einen Blick in diese Welt“, erklärt<br />

Gerhard Kürner, Leiter der Abteilung Corporate<br />

Communications. Kürner weiter:<br />

„Sie soll die Bedeutung von Entwicklungen<br />

und die Breite des heutigen Konzerns<br />

kommunizieren. Im Zentrum steht die<br />

Haltung – Mitarbeiter und ihre Impulse.<br />

Jede Entwicklung beginnt mit einem<br />

Menschen und seiner Idee. Neben diesem<br />

Aspekt soll die Breite an Produkten und<br />

Leistungen durch die Printmotive vermittelt<br />

werden.“<br />

KURSKORREKTUR. Andere Dialoge mit<br />

Kunden sind von der Ausgangslage her<br />

wenig angenehm, sofern sie eine Reaktion<br />

auf negative Ereignisse darstellen, wo der<br />

Neustart ebenso heikel wie anspruchsvoll<br />

ist. So wie bei Hypo Alpe Adria: Nach dem<br />

großen Skandal ist das Erscheinungsbild<br />

jener international tätigen Bank zumindest<br />

in Österreich mehr als ramponiert,<br />

jetzt laufen sozusagen die „öffentlichen<br />

Reparaturarbeiten“.<br />

„Die Herausforderung war eine Kampagne,<br />

mit der sich Kunden sowie Mitarbeiter<br />

in allen unseren Ländern identifizieren<br />

können. So ein Projekt muss flexibel,<br />

schnell adaptierbar, glaubwürdig sowie mit<br />

einem überschaubaren Budget umsetzbar<br />

sein“, erklärt Sprecher Dominic Köfner.<br />

Speziell nach Härtefällen oder einem Supergau<br />

verlangt das in der Regel eine Spitzenleistung.<br />

Die Öffentlichkeit verfolgt<br />

jeden Schritt mit kritischer Distanz – Fehler<br />

machen verboten. Dann benötigen<br />

Agenturen und Unternehmen jede Menge<br />

Fingerspitzengefühl, um neue Dynamik<br />

zu signalisieren, ohne gleichzeitig den<br />

Eindruck zu erwecken, man gehe wieder<br />

cool zur Tagesordnung über.<br />

Auch Opel steuerte in der jüngsten Vergangenheit<br />

durch ein Tief. Finanzielle Turbulenzen<br />

des Mutterkonzerns General Motors,<br />

ausgelöst durch die Krise, ließen den<br />

Firmenmotor mehr als stottern, die Zukunft<br />

stand auf abgefahrenen Reifen. Jetzt<br />

sieht es schon rosiger aus für den Hersteller,<br />

der mit einer Kampagne international<br />

neu durchstartet. Deutlicher als bisher soll<br />

gezeigt werden, dass Opel für sinnvolle<br />

technische Innovationen zu erschwinglichen<br />

Preisen und zukunftsorientiertes<br />

Design steht, lautet die vollmundige Botschaft<br />

aus Rüsselsheim. An Selbstbewusstsein<br />

mangelt es jedenfalls nicht: „Das<br />

beste Auto, das wir je gebaut haben“, lautet<br />

das Motto für den Insignia. Wie bei<br />

jeder kreativen Ausfahrt muss aber trotz<br />

aller großen Gesten auch der Verbraucher<br />

mitspielen. „Es kommt immer darauf an,<br />

ob der Kunde auch den Neustart annimmt“,<br />

vermerkt auch Opel­Sprecherin<br />

Johanna Lomp­Knetsch vorsichtig.<br />

Jetzt geht es wohl um ein zugkräftigeres,<br />

weniger konservatives Erscheinungsbild<br />

und deutliche Signale nach außen. Die Erwartungen<br />

sind eindeutig. Lomp­Knetsch:<br />

„Wir versprechen uns eine noch höhere<br />

Sichtbarkeit von Opel im Markt und der<br />

Gesellschaft. Neu ist vor allem der klare,<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


selbstbewusste Stil bei der Vermittlung<br />

von Inhalten.“<br />

Wenn dann bei aller Begeisterung auch<br />

noch der Absatz stimmt, freut sich die<br />

Chefetage. Geld spielt ohnehin oft die<br />

große Hauptrolle, wenn Brands plötzlich<br />

wieder aus der Versenkung auftauchen.<br />

Im allgemeinen Retro­Boom lässt sich<br />

sehr gut verdienen: Der Konsument freut<br />

sich über alte Werte in bewegten Zeiten,<br />

Firmen müssen weniger Euros bewegen,<br />

um nachhaltige Popularität zu generieren.<br />

Was die Schuhmarke Elefanten bestätigt,<br />

einst aus deutschen Läden verschwunden.<br />

Eine Umfrage von TNS Infratest<br />

zeigte nach der Rückkehr, dass fast 60<br />

Prozent der Bevölkerung immer noch<br />

etwas mit dem Trademark anfangen<br />

konnten. Außerdem wurden der Marke<br />

bereits wieder sehr positive Imageeigenschaften<br />

zugeschrieben: Vertrauen, Sympathie,<br />

Qualität und gesunde Kinderfüße.<br />

NOSTALGIEPOPULARITÄT. TNS Infratest<br />

stellte hinsichtlicht Retromarken fest, das<br />

diese bei ihrer Wiedereinführung aus dem<br />

Stand hohe Bekanntheit erzielen können<br />

und auf Grund ihrer „Vergangenheit“ großes<br />

Vertrauen genießen. Also entscheidende<br />

Aspekte, für die Neuankömmlinge<br />

zumeist ordentliche Summen und Zeit<br />

aufwenden müssen.<br />

Creme 21, die junge Körperpflegemarke<br />

der 70er­Jahre, mag als Prototyp für den<br />

gelungenen Restart fungieren. Henkel<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Retromarken erzielen bei ihrer Wiedereinführung aus dem Stand oft wieder<br />

hohe Bekanntheit und genießen auf Grund ihrer einstigen Popularität großes Vertrauen.<br />

entwickelte 1967 diese Produkte für den<br />

Verkauf in Selbstbedienung. Creme 21<br />

stellte eine direkte Verbindung zur Volljährigkeit<br />

her, in der Werbung wurde erstmals<br />

nackte Haut gezeigt. 1986 kam das<br />

Aus, der Kult war Geschichte.<br />

Die Unternehmerin Antje Willems­Stickel<br />

kaufte die weltweiten Markenrechte 2003<br />

und schaffte inmitten der Riesenkonkurrenz<br />

den Sprung zurück. Mediale Aufmerksamkeit,<br />

geschickte Positionierung,<br />

homöopathische Auffrischung der CI und<br />

das doch noch vorhandene Interesse der<br />

Verbraucher ermöglichten einen Erfolg,<br />

den nicht alle erwartet hätten.<br />

Doch auch eine ganz bestimmte strukturelle<br />

Eigenheit spricht für Comeback­Marken.<br />

Viele Neueinführungen floppen trotz<br />

häufig riesigen Aufwands, nur wenige<br />

Produkte setzen sich heute auf den extrem<br />

kompetitiven Märkten tatsächlich<br />

durch. Retro lindert das Risiko bei jenen<br />

Versuchen durch einstige Popularität, die<br />

monetäre Gefahrenzone bleibt doch noch<br />

relativ überschaubar.<br />

Als besonders wichtige ökonomische<br />

Rückversicherung fungiert hier gleichzeitig<br />

die gelungene Mobilisierung der einstigen<br />

Fangemeinschaft – sofern jene noch<br />

besteht. Doch auch hier verfügen Klassiker<br />

über bessere Perspektiven als so mancher<br />

Newcomer: Eine kaufwillige Community<br />

muss langwierig über verschiedene<br />

Kanäle aufgebaut werden, Differenzierung<br />

vom Mitbewerb braucht stattliche<br />

Investitionen und der Erfolg steht halt<br />

wie so oft in den Sternen.<br />

Selbstläufer sind solche Unterfangen also<br />

auf keinen Fall. Egal ob neuer Auftritt,<br />

Nostalgiemotiv oder Krisenmanagement:<br />

Stolpersteine sind ausreichend vorhanden.<br />

Was schon ein französischer Hersteller<br />

erfahren musste, der einen Fruchtsaft<br />

aus den 80er­Jahren nach langer Pause<br />

erneut ins Rennen schickte. Die Zielgruppe<br />

reagierte mit Desinteresse, später<br />

wurde der Grund transparent. Ein betont<br />

cooler Lifestyle­Auftritt schmeckte den<br />

damaligen Kunden überhaupt nicht, vermisst<br />

wurden alte Markenwerte statt aufgesetztem<br />

Modernismus.<br />

Marken, die durch negative Ereignisse gelitten<br />

haben oder gar in Verruf geraten<br />

sind, haben es dabei besonders schwer. Zu<br />

oft wird Ballast mitgeschleppt, der sich<br />

selbst mit den tollsten Claims und bunten<br />

Bildern nur schwer abschütteln lässt. Besonders<br />

Umweltskandale, Korruption oder<br />

Betrug am Konsumenten gelten als Basis<br />

für einen Höllenritt mit ungewissem Ausgang,<br />

da dunkle Momente in der Regel zu<br />

deutliche öffentliche Spuren hinterlassen.<br />

Berater aller Arten können jubeln: Viele<br />

Experten erwarten steigende Aktivitäten<br />

rund um Betriebe und ihre Auftritte. Der<br />

neue Konsument mit geänderten Verhaltensweisen,<br />

Social Media und die weiter<br />

düster­ungewissen wirtschaftlichen Aussichten<br />

dürften Consultern noch gute<br />

Geschäfte bescheren. n<br />

„Heute ist die Idee bei mir.<br />

Morgen geht sie in Serie.“<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

www.voestalpine.com<br />

VOEST ALPINE_AZ_210x297_Magazin_iWC.indd 5 11.10.2010 13:46:44 Uhr<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 71


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

MEHR BEZAHLT ALS NÖTIG<br />

PREISKARTELL<br />

AUFGEDECKT –<br />

WAS NUN?<br />

SCHADENERSATZKLAGE? Sie haben jahrelang<br />

von Ihrem Lieferanten ein Produkt<br />

bezogen und nun erfahren müssen, dass<br />

sämtliche Anbieter dieses Produkts im<br />

72 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Rahmen eines Preiskartells dafür gesorgt<br />

haben, dass Sie wesentlich mehr als nötig<br />

dafür bezahlt haben? Es kann sich lohnen,<br />

sich damit auseinanderzusetzen, ob die<br />

Text Nina Ollinger<br />

Foto Shutterstock, Beigestellt<br />

Kartellgeschädigte können Schadenersatzklagen innerhalb von drei Jahren einbringen. Doch nicht<br />

immer ist das Risiko einer Schadenersatzklage gering und sind die Erfolgschancen hoch.<br />

Möglichkeit einer Schadenersatzklage in<br />

Ihrem konkreten Fall gegeben ist und<br />

Chancen auf Erfolg verspricht. Dr. Nina<br />

Ollinger, LL.M, Rechtsanwältin bei<br />

Lansky Ganzger & Partner und mit derartigen<br />

Schadenersatzprozessen befasst,<br />

analysiert Vor­ und Nachteile, Chancen<br />

und Risiken eines solchen Unterfangens.<br />

KRONZEUGE. Vor mittlerweile mehr als<br />

fünf Jahren wurde in Österreich die Kronzeugenregelung,<br />

die nunmehr auch im<br />

Strafrecht ihren Dienst leisten soll, im<br />

Kartellgesetz eingeführt. Der sogenannte<br />

Kronzeuge, ein Mitglied eines Kartells,<br />

liefert den Wettbewerbsbehörden die Information<br />

über die Existenz eines – ansonsten<br />

möglicherweise niemals aufgedeckten<br />

– Kartells und ermöglicht durch<br />

Bereitstellung von Unterlagen die Verurteilung<br />

seiner Kompagnons. Als Belohnung<br />

dafür erhält er vollkommene Straffreiheit<br />

– zumindest hinsichtlich der<br />

Geldbußen im Kartellverfahren, die eine<br />

empfindliche (?) Höhe von zehn Prozent<br />

des Jahresumsatzes ausmachen können.<br />

Keine Straffreiheit ist in Folgeprozessen,<br />

vornehmlich Schadenersatzprozessen, gegeben.<br />

Folge der Kronzeugenregelung ist<br />

die vermehrte Aufdeckung von Kartellen,<br />

deren Existenz in Österreich – aber auch<br />

in Europa – weiter verbreitet sein dürfte,<br />

als gemeinhin angenommen. Befriedigend<br />

mag die Aufdeckung, das An­den­<br />

Pranger­Stellen der Verantwortlichen und<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

„Je homogener das Produkt, je konkreter die Absprache und je überschaubarer die Vorgehensweise<br />

der Kartellmitglieder, desto einfacher ist die Durchsetzung eines Schadenersatzanspruchs.“<br />

