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Ratgeber Frau und Familie Frisch vom Feld - Spargel- und Erdbeerzeit beginnt (Vorschau)

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5/2014 <strong>Ratgeber</strong> <strong>Frau</strong> <strong>und</strong> <strong>Familie</strong><br />

Katalonien –<br />

Spaniens<br />

schönste Seite<br />

Strand-Outfits<br />

Trendig in den Sommer<br />

€ 3,00<br />

Österreich: € 3,40<br />

Schweiz: SFR 4,60<br />

<strong>Frisch</strong> <strong>vom</strong> <strong>Feld</strong><br />

<strong>Spargel</strong>- <strong>und</strong> <strong>Erdbeerzeit</strong> <strong>beginnt</strong>


5/2014 <strong>Ratgeber</strong> Plus<br />

€ 3,50<br />

Österreich: € 3,90<br />

Schweiz: SFR 5,30<br />

<strong>Frisch</strong> <strong>vom</strong> <strong>Feld</strong><br />

<strong>Spargel</strong>zeit <strong>beginnt</strong><br />

Katalonien –<br />

Spaniens<br />

schönste Seite<br />

Kinder-Reich:<br />

Babyzimmer in Pastell<br />

Muttertags-<br />

Freuden<br />

Erdbeeren <strong>und</strong> Rhabarber


Kaum ist Ostern vorbei, steht auch<br />

schon wieder das nächste Fest<br />

vor der Tür: der Muttertag.<br />

Natürlich sollte man seine Mama das<br />

ganze Jahr über ehren. Doch wir<br />

finden es schön, ihr einen ganz<br />

speziellen Tag zu widmen, an dem sie<br />

allein die Hauptrolle spielt. Darum<br />

kommt auch kulinarisch nur das Beste<br />

auf den Tisch. <strong>Spargel</strong> in seiner ganzen<br />

Vielfalt (ab Seite 6) lässt alle Muttis ins<br />

Schwärmen geraten. Doch spätestens<br />

bei einem saftigen Stück Erdbeer- oder<br />

Rhabarberkuchen (ab Seite 18) wird<br />

sie auf Wolke sieben schweben.<br />

Und genau das wollen wir doch,<br />

unsere Mama verwöhnen <strong>und</strong> ihr<br />

ein Lächeln auf die Lippen zaubern.<br />

18<br />

Muttertag<br />

Backen mit<br />

Erdbeeren <strong>und</strong><br />

Rhabarber<br />

6<br />

Gutes <strong>vom</strong> Land<br />

<strong>Spargel</strong>


INHALT Mai 2014<br />

102<br />

Schönmacher aus<br />

dem Garten<br />

Minze<br />

128<br />

Brennpunkt Fuß<br />

Ferse<br />

56<br />

Tapas<br />

50<br />

Kulinarische Reise<br />

Katalonien<br />

46<br />

Kuchen aus Spanien<br />

114<br />

Fit im Alter<br />

62<br />

Barcelona<br />

38<br />

Kichererbsen<br />

ESSEN, TRINKEN<br />

Gutes <strong>vom</strong> Land: <strong>Spargel</strong> 6<br />

Schätze im Glas: <strong>Spargel</strong> 14<br />

Marktbummel 16<br />

Erdbeer- <strong>und</strong> Rhabarberkuchen<br />

zum Muttertag 18<br />

Kulinarisches Quiz 25<br />

Im Küchengarten: Rhabarber 26<br />

Die Grillsaison <strong>beginnt</strong>! Aufgespießt 30<br />

Bestseller-Rezepte unserer Leser 36<br />

Küchenkalender 37<br />

Vielseitig, vegetarisch, verlockend:<br />

Kichererbsen 38<br />

Übrigens 44<br />

Kuchen aus Spanien 46<br />

Kulinarische Reise: Katalonien 50<br />

¡Viva España! Tapas 56<br />

Herstellernachweis 153<br />

WOHNEN<br />

Mein schönes Zuhause:<br />

Mediterranes Ambiente 72<br />

MODE, KREATIV<br />

Mode & Meer 76<br />

Maschenmode: Jetzt wird’s bunt 82<br />

Kinderland 88<br />

Kreativ leben 94<br />

Herstellernachweis 153<br />

SCHÖNHEIT, WELLNESS<br />

Naturkosmetik: Hydrolate 96<br />

Schönmacher aus dem Garten: Minze 102<br />

GESUNDHEIT, MEDIZIN<br />

Vitamine <strong>und</strong> Mineralstoffe 106<br />

Besser leben 109<br />

Arteriosklerose 110<br />

Fit im Alter 114<br />

Makuladegeneration 120<br />

Grüne Apotheke: Kamille 126<br />

Brennpunkt Fuß:<br />

Fersenschmerzen 128<br />

PSYCHOLOGIE<br />

Roswitha Stemmer-Beer:<br />

Immer diese Schuldgefühle ... 132<br />

Blick in die Zeit:<br />

Wenn der Schulstress <strong>beginnt</strong> 136<br />

FREIZEIT, FERIEN, UNTERHALTUNG<br />

Tolle Prämien für unsere Leser 125<br />

Barcelona 62<br />

Kurzgeschichte:<br />

Überraschung am Samstagabend 142<br />

Neues <strong>vom</strong> <strong>Ratgeber</strong>-DINO:<br />

„Meine Pasta koch ich selbst!“ 148<br />

Rätselauflösungen <strong>und</strong> Gewinner 154<br />

Sudoku 155<br />

Kreuzwort-Preisrätsel 55, 156<br />

<strong>Vorschau</strong> 158<br />

Impressum <strong>und</strong> Herstellernachweis 153<br />

4 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

5


GUTES VOM LAND<br />

GUTES VOM LAND<br />

<strong>Spargel</strong>fladen mit<br />

Sauerampfer <strong>und</strong><br />

Schinken<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Sehnsüchtig haben wir auf den ersten <strong>Spargel</strong> gewartet. Nun ist es endlich so weit<br />

<strong>und</strong> wir können die duftenden Stangen in vollen Zügen <strong>und</strong> vor allem<br />

in ihrer ganzen Vielfältigkeit genießen.<br />

<strong>Spargel</strong> mit Morchel-<br />

Hollandaise<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

10 g getrocknete Morcheln,<br />

2 kg weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

130 g Butter,<br />

1 EL Zucker,<br />

Salz,<br />

4 Eigelb,<br />

2 EL Zitronensaft,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

½ B<strong>und</strong> Schnittlauch.<br />

Die Morcheln in 100 ml heißem<br />

Wasser einweichen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> schälen, die holzigen<br />

Enden abschneiden <strong>und</strong> die Stangen<br />

zusammen mit 10 g Butter <strong>und</strong><br />

dem Zucker in kochendem Salzwasser<br />

15 − 20 Minuten garen.<br />

Die Morcheln im Einweichwasser<br />

mehrfach ausdrücken, eventuell<br />

klein schneiden. Das Einweichwasser<br />

durch ein mit Küchenpapier<br />

ausgelegtes Sieb filtern (damit der<br />

Sand zurückbleibt) <strong>und</strong> auffangen.<br />

Die restliche Butter schmelzen.<br />

Die Eigelbe mit dem Zitronensaft,<br />

etwas Salz, Pfeffer <strong>und</strong> der Einweichflüssigkeit<br />

in einer Metallschüssel<br />

verrühren <strong>und</strong> über<br />

einem heißen Wasserbad cremigdick<br />

aufschlagen. Die flüssige Butter<br />

erst tröpfchenweise, dann in<br />

einem dünnen Strahl unterrühren,<br />

bis eine dicklich-schaumige Soße<br />

entsteht.<br />

Den Schnittlauch in kleine Röllchen<br />

schneiden <strong>und</strong> mit den Morcheln<br />

unter die Soße rühren. Den<br />

<strong>Spargel</strong> gut abtropfen lassen <strong>und</strong><br />

mit der Soße servieren. Dazu passt<br />

Entenbrust- oder Schweinefilet.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

14 g Eiweiß, 36 g Fett,<br />

13 g Kohlenhydrate,<br />

437 kcal (1823 kJ); 1,1 BE.<br />

Zutaten:<br />

500 g Mehl,<br />

Salz,<br />

2 EL Zucker,<br />

½ Würfel Hefe (etwa 20 g),<br />

50 g weiche Butter,<br />

300 ml lauwarme Milch,<br />

1 kg weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

100 g Crème fraîche,<br />

2 EL weißer Balsamicoessig,<br />

½ B<strong>und</strong> Sauerampfer,<br />

100 g Rohschinken,<br />

1 EL Olivenöl,<br />

1 TL Zitronensaft.<br />

chen. Die <strong>Spargel</strong>stücke, den Essig,<br />

den restlichen Zucker <strong>und</strong> 1 TL Salz<br />

in einer Schüssel mischen. Die Mischung<br />

gleichmäßig auf den Teigportionen<br />

verteilen.<br />

Die <strong>Spargel</strong>fladen 30 Minuten in<br />

der unteren Hälfte des vorgeheizten<br />

Ofens backen. Herausnehmen<br />

<strong>und</strong> auf einem Kuchengitter etwas<br />

abkühlen lassen. Den Sauerampfer<br />

<strong>und</strong> den Schinken in dünne Strei-<br />

Das Mehl, einen gestrichenen TL<br />

Salz <strong>und</strong> 1 EL Zucker in einer Schüssel<br />

mischen. Die Hefe zerbröckeln<br />

<strong>und</strong> untermischen. Die Butter in<br />

Stücken <strong>und</strong> die Milch zufügen. Alles<br />

gut miteinander vermischen<br />

<strong>und</strong> zu einem weichen, glatten<br />

Teig kneten. Zugedeckt etwa<br />

1 St<strong>und</strong>e bei Raumtemperatur ruhen<br />

lassen, bis sich der Teig verdoppelt<br />

hat.<br />

Dann den Teig in 4 Portionen teilen<br />

<strong>und</strong> jede Portion mit einem Nudelholz<br />

etwa 1 cm dick oval ausrollen.<br />

Auf ein mit Backpapier belegtes<br />

Blech legen. Den Backofen auf<br />

200° C (Gas Stufe 3) vorheizen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> schälen, die holzigen<br />

Enden abschneiden <strong>und</strong> den <strong>Spargel</strong><br />

schräg in etwa 0,5 cm breite<br />

Stücke schneiden. Die Teigteile jeweils<br />

mit Crème fraîche bestreifen<br />

schneiden. Beides zusammen<br />

mit dem Öl <strong>und</strong> dem Zitronensaft<br />

mischen. Die Mischung auf den<br />

warmen Fladen verteilen <strong>und</strong> sofort<br />

servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Wartezeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

26 g Eiweiß, 29 g Fett, 105 g Kohlenhydrate,<br />

788 kcal (3296 kJ); 8,7 BE.<br />

6 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014 <strong>Ratgeber</strong> 7


GUTES VOM LAND<br />

Kartoffelschmarrn<br />

mit <strong>Spargel</strong><br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für den Schmarrn:<br />

200 g festkochende Kartoffeln,<br />

4 Eier (L),<br />

½ TL Salz,<br />

1 Prise Zucker,<br />

125 ml Milch,<br />

1 EL fein geschnittene<br />

Petersilie,<br />

100 g Mehl,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

etwas geriebene Muskatnuss,<br />

30 g Butterschmalz zum<br />

Ausbacken.<br />

Für den <strong>Spargel</strong>:<br />

1 kg weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

Salz,<br />

1 Prise Zucker,<br />

1 Spritzer Zitronensaft.<br />

Außerdem:<br />

100 g mild geräucherter<br />

roher Schinken,<br />

30 g Butter,<br />

1 EL fein geschnittene<br />

Petersilie.<br />

Für den Schmarrn die Kartoffeln<br />

waschen <strong>und</strong> in kochendem Wasser<br />

etwa 20 Minuten garen. Abgießen,<br />

lauwarm auskühlen lassen<br />

<strong>und</strong> dann pellen.<br />

In der Zwischenzeit für den Teig<br />

die Eier trennen. Eiweiß kalt stellen.<br />

Die Eigelbe, Salz <strong>und</strong> Zucker<br />

mit den Schneebesen des Handrührgerätes<br />

aufschlagen. Milch<br />

<strong>und</strong> Petersilie untermischen. Das<br />

Mehl sieben, hinzugeben <strong>und</strong> alles<br />

zu einem glatten Teig verrühren.<br />

Den Teig etwa 15 Minuten quellen<br />

lassen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> schälen <strong>und</strong> die holzigen<br />

Enden abschneiden. In einem<br />

Topf Wasser, Salz, Zucker <strong>und</strong> Zitronensaft<br />

aufkochen, den <strong>Spargel</strong><br />

einlegen <strong>und</strong> 10 − 15 Minuten gar<br />

kochen.<br />

Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse<br />

direkt in den Schmarrnteig<br />

drücken <strong>und</strong> unterrühren. Mit Salz,<br />

Pfeffer <strong>und</strong> Muskat würzen. Das<br />

Eiweiß steif schlagen <strong>und</strong> unter<br />

den Teig heben.<br />

Etwas Butterschmalz in einer großen<br />

beschichteten Pfanne erhitzen.<br />

Den Schmarrnteig gleichmäßig<br />

darin verteilen <strong>und</strong> bei schwacher<br />

Hitze stocken lassen. Wenden <strong>und</strong><br />

fertig braten. Dann mit zwei Gabeln<br />

zerzupfen.<br />

Den Schinken fein würfeln. Die<br />

Butter in einem kleinen Topf aufschäumen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> aus dem<br />

Wasser heben, abtropfen lassen<br />

<strong>und</strong> in etwa 5 cm lange Stücke<br />

schneiden. Den Kartoffelschmarrn<br />

mit dem <strong>Spargel</strong> auf vorgewärmten<br />

Tellern anrichten. Mit aufgeschäumter<br />

Butter beträufeln <strong>und</strong><br />

mit den Schinkenwürfeln bestreuen.<br />

Mit Petersilie bestreuen <strong>und</strong><br />

sofort servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Wartezeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

23 g Eiweiß, 24 g Fett, 33 g Kohlenhydrate,<br />

446 kcal (1865 kJ); 2,8 BE.<br />

Sesamspargel in Crêpes<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

1 kg grüner <strong>Spargel</strong>,<br />

20 g Butter,<br />

1 TL Zucker,<br />

Salz,<br />

5 EL Sojasauce,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

2 TL flüssiger Honig,<br />

30 g Mehl,<br />

125 ml Milch,<br />

2 Eier,<br />

2 EL Sesamsaat.<br />

Den <strong>Spargel</strong> im unteren Drittel<br />

schälen <strong>und</strong> holzige Enden abschneiden.<br />

Die Stangen zusammen<br />

mit 10 g Butter <strong>und</strong> dem<br />

Zucker in kochendem Salzwasser<br />

10 − 12 Minuten garen. Abgießen<br />

<strong>und</strong> kurz abschrecken.<br />

In der Zwischenzeit die Sojasauce<br />

mit etwas Pfeffer <strong>und</strong> dem Honig<br />

in einer Pfanne erwärmen.<br />

Das Mehl mit der Milch <strong>und</strong> einer<br />

Prise Salz glatt rühren. Die Eier unterrühren.<br />

Die restliche Butter in einer<br />

Pfanne zerlassen. Aus dem Teig<br />

nacheinander zwei Crêpes ausbacken.<br />

Die <strong>Spargel</strong>stangen kurz in<br />

der Soja-Honig-Mischung schwenken.<br />

Die Crêpes halbieren <strong>und</strong> mit<br />

jeweils 6 − 8 Stangen <strong>Spargel</strong> füllen.<br />

Mit Sesam bestreut servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 St<strong>und</strong>e.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

13 g Eiweiß, 12 g Fett,<br />

17 g Kohlenhydrate,<br />

228 kcal (950 kJ); 1,4 BE.<br />

8 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

9


<strong>Spargel</strong>cremesuppe<br />

mit gebratenem<br />

Wolfsbarsch<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für die Suppe:<br />

700 g weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

Salz,<br />

100 g Zwiebeln,<br />

20 g Butter,<br />

1 Prise Zucker,<br />

150 g Sahne,<br />

1 TL Speisestärke,<br />

20 g eiskalte Butter,<br />

Pfeffer aus der Mühle.<br />

Für den Fisch:<br />

4 Wolfsbarschfilets<br />

(jeweils etwa 80 g),<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

20 g Butter.<br />

Außerdem:<br />

1 EL Kerbelblättchen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> schälen <strong>und</strong> die holzigen<br />

Enden abschneiden. Schale<br />

<strong>und</strong> Enden für den Fond beiseitelegen.<br />

Die <strong>Spargel</strong>stangen in feine<br />

Scheiben schneiden.<br />

<strong>Spargel</strong>schalen <strong>und</strong> -enden in einen<br />

großen Topf geben, mit 1,2 l<br />

Wasser bedecken <strong>und</strong> 20 Minuten<br />

zugedeckt köcheln lassen. Den<br />

<strong>Spargel</strong>fond durch ein Sieb in einen<br />

anderen Topf abgießen.<br />

Den <strong>Spargel</strong>fond aufkochen lassen<br />

<strong>und</strong> leicht salzen. Die Zwiebeln<br />

pellen <strong>und</strong> fein hacken. Die Butter<br />

in einem Topf schmelzen <strong>und</strong> die<br />

Zwiebeln darin glasig dünsten.<br />

300 ml <strong>Spargel</strong>fond abmessen, mit<br />

den <strong>Spargel</strong>scheiben <strong>und</strong> dem Zucker<br />

in den Topf geben. Die <strong>Spargel</strong>scheiben<br />

in 15 − 20 Minuten bei<br />

schwacher Hitze weich dünsten. In<br />

der Zwischenzeit die Fischfilets in<br />

jeweils 3 Stücke schneiden. Die<br />

Haut 3–4 mal einschneiden. Mit<br />

Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen. Die Butter<br />

in einer Pfanne zerlassen <strong>und</strong> die<br />

Fischstücke mit der Hautseite nach<br />

unten einlegen. Knusprig braten,<br />

dann wenden <strong>und</strong> fertig braten.<br />

Die <strong>Spargel</strong>scheiben in einen Mixer<br />

geben, fein pürieren, dabei<br />

nach <strong>und</strong> nach 300 − 400 ml <strong>Spargel</strong>fond<br />

zugießen.<br />

Die Suppe durch ein Sieb passieren<br />

<strong>und</strong> die Sahne unterrühren. Die<br />

Speisestärke mit etwas Wasser anrühren<br />

<strong>und</strong> mit dem Schneebesen<br />

unter die Suppe rühren. Einmal<br />

aufkochen lassen. Die eiskalte Butter<br />

mit dem Schneebesen unter<br />

die Suppe rühren. Mit Salz <strong>und</strong><br />

Pfeffer abschmecken.<br />

Die <strong>Spargel</strong>suppe mit dem gebratenen<br />

Fisch anrichten <strong>und</strong> mit Kerbelblättchen<br />

garniert servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

21 g Eiweiß, 28 g Fett, 6 g Kohlenhydrate,<br />

356 kcal (1486 kJ); 0,5 BE.<br />

INFO<br />

<strong>Spargel</strong> ist in drei<br />

unterschiedlichen<br />

Farbstufungen erhältlich.<br />

Durch die Sonne verfärben<br />

sich die zunächst vollständig<br />

mit Erde bedeckten weißen<br />

<strong>Spargel</strong>stangen violett <strong>und</strong><br />

später dann grün.<br />

Kalbssteak auf<br />

karamellisiertem<br />

<strong>Spargel</strong><br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

100 g Roggenbrot,<br />

1 kg weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

1 EL Butterschmalz,<br />

4 Kalbsrückensteaks (jeweils<br />

etwa 220 g; 2,5 cm dick),<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle,<br />

3 EL Butter,<br />

2 EL Rohrzucker,<br />

1 EL Zitronensaft.<br />

Den Backofen auf 120° C vorheizen.<br />

Das Roggenbrot in kleine Würfel<br />

schneiden <strong>und</strong> beiseitestellen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> schälen, die holzigen<br />

Enden abschneiden <strong>und</strong> den <strong>Spargel</strong><br />

schräg in etwa 4 cm breite Stücke<br />

schneiden. Die <strong>Spargel</strong>stücke<br />

ebenfalls beiseitestellen.<br />

Das Butterschmalz in einer Pfanne<br />

erhitzen. Die Steaks bei mittlerer<br />

Hitze beidseitig jeweils etwa 2 Minuten<br />

anbraten. Mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer<br />

würzen. Herausnehmen <strong>und</strong><br />

auf eine Platte legen. Die Steaks in<br />

der mittleren Schiene des heißen<br />

Ofens etwa 25 Minuten schmoren.<br />

Dann den Ofen ausschalten <strong>und</strong><br />

die Steaks etwa 10 Minuten im heißen<br />

Ofen ruhen lassen.<br />

1 EL Butter in derselben Pfanne erhitzen<br />

<strong>und</strong> die Brotwürfel darin<br />

rösten. Herausnehmen <strong>und</strong> beiseitestellen.<br />

Die restliche Butter erneut<br />

in der Pfanne erhitzen. Den<br />

<strong>Spargel</strong> <strong>und</strong> den Zucker zugeben<br />

<strong>und</strong> etwa 5 Minuten unter ständigem<br />

Rühren oder Schwenken karamellisieren.<br />

Den Zitronensaft zugeben,<br />

mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen<br />

<strong>und</strong> die Brotwürfel darüberstreuen.<br />

Auf vier vorgewärmten Tellern<br />

anrichten <strong>und</strong> die Kalbssteaks darauflegen.<br />

Sofort servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 St<strong>und</strong>e.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

62 g Eiweiß, 27 g Fett,<br />

28 g Kohlenhydrate,<br />

608 kcal (2537 kJ); 2,3 BE.<br />

10 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

11


GUTES VOM LAND<br />

<strong>Spargel</strong>risotto mit<br />

Kartoffeln<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für das Risotto:<br />

400 g weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

100 g dünner grüner <strong>Spargel</strong>,<br />

250 g festkochende Kartoffeln,<br />

80 g Zwiebeln,<br />

30 g Butter,<br />

250 g Risottoreis (z. B. Arborio),<br />

100 ml Weißwein,<br />

etwa 1,2 l heiße Gemüsebrühe,<br />

200 g Tomaten,<br />

20 g geriebener Parmesan,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle.<br />

Außerdem:<br />

20 g Butter in Stücken,<br />

30 g geriebener Parmesan,<br />

Kerbelblättchen zum<br />

Garnieren.<br />

lassen. Zwischendurch immer wieder<br />

umrühren. Heiße Gemüsebrühe<br />

zugießen, bis der Reis gerade<br />

bedeckt ist. Etwa 15 Minuten im<br />

offenen Topf köcheln lassen <strong>und</strong><br />

immer wieder so viel Brühe nachgießen,<br />

dass der Reis ständig leicht<br />

bedeckt ist. Zwischendurch umrühren,<br />

damit der Reis nicht anbrennt.<br />

Die Tomaten halbieren, Stielansatz<br />

<strong>und</strong> Samen entfernen. Das Fruchtfleisch<br />

in kleine Würfel schneiden.<br />

5 Minuten vor Garzeitende den<br />

grünen <strong>Spargel</strong>, die Tomaten <strong>und</strong><br />

den Parmesan unter das Risotto<br />

heben. 2 − 3 Minuten weiter köcheln<br />

lassen. Mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer<br />

abschmecken.<br />

Das Risotto anrichten, mit den Butterstückchen,<br />

dem Parmesan <strong>und</strong><br />

den Kerbelblättchen garnieren<br />

<strong>und</strong> sofort servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 St<strong>und</strong>e.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

15 g Eiweiß, 21 g Fett, 66 g Kohlenhydrate,<br />

530 kcal (2220 kJ); 5,5 BE.<br />

ALLES ÜBERS EINKOCHEN<br />

IN EINER ZEITSCHRIFT<br />

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Den <strong>Spargel</strong> schälen, die holzigen<br />

Enden abschneiden <strong>und</strong> den <strong>Spargel</strong><br />

schräg in etwa 1 cm breite Stücke<br />

schneiden. Vom grünen <strong>Spargel</strong><br />

das untere Ende abschneiden,<br />

waschen <strong>und</strong> die Stangen in etwa<br />

4 cm lange Stücke schneiden. Die<br />

Kartoffeln schälen <strong>und</strong> in 1 cm große<br />

Würfel schneiden. Die Zwiebeln<br />

pellen <strong>und</strong> fein würfeln.<br />

Die Butter in einer Kasserolle zerlassen<br />

<strong>und</strong> die Zwiebelstückchen<br />

darin glasig anschwitzen. Den weißen<br />

<strong>Spargel</strong> <strong>und</strong> die Kartoffeln zugeben<br />

<strong>und</strong> kurz mit anschwitzen.<br />

Den Reis zufügen <strong>und</strong> unter Rühren<br />

glasig werden lassen. Mit dem<br />

Wein ablöschen <strong>und</strong> die Flüssigkeit<br />

im offenen Topf verdampfen<br />

Ab 11. März ist diese Ausgabe im Handel erhältlich!<br />

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12 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

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Jetzt ist wieder <strong>Spargel</strong>zeit.<br />

Genießen Sie die köstlichen<br />

schlanken Stangen frisch<br />

<strong>und</strong> sichern Sie sich<br />

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Vorrat für später!<br />

Schätze<br />

GLAS<br />

<strong>Spargel</strong>sirup<br />

)Rezept für 6 Saftflaschen(<br />

à ¼ l Inhalt<br />

Zutaten:<br />

1 kg <strong>Spargel</strong>schalen<br />

oder -abschnitte,<br />

1 l Wasser,<br />

Salz, 1 Prise Zucker,<br />

800 g Zucker,<br />

1 EL Zitronensäure<br />

(ersatzweise 80 ml Zitronensaft).<br />

Die <strong>Spargel</strong>schalen <strong>und</strong> -abschnitte<br />

kalt abbrausen <strong>und</strong> abtropfen<br />

lassen. Mit dem Wasser, etwas Salz<br />

<strong>und</strong> Zucker in einen Topf geben,<br />

aufkochen <strong>und</strong> 10 Minuten köcheln<br />

lassen. Ein Sieb mit einem<br />

Tuch auslegen, über einen entsprechend<br />

weiten Topf geben <strong>und</strong><br />

die Schalen hineingießen, leicht<br />

ausdrücken. Es ergibt etwa 800 ml<br />

<strong>Spargel</strong>sud.<br />

Zucker <strong>und</strong> Zitronensäure oder<br />

- saft zum <strong>Spargel</strong>sud geben. Aufkochen<br />

<strong>und</strong> köcheln lassen, bis<br />

sich der Zucker vollständig gelöst<br />

hat.<br />

Den Sirup in vorbereitete saubere<br />

Saftflaschen füllen. Nach Vorschrift<br />

mit Glasdeckel, Gummiring <strong>und</strong><br />

Einweck-Klammern verschließen.<br />

Im 90° C-heißen Wasserbad 30 Minuten<br />

einkochen.<br />

Sehr gut schmeckt der Sirup mit<br />

Mineralwasser oder auch Prosecco.<br />

Dafür etwa 20 ml <strong>Spargel</strong>sirup<br />

auf 100 ml Prosecco dosieren, mit<br />

einer halbierten Erdbeere <strong>und</strong><br />

Fruchtsalbeiblüten garniert servieren.<br />

Zubereitungszeit: 30 Minuten,<br />

zusätzlich 30 Minuten Einkochzeit<br />

bei 90° C.<br />

Pikanter <strong>Spargel</strong><br />

)Rezept für 2 WECK®-Gläser(<br />

Zylinderform à 600 ml Inhalt<br />

Zutaten:<br />

800 g weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

150 ml milder Weißweinessig,<br />

450 ml Wasser,<br />

30 g Zucker,<br />

5 g Salz,<br />

4 kleine Chilischoten,<br />

4 kleine Lorbeerblätter,<br />

4 kleine Thymianzweige.<br />

Von den <strong>Spargel</strong>stangen das untere<br />

holzige Ende abschneiden, die<br />

Stangen mit einem Sparschäler<br />

von oben nach unten schälen, dabei<br />

dicht unter dem Kopf ansetzen<br />

<strong>und</strong> nach unten hin dicker schälen.<br />

Reichlich Wasser aufkochen, den<br />

geschälten <strong>Spargel</strong> einlegen <strong>und</strong><br />

5 Minuten blanchieren. Herausheben<br />

<strong>und</strong> gut abtropfen lassen.<br />

Den Essig mit dem Wasser, Zucker<br />

<strong>und</strong> Salz erhitzen, bis sich die Salzkristalle<br />

gelöst haben. Abkühlen<br />

lassen. Die <strong>Spargel</strong>stangen aus<br />

dem Wasser nehmen <strong>und</strong> mit den<br />

Chilischoten, Lorbeerblättern <strong>und</strong><br />

den Thymianzweigen in die Gläser<br />

schichten. Den Essigsud angießen.<br />

Die Gläser mit Einkochring, Glas -<br />

deckel <strong>und</strong> Einweck-Klammern verschließen.<br />

Im 100° C-heißen Wasserbad<br />

60 Minuten einkochen.<br />

Aus dem Einkochtopf nehmen <strong>und</strong><br />

abkühlen lassen. Erkaltet die Klammern<br />

entfernen.<br />

Zubereitungszeit: 30 Minuten,<br />

zusätzlich 60 Minuten Einkochzeit<br />

bei 100° C.<br />

Nährwert pro Glas ca.: 16 g Eiweiß,<br />

1 g Fett, 50 g Kohlenhydrate,<br />

311 kcal (1289 kJ); 4,2 BE.<br />

Appetit bekommen auf<br />

weitere Einkochrezepte?<br />

Dann schauen Sie doch in<br />

unser WECK LandJournal.<br />

Jetzt im Handel erhältlich.<br />

Weitere Informationen<br />

erhalten Sie auf Seite 13.<br />

14 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

15


Fruchtiger Genuss<br />

Im offenen Kupferkessel gekocht <strong>und</strong> in kleinen<br />

Mengen handgerührt sind die Konfitüren von Faller.<br />

Durch das traditionelle Verfahren entsteht ein ganz<br />

besonderer Geschmack<br />

− wie<br />

hausgemacht.<br />

Bei der Herstellung<br />

verwendet<br />

Faller<br />

statt Zitronensäure<br />

ausschließlich Zitronensaft.<br />

Speziell im Frühjahr<br />

gibt es die Sorte „Roter<br />

Rhabarber extra“.<br />

(450-g-Glas ca. 4,00 €)<br />

Marktbummel<br />

<strong>Frisch</strong>e Kräuter<br />

Das Bewässerungssystem<br />

der Fresh<br />

Herbs Kräutertöpfe<br />

von emsa hält Kräuter<br />

lange frisch. Eine<br />

Blume dient als Wasserstandsanzeiger<br />

<strong>und</strong> gibt an, wann<br />

es wieder Zeit zum<br />

Gießen ist. Erhältlich<br />

sind sie in den Farben<br />

Weiß, Granit,<br />

Grün <strong>und</strong> Pink.<br />

(Ca. 10 €)<br />

In Erinnerungen schwelgen<br />

Passend zu seinem 135-jährigen Firmenjubiläum hat<br />

Appel vier Sorten der Heringsfilets den Originalrezepten<br />

aus den 30er-Jahren nachempfungen.<br />

Die Heringsfiletdosen„Lukullus-“, „Merowinger-“,<br />

„Melissa-“ <strong>und</strong> „Tartaren-Sauce“ zeigen außerdem<br />

historische Motive.<br />

(Je ca. 1,49 €)<br />

Klein, aber fein<br />

Der Minischneider von Lurch zaubert blitzschnell<br />

Miniwürfel aus Knoblauch, Radieschen, Cornichons<br />

& Co. für Remouladen <strong>und</strong> vieles mehr. Der Küchenhelfer<br />

besitzt zwei austauschbare<br />

Klingeneinsätze − für Würfel oder<br />

Scheiben − <strong>und</strong> einen herausnehmbaren<br />

Auffangbehälter.<br />

(Ca. 14,90 €)<br />

Standfest<br />

Die Gartengrills „Opus“ (mit ovalem Sockel)<br />

<strong>und</strong> „Magic“ (mit quadratischem Sockel) aus der<br />

bbq-Serie von Buschbeck werden aus hochwertigem,<br />

gewaschenem Quarzbeton gefertigt <strong>und</strong><br />

müssen nicht verputzt oder<br />

gestrichen werden. Für die<br />

Selbstaufbau-Modelle<br />

gibt es passende<br />

Auflagen in Edelstahl<br />

oder Massivholz.<br />

(In Baumärkten;<br />

ca. 599 €; Auflagen<br />

79 − 99 €)<br />

Würzige Exoten<br />

Für Schärfe bei der nächsten Grillparty<br />

sorgen drei HEINZ Feinkostsoßen.<br />

„Spanish Creamy & Spicy“ verleiht jedem Gericht<br />

andalusische-milde Schärfe, die tomatig süßscharfe<br />

„Moroccan Sweet & Hot“ schmeckt zu Geflügel,<br />

Steaks <strong>und</strong> anderen Gerichten <strong>und</strong> feurigscharf<br />

wird es mit der „Mexican Smokey & Fiery“.<br />

(220-ml-Flasche ca. 1,89 €)<br />

Allro<strong>und</strong>er<br />

Nicht nur für <strong>Familie</strong>n ist die Deli Reform „für meine<br />

<strong>Familie</strong>“ gedacht. Der Brotaufstrich ist universell einsetzbar:<br />

aufs Brot, zum Kochen, Braten <strong>und</strong><br />

Backen. Sie ist frei von Konservierungsstoffen,<br />

enthält<br />

Vitamin D <strong>und</strong> E <strong>und</strong><br />

essentielle Omega-3-<br />

<strong>und</strong> Omega-6-Fettsäuren.<br />

(500-g-Becher<br />

ca. 0,99 €)<br />

Mit Liebe gemacht<br />

Kuchen <strong>und</strong> Torten lassen sich einfach mit dem<br />

Velvet Rollfondant <strong>und</strong> den Lebensmittelstiften<br />

von RBV Birkmann verzieren. Der Fondant ist in<br />

vielen Farben erhältlich <strong>und</strong> eignet sich zum Einschlagen<br />

von Torten. Außerdem lässt er sich prägen,<br />

formen <strong>und</strong> bemalen. (Packung mit 2 x 250-g-Beuteln<br />

Fondant ca. 8,95 €; Stifte ca. 12,95 €)<br />

Die vorgestellten Lebensmittel erhalten Sie im Lebensmittel-<br />

Einzel handel. Den Herstellernachweis für die übrigen Artikel<br />

finden Sie auf Seite 153. Bei den in Klammern angegebenen<br />

Produktpreisen handelt es sich um die unverbindlichen<br />

Preisempfehlungen derHersteller.<br />

16 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


Alles Liebe<br />

zum<br />

Muttertag<br />

Der US-Amerikanerin<br />

Anna Marie Jarvis haben wir es zu verdanken,<br />

dass es den Muttertag − so wie<br />

wir ihn heute kennen − überhaupt<br />

gibt. Am 12. Mai 1907 veranstaltete<br />

sie zu Ehren ihrer verstorbenen<br />

Mutter ein „Memorial Mothers<br />

Day Meeting“.<br />

Der Muttertag war<br />

geboren.<br />

Erdbeere <strong>und</strong> Rhabarber − kaum ein Paar harmoniert besser als dieses.<br />

Ohne Streit <strong>und</strong> Zankerei vereinen sie sich auf Kuchen, in Torten oder als Dessert.<br />

Eine süß-saure Überraschung also für alle Muttis, die an ihrem großen Tag<br />

etwas Besonderes verdient haben.<br />

Zutaten für den Teig:<br />

160 g weiche Butter,<br />

125 g Zucker,<br />

1 EL Vanillezucker,<br />

4 Eigelb,<br />

200 g Mehl,<br />

40 g Speisestärke,<br />

2 TL Backpulver,<br />

160 g Buttermilch.<br />

Für den Belag:<br />

450 g Rhabarber,<br />

4 Eiweiß,<br />

1 TL Zitronensaft,<br />

1 Prise Salz,<br />

180 g Puderzucker,<br />

60 g gemahlene, geschälte<br />

Mandeln.<br />

Rhabarber- Baiser-Kuchen<br />

(Rezept für 8 Stücke)<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. Die Springform<br />

von 24 cm Ø mit Backpapier<br />

auslegen. Für den Teig die Butter<br />

mit dem Zucker <strong>und</strong> dem Vanillezucker<br />

cremig rühren. Die Eigelbe<br />

nacheinander unterquirlen.<br />

Das Mehl mit der Stärke <strong>und</strong> dem<br />

Backpulver mischen. Abwechselnd<br />

mit der Buttermilch unter den Teig<br />

rühren. Die Masse in die vorbereitete<br />

Form füllen <strong>und</strong> glatt streichen.<br />

Im heißen Ofen etwa 30 Minuten<br />

goldbraun backen. Stäbchenprobe<br />

durchführen. Herausnehmen <strong>und</strong><br />

auskühlen lassen. Die Temperatur<br />

des Ofens auf 160° C (Gas Stufe 1 ½)<br />

reduzieren.<br />

Den Rhabarber waschen, die Fäden<br />

abziehen <strong>und</strong> in etwa 1,5 cm<br />

große Stücke schneiden. Die Eiweiße<br />

mit dem Zitronensaft <strong>und</strong> dem<br />

Salz zu steifem Eischnee schlagen.<br />

Dabei den Puderzucker einrieseln<br />

lassen <strong>und</strong> gut unterschlagen. Die<br />

Mandeln <strong>und</strong> den Rhabarber unterheben<br />

<strong>und</strong> die Masse auf dem<br />

Kuchenboden verteilen.<br />

Für weitere 20 − 25 Minuten backen.<br />

Herausnehmen, auskühlen<br />

lassen, dann aus der Form lösen.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

9 g Eiweiß, 25 g Fett, 48 g Kohlenhydrate,<br />

450 kcal (1885 kJ).<br />

18 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


MUTTERTAG<br />

Erdbeer-Cupcakes mit<br />

weißer Schokolade<br />

(Rezept für 12 Stück)<br />

Zutaten für den Teig:<br />

400 g Erdbeeren,<br />

175 g weiche Butter,<br />

150 g Zucker,<br />

4 Eier,<br />

Saft einer Bio-Zitrone,<br />

abgeriebene Schale<br />

einer Bio-Zitrone,<br />

175 g Mehl,<br />

40 g gemahlene Mandeln,<br />

½ TL Backpulver.<br />

Zutaten für das Topping:<br />

250 g weiße Kuvertüre,<br />

125 g Sahne,<br />

100 g <strong>Frisch</strong>käse.<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. Die Mulden<br />

eines Muffinblechs mit Papierförmchen<br />

auslegen.<br />

Die Erdbeeren mit kaltem Wasser<br />

abbrausen, putzen <strong>und</strong> gut abtropfen<br />

lassen. Etwa 5 Stück fein<br />

pürieren <strong>und</strong> das Püree kalt stellen.<br />

Den Rest in kleine Stücke schneiden.<br />

Davon wiederum etwa 150 g<br />

zum Garnieren beiseitestellen.<br />

Für den Teig die Butter mit dem<br />

Zucker schaumig schlagen. Die<br />

Eier mit dem Zitronensaft <strong>und</strong> der<br />

-schale verquirlen <strong>und</strong> zusammen<br />

mit dem Mehl, den Mandeln <strong>und</strong><br />

dem Backpulver unter die Buttermasse<br />

rühren.<br />

Die Erdbeeren unterheben <strong>und</strong> in<br />

die Muffinförmchen füllen. Im heißen<br />

Ofen etwa 25 Minuten goldbraun<br />

backen. Herausnehmen <strong>und</strong><br />

auskühlen lassen.<br />

In der Zwischenzeit für die Creme,<br />

die Kuvertüre grob hacken <strong>und</strong> in<br />

eine Schüssel geben. Die Sahne<br />

aufkochen <strong>und</strong> über die Schokolade<br />

gießen. So lange rühren, bis die<br />

Schokolade geschmolzen ist. Etwa<br />

30 Minuten kalt stellen <strong>und</strong> anschließend<br />

cremig aufschlagen.<br />

Den <strong>Frisch</strong>käse glatt rühren <strong>und</strong><br />

mit dem Erdbeerpüree unter die<br />

Schokocreme ziehen. In einen<br />

Spritzbeutel mit Lochtülle füllen<br />

<strong>und</strong> auf die Cupcakes spritzen. Mit<br />

den übrigen Erdbeeren dekoriert<br />

servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Kühlzeit.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

7 g Eiweiß, 29 g Fett, 39 g Kohlenhydrate,<br />

439 kcal (1838 kJ).<br />

Tipps zur Lagerung<br />

von Erdbeeren<br />

finden Sie<br />

auf Seite 45.<br />

Erdbeer-Herz-Küchlein<br />

(Rezept für 8 Stücke)<br />

Zutaten für den Teig:<br />

100 g weiche Butter,<br />

100 g Zucker,<br />

3 Eigelb,<br />

3 Eiweiß,<br />

1 Prise Salz,<br />

125 g gemahlene<br />

geschälte Mandeln,<br />

2 EL Mehl,<br />

1 TL Backpulver.<br />

Für den Belag:<br />

6 Blatt Gelatine,<br />

200 ml weißer Portwein,<br />

30 g Zucker,<br />

einige schwarze Pfefferkörner,<br />

500 g Magerquark,<br />

200 g Sahne,<br />

150 g Erdbeeren.<br />

Außerdem:<br />

Butter für die Form,<br />

Puderzucker zum Besieben.<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. Eine herzförmige<br />

Backform (alternativ eine<br />

Springform von 24 cm Ø) mit Butter<br />

ausfetten.<br />

Die Butter in eine Schüssel geben.<br />

Den Zucker <strong>und</strong> die Eigelbe hin -<br />

zugeben <strong>und</strong> so lange mit den<br />

Schneebesen des Handrührgeräts<br />

rühren, bis die Masse heller wird.<br />

Die Eiweiße mit dem Salz in einer<br />

zweiten Schüssel steif schlagen.<br />

Die Mandeln, das Mehl <strong>und</strong> das<br />

Backpulver mischen. Abwechselnd<br />

mit dem Eischnee unter die Buttermasse<br />

heben. Den Teig in die vorbereitete<br />

Form füllen <strong>und</strong> im heißen<br />

Ofen in der unteren Hälfte<br />

etwa 30 Minuten backen. Dann die<br />

Hitze auf 160° C (Gas Stufe 1 ½) reduzieren<br />

<strong>und</strong> in etwa 15 Minuten<br />

fertig backen. Herausnehmen, etwas<br />

auskühlen lassen, dann die<br />

Form entfernen. Auf einem Kuchengitter<br />

auskühlen lassen.<br />

Für den Belag die Gelatine in kaltem<br />

Wasser einweichen. Den Portwein<br />

mit dem Zucker <strong>und</strong> den zerdrückten<br />

Pfefferkörnern aufkochen<br />

<strong>und</strong> auf etwa 100 ml Flüssigkeit<br />

einkochen. Dann die Mischung<br />

durch ein Sieb in eine Schüssel gießen.<br />

Die Gelatine ausdrücken <strong>und</strong> in<br />

der heißen Flüssigkeit unter Rühren<br />

auflösen. 3 EL Quark zugeben<br />

<strong>und</strong> gut verrühren. Dann den restlichen<br />

Quark untermischen. Die<br />

Masse kühl stellen, bis sie am Rand<br />

leicht fest wird. Die Creme glatt<br />

rühren. Die Sahne halb steif schlagen,<br />

unter die Creme ziehen <strong>und</strong><br />

zugedeckt im Kühlschrank etwa<br />

3 St<strong>und</strong>en fest werden lassen.<br />

Die Creme glatt rühren, in einen<br />

Spritzbeutel mit gezackter Tülle<br />

(16 mm Ø) füllen. Den Tortenboden<br />

komplett mit Rosetten verzieren.<br />

Die Erdbeeren waschen, trocken<br />

tupfen <strong>und</strong> halbieren. Am Rand<br />

des Kuchen arrangieren. Mit Puderzucker<br />

besiebt servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¾ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Kühlzeit.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

13 g Eiweiß, 30 g Fett,<br />

26 g Kohlenhydrate,<br />

459 kcal (1921 kJ).<br />

20 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


MUTTERTAG<br />

Käsekuchen mit<br />

Rhabarber<br />

(Rezept für 9 Stücke)<br />

Zutaten für den Teig:<br />

300 g Mehl,<br />

75 g Puderzucker,<br />

1 Prise Salz,<br />

150 g Butter,<br />

1 Eigelb (M).<br />

Für die Käsemasse:<br />

500 g Rhabarber,<br />

100 g Zucker,<br />

1 Päckchen Vanillezucker,<br />

1 Päckchen Vanillepudding -<br />

pulver,<br />

1 Prise Salz,<br />

3 Eier (M),<br />

500 g Magerquark,<br />

60 g feiner Maisgrieß,<br />

1 TL Backpulver.<br />

Außerdem:<br />

Butter <strong>und</strong> Semmelbrösel<br />

für die Form,<br />

Puderzucker zum Besieben.<br />

glatt rühren. Den Quark unterrühren.<br />

Den Maisgrieß mit dem Backpulver<br />

mischen <strong>und</strong> unter die<br />

Quarkmasse heben. Dann die Rhabarberstücke<br />

untermischen.<br />

Die gefettete Springform mit dem<br />

Mürbeteig auskleiden. Die Käsemasse<br />

einfüllen, die Oberfläche<br />

glatt streichen <strong>und</strong> im heißen Backofen<br />

40 − 45 Minuten backen. Herausnehmen<br />

<strong>und</strong> in der Form abkühlen<br />

lassen. Die Form entfernen<br />

<strong>und</strong> in 9 Stücke schneiden. Mit<br />

Puderzucker besiebt servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Kühlzeit.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

15 g Eiweiß, 18 g Fett, 55 g Kohlenhydrate,<br />

446 kcal (1868 kJ).<br />

Weitere<br />

Informationen<br />

zu Rhabarber<br />

finden Sie<br />

ab Seite 26.<br />

Rhabarber-<br />

Schokoladen-Kuchen<br />

(Rezept für 8 Stücke)<br />

Zutaten:<br />

150 g weiche Butter,<br />

200 g Zucker,<br />

1 Prise Salz,<br />

4 Eier,<br />

400 g Rhabarber,<br />

50 g Zartbitterschokolade,<br />

250 g Mehl,<br />

1 TL Backpulver.<br />

Für die Verzierung:<br />

50 g Zartbitterschokolade,<br />

60 g Butter,<br />

1 Päckchen Vanillezucker,<br />

50 g Doppelrahmfrischkäse.<br />

Außerdem:<br />

Butter für die Form.<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. Eine Springform<br />

von 24 cm Ø mit Butter ausfetten.<br />

Die Butter, den Zucker <strong>und</strong><br />

das Salz schaumig rühren. Die Eier<br />

einzeln nach <strong>und</strong> nach unterrühren,<br />

etwa 5 Minuten weiterrühren,<br />

bis die Masse heller wird.<br />

Den Rhabarber waschen, putzen<br />

<strong>und</strong> in etwa 2 cm lange Stücke<br />

schneiden (ergibt etwa 300 g). Die<br />

Schokolade grob hacken. Die Rhabarberstücke,<br />

das Mehl, die Schokolade<br />

<strong>und</strong> das Backpulver unter<br />

den Teig mischen, dann in die vorbereitete<br />

Form füllen.<br />

In der Mitte des heißen Ofens etwa<br />

50 Minuten backen. Herausnehmen,<br />

etwas abkühlen lassen, dann<br />

die Form entfernen <strong>und</strong> auf einem<br />

Kuchengitter auskühlen lassen.<br />

Für die Verzierung die Schokolade<br />

grob hacken <strong>und</strong> über einem<br />

nur leicht siedenden Wasserbad<br />

schmelzen. Glatt rühren <strong>und</strong> etwas<br />

abkühlen lassen.<br />

Die Butter, die Schokolade <strong>und</strong><br />

den Vanillezucker mit den Schneebesen<br />

des Handrührgeräts etwa<br />

2 Minuten verrühren. Den <strong>Frisch</strong>käse<br />

unterrühren. Die Masse in<br />

einen Spritzbeutel mit gezackter<br />

Tülle (9 mm Ø) füllen <strong>und</strong> etwa<br />

10 Minuten kühl stellen. Dann den<br />

Kuchen ringsum mit Schokoladen-<br />

Rosetten verzieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¾ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Wartezeiten.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

