40 Jahre - Deutscher Sauna-Bund e.V.

saunabund.ev.de

40 Jahre - Deutscher Sauna-Bund e.V.

ISSN 1862-8206 10633

SAUNA& BÄDER

PRAXIS

S P A & W E L L N E S S W E L T W E I T

2/2013 | 8,00 e

40 Jahre

Die 1. Wahl bei Sauna und Spa

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Massivholz-Sauna

Infrarot-

Wärmekabinen

Dampfbad-Kabinen

Saunaheizgeräte

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Sauna für die Sinne

Saunakonjunktur 2013 • Tendenzen in der Sauna-Architektur

Thermenreport Vierordtbad Karlsruhe • Beliebte Saunameister-Ausbildung

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Fortbildungen 2013/2014

Jahrestagung Saunaimpulse®

Inhouse-Schulungen/Betriebsfortbildungen:

Richtig saunabaden – gut aufgießen

Aufgusstraining: Praktisches Üben von Wedeltechniken

Erlebnisaufgüsse mit Pep

Sauna und Aufguss heute

Kommunikationstraining: Service mit Herz

Grundlagen-Seminar:

Saunabaden – aber richtig!

04.02.2014 Bielefeld

Praxis-Seminare:

Duftreisen und Meditationszeremonien

16.09.2013 Filderstadt, Fildorado

Babysauna + Säuglingsschwimmen

28.09.2013 Oldenburg, OLantis Huntebad

Wenik-Rituale in der Sauna

09. + 10.10.2013 Markranstädt bei Leipzig, meri Sauna

Teamentwicklung:

Kurs nehmen, Stolpersteine meistern!

14. + 15.10.2013 Berlin

Service mit Herz

21. + 22.10.2013 Bielefeld

Klangaufguss in der Sauna

21.10.2013 Filderstadt, Fildorado

Aufsicht und Rechtsprobleme in der Sauna

11.11.2013 Braunschweig

Duftreisen und Meditationszeremomien

18.03.2014 Beuren, Panorama Therme

Wellness-Seminar:

Einführung in die Hamam-Kultur –

Die Seifenschaummassage

08. - 10.10.2013 Bielefeld, Freizeitbad Ishara

Lehrgänge:

Saunameister-Lehrgänge

28.10. – 09.11.2013 München (Ismaning)

10.02. - 22.02.2014 Bielefeld

05.05. - 17.05.2014 Leipzig

17.11. - 29.11.2014 München (Ismaning)

Betriebsleiter-Lehrgang

25.11. - 05.12.2013 Bielefeld

Wellnessmassagen-Ausbildung

24. - 28.03.2014 und Bielefeld

02. - 04.05.2014

Schulung UVSV:

Fachpersonal für den Umgang mit

UV-Bestrahlungsgeräten

16./17.09.2013 Leipzig

23./24.09.2013 Lübeck

01./02.10.2013 Berlin (Königs Wusterhausen)

14./15.10.2013 Bielefeld

17./18.10.2013 Bad Füssing

06./07.11.2013 München (Erding)

► Veranstaltungsübersicht

Tagungsort

Tagungshotel PARK INN

Willy-Brandt-Allee 1-5

23554 Lübeck

Konferenzbereich, Pier 1-6

Dienstag, 24. September 2013

15.00 – 18.00 Uhr

Themenkreis I

Steht nicht nur das Q im Alphabet weit hinten...?

Informationsveranstaltung zum Qualitätsmanagement

und zu Qualitätssystemen für Vertreter der

zertifizierten Bäder und interessierte Mitglieder des

Deutschen Sauna-Bundes

ab 18.00 Uhr

Get-Together der Tagungsteilnehmer

Mittwoch, 25. September 2013

9.00 – 12.00 Uhr

Themenkreis II

Kunden begeistern ist mehr als Kundenzufriedenheit!

13.30 – 16.00 Uhr

Themenkreis III

Innovatives Marketing für moderne Saunaanlagen

ab 18.00 Uhr

Rahmenprogramm

Donnerstag, 26. September 2013

9.00 – 12.00 Uhr

Themenkreis IV

Die Sauna und das Freizeitverhalten der Deutschen

ab 14.00 Uhr

Mitgliederversammlung 2013

2013

Sponsor

Anmeldung und Programme bei:

Akademie für Aus- und Fortbildung im Badewesen

des Deutschen Sauna-Bundes e.V.

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2 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Editorial

Saunamarkt stark

in Bewegung

Die Konjunkturbefragung 2013 des Deutschen

Sauna-Bundes unter 2.400 öffentlichen Saunaanlagen

hat den Trend der wirtschaftlichen Konsolidierung

der Branche bestätigt. Die großen und

auch noch die mittelgroßen Saunabäder haben im

Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich Zuwächse bei

den Besucherzahlen und beim Umsatz gemeldet.

