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immobilien - Fokus

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Österreich € 3,– � P.b.b. Verlagspostamt A-1140 Wien � Zlg.-Nr. 06Z036886 M<br />

www.<strong>immobilien</strong>fokus.at<br />

NACHHALTIGKEIT<br />

ÖKOLOGISCHE GEBÄUDE<br />

Welchen Immobilien die Zukunft gehört<br />

BODENHAFTUNG<br />

WORAUF WIR STEHEN<br />

Parkett, Holz, Fliesen: Wer die Wahl hat,<br />

hat die Qual – ein Leitfaden<br />

OSTEUROPA<br />

QUO VADIS, CEE?<br />

Die Krise fällt in den einzelnen Ländern<br />

unterschiedlich schwer aus<br />

Monatsmagazin � 6. Jg./Nr. 04/2010 � Mai/Juni 2010


Alles aus<br />

einer Hand!<br />

Der mobile<br />

Projektberater<br />

� Er kommt zu Ihnen nach Hause<br />

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Unsere neuen Sortimente und Leistungen:<br />

Marken-<br />

Sonnenschutz<br />

Bewässerungsplanung<br />

Einbaupools<br />

Solaranlagen


Liebe Leser!<br />

JUBILÄUM. Eines der ältesten und traditionsreichsten Wohnbauunternehmen in Österreich,<br />

die Wien-Süd, begeht in diesem Jahr den 100. Geburtstag. Grund genug, uns<br />

im Rahmen der neuen Serie „Trend & Tradition“ mit der Geschichte, den wichtigsten<br />

Projekten und dem Leistungsvermögen der Wien-Süd Gruppe näher zu befassen.<br />

NACHHALTIGKEIT. Ökologische Gebäude sind für jeden ein Muss, der künftig ein Projekt<br />

vermieten oder verwerten möchte. Österreichs Unternehmen sind diesbezüglich nicht<br />

nur startklar, sondern verfügen international gesehen auch über nennenswerte Wett-<br />

bewerbsvorteile im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit. Experten gehen weiters auch<br />

von steuer lichen Effekten aus – etwa dass Öko-Steuern auf Gebäude kommen werden,<br />

die vor dem Hintergrund des zu hohen Energieverbrauchs sicherlich auch politisch<br />

durchsetzbar wären.<br />

„GRUNDKAPITAL“. Bodenbeläge spielen heute für die Inneneinrichtung eine weitaus dominantere<br />

Rolle als früher und werden mit viel Sorgfalt und unter Berücksichtigung des<br />

individuellen Einrichtungsstils ausgewählt. Der Leitfaden „Bodenhaftung“ gibt einen<br />

Überblick über die gängigsten Varianten und deren Vor- und Nachteile. War Holz in den<br />

Nassräume ehemals undenkbar, tritt es nun mit Keramik zu einem harten Konkurrenzkampf<br />

an. Aber lesen Sie selbst ab Seite 91.<br />

SCHÖNE REISE. Wenn die Temperaturen endlich – langsam, aber doch – in die Höhe wandern,<br />

steigt auch die Sehnsucht nach kleineren oder größeren Alltagsfluchten. Man<br />

träumt von einsamen Inseln und entspannenden Wellness-Oasen. Mit der Story „Reif für<br />

die Insel“ (Seite 116) entführt Sie unser Autor Mag. Gerhard Schillinger – zumindest<br />

gedanklich – an die schönsten Strände der Welt. Doch warum nur in die Ferne schweifen,<br />

wenn auch Österreich attraktive Destinationen bietet! Unser Reise-Team hat für Sie<br />

einen Streifzug durch aktuelle Urlaubsparadiese zusammengestellt.<br />

VIEL VERGNÜGEN beim Lesen dieser Ausgabe wünscht Ihnen Ihr<br />

Dr. Alexander Scheuch<br />

MAI/JUNI 2010<br />

EDITORIAL<br />

„Wirtschaftswissenschaft<br />

ist die einzige Disziplin,<br />

in der jedes Jahr auf<br />

dieselben Fragen andere<br />

Antworten richtig sind.“<br />

Danny Kaye<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 3


INHALT<br />

48<br />

4 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

24<br />

34<br />

IMMOBILIEN<br />

06 News & Infos<br />

Kurznachrichten aus dem Immobilienbereich.<br />

24 Wer nicht grün baut ...<br />

Ökologische Gebäude sind für jeden ein Muss.<br />

28 Nicht am Meer und doch am Wasser<br />

Ferien<strong>immobilien</strong> an Seen werden immer gefragter.<br />

32 Anders wohnen<br />

Wohnen neu definiert für die Generation um die 50.<br />

34 Trend und Tradition<br />

Das Wohnbauunternehmen Wien-Süd im Porträt.<br />

38 Masdar City<br />

Eine Öko-Stadt in Abu Dhabi.<br />

40 Ich mach mir meine Welt ...<br />

Wohnungen mit flexiblem Grundriss sind Lebensräume.<br />

42 Es werde Licht!<br />

Von oben ausgeleuchtete Räume stehen hoch im Kurs.<br />

REAL VIENNA<br />

44 News & Infos<br />

Kurznachrichten zu den Messethemen.<br />

48 Begrenzter Aufschwung<br />

Langsame Erholung der Immobilienmärkte im Osten.<br />

52 Nicht nur Immobilien ...<br />

In Österreich kauft man auch Lebensqualität.<br />

54 Industrieparks<br />

Kickstart für die Ostslowakei?<br />

56 Der Markt zieht an<br />

In der Tschechischen Republik entspannt sich die Lage.<br />

58 Günstige Preise und gute Lagen<br />

Kroatien: Ende der goldenen Zeiten für Spekulanten.<br />

60 Europäische Immobilienmärkte<br />

Man sollte die Strategien von Investoren betrachten.<br />

RATGEBER<br />

62 Mietzinsrückstand<br />

Bei zwei Monaten Mietschulden ist Vorsicht geboten!<br />

WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

64 News<br />

Kurznachrichten aus der Welt der Wirtschaft.<br />

68 Vorsorgewohnungen<br />

Breites Angebot von Low Budget bis High-End.<br />

72 Der „Fall SKYLINK“<br />

Prof. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rant im Gespräch.<br />

74 Steigerung der Lebensqualität<br />

Die Wien Holding errichtet Immobilien mit Mehrwert.<br />

76 Flüchtende Verbraucher<br />

Kundenrückgewinnung hat vielerorts keine Bedeutung.<br />

78 Aschenwolke und Griechenland<br />

Neue Krisenszenarien für Europas Wirtschaft.<br />

80 Alternative der Zukunft<br />

Die Sonne stellt keine Rechnung.<br />

84 Gebäudekosten hinuntergeplant<br />

Warum Facility-Management sich auszahlt.<br />

MAI/JUNI 2010


LIVING & LIFESTYLE<br />

88 Die Welt des Lifestyle im Überblick<br />

Neues und Interessantes auf dem Markt.<br />

90 Darauf stehen wir!<br />

Bodenbeläge spielen heute eine wichtige Rolle.<br />

98 Multifunktionelle Räume<br />

Präsentationsfläche Haus auf Siegeszug.<br />

100 Die Farbe Orange<br />

Einfach gut für Stimmung und Selbstvertrauen.<br />

102 Obst im eigenen Garten<br />

Früchte aus Eigenzucht sind etwas Besonderes.<br />

106 Kribbel, krabbel ...<br />

Was tun gegen Ameisen, Motten und Co.?<br />

108 Der neue Range Rover Sport<br />

Leistung & Dynamik auf vier Rädern.<br />

110 Feelness vom Feinsten<br />

Wohlfühlen in unserer stressgeplagten Zeit.<br />

114 Club Aldiana auf Zypern<br />

Urlaubsfreuden auf höchstem Niveau.<br />

116 Reif für die Insel<br />

Sehnsuchtsziele für Alltagsfluchten.<br />

120 Tradition de luxe<br />

Romantik und Wellness in Südtirol.<br />

122 Abano in Benessere<br />

Eine Marke, vier Hotels, eine Philosophie.<br />

123 Abenteuerland in Bayern<br />

Europas erstes Bio-Hotel für Kinder.<br />

124 Frühling im Salzkammergut<br />

Wellness, Erholung und Wandern am Fuschlsee.<br />

126 Modischer Duft<br />

Die magische Welt von Loris Azzaro.<br />

130 Style for Success<br />

Modische Erfolgsrezepte im Geschäftsleben.<br />

134 Der Kaffee ist fertig ...<br />

Das schwarze Elixier – Muntermacher & Genuss<br />

136 Das Auge isst mit<br />

Ein liebevoll gedeckter Tisch gehört einfach dazu.<br />

140 Gewinnspiel<br />

142 UMFRAGE<br />

Medieneigentümer, Herausgeber- und Chefredaktionsanschrift ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG,<br />

A-1140 Wien, Tel. 01/813 03 46-0, office@<strong>immobilien</strong>fokus.at, www.<strong>immobilien</strong>fokus.at Herausgeber, Geschäftsführung und Verlagsleitung<br />

Dr. Alexander Scheuch, a.scheuch@<strong>immobilien</strong>fokus.at Redaktion Ressort Immobilien Mag. Walter Senk, w.senk@<strong>immobilien</strong>fokus.at<br />

Redaktion Ressort Living Gabriela Trautenberg, g.trautenberg@<strong>immobilien</strong>fokus.at Chefin vom Dienst Ingeborg Zauner, i.zauner@<strong>immobilien</strong>fokus.at<br />

Art Direction André Unger, grafik1@<strong>immobilien</strong>fokus.at Litho Gai Jeger Office Ingeborg Zauner, Sabine Reiterer Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />

Dr. Alexander Scheuch, Mag. Walter Senk, Robert Schweiger, Alexandra Koch, Arch. DI Martin Haas, Bea Burger, Dieter Kendler, Georg Pfleiderer, Milan<br />

Khatri, Rafael Gilkarov LL.M., Mgr. Štefan Holý, Vjekoslav Knezevic, Dr. Friedrich Klocker, Mag. Gerald Anetzhuber, Mag. Alexander Stolitzka, Dr. Erich<br />

René Karauscheck, Christian Prenger, Dipl.-Ing. Peter Matzanetz, Brigitte Redling, Ingeborg Zauner, Gabriela Trautenberg, Charlotta Rota, Mag. Gerhard<br />

Schillinger, Nina Martin, Silvana Stroh, Michael T. Landschau Anzeigen Wolfgang Schebek, Ingrid Horvath, Dr. Bernd Liebmann Coverfoto Shutterstock<br />

Druck Niederösterreichisches Pressehaus Vertrieb Valora Services Austria Freier Vertrieb Medien für Med, Post AG Auflage 165.000<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 5<br />

90<br />

126


IMMOBILIEN<br />

Kurz-News<br />

NEWS<br />

FOTO: MOSER ARCHITEKTEN ZIVILTECHNIKER GMBH<br />

��Nach Angaben der Londoner Personalberatung<br />

ECA International, die Mietpreise<br />

für ausländische Geschäftsleute in guten<br />

Wohnlagen von 132 Städten weltweit verglichen<br />

hat, ist Tokio international der teuerste<br />

Standort. Moskau liegt an der vierten<br />

Stelle und führt damit in Europa an.<br />

�� Beim Technischen Museum Wien entsteht<br />

ein neues Austria Trend Hotel der<br />

Verkehrsbüro Group. Der Neubau ist als<br />

4-Sterne-Superior-Hotel mit insgesamt<br />

233 Gästezimmern, davon 21 Suiten, und<br />

einem Konferenzbereich mit 900 Quadratmetern<br />

geplant.<br />

Aufdoppelung<br />

von WDVS …<br />

… mit der Baumit<br />

Duplex Technologie!<br />

6 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

AUSBLICK<br />

Dachausbau auf höchster Ebene<br />

Sichtweise. Wenn in der Stadt nur noch wenig Platz ist, dann wandert der Wohnraum auf das<br />

Dach. Dachausbauten bedeuten sanfte Stadtverdichtung.<br />

��Der Wohntrend geht wieder zurück in die<br />

Stadt. Aber egal ob Wien, Graz, Salzburg<br />

oder Linz: In den großen Städten ist Wohnraum<br />

knapp und hauptsächlich an der Peripherie<br />

vermehrbar. Aber auch auf den Häusern<br />

ist oftmals Platz für neue Wohnflächen.<br />

Dachausbauten bedeuten eine sanfte Stadtverdichtung.<br />

Es kann neuer Lebensraum<br />

geschaffen werden, ohne dass die gesamte<br />

Infrastruktur zu hohen Kosten an der Peripherie<br />

neu errichtet werden muss. Im<br />

Stadtgebiet sind sie derzeit heiß begehrt:<br />

die Dachbodenausbauten in alten Häusern.<br />

Sie bieten nicht nur ausreichend Platz für<br />

neuen Wohnraum, sondern auch eine grandiose<br />

Sicht über die Skyline der Stadt.<br />

In Graz errichtet derzeit die WEGRAZ in<br />

bester Innenstadtlage Luxusobjekte, die –<br />

mit einer Fläche von 250 bis 500 m 2 – auf<br />

zwei Geschoßen als Wohnung oder Büro<br />

geeignet sein werden. Am Grazer Freiheitsplatz<br />

direkt gegenüber vom Schauspielhaus<br />

steht das Haus, in dem durch das Investment<br />

von WEGRAZ ein Dachausbau entsteht,<br />

der sowohl durch die attraktive Lage<br />

als auch durch einen fantastischen Rundumblick<br />

auf den nahe gelegenen Schlossberg<br />

und den Grazer Dom kaum zu übertreffen<br />

ist. Das Projekt wird derzeit entwickelt<br />

und wer sich schnell entscheidet,<br />

der hat die Möglichkeit der Mitsprache und<br />

kann somit sein Domizil unter dem Dach<br />

selbst gestalten. Durch das behutsame Anheben<br />

bzw. „Aufklappen“ von bestehender<br />

Dachkonstruktion auf der dem Freiheitsplatz<br />

abgewandten Seite wird einerseits für<br />

eine attraktive Belichtung gesorgt und andererseits<br />

eine Veränderung in der Dachlandschaft<br />

erreicht, die von außen nicht<br />

wahrnehmbar ist.<br />

MARKTVORTEIL<br />

Energieausweis noch nicht gefragt<br />

��Nur 23 Prozent der Immobilienunternehmer erachten den Energieausweis als geeignetes<br />

Marketinginstrument – für 60 Prozent ist das „Immobilienpickerl“ wenig oder nicht bedeutend.<br />

„Der Energieausweis zur energetischen Bewertung von Gebäude muss eine Selbstverständlichkeit<br />

werden“, forderte Winfried Kallinger, Sprecher der gewerblichen Bauträger des<br />

Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich<br />

(WKÖ): „Ähnlich wie beim Kühlschrank, den heute kein Händler verkaufen kann, ohne<br />

dessen Energiekosten anzugeben, wird es für die Immobilienbranche schwieriger werden, auf<br />

den Energieausweis als Marketinginstrument zu verzichten.“ Darüber hinaus betonte Kallinger:<br />

„Energiesparen bei Gebäuden muss eine partnerschaftliche Frage werden: Eigentümer<br />

haben Marktvorteile, wenn sie energieeffiziente Immobilien besitzen – Käufer oder Mieter<br />

geben energieeffizienten Wohnungen oder Häusern den Vorrang, denn sie sind bieten Sparpotenziale<br />

und steigern den Wohnkomfort.“<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: WEGRAZ


EXPANSION<br />

Unger Steel Group goes Düsseldorf<br />

��Mit April 2010 eröffnet die Unger Steel<br />

Group bereits ihr zweites Büro in Deutschland.<br />

Gemeinsam mit dem Team in München<br />

betreut man ab sofort auch in Düsseldorf<br />

die Kunden vor Ort. Durch die<br />

Niederlassung in der zentralen Wirtschaftsmetropole<br />

des Rhein-Ruhr-Gebiets<br />

erweitert der österreichische Stahlbau-<br />

Spezialist seine Präsenz im Nachbarland<br />

und öffnet sich darüber hinaus ein Tor zum<br />

Westen und Norden Europas. Das neue<br />

Büro ergänzt die Niederlassung in München,<br />

über die Unger bereits den Süden<br />

des Landes betreut. Die Eröffnung in Düsseldorf<br />

ist ein weiterer Schritt auf dem Weg<br />

zu einer lückenlosen Erschließung des<br />

deutschen Marktes. Der deutsche Stahlbau-Markt<br />

ist heiß umkämpft: Zahlreiche<br />

mittelständische Unternehmen sind von<br />

den Spätfolgen der Krise betroffen und<br />

reagieren mit Preisdumping. Die Unger-<br />

Gruppe hebt sich entschieden davon ab<br />

und beantwortet den starken Wettbewerbsdruck<br />

mit Qualität, Flexibilität und<br />

Termintreue. „Wir profitieren von unserer<br />

langjährigen Erfahrung in der Bauindustrie.<br />

Wir denken über Stahl hinaus und tragen<br />

zum Erfolg unserer Kunden bei. Von<br />

der Planung bis zur letzten Schraube<br />

kommt alles aus einer Hand“, formuliert<br />

es Josef Unger, der Geschäftsführer der<br />

Unger Steel Group.<br />

FOTO: UNGER STEEL


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

EINKAUF<br />

Wieder neuer<br />

Fonds in<br />

Österreich<br />

Rechtsberatung. Immobilienanwalt Alfred<br />

Nemetschke beriet den deutschen Fonds bei<br />

seinem Markteintritt in Österreich.<br />

��Die LHI Leasing GmbH, München, eine<br />

der führenden deutschen Leasinggesellschaften<br />

und Initiatorin geschlossener<br />

Immobilienfonds, hat ihren Markteintritt<br />

in Österreich vollzogen. Damit ist ein weiterer<br />

deutscher Fonds auf dem heimischen<br />

Büromarkt aktiv. Die LHI hat für<br />

ihren ersten Österreichfonds die Canon-<br />

Vertriebszentrale in der Oberlaaer Straße<br />

233 in Wien-Favoriten von einer Projektgesellschaft<br />

der IMMORENT erworben.<br />

Die beiden Immobilienanwälte Alfred Nemetschke<br />

und Alexandra Huber haben die<br />

LHI in rechtlicher Hinsicht begleitet und<br />

die Transaktion abgewickelt – mit Due Diligence-Prüfung,<br />

Kaufvertragserstellung<br />

und -abwicklung sowie den Finanzierungsverträgen.<br />

Das Transaktionsvolumen betrug<br />

15 Millionen Euro. Nemetschke: „Es<br />

war eine spannende Sache, einen Investor<br />

bei seiner ersten Transaktion in Österreich<br />

in diesem schwierigen wirtschaftlichen<br />

Marktumfeld zu begleiten und die<br />

Transaktion in sehr kurzer Zeit zu einem<br />

erfolgreichen Abschluss zu bringen. Diese<br />

Transaktion ist auch ein Zeichen, dass der<br />

Standort Wien bei deutschen Investoren<br />

weiterhin hoch im Kurs steht.“<br />

8 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

AIRPARK<br />

Logistikzentrum am Flughafen<br />

Distribution. 70.000 Quadratmeter modernster Logistikflächen wird der Airpark Vienna haben.<br />

� Neben dem Flughafen Schwechat entsteht<br />

ein neues großes Logistikprojekt:<br />

der Airpark Vienna. Auf der über 20 Hektar<br />

großen Liegenschaft werden in zwei<br />

Phasen 70.000 Quadratmeter modernste<br />

Logistikflächen entstehen, der erste Bauabschnitt<br />

ist bereits baugenehmigt. Claudia<br />

Strasser, Leitung Gewerbe<strong>immobilien</strong><br />

bei der Otto-Immobiliengruppe, die mit<br />

der Verwertung des Areals beauftragt<br />

wurde: „Hinsichtlich Volumen, Qualität<br />

und vor allem Lage gibt es derzeit in<br />

Österreich kein vergleichbares Objekt.<br />

Die mieterseitige Nachfrage nach modernen<br />

großvolumigen Flächen ist groß, da<br />

der Markt bisher weitgehend von Eigen-<br />

nutzung geprägt war und daher qualitätsvolle<br />

Projekte zur Anmietung rar sind.“<br />

Für Andreas Liebsch, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter GO ASSET Real Estate und<br />

mit dem Development sowie auch der<br />

Vermietung beauftragt, „erfüllt dieses<br />

Projekt auf optimale Weise sämtliche Anforderungen<br />

internationaler und natio-<br />

naler Logistikdienstleister. Insbesondere<br />

sehen wir derzeit trotz generell schwieriger<br />

Marktlage vielfach konzernmäßige<br />

Umstrukturierungen, die zu Flächenoptimierungen<br />

und in weiterer Folge zu<br />

Neuanmietungen von qualitativen Lagerflächen<br />

führen.“ Mietvertragsverhandun-<br />

gen sollen bereits geführt werden.<br />

BÜROMARKT<br />

Wien erholt sich langsamer als erhofft<br />

��Bereits nach dem ersten Quartal müssen die Immobilienexperten ihre Prognosen für<br />

das Jahr 2010 revidieren, denn der Markt erholt sich langsamer als erwartet. Während die<br />

Leerstandsrate mit 4,9 Prozent ebenso wie die Wiener Spitzenmiete mit 22,25 Euro pro<br />

Quadratmeter im Monat auf dem Niveau des Jahres 2009 stagnierten, konnten von<br />

Jänner bis März 2010 lediglich 45.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen in Wien<br />

vermietet werden – um rund 30.000 Quadratmeter weniger als im Vergleichszeitraum des<br />

Vorjahres. „Diese Entwicklung ist mit der sehr geringen Nachfrage in den Jahren 2008 und<br />

2009 zu erklären“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführer der EHL Immobilien. „Daraus<br />

resultiert mit einer gewissen Zeitverzögerung nun eine niedrige Zahl von Neuvermietungen.“<br />

Auch die Investoren verhielten sich in Österreich im ersten Quartal 2010 deutlich<br />

verhaltener als im ersten Quartal 2009 – und vor allem gegen den europäischen Trend. Nur<br />

rund 200 Millionen Euro wurden in den ersten drei Monaten in österreichische Immobilien<br />

investiert. „Noch ist unser Wunschszenario nicht eingetreten, die Entwicklungen in<br />

Europa lassen uns allerdings hoffen, dass der Immobilienmarkt in Österreich in absehbarer<br />

Zeit anziehen wird – vor allem bei den Investments“, kommentiert Andreas Ridder,<br />

Geschäftsführer CB Richard Ellis Österreich, die aktuelle Situation.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: PIXEL ART LAB


SANFTE BRISE<br />

Natur in urbane Räume<br />

��Er hat etwas Meditatives und Poetisches,<br />

das die Menschen in seiner Umgebung<br />

ruhig und gelassen werden lässt: der i:wing.<br />

Einer Skulptur gleich, zaubert das neuartige<br />

Produkt des Koblenzer Unternehmens<br />

bionic motion eine sanfte Brise in urbane<br />

Räume. Das kann ein edles Wohnambiente<br />

sein oder auch ein Büro, ein Hotelfoyer, ein<br />

Wellnessbereich, eine Arztpraxis oder Privatklinik:<br />

Der 175 cm große i:wing bringt<br />

frischen Wind in unser Leben. Doch man<br />

würde ihm Unrecht tun, ihn mit einem Ventilator<br />

zu vergleichen. Denn der i:wing ist<br />

weder laut noch aufdringlich, sondern dank<br />

seiner gleichförmigen, langsamen und lautlosen<br />

Bewegungen anmutig. Die Bewegungen<br />

erinnern an das Flügelschlagen von<br />

Vögeln. Kein Wunder, denn die Bionik<br />

stand Pate bei der Entwicklung. Das heißt,<br />

Prinzipien aus der Natur sind gepaart mit<br />

moderner Technik und Materialien.<br />

Die Alu-Passivhaus-<br />

Fassade.<br />

Aktiv Energie sparen.<br />

Entspannung. Wer den i:wing als Ventilator bezeichnet, hat das System offensichtlich nicht verstanden.<br />

Er erzeugt nämlich eine sanfte Brise in den Räumen und hat damit etwas Meditatives.<br />

JETZT NEU:<br />

Weltweit 1. passivhaus-zertifi zierte<br />

Pfosten-Riegel-Fassade aus Aluminium<br />

Jetzt NEU: Erstmals erhielten Pfosten-Riegel-Fassaden aus Aluminium vom<br />

Passivhausinstitut Dr. Wolfgang Feist die Passivhaus-Zertifi zierung. Die Schüco<br />

Fassaden FW50 + .SI und FW60 + .SI bieten dank ausgezeichneter Wärme dämmung<br />

Vorteile wie minimierten Energiebedarf, geringere Kosten für Heizung bzw.<br />

Kühlung und erhöhten Raumkomfort. Dadurch können der Wert der Immobilie<br />

und folglich die Rendite gesteigert werden. Die Vermietbarkeit wird langfristig<br />

gesichert. Aktiver Einsatz für technologische Innovationen macht sich bezahlt.<br />

www.alukoenigstahl.com<br />

FOTO: BIONIC MOTION


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: BEYER<br />

DC TOWERS<br />

Neues<br />

Wahrzeichen<br />

für Wien<br />

�� In der Donau-City entstand innerhalb<br />

weniger Jahre ein zweites Stadtzentrum<br />

neben der historischen Innenstadt von<br />

Wien. Damit ist die VIENNA DC das mit<br />

Abstand größte österreichische Immobilienprojekt.<br />

Mit den DC Towers wird ein<br />

neuer – ökologischer – Schritt gesetzt. Mit<br />

mehr als 220 Metern Höhe und 60 Geschoßen<br />

ist das geplante Hochhaus DC Tower 1<br />

nicht nur das höchste Bürogebäude. Was<br />

aber den DC Tower 1 besonders interessant<br />

macht, ist die Tatsache, dass er als einer der<br />

ersten österreichischen Bürotürme nach<br />

den Energie- und Nachhaltigkeitserfordernissen<br />

für ein „Green Building“ der EU-<br />

Kommission errichtet und ausgestattet<br />

wird. Die Zertifizierung als „Green Building“<br />

mit dem Gold- oder Platin-Status ist<br />

vorgesehen und wird sowohl für die künftigen<br />

Mieter als auch bei einem etwaigen Verkauf<br />

einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil<br />

darstellen. „Mit diesem Großprojekt<br />

folgt die Stadt Wien ihrem Anspruch, nicht<br />

nur historisch, sondern auch in Zukunft<br />

eine der bedeutendsten und innovativsten<br />

Städte Europas zu sein“, meint Thomas<br />

Jakoubek, Vorstand der WED AG. „Das<br />

antizyklische Entstehen des Projekts ermöglicht<br />

eine Errichtung bei relativ geringen<br />

Rohstoffpreisen.“<br />

10 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

WOHNRAUM<br />

Ein Haus zum gleichen Preis wie<br />

eine Wohnung<br />

Wohnhausinnovation. Nicht nur günstig, sondern auch ein echter Verwandlungskünstler.<br />

Die flexible Raumaufteilung wird allen gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen gerecht.<br />

�� Mit einem neuem Wohnkonzept bietet<br />

die Firma WimbergerHaus mit „alea“ ein<br />

Haus zum Wohnungspreis. „Uns war wichtig,<br />

ein kostengünstiges Eigenheim zu<br />

schaffen, bei dem die Menschen zwar Hausbesitzer<br />

sind, aber um das Geld, das sie normalerweise<br />

für Miete bezahlen“, erklärt<br />

Franz Wimberger, Inhaber des Unternehmens.<br />

Mit rund 87 Quadratmetern in der<br />

kleinsten Grundrissvariante ist es somit<br />

für Kleinfamilien, Pärchen, Singles oder<br />

Senioren bestens geeignet. Durch die flexible<br />

Raumaufteilung mit drei Grundrissvarianten<br />

und verschiedenen Ausbaumodulen<br />

wird das Haus auch wachsenden<br />

Bedürfnissen gerecht. Schlüsselfertig mit<br />

Böden, Fliesen, kompletter Bad-, WC- und<br />

Küchenausstattung ist „alea“ um 139.800<br />

Euro erhältlich, die belagsfertige Ausbauvariante<br />

kostet 118.900 Euro.<br />

HÖCHSTPREIS<br />

Schmerzgrenzen beim Immobilienkauf<br />

�� Der Preis einer Immobilie richtet sich nach vielen Faktoren: Lage, Ausstattung<br />

und Größe sind nur einige davon. Entsprechend den „Features“, über die eine Immobilie<br />

verfügt, kostet sie mehr oder weniger – und ist dem potenziellen Käufern auch<br />

mehr oder weniger Geld wert. Doch irgendwann ist Schluss, das Budget ausgeschöpft,<br />

die Schmerzgrenze erreicht. Und die liegt, unabhängig von den „Erfolgsfaktoren“<br />

einer Immobilie, bei jedem Käufer und sogar in jedem Bundesland an einer<br />

anderen Stelle, ergibt die Analyse von über 400.000 Suchabfragen nach Eigentumswohnungen,<br />

die User im Jahr 2009 über www.<strong>immobilien</strong>.net absetzten.<br />

Besonders Immobiliensuchende im Burgenland erweisen sich als „Sparefrohs“:<br />

Auf das Preissegment „50.000 bis 100.000 Euro“ entfallen hier die meisten Immobiliensuchen.<br />

In Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Wien<br />

suchen die meisten in der Kategorie von 100.000 bis 150.000 Euro. In Salzburg,<br />

Tirol und Vorarlberg entfallen die meisten Suchen entsprechend den höheren Preisen<br />

auf die nächstteurere Kategorie von 150.000 bis 200.000 Euro.<br />

MAI7JUNI 2010<br />

FOTO: WIMBERGERHAUS


PENSIONSLÜCKE<br />

Kauf oder Miete?<br />

��Lebensversicherungen oder Fonds zur Pensionsvorsorge<br />

sind gut – der Kauf einer Immobilie ist noch besser. Denn<br />

in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus kann<br />

man im Alter nicht nur schön und bequem wohnen -<br />

wie eine Analyse des Institut für Immobilienwirtschaft<br />

der FH Wien im Auftrag der Raiffeisen Immobilien<br />

Vermittlung zeigt - sondern Immobilien-Besitzer dürfen<br />

sich im Ruhestand auch über ein deutlich höheres<br />

verfügbares Einkommen freuen als Mieter. Christoph<br />

Petermann, Geschäftsführer der Raiffeisen Immobilien<br />

Vermittlung: „Anfänglich liegen die monatlichen Kosten<br />

für den Wohnungskauf deutlich über der Monatsmiete.<br />

Sobald jedoch der Kredit getilgt ist, ist die Haushaltskasse<br />

des Eigentümers nur mehr mit dem gesetzlich vorgeschriebenen<br />

Beitrag zur Instandhaltungs-Rücklage belastet<br />

– während der Mieter nach wie vor Monat für<br />

Monat die volle Miete bezahlt.“ Dieser Aspekt ist vor<br />

allem in Hinblick auf die viel diskutierte „Pensionslücke“<br />

bedeutsam: Laut Studie hat der Wohnungskäufer nämlich<br />

ab Pensionsantritt (Annahme: 35 Jahre nach Kauf)<br />

monatlich um rund 800 Euro (Differenz zwischen Miete<br />

und Instandhaltungsrücklage) mehr frei verfügbares<br />

Einkommen im Börsel als der Mieter – sehr viel Geld,<br />

wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche österreichische<br />

Pensionist derzeit monatlich über nur 1.540<br />

Euro Netto-Einkommen verfügt.<br />

Schwarzenbach Immobilien GmbH<br />

Das PARADIES<br />

im GARTEN<br />

Für ein schönes Leben am Wasser<br />

Ruhig, gediegen und klassisch? Oder doch lieber in modernem<br />

Design? Als Teich mit Wasserpflanzen oder vielleicht eher als<br />

biologischer Pool? Den neuen Katalog kostenlos anfordern<br />

unter: www.swimming-teich.com<br />

Biotop Landschaftsgestaltung GmbH<br />

3411 Klosterneuburg/Weidling, Hauptstraße 285<br />

Tel.: 02243/304 06, office@biotop-gmbh.at<br />

Wir bauen für Sie 150 m 2 Einfamilienhäuser auf 500 m 2 Eigengrund inklusive Keller und schlüsselfertig<br />

Anfragen<br />

HOTLINE 0-24 Uhr: 0664 /337 38 46<br />

oder per E-Mail: office@schwarzenbach<strong>immobilien</strong>.at<br />

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IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

SHOPPINGCENTER<br />

Zeit für neue Konzepte<br />

��Österreich hat eine der höchsten Verkaufsflächendichten in Europa.<br />

Allerdings verfügen die Österreicher auch über eine besonders<br />

hohe Kaufkraft", erläutert Mark Ruhsam von RegioData Research:<br />

„Erstaunlich ist, dass viel Fläche nicht automatisch auch<br />

mehr Vielfalt bedeutet“. Denn gerade in Österreich dominieren einige<br />

wenige Marktteilnehmer und Konzepte die Einzelhandelsflächen.<br />

Der Zuwachs an Verkaufsflächen in Österreich ist insbesondere<br />

durch die Flächen neuer Fachmarktzentren und durch die<br />

Expansion der großflächigen Baumärkte und Möbelhändler zu erklären:<br />

In Österreich teilen sich nur rund 20 Mieter circa 80 Prozent<br />

der Flächen in Fachmarktzentren auf. Ähnlich die Situation im<br />

großflächigen Fachhandel: Bei den Baumärkten und Möbelhändlern<br />

verfügen die Top 5 Marktteilnehmer nach Fläche über rund 90<br />

Prozent beziehungsweise 70 Prozent der jeweiligen Gesamtfläche.<br />

Die gesamte Einzelhandelsfläche Österreichs liegt bei rund 14,5<br />

Millionen Quadratmetern. Nahezu 30 Prozent der gesamten Einzelhandelsfläche<br />

in Österreich bilden synthetische Agglomeratio-<br />

GRUPPE<br />

nen, wie Einkaufszentren, Fachmarktzentren oder Factory Outlet<br />

Center. Der Rest teilt sich auf gewachsene Agglomerationen, wie<br />

DELTA<br />

Einkaufsstraßen, Fachmärkte und weitere Geschäftsflächen in<br />

Ortsgebieten auf. FOTO:<br />

TOP QUALITÄT<br />

BAUUNTERNEHMEN<br />

� NEUBAU<br />

Wohnbau, Bürohausbau<br />

Industriebau, Ingenieurbau<br />

12 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

��SANIERUNG<br />

Thermische Wohnhaussanierung, Gebäudeund<br />

Wohnhaussanierung, Denkmalschutz<br />

Bauunternehmen Dipl. Ing. Wilhelm Sedlak Ges.m.b.H<br />

Tel.: 01/604 32 82-0, www.sedlak.co.at<br />

IMMOBILIEN<br />

��BAUTRÄGERPROJEKTE<br />

��VORSORGEWOHNUNGEN<br />

��ÖKOLOGISCHES BAUEN<br />

–Lehmbau<br />

Sedlak Immobilien GmbH Tel.: 01/604 32 82-24<br />

www.sedlak-<strong>immobilien</strong>.at<br />

MAI/JUNI 2010


EXPANSION<br />

ELK-Häuser weltweit<br />

��Im Frühjahr wurde im ELK-Werk in Schrems<br />

das erste ELK-Haus nach Südkorea verladen:<br />

Das Fertighausmodell Comfort 143 tritt von<br />

hier aus in einem Container eine zweimonatige<br />

Reise nach Südkorea an. In der Nähe von Seoul<br />

wird es von einem südkoreanischen Lizenznehmer<br />

und unter Mithilfe eines Supervisors<br />

der Firma ELK Fertighaus AG als Musterhaus<br />

aufgestellt.<br />

„Damit wird der erste Schritt zur Erschließung<br />

des kore anischen Marktes für ELK-Produkte<br />

gesetzt!“ freut sich ELK-CEO Erich Weichselbaum,<br />

der mit seinem Unternehmen seit 2006<br />

über 20 Länder weltweit mit ELK-Fertighäusern<br />

beliefert. Seit 2006 bearbeitet die ELK<br />

Fertighaus AG neben den Kernmärkten Österreich,<br />

Deutschland und die Schweiz – wohin<br />

die ELK Fertighaus AG direkt liefert – mittels<br />

18 Lizenzpartnern unter anderem Norditalien,<br />

Spanien, Türkei, Zypern, Russland, England,<br />

Polen, aber auch Angola und Namibia.<br />

LUXUS - über den Dächern von Graz.<br />

Schaffen Sie sich Wohn- bzw. Arbeitsraum in außergewöhnlicher Lage mit Schloßbergblick.<br />

Projektierung nur weniger Einheiten von 250m 2 bis 520m 2 .<br />

WEGRAZ Projektentwicklung – Kontakt:<br />

Mag. Daniela Kribitz<br />

T 0316 / 38 49 09-22, M 0664 / 841 89 50<br />

kribitz@wegraz.at<br />

Fertigteilhaus made in Austria. Das für den Lizenznehmer in Seoul bestimmte Haus<br />

wurde in Open Top-Container verladen und via Hamburg nach Südkorea verschifft.<br />

Elisabeth Koter<br />

T 0316 / 38 49 09 - 16, M 0664 / 504 75 75<br />

koter@wegraz.at<br />

www.wegraz.at<br />

FOTO: ELKFERTIGHAUS_SÜDKOREA


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: KGAL_LX2<br />

DEAL<br />

Deutscher Fonds<br />

kauft Wiener<br />

Bürohaus<br />

Investment. Das Bürohaus LX2 des Projektentwicklers<br />

Strauss + Partner neben dem<br />

zukünftigen Hauptbahnhof wurde vom deutschen<br />

Fonds KGAL gekauft.<br />

��Die KGAL GmbH & Co. KG hat sich für<br />

ihren siebenten Österreich-Immobilienfonds<br />

eine weitere Büroimmobilie in der<br />

österreichischen Hauptstadt Wien gesichert:<br />

Das Objekt „LX2“ (Laxenburger<br />

Straße 2) befindet sich in zentrumsnaher<br />

Lage innerhalb des Entwicklungsgebietes<br />

des neu entstehenden Hauptbahnhofs<br />

Wien. Die Fondsimmobilie<br />

liegt dabei direkt gegenüber dem neuen<br />

Hauptbahnhof und zeichnet sich durch<br />

die Nähe zur Innenstadt einerseits, aber<br />

auch die Nähe zu wichtigen Verkehrswegen<br />

wie dem Gürtel – einer Hauptverkehrsader<br />

Wiens – andererseits aus. Bereits<br />

vor Fertigstellung der Immobilie<br />

und Mietbeginn konnten 87 Prozent der<br />

prognostizierten Gesamtmieteinnahmen<br />

für den hochwertig ausgestatteten<br />

Neubau vertraglich gesichert werden:<br />

Hiervon entfallen rund 74 Prozent auf<br />

fünf langfristige Mietverträge über 15<br />

beziehungsweise 20 Jahre mit Tochtergesellschaften<br />

aus dem ÖBB-Konzern.<br />

Rund 13 Prozent sind durch eine vierjährige<br />

Mietgarantie abgesichert.<br />

14 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

ABAU<br />

Wunder und Hilfe<br />

Stattliche Geldsumme. Der Baumeisterzusammenschluss ABAU und Armin Assinger mit<br />

seinem Verein „GEHolfen“ übergaben ihre Spenden für Haiti an das SOS-Kinderdorf.<br />

��Wie durch ein Wunder blieben die SOS-<br />

Kinderdörfer in Cap Haitien und Santo auf<br />

Haiti bei dem Erdbeben fast unbeschädigt.<br />

Sie sind nach der Katastrophe Schutz zonen<br />

für Kinder und Frauen. Die Bilder aus dem<br />

Erdbebengebiet haben die Mitglieder der<br />

größten österreichischen Kooperation von<br />

Baumeistern, ABAU, veranlasst, den Menschen<br />

vor Ort zu helfen. 25.200 Euro wurden<br />

von den drei Landesgesellschaften<br />

der ABAU – Niederösterreich/Wien, Oberösterreich<br />

und Tirol/Vorarlberg – sowie<br />

einzelnen Baumeistern gebündelt und<br />

im SOS-Kinderdorf in Moosburg/Kärnten<br />

übergeben. Der Betrag wird für Patenschaften<br />

von 13 Kindern verwendet. Zehn Jahre<br />

THEMA BEIM FERTIGHAUSSYMPOSIUM<br />

Fertighaus für „neue Alte“<br />

lang erhalten die Patenkinder durch das<br />

Geld der Baumeister Unterkunft, Verpflegung<br />

und eine Ausbildung. Zehn Jahre, die<br />

für eine erfolgreiche Zukunft der Kinder<br />

ganz wichtig sind. „Wir von der ABAU<br />

denken dauerhaft bei unseren Gebäuden.<br />

Darum haben wir auch hier ein Projekt<br />

gesucht, das langfristig wirkt“, erklärt der<br />

Geschäftsführer der ABAU Niederösterreich/Wien<br />

Ewald Unterweger. Darüber<br />

hinaus sei es der ABAU wichtig gewesen,<br />

die Hilfe so zuordenbar wie möglich zu gestalten.<br />

Auch Armin Assinger überreichte<br />

im Namen seines Vereins „GEHolfen“ einen<br />

Scheck über 3.600 Euro an die Vertreter des<br />

SOS-Kinderdorfes.<br />

Zum 30-jährigen Jubiläum des alljährlichen Branchentreffpunkts der Fertighausbauer gab<br />

es im Wiener Hotel Kaiserwasser einen Blick in die Zukunft. Die Veranstaltung war von<br />

rund 60 Vertretern der heimischen Fertighausbranche besucht worden. Diese bekamen<br />

neben Fachvorträgen von Zulieferfirmen wie Knauf auch Informationen über neuen Kundenschichten<br />

zu hören. Tenor der Referate war: „Das Fertighaus wird auch in Zukunft<br />

seinen Weg gehen, weil rasch auf ökologische Trends reagiert und auf hohen industriellen<br />

Vorfertigungsgrad mit geprüften Systemkomponenten gesetzt wird.“ Außerdem hat man<br />

sich auch mit den Käufern beschäftigt, im Konkreten mit deren zukünftigen Ansprüchen.<br />

Barrierefreies Bauen und die Gruppe der „neuen Alten“ über 50 hatte man als die Zielgruppen<br />

der Zukunft entdeckt.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: ABAU


Alles rund ums Wohnen.<br />

Wichtige Service-Informationen<br />

Information und Service<br />

InfoCenter „Alles rund ums Wohnen“<br />

Die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen<br />

rund ums Wohnen<br />

Bartensteingasse 9, 1082 Wien<br />

Tel.: 4000-8000<br />

Telefonische Auskünfte: Mo – Fr: 8 – 20 Uhr<br />

Persönliche Information: Mo – Fr: 8 – 17 Uhr<br />

www.wohnservice-wien.at<br />

Wohnungssuche<br />

Wohnservice Wien<br />

Das Beratungs- und Informationszentrum<br />

rund ums Wohnen mit einem vielfältigen<br />

Angebot an geförderten Wohnungen<br />

Taborstraße 1–3, 1020 Wien<br />

Tel.: 24 503-25800<br />

Telefonische Beratung: Mo – Fr: 8 – 20 Uhr<br />

Persönliche Beratung: Mo – Mi, Fr: 8 – 20 Uhr<br />

Do: 8 – 12 Uhr<br />

www.wohnservice-wien.at<br />

Wiener Wohnen<br />

Die Hausverwaltung der Wiener Gemeindebauten –<br />

hier gibt es Beratung für GemeindemieterInnen<br />

und Wohnungssuchende 7 Tage die Woche,<br />

rund um die Uhr.<br />

Service-Nummer: 05 75 75 75 (0 – 24 Uhr)<br />

Öffnungszeiten der Kundendienstzentren:<br />

Mo und Fr: 8 – 12 Uhr sowie<br />

mit Terminvereinbarung: 13 – 15 Uhr<br />

Di und Do: 8 – 17.30 Uhr<br />

www.wienerwohnen.at<br />

Förderungen<br />

Wien bietet ein von Vielfalt geprägtes, bedarfs gerechtes<br />

und leistbares Wohnungs angebot. Umfassende und<br />

kompetente Auskunft und Information<br />

zur Wohnungssuche sowie zu allen<br />

anderen a<br />

Fragen rund ums Wohnen<br />

geben die MitarbeiterInnen dieser<br />

Einrichtungen.<br />

Dr. Michael Ludwig<br />

Wohnbaustadtrat<br />

Vizebürgermeister der Stadt Wien<br />

Sanierung<br />

Förderbare Sanierungen: Sanitär, Heizung,<br />

sonstige Installationen, Wärmedämmung,<br />

Schallisolierung, behindertengerechter Umbau<br />

Info-Point für Wohnungsverbesserung der MA 25<br />

und MA 50<br />

Muthgasse 62, 1190 Wien<br />

Ebene 1. OG, Riegel C, Zimmer C1.09<br />

Tel.: 4000-74860<br />

Telefonische Beratung: Mo – Fr 8 – 15 Uhr<br />

Persönliche Beratung: Mo – Fr 8 – 13 Uhr<br />

www.wien.gv.at/wohnen/wohnbautechnik/<br />

www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung<br />

Sanierungsberatung für Hauseigentümer<br />

wohnfonds_wien<br />

Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung<br />

Lenaugasse 10, 1082 Wien, Tel.: 4035919-0<br />

Beratung: Mo – Do: 9 – 16 Uhr und Fr 9 – 11.30 Uhr<br />

www.wohnfonds.wien.at<br />

Neubau<br />

Voraussetzungen: Bestimmte, genau festgelegte<br />

Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten<br />

werden.<br />

Antragsstellung Neubau<br />

MA 50, Muthgasse 62, 1190 Wien<br />

Tel.: 4000-74844 bis - 74852<br />

Parteienverkehr: Mo – Fr: 8 – 12 Uhr<br />

www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung<br />

Unterstützung und Hilfe<br />

Mieterhilfe-Telefon<br />

Das Mieterhilfe-Telefon von Wohnbaustadtrat<br />

Dr. Michael Ludwig ist die einzige Einrichtung<br />

in Wien, bei der man rasch und kostenlos jeden<br />

Werktag von 8 bis 17 Uhr Antworten auf alle<br />

Wohnrechtsfragen bekommt.<br />

Mieterhilfe: 4000-25900<br />

wohnpartner<br />

Das neue Nachbarschafts-Service im Wiener<br />

Gemeindebau bietet umfassende Angebote<br />

und Unterstützungen im Bereich Gemeinwesen,<br />

Konfl iktarbeit und Prävention, um gemeinsam mit<br />

den BewohnerInnen die hohe Wohn- und Lebensqualität<br />

in den städtischen Wohnhaus anlagen zu<br />

sichern.<br />

Öffnungszeiten der Hauptlokale:<br />

Mo, Di, Do: 9 – 18 Uhr, Fr: 9 – 12 Uhr<br />

Telefonisch erreichbar unter: 24 503-01-080<br />

(diese Nummer gilt für den 1. Bezirk – sind Sie<br />

in einem anderen Bezirk wohnhaft, ersetzen Sie<br />

die 01 durch Ihren Bezirk: 09 für den 9. Bezirk,<br />

23 für den 23. Bezirk)<br />

www.wohnpartner-wien.at<br />

Wiener Gebietsbetreuung<br />

Die Wiener Gebietsbetreuungen bieten ein<br />

umfassendes Informations- und Beratungs angebot<br />

zu Fragen des Wohnens, des Wohnumfeldes,<br />

der Infrastruktur und der Stadterneuerung.<br />

Nähere Informationen:<br />

MA 25, Tel.: 4000-25000<br />

www.gebietsbetreuung.wien.at


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: KALLCO<br />

40 JAHRE<br />

Zeitgeschichte<br />

und Einblicke<br />

Hintergründe. Winfried Kallinger ist ein<br />

Kenner der Wiener Immobilienszene – sein<br />

neues Buch gewährt Einblick in die Szene.<br />

�� Winfried Kallinger hat ein Buch geschrieben,<br />

hinter dessen lapidarem Titel<br />

„Wiener Baugeschichten 1970–2010“<br />

sich bislang unbekannte Politikgeschichten<br />

der Wiener Wohnbaupolitik der letzten<br />

40 Jahre verbergen. Mit Charme<br />

und Witz enthüllt Kallinger die Ereignisse<br />

und Entwicklungen vor und hinter<br />

den Kulissen der großen Oper „Wiener<br />

Wohnbau“.<br />

Es beginnt mit dem Kampf um das Haus<br />

am Judenplatz – die Zeit, als Heidulf<br />

Gerngroß noch für Spekulanten plante,<br />

verweist auf den Paradigmenwechsel der<br />

Wiener Wohnbaupolitik in den 80er-<br />

Jahren, erklärt die Hintergründe der<br />

Gründung des Wiener Wohnfonds, benennt<br />

den Unterschied zwischen gewerblichen<br />

und gemeinnützigen Bauträgern,<br />

zelebriert die Mesalliance zwischen<br />

Rot und Schwarz in Wien und löst endlich<br />

das Rätsel, warum es heute Bauträgerwettbewerbe<br />

gibt. Winfried Kallingers<br />

„Wiener Baugeschichten 1970–2010“<br />

sind eine Pflichtlektüre für jeden, der<br />

wissen will, wie das geheimnisvoll erfolgreiche<br />

Wien wirklich „funktioniert“.<br />

16 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

INNOVATIVE VORSORGEWOHNUNGEN<br />

Wohnwert und Kunst in einem<br />

Anlageprojekt<br />

��Hübl & Partner errichtet seit 20 Jahren<br />

Vorsorgewohnungen, die sich durch innovative<br />

Baukonzepte und attraktiven Mehrwert<br />

auszeichnen. Aktuell errichtet Hübl &<br />

Partner das Projekt "Park Apartments Ogugasse"<br />

im 22.Bezirk in direkter Parklage.<br />

Augenfällig daran ist die Kombination von<br />

höchstem Wohnwert in bester Grünruhelage<br />

mit moderner Kunst und internationalem<br />

Flair. Das aktuelle Vorsorgewohnungsprojekt<br />

„Park Apartments Ogugasse“ bietet<br />

67 lichtdurchflutete Designer-Wohnungen<br />

mit großzügig gestaltete Balkonen, Terrassen<br />

und Loggien. Das Haus und die Wohnungen<br />

verfügen über eine technische Ausstattung,<br />

die die Zukunft ins Heute holt.<br />

Der Mehrwert wird aber nicht nur durch<br />

die Wellness-Landschaft mit Schwimmhalle,<br />

Sauna, Fitnessbereich und Sonnenterasse<br />

am Dach generiert: Ein besonderes Highlight<br />

ist die Wandgestaltung durch den<br />

Künstler Robert Zielasco im Entrée und in<br />

der Schwimmhalle – sie schafft nachhaltige<br />

Werte und sorgt für exklusives Flair. Gekonnt<br />

vernetzt Hübl & Partner mit Kunst<br />

und Architektur das Haus mit der Umgebung<br />

und schlägt Brücken zwischen Lebenswelten<br />

Urbanität, Business, Internationalität<br />

sowie Freizeit und Erholung mit<br />

der Nähe zur Alten Donau und der Donauinsel.<br />

Hübl & Partner präsentiert am 10.<br />

Juni 2010 ab 18:30 Uhr das neue Vorsorgewohnungsprojekt<br />

„Park Apartments Ogugasse“<br />

direkt im Rohbau des Hauses im<br />

Rahmen einer Vernissage „Kunst am Bau“.<br />

Interessierte Personen haben die Möglichkeit,<br />

sich das Haus im Rohbau anzusehen<br />

und sich näher über das Objekt und die dahinterstehenden<br />

Philosophie zu informieren.<br />

Interessierte sind herzlich eingeladen,<br />

sich unter www.huebl-partner.com/events<br />

und ogugasse@huebl-partner.com zur Vernissage<br />

anzumelden. Überzeugen sie sich<br />

schon beim ersten Besuch von der hervorragenden<br />

Infrastruktur und der Verkehrsanbindung<br />

direkt an der U1!<br />

INNOVATION<br />

Intelligenz in der Haustechnik<br />

��In der Haustechnik für Passivhäuser und gute Niedrigenergiehäuser hat der Passivhaus-<br />

Pionier „Drexel und Weiss energieeffiziente Haustechniksysteme“ einen völlig neuen Weg<br />

eingeschlagen. Sämtliche Haustechniksysteme verfügen über eine einzige hochintelligente<br />

Steuerung: für Heizen, Wärmerückgewinnung, Lüften, Warmwasser, Kühlen und – wenn gewünscht<br />

– für die Solaranlage, die teilsolare Raumheizung sowie die Steuerung der CO2-Konzentration<br />

in den Wohnräumen. Das hat zahlreiche Vorteile für Anwender und Installateure.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: HÜBL & PARTNER


Während Ihr Sohn noch auf der Suche ist, haben Sie es schon<br />

gefunden: Das angenehme Raumklima in Ihrem Haus aus Beton.<br />

Angenehm kühl im Sommer, behaglich warm im Winter –<br />

Beton bietet immer ein konstantes Raumklima. Umweltfreundliche und<br />

kostengünstige Energiequellen ergänzen diesen großartigen Wohnwert.<br />

Mehr zur Suche nach dem „perfekten Raumklima mit Beton“<br />

finden Sie mit Sicherheit unter: www.betonmarketing.at<br />

„Kalt ..., warm ...,<br />

lauwarm ..., wärmer ...,<br />

heiß ..., ....“


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

PLATZFRAGE<br />

Das eigene Haus<br />

kostet in Wien<br />

am meisten<br />

�� Wer sich den Traum vom eigenen Haus<br />

erfüllen möchte, muss in Wien mit den teuersten<br />

Angeboten rechnen, so eine Erhebung<br />

unter 14.700 Häusern im Eigentum,<br />

die auf www.<strong>immobilien</strong>.net zum Verkauf<br />

standen. In Wien kostete der Quadratmeter<br />

im Durchschnitt 2.875 Euro, wobei es hier je<br />

nach Bezirk nochmals deutliche Unterschiede<br />

von 2.600 Euro pro Quadratmeter in<br />

Favoriten bis 5.800 Euro im Luxusbezirk<br />

Döbling gibt. Platz zwei unter den teuersten<br />

Bundesländern für den Hauskauf belegte<br />

Tirol mit 2.634 Euro pro Quadratmeter Auf<br />

Platz drei reiht sich Salzburg. Hier muss<br />

man für den Traum vom eigenen Haus im<br />

Schnitt mit 2.474 Euro pro Quadratmeter<br />

rechnen. „Ganz entscheidend ist beim<br />

Hauskauf die Lage. Besonders begehrt und<br />

daher auch teurer sind Häuser in der Nähe<br />

von Metropolen in den so genannten Speckgürteln.<br />

Diese Lagen verbinden den Wunsch,<br />

im Grünen zu wohnen, und die Vorteile der<br />

Nähe zur Stadt“, erklärt Alexander Ertler,<br />

www.<strong>immobilien</strong>.net-Geschäftsführer. Die<br />

günstigsten Häuser stehen dagegen im Burgenland.<br />

Hier kostete der Quadratmeter<br />

Eigentum im ersten Quartal lediglich 1.230<br />

Euro. Im preislichen Mittelfeld liegen Häuser<br />

in der Steiermark, in Kärnten und in<br />

Oberösterreich, aber auch in Niederösterreich<br />

mit Preisen von aktuell 1.500 bis 1.600<br />

Euro pro Quadratmeter. Häuser in Vorarlberg<br />

kosteten dagegen im Schnitt 2.311 Euro<br />

pro Quadratmeter im ersten Quartal und<br />

lagen damit wie die übrigen westlichen Bundesländer<br />

weit über der 2.000-Euro-Marke.<br />

18 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

WIEN<br />

Europas größte<br />

Passivhaussiedlung<br />

�� Auf den ehemaligen Aspanggründen im<br />

3. Wiener Gemeindebezirk entsteht nicht<br />

nur der neue Stadtteil „Eurogate“, sondern<br />

auch die europaweit größte Passivhaussiedlung<br />

– bis Herbst 2011 werden über 700<br />

geförderte Wohnungen errichtet. Mit Eurogate<br />

wird der Kurs der Wiener Wohnbaupolitik<br />

in Richtung Umwelt- und Klimaschutz<br />

erfolgreich fortgesetzt. Mit rund 1.100<br />

Wohneinheiten im Passivhaus-Standard ist<br />

Wien schon bisher führend – nach der<br />

UMBAU<br />

Galleria wird heuer fertig<br />

Errichtung von Eurogate übernimmt Wien<br />

den „Weltmeister“-Titel in dieser Disziplin.<br />

Ende 2011 werden die ersten Mieter Innen<br />

auf dem Eurogate-Gelände einziehen. Insgesamt<br />

entstehen auf dem Gelände des ehemaligen<br />

Aspangbahnhofs über 1.800 neue<br />

Wohnungen. Mit einer Gesamtfläche von<br />

rund 20 Hektar ist Eurogate eines der größten<br />

innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiete.<br />

Umgesetzt wird das Projekt nach<br />

dem Masterplan von Sir Norman Foster.<br />

�� Im Wiener Einkaufszentrum Galleria in der Landstraßer Hauptstraße sind seit Mitte<br />