9 g Eiweiß, 32 g Fett, 55 g Kohlenhydrate,<br />

546 kcal (2288 kJ).<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. Eine quadratische<br />

Springform von 24 x 24 cm<br />

gut ausfetten <strong>und</strong> mit den Semmelbröseln<br />

ausstreuen.<br />

Das Mehl mit dem Puderzucker<br />

<strong>und</strong> dem Salz vermischen. Die Butter<br />

in Stücken zugeben <strong>und</strong> die Zutaten<br />

krümelig reiben. Das Eigelb<br />

hinzufügen <strong>und</strong> alles zu einem geschmeidigen<br />

Teig verarbeiten. Eine<br />

Kugel formen, in Folie wickeln <strong>und</strong><br />

1 St<strong>und</strong>e kühl stellen.<br />

In der Zwischenzeit den Rhabarber<br />

putzen <strong>und</strong> in etwa 1 cm große<br />

Stücke schneiden. Für die Käsemasse<br />

Zucker, Vanillezucker, Puddingpulver,<br />

Salz <strong>und</strong> die Eier in<br />

eine Schüssel geben. Alles mit den<br />

Rührbesen des Handrührgerätes<br />

22 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


RÖMERTOPF ®<br />

Grießbrei mit Rhabarber-Erdbeer-Kompott<br />

(Rezept für 4 Gläser)<br />

Zutaten für den Grießbrei:<br />

400 ml Milch,<br />

½ TL abgeriebene Schale<br />

einer Bio-Zitrone,<br />

2 EL Zucker,<br />

1 EL Vanillezucker,<br />

4 − 5 EL Weichweizengrieß.<br />

Für das Kompott:<br />

250 g Erdbeeren,<br />

250 g Rhabarber,<br />

3 EL Zucker,<br />

Mark einer halben<br />

Vanilleschote,<br />

2 EL Zitronensaft,<br />

1 TL Speisestärke,<br />

50 ml klarer Apfelsaft.<br />

Für den Grießbrei die Milch mit der<br />

Zitronenschale, dem Zucker <strong>und</strong><br />

dem Vanillezucker in einen Topf<br />

geben <strong>und</strong> zum Kochen bringen.<br />

Den Grieß einrieseln lassen <strong>und</strong> bei<br />

kleiner Hitze unter gelegentlichem<br />

Rühren ausquellen lassen. Den fertigen<br />

Grießbrei auf vier Dessertgläser<br />

verteilen (z. B. WECK®-Einkochgläser<br />

Sturzform 290 ml Inhalt) <strong>und</strong><br />

abkühlen lassen.<br />

Für das Kompott die Erdbeeren<br />

<strong>und</strong> den Rhabarber putzen, waschen,<br />

in m<strong>und</strong>gerechte Stücke<br />

schneiden. Mit dem Zucker, dem<br />

Vanillemark, 2 − 3 EL Wasser <strong>und</strong><br />

dem Zitronensaft in einem Topf<br />

zum Kochen bringen. Etwa 5 Minuten<br />

bei mittlerer Hitze köcheln lassen.<br />

Die Stärke mit dem Apfelsaft<br />

glatt rühren <strong>und</strong> das Kompott damit<br />

leicht binden. Das Kompott<br />

gleichmäßig auf dem Grießbrei<br />

verteilen <strong>und</strong> nach Belieben lauwarm<br />

oder kalt servieren.<br />

Zubereitungszeit: 50 Minuten.<br />

Nährwert pro Glas ca.:<br />

5 g Eiweiß, 4 g Fett,<br />

34 g Kohlenhydrate,<br />

202 kcal (848 kJ).<br />

BUCHTIPP<br />

Süße Überraschungen<br />

Schokoladenmacarons mit salziger<br />

Karamellsoße, Marshmallows<br />

mit Kirscharoma <strong>und</strong> andere<br />

extravagante Versuchungen −<br />

hört sich das nicht herrlich an?<br />

In diesem Buch finden Sie weitere<br />

Rezepte, die Ihrer Mama den<br />

Gaumen verzaubern werden.<br />

Manuela Kjeilen:<br />

Die Backfee. Zuckersüß<br />

frechverlag, 24,95 €.<br />

ISBN 978-3-772473746<br />

Kulinarisches<br />

QUIZ<br />

MAI<br />

Testen Sie Ihr Wissen<br />

r<strong>und</strong> um die Küche.<br />

Wir stellen Ihnen einige<br />

Fragen zu verschie denen<br />

Themen dieses <strong>Ratgeber</strong>s.<br />

Sie suchen sich aus den<br />

drei möglichen Antworten<br />

die richtige heraus,<br />

nehmen den dazugehöri -<br />

gen Lösungs buchstaben<br />

<strong>und</strong> bilden damit das<br />

Lösungswort. Raten Sie<br />

mit <strong>und</strong> gewinnen Sie!<br />

1. Woher kommt der<br />

Serrano-Schinken? Aus ...<br />

nP ... Italien.<br />

nG ... Spanien.<br />

nT ... dem Schwarzwald.<br />

2. Chorizo ist ...<br />

nA ... eine herzhafte Vorspeise<br />

aus Katalonien.<br />

nL ... eine spanische, mit Paprika<br />

<strong>und</strong> Knoblauch gewürzte<br />

Rohwurst aus Schweinefleisch.<br />

nE ... ein spanischer Käse, der vier<br />

Monate in Höhlen reift.<br />

3. Welche Gewürze sind u. a. in<br />

Garam Masala enthalten?<br />

nA Schwarzer Kardamom <strong>und</strong><br />

Gewürznelken<br />

nL Paprika edelsüß <strong>und</strong> Sternanis<br />

nR Hirschhornsalz <strong>und</strong><br />

Senfkörner<br />

25 multifunktionale Bräter<br />

Ob Backofen oder Mikrowelle − der multifunktionale<br />

Römertopf®-Bräter in r<strong>und</strong>er oder quadratischer<br />

Form überlässt dem Koch die Entscheidung. Mit<br />

einem Fassungsvermögen von 2 Kilogramm ist der<br />

Bräter für Portionen von zwei bis vier Personen geeignet.<br />

Übrig gebliebene Gerichte können sogar im<br />

DAS ORIGINA ORIGINAL<br />

Kochen in der<br />

Mikrowelle<br />

e<br />

RÖMERT<br />

OPF ® – natürlich kochen,<br />

ges<strong>und</strong> genießen<br />

Kühlschrank darin aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen in der Mikrowelle<br />

sollte einfach der Deckel unter fließendes Wasser gehalten<br />

werden, damit sich die Poren des Tons vollsaugen <strong>und</strong> während<br />

des Erhitzens Feuchtigkeit abgeben.<br />

Weitere Infos über das schonende<br />

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Mikrowelle“ im Wert von 40 €.<br />

4. In welchen Gefäßen bleiben<br />

Speisen besonders lange<br />

warm?<br />

nO In Glasbehältern<br />

nM In Porzellanterrinen<br />

nS In Töpfen aus Naturton<br />

5. Welche Rhabarbersorte hat<br />

ein sehr mildes Aroma?<br />

nU Rotstieliger Himbeer-<br />

Rhabarber<br />

nM Gelbstieliger<br />

Aprikosen-Rhabarber<br />

nI Grünstieliger Stachelbeer-<br />

Rhabarber<br />

6. Die Spitzen von weißem<br />

<strong>Spargel</strong> färben sich violett, ...<br />

nA ... wenn sie nach dem 24. Juni<br />

(Johannistag) geerntet werden.<br />

nN ... wenn die <strong>Spargel</strong>stangen zu<br />

kurz sind oder beim Stechen<br />

abgebrochen wurden.<br />

nR ... wenn sie Kontakt mit<br />

Sonnenlicht haben.<br />

Lösungswort<br />

n 1 n 2 n 3 n 4 n 5 n6<br />

Es gilt das Lösungswort zu finden, das aus<br />

den Lösungsbuchstaben der richtigen<br />

Antworten zusam menzusetzen ist.<br />

Geben Sie uns dieses per Telefon unter<br />

der Nummer<br />

01378 9090 1011<br />

durch (ein Anruf aus dem deutschen<br />

Festnetz kostet 0,50 €, ggf. abweichende<br />

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Sie können uns das Lösungswort auch auf<br />

einer ausreichend frankierten Postkarte<br />

schicken mit dem Kennwort<br />

„Kulinarisches Quiz 5“.<br />

Adresse, Teilnahmebedingungen sowie<br />

Einsendeschluss auf Seite 155.<br />

24 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

25


IM KÜCHENGARTEN<br />

Rhabarber<br />

Ohne Zucker ungenießbar,<br />

gut gesüßt ein Gedicht!<br />

Wer Rhabarber im Garten<br />

hat, kann dieser Tage<br />

Stängel um Stängel der<br />

sauren Delikatesse ernten<br />

<strong>und</strong> daraus die köstlichsten<br />

Kuchen, Kompotte oder<br />

Konfitüren zaubern.<br />

An Johanni ist Schluss!<br />

Endlich wieder Rhabarberzeit! Die<br />

ersten Stängel des sauren Gemüses<br />

(tatsächlich zählt Rhabarber<br />

nicht zum Obst, sondern zu den<br />

Stielgemüsearten) haben eilige<br />

Gärtner bereits im März/April probiert.<br />

Wer warten konnte oder das<br />

Vortreiben schlichtweg vergessen<br />

hat, darf sich nun endlich auf Körbe<br />

voller sauer-saftiger Rhabarberstangen<br />

freuen. Damit keine, später<br />

faulenden, Stummel stehen<br />

bleiben, werden die Blätter samt<br />

Stiel nicht abgeschnitten, sondern<br />

mit einem kräftigen Ruck aus der<br />

Erde gedreht. Etwa ein Drittel der<br />

Rhabarberstaude dürfen Sie so auf<br />

einen Schwung ernten. Anschließend<br />

sollte man der Pflanze 10 bis<br />

14 Tage Zeit für die Bildung neuer<br />

Triebe gönnen. Am 24. Juni, dem<br />

Johannistag, endet traditionell die<br />

Rhabarbersaison – <strong>und</strong> das nicht<br />

ohne Gr<strong>und</strong>: Die Stauden würden<br />

sonst zu sehr geschwächt <strong>und</strong><br />

könnten die für den Winter dringend<br />

nötigen Reservestoffe kaum<br />

mehr rechtzeitig einlagern.<br />

Auch die Qualität der Stangen lässt<br />

ab Ende Juni deutlich nach. So<br />

beinhaltet zu spät geernteter Rhabarber<br />

vermehrt Oxalsäure, eine<br />

Substanz, die zwar nicht giftig, aber<br />

in größeren Mengen unges<strong>und</strong> ist<br />

<strong>und</strong> im schlimmsten Falle die Bildung<br />

von Nierensteinen begünstigt.<br />

Während der regulären Erntezeit<br />

halten sich die Oxalsäurewerte<br />

meist in Grenzen, vor allem, wenn<br />

die Stiele möglichst jung, sprich<br />

sofort nach der Blattentfaltung gepflückt,<br />

sorgfältig geschält <strong>und</strong> in<br />

kochendem Wasser kurz blanchiert<br />

werden.<br />

Kompost für neue Kraft<br />

Generell gilt: Je milder Rhabarber<br />

ist, desto weniger Oxalsäure steckt<br />

in seinen Stangen. Viele Gärtner<br />

bevorzugen daher rotstielige Sorten,<br />

die deutlich weniger sauer als<br />

Sorten mit grünen Stielen schmecken.<br />

Als besonders mild gilt der<br />

sogenannte „Himbeer-Rhabarber“,<br />

Rotstielige Sorten wie 'Holsteiner<br />

Blut' enthalten weniger Oxal säure<br />

<strong>und</strong> schmecken dadurch milder.<br />

zum Beispiel die Sorte 'Frambozen<br />

Rood', deren Stängel nicht nur eine<br />

rote Schale, sondern auch durch<br />

<strong>und</strong> durch rotes Fruchtfleisch besitzen.<br />

Nach der letzten Ernte Ende Juni<br />

startet die Rhabarberstaude in ihre<br />

wohlverdiente Erholungszeit. Jetzt<br />

ist der Gärtner in der Pflicht, die<br />

sichtlich erschöpfte Pflanze wieder<br />

aufzupäppeln, mit etwa 10 Liter reifem<br />

Kompost für Nachschub an<br />

Nährstoffen sowie mit gelegent -<br />

lichem, dann aber durchdringendem<br />

Wässern für ausreichend<br />

feuchten Boden zu sorgen. Gut gestärkt<br />

geht’s ab September in die<br />

Ruhepause. Langsam sammelt die<br />

Rhabarberstaude nun ihre Reservestoffe<br />

im Wurzelstock, während<br />

die Blätter immer welker <strong>und</strong> weniger<br />

werden. Zurückgezogen im<br />

Boden übersteht das robuste Dauergemüse<br />

selbst den härtesten<br />

Winter ohne Probleme <strong>und</strong> lässt<br />

bereits im März mit dicken, neuen<br />

Knospen auf den nächsten Erntesegen<br />

hoffen.<br />

Wer auf besonders reiche Ernten<br />

hofft, sollte sich an die meist<br />

wüchsigeren grünstieligen<br />

Sorten halten.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

27


<strong>Ratgeber</strong> Natur!<br />

So facettenreich<br />

wie Flora, Fauna<br />

<strong>und</strong> das Leben!<br />

Mit dem Spaten wird der ausgegrabene<br />

Wurzelstock in mehrere,<br />

mindestens eine Knospe aufweisende<br />

Stücke geteilt.<br />

Antreiben unter Ton<br />

Zwar liebt Rhabarber die Sonne,<br />

doch wird es ihm im Sommer bisweilen<br />

zu heiß. Im Garten gedeiht<br />

die Pflanze daher am besten unter<br />

hohen Obstgehölzen, deren kahles<br />

Geäst im Frühjahr viel Licht<br />

durchlässt <strong>und</strong> die durch ihr Blätterdach<br />

im Sommer angenehmen<br />

Schatten spenden. Bis zu acht<br />

Jahre lang bringt eine Rhabarberstaude<br />

an geeigneter Stelle<br />

gute Ernten ein. Dann sollte man<br />

sie im Herbst, sobald die Blätter<br />

welken, ausgraben <strong>und</strong> den Wurzelstock<br />

mit einem beherzten<br />

Spatenstich in zwei bis drei Stücke<br />

teilen. Nach dem Einkürzen der<br />

Hauptwurzeln werden die Teilstücke<br />

in ein frisch gestochenes, mit<br />

5 bis 10 Litern Kompost <strong>und</strong> einer<br />

Handvoll stickstoffreicher Hornspäne<br />

„gepolstertes“ Pflanzloch<br />

gelegt <strong>und</strong> eine Handbreit hoch<br />

mit Erde bedeckt.<br />

Meist liefern die geteilten <strong>und</strong> dadurch<br />

verjüngten Pflanzen bereits<br />

im kommenden Frühling einen<br />

kleinen Ertrag. Im übernächsten<br />

Um die Feinwurzelbildung <strong>und</strong><br />

damit das Anwachsen zu fördern,<br />

kürzt man alle überlangen<br />

Wurzeln ein.<br />

Frühjahr kann man sie sogar schon<br />

antreiben <strong>und</strong> so den ersten Erntetermin<br />

um bis zu vier Wochen vorverlegen.<br />

Wer es den Engländern<br />

nachmachen will, besorgt sich<br />

hierfür im Fachhandel spezielle<br />

Treibtöpfe („Forcer“) aus Ton <strong>und</strong><br />

stülpt sie ab Ende Februar über die<br />

gerade aus der Erde spitzenden<br />

Knospen. Sobald die nun recht zügig<br />

heranwachsenden Triebe am<br />

Wer die Rhabarberernte auf<br />

englische Art verfrühen will,<br />

braucht dazu tönerne<br />

Treibtöpfe mit Deckel.<br />

Mit den Knospen nach oben wird<br />

das Teilstück ins vorbereitete<br />

Pflanzloch gesetzt <strong>und</strong> leicht<br />

angedrückt.<br />

Topfdeckel anstoßen, nimmt man<br />

diesen ab <strong>und</strong> wartet mit der Ernte,<br />

bis sich ein Schopf zartgrüner Blätter<br />

entfaltet. Eine schlichtere, jedoch<br />

keineswegs schlechtere Antreib-Methode:<br />

Ab Ende Januar<br />

trockenes Laub oder Stroh etwa<br />

30 cm hoch über den Knospen auftürmen,<br />

dieses mit Reisig sichern<br />

<strong>und</strong> mit wärmender schwarzer<br />

Lochfolie bedecken.<br />

Unter Treibtöpfen gezogene<br />

Rhabarberstangen sind nicht nur<br />

früher erntereif, sie schmecken<br />

auch besonders mild.<br />

Text <strong>und</strong> Fotos: Stefanie Schäffer<br />

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l Ges<strong>und</strong>heitsfördernde<br />

Lebensmittel<br />

l Wellnesstipps<br />

<strong>und</strong> -trends<br />

l Ges<strong>und</strong>e Ernährung<br />

<strong>und</strong> Lebensweise<br />

l Garten- <strong>und</strong><br />

Heimwerkerideen<br />

l Ausflugsziele<br />

<strong>und</strong> Reisen<br />

l Tiere <strong>und</strong><br />

Tierhaltung


Die Grillsaison <strong>beginnt</strong>!<br />

Sie gehören zu jedem Grillfest <strong>und</strong> vereinen meist gleich mehrere<br />

Geschmacksnuancen miteinander: Grillspieße. Experimentierfreudige kommen dabei<br />

ebenso auf ihre Kosten wie Feinschmecker <strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>e der bürgerlichen Küche.<br />

Also werfen Sie den Grill an <strong>und</strong> starten Sie in die Saison!<br />

Gegrillte Seezungen-<br />

Spieße auf Basilikumreis<br />

(Rezept für 8 Stück)<br />

Zutaten für die Soße:<br />

250 g kleine Tomaten,<br />

4 Schalotten,<br />

2 EL Olivenöl,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

2 gehäufte EL brauner Zucker,<br />

100 ml Apfelessig,<br />

100 ml Gemüsefond.<br />

Für die Spieße:<br />

1 kg Seezungenfilets,<br />

Salz,<br />

Saft einer Zitrone,<br />

150 g dünn geschnittener<br />

Parmaschinken,<br />

250 g kleine Tomaten,<br />

4 EL Olivenöl (beim Braten<br />

in einer Pfanne),<br />

Pfeffer aus der Mühle.<br />

Für den Reis:<br />

250 g Basmatireis,<br />

½ B<strong>und</strong> Basilikum.<br />

Außerdem:<br />

Basilikum <strong>und</strong> Rosmarinzweige<br />

zum Garnieren.<br />

Für die Soße die Tomaten putzen,<br />

waschen <strong>und</strong> den Stielansatz entfernen.<br />

Das Fruchtfleisch fein würfeln.<br />

Die Schalotten pellen <strong>und</strong> fein<br />

hacken. Das Öl erhitzen <strong>und</strong> die<br />

Schalotten darin andünsten. Die<br />

Tomatenwürfel zufügen, mit Salz<br />

<strong>und</strong> Pfeffer würzen. Mit dem Zucker<br />

bestreuen <strong>und</strong> leicht karamellisieren<br />

lassen. Den Essig <strong>und</strong> den<br />

Gemüsefond zufügen <strong>und</strong> alles<br />

etwa 7 Minuten köcheln lassen.<br />

Nochmals mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer abschmecken.<br />

Dann warm halten.<br />

Die Seezungenfilets mit kaltem<br />

Wasser abbrausen, zu Röllchen formen<br />

<strong>und</strong> feststecken. Wasser mit<br />

etwas Salz <strong>und</strong> Zitronensaft erhitzen,<br />

jedoch nicht kochen lassen.<br />

Die Seezungen-Röllchen im siedenden<br />

Wasser etwa 3 Minuten<br />

pochieren. Anschließend abtropfen<br />

lassen <strong>und</strong> mit je 1 Scheibe Par-<br />

maschinken umwickeln <strong>und</strong> feststecken.<br />

Den Reis nach Packungsangabe<br />

garen. In der Zwischenzeit das Basilikum<br />

kalt abbrausen, trocken<br />

schütteln <strong>und</strong> fein hacken. Den<br />

Reis in ein Sieb schütten, gut abtropfen<br />

lassen <strong>und</strong> mit dem Basilikum<br />

vermengen.<br />

Die Seezungen-Röllchen <strong>und</strong> die<br />

kleinen Tomaten abwechselnd auf<br />

Spieße stecken. Diese auf dem Grill<br />

fertig garen.<br />

Alternative: Etwas Öl in einer Grillpfanne<br />

erhitzen <strong>und</strong> die Spieße<br />

darin unter vorsichtigem Wenden<br />

3 − 5 Minuten grillen. Mit Salz <strong>und</strong><br />

Pfeffer würzen. Mit dem Reis <strong>und</strong><br />

der Soße anrichten. Mit Basilikum<br />

<strong>und</strong> Rosmarin garniert servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Spieß ca.:<br />

30 g Eiweiß, 12 g Fett, 32 g Kohlenhydrate,<br />

358 kcal (1498 kJ); 2,7 BE.<br />

30 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


GRILLEN<br />

Wurst-Kartoffel-Spieße<br />

(Rezept für 8 Stück)<br />

Zutaten für die Spieße:<br />

4 kleine festkochende<br />

Kartoffeln,<br />

Salz,<br />

4 rote Würste<br />

(jeweils etwa 150 g),<br />

16 Kirschtomaten.<br />

Für die Marinade:<br />

50 g Zwiebel,<br />

2 EL fein geschnittene<br />

Petersilie,<br />

3 EL Sonnenblumenöl,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle.<br />

Für den Tomaten-Dip:<br />

50 g rote Paprikaschote,<br />

30 g grüne Paprikaschote,<br />

100 g Mayonnaise,<br />

30 g Tomatenketchup,<br />

15 g Tomatenmark,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle,<br />

¼ TL edelsüßes Paprikapulver,<br />

1 EL fein geschnittene<br />

Petersilie.<br />

Außerdem:<br />

8 Holzspieße,<br />

1 TL mildes Currypulver.<br />

Die Kartoffeln waschen <strong>und</strong> in<br />

leicht gesalzenem Wasser etwa<br />

20 Minuten garen. Abgießen <strong>und</strong><br />

etwas abkühlen lassen.<br />

Die Holzspieße für etwa 10 Minuten<br />

in kaltem Wasser einweichen.<br />

Jede Wurst in 4 Stücke schneiden.<br />

Die Tomaten waschen <strong>und</strong> die<br />

Stielansätze entfernen.<br />

Die Kartoffeln vierteln <strong>und</strong> diese<br />

abwechselnd mit den Wurst- <strong>und</strong><br />

Tomatenstücken auf die Holzspieße<br />

stecken.<br />

Für die Marinade die Zwiebel pellen<br />

<strong>und</strong> fein hacken. Zwiebelstückchen,<br />

Petersilie, Öl, Salz <strong>und</strong> Pfeffer<br />

miteinander verrühren.<br />

Für den Dip die Paprika in kleine<br />

Würfel schneiden. Die Mayonnaise<br />

mit dem Ketchup <strong>und</strong> dem Tomatenmark<br />

in einer Schüssel glatt<br />

rühren. Die Gewürze, die Paprikawürfelchen<br />

<strong>und</strong> die Petersilie untermischen.<br />

Die Spieße auf den vorgeheizten<br />

Grill legen, mit der Marinade bepinseln<br />

<strong>und</strong> beidseitig grillen.<br />

Anrichten <strong>und</strong> mit dem Currypulver<br />

bestreuen. Servieren Sie dazu<br />

den Dip.<br />

Zubereitungszeit: 50 Minuten.<br />

Nährwert pro Spieß ca.:<br />

13 g Eiweiß, 35 g Fett, 7 g Kohlenhydrate,<br />

389 kcal (1627 kJ); 0,6 BE.<br />

Gegrillte <strong>Spargel</strong>spieße<br />

mit Tomaten-Marinade<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für die Marinade:<br />

30 g getrocknete Tomaten,<br />

40 g Frühlingszwiebeln,<br />

5 EL trockener Weißwein,<br />

5 EL Gemüsebrühe,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

4 EL Olivenöl,<br />

1 EL fein geschnittener Kerbel,<br />

100 g gelbe <strong>und</strong><br />

rote Kirsch tomaten.<br />

Für die <strong>Spargel</strong>spieße:<br />

1 kg weißer <strong>Spargel</strong>,<br />

Salz,<br />

1 Zitronenscheibe,<br />

1 Prise Zucker.<br />

Außerdem:<br />

Holzspieße.<br />

Für die Marinade die getrockneten<br />

Tomaten 10 Minuten in heißes<br />

Wasser legen, gut abtropfen lassen<br />

<strong>und</strong> dann in kleine Würfel schneiden.<br />

Die Frühlingszwiebeln putzen<br />

<strong>und</strong> in feine Ringe schneiden.<br />

Den Weißwein, die Gemüsebrühe,<br />

etwas Salz <strong>und</strong> Pfeffer so lange in<br />

einer Schüssel verrühren, bis sich<br />

das Salz gelöst hat. Das Öl, den Kerbel,<br />

die Tomatenstückchen <strong>und</strong><br />

die Frühlingszwiebeln unterrühren.<br />

Die Cocktailtomaten <strong>vom</strong><br />

Stielansatz befreien, vierteln <strong>und</strong><br />

die Samen entfernen. Die Tomaten<br />

unter die Marinade mischen.<br />

Vom <strong>Spargel</strong> die holzigen unteren<br />

Enden abschneiden <strong>und</strong> die Stangen<br />

schälen. In einem Topf ausreichend<br />

Wasser mit etwas Salz, der<br />

Zitronenscheibe <strong>und</strong> dem Zucker<br />

zum Sieden bringen. Den <strong>Spargel</strong><br />

darin 6 − 8 Minuten kochen. Die<br />

<strong>Spargel</strong>stangen herausheben, kalt<br />

abschrecken <strong>und</strong> gut abtropfen<br />

lassen. Die Stangen in etwa 5 cm<br />

lange Stücke schneiden <strong>und</strong> auf<br />

die Spieße stecken. In eine flache<br />

Schale legen, mit der Marinade begießen<br />

<strong>und</strong> mindestens 30 Minuten<br />

marinieren lassen.<br />

Die <strong>Spargel</strong>spieße aus der Marinade<br />

heben, abtropfen lassen <strong>und</strong><br />

auf den vorgeheizten Grill legen.<br />

Von jeder Seite etwa 1 Minute grillen.<br />

Die Spieße anrichten <strong>und</strong> mit<br />

der Marinade beträufeln. Dazu<br />

passen auch Kartoffelspieße.<br />

Zubereitungszeit: 1 St<strong>und</strong>e,<br />

zusätzlich Marinierzeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

7 g Eiweiß, 14 g Fett,<br />

6 g Kohlen hydrate,<br />

256 kcal (1225 kJ); 0,5 BE.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

33


GRILLEN<br />

Gegrillter Geflügel-<br />

Brotspieß<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für die Marinade:<br />

2 kleine Salbeistiele,<br />

1 kleine Chilischote,<br />

2 Knoblauchzehen,<br />

4 EL Limettensaft,<br />

2 EL Olivenöl,<br />

abgeriebene Schale einer<br />

Bio-Limette.<br />

Für die Hähnchenspieße:<br />

300 g Hähnchenbrustfilet,<br />

150 g Baguette,<br />

Salz.<br />

Für den Dip:<br />

80 ml Geflügelfond,<br />

4 EL Ananaskonfitüre,<br />

4 Limettenscheiben,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle.<br />

Außerdem:<br />

Holzspieße.<br />

Die Salbeiblätter abzupfen. Die<br />

Chili längs aufschneiden, entkernen<br />

<strong>und</strong> fein hacken. Den Knoblauch<br />

pellen. Den Limettensaft<br />

<strong>und</strong> das Olivenöl verrühren. Die<br />

Salbeiblätter, die Chilistücke <strong>und</strong><br />

die Limettenschale zufügen. Den<br />

Knoblauch hinzupressen <strong>und</strong> alles<br />

miteinander verrühren. Etwa 3 EL<br />

Marinade für den Dip abnehmen<br />

<strong>und</strong> beiseitestellen.<br />

Das Hähnchenbrustfilet kalt abbrausen,<br />

trocken tupfen <strong>und</strong> in<br />

m<strong>und</strong>gerechte Stücke schneiden.<br />

Die Marinade gründlich mit den<br />

Hähnchenstückchen vermengen.<br />

Leicht mit den Fingern einarbeiten.<br />

Zugedeckt etwa 30 Minuten im<br />

Kühlschrank marinieren lassen.<br />

Die Holzspieße für 10 Minuten in<br />

kaltem Wasser einweichen. Für die<br />

Spieße das Baguette in Stücke<br />

schneiden. Hähnchen <strong>und</strong> Salbei<br />

abwechselnd mit den Brotstücken<br />

auf die Spieße stecken. Diese auf<br />

dem vorgeheizten Grill ringsum<br />

5 − 7 Minuten grillen.<br />

Für den Dip den Geflügelfond <strong>und</strong><br />

die beiseitegestellte Marinade in<br />

einen Topf geben <strong>und</strong> erhitzen.<br />

Auf etwa 2 − 3 EL Flüssigkeit einkochen<br />

lassen.<br />

Die Ananaskonfitüre durch ein<br />

Sieb streichen <strong>und</strong> zum Sud geben.<br />

Die Limettenscheiben hinzufügen,<br />

verrühren <strong>und</strong> alles einmal<br />

kurz erhitzen. Mit etwas Salz <strong>und</strong><br />

Pfeffer abschmecken.<br />

Die Spieße mit Salz würzen <strong>und</strong> zusammen<br />

mit dem Dip anrichten.<br />

Servieren Sie dazu Tomatensalat.<br />

Zubereitungszeit: 1 St<strong>und</strong>e,<br />

zusätzlich Marinierzeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

23 g Eiweiß, 8 g Fett, 30 g Kohlenhydrate,<br />

292 kcal (1220 kJ); 2,5 BE.<br />

Ananasspieße mit<br />

Rumglasur<br />

(Rezept für 16 Stück)<br />

Zutaten für die Glasur:<br />

60 ml Rum,<br />

100 g brauner Zucker,<br />

1 Päckchen Vanillezucker,<br />

¼ TL gemahlener Zimt.<br />

Für die Spieße:<br />

1 Ananas (etwa 1,5 kg),<br />

32 Physalis.<br />

Außerdem:<br />

16 Holzspieße,<br />

Zitronenmelisse<br />

zum Garnieren.<br />

Die Holzspieße 30 Minuten in<br />

kaltem Wasser einweichen.<br />

Für die Glasur den Rum, den<br />

Zucker, den Vanillezucker<br />

<strong>und</strong> den Zimt in einen Topf<br />

geben. Bei geringer Temperatur<br />

erwärmen, bis sich der<br />

Zucker gelöst hat. Den Topf<br />

<strong>vom</strong> Herd ziehen.<br />

Für die Spieße die Blattkrone von<br />

der Ananas entfernen. Die Frucht<br />

nicht zu dünn schälen, damit die<br />

Augen weitestgehend entfernt<br />

werden. Die restlichen Augen mit<br />

einem spitzen Messer ausschneiden<br />

<strong>und</strong> den Strunk entfernen. Es<br />

sollte etwa 850 g Fruchtfleisch übrig<br />

bleiben. Dieses in etwa 7 cm<br />

lange <strong>und</strong> 2,5 cm breite Streifen<br />

schneiden. Die Physalis von ihren<br />

Hüllen befreien.<br />

Je 2 Physalis <strong>und</strong> ein Stück Ananas<br />

auf einen Spieß stecken. Die Spieße<br />

auf den vorgeheizten Grill legen,<br />

jedoch an eine Stelle, an der<br />

es nicht so heiß ist. Die Spieße auf<br />

beiden Seiten kurz grillen, dann<br />

mit der Rumglasur bestreichen.<br />

Die Spieße kurz weiter grillen, dann<br />

auf Tellern anrichten <strong>und</strong> mit der<br />

restlichen Glasur beträufeln.<br />

Mit der Zitronenmelisse garniert<br />

servieren. Dazu schmeckt selbst<br />

gemachtes Vanilleeis.<br />

Zubereitungszeit: 45 Minuten.<br />

Nährwert pro Spieß ca.:<br />

14 g Kohlenhydrate,<br />

67 kcal (277 kJ).<br />

Grillen wie die Meister<br />

Wer neben unseren leckeren Spießen noch<br />

Platz auf dem Grill hat, kann sich ein saftiges<br />

Steak − ganz nach Rezeptur von Sternekoch<br />

Adi Bittermann <strong>und</strong> Grillweltweltmeister Adi<br />

Matzek − brutzeln. Von Rib-Eye über T-Bone<br />

ist alles dabei.<br />

Adi Bittermann, Adi Matzek:<br />

Steaks mit Adi & Adi<br />

Pichler Verlag, 24,99 €.<br />

ISBN 978-3-85431-654-1<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

35


KuchenKalender im Mai<br />

Herta Flothmann aus Schüttorf<br />

<strong>Spargel</strong>-Torte<br />

Zutaten für den Teig:<br />

500 g Mehl,<br />

½ Päckchen Backpulver,<br />

150 g Butter,<br />

4 Eier,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle.<br />

Für den Belag:<br />

2 kg <strong>Spargel</strong>,<br />

Salz,<br />

300 g Speck (oder Schinken),<br />

250 g Sahne,<br />

4 Eier,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

2 EL fein gehackte Petersilie.<br />

Liebe Leserinnen <strong>und</strong> Leser, haben<br />

Sie ein besonderes Rezept, das Sie<br />

anderen Lesern vorstellen wollen?<br />

Schicken Sie es uns doch zu! Da wir in<br />

der Redaktion bereits an die Themen<br />

des nächsten Sommers denken,<br />

freuen wir uns über saison gerechte<br />

Rezepte. Jede Veröffent lichung wird<br />

honoriert (deshalb bitte Bankverbin -<br />

dung mit IBAN <strong>und</strong> BIC angeben!).<br />

Vielleicht legen Sie uns noch Ihr<br />

Passfoto bei oder auch ein Bild Ihres<br />

Rezeptes, am besten als digitale<br />

Daten (300 dpi).<br />

Bitte beachten Sie, dass wir aus<br />

rechtlichen Gründen keine Rezepte<br />

veröffent lichen können, die bereits<br />

anderweitig, u. a. auch im Internet,<br />

publiziert worden sind.<br />

Außerdem:<br />

Butter für das Backblech.<br />

Für den Teig das Mehl, das Backpulver,<br />

die Butter in Stücken, die<br />

Eier sowie etwas Salz <strong>und</strong> Pfeffer<br />

zu einem glatten Teig verkneten.<br />

2 St<strong>und</strong>en zugedeckt im<br />

Kühlschrank ruhen lassen.<br />

In der Zwischenzeit ein Backblech<br />

mit Butter ausstreichen. Den<br />

Backofen auf 225° C (Gas Stufe 4)<br />

vorheizen.<br />

Den Teig auf einer leicht bemehlten<br />

Arbeitsfläche ausrollen <strong>und</strong><br />

auf das Backblech legen. Wenn<br />

möglich, die Kanten etwas<br />

hochstehen lassen.<br />

Den <strong>Spargel</strong> schälen <strong>und</strong> die<br />

holzigen Enden abschneiden.<br />

Jörg Haeske aus Rostock<br />

Flambiertes<br />

Erdbeer-Dessert<br />

Zutaten:<br />

500 g Erdbeeren,<br />

2 EL Butter,<br />

150 g Zucker,<br />

300 − 350 ml Orangensaft,<br />

40 ml Cointreau,<br />

schwarzer Pfeffer aus<br />

der Mühle,<br />

200 g Vanilleeis.<br />

In leicht gesalzenem Wasser etwa<br />

3 Minuten vorkochen. Den Speck<br />

klein würfeln <strong>und</strong> auf dem<br />

Teigboden verteilen. Dann die<br />

vorgekochten <strong>Spargel</strong>stangen<br />

darauflegen.<br />

Die Sahne, die Eier, etwas Salz,<br />

Pfeffer <strong>und</strong> die Petersilie gut miteinander<br />

verquirlen. Den Guss über<br />

den <strong>Spargel</strong> gießen.<br />

In der Mitte des heißen Ofens<br />

35 − 40 Minuten backen. Herausnehmen<br />

<strong>und</strong> sofort servieren.<br />

Die Erdbeeren kalt abbrausen,<br />

trocken tupfen <strong>und</strong> in m<strong>und</strong> -<br />

gerechte Stücke schneiden.<br />

In einer Pfanne die Butter zerlassen,<br />

den Zucker zugeben <strong>und</strong><br />

karamellisieren lassen. Unter<br />

ständigem Rühren mit dem<br />

Orangensaft ablöschen <strong>und</strong><br />

dann die Erdbeeren hinzufügen.<br />

Kurz andünsten, dann den<br />

Cointreau darüberträufeln<br />

<strong>und</strong> flambieren.<br />

Etwas schwarzen Pfeffer darübermahlen<br />

<strong>und</strong> die Masse nochmals<br />

durchschwenken.<br />

Die Erdbeeren mit der Soße<br />

auf Desserttellern verteilen<br />

<strong>und</strong> zusammen mit dem<br />

Vanilleeis servieren.<br />

Do 1. Löwenzahnsalat, <strong>Spargel</strong>, Salzkartoffeln,<br />

Sauce hollandaise, Schinken, Vanillecreme<br />

Fr 2. Radieschensalat, Lachs-Tomaten-Pasta,<br />

Götterspeise<br />

Sa 3. Paprikasalat, Fideos con Picada (S. 50),<br />

Erdbeeren mit Sahne<br />

So 4. Eierstichsuppe, Kalbssteak auf karamellisiertem<br />

<strong>Spargel</strong> (S. 11), Zitronentarte<br />

Mo 5. Spinatsalat, Pizza margherita, Cappuccino<br />

Di 6. Kopfsalat, Kalbsleber mit Äpfeln,<br />

Kartoffelpüree, Rhabarberkompott<br />

Mi 7. Zucchinisuppe, Toast Hawaii, Fruchtjoghurt<br />

Do 8. Gurkensalat, Würstchen in Blätterteig,<br />

Mokkacreme<br />

Fr 9. Tomatensuppe, überbackenes Fischfilet,<br />

Gemüsereis, Bananen<br />

Sa 10. Möhrensalat, Spaghetti bolognese,<br />

Panna cotta<br />

So 11. Salatteller, Putensteaks, Kroketten,<br />

Erdbeer-Herz-Küchlein (S. 21)<br />

Mo 12. Bohnensalat, Frittata mit Kartoffeln <strong>und</strong><br />

Brokkoli, Schokoladenflammeri<br />

Di 13. Gemüsesuppe, Rhabarber-Bananen-Gratin<br />

mit Streuseln<br />

Mi 14. Kerbelsuppe, Quiche Lorraine, Erdbeerquark<br />

Do 15. Tomaten-Mozzarella-Salat, Hähnchen -<br />

keulen, Reis, Himbeereis<br />

Fr 16. Bataviasalat, Matjes mit Apfel-Meerrettich-<br />

Quark, Aprikosenjoghurt<br />

Sa 17. Lauchsalat, Dampfnudeln mit Vanillesoße<br />

So 18. Champignoncremesuppe, Grillteller,<br />

Kartoffelsalat, Reistorte mit Kirschen<br />

Mo 19. bunter Paprikasalat, Schinken-Muffins, Kiwis<br />

Di 20. Bärlauchsuppe, Kartoffelpuffer,<br />

Kräuterquark, Hefezopf<br />

Mi 21. Salatteller mit gegrilltem Schafskäse,<br />

Vanilleeis mit heißen Himbeeren<br />

Do 22. Lollo-rosso-Salat, Schweineschnitzel,<br />

Pommes frites, Bananen-Milchshake<br />

Fr 23. grüner Salat, Steinbeißerkoteletts auf<br />

Gemüsebett, Safranreis, Erdbeerquark<br />

Sa 24. Minestrone, Tortellini mit Sahnesoße,<br />

Windbeutel<br />

So 25. <strong>Spargel</strong>cremesuppe, Kaninchenkeulen,<br />

Rosmarinkartoffeln, Blumenkohl,<br />

Rhabarber-Baiser-Kuchen (S. 18)<br />

Mo26. Buttermilchkaltschale, Älplermagronen<br />

mit Apfelschnitzen, Heidelbeercreme<br />

Di 27. Blattsalat, Pollastre catalan (S. 53), Reis,<br />

Karamellflameri<br />

Mi 28. Gemüseeintopf, Bauernbrot, Eisbecher<br />

Do 29. Salatteller, Rumpsteak, Grießbrei mit<br />

Rhabarber-Erdbeer-Kompott (S. 24)<br />

Fr 30. Maissalat, Pilzomelette, Erdbeermilch<br />

Sa 31. grüner Salat, Kartoffelschmarrn mit<br />

<strong>Spargel</strong> (S. 8), Tiramisu<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

37


KICHERERBSEN<br />

Süßkartoffelcurry<br />

mit Kichererbsen<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

100 g Zwiebeln,<br />

1 Knoblauchzehe,<br />

15 g frische Ingwerwurzel,<br />

2 EL Erdnussöl,<br />

½ TL gemahlener<br />

Kreuzkümmel,<br />

1 Zimtstange,<br />

½ TL gemahlener Kurkuma,<br />

¼ TL Chilipulver,<br />

1 Dose stückige Tomaten<br />

(400 g),<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

500 g Süßkartoffeln,<br />

100 ml Gemüsefond,<br />

150 g Blattspinat,<br />

1 Dose Kichererbsen<br />

(Abtropfgewicht 240 g),<br />

1 TL Garam Masala,<br />

1 EL fein geschnittenes<br />

Koriandergrün.<br />

Klein, r<strong>und</strong> <strong>und</strong> kulinarisch immer<br />

für eine Überrschung gut<br />

Garam Masala ist eine<br />

indische Gewürzmischung.<br />

Die bei einer traditionellen<br />

Mischung enthaltenden Gewürze<br />

erhitzen nach ayurvedischer<br />

Heilk<strong>und</strong>e den Körper.<br />

Schwarzer Kardamom,<br />

Zimt oder Gewürznelken<br />

sollten deshalb nicht<br />

fehlen.<br />

Außerdem:<br />

4 EL Naturjoghurt,<br />

Koriandergrün zum Garnieren.<br />

Die Zwiebeln <strong>und</strong> den Knoblauch<br />

pellen, beides fein hacken. Den<br />

Ingwer schälen <strong>und</strong> ganz klein<br />

würfeln.<br />

Das Öl in einem Topf erhitzen, die<br />

Zwiebeln zugeben <strong>und</strong> anschwitzen.<br />

Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel<br />

<strong>und</strong> Zimtstange zufügen<br />

<strong>und</strong> kurz mit anschwitzen, bis die<br />

Gewürze zu duften beginnen. Kurkuma<br />

<strong>und</strong> Chilipulver darüberstreuen<br />

<strong>und</strong> kurz mit rösten.<br />

Die stückigen Tomaten unterrühren.<br />

Mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen<br />

<strong>und</strong> alles offen bei mittlerer Hitze<br />

20 Minuten köcheln lassen. Dabei<br />

gelegentlich umrühren.<br />

Die Süßkartoffeln schälen <strong>und</strong> in<br />

1,5 cm große Stücke schneiden.<br />

Zusammen mit dem Gemüsefond<br />

zum Curry geben <strong>und</strong> weitere<br />

20 Minuten garen.<br />

Nein, von der<br />

Kichererbse muss man<br />

nicht kichern. Der Name<br />

leitet sich vielmehr <strong>vom</strong><br />

lateinischen Wort „cicer“ ab,<br />

was so viel wie „Erbse“ bedeutet.<br />

Streng genommen müssten<br />

Kichererbsen also<br />

„Erbseerbsen“<br />

heißen.<br />

In den Zwischenzeit den Spinat<br />

verlesen, waschen <strong>und</strong> in einem<br />

Sieb abtropfen lassen. Die Kichererbsen<br />

in ein Sieb schütten, mit<br />

kaltem Wasser abbrausen <strong>und</strong> abtropfen<br />

lassen. Beides vorsichtig<br />

unter das Curry heben <strong>und</strong> zugedeckt<br />

weitere 5 Minuten garen, bis<br />

die Kichererbsen heiß <strong>und</strong> der Spinat<br />

zusammengefallen ist.<br />

Die Zimtstange entfernen. Mit Salz,<br />

Pfeffer, Garam Masala <strong>und</strong> dem Koriandergrün<br />

abschmecken.<br />

Das Curry auf vier vorgewärmten<br />

Tellern anrichten. Je 1 EL Joghurt<br />

daraufgeben <strong>und</strong> mit Koriandergrün<br />

garnieren. Dazu passt Fladenbrot<br />

oder Kurkuma-Reis.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

10 g Eiweiß, 10 g Fett,<br />

46 g Kohlenhydrate,<br />

315 kcal (1317 kJ); 3,8 BE.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

39


VEGETARISCH<br />

Eintopf mit<br />

Kichererbsen <strong>und</strong> Tofu<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

600 g festkochende Kartoffeln,<br />

250 g Zucchini,<br />

100 g Zwiebeln,<br />

1 Knoblauchzehe,<br />

1 Dose Kichererbsen<br />

(Abtropfgewicht 240 g),<br />

200 g geräucherter Tofu,<br />

2 EL Olivenöl,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

500 ml Gemüsebrühe,<br />

1 Dose stückige Tomaten<br />

(400 g),<br />

1 TL Thymianblättchen,<br />

1 Prise Chilipulver.<br />

Die Kartoffeln schälen <strong>und</strong> in etwa<br />

1,5 cm große Würfel schneiden. Die<br />

Zucchini von Blüten- <strong>und</strong> Stielansatz<br />

befreien, längs vierteln <strong>und</strong> in<br />

Scheiben schneiden.<br />

Die Zwiebeln <strong>und</strong> den Knoblauch<br />

pellen <strong>und</strong> beides fein würfeln. Die<br />

Kichererbsen in ein Sieb schütten,<br />

mit kaltem Wasser abbrausen <strong>und</strong><br />

gut abtropfen lassen. Den Tofu in<br />

etwa 1 cm große Würfel schneiden.<br />

Das Öl in einem entsprechend großen<br />

Topf erhitzen. Die Zucchini -<br />

stücke darin anbraten, salzen <strong>und</strong><br />

pfeffern. Herausnehmen <strong>und</strong> beiseitestellen.<br />

Die Tofustücke in den Topf geben,<br />

r<strong>und</strong>herum anbraten, herausnehmen<br />

<strong>und</strong> ebenfalls beiseitestellen.<br />

Zwiebel- <strong>und</strong> Knoblauchstückchen<br />

sowie die Kartoffeln in den Topf<br />

geben <strong>und</strong> anbraten, dann mit der<br />

Gemüsebrühe ablöschen. 10 Minuten<br />

zugedeckt bei mittlerer Hitze<br />

köcheln lassen. Die Tomaten <strong>und</strong><br />

die Zucchini zufügen, mit Salz,<br />

Pfeffer, Thymian <strong>und</strong> Chili abschmecken<br />

<strong>und</strong> weitere 10 Minuten<br />

köcheln.<br />

In den letzten 5 Minuten die Kichererbsen<br />

<strong>und</strong> den Tofu untermischen.<br />

Nochmals mit Salz<br />

<strong>und</strong> Pfeffer abschmecken<br />

<strong>und</strong> servieren.<br />

Kichererbsensalat<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für den Salat:<br />