Wie schon bei der letzten Erhebung schätzen sie

ihre wirtschaftliche Situation als befriedigend ein,

jetzt sogar mit einem kleinen Pluszeichen.

Dieser Trend schließt jedoch ein Drittel des

Marktes, nämlich die kleinen Saunabäder mit

bis zu 40 Garderobenschränken, nicht ein. Nur in

Ausnahme fällen konnten diese eine positive Geschäftsentwicklung

mitteilen. Für solche Anlagen

ergeben sich immer weniger ökonomische Nischen.

Sie kämpfen außerdem mit der Überalterung der

Gäste und mit Nachfolgeproblemen bei selten gegebenen

Expansionsmöglichkeiten. In den letzten

sieben Jahren hat schon mehr als ein Viertel dieser

Betriebe aufgegeben.

Dies ist sicher der gesamtwirtschaftlichen Erstarkung

geschuldet, aber auch auf die klar auszumachende

Professionalisierung zurückzuführen.

Besonders bei den großen Saunabetrieben

gehören heute die Erarbeitung von Kennzahlen,

ein fundiert betriebenes Benchmarking, ein Qualitätsmanagement

für die innerbetrieblichen

Abläufe und ein strukturell angelegtes Marketing

nicht selten zum Tagesgeschäft. Übrigens: Ein Teil

dieser betriebswirtschaftlichen Aufgabenfelder

wird aktuell auf der Jahrestagung Saunaimpulse®

in Lübeck thematisch behandelt. Die Zahl der

großen Saunaanlagen hat im bereits genannten

Zeitraum von sieben Jahren um satte 27 Prozent

zugenommen. Da der Marktanteil der mittelgroßen

Saunabäder etwas überraschend fast gleich geblieben

ist, sind viele der hinzugekommenen

Anlagen Neugründungen – mit entsprechenden

Ambitionen.

Der Saunamarkt ist so stark in Bewegung wie seit

vielen Jahren nicht mehr und größtenteils führt der

Weg nach oben. „Sauna & Bäderpraxis“ wird über

diese Entwicklung im Detail berichten.

Bis zum nächsten Mal

I h r

Eine günstige Entwicklung aus der rezessiven Lage

des vergangenen Jahrzehnts haben die mittelgroßen

und großen Saunaanlagen genommen.

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

3


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Neue Produkte

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Sauna-Matti mit ARABESKE die „Zwischenlösung“. Das Tuch liegt im Format zwischen

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haben naturgemäß Risse und Löcher. In Form und Größe sind sie unterschiedlich.

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Die in türkischen Hamams traditionell verwendeten Pestemals erfreuen sich auch in der Sauna wegen ihrer

angenehmen Trageeigenschaft und hervorragenden Saugfähigkeit einer immer größer werdenden Beliebtheit.

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Das Pestemal ist sehr saugfähig und schnelltrocknend.

Die Fransen sind handgeknotet.

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Aufgießerinnen werden es als körperbedeckendes Tuch schätzen.

Aus 100 % reiner Baumwolle ist es angenehm auf der Haut zu tragen und

sehr saugfähig. Auch bei diesem Tuch sind die Fransen handgeknotet.

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Infolgedessen ist dieses Pestemal sehr angenehm und leicht auf der Haut zu tragen.

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Farbe: weiß mit roten Streifen

Größe: ca. 100 x 180 cm

Material: 60 % Baumwolle, 40 % Viskose

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Inhalt

Inhalt 2/2013

Ausstattung und Betrieb

Beliebte Saunameister-Ausbildung 22

Saunakonjunktur 2013 25

Das aktuelle Interview

Thomas Kalman zur 27

Sauna-Architektur

Jahrestagung Saunaimpulse® 2

Editorial 3

Im Gespräch

Patrick Bolte 6

Nachrichten 7

Neue Mitglieder 10

Sauna- und Bäder-Journal 11

SPA & Wellness weltweit

Sauna für die Sinne: 29

Meditationszeremonie, Duftreise

und Klangaufguss

Geld und Recht

Amtsgericht Aurich zur 32

UV-Schutz-Verordnung

Schaufenster 33

Anzeigen-Index 39

Impressum 39

Leserfrage

Wie lassen sich Sauna- und Warm- 12

lufträume sinnvoll reinigen?

Deutscher Sauna-Bund

„Erster Spatenstich” für 15

neue Geschäftsstelle

Thermenreport

Vierordtbad Karlsruhe 18

Titel:

Helo Deutschland GmbH, Knüllwald

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

5


Yin Yang – zu zweit genießen.

