Donauwörth – Fessenheim - Kunstwanderungen

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Donauwörth – Fessenheim - Kunstwanderungen

RK D14

Donauwörth Fessenheim

Donauwörth Wörnitzstein Harburg Fessenheim

6 Stunden und 41 Minuten reine Wanderzeit

Zug

Nördlingen tägl. 8.15, 9.15 usw. bis 21.15

Donauwörth tägl. 8.46, 9.46 usw. bis 21.36

Fessenheim Mo-Fr 8.04, 10.17, 16,50, 18.13 Sa 7.47, 13.51

Nördlingen Mo-Fr 8.18, 10.40, 17.12, 18.25 Sa 8.02, 13.59

Wir gehen in Donauwörth aus dem Bahnhof hinaus, auf der Querstraße rechts

und halten Richtung.

Wörnitzmündung in die Donau und gehen der Wörnitz entgegen. Wir wechseln

auf der Brücke das Wörnitzufer, wandern auf der Querstraße links und

beginnen die Besichtigung von

6 Min.

Donauwörth.

Die Stadt, am Pilgerweg Nord-Süd gelegen, hat bereits 877 eine Brücke über die Donau,

ist 1030 als Königsgut bezeugt und gerät im 12. Jh. als Schwäbischwörth in den

Besitz der Staufer. 1193 wird Werd zur Stadt erhoben. Der Ort ist Vogtei, Messestadt,

Reichsmünzstätte, erlebt Aufschwung und wird 1301 reichsfrei. Donauwörth ist die

Lieblingsstadt von Kaiser Maximilian. Karl V. verleiht der kaiserlichen Stadt das Wappen

mit dem Doppeladler. Zwischen den Konfessionen kommt es in der Stadt zu gewaltigen

Unruhen, sodass der Kaiser 1607 die Reichsacht verhängt. Donauwörth gerät 1609

an Bayern. Der Dreißigjährige Krieg wütet außerordentlich in der Stadt. 1945, kurz vor

Kriegsende, wird Donauwörth arg zerstört.

*

Wir wandern vorbei an links stehender Nr. 3,

*** Deutschordenshaus. Die Kommende des Deutschen Ordens

stand im 14. Jh. in Blüte. Sie bestand bis 1806. Der Bau ist

aus dem Jahre 1774. Im Stucksaal des 1. Stocks befindet sich

ein Deckenfresko von J. Baptist Enderle: . Hier

ist die Städtische Kunstgalerie (Öffnungszeit: 1. Sonntag im Monat

14-17 Uhr) untergebracht.

Wir wandern hinter links an der Ecke erbautem

*** Hl.-Geist-Spital, ursprünglich von 1420, mit späteren Umbauten,

so 1611 Neubau der Kirche, mit einem Dreifaltigkeits-

Altarblatt des 18. Jhs. und einem Rochus der Zeit um 1480,

links und gelangen schließlich ins

*** Rieder Tor des 15. Jhs., das 1810 erneuert wurde, mit seitlichen

Rundtürmen, das einzige Ausfalltor der Stadtmauer des

14. Jhs. Stadthistorisches Museum (Sa, So+Fei 14-17 Uhr), Einblick

in tausend Jahre Stadtgeschehen.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, durchs Tor zur *** Ansicht der Toranlage,

kehren um, wandern Richtung haltend auf der „Spitalgasse“ weiter zum

*** Rathaus aus dem 13. Jh. Es wurde in den folgenden Jahrhunderten

immer wieder verändert, besonders um 1500, als man

es um das dritte Geschoss aufstockte. Die Fassade ist von 1686

in barockem Stil geschaffen, aber 1853 neugotisiert worden.

Das Stadtwappen über dem Portal geht auf die Verleihung

durch Karl V. 1530 zurück.