2009 umfassende Renovierungsarbeiten im Gange. Das neue Rolltreppen- und Liftsystem,<br />

das Ende November 2009 fertiggestellt wurde und die einzelnen Verkaufsebenen mit der<br />

Garage direkt verbindet, lässt das neue, moderne Gesamterscheinungsbild des Zentrums<br />

bereits erahnen. Phase zwei bringt nun die Modernisierung der allgemeinen Mall-Flächen,<br />

eines Teils der Mietflächen sowie der Fassade. Die Mieter reagieren positiv auf die Veränderungen<br />

in der Galleria, die 15.500 Quadratmeter vermietbare Center-Fläche sind bereits zu<br />

85 Prozent an über 30 Fachgeschäfte vermietet. Sämtliche Umbauarbeiten sollen rechtzeitig<br />

vor dem Weihnachtsgeschäft 2010 fertiggestellt sein. „Genauso wie die Wiener wieder<br />

verstärkt im Zentrum wohnen wollen, wollen sie auch zentral einkaufen“, meint Philipp<br />

Beck vom Maklerunternehmen Dr. Röll und Beck Immobilienmakler OG. „Die Galleria verbindet<br />

die Vorteile eines Nahversorgers in der zentral gelegenen, gut angebundenen Einkaufsstraße<br />

Landstraßer Hauptstraße mit denen eines Einkaufszentrums, kostenlose Parkstunde<br />

inklusive.“<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: PID


��<br />

Wien 10., Moselgasse 27<br />

10. Bezirk,<br />

Moselgasse 27<br />

Preiswerte, freifinanzierte<br />

Eigentumswohnungen<br />

3-4 Zimmer mit Loggia,<br />

Balkon, Terrasse od. Garten<br />

Direkt am Laaer Wald<br />

Bezugsfertig - jetzt besichtigen!<br />

OKTOBER 2008 FOKUS I HOME & BUSINESS 19


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: MANFRED SEIDL<br />

WIENER WOHNBAU<br />

Innovativ. Sozial.<br />

Ökologisch.<br />

�� Die Ausstellung „Housing in Vienna –<br />

Wiener Wohnbau“ wurde bereits auf der<br />

Architektur-Biennale 2008 in Venedig, in<br />

Mailand, in Belgrad, in Ankara und Wien<br />

präsentiert. Aktualisiert und ergänzt mit<br />

neuen Projekten war sie auch in der deutschen<br />

Hauptstadt Berlin zu sehen. „Wiener<br />

Wohnbau – Innovativ. Sozial. Ökologisch.“<br />

gibt einen umfassenden Einblick in den<br />

Wohnbau Wiens – von den Anfängen bis in<br />

die Gegenwart. Präsentiert werden insgesamt<br />

29 realisierte Projekte des öffentlich<br />

geförderten Wohnbaus und deren Einbettung<br />

in aktuelle Stadtentwicklungsprojekte<br />

– unter besonderer Berücksichtigung sozialer<br />

und ökologischer Aspekte. Wien nimmt<br />

im Wohnbau weltweit eine herausragende<br />

Rolle ein. Fast 60 Prozent aller Wiener<br />

Haushalte befinden sich in geförderten<br />

Wohnungen, 220.000 davon in kommunalen<br />

Mietwohnungen. Die Stadt investiert<br />

jährlich in den Bau von 5.000 bis 7.000 geförderten<br />

Wohnungen – das sind rund 80<br />

bis 90 Prozent des gesamten Neubauvolumens.<br />

Innovative und ökologische Architektur<br />

sollen allen Gesellschaftsschichten<br />

zugänglich sein. Wiens Fertigkeit, funktionale<br />

und lebenswerte Wohnbauten zu errichten,<br />

geht auf das „rote Wien“ in den<br />

1920er- und 1930er-Jahren zurück, als die<br />

Sozialdemokratische Partei erstmals damit<br />

begann, sozialen Wohnbau in großem<br />

Maßstab zu realisieren.<br />

20 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

BAHNHOFSVIERTEL<br />

Feldkirch wächst zusammen<br />

��Nach mehrjähriger Vorbereitungsphase,<br />

europaweitem Architektenwettbewerb zur<br />

Entwicklung eines Masterplans und einem<br />

einstimmig beschlossenen Bebauungsplan<br />

geben die ÖBB Immobilienmanagement<br />

GmbH und die Stadt Feldkirch den Startschuss<br />

für die Umsetzung der ersten Bau-<br />

und Entwicklungsstufe für das rund 56.000<br />

Quadratmeter große „Bahnhofsviertel neu“:<br />

„Wir beginnen noch im Laufe des Frühjahrs<br />

mit einer öffentlichen Investorensuche<br />

zur Bebauung eines rund 2.000 Quadratmeter<br />

großen Baufelds im Bereich des<br />

Bahnhofsvorplatzes in Kombination mit<br />

Errichtung und Betrieb einer öffentlichen<br />

Tiefgarage. Darüber hinaus bieten wir eine<br />

etwa 7.000 Quadratmeter große Liegen-<br />

schaft im Norden des Bahnhofsgebiets und<br />

direkt an der Landesstraße gelegen zum<br />

Kauf an“, verkündet Gerhard Werlberger,<br />

Projektverantwortlicher der ÖBB Immobilienmanagement.<br />

Der Bahnhofs bezirk wird<br />

als eine urbane Zone verdichtet und belebt<br />

werden. Das Bahnhofsviertel soll sich am<br />

Ende der Achse Innenstadt-Bahnhof langfristig<br />

zu einer attraktiven Ergänzung und<br />

notwendigen Erweiterung der expandierenden<br />

Stadt entwickeln. Denn die einzige<br />

Möglichkeit für die Stadt, sich auszudehnen,<br />

besteht in Richtung Bahnhof. „Wir<br />

haben für den Bahnhofs bezirk Feldkirch in<br />

den vergangenen Jahren eine konkrete<br />

städtebauliche Vision entwickelt“, so der<br />

Bürgermeister Willfried Berchtold.<br />

WOHNBAU<br />

Baubewilligungen gehen stark zurück<br />

��In Österreich wird weniger gebaut als früher. „Die Baubewilligungen gehen 2010<br />

im Vergleich zu 2009 von weiter stark zurück“, sagte der Geschäftsführer der Stein-<br />

und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich Carl Hennrich.<br />

Vor vier Jahren waren noch 47.500 Neubauten und Adaptierungen bewilligt worden.<br />

„Es werden weniger Wohnungen hergestellt, als laut mittelfristigem Bedarf notwendig<br />

wäre.“ Dieser liegt den Berechnungen des Fachverbands und des Wirtschaftsforschungsinstituts<br />

(WIFO) zufolge bei 50.000 neuen Wohneinheiten jährlich. Den<br />

Grund für die schleppende Bautätigkeit sieht Hennrich in erster Linie bei den massiven<br />

Probleme bei den Finanzierungen.<br />

„Die Wohnbaugenossenschaften sind viel vorsichtiger geworden“, berichtete der Geschäftsführer<br />

des Fachverbands Stein-Keramik. Die Wirtschaftskrise und auch die<br />

Sorge um den Arbeitsplatz lassen die Leute stärker überlegen, ob sie sich ein Haus<br />

bauen oder nicht. Besonders stark von dem Einbruch betroffen seien die Ein- und<br />

Zweifamilienhäuser. Hier wird sich voraussichtlich die Zahl der Baubewilligungen auf<br />

den tiefsten Stand seit 20 Jahren reduzieren.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: LUFTBILD_FELDKIRCH_BAHNHOFSAREAL


Höchste Ansprüche<br />

Hier wurde wieder ein gelungenes Zuhause,<br />

im Grünen und doch in der Stadt,<br />

von Glorit geschaffen.<br />

www.glorit.at Tel. 0810 311 900<br />

Wer erfahren möchte, was es bedeutet in<br />

der lebenswertesten Stadt der Welt zu<br />

wohnen, wendet sich an Glorit. Nirgendwo<br />

auf der Welt ist es so einfach, mitten in<br />

einer Millionenstadt, zentral aber auch<br />

im Grünen und am Wasser zu leben.<br />

Genau in diesen exklusiven Lagen Wiens<br />

errichtet das international ausgezeichnete<br />

Unternehmen Glorit seit über 35 Jahren<br />

elegante Villen, großzügige Wohnungen,<br />

Lofts sowie individuell geplante Häuser.<br />

Bei schönem Wetter lockt es in das zauberhafte<br />

Freizeitparadies Alte Donau zum<br />

Schwimmen, Segeln oder Radfahren.<br />

In den weniger schönen Jahreszeiten relaxed<br />

man in seinem gemütlichen und modernen<br />

Zuhause, am besten Am Hovenweg 24 –<br />

oder man lässt dem Shopping Vergnügen im<br />

nahegelegenen Donauzentrum freien Lauf.<br />

Der richtige Mix aus einem gemütlichen Zuhause<br />

im Grünen und einer tollen Infrastruktur<br />

– genau das macht diese Adresse<br />

zu einem begehrten Wohnparadies.<br />

Die Wohnungen variieren von 92 m 2 bis zu<br />

125 m 2 und verfügen jeweils über eine herrlich<br />

große uneinsichtige Terrasse und/oder<br />

einem Balkon.<br />

Bauen für die Zukunft sollte gleichzeitig auch<br />

Bauen für ein gutes Lebensgefühl sein.<br />

Durch das ganzheitliche Konzept von Glorit,<br />

in dem der natürliche Baustoff Holz eine<br />

tragende Rolle spielt und auch die von Glorit<br />

entwickelte Wohnungstrennwand, welche den<br />

geforderten Schallschutz um bis zu 400 % übertrifft,<br />

sorgt für ein ganzjährig angenehmes<br />

Raumklima.<br />

Auch die architektonische Gestaltung des<br />

Projektes 22; Am Hovenweg 24 durch den<br />

bekannten Architekten Dipl.-Ing. W. Hackermüller<br />

und Glorit-Architekten, verwöhnt das<br />

Auge des Betrachters.<br />

Die Dachterrasse mit ihren luftigen 50 m 2<br />

ermöglicht einen wunderbaren Blick über<br />

das grüne Wien bis hin zur blauen Donau.


IMMOBILIEN<br />

NEWS<br />

FOTO: IMMOBILIENRING<br />

PERFORMANCE<br />

Zahlen für das<br />

vergangene Jahr<br />

erfreulich<br />

�� Gemeinsame Ziele setzen und als Team<br />

auftreten – die unternehmerischen Grundsätze<br />

des größten Immobilien-Netzwerks<br />

Österreichs Immobilienring IR lassen den<br />

Zusammenschluss unabhängiger Maklerkanzleien<br />

eine gute Performance realisieren.<br />

Das überregionale Netzwerk mit Präsident<br />

Andreas G. Gressenbauer an der Spitze<br />

ist unter anderem bestrebt, mehr Vertrauen<br />

gegenüber der Maklerbranche zu schaffen.<br />

„Qualität geht vor Masse, denn nur so können<br />

wir unseren Kunden ein hohes Maß an<br />

Sicherheit bieten“, sagt Gressenbauer. Die<br />

klar definierten Manifeste des Immobilienringes<br />

IR und die besonders strengen Aufnahmekriterien<br />

tragen erfolgreich dazu bei,<br />

Seriosität und Bewegung in die Immobilienlandschaft<br />

zu bringen. Das belegen die<br />

jüngs ten, höchst erfreulichen Zahlen, die<br />

der Immobilienring IR für 2009 präsentiert.<br />

Die österreichische Maklerformation, die<br />

ausschließlich aus unabhängigen Mitgliedern<br />

besteht, zieht wieder eine sensationelle<br />

Bilanz. Trotz wirtschaftlich schwieriger<br />

Rahmenbedingungen auf dem Immo-<br />

bilienmarkt in Österreich konnte wieder ein<br />

Honorarumsatz von etwas über 40 Millionen<br />

Euro erzielt werden, obwohl von 13<br />

Unternehmen keine Zahlen an den zur<br />

Listung beauftragten Notar gemeldet wurden.<br />

Davon wurden knapp über 30 Millionen<br />

Euro im Raum Wien, Niederösterreich<br />

und Burgenland erwirtschaftet, wo etwa<br />

zwei Drittel der österreichischen Makler<br />

tätig sind. Die Zahlen bestätigen den konsequenten<br />

Weg von Immobilienring IR.<br />

22 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

LEBENSMITTELHANDEL<br />

Dichtes Filialnetz quer durch<br />

ganz Österreich<br />

�� In nahezu 70 Prozent aller österreichischen<br />

Gemeinden ist ein Lebensmittelfilialist<br />

zu finden. Der filialisierte und organisierte<br />

Lebensmitteleinzelhandel erreicht<br />

damit mit seinen Standorten rund 92 Prozent<br />

der österreichischen Bevölkerung. Dies<br />

geht aus einer Studie von Regio Data Research<br />

hervor. Während manche Österreicher,<br />

vor allem in den Städten, die Qual der<br />

Wahl haben, wohin sie einkaufen gehen, gibt<br />

es aber auch noch rund 700 Gemeinden in<br />

im Land, in denen es keinen Lebensmittelfilialisten<br />

gibt. Dabei handelt es sich um<br />

kleine Orte insbesondere in der Steiermark,<br />

in Niederösterreich und in Oberösterreich.<br />

Im Burgenland kommen auf eine Lebensmittelfiliale<br />

nur rund 496 Haushalte. Damit<br />

hat das Bundesland die höchste Dichte<br />

an Lebensmittelgeschäften in Österreich.<br />

Rechnerisch gesehen die geringste Dichte<br />

hat Wien mit etwa 1.100 Haushalten pro<br />

filialisiertem Geschäft.<br />

„GENERATIVE MODELLIERUNG“<br />

Neuer Impuls für die Bauwirtschaft<br />

��Gestern zeichneten Planer und Architekten Baupläne noch am Reißbrett. Heute erstellen<br />

sie diese mit modernen CAD-Programmen am PC. Jetzt werden digitale Entwürfe intelligent.<br />

Der in Graz angesiedelte Fraunhofer Austria-Geschäftsbereich „Visual Computing“<br />

hat gemeinsam mit der TU Graz eine intelligente CAD-Lösung für die Baubranche entwickelt,<br />

mit der relativ einfach Simulationen durchgespielt werden können. „Mit der Technologie<br />

der TU Graz können Entwickler CAD-Anwendungen gestalten, bei denen die digitalen<br />

3D-Objekte faktisch wissen, was sie sind“, erklärt Eva Eggeling, Leiterin des<br />

Geschäftsbereichs Visual Computing von Fraunhofer Austria. Wärmedämmungssimulationen<br />

sind eine aufwendige Angelegenheit. Mit den intelligenten Bauelementen ist es hingegen<br />

ganz einfach – Fenster, Türen und Wände kennen ihre Eigenschaften. Wird eine Situation<br />

herbeigeführt, die digital untersucht, ob das geplante Haus optimal isoliert ist,<br />

verhalten sich alle Gebäudeelemente entsprechend. Die Ergebnisse lassen sich ohne zusätzlichen<br />

Programmieraufwand ablesen. Der Architekt oder Planer musste bis jetzt noch alle<br />

Parameter händisch festlegen und verwalten.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK


Der Bank Austria ImmobilienService bietet Ihnen Serviceleistungen auf höchstem Niveau:<br />

Unsere professionellen Immobilienberater erstellen österreichweit marktkonforme Einschätzungen,<br />

professionelle Verkaufsunterlagen und individuelle Vermarktungsstrategien und unterstützen<br />

Sie von der Vorbereitung des Kaufvertrags bis zur Begleitung zum Notartermin. Wir verbinden<br />

dabei die konsequente Nutzung der Print- und Onlinemedien mit der persönlichen und kompetenten<br />

Betreuung des Immobilienmaklers. www.ba-is.at<br />

1160 WIEN<br />

Traumlage am Rande des Wienerwaldes. Gepflegte Wohnanlage mit nur zwölf Einheiten,<br />

verkehrsberuhigte Lage auf Galitzinberg, Liegewiese mit Gemeinschaftspool.<br />

Michael Pallierer Tel.: +43 (0)1 513 74 77 -90311<br />

1170 WIEN<br />

Koffer nehmen und einziehen! Bestzustand. Helles, ruhiges Wohnzimmer<br />

mit Erker. Parkplatz im Hof und Kellerabteil inkludiert.<br />

Martina Denich-Kobula: Tel.: +43 (0)1 513 74 77 -90304<br />

Bank Austria Immobilienservice: www.ba-is.at<br />

Objekt: Wohnung<br />

Baujahr: 1998<br />

Zimmer: 2<br />

Wohnfläche ca.: 56m 2<br />

Kaufpreis: 149.000 €<br />

Objektnummer:<br />

1003/11117<br />

www.ba-is.at<br />

2371 HINTERBRÜHL<br />

Objekt: Wohnung<br />

Baujahr: 1989<br />

Zimmer: 4<br />

Wohnfläche ca.: 120 m 2<br />

Kaufpreis: 490.000 €<br />

Objektnummer: 1003/11151<br />

www.ba-is.at<br />

Traumwohnung in Hinterbrühl. Geschmackvoll renoviert, hell, sonnig,<br />

Südbalkon. Garagenplatz und Kellerabteil inkludiert.<br />

Isabella Groß: +43 (0)1 513 74 77 -90410<br />

Objekt: Wohnung<br />

Baujahr: 1985<br />

Zimmer: 3<br />

Wohnfläche ca.: 75 m 2<br />

Kaufpreis: 175.000 €<br />

Objektnummer:<br />

1003/11178<br />

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Gewinnspiel<br />

Tolle Preise für LeserInnen<br />

Mit etwas Glück und dem richtigen Tastendruck<br />

zählen auch Sie bald zu den glücklichen<br />

GewinnerInnen. Viel Spaß!<br />

So einfach geht’s: Bis 30. Juni 2010 eine SMS mit dem Kürzel FOKUS und einer<br />

entsprechenden Kennzahl (z. B. FOKUS 3) an 0900 800 400 (Kosten pro SMS: EUR<br />

0,50) senden oder eine Postkarte an FOKUS, Kennwort „Mai-Gewinnspiel“, mit der<br />

entsprechenden Kennzahl (Nummer des Geschenks), Bergmillergasse 5/Stiege 2/2,<br />

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Forschung, Design und Entwicklung sind<br />

das Herz und die Seele von Dyson. So<br />

arbeiten rund 300 Ingenieure und Wissenschafter<br />

im Dyson Headquarter in<br />

Malmesbury (UK), um Technologie und<br />

Design der großen Dyson-Staubsauger-<br />

Produktrange weiterzuentwickeln.<br />

Ob kleiner Handstaubsauger (z. B. DC 31<br />

Car & Boat), kompakter City-Sauger<br />

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Profi (z. B. DC 29 Animalpro) – Leistungsfähigkeit,<br />

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140 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010<br />

PREIS<br />

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MAI/JUNI 2010<br />

Großes Gewinnspiel für<br />

kleine Baumeister<br />

Bau dein Traumhaus aus Legosteinen!<br />

FOKUS Home & Business veranstaltet für Kinder<br />

von vier bis zehn Jahren ein Gewinnspiel unter dem<br />

Motto: „Bau dein Traumhaus aus Legosteinen!“<br />

TEILNAHMEBEDINGUNGEN<br />

LEGO HAT EINE LANGE TRADITION<br />

Ein digitales Foto von dem selbst gebauten Lego-Haus bitte an die E-Mail-<br />

Adresse offi ce@<strong>immobilien</strong>fokus.at mit dem Betreff „Lego-Gewinnspiel“<br />

mailen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, je bunter, lustiger und origineller<br />

das Bauwerk ist, umso besser. Die fünf schönsten Häuser werden mit<br />

einem Lego Creator-Haus mit Garage (empfohlen ab sieben Jahren) prämiert.<br />

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Die GewinnerInnen sind damit einverstanden, dass ihr Name und ein Foto<br />

ihres Lego-Hauses im FOKUS Home & Business veröff entlicht werden.<br />

Ole Kirk Christiansen gründete 1932 in Dänemark eine kleine Tischlerei für Holzspielzeug. 15 Jahre später entdeckte er das<br />

ideale Kunststoff material zur Spielzeugherstellung und kaufte eine Spritzgussmaschine. Damit entwickelte er 1949 den<br />

Prototyp des Lego-Steins, den er sich 1958 in Kopenhagen patentieren ließ. 2.400 unterschiedliche Lego-Elemente gibt es<br />

heute. Aus der Mode ist das kreative Kinderspielzeug nie gekommen, Generationen an Kindern haben schon damit gespielt,<br />

und es kommen immer neue Lego-Spielideen auf den Markt. In mehr als 130 Ländern gibt es die Lego-Produkte. Rund fünf<br />

Milliarden Stunden spielen weltweit alle Kinder zusammen im Jahr mit ihren Lego-Steinen. Im Durchschnitt kämen auf<br />

jeden Menschen weltweit 64 Legosteine. Das Wort Lego setzt sich aus „leg“ und „godt“ zusammen, was so viel wie „spiel gut“<br />

bedeutet. Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Lego, die uns die Sachpreise zur Verfügung gestellt hat.<br />

www.lego.com


IMMOBILIEN TEXT WALTER SENK<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Sein oder nicht sein ...<br />

Wer nicht grün baut, verkauft nicht<br />

Green Buildings sind keine ökologische oder ökonomische Frage, die<br />

diskutiert werden sollte. Ökologische Gebäude sind für jeden ein<br />

Muss, der in Zukunft sein Projekt vermieten oder verkaufen möchte.<br />

Österreichs Projektentwickler sind längst startklar.<br />

ZUKUNFTSAUSSICHTEN. Grün wird die Zukunft<br />

sein, darüber gibt es wohl keine<br />

Diskussionen. Hochgerechnet auf die<br />

nächsten 30 Jahre kann es gar nicht<br />

so weitergehen wie bisher, denn die<br />

Ressourcen werden knapp. Die voraus-<br />

bli ckenden Projektentwickler wissen:<br />

Ener gieeffizienten Gebäuden gehört die<br />

Zukunft und Themen, die wir heute dis-<br />

kutieren, werden – beziehungsweise<br />

müssen – in den nächsten Jahren Tatsache<br />

sein. „Fakt ist, dass Green Buildings<br />

in Österreich und Deutschland<br />

bislang eine Ausnahme und bei Weitem<br />

kein Standard sind“, meint Thomas<br />

Beyerle, Head of Global Research bei<br />

Aberdeen Property Investors, der dazu<br />

eine Studie durchgeführt hat. Aber das<br />

Potenzial, im Gebäudebereich Energie<br />

zu sparen beziehungsweise den internationalen<br />

Klimaschutzzielen gerecht zu<br />

werden, ist immens. Das Interesse an<br />

Green Buildings ist in den letzten Monaten<br />

sprunghaft gestiegen, und die Vordenker<br />

in der österreichischen Branche<br />

der Projektentwickler sehen ihre klare<br />

Verantwortung für die Zukunft. Wobei<br />

dabei nicht nur die Kosten der Errichtung<br />

und der Betriebskosten gemeint<br />

sind, sondern letztendlich „der gesamte<br />

Lebenslauf – der Lifecycle – einer Immobilie“,<br />

erklärt Manfred Völker, Geschäftsführer<br />

der Siemens Gebäudemanagement<br />

& Services GmbH: „Dabei<br />

findet der gesamte Lebenslauf der Immobilie<br />

Beachtung – von der Vision über<br />

die Planung, die Architektur und den Betrieb<br />

bis hin zum Abriss. Dazu kommen<br />

immer stärker zusätzliche Aspekte zum<br />

Tragen wie die Energieeffizienz und die<br />

Umweltverträglichkeit eines Gebäudes.“<br />

Für viele österreichischen Developer<br />

sind Green Buildings bereits Tatsache<br />

und nicht nur Diskussionsthema. „Grün“<br />

ist in näherer Zukunft ein Wettbewerbs-<br />

24 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


Lebenszyklus. Green Buildings stellen eine Trendumkehr dar, die für Investoren und Mieter immer wichtiger wird. Ökologie und Ökonomie sind<br />

eng miteinander verbunden. Neben den neu errichteten – teilweise sehr spektakulären Projekten – gibt es allerdings in Österreich auch eine<br />

neue Bewegung. Dabei sollen die bestehenden Immobilien – egal welchen Alters – energieeffizient umgebaut werden.<br />

vorteil, den die Investoren und Mieter<br />

immer mehr zu schätzen wissen. „Die<br />

Nachfrage nach Nachhaltigkeit ist seitens<br />

der Nutzer und Investoren hoch,<br />

Tendenz stark steigend“, erklärt Andreas<br />

Köttl, Geschäftsführer der IC Projektentwicklung<br />

GmbH. „Für einen nicht<br />

nachhaltigen Bau sinkt daher die Nachfrage,<br />

die Rentabilität nimmt ab. Nicht<br />

nachhaltig zu bauen ist daher in Wirklichkeit<br />

nicht mehr leistbar.“<br />

WETTBEWERBSVORTEIL. Österreichische Unternehmen<br />

zeigen im Bereich Ökologie<br />

und Nachhaltigkeit bei Immobilien einzigartige<br />

Leistungen. Ein Wettbewerbsvorsprung,<br />

denn zahlreiche Innovationen<br />

und bringen nicht nur interessante,<br />

sondern zugleich zukunftsweisende Projekte<br />

auf den Immobilienmarkt. Eines<br />

der aufsehenerregenden ist derzeit sicherlich<br />

der „LifeCycle Tower“ der Vor-<br />

MAI/JUNI 2010<br />

arlberger Firma Rhomberg. Ein interdisziplinäres<br />

Forschungsteam hat sich zum<br />

Ziel gesetzt, die Entwicklung eines energieeffizienten<br />

Holzhochhauses in Systembauweise<br />

mit bis zu 20 Geschoßen<br />

umzusetzen. Dazu Michael Zangerl, im<br />

Unternehmen für den LifeCycle Tower<br />

zuständig: „Alle bauphysikalischen Daten<br />

sind geklärt. Wir werden 2010 den<br />

ersten Prototypen voraussichtlich in<br />

Vorarlberg errichten.“ Prinzipiell geht es<br />

in der ersten Phase darum, das Konzept<br />

zu testen und „zu schauen, wie unser<br />

Sys tem bei drei bis vier Stockwerken<br />

funktioniert. Dann geht es in die Höhe.“<br />

Den bisherigen Rekord im mehrgeschoßigen<br />

Holzbau hält ein Gebäude mit<br />

neun Stockwerken in London. Für Zangerl<br />

aber geht es nicht darum, einen<br />

neuen Weltrekord aufzustellen, sondern<br />

„weltweites Aufsehen zu erzeugen für<br />

die Idee der Ökologie und die techni-<br />

schen Möglichkeiten und das Machbare“.<br />

Hubert Rhomberg, Geschäftsführer<br />

des gleichnamigen Bauunterneh-<br />

mens, ist überzeugt, dass sich die<br />

Realisierung des LifeCycle Tower als<br />

weltweites Leuchtturmprojekt positiv<br />

auswirkt: „Diese Öko-Innovation schafft<br />

die Voraussetzung für nachhaltiges<br />

Bauen im urbanen Raum. Zudem stellt<br />

der LifeCycle Tower eine enorme wirtschaftliche<br />

Chance für unser Unternehmen,<br />

aber auch für die gesamte Region<br />

dar.“ Ebenfalls mit einem Prototyp wird<br />

die Aucon Real Estate Group heuer auf<br />

den Markt kommen. Friedrich Csörgits,<br />

Vorstand der Aucon Real Estate Group:<br />

„Es handelt sich um das erste Jahrhun-<br />

dert wende-Bürogebäude, das durch eine<br />

Sanierung, bei der auf Energieeffizienz<br />

und ökologische Qualität großer Wert<br />

gelegt wird, die beiden Auszeichnungen<br />

,Green Building‘ und ,klima:aktiv‘ erhal-<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 25


Zukunftsvisionen. Werden so die Städte der Zukunft aussehen? Der Menschheit wäre es zu wünschen – und mit innovativen Technologien<br />

sind die Möglichkeiten dafür auch gegeben. Dass nicht immer „grün“ gebaut wird, ist aber teilweise auch eine Frage des Wollens.<br />

ten soll.“ Der Stilaltbau Ecke Biberstraße/Falkestraße<br />

im 1. Wiener Gemeindebezirk<br />

soll 2011 beziehbar sein. Mit fünf<br />

Obergeschoßen, einem Dachgeschoß<br />

und rund 3.300 Quadratmetern Bürofläche<br />

stellt die Sanierung in nachhaltiger<br />

Qualität eine „enorme Herausforderung<br />

dar“, so Csörgits.<br />

Eines der gelungensten Beispiele für<br />

Green Buildings und ein Vorzeigeprojekt<br />

ist das ENERGYbase. Das vom WWFF<br />

entwi ckelte Bürohaus mit 11.700 Quadratmetern<br />

Bruttogeschoßfläche hat 80<br />

Prozent niedrigere Energiekosten als ein<br />

herkömmliches Bürogebäude gleicher<br />

Größe. Dazu der Professor und Diplomat<br />

Jianzhong Ye, zuständig für die Zusammenarbeit<br />

zwischen Österreich und<br />

China im Bereich Wissenschaft und Forschung:<br />

„ENERGYBase hat eine Vorbild-<br />

funktion für die Zukunft des energieoptimierten<br />

Bauens. Von chinesischer<br />

Seite herrscht sehr großes Interesse, da<br />

wir in unserem Land sehr viele Menschen<br />

haben und Hochhäuser benötigen.<br />

Es ist wichtig, dass energieoptimiertes<br />

Bauen auch bei größeren Projekten<br />

funktioniert.“ Daher hat Ye bereits mit<br />

dem Präsidenten des Volkskongresses,<br />

dem zweitmächtigsten Mann im chinesischen<br />

Staat, die ENERGYBase besucht.<br />

Ye: „Es liegt auch in der Verantwortung<br />

der Regierung, Technologien zu fördern<br />

und zu entwickeln.“<br />

STEUERERSPARNIS. Die Förderung und die<br />

Entwicklung sind die eine Seite, die<br />

andere ist aber die steuerliche. Die Immobilienprofis<br />

gehen davon aus, dass<br />

in naher, wenn nicht sogar nächster<br />

Zukunft Ökosteuern auf Gebäude kommen<br />

werden. Die Krise hat riesige Löcher<br />

in die Staatskassen gerissen, und<br />

eine Steuer für Gebäude, die zu viel<br />

Energie verbrauchen, wird auch politisch<br />

durchsetzbar sein. Die Projektentwickler<br />

blicken in die Zukunft, und Unternehmen<br />

wie die CA Immo AG setzen<br />

nur noch auf Ökologie, erklärt Bruno<br />

Ettenauer, Vorsitzender des Vorstandes:<br />

„Green Buildings sind für uns kein Lippenbekenntnis,<br />

sondern wir sind dabei<br />

von starken wirtschaftlichen Argumenten<br />

getrieben. Wir sind der Meinung,<br />

dass derartige Objekte mittelfristig<br />

einen Konkurrenzvorteil haben werden<br />

und für Mieter attraktiver sind.“ Der CA<br />

Immo-Vorstand geht ebenfalls davon<br />

aus, dass abhängig von der Energieeffizienz<br />

entsprechende „regulatorische<br />

26 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


Maßnahmen“ in Form von Steuern geben wird. „Gebäude,<br />

die die Umwelt belasten, müssen dann auch ihren Preis zahlen“,<br />

ist Ettenauer überzeugt.<br />

ZERTIFIZIERUNG. Um die Gebäude aber in Zukunft vergleichbar<br />

zu machen, sind Zertifizierungen notwendig. Eine einheitliche<br />

Zertifizierung innerhalb Europas, geschweige denn<br />

weltweit gibt es nicht. Gerhard Haumer, Geschäftsführer<br />

first facility GmbH: „Es gibt in Europa große Zertifizierungsbemühungen,<br />

aber es mangelt noch an einer Vereinheitlichung.“<br />

Für Haumer ist allerdings klar, dass wir „eine einheitliche<br />

Zertifizierung erleben werden, weil wir sie<br />

brauchen. Wir würden uns natürlich jetzt um vieles leichter<br />

tun, wenn wir eine hätten.“ In Österreich gab es einen Schritt<br />

dahin mit der Gründung der „Österreichischen Gesellschaft<br />

fürNachhaltige Immobilienentwicklung“ (ÖGNI) durch den<br />

Leiter des Forschungsinstituts für Raum- und Immobilienwirtschaft<br />

an der TU Wien Prof. Gunther Maier und Philipp<br />

Kaufmann. Die ÖGNI zertifiziert nachhaltige Gebäude mit<br />

dem internationalen (deutschen) DGNB-Sys tem, das für<br />

den österreichischen Markt adaptiert wurde, und ist Mitglied<br />

im WorldGreen Building Council (WGBC). So soll die<br />

Forderung der Bau- und Immobilienbranche nach einem<br />

einheit lichen europäischen Standard im Bereich von nachhaltigem<br />

Bauen umgesetzt werden. „In kürzester Zeit ist es<br />

gelungen, das umfangreiche DGNB-System in Österreich<br />

einzuführen“, erklärt Präsident Kaufmann. Mit 150 Mitgliedern<br />

und mehr als 50 zur Zertifizierung angemeldeten Projekten<br />

ist die ÖGNI heute ein fixer Bestandteil der österreichischen<br />

Bau- und Immobilienwirtschaft. Kaufmann:<br />

„Die Stärke des Zertifizierungssystems besteht in seiner<br />

hohen Flexibilität, es kann nicht nur hervor ragend an regionale<br />

Gegebenheiten adaptiert, sondern auch an künftige<br />

technische oder gesellschaftliche Entwicklungen angepasst<br />

werden; es ist ein Ratingsystem der zweiten Generation.“ Die<br />

Marktdurchdringung mit Green Buildings wird allerdings<br />

noch etwas dauern, denn „bezogen auf den Gesamtmarkt<br />

und die Bauaktivitäten sind die Volumina bisher eher im<br />

MAI/JUNI 2010<br />

Promille- als im Prozentbereich“, so Research-Profi Beyerle. „Allein in<br />

Deutschland würde es rund 15 Jahre dauern, bis der Bestand einen<br />

signifikanten Prozentanteil an diesem Objekttyp aufweisen kann.“<br />

Dies dürfte sich mittelfristig lediglich dann ändern, wenn Bestandstransformationen,<br />

also das Refurbishment von Bestandsobjekten in<br />

zertifizierte Green Buildings, erfolgen. �<br />

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FOKUS I HOME & BUSINESS 27


TEXT ROBERT SCHWEIGER<br />

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doch am Wasser<br />

Das Haus am See hat wieder Saison<br />

Ferien<strong>immobilien</strong> werden immer gefragt sein – aber die Ansprüche an diese<br />

haben sich in letzter Zeit entscheidend verändert …<br />

VERÄNDERUNG. Die Ferienimmobilie oder<br />

der Zweitwohnsitz wird ein neues Hoch<br />

erreichen, allerdings werden die Häuser<br />

in Zukunft unter ganz anderen Voraussetzungen<br />

erworben, als das bisher der<br />

Fall war. Man sollte sich darauf vorbereiten<br />

– und wer die richtige Immobilie<br />

kauft, der hat doppelt gewonnen. Waren<br />

es vor wenigen Jahren noch die Wohnsitze<br />

direkt am Meer oder zumindest mit<br />

Blick darauf, so zeichnet sich jetzt ein<br />

neuer Trend ab. Wohnen am Wasser ja,<br />

aber doch nicht am Meer. Die Zeiten<br />

haben sich geändert. Feriendomizile, die<br />

nur mit langen Anfahrten oder auch<br />

Anflügen zu erreichen sind, stehen nicht<br />

mehr im <strong>Fokus</strong> der Suchenden. Ferien<strong>immobilien</strong>,<br />

auch wenn sie noch so<br />

günstig sind, die nur per Flugzeug<br />

erreichbar sind, könnten – und das hat<br />

die Aschewolke bewiesen – ein unkalkulierbares<br />

Risiko in sich bergen. Diejenigen,<br />

die mit dem Auto erreichbar sein<br />

werden, sind ihren Konkurrenten überlegen.<br />

Dazu zählt vor allem Österreich.<br />

Der Staat ist zentral gelegen, und das<br />

Land bietet neben dem eigentlichen<br />

Objekt der Begierde, den Seen, noch<br />

viele andere Vorteile, die in Zukunft<br />

schlagend werden: Natur, sauberes Was-<br />

28 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


ser, reizvolle Landschaft, Kultur, Sicherheit<br />

und ein verlässliches Rechtssystem.<br />

ALTE TRADITION. Das Einzige, das in Österreich<br />

nicht verlässlich ist, ist das Wetter.<br />

Wer also Dauersonnenschein bevorzugt,<br />

der ist vielleicht im Sommer in den<br />

Alpen nicht so gut aufgehoben – und wer<br />

Meer bevorzugt, schon gar nicht. Oder<br />

ist 100 Jahre zu spät dran. Dass aber die<br />

Österreicher schöne Plätze zu schätzen<br />

wissen, davon zeugen noch immer die<br />

Villen und Häuser in Istrien. Steinerne<br />

Zeugen einer Zeit, als die elitäre Schicht<br />

der k. u. k. Monarchie die Halbinsel und<br />

die istrianische Riviera als Zweitwohnsitzland<br />

und Winterresidenz auserkoren<br />

hatte. Kaiser Franz Joseph I. machte den<br />

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Anfang, und die Oberschicht folgte ihm<br />

nach. Mittlerweile reicht Österreich<br />

nicht mehr bis zum Meer, und wenn<br />

man von Ferien<strong>immobilien</strong> am Wasser<br />

spricht, befinden sich diese an den Seen.<br />

Alle Seen in Österreich haben eine hervorragende<br />

Wasserqualität, deren Niveau<br />

als „Trinkwasserqualität“ bezeichnet<br />

werden kann. Die Besonderheit<br />

SEE & WERT<br />

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Österreichs liegt in seiner naturbelassenen<br />

und vielfältigen Flora und Fauna.<br />

Zahlreiche Seen in jedem der neun Bundesländer<br />

machen Österreich zu einem<br />

idealen Ferienort für die ganze Familie<br />

zu jeder Jahreszeit. Nicht nur für Ausländer,<br />

auch für Österreicher stellen sich<br />

die Ski- und Seengebiete als beliebte Gegenden<br />

für Wohnsitze dar. Schon in den<br />

70er-Jahren waren diese Regionen in<br />

Tirol, Salzburg, Vorarlberg und Kärnten<br />

sowie Teilen Oberösterreichs Treffpunkt.<br />

In den 80er-Jahren wurde es<br />

ruhig um die Sommerresidenzen, denn<br />

die spanische Riviera zog die Leute in<br />

Massen gegen Süden. Ende der 90er-<br />

Jahre begann die Sonne in den österreichischen<br />

Zweitwohnsitzgebieten wieder<br />

zu scheinen.<br />

PREISLAGE. Die Preise in den Seeregionen<br />

verhalten sich direkt proportional mit<br />

dem Bekanntheitsgrad. Je bekannter,<br />

desto teurer. Dies gilt ganz speziell für<br />

den Wörthersee als zugkräftigsten Ferienwohnsitz.<br />

Velden liegt mit Grundstückspreisen<br />

von 1.000 bis 2.500 Euro<br />

pro Quadratmeter an erster Stelle, dicht<br />

gefolgt von Pörtschach mit 1.800 bis<br />

2.250 und Krumpendorf mit 1.300<br />

bis 1.800 Euro pro Quadratmeter. Alle<br />

Lagen, die sich rund um den Wörthersee<br />

befinden, gehören nach einer Studie des<br />

Realbüros Dr. Max Huber zu den teuersten<br />

und exklusivsten Grundstücken. An<br />

vierter Stelle liegt Seewalchen am Attersee<br />

mit Preisen zwischen 1.200 und<br />

1.800 Euro, und St. Wolfgang im Salzkammergut<br />

(1.650 Euro) rundet die<br />

Top 5 ab. Zugegeben, Lagen direkt am<br />

See sind rare Grundstücke, haben somit<br />

ihren Preis und werden ihn auch immer<br />

haben: Tendenz steigend. Trotzdem finden<br />

sich in diesem Segment immer wieder<br />

leistbare Objekte.<br />

SPEZIALFALL KÄRNTNER SEEN. Wenn es nicht<br />

die Villa mit Privatstrand am Wörthersee<br />

ist, dann kann es auch ein Ferienappartement<br />

im Grünen – natürlich mit<br />

Blick auf das Wasser – sein. Wobei es<br />

auch hier noch Differenzierungen gibt:<br />

Entscheidend für den Preis ist weniger<br />

das auf dem Grundstück befindliche Gebäude,<br />

sondern die direkt an das Grundstück<br />

angrenzende Seefläche und die<br />

geografische Lage des Grundstücks. Im<br />

Vergleich zu anderen Gebieten ist die<br />

Gesamtfläche der Kärntner Seen nicht<br />

sehr hoch. Die Gesamtfläche beträgt 60<br />

Quadratkilometer, jedoch nehmen davon<br />

der Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher<br />

See und Weissensee 50 Quadratkilometer<br />

ein. Der Ossiacher See ist mit<br />

141 Metern der tiefste der Kärntner<br />

Seen. Jedoch sticht Kärnten durch die<br />

Vielfalt und Vielgestaltigkeit der Seen<br />

hervor. Das Kärntner Seengebiet kann<br />

man innerhalb des subalpinen Klimabereichs<br />

in Österreich als das sommerwärmste<br />

Gebiet bezeichnen. Auch in Bezug<br />

auf Sonnenscheindauer und -inten-<br />

sität ist Kärnten so reich ausgestattet,<br />

dass man mit Recht von einem „Sonnenland“<br />

sprechen kann. Am Wörthersee<br />

kommt es zu einer Vereinigung günstiger<br />

Faktoren des Gebirgs- und Seeklimas.<br />

Die hohen Sommertemperaturen<br />

halten infolge der Wärmespeicherfähigkeit<br />

des Sees bis in den Herbst hinein an.<br />

Auch ist der Charakter des Klimas milder<br />

als der des Gebirgsklimas in gleicher<br />

Höhenlage. Ein Wettersturz zum Beispiel<br />

beeinflusst die Temperatur des<br />

Seewassers wesentlich weniger als die<br />

Lufttemperatur, so verhindert hier der<br />

See das frühzeitige Auftreten von Nacht-<br />

30 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


frösten. Da der Wörthersee nur wenige<br />

Zuflüsse von den Bergen hat, die kaltes<br />

Wasser liefern, sondern sehr viele unterirdische<br />

Quellen, die eine konstante<br />

Temperatur aufweisen, gehört er mit<br />

27 Grad zu den wärmsten Seen.<br />

WEST-OST-GEFÄLLE. Auch in Wien kann der<br />

Seehungrige seine Plätze finden. Wobei<br />

die Liegenschaften an der „Alten Donau“<br />

vielleicht nicht unverkäuflich sind, aber<br />

nur unter der Hand gehandelt werden.<br />

Zu kostbar ist das Gut: zentral in der<br />

Stadt gelegen und dazu mitten im Grünen<br />

mit direkter Wasseranbindung. Wer aber<br />

nicht zu zentral sucht, für den tun sich<br />

im 22. Wiener Gemeindebezirk doch<br />

immer wieder Möglichkeiten auf, Wasserlagen<br />

zu finden.<br />

Wer sein Seegrundstück nicht unbedingt<br />

in der Großstadt möchte, der hat mit<br />

einer Anfahrtszeit von einer Dreiviertelstunde<br />

bis Stunde ein riesiges Gebiet vor<br />

sich, das unglaubliche Angebote auf Lager<br />

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Erholungswert pur. Das Haus am See mit Blick aufs Wasser und einem<br />

eigenen Segelboot, um auf den Wellen zu schaukeln.<br />

hat: Niederösterreich und Burgenland<br />

liegen vor der Haustüre. Hier sind auch<br />

die Preise um einiges günstiger. Überhaupt<br />

ist ein starkes Ost-West-Gefälle zu<br />

erkennen: Die östlichen Bundesländer<br />

Burgenland, Niederösterreich und Steiermark<br />

sind durchschnittlich um vieles<br />

günstiger als die westlichen. Wie dem<br />

auch sei: Wer in eine vernünftige Seeimmobilie<br />

investiert, erwirbt eine wertbeständige<br />

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IMMOBILIEN TEXT WALTER SENK<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Anders wohnen<br />

Wickie, Slime & Paiper-Generation<br />

definiert Wohnen neu<br />

Die Generation rund um die 50 ist anders. Sie ist mobil wie noch nie und<br />

die Menschen haben für sich andere Werte, was das Wohnen betrifft.<br />

WOHNVERHALTEN. Die neue repräsentative<br />

Trendstudie zum Wohnverhalten der<br />

ÖsterreicherInnen von Andrea Baidinger,<br />

Kommunikationsexpertin in Immobilienfragen,<br />

deckt auf: 24 Prozent der über 50-<br />

Jährigen planen ihren Wohnsitz zu verändern.<br />

Umso bemerkenswerter, da diese<br />

Bevölkerungsgruppe mit etwa 35 Prozent<br />

den größten Anteil an der österreichischen<br />

Bevölkerung darstellt. Es hat sich dabei<br />

eine sich von der Werbewirtschaft unverstanden<br />

fühlende neue Spezies formiert.<br />

Jung, selbstbewusst, aktiv – eine Generation,<br />

die mitten im Leben steht. Menschen,<br />

die aus sämtlichen bisherigen zielgruppenorientierten<br />

Strategien heraus -<br />

fallen und damit Werbung und Marketing<br />

sowie die gesamte Bau- und Immobilienbranche<br />

vor völlig neue Aufgaben stellen.<br />

Denn die Wickie, Slime & Paiper Generation,<br />

die sich in der Mitte – und nicht im<br />

letzten Drittel – ihres Lebens befindet, ist<br />

bis jetzt in einer Grauzone der „Senioren“<br />

verschwunden. Immer öfter haben diese<br />

„Pseudo-Senioren“ selbst noch Kinder im<br />

schulpflichtigen Alter oder Kleinkinder.<br />

Ein neues Zeitalter hat begonnen, wo kräftig<br />

umgedacht werden muss.<br />

VIELFÄLTIGKEIT. Defizite gibt es ganz besonders<br />

in der Wohnungswirtschaft, die damit<br />

kämpft, Zielgruppen einzugrenzen,<br />

um besser auf Bedürfnisse eingehen zu<br />

können. Die Realität aber zeigt, dass diese<br />

Mühe umsonst ist, denn die Menschen<br />

rund um 50 sind auf Grund ihrer vielfälti-<br />

32 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


Stilmix. Alles nur nicht 08/15. Individualität,<br />

Großzügigkeit, Ökologie und Freiraum –<br />

die 50er-Generation denkt anders und will<br />

auch anders wohnen.<br />

gen Lebensformen und -konstellationen<br />

in Kombination mit ihren Ansprüchen die<br />

am schwierigsten zu bedienenden. Während<br />

sich die Werbebranche redlich bemüht,<br />

Kampagnen für Babys, Kids, Pubertierende<br />

oder junge Erwachsene möglichst<br />

zielgruppengerecht zu ersinnen, bleibt die<br />

Gruppe der etwa 50-Jährigen komplett<br />

auf der Strecke. „Kein Marketingstratege<br />

käme auf die Idee, 20- bis 60-Jährige<br />

für ein Produkt gleich anzusprechen,<br />

aber Menschen um 50 werden betrachtet,<br />

als würden sie sich von beispielsweise<br />

70-Jährigen nicht differenzieren, respektive<br />

nicht mehr verändern“, so Baidinger.<br />

„Die Wirtschaft ist gefordert, sich verstärkt<br />

auf einzelne Lebensdekaden und<br />

deren Lebenswelten zu konzentrieren,<br />

anstatt die Altersgruppen von 50 bis 90<br />

über einen Kamm zu scheren.“<br />

MAI/JUNI 2010<br />

Wie schon in den vergangenen Untersuchungen<br />

wurden auch für diese aktuelle<br />

Studie aus einem repräsentativen Sample<br />

1.000 ÖsterreicherInnen ab 18 Jahren befragt.<br />

Einen eindeutigen Trend zeigt der<br />

Vergleich mit den Daten aus der Wohnstudie<br />

2003. Gaben in der 2003 durchgeführten<br />

Befragung nur 4 Prozent der über<br />

50-Jährigen an, innerhalb der nächsten<br />

zwei Jahre übersiedeln zu wollen, so waren<br />

es 2009 bereits 9 Prozent. Mit insgesamt<br />

24 Prozent gibt fast ein Viertel der 2009<br />

befragten an, innerhalb der nächsten zehn<br />

Jahre übersiedeln zu wollen. 35 Prozent<br />

sind innerhalb der letzten fünf Jahre in die<br />

gegenwärtige Bleibe gezogen, davon 7 Prozent<br />

erst innerhalb des letzten Jahres.<br />

Diese Auswertung zeigt eindeutig die<br />

rasch zunehmende Mobilität dieser Gruppe,<br />

die vergleichsweise und überraschenderweise<br />

größer ist als die der 31- bis<br />

50-Jährigen.<br />

BEDARFSGERECHT. Daraus resultiert ein entsprechender<br />

Bedarf an für diese Zielgruppe<br />

zugeschnittenen Immobilien. Die Studie<br />

von Andrea Baidinger zeigt auch hier<br />

eindeutige Trends: Heute wohnen 43 Prozent<br />

in einem Haus, das sich vorwiegend<br />

im Eigentum befindet, 57 Prozent leben in<br />

einer Wohnung, wovon 65 Prozent mieten<br />

und die restlichen 35 Prozent jeweils zur<br />

Hälfte eine Eigentums- oder Genossenschaftswohnung<br />

bewohnen. 2003 betrug<br />

das Verhältnis Haus zu Wohnung noch<br />

60 Prozent zu 40 Prozent. Wohnung oder<br />

Haus haben immer noch einen sehr hohen<br />

Stellenwert. Vor allem sind die „Übersiedlungsplaner“<br />

der etwa 50-Jährigen sehr<br />

realistisch, wenn es um die Wohnwünsche<br />

geht. Bemerkenswert dabei ist, dass<br />

27 Prozent einen Umzug in ein Einfamilienhaus<br />

in Erwägung ziehen und 10 Prozent<br />

in ein Reihenhaus übersiedeln wollen.<br />

Der größte Anteil ist mit 66 Prozent<br />

jener, die eine Wohnung bevorzugen würden.<br />

Auch bei der Wohnungsgröße zeichnet<br />

sich der Wunsch nach mehr Platz ab.<br />

Liegt die durchschnittliche Wohnungsgröße<br />

der Wickie, Slime & Paiper-Generation<br />

derzeit bei 93 Quadratmetern, so soll das<br />

neue Domizil durchschnittlich 95 Quadratmeter<br />

groß sein.<br />

NEUES WELTBILD, NEUER ANSPRUCH. Babyboom,<br />

Aufbruchstimmung und Entscheidungsfreiheit<br />

hat diese Generation stark<br />

und entschlossen gemacht. Mit Selbstbe-<br />

wusstsein, einer offenen Denkweise und<br />

einem völlig anderen Weltbild als jenes der<br />

Nachkriegsgeneration, die mit konservativen<br />

Wertvorstellungen erzogen wurde<br />

und aufgewachsen ist. Die „neuen Fünfziger“<br />

sind nicht nur optimistisch und voller<br />

Tatendrang und gerade deshalb für die Immobilienbranche<br />

eine neue Zielgruppe mit<br />

neuen Lebenswelten, die man sich erst erarbeiten<br />

muss, sie sind auch gefestigte<br />

Charaktere, die exakt wissen, was sie wollen<br />

und die selbst die Richtung vorgeben<br />

– und nicht die Marketingstrategen. Baidinger:<br />

„Es ist eine Generation, die erwartet,<br />

serviciert zu werden, aber nicht mit<br />

billigen Tricks und einem Vorgaukeln heiler<br />

Welten, sondern mit Dingen, die tatsächlich<br />

einen Sinn für sie machen.“<br />

ARBEITSEIFER. Beispielsweise denkt ein großer<br />

Teil der Freiberufler, Selbstständigen<br />

oder Führungskräfte um die 50 nicht daran,<br />

den Pensionsantritt im gesetzlich<br />

vorgesehenen Alter vorzunehmen, viele<br />

von ihnen sind, wenn es die Gesundheit<br />

erlaubt, noch bis weit über 70 aktiv tätig.<br />

Für diese Personen unterscheidet sich der<br />

Tagesablauf nicht wesentlich von den<br />

Jüngeren, an Lebensstandard und Wohnen<br />

werden ähnliche Ansprüche gestellt.<br />

„Wir unterscheiden hier zwei Gruppen:<br />

die einen, die noch mitten im Berufsleben<br />

stehen, und die anderen, die sich auf die<br />

Zeit nach dem Erwerbsleben vorbereiten.<br />

Das bedeutet auch zwei grundverschiedene<br />

Ansätze über die Vorstellungen des<br />

neuen Wohnbereichs“, erklärt Baidinger.<br />

VORAUSBLICKEND. Für „Übersiedler“, die<br />

wissen, dass sie bald aus dem Erwerbsleben<br />

austreten werden, rückt eine barrierefreie<br />

Immobilie ins Zentrum der<br />

Wohnbedürfnisse. Baidinger: „Empfehlenswert<br />

ist es, Bereiche des täglichen Lebens<br />

wie Schlafraum, Küche und sanitäre<br />

Einrichtungen auf einer Wohnebene zu<br />

planen.“ Breitere Türen, großzügige Aktionsradien<br />

vor allem im Eingangsbereich,<br />

Küche, Bad und Toilette gehören fix<br />

auf die Entwurfsliste, um auch bei körperlichen<br />

Handicaps über notwendigen<br />

Komfort zu verfügen. Alle Bereiche sollten<br />

schwellenlos und gut erreichbar sein.<br />

Das Einplanen einer eigenen kleinen<br />

Wohneinheit für Pflegepersonal ist ebenfalls<br />

ratsam, unter Umständen als etwaiges<br />

Umfunktionieren eines nicht ebenerdigen<br />

Geschoßes. �<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 33


IMMOBILIEN<br />

TEXT FRIEDRICH KLOCKER, GERALD ANETZHUBER UND ALEXANDER SCHEUCH<br />

FOTOS WIEN-SÜD<br />

02<br />

01 Wohnhausanlage in der Johann-Dunkl-Gasse, erbaut 1967<br />

02 Alte Ansicht von Liesing und Umgebung aus dem Jahre 1917<br />

03 Wien-Süd-Logo in der Khekgasse aus dem Jahre 1956<br />

04 Gewog Wohnhausanlage in Berndorf, Kruppstraße<br />

Untere Aquäduktgasse 7, 1230 Wien, Tel. 01/866 95-0<br />

www.wiensued.at<br />

34 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

OKTOBER APRIL 2010 2008<br />

03 04<br />

01<br />

01


WIEN-SÜD<br />

Tradition und Erfahrung<br />

Die Wien-Süd ist eines der ältesten und geschichtsträchtigsten<br />

Wohnbauunternehmen in Österreich. 2010 feiert die Bau- und<br />

Wohnungsgenossenschaft ihr 100-jähriges Jubiläum.<br />

KAMPF GEGEN DIE WOHNUNGSNOT. 1910 gegründet,<br />

feiert die Wien-Süd heuer das<br />

100. Bestandsjubiläum. Hervorgegangen<br />

aus der „Gemeinnützigen Bau- und Wohnungsgenossenschaft<br />

für Liesing und<br />

Umgebung, registrierte Genossenschaft<br />

mit beschränkter Haftung“ – als Produkt<br />

einer Initiative von Rudolf Waisenhorn<br />

und der unter der Ägide des gelernten<br />

Buchdruckers Franz Mähring entstandenen<br />

„Genossenschaft der Staatsdruckerei“<br />

–, galt es zunächst der großen Wohnungsnot,<br />

wie sie unter der Arbeiterschaft<br />

bestand, durch ein engagiertes Wohnbauprogramm<br />

entgegenzuwirken. Die<br />

ersten Projekte wurden demgemäß auch<br />

in Liesing und in Perchtoldsdorf realisiert<br />

– und zwar die Wohnhäuser in der<br />

Unteren Aquäduktgasse 7, die nunmehr<br />

als Büro- und Verwaltungsgebäude der<br />

Wien-Süd dienen, und die Siedlung am<br />

Mähringplatz, die vor wenigen Jahren<br />

mustergültig saniert und revitalisiert<br />

wurde.<br />

KOOPERATION MIT PARTNERN VON WELTRUF: DIE<br />

WIEN-SÜD ALS PIONIER UND SCHRITTMACHER.<br />

Seit ihrer Gründung hat die Wien-Süd<br />

einige bahnbrechende Projekte um- und<br />

Maßstäbe gesetzt, die das gesamte<br />

Spektrum des sozialen Wohnbaus umfassen<br />

und nicht nur – um einige zu nennen<br />

– die Bereiche der Architektur, der Stadtentwicklung<br />

und der sozialen Dimension<br />

von Wohnen einschließt, sondern auch<br />

zukunftsweisende Innovationen, was<br />

Wohnbau und Ökologie betrifft. In diesem<br />

Zusammenhang ist das erste Niedrigenergiewohnhaus<br />

Europas zu nennen,<br />

das gemeinsam mit dem namhaften<br />

Architekten DI Dr. Harry Glück und dem<br />

Fraunhofer Institut für Bauphysik in<br />

Stuttgart entwickelt und realisiert wurde.<br />

Dieses Wohnhaus mit 333 Wohnungen<br />

im 2. Wiener Gemeindebezirk, in der<br />

Engerthstraße 257, ist noch heute ein<br />

Vorzeigeprojekt, bei dem neben den<br />

schon erwähnten ökologischen Aspekten<br />

vor allem auch die besondere Wohnqualität<br />

– nicht zuletzt sichtbar gemacht<br />

durch den Einbau eines Schwimmbades<br />

auf dem Dach des Hauses, mehreren Saunen<br />

und großzügigen Grünflächen – im<br />

Vordergrund steht.<br />

ARCHITEKTUR. Wenn von Architekturqualität<br />

die Rede ist, dann sei darauf hingewiesen,<br />

dass die Wien-Süd in der langen<br />

Zeit ihres Bestehens – neben vielen<br />

anderen – mit Größen dieses Genres wie<br />

TREND<br />

&<br />

TRADITION<br />

DI Peter Scheufler (atelier4 architects),<br />

Prof. DI Dr. Martin Treberspurg (Treberspurg<br />

& Partner), Prof. Wolf D. Prix<br />

(COOP HIMMELB(L)AU) und Prof. Mag.<br />

Walter Stelzhammer zusammengearbeitet<br />

und eine Reihe von viel beachteten<br />

und prämierten Wohnhausprojekten errichtet<br />

hat. Und schon für das erste<br />

Wohnbauvorhaben, und zwar die bereits<br />

erwähnten Bauten in Wien 23, Untere<br />

Aquäduktgasse 7, stand ein namhafter<br />

Architekt, Hubert Gessner – ein Schüler<br />

und späterer Mitarbeiter von Otto Wagner<br />

– Pate.<br />

WOHNKOMFORT. Es entstanden auf diese<br />

Weise Pionierprojekte wie etwa die<br />

„Verdi-Siedlung“ im 23. Bezirk in Wien-<br />

Inzersdorf: Aufbauend auf den von<br />

Harry Glück in Zusammenarbeit mit<br />

dem Humanethnologen Eibl-Eibesfeldt<br />

und Hans Hass, dem Soziologen Kurt<br />

Feistritzer und dem Meinungsforscher<br />

Ernst Gehmacher entwickelten Konzepten<br />

– wozu beispielsweise ein Wohnkomfort<br />

gehörte, wie er im sozialen Wohnbau<br />

bis dato unbekannt war und durch den<br />

Einbau eines Gemeinschaftsschwimmbades,<br />

Saunen und weitläufigen Grünflächen<br />

zum Ausdruck kam –, wurde Ende<br />

OKTOBER MAI/JUNI 2010 2008 FOKUS I HOME & BUSINESS 35


Osramgründe. Ende der 1980er-Jahre wurde eine umweltverträgliche Niedrigenergie-Wohnhausanlage mit 514 Wohnungen errichtet.<br />