Im Gespräch

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Im Gespräch

Patrick Bolte:

Aus dem Knüllwald

in die Welt

„Erfolg beginnt im Kopf“. Davon

ist Daniel fest überzeugt,

einer von vier saunabegeisterten

Finnen – neben Lisa, Pekka und

Sofia –, mit denen Helo Deutschland

auf seiner Website für

maßgefertigte Sauna-, Dampfbad-

und Infrarotkabinen aus

dem nordhessischen Knüllwald

wirbt. Im kommenden Herbst

wird die im Ortsteil Wallenstein

autonom arbeitende Niederlassung

der finnisch-schwedischen

TyloHelo World Group offiziell ihr

40jähriges Bestehen feiern. 1973

von Wilfried Rütten und Roland

Schlosser als „RüSchlo Knüllwald

Sauna“ gegründet, wurde daraus

in den 80iger Jahren „Knüllwald

Helo Sauna“, später dann

Saunatec“ und – mit dem neuen

Eigentümer AAC Capital Partners

(AAC Nordic) – ab 2008 „Helo

Deutschland“. Seit vier Jahren

agiert Patrick Bolte (40) dort als

alleiniger Geschäftsführer und

erzielt mit 40 Mitarbeitern einen

Jahresumsatz von annähernd

sieben Millionen Euro (TyloHelo

Konzernumsatz 72 Millionen

Euro mit 400 Beschäftigten).

Seit 14 Jahren im Unternehmen,

zunächst in den Bereichen Vertrieb

und Marketing, sieht sich

Bolte „auf einer spannenden

Reise, die so nicht geplant war“:

Aus dem Knüllwald in die Welt

– und wieder zurück. Daheim erholt

sich Patrick Bolte von seinem

zeit- und kraftintensiven Fulltime-

Job jeden Sonntagnachmittag in

der eigenen Helo-Gartensauna,

zusammen mit seiner Frau und

seinen Zwillingen. „Die Sauna ist

ein wichtiges Kommunikationsmittel“,

weiß sich der hochengagierte

Geschäftsführer ganz auf

der Linie der privat ausgerichteten

finnischen Badekultur. Der

tägliche Informationsaustausch

mit der Kundschaft, der hauseigenen

Produktion und dem Vertrieb

gehört deswegen für Bolte

auch im Arbeitsalltag zum gern

ausgeübten Pflichtprogramm.

Dazu zählt – neben häufigen

Geschäftsreisen und dem „strategischen

Networking“ im Konzern

TyloHelo – vor allem die

Entwicklung neuer marktfähiger

Erzeugnisse. Dabei wird großer

Wert auf individuelle Fertigung

und modernes (Möbel-)Design

für den gewerblichen und privaten

Bereich gelegt. In diesem

Zusammenhang kündigt Bolte

für das dritte Quartal dieses Jahres

neue qualitativ hochwertige

und zugleich energieeffiziente

Helo-Produkte an: Sauna- und

Dampf-Kabinen, Steuerungen,

Öfen. Die (Heiz-)Technik dafür

kommt aus Finnland und Schweden.

Das Zentrallager und die

gesamte Konzernlogistik sind

am verkehrsgünstig gelegenen

Standort Knüllwald-Wallenstein

angesiedelt. Beliefert werden

von dort 86 Länder weltweit. In

Deutschland werden nach und

nach bei ausgewählten Vertriebspartnern

so genannte Helo

Center aufgebaut, die nach Auskunft

von Bolte „der Marke eine

Heimat geben“ und sie besser

im Wettbewerb positionieren

6 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Im Gespräch/Nachrichten

sollen. Beim Produkt Massivholzsauna

setzt Helo-Geschäftsführer

Patrick Bolte ganz auf

die große Zugkraft der Marke

„Original Knüllwald made in Germany“.

Der Erfolg gibt ihm Recht.

Helo Deutschland ist seit 1976

Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund und sponsert in diesem

Jahr – erneut – die Jahrestagung

Saunaimpulse®” des Verbandes

Ende September in Lübeck. •

Websites: www.helo-sauna.de;

www.tylohelo.com

EOS Saunatechnik

wieder in privater Hand

Die beiden bisherigen Geschäftsführer

Rainer Kunz und Michael

Meis übernahmen Mitte Juli dieses

Jahres als gleichberechtigte

Gesellschafter 100 Prozent der

Geschäftsanteile des Traditionsunternehmens

EOS Saunatechnik im

hessischen Driedorf-Mademühlen.

Der Eigentümerwechsel erfolgte

im Rahmen eines so genannten

Management Buyouts. Dazu gehört

auch der Kauf der umfangreichen

Immobilie mit circa 14.000

Quadratmetern Produktionsfläche

auf rund vier Hektar am Stammsitz

des Unternehmens. Im September

2011 hatte Paragon Partners aus

München, eine private Investorengesellschaft,

EOS von der Firmengruppe

Günther erworben. Die beiden

neuen Inhaber, langjährig im

Unternehmen tätig, versprechen

sich von dem Kauf eine stärkere

markt- und kundenorientiertere Positionierung

auf den Weltmärkten.

EOS, „Marktführer für professionelle

Saunatechnik im Premiumsegment“,

beschäftigt circa 120

Mitarbeiter. Das Unternehmen,

das im nächsten Jahr seinen

70. Geburtstag feiert, erzielte 2012

einen Umsatz von 15 Millionen

Euro. Im Deutschen Sauna-Bund ist

EOS seit dem Jahr 1969 Mitglied.

