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KÄRNTEN - Fokus-Media

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Österreich € 4,–P.b.b. Verlagspostamt A-1140 WienZlg.-Nr. 06Z036886 M<br />

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A-9220 Velden am Wörthersee<br />

Tel. +43 (0)4274/23 555 100<br />

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TREND<br />

BEST AGER<br />

Ein Markt mit Potenzial<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORT<br />

KÄRNTEN<br />

Lebensraum mit Flair<br />

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dabei von der Beschilderung bis zur Bewachung sämtliche Tätigkeiten.<br />

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EDITORIAL<br />

LIEBE LESER!<br />

WILLKOMMEN IN KÄRNTEN. Das südlichste Bundesland Österreichs ist eine moderne,<br />

forschungs- und technologieorientierte Region, und als Tor zu den Märkten Süd- und Südosteuropas<br />

ist es gleichzeitig auch dynamische Drehscheibe im Alpen-Adria-Raum. Logistische<br />

Wege und weitläufige Industrie- und Gewerbeflächen sowie eine ausgefeilte Infrastruktur<br />

machen diesen Standort auch für internationale Unternehmen interessant. Die Kärntner<br />

Industrie ist durchaus schlagkräftig und international konkurrenzfähig. Der Immobilienmarkt<br />

wird von einer durchgehend und unverändert großen Nachfrage bestimmt. Touristische Winterund<br />

Sommerangebote und viele Sonnenstunden überzeugen und laden ein zu „Lust am Leben“<br />

in Kärnten. Lesen Sie mehr aktuelle Einschätzungen, Marktberichte und Trends ab Seite 34.<br />

„Es sind die<br />

Begegnungen mit<br />

Menschen, die<br />

das Leben lebenswert<br />

machen.“<br />

Guy de Maupassant<br />

BEST AGER. Unsere Gesellschaft wird generell älter, das belegen die Statistiken und Trends<br />

eindeutig. Wer die sogenannten „50plus“ nicht anspricht, vernachlässigt ein bedeutsames<br />

Potenzial. Die „Neuen Alten“ fühlen sich überhaupt nicht alt, im Gegenteil. Sie sind qualitätsbewusst,<br />

aufgeschlossen gegenüber Produktinnovationen und eine zahlungskräftige, konsumfreudige<br />

Zielgruppe. Wir haben beschlossen, den Themenkomplex rund um Wohnen und Leben<br />

im Alter künftig als fixen Bestandteil in unser Verlagsprogramm aufzunehmen.<br />

LEGENDEN. Zwei sehr offene und überzeugende Gespräche, einerseits mit der „Werbelegende“<br />

und dem erfolgreichen Geschäftsmann und Immobilienbetreiber Hans Schmid, und andererseits<br />

mit einem der erfolgreichsten Skirennläufer in der Weltcupgeschichte, Olympiasieger Franz<br />

Klammer, runden unsere heurige inspirierende und abwechslungsreiche Gesprächsreihe mit<br />

Persönlichkeiten – die in der vorliegenden Ausgabe beide aus Kärnten stammen – ab.<br />

Viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe und alles Gute, viel Glück, Gesundheit, Wohlergehen<br />

und Erfolg im neuen Jahr wünscht Ihnen und Ihren Familien herzlichst Ihr<br />

Dr. Alexander Scheuch<br />

Risk.<br />

Dr. Alexander<br />

Reinsurance.<br />

Scheuch<br />

Human Resources.


INHALT<br />

22<br />

IMMOBILIEN<br />

6 News & Infos<br />

Kurznachrichten aus dem Immobilienbereich.<br />

22 Alte Fabriken<br />

Von der Lagerhalle zum Wohnloft.<br />

26 Wirtschaftspark Breitensee<br />

Ein neues Zentrum für die Wiener Wirtschaft.<br />

28 Die Stadt als Lobby<br />

Die Hotellerie erfindet sich mit Hotels im Vintage-Look neu.<br />

STANDORT KÄRNTEN<br />

34 Wirtschaftsstandort<br />

Vorwort des Landeshauptmanns von Kärnten Gerhard Dörfler und<br />

von Präsident des Kärntner Gemeindebundes Bgm. Ferdinand Vouk.<br />

40 Kärntner suchen Eigentum<br />

Im Süden ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden groß.<br />

42 Besser als jede Bank<br />

Der Run auf Seeimmobilien in Kärnten ist ungebrochen.<br />

46 Ein Sieger mit viel Herz<br />

Franz Klammer – eine lebende Legende.<br />

BUSINESS<br />

50 Werbelegende, Geschäftsmann und Mensch<br />

FOKUS im Gespräch mit Hans Schmid.<br />

54 Neue Technologie im Doppelpack<br />

EDI-Real bietet dem Immobilienmakler eine neue Browserversion.<br />

28<br />

58 Im <strong>Fokus</strong><br />

FOKUS immer hautnah am Geschehen ...<br />

WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

64 News<br />

Kurznachrichten aus der Welt der Wirtschaft.<br />

46<br />

68 Marktchance 50plus<br />

Das wirtschaftliche Potenzial der Best Ager wird<br />

stark unterschätzt.<br />

70 Was man in Zukunft beachten sollte<br />

Neu: Selbstberechnung der Immobilienertragssteuer.<br />

4 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


LIVING & LIFESTYLE<br />

72 News<br />

Neues und Interessantes auf dem Markt.<br />

74 Wimpern zum Verlieben<br />

Ein verlockender Augenaufschlag kann wahre<br />

Wunder wirken.<br />

80<br />

76 Mit der Kraft der Natur<br />

Der herausragende Erfolg von Sisley beruht auf<br />

dem außergewöhnlichen Know-how und der damit<br />

verbundenen Wirksamkeit.<br />

78 Made in Austria<br />

Peter Schöber, ORF III-Geschäftsführer und Meister der<br />

Programmgestaltung, im Gespräch über die Erfolgsstory<br />

des jungen Spartenkanals.<br />

80 Wohnzimmer mit Aussicht<br />

Mit einem Wintergarten holt man sich Urlaubsstimmung<br />

ins eigene Haus.<br />

86 Jetzt ist Sparen angesagt<br />

Die Energiepreise explodieren, was für so manchen<br />

Österreicher ein Problem darstellt.<br />

88 Die silberne Revolution<br />

Best Ager – eine qualitätsbewusste, zahlenmäßig große,<br />

konsumfreudige Generation.<br />

50<br />

90 Burnout<br />

Die besten Adressen für den Ausweg aus der Krise.<br />

92 Luxus für die ganze Familie<br />

Das exklusive 5-Sterne-Martinhal Beach Resort & Hotel<br />

bietet alles, was ein Urlauberherz begehrt.<br />

102 Gewinnspiel<br />

FOKUS verlost tolle Urlaubspreise.<br />

92<br />

Medieneigentümer, Herausgeber- und Chefredaktionsanschrift ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG, A-1140 Wien,<br />

Tel. +43 (0)1/813 03 46-0, office@fokus-media.at, www.fokus-media.at Herausgeber und Geschäftsführer Dr. Alexander Scheuch, a.scheuch@fokus-media.at<br />

Verlagsleitung Walter Thomas Chefin vom Dienst Ingeborg Zauner, i.zauner@fokus-media.at Grafik MG, André Unger, grafik1@fokus-media.at Litho Leopold<br />

Engelmann Office Ingeborg Zauner, Sabine Reiterer Mitarbeiter dieser Ausgabe Dr. Alexander Scheuch, Hansjörg Preims, Ingeborg Zauner, Anastasia Blumenthal,<br />

Dr. Stephan Eberhardt, Walter Thomas, Margot Dimi, Rosemarie Liermann, Christian Prenger, Mag. Gerhard Schillinger, DI Peter Matzanetz, Mag. Andreas Besenböck,<br />

Ingeborg Drahos, Michael Landschau Anzeigen Renate Hofbauer, Wolfgang Schebek, Sylvia Kalinka, Sonja Auer Coverfoto Engel & Völkers Druck NP Druck Vertrieb<br />

Medien für Med Freier Vertrieb Medien für Med, Post AG, FOKUS Auflage 97.500<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 5


IMMOBILIEN<br />

Text Hansjörg Preims<br />

NEWS<br />

AUS- UND WEITERBILDUNG<br />

NEUER AKADEMISCHER LEHRGANG AB HERBST 2013<br />

Im Herbst 2013 startet der Akademische Weiterbildungslehrgang<br />

Bau- und Sanierungstechnik für die Immobilienwirtschaft.<br />

Die vielfältige Branche bietet ExpertInnen aus unterschiedlichen<br />

Bereichen gute Karrierechancen. Bautechnisches<br />

Know-how konnten sich „NichttechnikerInnen“ bisher allerdings<br />

nur in jahrelanger Praxis aneignen. Mit dem akademischen<br />

Lehrgang ist es nun möglich, in zwei Semestern eine<br />

umfassende Expertise aufzubauen, um Immobilien – bautechnisch,<br />

ökologisch, wirtschaftlich und rechtlich – bewerten und<br />

sanieren zu können.<br />

Dafür können sich die Absolventen bautechnisches Wissen<br />

mit <strong>Fokus</strong> auf Verfahren zur Sanierung der Tragstrukturen<br />

und bauphysikalische Grundlagen erwerben. Zentrales Thema<br />

ist die Sanierung der Gebäudehülle. Zusätzlich setzen sie sich<br />

mit baurechtlichen Besonderheiten, ökologischen Aspekten<br />

und wirtschaftlichen Auswirkungen von Sanierungsmaßnahmen<br />

auseinander. Die damit verbundenen Aufgaben erfordern<br />

neben wirtschaftlicher Kompetenz, Interesse für Technik und<br />

Nachhaltigkeit sowie die Fähigkeit zu interdisziplinärem<br />

Denken. Infoveranstaltungen: Der nächste Infotag findet am<br />

14. März 2013 statt.<br />

www.campusacademy.at<br />

REKORDABSCHLUSS<br />

TEUERSTE WOHNUNG WECHSELTE BESITZER<br />

FOTO: ENGEL & VÖLKERS<br />

Das denkmalgeschützte Palais Fürth<br />

wird zurzeit umfangreich revitalisiert<br />

und ist ab April 2013 bezugsbereit.<br />

Durch Vermittlung von Engel &<br />

Völkers wechselte eine der teuersten<br />

Privatwohnungen in Wien den Besitzer<br />

– für knapp 8 Mio. Euro. Die Liegenschaft mit einer Gesamtwohnfläche<br />

von rund 700 Quadratmetern und einer 70 Quadratmeter<br />

großen Terrasse befindet sich im exklusiven denkmal-<br />

geschützten Palais Fürth im 8. Bezirk in unmittelbarer Nähe zum<br />

Rathaus. Sie wird zurzeit vollständig revitalisiert und ist ab April<br />

2013 bezugsbereit. Zur Ausstattung des Neo-Renaissance-Palais gehört<br />

ein herrschaft licher Privatgarten mit zwei Wasseranlagen. „Mit<br />

einem Verkaufspreis von knapp acht Millionen Euro ist dies einer der<br />

größten Abschlüsse im privaten österreichischen Wohnungsmarkt,<br />

wenn nicht sogar der größte“, berichtet Helfried Mück, geschäftsführender<br />

Gesellschafter von Engel & Völkers Wien. Die teuerste Wohnung,<br />

die laut der Transaktionsdatenbank Immo-United bisher in<br />

Wien verkauft wurde, lag bei 7,3 Mio. Euro (Stand: 20. November).


TEURER FERNBLICK IN WIEN<br />

DACHGESCHOSSWOHNUNGEN<br />

IM DURCHSCHNITT UM 30 PROZENT TEURER<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Schöne Aussicht, Terrasse und zentrale Lage – so sieht der<br />

Traum von modernem, urbanem Leben in Wien aus. Leistbar<br />

ist das aber für die Wenigsten. Der aktuelle Wohnmarktbericht<br />

Wien von IMMOBILIEN.NET zeigt, dass Eigentumswohnungen<br />

im Dachgeschoß im Schnitt um 30 Prozent mehr kosten als<br />

Objekte in unteren Etagen. „Vor allem dort, wo es wenig Grün-<br />

flächen gibt, ist der eigene Freiraum unter freiem Himmel als<br />

Rückzugs- und Erholungsoase heißbegehrt“, erklärt Alexander<br />

Ertler, Geschäftsführer von IMMOBILIEN.NET, die großen<br />

Preisunterschiede. Das Dachgeschoß allein ist aber nicht überall<br />

in Wien für die höheren Preise verantwortlich. Erst die Verbindung<br />

mit einer Terrasse sorgt in einigen Bezirken für die<br />

starke Nachfrage und damit höhere Kosten. In den innerstädtischen<br />

Bezirken Mariahilf und Neubau lässt sich bei Eigentumswohnungen<br />

im Dachgeschoß nur ein Preisunterschied von<br />

knapp über 15 Prozent beobachten. Bei Wohnungen mit Terrasse<br />

liegt die Differenz zu Standardwohnungen bei zirka<br />

25 Prozent. Die höchsten Preisunterschiede lassen sich in Wieden<br />

und Rudolfsheim-Fünfhaus mit einem Plus von 34 Prozent<br />

feststellen. Für Wien gesamt zeigt sich laut der Studie von<br />

IMMOBILIEN.NET eine Preisdifferenz von 26 Prozent. Wohnungen<br />

mit Balkon hingegen sind in Wien nur teilweise beliebter.<br />

Die Preisunterschiede belaufen sich für die gesamte Bundeshauptstadt<br />

„nur“ auf 16 Prozent Plus.<br />

FOTO: RÜCKENWIND<br />

KLIMANEUTRALES WOHNEN<br />

DIE ZUKUNFT<br />

BEGINNT JETZT<br />

Das „Haus der<br />

Zukunft“ in Oberösterreich,<br />

ein Mehrfamilienhaus<br />

von<br />

Bauherrn Ing. Josef<br />

Köttl, zeigt, dass klimaneutrales<br />

Wohnen<br />

Die fünf Wohnungen im „Haus der Zukunft“ schon heute möglich<br />

sind bereits alle vergeben.<br />

ist und was in Zukunft<br />

Standard im<br />

Wohnbau sein wird. Hocheffektive Dämmung der Gebäude hülle,<br />

Betonkernaktivierung zur Speicherung von Energie, 140 Quadratmeter<br />

Photovoltaik-Dach, Wärmepumpe und kontrol lierte Wohnraumlüftung<br />

sowie ein eigenes E-Car-Mobilitätskonzept reduzieren<br />

die CO 2 -Emissionen auf ein Minimum: Von den Bewohnern<br />

werden statt durchschnittlich drei Tonnen im Jahr nur noch 600 kg<br />

CO 2 emittiert. Das „Haus der Zukunft“ unterschreitet sogar den<br />

oberösterreichischen Standard für Niedrigstenergiehäuser. Die Errichtungskosten<br />

liegen bei 1.700 Euro pro Quadratmeter, beim<br />

herkömmlichen Hausbau fallen etwa 1.400 Euro an. Die Monatsmiete<br />

für eine 65-Quadratmeter-Wohnung liegt inklusive der Betriebskosten<br />

bei 820 Euro. „Das Interesse war immens groß, alle<br />

fünf Wohnungen sind bereits vergeben“, freut sich Josef Köttl.<br />

BAUSTART<br />

EUROPAS GRÖSSTE<br />

HAUSVERWALTUNG<br />

Spatenstich. Den Spatenstich zu „Gate 2“ nahmen BAI-GF Harald<br />

Butter, Architekt Franz Janz, BAI-GF Thomas Jakoubek, StR Michael<br />

Ludwig und Wr. Wohnen-Direktor Josef Neumayer vor. (v.l.n.r.)<br />

In Wien-Erdberg, gegenüber dem Shopping- und Entertainmentcenter<br />

der Gasometer und der gleichnamigen U-Bahn-Station,<br />

entwickelt die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH den Bürokomplex<br />

Gate 2, bestehend aus zwei miteinander verbundenen<br />

Bauteilen. Ziel ist es, ein bauliches Signal im Einklang mit den revitalisierten<br />

Gasometern zu setzen sowie eine unverwechselbare<br />

Identität der Immobilie zu schaffen. Ab Ende 2014 wird Wiener<br />

Wohnen als Mieter diesen Standort als neue Zentrale nutzen.<br />

FOTO: PID-GÖKMEN<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 7


NEUVERMIETUNG DES JAHRES<br />

CA IMMO VERMIETET BÜROGEBÄUDE<br />

SILBERMÖWE AN BOSCH<br />

FOTO: CA IMMO<br />

Die Robert Bosch AG mietet die gesamte Fläche des Bürogebäudes<br />

Silbermöwe am Standort Lände 3 für eine Laufzeit von<br />

mindestens zehn Jahren an. Mit einem Volumen von 21.500 Quadratmetern<br />

ist dies bisher die mit Abstand größte Neuvermietung<br />

am Wiener Büromarkt im Jahr 2012. Bruno Ettenauer, Vorstands-<br />

vorsitzender von CA Immo: „Nach der Vermietung von rund<br />

30.000 Qadratmetern an die Österreichische Post AG Ende 2010<br />

können wir mit diesem Abschluss einmal mehr die bisher größte<br />

Wiener Neuvermietung des Jahres an der Lände 3 verbuchen.“<br />

Diese Quartiersentwicklung zeige, „wie aus bestehender Bausubstanz<br />

durch gezielte und intelligente Revitalisierung moderne Flächen<br />

entstehen können, die innerstädtische Areale aufwerten und<br />

neu beleben.“ Das zehngeschoßige, von einem sieben Geschoße<br />

fassenden Baukörper in U-Form umschlossene Bürogebäude Silbermöwe<br />

wird seit Sommer 2011 umfassend revitalisiert. Die<br />

Kernsanierung des Gebäudes erfolgte unter Einhaltung strenger<br />

Nachhaltigkeitskriterien; eine ÖGNI-Zertifizierung ist in Vorbereitung.<br />

Zusätzlich zur vollständigen Innensanierung wurde<br />

auch die Fassade der beiden Gebäudekörper vollkommen erneuert.<br />

Durch diverse bautechnische Maßnahmen konnte der Energiebedarf<br />

des kernsanierten Gebäudes gegenüber früher um 50<br />

bis 60 Prozent reduziert und der CO 2 -Austoß um 280 Tonnen pro<br />

Jahr verringert werden.<br />

Nr. 3: Bieten Sie Wohnungen<br />

mit dem gewissen Etwas.<br />

Im IMMOBILIENSTANDARD suchen<br />

besonders viele Leser Wohnungen mit<br />

Freiflächen – vom Studenten bis zum CEO.<br />

Um einen Blick auf den freien Himmel zu<br />

ergattern, werfen die meisten daher regelmäßig<br />

einen Blick in die Wochenendausgabe der rosa<br />

Zeitung. Sind Sie schon dort?


ONLINE-BEFRAGUNG<br />

WIE WERTVOLL SIND ÖSTERREICHS<br />

IMMOBILIENMARKEN?<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Die Europäische Gesellschaft für Immobilienmarkenbeobachtung<br />

(EUGIMB) ermittelt zum dritten Mal in Folge seit 2010 die<br />

wertvollsten Marken der österreichischen Immobilienwirtschaft.<br />

Die Real Estate Brand Value Study® ist eine zweistufige<br />

anonymisierte Online-Befragung, die auf unterschiedlichen<br />

Plattformen erfolgt. Die Grundlage liefert der eigens dafür entwickelte<br />

Real Estate Brand Potential Index®, der es erstmals<br />

ermöglicht, Corporate Real Estate Brands auf einer einheitlichen<br />

Grundlage miteinander zu vergleichen. Im Markenpanel befinden<br />

sich 256 Corporate Real Estate Brands in acht Teilbranchen:<br />

Architekten, Asset Manager/Property Manager, Banken, Bauträger/Projektentwickler,<br />

Facility-Manager, Fonds/Investoren, Immobilienberater<br />

und Immobilienmakler. Die Ermittlung erfolgt<br />

nicht durch eine Jury, sondern von über 6.000 Persönlichkeiten<br />

der B2B-Immobilienwirtschaft. In der ersten Stufe wird die Markenbekanntheit<br />

ermittelt. Die zweite Stufe zur Ermittlung der<br />

Markenstärke erfolgt Anfang 2013, wozu gesondert eingeladen<br />

wird. Die wertvollsten Marken werden im Mai 2013 mit dem<br />

Immobilienmarken Award® Austria 2013 prämiert.<br />

http://www.eugimb.eu/random-austria.php<br />

Wir. Die Möglichmacher.<br />

Property Management<br />

Total Facility Management | Technisches Facility Management | Kaufmännisches Facility<br />

Management | Infrastrukturelles Facility Management<br />

Service Center - Mobile Einsatztruppe<br />

HSG Zander GmbH, Austria | Tel. +43 1 21147-43103 | www.hsgzander.at<br />

Europaweit und nah.


AUSGEZEICHNET<br />

IMMOBILIEN.NET<br />

KÜRT „MAKLER DES<br />

JAHRES 2012“<br />

Aus den Bewertungen<br />

der<br />

Maklerleistung<br />

durch IMMO-<br />

BILIEN.NET-<br />

User wurden für<br />

2012 folgende<br />

drei Makler als die besten ausgewählt und prämiert:<br />

Dipl.-Ing. Wilhelm Sedlak – Gesamtgewinner. Sedlak Immobilien<br />

erhielt den Preis in den Kategorien Erreichbarkeit, Freundlichkeit,<br />

Servicequalität, Kenntnis über das Objekt, Realitätsnähe<br />

des Angebots und Weiterempfehlung.<br />

Braunsteiner-Berger Immobilien – Gewinner in der Kategorie<br />

Servicequalität.<br />

Heissenberger & Rainer Immobilien – Gewinner in der Kategorie<br />

Weiterempfehlung.<br />

MESSEPREMIERE<br />

HAUSBAU + ENERGIESPAREN<br />

TULLN – DIE MESSE FÜR<br />

BAUEN, ENERGIE & WOHNEN<br />

Vom 25. bis 27. Jänner<br />

2013 findet in Tulln die<br />

„HausBau + EnergieSparen“-<br />

Messe mit mehr als 250<br />

Fachausstellern statt. Hier<br />

findet man alles zu den<br />

Themen Bauen, Energie<br />

und Heizen, Zukunftstechnologie<br />

Photovoltaik,<br />

Warmwasser und Bad,<br />

Beratung und Sicherheit.<br />

Diese Messe ist eine logische<br />

Ergänzung zu den etablierten<br />

Messen „pool+garden“ und „Internationale Gartenbaumesse<br />

Tulln“. Das umfassende Angebot aller drei Messen deckt die<br />

Bedürfnisse rund um Haus und Garten perfekt ab.<br />

FOTO: MESSE TULLN<br />

WETTBEWERB<br />

TU WIEN QUALIFIZIERT SICH FÜR SOLAR<br />

DECLATHON 2013<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Seit 2002 findet der Solar Declathon biennal in Kalifornien<br />

statt. Aus 130 Bewerbern werden 20 Teams ausgewählt und eingeladen,<br />

das jeweilige Projekt vorzustellen. Wie bei einem Zehnkampf<br />

(engl. Declathon) werden die Häuser dann in zehn Disziplinen<br />

von einer Expertenjury bewertet. Das Besondere an dem<br />

Wettbewerb ist, dass die Häuser in dieser Zeit bewohnt und somit<br />

gleichzeitig auf die Alltagstauglichkeit geprüft werden.<br />

Mit dem Hightech-Plusenergie-Haus L.I.S.I („Living Inspired by<br />

Sustainable Innovation“) hat sich das Team der TU Wien als eine<br />

von zwei europäischen Universitäten für den Solar Declathon<br />

2013 qualifiziert. Drei Semester lang dauerte die Planung und<br />

Entwicklung des Projekts.<br />

In Absprache mit Statikern, Bauphysikern oder Fachfirmen<br />

wurden dann die besten Ideen in das energieautarke Gebäudekonzept<br />

aufgenommen. Nächsten Herbst ist es dann soweit: Die<br />

vielen Pläne und Gedanken werden in die Tat umgesetzt, wenn<br />

das Haus für den Wettbewerb und die Testbewohner in Kalifornien<br />

aufgebaut wird.<br />

10 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


WOHNRAUMSCHAFFUNG<br />

WIEN SOLL KÜNFTIG<br />

AUCH IM INNEREN<br />

NACHHALTIG WACHSEN<br />

Die kürzlich veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria prognostizieren<br />

für Wien ein Wachstum von derzeit 1,72 Millionen auf 1,96<br />

Millionen StadtbewohnerInnen im Jahr 2030. Das entspricht einem<br />

jährlichen Wachstum von rund 18.000 EinwohnerInnen. Durch die<br />

Schaffung von zurzeit rund 6.500 bis 7.000 geförderten neuen Wohnungen<br />

sowie weiteren 1.000 bis 1.500 frei finanzierten Einheiten<br />

pro Jahr will man den prognostizierten Bedarf abdecken. Dieses Plus<br />

an zusätzlichem Wohnraum wird aber nicht ausschließlich mit den<br />

bisher unverbauten Flächenreserven der Stadt gedeckt werden können.<br />

Daher werden Wachstumspotenziale gründerzeitlicher Stadtquartiere<br />

untersucht. Etwa anhand des Ottakringer Hippviertels, wo<br />

die Möglichkeiten, wie in Zukunft mit dem Bevölkerungswachstum<br />

in den dicht bebauten Stadtteilen umgegangen wird – etwa durch<br />

qualitätsvolle Wohnraumschaffung im Zuge von Aufstockungen<br />

bzw. Dachgeschoßausbauten – ausgelotet werden. Das Ergebnis der<br />

entsprechenden Untersuchung soll Mitte 2013 vorliegen.<br />

INTELLIGENTES HAUS<br />

ASPERN IQ – ÖSTER-<br />

REICHS ERSTES<br />

PLUS-ENERGIE-BÜROHAUS<br />

Ein klima- und energiepolitisches<br />

Leuchtturmprojekt für die Stadt der<br />

Zukunft, die „Smart City“ (Innovationsministerin<br />

Doris Bures), und der<br />

erste sichtbare Meilenstein der zukünftigen<br />

Seestadt Aspern in Wien ist<br />

das Technologiezentrum aspern IQ,<br />

Österreichs erstes Plus-Energie-Bürohaus<br />

(ATProjekt), errichtet von der Wirtschaftsagentur Wien. Dieses<br />

Innovationsquartier für Forschung & Entwicklung ist zugleich selbst<br />

ein Haus mit hohem Energie-IQ, denn es erzeugt mehr Energie, als es<br />

verbraucht. Heizkörper sind überflüssig. Die innovative Fassadenbegrünung<br />

mit Schilf verbessert das Mikroklima. Ökobeton sorgt für bis<br />

zu 80 Prozent weniger CO 2 -Emissionen des völlig PVC-freien Gebäudes.<br />

Das aspern IQ nimmt punkto Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle<br />

in einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas ein.<br />

FOTO: DAVID BOHMANN / PID<br />

SPATENSTICH<br />

AUSTROTHERM BAUT<br />

NEUES WERK<br />

IN BRANDENBURG<br />

Am 12. Dezember fand in Wittenberge in Brandenburg der Spatenstich<br />

für das Dämmstoffwerk von Austrotherm statt. Geschäftsführer<br />

Gerald Prinzhorn: „Mit dem neuen Werk sind wir<br />

deutlich näher am Markt und durch den Wegfall der langen Transportwege<br />

zudem schneller und flexibler beim Kunden. Außerdem<br />

ermöglicht es uns den Export nach Nordeuropa, Polen und die Beneluxstaaten.“<br />

Henning Heidemanns, Staatssekretär im Wirtschafts-<br />

und Europaministerium von Brandenburg, dazu: „Der<br />

österreichische Dämmstoffspezialist stärkt mit seinem Engagement<br />

den märkischen Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft. Die<br />

Ansiedlung von Austrotherm ist ein Beleg für die Attraktivität der<br />

Prignitz als Investitionsstandort. Wittenberge etabliert sich nicht<br />

zuletzt durch den Hafen und die künftige Autobahnanbindung zunehmend<br />

auch als Logistik-Drehscheibe.“ Der Bürgermeister der<br />

Stadt Wittenberge Dr. Oliver Hermann begrüßt das geplante<br />

40-Mil lionen-Euro-Investment: „Austrotherm setzt heute ein<br />

deut liches Signal. Im Industriegebiet Nord wird in zirka einem Jahr<br />

ein modernes Dämmstoffwerk die Produktion aufnehmen. Hier<br />

werden zukünftig 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren<br />

Arbeitsplatz haben – eine gute Entscheidung für den Standort<br />

Wittenberge und für das Unternehmen.“<br />

andromeda<br />

Innovation Software Systems<br />

Klassiker der Immobilienverwaltung<br />

einfach zu bediehnen, professionell in der Anwendung<br />

High-End Lösung zur effizienten Verwaltung<br />

und Steuerung von Immobilien<br />

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Tel: +43 / 316 / 32 27 58<br />

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BÜRO<br />

DAS „EINZELBÜRO“ IST OUT<br />

FOTO: CA IMMO<br />

Richard Meinberg, Office Syncro GmbH, und Prof. Michael Bartz (re.)<br />

Unternehmen werden ihre Büros neu definieren müssen, um<br />

das Beste von ihren Mitarbeitern zu erhalten, so Michael Bartz<br />

anlässlich einer VIB-Lounge des Büroeinrichters BComplete in<br />

München. Bartz, Professor für Internationales Business und<br />

Export Management und spezialisiert auf die „Neue Welt des<br />

Arbeitens“, begründet seine These zum einen damit, „dass die<br />

Kernkompetenz vieler Büros immer weniger nur in der Grundausstattung<br />

(Schreibtisch, Stuhl, Telefon, PC-Hardware und<br />

-Software) liegt, sondern immer mehr in der Ermöglichung von<br />

vernetzter Kommunikation und Kooperation“. Demokratisierung<br />

von IT und Technologie wirkten sich außerordentlich auf<br />

die neuen Arbeitsformen aus. Unternehmen würden verstärkt<br />

auf neue Möglichkeiten der Interaktion mit Kunden und der Zusammenarbeit<br />

innerhalb des Unternehmens setzen.<br />

Den zweiten Anstoß für eine neue Definition des Büros ortet<br />

Bartz in der Arbeitsweise der jüngeren Generation, die, aufgewachsen<br />

mit Skype und Facebook, viel vernetzter und in Teams<br />

arbeite und ihr technisches Verhalten aus dem Privatleben auch<br />

im Unternehmen anwenden wolle. Entscheidend werde daher<br />

sein, „wie es ein Unternehmen schafft, ein Arbeitsumfeld zu bieten,<br />

das organisatorisch und technisch bis hin zum Büroumfeld<br />

dieser Generation gerecht wird“, so Bartz.<br />

Die Digital Natives benötigten Platz zum Kommunizieren, Interagieren<br />

und für Teamarbeit. Die traditionelle Aufteilung Büroarbeitsfläche<br />

und Besprechungsräume verschiebe sich daher zugunsten<br />

neuer Bereiche und Flächen, die das soziale Miteinander<br />

fördern sowie Kommunikation und Kooperation aktiv unterstützen.<br />

Wobei laut Bartz die neuen Büro-Konzepte nachweislich<br />

auch Kosten reduzieren – im Normalfall 15 bis 25 Prozent Kostenreduktion<br />

für Büroinfrastruktur, wenn man auf neue, alternative<br />

Arbeitsformen setze.<br />

„Mit einem Prozent der Arbeitsplatzkosten können rund 80 Prozent<br />

der Gesamtkosten beeinflusst werden“, ergänzt Richard<br />

Meinberg, Mitglied der Geschäftsführung der Office Syncro<br />

GmbH, dem Backbone von BComplete.<br />

BAUSTUDIE<br />

DEUTSCHE MÖCHTEN VOR DEM KAUF<br />

EINER IMMOBILIE EIN MUSTERHAUS SEHEN<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Nach einer aktuellen Online-Studie im Auftrag des Münchner<br />

Bauträgers Concept Bau GmbH ist es für fast die Hälfte der Deutschen<br />

(46 Prozent) wichtig, vor dem Kauf der Traumimmobilie<br />

ein komplettes Musterhaus zu besichtigen. Für 43 Prozent ist die<br />

Vorauswahl der Fenster in einem Studio oder Showroom sehr<br />

wichtig. Ausstattungsmuster wie Armaturen möchten rund<br />

40 Prozent vor dem Bau in Augenschein nehmen. Knapp 35 Prozent<br />

wollen die Treppen vorher sehen. Doch auch die Baumaterialien<br />

wollen begutachtet sein. Insbesondere Damen aus München<br />

wollen nicht die Katze im Sack kaufen, sondern möglichst<br />

viele Informationen einholen. 43 Prozent geben an, dass es ihnen<br />

sehr wichtig sei, vor Vertragsunterzeichnung Ausstattungsmuster<br />

wie Armaturen und Parkett zu sehen, während dies nur für<br />

rund 34 Prozent der Herren von Bedeutung ist. In München ist<br />

auch ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen<br />

festzustellen: Während nur rund 35 Prozent der 18 bis 24-Jährigen<br />

die Besichtigung eines Musterhauses für sehr wichtig erachten,<br />

sind es in der Gruppe der 45 bis 65-Jährigen 53 Prozent der<br />

Befragten. Ähnlich verhält es sich bei Ausstattungsmustern wie<br />

Armaturen und Parkett: Nur knapp ein Drittel der jungen Hausbauer<br />

möchte vorher einen prüfenden Blick auf das zu verbauende<br />

Material werfen. Bei der älteren Generation sind es 44 Prozent.<br />

12 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


STARTSCHUSS<br />

ORGANISCHE SOLARZELLEN IN SERIE<br />

FOTO: : BELECTRIC, SOLARTENSION<br />

Die BELECTRIC OPV GmbH mit Sitz in Nürnberg will schon<br />

nächstes Jahr die Produktion neuartiger, biegsamer Solarzellen<br />

starten. Sie sind transparent, leicht, flexibel und werden aus<br />

recyclebaren Materialien hergestellt – organische Solarzellen. Die<br />

Stromerzeugung erfolgt über organische Halbleiter auf Kohlenstoffbasis,<br />

die in gedruckten OPV, Organic Photovoltaics, Modulen<br />

unter Lichteinfluss Energie erzeugen. Die Wirkungsgrade liegen<br />

bei über neun Prozent und sollen sich durch ein sehr gutes Schwachlichtverhalten<br />

auszeichnen. Im ersten Quartal 2013 sollen laut<br />

„FAZ“ bereits die ersten Folien produziert werden. Die Solarzellen<br />

werden hierbei im Rolle-zu-Rolle-Verfahren in unterschiedlichen<br />

Formaten und Designs gedruckt. Parallel dazu wird weiterhin im<br />

Bereich der Zellentwicklung, der drucktechnischen Umsetzung<br />

und der Produktentwicklung entwickelt und geforscht. Besonders<br />

interessant: die Integration von OPV-Zellen in bereits bestehende<br />

Produkte, wie beispielsweise Sonnendächer für Autos.<br />

DAS NIEDRIGSTENERGIEHAUS STYLE 163 W!<br />

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FOTO: HECTAS/HARRY SCHIFFER<br />

GEBÄUDEDIENSTLEISTUNGEN<br />

NEUER LEITER FÜR<br />

HECTAS-NIEDERLASSUNG<br />

IN DER STEIERMARK<br />

HECTAS, einer der führenden<br />

Qualitätsanbieter für infrastrukturelle<br />

Gebäudedienstleistungen<br />

in Europa, hat mit<br />

Gerhard Pöschl einen neuen<br />

Niederlassungsleiter in der<br />

Steiermark. Der gelernte Kaufmann<br />

hat langjährige Erfahrung<br />

als Gebietsleiter im kaufmännischen<br />

Bereich. Vor mehr<br />

als 15 Jahren fasste er Fuß<br />

in der Facility-Management-<br />

Branche. Pöschl war Objektund<br />

Niederlassungsleiter und<br />

auch im Vertrieb tätig. „Mit<br />

Gerhard Pöschl<br />

ihm übernimmt ein Branchenprofi<br />

mit unternehmerischem<br />

Denken das Ruder in Graz. Wir erwarten von ihm, dass er<br />

gemeinsam mit seinem Team den Wachstumskurs von HECTAS<br />

in der Steiermark fortsetzt“, sagt Thomas Zwiebler, Geschäftsführer<br />

von HECTAS in Österreich.<br />

WEBSERVICES<br />

NEUE VERTRIEBS-<br />

UNTERSTÜTZUNG BEI<br />

IMMOUNITED<br />

Martin Rath (41) verstärkt ab<br />

sofort als Key Account Manager<br />

das Team des marktführenden<br />

Immobiliendienstleisters IMMO -<br />

united – Roland Schmid. In dieser<br />

Position unterstützt der<br />

erfahrene Verkaufsexperte und<br />

zertifizierte Immobilienbewerter<br />

die Vertriebsabteilung bei<br />

der Betreuung von über 1.100<br />

Kunden österreichweit. Das Unternehmen<br />

IMMOunited, 2007<br />

unter der Bezeichnung WEB-<br />

SERVICESunited von Roland<br />

Schmid gegründet, um individuelle<br />

Informationen rund um<br />

Martin Rath<br />

Liegenschaftsobjekte in ganz<br />

Österreich in einfachster und bequemster Weise online zur Verfügung<br />

zu stellen, ist heute nach eigenen Angaben Marktführer in<br />

der Online-Bereitstellung von Informationen zu Immobilientransaktionen<br />

in ganz Österreich.<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

SYNERGIEN<br />

STADT WIEN BAUT TECHNOLOGIECLUSTER<br />

TESTBASE<br />

FOTO: ZOOM VISUAL<br />

PROJECT GMBH<br />

In der Simmeringer Rinnböckstraße wird unter Federführung<br />

der MA 34 auf rund 27.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche<br />

ein neuer Technologiecluster der Stadt Wien mit modernsten<br />

Labor- und Büroarbeitsplätzen entstehen. Baustart ist im<br />

Frühsommer 2013, die Fertigstellung ist für Winter 2018 geplant.<br />

Die Finanzierung des Projekts wird größtenteils aus Mitteln<br />

der Magistratsabteilungen 34 – Bau- und Gebäudemanagement<br />

sowie 39 – Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle<br />

des Wiener Wohnbauressorts gedeckt. Die Bereitstellung von<br />

57,9 Mio. Euro wurde im gemeinderätlichen Ausschuss für<br />

Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung bereits genehmigt.<br />

Im TESTBASE werden die Abteilungen Lebensmitteluntersuchungsanstalt<br />

(MA 38), Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle<br />

(MA 39), Marktamt (MA 59), Veterinäramt und Tierschutz<br />

(MA 60) sowie Rechnungs- und Abgabewesen (MA 6)<br />

untergebracht sein. Damit sollen Synergieeffekte genutzt, Verwaltungskosten<br />

gespart und die Kundenfreundlichkeit entsprechend<br />

gesteigert werden.<br />

14 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


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PAPIER UND POST WAREN GESTERN<br />

HEUTE SIND EASY PRO UND<br />

INTERNET<br />

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FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

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Seit fast 20 Jahren befasst sich andromeda mit der Entwicklung von Branchenlösungen<br />

für die Immobilienverwaltung. Zuerst gab es easy, 2001 folgte easy pro, das<br />

ursprünglich speziell für große Immobilienverwaltungen entwickelt wurde. Eine<br />

Version der Branchenlösung andromeda easy pro ist, modular aufgebaut, easy pro<br />

light. Der Kunde entscheidet, welche Module in seinem Unternehmen eine Vereinfachung<br />

und Hilfe im täglichen Arbeitsablauf bringen und daher eingesetzt werden<br />

sollen. Natürlich besteht jederzeit die Möglichkeit, einzelne Module nachträglich zu<br />

implementieren.<br />

Etwa 400 zufriedene Benutzer arbeiten täglich mit der Professional-Version und<br />

weitere 150 Anwender mit der Basisver sion. Sie liefern andromeda jenes Feedback,<br />

das anspornt, den hohen Qualitätslevel weiter auszubauen. So wurden im Vorjahr<br />

einige Module geschaffen, die nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch der<br />

Immobilienverwaltung ein modernes Auftreten ermöglichen. Vorschreibungen, Abrechnungen,<br />

Mahnungen, Wertsicherungsschreiben etc. können ganz automatisiert<br />

per E-Mail verschickt werden. Natürlich kann ein Basistext hinterlegt werden, der<br />

vor dem Versand bearbeitet werden kann. Diese Mails können zusätzlich mit beliebig<br />

vielen Anhängen versehen werden. Auch Rundschreiben wie zum Beispiel Einladungen<br />

zur Hausversammlung können alternativ zum herkömmlichen Serienbrief<br />

gleich per Mail verschickt werden. Gekrönt werden diese Module durch das Versenden<br />

von Serien-SMS. Steckt der Lift oder muss das Wasser abgedreht werden, kann<br />

man die Personen des Hauses via SMS da rüber informieren und vermeidet somit das<br />

Heißlaufen der Telefone. andromeda easy pro liefert die notwendige Unterstützung<br />

zur Verbesserung der Verwaltung und vor allem zur Steigerung der Rendite aus den<br />

Immobilien. Mit den bereits implementierten Sprachen Tschechisch, Ungarisch,<br />

Slowenisch, Kroatisch und Italienisch wird die Software auch im mittel- und osteuropäischen<br />

Raum eingesetzt.Mit den neuen Modulen zur Immobilienverwaltungssoftware<br />

andromeda easy pro setzt die Grazer andromeda sofware GmbH hohe Maßstäbe<br />

in der effizienten Objektverwaltung. www.andromeda-software.at<br />

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ÖVI<br />

MIETEN UND VERMIETEN MUSS LEISTBAR BLEIBEN<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Der Österreichische<br />