der 1980er-Jahre von der „Wien-Süd“ in<br />

zwei Baulosen eine Reihenhaussiedlung<br />

mit rund 400 Häusern errichtet, die auch<br />

noch heute als Maßstab für diesen Siedlungstyp<br />

gilt. Dafür steht aber auch die<br />

Anlage „Osramgründe“, ebenfalls im 23.<br />

Wiener Gemeindebezirk, wo die Wien-<br />

Süd in Zusammenarbeit mit den Architekturbüros<br />

Treberspurg & Partner, Architekt<br />

DI Eric Steiner und atelier4<br />

architects eine weitere umweltverträgliche<br />

Niedrigenergie-Wohnhausanlage mit<br />

514 Wohnungen errichtete, in der erstmals<br />

in diesem Maßstab die Reinigung<br />

und Wiederverwertung bestimmter Abwässer<br />

mittels einer Brauchwasseranlage<br />

vorgenommen wurde. Eine absolute<br />

Neuheit im sozialen Wohnbau war, dass<br />

das Entree durch eine große mehrgeschoßige<br />

atriumförmige Eingangssitua-<br />

02<br />

tion geprägt war, die letztlich auch von<br />

der Idee der sozialen Interaktion der Bewohner<br />

dieses Hauses getragen wurde.<br />

WOHNEN ALS WERT AN SICH. Die neuesten<br />

Wohnbauprojekte der Wien-Süd stellen<br />

in Fortführung dieser Entwicklung beispielsweise<br />

das Wohnhochhaus „Monte<br />

Verde“ am Wienerberg, die Anlage in der<br />

Chlumberggasse, das „Wohnen in Generationen“<br />

in der Baumgasse, der „Orasteig“<br />

in der Edi-Finger-Straße/Luckenschwemmgasse<br />

und die Anlage auf den<br />

Gründen der ehemaligen Liesinger<br />

Brauerei dar. Neben dem Engagement<br />

der Genossenschaft in Wien bildet auch<br />

die umfangreiche Tätigkeit in Niederösterreich<br />

und im Burgenland einen<br />

Kernbereich des Unternehmens. Auf der<br />

einen Seite steht die Neubautätigkeit wie<br />

01 02 03 03<br />

in Wiener Neustadt, Schwechat, Berndorf,<br />

Enzesfeld, Felixdorf und vielen anderen<br />

Gemeinden. Ebenso agiert die Genossenschaft<br />

seit dem Beginn des neuen<br />

Jahrtausends sowohl in kleineren als<br />

auch in großen Gemeinden im Burgenland<br />

als Bauträger. Möglich geworden ist<br />

das durch die beiden Tochtergesellschaften<br />

„GEWOG – Arthur Krupp“ mit Sitz in<br />

Berndorf/NÖ und die „B-Süd“ in Eisenstadt.<br />

Neben der Tätigkeit als Bauträger<br />

ist die Wien-Süd aber natürlich auch im<br />

Verwaltungs- und Sanierungsbereich ein<br />

Partner auf dem Gebiet des Wohnens.<br />

Bereits bei der Gründung der beiden<br />

Muttergenossenschaften stand nicht nur<br />

die Schaffung lebenswerten Wohnraums<br />

für weniger privilegierte Schichten im<br />

Vordergrund. „Wohnen als Wert an sich“<br />

war bereits damals die Maxime, die die<br />

36 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

MAI/JUNI 2010<br />

06


Wien-Süd auch heute noch ihren Mieterinnen<br />

und Mietern vermittelt. Einerseits<br />

wird bis heute Wohnraum geschaffen,<br />

der Nutzerinnen und Nutzern neben<br />

dem Grundbedürfnis des Wohnens<br />

gleichzeitig ein Umfeld bietet, in dem<br />

entsprechende Erholungsmöglichkeiten<br />

vom Arbeitsalltag inkludiert sind. Andererseits<br />

bietet die Genossenschaft ihren<br />

Mieterinnen und Mietern in Form der<br />

Abteilung „Service und Technik“ die Gelegenheit,<br />

kleinere Reparaturarbeiten<br />

kostengünstig und möglichst unbürokratisch<br />

zu lösen – ein Zusatzangebot, für<br />

das die Wien-Süd im Bereich der Dienstleistung<br />

des sozialen Wohnbaus stets<br />

eine Vorreiterrolle gespielt hat.<br />

ERFAHRUNG. Auf Grund der umfangreichen<br />

Erfahrungen, die die Wien-Süd während<br />

der 100 Jahre ihres Bestehens gesammelt<br />

hat, ist sie im Lauf der Zeit folgerichtig<br />

auch Partnerin zahlreicher Gemeinden,<br />

vor allem im südlichen Umland<br />

Wiens, geworden. So umfasst das Tätigkeitsfeld<br />

der Genossenschaft 2010 nicht<br />

nur die Betreuung eigener Anlagen, sondern<br />

auch die Verwaltung von Bauten,<br />

die etwa in Vösendorf, Münchendorf,<br />

Felixdorf oder Purkersdorf von den Gemeinden<br />

errichtet worden waren. Hintergrund<br />

dafür ist, dass die Gemeinden<br />

oft nicht die entsprechenden Ressourcen<br />

haben, um diese Anlagen zu verwalten<br />

und daher gerne auf die Hilfe der in solchen<br />

Belangen bestens ausgebildeten<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der<br />

Wien-Süd zurückgreifen.<br />

DIE WIEN-SÜD: EIN FÜHRENDES UNTERNEHMEN<br />

IM SOZIALEN WOHNBAU IN ÖSTERREICH. Der erfolgreiche<br />

Weg der Wien-Süd lässt sich<br />

nicht vom Wirken ihres Obmanns Dr.<br />

Maximilian Weikhart, der dem Unter-<br />

TRADITION. In den ersten Projekten in<br />

Liesing befinden sich heute die Büro- und<br />

Verwaltungsgebäude der Wien-Süd.<br />

01 Obmann Dr. Maximilian Weikhart<br />

02 Wien Süd Zentrale<br />

03 Gartenansicht Wien Süd-Zentrale<br />

Monte Verde. Den Namen hat der 85 Meter hohe Wohnturm in der Wienerberg City einer grünen<br />

keramischen Plattenfassade zu verdanken, die das Gebäude an der West- und Ostseite bedeckt.<br />

nehmen seit fast 40 Jahren vorsteht,<br />

trennen. Unter seiner Führung konnte<br />

sich die Wien-Süd zu dem entwickeln,<br />

was sie in ihrem Jubiläumsjahr ist: eine<br />

Wohnbaugenossenschaft, die dem sozialen<br />

Wohnbau verpflichtet ist und in<br />

ihrem Bemühen nicht nachlässt, allen<br />

Wohnungssuchenden qualitativ hochwertiges<br />

Wohnen zu erschwinglichen<br />

Preisen zu ermöglichen und dabei auch<br />

die aktuellen Entwicklungen stets im<br />

Auge zu haben. Dr. Weikhart: „Obwohl<br />

nicht unmittelbar betroffen, ist die<br />

Wien-Süd natürlich auch mit den Auswirkungen<br />

der Wirtschaftskrise konfrontiert.<br />

Die Folgen dieser Krise zeigen<br />

sich in der Unternehmensgruppe aber<br />

nicht etwa in finanziellen Einbußen oder<br />

in Problemen bei der Projektfinanzierung<br />

– ganz im Gegenteil: Sie manifestieren<br />

sich im geänderten Verhalten der<br />

Wohnungsinteressenten und -suchenden<br />

in zweierlei Hinsicht: Zum einen<br />

lässt sich eine zunehmende Zurückhaltung<br />

und Vorsicht bei Kaufentscheidungen<br />

für neuen Wohnraum konstatieren,<br />

und zum anderen hat natürlich der Vermarktungsaufwand<br />

für bestimmte Pro-<br />

jekttypen, in erster Linie für Reihen- und<br />

Viertelhäuser, überproportional zugenommen.“<br />

LEISTUNGSVERMÖGEN. Jetzt, 100 Jahre nach<br />

der Gründung, nimmt die Wien-Süd<br />

auch wirtschaftlich gesehen einen absoluten<br />

Spitzenplatz unter den gemeinnützigen<br />

Bauträgern in Österreich ein:<br />

Dafür steht etwa die Bilanzsummer, die<br />

die Milliardengrenze übersteigt, die Bauleistung<br />

mit bis zu 1.000 Wohnungen<br />

pro Jahr, die Anzahl der verwalteten<br />

Einheiten, die fast 28.000 beträgt, oder<br />

auch der Projektstand. Dieser beträgt<br />

aktuell fast 4.800 Wohneinheiten, die<br />

sich derzeit in Entwicklung oder im Bau<br />

befinden und als Beleg für das Leistungsvermögen<br />

der Wien-Süd stehen und<br />

der aktuellen Krise zum Trotz die kluge<br />

Strategie der kurz-, mittel- und langfristigen<br />

Projektplanung und -steuerung bestätigt,<br />

die zudem durch eine vorausschauende<br />

Grundstücksbevorratung er -<br />

gänzt wird.<br />

Damit ist jedenfalls eine gute Basis für die<br />

nächsten 100 erfolgreichen Jahre für die<br />

Wien-Süd geschaffen. �<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 37


TEXT ALEXANDRA KOCH<br />

IMMOBILIEN FOTOS MASDAR.AE<br />

Masdar City<br />

Abu Dhabis neuer „grüner“ Schatz<br />

Innovativ und einzigartig, modern und effizient – das sind typische<br />

Eigenschaften der Prestigebauten in den Vereinigten Arabischen Emiraten.<br />

Dass aber auch die urbane Identität nie zu kurz kommen darf, zeigt das<br />

momentane Bauprojekt namens „Masdar City“ mitten in Abu Dhabi.<br />

ZUKUNFT. Im Februar 2008 war der Spatenstich<br />

für die einzigartige Öko-Stadt,<br />

die sämtliche Bauprojekte der letzten<br />

Jahre in den Schatten stellen wird. Sie<br />

wird nicht nur der Sitz der internationalen<br />

Agentur für erneuerbare Energien<br />

(IRENA) werden, sondern auch ein nachhaltiges<br />

Zeichen für die Zukunft setzen.<br />

Die ummauerte Stadt setzt vor allem auf<br />

Energieeffizienz und soll ein Ballungsraum<br />

für internationale Unternehmen<br />

werden. Des Weiteren sind eine Universität<br />

und ein Innovationszentrum sowie<br />

eine Handelszone geplant. Doch das ist<br />

natürlich noch nicht alles – die City wird<br />

auch als Verbindungsstelle zwischen<br />

Infrastruktur, den umliegenden Gemeinden<br />

und dem Zentrum von Abu Dhabi<br />

fungieren. Im Mittelpunkt zwischen Europa,<br />

Afrika und Asien sind die Vereinigten<br />

Arabischen Emirate eine der wichtigsten<br />

globalen Destinationen, und ge -<br />

nau das soll auch Masdar City verkörpern.<br />

Gleichzeitig soll sie ein futuristisches<br />

und „grünes“ Ziel repräsentieren, indem<br />

sie ohne Autos und somit auch ohne<br />

Abgase konstruiert wird. Um dieses Vorhaben<br />

zu unterstützen, wird es fußgängerfreundliche<br />

und schattige Wege geben,<br />

die dem heißen Klima entgegen-<br />

wirken. Außerdem sollen die zukünftigen<br />

Bewohner maximal 200 Meter zum<br />

nächs ten öffentlichen Verkehrsmittel<br />

38 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


Bild links: Der Komplex rund um die Masdar City wird einen<br />

weiteren Meilenstein in der Geschichte von Abu Dhabi darstellen.<br />

Mit futuristisch gebogenen Dächern und viel Glas<br />

erstrahlt er in modernstem Design und unterstreicht damit auch<br />

optisch die Wichtigkeit der zukünftigen Musterstadt.<br />

Bild oben und rechts: In der Stadt wird es keine Autos, also<br />

auch keine Abgase und Luftverschmutzung geben – stattdessen<br />

werden die Bewohner alles zu Fuß gehen können bzw.<br />

mit öffent lichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Um eine<br />

angenehme Pause zu verbringen, wird es im Inneren der Öko-<br />

Stadt auch viele Grünzonen und Parks geben.<br />

brauchen, die es natürlich zahlreich geben<br />

wird. Neben der Nutzung der bereits<br />

existierenden Straßen werden des Weiteren<br />

auch neue Bahnstrecken gebaut,<br />

damit der Stadtkomplex auch wirklich<br />

autofrei bleibt. Außerdem soll mithilfe<br />

von photovoltaischen Farmen, Forschungsfeldern<br />

und Plantagen eine<br />

Grünzone entstehen, die das ökologische<br />

Konzept unterstützt. Diesbezüglich wird<br />

vor allem die Gewinnung von Energie<br />

MAI/JUNI 2010<br />

durch Wind und Solar im Vordergrund<br />

stehen.<br />

SELBSTVERSORGER. Natürlich steht die gesamte<br />

City auch unter dem Motto der<br />

Selbstversorgung und Effizienz. Bis 2013<br />

sollen die neuesten Technologien dazu<br />

beitragen, dass die Stadt im Energie-<br />

bereich vollkommen autark ist. Dieser<br />

nachhaltige Entwurf für die Zukunft<br />

wird das neue Zuhause für über 40.000<br />

Menschen werden und für weitere 50.000<br />

Pendler einen neuen Arbeitsplatz darstellen.<br />

Zu dem gesamten Komplex wird<br />

außerdem ein Institut für Wissenschaft<br />

und Technologie zählen, welches mit dem<br />

MIT (Massachusetts Institut of Technology)<br />

zusammenarbeiten wird. Auch dieser<br />

Faktor wird dazu beitragen, dass die Mas-<br />

dar City für Urbanität, neueste Technologien,<br />

Effizienz und Zukunft stehen wird.<br />

Ein wahrer „grüner“ Schatz … �<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 39


IMMOBILIEN TEXT MARTIN HAAS<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Ich mach mir meine Welt,<br />

wie sie mir gefällt<br />

Flexibler Grundriss ist das Zauberwort!<br />

Lebenssituationen ändern sich laufend, wir sind ständig in Bewegung.<br />

Kalkulierbar? Fehlanzeige! Schon John Lennon sagte: „Leben ist das,<br />

was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“<br />

Schön, wenn man eine Wohnung sein Eigen nennt, die sich den<br />

geänderten Bedürfnissen anpasst – ganz ohne schon zu Beginn den<br />

großen Masterplan zu haben.<br />

VIELFÄLTIG NUTZBARE FLÄCHEN. Wer dauerhaft<br />

in eine neue Wohnung ziehen will, muss<br />

sich überlegen, wie sie am besten auch noch<br />

in 5, 10 oder 20 Jahren für einen passt.<br />

Kommen noch Kinder? Wie viele? Und<br />

wenn sie wieder ausziehen? Wohnungen<br />

mit flexiblem Grundriss sind Lebens räume,<br />

die mit ihren Bewohnern mit leben, sich<br />

ohne großen Aufwand ver ändern lassen.<br />

Mauern, die eingerissen oder neu aufgezogen<br />

werden, Flächen, die mal so, mal so<br />

genutzt werden können. Bis hin zur Möglichkeit,<br />

aus einer großen Wohnung zwei<br />

kleinere zu machen. Kann man in der Wohnung<br />

auf die unterschiedlichen Bedürfnisse<br />

ebenso eingehen wie auf die Veränderun-<br />

gen, die im Laufe eines Lebens eintreten,<br />

dann ist der Grundriss wirklich gut.<br />

NEUTRALE WERTIGKEIT DER RÄUME. Eine Möglichkeit<br />

dafür ist, den Räumen keine spezielle<br />

Wertigkeit zuzuordnen. Also nicht von<br />

vornherein das Wohnzimmer, Schlafzimmer<br />

und Kinderzimmer zu definieren, son-<br />

40 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


dern gleich große Räume zu schaffen, die<br />

universell einsetzbar sind. So wie in den<br />

Gründerzeitwohnungen, in denen sich<br />

heute oft Büroräume oder Ordinationen<br />

befinden. Verwandlungsfähige Tausendsassas<br />

also, die ebenso als offenes Heim als<br />

auch als funktionales Office brillieren. Oder<br />

eben als beides.<br />

AUS EINS MACH ZWEI. Oder man plant bei<br />

einer Familienwohnung bereits zu Beginn<br />

einen weiteren Lüftungsschacht mit Leitungen<br />

für sanitäre Anlagen mit ein. Solange<br />

die Kinder klein sind, wird er nicht<br />

benötigt, aber wenn sie eines Tages ausziehen,<br />

können so zwei vollständig getrennte<br />

kleinere Wohnungen entstehen, die eventuell<br />

sogar getrennt vom Stiegenhaus zu<br />

betreten sind. Mit Verbindungstür oder<br />

ohne, je nachdem. Vielleicht für die betagten<br />

Großeltern, die nicht mehr ganz<br />

allein leben können. Oder für einen<br />

Spröss ling, den es nur so halb aus dem „Hotel<br />

Mama“ zieht. Für ein Büro oder Atelier.<br />

Möglichkeiten gibt es schier unendlich.<br />

Notfalls lässt sich die Wohnung auch vermieten.<br />

Positiv am flexiblen Grundriss ist<br />

einfach, dass man nicht sofort ausziehen<br />

muss, sobald sich die Lebenssituation<br />

verändert.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

WÄNDE VERSCHIEBEN. Ein Lösungsansatz für<br />

flexibles Wohnen ist auch, auf Wände im<br />

herkömmlichen Sinn zu verzichten und<br />

anstatt der Türen raumhohe Schiebetafeln<br />

einzusetzen, die sich über einen Teil der<br />

Wand erstrecken. So können ohne jeg lichen<br />

Aufwand nach Lust, Laune und Bedürfnis<br />

Zimmer vergrößert oder um definiert werden.<br />

Interessant ist auch die Möglichkeit,<br />

alle Wände, so weit es geht, zu öffnen und<br />

damit aus der Wohnung ein verwinkeltes<br />

Loft zu erhalten. Ganz billig ist diese Variante<br />

allerdings nicht. Und auch am optimalen<br />

Schallschutz der verschiebbaren Wände<br />

muss noch getüftelt werden.<br />

FRÜHE ANSÄTZE. So im Zeitgeist liegend uns<br />

die Idee von flexiblen Wohnräumen auch<br />

erscheint, ist sie dennoch nicht neu. Immer<br />

wieder haben Architekten Ideen einer<br />

größtmöglichen Ausschöpfung der Möglichkeiten<br />

verwirklicht. So änderte der<br />

berühmte Le Corbusier in den 1920er-<br />

Jahren tragende Wände in ein System<br />

aus Pfeilern mit leicht zu versetzenden<br />

Trockenwänden um und lieferte damit<br />

einen wesentlichen Beitrag zur modernen<br />

Bauweise. Nicht wirklich durchgesetzt hat<br />

sich hingegen Richard Neutras Berliner<br />

„Haus mit der Drehbühne“. Im Zentrum<br />

der Anfang der 1920er-Jahre errichteten<br />

Wohnung befand sich eine große Drehbühne<br />

mit diverse Einrichtungsgegenstände<br />

enthaltenen Modulen. Etwa ein Klavier,<br />

eine Anrichte, eine Sitzecke. Durch die<br />

Drehung wurden sie den unterschied lichen<br />

Räumen zugeteilt, in einem Schwung entstanden<br />

somit Küche, Wohn- und Arbeitszimmer<br />

neu. Denn das Leben ist doch eine<br />

Bühne! �<br />

DER AUTOR<br />

Architekt DI Martin Haas<br />

ist verantwortlich für die<br />

wirtschaftliche Projektentwicklung<br />

sowie für den Entwurf, die Planung<br />

& Bauleitung von Wohn-, Büro- &<br />

Gewerbe<strong>immobilien</strong>.<br />

Tel. +43 (0) 664/230 95 70<br />

www.architekthaas.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 41


TEXT BEA BURGER<br />

IMMOBILIEN FOTOS VELUX<br />

Es werde Licht!<br />

Alles Gute kommt von oben<br />

Wissenschaftliche Studien belegen den positiven Einfluss von Tageslicht auf<br />

Gesundheit und Wohlbefinden. Deshalb suchen Architekten und Bauherren<br />

nach immer neuen Möglichkeiten für natürliche Lichtquellen. Oberlichter und<br />

Lichtkuppeln stehen dabei hoch im Kurs.<br />

Natürliche Lichtquellen. Immer mehr Architekten und Hausbesitzer greifen zu Lichtkuppeln, Oberlichtern oder Lichtbändern.<br />

LICHTSPIELE. Ein altes italienisches Sprichwort<br />

sagt: „Dort, wo die Sonne nicht hinkommt,<br />

kommt der Arzt.“ Also geht es<br />

dringend darum, mehr Tageslicht in unser<br />

Leben zu bringen. Aber auch dort, wo<br />

der Arzt schon ist, darf man auf ausreichenden<br />

Lichteinfall nicht verzichten.<br />

Aus diesem Grund legte man bereits bei<br />

der Konzeption von bekannten Wiener<br />

Spitälern wie etwa dem pulmologischen<br />

Zentrum Baumgartner Höhe oder dem<br />

Krankenhaus Lainz größten Wert auf Tageslichtzufuhr.<br />

„Früher wurden speziell<br />

Rachitis und Tuberkulose mit Licht behandelt“,<br />

erzählt die Leiterin des Lichtlabors<br />

Krems DI Renate Hammer. „Der<br />

Pavillon 8 des Lainzer Spitals, der 1930<br />

als Tuberkulosepavillon errichtet wurde,<br />

besticht seit damals mit raumhohen<br />

Fens tern und großzügigen Terrassen.“<br />

„Auch heute wird mehr denn je besonders<br />

bei Krankenhäusern und Pflegeheimen<br />

auf helle Räume geachtet“, bestätigt<br />

DI Gerhard Maurer, verantwortlich für<br />

die Beratung von Architekten und Planern<br />

bei VELUX Österreich, und verweist<br />

auf die Planung des neuen Krankenhauses<br />

Nord, das ab 2010 in Wien 21 entstehen<br />

wird. Alle Stationen sowie Notaufnahme<br />

und Ambulanz werden über<br />

Tageslicht verfügen, das den einzelnen<br />

Abteilungen über Atrien zugeführt wird.<br />

Anstelle eines Innenhofs kann man das<br />

natürliche Licht aber auch ganz einfach<br />

durch das Dach in dunkle Räume holen.<br />

POSITIVE WIRKUNG. Aktuelle Studien bestätigen<br />

die positive Wirkung des Lichts<br />

auf unsere Gesundheit. Tageslicht kur-<br />

42 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


elt den Kreislauf an und fördert die Bildung<br />

von Vitamin D, das laut neuesten<br />

Erkenntnissen nicht nur für gesunde<br />

Knochen und Zähne wichtig ist, sondern<br />

auch das Immunsystem beeinflussen<br />

kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine<br />

Studie der amerikanischen School of<br />

Medicine der University of Colorado,<br />

Denver. Die Wissenschafter verglichen<br />

den Vitamin-D-Status und das Gesundheitsniveau<br />

von rund 19.000 Männern<br />

und Frauen. Das beeindruckende Ergebnis:<br />

Je weniger Vitamin D im Blut enthalten<br />

ist, desto höher ist die Häufigkeit von<br />

Verkühlungen. Probanden mit einem Vita-<br />

min-D-Wert von weniger als 10 ng pro<br />

Milliliter waren um 40 Prozent an fälliger<br />

auf Atemwegserkrankungen als Testpersonen<br />

mit einem Wert von 30 ng oder<br />

noch mehr. Durch ausreichend Tageslicht<br />

kann der Vitamin-D-Status im Körper<br />

nämlich bis 90 Prozent gesteigert werden,<br />

so das Ergebnis einer Untersuchung<br />

des britischen Autors Richard Hobday.<br />

Selbst bei der Heilung von Depressionen<br />

09<br />

Lichteinfall Nr. 17<br />

spielt natürliches Licht eine Rolle, sind<br />

sich Mediziner und Psychologen einig.<br />

LÖSUNG FÜR FLACHDÄCHER. So ist es nicht<br />

verwunderlich, dass immer mehr Archi-<br />

tekten und Hausbesitzer zu Lichtkuppeln,<br />

Oberlichtern oder Lichtbändern<br />

greifen. „Unserer Erfahrung nach stehen<br />

Das erste Fenster<br />

für fl ache Dächer.<br />

Lichtquellen, die den Raum von oben<br />

gleichmäßig ausleuchten, bei unseren<br />

Kunden hoch im Kurs“, betont DI Gerhard<br />

Maurer.<br />

Während sich im Steildach das Dachflächenfenster<br />

längst etabliert hat, wurde<br />

das Thema Belichtung beim Flachdach<br />

vor Kurzem wirklich gelöst: mit einer<br />

Kombination aus Lichtkuppel und einem<br />

Fenster aus Verbundsicherheitsglas. Ein<br />

System, das VELUX erstmals auf der<br />

Energiesparmesse in Wels vorgestellt hat<br />

und das auch gleich mit dem Innovationspreis<br />

EnergieGenie 2009 ausgezeichnet<br />

wurde.<br />

Ausschlaggebend dafür war, dass das<br />

VELUX-Flachdachsystem einen um 50<br />

Prozent besseren Wärmeschutz als herkömmliche<br />

Lichtkuppeln bietet. Die Verbindung<br />

von Kuppel und Fenster minimiert<br />

natürlich auch den hörbaren<br />

Einfluss von Wind oder Regen. Der<br />

Lichteinfall kann durch integrierte Falt-<br />

rollos mittels io-homecontrol®-Fernbe-<br />

dienung reguliert werden. �<br />

Die preisgekrönte<br />

Weltneuheit.<br />

■ Fenster plus Lichtkuppel<br />

■ Verbundsicherheitsglas<br />

■ Ausgezeichnete Wärmedämmung<br />

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REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Kurz-News<br />

TEXT DIETER KENDLER<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

�� Die SEB Asset Management hat für<br />

ihren Immobilien-Publikumsfonds SEB<br />

ImmoPortfolio Target Return Fund ein<br />

Bürogebäude in Warschau erworben. Verkäufer<br />

von Trinity Park III, einem erstklassigen<br />

und modernen Bürogebäude, ist der<br />

internationale Immobilienentwickler Ghe-<br />

lamco. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen<br />

sich auf rund 93 Millionen Euro.<br />

�� Bei der jährlichen Untersuchung von<br />

DTZ über die Raumkosten pro Arbeitsplatz<br />

an 116 Standorten in 47 Ländern ist Moskau<br />

vom 11. auf den 36. Platz zurückgefallen.<br />

Den stärksten Abstieg innerhalb des<br />

Rankings hatten die Städte erlebt, in denen<br />

es in den vergangenen Jahren starke<br />

Mietzuwächse gegeben hatte. So ist auch<br />

in Singapur und Kiew ein Rückgang der<br />

Raumkosten um 51 Prozent zu beobachten<br />

gewesen.<br />

�� Der Investitionsfokus europäischer Investoren<br />

liegt für 60 Prozent im Jahr 2010<br />

auf europäischen Top-Immobilien. Dies ist<br />

das zentrale Ergebnis einer Untersuchung<br />

von CB Richard Ellis, für die das Beratungsunternehmen<br />

über 270 Immobilieninvestoren<br />

nach ihren Investitionsschwerpunkten<br />

in diesem Jahr befragt hat.<br />

Überraschend ist das gestiegene Investoreninteresse<br />

an Zentral- und Osteuropa.<br />

ANGELO’S<br />

Hotelexpansion schreitet voran<br />

Eröffnung. Das angelo Hotel in Katowice ist der sechste Streich von Warimpex und UBM.<br />

�� Die Immobilienentwickler Warimpex<br />

und UBM sowie der Hotelmanager<br />

Vienna International haben heute ihr<br />

sechstes angelo Designhotel nach Prag,<br />

Bukarest, München, Pilsen und Ekaterinburg<br />

eröffnet: das angelo Hotel im polnischen<br />

Katowice. Das 4-Sterne-Hotel mit<br />

seinen 203 Zimmern und acht Konferenzräumen<br />

ist insbesondere auch auf die<br />

Bedürfnisse Geschäftsreisender ausgerichtet,<br />

welche die Wirtschafts- und In-<br />

dustriestadt Katowice viel frequentieren.<br />

Die 340.000-Einwohner-Stadt Katowice<br />

ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsmetropolen<br />

Polens, die sich vor allem in<br />

den letzten Jahren offen für Veränderungen<br />

präsentiert und auch kulturell einiges<br />

zu bieten hat. Wichtige europäische Verkehrswege<br />

kreuzen sich hier und als<br />

Zentrum des oberschlesischen Industriegebietes<br />

ist die Stadt ein robuster Wirtschaftsmotor.<br />

IMMOBILIENBRANCHE<br />

Der beschwerliche Weg in Richtung<br />

Erholung<br />

��Erleichterungen bei der Kreditvergabe und die Stabilisierung der Immobilienwerte<br />

werden die Lage am europäischen Immobilienmarkt 2010 zwar verbessern, aber der<br />

Aufschwung wird nur langsam und stockend vonstatten gehen – es wird ein langer und<br />

beschwerlicher Weg. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Emerging Trends in Real<br />

Estate® Europe 2010“, die von PricewaterhouseCoopers gemeinsam mit dem Urban<br />

Land Institute (ULI) veröffentlicht wurde.<br />

Bereits zum siebenten Mal analysierten PricewaterhouseCoopers und das ULI gemeinsam<br />

den europäischen Immobilienmarkt. Der Report basiert auf schriftlichen Befragungen<br />

und persönlichen Interviews mit über 640 führenden Entscheidungsträgern<br />

der Branche, darunter Investoren, Projektentwickler, Banken und Immobilienverwalter.<br />

Die Studie gibt einen Ausblick auf Investment- und Entwicklungstrends, Immobilien-<br />

und Kapitalmärkte, Ballungsräume und andere für den europäischen Immobilienmarkt<br />

relevante Themen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten mahnt zur<br />

Vorsicht, da die Zukunft der europäische Wirtschaft auf Grund der hohen Arbeitslosenrate<br />

und niedrigen Konsumausgaben weiterhin unsicher bleibt.<br />

44 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: ANGELO’S / WARIMPEX


FOTO: S-IMMO AG<br />

S-IMMO AG<br />

Zwei Neueröffnungen<br />

in drei Wochen<br />

�� Innerhalb von drei Wochen eröffnete die S-Immo AG<br />

im Frühjahr zwei neue Einkaufszentren in SEE. Nach der<br />

Inbetriebnahme des Shoppingcenters „Sun Plaza“ in Rumänien<br />

eröffnet die börsennotierte Sparkassen Immobilien<br />

AG nach einer Bauzeit von etwa zwei Jahren das größte<br />

Shoppingcenter Bulgariens, das „Serdika Center“ in Sofia<br />

(Bild oben). Mit einem Investitionsvolumen von 210 Millionen<br />

Euro stellt „Serdika Center“ das größte Entwicklungsprojekt<br />

der s-Immobilien AG in ihrer über 22-jährigen<br />

Unternehmensgeschichte dar.<br />

Das Gebäude mit der markant geschwungenen Fassade verfügt<br />

über 51.000 Quadratmeter vermietbarer Shoppingfläche.<br />

Da rüber hinaus entstehen bis zum Jahresende 2010<br />

weitere 30.000 Quadratmeter modernste Büroflächen. Die<br />

rund 210 Geschäfte internationaler und lokaler Marken mit<br />

dem Schwerpunkt auf Mode sind bereits zu 98 Prozent vermietet.<br />

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem deutschen<br />

Shoppingcenter-Spezialisten ECE realisiert. Ernst Vejdovszky,<br />

Vorstand der S-Immo AG: „Wir hatten lange 500 Millionen<br />

Euro in Immobilien gebunden gehabt. Jetzt sind<br />

zwei fertiggestellt, und damit beginnen wir zu verdienen.“<br />

Während die Projektentwickler bis Anfang 2008 noch in<br />

Städten mit unter 50.000 Einwohnern auf der Suche nach<br />

geeigneten Flächen waren, kommen mittlerweile nur noch<br />

Objekte auf den Markt, die bereits vor der Krise begonnen<br />

wurden. Schätzungsweise wurde jedes zweite geplante Projekt<br />

auf Grund fehlender Vorvermietungen und der damit<br />

verbundenen Probleme bei der Finanzierung auf Eis gelegt<br />

oder aufgegeben. Im Einzelhandelssektor zeichnet sich bei<br />

den Top-Immobilien im vierten Quartal 2009 eine Stabilisierung<br />

der Spitzenmieten ab.<br />

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RUMÄNIEN<br />

Rezession, aber Potenzial<br />

�� Obwohl seit 2006 mit<br />

einer Niederlassung in<br />

Bukarest vor Ort vertreten,<br />

hat sich UBM Realitätenentwicklung<br />

AG bis<br />

auf den Ausbau eines Hotels<br />

und die Errichtung<br />

eines Cargo Centers nicht<br />

engagiert. „Das war eine<br />

sehr bewusste Entscheidung“,<br />

sagt Vorstandsvorsitzender<br />

Karl Bier, „der<br />

Immobilienboom in den<br />

Jahren 2007 und 2008<br />

hat einfach keine reale Berechtigung<br />

gehabt. Wir<br />

waren im Gegensatz zu<br />

vielen Mitbewerbern in<br />

der Lage, zu überzogenen<br />

Märkten nein zu sagen, die letzten zehn Prozent soll ruhig ein anderer<br />

machen.“ Der Kollaps war vorhersehbar, und mit dem Platzen der<br />

Blase wurde den Spekulanten dann die Rechnung präsentiert: Über<br />

3.000 rumänische Immobilienunternehmen und Baufirmen gingen<br />

2009 pleite, da der Bausektor mit einem Rückgang von 12,2 Prozent<br />

besonders schwer von der Rezes sion betroffen war. Während sich in<br />

den USA und Kerneuropa bereits die Zeichen für den Aufschwung<br />

mehren, ist Bier für Rumänien weiter skeptisch. Der UBM-CEO rechnet<br />

damit, dass 2010 die Wirtschaftsleistung – nicht zuletzt auch<br />

infolge der von IWF geforderten Strukturanpassungsprogramme –<br />

noch weiter zurückgehen wird. Daher hat auch der lokale Immobilienmarkt<br />

noch Abwärtspotenzial. „Trotz allem oder – besser – gerade<br />

deswegen beobachten wir Rumänien sehr genau“, erläutert Bier die<br />

UBM-Strategie. „Auf niedrigem Niveau werden wir einsteigen, denn<br />

langfris tig gesehen hat das Land große Chancen.“<br />

FOC<br />

Neue Vertriebsform etabliert<br />

��Mit Factory Outlet Centers (FOC) hat sich – ausgehend von den<br />

Vereinigten Staaten – in den vergangenen 20 Jahren auch in Europa<br />

eine neue Vertriebsform des Einzel-handels etabliert. In den CEE-<br />

Staaten stecken die FOCs allerdings noch in den Kinder-schuhen.<br />

Polen ist am weitesten entwickelt und führt mit sechs in Betrieb<br />

befind-lichen Factory Outlet Centers. In der Tschechischen Republik<br />

und in Ungarn sind jeweils zwei in Betrieb, wobei es in Ungarn drei<br />

waren, aber eines schon wieder geschlossen wurde, und zwar auf<br />

Grund der starken Konkurrenz – es war schlecht konzipiert und direkt<br />

neben einem anderen FOC errichtet. In den anderen Staaten<br />

befinden sich die FOCs erst in der Umsetzung, wobei heuer schon<br />

einige den Betrieb aufnehmen werden. Im Gegensatz zu Westeurowo<br />

es durch die gesättigten Märkte bereits zu Marktbereinigungen<br />

kommt.<br />

46 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: UBM<br />

Karl Bier. Der UBM-Vorstand wartet auf<br />

den besten Zeitpunkt für den Markteinstieg.


FOTO: BANK AUSTRIA<br />

BEWEGUNG<br />

Banken finan zieren wieder<br />

Reinhard Madlencnik: „Für durchdachte<br />

Projekte in CEE ist Geld vorhanden.“<br />

�� Die internationale Krise hat die Märkte<br />

für kommerzielle Immobilien in Zentral- und<br />

Osteuropa hart getroffen. So ist etwa das Investitionsvolumen<br />

von 9,8 Milliarden Euro<br />

2008 auf 2,5 Mil liarden Euro im Vorjahr gefallen.<br />

Gleichzeitig war in den letzten beiden<br />

Quar talen 2009 wieder ein steigendes Investoreninteresse,<br />

vor allem nach Spitzenobjekten<br />

im Büro- und Einzelhandelssektor<br />

Polens sowie Tschechiens, zu verzeichnen.<br />

Das ist ein Ergebnis der Bank Austria „Real<br />

Estate Country Facts“ zu Polen, Slowakei und<br />

Tschechien. Laut dieser aktuellen Marktanalyse<br />

stehen die Vorzeichen für eine Erholung<br />

gut: Die volkswirtschaftlichen Indikatoren<br />

haben sich verbessert, Immobilieninvestoren<br />

zeigen wieder Interesse und die noch im<br />

Markt agierenden Banken haben zwar nach<br />

wie vor konservativere Finanzierungsstruk-<br />

turen – allzu strenge Auflagen werden jedoch schrittweise aufgegeben. Reinhard<br />

Madlencnik, Leiter Real Estate in der Bank Austria: „Wir sind durchaus bereit, gute<br />

Projekte langfristig zu finanzieren: Für 2010 haben wir einen spür baren Anstieg des<br />

Kreditwachstums eingeplant.“<br />

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18.�����20. Mai 2010<br />

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REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

CEE<br />

Einzelhandelsumsätze<br />

stagnieren<br />

�� Die weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen<br />

haben weiterhin starke Auswirkungen<br />

auf das Konsumverhalten der<br />

Menschen in CEE/SEE. Zu diesem Ergebnis<br />

kommt der aktuelle Shopping-<br />

Klima-Index CEE/SEE, der gemeinsam<br />

von RegioData und dem Fachmagazin<br />

ACROSS vierteljährlich erstellt wird. Die<br />

Entwicklung verläuft jedoch in den einzelnen<br />

Ländern unterschiedlich, und vor<br />

allem jene Länder, die in den letzten<br />

Jahren die höchsten Einzelhandelszuwächse<br />

hatten, sind momentan am<br />

stärksten betroffen. Dazu zählen das<br />

Baltikum und die Ukraine, in der die<br />

Umsätze in den letzten acht Monaten<br />

um unglaubliche 26 Prozent zurückgegangen<br />

sind. Im Vergleich zu diesen Ländern<br />

eher freundliches Shopping-Klima<br />

herrscht in Polen, Tschechien und der<br />

Slowakei und auch mit Einschränkungen<br />

in Ungarn.<br />

��������������


REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

LEICHTES WACHSTUM. Die Emerging Markets<br />

in Osteuropa konnten zum größten<br />

Teil in den letzten Monaten wieder ein<br />

positives Wachstum verzeichnen. Vor<br />

dem Hintergrund einiger makroökonomischer<br />

Risiken erwartet Aberdeen<br />

Research für das laufende Jahr ein durchschnittliches<br />

BIP-Wachstum von knapp<br />

unter zwei Prozent, für 2011 ein prognostiziertes<br />

Wachstum von 3,5 Prozent. Dieser<br />

Wert liegt zwar unter der 6-Prozent-<br />

Wachstumsrate, die in der Region im<br />

Durchschnitt in den Jahren 2003 bis<br />

2008 erreicht wurde, aber über dem<br />

europäischen Durchschnitt.<br />

STAATSVERSCHULDUNG. Thomas Beyerle,<br />

Head of Global Research bei Aberdeen<br />

48 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT GEORG PFLEIDERER, MILAN KHATRI UND WALTER SENK<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Begrenzter Aufschwung<br />

Nach der Party wird aufgeräumt<br />

Die Immobilienmärkte in den osteuropäischen Ländern erholen sich nur<br />

sehr langsam und in den einzelnen Staaten sehr unterschiedlich.<br />

Property Investors: „Wir erwarten für<br />

die osteuropäischen EU-Staaten jedoch<br />

keine unüberbrückbaren Probleme hinsichtlich<br />

der Finanzierung der Staatshaushalte,<br />

die den Aufschwung in der<br />

Region unterminieren könnten. In den<br />

meisten mittel- und osteuropäischen<br />

Ländern sowie in Russland wird die<br />

Staatsverschuldung trotz steigender<br />

Defizite handhabbar bleiben.“ Ungarn<br />

sticht mit einer öffentlichen Verschuldung<br />

von nahezu 80 Prozent des BIP hervor,<br />

wobei die aktuellen fiskalischen Entwicklungen<br />

nicht darauf hindeuten, dass<br />

die Schulden in den nächsten Jahren die<br />

100-Prozent-Marke überschreiten werden.<br />

Bis zu einer langfristig tragfähigen<br />

Lösung der finanziellen Spannungen<br />

werden die Mitglieder der Eurozone jedoch<br />

zögerlich mit der Aufnahme neuer<br />

Kandidaten sein. Es dürfte wenig wahrscheinlich<br />

sein, dass die Aufnahme von<br />

Ungarn, Polen und der Tschechischen<br />

Republik vor 2015 erfolgen wird.<br />

AUFSCHWUNG. Beyerle: „Wir gehen davon<br />

aus, dass sich der Aufschwung der Region<br />

im laufenden Jahr fortsetzt. Stützen<br />

sind der Lagerhaltungszyklus sowie<br />

staatliche Konjunkturpakete. Beispielsweise<br />

dürfte die osteuropäische Industrie<br />

von den westeuropäischen Abwrackprämien<br />

spürbar profitieren.“ Nichtsdestoweniger<br />

wird der Aufschwung<br />

begrenzt bleiben, da die Binnennachfrage<br />

hohem Druck ausgesetzt ist. Zum<br />

MAI/JUNI 2010


einen dürfte die Kreditvergabe durch den<br />

fragilen Bankensektor weiterhin beschränkt<br />

bleiben, nachdem das Wirtschaftswachstum<br />

der vergangenen Jahre in<br />

hohem Maße von der starken Zunahme der<br />

privaten und öffentlichen Verschuldung getragen<br />

wurde. Zum anderen dürften die<br />

meisten Länder als Reaktion auf die Verschlechterung<br />

der Haushaltslage zu kontraktiver<br />

Fiskalpolitik gezwungen sein.<br />

Dies wird auch in den stärkeren Volkswirtschaften,<br />

wie beispielsweise in Polen, den<br />

Aufschwung bremsen. Entsprechend hängt<br />

das kurzfristige Wachstum in hohem Maße<br />

von der externen Nachfrage ab. Auf Grund<br />

des absehbar schwachen Wachstums der<br />

wichtigsten europäischen Exportmärkte<br />

wird aber auch dieser Impuls eher verhalten<br />

ausfallen. Insbesondere die Tschechische<br />

Republik und Ungarn sind stark von der<br />

Nachfrage aus der Eurozone abhängig, da<br />

dort rund 80 Prozent des BIP auf Exporte<br />

entfallen. Polen dürfte auf Grund der hohen<br />

Bedeutung der Binnennachfrage auch<br />

2010 überdurchschnittliche Wachstumsraten<br />

aufweisen. Die polnischen Exporte in<br />

den Euroraum waren 2009 mit einem Anteil<br />

von 44 Prozent des BIP vergleichsweise<br />

klein. Russland ist ebenfalls von der<br />

außenwirtschaft lichen Entwicklung und<br />

insbesondere den internationalen Rohstoffmärkten<br />

abhängig. Die Nähe zu China<br />

und anderen schnell wachsenden asiatischen<br />

Wirtschaften mit starker Nach frage<br />

nach Rohstoffen bietet eine gute Grundlage<br />

für einen starken Aufschwung. Beyerle: „Im<br />

Zusammenhang mit Inflation sehen wir<br />

keine makroökonomischen Risiken. Andere<br />

Emerging Markets, insbesondere in<br />

Asien, haben bereits damit begonnen, ihre<br />

Geldpolitik restriktiver zu gestalten. Für<br />

Polen und die Tschechische Republik erwarten<br />

wir zum Jahresende leicht steigende<br />

Zent ralbankzinsen, während wir in<br />

Ungarn und Russland Spielraum für Zinssenkungen<br />

sehen.“<br />

DER BÜROMARKT. Nachdem die Marktparameter<br />

der osteuropäischen Büromärkte<br />

mehrheitlich in der zweiten Jahreshälfte<br />

2008 ihren oberen Wendepunkt erreicht<br />

hatten, sind in den meisten Zentren die<br />

Leerstände deutlich gestiegen und die Mieten<br />

gesunken. Im Durchschnitt ist die Leerstandsquote<br />

im Jahresverlauf um fast 700<br />

Basispunkte gestiegen. Am stärksten davon<br />

betroffen ist St. Peterburg, wo rund ein<br />

Viertel aller Büroflächen leer stehen. Hingegen<br />

erwies sich der kleine Zagreber Büromarkt<br />

als sehr stabil. Dort ist die Leerstandsquote<br />

sogar von fünf auf drei Prozent<br />

gefallen. Die größten Einbrüche bei den<br />

Spitzenmieten gab es in Moskau (–47 %)<br />

aber auch St. Petersburg, Budapest und<br />

Warschau mussten Abschläge von rund 20<br />

Prozent hinnehmen. Dies sind – mit Ausnahme<br />

von Budapest – auch die Märkte, die<br />

im Zeitraum 2005 bis 2008 die stärks ten<br />

Mietzuwächse zu verzeichnen hatten. Vergleichsweise<br />

robust präsentieren sich bislang<br />

Bukarest, Bratislava, Prag und Zagreb,<br />

wo die Spitzenmieten um sechs bis acht<br />

Prozent fielen. Im vierten Quartal 2009<br />

war in allen Zentren eine Stabilisierung mit<br />

nur sehr geringen Mietrückgängen feststellbar.<br />

Die Ursachen der negativen Entwicklungen<br />

sind nicht nur auf der Nachfrageseite,<br />

sondern auch auf der Angebots-<br />

seite zu suchen. Beispielweise hat sich der<br />

Büroflächenbestand in Moskau, St. Petersburg<br />

und Bukarest zwischen 2005 und<br />

2008 mehr als verdoppelt. Aber auch in den<br />

anderen Märkten waren Flächenzuwächse<br />

von jeweils über 30 Prozent zu beobachten.<br />

Seit dem vergangenen Jahr zeichnete sich<br />

auf der Angebotsseite jedoch eine deutliche<br />

Stabilisierung ab. Infolge von Finanzierungsproblemen<br />

werden aber viele geplante<br />

Objekte nicht realisiert.<br />

EINZELHANDELSMARKT. Die großen Unsicherheiten<br />

hinsichtlich der Beschäftigungs-<br />

und Einkommensentwicklung sowie<br />

die gestiegene Wahrnehmung des<br />

Währungsrisikos (Handelsumsätze in<br />

lokaler Währung, Mieten in Euro) finden<br />

ihren unmittelbaren Niederschlag in den<br />

Strategien der Einzelhändler. Anstelle der<br />

großflächigen Expansionsstrategien der<br />

letzten Jahre wird nun der <strong>Fokus</strong> auf Standorte<br />

gelegt, die als sicher erachtet werden.<br />

Dies sind vor allem die Top- Lagen in den<br />

Hauptstädten. Dennoch ist auch dort die<br />

Nachfrage deutlich gesunken: Freie Flächen<br />

infolge von Insolvenzen, die Verkürzung<br />

der vormals langen Wartelisten und zusätzliche<br />

Flächen haben vor allem in den<br />

ersten drei Quartalen zu sinkenden Spitzenmieten<br />

geführt, wobei besonders starke<br />

Einbrüche in Budapest und Bukarest zu<br />

verzeichnen waren. In den Shoppingcentern,<br />

insbesondere wenn diese nicht zum<br />

Top-Segment zählen, fielen die Mietrückgänge<br />

noch größer aus. Auch im Einzelhandelssektor<br />

zeichnete sich im vierten Quartal<br />

2009 eine Stabilisierung der Spitzenmieten<br />

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weiteren CEE-Ländern. Wir profi tieren von starken Partnern und den soliden Kernaktionären Erste Group und Vienna Insurance Group.<br />

Kürzlich wurden die zwei größten Entwicklungsprojekte in der Unternehmensgeschichte fertig gestellt und eröffnet: die Einkaufszentren<br />

„Sun Plaza“ in Bukarest und „Serdika Center“ in Sofi a.