Website: www.eos-sauna.com

„Gesund und geistig fit bleiben wird zur Leitlinie des

Lebens. Die Menschen altern gesünder.“

Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, Zukunftswissenschaftler, Publizist und Berater

für Wirtschaft und Politik, in einem Szenario „DeutschlandVision 2030“

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Öffentliche Bäderanlagen

Aus ISS wurde ISA

Umfirmierung: Neue Statuten der

International Sauna Society (ISS)

mit Sitz in Helsinki

brachten eine

Namensänderung

in International

Sauna Association

(ISA) mit sich. Die

englische Bezeichnung soll zum

Ausdruck bringen, das sich die

seit 1977 aktive Internationale

Sauna-Gesellschaft von ihrer ursprünglichen

Struktur als Verein

hin zu einer mehr gesellschaftsrechtlich

geprägten Organisation

mit Professionalitätsanspruch wandelt.

Nicht nur Verbände sondern

auch Unternehmen können jetzt

Mitglied in der ISA werden. Im

„Board of Directors”

sind Prof. Dr. Carsten

Sonnenberg, Präsident

des Deutschen

Sauna-Bundes und

Sauna-Bund Geschäftsführer

Rolf-A. Pieper als

„members“ vertreten. ISA-Präsident

ist der Finne Risto Elomaa.

Website: www.sauna.fi/in-english/

international-sauna-association

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Die neue aquanale 2013 wird noch größer und noch informativer:

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Sauna & Bäderpraxis 2/2013

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Nachrichten

Wellness & Ambiente aus Fernost

Saunafächer - Kimono - Feng Shui - Teezeremonie

asiatische Klänge und Dekoration

Stadt Neusäß übernimmt

Titania Therme

Ab Oktober dieses Jahres wird

die Titania-Therme in Neusäß bei

Augsburg (Bayern) von einem

Tochterunternehmen der Stadt

(Sportstätten Neusäß) weitergeführt.

Pächter bis zu diesem Zeitpunkt

ist die Stuttgarter Deyle

Gruppe (Starwaters®-Betriebe). Die

circa 50 Mitarbeiter werden übernommen.

„Nichts bekannt wurde

bislang über die Konditionen für

diese Verträge“, schrieb die Online-

Ausgabe der Augsburger Allgemeine

Zeitung Ende Juli dieses Jahres,

Bezug nehmend auf vor einiger

Zeit geschlossenen gerichtlichen

Vergleich vor dem Landgericht

Augsburg zwischen der Stadt und

der Deyle Gruppe. Regulär wäre

der Pachtvertrag zwischen den

Konfliktparteien noch bis Mitte

2015 gelaufen. Im Rahmen einer

verlängerten Revision soll im Oktober

laut Augsburger Allgemeinen

die Wasseraufbereitung ergänzt

werden. Vor einem dreiviertel Jahr

hatte das Titania zwei Monate wegen

eines Legionellenbefalls des

Badewassers schließen müssen.

Websites: www.titania-therme.de;

www.starwaters.de

www.Asien-Harmonie.de Tel.: 05130 / 925900

email: sauna@asien-harmonie.de

Messe-Doppel aquanale

und FSB „klar auf Kurs”

Die aquanale, Internationale

Fachmesse für Sauna, Pool,

Ambiente, und die Internationale

Fachmesse für Freiraum, Sportund

Bäderanlagen (FSB), die

parallel vom 22. (Dienstag) bis

25. (Freitag) Oktober 2013 auf dem

Gelände der Kölnmesse im Stadtteil

Deutz stattfinden, sehen sich wenige

Wochen vor dem Start „klar auf

Erfolgskurs“. Insgesamt werden zum

Messe-Doppel mit dem 5. Kölner

Schwimmbad- und Wellnessforum

circa 1.000 Aussteller und mehr als

25.000 Besucher erwartet.

Websites: www.aquanale.de;

www.fsb-cologne.de

SaunaPremium”-Auszeichnung für bademax

Die Saunalandschaft

des Sport- und Erlebnisbades

bademaxx

in Speyer (Rheinland-

Pfalz) darf sich seit

Mai dieses Jahres

Sauna Premium" nennen.

Dieter Gronbach,

Vorsitzender des Qualitätsausschusses

des Deutschen Sauna-Bundes für die Zertifizierung

Foto Klaus Venus

von Saunabädern, übergab die Auszeichnung an Wolfgang Bühring.

