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Über Stil und Umgang

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter,

soll doch jeder nach seiner Façon selig

werden, könnte man meinen, doch so einfach

ist es im Alltag nicht, wenn man einmal

über angemessene Umgangsformen

nachdenkt. Vor allem in Über- und Unterordnungsverhältnissen,

ohne die wir in

einem straff und effizient geführten Unternehmen

nicht auskommen, stellt sich

oft die Frage nach der angemessenen Anrede.

»Du«? – oder »Sie«? Ich meine, dass

Asklepios-Führungskräfte ihre nachgeordneten

Mitarbeiter in der persönlichen

Anrede mit »Sie« ansprechen sollten,

auch wenn das dem gewandelten Zeitgeist

widersprechen mag. Denn Duzen

kann den Eindruck einer Vorzugsbehandlung

erwecken, manchmal sogar den Verdacht

der Cliquenbildung schüren. Vor

allem kann diese Art des Umgangs anderen

Mitarbeitern das Gefühl geben, ausgeschlossen

zu sein. Dieses Unternehmen

möchte aber niemanden ausschließen.

Viel lieber wollen wir auch den Letzten

für die vielfältigen, manchmal schwierigen

Aufgaben begeistern, die es zu bewältigen

gibt. Und gerade in kritischen Phasen

kann man per »Sie« auch im persönlichen

Umgang mit Stil bestehen.

Und unterschätzen Sie nicht die

Bedeutung eines gepflegten Erscheinungsbildes.

Führungskräfte sollten sich

durch eine geschmackvolle und korrekte

Kleidung auszeichnen. Man kann es täglich

beobachten: Wer sich selbst vernachlässigt,

vernachlässigt meist auch die ihm

anvertrauten Aufgaben. Dagegen fördern

beherrschte Umgangsformen, eine gepflegte

Erscheinung und ein differenzier-

ter, fehlerfreier Ausdruck

die kontinuierliche Arbeit

und die Zielerreichung. Sie

mögen schmunzeln: Aber

die Benutzung eines Nachschlagewerkes,beispielsweise

des Dudens, ist keine

Schande.

Natürlich ist niemand

perfekt. Jeder unserer Mitarbeiter

wird seine natürlichen, menschlichen

Schwächen haben und daher gelegentlich

auch Fehler machen. Es spricht

für ein gutes Betriebsklima, wenn solche

Schwächen mit Humor ertragen werden,

ohne sich jedoch in verletzender Weise

darüber lustig zu machen. Jeder, der sich

vollkommen wähnt, mag seine eigenen

Fähigkeiten einmal selbstkritisch hinterfragen.

Noch etwas: Intrigieren, Finassieren,

Tratschen, Kungeln und ähnliche Verhaltensmuster

scheinen angeborene menschliche

Eigenarten zu sein. Sie sind daher –

bedauerlicherweise – unvermeidlich. Es

lässt sich auch kaum verhindern, gelegentlich

selbst zum Gegenstand oder gar

zum arglosen Werkzeug solcher Unarten

zu werden. Doch jeder Mitarbeiter ist gut

beraten, diese Verfahrensweisen nicht

noch zu fördern. Vor allem an Führungskräfte

richtet sich der Anspruch, in ihrem

Verhalten berechenbar und geradlinig zu

bleiben. Gelassenheit, Neutralität und

Sachlichkeit machen beinah jede Intrige

beherrschbar.

In einem flexibel agierenden Unternehmen

ist es für Führungskräfte auch

erforderlich, stets in einem engen persönlichen

Dialog mit den Mitarbeitern zu stehen.

Denn die wahren »Zustände« lassen

Editorial

sich weder am Telefon noch durch ausführliche

Memos oder per E-Mail vermitteln.

Besser ist es, die Mitarbeiter möglichst

oft an ihren Arbeitsplätzen aufzusuchen.

Eine echte Führungskraft hat es

auch nicht nötig, Mitarbeiter – noch dazu

leitende – aus Statusgründen zu sich zu

bestellen. Jeder Rückzug in katakombenartige

Büroresidenzen führt früher oder

später zur Stagnation. Zur Stagnation in

der Problembewältigung. Und zur Stagnation

in der Karriere.

Vielmehr muss der Aufbau der inneren

Organisation maßgeblich durch den

Teamgedanken geprägt werden. Die auch

heute noch anzutreffende klassische Sektorisierung

des Krankenhauses in angewandte

Medizin, nachsorgende Pflege

und wirtschaftliche Gewährträgerschaft

erscheint nicht mehr zeitgemäß. Sowenig

wie der Patient in einzelne Versorgungsstrukturen

zerfällt, sowenig kann auch

das Krankenhaus in Einzelbereiche zergliedert

werden. Es kann daher immer

nur die Gesamtleistung eines Teams

geben, in deren Mittelpunkt unzweifelhaft

die qualitativ beste medizinische Versorgung

steht.

ASKLEPIOS intern

25/2005

3


4 ASKLEPIOS intern 25/2005

Inhalt

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Klinikübersicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Medizin & Wissenschaft

Medizin-Ticker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Wenn der Darm rebelliert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Top-Story:

Wenn der Darm rebelliert

Interdisziplinäre Zusammenarbeit am

Westklinikum Hamburg findet großen

Zuspruch von Morbus-Crohn-Patienten . . Seite 8

Mit Heroin gegen die Heroinsucht Seite 14 Neue Wege in der Wundversorgung Seite 18 INI Hannover: weltweite Spitzenposition Seite 26

Team-Betreuung für Morbus-Crohn-Patienten . . . . 10

Mikrobiologische Kooperation erzielt

maximalen Erfolg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Mit Heroin gegen die Heroinsucht kämpfen?. . . . . 14

Den Amyloidosen auf der Spur . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Optimale Behandlung bei Schlaganfall

via Telemedizin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Neue Wege in der Wundversorgung . . . . . . . . . . . . 18

Schwarzer Hautkrebs auf dem Vormarsch . . . . . . . 20

Arthrose des oberen Sprunggelenks . . . . . . . . . . . 21

Management

Kurz & Knapp. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Pflegeberufe im Wandel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

INI Hannover: weltweite Spitzenposition . . . . . . . . 26

Ein europäischer Superlativ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27


Mandy Wolf

Chefredakteurin

Qualitätssteigerung in der Medizintechnik

durch Outsourcing. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Asklepios Kinderkollektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Gelebte Qualität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Asklepios Kennzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Entwicklungstendenzen in der

Psychiatrie und Psychotherapie . . . . . . . . . . . . . . . 33

Figuren & Strukturen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Liebe Leserinnen und Leser,

Rebellion im Darm – wohl jeder kennt

das Grummeln im Bauch, ein Unwohlsein,

das üblicherweise wieder vergeht.

Doch wie gehen Menschen, die an dauerhaften

Darmproblemen leiden, damit um?

Was ist Morbus Crohn, und welche Therapien

helfen? Lesen Sie dazu unsere Titelgeschichte.

So genannte »offene Beine« zählen

zusammen mit Druckgeschwüren und

diabetischen Füßen zu den häufigsten Arten

chronischer Wunden. Die Asklepios

Kliniken und die Häuser des LBK Hamburg

gehen neue Wege in der Wundversorgung.

Mehr dazu auf unseren Seiten 18

bis 19.

Diskussionen um Patienten im Wachkoma

werden oft emotional geführt und

sind häufig subjektiv gefärbt. Die Anforderungen

an Angehörige und Pflegepersonal

im Umgang mit diesen schwerstkranken

Menschen sind hoch und erfordern

viel Geduld. Auf Seite 45 erfahren

Sie, weshalb in Seesen bereits vor Jahren

ein standardisiertes Verfahren zur Beurteilung

der Komatiefe etabliert wurde.

Patienten-Forum

Psoriasis: »Nicht entmutigen lassen!« . . . . . . . . . . 37

Rheuma – eine Diagnose für alle? . . . . . . . . . . . . . 38

Harnsteine – lieber vermeiden statt entfernen . . . 40

Evgeny kann wieder lachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

»Ungenügende Aufklärung

kann ein Diebstahl am Leben sein« . . . . . . . . . . . . 42

Depressionen –

Medikamente allein helfen nicht . . . . . . . . . . . . . . 43

Inhalt

Eines der modernsten Krankenhäuser

Europas wurde im September in Barmbek

eröffnet. Das 167 Millionen Euro teure

Projekt unter der Leitung der LBK Hamburg

GmbH bietet modernste Technik,

lichte Innenhöfe und Platz für 670 Patienten.

Weitere Details halten wir auf Seite

27 für Sie bereit.

Gerne möchten wir Sie auf die neue

Asklepios Kinderkollektion aufmerksam

machen. Die fröhlichen und zweckmäßigen

Artikel auf Seite 30 sollen nicht nur

unseren kleinen Patienten den Aufenthalt

in unseren Einrichtungen etwas erleichtern,

sondern auch den besorgten Eltern.

Wir freuen uns über Ihre Aufmerksamkeit

und Ihr reges Interesse an unserem

Magazin. Helfen Sie uns weiterhin, es

abwechslungsreich und spannend zu gestalten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Asklepios Kinderkollektion Seite 30 Psoriasis: nicht entmutigen lassen! Seite 37 Volkskrankheit Depressionen Seite 43

Ihre

Berufsbegleitende Reha

für Arbeitnehmer mit Rückenschmerzen . . . . . . . . 44

Einfache und elementare Sinnesangebote

für Patienten im Wachkoma . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

Mut und Vertrauen auf dem Rücken der Pferde. . . 46

Visite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

Patientengerechte Nachsorge . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Balladen & Scharaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

ASKLEPIOS intern

25/2005

5


Medizin & Wissenschaft

Medizin-Ticker

Am 19.11.2005 findet das 12. Wiesba-

dener Geriatrie Kolloquium statt. Thema:

Herz-Kreislauferkrankungen beim hochbetagten

Patienten.

Mehr Informationen: Chefarzt Dr.

Knauf, E-Mail: w.knauf@asklepios.com.

Beatmungssymposium für Pneumologie

Vom 4. bis 6.5.2006 finden das 1. Beatmungssymposium

der Deutschen Gesellschaft

für Pneumologie sowie die 14. Jahrestagung

der Arbeitsgemeinschaft Heimbeatmung

und Respiratorentwöhnung

e.V. an den Asklepios Fachkliniken Gauting

und in Fürstenfeld statt.

Mehr Infos: www.heimbeatmung.de/kon

gress2006

Sozialpädiatrisches Zentrum

an der Klinik Sankt Augustin

Nach kurzer Verhandlungsphase

eröffnet am 1.10.2005 ein Sozialpädiatrisches

Zentrum (SPZ) an der Asklepios

Klinik Sankt Augustin und schließt so

Mehr psychisch kranke Häftlinge

Prof. Dr. Bernhard Bogerts von der

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,

Jo Bausch-Hölterhoff, Regierungsmedizinaldirektor

in der JVA Werl, und

Dr. Joachim G. Witzel, Chefarzt am

6 ASKLEPIOS intern 25/2005

eine Versorgungslücke. Ein SPZ ist eine

besondere, institutionalisierte Form ambulanter

interdisziplinärer Krankenversorgung

für Patienten mit komplexen

Krankheitsbildern, in der Regel für chronisch

kranke Kinder und Jugendliche mit

bedeutsamen neurologischen Erkrankungen

oder Entwicklungsstörungen sowie

drohenden oder bereits manifesten Behinderungen.

Mit drei bis fünf Prozent aller

Kinder und Jugendlichen macht diese

Erkrankungsgruppe den wesentlichen

Anteil chronisch kranker Kinder aus.

Diabetikertag in der

Fachklinik Fürstenhof

Zum ersten Mal hatte das Diabetes-

Zentrum Waldeck-Frankenberg am

4.6.2005 zu seinem Diabetikertag in die

Fachklinik Fürstenhof in Bad Wildungen

eingeladen. Unter dem Motto »Gemeinsam

gegen den Diabetes« diskutierten die

100 Teilnehmer die neuen Versorgungsprogramme,

aktuelle Entwicklungen und

Verbesserungen von Medikamenten

sowie wissenschaftliche Forschungsergebnisse.

»Die Zahl der Diabetiker nimmt

Landeskrankenhaus für Forensische

Psychiatrie Uchtspringe (v.r.n.l.), kamen

auf einer Tagung zusammen. Jo Bausch-

Hölterhoff stellte Forschungsergebnisse

zur Situation psychisch kranker Häftlinge

vor. Demnach gibt es unter Häft-

zu«, berichtete der Landesvorsitzende des

Deutschen Diabetiker Bundes Hessen

und Krankenhausarzt Prof. Dr. von Lilienfeld-Toal.

In manchen Kliniken hätten

heute bereits 30 bis 40 Prozent der Patienten

Diabetes. Die Folgen für Herz, Gehirn

und Füße sind erschreckend, wie der

neue 1. Vorsitzende Dr. Schnaubelt in seinem

anschaulichen Vortrag dokumentierte.

lingen in Strafvollzugsanstalten einen

weitaus höheren Bedarf an fachpsychiatrischer

Diagnostik und Behandlung,

als durch die bestehenden Versorgungsstrukturen

abgedeckt werden

kann. »Vor allem Schizophrenien und

Depressionen treten unter Häftlingen

doppelt so häufig auf wie in der Normalbevölkerung«,

sagte der Medizinaldirektor.

Er mahnte eine höhere Sensibilisierung

der im Strafvollzug Tätigen

an, auffälliges Verhalten als mögliches

Symptom einer Erkrankung zu sehen.

Zur Sicherung einer adäquaten psychiatrischen

Versorgung in JVAs sei es notwendig,

dass Anstaltsärzte ihre Patienten

kurzfristig und verlässlich in speziell

eingerichtete Behandlungsstationen

einweisen sowie auf konsiliarfachärztliche

Leistungen und allgemeinpsychiatrische

Versorgungsstrukturen zurückgreifen

können.


Nordseeklinik verbessert Versorgung

von Dialyse-Patienten

Die Nordseeklinik setzt weiter auf die

Kooperation mit niedergelassenen Ärzten.

Seit kurzem gibt es für die stationären

Patienten der Klinik einen extra Dialyse-Platz,

der von dem Nephrologen Dr.

Bodo Stoschuss betreut wird.

Patienten der Asklepios Nordseeklinik

brauchen jetzt bei akutem Nierenversagen

oder länger anhaltenden Nierenfunktionsstörungen

nicht mehr aufs Festland

verlegt oder zur Blutwäsche in eines

der beiden Sylter Dialysezentren transportiert

zu werden. Mit dem Westerländer

Nieren-Spezialisten Dr. Bodo Stoschuss

wurde eine Kooperation vereinbart, die

auch eine Behandlung der Patienten in

der Klinik ermöglicht. Die ambulante Versorgung

von Nierenpatienten in den beiden

Sylter Dialysezentren bleibt davon

unberührt. »Wir werden nach weiteren

Kooperationsmöglichkeiten mit anderen

Fachärzten der Insel suchen, um die Verknüpfung

von ambulanter und stationärer

Behandlung noch weiter auszubauen«,

kündigt Hauke Lehmann, Geschäftsführer

der Nordseeklinik, an.

Hohe Versorgungsqualität für Diabetiker

in Bad Oldesloe

Nachdem die Asklepios Klinik Bad

Oldesloe bereits die Akkreditierung als

Krankenhaus im Rahmen des Disease-

Management-Programms für den Diabetes

mellitus Typ 2 erhalten hatte, wurden

jetzt auch die Verträge für das DMP Diabetes

mellitus Typ 1 unterschrieben.

Damit zählt die Asklepios Klinik Bad

Oldesloe zu einem der vier Krankenhäuser

in Schleswig-Holstein, die nicht nur

die formalen Voraussetzungen erfüllen,

als DMP-Krankenhaus tätig zu sein, sondern

auch nach entsprechenden Verhandlungen

mit den Krankenkassen befugt

sind, Patienten im Rahmen des DMP Typ-

1- und Typ-2-Diabetes zu behandeln.

»Wir gehen davon aus, dass dadurch

allen Betroffenen verdeutlicht wird, wie

hoch die Versorgungsqualität am Standort

Bad Oldesloe für Patienten mit Diabetes

mellitus und Folgeerkrankungen dieses

Leidens ist«, erklärt der Chefarzt der

Abteilung für Innere Medizin, Prof. Dr.

Gerhard Hintze.

Laparoskopische

Nabelhernien-Operationen

Nabelbrüche gehören nach Leistenhernien

zu den häufigsten Brüchen im

Erwachsenenalter. Für die Versorgung

kamen bisher offene Verfahren zur

Anwendung. Bekannt ist die OP nach

Spitzy, nach MAYO-

Mesh und bei größeren

Hernien die

Omphalektomie

und die konventionelleKunststoffnetzeinlage.

In der Asklepios

Klinik Parchim

wird seit

sechs Monaten die

laparoskopische

oder auch Schlüsselloch-Technik

genannte Nabelhernienoperation

mit intraabdomineller

Einlage eines

MAYO-Mesh

durchgeführt. Bislang

wurden ca.

zehn Operationen

durchgeführt.

Vorteile dieser

Vorgehensweise

liegen in der deutlichenMinimierung

der postoperativenSchmerzsymptomatik,

im

Helfen Sie uns zu helfen!

Mit jeder Spende helfen Sie

Kindern, die in großer Not sind.

Mit einer Mitgliedschaft (ab

48 ¤ Jahresbeitrag) stärken

Sie dauerhaft zusammen

mit Rosi Mittermaier, Franz

Beckenbauer, Johannes B.

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Persönlichkeiten des Sports

unseren aktiven Einsatz für

organtransplantierte Kinder.

Medizin & Wissenschaft

Fixierung des Bruchsackes von innen an das Bauchfell

sicheren Bruchlückenverschluss sowie

nicht zuletzt in der vorteilhaften Kosmetik

ohne Schnitt in der Nabelregion.

Die Operation dauert etwa 50 Minuten.

Die Patienten verbleiben eine

Nacht postoperativ zur Beobachtung, und

die OP wird ambulant abgerechnet. Bei

der postoperativen Kontrolle 14 Tage später

waren bisher keine Komplikationen zu

verzeichnen.

Hilfe für

vergessene Kinder

Überall in Deutschland gibt es

Kinder, die nur durch eine Organtransplantation

überleben können

und besondere Fürsorge brauchen.

KiO hilft kleinen Menschen, die

sich nicht selbst helfen können

und das Leben erst noch vor sich

haben.

KiO hilft Kindern und Familien,

die vor und nach der Operation

Betreuung und materielle Hilfe

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www.kinderhilfe-organtransplantation.de

ASKLEPIOS intern

25/2005

7


Medizin & Wissenschaft

Wenn der Darm rebelliert

Interdisziplinäre Zusammenarbeit am Westklinikum Hamburg findet großen

Zuspruch von Morbus-Crohn-Patienten

Die Ursachen chronisch entzündlicher Darm-

krankheiten wie Morbus Crohn sind bisher

nicht geklärt. Es wird vermutet, dass es sich

um ein Zusammenspiel von erblichen, infekti-

ösen, psychischen und vor allem immunologi-

schen Faktoren handelt. Eine enge interdiszi-

Durch das zunehmende Spektrum

therapeutischer Optionen ist die

Lebenserwartung der Morbus-

Crohn-Patienten heute nicht eingeschränkt.

Daher versuchen die Ärzte

alles, um die Diagnostik und Therapie von

Morbus Crohn kontinuierlich zu verbes-

8 ASKLEPIOS intern 25/2005

sern. Eine umfassende Beratung spielt

dabei eine immer wichtigere Rolle für

Betroffene. Das Internet bietet unendliche

Möglichkeiten, sich ausführlich zu informieren.

»Für die Mehrzahl der Betroffenen

ist jedoch ein fachlich gut qualifiziertes

und menschlich einfühlsames Medizi-

plinäre Zusammenarbeit, wie sie im Westkli-

nikum nicht nur mit der Chirurgie, sondern

vor allem mit der Psychosomatik und Anthro-

posophie besteht, wird von den Patienten als

großer therapeutischer Zugewinn empfun-

den.

ner- und Therapeutenteam unerlässlich

und durch nichts zu ersetzen«, versichert

Ulla Weidel. Die 56-Jährige hat einen mühsamen

und langen Leidensweg hinter sich.

Wie bei den meisten Morbus-Crohn-

Patienten brach die Krankheit zwischen

dem 20. und 30. Lebensjahr aus. Anfangs


konnte sie gar nicht genau sagen, worunter

sie litt. »Es hat ein paar Jahre gedauert,

bis ich eine endgültige Diagnose hatte.«

Durchfälle, Bauchschmerzen und eine

permanente Gewichtsabnahme quälten

die junge Frau. Dazu kam die Angst: »Ich

wusste ja nicht, was mit mir los ist.« Niemand

klärte sie über ihre Symptome auf.

»Damals gab es weder einen Arzt, der

diese Aufgabe übernahm, noch Internet,

Patientenschulung und Selbsthilfegruppen.«

Ulla Weidel fühlte sich sehr allein

gelassen mit den Problemen, die sich aus

der Erkrankung ergaben.

Erst nach mehreren Krankenhausaufenthalten

und einer Fisteloperation diagnostizierten

die Fachärzte einen Morbus

Crohn und begannen mit einer umfassenden

Therapie.

In der Folge hat sich das Leben von

Ulla Weidel allmählich sehr verändert. Es

ist jetzt nicht mehr durch Krankenhausaufenthalte,

Schmerzen, Durchfallattacken,

Kraftlosigkeit, Wut und Angst definiert.

»Eine lange schlimme Phase meiner

Chronisch entzündliche Darmer-

krankungen

Für die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

werden verschiedene Namen verwendet.

Oft wird die Erkrankung nach der

Stelle des Darmes benannt, die entzündet

ist. Der Dünndarm ist normalerweise 3–5 m

lang, der Dickdarm 150 cm. Man unterscheidet

zwei Hauptformen der entzündlichen Darmerkrankungen:

erstens die Colitis ulcerosa,

eine Entzündung (= -itis), die nur den Dickdarm

(= Colon) befällt und mit der Ausbildung

von Geschwüren (= ulcera) einhergeht.