deren Verurteilung zu Geldbußen, die<br />

dem Staat und damit indirekt dem Steuerzahler<br />

zufließen, für die Allgemeinheit<br />

sein. Für Betroffene, das heißt Abnehmer<br />

von Kartellmitgliedern, stellt sich natürlich<br />

die Frage nach der Gerechtigkeit beziehungsweise<br />

insbesondere der Schadenswiedergutmachung<br />

im Einzelfall.<br />

SCHADENSGUTMACHUNG. Die Möglichkeit,<br />

den erlittenen Schaden aus solchen<br />

Fällen einzuklagen, besteht. Dies ist<br />

umso leichter, je konkreter die durchgeführte<br />

Absprache war. Ein Beispiel: Im<br />

Grazer Fahrschulkartell bestand die Absprache<br />

darin, dass der Führerschein B<br />

einheitlich um 1.140 Euro angeboten werden<br />

soll; der Wettbewerbspreis nach Ende<br />

des Kartells lag bei rund 900 Euro. Der<br />

klagende Fahrschüler erhielt nach relativ<br />

kurzem und unaufwendigem Prozess<br />

knapp 200 Euro als Schadensgutmachung<br />

zugesprochen. Das Risiko einer Schadenersatzklage<br />

ist allerdings nicht immer derart<br />

gering und die Erfolgschancen sind<br />

nicht unbedingt derart hoch.<br />

EINIGE PARAMETER GILT ES VORAB<br />

ABZUKLÄREN. Handelt es sich bei dem<br />

von der Absprache betroffenen Produkt<br />

um ein homogenes Produkt, wie zum<br />

Beispiel Zucker oder Stahl, oder handelt<br />

es sich um ein technisches Produkt, das<br />

in vielen Varianten und auch nach Kundenwunsch<br />

produziert und bezogen<br />

werden kann? Worauf genau bezog sich<br />

die Kartellabsprache, wurden explizit<br />

Preise besprochen oder kam es zu Kunden­<br />

oder Projektzuteilungen? In welchem<br />

Ausmaß wurden abgesprochene<br />

Produkte durch den Geschädigten bezogen<br />

und über welchen Zeitraum bestanden<br />

die Geschäftsbeziehungen? Je homogener<br />

das Produkt, je konkreter die<br />

Absprache und je überschaubarer die<br />

Vorgehensweise der Kartellmitglieder,<br />

desto einfacher ist die Durchsetzung eines<br />

Schadenersatzanspruchs. Bei diffizilen<br />

Absprachen und schwer vergleichbaren<br />

Produkten ist der Aufwand der<br />

Schadensfeststellung und des Schadensbeweises<br />

ungleich schwieriger. Wird dafür<br />

ein Sachverständiger benötigt, sind<br />

Vergleichsdaten nötig – die der Geschädigte<br />

schlimmstenfalls nicht liefern<br />

kann – und ist der Ausgang der<br />

Berechnungen ungewiss, steigt das Prozessrisiko<br />

rasch an und eine detaillierte<br />

Analyse der Sinnhaftigkeit der Erhe­<br />

bung einer Schadenersatzklage ist ratsam.<br />

Wurden nur kleine Mengen bezogen<br />

und bewegt sich der Schaden bei<br />

wenigen tausend Euro, mag die Risikoabwägung<br />

auf Grund des allfälligen Aufwands<br />

und des Prozessrisikos, sofern<br />

keine schlichten Absprachen und homogenen<br />

Produkte vorliegen, gegen die<br />

Klagserhebung sprechen. Wesentlich ist<br />

auch der Zeitraum der Geschäftsbeziehung<br />

und eine Ab klärung, ob sich dieser<br />

mit dem Kartellzeitraum deckt, um das<br />

Ausmaß des allenfalls einzuklagenden<br />

Schadens bestimmen zu können.<br />

ALLGEMEINE REGELN. Zuletzt müssen<br />

die formalen Voraussetzungen einer<br />

Schadenersatzklage bedacht werden.<br />

Nach derzeitiger Gesetzgebung sind Geschädigte<br />

aus einem Kartellverfahren<br />

gegenüber sonstigen Schadenersatzsuchenden<br />

nicht begünstigt; der Beweis<br />

des Vorliegens eines Schadens obliegt<br />

auch hier dem Geschädigten.<br />

Inwiefern unter gewissen Umständen eine<br />

Beweislastumkehr zu Lasten der Kartellmitglieder<br />

eintreten kann, wird noch<br />

Gegenstand höchstgerichtlicher Entscheidungen<br />

sein. Da es – derzeit – keine<br />

Erleichterungen für aus einem Kartell<br />

Geschädigte gibt, gelten die allgemeinen<br />

Regeln: Schaden ersatzklage muss innerhalb<br />

von drei Jahren ab Kenntnis von<br />

Schaden und Schädiger eingebracht werden.<br />

Nun, wann ist diese „Kenntnis“ gegeben?<br />

Mögen die einen mit Selbstverständlichkeit<br />

antworten, dass dies wohl<br />

nur bei Vorliegen einer rechtskräftigen<br />

gerichtlichen Entscheidung über ein Kartell<br />

gegeben sein kann, wird von Kartellmitgliedern<br />

– verständlicherweise – die<br />

These vertreten, dass bereits bei erstmaligen<br />

Presseberichten über ein Kartell<br />

ausreichende „Kenntnis“ vorläge. Angemerkt<br />

sei hier, dass Medien erst malig<br />

über Kartelle berichten, wenn die Bundeswettbewerbsbehörde,<br />

dabei wie eine<br />

Art Staatsanwalt agierend, den „Fall“<br />

beim Kartellgericht anzeigt – Letzteres<br />

entscheidet nach einem mehr oder weniger<br />

kurzen Verfahren über die Verhängung<br />

einer Geldbuße in erster Instanz;<br />

diese Entscheidung kann beim OGH<br />

noch angefochten werden.<br />

Wann ein allfälliger Anspruch verjährt,<br />

wird auch noch vom OGH zu entscheiden<br />

sein. Es ist daher jedenfalls ratsam, bei<br />

erster Gelegenheit mit einem Rechtsanwalt<br />

Kontakt aufzunehmen, um abzuklären,<br />

wann der früheste Verjährungsstichtag<br />

im konkreten Fall gegeben ist<br />

und bis wann allenfalls Schadenersatzklage<br />

eingebracht werden muss.<br />

Nicht zu vernachlässigen ist, dass die<br />

Vorbereitung einer derartigen Klage, insbesondere<br />

im Fall umfangreicher Geschäftsfälle,<br />

aus denen geklagt werden<br />

soll, und/oder Er forderlichkeit der Beiziehung<br />

eines Privatgutachters, um den<br />

einzuklagenden Betrag überhaupt einmal<br />

erheben zu können, beträchtliche<br />

Zeit in Anspruch nehmen kann. Lässt<br />

man sich mit der Konsultierung des<br />

Rechtsanwalts malein oder zwei Jahre<br />

Zeit, kann die Vor bereitungszeit für eine<br />

Klage mitunter knapp werden.<br />

Nicht zu vernachlässigen ist auch der eigene<br />

Aufwand für die Unterlagensammlung;<br />

jeder Geschäftsfall ist in Form von<br />

Verträgen, Angebotsunter lagen, Rechnungen<br />

etc. nachzuweisen und erfordert<br />

auch innerbetriebliche Aufbereitung,<br />

deren Umfang ebenfalls in die Abwägung,<br />

ob die Erhebung einer Schadenersatzklage<br />

sinnvoll und ratsam ist, einzufließen<br />

hat. n<br />

DIE AUTORIN<br />

Dr. Nina Ollinger, LL.M.<br />

Rechtsanwältin bei<br />

LANSKY, GANZGER +<br />

partner Rechtsanwälte<br />

GmbH<br />

1010 Wien,<br />

Rotenturmstraße 29<br />

Tel: 01/533 33 30-0<br />

www.lansky.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 73


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

DIFFERENZEN ZWISCHEN WOHNUNGSEIGENTÜMERN<br />

WER BEZAHLT DIE<br />

NEUEN FENSTER<br />

IM WOHNUNGS-<br />

EIGENTUMSHAUS?<br />

ERNEUERUNG. Viele der in den 60er- bis<br />

80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts<br />

errichteten Wohnungseigentumsanlagen<br />

sind „in die Jahre gekommen“. Vor allem<br />

die Sanierung/Erneuerung der Außenfenster<br />

führt angesichts der hohen damit<br />

verbundenen Kosten immer wieder zu<br />

Streitigkeiten zwischen den Wohnungseigentümern.<br />

Wer hat aber diese Kosten<br />

wirklich zu tragen – die Eigentümergemeinschaft<br />

(aus dem „Reparaturfonds“)<br />

oder doch der einzelne Wohnungseigentümer?<br />

Der Oberste Gerichtshof hat hier<br />

Text Georg Röhsner<br />

Fotos Shutterstock<br />

Wer muss für die teure Sanierung/Erneuerung der Außenfenster aufkommen? Eine gute Frage –<br />

doch der Oberste Gerichtshof hat in einer kürzlich veröffentlichten Entscheidung Klarheit geschaffen.<br />

in einer kürzlich veröffentlichten Entscheidung<br />

in einer weiteren Zweifelsfrage<br />

Klarheit geschaffen.<br />

KOSTENTRAGUNG. Sofern die Wohnungseigentümer<br />

nicht im Wohnungseigentumsvertrag<br />

selbst oder durch einen<br />

späteren – einstimmig zu fassenden! – Beschluss<br />

ausdrücklich anderes (etwa die<br />

Eigenverantwortung jedes Wohnungseigentümers<br />

für „seine“ Fenster) festgelegt<br />

haben, gelten für die Kostentragung<br />

die allgemeinen Regelungen des Woh-<br />

nungseigentumsgesetzes (WEG): Danach<br />

sind die „allgemeinen Teile des Hauses“<br />

von der Eigentümergemeinschaft zu erhalten<br />

(und gegebenenfalls zu erneuern).<br />

Dazu gehört auch die „Außenhaut“ des<br />

Gebäudes, also Fassade, Dach und – auch<br />

– die Außenfenster. Daher wird auch seit<br />

vielen Jahren einheitlich judiziert, dass<br />

die Kosten für Sanierung der Außenflügel<br />

der Fenster aus dem Reparaturfonds abzudecken<br />

sind, während die Innenflügel<br />

in die Erhaltungspflicht des jeweiligen<br />

Wohnungseigentümers fallen. Dies ist<br />

übrigens im Wesentlichen gleich gelagert<br />

wie im Geltungsbereich des Mietrechtsgesetzes<br />

– die Außenflügel saniert der<br />

Vermieter, die Innenflügel der Mieter.<br />

VERBUNDFENSTER. Was bei den typischen<br />

Alt-Wiener Kastenfenstern leicht<br />

zu trennen ist, stellt sich bei „Verbundfenstern“<br />

als durchaus schwierig heraus.<br />

Als Verbundfenster bezeichnet man jene<br />

Art von Fenstern, die zwar wohl aus<br />

Außen- und Innenflügel bestehen (die<br />

etwa zu Reinigungszwecken auch getrennt<br />

werden können), wobei dieselben<br />

aber funktional zu einer Einheit verbunden<br />

sind, also auch gemeinsam geöffnet<br />

und geschlossen werden. Gerade bei den<br />

eingangs erwähnten Bauten aus den 60er-<br />

bis 80er-Jahren war diese Art von Fenstern<br />

durchaus üblich.<br />

74 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Vielen der in die Jahre gekommenen Wohnungseigentumsanlagen steht eine Sanierung/Erneuerung<br />

der Außenfenster bevor, was immer wieder zu Streitigkeiten führen kann.<br />

ERHALTUNGSPFLICHT. Der Oberste<br />

Gerichtshof hat für derartige Verbundfenster<br />

jetzt aber eindeutig klargestellt<br />

(5 Ob 123/10i), dass dieselben als Einheit<br />

zu betrachten und zur Gänze zu den<br />

all gemeinen Teilen der Liegenschaft zu<br />

zählen sind.<br />

Sie sind daher auch zur Gänze von der<br />

Eigentümergemeinschaft zu sanieren<br />

bzw. zu erneuern. Dies wird übrigens<br />

analog auch für Mieter (im Geltungsbereich<br />

des MRG) gelten – derartige Fenster<br />

fallen daher in die Erhaltungspflicht<br />

des Vermieters.<br />

BESCHLUSS. Die Entscheidung über<br />

die Sanierung von – in die Erhaltungspflicht<br />

der Eigentümergemeinschaft<br />

fallenden – Fenstern ist durch Mehrheitsbeschluss<br />

der Miteigentümer zu<br />

treffen. Kommt ein solcher Beschluss<br />

nicht zustande, kann der betroffene<br />

Wohnungseigentümer die Sanierung<br />

„seiner“ Fenster aber auch durch entsprechenden<br />

Antrag an das Gericht erzwingen.<br />

Dies aber nur dann, wenn eine<br />

solche Sanierung bereits „dringlich“ ist<br />

(also der Zustand der Fenster bereits so<br />

schlecht ist, dass sie grundlegende<br />

Funktionen wie etwa Wind- und Feuchtigkeitsdichtheit<br />

nicht mehr erfüllen<br />

können).<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

SANIERUNG. Als „Sanierung“ gilt dabei<br />

übrigens auch eine Erneuerung, sofern<br />

eine Reparatur nicht mehr möglich oder<br />

sinnvoll wäre. Im Sinne des „dynamischen<br />

Erhaltungsbegriffs“ ist dabei auch<br />

nicht nur der ursprüngliche Zustand<br />

wieder herzustellen, sondern gilt eine<br />

Erneuerung der Fenster auch dann noch<br />

als „Sanierung“ (und damit Maßnahme<br />

der ordentlichen Verwaltung), wenn das<br />

neue Fenster einem zeitgemäßen Standard<br />

(etwa hinsichtlich Wärme- und<br />

Schalldämmung) entspricht.<br />

DIFFERENZEN. Trotz der weitgehend geklärten<br />

Rechtslage werden die Differenzen<br />

zwischen den Wohnungseigentümern<br />

über solche Sanierungen und deren<br />

Kosten in Zukunft wohl noch zunehmen.<br />

Zu unterschiedlich sind die Ansichten<br />

darüber, wann eine Sanierung nötig bzw.<br />

welche Art und Qualität der neuen Fenster<br />

sinnvoll ist. Oft ist auch die Interessenlage<br />

eine ganz unterschiedliche – Eigentümer,<br />

die die Wohnung selbst bewohnen,<br />

sehen diese Fragen ganz anders als solche,<br />

die die Wohnung – eventuell zu einem<br />

sehr ungünstigen Mietzins – langfristig<br />

vermietet haben.<br />

EINIGUNG. Die sinnvollste Variante ist<br />

daher meistens, Entscheidung über und<br />

Kostentragung für die Sanierung in die<br />

Sphäre des einzelnen Miteigentümers zu<br />

übertragen. Wie eingangs erwähnt, geht<br />

das aber nur durch Aufnahme einer diesbezüglichen<br />

Bestimmung in den Wohnungseigentumsvertrag<br />

oder einen nachfolgenden<br />

einstimmigen Beschluss. Je<br />

früher dies geschieht (also am besten bevor<br />

die Sanierung der ersten Fenster unmittelbar<br />

„ansteht“), desto eher gelangt man zu<br />

einer Einigung. Auf eines sollte dabei aber<br />

nicht vergessen werden: Es sollte klar geregelt<br />

werden, dass das äußere Erscheinungsbild<br />

der Fenster dem restlichen Bestand<br />

anzupassen ist bzw. dass eine einheitliche<br />

Form der Fenster gewahrt bleiben muss.<br />

Fehlt eine solche Regelung, führt dies leicht<br />

zu „ästhetischen Katastrophen“. n<br />

DER AUTOR<br />

Dr. Georg Röhsner<br />

Partner bei Lambert<br />

Eversheds Rechtsanwälte<br />

Kärntner Ring 12<br />

1010 Wien<br />

Tel.: 01/516 20 160<br />

Fax: 01/516 20 20<br />

g.roehsner@lamberteversheds.com<br />

www.lamberteversheds.com<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 75


LIVING & LIFESTYLE<br />

NEWS<br />

LA PRAIRIE<br />

NATÜRLICHE<br />

REGENERATION<br />

■ Als jüngstes Produkt der hochgelobten<br />

Anti-Aging Collection präsentiert<br />

La Prairie eine neue Hautpflege<br />

für die Halspartie, und zwar die Anti-<br />

Aging Neck Cream. www.laprairie.com<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos Beigestellt<br />

DEDON<br />

RAUMTEILUNG<br />

■ Einen Raumteiler mit einem<br />

besonderen Design hat sich die<br />

Firma Dedon einfallen lassen.<br />

„Kreiere eine Oase des Wohlfühlens“<br />

ist die Devise. Man hat das Gefühl,<br />

der Natur nahe zu sein ...<br />

www.dedon.de<br />

EAU DE LACOSTE L.12.12<br />

MASKULINE NOTE<br />

■ Das Tragen der Düfte vermittelt das gleiche<br />

Gefühl von Coolness und Stilsicherheit,<br />

als schlüpfe man in ein Original L.12.12-<br />

Poloshirt. www.lacoste-parfums.com


SISLEY<br />

FARBENPRACHT<br />

■ Dieser Herbst setzt auf Glanz und Brillanz und<br />

verspricht ein kokettes Aussehen. Sisley verbindet<br />

Strahlen und Komfort. www.sisley.com<br />

GORENJE<br />

EXTRAVAGANT<br />

OLIVER HEEMEYER<br />

VERFÜHRERISCH<br />

■ Die „play the bow“-Kollektion von<br />

Oliver Heemeyer fällt durch frivolen Look<br />

auf. Auch in der farblichen Gestaltung<br />

wird mit Kontrasten gespielt. jedem<br />

www.oliverheemeyer.com<br />

GLASHÜTTE<br />

UHRMACHERKUNST<br />

■ Eine Uhr, die schon von Generationen davor<br />

getragen wurde, gleicht einem Schmuckstück,<br />

das man nie mehr missen möchte. Die drei<br />

Uhren von Glashütte erfüllen die die kühnsten<br />

Träume des Mannes. Mannes. www.glashütte-original.com<br />

ANNEMARIE BÖRLIND<br />

TAUFRISCHES<br />

SERUM<br />

■ Das regenerierende Intensivkonzentrat<br />

mit dem hochwirksamen Repair-Komplex<br />

und pflegendem Jojobaöl dringt tief in die<br />

Haut ein. In kürzester Zeit bekommt sie<br />

mehr Elastizität. www.boerlind.com<br />

■ Plus X Award 2011 – WA 72149 RD von Gorenje glänzt<br />

nicht nur durch extravagantes Äußeres, sondern auch durch<br />

hervorragende ökologische Werte. www.gorenje.at


LIVING & LIFESTYLE<br />

HOCHZILLERTAL – KALTENBACH<br />

„SKI-OPTIMAL“<br />

■ Diese Region baute ihre Pisten und Schneekompetenz weiter aus: Insgesamt<br />

sind es nun 181 Kilometer top präparierte Abfahrten aller Schwierigskeitgrade,<br />

die Pistenstürmer von „Top of the Mountains“ auf 2.500 Metern Höhe im Visier<br />

haben. Ab 2. Dezember sind alle Lifte durchgehend bis 24. April 2012 in Betrieb.<br />