Stellvertretend für das bademaxx-Team nahm der Stadtwerke-Geschäftsführer

das Qualitätsschild mit Zertifikat entgegen und dankte

den Saunagästen für ihre Treue und den Mitarbeitern für ihren großen

Einsatz. „Das bademaxx stellt eine Besonderheit in der Reihe der zertifizierten

Saunalandschaften dar", sagte Gronbach. Bereits vor drei Jahren

wurde die Einrichtung bei der ersten Zertifizierung mit der Qualitätsstufe

„Selection" ausgezeichnet. Durch die Realisierung des Anbaus mit Panoramasauna,

Massagebereich und Ruhezonen konnte der Saunabereich

zum „Premiumbetrieb" werden. Das bademaxx ist seit dem Jahr 2006

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund. Website: www.bademaxx.de

8 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Nachrichten

SATAMA

Aufguss-WM

ter südöstlich von Berlin. Austragungsstätte

für das Top-Event ist

das Mitte August offiziell eröffnete

SATAMA-Theater (SATAMA: finnisch

für Hafen) im Garten der Anlage.

160 gleichzeitig anwesende

Gäste haben darin Platz. Angesagt

haben sich Teilnehmer aus 19 Nationen

(u. a. aus Afghanistan und

Brasilien). 36 Personen treten im

Einzelwettbewerb und 19 Teams

(bis maximal drei Personen) im

Teamwettbewerb an. Eine zwölfköpfige

Fachjury und eine Publikumsjury

bewerten die Leistungen der Teilnehmer

im Show-Aufguss in sechs

Kategorien: Professionalität & Gesamteindruck

des Aufgießers, Hitze-

Steigerung, Wedeltechnik und Verteilung

der Hitze, verwendete Düfte

und deren richtiger Einsatz, Thema

und Umsetzung, Show element.

Fünf Tage, vom 18. bis 22. September

2013, findet die SATAMA

Aufguss-WM im SATAMA Sauna

Resort & SPA in Wendisch Rietz

(Bad Saarow) am Scharmützelsee

in Brandenburg statt, 60 Kilome-

Foto Janina Lindner, SATAMA

Ihren Ursprung hat die Veranstaltung

in der Cron4 Aufguss-WM

2011 und in der International

Aufguss-Trophy 2012 in Bruneck /

Italien. SATAMA-Geschäftsführer

sind Susanne Du Chesne & René

Kowatsch, Betriebsleiterin ist Janina

Lindner. Das SATAMA-Theater

baute B+S FINNLAND SAUNA aus

Dülmen, Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund.

Websites: www.aufguss-wm.de;

www.satama-saunapark.de

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Saunazubehör · uvm.

Neu im Programm:

Aufguss-Fahne, Aufguss-Ring, Wedeltuch,

Naturesse-Saunaextrakte

„Kim plündert Goldreserven für edle Sauna-Landschaft“

Headline eines Artikels in der Online-Ausgabe der „Welt“ Anfang August

dieses Jahres über den luxuriösen Lebensstil des circa 30-jährigen nordkoreanischen

Diktators Kim Jong-un.

Heiko Laabs nicht

mehr beim

Deutschen Sauna-Bund

Zum Ende des zweiten

Quartals dieses

Jahres verließ Heiko

Laabs auf eigenen

Wunsch die Geschäftsstelle

des Deutschen

Sauna-Bundes. Über

zehn Jahre, ab September 2002,

kümmerte er sich um die (EDV-)

Büroorganisation. Er wirkte mit

bei der Zertifizierung öffentlicher

Saunabäder, bei Betriebsberatungen

und

Umfragen, bei der

Jahrestagung „Saunaimpulse®“

und bei der

Messe „interbad“.

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Nachrichten/Neue Mitglieder

UVSV: 100 Schulungen

im ersten Jahr

Im September 2012 wurde der

Deutsche Sauna-Bund von der

Deutschen Akkreditierungsstelle

(DAkkS) als Schulungsträger zur

„Schulung und Fortbildung von

Fachpersonal für den Umgang mit

UV-Bestrahlungsgeräten gemäß UV-

Schutzverordnung” (UVSV) als bislang

einziger Verband akkreditiert.

Innerhalb des ersten Jahres wurden

Fachkongress und

Symposium Solarien,

Licht und Gesundheit

Der 7. Europäische Fachkongress

Solarien und Besonnung ist am

16. November 2013 im Sheraton

Sarah Wiener schätzt

die Sauna

Die aus dem westfälischen Halle

in Westfalen stammende prominente

Kochunternehmerin

Sarah Wiener (51) beantwortete

Anfang Juli dieses Jahres den

Radio-Fragebogen von WDR 4.

100 Inhouse- und öffentliche Schulungen

erfolgreich durchgeführt;

annähernd 2.000 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer nahmen mit Erfolg

daran teil. Seit November 2012 müssen

alle mit einem Solarium oder

mehreren ausgestatteten Betriebe

qualifiziertes Fachpersonal vorweisen,

das die Kunden berät und die

Bestrahlungsgeräte kontrolliert. Nähere

Informationen zu den anstehenden

Schulungsterminen stehen auf

der Website: www.sauna-bund.de

Congress Hotel Frankfurt/M.

Das nächste Symposium „Licht und

Gesundheit“ ist am 19. und 20.