Wenn die Erkrankung nur den Enddarm

betrifft, nennt man sie auch Proktitis (Proktos

= Mastdarm).

Nach ihrem Entdecker, dem amerikanischen

Gastroenterologen Burrill B. Crohn, ist die

zweite Erkrankung benannt, die alle

Abschnitte des Verdauungskanals vom Mund

bis zum After befallen kann, der Morbus

Crohn (Morbus = Krankheit). Je nachdem,

welche Darmanteile befallen sind, spricht

man auch von Ileitis, Colitis, Ileocolitis oder

Enteritis Crohn.

Erkrankung ist vorbei, seit einigen Jahren

empfinde ich mein Leben wieder als leichter

und lebenswerter«, sagt sie heute.

Ulla Weidel hat sich von der Krankheit

nicht unterkriegen lassen und rät

allen Betroffenen: »Man kann mit so einer

Erkrankung leben. Manchmal richtig gut,

manchmal auch nicht so gut. Wichtig ist,

sich nicht von der Angst bestimmen zu

lassen, sondern trotzdem die eigenen

Wünsche und Ziele im Leben anzugehen.

Vielleicht in abgespeckter Form.«

Die medizinische und psychotherapeutische

Behandlung gaben ihr mehr

Kraft und Ruhe. So konnte sie sensibler

für ihre Bedürfnisse werden. »Das hat mir

geholfen, meine Haltung zu mir, meinem

Körper, meiner Erkrankung zu verändern.

Meinen Frieden damit zu finden und

mich nicht so sehr von der Angst bestimmen

zu lassen.«

Durch die Erkrankung beschäftigte

sich Ulla Weidel auch intensiv mit ihrer

Ernährung und stellte diese allmählich um.

»Ich esse überwiegend vollwertig und

schonend, meiner momentanen Krankheitssituation

angepasst.« Damit kann sie

ihre Beschwerden mildern und ihr Wohlbefinden

positiv beeinflussen. Auch Yoga

und andere aktive Entspannungsübungen

helfen, die Balance zwischen Aktivität

und Erholung sehr bewusst zu gestalten.

Durch die Krankheit arbeitet die 56-

Jährige heute nur noch stundenweise.

Auch ihr soziales Umfeld hat sich durch

Morbus Crohn verändert. »Eine nicht

sichtbare Krankheit führt ja oft zu Verständigungsschwierigkeiten

mit anderen

Menschen«, erklärt Ulla Weidel. Ihr

Freundeskreis hat sich reduziert. »Dafür

sind diese Freundschaften intensiver.«

Um anderen Betroffenen helfen zu

können und selbst ein Umfeld zu haben,

in dem sie mit ihren aus der Krankheit

resultierenden Problemen verstanden

wird, hat sie eine Selbsthilfegruppe mitgegründet

und engagiert sich heute darüber

hinaus in einer Selbsthilfeberatungsstelle

und dem CED-Projekt »Betroffene

beraten Betroffene« im Krankenhaus Rissen.

Medizin & Wissenschaft

Trotz all der positiven Entwicklungen

hat Ulla Weidel noch oft mit Durchfällen

und Gelenkschmerzen zu kämpfen. Dagegen

hilft ihr unter anderem Walken:

»Das macht mich fitter, vertreibt die

Schmerzen und hebt die Stimmung.« Bis

auf ihre regelmäßigen Kontrollen und die

zeitweisen Behandlungen mit Medikamenten

und Akupunktur zur Linderung

ihrer Gelenkbeschwerden kann sie ohne

dauerhafte medizinische Betreuung leben.

»Da ich weiß, dass sich das auch einmal

wieder ändern kann, bin ich froh,

eine Anlaufstelle in der Fachambulanz in

Rissen zu haben. Wo ich nicht bei null

anfangen muss, wie früher.«

Ihr Leben ist ruhiger geworden. Aber

nicht langweilig. Immer wieder stellt sich

Ulla Weidel neuen Herausforderungen.

»Wenn ich es hinkriege, gut für mich zu

sorgen, finde ich mein Leben interessant

und voll, trotz der Einschränkungen. Wir

sind ja nicht nur ein Morbus Crohn oder

eine Colitis. Die Krankheit ist etwas, was

zu uns gehört, aber wir bleiben ja ein

besonderer Mensch mit besonderen Träumen.«

Patientin Ulla Weidel

ASKLEPIOS intern

25/2005

9


Medizin & Wissenschaft

Team-Betreuung für Morbus-Crohn-Patienten

Interview mit Prof. Dr. Andreas Raedler

Prof. Dr. Andreas Raedler ist Chefarzt

der Abteilung für Innere Medizin und

Gastroenterologie am Asklepios Westklinikum

Hamburg-Rissen.

Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn ist eine Erkrankung

des Immunsystems des Magen-Darm-

Trakts mit Bevorzugung des Dünndarmendes

und verschiedener Abschnitte des

Dickdarms. Der Name setzt sich zusammen

aus dem lateinischen Wort für

Krankheit = Morbus und dem Namen des

Arztes, der die Krankheit als Erster

beschrieben hat. In diesem Fall der Amerikaner

Burrill B. Crohn.

Die Patienten leiden schubweise unter

massiven Durchfällen, krampfartigen

Bauchschmerzen und Darmblutungen.

Die Krankheit kann sich aber auch außerhalb

des Gastrointestinaltraktes manifestieren,

und zwar in der Haut (als Pyoderma

gangraenosum oder Erythema nodosum),

an den Gelenken und als »rheumatische

Entzündung« an den Augen.

Wie entsteht Morbus Crohn?

Spielen genetische Faktoren

eine Rolle?

Ein Morbus Crohn kommt beim

Zusammenwirken von genetischen Faktoren

und Umweltfaktoren zum Ausbruch.

Der genetische Einfluss wird als Mutation

mehrerer Gene, die an der körpereigenen

Abwehr beteiligt sind, verstanden und

zeigt sich in Familien und Zwillingsstudien.

Als Umwelt-Risikofaktor gilt zum

Beispiel das Rauchen. Untersucht man

das Entzündungsmuster einer Darmwand

dieser Patienten, findet man ausgeprägte

Abwehr- und Entzündungsreaktionen,

wie sie auch bei bakteriellen Infektionen

vorkommen. Allerdings ist ein spezifischer

Erreger nicht nachweisbar. Als Auslöser

für diese Entzündungen stehen

10 ASKLEPIOS intern 25/2005

Prof. Dr. Andreas Raedler, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie am Asklepios Westklinikum

Hamburg-Rissen

unter anderem Nahrungsmittelzusatzstoffe

wie Konservierungsmittel und Farbstoffe

im Verdacht.

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts

gab es kaum Morbus-Crohn-Erkrankungen

in Europa. In den sechziger und achtziger

Jahren erlebten wir einen steilen

Häufigkeitsanstieg. In der dritten Welt ist

diese Erkrankung sehr selten. Schwellenländer,

wie z. B. die Türkei oder osteuropäische

Staaten, erleben einen Anstieg

der Erkrankungsquote, ähnlich wie bei

uns in den sechziger bis achtziger Jahren

des letzten Jahrhunderts.

Lässt sich Morbus Crohn stets

eindeutig diagnostizieren?

Eine zielsichere Verdachtsdiagnose

kann allein durch die Schilderung der

Symptome gestellt werden. Sie wird dann

durch eine Ileo-Coloskopie (Spiegelung

des Dickdarms und Endbereichs des

Dünndarms) und die mikroskopische

Beurteilung von Gewebeproben gesichert.

Um Komplikationen der Erkrankung,

beispielsweise Fisteln, Abszesse und Stenosen

(Verengung der Darmlichtung),

aufzuspüren, sind bildgebende Verfahren

wie Computer-Tomographie, Ultraschall

und MRT-Untersuchungen (Kernspin)

hilfreich. Untersuchungen der oberen

Teile des Dünndarms können durch

Röntgenuntersuchungen oder besser

noch durch eine Kapselendoskopie erfolgen.

Dabei schluckt der Patient eine miniaturisierte

Kamera von Tablettengröße,

die die Schleimhaut bei der Passage

durch den Dünndarm filmt und morbuscrohn-typische

Geschwüre sichtbar

macht.

Wie wird Morbus Crohn

therapiert?

Um die durch die Stimulation des

Immunsystems ausgelöste Entzündungsreaktion

in der Schleimhaut zu bekämpfen,

sind antientzündliche Substanzen,

wie Mesalazin, Cortison und Immunsup-


pressiva wirksam. Reichen diese therapeutischen

Maßnahmen nicht aus, kommen

gentechnologisch hergestellte, so

genannte rekombinante Proteine zum

Einsatz. Aus dieser Gruppe ist Remicade

(Infliximab) das Präparat, das den größten

therapeutischen Nutzen aufweist. Treten

Komplikationen wie die Entwicklung

von Darmstenosen, Abszessen oder Fisteln

auf, kann eine operative Intervention

erfolgreich sein.

Was kann der Betroffene selbst

tun? Gibt es spezielle Ernährungsmethoden?

Zur umfassenden Betreuung sollte ein

Crohn-Patient sich ein Team zusammenstellen,

das aus einem Hausarzt, einem

CED-Spezialisten, eventuell einem Psychotherapeuten

und einem Ernährungsberater

besteht.

Die Diätberatung hat bei der Behandlung

der Erkrankung sowohl im akuten

Schub als auch in der symptomfreien

Technische Beratungs GmbH

Hermed

Technische Beratungs GmbH

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Remission einen sehr hohen Stellenwert.

Grundlage für die Diätentscheidung sind

funktionelle Untersuchungen des Magen-

Darm-Trakts hinsichtlich seiner Kompetenz

für verschiedene Nahrungsstoffe.

In den letzten Jahren haben wir mit

unserer Website, die über ein kommentierendes

Forum Fragen von Patienten zeitnah

beantwortet (www.ced-hospital.de),

einen besonders großen Zuspruch erfahren

(über 180.000 Zugriffe/Monat).

Das Gespräch führte Mandy Wolf

Medizin & Wissenschaft

Normale Dickdarmschleimhaut Dickdarmschleimhaut mit typischen Crohnläsionen/

Ulcerationen

Kontakt:

Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie

am Asklepios Westklinikum

Hamburg-Rissen

E-Mail: img.hamburg@asklepios.com

Telefon: (040) 81 91-27 50

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Darmerkrankungen: www.ced-hospital.de

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ASKLEPIOS intern 25/2005 11


Medizin & Wissenschaft

Mikrobiologische Kooperation

erzielt maximalen Erfolg

Integrierte Versorgung an den Asklepios Fachkliniken München-Gauting

In kaum einem Fachgebiet der Medi-

zin spielt die Mikrobiologie eine so große

Rolle wie in der Lungenheilkunde. Weltweit

zählen Infektionen des Atmungstrakts

zu den fünf häufigsten Todesursachen

im Kindes- wie im Erwachsenenalter.

Die Zusammenarbeit zwischen der

mikrobiologischen Praxis von Dr. Harald

Hoffmann und den Asklepios Fachkliniken

stellt ein erfolgreiches Modell für

Kooperationen im Rahmen integrierter

Versorgungssysteme dar.

Viren bilden vielfach den Anfang

einer Infektion, die durch Bakterien

verkompliziert wird. Da die

Lunge wie ein Staubsauger alle kleinsten

Partikel aus der Luft aufnimmt und filtert,

finden sich viele Erreger in ihr, die in

anderen Organbereichen keine Rolle spielen.

Bronchialepithelien chronisch Lungenkranker

stellen einen idealen Nährboden

für manche Bakterienarten (beispielsweise

Pseudomonaden) dar, die sonst im

Wasser oder im Erdboden leben. Sie

besiedeln die Lungen der Patienten, ohne

dass diese es merken. Wird die Bakteriendichte

zu groß, kommt es zur Entzündung.

Der Zustand der Patienten verschlechtert

sich akut. Neben Bakterien

werden auch viele Pilze in die Lunge

»gesaugt«, die schwere Infektionen vor

Ort verursachen oder die Lunge als Eintrittspforte

für Infektionen im Hirn oder

anderen Organen nutzen können (Aspergillen,

Histoplasmen, Kryptokokken,

Blastomyzeten).

Häufig ist es schwer zu unterscheiden,

ob Bakterien oder Pilze, die aus den Lungensekreten

von Patienten isoliert wurden,

»nur« Besiedler der Lunge oder aber

Erreger einer Infektion darstellen. Chronisch

Lungenkranke müssen Antibiotika

12 ASKLEPIOS intern 25/2005

einnehmen, um Infektionen »in den Griff«

zu bekommen. Dadurch sind Bakterien

dieser Patienten oftmals resistent gegen

gängige Antibiotika und bedürfen spezieller

Therapien.

Eine zentrale Rolle als Erreger schwerer

Lungeninfektionen spielen Mykobakterien,

von denen einige Arten Tuberkulo-

se verursachen. Nach WHO-Schätzungen

infiziert sich etwa ein Drittel der Weltbevölkerung

im Laufe des Lebens mit Erregern

der Tuberkulose. Bei etwa jedem

Zehnten bricht die Tuberkulose aus. Aus

den dargestellten Gründen ist es unverzichtbar,

an einer Lungenfachklinik Mikrobiologen

mit besonderer Erfahrung im


Umgang mit pneumologischen Erregern

zu haben.

Auf dem Gelände der Asklepios Fachkliniken

München-Gauting, einer der

größten Lungenkliniken Deutschlands,

hat sich Dr. Harald Hoffmann niedergelassen.

Er ist Arzt für medizinische

Mikrobiologie und hat zuvor für das Max

von Pettenkofer Institut am Klinikum

Großhadern gearbeitet. Dort war er für

das gesamte Spektrum mikrobiologischer

Diagnostik zuständig. Als selbstständiger

Mikrobiologe führt er in München-Gauting

Laboruntersuchungen für niedergelassene

Kollegen durch. Ein Großteil seiner

Einsender stammt aus der Klientel

pneumologischer Ärzte, die Patienten an

die Asklepios Fachkliniken überweisen

und nach dem klinischen Aufenthalt weiter

versorgen. Was lag da näher, als eine

Kooperation zwischen der Praxis und den

Asklepios Fachkliniken anzustreben?

Die Zusammenarbeit läuft sehr erfolgreich.

Dr. Hoffmann steht als Berater für

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Fragen zu Infektionen und Hygiene im

Krankenhaus zur Verfügung, kümmert

sich um die Qualität mikrobiologischer

Diagnostik in der Klinik und darf dafür

auf Geräte und Infrastruktur des Krankenhauslabors

zurückgreifen. Durch

diese Zusammenarbeit konnte die Patientenversorgung

optimiert werden. In der

Folge verzeichnete Asklepios deutliche

Einsparungen, und die Praxis von Dr.

Hoffmann stabilisierte sich. Eine klassische

»All-Win«-Situation. Was bedeuten

die genannten Verbesserungen aber im

Einzelnen?

Da von Patienten, die wegen Infektionen

der Lunge in die Asklepios Fachkliniken

eingeliefert werden, bereits Laborwerte

von niedergelassenen Kollegen

bekannt sind, beschleunigt sich die Diagnostik.

Gezielte Therapiemaßnahmen

werden früher eingeleitet. In der Folge

verkürzen sich die Liegezeit der Patienten

und deren Behandlungskosten. Durch

den direkten Beratungskontakt des Mi-

Medizin & Wissenschaft

krobiologen zum Krankenhausarzt und

zum niedergelassenen Kollegen wird die

Kontinuität der Patientenversorgung auch

in der poststationären Phase gewährleistet.

Bereits in den ersten sechs Monaten

der Kooperation konnte die Effizienz des

Labors der Asklepios Fachkliniken München-Gauting

nachweislich gesteigert

werden. Dies geht unter anderem auf eine

spürbar stärkere Auslastung des Labors

zurück. Dadurch ließen sich bessere Einkaufskonditionen

für viele Produkte

erzielen und die Erlösseite stärken.

Durch die Zentralisierung und Vernetzung

der Informationen zwischen Klinik

und niedergelassenen Kollegen in der

Labordiagnostik wird trotz verkürzter Liegezeiten

die optimale Therapie garantiert:

ein Modell im Sinne aller Beteiligten und

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ASKLEPIOS intern 25/2005 13


Medizin & Wissenschaft

Mit Heroin gegen die Heroinsucht kämpfen?

ProVivere nimmt an bundesweiter Studie teil

Ist die heroingestützte Behandlung

Heroinabhängiger im Vergleich zur Methadonsubstitution

effektiver? Dieser Hypothese

geht eine bundesweite Modellstudie

nach. Allein in Hamburg wurden

401 Patienten von der ProVivere GmbH,

einer Tochtergesellschaft der LBK Hamburg

GmbH, in dieses Projekt eingeschlossen.

Die kontrollierte und randomisierte

Arzneimittel- und Therapiestudie

läuft mit insgesamt 1.032 Patienten in

sechs weiteren Städten der Bundesrepublik

und ist derzeit bis Mitte des Jahres

2006 befristet.

Die ProVivere GmbH wurde 2002

von der damaligen Behörde für

Arbeit, Gesundheit und Soziales

der Stadt Hamburg mit der Teilnahme an

der Durchführung der Studie beauftragt.

ProVivere betreibt in Hamburg derzeit

fünf Ambulanzen. Hier arbeiten multiprofessionelle

Teams von Ärzten, Pflege- und

Assistenzpersonal sowie Sozialpädagogen

zusammen.

14 ASKLEPIOS intern 25/2005

In drei seit mehr als zehn Jahren

bestehenden Ambulanzen sind bereits

rund 1.000 drogenabhängige Patienten

pro Quartal in der Substitutionsbehandlung

mit verschiedenen Substituten wie

Methadon, Polamidon und Subutex. Parallel

dazu werden die häufigsten Suchtfolgeerkrankungen

wie Hepatitis- und

HIV-Infektionen behandelt.

Es geht bei der medizinischen und

psychosozialen Behandlung vor allem darum,

das Überleben des Abhängigen zu

sichern, seinen psychischen und somatischen

Gesundheitszustand zu verbessern.

Durch Zielvereinbarungen und konkret

abrechenbare Hilfe- und Veränderungspläne

sollen die berufliche und soziale Reintegration

gefördert und die Abstinenzmotivation

erhöht werden.

Die bundesweite Studie will die Hypothese

überprüfen, ob die heroingestützte

Behandlung im Vergleich zur Methadonsubstitution

größere Effekte aufweist. Vor

allem hinsichtlich der Verbesserung des

gesundheitlichen Zustandes, der Reduk-

tion des illegalen Drogenkonsums und

des Rückgangs der Delinquenz durch die

Loslösung aus dem Drogenkontext. Weiter

wird überprüft, ob die soziale Stabilisierung

durch die Sicherung der Wohnsituation,

der Arbeitsfähigkeit, der finanziellen

Absicherung und der schnelleren

Aufnahme weiterführender Therapien

erreicht wird. Die Zielgruppen der Studie

sind heroinabhängige Patienten, die vom

bestehenden Drogenhilfesystem bisher

nicht wirksam erreicht oder nicht erfolgreich

behandelt werden konnten.

Seit Juli 2005 bietet die ProVivere

GmbH in einer weiteren Ambulanz für 30

Patienten ein ambulantes Behandlungsangebot

für Alkoholkranke an. ALITA –

ambulante Langzeit-Intensivtherapie für

Alkoholabhängige – wurde von einer Wissenschaftlergruppe

am Max-Planck-Institut

in Göttingen unter Leitung von Frau

Prof. Dr. Dr. Ehrenreich entwickelt und

erprobt. Die vierstufige ambulante Behandlung

dauert zwei Jahre und umfasst

im ersten Halbjahr tägliche einzeltherapeutische

Behandlungskontakte des Patienten,

Antabusgabe und tägliche Urinkontrollen,

eine 24-Stunden-Kriseninterventionsbereitschaft

und das Aufsuchen

des Patienten bei Nichterscheinen zum

vereinbarten Termin, auch »aggressive

Nachsorge« genannt. Im Zuge der erreichten

Stabilisierung des Patienten werden

die Kontakte sukzessive reduziert. Im

zweiten Behandlungsjahr besteht der

Kontakt dann in der Regel aus wöchentlich

stattfindenden gruppentherapeutischen

Sitzungen.

Der Vorteil dieses ambulanten Angebotes

liegt in der sehr schnellen Wiederherstellung

der Arbeitsfähigkeit der Patienten,

die nach erfolgter Entgiftungsbehandlung

(ca. zwei Wochen) und anschließendem

Therapiebeginn gegeben ist.

Dr. Karin Bonorden-Kleij


Den Amyloidosen auf der Spur

Abteilung für Neurologie im AK St. Georg

ist auf Diagnostik von Neuropathien spezialisiert

Mehr als zwei Jahre litt Max Schus-

ter* unter Schmerzen in Händen und

Füßen. Erst eine Muskel- und Nervenbiopsie

des Muskellabors der neurologischen

Abteilung im AK St. Georg machte

eine gezielte Therapie des 62-Jährigen

möglich. Diagnose: familiäre Amyloid-

Neuropathie (FAP). Das Labor ist ein

unentbehrlicher Pfeiler in der spezifischen

Diagnostik von Muskelerkrankungen,

aber auch bestimmten Neuropathien.

Seit 1995 verfügt die neurologische

Abteilung des AK St. Georg über

ein eigenes myopathologisches Labor,

in dem alle modernen histologischen,

histochemischen und immunhistochemischen

Untersuchungen an Gefrier-Schnitten

durchgeführt werden.

Durch die differenzierte muskelhistologische

Diagnostik können auch seltene

Erkrankungen wie primäre oder sekundäre

Amyloidosen mit Beteiligung des peripheren

Nervensystems nachgewiesen

werden. Amyloidosen sind Proteinspeichererkrankungen,

die durch Fehlfaltungen

bestimmter Proteine zustande kommen

und dadurch als unlösliche Proteine

in Geweben abgelagert werden und zu

Funktionsstörungen der Organe mit teils

lebensbedrohlichen Verläufen führen

können.