1 Dose Kichererbsen<br />

(Abtropfgewicht 240 g),<br />

80 g rote Zwiebeln,<br />

150 g orange Paprikaschote,<br />

150 g rote Paprikaschote,<br />

200 g Feta.<br />

Für das Dressing:<br />

3 EL weißer Balsamicoessig,<br />

3 EL Gemüsebrühe,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

4 EL Olivenöl,<br />

1 EL fein geschnittene<br />

Petersilie.<br />

Die Kichererbsen in ein Sieb schütten,<br />

mit kaltem Wasser abbrausen<br />

<strong>und</strong> gut abtropfen lassen.<br />

Die Zwiebeln pellen <strong>und</strong> in Spalten<br />

schneiden. Die beiden Paprikaschoten<br />

halbieren, Stielansatz, Samen<br />

<strong>und</strong> die weißen Trennwände<br />

entfernen. Das Fruchtfleisch in Rauten<br />

mit einer Kantenlänge von<br />

etwa 1,5 cm schneiden. Den Feta in<br />

kleine Stücke bröckeln.<br />

Für das Dressing den Essig, die<br />

Gemüsebrühe, Salz <strong>und</strong> Pfeffer in<br />

eine entsprechend große Schüssel<br />

geben <strong>und</strong> so lange verrühren, bis<br />

sich die Salzkristalle aufgelöst haben.<br />

Das Öl <strong>und</strong> die Petersilie<br />

unterrühren.<br />

Alle vorbereiteten Salatzutaten<br />

zum Dressing geben, vorsichtig<br />

mischen <strong>und</strong> 30 Minuten ziehen<br />

lassen. Nochmals abschmecken.<br />

Dann den Salat anrichten <strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 20 Minuten,<br />

zusätzlich Wartezeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

14 g Eiweiß, 21 g Fett,<br />

16 g Kohlenhydrate,<br />

312 kcal (1309 kJ); 1,3 BE.<br />

Zubereitungszeit:<br />

1 St<strong>und</strong>e.<br />

Nährwert<br />

pro Portion ca.:<br />

17 g Eiweiß,<br />

14 g Fett,<br />

36 g Kohlen hydrate,<br />

343 kcal (1436 kJ);<br />

3BE.<br />

Kichererbsen<br />

sind auch unter<br />

diesen Namen<br />

bekannt:<br />

- Echte Kicher<br />

- Römische Kicher<br />

- Venuskicher


VEGETARISCH<br />

Kichererbsen-<br />

Pfannkuchen mit<br />

Linsen-Krautsalat<br />

(Rezept für 6 Portionen)<br />

Zutaten für die Pfannkuchen:<br />

50 g Zwiebel,<br />

20 g frische Ingwerwurzel,<br />

1 rote Chilischote,<br />

200 g Kichererbsenmehl,<br />

30 g Weizenmehl,<br />

½ TL Salz,<br />

1 Ei (L),<br />

300 ml kaltes Wasser.<br />

Für den Krautsalat:<br />

50 g rote Linsen,<br />

200 ml Gemüsebrühe,<br />

350 g Weißkohl,<br />

200 g Möhren,<br />

3 EL Weißweinessig,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle,<br />

1 Prise Zucker,<br />

4 EL Sonnenblumenöl,<br />

1 EL fein<br />

geschnittene<br />

Petersilie.<br />

Außerdem:<br />

Sonnenblumenöl,<br />

1 TL schwarze<br />

Sesamsamen.<br />

Für die Pfannkuchen die Zwiebel<br />

<strong>und</strong> den Ingwer schälen <strong>und</strong> ganz<br />

klein hacken. Die Chilischote längs<br />

halbieren, Stielansatz, Samen <strong>und</strong><br />

Trennwände entfernen <strong>und</strong> das<br />

Fruchtfleisch fein würfeln.<br />

Das Kichererbsen- <strong>und</strong> das Weizenmehl<br />

in eine Schüssel geben.<br />

Zwiebel-, Ingwer- <strong>und</strong> Chilistückchen,<br />

das Salz, das Ei <strong>und</strong> das Wasser<br />

zufügen. Alles zu einem glatten<br />

Teig verrühren <strong>und</strong> 20 Minuten<br />

quellen lassen.<br />

Für den Salat die Linsen in einen<br />

Topf geben. Die Gemüsebrühe zufügen<br />

<strong>und</strong> aufkochen. Dann die<br />

Hitze reduzieren <strong>und</strong> 15 Minuten<br />

garen. In ein Sieb schütten <strong>und</strong> dabei<br />

4 − 5 EL Kochsud für das Dressing<br />

auffangen. Die Linsen gut<br />

abtropfen lassen.<br />

Den Weißkohl vierteln, die äußeren<br />

Blätter <strong>und</strong> den Strunk entfernen.<br />

Den Kohl in feine Streifen<br />

schneiden. Die Möhren schälen<br />

<strong>und</strong> ebenfalls in feine Streifen<br />

schneiden. Linsen, Kohl <strong>und</strong> Möhren<br />

in eine Schüssel geben.<br />

Für das Dressing den Essig, Salz,<br />

Pfeffer, Zucker <strong>und</strong> den aufgefangenen<br />

Kochsud sowie das Öl <strong>und</strong><br />

die Petersilie verrühren. Über die<br />

Salatzutaten gießen <strong>und</strong> gut miteinander<br />

vermischen.<br />

Jeweils etwas Öl in einer beschichteten<br />

Pfanne von 20 cm Ø erhitzen.<br />

Eine kleine Schöpfkelle Teig hineingeben<br />

<strong>und</strong> dünn verstreichen.<br />

Den Pfannkuchen von jeder Seite<br />

etwa 2 Minuten goldbraun aus -<br />

backen. Auf diese Weise nacheinander<br />

fünf weitere Pfannkuchen<br />

herstellen. Auf Tellern anrichten,<br />

mit etwas schwarzem Sesam bestreuen<br />

<strong>und</strong> zusammen mit dem<br />

Krautsalat servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Wartezeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

17 g Eiweiß, 29 g Fett, 44 g Kohlenhydrate,<br />

510 kcal (2136 kJ); 3,7 BE.<br />

Gemüse-Paella<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

250 g grüne Bohnen,<br />

je 150 g rote <strong>und</strong> gelbe<br />

Paprikaschoten,<br />

250 g Zucchini,<br />

300 g Aubergine,<br />

200 g Zwiebeln,<br />

2 Knoblauchzehen,<br />

1 l Gemüsebrühe,<br />

1 Döschen Safranfäden (0,1 g),<br />

400 g R<strong>und</strong>kornreis<br />

(spanischer Paella-Reis),<br />

1 TL edelsüßes Paprikapulver,<br />

½ TL gemahlener Koriander,<br />

Salz,<br />

8 EL Olivenöl,<br />

400 g Tomaten,<br />

1 Dose Kichererbsen<br />

(Abtropfgewicht 240 g),<br />

1 kleine rote Peperoni (5 g),<br />

1 EL gehackte Petersilie.<br />

Außerdem:<br />

Thymianblättchen zum<br />

Garnieren.<br />

Die Bohnen von den Enden befreien<br />

<strong>und</strong> eventuell vorhandene Fäden<br />

abziehen. Leicht schräg in<br />

3 cm lange Stücke schneiden.<br />

Die Paprikaschoten vierteln, Stielansätze,<br />

Samen <strong>und</strong> die Trennwände<br />

entfernen. Das Fruchtfleisch in<br />

3 cm große Stücke schneiden. Zucchini<br />

<strong>und</strong> Aubergine von Blüten<strong>und</strong><br />

Stielansatz befreien <strong>und</strong> quer<br />

in 1 cm dicke Scheiben schneiden.<br />

Diese vierteln. Die Zwiebeln <strong>und</strong><br />

den Knoblauch pellen <strong>und</strong> beides<br />

fein hacken.<br />

Die Gemüsebrühe in einem Topf<br />

aufkochen. Die Bohnen darin in<br />

etwa 8 Minuten bissfest garen. Mit<br />

dem Schaumlöffel herausheben, in<br />

einem Sieb kalt abschrecken <strong>und</strong><br />

abtropfen lassen. Den Safran zwischen<br />

den Fingern zerreiben <strong>und</strong><br />

in der heißen Gemüsebrühe auflösen.<br />

Den Reis in der Brühe verrühren,<br />

mit Paprikapulver, Koriander<br />

<strong>und</strong> Salz würzen. Etwa 1 Minute kochen<br />

lassen.<br />

In einer Pfanne die Hälfte des Öls<br />

erhitzen. Die Zwiebel- <strong>und</strong> Knoblauchstückchen<br />

darin anschwitzen.<br />

Paprika-, Zucchini- <strong>und</strong> Auberginenstücke<br />

zufügen, 5 Minuten mitbraten<br />

<strong>und</strong> <strong>vom</strong> Herd ziehen.<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. Die Tomaten<br />

blanchieren, kalt abschrecken,<br />

häuten <strong>und</strong> halbieren. Stielansätze<br />

<strong>und</strong> Samen entfernen. Das<br />

Fruchtfleisch in kleine Würfel<br />

schneiden. Die Kichererbsen in ein<br />

Sieb schütten <strong>und</strong> kalt abbrausen.<br />

Abtropfen lassen.<br />

In einer Paella-Pfanne das Gemüse,<br />

die Brühe mit dem Reis <strong>und</strong> die Kichererbsen<br />

mischen. Die Peperoni<br />

<strong>vom</strong> Stielansatz befreien, klein hacken<br />

<strong>und</strong> dabei die Samen ent -<br />

fernen. Petersilie <strong>und</strong> Peperoni<br />

einstreuen <strong>und</strong> untermengen. Die<br />

Paella mit dem restlichen Öl beträufeln<br />

<strong>und</strong> mit Alufolie bedecken.<br />

Im heißen Ofen auf der unteren<br />

Schiene etwa 20 Minuten<br />

backen. Dann die Folie entfernen<br />

<strong>und</strong> weitere 10 Minuten<br />

garen, bis der Reis<br />

bissfest <strong>und</strong> die Oberfläche<br />

leicht gebräunt ist.<br />

Mit frischem Thymian<br />

bestreut servieren.<br />

Zubereitungszeit:<br />

2 St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro<br />

Portion ca.:<br />

18 g Eiweiß,<br />

32 g Fett,<br />

103 g Kohlenhydrate,<br />

777 kcal<br />

(3258 kJ); 8,6 BE.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

43


ÜBRIGENS<br />

ÜBRIGENS...<br />

... WURDEN MITTLERWEILE<br />

FÜNF LÄNDERKÜCHEN ZUM<br />

WELTKULTURERBE ERKLÄRT<br />

... DARF DIE SCHALE FRISCHER KARTOFFELN<br />

DURCHAUS MITGEGESSEN WERDEN<br />

Insgesamt gibt es nur fünf Länderküchen, die bislang von der<br />

UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Neben der<br />

mexikanischen, französischen, mediterranen <strong>und</strong><br />

türkischen Kochkunst darf sich seit Dezember 2013 auch die<br />

japanische Küche über diese Auszeichnung freuen. Bleibt<br />

abzuwarten, wann Eisbein mit Sauerkraut, Wurstsalat<br />

oder Käsespätzle die Entscheidungsträger der UNESCO<br />

überzeugen können ...<br />

Es ist eine der ewigen Fragen: Ist der Verzehr von<br />

Kartoffelschalen nun giftig oder nicht? Die einen<br />

sagen ja, die anderen wiederum nein.<br />

Doch worauf soll man hören?<br />

Fakt ist: Tatsächlich enthalten Kartoffelschalen<br />

schädliche Glykoalkaloide − diese dienen der<br />

Pflanze zur Abwehr von Fraßschädlingen. In größeren<br />

Mengen können sie auch für Menschen<br />

giftig sein. Eine Untersuchung des B<strong>und</strong>esamtes<br />

für Verbraucherschutz ergab, dass die Glykoalkaloid-Gehalte<br />

im Durchschnitt bei 20 − 30 mg pro<br />

Kilogramm Kartoffeln liegen. Dabei waren die<br />

Werte bei deutschen Produkten niedriger als bei<br />

importierter Ware. Auch Herbstkartoffeln<br />

schnitten besser ab als Frühlingskartoffeln.<br />

Doch was bedeutet das nun für uns<br />

Menschen?<br />

Laut Weltges<strong>und</strong>heitsorganisation<br />

(WHO)<br />

wird für Erwachsene<br />

selbst bei einer Belastung von 100 mg pro<br />

Kilogramm Kartoffeln noch keine toxische Aufnahme<br />

erreicht. Was bedeutet, dass gut gelagerte<br />

Kartoffeln ohne Druckstellen oder Verletzungen<br />

durchaus auch mal mit Schale gegessen werden<br />

dürfen. Anders sieht das bei grünen, beschädigten<br />

oder gekeimten Knollen aus. Hier kann der<br />

Wert schnell mal auf 10 000 mg pro Kilogramm<br />

steigen. Deshalb nicht nur Hände weg von der<br />

Schale − die gesamte Knolle sollte nicht mehr<br />

verzehrt werden.<br />

Kinder können aufgr<strong>und</strong> ihres geringeren<br />

Körpergewichts viel schneller<br />

problematische Werte erreichen.<br />

Sie sollten daher<br />

generell keine Kartoffeln<br />

mit Schale<br />

essen.<br />

... REIFEN<br />

BEEREN<br />

NICHT<br />

NACH<br />

Endlich <strong>beginnt</strong> sie wieder, die Beerenzeit. Doch<br />

erst einmal gekauft, halten die Früchte gekühlt<br />

leider nur zwei bis drei Tage. Viele kaufen<br />

deshalb lieber unreife Früchte, um diese länger<br />

lagern zu können. Doch<br />

Fehlanzeige!<br />

Erdbeeren,<br />

Brombeeren,<br />

Johannisbeeren<br />

<strong>und</strong><br />

Himbeeren<br />

reifen nach<br />

dem Pflücken<br />

nicht nach, werden also auch<br />

nicht mehr süßer. Deshalb sollte man die<br />

Früchte immer reif kaufen (oder am besten<br />

selbst pflücken) <strong>und</strong> schnell verzehren.<br />

Da die kleinen Vitaminbomben sehr empfindlich<br />

sind, bekommen sie schnell Druckstellen. Steigt<br />

das Thermometer, fallen die Beeren schnell in<br />

sich zusammen. Achten Sie deshalb beim Pflücken<br />

oder beim<br />

Einkauf<br />

darauf,<br />

die empfindlichen<br />

Früchte<br />

behutsam<br />

anzufassen<br />

<strong>und</strong> sie beim<br />

Transport ganz oben auf die Einkäufe zu stellen.<br />

Zu Hause angekommen schützt das Umfüllen in<br />

flache Schalen <strong>und</strong> die Lagerung im Gemüsefach<br />

des Kühlschranks vor Druckstellen. So haben sie<br />

am längsten Freude an ihren kleinen Früchtchen.<br />

... IST VEGANISMUS MEHR ALS<br />

EINE TRENDERSCHEINUNG<br />

Hätten Sie gedacht, dass Bill Clinton, Pamela Anderson<br />

<strong>und</strong> sogar Ex-Profi-Boxer Mike Tyson tierische<br />

Produkte komplett von ihrem Essensplan gestrichen<br />

haben? Auch in Deutschland leben neben<br />

sieben Millionen Vegetariern mittlerweile auch<br />

etwa 800 000 Veganer. Das bedeutet, dass nicht<br />

nur Fleisch <strong>und</strong> Wurst <strong>vom</strong> Teller verbannt<br />

wurden, sondern eben auch<br />

Kuhmilch, Eier <strong>und</strong> alle weiteren<br />

tierischen Produkte.<br />

Im Einfaufswagen<br />

der Veganer befinden<br />

sich deshalb<br />

lediglich<br />

Gemüse, Obst,<br />

Hülsenfrüchte,<br />

alle Getreidesorten<br />

<strong>und</strong><br />

Bohnen. Alternativen zur Kuhmilch sind Soja-,<br />

Reis-, Hafer- oder aber auch Mandelmilch.<br />

Obwohl Veganer besonders auf ihren Nährstoffspiegel<br />

achten müssen, können auch sie sich<br />

entgegen landläufigen Meinungen ausgewogen<br />

ernähren. Denn bis auf das Vitamin B 12 sind alle<br />

Nährstoffe auch in pflanzlichen Lebensmitteln<br />

enthalten. Um auch genügend Vitamin B 12<br />

aufzunehmen, reichern viele Veganer ihr Essen<br />

damit an oder nehmen entsprechende Nahrungsergänzungsmittel<br />

zu sich.<br />

44 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

45


Spanischer<br />

Nuss-Vanille-Kuchen<br />

(Rezept für 10 Stücke)<br />

Zutaten:<br />

190 g weiche Butter,<br />

190 g Zucker,<br />

Mark einer halben<br />

Vanille schote,<br />

2 cl Rum (ersatzweise Milch),<br />

3 Eier (M),<br />

100 g Zartbitter-Schokoraspel,<br />

70 g gehackte Haselnüsse,<br />

60 g gehackte Mandeln,<br />

190 g Mehl,<br />

2 TL Backpulver.<br />

Außerdem:<br />

Puderzucker zum Besieben.<br />

Den Backofen auf 175° C (Gas Stufe<br />

2) vorheizen. Eine quadratische<br />

Backform von 26 x 20 cm mit Backpapier<br />

auslegen.<br />

Für den Teig die weiche Butter in<br />

einer Rührschüssel cremig rühren,<br />

dabei nach <strong>und</strong> nach den Zucker<br />

sowie das Vanillemark <strong>und</strong> den<br />

Rum zufügen. Die Eier einzeln unterrühren.<br />

Die Schokoraspel, die<br />

Haselnüsse <strong>und</strong> die Mandeln zufügen.<br />

Das Mehl mit dem Backpulver<br />

mischen, zur Buttermasse sieben<br />

<strong>und</strong> gut unterrühren.<br />

KUCHEN AUS SPANIEN<br />

Den Teig in die vorbereitete Form<br />

füllen <strong>und</strong> glatt streichen. Im vorgeheizten<br />

Backofen 45 − 50 Minuten<br />

backen. Herausnehmen <strong>und</strong><br />

abkühlen lassen. Kuchen in Stücke<br />

schneiden, mit Puderzucker besieben<br />

<strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

7 g Eiweiß, 29 g Fett,<br />

39 g Kohlenhydrate,<br />

440 kcal (1843 kJ).<br />

Magdalenas<br />

(Rezept für 18 Stück)<br />

Zutaten:<br />

4 Eier (M),<br />

180 g Zucker,<br />

1 Päckchen Vanillezucker,<br />

180 ml Olivenöl,<br />

abgeriebene Schale einer<br />

Bio-Zitrone,<br />

1 Prise Salz,<br />

1 Päckchen Backpulver,<br />

250 g Mehl.<br />

Außerdem:<br />

40 g Zucker,<br />

250 g Sahne,<br />

Zesten einer Bio-Orange,<br />

Zitronenmelisse<br />

zum Garnieren,<br />

Puderzucker zum Besieben.<br />

Den Backofen auf 180° C (Gas Stufe<br />

2 − 2 ½) vorheizen. 18 Papierbackförmchen<br />

bereitstellen.<br />

Für den Teig die Eier mit dem<br />

Zucker <strong>und</strong> dem Vanillezucker<br />

schaumig rühren. Das Öl, die Zitronenschale<br />

<strong>und</strong> das Salz untermengen.<br />

Das Backpulver mit dem Mehl<br />

mischen <strong>und</strong> sieben. Langsam unter<br />

die Eiermasse rühren. Den Teig<br />

in den Papierbackförmchen verteilen<br />

<strong>und</strong> im Kühlschrank etwa 15 Minuten<br />

ruhen lassen.<br />

Alle Förmchen auf ein Backblech<br />

stellen <strong>und</strong> mit 20 g Zucker bestreuen.<br />

Im Ofen etwa 15 Minuten<br />

backen. Stäbchenprobe durchführen.<br />

Die Magdalenas aus dem Ofen<br />

nehmen <strong>und</strong> auf einem Kuchengitter<br />

auskühlen lassen.<br />

Für die Verzierung die Sahne mit<br />

dem restlichen Zucker steif schlagen.<br />

Die Magdalenas mit einem<br />

Klecks Sahne, den Orangenzesten<br />

<strong>und</strong> der Zitronenmelisse garnieren.<br />

Nach Belieben mit Puderzucker<br />

besieben <strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 45 Minuten,<br />

zusätzlich Wartezeit.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

3 g Eiweiß, 16 g Fett, 23 g Kohlenhydrate,<br />

248 kcal (1040 kJ).


KUCHEN AUS SPANIEN<br />

KUCHEN AUS SPANIEN<br />

Spanische<br />

Hefeschnecke<br />

(Rezept für etwa 24 Stücke)<br />

Zutaten:<br />

600 g Mehl,<br />

25 g frische Hefe,<br />

250 ml lauwarmes Wasser,<br />

200 g Zucker,<br />

1 Prise Salz,<br />

3 Eier (M),<br />

200 g Schweineschmalz.<br />

Außerdem:<br />

Puderzucker zum Besieben.<br />

Für den Teig das Mehl in eine<br />

Schüssel sieben <strong>und</strong> in die Mitte<br />

eine Mulde drücken.<br />

Die Hefe im lauwarmen Wasser<br />

auflösen, etwas Zucker zugeben<br />

<strong>und</strong> in die Mehlmulde gießen. Die<br />

Mulde dünn mit Mehl bestauben.<br />

Die Schüssel mit einem Küchentuch<br />

bedecken <strong>und</strong> den Vorteig an<br />

einem warmen, zugfreien Ort gehen<br />

lassen. Sobald die Oberfläche<br />

Risse zeigt, den restlichen Zucker,<br />

das Salz <strong>und</strong> die Eier zugeben.<br />

Alles zu einem gleichmäßigen<br />

glatten Teig verkneten.<br />

Das Schmalz in Stückchen zum<br />

Teig geben <strong>und</strong> einarbeiten. Den<br />

Teig erneut zugedeckt an einem<br />

warmen, zugfreien Ort 1 St<strong>und</strong>e<br />

gehen lassen.<br />

In der Zwischenzeit ein Backblech<br />

mit Backpapier auslegen.<br />

Den Teig nochmals kurz durchkneten<br />

<strong>und</strong> auf einer bemehlten Arbeitsfläche<br />

zu einer langen Rolle<br />

formen. Die Rolle auf dem vorbereiteten<br />

Blech zu einer Schnecke<br />

legen. Mit einem Tuch bedecken<br />

<strong>und</strong> 4 St<strong>und</strong>en gehen lassen.<br />

Den Backofen auf 175° C (Gas Stufe<br />

2) vorheizen. Nach der Ruhezeit<br />

die Oberfläche des Teiges vorsichtig<br />

mit Wasser bestreichen. Im heißen<br />

Backofen etwa 35 Minuten<br />

goldgelb backen. Herausnehmen<br />

<strong>und</strong> auskühlen lassen.<br />

Vor dem Servieren nach Belieben<br />

mit Puderzucker besieben.<br />

Zubereitungszeit: 1 St<strong>und</strong>e,<br />

zusätzlich Wartezeiten.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

4 g Eiweiß, 9 g Fett, 26 g Kohlenhydrate,<br />

204 kcal (853 kJ).<br />

Andalusischer<br />

Käsekuchen<br />

(Rezept für 24 Stücke)<br />

Zutaten für den Hefeteig:<br />

500 g Mehl,<br />

30 g frische Hefe,<br />

200 ml lauwarme Milch,<br />

50 g Zucker,<br />

1 Prise Salz,<br />

60 g flüssige Butter,<br />

2 Eier (M).<br />

Für den Belag:<br />

500 g Doppelrahmfrischkäse,<br />

1 Ei (M),<br />

70 g Zucker,<br />

80 ml heller Traubensaft,<br />

24 Aprikosenhälften<br />

aus dem Glas,<br />

24 Mandelkerne ohne Haut.<br />

Für die Glasur:<br />

60 g Aprikosenkonfitüre,<br />

1 EL heller Traubensaft.<br />

Außerdem:<br />

Butter <strong>und</strong> Mehl für<br />

das Backblech.<br />

Für den Teig das Mehl in eine<br />

Schüssel sieben <strong>und</strong> in die Mitte<br />

eine Mulde drücken. Die Hefe in<br />

der Milch auflösen, etwas Zucker<br />

zugeben <strong>und</strong> in die Mulde gießen.<br />

Diese dünn mit Mehl bestauben.<br />

Die Schüssel bedecken <strong>und</strong> den<br />

Vorteig an einem warmen, zugfreien<br />

Ort gehen lassen. Sobald die<br />

Oberfläche Risse zeigt, den restlichen<br />

Zucker, das Salz, die flüssige<br />

Butter <strong>und</strong> die Eier zugeben. Alles<br />

zu einem glatten Teig verkneten.<br />

Den Teig erneut zugedeckt an einem<br />

warmen, zugfreien Ort etwa<br />

1 St<strong>und</strong>e gehen lassen.<br />

In der Zwischenzeit ein Backblech<br />

gut ausfetten <strong>und</strong> mit Mehl bestauben.<br />

Den Teig nach der Ruhezeit<br />

kurz durchkneten, dann auf<br />

einer bemehlten Arbeitsfläche in<br />

Blechgröße ausrollen. Auf das<br />

Blech legen <strong>und</strong> die Ränder hochziehen.<br />

Den Boden mehrmals mit<br />

einer Gabel einstechen.<br />

Den Backofen auf 200° C (Gas Stufe<br />

3) vorheizen. Für den Belag den<br />

<strong>Frisch</strong>käse mit dem Ei, dem Zucker<br />

<strong>und</strong> dem Traubensaft glatt rühren.<br />

Die Käsecreme auf dem Teig verteilen.<br />

Mit den abgetropften Aprikosenhälften<br />

(die Schnittflächen nach<br />

oben) belegen <strong>und</strong> in jede Fruchthälfte<br />

eine Mandel legen. Den Kuchen<br />

nochmals 10 Minuten gehen<br />

lassen. Im heißen Ofen 35 − 40 Minuten<br />

backen.<br />

Die Konfitüre mit dem Traubensaft<br />

verrühren, kurz erwärmen <strong>und</strong> den<br />

noch warmen Kuchen damit bestreichen.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Wartezeiten.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

6 g Eiweiß, 11 g Fett, 28 g Kohlenhydrate,<br />

237 kcal (991 kJ).<br />

48 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


KULINARISCHE<br />

REISE<br />

KATALONIEN<br />

Gleich drei Amtssprachen geben in der nordöstlichen Region Spaniens den Ton an:<br />

Katalanisch, Spanisch <strong>und</strong> Aranesisch. Die vierte, die wir nun ganz unverfroren hinzufügen,<br />

nennt sich Gaumenschmaus. Für jeden verständlich <strong>und</strong> absolut leicht zu lernen.<br />

Fideos con Picada<br />

Katalanische Nudelpfanne<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

600 g Tomaten,<br />

100 g Zwiebeln,<br />

1 Knoblauchzehe,<br />

250 g Schweinefleisch<br />

aus der Oberschale,<br />

30 g gehackte Haselnüsse,<br />

20 g Pinienkerne,<br />

300 g Spaghettini<br />

(dünne Spaghetti),<br />

3 EL Olivenöl,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle,<br />

20 g Tomatenmark,<br />

750 ml Gemüsebrühe,<br />

2 EL fein geschnittene<br />

Petersilie,<br />

1 TL fein geschnittener<br />

Oregano,<br />

2 TL edelsüßes Paprikapulver.<br />

Außerdem:<br />

100 g Serrano-Schinken.<br />

Die Tomaten blanchieren, kalt abschrecken,<br />

häuten <strong>und</strong> vierteln.<br />

Die Stielansätze <strong>und</strong> die Samen<br />

entfernen. Letztere durch ein Sieb<br />

passieren <strong>und</strong> den Saft dabei auffangen.<br />

Das Tomatenfruchtfleisch<br />

in kleine Würfel schneiden.<br />

Die Zwiebeln <strong>und</strong> den Knoblauch<br />

pellen <strong>und</strong> fein hacken. Das Fleisch<br />

in dünne Streifen schneiden. Die<br />

Haselnüsse <strong>und</strong> die Pinienkerne<br />

kurz in einer Pfanne ohne Fett rösten.<br />

Die Spaghettini in etwa 5 cm<br />

lange Stücke brechen.<br />

Das Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen.<br />

Das Fleisch darin r<strong>und</strong>herum<br />

anbraten, mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen.<br />

Die Zwiebel- <strong>und</strong> Knoblauchstückchen<br />

hinzufügen <strong>und</strong> kurz<br />

mitbraten. Aus der Pfanne nehmen.<br />

Die Tomatenstücke <strong>und</strong> das<br />

Tomatenmark ins Bratfett geben<br />

<strong>und</strong> unter Rühren kurz anbraten.<br />

Die Gemüsebrühe <strong>und</strong> den Tomatensaft<br />

angießen. Die Haselnüsse,<br />

Pinienkerne, Kräuter <strong>und</strong> Paprikapulver<br />

unterrühren.<br />

Die Spaghettini zufügen <strong>und</strong> unter<br />

mehrmaligem Rühren 10 Minuten<br />

bei nicht zu starker Hitze köcheln<br />

lassen, bis die Nudeln bissfest sind.<br />

Bei Bedarf noch etwas Gemüsebrühe<br />

zugießen. Die Fleisch-Zwiebel-<br />

Mischung zugeben, untermischen<br />

<strong>und</strong> erhitzen. Nochmals mit Salz<br />

<strong>und</strong> Pfeffer abschmecken.<br />

Den Serrano-Schinken in feine<br />

Streifen schneiden. In einer Pfanne<br />

ohne Zugabe von Fett knusprig<br />

braten. Nudeln mit dem Schinken<br />

anrichten <strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ¼ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

33 g Eiweiß, 25 g Fett, 60 g Kohlenhydrate,<br />

595 kcal (2493 kJ); 5 BE.<br />

Salsa romesco<br />

Pikante Soße<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

250 g rote Paprikaschoten,<br />

250 g Tomaten,<br />

1 Scheibe Weißbrot <strong>vom</strong> Vortag<br />

(etwa 25 g),<br />

100 ml Olivenöl,<br />

4 Knoblauchzehen,<br />

10 Mandelkerne ohne Schale,<br />

Salz,<br />

Cayennepfeffer,<br />

1 getrocknete rote<br />

Pfefferschote,<br />

4 EL Rotweinessig.<br />

Den Backofen auf 220° C (Gas Stufe<br />

4) vorheizen. Die Paprikaschoten<br />

<strong>und</strong> die Tomaten im heißen<br />

Ofen 8 − 10 Minuten backen.<br />

Herausnehmen, etwas abkühlen<br />

lassen, dann häuten. Die Paprikaschoten<br />

halbieren, Stielansatz, Samen<br />

<strong>und</strong> die weißen Trennwände<br />

entfernen. Die Tomaten halbieren,<br />

Stielansatz <strong>und</strong> Samen entfernen.<br />

Die Weißbrotscheibe in 1 EL Olivenöl<br />

einweichen. Den Knoblauch pellen<br />

<strong>und</strong> klein schneiden.<br />

Die Tomaten, die Knoblauchstückchen,<br />

die Mandeln, etwas Salz <strong>und</strong><br />

Cayennepfeffer sowie die Pfeffer<strong>und</strong><br />

die Paprikaschoten in einem<br />

großen Mörser zu Brei verarbeiten.<br />

Das Weißbrot untermengen, dann<br />

den Essig zugießen <strong>und</strong> das restliche<br />

Öl teelöffelweise mit einem<br />

Schneebesen unterschlagen. Die<br />

fertige Soße sollte dickflüssig sein.<br />

Zubereitungszeit: 45 Minuten.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

2 g Eiweiß, 27 g Fett,<br />

8 g Kohlenhydrate,<br />

279 kcal (1169 kJ); 0,7 BE.<br />

50 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

51


KATALONIEN<br />

Crema catalana<br />

Katalanische Creme mit<br />

Mandelsahne<br />

(Rezept für 6 Portionen)<br />

Zutaten für die Creme:<br />

300 ml Milch,<br />

200 g Sahne,<br />

1 Stück einer Zimtstange<br />

(etwa 5 cm),<br />

einige Zitronenstreifen,<br />

5 Eigelb (M),<br />

1 EL Speisestärke,<br />

1 Prise Salz,<br />

80 g Zucker.<br />

Für die Mandelsahne:<br />

50 g Marzipanrohmasse,<br />

4 cl Orangenlikör<br />

(ersatzweise Orangensaft),<br />

40 g gemahlene Mandeln<br />

ohne Schale,<br />

125 g Sahne,<br />

30 g Zucker.<br />

Außerdem:<br />

4 EL brauner Zucker,<br />

einige Zesten einer Bio-Zitrone,<br />

20 g geröstete Mandel -<br />

blättchen.<br />

Für die Creme die Milch mit der<br />

Sahne, der Zimtstange <strong>und</strong> den Zitronenstreifen<br />

aufkochen, dann<br />

den Topf zur Seite stellen <strong>und</strong><br />

20 Minuten ziehen lassen. Die<br />

Zimtstange <strong>und</strong> die Zitronenstreifen<br />

entfernen.<br />

In der Zwischenzeit die Eigelbe, die<br />

Speisestärke, Salz <strong>und</strong> Zucker in einer<br />

Schüssel mit dem Schneebesen<br />

schaumig schlagen. Die Milch<br />

wieder zum Kochen bringen <strong>und</strong><br />

unter ständigem Rühren unter die<br />

Eigelbmasse mischen. Alles in den<br />

Topf geben, weiterrühren <strong>und</strong> bei<br />

niedriger Temperatur erhitzen.<br />

Sobald die Creme so dick ist, dass<br />

sie auf einem Löffelrücken liegen<br />

bleibt, in 6 Förmchen füllen <strong>und</strong><br />

kalt stellen. 30 Minuten vor dem<br />

Servieren die Creme gleichmäßig<br />

mit dem braunen Zucker bestreuen.<br />

Unter den auf der höchsten<br />

Stufe vorgeheizten Grill stellen<br />

<strong>und</strong> den Zucker karamellisieren.<br />

Die Creme erneut kalt stellen.<br />

Für die Mandelsahne die Marzipanrohmasse<br />

mit dem Likör <strong>und</strong><br />

den Mandeln zu einer glatten Masse<br />

verrühren. Die Sahne mit dem<br />

Zucker steif schlagen <strong>und</strong> zur Hälfte<br />

mit einem Schneebesen unter<br />

die Mandelmasse ziehen. Den Rest<br />

unterheben.<br />

Auf jedes Förmchen einen Klecks<br />

Mandelsahne geben. Mit Zitronenzesten<br />

<strong>und</strong> Mandelblättchen bestreuen<br />

<strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en,<br />

zusätzlich Kühlzeiten.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

9 g Eiweiß, 33 g Fett,<br />

36 g Kohlenhydrate,<br />

489 kcal (2048 kJ); 3 BE.<br />

BARCELONA<br />

Pollastre catalan<br />

Hähnchen nach katalanischer Art<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

1 küchenfertiges Hähnchen<br />

(etwa 1,4 kg),<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

150 g rote Paprikaschote,<br />

150 g gelbe Paprikaschote,<br />

150 g grüne Paprikaschote,<br />

150 g Zwiebeln,<br />

3 Knoblauchzehen,<br />

50 g grüne Oliven ohne Stein,<br />

400 g Tomaten,<br />

3 EL Olivenöl,<br />

100 ml Sherry,<br />

200 ml Geflügelfond,<br />

1 TL Paprikapulver,<br />

1 Spritzer Tabasco.<br />

Außerdem:<br />

1 EL fein geschnittene<br />

Petersilie.<br />

Das Hähnchen innen <strong>und</strong> außen<br />

unter fließendem kalten Wasser<br />

waschen, gut abtropfen lassen <strong>und</strong><br />

in acht Teile zerlegen. Diese mit<br />

Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen.<br />

Die Paprikaschoten vierteln, die<br />

Stielansätze, die Samen <strong>und</strong> die<br />

weißen Trennwände entfernen.<br />

Das Fruchtfleisch in 1 cm große<br />

Stücke schneiden. Die Zwiebeln<br />

<strong>und</strong> den Knoblauch pellen. Die<br />

Zwiebeln grob würfeln <strong>und</strong> den<br />

Knoblauch fein hacken.<br />

Die Oliven längs halbieren. Die Tomaten<br />

blanchieren, kalt abschrecken,<br />

häuten <strong>und</strong> halbieren. Die<br />

Stielansätze <strong>und</strong> die Samen entfernen<br />

<strong>und</strong> das Fruchtfleisch in Würfel<br />

schneiden.<br />

Das Öl in einem Schmortopf erhitzen<br />

<strong>und</strong> die Hähnchenteile von<br />

allen Seiten darin anbraten. Mit<br />

dem Sherry ablöschen. Die Hähnchenteile<br />

aus dem Topf nehmen.<br />

Die Paprikaschoten, die Zwiebeln,<br />

den Knoblauch <strong>und</strong> die Oliven in<br />

den Topf geben, die Tomaten <strong>und</strong><br />

den Geflügelfond hinzufügen.<br />

Die Hähnchenteile wieder in den<br />

Topf geben <strong>und</strong> mit Salz, Pfeffer,<br />

Paprikapulver <strong>und</strong> Tabasco würzen.<br />

Das Ganze 30 − 35 Minuten<br />

auf kleiner Flamme garen lassen.<br />

Nochmals abschmecken.<br />

Das Hähnchen mit der gehackten<br />

Petersilie bestreuen <strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

70 g Eiweiß, 43 g Fett, 8 g Kohlenhydrate,<br />

726 kcal (3041 kJ); 0,7 BE.<br />

52 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014 <strong>Ratgeber</strong> 53


KATALONIEN<br />

Sopa de menudillos<br />

de pollo<br />

Geflügelsuppe<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

500 g Hühnerklein<br />

mit Innereien,<br />

200 g Hähnchenbrust<br />

ohne Haut,<br />

150 g Zwiebeln,<br />

1 Knoblauchzehe,<br />

200 g Tomaten,<br />

3 EL Olivenöl,<br />

1,5 l Wasser,<br />

10 g geröstete Mandel -<br />

blättchen,<br />

1 EL fein geschnittene<br />

Petersilie,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

4 Scheiben Weißbrot<br />

(jeweils 25 g),<br />

100 g Langkornreis.<br />

Das Hühnerklein mit kaltem Wasser<br />

waschen <strong>und</strong> gut abtropfen<br />

lassen. Die Knochen <strong>und</strong> die Sehnen<br />

aus Hals <strong>und</strong> Flügeln entfernen.<br />

Das Fleisch klein schneiden.<br />

Die Innereien in Stücke schneiden.<br />

Die Hähnchenbrust in Scheiben<br />

schneiden.<br />

Die Zwiebeln <strong>und</strong> den Knoblauch<br />

pellen <strong>und</strong> fein würfeln. Die Tomaten<br />

blanchieren, kalt abschrecken,<br />

häuten <strong>und</strong> vierteln. Den Stiel -<br />

ansatz <strong>und</strong> die Samen entfernen.<br />

Das Fruchtfleisch in kleine Würfel<br />

schneiden. Das Öl in einem großen<br />

Topf erhitzen, Zwiebel- <strong>und</strong> Knoblauchstückchen<br />

darin goldgelb<br />

rösten. Das Hühnerfleisch, die Innereien<br />

<strong>und</strong> die gewürfelten Tomaten<br />

einlegen. 5 − 10 Minuten bei<br />

mittlerer Hitze schmoren. Das Wasser<br />

angießen <strong>und</strong> die Suppe zum<br />

Kochen bringen. Die gerösteten<br />

Mandelblättchen in einem Mörser<br />

zerstoßen. Mit der Petersilie mischen<br />

<strong>und</strong> in die leicht kochende<br />

Suppe geben. Salzen <strong>und</strong> pfeffern.<br />

Die Brotscheiben rösten, in die<br />

Suppe einlegen <strong>und</strong> gut durchrühren.<br />

Dann den Reis zugeben <strong>und</strong><br />

20 Minuten köcheln lassen. Nochmals<br />

abschmecken.<br />

Zubereitungszeit: 1 ½ St<strong>und</strong>en.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

41 g Eiweiß, 8 g Fett, 41 g Kohlenhydrate,<br />

404 kcal (1694 kJ); 3,4 BE.<br />

VARIANTE<br />

4 Eier verquirlen <strong>und</strong> leicht<br />

salzen. Die Eiermasse in die<br />

Suppe gießen <strong>und</strong> im Backofen<br />

bei mäßiger Hitze,<br />

etwa 175° C (Gas Stufe 2),<br />

5 − 7 Minuten überbacken.<br />

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01378 9090 1021 durch (ein Anruf<br />

aus dem deutschen Festnetz kostet 0,50 €,<br />

ggf. abweichende Tarife aus dem Mobilfunknetz).<br />

Oder schicken Sie uns das<br />

Lösungswort auf einer ausreichend<br />

frankierten Postkarte.<br />

Kennwort Preisrätsel 5. Adresse sowie<br />

Teilnahmebedingungen auf Seite 155.


TAPAS<br />

Serrano-Schinken<br />

ist bekannt für sein<br />

mageres Fleisch. Der<br />

Name kommt <strong>vom</strong> spanischen<br />

Wort sierra (span. für<br />

Gebirge), da der Schinken<br />

früher an der frischen<br />

Bergluft reifte.<br />

¡VIVA ESPAÑA!<br />

Tapas sind die schmackhaftesten Grüße, die<br />

uns die Iberische Halbinsel schicken konnte.<br />

Die kleinen Leckerbissen lassen uns in<br />

Urlaubserinnerungen schwelgen <strong>und</strong><br />

machen einfach Lust auf mehr.<br />

Junge Artischocken<br />

mit Serrano-Schinken<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten:<br />

Salz,<br />

Saft einer halben Zitrone,<br />

12 junge kleine Artischocken,<br />

80 g Frühlingszwiebeln,<br />

100 g Serrano-Schinken<br />

in Scheiben,<br />

6 EL Olivenöl,<br />

Pfeffer aus der Mühle,<br />

1 Msp. Cayennepfeffer,<br />

1 Prise Zucker,<br />

4 EL Sherryessig,<br />

1 Knoblauchzehe.<br />

Einen großen Topf mit Wasser,<br />

etwas Salz <strong>und</strong> dem Zitronensaft<br />

zum Kochen bringen.<br />

Die kleinen harten Blätter r<strong>und</strong> um<br />

den Stielansatz der Artischocken<br />

abzupfen. Die stacheligen Spitzen<br />

der äußeren Blätter zu etwa einem<br />

Drittel gleichmäßig abschneiden.<br />

Die Artischocken in den Topf geben<br />

<strong>und</strong> 15 − 20 Minuten zugedeckt<br />

bei mittlerer Hitze köcheln<br />

lassen.<br />

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln<br />

putzen, waschen <strong>und</strong> in<br />

dünne Ringe schneiden. Die Schinkenscheiben<br />

längs halbieren <strong>und</strong><br />

in schmale Streifen schneiden.<br />

Das Olivenöl mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer,<br />

Zucker <strong>und</strong> Essig zu<br />

einer cremigen Marinade rühren.<br />

Den Knoblauch pellen <strong>und</strong> fein hacken.<br />

Zusammen mit 100 ml des<br />

Artischockensuds in die Marinade<br />

einrühren.<br />

Artischocken mit einem Schaumlöffel<br />

aus dem Sud heben, gut<br />

abtropfen lassen <strong>und</strong> längs halbieren.<br />

Auf eine Servierplatte legen.<br />

Die Frühlingszwiebeln <strong>und</strong><br />

die Schinkenstreifen dazugeben.<br />

Alles mit der Marinade begießen<br />

<strong>und</strong> mindestens 30 Minuten zugedeckt<br />

ziehen lassen.<br />

Nach Belieben mit einem gekochten<br />

Wachtelei garniert servieren.<br />

Zubereitungszeit: 45 Minuten,<br />

zusätzlich Marinierzeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

6 g Eiweiß, 10 g Fett,<br />

2 g Kohlenhydrate,<br />

204 kcal (853 kJ); 0,2 BE.<br />

Datteln <strong>und</strong> Pflaumen<br />

im Speckmantel<br />

(Rezept für 24 Stück)<br />

Zutaten:<br />

12 getrocknete Datteln<br />

ohne Stein (etwa 100 g),<br />

12 Mandelkerne ohne Haut<br />

(etwa 15 g),<br />

12 dünne Scheiben<br />

Frühstücksspeck (etwa 120 g),<br />

12 getrocknete Pflaumen<br />

ohne Stein (etwa 150 g),<br />

1 − 2 EL Olivenöl.<br />

Diese<br />

Tapa ist<br />

ganz nach dem<br />

Geschmack der Katalanen:<br />

erst deftig<br />

<strong>und</strong> dann schön<br />

süß.<br />

Außerdem:<br />

24 kleine Holzspieße,<br />

Zitronenstücke <strong>und</strong> Thymianzweige<br />

zum Garnieren.<br />

Die Datteln mit den Mandelkernen<br />

füllen. Die Speckscheiben längs<br />

halbieren. Die Datteln <strong>und</strong> die<br />

Pflaumen mit je einer halben<br />

Speckscheibe umwickeln <strong>und</strong> mit<br />

einem Holzspießchen feststecken.<br />

Das Öl in einer Pfanne erhitzen <strong>und</strong><br />

die umwickelten Früchte darin<br />

goldbraun <strong>und</strong> knusprig braten.<br />

Herausnehmen <strong>und</strong> auf Küchenpapier<br />

abtropfen lassen. Mit den<br />

Zitronenscheiben <strong>und</strong> den Thymianzweigen<br />

garnieren <strong>und</strong> noch<br />

warm servieren.<br />

Zubereitungszeit: 20 Minuten.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

2 g Eiweiß, 9 g Fett,<br />

12 g Kohlenhydrate,<br />

139 kcal (581 kJ); 1 BE.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

57


Marinierte Fischspießchen<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Zutaten für die Spieße:<br />

500 g festes Fischfilet (z. B. Kabeljau),<br />

1 Bio-Zitrone,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle.<br />

Für die Marinade:<br />

1 mittelscharfe Peperoni,<br />

3 EL Olivenöl,<br />

1 − 2 EL Zitronensaft.<br />

Für den Dip:<br />

100 g grüne Oliven ohne Stein,<br />

100 g gemahlene Mandeln ohne Schale,<br />

1 TL Akazienhonig,<br />

1 − 2 EL Zitronensaft,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle.<br />

Außerdem:<br />

2 − 3 EL Olivenöl zum Braten.<br />

Den Fisch mit kaltem Wasser abbrausen, trocken tupfen<br />

<strong>und</strong> in 2 cm große Stücke schneiden. Die Zitrone waschen,<br />

in Scheiben schneiden <strong>und</strong> diese vierteln.<br />

Für die Marinade die Peperoni längs halbieren, Stielansatz,<br />

Samen <strong>und</strong> die weißen Trennwände entfernen.<br />

Das Fruchtfleisch fein würfeln. Zusammen mit dem Olivenöl<br />

<strong>und</strong> dem Zitronensaft in eine flache Schale geben.<br />

Die Fischstücke einlegen, gut vermengen <strong>und</strong><br />

1 St<strong>und</strong>e zugedeckt im Kühlschrank marinieren.<br />

Für den Dip die Oliven mit den Mandeln in einen Mixer<br />

geben <strong>und</strong> pürieren, bis eine feine Paste entsteht. In<br />

eine Schüssel umfüllen, Honig, Zitronensaft <strong>und</strong> je<br />

nach Bedarf 30 ml Wasser zugeben <strong>und</strong> gründlich verrühren.<br />

Mit Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen.<br />

Die Fischstücke aus der Marinade heben <strong>und</strong> abwechselnd<br />

mit einem Zitronenstück auf Spieße stecken. Mit<br />

Salz <strong>und</strong> Pfeffer würzen.<br />

Das Öl in einer Pfanne erhitzen <strong>und</strong> die Spieße auf<br />

beiden Seiten 1 − 2 Minuten braten.<br />

Die Spieße anrichten, mit etwas Marinade beträufeln<br />

<strong>und</strong> den Oliven-Mandel-Dip dazu reichen.<br />

Zubereitungszeit: 30 Minuten, zusätzlich Marinierzeit.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

27 g Eiweiß, 35 g Fett, 4 g Kohlenhydrate,<br />

440 kcal (1842 kJ); 0,3 BE.<br />

Zutaten:<br />

350 g Chorizo,<br />

600 g Champignons,<br />

3 Knoblauchzehen,<br />

2 EL Olivenöl,<br />

10 Mandelkerne ohne Haut,<br />

100 ml Sherry,<br />

1 EL Sherryessig,<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle,<br />

2 EL fein geschnittene Petersilie.<br />

Die Chorizo häuten <strong>und</strong> in dünne Scheiben schneiden.<br />

Die Champignons putzen <strong>und</strong> vierteln. Den<br />

Knoblauch pellen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen.<br />

Chorizo<br />

ist eine pikante<br />

Rohwurst <strong>vom</strong><br />

Schwein. Knoblauch,<br />

aber vor allem Paprika<br />

verleihen ihr<br />

den typischen<br />

Geschmack.<br />

Chorizo mit Champignons<br />

(Rezept für 4 Portionen)<br />

Die Wurstscheiben gut darin anbraten <strong>und</strong> aus der<br />

Pfanne nehmen. Champignons, Knoblauch <strong>und</strong><br />

Mandeln in die Pfanne geben <strong>und</strong> bei mittlerer Hitze<br />

kurz braten. Mit dem Sherry <strong>und</strong> dem Sherryessig<br />

ablöschen <strong>und</strong> so lange garen, bis die Flüssigkeit verdampft<br />

ist.<br />

Leicht salzen <strong>und</strong> pfeffern. Chorizo <strong>und</strong> Petersilie zufügen<br />

<strong>und</strong> kurz erwärmen. In Schälchen anrichten<br />

<strong>und</strong> servieren.<br />

Zubereitungszeit: 20 Minuten.<br />

Nährwert pro Portion ca.:<br />

23 g Eiweiß, 37 g Fett, 4 g Kohlenhydrate,<br />

464 kcal (1945 kJ); 0,3 BE.