März 2014 an der TU Berlin.

Websites: www.photomed.de/

Kongress-2013-in-Planung.

1224.0.html; www.li.tu-berlin.de

Eine Frage lautete: Wobei

können Sie am besten entspannen?

Sarah Wieners Antwort:

Bei einem Saunagang, bei einer

Körpermassage.

Websites: ww.wdr.de/radio/wdr4/

panorama/fragebogen/2013/

20130705_sarah_wiener.html;

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Fax: 0831/57111-39

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www.kku-kempten.de

Für Fragen zur

Mitgliedschaft

Renate Heise-Gartz

Tel.: 05 21/9 66 79-13

r.heise-gartz@sauna-bund.de

„Wir sind Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund, weil

wir unseren Saunagästen

immer das Beste bieten

möchten. Wir sind bereit,

hinzulernen und unsere vielfältigen

Erfahrungen zum

Wohle aller Saunagäste in

Deutschland einzubringen.”

Bernhard Dengel, Betriebsleiter

Cambomare Kemptener

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Kempten (Allgäu)

Bestellungen an:

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10 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Sauna- und Bäder-Journal

Sauna- und

Bäder-Journal

Die „SaunaPremium“-Flagge am Bushalteplatz

vor dem Thalassozentrum ahoi im Nordseeheilbad

Cuxhaven (Niedersachsen) wirbt

für das 2012 erworbene Qualitätszeichen des

Deutschen Sauna-Bundes. Ausgezeichnet sind

auch der Standort der Anlage direkt am Nationalpark

Wattenmeer

und das Meerwasser

in allen Badebecken.

Nach Auskunft des

stellvertretenden

leitenden Schwimmmeisters

Carsten

Hahl (Foto) besuchten

im vergangenen

Jahr 262.000 Gäste das ahoi, knapp

90.000 davon kamen in die Saunalandschaft.

Highlight dort ist – wegen des Ausblicks auf

das Wattenmeer – die Panorama-Sauna auf der

Dachterrasse. Mexikanische Nacht, Oktoberfest

und und Moonlight sind die Events im September,

Oktober und November dieses Jahres, jeweils

von 18 bis 24 Uhr. Das Thalassozentrum ahoi

ist seit dem Jahr 2005 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund.

Website: www.cuxhaven.de

Ende August dieses Jahres feierte Theune

SPA Management aus Köln Richtfest für das

vabali spa in Berlin-

Mitte. Der Rohbau ist

fertiggestellt und der

Dachstuhl errichtet.

Theune SPA Management

ist Besitzer und Betreiber der Wellnessanlage.

Das auf 20 Millionen Euro veranschlagte

„Premium Hideaway“ ist für 500 Tagesgäste ausgelegt.

Im Frühjahr 2014 soll die Eröffnung sein.

Websites: www.theunespa.de; www.vabali.de

Im laufenden Jahr werden in der

HolstenTherme in Kaltenkirchen (Schleswig

Holstein) bei Hamburg circa eine Million Euro

investiert. Damit soll die seit über 20 Jahren

betriebene Anlage attraktiv und marktfähig

erhalten werden, teilte der seit Anfang

2012 amtierende Geschäftsführer Stefan

Hinkeldey (Foto) mit. Im vergangenen Jahr

hatte die HolstenTherme eine halbe Million

Besucher, darunter 130.000 Saunagäste. In der

SaunenWelt wurde 2012 die japanische Shitau

Meditations-Sauna

für 45 Personen mit

großem Japan-Garten

errichtet und die

orientalische Gastronomie

„Mahira“ in

Betrieb genommen.

Die Erweiterung der

Ruhe- und Duschkapazitäten

im Außenbereich durch einen

Neubau eines nachgebauten brasilianischen

Kolonialstilhauses „Casa da Calma“ wird im

kommenden Herbst abgeschlossen sein. Die

HolstenTherme führt das Qualitätszeichen

SaunaPremium“ des Deutschen Sauna-Bundes.

Die Mitgliedschaft im Verband läuft seit dem

Jahr 1991. •

Website: www.holstentherme.de

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Leserfrage

Düfte

erleben

Der Gast merkt den Unterschied sofort: Düfte

von Kemitron entwickeln sich langsam und

wandeln sich wie bei einem wertvollen Parfum.

Kein Wunder – wir verwenden überwiegend

natürliche ätherische Öle. Sie haben zwar ihren

Preis, aber auch überzeugende Wirkung auf

Psyche und Gesundheit. Und – wir liefern

gleichbleibende geprüfte Qualität. Deshalb

setzen sich unsere Duftkompositionen in

Wasserwelten und Fitnessbereichen immer

mehr durch.

Leserfrage

Wie lassen sich Saunaund

Warmlufträume sinnvoll

reinigen?

Frage

Vor kurzem haben wir einen kleinen Saunabetrieb

auf Pachtbasis übernommen. Was

müssen wir bei der Reinigung der Sauna- und

Warmlufträume beachten, um den gängigen

Standards von Hygiene und Sauberkeit zu

entsprechen?