Bisher sind 25 verschiedene Proteine

identifiziert worden, die Amyloid bilden

können. Der Nachweis gelingt durch die

Kongo-Rot-Färbung. Amyloidablagerungen

finden sich am häufigsten im Darm

und in Gefäßwänden. Neben systemischen

Amyloidosen, die zu Ablagerungen

in verschiedenen Organen, vor allem des

Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Niere,

des Herzens, der Nerven und der

Muskeln führen, kennzeichnen lokalisier-

* Name von der Redaktion geändert

te Amyloideinlagerungen bestimmte

degenerative ZNS-Erkrankungen wie z. B.

die Demenz vom Alzheimer-Typ oder

Muskelerkrankungen wie die sporadische

Einschlusskörperchen-Myositis (Abb. 1).

Im Fall von Max Schuster bestand im

klinischen Befund ein distal-symmetrisches

polyneuropathisches Syndrom mit

sensiblen Störungen in handschuh- und

sockenförmigen Verteilungen. Neurophysiologisch

zeigte sich eine deutlich axonale

Schädigung sensibler und motorischer

Nerven sowie eine Beteiligung autonomer

Nervenfasern. Nachdem eine ausführliche

Labor- und apparative Diagnostik keine

Hinweise auf eine entzündliche metabolische

oder paraneoplastische Ursache der

Neuropathie erbracht hatte, konnten in

der Muskel- und Nervenbiopsie sowie in

der Dünndarmbiopsie gefäßbezogene

Amyloidablagerungen nachgewiesen werden,

die in der Subtypisierung dem Protein

Transthyretin (TTR) entsprachen.

Im humangenetischen Institut der

Universität Gießen konnte letztlich eine

heterozygote Mutation im TTR-Gen

(Ala97Gly) nachgewiesen werden, so dass

die Diagnose einer familiären Amyloid-

Neuropathie (FAP) gestellt werden konnte.

Die FAP ist die häufigste autosomaldominant

vererbte Amyloidose, die sich

charakteristischerweise mit einer Neuropathie

mit schmerzhaften Missempfindungen

und autonomen Störungen zwischen

dem 30. bis 70. Lebensjahr manifestiert.

Neben speziellen diätetischen Maßnahmen,

die das Voranschreiten der Amyloidose

verlangsamen sollen, stellt die

Lebertransplantation bei weitgehend auf

die Nerven beschränkter Amyloidose die

Therapie der Wahl dar. Dieses therapeutische

Vorgehen wurde auch bei Max

Schuster initiiert.

Medizin & Wissenschaft

Abb 1. Amyloid-Einlagerungen bei sporadischer Einschlusskörperchen-Myositis

Abb 2. Amyloid Myopathie und Neuropathie bei

monoklonaler Gammopathie IgA/lambda

HE Invadierte Muskelfasern und »rimmed-vacuoles«

Kongo-Rot positive Muskelfasern (leuchtend rot) im

Fluoreszenzlicht

Kongo-Rot positive Gefäße / Muskelfasern (Muskel)

Kongo-Rot (leuchtend gelb) im Fluoreszenzlicht im Nerv

Kontakt: Dr. Karl Christian Knop

Telefon (0 40) 18 18 85-22 41

ASKLEPIOS intern

25/2005

15


Medizin & Wissenschaft

Optimale Behandlung

bei Schlaganfall via Telemedizin

Stadtklinik Bad Tölz nimmt am TEMPiS-Pilotprojekt teil

Oberärztin Dr. D. Melchers-Schwarze beim Telekonsil

Seit 1995 ist es das Ziel der Welt-

gesundheitsorganisation, allen akuten

Schlaganfallpatienten eine Behandlung in

spezialisierten Stroke Units zu ermöglichen.

Das Projekt TEMPiS versucht

unter Einbeziehung moderner Informationstechnologien

und Vernetzung der

Versorgungsstufen einen sinnvollen, effektiven

und praxisbezogenen Lösungsweg

aufzuzeigen und umzusetzen.

TEMPiS startete im Februar 2003.

TEMPiS steht für »Telemedizinisches

Pilotprojekt zur integrierten

Schlaganfallversorgung in Südostbayern«.

Kernelement dieses von der

BKK LV Bayern, dem Verband der Angestelltenkrankenkassen

(VdAK), der AOK,

dem Bayerischen Staatsministerium für

Arbeit und Sozialordnung, Familie und

Frauen sowie der Stiftung Deutsche

Schlaganfallhilfe geförderten Konzepts

ist der Kompetenztransfer zwischen klinischen

Schlaganfallzentren und regiona-

16 ASKLEPIOS intern 25/2005

len Krankenhäusern. Mittels Computer

sind rund um die Uhr die entsprechend

eingerichteten Schlaganfalleinheiten in

zwölf Kooperationskliniken (darunter

Bad Tölz) mit den Schlaganfallzentren in

München-Harlaching und Regensburg

verbunden. Hier haben die behandelnden

Ärzte in den Krankenhäusern jederzeit

die Möglichkeit, Krankheitsbilder

mit den Spezialisten zu besprechen und

die Behandlungskonzepte individuell

abzustimmen. Zudem können die Neurologen

in der Videokonferenz mittels

Kamera den Patienten beobachten und

mit ihm Kontakt aufnehmen und zusätzlich

online CT und Kernspinbilder beurteilen.

So nähert sich das Behandlungsniveau

dem einer Stroke Unit in hohem Maße

an. Durch die entsprechenden technischen

und personellen Vorhaltungen ist

ein rascher und zeitgerechter diagnostischer

und therapeutischer Workflow

sichergestellt.

Im Mittelpunkt steht der betroffene

Patient. Sein unmittelbares soziales

Umfeld, in erster Linie seine Angehörigen,

bildet den Dreh- und Angelpunkt der

umfassenden Versorgung.

Nach der Einbeziehung der Asklepios

Stadtklinik Bad Tölz in das TEMPiS-

Modell erfolgte eine eingehende Mitarbeiterschulung

im Rahmen von Kursen

und Hospitationen. Die technischen Voraussetzungen

für eine Videokonferenz

mit Patientenvorstellung in einem übergeordneten

Neurologischen Zentrum

wurden eingerichtet. Therapieoptionen

für Logopädie, Ergotherapie und Krankengymnastik

in unmittelbarer räumlicher

Nähe zur Schlaganfallüberwachungseinheit

und dem Nachsorgebereich

wurden geschaffen. CT und NMR-

Diagnostik werden in der Klinik durch

niedergelassene Radiologen bereitgehalten.

Die vorhandene Diagnostik wurde

um EEG, Schluckendoskopie und transcraniellen

Doppler erweitert. Die arbeitstägliche

neurologische Präsenz durch

Fachärzte einer kooperierenden benachbarten

Rehaklinik wurde vertraglich gesichert.

Kernstück der Schlaganfallstation ist

die moderne Überwachungseinheit mit

vier Betten. Hier erfolgt, nach entsprechendem

Telekonsil, auch eine systemische

Lysebehandlung. Wenn nötig, wird

hier eine sinnvolle und zeitgerechte Verlegungsstrategie

in eine spezialisierte Fachabteilung

telemedizinisch abgestimmt.

Direkt vor Ort wird das Rehapotenzial

durch die beteiligten Berufsgruppen ermittelt,

es erfolgt die rasche Einschaltung des

Sozialdienstes und die Veranlassung weiterer

nachstationärer Versorgungsschritte.

Regelmäßiges Controlling (gemeinsame

Visiten mit Mitarbeitern aus dem

Krankenhaus Harlaching), Benchmarking


im Rahmen einer Studie und freiwillige

Erstellung von BQS-Bögen dienen als Instrumente

der Qualitätssicherung. Auf diese

Weise erfolgt eine Schlaganfallbehandlung

auf der Basis fachlich allgemein anerkannter,

standardisierter und optimierter

Prozeduren (SOP).

Um TEMPiS regional mit allen Kooperationspartnern

und der Bevölkerung

zu kommunizieren, wurde das Projekt in

Tageszeitungen und dem lokalen Rundfunk

vorgestellt. Darüber hinaus wurde

die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe

und ihre Tölzer Ortsgruppe einbezogen.

Am Tag der offenen Tür wurde das »Schlaganfallmobil«

präsentiert. Die Krankenpflegeschule

machte den Schlaganfall

zum Schulungsschwerpunkt.

Mit den regionalen Rettungsdiensten

wurden Informationsabende veranstaltet,

ebenso Vortragsabende bei der Kreisärzteschaft

und bei den regionalen Notärzten.

Daneben werden Vortragsveranstaltungen

für interessierte Laien angeboten.

www.gv-partner.de

Innerhalb des Hauses gab es regelmäßige

Pathway-Konferenzen.

»Vor 20 Jahren«, so erinnert sich Dr.

Frank Dorfmeister, Internist und TEMPiS-

Koordinator an der Stadtklinik Bad Tölz,

»waren wir bei Schlaganfällen oft auf Vermutungen

bei der Diagnose und Erstbehandlung

angewiesen. Mitunter gab es am

Wochenende die nächste funktionierende

CT-Möglichkeit erst in Augsburg oder

Salzburg. Unsere Unsicherheit hat sich

mitunter auf den Patienten übertragen.«

»Mit TEMPiS«, sagt Dorfmeister, und

dabei klingen Dankbarkeit und auch ein

bisschen Stolz mit, »ist das ganz anders

geworden.« Seit Februar 2003 wurden in

der Tölzer Schlaganfall-Einheit rund 950

Patienten behandelt. Das Pilotprojekt ist

auf zweieinhalb Jahre angesetzt. Eine wissenschaftliche

Bilanz wird für diesen

Herbst erwartet. Der Krankenhausplanungsausschuss

steht, ein positives Resultat

der Effizienzanalyse vorausgesetzt,

einer Übernahme von TEMPiS in den

Medizin & Wissenschaft

Physiotherapeuten trainieren mit Patienten die Benutzung

des Bettfahrrads

Regelbetrieb wohlwollend gegenüber.

Die Patientenreaktionen fallen auf jeden

Fall schon jetzt durchweg positiv aus.

»Die Leute schätzen einfach die spezielle

neurologische Fachkompetenz, die via

Bildschirm hinzukommt.« Sehr positiv

beeindruckt vom schlüssigen internistisch-neurologischen

Zusammenwirken

in seiner neuen Wirkungsstätte ist auch

der neue Chefarzt der Abteilung, PD. Dr.

H. U. Kreider-Stempfle.

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ASKLEPIOS intern

25/2005

17


18

Medizin & Wissenschaft

Neue Wege in der Wundversorgung

Die Kreiskrankenhäuser Rottal-Inn und die LBK Hamburg GmbH

bieten gezielte Lösungsmodelle an

Schätzungen zufolge leiden vier Milli-

onen Menschen in Deutschland an chronischen

Wunden. Allein für die Versorgung

dieser Patienten werden jährlich

rund fünf Milliarden Euro ausgegeben.

So genannte »offene Beine« zählen

zusammen mit Druckgeschwüren und

diabetischen Füßen, die eine Folge von

langjährigem Diabetes mellitus sein können,

zu den häufigsten Arten chronischer

Wunden.

Die Qualität der Behandlung von

Patienten mit offenen Wunden

spielt in allen Bereichen der medizinischen

Versorgung eine immer größere

ASKLEPIOS intern

25/2005

Rolle. Niedergelassene Ärzte senden ihre

Patienten gerne in Kliniken, von denen

bekannt ist, dass Problemwunden dort

optimal versorgt und therapiert werden.

Aus Sicht der Klinik wiederum sind

Problemwunden und Wundprobleme

angesichts der aktuellen Abrechnungsmodalitäten

(Fallpauschalen, den so

genannten DRGs) auch wirtschaftlich

hochinteressant; muss nämlich ein

Patient aufgrund seiner Wunden länger

in der Klinik bleiben, als von der Kasse

bezahlt wird, so zahlt die Klinik in diesem

Fall drauf.

Die Kreiskrankenhäuser Rottal-Inn

haben in Zusammenarbeit mit der AOK

Bayern und dem Hausärztekreis Rottal-

Inn einen Vertrag zur sektor- und fachübergreifenden

Behandlung von Patienten

mit chronischen und komplizierten

Wunden im Rahmen einer Integrierten

Versorgung gemäß §140 SGB V geschlossen.

Unterstützt werden sie dabei vom

Zentralen Dienst Integrierte Versorgung

und Netzwerken der Asklepios Gruppe.

Die Vereinbarung sieht vor, die drei Leistungsbereiche

im Gesundheitswesen –

die ambulante, die stationäre und die

rehabilitative Versorgung von Patienten –

auf der Basis gemeinsamer medizinischer

und organisatorischer Standards besser

zu vernetzen.


In der konkreten Umsetzung bedeu-

tet das beispielsweise für Patienten, die

im Krankenhaus Eggenfelden stationär

behandelt wurden, eine nahtlose Fortsetzung

der begonnenen Wundtherapie

im ambulanten Bereich. Dort erfolgt

die Behandlung durch die niedergelassenen

Vertragsärzte und/oder die Wundambulanz

der Klinik. Einmal im Monat

und bei Bedarf stellen sich die beteiligten

Patienten in der Wundambulanz

vor.

Ein Wundmanager, der als zentraler

Koordinator fungiert, begleitet den

Behandlungsverlauf des Patienten über

einen festgelegten Zeitraum von sechs

Monaten. Er fungiert als Bindeglied zwischen

Patient, Krankenhaus, niedergelassenen

Ärzten und komplementären

Diensten wie der ambulanten Pflege.

Neben den Aufgaben der Informationsvernetzung

und Koordination der

Behandlung nach der Entlassung des

Patienten übernimmt der Wundmanager

auch die Steuerung und Überwachung

der Logistik der Verbandsmittel, die

Dokumentation des Heilungsverlaufs

und die Durchführung von Hausbesuchen.

Jeder Patient erhält ein so genanntes

Patientenhandbuch. Dieses dient der

Dokumentation des Behandlungsverlaufs,

der verwendeten Wundmaterialien

und der Information des Patienten

selbst.

Durch das Gesamtkonzept wird es

möglich, die Versicherten der AOK im

Einzugsgebiet der Integrierten Versorgung

Wundmanagement in eine optimal

organisierte Behandlungskette einzubinden

und über diesen Weg eine nahtlose

Fortsetzung der im Krankenhaus begonnen

Therapie auf Basis eines hohen

medizinischen Standards zu gewährleisten.

Höhere Wundverschlussraten tragen

nicht zuletzt zu einer Steigerung der

Lebensqualität der Patienten bei.

Stefanie Sannemann,

Dr. Siegfried Borchert, Dr. Jörg Sagasser

Medizin & Wissenschaft

Mit dem speziellen Wundkonzept

der LBK Hamburg GmbH

machen bereits seit fünf Jahren

tionsmaterial und zentraler Beratung

über die Verbände und Therapeutika,

den Umgang damit und die Kosten

viele Patienten positive Erfahrungen. dieser Produkte (Projektleiter Wund-

Manch einer erfuhr erst durch den Aufentversorgung Telefon 0171-5 6189 84

halt in einer LBK-Einrichtung, dass 20 oder per E-Mail werner.sellmer@apono

Jahre offenes Bein nicht automatisch va.lbk-hh.de).

immer offenes Bein bedeuten. Sogar Am- > Die enge Anbindung an regionale und

putationen können mit dem speziellen nationale Netze und Einrichtungen

Wundkonzept der LBK vermieden werden. (z.B. Mitgliedschaften im Wundzentrum

Hamburg e.V. (www.wundzen

Das Wundkonzept

trum-hamburg.de) und im Netzwerk

in Stichworten:

Diabetischer Fuß (www.netzwerkdiabeti

scherfusshamburg.de).

> Arbeitsgrundlage ist die mit der Ver- > Die optimierte Überleitung der Patienbindlichkeit

einer Dienstanweisung ten zum Einweiser oder Anschlussver-

eingeführte LBK Wundfibel, die prosorger unter Einbindung kompetenter

duktneutrales Vorgehen nach neues- Überleiter durch Kolleginnen und Koltem

Erkenntnisstand garantiert (Inforlegen der internen Überleitungspflemation

und Bestellung über ConsiG, ge, der Sozialdienste oder bestimmter

info@consig.com oder Telefon 0 40- Sanitätshäuser.

4100 93-0).

> Interne Fortbildungen

> Wundberatungsteams

und Schulungen für alle

unterstützen in den

Berufsgruppen (z. B. der

Häusern die Stationen,

Wund- und Hygienetag

speziell im Umgang

2005) stellen sicher, dass

mit besonders proble-

stets aktuell gearbeitet

matischen Wunden.

wird.

Hierbei stehen u. a. die

> Die brandneu aufgebau-

Auswahl von und der

te Qualifizierung zum zer-

Umgang mit geeignetifizierten

Wundexperten

ten Verbänden, die

ICW im unternehmensei-

Schmerztherapie und

genen Bildungszentrum

die Wunddokumenta-

(Kontakt und Information

tion im Fokus.

Die Wundfibel der LBK Hamburg unter Telefon 0 40-

> Ein optimiertes Sortiment

an Verbänden

GmbH, Unternehmensstandard und

inzwischen bundesweit ein Begriff.

18 18 84-26 57 oder über

die E-Mail-Adresse ilse.

und Therapeutika ga-

manecke@bzg.lbk-hh.de mit

rantiert Wundversorgung auf sehr Sonderkonditionen für Unterneh-

hohem Niveau.

mensangehörige!) fördert internes

> Operative Fachabteilungen leisten Know-how.

zeitnah den nötigen Service in Form > Von APONOVA in Vorbereitung befin-

chirurgischer Wundreinigung, der den sich eine telemetrische Plattform

Eröffnung verschlossener Gefäße, der zu den einweisenden Ärzten, die die

gefäßchirurgischen Bypassoperation Auswahl geeigneter Fachabteilungen

in das betroffene Areal (z. B. Fuß) oder einfacher machen und die Anschluss-

eines plastisch-chirurgischen Wundversorgung (Arztbrief, Materialinforverschlusses.mation,

Anschlussversorgung) opti-

> APONOVA, das Servicecenter der

Apotheken der LBK Hamburg GmbH,

mieren soll.

informiert mit praxisnahem Informa-

Werner Sellmer

ASKLEPIOS intern

25/2005 19


Medizin & Wissenschaft

Schwarzer Hautkrebs auf dem Vormarsch

Dermatologe der Nordseeklinik Westerland empfiehlt Präventionsmaßnahmen

Dr. Werner Kurrat, Oberarzt der Klinik für Dermatologie

und Allergologie der Nordseeklinik

Der schwarze Hautkrebs hat rapide

zugenommen. Vor allem Sonnenbrände

im Kindes- und Jugendalter sind äußerst

gefährlich. Dr. Werner Kurrat, Oberarzt

der Klinik für Dermatologie und Allergologie

der Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt,

im Interview.

Was ist ein schwarzer Hautkrebs?

In der obersten Schicht unserer Haut

befindet sich eine Vielzahl von Pigmentzellen.

Kommt es zu einer Fehlentwicklung

dieser Melanozyten, kann daraus ein

bösartiger Hauttumor entstehen, der

durch seine braune bis schwarze Farbe

gekennzeichnet ist. Medizinisch sprechen

Knotiger schwarzer Hautkrebs (noduläres Melanom)

20 ASKLEPIOS intern 25/2005

wir beim schwarzen Hautkrebs von einem

malignen Melanom.

Woran erkenne ich ihn?

Besondere Aufmerksamkeit ist geboten,

wenn ein Pigmentmal inhomogen aufgebaut

ist, einen ungleichmäßigen Rand

mit Einziehungen und Ausstülpungen aufweist

und verschiedene Farbtöne enthält.

Eine Größe über 5 mm und insbesondere

eine Wachstumstendenz sind Hinweise,

die eine ärztliche Diagnose erfordern.

Begünstigt häufiges Sonnenbaden/Solarium

die Entstehung?

Natürliches Sonnenlicht und künstliches

UV-Licht (Solarium) sind Risikofaktoren,

wobei weniger die kontinuierliche

UV-Bestrahlung über Jahre an den Händen

und im Gesicht, sondern insbesondere

Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter

sehr gefährlich sind. Ein wirksamer

Sonnenschutz im ersten Lebensabschnitt

ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme.

Vernünftiges Verhalten (Meidung der

Mittagssonne, langsames Gewöhnen der

Haut an die Sonne) und Kleidung sind

wichtiger als Sonnenschutzlotionen.

Müssen verdächtige Stellen

gleich entfernt werden?

Verdächtige Stellen sollten fachärztlich

beurteilt werden. Mit der dermatologischen

Erfahrung kann aufgrund des

Aussehens und ggf. einer auflichtmikroskopischen

Vergrößerung entschieden

Flacher schwarzer Hautkrebs mit knotigem Anteil

(superfiziell spreitendes Melanom, sekundär knotig)

werden, ob die pigmentierte Hautveränderung

harmlos ist oder verdächtig und

beobachtet werden sollte oder sofort entfernt

werden muss.

Wie sehen die

Heilungschancen aus?

Wird ein Melanom im Frühstadium,

wenn es auf die Oberhaut begrenzt ist, erkannt

und behandelt, ist die Heilungschance

100 Prozent. Je weiter die bösartigen

Zellen in die Tiefe der Haut eindringen,

desto gefährlicher wird die Erkrankung.

In jedem Fall muss die vollständige operative

Entfernung des Melanoms erfolgen.

Der schwarze Hautkrebs gilt als

der am besten therapierbare

Krebs, warum ist das so?

Sehr gut therapierbar ist das Melanom

nur im Frühstadium. Jedoch ist dieser

Krebs sichtbar. Er kann somit früh erkannt

werden. Andere Krebsarten an inneren

Organen werden häufig erst nach

dem Auftreten von Beschwerden diagnostiziert

und sind dann meist schon sehr

weit fortgeschritten. Die Hautkrebsprävention

beinhaltet somit neben der Vermeidung

von UV-Schäden insbesondere

die Aufklärung und die Motivation zur

Früherkennung. Umso bedauerlicher ist

es, dass diese effektive, einfache und

kostengünstige Hauttumorvorsorge nicht

zum Leistungskatalog der gesetzlichen

Krankenversicherungen gehört.