TAPAS<br />

Maurische<br />

Fleischspießchen<br />

(Rezept für 20 Stück)<br />

Zutaten:<br />

600 g Schweinefleisch<br />

aus der Oberschale,<br />

2 Knoblauchzehen,<br />

1 TL gemahlener Kreuzkümmel,<br />

1 Msp. Cayennepfeffer,<br />

¼ TL edelsüßes Paprikapulver,<br />

5 EL Olivenöl,<br />

1 EL Zitronensaft,<br />

20 Mini-Romatomaten,<br />

Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle.<br />

Außerdem:<br />

20 Holzspieße,<br />

2 EL Olivenöl zum Braten.<br />

Das Schweinefleisch in 2,5 cm große<br />

Würfel schneiden. Den Knoblauch<br />

pellen <strong>und</strong> fein hacken. Die<br />

Knoblauchstückchen, die Gewürze,<br />

das Olivenöl <strong>und</strong> den Zitronensaft<br />

in eine entsprechend große<br />

Schüssel geben <strong>und</strong> miteinander<br />

verrühren. Die Fleischwürfel einlegen<br />

<strong>und</strong> mit der Marinade mischen.<br />

Zugedeckt im Kühlschrank<br />

1 St<strong>und</strong>e marinieren.<br />

In der Zwischenzeit die Holzspieße<br />

in kaltes Wasser legen, damit sie<br />

später beim Braten nicht verbrennen.<br />

Die Tomaten waschen <strong>und</strong><br />

den Stielansatz entfernen. Die<br />

Spieße aus dem Wasser nehmen,<br />

gut abtropfen lassen <strong>und</strong> auf jeden<br />

Spieß zwei Fleischwürfel <strong>und</strong> eine<br />

Tomate stecken. Die Spieße salzen<br />

<strong>und</strong> pfeffern.<br />

Das Öl in einer entsprechend großen<br />

Pfanne erhitzen <strong>und</strong> die Spieße<br />

darin 4 − 5 Minuten r<strong>und</strong>herum<br />

braten. In den letzten Minuten mit<br />

der restlichen Marinade beträufeln.<br />

Die Spieße auf Tellern anrichten.<br />

Sie können warm oder kalt<br />

serviert werden. Reichen Sie dazu<br />

Weißbrot.<br />

Zubereitungszeit: 30 Minuten,<br />

zusätzlich Marinierzeit.<br />

Nährwert pro Stück ca.:<br />

7 g Eiweiß, 5 g Fett,<br />

1 g Kohlenhydrate,<br />

72 kcal (301 kJ); 0,1 BE.<br />

<strong>Familie</strong>nspaß<br />

Lindberg im Bayerischen Wald<br />

Reisezeit bis 31.10.2014<br />

5 Tage (4 Nächte) im DZ all inclusive:<br />

Bei Buchung angeben:<br />

WEV-0414-SAF<br />

Buchungsservice:09922 <br />

/ 8530<br />

•<br />

4x Frühstücks- & Abendbuffet<br />

info@sporthotel-ahornhof.de<br />

•<br />

3x Mittagssuppe oder Salat<br />

✩ ✩<br />

✩<br />

•<br />

3x Kaffee, Kuchen & Kindereisbecher am Nachmittag<br />

•<br />

v. 10 - 20 Uhr alkoholf. Getränke, Bier v. Fass &<br />

Hauswein zum Abendessen<br />

• Musik- <strong>und</strong> Tanzabend (Do.)<br />

•<br />

1x € 10,- Wellnessgutschein p. P.<br />

VL-Nacht AI € 55,- p. P.<br />

Unsere Kinderermäßigungen (1 Kind im<br />

Elternzimmer): bis einschl. 5,9 Jahre 100%,<br />

ab 6 Jahre bis einschl. 11,9 Jahre 50%<br />

Wanderlust i.<br />

Zittauer Gebirge<br />

Für<br />

alle<br />

Reisen<br />

gilt:<br />

Termine<br />

buchbar<br />

ab<br />

sofort<br />

<strong>und</strong><br />

nach<br />

Verfügbarkeit,<br />

Feiertage<br />

ausgeschlossen! Eigene<br />

Hin-/<br />

Rückreise. Preise exklusive Kurtaxe. Programmänderungen vorbehalten. Einzelzimmerzuschlag, Kinderermäßigung<br />

<strong>und</strong> Verlängerungsnächte auf<br />

Anfrage. Kreditkartenzahlung gegen Gebühr. Veranstalter:<br />

6. Igel GmbH & Co. KG •<br />

Petersstraße 32/34 • D-04109 Leipzig & Schloßhotel Althörnitz GmbH & Co. KG • Zittauer Straße 9 • D-02763<br />

Bertsdorf-Hörnitz<br />

Komplementär<br />

für<br />

beide: Koch<br />

Verwaltungs<br />

GmbH<br />

•<br />

Petersstraße<br />

32/34<br />

•<br />

D-04109<br />

Leipzig<br />

/<br />

Geschäftsführer N. Smirnov<br />

Superior ✩<br />

Bei Buchung angeben:<br />

WEV-0414-SAZ<br />

Buchungsservice:03583 <br />

/ 5500<br />

info@schlosshotel-althoernitz.de<br />

€ 159,- - p p. P. P<br />

.<br />

im mDZ<br />

€ 199,- p p. P.<br />

.<br />

im mDZ<br />

Bertsdorf in der Oberlausitz<br />

Reisezeit ganzjährig<br />

4 Tage (3 Nächte) im DZ inklusive:<br />

•<br />

Übernachtung im DZ Neubau<br />

•<br />

1x Begrüßungsdrink an der Hotelbar<br />

•<br />

3x Frühstücksbuffet<br />

•<br />

2x Lunchpaket<br />

•<br />

3x Abendessen<br />

•<br />

1x Fußmassage<br />

•<br />

1x Eintritt Burg & Klosteranlage Oybin<br />

•<br />

1x Verleih von Nordic Walking Stöcken für<br />

den Aufenthalt<br />

VL-Nacht inkl. HP € 40,- p. P.<br />

Unsere Kinderermäßigungen (1 Kind im<br />

Elternzimmer): bis einschl. 5,9 Jahre 100%,<br />

ab 6 Jahre bis einschl. 11,9 Jahre 50%<br />

SPORTHOTEL


Der Parc Güell wurde von Antoni Gaudí<br />

in den Jahren 1900 bis 1914 erschaffen<br />

Faszinierende Mischung aus<br />

Moderne <strong>und</strong> Tradition<br />

Barcelona<br />

Hafen von Barcelona<br />

Schillernd <strong>und</strong> vielgestaltig,<br />

uralt, cool<br />

<strong>und</strong> hip zeigt sich die<br />

katalanische Metropole<br />

am Mittelmeer.<br />

R<strong>und</strong> fünf Millionen Besucher aus<br />

aller Welt drängen Jahr für Jahr in<br />

die 1,6 Millionen Einwohner zählende<br />

Hafenstadt <strong>und</strong> bestaunen<br />

die grandiose Architektur Antoni<br />

Gaudis oder Joan Mirós farben -<br />

frohe Skulpturen. Ein ausgiebiger<br />

Bummel durch die Läden der angesagtesten<br />

Modestadt Spaniens<br />

gehört ebenso zum Besuch Barcelonas<br />

wie gemütliche Abende bei<br />

Wein <strong>und</strong> Tapas auf einem der<br />

schönen Plätze.<br />

Zwei Namen sind es, denen man in<br />

Barcelona auf Schritt <strong>und</strong> Tritt begegnet:<br />

Antoni Gaudi, der in der<br />

ganzen Welt bekannte katalanische<br />

Architekt, sowie Eusebi Güell,<br />

der wohlhabende Graf <strong>und</strong> Industrielle,<br />

Förderer Gaudis.<br />

Gut informiert durch intensives<br />

Studium unseres Reiseführers <strong>und</strong><br />

bestens vorbereitet mit praktischem<br />

Schuhwerk, Stadtplan <strong>und</strong><br />

Metro-Karte starten wir zu unserer<br />

Besichtigungstour durch die katalanische<br />

Metropole.<br />

Unser zentral gelegenes Urlaubsdomizil<br />

in der Nähe des Hafens<br />

<strong>und</strong> der bekannten Flaniermeile,<br />

der Rambles, ist dabei von Vorteil.<br />

Zuerst steuern wir das Palais Güell<br />

ganz in der Nähe der Rambles an.<br />

Hier hat der junge Antoni Gaudi<br />

seinen neuartigen Baustil erstmals<br />

erprobt. Beeindruckend ist die<br />

kostbare Ausstattung mit Holzschnitzereien,<br />

Intarsien <strong>und</strong> Glasmalereien.<br />

Sehenswert die Dachterrasse<br />

mit den bunt gefliesten<br />

Kaminen.<br />

Antoni Gaudi – ein Mann<br />

mit blühender Fantasie<br />

Nun fahren wir mit der Metro gen<br />

Norden zum Parc Güell. Hier oben,<br />

hoch über der Stadt, ließ Gaudi<br />

seiner Fantasie freien Lauf.<br />

Bunte Häuser im Zuckerbäckerstil,<br />

mit Mosaiken verzierte Skulpturen<br />

<strong>und</strong> die 150 Meter lange, farben-<br />

Plaça Reial – einer der<br />

schönsten Plätze in Barcelona<br />

Die prachtvoll gestaltete Fassade des<br />

Hauses Batlló an der Passeig de Gràcia<br />

62 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


Plaça d’Espanya ist der größte Platz in<br />

Barcelona <strong>und</strong> der zweitgrößte in Spanien<br />

Das Wahrzeichen<br />

Barcelonas –<br />

die Sagrada Família<br />

Casa Milà, bestes Beispiel des<br />

Modernisme, des katala ni schen<br />

Jugendstils<br />

froh geflieste Schlangenbank begeistern<br />

Groß <strong>und</strong> Klein.<br />

Nun tauchen wir am Passeig de<br />

Gràcia in das Stadtviertel Eixample<br />

ein. Prachtvolle Bauten des Modernisme,<br />

des katalanischen Jugendstils,<br />

<strong>und</strong> elegante Geschäfte säumen<br />

die breiten Straßen.<br />

Zwei Meisterwerke Gaudis, die<br />

,Casa Millà’ <strong>und</strong> die ,Casa Batlló’,<br />

lohnen eine intensive Betrachtung.<br />

Die Fassade der Casa Batlló ver -<br />

sah Gaudi mit einem bunten Mix<br />

aus Balkonen, Erkern, Säulen <strong>und</strong><br />

Türmchen.<br />

Wir schlendern weiter in Richtung<br />

Plaça de Catalunya <strong>und</strong> biegen<br />

in die berühmte Platanenallee Les<br />

Rambles ein. Hier pulst das Leben<br />

der Stadt, hier ist der angesagte<br />

Mittelpunkt. Blumen- <strong>und</strong> Gemüsehändler,<br />

Kunsthandwerker, Aktionskünstler,<br />

Maler <strong>und</strong> Musikanten<br />

64 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


das gotische ,Barri Gòtic’ bietet<br />

einen besonderen Reiz. Dieses<br />

Viertel r<strong>und</strong> um Kathedrale <strong>und</strong><br />

Königspalast gehört zu den am<br />

besten erhaltenen Altstadt-Ensembles<br />

in Europa <strong>und</strong> steht im<br />

Mittelpunkt jedes Besichtigungprogramms.<br />

Inmitten einer grandiosen<br />

Landschaft befindet sich das<br />

Kloster Montserrat<br />

geben sich ein Stelldichein. Modeläden,<br />

Cafés <strong>und</strong> Tapasbars<br />

komplettieren das Angebot.<br />

Uns zieht es nun in die Markthalle<br />

,La Boqueria’. Hier wird alles, was<br />

die mediterrane Küche braucht, im<br />

Überfluss angeboten.<br />

Eine schmale Gasse gegenüber<br />

führt von den Rambles zur ,Plaça<br />

Reial’, dem schönsten Platz der<br />

Stadt. Unter den Arkaden der klassizistischen<br />

Stadtpalais gibt es<br />

zahlreiche Cafés <strong>und</strong> Restaurants.<br />

In der Mitte plätschert Wasser im<br />

Barri Gòtic – das Gotische<br />

Viertel. Hier hat die Geschichte<br />

Barcelonas als römische<br />

Siedlung Barcino begonnen<br />

Drei-Grazien-Brunnen von Gaudi.<br />

Wir flanieren weiter in Richtung<br />

Hafen. Beim 60 Meter hohen ,Monument<br />

a Colom’, der Kolumbus-<br />

Säule, tauchen wir in das Hafengelände<br />

ein. Wir verzichten auf eine<br />

Hafen-R<strong>und</strong>fahrt, stattdessen besuchen<br />

wir das ,Aquàrium’ mit<br />

dem Ozeanarium, einem 80 Meter<br />

langen, gläsernen Besuchertunnel.<br />

Hier wandelt man praktisch mitten<br />

im Meer zwischen Haien <strong>und</strong><br />

Rochen. Ein abendlicher Bummel<br />

durch die verwinkelten Gassen um<br />

Heute besuchen wir den Aussichtsberg<br />

Barcelonas, den 213 Meter<br />

hohen ,Montjuïc’. Mit der Zahnradbahn<br />

fahren wir von der Metrostation<br />

Paral·lel bis zum Umstieg in<br />

die Kabinenbahn <strong>und</strong> weiter bis hinauf<br />

zum Kastell. Von hier hat man<br />

eine großartige Sicht über die ganze<br />

Stadt. Auf der anderen Seite fällt<br />

der Berg steil ab bis hinunter zum<br />

riesigen Industriehafen.<br />

Unser Rückweg führt durch die<br />

weitläufige Parklandschaft des<br />

Montjuic, vorbei am Museum Joan<br />

Miró <strong>und</strong> dem Kunstmuseum zur<br />

Plaça d’Espanya.<br />

Highlight in Barcelona:<br />

die Sagrada Família<br />

Nun, am späten Nachmittag, wenn<br />

der Besucherstrom etwas abebbt,<br />

wollen wir noch die ,Sagrada<br />

Família’ besichtigen. Über zwei<br />

Millionen Besucher bew<strong>und</strong>ern<br />

jährlich das Bauwerk. Seit 120 Jahren<br />

ist Barcelonas bekanntestes<br />

Wahrzeichen die vielleicht eindrucksvollste<br />

Baustelle der Welt.<br />

Ab 1911 widmete sich Gaudi ausschließlich<br />

diesem Projekt, das<br />

nach wie vor nur durch Spenden<br />

finanziert wird. Er hatte eine Bauzeit<br />

von 200 Jahren veranschlagt,<br />

man strebt allerdings seine Fertigstellung<br />

zum 100. Todestag des<br />

Architekten im Jahre 2026 an.<br />

Noch gibt es längere Schlangen<br />

vor den Kassenhäuschen, doch<br />

nach einer halben St<strong>und</strong>e können<br />

wir die Kirche betreten.<br />

Eleganz ist die Schwester der<br />

Armut, doch man darf nicht<br />

die Armut mit dem Elend<br />

verwechseln.<br />

Antoni Gaudi<br />

Das Innere der fünfschiffigen Basilika<br />

wurde bereits 2010 eingeweiht<br />

<strong>und</strong> entfaltet sich wie ein fantastischer<br />

Märchenwald mit schlanken<br />

Säulen <strong>und</strong> bis zu 75 Meter hoch<br />

aufragenden Gewölben, deren<br />

Strukturen an das Blattwerk von<br />

Baumkronen erinnern. Riesige farbige<br />

Glasfenster werfen bunte<br />

Lichtreflexe in das Kircheninnere.<br />

In der Krypta fand Antoni Gaudi<br />

seine letzte Ruhestätte.<br />

Nun fahren wir noch mit dem Lift<br />

in einem der Türme hinauf in<br />

schwindelnde Höhe <strong>und</strong> genießen<br />

den Blick auf die Stadt <strong>und</strong> die<br />

weitläufige Baustelle.<br />

Ausflug zum<br />

Kloster Montserrat<br />

Das Kloster Montserrat liegt etwa<br />

60 Kilometer nordwestlich von<br />

Barcelona <strong>und</strong> gilt als eines der<br />

wichtigsten Wallfahrtsziele Spaniens.<br />

Es ist in einer einstündigen<br />

Bahn- <strong>und</strong> Seilbahnfahrt von Barcelona<br />

aus zu erreichen.<br />

Schon im 5. Jahrh<strong>und</strong>ert siedelten<br />

sich Mönche an, um in der Bergeinsamkeit<br />

zu beten <strong>und</strong> zu meditieren.<br />

1808 wurde das Kloster von<br />

napoleonischen Truppen zerstört.<br />

1858 kehrten die Mönche zurück<br />

<strong>und</strong> bauten es wieder auf. Von den<br />

alten Gebäuden sind lediglich das<br />

Portal der romanischen Kirche <strong>und</strong><br />

Teile des gotischen Kreuzgangs<br />

erhalten.<br />

Heute zählt die Ordensgemeinschaft<br />

noch 80 Mönche, die damit<br />

beschäftigt sind Besichtigungen<br />

zu organisieren, die Bibliothek sowie<br />

eine Druckerei <strong>und</strong> eine Goldschmiedewerkstatt<br />

zu verwalten.<br />

Jeden Tag um 13 <strong>und</strong> 18.45 Uhr<br />

singt einer der weltweit traditionsreichsten<br />

Knabenchöre in der Klosterkirche.<br />

Ein wirkliches Erlebnis.<br />

Text: W. P. Scholz<br />

Info:<br />

Katalonien-Tourismus,<br />

Palmgartenstr. 6, 60325 Frankfurt.<br />

Tel.: 069 74224873,<br />

www. catalunyaturisme.com.<br />

66 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

67


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06541 9273, www.ferienweingut-daun.de<br />

Mosel, Burgen ⁄ bei Bernkastel, ****<br />

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68 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


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für die August-Ausgabe 2014<br />

ist der 6. Juni 2014.<br />

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<strong>Ratgeber</strong> <strong>Frau</strong> <strong>und</strong> <strong>Familie</strong><br />

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79664 Wehr<br />

Telefon 07761 935-30<br />

Fax 07761 57691<br />

E-Mail: anzeigen@weck.de<br />

Ihr nächster <strong>Ratgeber</strong> <strong>Frau</strong> <strong>und</strong> <strong>Familie</strong> erscheint am 28.05.2014<br />

Die Bestellung für den mindestens<br />

einjährigen Bezug (12 Hefte) der Zeitschrift<br />

<strong>Ratgeber</strong> <strong>Frau</strong> <strong>und</strong> <strong>Familie</strong><br />

muss die vollständige Anschrift des<br />

neugeworbenen Abonnenten <strong>und</strong><br />

dessen eigenhändige Unterschrift<br />

tragen. Dadurch verpflichtet er sich,<br />

die ihm bekannten Bezugsbedingungen<br />

zu erfüllen <strong>und</strong> den <strong>Ratgeber</strong> auf<br />

eigene Rechnung zu beziehen <strong>und</strong><br />

selbst zu bezahlen.<br />

Für widerrufene <strong>Ratgeber</strong>-<br />

Bestellungen entfällt der Anspruch<br />

auf eine Prämie. Gleichfalls behält<br />

sich der Verlag das Recht vor, die<br />

Werbeprämie erst dann auszuliefern,<br />

wenn der neue <strong>Ratgeber</strong>-<br />

Abonnent die erste Bezugsgeldrechnung<br />

bezahlt hat.<br />

Die Werbeprämie kann nur an eine<br />

Adresse in der B<strong>und</strong>esrepublik<br />

gesandt werden. Der Prämienversand<br />

ins Ausland ist nicht möglich.<br />

Der Werber bezieht den <strong>Ratgeber</strong><br />

mindestens noch so lange weiter, wie<br />

er ihn seinerzeit bestellt hat. Mit der<br />

neugeworbenen <strong>Ratgeber</strong>-Bestellung<br />

ist weder die Abbestellung noch die<br />

Umschreibung des eigenen oder eines<br />

anderen Abonnements verb<strong>und</strong>en.<br />

Eigen- <strong>und</strong> Geschenk-<br />

Abonnements<br />

werden nicht prämiert.<br />

Die Zeitschrift <strong>Ratgeber</strong> wird <strong>vom</strong><br />

neuen Abonnenten auf die Dauer<br />

von mindestens einem Jahr (12 Hefte)<br />

bestellt. Das Bezugsgeld ist erst nach<br />

Erhalt der Rechnung, der vorgedruckte<br />

Überweisungsformulare beigefügt<br />

sind, zu bezahlen.<br />

Nach Ablauf der einjährigen<br />

Bezugszeit wird das <strong>Ratgeber</strong>-Abonnement<br />

automatisch fortgesetzt,<br />

wenn es nicht mindestens sechs<br />

Wochen vorher schriftlich bei<br />

J. Weck GmbH u. Co. KG, Verlag,<br />

Wehratalstr. 3, 79664 Wehr,<br />

gekündigt worden ist.<br />

Der neugeworbene Abonnent darf<br />

in den letzten 6 Monaten nicht<br />

Bezieher des <strong>Ratgeber</strong> gewesen sein.<br />

Diese Bedingungen gelten auch für<br />

die Zeitschrift <strong>Ratgeber</strong> Plus.<br />

70 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


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72 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


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74 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


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5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

77


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das auf der<br />

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2 Bikini mit Schalen in den<br />

Gr. 32 – 42 ca. 40 € von Olympia.<br />

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Gr. 36/37 – 40/41<br />

ca. 30 € bei Witt Weiden.<br />

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Gr. 38 – 46 ab ca. 129 € bei Wenz.<br />

5 Bikini in den Gr. 36– 46 (Cup<br />

D – F) ca. 100 € <strong>und</strong> Rock,<br />

der auch als Kleid<br />

getragen werden<br />

kann, in den Gr. S, M,<br />

L ca. 80 € von Lidea®.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

79


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80 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

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„Montmartre“ von Delsey verfügen über<br />

einen „Overweight Indicator“, der anzeigt,<br />

wann das zulässige Gewicht überschritten ist.<br />

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5/2014<br />

"


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Ungeduldige häkeln<br />

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Nadeln.


MASCHENMODE<br />

1 Häkelmütze<br />

Mützenumfang ca. 48 cm<br />

MATERIAL<br />

Lana Grossa Qualität „Cotton Mix<br />

80“, 50 % Baumwolle,<br />

50 % Polyacryl, LL 80 m / 50 g;<br />

ca. 100 g Koralle (Fb 501);<br />

Häkelnadeln Nr. 6 <strong>und</strong> 7.<br />

HÄKELMUSTER<br />

(M-Zahl teilbar durch 8 + 1 + 3<br />

Wendeluftm): Siehe Diagramm.<br />

Laufen die Zeichen unten zusammen,<br />

dann diese M in eine Einstichstelle<br />

arb. 1 x die 1. – 5. R arb.,<br />

dann die 2. – 5. R stets wdh.<br />

Fe M: Jede R mit 1 Luftm als Ersatz<br />

für die 1. fe M beginnen.<br />

Maschenprobe: 8,5 Anfangs-<br />

Luftm <strong>und</strong> 5 R = 10 x 10 cm (Häkelmuster<br />

mit Häkelnadel Nr. 7).<br />

ANLEITUNG<br />

41 Luftm + 3 Luftm als Ersatz für<br />

das 1. Stb mit Häkelnadel Nr. 7 anschlagen<br />

<strong>und</strong> 11 R im Häkelmuster<br />

arb. In der 12. R 3 Ersatzluftm, in<br />

jedes Stb der Vorr 1 Stb arb. <strong>und</strong><br />

jeweils 2 Stb zusammen abmaschen.<br />

In der 13. R ebenso arb.<br />

In der 14. R fe M häkeln, ebenfalls<br />

in der 15. R jedoch immer 2 fe M<br />

zusammen abmaschen.<br />

Fertigstellung: Hintere Naht<br />

schließen. Die Mützenspitze mit<br />

einem Faden zusammenziehen.<br />

Den unteren Mützenrand mit 4 Rd<br />

fe M mit Häkelnd Nr. 6 behäkeln.<br />

anschlingen, 3 Luftm als Ersatz für<br />

das 1. Stb + 76 (94) Stb mit Häkelnadel<br />

Nr. 4 in Pink arb. = 1. R des<br />

Häkelmusters. Das Häkelmuster<br />

häkeln = 25 (31) Rapporte.<br />

In 54,5 (60) cm Gesamthöhe für<br />

den Halsausschnitt über die mittl.<br />

13 Rapporte nicht mehr arb. <strong>und</strong><br />

beide Seiten über je 6 (9) Rapporte<br />

getrennt beenden. In 57,5 (63) cm<br />

Gesamthöhe die Arbeit beenden.<br />

Vorderteil: Wie das Rückenteil<br />

arb., jedoch für den tieferen Halsausschnitt<br />

schon in 49 (54,5) cm<br />

Gesamthöhe über die mittl.<br />

13 Rapporte nicht mehr arb.<br />

<strong>und</strong> beide Seiten über je 6 (9)<br />

Rapporte getrennt beenden.<br />

Bündchen (Ärmel): Für die<br />

Bündchen zuerst jeweils 3 (4)<br />

Häkelquadrate mit Häkelnadel<br />

Nr. 4 häkeln.<br />

Fertigstellung 2: Die 3 (4) Häkelquadrate<br />

rechts auf rechts legen<br />

<strong>und</strong> mit 1 R fe M in Rot zusammenhäkeln.<br />

Ärmel: Am oberen Rand der<br />

Häkelquadrate mit 1 Kettm in Pink<br />

anschlingen, 3 Luftm als Ersatz für<br />

das 1. Stb + 55 (76) Stb mit Häkelnadel<br />

Nr. 4 in Pink arb. = 1. R des<br />

Häkelmusters. Das Häkelmuster<br />

MASCHENMODE<br />

häkeln = 18 (25) Rapporte. In<br />

46 cm Höhe die Arbeit beenden.<br />

2. Ärmel ebenso arb.<br />

Fertigstellung 3: Teile laut<br />

Schnitt spannen, anfeuchten <strong>und</strong><br />

trocknen lassen. Schulternähte<br />

schließen.<br />

Den Halsausschnitt mit 1 Rd fe M<br />

<strong>und</strong> 1 Rd Krebsm (= fe M von links<br />

nach rechts) mit Häkelnadel Nr. 4<br />

in Orange umhäkeln.<br />

Ärmel einsetzen. Seiten- <strong>und</strong> Ärmelnähte<br />

schließen. Die unteren<br />

Ärmelränder je mit 1 Rd fe M <strong>und</strong><br />

1 Rd Krebsm mit Häkelnadel Nr. 4<br />

in Orange umhäkeln.<br />

2 Häkelpulli<br />

Größe 36/38 <strong>und</strong> 44/46<br />

Die Angaben für Größe 44/46<br />

stehen in Klammern. Steht nur<br />

eine Angabe, so gilt diese für<br />

beide Größen.<br />

MATERIAL<br />

Lana Grossa Qualität „Spring“,<br />

58 % Viskose, 27 % Polyamid,<br />

15 % Kaschmir, LL 150 m/50 g;<br />

ca. 400 (450) g Pink (Fb 6),<br />

100 (150) g Rot (Fb 10) <strong>und</strong> 50 g<br />

Orange (Fb 9); Häkelnadel Nr. 4.<br />

HÄKELMUSTER<br />

(M-Zahl teilbar durch 3 + 1<br />

+ 3 Wendeluftm): siehe Diagramm<br />

1. Laufen die Zeichen unten<br />

zusammen, dann werden sie<br />

in eine Einstichstelle gearbeitet,<br />

laufen sie oben zusammen, werden<br />

sie zusammen abgemascht.<br />

1 x die 1. – 5. R arb., dann die<br />

2. – 5. R stets wdh.<br />

Häkelquadrat: Siehe Diagramm 2.<br />

Die 1. – 3. Rd in Orange, die restl.<br />

Rd in Rot häkeln. Laufen die Zeichen<br />

oben zusammen, dann werden<br />

sie zusammen abgemascht,<br />

laufen die Zeichen unten zusammen,<br />

dann werden sie in einer<br />

Einstichstelle gearbeitet.<br />

1 x die 1. – 5. R arb.<br />

Maschenprobe: 17 Stb = 5,5 Rapporte<br />

<strong>und</strong> 9,5 R = 10 x 10 cm<br />

(Häkelmuster mit Häkelnadel<br />

Nr. 4); 1 Häkelquadrat = 11 x 11 cm.<br />

ANLEITUNG<br />

Bündchen (Vorder- <strong>und</strong> Rückenteil):<br />

Für die Bündchen zuerst<br />

jeweils 4 (5) Häkelquadrate mit<br />

Häkelnadel Nr. 4. häkeln.<br />

Fertigstellung 1: Die 4 (5) Häkelquadrate<br />

rechts auf rechts legen<br />

<strong>und</strong> mit 1 R fe M in Rot<br />

zusammenhäkeln.<br />

Rückenteil: Am oberen Rand der<br />

Häkelquadrate mit 1 Kettm in Pink<br />

weiter ganz oben<br />

3 Häkelpulli<br />

Größe: 32/34, 36/38, 40/42,<br />

44/46 <strong>und</strong> 48/50.<br />

Die Angaben für die einzelnen<br />

Größen stehen von der kleinsten<br />

bis zur größten Größe hintereinander,<br />

jeweils durch Bindestriche<br />

getrennt. Steht nur eine Angabe,<br />

gilt diese für alle Größen.<br />

MATERIAL<br />

Schachenmayr select Filara (65 %<br />

Viskose, 35 % Polyamid, Lauflänge<br />

ca. 44 m/50 g), 350-400-400-450-<br />

450 g in Rot Fb 07701 <strong>und</strong> 200-<br />

200-250-300-350 g in Pink Fb<br />

07745. Von Milward eine Häkelnadel<br />

Nr. 12.<br />

HÄKELMUSTER<br />

Muster A: Stäbchen [Stb] häkeln.<br />

Nach der 1. R jede R mit 2 Luftm<br />

beginnen <strong>und</strong> mit 1 Stb in die<br />

2. Wende-Luftm der Vorreihe<br />

beenden.<br />

Muster B: 1 R feste M <strong>und</strong> 1 R<br />

Stäbchen [Stb] im Wechsel häkeln.<br />

Jede R feste M mit 1 Luftm beginnen<br />

<strong>und</strong> mit 1 festen M in die<br />

2. Wende-Luftm der Vorreihe beenden;<br />

jede R Stb mit 2 Luftm beginnen<br />

<strong>und</strong> mit 1 Stb in die Wende-Luftm<br />

der Vorreihe beenden.<br />

Maschenprobe: Im Muster A:<br />

7 Stb <strong>und</strong> 4 – 5 R; im Muster B:<br />

7 Stb bzw. feste M <strong>und</strong> 6,5 R =<br />

10 cm x 10 cm.<br />

ANLEITUNG<br />

Rückenteil: 27-30-33-37-41 Luftm<br />

+ 2 Wende-Luftm in Rot anschlagen,<br />

dann im Muster A häkeln.<br />

In ca. 40 cm Höhe, nach 18 R, mit<br />

1 neuen Faden in Rot für den<br />

1. Ärmel 20 Luftm anschlagen,<br />

dann über die 2. Wende-Luftm<br />

der Vor-R sowie die 27-30-33-37-41<br />

Stb des Rückenteils 1 R feste M<br />

häkeln, anschließend für den<br />

2. Ärmel noch 20 Luftm + 1 Wende-<br />

Luftm neu anschlagen = 68-71-74-<br />

78-82 M. Weiter im Muster B<br />

häkeln, mit 1 R Stb beginnen.<br />

In ca. 46 cm Höhe, nach weiteren<br />

4 R bzw. nach einer R fester M,<br />

weiter in Pink häkeln.<br />

84 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


MASCHENMODE<br />

In ca. 58-58-61-61-64 cm Höhe,<br />

nach 1 R Stb, über alle M noch 1 R<br />

Kettm häkeln, dann die Arbeit<br />

beenden.<br />

Vorderteil: Wie das Rückenteil<br />

häkeln, jedoch 3 R bzw. ca. 7 cm<br />

kürzer arbeiten, d. h. die Ärmel<br />

bereits in ca. 33 cm Höhe, nach<br />

15 R, beginnen <strong>und</strong> die Arbeit in<br />

51-51-54-54-57 cm Höhe beenden.<br />

Fertigstellung: Die Teile spannen<br />

<strong>und</strong> unter feuchten Tüchern<br />

trocknen lassen. Die Oberärmel-<br />

Schulternähte ca. 33-35-37-39-42<br />

cm breit schließen, die Ärmel<strong>und</strong><br />

Seitennähte schließen.<br />

4 Häkelpulli<br />

Größe: 34–38, 40/42, 44/46<br />

<strong>und</strong> 48/50.<br />

Die Angaben für die einzelnen<br />

Größen stehen hintereinander,<br />

jeweils durch Bindestriche getrennt.<br />

Steht nur eine Angabe,<br />

gilt diese für alle Größen.<br />

MATERIAL<br />

Schachenmayr select Tahiti<br />

(99 % Baumwolle, 1 % Polyester,<br />

Lauflänge ca. 280 m/50 g), 300-<br />

350-400-400 g in Sahara Fb 07622.<br />

Eine Häkelnadel Nr. 2,5.<br />

Häkelschrift<br />

HÄKELMUSTER<br />

Gr<strong>und</strong>muster: Siehe Häkelschrift.<br />

Nach der 1. <strong>und</strong> 2. R die 3. bis 6. R<br />

stets wiederholen.<br />

Maschenprobe: 24 – 25 M <strong>und</strong><br />

ca. 11 R = 10 cm x 10 cm.<br />

ANLEITUNG<br />

Rückenteil: 101-121-141-161 Luftm +<br />

3Wende-Luftm häkeln, dann im<br />

Gr<strong>und</strong>muster arbeiten, dabei wie<br />

gezeichnet beginnen, 4x-5x-6x-7x<br />

den Rapport von 20 M häkeln <strong>und</strong><br />

wie gezeichnet enden.<br />

In ca. 52-52-56-56 cm Höhe, nach einer<br />

6. Muster-R, die Arbeit beenden.<br />

Vorderteil: Wie das Rückenteil<br />

häkeln.<br />

Fertigstellung: Die Teile spannen<br />

<strong>und</strong> unter feuchten Tüchern<br />

trocknen lassen.<br />

Die Schulternähte ca. 8-11-14-18 cm<br />

breit, die Seitennähte ca. 34-32-34-<br />

32 cm hoch schließen.<br />

Zeichenerklärung<br />

= 1 Luftm<br />

= 1 feste M<br />

= 1 Stäbchen<br />

= in 1 Einstichstelle 2 Stäbchen häkeln<br />

= in 1 Einstichstelle 3 Stäbchen häkeln<br />

= 2 zusammen abgemaschte Stäbchen<br />

Rapport = 20 M<br />

= 3 zusammen abgemaschte Stäbchen<br />

= 1 Dreifach-Stäbchen<br />

= 2 zusammen abgemaschte Dreifach-Stäbchen<br />

Rücken- bzw.<br />

Vorderteil<br />

= 3 zusammen abgemaschte Dreifach-Stäbchen<br />

= in 1 Einstichstelle 1 Dreifach-Stäbchen, 1 Luftm,<br />

1 Dreifach-Stäbchen, 1 Luftm <strong>und</strong> 1 Dreifach-Stäbchen häkeln<br />

86 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


Willkommen Prinzessin! Zaubern Sie mit<br />

praktischen Motivschablonen <strong>und</strong> zarten<br />

Pastellfarben eine Wohlfühloase für Ihren<br />

kleinen Liebling! Die Schablonen können<br />

mithilfe eines speziellen Haftsprays auf<br />

nahezu allen Untergründen fixiert werden<br />

<strong>und</strong> lassen sich nach dem Bemalen<br />

wieder rückstandslos abziehen.<br />

So bekommen Wände, Holzmöbel,<br />

Geschenkschachteln <strong>und</strong> sogar<br />

Textilien im Handumdrehen<br />

eine ganz einzigartige Note.<br />

Ein unerlässlicher Begleiter<br />

durchs ganze Jahr ist dieses<br />

kuschelige Baby-Jäckchen<br />

aus extrafeiner weicher<br />

Merinowolle. Gestrickt<br />

wird im attraktiven<br />

Mustermix.<br />

Idee <strong>und</strong> Realisation Kinderzimmer, Steps: Ulrike Harter für Marabu,<br />

Kinderstrickmodelle: Lana Grossa<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