Verband der Immobilienwirtschaft<br />

lehnt die jüngsten<br />

Forderungen der AK<br />

einer weiteren Beschränkung<br />

der<br />

Richtwertmietzinse<br />

ab. „Wieder einmal<br />

wird von der Arbeiterkammer<br />

eine undifferenzierte<br />

Panikmache<br />

im Hinblick<br />

auf vermeintliche<br />

Preisanstiege bei<br />

Wohnungsmieten betrieben“,<br />

sagt ÖVI-<br />

Geschäftsführer Anton Holzapfel. Ein Langfristvergleich der<br />

Wiener Angebotsmieten zeige, dass auch die Richtwertmieten<br />

der allgemeinen Teuerung entsprechend gestiegen sind. Von ei-<br />

nem exorbitanten Preisanstieg könne also nicht die Rede sein.<br />

„Wenn in der Gesamtstatistik deutliche Preisanstiege zu verzeichnen<br />

sind, dann deswegen, weil qualitativ weitaus<br />

höherwertige Wohnungen angeboten werden und bei einem<br />

Neuabschluss nicht mehr die alten Friedenskronenzinse oder<br />

der Kategoriemietzins zur Anwendung kommen, sondern zumeist<br />

der Richtwert“, so Holzapfel. „Wenn ein Altmieter bis vor<br />

seinem Auszug nur zwei Euro pro Quadratmeter bezahlte und<br />

der Vermieter die Wohnung in weiterer Folge renoviert und als<br />

Kategorie A-Wohnung zum Richtwertmietzins neu vermietet,<br />

dann ergibt sich hier vordergründig eine deutliche Mietensteigerung,<br />

die jedoch von der Arbeiterkammer in populistischer Weise<br />

dazu verwendet wird, politisches Kleingeld zu schlagen“, fasst<br />

Anton Holzapfel, Geschäftsführer des ÖVI, zusammen.<br />

Im Durchschnitt erweise sich die Mietzinsbelastung in Altbaumietwohnungen<br />

privater/gewerblicher Vermieter, für die der<br />

Richtwert im Allgemeinen zur Anwendung kommt, nur unwesentlich<br />

höher als bei gemeinnützigen Vermietern. Zu berücksichtigen<br />

seien dort außerdem die hohen Baukosten und Grundkostenanteile,<br />

die ein Nutzer zusätzlich zu zahlen hat.<br />

HOCHTIEF DEVELOPMENT AUSTRIA<br />

HANNES HORVATH NEUER GESCHÄFTSFÜHRER<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Hannes Horvath, 41, wurde<br />

neben Peter Noack und<br />

Christoph Husmann in die<br />

Geschäftsführung der HOCH-<br />

TIEF Development Austria<br />

GmbH in Wien berufen. Er<br />

zeichnet für die Projektentwicklung<br />

von Gewerbeimmobilien<br />

der HOCHTIEF Solutions<br />

AG innerhalb von<br />

Österreich verantwortlich.<br />

Zugleich bleibt der diplomierte<br />

Wirtschaftssoziologe und<br />

Umwelttechniker Geschäftsführer<br />

des Wohnentwicklers<br />

DURST-BAU GmbH. Die beiden<br />

österreichischen Gesellschaften sind organisatorisch der<br />

HOCHTIEF Solutions AG mit Sitz in Essen zugeordnet. „Wir freuen<br />

uns, mit Hannes Horvath einen Profi mit viel Erfahrung für<br />

den wichtigen Standort Österreich gefunden zu haben“, betont<br />

Peter Noack.<br />

Horvath, der über eine staatliche Ausbildung zum Immobilientreuhänder<br />

verfügt, begann seine Berufslaufbahn als Projektentwickler<br />

und Projektmanager für zahlreiche nationale und internationale<br />

Bauprojekte. Zuletzt leitete er als Geschäftsführer<br />

die Immobiliendienstleistungen der HYPO Investmentbank-<br />

Gruppe und verantwortete die Fusion aller entsprechenden Geschäftsfelder.<br />

Darüber hinaus hatte er weitere Funktionen wie<br />

die Geschäftsführung einiger Beteiligungen und das Asset-Management<br />

der Real Estate Funds inne. Seit 2010 führt er die Geschäfte<br />

der HOCHTIEF-Tochter DURST-BAU in Wien.<br />

HOCHTIEF ist einer der führenden internationalen Baudienstleis<br />

ter. Mit mehr als 80 000 Mitarbeitern und Umsatzerlösen<br />

von 23,28 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2011 ist das Unternehmen<br />

auf allen wichtigen Märkten der Welt präsent. Mit seinen<br />

Kernkompetenzen im Entwickeln, Bauen und Betreiben erbringt<br />

der Konzern Leistungen für den kompletten Lebenszyklus von<br />

Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen. Dabei liegt<br />

der <strong>Fokus</strong> der Geschäftstätigkeit auf vier strategischen Feldern:<br />

Energieinfrastruktur, Verkehrsinfrastruktur, Metropolen und<br />

Ressourcen. In Australien ist der Konzern mit der Tochter<br />

Leighton (HOCHTIEF-Anteil zirka 54 Prozent) Marktführer. In<br />

den USA – dem größten Baumarkt der Welt – ist HOCHTIEF<br />

über die Tochtergesellschaft Turner die Nummer 1 im gewerblichen<br />

Hochbau und zählt mit Flatiron zu den wichtigsten Anbietern<br />

im Verkehrswegebau. HOCHTIEF ist wegen seines Engagements<br />

um Nachhaltigkeit seit 2006 in den Dow Jones<br />

Sustainability Indizes vertreten. HOCHTIEF Solutions bündelt<br />

das Kerngeschäft des HOCHTIEF-Konzerns in Europa und in<br />

ausgewählten Regionen weltweit.<br />

16 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


FOTO: CONWERT<br />

NACHFOLGER GESUCHT<br />

JÜRGEN F. KELBER<br />

VERLÄSST CONWERT<br />

Das in Wien ansässige<br />

Immobilienunternehmen<br />

Conwert<br />

ist auf der Suche nach<br />

einem Nachfolger für<br />

den derzeitigen Geschäftsführer<br />

Jürgen<br />

F. Kelber (55). Sein am<br />

14. Dezember dieses<br />

Jahres endender Vertrag<br />

soll nach Medienberichten<br />

nicht verlängert<br />

werden.<br />

Franz Jürgen Kelber<br />

Kelber soll dem Wiener<br />

Immobilienunternehmen aber verbunden bleiben, und zwar<br />

weiterhin als Geschäftsführer des von ihm gegründeten Unternehmens<br />

Alt + Kelber mit Sitz in Heilbronn, das inzwischen zur<br />

Conwert-Gruppe gehört.<br />

AKTUELLE STUDIE<br />

ÖSTERREICHS MAKLER<br />

MIT IHREM JOB<br />

ZUFRIEDEN, ABER ...<br />

Wie geht es Österreichs Maklern in ihrem Job? Integral<br />

Markt- und Meinungsforschung hat dazu für Immobilien-<br />

Scout24 100 Maklerinnen und Makler in Österreich befragt.<br />

Das Ergebnis: 85 Prozent der Befragten sind mit ihrem Beruf<br />

zufrieden oder sehr zufrieden. Im Schnitt erteilen die Makler<br />

ihrem Job die gute Schulnote 1,8. Der Anteil der „Sehr Zufriedenen“<br />

ist bei Mitarbeitern größerer Büros (>5 Mitarbeiter) besonders<br />

ausgeprägt. Aber: Jeder Zweite (48 Prozent) spürt, dass es<br />

Maklern gegenüber nach wie vor große Vorurteile gibt. 52 Prozent<br />

beklagen zudem, dass die Akquise von Projekten für die<br />

Vermarktung schwieriger geworden ist. 42 Prozent bejahen<br />

auch, dass es früher einfacher gewesen sei, einen Alleinauftrag<br />

zu erhalten. Von den Abgebern wünschen sich die Makler vor<br />

allem eines: dass sie bei der Werteinschätzung ihrer Immobilie<br />

realistischer wären und keine überhöhten Forderungen stellten.<br />

Mehr Realismus sähe man gern auch bei Käufern und Mietern.<br />

Grün<br />

Wohnen<br />

Donauinsel<br />

Wien 21.,<br />

Axel-Corti-Gasse 8/<br />

Leopoldauer Straße 157<br />

Wohnungen zum Wohlfühlen<br />

Mischek wird nahe der bereits fertig gestellten Wohnhausanlage in<br />

der Leopoldauer Straße/ Heinrich von Buol-Gasse eine weitere<br />

gemeinschaftliche Wohnhausanlage mit<br />

70 <br />

errichten.<br />

Aufgeteilt auf drei Häuser bieten die Wohnungen unterschiedliche<br />

Loggien<br />

oder . Die Wohnungen im Dachgeschoß<br />

sind mit großen Sonnenterrassen ausgestattet.<br />

+ Mischek Line-Ausstattung<br />

+ Außenliegender Sonnenschutz inklusive<br />

+ Ökopass<br />

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www.mischek.at<br />

NOVEMBER/DEZEMBER 2012<br />

Schaubild, Änderungen vorbehalten<br />

FOKUS 17


EINZELHANDELSIMMOBILIEN<br />

RENDITEN IN TOP-EINKAUFSSTRASSEN<br />

AUF REKORDTIEF<br />

FOTO: SAVILLS/EHL<br />

Der jüngste Retail-Report des weltweit tätigen Immobiliendienstleisters<br />

Savills zeigt einen rasanten Anstieg<br />

der Transaktionen mit Immobilien in den großen europäischen<br />

Einkaufsstraßen. Während 2007 nur fünf Prozent<br />

der Investitionen in Einzelhandelsimmobilien auf Objekte<br />

in klassischen Geschäftsstraßen entfielen, stieg der Anteil<br />

2012 bereits auf 37 Prozent des gesamten Einzelhandelstransaktionsvolumens.<br />

An dem Marktbericht arbeiteten auch die Einzelhandels- und<br />

die Researchabteilung des österreichischen Savills-Exklusivpartners<br />

EHL Immobilien mit. Michael Ehlmaier, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter von EHL Immobilien, ortet zwei<br />

Hauptgründe für den signifikanten Bedeutungszuwachs der<br />

Einkaufsstraßen: „Zum einen ist der Anteil der Transaktionen<br />

in den neuen, praktisch ausschließlich von Einkaufszentren<br />

dominierten Märkten in Zentral- und Osteuropa am gesamten<br />

europäischen Markt nach der Finanzkrise 2009 drastisch zurückgegangen.<br />

Zum anderen gibt es einen klaren Trend zurück<br />

zu innerstädtischen Lagen, und davon profitieren in erster Linie<br />

die großen Einkaufsstraßen.“<br />

Auf diese Entwicklung stellten sich aber auch die Einkaufszentren-Spezialisten<br />

ein, so EHL-Einzelhandelsexperte Jörg Bitzer.<br />

„Wien liegt mit mehreren Neueröffnungen von innerstädtischen<br />

Shoppingcentern, wie am Westbahnhof oder zuletzt in Wien<br />

Mitte, voll im Trend; Hybridformen wie das Goldene Quartier in<br />

den Tuchlauben, das die Vorteile von traditionellen Einkaufsstraßen<br />

und von Einkaufszentren kombiniert, werden vor allem<br />

im Luxussegment stark an Bedeutung gewinnen.“<br />

Das starke Interesse der Investoren an Objekten in führenden<br />

Einkaufsstraßen spiegelt sich auch in einem deutlichen Rückgang<br />

der Renditen wieder. Die durchschnittliche Spitzenrendite<br />

in den europäischen Einkaufsstraßen sank mit 4,27 Prozent<br />

auf ein neues Rekordtief und liegt damit um fast 2,4 Prozentpunkte<br />

unter den Spitzenrenditen für Einkaufszentren.<br />

W<br />

M<br />

WIENER<br />

IMMOBILIEN<br />

MESSE<br />

1. Wiener Immobilienmesse mit <strong>Fokus</strong> auf den Großraum Wien<br />

16.–17. März 2013<br />

Messe Wien Congress Center<br />

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Ticket gilt auch für


INTERNET<br />

EIN DRITTEL ALLER MAKLER<br />

PLANEN HOMEPAGE-RELAUNCH<br />

Das Internet ist das meistgenutzte Medium für die Immobiliensuche. In Österreich<br />

geben 90 Prozent aller Wohnraumsuchenden an, online nach ihrer Traumwohnung<br />

zu suchen. Das ergab eine aktuelle Studie im Auftrag der ERESNET GmbH.<br />

Neben den Online-Plattformen werden dabei auch zunehmend Websites von Immobilienvermittlern<br />

wichtiger. Laut Umfrage geben 33 Prozent der Makler an, die<br />

eigene Homepage bereits zu erneuern oder innerhalb der nächsten zwölf Monate<br />

einen Relaunch vornehmen zu wollen. „Eine State-of-the-Art Präsenz im Internet<br />

zeigt Professionalität und verstärkt die Kundenbindung. Zusätzlich bietet es die<br />

Möglichkeit, neben den Immobilienplattformen, die Objekte umfassend auf der<br />

eigenen Homepage zu präsentieren“, erklärt Veronika Geyer, Head of Marketing bei<br />

ERESNET, die Vorteile einer eigenen Website für Immobilienvermittler. Die wichtigs<br />

ten Faktoren für die Auswahl sind für die Immobiliensuchenden ein großes<br />

Angebot, unkomplizierte Suchmöglichkeiten und der schnelle Zugriff auf das passende<br />

Angebot. Auch eine reibungslos funktionierende mobile Recherche wird<br />

immer wichtiger. 50 Prozent aller Österreicher greifen per Smartphone oder Tablet-<br />

PC bereits auf das Internet zu. „Wer heutzutage nicht perfekt online ist, überlässt<br />

das Geschäft der Konkurrenz“, ist Marketingexpertin Geyer überzeugt.<br />

LABOR DER ZUKUNFT<br />

LAB BUILDING EAST IN<br />

KLOSTERNEUBURG ERÖFFNET<br />

FOTO: ERNST KAINERSTORFER<br />

Am 28. November 2012 eröffnete<br />

in Klosterneuburg das Lab<br />

Building East, ein Labor für<br />

naturwissenschaftliche Grundlagenforschung.<br />

Generalplanung<br />

und Architektur liegen in der<br />

Hand der Wiener Architekten<br />

Frank + Partner ZT. Nach dem<br />

Grundsatz „Form follows energy“<br />

schufen sie einen kompakten<br />

kris tallinen Solitär in Passivhausqualität,<br />

zertifiziert nach dem<br />

europäischen Greenbuilding-Programm. Das neue Gebäude schließt den Campus des<br />

Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) in östlicher Richtung ab. Den<br />

Planern war es wichtig, die Orientierungen der umliegenden Gebäude in den Grundriss<br />

aufzunehmen. Die so entstandenen abgeschrägten Stirnseiten verleihen dem Bau seine<br />

markante Identität. Die Kristallform der Hülle optimiert das Verhältnis von Fläche zu<br />

Volumen. Die südliche Fassade hängt über. Auf diese Weise gelangt in den Sommermonaten<br />

nur wenig direktes Sonnenlicht in das Gebäudeinnere, die Kühlenergie wird<br />

reduziert. Zugleich wurde das Dach nach Süden hin abgeschrägt. Es beherbergt Photovoltaik-Elemente,<br />

deren Energie hausintern genutzt wird, überschüssige Energie wird<br />

ins öffentliche Netz eingespeist. Eine glatte Fassadenverkleidung aus Aluminium<br />

unterstreicht die Klarheit des Baukörpers. Auch für die Fensterbänder, in der Höhe<br />

variierend, kam Aluminium zum Einsatz.<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

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KONE<br />

NEUE GENERATION<br />

MASCHINENRAUMLOSER AUFZÜGE<br />

FOTO: KONE<br />

Kone führt die dritte Generation seines maschinenraumlosen<br />

Aufzugs ein: den neuen MonoSpace® 3.0, der neue Standards<br />

bei Fahrkomfort, Energie- und Raumeffizienz sowie<br />

Design setzt. Durch weiter verbesserte Antriebs- und Steuerungstechnik<br />

erzielt der MonoSpace® 3.0, der serienmäßig mit<br />

der Energieeffizienzklasse A nach VDI-Richtlinie 4707 als<br />

Standard angeboten werden kann, eine nochmals um bis zu<br />

35 Prozent höhere Energieeffizienz. Der getriebelose, frequenzgeregelte<br />

EcoDisc®-Antrieb, die zentrierte, reibungsarme<br />

Kabinenaufhängung und verbesserte Bremsen ermöglichen<br />

noch sanfteres Anfahren und Abbremsen als beim<br />

Vorgängermodell. Die verstärkte Schallisolierung senkt den<br />

Geräuschpegel in der Kabine und in angrenzenden Räumen<br />

um rund ein Drittel.<br />

Die Raumeffizienz wurde ebenfalls optimiert. „So unterschiedlich<br />

Gebäudetypen und Architekturstile sind, so breit<br />

gefächert ist die Palette an möglichen Designs, die wir jetzt<br />

standardmäßig anbieten“, sagt Andreas Stavik, Vorstandsvorsitzender<br />

von Kone Österreich.<br />

TERMINTIPP<br />

FACHMESSE KLIMAHOUSE<br />

2013 IN BOZEN<br />

ENERGIEAUSWEIS<br />

WIENER<br />

WOHNHAUSANLAGEN<br />

GERÜSTET<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

Vom 24. bis 27. Jänner 2013 findet in Bozen (I) die Klimahouse<br />

2013, eine internationale Fachmesse für energieeffizientes<br />

und nachhaltiges Bauen, statt. Die Besucher lernen technische<br />

und wirtschaftliche Alternativen, mit Energie sparsam<br />

umzugehen, kennen. Die Themenschwerpunkte sind Fertigbaumaterialien<br />

und -häuser, Heizsysteme, Lüftungsregelung und<br />

Messsysteme. Zum Rahmenprogramm der Klimahouse 2013<br />

zählen der internationale Fachkongress „Intelligentes Bauen“<br />

und Besichtigungsfahrten zu Klimahäusern.<br />

Mit 1. Dezember 2012 trat das neue Energieausweisvorlagegesetz<br />

in Kraft, wonach ab diesem Datum für alle Gebäude ein<br />

Energieausweis ausgestellt werden muss. Da durch dieses Gesetz<br />

erstmals auch Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, erfasst<br />

werden müssen, hat Wiener Wohnen in den letzten Monaten in<br />

Zusammenarbeit mit der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle<br />

der Stadt Wien (MA 39) Energieausweise für etwa 550<br />

unter Denkmalschutz stehende Gemeindebauten erstellen lassen.<br />

Damit sind nun die rund 2.000 Wohnhausanlagen, die von Wiener<br />

Wohnen verwaltet werden, mit dem Dokument ausgestattet. „Alle<br />

Mieterinnen und Mieter erhalten nun für alle Wohnungen, die von<br />

Wiener Wohnen betreut werden, bei Einzug Informationen über<br />

den Heizwärmebedarf“, so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

20 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Bauen, Renovieren, Sanieren, Sicherheit, Wellness,<br />

Finanzieren und Energiesparen. Einfach besser leben<br />

mit der Bauen & Energie Wien.<br />

In Kooperation mit<br />

IBO<br />

Österreichisches Institut für Baubiologie und -ökologie<br />

facebook.com/bauenenergiewien<br />

www.bauen-energie.at


IMMOBILIEN<br />

Text Peter Matzanetz<br />

Fotos Christine Wurnig, Ars Electronica, Loffice, Spar European Shopping Centers VI-Hotels, The Wythe Hotel New York<br />

ALTE FABRIKEN<br />

VON DER LAGERHALLE<br />

ZUM WOHN-LOFT<br />

Geschichten rund um die alten Fabriken und wie sie zu Plätzen wurden, in denen der Charme<br />

der alten Tage einzementiert ist.<br />

andel’s. Nicht weniger als 15 Preise, vor<br />

allem für die Konstruktion und Architektur<br />

des Umbaus betreffend, gab es für dieses<br />

Projekt des Wiener Hotelbetreibers im<br />

polnischen Lodz, darunter der European<br />

Hotel Design Award und der European<br />

Property Award.<br />

andel’s<br />

22 FOKUS NOVEMBER/DEZEMBER 2012


NEW YORK. Begonnen hat die Geschichte<br />

der Lofts in New York mit Künstlern, die<br />

sich in den 1940er-Jahren in leere Fabrikshäuser<br />

einquartierten, in denen sie unkompliziert<br />

arbeiteten und wohnten. Der<br />

Luxus hatte sich zunächst auf viel günstigen<br />

Raum in einer ansonsten engen Metropole<br />

beschränkt. Mit Möbeln und einfachen<br />

Designhilfsmitteln machte man<br />

sich das Ambiente wohnlich. Der heute in<br />

Wien tätige Architekt Alexander Loebell<br />

lernte als Architekturstudent in New York<br />

den Lebensstil in Lofts kennen und lieben.<br />

Nach seiner Rückkehr in Wien suchte<br />

und fand er Ähnliches in der Hörde Maschinenfabrik.<br />

Die baute er für den Eigengebrauch<br />

so um, dass der ursprüngliche<br />

Charakter möglichst erhalten blieb. „Das<br />

Loft ist eigentlich eine Einraumwohnung.<br />

Hier gibt es keine fixen Mauern und es<br />

braucht daher Gespür, um den Ort über<br />

eine entsprechende Zonierung wohnlich<br />

zu machen.“ Er betont, dass räumliche<br />

Großzügigkeit dem Ganzen seinen Charakter<br />

verleihen und sichtbare Stahlskelette<br />

die Authentizität erhöhen. Eine gewisse<br />

Rauheit dürfe erhalten bleiben, was<br />

dann auch beim Umbau wieder Kosten<br />

sparen hilft. Zu den Lofts in New York<br />

meint Loebell: „Anders als in Wien entstanden<br />

hier die Wohn-Lofts vielfach in<br />

Warehouses am Wasser.“ Ein solcher Fall<br />

im Hotelformat ist auch das gerade neu<br />

errichtete Wythe im Stadtteil Brooklyn.<br />

Es beeindruckt mit seinen raumhohen<br />

Fenstern und massiven Holzdecken sowie<br />

Betonböden mit klassischem Flair. Die<br />

Geschichte als Umschlagplatz am Hafen<br />

wirkt aus der zeitlichen Distanz wahrgenommen<br />

ganz und gar nicht mehr ungemütlich.<br />

Die Wohnlichkeit dominiert<br />

und der polyglotte Gast kann durch die<br />

typisch strukturierten Glasfenster seinen<br />

Blick getrost weitläufig über den East<br />

River schwenken lassen.<br />

Wythe. Das Hotel liegt in einer achtstöckigen ehemaligen Fassbinderei von 1901.<br />

Kunstversatzsstücke lokaler Künstler gibt es auch zu bewundern, fast wie in den Loft-Anfängen.<br />

Besonders stolz ist man auf den Ausblick auf den East River.<br />

AUSGEZEICHNET IN EUROPA. Eine<br />

urtümliche rote Backsteinfassade ist der<br />

Blickfang beim andel’s Hotel im polnischen<br />

Lodz. Die Vienna International<br />

Hotelmanagementgruppe betreibt hier in<br />

einer ehemaligen Weberei ein stilvoll<br />

gehaltenes 4-Sterne-Etablissement. 277<br />

Design-Zimmer und -Suiten stehen zur<br />

Verfügung. Empfangen werden die Gäste<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 23


hier nicht nur gastfreundlich von der Rezeptionistin,<br />

sondern auch von einer massiven<br />

gusseisernen Webmaschine. Jene ist<br />

als dezenter Verweis auf die alten Zeiten<br />

stehen geblieben. Die besonderen Anstrengungen,<br />

die eine aufwendige Adaptierung<br />

für heutige Nutzungsformen mit<br />

sich bringt, werden mitunter auch belohnt.<br />

Bei der Gewerbeimmobilienmesse<br />

MIPIM in Südfrankreich bekam das Errichterkonsortium<br />

aus Warimpex und<br />

UBM im Jahr 2010 für den Bau auch einen<br />

Anerkennungspreis. Ähnlich erging es<br />

Spar European Shopping Centers, die eine<br />

alte Papierfabrik zum Shoppingquartier<br />

umbauen ließen. Sie investierten zu Beginn<br />

des Millenniums dafür mehr als<br />

50 Millionen Euro und heraus kam das<br />

Q19 Einkaufsquartier in Döbling. Das<br />

Umnutzungskonzept bewährte sich und<br />

man bekam gleich nach der Eröffnung den<br />

DIVA-Award für die innovativste Gewerbeimmobilie<br />

der Stadt Wien. Auf<br />

internationaler Ebene gab es auch den<br />

renommierten „ReSource Award“ des<br />

Councils of Shopping Centers für das<br />

nachhaltige Konzept. Die Verbindung der<br />

historischen und der modernen Architektur<br />

hatte die Jury beeindruckt.<br />

Ehemalige Papierfabrik. Das heutige Einkaufsquartier Q19 verfügt über rund 10.000<br />

Quadratmeter Verkaufsfläche und ist Teil der SES Spar European Shopping Centers, in welcher<br />

in- und ausländische Einkaufszentren von Spar Österreich gebündelt sind.<br />

Tabakfabrik. 80.000 Quadratmeter Raum in einem der bedeutendsten Industriebauten Europas<br />

wird von den Verantwortlichen der Stadt Linz als eine gewaltige Herausforderung gesehen, aber<br />

vor allem auch als eine riesige Chance. In der Tabakfabrik soll für Experimente Raum sein sowie<br />

auch für die konkrete Umsetzung von politischen, gesellschaftlichen und sozioökonomischen<br />

Zukunftsmodellen.<br />

SONDERNUTZUNG. In Wien-Meidling<br />

findet sich ein weiteres aktuelles Beispiel,<br />

das zeigt, dass in einem alten Industriegebäude<br />

mit entsprechendem Einsatz<br />

auch neue Nutzungen unterzubringen<br />

sind. Über zwei Etagen baute man großzügig<br />

um, damit Radio Max, das vielen<br />

Supermarkteinkäufern als Hintergrundmusiklieferant<br />

bekannt ist, eine einzigartige<br />

Sendezentrale bekommen konnte.<br />

Das Ungemütliche eines Industriegebäudes<br />

hat einer kreativen Studio-Atmosphäre<br />

Platz gemacht. Franz Elias vom<br />

Trockenbausystemhersteller Knauf meinte<br />

zur Adaptierung: „Am wichtigsten war<br />

es dabei, die hohen Akustik- und Schallschutzstandards<br />

für die neue Nutzung als<br />

Tonstudio zu gewährleisten.“ Den Charakter<br />

der alten Nutzung wollte der Bauherr<br />

auch hier beibehalten und Stahlträger und<br />

unverputzte Wände zeugen daher von der<br />

Vorvergangenheit des Baus.<br />

GANZ GROSSES FORMAT. Die Tabakfabrik<br />

in Linz ist ein weiteres Beispiel für<br />

24 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


gelebte Industriegeschichte. Sie erlebte<br />

ihre Hochzeit vor 50 Jahren und mehr<br />

und seit 2010 wird sie von der Ars Electronica<br />

bespielt. Die Kunstaussteller schätzen<br />

den Bau als einen besonderen Ort<br />

für ihren Zweck. Der von Architekt Peter<br />

Behrens und seinem ehemaligen Schüler<br />

Alexander Popp in den 1930er-Jahren errichtete<br />

Bau gilt als eines der bedeutendsten<br />

Industriedenkmäler Österreichs. Zuvor<br />

war das typische Industriegebäude der<br />

österreichischen Moderne von der Stadt<br />

gekauft worden, um einmal als Standort<br />

für „Creative Industries“ entwickelt zu<br />

werden. Da lag es nahe, mit der ARS Electronica<br />

die größte Kulturveranstaltung<br />

der Stadt, die auch gleichzeitig eine der<br />

größten Kulturveranstaltung ihrer Art in<br />

Europa ist, hineinzulotsen. Das weitläufige<br />

Areal und das mehrgeschoßige großvolumige<br />

Objekt bieten den Kunstschaffenden<br />

ausreichend Platz, um ihr Kreatives<br />

Tun zur Schau zu stellen. Die<br />

Adaptierungen halten sich hier vorerst in<br />

Grenzen und es herrscht weitestgehend<br />

der Originalzustand vor.<br />

DER GEIST VON FRÜHER. Die alten<br />

Backsteinfabriken eignen sich auch für<br />

moderne Co-Working-Lofts besonders<br />

gut. Es bleiben genügend Zwischenräume<br />

für Interaktionen und für neue Ideen ist<br />

auch jede Menge Raum da. Für die Gründer<br />

der Wiener „Schraubenfabrik“ oder<br />

die Betreiber des neuesten Büro-Lofts in<br />

Wien-Neubau namens Loffice war das<br />

wohl Anlass genug, sich die ehemaligen<br />

Fabriksobjekte auszusuchen. Das Ambiente<br />

der eingangs erwähnten alten Industrieorte<br />

in New York war ja zu Beginn für<br />

Künstler, allen voran Andy Warhol, ein<br />

Hort für gute Ideen. Junge Künstler bekommen<br />

heute im Loft-Office Loffice Gelegenheit<br />

auszustellen, und das Loft dient<br />

daher nicht nur als Arbeitsort, auch als<br />

Veranstaltungsort mit küstlerischem Anspruch<br />

hat es sich etabliert. Die Designgegenstände<br />

und Bilder finden sich hier<br />

nicht nur zu Ausstellungszeiten, sondern<br />

bleiben auch während des Normalbetriebs<br />

hängen. Für die Mieter, die sich zeitweise<br />

oder für Meetings einmieten, ist das ein<br />

bereicherndes Extra. Hier darf der kreative<br />

Geist früherer Tage den „Kopfarbeitern“<br />

von heute geistig Flügel verleihen. <br />

Schmiede. Das Unternehmerzentrum Rochuspark ist in einem Ende des 19. Jahrhunderts als<br />

Schmiede erbauten Gebäude untergebracht und bietet heute Selbstständigen, Unternehmer-<br />

Innen und KünstlerInnen einen physischen wie sozialen Raum.<br />

Loffice. Eine Arbeitsatmosphäre mit künstlerischem Anspruch ist ganz im Sinne des<br />

ursprünglichen Loft-Gedankens.<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 25


IMMOBILIEN<br />

Text Alexander Scheuch<br />

Fotos HOLODECK architects, Eva Kelety<br />

WIRTSCHAFTSPARK BREITENSEE<br />

NEUES ZENTRUM FÜR<br />

JUNGE, INNOVATIVE<br />

UNTERNEHMEN<br />

Auf dem Areal eines alten Gewerbehofes in der Goldschlagstraße im 14. Bezirk entsteht unter dem Titel<br />

„Wirtschaftspark Breitensee“ ein neues Zentrum für die Wiener Wirtschaft. Die Wien Holding realisiert<br />

hier einen attraktiven Gebäudekomplex mit Büros, Ateliers, Lager und Werkstätten. Als Wirtschaftspark<br />

Breitensee erwacht der alte Gewerbehof wieder zu neuem Leben – 2013 wird er eröffnet.<br />

NEUER WIRTSCHAFTSPARK. Mit ihren<br />

Immobilienprojekten ist die Wien Holding<br />

maßgeblich an den dynamischen<br />

Modernisierungs- und Entwicklungsprozessen<br />

in der Stadt beteiligt, im innerstädtischen<br />

Bereich genauso wie in den<br />

Stadtentwicklungszonen in den Außenbezirken.<br />

Ziel ist es, zukunftsorientierte<br />

und nachhaltige Immobilienprojekte zu<br />

realisieren, die den Wirtschaftsstandort<br />

sichern und Arbeitsplätze schaffen. Eines<br />

dieser Immobilienprojekte ist der Wirtschaftspark<br />

Breitensee im 14. Wiener Gemeindebezirk.<br />

Insgesamt investiert die<br />

Wien Holding in den Wirtschaftspark<br />

rund 32 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung<br />

im Jahr 2013 werden hier etwa<br />

1.000 Menschen in bis zu 40 Betrieben<br />

arbeiten. Für den Bezirk bringt der neue<br />

Wirtschaftspark Breitensee einen enormen<br />

Aufschwung. Schritt für Schritt entsteht<br />

hier an diesem historischen Standort<br />

ein neues Zentrum, in dem es sich dank der<br />

optimalen Infrastruktur angenehm und<br />

ausgezeichnet arbeiten und auch bestens<br />

wohnen lässt.<br />

DER CHARME ALTER BACKSTEIN-<br />

MAUERN. Der neue Wirtschaftspark entsteht<br />

auf dem Areal eines früheren Gewerbehofes,<br />

dessen altes Backsteingebäude<br />

auch im neuen Wirtschaftspark integriert<br />

ist. Bereits im 19. Jahrhundert wurden<br />

hier zum Beispiel Telefonapparate erzeugt.<br />

Auch spritzguss- und metallverarbeitende<br />

Betriebe sowie Kleinunternehmen<br />

aus der Druck- und Beschichtungsbranche<br />

sind am Standort tätig. Heute<br />

arbeiten in dem bereits revitalisierten<br />

Backsteinbau auch sehr innovative Unternehmen.<br />

Dazu gehören zum Beispiel die<br />

Lasergruppe-Betriebe, die Medizintechnikmodelle<br />

aus Kunststoff produzieren,<br />

mit denen Knochen und Gewebe dreidimensional<br />

dargestellt werden können.<br />

Hauptabnehmer dieser Produkte sind<br />

Universitätskliniken und Forschungsinstitute.<br />

Auch die Redaktion und die Stu-<br />

26 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Wirtschaftspark Breitensee – ein neues Zentrum für die Wiener Wirtschaft.<br />

dios von W24, dem Wiener Stadtsender,<br />

befinden sich am Standort. Ebenso haben<br />

sich OKTO, das alternative TV-Programm,<br />

sowie verschiedene Grafik- und Design-<br />

Studios im Wirtschaftspark niedergelassen.<br />

MODERNER GEWERBEHOF. Der Weg<br />

zum Wirtschaftspark Breitensee erfolgte<br />

in mehreren Etappen: Im ersten Schritt<br />

wurde im Jahr 2007 der Innenhof des<br />

alten Gewerbehofes entkernt und der ehemalige<br />

Fabrikschlot abgetragen. Im Jahr<br />

2008 wurde mit der Revitalisierung des<br />

alten Backsteinbaus begonnen. Auch die<br />

bisher mit Öl betriebene Heizanlage wurde<br />

auf energiebewusste Fernwärme umgestellt.<br />

2012 erfolgte die Übergabe der<br />

Wohnungen im Wohnbau an der Märzstraße<br />

und die Tiefgarage unter dem Innenhof<br />

des Objekts wurde für die Nutzer<br />

freigegeben. Im Innenhof wird der Neubautrakt<br />

mit Flächen für Büro- und Werkstätten<br />

gerade fertiggestellt. Über dem<br />

Backsteinbau entstehen zweigeschoßige<br />

Künstlerateliers mit Fernblick. 2013 können<br />

die ersten Mieter einziehen.<br />

ALT UND NEU VERSCHMELZEN. Der<br />

Neubau wird mit dem Bestand durch eine<br />

brückenartige Konstruktion verbunden.<br />

Der bereits revitalisierte Backsteinbau<br />

wird derzeit um zwei zusätzliche Geschoße<br />

auf dem Dach erweitert. Das Besondere an<br />

dieser Erweiterung: Hier entstehen Ateliers,<br />

die Arbeiten und Wohnen unter<br />

einem Dach ermöglichen. Das zweite Gebäude<br />

wird komplett neu errichtet. Auf<br />

fünf Etagen entstehen hier weitere 10.000<br />

Quadratmeter Fläche für Büros, Gewerbe<br />

und Handwerk. Insgesamt werden nach<br />

der Fertigstellung im Jahr 2013 rund<br />

25.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung<br />

stehen. Das architektonische Konzept<br />

für den Wirtschaftspark Breitensee<br />

stammt von holodeck architects.<br />

Viel Raum und Licht: Die loftartigen Arbeitseinheiten sind flexibel gestaltbar, hell und ermöglichen<br />

inspiriertes Arbeiten mit Wohlfühlcharakter.<br />

FLEXIBEL GESTALTBAR. Bei der Grundrissgestaltung<br />

legen die Architekten besonderen<br />

Wert auf eine loftartige Lösung<br />

mit viel Raum und Licht. Maßgeschneiderte,<br />

in sich abgeschlossene Büro- und<br />

Arbeitseinheiten für Produktion und<br />

Dienstleistung können hier in unterschiedlichster<br />

Größe realisiert werden. Bis<br />

zu vier Meter hohe, helle und flexibel gestaltbare<br />

Räume mit einer offen ausgeführten<br />

Fassade vermitteln ein freundliches<br />

Arbeitsklima mit Fabrikcharakter.<br />

Dabei greifen Design und Funktion ineinander<br />

und machen Arbeiten im inspirierenden<br />

Ambiente möglich. Die Räume<br />

bieten hochwertige technische Ausstattung,<br />

ein innovatives Lichtkonzept, schallisolierte<br />

Besprechungsboxen, Gebäudekühlung<br />

mit Fan Coils und vieles mehr.<br />

DURCHDACHTE VERKEHRSLÖSUNG.<br />

Der gesamte Gewerbehof hat eine gemeinsame<br />

Zufahrt erhalten, die von der<br />

Goldschlagstraße als Hausdurchfahrt befahrbar<br />

ist. Die Anlieferung erfolgt entlang<br />

der geplanten Lieferstraße, die als<br />

Schleife durch den Innenhof geführt wird.<br />

Dadurch ist auch für größere Lkw kein<br />

Umdrehen notwendig. Auf den Freiflä-<br />

chen sind 39 Stellplätze für die Anlieferung<br />

vorgesehen. Weitere Stellplätze finden<br />

sich in der unter dem Innenhof<br />

errichteten Tiefgarage, die Ende 2011 eröffnet<br />

wurde. Der sichere Zugang für Fußgänger<br />

befindet sich parallel zur Einfahrt, baulich<br />

getrennt und behindertengerecht. <br />

VERWERTUNG HAT BEGONNEN<br />

Die Verwertung der neuen Büros und<br />

Gewerbeflächen hat bereits begonnen.<br />

Sie erfolgt durch die Dr. Eugen Otto GmbH<br />

www.otto.at<br />

Ansprechpartnerin für die Gewerbeflächen ist<br />

Mag. Karin Struber<br />

Tel. +43 (1) 512 77 77-325 – gewerbe@otto.at<br />

Für Büroflächen wenden sich Interessenten<br />

an Mag. Stefan Egelkraut<br />

Tel. +43 (1) 512 77 77-350 – buero@otto.at<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 27


IMMOBILIEN<br />

Text Peter Matzanetz<br />

Fotos Julian Mullan, Sue Sellinger, Pixelhotel, 25hours Hotels<br />

HOTELSTYLE NEU<br />

DIE STADT<br />

ALS LOBBY<br />

Die Hotellerie erfindet sich mit Hotels im Vintage-Look neu. Ausgeflippte Hotelangebote<br />

bereichern Europas Hotellandschaft. Wer individuelles Design bevorzugt, dem wird auch da und<br />

dort eine zum Hotelzimmer umgebaute Bleibe an ausgefallenen Orten angeboten.<br />

Streetloft. Zimmer mit Ausgang zur Gasse, aber mit Komfortanspruch.<br />

PIXEL. Als Linz 2009 Kulturhauptstadt<br />

wurde, startete auch das Projekt „Pixelhotel“.<br />

Unter jenem modernen Namen wurde<br />

ein ungewöhnliches Hotelformat ins<br />

Leben gerufen. Die Architektengruppe<br />

any:time, die den Betrieb heute als Verein<br />

führt, hatte kunstvoll einzelne Räume mitten<br />

in der Stadt für den Beherbergungszweck<br />

adaptiert. Gestartet wurde das Projekt<br />

nicht im Alleingang, sondern gemeinsam<br />

mit Architektenkollegen und Kunstschaffenden.<br />

In verschiedenen Stadtteilen<br />

der oberösterreichischen Landeshauptstadt<br />

gibt es heute dezentral und verstreut<br />

gelegen „Pixelzimmer“ in adaptierten Objekten.<br />

Insgesamt zeichnen sie sich durch<br />

ihre individuelle Gestaltung und den spezifischen<br />

Charakter aus, wobei versucht wurde,<br />

die jeweilige Geschichte des Ortes mit<br />

einzubeziehen. Derzeit gibt es drei solcher<br />

Schlafgelegenheiten in Linz. „Wir wollen<br />

hier Alltagskultur vermitteln sowie auch<br />

ein Leben unter Linzern abseits vom touristischen<br />

Mainstream ermöglichen“, meint<br />

Architekt und Pixel hotel-Partner Richard<br />

Steger. Eine besondere Herausforderung im<br />

Betrieb würde die dezentrale Gästebetreuung<br />

darstellen. Die Anmeldung erfolgt zumeist<br />

telefonisch oder per E-Mail. Für die<br />

Verpflegung der Gäste gibt es Gutscheine<br />

für Bäckereien, Cafés und Restaurants in<br />

der Nähe der Zimmer. Was die Reinigung<br />

betrifft, wurde ein Sozialverein gefunden,<br />

der sich darum kümmert. Die Schlüsselübergabe<br />

erfolgt, mangels Rezeption, irgendwo<br />

im Stadt gebiet nach Vereinbarung<br />

und die Gäste suchen ihren Weg zum Zimmer<br />

ganz auf eigene Faust. Die Hotelform<br />

war so ungewöhnlich und neu, dass auch<br />

die internationale Reisepresse Berichte darüber<br />

verfasste. Einigermaßen originell sind<br />

sie ja auch, die adaptierten Räume und auch<br />

deren ehemaliger Zweck. Ein Zimmer befindet<br />

sich beispielsweise in einer früheren<br />

Kunsttischlerei und ein anderes auf einem<br />

Hausboot. Manche der Örtlichkeiten waren<br />

wohl „zu originell“ für den konventionellen<br />

Linz-Besucher, denn sie wurden wieder<br />

aufge geben. Das Konzept haben die Betreiber<br />

aber weiterverfolgt und mittlerweile<br />

gibt es auch in Enns ein Pixelzimmer, und<br />

zwar ganz prominent im Stadtturm.<br />

STREETLOFT. In Wien gibt es ein Hotelangebot,<br />

das ähnlich funktioniert. Die<br />

Planergruppe Urbanauts betreibt in der<br />

Nähe des Zentralbahnhofgeländes ein sogenanntes<br />

Streetloft. Hinter dem fantasievollen<br />

Namen verbirgt sich ein Hotelzimmer,<br />

das in einem ehemaligen Geschäftslokal<br />

untergebracht ist. An Wohnlichkeit<br />

steht es einem 4-Sterne-Hotel um<br />

nichts nach, auch wenn der Hotelservice<br />

28 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Pixelhotel. Hotelquartiere an<br />

ungewöhnlichen Orten finden sich<br />

in Linz und bald auch in Enns.<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 29


25hours Hotel. Alte Idee im<br />

neuen Look ...<br />

30 FOKUS<br />

NOVEMBER/DEZEMBER 2012


Für die Zielgruppe der Jungen geht das Hotelangebot noch mehr in Richtung einer Wohngemeinschaft.<br />

sich nicht im Etablissement selbst befindet.<br />

Frühstücksgelegenheiten etwa sind in der<br />

Nachbarschaft in Eigenregie aufzusuchen.<br />

Um den „all inclusive“-Gedanken ginge es<br />

den Klienten in dem Fall aber gar nicht,<br />

da das Publikum sich durchaus die Dinge<br />

gerne selber zu organisieren wüsste. Das<br />

meint die Hotelbetreiberin Theresia Kohlmayr<br />

und fasst den Leitgedanken in Worte:<br />

„Die Stadt ist praktisch auch die Lobby“.<br />

Eine Lobby im eigentlichen Sinn gibt es<br />

nämlich nicht und einmal aus dem Zimmer<br />

getreten, steht man auch gleich mitten in<br />

der Stadt. Eine Karte mit Ausgeh-Empfehlungen<br />

gibt man den Touristen mit. Kohlmayr<br />

erklärt den Vorteil: „Moderne Städtereisende<br />

sind dankbar für Insidertipps und<br />

suchen Anschlüsse.“ Wichtiger, als das Taxi<br />

vor die Tür gefahren zu bekommen, sei es<br />

für sie, die Stadt authentisch erleben zu<br />

können. Das erste kritische Jahr hat das<br />

Streetloft-Konzept überlebt, was den Betreibern<br />

Mut machte, mehr anzugehen.<br />

Weitere drei Standorte im gleichen Wiedner<br />

Grätzel wurden bereits erworben und<br />

werden demnächst adaptiert.<br />

25hours Hotel. Wer es auch unterwegs lieber wohnlich hat, der steigt hier ab.<br />