Das Gespräch führte Sabine Bundschuh

Flacher schwarzer Hautkrebs mit zentraler Rückbildung

(superfiziell spreitendes Melanom mit

Regression)


Arthrose des oberen Sprunggelenks

Klinik Seligenstadt kooperiert mit Konsiliararzt

Arthrose oder andere verschleißbe-

dingte Veränderungen an den unteren

Extremitäten betreffen in erster Linie das

Hüft- und Kniegelenk. Infolge der steigenden

Freizeitsportaktivitäten rückt

auch das Sprunggelenk zunehmend in den

Fokus der orthopädischen Behandlung. In

der Asklepios Klinik Seligenstadt können

Patienten mit Arthrose im Sprunggelenk

durch den Konsiliararzt Holger Falk

behandelt und operiert werden.

Die Arthrose des oberen Sprunggelenks

ist eine Degenerationserscheinung

des Gelenksknorpels,

die meistens durch eine erhöhte mechanische

Beanspruchung verursacht wird. So

ist der Außenbandriss am Sprunggelenk

eine der häufigsten Sportverletzungen. Seriöse

Schätzungen gehen davon aus, dass

es etwa tausend Mal täglich in Deutschland

zu dieser Verletzung kommt. Auch

Brüche des Sprunggelenks zählen zu den

Verletzungen der unteren Extremitäten.

Aufgrund der sensiblen Biomechanik des

oberen Sprunggelenks mündet fast jeder

zweite Bruch später in eine behandlungsbedürftige

Arthrose. Aber auch verschiedene

Gelenksentzündungen und Fehlstellungen

können zu einer Arthrose des oberen

Sprunggelenks führen.

»Diese Form der Arthrose ist eine

schleichende Erkrankung mit chronischem

Verlauf, die typischerweise mit einem

im Sprunggelenk lokalisierten Belastungsschmerz

beginnt«, erklärt der orthopädische

Chirurg Holger Falk. Der begleitende

Gelenkserguss oder die Schwellung

ist dabei nicht selten. Mit der Zeit nimmt

die Schmerzintensität zu, und bei den

ersten Schritten am Morgen oder nach

einer Ruhepause treten Anlaufschmerzen

auf. Die umgebende Muskulatur schwindet

zusehends. Es kommt zur Gehbehinderung

mit Fehlbelastung von benachbarten

Gelenken. Im fortgeschrittenen Stadium

tritt ein Ruhe- oder Nachtschmerz

auf. Eine nahezu totale Versteifung des

Gelenks geht meist damit einher.

Holger Falk operiert Patienten in Seligenstadt

Medizin & Wissenschaft

Das wichtigste Diagnosemittel bei dieser

Arthrose ist das Röntgenbild in zwei

Ebenen. Typische Veränderungen sind die

Gelenksspaltverschmälerung, Knochenneubildungen

am Gelenksrand (so genannter

Osteophyten) und Zystenbildung.

Im Anfangsstadium besteht die Therapie

aus der sofortigen Reduktion jeglicher

Belastungen, einer physikalischen und

einer Physiotherapie. Ergänzend können

nicht-steroidale Antirheumatika gegeben

werden. Auch orthopädische Schuhe können

helfen, die Fehlbelastung des Fußes

vorübergehend zu lindern.

Im fortgeschrittenen Stadium ist die

OP unumgänglich. Dabei wird die früher

zu beobachtende Versteifung heute dank

der Möglichkeit der Sprunggelenksprothetik

vermieden. Die implantierte Prothese

kann dem Sprunggelenk die Beweglichkeit,

Schmerzfreiheit und Statik wieder

zurückgeben.

Noch bis vor kurzem galt die Arthrodese

als einzige Methode bei der operativen

Versorgung des degenerativen oberen

Sprunggelenks. Aufgrund der positiven

Erfahrungen mit dem von H. Kofoed entwickelten

und 1990 eingeführten LINK

S.T.A.R. ® Sprunggelenkprothesensystems

werden Patienten weltweit zunehmend

mit einem bewegungserhaltenden Implantat

versorgt.

Weitere Infos: www.linkhh.de

Das LINK S.T.A.R. ® Sprunggelenkprothesensystem

ASKLEPIOS intern

25/2005

21


22

ASKLEPIOS intern

Management

Kurz & Knapp

Weitere Asklepios Kliniken

KTQ-zertifiziert

GF Volker Thesing und Dr. Hanns Dierk Scheinert,

Ehrenvorsitzender des Gesellschafterausschusses

der KTQ-GmbH

Immer mehr Asklepios Kliniken lassen

sich KTQ-zertifizieren. So erhielt das

Fachklinikum Stadtroda als erstes psychiatrisches

Krankenhaus Thüringens das

Qualitätszertifikat (Foto).

Mit 66 Prozentpunkten hat die Kreisklinik

Fürstenfeldbruck, ein Managementhaus

der Asklepios Kliniken, die

Zertifizierung bestanden. Im Beisein vieler

Gäste nahmen der Vorsitzende des

Verwaltungsrates, Landrat Thomas Karmasin,

und Klinikvorstand Stefan Bauer

die Zertifizierungsurkunde entgegen.

100 Jahre Klinik Parchim

Am 16.7.2005 wurde der 100.

Geburtstag der Asklepios Klinik Parchim

mit 400 Gästen gefeiert. Im Rahmen

des Festaktes betonte Dr. Linke,

Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern,

dass die Asklepios

25/2005

Auch die Asklepios Klinik Sankt

Augustin bedankt sich bei allen Mitarbeitern

und Mitarbeiterinnen nach der erfolgreichen

Zertifizierung für die geleistete

Arbeit.

Allen Kliniken gemeinsam ist der

Anspruch, sich nicht auf den Lorbeeren

auszuruhen, sondern auch weiterhin das

Leistungsspektrum zum Wohl der Patienten

zu optimieren.

Erstes Therapiezentrum

für Golfer im Norden

Die Nordseeklinik hat sich als erstes

offizielles GolfClinic-Therapiezentrum in

Schleswig-Holstein qualifiziert. Die Auszeichnung

wird von der deutschen Professional

Golfers Association (PGA) an Einrichtungen

vergeben, die Ärzten und

Krankengymnasten die Teilnahme an

golfspezifischen Fortbildungsveranstaltungen

ermöglichen.

Dr. Hans Joachim Meißner, ärztlicher

Direktor der Nordseeklinik, erklärt den

Nutzen der Zusatzqualifikation: »In der

Golfsaison haben wir oft mit Golfverletzungen

zu tun, die meistens aus einer

Überbeanspruchung resultieren. Diese

Patienten wollen wir möglichst schnell wie-

Gruppe Impulse in der Krankenhauslandschaft

des Landes gesetzt habe.

Der ärztliche Direktor, Prof. Klausch,

skizzierte in einem bebilderten Festvortrag

mit dem Titel »100 Jahre Krankenhaus

Parchim« sehr kurzweilig die

Die Klinik in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts… …und heute

der fit aufs Grün schicken und ihnen vor

allem Präventionsmaßnahmen anbieten.«

Ein weiterer Baustein der Fortbildungsreihe

ist das Thema »Golf mit Handicap«.

Auch mit künstlichen Knie- oder

Hüftgelenken ist es möglich, auf dem

Platz eine gute Figur zu machen – wenn

man sich vorher ärztlich untersuchen lässt.

Für solche Beratungen und Checks

wurde Anfang September in der Nordseeklinik

eine separate Sprechstunde eingerichtet.

Lutz Gerhards, Geschäftsführer des GolfClinic-Therapiezentrums,

überreicht Chefarzt Dr. Hans Joachim

Meißner (rechts) die Auszeichnung

Geschichte und Persönlichkeiten des

Krankenhauses vom Anfang bis heute.

Eine vom Pflegedienst organisierte Modenschau

»Schwesternkleidung im Wandel

der Zeit« rundete den Festakt gelungen

ab.


Qualitätsberichte nach § 137 SGB V

Asklepios veröffentlicht erstmals nach

§ 137 des Sozialgesetzbuches V einheitliche

strukturierte Qualitätsberichte von 44

Kliniken. Mit dem Datenwerk stehen wichtige

medizinische und pflegerische Informationen

allen Interessenten zur Verfügung.

Die Besonderheit: Die Datenerfassung

der Kliniken erfolgte erstmals strukturiert

über eine zentrale Datenbank. Die

Berichte können über www.asklepios.com

heruntergeladen werden. Der strukturierte

Qualitätsbericht ist ein wichtiger

Schritt auf dem Weg zur Vergleichbarkeit

deutscher Kliniken. Leistung und Qualität

sind so für unsere Patienten, Ärzte

und Krankenkassen transparent. Dadurch

werden Vergleiche der Leistungsfähigkeit

und des Qualitätsmanagements

von Krankenhäusern möglich.

Marketing mal ganz anders

Die Asklepios Kliniken Schildautal

bieten ab 1.9.2005 allen einweisenden

Ärzten fachliche Informationen und andere

medizinische Neuigkeiten über das

Internet an.

Der so genannte Newsletter wird auf

der Homepage der Klinik für alle interessierten

Ärzte kostenlos abrufbar sein:

www.asklepios.com/seesen/newsletter

Auf diese Weise können auch Informationen

zu medizinischen Veranstaltungen

in der Klinik versandt werden. Da das

Informationsspektrum fachspezifisch ist,

besteht die Möglichkeit, die Fachrichtung

auszuwählen, für die sich der jeweilige

Arzt interessiert.

Deutsche Ski-Nationalmannschaft der

Behinderten in der Klinik Schaufling

Die Vorbereitungen für das Deutsche

Paralympic Skiteam alpin sind bereits in

Das Skiteam mit den Trainern und Betreuern in der

Asklepios Klinik Schaufling. 2. v. links: Bundestrainer

Martin Lindner; 5. v. li.: Geschäftsführer Georg Detter

vollem Gange. Das deutsche Team traf

sich zum ersten Konditionslehrgang in

der Asklepios Klinik in Schaufling. Dort

boten sich hervorragende Trainingsbedingungen

und Möglichkeiten für verschiedene

leistungsdiagnostische Maßnahmen.

Trainer und Athleten stellten sehr hohe

Anforderungen an die Klinik. Diese

Erwartungen wurden deutlich übertroffen.

Das Ski-Team wurde medizinisch,

therapeutisch und logistisch sehr engagiert

und zuvorkommend versorgt.

Premiere des

1. Seligenstädter Herz-Kreis-Laufs

Rund 100 Aktive starteten zum 1. Seligenstädter

Herz-Kreis-Lauf an der Asklepios

Klinik Seligenstadt. Bürgermeisterin

Dagmar B. Nonn-Adams schickte als

Schirmherrin die erste Teilnehmergruppe

auf die 5,1 km lange Strecke.

Der Lauf geht auf die Initiative von Dr.

Nikos Stergiou, Chefarzt der Abteilung

für Innere Medizin an der Asklepios Klinik

Seligenstadt, und der Verwaltungsleiterin

Dagmar Federwisch zurück. Unter

dem Motto »Seligenstadt bewegt sich«

konnte jeder mitmachen. Nicht der Sieg

Management

oder die Geschwindigkeiten zählten, sondern

die Freude an Bewegung und Aktivität.

Anstelle eines Startgeldes wurden

Spenden für die Kinderkrebshilfe Frankfurt

e.V. gesammelt. Rund 500 Euro kamen

auf diesem Wege zusammen. »Das

hat großen Spaß gemacht – den Herz-

Kreis-Lauf muss es nächstes Jahr wieder

geben«, so eine begeisterte Teilnehmerin.

Vier-Sterne-Regen

am Bad Salzunger Burgsee

Das Hotel Kurhaus wurde mit vier

Sternen und das Haus Hufeland mit drei

Sternen garni vom Thüringer Hotel- und

Gaststättenverband e.V. ausgezeichnet.

Mittlerweile sind 278 Kriterien für die vier

Sterne zu erfüllen, die in einem Erhebungsbogen

aufgelistet sind: Unter anderem

werden die Zimmerausstattung, die

Restaurantqualität, die Bar und die Öffnungszeiten

der Rezeption bewertet. Aber

auch Angebote im Hause oder die Vermittlung

von touristischen Angeboten in

der Region sind Trümpfe, die für eine Verleihung

der begehrten Sterne stehen.

Dirk Ellinger, Geschäftsführer des

Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes,

hob bei der Verleihung der Sterne

hervor, dass das Kurhaus nach den

erwähnten Kriterien auf immerhin 407

Punkte bei 270 notwendigen Punkten

kam. Ab 420 Punkte gibt es bereits fünf

Sterne.Mit den vier Sternen von der

Deutschen Hotel-Klassifizierung für das

Kurhaus gab es auch gleich noch drei

zusätzliche Garni-Sterne für das Haus

Hufeland. Garni-Sterne stehen für eine

Hotelkategorie ohne Restaurant. 350 statt

der notwendigen 220 Punkte waren hier

zusammengekommen.

ASKLEPIOS intern 25/2005 23



Management

Pflegeberufe im Wandel

Gesundheitspflege-Kongress am 21. und 22. Oktober in Hamburg

Zum dritten Mal veranstalten der LBK

Hamburg und das Pflegemagazin »Heilberufe«

den Gesundheitspflege-Kongress.

Die Veranstaltung hat sich bundesweit

als Treffpunkt für neue Ideen, wegweisende

Trends und innovative Konzepte

in der Gesundheits- und Krankenpflege

etabliert. Hier informieren sich Pflegende

über die professionelle Pflege von

morgen.

In diesem Jahr werden mehr als 800

Fachkräfte der gesamten Pflegebranche

zur zweitägigen Fortbildungsveranstaltung

im Hamburger Radisson SAS

Hotel erwartet. Kooperationspartner dieses

Kongresses sind neben der LBK Hamburg

GmbH die Asklepios Kliniken, der

Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe

und erstmals das Universitätsklinikum

Hamburg-Eppendorf.

Einen Tag zuvor findet

zum ersten Mal ein

Vorkongress von Auszubildenden

für Auszubildende

in der Pflege

statt. SchülerInnen der

Krankenpflegeschulen

der LBK Hamburg

GmbH, der Asklepios

Kliniken und des UKE

stellen ihre Projekte

vor.

Der Eröffnungsvormittag

wird durch den

LBK Hamburg gestaltet

und steht unter dem

Motto »Der Pflegeberuf

der Zukunft: Pflegeergebnisse

verantworten

– Pflegefachlichkeit stärken«.

Prof. Dr. Martin

Moers (Osnabrück)

wird die sich veränderndenAnforderungen

an pflegerische

Führungskräfte diskutieren.

Prof. Michael

Ewers (München) erläutert

das Konzept »Case

Management« und seine

aktuellen Anwendungsmöglichkeiten.

Als internationale

Referentin wird Thóra


Hafsteinsdóttir aus den Niederlanden

ihre Studie zur Wirksamkeit der Bobath-

Therapie bei Schlaganfallpatienten vorstellen.

Christa Meyer (Zentrale Dienste

Pflege der LBK Hamburg GmbH und Pflegedienstdirektorin

des AK Harburg)

sowie Walburga Sprenger (Zentrale Dienste

Pflege bei Asklepios) sprechen über

»Pflegeergebnisse verantworten unter

DRG-Bedingungen«.

Weitere Themen

des Kongresses sind:

> Der Patient in der Waschstraße: technischer

Fortschritt unterstützt Pflege-

Vermeidung und Therapie von

Wundinfektionen

> Die gefürchteten »Is«: Immobilität,

Inkontinenz, intellektueller Abbau

> Familienorientierte Pflege und Angehörigenpflege

> Älterwerden im Beruf: Wie ist es

möglich, im Beruf gesund zu pflegen?

Parallel zum Kongress finden Work-

shops, Vorträge und eine Industrieausstellung

statt.

MitarbeiterInnen des LBK Hamburg

und von Asklepios erhalten 25 Prozent

Ermäßigung auf die Kongressgebühren.

Voraussetzung: Stempel des Krankenhauses

auf der Anmeldung, aus dem die

Zugehörigkeit zum LBK Hamburg bzw. zu

Asklepios hervorgeht.

Anmeldung:

über die Sekretariate der Pflegedienstdirek-

torInnen bzw. bei Ihren Pflegeleitungen.

Weitere Informationen:

www.heilberufe-kongresse.de oder »fix per

fax« mit dem nebenstehenden Coupon.


Management

ASKLEPIOS intern

25/2005

25


Management

Weltweite Spitzenposition

International Neuroscience Institute (INI) Hannover feiert 5-jähriges Jubiläum

Während der EXPO 2000 wurde das

International Neuroscience Institute (INI)

in Hannover, ein Haus unter Beteiligung

der Asklepios Kliniken GmbH, eröffnet.

Zeitgleich mit dem 10-jährigen Jubiläum

der Internationalen Stiftung Neurobionik

feiert das INI-Hannover jetzt sein 5-jähriges

Bestehen.

Das INI hat aufgrund der Qualität

seiner erbrachten Leistungen eine

Spitzenposition auf dem Gebiet

der Diagnostik, der konservativen Therapie

und der operativen Behandlung der

Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks,

der peripheren Nerven und der

Wirbelsäule erlangt. Die Leistungszahlen

des INI steigerten sich bislang jährlich um

etwa 20 Prozent. Seit 2001 wurden über

15.000 Patienten aus Deutschland und

mehr als 80 anderen Ländern ambulant

und stationär behandelt.

Der Erfolg des Instituts begründet

sich insbesondere im Zusammenspiel

international ausgewiesener Kapazitäten

in Verbindung mit einer führenden technischen

Ausstattung für Diagnostik und

Therapie. Die Gewährleistung einer permanenten

Modernisierung dieser sich

26 ASKLEPIOS intern 25/2005

rasch entwickelnden Technologien erfolgt

durch enge Industriekooperationen. Die

Firma Siemens spielt hierbei eine wesentliche

Rolle.

Vor fünf Jahren wurde am INI das

erste 3-Tesla MRT für den klinischen Einsatz

in Deutschland installiert. Zu Beginn

des kommenden Jahres soll zusätzlich ein

offenes 1,5-Tesla MRT im Operationssaal

installiert werden, um Gehirnoperationen

unter kernspintomographischer Kontrolle

durchzuführen.

Weitere Experten werden in den kommenden

Monaten ihre Tätigkeit am INI

aufnehmen:

Prof. Dr. Fahlbusch, bislang Direktor

der Neurochirurgischen Universitätsklinik

Erlangen, wird bereits ab dem 1. Oktober

2005 am INI ein neues Zentrum für

Endokrine Neurochirurgie gründen. Er

gehört zu den erfahrensten und angesehensten

Experten auf dem Gebiet der

Hypophysenchirurgie.

Ebenfalls ab Oktober 2005 wird Prof.

Dr. Heinze die Abteilung Kognitive Neurologie

am INI begründen. Seine Arbeitsgruppe

wird sich unter anderem intensiv

mit der Diagnostik und Therapie von

Gedächtnisstörungen beschäftigen. Prof.

Heinze gilt als einer der führenden Neurologen

auf diesem Gebiet und arbeitete

bisher als Leiter der Klinik für Neurologie

II an der Universität Magdeburg.

Die unter Leitung von Prof. Dr. Sturm

stehende Abteilung für Stereotaktische

und Funktionelle Neurochirurgie wird

ihre Aktivität mit personeller Verstärkung

signifikant intensivieren

Ab Januar 2006 wird die HNO-Abteilung

für interdisziplinäre Schädelbasischirurgie

unter der Leitung von Prof. Dr.

Draf eröffnet. Prof. Draf zählt zu den

erfahrensten HNO-Chirurgen, seine Spezialgebiete

sind die Nasennebenhöhlen

und die Schädelbasischirurgie.

Die Forschungsabteilung des INI ist

mit zahlreichen Doktoranden und Wissenschaftlern

besetzt und wird von dem

Neurochirurgen Prof. Dr. Brinker geleitet.

Die ärztlichen Mitarbeiter am INI betreuen

Forschungsprojekte, die zurzeit jährlich

mit etwa 500.000 Euro Drittmitteln

unterstützt werden.

Das INI Hannover verfügt über ein so

genanntes Gamma Knife, von dem es in

Deutschland insgesamt nur fünf Geräte

gibt. Es handelt sich dabei um eine

Cobalt-60-Quelle, deren Gamma-Strahlung

die Präzisionsbehandlung inoperabler

Hirntumore ermöglicht.

Prof. Madjid Samii ist Gründer und Leiter des INI


Ein europäischer Superlativ

Klinikum Barmbek bezugsfertig

Eines der modernsten Krankenhäuser

Europas steht kurz vor der Eröffnung.

Das Klinikum Barmbek, unter Leitung

der LBK Hamburg GmbH, wurde am 30.

September 2005 fertig gestellt.

Circa vier Jahre dauerte die Planungs-

und Bauzeit des Hauses

mit rund 670 Betten. Am Anfang

dieses Projektes stand bei allen Beteiligten

eine gehörige Portion Mut. Vor allem,

weil bei der Finanzierung und dem Bau

des 162 Mio. Euro teuren Projektes die

herkömmlichen Wege des Krankenhausbaus

verlassen wurden.

Die bauliche Umsetzung der medizinisch-pflegerischen

Konzeption erfolgte

nicht auf Grundlage differenzierter planerischer

Vorgaben des Nutzers, sondern

vornehmlich im Wege funktional beschriebener

Planungskonzepte. Deren

technische und gestalterische Ausformung

wurde in die Hände einer Bietergemeinschaft

gegeben, die sich aus CommerzLeasing,

Strabag und Imtech zusammensetzt.

Die Finanzierung erfolgte teilweise

unter Einsatz von Krankenhausbaufördermitteln

in Form eines Leasingmodells.