89


KREATIV<br />

KREATIV<br />

Kinderstuhl<br />

DAS<br />

BENÖTIGEN SIE:<br />

Von Marabu:<br />

7 Schablone „Girl’s Club,<br />

17 x 66 cm (002)<br />

7 Farbe Decormatt Acryl, 50 ml in<br />

Lavendel (007) <strong>und</strong> Weiß (070)<br />

7 Pinsel Gr. 40, breit<br />

7 Schablonen-Haftspray, 36 ml<br />

7 Farbrollen 2er-Set<br />

Außerdem:<br />

7 Krepp-Klebeband<br />

7 Schleifpapier, Korn 180<br />

7 Holzstuhl<br />

7 Plastikteller<br />

7 Plastiklöffel<br />

Wandbordüre<br />

DAS BENÖTIGEN SIE:<br />

Von Marabu:<br />

7 Schablone „Girl’s Club,<br />

17 x 66 cm (002)<br />

7 Farbe Edelmatt, 225 ml in<br />

Vanille (113), Pink Candy (132),<br />

Lavendel (138),<br />

Himmelblau (141),<br />

Limette (154), Milchkaffee (162)<br />

<strong>und</strong> Edelweiß (171)<br />

7 Robust Pinsel Gr. 50, breit<br />

7 Robust Stupfpinsel Gr. 6<br />

<strong>und</strong> 14, r<strong>und</strong><br />

7 Schablonierpinsel-Set<br />

7 Schablonen-Haftspray, 36 ml<br />

7 Farbrollen 2er-Set<br />

Außerdem:<br />

7 Krepp-Klebeband<br />

7 Schere<br />

7 Plastikteller<br />

7 Plastiklöffel<br />

SO WIRD’S GEMACHT<br />

Den Stuhl zunächst leicht anschleifen,<br />

Holzstaub gründlich<br />

entfernen <strong>und</strong> dann mithilfe des<br />

Pinsels mit Decormatt Acryl in<br />

Lavendel gr<strong>und</strong>ieren (Abb.1).<br />

Den Farbauftrag gut trocknen<br />

lassen. Den gewählten Teil der<br />

Schablone „Girl’s Club“ mit Schablonen-Haftspray<br />

einsprühen, kurz<br />

ablüften lassen, auf die Rückenlehne<br />

kleben <strong>und</strong> fest andrücken.<br />

SO WIRD’S GEMACHT<br />

Zunächst mit Krepp-Klebeband<br />

auf gewünschter Höhe der Bordüre<br />

an der Wand eine waagerechte<br />

Linie anlegen. Mit dem breiten<br />

Borstenpinsel <strong>und</strong> Edelmattfarbe<br />

in Limette eine Wiese mit schrägen<br />

Pinselzügen aufmalen, gut<br />

trocknen lassen. Die Rückseite der<br />

Schablone mit Schablonen-Haftspray<br />

einsprühen, kurz ablüften<br />

lassen. Die Schablone waagerecht<br />

auf die gemalte Wiese kleben, fest<br />

andrücken <strong>und</strong> zusätzlich mit<br />

Krepp-Klebeband fixieren. Die<br />

Hüte mithilfe der kleinen Farbrolle<br />

in Edelweiß ausmalen, dafür umliegende<br />

Schablonenpartien mit<br />

Klebeband abkleben (Abb. 1).<br />

Anschließend alles r<strong>und</strong> um die<br />

Hosen mit Krepp-Klebeband abkleben<br />

<strong>und</strong> diese mit dem feinen<br />

Stupfpinsel farblich sortiert aus-<br />

Die Schablonenränder noch mit<br />

Krepp-Klebeband an der Rückenlehne<br />

fixieren. Acrylfarbe in Weiß<br />

auf den Plastikteller geben <strong>und</strong><br />

mit der Farbrolle auf dem Teller<br />

verteilen, bis sich die Farbrolle<br />

gleichmäßig eingefärbt hat. Nun<br />

mit der Farbrolle das Motiv der<br />

Schablone auswalzen (Abb. 2).<br />

Danach die Schablone vorsichtig<br />

wieder entfernen (Abb. 3) <strong>und</strong> die<br />

Farbe trocknen lassen.<br />

tupfen (Abb. 2). Danach die Oberteile<br />

mit dem dicken Stupfpinsel<br />

farblich sortiert austupfen. Nun<br />

Blüten <strong>und</strong> Schleifen der Hüte<br />

farblich passend zu den Hosen<br />

austupfen, dafür wieder r<strong>und</strong>um<br />

alles mit Krepp-Klebeband abkleben.<br />

Zum Schluss die Hände mit<br />

der Farbe Milchkaffee austupfen.<br />

Geschenkschachteln<br />

DAS BENÖTIGEN SIE:<br />

Von Marabu:<br />

7 Schablonen „VIB“ (037) <strong>und</strong><br />

„Little Friends“ (017), 10 x 15 cm<br />

7 Schablone „Baby Elefants“<br />

(018), 15 x 33 cm<br />

7 Farbe Decormatt Acryl, 50 ml in<br />

Weiß (070), Zartblau (292),<br />

Reseda (061) <strong>und</strong> Wildrose (231)<br />

7 Pinsel Gr. 40, breit<br />

7 Schablonen-Haftspray, 36 ml<br />

7 Farbrollen 2er-Set<br />

Außerdem:<br />

7 Krepp-Klebeband<br />

7 diverse Pappmaché-<br />

Schachteln<br />

7 Plastikteller<br />

7 Plastiklöffel<br />

SO WIRD’S GEMACHT<br />

Die Schachteln im gewünschten<br />

Farbton gr<strong>und</strong>ieren <strong>und</strong> gut<br />

trocknen lassen. Die Rückseite der<br />

Schablone mit Schablonen-Haftspray<br />

einsprühen, kurz ablüften<br />

lassen, auf die Schachtel kleben,<br />

fest andrücken <strong>und</strong> die Schablonenränder<br />

mit Krepp-Klebeband<br />

fixieren. Decormatt in Weiß auf<br />

den Plastikteller geben. Mit der<br />

Farbrolle die Farbe gleichmäßig<br />

aufnehmen <strong>und</strong> auf die Schablone<br />

auftragen. Anschließend die<br />

Schablone wieder entfernen <strong>und</strong><br />

die Farbe trocknen lassen.<br />

Kleid <strong>und</strong> Haarspange<br />

Größe 86/92 <strong>und</strong> 98/104<br />

Die Angaben für Größe 98/104<br />

stehen in Klammern. Steht nur<br />

eine Angabe, so gilt diese für<br />

beide Größen.<br />

MATERIAL<br />

Lana Grossa Qualität „Elastico“,<br />

96 % Baumwolle, 4 % Polyester,<br />

LL 160 m / 50 g;<br />

ca. 100 g Hummer (Fb 105)<br />

<strong>und</strong> „Silkhair“, 70 % Mohair,<br />

30 % Seide, LL 210 m/<br />

25 g; 50 g Koralle (Fb 55);<br />

eine ca. 40 cm lange<br />

R<strong>und</strong>stricknadel Nr. 3,5,<br />

eine Häkelnadel Nr. 3,5;<br />

2 Knöpfe, 1 Haarspange.<br />

STRICKMUSTER<br />

Bündchenmuster: 1 M re, 1 M li<br />

im Wechsel str.<br />

Gr<strong>und</strong>muster: Glatt re (Hinr re,<br />

Rückr li; in Rd immer re).<br />

Ajourmuster: 1. Rd: * 2 M re<br />

zusstr., 1 U, ab * stets wdh. 2. Rd:<br />

Alle M <strong>und</strong> U re.<br />

1 x die 1. <strong>und</strong> 2. Rd arb.<br />

Maschenprobe: 21,5 M <strong>und</strong><br />

32 R/Rd = 10 x 10 cm (Gr<strong>und</strong>muster<br />

in „Elastico“ mit Nadeln Nr. 3,5).<br />

90 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


KREATIV<br />

ANLEITUNG KLEID<br />

Vorder- <strong>und</strong> Rückenteil: Bis zu<br />

den Armausschnitten in einem<br />

Stück in Rd str. 146 (154) M mit der<br />

R<strong>und</strong>stricknadel Nr. 3,5 in „Elastico“<br />

anschlagen <strong>und</strong> 2 cm im<br />

Bündchenmuster str. Dann im<br />

Gr<strong>und</strong>muster weiterarb. Die Seitennähte<br />

markieren = 73 (77) M<br />

pro Teil. Der R<strong>und</strong>enanfang liegt<br />

an der linken Seitennaht. Die 18.<br />

Rd nach dem Bündchen li str.<br />

Dann 2 x jede 24. Rd li str., dabei in<br />

der letzten Gr<strong>und</strong>muster-Rd vor<br />

der dritten linken Rd gleichmäßig<br />

verteilt 38 M abn. = 108 (116) M.<br />

Nach der dritten linken Rd noch<br />

1 Rd im Gr<strong>und</strong>muster arb., danach<br />

2 Rd im Ajourmuster <strong>und</strong> dann<br />

wieder im Gr<strong>und</strong>muster weiterarb.<br />

In 25 (27) cm Gesamthöhe für die<br />

Armausschnitte die Arbeit an den<br />

Seitennähten teilen = 54 (58) M<br />

pro Teil <strong>und</strong> mit dem Rückenteil<br />

weiterarb. Für die Armausschnitte<br />

1 x 2 M <strong>und</strong> in der folg. 2. R 1 x 1 M<br />

abk. = 48 (52) M. In 33 (35) cm Gesamthöhe<br />

für den Halsausschnitt<br />

die mittl. 30 (34) M abk. <strong>und</strong> beide<br />

Seiten getrennt beenden.<br />

In 38 (40) cm Gesamthöhe restl.<br />

9 M abk. Das Vorderteil ebenso<br />

beenden.<br />

Kinderjäckchen<br />

Größe 68/74 <strong>und</strong> 80/86<br />

Die Angaben für Größe 80/86<br />

stehen in Klammern.<br />

Steht nur eine Angabe,<br />

so gilt diese für alle Größen.<br />

Fertigstellung: Teil lt. Schnitt<br />

spannen <strong>und</strong> leicht anfeuchten.<br />

Die linken Rd des Kleids wie folgt<br />

in „Silkhair“ zweifädig behäkeln:<br />

1. Rd: In die 2. (1.) linke M <strong>und</strong><br />

dann in jede 3. linke M 1 fe M arb.,<br />

dazwischen je 3 Luftm häkeln, mit<br />

1 Kettm zur Rd schließen (= 49 (52)<br />

fe M). 2 Kettm zur Mitte des folg.<br />

Luftm-Bogens häkeln. 2. Rd:<br />

1 Luftm als Ersatz für die 1. fe M,<br />

um jeden Luftm-Bogen der Vorrd<br />

1 fe M arb., dazwischen je 3 Luftm<br />

häkeln, mit 1 Kettm in die Ersatz-<br />

Luftm zur Rd schließen. 2 Kettm<br />

zur Mitte des folg. Luftm-Bogens<br />

häkeln. * 3. Rd: 1 Luftm als Ersatz<br />

für die 1. fe M, um jeden Luftm-<br />

Bogen der Vorrd 1 fe M arb., dazwischen<br />

je 4 Luftm häkeln, mit<br />

1 Kettm in die Ersatz-Luftm zur Rd<br />

schließen. 3 Kettm zur Mitte des<br />

folg. Luftm-Bogens häkeln. Ab *<br />

3x arb. ** 6. Rd: 1 Luftm als Ersatz<br />

für die 1. fe M, um jeden Luftm-<br />

Bogen der Vorrd 1 fe M arb., dazwischen<br />

je 5 Luftm häkeln, mit<br />

1 Kettm in die Ersatz-Luftm zur Rd<br />

schließen. 4 Kettm zur Mitte des<br />

folg. Luftm-Bogens häkeln. Ab **<br />

3 x arb. 9. Rd: 1 Luftm als Ersatz<br />

für die 1. fe M, um jeden Luftm-<br />

Bogen der Vorrd 1 fe M arb.,<br />

MATERIAL<br />

Lana Grossa Qualität „Cool Wool<br />

Big Melange“, 100 % Merino extrafein,<br />

LL 120 m / 50g, ca. 150 g Lila<br />

(Fb 306), Stricknadeln Nr. 4,5,<br />

1 Häkelnadel Nr. 4, 4 Knöpfe.<br />

STRICKMUSTER<br />

Bündchen- <strong>und</strong> Blendenmuster:<br />

1 M re, 1 M li im Wechsel.<br />

Gr<strong>und</strong>muster: Glatt li (Hinr li,<br />

Rückr re).<br />

Noppenmuster (M-Zahl teilbar<br />

5<br />

1,5<br />

7(8) 4<br />

4,5<br />

33(35)<br />

20 3 13(14)<br />

(4) 17(18)<br />

dazwischen je<br />

5 Luftm häkeln,<br />

mit 1 Kettm in<br />

die Ersatz-Luftm<br />

zur Rd schließen.<br />

Die Schulternähte<br />

von außen her 2 (2,5) cm<br />

schließen. Den Halsausschnitt<br />

<strong>und</strong> die offenen Schulternähte<br />

mit 1 Rd fe M in „Elastico“ umhäkeln,<br />

dabei am Rückenteil an den<br />

Schulternähten je 1 Knopflochschlaufe<br />

(= 5 Luftm) häkeln.<br />

Den vorderen <strong>und</strong> rückwärtigen<br />

Halsausschnitt (ohne Schulternähte)<br />

je mit 1 R fe M in „Silkhair“<br />

zweifädig umhäkeln.<br />

Die Armausschnitte je mit 1 Rd fe<br />

M in „Elastico“ <strong>und</strong> 1 Rd fe M in<br />

„Silkhair“ zweifädig umhäkeln.<br />

Knöpfe annähen.<br />

HAARSPANGE<br />

42 M mit Nadeln Nr. 3,5 in „Elastico“<br />

anschlagen <strong>und</strong> 2,5 cm im<br />

Gr<strong>und</strong>muster str. M abk.<br />

Fertigstellung: Die seitl. Ränder<br />

<strong>und</strong> den Abkettrand mit 2 R fe M<br />

in „Silkhair“ zweifädig umhäkeln.<br />

Das Band aufwickeln <strong>und</strong> unten<br />

zusammennähen, dabei etwas<br />

einhalten. An der Haarspange<br />

befestigen.<br />

durch 4): 1. R (=<br />

Hinr): linke M. 2. R (=<br />

Rückr): Randm, * aus der folg. M<br />

1 M re + 1 M li + 1 M re herausstr.,<br />

3 M li zusstr., ab * stets wdh.,<br />

Randm. 3. R (= Hinr):<br />

linke M. 4. R (= Rückr): Randm,<br />

* 3 M li zusstr., aus der folg. M 1 M<br />

re + 1 M li + 1 M re herausstr.,<br />

Randm. Die 1. - 4. R stets wdh.<br />

2<br />

Zopfmuster: Siehe Diagramm.<br />

Dargestellt sind nur Hinr. In den<br />

Rückr M str., wie sie erscheinen.<br />

Die 1. – 8. R stets wdh. 1 Kästchen<br />

= 1 M <strong>und</strong> 2 R.<br />

Glatt re: Hinr re, Rückr li.<br />

Betonte Abnahmen: Rechter<br />

Rand: Randm, 1 M re, 2 M li zusstr.<br />

Linker Rand: 2 M li zusstr., 1 M re,<br />

Randm.<br />

Maschenprobe: 21 M <strong>und</strong> 29 R =<br />

10 x 10 cm (Gr<strong>und</strong>muster mit Nadeln<br />

Nr. 4,5); 10 M <strong>und</strong> 29 R = 4,5 x<br />

10 cm (Zopfmuster mit Nadeln Nr.<br />

4,5); 8 M <strong>und</strong> 29 R = 3,5 x 10 cm<br />

(Noppenmuster mit Nadeln Nr.<br />

4,5); 12 M <strong>und</strong> 29 R = 5,5 x 10 cm<br />

(Noppenmuster mit Nd Nr. 4,5).<br />

ANLEITUNG<br />

Rückenteil: 57 (61) M mit Nadeln<br />

Nr. 4,5 anschlagen <strong>und</strong> 2,5 cm im<br />

Bündchenmuster str., dabei in der<br />

1. R = Rückr nach der Randm mit<br />

1 M glatt re beginnen.<br />

Dann im Gr<strong>und</strong>muster weiterarb.,<br />

dabei nach bzw. vor der Randm je<br />

1 M glatt re str. In 15,5 (16,5) cm<br />

Gesamthöhe für die Armausschnitte<br />

1 x 2 M beids. abk. <strong>und</strong> für die<br />

Raglanschräge in jeder 2. R 15 (17) x<br />

1 M beids. abn., dabei betonte<br />

Abnahmen arb. = 23 M.<br />

In 26,5 (28,5) cm Gesamthöhe die<br />

restl. 23 M abk.<br />

Linkes Vorderteil: 37 (39) M mit<br />

Nadeln Nr. 4,5 anschlagen <strong>und</strong><br />

Zeichenerklärung:<br />

= 1 M re<br />

= 1 M li<br />

= 2 M auf 1 Hilfsnadel vor die<br />

Arbeit legen, 1 M li, dann die M<br />

der Hilfsnadel re<br />

= 1 M auf 1 Hilfsnadel hinter die<br />

Arbeit legen, 2 M re, dann die M<br />

der Hilfsnadel li<br />

2,5 cm im Bündchenmuster str.,<br />

dabei in der 1. R = Rückr nach der<br />

Randm mit 1 M glatt re beginnen.<br />

Dann M wie folgt einteilen:<br />

Randm, 1 M glatt re, 4 (6) M<br />

Gr<strong>und</strong>muster, 10 M Zopfmuster,<br />

3 M Gr<strong>und</strong>muster, 1 M glatt re, 8 M<br />

Noppenmuster, * 1 M glatt li, 1 M<br />

glatt re, ab * 4 x arb., Randm.<br />

In 15,5 (16,5) cm Gesamthöhe für<br />

den Armausschnitt am rechten<br />

Rand 1 x 2 M abk. <strong>und</strong> für die Raglanschräge<br />

in jeder 2. R 13 (15) x<br />

1 M abn., dabei betonte Abnahmen<br />

arb. In 22 (24) cm Gesamt -<br />

höhe für den Halsausschnitt am<br />

linken Rand 1 x 13 M stilllegen <strong>und</strong><br />

in jeder 2. R 2 x 3 M, 1 x 2 M <strong>und</strong><br />

1 x 1 M abk.<br />

Rechtes Vorderteil: Wie linkes<br />

Vorderteil, jedoch gegengleich<br />

arb. <strong>und</strong> in 7 cm Gesamthöhe<br />

1 Knopfloch (= 5. M abk. <strong>und</strong> in<br />

der nächsten R wieder anschlagen)<br />

arb. Die folg. 3 Knopflöcher<br />

mit einem Abstand von je<br />

6 (6,5) cm ebenso arb.<br />

Linker Ärmel: 35 M mit Nadeln<br />

Nr. 4,5 anschlagen <strong>und</strong> 2,5 cm im<br />

Bündchenmuster str., dabei in der<br />

1. R = Rückr nach der Randm mit<br />

1 M re beginnen <strong>und</strong> in der letzten<br />

R über die mittl. 13 M 1 M<br />

abn. = 34 M. Dann M wie<br />

folgt einteilen: Randm,<br />

9 M Gr<strong>und</strong>muster, 1 M<br />

glatt re, 12 M Noppenmuster,<br />

1 M glatt re, 9 M<br />

Gr<strong>und</strong>muster, Randm.<br />

Für die Ärmelschräge in<br />

der folg. 10. R 1 x 1 M <strong>und</strong> in<br />

jeder 8. R 3 x 1 M (in jeder 6. R 6 x<br />

7<br />

5<br />

3<br />

1<br />

22(24) 4,5<br />

1,5 1,5<br />

4,5 7(8)<br />

13(14)<br />

1,5<br />

9,5<br />

(10,5) 1,5<br />

(10,5) 1,5<br />

9,5<br />

13(14)<br />

2,5<br />

17<br />

7(8) 6,5<br />

2<br />

(3)<br />

16<br />

(9,5)<br />

8,5<br />

2<br />

(3)<br />

11(12)<br />

14,5<br />

2,5<br />

1 M) beids. zun. = 42 (46) M. In<br />

17 cm Gesamthöhe für die Raglanschräge<br />

am rechten Rand wie am<br />

Rückenteil <strong>und</strong> am linken Rand<br />

wie am Vorderteil M abk. <strong>und</strong> abn.<br />

= 10 M. In 26,5 (27,5) cm Gesamthöhe<br />

am linken Rand in jeder 2. R<br />

1 x 5 M, 1 x 3 M <strong>und</strong> 1 x 2 M abk.<br />

Rechten Ärmel gegengleich arb.<br />

Fertigstellung: Teile lt. Schnitt<br />

spannen <strong>und</strong> leicht anfeuchten.<br />

Nähte schließen, dabei an den<br />

Seitennähten je eine halbe rechte<br />

M gemeinsam mit der Randm abnähen.<br />

Zwischen den stillgelegten<br />

je 13 M der beiden Vorderteile mit<br />

Nadel Nr. 4,5 noch weitere 45 M<br />

auffassen = 71 M <strong>und</strong> 2,5 cm im<br />

Bündchenmuster str. Maschen<br />

abk. Die Verschlussränder der Vorderteile<br />

je mit 1 R fe M umhäkeln.<br />

Knöpfe annähen.<br />

92 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


KREATIV<br />

Kreativ<br />

leben<br />

Kämpfen Sie auch oft mit der ‘Tücke des<br />

Objeks’ – oder könnte Ihr Alltag hier <strong>und</strong> da<br />

ein bisschen mehr Farbe vertragen?<br />

Hier kommen Tipps & Tricks, die das Leben<br />

etwas bunter <strong>und</strong> leichter machen.<br />

Tafelfreuden<br />

Kleine Botschaften in Küche oder<br />

Flur sorgen für Highlights im Alltag<br />

<strong>und</strong> bringen wichtige Infos<br />

an den Mann oder die <strong>Frau</strong>.<br />

Gib mir Halt!<br />

Ärgerlich, wenn zarte Sommertops<br />

oder -kleider immer<br />

wieder <strong>vom</strong> Kleiderbügel<br />

abrutschen <strong>und</strong> auf dem<br />

Schrankboden landen.<br />

Tipp: Einfach die Bügelenden<br />

mit tesamoll® Universal bekleben<br />

– <strong>und</strong> schon halten auch<br />

glatte Satinträger.<br />

Wichtig: Vor dem Bekleben<br />

unbedingt darauf achten, dass<br />

die Oberfläche der Bügel<br />

staub- <strong>und</strong> fettfrei ist!<br />

Tipp: Mit Acrylfarbe eine Holz-,<br />

MDF- oder Pappmascheeplatte<br />

bemalen <strong>und</strong> mit transparentem<br />

Tafellack (von Rayher Hobby)<br />

überlackieren. Durch den Lack<br />

wird das Material zu einer mit<br />

Kreide beschreibbaren Fläche, die<br />

sich feucht wieder abwaschen<br />

lässt. Übrigens hält der Lack auch<br />

auf Terrakotta, Keilrahmen oder<br />

einfach auf der Wand!<br />

Noch ein Tipp: Statt des transparenten<br />

Lacks kann auch schwarze<br />

Tafelfarbe verwendet werden.<br />

Damit verpassen wir zum Beispiel<br />

Aufbewahrungsboxen <strong>und</strong><br />

Aktenordnern eine abwischbare<br />

Beschriftungsfläche.<br />

Das kratzt uns nicht<br />

Dekorative Schalen, Vasen oder<br />

Kerzenhalter verleihen jedem<br />

Ambiente eine persönliche Note –<br />

können aber auch mit ihren rauen<br />

Böden empfindliche Oberflächen<br />

zerkratzen.<br />

Tipp: Tesamoll® E-Profil<br />

Gummidichtung auf die staub<strong>und</strong><br />

fettfreie Unterfläche kleben<br />

<strong>und</strong> die Tischplatte bleibt<br />

unversehrt.<br />

Für Porzellantassen oder Gläser ist eine spezielle Tafelfarbe erhältlich.<br />

Besonders schöne Ergebnisse können hier mit selbsthaftenden<br />

Schablonen (Rayher) erzielt werden. Dazu die Tafelfarbe mit einem<br />

Malschwämmchen aufnehmen <strong>und</strong> auftupfen, ca. 30 Sek. antrocknen<br />

lassen. Mit trockenem Schwamm nochmals über die Fläche<br />

tupfen, um Bläschen zu vermeiden. Die Schablone sofort abziehen.<br />

Nach dem Trocknen (4 Tage) <strong>und</strong> Einbrennen im Backofen ist die<br />

Farbe mit Tafelkreide beschreibbar <strong>und</strong> spülmaschinenfest.<br />

94 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

95


Hydrolate<br />

Pflanzenwässerchen<br />

mit Pflegepotenzial<br />

Fein duftend <strong>und</strong> voller hautverwöhnender<br />

Inhaltsstoffe – Hydrolate wie Rosen- oder<br />

Hamameliswasser sind nicht nur ein wichtiger<br />

Bestandteil vieler käuflicher Kosmetika. Auch<br />

in Selbstgerührtem finden die wohltuenden<br />

Wässerchen oft <strong>und</strong> gern Verwendung.<br />

Nebenprodukt aus der Destille<br />

Herrlich, wie sie duften <strong>und</strong> wie gut sie unserer Haut tun! Dabei<br />

sind Hydrolate genau genommen nichts weiter als Nebenprodukte,<br />

die beim Destillieren von ätherischen Ölen<br />

zwangsläufig <strong>und</strong> in teils beachtlichen Mengen anfallen. So<br />

resultieren beispielsweise aus einem Kilogramm Rosenblüten<br />

nur 1 bis 3 ml Rosenöl, jedoch bis zu zwei Liter Rosenhydrolat<br />

oder „Rosenwasser“. Der enorme Mengenunterschied<br />

ist schnell erklärt: Hydrolate entstehen, wenn heißer Wasserdampf<br />

durch pflanzliches Gewebe dringt, dabei sämtliche<br />

leicht flüchtige Inhaltsstoffe samt den ätherischen Ölen „mitreißt“,<br />

sich dann in Form von Kondenstropfen an gekühlten<br />

Flächen niederschlägt <strong>und</strong> von dort in ein vorbereitetes Auffanggefäß<br />

rinnt. Auf diese Weise erhält man etwa dieselbe<br />

Menge an duftigem Hydrolat wie das zuvor in die Destille<br />

eingefüllte Wasser. Die Ausbeute an ätherischem Öl hingegen<br />

ist gering: Je nach destillierter Pflanzenart schwimmt auf<br />

dem Hydrolat ein dünner bis sehr dünner Film, den Hobby-<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

97


NATURKOSMETIK<br />

NATURKOSMETIK<br />

Hautberuhigendes Rasierwasser<br />

Zutaten: 75 ml Hamameliswasser, 4 EL Ringelblumentinktur (aus der<br />

Apotheke oder selbst gemacht: 1 Handvoll getrocknete Ringelblumenblüten<br />

mit 250 ml Wodka übergießen; ca. 14 Tage ziehen lassen),<br />

1 TL Honig, ca. 10 Tropfen duftende, ätherische Öle (z. B. Bergamotte,<br />

Patchouli, Römische Kamille, Rosengeranie, Vetiver oder Zeder).<br />

Zubereitung: Honig <strong>und</strong> ätherische Öle in der Ringelblumentinktur<br />

auflösen. Anschließend Hamameliswasser unterrühren <strong>und</strong><br />

die Mischung in ein zuvor heiß ausgespültes Fläschchen abfüllen.<br />

Haltbarkeit des fertigen Rasierwassers: ca. 3 Monate; der restlichen<br />

Ringelblumentinktur: ca. 12 Monate.<br />

Tonisierendes Blütenwasser<br />

Zutaten: 150 ml Rosenwasser, je 1 gehäufter TL getrocknete<br />

Lavendel-, Malven-, Ringelblumen- <strong>und</strong> Rosenblüten,<br />

1 EL Glycerin (erhältlich in Apotheken).<br />

Zubereitung: Alle Zutaten im Standmixer oder mithilfe eines Stabmixers<br />

2 – 3 Minuten lang verquirlen. Anschließend die Mischung<br />

in ein Schraubdeckelglas gießen <strong>und</strong> über Nacht im Kühlschrank<br />

ziehen lassen. Am nächsten Tag durch Kaffeefilterpapier abseihen.<br />

Haltbarkeit im Kühlschrank: 2 – 3 Monate.<br />

Anwendung: Nach der Gesichtsreinigung ein klein gefaltetes<br />

Kosmetiktüchlein mit dem Blütenwasser befeuchten <strong>und</strong> damit<br />

die Haut sanft abreiben.<br />

destillateure mit einer Pipette,<br />

industrielle Hersteller mittels Filtration<br />

abziehen <strong>und</strong> so das reine,<br />

ätherische Öl gewinnen.<br />

Gesichtswasser<br />

<strong>und</strong> mehr<br />

Während isolierte ätherische Öle<br />

keinerlei Restwasser mehr aufweisen<br />

dürfen, gilt für gute Hydrolate<br />

genau das Gegenteil: Je mehr<br />

ätherisches Öl sie nach der Filtration<br />

noch enthalten, desto hochwertiger<br />

sind sie <strong>und</strong> werden entsprechend<br />

kostspielig gehandelt.<br />

Hauptsächlich beinhalten Hydrolate<br />

allerdings wasserlösliche Pflanzenstoffe<br />

wie etwa Terpene, Alkohole,<br />

Ester, Aldehyde <strong>und</strong> Säuren.<br />

Ihre Gesamtheit macht die w<strong>und</strong>erbar<br />

hautpflegende Wirkung<br />

der feinen Pflanzenwässer aus <strong>und</strong><br />

verleiht ihnen den zarten, dem reinen<br />

ätherischen Öl oft nur entfernt<br />

ähnelnden Duft.<br />

Verwendung finden Hydrolate<br />

meist als Gesichtswässer, die nach<br />

der Reinigung die Haut beruhigen,<br />

die Poren wieder sanft zusammenziehen<br />

<strong>und</strong> für eine rasche Regeneration<br />

des natürlichen Säureschutzmantels<br />

sorgen. Am besten<br />

kommen die pflegenden Wässerchen<br />

hierfür pur zum Einsatz. Wer’s<br />

duftiger mag, kann pro 100 ml Hydrolat<br />

noch bis zu 15 Tropfen eines<br />

ätherischen Öles zufügen, die man<br />

– damit sie sich im Wasser gut verteilen<br />

– zuvor jedoch in etwas<br />

hochprozentigem Alkohol lösen<br />

muss. Auch Rasierwasser, Schüttellotionen<br />

(zwei Teile hochwertiges<br />

Pflanzenöl mit einem Teil Hydrolat<br />

in eine Sprühflasche geben <strong>und</strong><br />

vor dem Gebrauch kräftig schütteln),<br />

Erfrischungs- <strong>und</strong> Deosprays<br />

lassen sich auf diese Weise fix zusammenmixen.<br />

Nur wenig aufwendiger<br />

herzustellen sind Fluids<br />

<strong>und</strong> Cremes, in denen gehaltvolle<br />

Hydrolate anstelle von Wasser für<br />

ein gutes Einzugsverhalten, einen<br />

feinen Duft sowie eine zusätzliche<br />

Pflegekomponente sorgen.<br />

Vier für alle Fälle<br />

So vielseitig Hydrolate verwendbar<br />

sind, so klein ist hierzulande<br />

leider das Angebot. Wer in einschlägigen<br />

Geschäften, Drogerien<br />

oder Apotheken danach fragt, bekommt<br />

mit Lavendel-, Orangenblüten-<br />

(„Neroli-“), Rosen- <strong>und</strong><br />

Hamameliswasser meist nur die<br />

vier Gängigsten zur Auswahl.<br />

Gereizter Haut besonders gut<br />

tut Lavendelhydrolat. Durch seine<br />

beruhigende, antibakterielle <strong>und</strong><br />

entzündungshemmende Wirkung<br />

Duftiges<br />

Erfrischungsspray<br />

Zutaten: 50 ml Pfefferminzhydrolat,<br />

1 EL hochprozentiger Melissengeist<br />

oder 10 Tropfen 96 %iger<br />

Alkohol („Weingeist“, erhältlich in<br />

Apotheken), 5 Tropfen eines frisch<br />

duftenden, ätherischen Öls<br />

(z. B. Bergamotte, Litsea cubeba,<br />

Melisse oder Zitrone), evtl. 1 TL<br />

Glycerin (aus der Apotheke)<br />

als Feuchtigkeitsspender.<br />

Zubereitung: Ätherisches Öl in<br />

Melissen- oder Weingeist auflösen.<br />

Dann Hydrolat (<strong>und</strong> Glycerin)<br />

unterrühren <strong>und</strong> das fertige Spray<br />

in ein zuvor kochend heiß ausgespültes<br />

Sprühfläschchen füllen.<br />

Haltbarkeit: ca. 3 Monate.<br />

Leichte Pflegecreme<br />

Zutaten: 75 ml Orangenblüten- oder Lavendelhydrolat, 25 g Jojoba-<br />

(für jede Haut), Mandel- (für trockenere Haut) oder Sonnenblumenöl<br />

(für fette <strong>und</strong> Mischhaut), 5 g Tegomuls (pflanzlicher Emulgator;<br />

erhältlich in Hobbythek-Läden oder Internet-Shops), für<br />

intensiveren Duft: 10 – 15 Tropfen Ihres ätherischen Lieblingsöls.<br />

Zubereitung: Öl in ein Becherglas geben, Tegomuls zufügen <strong>und</strong><br />

im warmen Wasserbad (oder auf niedriger Stufe in der Mikrowelle)<br />

zu einer homogenen Flüssigkeit verschmelzen lassen. Hydrolat in<br />

einem separaten Gefäß auf die gleiche Weise erwärmen. Dann die<br />

Öl-Tegomuls-Mischung in eine Rührschüssel gießen, das warme<br />

vHydrolat langsam zufügen <strong>und</strong> mit dem elektrischen Handmixer<br />

so lange durchschlagen, bis die Masse eine puddingartige Konsistenz<br />

annimmt. Das ätherische Öl dazuträufeln <strong>und</strong> weitere 5 bis 10<br />

Minuten kaltrühren. Die fertige Creme in ein zuvor heiß ausgespültes<br />

Tiegelchen füllen <strong>und</strong> innerhalb von drei Monaten aufbrauchen.<br />

98 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014 <strong>Ratgeber</strong> 99


NATURKOSMETIK<br />

mindert es Rötungen, hilft bei Akne<br />

ebenso wie bei einem schmerzenden<br />

Sonnenbrand.Ähnlich heilkräftige<br />

Eigenschaften schreibt man<br />

Hamameliswasser zu. Als einziges<br />

Hydrolat, das nicht als Nebenprodukt<br />

bei der Herstellung von ätherischen<br />

Ölen anfällt, sondern extra<br />

aus der Rinde der Virginanischen<br />

Zaubernuss destilliert wird, ist es<br />

nahezu geruchlos <strong>und</strong> somit universell<br />

einsetzbar – etwa als gut<br />

verträgliche Basis für Deodorants,<br />

als reizlinderndes Rasierwasser<br />

oder adstringierend wirkendes Gesichtsspray.<br />

Auch Rosenhydrolat beruhigt, heilt<br />

<strong>und</strong> pflegt. Besonders gern wird<br />

das fein (<strong>und</strong> fast noch besser als<br />

ätherisches Rosenöl) riechende<br />

Wässerchen für reife Haut genutzt,<br />

da es spürbar glättend <strong>und</strong> feuchtigkeitspendend<br />

wirkt. Doch bitte<br />

Obacht beim Kauf: Nicht immer<br />

enthalten mit „Rosenwasser“ etikettierte<br />

Fläschchen auch echtes<br />

Hydrolat. So sind beispielsweise<br />

nach DAB (dem Deutschen Arzneimittelbuch)<br />

hergestellte <strong>und</strong> in<br />

Apotheken erhältliche Rosenwässer<br />

nur einfache Verschüttelungen<br />

von destilliertem Wasser mit einigen<br />

Tropfen ätherischem Rosenöl<br />

– herrlich duftend zwar, doch ohne<br />

die Hydrolat-typischen <strong>und</strong> für die<br />

hautpflegende Wirkung haupt -<br />

verantwortlichen, wasserlöslichen<br />

Pflanzenstoffe! Gleiches gilt für<br />

Orangenblütenhydrolat. Was billigst<br />

als „Koch- <strong>und</strong> Back-Orangenblütenwasser“<br />

in Lebensmittelläden<br />

angeboten wird, sind meist<br />

minderwertige Wasser-Öl-Mixturen,<br />

denen die zellregenerierende<br />

Wirkung des echten Hydrolats in<br />

Gänze fehlt.<br />

Hydrolate –<br />

hausgemacht<br />

Nach anderen pflegenden<br />

Pflanzenwässerchen, etwa von<br />

Salbei, Minze oder Melisse,<br />

sucht man in Läden meist vergebens.<br />

Doch echte Hydrolate-<br />

Fans wissen sich zu helfen:<br />

Sie extrahieren die duftigen<br />

Essenzen einfach selbst – mit<br />

kleinen Kupferdestillen für den<br />

Hausgebrauch (z. B. „Leonardo“,<br />

„Alquitara“; ab ca. 150 €) oder<br />

schlicht in einem Kochtopf.<br />

HIERFÜR BENÖTIGEN SIE<br />

7 1 hohen Topf<br />

7 Aromakorb oder Dampfsieb,<br />

eventuell mit zusätzlichem<br />

Abstandhalter<br />

7 1 hitzefestes Auffangschälchen<br />

7 1 als Topfdeckel geeignete,<br />

hitzefeste Schüssel mit r<strong>und</strong>em<br />

Boden<br />

7 1 – 2 l gefrorenes Wasser<br />

7 100 g frische oder 50 g<br />

getrocknete Pflanzen (wie<br />

Rosengeranie, Salbei, Minze,<br />

Rosmarin, Schafgarbe, Hol<strong>und</strong>er-,<br />

Kamillen-, Lindenblüten).<br />

SO WIRD’S GEMACHT<br />

1. Pflanzen möglichst fein zerkleinern.<br />

Bei getrocknetem,<br />

stark krümelndem Destilliergut<br />

empfiehlt es sich, den Aromakorb<br />

mit Küchenkrepp auszukleiden,<br />

damit nichts herausfällt.<br />

1<br />

2. So viel Wasser in den Topf gießen,<br />

dass es bis knapp unterhalb<br />

des Aromakorb-Bodens reicht.<br />

3. Aromakorb in den Topf stellen<br />

<strong>und</strong> mit dem Destilliergut befüllen<br />

– dabei die Korbmitte für die<br />

Auffangschale frei halten.<br />

Auffangschale in der Mitte des<br />

Aromakorbs platzieren <strong>und</strong> das<br />

Destilliergut r<strong>und</strong>herum fest andrücken.<br />

2<br />

Bitte beachten: Aus Haltbar -<br />

keitsgründen darf kein Pflanzenmaterial<br />

in die Auffangschale<br />

gelangen.<br />

3<br />

4. Das vorbereitete Eis aus dem<br />

Gefrierfach nehmen.<br />

Eine passende Schüssel als Deckel<br />

auf den Topf setzen <strong>und</strong> diese mit<br />

dem Eis befüllen.<br />

4<br />

5. Zum Schluss den Topf erhitzen.<br />

Der nun durch die Löcher des Aromakorbes<br />

aufsteigende Wasserdampf<br />

löst die leicht flüchtigen<br />

Pflanzenstoffe, kondensiert am gekühlten<br />

Schüsselboden <strong>und</strong> tropft<br />

in das Auffangschälchen. Sobald<br />

sich ca. 100 ml Hydrolat ange -<br />

sammelt haben, stoppen Sie die<br />

Destillation.<br />

5<br />

6<br />

6. Damit sich das kostbare, selbst<br />

destillierte Pflanzenwasser möglichst<br />

lange hält, sollte es rasch<br />

gekühlt <strong>und</strong> dann sogleich abgefüllt<br />

werden. Ideal hierfür sind<br />

kleine, dunkelfarbige Flaschen,<br />

die man zuvor mit kochend heißem<br />

Wasser gründlich reinigt. Wer<br />

mag, kann seine hausgemachten<br />

Hydrolate gerne mit konservierendem<br />

Alkohol (ca. 1 EL Weingeist/100<br />

ml) versetzen. Nötig<br />

allerdings ist dies meist nicht, da<br />

die duftenden Wässerchen mit<br />

ätherischen Ölen <strong>und</strong> anderen antimikrobiell<br />

wirksamen Pflanzenstoffen<br />

bereits einen natürlichen<br />

Verkeimungsschutz besitzen.<br />

Stellt man Hydrolate kühl (10 –15 °C)<br />

<strong>und</strong> schützt sie vor direktem Sonnenlicht,<br />

halten sie sich ungeöffnet<br />

bis zu einem Jahr, nach dem<br />

Öffnen noch gut drei bis vier<br />

Monate.<br />

Text <strong>und</strong> Fotos Seite 98 – 101: Stefanie Schäffer<br />

100 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

101


SCHÖNHEIT<br />

Schönmacher<br />

aus dem Garten<br />

Klärende Gesichtsmaske<br />

Zutaten: 1 TL getrocknete oder 1 EL frische, fein gehackte Minze,<br />

1 TL Ton- oder Heilerde, 1 – 2 TL Hafermehl oder pulverfein<br />

gemahlene Haferflocken.<br />

Minze<br />

<strong>Frisch</strong>, frischer, Minze!<br />

Kein anderes Kraut im Garten besitzt<br />

eine solch belebende Wirkung –<br />

wie geschaffen für müde, schlecht<br />

durchblutete Haut <strong>und</strong> Haare, die<br />

glanz- <strong>und</strong> kraftlos wirken.<br />

Schluss mit<br />

schlechten Gerüchen!<br />

Dufte, diese Pflanze – meinten<br />

schon die alten Römer <strong>und</strong> rieben<br />

ihre Tafeln vor jedem Festmahl mit<br />

appetitlich riechender Minze oder<br />

„Mentha“ ein. Auch später, im Mittelalter,<br />

war das würzige Kräutlein<br />

als Aromaspender sehr beliebt.<br />

Wo immer störender Geruch in die<br />

Nase stach, streute man getrocknete<br />

Minzblätter auf den Boden,<br />

die sogleich mit jedem Tritt für<br />

eine duftig-frische Brise sorgten.<br />

Ein ebenfalls sehr schöner Brauch<br />

stammt aus dem fernen Orient.<br />

Dort wurde als Zeichen des Wohlwollens<br />

<strong>und</strong> der Fre<strong>und</strong>schaft<br />

Schriftrollen je ein Minzblatt beigelegt,<br />

sodass den Empfänger<br />

beim Lesen der Nachricht ein angenehm<br />

frischer Duft umwob.<br />

Doch nicht nur ihres herrlichen<br />

Aromas wegen wurde Minze seit<br />

jeher hoch geschätzt. Auch Heilkräfte<br />

wies man der Pflanze zu,<br />

wirksam bei innerlicher wie äußerlicher<br />

Verwendung. Ihre entzündungshemmenden<br />

<strong>und</strong> kühlenden<br />

Eigenschaften spielt Minze am<br />

besten in Form teegetränkter Wickel<br />

oder Kompressen aus, besonders<br />

bewährt bei w<strong>und</strong>er Haut,<br />

Kopfschmerzen <strong>und</strong> Fieber. Wer<br />

unter Völlegefühl, Übelkeit oder<br />

Verdauungsproblemen leidet, sollte<br />

das Kraut indes lieber als wohl-<br />

Zubereitung <strong>und</strong> Anwendung: Minze mit einem Schuss kochend<br />

heißem Wasser angießen <strong>und</strong> zugedeckt 5 – 10 Minuten ziehen lassen.<br />

Dann mit Heilerde <strong>und</strong> Hafermehl zu einer weichen, streichfähigen<br />

Masse anrühren. Diese auf die zuvor gereinigte Gesichtshaut<br />

(empfindliche Augenpartie aussparen!) streichen <strong>und</strong> ca. 20 Minuten<br />

einwirken lassen. Anschließend mit reichlich lauwarmem Wasser<br />

abspülen <strong>und</strong> eine leichte Pflegecreme auftragen.<br />

Kräftigende Haarspülung<br />

Zutaten: 4 – 5 Handvoll frisch gehackte Minze, 250 ml Apfelessig,<br />

250 ml Wasser, sehr fein geschnittene Schale einer Bio-Zitrone.<br />

Zubereitung: Alle Zutaten in einen Topf geben, zugedeckt einmal<br />

aufkochen, dann abkühlen lassen. Anschließend die mit ätherischen<br />

Ölen gesättigten Kondenstropfen <strong>vom</strong> Deckel zurück in den Topf<br />

klopfen. Pflanzenreste durch Kaffeefilterpapier abseihen <strong>und</strong> die<br />

fertige Haarspülung in zuvor heiß ausgespülte Fläschchen abfüllen.<br />

Haltbarkeit: ca. 3 Monate.<br />

Anwendung: Nach dem Waschen 25 – 50 ml der Spülung mit 150 ml<br />

warmem Wasser verdünnen, auf dem Haar verteilen <strong>und</strong> mit den<br />

Fingerspitzen sanft in die Kopfhaut einmassieren.<br />

Erfrischendes Peeling für die Füße<br />

Zutaten: 250 g feinkörniges Salz, ca. 6 EL Sesam- oder Olivenöl,<br />

ca. 10 Tropfen ätherisches Minzöl.<br />

Zubereitung: Salz in eine Schüssel geben <strong>und</strong> mit so viel Sesamoder<br />

Olivenöl mischen, bis eine cremige Paste entsteht. Minzöl<br />

dazuträufeln, unterrühren <strong>und</strong> das fertige Peeling in ein<br />

Schraubdeckelgläschen füllen. Haltbarkeit: ca. 6 Monate.<br />

Anwendung: (am besten nach einem Hornhaut erweichenden<br />

Fußbad): Mit je 1 TL der Peelingpaste beide Füße mehrere Minuten<br />

lang massieren. Anschließend mit warmem Wasser abspülen.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

103


SCHÖNHEIT<br />

tuendes Getränk zum oder sofort<br />

nach dem Essen genießen. Dazu<br />

2 gehäufte TL getrocknete Blätter<br />

mit ca. 200 ml heißem, nicht mehr<br />

kochendem Wasser übergießen;<br />

10 Minuten bedeckt ziehen lassen.<br />

Menthol macht<br />

den Unterschied<br />

Die Qual der Wahl hat, wer Minze<br />

im Garten kultivieren will. Mehrere<br />

h<strong>und</strong>ert Varietäten eifern um die<br />

Gunst des Gärtners – mal mit fein<br />

fruchtigem, mal mit recht mildem,<br />

mal mit höllisch scharfem Minzaroma.<br />

Für Teeliebhaber besonders<br />

gut geeignet sind die so genannten<br />

„Frucht-Minzen“ (Mentha<br />

x piperita var. citrata), deren breite<br />

Geschmackspalette von Ananas<br />

über Erdbeere <strong>und</strong> Grapefruit bis<br />

hin zu Zitrone reicht. Zudem enthalten<br />

Frucht-Minzen nur wenig<br />

Menthol, eine Substanz, die für die<br />

typisch frische Minznote sorgt, bei<br />

Dauergenuss jedoch bisweilen arg<br />

auf den Magen schlägt. Erwünscht<br />

ist ein hoher Menthol-Gehalt hingegen<br />

bei Arten, die man zu Heil<strong>und</strong><br />

Hautpflege-Zwecken anbaut,<br />

etwa die Japanische (M. arvensis<br />

var. piperascens), die Grüne (M.<br />

spicata) oder die Pfefferminze (M.<br />

piperita var. piperita).<br />

Zwar gedeiht Minze – auf ausreichend<br />

feuchtem Boden – auch in<br />

voller Sonne. Doch lieber ist ihr ein<br />

halbschattiges Eckchen, wo sie<br />

zwei bis drei Jahre lang durch Wurzelausläufer<br />

munter in die Breite<br />

wachsen kann. Spätestens im vierten<br />

Frühling möchte die Minze<br />

dann an einen neuen Platz in frische,<br />

gut mit Kompost versorgte<br />

Erde umziehen. Die beste Erntezeit<br />

ist kurz vor Blühbeginn. Hierfür<br />

Minze-Haarspülung<br />

schneidet man die Triebe etwa<br />

eine Handbreit über dem Boden<br />

ab, zupft die Blätter von den Stängeln<br />

<strong>und</strong> trocknet diese im luftigen<br />

Schatten.<br />

<strong>Frisch</strong>ekick<br />

für müde Haut<br />

Bis zu zwölf Monate lang behalten<br />

getrocknete Minzblätter ihr herr -<br />

liches Aroma, vorausgesetzt, sie<br />

sind luftdicht verpackt. Meist allerdings<br />

ist der Vorrat deutlich<br />

schneller aufgebraucht, da er sich<br />

nicht nur zum Aufbrühen feiner<br />

Tees, sondern auch prima für<br />

die Haut- <strong>und</strong> Haarpflege eignet.<br />

Vor allem mentholreiche Minzen<br />

nimmt man gerne mit ins Badezimmer.<br />

Auszüge ihrer Blätter (z. B.<br />

als Tee-Kompressen) wirken besonders<br />

stark durchblutungsfördernd<br />

– perfekt, um müder, fahler<br />

Haut im Nu wieder neue <strong>Frisch</strong>e<br />

einzuhauchen! Auch mit Unreinheiten<br />

<strong>und</strong> verstopften Poren<br />

macht Minze kurzen Prozess, wenn<br />

in klärenden Masken (siehe Rezept<br />

auf der vorigen Seite) oder für ein<br />

Gesichtsdampfbad (1 Handvoll getrocknete<br />

Blätter auf 2 Liter heißes<br />

Wasser) verwendet.<br />

Einem kraft- <strong>und</strong> glanzlosen<br />

Schopf tun Minz-Essig-Spülungen<br />

gut. Die darin enthaltene Säure<br />

löst Ablagerungen, die kalkreiches<br />

Wasser im gewaschenen Haar zurückgelassen<br />

hat, während der<br />

duftige Kräuterauszug für eine<br />

bessere Durchblutung der Kopfhaut<br />

<strong>und</strong> der Haarwurzeln sorgt.<br />

Auch zwei bis drei Tropfen ätherisches<br />

Minzöl, die man unter eine<br />

Portion Shampoo rührt, erfüllen<br />

diesen Zweck.<br />

Apropos ätherisches Öl: Wer keine<br />

frischen oder getrockneten Minzblätter<br />

greifbar hat, kann diese in<br />

fast allen Kosmetikrezepten durch<br />

ätherisches Minz- oder auch Pfefferminzöl<br />

ersetzen. Aber bitte Vorsicht<br />

– da hochkonzentriert mit<br />

Mentholgehalten von bis zu 90 %,<br />

genügen stets wenige Tropfen!<br />

Text <strong>und</strong> Foto Seite 104: Stefanie Schäffer<br />

Ihre SMS für ein<br />

Kinderlächeln!<br />

SMS AN SOS<br />

Helfen per Handy – ganz einfach, schnell<br />

<strong>und</strong> von überall. Senden Sie eine<br />

Charity-SMS mit dem Stichwort „SOS“<br />

an die Kurzwahl 81190.<br />

Danke!<br />

Kosten: 5 € zzgl. SMS-Versand. 4,83 € gehen direkt<br />

an SOS-Kinderdorf.<br />

104 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


NÄHRSTOFFE<br />

Im Sommer satt:<br />

Vitamine <strong>und</strong> Mineralstoffe<br />

Wir nähern uns langsam dem Sommer <strong>und</strong> genießen die<br />

Sonnenstrahlen, das frische Gemüse <strong>und</strong> die vielen Obstsorten,<br />

die jetzt wieder Saison haben. Wie wichtig die darin enthaltenen<br />

Vitamine <strong>und</strong> Mineralstoffe für unseren Körper sind,<br />

zeigen wir Ihnen hier.<br />

Unser Körper braucht Vitamine,<br />

denn sie sind notwendig, um die<br />

Lebensfunktionen zu erhalten. Bis<br />

auf das Vitamin D können sie <strong>vom</strong><br />

Körper nicht selbst gebildet werden<br />

<strong>und</strong> müssen deshalb mit der<br />

Nahrung aufgenommen werden.<br />

Viele denken, dass Vitamine nur<br />

im Winter vermehrt eingenommen<br />

werden sollten, um das Immunsystem<br />

zu stärken. Doch gerade im<br />

Sommer, wenn es heiß ist <strong>und</strong> der<br />

Kreislauf oft schlapp macht, sind<br />

Vitamine absolute Lebenselixiere.<br />

In der heißen Zeit halten Obst <strong>und</strong><br />

Gemüse den Organismus fit: sie<br />

helfen, das Immunsystem zu stärken<br />

<strong>und</strong> den natürlichen Eigenschutz<br />

der Haut zu unterstützen.<br />

Essenzielle Nährstoffe<br />

Die Vitamine werden in zwei Gruppen<br />

aufgeteilt: die fettlöslichen<br />

(Vitamin A, D, E, K) <strong>und</strong> die wasserlöslichen<br />

Vitamine (alle B-Vitamine,<br />

Vitamin C, Folsäure, Pantothensäure,<br />

Biotin).<br />

Mineralstoffe sind wie die Vitamine<br />

essenziell für unseren Körper. Hier<br />

wird zwischen Mengenelementen<br />

(Kalium, Calcium, Magnesium) <strong>und</strong><br />

Spurenelementen (Eisen, Jod, Zink)<br />

unterschieden.<br />

So viel wie nötig, so wenig wie<br />

möglich – so sollte unsere Nährstoffversorgung<br />

sein. Doch das ist<br />

oft leichter gesagt als getan, stellten<br />

Wissenschaftler auf einer Pressekonferenz<br />

in St. Walburg bei<br />

Meran fest.<br />

Um ausreichend mit den wichtigen<br />

Vitalstoffen versorgt zu sein,<br />

ist eine ges<strong>und</strong>e <strong>und</strong> ausgewogene<br />

Ernährung notwendig. Wer jeden<br />

Tag Gemüse, Obst, Milch- <strong>und</strong><br />

Milchprodukte, Getreide, Nüsse<br />

sowie ein- bis zweimal in der Woche<br />

Fisch oder Fleisch auf dem<br />

Speiseplan stehen hat, diese Lebensmittel<br />

regional <strong>und</strong> saisonal<br />

einkauft <strong>und</strong> schonend zubereitet,<br />

braucht sich keine Gedanken um<br />

seine Vitamin- <strong>und</strong> Mineralstoffversorgung<br />

zu machen. „Doch dies<br />

ist in unserem modernen Alltag<br />

häufig nicht möglich“, so Dr. Bettina<br />

Dörr, Diplom-Oecotrophologin aus<br />

München. Bei Fastfood, Fertig -<br />

gerichten, <strong>und</strong> einseitiger Ernährung<br />

(kann zum Beispiel bei Veganern<br />

vorkommen) bekommt der<br />

Körper nicht alles, was er braucht.<br />

Viele Vitamine verlieren durch Hitze<br />

<strong>und</strong> Licht ihren Nährwert.<br />

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung<br />

publiziert zusammen mit<br />

den Fachgesellschaften der Nachbarländer<br />

Österreich <strong>und</strong> Schweiz<br />

die sogenannten D-A-CH-Referenzwerte,<br />

das heißt Empfehlungen<br />

zur wünschenswerten Nährstoffzufuhr,<br />

abgestimmt auf Alter<br />

<strong>und</strong> Geschlecht. Diese Referenzwerte<br />

sind Mengen, von denen angenommen<br />

wird, dass sie ges<strong>und</strong>e<br />

Personen vor ernährungsbedingten<br />

Ges<strong>und</strong>heitsschäden schützen<br />

<strong>und</strong> die volle Leistungsfähigkeit<br />

des Körpers erhalten. Bestehen allerdings<br />

erhöhte Anforderungen<br />

wie beispielsweise Erkrankungen<br />

oder eine Schwangerschaft, kann<br />

der Nährstoffbedarf höher sein.<br />

Der Wert gilt nicht bei der Aufnahme<br />

von Alkohol <strong>und</strong> Ni kotin oder<br />

einer eingeschränkten Ernährung.<br />

Wann es etwas<br />

mehr sein soll<br />

In der Schwangerschaft <strong>und</strong> Stillzeit<br />

ist der Bedarf an bestimmten<br />

Nährstoffen wie Folsäure <strong>und</strong> Docosahexaensäure<br />

erhöht. Außerdem<br />

verhindern Darmprobleme<br />

bei manchen Menschen die Aufnahme<br />

von Nährstoffen. Auch<br />

Stress <strong>und</strong> Hormonschwankungen<br />

gehen zu Lasten der Nährstoff-<br />

Bilanz. Ebenso kann bei chronisch<br />

kranken <strong>und</strong> älteren Menschen die<br />

Versorgung ungenügend sein, beziehungsweise<br />

ein erhöhter Bedarf<br />

bestehen. Eine ungenügende<br />

Vitamin- <strong>und</strong> Mineralstoffzufuhr<br />

führt zu Mangelerscheinungen.<br />

Diese machen sich durch Müdigkeit,<br />

Nervosität, Konzentrationsschwäche,<br />

Reizbarkeit, Haarausfall,<br />

Störungen im Magen-Darm-Trakt<br />

oder eine hohe Infektanfälligkeit<br />

bemerkbar. In solchen Fällen hilft<br />

ein Gespräch mit dem Arzt.<br />

Vitamine<br />

aus der Apotheke<br />

In stressigen Zeiten gelingt es uns<br />

nicht immer, die empfohlenen<br />

Ernährungsvorgaben wie zum Beispiel<br />

fünf Portionen Obst <strong>und</strong><br />

Gemüse pro Tag, einzuhalten. Eine<br />

Lösung dieses Problems erhoffen<br />

sich viele von Nahrungsergänzungsmitteln.<br />

Die Frage, ob es Sinn<br />

macht diese zu nehmen, ist immer<br />

noch strittig. Befürworter einer gezielten<br />

Nahrungsergänzung argumentieren<br />

mit Erkenntnissen über<br />

Das Hautschutz-Vitamin unterstützt<br />

die natürliche Bräune der<br />

Haut. Es ist aber auch wichtig für<br />

die Augen <strong>und</strong> das Wachstum.<br />

Den Tagesbedarf decken Sie<br />

mit drei mittleren<br />

Tomaten.<br />

Das Vitamin für unser Immunsystem.<br />

Zwei Äpfel decken<br />

bereits unseren<br />

Tagesbedarf.<br />

Es hält unsere Knochen sowie<br />

Zähne stark <strong>und</strong> schützt im Sommer<br />

vor Sonnenallergie.<br />

Es wirkt entzündungshemmend<br />

<strong>und</strong> dient der Zellerneuerung.<br />

Der Körper braucht es für die<br />

Blutgerinnung <strong>und</strong> Durchblutung.<br />

Somit beugt es Arteriosklerose<br />

<strong>und</strong> dem Alterungsprozess vor.<br />

Vitamin E steckt in Paprika,<br />

Mangos <strong>und</strong> Heidelbeeren.<br />

Der Mineralstoff ist<br />

für den Aufbau<br />

<strong>und</strong> Erhalt von<br />

Zähnen <strong>und</strong><br />

Knochen wichtig.<br />

Er ist in Milch, Milchprodukten,<br />

Obst <strong>und</strong> Gemüse<br />

enthalten.<br />

Magnesium hält die Enzyme in<br />

Schwung. Es steckt in grünem<br />

Blattgemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten.<br />

Zink ist<br />

ein Multitalent:<br />

Er<br />

ist wichtig<br />

für unser Immunsystem, den Säure-Basen-Haushalt,<br />

die W<strong>und</strong>heilung,<br />

Haut <strong>und</strong> Haare. Käse, Eier,<br />

Fisch <strong>und</strong> Fleisch sind gute Zink-<br />

Lieferanten.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

107


NÄHRSTOFFE<br />

den Bedarf einzelner Vitamine <strong>und</strong><br />

Mineralstoffe sowie mit einer erhöhten<br />

Belastung des Menschen,<br />

die eine höhere Zufuhr nötig<br />

mache.<br />

Gegner der Vitaminpräparate halten<br />

dem entgegen, dass der Gehalt<br />

an essenziellen Nährstoffen<br />

bei einer vollwertigen Ernährung<br />

in den meisten Fällen völlig aus -<br />

reiche. Sie sehen eher Gefahren,<br />

wenn Vitamin- <strong>und</strong> Mineralstoffpräparate<br />

in zunehmenden Mengen<br />

verzehrt werden.<br />

Wer sich dauerhaft einseitig <strong>und</strong><br />

unges<strong>und</strong> ernährt, kann dies nicht<br />

durch die bloße Einnahme von<br />

Nahrungsergänzungsmitteln wieder<br />

ausgleichen. Wer sein Nährstoffdefizit<br />

jedoch mit Nahrungsergänzungsmitteln<br />

unterstützen<br />

möchte, sollte vorher mit seinem<br />

behandelnden Arzt sprechen <strong>und</strong><br />

bei Bedarf auf hochwertige Präparate,<br />

am besten aus der Apotheke,<br />

zurückgreifen.<br />

Egal ob weißer, violetter<br />

oder grüner<br />

<strong>Spargel</strong> – er enthält<br />

die Vitamine A, B1, B2, C <strong>und</strong><br />

E, Kalium, Magnesium, Phosphor,<br />

Eisen <strong>und</strong> zählt zu den folsäurehaltigsten<br />

Gemüsesorten.<br />

Schmackhafte <strong>Spargel</strong>-Rezepte<br />

finden Sie ab Seite 6.<br />

Zu viel des Guten<br />

Ein Zuviel der wasserlöslichen Vi -<br />

tamine wird mit dem Urin aus -<br />

geschieden. Fettlösliche Vitamine,<br />

die der Körper nicht braucht,<br />

werden entweder über die Darmschleimhaut<br />

erst gar nicht auf -<br />

genommen, oder unser Körper<br />

speichert sie für „Notzeiten“. Doch<br />

Vitamine <strong>und</strong> Mineralstoffe können<br />

auch überdosiert werden, was<br />

Folgen für unseren Körper haben<br />

kann. Bei einigen Krankheiten ist<br />

die Einnahme bestimmter Nährstoffe<br />

nicht angebracht. Beispielsweise<br />

dürfen Nierenkranke keine<br />

Mineralstoffpräparate einnehmen.<br />

Bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen<br />

darf kein Jod gegeben<br />

werden. Diabetiker zum Beispiel<br />

haben einen erhöhten Selenspiegel<br />

im Blut, deshalb sollten sie auf<br />

selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel<br />

verzichten. Sprechen Sie in<br />

diesen Fällen immer mit Ihrem Arzt<br />

<strong>und</strong> achten Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln<br />