Die Angebotsseite verhält sich spiegelbildlich.<br />

Während die Projektentwickler bis<br />

Anfang 2008 noch in Städten mit unter<br />

50.000 Einwohnern auf der Suche nach geeigneten<br />

Flächen waren, kommen mittlerweile<br />

nur noch Objekte auf den Markt, die<br />

bereits vor der Krise begonnen wurden.<br />

Schätzungsweise wurde jedes zweite geplante<br />

Projekt auf Grund fehlender Vorvermietungen<br />

und der damit verbundenen<br />

Probleme bei der Finanzierung auf Eis<br />

gelegt oder aufgegeben.<br />

INVESTMENTMARKT. Auf den osteuropäischen<br />

Immobilieninvestmentmärkten zeichnet<br />

sich bereits eine Erholung ab: In der zweiten<br />

Jahreshälfte 2009 wurden rund zwei<br />

Milliarden Euro investiert, nachdem in<br />

den ersten sechs Monaten nur rund 500<br />

Millionen Euro umgesetzt wurden. Diese<br />

Entwicklung ist eine Folge des wiederkehrenden<br />

Vertrauens der Investoren in die<br />

(<strong>immobilien</strong>-)wirtschaftliche Entwicklung<br />

Osteuropas sowie der im europäischen<br />

Vergleich überdurchschnittlich stark gestiegenen<br />

Anfangsrenditen. Researcher<br />

Beyerle: „Anzumerken ist allerdings, dass<br />

bislang vor allem die entwickelten Märkte<br />

wie Prag und Warschau zurück auf dem<br />

Radarschirm der internationalen Investoren<br />

sind. Die anderen Märkte werden zurzeit<br />

von lokalen Akteuren dominiert.“<br />

Beim Vergleich des Transaktionsvolumens<br />

2009 mit den Vorjahrswerten wird jedoch<br />

deutlich, dass die Erholung auf eher niedrigem<br />

Niveau verläuft: In den Boom-Jahren<br />

2007 und 2008 wurden Gewerbe<strong>immobilien</strong>transaktionen<br />

in Höhe von<br />

ca. 15,2 beziehungsweise 10,4 Milliarden<br />

Euro durchgeführt. Differenziert nach<br />

Nutzungsarten waren die stärksten Rückgänge<br />

im Logistik- und Einzelhandelssektor<br />

feststellbar, während der Bürosektor<br />

nur geringe Einbußen und im Fall von<br />

Russland sogar Zuwächse verzeichnen<br />

konnte. Zurückzuführen sind diese Entwicklungen<br />

auf die großen Unsicherheiten<br />

hinsichtlich des Wachstums des privaten<br />

Konsums und des Exports sowie auf die<br />

hohen Flächenzuwächse im Einzelhandelssektor.<br />

Entsprechend dem europäischen<br />

Trend beziehungsweise der nach<br />

wie vor bestehenden Verunsicherung der<br />

Investoren, wurden in erster Linie qualitativ<br />

hochwertige Objekte in Spitzenlagen<br />

mit langen Mietverträgen gehandelt. Diese<br />

Strategie kann vor dem Hintergrund<br />

sinkender Mieten jedoch zu Over-rent-<br />

Situationen mit dem Risiko deutlich<br />

sinkender Mieterlöse bei Neuvermietungen<br />

führen.<br />

EINPREISUNG IST BEENDET. Die Spitzenrenditen<br />

haben sich parallel zum Transaktionsvolumen<br />

verhalten. Nachdem die Risikoprämien<br />

in Osteuropa in den Boomjahren<br />

2007 und 2008 absolut und insbesondere<br />

in Relation zu den westeuropäischen Werten<br />

stark geschrumpft waren, hat die<br />

gestiegene Risikoaversion der internationalen<br />

Investoren zu einem erneuten Anstieg<br />

der Spitzenrenditen geführt. Die<br />

größten Zuwächse gab es dabei in den russischen<br />

Zentren Moskau und St. Petersburg.<br />

Im Unterschied zu Westeuropa sind<br />

die Preise im Einzelhandelssektor stärker<br />

unter Druck gekommen als im Bürosektor,<br />

sodass in Osteuropa für dieses Mark tsegment<br />

im Durchschnitt ein zusätzlicher<br />

Renditeanstieg von 25 Basispunkten feststellbar<br />

war.<br />

Mittlerweile haben die Investoren die<br />

erwarteten Mietrückgänge und die gestiegene<br />

Unsicherheit eingepreist, mit der<br />

Folge, dass seit der Jahresmitte 2009 stabile<br />

Spitzenrenditen zu beobachten sind.<br />

„Einschränkend ist zu den Spitzenrenditen<br />

anzumerken, dass diese auf Grund der<br />

geringen Anzahl an Transaktionen nicht<br />

auf Vergleichswerten, sondern in erster<br />

Linie auf Einschätzungen der Marktteilnehmer<br />

beruhen“, erklärt Beyerle. „Auch<br />

die daraus resultierende Verunsicherung<br />

der potenziellen Käufer und Verkäufer<br />

ist eine Ursache für das geringe Transaktionsvolumen.“<br />

�<br />

Ausblick für CEE von Aberdeen Property Investors<br />

Trotz der sich abzeichnenden Stabilisierung sehen wir für das laufende Jahr<br />

infolge der weiter rückläufigen Nachfrage einen deutlichen Schub auf der<br />

Nachfrageseite. Die Wiederbelebung des Exportsektors, die nach wie vor<br />

hohe Attraktivität Osteuropas für ausländische Direktinvestitionen sowie strukturelle<br />

Reformen (so wollen etwa viele CEE-Staaten langfristig den Euro<br />

einführen) sollten zu einer Fortsetzung des Konvergenzprozesses führen.<br />

Der Einzelhandelssektor sollte über deutliche Anstiege der realen Einkommen<br />

und die hohe Einkommenselastizität in Osteuropa an dieser Entwicklung partizipieren.<br />

Die von uns erwartete realwirtschaftliche Erholung Osteuropas<br />

dürfte sich auch positiv auf den Investmentmarkt niederschlagen.<br />

Der Abbau der Verunsicherung sollte über einen Rückgang der Risikoaversion<br />

zu einer steigenden Nachfrage nach Immobilieninvestitionen führen. Weitere<br />

Einflussfaktoren, die sich positiv auf dem Investmentmarkt niederschlagen<br />

sollten, sind die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen<br />

Spitzenrenditen sowie die bereits steigenden Preise in einigen westeuropäischen<br />

Bürozentren und die sinkenden Renditen in konkurrierenden Assetklassen<br />

(vor allem Staats- und Unternehmensanleihen). Polen dürfte von seinem<br />

neuen Image als krisenresistentestes europäisches Land profitieren.<br />

Ein Hemmnis für den Investmentmarkt könnte der Bankensektor sein:<br />

Der Großteil der in Osteuropa aktiven Kreditinstitute sind Filialen westeuropäischer<br />

Banken. Deren Möglichkeiten und Bereitschaft zur Vergabe und<br />

Verlängerung von Immobilienkrediten könnte sich auf Grund des Auslaufens<br />

der langfristigen Geldmarktoperationen der EZB sowie der hohen Bestände<br />

an Fremdwährungsdarlehen reduzieren. Eine erneute Abwertung der osteuropäischen<br />

Währungen würde die Schuldendienstfähigkeit der privaten<br />

Haushalte und Unternehmen weiter einschränken und in Kombination mit dem<br />

Entschuldungsprozess der westeuropäischen Muttergesellschaften sowie<br />

möglicherweise steigender Zentralbankzinsen zu weiteren Einschränkungen<br />

auf der Finanzierungsseite führen.<br />

50 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


WHERE THE NEW EUROPE IS BUILT.<br />

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NEWS<br />

Nicht nur Immobilien ...<br />

Sicherheit & Lebensqualität entscheidend<br />

Vor der Finanzkrise wurden Immobilien gekauft, um das Geld anzulegen –<br />

jetzt, um es in Sicherheit zu bringen: Wohn<strong>immobilien</strong> in Wien haben auch in<br />

den CEE-Staaten wieder Saison. Und noch etwas anderes wird mitgekauft ...<br />

NACHFRAGESCHUB. Speziell aus den CEE/<br />

SEE-Ländern fließt derzeit viel Kapital in<br />

heimische Immobilien. „Es ist ein wesentlicher<br />

Teil der Nachfrage“, meint Richard<br />

Buxbaum, Leiter Wohn<strong>immobilien</strong> und<br />

Zinshäuser bei der Otto Immobilien<br />

Gruppe, „wenn es diese Nachfrager nicht<br />

gäbe, dann würde der Markt nicht so<br />

funktionieren.“<br />

Bestätigen kann die Nachfrage nach Immobilien<br />

und nach Investmentmöglichkeiten<br />

in diesem Bereich aus Russland<br />

und der Ukraine Projektentwickler Eckhard<br />

Horstmeier, und auch Friedrich<br />

Wachernig, Mitglied des Vorstandes der<br />

Sparkassen Immobilien AG, ortet „eine<br />

verstärkte Nachfrage nach Wohnobjekten<br />

vor allem aus Rumänien, aber auch Bulgarien“.<br />

Gekauft werden mittlere bis durchaus<br />

große Wohneinheiten in sehr guter<br />

Lage, das heißt um das obere bis oberste<br />

52 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT WALTER SENK<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Preissegment. Wachernig mit einem Beispiel:<br />

„In unserem Wohn- und Büroprojekt<br />

,Neutor 1010‘ in der Wiener City<br />

haben wir einige Interessenten aus Bulgarien<br />

und Rumänien und haben bereits ein<br />

paar Einheiten an diese verkauft.“<br />

Wobei es nicht – von einigen Ausnahmen<br />

abgesehen – die Superreichen sind, die in<br />

Österreich kaufen, sondern auch gut verdienende<br />

aus dem CEE-Raum. „Da werden<br />

eben dann nicht vier bis fünf Millionen<br />

für eine Immobilie bezahlt, sondern 1,5<br />

Millionen“, so Buxbaum. Die von den<br />

Käufern selbst genutzten Wohnobjekte<br />

sollten in erstklassiger Lage sein. Allen<br />

voran der 1., 13. und 19. Wiener Gemeindebezirk,<br />

die gewünschten Größen<br />

liegen zwischen 250 und 700 Quadratmetern.<br />

Projektentwickler Horstmeier: „Der<br />

Preis spielt hier eine nicht so wesentliche<br />

Rolle.“ Muss er auch, denn in den letzten<br />

Monaten wurden auch schon Preise bis<br />

20.000 Euro pro Quadratmeter bezahlt,<br />

doch „das ist nicht Usus“, weiß Buxbaum,<br />

auch wenn die Preise Bewohner anderer<br />

westeuropäischer Metropolen nicht wirklich<br />

schrecken dürften.<br />

LEBENSQUALITÄT. Aber egal ob Wohnung,<br />

Dachgeschoß oder Zinshaus, letztendlich<br />

kaufen sich die gut Betuchten aus den<br />

SEE/CEE-Staaten mit einer Immobilie in<br />

Wien oder in Österreich noch ganz etwas<br />

anderes: eine unglaubliche Lebensqualität,<br />

für die Wien berühmt ist und auch<br />

offiziell jedes Jahr aufs Neue geehrt wird.<br />

Die Bundeshauptstadt belegt im weltweiten<br />

Ranking von 200 Städten nach deren<br />

Lebensqualität („Mercer’s world-wide<br />

qua lity of living survey“) seit vielen Jahren<br />

einen Platz unter den ersten drei.<br />

2009 ist Wien erstmals als die Stadt mit<br />

MAI/JUNI 2010


der weltweit höchsten Lebensqualität<br />

ausgezeichnet worden. Manchmal sehen<br />

die Wiener vor lauter Vorteilen die eigene<br />

Stadt nicht mehr – könnte man meinen –<br />

oder wie es Wachernig ausdrückt: „Was<br />

dem Wiener oft gar nicht bewusst ist, sind<br />

Faktoren, die von Bulgaren, Rumänen,<br />

aber auch anderen Nationalitäten sehr<br />

wohl geschätzt werden.“ Die politische<br />

Neutralität und Stabilität, eine intakte<br />

Wirtschaft mit guten internationalen Beziehungen<br />

sowie sichere Banken und der<br />

diskrete Umgang mit den Einlagen sind<br />

hier wesentliche Gründe, Vorteile wie die<br />

kulturellen Möglichkeiten in Wien, die<br />

Landschaft rundum, die Stadt mit ihrem<br />

Flair werden auch noch mitgenommen.<br />

Aber als wesentlichstes Argument gilt: „Sicherheit<br />

in Kombination mit der Lebensqualität<br />

ist bei den Immobilienkäufen als<br />

eine ganz wichtige Motivation zu sehen“,<br />

so Stefan Brezovich, Vorstand der ÖRAG.<br />

Und auch Michael Möstl, Vorstand der<br />

Seeste Bau AG, bestätigt: „Das Thema<br />

Sicherheit liegt an oberster Stelle, und die<br />

bietet Wien auf jeden Fall.“ Auch wenn die<br />

österreichischen Tageszeitungen gerne die<br />

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höchstmöglichem Kundennutzen.<br />

Bundeshauptstadt als Moloch hinstellen,<br />

in dem die Kriminalität überhand nimmt,<br />

so muss man das auch immer aus einer<br />

gewissen Distanz betrachten: Für CEE-<br />

Hauptstädte gelten ganz andere Gesetze –<br />

im wahrsten Sinne des Wortes. „Wien ist<br />

von der Kriminalität ein verschonter<br />

Platz“, meint Brezovich über die Einschätzung<br />

seiner Klienten aus den osteuropäischen<br />

Nachbarstaaten.<br />

SICHERHEIT ALS ZUGPFERD. Keine Bodyguards<br />

sind notwendig, wenn man durch die<br />

Stadt geht, und das gilt auch für die<br />

gesamte Familie, die ohne große Sicherheitsvorkehrungen<br />

in der Bundeshauptstadt<br />

leben kann. Die wird manchmal von<br />

Anfang an, aber auch erst nach einiger<br />

Zeit in die Stadt an der Donau geholt.<br />

S-Immo AG Vorstand Wachernig: „Wir<br />

sprechen hier von Interessenten mit starkem<br />

finanziellem Hintergrund, die zum<br />

Beispiel ihre Kinder in Wien zur Schule<br />

oder auf die Uni schicken möchten oder<br />

enge wirtschaftliche Kontakte mit Wien<br />

haben. Persönlich kenne ich einige Expats,<br />

zum Beispiel lokale Geschäftsführer<br />

Vermietung<br />

Verkauf<br />

Objektmanagement<br />

Bewertung<br />

Projektberatung<br />

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österreichischer Gesellschaften, die Wien<br />

sehr schätzen und in weiterer Folge einen<br />

Teil ihrer Aktivitäten auch privat gerne<br />

hierher verlagern.“ Die andere Schiene ist<br />

aber, die Geschäftstätigkeit im Heimatland<br />

weiterzuführen und mit den Aktivitäten<br />

in Wien zu verknüpfen.<br />

Horstmeier: „Häufig wird zuerst die Familie<br />

in Österreich angesiedelt, eben durch<br />

den Erwerb einer Wohnimmobilie, um<br />

dann nach und nach geschäftlich und sozial<br />

zu assimilieren, ohne das Standbein<br />

in Russland zu verlieren.“<br />

STARKER STANDORT. Es ist also der selten<br />

gewordene Luxus der Lebensqualität, der<br />

die osteuropäischen Klienten nach Wien<br />

zieht. „Ein Luxus, den sie so in anderen<br />

Metropolen nicht haben“, meint Buxbaum.<br />

Wachernigs Conclusio: „Zusammenfassend<br />

kann man sagen, dass es<br />

Wien sehr gut geschafft hat, sich als vielversprechender<br />

und vor allem sicherer<br />

Hotspot für den CEE-Raum zu positionieren.<br />

Die räumliche Nähe, aber auch die<br />

gemeinsame Geschichte und Kultur verbinden<br />

uns.“ �<br />

MÄRZ 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 53


REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

Industrieparks<br />

Kickstart für die Wirtschaftsentwicklung<br />

der Ostslowakei?<br />

Mit neuer Straßeninfrastruktur wird die Ostslowakei in das internationale Netz<br />

eingebunden – die Rahmenbedingungen für Investitionen werden damit besser.<br />

WEITERENTWICKLUNG. Dass die Slowakei sich<br />

für Investitionen und Niederlassungen gut<br />

eignet, ist in der Wirtschaftswelt bekannt.<br />

Politische und wirtschaftliche Stabilität, geringes<br />

Währungskursrisiko nach der Einführung<br />

des Euro, ein einfaches und faires<br />

Steuersystem mit einem Einheitssteuersatz<br />

von 19 Prozent und null Prozent für<br />

Gewinnausschüttungen, sowohl günstige<br />

Arbeitskraft und ein flexibles Arbeitsrechtsklima<br />

als auch das stärkste BIP-<br />

Wachstum in der Europäischen Union in<br />

den letzten paar Jahren sind nur einige<br />

Faktoren, welche die meisten ausländischen<br />

Investitionen und Niederlassungen<br />

in die Westslowakei lockten.<br />

Die Ostslowakei hingegen ging leer aus.<br />

Während Bratislava vom „Hauptstadtbonus“<br />

profitierte, führte in den Osten des<br />

Landes lediglich eine unterentwickelte<br />

Straßeninfrastruktur. Dies soll sich bald<br />

ändern, denn mit der Fertigstellung der<br />

54 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT RAFAEL GILKAROV UND ŠTEFAN HOLÝ<br />

FOTOS FRETTIE<br />

517 km langen Autobahn D1 wird eine<br />

ideale Hauptschlagader geschaffen – Košice<br />

wird dann von Bratislava aus in vier Stunden<br />

Fahrzeit erreichbar sein. Danach stehen<br />

der Ostslowakei zu wirtschaftlichen<br />

Weiterentwicklung etliche Türen mehr<br />

offen. Der nächste Schritt wäre nun die<br />

Entwicklung von privatwirtschaftlichen<br />

Projekten in der Ostslowakei, wie zum Beispiel<br />

die Errichtung von Industrieparks.<br />

Diese würden wichtige und langfristige<br />

Arbeitsplätze schaffen, und wo es Arbeit<br />

gibt, folgt der „Rest“ quasi von selbst:<br />

Wohnbauten, Kaufkraft, Shopping- und<br />

Outlet-Centers, welche wiederum Logistikzentren<br />

benötigen, und so weiter.<br />

INFRASTRUKTUR. Der derzeitige Infrastrukturplan<br />

sieht die Fertigstellung der gesamten<br />

Autobahnstrecke D1 und deren Verbindung<br />

mit dem lokalen Verkehrsnetz mit<br />

Ende 2013 vor, wobei der Großteil der<br />

Autobahn bereits fertiggestellt und auch in<br />

Betrieb ist. Obwohl es wie bei allen derartigen<br />

Bauvorhaben Schwierigkeiten bei der<br />

Finanzierung oder bei umweltrechtlichen<br />

Themen gibt, ist ein Nichteinhalten dieses<br />

Plans höchst unwahrscheinlich. Die slowakische<br />

Regierung forciert den Infrastrukturplan,<br />

sodass dieser auch Teil der Kampagne<br />

der Regierungspartei im Zusam-<br />

menhang mit den Wahlen im Juni 2010 ist.<br />

Auch Public-Private-Partnership-Modelle<br />

werden für die Realisierung des Projekts bereits<br />

genutzt. Zusätzlich zum Ausbau des<br />

Straßennetzes ist die Modernisierung des<br />

im Osten liegenden Flughafen von Košice<br />

im Gange, an welchem die Flughafen Wien<br />

AG indirekt mehrheitlich beteiligt ist.<br />

EVOLUTION INDUSTRIEPARKS. Traditionelle Industriegebiete<br />

haben sich auf Grund ihrer<br />

Lage und der günstigen Mieten entwickelt.<br />

Der moderne Industriepark ist hingegen<br />

MAI/JUNI 2010


eine maßgeschneiderte Industrieanlage,<br />

entweder mit der zentralen Positionierung<br />

des Hauptproduzenten und dessen Sublieferanten<br />

um ihn herum oder einer Ansiedlung<br />

von Unternehmen mit gemeinsamer<br />

Produktpalette. Je nach Größe und Komplexität<br />

werden solche Industrieparks vor<br />

Ort von einer Verwaltungsgesellschaft gemanagt,<br />

welche abgesehen von der üblichen<br />

Verwaltung zusätzliche Leistungen<br />

erbringt und beispielsweise für die Sicherheit,<br />

die Müllabfuhr oder Logistikleistungen<br />

sorgt und die zentrale Kantine bewirtschaftet.<br />

Die Distanz zwischen Hauptproduzent<br />

und dessen Lieferanten ist somit<br />

optimiert, was die Produktivität der einzelnen<br />

Unternehmen steigert. Der so genannte<br />

Industriepark besteht daher aus mehreren<br />

unabhängigen Standorten, welche auf<br />

Basis eines guten Grundrisskonzepts als<br />

gut funktionierende Einheit wirtschaften.<br />

STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG. Güter und<br />

Dienstleistungen sind im Osten der Slowakei<br />

deutlich günstiger als im Westen,<br />

angefangen von der Arbeitskraft bis zur<br />

Immobilie. Zusätzlich machen öffentliche<br />

Subventionen und andere Hilfestellungen<br />

in Form der EU-Regionalbeihilfe (Art 87<br />

Abs. 3 EG-Vertrag 231/1999 in der Slowakei<br />

widerspiegelt) die Ostslowakei für Investoren<br />

und „Developer“ attraktiv; unter<br />

anderem auch für die Errichtung von Industrieparks.<br />

Regionen, deren BIP weniger<br />

als 75 Prozent des Durchschnitts der<br />

EU beträgt, haben Anspruch auf die Förderung,<br />

somit auch die gesamte Region der<br />

Ostslowakei. Staatliche Unterstützung<br />

kann für zwei Arten von Ausgaben beantragt<br />

werden: erstens für die Kosten der<br />

eigentlichen und anfänglichen Errichtung<br />

und zweitens für laufende Betriebskosten.<br />

Kosten der eigentlichen und anfänglichen<br />

Errichtung beinhalten den Erwerb von<br />

materiellen Gütern (zum Beispiel Liegenschaften,<br />

Gebäude oder Maschinenanlagen),<br />

immateriellen Gütern (bis zu 50 Prozent<br />

des Wertes der materiellen Güter)<br />

sowie das Einkommen aller neu geschaffenen<br />

Arbeitsplätze (einschließlich staatlicher<br />

Abgaben) für die ersten zwei Jahre.<br />

Ein Antragsteller muss mindestens 25<br />

Prozent der Ausgaben aus eigenen Mitteln<br />

finanzieren. Weitere Bedingung der staatlichen<br />

Unterstützung ist das Aufrechterhalten<br />

des Betriebes für mindestens fünf<br />

Jahre beziehungsweise drei Jahre (für<br />

kleine und mittlere Unternehmen).<br />

ZEITLICH BEGRENZTE STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG<br />

FÜR BETRIEBSKOSTEN IST WEITERS MÖGLICH,<br />

WENN FOLGENDE BEDINGUNGEN ERFÜLLT SIND:<br />

� Der Beitrag des Vorhabens zur regionalen<br />

Weiterentwicklung ist so erheblich, dass<br />

eine staatliche Unterstützung von Betriebsausgaben<br />

gerechtfertigt ist.<br />

� Die beantragte Unterstützung ist proportional<br />

zum Nachteil, welchen das Vorhaben<br />

versucht zu vermindern.<br />

INVESTITIONS-UNTERSTÜTZUNG. Abgesehen von<br />

der staatlichen Unterstützung für<br />

förderungsbedürftige Regionen bestehen<br />

für die Errichtung von Industrieanlagen<br />

Möglichkeiten weiterer Unterstützungsmaßnahmen.<br />

Diese beziehen sich gemäß<br />

dem Investitionsunterstützungsgesetz auf<br />

die Entlastung von der Körperschaftssteuer,<br />

auf Zuschüsse für die Schaffung neuer<br />

Arbeitsplätze und auf die Übertragung von<br />

materiellen Gütern (zum Beispiel Liegenschaften,<br />

Gebäude oder Maschinenanlagen)<br />

in den Besitz der öffent lichen Hand<br />

(unter dem Marktwert).<br />

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIESE UNTERSTÜTZUNG<br />

BEI INDUSTRIEANLAGEN SIND:<br />

� Eine Anlage wird neu errichtet beziehungsweise<br />

erweitert, die Produktpalette<br />

wird diversifiziert beziehungsweise wesentlich<br />

verändert oder eine Anlage wird<br />

erworben.<br />

� Die Investitionen in materielle sowie immaterielle<br />

Güter (von denen der Antragsteller<br />

mindestens die Hälfte aus eigenen<br />

Mitteln finanzieren muss) betragen mindestens<br />

– zirka 26,6 Millionen Euro in Regionen mit<br />

einer Arbeitslosenrate unter dem gesamtslowakischen<br />

Durchschnitt,<br />

– zirka 13,3 Millionen Euro in Regionen mit<br />

einer Arbeitslosenrate über dem gesamtslowakischen<br />

Durchschnitt,<br />

– zirka 6,5 Millionen Euro in Regionen mit<br />

einer Arbeitslosenrate, welche den gesamtslowakischen<br />

Durchschnitt um mindestens<br />

die Hälfte übersteigt.<br />

� Es handelt sich um eine neue technische<br />

Ausstattung mit einem Wert von mindestens<br />

60 Prozent der Güterinvestition.<br />

� Umweltbestimmungen werden strikt<br />

eingehalten.<br />

� Das Produkt beziehungsweise Projekt,<br />

für das die staatliche Unterstützung beantragt<br />

wird, muss mindestens 80 Prozent<br />

des Jahresumsatzes des Antragstellers erwirtschaften.<br />

Anzumerken ist jedoch, dass die Erfüllung<br />

der Voraussetzung noch keine Garantie für<br />

eine staatliche Unterstützung darstellt. Die<br />

zuständige Behörde hat den jeweiligen<br />

Antrag individuell zu prüfen, kann diesen<br />

aber nach freiem Ermessen ablehnen.<br />

FAZIT. Die Rahmenbedingungen für Investitionen<br />

sind in der Ostslowakei definitiv geschaffen.<br />

Es wird sich zeigen, welche Investoren<br />

und Projektentwickler zuerst den<br />

Schritt in die Ostslowakei wagen. Für einige<br />

Industrien und Projekte bestehen noch zu<br />

viele Hindernisse und Risiken. Zum Beispiel<br />

fehlt für Shoppingcenters die Kaufkraft<br />

der lokalen Bevölkerung. Ähnliches<br />

gilt für den Bau von Wohn<strong>immobilien</strong> oder<br />

Logistikzentren – der Bedarf ist noch zu<br />

klein. Für Industrieparks sind diese Hindernisse<br />

jedoch von geringer Bedeutung.<br />

Im Gegenteil: Industrieparks haben das<br />

Potenzial, andere Projekte in der Ostslowakei<br />

zu „triggern“ und somit zum Kickstart<br />

für die lokale Wirtschaft zu werden. �<br />

Die Autoren<br />

Rafael Gilkarov, LL .M.<br />

Niedergelassener europäischer<br />

Rechtsanwalt (RAK Wien)<br />

Solicitor (UK)<br />

Lansky, Ganzger & Partner<br />

Rechtsanwälte GmbH<br />

1010 Wien, Rotenturmstraße 29<br />

Tel. 01/533 33 30-0<br />

www.lansky.at<br />

Mgr. Štefan Holý<br />

Managing Partner<br />

Rechtsanwalt<br />

Lansky, Ganzger & Partner<br />

Rechtsanwälte spol. s r.o.<br />

SK-821 04 Bratislava,<br />

Ivánska cesta 30/B<br />

Tel. +421 2 3210 1570<br />

www.lansky.sk<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 55


REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

Der Markt zieht an<br />

Auch Investoren interessieren sich wieder<br />

Die Tschechische Republik ist relativ elegant durch die Krise gekommen –<br />

und der Immobilienmarkt belebt sich in den letzten Monaten auffällig.<br />

STABILISIERUNG. Langsam scheint sich in<br />

einigen Ländern Osteuropas die Situation<br />

zu entspannen. Allen voran natürlich diejenigen,<br />

in denen die Krise am wenigsten<br />

stark zu spüren war. Dazu gehört neben<br />

Polen auch die Tschechische Republik. „Wir<br />

betrachten den tschechischen Markt als<br />

sehr etabliert“, erklärt Bruno Ettenauer,<br />

Vorstandsvorsitzender der CA Immo AG.<br />

„Das hat einen Vorteil in der Krise gehabt.<br />

Für internationale Investoren war es immer<br />

eine Option, zu investieren.“ Auch die<br />

CA Immo AG plant weitere fertige Objekte<br />

im Land zu erwerben. Überhaupt war in<br />

den letzten Monaten wieder ein steigendes<br />

Investoreninteresse, vor allem nach Spitzenobjekten<br />

im Büro- und Einzelhandelssektor<br />

Tschechiens, zu verzeichnen. Das ist<br />

ein Ergebnis der Bank Austria „Real Estate<br />

56 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT WALTER SENK<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Country Facts“. Insgesamt stehen die Vorzeichen<br />

für eine Erholung gut. Die volkswirtschaftlichen<br />

Indikatoren haben sich<br />

verbessert, Immobilieninvestoren zeigen<br />

wieder Interesse und die noch im Markt<br />

agierenden Banken haben zwar nach wie<br />

vor konservativere Finanzierungsstrukturen<br />

– allzu strenge Auflagen werden jedoch<br />

schrittweise aufgegeben, wie Reinhard<br />

Madlencnik, Leiter Real Estate in der Bank<br />

Austria, meint: „Wir sind bereit, gute Projekte<br />

langfristig zu finanzieren: Für 2010<br />

haben wir einen spürbaren Anstieg des<br />

Kreditwachstums eingeplant.“ Das Spüren<br />

auch die Developer im Land, so Karl Bier,<br />

Vorstandsvorsitzender der UBM, und daher<br />

ist für ihn klar, „in Tschechien wieder<br />

verstärkt einzusteigen“. Bier: „Banken, die<br />

sehr restriktiv waren und kaum bis keine<br />

Kredite vergeben haben, tun dies wieder.<br />

Sowohl für Wohnbauten als auch für Private.“<br />

Bier, der seit zehn Jahren mit der<br />

UBM auf dem tschechischen Markt unter<br />

anderem auch Wohnbauten realisiert:<br />

„Grundsätzlich ist es eine stabile Volkswirtschaft,<br />

in der ein Bedarf im Wohnbaubereich<br />

gegeben ist. Da macht das durchaus<br />

Sinn.“ Im Gegensatz zu gewerblichen Immobilien<br />

„hat man schon während der Bauzeit<br />

durch die Käufer eine gewisse Absatzsicherheit“,<br />

so Bier. Chancen im Einzelhan-<br />

delssektor sieht der UBM-Chef nicht:<br />

„Tschechien ist in puncto Einkaufsprojekten<br />

flächendeckend versorgt.“ Neue Projekte<br />

führen lediglich zu einem Verdrängungswettbewerb,<br />

und darauf haben die<br />

Projektentwickler wenig Lust, wenngleich<br />

die privaten Konsumausgaben für Lebens-<br />

MAI/JUNI 2010


Prag. Derzeit gibt es viele Büroflächen auf dem Markt, 2011 ist aber mit<br />

einer Verknappung zu rechnen. Zahlreiche Projekte wurden eingestellt.<br />

mittel und Getränke bei sehr niedrigen 20<br />

Prozent liegen. Zum Vergleich: In Österreich<br />

macht dieser Bereich 18 Prozent aus.<br />

Je niedriger dieser Wert ist, desto entwickelter<br />

ist eine Volkswirtschaft. Allerdings<br />

stehen einem tschechischen Haushalt laut<br />

RegioData-Analyse nur rund 11.000 Euro<br />

für den privaten Konsum zur Verfügung,<br />

während es in Österreich 35.000 Euro sind.<br />

GROSSE PIPELINE. Auf dem Büromarkt sieht es<br />

in Prag ähnlich aus wie im Rest der CEE-<br />

Region. Vor der Krise wurden enorm viele<br />

Büroprojekte realisiert, sehr viele davon<br />

waren spekulativ und wurden noch knapp<br />

vor dem Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise<br />

gestartet. So kamen selbst am<br />

Höhepunkt der Krise in den Jahren 2008<br />

und 2009 knapp 1,5 Millionen Quadratmeter<br />

Büroneuflächen in Warschau, Prag<br />

und Bratislava auf den Markt. „Für 2010<br />

und noch deutlicher 2011 und 2012 erwarten<br />

wir einen Rückgang der Fertigstellung<br />

von neuen Büroflächen“, prognostiziert<br />

Madlencnik. „Zahlreiche Pipelineprojekte<br />

wurden im Zuge des Konjunktureinbruchs<br />

auf Eis gelegt, und diese Projektstopps wirken<br />

sich nun zeitversetzt aus.“ Bis dahin<br />

bleibt aber der „Vermietungsmarkt für<br />

große Flächen eine Herausforderung“, erklärt<br />

Wolfhard Fromwald, Vorstand der CA<br />

Immo AG. „Nach Fertigstellung ist mit längeren<br />

Leerstandsperioden zu rechnen.“ Bei<br />

bestehenden Objekten nutzen Mieter die<br />

Krise, um Mieten nachzuverhandeln. Vermieter<br />

versuchen über Incentives, die sich<br />

nicht in den Nettomieten niederschlagen,<br />

die Mieter zu halten. „Nichtsdestotrotz<br />

sind die Mieten deutlich gesunken“, sagt<br />

Bank Austria-Immobilienanalystin Karla<br />

Schestauber.<br />

HOTEL UND TOURISMUS. Der Hotelmarkt in<br />

Prag ist ein schwieriger und leidet „unter<br />

zwei Krisen“, wie Franz Jurkowitsch, Vorstandsvorsitzender<br />

von Warimpex, meint:<br />

„Auf der einen Seite haben wir die aktuelle<br />

Wirtschaftskrise, auf der anderen Seite ist<br />

der Markt übersättigt.“ Die fünf Jahre vor<br />

der Krise haben dem Prager Hotelmarkt<br />

einen Boom beschert, der ihm jetzt zum<br />

Verhängnis wird. Das Wiederaufleben der<br />

tschechischen Wirtschaft wird sich durch<br />

das Überangebot an Hotels nicht so rasch<br />

in den schwarzen Zahlen niederschlagen.<br />

„Der 4-Stern-Markt beginnt sich langsam<br />

zu stabilisieren“, so Jurkowitsch, „und ich<br />

rechne mit einer Verbesserung des Marktes<br />

im Laufe des heurigen Jahres.“ Der 5-Stern-<br />

Hotelmarkt wird für eine Gesundung allerdings<br />

noch brauchen – eine Verbesserung<br />

ist frühestens im zweiten Halbjahr zu<br />

erwarten. „Low Budget-Hotels“ gibt es<br />

noch nicht so viele, und hier sieht Jurkowitsch<br />

nicht nur in der tschechischen<br />

Hauptstadt, sondern auch in den Sekundarstädten<br />

weiterhin Potenzial. �<br />

Banken lockern langsam ihre<br />

Kreditklemme – Wohnbauten und<br />

Private werden wieder finanziert<br />

Allein der Marktanteil der zentraleuropäischen<br />

Städte Prag, Warschau und Budapest am<br />

Transaktionsvolumen lag im Jahr 2009 bei 34<br />

Prozent. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum<br />

hatte dieser nur 21 Prozent betragen.<br />

Spitzenmieten fielen um sechs bis acht Prozent,<br />

der Leerstand liegt bei ca. zwölf Prozent.<br />

Der Einzelhandelsmarkt ist im gesamten Land<br />

gesättigt.<br />

Derzeit sind viele Büroflächen auf dem Markt,<br />

2011 ist aber mit einer Verknappung auf Grund<br />

der ein gestellten Projektentwicklungen zu rechnen.<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 57


REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

Sonne und Meer<br />

Günstige Preise und gute Lagen<br />

Der kroatische Immobilienmarkt blieb von der allgemeinen Wirtschaftskrise<br />

und Trends in Europa nicht verschont. Der Boom der letzten zehn Jahre fand<br />

somit ein Ende.<br />

FERIENIMMOBILIEN. Vom High End im Jahr<br />

2008 bis jetzt sind die Immobilienpreise im<br />

Durchschnitt um rund 30 Prozent gefallen,<br />

wobei einzelnen Segmente unterschiedlich<br />

stark betroffen sind. Sehr gute Lagen an der<br />

Küste wie auch in Zagreb und Split halten<br />

nach wie vor den Preis auf starkem Niveau.<br />

Prinzipiell ist im Land ein allgemeiner<br />

Investitionsstopp und Einbruch der tatsächlich<br />

verkauften Objekte zu bemerken.<br />

Gründe dafür sind veränderte Rahmenbedingungen<br />

von Seite der finanzierenden<br />

Banken, welche eine erhöhte Eigenkapitalquote<br />

und höhere Kreditzinsen vorsehen,<br />

wie auch der stockende Absatz von fertigen<br />

Wohnungen und Appartements. Es sei<br />

noch anzumerken, dass die Banken derzeit<br />

nur vereinzelt von ihrem Durchgriffsrecht<br />

Gebrauch machen und nach wie vor hohe<br />

Gewinne auf Grund hoher Zinssätze realisieren.<br />

Die notwendige Eigenkapitalquote<br />

liegt meist bei 30 bis 40 Prozent, die Zinssätze<br />

bewegen sich von 9 Prozent bis 11<br />

Prozent. Ob und wann sich dies ändern<br />

könnte, ist nicht vorauszusagen. Der kro-<br />

58 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT DIETER KENDLER UND VJEKOSLAV KNEZEVIC<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

atische Adriastreifen erfreut nach wie<br />

vor als Urlaubsziel und wünschenswertes<br />

Investitionsobjekt für das dritte Lebensalter.<br />

Ein mildes Klima, eine gut ausgebaute<br />

Verkehrsanbindung, der mediterrane Lebensstil<br />

und eine erhaltene Architektur<br />

sind Beweggründe für das Interesse. Ein<br />

weiterer Ausbau von zusätzlichen Inhalten<br />

und Angeboten für Urlauber außerhalb der<br />

Hotels und von Privatunterkünften ist zu<br />

bemerken, obwohl dies noch lange nicht<br />

das Defizit an Unterhaltungsangeboten<br />

und Dienstleistungen auffüllt. Die regelmäßigen<br />

Fluganbindungen rechnen sich für<br />

internationale Urlauber nach Split, Dubrovnik,<br />

Zadar, Pula, Rijeka und der Halbinsel<br />

Istrien innerhalb eines Radius von<br />

50 Kilometern.<br />

WOHNBAU UND APPARTEMENTS. Die Raumordnungspläne<br />

schreiben eine nachhaltige<br />

Entwicklung von Wohnbauprojekten in<br />

Küstennähe vor. Somit wird versucht, aus<br />

den Fehlern anderer Länder zu lernen und<br />

einer Verbauung der Küste entgegenzuwir-<br />

ken. Es soll die traditionelle mediterrane<br />

Architektur erhalten werden und dadurch<br />

eine einheitliche Kulturlandschaft weiter<br />

bestehen bleiben. Im unmittelbaren Küstenstreifen<br />

besteht dass Bauverbot innerhalb<br />

einer Schutzzone von 100 Metern.<br />

Ausgenommen davon sind Baulücken zwischen<br />

bestehenden Objekten, welche bebaut<br />

werden können. Grundstücke in sehr<br />

guten und guten Lagen in Strandnähe, mit<br />

direktem Meerblick und der notwendigen<br />

Infrastruktur werden die Preisvorstellungen<br />

der Verkäufer halten. In entfernteren<br />

Lagen vom Meer herrscht ein größeres Angebot<br />

von errichteten Wohnbauprojekten<br />

und Grundstücken. Abhängig von Umfeld<br />

und lokalen Marktgegebenheiten bewegen<br />

sich Preise für den Kauf von Wohn<strong>immobilien</strong><br />

im Bereich zwischen 1.500 Euro und<br />

2.000 Euro je Quadratmeter für standardisierte<br />

neu zu beziehende Apartmentobjekte<br />

mit sechs bis acht Einheiten in Lagen bis<br />

zwei Kilometer vom Meer entfernt. Für exklusive<br />

Standorte kann es auch über 2.500<br />

Euro gehen. Es herrscht ein Überangebot<br />

MAI/JUNI 2010


von fertigen Objekten im unteren Marktsegment<br />

und noch zu entwickelnden Projekten.<br />

Damit dürften die goldenen Zeiten<br />

für Immobilienspekulanten zu Ende sein,<br />

die mit einem stetigen Anstieg der Preise<br />

gerechnet haben. In Zukunft sollten nachhaltig<br />

geplante und funktionale Objekte<br />

einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den<br />

aktuell am Markt vorhandenen Projekten<br />

haben. Die Kaufkraft seitens der nationalen<br />

Kunden hat nachgelassen, und die überwiegende<br />

Mehrheit der Angebote zielt auf<br />

eine internationale Kundschaft durch den<br />

anstehenden Beitritt zur EU. Diese Situation<br />

wird sicherlich dieses Jahr anhalten<br />

und Kaufinteressenten sollten nicht unter<br />

Zeitdruck handeln. In erster Linie sind für<br />

ausländische Privatinvestoren Wohnungen<br />

und Häuser an der adriatischen Küste wie<br />

auch Grundstücke im Landesinneren von<br />

Istrien interessant. Die aktuell rückläufigen<br />

Verkaufszahlen der Immobilien bieten entschlossenen<br />

Interessenten ein großes Angebot<br />

an aktuellen Wohnbauprojekten wie<br />

auch bestehenden Objekten. Besonders interessante<br />

Standorte werden das verlangte<br />

Preisniveau halten, zweitrangige Standorte<br />

werden mit einer weiteren Entwertung<br />

rechnen müssen. Die derzeit verlangten<br />

Verkaufspreise sollten als Verhandlungsbasis<br />

betrachtet werden. Somit könnte das<br />

ein oder andere Schnäppchen für interessierte<br />

Adria-Liebhaber zu finden sein.<br />

INVESTITIONEN IM TOURISMUSBEREICH. Institutionelle<br />

Investoren betrachten den kroatischen<br />

Immobilienmarkt derzeit abwartend.<br />

Die lokalen Verwaltungen haben<br />

mit einer höheren Anzahl der Errichtun-<br />

gen von touristischen Zonen gerechnet.<br />

Die Raumplanung sieht folgende Kategorisierung<br />

vor: T1-Zonen für die Errichtung<br />

von Hotelobjekten, T2-Zonen für die<br />

Errichtung von Appartementobjekten für<br />

die touristische Nutzung und T3-Zonen<br />

für die Nutzung als Autocamps. Es handelt<br />

sich bei diesen Zonen um interessante<br />

und entwicklungsfähige Standorte<br />

entlang der gesamten Küste. Der rechtliche<br />

Rahmen ist detailliert vorgegeben.<br />

Die touristischen Zonen sollen als eine<br />

Einheit operativ betrieben werden. Eine<br />

Etagierung der einzelnen Appartements<br />

und deren Veräußerung ist nicht vorgesehen.<br />

Die Vereinigung der kroatischen Developer<br />

ist bemüht, diese Rechtsvorschrift<br />

zu lockern, um Investitionen in diesen Bereich<br />

als profitabel zu rechtfertigen. In der<br />

Praxis scheitern diese Investitionen an<br />

der Übernahme des Risikos seitens der<br />

Betreibergesellschaften, welche großteils<br />

nur an einem Managementvertrag Interesse<br />

haben. Somit bleibt dass finanzielle<br />

Risiko beim Investor. Eine kurze Tourismussaison<br />

und ein Auslastungsgrad unterhalb<br />

von 60 Prozent erschweren die<br />

zahlreichen Investmentangebote. Im Weiteren<br />

sind die Infrastrukturanbindungen<br />

und Bauabgaben als bleibende Herausforderung<br />

an die lokalen Verwaltungen zu<br />

sehen. Die reinen Baukosten für Küstenstandorte<br />

können durch genaue Planung<br />

relativ gut eingegrenzt werden. Für Standorte<br />

auf den Inseln ist natürlich mit einem<br />

erhöhten Kostenaufwand zu rechnen.<br />

Außerhalb der Hauptsaison wird es wohl<br />

zu einem scharfen Preiskampf innerhalb<br />

der Anbieter kommen. �<br />

Rechtliche Rahmenbedingungen<br />

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den<br />

internationalen Erwerber von Immobilien<br />

in Kroatien sind seit Februar 2009 liberalisiert<br />

worden. Somit können EU-Bürger<br />

persönlich und ohne Zwischenschaltung<br />

einer juristischen Person Immobilien erwerben.<br />

Es empfiehlt sich, den Immobilienkauf<br />

über eine lokale Rechtsvertretung zu<br />

tätigen, insbesondere die Prüfung des<br />

Grundbuchs wie auch der Eintragung des<br />

Eigentumstitels. Die Grunderwerbssteuer<br />

(„Immobilienverkehrssteuer“) beträgt in Kroatien<br />

fünf Prozent vom Kaufpreis. Diese gehen an<br />

die lokale Steuerbehörde, die nur dann eine<br />

Bewertung des Marktwerts vornimmt, sollte sich<br />

der notierte Verkaufspreis wesentlich unterhalb<br />

des Marktwerts befinden. Eine Immobiliensuche<br />

über lokale Makler ist empfehlenswert. Die<br />

Maklerprovisionen für den Kauf einer Immobilie<br />

bewegen sich zwischen zwei und drei Prozent<br />

des Kaufwerts. Die Maklerrichtlinien sind seit<br />

April 2009 rechtskräftig geworden und bieten<br />

somit mehr Rechtssicherheit.<br />

Zur Person<br />

Vjekoslav Knezevic ist Mitarbeiter bei Spiller<br />

Farmer Real Estate Consultants in Kroatien.<br />

Das Unternehmen wurde 2003 gegründet und<br />

ist einer der führenden Immobilienconsulter<br />

und -vermittler. Spiller Farmer bietet alle<br />

Dienstleistungen rund um Immobilienerwerb und<br />

-entwicklung in Kroatien an. Core Business ist<br />

die Vermittlung von Office und Handelsflächen<br />

sowie Bewertungen. www.spillerfarmer.hr<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 59


REAL VIENNA<br />

NEWS<br />

Endlich Anlass<br />

zur Hoffnung!<br />

Europäische Immobilienmärkte<br />

– insbesondere in CEE – entwickeln<br />

sich wieder prächtig<br />

Nachdem nun bereits mehr als 18 Monate seit Beginn der weltweiten Krise<br />

vergangen sind, die auch die Immobilienmärkte in der CEE-Region von einem<br />

Tag auf den anderen vor allem im Bereich der Entwicklung neuer Projekte<br />

trockengelegt hat, lohnt es sich, einerseits die Strategien von Investoren<br />

für diese Region zu betrachten als auch andererseits die Entwicklung der<br />

Rahmenbedingungen in den Ländern selbst.<br />

INVESTOREN SUCHEN. War die CEE-Region für<br />

Investoren vor einem Jahr noch vollkommen<br />

tabu, ist diese nach neuesten Erhebungen<br />

bereits wieder an die vierte Stelle<br />

der interessantesten Regionen Europas<br />

aufgestiegen, weit vor Spanien und Italien<br />

und nur knapp hinter Deutschland und<br />

Frankreich. Das Hauptaugenmerk der Investoren<br />

richtet sich derzeit aber noch auf<br />

England, da einerseits ein deutlicher Preisrückgang<br />

und andererseits das schwache<br />

Pfund hier besonders attraktive Chancen<br />

bieten. Im CEE-Raum und Russland konzentriert<br />

sich das Interesse derzeit vor<br />

allem auf die Kernmärkte Polen und Tschechien,<br />

die zunehmend als Teil Westeuropas<br />

betrachtet werden, gefolgt von der Slowakei,<br />

Ungarn und Moskau, während das<br />

Interesse in den SEE-Ländern nach wie vor<br />

sehr schwach ist. Allerdings ergibt sich auf<br />

diesen international weniger gefragten<br />

Märkten durchaus eine verstärkte Aktivität<br />

von lokalen Investoren, die auf Grund<br />

ihrer Marktkenntnis nun gute Möglichkeiten<br />

ausnutzen, berichtet Dr. Andreas Ridder<br />

von CB Richard Ellis.<br />

60 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT ALEXANDER STOLITZKA<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

BESONDERE STRATEGIEN. Dass Frankreich sich<br />

derart weit vorne im <strong>Fokus</strong> von Investoren<br />

befindet, dürfte wohl nicht zuletzt darauf<br />

zurückzuführen sein, dass eine starke<br />

Nachfrage nach guten Lagen mit neu errichteten<br />

oder von Grund auf (thermisch)<br />

sanierten Objekten auf neuestem Umweltstandard<br />

besteht. Dies lässt die Preise für<br />

derartige Objekte stark steigen, während<br />

für ältere Objekte derzeit die Preise eher<br />

noch gering sind, da diese entsprechend<br />

den gesetzlichen Vorgaben (Frankreich hat<br />

am 3. August 2009 ein Gesetz zur Senkung<br />

der Treibhausgase um 20 Prozent bis 2020<br />

verabschiedet, das auch entsprechende<br />

Zielvorgaben für Immobilien definiert) bis<br />

2020 ihren Energieverbrauch um 38 Prozent<br />

senken müssen. Dementsprechend<br />

hohe Investitionsvolumina werden in diesem<br />

Zusammenhang nötig sein, berichtet<br />

Christophe Sciot-Siegrist von Eversheds<br />

Paris. So sehr das Interesse an Projekten in<br />

Frankreich und England wieder ansteigt,<br />

so wenig haben jedoch Investoren aus<br />

Frankreich oder England derzeit beson–<br />

dere Strategien für den CEE-Raum, berich-<br />

tet Helen Thomas von Eversheds London.<br />

Allerdings besteht durchaus Interesse an<br />

zusätzlichen Retail-Flächen im CEE-Raum<br />

– sowohl von englischen als auch von deutschen<br />

und österreichischen Handelsketten,<br />

da eine Expansion in den bestehenden<br />

Märkten Westeuropas nur noch über einen<br />

Verdrängungswettbewerb möglich ist.<br />

KAUM STEIGERUNG. Die Erwartungen für den<br />

klassischen Immobilienmarkt sind in der<br />

Tschechischen Republik eher gering – mit<br />

mehr als fünf Prozent Steigerung ist hier<br />

nicht zu rechnen. Allerdings entwickelt<br />

sich unter dem Druck knapper öffentlicher<br />

Budgets die vermehrte Chance der Entwicklung<br />

inte ressanter PPP-Projekte. So<br />

wurde vor Kurzem der Gewinner der Ausschreibung<br />

für die Neuerrichtung des Zentralen<br />

Militärspitals in Prag bekannt gegeben,<br />

ein über 25 Jahre laufendes PPP-Projekt<br />

mit einem Volumen von etwa einer<br />

Milliarde tschechischen Kronen (ca. 38<br />

Mio. Euro). Eine Vielzahl anderer Projekte,<br />

insbesondere auch von Städten, sind hier<br />

in Vorbereitung, wie etwa die Errichtung<br />

MAI/JUNI 2010


Steigendes Interesse. Neu errichtete oder von Grund auf (thermisch) sanierte Objekte auf neuestem Umweltstandard stehen allgemein<br />

im Blickpunkt potenzieller Investoren.<br />

eines Fußballstadions samt Shopping Mall,<br />

Hotel, Aqua Park und weiteren Einrichtungen<br />

im Rahmen eines PPP-Modells der<br />

Stadt Plzeň oder die Errichtung eines Gerichtszentrums<br />

in Ústí nad Labem, so Ludmilla<br />

Neustupna von Eversheds Prag.<br />

NEUE CHANCEN. Interessante Möglichkeiten<br />

eröffnen sich auch in Estland, wo die Verwertung<br />

einiger öffentlicher Gebäude<br />

durch Riigi Kinnisvara AS, der staatlichen<br />

Immobiliengesellschaft, bevorsteht, berichtet<br />

Randu Riiberg von Eversheds in<br />

Tallinn. In Ungarn wird davon ausgegangen,<br />

dass der ungarische Immobilienmarkt<br />

über den Tiefststand Anfang des vergangenen<br />

Jahres hinaus ist. In den nächsten ein<br />

bis zwei Jahren sind eine Stabilisierung des<br />

Ertrags und eine Rückkehr des Vertrauens<br />

der Investoren in den Markt zu erwarten.<br />

Ab dem dritten Quartal des Vorjahrs zeichnete<br />

sich bereits ein Anstieg des Interesses<br />

an Immobilienprojekten in Ungarn ab. Im<br />

Mittelpunkt von internationalen Investoren<br />

stehen dabei bestehende erstklassige<br />

Immobilien mit langfristigen Mietverträ-<br />

gen. Das Interesse an der Entwicklung<br />

neuer Projekte ist dagegen noch äußerst<br />

schwach. Abzuwarten bleibt auch, welche<br />

Maßnahmen die neue ungarische Regierung<br />

setzt, um den Immobilienmarkt zu<br />

unterstützen. Sollte diese den Wohnungsmarkt<br />

unterstützen, ist damit zu rechnen,<br />

dass dies der erste Bereich ist, in dem neue<br />

Projekte entstehen werden. Mit einem<br />

Aufschwung ist auch im Bereich der Logistik<br />

und damit verbundener Immobilien zu<br />

rechnen. Derzeit am niedrigsten sind die<br />

Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung<br />

neuer Büroprojekte.<br />

POSITIVER EFFEKT. Insgesamt erwartet man in<br />

Ungarn durch das starke Ansteigen des<br />

Interesses internationaler Investoren an<br />

Polen auch einen positiven Effekt für<br />

Ungarn und die gesamte CEE-Region, da<br />

Polen vorzeigt, welches Wachstumspotenzial<br />

die Region weiterhin bietet, so Márton<br />

Hidvégi von Eversheds in Budapest. Erwacht<br />

ist auch das Interesse der großen<br />

deutschen Fonds an bestehenden, gut vermieteten<br />

und funktionierenden Retail- und<br />

Office-Flächen. Ebenso ist wieder eine verstärkte<br />

Aktivität im CEE-Raum durch die<br />

traditionell auf diese Re gion ausgerichteten<br />

österreichischen Immobilienanlagegesellschaften<br />

zu erkennen. Die mit der langsamen<br />

Erholung einhergehende Aufwertung<br />

der eigenen Immobi lienbestände, verbunden<br />

mit der Chance auf einen frühen Einstieg<br />

in eine neue Phase des Aufschwungs<br />

in der Region, dürfte 2010 und 2011 durchaus<br />

Anlass zur Hoffnung geben. �<br />

DER AUTOR<br />

Mag. Alexander Stolitzka<br />

Lambert Eversheds<br />

1010 Wien, Kärntner Ring 12<br />

Tel. +43 1 516 20-150<br />

a.stolitzka@lamberteversheds.com<br />

www.lamberteversheds.com<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 61


IMMOBILIEN<br />

RATGEBER<br />

Mietzins<br />

Mietzinsrückstand und grobes Verschulden<br />

Wer mit zwei Monatsmieten im Rückstand ist, läuft ernsthaft Gefahr, einer<br />

Mietzins- und Räumungsklage im Sinne des § 1118 ABGB ausgesetzt zu sein.<br />

TEXT ERICH RENÉ KARAUSCHECK FOTOS SHUTTERSTOCK, BEIGESTELLT<br />

VERTRAGSBEENDIGUNG. Sobald ein qualifizierter Mietzinsrückstand<br />

vorliegt (zwei Monatsmieten), muss sich der Vermieter<br />

nicht mit einer Mietzinszahlungsklage, einer Mahnklage, begnügen,<br />

sondern kann zum schärfsten Hilfsmittel – der sofortigen<br />

Vertragsbeendigung, die im Verfahren vor Gericht geprüft<br />

und urteilsmäßig entschieden werden muss – greifen.<br />

Sofern der rückständige Mietzins im Zuge des Gerichtsverfahrens<br />

vor Schluss der Verhandlung (wenn auch in der letzten<br />

62 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

Verhandlung vor Urteilsfällung) nachbezahlt wird, können die<br />

Vertragsauflösung und die Räumung der Wohnung verhindert<br />

werden, sofern den Mieter/die Mieterin kein grobes Verschulden<br />

am Auflaufen eines Mietzinsrückstandes trifft. Grobes<br />

Verschulden bedeutet in diesem Zusammenhang entweder<br />

auffallende, besondere Sorglosigkeit oder gar Rechthaberei –<br />

also eine völlig unberechtigte Streitigkeit mit dem Vermieter<br />

um den Mietzins. Sofern der Mietzinsrückstand auf Grund<br />

MAI/JUNI 2010


eines Versehens entsteht, welches jedem – auch einem sonst<br />

sehr sorgfältigen Menschen unterläuft – kann (die rechtzeitige<br />

Nachzahlung des Mietzinses vorausgesetzt) der Verlust<br />

der Wohnung verhindert werden. Fehler des Hauseigentümers<br />

oder der Verwaltung, Fehlbuchungen des Mietzinses, unrichtige,<br />

wenn auch irrtümlich von der Hausverwaltung an den<br />

Mieter erteilte Auskünfte bewirken, dass kein Verschulden<br />

und schon gar kein grobes Verschulden vorliegt.<br />

Bei Mietzinsminderung<br />

ist Vorsicht geboten.<br />

Wenn Beeinträchtigungen im vereinbarten Gebrauch der<br />

Wohnung (das ABGB spricht hier etwas altertümlich vom<br />

bedungenen Gebrauch) gegeben sind, darf der Mietzins gemäß<br />

§ 1096 ABGB gemindert werden. Das Mietzinsminderungsrecht<br />

besteht ex lege, es bedarf also keines Urteilsspruchs oder<br />

einer richterlichen Entscheidung, um Mietzins einbehalten zu<br />

dürfen. Fraglich ist, wie hoch solch ein Einbehalt vorgenommen<br />

werden darf. Dann, wenn die Wohnung überhaupt zu<br />

Wohnzwecken nicht mehr geeignet ist, kann kein vollständiger<br />

Mietzins gerechtfertigt sein, unter Umständen ist in solch<br />

einem Fall gerade noch eine Lagermiete gerechtfertigt, da der<br />

Mieter noch seine Sachen in der Wohnung verwahren kann.<br />

Das Mietzinsminderungsrecht ist stets relativ bzw. verhältnismäßig<br />

sohin von der Art und der Intensität der Beeinträchtigung<br />

abhängig, weshalb größte Vorsicht geboten ist. Bei allen<br />

Fällen der Mietzinsminderung ist es angezeigt, anwaltlichen<br />

Rat oder den Rat der vielen Mieterorganisationen einzuholen.<br />

Wer wegen geringfügigsten Beeinträchtigungen einen vollständigen,<br />

hunderprozentigen Mietzinseinbehalt vornimmt,<br />

läuft Gefahr, wegen Rechthaberei nicht in das Privileg der<br />

Nachzahlung des Mietzinses im Sinne des oben erwähnten<br />

§ 33 Abs. 2 und Abs. 3 MRG zu gelangen. Sofern eine Ausnahme<br />

vom Mietrechtsgesetz vorliegt, greift dieses Schutzinstrumentarium<br />

(überhaupt) nicht.<br />

Fällt die Wohnung bzw. das Geschäftslokal in den Anwendungsbereich<br />

des MRG, kann innerhalb einer Präklusivfrist<br />

von drei Jahren ab Mietvertragsabschluss der Mietzins im<br />

Sinne des § 16 i. V. m. § 37 MRG auch der Höhe nach überprüft<br />

werden. Kaufleute müssen den Mietzins aber (spätestens) bei<br />

Übergabe des Geschäftslokals „rügen“, um dieses Mietzinsüberprüfungsrecht<br />

nicht zu verlieren. .<br />

RICHTWERTMIETZINS. In Wien ist der Mietzins für Wohnungen<br />

der so genannte Richtwertmietzins. Er basiert auf dem für<br />

jedes Bundesland verlautbarten Richtwert und Zu- und Abschlägen<br />

zu diesem. Hier wird individuell spezifisch auf die<br />

Wohnung und die Wohnumgebung abgestellt und durch Sachverständige<br />

(im Gerichtsverfahren) und die Magistratsabteilung<br />

25 im Verfahren vor der Schlichtungsstelle eine Kontrolle<br />

des gesetzlichen Mietzinses vorgenommen.<br />

Der Richtwertmietzins ist ein nach oben gedeckelter Mietzins.<br />

Er soll niedriger als der „angemessene“ Mietzins, welcher pri-<br />

MAI/JUNI 2010<br />

mär bei Geschäftslokalen zur Anwendung gelangt, sein. Der<br />

angemessene Mietzins wiederum ist jener Mietzins, der bei<br />

gewissen Wohnungen, aber insbesonders bei Geschäftslokalen<br />

herangezogen wird. Er bestimmt sich nach Lage, Größe<br />

und Art des Objekts. Der „Friedenskronenzins“ ist eher von<br />

historischem Interesse. Er wurde im letzten Friedensmonat<br />

vor dem Ersten Weltkrieg im Juli 1914 festgesetzt, da die Hyperinflation<br />

während des Krieges nicht die Wohnungsnot vergrößern<br />

sollte – aus diesem Grunde wurden auch die Mieten<br />

eingefroren. Der Kategoriemietzins, welcher bis zum Inkrafttreten<br />

des dritten Wohnrechtsänderungsgesetzes am 1. März<br />

1994 der Standard-Mietzins war und eine starre Regelung der<br />

Mietzinse vorsah sowie wenig individualistisch auf die einzelnen<br />

Wohnungen und ihre oft unterschiedlichen Ausstattungen<br />

eingehen konnte, ist mittlerweile ebenfalls weitgehend<br />

Geschichte.<br />

MIETVORSCHREIBUNG. Der Richtwertmietzins ist nunmehr der für<br />

den Großteil der Wohnungen anwendbare Mietzins. Es gibt zwar<br />

eine Vielzahl an Ausnahmen und dann ist – in Ausnahmefällen<br />

auch für Wohnungen – der angemessene Mietzins heranziehbar.<br />

Generell ist zu bemerken, dass der Richtwertmietzins mit seinem<br />

System eines auf Basis des geltenden Richtwertes (für Wien<br />

derzeit netto EUR 4,73 pro Quadratmeter und Zu- und Abschlägen<br />

je nach unterschiedlicher Lage und Ausstattung der Wohnung)<br />

eine mittlerweile 15-jährige Erfolgsgeschichte hinter sich<br />

hat. Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Richtwertgesetzes<br />

gab es in der juristischen Fachliteratur eine Vielzahl an Skeptikern<br />

und Kritikern. Diese haben den Richtwertmietzins als wenig<br />

praktikabel und kaum vorhersehbar gesehen. Das Gegenteil<br />

hat sich im Laufe der Jahre bewahrheitet. Durch den Sockelbetrag<br />

des pro Bundesland veröffentlichten Richtwertes und die<br />

Zu- und Abschläge zum Richtwert ist es möglich, einen individuellen<br />

Mietzins für die jeweilige Wohnung und Wohnumgebung<br />

festzulegen.<br />

Es besteht eine reichhaltige Judikatur, welcher die zuschlagsrelevanten<br />

Sachverhalte genauso entnommen werden können<br />

wie die für Abschläge zum Richtwert maßgeblichen Fakten.<br />

Näheres finden Sie im Fachbuch „Der Mietzins“. Mag. Franz<br />

Strafella, ein gerichtlich beeideter und zertifizierter Immobiliensachverständiger,<br />

und RA Dr. Erich René Karauscheck haben<br />

auf 245 Seiten in einer auf den Mietzins beschränkten Monografie<br />

den Mietzins in all seinen Facetten analysiert. Das Buch ist<br />

im Linde Verlag erschienen – http://www.lindeverlag.at/titel-0-0/<br />

der_mietzins-3874/. �<br />

Der Autor<br />

Dr. Erich René Karauscheck ist ein<br />

auf Immobilienrecht spezialisierter<br />

Partner der Themmer, Toth & Partner<br />

Rechtsanwälte GmbH<br />

1010 Wien, Biberstraße 15<br />

Tel. 01/515 06, Fax 01/515 06-16<br />

erich.karauscheck@ttplaw.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 63