Hierbei überlässt der Nutzer des Krankenhauses

dem Errichter das Grundstück

und mietet nach Fertigstellung des

Gebäudes das Krankenhaus auf eine Zeit

von 20 Jahren an. Nach Ablauf der Mietzeit

fallen Grundstück und Gebäude in

den Besitz der LBK Hamburg GmbH.

Trotz aller Schwierigkeiten, die derartige

Vertragskonstruktionen beinhalten,

kann sich das bauliche

Ergebnis sehen

lassen. Für die ansprechende

und zeitgemäße

Hülle wurde

eine Konstruktion aus

Mauerwerkswänden

und Stahlbeton mit

einer Klinkerverblendung

gewählt.

Die lichten Innenhöfe

trotzen dem

Hamburger Wetter.

Zum Teil können die

Management

Glasdächer sogar verschoben werden.

Und auch die übrigen projektbezogenen

Daten liegen im oberen Feld des Krankenhausbaus:

> Grundfläche: 100 m x 200 m (entspricht

drei Fußballfeldern)

> Etagen: 5 inkl. Sockelgeschoss

> Höhe: 19,0 m über Gelände

> Raumanzahl: 3.300

> Flurlänge: 10 km

> Nutzfläche: 34.000 m2 > Bettenanzahl: 676

> OPs: 8

> Eingriffsräume: 7

> Kreißsäle: 8

Auch für die Inbetriebnahme des Neubaus

des Klinikums Barmbek ergibt sich

eine Besonderheit: Das technische Inbetriebnahmekonzept

wurde konsequent

aus während der Bauphase gesammelten

elektronischen Daten entwickelt und bestimmt

die für den Lebenszyklus des Gebäudes

wichtigen Wartungs- und Instandhaltungsintervalle.

Damit sind für das

neue Klinikum Barmbek beste Voraussetzungen

geschaffen, das Investment langjährig

in einem risikoarmen Betriebszustand

zu nutzen.

Dr. Wolfgang Sittel

ASKLEPIOS intern

25/2005

27


Management

Qualitätssteigerung in der Medizintechnik

durch Outsourcing

Dräger TGM ist externer Dienstleister im Westklinikum Hamburg

Durch Outsourcing interner Leistun-

gen an externe Dienstleister lassen sich

mitunter Kosten sparen und Ergebnisse

optimieren. Am Westklinikum Hamburg

Rissen wird der krankenhauseigene Bereich

Medizintechnik durch die Dräger

TGM erbracht. Armin Bunge, Leiter des

Bereichs Technik und Betrieb, erläutert

die Vorteile.

Warum hat sich das Klinikum entschlossen,

den Bereich der Medizintechnik

auszugliedern?

Mit dem Ausscheiden des internen

Medizintechnikers überlegten wir, diesen

Bereich entweder weiterhin durch eigene

Mitarbeiter zu betreuen oder an einen externen

Dienstleister abzugeben. Ziel war

es, die Qualität der Bewirtschaftung des

medizintechnischen Geräteparks zu steigern

und eine Kostensicherheit zu erreichen.

Darüber hinaus wollten wir uns

von eigenen Personalressourcen unabhängig

machen. Außerdem wollten wir

sicherstellen, dass bei der Überwachung

und Einhaltung von Prüf- und Kontrollterminen

sowie der gesetzeskonformen Dokumentation

eine automatische Kontrolle

erfolgt.

Die Anforderungen an einen externen

Dienstleister waren also umrissen.

Warum hat man sich dann für die Dräger

TGM entschieden?

Es wurden mehrere Angebote eingeholt

und sorgfältig geprüft. Das Konzept

der Dräger TGM hat uns letztlich überzeugt.

Ein eigener Kundenmanager ist

ständig vor Ort. Bei Krankheit oder Urlaub

wird Ersatz gestellt, und um Ausfallkonzepte

brauchen wir uns auch nicht zu

kümmern. Auch die Organisation von

Spitzenbelastungen liegt nun komplett in

28 ASKLEPIOS intern 25/2005

Das von Dräger TGMbewirtschaftete Gebäude des Westklinikums Hamburg

den Händen unseres Partners. Ein weiterer

Vorteil: Bei STK-Prüfungen wird der

Kundenmanager von zusätzlichen Technikern

unterstützt. So können wir Termintreue

wahren. Neben dieser fachlichen

und organisatorischen Kompetenz war

auch der Preis entscheidend. Dräger TGM

hat das attraktivste Angebot gemacht.

Ließ sich aus dieser Zusammenarbeit die

Verfügbarkeit des medizintechnischen

Geräteparks steigern?

Ja, beispielsweise wird bei Ausfällen

kurzfristig ein Leih- oder Ersatzgerät

gestellt und bei kniffligen technischen

Problemen ein zusätzlicher Spezialist hinzugezogen.

So minimieren wir die Ausfälle

und steigern die Auslastung.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit

zwischen Ärzten und Pflegepersonal des

Klinikums und der »externen Medizintechnik«?

Die Zufriedenheit bei Ärzten und

Pflegepersonal ist sehr hoch. Kompetenz

und Verlässlichkeit sind hier entscheiden-

de Faktoren, die sich unser externer Partner

erarbeiten konnte.

Stichwort EDV-unterstützende Lösungen:

Vor welcher Herausforderung standen

Sie zu Beginn der Zusammenarbeit, und

wie stellt sich die Situation heute dar?

Das EDV-System der TGM stellt heute

die Grundlage für die Bewirtschaftung

der Geräte dar. Hier wird der Gerätebestand

gepflegt, Prüfungen und Wartungen

dokumentiert. Über das System werden

ebenfalls Geräte identifiziert, die

unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen

und somit gegebenenfalls für eine

Ersatzbeschaffung anstehen.

Kundenvorteile auf einen Blick:

• Steigerung der Qualität bei der Bewirtschaftung

der Medizintechnik

• Ansprechpartner vor Ort ständig verfügbar

• Unabhängigkeit von eigenem Personal

• Steigerung der Verfügbarkeit des Geräteparks

• Budgetsicherheit

• TGM als Partner bei der Zertifizierung des Qualitätsmanagements


www.draeger-medical.com

Ihr

Partner

für Medizintechnik

Die Dräger TGM GmbH sorgt für reibungslose technische Abläufe in

Ihrem Krankenhaus. Wir warten nicht nur Ihre vorhandenen medizintechnischen

Anlagen – auf Wunsch identifizieren wir auch Optimierungspotenziale,

entwickeln und realisieren mit Ihnen gemeinsam

neue Konzepte und sind bei Problemen rund um die Uhr einsatzbereit.

Dabei bestimmen Sie, in welchem Umfang Sie unsere Beratungsund

Serviceleistungen in Anspruch nehmen.

Mit unserer langjährigen Erfahrung und höchsten Qualitätsstandards

in den Bereichen Krankenhaus-Beratung, Medizintechnik-Management

und Med Produktservice gestalten wir Ihr Gerätemanagement

effizient und wirtschaftlich. Wir sind Ihr starker Partner für Medizintechnik.

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30

ASKLEPIOS intern

Management

25/2005

Asklepios Kinderkollektion

Für unsere kleinen Patienten haben wir uns etwas Neues einfallen lassen: die

Asklepios Kinderkollektion! Diese schönen und zweckmäßigen Artikel sollen

nicht nur unseren kleinen Patienten den Aufenthalt in unseren Einrichtungen

etwas erleichtern, sondern auch den besorgten Eltern.

Bestellen können Sie direkt über unsere Homepage www.asklepios.com. Gerne stehen

stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Asklepios Service GmbH

für ergänzende Informationen zur Verfügung.

Asklepios Service GmbH · Am See · 36433 Bad Salzungen

Telefon (0 36 95) 65 11-87 · Telefax (0 36 95) 65 11-99 · E-Mail: kollektion@asklepios.com

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kleines Bärchen)

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und spülmaschinengeeignet

bei 60 Grad, inkl. 4-fbg. Druck nach

Euroskala

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Preis: 1,45 Euro


Gelebte Qualität

Die Asklepios-ASB Klinik Radeberg

hat als erste Klinik in Deutschland das

KTQ ® -Zertifikat für eine Rezertifizierung

nach KTQ ® 5.0 erhalten, nachdem sie vor

drei Jahren als erste sächsische Klinik das

Qualitätssiegel der KTQ ® -Version 4.1 verliehen

bekam. Im Oktober 2004 erschien

der neue Fragen-Katalog, daher mussten

die Anforderungen innerhalb von wenigen

Monaten erfüllt werden.

Der KTQ ® -Katalog 5.0 wurde gegenüber

der Vorgänger-Version deutlich

optimiert. So ist der Plan-Do-

Check-Act-Zyklus jetzt durchgängig in

sämtlichen Kriterien dargestellt.

Für eine erfolgreiche Zertifizierung

sind in jeder Kategorie mindestens 55

Prozent der Bewertungspunkte zu erreichen.

Die Basis der Bewertung bilden die

Ergebnisse der letzten drei Jahre nach

dem Ausstellen des ersten Zertifikats. So

gingen die Visitoren zum Beispiel intensiv

auf die Verbesserungspotenziale dieses

Zeitraumes ein. Auditprotokolle wurden

detailliert angefordert, eingesehen und

auf die Umsetzungsqualität in der Praxis

hin überprüft.

Schon am Vorabend der Visitation trafen

sich die Visitoren für einige Stunden

und sichteten die zahlreichen Dokumentationen

in der Klinik. Hierbei wurde

Wert darauf gelegt, auch ältere Dokumente

einzusehen, die innerhalb der letzten

drei Jahre optimiert wurden. Ergebnisse,

Projektpläne, Protokolle von Projektgruppen-

und Qualitätszirkelarbeit wurden

eingesehen und in der nachfolgenden

mehrtägigen Visitation hinterfragt.

Asklepios unterstützt die Kliniken im

Qualitätsmanagement durch die Zentralen

Dienste DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement.

Fachleute des Qualitätsma-

Management

Asklepios-ASB Klinik ist erstes nach KTQ ® 5.0 rezertifiziertes Krankenhaus

Deutschlands

nagements stehen den Qualitätsbeauftragten

in den Kliniken

beratend zur Seite.

Monatliche Statusberichte

in Form von Qualitätsmanagementmaßnahmeplänen

zeigen dem zuständigen

Projektleiter, wie

weit die Klinik ihre Maßnahmen

ableitet und umsetzt.

Eine enge Kommunikation

und praxisnahe

Unterstützung vor Ort garantieren

einen kontinuierlichenVerbesserungsprozess.

Die Mitarbeiterbeteiligung

ist unabdingbar.

So sind im QM-Maßnahmenplan

die verantwortlichen

Mitarbeiter

aufgeführt und die Maßnahmen

mit festen Zielterminen

versehen. Das

monatliche Controlling

stellt

sicher.

eine Umsetzung

Die Kontinuität des

Qualitätsmanagements

wurde in der Klinik in

Radeberg beispielsweise durch die Instal- wurden die hohe Mitarbeiterorientierung

lation von Qualitätssicherungsinstrumen- und das sehr große Engagement aller Mitten,

wie jährlichen externen und verschiearbeiter schon während der Visitation

denen internen Audits und Begehungen, gewürdigt.

aber auch durch regelmäßige Befragungen Die Entscheidung für eine Zertifizie-

von Patienten, Mitarbeitern und Einweirung nach KTQ

sern sichergestellt. So konnten in festgelegten

Abständen Verbesserungspotenziale

erkannt und geeignete Korrekturmaßnahmen

abgeleitet werden.

Eine wichtige Basis für die erfolgreiche

Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems

ist die gute Zusammenarbeit

aller daran Beteiligten. In Radeberg

® v.l.n.r.: Dr. Michael Claß, Diomedis, GF Petra Kempf und CA Dr. Alojs Hantusch

war die richtige. Die

Anmeldung zur Rezertifizierung zeigte,

dass das System lebt. Die durch das Engagement

der Mitarbeiter realisierte und

erneut bestätigte gelebte Qualität wird

auch prospektiv eine hochwertige Versorgung

der Patienten in der Asklepios ASB

Klinik Radeberg sicherstellen.

Petra Kempf, Stefan Kruse

ASKLEPIOS intern

25/2005

31


Management

Asklepios Kennzahlen

Die Hochrechnung der derzeit für das

Geschäftsjahr laufenden Aktivitäten und

Engagements ergibt für das laufende

Geschäftsjahr folgende Kennzahlen für

die von Asklepios insgesamt verantworteten

Einrichtungen (Stand 04/2005)

Jahresumsatz 1,9 Mrd. Euro

Zahl der Einrichtungen 91

• Kliniken 70

• Soziale Einrichtungen 21

• in Deutschland 85

• in USA 6

Anzahl der Mitarbeiter 33.000

Anzahl Betten/Plätze 20.000

Die Kennzahlen entfallen auf die

unter der gemeinsamen Marke Asklepios

geführten bzw. von Asklepios gemanagten

Unternehmensgruppen wie folgt:

A-OT05039

Aesculap Orthopaedics

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.aesculap-patienteninfo.de

32 ASKLEPIOS intern 25/2005

UNIT

Asklepios Kliniken

VerwaltungsGmbH

LBK Hamburg

GmbH

Pacific Health Corporation

(USA)

Umsatz

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27.000 Knie- und 8.000

Hüftpfannenimplantationen

®

Betten/Plätze

(n)

Mitarbeiter

(n)

734 9.136 14.000

762 6.633 12.800

136 889 1.600

Management 225 3.007 4.100

Gesamt (gerundet) 1.900 20.000 33.000

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Entwicklungstendenzen in der

Psychiatrie und Psychotherapie

Asklepios Fachbeirat traf sich

im SALUS-Fachkrankenhaus Bernburg

Der Fachbeirat für Psychiatrie und

Psychotherapie der Asklepios Kliniken

kam Mitte Juni 2005 im SALUS-Fachkrankenhaus

Bernburg zusammen. Auf

dem Programm des turnusmäßigen Arbeitstreffens

der ärztlichen Direktoren

bzw. leitenden Chefärzte, Geschäftsführer

und weiterer Fachleute stand auch die

Entwicklung des Suizid-Geschehens in

Europa und in der mitteldeutschen Region.

Dabei wurden auch Zusammenhänge

mit Phasen gravierender

gesellschaftspolitischer Veränderungen

sowie geographische Unterschiede

– beispielsweise das Ost-West-Gefälle

in Deutschland – ausgeleuchtet und Konsequenzen

für die Prävention diskutiert.

Des Weiteren wurde über aktuelle Entwicklungstendenzen

in der Psychiatrie/

Psychotherapie informiert und ein entsprechender

Austausch über regionale

Spezifika geführt. Reflektiert wurden insbesondere

die Möglichkeiten und Grenzen

der Gründung von Medizinischen

Versorgungszentren und der Etablierung

Der Fachbeirat Psychiatrie tagte in diesem Jahr

am SALUS Fachkrankenhaus Bernburg

von Modellen zur Integrierten Versorgung.

Im Blickfeld standen außerdem internationale

Trends in Forschung und

Wissenschaft sowie deren Relevanz für

die klinische Praxis.

Asklepios-Hauptgeschäftsführer Dr.

Dr. Martin F. Siebert zeigte den außerordentlichen

Zuwachs an psychiatrischpsychotherapeutischer

Kompetenz auf,

wie er im Zuge der Unternehmensentwicklung

in den zurückliegenden zwölf Jahren

erreicht wurde und inzwischen auch die

Forensische Psychiatrie umfasst. Mit dem

ausdifferenzierten diagnostischen und

therapeutischen Spektrum der Asklepios

Fachkliniken bzw. im Management geführten

Einrichtungen werde in vielen Regionen

die Vollversorgung psychisch

kranker Menschen gesichert. Angesichts

dieser großen Verantwortung sei es notwendig,

Verschiebungen im Morbiditätsgeschehen

sorgsam zu beobachten und

dynamisch in den medizinisch-therapeutischen

Konzepten abzubilden, beispielsweise

im Hinblick auf die wachsenden

Anforderungen im Bereich der Gerontopsychiatrie.

Dr. Dr. Siebert warnte eindringlich

vor einem Abbau

stationärer Behandlungskapazitäten.

Weitere Verbesserungen

in der Versorgungssituation

psychisch

Kranker seien nur möglich,

wenn zusätzliche Tagesklinik-Plätze

entstünden und

die Psychiatrischen Institutsambulanzen

ihre Leistungen

entsprechend dem

regionalen Bedarf ausbauten.

Franka Petzke

Management

Impressum

Herausgeber

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Konzernzentrale Berlin, Hubertusstraße 12–22,

16547 Birkenwerder

www.asklepios.com

Redaktion, verantwortlich für den Inhalt

Mandy Wolf, ZD Marketing

Hubertusstraße 12–22, 16547 Birkenwerder

Tel. (0 33 03) 52 24-04, Fax (0 33 03) 52 24-20

E-Mail: mandy.wolf @ asklepios.com

und die jeweiligen Autoren

Produktion

Bundschuh – Presse & PR

Projektleitung: Sabine Bundschuh

www.bundschuh-pressedienst.de

Satz & Gestaltung

Gero Pflüger Grafik & DTP, Hannover

Fotos

Sabine Bundschuh (S. 20), Deutsche Schmerzliga

(S. 38), Peter Hamel (S. 1, 8, 12, 18, 21, 38,

44), Marc Hanke (S. 30), Andreas Lübberstedt

(S. 10), Franka Petzke (S. 46), Gero Pflüger (S.

47), Christian Renner (S. 12), Frank Repschläger

(S. 26), Sylter Rundschau (S. 7), Andrea Weitze

(S. 5, 14, 40, 43), ZDF-Bilderdienst (S. 37)

Druck

Druckerei Biewald, Hannover

Erscheinungsweise

4 x jährlich bundesweit

Auflage

25.000 Exemplare

Anzeigen

Sabine Malsch DTP-Grafik & Layoutgestaltung,

Zellerodaer Weg 18, 36433 Bad Salzungen

Tel. (0 36 95) 62 86 20

E-Mail: sabine.malsch @ t-online.de

Nächster Anzeigenschluss: 4.11.2005

Nächster Redaktionsschluss: 21.10.2005

Die nächste Ausgabe von Asklepios intern

erscheint am 15.12.2005.

Copyright

Alle Rechte sind dem Herausgeber vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit dem

Einverständnis der Redaktion. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine

Haftung übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben

nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers

oder der Redaktion wieder.

ASKLEPIOS intern

25/2005

33


Management

Figuren &

Strukturen

Asklepios-Fußballturnier

Das traditionelle Asklepios-Fußball-

turnier vom 10. bis 12.7.2005 in Bad Griesbach

bot wieder tollen Fußball mit Spaßfaktor.

Am Samstag traten die ersten beiden

Mannschaften bereits um 9:15 Uhr

gegeneinander an. Faires Spiel, Einsatz

und Spaß an der Sache waren an diesem

Tag die Begleiter. Hier die Ergebnisse der

Herren: Pasewalk (Foto) machte den 1.

Platz, Bad Schwartau kam auf den 2. und

St. Wolfgang holte sich den 3. Bei den

Damen schossen sich die Sebnitzer auf

den 1. Platz, St. Wolfgang kam auf den 2.

und Schildautal auf den 3. Platz.

Zum Ausklang des Abends entführte

die Tanzgruppe »Hot Legs« in den Wilden

Westen, und luden mit heißen Party-

Rhythmen zum Tanzen ein. Alles in allem

ein erlebnisreiches Wochenende, an das

sich die Beteiligten bestimmt gerne zurükkerinnern.

Nächstes Jahr geht die Reise

nach Bad Schwartau, um wieder ein paar

tolle Tage zu erleben.

Corinna Eberstein

Heinz-Jürgen Schaar, vormals Verwaltungsdirektor

der Katharina-Schroth Klinik

Bad Sobernheim, ist aus dem Unternehmen

ausgeschieden. Die Hauptge-

34 ASKLEPIOS intern 25/2005

schäftsführung dankt Herrn Schaar herzlich

für seine langjährige, außerordentlich

erfolgreiche Tätigkeit.

14 Beschäftigte der Asklepios Burgseekliniken

Bad Salzungen wurden für ihre

Betriebsjubiläen geehrt. Für Klaus Brüsch,

war es zugleich der Abschied aus dem

Berufsleben. Nach 45 Arbeitsjahren als

Lehrer und Logopäde ging Klaus Brüsch

jetzt in den Ruhestand. Zwölf Jahre war er

als Betriebsratsvorsitzender in den Burgseekliniken

tätig.

Am 1.7.2005 hat Dr. Peter Strobel

seine Arbeit als stellvertretender Geschäftsführer

der Klinik in Langen aufgenommen.

Dietmar Volk, zuletzt auf Basis eines

Managementvertrages als Geschäftsführer

im Sächsischen Krankenhaus Hochweitzschen

tätig, hat Aufgaben im Regionalgeschäftsführungsbereich

Psychiatrie

übernommen, nachdem der Erwerb des

Krankenhauses wegen eines gerichtlich

erwirkten Veräußerungsverbotes nicht

zur Umsetzung kommen konnte und der

Managementvertrag einvernehmlich aufgehoben

wurde.

Die von Geschäftsführer Wilhelm

Volkert geleitete Asklepios Weserberglandklinik

Höxter ist in die Zuständigkeit

des GB Süd-West gewechselt.

Sven Köhler, Assistent der Geschäftsführung

in den Asklepios Kliniken Weißenfels-Hohenmölsen,

wurde zum stellvertretenden

Geschäftsführer ernannt,

nachdem Verwaltungsleiter Helmut Dolde

in den Ruhestand gewechselt ist.

Zum neuen Chefarzt der Klinik für

Innere Medizin in der Asklepios Klinik

Pasewalk ist Dr. Norbert Gärtner-Dugas

berufen worden.