auf die Dosierungsempfehlung.<br />

Erdbeeren sind reich an Vitaminen<br />

– besonders Vitamin C steckt in<br />

großen Mengen dieser roten<br />

Früchtchen.<br />

Sonderfall Vitamin D<br />

Unser Körper kann Vitamin D mithilfe<br />

von Sonnenlicht selbst herstellen.<br />

Etwa zehn Minuten Bestrahlung<br />

auf Hände <strong>und</strong> Gesicht<br />

pro Tag reichen schon, um gut versorgt<br />

zu sein. Und er kann es speichern.<br />

Da allerdings viele von uns<br />

den Großteil der Sonnenst<strong>und</strong>en<br />

nicht draußen verbringen, <strong>und</strong><br />

wenn, dann nur mit Sonnenschutz<br />

<strong>und</strong> Hautbedeckung, leeren sich<br />

die Vitamin-D-Speicher. Vor allem<br />

im Winter zehrt unser Körper von<br />

den Vitamin-D-Reserven, die wir<br />

im Sommer aufnehmen. Diese<br />

durch die Ernährung aufzufüllen<br />

gelingt kaum.<br />

Anzeichen für einen Vitamin-D-<br />

Mangel können Konzentrationsstörungen<br />

<strong>und</strong> Müdigkeit sein.<br />

Auch ein schwaches Immunsystem<br />

<strong>und</strong> Schlafprobleme sind<br />

möglich. Eine Vitamin-D-Bestimmung<br />

beim Arzt bringt Klarheit, ob<br />

ein Mangel vorliegt. Dieser Test<br />

wird von den Kassen allerdings<br />

meist nicht bezahlt.<br />

Die Stangen enthalten Phosphor,<br />

Calcium, Magnesium, Kalium,<br />

Eisen, Vitamin C <strong>und</strong> K.<br />

Süße Erdbeer- <strong>und</strong> Rhabarber-<br />

Rezepte finden Sie<br />

ab Seite 18.<br />

ACHTUNG<br />

VITAMINVERLUST!<br />

BESSER LEBEN<br />

Viele Vitamine verlieren bis zum Weg in unseren Körper an<br />

Nährstoffen. So halten Sie Zubereitungsverluste gering:<br />

Obst <strong>und</strong> Gemüse frisch einkaufen.<br />

Lebensmittel dunkel aufbewahren.<br />

Obst <strong>und</strong> Gemüse vor dem Zerkleinern waschen,<br />

so kurz wie möglich wässern.<br />

Immer in Töpfen mit fest schließenden Deckeln garen.<br />

Mit möglichst wenig Flüssigkeit dünsten.<br />

FÜR BESONDERE LEBENSPHASEN<br />

Die Nährstoffkombinationen von my Bellence (seit Januar rezeptfrei<br />

in Apotheken erhältlich) wurden mit Ernährungswissenschaftlern<br />

entwickelt <strong>und</strong> auf die unterschiedlichen Lebensphasen der <strong>Frau</strong><br />

abgestimmt. Ob in besonders belastenden Zeiten, in Schwangerschaft<br />

oder vor den Wechseljahren, die Nahrungsergänzungsmittel<br />

unterstützen individuell den Nährstoffbedarf.<br />

TESTEN SIE IHRE<br />

NÄHRSTOFFBILANZ<br />

Auf der Website www.my-bellence.de<br />

können Sie Ihre persönliche Nährstoff -<br />

bilanz testen. Der Test soll helfen erste<br />

Anhaltspunkte für eine mögliche<br />

Dys balance im Körper zu erkennen.<br />

SONNE GUT<br />

FÜRS HERZ<br />

Wissenschaftler zeigen:<br />

Sonnenlicht hilft, das<br />

Herz zu schützen.<br />

Das ultraviolette Licht der<br />

Sonne setzt in unserer<br />

Haut den Botenstoff<br />

Stickstoffmonoxid frei.<br />

Dieser Botenstoff beeinflusst<br />

die Herz-Kreislauf-<br />

Ges<strong>und</strong>heit positiv:<br />

Stickstoffmonoxid weitet<br />

die Blutgefäße, senkt den<br />

Blutdruck <strong>und</strong> trägt dazu<br />

bei, dass das Herz optimal<br />

mit Blut versorgt wird.<br />

108 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

109


Arteriosklerose –<br />

gefährlicher Engpass<br />

Bei einer Arteriosklerose –<br />

umgangssprachlich auch<br />

Arterienverkalkung genannt –<br />

sind die Arterien verengt. Das<br />

Tückische daran ist: Durch den<br />

schleichenden Beginn bemerken<br />

Betroffene dies erst, wenn die<br />

Verkalkung fortgeschritten ist.<br />

Arteriosklerose ist eine der häufigsten<br />

krankhaften Gefäßveränderungen.<br />

Besonders in Industrieländern<br />

fällt das Auftreten dieser<br />

gefährlichen Gefäßenge auf. Allein<br />

in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

infolge einer<br />

Arteriosklerose eine der häufigsten<br />

Todesursachen <strong>und</strong> die me -<br />

dizinische Betreuung zieht einen<br />

hohen Kostenfaktor nach sich.<br />

Erste Gefäßveränderungen kommen<br />

bereits im Jugendalter vor.<br />

Doch es dauert meist Jahrzehnte,<br />

bis sich die Symptome bemerkbar<br />

machen, also im mittleren bis<br />

höheren Lebensalter, durch Herzerkrankungen<br />

<strong>und</strong> andere Kreislauf-<br />

oder Organschäden bis hin<br />

zum Herz- oder Gehirninfarkt. Obwohl<br />

eine Neigung zur Krankheit<br />

bereits in den Erbanlagen zu liegen<br />

scheint, deutet vieles darauf<br />

hin, dass ein unges<strong>und</strong>er Lebensstil<br />

mit zu der Entstehung beiträgt.<br />

Was passiert bei einer<br />

Arteriosklerose?<br />

Arterien leiten das Blut <strong>vom</strong> Herzen<br />

zu den Organen, Muskeln <strong>und</strong><br />

Geweben <strong>und</strong> versorgen damit<br />

alle Körperbereiche mit Sauerstoff<br />

<strong>und</strong> Nährstoffen. Wird der sauerstoff-<br />

<strong>und</strong> nährstoffhaltige Blutstrom<br />

in einer oder mehreren Arterien<br />

behindert oder unterbrochen,<br />

sterben in dem Versorgungsgebiet<br />

dieser Arterien zunehmend Körperzellen<br />

durch Sauerstoffmangel<br />

ab. Hält der Zustand an, führt letztendlich<br />

ein vollständiger Gefäßverschluss<br />

zu einer lebensge -<br />

fährlichen Unterversorgung, zum<br />

Beispiel des Herzens.<br />

Schuld an der Arterienverengung<br />

sind sogenannte arteriosklerotische<br />

Plaques. Dies bedeutet:<br />

Bindegewebe, Kalk, Fette<br />

aus dem Blut <strong>und</strong> Blutgerinnsel lagern<br />

sich an der Wand der Arterien<br />

ab, <strong>und</strong> zwar an der innersten der<br />

drei Wandschichten. Mit zunehmendem<br />

Lebensalter heften sich<br />

immer mehr Ablagerungen auf.<br />

Diese Plaques bilden Engstellen<br />

<strong>und</strong> behindern damit den Blutstrom.<br />

Insgesamt verdicken <strong>und</strong><br />

verhärten sich die ansonsten elastischen<br />

Arterien. Ein gebildetes<br />

Blutgerinnsel (Thrombus genannt)<br />

stellt ein weiteres Problem dar: Ist<br />

der Thrombus groß genug, kann<br />

er die Arterie vollständig verschließen.<br />

Geschieht dies in einem<br />

Herzkranzgefäß, ist ein Herzinfarkt<br />

die Folge.<br />

Das „schlechte“<br />

Cholesterin<br />

Sauerstoffmangel, Bluthochdruck<br />

<strong>und</strong> ungünstige Blutzusammensetzungen<br />

sind Ursachen für die<br />

Arterienverkalkung. Vor allem die<br />

Einlagerung von Blutfetten ist ein<br />

Problem, weil daraus die arteriosklerotischen<br />

Plaques entstehen.<br />

Diese Herde werden immer mehr<br />

mit Cholesterin <strong>und</strong> anderen Blutfetten<br />

überlagert.<br />

Nach der Lipidtheorie (Lipid bedeutet<br />

Fett) ist neben anderen Faktoren<br />

der entscheidende Auslöser<br />

für Arteriosklerose ein bestimmtes<br />

Fett – das LDL-Cholesterin. Der ges<strong>und</strong>e<br />

Mensch nimmt Cholesterin<br />

etwa zu einem Drittel mit der Nahrung<br />

auf, zum größten Teil bildet er<br />

es selbst. Cholesterin <strong>und</strong> andere<br />

Blutfette binden sich im Blut an<br />

Transporteiweiße. LDL-Cholesterin<br />

wird in der Leber gebildet. Von der<br />

Leber gelangt es in andere Organe<br />

<strong>und</strong> Gewebe, wo es sich auch in<br />

den Gefäßen ablagert.<br />

Risikofaktoren<br />

Zu den gefährlichen Risikofak -<br />

toren, die im Laufe der Jahre die<br />

Arterienwand verändern können,<br />

gehören vor allem hoher Blutdruck,<br />

hohe Cholesterinwerte (also<br />

Blutfette), Diabetes mellitus <strong>und</strong><br />

das Rauchen, besonders in Kombination<br />

mit Bewegungsmangel <strong>und</strong><br />

unges<strong>und</strong>er Ernährung.<br />

Die drastischen Folgen<br />

Eine sehr starke Arterienverengung<br />

<strong>und</strong> ein Gefäßverschluss schädigen<br />

das umliegende Gewebe beziehungsweise<br />

die Organe. Die Art<br />

der daraus resultierenden Ges<strong>und</strong>heitsschäden<br />

hängt davon ab, welche<br />

Arterien betroffen sind <strong>und</strong> in<br />

welchem Ausmaß.<br />

Betrifft die Arterienverengung die<br />

Halsschlagader, kann daraus ein<br />

Schlaganfall resultieren. Diese Störung<br />

ist die Folge einer plötzlichen<br />

Minderversorgung des Gehirns<br />

mit sauerstoffhaltigem Blut.<br />

110 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

111


ARTERIOSKLEROSE<br />

Verengen sich die zum Herzen führenden<br />

Arterien beziehungsweise<br />

die kleinen Herzkranzgefäße (Koronargefäße),<br />

kann der Sauerstoffbedarf<br />

des Herzmuskels nicht<br />

mehr gedeckt werden. Die Folge<br />

ist eine koronare Herzkrankheit –<br />

kurz KHK genannt.<br />

Periphere arterielle<br />

Verschlusskrankheit<br />

Bei einer peripheren arteriellen<br />

Verschlusskrankheit, kurz pAVK, ist<br />

die Durchblutung der Körperperipherie<br />

gestört – üblicherweise der<br />

Beine <strong>und</strong> seltener der Arme. Bein<strong>und</strong><br />

Beckenarterien sind verengt.<br />

Besonders wenn die Beinmuskeln<br />

belastet werden <strong>und</strong> damit mehr<br />

Sauerstoff als in Ruhe benötigen,<br />

schmerzen die Muskeln zwischen<br />

Gesäß <strong>und</strong> Füßen. Auch nach<br />

kurzer Gehstrecke zwingen die<br />

schmerzenden Muskeln dazu, einfach<br />

stehen zu bleiben, weswegen<br />

man von der „Schaufensterkrankheit“<br />

spricht.<br />

Wie kann der Arzt<br />

behandeln?<br />

Von einer Unterversorgung aufgr<strong>und</strong><br />

einer Arteriosklerose kann<br />

jedes Körpergewebe betroffen<br />

sein, zum Beispiel auch die Nieren.<br />

Krankheiten wie Durchblutungsstörungen<br />

des Gehirns oder die<br />

koronare Herzkrankheit sind oft<br />

mit einer pAVK verb<strong>und</strong>en. Medi -<br />

ziner schätzen, dass die pAVK die<br />

Lebenserwartung durchschnittlich<br />

etwa um zehn Jahre verringert.<br />

Statistiken zeigen auf, dass allein in<br />

Deutschland um die 50 000 Menschen<br />

einem Herzinfarkt erliegen<br />

<strong>und</strong> über 30 000 Schlaganfälle auf<br />

das Konto der Arteriosklerose gehen,<br />

dem Anfang allen Übels.<br />

Therapie<br />

Medikamente sollen Ablagerungen<br />

an den Innenwänden der Gefäße<br />

stabilisieren oder die Bildung<br />

von Blutgerinnseln hemmen. Bei<br />

sehr frühen Arteriosklerose-Schäden<br />

ist sogar eine völlige Heilung<br />

möglich. Oft reichen konservative<br />

Maßnahmen gegen Arteriosklerose<br />

aus, die auch eine vorbeugende<br />

Lebensweise als spätere beglei -<br />

tende Therapie einschließen. Die<br />

Therapie von Begleiterkrankungen<br />

wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck<br />

erfordert eine gute<br />

Zusammenarbeit mit dem Arzt.<br />

Bei fortgeschrittenen Gefäßver -<br />

änderungen <strong>und</strong> drohenden Verschlüssen<br />

sind meistens operative<br />

Eingriffe nötig.<br />

Ein Muss:<br />

Risiken verringern<br />

Erinnern Sie sich an die Risikofaktoren<br />

hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck,<br />

Diabetes, Übergewicht<br />

<strong>und</strong> Rauchen? Jede Therapie der<br />

Arteriosklerose <strong>und</strong> den Folgeerkrankungen<br />

wird darauf abzielen,<br />

die Lebensweise umzustellen.<br />

Übergewicht schadet gr<strong>und</strong>sätzlich,<br />

jedoch besonders, wenn sich<br />

das meiste Fett im Bauch ablagert.<br />

Zudem gilt es, die Cholesterinwerte<br />

im akzeptablen Bereich zu halten.<br />

Für die Ernährung bedeutet<br />

das, sich zum Beispiel an der sogenannten<br />

Mittelmeerdiät zu orientieren:<br />

viel frisches Obst, Gemüse<br />

<strong>und</strong> Fisch.<br />

Die Ernährung alleine macht es<br />

aber nicht – vielen Menschen fehlt<br />

die Bewegung. Sportliche Aktivität<br />

oder zumindest viele Spaziergänge<br />

an der frischen Luft anstatt „regelmäßiges<br />

Couching“ kurbelt die<br />

Organsysteme, die Durchblutung<br />

<strong>und</strong> die Sauerstoffaufnahme an,<br />

senkt den Bluthochdruck <strong>und</strong><br />

kann das Leben von Herzpatienten<br />

um Jahre verlängern. Wer unter einer<br />

pAVK der Beine leidet, kann<br />

durch regelmäßiges, nach einem<br />

festen Plan <strong>und</strong> unter Anleitung<br />

durchgeführtes Gehtraining er -<br />

reichen, dass der Körper Um -<br />

gehungskreisläufe bildet, um die<br />

Durchblutung aufrechtzuerhalten.<br />

Auch für Diabetes-Patienten ist<br />

Bewegung wichtig.<br />

Ein weiteres Thema: zu viel Alkohol,<br />

Nikotin oder andere Suchtmittel.<br />

Beispiel Rauchen: Schon bei<br />

Jugendlichen verdickt Rauchen<br />

die Gefäßwände. Jahrzehntelanges<br />

Rauchen schädigt nicht nur das Atmungssystem,<br />

sondern auch die<br />

Gefäße. Es ist also jederzeit sinnvoll,<br />

den Nikotingenuss aufzugeben<br />

oder zumindest sehr, sehr<br />

stark zu verringern! Auch Alkohol<br />

sollte ein „Ab-<strong>und</strong>-zu-Genuss“ sein.<br />

Zudem ist Stress ein Negativfaktor,<br />

ob Arbeitshektik oder private Probleme.<br />

Versuchen Sie, sich einen<br />

erholsamen Ausgleich zu schaffen,<br />

das bringt den Körper <strong>und</strong> die Seele<br />

ins Gleichgewicht. Neben Ausruhen<br />

ist eben auch Bewegung ein<br />

idealer Ausgleich, um die Ges<strong>und</strong>heit<br />

<strong>und</strong> die Psyche in der Balance<br />

zu halten.<br />

Text: Dr. Julijana Betzel<br />

112 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


FIT IM ALTER<br />

Fit im Alter<br />

Lebensqualität mit 80+<br />

Jugend, Schönheit, Leistungsfähigkeit – dies sind die<br />

äußeren Werte unserer Gesellschaft. Doch die Jugend<br />

verschwindet schneller, als es uns lieb ist.<br />

Wir zeigen, wie Sie ges<strong>und</strong> <strong>und</strong> zufrieden altern.<br />

Für junge Menschen bedeutet Lebensqualität,<br />

kraftvoll mitten im<br />

Leben zu stehen – sozusagen die<br />

Welt aus den Angeln zu heben.<br />

Doch ab den mittleren Lebensjahren<br />

hat die Wahrnehmungsfähigkeit<br />

der Sinne bereits nachgelassen,<br />

oft stellen sich schon leichte<br />

ges<strong>und</strong>heitliche Blessuren ein <strong>und</strong><br />

manch chronische Erkrankung <strong>beginnt</strong><br />

fast unbemerkt. Gehirn <strong>und</strong><br />

Körper sind mit zunehmenden<br />

Lebensjahren Umwandlungsprozessen<br />

ausgesetzt, die auch genetischen<br />

Gesetzmäßigkeiten folgen.<br />

Man kann jedoch nicht alles auf die<br />

Gene schieben: Unsere Lebensweise<br />

bestimmt mit, wie wir altern.<br />

Einschränkungen, die sich aus den<br />

altersbedingten Gehirnveränderungen<br />

ergeben, können auch<br />

unterschiedlich ausfallen: Während<br />

einige Menschen im Alter<br />

geistig stärker abbauen oder an<br />

Demenz erkranken, sind andere<br />

noch zu Höchstleistungen fähig,<br />

wie zum Beispiel Goethe, der mit<br />

80 noch Texte schrieb. Ausnahmen<br />

wird es im Leben immer geben,<br />

dennoch gilt medizinisch erwiesen<br />

das Prinzip: Wenn Sie eine Chance<br />

haben wollen, körperlich leistungsfähig<br />

<strong>und</strong> geistig fit zu altern,<br />

müssen Sie Ihre Lebensansprüche<br />

definieren <strong>und</strong> etwas dafür tun:<br />

Dem Körper <strong>und</strong> Gehirn Leistung<br />

abfordern heißt das Motto.<br />

Ohne das Gehirn<br />

geht nichts<br />

Die Schalt- <strong>und</strong> Steuerungszentrale<br />

des Körpers <strong>und</strong> der Sitz unseres<br />

Bewusstseins ist das Gehirn. Über<br />

viele Nervenverbindungen <strong>und</strong><br />

über das mit dem Gehirn verb<strong>und</strong>ene<br />

Rückenmark laufen lebenswichtige<br />

Prozesse ab. Über diese<br />

Verbindungen ist es uns möglich,<br />

zu fühlen, zu denken, uns zu bewegen<br />

<strong>und</strong> unsere Außenwelt<br />

wahrzunehmen.<br />

Das Gehirn ist sehr empfindlich<br />

<strong>und</strong> reagiert schon auf kleine Veränderungen<br />

im Stoffwechsel. So<br />

können zum Beispiel erhöhter<br />

Stress, schlechter Schlaf, falsche<br />

Ernährung <strong>und</strong> erhöhter Alkoholkonsum<br />

zu einer Beeinträchtigung<br />

der Gehirnleistung führen. Das<br />

Gehirn muss ständig über das Blut<br />

mit Sauerstoff versorgt werden.<br />

Die Durchblutung des Gehirns<br />

wird wiederum durch Körperaktivität<br />

angeregt.<br />

Neues Lernen<br />

Im Gehirn ist der Botenstoff Do -<br />

pamin daran beteiligt, mehrere<br />

Arbeitsprozesse gleichzeitig erledigen<br />

zu können. Die Anzahl der<br />

Dopamin-Rezeptoren im Gehirn<br />

geht jedoch mit zunehmendem<br />

Alter zurück <strong>und</strong> damit die Leistung<br />

unseres Arbeitsgedächtnisses.<br />

Parallel dazu verändert sich<br />

auch die Anatomie des Gehirns:<br />

Die Größe einzelner Hirnbereiche<br />

<strong>und</strong> das Gehirnvolumen nehmen<br />

ab. Dies hat nicht nur Auswirkungen<br />

auf unsere Handlungen <strong>und</strong><br />

die Merkfähigkeit, sondern auch<br />

auf die Lernfähigkeit.<br />

Studien haben gezeigt, dass ältere<br />

Erwachsene im Gegensatz zu Kindern<br />

mit Erfahrung <strong>und</strong> Wissen<br />

Aufgaben gut lösen können. Geht<br />

es jedoch um das Verknüpfen <strong>und</strong><br />

Verarbeiten neuer Informationen<br />

im Gehirn, sind Kinder deutlich im<br />

Vorteil. Fest steht jedoch auch,<br />

dass durch Anregungen aus der<br />

Umwelt neue Nervenverbindungen<br />

entstehen können.<br />

Die Umwelt, das Gehirn <strong>und</strong> das<br />

Verhalten hängen eng zusammen.<br />

Neues Lernen hält das Gehirn aktiv<br />

<strong>und</strong> fit, das Ausführen der täglichen<br />

Routine ist für das Gehirn<br />

kein Anreiz, seine Leistung stabil<br />

zu halten oder zu verbessern. Entscheidend<br />

für einen neuen Lernprozess<br />

<strong>und</strong> damit für einen Arbeitsanreiz<br />

ist der Neuigkeitswert<br />

einer Tätigkeit. Wenn Sie schon<br />

h<strong>und</strong>erte Kreuzworträtsel gelöst<br />

haben, kennt Ihr Gehirn die gesuchten<br />

Wörter bereits – das ist<br />

keine Herausforderung mehr. Machen<br />

Sie jeden Tag etwas Neues –<br />

weg von der gewohnten Routine.<br />

Beispiele wären Denkaufgaben,<br />

neue Hobbys <strong>und</strong> Umwelteindrücke,<br />

neue Bewegungsformen, viel<br />

Gesellschaft <strong>und</strong> interessante Gespräche.<br />

Ihr Gehirn sollte jeden Tag<br />

etwas Neues kennenlernen.<br />

Körperliche Aktivität<br />

für die Ges<strong>und</strong>heit<br />

Bewegung steigert nicht nur die<br />

Sauerstoffaufnahme im Gehirn.<br />

Das gesamte Organsystem, Muskeln<br />

<strong>und</strong> Knochen sind auf eine<br />

gute Durchblutung angewiesen.<br />

Wer also unabhängig von fremder<br />

Hilfe <strong>und</strong> leistungsfähig sein Alter<br />

genießen möchte, muss sich bewegen.<br />

Leider erkranken ältere<br />

Menschen oft nicht aufgr<strong>und</strong> des<br />

Alters, sondern weil das körperliche<br />

Training fehlt, was den Körper<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

115


FIT IM ALTER<br />

FIT IM ALTER<br />

nehmen deutlich ab, der positivere<br />

HDL-Anteil steigt. Die Zusammensetzung<br />

des Blutes, der Blutdruck,<br />

die Herzleistung, der Sauerstoffverbrauch<br />

<strong>und</strong> das Körpergewicht<br />

werden positiv beeinflusst. Der gesamte<br />

Organismus wird leistungsfähiger,<br />

wofür sich das trainierte<br />

Herz jedoch weniger anstrengen<br />

muss. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt<br />

über Ihre Belastbarkeit bei Herzproblemen,<br />

ansonsten gilt: Bewegen<br />

für ein starkes Herz!<br />

dert so das Knochengewebe. Die<br />

Folge: Instabil gewordene Knochen<br />

brechen leicht. Trifft es den<br />

Oberschenkelhals, erholen sich<br />

ältere Menschen nicht mehr so<br />

gut. Nicht selten sind auch unbemerkte<br />

Wirbeleinbrüche, die mit<br />

der Zeit die Wirbelsäule krümmen<br />

<strong>und</strong> am Brustkorb die Lungenfunktion<br />

einschränken. Einfluss<br />

auf einen Knochenabbau haben<br />

auch die sich verändernden Geschlechtshormone<br />

(Östrogen, Testosteron),<br />

die mit für die Knochenstabilität<br />

sorgen. Ein gezieltes,<br />

dem Alter <strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heitszustand<br />

angepasstes Krafttraining<br />

kann die Knochendichte stabil halten<br />

oder auch im fortgeschrittenen<br />

Alter eine Zunahme bewirken.<br />

abwehrfähiger <strong>und</strong> stabiler macht.<br />

Altersgemäß durchgeführte Bewegung<br />

kann vielen Erkrankungen<br />

nicht nur vorbeugen, sondern sie<br />

auch abmildern. Sport ist nicht<br />

umsonst ein wichtiges Element<br />

der medizinischen Rehabilitation,<br />

um von Krankheitszuständen wieder<br />

auf die Beine zu kommen.<br />

Ein leistungsfähiges Herz<br />

Ab der Lebensmitte leiden viele<br />

Menschen unter Übergewicht <strong>und</strong><br />

Stoffwechselstörungen, die mit<br />

hohem Blutdruck einhergehen.<br />

Mitverursacht wird er oft durch Bewegungsmangel.<br />

Es ist nicht immer<br />

die erblich bedingte Neigung<br />

schuld <strong>und</strong> Bewegungsmuffel haben<br />

eher das Risiko, dass der Erbanteil<br />

auch zum Tragen kommt.<br />

Wer dem Bluthochdruck eine<br />

medizinisch angepasste sportliche<br />

Aktivität entgegensetzt, kann kri -<br />

tische Werte langfristig senken,<br />

die Medikamentendosis verringern<br />

<strong>und</strong> schützt sich vor Folgeschäden<br />

wie Arterienverkalkung<br />

<strong>und</strong> Herzbeschwerden.<br />

Schon ein tägliches zügiges Gehen<br />

reicht aus, um das Herz-Kreislaufsystem<br />

anzuregen. Das Herz wird<br />

im Gegensatz zu anderen Freizeitsportaktivitäten<br />

dabei weniger<br />

belastet. Die Betonung liegt allerdings<br />

auf „zügig“ <strong>und</strong> „regelmäßig“<br />

– einmal pro Woche die Straße rauf<br />

<strong>und</strong> runter zu gehen reicht nicht<br />

aus für einen Trainingseffekt. Wer<br />

eher ein Bewegungsmuffel war<br />

<strong>und</strong> im Alter unter Herzproblemen<br />

leidet, sollte sich einer Herzsportgruppe<br />

anschließen. Neben der<br />

dort geleisteten medizinischen<br />

Betreuung kann regelmäßiger<br />

Freizeitsport vor weiteren Ges<strong>und</strong>heitsschäden<br />

schützen.<br />

Körperliche Aktivität wirkt sich<br />

auf den Fettstoffwechsel aus: Die<br />

gefährlichen Werte der Blutfette<br />

Cholesterin, Triglyceride <strong>und</strong> LDH<br />

Der Körper verliert bis zum Alter<br />

Muskelmasse, welche durch Fettzellen<br />

ersetzt wird. Hüft- <strong>und</strong><br />

Bauchumfang nehmen zu. Die<br />

Folgen für Untrainierte sind meist<br />

Übergewicht, Blutdruckprobleme,<br />

schlechte Blutfettwerte <strong>und</strong> Kurzatmigkeit.<br />

Dies alles ist der ideale<br />

Nährboden für Altersdiabetes (Diabetes<br />

Typ II). Eine ausgewogene<br />

Ernährung <strong>und</strong> Bewegung trägt<br />

erheblich zur Diabetes-Vorbeugung<br />

<strong>und</strong> Behandlung bei. Studien<br />

belegen, dass ein spezielles<br />

Training Diabetes aufhalten, Medikamente<br />

verringern <strong>und</strong> schwere<br />

Folgeschäden verhindern kann –<br />

der Körper muss nicht permanent<br />

einen Kalorienüberschuss in Fettzellen<br />

umwandeln – er verbraucht<br />

genügend Energie.<br />

Krafttraining für<br />

Muskeln <strong>und</strong> Knochen<br />

Die Knochendichte unseres Skeletts<br />

wird von einem intakten Knochenstoffwechsel<br />

bestimmt. Bei<br />

der Osteoporose – einer ab dem<br />

60. Lebensjahr häufig auftretenden<br />

Stoffwechselstörung – baut<br />

die Knochenmasse ab <strong>und</strong> verän-<br />

116 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


FIT IM ALTER<br />

Zudem ist die Knochenfestigkeit<br />

eng mit der Beanspruchung der<br />

Muskulatur verb<strong>und</strong>en. Eine ges<strong>und</strong>e<br />

<strong>und</strong> kräftige Muskulatur ist<br />

der Garant dafür, dass wir uns nicht<br />

nur regelmäßig, sondern sicherer<br />

bewegen können. Knochenfestigkeit<br />

<strong>und</strong> kräftige Muskeln schützen<br />

vor Stürzen im Alter. Krafttraining –<br />

idealerweise mit Übungen für die<br />

Bewegungskoordination kombiniert<br />

– steigert auch das allgemeine<br />

Körperbefinden.<br />

Blasenschwäche lässt<br />

sich bekämpfen<br />

Nach einer Operation oder als Folge<br />

eines Diabetes, einer Prostatavergrößerung<br />

bei Männern <strong>und</strong><br />

einer Gebärmuttersenkung bei<br />

<strong>Frau</strong>en – es gibt viele Gründe für<br />

Blasenschwäche (Inkontinenz).<br />

Der unfreiwillige Harnverlust ist<br />

besonders älteren Menschen immer<br />

noch peinlich. Anstatt sich<br />

medizinisch beraten zu lassen, ziehen<br />

sie sich zurück. Gemeinsame<br />

sportliche Betätigung wird gemieden,<br />

obwohl der Bewegungsmangel<br />

schnell zu Übergewicht führt,<br />

den Beckenboden belastet <strong>und</strong><br />

das Problem damit verschlimmert.<br />

Bei einer Blasenschwäche ist meist<br />

die Muskulatur des Beckenbodens<br />

mitbetroffen. Ein gezieltes Beckenbodentraining<br />

unter krankengymnastischer<br />

Anleitung ist ein effek -<br />

tives Mittel, die Blasenschwäche zu<br />

minimieren oder zu beseitigen.<br />

Zudem ist es empfehlenswert,<br />

die Sportarten zu vermeiden, die<br />

den Beckenboden belasten, wie<br />

zum Beispiel Ballsport mit abrupten<br />

Stopps. Besser geeignet sind<br />

Sportarten wie Schwimmen, Radfahren<br />

oder Wandern.<br />

Kein Sport –<br />

keine Verletzung?<br />

Klar: Wer sich sportlich nicht betätigt,<br />

holt sich auch keine Sportverletzung.<br />

Doch Vorsicht: Untrainierte<br />

ältere Menschen verletzen sich<br />

sehr häufig im Alltag durch Stürze,<br />

besonders in der eigenen Wohnung<br />

<strong>und</strong> beim Treppensteigen.<br />

Sportlich aktive Menschen ver -<br />

letzen sich allgemein nicht so häufig,<br />

weder im Alltag noch beim<br />

Sport. Wenn sie sich verletzen,<br />

überstehen sie die Folgen wesentlich<br />

besser als Untrainierte, weil<br />

der Körper leistungsfähiger <strong>und</strong><br />

damit auch stabiler ist. Dies hat<br />

auch mit der Schnellkraft zu tun,<br />

die mit zunehmenden Lebensjahren<br />

nachlässt: Sie befähigt den<br />

Körper zu reflexartigen Bewegungen,<br />

mit denen man zum Beispiel<br />

ein Hinfallen noch vermeiden<br />

kann. Regelmäßiges Bewegungs<strong>und</strong><br />

Koordinationstraining hilft<br />

dabei, die Reflexe zu erhalten.<br />

Die meisten älteren Menschen bewegen<br />

sich beim Sport besonnener<br />

als junge <strong>und</strong> schonen sich bei<br />

Bedarf etwas mehr. Das Letzte aus<br />

sich herauskitzeln ist auch nicht<br />

mehr angesagt. Das Ziel ist ganz<br />

einfach, sich leistungsfähig zu halten,<br />

ohne Hilfe Dritter auskommen<br />

zu können <strong>und</strong> bestehende Krankheiten<br />

in Schach zu halten.<br />

Körperliche Aktivität beeinflusst<br />

auch unsere Psyche. Wer sich in<br />

seelischen Krisen zurückzieht, verkümmert<br />

oft – seelisch wie körperlich.<br />

Bewegung <strong>und</strong> Sport sind<br />

sehr effektive Ergänzungen einer<br />

fachmedizinischen Therapie <strong>und</strong><br />

können die Einnahme von Psychopharmaka<br />

verringern, zum Beispiel<br />

bei depressiven Verstimmungen.<br />

Werden Sie aktiv<br />

Wenn Sie nicht unbedingt Liegestützen<br />

machen wollen oder Ihnen<br />

Sportgruppen ein Gräuel sind, versuchen<br />

Sie es zum Beispiel mit Tanzen:<br />

Es regt die Gehirnzellen <strong>und</strong><br />

den Körper an. Es gibt viele Möglichkeiten,<br />

aus dem normalen Alltagstrott<br />

herauszukommen. Ob Sie<br />

sich nun einem speziellen Seniorenangebot<br />

für Reisen, Sprachen,<br />

Sport oder Malen anschließen, mit<br />

der <strong>Familie</strong> oder Fre<strong>und</strong>en etwas<br />

Neues unternehmen oder sich<br />

selbst täglich zu einem Spaziergang<br />

zwingen – jede neue Aktivität<br />

<strong>und</strong> jeder neue Eindruck aus<br />

der Umwelt wird Sie ges<strong>und</strong> erhalten<br />

oder wieder dahin führen.<br />

Die moderne Medizin kann heute<br />

mit ausgefeilten Therapien <strong>und</strong><br />

Medikamenten vieles erreichen,<br />

aber eben nicht alles. Wer sich ges<strong>und</strong><br />

ernährt <strong>und</strong> den Rest mit<br />

Pillen ausgleicht, aber den ganzen<br />

Tag im gemütlichen Heim auf der<br />

Couch sitzt, macht eben nicht genug<br />

für seine Fitness im Alter. Sprechen<br />

Sie mit Ihrem Arzt über Ihre<br />

persönliche Belastbarkeit <strong>und</strong> eine<br />

Ihrem Körperzustand optimal angepasste<br />

Ernährung. Wer geistig<br />

<strong>und</strong> körperlich rastet, der rostet!<br />

Oder anders ausgedrückt: Wer seinen<br />

Körper trainiert, bleibt auch<br />

mental leistungsfähiger!<br />

Text: Martina Kasper<br />

Tipps für eine altersgerechte Ernährung<br />

Nehmen Sie ausreichend Eiweiß <strong>und</strong> Kohlenhydrate<br />

zu sich <strong>und</strong> gehen Sie möglichst sparsam mit Fett um!<br />

KOHLENHYDRATE<br />

Sie sind in allen pflanzlichen Lebensmitteln<br />

enthalten, vor allem in Getreide <strong>und</strong><br />

Getreideprodukten, Obst, Gemüse <strong>und</strong><br />

Kartoffeln, aber auch als Zucker<br />

in Getränken, Kuchen, Gebäck<br />

<strong>und</strong> Süßigkeiten. Wertvoll sind<br />

Vollkornprodukte wegen der<br />

Ballaststoffe, Vitamine <strong>und</strong><br />

Mineralstoffe (zum Beispiel<br />

Brot, Nudeln aus Vollkornmehl,<br />

Hirse). Gehen Sie sparsam mit<br />

zuckerhaltigen<br />

Nahrungsmitteln <strong>und</strong><br />

Getränken um.<br />

NAHRUNGSERGÄNZUNG<br />

Bei einem guten<br />

Ges<strong>und</strong>heitszustand <strong>und</strong><br />

ausgewogener Ernährung ist<br />

dies nicht erforderlich. Ist eine<br />

gute Ernährung nicht oder nur bedingt<br />

möglich oder besteht ein<br />

krankheitsbedingter Mangel, sind<br />

Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll (zum<br />

Beispiel Vitamin- <strong>und</strong> Mineralstoffpräparate,<br />

Eiweißkonzentrate). Bevor Sie etwas<br />

einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem<br />

behandelnden Arzt darüber.<br />

FLÜSSIGKEITSZUFUHR<br />

Ausreichend Flüssigkeit ist<br />

lebensnotwendig, besonders im Alter.<br />

1,5 bis 2 Liter pro Tag benötigt Ihr Körper<br />

(zum Beispiel Mineralwasser, Kräuter- <strong>und</strong><br />

Früchtetees). Im Alter lässt das Durstgefühl<br />

nach, weswegen oft zu wenig getrunken<br />

wird. Stellen Sie sich Mineralwasser bereit<br />

<strong>und</strong> trinken es über den Tag verteilt –<br />

sozusagen als Training, bis Sie sich an die<br />

Trinkmenge gewöhnt haben.<br />

VITAMINE UND<br />

MINERALSTOFFE<br />

Sie sind in allen vollwertigen<br />

Lebensmitteln enthalten, vor<br />

allem in Vollkornprodukten,<br />

Obst <strong>und</strong> Gemüse. Zwei Stücke<br />

Obst täglich sollten es<br />

mindestens sein.<br />

EIWEISS<br />

Ältere Menschen benötigen<br />

besonders hochwertiges Eiweiß<br />

(zum Beispiel mageren Fisch <strong>und</strong><br />

mageres Fleisch, fettarme Milch<br />

<strong>und</strong> Milchprodukte, Eier,<br />

Hülsenfrüchte). Doch selbst mageres Fleisch<br />

sollte nicht täglich auf dem Speiseplan<br />

stehen (lieber zwei- bis dreimal pro Woche<br />

Seefisch essen).<br />

FETTE<br />

Schränken Sie den Fettverzehr stark ein <strong>und</strong><br />

bevorzugen Sie pflanzliche Fette <strong>und</strong> Öle.<br />

Verwenden Sie vorwiegend kaltgepresste<br />

Pflanzenöle (zum Beispiel Olivenöl,<br />

Sonnenblumenöl) zum Anrichten von<br />

Salaten <strong>und</strong> Gemüse. Achten Sie auf<br />

verstecktes Fett in Speisen (zum Beispiel<br />

Wurst) <strong>und</strong> Gebäck.<br />

118 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

119


Altersabhängige<br />

Makuladegeneration<br />

„Makuladegeneration“ lautet für viele ältere Menschen die Diagnose,<br />

wenn sie mit Sehverschlechterungen den Augenarzt aufsuchen. Häufig haben<br />

die Betroffenen zuvor bemerkt, dass beim Lesen Buchstaben fehlen,<br />

sie Gegenstände verzerrt wahrnehmen oder diese verschwinden,<br />

sobald sie sie genau ansehen möchten.<br />

Die Makula lutea ist der Punkt<br />

des schärfsten Sehens. Weil dieser<br />

<strong>vom</strong> Augenarzt als gelbe Stelle in<br />

unserer Netzhaut wahrgenommen<br />

wird, wird er auch Gelber Fleck genannt.<br />

Vielleicht erinnern Sie sich<br />

noch an Ihren Biologieunterricht?<br />

An unsere Lichtsinneszellen, die<br />

Stäbchen <strong>und</strong> die Zäpfchen? Während<br />

die Stäbchen nur Helligkeitsunterschiede<br />

wahrnehmen <strong>und</strong><br />

dem Sehen in der Dämmerung<br />

dienen, sind die Zäpfchen für die<br />

Farben zuständig. Im Zentrum der<br />

Makula befinden sich ausschließlich<br />

Zäpfchen, aber dies mit einer<br />

sehr hohen Dichte. An dieser Stelle<br />

hat unser Auge die beste Auflösung<br />

<strong>und</strong> Farbunterscheidung.<br />

Möchten wir einen Menschen genau<br />

ansehen, richten wir so unsere<br />

Augen auf ihn, dass die optische<br />

Achse genau auf die Makula gerichtet<br />

ist. Menschen mit einer<br />

Makuladegeneration müssen sich<br />

darauf einstellen, dass ihnen diese<br />

zentrale Sehschärfe nach <strong>und</strong> nach<br />

verloren geht. Im Extremfall können<br />

sie nur noch im äußeren Bereich<br />

<strong>und</strong> dort lediglich in Grauschattierungen<br />

sehen.<br />

Ziliarkörper<br />

Bindehaut<br />

Hornhaut<br />

Pupille<br />

Linse<br />

Iris<br />

Zonulafasern<br />

Glaskörper<br />

Ges<strong>und</strong>es Auge<br />

Die Netzhaut ist eines der am<br />

stärksten durchbluteten Organe<br />

<strong>und</strong> gerade in der Makula findet<br />

eine extrem hohe Stoffwechselaktivität<br />

statt. Dadurch kommt es<br />

dort vermehrt zu Ablagerungen<br />

von Stoffwechselendprodukten. Es<br />

werden verschiedene Formen der<br />

Erkrankung unterschieden. „Bei<br />

der frühen Form kommt es durch<br />

Ablagerungen unter der Netzhaut<br />

zu leichten Sehverschlechter -<br />

ungen“, erklärt Dr. Hansjürgen<br />

Agostini, Privatdozent <strong>und</strong> leitender<br />

Oberarzt an der Universitätsaugenklinik<br />

in Freiburg. Bei den<br />

späten Formen wird zwischen<br />

feucht <strong>und</strong> trocken unterschieden.<br />

Die trockene Form schreitet langsam<br />

voran, bei ihr stirbt – weil die<br />

Versorgung schlechter wird – das<br />

zentrale Gewebe nach <strong>und</strong> nach<br />

ab. Der Betroffene nimmt dabei<br />

zunehmend einen dunklen Fleck<br />

im Zentrum wahr.<br />

Bei der feuchten Form versucht der<br />

Körper die Nähr- <strong>und</strong> Sauerstoffversorgung<br />

des Auges zu verbessern,<br />

indem er von der Aderhaut<br />

aus neue Gefäße bildet. Diese sind<br />

jedoch durchlässig, Gewebsflüssigkeit<br />

tritt aus oder es kann zu<br />

Blutungen kommen. Das kann<br />

schnell zu massiver Sehverschlechterung<br />

führen.<br />

Trockene<br />

Makuladegeneration<br />

MAKULADEGENERATION<br />

Lederhaut<br />

Adlerhaut<br />

Netzhaut<br />

Makula<br />

Blinder Fleck<br />

Sehnerv<br />

Feuchte<br />

Makuladegeneration<br />

Mit steigendem Alter erhöht sich<br />

das Risiko, an einer Makuladegeneration<br />

zu erkranken. Der Augenarzt<br />

schätzt, dass etwa jeder Dritte<br />

über 75 Jahren eine Form der Makuladegeneration<br />

hat. Neben dem<br />

Alter gelten das Rauchen <strong>und</strong> Gendefekte<br />

als gesicherte Risikofaktoren,<br />

diskutiert werden aber auch<br />

Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel<br />

<strong>und</strong> UV-Licht.<br />

Für die trockene Makuladegeneration<br />

gibt es noch keine zugelassene<br />

Therapie. Die Uni-Augenklinik<br />

in Freiburg beteiligt sich jedoch an<br />

einer internationalen Studie, bei<br />

der medikamentös versucht werden<br />

soll, das Voranschreiten der<br />

späten trockenen Form zu verlangsamen<br />

oder zu verhindern.<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

121


MAKULADEGENERATION<br />

MAKULADEGENERATION<br />

Um die feuchte Form der Erkrankung<br />

positiv zu beeinflussen, bietet<br />

die Uni-Klinik mehrere Methoden<br />

an: Die Lasertherapie, die<br />

photo dynamische Therapie <strong>und</strong><br />

die Anti-VEGF-Therapie. VEGF ist<br />

ein Botenstoff, der das Gefäßwachstum<br />

im Auge steuert. Durch<br />

Medikamente, die zunächst in<br />

vierwöchigem Abstand ins Auge<br />

gespritzt werden, wird der VEGF-<br />

Spiegel gesenkt. „Mit der Anti-<br />

VEGF-Therapie können wir bei<br />

90 Prozent der Patienten eine Stabilisierung,<br />

bei einem Viertel sogar<br />

Sehverbesserungen erreichen“, so<br />

Dr. Agostini. „Behandelt werden<br />

muss jedoch dauerhaft, wobei die<br />

Pausen zwischen den Spritzen mit<br />

der Zeit größer werden.“<br />

Barbara Meffle, Heilpraktikerin in<br />

Lahr, hat sich auf Augenerkrankungen<br />

spezialisiert. Zu ihr kommen<br />

Menschen mit der Diagnose einer<br />

trockenen Makuladegeneration.<br />

Die Heilpraktikerin <strong>beginnt</strong> die Behandlung<br />

mit einer ausführlichen<br />

Befragung des Patienten: Welche<br />

Vorerkrankungen gibt es? Diabetes,<br />

Narben oder chronische Nebenhöhlenerkrankungen?<br />

Welche<br />

Medikamente werden eingenommen?<br />

Über eine Harnschau klärt<br />

sie, ob bestimmte Organe der Unterstützung<br />

bedürfen. „Bei Augenerkrankungen<br />

sind dies oft die<br />

Leber <strong>und</strong> die Galle, <strong>und</strong> auch der<br />

Darm ist selten in Ordnung“, hat<br />

die Heilpraktikerin herausgef<strong>und</strong>en.<br />

Ebenso können Wirbelsäule<br />

<strong>und</strong> Zähne mit Erkrankungen der<br />

Augen zusammenhängen.<br />

„Ziel der naturheilk<strong>und</strong>lichen Behandlung<br />

ist es, das Auge besser<br />

mit Nährstoffen <strong>und</strong> Sauerstoff zu<br />

versorgen“, erklärt Barbara Meffle.<br />

Ein wichtiger Baustein ihrer Behandlung<br />

ist die von dem Dänen<br />

John Boel entwickelte Augen -<br />

akupunktur. Punktiert wird nicht<br />

direkt im Auge, sondern an verschiedenen<br />

Körperteilen.<br />

Nach Boel soll diese Akupunktur<br />

direkte Impulse zum Gehirn leiten,<br />

die wiederum zu den Organen wirken.<br />

Die Patienten berichten von<br />

Veränderungen im Stoffwechsel,<br />

so Barbara Meffle. Sie kombiniert<br />

die Akupunktur mit der Sauerstofftherapie<br />

nach Dr. Regelsberger <strong>und</strong><br />

mit der Hochtontherapie des Heilpraktikers<br />

Ralf J. Wigand. Mit Hilfe<br />

der Hochtontherapie wird die Zelltätigkeit<br />

verbessert <strong>und</strong> bewirkt,<br />

dass mit Infusion verabreichte Medikamente<br />

besser aufgenommen<br />

werden. Begleitend unterstützt<br />

die Heilpraktikerin die bedürftigen<br />

Organe mit pflanzlichen oder<br />

homöopathischen Arzneimitteln,<br />

stellt Teemischungen mit gefäß -<br />

abdichtender Wirkung zusammen<br />

<strong>und</strong> arbeitet mit Nahrungsergänzungen,<br />

die Lutein, Zeo xanthin,<br />

Anthocyane, Selen <strong>und</strong> Vitamine<br />

enthalten, wobei sie für jeden Patienten<br />

kinesiologisch austestet,<br />

was speziell für ihn förderlich ist.<br />

Das Ziel aller Bemühungen ist es,<br />

die Krankheit aufzuhalten, ihrem<br />

Fortgang zu verlangsamen <strong>und</strong> –<br />

wenn möglich – eine Verbesserung<br />

der Sehleistung zu erreichen.<br />

Makuladegeneration<br />

vorbeugen<br />

Nicht zu rauchen ist eine der wichtigsten<br />

Vorbeugemaßnahmen!<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich wird eine ges<strong>und</strong>e<br />