Antwort

Bei aller Euphorie über die anhaltend positive

Entwicklung der öffentlichen Saunabetriebe

darf man elementare Fragen der Hygiene

niemals vernachlässigen. Hygiene und

Sauberkeit sind Hauptfaktoren für den Erfolg

des Betriebes, den der Saunagast über die Länge

seines Aufenthaltes meist mit (sehr) gut bewertet,

wie aus der letzten Saunabesucher-Befragung

des Deutschen Sauna-Bundes hervorgeht.

Zusammengefasst: Allgemeine, standardisierte

Reinigungsanweisungen sind in den meisten

Fällen nicht angebracht. Jeder Saunaraum hat –

was Hygiene und Reinigung anbelangt – seine

eigenen Anforderungen und Besonderheiten,

zumal die Ausstattungsmerkmale immer „individueller“

werden. Anders ausgedrückt: „Hygiene

trifft auf Wirklichkeit.“ Die Reinigungshinweise

des Herstellers ist eine Sache, eine andere, ob

diese auch die hygienischen Aspekte von Reinigung

und Desinfektion berücksichtigen oder

nur speziell den Schutz der Werkstoffe behandeln.

Schon bei der Planung der Einbauten

sollte die Erreichbarkeit von Flächen für notwendige

Hygienearbeiten berücksichtigt werden.

Um eine Sauna sinnvoll und sicher reinigen zu

Viel

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Die Investition lohnt sich: noch keiner unserer

Kunden ist zu Monodüften zurückgekehrt.

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12 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Leserfrage

können, darf diese nicht in Betrieb sein und die

Temperaturen sollten möglichst der Raumtemperatur

entsprechen. In jedem Fall kommt dem

Zeitfaktor eine besondere Bedeutung zu.

Grundlage für alle Überlegungen zu Fragen der

Reinigung und Desinfektion sollten die gleichlautenden

Empfehlungen zu Sauna- und Warmlufträumen

in den „Richtlinien für den Bau

von gewerblich genutzten Schwitzräumen“ des

Deutschen Sauna-Bundes aus dem Jahr 2009

sein (Kapitel 15 Betriebshinweise; 15.4 Reinigung

und Desinfektion). In den Hygieneanforderungen

an Bäder und deren Überwachung

(Umweltbundesamt (UBA) Empfehlungen des

Bundesumweltamtes vom September 2006)

wird „zur Vermeidung von Infektionen eine tägliche

Reinigung und Desinfektion des Sanitärbereiches,

der Barfuß-Bereiche und der Sitzflächen

empfohlen.“ Diese Anforderung sollte auch für

den Saunabetrieb gelten. Auch Flächen, bei denen

ein Hautkontakt des Gastes unvermeidlich

ist, etwa Saunawände und Kopfstützen, sollten

in das tägliche Reinigungsintervall einbezogen

werden. Unter besonderen Umständen kann

eine punktuelle Zwischenreinigung erforderlich

sein, zum Beispiel bei Havarien. Sonstige

Flächen – etwa Beleuchtungen – sind je nach

Verschmutzungsgrad, mindestens aber einmal

wöchentlich zu reinigen. Revisionsreinigungen,

wie zum Beispiel das Aufarbeiten der Saunabänke

durch bleichende Produkte, sollten auf

Grund der besonderen Sicherheits- und Verarbeitungsvorschriften

nur von besonders geschultem

Personal, nach Anweisung und bei

guter Durchlüftung der Räume stattfinden.

Wenn möglich sollten die zu bearbeitenden

Teile vorher demontiert beziehungsweise ausgebaut

werden, um ein optimales Reinigungsergebnis

zu erzielen.

Der Sauna-Fußboden

Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass

dieser Bodenbereich so gestaltet sein sollte, dass

eine wechselnde Verwendung von alkalischen

und sauren Reinigungsmitteln möglich ist. Nach

dem Auftragen und Einwirken der gebrauchsfertigen

Reinigungslösung werden die stärker anhaftenden

Verschmutzungen mittels Schrubber oder

Reinigungsmaschine bearbeitet. Der Schmutz

wird dann durch Abspülen der Fläche mit ausreichend

Wasser entfernt. Vor der Anwendung einer

sauren Reinigungslösung müssen die Fugen vorgenässt

werden sowie – etwa bei Natursteinen

– ein Materialverträglichkeitstest durchgeführt

werden. Zu den Hauptverschmutzungen gehören

Staubpartikel und Flusen, Cremes, Schweiß und

andere fett- bzw. ölhaltige Partikel. Diese können

sich unter Einfluss der Temperatur

zu Schichten aufbauen,

wenn sie nicht rechtzeitig entfernt

werden.

Staub und Flusen lassen sich

am besten mit einem Staubsauger

entfernen oder durch

Abspülen mit Wasser, wenn ein

Bodenablauf vorhanden ist.