VINTAGE. Neben den klassischen Hotels<br />

greifen also neue Konzepte Platz. Auf das<br />

Erleben ungewöhnlicher Orte hat sich auch<br />

das sogenannte „pop up hotel“ in England<br />

spezialisiert. Der Reiz geht hier einerseits<br />

von ungewöhnlichen Orten aus, die dafür<br />

gewählt werden aber auch von der zeitlichen<br />

Befristung des Angebots. Standardisierter<br />

Service ist für viele Gäste ein Thema, aber<br />

eben nicht für alle. Das meint PR- und Marketingexpertin<br />

Anita Komarek, die sich mit<br />

ihrer Agentur Hotel Relations auf die Beratung<br />

von Hotels- und Tourismusbetrieben<br />

spezialisiert hat: „Manche Gäste wollen auf<br />

der ganzen Welt den gewohnten Standard<br />

wiederfinden, aber andere designaffine<br />

Gruppen mögen eben individuell gestaltete<br />

Zimmer.“ Immer mehr Hotelbetreiber würden<br />

sich Gedanken machen, wie man im<br />

Gegensatz zu Hotelketten dem Gast auch<br />

passende, authentische Angebote machen<br />

könne. Die flexibleren Arbeitswelten sowie<br />

technische und soziale Entwicklungen würden<br />

andererseits auch die Hotel räume neu<br />

beleben. Lobbys sind nunmehr auch Orte,<br />

wo die Gäste mehr als bisher untereinander<br />

kommunizieren würden und wo man gemeinsam<br />

sein und doch für sich bleiben<br />

kann. Der Community-Gedanke greift also<br />

auch außerhalb des Internets um sich, demnach<br />

geht der letzte Trend vom virtuellen<br />

Raum zurück in den realen Raum. Entsprechend<br />

anregend und den Gedankenaustausch<br />

fördernd gibt sich auch manche neue<br />

Hotellobby, etwa jene des Hotels Daniel in<br />

Wien und Graz oder auch jene der 25hours<br />

Hotelkette in Wien. Kunstvolle Objekte und<br />

Einrichtungsgegenstände aus vergangenen<br />

Tagen, also Vintage-Versatzstücke, beleben<br />

hier die Atmosphäre, und das eben nicht<br />

nur aus rein ästhetischen Gründen. „Hotels<br />

werden so mit einer Dramaturgie aufgeladen“,<br />

meint Komarek, und so würde jedes<br />

Hotel quasi eine Geschichte erzählen. Im<br />

25hours Hotel in der Hamburger Hafencity<br />

spielten die Designer mit dem Schifffahrtsgedanken<br />

des nahen Hafens und bauten<br />

sogar einen Schiffscontainer in die Gestaltung<br />

des Empfangsraums mit ein. „Derartige<br />

Qualitäten können den Unterschied<br />

ausmachen, um einen Gast anzusprechen<br />

oder preislich den Spielraum nach oben zu<br />

erweitern“, meint Komarek.<br />

SUPERBUDE. Für die Zielgruppe der Jungen<br />

geht das Hotelangebot noch mehr in<br />

Richtung einer Wohngemeinschaft und es<br />

darf in den Zimmern hier auch noch bunter<br />

werden. In den Häusern von Wombat’s<br />

wird ja schon länger mit Erfolg versucht,<br />

den Gruppengeist der Jugendherbergen in<br />

die moderne Zeit zu transferieren. Gemeinschaftseinrichtungen<br />

wie die Hausdisco<br />

und eine unkomplizierte Rezeption,<br />

die gerne auch Tipps gibt, tragen dazu<br />

nicht unwesentlich bei. In Hamburg gibt es<br />

zwei Hostels, die unter dem Namen „Superbude“<br />

laufen, und hier ist sogar die gemeinsame<br />

Küchenbenützung vorgesehen.<br />

Unter Namen „Kitchen Club“ läuft hier das<br />

gemeinsame Aufkochen und außerdem<br />

gibt es hier noch freizügige Angebote in<br />

Sachen Computernutzung. Zwei Apple-<br />

Geräte stehen zur unentgeltlichen Mitbenützung<br />

in der Lobby bereit. Jene Häuser<br />

können getrost als „hippest“ bezeichnet<br />

werden, wenn man sich die ausgefallen gestalteten<br />

Zimmer ansieht. Zeitungspapiertapete<br />

oder Schalungsplattenkopfteil am<br />

Bett sorgen beim Eintreten für Aufsehen.<br />

So etwas darf den Besucher hier nicht verstören,<br />

aber wer sich am Namen „Superbude“<br />

nicht stößt, den kann das vermutlich<br />

auch nicht erschüttern.<br />

<br />

NOVEMBER/DEZEMBER 2012 FOKUS 31


IMMOBILIEN<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Fotos Marles ® Fertighaus GmbH<br />

VERKAUF SPEZIAL<br />

DAS GEFÜHL,<br />

„DAHEIM“ ZU SEIN<br />

Ein eigenes Heim ist der Wunsch von vielen Menschen. Die Marles ® Fertighaus GmbH hat sich auf<br />

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Marles® Fertighaus GmbH auch den heimischen<br />

Kunden die Vorteile von Marles.<br />

SORGENFREI WOHNEN. Was gibt es Schöneres,<br />

als sich im eigenen Heim einfach<br />

zurücklehnen zu können und das Leben zu<br />

genießen. Bis das möglich ist, kann es lange<br />

dauern, denn ein Haus zu bauen kann mit<br />

ziemlich vielen Schwierigkeiten verbunden<br />

sein. Nicht so bei Marles. Das slowenische<br />

Unternehmen produziert seit gut 50 Jahren<br />

erfolgreich Fertigteilhäuser und zählt mittlerweile<br />

zu den größten Anbietern auf diesem<br />

Markt. Seit nun fast zehn Jahren bietet<br />

das österreichische Tochterunternehmen<br />

HOCHWERTIGE INNOVATIONEN. Der Erfolg<br />

der Marles® Fertighaus GmbH wundert<br />

einen nicht, wenn man weiß, dass die<br />

Häuser aus natürlichen und baubiologisch<br />

strengstens geprüften Materialien in hoher<br />

Qualität gebaut werden und zudem erdbebensicher<br />

sind. Dazu kommt, dass nur<br />

mit den besten Architekten und Bauexperten<br />

zusammengearbeitet wird, die die aktuellen<br />

Innovationen berücksichtigen und die<br />

Wünsche und Vorstellungen der Kunden bis<br />

ins kleinste Detail umsetzen. Kurzum – die<br />

Häuser entstehen nicht am Fließband, sondern<br />

werden in technologisch hochwertigen<br />

Verfahren einzeln gefertigt und stellen somit<br />

Unikate dar. Auf die Konstruktion wird<br />

eine Garantie von 30 Jahren gegeben.<br />

BEQUEMER GEHT’S NICHT. Es dauert nur<br />

wenige Monate und das Konzept der Mar-<br />

32 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Marles ® Fertighaus GmbH<br />

Fertighauszentrum Blaue Lagune<br />

Parzelle 30<br />

A-2334 Vösendorf<br />

Hotline: +43 (0)2236/677 688<br />

daheim@marles.at<br />

Leitung: Sabine Schlusche<br />

les® Fertighaus GmbH ermöglicht es, dass<br />

Sie sorgenfrei in Ihren eigenen vier Wänden<br />

Ihre wohlverdiente Freizeit genießen können.<br />

Das fertiggestellte Haus ist mit sämtlichen<br />

Installationen innerhalb des Hauses<br />

(Sanitär, Elektro und Heizung) samt Sanitärgegenständen,<br />

inklusive gut isoliertem<br />

Estrich, Bodenbelägen, Fliesen, fertig ausgemalt<br />

und mit Innentüren, inklusive Fenster,<br />

Türen, Fassade, Sockelputz, Kamin und vielem<br />

mehr ausgestattet. So brauchen Sie im<br />

Prinzip nur mehr mit Ihren Möbeln, Lampen<br />

und den persönlichen Gegenständen<br />

einziehen. Auf Grund der wohldurchdachten<br />

Bauweise werden Sie in Zukunft auch<br />

nur geringe Heizkosten haben, da sämtliche<br />

Wände mit gepresster Steinwolle gut isoliert<br />

und die Fenster und Terrassentüren mit<br />

einer 3-Scheiben-Isolierverglasung ausgeführt<br />

sind. Selbst Energieknappheit stellt<br />

keinen Grund zur Besorgnis dar, da man mit<br />

dem bereits eingebauten Notkamin für alle<br />

Fälle gerüstet ist.<br />

BARRIEREFREIES WOHNEN. Gerade in<br />

unserer langlebigen Gesellschaft ist es wichtig,<br />

auch an morgen zu denken. Die Marles®<br />

Fertighaus GmbH macht das mit ihren<br />

barrierefreien Wohnkonzepten möglich.<br />

Zusätzlich ist das Haus überschaubar und so<br />

eingeteilt, dass jederzeit vielleicht notwendiges<br />

Pflegepersonal einen eigenen Bereich<br />

bewohnen könnte. Das Haus wird in weiser<br />

Voraussicht behindertengerecht errichtet:<br />

Sowohl die Eingangstür als auch die Terrassentür<br />

wird schwellenlos ausgeführt, die<br />

Duschtasse ist im Boden versenkt, die Innentüren<br />

sind so breit, dass Sie sich jederzeit<br />

mit einem Rollstuhl innerhalb des Hauses<br />

ungestört bewegen könnten. Und natürlich<br />

besitzt das Eingangspodest mit Stiege<br />

eine Auffahrtsrampe.<br />

AUF NUMMER SICHER GEHEN. Auf<br />

Marles können sich die Kunden verlassen,<br />

denn mit ihrem Vertrauen wird behutsam<br />

umgegangen. Vom ersten Gespräch<br />

an bis weit über die Schlüsselübergabe<br />

hinaus werden sie persönlich und vor<br />

allem kompetent betreut. Dazu gehören<br />

ausführliche Plan besprechungen genauso<br />

wie detaillierte Kos tenaufstellungen. Apropos<br />

Kosten: Dank des Know-hows unseres<br />

langjährig erfahrenen Teams und der<br />

Professionalität unserer Partner kann jedes<br />

Haus – soweit technisch möglich – individuell<br />

geplant und in erstklassiger Top-<br />

Qualität, aber trotzdem kosten günstig realisiert<br />

werden. Und natürlich gibt es eine<br />

Fixpreisgarantie!<br />

<br />

INFORMATION<br />

Marles produziert<br />

seit über 50 Jahren<br />

Fertigteilhäuser<br />

aller Größen und<br />

Stilrichtungen und<br />

exportiert diese qualitativ<br />

hochwertigen,<br />

zum Teil ganz individuell<br />

geplanten Häuser in die ganze<br />

Welt. Im Jahr 2013 feiert Marles sein<br />

zehnjähriges Jubiläum in Österreich –<br />

wir legen größten Wert da rauf, unsere<br />

Kundenzufriedenheitsrate von 99,9<br />

Prozent zu halten ! – Tausende Marles-<br />

Hausbewohner können das bestätigen!<br />

Sabine Schlusche<br />

NOVEMBER/DEZEMBER 2012 FOKUS 33


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

INNOVATIV & SOZIAL<br />

KÄRNTEN IST GUT<br />

UNTERWEGS<br />

Mit Optimismus wird an der Stärkung des<br />

Wirtschaftsstandortes im südlichsten<br />

Bundesland Österreichs weiter gearbeitet.<br />

beliebtesten Sommerurlaubsdestinationen. Es gibt auch viele<br />

Inves titionen in den Tourismus, wie etwa eine neue Hotelanlage in<br />

Flattach, ein Jugend- und Familiengästehaus in Knappenberg usw.<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Landeshauptmann Gerhard Dörfler<br />

BAUEN/VERKEHR. Bauen schafft Arbeitsplätze. Die Marke<br />

„Kärnten baut“ hat sich längst zu einer positiven Marke entwickelt.<br />

Kärnten sieht sich als Schnittpunkt wichtiger Verkehrsachsen<br />

und hat bereits sehr viel in Infrastrukturprojekte<br />

investiert. Um das letzte Staupotenzial zu beseitigen, hat es ein<br />

gemeinsames Memorandum für eine zweite Vollröhre des Karawankentunnels<br />

mit Slowenien gegeben. Der öffentliche Personennahverkehr<br />

erhielt mit dem Ausbau der S-Bahn einen enormen<br />

Schub. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der<br />

E-Mobilität. Zur Unterstützung für die Häuslbauer werden mit<br />

dem „Sanierungstausender“ Impulse gesetzt.<br />

KÄRNTEN IST AUF ZUKUNFTSKURS. Es baut auf die Innovationsstärke<br />

seiner Betriebe und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes.<br />

Das Land setzt ebenso seinen sozialen Weg fort.<br />

Kärnten ist auf dem Weg zum Nulldefizit im Jahr 2015. Die neue<br />

Art der Budgetpolitik und der Reform- und Sparkurs des Landes<br />

führen auch 2013 zu sehr großen Einsparungen. Hier sind die<br />

Verwaltungsreform mit der Halbierung der Abteilungen des<br />

Landes, die Pensionsreform, der selektive Einstellungsstopp mit<br />

dem Abbau von 400 Planstellen bis 2014 und die Senkung der<br />

Personalkosten des Landes Kärnten hervorzuheben. Kärnten<br />

weist eine wesentlich geringere Neuverschuldung aus als die<br />

Steiermark oder Wien und konnte im Vorjahr pro Kopf das viertniedrigste<br />

Defizit aller Bundesländer erreichen.<br />

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG. Das Land unterstützt das CTR<br />

in Villach, das Holzkompetenzzentrum W3C in St. Veit und<br />

die Lakeside Labs als außeruniversitäre Forschungszentren. Die<br />

Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein<br />

Schlüsselfaktor für nachhaltiges Wachstum in Kärnten.<br />

URLAUBSLAND. Kärnten ist ein überaus beliebtes Urlaubsland.<br />

So konnte bei den Nächtigungen im Sommerhalbjahr 2012 ein Plus<br />

von 2,6 Prozent erreicht werden. Kärnten ist und bleibt eine der<br />

SOZIALES. Der Kärntner Teuerungsausgleich in Höhe von 130<br />

bzw. 180 Euro für Familien ist eine Aktion, den sozial Schwächsten<br />

zu helfen. Kärnten hilft verstärkt – auch mit erhöhten Heizkostenzuschüssen<br />

oder auch der Brennholzaktion. In Kärnten wurden<br />

binnen vier Jahren 1.000 zusätzliche Beschäftigte im Sozialbereich<br />

angestellt und 1.000 neue Pflegebetten geschaffen. Das Land und<br />

die Gemeinden wenden mittlerweile über 350 Millionen Euro für<br />

soziale Zwecke auf. In der Sozialwirtschaft arbeiten bereits 7.200<br />

Menschen in Voll- oder Teilzeit. Viele neue soziale Angebote wurden<br />

geschaffen. In den letzten zehn Jahren wurden die Kinderbetreuungseinrichtungen<br />

um 51 Prozent ausgebaut, 155 neu in<br />

Betrieb genommen. Insgesamt wurden mehr als 800 neue Frauenarbeitsplätze<br />

geschaffen.<br />

Ich möchte Kärntens erfolgreichen Weg in Gemeinsamkeit und<br />

mit Mut und Optimismus fortsetzen. Wir intensivieren die<br />

grenzüberschreitende Kooperation. Kärnten hat mit Friaul-<br />

Julisch Venetien und dem Veneto die „Euregio Senza Confini –<br />

Ohne Grenzen“ gegründet, um die positive Entwicklung im<br />

Alpen-Adria-Raum zu fördern und gemeinsame Projekte voranzubringen.<br />

Erwähnt sei hier die erfolgreiche Zusammenarbeit<br />

mit den Nachbarn im Zusammenhang mit der Baltisch-Adriatischen<br />

Achse. Kärnten schließt auch eine offizielle Partnerschaft<br />

mit dem Kanton Sarajevo.<br />

<br />

34 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

KÄRNTEN PUNKTET<br />

EIN LEBENSRAUM<br />

MIT FLAIR<br />

Kärnten ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort.<br />

Kärnten punktet nicht nur mit seinen Menschen,<br />

sondern auch mit seiner Lebensqualität. Arbeiten,<br />

wo andere Urlaub machen. Die Nähe zu Italien und<br />

Slowenien ist starkes Argument für die Wirtschaft,<br />

sich in unserem Bundesland niederzulassen.<br />

WIRTSCHAFT. Es sind vor allem die Städte und Gemeinden, die<br />

das wirtschaftliche Rückgrat in Kärnten bilden. Durch ihr besonnenes<br />

Vorgehen in der Vergangenheit ist es den Kommunen gut<br />

gelungen, die Wirtschafts- und Finanzkrise zu meistern. Ein im<br />

Österreichvergleich niedriger Verschuldungsgrad, eine geringe<br />

Zahl an Abgangsgemeinden und positive Maastricht-Ergebnisse<br />

schaffen Vertrauen und Zuversicht in den Gemeinden.<br />

KOMPETENZ. Zudem sind die Gemeinden in Kärnten seit Jahren<br />

Vorreiter in der Verwaltungsreform. Notwendige Gemeindezusammenlegungen<br />

wurden bereits in den 70er-Jahren des<br />

vorigen Jahrhunderts erledigt, sodass die Zahl der Kärntner<br />

Gemeinden von einst über 200 bei aktuell 132 liegt. Derzeit<br />

werden massive Anstrengungen im Bereich der Gemeindekooperationen<br />

gesetzt, um das Service für die Wirtschaft und<br />

die Bürger laufend zu verbessern. Seit Jänner 2012 haben die<br />

Gemeinden in Kärnten zudem das modernste Dienstrecht in<br />

Österreich, das nicht nur eine Angleichung an die Privatwirtschaft<br />

und einen Entfall der Pragmatisierung mit sich gebracht<br />

hat, sondern auch einen Leistungsanreiz für Mitarbeiter im<br />

Gemeindedienst. Dies alles vor dem Hintergrund, als verlässlicher,<br />

kompetenter und vor allem flexibler Partner der Wirtschaft<br />

auftreten zu können. Zu erwähnen sind in diesem<br />

Zusammenhang auch die Investitionen des Landes und der<br />

Gemeinden in den Ausbau der IT-Infrastruktur. Viele Amtswege<br />

lassen sich in Kärnten online erledigen, der moderne<br />

Datenhighway ist längst Realität.<br />

INFRASTRUKTUR. Zu den wirtschaftlichen Stärken in Kärnten<br />

zählt vor allem die mittelständische Wirtschaft. Klein- und<br />

Mittelbetriebe sind das wirtschaftliche Herz in den ländlichen<br />

Gemeinden, die eine gute Infrastruktur und Versorgungslage<br />

garantieren. Daneben sorgen große Industriebetriebe wie<br />

Bgm. Ferdinand Vouk, Präsident des Kärntner Gemeindebundes<br />

Infineon in Villach für internationales Flair und einen hohen<br />

Bekanntheitsgrad über die Grenzen hinaus. Die Kärntner Gemeinden<br />

sind stetig bemüht, die Anliegen der Unternehmer<br />

rasch umzusetzen beziehungsweise zu unterstützen. Gerade<br />

bei Betriebsansiedlungen sind die Kommunen in enger Kooperation<br />

mit dem Land ein zuverlässiger Ansprechpartner.<br />

QUALITÄT. Natürlich sind wir uns alle bewusst, dass auch in<br />

Kärnten noch viele Verbesserungen notwendig sind. Ein Ausbau<br />

der Bildungseinrichtungen und eine flächendeckende Kinderbetreuung<br />

zählen dazu. Gerade bei den Kinderbetreuungseinrichtungen<br />

sind sich die Gemeinden ihrer Verantwortung<br />

bewusst. So wurde und wird derzeit viel öffentliches Geld in<br />

diesen Bereich investiert, um ein Optimum an Qualität anbieten<br />

zu können.<br />

WOHLFÜHLFAKTOR. Dass die Lebensqualität in Kärnten – wie<br />

eingangs erwähnt – ebenfalls ein Standortfaktor ist, ist wohl<br />

jedem bewusst, der unser Bundesland einmal besucht hat. Nirgendwo<br />

finden sich wunderschöne Badeseen, unberührte<br />

Naturschätze und attraktive Wintersportgebiete in einer solchen<br />

räumlichen Nähe wie in Kärnten.<br />

AUSBLICK. Dank der Menschen in diesem Bundesland bin ich<br />

überzeugt, dass Kärnten auch weiterhin eine erfolgreiche<br />

Zukunft haben wird und für die Wirtschaft ein attraktiver<br />

Standort ist und bleibt.<br />

<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 35


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

GRUNDBUCH STATT SPARBUCH<br />

DER TREND<br />

SETZT SICH FORT<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Die heimischen Immobilientreuhänder<br />

bewerten die aktuelle Marktentwicklung und<br />

den Aufwärtstrend in Kärnten optimistisch.<br />

Mag. Michael Rudolf Fohn ist Obmann der Fachgruppe<br />

Kärnten der Immobilien- und Vermögenstreuhänder<br />

PREISENTWICKLUNG. „Grundsätzlich hat es in den letzten<br />

Jahren einen Aufwärtstrend über alle Immobilienarten gegeben,<br />

den es aufrecht zu erhalten gilt. Eigentumswohnungen sind -<br />

insbesondere für die Jungfamilie - nach wie vor neben den Einfamilienhäusern<br />

die beliebteste Immobilien- bzw. Investitionsform,<br />

was sich auch in leichten Preissteigerungen zeigt.<br />

„Grundbuch statt Sparbuch“ ist aktueller denn je und scheint<br />

sich nach Jahren, ja Jahrzehnten, in den Köpfen der Kunden<br />

langsam festzusetzen.<br />

STANDORT. Natürlich war oder ist ein Teil dieses Aufschwungs<br />

des Bundeslandes Kärnten wohl auch politisch initiiert. Wobei es<br />

sich um eine Kärntner Besonderheit hat, dass wir auch von der<br />

politischen Unsicherheit und der Eurodiskussion im italienischen<br />

Raum profitierten. Gerade in den letzten Jahren haben<br />

Italiener ihr Erspartes an der italienischen Finanz vorbei und in<br />

der sicheren Variante „Österreichische Immobilien“ angelegt<br />

und dabei auch vermehrt den österreichischen Treuhändern und<br />

ihren Dienstleistungen vertraut. Besonders in den Gegenden um<br />

Bad Kleinkirchheim, Turrach, Nassfeld gibt es mehr und mehr<br />

Wohnanlagen, in denen die italienischen Eigentümer die absolute<br />

Mehrheit haben und denen sich die Kärntner Immobiliendienstleister<br />

stellen müssen. Doch nach dem Grundsatz: „Nichts<br />

ist so sicher, wie er Tod und die Steuer!“ hat sich die italienische<br />

Finanz auf die Auslandsinvestitionen eingestellt und sind vermehrt<br />

Fragen der Höhe der Besteuerungen der österreichischen<br />

Immobilien an die Kärntner Immobilienverwalter herangetragen<br />

worden.<br />

NACHFRAGE. National bzw. Regional hat das politische Hickhack<br />

um den Euro dazu geführt, daß auch die Anlegerimmobilie<br />

und dabei die Anlegerwohnung im speziellen immer mehr nachgefragt<br />

wird und die Kärntner Bauträger können die Anfrage in<br />

guten bis sehr guten Lagen Anlegerobjekte zu realisieren kaum<br />

befriedigen.<br />

KOMPETENZ. Auch die Immo-Card setzt sich nach änfänglichen<br />

Anlaufschwierigkeiten in Kärnten immer mehr durch. Der Berufsausweis<br />

für alle gewerblichen Immobilienmakler schafft Vertrauen<br />

in Kompetenz und Qualität der Immobiliendienstleister.“ <br />

36 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

EXKLUSIVITÄT<br />

UND DISKRETION<br />

Die Preisentwicklung in den Top-Lagen am Wörthersee verstärkt auch in<br />

den anderen Ferienregionen an und um die Kärntner Seen die Nachfrage für<br />

Wohnimmobilien. Deshalb eröffnet Engel & Völkers demnächst einen<br />

weiteren Shop in Bad Kleinkirchheim.<br />

Die Wunschimmobilie ist ein Haus oder eine Wohnung mit direktem<br />

Seezugang oder unverbaubarem Seeblick.<br />

FOTO: TOURISMUSBÜRO BAD KLEINKIRCHHEIM<br />

SPITZENPREISE. An den Kärntner Seen, insbesondere am<br />

Wörthersee, wird der Immobilienmarkt von einer durchgehend<br />

hohen Nachfrage bestimmt, die in den letzten Jahren noch einmal<br />

deutlich zugenommen hat. Die hohe Nachfrage nach den<br />

erstklassigen Immobilien in Bestlage steht jedoch einem äußerst<br />

geringen Angebot gegenüber, sodass die Preise bereits an<br />

die Größenordnung bei Objekten in den Toplagen von Wien<br />

oder Kitzbühel heranreichen. So wurde laut aktuellem Marktbericht<br />

von Engel & Völkers Kärnten im letzten Jahr für eine<br />

Villa am Wörthersee ein Spitzenpreis von 7,9 Mio. Euro erzielt.<br />

Für Eigentumswohnungen lag der Spitzenpreis bei 13.000 Euro<br />

pro Quadratmeter Wohnfläche. Als Käufer von Wörthersee-<br />

Immobilien weist Engel & Völkers 40 Prozent Einheimische,<br />

vor allem aus dem Großraum Wien, und 60 Prozent Ausländer<br />

aus, speziell aus Deutschland, Italien, Holland und der Schweiz.<br />

FÜR HÖCHSTE ANSPRÜCHE. In diesem exklusiven Marktumfeld,<br />

das auch stark von Diskretion bei Immobilientransaktionen<br />

geprägt ist, haben sich Hans Hein und Alexander Hein mit<br />

einem sechsköpfigen Team auf die Beratung, Vermietung und<br />

den Verkauf sowie die Bewertung von Immobilien für private<br />

und institutionelle Kunden spezialisiert. Die wenigen Wohnungen<br />

und Häuser, die auf den Markt kommen und den höchsten<br />

Ansprüchen entsprechen – die sogar einen eigenen Steg<br />

und eine der raren Motorbootlizenzen aufweisen –, können<br />

binnen einer Woche erfolgreich verkauft werden.<br />

KUNDENNÄHE. Dabei gibt die Marktlage in den Top-Lagen gewissermaßen<br />

den Takt für den Gesamtmarkt an den Kärntner<br />

Seen vor. Das heißt, auch insgesamt werden Wohnimmobilien<br />

in den bevorzugten Ferienregionen an den Kärntner Seen immer<br />

stärker nachgefragt, und die Preise steigen deutlich an.<br />

Dieser Entwicklung trägt Engel & Völkers - Wörthersee Rechnung<br />

und eröffnet im Jänner 2013 in Bad Kleinkirchheim in<br />

der Nähe der Römerbad Therme an der Dorfstraße einen weiteren<br />

Shop, von dem aus die Regionen Bad Kleinkirchheim,<br />

Millstatt und Oberkärnten bearbeitet werden.<br />

<br />

KONTAKT<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Hans Hein Immobilien<br />

Lizenzpartner der Engel und Völkers<br />

Residential GmbH<br />

Seecorso 3<br />

A-9220 Velden am Wörthersee<br />

Tel: +43 (0)4274/23 555 100<br />

www.engelvoelkers.com/at/woerthersee<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 37


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

MILLSTATT<br />

ERSTES KÄRNTNER BADEHAUS ERÖFFNET<br />

FOTO: KK/NVZ<br />

FOTO: ENGEL & VÖLKERS<br />

Am 1. Dezember wurde mit 400 geladenen Gästen das erste<br />

Badehaus Kärntens am Millstätter See eröffnet. Die südwestlich<br />

ausgerichtete, 60 Meter lange, 3,8 Millionen Euro teure und in<br />

Holzbauweise errichtete Wellnesseinrichtung von Architekt Herwig<br />

Ronacher soll zwecks Verlängerung der Badesaison beispielgebend<br />

für weitere Badehäuser an Kärntens Seen sein. Ronacher:<br />

„Das war bewusst, dass wir die Tradition der Kärntner Seen-Architektur<br />

gewählt haben!“ Neben einem beheizten Außenpool, Themensaunen,<br />

Ruhezonen und umfangreichen Schönheitsprogrammen<br />

will man auch die kulinarischen Bedürfnisse der Gäste<br />

befriedigen. Bestechend ist der Seeblick durch die großen Fensterfronten<br />

selbst in den sechs Saunen und Massageräumen.<br />

BESCHLUSS<br />

VELDENER GEMEINDERAT STEHT VOLL HINTER<br />

BÜRGERMEISTER VOUK!<br />

Sehr sachlich verlief im Veldener Gemeinderat die Diskussion<br />

über den Abschluss einer „Zinsabsicherung“. Alle Fraktionen<br />

waren sich einig, dass die Gemeinde Velden im Juli<br />

2007 beim einstimmig beschlossenen Abschluss dieser „Zinsabsicherung“,<br />

welche sich nunmehr als Risikogeschäft entpuppte,<br />

von der Bank getäuscht wurde. Erst im Oktober gestand<br />

die Bank erstmals ein, dass das Geschäft riskant war.<br />

Dies wird auch durch Finanzexperten so bestätigt. Demonstrativ<br />

stellten sich alle Fraktionen hinter Bürgermeister<br />

Vouk und erklärten unisono, dass die Marktgemeinde Velden<br />

nicht zum Spielball des Landtagswahlkampfes werden darf.<br />

Gemeinsam will man versuchen, ohne Schaden für die<br />

Gemeinde auszusteigen. Alle bedauerten die derzeit laufende<br />

mediale Berichterstattung, die alles andere als Rückenwind<br />

für die noch bevorstehenden Schlussverhandlungen mit der<br />

Bank ist. Einstimmig beschlossen wurde das von Finanzreferentin<br />

Vize-Bgm. Mag. Birgit Fischer präsentierte Budget für<br />

2013. Man wird wieder ohne Gebührenerhöhungen auskommen.<br />

Große Vorhaben, welche im Budget ausgewiesen werden,<br />

sind unter anderem die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt<br />

von Velden (2,1 Mio. Euro) und die Generalsanierung<br />

des Kindergartens Velden (1,2 Mio- Euro).<br />

38 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


BILDUNGSINFRASTRUKTUR<br />

NEUES GASTROZENTRUM<br />

DES WIFI KÄRNTEN<br />

FOTOS: WEISSENSEERHOF FOTO: WIFI KÄRNTEN/WK KÄRNTEN<br />

Das WIFI Kärnten hat im Haupthaus in Klagenfurt ein vollkommen<br />

neues, innovatives und richtungweisendes Gastrozentrum<br />

für die Fachkräfteausbildung und die Kärntner Bevölkerung<br />

eröffnet. Der gesamte 5. Stock des WIFI-Haupthauses<br />

wurde mit einem Gesamtaufwand von 2,6 Millionen<br />

Euro ausgebaut und zum modernsten Ausbildungsstandort<br />

TOP-BIOHOTEL<br />

NEUE WELLNESSOASE<br />

AM WEISSENSEE<br />

der Gastronomie gemacht. Das neue Zentrum verbindet Qualität<br />

und Lifestyle und bietet neben der bestmöglichen Infrastruktur<br />

ein Wohlfühlambiente, das Lust auf Bildung machen<br />

soll. Zu den innovativen Infrastrukturangeboten des Gastrozentrums<br />

gehören eine moderne Schauküche mit Videosystem,<br />

ein Geschmacks- und Geruchsstudio und zwei Produktionsküchen,<br />

die auch als Bäckerei und Konditorei genutzt<br />

werden. Eine American Bar schafft Lokalatmosphäre, die zum<br />

Verweilen einlädt.<br />

„Man merkt, wie viel sich in der Gastronomie verändert hat,<br />

mit welchen Kreationen und Ideen der Gast heutzutage umhegt<br />

und umpflegt wird“, erklärte Wirtschaftskammerpräsident<br />

Franz Pacher, der in seiner mittlerweile zwölfjährigen<br />

Amtszeit mehr als 25 Millionen Euro in Bildungseinrichtungen<br />

für Jugendliche und Erwachsene wie das Technikzentrum,<br />

das Silicon WIFI, das Test- und Ausbildungszentrum TAZ<br />

sowie in die Erneuerung der Lehrwerkstätten in den WK-<br />

Bezirksstellen investieren ließ.<br />

Das Bio-Vitalhotel Weissenseerhof am Weissensee hat sich<br />

Ende 2011 komplett neu positioniert und darf sich seitdem als<br />

eines der „Top-Biohotels Österreichs“ präsentieren. Für die<br />

Gäste steht ein überwiegend kostenloser Elektro-Fuhrpark mit<br />

über 15 verschiedenen Fahrzeugen zur Verfügung, die Bewirtung<br />

der Haubenküche erfolgt über biologische Produkte aus der<br />

Region und aus der hauseigenen Bio-Gärtnerei. Hoteldirektor<br />

Friedrich Szummer erhielt Anfang dieses Jahres den Sterne-<br />

Award als „Hotelier der Zukunft“. Nun hat man im Hotel weitere<br />

Pläne: Im November startete ein Neubau des Wellnessbereichs.<br />

Direkt am See werden 1.000 Quadratmeter neu errichtet, etwa<br />

ein Drittel davon über dem Wasser. Die Investitionskosten belaufen<br />

sich auf rund drei Millionen Euro. Nach der Philosophie<br />

des Hauses und der Region wird dabei auf natürliche Materialien<br />

und umweltschonende Bauweise zurückgegriffen. Die Fertigstellung<br />

ist für Juni 2013 geplant. Für die Gäste stehen dann neue<br />

Sauna bereiche, eine Seebar und eine Strandbar, mehrere Behandlungsräume<br />

für Massagen und Kosmetik und ein Perma-<br />

Kulturgarten mit frischem Obst zur Verfügung. Ein lichtdurchfluteter<br />

Raum mit Platz für bis zu 100 Personen wird für<br />

Vorträge, Seminare, Vernissagen etc. genutzt werden können,<br />

primär jedoch als Ruhebereich mit Blick auf den See.<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 39


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

Text Andreas Besenböck<br />

Foto Shutterstock<br />

WUNSCH NACH DEN EIGENEN VIER WÄNDEN IM SÜDEN GROSS<br />

KÄRNTNER SUCHEN<br />

EIGENTUM<br />

In Kärnten geht der Wohntrend eindeutig zum Eigentum, aber nicht nur Eigentumswohnungen und<br />

Häuser, auch Grundstücke werden stark nachgefragt, so Alexander Ertler von IMMOBILIEN.NET.<br />

gebrauchten Wohnungen im Schnitt um<br />

12,3 Prozent, bei neuwertigen Wohnungen<br />

um 6,1 Prozent. Die Preise für Einfamilienhäuser<br />

sind im Durchschnitt um<br />

1,2 Prozent gestiegen und liegen damit<br />

unterhalb der Inflationsrate. Mietwohnungen<br />

verzeichnen in Kärnten einen<br />

leichten Anstieg um 3,1 Prozent. Betrachtet<br />

man das gesamte Bundesland, sind<br />

Grundstücke um nur 1,6 Prozent im Preis<br />

gestiegen. Auf Bezirksebene gibt es aber<br />

starke Schwankungen, sowohl Wertsteigerungen<br />

als auch Wertverluste.<br />

NACHFRAGE. Der Wohntrend in Kärnten<br />

geht eindeutig in Richtung Einfamilienhaus.<br />

Aktuell liegt beim Verhältnis der<br />

nachgefragten Immobilienarten das Einfamilienhaus<br />

mit 37 Prozent an der<br />

Spitze. Deutlich weniger beliebt sind mittlerweile<br />

Eigentumswohnungen. Nur noch<br />

28 Prozent der Kärntner suchen die eigenen<br />

vier Wände in einem Mehrparteienhaus.<br />

Mieten wollen nur noch 18 Prozent.<br />

Die Nachfrage nach Grundstücken ist hingegen<br />

stark gestiegen. Etwa 10 Prozent<br />

aller nachgefragten Immobilien waren<br />

aktuell Grundstücke. Gründe dafür sind<br />

der Wunsch, ein eigenes Haus zu bauen,<br />

und das gestiegene Interesse an Grundstücken<br />

als Investitionsanlage.<br />

ALEXANDER ERTLER: „In Kärnten geht<br />

der Wohntrend eindeutig zum Eigentum.<br />

37 Prozent suchen aktuell nach einem<br />

Einfamilienhaus, 28 Prozent nach einer<br />

Eigentumswohnung. Die Immobilie als<br />

sichere Wertanlage spielt bei diesem<br />

Trend eine starke Rolle. Wer Geld hat,<br />

kauft oder baut. Mietwohnungen spielen<br />

mit 18 Prozent in der Nachfrage nur noch<br />

eine untergeordnete Rolle. Auch in Kärnten<br />

werden Grundstücke als Investitionsobjekt<br />

immer interessanter. Die steigende<br />

Nachfrage lässt gute Wertzuwächse erwarten<br />

und bei Grundstücken gibt es<br />

keine Wertverluste durch Abnutzung.“<br />

PREISE – HINTERGRUNDINFOS. Kärnten<br />

gehört traditionell zu den günstigeren<br />

Bundesländern. Insbesondere bei Häusern<br />

liegt das südliche Bundesland deutlich<br />

unter dem österreichischen Durchschnitt.<br />

Eigentumswohnungen sind hier<br />

deutlich teurer, was vor allem an deren<br />

zentralen Lagen in den Ballungszentren<br />

liegt. Doch auch hier liegt Kärnten deutlich<br />

unter dem bundesweiten Durchschnitt<br />

von ca. 3.000 Euro pro Quadratmeter.<br />

PREISE – FAKTEN. Die Preise für Eigentumswohnungen<br />

sind in den vergangenen<br />

zwölf Monaten relativ stark gestiegen. Bei<br />

ALEXANDER ERTLER: „Die Preise für<br />

Eigentum sind in Kärnten vor allem in<br />

den Ballungszentren und deren Umland<br />

sowie in Tourismuszentren stark angestiegen.<br />

Vor allem Klagenfurt, Villach<br />

und Spittal an der Drau stehen hier an<br />

der Spitze. Die mittlerweile sehr hohen<br />

Preise bei Neubauwohnungen, mit durchschnittlich<br />

knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter,<br />

sind mitverantwortlich für<br />

einen Nachfragerückgang bei den Wohnungen.<br />

Für ein Einfamilienhaus zahlt<br />

man im Gegensatz dazu im Durchschnitt<br />

fast die Hälfte. Die verhältnismäßig niedrigen<br />

Kosten kombiniert mit dem<br />

Wunsch nach einem familienfreundlichen<br />

Heim im Grünen lassen derzeit<br />

einen Trend Richtung Einfamilienhaus in<br />

Kärnten erkennen. Grundstücke kann<br />

man in Kärnten noch günstig erwerben.<br />

Das Angebot ist noch relativ groß. Stärkere<br />

Preissteigerungen gibt es nur in den<br />

Ballungszentren Klagenfurt und Villach.<br />

Die zentrale Lage und die für Kärnten,<br />

hohe Bevölkerungsdichte bringen eine<br />

höhere Nachfrage und damit stärkere<br />

Preissteigerungen mit sich.“ <br />

40 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


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Quelle: MMA Mobile Communications Report 2012, MindTake<br />

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WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

Text Hansjörg Preims<br />

Fotos Engel & Völkers, ATV-Immobilien<br />

BESSER ALS JEDE BANK<br />

KÄRNTENS BEGEHRTE<br />

SEEIMMOBILIEN<br />

Der Run auf Wörthersee-Immobilien – und damit auch der Anstieg der Preise – ist ungebrochen.<br />

Wer aber etwas abseits vom Highlife Ruhe und Erholung sucht, ist am Faaker, Ossiacher oder<br />

Millstätter See nicht nur besser, sondern auch ungleich preisgünstiger dran.<br />

SEHR BEGRENZTES ANGEBOT. Mit<br />

dem flüchtigen Blick eines Außenstehenden<br />

könnte man den Eindruck haben,<br />

Immobilientransaktionen am Wörthersee<br />

hätten stark nachgelassen – doch das<br />

Gegenteil ist der Fall. Nachgelassen hat<br />

allenfalls das Interesse der gehobenen<br />

Seeimmobilien-Klientel, eine Transaktion<br />

vor den Augen der Öffentlichkeit ablaufen<br />

zu lassen. „Viele wenden sich an uns, weil<br />

sie wissen, dass wir sehr diskret arbeiten“,<br />

sagt etwa Alexander Tischler von ATV-<br />

Immobilien. Nur weniger als 50 Prozent<br />

der Immobilien habe man überhaupt in<br />

der öffentlichen Bewerbung, „weil es in<br />

den überwiegenden Fällen so diskret ablaufen<br />

soll, dass nicht einmal der Nachbar<br />

weiß, dass etwas verkauft wird“. Und auch<br />

Suchende würden sehr darauf Wert legen,<br />

mit dem Kauf einer Seeimmobilie nicht in<br />

den Medien vorzukommen. Das Angebot<br />

sei zwar sehr begrenzt, aber es gebe immer<br />

wieder einen Eigentümerwechsel, entweder<br />

aus familiären oder aus wirtschaftlichen<br />

Gründen. „Wir haben zum Beispiel<br />

jetzt eine sehr schöne Seevilla in Pörtschach<br />

um 3,8 Millionen im Programm,<br />

etwas ganz Besonderes, ein kleines Juwel<br />

am See“, so Tischler. „Aber auch größere<br />

um zweistellige Millionenbeträge.“<br />

42 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Die Immobilienpreise am Wörthersee sind in den vergangenen drei Jahren um 20 bis 30 Prozent gestiegen.<br />