Das Opening wird am 3. Dezember mit feinsten DJ-Acts gefeiert.<br />

www.hochzillertal.com<br />

HOTEL GMACHL BERGHEIM<br />

AYURVEDA<br />

■ Im Hotel Gasthof Gmachl Bergheim<br />

sorgen Spezialisten aus dem Fernen<br />

Osten für perfekte Entspannung in<br />

der kalten Jahreszeit. Zwei indische<br />

Ayurveda-Experten bringen die älteste<br />

Gesundheitslehre der Welt ins Hotel<br />

Gmachl und verwöhnen Körper, Geist<br />

und Seele mit individuell abgestimmten<br />

Behandlungen, Yoga sowie Meditation<br />

und geben Tipps für die ayurvedische<br />

Lebensweise. Packages sind vom 8. bis<br />

12. 1. und 26. 2. bis 1. 3. 2012 buchbar.<br />

www.gmachl.at<br />

78 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

EXKLUSIVE DESTINATIONEN<br />

INDIEN IM LUXUSZUG<br />

■ Eurotours bietet im aktuellen Katalog von Hofer Reisen<br />

eine 14-tägige faszinierende Fahrt durch Südindien an.<br />

Inkludiert sind dabei auch fünf Nächte im neuen indischen<br />

Luxuszug „Golden Chariot“ sowie weitere Stationen wie Goa,<br />

Bangalore, Ruinen und Tempelanlagen von Hampi und der<br />

Besuch des Rajiv Gandhi-Nationalparks.<br />

www.eurotours.at<br />

BAD REICHENHALL<br />

CHRISTKINDLMARKT<br />

■ Der idyllische Christkindlmarkt in Bad<br />

Reichenhall zählt seit Jahren zu den Fixpunkten im<br />

Adventkalender jedes Weihnachtsliebhabers. Kenner<br />

wissen, dass sich der Christkindlmarkt in der bayri-<br />

schen Salzstadt wie eine romantische Oase im hektischen<br />

Treiben der Vorweihnachtszeit präsentiert.<br />

www.reichenhaller-advent.de<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

FERIENREGION TIROLWEST<br />

SKIWOCHE GRATIS<br />

■ Kostenfreier Skikurs, Skipass und Skiverleih –<br />

die erfolgreichen Kinder-Gratis-Skiwochen in der<br />

Ferienregion TirolWest gehen diese Wintersaison<br />

in die nächste Runde. Vom 14. bis 28. 1. und 10.<br />

bis 17. 3. 2012 können kostenlose Leistungen wie<br />

5 Tage Skipass, 5 Tage Skikurs, 5 Tage Skiaus-<br />

rüstung, 5 Tage Betreuung in Tobi’s Kindergarten<br />

sowie ein Überraschungsgeschenk pro Kind in<br />

Anspruch genommen werden, wenn man sich mindestens<br />

sechs Nächte in TirolWest aufhält.<br />

www. tirolwest.at<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Neosino<br />

DIE GRÖSSTE KRAFT LIEGT IM KLEINSTEN ELEMENT<br />

ZUM WOHLE DER<br />

MENSCHHEIT<br />

NANOTECHNOLOGIE AUF DEM VOR-<br />

MARSCH. Die heutige Zeit stellt besondere<br />

Anforderungen an unseren Körper.<br />

Die Menschen wollen jung bleiben und<br />

können es sich auch gar nicht mehr leisten,<br />

krank zu werden. Das steirische Unternehmen<br />

neosino entwickelt, produziert und<br />

vertreibt einzigartige Produkte aus den<br />

Bereichen Kosmetik, Körperpflege sowie<br />

Nahrungsergänzungen. Diese Produkte<br />

zeichnen sich durch den Einsatz der Nanotechnologie<br />

aus. Dabei wird durch ein spezielles<br />

patentiertes Herstellungsverfahren<br />

erreicht, dass die Wirkstoffe Silizium, Magnesium<br />

und Calcium besser vom Körper<br />

aufgenommen werden können. Gerhard<br />

Möser, der CEO von neosino Nanotechnologies,<br />

meint dazu: „Für mich ist es ein besonderes<br />

Anliegen, die Nanotechnologie<br />

zum Wohle der Menschheit zu nutzen. Bei<br />

unserem Verfahren werden die Wirkstoffe<br />

derart verkleinert, dass sie vom Körper<br />

optimal aufgenommen werden.“<br />

UNTERSTÜTZUNG DER HEILUNGSPRO-<br />

ZESSE. Derzeit führt das Unternehmen,<br />

das seit 2006 am österreichischen Markt<br />

tätig ist, rund 144 Produkte im Sortiment<br />

– von der Nahrungsergänzungskapsel über<br />

Gesichtsöl bis zum Sonnenschutz. neosino-<br />

Produkte unterstützen unter anderem den<br />

Heilungsprozess bei Hautproblemen und<br />

Narben, pflegen Haut und Haare, stärken<br />

die Fingernägel und wirken als Nahrungs-<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

ergänzungsmittel positiv bei Mangelerscheinungen<br />

und Beschwerden. Silizium<br />

ist auf Grund seiner hohen Wasserspeicherkapazität<br />

der ideale Transporter von<br />

Botenstoffen zu den Zellen. „Wir wollen<br />

natürliche Produkte anbieten, die für jedermann<br />

zugänglich und leistbar sind“,<br />

bringt Geschäftsführer und 44-Prozent-<br />

Eigen tümer Gerhard Möser die Unternehmensphilosophie<br />

auf den Punkt.<br />

DIE KRAFT LIEGT IM VERTRIEB. Die Produkte<br />

von neosino werden in mehr als 100<br />

Outlets wie etwa in Graz, Leoben, Judenburg,<br />

Spittal an der Drau, Bregenz, Wien,<br />

Oberwart, Baden und am zentralen Standort<br />

in Neumarkt vertrieben. Dazu kommen<br />

diverse Shop-in-Shop-Lösungen,<br />

Franchisepartner sowie ausgesuchte Kosmetikinstitute.<br />

Und natürlich können die<br />

Produkte auch in jeder Apotheke bestellt<br />

werden. Auch im benachbarten Ausland ist<br />

Möser kein Unbekannter mehr, expandierte<br />

er doch im Vorjahr nach Deutschland<br />

und in die Schweiz. „Darüber hinaus führen<br />

wir Gespräche mit potenziellen Ver-<br />

INFORMATION<br />

neosino Nanotechnologie GmbH<br />

Wiener Straße 28, 8820 Neumarkt<br />

Tel. 03584/205 11-0, Fax: 03584/205 11-10<br />

office@neosino.at<br />

www.neosino.at<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

Ein spezielles nanotechnologisches Herstellungsverfahren, das<br />

von neosino entwickelt wurde, hilft, dass Mineralstoffe besser vom<br />

menschlichen Körper aufgenommen und verwertet werden können.<br />

Seit fünf Jahren widmet sich der Unternehmer Gerhard Möser diesem Verfahren und hat unzähligen<br />

Menschen zu einer Verbesserung ihrer Lebensqualität verholfen.<br />

triebspartnern in Malaysia und in den Vereinigten<br />

Arabische Emiraten. In diesen<br />

Märkten besteht konkrete Nachfrage nach<br />

unseren Produkten, die Marktbearbeitung<br />

erfolgt durch die Teilnahme an Messen<br />

sowie mithilfe der Außendienststellen vor<br />

Ort“, so Möser. ■<br />

BRANDNEU:<br />

DER ANTI-AGING ACTIVATOR<br />

Mit diesem aktuellen Produkt von<br />

neosino hat das Alter keine Chance<br />

mehr. Die straffende Wirkung des<br />

Siliciums und die Faltenauffüllung<br />

mittels Hyaluron machen den<br />

Anti-Aging Activator zu einem<br />

unübertrefflichen Produkt, das die<br />

Haut samtweich macht, verjüngt<br />

und glättet. Verantwortlich sind<br />

dafür 70 Prozent quervernetztes<br />

Hyaluronsäuregel und 30 Prozent<br />

Silicium. Der Anti-Aging Activator ist<br />

ideal für Gesichtsstraffung und für<br />

andere Körperpartien wie Hals und<br />

Dekolleté, die gestrafft und gefestigt<br />

werden. So haben Knitterfältchen<br />

keine Chance mehr!<br />

NEOSINO SHOP WIEN<br />

Wiedner Hauptstrasse 16<br />

A-1040 Wien<br />

Tel.: +43 (0) 664/9643370<br />

wien@neosino.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 79


LIVING & LIFESTYLE<br />

DAS WAR DIE WOHNDESIGN ® HOFBURG VIENNA<br />

FESTIVAL DES<br />

WOHNENS<br />

Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Wohndesign/B. Zeininger, Wohndesign ® Hofburg Vienna, Dornbracht/Alape,<br />

Vitra, Rolf Benz, SieMatic, Dornbracht, Alape<br />

Die Hofburg hat bereits viele Highlights in ihrer Geschichte erlebt. Einer der strahlendsten Events ist<br />

jedoch die WOHNDESIGN ® Hofburg Vienna, die heuer bereits zum 16. Mal stattgefunden hat.<br />

Nobel. Auf der WOHNDESIGN ® Hofburg Vienna gab es unzählige Dinge rund ums innovative,<br />

stylishe Wohnen zu bestaunen.<br />

INSTITUTION. Die WOHNDESIGN® in der<br />

Wiener Hofburg kann man schon fast als<br />

eine Institution bezeichnen und seit mittlerweile<br />

16 Jahren freut sich das anspruchsvolle<br />

Publikum darauf, Hochwertiges,<br />

Trendiges und Gestyltes im Bereich<br />

Wohnen kennenzulernen. Definiert werden<br />

kann die Messe am besten als ein<br />

außerordentlicher Ort der Begegnung innovativer<br />

Möbelstudios und neuer Hand-<br />

werksbetriebe, junger Designer und eines<br />

anspruchsvollen und kaufkräftigen Publi-<br />

80 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

kums. Und das Interesse der Besucher<br />

kommt nicht von ungefähr, denn die<br />

WOHNDESIGN® Hofburg Vienna bringt<br />

doch Jahr für Jahr einen kompakten, kompetenten<br />

Überblick über Design-Highlights<br />

und kreative Vielfalt der österreichischen<br />

und internationalen Möbelszene.<br />

Kurzum: Die Besucher werden in eine stilvolle,<br />

elegante und hochwertige Welt des<br />

Wohnens entführt. Heuer entschieden<br />

sich 14.300 interessierte Gäste dafür, die<br />

Messe zwischen 13. und 16. <strong>Oktober</strong> 2011<br />

zu besuchen und sich die eine oder andere<br />

krea tive Anregung für das eigene Heim zu<br />

holen oder sich gleich an Ort und Stelle für<br />

den Kauf eines Möbels zu entscheiden. Organisatorin<br />

Alexandra Graski-Hoffmann<br />

von M.A.C. Hoffmann: „Wohnen ist ein<br />

sehr weitreichendes Thema geworden und<br />

wurde von den rund 90 Ausstellern perfekt<br />

ab gedeckt. Die Besucher erhielten bei der<br />

WOHNDESIGN® Hofburg Vienna einen<br />

Überblick über das vielfältige Angebot.“<br />

INNOVATION & QUALITÄT. Altbekannte<br />

Namen bürgen für Innovationen und<br />

Qualität. Die Wohndesign-Interessierten<br />

erlebten an vier Tagen – von Donnerstag<br />

bis Sonntag – die Neuheiten zukünftigen<br />

Wohnens. Und einige Designer und Anbieter<br />

kristallisierten sich von Anbeginn<br />

als ihre Lieblinge heraus – etwa Rolf Benz.<br />

Seine neue Mio Bag, die aus demselben<br />

Leder wie das dazugehörige Mio Sofa hergestellt<br />

wird, eroberte zahlreiche Frauenherzen<br />

im Flug. Aber auch andere Innovationen<br />

und Österreich-Premieren fanden<br />

ihre wohlverdienten Anhänger. So kamen<br />

heuer etwa die Halbeinbaubadewanne<br />

von Laufen oder das extravagante Bücherregal<br />

„Books Home“ von Gonzo Furniture<br />

erstmals vor das Publikum.<br />

BANDBREITE. Auch dieses Mal präsentierten<br />

wieder international führende<br />

Marken wie zum Beispiel Vitra, SieMatic,<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Vitra. Die Farbe Weiß ist einfach immer modern und lässt sich<br />

gut kombinieren.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Designer. Jerszy<br />

Seymour präsentierte<br />

beim Designtalk seinen<br />

Stuhl Flux.<br />

Formschön. Vitra überzeugte auch<br />

dieses Mal mit exklusivem Design.<br />

Fiction. Matthias Horx zeigte anhand von drei Megatrends<br />

Entwicklungen, die sich künftig für die Wohnbereiche ergeben werden.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 81


82 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Chic. Die Mio Bag<br />

von Rolf Benz fand<br />

großen Beifall -<br />

besonders bei den<br />

Frauen.<br />

Trend. SieMatic ließ sogar<br />

Küchenprofis aufhorchen.<br />

Elegant. Dornbracht<br />

brillierte wieder einmal mit<br />

Produktinnovationen für<br />

Bad und Küche.<br />

Minimal. Alape gilt<br />

als Spezialist für<br />

Traumbäder.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Rolf Benz, Dornbracht oder der mit dem<br />