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

FOTO: MONSTER WORLDWIDE AUSTRIA<br />

AUSLANDSPRAXIS<br />

Sprungbrett für<br />

Karrieren<br />

Barbara Wiesinger. MitarbeiterInnen von<br />

Monster Worldwide Austria bietet sich<br />

durch Auslandserfahrung die Chance, ihre<br />

Flexibilität sowie interkulturelle Kompetenz<br />

unter Beweis zu stellen.<br />

�� Auslandserfahrung kann ein Laufbahn-Turbo<br />

sein. Wer die Grenzen überschritten<br />

hat, wird bei Personalisten<br />

gerne gesehen, denn internationale Erfahrungen<br />

sind gefragt. Auch in Österreich<br />

steigt die Begehrlichkeit in Richtung<br />

fremder Hemisphären: 46 Prozent<br />

wollen einige Jahre im Ausland arbeiten,<br />

fand das Online-Karriereportal Monster<br />

heraus. 22 Prozent kennen bereits beruflichen<br />

Ortswechsel und möchten jene<br />

Erfahrung wiederholen. Immerhin 29<br />

Prozent der befragten Arbeitnehmer<br />

bleiben lieber zu Hause.<br />

Was keineswegs immer die beste Idee<br />

sein muss. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

bietet sich so die Chance, ihre<br />

Flexibilität sowie interkulturelle Kompetenz<br />

unter Beweis zu stellen. Dazu kommen<br />

die Fremdsprachkenntnisse“, erklärt<br />

Barbara Wiesinger, Country Ma na-<br />

ger & Sales Director bei Monster World-<br />

wide Austria. „Ein solcher Aufenthalt ist<br />

oft ein Sprungbrett für die Karriere im<br />

Inland. Nicht nur multinationale Firmen<br />

profitieren von diesem Personal.“<br />

64 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

NEWS<br />

TEXT CHRISTIAN PRENGER<br />

EFFIZIENTE ENERGIE<br />

Unter Strom<br />

Die Zukunft der Energie hat begonnen. ABB und T-Systems entwickeln gemeinsam Lösungen<br />

für intelligente Stromnetze.<br />

�� Auf in die Power-Zukunft! Der Spezialist für Energie- und Automationstechnik<br />

ABB und T-Systems entwickeln Lösungen für intelligente Stromnetze. Angestrebt<br />

werden die Transparenz des Verbrauchs sowie seine Steuerung. So genannte<br />

Smart Grids gelten als Basis, um erneuerbare Energien optimal zu integrieren.<br />

Diese Objekte liefern alle für automatisierte Steuerung erforderliche Information<br />

in Echtzeit via Datennetze. Kunden können dann mit intelligenten Zählern den<br />

Verbrauch messen.<br />

So lassen sich weiters künftig selbst einzelne Geräte ansprechen und ermöglichen<br />

selbst bei Abwesenheit des Kunden die Nutzung von Billigpreisen. Versorger wären<br />

in der vielversprechenden Lage, über Tarifsignale Abnehmer zu motivieren, überschüssigen<br />

Strom zu konsumieren.<br />

MOBILE APPS<br />

Handy-Investment<br />

��Sie sind ein Trend der Stunde und faszinieren<br />

auch Manager: Mobile Apps. 92<br />

Prozent der Führungskräfte in IT-, Kommunikations-<br />

und Medienunternehmen<br />

werten Strategien für Mobile Applications<br />

als geschäftskritisch, analysierte das<br />

Marktforschungsinstitut Economist Intelligence<br />

Unit im Auftrag des IT-Spezia listen<br />

Oracle. Ein Großteil hat bereits in den Aufbau<br />

investiert oder möchte auf den Startknopf<br />

drücken. Nur fünf Prozent halten<br />

solche Überlegungen für nicht sinnvoll. Arturo Pereyra, Director Marketing and Business<br />

Development bei Oracle Communications: „Die Branchen IT, Kommunika tion und<br />

Medien wachsen zusammen. Die entstehenden neuen Herausforderungen erfordern<br />

neue Geschäftsmodelle und Einführung mobiler Applikationen. Können die Hürden<br />

erfolgreich genommen werden, warten loyale, gut betreute sowie gewinnbringende<br />

Kunden.“<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: ABB<br />

FOTO: ORACLE


FINANZDIENSTLEISTER<br />

FOTO: DEVOLO GRAFIK: MARKETAGENT.COM<br />

Gute Stimmung, kritische Haltung<br />

Die Stimmung bei Finanzdienstleistern bessert sich, die Zukunftsaktie Optimismus steigt im Kurs.<br />

��Die dunklen Wolken verziehen sich langsam.<br />

Eine Studie von Marketagent.com in<br />

Kooperation mit dem Finanz-Marketing<br />

Verband Österreich signalisiert Hoffnung:<br />

Finanzdienstleister sehen Licht am Konjunkturhorizont.<br />

Rund ein Drittel schätzt<br />

die gegenwärtige wirtschaftliche Situation<br />

für die Branche als sehr oder eher gut ein.<br />

Rund 47 Prozent der Entscheidungsträger<br />

meinen, dass die Branche das Schlimmste<br />

überstanden hat. Trotzdem sagen neun<br />

MAI/JUNI 2010<br />

von zehn, dass die Talfahrt weiter zu großen<br />

strukturellen Veränderungen in der<br />

Branche führen wird. Konsequenzen gibt<br />

es auch im psychologischer Hinsicht. 95<br />

Prozent schätzen das verlorene Grundsatzvertrauen<br />

der Banken als sehr oder eher<br />

hoch ein. Weitere 67 Prozent sind überzeugt,<br />

dass diese Konsequenz zur Verhaltensänderung<br />

der Kunden geführt hat, die<br />

sich jetzt in erster Linie in einer kritischen<br />

Einstellung äußert.<br />

POWERLINE-MARKT<br />

Vernetztes<br />

Zuhause<br />

��Networking in den eigenen vier Wänden:<br />

devolo, Anbieter von Powerlinebasierten<br />

Netzwerklösungen,registriert<br />

den globalen Trend zur Heimvernetzung.<br />

Die Basis bilden neue internetfähige TV-Geräte. Fast jeder bekannte Hersteller<br />

bietet Flachbildmodelle, die auch Web-Clips wiedergeben. Anderer digitaler Content<br />

wie Fotos lässt sich ebenso auf der Mattscheibe darstellen. Irgendwo stehen dann<br />

noch eine webfähige Spielkonsole, der Drucker und natürlich der Computer – das<br />

alles sollte verbunden sein für ein multimediales Miteinander mit vielen Nutzungsoptionen.<br />

Spätestens jetzt machen sich bei wenig routinierten Usern Gedanken an<br />

einen Techno-Horrortrip breit. devolo verspricht Stressabbau mit Plug & Play à la<br />

dLan (Direct Local Area Network): Über Powerline wird die bestehende Stromleitung<br />

als Netzwerkkabel genutzt. dLAN 200 AV überbrückt dabei Längen bis zu 300 Metern,<br />

der Speed reicht bis 200 Mbit/s. Solche Systeme sind geeignet für effektiven<br />

Datentransfer in Häusern sowie Wohnungen.<br />

ERSTE BANK UND OMV<br />

Geld tanken<br />

Sprit für Standorterweiterung sowie neue<br />

Kunden. Erste Bank und Sparkassen verwandeln<br />

OMV-Tankstellen in Finanzplätze.<br />

�� Bitte einmal volle Geldbörse! Die<br />

OMV-Tankstellen mit VIVA-Shops ergänzen<br />

ihr Serviceangebot um Leistungen<br />

von Erste Bank und Sparkassen. Damit<br />

ist deren Standortnetz um rund 170<br />

neue „Filialen“ erweitert, wo Bankomaten<br />

bereitstehen oder eine Sparkarte mit<br />

einem Zinssatz von 2,25 Prozent auf<br />

24 Monate vertrieben wird.<br />

Das Ziel sind nicht zuletzt Neukunden.<br />

„Die OMV ist nicht nur Tankstelle, sondern<br />

ein kleiner Supermarkt. Außerdem<br />

werden die Menschen immer mobiler“,<br />

weiß Peter N. Thier, Sprecher der Erste<br />

Bank der österreichischen Sparkassen.<br />

Erfahrung mit solchen Projekten besteht:<br />

Vor einem Jahr wurden via<br />

Tchibo/Eduscho 16.000 Sparkarten in<br />

kurzer Zeit verkauft. Skepsis, ob Benzingeruch<br />

und Finanzimage zusammenpassen,<br />

kontert Thier: „An einigen Standorten<br />

wurden nach wenigen Wochen<br />

bereits Umsätze von 500.000 Euro erzielt.<br />

Vor allem Wirte, Trafikanten oder<br />

die Tankwarte zahlen Einnahmen auf<br />

der Heimfahrt gleich ein.“<br />

FOTO: FISCHKA.COM<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 65


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

FOTO: EMC<br />

SICHERE IT<br />

Schutz vor<br />

Trojanern<br />

Sicherheit. Gefährliche Schadprogramme<br />

aus dem Netz erfordern auch bei<br />

Konzepten wie Cloud Computing den Bezug<br />

von Services und Software aus externen<br />

Quellen sowie brauchbare Sicherheitsdienste<br />

für Firmen.<br />

��Die Angst der Betriebe vor E-Kriminalität<br />

hat der Sicherheitsindustrie einen<br />

boomenden Wachstumsmarkt beschert.<br />

Immer neue Angebote versprechen Entscheidern<br />

noch bessere, noch effizientere<br />

Absicherung. Jetzt offeriert RSA,<br />

The Security Divi sion der IT-Firma EMC,<br />

mit dem RSA CyberCrime Intelligence<br />

Service eine global verfügbare Dienstleistung.<br />

Dabei werden die von Trojanern und anderen<br />

Programmen befallenen Systeme<br />

und Daten identifiziert. Später erfolgt<br />

eine sofort umsetzbare Handlungsempfehlung.<br />

Der Inhalt soll IT-Profis noch<br />

mehr Verständnis für Risiken bringen.<br />

Sie können so Lecks schließen und Kontrolle<br />

optimieren.<br />

Denn raffinierte Späher wie der Zeus-<br />

Trojaner erfassen viele Sektoren von allgemeinen<br />

Dokumenten bis hin zu Betriebsgeheimnissen.<br />

RSA-Experte Uri Rivner: „Robuste<br />

Schädlinge werden in weniger als der<br />

Hälfte der Fälle gefunden. Wir schätzen,<br />

dass sich die Zahl der infizierten<br />

Systeme durch solche Trojaner zwischen<br />

2008 und 2009 mittlerweile verzehnfacht<br />

hat.“<br />

66 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

NEWS<br />

BIO-WACHSTUM<br />

Gesunder Verdienst<br />

OUTPLACEMENT<br />

Saubere<br />

Trennung<br />

FOTO: BIO AUSTRIA<br />

���Die neue Sensibilität betreffend Umweltschutz und Nachhaltigkeit öffnet auch<br />

Geldbörsen. Der Bio-Umsatz in Österreich erreichte im Vorjahr das Rekordhoch von<br />

984,2 Millionen Euro, vermeldet das Netzwerk Bio Austria. Die Branche konnte Zuwächse<br />

von bis zu 15 Prozent ernten. Dabei verzeichneten Bio-Fachgeschäfte, Bio-<br />

Supermärkte und Reformgeschäfte mit Bio-Anteil ein geringfügiges Wachstum. Ein<br />

sehr erfolgreiches Jahr erlebte Außer-Haus-Verpflegung. Lieferanten für Großküchen,<br />

Kantinen, Gastronomie und Hotellerie konnten ihre Umsätze um etwa 15 Prozent<br />

pushen. In der bäuerlichen Direktvermarktung wurde ein Plus zwischen 5 und<br />

10 Prozent registriert. Während der Milchbereich im Außenhandel abermals einen<br />

Rückgang einstecken musste, vermeldeten Exporteure aus den Bereichen Speisegetreide,<br />

Trockensortimente, Obst und Wein Umsatzsteigerungen im zweistelligen<br />

Bereich. Insgesamt bleibt Bio also ein gesunder Hofffnungsträger.<br />

��Es ist ein heikler Moment: Die Kündigung<br />

ist fix. Gerade in Krisenzeiten<br />

kommt es vermehrt zu solchen Situationen,<br />

Fragen nach dem „Wie“ tauchen auf.<br />

Spätestens zu diesem Zeitpunkt bricht in<br />

Chefetagen leichtes Unbehagen los. Outplacement<br />

soll Abhilfe schaffen.<br />

Das neue Angebot des Personaldienstleisters DIS AG etwa umfasst individuelle Beratung:<br />

„Eine Standortanalyse des Mitarbeiters hinsichtlich Qualifikationen, Rahmenbedingungen<br />

und daraus resultierender Neuorientierung stellen die Basis dar“, erklärt Patrizia Reiger,<br />

Niederlassungsleiterin Finance. Dazu kommen die Erarbeitung des Karriereziels inklusive<br />

finanzieller Erwartungen, Arbeitsort oder Beschäftigung. Dann startet die aktive<br />

Unterstützung bei der Jobsuche, etwa durch Tipps für Bewerbungsgespräche. Reiger: „Wie<br />

man die Trennung gestaltet, hat nachhaltige Auswirkungen auf verbleibendes Personal und<br />

das Image.“<br />

MAI/JUNI 2010<br />

FOTO: DIS AG


INVESTITIONSOFFENSIVE<br />

Real Invest Austria investiert in neue Immobilien<br />

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FONDSVOLUMEN. Der Real Invest Austria, das<br />

Flaggschiff der Bank Austria Real Invest<br />

und heimischer Marktführer unter den<br />

Offenen Immobilienfonds, hat in den vergangenen<br />

Wochen im Rahmen einer Investitionsoffensive<br />

neun neue Objekte im<br />

Wert von rund 140 Millionen Euro erworben.<br />

Fünf Kleinobjekte wurden aus Optimierungsgründen<br />

zu attraktiven Preisen<br />

veräußert. Per 30. April 2010 beträgt der<br />

Gesamtwert der im Real Invest Austria<br />

enthaltenen Immobilien rund 960 Millionen<br />

Euro. Das Fondsvolumen belief sich<br />

per Ende April auf rund 1,32 Milliarden<br />

Euro. Gerhard Dreyer, Sprecher der Geschäftsführung<br />

der Bank Austria Real Invest:<br />

„Um unseren Anlegern langfristig die<br />

gewohnt solide Asset Allocation zu bieten,<br />

haben wir den Wohn- und Infrastrukturanteil<br />

unseres Immobilienportfolios weiter<br />

erhöht. Die neun neuen Objekte entsprechen<br />

unseren hohen Qualitätsstandards<br />

und fügen sich hervorragend in das einzigartige<br />

Produktkonzept des Real Invest Austria<br />

ein. Wir setzen hauptsächlich auf<br />

wertstabile Wohn<strong>immobilien</strong> und ergänzen<br />

diese mit Infrastrukturobjekten wie<br />

Seniorenzent ren, Kindergärten und Schulen.<br />

Das kons tant hohe Anlegerinteresse<br />

zeigt, dass unsere konservative Veranlagungsphilosophie<br />

honoriert wird.“<br />

FOKUS AUF WOHNIMMOBILIEN. Dank der Investitionen<br />

konnte das Segment Wohnen im<br />

Fonds um rund 40.000 Quadratmeter erweitert<br />

werden. Die neuen Objekte befinden<br />

sich in Wien. Sieben Liegenschaften<br />

beinhalten schwerpunktmäßig Wohnnutzung<br />

im geförderten Bereich. Außerdem<br />

wurde an Wiens größtem Biotechnologiestandort,<br />

am Campus Vienna Biocenter, in<br />

ein Forschungs- und Laborgebäude investiert.<br />

Das attraktive Immobilienpaket wird<br />

durch die Seniorenresidenz Tivoli im 12.<br />

Wiener Gemeindebezirk komplettiert. Das<br />

unmittelbar neben dem Schlosspark von<br />

Schönbrunn im Grünen gelegene Objekt<br />

zeichnet sich durch die großzügige Parkanlage<br />

und die gute Anbindung an das<br />

MAI/JUNI 2010<br />

Biocenter. Das Gebäude gehört zu den neun neuen Objekten, welche für den<br />

Bank Austria Real Invest um rund 140 Millionen Euro erworben wurden.<br />

öffentliche Verkehrsnetz aus. Dreyer: „Die<br />

risikoarme Veranlagungsstrategie des Real<br />

Invest Austria in wertstabile, ausschließlich<br />

österreichische Immobilien mit dem<br />

<strong>Fokus</strong> auf die Segmente Wohnen und Infrastruktur<br />

wurde durch diese Zukäufe optimal<br />

umgesetzt. Darüber hinaus haben<br />

wir im Zuge der laufenden Portfoliooptimierung<br />

im Sinne der Anleger fünf Kleinobjekte<br />

im Wert von rund 15 Millionen<br />

Euro zu sehr guten Preisen verkauft.“<br />

PIPELINE AUCH 2010 GUT GEFÜLLT. In den nächsten<br />

Monaten sind weitere Transaktionen<br />

geplant. Der <strong>Fokus</strong> liegt auch künftig auf<br />

wertstabilen österreichischen Wohn<strong>immobilien</strong><br />

mit nachhaltigen Ertragschancen.<br />

Möglichkeiten, das Portfolio weiter zu<br />

optimieren und Verkaufsgelegenheiten<br />

wahrzunehmen, werden laufend geprüft.<br />

Dreyer: „Mit den zuletzt getätigten Investitionen<br />

haben wir einen wichtigen<br />

Schritt in die Zukunft des Real Invest<br />

Austria gesetzt. Wir arbeiten aktiv und mit<br />

Nachdruck an weiteren Optimierungsmaßnahmen<br />

für unser Immobilienportfolio<br />

und somit an der positiven Entwicklung<br />

des Fonds.“<br />

REAL INVEST AUSTRIA IST TOP. Der Real Invest<br />

Austria investiert im Rahmen einer<br />

grundsoliden Veranlagungsstrategie ausschließlich<br />

in österreichische Immobi lien.<br />

Rund 60 Prozent des Fondsvermögens bilden<br />

wertstabile Wohn- und Infrastrukturobjekte<br />

wie Schulen und Kindergärten. Der<br />

Real Invest Austria ist in einer Stückelung<br />

von zehn Euro erhältlich und ist mit einem<br />

Gesamtvolumen von rund 1,32 Milliarden<br />

Euro und einem Marktanteil von 61,7 Prozent<br />

(Quelle: VÖIG per 30. April 2010) die<br />

unangefochtene Nummer eins im Segment<br />

der Offenen Immobilienfonds. Die Bank<br />

Austria Real Invest ist der Immobilienfondsspezialist<br />

der zur UniCredit Group<br />

gehörenden Bank Austria. �<br />

Die veröffentlichten vollständigen und vereinfachten<br />

Prospekte des genannten Fonds in der aktuellen<br />

Fassung inklusive sämtlicher Änderung seit<br />

Erstverlautbarung (20. 11. 2003 im Amtsblatt zur<br />

Wr. Zeitung) stehen den Interessenten in elektronischer<br />

Form auf www.realinvest.at sowie bei der<br />

Bank Austria Real Invest Immobilien-Kapitalanlage<br />

GmbH, Lassallestraße 5, 1020 Wien, kostenlos zur<br />

Verfügung.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 67


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

68 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT ALEXANDER SCHEUCH<br />

FOTOS HÜBL & PARTNER, CPI IMMOBILIEN<br />

Breites Angebot von<br />

Low Budget bis High-End<br />

Vorsorgewohnungen<br />

Ein Thema, zu dem die maßgeblichen Marktteilnehmer teils stark divergierende<br />

Zugänge haben und Einschätzungen treffen.<br />

Hübel & Partner – www. huebl-partner.com CPI Immobilien – www.cpi.co.at<br />

AUSGANGSBASIS. Zumindest in einigen<br />

Punkten sind sich die wichtigsten Anbieter<br />

einig. Aus allen in den letzten Wochen<br />

geführten Gesprächen geht sinngemäß<br />

hervor, dass für den Erfolg dieser Veranlagungsform<br />

die Orientierung nach den Bedürfnissen<br />

des Mietermarktes und nicht<br />

zwingend nach den Ansichten und Annahmen<br />

des Käufers, der unter Umständen<br />

das Objekt gar nicht oder zumindest<br />

nicht in naher Zukunft selbst zu nutzen<br />

gedenkt, entscheidend sei.<br />

MIETER. Einige Anbieter tendieren dazu,<br />

bewusst das breite Mieterpublikum abdecken<br />

zu wollen, und fokussieren daher<br />

auch eher auf mittelpreisige Lagen sowie<br />

auf Wohnungsgrößen im Bereich von<br />

2- bis 3-Zimmer Wohnungen. Unternehmen<br />

wie etwa die CPI Immobilien Gruppe<br />

oder die Premium Immobilien AG haben<br />

demgemäß auch bereits in den letzten<br />

Jahren oftmals den vermeintlich mutigen<br />

Ansatz gewählt, in auf den ersten Blick<br />

nicht so attraktive Bezirke zu investieren.<br />

Die für eine rasche und langfristige Vermietung<br />

optimale Größe liege in etwa zwischen<br />

60 und 75 m 2 Wohnfläche, schildern<br />

uns Robert Horinka und Gernot<br />

Wetzel von CPI ihre Erlebnisse. Premium-<br />

Vorstand Mag. Walter Wittmann ergänzt,<br />

dass man vor einigen Jahren auch nicht<br />

gedacht hätte, wo überall eine U-Bahn<br />

fahren wird, und sieht daher weiters auch<br />

Potenziale im Bereich der Stadterweiterung,<br />

wo sich viele Lagen sehr gut entwickeln<br />

sollten. Hier kommen folglich<br />

zentrale Lagen in Wien 21 und Wien 22<br />

ins Spiel, wo ganze Regionen erhebliche<br />

Impulse erfahren werden, beachtet man<br />

die zahlreichen Projekte, aber auch öffentlichen<br />

und infrastrukturellen Einrichtungen,<br />

die sich in der „Pipeline“ befinden.<br />

Einer der Marktkenner und Vorreiter<br />

diesbezüglich ist das Unternehmen Hübl<br />

& Partner, das sich mit seinen Projekten<br />

eher am Top-Ende der angebotenen Bandbreite<br />

orientiert, insbesondere hinsichtlich<br />

Ausstattung und Nebenleistungen.<br />

Das aktuelle Vorsorgewohnungsprojekt<br />

„Park Apartments Ogugasse“, drei Gehminuten<br />

vom Donauzentum und der U1<br />

entfernt, bietet Designerwohnungen mit<br />

großzügig gestalteten Balkonen, Terrassen<br />

und Loggien. Mag. Erwin Hübl erläutert<br />

in unserem Gespräch, dass dieses Gebäude<br />

über eine technologische Ausstat-<br />

tung verfüge, die „die Zukunft ins Heute<br />

holt“. Solartechnik, Elektrotankstellen<br />

bei jedem Pkw-Garagenstellplatz und<br />

MAI/JUNI 2010


Videosprechanlagen gehören ebenso zur Ausstattung wie<br />

Rauchwarnmelder und Kabel-TV-Anschluss in allen Wohnräumen.<br />

Zusätzlich werden das Entree und die Schwimmhalle mit<br />

einem jeweils 24 m² großem Wandbild des Künstlers Robert<br />

Zilasco gestaltet, was Besuchern des Hauses dessen Exklusivität<br />

vermittelt. Hinsichtlich der bisherigen Erkenntnisse auch<br />

zu den realisierbaren Miethöhen berichtet Hübl: „Die Erfahrung<br />

mit unserem Projekt in der Attemsgasse, welches im Jahr<br />

2003 mit 138 Wohneinheiten fertiggestellt wurde und durchschnittliche<br />

Mieterträge von bis zu 13 Euro Nettomiete pro<br />

Quadratmeter erzielt, bestätigt unsere Entscheidung, ein weiteres<br />

außergewöhnliches Vorsorgewohnprojekt im 22. Bezirk<br />

zu errichten.“ Nicht nur viele Anbieter spezialisieren sich auf<br />

bestimmte „Lieblingslagen“ oder einen bevorzugten Projekttypus<br />

(wie etwa auch Neubau versus revitalisierter Altbau),<br />

auch die Mieter und Käufer von Vorsorgewohnungen haben<br />

hier durchaus „traditionelle“ Motive. So berichten uns etwa<br />

Michael Wenzl und Claudia Jerabek von Sedlak Immobilien,<br />

dass sie deshalb in unterschiedlichen Bezirken Objekte entwickeln,<br />

weil es viele Menschen gebe, die in „ihrem Bezirk“<br />

bleiben möchten, selbst wenn sie dies aus reinem Investmentgedanken<br />

sehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Die meisten Anbieter<br />

bestätigten uns in den Gesprächen – ungeachtet deren sehr<br />

abweichenden Präferenzen – von einem Anstieg oder zumindest<br />

einer hohen Konstanz der Nachfrage nach grundbücherlich<br />

orientierten Investitionen, wobei der Sicherheitsgedanke<br />

erfreulicherweise immer mehr gegenüber vermeintlich großen<br />

steuerlichen Vorteilen im Vordergrund steht.<br />

STEUER. Die Verlockung der Möglichkeit, Anfangsverluste in Zusammenhang<br />

mit dem Erwerb der Vorsorgewohnung (Fremdkapitalzinsen,<br />

Werbungskosten, Renovierungsaufwendungen und<br />

Abschreibungen) steuerlich geltend zu machen bzw. mit anderen<br />

positiven Einkünften zum Zweck der Senkung der Gesamtsteuer-<br />

belastung auszugleichen, darf nicht über den Umstand hinwegtäuschen,<br />

dass die Vermietung in „abseh barer“ Zeit (konkret 20<br />

Jahre ab Beginn der Vermietung) einen Gesamtüberschuss erwarten<br />

lassen muss. Laut Einschätzung von Mag. Gerhard Posautz<br />

von BDO Austria verlangt das Finanzamt häufig schon im<br />

ersten Jahr der Vermietung bei Geltendmachung von Verlusten<br />

eine plausible Prognoserechnung. Posautz empfiehlt, in dieser<br />

Prognoserechnung vernünftige Annahmen zur Entwicklung der<br />

Mieterlöse, der Betriebskos ten und zu allfälligen Leerstandszeiten<br />

zu treffen und nicht die Finanzierung (Eigenkapitalanteil,<br />

Art der Finanzierung) so zu gestalten, dass die zeitliche Grenze<br />

der erwähnten 20 Jahre ohne „Sicherheitspuffer“ völlig ausgereizt<br />

wird. Betreffend die Umsatzsteuer gilt, dass der Wohnungseigentümer<br />

durch die Vermietung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes<br />

vom Finanzamt als Unternehmer betrachtet wird und<br />

folglich vorsteuer abzugsfähig ist. Dadurch vermindern sich für<br />

den Käufer die Anschaffungskosten der Vorsorgewohnung um<br />

die darin enthaltene Umsatzsteuer. Der wesentliche „Charme“<br />

dieser Inves tition liegt daher zusammenfassend nach Einschätzung<br />

von Anbietern und Rechtsexperten (neben den anderen<br />

erwähnten Punkten wie Sicherheit oder Wertsteigerungspotenzial)<br />

wohl eher in der angeführten Realisierung des Nettokaufpreises<br />

als in „kreativen“ steuerlichen Ansätzen oder in ausgereizten<br />

und demgemäß unsicheren Prognoserechnungen. �<br />

MAI/JUNI 2010<br />

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Aktuelle Projekte am Markt – eine Auswahl<br />

Vorsorgewohnungen – Überblick<br />

CPI Immobilien AG<br />

www.cpi.co.at<br />

Hübl & Partner<br />

www.huebl-partner.com<br />

Dr. Jelitzka + Partner<br />

Immobilien<br />

www.jpi.at<br />

Raiffeisen Vorsorgewohnung<br />

www.raiffeisenvorsorgewohnung.at<br />

1030 Wien, Adamsgasse 1, generalsaniertes Zinshaus in der Nähe zum<br />

Prater, 3 Wohnungen und 2 Dachgeschoßwohnungen, bezugsfertig,<br />

Wohnungsgrößen 70 – 85 m 2 .<br />

1030 Wien, Erdbergstraße 95, zentral gelegenes und revitalisiertes Gründerzeithaus,<br />

7 befristet vermietete Anlagewohnungen, Wohnungsgrößen 30 –100 m 2 .<br />

1050 Wien, Arbeitergasse 19, befristet vermietete Anlagewohnungen in<br />

generalsaniertem Stilzinshaus, 6 Wohnungen, 2 Terrassenwohnungen,<br />

Wohnungsgrößen 42 – 85 m 2 .<br />

1180 Wien, Anastasius-Grün-Gasse 7, generalsanierter und revitalisierter<br />

Stilaltbau in der Nähe zum AKH, 3 topsanierte befristet vermietete<br />

Anlagewohnungen, Wohnungsgrößen 85 – 95 m 2 .<br />

1180 Wien, Sternwartestraße 8, Anlagewohnungen in generalsaniertem<br />

Jahrhundertwendehaus in der Nähe zum Währinger Park, 5 Wohnungen und<br />

2 Dachterrassenwohnungen, befristet vermietet, Wohnungsgrößen 33 – 98 m 2 .<br />

1220 Wien, Park-Appartements Ogugasse, 67 Wohnungen,<br />

ausgezeichnete Infrastruktur und Verkehrsanbindung, direkte Parklage,<br />

hochwertige Ausstattung, Fertigstellung 2011.<br />

1140 Wien, Matzingerstraße 15, verfügbare Wohnungsgrößen 60 – 83 m 2 ,<br />

Garage, Terrasse oder Loggia, direkte Verkehrsanbindung und gute Infrastruktur.<br />

1120 Wien, Rauchgasse 24, bei Meidlinger Hauptstraße, 2-Zimmer-Wohnungen<br />

schlüsselfertig mit Küche; Terrassen, Balkone, Tiefgarage.<br />

1150 Wien, Preysinggasse 31, beim Kaiserin Elisabeth Spital und Meiselmarkt,<br />

Top-Wohnungen ab 45 m 2 schlüsselfertig, Gärten, Terrassen und Balkone,<br />

Tiefgarage im Haus.<br />

Die nächsten JPI-Vorsorgewohnungsprojekte: 1030 Wien, Modenapark,<br />

1070 Wien, bei Mariahilfer Straße, sowie 1090 Wien, beim Schlickplatz.<br />

1030 Wien, Sechskrügelgasse 4, Wohnungsgrößen 46 – 93 m 2 ,<br />

Balkon/Loggia, Terrassen, Garten, Innenstadtnähe, Fertigstellung 2011.<br />

1030 Wien, Erdbergstraße 17, 53 Wohnungen, Fertigstellung 2011.<br />

70 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

MAI/JUNI 2010


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�Seit 2005 besitze ich eine Eigentumswohnung von<br />

Hübl & Partner, die ich selbst nütze. Ich fühle mich<br />

in dieser Wohnhausanlage sehr wohl, deshalb habe ich<br />

im Herbst 2009 zu Anlagezwecken auch eine Vorsorgewohnung<br />

von Hübl & Partner gekauft.<br />

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�Bereits seit längerer Zeit besitzt meine Stiftung einige<br />

Vorsorgewohnungen von Hübl & Partner. Mit Lage und<br />

Ausstattung der Wohnungen bin ich sehr zufrieden.<br />

Auch die Vermietbarkeit ist hervorragend. Besonders<br />

angenehm ist das angebotene Rundum-Service. Deshalb<br />

bin ich auch daran interessiert, in weitere Vorsorgewohnungen<br />

von Hübl & Partner zu investieren.<br />

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TEXT ALEXANDER SCHEUCH<br />

WIRTSCHAFT / FINANZEN FOTOS GERHARD SCHUSTER<br />

SKYLINK<br />

Die größte Beweissicherung<br />

der Zweiten Republik<br />

Der gerichtlich beeidete Sachverständige zum „Fall SKYLINK“ Prof. Dipl.-Ing.<br />

Dr. Matthias Rant im Gespräch mit FOKUS.<br />

Das Projekt „SKYLINK Flughafen Wien“<br />

ist ein sehr interessantes und architektonisch<br />

anspruchsvolles Projekt, welches in<br />

den letzten Monaten, bedingt durch den<br />

Baustopp, vielfach in den Medien Gegenstand<br />

von Berichten war. Sie haben als<br />

vom Gericht bestellter Sachverständiger<br />

die Beweissicherung für dieses große Pro-<br />

72 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

jekt durchgeführt. Es ist die größte Beweissicherung<br />

der Zweiten Republik und<br />

auch juristisch völliges Neuland. Was können<br />

Sie dazu sagen?<br />

Rant: Das stimmt. Die Beweissicherung<br />

ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Sie<br />

werden daher verstehen, dass ich über<br />

diesen Fall nichts Inhaltliches berichten<br />

kann. Wesentlich ist aber, dass Dokumentationen<br />

und Beweissicherungen von derart<br />

großen Projekten einen Umfang<br />

haben, die neue Methoden, Systeme und<br />

Vorgehensweisen verlangen. Mit den herkömmlichen<br />

Methoden eines Sachverständigen<br />

sind derartige Aufgaben nicht<br />

zu bewältigen.<br />

MAI/JUNI 2010


Wozu braucht man überhaupt solche Beweissicherungen?<br />

Solche Dokumentationen können vielfach<br />

Verwendung finden. Zunächst im Rahmen<br />

einer gerichtlichen Beweis sicherung, um<br />

Streitvermeidungen zu erreichen, weil objektivierte<br />

Grundlagen geschaffen werden<br />

– aber auch um für in einem Teilbereich sich<br />

doch noch ergebende prozessuale Auseinandersetzungen<br />

geeignete Grundlagen und<br />

Urkunden zu haben. Auf der Baustelle wird<br />

ja nun weitergebaut und die Baustellensituation<br />

ändert sich von nun an laufend.<br />

Sie können aber auch für Schlussabrechnungsdokumentationen<br />

sehr nütz-<br />

lich sein, für Pönalefragen,Vergleichsgesprä<br />

che und dergleichen, wie auch noch für<br />

andere Dokumentationszwecke bei neu<br />

entstehenden Projekten.<br />

Was ist das Besondere an solch großen Beweissicherungen<br />

oder Dokumentationen?<br />

Das Besondere ist vor allem, ein derart großes<br />

Mengengerüst an Dokumentationen<br />

MAI/JUNI 2010<br />

nicht nur zu bewältigen, sondern auch so<br />

zu systematisieren und zu organisieren,<br />

dass die Datenmengen leicht verwendbar<br />

werden und keinen „Datenfriedhof“ entstehen<br />

lassen.<br />

Ist die Datenmenge wirklich so groß?<br />

Sie müssen sich das Mengengerüst der<br />

Dokumentation erst einmal vorstellen: Auf<br />

meinem Server sind etwa 140.000 Fotos,<br />

ausgedruckt und hintereinander aufgelegt<br />

zirka 42 Kilometer lang, also ein Marathon.<br />

Meine rund 110 Stunden Filmaufnahmen<br />

entsprechen etwa 220 „Zeit im Bild“-Sendungen.<br />

Ungefähr 25.000 Urkunden wurden<br />

dokumentiert, die – wenn man sie aufstapelt<br />

– etwa so hoch wie ein fünfgeschoßiges<br />

Haus sind. Würde man das Gutachten<br />

ausdrucken, wäre es etwa eine Tonne<br />

schwer, zugestellt an alle Parteien würde<br />

man daher etwa zehn Kleinlastwagen benötigen.<br />

Bei einer solchen Dokumentation für<br />

eine Beweissicherung ist daher eine geeignete<br />

komfortable Software – ich habe für<br />

diese Arbeit vier Softwarepakete entwickelt<br />

– unerlässlich, um mit diesem Material<br />

überhaupt arbeiten und es nützen zu können.<br />

Bei diesem Beweissicherungsverfahren<br />

ist es nunmehr möglich, für jeden der<br />

über 3.000 Räume auf Knopfdruck die entsprechenden<br />

Fotos und Videoclips auf dem<br />

Bildschirm zu haben, sodass der Bau vollständig<br />

und aussagekräftig dokumentiert<br />

ist. Zusätzlich sind viele Sachverhaltsdarstellungen<br />

die Sachverhalte dokumentieren<br />

– viele von diesen haben bis zu 600 Seiten –,<br />

softwaremäßig griffbereit und dokumentieren<br />

zusätzlich zirka 2.400 Örtlichkeiten<br />

des Projekts. Mein Team hat allein auf der<br />

Baustelle etwa 1.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.<br />

Wie geht das?<br />

Ich habe eben eigene Softwarepakete entwickeln<br />

lassen, die einen geordneten und<br />

schnellen Zugriff sogar mit einem Notebook<br />

ermöglichen. Alle Parteien geben ihre<br />

Daten ausschließlich online ein, meine Video-<br />

und Fototeams arbeiten nach gemeinsamen<br />

Vorgaben ihre Aufgaben ab. Meine<br />

Sachverständigen und Fototeams haben<br />

genaue Einsatzpläne. Die Software ermöglicht<br />

dann die Systematisierung und den<br />

schnellen Zugriff auf das Material. Sie müssen<br />

es erst einmal schaffen, auf einen Knopf<br />

zu drücken – zum Beispiel je Raum –, und<br />

alle diesem Raum zugeordneten Fotos,<br />

Videoclips, Urkunden, Pläne und derglei-<br />

chen sind in Sekundenschnelle auf dem<br />

Bildschirm zu sehen, und dies bei Tausenden<br />

von Räumen. Dies ist eine großartige<br />

Hilfe und Erleichterung für die Bearbeitung.<br />

Anders können Sie solche Aufgaben<br />

bei Großprojekten oder größeren Projekten<br />

gar nicht lösen.<br />

Ist dies nicht völliges Neuland bei solchen<br />

Aufgaben?<br />

Sie haben vollkommen recht. Diese größte<br />

Beweissicherung der Zweiten Republik hat<br />

neue Wege erzwungen, sowohl für das Gericht<br />

wie auch für den Sachverständigen.<br />

Diese wurden gefunden, lassen sich für<br />

viele Dokumentationserfordernisse anwenden<br />

und ermöglichen eine neue Dimension<br />

für Beweissicherungen, aber auch<br />

andere Projektdokumentationen. Ich bin<br />

nämlich vom Gericht auch gleichsam mit<br />

dem Projektmanagement dieser Aufgabe<br />

für alle interdisziplinären Fachgebiete beauftragt<br />

worden. Mein Team bestand aus<br />

vielen Sachverständigen aus verschiedenen<br />

Fachgebieten und war bis zu 25 Mitarbeiter<br />

groß.<br />

Besten Dank für das Gespräch. �<br />

ZUR PERSON<br />

Prof. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rant<br />

Past-Präsident des Europäischen<br />

Sachverständigenverbandes (Euroexpert)<br />

sowie Präsident des Österreichischen<br />

Sachverständigenverbandes.<br />

Gerichtlich zertifizierter Sachverständiger<br />

und RICS; Aktionär und Aufsichtsrat in<br />

maßgeblich börsennotierten Immobilienund<br />

Industrieunternehmen sowie<br />

Gesellschafter <strong>immobilien</strong>orientierter<br />

Consulting-Unternehmen, die unter anderem<br />

im Ausland tätig sind.<br />

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Prof. Matthias Rant ist darüber hinaus<br />

Maler und stattet Büros und Ordinationen<br />

mit vermieteten Bilder aus.<br />

www. matthiasrant.com<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 73


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

74 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT ALEXANDER SCHEUCH<br />

FOTOS 4A ARCHITEKTEN GMBH, OLN, BOA FÜR BUS ARCHITECTUR<br />

Immobilien mit<br />

Mehrwert entwickeln<br />

Steigerung der Lebensqualität<br />

Die Wien Holding realisiert aktuell 15 große Immobilienprojekte –<br />

von der Neuen Therme Wien bis zum neuen Wirtschaftspark in Breitensee.<br />

Therme Wien. Unter dem Titel „Neue Therme Wien“ entsteht in Oberlaa ein komplett neuer Thermenkomplex inklusive eines<br />

Gesundheitszentrums für den Bewegungs- und Stützapparat (Therme Wien Med). Die Neue Therme Wien wird noch heuer eröffnet.<br />

WEITBLICK. Die Wien Holding zählt heute<br />

zu den wichtigsten Immobilienentwicklern<br />

in Wien. Derzeit realisiert der Konzern<br />

gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen<br />

und Partnern rund 15<br />

große Immobilienprojekte. Die Wien<br />

Holding entwickelt oder betreibt Büro-,<br />

Gewerbe oder Spezial<strong>immobilien</strong> in den<br />

Bezirken 1, 2, 3, 10, 14, 15, 18,19 und 22<br />

bzw. ist an den jeweiligen Gesellschaften<br />

beteiligt. Mit ihren Immobilienprojekten<br />

treibt die Wien Holding maßgeblich<br />

die dynamische Entwicklung der Stadt<br />

voran. „Unsere Aufgabe ist es, Immobilien<br />

mit Weitblick zu entwickeln und damit<br />

einen Mehrwert für die Menschen zu<br />

schaffen. Uns geht es immer darum, dass<br />

das Umfeld und die Menschen vor Ort<br />

profitieren, zum Beispiel durch die Verbesserung<br />

der Infrastruktur und die Steigerung<br />

der Lebensqualität, die mit unseren<br />

Immobilienprojekten untrennbar<br />

verbunden sein müssen“, so Wien Holding-Geschäftsführerin<br />

Dipl.-Ing. in Sigrid<br />

Oblak. Eines der größten aktuellen<br />

Projekte der Wien Holding ist der Bau<br />

der Neuen Therme Wien, der noch im<br />

Jahr 2010 ins Finale geht. Auf dem Areal<br />

der Therme Oberlaa entsteht eine völlig<br />

neue Thermen- und Wellnesswelt mit<br />

einer Fläche von 75.000 Quadratmetern.<br />

VOM PALAIS HANSEN BIS ZUM WIRTSCHAFTSPARK<br />

BREITENSEE. Die Wien Holding ist auch an<br />

der Palais Hansen Immobilienentwicklung<br />

GmbH beteiligt, die das Palais revitalisiert<br />

und zu einem Luxushotel der<br />

Kempinski-Gruppe umbaut. Unter dem<br />

Titel „Wirtschaftspark Breitensee“ ent-<br />

MAI/JUNI 2010


STAR22. In Stadlau entsteht auf dem<br />

ehemaligen Betriebsgelände der<br />

Waagner Biro bis zum Jahr 2014 ein<br />

Gebäudekomplex, der unter anderem ein<br />

Businesscenter, ein Einkaufscenter im<br />

Erdgeschoß, ein geriatrisches Pflegeheim<br />

der Caritas und das Student Hostel<br />

BASE22 beherbergen wird.<br />

steht im 14. Bezirk bis 2012 ein attraktiver<br />

Komplex mit Wohnungen, Büros,<br />

Lager und Werkstätten vor allem für Betriebe<br />

aus der Kreativwirtschaft. Im 22.<br />

Bezirk wird das Projekt STAR22 in Angriff<br />

genommen. Auf dem ehemaligen<br />

Areal der Waagner Biro Werke wird bis<br />

zum Jahr 2014 ein neuer Gebäudekomplex<br />

mit Büros, Gewerbeflächen, Wohnungen<br />

und Nahversorgungseinrichtungen<br />

realisiert.<br />

SPEZIALIMMOBILIEN. Die Wien Holding entwickelt<br />

auch Spe zial<strong>immobilien</strong> zum Beispiel<br />

im Technologiebereich: Die jüngsten<br />

Projekte sind hier der Bau des<br />

Boku-Biotech-Zentrums in der Muthgasse<br />

oder die Marxbox auf dem Areal<br />

des ehemaligen Schlachthofes in St.<br />

Marx als Erweiterung des Vienna Biocen-<br />

MAI/JUNI 2010<br />

ters. In St. Marx spielt das Wien Holding-<br />

Unternehmen WSE eine zent rale Rolle<br />

bei der Entwicklung eines Medienstand-<br />

ortes von internationalem Format.<br />

SERVICE FÜR KLEINSTBETRIEBE. Auch für<br />

Kleinstbetriebe und Einpersonenunternehmen<br />

hat die Wien Holding optimale<br />

Angebote parat. Die Unit-Service GmbH<br />

errichtet an verschiedenen Standorten<br />

in Wien attraktive, flexibel gestalt- und<br />

kombinierbare Büro- und Arbeitseinheiten,<br />

maßgeschneidert für diese Zielgruppe.<br />

Einer der UNIT-Standorte – die<br />

UNIT-Oberdöbling – befindet sich in der<br />

Hofzeile im 19. Bezirk und wurde bereits<br />

2009 eröffnet. Die Eröffnung der UNIT-<br />

Breitensee, die sich im Wirtschaftspark<br />

Breitensee befindet, erfolgte im April<br />

2010.<br />

Marxbox. Mit dem Campus<br />

Vienna Biocenter (VBC) im<br />

Stadtentwicklungsareal St. Marx in<br />

Wien-Landstraße wurde ein international<br />

viel beachtetes Biotech-Zentrum<br />

geschaffen. Das VBC wird nun um<br />

weitere rund 10.400 Quadratmeter<br />

vermietbare Fläche erweitert,<br />

die unter dem Titel Marxbox 1<br />

und Marxbox 2 vom Wien Holding-<br />

Unternehmen WSE (Wiener<br />

Stadtentwicklungsgesellschaft)<br />

entwickelt werden.<br />

STUDENT HOSTELS. Unter der Marke „base<br />

– homes for students“ baut die Wien Holding<br />

auch Wohnheime für StudentInnen<br />

konsequent aus. BASE19 heißt eines der<br />

Projekte dazu: Unter diesem Titel erweitert<br />

die Wien Holding das bisherige Studentenhaus<br />

Döbling zu einem Student<br />

House mit höchsten Standards. Nach ähnlichem<br />

Mus ter wird auch im 11. Bezirk<br />

(BASE11) sowie im 22. Bezirk (BASE22)<br />

je ein modernes Student Hos tel errichtet.<br />

Im Immobilienbereich erwirtschaftet<br />

die Wien Holding rund die Hälfte<br />

ihres jährlichen Gesamtumsatzes. Neben<br />

dem Immobilienbereich ist der Konzern<br />

noch in den Geschäftsfeldern Kultur,<br />

Logistik, Medien und Umwelt tätig. Der<br />

Gesamtumsatz der Wien Holding im<br />

Jahr 2009 lag auf einem Rekordhoch von<br />

über 370 Millionen Euro. �<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 75


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

TEXT CHRISTIAN PRENGER<br />

FOTOS BANK AUSTRIA, ANNE M. SCHÜLLER<br />

Kundenbindung. Freundliche und kompetente Beratung ist die Basis für langjährige Geschäftsbeziehungen.<br />

Auf der Flucht<br />

Verbraucher gehen – Manager schlafen<br />

Die Alarmsirenen heulen, aber niemand hört hin: Gezielte Rückgewinnung von<br />

Kunden ist in vielen Unternehmen immer noch eine Management-Baustelle.<br />

Obwohl Abgänge genug Geld kosten und Gegenstrategien Wirkung zeigen.<br />

ABWANDERUNGSSTOPP. „Schicken Sie das<br />

Kündigungsschreiben bis Monatsende,<br />

dann ist die Sache erledigt.“ Jene Mitarbeiterin<br />

der heimischen Versicherung<br />

ist offenbar die Ruhe in Person. Dabei hat<br />

sie gerade weder einen Termin für den<br />

Außendienst vereinbart noch eine Adressänderung<br />

notiert. Vielmehr hat der<br />

Supergau via Telefon Gestalt angenommen:<br />

Ein Kunde kehrt dem Unternehmen<br />

monetär seinen Rücken – aber auch Tage<br />

76 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

danach versucht niemand, ihn daran zu<br />

hindern. Solche Szenarien dürften erfahrenen<br />

Konsumenten nicht ganz unbekannt<br />

sein. Der Verbraucher hat keine<br />

Lust mehr, der Betrieb zuckt die Schultern<br />

und der Nächste darf das Loch füllen.<br />

Aus den Augen, aus dem Sinn: Kundenrückgewinnung<br />

hat in so mancher Chefetage<br />

weniger Bedeutung als die Wartung<br />

der Kafeemaschinen. Eine Befragung von<br />

300 deutschen Führungskräften im Rah-<br />

men des Excellence-Barometers klingt jedenfalls<br />

ernüchternd: Nur zwölf Prozent<br />

aller Unternehmen setzen auf systematischesKundenrückgewinnungsmanagement.<br />

35 Prozent beschäftigen sich gar<br />

nicht mit der Materie, 53 Prozent realisieren<br />

diese Aufgabe bestenfalls punktuell.<br />

BEZIEHUNGSABBRUCH. „Unternehmen haben<br />

mit einem neuen Phänomen zu tun:<br />

flüchtende Kunden“, warnt Anne M.<br />

MAI/JUNI 2010


Schüller, Expertin für Loyalitätsmarketing<br />

und Initiatorin der Studie. „Klassische<br />

Neukundengewinnung ist kostspielig,<br />

aber genau dorthin fließen heute die<br />

meisten Ressourcen. Bestehende Zahler<br />

fühlen sich nur noch zweitklassig behandelt<br />

und bleiben dann enttäuscht aus.“<br />

Die Gründe für das Defizit reichen seitens<br />

der Chefetagen von falschen Einschätzungen<br />

über das „Wird schon nichts<br />

passieren“-Prinzip bis zur mentalen<br />

Schieflage. Schüller: „Abtrünnigen nachzulaufen<br />

hat einen entwürdigenden Beigeschmack.<br />

Man feiert lieber zweifelhafte<br />

Siege im New Business, selbst wenn diese<br />

mit Streuverlusten und viel Investment<br />

erkauft werden. Verlorene Kunden sind<br />

wenig geliebte Kinder des Vertriebs und<br />

zeigen Niederlagen auf.“<br />

Ebenso im Bereich Customer Relationship<br />

Management. In Vorstandsreden ein<br />

beliebter Terminus, in der Praxis beschränkt<br />

sich die Beziehungspflege auf<br />

den Gutschein zum Geburtstag. Insider<br />

wissen, warum Bosse hier abblocken: zu<br />

aufwendig, zu teuer, zu langfristig. Viele<br />

Manager registrieren nur im Ernstfall<br />

steigender Abgänge, dass instabile Beziehungen<br />

das Budget stressen können.<br />

Denn eine Stammklientel bringt immer<br />

mehr Einnahmen als Laufkundschaft.<br />

Doch sogar im ehemaligen zahlenden<br />

Publikum ist noch erhebliches Potenzial<br />

verborgen: Wer es schafft, jemand zum<br />

Comeback zu bewegen, darf mit Loyalität<br />

rechnen. Doch der Weg ist steinig: Gründe<br />

müssen geortet werden, Maßnahmen<br />

müssen eingeleitet werden, dazu kommt<br />

Erfolgskontrolle – kein leichter Job.<br />

SCHWEIGEN IN DER CHEFETAGE. Doch dazu<br />

komt es sehr oft erst gar nicht. Die Mehrzahl<br />

der von FOKUS kontaktierten heimischen<br />

Unternehmen, von Mobilfunkern<br />

bis zu Assekuranzen, reagierten auf die<br />

Frage nach gezielten Maßnahmen gegen<br />

Kundenflucht einheitlich: mit konsequentem<br />

Schweigen oder blumigen Ausflüchten.<br />

Andere sprechen Klartext, so<br />

wie ein Stromkonzern. „Gezielte Rückgewinnungsaktionen<br />

gibt es beim Verbund<br />

nicht. Investiert wird in Bindungsmaßnahmen<br />

Es wechseln auch nur vereinzelt<br />

Kunden. Sie werden über den Ablauf informiert,<br />

gleichzeitig erhalten sie Hinweise<br />

auf Vorteile des Angebots“, erklärt<br />

Verbund-Sprecherin Beate McGinn. Andere<br />

wiederum vertrauen auf definierte<br />

MAI/JUNI 2010<br />

Maßnahmen. „Die Bank Austria verfügt<br />

über den ,Churn Prevention‘-Prozess. Ziel<br />

ist es, abwanderungsgefährdete Kunden<br />

rechtzeitig zu erkennen“, so Markus Wagner,<br />

Leiter Kundenbindung. „Diese Personen<br />

werden von unserem Callcenter hinsichtlich<br />

ihrer Zufriedenheit befragt. Das<br />

Ergebnis wird erfasst und falls erforderlich<br />

an den Betreuer weitergeleitet, um<br />

weitere Schritte zu setzen.“<br />

Auch bei UPC Austria, Anbieter von Breitband<br />

Internet-, TV- und Telefonservices,<br />

existiert ein Frühwarnystem: „Unser Unternehmen<br />

führt laufend Kundenbefragungen<br />

durch. Unter dem Begriff ,Satisfactory<br />

Check‘ sollen alle Bedürfnisse in<br />

Bezug auf Produkte, technische Lösungen<br />

sowie Service erfasst werden“, sagt Silvia<br />

Schöpf, Vice President Customer Care &<br />

Billing.<br />

ABGANG. Häufig enden Geschäftsbeziehungen<br />

nämlich durch Faktoren, die man<br />

nicht automatisch auf der Rechnung hat.<br />

Schöpf: „ Wir haben gelernt, dass oft nicht<br />

Preis oder Leistung die Gründe für eine<br />

Abwanderung sind, sondern nur eine<br />

Übersiedelung. Hier leisten unsere Mitarbeiter<br />

Erklärungsarbeit und offerieren<br />

unser Umzugsservice.“<br />

Auch T-Mobile lässt nichts anbrennen.<br />

„Kunden, die schon eine schriftliche Kündigung<br />

schicken, werden durch ein speziell<br />

geschultes Team, bestehend aus etwa<br />

30 Personen, über die Ursachen befragt<br />

oder erhalten ein neues Angebot“, erläutert<br />

Sprecher Christian Rothmüller. Was<br />

andere auch gerne tun würden, aber an<br />

strukturellen Gegebenheiten scheitern.<br />

So können unter anderem große Handelsketten<br />

nur sehr schwer feststelen, welcher<br />

Kunde nicht mehr an ihren Kassen steht.<br />

In jedem Fall aber lohnt sich Überzeugungsarbeit:<br />

Laut einer Umfrage von Ciao<br />

Survey sind neun von zehn Personen bereit<br />

zur Rückkehr in den von ihnen einst<br />

verlassenen Konsumhafen. Soziales Internet<br />

könnte hier bald als Beschleuniger<br />

wirken.<br />

Stetiges Monitoring von Verbraucherforen<br />

etwa bringt jene in den Radar, die<br />

dann beispielseise ihren Unmut über<br />

einen Mobilfunker posten. Der betreffende<br />

Telco kann dann aktiv auf den User<br />

zugehen, bevor er seinen Vertrag kündigt.<br />

So verhindert Web 2.0 vielleicht bei so<br />

manch wankelmütigem Verbraucher den<br />

„Abgang 1.0“ … �<br />

VERSCHOLLENER<br />

EINKAUFSWAGEN<br />

Loyalitätsmarketing-Expertin<br />

Anne M. Schüller im Blitzinterview<br />

Sind flüchtende Kunden heute Business-Alltag?<br />

Schüller: Die Aufmerksamkeit der<br />

Manager gilt primär der Technik,<br />

der Faktor Mensch bleibt auf der<br />

Strecke. So wird in Geschäften oft<br />

mehr in Videoüberwachung investiert<br />

als in hilfsbereite Mitarbeiter.<br />

Man kümmert sich eher um einen<br />

verschollenen Einkaufswagen als um<br />

Kundenverluste.<br />

Wie vertreibt man Kunden am effizientesten?<br />

Da gibt es einige gute Gelegenheiten.<br />

Besonders wirksame Loyalitätszerstörer<br />

sind Austauschbarkeit, Preisaktionismus,<br />

emotionale Kälte oder<br />

auch dauernd wechselnde Ansprechpartner<br />

in Betrieben oder Filialen.<br />

Gibt es andererseits Firmen, die<br />

wirksam gegenagieren?<br />

Viele Unternehmen tun was, aber<br />

schlecht. Wer droht und seine Verträge<br />

nicht einfach verlängert, kann<br />

abräumen. Gutscheine, Nachlässe,<br />

Wunsch-Handys. Doch brave Kunden,<br />

die stillschweigend Jahr zu Jahr<br />

bleiben, bekommen nichts. Untreue<br />

wird belohnt, Treue bestraft.<br />

Wie sollen Führungskräfte vorgehen?<br />

Das Hauptproblem ist, dass ja viele<br />

Manager immer noch glauben, Kunden<br />

seien bloß mit Geld zu ködern.<br />

Dabei zeigen Praxiserfahrungen immer<br />

wieder, dass emotionale Gründe<br />

hier meist die Hauptrolle spielen.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 77


