Geschäftsbericht 2009 Abwasserverband Altenrhein

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Geschäftsbericht 2009 Abwasserverband Altenrhein

Betrieb und Unterhalt

Optimiert und geklärt

Anlagenperformance

Beinahe alles Schmutzwasser konnte

biologisch gereinigt werden, es wurden

nur ca. 3 % der Gesamtmenge nach

einer Vorreinigung entlastet. Der Verschmutzungsgrad

des Wassers war im

Vergleich zum Vorjahr deutlich höher.

Die verbindlichen Reinigungseffekte

wurden erneut deutlich übertroffen

(siehe Ganglinien). Die Ausnahme stellten

die partikulären Stoffe und die

im Zusammenhang stehende Durchsichtigkeit

dar. Flockungsversuche auf

Stufe Filtration brachten nicht die gewünschte

Verbesserung.

Zur generellen Beurteilung von

Kläranlagen eignet sich der Leistungskennwert

LW nach ÖWAV (Österreichischer

Wasser­ und Abfallwirtschaftsverband).

Dieser bewertet die vier

Auslaufkonzentrationen CSB, NH 4+,

NO 3­, und P tot; Zielwert 2, möglichst

klein. Die diesjährigen Ablaufwerte

ergaben den Wert 2 (vgl. Vorjahr: 1.8),

was massgeblich durch den um 25 %

höheren Gesamtstickstoffgehalt im

Ablauf der Vorklärung beeinflusst war.

Die Kenngrösse‚ Eingeleitete Schmutz­

Anlagenperformance in Zahlen

fracht’ LW*a lag bei 2.4; Zielwert 3,

möglichst klein.

Anlagenauslastung

Die Gegenüberstellung von Anlagendimensionierung

und auftretender

Schmutzstoffbelastung ergibt die Anlagenauslastung.

Ausgehend vom

maximalen 85 % Wert ist die Anlage im

Zulauf bezüglich BSB5 und CSB zwischen

70 % und 80 % ausgelastet, bei

Ammoniumstickstoff und Phosphor

besteht noch ca. 50 % Reserve. Im Ablauf

der Vorklärung bestehen bei den

genannten Parametern Reserven

von ca. einem Drittel. Das Nährstoffverhältnis

(C:N:P) war mit 100:12:1.5

auch dieses Jahr wieder in Ordnung.

Der maximale Trockenwetterzufluss betrug

334 /s1) . Anhand des Dimensionierungswertes

QTW von 400l /s im Zulauf

und 500l /s im Ablauf der Vorklärung

ergibt dies eine hydraulische

Anlagenbelastung von ca. 85 %. Die

Tagesganglinien im ARA Zulauf und Vorklärbecken­Ablauf

zeigen die teils

intensiven Stösse auf.

1) 60%-Tageswert dividiert durch 16

Abwasserreinigung

Menge Zufluss ARA und Biologie

J F M A M J J A S O N D

CSB Ablauf ARA

Grenzwert 60

50

40

30

20

10

mg/l

J F M A M J J A S O N D

Elimination: 95%

GUS Ablauf ARA

3000

2500

2000

1500

1000

500

l/s

Grenzwert

12

10

8

6

4

2

J F M A M J J A S O N D

mg/l

Elimination: 97%

Ptot Ablauf ARA

Elimination: 97%

Grenzwert 0.3

J F M A M J J A S O N D

+

NH4 Ablauf ARA

Elimination: 99%

0.2

0.1

mg/l

Grenzwert 2.0

J F M A M J J A S O N D

Zulauf Abfluss Pro-

Konz. Menge Konz. Menge Reinigungsleistung

ben

Mittel Jahr Summe Grenzwert Mittel Jahr Summe Grenz­ effektiv %

(mg /l) Jahr kg mg /l mg /l Jahr kg wert %

BSB5 279 1’973’190 ≤ 15 1.7 14’704 ≥ 93 99.4

CSB 554 3’980’325 ≤ 60 23 194’430 - 95.2

DOC

- - ≤ 10 5.6 46’538 - -

TOC 130 926’005 - 7.3 60’785 ≥ 85 94.9 ¹

Ptot 6.6 46’720 ≤ 0.3 0.2 1’758 ≥ 95

NH +

4 20 125’412 ≤ 2 0.2 2’127 ≥ 90

NO ­

2 0.3 2’048 ≤ 0.3 0.1 963 -

NO ­

3 1 8’760 - 19 150’241 -

Ntot 38 266’085 - 21 165’749 -

GUS 234 1’727’545 ≤ 5 6.3 54’311 -

Snellen - - ≥ 30 cm 40 - -

)

96.6

99.1 ² )

-

-

61.7 ³ )

Anzahl

39

182

179

182

205

182

18

182

182

96.7 182

- 182

BSB5: Biochemischer Sauerstoffbedarf , CSB: Chemischer Sauerstoffbedarf, DOC: Organischer Kohlenstoff gelöst, TOC: Organischer Kohlenstoff gesamt,

Ptot :Phosphor gesamt, NH +

4 :Ammonium, NO2 - : Nitrit, NO3 - : Nitrat, N2:Stickstoff, GUS: Partikuläre (Gesamte ungelöste) Stoffe, Snellen: Durchsichtigkeit

1) TOC /DOC Elimination; 2) Nitrifikation; 3) Denitrifikation

1.0

mg/l

Überschreitungen

Grenzwert

Anzahl

≤ 4

-

≤ 14

-

-

≤ 14

≤ 3

-

-

≤ 14

≤ 14

Effektiv

Anzahl

0

-

0

-

-

4

1

-

-

121

49

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