Carpet Design Award ausgezeichnete Spezialist<br />

Vartian Rugs ebenso ihre Neuheiten<br />

wie renommierte Anbieter aus Österreich.<br />

Die Bandbreite reichte dabei von<br />

Sofas über Küchen, Schlafzimmer bis zu<br />

edlen Wohnaccessoires oder stylishen<br />

Küchengeräten und natürlich Home Entertainment-Komponenten.<br />

DESIGNTALK(S). Für Alexandra Graski-<br />

Hoffmann ist es wichtig, neben einer gelungenen<br />

Ausstellung auch für Highlights<br />

zu sorgen, die die Besucher nirgendwo anders<br />

finden. Und so wurde die Messe mit<br />

einem Design-Event der Sonderklasse eröffnet:<br />

Jerszy Seymour präsentierte nicht<br />

nur sein neues Design für Magis, den<br />

Stuhl Flux, sondern vor allem auch einen<br />

Einblick in sein Denken und seine Philosophie<br />

im Rahmen eines Designtalks.<br />

Der in Berlin geborene Kanadier kreiert<br />

in seinem Schaffen Lebenssituationen<br />

und analysiert die Beziehung zwischen<br />

Mensch und konstruierter Welt. Seine<br />

zentrale Kategorie ist die Formlosigkeit,<br />

die Avantgarde sein Zuhause und er beschäftigt<br />

sich mit sozialen, kulturellen<br />

und politischen Fragestellungen. Seymour<br />

ist immer wieder für führende Unternehmen<br />

und Designmarken tätig, für<br />

die er Produkte, aber auch Ausstellungen<br />

kreiert. So entstanden in den vergangenen<br />

Jahren Werke und Kooperationen mit<br />

Moulinex, Magis, Alessi, Swatch, Hermes,<br />

Evian oder Vitra und vielen anderen. Aber<br />

auch in Museen ist der Designer kein Unbekannter.<br />

So gehören etwa seine Arbeiten<br />

zur ständigen Sammlung des Museum<br />

of Modern Art in New York. Seymour studierte<br />

in London und realisiert seit ungefähr<br />

zehn Jahren auch seine eigenen experimentellen<br />

Projekte. So gründete er etwa<br />

2004 den Jerszy Seymour Design Workshop,<br />

mit dem er seither an zahlreichen<br />

Ausstellungen, Installationen und Designprojekten<br />

arbeitet. Er widmet sich jedoch<br />

auch der Designvermittlung, hält Vorträge<br />

und unterrichtet an verschiedenen<br />

Designinstitutionen wie zum Beispiel am<br />

Royal College of Art in London oder dem<br />

Strelka Institute in Moskau. Mit seinem<br />

Workshop eröffnet Jerszy Seymour zur<br />

Zeit einen Project Space – in eigenen Worten:<br />

„A rocket ship that will take us on a<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Erfolg. Die zahlreichen Gäste waren von der WOHNDESIGN ® Hofburg Vienna begeistert.<br />

trip around the universe.“ Nach dem Designtalk<br />

begab sich Seymour auf eine Tour<br />

durch die Hofburg. Er sah sich nicht nur<br />

die diversen Aussteller und ihre Produkte<br />

an, sondern testete auch, in welches Ambiente<br />

sein Stuhl Flux wohl am besten<br />

passen würde.<br />

DESIGN, FASHION & MEHR. Dass Design<br />

viel mit Mode gemein hat, wurde bei „Fashion<br />

meets Design“ wieder einmal unter<br />

Beweis gestellt. Und zwar als Models in<br />

Kreationen von Custo, Roberto Cavalli &<br />

Co. über die Feststiege der Hofburg defilierten<br />

und von rund 1.700 Gästen bestaunt<br />

wurden. Unter ihnen befanden<br />

sich auch etliche prominente Fashionistas<br />

wie etwa Cathy Zimmermann, Roman<br />

Rafreider oder Angelika Ahrens, die ihre<br />

Liebe zum Design bekundeten. Dass ein<br />

Messebesuch auch hungrig macht, ist bekannt<br />

und so wurde am Gourmetpfad für<br />

das leibliche Wohl der Besucher gesorgt.<br />

Typisch österreichisch ging es hier zu und<br />

angefangen beim Alpenlachs bis hin zur<br />

zart schmelzenden Schokolade durfte einfach<br />

nichts fehlen. Und natürlich wurde<br />

auch das eine oder andere Glaserl österreichischer<br />

Wein degustiert. Kein Wunder,<br />

dass sich viele Messebesucher am<br />

Gourmetpfad ein wenig ausrasteten und<br />

neue Kräfte schöpften. Wie es in der Zu-<br />

kunft punkto Wohnen aussehen könnte,<br />

brachte Zukunftsforscher Matthias Horx<br />

den Gästen näher. Er legte seine Gedanken<br />

und Visionen zum Thema „Wohnen<br />

der Zukunft“ auf Einladung von Dornbracht<br />

und Alape dar. Horx zeigte anhand<br />

von drei Megatrends Entwicklungen, aber<br />

auch Herausforderungen auf, die sich<br />

künftig für die Wohnbereiche ergeben<br />

werden. Zudem stellte er den zahlreichen<br />

ZuhörerInnen das Projekt „Future Evolution<br />

House“ in Wien vor. Dieses Mal kamen<br />

bei der WOHNDESIGN® Hofburg<br />

Vienna auch die Kinder nicht zu kurz. Sie<br />

konnten sich unter dem Motto „design-<br />

4kids“ beim Gestalten von Bildern kreativ<br />

austoben. Gemeinsam mit der Organisation<br />

„Die Möwe“ kreierten die jungen<br />

Kreativen eine große Kollage, die am<br />

Sonntag zu karitativen Zwecken verlost<br />

wurde und 1.200 Euro erzielte.<br />

Die Organisatorin Alexandra Graski-Hoffmann<br />

von M.A.C. Hoffmann freut sich<br />

schon auf den nächsten Herbst, denn:<br />

„Auch heuer konnte die WOHNDESIGN®<br />

Hofburg Vienna wieder viele Freunde und<br />

Gäste für sich gewinnen und die Wohndesign<br />

2012 wird sicher stattfinden. Die<br />

Liste mit neuen Ideen und Herausforderungen<br />

ist bereits wieder sehr lang, denn<br />

man darf sich niemals auf seinen Lorbeeren<br />

ausruhen.“ n<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 83


LIVING & LIFESTYLE<br />

AUF „FELLFÜHLUNG“<br />

EASY LIVING<br />

MIT HUND<br />

Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Callwey, Anja Hölper, Gabriella Mühlbauer, Flamant, Fressnapf, Barbara Jarosch<br />

Hunde gelten seit langer Zeit als beste Freunde des Menschen. Mit ihnen in einer Wohnung<br />

zusammenzuleben ist jedoch gar nicht so einfach. Denn Hunde verbreiten Schmutz, liegen besonders<br />

gerne im Bett, verlieren dort ihre Haare und knabbern zuweilen auch Stuhlbeine an.<br />

HUNDELIEBE. Seit rund 10.000 Jahren<br />

begleitet der Hund den Menschen. Und<br />

seit genauso langer Zeit bringt er viel<br />

Freude, zuweilen aber auch Arbeit. Damit<br />

Sie und Ihr Hund auch wirklich Spaß am<br />

Zusammenleben haben, sollten Sie jedoch<br />

einige Dinge bedenken, um das Zusammenleben<br />

so komplikationslos wie möglich<br />

zu gestalten. Gleich vorab: Viele Menschen<br />

meinen, dass die Hundehaltung ein<br />

großes Domizil – und das am besten mit<br />

eigenem Garten – erfordert. Das stimmt<br />

jedoch nur bedingt, denn ein Hund ist ein<br />

soziales Wesen, dem der Kontakt zu seiner<br />

Bezugsperson am wichtigsten ist. Ist<br />

die Wohnung nur klein, muss für ausreichenden<br />

Auslauf bei Spaziergängen gesorgt<br />

werden. Dann ist Ihr Hund zufrieden<br />

und glücklich.<br />

WIE MAN SICH BETTET, SO LIEGT MAN.<br />

Hand aufs Herz – ungefähr die Hälfte der<br />

Hunde darf im Bett schlafen. Diese Entscheidung<br />

sollte jedoch wohl überlegt<br />

sein, denn hat sich das Tier einmal daran<br />

gewöhnt, ist es zumeist schwierig, ihm<br />

den Schlafplatz wieder streitig zu machen.<br />

Dazu kommt, dass dominante Hunde die<br />

erhöhte Liegeposition als Aufwertung<br />

ihrer Wichtigkeit im Rudel sehen. Kommt<br />

dann etwa ein neuer Partner ins Leben<br />

seines Herrchens oder Frauchens, der ihm<br />

seinen Schlafplatz streitig macht, kann er<br />

aggressiv reagieren. Das Thema Hund im<br />

Bett ist aber auch sonst ein sehr strittiges,<br />

da besonders große Hunde viel Schmutz<br />

oder Haare ins Schlafgemach bringen<br />

können. Kritiker sehen die Sache auch<br />

84 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


vom gesundheitlichen Standpunkt, denn<br />

Flöhe, Milben oder Wurmeier können nicht<br />

nur unangenehm, sondern auch gefährlich<br />

sein und zu Krankheiten führen. Aus diesem<br />

Grund sollten Tiere, die im Bett schlafen<br />

dürfen, besonders gut gepflegt sein, also<br />

täglich frisiert und das Fell mit Mitteln gegen<br />

Ungeziefer be arbeitet werden. Zusätzlich<br />

sind regel mäßige Wurmkuren und Impfungen<br />

ein Muss. Schläft der Hund im<br />

Doppelbett, hat es sich bewährt, auf „seine<br />

Seite“ eine pflegeleichte Decke zu legen, die<br />

täglich ausgeschüttelt bzw. gereinigt werden<br />

kann. Aber auch unser Bettzeug sollte<br />

besonders leicht zu pflegen und vor allem<br />

kochbar sein. Am besten ist es jedoch, dem<br />

Hund von Anfang an sein eigenes Plätzchen<br />

zuzuteilen. Hundebetten werden im Fachhandel<br />

in jeder Größe, Farbe und in vielen<br />

Materialien angeboten. So gibt es etwa<br />

Hundekissen, die sich der Körperform des<br />

Hundes anpassen und so für eine optimale<br />

Schlafposition sorgen. Besonders gern haben<br />

es die meisten Hunde, wenn sich in ihrem<br />

Bett ein paar Kissen oder ein kleines<br />

Fell als Unterlage befindet. Sie lieben es<br />

nämlich, sich selbst ihr eigenes Nest zu bauen.<br />

Auch auf die Größe sollte geachtet werden,<br />

denn viele Vierbeiner möchten ihr<br />

Spielzeug oder ihren Knochen mit ins Bett<br />

nehmen. Manche Hunde fühlen sich mit einem<br />

Dach – also einer Art Hundehütte aus<br />

Stoff – besonders wohl, andere wiederum<br />

bevorzugen einen erhöhten Platz.<br />

LIEBE GEHT DURCH DEN MAGEN. Am<br />

Futterplatz eines Hundes wird so gut wie<br />

nie Ordnung herrschen. Denn die Vierbei-<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Hunde sind seit langer Zeit treue Gefährten der Menschen. Hier finden Sie Tipps,<br />

die das Zusammenleben mit ihnen einfach gestalten.<br />

Hunde lieben Teppiche. Genauso wie wir Menschen. Trotzdem ist es klüger, sich für Fliesen, Parkett oder Laminat zu entscheiden,<br />

wenn es um die Wahl des geeigneten Bodenbelags geht. Saugen und aufwischen – und alles ist sauber.<br />

ner speisen zumeist nicht brav in einer Ekke,<br />

sondern schieben den Fressnapf so lange<br />

vor sich her und schlecken ihn aus, bis<br />

auch wirklich kein Krümelchen mehr drinnen<br />

zu finden ist. Oft wird auch der Boden<br />

rundherum in Mitleidenschaft gezogen.<br />

Besonders dann, wenn der Napf zu klein<br />

ist. Aus diesem Grund immer auf eine ausreichend<br />

große Futterschüssel achten, die<br />

zudem leicht gereinigt werden kann. Als<br />

Untergrund eignen sich Fliesen oder Laminat-<br />

bzw. Parkettböden. Ein Teppichboden<br />

am Fressplatz ist eher nicht zu empfehlen.<br />

APROPOS BODEN. Hunde lieben Teppichböden<br />

– genauso wie wir. Und das ist<br />

kein Wunder, denn er ist warm und auf<br />

ihm kann man sich genussvoll aus strecken<br />

und räkeln. Allerdings verschmutzt er sehr<br />

leicht und muss täglich mit einem leistungsstarken<br />

Staubsauger gereinigt werden.<br />

Hartnäckiger Schmutz im Teppich<br />

kann zumeist mit Wasser ausgerieben oder<br />

mit Pulverreiniger entfernt werden. Am<br />

besten eigenen sich lose verlegte Teppichböden<br />

aus Hightech-Garnen, die als besonders<br />

widerstandsfähig gelten. Ist der Teppich<br />

unansehnlich, kann er dann einfach<br />

ausgetauscht werden. Pflegeleichter sind<br />

Böden aus Laminat, Parkett oder Fliesen.<br />

So sind etwa Laminatböden relativ kratzfest<br />

– besonders auf hellem Dekor mit Maserung<br />

fallen Kratzer so gut wie gar nicht<br />

auf. Allerdings ist das Material zumeist<br />

rutschig und das „Geklicke“ der Krallen<br />

kann sensible Zeitgenossen fast in den<br />

Wahnsinn treiben. Zur Pflege genügt Wischen<br />

und Saugen. Parkettböden sind dem<br />

Laminat in der Reinigung sehr ähnlich. Allerdings<br />

sind nur harte Hölzer kratzfest,<br />

was besonders beim Auszug zu Problemen<br />

führen kann, wenn der Vermieter die Beseitigung<br />

der Kratzspuren verlangt. Fliesen<br />

wiederum halten viel aus und verdienen<br />

eine Höchstnote punkto Sauberkeit.<br />

Allerdings sind sie zumeist so glatt, dass<br />

die Hunde ausrutschen und verunsichert<br />

werden. Zudem sind Fliesen – wenn keine<br />

Fußbodenheizung vorhanden ist – kalt,<br />

was unsere vierbeinigen Freunde gar nicht<br />

lieben.<br />

WINTERFELL. Sowohl im Frühjahr als<br />

auch im Herbst wechselt der Hund sein<br />

Haarkleid. Die Folgen in Form von unzähligen<br />

Fellbüscheln sind meist sechs<br />

Wochen lang in der Wohnung und an<br />

den Kleidungsstücken unübersehbar.<br />

Bestes Mittel dagegen ist tägliches Bürsten.<br />

So wird nicht nur die Anzahl der<br />

verlorenen Haare in Schach gehalten,<br />

sondern auch der Stoffwechsel des Tieres<br />

unterstützt. Bürsten ist zudem auch<br />

für die Gesundheit wichtig, da so die<br />

abgestorbenen Haare entfernt werden<br />

und nicht verfilzen. Auf diese Weise<br />

werden bakterielle Infektionen, Pilze<br />

oder Ekzeme einfach, aber effektiv vermieden.<br />

Zudem genießen die meisten<br />

Vierbeiner die tägliche Massage – besonders<br />

wenn sie seit frühester Jugend<br />

daran gewöhnt wurden. Unterstützend<br />

können während der Zeit des Fellwechsels<br />

Bierhefe oder spezielle Futteröle<br />

verabreicht werden, die für ein glänzendes<br />

und kräftiges Fell sorgen. ><br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 85