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

78 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT CHRISTIAN PRENGER<br />

FOTOS BANK AUSTRIA, �ESKÁ SPO�ITELNA<br />

Rücken zur Wand<br />

Neue Krisen –<br />

Szenarien für Europas Wirtschaft<br />

Aschenwolke, griechische Tragödie, EU-Wackelkandidaten: Die Wirtschaft<br />

am alten Kontinent fährt auf glattem Eis in ihre Zukunft. Sektoren wie die<br />

Landwirtschaft oder der Tourismus könnten noch herbe Überraschungen erleben.<br />

UNSICHERE PERSPEKTIVEN. Es sind zynisch<br />

betrachtet goldene Zeiten für Wirtschafts-<br />

Weltuntergangspropheten. Aschenwolke,<br />

griechische Tragödie und weitere EU-<br />

Wackelkandidaten liefern den Stoff, aus<br />

dem die apokalyptischen Fantasien entstehen.<br />

Im weiten Feld zwischen Pseudo-<br />

Optimismus politischer Kräfte und düsteren<br />

Andeutungen von Experten bleibt<br />

in jedem Fall ein schales Gefühl: Es ist<br />

jene Unsicherheit, ob die europäische<br />

Wirtschaft direkt auf einen Eisberg zusteuert.<br />

Die „Titanic“-Kummerfalten kom-<br />

men nicht von ungefähr, wie Zahlen im<br />

Zusammenhang mit dem ungebetenen<br />

„isländischen Gast“ belegen. So hätte im<br />

schlimmsten Fall etwa das Geschäft mit<br />

Fernweh tiefgreifende Einbußen erlebt.<br />

„Länger anhaltende Störungen könnten<br />

schwerwiegende Auswirkungen auf den<br />

Fremdenverkehr haben. Das bedeutet pro<br />

Woche ohne Flugverkehr zwischen 4 und<br />

7,5 Milliarden weniger Umsatz“, so Ľuboš<br />

Mokráš, Fixed Income Analyst der Bank<br />

Česká spořitelna. Allfällige Ruhe im Vulkan<br />

ist aber trügerisch, weil die Natur je-<br />

derzeit ein weiteres Zeichen setzen kann,<br />

wie schon das Comeback von Eyjafjöll bewiesen<br />

hat. Im schlimmsten Fall bricht<br />

auch der benachbarte Katla aus und beschert<br />

wesentlich stärkere Explosionen.<br />

Die Folgen würden nicht nur die Airlines<br />

erneut in ernste Bedrängnis bringen. Eine<br />

Änderung des Weltklimas und dauerhaft<br />

kaltes Wetter sind trübe Perspektiven der<br />

Landwirtschaft in einer Stunde X. Bei<br />

einem weiteren solchen Schock steht<br />

Europa mit hoher Wahrscheinlichkeit<br />

endgültig mit dem Rücken zur Wand. Eine<br />

MAI/JUNI 2010


globale Konjunkturabschwächung beeinflusst<br />

die Aktienbewertung generell negativ,<br />

während die allgemeine Unsicherheit<br />

zunächst Anleihen stützen würde, lautet<br />

das Credo von Ľuboš Mokráš. Langfristig<br />

treibt das Zusammenwirken von Inflation<br />

und höheren Zinsen die Renditen in die<br />

Höhe. Rohstoffe außer Energie dürften<br />

letztlich unter der gedämpften Wirtschaftstätigkeit<br />

leiden, Gold hingegen<br />

von verstärkter Risikoaversion profitieren.<br />

WÄHREND ALLERORTS MANAGER HOFFEN, dass<br />

die Umwelt ein Einsehen mit der Ökonomie<br />

hat, nimmt die griechische Tragödie<br />

ihren Lauf. Der „Global Economic Outlook“<br />

des Beratungsunternehmens Deloitte<br />

zeichnet klare Konturen von Vernetzung<br />

auf dem alten Kontinent: Die<br />

Euro-Zone, der ein moderates Wachstum<br />

prognostiziert wird, hat vor allem Probleme<br />

mit der Situation Griechenlands sowie<br />

der Dauerschwäche von so genannten<br />

PIIGS-Staaten. Diese eher wenig schmeichelhafte<br />

Ökonomenabkürzung steht für<br />

Portugal, Irland, Italien, Griechenland<br />

und Spanien, denen allen hohe Staatsverschuldung<br />

unterstellt wird. Dass die<br />

Gemeinschaftswährung daran scheitern<br />

wird, sei aber unwahrscheinlich, meinen<br />

zumindest die Autoren. Vielmehr bestehe<br />

nun die Chance, vorhandene strukturelle<br />

Fehler zu beheben. Die Realität sieht bis<br />

zur Umsetzung frommer Wünsche ein<br />

wenig anders aus. Während Europa alle<br />

Hände voll zu tun hat, die Krise seines<br />

Mitglieds in den Griff zu bekommen,<br />

ticken im Hintergrund Zeitbomben.<br />

REISE INS UNGEWISSE. So muss sich unter anderem<br />

der Tourismus auf harte Zeiten<br />

einstellen, sollten Unruhen in Athen anhalten<br />

oder weitere EU-Wackelkandidaten<br />

in die Knie gehen. Was passiert, wenn<br />

Ereignisse das Image ramponieren, weiß<br />

Mexiko: Nach der Schweinegrippe waren<br />

intensivste Anstrengungen nötig, um<br />

herbe Kratzer am Ruf als attraktive Destination<br />

halbwegs zu entfernen. Erste<br />

Anzeichen für spürbare Konsequenzen<br />

seitens der Verbraucher existieren: In<br />

deutschen Reisebüros sind die Griechenland-Buchungen<br />

im April 2010 gegenüber<br />

dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent<br />

abgesackt. Wenn die Diskussion um Hilfe<br />

die Lufthoheit über den Stammtischen<br />

gewinnt, sind weitere Rückgänge kaum<br />

auszuschließen. Die globale Ferienma-<br />

MAI/JUNI 2010<br />

schinerie könnte jedenfalls ins Stocken<br />

geraten – sei es durch Konsumenten, die<br />

aus Angst vor Chaos im sicheren „Balkonien“<br />

verharren oder Ausflüge zum nächsten<br />

See als Alternative einplanen. Die Folgen<br />

liegen auf der Hand: Umsätze der<br />

Ferienindustrie sinken, Arbeitsplätze gehen<br />

verloren, Bauprojekte im Hotelbereich<br />

werden im besten Fall aufgeschoben.<br />

Aber auch benachbarte Branchen wie<br />

Transportwesen oder Logistik könnten<br />

sich auf Turbulenzen gefasst machen.<br />

„Die Finanzmisere in Griechenland hat<br />

das Potenzial, einen Flächenbrand auszulösen.<br />

Die Auswirkungen auf weitere EU-<br />

Staaten sowie auf die aktuelle Entwicklung<br />

der europäischen Gemeinschaftswährung<br />

werden die Tourismusströme in<br />

den Süden Europas mittel- und langfristig<br />

nachhaltig negativ beeinflussen“, warnt<br />

Adrian von Dörnberg vom Präsidium des<br />

Travel Industry Clubs. „Der Kursverlust<br />

des Euro und der Anstieg vor Rohstoffpreisen<br />

führen dazu, dass Reisen ins Ausland<br />

bald generell teurer werden. In Griechenland<br />

werden Urlauber zudem zwangsläufig<br />

bei Nebenausgaben vor Ort die<br />

Anhebung der Mehrwertsteuer sowie<br />

Steuer erhöhungen auf Alkohol oder Zigaretten<br />

spüren.“<br />

ABWARTENDE KONZERNE. Lust zum Hinunterspülen<br />

von Frust werden noch andere verspüren.<br />

Denn angesichts anhaltend unberechenbarer<br />

Kapitalmärkte und angespannter<br />

politischer Lage prognostizieren<br />

Beobachter bald Reaktionen gerade bei<br />

Konzernen. „Überall wandern Pläne für<br />

Expansionen oder Filialerweiterungen in<br />

die Schubladen zurück. Die Bosse warten<br />

ab, was noch in und nach Griechenland<br />

passiert“, vermerkt ein Analyst. „Investments<br />

werden eingefroren, weil ja niemand<br />

weiß, was kommt. Die ärgste Konsequenz<br />

wäre ein Rückzug von Big Playern<br />

aus Staaten mit matten finanziellen Karten.“<br />

Künftig stehen Manager jedoch<br />

nicht nur im Betrieb unter Druck – die<br />

Straße beobachtet, wer von Nachhaltigkeit<br />

redet und nur nachhaltig Geld in die<br />

Kasse schaufelt. Allein der durch Stu dien<br />

belegte Vertrauensverlust der Banken<br />

signalisiert einen Paradigmenwechsel:<br />

Der Konsument schaut nicht mehr apathisch<br />

zu. Es wird nicht lange dauern und<br />

gezielte Kaufverweigerung könnte alle<br />

treffen, die aus subjektiver Sicht als<br />

Verursacher der Misere gelten. Speziell<br />

Finanzdienstleister sind dann gezwungen,<br />

von Lippenbekenntnissen zu Überzeugungsarbeit<br />

zu wechseln. Gedanken<br />

an das Gespenst der „kurzen Leine“ machen<br />

sich gleichermaßen breit. „Mittelfristig<br />

könnte die Unsicherheit aus der Entwicklung<br />

in Griechenland dazu führen,<br />

dass die Wirtschaftspolitik schneller restriktiv<br />

wird. Speziell in als unsicher geltenden<br />

Ländern, was auch auf die Geldpolitik<br />

der EZB zutreffen könnte“, weiß<br />

Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der<br />

Bank Austria. „Dieses Vorgehen könnte<br />

die ohnehin eher zurückhaltende Erholung<br />

noch dämpfen.“<br />

Auf Entscheider warten also heikle Herausforderungen,<br />

sofern sich die Unruhe<br />

nicht über Nacht legt. Bruckbauer: „Für<br />

die Unternehmen könnte dies bedeuten,<br />

dass es schwieriger wird, ihre schon<br />

schwache Inlandsnachfrage durch Exporte<br />

zu ersetzen, steigende Zinsen würden<br />

weitere Kosten bedeuten. Ein Resultat ist<br />

zusätzliche Vorsicht bei Investitionen. All<br />

dies wird um so stärker ausfallen, je länger<br />

die Krise rund um Griechenland die öffentliche<br />

Meinung prägt und die Wirtschaftspolitik<br />

bestimmt.“ �<br />

Stefan Bruckbauer, Bank Austria:<br />

„Die Unsicherheit aus der Entwickung in<br />

Griechenland könnte dazu führen, dass die<br />

Wirtschaftspolitik schneller restriktiv wird”.<br />

�uboš Mokráš von der Bank �eská<br />

spo�itelna verweist auf schwere Folgen für<br />

den Fremdenverkehr bei länger anhaltenden<br />

Störungen durch Vulkaneruptionen.<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 79


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

TEXT PETER MATZANETZ<br />

FOTOS UMWELTBUNDESAMT/GRÖGER, SHUTTERSTOCK<br />

Die Sonne stellt<br />

keine Rechnung<br />

Alternative der Zukunft<br />

Wer gute Förderungen bekommt und wer technisch<br />

gute Voraussetzungen mitbringt, für den sollte eine<br />

solare Lösung des Energieproblems im Haus die<br />

erste Wahl sein.<br />

HANDLUNGSBEDARF. In Griechenland steht auf<br />

fast jedem Dach ein solarer Warmwasserbereiter<br />

– das Sonnenland ist Weltmeister,<br />

was die Zahl der Anlagen pro Haus betrifft.<br />

Österreich braucht in dieser Hinsicht den<br />

internationalen Vergleich ebenfalls nicht zu<br />

scheuen, im Gegenteil. Laut der Energieagentur<br />

liegt unser Land bei den solaren<br />

Anlagen zur Warmwasserbereitung an<br />

zweiter Stelle. Der Beginn der Solarenergie<br />

geht auf die 70er-Jahre zurück. Nach einem<br />

ersten Boom folgte ein Markteinbruch in<br />

80 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

den 80er-Jahren. Seit den frühen 90er-Jahren<br />

ist dafür wieder eine anhaltende Ausweitung<br />

der Sonnenenergienutzung fest-<br />

zustellen. Der Handlungsbedarf in Sachen<br />

Energiewende ist allerdings weiterhin groß,<br />

dies offenbart ein Blick auf die Energie-<br />

bilanzen. Das Umweltministerium veröffentlichte<br />

zuletzt Zahlen, wonach die<br />

Sonnenenergiegewinnung einen Anteil des<br />

Gesamtenergiegewinns von unter einem<br />

Prozent ausmacht. Hoffnung verbreiten<br />

allerdings die hohen Zuwachsraten bei den<br />

Solarpaneelen. Allein in einem Jahr (2002)<br />

wurden in Österreich rund 12.800 Anlagen<br />

zur Warmwasserbereitung und Raumzusatzheizung<br />

mit einer Kollektorfläche von<br />

etwa 150.000 Quadratmetern errichtet.<br />

FÖRDERMASSNAHMEN. Die Gründe für diese<br />

positive Entwicklung liegen zum einen in<br />

der kontinuierlichen und massiven Forschungs-<br />

und Entwicklungsarbeit, die seit<br />

Jahren in Österreich geleistet wird. Zum<br />

anderen wurden in den einzelnen Bundes-<br />

MAI/JUNI 2010


SOLARTHERMIE. Darunter versteht man die Gewinnung von Wärme durch Sonnenbestrahlung. Wer das Bild seines schmucken Hauses<br />

nicht beeinträchtigen möchte, baut die Anlage auf eine Böschung oder auf die Garage (links). Das vereinfacht die Wartung, und die Anlage ist<br />

nicht schon von Weitem sichtbar.<br />

ländern, teilweise auch auf Gemeindeebene,<br />

Förderprogramme eingerichtet, um<br />

die Verbreitung der Solarenergienutzung<br />

zu unterstützen. Überdies erhalten Endverbraucher<br />

beim Einbau von Sonnenkollektoren<br />

unter bestimmten Voraussetzungen<br />

Steuerermäßigungen. Darauf verweist die<br />

Austrian Energy Agency in einer Aussendung.<br />

Die Bundesförderung für nachhaltiges<br />

Bauen, bekannt als Klimafonds, war<br />

letztes Jahr binnen Kurzem von privaten<br />

Förderwerbern ausgeschöpft. Auf dem<br />

Photovoltaikkongress hat Umweltminister<br />

Berlakovics unlängst guten Willen angezeigt<br />

und angekündigt, die ausschließlich<br />

für Photovoltaik gewidmeten Mittel auf<br />

38 Millionen Euro zu verdoppeln. Trotzdem<br />

ist das angesichts des Bedarfs wohl<br />

kaum mehr als ein Tropfen auf dem heißen<br />

Stein. Über die Förderungen muss sich<br />

jeder Interessierte übrigens in Eigenregie<br />

informieren, da es sehr stark vom Standort<br />

abhängt, wie viel man bekommt. Teilweise<br />

üblich sind bis zu 1.500 Euro an Zuschüssen<br />

vom Land. Die einzelnen Gemeinden<br />

MAI/JUNI 2010<br />

beteiligen sich manchmal zusätzlich an den<br />

Kosten, so bekommt man in Wels zum Beispiel<br />

zehn Prozent Zuschuss. In einer der<br />

Nachbargemeinden Wiens, in Purkersdorf,<br />

fördert man hingegen die Einspeisgebühren<br />

für den Ökostrom.<br />

INITIATIVEN HELFEN. Ursprünglich als Privatinitiative<br />

gegründete Solar-Selbstbaugruppen<br />

hatten wesentlichen Anteil an der<br />

Verbreitung der Solarenergienutzung in<br />

Österreich. Einige Leiter solcher Gruppen<br />

haben sich im Jahre 1988 im Bundesland<br />

Steiermark als ARGE Erneuerbare Energie<br />

zusammengeschlossen. Diese ist mittlerweile<br />

eine renommierte Institution auf<br />

dem Gebiet der solaren Energiegewinnung<br />

geworden. Es gibt aber auch lokale Initiativen,<br />

welche versuchen, die Dinge voranzubringen.<br />

In Purkersdorf etwa gibt es einen<br />

Verein, der es sich zur Aufgabe macht, in<br />

seinem Handlungsbereich Solarprojekte<br />

umzusetzen. Der „Solarverein Purkersdorf“<br />

arbeitet für Kommunen, indem er sie<br />

in Sachen Alternativenergie berät und<br />

ihnen im Fall des Falles ein Viertel der Projektmittel<br />

vorschießt. Der Obmann des<br />

Vereins Walter Jaksch spekuliert angesichts<br />

des erfolgreichen Handelns bereits<br />

mit der Veränderung in eine professionellere<br />

wirtschaftliche Basis: „Die Umwandlung<br />

in eine Genossenschaft wird überlegt.“<br />

Die Investitionen in Solarenergie sind nicht<br />

nur ökologisches Wunschdenken, sie zahlen<br />

sich scheinbar auch aus. Jaksch spricht<br />

von vier bis sechs Prozent Rendite, welche<br />

die Projekte im Schnitt abwerfen. Aktiv ist<br />

man in fünf Wienerwaldgemeinden und<br />

rüstet dort zum Beispiel Kindergarten- und<br />

Schulgebäude mit der Energietechnologie<br />

der Zukunft aus.<br />

EINSPEISGEBÜHREN IM SINKEN. Grundsätzlich<br />

gibt es ja zwei Spielarten des Themas Solarenergie.<br />

Zum einen die solare Warmwasserbereitung<br />

und zum anderen die Energiegewinnung<br />

mittels Solarzellen. Wobei bei<br />

Letzterer Strom zum Beispiel für Warmwasserbereitung<br />

gewonnen wird, während<br />

beim ersten Modell auch aus warmem Was-<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 81


Großes Interesse. Vertreter der arabischen Länder informierten sich auf Einladung der AACC und Das House über energieeffizientes Bauen.<br />

v. l. n. r.: Generalsekretär der AACC Mouddar Khouja, der libanesische Botschafter Ishaya Elkhoury, Botschaftssekretär Tariq Shukri von der<br />

saudiarabischen Botschaft und Das House-Geschäftsführer Karl Heinz Wingelmaier.<br />

ser Strom gewonnen werden kann. Obwohl<br />

das Purkersdorfer Beispiel zeigt, dass man<br />

mit dem Alternativenergiethema erfolgreich<br />

sein kann, herrscht im Verein selber<br />

Unzufriedenheit, was die öffentliche Unterstützung<br />

betrifft. „Die Einspeisgebühren<br />

der Stromgesellschaften werden immer<br />

mehr gekürzt – von früher einem Euro auf<br />

32 bis 39 Cent“, beklagt Vereinsobmann<br />

Jaksch.<br />

WAS BRAUCHT ES NOCH? Nicht nur bei den Förderungen<br />

gibt es Unterschiede, sondern<br />

auch was die baulichen Voraussetzungen<br />

betrifft. Je nach Grundstück, Dachneigung,<br />

-ausrichtung und Sonnenscheindauer<br />

macht es Sinn, die eine oder eben eine andere<br />

Lösung anzustreben. Die erforderliche<br />

Beratungsintensität ist daher entsprechend<br />

hoch. Noch ist auch viel Aufklärungsarbeit<br />

zu leisten. Das allgemeine Verständnis<br />

hinkt hinterher und die technischen Zusammenhänge<br />

sind nicht für jedermann<br />

leicht verständlich. Die Frage, ob sich<br />

82 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

jemand eine solare Anlage anschaffen soll,<br />

hängt daher letztlich an den Umbau- und<br />

Finanzierungskosten. Rudolf Raymann,<br />

der mit seinem Unternehmen Solaranlagen<br />

einbaut, berät und an der Donauuni zum<br />

Thema lehrt, meint zum Thema Amortisation:<br />

„Nach zehn bis 15 Jahren hat sich eine<br />

Photovoltaikanlage bereits rentiert.“ Dies<br />

allein sei aber nicht ausschlaggebend für die<br />

meisten, da das ökologische Gewissen auch<br />

eine Rolle spielt. Seiner Meinung nach ist es<br />

eben auch eine Frage des Klimaschutzes<br />

und der sinnvollen Nutzung der Ressourcen,<br />

wofür man sich entscheidet: „Wenn<br />

man nur ein Prozent der Möglichkeiten von<br />

Solarenergie ausschöpft, hätte man das<br />

über Hundertfache des Weltenergiebedarfs<br />

gedeckt. Die fossilen Brennstoffe reichen ja<br />

nur mehr für maximal 70 Jahre.“ Das Argument<br />

der Unabhängigkeit motiviert die<br />

Bauherren sicher zusätzlich. „Die Kriterien<br />

für das Energiesystem der Zukunft sind<br />

Versorgungssicherheit und Preisstabilität“,<br />

unterstreicht Hans Kronberger, Präsident<br />

der Interessenvertretung Photovoltaik<br />

Austria. Ästhetischen Bedenken, die es ja<br />

sehr wohl gibt, kann damit Paroli geboten<br />

werden. Was bleibt, sind mögliche technische<br />

Probleme, die auf den Nutzer zukommen<br />

können. Wird etwa ein Modul vorzeitig<br />

kaputt, kostet das erneut rund 1.000<br />

Euro. Für 25 Jahre besteht übrigens eine<br />

Leistungsgarantie seitens der Hersteller,<br />

wobei trotzdem mit einem Leistungsabfall<br />

von etwa zehn Prozent zu rechnen ist.<br />

ARABER AN TECHNOLOGIE INTERESSIERT. In<br />

Österreich gibt es einige Top-Beispiele für<br />

nachhaltiges Bauen, die sich sehen lassen<br />

können. In Korneuburg kamen darum sogar<br />

die Botschafter aus praktisch dem ganzen<br />

arabischen Raum zu einer Besichtigung<br />

eines modernen Passivhausbaues.<br />

„Botschafter und Vertreter von 14 arabischen<br />

Ländern, darunter die Vereinigten<br />

Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait,<br />

Ägypten und die Arabische Liga, besichtigten<br />

unser Johann Baptist Holzer<br />

MAI/JUNI 2010


PHOTOVOLTAIK. Die Technik wird ständig weiterentwickelt. Bei den neuen Folien ist die<br />

Haltbarkeit noch ein unbekannter Faktor. Profis empfehlen, beim Neubau zumindest die Kabeln<br />

gleich mit einbauen zu lassen.<br />

House, eines der modernsten Passivhäuser<br />

zwischen Vorarlberg und dem Burgenland“,<br />

erklärt Das House-Geschäftsführer Karl<br />

Heinz Wingelmaier. Im Rahmen der Präsentation<br />

referierten Experten über den<br />

aktuellsten Stand in Sachen Solarenergie<br />

und Geothermie. „Die moderne und ökologische<br />

Technologie garantiert, dass der<br />

Wiederverkaufswert von Passivhäusern<br />

deutlich höher ist als bei anderen Ob -<br />

jekten. Das macht diese Häuser auch für<br />

arabische Investoren höchst interessant“,<br />

sagt Wingelmaier.<br />

Nicht zuletzt darum schalten auch immer<br />

mehr gewerbliche Immobilienanbieter eine<br />

Solarstromoffensive. So etwa geschehen<br />

beim Stadterweiterungsgebiet in Aspern.<br />

Hier hat das Austrian Institute of Technology<br />

(AIT) eine Machbarkeitsstudie erstellt.<br />

Matthias Stifter, Forscher beim<br />

AIT, kommt in seiner Potenzialanalyse<br />

auf eine De ckungsmöglichkeit von 30 bis<br />

40 Prozent des Energiebedarfs rein mittels<br />

Solarstroms.<br />

DARLEHEN. Analysiert wurde bei maximaler<br />

Ausnutzung der Dachfläche. Raymann<br />

sieht neben dem Dach vor allem bei größeren<br />

Restflächen ein Einsatzpotenzial.<br />

Etwa bei Pergolas, wo sowieso Schatten<br />

gefragt ist, oder bei öffentlichen<br />

Sportbauten würde viel ungenutzte Dachfläche<br />

zur Verfügung stehen. Fassaden<br />

wären wegen dem Neigungsfaktor nicht<br />

so geeignet.<br />

Wer übrigens mit dem Gedanken spielt,<br />

sich eine Anlage installieren zu lassen,<br />

aber vorerst nur das Haus finanzieren<br />

kann, für den gibt es drei Möglichkeiten:<br />

alles für einen späteren Einbau vorbereiten<br />

und später nachrüsten oder ein Energiespardarlehen<br />

der Bausparkassen in<br />

Anspruch nehmen. Da gibt es nämlich<br />

schon Mittel ab 1,5 Prozent Zinsen. Insgesamt<br />

kann man damit auf 3,5 Prozent<br />

effektive Zinsen über eine Laufzeit von<br />

20 Jahren kommen. Die dritte Möglichkeit<br />

wären ausgedehnte Urlaube beim Solarweltmeister<br />

Griechenland … �<br />

Checkliste zur Auslegung<br />

einer solarthermischen/<br />

photovoltaischen Anlage<br />

www.mea-solar.at/download.html<br />

Übersicht der Förderungen je nach<br />

Bundesland verschieden:<br />

www.mea-solar.at/foerderung.html<br />

Solarpreis 2010<br />

Alle Anmeldungen und Vorschläge<br />

müssen bis 30. Juni 2010 eingegangen<br />

sein. Die Ermittlung der einzelnen<br />

Preisträger erfolgt durch eine Jury.<br />

Preisverleihung<br />

9. Oktober 2010. Ort: Mureck/Stmk.<br />

www.eurosolar.at<br />

Alternativenergiesternfahrt 2010<br />

21. bis 23. Mai 2010. Ort: Villach<br />

Präsentation der Elektroautos am Villacher<br />

Hauptplatz sowie Start zum dritten<br />

„Carinthian Energy Award“.<br />

Unter den Sternfahrt-Teilnehmern werden<br />

attraktive Preise verlost.<br />

www.alternativenergiesternfahrt.com<br />

Tag der offenen Tür am<br />

energieautarken Bauernhof<br />

26. Juni 2010, 9 bis 17 Uhr<br />

Ort: Siebenhirten im Weinviertel<br />

(bei Mistelbach)<br />

Hofstadl Siebenhirten, Fam. Netzl<br />

Mit Vertretern aus der Politik und<br />

Wirtschaft und Erneuerbare<br />

Energie-Ausstellung für jedermann.<br />

www.siebenhirtnerhof.at<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 83


WIRTSCHAFT / FINANZEN<br />

TEXT PETER MATZANETZ<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Gebäudekosten<br />

hinuntergeplant<br />

Mit Facility-Management zu<br />

mehr betrieblicher Effizienz<br />

Die Gebäudekosten in den Griff bekommen geht oftmals<br />

am leichtesten mit Profis, die sich darum kümmern.<br />

KOSTENANTEILE. „21 Euro pro Quadratmeter<br />

und Monat machen die gebäudebezogenen<br />

Kosten im Schnitt aus,“ rechnet Gabriela<br />

Jakesch, Beraterin für Facility-Management<br />

(FM) beim Consulting-Unter-<br />

nehmen ATGA, vor. Bei größeren Büro-<br />

flächen können sich damit die Kosten<br />

abseits der Produktion in schwindelerregende<br />

Höhen summieren. „Unternehmen<br />

schauen derzeit insbesonders auf die Gesamtkosten<br />

und nicht nur auf die Miete“,<br />

schlägt Andreas Ridder, Geschäftsführer<br />

84 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

von CB Richard Ellis in Österreich, in dieselbe<br />

Kerbe und spricht implizit die steigende<br />

Relevanz der Betriebskosten an.<br />

Wer über das Senken jener Kosten nachdenkt,<br />

landet häufig bei einem Facility-<br />

Manager. Immerhin können bei den Mietpreisen,<br />

so sie einmal festgelegt wurden,<br />

kaum Veränderungen stattfinden. Demgegenüber<br />

kann, wer beim Betriebskostenaufwand<br />

ansetzt, auch ohne neue<br />

Standort- und Objektwahl sparen. Brachliegenden<br />

Einsparungspotenziale in den<br />

diversen Bereichen des Gebäudemanagements<br />

führen dazu, dass sich die Facility-<br />

Branche auch in Krisenzeiten nicht beklagen<br />

kann.<br />

BRANCHE ALS KRISENGEWINNER. Bei HSG-Zander,<br />

ein österreichisches FM-Unternehmen<br />

mit deutschem Mehrheitseigentümer,<br />

welches das volle Dienstleistungs-<br />

pakt rund um die Immobilie anbietet, tut<br />

man dies auch nicht. Im Gegenteil, so veröffentlichte<br />

man unlängst Informationen,<br />

MAI/JUNI 2010


Gebäudereinigung. Außenreinigung geht oft gar nicht mehr ohne Spezialisten,<br />

die sich der Aufgabe annehmen. Insgesamt ist die Reinigung noch die bekannteste<br />

der ausgelagerten Aufgaben eines Facility-Management-Unternehmens.<br />

wonach langjährig positive Umsatzentwicklungen stattfinden. Die gesamte heimische<br />

Branche wird auf einen Jahreserlös von 350 Millionen Euro geschätzt. Für das<br />

eigene Unternehmen wird bei HSG-Zander ebenfalls positiv bilanziert. „Wir konnten<br />

in den letzten fünf Jahren den Umsatz kontinuierlich um 30 Prozent und den<br />

Mitarbeiterstand um 25 Prozent steigern“, verlautet Geschäftsführer Gerhard<br />

Schenk bei einem Firmen-Event. Viele Unternehmen nutzen demnach das Outsourcing,<br />

um einerseits Kosten zu senken und andererseits den Rücken für ihre Kerngeschäfte<br />

frei zu haben. Der amerikanische IBM-Konzern ist dafür ein typisches<br />

Beispiel. Der globale Riese hat alle Aufgaben vom Portiersdienst bis zum Energiemanagement<br />

an das beauftragte FM-Unternehmen ausgelagert hat. Der zuständige<br />

FM-Betreuer Ernst Rauchwarter bilanziert für den Kunden positiv: „Dort<br />

konnten wir in drei Jahren 37 Prozent der Betriebskosten einsparen.“ Der langjährige<br />

Zander-Vorstand Wolfgang Häfele begründet das Auslagern der Gebäudeverwaltung<br />

nicht nur mit dem Preis: „Diese Lösung bietet nämlich vor allem operative<br />

Sicherheit.“ Diese Argumentation lässt sich gut nachvollziehen, wenn man bedenkt,<br />

dass ein Facility-Manager rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr seine ihm anvertrauten<br />

Serviceaufgaben wahrnimmt.<br />

MIETE AUS DEM FOKUS. Um potenziellen Kunden den Einstieg in die externe Immobilienbetreuung<br />

leicht zu machen, bieten die größeren FM-Unternehmen auch Analysen<br />

an. Dabei geht man von der Annahme aus, dass nur Kosten, die bekannt sind,<br />

auch zu Einsparungen führen können. Entsprechend steht also am Beginn einer<br />

Restrukturierung immer eine Analyse der bestehenden Prozesse. Dabei werden<br />

Schwachstellen geortet und Wege gesucht, wie man für das Unternehmen die<br />

Immobilie kostengünstiger bewirtschaften kann. Derartigen Bedarf gibt es vor<br />

allem in Fällen, wo die Bewirtschaftungskosten mangels Kontrolle stetig stei-<br />

MAI/JUNI 2010<br />

»Warum soll<br />

immer ich in den<br />

sauren Apfel beißen?«<br />

Eben, Sie haben ja uns.<br />

Unser Job ist es, Ihnen alle Arbeiten in<br />

und um Ihr Unternehmen herum<br />

abzunehmen, die Sie von Ihrer eigentlichen<br />

Aufgabe abhalten. Das tun<br />

wir auch – verlässlich und rasch. Was<br />

immer Sie brauchen. Überlassen Sie<br />

es uns. Wir können es.<br />

INTEGRIERTE FACILITY SERVICES<br />

� Property Services<br />

� Support Services<br />

� Cleaning Services<br />

� Security Services<br />

��� �������� �������� FOKUS � ������� I HOME ������ & BUSINESS �� � ������ ���� 85<br />

���� �� ��������� � ���� �� ����������� � ���������������


Gebäudeservices. So ziemlich alles, was nicht zum Geschäft eines Betriebes gehört, lässt sich auslagern. Vom allgemeinen Objektmanagement<br />

über die kaufmännischen Belange bis hin zum technischen und Infrastrukturmanagement reichen die angebotenen Services.<br />

gen. Im Extremfall verschiebt sich dabei<br />

der <strong>Fokus</strong> vom Mietaufwand hin zum Ver -<br />

waltungsaufwand. Dann zahlt es sich wirklich<br />

aus, über die Einsparung laufender<br />

Kosten nachzudenken. Wer seine Immobilienverwaltung<br />

in dem einen oder anderen<br />

Bereich bereits ausgelagert hat, kann freilich<br />

auch seinen Serviceanbieter auf<br />

Einsparungsmöglichkeiten abklopfen. Das<br />

Zauberwort in dem Zusammenhang heißt<br />

Benchmarking. Dabei werden vergleich-<br />

bare Objekte in ihrem Betriebsaufwand ge-<br />

genübergestellt. Für den Mieter ergibt sich<br />

dann ein Überblick, wo er im Vergleich zu<br />

anderen Unternehmen steht. So setzt etwa<br />

Bayern FM-Benchmarking speziell bei<br />

Bankfilialen ein. Das verwendete System<br />

soll helfen, einen Überblick beispielsweise<br />

86 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

über Flächenausnutzung oder Energiekosten<br />

zu erlangen. „Der Immobilienbetreiber<br />

kann dann dank Marktübersicht Druck auf<br />

seine Serviceanbieter ausüben“, beschreibt<br />

Gabriela Jakesch die entscheidenden Vorteile<br />

solch einer Analyse.<br />

VORAUSSCHAUEND GEPLANT. Je früher man<br />

das Facility-Management in seinem neuen<br />

Betriebsobjekt berücksichtigt, umso mehr<br />

nimmt man zusätzliches Sparpotenzial<br />

mit. Wenn beispielsweise der Gebäudenutzer<br />

beim Bau seiner Immobilie eingebunden<br />

wird, zahlt es sich aus, sich gleich auch<br />

Gedanken über die Effizienz im Betrieb zu<br />

machen. „Etwa beim Lifteinbau macht es<br />

Sinn, den späteren regelmäßigen Aufwand<br />

mit einzukalkulieren“, stellt Häfele bei-<br />

spielhaft fest. Das vorausschauende Kalkül<br />

wird auch „baubegleitendes Facility-<br />

Management“ genannt. De facto ist darun-<br />

ter das Senken von Kosten, die eigentlich<br />

noch nicht entstanden sind, zu verstehen.<br />

Für Andreas Gnesda, der mit seinem Unternehmen<br />

FaciCon auf FM-Consulting<br />

spezialisiert ist, macht das Sinn, und zwar<br />

nicht nur aus rein ökonomischer Sicht.<br />

Eine zusätzliche Rolle spielt nämlich die<br />

Möglichkeit der Kostenabsicherung: „Eine<br />

genaue Planung und Budgetierung hilft<br />

ganz einfach, die Kosten in den Griff zu<br />

bekommen.“ Beim Umzug in eine neue Immobilie<br />

wird demnach die Kalkulierbarkeit<br />

der Betriebskosten das entscheidendere<br />

Argument. Die Mietkosten sind im Vorhinein<br />

noch sehr transparent, wohingegen<br />

MAI/JUNI 2010


operative Kosten zum Stolperstein werden<br />

können. Die Infrastrukturwartung, was<br />

Aufzüge oder Parkplätze betrifft, wird<br />

etwa von Experten genannt. Frühzeitige<br />

Planung hilft all das mit zu berücksichtigen.<br />

Das Einsparen bei den Gebäudekosten<br />

sollte aber nicht zu radikal geschehen,<br />

sondern mit Augenmaß. Zu viel<br />

Effizienz könnte sonst auf Kosten der Produktivität<br />

gehen. Wer so viel Erfahrung<br />

mit dem Gebäudebetrieb hat, weiß auch,<br />

wo es sich sparen lässt, und darum werden<br />

auch weiterführende Dienstleistungen angeboten.<br />

Als Beispiel sei hier die Umstellung<br />

zur neuen LED-Lichttechnologie genannt.<br />

Dabei werden von Facility-Unter-<br />

nehmen Contracting-Angebote gemacht.<br />

Das heißt, es wird eine kostenlose Umstellung<br />

bei gleichzeitiger Rückzahlung der<br />

Investitionskosten über die Einsparungen<br />

angeboten. Besonders in durch Beleuchtung<br />

überhitzten Räumen oder in Tiefgaragen<br />

würde sich das bezahlt machen.<br />

Man sieht also, dass sich bei näherer<br />

Betrachtung die gebäudegebundenen Kosten<br />

schrumpfen lassen.<br />

ALLES IN EINER HAND. Effizienz ergibt sich<br />

auch aus der Größe. Etwa beim FM-Riesen<br />

ISS Facility Services, der rund 7.500 Mitarbeiter<br />

in 14 Niederlassungen beschäftigt,<br />

sieht man darin den nachvollziehbaren<br />

Vorteil, in ganz Österreich vertreten<br />

zu sein. Hat jemand beispielsweise mehrere<br />

auseinanderliegende Immobilienstandorte<br />

zu betreuen, ist er dadurch nicht gezwungen,<br />

mehrere Dienstleister ins Boot<br />

zu holen. Bei HSG-Zander geht man einen<br />

Schritt weiter und wirbt mit seiner internationalen<br />

Kompetenz mit Vertretungen<br />

in 19 europäischen Ländern. Umfragen<br />

über die Zufriedenheit würden die Qualität<br />

auf hohem Niveau sichern helfen.<br />

„Immerhin merken unsere Kunden, wenn<br />

etwas nicht passt, bevor wir das merken,<br />

da sie ja direkt die Qualität der Arbeit zu<br />

spüren bekommen“, sieht HSG-Zander-<br />

Geschäftsführer Gerhard Schenk Qualitätssicherung<br />

als wichtiges Kriterium für<br />

die Erhaltung der Kundengunst. Große<br />

Anbieter haben freilich auch den Vorteil<br />

Property Management<br />

Total Facility Management | Technisches Facility Management | Kaufmännisches<br />

Facility Management | Infrastrukturelles Facility Management<br />

Service Center - Mobile Einsatztruppe<br />

HSG Zander GmbH, Austria | Tel. +43 1 21147-43103 | www.hsgzander.at<br />

einer breiten Palette, was die diversen<br />

Sparten des Facility-Managements betrifft.<br />

Vom allgemeinen Objektmanagement<br />

(Verträge, Mieterbetreuung etc.)<br />

über die kaufmännischen Belange (zum<br />

Beispiel Abrechnung) bis hin zum Technischen<br />

(Objektkontrolle und Instandhaltung)<br />

und Infrastrukturmanagement<br />

„Eigenleistungstiefe ermöglicht<br />

niedrige Kosten.“ Reinhard Poglitsch, ISS<br />

(Bewachung, Winterdienst etc.) reichen<br />

die angebotenen Services. Reinhard Poglitsch,<br />

Mitglied der Geschäftsleitung bei<br />

ISS, über die Vorteile einer umfassenden<br />

Betreuung eines Gebäudes: „Werden Services<br />

als Paket vergeben, haben die Anbieter<br />

wie ISS durch eine sehr hohe Eigenleistungstiefe<br />

die Möglichkeit, diese syn -<br />

er getisch ineinander zu integrieren und<br />

somit niedrigere Kosten zu erreichen.<br />

Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich<br />

sind keine Seltenheit.“ Fundierte<br />

Planung beim Facility-Management zahlt<br />

sich also aus. �<br />

ATGA<br />

Facility Kongress 5 .-6. Mai 2010<br />

Wen i<br />

Wir. Die Möglichmacher.<br />

Europaweit und nah.


LIVING / LIFESTYLE<br />

SOMMERLOOK VON CLINIQUE<br />

Schön wie von der<br />

Sonne geküsst<br />

��Der unwiderstehliche Flirt mit dem<br />

Sommer. Schmeichelnde Bronzetöne<br />

betonen die zarte Bräune und zaubern<br />

Sonnenstrahlen in Ihr Gesicht. Schön am<br />

Strand mit der wasserfesten Lash Power<br />

Mascara und dem schützenden Pflege-<br />

Lipgloss in wunderschönen Perlmutt-<br />

Nuancen. Das absolute „must have“ ist<br />

jedoch die von der Karibik inspirierte<br />

Eyeshadow-6er-Palette in den Farben der<br />

Saison. Das Spiel mit den Farben kann<br />

nun endlich wieder beginnen …<br />

www.clinique.de<br />

ÖSTERREICH-PAVILLON AUF DER EXPO<br />

Elegante<br />

Futuristik<br />

EMTEC-USB-STICKS<br />

Luxuriöse<br />

Datenträger<br />

��Blinkende Steine und Pferdestärken sorgen für Begeisterung. Mit<br />

zwei nagelneuen USB-Sticks lässt sich das Herz der Angebeteten oder<br />

des Liebsten erobern. Die Damenwelt überrascht EMTEC mit einem<br />

echten „Juwel“. Verziert mit vielen eingesetzten blinkenden Steinen,<br />

bringt der S350 Frauenaugen zum Strahlen. Für die „Herren der<br />

Schöpfung“ setzt EMTEC auf Pferdestärken. Auf dem Stick S360 ist die<br />

Schaltkulisse einer Autogangschaltung abgebildet. So findet der User<br />

immer schnell den richtigen Gang zu seinen Daten. Neben dem exklusiven<br />

Design mit einem glänzend polierten Metallgehäuse verfügen die<br />

Sticks über viele weitere Features. Ein besonderes Highlight ist das originale<br />

Swivel- Verschlusssystem. Die Sticks sind derzeit in Kapazitäten<br />

von 2, 4 und 8 GB erhältlich. www.emtec-international.com<br />

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG<br />

FOTOS MARIA ZIEGELBÖCK, CLINIQUE, VESPA, UNIVERSAL, VI-HOTELS, MSC KREUZFAHRTEN, EMTEC<br />

)<br />

��Mit einem futuristischen<br />

Pavillon präsentiert sich<br />

Österreich auf der Expo Shanghai,<br />

die vom 1. Mai bis 31. Oktober<br />

2010 läuft. Der zweigeschoßige<br />

Bau entstand nach einem<br />

gemeinschaftlichen Entwurf<br />

der Wiener Architekturbüros<br />

SPAN und Zeytinoglu Architects.<br />

Sein Leitmotiv sind nahtlose<br />

Oberflächen und Verbindungen,<br />

die biologische Strukturen reflektieren.<br />

Die Außenfassade des<br />

Pavillons ist mit zehn Millionen<br />

Porzellanfliesen besetzt. Der Bau eröffnet den Besuchern ein vielfältiges und<br />

komplexes räumliches Erlebnis. Der Entwurf umfasst ebenso das gesamte Interior<br />

Design und wesentliche Teile der Innenausstattung. Dem Gebäude und den<br />

Designobjekten liegen komplexe digitale Modelle zugrunde. Die Umsetzung vor<br />

Ort verlief dank ausgefeilter Logistik reibungslos – und unter Einhaltung des<br />

Budgetrahmens. www.expoaustria.at<br />

UNIVERSAL-GARTENLEUCHTEN<br />

Kunterbuntes Treiben<br />

� Natur pur Erleben – so wird der Urlaub im<br />

eigenen Garten ein besonderes Erlebnis. Mit den<br />

ersten Sonnenstrahlen kommt auch der Garten<br />

wieder zum Einsatz. Raus an die frische Luft,<br />

die Natur in vollen Zügen genießen – und das,<br />

ohne das eigene zu Hause verlassen zu müssen!<br />

Universal bietet allen Gartenliebhabern ab<br />

sofort wunderbare Ideen, den Garten so richtig<br />

rauszuputzen und aufzupeppen. Mit den neuen<br />

Gartenartikeln kommt garantiert das richtige<br />

Outdoor-Feeling auf! Genießen Sie die warme<br />

Zeit des Jahres in Ihrem Garten und holen Sie<br />

sich Inspirationen auf www.universal.at<br />

88 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


)<br />

� Achtung, Kult! Die italienischen Zweiradprofis von<br />

Piaggio eröffnen die Rollersaison mit dem ersten Vespa-<br />

Sondermodell des Jahres: der Vespa LX Touring. Der kul -<br />

tige Cityflitzer im lässigen Retro-Look vereint dabei den<br />

zeitlosen Vespa-Stil mit Komfort<br />

und Originalität. Die Son-<br />

HOTEL LOIPERSDORF SPA & CONFERENCE<br />

derlackierung in edlem „Terra di<br />

Geschmackvolle Beauty<br />

Toscana“-Braun, verchromte Gepäckträger,<br />

ein klassisches Mini-<br />

� Das Hotel Loipersdorf Spa & Conference bietet ab<br />

Windschild, Jet-Helm und die<br />

sofort eine neue Form der Wellnessbehandlung an:<br />

passende Modelinie dazu – die<br />

„Schokolade Treatments“ spenden der Haut reichhal-<br />

neue Limited Edition Vespa LX<br />

tige Pflege und sorgen für einen sanften Teint sowie<br />

Touring ist nicht nur auf der<br />

ein unwiderstehliches Schokoaroma. Als Partner<br />

Straße eine runde Sache. Dabei<br />

konnte der steirische Kreativ-Chocolatier Josef<br />

erweist sich der moderne stil-<br />

Zotter gewonnen werden: Er entwickelte „z o t t e r<br />

volle Roller als idealer Untersatz<br />

Signature Treatments“ exklusiv für das Hotel. Die in<br />

im verstopften Stadtverkehr und<br />

der Kakaobohne enthaltenen Inhaltsstoffe steigern das<br />

legt auch längere Strecken mü-<br />

Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele. Im Hotel<br />

helos zurück. Ein Re-<br />

Loipersdorf Spa & Conference wird dies nun mit modertro-Roller<br />

für<br />

ner Wellness kombiniert: Zur Hautpflege und<br />

Entspannung werden<br />

Trendbewusste<br />

spezielle Behandlungen mit erwärmter<br />

www.faber.at<br />

Schokolade und hochwertiger Kakaobutter<br />

eingesetzt. www.vi-hotels.com<br />

MSC-FLOTTE & FIFA-FUSSBALL-WM 2010<br />

Immer am Ball<br />

� Auch im Urlaub kein Spiel, kein Tor und keinen Jubel versäumen:<br />

MSC Kreuzfahrten hat sich die Rechte zur Übertragung<br />

der FIFA Fußball-WM 2010 an Bord aller Kreuzfahrtschiffe der<br />

gesamten Flotte gesichert. „Als ein glühender Fußballfan war<br />

das Mindeste, was ich tun konnte, es allen Fußballbegeisterten<br />

zu ermöglichen, die FIFA-Fußball-WM 2010 während ihrer Reise<br />

an Bord unserer Schiffe mitzuverfolgen. Vom 11. Juni bis 11.<br />

Juli können sich unsere Gäste dem Fußballfieber hingeben, als<br />

wären sie in Südafrika“, sagt Pierfrancesco Vago, CEO von MSC<br />

Crociere. www.msckreuzfahrten.at<br />

MAI/JUNI 2010<br />

VESPA LX TOURING<br />

Kultiger Retro-Roller!<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 89


TEXT CHARLOTTA ROTA<br />

LIVING / LIFESTYLE FOTOS BEIGESTELLT<br />

Konkurrenz für Keramik. Holz und Wasser vertragen sich nicht, heißt es. Dabei ergeben<br />

Naturmaterialien, richtig eingesetzt, sogar eine besonders reizvolle Kombination. Beim<br />

Gedanken an ein Schiffsdeck, einen Bootssteg oder an eine Sommerterrasse im Freien<br />

wünschen sich viele Menschen auch in den so genannten Barfuß-Bereichen einen natürlichen<br />

Untergrund. Holzfußböden machen aus dem gewöhnlichen Badezimmer einen<br />

Wellnessbereich mit Stil. www.kaldewei.at<br />

90 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

MAI/JUNI 2010


Bodenhaftung<br />

Darauf stehen wir!<br />

Bodenbeläge spielen heute für die<br />

Inneneinrichtung eine weitaus dominantere<br />

Rolle als früher und werden mit viel Sorgfalt<br />

und unter Berücksichtigung des individuellen<br />

Einrichtungsstils ausgewählt.<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 91


Stolz auf Holz. Der Holzboden ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Interior-Designs. Er bietet die ideale Basis für das edle durchgestylte<br />

Ambiente (Bild links). www.kroencke.net Geeignet fürs Bad sind harte Holzarten wie Eiche oder Nussbaum (Bild rechts). www.haro.de<br />