<strong>und</strong> vitaminreiche Ernährung mit<br />

viel frischer Kost <strong>und</strong> hochwertigen<br />

Ölen <strong>und</strong> Fetten empfohlen.<br />

Insbesondere grüne <strong>und</strong> gelborange<br />

Gemüse- <strong>und</strong> Obstsorten<br />

sind für die Ernährung der Augen<br />

wichtig.<br />

„Das A&O einer ges<strong>und</strong>en <strong>und</strong> augenfre<strong>und</strong>lichen<br />

Lebensweise ist<br />

eine gute Stoffwechselaktivität“,<br />

betont die Heilpraktikerin Barbara<br />

Meffle. Deshalb empfiehlt sie, die<br />

ges<strong>und</strong>e Ernährung durch regelmäßige<br />

Reinigungskuren zu ergänzen.<br />

Bei der Ernährung ganz vorne<br />

stehen pflanzliche Nahrungsmittel.<br />

Ernährungswissenschaftler haben<br />

festgestellt, dass sogenannte<br />

bioaktive Substanzen wesentlich<br />

zu unserer Ges<strong>und</strong>heit beitragen,<br />

<strong>und</strong> diese kommen fast ausschließlich<br />

in pflanzlichen Lebensmitteln<br />

vor. Besonders hervor -<br />

gehoben werden die sek<strong>und</strong>ären<br />

Pflanzenstoffe. Sie stärken unser<br />

Abwehrsystem, schützen uns vor<br />

freien Radikalen, wirken entzündungshemmend,<br />

blutdruckregulierend,<br />

verdauungsfördernd, senken<br />

den Cholesterinspiegel <strong>und</strong><br />

beugen Krebserkrankungen vor.<br />

Insbesondere Carotinoide, Flavon -<br />

oide <strong>und</strong> Anthocyane sind gerade<br />

für die Ges<strong>und</strong>erhaltung unserer<br />

Augen besonders wertvoll.<br />

Für eine ges<strong>und</strong>e Ernährung empfiehlt<br />

die Weltges<strong>und</strong>heitsorganisation<br />

etwa 400 bis 500 Gramm<br />

Gemüse <strong>und</strong> Obst über den Tag<br />

hinweg auf fünf Mahlzeiten verteilt.<br />

Wer nach saisonalem Gemüse<br />

aus der Region greift <strong>und</strong> biologisch<br />

angebaute Ware bevorzugt,<br />

beim Kochen auch Kräuter <strong>und</strong><br />

Gewürze verwendet <strong>und</strong> den Speisezettel<br />

hin <strong>und</strong> wieder mit Wildkräutern<br />

ergänzt, tut seiner<br />

Ges<strong>und</strong>heit – <strong>und</strong> dadurch<br />

seinen Augen<br />

– Gutes.<br />

Bei den Fetten stehen die Menge<br />

<strong>und</strong> Qualität im Vordergr<strong>und</strong>. In<br />

Maßen genossen sind sie für die<br />

Ges<strong>und</strong>erhaltung unentbehrlich.<br />

Kalt gepresst behalten sie ihre charakteristische<br />

Farbe <strong>und</strong> ihr individuelles<br />

Aroma <strong>und</strong> sind ebenfalls<br />

reich an bioaktiven Substanzen.<br />

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren,<br />

Linolsäure sowie α-Linolensäure<br />

kann der Körper nicht selbst herstellen,<br />

sie müssen mit der Nahrung<br />

zugeführt werden. Sie haben<br />

für die Netzhaut des Auges eine<br />

bedeutende Rolle. Empfohlen werden<br />

beispielsweise kalt gepresstes<br />

Walnussöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl<br />

<strong>und</strong> insbesondere das<br />

Leinöl.<br />

Barbara Meffle empfiehlt außerdem,<br />

in den Tagesablauf immer<br />

wieder Entspannung einzuplanen<br />

<strong>und</strong> in die Natur zu gehen, weil das<br />

Grün sowohl der Seele als auch<br />

den Augen guttut. Und auf einen<br />

guten Sonnenschutz zu achten.<br />

Die Heilpraktikerin sieht in der<br />

heutigen Lebensweise, in der das<br />

Auge oft überbeansprucht wird,<br />

eine Ursache der Zunahme von<br />

Augenerkrankungen. Sie rät, die<br />

Augen bei der Computerarbeit zu<br />

entlasten <strong>und</strong> den st<strong>und</strong>enlangen<br />

starren Blick auf<br />

den Bildschirm zu<br />

vermeiden, indem<br />

die Arbeit durch<br />

Augenübungen<br />

unterbrochen<br />

wird. Und ergänzend sollte man<br />

auf eine gute <strong>und</strong> angenehme<br />

Beleuchtung achten.<br />

Sehhilfen<br />

Menschen mit Makuladegeneration<br />

sind mit der Zeit auf ergänzende<br />

Sehhilfen angewiesen. Mit der<br />

Hilfe einer Fachperson kann geklärt<br />

werden, welche Unterstützung<br />

zum jeweiligen Zeitpunkt die<br />

richtige ist. Zu Beginn der Einschränkung<br />

reicht als Lesehilfe<br />

für den Nahbereich eine optische<br />

Lupe mit oder ohne Beleuchtung,<br />

in der Regel mit einer 2,5-fachen<br />

Vergrößerung. Es gibt sie als Handlupe<br />

oder auch auf den Tisch aufstellbar.<br />

Es gibt auch<br />

Taschenlupen mit<br />

Licht für unterwegs.<br />

Sie eignen sich aber<br />

nur für kurzzeitiges<br />

Sehen.<br />

Ein mobiles elektronisches Gerät<br />

bietet weitere <strong>und</strong> stufen lose<br />

Vergrößerungsmöglichkeiten <strong>und</strong><br />

eine Wahl der Farbkombina tion<br />

von Text <strong>und</strong> Hintergr<strong>und</strong>. Das ist,<br />

so Optikermeister Alexander Uhl<br />

von Optic Friederichs in Offenburg,<br />

für manche Menschen mit Maku -<br />

ladegeneration sehr angenehm.<br />

Mobile elektronische Lesegeräte<br />

eignen sich zwar nur für kleine Texte<br />

– sind aber beispielsweise für<br />

die Speisekarte im Restaurant<br />

sehr praktisch.<br />

Den meisten<br />

Komfort<br />

bieten Bildschirm-Lesegeräte.<br />

122 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

123


MAKULADEGENERATION<br />

Sie sind stufenlos <strong>und</strong> individuell<br />

einstellbar, auch extreme Vergrößerungen<br />

sind möglich. Sie werden<br />

auch in Kombination mit einem<br />

Vorlesegerät angeboten. Für<br />

den Fernbereich bietet der Fachhandel<br />

Lupenbrillen oder Monokulare<br />

– kleine Ferngläser – an.<br />

Von Anfang an wichtig sind gute<br />

Leuchtmittel, sagt der Fachmann.<br />

Das wichtigste Kriterium ist hierbei<br />

die Flimmerfreiheit, da Menschen<br />

mit Makuladegeneration überwiegend<br />

mit der Netzhautperipherie<br />

sehen <strong>und</strong> diese besonders empfindlich<br />

gegenüber Flimmern ist.<br />

Ob warmes oder kaltes Licht als<br />

angenehmer empf<strong>und</strong>en wird, ist<br />

individuell verschieden, so die<br />

Erfahrung.<br />

Im Außenbereich ist es ratsam, die<br />

Augen vor kurzwelligem Licht zu<br />

schützen. Sogenannte Kantenfilterbrillen<br />

werden über einer Korrekturbrille<br />

getragen. Sie filtern<br />

sowohl das UV-Licht als auch das<br />

kurzwellige blaue Licht aus dem<br />

Spektrum <strong>und</strong> sorgen dadurch für<br />

ein weniger geblendetes <strong>und</strong> entspanntes<br />

Sehen.<br />

Text: Edith Jost<br />

Weitere Informationen<br />

Pro Retina Deutschland e.V.,<br />

Selbsthilfevereinigung für Menschen<br />

mit Netzhautdegeneration<br />

Vaalser Str. 108, 52074 Aachen<br />

www.pro-retina.de<br />

Berufsverband der Augenärzte<br />

Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf<br />

www.augeninfo.de<br />

SOS Augenlicht e.V.<br />

Gemeinnützige Vereinigung zur<br />

Erhaltung <strong>und</strong> Förderung der Sehfähigkeit<br />

bei Makuladegeneration<br />

Postfach 13 18, 53894 Mechernich<br />

www.makuladegeneration.org<br />

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124 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

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Kamille<br />

GRÜNE<br />

APOTHEKE<br />

Der Klassiker unter den Heilpflanzen<br />

Viele Großmütter verwenden Kamille bei verschiedensten<br />

Beschwerden – von Bauchweh bis Halsschmerzen –<br />

ihre Bandbreite ist erstaunlich. Kein W<strong>und</strong>er, dass Kamille<br />

zu Deutschlands beliebtesten Heilpflanzen gehört.<br />

Dampfbad<br />

gegen Nebenhöhlenentzündungen<br />

Ein Kamillendampfbad<br />

hilft bei Stirnhöhlenentzündungen<br />

<strong>und</strong> verstopfter<br />

Nase: Dazu brüht man<br />

einen starken Kamillentee<br />

in einer Schüssel auf.<br />

Die Schüssel stellt man auf<br />

einen Tisch (hitzebeständige<br />

Unterlage nicht vergessen) <strong>und</strong> beugt<br />

sich darüber. Ein großes Handtuch wird über<br />

Kopf <strong>und</strong> Schüssel ausgebreitet, damit sich der Dampf sammeln<br />

kann. Atmen Sie den Dampf 10 bis 15 Minuten lang ein, gehen Sie<br />

dabei so nahe ans heiße Wasser wie möglich (ohne Berührung).<br />

Anschließend gründlich abtrocknen.<br />

GRÜNE APOTHEKE<br />

Spülen bei M<strong>und</strong>entzündungen<br />

Bei Entzündungen im M<strong>und</strong>raum,<br />

Halsschmerzen <strong>und</strong> Infekten der<br />

oberen Atemwege kann man mit<br />

Kamillentee oder verdünnter Kamillentinktur<br />

gurgeln beziehungsweise<br />

spülen.<br />

Achtung:<br />

Menschen, die allergisch auf Korbblütler<br />

reagieren, sollten auf Kamillezubereitungen<br />

verzichten.<br />

Da das ätherische Öl der Kamille<br />

die Wirkung homöopathischer<br />

Medikamente abschwächen kann,<br />

sollte man sie möglichst nicht zusammen<br />

einnehmen.<br />

Es gibt verschiedene Kamillenarten,<br />

die nicht mit der Echten Kamille<br />

(Chamomilla recutita) verwechselt<br />

werden sollten, da ihnen die<br />

Heilkraft fehlt. Die Echte Kamille<br />

wächst auf Äckern <strong>und</strong> Ödland<br />

<strong>und</strong> wird zwischen 20 <strong>und</strong> 50 Zentimeter<br />

hoch. Ihre länglichen Blätter<br />

sind zwei- bis dreifach gefiedert.<br />

Im Gegensatz zu anderen<br />

Kamillearten weist sie einen hohlen<br />

Blütenboden auf <strong>und</strong> riecht<br />

charakteristisch.<br />

Kamille gehört zu den Korbblütlern<br />

(Asteraceae) <strong>und</strong> blüht von<br />

Mai bis September. Sie stammt aus<br />

Süd- <strong>und</strong> Osteuropa, kommt inzwischen<br />

aber fast in ganz Europa<br />

vor. Die Pflanze kann von Mai bis<br />

Juli gesammelt werden.<br />

Als Heilmittel kommen nur die<br />

Blüten zum Einsatz. Sie enthalten<br />

ätherisches Öl, Flavonoide <strong>und</strong> Cumarine.<br />

Ihre Inhaltsstoffe sind entzündungshemmend,<br />

schmerzlindernd<br />

<strong>und</strong> schweißtreibend, also<br />

bei fiebrigen Erkältungen ideal.<br />

Kamille kann als Tee oder Tinktur<br />

eingesetzt werden. Wegen ihrer<br />

antibakteriellen <strong>und</strong> heilungsfördernden<br />

Eigenschaften wird sie<br />

gern bei Hauterkrankungen <strong>und</strong><br />

Infektionen äußerlich angewendet.<br />

Doch sie kann noch mehr:<br />

Kamille beruhigt den Magen<br />

Bei Magen- <strong>und</strong> Darmbeschwerden<br />

wirkt das Öl der Kamillenblüten<br />

beruhigend <strong>und</strong> krampflösend.<br />

Kamillentee hilft nicht nur gegen<br />

Durchfall, sondern ist auch ein gutes<br />

Mittel bei Verstopfung.<br />

Für die Nerven<br />

Die beruhigende Wirkung der Kamille<br />

hilft bei nervösen Beschwerden<br />

<strong>und</strong> Schlaflosigkeit.<br />

Gut für den Stoffwechsel<br />

Durch die harntreibenden Eigenschaften<br />

reinigt Kamille das Blut<br />

<strong>und</strong> hilft dem Körper schädliche<br />

Stoffe auszuscheiden. Dadurch<br />

kann Kamillentee die Beschwerden<br />

von rheumatischen Erkrankungen<br />

<strong>und</strong> Gicht lindern. Hierzu<br />

wird empfohlen, drei Tassen täglich<br />

davon zu trinken.<br />

Kamillentee<br />

Zwei Teelöffel Kamillenblüten auf<br />

eine Tasse Wasser, heiß überbrühen,<br />

fünf bis zehn Minuten bedeckt<br />

ziehen lassen. Bei Verwendung<br />

von Teebeuteln eher zwei<br />

als einen pro Tasse verwenden.<br />

Der Tee hilft innerlich bei Magen-<br />

Darmbeschwerden, Erkältungen,<br />

Menstruationsbeschwerden<br />

<strong>und</strong> zu wenig Milchbildung<br />

in der Stillzeit.<br />

Bei Entzündungen im M<strong>und</strong> <strong>und</strong><br />

Hals kann mit dem Tee gegurgelt<br />

werden.<br />

Sogar kränkelnden Zimmerpflanzen<br />

tut ein bisschen Kamillentee<br />

im Gießwasser gut.<br />

126 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

127


FERSE<br />

BRENN PUNKT<br />

Fuß<br />

FERSENSCHMERZEN<br />

Schon nach der griechischen<br />

Mythologie war die Ferse des<br />

Achilleus sein verw<strong>und</strong>barster<br />

Körperteil.<br />

Er starb im Kampf um Troja,<br />

als ein Pfeil die Ferse verletzte.<br />

Heute verwenden wir den Begriff<br />

„Achillesferse“ im übertragenen<br />

Sinn als die verw<strong>und</strong>barste Stelle<br />

eines Menschen oder einer Sache.<br />

Auch medizinisch gesehen ist die<br />

Ferse ein empfindlicher Bereich.<br />

Schmerzende Fersen haben viele<br />

Ursachen mit unterschiedlichen<br />

Schmerzauswirkungen: Sie können<br />

plötzlich auftreten wie bei<br />

einem Achillessehnenriss oder sie<br />

behindern beim Gehen oder Laufen<br />

wie bei einem Fersensporn.<br />

Zu den häufigsten Ursachen für<br />

Schmerzen im Fersenbereich gehören<br />

Entzündungen der Achillessehne,<br />

der Fußsehnenplatte oder<br />

eines Schleimbeutels, ein Fersensporn<br />

oder eine Dornwarze.<br />

Die „Achillesferse“<br />

der Achillessehne<br />

Als Verbindung zwischen Wadenmuskel<br />

<strong>und</strong> Fersenbein ist die<br />

Achillessehne die dickste <strong>und</strong><br />

längste Sehne des Menschen,<br />

die große Belastungen aushalten<br />

muss. Insbesondere Sportler sind<br />

anfällig für Entzündungen der<br />

Achillessehne. Typisch dafür sind<br />

Anlaufschmerzen am Morgen oder<br />

nach einer Ruhephase, die beim<br />

Laufen nachlassen. Die Fersenschmerzen<br />

können so stark werden,<br />

dass man nicht mehr auftreten<br />

kann. Schwellungen können<br />

hinten <strong>und</strong> seitlich an der Ferse<br />

auftreten <strong>und</strong> das Fersenbein ist<br />

an bestimmten Stellen druckschmerzhaft.<br />

Ein Sehnenriss ist ein<br />

akutes Ereignis, begleitet von einem<br />

peitschenknallähnlichen Geräusch<br />

sowie Schwellungen <strong>und</strong><br />

Blutungen. Die Schmerzen sind<br />

kurz <strong>und</strong> heftig.<br />

Besonders Überlastungen enden<br />

in Achillessehnenproblemen: Eine<br />

ständige Überlastung führt zu einer<br />

chronischen Entzündung mit<br />

Gewebeschäden <strong>und</strong> kleinen Rissen.<br />

Vor allem Sportler mit Sprung<strong>und</strong><br />

Sprinteinheiten sind betroffen.<br />

Andere beeinflussende oder<br />

begünstigende Faktoren sind Trainingsuntergr<strong>und</strong>,<br />

Schuhwerk, Veränderung<br />

des Fersenbeins, ein<br />

Überbein, Veranlagung <strong>und</strong> de -<br />

generative Veränderungen durch<br />

Verschleiß, frühere Verletzungen,<br />

Stoffwechselerkrankungen (Diabetes<br />

mellitus, Gicht), rheumatische<br />

Erkrankungen oder Nervenschäden.<br />

Therapie nach Ausmaß<br />

der Verletzung<br />

In akuten Fällen ist zunächst Schonung<br />

angesagt. Schmerzlindernd<br />

wirken Kälte- <strong>und</strong> Wärmeanwendungen,<br />

Elektrotherapie, Weichbettung<br />

der Ferse im Schuh <strong>und</strong><br />

schmerzstillende oder entzündungshemmende<br />

Medikamente<br />

für eine begrenzte Zeit. Während<br />

der Ruhephase kann man mit<br />

leichten Dehnübungen beginnen.<br />

In chronischen Fällen steht die<br />

Krankengymnastik an erster Stelle<br />

mit Fuß- <strong>und</strong> Wadentraining <strong>und</strong><br />

spezieller Bindegewebsmassage.<br />

Daneben sind orthopädische Hilfen<br />

wie Einlagen oder Absatzer -<br />

höhung bei Beinlängendifferenz<br />

erforderlich.<br />

Bei sehr ausgeprägten Schäden<br />

kann das entzündete Sehnengewebe<br />

operativ entfernt <strong>und</strong> durch<br />

ein körpereigenes ersetzt werden.<br />

Die Nachbehandlung beinhaltet<br />

eine schrittweise erhöhte Belastung,<br />

eine Fersenerhöhung <strong>und</strong><br />

ein insgesamt angepasster Trainingsaufbau<br />

– eine eher langwie -<br />

rige Prozedur.<br />

Bei einem Achillessehnenriss misst<br />

der Arzt als erstes mit dem Ultraschall<br />

den Abstand zwischen den<br />

gerissenen Enden. Ist ein Kontakt<br />

noch möglich, behandelt der Arzt<br />

mit einer konservativ-funktionellen<br />

Therapie: Nach einer kurzen<br />

Ruhephase beginnen die Bewegungen<br />

bei maximaler Stabilisierung<br />

mit einem stützenden Stabilschuh<br />

mit hohem Schaft. Dieser<br />

muss mehrere Wochen getragen<br />

werden, nachts ruht der Fuß in einer<br />

Schiene. In den anderen Fällen,<br />

also wenn die Enden keinen Kontakt<br />

mehr haben oder wenn zum<br />

Beispiel der Sportler schneller einsatzbereit<br />

sein muss, werden die<br />

Enden operativ verklebt oder es<br />

wird ein Transplantat eingesetzt.<br />

Entzündung des<br />

Schleimbeutels<br />

Achillessehnenentzündungen treten<br />

oft mit einer Entzündung des<br />

Schleimbeutels auf. Der Schleimbeutel<br />

befindet sich in der Nähe<br />

des Ansatzes der Achillessehne<br />

<strong>und</strong> hat die Funktion, die Sehne als<br />

„Polster“ abzufedern. Ist die Achillessehne<br />

entzündet, wird auch der<br />

Schleimbeutel gereizt. Dafür kommen<br />

mehrere Ursachen infrage,<br />

wie Varianten des Fersenbeins.<br />

Bei der Hagl<strong>und</strong>-Ferse handelt es<br />

sich um einen knöchernen Vorsprung<br />

seitlich <strong>und</strong> hinten an der<br />

Ferse, an dem sich die Achillessehne,<br />

aber auch der Schleimbeutel<br />

reiben kann. Diese Fersenvariante<br />

wird durch Fußfehlstellungen sowie<br />

von Schuhen begünstigt, die<br />

mit ihren Nähten an der Ferse reiben.<br />

Betroffen sind vor allen Fuß-<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

129


all- <strong>und</strong> Tennisspieler sowie Balletttänzer.<br />

Auch eine rheumatische<br />

Erkrankung oder eine Stoffwechselerkrankung<br />

kann den Schleimbeutel<br />

entzünden. Auffallend ist<br />

die Schwellung zwischen Achillessehne<br />

<strong>und</strong> Knöchel sowie Schmerzen<br />

am hinteren Ansatz der Achillessehne<br />

<strong>und</strong> beim Hochziehen<br />

des Vorfußes.<br />

Die erste Gegenmaßnahme lautet:<br />

Werfen Sie den drückenden Schuh<br />

weg! Der Orthopäde verordnet ein<br />

Fersenpolster. Eine kurze Schonphase,<br />

entzündungshemmende<br />

Medikamente <strong>und</strong> kühlende Maßnahmen<br />

helfen gegen die Entzündung.<br />

Mit gezielten krankengymnastischen<br />

Übungen können die<br />

Wadenmuskeln trainiert werden.<br />

Helfen die konservativen Maßnahmen<br />

nicht, kann der Knochenvorsprung<br />

korrigiert <strong>und</strong> der Schleimbeutel<br />

gegebenenfalls operativ<br />

entfernt werden. Anschließend ist<br />

die Behandlung mit einem Stabilschuh<br />

<strong>und</strong> Krankengymnastik angesagt.<br />

Entzündung der<br />

Sehnenplatte<br />

Die Fußsohle ist mit einer Sehnenplatte<br />

überzogen. Diese kann sich<br />

zum Beispiel bei Stehberufen,<br />

Laufsportlern, übergewichtigen<br />

Menschen oder durch eine verkürzte<br />

Wadenmuskulatur <strong>und</strong><br />

rheumatische Erkrankungen entzünden.<br />

Bei Senk- <strong>und</strong> Plattfuß<br />

verändert sich die Zugbelastung<br />

der Sehnenplatte, was ebenfalls zu<br />

Reizungen führt. Die Folgen sind<br />

Schwellungen, feine Risse <strong>und</strong><br />

kleine Verkalkungsherde.<br />

Die typischen Beschwerden bei<br />

einer Entzündung sind Anlaufschmerzen<br />

morgens, die sich bei<br />

weiterer Belastung verstärken. Die<br />

Ferse ist am Innenrand druckschmerzhaft.<br />

Die Diagnose ist<br />

schnell gestellt: Spannt der Betroffene<br />

die Plantarsehne an, etwa<br />

durch Hochziehen der Zehen, verstärken<br />

sich die Schmerzen. Auch<br />

in Ultraschallbildern ist die verdickte<br />

Sehnenplatte zu erkennen.<br />

Das Ziel der Behandlung ist die<br />

Besserung der Entzündung. Hier<br />

helfen zunächst eine Ruhephase,<br />

Ferseneinlagen beziehungsweise<br />

Fersenpolster, Kälte- <strong>und</strong> Wärmeanwendungen,<br />

entzündungshemmende<br />

Medikamente sowie krankengymnastische<br />

Behandlung für<br />

gezielte Dehnübungen der Wadenmuskulatur<br />

<strong>und</strong> Fußsohle.<br />

Schließlich besteht die Möglichkeit<br />

der Operation, wobei die Sehnenplatte<br />

am Fersenbein abgelöst<br />

beziehungsweise gespalten wird.<br />

Oberer <strong>und</strong> unterer<br />

Fersensporn<br />

Jeder zweite Patient mit Fußsohlenschmerzen<br />

leidet an einem<br />

Fersensporn. Beim unteren Fersensporn<br />

handelt es sich um eine<br />

knöcherne Ausziehung am Fersenbein<br />

unter der Hacke, die<br />

Schmerzen an der Fußsohle ver -<br />

ursacht. Der obere Fersensporn<br />

befindet sich am Ansatz der Achillessehne<br />

am Fersenbein, also eher<br />

hinten an der Hacke. Fersensporne<br />

treten meist einseitig auf <strong>und</strong><br />

führen zu stechenden Schmerzen<br />

beim Gehen <strong>und</strong> Stehen. Oft<br />

werden sie zufällig entdeckt <strong>und</strong><br />

– wenn sie keine Probleme be -<br />

reiten – nicht behandelt. Ansonsten<br />

müssen andere Erkrankungen<br />

ausgeschlossen werden wie<br />

Nervenerkrankungen oder -einklemmungen<br />

oder bei beidseitigen<br />

Fußschmerzen rheumatische<br />

Erkrankungen.<br />

Bei einem Fersensporn entlasten<br />

Fersenpolster. Sie können auch<br />

in eine Fußeinlage eingearbeitet<br />

werden, um gleichzeitig zum Beispiel<br />

einen Plattfuß zu behandeln.<br />

Mit Spritzenbehandlung ist<br />

man heute sehr zurückhaltend.<br />

Mittels Stoßwellenbehandlung<br />

kann der Fersensporn entfernt<br />

werden, die Behandlung wird<br />

aber nicht von den Krankenkassen<br />

bezahlt. Die konservative Behandlung<br />

kann mehrere Jahre<br />

dauern – haben Sie etwas Geduld.<br />

In sehr hartnäckigen Fällen<br />

wird der Fersensporn operativ<br />

abgetragen.<br />

Gutes für die Füße<br />

Achten Sie auf Ihr Körpergewicht,<br />

denn ein Normalgewicht schont<br />

auch die Gelenke. Ernähren Sie<br />

sich ges<strong>und</strong>. Und gönnen Sie Ihren<br />

Füßen eine regelmäßige Pflege<br />

<strong>und</strong> vor allem das passende<br />

Schuhwerk. Damit Sie auch morgen<br />

noch beschwerdefrei gehen<br />

können.<br />

Text Dr. Julijana Betzel<br />

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130 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

131


Mit einem Seufzer stellen wir fest,<br />

dass wir in fast unauflösbaren<br />

Schuldgefühlen stecken. Oft ist<br />

uns dieses Gefühl noch nicht einmal<br />

bewusst. Wir stellen fest, es<br />

geht uns nicht gut, irgendwie fühlen<br />

wir uns nicht wohl. Von diesen<br />

quälenden, oft alltäglichen, versteckten<br />

Gefühlen möchte ich zunächst<br />

sprechen, weil sie so schwer<br />

dingfest zu machen sind. Schuldgefühle<br />

sind von Mensch zu<br />

Mensch verschieden <strong>und</strong> können<br />

in vielen Facetten auftauchen.<br />

Ein paar Beispiele<br />

Ellen, Schauspielerin, alleinerziehende<br />

Mutter, jetzt 64, quält sich<br />

seit Jahren mit Schuldzuweisun-<br />

ROSWITHA STEMMER-BEER<br />

Die Autorin lebt <strong>und</strong> arbeitet in Eisenbach im Hochschwarzwald.<br />

Immer diese Schuldgefühle ...<br />

Das Thema Schuld ist groß. Je nach Ansatz, ob der Begriff Schuld juristisch,<br />

ökonomisch, philosophisch oder theologisch betrachtet wird, verändert er sich<br />

schwerpunktmäßig. In unserem christlichen Vaterunser beten <strong>und</strong> bitten wir:<br />

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“<br />

Schuld hat immer mit Versäumnis, Verfehlung, Vergehen <strong>und</strong> Verstoß zu tun.<br />

Demnach „schuldet“ der Mensch etwas: Gott, einem anderen Menschen,<br />

der Gesellschaft, dem Staat, der Natur.<br />

gen wegen der Erziehung ihrer damals<br />

kleinen Tochter Lilli. Sie wirft<br />

sich vor, dass sie eben nicht die<br />

warme, fürsorgliche, liebevolle<br />

Mutter war, die sie hätte sein müssen.<br />

Sie habe Lilli zu viel allein gelassen<br />

<strong>und</strong> sie überfordert, um die<br />

Schauspielerei zu betreiben, die<br />

ihr wichtiger war als das Kind.<br />

Peter empfindet Schuld <strong>und</strong> sagt<br />

sich, wäre es nicht zur Scheidung<br />

gekommen, hätte er sich weiter<br />

um seinen Sohn kümmern können<br />

<strong>und</strong> Niko wäre heute vielleicht<br />

kein Schulversager.<br />

Moritz hat Schuldgefühle, weil er<br />

seiner Mutter kürzlich Böses gewünscht<br />

hat, nun ist sie krank …<br />

Hanna ist zu dick <strong>und</strong> schimpft sich<br />

täglich, dass sie dem Heißhunger<br />

nicht widerstehen kann.<br />

Manfred, 47, Bauingenieur, hatte<br />

dem Chef zuverlässige Kostenplanungen<br />

über ein Projekt vorzulegen.<br />

Es stellte sich heraus, dass die<br />

Kosten jetzt viel höher kommen als<br />

berechnet. Dass sich die Konditionen<br />

geändert haben, liegt nicht in<br />

Manfreds Hand <strong>und</strong> trotzdem fühlt<br />

er sich verantwortlich <strong>und</strong> quält<br />

sich mit Schuldgefühlen.<br />

Erziehung als Ursache?<br />

Im Gr<strong>und</strong>e ist das sogenannte<br />

Schuldgefühl kein Gefühl, sondern<br />

eine (Negativ-) Bewertung. Je frü-<br />

her wir diese Negativ-Bewertungen<br />

in Form von Anschuldigungen<br />

<strong>und</strong> Vorwürfen erlebt haben, desto<br />

tiefer wirken sie, desto wehrloser<br />

sind wir.<br />

Zuallererst sind es die Vorgaben,<br />

Ansichten <strong>und</strong> Verbote der Eltern,<br />

die auf uns einwirken. Aber auch<br />

das ganze soziale Umfeld, auf das<br />

wir treffen, in dem wir leben, die<br />

Gesellschaft, ihre Werte <strong>und</strong> Normen<br />

bilden <strong>und</strong> prägen uns. Was<br />

ich darf, was ich muss, was richtig<br />

ist <strong>und</strong> was falsch, wird zur Gr<strong>und</strong>annahme<br />

unseres Lebens.<br />

Eltern oder Erzieher sind oft nicht<br />

schüchtern, uns Schuldgefühle zu<br />

vermitteln. Das Kind macht man<br />

gefügig mit Vorwürfen <strong>und</strong> Anklagen.<br />

Das kennen wir wohl alle: Das<br />

ist der Dank! Wir tun alles für dich<br />

<strong>und</strong> du verhältst dich so schlecht<br />

oder: Ich habe heute Nacht kein<br />

Auge zugetan vor lauter Ärger<br />

über dich, oder: Wenn ich gestorben<br />

bin, wird es dir noch leidtun,<br />

was du mir alles antust. Die Botschaft<br />

lautet: Du bist ein unartiges,<br />

schlechtes Kind, weil du nicht tust,<br />

was wir (Eltern) wollen.<br />

Hinzukommen können Strafen, die<br />

schlimmste davon ist, dass Eltern<br />

nicht mehr mit dem Kind sprechen,<br />

ihm Zuwendung <strong>und</strong> Liebe<br />

entziehen. Abgeschnitten von der<br />

Zuneigung fühlt das Kind sich ausgesetzt<br />

<strong>und</strong> entwickelt Angst, verlassen<br />

zu werden, eines der mächtigsten<br />

<strong>und</strong> schlimmsten Gefühle.<br />

Im Gegenzug, um diese Situationen<br />

zu vermeiden, entwickelt das<br />

Kind ängstliche Aufmerksamkeit<br />

<strong>und</strong> strengt sich an, sich mustergültig<br />

zu verhalten. Die Angst wird<br />

groß, Verunsicherung wächst <strong>und</strong><br />

das Selbstwertgefühl schwindet.<br />

Später genügen oft nur Andeutungen<br />

von Anschuldigungen, um das<br />

Kind zu manipulieren. „Erinnerungen“<br />

aus Kindheitstagen werden<br />

zu Aufforderungen, sich zu verhalten,<br />

wie die Eltern das wollen.<br />

Wie verhalten wir uns?<br />

Das Fatale ist, dass wir diese früh<br />

erlebten Situationen <strong>und</strong> diese<br />

entwickelten, kaum bewussten<br />

Schuld- <strong>und</strong> Angstgefühle in unser<br />

heutiges Erwachsenenleben mit<br />

hineinnehmen. Die Stimme im Innern<br />

bleibt. Sie lähmt unseren Mut,<br />

Meinungen <strong>und</strong> unser Verhalten.<br />

Mit diesem früh verinnerlichten<br />

Katalog des Gut-Seins vermessen<br />

wir unser Erwachsenenleben. Haben<br />

wir uns richtig verhalten?<br />

Haben wir genügend getan? Fast<br />

nie erfüllen wir die Erwartungen<br />

an uns selbst, immer gibt es etwas,<br />

was wir hätten noch besser sagen<br />

<strong>und</strong> tun können. Dann überschütten<br />

wir uns mit Selbstvorwürfen.<br />

Das „schlechte Gewissen“ plagt.<br />

Das „Ungenügen“ der eigenen<br />

Person verfestigt sich in einer<br />

132 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


PSYCHOLOGIE<br />

PSYCHOLOGIE<br />

Kombination schlechter Gefühle.<br />

Und: Schuld- <strong>und</strong> Angstgefühle<br />

lassen sich so leicht nicht wieder<br />

abschütteln.<br />

Der „Schuld-Katalog“<br />

Diese Kombination von belastenden<br />

Gefühlen ist schwer zu entwirren.<br />

Wir sind angespannt: Muskeln<br />

im Schulter-, im Halswirbelbereich<br />

oder im Rücken schmerzen. Das<br />

Herz sticht, der Magen ist gereizt.<br />

Der Kopf schmerzt! Es gibt viele<br />

Symptome. Ist nicht jetzt Zeit, der<br />

Sache nachzugehen?<br />

• Machen Sie sich bewusst,<br />

was <strong>und</strong> wie stark Sie fühlen.<br />

• Haben Sie Schuldgefühle<br />

aus Angst?<br />

• Vor Ablehnung<br />

<strong>und</strong> Missbilligung?<br />

• Vor Zorn, Übelreden<br />

<strong>und</strong> Strafen?<br />

• Dass Sie nicht mehr gemocht/<br />

geliebt <strong>und</strong> vielleicht<br />

sogar verlassen werden?<br />

• Haben Sie Schuldgefühle<br />

aus Pflichtgefühl?<br />

• Weil Sie ihm/ihr<br />

das schuldig sind?<br />

• Weil er/sie so viel für Sie<br />

getan hat, dass Sie unmöglich<br />

Nein sagen können?<br />

• Weil es Ihre Pflicht ist?<br />

• Weil Sie sich zu<br />

erbärmlich fühlen,<br />

wenn Sie es nicht tun?<br />

• Weil Sie sich für egoistisch/<br />

lieblos/gierig/gemein halten,<br />

wenn Sie es nicht tun?<br />

• Weil Sie kein guter Mensch sind,<br />

wenn Sie es nicht tun?<br />

(Quelle: Susan Forward, Emotionale<br />

Erpressung, Goldmann Verlag.)<br />

Wirkliche Schuld<br />

oder eingeredete<br />

Schuldgefühle?<br />

Schuldgefühle haben Macht, weil<br />

es den meisten Menschen schwerfällt,<br />

zutreffende Schuld von un -<br />

zutreffenden Schuldzuweisungen<br />

zu unterscheiden. Deswegen hier<br />

zur Unterscheidung ein paar Überlegungen:<br />

Ist das, was Sie getan haben oder<br />

tun wollen vorsätzlich böswillig,<br />

grausam, missbräuchlich, beleidigend,<br />

herabsetzend oder ernied -<br />

rigend?<br />

Nicht wahr, nichts trifft auf Sie zu!<br />

Und dennoch leiden Sie. Es wird<br />

also Zeit, aktiv zu werden.<br />

Also: Schuldgefühle ade?<br />

Das ist leichter gesagt, als getan!<br />

Und trotzdem: Wir können alte,<br />

eingefleischte Erfahrungen ver -<br />

ändern, indem wir uns aus ihnen<br />

lösen <strong>und</strong> neue Verhaltensweisen<br />

einüben.<br />

Registrieren Sie sachlich die Situation:<br />

Ich habe eine Delle ins Auto<br />

gefahren, ich habe eine Rechnung<br />

nicht bezahlt, ich habe wieder zu<br />

viel gegessen. Machen Sie sich die<br />

Situation bewusst ohne die Abwertung<br />

Ihrer Person. Streichen Sie<br />

das hätte, wäre …<br />

Und noch einmal: Sehen Sie die Situation,<br />

wie sie ist. Machen Sie sich<br />

bewusst, was ist! Sehen Sie nicht<br />

auf sich! Sagen Sie sich, so ist es<br />

jetzt. Damit übernehmen Sie Verantwortung<br />

für das Geschehen.<br />

Sagen Sie sich, das nächste Mal<br />

werde ich ein für mich befriedigendes<br />

Ergebnis haben.<br />

Ersetzen Sie Schuldzuweisungen,<br />

indem Sie sich einen Fehler eingestehen<br />

<strong>und</strong> ihn sich (oder anderen)<br />

sogar zugestehen. Kein Mensch ist<br />

perfekt, auch Sie nicht.<br />

Lösen Sie sich von den Einredungen<br />

der Kindheit <strong>und</strong> den Vorwürfen<br />

der Gegenwart <strong>und</strong> denken<br />

Sie darüber nach: Meinungen <strong>und</strong><br />

gleichzeitige Beschuldigungen wie<br />

zum Beispiel „du bist lieblos, aggressiv,<br />

frech, faul, <strong>und</strong>ankbar“<br />

sind die Meinung der Person, die<br />

sie ausspricht. Allerdings SIE sind<br />

es, die diese Meinung unbewusst<br />

übernimmt. Aus „du bist lieblos“<br />

machen Sie „ich bin lieblos“ <strong>und</strong><br />

schon sitzen Sie in der Schuldfalle.<br />

Erkennen Sie, dass Sie sich manchmal<br />

vielleicht lieblos, aggressiv,<br />

frech, faul, <strong>und</strong>ankbar verhalten –<br />

um nur einige Beispiele zu nennen,<br />

aber dies ist kein Dauerzustand<br />

<strong>und</strong> ist nicht Ihre Charaktereigenschaft.<br />

Sich aus der<br />

„Schuldfalle“ lösen<br />

Die Veränderung des eigenen<br />

Verhaltens ist kein gleichmäßiger<br />

Prozess <strong>und</strong> erfolgt auch nicht sofort,<br />

sondern langsam. Mit Schwierigkeiten<br />

<strong>und</strong> Rückschlägen muss<br />

gerechnet werden.<br />

Der erste Schritt ist, sich aus der<br />

Schuldfalle zu lösen. Eine hilfreiche<br />

Übung könnte sein:<br />

Setzen Sie sich bequem <strong>und</strong> entspannt<br />

hin. Erinnern Sie sich an<br />

eine Situation, die Ihnen ein<br />

Schuldgefühl verursacht. Vertiefen<br />

Sie sich in diese Situation. Spüren<br />

Sie den Einzelheiten nach. Wo sind<br />

Sie? Welche Personen sind dabei?<br />

Wird gesprochen? Was wird gesprochen?<br />

Wie fühlen Sie sich? Wo<br />

empfinden Sie Spannungen? Es ist<br />

wichtig, dass Sie Ihren Gefühlen<br />

nachspüren.<br />

Im nächsten Schritt erzählen Sie in<br />

einem fiktiven Gespräch einer Person,<br />

der Sie nie <strong>und</strong> zuallerletzt davon<br />

etwas erzählen würden, worin<br />

Ihre Schuld besteht. Sprechen Sie<br />

ehrlich, ausführlich <strong>und</strong> ohne zu<br />

beschönigen. Indem Sie das tun,<br />

werden Sie sich über Ihr Schuldgefühl<br />

bewusst, über Ihren Schmerz,<br />

Ihre Angst. Indem Sie das tun, distanzieren<br />

Sie sich.<br />

Sie lösen sich aus diesen beklemmenden<br />

Schuld-, Angst- <strong>und</strong><br />

Pflichtgefühlen <strong>und</strong> müssen die<br />

bisherigen Vorgaben <strong>und</strong> Einredungen<br />

nicht mehr glauben. Sie<br />

können diese Beeinflussungen zurückweisen<br />

<strong>und</strong> durch Gedanken<br />

<strong>und</strong> Worte ersetzen, die Einsicht,<br />

Güte, Mitgefühl <strong>und</strong> Gelassenheit<br />

sich selbst <strong>und</strong> anderen gegenüber<br />

ausdrücken.<br />

Indem wir anerkennen, dass wir<br />

uns in jedem Augenblick darum<br />

bemüht haben, jeweils unser Bestes<br />

zu geben, wie unvollkommen<br />

es auch erscheinen mag, lösen<br />

wir die lähmende „Schuld“ <strong>vom</strong><br />

tatsächlichen Geschehen. Wir er -<br />

kennen: Alles ist eine Frage von<br />

Einsicht <strong>und</strong> Entwicklung. Und Sie<br />

werden sich allmählich bewusst:<br />

Ich darf ich selbst sein, ich darf mir<br />

erlauben, Fehler zu haben, ich darf<br />

mich selbst bejahen.<br />

Ihre<br />

Meine Anschrift:<br />

Roswitha Stemmer-Beer<br />

<strong>Ratgeber</strong> <strong>Frau</strong> <strong>und</strong> <strong>Familie</strong><br />

79664 Wehr<br />

Lesen Sie im nächsten Heft:<br />

Probieren wir es doch<br />

mal mit Humor!<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

135


BLICK<br />

IN DIE ZEIT<br />

TEMPERAMENTVOLL-NEUGIERIG ODER ADHS?<br />

Wenn der Schulstress <strong>beginnt</strong><br />

Die Einschulung der Kinder verändert das Leben von <strong>Familie</strong>n gr<strong>und</strong>legend.<br />

Frühpädagogische Bildung <strong>und</strong> Orientierung lagen bisher stark in Elternhand. Jetzt<br />

verändert sich der Fokus. Ein Weg voller Überraschungen <strong>beginnt</strong>.<br />