ACHTUNG, VERMIETER! Viele Vermieter<br />

sehen es gar nicht gerne, wenn in ihren<br />

Wohnungen Haustiere gehalten werden.<br />

Und das ist kein Wunder, denn oft sind<br />

schmuddelige Wohnungen oder zerkratzte<br />

Böden und Wände die Folge. Klauseln im<br />

Mietvertrag wie etwa „Haustierhaltung<br />

verboten“ sind unbedingt ernst zu nehmen.<br />

Vorab muss eine Zustimmung eingeholt<br />

werden, in der genauestens vereinbart<br />

wird, welche und wie viele Tiere zugelassen<br />

werden. Werden sie nämlich verschwiegen,<br />

kann das Mietverhältnis gekündigt oder<br />

zumindest verlangt werden, dass die Tiere<br />

wieder ausziehen. Am besten ist es, dem<br />

potenziellen Vermieter gleich von Anfang<br />

an reinen Wein einzuschenken und ihm<br />

den Vierbeiner einfach vorzustellen. Für<br />

etwaige Schäden, die durch ihn entstehen,<br />

müssen natürlich Sie aufkommen. Auch<br />

die Nachbarn sind wichtig. Nehmen Sie Beschwerden<br />

nicht auf die leichte Schulter,<br />

denn ein Hund, der bei jedem noch so leisen<br />

Geräusch wild anschlägt oder herumtobt,<br />

kann Mitmieter ziemlich nerven.<br />

HUNDE IN DER STADT UND IM BÜRO.<br />

Die meisten Hunde finden sich in Großstädten<br />

zurecht, besonders wenn sie frühzeitig<br />

gelernt haben, mit den unzähligen<br />

Reizen umzugehen. Aber auch Herrchen<br />

und Frauchen müssen einige Dinge beachten,<br />

um das Zusammenleben mit hundelosen<br />

Zeitgenossen zu erleichtern. So sollten<br />

etwa Reviermarkierungen in der<br />

Fußgängerzone tabu sein und für „große<br />

Hinterlassenschaften“ stets ein Sackerl<br />

mitgenommen werden. Die Tiere am besten<br />

stets anleinen, um unvorhergesehene<br />

Es gibt keine Hunde, die die Wohnung<br />

verwüsten und Schmutz hinterlassen.<br />

Es gibt nur die falsche Einrichtung.<br />

Manuela von Perfall/Anja Hölper<br />

ISBN 978-3-7667-1882-2<br />

Situationen zu vermeiden, und die öffentlichen<br />

Verkehrsmittel nur außerhalb der<br />

Stoßzeiten benützen. Wird der Vierbeiner<br />

ins Büro mitgenommen, sollten alle mit<br />

dem neuen „Arbeitskollegen“ einverstanden<br />

sein. Die Küche, Kantine, das Lager<br />

und das Rechenzentrum sind tabu und die<br />

Gassi-Zeit ist von der reinen Arbeitszeit<br />

natürlich abzuziehen. Selbstverständlich<br />

ist jeder Hundehalter dafür verantwortlich,<br />

die Verunreinigungen, die durch seinen<br />

Hund entstanden sind, zu beseitigen.<br />

Buchtipp<br />

„Wohnen mit Hund“<br />

Auch darf der Hund kein „Kläffer“ sein,<br />

denn dann wird konzentriertes Arbeiten<br />

erschwert.<br />

WENN EINER EINE REISE TUT ... Die<br />

Urlaubzeit gilt als die wertvollste Zeit im<br />

Jahr, und da darf der Hund natürlich<br />

nicht fehlen. Immer mehr Hotelbetriebe<br />

bieten Urlaub für Hundefans an. Schon<br />

bei der Anfahrt müssen jedoch einige<br />

Dinge bedacht werden. So ist der Hund im<br />

Auto in einer Transportbox am besten<br />

aufgehoben, die zumeist im Kofferraum<br />

platziert wird. Sie muss groß genug sein<br />

– das Tier sollte aufrecht darin stehen und<br />

sich auch drehen können. Alternativ dazu<br />

werden auch Sicherheitsgurte für Hunde<br />

im Fachhandel angeboten (in Italien sogar<br />

Pflicht!). Bei Flugreisen sollte man sich<br />

schon vorab erkundigen, wie die Transportbox<br />

beschaffen sein muss. Reisen<br />

macht hungrig und so bietet sich ein Reiseset<br />

mit Futter- und Trinknapf an, zusammenfaltbar<br />

und platzsparend. Wer<br />

auf die Fellpflege nicht ganz verzichten<br />

möchte, kann sich ein Schnellwäsche-<br />

Spray besorgen. Bereits vor dem Urlaub<br />

sollten Mittel gegen Parasiten verabreicht<br />

und eventuell notwendige Impfungen mit<br />

dem Tierarzt abgesprochen werden. Er<br />

kann Ihnen auch eine Reiseapotheke mit<br />

Desinfektionsmitteln, Verbandszeug und<br />

Medikamenten gegen Durchfall, Erbrechen<br />

usw. zusammenstellen. ■<br />

Des Menschen liebster, treuester Freund: Mehr als sieben Millionen Hunde leben im deutschsprachigen<br />

Raum. Dementsprechend viele Hundebesitzer leben und wohnen innigst mit ihren<br />

Tieren zusammen. Im wunderbaren Wohnbuch von Manuela von Perfall (Text) und Anja Hölper<br />

(Fotos) beweisen einige von ihnen, dass es sich auch mit Hund stilvoll, elegant und außergewöhnlich,<br />

dabei aber gleichzeitig auch praktisch wohnen lässt. So berichten etwa Erol<br />

Sander, Lola Paltinger, Katerina Jacob und andere vom Wohnen und Leben mit den vierbeinigen<br />

Freunden. Es gilt eben: Hunde verändern das Wohnen. Die Besitzer haben andere Ansprüche<br />

an ihre Umgebung, wenn ein vierbeiniger Freund mitwohnt. Oder warum sonst würde Gräfin<br />

Charlotte von Bismarck sagen: „Ich habe zuerst den Hund gehabt und dann die Einrichtung auf<br />

ihn abgestimmt!“ Das Buch beleuchtet außerdem auf außergewöhnliche Weise die besonderen<br />

Beziehungen zwischen Frauchen/Herrchen und Vierbeiner. Zusätzlich gibt es hilfreiche Tipps<br />

rund ums Leben mit Hund – vom Schlafplatz bis zum gemeinsamen Reisen. Ein Muss für alle, die<br />

Hunde und außergewöhnliche Wohnungen lieben. Wer sich einen Eindruck vom Buch verschaffen<br />

will – der Verlag bietet unter www. wohnenmithund.de einen Blog zum Buch an.<br />

86 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Sonnenhotel Zaubek, Gerlitzen Alpe, Kärnten, Falkensteiner Hotels & Residences, Hotel Grimming<br />

HEREINGEWEDELT ...<br />

URLAUB MIT HUND<br />

Die Österreicher lieben ihre Hunde. Und so ist es klar, dass sie auch in der schönsten Zeit des Jahres<br />

mit dabeisein sollen – nämlich im Urlaub.<br />

WUFF! Wenn man mit dem Hund auf<br />

Urlaub fahren möchte, sollte man sich<br />

schon im Vorfeld erkundigen, ob man in<br />

der jeweiligen Ferienresidenz auch erwünscht<br />

ist. Noch besser ist es jedoch,<br />

wenn gleich ein Hotel ausgesucht wird,<br />

das sich ganz auf den treuesten Begleiter<br />

des Menschen spezialisiert hat, sich als<br />

sogenanntes Hundehotel deklariert und<br />

damit auf die Bedürfnisse der Vierbeiner<br />

ausgerichtet ist.<br />

HOTEL GRIMMING IN RAURIS. Beliebt<br />

ist etwa das Hotel Grimming, das einen<br />

rundum gelungenen Urlaub mit Hund ermöglicht<br />

und wo Strolch & Co. selbstverständlich<br />

im ganzen Haus erlaubt sind.<br />

Das Haus liegt mitten im Nationalpark<br />

Hohe Tauern und ist von einem imposanten<br />

Bergmassiv umrahmt. Die Zimmer<br />

selbst sind gemütlich ausgestattet – für<br />

Mensch und Tier, denn für den Vierbeiner<br />

steht ein Körbchen zum Relaxen auf dem<br />

Zimmer. Auch ein spezielles Futterservice<br />

mit fast unzähligen Trocken- und Nassfuttersorten<br />

kann in Anspruch genommen<br />

werden.<br />

Für die Pflege steht eine Hundedusche<br />

mit Spezial-Handtüchern zur Verfügung.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Aber auch Hundefitness wird hier großgeschrieben,<br />

denn auf dem Agi lity-Parcours<br />

und auf dem rund 4.500 m 2 großen Freigelände<br />

kann nach Herzenslust herumgetobt<br />

werden. Natürlich werden diverse<br />

Workshops und Trainingswochen veranstaltet.<br />

SONNENHOTEL ZAUBEK AUF DER<br />

GERLITZEN ALPE. Auch im Sonnenhotel<br />

Zaubek, das inmitten unberührter Kärntner<br />

Natur liegt, sind Hunde mehr als willkommen<br />

und können selbst ins Restaurant<br />

mitgenommen werden. Zusätzlich<br />

gibt es eine eigene Hunde-Speisekarte<br />

und einen Gassidienst, um auf Wunsch<br />

den Hund ausführen zu lassen. Ein Teich,<br />

in den die Hunde einen lässigen Sprung<br />

ins kühle Nass machen können, ist nur<br />

wenige Spazierminuten vom Hotel entfernt.<br />

Und in den Hundewochen im Frühjahr<br />

und im Herbst gibt es ein spezielles<br />

Programm mit der Hundepsychologin<br />

Monika Brantner mit Spiel & Spaß, aber<br />

auch einem Quentchen Erziehung für die<br />

Vierbeiner.<br />

„WELCOME DOGS!“ IM FALKENSTEI-<br />

NER. Hotels & Resorts Falkensteiner sind<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

den Österreichern ein Begriff und natürlich<br />

sind auch etliche hundefreundliche<br />

Hotels im Programm. Etwa das Hotel &<br />

Spa Carinzia, Hotel & Spa Bad Leonfelden,<br />

der Bleibergerhof, das Balance Resort<br />

Stegersbach und viele mehr. Hier<br />

gibt es für die vierbeinigen Gäste eine<br />

Hundedecke, einen Kauknochen und<br />

natürlich einen Fressnapf im Arrival<br />

Package – und selbstverständlich unzählige<br />

Tipps für Spazierwege und ein<br />

Gassiservice auf Anfrage. n<br />

INFORMATION<br />

Hotel Grimming<br />

Marktstraße 25<br />

5651 Rauris<br />

Tel. 06544/62 68<br />

info@dogsfriends.at<br />

www.hotel-grimming.com<br />

Sonnenhotel Zaubek<br />

Kanzelhöhe Gerlitzen Alpe 7<br />

9521 Treffen am Ossiacher See<br />

Tel. 04248/27 13-0<br />

zaubek@sonnenhotel.com<br />

www.sonnenhotel.com<br />

Falkensteiner Hotels & Residences<br />

www.falkensteiner.com<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 87


HoteL Savoia exceLSior paLace<br />

Über 100 Jahre Luxushotel im Herzen von Triest<br />

savoiaexcelsiorpalace.starhotels.com<br />

premium partner of LUxUrY pLeaSe 2011


THE LUXURY EXHIBITION<br />

EST. 2006<br />

Friday, 18th <strong>November</strong> 2011 — Sunday, 20th <strong>November</strong> 2011 | Wiener Hofburg<br />

www.luxuryplease.com<br />

part of Koop Live MarKetiNg | www.koop.at


PORtO PiccOLO<br />

HiER ZU SEiN iSt WUNDERBAR<br />

Porto Piccolo fördert eine Auffassung von Lebensqualität, die sich<br />

auf die Pflege der Details und auf die Suche einer für die Umwelt harmonischen<br />

Entwicklung stützt. Porto Piccolo wird ein hochwertiger,<br />

angesehener, jedoch nicht geschlossener Ort sein: behaglich, exklusiv<br />

und sehr zugänglich. Das sind die Schwerpunkte des Projekts, die<br />

schon durch die Wahl des Namens und Logos – ausgedacht um den<br />

Aspekt eines menschenrechtlichen Ortes aufzuwerten – und durch<br />

die innovative Vermischung von fein gestalteten Residenzen und für<br />

alle ganzjährig geöffneten Einrichtungen – Betriebe, Restaurants,<br />

Geschäfte und Kunsthandwerksläden, Wellness, Schwimm- und<br />

Strandbäder – alle mit gleicher Sorgfalt in jedem Detail eingerichtet<br />

– hervorgehoben werden.<br />

R<br />

Portopiccolo<br />

Premium Partner of LUXURY PLEASE 2011


01<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

EIN GANZER MANN IM VOLLEN EINSATZ<br />

TONI POLSTER<br />

„Ich liebe mein Leben in seiner ganzen Unvollkommenheit,<br />

denn erst die macht mich wirklich lebendig.“<br />

HELD UND BUHMANN, Blitzgneißer und<br />

Allrounder. Rekordschütze und Jungtrainer.<br />

Mustervater und Frauenbetörer.<br />

Dribbelkönig und „Dancing-Star“. Kickprofi<br />

und Hobbysänger. Musikinterpret<br />

und Hemdendesigner. Werbeikone und<br />

Stimmungskanone. Improvisationskünstler<br />

und Computerfreak. Mehrsprachig,<br />

weltoffen, aber bodenständig. Weltbürger<br />

und Urwiener, der sich nicht geniert,<br />

ganz unten beim Verein „Wiener Viktoria“<br />

anzufangen, um irgendwann ganz<br />

oben zu landen – wie immer, wie gehabt.<br />

92 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

EIN MANN DER GEGENSÄTZE, die sich bei<br />

ihm anziehen. Anton „Toni Doppelpack“<br />

Polster, 47, mit 44 Volltreffern in 95 Länderspielen<br />

zwischen 1982 und 1998 erfolgreichster<br />

Torjäger aller Zeiten in der<br />

österreichischen Fußballnationalmannschaft,<br />

noch erfolgreicher als Vorgänger<br />

Hans Krankl. Einer Austrianer, der andere<br />

Rapidler, also Erzrivalen, aber verbunden<br />

durch beider Freundschaft zu ihrem Anwalt<br />

Skender Fani, bei dem sie auch stimmgewaltig<br />

alljährlich Weihnachten feiern.<br />

Seit fast 30 Jahren.<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos Christian Strassl und toni-shirts.at<br />

01 Jubelfoto 1997. 5:1 gegen Weißrussland.<br />

02 Mai 1990. Polster mit Diego Maradona beim 1:1 in Wien.<br />

02<br />

TREUE SEELE, auch wenn Toni nach einer<br />

langen harmonischen Ehe inzwischen von<br />

Lisi, Mutter seiner Kinder Anton Jesus und<br />

Lisa Maria, geschieden ist. Was, wie man<br />

weiß, in den besten Familien vorkommt.<br />

Auch wenn damals viel Druckerschwärze<br />

samt schlechter Nachrede verschwendet<br />

wurde, so gilt für Polster heutzutage die Devise:<br />

Schwamm drüber! Erst recht, seit er<br />

mit Birgit, einer feschen Blondine, schon<br />

länger im neuen (Liebes-)Glück schwelgt.<br />

TONI IST EBEN OPTIMIST. Manche würden<br />

gar sagen: ein Wonneproppen. Das laute,<br />

spontane Lachen, das vom Herzen kommt<br />

– längst ein Markenzeichen Polsters. Wie<br />

der Refrain seines Grußworts samt brüderlicher<br />

Umarmung: „Searvaas, schöner Bua.“<br />

Oder bei Damen wahlweise: „Griaß di, sche,<br />

dass d’ da bist …“ Bussl inbegriffen, eh klar.<br />

Wäre Toni, dieser extrovertierte Typ, der<br />

das Herz auf einer Zunge trägt, die so gerne<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Pointen schleudert, nicht so nach vorn orientiert,<br />

er wäre an öffentlicher oder veröffentlichter<br />

Meinung schon vor Jahrzehnten<br />

zerbrochen. Aber weil Polster eben so<br />

ist, wie er ist, hat er stets Vorurteile widerlegt,<br />

andere eines Besseren belehrt, negative<br />

Kritik in positive Impulse verwandelt.<br />

Mit Erfolg. Das war schon so in seinen jungen<br />

Fußballjahren, als er – als großes Talent<br />

gepriesen – von seinem Stammklub Austria<br />

zunächst zu Simmering abgeschoben worden<br />

war. Weil er dort so oft getroffen hatte,<br />

wurde er nach wenigem Monaten zurück-<br />

und als 18-Jähriger ins Nationalteam geholt.<br />

Polster kam, sah und traf im <strong>November</strong><br />

1982 beim 4:0 gegen die Türkei, noch<br />

dazu im „feindlichen“ Hanappi-Stadion.<br />

Kaum oben, schon war er wieder untendurch.<br />

Kaum gefeiert, schon verdammt.<br />

Hochgejubelt, niedergemacht. Kaum Meister,<br />

Schützenkönig und Fußballer des Jahres,<br />

der Vizeweltmeister Deutschland (unter<br />

„Kaiser“ Franz Beckenbauer) bei der<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