DOMINANTE ROLLE. Bodenbeläge spielen<br />

heute für die Inneneinrichtung eine weitaus<br />

dominantere Rolle als früher und werden<br />

mit viel Sorgfalt und unter Berücksichtigung<br />

des individuellen Einrichtungs-<br />

stils ausgewählt. Bei der Größe von Wohn-<br />

räumen ist auch der Bodenbelag stilprägend<br />

und heute viel mehr als ein einfacher Belag,<br />

der womöglich noch mit Teppichen abgedeckt<br />

wird – heute ist der Boden auch ein<br />

(wichtiger) Teil des Interior-Designs.<br />

Generell lassen sich Bodenbeläge für<br />

Innenräume in textile und nicht textile<br />

Beläge einteilen: Zu den textilen Belägen<br />

gehören Teppiche, zu den nicht textilen<br />

zählen elastische Beläge wie Kork, PVC<br />

und Linoleum, Hartbeläge wie Parkett und<br />

Laminat und mineralische Beläge wie<br />

Keramikfliesen.<br />

TEPPICHBODEN ist – in Quadratmetern gerechnet<br />

– der am häufigsten zu findende<br />

Bodenbelag. Verschiedene Fasermateria–<br />

lien und Verfahren (Wirken, Weben, Tufting,<br />

Beflocken etc.) tragen zu einer riesi-<br />

92 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

gen Auswahl an Teppichböden für jeden<br />

Geschmack bei. Teppich ist schallabsorbierend<br />

und trittsicher und wird gerne in<br />

jenen Räumen verwendet, die eine angenehme<br />

Wohlfühl-Atmosphäre ausstrahlen<br />

sollen. Neben den verschiedensten Naturmaterialien<br />

wie etwa Baumwolle, Flachs,<br />

Seide oder Sisal werden für Teppiche auch<br />

gerne pflegeleichte synthetische Fasermaterialien<br />

wie Viskose oder Polypropylen<br />

verwendet. Ob sich ein Teppichboden nun<br />

für ein Kaufhaus oder für das heimische<br />

Schlafzimmer eignet, klärt die jeweilige Beanspruchungsklasse.<br />

Je niedriger die Einstufung<br />

hier ausfällt, umso strapazierfähiger<br />

ist der Belag. Beim Kauf sollte immer<br />

darauf geachtet werden, dass der Teppichboden<br />

schadstoffgeprüft ist und mit emissionsarmen<br />

Klebstoffen verarbeitet wird.<br />

KORK ist pflegeleicht, allergieneutral und<br />

aus diesem Grund optimal für Kinderzimmer<br />

geeignet. Dieser natürliche Bodenbelag<br />

ist fußwarm, schallabsorbierend und<br />

dank des wabenartigen Zellaufbaus auch<br />

besonders gelenkschonend. Zur Herstellung<br />

wird die Rinde der Korkeiche alle<br />

neun Jahre geschält und wächst dann wieder<br />

nach – Kork ist also ein äußerst ressourcenschonendes<br />

Produkt.<br />

Im Handel ist Korkparkett in Fliesenform,<br />

das mit dem Untergrund verklebt wird,<br />

und als Fertigparkett, das mit Nut-<br />

und-Feder-Systemen schwimmend verlegt<br />

wird, erhältlich. Und zwar in zwei Arten:<br />

Einerseits gibt es einschichtige Korkbeläge,<br />

aber auch mehrschichtige, die furniert<br />

sind. Sie besitzen ein aufgeklebtes<br />

Korkfurnier, das in erster Linie nur dekorativen<br />

Zwecken dient. Zudem besitzen<br />

sie eine schlechte Abrieb festigkeit, die<br />

mit speziellen Siegellacken jedoch verbessert<br />

werden kann. Allerdings sollte bei diesen<br />

Siegellacken auf die Umweltfreundlichkeit<br />

geachtet werden. Sie werden auf<br />

Wasserbasis angeboten.<br />

PARKETTBÖDEN sind mehrschichtige Bodenbeläge<br />

mit Echtholz-Oberfläche. Sie sind<br />

pflegeleicht, hygienisch und lassen sich<br />

MAI/JUNI 2010


Schlafstatt. Breite Holzdielen geben – gemeinsam mit dem<br />

Spiegelschrank – dem Schlafzimmer zusätzliche Tiefe (Bild oben).<br />

www.kika.at<br />

Essbereich. Nichts bleibt dem Zufall überlassen: Warme Farben<br />

dominieren und harmonieren diesen eleganten Essplatz (Bild rechts<br />

oben). www.kroencke.net<br />

Relaxzone. Holz, Leder und Metall ergänzen einander auf interessante<br />

Art und Weise (Bild ganz rechts). www.kroencke.net<br />

nach längerer Benutzungszeit problemlos<br />

abschleifen und sehen dann fast wie neu<br />

aus. Aus diesem Grund Parkettböden in<br />

alten Wohnungen niemals einfach entfernen,<br />

denn möglicherweise genügt auch ein<br />

einfaches Abschleifen, um sie wieder<br />

attraktiv zu machen. Und das Flair eines<br />

alten Parkettbodens kann durch so gut wie<br />

nichts übertroffen werden. Wird er neu<br />

verlegt, dann ist er natürlich auch über<br />

Fußbodenheizungen einsetzbar. Das Holz<br />

wird bei Parkett immer so verwendet, dass<br />

die Fasern horizontal liegen. Ein Parkettboden<br />

hat auch viele Vorteile und übertrifft<br />

damit manch andere Bodenbeläge.<br />

So strahlt das Echtholzparkett eine angenehme<br />

Wärme aus und steht für elegante<br />

Qualität. Holz wirkt sich positiv auf Luftfeuchtigkeit<br />

und Raumtemperatur aus und<br />

absorbiert außerdem Schadstoffe wie Zigarettenrauch<br />

aus der Raumluft. Die Auswahl<br />

bei Parkett ist auf Grund der unterschiedlichen<br />

Hölzer und Verlegevarianten<br />

riesig – besonders beliebt sind dabei Nussbaum-,<br />

Ahorn- oder Buchenholz. Die Holz-<br />

arten unterscheiden sich neben dem Aussehen<br />

in ihrer Struktur und Festigkeit. Und<br />

es wird auch zwischen Massivparkett – das<br />

aus einem massiven Stück Holz besteht –<br />

und Mehrschichtparkett unterschieden.<br />

Dabei werden für die untersten Schichten<br />

zumeist Fichtenstäbe verwendet. Beim<br />

Fertigparkett handelt es sich um einen<br />

bereits verlegefertig produzierten Bodenbelag,<br />

der schon versiegelt oder geölt ist.<br />

Der Vorteil liegt dabei in der einfachen<br />

und kostengünstigen Montage, da die Endbehandlung<br />

wie etwa Schleifen oder Kitten<br />

einfach wegfällt. Parkett ist zwar teurer als<br />

Laminat, doch auf lange Sicht gesehen die<br />

bessere Alternative: Mit der richtigen Pflege<br />

hält der Belag extrem lange.<br />

LAMINAT bezeichnet einen mehrschichtigen<br />

Fußbodenbelag, der aus Holzfaserplatte,<br />

Papier und Melamin-Klebstoff aufgebaut<br />

ist. Unter der Deckschicht befindet sich<br />

das Dekorpapier – die optisch wahrgenommene<br />

Oberfläche. Darauf können neben<br />

Holzstrukturen auch künstlerische Motive<br />

abgedruckt sein. Laminatböden imitieren<br />

so gut wie immer das Aussehen eines hochwertigen<br />

Bodenbelages und sind zumeist<br />

auch sehr preiswert. Sie sind in verschiedenen<br />

Paneelstärken und mit den verschiedensten<br />

Abriebfestigkeiten erhältlich. Die<br />

Paneelstärke ist zumeist für den Preis verantwortlich<br />

– dünne Paneele sind billiger.<br />

Allerdings ist auch das Dekor einfacher<br />

und sie sind empfindlicher gegen Abrieb<br />

und Feuchtigkeit – besonders in den Stoßkanten.<br />

Der bei uns zweitbeliebteste Bodenbelag<br />

ist robust und pflegeleicht, nur<br />

Wasser sollte sofort aufgewischt werden,<br />

da sich sonst die Holzfasern in der Trägerplatte<br />

ausdehnen können, was zu Wellen<br />

führen kann, die sehr unschön aussehen.<br />

Im Gegensatz zu Parkett ist Laminat vergleichsweise<br />

günstig erhältlich und kann<br />

natürlich auch in Eigenregie verlegt werden.<br />

Ein weiterer Vorteil von Laminat ist,<br />

dass es optimal für Fußbodenheizungen<br />

geeignet ist, wie sie heutzutage in vielen<br />

Wohnungen installiert sind. Einen Nachteil<br />

hat Laminat im Vergleich zu Parkett<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 93


Wohlfühloase. Home-Spa vom Feinsten. www.quester at<br />

jedoch: Man kann es nicht abschleifen, da<br />

unter der Dekorschicht sofort das Trägermaterial<br />

freigelegt werden würde. Und<br />

auch für Nassräume ist es nicht geeignet,<br />

da das Material wasserempfindlich ist.<br />

Verwendet wird etwa Glasfaserlaminat,<br />

das preiswert, aber in dünnen Lagen transparent<br />

ist. Kohlefaserlaminat wiederum<br />

ist sehr leicht, aber teuer. Auch ist es besonders<br />

schlagempfindlich. Kevlarlaminat<br />

hingegen ist relativ unempfindlich gegen<br />

Schlagbelastung, es ist vibrationsdämpfend<br />

und elektrisch isolierend. Allerdings<br />

sind die Fasern UV-empfindlich und können<br />

Feuchtigkeit aufnehmen.<br />

KERAMIKFLIESEN wurden bereits im ägyptischen<br />

Altertum als Wandbelag verwendet.<br />

Erstmals als Bodenbelag tauchten sie in<br />

Deutschland um das Jahr 1000 auf. Fliesen<br />

sind pflegeleicht, hygienisch und strapazierfähig,<br />

vor allem bei glasierten Oberflächen,<br />

wie sie im Interieurbereich ein -<br />

gesetzt werden. Besonders aus dem Bade-<br />

zimmer sind Keramikfliesen nicht mehr<br />

wegzudenken – hier sind sie als Bodenbelag<br />

und Wandverkleidung optimal, da sie<br />

wasserabweisend und gut abwischbar sind<br />

und problemlos über Fußbodenheizungen<br />

94 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

verlegt werden können. Über die Qualität<br />

der Fliesen entscheiden das Ausgangsmaterial<br />

und die Brenntemperatur. Steinzeug<br />

ist dank einer höheren Brenntemperatur<br />

härter als Steingut und dadurch auch entsprechend<br />

belastbarer. Daher ist es als Bodenfliese<br />

für innen und außen besonders<br />

geeignet. Noch höher ist die Qualität bei<br />

Feinsteinzeug: Es ist unempfindlich gegen<br />

Frost und viele Chemikalien. Die Farbe<br />

entsteht bei Keramikfliesen durch färbende<br />

Oxide, die entweder natürliche Bestandteile<br />

der Rohstoffe sind oder gezielt<br />

zugemischt werden. Oft wird auch nur die<br />

Oberfläche mit einer Glasur gefärbt, die<br />

mittels Farbpigmente oder diverser Druckverfahren<br />

veredelt werden kann.<br />

LINOLEUM wurde 1860 vom britischen Chemiker<br />

Frederick Walton entwickelt und<br />

besteht hauptsächlich aus Leinöl, Korkmehl<br />

und Jute. Bis zur Einführung von<br />

PVC-Bodenbelägen Mitte des 20. Jahrhunderts<br />

war Linoleum der wichtigste elastische<br />

Bodenbelag. Heute wird antibakte-<br />

rielles Linoleum auf Grund seiner Wider-<br />

standsfähigkeit gegen mechanische und<br />

chemische Beanspruchungen sowie Säuren<br />

gerne in Sporthallen, Rechenzentren und<br />

Fabrikationshallen verwendet. Linoleum<br />

sollte von qualifizierten Fachleuten wie<br />

etwa Bodenlegern oder Raumausstattern<br />

verlegt werden, da spezielle Werkzeuge<br />

und Klebstoffe verwendet werden müssen.<br />

Damit die Räume fugenlos an die Wände<br />

abschließen, können spezielle Wandanschlusssysteme<br />

verwendet werden, die<br />

einen sauberen Abschluss ermöglichen<br />

und ebenfalls aus Linoleum bestehen.<br />

Lange Zeit war Linoleum besonders<br />

pflegebedürftig. Heute werden spezielle<br />

Schutzschichten aufgetragen, die dieses<br />

Problem lösen.<br />

PVC. Bei PVC – Polyvinylchlorid – handelt es<br />

sich um einen thermoplastischen Kunststoff,<br />

der hart und spröde ist. Erst durch<br />

die Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren<br />

wird er weich und auch formbar.<br />

Er lässt sich gut einfärben, nimmt kaum<br />

Wasser auf und ist beständig gegen Säuren,<br />

Laugen, Alkohol, Benzin und Öl. Empfindlich<br />

ist er allerdings bei Aceton, Äther,<br />

Benzol, Chloroform oder Salzsäure. Zudem<br />

ist PVC ein guter Isolator. Die trittelastischen<br />

Kunststoffbeläge sind besonders<br />

strapazierfähig und hygienisch. Die Designauswahl<br />

ist hier nahezu unendlich und<br />

MAI/JUNI 2010


Stimmungsbilder. Wer die Wahl hat, hat ja bekanntlicherweise auch die Qual. Lassen Sie sich bei der Auswahl Ihrer Bodenbeläge unbedingt<br />

Zeit, denn Sie legen damit das stilmäßige „Fundament“ für viele Jahre. Dabei sollte man zum Beispiel darauf Rücksicht nehmen, dass der<br />

Boden in der Küche meist stärker belastet wird als etwa der Boden im Schlafzimmer. Deshalb wird in Küchen, Wohnküchen und Vorzimmern<br />

meist zu Fliesen oder Steinböden gegriffen. Wer eher zu Holz tendiert, sollte sich in stark benützten Räumen für Harthölzer wie etwa die Eiche<br />

entscheiden. Egal für welchen Boden Sie sich nach ausführlicher Rücksprache mit den Profis entscheiden, am besten ist es, wenn Sie sich<br />

das Material von qualifizierten Handwerkern verlegen lassen – denn dann haben Sie sicherlich lange Freude daran! www.kika.at<br />

auch der Einsatzort kann sich überall im<br />

Haus befinden – von der Küche über das<br />

Bad bis ins Ess- oder Kinderzimmer. Geschäumte<br />

PVC-Beläge eignen sich besonders<br />

für Wohnräume, da sie weich und fußwarm<br />

sind. Es gibt kein Belagsmaterial mit<br />

derart vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.<br />

PVC-Bodenbeläge sind zudem günstig<br />

in der Anschaffung, können schnell ausgetauscht<br />

werden und werden fix gereinigt.<br />

Auf hochqualitativen PVC-Belägen können<br />

sogar Zigaretten ausgedrückt werden,<br />

ohne dass sie Spuren hinterlassen. PVC-<br />

Beläge werden wegen der enthaltenen<br />

Weichmacher immer wieder kritisiert. Aus<br />

diesem Grund wurden physiologisch unbedenkliche<br />

PO-Beläge entwickelt, für deren<br />

Herstellung keine Weichmacher mehr notwendig<br />

sind. Ob sich ein Teppichboden für<br />

ein Kaufhaus oder für das heimische<br />

Schlafzimmer eignet, klärt die Beanspruchungsklasse.<br />

Je niedriger die Einstufung<br />

hier ist, umso strapazierfähiger ist der<br />

Belag. Beim Kauf sollte darauf geachtet<br />

werden, dass der Teppichboden schadstoffgeprüft<br />

ist und mit emissionsarmen<br />

Klebstoffen verarbeitet wird. Und auch die<br />

Umweltaspekte sollten beachtet werden,<br />

denn PVC verrottet kaum.<br />

Egal für welchen Boden Sie sich entscheiden,<br />

bedenken Sie vorab immer, dass der<br />

Bodenbelag eine dominante Rolle spielt –<br />

und das meist für viele Jahre! �


LIVING / LIFESTYLE<br />

Blitzblank<br />

Absolut sauber<br />

96 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT BEA BURGER<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

Hygiene ist besonders wichtig, wenn man<br />

sich daheim wohlfühlen möchte.<br />

PUTZTEUFEL. Bodenbeläge sollten eines sein<br />

– sauber. Im Handel sind heutzutage<br />

unzählige Mittel erhältlich, die die Reinigung<br />

von Teppichböden, Parkett & Co.<br />

fast zum Kinderspiel machen. So wird bei<br />

textilen Bodenbelägen gerne das Shampoonierverfahren<br />

angewendet, bei dem<br />

eine Tensidlösung mit starker Schaumentwicklung<br />

in den Boden eingearbeitet<br />

wird. Das kann händisch, aber<br />

auch mit einem speziellen<br />

Gerät erfolgen. Nach einer<br />

gewissen Einwirkungszeit<br />

wird der Schaum mit dem<br />

aufgenommenen Schmutz abgesaugt. Beliebt<br />

ist auch das Sprühextraktionsverfahren,<br />

bei dem das Aufsprühen und<br />

Absaugen unmittelbar nacheinander mit<br />

dem gleichen Gerät erfolgen.<br />

HOLZARBEIT. Parkettböden und Laminatböden<br />

sind besonders pflegeleicht. Allerdings<br />

sollten sie nie über längere Zeit nass<br />

sein, da sie Wasser aufnehmen. Feucht<br />

aufwischen – mit einem speziellen Reinigungsmittel<br />

– reicht. Anschließend einfach<br />

ein Pflegemittel auftragen – und der<br />

Boden glänzt wie neu!<br />

WISCH UND WEG. Auch Fliesen sind leicht zu<br />

reinigen. Aufwaschen mit einem herkömmlichen<br />

Haushaltreiniger genügt<br />

meist. Wer es porentief sauber haben<br />

möchte, der kann auch zum Kärcher greifen.<br />

Da haben Bakterien und Viren keine<br />

Chance mehr. Relativ neu am Markt sind<br />

so genannte Wischroboter, die für alle<br />

Hartböden geeignet sind. Sie sind mit<br />

Sensoren ausgestattet, die nicht nur<br />

Wände oder Möbelkanten, sondern auch<br />

Teppiche erkennen. Der Boden wird mit<br />

dem Wischroboter wie von Zauberhand<br />

gesaugt und feucht geschrubbt. �<br />

MAI/JUNI 2010


Alles, was Sie brauchen,<br />

finden Sie in HEROLD’s Gelben Seiten und auf HEROLD.at. Jetzt auch am Handy!<br />

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LIVING / LIFESTYLE<br />

98 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT ALEXANDRA KOCH<br />

FOTOS VITRAHAUS / ARCHITECTURE HERZOG & DE MEURON, OBSTBAULEEB / ARCHITECTS COLLECTIVE<br />

Auf einen schnellen Blick sieht das Präsentationsgebäude von Vitra wie ein Häuserhaufen<br />

aus. Doch im Inneren führen zahlreiche Treppen durch die verschie denen Ebenen und<br />

fügen das elegante Gebilde zusammen.<br />

Multifunktionelle Räume<br />

Präsentationsfläche Haus<br />

Es ist heutzutage definitiv eine Herausforderung, etwas richtig zu kom -<br />

mu ni zieren und zu präsentieren – und das am besten auch noch in einem<br />

persönlichen Rahmen. Die Verbindung von Originellem mit Altbewährtem<br />

hat eine faszinierende Anziehungskraft und erfreut sich großer Beliebtheit.<br />

Mit diesem Wissen können sich Präsentations- und Produktionsräume<br />

schon einmal auf ihren Siegeszug freuen.<br />

HÄUSERHAUFEN. Die Basler Architekten Herzog<br />

& de Meuron haben mit dem „Vitra-<br />

Haus“ wieder einmal den Puls der Zeit getroffen<br />

und in Weil am Rhein mehrere<br />

Häuser zu einem Präsentationsraum verwandelt.<br />

Das für die „Home Collection“ von<br />

Vitra entworfene Gebäude erinnert an eine<br />

vertraute und wohnliche Raumsituation.<br />

Dies nicht ohne Grund, denn dadurch können<br />

sich die Besucher die präsentierten<br />

Möbel perfekt in die eigenen vier Wände<br />

hineindenken. Vor allem designorientierte<br />

Einzelkunden sollen angesprochen werden<br />

und die Atmosphäre der „domestic scale“<br />

spüren. Das Vitra-Haus ist aber auch insofern<br />

einzigartig, weil es zwei verschiedene<br />

Themen miteinander verbindet. Auf der<br />

einen Seite stellt es das Urhaus dar und<br />

andererseits zeigt es einen totalen Bruch<br />

zu der üblichen Raumverteilung. Dadurch<br />

entsteht eine Art Häuserhaufen, der durch<br />

die Stapelung von Räumen hervorgerufen<br />

wird. Insgesamt erstreckt sich das Vitra-<br />

Haus über fünf Ebenen, die durch viele<br />

Treppen verbunden werden. Die verschiedenen<br />

Aufgänge winden sich wurmartig<br />

durch die Stockwerke und lassen die winkelförmigen<br />

Verschneidungen der einzel-<br />

nen Häuser verschmelzen. Die Außenseite<br />

des Vitra-Hauses erglänzt in Anthrazit,<br />

wohingegen die Präsentationsflächen in<br />

Weiß gehalten sind und somit einmal mehr<br />

die präsentierten Möbel fokussieren. Im<br />

vierten Obergeschoß kann durch die verglaste<br />

Nordseite eine grandiose Aussicht<br />

auf die Tüllinger Hügel genossen werden<br />

und auch die Außenterrasse bietet einen<br />

einzigartigen Ausblick auf die Umgebung.<br />

Die vorgeführten Möbel in dem Präsentationshaus<br />

verstehen es, Wohn-, Ess- und<br />

Arbeitsbereich zu verbinden, und unterstreichen<br />

damit die verschiedenen Nut-<br />

MAI/JUNI 2010


zungsarten. Bei einem Rundgang durch die<br />

verschiedenen Ebenen können also sicher<br />

genügend Inspirationen für das Eigenheim<br />

geholt werden. Um den Service komplett<br />

zu machen, verhilft zum Beispiel ein<br />

Farblaboratorium zur Wahl der richtigen<br />

Couleur. Außerdem kann der Besucher<br />

Einblick über die Produktion und Qualitätskontrolle<br />

bekommen sowie die Sammlung<br />

des Vitra Design-Museums besuchen.<br />

MEHRZWECK. Auch bei dem Projekt namens<br />

„Obstbau Leeb“ in St. Andrä am Zicksee<br />

geht es um Produktion. In diesem Fall allerdings<br />

um die Verarbeitung und den Verkauf<br />

von Obst, insbesondere von Äpfeln.<br />

In nur vier Monaten wurde mithilfe des<br />

Architektenbüros Architects Collective für<br />

das burgenländische Unternehmen ein<br />

Haus errichtet, das vorwiegend aus Fertigteilen<br />

besteht und als Passivhaus konzipiert<br />

ist. Um die Nachhaltigkeit des Gebäu-<br />

des hervorzuheben, wurden vor allem<br />

nachwachsende Rohstoffe sowie Recyclingmaterialien<br />

und Upcycling-Möbel verwendet.<br />

Um zum Beispiel ausgedienten<br />

Fahrradschläuchen noch einen Zweck abzugewinnen,<br />

wurden sie zu kugelförmigen<br />

Deckenleuchten verwandelt. Gebrauchte<br />

Mehrschichtplatten bekamen als Regale<br />

oder Schränke eine neue Funktion, und das<br />

Verkaufspult besteht aus alten Druckerplatten.<br />

Ehemalige Weingartensteher ermöglichen<br />

das Versickern des Regenwassers<br />

auf den Pkw-Stellplätzen, und das<br />

Dachwasser läuft in zwei Verdunstungsbecken,<br />

die in die Freiraumgestaltung<br />

integ riert wurden. Im Inneren des Gebäudes<br />

befindet sich unter anderem die Verarbeitungshalle,<br />

die aus einer Holzrahmenkonstruktion<br />

besteht und nicht beheizt<br />

wird. Um eine angenehme und freundliche<br />

Umgebung zu schaffen, wird der Verkaufsraum<br />

von einem durchgehenden Fenster-<br />

band abgeschlossen, wodurch das Licht<br />

den Raum erfüllen kann. Damit es aber<br />

nicht zu warm wird, schützen aufklappbare<br />

Alurahmen und gebrauchte Werbeplanen<br />

die Ware.<br />

Die Fassade des Gebäudes besteht aus<br />

Grobspanplatten, die in Braun oder Grün<br />

lasiert sind, wodurch eine gewisse Marktatmosphäre<br />

entsteht. Mithilfe von Schiebetoren<br />

verwandelt sich das Gebäude in<br />

ein offenes und vielfältiges Bauwerk, welches<br />

noch dazu einen Einblick in die Innenräume<br />

gewährt. Die Äpfel und auch andere<br />

Obstsorten können dadurch auch beobachtet<br />

reifen – diese Qualitätssicherung<br />

weiß der Obstliebhaber zu schätzen.<br />

Außerdem bringen die Faktoren Transparenz,<br />

Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit<br />

Präsentations- oder Produktionsflächen<br />

auf die Erfolgsspur – nicht nur auf<br />

den Kunden bezogen, sondern vor allem<br />

was die Natur betrifft. �<br />

Im Sinne von Funktionalität wurde das Projekt<br />

namens „Obstbau Leeb“ vorwiegend aus<br />

Fertigteilen erbaut. Dadurch kann die Fläche<br />

verschiedenartig geöffnet werden und die<br />

Obstsorten können beobachtet reifen.<br />

Bild links: Das lichtdurchflutete Haus ist nicht<br />

nur Verkaufsraum, sondern verhilft alten<br />

Fahrradschläuchen auch zur Verwandlung in<br />

kugelförmige Deckenleuchten.<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 99


TEXT CHARLOTTA ROTA<br />

LIVING / LIFESTYLE FOTOS BEIGESTELLT<br />

Die Farbe Orange<br />

Munter- & Stimmungsmacher<br />

Orange steht für Optimismus und Lebensfreude. Hellt Stimmungen auf und<br />

sorgt für eine gesunde Portion Selbstvertrauen. Aber sehen Sie selbst!<br />

WIRKUNGSVOLL. Jede Farbe hat eine andere<br />

Wirkung auf unsere Psyche und unseren<br />

Körper, denn jede Farbe besitzt eine für sie<br />

typische Wellenlänge und Energie, die sich<br />

auf unsere Körper überträgt. So wirkt zum<br />

Beispiel blaues Licht kühlend und beruhigend,<br />

rotes Licht hingegen wärmend und<br />

anregend. Immer beliebter wird die Farb-<br />

therapie, in der die positive Wirkung der<br />

Farben anhand von Bädern, Farbakupunktur,<br />

Bestrahlungen, aber auch bestrahlten<br />

Nahrungsmitteln und Getränken zum Tragen<br />

kommt. Doch auch zu Hause, im Büro<br />

oder unterwegs kann jeder für positive<br />

Stimmung sorgen, indem er die Farben seiner<br />

Kleidung, Möbel und Beleuchtung entsprechend<br />

anpasst. Und das ist der perfekte<br />

Stimmungsmacher der Saison: Orange!<br />

05<br />

01<br />

100 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

LEICHTER LEBEN. Orange ist bekannt als<br />

Kraftspender nach physischer oder seelischer<br />

Erschöpfung. Es repräsentiert Stärke<br />

und Aktivität. Die Wärme dieser Farbe hebt<br />

unweigerlich die Stimmung. Sie streicht<br />

auch Geborgenheit, Gemütlichkeit und<br />

emotionale Wärme hervor. Pessimismus,<br />

Depression und Antriebsarmut werden verblüffend<br />

positiv beeinflusst. Orange ist die<br />

Symbolfarbe für Optimismus und Lebensfreude.<br />

Orange ist ein Stimmungsaufheller<br />

und steht für Aufgeschlossenheit, Kontaktfreude<br />

und Selbstvertrauen. Ebenso kann<br />

es aber auch Leichtlebigkeit und Aufdringlichkeit<br />

vermitteln. Orange hilft bei Beschwerden<br />

im Bauch und Unterleib und<br />

fördert die Nierenfunktion. In orangefarbenen<br />

Räumen wird Geselligkeit gefördert<br />

06<br />

02<br />

und Gemütlichkeit ausgestrahlt. Orange<br />

ist die ideale Farbe für dunkle Räume mit<br />

wenig Tageslicht sowie für Küchen, Ess-<br />

und Arbeitszimmer.<br />

GENUSS IN SAFRAN. In der Natur die Farbe der<br />

Wärme, im Buddhismus die Farbe der Vollkommenheit<br />

– die Leuchtkraft von Orange<br />

ist unendlich und sein Farbspektrum unerschöpflich.<br />

Für seine feinen Schreibaccessoires<br />

verwendet der Schweizer Hersteller<br />

Caran d’Ache eine kräftige Nuance des<br />

Farbtons: Safran – ein faszinierendes Pigment,<br />

ein einzigartiges Gewürz und bereits<br />

in der Antike ein Luxusartikel. Der Füllfederhalter<br />

Léman Bicolor Safran zum Beispiel<br />

besticht durch seinen seidig glänzenden<br />

safranfarbenen Lack, welcher den<br />

MAI/JUNI 2010<br />

07


Schaft sanft umschließt. Die Feder aus<br />

18-karätigem rhodiniertem Gold mit eingraviertem<br />

Logo unterstreicht die Raffinesse<br />

des Objekts.<br />

KITCHENTALK. Orange ist die ideale Farbe<br />

für Küche und Esszimmer – orangefarbene<br />

Küchenaccessoires machen Appetit und<br />

fördern die Geselligkeit. So gehören in die<br />

moderne Küche mit Stil Farbakzente wie<br />

Salz in die Suppe.<br />

Ein warmes Orange regt nicht nur die<br />

Kochleidenschaft und Kreativität von Hobby-<br />

und Profiköchen an – die orangefarbenen<br />

Küchenhelfer von Kitchen Aid® lassen<br />

sich mit jeder Kücheneinrichtung perfekt<br />

kombinieren und stehen für zeitloses Design.<br />

Modern-ästhetisch präsentiert sich<br />

08<br />

die Küchenmaschine Artisan® in Orange<br />

als optischer Hingucker in jedem Küchenambiente.<br />

Ob beim Teigkneten, Gemüseraspeln<br />

oder Orangenauspressen –<br />

mit dem richtigen Aufsatz kann die<br />

Küchenmaschine nahezu alles.<br />

SUMMERFEELING. Für ein besonders stimmungsvolles<br />

Ambiente nach italienischer<br />

Art sorgen die aus hochwertigem Acryl gefertigten<br />

Designprodukte von Guzzini. Ob<br />

Frühstück, Lunch oder Aperitif – in satten<br />

Orangetönen versprühen die praktischen<br />

und hochqualitativen Tischaccessoires wie<br />

Flaschenkühler und Thermoskanne Mimi<br />

oder Salatbesteck Mirage des Familienunternehmens<br />

fröhliche Lebensqualität im<br />

Alltag. Genießen wie in bella Italia! Prakti-<br />

09<br />

03<br />

01 Caran d’Ache. Papeterie-Genuss in Safran –<br />

www.carandache.de 02 Cartier. Erfrischend<br />

prickelnder Duft „Eau de Cartier Essence d’Orange“ –<br />

www.cartier.de 03 Vitra. Stundenzähler „Ball Clock“<br />

in Orange – www.vitra.com 04 + 05 1000 x Tische +<br />

Stühle. Sitzgelegenheiten für jeden Geschmack und<br />

Stil – www.1000tische.at 06 Hugo Boss Black.<br />

In die modische Tasche passt nicht nur viel rein, sie<br />

sieht auch noch gut aus – www.salamander.at<br />

07 Artisan. Küchenhilfe in ihrer schönsten Form –<br />

www.KitchenAid.com 08 Multi-Milieu Kerzenhalter.<br />

Stimmungsvolles Summerfeeling – www.kika.at<br />

09 Guzzini. Appetitanregendes Design – www.fratelliguzzini.com<br />

10 Hugo Boss Orange. Zauberhafter<br />

Damenduft – www.douglas.at<br />

sche Küchenhelfer gehören zum Guzzini-<br />

Sortiment wie dekoratives Geschirr. Der<br />

Anblick des farbenfrohen Designs bringt<br />

uns dem Sommer ein kleines Stück näher.<br />

SO DUFTET DER SOMMER. In Sekundenschnelle<br />

entführen uns attraktive Sommerdüfte<br />

in die schönste Zeit des Jahres. Bei Eau de<br />

Cartier Essence d’Orange beispielsweise<br />

steht die spritzige und saure Orange im<br />

Zentrum der Kreation und erinnert an zauberhaft<br />

helle Sonnenstrahlen. Hugo Boss<br />

Orange im floralen Design versprüht wahre<br />

Lebensfreude und prickelnden Charme.<br />

„Dem Glücklichen schlägt keine Stunde“ –<br />

und schon gar nicht, wenn er sie von<br />

der orangefarbenen Vitra<br />

Ball Clock abliest … �<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 101<br />

04<br />

10


TEXT GERHARD SCHILLINGER<br />

LIVING / LIFESTYLE FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Ernte- und Nascherlebnis<br />

für den inneren Ausgleich<br />

Obst im eigenen Garten<br />

Im Supermarkt gibt es alles immer im Überfluss. Und doch kann selbst das<br />

glänzendste Obst nicht mit dem ersten selbst geernteten Apfel aus<br />

dem Garten vor dem Haus mithalten. Früchte aus der Eigenzucht<br />

bringen uns wieder in Kontakt mit dem Rhythmus der Natur.<br />

102 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

ZUGEGEBEN, es ist angenehm, Weintrauben<br />

mitten im Jänner, Pfirsiche im März oder<br />

Kiwis rund ums Jahr einfach im Supermarkt<br />

zu finden. Alles zu jeder Zeit und im<br />

Überfluss ist die Devise. Was dabei verloren<br />

geht, ist ein Gefühl für den natürlichen<br />

Ernteverlauf von Obst – und vor allem der<br />

Geschmack. Nicht zuletzt schmecken wir<br />

den Unterschied zwischen erntefrischen<br />

Produkten aus der Region und wochenlang<br />

rund um den Erdball verschiffter Ware. Wer<br />

über einen eigenen Garten oder zumindest<br />

eine größere Terrasse verfügt, kann bei<br />

mäßigem Aufwand sein selbst gezüchtetes<br />

Obst anbauen.<br />

DIE EIGENEN GESCHMACKSBEDÜRFNISSE PRÜFEN.<br />

Bevor man darangeht, zum Hobbyzüchter<br />

zu werden, gilt es allerdings einige Vorarbeiten<br />

zu durchdenken – etwa die Aus-<br />

MAI/JUNI 2010


Obst ist nicht gleich Obst. Bevor man zum Hobyzüchter wird, stehen einige Vorarbeiten und Fragen auf dem Programm: Steht die<br />

Bevorratung großer Obstmengen im Vordergrund oder das spontane Nascherlebnis? Wonach steht Ihnen und Ihrer Familie denn öfter der<br />

Sinn – nach einem reschen Apferl, einem saftigen Pfirsich oder eher nach erfrischenden Trauben?<br />

wahl der geeigneten Sorten und entsprechen<br />

Vorlieben. Apfel, Birne, Pfirsich oder<br />

Trauben – beantworten Sie zunächst die<br />

Frage nach dem eigenen Geschmack. Steht<br />

die Bevorratung großer Obstmengen im<br />

Vordergrund oder das spontane Nascherlebnis?<br />

Was nützt es, wenn Kirschen<br />

prächtig gedeihen, der Gaumen aber nach<br />

ganz anderem verlangt. Vor dem Setzen der<br />

ersten Stämme sollte auch die persönliche<br />

Zeitbereitschaft für Schnittpflege und<br />

Ernte geprüft werden. Nicht jede Sorte ist<br />

schließlich gleich anspruchsvoll, und manche<br />

Bäume wachsen schon nach einigen<br />

Jahren scheinbar in den Himmel – und dies<br />

mit entsprechend großem Zeitaufwand bei<br />

der Ernte der Früchte. Daher ist es auch<br />

wichtig, den verfügbaren Platz für Obstbäume<br />

zu definieren. Beim Kauf in der<br />

Gärtnerei sind diese noch klein und<br />

raumsparend. Ausgewachsen können viele<br />

Sorten große Teile des Gartens in dichten<br />

Schatten legen oder eventuell die Grund-<br />

stücksgrenzen zum Nachbarn hin überwachsen.<br />

Und schließlich sind nicht jeder<br />

Boden und jedes Klima für alle Sorten geeignet.<br />

Kiwis wachsen etwa auch in unserem<br />

Weinklima, im Hochgebirge sind sie<br />

unpassend. Apfel oder Zwetschke lieben<br />

schwerere und lehmige Böden, während<br />

Kirschen oder Birnen und Marillen eher<br />

sandigen und lockeren Grund bevorzugen.<br />

GROSS UND HOCH ODER LIEBER KLEIN UND SCHMAL?<br />

Sind diese Rahmenbedingungen definiert,<br />

sollten sie unbedingt beim Kauf der Pflanzen<br />

in der Gärtnerei beachtet werden, um<br />

die richtigen Züchtungen zu erhalten. Wer<br />

über viel Platz im Garten verfügt, kann veredelte<br />

Bäume auf stark wachsenden Unterlagen<br />

wählen. Als Baumform eigenen sich<br />

dann auch Halbstämme mit großer Krone<br />

oder sogar Hochstämme. Wer allerdings im<br />

verfügbaren Raum begrenzt ist, braucht<br />

schwächer wachsende Unterlagen, damit<br />

die Freude am eigenen Obst nach einigen<br />

Jahren nicht durch den alles dominierenden<br />

Baumriesen getrübt wird. Baumformen<br />

wie Säulen, Spindel oder Buschbäume<br />

helfen zudem, in der Breite nicht zu groß zu<br />

werden. Erstere passen problemlos auch als<br />

Topfpflanze auf jede Terrasse. Eine Sonderform<br />

sind die an Spalieren gezogenen Obstbäume.<br />

Besonders Birnen oder Äpfel eignen<br />

sich dazu, an sonnigen Hausmauern<br />

quasi ohne Platzbedarf an Drähten oder<br />

speziell im Fachhandel käuflichen Rankhilfen<br />

hoch und breit gezogen zu werden.<br />

Weintrauben wiederum sind als Kletterpflanzen<br />

ideal, um Terrassenüberdachungen<br />

oder Pergolas relativ schnell zu begrünen.<br />

Auch winterharte Kiwis wachsen<br />

schnell in die Höhe und können in kurzer<br />

Zeit viel Grün liefern.<br />

AUF DIE SAISONALITÄT ACHTEN. Wer das ganze<br />

Jahr hindurch frisches Obst aus dem Garten<br />

möchte, sollte auf die Saisonalität der<br />

Sorten achten. Als erste Vitaminspender<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 103


dienen Kirschen und Erdbeeren, die schon<br />

ab Ende Mai und Juni Früchte liefern. Bei<br />

Ersteren sind früh reifende Züchtungen zu<br />

bevorzugen, da diese vor Ablage der Larven<br />

der Kirschfruchtfliege fruchten und damit<br />

die lästigen Würmer vermieden werden<br />

können. Bei Erdbeeren gibt es mittler-<br />

weile die unterschiedlichsten Arten. Neben<br />

den Klassikern wie „Mieze Schindler“ oder<br />

„Elvira“ stehen auch mehrmals tragende<br />

Pflanzen wie die „Ostara“ oder spezielle<br />

Kletter- und Hängeerdbeeren für Ampeln<br />

und Töpfe zur Verfügung. Im Sommer folgen<br />

Marillen und Pfirsiche und im Herbst<br />

Weintrauben, Zwetschken, Äpfel und Birnen.<br />

Mittlerweile gibt es auch hier die<br />

unterschiedlichsten Reifezeiten, beginnend<br />

mit Ende August bis weit in den Oktober<br />

hinein. Als eine der letzten Obstsorten<br />

reifen schließlich nach dem Laubabfall die<br />

Kiwis im November. Wer auf diese Mischungen<br />

achtet, kommt fast das gesamte<br />

Jahr zu frischen Früchten.<br />

BEERENGEWÄCHSE ALS NASCHERGÄNZUNG. Neben<br />

klassischen Obstsorten bilden auch die<br />

vielen Beerenfrüchte schmackhafte Möglichkeiten<br />

zum gesunden Naschen im Garten.<br />

Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren<br />

haben auch in kleinen Grünzonen<br />

Platz, sind attraktive Sträucher und zugleich<br />

Vitaminlieferanten. Auch hier gibt es<br />

inzwischen verschiedene Züchtungsvarianten.<br />

Wer etwa bei Brombeeren das dornige<br />

Dickicht fürchtet, greift zu den neuen stachellosen<br />

Sorten, die es sogar als Rankgewächse<br />

für den Topf gibt. Oder Sie legen<br />

mittels Pfeiler und Drähte überschaubare<br />

Hecken oder kleine Spiralformationen an,<br />

um die Triebe daran zu befestigen und<br />

Wildwuchs zu vermeiden. Heidelbeerliebhaber<br />

greifen zu den bis einen Meter und<br />

höher wachsenden Staudenformen oder –<br />

besonders ertragreich und leicht zu ernten<br />

– Heidelbeersträuchern mit traubenartig<br />

dichten Früchten. Richtig zum Sattessen. �<br />

01<br />

02<br />

Vitaminspender. Sattrote Erdbeeren zählen in unseren heimatlichen Gefilden zu den<br />

beliebtesten Vitaminlieferanten. Sie liefern schon ab Ende Mai oder Juni ihre süßen Früchte.<br />

03<br />

INTERESSANTE BUCHTIPPS. 01 „Gartenschnitte“<br />

von Fiona Hopes (Delius Klasing Verlag) 02 „Obstbäume“<br />

von Andrew Mikolajski (Delius Klasing Verlag) 03 „Die<br />

700 schönsten Gartenpflanzen“ (Delius Klasing Verlag –<br />

www.delius-klasing.de) Ohne Abb.: „Beeren und Obst<br />

aus dem naturnahen Garten“ von Ilse Wrbka-Fuchsing<br />

und Monika Biermeier (avbuch – www.avbuch.at)<br />

104 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

MAI/JUNI 2010


Vitamine machen fit und munter, kurbeln das Immunsystem an und lassen<br />

Schnupfen & Co. kaum noch eine Chance!<br />

DER APFEL – DAS WICHTIGSTE EINHEIMISCHE OBST.<br />

„An apple a day keeps the doctor away!“<br />

Das alte englische Sprichwort bringt es auf<br />

den Punkt: Bei regelmäßigem Genuss steigern<br />

Äpfel unser Wohlbefinden und wirken<br />

gesundheitsfördernd. Sie versorgen<br />

uns neben Vitamin C, das vor Zellschäden<br />

schützt und die Widerstandskraft des Körpers<br />

stärkt, mit mehr als 20 verschiedenen<br />

Mineralstoffen und Spurenelementen. Während<br />

etwa Kalium und Natrium den Blutdruck<br />

und Körperflüssigkeitshaushalt beeinflussen,<br />

ist Eisen für die Blutbildung<br />

unentbehrlich. Phosphor und Kalzium<br />

kräftigen wiederum Knochen und Zähne.<br />

Roh und ungeschält ist der Apfel noch<br />

gesünder, da sich rund 70 Prozent aller<br />

wertvollen Stoffe in der Schale befinden.<br />

DIE BIRNE – SAFTIG UND WOHLSCHMECKEND. Sie<br />

ist reich an wachstums- und blutbildenden<br />

Inhaltsstoffen und wirkt<br />

darmregulierend. Ihr hoher Gehalt<br />

an Folsäure ist besonders<br />

bemerkenswert, da dieses B-<br />

Vitamin für den Bau von körpereigenen<br />

Glückshormonen<br />

verantwortlich ist und uns somit<br />

die Möglichkeit gibt, wirksam den<br />

inneren Gute-Laune-Faktor anzukurbeln.<br />

TEXT BRIGITTE REDLING<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

Das Vitamin-Abc<br />

Kraft aus dem Garten<br />

DIE ZWETSCHKE (PFLAUME). Sie ist eine wahre<br />

Vitamin-B-Pille. Neben den Vitaminen<br />

A, C und Biotin enthält diese Steinfrucht<br />

sämtliche B-Vitamine. Zwetschken sind<br />

außerdem der beste Stimulator für Kohlenhydratstoffwechsel,<br />

Stressfähigkeit,<br />

gute Nerven, mentale Frische sowie<br />

Antriebs- und Leistungskraft. Des Weiteren<br />

regen sie die Nieren- und Darmtätigkeit<br />

an.<br />

MARILLE – DIE KAROTTE DES OBSTGARTENS.<br />

Sie sind wahre Powerfrüchte, da sie mit<br />

Vita minen, Mineralien und sekundären<br />

Pflanzenstoffen vollgestopft sind. Kieselerde<br />

und der hohe Anteil an Beta-Carotin<br />

helfen Jugendlichen in der Pubertät<br />

gegen schlechte Haut. Da die Marille<br />

von allen Obstsorten am meisten Vitamin<br />

A enthält (u. a. für gutes Sehen<br />

verantwortlich), wird sie<br />

auch hin und wieder als<br />

„Karotte des Obstgartens“<br />

bezeichnet.<br />

KIWI & BEEREN. Als immunsystemstärkende<br />

Erfolgsfrucht<br />

schlechthin kann man<br />

die Kiwi bezeichnen,<br />

da sie doppelt so viel<br />

LIVING / LIFESTYLE<br />

Vitamin C wie<br />

Orangen oder Zitronen<br />

enthält. Wer<br />

hin und wieder leckere<br />

süße Beeren genießt,<br />

tut seinem Körper<br />

ebenfalls nur Gutes. Die sekundären<br />

Pflanzenstoffe dieser Früchte wirken<br />

nämlich entzündungshemmend, cholesterinsenkend<br />

und immunsystemstärkend.<br />

Kirschen wiederum gelten als das<br />

ideale Mittel gegen Verstopfung. Sie<br />

quellen im Darm und bringen die Verdauung<br />

in Schwung.<br />

FAZIT. Je mehr verschiedene Obstsorten<br />

man jeden Tag frisch<br />

zu sich nimmt, desto größer<br />

ist die Bandbreite an<br />

Vitaminen, Mineralstoffen<br />

und<br />

bioaktiven<br />

Substanzen,<br />

die<br />

wir dem<br />

Körper zuführen.Treiben<br />

Sie es also obstmäßig in<br />

Ihrem Garten möglichst bunt – und<br />

Ihr Körper wird es Ihnen noch viele Jahre<br />

lang danken! �<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 105


LIVING / LIFESTYLE TEXT NINA MARTIN<br />

FOTOS SHUTTERSTOCK<br />

Kribbel, krabbel …<br />

Was tun gegen Ameisen, Motten und Co.?<br />

In der Natur haben alle Insekten ihre Aufgabe und Funktion. Doch in der Wohnung<br />

entwickeln sie sich schnell zur Plage, wenn sie in großen Schwärmen auftreten.<br />

HAUSMITTEL. Motten im Kleiderkasten oder<br />

in den Küchenschränken, Silberfische<br />

im Badezimmer und lästige Fliegen, die<br />

im Schlafzimmer herumsurren, sind der<br />

Schrecken jeder Hausfrau. Viele greifen<br />

dann zu einer chemischen Keule, um diese<br />

Plagegeister schnellstens wieder loszuwerden.<br />

Zum Glück gibt es aber einfache Hausmittel,<br />

die nicht gesundheitsschädlich sind<br />

und trotzdem sehr gut wirken.<br />

KLEIDERMOTTEN. Bei Mottenbefall im Kleiderschrank,<br />

aber auch vorbeugend dagegen<br />

hat sich bis heute immer noch der fein duftende<br />

Lavendel bewährt. Die Lavendelpflanze<br />

ist schon seit Jahrhunderten bekannt,<br />

und man verwendete sie nicht nur<br />

als Heilmittel, sondern auch zum Desinfizieren<br />

bei Krankheiten und natürlich auch<br />

zum Schutz vor Ungeziefer, besonders bei<br />

Motten. Lavendel in ein kleines Säckchen<br />

aus Stoff oder Seidenpapier gefüllt und zwischen<br />

Kleidungsstücke gehängt oder gelegt,<br />

vertreibt die kleinen Biester. Bereits<br />

befallene Textilien heiß waschen! Wollsachen,<br />

die kein heißes Wasser vertragen,<br />

in einer Plastiktüte verpackt eine Woche<br />

lang im Kühlschrank einfrieren! Das hilft,<br />

um die Larven der Motten abzutöten.<br />

LEBENSMITTELMOTTEN. Kaum ein Vorratsschrank<br />

in der Küche ist vor den Lebensmittelmotten<br />

sicher. Sie lieben ganz besonders<br />

kohlehydratreiche Nahrungsmittel,<br />

106 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

aber auch Tee, Kakao und sogar Gewürze.<br />

Findet man so ein Tierchen oder Larven<br />

und feine Gespinste wie Spinnfäden im<br />

Küchenschrank, muss schnell gehandelt<br />

werden. Alle betroffenen Lebensmittel sollen<br />

in einem gut verschlossenen Plastiksack<br />

zur Mülltonne gebracht werden. Die Eier<br />

dieser Motten verstecken sich oft in den<br />

kleinsten Ritzen und Löchern. Deshalb den<br />

Schrank gut aussaugen und danach gründlich<br />

mit Essigwasser waschen! Da auch<br />

heiße Luft den Schädlingen nicht bekommt,<br />

bläst man noch mit dem heißen Föhn in<br />

den gereinigten Schrank. Lebensmittel, die<br />

noch nicht sichtbar von den Motten befallen<br />

sind, kann man zur Sicherheit einfrieren<br />

– und zwar mindestens eine Woche<br />

lang, um Eier und Larven abzutöten, falls<br />

doch welche vorhanden sind. Wer zusätzlich<br />

vorbeugend ein wenig Duftöl (geeignet<br />

sind die Sorten Nelke, Lavendel oder Zeder)<br />

aufstellt, macht seine Küche zur mottenfreien<br />

Zone. Allerdings sind solche intensiven<br />

Düfte nicht jedermanns Sache.<br />

MADEN. Lebensmittelmaden wegzubekommen,<br />

ist ein wenig schwieriger. Sie mögen<br />

besonders Reis, Hülsenfrüchte und Mehl.<br />

Auch hier müssen die befallenen Lebensmittel<br />

komplett weggeworfen werden, um<br />

auch die gelegten Eier zu vernichten. Bei<br />

der Reinigung der Schränke wird genauso<br />

wie beim Lebensmittelmottenbefall mit<br />

Essigwasser und heißem Föhn vorgegan-<br />

gen. Ritzen und Spalten eventuell mit<br />

einem in Essig getauchten Wattestäbchen<br />

putzen!<br />

KÜCHENSCHABEN. Küchenschaben zählen zu<br />

den ekligsten Einschleichdieben im Küchenbereich.<br />

Sie lieben es, ihre Nester dort<br />

zu bauen, wo es sehr warm ist, zum Beispiel<br />

im Bereich von Elektrogeräten. Schaben<br />

sind Träger von Krankheitskeimen und verunreinigen<br />

Lebensmittel. Bei empfindlichen<br />

Personen lösen sie sogar Asthma aus.<br />

Sie haben einen üblen Geruch, und von<br />

Schaben befallene Lebensmittel sind für<br />

den Verzehr nicht mehr geeignet. Vertreiben<br />

kann man sie durch natürliche Mittel<br />

nahezu nicht, da muss ein Experte her.<br />

Damit es keine neue Einquartierung von<br />

Lebensmittelmotten, Maden und Küchenschaben<br />

im Lebensmittelkasten gibt, müssen<br />

alle Vorräte in fest verschließbaren Gläsern<br />

oder Plastikdosen aufbewahrt werden.<br />

Das ist auf alle Fälle hygienischer und<br />

sicher. Wichtig ist dann natürlich, das Ablaufdatum,<br />

das auf jeder Verpackung steht,<br />

auf kleine Etiketten zu schreiben und auf<br />

die Vorratsgefäße aufzukleben.<br />

AMEISEN. In der Natur sind die Ameisen ja<br />

sehr nützliche Insekten, sie übertragen<br />

auch keine Krankheiten, und deshalb sollte<br />

man nicht jeden Ameisenbau im eigenen<br />

Garten vernichten. Wenn die fleißigen<br />

Krabbler jedoch über die Terrasse versu-<br />

MAI/JUNI 2010


chen, in den Wohnbereich einzudringen,<br />

dann ist sofortiger Alarm angesagt. Bereits<br />

eine einzelne Ameise kann die Vorhut eines<br />

Heeres sein. Ameisen legen von ihrem Bau<br />

ausgehend eine Ameisenstraße an, über die<br />

sie schnell vorrücken. Besonders in der heißen<br />

Jahreszeit, oft nach starken Regenfällen<br />

fallen sie in das Haus ein. Leider begnügen<br />

sie sich nicht allein mit dem, was ihnen<br />

die Natur bietet, sondern suchen auch im<br />

Wohnbereich nach Nahrung. Aber nicht<br />

nur in Häusern mit Garten, auch in Stadtwohnungen<br />

muss man sich vor diesen Eindringlingen<br />

schützen. Was Ameisen gar<br />

nicht mögen, sind Tomatenstauden oder<br />

Basilikumpflanzen. Wenn man diese vor<br />

der Terrasse oder im Vorgarten anpflanzt,<br />

so ist das bereits ein Schutz, der die Plagegeister<br />

abhält. Aber auch ätherische Öle,<br />

vorwiegend Minze oder Zitrone, weiters<br />

Thymian, Nelken und Chili sorgen dafür,<br />

dass Ameisen fernbleiben. Am besten jedoch<br />

wird man sie los, indem man gemahlenen<br />

Zimt oder Backpulver überall dorthin<br />

streut, wo sie hereinkommen – das kann<br />

auch durch die Fenster in einer Stockwohnung<br />

sein! Außerdem ist das oberste Gebot<br />

bei Ameisenbefall genauso wie bei allen<br />

anderen Lebensmittelschädlingen, Vorräte<br />

gut verschlossen aufzubewahren, besonders<br />

Zucker. Wird im Freien auf der Terrasse<br />

gegessen, keine Bröseln und Zucker<br />

verstreuen und Kuchen oder Essensreste<br />

nicht auf dem Tisch stehen lassen!<br />

FLIEGEN. Fliegen, besonders die kleinen Stubenfliegen,<br />

werden von den meisten Menschen<br />

als harmlos eingestuft. Auf dem Land<br />

treten sie, bedingt durch Stall und Vieh, wesentlich<br />

häufiger auf als in der Stadt. Betritt<br />

man auf einem Bauernhof die „gute Stube“,<br />

so hängt da oft das bekannte „Fliegenband“<br />

von der Decke – ein Klebeband, das die Fliegen<br />

anlockt, an dem sie dann klebenbleiben.<br />

Nicht gerade ein schöner Anblick!<br />

Fliegen sind ein häufig unterschätzter<br />

Überträger von Krankheiten. Da sie sich<br />

überall hinsetzen und bei Speisen und Getränken<br />

mitnaschen, soll man sie auf jeden<br />

Fall umweltschonend vertreiben. Stellen<br />

Sie eine Schale mit Lorbeeröl oder Zitronenmelisse<br />

auf, dann flüchten die „Summer“.<br />

Auch ein Büschel getrocknete Fliederblüten<br />

kann das fliegende Ungeziefer<br />

fernhalten. Um Fliegen erst gar nicht anzulocken,<br />

ist auch in der Stadtwohnung das<br />

oberste Gebot: Keine Speisereste auf dem<br />

Tisch stehen lassen und noch nicht geleerte<br />

Trinkgläser zudecken!<br />

SILBERFISCHE. Die kleinen Silberfische sind<br />

zwar harmlos, aber auch nicht gerade appetitlich,<br />

wenn sie im Badezimmer herumkriechen.<br />

Sie halten sich am liebsten in<br />

feuchten Räumen auf. Deshalb sollte man<br />

hier gut lüften und auf keinen Fall stark<br />

nasse Fußmatten oder Handtücher sowie<br />

zusammengeknüllte nasse Putztücher auf<br />

dem Boden liegen lassen, sondern aufhängen,<br />

damit sie schnell trocknen. Damit man<br />

die Silberfische los wird, einfach Backpulver<br />

in die Ritzen und in den Abfluss streuen,<br />

aus denen die Tierchen kommen.<br />

HOLZWÜRMER. Holzwürmer sind in einer<br />

Stadtwohnung kaum mehr anzutreffen.<br />

Früher nisteten sich diese gerne in den<br />

Kirchbänken oder Bauerntruhen ein. Kauft<br />

man aber vielleicht einmal bei einem Antiquitätenhändler<br />

ein altes Sammlerstück, so<br />

besteht schon die Gefahr, sich einen Holzwurm<br />

einzuschleppen. Aber auch hier gibt<br />

es Abhilfe auf natürlicher Basis: Vor das<br />

Wurmloch wird eine Eichel gelegt, der Geruch<br />

zieht den Holzwurm magisch an und<br />

er schlüpft in die Eichel. Danach kann man<br />

ihn ganz leicht im Müll entsorgen.<br />

MÜCKEN UND GELSEN. Nicht nur in der Wohnung,<br />

sondern auch im Garten oder auf der<br />

Terrasse werden wir von kriechendem und<br />

fliegendem Ungeziefer terrorisiert. Besonders<br />

lästig sind die kleinen Mücken, die in<br />

heißen Sommern in Schwärmen auftreten<br />

und in Augen, Ohren und Nase fliegen. Um<br />

von ihnen Ruhe zu bekommen, spickt man<br />

am besten eine Zitrone oder Orange mit<br />

einigen Gewürznelken. Die Säure setzt bei<br />

den Nelken ätherische Öle frei, und das vertreibt<br />

die Mücken. Oder Sie lassen Kampferöl<br />

in einer Duftlampe verdampfen, auch<br />

das hilft. Gelsen sind Blutsauger, die den<br />

Menschen in bestimmten Regionen am<br />

Wasser wie zum Beispiel in Aulandschaften,<br />

aber auch in Wald und Garten eine<br />

ganz schöne Plage bereiten können. Knoblauch,<br />

Katzenminze oder Eukalyptusöl<br />

schaffen hier Abhilfe.<br />

WESPEN. Zu den gefährlichsten fliegenden<br />

Insekten des Sommers zählen wohl die<br />

Wespen. Ihre Stiche sind schmerzhaft und<br />

können bei Allergikern sogar tödlich<br />

enden. Deshalb ist äußerste Vorsicht geboten,<br />

wenn sich so ein „Brummer“ in Ihre<br />

Wohnräume verirrt. Ein Zimmer, in dem<br />

sich ein Baby oder Kleinkind aufhält, sollte<br />

auf jeden Fall ein Insektenschutzgitter<br />

am Fenster haben. Außerdem muss immer<br />

darauf geachtet werden, sobald ein Kind<br />

zum Trinkglas greift, in dem sich Fruchtsaft<br />

oder Limonade befindet, ob nicht eine<br />

Wespe darin schwimmt. Ein Wespenstich<br />

in Mund oder Hals kann zum Erstickungstod<br />

führen. Wespen mit der Fliegenklatsche<br />

zu Leibe rücken, ist nicht ungefährlich,<br />

denn die Biester sind ganz schön zäh<br />

und halten den ersten Schlag fast immer<br />

aus, werden dadurch aber aggressiv und<br />

greifen dann noch stärker an. Kupfermünzen<br />

wie Centstücke auf den Tisch gelegt,<br />

hält sie angeblich fern. Auch Nelkenöl ist<br />

ein Geruch, den die Stecher nicht mögen.<br />

Damit man beim Essen im Freien nicht<br />

belästigt wird, kann das Anbringen einer<br />

Wespenfalle von Nutzen sein, zum Beispiel<br />

Bier in ein Gefäß geben und in einiger<br />

Entfernung vom Tisch an einem Baum anbringen.<br />

Das lockt die Wespen dorthin<br />

zum Naschen und sie belästigen dafür die<br />

Menschen nicht. �<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 107


LIVING / LIFESTYLE TEXT INGEBORG ZAUNER<br />

FOTOS LAND ROVER<br />

MOVING<br />

Leistung & Dynamik<br />

Der neue Range Rover Sport<br />

Dritte Weltpremiere von Land Rover auf der New Yorker Autoshow. Mit einem<br />

umfassenden Paket an Neuerungen zeigte sich der neue Range Rover Sport.<br />

RANGE ROVER SPORT<br />

3.0 I TDV6 HSE<br />

Leistung: 180 kW/245 PS<br />

Preis: ab EUR 78.100,–<br />

3.6 I TDV8<br />

Leistung: 200 kW/272 PS<br />

Preis: ab EUR 88.500,–<br />

5.0 I Supercharged<br />

Leistung: 375 kW/510 PS<br />

Preis: ab EUR 102.060,–<br />

www.landrover.at<br />

SPORTLICHES DESIGN. Der neue Range Rover<br />

Sport hat ein klarer definiertes, kraftvolles<br />

Erscheinungsbild bekommen, das<br />

perfekt zu den neuen Hochleistungsmotoren<br />

passt. Das prägnante Äußere<br />

des Range Rover wurde überarbeitet –<br />

das Ergebnis ist ein stärker geformtes,<br />

elegantes Erscheinungsbild. Die charakteristischen<br />

LED-Scheinwerfer, der neue<br />

Zweilamellengrill und ein größerer Lufteinlass<br />

ergeben eine beeindruckende<br />

neue Frontansicht, die den sportlichen<br />

Gesamteindruck des Fahrzeugs unterstreicht.<br />

Das neue Design verstärkt die<br />

Position des Range Rover Sport 2010 als<br />

dynamischstes Modell von Land Rover.<br />

Der neue Frontstoßfänger bildet zusam-<br />

men mit den neu gestalteten Kotflügeln<br />

eine schlichte, wohlproportionierte Fläche<br />

mit verbesserter Aerodynamik, die<br />

das tiefer gelegte sportliche Design betont.<br />

Die Fahrzeugseite ist mit neuen<br />

zweistreifigen LED-Blinkleuchten und<br />

neu gestalteten zweiteiligen Belüftungsöffnungen<br />

im Kotflügel versehen. Farbkodierte<br />

Außenspiegel vervollständigen<br />

die optischen Veränderungen. Die vom<br />

Range Rover-Design inspirierten Leuchtengruppen<br />

verleihen dem Fahrzeugheck<br />

ein neues, frisches Aussehen, während<br />

das glatte und wohlproportionierte Stoß-<br />

fängerdesign als Gegenstück zur Fahrzeugfront<br />

noch mehr Sportlichkeit vermittelt.<br />

108 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


INNENAUSSTATTUNG. Der Innenraum des<br />

Range Rover Sport 2010 wurde umfassend<br />

neu gestaltet und entspricht in<br />

Sachen Qualität und Fertigung genau<br />

dem hohem Standard, welcher der Marke<br />

Range Rover gerecht wird. Der Fahrgastraum<br />

bietet weiterhin das geschützte<br />

Cockpit-Gefühl, ist aber durchgehend<br />

mit noch hochwertigeren Materialien,<br />

luxuriösen Soft-Touch-Oberflächen und<br />

erstklassigen Details ausgestattet. Die<br />

Hauptflächen sind durchgehend mit<br />

Leder bezogen, welches in mehreren Farben<br />

zur Verfügung steht. Um den sportlichen<br />

Aspekt zu betonen, wurden<br />

schmale Bereiche in hellen Farben von<br />

kräftigen dunklen Farbtönen eingefasst.<br />

Dieser Effekt wird durch eine großzügige<br />

Auswahl edler Holzoberflächen noch<br />

verstärkt. Das völlig neue Soft-Touch-<br />

Armaturenbrett hat ein glattes und übersichtliches<br />

Design und ist von hochwertigem<br />

europäischem Leder mit abgesetzten<br />

Nähten abgedeckt. Der Armaturenbrett-<br />

FOKUS Home & Business und Land Rover verlosen ein Wochenende mit dem<br />

neuen Range Rover Sport. Testen Sie selbst den völlig neuen Fahrkomfort!<br />

Name:<br />

Telefon:<br />

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E-Mail:<br />

Einfach ausfüllen und per Post, Fax oder E-Mail (Kennwort: „Range Rover Sport“) an: FOKUS Home & Business, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG,<br />