Von der Treppe haben wir eine *** Ansicht von der Reichsstraße. Wir gehen

von der Treppe hinab und geradeaus auf die

*** Reichsstraße. Sie ist ein Teil des Straßennetzes des Heiligen

Römischen Reiches Deutscher Nation. Man darf sie heute

zu den schönsten in Süddeutschland zählen. Wir kommen vorbei an

Nr. 2, Stadtzoll von 1418 mit einem steinernen Ritter von 1524, vorbei an

Nr. 1, Baudrexlhaus von 1592, vorbei an Nr. 10, Café Engel von 1297,

vorbei an Nr. 32, Stadtkommandantenhaus von 1730, vorbei am

Reichsstadtbrunnen von H. Wimmer, 1977 geschaffen, mit der Bekrönung

durch einen Adler, das Wappentier der Stadt, und gehen rechts in die Nr.

34, das.

*** Tanzhaus, das man nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg

1975 wieder errichtet hat. Es wurde mit Zinnen besetztem Dreiecksgiebel

um 1400 als Kaufhaus erbaut. Das Obergeschoss

konnte in einen Tanzsaal umfunktioniert werden. Dort wurde

im Jahre 1500 ein rauschendes Fest gefeiert, nachdem Kaiser

Maximilian hier von der Geburt seines Enkels, des späteren

Kaisers Karl V., erfahren hatte. Im Haus ist heute das Archäologische

Museum Nordschwaben (Samstag, Sonn- und Feiertag


14-17 Uhr) untergebracht, in dem Funde der Steinzeit, der Bronzezeit

und von der Hallstattzeit bis in die Römerzeit dargeboten

werden.

Wir gehen aus dem Tanzhaus hinaus, auf der Reichsstraße rechts und links in

die Kirche

*** Mariä Himmelfahrt. Die dreischiffige Halle ist ein spätgotischer

Backsteinbau aus dem 15. Jh. und von einem riesigen

Dach gedeckt. Im Kirchturm hängt die mit 131 Zentnern größte

Glocke Schwabens: die Pummerin.

Das Innere. Die Glasgemälde im Langhaus sind neugotisch.

Der Chor. Kruzifixus von 1513. Chorgestühl von 1690.

Linke Wand: Sakramentshaus von 1503 in Form einer Turmmonstranz

mit gotischen Gittern, Erbärmdeheiland, Schmerzensmutter,

Melchisedechopfer und Mannalese, Isaias und

Malachias, sowie unter der Stiege: schlafender Alexius, Werke

von

Linkes Seitenschiff. Deckenmalerei mit pflanzlichen Motiven.

Stirnseite: Ölberggemälde, um 1500. An der Wand: 1. Herrgottsruh-Christus,

möglicherweise aus der Schule Leinbergers;

2. Gedenktafeln des 17. Jhs.; 3. Beichtstühle, um 1720; 4. Kirchengestühl,

um 1720.

Rechtes Seitenschiff. Deckenfresko mit Fanfaren blasenden

Leonhard, Michael, Johannes der Täufer. Rückwand: Grabstein

mit auferstehendem Jesus und Stifterpaar, 1477. Kirchengestühl,

um 1720. Kreuzverehrung durch den heiligen

Bernhard, 1580. Beichtstühle, um 1720.

Das Mittelschiff. Am Chorbogen: Muttergottes auf der Mondsichel,

um 1425, aus Stein. In der Mitte: Taufstein von 1503.

Unter der Orgelempore: 8 Tafelbilder aus dem Leben des heiligen

Bernhard, von Bernhard Göz, um 1750.

Wir gehen aus dem linken Seitenausgang der Kirche hinaus, auf der Reichsstraße

links und geradeaus ins

*** Fuggerhaus von 1505. Der zweigeschossige Renaissance-

Bau der Zeit nach 1536 mit älterem hohen Zinnengiebel wurde

nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg 1970 wieder errichtet.

Wir gehen aus dem Fuggerhaus hinaus, nach links, links auf die „Pflegstraße“

und halten Richtung. Wir gelangen in Nr. 21a.,

*** Käthe-Kruse-Puppen-Museum und Werner-Egk-Begegnungsstätte

(1. Sonntag im Monat: 10-12 und 14-17 Uhr), in letzterer Gegenstände

aus dem Umfeld des Komponisten gezeigt werden.