03<br />

03 Polster im<br />

Mönchengladbach-<br />

Trikot mit Friedel<br />

Rausch.<br />

04 Toni bei einem<br />

Spiel in Köln.<br />

Wiedereröffnung des umgebauten Wiener<br />

Stadions (1986) mit einem seiner legendären<br />

Doppelpacks zum 4:1 aus den Socken<br />

schoss, schon war er bei „Mr. Austria“ und<br />

„Mr. Peugeot“ Joschi Walter in Ungnade<br />

gefallen, weil er einen besseren Vertrag<br />

haben wollte.<br />

ER BLEIBT SICH TREU. Als der AC Torino<br />

mit einem Millionen-Schilling-Angebot<br />

nach ihm angelte, ließ sich Joschi Walter<br />

nicht zweimal bitten. „Um das Geld“,<br />

meinte der legendäre, früh verstorbene<br />

Austria-Boss despektierlich, „müsst ma<br />

den Polster eigentlich hintragen zu den<br />

Italienern.“ Walter, der sich sonst selten<br />

irrte, hätte nie gedacht und hat’s auch<br />

selbst nicht mehr erlebt, welch große<br />

Auslandskar riere sein ungeliebter Schützenkönig<br />

gemacht und welch eine Popularität<br />

er dabei erreicht hat. Wie viele andere,<br />

so hatte auch der gute Joschi sowohl<br />

Durchschlagskraft als auch Intellekt und<br />

„NUR WER HANDELT, KANN ETWAS BEWIRKEN.“<br />

Bildung des vermeintlichen Prolos aus Favoriten<br />

unterschätzt, der clever, redegewandt<br />

und scharfzüngig von Turin bis Sevilla,<br />

Logroño und Madrid, von Köln über<br />

Gladbach bis ganz Deutschland und schließlich<br />

auch noch in seiner Heimat Österreich<br />

die Fans und Lacher auf seiner Seite hatte.<br />

Wer zuletzt lacht, lacht am besten.<br />

KICKERGENE IM BLUT. Und woher<br />

kommt die unglaubliche Schlagfertigkeit,<br />

die Polster auch in deutschen TV-Studios<br />

von ARD, ZDF, WDR, NDR etc. bis SAT 1<br />

und RTL zu einem Hit und Stammgast gemacht<br />

hat in seiner Bundesliga-Zeit (1993<br />

bis 2001)? Weil Toni, das Scheidungskind<br />

eines guten, aber nicht ganz so erfolgreichen<br />

Fußballvaters und einer Hausfrau,<br />

zwar vom Herrn Papa die Kickergene im<br />

Blut, vor allem aber seiner Mutter viel zu<br />

verdanken hat. Sie sparte sich als Bedienerin<br />

das Geld vom Mund ab, um den kleinen<br />

Toni in Privatschulen zu schicken, um<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 93<br />

04


Jubel. Toni freut sich mit Heimo Pfeiffenberger (links) und Walter Kogler (Mitte)<br />

über eines seiner unzähligen Tore im Wiener Ernst-Happel-Stadion.<br />

was fürs Leben zu lernen. In der Volksschule<br />

zu den Piaristen in der Josefstadt,<br />

danach ins Gymnasium der Neuland-<br />

Schule, die er aber vorzeitig verließ, um<br />

seine „violette“ Fußballleidenschaft im<br />

Aus tria-Nachwuchs auszuleben. So hat er<br />

zwar keine Matura gemacht, aber in vielen<br />

Stationen im In- und Ausland seine<br />

Reifeprüfungen in der Schule des Lebens<br />

abgelegt.<br />

VIELE TROPHÄEN UND REKORDE. Wie<br />

den (verspätet zuerkannten) „Goldenen<br />

Schuh“ als bester Torschütze Europas, um<br />

den ihn fast ein rumänischer Ceausescu-<br />

Schwindel gebracht hätte. Wie Schützenrekorde<br />

bei fast allen spanischen Klubs.<br />

Und viele Lobeshymnen, die in Deutschland<br />

auf ihn gesungen wurden – der Wiener<br />

Polster, der 1. FC Köln und der Geißbock,<br />

das Klubsymbol, waren in der Domstadt<br />

am Rhein sozusagen eins. Dabei war ihm,<br />

als er von Spanien nach Köln gewechselt<br />

war, von heimischen Unkenrufern eine<br />

Götterdämmerung prophezeit worden –<br />

und wie so oft entlarvte er die Besserwisser<br />

als Neider und Beckmesser.<br />

„TONI DOPPEL-“ UND MANCHMAL SO-<br />

GAR „TRIPLE-PACK“ wuchs zur Kult figur,<br />

um nicht zu sagen zu einem Fußballhalbgott,<br />

dem Köln und später Gladbach, Top-<br />

Journalisten (Thoma, Mahr, Wontorra) und<br />

Künstlergranden wie der beliebte Filmstar<br />

Gunther Philipp nicht nur zu Füßen lagen –<br />

Philipp hielt anno 1998 auch die Laudatio<br />

für Polsters Bucherstling, der selbstredend<br />

„Toni Doppelpack – Fußball mit Herz und<br />

Schmäh“ hieß. Inzwischen hatte sich Toni<br />

94 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

längst auch als Multitalent einen Namen gemacht,<br />

das nicht nur auf dem Rasen seine<br />

Volltreffer landete – nein, auch auf der<br />

Bühne stellte er seinen Mann mit den „Thekenschlampen“,<br />

einer Kölner Gruppe, die<br />

mit und durch ihn zu Höhenflügen auf den<br />

Charts ansetzte. Er zeigte, dass er bei Stimme<br />

sein kann, nicht nur als Stimmungskanone<br />

am Stammtisch. Toni, oft gescholten,<br />

noch öfter gefeiert als Denkmal seiner<br />

selbst. „Na, liaba net“, meinte Polster. „Weil<br />

auf Denkmäler scheißen die Vögel!“<br />

EIN MANN, EIN WORT. Anders als viele andere<br />

Promis, denen Erfolg oft den Kopf verdreht,<br />

blieb Polster mit beiden Beinen auf<br />

dem Boden und seinem Freundeskreis treu.<br />

Ein Mann, ein Wort, nicht nur im Scherz,<br />

sondern auch im Ernstfall. Nicht bigott,<br />

aber gläubiger Katholik, so aufgewachsen<br />

und erzogen. Darum auch hält er an überlieferten<br />

Normen, Riten und Traditionen fest,<br />

ohne sich dessen zu genieren. Toni weiß,<br />

dass alles im Leben seinen Sinn hat, auch<br />

wenn’s ihm manchmal nicht leichtfällt, die<br />

Sinnhaftigkeit zu verstehen. Wie damals, als<br />

ihn der unberechenbare Frank Stronach bei<br />

der Austria als Generaldirektor nicht nur<br />

„Nur wer<br />

handelt, kann<br />

etwas bewirken.“<br />

vor die Tür setzte, sondern sogar mit Hausverbot<br />

belegte, kaum dass er ihn aus dem<br />

Kölner Kokon nach Wien gelockt hatte.<br />

Warum? Weil Toni es gewagt hatte, dem Big<br />

Spender zu widersprechen!<br />

WIE ZULETZT BEIM LASK, wo er mit den<br />

Amateuren erfolgreich gearbeitet hatte,<br />

vom Präsidenten aber entlassen worden<br />

war – angeblich aus finanziellen Gründen,<br />

obwohl Toni vorgeschlagen hatte, sich als<br />

Werbefigur selbst zu finanzieren. Da fällt<br />

ihm eben mitunter auf den Kopf, dass er aus<br />

seinem Herzen keine Mördergrube macht<br />

und sagt, was er sich denkt. Das kommt,<br />

solange er noch ein Anfänger unter den<br />

Trainern ist, beim Establishment eben nicht<br />

gut an. Aber irgendwann, da kann man darauf<br />

wetten, wird er auch diese Vorurteile<br />

widerlegen. Polster weiß, dass das Leben<br />

alles andere denn ein Ruhekissen ist. Und<br />

Hürden dazu da sind, gemeistert zu werden.<br />

Privat wie beruflich. Und immer mit einem<br />

Schuss an Zuversicht, Herz und Schmäh,<br />

der zu ihm gehört wie Tore, Pointen, Werbung.<br />

Alles andere denn ein Buch mit sieben<br />

Siegeln, vielmehr ein Tausendsassa, der<br />

überall seinen Mann steht. ■<br />

Freundschaft. Rosemarie<br />

Liermann (FOKUS Home &<br />

Business) mit Toni Polster.


Text Gabriella Mühlbauer<br />

Fotos Opel<br />

EIN AUTO FÜR GRENZENLOSE MOBILITÄT<br />

OPEL AMPERA<br />

FÜR UNSERE UMWELT. Ende 2011 soll es<br />

soweit sein und mit dem Verkauf des Ampera,<br />

des ersten alltagstauglichen Elektroautos<br />

in Europa, begonnen werden. Und<br />

Opel hält mit der Lancierung was, versprochen<br />

wurde: grenzenlose Mobilität, revolutionäres<br />

und elegantes Styling und gleichzeitig<br />

Alltagstauglichkeit. So werden etwa<br />

die Vorderräder des Ampera permanent<br />

elektrisch angetrieben. Eine eigens für das<br />

Elektroauto entwickelte 16-kWh-Lithium-<br />

Ionen-Batterie versorgt dabei den 111 kW/<br />

150 PS starken Elektromotor mit Energie.<br />

So lassen sich Distanzen bis zu 80 km völlig<br />

emissionsfrei zurücklegen. Unter der Motorhaube<br />

steckt zur Reichweitenverlängerung<br />

das Herz des Ampera: das elektri-<br />

sche Voltec-Antriebssystem. Es besteht aus<br />

einem Hauptelektromotor, einem zweiten<br />

Elektromotor/Generator sowie einem Planetengetriebe.<br />

Wenn die Batterie nun ein<br />

definiertes Lademinimum erreicht hat, aktiviert<br />

sich der Modus zur Verlängerung der<br />

Reichweite: Dann startet nämlich der 63<br />

kW/86 PS starke 1,4-Liter-Benzinmotor<br />

und treibt den Generator zur Stromversorgung<br />

des Elektromotors an. Der Ampera<br />

benötigt dabei weniger als 1,6 Liter Benzin<br />

auf 100 Kilometer und emittiert weniger als<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

40 Gramm CO 2 pro Kilometer. Dank der<br />

verlängerten Reichweite genießen Ampera-<br />

Fahrer alle Vorzüge der Umwelt und Ressourcen<br />

schonenden Mobilität, die ein elektrisch<br />

betriebenes Fahrzeug bietet, ohne<br />

sich Sorgen machen zu müssen, mit entladener<br />

Batterie liegenzubleiben. Es können<br />

Entfernungen von mehr als 500 Kilometern<br />

zurückgelegt werden.<br />

EINFACH ÜBERZEUGEND. Wer einmal<br />

mit dem Ampera gefahren ist, der ist von<br />

seiner Leistung überzeugt. Dafür sorgt das<br />

elektrische Voltec-Antriebssystem, das auch<br />

für ein einzigartiges Fahrerlebnis sorgt.<br />

Die Beschleunigung erfolgt in rund neun<br />

Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit<br />

ist elektronisch auf 161<br />

km/h begrenzt. Im Batteriebetrieb besticht<br />

die Limousine durch nahezu lautloses Dahingleiten<br />

und behält selbst unter Einsatz<br />

des Benzinmotors zur Reichweitenverlängerung<br />

seine geräusch- und vibrationsarme<br />

Charakteristik bei.<br />

Unabhängige Studien belegen, dass die<br />

emissionsfreie Reichweite des Ampera im<br />

reinen Batteriebetrieb die täglichen Fahrstrecken<br />

von rund 80 Prozent der europäischen<br />

Autofahrer abdeckt.<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

Unsere Umwelt liegt uns am Herzen – und aus diesem Grund soll den Elektroautos die Zukunft<br />

gehören. Opel eröffnet nun mit dem Ampera ein völlig neues Fahrzeugsegment mit allen Vorzügen des<br />

elektrischen Antriebs ohne Reichweitenbeschränkung.<br />

STYLING PUR. Genauso faszinierend ist<br />

auch das außergewöhnliche Design des Ampera.<br />

Die elegante aerodynamische Karosserie<br />

umschließt ein Interieur, in dem gleichermaßen<br />

funktionelle wie hochmoderne<br />

Farbdisplays mit Touchscreen-Funktion konventionelle<br />

Bedienelemente und Anzeigen<br />

ersetzen. Und last but not least überzeugt<br />

auch das Platzangebot. So beträgt das Kofferraumvolumen<br />

310 Liter und der Fünftürer<br />

bietet Platz und Komfort für vier erwachsene<br />

Personen samt Gepäck. An den Verkaufsstart<br />

geht der Ampera mit einem europaweit einheitlichen<br />

Komplettpreis von 42.900 Euro . n<br />

MEHR ALS 5.000 FANS<br />

Bereits jetzt stößt der Ampera von Opel<br />

auf reges Interesse. Mehr als 5.000 poten-<br />

zielle Ampera-Kunden in ganz Europa<br />

haben sich als sogenannte ePioniere in<br />

einer Community unter www.opel-ampera.<br />

com registriert und einen Ampera reserviert.<br />

Die ePioniere profitieren neben<br />

Vorabinformationen aus erster Hand von<br />

exklusiven ePionier-Veranstaltungen.<br />

Darüber hinaus erhalten sie die Chance,<br />

den Ampera vorab bei einer Probefahrt zu<br />

erleben.<br />

www.opel.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 95


LIVING & LIFESTYLE<br />

SONNENSCHEIN STATT HERBSTGRAU<br />

GOODBYE<br />

TRISTESSE!<br />

Text Gerhard Schillinger<br />

Fotos Magic Life<br />

Herbstliche Nebelschwaden und winterlicher Schneematsch müssen nicht sein. Gerade jetzt lässt sich<br />

die Winterdepression schon nach wenigen Stunden mit strahlender Sonne und Badefreuden tauschen.<br />