1140 Wien, Fax: 01/ 813 03 46-160, E-Mail: office@<strong>immobilien</strong>fokus.at, schicken. Der Gewinn kann nicht bar abgelöst werden. Die Ermittlung der<br />

GewinnerInnen erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des Rechtsweges. Die GewinnerInnen werden verständigt. Über das Gewinnspiel wird<br />

kein Schriftverkehr geführt. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010<br />

träger erstreckt sich über die gesamte<br />

Innenraumbreite und wird von Säulen in<br />

Echtholzverkleidung gestützt. Vorder-<br />

und Rücksitze sind neu konzipiert und<br />

zeichnen sich durch eine tiefere, besser<br />

proportionierte Form aus. Neu sind auch<br />

die elektrisch verstellbaren Seitenpolster.<br />

Eine neue Innenbeleuchtung mit<br />

weißen LEDs, welche die Türinnengriffe<br />

und -fächer, das Armaturenbrett und die<br />

Mittelkonsole diskret beleuchten, rundet<br />

die luxuriöse Innenausstattung ab. �<br />

GewinnspielGEWINNSPIEL<br />

GEWINNEN SIE EIN<br />

WOCHENENDE MIT DEM<br />

NEUEN RANGE ROVER SPORT


LIVING / LIFESTYLE<br />

MOVING<br />

Feelness vom Feinsten<br />

Wohlfühlen der Sonderklasse<br />

Eines ist in unsere stressgeplagten Zeit ganz wichtig:<br />

die Freizeit so zu nutzen, dass sie einen positiven Effekt<br />

auf unser Wohlbefinden hat und man sich im Alltag<br />

besser fühlen kann. Wir präsentieren Ihnen hier Orte, an<br />

denen der Rückzug aus dem Alltag leichtfällt ...<br />

110 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG UND SILVANA STROH<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

MAI/JUNI 2010


Energie tanken. Am und auf dem Wasser fällt es so leicht, mit der Seele zu baumeln. Egal ob bei trauter Zweisamkeit am Achensee –<br />

www.posthotel.at – oder beim Kurzurlaub auf dem Hausboot – www.leboat.at<br />

WAS IST EIGENTLICH WELLNESS? Aktiv genießen<br />

ist heute wichtiger denn je und wirkt<br />

sich noch dazu auch günstig auf unsere Gesundheit<br />

aus. Fast untrennbar verbunden<br />

mit dieser, wir wollen es mal Lebensphilosophie<br />

nennen, sind der bewusste Umgang<br />

mit der Natur und Genussmittel, der ganzheitliche<br />

Umgang mit Lebensmitteln und<br />

bewusster Ernährung und last but not<br />

least Entspannungs- und Stressmanagement-Methoden<br />

wie etwa Meditation,<br />

Massagen oder Sauna.<br />

AUSZEIT NEHMEN. Gerade der Frühling bietet<br />

eine Fülle an Feiertagen, die sich ideal für<br />

einen Kurzurlaub eignen. Pfingsten oder<br />

Fronleichnam eignen sich besonders gut<br />

für ein paar Tage Kurzurlaub. Warum nicht<br />

einmal auf einem Hausboot? Dabei kann<br />

ganz individuell der Tagesablauf bestimmt<br />

werden, und die Kombination aus Freizeitspaß<br />

und Erholung bringt Abwechslung<br />

in die Urlaubszeit. Mit dem Hausboot<br />

– etwa vom Spezialisten Le Boat – können<br />

interessante Metropolen Europas oder<br />

reizvolle Landschaften angesteuert werden,<br />

und das Ganze noch dazu führerscheinfrei.<br />

Le Boat bietet in acht europäischen<br />

Ländern Kurtrips von mindestens<br />

drei Nächten an. Egal ob Venedig, Straßburg,<br />

Brügge oder Amsterdam, die Mecklenburgische<br />

Seenplatte, der irische Shan-<br />

non oder Frankreichs bekannter Canal du<br />

Midi – ein paar Tage abschalten und genießen<br />

zahlt sich einfach immer aus. Neu im<br />

Programm ist seit Kurzem Gent, dort wurde<br />

erst heuer eine Anfahrtsbasis eröffnet.<br />

Von der charmanten Stadt im Herzen Flanderns<br />

aus können Freizeitkapitäne in drei<br />

Tagen auf dem Fluss Leie in den sehenswerten<br />

Ort Deinze und retour fahren. Imposante<br />

Burgen und reizvolle Landschaf-<br />

ten laden dabei zu kurzen Landausflügen<br />

mit Kultur, Sport oder anderen Freizeitaktivitäten<br />

ein. Alle Boote haben Platz für<br />

zwei bis zwölf Personen und sind äußerst<br />

einfach zu steuern. Im geräumigen Salon<br />

fühlt man sich einfach wohl, wer sich zurückziehen<br />

möchte, der sucht die separaten<br />

Schlafkabinen auf. Natürlich sind auch<br />

Duschen mit fließendem Warm- und Kaltwasser<br />

an Bord sowie eine komplett ausgestattete<br />

Kombüse. www.leboat.at<br />

UNBERÜHRTE NATUR. Wer lieber festen Boden<br />

unter seinen Füßen und auch noch dazu<br />

seine Wanderschuhe mit dabei hat, für den<br />

eignet sich ein Urlaub in einer wunderschönen<br />

Bergkulisse. Etwa am Hochkönig<br />

im Salzburger Land, wo man während<br />

eines sechstägigen Wanderurlaubs auf<br />

dem Königsweg nicht nur tolle Ausblicke<br />

genießen kann, sondern auch noch viel für<br />

seine Fitness tut. Die Wanderung führt in<br />

vier Tagesetappen von Maria Alm über<br />

Dienten und Mühlbach zurück nach Maria<br />

Alm, vorbei an gemütlichen, traditionsreichen<br />

Hütten und tosenden Wasserfällen,<br />

saftig-grünen Almen mit grasenden Pfer-<br />

„Feelness bedeutet, sich zu jederzeit<br />

an jedem Ort wohlzufühlen.“<br />

den, Kühen, Schafen und Ziegen. Und damit<br />

das Ganze nicht zu anstrengend wird,<br />

wird das Gepäck jeweils zur nächsten Übernachtungsstation<br />

transportiert. Wer nun<br />

Angst hat, in der unberührten Landschaft<br />

verlorenzugehen, der irrt. Denn das anschauliche<br />

Leitsystem mit übersichtlichen<br />

Panoramakarten führt einen ganz sicher<br />

zum Ziel. Ein Wander-Highlight für sich<br />

sind auch die Sagenwanderungen in Dienten.<br />

Hier gibt es zu zwölf verschiedenen<br />

Sagen jeweils einen individuellen Wanderweg<br />

mit großen Schautafeln. Abenteurer<br />

liegen beim Geocaching in Mühlbach richtig.<br />

Bei dieser modernen Variante der<br />

Schatzsuche jagt man mit GPS-Geräten<br />

den verschollenen Schatz der Hochkönigs-<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 111


01<br />

Traumhafte Bergkulisse. 01/02 Bergaffine Sportskanonen entdecken in der Montafoner<br />

Bergwelt traumhafte Wander- und Biking-Routen – www.montafon.at 03 Wunderbar Wandern und<br />

schlemmen lässt es sich entlang der „Via culinaria“ in der Ferienregion Lungau – www.lungau.at<br />

fee. Lustig wird’s im Almsommer oder im<br />

Almherbst, denn dann verbinden sich die<br />

340 km Wanderwege der Region mit traditionsreichen<br />

Alm- und Sonnwendfesten,<br />

Bauernmärkten, Käse- und Schnapsverkostungen<br />

und kulinarischen Genusswanderungen.<br />

www.hochkoenig.at<br />

BIKER UNTER SICH. Wer gerne auf zwei Rädern<br />

unterwegs ist, der sollte einen Radurlaub<br />

in Betracht ziehen. Besonders schön ist es<br />

im Montafon, da hier 860 km bestens beschilderte<br />

Montainbike-Routen zum Erkunden<br />

einladen. Das Alpental wird von<br />

drei Gebirgsketten eingerahmt – dem<br />

Kalkfelsen des Rätikons, der Silvretta und<br />

dem Verwallgebirge. Und über diesen<br />

thront majestätisch der höchste Gipfel<br />

Vorarlbergs, der Piz Buin. Blühende Wiesen,<br />

Alpenkräuter und urige Almen, aber<br />

auch eine unwirtliche, karge Mondlandschaft<br />

prägen diese Gegend. Wer am Abend<br />

vom Sporteln genug hat, der relaxt anschließend<br />

in einem schicken Wellnesshotel.<br />

Aber das ist noch lange nicht alles<br />

– im Montafon wird auch noch Lama-Trekking,<br />

Paragleiten, Beachvolleyball u. v. m.<br />

geboten. www.montafon.at<br />

KULINARISCHE SCHMANKERLN. Wer in seinem<br />

Urlaub lukullische Höhepunkte erleben<br />

möchte, der liegt im Lungau richtig. So<br />

werden etwa beim Wastlwirt die Gäste mit<br />

einem Dinner flambé, einem National-<br />

112 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

parkdinner oder einem Lungauer Bauernbuffet<br />

verwöhnt. Auch der Bio-Bauernhof<br />

Trimminger bietet Genuss pur. So werden<br />

hier köstliche Tilsiter, Bergkäse und Schafs-<br />

käse produziert und echter Tauernroggenschnaps<br />

angebotenen. Aus dem Kräuterschaugarten<br />

der Wirtin vom Bio-Bauernhof<br />

stammen jene Ingredienzien, die für besonders<br />

viel Geschmack sorgen. Himmlischen<br />

Gaumengenuss gepaart mit bodenständiger<br />

Gemütlichkeit gibt es auch auf<br />

der 200 Jahre alten Kösslbacher Alm in<br />

Aineck, wo das originale Ambiente der hölzernen<br />

Almhütte mit Kachelofen, Ochsenjoch<br />

und vielen liebevollen Details bis<br />

heute erhalten blieb. Hier werden Lun -<br />

gauer Kasknödel mit Zwiebelsuppe und<br />

weitere Köstlichkeiten aus dem Lungau<br />

serviert. Wer es deftig liebt, der sollte<br />

in der Schi-Alm in Mauterndorf vorbeischauen.<br />

Dort werden die Urlauber mit<br />

deftigen Schmankerln wie Bauernbratl oder<br />

Schweinshaxn verwöhnt. www.lungau.at<br />

ROMANTIK PUR. Frisch Verliebte werden sich<br />

im Alpinresort & Spa „Übergossene Alm“<br />

mit seinen idyllischen Lauben oder wilden<br />

Kräutergärten besonders wohl fühlen,<br />

denn der teils süße, teils aromatische Blumen-<br />

und Kräuterduft wirkt anregend und<br />

aphrodisierend. Kräuter sorgen auch im<br />

Alpinresort selbst für romantische Stunden,<br />

die bis unter die Haut gehen. Bei den<br />

Alpienne-Anwendungen werden die Gäste<br />

mit heimischen Bergkräutern behandelt,<br />

die frisch und kräftig duftend von<br />

den gesunden Wiesen und Hängen direkt<br />

in den Wellnessbereich des Hauses kommen.<br />

Entspannend und zugleich wohltuend<br />

ist auch ein gemeinsames Bad in Rosenblüten<br />

oder Buttermilch – vielleicht bei<br />

einem Gläschen Champagner. Als gelungener<br />

Abschluss warten ein romantisches<br />

Candle-Light-Dinner und der wunderschöne<br />

Sternenhimmel der einsamen Bergwelt.<br />

Romantik wird auch in Reiters Posthotel<br />

Achenkirch in Tirol geboten. Fernab vom<br />

gewohnten Alltag findet sich hier – inmitten<br />

der sagenumwobenen Landschaft zwischen<br />

Karwendel- und Rofangebirge – ein<br />

idealer Ort für Paare, die gemeinsames<br />

Herzklopfen verspüren möchten. Und am<br />

Abend, wenn die Sonne langsam den Himmel<br />

in sanfte Orange- und Rottöne taucht,<br />

kann man den Tag in den wohltuend warmen<br />

Solebädern ausklingen lassen.<br />

Genug Zeit für eine Kutschfahrt mit einem<br />

edlen Lipizzaner oder eine Spritztour mit<br />

MAI/JUNI 2010


03<br />

dem Porsche Cabrio?<br />

In Reiter’s<br />

02<br />

Posthotel Achenkirch<br />

kann auch<br />

viel für die Seele<br />

getan werden. So<br />

gibt es auf dem Gelände<br />

das „Zöhrerhaus“,<br />

ein kleines<br />

Bauernhaus aus dem<br />

16. Jahrhundert, das<br />

als Zentrum der mentalen<br />

und körperlichen Erneuerung dient.<br />

Konzipiert nach dem Feng-Shui-Prinzip,<br />

lädt es die Gäste zu Meditation und fernöstlichen<br />

Bewegungsübungen ein. Frau Dr.<br />

Hu Ji und Shaolin-Meister Zheng Xiaohong,<br />

die den fernöstlichen Regenerationsbereich<br />

des 5-Sterne-Hauses betreuen,<br />

bieten neben den fernöstlichen<br />

Bewegungstherapien auch Tuina- und<br />

Shaolin-Massagen an. Im großzügigen<br />

Spa-Bereich mit der Landschaft der Bäder,<br />

dem Atrium Spa und der geradezu mystischen<br />

Saunawelt mit dem „Versunkenen<br />

Tempel“ lässt es sich nach Lust und Laune<br />

relaxen und der Geist, aber auch der Körper<br />

wird wieder in Form gebracht. www.<br />

bestwellnesshotels.at – www.posthotel.at<br />

EINFACH ABTAUCHEN. Wer meint, dass sich<br />

Tauchen nur in der Karibik lohnt, der irrt.<br />

In den Tiroler Bergen, genauer gesagt im<br />

Verwöhnhotel Goies in Ladis, kann man<br />

Entspannungsprogramm. 04 Im Posthotel Achenkirch in Tirol machen Westliches und Fernöstliches den<br />

Körper frühlingsfit – www.posthotel.at 05 Nach ausgedehnten sportlichen Aktivitäten und einer revitalisierenden<br />

Sportmassage tauchen Genießer in der Wellnesslandschaft im Goies-Vital-Schlössl unter – www.gois.at<br />

sich vom Gegenteil überzeugen und im<br />

Tiroler Gipfelmeer und im tiefblauen Himmel<br />

einfach abtauchen. Egal ob beim Wandern,<br />

Mountainbiken oder bei einer Spritztour<br />

mit dem schnittigen Hotel- Cabrio – im<br />

Goies findet jeder seinen ganz speziellen<br />

Tauchgang. Neu sind auch die Tagesausflüge<br />

mit dem e-Bike, und die Genusswanderung<br />

mit dem Hotelchef ist ein Erlebnis<br />

für sich. Sportler kommen beim Goies-<br />

Aktivprogramm nicht zu kurz. Egal ob<br />

Aqua-Gymnastik, Nordic Walking oder<br />

Rückentraining, hier ist für jeden das Passende<br />

dabei. Wellnessfreunde tauchen hingegen<br />

in der Wellnesslandschaft im Goies-<br />

Vital-Schlössl unter. www.gois.at<br />

PURES LEBEN. „La vita e bella“ – genau das<br />

findet man auch in der Steiermark, genauer<br />

gesagt in der Nähe von Graz in einem<br />

der Ferienhäuser von PURES Leben. So<br />

bietet etwa das Weinstöckl Graßnitzberg<br />

im Landhausstil warme Farben, viel Holz<br />

und Glas und schafft so ein harmonisches<br />

Wohnklima für eine Pause vom Alltag. Hier<br />

ist der richtige Platz für Weinliebhaber, die<br />

einen guten Tropfen südsteirischen Weißweins<br />

aus dem hauseigenen Gewölbeweinkeller<br />

genießen können. Das Haus ist ebenerdig<br />

und bietet zwei bis vier Personen ein<br />

bequemes „Zuhause“. Das Lagenhaus Kitzeck<br />

wiederum lockt seine Gäste nicht nur<br />

durch seine einzigartige Lage auf einem<br />

Weinhang an. Der „Glaspalast“ überzeugt<br />

mit seiner moderne Architektur, die sich<br />

harmonisch in den Weinberg einfügt und<br />

den Besucher in seinen Bann zieht.<br />

Kitzeck besteht aus drei Etagen und<br />

bietet vier Personen ein exklusives Zuhause<br />

auf Zeit. Egal in welchem Ferienhaus<br />

man seine Urlaubstage verbringt,<br />

täglich gibt es ein Frühstückskörberl mit<br />

frischen Bioprodukten, und wem der Gaumen<br />

nach Hausmannskost ist, der kann<br />

sich auf Wunsch von den Kochkünsten<br />

einer südsteirischen Naturbäuerin überzeugen<br />

lassen. www.puresleben.at �<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 113<br />

05<br />

04


LIVING / LIFESTYLE<br />

MOVING<br />

Die vom Österreicher Christian Thomasberger geführte Premium-Club-<br />

anlage im südöstlichen Teil Zyperns besticht durch ein nahezu grenzenloses<br />

Freizeitangebot, vorbildliche Gästebetreuung und kulinarische Genüsse vom<br />

Feinsten. Und das an mehr als 300 Sonnentagen im Jahr.<br />

„ALLES KÖNNEN, NICHTS MÜSSEN!“ lautet das<br />

Credo im Club Aldiana Zypern. In diesem<br />

78.000 Quadratmeter großen All-inclusive-<br />

Premium-Club mit hoteleigenem Sandstrand<br />

werden altersgerechte sportliche<br />

Aktivitäten, gastronomische Genüsse und<br />

umfassendes, aber unaufdringliches Animationsprogramm<br />

geboten. Aber der Reihe<br />

nach. Sportlich wird nahezu alles geboten,<br />

was man sich vorstellen kann: Tennis, Tauchen,<br />

Surfen, Segeln, Bogenschießen. Bei<br />

ausgedehnten, professionell geführten<br />

Radtouren und Wanderungen kann man<br />

TEXT MICHAEL T. LANDSCHAU<br />

FOTOS SVEN KARG, BEIGESTELLT<br />

Urlaubsfreuden auf<br />

höchstem Niveau<br />

Club Aldiana auf Zypern<br />

die beeindruckende Flora und Fauna der<br />

Insel entdecken. Und Golfern bietet der<br />

etwa 60 Minuten entfernte clubeigene<br />

18-Loch-Golfplatz ein Spielvergnügen der<br />

ganz besonderen Art. Besonders angenehm<br />

nimmt man als Gast die großzügig angelegte<br />

zweistöckige Reihenhaus- und Bungalowanlage<br />

wahr, die in eine gartengleiche Landschaft<br />

eingebettet ist. Bananenstauden,<br />

Feigenbäume und Jasmin verbreiten dabei<br />

ein ganz besonderes Urlaubsgefühl. Die bezaubernde<br />

Poolanlage mit großer Poolbar<br />

fügt sich dabei perfekt in dieses Bild ein.<br />

ALS INSEL DER APHRODITE und ob seines warmen<br />

Klimas ist Zypern als Ganzjahresurlaubsziel<br />

weltweit bekannt und verfügt<br />

überdies über eine der gesündesten klimatischen<br />

Bedingungen der Welt. Ein Freizeitparadies<br />

– nur etwas mehr als drei Flugstunden<br />

von Österreich entfernt. Als<br />

drittgrößte Insel im Mittelmeer liegt<br />

Zypern am Schnittpunkt dreier Kontinente:<br />

Europa, Asien und Afrika. Die<br />

Repub lik Zypern ist seit 2004 Mitglied der<br />

Europäischen Gemeinschaft und verfügt<br />

über eine jahrtausendelange sehr bewegte<br />

114 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

MAI/JUNI 2010


Urlaubsfeeling. Für jeden Geschmack bietet der Club Aldiana auf Zypern etwas: gepflegte<br />

Kulinarik, ansprechendes Ambiente und vielfältige Unterhaltung – alles auf höchstem Niveau.<br />

Geschichte. Daran interessierte Besucher<br />

können sich hier auf eine spannende Entdeckungsreise<br />

begeben, die von vorgeschichtlichen<br />

Siedlungen über antike Tempel<br />

und Theater bis hin zu beeindruckenden<br />

Klöstern und Kreuzfahrerburgen führt.<br />

Sonnenhungrige finden auf Zypern eine<br />

Badesaison vor, die sich von April bis weit<br />

in den November hinein erstreckt. Also<br />

ideale Bedingungen für ausgedehnten Wassersport,<br />

Faulenzen am Strand und vieles<br />

mehr. Und als Ort für all dies bietet sich der<br />

Premium-Club Aldiana Zypern mit nahezu<br />

unbeschränkten Möglichkeiten, direkt am<br />

Strand zwischen den Hafenstädten Limassol<br />

und Larnaca gelegen, perfekt an.<br />

INTERNATIONALE KÖSTLICHKEITEN. Reichhaltige<br />

Buffets am Morgen und zu Mittag werden<br />

durch ein Langschläferfrühstück an der<br />

Strandbar, Nachmittagssnacks im Restaurant<br />

und einen Snack um Mitternacht in<br />

der hoteleigenen Diskothek abgerundet.<br />

Die Abende stehen immer unter einem besonderen<br />

Motto, dies garantiert nicht nur<br />

Abwechslung, sondern gibt den Gästen<br />

auch die Möglichkeit, Speisen kennenzulernen,<br />

die sie bisher noch nicht probieren<br />

konnten. Küchenchef Tim Hoffmeyer und<br />

sein internationales Team verwöhnen beispielsweise<br />

mit Spezialitäten der griechischen,<br />

der französischen bis hin zur asiatischen<br />

Cuisine. Viel Anklang findet stets der<br />

„Monarchieabend“ mit typisch österreichischen,<br />

bayrischen und ungarischen Gerichten,<br />

der auch Nichtösterreicher begeistert.<br />

Den jeweils dazupassenden Wein findet<br />

man in einer sehr umfangreichen Weinkarte<br />

zu vernünftigen Preisen – dafür sorgen<br />

schon die Weinkenner Sven Karg (F&B<br />

Manager) und Sascha Benoit (Ass. General<br />

Manager), die auch bei der Auswahl gerne<br />

behilflich sind.<br />

OB GROSS ODER KLEIN, alleinreisend oder mit<br />

Familie – das angebotene Programm bietet<br />

für jeden Geschmack das Richtige. Kinder<br />

und Jugendliche finden dem jeweiligen<br />

Alter entsprechende Sport- und Unterhaltungsprogramme<br />

vor, die von überaus<br />

engagierten und motivierten Animateu -<br />

r innen und Animateuren betreut werden.<br />

Je nach Alter können sich die Kinder im<br />

Flipperclub, bei den Delfinis, den Dolphins,<br />

den Youngsters oder den Teens unter ihresgleichen<br />

finden und neue Freundschaften<br />

schließen. Derweil können die Eltern auf<br />

eigene Faust die für sie interessanten Sport-<br />

arten oder Aktivitäten ausüben oder mit<br />

professioneller Unterstützung der Trainerinnen<br />

und Trainer diese erlernen oder ihr<br />

Können verbessern.<br />

„UNSERE KLEINE WELT“. Unter diesem Namen<br />

bietet das Aldiana Zypern exklusiv eine<br />

Babybetreuung für Kinder ab null Monaten<br />

an. Unter der Leitung der Pädagogin und<br />

staatlich anerkannten Erzieherin Simone<br />

Baumann werden die Babys liebevoll und<br />

kompetent bis zu fünf Stunden am Tag<br />

(Mo. bis Fr.) umsorgt, während die jungen<br />

Eltern endlich wieder einmal die Zweisamkeit<br />

genießen können oder stressfrei ihrer<br />

Lieblingssportart nachgehen können.<br />

DASS KEINE WÜNSCHE OFFEN BLEIBEN, dafür<br />

zeichnet der General Manger des Aldiana<br />

Zypern Christian Thomasberger verantwortlich<br />

– und er tut dies deutlich sichtbar<br />

mit Leib und Seele. Der gebürtige Wiener<br />

eröffnete und leitet diesen Club mit österreichischem<br />

Charme, Professionalität und<br />

Gespür für die Gäste – und der Erfolg gibt<br />

ihm recht. So wurde das Aldiana Zypern<br />

schon mehrfach im „trivago Vergleich“ prämiert,<br />

so auch erneut 2009. Von sich selbst<br />

sagt er bescheiden, dass er es als seine Berufung<br />

sehe, die Gäste des Aldiana Zypern<br />

glücklich zu machen und ihnen einen perfekten<br />

und unvergesslichen Urlaub zu bereiten.<br />

Und das spürt man auch hier als<br />

Gast, denn das gesamte Clubteam lebt und<br />

beweist dies jeden Tag aufs Neue! �<br />

DER GASTGEBER<br />

Christian Thomasberger,<br />

General Manager Aldiana Zypern<br />

Nach seiner Ausbildung im Wiener<br />

Hotel Sacher führte ihn sein gastronomischer<br />

Weg bereits sehr schnell in<br />

führende Positionen diverser Hotels und<br />

Restaurants im In- und Ausland, ehe er<br />

2002 bei Aldiana eine neue berufliche<br />

Heimat fand, wo er vor Zypern die Aldiana<br />

Clubs in Djerba und Fuerteventura leitete.<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 115


LIVING / LIFESTYLE<br />

MOVING<br />

01<br />

Reif für die Insel<br />

Sehnsuchtsziele für Alltagsfluchten<br />

Rundherum Wasser. Das Festland mit den Alltagssorgen ist weit weg.<br />

Seit jeher üben Inseln eine besondere Anziehungskraft aus. Wir haben die<br />

schönsten im näheren und weiteren Umfeld für Sie gefunden.<br />

BRAC – INSELTRAUM IN DER ADRIA. Kroatien<br />

zählt Hunderte Inseln in der Adria sein<br />

Eigen. Eine der schönsten davon ist Brac.<br />

Nah genug, um per Auto oder Flugzeug<br />

schnell hinzukommen – und weit genug,<br />

um den Alltag ganz hinter sich zu lassen.<br />

Die Dörfer der Insel sind trotz Tourismus<br />

besonders stimmungsvoll geblieben und<br />

bezaubern durch ihre engen winkeligen<br />

Gassen, dicht gedrängten Steinhäuser und<br />

Kirchen. Das touristische Zentrum von<br />

Brac ist Bol an der Südküste. Die Häuser des<br />

Ferienortes erstrahlen frisch geputzt, im<br />

116 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT GERHARD SCHILLINGER<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

kleinen Hafen herrscht ständig reges Treiben<br />

mit Booten und Schiffen aller Art. Bol<br />

besitzt zudem einige der schönsten Strände<br />

Kroatiens. Höhepunkt ist der weltberühmte<br />

Zlatni rat, das „Goldene Horn“. Tausendfach<br />

für Reisekataloge fotografiert, schiebt<br />

sich die Kieslandzunge Hunderte Meter<br />

steil ins offene Meer hinaus. Je nach Wind<br />

und Strömung ändert sie ständig ihre Form<br />

und Ausrichtung. Die dichten Pinien- und<br />

Kiefernwälder reichen bis direkt ans Wasser,<br />

was vor allem in der Hochsaison die<br />

Hitze mildert. Besonders angenehm: Am<br />

schönsten Strandabschnitt bietet das Sport<br />

& Wellnessresort Bretanide für die ganze<br />

Familie – es gibt auch luxuriöse Suiten und<br />

Familienzimmer – österreichischen Komfort<br />

unter dalmatinischer Sonne.<br />

KO SAMED UND KO CHANG – TROPISCHE INSEL-<br />

TRÄUME IN THAILAND. Dem Urtraum nach<br />

der paradiesischen Insel mit herrlichen<br />

Sandstränden und wiegenden Kokospalmen<br />

kommt man in Thailand gleich mehrfach<br />

nahe. Abseits der großen Ferienzentren<br />

wie Phuket oder Ko Samui warten viele<br />

MAI/JUNI 2010


02 03<br />

01 Fregate Island Private. Die ehemalige Pirateninsel<br />

wurde zu dem luxuriösesten und diskretesten<br />

Refugium der Seychellen verwandelt.<br />

02 Kos Samed. Das nur wenige Stunden von<br />

Bangkok entfernte Ko Samed bietet mit unzähligen<br />

Palmenstränden und kleinen Resorts Erholung pur.<br />

03 Faakersee. Auch Österreich bietet traumhaft<br />

schöne Überraschungen in Sachen Inselidylle: das<br />

romantische Inselhotel im glasklaren Faakersee.<br />

04 Brac. Die dichten Pinien- und Kiefernwälder,<br />

die auf Brac bis ans Wasser reichen, mildern in der<br />

Hochsaison die Hitze der dalmatinischen Sonne.<br />

kleinere und bei uns noch wenig bekannte<br />

Eilande auf Inselträumer. Etwa Ko Samed,<br />

das nur wenige Stunden von Bangkok entfernt<br />

unzählige weiße Palmenstrände vom<br />

Sai Kaew Beach im Norden bis zum Ao Prao<br />

Beach im Westen mit kleinen, ruhigen Resorts<br />

zum Entspannen bietet. Ein Geheimtipp<br />

ist auch das weiter östlich im klaren<br />

Meer schimmernde Ko Chang mit paradiesischen<br />

kilometerlangen Stränden und<br />

Wasserfällen im Hinterland. Die Bungalows<br />

der Rucksackreisenden haben in den<br />

letzten Jahren Gesellschaft in Form von<br />

komfortablen Resortunterkünften bekommen.<br />

Ko Chang ist zudem ein idealer Platz<br />

zum Tauchen und Schnorcheln in bunter<br />

Unterwasserwelt.<br />

FREGATE ISLAND PRIVATE – ÖKO-LUXUS PUR<br />

AUF DEN SEYCHELLEN. 30 Grad Wärme selbst<br />

im Winter, sanftes Meeresrauschen, Pal-<br />

04<br />

menrascheln und Vogelgezwitscher, wenn<br />

morgens die Sonne bereits kräftig ins<br />

Schlafzimmer scheint. Es klingelt an der<br />

Tür der Villa und Butler Sam steht mit ofenfrischen<br />

Croissants, dem auf die Minute<br />

genau gekochten Frühstücksei, Kaffee und<br />

sogar der deutschsprachigen Tageszeitung<br />

auf der Schwelle. Mitgebracht hat er auch<br />

die Dinner-Vorschläge für den Abend, eine<br />

Tube Sonnenöl für den Strand und die genauen<br />

Infos für den Tauchausflug und die<br />

Tierbeobachtung am Nachmittag. All das<br />

ist nicht der Inhalt der neuesten Lottowerbung,<br />

sondern tägliche Realität auf der drei<br />

Quadratkilometer großen Seychellen-Insel<br />

Fregate Island Private. Zusammen mit seinen<br />

Kollegen ist Butler Sam rund um die<br />

Uhr im Einsatz, um den maximal 32 Gästen<br />

der nur 16 Luxusvillen – jede von ihnen bis<br />

zu 400 Quadratmeter groß und mit Privatpool<br />

ausgestattet – jeden nur erdenklichen<br />

Wunsch zu erfüllen. Er versprüht den Lieblingsduft<br />

im Badezimmer genauso, wie er<br />

Massagen im Spa oder intime Romantik-<br />

Essen im Baumhaus, am Palmenstrand<br />

oder im Restaurant organisiert. Die ehemalige<br />

Pirateninsel wurde in den letzten Jahren<br />

in eines der luxuriösesten und zugleich<br />

diskretesten Refugien verwandelt. Was<br />

neben Top-Managern und vermögenden<br />

Privatiers auch prominente Showgrößen<br />

wie Robbie Williams oder Claudia Schiffer<br />

nach Fregate zieht. Sie genießen die Abgeschiedenheit<br />

und Uneinsichtigkeit der Villen,<br />

die Flexibilität beim Service – wer will,<br />

kann sich den ganzen Urlaub lang die Mahlzeiten<br />

aus der eigenen Inselplantage im<br />

Haus servieren lassen – und die Unberührtheit<br />

der sieben Traumstrände mit dichtem<br />

Palmenbewuchs. Einer der schönsten<br />

Strände der Welt, die Anse Macquereau,<br />

kann sogar exklusiv für einen Robinsontag<br />

MAI/JUNI 2010 FOKUS I HOME & BUSINESS 117


Natürlich entspannen. Romantisch und autofrei, ist Borkum das ideale Ziel, um die langen<br />

Sandstrände und die Dünenlandschaft ohne den Lärm der Zivilisation zu genießen.<br />

ganz zu zweit reserviert werden. Eine Flotte<br />

von Booten steht für Tauchausflüge oder<br />

zum Hochseefischen bereit. Ab Oktober bis<br />

Mai ist übrigens das Meer am ruhigsten<br />

und ideal für Schwimmen und alle Arten<br />

von Wassersport.<br />

GEHEIMTIPP NORDSEEINSEL. Mit Tropenhitze<br />

haben Sie nichts am Hut? Dann heißt es<br />

einfach die Himmelsrichtung wechseln und<br />

ab in den Norden! An der deutschen Nordseeküste<br />

finden sich für Seeluft- und Meeresliebhaber<br />

gleich mehrere Inseln für einmal<br />

andere Sommerferien. Sylt ist nobel,<br />

fast ein wenig snobistisch und ein Paradies<br />

für Strandfreaks, die auch gerne Austern<br />

und Kaviar wollen. Romantisch und autofrei,<br />

sind Juist und Borkum ideale Ziele, um<br />

die langen Sandstrände und die Dünenlandschaft<br />

ohne den Lärm der Zivilisation<br />

zu genießen. Noch überschaubarer gleichen<br />

Wangerooge, Langeoog oder Baltrum kleinen<br />

Sandflecken in der wilden Nordsee.<br />

118 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

ÖSTERREICHS EINZIGES INSELHOTEL FÜR<br />

ROBINSONS AUF ZEIT. Doch auch Österreich<br />

kann Überraschendes in Sachen Inselidylle<br />

bieten: Im Faakersee liegt das einzige rotweiß-rote<br />

Inselhotel auf einem romantischen,<br />

80.000 Quadratmeter großen<br />

Eiland. Üppig grün und autofrei, beherbergt<br />

die vom glasklaren Wasser umgebene<br />

Insel ein gemütliches, komfortables Hotel<br />

mit viel Charme und Atmosphäre fernab<br />

jeglichen Trubels. Auf der Liegewiese des<br />

hoteleigenen Badestrands lässt es sich vor<br />

der Kulisse des Jugendstilbadehauses herrlich<br />

entspannen. Wassersportler finden<br />

ideale Bedingungen und gleich vor Ort alle<br />

nötigen Sportgeräte zum Windsurfen,<br />

Segeln, Boot- oder Kajakfahren. Tennisspielern<br />

stehen zwei Sand- und ein Kunstrasenplatz<br />

zur Verfügung. Wer dennoch<br />

der Inselidylle für einige Zeit entfliehen<br />

möchte, kann dies bequem mit dem hoteleigenen<br />

Wassertaxi zu jeder Tages- und<br />

Nachtzeit tun. �<br />

Inselurlaube<br />

Die besten Angebote<br />

Relaxen auf Brac. Auf der Insel Brac ist das Sport<br />

& Wellnessresort Bretanide von Gruber Reisen eine<br />

der besten All-inclusive-Anlagen Kroatiens und liegt<br />

direkt an einem herrlichen Kiesstrand und nahe<br />

dem berühmten „Goldenen Horn“. Für Familien<br />

gibt es Suiten und zahlreiche Familieneinheiten mit<br />

Extra-Schlafraum – ein Miniclub und Teenagertreff<br />

sorgen für Spaß. Dazu das hoteleigene Wellnessund<br />

Beautyzentrum, 25 Tennisplätze und geführte<br />

Radausflüge und Wanderungen. Hier wird jeder<br />

auf seine Art glücklich. Zu buchen ab 691 Euro<br />

für eine Woche all inclusive mit Flug, günstige<br />

Kinderpauschalen bis 16 Jahre (alle Angebote buchbar<br />

bei Gruber Reisen, Tel. 01/53 55 110 und 81 38 317,<br />

oder in allen Reisebüros).<br />

www.gruberreisen.at<br />

Tropische Inselträume auf Ko Samed und Ko<br />

Chang. Die idealen Ziele, um auf einige Zeit der<br />

Hektik zu entfliehen und sich ganz der Erholung<br />

auf herrlichen Palmenstränden hinzugeben. Tai Pan<br />

hat als Asienspezialist zum Beispiel das idyllische<br />

Boutique-Resort „Le Vimarn Cottages“ auf Ko Samed<br />

und das „Amari Emerald Cove Resort“ auf Ko Chang<br />

im Programm, Preise auf Anfrage je nach Flugkosten<br />

tagesaktuell (Tel. 01/ 90229-0, office@taipan.at).<br />

www.taipan.at<br />

Luxus pur auf der Öko-Insel Fregate Island.<br />

Edler und luxuriöser geht der Inselurlaub nicht mehr:<br />

Traumstrände, eigene Prachtvilla samt Butler und<br />

Natur pur rundherum, hier urlaubt, wer reich ist und<br />

echte Diskretion sucht.<br />

www.fregate.com<br />

Inselromantik im Norden. Zwar noch immer<br />

ein wenig exotisch hierzulande, finden sich<br />

Ferienwohnungen und Häuser zum Mieten auf<br />

mehreren Nordseeinseln im Angebot von Interhome<br />

(Tel. 0810/013 015 zum Ortstarif).<br />

www.interhome.at<br />

Inselidylle in Österreich. Das Inselhotel Faakersee<br />

mitten im türkis schimmernden See ist ein Geheimtipp<br />

für Genießer und Ruhesuchende. Zu buchen ab<br />

73 Euro/Tag mit Halbpension (Tel. 04254/21 45).<br />

www.inselhotel.at<br />

MAI/JUNI 2010


LIVING / LIFESTYLE<br />

MOVING<br />

„Inselurlaub“ in Kärnten<br />

Paradies für Erholungsuchende<br />

Das Inselhotel Faakersee**** besticht durch seine einzigartige Lage. Österreichs<br />

einziges Inselhotel liegt auf einer idyllischen Insel mitten im südlichsten und<br />

wärmsten See, dem Faakersee in Kärnten. Das außergewöhnliche Hotel lässt<br />

sich nur per hoteleigener Fähre oder schwimmend erreichen!<br />

OASE DER RUHE. Fernab von Trubel und Lärm<br />

finden erholungsbedürftige Familien, Paare<br />

und Singles auf der Insel vor allem eines:<br />

Ruhe. Auf der Liegewiese des hoteleigenen<br />

Badestrandes kann man sich ideal entspannen<br />

und das einzigartige Bergpanorama<br />

genießen. Kinder, die in die Obhut von geschultem<br />

Personal gegeben werden können,<br />

haben besonderen Spaß an der Erkundung<br />

der bewaldeten autofreien Insel.<br />

Angeln, Segeln, Surfen, Golf, Wandern und<br />

Heiraten – alles auf einer Insel! Wassersportler<br />

finden ideale Bedingungen und die<br />

nötigen Sportgeräte zum Windsurfen, Segeln<br />

und Bootfahren vor. Tennisspielern<br />

stehen zwei Sand- und ein Kunstrasenplatz<br />

– nebst Trainer – zur Verfügung. Angler<br />

versuchen in den ruhigen Buchten ihr<br />

Glück. Für Seminare, Geburtstagsfeiern<br />

und Hochzeiten eignet sich der traditionsreiche<br />

Familienbetrieb besonders gut.<br />

MAI/JUNI 2010<br />

TEXT GABRIELA TRAUTENBERG<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

GOLFERPARADIES. Golfen im „Dreiländereck“<br />

– acht Golfanlagen in Kärnten sowie zahlreiche<br />

Plätze in Slowenien und Italien sind<br />

nach kurzer Fahrt zu erreichen. Nur fünf<br />

Autofahrminuten von Faak entfernt liegt<br />

der neue 18-Loch-Golfplatz Finkenstein.<br />

WANDERBARE INSEL. Rund um Faak am See<br />

stehen ca. 300 km markierte Wanderwege<br />

zur Verfügung: Beliebtes Ausflugsziel ist<br />

die Burg Landskron mit einem Restaurant,<br />

das neben exquisitem Dinner auf Haubenniveau<br />

auch ein „Rittermahl“ und eine<br />

„Tafelrunde“ anbietet.<br />

GUTES PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS. Ein Zimmer<br />

mit Bad oder Dusche und WC im<br />

4-Sterne-Inselhotel kostet bis 20. Juni und<br />

ab 22. August ab 73 Euro pro Person und<br />

Tag im Doppelzimmer mit 4-Gang-Abendmenü<br />

bzw. in der Hauptsaison ab 105 Euro.<br />

Im Preis inkludiert sind Sauna- und Strandbadbenützung,<br />

Golfabschlagplatz, Angeln,<br />

Surfen, Segeln, Volleyball, Basketball und<br />

die jederzeitige Motorbootüberfuhr. Kinder<br />

bis zu drei Jahren urlauben gratis, von<br />

vier bis sieben Jahre bezahlt man für sie im<br />

Zimmer mit zwei Erwachsenen 38 Euro, für<br />

8- bis12-Jährige gibt es 30 Prozent Ermäßigung<br />

und ab 13 Jahren 20 Prozent Preisnachlass.<br />

Diese Vergünstigungen gelten im<br />

Zeitraum bis 11. Juli und ab 22. August<br />

2010 auch für Alleinreisende mit Kindern.<br />

Das Inselhotel Faakersee ist vom 20. Mai<br />

bis 19. September 2010 geöffnet. �<br />

INSELHOTEL FAAKERSEE****<br />

9583 Faak am See/Kärnten<br />

Tel. 04254/21 45<br />

Fax 04254/21 36-77<br />

info@inselhotel.at<br />

www.inselhotel.at<br />

FOKUS I HOME & BUSINESS 119


LIVING / LIFESTYLE<br />

MOVING<br />

Tradition de luxe<br />

Aktiv und entspannt in den Sommer<br />

rund um die sagenhafte Seiser Alm<br />

Romantik und Wellness mit sagenhafter Tradition, so lautet die Philosophie des<br />

Posthotels Lamm**** am Krausenplatz in Kastelruth (Südtirol).<br />

GENUSSURLAUB NACH HEXENART. Am Fuße des<br />

Südtiroler Kultbergs Schlern (2.563 m), auf<br />

Europas größter Hochalm, der Seiser Alm<br />

(1.850 bis 2.350 m) nördlich von Bozen,<br />

liegt ein zauberhaftes Paradies: Das in<br />

den pittoresken Gassen des Dorfzentrums<br />

gelegene 4-Sterne-Hotel Posthotel Lamm<br />

ist eines der traditionsreichsten Häuser der<br />

Südtiroler Dolomiten. Schon um die Jahrhundertwende<br />

galt das „Wirthaus zum<br />

Lamp“ als erste Adresse in Kastelruth – mit<br />

120 FOKUS I HOME & BUSINESS<br />

TEXT SILVANA STROH<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

einer geheimnisvollen Geschichte. Es heißt,<br />

dass von den einst gefürchteten Schlernhexen<br />

verzauberte Kräuter den Hotelbesitzern<br />

und ihren Gästen seit jeher Gesundheit,<br />

Kraft und Wohlbefinden verliehen<br />

haben. Die sagenumwobenen Hexenkräuter<br />

spielen auch heute noch eine wesentliche<br />

Rolle. Die Hotelierfamilie Trocker<br />

dokumentierte beim Um- und Ausbau ihres<br />

Hauses die fabelhafte Geschichte in<br />

ursprünglicher Art, angefangen von der<br />

Architektur bis hin zur Haubenküche. Die<br />

Struktur des Hotels ist aus Holz und jeweils<br />

nach Etage rustikal, klassisch und klassisch-modern<br />

gehalten.<br />

WELLNESS VOM FEINSTEN. Das 4-Sterne-<br />

Romantik- und Wellnesshotel zieht seine<br />

Besucher in einen magischen Bann. Das<br />

mag nicht zuletzt am Einfluss der Schlernhexen<br />

liegen, die seit jeher den Hotelbesitzern<br />

und seinen Gästen nur Gutes wollen.<br />

MAI/JUNI 2010


Posthotel Lamm****<br />

Familie Trocker<br />

I-39040 Kastelruth/Südtirol<br />

Tel.: +39/(0471)/706343 oder 706375<br />

Fax: +39/(0471)/707063<br />

info@posthotellamm.it<br />

www.posthotellamm.it<br />

Gewinnspiel<br />

FOKUS Home & Business verlost eine Woche Urlaub inklusive Halbpension für<br />

zwei Personen in einer Suite des sagenumwobenen Posthotels Lamm****.<br />

Name:<br />

Telefon:<br />

Nicht umsonst trägt die hoteleigene Kräuterwelt<br />

den Namen Aiguana. Sie wurde<br />

nach jenen Schlernhexen benannt, die laut<br />

geheimnisvollen Sagen der Heilkraft des<br />

Wassers zugetan waren. Sie waren bekannt<br />

für ihr großes Wissen um die heilenden<br />

Kräfte des Wassers sowie der Blumen und<br />

Kräuter. Viele wohltuende Rezepte wurden<br />

von Generation zu Generation überliefert.<br />

Die Kräuter- und Wellnesswelt Aiguana gestaltet<br />

sich nach den Lebensformen der<br />

Wasserfrauen. In ihrem Mittelpunkt ste-<br />

hen das Wasser und die wohltuende Wirkung<br />

der Bergkräuter, die zum Teil im<br />

hauseigenen Garten wachsen. Ob beim<br />

Entspannen im Hallenbad, bei durchblutungsfördernden<br />

Kneipp-Anwendungen<br />

oder beim Abtauchen und Abschalten in<br />

wohlriechende Bäder: In der Aiguana-Wellnesswelt<br />

fällt jeglicher Alltagsstress ab.<br />

Paare können hier eine entspannte Zeit zu<br />

zweit genießen und unter den warmen<br />

wohltuenden Lichtstrahlen auf dem Meeressand<br />

des Sabbia Med träumen. �<br />

Adresse:<br />

E-Mail:<br />

Einfach ausfüllen und per Post, Fax oder E-Mail (Kennwort: Posthotel Lamm****) an: FOKUS Home & Business, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG,<br />

1140 Wien, Fax: 01/ 813 03 46-160, E-Mail: office@<strong>immobilien</strong>fokus.at, schicken. Der Gewinn kann nicht bar abgelöst werden. Die Ermittlung der<br />

GewinnerInnen erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des Rechtsweges. Die GewinnerInnen werden verständigt. Über das Gewinnspiel<br />

wird kein Schriftverkehr geführt.<br />

GEWINNSPIEL<br />

GEWINNEN SIE EINE<br />

WOCHE URLAUB FÜR ZWEI IM<br />

POSTHOTEL LAMM****


LIVING / LIFESTYLE<br />

MOVING<br />

Abano in Benessere<br />

Eine Marke, vier Hotels, eine Philosophie<br />

Mit Abano in Benessere hat sich im italienischen Veneto erfolgreich<br />

eine Wellness-Dachmarke etabliert, die ihre einzigartige Gesundheits- und<br />

Urlaubsphilosophie nicht nur glaubwürdig vertritt, sondern auch lebt.<br />

THERMAL- UND WELLNESSPROGRAMME. Mit<br />

dem Therapiekonzept Thermalcare® gehen<br />

die Hotels von „Abano in Benessere“ einen<br />

eigenständigen Weg im Wettbewerb um<br />

das Wohlbefinden von Kurgästen. „Viele<br />

Menschen stellen sich ihr Wellnessprogramm<br />

selbst zusammen. Nicht selten greifen<br />

sie dabei daneben und fühlen sich dann<br />

nicht wohl. Das hat mit Wellness nichts zu<br />

tun“, sagt Massimo Sabbion, der Präsident<br />

von „Abano in Benessere“ und Patron des<br />

Hotels President Terme. Mit Thermalcare®<br />

weisen Sabbion und seine Partner Gästen<br />

einen medizinischen, wissenschaftlich fundierten<br />

Weg, ihr subjektives Gesundheitsempfinden<br />

zu steigern und insgesamt mehr<br />

Wohlbefinden zu erreichen. Dieses medizi-<br />

TEXT SILVANA STROH<br />

FOTOS BEIGESTELLT<br />

nische Wellnesskonzept beruht auf einem<br />

ausgeklügelten Therapieprogramm, das<br />

sich primär klassischer Fango- und Wassertherapien<br />

bedient.<br />

MASSGESCHNEIDERTE GESUNDHEITSPAKETE. Zudem<br />

integriert Thermalcare® ärztlich kontrollierte<br />

Behandlungsmethoden, um damit<br />

etwas verschiedene Arthrosen, rheu-<br />

matische Erkrankungen, Rückenbeschwer-<br />

den, Weichteilrheumatismen oder Atem-<br />

wegserkrankungen zu kurieren. Dabei setzt<br />

Sabbion auf die Expertise erfahrener Kurärzte,<br />

die den Patienten ein maßgeschneidertes<br />

Gesundheitspaket zusammenstellen.<br />

Da „Abano in Benessere“ Kurgästen<br />

mit Thermalcare® ein medizinisch hoch-<br />

wertiges Wellnessangebot unterbreitet,<br />

übernehmen die heimischen Krankenversicherer<br />

mitunter die Therapiekosten. Dies<br />

muss jedoch vorabmit der zuständigen<br />

Kasse geklärt werden. Egal, ob Sie sich für<br />

das 5-Stern-Hotel President Terme, das<br />

4-Stern-Hotel Quisisana Terme oder eines<br />

der 3-Stern-Hotels Atlantic Terme und<br />

Salus Terme entscheiden, überalle erwarten<br />

Sie gediegene Gastronomie und ein hervorragendes<br />

Preis-Leistung-Verhältnis. �<br />

ABANO IN BENESSERE MME. MME.<br />

info@abanoinbenessere.de<br />

www.abanoinbenessere.de<br />

122 FOKUS I HOME & BUSINESS MAI/JUNI 2010


Abenteuerland in Bayern<br />

Baby & Kinder Bio-Resort Ulrichshof<br />

In Europas erstem Bio-Kinderhotel, dem Ulrichshof im Bayerischen Wald<br />

(Deutschland), ist für die kleinen Gäste – und selbstverständlich auch für die<br />

Eltern – das Beste gerade gut genug ...<br />

KINDERABENTEUERLAND. Das Baby & Kinder<br />

Bio-Resort Ulrichshof im Bayerischen Wald<br />

ist ein wahres Abenteuerland für Kinder.<br />

Die über 40.000 m² große Hotelanlage und<br />

insbesondere die unmittelbar angrenzenden<br />

Wiesen und Wälder bieten zu jeder<br />

Jahreszeit fantastische Möglichkeiten zum<br />

Spielen, Toben und Erleben. Direkt vor der<br />

Grillterrasse des 4-Stern-Hotels liegt der<br />

Abenteuerspielplatz mit Ritterburg und<br />

Piratenschiff im Sandmeer. Das Indianerdorf<br />

neben der Großtrampolinanlage ist<br />

regelmäßig Schauplatz von Indianer festen.<br />

BIO – JA NATÜRLICH. Als Mitglied der Bio