Werner Egk

Der Komponist wird 1901 in Auchsesheim nahe Donauwörth

geboren. Er studiert u. a. bei Carl Orff in München, der Stadt, in

der er seit 1929 Wohnung bezieht. Später ist er Kapellmeister

an der Staatsoper Berlin, dann Direktor der Musikhochschule

Berlin, seit 1950 Direktor des Deutschen Komponistenverbandes,

ab 1969 Präsident des Deutschen Musikrates. Nach Arbeiten

für den Funk spezialisierte er sich auf die Oper. Seine Musik

ist von Richard Strauss und Strawinsky beeinflusst, ohne

dass ihm sein eigener Stil verlorengegangen wäre. Seine Musiksprache

bewegt sich im Raume einer erweiterten Tonalität. Die

Zaubergeige (1935) wurde sein populärstes Werk. Beachtenswert

sind allerdings noch eher sein Columbus (1933) und seine

Verlobung von San Domingo (1963) beide Aufnahmen sind mit

dem legendären Fritz Wunderlich erhalten geblieben. Egk starb

1983.

*

Wir gehen aus den Museen hinaus, auf der „Pflegstraße“ links, blicken hinter

Haus Nr. 28 rechts durch die Torpfosten zur *** Ansicht von der

*** Stadtmauer des 14. Jhs. mit dem Turm und der ehemaligen

Invalidenkaserne, ein Zweckbau von 1715 mit Schweifgiebel

und Laubengang.

Wir wandern weiter auf der Pflegstraße, biegen rechts ab auf die

„Hadergasse“ mit *** Ansicht der Stadtmauer, gehen bis zu ihrem Ende und

kehren um. Auf der Pflegstraße wandern wir rechts und an der Kreuzung hinterm

Fuggerhaus abermals rechts. Am Ende gelangen wir in die

**** Heiligkreuzkirche. Die ursprüngliche Abteikirche aus

dem 11. Jh. geht auf das Geschlecht der Mangolde zurück, die


hier ein Frauenkloster errichteten. Mangold I. soll 1028 eine

Kreuzpartikel aus Byzanz hierher gebracht haben. Im Turm befinden

sich Grundmauern aus dem 12. Jh.; die einschiffige Anlage

ist ansonsten von 1717 und nach Plänen von F. Beer vom

Wessobrunner Joseph Schmuzer erbaut.

Der Chor. Das Gemälde an der Decke von Jacob Karl Stauder

zeigt die Anbetung des Altarsakraments, des Lammes und der

Kreuzreliquie. Der Hochaltar wurde 1724 von F. Schmuzer

Ulrich, Petrus, Paulus, Magnus. Linker Altar, 18. Jh.: Taufe

Jesu. Rechter Altar, 18. Jh.: Johannes Nepomuk.

Die Vierung. Die Kuppel wurde 1941 ausgemalt.

Linke Kapellen. 1. Rosenkranzaltar mit dem Gemälde von Johann

Adam Müller, 1724: Maria überreicht Dominikus und Katharina

von Siena den Rosenkranz; im Auszug: Dreifaltigkeit.

2. Walburga-Altar mit dem Gemälde von Bergmüller, 1723:

Die Benediktinerin Walburga in der Glorie; die Figuren sind

Willibald und Wunibald.

Rechte Kapellen. 1. Scholastika-Altar mit dem Gemälde von

Johann Adam Müller, 1724: Scholastika, Schwester Benedikts,

wird in den Himmel aufgenommen; im Auszug: Heilige Familie;

die Figuren: Zacharias und Elisabeth (links) sowie Joachim

, Barbara und Ursula.

Das Langhaus, von einem kurzarmigen Querschiff unterbrochen,

ist durch geschwungene Emporen gegliedert Die Deckenbilder

von Stauder zeigen: Kreuzigung Jesu, Kreuzauffindung

durch die Kaiserin Helena und Kreuzvision Kaiser Konstantins,

Die Gruftkapelle, hinten rechts. Im Doppelaltar links: romanische

Monstranz des Tabernakels, darin die Kreuzreliquie;

rechts: Pietà.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, halten uns auf dem Kirchhof rechts, gehen

aus der Kirchhofspforte hinaus, vorbei an den

*** Klostergebäuden des 17. Jhs.,

halten uns vor dem Parkplatz links, gehen außen entlang der Stadtmauer mit

*** Ansichten der mittelalterlichen Stadt, und gelangen mit *** Ansicht vom

Riedertor zum

*** Färbertörl aus dem 15. Jh. mit vorgekragtem Obergeschoss

aus Fachwerk sowie Satteldach.