Die Asklepios Klinik Am Kurpark Bad

Schwartau ist zum 1.7.2005 vertragsge-

Zur Ausbildung in die Schweiz

Svana Machaczek macht derzeit eine

Ausbildung zur Krankenschwester und

besucht die Asklepios Krankenpflegeschule

in Bad Wildungen. Bestimmte Einsätze,

die von den SchülerInnen im Rahmen

ihrer Ausbildung absolviert werden

müssen, können in der Klinik nicht angeboten

werden. Beispielsweise das Fach

Psychiatrie. Daher müssen sich die Azubis

selbst eine geeignete Stelle für diesen

Teil der Ausbildung suchen. Svana

Machaczek entschied sich für die Schweiz, um auch im Ausland Erfahrungen in der

Krankenpflege, Stationsorganisation etc. zu sammeln. Im Kantonsspital Luzern, dem

zweitgrößten Spital der Schweiz, das nicht zu einer Uniklinik gehört, hat sie vom

28.2. bis 17.4.2005 einen Außeneinsatz Psychiatrie absolviert.

Hier wurden ihr vom Praxisanleiter die Grundzüge der Psychiatrie erläutert. Auch

im Umgang mit Patienten wurde die Schwesternschülerin unterwiesen. »Die Stationsleitung

und das Team nahmen mich sehr freundlich in ihrer Runde auf. Es war interessant,

die Unterschiede kennen zu lernen, die es im Gesundheitswesen in Europa

gibt. Der Austausch hat mir neue Perspektiven eröffnet, und ich würde den Aufenthalt

zu jeder Zeit wiederholen, aber dann für länger«, sagt Svana.


Willkommen & Abschied

Der langjährige ärztliche Direktor der Asklepios Klinik Sankt Augustin, Prof. Dr.

Klaus von Schnakenburg, ist am 31.7.2005 in den Ruhestand gegangen. Der Chefarzt

der Abteilung für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin war 24 Jahre für die Sankt

Augustiner Klinik tätig. Rund 60.000 Säuglinge, Kinder und Jugendliche wurden in diesem

Zeitraum unter seiner Leitung stationär behandelt. Den größten Teil seiner Zeit in

Sankt Augustin war Prof. von Schnakenburg in einer Doppelfunktion als ärztlicher

Direktor und Chefarzt tätig. Seit 24 Jahren ist er im Vorstand der Deutschen Gesellschaft

für Kinder- und Jugendmedizin. Seinen Ruhestand will Prof. von Schnakenburg

ebenso aktiv gestalten wie sein Arbeitsleben: Reisen in den vorderen Orient sind

geplant, und natürlich wird er viel Zeit mit seinen vier Enkelkindern verbringen.

Prof. Dr. Gerd Horneff hat zum 1.7.2005 die Leitung des Zentrums für Kinder- und

Jugendmedizin an der Asklepios Klinik Sankt Augustin übernommen. Horneff trat

somit die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Peter Bartmann und Prof. Dr. Klaus von Schnakenburg

in Personalunion an. Der Facharzt für Kinderheilkunde kommt von der Martin-Luther-Universität

Halle-Wittenberg. Hier war er zuletzt als kommissarischer Klinikdirektor

der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin tätig.

Mit der Zusammenlegung der beiden Bereiche unter einer Verantwortlichkeit unterstützt

die Klinik Horneffs ganzheitliche Sicht der Kinder- und Jugendmedizin.

Horneff hat sich auf die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates

und von Infektionskrankheiten bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Der dreifache

Familienvater freut sich, wieder ins Rheinland zurückzukommen.

mäß auf den LBK Hamburg übertragen

worden. Zugleich wurde ein Managementvertrag

mit Asklepios geschlossen.

Zuständigkeiten, operative Einordnung

der Einrichtung und Aufgaben des Regionalgeschäftsführers

Norbert Schneider

bleiben dadurch unverändert.

Das Asklepios Westklinikum Hamburg,

geleitet von Geschäftsführer Erhard

Eder, wurde zum 1.7.2005 vertragsgemäß

auf den LBK Hamburg übertragen. Operativ

wurde diese Einrichtung damit in den

LBK Hamburg eingeordnet. Die Zuständigkeit

wechselte in den Verantwortungsbereich

der Geschäftsführung des LBK.

Asklepios Fahrdienst

Seit mehr als sieben Jahren gibt es den

Asklepios Fahrdienst (AFD) als selbstständiges

Profit-Center in der Asklepios

Schlossberg-Klinik in Bad König.

Die Krankenkassen zeigen großes

Interesse an der modernen, serviceorientierten

und preiswerten Dienstleistung.

Die Flotte, mittlerweile auf 13 Fahrzeuge

an vier Standorten angewachsen,

führt inzwischen 1200 Krankenfahrten

monatlich durch.

Rückblick: Im Januar 2000 wurde für

die Abteilung ein moderner Rettungswagen

zum Transport von überwachungspflichtigen

Patienten angeschafft. Als

Nächstes wurde der AFD an ein Call-Center

angebunden, um die Zugänge der

Asklepios Häuser Bad König, Falkenstein

und Bad Salzhausen zu steuern. Inzwischen

beschäftigt der AFD 27 fest angestellte

Mitarbeiter und acht Ableister des

Freiwilligen Sozialen Jahres.

Management

Der Fuhrpark wurde jetzt durch einen

hochmodernen Rettungswagen mit zwei

verschiedenen Beatmungssystemen, drei

Perfusoren und zwei Absaugpumpen für

Verlegungstransporte ergänzt. Hinzu kam

ein weiterer Krankentransportwagen.

JP Morgan Chase

Corporate Challenge 2005

Am 2.6. dieses Jahres war es wieder so

weit. Die Rekordteilnehmerzahl von über

58.000 Läufern drängte sich in Frankfurts

Straßenschluchten zum Firmenlauf JP

Morgan Chase Corporate Challenge. Mittendrin

knapp 90 Teilnehmer der Askle-

ASKLEPIOS intern

25/2005

35


Management

pios Paulinen Klinik Wiesbaden, der

Asklepios Neurologischen Klinik Falkenstein

und der Asklepios Verwaltungs

GmbH, die seit mehreren Jahren mit

immer größer werdenden Laufteams hier

vertreten sind.

Unter dem Motto »Jogging gegen

Mobbing« bestieg unsere gut gelaunte

Wiesbadener Mannschaft mit über 50

Teilnehmern die S-Bahn Richtung Frankfurt

und verwandelte den gestürmten

Waggon in ein Meer aus grünen T-Shirts.

Die Schnellsten in diesem Jahr waren

bei den Männern Peter Stuber (18:16 Min.

und damit nur anderthalb Minuten über

der Siegerzeit); bei den Frauen setzte sich

Dr. Katja Wutkewicz (23:00 Min.) an die

Spitze, obwohl sie durch dichten Verkehr

immer wieder aufgehalten wurde. Im

»Kampf« um den teaminternen Platz 2 der

Männerkonkurrenz siegte Wilfried Wagner.

Ausbildung zum Praxisanleiter

Laut Krankenpflegegesetz von 2003

sind die Kliniken verpflichtet, ausgebildete

Praxisanleiter in den jeweiligen Einsatzgebieten

vorzuweisen, die eine 200stündige

Ausbildungskapazität durchlaufen

haben. Die Übergangszeit vom Gesetzgeber

läuft 2008 aus.

Das Asklepios Ausbildungszentrum

für Gesundheitsberufe in Bad Wildungen

36 ASKLEPIOS intern 25/2005

bietet ab 2006 für Interessierte einen Ausbildungsgang

»PraxisanleiterIn« zu günstigen

Konditionen an. Die Ausbildung

basiert auf dem Konzept des ganzheitlichen

Lehrens und Lernens der Schlüsselqualifikationen

Sozial-, Fach- und

Selbstkompetenz. Ein erfahrenes und qualifiziertes

Dozententeam unterrichtet in

Theorie und Praxis. Zugangsvoraussetzungen:

Krankenschwester, -pfleger,

AltenpflegerIn, Hebammen, mit mindestens

zwei Jahren Berufserfahrung.

Infos & Anmeldung: Mizrab Akgöz,

Leiter der Krankenpflegeschule Bad Wildungen,

E-Mail: m.akgoez@asklepios.com,

Telefon (0 56 21) 7 95 24 00.

Zentrum für Aus- und Weiterbildung

Gemeinsam mit der Insel-Akademie,

Organisationsberatung Sylt bietet die

Asklepios Nordseeklinik Westerland die

Ausbildung zum Neurodermitis-Psoriasis-

Trainer im Erwachsenenbereich an.

Vom 16. bis 20.11. lernen die Teilnehmer

die Führung von Gruppen, eine

selbstsichere und lösungsorientierte Kommunikation,

Rückfallprophylaxe, Motivation

und den Umgang mit schwierigen

Situationen.

Mehr Infos: www.reha-arzt.de oder direkt

bei der Insel-Akademie unter Telefon

(0 46 51) 83 56 07.

3. Techniker-Tagung

der Asklepios Kliniken

Am 30.6. und 1.7.2005 trafen sich

Technische Leiter der Asklepios Kliniken

im Tagungsraum des Asklepios Hotels

Bad Griesbach zum Wissensaustausch.

Die Themen: Optimierung der Instandhaltungskosten,

aktuelle Trinkwasserversorgung,

Gasfarbenumstellung, Gebäudeleittechnik,

Vorstellung der AK LBK

Hamburg, Arbeitsschutz, Anregungen

aus der AK Westerland und Optimierung

der Zusammenarbeit mit der ZD Bau.

Fachkliniken München-Gauting

beim B2RUN

30 Mitarbeiter der Asklepios Fachkliniken

München-Gauting starteten beim 2.

B2RUN. Der Firmenlauf mit insgesamt

17.500 Teilnehmern führte über 6,75 km

durch den Olympiapark und endete mit

dem Zieleinlauf durch das Marathontor

im Münchner Olympiastadion. Die Asklepios

Mitarbeiter hoben sich mit ihren grünen

T-Shirts gut von der laufenden Masse

ab. Unser schnellster Mann war Dr. Knut

Purucker mit 27:53 Minuten. Jana Oehme

durchlief als schnellste Frau bereits nach

32:10 Minuten den Zielbogen. Durch viele

weitere tolle Ergebnisse konnten wir in

der Teamwertung den 86. von insgesamt

1.834 Plätzen erlaufen.

Korrektur zur Ausgabe 24/2005:

Oleg Giese ist seit dem 1.3.2005 stellvertretender

Geschäftsführer der Asklepios Klinik

in Pasewalk. Und nicht, wie fälschlicherweise

geschrieben, stellvertr. Verwaltungsleiter.

Wir bitten dieses Versehen zu entschuldigen.


»Nicht entmutigen lassen!«

ZDF-Moderatorin Annika de Buhr über ihr Leben mit Psoriasis

Die Journalistin und Fernsehmodera-

torin Annika de Buhr (33) ist seit Anfang

Mai »die Neue« bei »heute nacht« im ZDF.

Zuvor präsentierte sie die Hauptnachrichten

bei VOX und moderierte über

vier Jahre zahlreiche Sendungen von

XXP/SPIEGEL TV.

Früher hab ich immer gesagt, ich hätte

Neurodermitis. Das klang nicht so

schlimm wie Schuppenflechte. Aber

es war und ist nun mal Schuppenflechte,

also Psoriasis«, sagt Annika de Buhr. Mit

Anfang 20 zeigten sich die ersten Symptome.

In den folgenden Jahren wurden die

betroffenen Hautstellen immer größer,

nie mehr kleiner.

Seit sie vier Wochen zur Kur in der

Asklepios Nordseeklinik auf Sylt war,

geht es ihr besser. Und sie weiß auch viel

mehr über ihre Krankheit, die sich in

ihrem Beruf natürlich nicht völlig verbergen

lässt – so oft, wie sie von MaskenbildnerInnen

geschminkt und frisiert wird.

»Man sollte sich nicht entmutigen lassen

und sich jede berufliche Aufgabe zutrauen,

auch wenn man eine Hautkrank-

Patienten-Forum

heit hat«, bekräftigt die

Moderatorin. Dazu steht sie

– auch wenn sie wie andere

Patienten Einschränkungen

hinnehmen muss, die die

Psoriasis mit sich bringt:

»Ständiges Eincremen, Bestrahlung,

Konsequenz in

Hautpflege und Behandlung

mit verschiedenen Präparaten

– es ist letztlich viel Disziplin

notwendig«, weiß die

Fernsehfrau. All dies kostet

Zeit und Nerven. »Manchmal

ist es gar nicht so einfach,

nach einem ereignisreichen

Tag und einer Spätsendung

mitten in der Nacht Annika de Buhr hat ihre Psoriasis gut in den Griff bekommen

nach Hause zu kommen und

sich dann noch ausgiebig um die Haut legt sie auch allen anderen Menschen, die

kümmern zu müssen«, gibt sie zu. Aber an Psoriasis oder Neurodermitis leiden,

anders geht es nicht.

ans Herz: »Man kann sowieso nicht aus

Annika de Buhr: »Ich weiß gern seiner Haut. Deshalb sollte man sich mit

Bescheid, informiere mich über neue For- der Krankheit arrangieren.« Was bei

schungsergebnisse und neue Präparate. Annika de Buhr augenscheinlich funktio-

So setze ich der Krankheit etwas entgegen niert – wie bei »heute nacht« im ZDF zu

– ich setze mich mit ihr auseinander.« Das sehen ist.

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ASKLEPIOS intern

25/2005

37


Patienten-Forum

Rheuma – eine Diagnose für alle?

4. Patientenforum in der Klinik Bad Abbach

Rund 20 Millionen Menschen in

Deutschland leiden an »Rheuma«. Die

Klinik für Rheumatologie am Asklepios

Klinikum in Bad Abbach ist seit Jahrzehnten

auf die Therapie dieser Erkrankungen

spezialisiert. Im Gesundheitsgespräch

mit Dr. Marianne Koch, Präsidentin der

Deutschen Schmerzliga e.V., und Werner

Buchberger vom Bayerischen Rundfunk

wurde anlässlich des 4. Patientenforums

im Juli 2005 ausführlich über den aktuellen

Stand diskutiert.

Unter dem Thema »Rheumaversorgung

zwischen Anspruch und

Wirklichkeit« beantworteten Experten

die Fragen der Patienten. Dabei

ging es vor allem auch um eine klare Definition:

Was ist Rheuma?

38 ASKLEPIOS intern 25/2005

Der Begriff Rheuma stammt aus dem

Griechischen und bedeutet einen fließenden,

reißenden Schmerz. Experten verstehen

darunter alle Erkrankungen mit

Beteiligung des Bewegungssystems (beispielsweise

Muskeln, Sehnen, Knochen,

Gelenke), die nicht durch Verletzungen

oder durch Tumore verursacht werden.

Rheuma ist somit keine Diagnose im

eigentlichen Sinne, auch keine definierte

Krankheit. Unter den Oberbegriff Rheuma

fallen über 400 einzeln definierte Erkrankungen,

die sich in der Ursache, der

Art der Beschwerden, aber auch im

Krankheitsverlauf, den Folgeerscheinungen

und natürlich der Behandlung unterscheiden.

Eine grundlegende Unterteilung stellt

zunächst die Unterscheidung in entzündli-

che und nicht-entzündliche rheumatische

Erkrankungen dar.

Zu den nicht-entzündlichen Rheumaerkrankungen

zählen beispielsweise der

Gelenkverschleiß, die Kniegelenksarthrose

und das Weichteilrheuma, die Fibromyalgie.

Dr. Marianne Koch, Deutsche Schmerzliga e.V.


PD Dr. Martin Fleck, kommissarischer Chefarzt

Entzündlich-rheumatische Erkrankun-

gen entstehen durch eine Fehlsteuerung

des Immunsystems, die eine Entzündung

von Bindegewebsstrukturen hervorruft.

Da Bindegewebe praktisch überall im Körper

vorhanden ist, können fast alle Organe

bei einer solchen Erkrankung beteiligt

sein. Die rheumatoide Arthritis ist die

häufigste rheumatische Erkrankung.

Da entzündliche rheumatische Erkrankungen

– insbesondere bei Beteili-

gung innerer Organe – einen schweren

und lebensbedrohlichen Verlauf nehmen

können, müssen diese sehr rasch erkannt

und behandelt werden. Das ist die Aufgabe

der »Rheuma-Spezialisten«, in erster

Linie der Fachärzte für Innere Medizin

mit der Spezialisierung Rheumatologie.

Hier wurde in der Expertenrunde zum

Thema »Wo gehe ich mit meinem Rheuma

hin?« über die besten Behandlungsmöglichkeiten

diskutiert.

Die Fachleute waren sich darüber

einig, dass Patienten optimale Bedingungen

für Therapie und Diagnostik insbesondere

in hierfür spezialisierten Zentren

wie der Klinik für Rheumatologie am

Asklepios Klinikum in Bad Abbach unter

der Leitung von PD Dr. Martin Fleck finden.

Die Klinik kooperiert mit der Universität

Regensburg.

Mit modernster Diagnostik und aktuellsten

Behandlungsverfahren sowie

mit den auf rheumatische Erkrankungen

spezialisierten Fachbereichen Inne-

Patienten-Forum

re Medizin, Orthopädie und Rehabilitation

bietet die Klinik eine optimale Versorgung

»rheumakranker« Patienten

an.

Das prominent und kompetent moderierte

Patientenforum wurde live im Bayerischen

Hörfunk ausgestrahlt. Am Ende

der Veranstaltung hatten Interessierte

darüber hinaus die Möglichkeit, im Internet

über ein Chatforum Fragen an die

Fachärzte und Experten der Klinik für

Rheumatologie zu stellen. Davon wurde

intensiv Gebrauch gemacht.

Kontakt:

Klinik für Rheumatologie

am Asklepios Klinikum Bad Abbach

Kaiser-Karl-V.-Allee 3

93077 Bad Abbach

Telefon +49 (0) 94 05 / 18 22 21

Telefax +49 (0) 94 05 / 18 29 30

www.rheuma-ortho-zentrum.de

E-Mail: reha.badabbach@asklepios.com

Internet: www.dsl-ev.de

ASKLEPIOS intern

25/2005

39


40

Harnsteine – lieber vermeiden statt entfernen

Klinik Helenenheim in Bad Wildungen bietet Hilfe

Mehr als 300.000 Menschen sind in

Deutschland pro Jahr von einem Harnsteinleiden

betroffen. Die Stoßwellenzertrümmerung

(ESWL) kann das Leiden lindern.

Die Ursachen werden jedoch nicht

beseitigt. Konkrete Hilfe bietet ein spezielles

Rehabilitations-Konzept. Es wurde

in Bad Wildungen, dem »Nierenbad

Deutschlands«, von der Asklepios Klinik

Helenenheim in Zusammenarbeit mit

dem Institut für Rehabilitationsmedizin

und Balneologie entwickelt.

Zur erneuten Bildung von Steinen

(so genannte Rezidive) neigen 60

Prozent aller Betroffenen. Die Ursachen

dafür sind Stoffwechselstörungen

Dr. Horst Hoffmann, Chefarzt Asklepios Klinik

Helenenheim Bad Wildungen

ASKLEPIOS intern

Patienten-Forum

25/2005

und/oder Ernährungsfehler. Die Faktoren,

die dabei zur Steinentstehung führen,

sind von Patient zu Patient unterschiedlich.

Eine Standardtherapie für alle Betroffenen

gibt es daher nicht. Werden die

Ursachen der Steinbildung nicht behandelt,

können gravierende Folgen wie eine

Nierenschädigung oder eine erhebliche

Beeinträchtigung der Lebensqualität und

Arbeitsfähigkeit eintreten.

Konkrete Hilfe für Harnsteinpatienten

bietet das Bad Wildunger Rehabilitationskonzept.

Es zeigt bei jedem Patienten individuell

diejenigen Faktoren auf, die bei ihm

zur Steinbildung führen können. Durch

gezielte Maßnahmen und die aktive Mitarbeit

des Patienten kann einer wiederholten

Steinbildung vorgebeugt werden.

Das Konzept folgt dem Motto »Steinvermeidung

statt Steinentfernung« und ist ein

sanfter Weg zur Verhinderung neuer Steine.

Die Behandlung erfolgt in einer dreiwöchigen

Rehabilitationsmaßnahme oder

Anschlussheilbehandlung (beispielsweise

nach Steinzertrümmerung durch ESWL

oder operativer Entfernung). Aber auch

kürzere Aufenthalte sind möglich. Ein

Team aus Urologen, Internisten, Bioche-

mikern, Psychologen und Ernährungsberatern

betreut den Patienten ganzheitlich.

Mit bewährten und neu entwickelten Verfahren

werden Harn und Blut auf die Faktoren

untersucht, die die Steinbildung verursachen.

Auf Basis dieser Laborergebnisse

erfolgt eine gezielte Trink-, Ernährungs-

und Verhaltensberatung. Im Bedarfsfall

wird als Ergänzung ein Medikament

empfohlen. Die Behandlung wird

gemeinsam mit dem Patienten umgesetzt

und trainiert.

Um die Neubildung von Harnsteinen

möglichst dauerhaft zu vermeiden, muss

der Patient die empfohlenen Maßnahmen

auch zu Hause fortsetzen. Nach einem

dreiwöchigen »Training« ist das in den

meisten Fällen kein Problem. Dieses

Rehabilitationskonzept ist in Deutschland,

wahrscheinlich auch in Europa, einmalig.

Weitere Informationen:

Asklepios Klinik Helenenheim

Telefon: (0 56 21) 85-0 (Frau Thurow oder

Frau Wicke)

helenenheim.badwildungen@asklepios.com

www.asklepios.com/badwildungen


Evgeny kann wieder lachen

Junge nach Angriff mit Molotow-Cocktail in Birkenwerder operiert

Evgeny am Tag seiner Entlassung, dem 28.4.2005. Finanziert wurde die Behandlung mit Spenden der Hilfsorganisation

»Zukunft Mensch« und Mitteln der Klinik

Fröhliches Kinderlachen ist auf der

Station 3 der Klinik in Birkenwerder zu

hören. Evgeny Tsatsin, ein zwölfjahriger

Junge aus Tadschikistan, darf an diesem

Tag die Klinik verlassen. Mehrere Operationen

hat er tapfer über sich ergehen lassen,

um seine schlimmen Brandverletzungen

zu korrigieren. In seiner Heimat hatten

Kinder einen Molotow-Cocktail auf

ihn geworfen.