SONNE UND MEER. Noch vor gar nicht<br />

langer Zeit war es unverrückbar: Man blieb<br />

in der kalten Jahreszeit brav daheim, ertrug<br />

Grippe und Schnupfenwellen, ergab sich sei-<br />

96 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

nem mitteleuropäischen Schicksal. Das hat<br />

sich nicht zuletzt dank günstiger Pauschalreisen<br />

geändert. Immer mehr Menschen<br />

setzen sich in den nächsten Flieger und brechen<br />

für ein paar Tage aus der Nebeltristesse<br />

aus. Und können schon nach wenigen Flugstunden<br />

Sonne und Meer genießen.<br />

DIE KANAREN – FRÜHLING UND SAND-<br />

STRÄNDE UNTER AFRIKANISCHER<br />

SONNE. Noch vor zehn Jahren waren sie die<br />

einzig ernst zu nehmende Alternative, um<br />

in der kühlen Jahreszeit ohne allzu lange<br />

Anreise schnell Sonne zu tanken. Und auch<br />

heute noch sind Teneriffa, Gran Canaria<br />

und Co. bei nebelmüden rot-weiß-roten<br />

Urlaubern hoch im Kurs. Die Gründe dafür<br />

sind in jedem Reisebüro zu erfahren: Dort<br />

herrschen ganzjährig angenehm milde<br />

Frühsommertemperaturen. Allerdings darf<br />

man im tiefen Winter keine Hitzerekorde<br />

mit 30 Grad oder bedingt durch kühle Strömungen<br />

auch kein karibisch warmes Meer<br />

erwarten. Die Flugzeit beträgt dafür nur<br />

knapp fünf Stunden. Obwohl dicht an der<br />

afrikanischen Küste gelegen, funktionieren<br />

Service und Infrastruktur auf gewohntem<br />

Niveau. Die Supermärkte bieten Vertrautes<br />

von der Schokolade bis zu den Windeln,<br />

die strengen Hygienevorschriften machen<br />

selbst das üppigste Buffet zu einem sorglosen<br />

Vergnügen ohne Nachwirkungen.<br />

Und dank hartem Wettbewerb sind die<br />

Preise für Pauschalurlaube relativ günstig,<br />

was vor allem Teneriffa und Gran Canaria<br />

oft den Ruf als typisches Massentourismusziel<br />

mit teilweise rücksichtsloser Verbauung<br />

gebracht hat. Das Vorurteil stimmt aber nur<br />

bedingt und in einigen Regionen. Karg und<br />

asketisch schön sind die Nachbarinseln<br />

Lanzarote und Fuerteventura. Wind und<br />

Erosion haben an den Inseln genagt und ein<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


auf den ersten Blick wenig einladendes und<br />

ausgetrocknetes Land hinterlassen. Fuerteventura<br />

wäre wohl das Schlusslicht des Tourismus<br />

auf den Kanaren geblieben, hätte es<br />

nicht etwas, das in dieser Fülle sonst keine<br />

andere Insel bieten kann: feine Sandstrände<br />

im Überfluss. Strandfreaks auf der Suche<br />

nach puderfeinem weißem Sand, glasklarem<br />

türkisem Meer – und das kilometerlang<br />

– sind hier bestens aufgehoben. Der nahen<br />

Sahara ist es zu verdanken, dass die beständigen<br />

Winde nicht nur Wärme, sondern<br />

auch Dünensand mitbrachten und vor allem<br />

an der Ostküste in einmaliger Schönheit<br />

anhäuften. In Corralejo zieht sich ein feiner<br />

Dünenstrand über zwölf Kilometer die<br />

Küste entlang. Nur im Norden gibt es einige<br />

wenige Hotels, der Rest ist als Naturschutzgebiet<br />

völlig unberührt. Noch länger ist der<br />

sich auf 22 Kilometer erstreckende Sandstrand<br />

der Halbinsel Jandia. Rund um das<br />

ehemalige Fischerdorf Morro Jable wurde<br />

zwar kräftig an neuen Hotels gebaut, auf<br />

weiten Strecken präsentiert sich Jandias<br />

Strand jedoch noch unberührt. Der schönste<br />

Teil dieses gigantischen Sandbandes, die<br />

Playa de Sotavento, hält zudem eine intakte<br />

Lagune mit türkis schimmerndem Wasser<br />

bereit. Neben Schwimmern zieht es vor<br />

allem eingefleischte Surfer an diesen Landstrich.<br />

Die Clubs und Hotels haben sich darauf<br />

eingestellt und verleihen Ausrüstung<br />

und veranstalten Kurse.<br />

ÄGYPTEN – SOMMERFREUDEN AM<br />

ROTEN MEER. Ägypten ist für die Kanaren<br />

die größte Konkurrenz als Sonnenziel im<br />

Kurzstreckenbereich. Mit nur vier Flugstunden<br />

Entfernung, günstigen Hotel- und Nebenkosten<br />

dank niedrigem Lohnniveau und<br />

neu entstandenen Ferienzielen mit sehr luxuriösen<br />

Unterkünften am Roten Meer<br />

punktet der neue Liebling der Reiseveranstalter<br />

bei österreichischen Gästen. Selbst<br />

im tiefen Winter steigen zudem die Luft-<br />

und Wassertemperaturen in angenehme<br />

Höhen über 20 Grad. Vor 30 Jahren begann<br />

der Tourismus in Hurghada, das bis heute<br />

gemeinsam mit Sharm el Sheikh am Sinai<br />

der wichtigste Ferienort Ägyptens geblieben<br />

ist. Obwohl es kein echtes Hinterland gibt,<br />

bieten diese Badeorte heute eine gute Infrastruktur<br />

für einen abwechslungsreichen Urlaub.<br />

Neue Fußgängerzonen mit Cafés und<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Kanaren, Ägypten, Türkei: Hier lässt es sich herrlich dem Winter entfliehen,<br />

um in der kalten Monaten eine Schnee-Auszeit zu nehmen.<br />

In den Clubs Magic Life bleiben keine Wünsche offen –<br />

und die Brieftasche im Safe.<br />

Einkaufsläden sowie zahlreichen Bars und<br />

Discotheken mit einem bunten Nachtleben<br />

prägen die Kulisse außerhalb der Hotelresorts.<br />

Aus den anfänglich austauschbaren<br />

Anlagen sind mittlerweile komfortable<br />

Wohlfühloasen mit dem Flair aus 1001<br />

Nacht geworden. Großzügige Gartenanlagen,<br />

viel Platz zwischen den einzelnen<br />

Hotels und die Kulisse der nahen Wüste prägen<br />

die Atmosphäre, die vor allem bei Familien,<br />

Tauchern und Liebhabern orientalischer<br />

Gaumenfreuden sehr ankommt.<br />

Taucher sind auch eine Hauptgruppe in<br />

Marsa Alam, das sich ganz im Süden Ägyptens<br />

von einem ehemaligen Geheimtipp<br />

asketischer Tauchenthusiasten zu einem<br />

komfortablen Ferienzentrum mit Hotels,<br />

Golfplatz und Yachthafen entwickelt hat.<br />

Gemeinsam mit dem Ras Mohammed National<br />

Park gilt dieser Küstenabschnitt dank<br />

der unzerstörten Korallenriffe, Inseln und<br />

gesunkenen britischen Wracks als bestes<br />

Tauchrevier am Roten Meer.<br />

SCHNELL UNTER DIE TÜRKISCHE<br />

SONNE FLÜCHTEN. Seit vielen Jahren<br />

mischt die Türkei kräftig im Geschäft um<br />

wintermüde Urlauber mit. Mit einem milden<br />

Klima ausgestattet, locken hier frühlingshafte<br />

Temperaturen an die Strände<br />

um Antalya und die antiken Ausgrabungsstätten<br />

von Ephesos oder Aspendos. Jetzt<br />

ist die richtige Zeit, um Golf und Tennis zu<br />

spielen oder die neuen Mountainbikerouten<br />

zu nutzen. Auch Wanderungen im bergigen<br />

Umland sind ohne Hitzekollaps möglich.<br />

Wenn es abends doch ein wenig kühler<br />

wird, geht nichts über ein typisch türkisches<br />

Dampfbad und eine anschließende<br />

kräftige Mas sage. Besonders mild ist das<br />

Klima entlang der türkischen Riviera von<br />

Antalya über Side und Incekum nach Alanya,<br />

wo sich auch die im Winter geöffneten<br />

Hotels und Clubs befinden. Während andernorts<br />

die Läden dicht gemacht werden,<br />

gibt es hier auch von <strong>November</strong> bis März<br />

eine lückenlose touristische Infrastruktur<br />

von Restaurants und Unterhaltung bis<br />

zum Shopping. Wenn auch die Bebauung in<br />

vielen Orten der Region sehr dicht geworden<br />

ist – mit Belek gibt es eine angenehme<br />

Ausnahme. Kaum 30 Minuten von Antalya<br />

entfernt wurden hier die Luxushotels und<br />

Clubs wie der Club Magic Life Belek Imperial<br />

unter größtmöglicher Schonung der<br />

Umwelt in die dichten Pinien- und Eukalyptuswälder<br />

mit viel Freiraum integriert.<br />

Der Strand ist mit seinem Sand ein Traum<br />

und rund um die Hotelanlagen liegen mehrere<br />

elegante Golfplätze, die gerade in der<br />

kühleren Jahreszeit ideal sind. ■<br />

MIT MAGIC LIFE SONNE STATT<br />

KÄLTE GENIESSEN<br />

Top-Lagen und gleichzeitig hohen heimischen<br />

Standard versprechen die rot-weißroten<br />

Clubs von Magic Life, die es bei Gulet<br />

in allen wichtigen Wintersonnenzielen<br />

rund ums Mittelmeer in bester Lage gibt.<br />

Unter anderem befindet sich je ein Club an<br />

den Traumstränden von Jandia auf der Kanareninsel<br />

Fuerteventura und Belek an der<br />

türkischen Riviera.<br />

In Ägypten zeichnet sich der Club Magic<br />

Life Kalawy durch eine besonders attraktive<br />

Lage am Roten Meer aus. Neben<br />

Strand, herrlichen Pools und einem einzigartigen<br />

All-inclusive-Konzept bedeuten<br />

Herbst und Winter hier auch jede Menge<br />

Fitness und Unterhaltung auf hohem Qualitätsniveau.<br />

So können Klimaflüchtlinge<br />

ab <strong>November</strong> bis April im Club Magic Life<br />

Kalawy mit den „Dancing Stars“ Alice Guschelbauer<br />

und Balasz Ekker bei Tanz-<br />

Workshops an der perfekten Schrittfolge<br />

und Choreografie feilen.<br />

Außerdem am Programm: Spezielle Fitness,<br />

Yoga-, Beauty- und Mentalwochen,<br />

Treffen mit österreichischen Promis oder<br />

auch spannende Livekonzerte. Zu buchen<br />

ist der Club Magic Life Kalawy ab 774<br />

Euro, der Club Magic Life Fuerteventura ab<br />

799 Euro pro Woche. In Belek kann man<br />

Sonne statt Kälte ab 474 Euro genießen.<br />

Buchungen und Infos in allen<br />

Reisebüros und unter<br />

www.magiclife.com und www.gulet.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 97


LIVING & LIFESTYLE<br />

HOCHPUSTERTAL/OSTTIROL<br />

ANTI-AGING AUF SKI<br />

ANTI-AGING. Auf Skiern durch frischen<br />

Pulverschnee stauben, in der Latschensauna<br />

schwitzen: Das ist das Geheimnis<br />

der Jugend auf Osttirolerisch. Skifahren<br />

ist nachweislich gesund, hält fit und jung,<br />

senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-<br />

Erkrankungen und Alzheimer. Die gesunde<br />

Höhenlage des hoteleigenen Skizentrums<br />

Hochpustertal (1.100 bis 2.400 m ist besonders<br />

effektiv für Training und aktive<br />

Erholung – das wurde sogar in zwei Studien<br />

der Universität Innsbruck bestätigt.<br />

Den Anti-Aging- und Antistresseffekt verstärkt<br />

die typische Osttiroler Gemütlich-<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

Die Dolomiten Residenz Sporthotel Sillian**** steht für Natur pur – vom Nachtkästchen über<br />

die Wellnessanwendungen bis zum Pistenspaß im Pulverschnee. Der Blick auf die Osttiroler Berge<br />

weckt die Lebensgeister.<br />

keit, die im Hotel und auf dem 100 m entfernten<br />

hauseigenen Skiberg herrscht.<br />

Wartezeiten an den Liften und Gedränge<br />

auf den 55 km Traumpisten kennt man<br />

nicht! Und nach der Piste kann man sich so<br />

richtig in der 3.000 m 2 großen Vitalresidenz<br />

Schloss Heinfels verwöhnen lassen.<br />

Ob ein Honig-Zirben-Fußbad, ein Osttiroler<br />

Heubad oder ein Tiroler Kräuterbadl –<br />

das baut alles so richtig wieder auf! Schon<br />

sind die Sinne offen für weitere Köstlichkeiten<br />

aus der Natur und man genießt die<br />

herrliche Verwöhn-Gourmetpension. ■<br />

DOLOMITEN RESIDENZ<br />

SPORTHOTEL SILLIAN****<br />

9920 Sillian/Osttirol<br />

Tel. +43 (0) 4842/60 11-0<br />

www.sporthotel-sillian.at<br />

98 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

WO KÖNIGE ZU GAST SIND<br />

LUXUS AM<br />

ARLBERG<br />

Fünf Sterne verdient sich der Zürserhof auf dem Arlberg.<br />

Es gibt kaum einen Gästewunsch, der dort nicht erfüllt wird.<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

KÖNIGLICH. Die internationalen Gäste<br />

wissen die Exklusivität, den Komfort und<br />

den individuellen Service im Zürserhof zu<br />

schätzen. „Der Zürserhof ist groß genug,<br />

um alle Möglichkeiten zu bieten, und klein<br />

genug, um auf die individuellen Wünsche<br />

einzugehen“, so die Philosophie der Hoteliersfamilie<br />

Skardarasy, welche das 180-<br />

Betten-Haus bereits mit Erfolg in der dritten<br />

Generation führt.<br />

WOHLTUENDE AUSZEIT. Im Zürserhof sind<br />

viele Leistungen bereits im Zimmerpreis inkludiert:<br />

etwa das 1.400 m 2 große Zürserhof<br />

Spa mit Pool, Saunalandschaft und das<br />

Sportzentrum samt Fitnessstudio, Tennishalle,<br />

Tischtennis und Billard. Inklusive sind<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

auch der professionell geführte Kinderclub<br />

mit Abendbetreuung sowie die niveauvolle<br />

Unterhaltung für die Großen mit täglicher<br />

Pianomusik und regelmäßigen Livegästen.<br />

Tägliche Morgengymnastik sowie das ambitionierte<br />

Wochenprogramm gehören ebenfalls<br />

zur Betreuung der erwachsenen Gäste.<br />

Im Zürserhof lässt sich der Winterurlaub von<br />

der angenehmsten Seite erleben, 70 Prozent<br />

Stammgäste bestätigen dies gerne! ■<br />

HOTEL ZÜRSERHOF*****<br />

Familie Skardarasy<br />

6763 Arlberg<br />

Tel. 05583/25 13<br />

www.zuerserhof.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 99


LIVING & LIFESTYLE<br />

VISIONEN UND NACHHALTIGKEIT AM ACHENSEE<br />

LIEBE ZUR TRADITION<br />

100 GRÜNDE. Für Karl C. Reiter und seine<br />

Familie gibt es mindestens 100 gute Gründe<br />

für das Reiter’s Posthotel: von den charmanten<br />

Suiten und Zimmern über die acht<br />

verschiedenen Restaurants und die Küche<br />

von Fabian Leinich bis zum alten Weinkeller,<br />

in dem 60.000 ausgesuchte Tropfen lagern<br />

und ein Affineur feinste Tiroler Käsespezialitäten<br />

anbietet. Die beste Adresse<br />

für Wellnessferien ist das Posthotel nicht<br />

nur wegen der Tatsache, dass es die mit<br />

6.500 m 2 größte Spa-Landschaft Tirols besitzt,<br />

auch das Angebot an Beauty- und<br />

Entspannungsbehandlungen sowie betreuten<br />

Sport- und Aktivprogrammen ist rekordverdächtig.<br />

Durch das private hauseigene<br />

Lipizzanergestüt setzen auch Pferdeliebhaber<br />

mit Reiter’s Posthotel auf das<br />

richtige Pferd.<br />

5-STERNE-URLAUB. Das „Mehr an Service“,<br />

das man in anderen 5-Sterne-Hotels<br />

oft vermisst, sorgt im Posthotel Achenkirch<br />

für eine besondere Atmosphäre. Mit jedem<br />

Arrangement bucht der Gast nicht nur ein<br />

Zimmer, sondern exklusive Mehrleistungen.<br />

Das Engagement der rund 180 Mitarbeiter<br />

macht es leicht, den Alltag einfach<br />

hinter sich zu lassen. Vom Frühstücksbuffet<br />

(für Langschläfer) bis 12 Uhr über die<br />

feine Mittagsjause, Kaffee und Kuchen am<br />

Nachmittag bis zum Gourmetbuffet am<br />

Abend trägt das Team des Küchenchefs dazu<br />

bei, dass der Geschmacksnerv aller Gäste<br />

getroffen wird. Die besten Rezepte sind im<br />

neuen Posthotel-Kochbuch zum Nachkochen<br />

aufgeschrieben. Mehrmals pro Woche<br />

gibt es kulinarische Themenabende im<br />

Hotelrestaurant, im Wintergarten oder in<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