Erstes „Kärntner Badehaus“ in Millstatt.<br />

DISKRETION IST (FAST) ALLES. Ähnlich<br />

auch die Erfahrung von Alexander Hein,<br />

Engel & Völkers Wörthersee: „Die Vermarktung<br />

gerade von Seeliegenschaften<br />

läuft größtenteils sehr diskret ab.“ Objekte<br />

in besten Lagen dürften meistens auf<br />

Wunsch der Verkäufer nicht online beworben<br />

werden. Deshalb würde ein Außenstehender<br />

oft gar nicht bemerken, was rund<br />

um den Wörthersee alles verkauft und gekauft<br />

werde. „Dabei haben wir dieses Jahr<br />

schon einige Häuser vermittelt, wo es um<br />

Beträge von sieben, acht oder auch neun<br />

Millionen pro Objekt ging“, so Hein.<br />

Projekt „Seekristall“, das am Faaker See realisiert wird:<br />

Luxuswohnungen an der Seepromenade.<br />

HOHES WERTSTEIGERUNGSPOTEN-<br />

ZIAL. Als Käufer von Wörthersee-Immobilien<br />

weist eine interne Marktbeschreibung<br />

von Engel & Völkers 40 Prozent Einheimische<br />

(Wiener) und 60 Prozent Ausländer<br />

aus – Deutsche, Schweizer, Italiener und<br />

Niederländer. Der Anteil der Eigennutzer<br />

wird mit 95 Prozent beziffert, jener von Investoren<br />

mit fünf Prozent. „Es gibt um den<br />

Wörthersee wenige Investoren“, so Hein,<br />

„der Großteil, auch viele Österreicher, sucht<br />

einen schönen Zweitwohnsitz, oder es sind<br />

internationale Kunden, die für die Sommermonate<br />

einen attraktiven Wohnsitz<br />

erwerben wollen.“ Aber auch als Wertanlage<br />

scheint sich der Erwerb einer Immobilie<br />

am Wörthersee allemal zu lohnen, wenngleich<br />

vielleicht nicht mehr in dem überragenden<br />

Maß wie bisher. Beispiel Aenea:<br />

„Bei den Seeresidenzen in Reifnitz, 2001 bis<br />

2002 errichtet, hatten wir damals Preise<br />

von 45.000 Schilling – 3.200 Euro, und diese<br />

Wohnungen kosten jetzt um die 7.000 pro<br />

Quadratmeter“, sagt Immobilientreuhänder<br />

Günther Seidl von Seidl Immobilien.<br />

WARTEZEITEN BIS ZU FÜNF JAHREN.<br />

Der Run auf Wörthersee-Immobilien ist<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 43


„Seeterrassen“ direkt am Ufer des Millstätter Sees<br />

mit großzügigem 180- bis 360-Grad-Panorama blick<br />

über die See- und Berglandschaft.<br />

Bauprojekt „Dreiklang“ in bester<br />

Lage am Ossiacher See.<br />

44 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


jedenfalls ungebremst. Speziell auf Häuser<br />

und Wohnungen „erste Reihe fußfrei“. Wobei<br />

„Run“ ein nicht ganz zutreffendes Bild<br />

der Dynamik vermittelt, denn bei dem sehr<br />

geringen Angebot, das sich zwischen all den<br />

großzügigen Niederlassungen bekannter<br />

Milliardäre und Multimillionäre an den<br />

Ufern der schönsten Badewanne Österreichs<br />

gelegentlich noch auftut, handelt es<br />

sich auf Nachfrageseite eher um ein langes<br />

Anstehen denn um einen dynamischen Ansturm.<br />

Laut Alexander Hein warten Kunden<br />

manchmal bis zu fünf Jahre, um eine Immobilie<br />

am See zu ergattern. Und das treibt<br />

natürlich die Preise kräftig in die Höhe.<br />

PREISENTWICKLUNG. So sind nach der<br />

Markt- und Preisübersicht von Engel & Völkers<br />

die Immobilienpreise rund um den<br />

Wörthersee in den vergangenen zwei, drei<br />

Jahren um 20 bis 30 Prozent gestiegen, und<br />

das von einem hohen Niveau ausgehend.<br />

Die Preisspanne für Villen und Einfamilienhäuser<br />

in „sehr guter Lage“, sprich direkt<br />

am Seeufer, reicht derzeit je nach Größe<br />

von 2 bis 15 Millionen Euro, in Einzelfällen<br />

auch bis zu 16 oder 17 Millionen. Für Eigentumswohnungen<br />

im Erstbezug „in sehr<br />

guter Lage“ werden 6.500 bis zu 15.000<br />

Euro pro Quadratmeter verlangt und auch<br />

gern bezahlt. Gebrauchte Wohnungen in<br />

der ersten Reihe sind, sofern in begründeter<br />

Erwartung weiterer Wertsteigerungen<br />

überhaupt welche auf den Markt kommen,<br />

für 5.500 Euro bis 11.000 Euro pro Quadratmeter<br />

wohlfeil. Mit 1 bis 2 Millionen<br />

Euro zwar auch nicht billig, aber ungleich<br />

preisgünstiger sind Häuser in „guter Lage“,<br />

in der Regel in zweiter Reihe mit Seeblick<br />

und „irgendwie“-Zugang zum See. Neue<br />

Eigentumswohnungen sind hier um 3.900<br />

bis 6.000 Euro pro Quadratmeter zu haben,<br />

gebrauchte Wohnungen um 2.200 bis 5.000<br />

Euro. Dahinter – dritte oder vierte Reihe<br />

mit vielleicht ein bisschen Seeblick, aber<br />

ohne Seezugang – ist man für Häuser schon<br />

mit 300.000 bis 650.000 Euro dabei, für<br />

neue Eigentumswohnungen mit 1.800 bis<br />

2.900 Euro den Quadratmeter.<br />

REGER BAUBETRIEB HINTER DER<br />

UFERSTRASSE. Neue Projekte unmittelbar<br />

am Ufer des Wörthersees sind eher die<br />

Ausnahme geworden. Wie etwa die Seeresidenzen<br />

in Pörtschach, ein luxuriöses Wohnhaus<br />

mit elf Wohnungen der L 1 Verwaltungs-<br />

und Betriebs GmbH. „Die Gemeinden<br />

haben sich grundsätzlich dagegen<br />

ausgesprochen, in der ersten Reihe noch<br />

Projekte zu genehmigen, weil das Ufer<br />

schon so stark verbaut ist“, sagt Alexander<br />

Tischler. Umso reger findet der Baubetrieb<br />

hinter der Uferstraße statt. Bauträger Madile<br />

etwa realisiert in Dellach nur 20 Meter<br />

vom See entfernt 16 Luxusappartements<br />

mit Badestrand und Poolanlage. Die Fertigstellung<br />

ist für Sommer 2013 geplant. Oder<br />

das Projekt Lake Sense 2 in Velden, Ortsteil<br />

Auen, eine exklusive Wohnanlage, die Bauherr<br />

Johann Grandits ebenfalls im Sommer<br />

2013 eröffnen will. 15 der 17 Eigentumswohnungen<br />

hat Immobilienmakler Seidl<br />

bereits verkauft.<br />

RUHE UND ENTSPANNUNG STATT HIGH-<br />

LIFE. Es ist aber auch festzustellen, dass<br />

viele jetzt auf die anderen Seen – Faaker<br />

See, Ossiacher See oder auch Millstätter See<br />

– ausweichen. Vor allem jene, die eher die<br />

Ruhe suchen und gleichzeitig auch den Vorteil<br />

nutzen können, für den Preis einer<br />

Wörthersee-Wohnung in „zweiter Reihe“<br />

an den anderen Seen direkt am Wasser<br />

etwas zu bekommen. Alexander Tischler:<br />

„Der Wörthersee mit seiner Highlife-Szene<br />

ist zwar nach wie vor im Zentrum des Interesses,<br />

aber man hat hier auch mehr Wirbel<br />

– Autobahn, Zug, Motorboote. Und viele<br />

suchen eben eher Ruhe, Entspannung und<br />

Erholung.“ Ein neues Projekt, das diesem<br />

Bedarf entgegenkommt, ist das „Seeleben“<br />

am Faaker See. Auf einem der letzten Seegrundstücke<br />

errichtet hier die SOB Bauträger<br />

GmbH 44 exklusive Eigentumswohnungen<br />

mit fast 4.500 Quadratmetern<br />

Privatstrand. „Die Anlage wurde so konzipiert,<br />

dass man von allen Terrassen und<br />

durch die großen Fensterflächen einen<br />

herrlichen Seeblick hat“, sagt Tischler, der<br />

diese Wohnungen vermarktet. Ein paar<br />

sind noch zu haben. Preislich liegt man hier<br />

zwischen 4.000 und 5.200 Euro pro Quadratmeter,<br />

inklusive Carport und allem<br />

Drum und Dran. Als neuestes Projekt am<br />

Faaker See kommt jetzt das „Seekristall“<br />

dazu. Die Vermarktung hat erst Mitte Dezember<br />

begonnen. „Luxuswohnungen in<br />

einmaliger Lage an der Seepromenade,<br />

nach Süden ausgerichtet, mit herrlichem<br />

Blick auf die Karawanken, sehr hochwertig,<br />

Glasbalkon, Niedrigenergieheizung mit Luft-<br />

Wärme-Pumpe – also wirklich das Feinste<br />

vom Feinen“, beschreibt Tischler das Projekt<br />

mit Quadratmeterpreisen zwischen<br />

4.000 und 5.000 Euro. Während es am kleinen<br />

Faaker See nach einer rasanten Entwicklung<br />

nur noch wenig zu kaufen gibt, ist<br />

am Ossiacher See, dem drittgrößten See<br />

Kärntens, noch Potenzial vorhanden. Ganz<br />

neu etwa ist das Bauprojekt „Dreiklang“ in<br />

Ostriach – „sehr schöne Wohnungen direkt<br />

am Wasser“, wirbt Anbieter Alexander Hein<br />

von Engel & Völkers. Mit 6.000 Euro pro<br />

Quadratmeter sei speziell an diesem Standort<br />

die Preisentwicklung jener am Wörthersee<br />

schon recht ähnlich, so Hein, „aber eben<br />

wirklich in bester Lage, mit der besten Aussicht<br />

und alles im Eigentum“.<br />

GEHEIMTIPP MILLSTÄTTER SEE. Nach<br />

wie vor ein Geheimtipp ist der Millstätter<br />

See – als Luftkurort mit voller Sommersaison<br />

und Adria-Klima sowie im Winter der<br />

Möglichkeit, in kurzer Entfernung die Skigebiete<br />

zu nutzen. Und das bei noch relativ<br />

günstigen Immobilienpreisen. Hinzu kommt<br />

noch, dass am Südufer des Millstätter Sees, da<br />

größtenteils Naturschutzgebiet, nicht gebaut<br />

werden darf, sodass von den nach<br />

Süden ausgerichteten Wohnungen am<br />

Nordufer grüne Natur pur zu sehen ist.<br />

„Also wesentlich naturverbundener“, so<br />

Alexander Hein, „bei noch recht annehmbaren<br />

Preisen – die in naher Zukunft aber<br />

auch steigen werden, speziell an den Seegrundstücken.“<br />

Die Nachfrage sei deutlich<br />

größer als das Angebot. Der Quadratmeterpreis<br />

für neue Wohnungen liegt hier<br />

laut Hein im Schnitt zwischen 3.500 und<br />

5.000 Euro, je nachdem, ob Seegrund dabei<br />

ist oder nicht. Besonders erwähnenswert<br />

ist hier das Bauprojekt „Seeterrassen“<br />

(Engel & Völkers) direkt im Ortskern der<br />

Gemeinde Millstatt und am Ufer des Sees.<br />

Die Wohnungen dieser exklusiven privaten<br />

Liegenschaft, in eine luxuriöse Residenz<br />

eingebettet, verfügen über einen großzügigen<br />

180- bis 360-Grad-Panoramablick<br />

über die See- und Berglandschaft.<br />

Der direkte Seezugang führt über das erste<br />

„Kärntner Badehaus“ in Millstatt, in das<br />

alle neuen Eigentümer der Wohnungen<br />

ein exklusives Zugangsrecht haben. Das<br />

neue Badehaus soll die Badesaison am<br />

Millstätter See verlängern.<br />

<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 45


WIRTSCHAFTSSTANDORT KÄRNTEN<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos Franz Klammer Foundation, Karl Schöndorfer<br />

FRANZ KLAMMER<br />

EIN SIEGER<br />

MIT VIEL HERZ<br />

Der Mann hat einen harten und gesunden Kärntner Kern. Er sagt auch heute noch:<br />

„Daham is daham.“ Aber Landesrat wollte er partout nicht werden ...<br />

ER WAR SCHON LANGE „KAISER“, bevor<br />

es die populäre ORF-Sendung gab. Abfahrtskaiser.<br />

Publikumsliebling und Volksheld,<br />

seit sich Franz Klammer, heute 59, vor<br />

fast 37 Jahren in einem atemberaubenden,<br />

legendären Verfolgungsrennen am Patscherkofel<br />

in Innsbruck als Olympiasieger<br />

vergoldet hatte. Historisch. Nicht nur Skigeschichte,<br />

sondern auch umrankt von<br />

einem Histörchen, bei dem er das Schicksal<br />

sozusagen bei den Hörnern, Pardon: den<br />

vertrauten (Fischer-)Skiern, gepackt und<br />

sich zum angehimmelten, später allseits<br />

beliebten „Kaiser“ gemacht hatte.<br />

EINE LEBENDE LEGENDE. Franz der Erste<br />

aus Mooswald bei Fresach in Kärnten verriet<br />

es feixend und glucksend dieser Tage<br />

bei einem Interview in seinem heimeligen,<br />

idyllischen Haus am Waldrand seiner Wahlheimat<br />

Wien, wo unsereins von seiner Frau<br />

Eva und dem gütig wedelnden, nie knurrenden<br />

Hund Henry empfangen worden war.<br />

Nach duftend-frischem Kaffee tischte<br />

Franz die wahre Geschichte auf, wie er im<br />

Februar 1976 womöglich, wer weiß, sowohl<br />

das von der ganzen Nation geforderte und<br />

von ihm selbst ersehnte Gold gerettet als<br />

auch den (roten) Teppich für eine lebende<br />

Legende ausgerollt hatte.<br />

EINE PFIFFIGE IDEE. Und diese Story<br />

drehte sich damals um – ein Loch! Wie<br />

bitte, ein Loch? Jawohl, um jenes Loch in<br />

den Spitzen neuer, revolutionärer Fischer-<br />

Ski, durch die Klammers Olympiasieg um<br />

46 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Sport ist für Franz Klammer sehr wichtig – denn wer rastet, der rostet.<br />

„Wohnen und wohlfühlen<br />

ist für mich ganz<br />

wichtig, um Kraft für<br />

Neues zu tanken.“<br />

ein Haar geplumpst wäre. Konjunktiv, weil<br />

Franz gegen den Willen von Firmen-Patriarch<br />

Josef „Pepi“ Fischer und Wünschen<br />

von Entwicklungschef Ingenieur Hans Stroi<br />

lieber den alten C4-Brettln vertraute, mit<br />

denen er zum umjubelten Seriensieger geworden<br />

war. Und was tat der schlaue Bauernsohn,<br />

damit ihm keiner über Nacht vielleicht<br />

die Ski austauscht? Er nahm den<br />

C4 mit ins Bett aufs Zimmer im Olympiaquartier.<br />

Eine pfiffige Idee, die Goldes wert<br />

war. Jeder, so heißt’s, ist seines eigenen<br />

Glückes Schmied.<br />

TYPISCH KLAMMER. Egal, was passierte,<br />

Klammer ward und blieb ein Fixstern und<br />

eine Ikone, selbst in der schrecklich langen<br />

Zeit von März 1978 (Laax) bis Dezember<br />

1981 (Val d’Isère), als der Sieggewohnte<br />

zwar zweimal die Skimarke (von Fischer zu<br />

Kneissl und dann Blizzard) wechselte, aber<br />

kein Rennen gewann und sogar Olympia<br />

1980 in Lake Placid verpasste. Ob das etwa<br />

auch damit zu tun gehabt haben könnte,<br />

dass sein jüngerer Bruder Klaus nach einem<br />

fatalen Sturz und verspäteter Bergung für<br />

immer an den Rollstuhl gefesselt wurde? Da<br />

schüttelt Franz den Kopf ob der Vermutung,<br />

er hätte darob im Hinterstübchen das<br />

Risiko eingebremst. „Stimmt nicht, sonst<br />

hätt ich danach nicht noch ein paarmal<br />

gewonnen“, dementiert er, um in einem<br />

Atemzug mit höchstem Respekt und größter<br />

Hochachtung darauf zu verweisen, wie<br />

der Bruder das brutale Los meisterte. „Er<br />

hat die Matura nachgeholt, studiert, nach<br />

dem Abschluss in einer Steuerberatungskanzlei<br />

beim Land gearbeitet. Jetzt ist er<br />

daheim in Kärnten als Steuerberater selbstständig.“<br />

In der Bewegung eingeschränkt,<br />

aber sein eigener Herr. Der andere Klammer.<br />

Aber typisch Klammer. Wie Franz.<br />

„MEINE HEIMAT BLEIBT KÄRNTEN.“ Harter,<br />

gesunder Kärntner Kern. Weitgereist,<br />

aber bodenständig. Weltbekannt, aber<br />

stinknormal. Mit Megastars aus aller Welt<br />

per du, aber mit Eitelkeit und Arroganz per<br />

Sie. Immer noch vielbegehrte Allzeitgröße,<br />

trotzdem ein simpler Familienmensch, der<br />

stolz ist auf seine (besonders liebenswerte)<br />

Frau Eva und die beiden feschen Töchter<br />

Sophie (Ex-Reiterin) und Stephanie. Eva<br />

kümmert sich um Haus, Haushalt, Hund,<br />

Katze und Kater, Sophie studiert und Stephanie<br />

beschnuppert Indien – nach einem<br />

kurzen Intermezzo bei den Mutter-Teresa-<br />

Nonnen bereist sie Ferienparadiese. Selbstständigkeit<br />

und Lebeschulung, wie es die<br />

Töchter in der Rudolf Steiner-Schule lernten.<br />

Nicht nur, aber auch deshalb hat das<br />

Kärntner Original seinen Hauptwohnsitz<br />

nach Wien („Auch verkehrstechnisch günstiger“)<br />

verlegt, woher seine Frau kommt.<br />

„Aber meine Heimat ist und bleibt Kärnten.<br />

Und je älter wir werden, desto öfter sind wir<br />

auch wieder in Mooswald – Weihnachten,<br />

Ostern, Sommer.“ Daham is daham.<br />

NUR NICHT IN DIE POLITIK. Dort hat<br />

Franz auch ein Haus neben dem Bauernhof<br />

gebaut, wo er seinerzeit aufgewachsen war.<br />

Wie ein Bauernbub, der überall zupacken<br />

musste. „Vom Heumachen, Stallausmisten<br />

bis Melken, aber noch händisch“, erinnert<br />

sich der Naturbursch, aus dem ein Weltenbummler<br />

wurde. Und von daher rührt auch<br />

seine Katzenliebe, „weil i imma mit ana<br />

Kotz am Kopf in Stall gangan bin!“. Einmal<br />

Kärntner, immer Kärntner. Über Politik<br />

lässt er nicht mit sich reden, auch wenn er<br />

zu allen Landeshauptmännern aller Couleurs,<br />

wie immer sie hießen, ein gutes<br />

bis freundschaftliches Verhältnis pflegte.<br />

Als ihn Haider einst zum Landesrat für<br />

Sport und Tourismus machen hatte wollen,<br />

redete Klammer nicht um den heißen Brei<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 47


herum, sondern sagte ihm auf direkte Art<br />

und Weise ab: „Na, Jörg – i will nit Landesrat<br />

sein, sondern wenn schon, dann selber<br />

Landeshauptmann wern. Aber das bist ja<br />

scho du!“ Rau, aber herzlich. Franz kann nie<br />

aus seiner ehrlichen Haut.<br />

KLAMMER-STIFTUNG. Andersrum gesagt:<br />

Selbst ist der Klammer. Darum war<br />

und ist er kein Sklave der Politik(er),<br />

sondern Diener – nein, nicht fremder<br />

Herren, vielmehr von Firmen und<br />

sozial diktierten Vereinen oder weltweit<br />

agierenden Organisationen wie<br />

die Laureus Sports for Good-Foundation,<br />

die sich unter anderem für die<br />

unterprivilegierte Jugend in der dritten<br />

Welt engagiert. Und Franz hat,<br />

auch von Bruders Schicksal geleitet,<br />

seine Lektion gelernt. Die 1995<br />

gegründete, von Christoph Schuh<br />

geführte Franz Klammer-Stiftung<br />

greift SportlerInnen unter die Arme,<br />

deren Karriere durch tragisch-fatale<br />

Unfälle jäh gestoppt wurde, „wie etwa<br />

dem Eishockeyspieler Sascha Benes<br />

oder dem Radfahrer Schattauer, der<br />

bei den Paralympics in London zuletzt<br />

zwei Bronzene gewonnen hat“.<br />

Etwa eine halbe Million Euro, so<br />

schätzt Franz, hat die Stiftung im<br />

Laufe der Jahre für Spezialgeräte und<br />

anderes investiert, um Sportopfern<br />

das veränderte Leben zu erleichtern<br />

und lebenswerter zu machen.<br />

DER RUBEL ROLLT. Einen Großteil der<br />

finanziellen Mittel lukriert Klammer<br />

aus der zweiten sportlichen Leidenschaft,<br />

die ihn nach der beispiellosen Skikarriere<br />

(1x Olympiagold, 2x WM-Gold, 1x WM-<br />

Silber, 25 Weltcupsiege) gepackt und nicht<br />

mehr losgelassen hat – Golf! Weil Franz<br />

auch viele betuchte (Golf-)Freunde besitzt,<br />

fliegen bei den Klammer-Charity-Turnieren<br />

nicht nur Bälle, rennt davor, dabei und<br />

danach nicht nur der Schmäh, sondern rollt<br />

auch der Rubel für den guten Zweck, dem<br />

sich der „Kaiser“, vom Glück gesegnet, das<br />

ihm aus den Augen leuchtet, seit Jahren<br />

voll Tatendrang widmet. Und dabei auch<br />

seiner Golfpassion frönen kann, die er in<br />

aller Welt auslebt – mit anderen Weltstars<br />

aus Sport wie Boris Becker, Film wie Michael<br />

Douglas oder Society auch beim Dunhill-Turnier<br />

von Laureus-Gründer Johann<br />

Rupert in der Golfwiege St. Andrews und<br />

nordschottischer Umgebung. Oder demnächst<br />

zu seinem Wiegenfest, das er ausnahmsweise<br />

nicht beim Skiweltcup in Beaver<br />

Creek (Colorado) zelebriert, sondern in<br />

Scottsdale, Arizona. Mit Eva an seiner Seite.<br />

Und alten Freunden wie dem in Kalifornien<br />

lebenden früheren Skikumpel und späteren<br />

Selfmademan, Kosmetik- und Schuhmillionär<br />

Klaus Heidegger.<br />

DIE WERBEIKONE. Die Mischung aus<br />

authentischer Originalität, ungeschminkter<br />

Ehrlichkeit, glucksender Fröhlichkeit<br />

und unerschütterlicher Volksverbundenheit<br />

habt aus Klammer erstens den „Kaiser“<br />

Franz gemacht, eine Galionsfigur des Erfolgs,<br />

aber auch eine Werbeikone, auf die<br />

jahrelang eine (Volks-)Bank ebenso setzte<br />

wie das Land Kärnten, die nähere Heimat<br />

Bad Kleinkirchheim und nicht zuletzt der<br />

Head-Sportartikelkonzern. Während ihm<br />

Fischer („Das hätte echt Sinn gemacht!“)<br />

und Blizzard, die Siegbretter der ersten und<br />

zweiten Skikarriere, einst die kalte Schulter<br />

für Klammer-Produkte zeigten, griff der<br />

damalige Geschäftsführer Franz Deutsch<br />

zu. Seither gehören Head und Klammer so<br />

zusammen wie zwei Brettln, mit denen er<br />

als Promi-Skiführer unterwegs ist. „Und<br />

dabei“, rechnet er vor, „foa i jetzt viel<br />

mehr als in der aktiven Zeit. Jetzt sind’s<br />

Stunden, fria bin i in zwa Minuten obi!“<br />

Manchmal, wie zuletzt in Kleinkirchheim,<br />

geht Franz nach einer Feldmesse am<br />

Berg („Sehr stimmig gemacht vom<br />

Bischof und Superintendenten!“) auch<br />

mit gutem Beispiel talwärts auf der<br />

nach ihm benannten Klammer-Abfahrt<br />

über Stock und Stein nicht weniger<br />

als 4.500 Fans voraus. Ganz ohne<br />

Volksmusik, ein Beweis, wie sehr sein<br />

Name immer noch ins Ohr geht – und<br />

Beine macht, auch wenn man’s, wie er<br />

selbst gesteht, „ganz schön in die<br />

Oberschenkel geht“.<br />

ICH LIEBE DEN GOLFSPORT. Es<br />

macht ihm nichts aus, weil er als Allroundsportler<br />

(Ski, Golf, Rad, Wandern)<br />

immer noch fit ist, voller Saft<br />

und Kraft, Witz und Authenzität, die<br />

er sich bewahrt hat. Auch in seinen<br />

eigenen vier Wänden, dem Haus am<br />

Stadtrand Wiens, wo es grünt, wenn<br />

sich die Blätter und Hecken nicht<br />

herbstlich färben. Und wo sich vom<br />

Wald her sogar Auerochsen und Wildpferde<br />

der Gartenmauer nähern, Wildschweine<br />

selten bis gar nicht. Ein echtes<br />

Refugium, das zum Rückzug und<br />

zum Auftanken einlädt. Samt heimeligem<br />

Interieur und richtiger Nestwärme, wo sich<br />

auch Katze und Kater unter den Augen<br />

von Henry, dem Hund, manchmal raufen.<br />

Wohnen und wohlfühlen, so findet Klammer,<br />

seien für ihn eins, „vor allem, wenn<br />

man vier, fünf Tag wenig bis nix zu tun hat<br />

wie ich, so ist’s halt bei einem Freelancer<br />

wie bei mir. Da kannst den Akku aufladen.“<br />

Sagt’s und erinnert daran, dass<br />

die Uhr fürs Interview abläuft. Bei Kaiserwetter,<br />

was sonst, rief Franz eine Golfrunde<br />

in der Freudenau. Time to say goodbye<br />

– auch wenn man sich mit ihm am<br />

liebsten noch stundenlang unterhalten<br />

würde. Auch als Musterbeispiel, wie man<br />

ein (Ski-)Kaiser wird, aber mit beiden<br />

Beinen auf dem Boden bleibt ... <br />

48 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


In der Textilindustrie werden weltweit hochgiftige Chemikalien<br />

ein gesetzt. Diese Gifte verseuchen Flüsse und Nahrungsmittel an<br />

den Produktionsorten und befinden sich auch in unserer Kleidung!<br />

Unterzeichne das Mode-Manifest!<br />

greenpeace.at/detox-manifest


BUSINESS<br />

Text Hansjörg Preims, Alexander Scheuch und Walter Thomas<br />

Fotos FOKUS, Beigestellt<br />

WERBELEGENDE, GESCHÄFTSMANN UND MENSCH – GANZ PERSÖNLICH<br />

HANS SCHMID<br />

FOKUS im Gespräch mit dem gebürtigen Kärntner über seine ebenso außer- wie ungewöhnliche<br />

Erfolgsbiografie, die ihm, wie er sagt, „einfach so passiert“ ist. Einblicke über seine Lebensgrundsätze<br />

und Erfahrungen wurden in seinem Wiener Innenstadtbüro beleuchtet.<br />

Im Gespräch. FOKUS-Verlagsleiter Walter Thomas, FOKUS-Geschäftsführer und<br />

Herausgeber Dr. Alexander Scheuch und Präsident Dkfm. Hans Schmid (v.li.).<br />

FLEISS, IDEEN, MUT. Vom Kärntner Wirtshausbuben<br />

zum Agenturgründer, zur Werbelegende,<br />

zum Unternehmer im Verlagsbereich,<br />

Kaufhausbesitzer, Eishockeypräsidenten,<br />

Gastronomen, Hotelier, Großwinzer.<br />

Hans Schmid veranlagt auch erfolgreich in<br />

Immobilien, besonders in Freizeitimmobilien.<br />

Hinter dieser ungewöhnlich facettenreichen<br />

Vita stehen Fleiß, Begeisterungsfähigkeit,<br />

Liebe zu den Menschen, jede Menge<br />

Ideen und der Mut, diese auch umzusetzen.<br />

Herr Schmid, stehen hinter all Ihren Unternehmungen<br />

eher wirtschaftliche Überlegungen<br />

oder ist es auch Leidenschaft und<br />

Lustgewinn, Stichwort: König von Nussberg<br />

und Hotelier in Velden?<br />

Schmid: Um die Wahrheit zu sagen: Das<br />

Meiste ist mir einfach passiert. Ich habe<br />

studiert und nebenbei gearbeitet, dann habe<br />

ich bei der „Kronen-Zeitung“ angeheuert<br />

und dort Anzeigen vermittelt. Dabei fand<br />

ich die Texte bei den Personalanzeigen<br />

nicht gut, worauf man meinte, ich solle sie<br />

selber schreiben. Das tat ich dann auch, und<br />

es war erfolgreich. Sobald ich mit dem Studium<br />

fertig war, gründete ich eine kleine<br />

Werbeagentur gemeinsam mit meinem Villacher<br />

Schulfreund Walter Posch. 1972 fiel<br />

mir eine Geschichte über die GGK im „Spiegel“<br />

auf. Das gefiel mir. Wir wurden Partner.<br />

Und mit der GGK ging es dann steil nach<br />

oben. Da hatte ich einen tollen Mitarbeiter,<br />

den Gert Winkler, der immer von zwei Din-<br />

gen geträumt hat: Film und Zeitungen. Mit<br />

unserem Art Director, der ebenfalls eine<br />

Zeitung machen wollte, gründete er den<br />

„Wiener“. Ich war damit einverstanden, weil<br />

ich die beiden exzellenten Leute nicht verlieren<br />

wollte, aber habe mich nicht beteiligt,<br />

weil ich das Konzept für nicht überlebensfähig<br />

hielt. Und es war dann auch so. Wir<br />

haben dann ein neues Konzept gemacht<br />

und Gert Winkler und ich haben dann den<br />

„Wiener“ übernommen. Und so bin ich<br />

beim „Wiener“ eingestiegen, ohne dass ich<br />

eigentlich ursprünglich Absicht dazu hatte.<br />

Dann ist die „Wienerin“ entstanden, von<br />

deren tollem Konzept die Leute heute noch<br />

schwärmen. Es folgte das Kinomagazin<br />

„Skip“. Das Ganze haben wir dann verkauft.<br />

50 50 FOKUS<br />

DEZEMBER AUGUST/SEPTEMBER 2012/JÄNNER 2012 2013


„Der wahre Fortschritt ist Menschlichkeit und soziale Gerechtigkeit.“<br />

Großwinzer. Der gebürtige Kärntner besitzt in Wien das Weingut Mayer am Pfarrplatz sowie das Gut Rotes Haus,<br />

dessen Nussberg-Weine bei Mayer vinifiziert werden.<br />

„Im Sieg bescheiden,<br />

in der Niederlage stark.“<br />

Dkfm. Hans Schmid<br />

Miteigentümer der Gerngross-Kaufhäuser<br />

– hat sich das parallel zur Werbetätigkeit<br />

ergeben?<br />

Ja. Die gesamte Gerngross-Gruppe war zu<br />

verkaufen und ich habe gemeinsam mit<br />

Palmers die Gruppe gekauft. Das war<br />

1996 . Nebenbei war ich in der GGK Wien<br />

noch voll engagiert. Und weil die internationale<br />

Gruppe aber nicht sehr erfolgreich<br />

war, haben wir die ganze Gruppe gekauft<br />

und waren 1992 die siebentgrößte Agentur<br />

der Welt mit Headquarter in Zürich.<br />

Das war eine schwere Zeit, Tag und Nacht<br />

im Flieger, denn da waren sehr viele Leichen<br />

im Keller. Aber wir konnten die<br />

Gruppe sanieren und haben sie dann –<br />

auch weil ich das Gefühl hatte, nicht mehr<br />

zu wollen – abgegeben, zunächst 49 Prozent,<br />

dann, im Jahr 2000, die restlichen<br />

51 Prozent. Und ich stand vor der Frage:<br />

„Was machst du jetzt?“ Da habe ich mich<br />

voll der Gerngross-Geschichte gewidmet<br />

und 2007 auch das Kaufhaus Steffl zu 100<br />

Prozent erworben.<br />

Präsident der Vienna Capitals – wie kam es<br />

dazu?<br />

Ja. Dann ist auch Eishockey auf mich<br />

zugekommen. Martin Platzer – auch ein<br />

Villacher – fragte mich, ob ich für einen<br />

neu gegründeten Eishockeyclub das Marketing<br />

übernehmen würde. Und man hat<br />

mir auch angeboten, mich mit fünf Prozent<br />

zu beteiligen. Der wahre Grund aber<br />

war, dass man einen Investor gesucht<br />

hat. Also habe ich halt ein paarmal Geld<br />

hineingesteckt, damit man die Gehälter<br />

bezahlen konnte. Als es dann aber<br />

300.000 Euro waren, habe ich gesagt,<br />

ich steige aus oder ich mache es gleich<br />

selber. Alles wurde von mir neu formiert.<br />

Wir bemühten uns dabei, jede wichtige<br />

Position neu zu besetzen. Nachdem<br />

ich doch viel Geld investiert hatte habe<br />

ich auch erkannt, dass wir unbedingt<br />

eine neue Halle brauchen, damit wir<br />

überhaupt lebensfähig für die Zukunft<br />

sind. Die Stadt Wien hat auch die<br />

Notwendigkeit eines Eissportzentrums<br />

in Kagran erkannt und ich habe im<br />

Auftrag der Stadt Wien die Halle nicht<br />

nur auf 7.000 Zuseher ausgebaut, sondern<br />

auch eine neue Halle – eine dritte<br />

Halle – für 1.000 Zuseher errichtet. Dieses<br />

Eissportzentrum ist heute Vorbild<br />

in ganz Europa. Ich bin keine Eishockeyfanatiker,<br />

aber mich fasziniert am Eishockey<br />

die Kombination von Kraft und<br />

Schnelligkeit und dass Emotionen gelebt<br />

werden. Eishockey ist für Österreich<br />

ein absoluter Gewinn und Wien<br />

etabliert sich immer mehr zur Eishockey-Hauptstadt.<br />

„Der wahre Fortschritt ist Menschlichkeit<br />

und soziale Gerechtigkeit“ – diesen Satz von<br />

Ihnen, so liest man, lieben Sie am meis ten.<br />

Und man spürt auch, dass Sie in diesem<br />

Sinne gelebt haben. Wie gehen Sie persönlich<br />

mit Macht um? Begeisterte Dienstleistung<br />

ist das eine ...<br />

Bei Macht muss man unterscheiden, ob es<br />

politische Macht oder Verfügungsmacht<br />

ist. Viele sagen, ich hätte keine Macht. Das<br />

ist Unsinn, denn ich kann Leute kündigen,<br />

Leute anstellen, ich kann eine Bank kündigen<br />

und mir eine andere suchen. Ich habe<br />

also eine Verfügungsmacht, aber keine politische.<br />

Wichtig ist bei allem, wie man damit<br />

umgeht, mit Wohlstand, mit Freundschaft<br />

und eben auch mit Macht. Ich war da immer<br />

sehr demütig. Ich hatte ja nicht nur<br />

Erfolge, sondern habe auch Niederlagen erlitten,<br />

Stichwort „Arbeiter-Zeitung“, oder<br />

andere Dinge, die ich gegründet, bezahlt<br />

und wieder eingestellt habe. Und es gibt<br />

auch private Nieder lagen. Ich bin zweimal<br />

geschieden – nicht gerade eine Erfolgsstory,<br />

auch wenn jetzt in dritter Ehe wieder alles<br />

wunderbar ist. Da muss man einfach Demut<br />

lernen. Du musst im Sieg sehr bescheiden<br />

sein und in der Niederlage sehr stark.<br />

Das ist das, was ich auch meinen Leuten immer<br />

gesagt habe. Ich habe viele Freunde in<br />

der Politik und in der Wirtschaft, die ganz<br />

oben sind oder waren. Und ich habe manche<br />

fallen sehen – als Minister oder Generaldirektor<br />

– und gesehen, wie sie gelitten<br />

haben, weil sie nicht mehr so geachtet und<br />

begehrt wurden. Ein Dr. Vranitzky oder<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 51


„Wenn man Kaviar isst, sollte man nicht vergessen, wie gut ein Butterbrot schmeckt.“<br />

Und was ist Ihnen in Kärnten eigentlich<br />

„passiert“?<br />

In Kärnten ist mir vieles angeboten worden.<br />

Unter anderem das Hotel „Park’s“ am<br />

Seecorso in Velden, das ich dann auch gekauft<br />

habe. Zunächst 50:50 mit Partnern,<br />

jetzt habe ich 100 Prozent. Aber auch hier<br />

war es so, dass ich anfangs gar nicht wollte,<br />

ein Hotel mich nicht interessierte.<br />

auch ein Dr. Kreisky, die sind freiwillig<br />

zurück getreten und werden heute noch<br />

höchst geachtet. Andere dagegen leiden in<br />

höchs tem Maße, weil sie das alles nicht<br />

mehr haben. Darum ist es immer wichtig,<br />

wenn man Kaviar isst, nicht zu vergessen,<br />

wie gut ein Butterbrot schmeckt. Das predige<br />

ich immer meinen Leuten.<br />

Die kulinarischen oder touristischen<br />

Hotelprojekte – sind die Ihnen auch „passiert“<br />

oder war das eine Leidenschaft?<br />

Wein zum Beispiel. Ich war öfters eingeladen<br />

im Roten Haus am Nussberg, das dem<br />

großen Heurigenwirt Reinprecht gehörte.<br />

Der hat es mir irgendwann überraschend<br />

zum Kauf angeboten – ich habe es gekauft<br />

mit 1,7 Hektar Weingarten und von meinem<br />

Nachbar gleich 1,3 Hektar dazugepachtet.<br />

An sich war das alles viel zu teuer,<br />

aber ich hatte große Freude damit und wir<br />

haben es primär privat genutzt. Mit weiteren<br />

Zukäufen hatte ich dann bald 7 bis<br />

8 Hektar und ab 2003 habe ich dann unter<br />

der Marke „Rotes Haus“ Wein produziert<br />

und auch verkauft. Dann habe ich den Ökonomierat<br />

Mayer vom „Mayer am Pfarrplatz“<br />

gefragt, ob er nicht meinen Wein<br />

machen möchte. Er war einverstanden und<br />

Werbung für Werbung. Werbeguru<br />

Schmid präsentiert ein exzellentes<br />

Beispiel an Kreativität, wie Werbung<br />

in den <strong>Fokus</strong> gerückt wurde.<br />

Kaufhaus Steffl in der Wiener Innenstadt.<br />

Die Sky Bar im Dachgeschoß hat Schmid<br />

für sich gebaut – sie ist heute ein beliebter<br />

Treffpunkt im Herzen von Wien.<br />

hat mir in einem langen Gespräch gleich<br />

sein Weingut mit dem Heurigen angeboten.<br />

Eigentlich wollte ich keine Gastronomie<br />

mehr, wir hatten ja schon die Sky Bar und<br />

das Sky Restaurant. Andererseits war es<br />

aber verlockend 500 Meter von meinem<br />

Haus einen eigenen Heurigen zu haben. Ich<br />

habe mit den Kindern des Herrn Mayer gesprochen<br />

und sie waren alle einverstanden,<br />

dass ich die Nachfolge antrete. Weil sie der<br />

Meinung waren, dass es bei mir doch in guten<br />

Händen sei. Und sie sehen das auch heute<br />

noch so. Sein Sohn Franz Michael macht<br />

noch immer die Weine bei mir und seine<br />

Tochter leitet das Buffet. Wir haben ein sehr<br />

gutes Verhältnis. Ich habe noch weitere<br />

Wein gärten gepachtet. Heute bewirtschaften<br />

wir 70 Hektar in Wien und davon mehr<br />

als 55 Hektar im 19. Bezirk. Dann kam die<br />

„Schöne Aussicht“, wo ich sehr viel investiert<br />

und mit dem Denkmalamt restauriert<br />

habe. Ich wollte es, so wie mein Wirtshaus<br />

in Kärnten, zu einem Dorfwirtshaus machen.<br />

Das hat aber nicht gleich funktioniert.<br />

Dann begann es aber zu laufen und heute ist<br />

der „Pfarrwirt“ der Treffpunkt für Top-Leute<br />

für Kunst, Wirtschaft und Politik. Wieder<br />

mal in alles hineingeschlittert. Ohne Absicht.<br />

Aber jetzt mit Freude.<br />

Was würden Sie jungen Managern mitgeben?<br />

Was sollen wir aufnehmen aus Ihren<br />

Erfahrungen?<br />

Ich würde es in einem Satz festhalten: Produkte<br />

werden von Menschen erdacht, von<br />

Menschen gemacht, von Menschen vertrieben<br />

und von Menschen verbraucht –<br />

also hat doch der Mensch im Mittelpunkt<br />

allen Denkens zu stehen! Ich habe immer<br />

gesagt, der liebe Gott hat mich nicht auf die<br />

Welt geschickt, um Gewinne zu maximieren,<br />

und daran glaube ich ganz fest. Jungen<br />

Menschen kann man nur sagen: Fleißig<br />

und begeisterungsfähig sein, Ideen haben<br />

sowie den Mut, sie umzusetzen! Und ganz<br />

wichtig: Man muss die Menschen lieben.<br />

Einen Erfolg soll man gemeinsam feiern,<br />

nach einem Misserfolg keinen Schuldigen<br />

suchen, sondern sich zusammensetzen<br />

und schauen, wie man das besser machen<br />

kann. Ganz einfach.<br />

Sie sind ja auch Kunstsammler ...<br />

Sammler sind zielgerichtet und fanatisch.<br />

Ich bin beides nicht. Ich kaufe nur aus<br />

dem Bauch heraus, was mir gefällt, und<br />

das hat gut funktioniert. Ich lebe gern mit<br />

Bildern.<br />

<br />

Kreativität par excellence. Werbelegende<br />

Hans Schmid in seinem Büro vor einem<br />

Kunstwerk des Malers Dieter Roth, das an der<br />

Wand beliebig verdreht werden kann und so<br />

immer neue Perspektiven präsentiert.<br />

52 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


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BUSINESS<br />

Text Ingeborg Drahos<br />

Fotos EDI-Real, Shutterstock<br />

EDI-REAL IMMOBILIENSOFTWARE<br />

NEUE TECHNOLOGIE<br />

IM DOPPELPACK<br />

Als einzige Immobiliensoftware bietet EDI-Real mit Jahresende dem Immobilienmakler zusätzlich<br />

zur seit über zehn Jahren bewährten Java-Client-Version eine neue Browserversion basierend<br />

auf modernster Webtechnologie. Aber nicht nur das: EDI-Real wird im Zuge der Entwicklung der<br />

Browserlösung die Leistungsvielfalt der bestehenden, am PC des Anwenders installierten<br />