Anfang April war Evgeny zur stationären

Behandlung seiner schmerzhaften

Verbrennungsnarben im

Hals-, Brust- und Armbereich aufgenommen

worden. Seine anfängliche Schüchternheit,

verursacht durch sprachliche

Barrieren und die ungewohnte Umgebung,

wurde ihm durch die Freundlichkeit

und Warmherzigkeit der Schwestern

und Ärzte schnell genommen. Auf Initiative

der Hilfsorganisation »Friedensdorf

International«, die schon mehrmals Kin-

der zur erfolgreichen Therapie nach Birkenwerder

geschickt hatte, war auch

Evgeny zur Behandlung gekommen.

Im August des Jahres 2004 spielte

Evgeny in seinem Dorf in Tadschikistan,

als andere Kinder ihn plötzlich mit einem

Molotow-Cocktail bewarfen und seinen

Körper in Brand steckten.

Noch neun Monate später litt der

Junge sehr an den Folgen der Verbrennungen.

Seine Haut am Hals, der Brust und

an beiden Achselhöhlen spannte. Hier

hatten sich die Narben so stark ausgebildet,

dass er sich kaum bewegen konnte.

Er konnte seinen Kopf nicht frei in alle

Richtungen drehen oder in den Nacken

legen. Die Narbenplatten im Armbereich

machten eine Hebung der Arme über 90°

unmöglich. Die körperliche Entwicklung

des Jungen wurde dadurch erheblich

beeinträchtigt. Nur eine operative Therapie

konnte eine Verbesserung der Beschwerden

bringen.

Patienten-Forum

In Tadschikistan war eine plastischchirurgische

Korrektur nicht möglich, so

dass Evgeny über die Vermittlung des

»Friedensdorf International« in der Plastischen

Chirurgie der Asklepios Klinik Birkenwerder

aufgenommen werden konnte.

Zwei Mal musste das Kind an Hals

und Armen aufwändig operiert werden.

Tapfer ließ er alle schmerzhaften Verbandswechsel

über sich ergehen. Die Therapie

war erfolgreich: Evgeny kann seine

Arme und den Kopf wieder frei und ohne

Schmerzen bewegen.

In den kommenden Wochen wird er

in seine Heimat zurückfliegen. Die Sehnsucht

nach seinen Eltern ist groß. Doch er

muss noch eine Weile Geduld haben. Die

Wunden müssen heilen, daher verbleibt

er zur Erholung noch ein paar Wochen im

Friedensdorf. Wenn Evgeny nach Hause

zurückkehrt, bringt er nicht nur ein neues

Lebensgefühl mit. Die Schwestern der

Station 3 und Mitpatienten, die ihn lieb

gewonnen haben, schenkten ihm Spielzeug

und Süßigkeiten.

Ob noch weitere plastische Korrekturen

der Narben nötig sein werden, werden

die Zeit und die körperliche Entwicklung

des Jungen zeigen. Die weitere ärztliche

Betreuung und Pflege der empfindlichen

Haut ist im Friedensdorf und in Tadschikistan

bereits geregelt.

Isabel Thieme

Evgenys Narben vor der Operation

ASKLEPIOS intern

25/2005

41


Patienten-Forum

»Ungenügende Aufklärung

kann ein Diebstahl am Leben sein« *

Neue Krebs-Projektgruppe der Asklepios Harzklinik Goslar hilft Patienten

Unter der Schirmherrschaft des Nie-

dersächsischenSPD-Fraktionsvorsitzenden Sigmar Gabriel wurde an der Asklepios

Harzklinik Goslar das Projekt »Leben

Plus« initiiert. Hier suchen Mediziner,

Pflegekräfte und andere Berufsgruppen

gemeinsam mit Patienten nach einem

angemessenen Umgang mit einer Krebserkrankung.

Die Projektgruppe organisiert

Kongresse für Betroffene, ihre Angehörigen

und Freunde und steht als Ansprechpartner

zur Verfügung.

Zwei Stationsleitungen der Asklepios

Harzkliniken haben mit

Unterstützung der Geschäftsleitung

das Projekt »Leben Plus« gemeinsam

gegründet. Schließlich wissen die onkologischen

Pflegekräfte aus ihrer täglichen

Berufspraxis, dass der Informationsbedarf

krebskranker Patienten sehr hoch ist.

Die Betroffenen müssen erst lernen, mit

der Erkrankung zu leben. Aber im täglichen

Klinikablauf, so bedauern die Stationsleitungen,

bleibe oft zu wenig Zeit

Einige Mitglieder der Projektgruppe »Leben plus«

42 ASKLEPIOS intern 25/2005

für ausführliche Gespräche mit den

Tumorpatienten. Viele Fragen ergäben

sich oft auch erst im Verlauf der Erkrankung,

also dann, wenn die Patienten die

Klinik längst verlassen haben. Manch

Krebskranker traue sich einfach nicht,

seinem Arzt oder dem Pflegeteam Fragen

zum Verlauf der Krankheit, zur Vermeidung

von Komplikationen und zu Nebenwirkungen

der Therapie zu stellen.

Ein selbstbestimmtes Leben ist Krebspatienten

jedoch ohne ausreichende Informationen,

professionelle Beratung und

Anleitung nicht möglich. »Es ist wichtig,

dass der Betroffene auf den Verlauf der

Erkrankung Einfluss nehmen kann«, weiß

Elisabeth Krull, Fachkraft für onkologische

Pflege, aufgrund ihrer beruflichen

Erfahrung als Leiterin der Station für

Hämatologie/Onkologie der Asklepios

Harzklinik Goslar. Daher hatte sie die

Idee, »entsprechende Veranstaltungen im

Rahmen eines interdisziplinären,

sektorübergreifenden Projektes zu organisieren«.

Zwei Mal pro Jahr veranstaltet die Projektgruppe

einen Kongress für Menschen

mit einer Tumorerkrankung, deren Angehörige,

Freunde und das medizinische

Personal. Angeboten werden Fachvorträge,

Informationsstände, und die Experten

stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Alle Referenten halten ihre Vorträge

unentgeltlich.

Das Besondere an der Projektgruppe

ist, dass sie aus Personen verschiedener

Berufsgruppen des stationären und ambulanten

Sektors besteht. Klinikärzte,

Pflegekräfte, Verwaltungsangestellte, eine

Apothekerin der Asklepios Harzkliniken,

ein niedergelassener Allgemeinmediziner

und Psychotherapeut, eine Arzthelferin

der onkologischen Ambulanz der Asklepios

Harzkliniken und die Leiterin der

Frauenselbsthilfe nach Krebs, Landesverband

NDS e.V., Gruppe Goslar, bilden

das engagierte Projektteam. Durch die gemischte

Zusammensetzung der Projektgruppe

sollen möglichst viele unterschiedliche

Sichtweisen und Erfahrungen in die

Arbeit einfließen, um bei der Vorbereitung

umso intensiver auf die Bedürfnisse

der Betroffenen eingehen zu können.

Die ersten Veranstaltungen zu Themen

wie »Tumorschmerz« oder »Krebs

und Sexualität ist (k)ein Thema« waren

sehr gut besucht. Die Teilnehmer betonten,

wie sinnvoll und wichtig derartige

Veranstaltungen für die Zielgruppe seien,

und äußerten weitere Themenwünsche zu

Ernährung und Krebs, alternativen Behandlungsmöglichkeiten

und Fragen im

sozialrechtlichen Bereich wie »Wo bekomme

ich als Betroffener welche Hilfe?«. Entsprechend

dieser Informationsbedürfnisse

und -wünsche werden die nächsten

Veranstaltungen aufgebaut.

*

Satz aus »Lehrbuch der Palliativmedizin«,

Aulbert und Zech


Depressionen – Medikamente allein helfen nicht

Uchtspringer Chefarzt der Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie

hält Depressionen für lebensbedrohlich

Psychische Erkrankungen sind die

vierthäufigste Ursache für Krankschreibungen.

Gegen den Trend allgemein sinkender

Krankenstände stieg seit 2000 die

Zahl der Krankheitstage aufgrund depressiver

Störungen unter DAK-Mitgliedern beispielsweise

um 42 Prozent. »Die Depression

ist eine qualvolle, latent lebensbedrohliche

Krankheit«, meint der Chefarzt

der Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie

des SALUS-Fachkrankenhauses

Uchtspringe, Dr. med. Bernd Hahndorf.

Etwa 90 Prozent der Suizide und Suizidversuche

sind auf Depressionen

zurückzuführen. Die Erkrankung

beeinträchtigt nach Einschätzung der

Weltgesundheitsorganisation WHO das

Leben so sehr wie Blindheit oder Querschnittslähmung.

»Der statistisch belegte,

fast schon dramatische Anstieg depressiver

Störungen hängt einerseits mit der

erhöhten Aufmerksamkeit und unseren

Fortschritten in der Diagnostik zusammen.

Eine erhebliche Rolle spielt aber

auch der gesellschaftliche Nährboden in

seinem Gemisch aus Entfremdung, Isola-

tion und Leistungsdruck«, meint Dr.

Hahndorf.

Nahezu jeder fünfte Mensch in

Deutschland erkrankt im Laufe seines

Lebens an einer behandlungsbedürftigen

Depression. Die Diagnostik ist nicht einfach.

Dr. Hahndorf weiß: »Die Krankheit ist

so individuell wie der Mensch, der von ihr

betroffen ist. Daher muss festgestellt werden,

ob die Beschwerden im Kontext mit

belastenden Ereignissen wie Arbeitsplatzverlust,

Trennung und Tod ausgebrochen

sind oder sich ohne erkennbaren Lebenszusammenhang

eingeschlichen haben.«

Bei der Therapie helfen Medikamente

allein nicht dauerhaft aus der Depression,

meint der Uchtspringer Chefarzt. »Um

das schwere Seelenleiden zu bewältigen

und wieder Freude am Leben zu finden,

muss der Patient bereit sein, eingefahrene

Verhaltens-, Denk- und Gefühlsmuster zu

bearbeiten und zu verändern.« Die Betroffenen

brauchen eine intensive psychotherapeutische

Zuwendung, die von negativen

Erfahrungen entlastet und auf eine

zuversichtliche Rückkehr in den Alltag

vorbereitet.

Patienten-Forum

Anhaltend großen Bedarf konstatiert

Dr. Hahndorf im Bereich der ärztlichen

Weiterbildung ebenso wie bei der Aufklärung

der Bevölkerung: »Wir müssen

davon ausgehen, dass derzeit weniger als

die Hälfte der behandlungsbedürftigen

Depressionen erkannt und fachgerecht

therapiert wird.«

Eine Depression hat selten eine einzige

Ursache. Meist führt das Zusammenspiel

verschiedener Faktoren zur Erkrankung,

beispielsweise genetische Veranlagung,

frühkindliche Traumatisierungen,

Belastungen wie Tod und Verlust, körperliche

Erkrankungen oder auch hormonelle

Veränderungen. Studien zufolge sind

etwa ein Drittel der depressiven Patienten

vor ihrer Erkrankung von einem belastenden

Lebensereignis betroffen. Das muss

nicht zwangsläufig zum Ausbruch einer

Depression führen, denn alle Menschen

müssen in ihrem Leben Verluste und

Trennungen erleiden, aber nicht jeder

erkrankt. Insofern haben Ereignisse dieser

Art in erster Linie eine auslösende

Bedeutung. Franka Petzke

Infos: www.kompetenznetz-depression.de

ASKLEPIOS intern

25/2005

43


44

ASKLEPIOS intern

Patienten-Forum

Berufsbegleitende Reha

für Arbeitnehmer mit Rückenschmerzen

Klinik Am Kurpark Bad Schwartau bietet FAIR plus

Immer mehr Versicherte machen von

der Möglichkeit einer Rehabilitationsmaßnahme

keinen Gebrauch. Sie haben

Angst vor Nachteilen am Arbeitsplatz.

Berufstätigen mit Rückenschmerzen bietet

das Asklepios Gesundheitszentrum

Bad Schwartau ab September 2005 eine

überwiegend berufsbegleitende Reha an.

Das Modellprojekt Flexible Ambulante

Rehabilitation plus Intensive

Reha-Nachsorge (FAIR plus) ist

ein neues Rehabilitationsangebot, das die

LVA Schleswig-Holstein (zukünftig: Deutsche

Rentenversicherung Nord) und das

Asklepios Bad Schwartau gemeinsam entwickelt

haben. Es wendet sich an berufstätige

Versicherte mit Rückenschmerzen,

die aufgrund der Komplexität ihrer

Beschwerden einer Rehabilitationsmaßnahme

bedürfen. FAIR plus kann von Ver-

25/2005

sicherten in Anspruch genommen werden,

bei denen die folgenden Indikationen

gegeben sind:

> Chronische Rückenschmerzen, rezidivierende

Beschwerden (M53-M54)

mit Missverhältnis zwischen Alltagsund

Berufsbelastung und individueller

Belastbarkeit

> Dauerhafte durch Rückenbeschwerden

bedingte Partizipationsstörung

oder Funktionseinschränkung mit

wesentlichen psycho-sozialen Risikofaktoren

> Dauerhafte durch Rückenbeschwerden

bedingte Partizipationsstörung

oder Funktionseinschränkung nach

Wirbelsäulen-OP (Komplikation bzw.

unbefriedigendes OP-Ergebnis)

FAIR plus gliedert sich in eine ambu-

lante Rehaphase und eine

Nachbetreuungsphase. In den

ersten zwei Wochen wird eine

ganztägige ambulante Rehabilitation

gemäß den Vorgaben der

Bundesarbeitsgemeinschaft für

Rehabilitation (BAR) durchgeführt.

Während dieser Phase ist

eine begleitende Berufstätigkeit

nicht möglich.

In der 3. und 4. Woche findet

eine intensive berufsbegleitende

Nachsorge an zwei Abenden der

Woche statt. Je nach Bedarf beinhaltet

die dreistündige Nachsorge

folgende Therapieelemente: ärztliche

Betreuung, Medizinische

Trainingstherapie (MTT), Einzelund

Gruppenkrankengymnastik,

Sozialdienstberatung, psychologische

Betreuung, weiteres Üben

von Entspannungstechniken.

In der 5. bis 8. Nachsorgewoche wird

die berufbegleitende Nachsorge dann nur

noch einmal wöchentlich abends für drei

Stunden angeboten. Zusätzlich kann der

Patient eine MTT-Stunde vereinbaren.

Auf Wunsch auch samstags. Bei Bedarf

kann diese MTT-Stunde auch als Rehabilitationssport

bzw. Funktionstraining verordnet

werden. Ab der 9. Woche kann

zweimal wöchentlich berufsbegleitende

MTT nach eigener Terminvereinbarung

(oder Rehabilitationssport/Funktionstraining)

für jeweils eine Stunde für insgesamt

sechs Monate in Anspruch genommen

werden. Am Ende der Nachbetreuungsphase

steht das ausführliche Gespräch

mit dem Reha-Arzt.

In der ambulanten ganztägigen Rehabilitationsphase

und während der intensiven

Nachsorgephase wird keine Zuzahlung

gewährt. Die Klinik erstattet die

Fahrkosten nach den geltenden Bestimmungen

der Rentenversicherung. Die

Versicherten erhalten ggf. Lohnfortzahlung

oder unter den üblichen Voraussetzungen

Übergangsgeld. Ein eventueller

Verdienstausfall für die Nachsorgephase

wird nicht erstattet. Für die Medizinische

Trainingstherapie wird eine Eigenbeteiligung

in Höhe von einem Euro pro Sitzung

erhoben. Reisekosten oder ein Verdienstausfall

werden hier ebenfalls nicht

erstattet.

Bei regelmäßiger Teilnahme wird den

Patienten ein günstiges gesundheitsförderndes

Angebot im Asklepios Medical

Fitness unterbreitet.

Weitere Infos:

Dr. med. Ingo Meßer, Ltd. Arzt ambulante

Reha, Telefon (04 51) 2 00 41 39

Stefan Meiser, Ltd. Physiotherapeut,

Telefon (04 51) 2 00 41 24


Diskussionen um Patienten im Wach-

koma werden oft emotional geführt und

sind häufig subjektiv gefärbt. Bestes Beispiel:

Terry Schiavo. Wie wird die Diagnose

»Wachkoma« gestellt? Welche Therapie

ist besonders wirksam? An den

Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen

wurde bereits vor Jahren ein standardisiertes

Verfahren zur Beurteilung der

Komatiefe etabliert. Auf dieser Einschätzung

basiert das Therapieangebot des

interdisziplinären Teams. Darüber hinaus

werden die Patienten nach einem besonderen

»24-Stunden-Konzept« gepflegt.

Wenn man sich nur auf das

Objektivierbare, mit den Sinnen

unmittelbar Erleb- und

Erfassbare beschränkt, sieht man beim

Wachkomapatienten einen Menschen,

der scheinbar wach im Bett liegt. Er

nimmt keinen Kontakt mit seiner Umwelt

auf, sein Blick geht »ins Leere«. Auf

Schmerzreize und intensive akustische

und visuelle Stimulation reagiert der

Patient undifferenziert. Eine normale

Kommunikation oder Reaktion ist nicht

möglich. Mit der Zeit setzt ein Schlaf-

Wach-Rhythmus ein. Unabhängig von der

Tageszeit ist der Patient etwa zwei Stunden

wach, um drei Stunden zu schlafen.

Häufigste Ursache für ein Wachkoma

ist eine schwere Schädigung des Großhirns

als Folge einer Hirnverletzung,

Anoxie (Herzstillstand, Beinah-Ertrinken),

nach einer Gehirnentzündung oder nach

einer Hirnblutung. Andere mögliche Ursachen

sind länger dauernde Unterzuckerung,

massive Hirndurchblutungsstörungen

oder akute Vergiftungen. Die Diagnose

eines Wachkomas wird in erster Linie

klinisch gestellt. Eine bildgebende Untersuchung

zum Ausschluss von behandelbaren

Ursachen (z. B. Nervenwasseraufstau)

gehört zum Standard.

In der Neurologischen Frührehabilitation

in Seesen wird zusätzlich zum standardmäßigen

CT nach Möglichkeit eine

Kernspintomographie des Gehirns zur

Beurteilung des Ausmaßes der kortikalen

Schädigung gemacht.

Von viel

größerer Bedeutung

ist die klinische

Beobachtung

durch die Ärzte,

Therapeuten und

durch die Pflegetherapeuten.

In

Seesen wurde bereits

vor Jahren ein

standardisiertes Verfahren

zur Beurteilung

der Komatiefe

etabliert. Dabei

werden die

Patienten-Forum

Einfache und elementare Sinnesangebote

für Patienten im Wachkoma

Kliniken Schildautal verwenden ein standardisiertes Verfahren

zur Behandlung von Komapatienten

Patienten in acht verschiedenen Bereichen

(Psychomotorik, Aufmerksamkeit,

Affekt, Sprache, Gedächtnis, situatives

Erkennen, zielgerichtetes Handeln und

Pflegebedürftigkeit) von einem interdisziplinären

Team beurteilt.

Die Behandlung von Patienten im

Wachkoma ist anspruchsvoll und stellt

hohe Anforderungen an das therapeutische

Team. Die primäre Aufgabe jeder Rehabilitation

ist die Verhinderung von Sekundärschäden.

Hierzu zählen vor allem

Komplikationen wie Lungenentzündungen,

Thrombosen der Tiefenbeinvenen,

Gelenkfehlstellungen oder Druckgeschwüre.

In Seesen wird nach einem »24-Stunden-Konzept«

nach Bobath vorgegangen.

Der Patient wird vom ganzen Team in

geschulter, gleicher Vorgehensweise versorgt.

Ein zusätzliches Angebot stellt das

Förderkonzept der »Basalen Stimulation

in der Pflege« nach Bienstein und Fröhlich

dar. Dieses Konzept macht den Wachkomapatienten

einfachste, elementare Sinnesangebote

und hilft ihnen, innerhalb

ihrer Möglichkeiten zu kommunizieren.

Der Faktor Zeit spielt bei der Behandlung

von Komapatienten eine wichtige Rolle.

Den Angehörigen und Therapeuten wird

viel Geduld abverlangt.

Die Prognose von Patienten im Wachkoma

kann nur individuell gestellt werden.

Wichtig ist, dass alle Beteiligten –

Ärzte und Therapeuten, aber auch die

Kostenträger – nie vergessen, dass Patienten

im Wachkoma schwerstkranke Menschen

sind, die aufgrund ihrer Lage in

besonderer Weise auf unsere Hilfe angewiesen

sind.

Dr. Randall Thomas

ASKLEPIOS intern

25/2005

45


Patienten-Forum

Mut und Vertrauen auf dem Rücken der Pferde

Reittherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Fachkrankenhauses Bernburg

Anika kümmert sich um die Eseldame Emelie und versorgt sie mit frischem Grünfutter

»Schneller, jetzt aber schneller«, ruft die

fünfjährige Anika ungeduldig, und schon

bald wird aus dem gemächlichen Schritt der

Stute Mary-Lu ein munterer Trab. Das Mädchen

strahlt und genießt den gleichmäßigen

Rhythmus hoch zu Ross. Für das therapeutische

Reiten mit den kleinen Patienten aus

der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

des SALUS-Fachkrankenhauses Bernburg

greift Reitlehrer Jürgen Schnelle im

Reitsportzentrum Zepzig gern auf die 18jährige

Mary-Lu zurück: »Sie ist aufgrund

ihrer Erfahrung, Geduld und Ruhe eine gute

Partnerin für die Kinder.«

Streicheln, füttern, bewegen und

bewegt werden: Im Kontakt mit den

großen, sensiblen Tieren eröffnet sich

den Mädchen und Jungen eine vielschichtige

Erlebniswelt, die wohltuende emotionale,

motorische und soziale Wirkungen entfaltet.