Reiter’s Posthotel Achenkirch***** zählt zu den führenden 5-Sterne-Wellnesshotels im Alpenraum.<br />

Karl C. Reiter führt das Haus in vierter Generation mit persönlichem Engagement, viel Liebe zur<br />

Tradition, zum Echten und Unverfälschten – und mit einem „Mehr an Service“.<br />

einer der vier feinen Stuben. In der Cigar<br />

Lounge treffen sich die Liebhaber des<br />

blauen Dunstes. ■<br />

REITER´S POSTHOTEL<br />

ACHENKIRCHEN*****<br />

Familie Reiter<br />

6215 Achenkirch/Tirol 382<br />

Tel. 05246/65 22<br />

www.posthotel.at<br />

100 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011


Text Alexandra Kogler<br />

Fotos Beigestellt<br />

KULINARIK VOM FEINSTEN<br />

GENUSSHOTEL<br />

RIEGERSBURG<br />

Die neue Destination für Genussreisende im Herzen des<br />

steirischen Vulkanlands.<br />

GENUSS PUR. Das garantiert ein Besuch<br />

im Genusshotel Riegersburg. Das Hotel,<br />

das seit Mai 2009 für Genießer geöffnet<br />

hat, liegt an der steirischen Burgen- und<br />

Schlösserstraße, die zahlreiche kulturhistorisch<br />

interessante und sehenswerte Prachtbauten<br />

und Wehranlagen verbindet. Eine<br />

der eindrucksvollsten Burgen Österreichs,<br />

die Riegersburg, liegt direkt im Blickfeld<br />

des neuen Genusshotels, egal ob vom topmodernen<br />

Edelstahlpool auf dem Dach, der<br />

großzügigen Teakholzterrasse im Erdgeschoß<br />

oder von allen stilvoll eingerichteten<br />

Zimmern aus. Die freie Sicht auf die Burg<br />

ist atemberaubend und lässt am Abend bei<br />

schöner Beleuchtung und mit einem Gläschen<br />

südsteirischen Wein die Herzen der<br />

Besucher höher schlagen. Tagsüber kann<br />

man sich die Zeit mit diversen Ausflügen<br />

versüßen, wie zu genusskulturell wertvollen<br />

Institutionen wie der Schokoladenmanufaktur<br />

Zotter, zur Gölles-Manufaktur<br />

für edle Brände und feinen Essig, zur<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Erzeugungsstätte der Vulcano-Schinken<br />

und nicht zuletzt zu zahlreichen Buschenschenken,<br />

in denen typisch steirische Delikatessen<br />

in gemütlicher Atmosphäre angeboten<br />

werden. Aber nicht nur Genuss<br />

wird im Hotel Riegersburg groß geschrieben,<br />

es ist auch beliebt bei Unternehmen,<br />

die eine entspannte Atmosphäre, weit weg<br />

vom Büro, für ihre Seminare oder Klausuren<br />

benötigen. Die Angestellten danken es<br />

einem, bei dieser Aussicht.<br />

DIE SCHNAPSBRENNEREI UND ESSIG-<br />

MANUFAKTUR ALOIS GÖLLES. Seit vier<br />

Generationen bewirtschaftet die Familie<br />

Gölles Obstgärten im sonnigen Hügelland<br />

rund um die Riegersburg. Seit Anfang der<br />

80er-Jahre liegt die Spezialisierung auf der<br />

Herstellung feiner Essige und edler Destillate.<br />

Besonderes Augenmerk gilt dabei der<br />

Verwendung hervorragender Produkte,<br />

denn nur der naturgegebene Wohlgeschmack<br />

von einwandfreien, sonnen-<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

gereiften Früchten oder vorzüglichen Weinen<br />

ist eine taugliche Basis für die<br />

Gewinnung dichter und druckvoller<br />

Schnäpse oder eleganter, feinaromatischer<br />

Essige. Dem Streben nach optimalen Früchten<br />

für die Brennerei und Essigmanufaktur<br />

dient auch das Bemühen von Gölles um alte<br />

und schon sehr selten gewordene Obstsorten.<br />

In einem von modernster Technik begleiteten,<br />

aber von der Erfahrung und dem<br />

Sensorium von Alois Gölles und seinem<br />

Team bestimmten Prozess können aus solchen<br />

und anderen wertvollen Grundprodukten<br />

die feinen Edelbrände und Essige<br />

der Marke Gölles gewonnen werden. ■<br />

GENUSSHOTEL RIEGERSBURG<br />

Starzenberg 144<br />

8333 Riegersburg<br />

Tel. 03153/200 20-0<br />

genuss@hotel-riegersburg.at<br />

www.hotel-riegersburg.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 101


LIVING & LIFESTYLE<br />

NATURGENUSS UND KULINARIK<br />

LIFESTYLE TRIFFT<br />

LANDLEBEN<br />

Das Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden in Oberösterreich<br />

ist der ideale Ort, um sich verwöhnen zu lassen.<br />

GEBORGENHEIT. Der riesige Luster aus<br />

Hirschgeweihen in der Lobby fällt uns sofort<br />

auf. Aber nicht unangenehm – jenseits<br />

von Kitsch vermittelt er und das Gesamterscheinungsbild<br />

des Hotels viel Gemütlichkeit.<br />

Der offene Kamin und die erdigen Naturfarben<br />

sorgen für Wohlbefinden. Zum<br />

102 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Wohlfühlen gehört aber auch der großzügige<br />

Spa­Bereich mit 2.000 m 2 Wellness­ und<br />

Wasserwelt inklusive Innen­ und Außenpool,<br />

Saunabereich und Behandlungsräume.<br />

Hier kann man Wellness nach den fünf<br />

Elementen des Wohlbefindens des berühmten<br />

Sebastian Kneipp genießen. Geist und<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

Körper werden auf leichte Art in Einklang<br />

gebracht. Und wer gerne unter sich bleibt,<br />

bucht ein Privat­Spa für zwei!<br />

WINTERFREUDEN. Auch zu Weihnachten<br />

und Silvester bietet das Falkensteiner Hotel<br />

& Spa Bad Leonfelden viel Programm für die<br />

Gäste, welche gerne an solchen Tagen nicht<br />

zu Hause bleiben wollen und sich das Weihnachts­<br />

und Silvestermenü lieber kochen<br />

lassen. Ein Eislaufplatz direkt am Hotel,<br />

Fackelwanderungen in der bezaubernden<br />

Winterlandschaft und ein weitläufiges<br />

Langlaufloipennetz bieten dem Winterurlauber<br />

viel Abwechslung. Aber auch Skifahrer<br />

kommen auf ihre Kosten. Nahe dem<br />

Hotel kann man am Sternstein unter vier<br />

verschiedenen Abfahrten wählen – da ist für<br />

jeden etwas dabei.<br />

Silvester wird natürlich rauschend gefeiert,<br />

für Unterhaltung sorgen ein Las Vegas­<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011


Im exklusiven Lifestyle-Hotel im Moor- und Kneippkurort Bad Leonfelden genießt man Wellness mit den<br />

fünf Elementen: Wasser, Bewegung, Kulinarik, Kräuter und innere Balance.<br />

Casino, eine Wahrsagerin und ein Karikaturkünstler.<br />

Herrlich ausschlafen lässt es<br />

sich nach einer herrlichen Ballnacht dann in<br />

den schönen Zimmern. Diese sind alle<br />

selbstverständlich mit allem Komfort ausgestattet,<br />

für Verliebte sind die Kuschelsuiten<br />

zu empfehlen – hier kann man den<br />

Alltag aussperren und sich so richtig Zeit für<br />

Zweisamkeit nehmen.<br />

WELLNESS FÜR LEIB UND SEELE. „Ein<br />

wesentlicher Teil der Entspannung ist die<br />

Kulinarik“, so das Motto der Falkensteiner<br />

Hotels. Auch in Bad Leonfelden hat man die<br />

Qual der Wahl schon beim Frühstück. Eine<br />

Vielzahl an herzhaften regionalen Köstlichkeiten<br />

wird geboten. So geht es auch beim<br />

Abendessen weiter. Eine köstliche Mischung<br />

aus der Falkensteiner Alpe­Adria­<br />

Küche und oberösterreichischen Spezialitäten<br />

in allen denkbaren Varianten verwöhnt<br />

OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

den Gaumen. Nach dem Essen sollte man<br />

unbedingt noch der Hotelbar einen Besuch<br />

abstatten und sich dort ein gutes Glas Wein<br />

oder einen Cocktail gönnen. Denn auch das<br />

gehört zu einem perfekten Urlaubstag dazu!<br />

„AUF DEN HUND GEKOMMEN“. Das<br />

Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden<br />

gehört zu jenen Häuser, wo der vierbeinige<br />

Freund herzlich willkommen ist. Hundefreunde<br />

danken es und reisen gerne mit<br />

ihren Lieblingen an. Auch Bello fühlt sich<br />

auf Anhieb hier wohl. Am Zimmer wartet<br />

bereits sein Arrival Package mit Kauknochen<br />

und Leckerlis. Zur Verfügung gestellt<br />

werden jedem vierbeinigen Gast Fress­ und<br />

Wassernapf, Hundedecke sowie ein eigenes<br />

Handtuch. Herrliche Wiesen laden<br />

beim Hotel zum Toben ein und auf den<br />

wunderschönen Wanderwegen rund um<br />

Bad Leonfelden kann Hund so richtig die<br />

Gegend erkunden und schnüffeln, was es<br />

dort so Neues gibt. Das ist Hundeurlaub,<br />

wie es sich das Hundeherz wünscht. Und<br />

ist der Hund glücklich, freut sich auch sein<br />

Mensch!<br />

GOLF. Freunde des kleinen weißen Balls<br />

finden neun Golfplätze in einem Umkreis<br />

von ca. 50 km. Zu empfehlen ist der<br />

CC St. Oswald­Freistadt (27 km entfernt) –<br />

ein 18­Loch­Platz, der herrlich in die natürliche<br />

Hügellandschaft eingebettet ist. n<br />

FALKENSTEINER HOTEL & SPA<br />

BAD LEONFELDEN****<br />

Wallseerstraße 10<br />

4190 Bad Leonfelden<br />

Tel. 07213/206 87-0<br />

www.falkensteiner.com<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 103


LIVING & LIFESTYLE<br />

VERNETZTES WOHNEN IM HOTEL AMEDIA<br />

TRAUMSTADT<br />

Salzburg, zweitschönste Kleinstadt der Welt, stand auf dem<br />

Programm. Allein der Gang über die Staatsbrücke ist sehenswert.<br />

TRAUMHAFTE KULISSE. Egal wohin man<br />

den Blick wirft, alles erscheint wunderschön.<br />

Kein Wunder, dass Amerikaner<br />

ständig „Oh, how beautiful!“ seufzen und<br />

Japaner nicht wissen, wohin sie den <strong>Fokus</strong><br />

ihrer Linse zuerst richten sollen. Wo aber<br />

wohnt man in Salzburg? Uns wurde das<br />

AMEDIA HOTEL vorgeschlagen. Man erzählte<br />

uns, dass es bereits neun AMEDIA-<br />

Standorte in Deutschland, Österreich und<br />

Tschechien gibt. Den hohen Serviceanspruch<br />

des Hotels können wir nur bestätigen.<br />

Gemeint ist: kostenloses Telefonieren<br />

in 48 Länder, gratis WLAN, mindestens<br />

60 TV-Programme und freies Video-on-<br />

Demand. AMEDIA HOTELS sind damit<br />

ideal für Geschäftsreisende, Tagungsgäste,<br />

Städtereisende und Gäste, für die E-Mail,<br />

Facebook, Twitter, Fernsehen und Telefonieren<br />

tagtäglich eine wichtige Rolle spie-<br />

len. Gastronomisch wird man mit typisch<br />

österreichisch-internationaler Küche verwöhnt.<br />

Eine wahre Perle des Hauses ist die<br />

Direktorin Sabine Loy. Sie riet uns, abends<br />

das traditionsreiche Restaurant „Zum Eulenspiegel“<br />

aufzusuchen.<br />

„ZUM EULENSPIEGEL“ ist seit 680 Jahren<br />

das originellste Altstadt Lokal Salzburgs.<br />

Im romantischen Ambiente wurden wir mit<br />

erlesenen Weinen und biologischen Produkten<br />

verwöhnt. „Bei uns“, erzählte die<br />

Inhaberin, „wird immer noch wie in Omas<br />

Zeiten aus der Pfanne mit Butterschmalz<br />

gekocht.“ Die Ware kommt frisch vom Bio-<br />

Bauernhof auf den Tisch. Frische Fische aus<br />

eigener Quelle, Kräuter, Eier, Obst und Gemüse<br />

werden am Bio-Bauernhof in Puking<br />

angebaut. Bio ist die Lebensphilosophie der<br />

Inhaber des „Eulenspiegels“. Das Lokal bie-<br />

RESTAURANT<br />

„ZUM EULENSPIEGEL“<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos Beigestellt<br />

Getreidegasse vis-à-vis von<br />

Mozarts Geburtshaus, 5020 Salzburg<br />

restaurant@zum-eulenspiegel.at<br />

www.zum-eulenspiegel.at<br />

tet eine tolle heimelige Atmosphäre. Es<br />

liegt direkt vis-à-vis von Mozarts Geburtshaus<br />

in der Getreidegasse. In dieses Restaurant<br />

kommen wir gerne wieder! ■<br />

AMEDIA HOTEL<br />

Linzer Bundesstraße 6<br />

5020 Salzburg<br />

Tel. 0662/650 100<br />

s.loy@amediahotels.com<br />

www.amediahotels.com<br />

104 FOKUS I HOME & BUSINESS OKTOBER/NOVEMBER 2011<br />

Sabine Loy


Von WG<br />

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So einfach geht’s: Bis 14. <strong>November</strong> 2011 eine Postkarte an FOKUS Home & Business, Kennwort<br />

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Oder Sie senden uns eine E-Mail an gewinnspiel@immobilienfokus.at –<br />

mit Ihrer Adresse, der Kennzahl und dem Kennwort. Wir drücken Ihnen die Daumen!<br />

Einen Urlaub im Hotel Pfandler gewinnt Daniela Cravos aus 1030 Wien.<br />

Auf einen Kurzurlaub in Wien darf sich Gerhard Aigner aus 5020 Salzburg freuen.<br />

Alpine Wellness im Hotel Forsthofgut wird Paula Wuksch aus 9535 Schie ing/See genießen.<br />

Porto Piccolo fördert eine Auffassung von Lebensqualität, d<br />

auf die Pflege der Details und auf die Suche einer für die Umw<br />

monischen Entwicklung stützt. Porto Piccolo wird ein hochw<br />

angesehener, jedoch nicht geschlossener Ort PREIS<br />

Nr. sein: 1 behaglich, e<br />

und sehr zugänglich. Das sind die Schwerpunkte des Proje<br />

schon durch die Wahl des Namens und Logos – ausgedacht<br />

Aspekt eines menschenrechtlichen Ortes aufzuwerten – und<br />

die innovative Vermischung von fein gestalteten Residenzen<br />

alle ganzjährig geöffneten Einrichtungen – Betriebe, Resta<br />

Geschäfte und PREIS Kunsthandwerksläden, Wellness, Schwimm<br />

Strandbäder Nr. – 2alle<br />

mit gleicher Sorgfalt in jedem Detail eing<br />

– hervorgehoben werden.<br />

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