Java-Client-Server-Software vergrößern.<br />

Individuell. Ob neue Browserversion oder bewährte Java-Client-Version – jeder User entscheidet<br />

individuell, wo, wie und mit welcher Softwarelösung er arbeiten möchte.<br />

LEITSATZ ZUR WEITERENTWICKLUNG.<br />

„Ich arbeite, wie es mir gefällt und nütze<br />

von jeder Technologie die Vorteile.“<br />

Das ist der Grundgedanke von EDI-Real,<br />

wie Christian Kaindl von der Systemeignerin<br />

SNC AG betont. „An diesem<br />

Leitsatz orientierte sich die komplette<br />

Weiterentwicklung von EDI-Real in den<br />

letzten zwölf Monaten. Mit der neuen<br />

Browserversion treiben wir unser Ziel<br />

eines orts-, betriebssystem- und geräteunabhängigen<br />

Softwareprodukts weiter<br />

voran. Diese Browserlösung beinhaltet<br />

im ersten Schritt alle wichtigen Funktionen<br />

für die tägliche Arbeit des Immobilienmaklers<br />

und wird diese nicht unwesentlich<br />

erleichtern.“<br />

54 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


EDI-Real bietet nun die bewährte Java-Client-Version und eine Browserversion für Markler an.<br />

Testen. Mag. Marco Felice von der EDIORG<br />

Software GmbH bietet interessierten Immobilienbüros<br />

die beiden Softwareversionen bis Ende<br />

Februar 2013 zum kostenlosen Testen an.<br />

ZWEI VERSIONEN, DOPPELT STARK.<br />

Durch die Kombination der zwei Technologien<br />

können bestehende User und<br />

Neukunden die Vorteile der gewohnten<br />

Java-Client-Version nutzen. Darüber hinaus<br />

bietet das moderne Look & Feel der<br />

neuen Browserversion eine zusätzliche<br />

Usability. Die Java-Client-Version glänzt<br />

im Vergleich zu am Markt bestehenden<br />

Browserlösungen mit einer schnellen<br />

Bildkomprimierung und einem raschen<br />

Bild-Upload, der Ausgabe und Verwendung<br />

von bearbeitbaren Word-Vorlagen<br />

sowie einer hohen Softwarestabilität<br />

durch Installation. Die Browserversion<br />

von EDI-Real punktet mit Kompatibilität<br />

auf jeglichen Endgeräten und Betriebs-<br />

systemen, individuell gestaltbarem Dashboard,<br />

einer Ausgabe von Dokumenten in<br />

PDF, moderner Usability und Design sowie<br />

einem Ansichts- und Bearbeitungsmodus.<br />

„Jeder Anwender entscheidet individuell,<br />

wo, wie und mit welcher Version<br />

er arbeiten möchte. Um sich einen Eindruck<br />

von beiden Softwareversionen zu<br />

machen, können Interessenten EDI-Real<br />

bis Ende Februar 2013 kostenlos testen“,<br />

so Mag. Marco Felice von der EDIORG<br />

Software GmbH.<br />

NEUE FUNKTIONEN, AUSBAU MARKT-<br />

FÜHRERSCHAFT. Im Zuge der Entwicklung<br />

der Browserlösung wurden neue<br />

Funktionen in die bestehende Java-Client-Version<br />

von EDI-Real integriert, die<br />

2013 auch noch weiter ausgebaut werden<br />

sollen. So ist es beispielsweise zukünftig<br />

möglich, das Angebotswesen individuell<br />

für das eigene EDI-Real-Büro automatisch<br />

zu administrieren. Derzeit arbeiten in<br />

Österreich über 420 Immobilienbüros mit<br />

der Softwarelösung EDI-Real. Mit dem<br />

neuen, moderneren Produktportfolio will<br />

die EDIORG Software GmbH die bestehenden<br />

Kunden noch besser bedienen<br />

und vor allem auch Neukunden ansprechen.<br />

„Um unsere Marktführerschaft in<br />

Österreich weiter auszubauen, werden<br />

wir unsere Vertriebswege umstrukturieren<br />

und unseren Firmenauftritt neu gestalten“,<br />

gibt Felice einen Ausblick. <br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 55


www.intelligenteswohnen.at<br />

DIE WISAG GEHÖRT ZU DEN FÜHRENDEN FACILITY MANAGEMENT UNTERNEHMEN IM DEUTSCH-<br />

SPRACHIGEN RAUM. Philosophie und gleichzeitig Erfolgsrezept des Unternehmens ist es, alle infrastrukturellen<br />

und technischen Dienstleistungen rund um das Gebäude mit eigenen Mitarbeitern zu erbringen – ein wesentliches<br />

Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen vergleichbaren Anbietern.<br />

Seit 1995 am österreichischen Markt tätig, beschäftigt die WISAG Service Holding Austria GmbH rund 1.000<br />

Mitarbeiter. Die von der WISAG angebotenen Dienstleistungen sind in fünf Bereiche unterteilt: Facility Management,<br />

Gebäude- und Betriebstechnik, Reinigung, Sicherheit und Inhouse Logistik. Der Hauptsitz befindet sich in<br />

Wien. Weitere Niederlassungen gibt es in Innsbruck, Salzburg, Graz und Linz.<br />

Wisag Gebäude- und Betriebstechnik Gmbh & CoKG, Landstraßer Hauptstraße 99/3A, 1030 Wien,<br />

Tel. +43 1 7154102, DI Ingo Linke, Niederlassungsleiter Österreich, Tel. +43 664 235 46 49, ingo.linke@wisag.at, www.wisag.at<br />

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56 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


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geworden. Die Anforderungen an die Intelligenz eines Gebäudes sind in den letzten Jahren stetig<br />

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energieeffizienten Bauens und Wohnens, realisierbar. Für die Gebäudeautomation bietet Beckhoff ein<br />

durchgängiges, skalierbares Steuerungssystem: von der PC- und Ethernet-basierten Steuerung bis zum<br />

modularen I/O-System zur Erfassung sämtlicher Datenpunkte im Gebäude.<br />

Christian Pillwein<br />

BECKHOFF Automation GmbH<br />

A-6706 Bürs, Hauptstraße 4<br />

T +43 (5552) 68813 20, F +43 (5552) 68813 18, M +43<br />

(664) 2431205, E c.pillwein@beckhoff.at/building,<br />

I www.beckhoff.at<br />

<br />

<br />

<br />

Die Mitarbeiter/-innen von IKAtec bieten kundenorientierte, kompetente und effiziente Dienstleistungen und<br />

Produkte in allen Anwendungsgebieten der Elektrotechnik.<br />

Durch Beratung, Planung, Durchführung/Montage und Wartung aus einer Hand sowie technisches Knowhow<br />

auf dem neuesten Stand wird sowohl dem Privat- als auch dem betrieblichen Kunden ein Höchstmaß<br />

an individuellem Nutzen und Freude an komfortablen und innovativen elektrotechnischen Produkten geboten.<br />

Technischer Schwerpunkt sind innovative Lösungen im Bereich der BUSgesteuerten Elektroinstallation, die<br />

für Passiv- und Niedrigenergiehäuser, Privat- und Betriebskunden neue, auf individuelle Bedürfnisse angepasste<br />

Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Wesentlicher Augenmerk wird dabei – sowohl in der Beratung und<br />

Planung als auch in Durchführung und Wartung – auf die Zusammenarbeit mit den am Projekt beteiligten an<br />

deren Gewerken gelegt (Baumeister, Architekt, Gas-Wasser-Heizungs-Installateur, Wohndesign, Heizungs<br />

techniker ...) bzw. eine für den individuellen Kunden optimierte und ins Gesamtsystem integrierte Steuerung<br />

von Elektrogeräten, Heizung, Beschattung, Beleuchtung, EDV … angestrebt<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 57


BUSINESS<br />

Text Alexander Scheuch, Walter Thomas<br />

Fotos AFI, Raffalt, Anastasia Osipova, Bondi Consult, FOKUS, Beigestellt<br />

EIN ÜBERBLICK DER VERANSTALTUNGEN<br />

IM FOKUS<br />

FOKUS immer mit dabei ...<br />

10-JÄHRIGES WEIHNACHTSJUBILÄUM<br />

BONDI PUNSCH 2012<br />

Persönliche Einladung folgt.<br />

Zauberer<br />

Paul Sommersguter<br />

GF Erhard Kroupa, Einrichtungswerkstätten,<br />

Ing. Ferdinand Hager, SET<br />

SAVE THE DATE<br />

10. PUNSCH BEI BONDI<br />

12.12.2012<br />

Achtung! Neue Location:<br />

Stiegl Ambulanz, Alserstraße 4, 1090 Wien<br />

Gastgeber Dr. Anton Bondi<br />

Team Cserni - Katharina Pober,<br />

Martin Cserni in Begleitung seiner Frau,<br />

DI (FH) Michaela Gigl<br />

Familie Bondi sen. und Schwester<br />

Die Immobilienbranche gab sich über<br />

Einladung von Dr. Anton Bondi de Antoni<br />

ein Stelldichein in der Stiegel Ambulanz<br />

im Herzen von Wien.<br />

Eine liebgewordene Tradition jährte sich<br />

heuer zum 10. Mal und viele Wegbegleiter,<br />

Geschäftsfreunde und Partner genossen<br />

in vorweihnachtlicher Stimmung<br />

das Ambiente und ein herzliches Gettogether.<br />

Dr. Anton Bondi und sein bewährtes<br />

Team konnten im Rahmen der<br />

für das beson dere Jubiläum ausgewählten<br />

Location im Alten AKH über 200 Personen<br />

begrüßen, wobei die Gäste dabei<br />

regelrecht verzaubert wurden.<br />

FOKUS gratulierte Dr. Bondi und seinem<br />

Team recht herzlich zur ausgezeichneten<br />

Organisation, die last but not least auch<br />

heuer wieder in den bewährten Händen<br />

der charmanten Marketing-Lady Elisabeth<br />

Weisskirchner lag.<br />

58 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


„10. Punsch bei Bondi“<br />

Stadtbaudirektorin DI Brigitte Jilka,<br />

Senatsrat DI Werner Schuster,<br />

Günter Rath, Domus Wohnbau<br />

Mag. Manuela Ponesch-Urbanek, TPA,<br />

DDr. Manfred Moschner, ACS<br />

Dr. Anton Bondi, Saska Hayde<br />

Dr. Peter Pendl, Dr. Pendl<br />

& Dr. Piswanger, Dr. Anton Bondi<br />

Erwin Atzmüller, BTV, Mag. Ulrike<br />

Haslauer, Compact Electric,<br />

Ursula Gruber, BAWAG P.S.K.<br />

Verena Haas, Aucon Group,<br />

Mag. Daniela Keusch, Wiener Städtische<br />

Versicherung<br />

Dr. Karl-Heinz Moser, Confida, Dr. Anton<br />

Bondi<br />

Mag. Edmund Schmickl, VBI,<br />

Dkfm. Andreas Burkhardt, VB Hungary (re.)<br />

und Begleitung<br />

Mag. Peter Engert, DI Helmut Stekovits,<br />

Siemens Gebäudemanagement,<br />

Mag. Markus Neurauter, Raiffeisen evolution<br />

Monika Freiberger, WSE, Christian<br />

Bodisz, Marx <strong>Media</strong><br />

Mag. Wolfgang Scheibenpflug, EHL,<br />

Ing. Karl Hofbauer, RWA, Bm. Martin<br />

Sieger, BME<br />

Dr. Raimund Machowetz, MBT Advisory<br />

Group Ing. Martin Koczy, Project M, Ing.<br />

Wolfgang Dvorak, Strabag<br />

Andreas Pulides, Alu-König Stahl,<br />

DI Nikolaus Pervulesko, Prof. Heinz<br />

Neumann und Gattin<br />

MMag. Johannes Baillou, Dr. Daniela<br />

Witt-Dörring, Weber Maxl & Partner<br />

Ing. Arno Hemala,<br />

Mag. Ing. Herbert Wegleitner<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 59


ALUMINIUM-ARCHITEKTUR-PREIS 2012 UND 25 JAHRE ALUMINIUM-FENSTER-INSTITUT<br />

AUSZEICHNUNG FÜR SCHULZENTRUM GRIESKIRCHEN<br />

FOKUS, vertreten durch Verlagsleiter Walter Thomas und Herausgeber<br />

Dr. Alexander Scheuch, gratulierten GF Mag. Harald Greger zum Jubiläum.<br />

v.l.: Der stolze Preisträger DI Bernhard Marte, Marte.Marte, Abg. z. NR<br />

Wolfgang Großruck, langjähriger Bgm. von Grieskirchen.<br />

Hochkarätige Gäste und Laudatoren. Alu-Unternehmer Mag. Peter König, Univ.-Prof. Dr. Fritz Scheuch (WU Wien), Hausherr Mag. Roman Eisenmagen<br />

(Erste Bank), Architekt Mag.arch. Walter Stelzhammer (Präsident der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, NÖ, Burgenland).<br />

Rund 200 Gäste kamen zur festlichen<br />

Veranstaltung „25 Jahre Aluminium-Fenster-Institut“.<br />

Gefeiert wurde am 14. November<br />

2012 in der Erste Lounge über den<br />

Dächern Wiens. An das Vorarlberger Architekturbüro<br />

Marte.Marte ging der Alumi<br />

nium-Architektur-Preis 2012 der Gemeinschaftsmarke<br />

ALU-FENSTER. Ausgezeichnet<br />

wurden die Architekten für den<br />

Neubau des Schulzentrums Grieskirchen<br />

in Oberösterreich.<br />

Diese Einreichung überzeugte die Jury<br />

insbesondere durch die Situierung des Gebäudes<br />

im Gelände und die differenzierten<br />

Erschließungen. Als bemerkenswert<br />

hervorgehoben wurde zudem die elegante<br />

architektonische Lösung, die das große<br />

Volumen geschickt bewältigt. Speziell für<br />

eine Ortschaft dieser Größe in einem ländlichen<br />

Umfeld ist das Projekt vorbildlich.<br />

Das Schulzentrum überzeugt mit innenund<br />

außenräumlichen Qualitäten, wobei<br />

speziell der kreative Umgang mit dem vorgesetzten<br />

Sonnenschutz das Gebäude gelungen<br />

strukturiert. Die bodenbündigen<br />

Fenster aus schwarzen Aluminiumprofilen<br />

sorgen für eine lebendige Fassade. Das Aluminium-Profilsystem<br />

ist bestimmend für<br />

die Struktur. Insgesamt wurden der Jury<br />

– Christian Ambos (SUE Architekten,<br />

Preisträger Aluminium-Architektur-Preis<br />

2010), Kinayeh Geiswinkler-Aziz (Bundeskammer<br />

der Architekten und Ingenieurkonsulenten),<br />

Robert Lechner (Österreichisches<br />

Ökologie Institut), Andreas<br />

Renner (Aluminium-Fenster-Institut) und<br />

Much Untertrifaller (Architekturstiftung<br />

Österreich) – 30 Projekte zur Bewertung<br />

vorgelegt. Der Preis wurde von der Architekturstiftung<br />

Österreich, der Bundeskammer<br />

der Architekten und Ingenieurkonsulenten<br />

und dem Aluminium-<br />

Fenster-Institut (AFI) heuer zum achten<br />

Mal vergeben.<br />

Wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung<br />

war die Würdigung von 25 Jahren<br />

Aluminium-Fenster-Institut und der unermüdlichen<br />

und akribischen Arbeit und<br />

Leidenschaft von Mag. Harald Greger für<br />

Aluminium und dessen kontinuierlichen<br />

positiven Imagewandel.<br />

60 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


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OST-RUSSLAND HAT GROSSES POTENZIAL FÜR ÖSTERREICHISCHE FIRMEN<br />

HANDEL ZWISCHEN ÖSTERREICH<br />

UND RUSSLAND IST AUSBAUFÄHIG<br />

Bereichen Infrastruktur, Medizintechnik,<br />

Umwelttechnologien, Landwirtschaft und<br />

Tourismus am russischen Mark hervor.<br />

Vor allem im Osten Russlands, dem europäischen<br />

Teil des riesigen Landes, ist großes<br />

Potenzial für österreichische Unternehmen<br />

vorhanden. „Kooperationen im<br />

Technologiesektor und Know-how-Transfer<br />

könnten auch Europa aus der derzeiv.l.:<br />

ORFG Generalsekretär Florian Stermann,<br />

WKO-Präsident Christoph Leitl, ORFG-Präsident<br />

Dkfm. Dr. Ludwig Scharinger<br />

Österreichische Firmen nutzen die<br />

Chancen vor allem im europäischen Teil<br />

Russlands noch immer zu wenig. Das<br />

erklärte Wirtschaftskammer-Präsident<br />

Christoph Leitl als Gastredner beim<br />

Jour Fixe der Österreichisch-Russischen<br />

Freundschaftsgesellschaft (ORFG). Präsident<br />

Leitl hob die großen Chancen für<br />

Österreichs Wirtschaft, vor allem in den<br />

v.l.: FOKUS-Vertriebsleiter Wolfgang Schebek,<br />

Dr. Max Huber, Max Huber & Partner, ORFG-<br />

Präsident Dkfm. Dr. Ludwig Scharinger<br />

tigen Wirtschaftskrise helfen“, so Christoph<br />

Leitl. Derzeit verfügen rund 450<br />

österreichische Firmen über Niederlassungen<br />

in Russland.<br />

Sowohl die österreichischen Exporte nach<br />

Russland als auch die Importe aus Russland<br />

wachsen konstant. Im ersten Halbjahr<br />

2012 betrug der Exportzuwachs drei Prozent.<br />

Der Import russischer Waren nach<br />

Österreich stieg hingegen um 18 Prozent.<br />

Für den Präsidenten der Österreichisch-<br />

Russischen Freundschaftsgesellschaft Dr.<br />

Ludwig Scharinger ist diese Entwicklung<br />

ein klares Signal, die Wirtschaftskontakte<br />

mit Russland noch deutlich zu verbessern.<br />

Scharinger: „Österreichische Firmen täten<br />

gut daran, die Chancen, die der russische<br />

Markt bietet, noch viel besser zu<br />

nutzen. Die ORFG ist dafür der ideale<br />

Ansprechpartner.“<br />

VIENNA’S HIGHEST LEVEL<br />

DC-TOWER 1 – DACHGLEICHE UND HAUSFÜHRUNG<br />

FOKUS-Verlagsleiter Walter Thomas und<br />

Marketing-Lady Yana Boyer-Telmer, BAI<br />

Bauträger Austria Immobilien<br />

Wien hat ein neues Wahrzeichen: Im<br />

DC Tower 1 feierten die Stadt und die<br />

Bauträger gemeinsam offiziell die Dachgleiche.<br />

Der DC Tower kombiniert architektonische<br />

Ästhetik mit modernster<br />

„grüner“ Bauweise und Funktionalität. Er<br />

wird als einer der ersten österreichischen<br />

Yana Boyer-Telmer, BAI, GF Mag.<br />

(FH) Michael Zöchling, BAR bareal<br />

Immobilientreuhand<br />

Bürotürme nach den Energie- und Nachhaltigkeitserfordernissen<br />

für ein „Green<br />

Building“ errichtet und ausgestattet. Für<br />

die spektakuläre Architektur zeichnet der<br />

französische Stararchitekt Dominique<br />

Perrault veranwortlich, der in den 90er-<br />

Jahren unter anderem die französische<br />

Nationalbibliothek und den Europäischen<br />

Gerichtshof in Luxemburg realisiert hat.<br />

Auf 220 m Höhe verfügt der Tower ingesamt<br />

über eine Nettonutzfläche von ca.<br />

72.700m 2 . Der Großteil ist für Büroflächen<br />

vorgesehen. In den untersten 15<br />

Etagen wird die spanische Meliá-Gruppe<br />

ein ML Hotel eröffnen. Weitere Highlights<br />

stellen ein Fitnesscenter sowie ein<br />

Restaurant und eine Sky Bar im 57. und<br />

58. Stock dar. In den Geschoßen 53 bis 56<br />

werden exklusive Lofts vermietet.<br />

Anlässlich eines Pressegespräches wurden<br />

die Baufortschritte des – mit einem Gesamtinvestitionsvolumen<br />

von rund zwei<br />

Milliarden Euro – größten österreichischen<br />

Immobilienprojekts präsentiert<br />

und besichtigt.<br />

Bei starkem Wind, aber herrlichem Panorama<br />

konnte das höchste Gebäude Wiens<br />

und dritthöchste in Europa besichtigt<br />

werden.<br />

62 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Text Frank Kempter<br />

Foto Beigestellt<br />

BUSINESS<br />

ENERGIEAUSWEIS<br />

SCHÄRFERE REGELN<br />

Ein zahnloser Tiger bekommt Biss: Die Regelungen zum Energieausweis wurden<br />

mit 1. Dezember 2012 deutlich verschärft.<br />

NEUES GESETZ. Schon seit 2009 sind<br />

Immobilieneigentümer verpflichtet, sich<br />

einen Energieausweis für ihre Immobilie<br />

ausstellen zu lassen. Das gilt für die Mehrzahl<br />

der Immobilien, die verkauft oder<br />

vermietet werden sollen, es gibt nur wenige<br />

Ausnahmen. Allerdings wurde der<br />

Energieausweis bisher von vielen als eher<br />

zahnloses Instrumentarium angesehen,<br />

denn es gab keine wirksamen Sanktionen,<br />

wenn ein Hausbesitzer sich nicht um<br />

den Energieausweis kümmerte. Ab dem<br />

1. Dezember 2012 gilt nun das neue Energieausweis-Vorlage-Gesetz<br />

mit strengeren<br />

Regeln, weiß das Immobilienportal<br />

immowelt.at. Ein neu auf immowelt.at<br />

integrierte Energieausweis ermöglichst es<br />

jetzt Anbietern, Exposés unkompliziert<br />

um die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen<br />

zum Heizwärmebedarf und<br />

dem Gesamtenergieeffizienzfaktor anzureichern.<br />

„Wohnungssuchende können<br />

jetzt bei immowelt.at auf den ersten<br />

Blick erkennen, wie energieeffizient ihre<br />

Wunschimmobilie ist“, erläutert Carsten<br />

Schlabritz, Vorstand der Immowelt AG.<br />

HOHE GELDBUSSEN FÜR ENERGIE-<br />

AUSWEIS-VERWEIGERER. Energieausweis-Verweigerer<br />

müssen künftig mit<br />

einem empfindlichen Bußgeld rechnen.<br />

In einigen Fällen drohen sogar Schadenersatzansprüche.<br />

Der Energieausweis<br />

muss immer dann vorgelegt werden,<br />

wenn eine Immobilie verkauft oder vermietet<br />

werden soll. In ihm sind der<br />

Heizwärmebedarf und der Gesamtenergieeffizienzfaktor<br />

aufgeführt, sodass der<br />

Mieter oder Käufer einen guten Überblick<br />

über die zu erwartenden Heizkosten hat.<br />

Neu ist, dass bereits in den Verkaufs- und<br />

Vermietungsinseraten die Werte aus dem<br />

Energieausweis angegeben werden müssen.<br />

Bei Verstößen drohen Geldbußen bis<br />

zu 1.450 Euro.<br />

ENERGIEAUSWEIS FRÜHZEITIG VOR-<br />

LEGEN. Der Energieausweis soll dem<br />

Mieter oder Käufer schon während der<br />

Vertragsverhandlungen vorgelegt werden.<br />

Geschieht dies nicht, muss er spätestens<br />

14 Tage nach Vertragsabschluss<br />

nachgeliefert werden. Andernfalls kann<br />

der Käufer oder Mieter die Vorlage des<br />

Ausweises klageweise erzwingen oder<br />

aber selbst einen erstellen lassen und dem<br />

Verkäufer in Rechnung stellen.<br />

HAFTUNG FÜR RICHTIGE ANGABEN IM<br />

ENERGIEAUSWEIS. Neu ist auch, dass<br />

der Verkäufer beziehungsweise der Vermieter<br />

für die Richtigkeit des Ausweises<br />

haftet. Dies bedeutet nicht, dass der<br />

Käufer oder Mieter bereits dann Ansprüche<br />

geltend machen kann, wenn sein tatsächlicher<br />

Energieverbrauch höher liegt,<br />

als im Ausweis angegeben – dies kann<br />

auch auf das Heizverhalten zurückzuführen<br />

sein. Eine Haftung besteht aber<br />

dann, wenn der Ausweis inhaltlich falsch<br />

ist. Wird trotz der klaren gesetzlichen<br />

Regelung kein Energieausweis vorgelegt,<br />

gilt diejenige Energieeffizienz als vereinbart,<br />

die typisch für Gebäude gleicher Art<br />

und gleichen Alters sind. Die mögliche<br />

Konsequenz für den Verkäufer oder Vermieter:<br />

Stellt sich heraus, dass der energetische<br />

Zustand diesem Standard nicht<br />

entspricht, kann er mit Gewährleistungsansprüchen<br />

oder einer Preisminderung<br />

konfrontiert werden.<br />

BEGRENZTE HALTBARKEIT. Das Dokument<br />

hat eine Gültigkeit von zehn Jahren<br />

und muss dann neu angefertigt werden,<br />

mahnt immowelt.at. Alte Ausweise,<br />

die vor dem 1. Dezember 2012 nach dem<br />

bisherigen Regelwerk ausgestellt wurden,<br />

enthalten weniger Kennzahlen und<br />

sind damit weniger aussagekräftig. Sie<br />

behalten aber dennoch weiterhin ihre<br />

Gültigkeit. Mit der Neuregelung wurden<br />

die Vorgaben der europäischen Richtlinie<br />

2010/31/EU national umgesetzt. Ziel<br />

und Zweck des Energieausweises ist es,<br />

Käufer und Mieter darüber zu informieren,<br />

wie der energetische Zustand des<br />

Gebäudes ist. Die Marktgängigkeit besonders<br />

energiesparender Gebäude wird<br />

durch diese Transparenz verbessert, was<br />

einen Anreiz für energetische Sanierungen<br />

darstellt.<br />

AUSWEIS FÜRS GEBÄUDE, NICHT FÜR<br />

EINZELNE WOHNUNGEN. Bei einem<br />

Mehrfamilienhaus muss der Eigentümer<br />

lediglich einen Ausweis für das gesamte<br />

Haus vorlegen. Bei einer gemischten<br />

Nutzung eines Gebäudes, wenn also beispielsweise<br />

im Erdgeschoß Ladeneinheiten,<br />

im ersten Stock Büros oder Praxen<br />

und darüber Wohnungen untergebracht<br />

sind, ist für jede Nutzungsart ein separater<br />

Ausweis nötig. Umgekehrt kann aber<br />

auch ein Ausweis eines anderen vergleichbaren<br />

Gebäudes für das eigene herhalten.<br />

So kann – wenn die Vergleichbarkeit<br />

gegeben ist – ein Ausweis für die eine<br />

Hälfte eines Doppelhauses für die andere<br />

als Nachweis ausreichend sein.<br />

WENIGE AUSNAHMEN. Grundsätzlich<br />

gibt es bei der Energieausweispflicht nur<br />

wenige Ausnahmen: Diese betreffen<br />

kleine Gebäude mit weniger als 50 Quadratmetern<br />

Nutzfläche, Werkstätten,<br />

Industriebauten und landwirtschaftliche<br />

Nutzgebäude mit geringem Energiebedarf.<br />

Ferner Gebäude, die nur sporadisch<br />

genutzt werden, sofern höchstens ein<br />

Viertel der Energie verbraucht wird, die<br />

bei einer Ganzjahresnutzung zu erwarten<br />

wäre. Außerdem besteht für provisorische<br />

Gebäude mit einer Nutzungsdauer<br />

von bis zu zwei Jahren keine Energieausweispflicht.<br />

<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 63


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Christian Prenger<br />

Fotos Erste Bank, Fraunhofer Austria/MEV-Verlag, Germany, Capgemini Consulting, LinkedIn<br />

NEWS<br />

SPARBUDGET<br />

ALTERNATIVE ANLAGE<br />

Die berühmte hohe Kante steht offenbar unter Druck. 4.250<br />

Euro wollen die Befragten in den nächsten 12 Monaten sparen oder<br />

anlegen. Im Vergleichszeitrum im letzten Jahr lag dieser Betrag<br />

noch bei 5.720 Euro, also ein Minus von 26 Prozent. Das ergab die<br />

neue Integral-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.<br />

„Ein Trend, der sich schon seit Jahresbeginn durchzieht“, weiß<br />

Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand. Wenig überraschend<br />

bleibt trotz niedriger Zinsen das Sparbuch top, 7 von 10<br />

Österreichern wollen weiter so Rücklagen schaffen. Auf Bausparverträge<br />

schwören knapp 60 Prozent, eine Lebensversicherung<br />

wollen 4 von 10. Niedrige Zinsen am Sparbuch und eine Inflationsrate<br />

von aktuell 2,8 Prozent lässt die Sparer aber auch wieder nach<br />

alternativen Anlageformen<br />

suchen. Die Österreicher<br />

möchten in den<br />

kommenden Monaten<br />

in Immobilien (19 Prozent),<br />

Gold (12 Prozent),<br />

Anleihen (12 Prozent)<br />

und Aktien (11<br />

Prozent) investieren.<br />

Aktuell planen 35 Prozen<br />

Anschaffungen wie<br />

Wohnung, Auto oder<br />

Renovierung.<br />

INNOVATIONSPOTENZIAL<br />

KOLLEKTIVE INTELLIGENZ<br />

Jede Menge ungenütztes<br />

Innovationspotenzial<br />

orten die Wissenschaftler<br />

der Fraunhofer Austria<br />

Research GmbH in Österreichs<br />

Unternehmen: Sowohl<br />

Beschäftigte als<br />

auch Stakeholder sind<br />

viel zu wenig in Verbesserungsprozesse integriert. Mit dem<br />

neuen Konzept „Corporate Capability Management“ soll aber<br />

natürlich alles besser werden. Beispiele für erfolgreiche Strategien<br />

gibt es: Opel Wien hat im Vorjahr 16.190 Iinitiativen<br />

gesammelt und damit 2,6 Millionen Euro gespart. Der Ansatz<br />

von Fraunhofer Austria setzt auf ein integriertes und abgestimmtes<br />

Methodenset zur Aktivierung aller Potenziale, denn<br />

Betriebe leben nicht nur von Ideen ihrer Mitarbeiter für ihre Produkte,<br />

Prozesse und Dienstleistungen. Alle am Unternehmen<br />

interessierten Personengruppen wie ehemalige Mitarbeiter,<br />

Kunden oder Lieferanten gelten als weitere potenzielle Kreativquellen.<br />

„Wir müssen die kollektive Intelligenz des Unternehmens<br />

nutzen“, betont Geschäftsführer Wilfried Sihn. „Gerade<br />

bei den Stakeholdern gibt es ein ungenutztes Ideenreservoir mit<br />

einem enormen Wert. Es geht um Know-how, das einen wichtigen<br />

Beitrag für die Innovationen leisten kann, die ein Unternehmen<br />

heute für Erfolge dringend benötigt.“<br />

CHANGE-MANAGEMENT<br />

INNERE BEREITSCHAFT<br />

Veränderungen zählen zum Dauerzustand von großen Unternehmen<br />

– aber es sind vor allem Führungskräfte im mittleren<br />

Management nur schlecht vorbereitet, internen Wandel zu vollziehen.<br />

Zusätzlich verfügen sie selbst über zu wenig Erfahrung<br />

im Umgang mit sozialen Medien und setzen damit oft auf hierarchisch<br />

gesteuerte Veränderung. Diese Szenario skizziert jetzt<br />

eine Studie der Strategieberatung Capgemini Consulting. „Der<br />

Erfolg von Transformationsprojekten liegt heute in den Händen<br />

von Führungskräften, die häufig nicht gewillt oder nur schlecht<br />

auf diese Herausforderung vorbereitet sind“, verkündet Studienautorin<br />

Imke Keicher. Die Gründe sind vor allem Angst um den<br />

Einfluss- und Statusverlust sowie die dichte Taktung der Veränderungsprojekte<br />

in den letzten Jahren. „Die Generation Y sieht<br />

den Wandel eher positiv.<br />

Somit kann man ihren Veränderungswillen<br />

nutzen, indem<br />

man sie in Entscheidungen<br />

einbindet und die Ansprache<br />

emotional gestaltet“, unterstreicht<br />

Keicher. Auch die Befragten<br />

sehen einen zentralen<br />

Aspekt. 74 Prozent meinen,<br />

dass sich Veränderungen nur<br />

schwer aufzwingen lassen,<br />

wenn die Mitarbeiter nicht<br />

innerlich bereit sind.<br />

Imke Keicher,<br />

Capgemini Consulting<br />

64 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


RECRUITING-MARKT<br />

TELEFONISCHE<br />

BEWERBUNG<br />

Das Smartphone als Tool für<br />

Jobsuche: Mit Erreichen der<br />

3-Millionen-Mitglieder-Marke in<br />

Deutschland, Österreich und der<br />

Schweiz möchte sich LinkedIn<br />

verstärkt mit „Mobile Recruiting“<br />

beschäftigen. Eine Studie, die Bitkom<br />

Research für jenes Business-<br />

Netzwerk durchführte, kommt zu<br />

der Erkenntnis, dass 42 Prozent<br />

aller Befragten mobile Applikationen<br />

für Erstontakte oder Bewerbungen<br />

nutzen. 35 Prozent sind<br />

der Meinung, dass so die Interaktion<br />

zwischen Unternehmen<br />

und Bewerbern erleichtert wird.<br />

42 Prozent suchen nicht nur Stellen,<br />

sondern nutzen mobile Lösungen<br />

auch für die Bewerbung.<br />

15 Prozent haben ihre Arbeitszeit<br />

verwendet, um sich heimlich mobil<br />

über neue Stellen zu informieren<br />

oder sogar konkret zu bewerben.<br />

„Unsere Umfrage zeigt, wie<br />

wichtig es ist, das Thema Innovation<br />

ständig voranzutreiben. Die<br />

Bedürfnisse von Mitgliedern und Kunden ändern sich fortlaufend“,<br />

analysiert Ariel Eckstein, Managing Director EMEA von<br />

LinkedIn. Für Personalmanager scheint sich eine zusätzliche<br />

neue Perspektive zu eröffnen: verstärkter Telefondienst.<br />

MOBIL-REVOLUTION<br />

GEÄNDERTES<br />

PROGRAMM<br />

85 Prozent der<br />

Entscheider sehen<br />

durch Apps<br />

tiefgreifende Änderungen<br />

auf die<br />

Bankbranche zukommen.<br />

2011<br />

hatten sich viele<br />

Kreditinstitute<br />

diesem Trend<br />

verschlossen –<br />

da glaubten nur<br />

20 Prozent, dass<br />

jene Programme<br />

ein ähnliche Revolution<br />

auslösen wie einst das Online-Banking. Das zeigt der<br />

„Branchenkompass 2012 Kreditinstitute“ in Deutschland von<br />

Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-<br />

Institut. „Smartphones und Tablet-PCs werden zu einer ähnlichen<br />

Veränderung führen wie einst das Internet mit seinen<br />

Möglichkeiten“, sagt Klaus Schilling von Steria Mummert Consulting.<br />

Um diesen Trend nicht zu verpassen, wollen 44 Prozent<br />

der Banken noch 2012 oder 2013 in konkrete Projekte investieren.<br />

Weitere 37 Prozent planen mittel- bis langfristig Geldaufwendungen<br />

für mobile Anwendungen. Doch die Art der Projekte<br />

hat sich verschoben. Während viele Macher primär<br />

spielerische Apps launchten, rücken jetzt Applikationen mit<br />

Mehrwert in den <strong>Fokus</strong>. Besonders österreichische Banken<br />

zeigen sich hier aktiv: 60 Prozent haben das Budget für Transaktions-Apps<br />

fest eingeplant.<br />

GETRÄNKEINDUSTRIE<br />

HARTE BANDAGEN<br />

Ein globaler Fernsehspot von SodaStream, Spezialist für Trinkwassersprudler, sorgte für Aufruhr<br />

in Großbritannien. Clearcast, eine Organisation, die über die Ausstrahlung entscheidet, hat<br />

jenen Auftritt verboten. Begründung: Der Streifen würde nahelegen, nicht mehr im Supermarkt<br />

Softdrinks zu kaufen, sondern einen Trinkwassersprudler zu verwenden und damit die<br />

Umwelt zu schützen. Das sei eine Verunglimpfung der Getränkeindustrie. Gezeigt wird, wie<br />

sich bei jedem Einsatz eines Gerätes Plastikflaschen in Luft auflösen. Das rote Design der<br />

Flaschen erinnert provokant an Coca-Cola und soll auf den PET-Müll verweisen, der<br />

sich durch jene Alternative quasi per Knopfdruck erledigt, so die Intention der Macher.<br />

Gesprudelt haben dürfte es wahrscheinlich auch in der Chefetage des Getränkekonzerns,<br />

wo man die Sache garantiert anders bewertet. Daniel Birnbaum, CEO von<br />

SodaStream, sieht sich jedenfalls im Recht. „Unseren Spot als Verunglimpfung<br />

zu bezeichnen, ist einfach absurd. Genauso könnte man behaupten, eine Autowerbung<br />

verunglimpft die Pferdekutsche.“<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 65


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Fotos istock, Beigestellt<br />

AON HOLDINGS AUSTRIA GMBH<br />

WO KNOW-HOW UND<br />

ERFAHRUNG ZÄHLT ...<br />

Versicherungen sind ein heikles Thema. Sie erfordern Feingefühl, Fachwissen und Erfahrung<br />

der Mitarbeiter sowie Vertrauen der Kunden.<br />

WELTWEITER ERFOLG. Die international<br />

vernetzte Aon-Gruppe gilt mit ihren<br />

1.800 Mitarbeitern an 19 Standorten in<br />

Österreich, Deutschland und der Schweiz<br />

als Marktführer bei Industrieversicherungen<br />

im deutschsprachigen Raum. Allein in<br />

Österreich betreuen 225 Mitarbeiter an<br />

sechs Standorten die zufriedenen Kunden.<br />

Und das ist kein Wunder, denn wo<br />

auch immer auf der Welt ein Versicherungsfall<br />

eintritt, Aon kann mit seinen<br />

Schwestergesellschaften, die in über 120<br />

Ländern dieser Welt vertreten sind, so gut<br />

wie jedes Problem lösen und hat so einen<br />

klaren Vorteil gegenüber Versicherungsmaklern,<br />

die nur in einem Netzwerk<br />

arbeiten.<br />

MASSGESCHNEIDERTE LÖSUNGEN.<br />

Ein weiterer Grund für den Erfolg der<br />

Aon Holdings Austria GmbH ist die ein-<br />

66 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Die Aon Holdings Austria GmbH ist Marktführer bei den<br />

Industrieversicherungen im deutschsprachigen Raum.<br />

zigartige Kombination aus Fachleuten<br />

und Know-how sowie die Möglichkeit, dadurch<br />

Lösungen anzubieten, die genau zu<br />

den Anforderungen der Kunden passen.<br />

Und das Know-how kommt nicht von ungefähr,<br />

denn das Unternehmen kann –<br />

speziell in Österreich – auf eine lange Tradition<br />

gepaart mit einem reichen<br />

Erfahrungsschatz zurückgreifen. So wurde<br />

das Versicherungsmaklerunternehmen<br />

bereits im Jahre 1927 unter dem Namen<br />

„Jauch & Hübener“ in Österreich gegründet.<br />

Im Jahr 1997 erfolgte dann der Zusammenschluss<br />

mit der amerikanischen<br />

Aon-Gruppe, dem weltweit größten Versicherungsmakler.<br />

Im Jahre 2005 stieß<br />

dann das im Familienbesitz befindliche<br />

Maklerbüro, die Hans Windisch-Graetz<br />

GmbH, dazu. Dr. Alfred Schönburg, der<br />

bereits seit 15 Jahren dieses Unternehmen<br />

leitete und mittlerweile seit 30 Jahren<br />

in dieser Branche tätig ist, ist heute<br />

CEO der Aon Holdings Austria GmbH.<br />

Kurzum ein Mann mit Erfahrung und Tradition<br />

– ganz wie es der Philosophie des<br />

Versicherungsmaklerunternehmens entspricht.<br />

Weitere kleinere und mittelgroße<br />

Maklerbüros, die alle Erfahrungen und<br />

Kenntnisse in speziellen Branchen mitbrachten,<br />

kamen dann in den letzten zehn<br />

Jahren dazu.<br />

SPEZIALTHEMA HAUSVERWALTUNGEN<br />

UND IMMOBILIEN. Die Aon Holdings<br />

Austria GmbH ist der größte Versicherungsmakler<br />

im heimischen Hausverwaltergeschäft.<br />

Mehr als 200 Hausverwaltungen<br />

und Immobilienfonds zählen zu<br />

ihren Kunden und versichert wird alles –<br />

angefangen bei der Feuerversicherung bis<br />

hin zur umfassenden All Risk-Versicherung.<br />

Zudem betreut Aon 11 der 20 größten<br />

ATX-Unternehmen sowie Berufsgruppen<br />

wie Ziviltechniker, Ärzte und Rechtsanwälte<br />

neben Industrie- und Privatkunden.<br />

Aber auch die haftungsrechtlichen<br />

Elemente der beteiligten Unternehmungen<br />

können mit Versicherungslösungen<br />

abgefedert werden. Alle profitieren<br />

von den Leistungen des erfahrenen<br />

Versicherungsberaters, dessen Ziel die<br />

Optimierung des Versicherungsschutzes,<br />

das Erstellen individueller Lösungen und<br />

die Betreuung im Schadensfall ist – und<br />

zwar weltweit. Für die Buchführung, die<br />

Formulierung von Verträgen, die Bewertung<br />

der Risikoträger und die Abwicklung<br />

eingetretener Schadensfälle werden modernste,<br />

hoch entwickelte Instrumente<br />

der Informationstechnologie eingesetzt.<br />

So gibt es etwa AonLine – das Infoportal<br />

für Kunden, das nicht nur genaueste<br />

Informationen über Versicherungsprogramme<br />

und -themen bietet, sondern –<br />

in einem eigenen Folder – auch jedem<br />

Kunden die Möglichkeit gibt, in den jeweiligen<br />

Stand seiner Polizzen Einblick zu<br />

nehmen. Zudem können hier versicherungs-<br />

und risikorelevante Dokumente<br />

platziert werden. So kann der Kunde immer<br />

und überall auf seine Daten zugreifen<br />

und ist auf dem letzten Stand.<br />

MIT TRANSPARENZ ZUM ERFOLG. Wer<br />

eine Versicherung über Aon abschließen<br />

möchte, ist immer gut beraten, wird doch<br />

CEO Dr. Alfred Schönburg<br />

von den Experten – nach einer umfassenden<br />

Risikoanalyse – ein maßgeschneidertes<br />

und individuelles Versicherungskonzept<br />

für ihn erarbeitet. Zusätzlich wird<br />

ständig nach neuen Lösungsansätzen und<br />

Tools gesucht, die es möglich machen,<br />

neue oder veränderte Risiken und ihre Abdeckung<br />

rechtzeitig zu erkennen und somit<br />

auch angemessen darauf reagieren zu<br />

können. Mit anderen Worten – Know-how,<br />

Service und Zuverlässigkeit sind bei Aon<br />

nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis,<br />

in deren <strong>Fokus</strong> immer der Kunde steht. Ein<br />

wichtiger Punkt sind dabei Klarheit und<br />

Transparenz und damit ein ehrlicher Dialog<br />

über Preis und Leistung.<br />

<br />

INFORMATION<br />

Zur Aon Holdings Austria Gesellschaft<br />

m.b.H. gehören:<br />

Aon Jauch & Hübener Gesellschaft m.b.H.<br />

Aon Hewitt GmbH<br />

Versicherungs-Maklerbüro Hans<br />

Windisch-Graetz GmbH<br />

Winfried Bonn, Versicherungsberatung<br />

und -vermittlung GmbH<br />

Asta Versicherungsbüro Dr. F. Nitsche<br />

Beratungen und Vermittlungen GmbH<br />

Panczelos Gesellschaft m.b.H.<br />

Aon Benfield Rückversicherungsmakler<br />

GmbH<br />

Aon Holdings Austria GmbH<br />

Versicherungsmakler<br />

A-1110 Wien,<br />

Geiselbergstraße 17<br />

Tel. + 43 (0)5 7800-0<br />

Fax + 43 (0)5 7800-6138<br />

aon@aon-austria.at<br />

www.aon-austria.at<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 67


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Christian Prenger<br />

Fotos Shutterstock<br />

MARKTCHANCE 50PLUS<br />

REIFE UMSÄTZE<br />

Sie sind immer noch vital, haben genug Geld und wollen konsumieren – doch das große<br />

wirtschaftliche Potenzial der Best Ager wird noch stark unterschätzt. Oft scheitern Unternehmen<br />

an der effizienten Zielgruppenansprache.<br />

ROLLENKLISCHEES. Die Vorstellungen<br />

sind hinlänglich bekannt: Tattrige Menschen<br />

drehen jeden Euro zweimal um,<br />

sind Hauptabnehmer von Waren mit dem<br />

Minus-50-Prozent-Etikett im Supermarkt<br />

und betreiben als Hobby Street-Watching<br />

aus dem Fenster ihrer Mini-Wohnung.<br />

Die Realität sieht meist anders aus: Die<br />

Altersgruppe 50plus ist vital, besitzt ausreichend<br />

Geld und möchte konsumieren.<br />

Zahlen von RegioData Research sprechen<br />

jedenfalls eine klare Sprache: So erreichte<br />

2011 in Österreich die Kaufkraft der 50-<br />

bis 59-Jährigen 26.000 Euro pro Kopf, bei<br />

der Gruppe 60+ waren es 22.600 Euro.<br />

Zum Vergleich: Die 30- bis 39-Jährigen<br />

wiederum verbuchten hier 23.100 Euro.<br />

Dazu kommt die Einkommensentwicklung:<br />

Während Youngster nicht selten<br />

wenig Lohn und Schulden etwa für das<br />

Eigenheim aufweisen, werden ältere<br />

Semester meist ansehnlich bezahlt und<br />

müssen sich nicht mehr mit diversen<br />

Raten quälen – oder haben schon Karriere<br />

ohne Leere am Konto hingelegt und können<br />

beruhigt für ihre Vorlieben investieren.<br />

Das alles bei sehr guter Gesundheit,<br />

weil sich die medizinische Betreuung verbessert<br />

hat und viele gelernt haben, aktiv<br />

auf ihren Körper zu schauen.<br />

Trotzdem werden die sogenannten Best<br />

Ager hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen<br />

Kraft maßlos unterschätzt. Selbst wenn<br />

Analysten schon Jahre trommeln, dieses<br />

Segment vermehrt zu beachten – für viele<br />

Unternehmen samt ihren Strategen handelt<br />

es sich um eine nur peripher relevante<br />

Klientel. Werbung sowie Marketing huldigen<br />

dem Jugendkult und übersehen mit<br />

einigen Ausnahmen jene Klientel im besten<br />

Alter, die bereits über rund 44 Prozent<br />

des gesamten heimischen Kaufkraftvolumens<br />

verfügt. Erst langsam wachen die<br />

Manager auf, nicht zuletzt aufgrund solcher<br />

Zahlen. Auch viele allseits bekannte<br />

Stereotype vom müden Senior im Parkbank-Ruhestand<br />

halten der Wirklichkeit<br />

nicht mehr stand. Dazu kommt eine demografische<br />

Entwicklung: Künftig wird die<br />

Gruppe der Best Ager weiterhin anwachsen<br />

und so schon rein quantitativ ein gehöriges<br />

Wort auf den Märkten mitreden.<br />

REISELUST. So wie im Tourismus: Sie gelten<br />

als kommerzielle Hoffnungsträger der<br />

internationalen Fernwehbranche. Denn<br />

über 25 Prozent der Urlauber sind über<br />

55 Jahre alt. Von 2005 bis 2010 ist jenes<br />

68 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Ältere Menschen wollen nicht als alte Menschen behandelt werden.<br />