»Alles Glück dieser Erde liegt auf

dem Rücken der Pferde«, sagt der Volks-

46 ASKLEPIOS intern 25/2005

mund, und folgerichtig bietet der Umgang

mit Pferden auch ein enormes therapeutisches

Potenzial. »Beziehungen aufnehmen,

Ängste überwinden, Vertrauen aufbauen

und Verantwortung übernehmen: Das alles

sind Herausforderungen, die gerade von

Kindern und Jugendlichen mit psychischen

Störungen nicht so leicht zu bewältigen

sind und daher trainiert werden müssen«,

erklärt Dr. Edeltraud Dögel, Chefärztin der

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/psychotherapie.

»Beim therapeutischen Reiten

stehen die Kinder zunächst vor der Aufgabe,

das Tier in seiner Größe und in seinen

Bedürfnissen zu respektieren, sich anzunähern

und Kontakt zu knüpfen. Auf dem

Pferderücken vermittelt sich ihnen dann

ein natürliches Gefühl des Gehalten- und

Getragenwerdens. Das Tier wird als verlässliches

Wesen wahrgenommen, das Nähe

und Wärme ausstrahlt. Viele Kinder können

dabei richtig gut entspannen, sie werden

gelassener, gewinnen Selbstvertrauen

und Mut«, so Frau Dr. Dögel, die über die

gute Zusammenarbeit mit dem Reitsportzentrum

Zepzig sehr froh ist. An allen

Wochentagen kommt jeweils eine Patientengruppe

aus Bernburg hierher.

Die fünfjährige Laura ist heute zum

ersten Mal dabei und fühlt sich nach wenigen

Minuten pudelwohl. Bevor sie selbst

aufs Pferd darf, schließt sie sich Martina

Bösener an. Die Kinder- und Jugendbetreuerin

des Reiterhofes zeigt ihr die Pferde in

den Stallboxen – und ohne Scheu verfüttert

das kleine Mädchen Brötchen an die großen

Tiere, verteilt Streicheleinheiten und

erzählt stolz, dass sie mit ihrer Mutti auch

schon mal reiten war.

Anika ist inzwischen im Streichelgehege

unterwegs und bereitet für die Esel-

Dame Emelie eine leckere Grünfutter-Mahlzeit

zu, auch ein Abstecher zum Spielplatz

ist noch möglich. Auf dem Reiterhof kann

man eben nicht nur reiten, so dass die Therapiestunden

hier draußen sehr abwechslungsreich

sind: »Die Kinder kommen

gern«, betont Krankenschwester Heike

Jabin, die die Gruppe an diesem Tag begleitet.

»Man spürt, wie sie ausgeglichener werden

und sich über die vielen kleinen

Erfolgserlebnisse freuen, die die Begegnungen

mit den Tieren mit sich bringen.«

Franka Petzke

»Hallo, Mary-Lu!« – Bevor sie aufs Pferd steigt, tastet

sich Anika behutsam an die Stute heran, ermutigt

durch Kinder- und Jugendbetreuerin Martina Bösener

vom Zepziger Reiterhof


Visite

Wandern hält jung

Wandern gehört zu den gesündesten

Sportarten, die es gibt. Im Gegensatz zu

Jogging, Walking oder Skaten ist Wandern

auch für Untrainierte ein ideales

Heilmittel gegen viele Zivilisationskrankheiten.

Und: Wer zwei bis drei Stunden in

der Woche wandert, kann sein Leben um

etwa zweieinhalb Jahre verlängern.

Was macht Wandern so gesund? Das

Zauberwort heißt: Fettverbrennung. Der

Körper verbrennt beim Wandern in einer

Stunde fast ebenso viel Fett wie beim Joggen.

Der Kalorienverbrauch liegt beim

Laufen zwar wesentlich höher, aber die

erforderliche Energie kommt nur zu etwa

20 Prozent aus dem Fettgewebe. Beim

Gehen und Wandern ist der Anteil der

Fettverbrennung dieser Art dagegen mit

etwa 45 Prozent wesentlich höher als

beim Joggen.

Daneben kann die gesamte körperliche

Leistungsfähigkeit durch Wandern

gestärkt werden, vor allem die des Herzens.

Früher wurde Patienten mit einer

Regelmäßiges Wandern stärkt die körperliche Leistungsfähigkeit

Zeit zum Lesen: Einstein

leichten bis mittelschweren Herzinsuffizienz,

mit Herzrhythmusstörungen oder

mit artheriosklerotischen Veränderungen

der Herzkranzgefäße körperliche Schonung

empfohlen. Heute wissen Ärzte,

Patienten-Forum

Was wissen wir wirklich vom genialen, etwas zerstreuten Physikprofessor, der der

Welt frech die Zunge herausstreckte? Jürgen Neffe gibt uns die Gelegenheit, hinter

den Legenden und Klischees den Menschen, Wissenschaftler und sein Werk kennen

zu lernen.

Mit seiner herausragenden Biographie zeigt er unterschiedliche Facetten der

Ikone: Albert Einstein als naturwissenschaftlich interessierter Jugendlicher, als miserabler

Ehemann und Vater, Frauenschwarm, jüdischer Emigrant, als engagierter Pazifist,

intuitiver Wissenschaftler und »ewiges Kind«. Darüber

hinaus erhalten wir eine vorzügliche Einführung

in das wissenschaftliche Werk. Dabei gelingt es dem

Autor, auch ahnungslosen Laien die Relativitätstheorie

und Quantenphysik näher zu bringen. Aber auch wer

sich eher für den Menschen als für den Wissenschaftler

interessiert, kommt bei Neffe auf seine Kosten. Viele

Details und Anekdoten runden das Bild ab und würzen

die Lektüre. So erfährt man etwa, was es mit seinem

Markenzeichen, der verstrubbelten Einstein-Frisur, auf

sich hat.

Jürgen Neffe: Einstein. Eine Biographie,

Rowohlt-Verlag 2005, 352 Seiten, 22,90 Euro

dass gerade diese Patienten von einer ausgewogenen,

individuell abgestimmten

sportlichen Betätigung in hohem Maße

profitieren. Der Blutdruck wird gesenkt,

der Herzrhythmus normalisiert.

ASKLEPIOS intern

25/2005

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48

Patienten-Forum

Patientengerechte Nachsorge

Externer Pflegedienst übernimmt Entlassungsmanagement für Paulinen Klinik

Alloheim mobil, ein bundesweiter

Anbieter von Pflegeeinrichtungen, ist ab

Juli 2005 für das Überleitungsmanagement

der Asklepios Paulinen Klinik in

Wiesbaden zuständig. Die zeitlich unbefristete

Kooperation sieht vor, dass das

Unternehmen die gesamte Versorgung

der Patienten nach der Entlassung aus

dem Wiesbadener Akut- und Notfallkrankenhaus

übernimmt.

Mit diesem zukunftsweisenden

Schritt stellte die Klinik die notwendigen

Weichen, um eine

patientengerechte Nachsorge auch nach

Einführung der Fallpauschalen ohne Versorgungseinbrüche

gewährleisten zu können

– pflegerisch, medizinisch, therapeutisch

und psychosozial. Asklepios hat sich

aus zwei Gründen für diesen externen

Pflegedienstleister entschieden: Zum einen

verfügt die bundesweit tätige Alloheim

AG über mehr als 30 Jahre Pflegeer-

ASKLEPIOS intern

25/2005

fahrung; zum anderen misst das Unternehmen

der psychosozialen Betreuung

seit jeher einen hohen Stellenwert bei.

Alloheim mobil Wiesbaden ist für

seine künftigen sozialdienstlichen Aufgaben

an der Asklepios Paulinen Klinik

optimal gerüstet. Das Unternehmen hat

ein eigenes, streng praxisorientiertes

Überleitungsmanagement entwickelt, das

sämtlichen Patientenbedürfnissen Rech-

Asklepios Paulinen Klinik

Die Wiesbadener Asklepios Paulinen Klinik

ist ein Akut- und Notfallkrankenhaus der

Regelversorgung mit 316 Betten und 580

Mitarbeitern. Es ist zudem onkologisches

Schwerpunktkrankenhaus und verfügt über

ein Zentrum für internistische und geriatrische

Medizin und Rehabilitation, ein Zentrum

für Baucherkrankungen und Chirurgie

sowie über die Abteilungen für Frauenheilkunde,

Anästhesie- und Intensivmedizin.

Überdies hält die Klinik 15 geriatrische

Tagespflegeplätze vor.

nung trägt. Schon während der Behandlung

im Krankenhaus werden alle poststationär

involvierten Berufsgruppen wie

Ärzte, Logopäden, Krankengymnasten

oder Physiotherapeuten umfassend integriert

und koordiniert. Somit ist eine

nahtlose und bedarfsgerechte Versorgung

der Patienten garantiert.

Bereits im Krankenhaus werden die

Patienten und ihre Angehörigen rund um

die Themen Pflege und Kostenübernahme,

die pyschosoziale Betreuung sowie

die Vermittlung der nachklinischen ambulanten

oder stationären Pflege beraten

und betreut. Bei Bedarf erhalten Betroffene

zudem Unterstützung bei der Beschaffung

von Pflegehilfsmitteln. Darüber hinaus

stellt ein eigenes Notfalllager sicher,

dass auch Patienten mit besonderen Pflegeansprüchen

nach ihrer Entlassung rund

um die Uhr mit allen notwendigen Hilfsmitteln

versorgt werden können.

»In der Asklepios Paulinen Klinik sind

vor allem Patienten aus Onkologie, Geriatrie

und Innerer Medizin auf den Sozialdienst

angewiesen. Fachliche Kompetenz

im Bereich der Pflege allein reicht nicht

aus, um diese Menschen partnerschaftlich

zu begleiten. Sie brauchen auch Zuwendung

und Verständnis. Dafür stehen wir«,

sagt Marco Schweig, Pflegedienstleiter

von Alloheim mobil Wiesbaden.

Alloheim mobil Wiesbaden

Alloheim mobil Wiesbaden ist einer von

neun ambulanten, nach DIN EN ISO

9001:2000 verbundzertifizierten Pflegediensten

der Alloheim AG. In Deutschland

zählt das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf

zu den größten privaten Trägern im

Bereich Altenpflege. Neben den häuslichen

Pflegediensten betreibt die Alloheim AG

bundesweit 15 Altenpflegeeinrichtungen.

Zum Leistungsportfolio zählen unter anderem

die vollstationäre Pflege und Betreuung

älterer hilfsbedürftiger Menschen sowie teilstationäre

Betreuungsangebote wie Kurzzeit-

und Tagespflege.


Asklepios fragt

Asklepios ist in der griechischen Mythologie

der Gott der Heilkunst. In diesem Magazin hat

er wieder einmal Antworten auf wichtige medizinische

Fragen gegeben. Leser, die dieses Heft

aufmerksam studiert haben, können uns

sicherlich die folgenden drei Fragen beantworten.

Einsender, die alle Antworten richtig

haben, nehmen an der Verlosung teil. Ein

Tipp: Es können auch zwei Antworten auf

eine Frage zutreffend sein.

1. Was ist Morbus Crohn?

A: Erkrankung des Magen-Darm-Trakts

B: Diadem

C: Crohn ist der Name eines New Yorker

Arztes

2. Was sind primäre oder sekundäre Amyloidosen?

A: Luftleere Räume in Metallbehältern

B: Homoöpathische Minimalgaben

C: Proteinspeichererkrankungen

3. Wie viele Menschen sind in Deutschland pro Jahr von einem

Harnsteinleiden betroffen?

A: Mehr als 1.000.000

B: Mehr als 650.000

C: Mehr als 300.000

Im nächsten Heft

Balladen & Scharaden

Unter den Einsendern verlosen wir eine Auswahl aus unserer

Asklepios Kinderkollektion (S. 30). Lassen Sie sich überraschen!

Bitte senden Sie die Rätselauflösung bis zum 21.10.2005 an die Redaktionsanschrift

(siehe Impressum, S. 33). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gewonnen!

Die Lösung unseres letzten Gewinnspiels »Asklepios fragt« lautete: 1A, 2B

und 3A. Ilona Deichler aus Goslar wusste die richtigen Antworten. Wir wünschen

ihr viel Vergnügen mit dem Gewinn, einem Sonnenschein-Überraschungspaket.

Ulrike Schäfer, Preisträgerin unseres Preisrätsels aus der Asklepios intern

Nr. 22/2005, schrieb uns den folgenden Dankesbrief:

Sehr geehrtes Asklepios intern-Team,

inzwischen habe ich meinen Gewinn eingelöst und das »Verwöhnwochenende

für zwei Personen in Bad Salzungen« genossen. Wir sind in der Seeklinik wirklich

sehr verwöhnt worden, nicht nur kulinarisch und von den Anwendungen

her, sondern auch durch manch andere nette Überraschung, die uns ins Zimmer

gestellt wurde. Es waren rundum gelungene Tage, die wir morgens im

wunderschönen Schwimmbad der Parkklinik begannen. Anschließend gingen

wir zur Stärkung ans üppige Frühstücksbuffet, danach wurden wir massiert

und in sprudelnde Bäder gesteckt. Mittags und abends genossen wir die herrlichen

Menüs des See-Restaurants und nachmittags die diversen Vernebelungsstufen

im Gradierwerk. Die wohltuend entspannte Atmosphäre in beiden

Häusern und die Freundlichkeit des Personals trugen das ihre dazu bei,

uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Wir bedanken uns

bei allen, die uns dieses Wochenende ermöglichten, und haben uns fest vorgenommen,

die Seeklinik wieder zu besuchen, dann aber etwas länger.

Fit fürs zweite Leben

Nach Unfällen, Krebs oder anderen schwerwiegenden Erkrankungen müssen Patienten auf ihr Leben

nach und mit der Erkrankung vorbereitet werden. Die Burgseekliniken Bad Salzungen eröffnen Betroffenen

neue Wege in ihr »zweites Leben«. Auch Olympiasieger Hartwig Gauder (Foto), der mit 42 Jahren

ein Spenderherz bekam, wurde durch gezielte Rehamaßnahmen wieder fit und leistungsfähig.

Die fliegende Intensivstation

Christoph München heißt die fliegende Intensivstation des Freistaats Bayern. 24 Stunden lang ist sie

im Einsatz. Das Team des Hubschraubers fliegt Patienten zwischen Kliniken unterschiedlicher Versorgungsstufen,

u. a. die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Oft sind die Crewmitglieder auch die ersten

Helfer am Unfallort.

Therapien für Autisten

Etwa zwei bis vier von 10.000 Kindern kommen als Autisten auf die Welt. Sie zeigen weder an ihrer

Mutter noch an einer anderen Bezugsperson Interesse. Sie lächeln und spielen nicht, lernen kaum

sprechen. Im Betreuungszentrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Asklepios Fachklinikums

Stadtroda wird diesen Kindern gezielt geholfen.

Das nächste Asklepios intern erscheint am 15.12.2005

ASKLEPIOS intern

25/2005

49


www.asklepios.com

Das Unternehmen

Akutkliniken – Klinikträgerschaft

1 Asklepios Klinikum Bad Abbach I Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie 270

2 Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang Bad Griesbach Akutkrankenhaus 178

3 Asklepios Harzklinik Bad Harzburg Fachkrankenhaus für Orthopädie und Innere Medizin 70

4 Asklepios Schlossberg Klinik Bad König Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation 70

5 Asklepios Klinik Bad Oldesloe Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 239

6 Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 301

7 Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 180

8 Asklepios Klinik Birkenwerder Fachkrankenhaus für Orthopädie, Gefäßchirurgie, 180

Plastische Chirurgie und Diabetologie

9 Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 44

10 Asklepios Südpfalzklinik Germersheim Krankenhaus der Grundversorgung 171

11 Asklepios Harzklinik Goslar Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 333

12 Asklepios Westklinikum Hamburg Akutkrankenhaus 398

13 Asklepios Kreiskrankenhaus Hohenmölsen Krankenhaus der Regelversorgung 160

14 Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald Fachkrankenhaus für Orthopädie und 120

Rheumaorthopädie

15 Asklepios Südpfalzklinik Kandel Krankenhaus der Regelversorgung 239

16 Asklepios Klinik Langen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 321

17 Asklepios Klinik Lich Krankenhaus der Regelversorgung 242

18 Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe Fachkrankenhaus für Orthopädie 160

19 Asklepios Fachkliniken München-Gauting Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten und 302

Thoraxchirurgie

20 Asklepios Klinik Parchim Krankenhaus der Regelversorgung 149

21 Asklepios Klinik Pasewalk Krankenhaus der Regelversorgung 390

22 Asklepios-ASB Klinik Radeberg Krankenhaus der Regelversorgung 142

23 Asklepios Klinik Sankt Augustin Krankenhaus der Maximalversorgung 219

24 Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz Krankenhaus der Regelversorgung 230

25 Asklepios Klinik Schildautal Seesen I Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, Neurologie, 213

Gefäßchirurgie und Anästhesiologie

26 Asklepios Klinik Seligenstadt Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 150

27 Asklepios Fachklinik Stadtroda Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 316

28 Asklepios Kreiskrankenhaus Weißenfels Krankenhaus der Regelversorgung 312

29 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt I Krankenhaus der Regelversorgung 135

30 Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Krankenhaus der Regelversorgung 304

31 Asklepios Fachklinikum Wiesen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 168

32 Anaheim General Hospital Krankenhaus der Regelversorgung 100

33 Bellflower Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 170

34 Buena Park Medical Center Fachkrankenhaus für Geriatrie 55

35 Hawthorne Medical Center Fachkrankenhaus für Psychiatrie 72

36 L. A. Metropolitan Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 170

37 Tustin Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 250

Akutkliniken – Klinikmanagement

38 Salus Fachkrankenhaus Bernburg* Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 220

39 Kreiskrankenhaus Eggenfelden Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 300

40 Kreisklinik Fürstenfeldbruck Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 380

41 International Neuroscience Institute Hannover Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, stereotaktische 108

Neurochirurgie und Neuroradiologie

42 Collm Klinik Oschatz Krankenhaus der Regelversorgung 258

43 Kreiskrankenhaus Pfarrkirchen Krankenhaus der Grundversorgung 215

44 Kreiskrankenhaus Simbach Fachkrankenhaus für Ganzheitsmedizin 150

45 Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe* Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 210

Kliniken des LBK Hamburg

46 Allgemeines Krankenhaus Altona Krankenhaus der Maximalversorgung 922

47 Allgemeines Krankenhaus Barmbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 716

48 Allgemeines Krankenhaus Eilbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 680

49 Allgemeines Krankenhaus Harburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 741

50 Allgemeines Krankenhaus St. Georg Krankenhaus der Maximalversorgung 758

51 Allgemeines Krankenhaus Wandsbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 605

52 Klinikum Nord Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 1.647

50 ASKLEPIOS intern 25/2005

Betten/

Plätze


Akutnahe Rehakliniken – Klinikträgerschaft

53 Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 190

54 Asklepios Klinik Schaufling Zentrum für Neurologische, Orthopädische 350

und Geriatrische Rehabilitation

55 Asklepios Kliniken Schildautal Seesen II Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 176

56 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt II Fachklinik für Pneumologie, Onkologie, 290

Dermatologie und Allergologie

57 Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 160

Rehakliniken – Klinikträgerschaft

58 Asklepios Klinikum Bad Abbach II Zentrum für Orthopädische und

Rheumatologische Rehabilitation

268

59 Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen Fachklinik für Onkologie, Pneumologie und

Orthopädie

270

60 Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau Fachklinik für Orthopädie und Gynäkologie 220

61 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik Bad Sobernheim Fachklinik für Orthopädie 130

62 Asklepios Klinik Helenenheim Bad Wildungen Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie,

Urologie und Nephrologie

160

63 Asklepios Fachklinik Fürstenhof Bad Wildungen Fachklinik für Herz-/Kreislauferkrankungen 210

64 Asklepios Klinik Triberg Fachklinik für Onkologie 140

65 Asklepios Hirschpark Klinik Alsbach-Hähnlein Fachklinik für Innere Medizin und Orthopädie 120

66 Asklepios Weserberglandklinik Höxter Fachklinik für Neurologische und Orthopädische Rehabilitation,

Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen

250

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikträgerschaft

67 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Stadtroda 70

68 LBK Klinik für Forensische Psychiatrie 178

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikmanagement

69 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Bernburg* 137

70 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Uchtspringe* 210

Soziale Einrichtungen – Trägerschaft

71 Asklepios Pflegezentrum Ahrensburg 83

72 Asklepios Kurstift Bad Kreuznach 82

73 Asklepios Pflegezentrum Reinfeld 87

Soziale Einrichtungen – Management

74 Salus Tagesklinik Dessau* 12

75 Salus Heim zur U-Haftvermeidung Haus Eisenhammer Tornau* 20

76 Salus Heimeinrichtung Gardelegen* 39

77 Altenpflegeheim Jesenwang 64

78 Salus Kinder- und Jugendheim Schloss Pretzsch* 107

79 Salus Pflegeheim St. Georgii I Magdeburg* 78

80 Salus Pflegeheim St. Georgii II Magdeburg* 48

81 Salus Ambulanter Pflege- und Hauswirtschaftsdienst Magdeburg* –

82 Salus Tagesklinik Salzwedel* 12

83 Salus Tagesklinik Stendal* 19

84 Salus Heimbereich Uchtspringe* 268

85 Salus Tagesklinik Wittenberg* 15

86 Salus Altenpflegeheim Uchstpringe* 50

Soziale Einrichtungen des LBK Hamburg

87 LBK Tagesklinik Alstertor 24

88 LBK Drogenambulanz I Altona

89 LBK Drogenambulanz II Wandsbek

90 LBK Drogenambulanz III Harburg

91 LBK Drogenambulanz IV Högerdamm

Insgesamt zählen 91 Einrichtungen zu den Asklepios Kliniken.

* Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um das gesamte Management der landeseigenen Gesellschaft SALUS gGmbH

Das Unternehmen

ASKLEPIOS intern

Betten/

Plätze

25/2005

www.asklepios.com 51


www.prodesign.de

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Windows® XP Professional.

und mobiler machen.

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Einer schreibt Notizen gerne per Hand, ein anderer nutzt lieber die Tastatur – mit dem

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im Krankenzimmer Zugriff auf die aktuelle Patientenakte. Wireless-LAN, elektronische

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