Der Zauber des Anfangs<br />

Wer in den letzten Jahren eine Einschulung<br />

miterlebt hat, der muss<br />

feststellen, dass zunehmend kleine<br />

Prinzen <strong>und</strong> Prinzessinnen mit<br />

möglichst ergonomischen Designer-Schulranzen,<br />

individuell gebastelten<br />

Schultüten <strong>und</strong> jeder<br />

Menge Geschenken unterwegs<br />

zum Erfolg sind. Alle sind aufgeregt.<br />

Nicht nur die Kinder. Auch die<br />

Lehrerinnen, weil sie nicht wissen,<br />

was sie mit der neuen Klasse erwartet.<br />

Und erst die Eltern. Eine<br />

Flut von neuen Herausforderungen<br />

kommt auf sie zu.<br />

Eifrige Mütter aus der gesellschaftlichen<br />

Mitte haben idealerweise<br />

trotz Studium ihre eigene berufliche<br />

Karriere hinten angestellt <strong>und</strong><br />

ihre Arbeitszeiten reduziert. Denn<br />

ab sofort, das ist ihnen klar, werden<br />

sie nachmittags als Hilfslehrerinnen<br />

im Einsatz sein. Hausaufgaben<br />

kontrollieren, mit didaktischen<br />

Programmen die Rechenkünste<br />

fördern, Lesen üben, auf ordent -<br />

liche Schrift <strong>und</strong> vollständige Erfüllung<br />

der Erwartungen achten. Jedem<br />

Anfang wohnt ja laut Dichter<br />

Hermann Hesse ein Zauber inne.<br />

Aber der ist in diesem Fall schnell<br />

verflogen. Denn die Schule gilt als<br />

zentrale Zuweisungsstelle von Lebenschancen.<br />

Je besser die Noten,<br />

je höher der Abschluss, umso<br />

erfolgreicher die berufliche Laufbahn.<br />

Längst sind die einfachen<br />

<strong>und</strong> mittleren Bildungsabschlüsse<br />

entwertet.<br />

Der Run auf das<br />

Gymnasium ist mit<br />

teilweise 50 Prozent <strong>und</strong><br />

mehr der Viertklässler<br />

nicht zu verkennen.<br />

Und das, obwohl es in Deutschland<br />

ein sehr durchlässiges Bildungssystem<br />

gibt <strong>und</strong> gute Handwerker<br />

gefragt sind. Eltern wollen für ihr<br />

Kind das Beste. Das ist vermeintlich<br />

das Anerkannteste <strong>und</strong> nicht das<br />

Passendere.<br />

Mit dieser Perspektive geht der<br />

Erstklässler – nennen wir ihn Leo -<br />

an den Start. Denn seine Eltern haben<br />

mit ihm hehre Ziele. Der<br />

Schreibtisch ist eingerichtet. Ein<br />

ruhiger, organisierter Arbeitsplatz.<br />

Der Stuhl funktional, mitwachsend<br />

<strong>und</strong> bestgetestet. Alle Voraussetzungen<br />

sind optimal. Leo spürt die<br />

Erwartungshaltung. Er strengt sich<br />

an. Das Lob der Lehrerin beflügelt.<br />

Der Stolz der Eltern ebenso. Ein<br />

paar Wochen gilt Welpenschutz.<br />

Dann wird der Schulton rauer. Die<br />

ersten Hausaufgaben fehlen.<br />

Flüchtigkeitsfehler schmälern die<br />

Bewertung. Ein Tadel frustet. Das<br />

Kind ist unglücklich.<br />

Nach der Schule muss Leo noch in<br />

die Mittagsbetreuung. Als er endlich<br />

um zwei Uhr heimgehen darf,<br />

fließen in Mamas Armen die Tränen.<br />

Die Verzweiflung ist riesig. Die<br />

Mutter nimmt zwar den Druck<br />

raus, aber der gefühlte Leistungsanspruch<br />

bleibt gegenwärtig. Ein<br />

bisschen kann er kompensiert<br />

werden mit dem dichten Freizeitprogramm.<br />

Beim Fußball läuft alles<br />

gut, beim Schlagzeug-Unterricht<br />

auch. Sein Seepferdchen-Abzeichnen<br />

ziert die Badehose. Super Skifahrenkönnen<br />

ist Kult. Nur die<br />

Schulfre<strong>und</strong>e mag Leo im Moment<br />

nicht sehen. Allenfalls spielt er<br />

noch mit seiner kleinen Schwester.<br />

Er mag sie sehr. Trotzdem bekommt<br />

sie schon mal unverhofft<br />

seine angestauten Aggressionen<br />

ab. Leo ist gereizt <strong>und</strong> kann nicht<br />

so gut damit umgehen, wenn er<br />

beim Spielen verliert.<br />

Dabei ist er ein guter Schüler. Hilfsbereit.<br />

Fleißig. Er möchte alle zufriedenstellen.<br />

Aufmerksamkeit.<br />

Doch die Lehrerin beschäftigt sich<br />

mehr mit den anderen. Bei Leo<br />

läuft es sowieso. Das weiß sie. Leo<br />

meint indes, er müsse besser werden,<br />

um anerkannt zu sein. Er übt<br />

noch mehr <strong>und</strong> hat schon mittags<br />

Angst, keine Zeit mehr zum Spielen<br />

zu haben. Die Anspannung<br />

steigt. Er kaut auf Buntstiften <strong>und</strong><br />

Fingernägeln herum, um sich abzureagieren.<br />

Wenn Training <strong>und</strong><br />

Musikst<strong>und</strong>en ausfallen, freut er<br />

sich, einmal nur tun zu dürfen, was<br />

ihm Spaß macht. Vier Monate nach<br />

der Einschulung bekommt er eine<br />

Mitteilung ins Heft: Die Mutter<br />

möge mit der Lehrerin einen Termin<br />

vereinbaren. Gesprächsbedarf.<br />

Der Alptraum des Alltags<br />

BLICK IN DIE ZEIT<br />

Die Eltern sind irritiert. Ihr Sohn ist<br />

intelligent, sozial eingestellt <strong>und</strong><br />

gut erzogen. Zugegeben – manchmal<br />

ist er etwas temperamentvoll<br />

<strong>und</strong> leidenschaftlich. Das ist anstrengend,<br />

aber die <strong>Familie</strong> geht<br />

damit um. Nun erfahren sie: Leo<br />

stört den Unterricht. Er zappelt,<br />

steht plötzlich auf, rennt herum,<br />

singt <strong>und</strong> tanzt unvermittelt.<br />

Drängt anderen seine Hilfe auf.<br />

Redet viel. Alles hat die Lehrerin<br />

probiert. Er wurde ermahnt. Hat alleine<br />

gesessen. Wurde vorne <strong>und</strong><br />

hinten in der Klasse platziert. Es änderte<br />

sich nichts. „So geht es nicht“,<br />

sagt die Pädagogin <strong>und</strong> vermutet:<br />

ADHS. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom.<br />

Kann nicht sein. So die erste Reaktion.<br />

Das Kind bekommt Zuwendung<br />

genug. Hat doch die Mutter<br />

ihre Berufstätigkeit so organisiert,<br />

136 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014


BLICK IN DIE ZEIT<br />

BLICK IN DIE ZEIT<br />

dass sie nachmittags immer präsent<br />

ist. Beide Kinder werden gefördert.<br />

Sportlich. Musisch. Sprachlich.<br />

Motorisch. Allgemeinbildend.<br />

Das Angebot ist vielfältig. Eigentlich<br />

kaum zu toppen. Alle Register<br />

werden gezogen. Nichts ausgelassen.<br />

Was soll da falsch gelaufen<br />

sein? Bisher hatten die Eltern von<br />

ADHS nur gehört. Für die eigene<br />

<strong>Familie</strong> kam das nie infrage. Jetzt<br />

sind sie damit konfrontiert. Auch<br />

wenn sie es nicht glauben wollen –<br />

sie beschäftigen sich damit.<br />

Das Krankheitsbild ist auch ohne<br />

den Hyperaktivitätsfaktor als ADS<br />

bekannt. Die statistischen Zahlen<br />

schwanken weltweit zwischen<br />

fünf <strong>und</strong> zehn Prozent der schulpflichtigen<br />

Kinder <strong>und</strong> Jugendlichen.<br />

Jungen zeigen zwei bis vier<br />

Mal häufiger ADHS-Verhalten als<br />

Mädchen, die meist weniger auffallen,<br />

weil sie eher still, träumerisch<br />

<strong>und</strong> abwesend sind. Leiden<br />

tun sie aber trotzdem.<br />

Bei 60 Prozent der betroffenen Personen<br />

bleiben Symptome auch im<br />

Erwachsenenalter erhalten.<br />

ADHS kann man nicht heilen. Es<br />

gibt allerdings nachhaltig wirkende<br />

Maßnahmen, um der Krankheit<br />

zu begegnen. Bei einem bestimmten<br />

Ausmaß ist die Störung auch<br />

zu therapieren.<br />

Neu ist der hyperaktiv-impulsive,<br />

unkontrollierte Bewegungsdrang<br />

in Kombination mit einem Übermaß<br />

an Unaufmerksamkeit nicht.<br />

Literarisch beschrieben wurde er<br />

schon 1845 von dem Frankfurter<br />

Nervenarzt Heinrich Hoffmann. In<br />

seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“<br />

sind die Symptome bildlich<br />

<strong>und</strong> in Reimform dargestellt.<br />

Volkstümlich eroberte das Wort<br />

„Zappelphilipp“ für unruhige Kinder<br />

den Wortschatz. Als psychische<br />

Erkrankung wurde ADHS schließlich<br />

1987 formuliert <strong>und</strong> von der<br />

Weltges<strong>und</strong>heitsorganisation in<br />

der internationalen Klassifikation<br />

der Krankheiten erfasst <strong>und</strong> beschrieben.<br />

Da jedoch die Grenze<br />

zwischen noch normalem kindlichen<br />

Verhalten <strong>und</strong> krankhaften<br />

Ausprägungen nicht immer einfach<br />

<strong>und</strong> eindeutig zu ziehen ist,<br />

sollte ein spezialisierter erfahrener<br />

Kinder- <strong>und</strong> Jugendarzt die Diagnose<br />

stellen. Wenn Lehrer den<br />

Eltern lebhafter <strong>und</strong> unruhiger<br />

Kinder diese Vermutung nahelegen,<br />

sollte das zunächst als Hinweis<br />

verstanden werden, den Ursachen<br />

auf den Gr<strong>und</strong> zu gehen. Eine<br />

hyperaktive Präsentation könnte<br />

auch eine Überflutung mit Um -<br />

welt reizen, Medienangeboten sowie<br />

schulischen <strong>und</strong> häuslichen<br />

pädagogischen Überforderungen<br />

sein. Eine Mischung aus allem<br />

macht den Beruf des Pädagogen<br />

zu einer Achterbahn-Erfahrung.<br />

Ursache <strong>und</strong> Wirkung<br />

Die krankhafte Störung liegt nicht<br />

nur in einer Ursache begründet.<br />

Mehrere Faktoren können dazu<br />

beitragen. Drei Hauptauslöser für<br />

ADHS sind eine genetische Disposition,<br />

Komplikationen während<br />

der Schwangerschaft oder der Geburtsphase<br />

sowie psychosoziale<br />

Gegebenheiten. Sicher trennen<br />

kann man die Auslöser nicht, weil<br />

äußere Umstände die Ausprägung<br />

der genetischen Veranlagung begünstigen<br />

können. Deshalb sind<br />

häufig auch Geschwister, Eltern<br />

oder sonstige Verwandte Träger<br />

der ADHS-Gene. Die Krankheit<br />

kann jedoch unterschiedlich auffällig<br />

in Erscheinung treten. Bei der<br />

genetischen Ursache ist die Übertragung<br />

der Nervensignale gestört.<br />

Der Botenstoff Dopamin kommt<br />

bei ADHS-Betroffenen seltener im<br />

Gehirn vor. Dopamin steuert die<br />

körperliche Aktivität. Andere Botenstoffe<br />

wie Noradrenalin <strong>und</strong> Serotonin<br />

beeinflussen die Aufmerksamkeit<br />

<strong>und</strong> die Stimmung. Auch<br />

sie sind unzureichend vorhanden.<br />

Der Informationsaustausch zwischen<br />

den Nervenzellen ist deshalb<br />

beeinträchtigt. Reize werden<br />

nicht korrekt verarbeitet. Der Betroffene<br />

kann sich nur schwer konzentrieren<br />

<strong>und</strong> leidet unter Stimmungsschwankungen<br />

bis hin zur<br />

Depression.<br />

Frühkindliche minimale Hirnschädigungen<br />

können ihre Ursache<br />

auch in Infektionskrankheiten der<br />

Mutter, Blutungen oder Ernährungsfehlern<br />

während der<br />

Schwangerschaft haben. Besonders<br />

wenn die werdende Mutter<br />

Alkohol <strong>und</strong> Nikotin konsumiert,<br />

ist das kindliche Stammhirn gefährdet,<br />

sich nicht vollständig zu<br />

entwickeln. Zu Risikofaktoren kann<br />

es auch während des Geburtsvorgangs<br />

kommen bei zeitweisem<br />

Sauerstoffmangel oder Geburtsverzögerungen<br />

aus diversen Gründen.<br />

Ereignen sich nach der Geburt<br />

Unfälle, Infektionskrankheiten<br />

oder Stoffwechselstörungen des<br />

Kindes, können ebenfalls zerebrale<br />

Dysfunktionen ausgelöst werden.<br />

Bei zu früh geborenen Kindern mit<br />

niedrigem Geburtsgewicht bildet<br />

sich erfahrungsgemäß häufiger<br />

ein Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom<br />

aus als bei normalgewichtigen<br />

Babys. Zurückgeführt wird das<br />

auf mögliche Hirnreifestörungen.<br />

ADHS-Ursache können ebenso<br />

Veränderungen im Gehirnstoffwechsel<br />

sein. Dann scheinen die<br />

Botenstoffe im Bereich der Schaltzentralen<br />

nicht exakt zu funktionieren.<br />

Nachgewiesen wurde in<br />

Untersuchungen, dass diese Hirnareale<br />

weniger Zucker verbrauchen<br />

als die von ges<strong>und</strong>en Menschen.<br />

Forschern ist aufgefallen, dass<br />

ADHS-Patienten ein vergleichsweise<br />

kleineres Gehirnvolumen haben.<br />

Psychosoziale Faktoren können<br />

nicht allein für ADHS-Symptome<br />

verantwortlich gemacht werden.<br />

Wohl aber sollte Berücksichtigung<br />

finden, dass Umwelteinflüsse <strong>und</strong><br />

Erziehung in entscheidendem Maß<br />

die Ausprägung beeinflussen<br />

können. Eine inkonsequente Erziehung,<br />

so sagen Fachleute, sei<br />

durchaus geeignet, ähnliche Verhaltensweisen<br />

wie bei Reizweiterleitungsstörungen<br />

zu erzeugen.<br />

Liegt tatsächlich eine ADHS-Disposition<br />

vor, spielt die Erziehung eine<br />

zentrale Rolle, wie weit sich die<br />

Symptome ausprägen. Ob Allergien<br />

für die ADHS-Aktivierung verantwortlich<br />

gemacht werden können,<br />

ist nicht nachgewiesen. Fakt<br />

ist aber, dass Allergien im Körper<br />

Stress auslösen. Dadurch wird vermehrt<br />

Adrenalin ausgeschüttet.<br />

Der Körper reagiert darauf mit einer<br />

erhöhten Cortisol-Produktion.<br />

Die bewirkt wiederum eine Absenkung<br />

des Serotonin-Spiegels, was<br />

zu Aufmerksamkeits- <strong>und</strong> Stimmungsschwankungen<br />

führt, die<br />

sich bei Kindern deutlich bemerkbar<br />

machen. Ein Zusammenhang<br />

beim Verhalten ist also möglich.<br />

Ursächlich scheinen Allergene für<br />

ADHS allerdings nicht ausschlaggebend<br />

zu sein.<br />

Leben <strong>und</strong> Lernen<br />

Eine auffallende Konzentrationsschwäche,<br />

leichtes Abgelenkt-<br />

Sein, Vergesslichkeit, motorische<br />

Probleme, enormer Bewegungsdrang,<br />

langsame Reaktionen <strong>und</strong><br />

trotzdem starke, impulsive Gefühlsausbrüche<br />

von Wut oder<br />

Sympathie können immerhin als<br />

Verdachtsmomente für ADHS ge-<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

139


BLICK IN DIE ZEIT<br />

wertet werden. Anzeichen bei<br />

Säuglingen sind Schlafschwierigkeiten,<br />

Unruhe, Probleme bei der<br />

Nahrungsaufnahme oder Verdauung.<br />

Die Konsequenz ist häufiges<br />

Schreien <strong>und</strong> Gereiztheit.<br />

Kleinkinder indes zeigen ein eher<br />

unberechenbares Verhalten, meiden<br />

beständige Fre<strong>und</strong>schaften,<br />

neigen zu Wutausbrüchen <strong>und</strong> unkontrollierten<br />

Zornattacken, geben<br />

sich oft ungeschickt bei der<br />

Benutzung von Besteck <strong>und</strong> anderen<br />

Gerätschaften. Im Kindergarten<br />

verschlimmern sich die Symptome,<br />

weil die Reizflutung noch<br />

größer ist. Im Gr<strong>und</strong>schulalter stören<br />

sie den Unterricht, sind unausgeglichen<br />

<strong>und</strong> mitunter aggressiv.<br />

Sie werden deshalb oft gemaßregelt,<br />

manchmal auch separiert <strong>und</strong><br />

gemieden, was ihr Selbstwertgefühl<br />

beeinträchtigt.<br />

In der Pubertät führen diese Erfahrungen<br />

oft zu heftigen Trotzreaktionen<br />

<strong>und</strong> Verweigerungen. Die<br />

Minderwertigkeitskomplexe werden<br />

gerne im Alkohol ertränkt<br />

oder mit Drogen betäubt. Riskantes<br />

Verhalten im Straßenverkehr<br />

mit schnellen Rädern <strong>und</strong> frisierten<br />

Mofas ist eine weitere Spielart<br />

der Kompensation. Setzt sich diese<br />

Szenerie extrem fort, führt sie zum<br />

Verlassen der Schule ohne Abschluss<br />

<strong>und</strong> in der Folge zu keiner<br />

abgeschlossenen Berufsausbildung.<br />

Die Tatsache, sich schlecht an Regeln<br />

halten zu können, führt im<br />

weiteren Verlauf zu Bindungsschwächen,<br />

Beziehungskonflikten<br />

<strong>und</strong> Verkehrsunfällen. Das Defizit<br />

bei Konzentration <strong>und</strong> Aufmerksamkeit<br />

zieht sich oft bis ins hohe<br />

Alter. Manche Erwachsene lernen<br />

jedoch, mit der Anlage umzugehen.<br />

Was bleibt, ist zumeist eine<br />

innere Unruhe <strong>und</strong> ein ewiges<br />

Getrieben-Sein. Zu ergänzen wäre<br />

das Bild der ADHS-Personen allerdings<br />

unbedingt mit ausgesprochen<br />

positiven Merkmalen. Erlebt<br />

man sie doch in vielen Fällen als<br />

ungemein kreativ <strong>und</strong> ideenreich.<br />

Sie sind in großem Maß begeisterungsfähig<br />

<strong>und</strong> haben einen ausgeprägten<br />

Gerechtigkeitssinn.<br />

Aber wie auch immer – ihre Lebensgeschichte<br />

bestimmt entscheidend<br />

ihren Lebenslauf. Um<br />

den richtigen Ansatz für Maßnahmen<br />

oder eine Therapie zu finden,<br />

müssen die Symptome Hyperaktivität<br />

<strong>und</strong> Impulsivität im Kindes -<br />

alter über einen Zeittraum von<br />

mindestens sechs Monaten deutlich<br />

ausgeprägt sein. Andere neurologische<br />

Auffälligkeiten wie<br />

Lese-Rechtschreibschwäche <strong>und</strong><br />

Dyskalkulie, Epilepsie <strong>und</strong> Tic-Störungen,<br />

Psychosen <strong>und</strong> Autismus<br />

sollten ausgeschlossen werden.<br />

Einen verlässlichen<br />

ADHS-Test<br />

gibt es nicht.<br />

Wohl aber haben sich Aufmerksamkeitstests<br />

<strong>und</strong> IQ-Fragebögen<br />

als hilfreich erwiesen, tragfähige<br />

Erkenntnisse zu gewinnen.<br />

Wichtig vor allem ist die Analyse<br />

der <strong>Familie</strong>nsituation, deren Sozial-<br />

<strong>und</strong> Leistungsverhalten, Erkrankungen<br />

in der Verwandtschaft <strong>und</strong><br />

Komplikationen im Umfeld der<br />

Schwangerschaft oder Geburt.<br />

Eine Behandlung, welcher Art auch<br />

immer, zielt darauf ab, die Überreaktionen<br />

in den Griff zu bekommen,<br />

eine soziale Integration zu<br />

ermöglichen, eine adäquate Ausbildung<br />

abzuschließen <strong>und</strong> ein stabiles<br />

Selbstwertgefühl aufzubauen.<br />

Die Leitungs- <strong>und</strong> Stoffwechselblockaden<br />

im Gehirn kann man<br />

zwar nicht auflösen, aber ihre Auswirkungen<br />

lindern. Dazu braucht<br />

es zunächst Aufklärung, Elterntraining<br />

<strong>und</strong> eine Verhaltenstherapie,<br />

die andere Strategien mit neuen<br />

Strukturen <strong>und</strong> klaren Grenzen<br />

fokussiert. Sportliche Aktivitäten<br />

können dabei helfen, sofern sie<br />

nicht wieder durch Wettkampf -<br />

situationen Stress auslösen. Treten<br />

schwerwiegende Angststörungen<br />

auf, kann eine Psychotherapie helfen<br />

oder der gezielte Einsatz von<br />

Medikamenten.<br />

Struktur rein –<br />

Druck raus<br />

Um die Störung der Informationsverarbeitung<br />

einzudämmen, haben<br />

auch die Schulen eine Funktion.<br />

Entscheidend ist zunächst das<br />

Verhältnis von Lehrer <strong>und</strong> Schüler.<br />

Für ein ADHS-Kind sind Lob <strong>und</strong><br />

Erfolgserlebnisse von entscheidender<br />

Bedeutung. Schafft es der<br />

Lehrer, sich bei dem störenden Kind<br />

auf dessen positive Eigenschaften<br />

zu konzentrieren, wird es sich anerkannt<br />

fühlen <strong>und</strong> bemühen.<br />

Um das Verhalten richtig einzuordnen,<br />

ist es wichtig, ADHS als Krankheit<br />

zu sehen. Hilfreich ist ein möglichst<br />

reizarmes Klassenzimmer<br />

ohne Wand schmuck <strong>und</strong> Regale,<br />

die ablenken. Wenn sich der Schüler<br />

nicht selber ganz vorne einen<br />

Einzeltisch wünscht, kann ein ruhi-<br />

ger, strebsamer Mitschüler als<br />

Tischnachbar wohltuend ausgleichend<br />

wirken.<br />

Ein verlässlicher Unterrichtsrhythmus<br />

erleichtert es, den Stoff Schritt<br />

für Schritt zu trainieren. Klare Ansagen<br />

oder definierte Handzeichen<br />

signalisieren Ruhe, Achtung<br />

<strong>und</strong> Pause. Rote, gelbe <strong>und</strong> grüne<br />

Karten bedeuten vereinbarte Bewertungen,<br />

ohne gleich zu ermahnen.<br />

Um der motorischen Unruhe<br />

entgegenzuwirken, haben sich<br />

kleine Bewegungseinheiten im<br />

Unterricht bewährt. Kurze Gymnastikübungen<br />

zum St<strong>und</strong>enauftakt.<br />

Tafel wischen, Kreide holen.<br />

Entspannungsübungen helfen<br />

ebenfalls, Ruhe in den Unterrichtsablauf<br />

zu bringen.<br />

Die neue Wertschätzung kann<br />

durch ein kleines Belohnungssystem<br />

bewusster werden. Es sollte<br />

einer gelungenen Aktion unmittelbar<br />

folgen. Das kann ein Zuzwinkern<br />

sein, ein anerkennendes<br />

Wort, ein positiver Eintrag ins<br />

Hausaufgabenheft, eine Sonne<br />

unter einem guten Test, Gummibärchen,<br />

Sticker oder ein paar<br />

Spielminuten, die sich die Kinder<br />

verdient haben. Wurden über<br />

einen festgelegten Zeitraum bestimmte<br />

Spielregeln eingehalten,<br />

kann es noch einen Sonderbonus<br />

zur Verstärkung des positiven<br />

Effektes geben.<br />

In gleicher Konsequenz müssen<br />

auf Fehlverhalten auch Sanktionen<br />

folgen. Durch präzise Wenn-Dann-<br />

Vereinbarungen kündigt der Lehrer<br />

Nacharbeit, Strafarbeiten oder<br />

Unterrichtsausschluss an, die er<br />

dann auch umsetzt. Vor allem,<br />

wenn das ADHS-Kind die Klasse als<br />

Publikum missbraucht oder entsprechend<br />

viele Ermahnungsstriche<br />

hinter seinem Namen an der<br />

Tafel gesammelt hat.<br />

Doch selbst wenn bei Leo die Diagnose<br />

ADHS nicht zutrifft: Ihn erwartet<br />

mit großer Wahrscheinlichkeit<br />

eine Schulzeit, die seine ganze<br />

<strong>Familie</strong> in Atem hält. Jedes Kind<br />

ist unterschiedlich schnell, fleißig,<br />

temperamentvoll <strong>und</strong> neugierig.<br />

Je höher die weiterführende Schule,<br />

umso weniger Rücksicht wird<br />

darauf genommen. Bei der Wissensvermittlung<br />

geht es darum,<br />

den Stoff in den Kopf zu bekommen,<br />

ihn für die Klausur wieder<br />

auszuspucken <strong>und</strong> die nächsten<br />

Inhalte zu verinnerlichen. Für Kinder,<br />

die keine Überflieger sind, ein<br />

echtes Problem. Schule wird Synonym<br />

für Leistungsdruck. Wer ihn<br />

nicht aushält, bleibt auf der Strecke.<br />

Eine unbeschwerte Kindheit<br />

ist damit kaum vereinbar. Freude<br />

am Lernen sieht anders aus.<br />

Text: Sabine Model<br />

140 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

141


KURZGESCHICHTE<br />

Von<br />

Andrea Eichhorn<br />

errlich! Mit einem wohligen Seufzer ließ<br />

sich Anne in die weichen Sofakissen fallen,<br />

schloss für einen Moment die Augen. Vor ihr<br />

auf dem kleinen Holztisch standen eine große Schüssel<br />

Popcorn <strong>und</strong> eine dampfende Tasse Pfefferminztee,<br />

während sich Rufus, ihr pechschwarzer Kater,<br />

bereits an ihrem Fußende zusammengerollt hatte.<br />

„Freust dich wohl auch schon auf den Filmabend,<br />

mein Süßer“, lachte die fünf<strong>und</strong>dreißigjährige Bankangestellte,<br />

kraulte das Tier dabei am Kopf. Ein zufriedenes<br />

Schnurren war die Antwort, was Anne als eindeutiges<br />

„Ja“ wertete. Als sie gleich darauf an sich heruntersah,<br />

musste sie schmunzeln. Sie trug, obwohl<br />

sie sich erst vor Kurzem einen nicht ganz billigen<br />

Hausanzug gekauft hatte, ihren alten, ehemals blitzblauen<br />

Nicki-Trainingsanzug, dessen Farbton sich inzwischen<br />

in Richtung graublau bewegte. Aber w<strong>und</strong>erbar<br />

kuschelig war das alte Stück <strong>und</strong> wie gemacht<br />

für einen faulen Samstagabend auf dem Sofa. Im<br />

DVD-Player steckte bereits ihr Lieblingsfilm „Notting<br />

Hill“, den sie bestimmt schon zehnmal gesehen hatte.<br />

Egal. Immer noch konnte sie mit Hugh Grant <strong>und</strong><br />

Julia Roberts mitfiebern, ob die in allerletzter Minute<br />

doch noch miteinander ihr großes Liebesglück finden<br />

würden. Und zugegeben, beim Happy End floss bei<br />

ihr immer noch das eine oder andere Tränchen …<br />

Für viele andere mochte es vielleicht öde sein, den<br />

Samstagabend alleine auf dem Sofa zu verbringen.<br />

Letztens erst hatte eine Kollegin aus der Bank Anne<br />

gewarnt, dass sie sich nach ihrer Scheidung vor einem<br />

Jahr ja geradezu vor einem neuem Glück versteckte,<br />

wenn sie sich immer zu Hause einigelte. Und<br />

jeden Mann dermaßen distanziert behandelte. Nicht<br />

ganz falsch, musste Anne zugeben. Das einzige<br />

männliche Wesen, dem sie im Moment voll <strong>und</strong> ganz<br />

vertraute, war tatsächlich Kater Rufus. Und das sollte<br />

in absehbarer Zukunft so bleiben. Auch wenn sie sich<br />

zugegebenermaßen mitunter einsam fühlte <strong>und</strong> sich<br />

dieses Gefühl als scharfer Stich in der Brustgegend<br />

bemerkbar machte.<br />

Wie auch jetzt auf einmal. „Werd’ bloß nicht sentimental!“,<br />

ermahnte sich Anne halblaut, nahm rasch einen<br />

Schluck <strong>vom</strong> Tee. Sie war alleine besser dran, daran<br />

gab es nichts zu rütteln. Ganz bestimmt wollte sie<br />

sich nicht wieder von einem Mann das Herz brechen<br />

lassen, so wie Jörg es gemacht hatte. Ihr wurde immer<br />

noch leicht schwindelig, wenn sie daran dachte,<br />

dass er sie fast ein halbes Jahr lang betrogen hatte,<br />

bevor ihr endlich ein Licht betreffend seiner vielen<br />

„Geschäftsreisen“ aufgegangen war. „Nicht alle Kerle<br />

sind solche Fieslinge wie Jörg“, hatte ihre beste<br />

Fre<strong>und</strong>in Katja erst zwei Wochen zuvor erklärt, als<br />

Anne wieder mal ein verheißungsvolles Date ausschlagen<br />

wollte.<br />

„Ralf ist prima, lass uns einfach zu viert was unternehmen!“,<br />

hatte Katja jedoch so lange auf sie eingeredet,<br />

bis sie schließlich einem Treffen mit Katja, deren<br />

Mann Michael <strong>und</strong> seinem Tennispartner Ralf zugestimmt<br />

hatte.<br />

Als sie jetzt an den hoffnungslos verfahrenen Abend<br />

in der Cocktailbar dachte, an dem auch nach dem<br />

zweiten Glas Caipirinha keine Funken zwischen ihr<br />

<strong>und</strong> diesem Ralf gesprüht hatten, rieselte ihr immer<br />

noch ein gruseliger Schauer den Rücken hinunter.<br />

Der Mann war attraktiv gewesen, keine Frage. Und<br />

dennoch, seine hartnäckigen Versuche, sie mit seinem<br />

Job, seinem Sportwagen <strong>und</strong> seinen Tennis -<br />

erfolgen zu beeindrucken, lösten bloß den unbändigen<br />

Wunsch in ihr aus, nach Hause zu ihrem Krimi zurückzukehren<br />

… Nein danke, Katjas bestimmt sehr<br />

lieb gemeinte Verkupplungsversuche konnte die sich<br />

in Zukunft sparen.<br />

Anne fasste gerade nach der Fernbedienung, als ihr<br />

Handy, das halb verdeckt hinter der Popcornschüssel<br />

lag, zu klingeln begann. Sie zog es hervor, las auf dem<br />

Display „Katja“ – <strong>und</strong> runzelte augenblicklich die<br />

Stirn. Herrje, bestimmt wollte ihre Fre<strong>und</strong>in sie dazu<br />

überreden, spontan in ein nettes Lokal in die Innenstadt<br />

von Münster dazuzukommen. Dass gaaaanz zufällig<br />

wieder mal ein Kumpel von Michael dabei wäre,<br />

würde sie dann erst vor Ort erfahren. Wäre ja nicht<br />

das erste Mal … Eine Sek<strong>und</strong>e lang<br />

spielte sie tatsächlich mit dem<br />

Gedanken, gar nicht erst daranzugehen.<br />

„Aber wenn es etwas Wichtiges<br />

ist …“, musste sie sofort<br />

schuldbewusst denken, drückte<br />

fast gleichzeitig auf die „Annahme-<br />

Taste.“ „Hallo Annchen, bist du zu<br />

Hause?“, hörte sie gleich darauf<br />

Katja aufgekratzt fragen, im Hintergr<strong>und</strong> Stimmengemurmel<br />

<strong>und</strong> laute Musik. „Jaaa“, erwiderte Anne<br />

gedehnt, wollte schon losflunkern, dass sie ein wenig<br />

erkältet wäre <strong>und</strong> unmöglich noch aus dem Haus<br />

gehen könne. „Michael <strong>und</strong> ich waren essen“, erklärte<br />

Katja nun, „<strong>und</strong> haben danach einen alten Schulfre<strong>und</strong><br />

von ihm getroffen. Ist gerade irre lustig hier im<br />

Alex …“<br />

„Mir passt es jetzt aber nicht so richtig“, fiel ihr Anne<br />

hektisch ins Wort, bevor die andere mit ihren Über -<br />

redungskünsten loslegen würde.<br />

Demonstrativ hüstelte sie ins Telefon, hätte so fast<br />

nicht verstanden, was Katja noch gesagt hatte. „Äh …<br />

ich soll mit Judy Gassi gehen?“, wiederholte sie gleich<br />

darauf verdutzt. „Das wäre echt nett, dann könnten<br />

wir noch ein bisschen länger bleiben!“, bestätigte<br />

Katja. „Klar, mach ich doch gern … habt noch einen<br />

schönen Abend …“, murmelte ihre Fre<strong>und</strong>in, bevor<br />

sie auflegte.<br />

Sofort kam sie sich total albern vor. Da hatte sie doch<br />

tatsächlich gedacht, Katja hätte nichts Besseres zu<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

143


KURZGESCHICHTE<br />

Für eine Sek<strong>und</strong>e überlegte sie sogar, bei Johannes<br />

zu klingeln. Herrje, war sie jetzt völlig verrückt gewortun,<br />

als sie wieder mal zum Ausgehen zu ermuntern,<br />

nachdem sie ihr so oft einen Korb gegeben hatte. Als<br />

ob sich alles um sie drehen würde! Mit einer schiefen<br />

Grimasse sprang sie <strong>vom</strong> Sofa auf, schüttelte dabei<br />

ihre langen dunkelbraunen Locken, bevor sie sie mit<br />

einem Haargummi zu einem Pferdeschwanz bändigte.<br />

Ihre Laune war blitzartig gestiegen.<br />

Nun hatte sie so richtig Lust auf einen ausgedehnten<br />

Spaziergang mit Katjas niedlicher Pudeldame. Die<br />

Liebeskomödie konnte sie auch noch später<br />

ansehen. Im Flur schlüpfte sie in ihre<br />

Sneakers, warf dabei einen kurzen<br />

Blick in den Spiegel. Okay, ihr<br />

schmales Gesicht mit den großen<br />

rehbraunen Augen sah<br />

jetzt so völlig ungeschminkt<br />

ziemlich blass aus, aber das<br />

war ihr herzlich egal. Judy<br />

würde es bestimmt nicht<br />

stören … Rasch schnappte<br />

sie sich ihre eigenen Schlüssel<br />

<strong>und</strong> die von Katjas <strong>und</strong><br />

Michaels Wohnung, die bloß<br />

zwei Straßen weiter lag, <strong>und</strong> lief<br />

zur Tür hinaus.<br />

Wenig später begrüßte der apricotfarbene<br />

Pudel sie dermaßen begeistert,<br />

als ob er bereits wochenlang alleine gewesen wäre,<br />

sprang immer wieder an ihren Beinen hoch. „Ist ja gut,<br />

Judy!“, lachte sie, während sie die Leine festmachte.<br />

„Wir gehen ja schon!“<br />

Sie waren eben unten beim Haustor angelangt, als<br />

Anne hinter sich Schritte <strong>und</strong> ein aufgeregtes Winseln<br />

hörte. „Guten Abend!“, sagte sie beim Umdrehen <strong>und</strong><br />

musste prompt schlucken. Wow! Der große dunkelblonde,<br />

etwa vierzigjährige Mann in lässigen schwarzen<br />

Jeans <strong>und</strong> hellem Pulli mit dem Cockerspaniel an<br />

der Leine, der auf sie zuging, hatte aber auch ein herzliches<br />

Lächeln. Dabei zeigten sich um seine blauen<br />

Augen Lachfältchen, die dem kantigen Gesicht sofort<br />

jegliche Strenge nahmen. Unwillkürlich stellten sich<br />

ihre Nackenhärchen auf <strong>und</strong> wie von selbst erwiderte<br />

sie das Lächeln. „Ihnen auch einen schönen Abend!“,<br />

meinte der blonde Typ jetzt, hielt Anne dabei die<br />

Haustür auf. „Darf Judy heute mit Ihnen spazieren<br />

gehen?“ „Äh … ja“, brachte Anne im ersten Moment<br />

bloß heraus, spürte auf einmal ein seltsames Kribbeln<br />

im Bauch.<br />

Diese tiefe, weiche Stimme hatte es aber auch in sich!<br />

Sofort schoss ihr der Gedanke an dunkle geschmolzene<br />

Schokolade durch den Kopf … äußerst verwirrend.<br />

Und musste sie ausgerechnet jetzt ihren alten<br />

schäbigen Trainingsanzug tragen! Geschweige denn,<br />

dass ein wenig Wimperntusche <strong>und</strong> Rouge<br />

auch nicht eben fehl am Platz gewesen<br />

wären … Verw<strong>und</strong>ert über ihre seltsamen<br />

Gedanken räusperte sie sich,<br />

erklärte schließlich, dass ihre<br />

Fre<strong>und</strong>e Katja <strong>und</strong> Michael<br />

ausgegangen waren.<br />

Sie schloss mit den Worten:<br />

„Und da ich heute Abend ohnehin<br />

nichts Großes vorhatte, gehe<br />

ich gerne mit Judy eine R<strong>und</strong>e.“<br />

Im nächsten Augenblick zuckte<br />

sie zusammen. Hatte der Mann<br />

ihr jetzt einen mitleidigen Blick zugeworfen?<br />

Nein, bestimmt hatte sie<br />

sich geirrt. Und wenn, es konnte ihr<br />

völlig egal sein, schließlich würden sich<br />

ihre <strong>und</strong> die Wege des Fremden in wenigen<br />

Sek<strong>und</strong>en trennen.<br />

„Gehen Sie auch nach rechts zum Park?“, fragte der<br />

Mann, der sich als Johannes Merlins vorgestellt hatte,<br />

nun aber. Natürlich hätte sie ihm erklären können,<br />

dass sie genau in die andere Richtung spazieren wollte,<br />

doch wie von alleine nickte ihr Kopf. „Ja. Ich heiße<br />

übrigens Anne Hollriegel.“ Johannes zwinkerte ihr zu.<br />

„Hübscher Name. Fast so hübsch wie Sie.“<br />

Im nächsten Moment zog er eine Grimasse. „Schrecklich,<br />

nicht wahr? Flirten war noch nie meine Stärke.<br />

Das hat Helen auch immer gesagt.“ „Helen?“<br />

„Meine <strong>Frau</strong>“, erklärte er ganz selbstverständlich.<br />

Sie zuckte zusammen. Huch, der Mann war verheiratet.<br />

Dann konnte dieses lästige Kribbeln, das sich auf<br />

einmal in ihrem Körper breitgemacht hatte, auch<br />

bitte wieder verschwinden! „Sie ist vor zwei Jahren<br />

gestorben, deshalb bin ich vor Kurzem von Hamburg<br />

hierher nach Münster gezogen.“ Fast unmerklich<br />

bewegte er die Schultern. „Vielleicht kann ich hier<br />

endlich wieder nach vorne schauen. Meint zumindest<br />

mein Bruder ….“ Als sie ihn von der Seite betrachtete,<br />

bemerkte sie sein trauriges Lächeln. „Naja, der Tapetenwechsel<br />

tut mir bestimmt gut. Und der neue Job<br />

als Anästhesist hier im Krankenhaus ist auch sehr<br />

interessant.“<br />

Die beiden waren mit den H<strong>und</strong>en bereits ein Stück<br />

gegangen, nun blieb Anne abrupt stehen, schaute<br />

Johannes in seine schönen blauen Augen. „Tut mir<br />

wahnsinnig leid mit Ihrer <strong>Frau</strong>“, flüsterte sie. Noch<br />

leiser fügte sie hinzu: „Und ich dachte, dass ich nach<br />

meiner Scheidung der allerärmste Mensch der Welt<br />

wäre! Wie lächerlich!“<br />

Huch, am liebsten hätte sie sich auf die Zunge<br />

gebissen! Was erzählte sie denn da bloß einem wildfremden<br />

Menschen! Doch Johannes zwinkerte ihr<br />

aufmunternd zu, berührte leicht ihren Oberarm.<br />

„Wenn man von jemandem verlassen wird, den man<br />

total geliebt hat, tut das einfach schrecklich weh.<br />

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dieser<br />

Mensch kernges<strong>und</strong> ist.“<br />

„Ist wohl so“, murmelte sie, langsam setzten sie sich<br />

wieder in Bewegung.<br />

Als sie beim Park angekommen waren, ließen sie die<br />

H<strong>und</strong>e von ihren Leinen los. „Die verstehen sich ja<br />

prächtig!“, rief Anne <strong>und</strong> zeigte auf die beiden Tiere,<br />

die laut japsend auf der großen Wiese miteinander<br />

Fangen spielten. „Ja, Leo <strong>und</strong> Judy sind ein Herz <strong>und</strong><br />

eine Seele“, bekräftigte Johannes.<br />

„Inzwischen bin ich echt froh, dass ich hierher gezogen<br />

bin.“ Fast hätte Anne gesagt „Ich auch“, aber das<br />

konnte sie sich noch in letzter Sek<strong>und</strong>e verkneifen. Es<br />

war ohnehin albern, wie ihr ganzer Körper auf diesen<br />

Mann reagierte. Eigentlich sollte sie so schnell wie<br />

möglich von hier verschwinden. Stattdessen stand sie<br />

da, betrachtete mit Johannes, wie die Sonne hinter<br />

den Bäumen unterging <strong>und</strong> redete mit ihm über Gott<br />

<strong>und</strong> die Welt.<br />

„Mein Bruder <strong>und</strong> seine <strong>Frau</strong> wohnen auch in Münster“,<br />

erzählte ihr neuer Bekannter jetzt. „Die beiden<br />

wollen mich andauernd verkuppeln – es ist schrecklich!“<br />

Theatralisch zog er dabei seine Augenbrauen in<br />

die Höhe. „Kann ich gut verstehen“, prustete sie los,<br />

konnte nur unter Lachtränen schildern, was Katja<br />

alles unternommen hatte, um ihre beste Fre<strong>und</strong>in an<br />

den Mann zu bringen. Mit den Worten „Es war jedes<br />

Mal ein Bombenreinfall!“, schloss sie ihre Erzählung.<br />

„Wirklich nett gemeint – aber sinnlos, wenn man<br />

noch lange nicht so weit ist“, sagte Johannes, warf ihr<br />

einen raschen Blick zu.<br />

Dann rief er seinen H<strong>und</strong> zurück <strong>und</strong> leinte ihn an.<br />

Anne verstand selbst nicht warum, aber plötzlich<br />

stockte ihr vor Enttäuschung fast der Atem. Dabei<br />

hatte er bloß das ausgesprochen, was sie doch selbst<br />

dachte. Laut rief sie nach Judy, atmete insgeheim auf,<br />

als der Pudel auch ziemlich fix angerannt kam. Das<br />

hätte ihr gerade noch gefehlt, dem H<strong>und</strong> wie eine<br />

Blöde ins Gebüsch nachzurennen. „Ich werd‘ dann<br />

mal“, wandte sie sich an Johannes,<br />

wollte schon vorauslaufen. Doch der<br />

hielt sie leicht an der Schulter zurück.<br />

„Wir können doch gemeinsam gehen.“<br />

„Klar“, stammelte sie, blinzelte dabei<br />

wie verrückt.<br />

Jetzt davonzurennen, wäre viel zu<br />

auffällig gewesen, da hätte sie sich so richtig zum<br />

Affen gemacht. Also stapfte sie mit ernstem Gesicht<br />

mit Johannes die Straße entlang bis zu dem Mehr -<br />

familienhaus, wo er <strong>und</strong> auch Katja <strong>und</strong> Michael<br />

wohnten. Anne fiel beim besten Willen kein Gesprächsthema<br />

ein <strong>und</strong> auch er zog es offensichtlich<br />

vor, nichts zu sagen. Erst vor Katjas Wohnungstür, als<br />

sie mit zitternden Fingern die Schlüssel aus der<br />

Tasche zog, hielt er ihr die rechte Hand hin. „War ein<br />

schöner Spaziergang mit Ihnen.“<br />

„Mit Ihnen auch“, lächelte sie, nahm seine Hand <strong>und</strong><br />

hielt kurz die Luft an. Würde er sie jetzt um ein<br />

Wiedersehen bitten? „Lassen Sie sich nicht unterkriegen!“,<br />

erklärte er jedoch nur, bevor er die Treppe zu<br />

seiner Wohnung hochstieg. „Sie auch nicht!“, rief<br />

Anne ihm nach, schaffte sogar ein schiefes Grinsen.<br />

Dann schloss sie die Tür auf <strong>und</strong> betrat mit Judy die<br />

Wohnung. „Kriegst noch was, meine Kleine“, erklärte<br />

sie dem H<strong>und</strong>, während sie im Küchenschrank nach<br />

der Packung Trockenfutter griff.<br />

144 <strong>Ratgeber</strong> 5/2014<br />

5/2014<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

145


KURZGESCHICHTE<br />

KURZGESCHICHTE<br />

den! Um ja keinen Unsinn zu machen, hastete sie so<br />

schnell wie möglich aus der Wohnung <strong>und</strong> zu sich<br />

nach Hause.<br />

Den Rest des Abends versuchte sie sich auf den Film<br />

zu konzentrieren, doch die ganze Handlung von<br />

„Notting Hill“ verschwamm nur so vor ihren Augen.<br />

Und immer, wenn Hugh Grant die Szene betrat, sah<br />

sie auf einmal diesen Johannes vor sich, wie er sie mit<br />

seinen Fältchen um die Augen anlächelte. Mist, so<br />

wie die Sache aussah, hatte sie sich tatsächlich ein<br />

wenig in diesen Mann verguckt. „Der wohlgemerkt<br />

nichts von mir wissen will“, setzte sie sich selbst<br />

unbarmherzig den Kopf zurecht.<br />

Sie würde einfach nicht mehr an ihn denken, so einfach<br />

war das. Oder auch nicht. Denn anstatt zu schlafen,<br />

warf sie sich die halbe Nacht<br />

unter ihrer Decke hin <strong>und</strong> her, ließ<br />

die Begegnung mit Johannes immer<br />

wieder Revue passieren. Am<br />

Sonntagmorgen stand sie schließlich<br />

ungewohnt früh auf, kochte<br />

sich Kaffee, taute ein tiefgekühltes<br />

Croissant auf, versuchte einen Artikel über Heilkräuter<br />

in ihrer Morgenzeitung zu lesen – <strong>und</strong> verstand<br />

kein einziges Wort. Die Buchstaben schienen bloß hin<br />

<strong>und</strong> her zu tanzen. Schließlich gab sie es auf <strong>und</strong><br />

schnappte sich ihr Telefon. Inzwischen war es kurz<br />

nach zehn geworden, da konnte sie sich schon mal<br />

bei Katja melden. Klarerweise einfach so, völlig ohne<br />

Hintergedanken. „Guten Morgen!“, begrüßte sie dann<br />

auch gleich darauf ihre Fre<strong>und</strong>in, die sich mit einem<br />

lauten Gähnen gemeldet hatte. „War’s noch nett<br />

gestern?“ „Ja, du hättest dabei sein sollen! Michael<br />

hat, als sie ,Let’s Twist Again´ gespielt haben, sogar<br />

getanzt!“<br />

Unwillkürlich muss Anne beim Gedanken an Katjas<br />

wild hin <strong>und</strong> her springenden Mann, der normalerweise<br />

die Tanzfläche scheute wie der Teufel das Weihwasser,<br />

schmunzeln. „Scheint ja wirklich ein spaßiger<br />

Abend gewesen zu sein.“<br />

„Dabei hat Michael gar nicht viel getrunken, aber der<br />

Schulkollege hat offensichtlich wieder seine jugendliche<br />

Ader in ihm geweckt!“, erklärte Katja kichernd.<br />

„Schön“, murmelte Anne, überlegte fieberhaft, wie sie<br />

dem Gespräch eine andere Wendung geben konnte.<br />

Zu gerne hätte sie mehr über Johannes erfahren,<br />

aber ausgerechnet den wollte Katja ihr nicht vorstellen.<br />

Eigentlich ein W<strong>und</strong>er, nachdem sie ihre Fre<strong>und</strong>in<br />

gefühlt mit der halben Männerwelt von Münster hatte<br />

verkuppeln wollen. Endlich fiel Anne etwas ein.<br />

„Der Spaziergang mit Judy war total nett, könnte ich<br />

bald mal wieder machen.“<br />

„Süß von dir! Ihr zwei müsst ja eine Weile unterwegs<br />

gewesen sein, so müde wie sie war!“, antwortete Katja.<br />

Anne spürte ihren Puls bis in die Ohren rauschen.<br />

Langsam steuerten sie auf das richtige Thema zu …<br />

„Ja, sie ist mit dem H<strong>und</strong> von eurem Nachbarn wie<br />

eine Verrückte über die Wiese getobt … weiß jetzt<br />

gar nicht, was er für einen Namen genannt hat …“,<br />

warf sie so gelassen wie möglich ein. Ha, jetzt war sie<br />

doch völlig unauffällig gewesen! „Meinst du Johannes<br />

Merlins? Den Anästhesisten?“, fragte Katja nach.<br />

„Mmmh …“ Anne tat so, als ob sie angestrengt überlegen<br />

müsste. „Ja … genau, so hieß er wohl. Da die<br />

H<strong>und</strong>e sofort unzertrennlich gewesen waren, sind<br />

wir zusammen in den Park gegangen.“ „Netter Typ,<br />

nicht wahr?“, warf Katja ein. „Vorhin ist er mir beim<br />

Zeitungholen im Treppenhaus über den Weg gelaufen.“<br />

Anne musste heftig schlucken <strong>und</strong> sich fast den<br />

M<strong>und</strong> zu halten, um nicht laut „Und, hat er mich erwähnt?“<br />

zu rufen. Gerade mal so schaffte sie es, ruhig<br />

zu bleiben, wartete ab. Leider sagte Katja nichts mehr<br />

über ihn, fragte stattdessen, ob die Anne am Nachmittag<br />

Lust auf einen gemeinsamen Kaffee in der Innenstadt<br />

hätte. „Okay, bis um drei“, brachte sie dann<br />

zwischen zusammengepressten Lippen bloß heraus,<br />

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