Segment um 17 Prozent gewachsen, konstatiert<br />

der World Travel Monitor der Beratungsfirma<br />

IPK International im Auftrag<br />

der Internationalen Tourismus Börse Berlin.<br />

Das monetäre Element überzeugt:<br />

Weltweit werden nämlich schon rund 78<br />

Millionen Reisen von den grauen Panthern<br />

gebucht. Das Segment beginnt also<br />

zu boomen. Reiseveranstalter alltours hat<br />

die Zahl der Hotelanlagen, wo Langzeiturlauber<br />

und Gäste ab 55 Jahren besondere<br />

Preisvorteile genießen, in den letzten<br />

drei Jahren verdoppelt. „Immer mehr<br />

Menschen, die nicht mehr im Berufsalltag<br />

stehen, haben den Wunsch und finanzielle<br />

Mittel, um den Winter in der Sonne<br />

zu verbringen. Das hat natürlich auch damit<br />

zu tun, dass jene Gäste wissen, dass<br />

Temperaturen um die 25 Grad für die Gesundheit<br />

besser sind als nasskaltes Winterwetter<br />

in unseren Breiten“, unterstreicht<br />

Willi Verhuven, Vorsitzender der<br />

Geschäftsführung bei alltours. Doch klingelnde<br />

Kassen sind trotz allem Optimismus<br />

nicht vorprogrammiert, egal in<br />

welchem Industriezweig. Unternehmen<br />

und ihre Agenturen müssen jene Zielgruppe<br />

erst einmal richtig ansprechen<br />

und überzeugen – was in der Vergangenheit<br />

häufig gar nicht versucht wurde oder<br />

am mangelnden Know-how scheiterte.<br />

Hippe Werber mit gerade einmal 30 Jahren<br />

designten ihre Kampagnen stets für<br />

14- bis 49-Jährige, denn genau dort vermuteten<br />

Entscheider bislang die besonders<br />

fette Brieftasche.<br />

Ein festgefahrenes Business-Mantra gilt<br />

es ebenso zu überwinden: Best Agers haben<br />

im Gegensatz zu jungen Leuten ihre<br />

Marken oder Produkte gewählt und kleben<br />

für alle Zeiten an ihnen, so die landläufige<br />

Meinung. Experten haben festgestellt,dass<br />

jene Personen ihren Konsum<br />

überlegter gestalten und mehr Information<br />

einholen, aber sehr offen gegenüber<br />

neuen Waren und Angeboten sind.<br />

BALANCEAKT. Wenig verwunderlich,<br />

dass aufgrund der Komplexität in so<br />

mancher Managementetage Ratlosigkeit<br />

über den direkten Weg herrscht. Die Zielgruppe<br />

ist nicht nur heterogen, was Werte<br />

und Erfahrungen betrifft, sondern auch<br />

sensibel. Holzhammermethoden mit mehr<br />

oder minder deutlichen Hinweisen auf<br />

das Alter mit Blasentee-Nüchternheit erzeugen<br />

schnell Ablehnung, auch jugendlich<br />

getrimmte Anbiederung mit null Realitätsbezug<br />

wirkt peinlich – gefragt ist<br />

also viel Einfühlungsvermögen.<br />

Anhaltspunkte für effiziente Gestaltung<br />

sind vorhanden. „Untersuchungen belegen,<br />

dass sich Menschen im höheren Alter<br />

oft für jünger halten, als sie sind“, weiß<br />

Mark Ruhsam, Sprecher von RegioData<br />

Research. „Explizite Ansprache mit Begriffen<br />

wie seniorengerecht oder für Pensionisten<br />

ist kontraproduktiv. Bei Lifestyle-Produkten<br />

wie Mode, Schuhe,<br />

Technologie oder Urlaube will sich die Generation<br />

50plus kaum von Jungen unterscheiden,<br />

die als Trendsettern gelten.<br />

Durch den Kauf von modischen Produkten<br />

zeigen sie, dass sie auch mit der Zeit<br />

gehen.“ In diese Richtung argumentiert<br />

auch Jörg Spreitzer, CEO der Agentur<br />

JWT Wien: „Ältere Menschen wollen<br />

sicherlich nicht als alte Menschen behandelt<br />

werden. Es kommt zudem sehr auf die<br />

Kategorie an, wo die Kommunikation<br />

letztlich stattfindet. Bei Schnäppchen<br />

kann es spritzig sein, bei den seriösen Finanzprodukten<br />

hingegen sehr förmlich.“<br />

Worauf die Generation in jedem Fall besonderen<br />

Wert legt, sind Qualität, Beratung<br />

sowie deutlich mehr Service, gerade<br />

im Handel. Zwar wird dadurch beim<br />

Erwerb von Mobiltelefon oder Kleidungsstück<br />

längere Beratung erwartet, jedoch<br />

steigt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit<br />

eines teureren Kaufs. Ebenso greifen Sil-<br />

ver Surfer häufiger auf Angebote für Lieferungen<br />

und Montage von Möbeln, Baumarktwaren<br />

oder Technologieprodukten<br />

zurück. Die Affinität zur Elektronik signalisiert<br />

gleichermaßen eine Studie der Unternehmensberatung<br />

Deloitte. Demnach<br />

sind Best Ager bei Facebook, Twitter und<br />

Co. im Vorwärtsgang unterwegs: Immerhin<br />

27 Prozent der 65- bis 75-Jährigen<br />

sind in sozialen Netzwerken aktiv. Weiters<br />

entscheiden sich Golden Oldies immer<br />

öfter für Smartphones: 13 Prozent<br />

der 65- bis 75-Jährigen besitzen inzwischen<br />

ein solches Endgerät – doppelt so<br />

viele wie vor einem Jahr.<br />

Eine reizvolle Botschaft also für Chefetagen,<br />

wo gerade in Krisenzeiten intensiv<br />

nach neuen Kundensegmenten gesucht<br />

wird. Schonmacht ein trendiger Begriff<br />

vermehrt die Runde: „Age Fusion“, die Entgrenzung<br />

von Jugend- und Seniorenmärkten<br />

samt dem Ende um Altersdiskussionen.<br />

Ruhsam: „ Kaum eine Großmutter will sich<br />

noch wie ihre Großmutter einkleiden und<br />

manche Mutter kauft im gleichen Geschäft<br />

wie die Tochter.“ Auch im Bereich Automobil<br />

oder Consumer-Elektronik spielen Produkte,<br />

die Jugendliche cool finden, eine<br />

wichtige Rolle in der Welt der Erwachsenen.<br />

Ob Sportflitzer oder iPhone: Käufer in<br />

verschiedenen Altersgruppen sind heute<br />

auf Erzeugnisse sensibilisiert, die das Gefühl<br />

vermitteln, Teil einer jungen Generation<br />

zu sein. Diese „forever young“-Philosophie<br />

könnte noch einigen Firmen reife<br />

Umsätze bescheren.<br />

<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 69


WIRTSCHAFT & FINANZEN<br />

Text Stephan Eberhardt<br />

Foto Shutterstock<br />

NEU: SELBSTBERECHNUNG DER IMMOBILIENERTRAGSSTEUER (IMMOEST)<br />

WAS MAN IN ZUKUNFT<br />

BEACHTEN SOLLTE<br />

Durch das erste Stabilitätsgesetz 2012 kam es zu einer umfangreichen Neuerung der Besteuerung<br />

von privaten und betrieblichen Immobilienveräußerungen. Die Neuregelung betrifft auch Veräußerungen<br />

durch Privatstiftungen, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie „beschränkt steuerpflichtige“<br />

Körperschaften wie zum Beispiel gemeinnützige Rechtsträger. Normale Körperschaften sehen sich<br />

jedoch nur mit einigen Bestimmungen, nicht mit Melde- und Selbstberechnungspflichten konfrontiert.<br />

ZIELSETZUNG. Die materiellen Regelungen<br />

gelten bereits seit 1. April 2012. Das<br />

Herzstück tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft<br />

und bringt auch Melde- und Selbstberechnungspflichten<br />

für Parteienvertreter (Rechtsanwälte<br />

und Notare) mit sich. Konzeptionell<br />

knüpft die neue Regelung an die<br />

GrESt-Pflicht an, das heißt, die Parteienvertreter<br />

treffen die Verpflichtungen grundsätzlich<br />

nur bei Vorliegen eines GrESt-Tatbestands.<br />

Steuerpolitisch wird dadurch eine<br />

KESt-ähnliche Abzugssteuer für Immobilienveräußerungen<br />

geschaffen, die die Parteienvertreter<br />

abzuwickeln haben. Der durch<br />

die neue Regelung eingeführte besondere<br />

Steuersatz von 25 Prozent mit einer Option<br />

zur Regelbesteuerung entspricht der Besteuerung<br />

von Kapitelerträgen und Substanzgewinnen<br />

aus Kapitalanlagen. Einkünfte,<br />

die mit diesem besonderen Steuersatz erfasst<br />

werden, sind bei der Berechnung der<br />

ESt daher nicht zu berücksichtigen und wirken<br />

nicht progressionserhöhend. Der Steuersatz<br />

gilt grundsätzlich sowohl im betrieblichen<br />

als auch im außerbetrieblichen Bereich.<br />

WELCHE IMMOBILIEN? Der Grundstücksbegriff<br />

richtet sich nach der Altregelung<br />

des EStG, das heißt Grund und Boden, Gebäude<br />

sowie Rechte, die den Vorschriften<br />

des bürgerlichen Rechts über Grundstücke<br />

unterliegen, wobei sich die ertragssteuerliche<br />

Beurteilung am Wirtschaftsgut, das<br />

heißt allen im wirtschaftlichen Verkehr<br />

nach der Verkehrsauffassung selbstständigen,<br />

bewertbaren Gütern jeder Art orientiert.<br />

Dies umfasst also unbebaute Grundstücke,<br />

bebaute Grundstücke, Superädifikate,<br />

Eigentumswohnungen und Grundstücksanteile<br />

einschließlich Grundstückszubehör,<br />

grundsätzlich aber nicht selbstständige<br />

Einrichtungsgegenstände. Da eine<br />

wirtschaftliche Betrachtungsweise gilt,<br />

muss der steuerliche Eigentümer nicht unbedingt<br />

auch zivilrechtlicher Eigentümer<br />

sein (Treuhand, Vorbehaltskauf etc).<br />

ANTEILE AN PERSONENGESELLSCHAFT.<br />

Personengesellschaften gelten abweichend<br />

vom Umsatz- und Verkehrssteuerrecht nur<br />

ertragssteuerlich als „transparent“. Ver-<br />

kauft eine vermögensverwaltende Personengesellschaft<br />

ein Grundstück, gilt dies<br />

als private Grundstücksveräußerung – die<br />

Selbstberechnungspflicht kommt zur Anwendung.<br />

Verkauft ein Gesellschafter einer<br />

vermögensverwaltenden Gesellschaft seinen<br />

Anteil, fällt dies ebenfalls unter die<br />

Neuregelung, jedoch mangels GrESt-Tatbestand<br />

ohne Selbstberechnungspflicht.<br />

VERÄUSSERUNGSVORGÄNGE. Als Veräußerung<br />

gelten Verkauf, Versteigerung,<br />

Verlosung, Tausch, sonstige Realisationsvorgänge,<br />

Zivilteilung und damit verbundene<br />

Veräußerungen, nicht jedoch Verkauf<br />

gegen Rente. Im weiteren Sinne gilt dies<br />

auch für die Umwandlung einer betrieblichen<br />

Personengesellschaft, insbesondere<br />

durch Veränderung der Gesellschafterstruktur,<br />

den Untergang einer Personengesellschaft<br />

sowie Anwachsung oder den<br />

Unternehmenskauf durch eine dem EStG<br />

unterliegende Person. Nicht als Veräußerungsvorgänge<br />

gelten unentgeltliche Übertragungen<br />

wie Schenkung und Erbschaft.<br />

70 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Die materiellen Regelungen gelten bereits seit 1. April 2012. Das Herzstück tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft<br />

RECHTSTRÄGER ALS VERÄUSSERER.<br />

Erfasst werden unbeschränkt steuerpflichtige<br />

natürliche Personen und andere unter<br />

das EStG fallende Rechtsträger sowie unter<br />

Umständen beschränkt Steuerpflichtige,<br />

Privatstiftungen, Körperschaften des öffentlichen<br />

Rechts und „beschränkt Steuerpflichtige“<br />

der dritten Art. Besonderheiten<br />

gelten für gewerbliche Verkäufer, daneben<br />

kommen Ausnahmen von der ImmoESt in<br />

Betracht. Steuerbefreiungen im privaten<br />

Bereich gelten für Einkünfte aus der Veräußerung<br />

von Eigenheimen, Eigentumswohnungen<br />

samt Grund und Boden, wenn<br />

sie dem Veräußerer nach der Anschaffung<br />

bis zur Veräußerung von mindestens zwei<br />

Jahren durchgehend als Hauptwohnsitz gedient<br />

haben und der Hauptwohnsitz aufgegeben<br />

wird oder innerhalb der letzten<br />

zehn Jahre vor der Veräußerung mindestens<br />

fünf Jahre durchgehend als Hauptwohnsitz<br />

gedient haben und der Hauptwohnsitz<br />

aufgegeben wird. Dies gilt auch<br />

für Einkünfte aus der Veräußerung von<br />

selbst hergestellten Gebäuden, wenn sie<br />

innerhalb der letzten zehn Jahre nicht zur<br />

Erzielung von Einkünften gedient haben,<br />

als auch für Einkünfte aus der Veräußerung<br />

von Grundstücken in Folge eines behördlichen<br />

Eingriffs sowie Einkünfte aus<br />

Tauschvorgängen von Grundstücken in<br />

Verbindung mit einem Zusammenlegungsoder<br />

Flurbereinigungsverfahren sowie im<br />

Rahmen behördlicher Maßnahmen zur<br />

besseren Gestaltung von Bauland. Die<br />

Hauptwohnsitzbefreiung gilt nur mehr<br />

hinsichtlich des Veräußerers, der Rechtsvorgänger<br />

wird nicht miteinbezogen. Beim<br />

Erwerb von Todes wegen können die Erben<br />

als Veräußerer die Hauptwohnsitzbefreiung<br />

nicht in Anspruch nehmen.<br />

ABGELTUNGSWIRKUNG UND VER-<br />

ANLAGUNGS- BZW. REGELBESTEUE-<br />

RUNGSOPTION. Die ImmoESt ist im Falle<br />

eines selbstberechnenden Parteienvertreters<br />

spätestens am 15. Tag des auf den<br />

Kalendermonat des Zuflusses zweitfolgenden<br />

Kalendermonats, soweit dies nicht erfolgt,<br />

vom Veräußerer als besondere Vorauszahlung<br />

in der Höhe von 25 Prozent der<br />

Bemessungsgrundlage innerhalb derselben<br />

Frist zu entrichten. Die Entrichtung der<br />

Steuer durch den Parteienvertreter entfaltet<br />

nur im Privatbereich Abgeltungswirkung,<br />

nicht jedoch, wenn die der Selbstberechnung<br />

zugrunde liegenden Angaben<br />

unrichtig sind. Anstelle des besonderen<br />

Steuersatzes kann der allgemeine Steuertarif<br />

angewendet werden (Regelbesteuerungsoption).<br />

Die Veranlagungsoption bewirkt<br />

im Unterschied zur Regelbesteuerungsoption<br />

eine Veranlagung unter Anwendung<br />

des besonderen Steuersatzes mit<br />

Abgeltungswirkung. Dies ist zielführend,<br />

wenn bei der Selbstberechnung die Geltendmachung<br />

abzugsfähiger Aufwendungen<br />

unterblieben ist, der Inflationsabschlag<br />

nicht bzw. falsch angesetzt wurde, wenn<br />

in einem Kalenderjahr mehrere Veräußerungen<br />

vorgenommen wurden und dabei<br />

Verluste entstanden sind.<br />

PFLICHTEN DER PARTEIENVERTRETER.<br />

Die Parteienvertreter, die eine Abgabenerklärung<br />

bzw. Selbsterrechnung gemäß<br />

GrEStG vornehmen, haben eine Meldepflicht<br />

gegenüber dem zuständigen Finanzamt<br />

des Steuerpflichtigen hinsichtlich der<br />

Einkünfte aus dem Erwerbsvorgang bzw.<br />

Selbstberechnungs- samt Abführungspflicht<br />

aufgrund der Angaben des Steuerpflichtigen.<br />

Anwendung findet die Regelung<br />

auf Verkäufe (in wirtschaftlicher Betrachtungsweise)<br />

ab 1. Jänner 2013, davor gilt<br />

Freiwilligkeit. Die Regelung stellt generell<br />

auf Einkünfte und nicht nur auf private<br />

Grundstückveräußerungen ab. Die Meldebzw.<br />

Selbstberechnungspflicht gilt nicht nur<br />

für Verkäufe, sondern für alle Gewinnrealisierungsformen.<br />

Auch wenn kein Gewinn<br />

bzw. Befreiungstatbestände vorliegen, besteht<br />

Meldepflicht des Parteienvertreters.<br />

NACHWEISE UND DOKUMENTATION.<br />

Die Parteienvertreter sollten sich nicht nur<br />

alle für die Selbstberechnung bzw. Erfüllung<br />

der Meldepflicht erforderlichen Unterlagen<br />

und Nachweise vorlegen, sondern<br />

auch deren Richtigkeit und Vollständigkeit<br />

schriftlich bestätigen lassen – darüber<br />

hinaus empfiehlt sich eine Plausibilitätsprüfung.<br />

Bei der Hauptsitzwohnbefreiung<br />

reicht der Meldezettel aus, hinsichtlich der<br />

Umwidmung bietet sich eine Bestätigung<br />

der Gemeinde an, allfällige Steuererklärungen<br />

bzw. Bestätigungen des Steuerberaters<br />

sowie Grundbuchsauszüge und Erwerbsverträge<br />

sind ebenfalls hilfreich.<br />

HAFTUNG UND HONORAR. Jene Parteienvertreter,<br />

die eine Selbstbemessungserklä-<br />

rung vornehmen, haften für die Richtigkeit<br />

der ImmoESt, wenn diese „wider besseren<br />

Wissens“ aufgrund der Angaben des Steuerpflichtigen<br />

berechnet wird. Es kann angenommen<br />

werden, dass dies nicht nur für die<br />

Selbstberechnung, sondern auch für die<br />

Mitteilungspflicht gilt. Die Verletzung der<br />

Verpflichtungen kann eine vorsätzliche<br />

bzw. fahrlässige Abgabenhinterziehung<br />

bzw. Finanzordnungswidrigkeit darstellen,<br />

wobei für den Berater allenfalls Beitragstäterschaft<br />

bestehen kann. Wird die Sache<br />

dem zuständigen Finanzamt bekannt gegeben,<br />

die Steuer jedoch nicht entrichtet, ist<br />

keine Strafbarkeit gegeben – dann verbleibt<br />

das Haftungsrisiko. Schließlich sollte beachtet<br />

werden, dass der Parteienvertreter mit<br />

dem Veräußerer ein angemessenes Honorar<br />

vereinbaren wollen wird.<br />

<br />

DER AUTOR<br />

Dr. Stephan Eberhardt ist Rechtsanwalt und<br />

Head of Real Estate bei LANSKY, GANZGER<br />

+ partner Rechtsanwälte GmbH. Er ist auf<br />

Immobilien- und Unternehmensrecht sowie<br />

auf Bezug habende steuerliche Themen<br />

spezialisiert (eberhardt@lansky.at). LANSKY,<br />

GANZGER + partner Rechtsanwälte GmbH<br />

vertritt zahlreiche private und institutionelle<br />

Investoren aus dem GUS- und asiatischen<br />

Raum und bietet umfassende Beratungslösungen<br />

für den Immobilienerwerb einschließlich<br />

der Unterstützung bei der Verschaffung<br />

allfälliger Aufenthaltstitel.<br />

Dr. Stephan R. Eberhardt<br />

Rechtsanwalt und Head of Real Estate<br />

bei LANSKY, GANZGER + partner<br />

Rechtsanwälte GmbH<br />

A-1010 Wien, Biberstraße 5<br />

Tel. +43 (1) 533 33 30-0<br />

www.lansky.at<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 71


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Rosemarie Liermann<br />

Fotos Beigestellt<br />

1<br />

NEWS<br />

2<br />

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3 4


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www.swarovski.at<br />

LA PRAIRIE<br />

DUFTJUWEL<br />

•Silver Rain – ein luxuriöses Verwöhnprogramm<br />

für Haut und Sinne. www.laprairie.com<br />

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STRAHLENDE KUGELN<br />

•Météorites Perles du Dragon schmücken jedes<br />

Gesicht. www.guerlain.com<br />

5<br />

GLOSSYBOX<br />

SEASON<br />

GREETINGS<br />

•Die Kosmetik-<br />

Überraschungsbox ist für<br />

alle jene, die sich eine<br />

Wohlfühlauszeit<br />

bescheren möchten.<br />

www.glossybox.at


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Fotos FOKUS, Lechner<br />

AKTION BIS 31. JÄNNER 2013<br />

Luxus Lashes Set um 150 Euro statt<br />

200 Euro, inklusive Refill.<br />

WIMPERN ZUM VERLIEBEN<br />

EINFACH SCHÖN<br />

Lange dunkle Wimpern sind sexy. Und ein verlockender Augenaufschlag mit ihnen kann wahre Wunder<br />

wirken. FOKUS besuchte Eva Zsemlye in ihrem neuen Studio im OrchideenPark in Wien-Döbling.<br />

„Auch morgens haben<br />

Sie dichte und dunkle<br />

Wimpern.“<br />

BEAUTY EYES. So gut wie jede Frau auf<br />

dieser Welt wünscht sich lange und dichte<br />

Wimpern. Jetzt kann dieser Traum<br />

innerhalb kurzer Zeit erfüllt werden.<br />

Und zwar bei Beauty eyes. Die Luxus<br />

Lashes werden mit einem speziell entwickelten<br />

Kleber einzeln auf die echten<br />

Wimpern appliziert und sehen total natürlich<br />

aus. Je nachdem, ob Sie einen natürlichen<br />

oder einen dramatischen Look<br />

bevorzugen, Beauty eyes hat die passenden<br />

Wimpern für Sie, die in unterschiedlichen<br />

Stärken, verschiedenen Längen<br />

und Farben und verschieden geschwungen<br />

angeboten werden. Das Ergebnis ist<br />

immer das gleiche: Auch morgens haben<br />

Sie dichte und dunkle Wimpern. Schwimmen<br />

und Duschen stellt kein Problem<br />

mehr da und Sie sehen immer gepflegt<br />

aus. Wimperntusche ist ab sofort nicht<br />

mehr notwendig. Die Wimpernverlängerung<br />

dauert rund 1,5 Stunden und ist<br />

nicht schmerzhaft. Für das Auffüllen –<br />

nach ca. 3 bis 4 Wochen notwendig –<br />

müssen Sie eine Stunde einplanen. •<br />

KONTAKT<br />

Beauty eyes<br />

Eva Zsemlye<br />

1190 Wien<br />

Püchlgasse 1A-1D/1.4.2.<br />

Tel. 0676/520 38 11<br />

beautyeyeslashes@gmail.com<br />

www.beauty-eyes.at<br />

74 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Fotos Sisley<br />

Zusammenhalt. Vor mehr als<br />

30 Jahren gründete Hubert<br />

d’Ornano das Familienunternehmen<br />

Sisley. Gemeinsam<br />

mit seiner Frau Isabelle<br />

d’Ornano und seinen beiden<br />

Kindern Philippe und Christine<br />

leitet er die Luxusmarke.<br />

76 FOKUS NOVEMBER/DEZEMBER 2012


Hubert d'Ornano hat mit Sisley Kosmetikgeschichte geschrieben.<br />

DAS BESTE AUS PFLANZEN<br />

SISLEY – MIT DER<br />

KRAFT DER NATUR<br />

Kosmetikprodukte gibt es viele. Auch jene, die sich auf Phytokosmetik, also auf pflanzliche<br />

Ingredienzien, konzentrieren. Der herausragende Erfolg von Sisley beruht auf dem außergewöhnlichen<br />

Know-how und der damit verbundenen Wirksamkeit.<br />

PHYTO-BLUSH ÉCLAT<br />

ist ein hautpflegendes<br />

Rouge mit Hagebuttenund<br />

Ginkoextrakten.<br />

Mikronisierte Puder und<br />

Pigmente sorgen<br />

für eine zarte,<br />

gleichmäßige<br />

Abdeckung.<br />

ERFOLGSSTORY. Als Hubert d’Ornano im<br />

Jahre 1976 Sisley gründete, war in Europa<br />

die Aroma- und Phytotherapie noch weitgehend<br />

unbekannt und vor allem der Einsatz<br />

in Beautyprodukten ein absolutes Novum.<br />

Als echter Pionier spezialisierte er seine Labors<br />

auf Phytokosmetik und begann seine<br />

hochwertigen Kosmetikprodukte herzustellen.<br />

Dabei wurden – damals wie heute – nur<br />

die wirkungsvollsten Teile einer Pflanze ausgewählt.<br />

Sisley bestimmt dabei nicht nur das<br />

Herkunftsland und die Region, sondern<br />

auch noch den günstigsten Erntezeitpunkt,<br />

der den aktiven Inhaltsstoffen den optimalsten<br />

und höchsten Wirkungsgrad sichert.<br />

Bevor nun ein neues Produkt lanciert wird,<br />

kann es mehrere Jahre dauern, um die besten<br />

Dosierungen und Kombinationen der<br />

Wirkstoffe zu erarbeiten. Den Forschern von<br />

Sisley werden bei der Entwicklung weder<br />

Zeit- noch Kostenlimits gesetzt, damit sie<br />

sich optimal auf die Kreation neuer Produkte<br />

mit höchster Wirksamkeit konzentrieren<br />

können. Denn die richtige Kombination hilft<br />

jedem einzelnen Wirkstoff seine Aktivität zu<br />

steigern sowie das gesamte Pflegeprodukt<br />

durch Synergiewirkung zu Höchstleistungen<br />

zu aktivieren. Dazu kommen strenge Wirksamkeits-<br />

sowie Verträglichkeitstests unter<br />

dermatologischer Aufsicht eines anerkannten,<br />

unabhängigen Instituts. Das Ergebnis :<br />

Sisley bietet eine echte, weithin anerkannte<br />

Pflegemethode für jeden spezifischen Hauttyp<br />

und Hautzustand<br />

TRADITION SIEGT. Heute – drei Jahrzehnte<br />

später – ist Sisley eine internationale Marke,<br />

die mittlerweile weltweit in über 90 Ländern<br />

vertreten ist und mehrere 1.000 Mitarbeiter<br />

beschäftigt. Der Erfolg von Sisley ist kein<br />

Wunder, basiert er doch auf der Qualität des<br />

gesamten Produktangebots und darin, auf<br />

die Bedürfnisse der VerbraucherInnen gezielt<br />

einzugehen. Und natürlich auch auf der<br />

Tradition des Familienunternehmens – so<br />

führt Hubert d’Ornano das Unternehmen<br />

Sisley seit über 30 Jahren und hält nach wie<br />

vor an den drei Gründungsprinzipien seiner<br />

Marke fest: Qualität, Innovation und Firmenimage.<br />

An seiner Seite steht Ehefrau<br />

Isabelle d’Ornano. Die Vizepräsidentin des<br />

Unternehmens ist maßgeblich für die Produktentwicklung<br />

verantwortlich. Sein Sohn<br />

Philippe d’Ornano überwacht als Directeur<br />

Général der Firma das internationale Wachstum<br />

der Marke und seine Schwester und<br />

Stellvertreterin Christine d’Ornano leitet<br />

zusätzlich die englische Filiale.<br />

INNOVATIVES FORSCHUNGSZENTRUM.<br />

Vor rund zwei Jahren wurde in St-Ouen<br />

l’Aumône das neue Forschungszentrum von<br />

Sisley eingeweiht, in dem sich das Labor, das<br />

Verwaltungszentrum und das logistische<br />

Zentrum des Unternehmens befinden. Mit<br />

diesem Komplex konnte Sisley seine Kapazitäten<br />

vervierfachen, um dem Wachstum der<br />

Marke nachkommen zu können. Der Standort<br />

entspricht einem hohen Umweltstandard,<br />

um die Auswirkungen auf die Umwelt<br />

auf ein Minimum zu reduzieren. Die Engagements<br />

reichen von einer verbesserten Nutzung<br />

der Wasser- und Energiereserven über<br />

gezielte Abfallwirtschaft, verstärkte Isolierung<br />

von Dach und Fassaden für eine optimale<br />

thermische Trägheit, Verwendung von<br />

Regenwasser für Bewässerung bis hin zu begrünten<br />

Dachelementen. Auf dem Gelände<br />

wurden zudem 2.000 Bäume gepflanzt.<br />

WELTWEITE DISTRIBUTION. Auch der<br />

Point of Sales ist Hubert d’Ornano wichtig.<br />

So wählt er für seine hochwertigen Spitzenprodukte<br />

nur exklusive Geschäfte aus, die<br />

auch einen optimalen Beratungsservice<br />

garantieren können. Besonderen Wert wird<br />

dabei auf eine hervorragende Ausbildung<br />

des Verkaufspersonals gelegt.<br />

EIN UMFASSENDES ANGEBOT. Als Hautpflegeexperte<br />

bietet Sisley eine vollständige<br />

Produktpalette an Gesichts- und Körperpflege<br />

für jeden Hauttyp und Hautzustand.<br />

Dazu gehören Produkte für die Gesichtsreinigung,<br />

Feuchtigkeitspflege, Anti-Aging-<br />

Pflege, Sonnenschutz und Haarpflege.<br />

Aber auch im Bereich der dekorativen Kosmetik<br />

hat Sisley viel zu bieten, Etwa bei der<br />

pflegende Make-up-Linie, die die Erfahrung<br />

der Marke in der Hautpflege nutzt<br />

und seidig weiche Texturen und langen Halt<br />

garantiert. Last but not least schufen Hubert<br />

und Isabelle d’Ornano auch moderne<br />

und elegante Düfte von höchster Qualität,<br />

die sich klar von anderen Parfüms abgrenzen<br />

und ihren festen Platz bei den eleganten<br />

klassischen Duftkreationen der großen<br />

Marken einnehmen.<br />

<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 77


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Michael T. Landschau<br />

Fotos ORF III<br />

PETER SCHÖBER IM FOKUS-GESPRÄCH<br />

ORF III – KULTUR<br />

UND INFORMATION<br />

„MADE IN AUSTRIA“<br />

Obschon der Spartenkanal des ORF erst kürzlich sein erstes Wiegenfest feierte, ist er heute<br />

schon nicht mehr aus dem deutschsprachigen Fernsehangebot wegzudenken. Der Slogan „Kultur<br />

und Information“ ist Mission und Vision, und so konsumieren täglich zwischen 350.000 und 400.000<br />

Zuseherinnen und Zuseher das abwechslungsreiche, hochwertige Angebot – Tendenz steigend.<br />

Wie diese Erfolgsstory geschrieben wurde, worauf wir uns in naher Zukunft freuen dürfen, verriet<br />

uns Peter Schöber, ORF III-Geschäftsführer und Meister der Programmgestaltung.<br />

v.l.n.r.: Peter Schöber,<br />

Barbara Rett und<br />

GD Alexander Wrabetz.<br />

KULTUR UND INFORMATION. „Was uns<br />

von anderen Sendern unterscheidet, ist<br />

vorrangig das, was wir nicht anbieten“,<br />

scherzt der Geschäftsführer Peter Schöber,<br />

um dies gleich ernsthaft zu präzisieren.<br />

„Wir bieten keine Sportübertragungen,<br />

keine amerikanischen Blockbuster,<br />

keine Soaps und keine großen Unterhaltungsshows.<br />

Unser Programm ist sehr<br />

stark durch die hohe Qualität der Themenbereiche<br />

Kunst und Kultur, Wissenschaft<br />

und Zeitgeschichte sowie Information<br />

und politische Berichterstattung<br />

geprägt und ganz bewusst darauf fokussiert.“<br />

Der Erfolg gab den beiden Geschäftsführern<br />

Peter Schöber und Helmut<br />

Kaiser (kfm. Geschäftsführer) bislang<br />

recht, denn mit 0,8 Prozent Marktanteil<br />

hat ORF III einen beeindruckenden Start<br />

hingelegt. „Für mich als Peter Schöber ist<br />

es natürlich toll, ein Programm zu gestal-<br />

78 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Peter Schöber, ein Fernsehmacher aus Leidenschaft.<br />

ten, welches ich mit jeder Faser meines<br />

Körpers und ganzer Seele gestalten, mittragen<br />

und verantworten kann. Besonders<br />

dankbar bin ich auch dafür, dass<br />

Alexander Wrabetz ein Generaldirektor<br />

ist, der nicht nur die Basisidee zu diesem<br />

Sender hatte, sondern mit materiellen<br />

Mitteln und seiner Leidenschaft für<br />

Kunst und Kultur ORF III fördert und<br />

unterstützt.“ Nicht zu vergessen das<br />

Team rund um ORF III, welches, wie<br />

Peter Schöber unterstreicht, „im wahrsten<br />

Sinne des Wortes für das Programm<br />

und den Sender brennt“ und mit Dr. Helmut<br />

Kaiser einen kaufmännischen Partner<br />

in der Geschäftsführung zu haben,<br />

der ein „Ermöglicher mit einem irrsinnig<br />

hohen Programmverständnis ist“.<br />

ESKAPISMUS FUNKTIONIERT IN ALLE<br />

RICHTUNGEN. Zu Recht vermutet man<br />

die Zuseherinnen und Zuseher im Segment<br />

der Besserverdienerinnen und Besserverdiener.<br />

So hat auch ORF III von<br />

allen in Österreich zu empfangenden Sendern<br />

den größten Anteil am sogenannten<br />

A- und B-Segment – und zwar beeindruckende<br />

40 Prozent. „Das heißt aber<br />

kommt rund ein Viertel unserer Produktionsmittel<br />

aus der Werbung, drei Viertel<br />

steuert unsere Konzernmutter aus dem<br />

Gebührentopf bei. Kooperationen mit<br />

Unternehmen sind für uns deshalb überaus<br />

wichtig und sehr willkommen. Man<br />

kann bei uns extrem fokussiert arbeiten,<br />

das macht ORF III auch sehr interessant<br />

für zielgruppenorientierte Werbung mit<br />

einem sehr geringen Streuverlust. Unternehmen<br />

wie beispielsweise Fernwärme<br />

Wien, voestalpine oder auch Juwelier<br />

Wagner zählen bereits zu unseren sehr<br />

treuen Partnern.“<br />

Oliver Rathkolb beauftragt, die neuesten<br />

historischen Erkenntnisse in die Dokumentationen<br />

einfließen zu lassen. Insgesamt<br />

wird die Dokumentationsreihe zwölf<br />

Folgen zu je 100 Minuten umfassen und<br />

2013 auf ORF III gesendet werden. Natürlich<br />

werden wir dieses zeitgeschichtliche<br />

Dokument dann auch als DVD Edition anbieten.“<br />

Darüber hinaus ist die Reihe „André<br />

Heller im Gespräch mit …“ in Planung,<br />

wobei der österreichische Ausnahme- und<br />

Allroundkünstler interessante Persönlichkeiten<br />

zum Gedankenaustausch begrüßen<br />

wird. Und zu den heurigen Weihnachtsfeiertagen<br />

wird der ORF III mit der<br />

dreiteiligen Serie „Wyoming Mustangs"<br />

des oberösterreichischen Dokumentarfilmers<br />

Erich Pröll über die von ihm domestizierten<br />

amerikanischen Wildpferde sehenswerte<br />

Akzente setzen.<br />

<br />

„Kooperationen mit privaten Unternehmen sind für<br />

ORF III überaus wichtig und sehr willkommen ...“<br />

auch, dass 60 Prozent unseres Publikums<br />

außerhalb des AB-Segments zu finden<br />

ist“, betont Peter Schöber. „Und gerade<br />

darauf bin ich besonders stolz, denn das<br />

zeigt, dass wir als Spartensender mit<br />

kulturellem Schwerpunkt auch für Menschen<br />

wählbar sind, die nach einem<br />

körperlich anstrengenden Tag Entspannung<br />

in einer Oper, einer zeitgeschichtlichen<br />

Dokumentation oder einem Art-<br />

Film auf ORF III finden. So wie vielleicht<br />

jemand nach sehr kopflastiger Arbeit<br />

Zerstreuung in einer Sportübertragung<br />

auf ORF I sucht – Eskapismus funktioniert<br />

eben vice versa.“<br />

HOHE QUALITÄT HAT IHREN PREIS.<br />

„Ohne den öffentlich-rechtlichen Auftrag,<br />

sprich ohne Rundfunkgebühren, wäre es<br />

nicht möglich, diesen Sender zu betreiben“,<br />

hält Peter Schöber fest. „Momentan<br />

VON „LARS VON TRIER“ BIS „HUGO<br />

PORTISCH“. Neben der Fortsetzung der<br />

überaus erfolgreichen Formate wie „erLesen“,<br />

„KulturWerk“, „science.talk“, „Inside<br />

Brüssel“ oder „Der österreichische Film“<br />

lässt Peter Schöber mit zahlreichen neuen<br />

Projekten aufhorchen. 2013 wird sehr<br />

spannend, hier ein kleiner Ausblick vom<br />

Programmgestalter. „Im Filmbereich werden<br />

wir wöchentlich dem europäischen<br />

,Art-Film‘ und dem internationalen Autorenfilm<br />

eine Basis einräumen. Damit bieten<br />

wir unseren Zuseherinnen und Zusehern<br />

einerseits Filme, die sich bei<br />

internationalen Filmfestivals durchgesetzt<br />

beziehungsweise dort Aufmerksamkeit<br />

erregt haben – so ist eine Lars van<br />

Trier-Reihe geplant. Andererseits werden<br />

wir auch Filme zeigen, die für eine Epoche,<br />

eine Generation prägend waren, die<br />

,Blechtrommel‘ war beispielsweise so ein<br />

prägender Film oder ,Nosferatu‘ aus dem<br />

Jahre 1922.“ Ein Meilenstern von ORF III<br />

wird zweifelsohne ein Projekt sein, welches<br />

Peter Schöber und Alexander Wrabetz<br />

aus persönlicher Leidenschaft in<br />

Angriff genommen haben. „Wir machen<br />

gerade gemeinsam mit Hugo Portisch eine<br />

komplette Neufassung der zeitgeschichtlichen<br />

,Österreich I‘-Reihe. Das heißt,<br />

Hugo Portisch macht alle Moderationen<br />

neu, wir haben das einzigartige historische<br />

Bildmaterial auf HD hochrechnen<br />

lassen und ein Historikerteam rund um<br />

ZUR PERSON<br />

Peter Schöber ist verheiratet und Vater<br />

von zwei Söhnen. Gemeinsam mit Dr. Helmut<br />

Kaiser ist er Geschäftsführer des<br />

Fernsehsenders ORF III und verantwortet<br />

die Programmagenden des Senders. Seit<br />

Ende der 1980er war Peter Schöber in den<br />

verschiedensten Bereichen des ORF tätig,<br />

ab 1998 in leitenden Funktionen. Als Absolvent<br />

des CNN International Professional<br />

Program erreichte er die Initiierung<br />

zahlreicher Programminnovationen in den<br />

Bereichen TV News, Magazin, Reportage<br />

und Dokumentation.<br />

www.orfdrei.at<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 79


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Margot Dimi<br />

Fotos Schumann-Turowski/BLV Buchverlag, www.solarbau.at, Shutterstock<br />

WER IM GLASHAUS SITZT, HAT’S GUT<br />

WOHNZIMMER MIT<br />

AUSSICHT<br />

Mit einem Wintergarten holen Sie sich Urlaubsstimmung ins eigene Haus. Es liegt an Ihnen,<br />