5 Minuten später wandern wir in die Friedhofskirche der von Sayn-Isenburg,

*** St. Johannes. Der einschiffige gotische Bau von 1425

dient seit 1535 als Friedhofskirche. Auf dem Hochaltar befindet

sich ein Tafelbild Nürnberger Art von 1480; es zeigt die Kreuzigung

Jesu. Linker Altar: Figur Johannes des Täufers, barock.

Rechter Altar: Pietà.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf gekommenem Weg zurück.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts und folgen dem roten

Dreieck nach „Wörnitzstein“ auf den in Italien so beliebten weißen Straßen

mit zurückblickend *** Ansichten von Donauwörth.

Weg. Später haben wir eine *** Ansicht von der alten Brücke in

Wörnitzstein und bald darauf eine *** Ansicht von der Wörnitzsteinkapelle.

25 Minuten später wandern wir an der Kreuzung bei der Brücke rechts auf die

„Abt-Coelestin-Straße“, passieren eine Linksabzweigung und wandern links

zur Kapelle stets bergauf.

110 Min.

3 Minuten später wandern wir zum über dem Ort gelegenen Gotteshaus in

Wörnitzstein.

Die Geschichte Wörnitzsteins ist identisch mit jener von Donauwörth, wozu der Ort gehört.

*

*** Kalvarienbergkapelle. Das kleine Gotteshaus hat man

1750 erbaut. Der pilastergegliederte Rokokobau mit Dachreiteroktogon

und Zwiebelhaube wurde 1751 im Innenraum mit

Rocaillestuck geschmückt. Das gleichzeitig entstandene Fresko

von Gottfried Bernhard Göz zeigt die Allegorie auf die Gründung

des Kirchleins sowie die Schlüsselübergabe an Petrus

nebst Constantia, Ecclesia, Veritas, von Teufeln und dem Höl-


lenhund bedrängt. Der Altar ist aus dem 18. Jh. und zeigt die

Kreuzgruppe.

Wir gehen aus der Kapelle hinaus, und immer bergab.

3 Minuten wandern wir auf der alten *** Brücke über die Wörnitz. Wenn wir

einen Abstecher machen wollen, so haben wir von der linken Wiese dahinter

eine

**** Ideal-Ansicht von der Brücke mit der Kapelle.

5 Minuten später wandern wir links auf die „Graf-Hartmann-Straße“.

1 Minute später wandern wir gegenüber Haus Nr. 14 rechts.

1 Minute später wandern wir in die Kirche

*** St. Martin. Der Chor entstand 1690, das Langhaus 1737.

Der turmartige Dachreiter besteht aus einem Oktogon und einer

Zwiebelhaube.

Der Chor ist kreuzgewölbt und wurde 1922 stuckiert. Der

Hauptaltar, um 1887, zeigt Martin mit der Mantelteilung, flankiert

von Sebastian (links) und Florian (rechts).

Das Langhaus. Das Deckengemälde von 1922 zeigt die Himmelfahrt

Mariens, davor die Verkündigung und dahinter die

Anbetung Jesu. Linker Frontwandaltar, um 1887, mit Muttergottes

von 1483, flankiert von Joachim und Anna. Rechter

Frontwandaltar, um 1887, mit Josef, flankiert von Wendelin

und Leonhard. Linke Wand: Kanzel, um 1887, mit den vier

Evangelisten auf dem Korb. An den Wänden die Kreuzwegstationen

sind von 1780.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, halten Richtung, gehen aus dem Friedhofstor

hinaus und folgen dem Lauf des Sträßchens.