ob es Tropenurlaub, Asienurlaub oder eher die mediterane Variante sein soll.<br />

teils verglaster Vorbau der unbeheizt und<br />

damit für eine dauernde Bewohnung<br />

ungeeignet ist. Diese klassische Form<br />

nutzt solare Energiegewinne auch für das<br />

angrenzende Wohnhaus und bildet quasi<br />

eine thermische Pufferzone. Für die Überwinterung<br />

von Kübelpflanzen, die nicht<br />

winterfest sind, ist er wunderbar geeignet<br />

und bietet optisch einen entsprechenden<br />

grünen Bereich zwischen Wohnraum und<br />

Garten. Für den Energieausweis kann so<br />

ein Wintergarten als unbeheizter angrenzender<br />

Raum dargestellt werden, muss<br />

dazu aber tatsächlich vom Wohnraum<br />

abgetrennt ausgeführt sein.<br />

HISTORISCHES. Schon die alten Griechen<br />

und Römer bauten Häuser, in denen sie<br />

Pflanzen aus den Überseegebieten kultivierten.<br />

Die eigentlichen Vorläufer des<br />

heutigen Wintergartens kommen aber aus<br />

dem England des 18. Jahrhunderts, wo<br />

wohlhabende Hausbesitzer begannen, Anbauten<br />

an ihre Häuser zu bauen, um darin<br />

Pflanzen zu überwintern. Im Viktorianischen<br />

Zeitalter wurden diese Glas-Stahl-<br />

Konstruktionen dann im Stil der Zeit verziert<br />

und Teil einer sich über den gesamten<br />

europäischen Kontinent ausbreitenden<br />

Architekturform. In der Zeit wurden die<br />

Glashäuser auch erstmals mit Bänken,<br />

Stühlen und Tischen ausgestattet und als<br />

erweiterte Wohnräumlichkeiten genutzt.<br />

VERSCHIEDENE VERSIONEN DES WIN-<br />

TERGARTENS. Heute unterscheiden wir<br />

folgenden Formen von Wintergärten:<br />

Kalter Wintergarten: Ein ungeheizter<br />

Glasanbau, der zur Überwinterung von in<br />

unseren Breiten nicht winterfesten Pflanzen<br />

benutzt wird. Er wird frostfrei gehalten<br />

und ist mit maximal 12° C unwohnlich.<br />

Mittelwarmer Wintergarten: Er wird in<br />

der Heizperiode auf 12 bis 19° C beheizt.<br />

Dies erfordert eine andere Bepflanzung<br />

und ist nur bedingt wohnlich.<br />

Warmer Wintergarten: Die Raumtemperatur<br />

liegt über 19° C, der Wintergarten ist<br />

damit als vollwertiger Wohnraum zu nutzen,<br />

allerdings sind diese Temperaturen<br />

für herkömmliche Kübelpflanzen zu hoch.<br />

Hier fühlen sich jedoch tropische Pflanzen<br />

mit gehobenen Ansprüchen wohl.<br />

Der Wintergarten im eigentlichen Sinne<br />

ist der kalte Wintergarten, also ein groß-<br />

DER MODERNE WINTERGARTEN. Weiter<br />

verbreitet ist heute jedoch der warme<br />

Wintergarten, der als Wohnraum genutzt<br />

wird und uns besonders im Winter Urlaubsatmosphäre<br />

vermitteln soll. Diese<br />

Bauweise ist jedoch aufwendiger. Große<br />

Glasflächen erreichen nur schwer die<br />

heute aus energetischen Gründen gesetzlich<br />

geforderten Dämmwerte und im<br />

Sommer bringen sie die Gefahr der Überhitzung<br />

mit sich. Ersteres erfordert teure<br />

Spezialgläser, der Hitze beugt man mit<br />

guter Beschattung und eventuell mit Belüftungssystemen<br />

vor. Für welche Form<br />

auch immer Sie sich entscheiden – beziehen<br />

Sie in Ihre Planungen möglichst frühzeitig<br />

den Baumeister Ihres Vertrauens<br />

ein! Er kennt sich mit den in Ihrem Bundesland<br />

gültigen Bauordnungen aus und<br />

so können Sie bereits bei der Planung alle<br />

diesbezüglichen Unannehmlichkeiten ausschließen.<br />

Vorsicht auch, wenn Sie zum<br />

Beispiel in Wien wohnen und Ihr Wochen-<br />

80 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Mit einem Wintergarten wird auch zusätzlicher Wohnraum geschaffen.<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 81


endhaus in Niederösterreich oder im Burgenland<br />

mit einem Wintergarten ausstatten<br />

wollen – beraten Sie sich mit einem<br />

Baumeister im entsprechenden Bundesland!<br />

In Österreich kocht jedes Bundesland<br />

auch in Sachen Bauordnung ein eigenes<br />

Süppchen.<br />

DIE BEPFLANZUNG. Wenn der Wintergarten<br />

endlich fertig gebaut ist oder der<br />

bestehende Wintergarten unbedingt neu<br />

gestaltet werden soll, geht es um die Auswahl<br />

der Pflanzen. Der wichtigste Parameter<br />

ist die Temperatur im Wintergarten.<br />

Wir erinnern uns – kalter,<br />

mittelwarmer oder warmer Wintergarten?<br />

Wichtiger als die zu erwartende<br />

Höchsttemperatur ist die zu erwartende<br />

sie die Struktur des ganzen Raums vorgeben,<br />

quasi die Einrichtung des Wintergartens<br />

sind. An ihnen orientiert man sich<br />

mit der Unterbepflanzung und Möblierung.<br />

Meistens wählt man dazu Pflanzen<br />

mit üppiger Belaubung aus, Blütenschmuck<br />

ist nicht notwendig, der kommt<br />

später. Es ist allerdings wichtig, bei diesen<br />

Pflanzen die natürliche Maximalgröße zu<br />

bedenken, da sie nicht zurückgeschnitten<br />

werden sollen oder können! Als Strukturpflanzen<br />

geeignet sind Palmen, bananenartige<br />

Pflanzen, aber auch Großgräser.<br />

Wer es stacheliger möchte, kann auch<br />

Agavengewächse oder Säulenkakteen<br />

pflanzen. Sind die Strukturpflanzen ausgewählt<br />

und platziert, kann die Unterbepflanzung<br />

ausgesucht werden. Es<br />

macht Sinn, dabei die höheren Pflanzen<br />

in den Hintergrund zu stellen, allerdings<br />

sollte man das nicht zu sklavisch befolgen,<br />

da man sonst schnell den Eindruck gewinnt,<br />

hinter einer Hecke zu sitzen. Damit<br />

der Wintergarten gut aussieht, setzt<br />

man schnellwachsende Füllpflanzen dazwischen,<br />

die dann, wenn die eigentlich<br />

gewünschten Pflanzen groß genug sind,<br />

nach und nach entfernt werden. So manche<br />

Pflanze, die Sie bereits als Zimmerpflanze<br />

kennen, fühlt sich auch im Wintergarten<br />

wohl und kann dort erst zu ihrer<br />

eigentlichen Größe und Form heranwachsen.<br />

Doch Vorsicht, nicht jede Zimmerpflanze<br />

kann problemlos umgesiedelt<br />

werden. Pedanten mögen ihren Wintergarten<br />

thematisch strukturieren und daniedrigste<br />

Temperatur, da manche Pflanzen<br />

auch schon bei Temperaturen über<br />

0° C „erfrieren“ können. Dazu kommt,<br />

dass Pflanzen, die in Temperaturen nahe<br />

„Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man<br />

einen Garten anlegt.“<br />

Chinesisches Sprichwort<br />

ihrer individuellen Schmerzgrenze gedeihen<br />

sollen, in Stress geraten und umso<br />

stärker darunter leiden, je länger sie dieser<br />

Temperatur ausgesetzt sind. Nicht weniger<br />

wichtig ist die zu erwartende Lichtmenge!<br />

Oft kommen Pflanzen von der<br />

anderen Seite des Globus und sind also<br />

auf Sommer eingestellt oder wegen ihrer<br />

Herkunft aus Äquatornähe grundsätzlich<br />

viele Sonnenstunden gewohnt. Bei uns ist<br />

aber gerade die dunkelste Jahreszeit angesagt.<br />

Glücklicherweise gibt es Pflanzen,<br />

die in tropischen Wäldern den Unterwuchs<br />

bilden und deshalb mit Lichtmengen<br />

auskommen, die auch unsere Winter<br />

bieten können. Für lichthungrigere Bepflanzung<br />

muss eine kostenintensive Beleuchtung<br />

eingeplant werden, um sich<br />

langfristig an deren Grün zu erfreuen.<br />

DIE BEPFLANZUNG IM DETAIL. Sind<br />

oben angeführte Basics geklärt, können<br />

die Strukturpflanzen ausgesucht werden.<br />

Strukturpflanzen heißen sie deshalb, weil<br />

82 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


auf Rücksicht nehmen, dass die ausgewählten<br />

Pflanzen auch in ihrer angestammten<br />

Heimat gemeinsam vorkommen.<br />

Für alle anderen gilt: „Erlaubt ist,<br />

was gefällt!“ Besorgen Sie sich Fachliteratur<br />

und lassen Sie sich im Pflanzenfachgeschäft<br />

beraten. Die Kosten für die<br />

Bücher sind schnell egalisiert, wenn sich<br />

Fehlkäufe und Frust durch falsche Pflanzenwahl<br />

vermeiden lassen. Vielleicht entdecken<br />

Sie aber auch eine neue Vorliebe<br />

für ganz bestimmte Pflanzen?<br />

LEBEN MIT DEM WINTERGARTEN. Bedenken<br />

Sie unbedingt den zu erwartenden<br />

Pflegeaufwand! Palmen verursachen<br />

keinen Laubfall und sind damit wesentlich<br />

pflegeleichter als Bäume, die regelmäßig<br />

Laub wechseln. Klären Sie also ab, was<br />

Ihre Anforderungen sind. Wer seinen<br />

Traum vom mediterranen Zitrusgarten<br />

umsetzen will, kommt übrigens mit einem<br />

kalten Wintergarten aus. Bei zu intensiver<br />

Wintersonne muss dieser sogar bei Minusgraden<br />

durchlüftet werden. Im mediterranen<br />

Raum gibt es keine tote Saison,<br />

irgendetwas blüht immer. Durch die geografische<br />

Nähe der Pflanzenheimat passen<br />

auch die Lichtverhältnisse sehr gut.<br />

Die Hauptregenzeit liegt im Winter, die<br />

Pflanzen können also kaum „totgegossen“<br />

werden. Dafür vertragen sie im Sommer<br />

Durststrecken. Zugegeben, kein sehr exotisches,<br />

dafür aber ein viel heimeligeres<br />

Flair. Wer im Sommer seine mediterranen<br />

Pflanzen in den Garten übersiedelt, kann<br />

an deren Stelle die Zimmerpflanzen beherbergen.<br />

Dazu ist aber entsprechende<br />

Beschattung einzuplanen.<br />

ASIA STYLE. Die hohe Schule des Wintergartens<br />

ist die asiatische Ausrichtung! Um<br />

nicht peinlich zu wirken, gehören dazu<br />

mehr als ein paar Bonsai und ein Teeservice.<br />

Wer mit der Materie nicht vertraut<br />

ist, vertieft sich dazu am besten in die entsprechende<br />

Fachliteratur. Der Vorteil der<br />

asiatisch inspirierten Wintergärten liegt<br />

darin, dass sie für kalte bis warme Wintergärten<br />

entsprechende Möglichkeiten bieten<br />

und optisch nahtlos ins Freie übergehen<br />

können. Wenn die Gestaltung des<br />

Hauses auch noch dazupasst, wird es perfekt.<br />

Aber Vorsicht – wenn Asia Style nur<br />

eine modische Laune ist und kein echtes<br />

BUCHTIPP<br />

Lebensgefühl, dann läuft man Gefahr,<br />

dass man sehr schnell wieder umgestalten<br />

möchte. Wer jetzt Lust auf Wintergarten<br />

bekommen hat und keine Möglichkeit<br />

hat, das in naher Zukunft umzusetzen,<br />

der kann Glashausatmosphäre in öffentlichen<br />

Palmenhäusern schnuppern. Naheliegend<br />

ist Schönbrunn in Wien, wer aber<br />

gartenhistorisch zu den Wurzeln des modernen<br />

Wintergartens möchte, reist am<br />

besten nach London und besucht das<br />

Palm House in Kew Gardens. <br />

WINTERGÄRTEN<br />

Das Praxisbuch von Maria-Sansoni-Köchel<br />

und Lutz Köhler<br />

Für alle, die einen Wintergarten planen, empfiehlt sich dieses<br />

Buch aus dem BLV-Verlag. Das Autorenteam setzt sich aus<br />

dem Bautechniker Lutz Köhler und der Gartentechnikerin<br />

Maria Sansoni-Köchel zusammen. Auf 192 Seiten erklären die<br />

beiden, mit zahlreichen Bildern und Zeichnungen unterlegt,<br />

was man vor dem Bau eines Wintergartens bedenken muss<br />

und wie man den Wintergarten optimal bepflanzt und nutzt.<br />

Die Grundlagen werden genauso abgehandelt wie die einzelnen Phasen von der Planung bis zur<br />

Nutzung des Wintergartens. Konkrete Beispiele für die verschiedenen Temperaturbereiche bieten<br />

Anregungen für eigene Gestaltungsideen. Für Wintergärten geeignete Pflanzen werden porträtiert.<br />

Praktischerweise sind die Pflanzen nicht alphabetisch, sondern nach ihren Bedürfnissen und Eigenschaften<br />

sortiert. Anhand der Pflegetipps können Sie den tatsächlichen Aufwand abschätzen, bevor<br />

Sie Ihre Pflanzen auswählen.<br />

Doch auch wer schon einen Wintergarten hat, damit unzufrieden ist und gerade überlegt, wie<br />

er anders genutzt werden kann, wird in diesem Buch jede Menge wertvoller Tipps finden.<br />

Die einzelnen Kapitel sind mittels Farbschema markiert, das Inhaltsverzeichnis ist sehr detailiert.<br />

Beides erleichtert es, das Buch auch als Nachschlagewerk zu verwenden. Einzig das Adressverzeichnis<br />

im Anhang ist deutschlandlastig. Wenn man aber weiß, wonach man sucht, hilft in<br />

dem Fall ja das Internet.<br />

BLV Buchverlag, September 2011, 192 Seiten, 249 Farbfotos, 33 Zeichnungen,<br />

22.6 x 26.9 cm, laminierter Pappband, 25,70 Euro, ISBN 978-3-8354-0863-0<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 83


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Himmelhoch<br />

Fotos Schiedel, Frühwald<br />

HÖCHSTER WOHNKOMFORT AM STAND DER TECHNIK<br />

DER KAMINEFFEKT<br />

Innovative Kaminsysteme, kontrollierte Wohnraumlüftung und Sicherheit von Kaminen –<br />

die Experten vom Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) wissen, worauf<br />

man bei Kaminen achten muss.<br />

Hoch im Kurs. Nicht nur die steigenden Heizkosten machen ein Kaminfeuer attraktiv, auch für<br />

romantische Stunden zu zweit gibt es nichts Schöneres, als vor dem Kamin zu kuscheln – und<br />

Kachelöfen und Kamine steigern neben dem Wohlfühleffekt nachweislich den Wert einer Immobilie.<br />

UNABHÄNGIGKEIT. Steigende Heizkosten<br />

belasten Bewohner zusehends: Fossile<br />

Rohstoffe werden knapp und lassen die zukünftige<br />

Preisentwicklung nur schwer abschätzen.<br />

Internationale Gaskrisen und<br />

überlastete Stromnetze gefährden die Versorgungssicherheit<br />

noch zusätzlich. Kamine<br />

stehen hoch im Kurs, weil sie die Versorgungssicherheit<br />

gewährleisten und als<br />

Garanten für wohlige Wärme gelten. Deshalb<br />

steigern Kachelöfen und Kamine auch<br />

nachweislich den Wert einer Immobilie.<br />

ENERGIEEFFIZIENTE GEBÄUDETECH-<br />

NIK. Gerade für moderne energiesparende<br />

Bauweisen gilt es einiges bereits im Vorfeld<br />

zu beachten, denn diese werden zunehmend<br />

luftdicht ausgeführt. Das hat<br />

zur Folge, dass Feuerstätten für einen<br />

optimalen Verbrennungsvorgang mit Außenluft<br />

versorgt werden müssen. „Diese<br />

Versorgung kann über geeignete Kamine<br />

erfolgen, entweder durch einen in den<br />

Kaminbauteilen integrierten, seitlich neben<br />

dem Abzugsrohr liegenden Schacht<br />

oder durch einen konzentrisch um das Abzugsrohr<br />

liegenden Luftringspalt. Bei den<br />

Öfen gibt es raumluftunabhängige Feuerstätten<br />

von der Stange, aber auch Öfen,<br />

die vom Hafner entsprechend ausgeführt<br />

werden“, erklärt Helmut Obermair vom<br />

oberösterreichischen Kaminerzeuger Rohr-<br />

Kamin. „Die geeigneten Öfen erfüllen erhöhte<br />

Dichtheitsanforderungen und dürfen<br />

daher zusammen mit raumlufttechnischen<br />

Anlagen – etwa zugelassenen<br />

kontrollierten Wohnraumlüftungen – betrieben<br />

werden, ohne dass zusätzliche<br />

Sicherheitseinrichtungen installiert werden<br />

müssen“, so Obermair.<br />

EIGNUNG. Wesentlich ist, dass die Komponenten<br />

der Systeme für diesen raumluftunabhängigen<br />

Betrieb geeignet sind und<br />

eine vorherige Prüfung und Befundung<br />

84 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Kamine und Feuerstätten für moderne, energiesparende Bauweisen<br />

erfolgt. Auf Grund der Zunahme luftdichter<br />

Bauweisen mit dem Ziel von Energieund<br />

CO 2 -Einsparungen sollte gerade dieser<br />

Frage besonders viel Aufmerksamkeit<br />

zukommen, wie Dr. Josef Zeilinger, Geschäftsführer<br />

der Firma Schiedel, bestätigt:<br />

„Die ausreichende Versorgung der<br />

Feuerstätte mit Verbrennungsluft wird bei<br />

solchen Bauweisen nämlich häufig durch<br />

raumlufttechnische Anlagen wie etwa<br />

kontrollierte Wohnraumlüftungen erschwert,<br />

was durchaus auch zum Austritt<br />

von unvollständig verbrannten Rauchgasen<br />

führen kann. Der Einsatz von geprüften<br />

raumluftunabhängigen Feuerstätten<br />

schafft hier sichere Abhilfe“, so Dr.<br />

Zeilinger. Die Parameter für einen solchen<br />

Eignungsnachweis sind auf europäischer<br />

Ebene allerdings nicht geregelt – ebensowenig<br />

die Zuständigkeit für eine solche<br />

Überprüfung. Der VÖB hat mit seinen<br />

Mitgliedsbetrieben deshalb einen Kriterienkatalog<br />

für die Prüfung und Beurteilung<br />

von raumluftunabhängigen Feuerstätten<br />

für feste Brennstoffe erarbeitet,<br />

welcher auf den Zulassungsgrundsätzen<br />

des Deutschen Instituts für Bautechnik<br />

in Berlin basiert. Auf der Website www.<br />

prokamin.at stehen der Kriterienkatalog<br />

und eine Liste mit geprüften und zugelassenen<br />

Feuerstätten zum Download bereit.<br />

ANFORDERUNGEN. Grundsätzlich gelten<br />

für raumluftunabhängige Feuerstätten<br />

dieselben Anforderungen wie für den<br />

raumluftabhängigen Betrieb. Zusätzlich<br />

müssen laut VÖB aber noch weitere erfüllt<br />

werden, etwa selbsttätig dicht schließende<br />

Türen oder eine gleichwertige Lösung.<br />

Darüber hinaus muss die Dichtheit der<br />

Feuerstätte einschließlich der erforderlichen<br />

Anschlussleitungen mechanischen<br />

und thermischen Belastungen standhalten,<br />

wobei die Prüfungsmodalitäten genau<br />

definiert sind. Für die CO-Konzentration<br />

im Abgas gelten festgesetzte Grenzwerte,<br />

die bei der Messung nicht überschritten<br />

werden dürfen. Außerdem ist im VÖB-<br />

Papier auch die Beschaffenheit der Verbrennungsluftleitung<br />

genau geregelt. „Für<br />

die Schnittstelle zwischen raumluftunabhängiger<br />

Feuerstätte und Kamin gibt es<br />

bislang keine Normung, obwohl beide Elemente<br />

Bestandteile eines funktionierenden<br />

Systems sein müssen. Wir schließen<br />

diese Lücke und geben den Verantwortlichen<br />

so einen sehr guten Leitfaden als Entscheidungshilfe<br />

in die Hand“, so Wolfgang<br />

Schwein von UNI-DIM Kaminsystemen.<br />

SICHERHEIT. Bei Kaminen hat die Sicherheit<br />

im Betrieb höchste Priorität. Das<br />

Österreichische Institut für Bautechnik<br />

(OIB) erarbeitet Richtlinien, die als Basis<br />

für die Harmonisierung der bautechnischen<br />

Vorschriften der neun Bundesländer<br />

dienen. In der OIB Richtlinie 3, „Hygiene,<br />

Gesundheit, Umweltschutz“, sind die<br />

Anforderungen an Abgasanlagen definiert.<br />

Auch die Einleitung der Abgase von<br />

mehreren Feuerstätten in denselben Kamin<br />

ist dort geregelt. Gerade die Regelungen<br />

in diesem Bereich sind Thema umfangreicher<br />

praktischer und rechnerischer<br />

Untersuchungen.<br />

Schematische Darstellung eines Kamins für<br />

den Betrieb von raumluftunabhängigen<br />

Feuerstätten.<br />

INNOVATIVE SYSTEME. Moderne Bauweisen<br />

erfordern moderne Kaminsysteme,<br />

wie Dr. Zeilinger erklärt. Kaminsysteme<br />

wurden längst an moderne<br />

Bedürfnisse angepasst. Im Bereich der Kamine,<br />

die vor Ort durch die Baufirma gebaut<br />

werden, bieten moderne Kaminsysteme<br />

auf Grund ihrer geringeren Anzahl an<br />

Einzelteilen Zeitvorteile beim Bau. Zudem<br />

sind Thermo-Zusatzkomponenten verfügbar,<br />

die dem Baumeister den Einbau in<br />

energetisch anspruchsvolle Gebäude vereinfachen,<br />

so Jürgen Böhm vom deutschen<br />

Kaminerzeuger Erlus. Fertigteil-<br />

Kamine, die in nur zwei Stunden fix und<br />

fertig montiert sind, weil sie im Werk vorgefertigt<br />

und montagefertig direkt an die<br />

Baustelle geliefert werden, sind laut Böhm<br />

bei vielen Kunden sehr beliebt. Dort werden<br />

sie mittels Krans in kürzester Zeit versetzt.<br />

Auf Wunsch kann der Kamin auch<br />

hier gleich einen fertig vormontierten<br />

Thermokopf erhalten, so Böhm. Ein weiteres<br />

Beispiel für moderne Systeme sind Kamine<br />

mit integriertem Ofen. Sie machen<br />

die Feuerstätte zum Blickfang, aber die<br />

Anforderungen an einen Kamin gehen<br />

weit über die reine Ästhetik hinaus, so Peter<br />

Sternad von Plewa Schornsteintechnik:<br />

„Die Beheizungs- und Belüftungssysteme<br />

verändern sich laufend. Moderne<br />

Systeme sind auf dem Stand der Technik<br />

und decken praktisch jede An forderung<br />

ab – vom Korrosionsschutz über eine rasche<br />

Montage bis hin zu Wärme- und<br />

Schallschutz. Aber Kamin systeme müssen<br />

ständig weiterentwickelt werden, damit<br />

sie auch den Anforderungen von morgen<br />

gerecht werden“, sind sich die<br />

Experten einig.<br />

<br />

INFORMATION<br />

Der Verband Österreichischer Beton- und<br />

Fertigteilwerke (VÖB) mit Sitz in Wien<br />

wurde 1956 gegründet und hat derzeit<br />

70 Mitgliedsbetriebe. Seine Hauptaufgaben<br />

liegen in der Förderung von<br />

Qualitätssicherung, der Erschließung neuer<br />

Anwendungsgebiete von Produkten sowie<br />

der wissenschaftlichen und didaktischen<br />

Aufbereitung branchenrelevanter Themen.<br />

www.voeb.com<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 85


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Foto Gorenje<br />

Knallig. Die<br />

Gorenje-Retro-<br />

Kollektion gibt<br />

es in den unterschiedlichsten<br />

Farben.<br />

UMWELT UND KONTO SCHONEN<br />

JETZT IST SPAREN<br />

ANGESAGT<br />

Die Energiepreise explodieren, was für so manchen Österreicher ein Problem darstellt.<br />

Aber auch wenn dies nicht der Fall ist – Geiz ist einfach geil und man kann sein schwer erarbeitetes<br />

Geld sicherlich für schönere Dinge ausgeben und muss trotzdem nichts an Komfort einbüßen.<br />

SPARPOTENZIAL. Waschmaschine, Geschirrspüler, Eiskasten &<br />

Co. befinden sich heutzutage in so gut wie jedem Haushalt. So<br />

gibt es in Österreich ca. 2,5 Millionen Eiskästen und 3 Millionen<br />

Waschmaschinen. Und sie verbrauchen relativ viel Energie, was<br />

bei den heutigen Preisen ganz schön ins Geld gehen kann. Ein<br />

durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt pro Jahr benötigt etwa<br />

zwischen 3.000 und 4.000 kWh. Gerade die Haushaltsgeräte weisen<br />

jedoch auch ein großes Sparpotenzial – bis zu 30 Prozent –<br />

auf, wenn man weiß, wo rauf man achten muss. So spart man am<br />

meisten, wenn man auf moderne Geräte setzt, denn es kommen<br />

immer sparsamere Typen auf den Markt. Zudem ist man heutzutage<br />

nicht mehr von den Werbeaussagen der einzelnen Hersteller<br />

abhängig, da sämtliche Kühl-, und Gefriergeräte, Waschund<br />

Geschirrspülmaschinen und Trockner ein Energieetikett<br />

tragen müssen. Aus diesem Grund lohnt es sich schon beim<br />

Kauf, auf den Stromverbrauch zu achten und vielleicht ein etwas<br />

teureres Markengerät einem billigeren vorzuziehen.<br />

RICHTIG KÜHLEN UND EINFRIEREN. Schon vor dem Kauf sollte<br />

überlegt werden, wofür man sein Gerät in erster Linie verwenden<br />

möchte, da davon die Ausstattung abhängt. So werden etwas<br />

einfache Kühlschränke ohne Gefrierfach bis hin zu Schränken<br />

86 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


In Zeiten wie diesen ist Energiesparen angesagt.<br />

mit 4-Stern-Tiefkühlfach angeboten. Die Geräte niemals in der<br />

Nähe von Öfen, Heizung oder Geschirrspüler aufstellen. Auch<br />

eine direkte Sonneneinstrahlung wirkt sich ungünstig auf den<br />

Energieverbrauch aus. Um einen Hitzestau zu vermeiden, muss<br />

– besonders bei Einbaugeräten – auf ausreichende Belüftung geachtet<br />

werden. Niemals die Geräte mit warmen oder sogar heißen<br />

Lebensmitteln befüllen, zuerst immer auf Raumtemperatur<br />

abkühlen lassen. Und eines ist ganz wichtig: regel mäßiges<br />

Abtauen, denn eine dicke Eisschicht erhöht die Stromkosten.<br />

RICHTIG WASCHEN. Sie haben eine Waschmaschine daheim, die<br />

schon etliche Jährchen auf dem Buckel hat? Dann sollten Sie sich<br />

beizeiten einen Neukauf überlegen, denn moderne Geräte verbrauchen<br />

bis zu 60 Prozent weniger Strom, 40 Prozent weniger<br />

Wasser und bis zu 30 Prozent weniger Waschmittel als ihre Vorgängermodelle.<br />

Günstig wirken sich Maschinen mit Mengenautomatik<br />

aus, die die Wassermenge immer der Wäschemenge anpassen.<br />

Das ist jedoch auch händisch – mit der Energiespartaste<br />

– möglich. Wichtig ist auch eine hohe Drehzahl beim<br />

Schleudern, besonders dann, wenn danach ein Trockner benutzt<br />

wird. Und auch die Wassertemperatur ist ein wichtiges Kriterium<br />

beim Energiesparen. Aus diesem Grund sollte sie so niedrig wie<br />

möglich gewählt und auf die Vorwäsche ganz verzichtet werden.<br />

Bei normal verschmutzter Wäsche genügen zumeist 60 Grad. Die<br />

Waschmaschine immer vollfüllen – auch wenn sie zur Hälfte leer<br />

ist, verbraucht sie genauso viel Strom. Und für Handwäsche benötigt<br />

man zwei- bis dreimal mehr Energie als mit der Maschine!<br />

RICHTIG TROCKNEN. Der alte Wäscheständer hat heutzutage<br />

zumeist ausgedient. Wäschetrockner werden immer beliebter –<br />

so gibt es in Österreich bereits eine Million dieser Geräte. Im<br />

Handel sind sogenannte Ablufttrockner erhältlich, bei denen die<br />

Feuchtigkeit an die Umgebung abgegeben wird. Sie benötigen<br />

rund zehn Prozent weniger Energie als Kondensationstrockner,<br />

bei denen diese in einem Behälter im Gerät gesammelt und dann<br />

abgeleitet wird. Der Vorteil liegt jedoch darin, dass ein Kondensationstrockner<br />

in jedem Raum aufgestellt werden kann und Ablufttrockner<br />

nur in gut belüfteten. Energiefresser sind zumeist<br />

Waschtrockner, da nur halbe Waschmaschinenfüllungen auf einmal<br />

getrocknet werden können. Und eines sollte klar sein: Sparsames<br />

Trocknen beginnt bereits beim Schleudern.<br />

RICHTIG SPÜLEN. Moderne Geschirrspülgeräte sind heute<br />

weitaus energiesparender als händisches Spülen, mit dem man<br />

wie bei der Handwäsche – neben dem höheren Stromverbrauch<br />

– mehr als das Dreifache an Wasser verbraucht wird. Genauso<br />

wie die Waschmaschine sollte das Gerät jedoch nur dann betrieben<br />

werden, wenn es auch voll ist. Der meiste Strom wird übrigens<br />

beim Aufheizen des Wassers verbraucht. Deshalb darauf<br />

achten, dass das Gerät möglichst an die Warmwasser leitung<br />

angeschlossen werden kann.<br />

<br />

APROPOS ENERGIELABEL<br />

Seit 1994 werden Haushalts-, Kühl- und<br />

Gefriergeräte mit dem sogenannten<br />

Energielabel versehen, das in Energie-Effizienzklassen<br />

A bis G unterteilt ist. Bei der<br />

Stufe A – die für niedrigen Verbrauch steht –<br />

gibt es eine zusätzliche Unterteilung in A+,<br />

A++ und A+++. So verbrauchen etwa Geräte<br />

mit A+ weniger als 42 Prozent,<br />

A-Geräte weniger als 55 Prozent des<br />

europäischen Durchschnitts.<br />

HausBau + EnergieSparen<br />

25. - 27. JÄNNER 2013<br />

DIE MESSE FÜR BAUEN, ENERGIE & WOHNEN<br />

RICHTIG KOCHEN. Ein ganz gewaltiger Teil der Energie wird für<br />

das Zubereiten der Nahrung aufgewendet. Aber mit einiger<br />

Umsicht können die Energieverluste beim Kochen reduziert werden.<br />

So kann man etwa mit einem gut passenden Deckel immerhin<br />

bis zu 30 Prozent an Energie sparen. Wichtig ist es, auch<br />

immer eine passende Kochplatte zu verwenden, die nicht größer<br />

als das Geschirr selbst sein soll. Die Herdplatte erst einschalten,<br />

wenn der Topf auf dem Herd steht, und immer die Restwärme<br />

ausnutzen und vor dem Koch ende zurückschalten. Heißluft-<br />

Backrohre ersparen das Vorheizen und auch hier kann die Nachwärme<br />

gut genutzt werden. Anstatt des Elektroherdes Eierkocher,<br />

Toaster oder Wasserkocher verwenden, da diese Kleingeräte<br />

fast immer energiesparender sind.<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

www.messe-tulln.at<br />

FOKUS 87


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Fotos Shutterstock<br />

BEST AGER – FIT, AGIL, FINANZSTARK<br />

DIE SILBERNE<br />

REVOLUTION<br />

In der heutigen Zeit sind Österreich und die meisten Industrieländer durch<br />

die steigende Lebenserwartung von einem tiefgreifenden demografischen<br />

Wandel geprägt, den man „Silberne Revolution“ nennen könnte.<br />

88 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Best Ager – eine anspruchsvolle Generation, die unsere Wirtschaft ankurbelt.<br />

STEIGENDE LEBENSERWARTUNG. Anfang<br />

der 50er-Jahre waren weniger als<br />

16 Prozent der Österreicher über 60.<br />

Heute liegt deren Anteil bei 22 Prozent<br />

und im Jahr 2039 wird es fast ein Drittel<br />

der Bevölkerung sein. Grund für die steigende<br />

Lebenserwartung sind die Fortschritte<br />

in der Medizin, die gesunde Ernährung,<br />

aber auch der zunehmende<br />

Wohlstand, mit dem man sich das Leben<br />

angenehm gestalten kann. So zählen heute<br />

Menschen mit 60 noch lange nicht zum<br />

alten Eisen, sondern sind fit und agil, was<br />

sich natürlich auch auf ihren Lebensstil<br />

auswirkt. Studien zufolge fühlen sich die<br />

heute 50-Jährigen eher wie 35 und die<br />

70-Jährigen empfinden sich, als wären sie<br />

55. Sie sind zufrieden, denn sie können<br />

sich zumeist Dinge leisten, die zuvor nicht<br />

möglich gewesen wären, und müssen auch<br />

nicht jeden Cent zweimal umdrehen.<br />

Sie sind offen für Neues, führen ein<br />

anspruchsvolles und genussorientiertes<br />

Leben, sind konsumfreudig, zumeist mobil,<br />

haben vielseitige Interessen und sind<br />

aktiver denn je. So ist etwa Fitness – geistige<br />

und körperliche – extrem wichtig. Die<br />

Best Ager investieren auch viel in ihre<br />

Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Dafür<br />

sind sie bereit, so einiges auszugeben und<br />

wollen ihr Geld nicht – wie früher üblich<br />

– in den Sparstrumpf stecken. Kurzum,<br />

diese Generation möchte ihr Leben einfach<br />

genießen. Sie hat noch viel vor und<br />

zählt sich noch lange nicht zum alten<br />

Eisen. Davor haben sie noch jede Menge<br />

Zeit, die ausgekostet werden muss, und<br />

zwar in den verschiedensten Bereichen.<br />

Eines ist jedoch ganz wichtig: Die Qualität<br />

muss stimmen. Kein Wunder, dass Markenartikel<br />

bei den Best Agern hoch im<br />

Kurs stehen. Da wird beim Preis schon<br />

gerne mal ein Auge zugedrückt. Das betrifft<br />

viele Bereiche. Etwa Wohnen, Gesundheit,<br />

Essen, Sport, Urlaub etc. Mit<br />

dieser Einstellung kurbeln gerade die Senioren<br />

den Konsum an, ganz nach dem<br />

Motto: „Wer spart, hungert für die Erben.“<br />

WOHNEN MIT STIL. Zieht es die junge<br />

Generation meistens zu preisgünstigen<br />

Wohnungen, die oft mit Billigmöbeln ausgestattet<br />

werden, legen die Best Ager –<br />

wie keine andere Zielgruppe – besonderen<br />

Wert auf das Thema „Wohnen und Einrichten.<br />

Umfragen zufolge sind sie gerne<br />

bereit, für höherwertige Produkte mehr<br />

Geld auszugeben. Schließlich wollen sie es<br />

doch daheim – wo der Lebensmittelpunkt<br />

liegt – gemütlich haben. Lebensqualität<br />

ist alles, besonders beim Wohnen. So liegen<br />

etwa barrierefreie Wohnungen im<br />

Trend, die auch im hohen Alter keine unlösbaren<br />

Probleme darstellen. Wichtig ist<br />

vor allem die Breite der Durchgänge,<br />

leicht zu öffnende und schließende Fenster<br />

und Türen, stufenfreie Wege, Oberflächen,<br />

auf denen man nicht ausrutschen<br />

kann – was besonders im Sanitärbereich<br />

wichtig ist –, sichere Griffe, Sitzgelegenheiten<br />

im Vorzimmer, höhenverstellbare<br />

Betten, angepasste Arbeitshöhen etc.<br />

Kurzum: Das Ziel ist die Unabhängigkeit.<br />

So schön es auch ist, von seinen Kindern<br />

versorgt zu werden, das Gefühl, ihnen zur<br />

Last zu fallen, schwingt immer mit. Viele<br />

Unternehmen haben es sich aus diesem<br />

Grund zur Aufgabe gemacht, spezielle<br />

Möbel für Senioren anzubieten. Etwa<br />

Küchenmöbel, die besonders pflegeleicht<br />

sind und eine einfache Bedienung garantieren.<br />

Dazu gehören etwa hochgesetzte<br />

Geräte, die seitlich zu öffnen sind und<br />

kontrastreiche, gut lesbare Displays aufweisen.<br />

Auch im Bad versprechen intelligente<br />

Lösungen mehr Bequemlichkeit<br />

und Komfort. Etwa Dusch- und Badewannen<br />

mit rutschfester Beschichtung und<br />

integriertem Sitz und festen Haltegriffen,<br />

sogar Badewannen mit seitlicher Einstiegsöffnung<br />

werden angeboten. Auch<br />

Dienstleistungen rund ums Wohnen werden<br />

bei den Best Agern immer stärker<br />

nachgefragt. Putzhilfen, Hausmeisterund<br />

Einkaufsdienste boomen.<br />

FREIZEITVERGNÜGEN URLAUB. Kaum<br />

eine Alterszielgruppe ist so reisefreudig<br />

wie die Senioren. Kein Wunder, dass die<br />

meisten Reiseveranstalter bei ihrer Angebotsauswahl<br />

auf sie setzen, denn die jungen<br />

Konsumenten haben oft zu wenig<br />

Zeit oder Geld dafür. Wer nun glaubt, dass<br />

die „Alten“ sich nur für Gesundheitsurlaube<br />

interessieren, der irrt sich gewaltig.<br />

Immer mehr entscheiden sich für<br />

ungewöhnliche Reisen, die auch junge<br />

Rucksacktouristen interessant finden. Im<br />

Mittelpunkt stehen besondere Eindrücke,<br />

neue Erfahrungen und exklusive Erlebnisse.<br />

Sogar Abenteuerreisen mit dem<br />

Rad, auf dem Pferd oder Kamel, mit dem<br />

Motorrad oder diverse Safaris werden<br />

gerne gebucht. Fitness und Gesundheit<br />

sind dabei wichtig. Wer sich unsicher<br />

fühlt, muss dennoch nicht auf seine<br />

Reiselust verzichten – immer öfter werden<br />

ärztlich begleitete Erlebnisreisen in<br />

ferne Länder angeboten.<br />

GESUNDHEIT IST DAS HÖCHSTE GUT.<br />

Keine Branche boomt jedoch so sehr wie<br />

alles, was mit Gesundheit und Fitness zu<br />

tun hat. Und das ist kein Wunder, denn nur<br />

wenn man fit ist, kann man sein Alter<br />

genießen. Dazu gehört jedoch nicht nur<br />

das Schlucken von Pillen. Im Trend liegen<br />

Fitnesscenter, Wellnessbehandlungen, alternative<br />

Therapien und natürlich ein gesunder<br />

Lebensstil mit optimaler – zumeist<br />

biologischer Ernährung. Besonders im<br />

Sport gibt es unzählige Möglichkeiten für<br />

die Best Ager, da die Gesundheitspolitik<br />

viel Wert auf ihr Wohlbefinden legt. So gibt<br />

es umfangreiche Informationen und es<br />

werden auch Unternehmungen wie etwa<br />

gemeinsames Walken, Radfahren oder<br />

Wandern angeboten. Sogar Hersteller von<br />

Spielkonsolen beschäftigen sich mit der<br />

Zielgruppe der Best Ager und haben Spiele<br />

für Senioren im Programm, die die körperliche<br />

Fitness erhöhen. Und da das Alter vor<br />

Technikbegeisterung nicht schützt, haben<br />

die meisten Best Ager kein Problem damit<br />

– genausowenig wie mit dem Computer,<br />

Internet, Social Networks & Co. <br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 89


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Gerhard Schillinger<br />

Fotos Shutterstock, Xundheitswelt<br />

DER ERSCHÖPFUNG ENTGEGENTRETEN<br />

WO SIE AUSWEGE AUS<br />

DEM BURNOUT FINDEN<br />

Immer häufiger fordern die Rastlosigkeit, die Hektik und der ständige Druck der Leistungsgesellschaft<br />

ihren Tribut in Form seelischer wie körperlicher Erschöpfung. Schmerzen ohne organischen Befund,<br />