1 Minute später wandern wir dann auf der „Graf-Hartmann-Straße“ rechts,

Gasthof.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung hinter der Bahnschranke

rechts auf „Am Grubenfeld“ und nun immer nächst dem Gleis und stets auf

dieser Seite.

12 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links

1 Minute später wandern wir auf gekrümmtem Querweg rechts. Rastplatz.

15 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts, hinter dem Dreieck

linksversetzt über den breiten Querweg, halten uns fortan immer rechts und

haben am Ende *** Ansichten von Schloss Harburg.

12 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg rechts mit

**** Parade-Ansichten von Schloss Harburg.

10 Minuten später wandern wir in Schloss von 225 Min.

Harburg.

Die Geschichte Harburgs lehnt sich eng an jene der Burg. Burg und Ort werden 1150

erstmals genannt. Hier berichtet der Staufersohn Heinrich (VI), Sohn König Konrads

III., von der Schlacht bei Flochberg und erwähnt, dass er sich in Harburg aufhält. 1299

verpfändet der Habsburger, König Albrecht I., die Burg an die Grafen von Oettingen.

1731 geht sie dann ganz ans Haus Oettingen-Wallerstein.

*

***** Burg. (Führungen: Di-So 10 bis 16 Uhr stündlich). Die beeindruckende

Festung am Weg derer von Oettingen-Wallerstein

an der Reichsstraße zwischen Nördlingen und Donauwörth auf

einem Sporn am Durchbruch der Wörnitz gelegen, die hier die

Grenze zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb bildet, ist

mit einem Mauerring und sechs Türmen bewehrt. Die Anlage

ist um 1150 im Besitz der Staufischen Kaiser. In ihrem heutigen

Zustand besteht sie seit dem 13. Jahrhundert. Im 14. und 15. Jh.

wird die Vorburg mit einbezogen, die Wehrmauer verstärkt.

1493 gelangt die Harburg an die Oettinger, bleibt es aber nur

ein halbes Jahrhundert. Im 16. Jh. beginnt der Ausbau des Anwesens

zum Schloss. Der Fürstenbau erhebt sich seit dem auf

den Grundmauern des mittelalterlichen Palas. Im 17. wie 18 Jh.

setzt die Barockisierung ein.

Wir betreten die Anlage durch den Zwinger mit dem Untertor von 1594; dort

steht auch die mit Zwerchgiebeln versehene Rote Stallung. Wir verlassen den

Zwinger durch das Innere Untertor und gelangen in die große Vorburg, die

von Wirtschaftsgebäuden gerahmt ist. Wir gehen weiter durchs Obertor von

1616 mit dem hölzernen Fallgitter von 1752 und kommen in den Hof der

Hauptburg, der vom inneren Bering umschlossen wird, an dem noch der hölzerne

Wehrgang existiert. Wir wandern nun rechtshaltend vorbei am Giebelbau

der Burgvogtei mit Fenstergittern von 1562. Dann folgt das Kastenhaus

von 1594, der ehemalige Marstall. Nun ragt der Diebsturm in den Himmel,

der mittelalterliche Bergfried aus dem 13. Jh. Der nun folgende Saalbau, im

Kern mittelalterlich, besitzt eine Kemenate von 1496 drinnen; in diesem Ge-


äude befindet sich auch der Rittersaal, der 1742 geschmückt wurde. Es folgt

der Faulturm, der dem Saalbau als Treppe dient, mit einer barocken Dachhaube.

Nun gehen wir vorbei am Fürstenbau mit einem Erker von 1596 und

einem Treppenturm von 1617, vorbei am Pfisterbau, der Schlossbäckerei, mit

Eckturm von 1588, und in die

Schlosskirche. In seinem heutigen Erscheinungsbild wurde der

Bau 1720 gestaltet. Bauteile der Romanik (südlicher Querarm),

der Gotik (Chor und Krypta) sowie aus dem 17./18. Jh. sind

reichlich vorhanden. Michael, 1510. Muttergottes, um 1480.

Grabdenkmäler des Hauses Oettingen: Ludwig XVI. (+1562);

Graf Gottfried (+1620) von Michael Kern. Deckengemälde

von M. Zink.