Schlafstörungen und Kraftlosigkeit im Alltag sind Warnzeichen, deren Heilung sich einige Gesundheitshotels<br />

ganz besonders verschrieben haben<br />

WENN DER KÖRPER STREIKT. „Burnout“<br />

ist wohl einer der meistgebrauchten,<br />

zeitgeistigsten und zugleich auch<br />

unverstandensten Begriffe der letzten<br />

Jahre. Die einen sehen darin eine hippe<br />

Modeerscheinung, andere wieder eine<br />

echte Krankheit und viele einen Sammelbegriff<br />

oder ein Symptom vielschichtiger<br />

Probleme der Seele von der Depression<br />

bis zu verborgenen Traumen. Egal<br />

wie man Burnout auch betrachtet – Betroffene<br />

brauchen Unterstützung, wenn<br />

der Alltag zur Qual wird. Die schleichende<br />

Überforderung aus zu hohen Selbstansprüchen<br />

bei zu viel Arbeit, dauernder<br />

Erfolgsdruck und beständige Jobverlustangst<br />

in Verbindung mit persönlichen<br />

Konflikten kann anfangs oft über Jahre<br />

hinweg aus den eigenen Energiereserven<br />

ganz gut überspielt und kompensiert<br />

werden. Im schlimmsten Fall führt die<br />

Beibehaltung der krank machenden<br />

Mus ter aber irgendwann zum körperlichen<br />

und seelischen Zusammenbruch.<br />

Wenn der Körper bereits mit hartnäckigen<br />

Störungen und Schmerzen den Alltag<br />

verweigert oder dieser zur schier unschaffbaren<br />

Qual geworden ist, reichen<br />

dann ein paar Tage im Wellnesshotel<br />

oder ein Urlaub als Erholung nicht mehr<br />

aus. Nach einer kurzen Entspannung<br />

verschlechtert sich der Erschöpfungszustand<br />

oft noch mehr aus Angst vor<br />

den unveränderten Lebensbedingungen<br />

danach. Der Aufdeckung der tiefer lie-<br />

90 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Das Lebensresort Ottenschlag bietet Hilfe bei psychosozialen Störungen.<br />

genden, krank machenden Muster und<br />

Ursachen – und damit der Erhaltung der<br />

eigenen Berufsfähigkeit und Sicherung<br />

der Existenz – haben sich daher einige<br />

Gesundheitsspezialisten verschrieben.<br />

IN DER STILLE DES WALDVIERTELS<br />

ZU SICH FINDEN. Eine der besten<br />

Adressen dafür ist das Lebensresort<br />

Ottenschlag im Waldviertel. Das gediegene<br />

4-Sterne-Haus liegt in ruhiger und<br />

idyllischer Waldlage und hat neben klassischen<br />

Wellnesseinrichtungen wie Sauna<br />

und Pool ein medizinisch professionelles<br />

Angebot für psychosoziale Störungen<br />

wie Burnout ausgearbeitet. Dazu<br />

gehört ein in der Zusammenarbeit mit<br />

der Wiener Spezialistin Dr. Henriette<br />

Walter ausgearbeitetes Vorsorge- und<br />

Rehabilitationsprogramm, das neben<br />

körpertherapeutischen Anwendungen<br />

gesundheitspsychologische Beratung,<br />

Psychotherapiestunden oder auch Kreativprogramme<br />

vom Klettern und Malen<br />

bis zur Musiktherapie beinhaltet. Bei Bedarf<br />

kann auch eine unterstützende Medikation<br />

durch ständig anwesende Ärzte<br />

verordnet werden.<br />

Zur Abrundung des Burnout-Programms<br />

stehen nach individuellen Bedürfnissen<br />

Bewegung, Entspannung und vor allem<br />

die Entschleunigung in der ruhigen<br />

Umgebung der endlosen Wälder um das<br />

Resort an der Tagesordnung. Präventivpakete<br />

zur Vermeidung von Burnout-<br />

Erscheinungen beginnen bereits ab einer<br />

Woche Aufenthalt, echte Rehabilitation<br />

für Betroffene kann aber auch mehrere<br />

Wochen dauern – also ein durchaus sehr<br />

ernst zu nehmendes Krankheitsbild.<br />

TYPISCH WEIBLICHE ERSCHÖPFUNG<br />

IM RICHTIGEN RAHMEN ERKENNEN.<br />

Gerade Frauen sind durch Doppelbelastung<br />

in Beruf und Familie oder durch besondere<br />

Anforderungen etwa in sozialen<br />

Tätigkeiten in hohem Maße von Burnout<br />

und Erschöpfung betroffen. Zwischen den<br />

immer größeren Ansprüchen im Job und<br />

häufig den Herausforderungen bei der Erziehung<br />

der Kinder bleiben Entspannungspausen<br />

und Zeit für sich auf der Strecke. Im<br />

zur VAMED Vitality World gehörenden „la<br />

pura women’s health resort kamptal“ in<br />

Gars hat man sich daher den besonderen<br />

Anforderungen weiblicher Bedürfnisse zur<br />

Vermeidung von Burnout-Erscheinungen<br />

verschrieben. Im Rahmen des „mental<br />

balance“ wird gezielt an professioneller<br />

Entspannung, der Erkennung der eigenen<br />

Werte und Bedürfnisse sowie der individuellen<br />

Körperwahrnehmung gearbeitet. Dazu<br />

gehören die ärztliche Betreuung und<br />

Erhebung des eigenen Herz- und Nervenstatus<br />

genauso wie eine spezielle Gourmetküche,<br />

Körpertherapien oder Mental<br />

Coaching. Ziel ist die Wiederfindung von<br />

Energie und Lebensfreude in einem gepflegten<br />

Urlaubsambiente ohne Druck und<br />

Pflichten des Alltags.<br />

<br />

BURNOUT-PROGRAMME<br />

FÜR MEHR LEBENSFREUDE<br />

UND ENERGIE<br />

Lebensresort Ottenschlag<br />

3631 Ottenschlag, Tel. 02872/200 20<br />

www.lebensresort.at<br />

„Burnout-Prävention“ im Lebensresort<br />

Ottenschlag mit 7 Tagen Vollpension,<br />

Burnout-Schulung, gesundheitspsychologische<br />

Beratungen, Biofeedback,<br />

Entspannungstraining und Stressbewältigung,<br />

Massage, Klettern, Erholen im<br />

Hallenbad und Sauna etc.: ab 890 Euro<br />

la pura woman’s health resort kamptal<br />

3571 Gars am Kamp, Tel. 02985/26 66-0<br />

www.lapura.at<br />

„la pura mental balance“ im la pura<br />

woman’s health resort kamptal mit<br />

7 Tagen Halbpension und Mittagssuppe,<br />

Arztuntersuchung, Messung der<br />

Herzvariabilität, Mental Coaching,<br />

Entspannungstraining, Biofeedback,<br />

Körpertherapie, Kopfmassage etc.:<br />

ab 1.934 Euro<br />

Kurhotel Bad Pirawarth<br />

2222 Bad Pirawarth, Kurhausstraße 100,<br />

Tel.: 02574/29160-0<br />

www.kurhotel-pirawarth.at<br />

„Kraft-Kur“ mit 7 Tagen Vollpension,<br />

Arztbetreuung, Körperverhaltenstherapien<br />

in der Gruppe und einzeln, Kraft- und<br />

Entspannungstraining, Ernährungsberatung,<br />

Kreativprogramm etc.: 1.490 Euro<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 91


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal und Alexander Scheuch<br />

Fotos Martinhal, Beigestellt<br />

LUXUS FÜR DIE GANZE FAMILIE<br />

MIT DEN STÖRCHEN<br />

ZIEHEN ...<br />

Die Zugvögel ziehen seit Menschengedenken in südliche Gefilde, um zu überwintern. Immer öfter<br />

führt ihre Reise jedoch nicht nach Afrika, sondern sie lassen sich im wunderschönen Portugal nieder.<br />

Auch wir versuchen den unfreundlichen kalten Wintertagen zumindest eine Zeitlang zu entfliehen<br />

und unseren Urlaub in einer sonnigen, wärmeren Gegend zu verbringen. Warum nicht dort, wo sich<br />

auch die Störche wohlfühlen? Etwa im Martinhal Beach Resort & Hotel in Portugal.<br />

WOHLIGE TEMPERATUREN. Wenn wir<br />

in Österreich mit dicken Winterklamotten<br />

das Flugzeug besteigen, können wir es<br />

kaum mehr erwarten, an unserem Ziel anzukommen<br />

– nämlich an Europas südwestlichstem<br />

Zipfel, genauer gesagt im<br />

portugiesischen Küstenstädtchen Sagres<br />

am „finis terra“. Hier hat Väterchen Frost<br />

nichts zu melden, da führt nämlich 300<br />

Tage im Jahr die Sonne das Regiment. Das<br />

Klima ist mild und die Luft glasklar – eine<br />

optimale Destination zum Sonnentanken.<br />

Denn hier macht der Sommer niemals<br />

Pause. Kurzum, dieser Teil von<br />

Europa ist die optimale Winterdestination<br />

für passionierte Aktiv- und Strandurlauber,<br />

die in wenigen Flugstunden<br />

erreicht werden kann. Und dann ist es soweit:<br />

Während daheim alle frierend und<br />

fröstelnd auf die warme Jahreszeit warten,<br />

kann man hier ein Sonnenbad im<br />

Bikini nehmen, mit dem Surfbrett auf den<br />

Wellen reiten oder auch nur gemütlich im<br />

Wasser planschen.<br />

LUXUS PUR. Das exklusive 5-Sterne-<br />

Martinhal Beach Resort & Hotel befindet<br />

sich auf 42 Hektar ehemaligem Küstenland<br />

und bietet alles, was so ein Urlauberherz<br />

begehrt: 132 Designerhäuser und ein<br />

5-Sterne-Boutiquehotel im progressiven<br />

Biodesign, bei denen in der Ausstattung<br />

auf Serienprodukte verzichtet und stattdessen<br />

Naturstein, Holz und Kork eingesetzt<br />

wurden. Die Teppiche sind aus<br />

Naturfasern und die Polstermöbel mit<br />

abnehmbaren Bezügen versehen. Dazu<br />

kommen das großzügige Finisterra-Spa,<br />

der 900 Meter lange Sandstrand der<br />

imposanten Martinhal-Bucht, vier große<br />

beheizbare Pools und ein Indoor-/Outdoor-Pool,<br />

Tennisplätze, Paddel Courts,<br />

ein Wassersportzentrum für Wellenreiter,<br />

Wind- und Kite-Surfer, Schnorchler, Taucher<br />

oder Segler und in nächster Nähe<br />

etliche Golfplätze. Aber das ist noch lange<br />

nicht alles, denn das Freizeitangebot des<br />

Martinhal Beach Resort & Hotel ist um-<br />

92 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Der idyllische Ort an der südwestlichsten Spitze Europas eignet sich bestens für einen außergewöhnlichen<br />

Familienurlaub und bietet darüber hinaus eine interessante Investitionsmöglichkeit.<br />

NOVEMBER/DEZEMBER 2012 FOKUS 93


fangreich. So können etwa an Bord eines<br />

Ausflugsschiffes Delfinschulen beobachtet<br />

werden, man kann Kajakfahren oder<br />

in Segel-Gokarts die Atlantikbrise als Antriebsmotor<br />

nutzen. Wer lieber an Land<br />

bleibt, dem steht der Kletterpark zur Verfügung<br />

oder die Küste kann mit einem<br />

Paragleiter aus der Vogelperspektive besichtigt<br />

werden. Auch der 75 Millionen<br />

Quadratmeter große angrenzende Costa-<br />

Vicentina-Nationalpark ist einen Besuch<br />

wert und kann entweder zu Fuß, auf dem<br />

Pferd, mit Motorrädern, Jeeps oder mit<br />

den hochwertigen Cube-Mountainbikes<br />

vom Martinhal Beach Resort & Hotel<br />

durchforstet werden kann.<br />

Tipp. Vom 22. März bis 8. April stehen „Surf-Intensivtage“ auf dem<br />

Programm. Da ist Surfspirit pur für die ganze Familie angesagt.<br />

Kinder und Erwachsene lassen sich von Profis zeigen, wie es geht.<br />

MIT KIND & KEGEL. Urlaub mit Kindern<br />

kann manchmal anstrengend sein. Besonders<br />

dann, wenn die gewählte Destination<br />

nicht besonders viel für die jungen Gäste<br />

zu bieten hat. Im Martinhal Beach Resort<br />

& Hotel kann das nicht passieren, denn<br />

hier erleben Groß und Klein einen Urlaub<br />

voller Action, Entspannung, Sport und<br />

Natur. Mit ein Grund mag darin liegen,<br />

dass der „Erschaffer“ des Luxus-Feriendorfs,<br />

der Schweizer Unternehmer Roman<br />

Stern, der selbst begeisterter Familienmensch<br />

und vierfacher Vater ist, aber<br />

auch Visionär mit Weitblick – und dem<br />

richtigen „Gespür“, wie exklusive Familienurlaube<br />

verlaufen können. In den Ferienhäusern<br />

stehen tipptopp ausgestattete<br />

Küchen und ein Supermarkt in der<br />

Ferienanlage zur Verfügung. Um auch<br />

Mama eine Auszeit zu gönnen, bietet das<br />

Restaurant „Os Gambozinos“ einen Takeaway-Service.<br />

Wer mit Baby anreist,<br />

braucht sich um nichts kümmern, denn<br />

bereits im Voraus kann alles Wichtige<br />

gebucht werden, das für den Youngster<br />

benötigt wird. Bereits die Kleinsten –<br />

nämlich Babys ab dem sechsten Monat –<br />

werden im Martinhal Beach Resort &<br />

Hotel liebevoll empfangen und – wenn<br />

gewünscht – in der Kinderkrippe betreut.<br />

Die etwas Älteren verbringen ihre Zeit in<br />

Bastel- und Kochkursen, in der Fußballschule,<br />

beim Picknicken oder im „Kleine<br />

Wissenschaftler“-Programm. Und die<br />

„ganz Großen“ haben Spaß bei Surfkursen,<br />

Tauchen, geführten Bike- und<br />

Wandertouren, die sie mit den Eltern<br />

oder auch allein absolvieren. Auch Aus-<br />

94 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Familie Stern. Der Schweizer Unternehmer<br />

Roman Stern ist selbst<br />

begeis terter Familienmensch und vierfacher<br />

Vater. Im Martinhal Resort werden<br />

mit Leidenschaft und dem richtigen<br />

„Gespür“ die Ideen und Visionen,<br />

wie exklusive Familienurlaube verlaufen<br />

können, verwirklicht.<br />

flüge bieten sich an, wie etwa in das<br />

weltberühmte Ozeanarium oder in den<br />

Zoo von Lissabon. Auch Kultur gibt<br />

es vom Feins ten: Gotische Kirchen, majestätische<br />

Klöster und interessante Museen<br />

warten nur darauf, von den Gästen<br />

entdeckt zu werden. Wer das pure Leben<br />

spüren möchte, der begibt sich einfach<br />

in die engen Gassen von Lissabon, wo<br />

farben frohe Geschäfte zum Bummeln und<br />

Shoppen einladen.<br />

GENUSS PUR. In den Restaurants vom<br />

Martinhal Beach Resort & Hotel werden<br />

nur beste Zutaten aus lokaler Produktion<br />

verwendet. Es versteht sich von selbst,<br />

dass sämtliche Speisen frisch zubereitet<br />

werden. So wurde etwa im Restaurant<br />

„O Terraço“ die traditionelle Küche Portugals<br />

mit viel Einfallsreichtum neu erfunden.<br />

Im stylishen Strandrestaurant „As<br />

Dunas“, gleich neben dem Beach Club und<br />

mit traumhaftem Blick auf den Atlantik,<br />

werden täglich fangfrischer Fisch und<br />

beste Meeresfrüchte zubereitet, und das<br />

italienische „Os Gambozinos“ bietet eine<br />

verlockende Auswahl an italienischen<br />

Köstlichkeiten wie warme und kalte Vorspeisen,<br />

frische Salate, leckere Pasta-<br />

Gerichte und Pizzen. Aber auch für Selbstversorger<br />

gibt es spezielle Schmankerln<br />

– etwa im Dorfladen „Mercado“ ein<br />

schmackhaftes Take-away-Frühstück mit<br />

frisch gebackenem Brot, Croissants und<br />

Gebäck, Kaffee oder Tee und frisch gepresstem<br />

Orangensaft. Des Weiteren findet<br />

man hier auch frisches Obst und Gemüse,<br />

lokale Spezialitäten und eine große<br />

Auswahl an Getränken. Der „Mercado“<br />

führt zudem ein umfassendes und frisch<br />

zubereitetes Sortiment an Speisen und<br />

Snacks zum Mitnehmen.<br />

IMMOBILIENERWERB. Dass der Unternehmer<br />

Roman Stern auch Visionär mit<br />

Weitblick ist, zeigt sich nicht nur an der<br />

außergewöhnlichen Konzeption seines<br />

Resorts, sondern weiters in der Tat sache,<br />

dass die Häuser auch als Investment mit<br />

interessanten Renditen erworben werden<br />

können. Für den Kauf einer Immobilie im<br />

Resort bietet Stern eine Reihe von Optionen.<br />

So kann der Investor seine Immobilie<br />

nach dem Kauf für acht Jahre zurück an<br />

Martinhal vermieten. Diese Variante ist<br />

jedenfalls die ideale Lösung für das Immobilieninvestment.<br />

Zu den Vorteilen des<br />

Leaseback-Angebots gehört eine jährliche<br />

Miete in Höhe von vier Prozent des Kaufpreises<br />

über die gesamte Laufzeit des<br />

achtjährigen Vertrages. Diese Vereinbarung<br />

ist verlängerbar, der Betrag wird in<br />

monatlichen Raten ausbezahlt. Darüber<br />

hinaus können die Anleger, ihre Familie<br />

und Freunde bis zu acht Wochen im Jahr<br />

in ihrer eigenen Immobilie verbringen.<br />

Dafür wird nur eine geringe wöchentliche<br />

Servicegebühr erhoben. Zusätzlich zum<br />

Komplettkauf einer Immobilie besteht<br />

auch die Möglichkeit eines Teilkaufs.<br />

Hierbei „teilen“ sich vier Besitzer eine Immobilie.<br />

Attraktiv für Geschäftsleute und<br />

Investoren aus Nicht-EU-Ländern ist die<br />

Alternative der Mar tinhal „Golden Visa“-<br />

Investitionsanlage mit dem interessanten<br />

Aspekt einer portugiesischen Aufenthaltsbewilligung,<br />

die ab einer Investition<br />

von 500.000 Euro in Immobilienbesitz in<br />

Portugal zum Tragen kommt. Über die Investmentvarianten<br />

im Detail werden wir<br />

fortführend dazu unter anderem in unserer<br />

internationalen Ausgabe Anfang März<br />

2013 näher berichten, die auch auf der internationalen<br />

Immobilienmesse in Cannes<br />

präsentiert wird.<br />

<br />

INFORMATION<br />

Martinhal Beach Resort & Hotel<br />

Quinta do Martinhal, Apartado 54<br />

P-8650-908 Sagres/Portugal<br />

Tel. +351 282 240 200<br />

Fax +351 282 240 260<br />

info@martinhal.com<br />

Immobilienerwerb und Investment<br />

Nähere Details (Preislisten, Renditen,<br />

Finanzierung, Leaseback-Vereinbarung):<br />

propertysales@martinhal.com<br />

www.martinhal.com<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 95


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Foto Beigestellt<br />

HYUNDAI SANTA FE<br />

MEHR ALS NUR<br />

EIN TREND<br />

Der neue HYUNDAI Santa Fe verspricht nicht nur viel, er hält auch alles. Und er ist weit mehr als<br />

nur ein neuer Look – der Santa Fe ist ein völlig neues Auto mit jeder Menge neuer Ideen!<br />

KOSTENGÜNSTIG. Wer sich mit dem Gedanken<br />

trägt, einen SUV zu kaufen, der sollte<br />

auf jeden Fall den neuen HYUNDAI Santa<br />

Fe begutachten. Denn hier erwartet den<br />

Kunden eine gehobene Mittelklasse mit toller<br />

Ausstattung zu einem interessanten<br />

Preis. Bemerkenswert ist auch das neue Designkonzept<br />

„Storm Edge“, das dem Santa<br />

Fe einen maskulinen und charaktervollen<br />

Lifestyle-Touch mit anspruchsvollen und<br />

raffinierten Linien, die in Harmonie mit seiner<br />

voluminöser Fläche stehen, verpasst.<br />

Viele Gedanken hat man sich bei diesem<br />

Koreaner auch darüber gemacht, dass er bei<br />

den europäischen Kunden gut ankommt.<br />

So wurden etwa die Lenkung, das Fahrwerk<br />

und die Bremsen modifiziert. Daher bietet<br />

der neue Santa Fe eine beeindruckende<br />

Straßenlage sowie echten Komfort onroad<br />

als auch offroad. Im normalen Fahrbetrieb<br />

wird der Santa Fe frontgetrieben, bei widrigen<br />

Straßenbedingungen und im Gelände<br />

wird der Allradantrieb automatisch zugeschalten,<br />

sobald dieser benötigt wird.<br />

KRAFT VORAUS. In Europa werden drei<br />

Antriebsvarianten zur Verfügung stehen,<br />

die sämtliche Ansprüche an einen moder-<br />

nen SUV abdecken. So besteht das Motorenangebot<br />

aus einem Benzinmotor und<br />

zwei Dieselmotorisierungen, die ein Leistungsband<br />

von 150 PS bis 200 PS abdecken.<br />

Alle Motoren stehen für klassenbeste Verbrauchs-<br />

und Emissionswerte. Auch auf die<br />

Gewährleistung wurde großer Wert gelegt.<br />

So wird der neue Santa Fe mit der 5-Jahre-<br />

3-fach Garantie ausgestattet sein, inklusive<br />

5 Jahre Neuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung,<br />

5 Jahre Mobilitätsgarantie und<br />

5 Jahre jährliche gratis Zustandsprüfung.<br />

Kurzum – ein preiswerter SUV, der mit sportivem<br />

Luxus und Extras verwöhnt. <br />

96 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

Fotos Beigestellt<br />

REGION SAALFELDEN-LEOGANG<br />

ERHOLUNG UND<br />

WOHLBEFINDEN<br />

Wer Urlaub in der Salzburger Bergwelt mit Wellness, Vitalität und Sport verbringen will,<br />

dem sei das Vitalhotel Saliter Hof**** in Saalfelden empfohlen.<br />

GASTFREUNDLICHKEIT. Das familiengeführte<br />

4-Sterne-Vitalhotel Saliter Hof befindet<br />

sich im Herzen der Salzburger Bergwelt.<br />

Umgeben von dem Steinernen Meer,<br />

den Leoganger Steinbergen sowie dem<br />

Hochkönig-Massiv und den Dientner Bergen<br />

liegt das weitläufige Saalfeldner Becken.<br />

Saalfelden ist als der Zentralort des<br />

Pinzgaus bekannt und eignet sich ideal als<br />

Ausgangspunkt für einen unvergesslichen<br />

Tag. Urlaub im Saliter Hof stellt mit vielen<br />

kleinen Besonderheiten eine wahre Oase<br />

der Ruhe und Erholung dar. Traditionsreiche<br />

Alpenkultur in Verbindung mit Natur,<br />

genussvoller Kulinarik, Vitalität und vor<br />

allem Gastfreundlichkeit werden im Saliter<br />

Hof ganz groß geschrieben. Das Hotel empfängt<br />

seine Gäste mit einer urigen Wärme<br />

und Gemütlichkeit. Wohltuende Farben,<br />

traditionelles Altholz und feinste Naturmineralien<br />

sorgen für eine behagliche Stimmung<br />

in den schönen 26 Doppel- und vier<br />

Einzelzimmern. Die heimeligen Zimmer<br />

sind alle bestens ausgestattet – mit einem<br />

modernen offenem Badezimmer mit Badewanne<br />

oder Dusche, Fön, separatem WC,<br />

Saunatasche, Flat-TV, gratis Breitbandinternet-Zugang,<br />

Safe, Schreibtisch und<br />

Balkon. Ihr Gastgeber, Küchenchef und<br />

Triathlet Erwin Kaindl verwöhnt die Gäste<br />

mit kulinarischen Schmankerln aus der<br />

Region und dem großen Repertoire der<br />

österreichischen Küche. Vom abwechslungsreichen<br />

Frühstückbuffet bis hin zur<br />

Nachmittagsjause und dem ausgezeichneten<br />

5-Gänge-Menü-Abendessen wird man<br />

bestens kulinarisch umsorgt, und das Restaurant<br />

mit seinen schönen Stuben bildet<br />

hier den perfekten Rahmen. Nach einem<br />

ereignisreichen und sportlichen Tag lädt<br />

das Wellness-Spa mit einer finnischen<br />

Sauna (90° C), einer Biosaunastube (60° C),<br />

einem Kräuterdampfbad sowie der wohltuenden<br />

Infrarotkabine ein, um sich von den<br />

Strapazen zu erholen.<br />

ALLTAG VERGESSEN. Der herrliche Relaxbereich<br />

mit frischem Obst und Tee lädt die<br />

Akkus wieder auf, und sollte jemand noch<br />

nicht genug Bewegung gehabt haben, kann<br />

man sich im Fitnesscenter mit Ausblick auf<br />

die gesamte umliegende Bergwelt noch<br />

etwas „auspowern“. Da man weiß, dass<br />

Urlaub die schönste Zeit des Jahres ist, ist<br />

es das höchste Ziel des Saliter Hofs, den Alltag<br />

vergessen lassen. Damit der Gast Zeit<br />

zum Loslassen hat, sorgt das gesamte Team<br />

mit viel Herzlichkeit und Offenheit für das<br />

Wohlbefinden – damit ein Urlaub im Saliter<br />

Hof einfach unvergesslich wird! <br />

INFORMATION<br />

Vitalhotel Saliter Hof****<br />

A-5760 Saalfelden,<br />

Uttenhofen 5<br />

Tel. +43 (0)6582/733 81<br />

info@saliterhof.at<br />

www.saliterhof.at<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 97


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Anastasia Blumenthal<br />

Fotos Beigestellt<br />

TIROL MEETS INDIA<br />

AYURVEDA<br />

IN DEN ALPEN<br />

In der Nähe von Kufstein, genauer gesagt in Hinterthiersee,<br />

befindet sich das Ayurveda Resort Sonnhof****, das man als<br />

Zentrum des europäischen Ayurveda bezeichnen kann.<br />

BALANCE. Unsere heutige Zeit ist von<br />

Hektik und Stress geprägt, was zu diversen<br />

Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise<br />

Stoffwechselstörungen, Depressionen<br />

oder Burnout führt. In der<br />

ayurvedischen Medizin werden diese<br />

Krankheitsbilder nicht nur an der Oberfläche<br />

kuriert, sondern es wird das Gleichgewicht<br />

der Lebensenergien, der sogenannten<br />

Doshas, mit gezielten Behandlungen<br />

und Kuren wieder hergestellt. Das<br />

Ergebnis sind eine tiefgreifende Regeneration,<br />

neue Energie und innere Ausgeglichenheit.<br />

Ayurveda wird in vielen heimischen<br />

Hotels angeboten, allerdings sind<br />

die angebotenen Treatments nur in den<br />

wenigsten Fällen mit den Behandlungen<br />

und Kuren in Indien oder Sri Lanka zu<br />

vergleichen. Nicht so im Sonnhof, denn<br />

hier ist Ayurveda authentisch und es wird<br />

harmonisch in unsere europäische Kultur<br />

integriert. Dafür sorgen das Expertenteam<br />

vom Sonnhof und zwei Spezialisten<br />

aus dem Ursprungsland des Ayurveda, Dr.<br />

(ind.) Gaurav Sharma und Küchenchef<br />

Balvinder Walia, mit einem umfassenden<br />

Angebot – angefangen bei der AyurDetox-<br />

Kurzreinigung über intensive Entschlackungsprogramme<br />

und Jungbrunnen-<br />

Regenerationswochen bis hin zur Rasayana-Kur<br />

oder der Pancha-Karma-Kur.<br />

Am Anfang jeder Kur steht die Untersuchung<br />

inklusive Pulsdiagnose bei Dr.<br />

(ind.) Sharma, der nicht nur die Behandlungen,<br />

sondern auch die Ernährung für<br />

die nächsten Tage festlegt. Die Gäste erhalten<br />

genaue Instruktionen, an welchen<br />

Mahlzeiten sie in welcher Form teilnehmen<br />

können. Bei Störungen im Wohlbefinden<br />

oder gesundheitlichen Problemen<br />

verordnet Dr. (ind.) Sharma, der aus einer<br />

indischen Ärztedynastie stammt, auch<br />

den medizinischen Einsatz wertvoller<br />

Heilpflanzen. Und natürlich kommt auch<br />

die Schönheit im Sonnhof nicht zu kurz.<br />

Ayurveda-Beauty-Behandlungen nach der<br />

„Pharmos Natur® Green Luxury“-Methode<br />

sowie Programme mit Royal Lakshmi<br />

ergänzen das umfassende Angebot.<br />

GAUMENFREUDEN PUR. Im Sonnhof<br />

macht das Kuren Spaß und stellt keinen<br />

Verzicht auf kulinarische Genüsse dar,<br />

denn die verwendeten ayurvedischen Rezepte<br />

wurden dem europäischen Geschmack<br />

angepasst. Zudem werden nur<br />

erstklassige Produkte von den Märkten<br />

und Bauernhöfen der Region verwendet.<br />

Neben indischen Kräutern wie etwa Koriander,<br />

Ingwer, Kardamom oder Zimt entfalten<br />

auch europäische Gewürze wie<br />

Thymian, Basilikum oder Fenchel ihre<br />

heilende Wirkung. Der Tag beginnt für<br />

die Gäste mit einem Frühstücksbuffet,<br />

das heimische und ayurvedische Spezialitäten<br />

vereint. Mittags wird ein Pitta-<br />

Buffet mit Suppen, bunten Salaten, Vorspeisen<br />

und süßen Desserts aufgetragen,<br />

zur Vata-Jause am Nachmittag gibt es<br />

eine Teezeremonie mit gesunden Köstlichkeiten.<br />

Kulinarischer Höhepunkt sind<br />

die ayurvedischen Abendmenüs, die vegetarisch<br />

sowie mit Fisch und Fleisch angeboten<br />

werden.<br />

WOHLBEFINDEN TANKEN. Der Sonnhof<br />

ist ganz auf Erholung ausgerichtet. Sei es<br />

nun in einem der geschmackvoll mit heimischen<br />

Hölzern und hochwertigen Materialien<br />

ausgestatteten Zimmer und Suiten<br />

oder in der Wellnesslandschaft mit<br />

Panorama-Hallenbad, finnischer Sauna,<br />

Eukalyptus-Dampfbad und den drei Themensaunen<br />

Kapha, Pitta und Vata. Intensive<br />

Energie kann man im Energiegarten<br />

„Shiva Shakti“ erlangen, der nach der indischen<br />

Vastu-Lehre gestaltet und nach<br />

den fünf Elementen ausgerichtet ist. <br />

AYURVEDA RESORT<br />

SONNHOF****<br />

A-6335 Thiersee,<br />

Hinterthiersee 16<br />

<br />

+43 (0)5376/55 02<br />

www.sonnhof-ayurveda.at<br />

98 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

WELLNESS-OASE<br />

URLAUB OHNE<br />

STRESS UND HEKTIK<br />

Goldrichtig sind Freunde idyllischer Wintertage im Hotel Schwarzbrunn in Tirol. Und in der neuen<br />

Spa-Welt des 4-Sterne-Superior-Hotels finden die Gäste Erholung und Entspannung.<br />

a<br />

WINTERSPASS UND KULINARIK. Romantische<br />

Winterwanderungen, Langlaufloipen,<br />

Naturrodelbahn und natürlich die Skigebiete<br />

in der Silberregion lassen die Herzen<br />

von Wintergenießern höher schlagen. Die<br />

Skischule und der Skiverleih befinden sich<br />

direkt im Hotel.<br />

Das All-inclusive-Gourmetangebot beginnt<br />

mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet.<br />

Von 12 bis 15 Uhr gibt es ein Wellness -<br />

Mittagsbuffet, von 15 bis 17 Uhr empfängt<br />

die Wintersportler dann ein Nachmittagsbuffet<br />

und abends genießen alle das exquisite<br />

4- bis 5-Gänge-Wahlmenü inklusive einer<br />

Flasche Wein für zwei Personen. <br />

LEBENSELIXIER WASSER. Das Hotel<br />

Schwarzbrunn hat Wasser zum Thema des<br />

Hauses gemacht. Der neue, 3.000 m 2 große<br />

Spa-Bereich wird den hohen Ansprüchen<br />

von Wellnessurlaubern mehr als gerecht.<br />

Ein ungestörtes Spa-Erlebnis wird dem<br />

ruhesuchenden Gast durch ein durchdach-<br />

tes Raumkonzept geboten. Eine eigene<br />

Erlebniswasserwelt für Kinder wurde in der<br />

Familien-Spa-Zone geschaffen, dadurch<br />

wurde das Nebeneinander von Familien und<br />

Ruhesuchenden optimal gelöst. Erholung<br />

und Entspannung sind somit für jedermann<br />

garantiert.<br />

HOTEL SCHWARZBRUNN**** S<br />

A-6135 Stans<br />

Vogelsang 208<br />

Tel. +43 (0)5242/69 09<br />

info@schwarzbrunn.at<br />

www.schwarzbrunn.at<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 99


LIVING & LIFESTYLE<br />

Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

BAD KLEINKIRCHHEIM<br />

ROMANTIK IN<br />

DEN BERGEN<br />

Der Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim/Kärnten ist gelebte<br />

Familientradition und Garant für unvergessliche Urlaubstage.<br />

ROMANTIKTAGE. Im Trattlerhof ist es gelungen,<br />

die Kärntner Gemütlichkeit und<br />

Gastfreundschaft mit dem modernen Komfort<br />

eines 4-Sterne-Hauses zu verbinden.<br />

Einem Jagdschloss ähnlich, ist der Trattlerhof<br />

ein ideales Ziel für naturverbundene<br />

Wintersportler und Familien. Zu empfehlen<br />

ist auch das Romantik-Angebot. Mit dem<br />

exklusiven Pferdeschlitten-Express und einem<br />

Aperitif in der Hand geht es zur "Einkehr",<br />

wo in ungezwungener Zweisamkeit<br />

das Fondue serviert wird. Mit der „Einkehr“<br />

hat der Trattlerhof quasi die gesamte Hüttenromantik<br />

des Weltcup-Ortes Bad Kleinkirchheim<br />

für sich gepachtet. Das urige<br />

Hütten res taurant steht mitten im Zentrum<br />

von Bad Kleinkirchheim, unweit der Therme<br />

St. Kathrein. Küchenchef Patrick Höglinger,<br />

der sich bereits 80 Falstaff-Punkte erkocht<br />

hat, sorgt mit einer Melange an Regionalität<br />

und Qualität für kulinarische Höhepunkte<br />

und verwöhnt selbst die anspruchsvollsten<br />

Gäste. Weiters sammeln sich dort nachmittags<br />

müde Skifahrer bei der trendigen Außenbar<br />

mit Sonnenterrasse, Feuerschalen<br />

und Livemusik. Abrundung finden die romantischen<br />

Tage im großzügigen Wellnessbereich<br />

mit neuer Zirben-BIO-Sauna oder<br />

bei einer ausgezeichneten Flasche Wein aus<br />

dem neuen Weindepot.<br />

<br />

KUSCHELTAGE<br />

2 Übernachtungen im DZ „Klassik“,<br />

Trattlers 3/4-Genusspension, kostenlose<br />

Benützung des hauseigenen Wellness- und<br />

Wohlfühlbereichs, Wellnessprogramm,<br />

Sportangebot, Animationsprogramm,<br />

Fondue bei Kerzenschein im<br />

Hüttenrestaurant, 1 Hofcocktail,<br />

1 Abendmenü mit 5 Gängen<br />

16.02. bis 8.03.2013 Preis p.P. ab 199 Euro<br />

09.03. bis 07.04.2013 Preis p.P. ab 229 Euro<br />

inkl. 2 Tages-Skipass für Bad<br />

Kleinkirchheim/St. Oswald<br />

HOTEL TRATTLERHOF<br />

A-9546 Bad Kleinkirchheim,<br />

Gegentalerweg 1<br />

Tel. +43 (0)4240/81 72<br />

hotel@trattlerhof.at<br />

www.trattlerhof.at<br />

100 FOKUS<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


Text Ingeborg Zauner<br />

Fotos Beigestellt<br />

LIVING & LIFESTYLE<br />

ZELL AM SEE<br />

PISTENSPASS UND<br />

WALDWERKSTATT<br />

Nicht nur Skivergnügen wird im Landhotel Martha großgeschrieben, auch die hoteleigene<br />

Waldwerkstatt hilft gestressten Gästen, wieder Ruhe und Lebensqualität zu finden.<br />

STRESSABBAU. Hotelchefin Martha<br />

Zillner hat ein Gespür für Gastlichkeit,<br />

Dekoration und gelungene Arrangements.<br />

Sie führt das kuscheliges Landhotel<br />

Martha, ein romantisches 35-Betten-<br />

Haus in Zell am See, am Fuße der Schmittenhöhe.<br />

Dort fühlen sich Urlauber wohl,<br />

die Wintersport in allen Varianten erleben<br />

möchten. „Ski in – Ski out“ lautet das<br />

Motto für unkompliziertes Skivergnügen<br />

direkt vor der Haustür. Nur einen Schneeballwurf<br />

entfernt steigen große und<br />

kleine Winterfans in die Gondeln der<br />

Schmittenhöhebahn und der Sonnalmbahn<br />

ein und erreichen im Schwebezustand<br />

die Schmitten. Das Skigebiet rund<br />

um den sonnen- und aussichtsreichen<br />

Zeller Hausberg bringt mit 77 Pistenkilometern<br />

alle Könnerstufen in Schwung.<br />

Direkt bei der Gondelbahn Schmittenhöhe<br />

befindet sich das Kinderland, bei der<br />

Areitbahn-Talstation gibt es einen Zauberteppich.<br />

Freeskifahrer und Boarder<br />

tes ten ihr Können im Funpark Schmitten,<br />

Schneeexperten bezwingen die schwarze<br />

Trassabfahrt oder die Buckelpiste. Natürlich<br />

darf auch der Einkehrschwung nicht<br />

fehlen: In urigen Skihütten und Gasthäusern<br />

im Landhausstil wird alles vom zünftigen<br />

Après-Ski bis zur Discoparty geboten.<br />

Wer einen Tag Gletscherfeeling auf<br />

über 3.000 Höhenmetern erleben möchte,<br />

steigt in den Skibus direkt vor der Hoteltür<br />

ein und erreicht bequem das zehn<br />

Kilometer entfernte Skigebiet Kitzsteinhorn.<br />

Wieder heimgekehrt, geht es zum<br />

Aufwärmen und Entspannen in die feine<br />

Wellnessabteilung mit Saunen, Whirlpool<br />

und Relaxzonen und danach zum Abendessen<br />

in das 300 Meter entfernte Partnerhotel<br />

Schmittenhof. Für individuelle Urlaubseindrücke<br />

sorgt das Landhotel Martha<br />

außerdem mit Töpferkursen in der<br />

neuen, hoteleigenen Waldwerkstatt. Dort<br />

kann man den Alltagsstress abbauen, sich<br />

erholen und seinen Gedanken freien Lauf<br />

lassen – so manches Kunstwerk ist dabei<br />

schon entstanden. Auch gegen Burnout<br />

hilft das entspannte Arbeiten in der Waldwerkstatt<br />

– so manch gestresster Gast findet<br />

dabei seine innere Ruhe wieder! <br />

VOM BETT AUF DIE PISTE<br />

Skipauschale: 7 Übernachtungen<br />

inklusive HP mit 4-Gänge-Wahlmenü,<br />

Vital-Frühstücksbuffet und<br />

Après-Ski-Jause im Schmittenhof,<br />

Benutzung des Wellnessbereichs,<br />

6-Tages-Skipass für Zell am See –<br />

Kaprun, Skibus und Ermäßigung<br />

bei Skischule und Skiverleih.<br />

Preis: ab 539 Euro p. P. im DZ<br />

Landhotel Martha<br />

A-5700 Zell am See,<br />

Schmittenstraße 79<br />

Tel. +43 (0)6542/721 23<br />

Fax +43 (0)6542/703 64-23<br />

info@landhotel-martha.at<br />

www.landhotel-martha.at<br />

DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013<br />

FOKUS 101


Jetzt einen<br />

von 3<br />

TOP-PREISEN<br />

gewinnen!<br />

FOKUS VERLOST TOLLE URLAUBSPREISE!<br />

GEWINNSPIEL<br />

Mit etwas Glück zählen vielleicht auch Sie bald<br />

zu den GewinnerInnen. Viel Spaß!<br />

So einfach geht’s: Bis 4. Februar 2013 eine Postkarte an FOKUS, Kennwort „Winter-Gewinnspiel“, mit<br />

der entsprechenden Kennzahl (Nummer des Preises), Bergmillergasse 5/Stiege 2/<br />

2. DG, 1140 Wien, schicken – und mit etwas Glück einen unserer tollen Preise gewinnen!<br />

Oder Sie senden uns eine E-Mail an gewinnspiel@fokus-media.at –<br />

mit Ihrer Adresse, der Kennzahl und dem Kennwort. Wir drücken Ihnen die Daumen!<br />

TRATTLERHOF<br />

UNVERGESSLICHE TAGE<br />

PREIS<br />

Nr. 1<br />

Der Trattlerhof ist gelebte Tradition. Seine Wuzeln reichen in das Jahr 1642<br />

zurück und bis heute werden Gäste im 4-Sterne-Haus verwöhnt. Gewinnen Sie<br />

drei Nächte samt Halbpension für zwei Personen und genießen Sie romantische<br />

Tage in den Nockbergen. www.trattlerhof.at<br />

HOTEL MARTHA<br />

WALDWERKSTATT<br />

PREIS<br />

Nr. 2<br />

Sagen Sie Stress und Bournout dem Kampf an. Verbringen Sie drei Nächte<br />

mit Begleitung und erholen Sie sich vom Alltag. Für individuelle Urlaubseindrücke<br />

sorgen Töpferkurse in der neuen, hoteleigenen Waldwerkstatt.<br />

www.landhotel-martha.at<br />

HOTEL SCHWARZBRUNN<br />

DAS WELLNESS-MEKKA<br />

PREIS<br />

Nr. 3<br />

Wasser, die Grundlage allen Lebens, ist das zentrale Thema in diesem wunderschönen<br />

4-Sterne-Superior-Hotel. Im neuen Schwarzbrunn-Spa wurde ein<br />

3.000 Quadratmeter großer Quell der Erholung und Entspannung geschaffen.<br />

Gewinnen Sie drei Nächte für zwei Personen und All-inclusive Verpflegung.<br />

www.schwarzbrunn.at<br />

NOVEMBER-GEWINNSPIEL: GRATULATION DEN GEWINNER(INNEN)!<br />

Urlaubstage im Zürserhof hat Walter Bereson aus 3100 St. Pölten gewonnen.<br />

Einen Kurzurlaub Hotel Mc Tirol verbringt Johanna Krieger aus 1020 Wien.<br />

Schöne Ferientage im Angerhof wird Andrea Ferstl aus 6020 Innsbruck genießen.<br />

102 FOKUS DEZEMBER 2012/JÄNNER 2013


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der Welt:<br />

An Bord erwarten Sie ausschließlich Suiten<br />

mit Veranda und Meerblick, Ihr privater<br />

Conciergeservice und ein 1.000 m 2 Spa- und<br />

Fitnessbereich.<br />

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