Wir gehen auf gekommenem Weg aus der Anlage hinaus und hinter dem unteren

Torturm sofort rechts „zur Stadt“.

10 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Barbara. Das ev. Gotteshaus von 1612 ist ein schlichter

Bau mit umlaufenden Emporen im Inneren.

Im Chor steht auf dem Altar eine beeindruckende moderne

Kreuzgruppe des 20. Jhs. An der Decke befindet sich das

Gemälde der Himmelfahrt Jesu, 17. Jh. Die rechte Wand zeigt

ein Fresko des 17. Jhs.

Das Langhaus schmückt an den Wänden Bilder mit biblischen

Szenen, von 1692. An der Rückwand hängen Gemälde, die

Luther und Melanchthon darstellen.

Wir gehen aus dem rechten Ausgang der Kirche hinaus, rechts treppab, auf

der Quergasse rechts und halten uns rechts unter Betrachtung der

*** Bauten des 17. und 18. Jhs., darunter uns besonders Haus

Nr. 12 auffällt, die Gerichtsschreiberei, im Kern von 1575.

Vor Haus Nr. 31 wandern wir links zur *** Ansicht von der alten Brücke.

Wir gehen zurück und auf der „Donauwörther Straße“ rechts. Hinter Haus Nr.

13 wandern wir rechts zur *** Ansicht des alten Viertels. Wir kehren um und

wandern auf der Donauwörther Straße rechts. Vor dem Gasthof wandern wir

rechts auf die

*** Brücke aus Stein, von 1729, mit sieben Bögen über

die Wörnitz, mit Badehaus, Metzgerei, Bruckmühle, im

Kern von 1646, u. a. kleinen Wirtschaftsgebäuden, deren

Lage begünstigt war durch die einfache Abfallbeseitigung

in die Wörnitz.

Wir wandern auf der Brücke über den Fluss zur

***** Ideal-Ansicht von Harburg samt Kirchen und Schloss.

Wir kehren um und wandern auf der Donauwörther Straße rechts, bergauf

über den Marktplatz und an der Kreuzung beim Brunnen und vor dem

*** Rathaus des 15. Jhs., ein schöner Fachwerkbau,

rechts auf die „Nördlinger Straße“. An folgender Gabelung links, an der Gabelung

hinter Haus Nr. 13 abermals links und in die Kirche

*** Herz Jesu von 1903. Das neugotische Gebäude wurde

1922 ausgemalt. Im Chor schweben an der Decke Engel. Der

neugotische Altar zeigt im Bild den auferstehenden Jesus. Am

Chorbogen: Szenen aus dem Leben Jesu.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach rechts.

15 Minuten später wandern wir, so lange währt die reine Gehzeit durch den

Ort, über die gekrümmte Querstraße auf den „Ronheimer Weg“.

1 Minute später wandern wir vor Haus Nr. 6 rechts auf den „Fußweg nach

Ronheim“.

5 Minuten später wandern wir auf dem Brückchen über die Wörnitz und halten

uns auf folgenden Straßen immer links.

256 Min.

5 Minuten später wandern wir an der Gabelung vorm Spielplatz rechts, halten

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts nach „Schrattenhofen“.

15 Minuten später wandern wir an der ersten breiten Abzweigung rechts und

nun stets nächst der Wörnitz sowie immer auf diesem Ufer.

40 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links und vorbei an der

„Wennenmühle“.

359 Min.

4 Minuten später wandern wir rechts und unter der Oberleitung her.

6 Minuten später wandern wir am Fünferstern auf den zweiten Weg rechts unter

dem Wennenberg her.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg vor der Wörnitz links.

4 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts und hinter der Wörnitzbrücke

sofort links, ganz nahe am Ufer entlang.

3 Minuten später wandern wir auf dem breiten Querweg links und nun nächst

dem Fluss.

14 Minuten später wandern wir auf der Landstraße links

5 Minuten später wandern wir zur Bushaltestelle in Fessenheim. 401 Min.

Donauwörth Fessenheim (Wörnitz 1)


RK D14

Ende

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