Das Aufwischen mittels Wischmopp

ist in den meisten Fällen

nicht praktikabel. Grundvoraussetzung

einer guten

Reinigung ist die Erreichbarkeit

aller Flächen. Vorhandene Anti-Rutschgitter oder

-matten müssen vor der Reinigung entfernt und

separat gereinigt und bei Bedarf desinfiziert werden.

Dabei findet ein leicht alkalischer Reiniger

Verwendung. Defekte oder beschädigte Matten

sind auszutauschen. Je nach Kontamination der

Fläche kann eine abschließende Flächendesinfektion

– unter Berücksichtigung der Dosierung

und der Einwirkzeit – vorgenommen werden.

Die Saunabänke

Die Saunabänke werden bei kontinuierlicher Benutzung

stark beansprucht. Das gilt besonders

dann, wenn sich der Gast – gar nicht so selten –

nicht an die Empfehlung hält, sein Saunatuch als

Sitz- oder Liegeunterlage zu verwenden. Dagegen

kommt es immer wieder vor, dass Tücher im

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Sauna & Bäderpraxis 2/2013

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Leserfrage

Saunaraum ausgeschlagen werden, was zu den

bekannten „Wollmäusen“ führt. Die Sauna bänke

werden aus verschiedenen Holzarten gefertigt,

afrikanischem Abachi zum Beispiel. Dieses Holz

ist sehr feinporig und neigt unter normalen

Bedingungen nicht zum Splittern. Verschmutzungen

wie Schweiß, Cremes, Hautfette können

deshalb nicht tief in das Material eindringen

und in Verbindung mit einem leicht alkalischen

Reiniger und einem Pad oder einer weichen

Bürste entfernt werden. Wichtig ist, dass diese

Reinigungshilfsmittel die Holzoberflächen nicht

beschädigen oder gar zerstören.

Wegen der Aufquellneigung von Holz ist vom

generellen Abspülen der Holzflächen abzuraten.

Insbesondere die Unterkonstruktion könnte

dabei irreparabel beschädigt werden. Besonders

schädlich wäre, wenn das Abspülwasser nicht

ablaufen kann und in die Hirnhölzer einzieht.

Weitere Schäden können entstehen, wenn Wasser

mit nicht fachgerechten Verbindungsteilen

wie nicht rostfreie Nägel und Schrauben in

Berührung kommt. Dann können Rostflecken

entstehen und im Zuge der weiteren Oxidation

kann es zur Fäulnisbildung sowie zur Beeinträchtigung

der Stabilität von Verbindungen

und Konstruktion kommen.

Eine Beseitigung vorhandener Wasserlachen,

etwa durch Abwischen der Oberflächen mittels

Wischtuch, wäre angebracht und für die

Materialschonung von Vorteil. Auf den Einsatz

eines HD-Gerätes zum Abspritzen der Oberflächen

sollte in jedem Fall verzichtet werden,

da Holzflächen durch den harten Wasserstrahl

stark beschädigt werden können und es durch

die Aerosolbildung zu einer eventuellen Keimverteilung

in den Räumen kommen kann. Eine

weitere Methode ist die Oberflächenreinigung

mit einem Produkt auf sauerstoffbasierenden

Bleichmitteln. Diese Produkte haben eine sehr

gute Reinigungs- und Bleichwirkung, die besonders

bei älteren und stark verschmutzten

Saunahölzern von Vorteil ist. Bei der Verarbeitung

dieser Produkte ist wichtig, dass die Sicherheitsbestimmungen

beachtet werden. Das Tragen

von Schutzhandschuhen, einer geeigneten

Schutzbrille und Schutzkleidung sollte ebenso

selbstverständlich sein wie die Verwendung in

gut durchlüfteten Räumen.

Nach dem Auftragen, Bearbeiten und Abspülen

sowie Abtrocknen der gereinigten Flächen

muss vor Betriebsbeginn und Aufheizen die

Sauna ausreichend gelüftet werden. Darüber

hinaus ist zu überprüfen, ob eventuell in das

Holz eingezogene Restchemikalien ausdünsten

und sich durch Gerüche bemerkbar machen.

In einem solchen Fall sollte die Sauna

für den Betrieb nicht freigegeben und eine

Nachreinigung durchgeführt werden. Das Für

und Wider einer Flächendesinfektion ist gerade

bei Sauna bänken ein leidiges Thema. Einerseits

ist die Vermehrung der Mikrobiologie

wegen der hohen Temperaturen auf den Flächen

und die Länge der Betriebszeiten keine

große Sache, andererseits ist zu vermuten, dass

im täglichen Betrieb Verschmutzungen und

Keime gerade im Bereich der Sitzbänke eingetragen

werden. Aufschluss über eine mögliche

Keimbelastung auf den Flächen, könnte nur

eine Abklatschuntersuchung ergeben, deren

Ergebnis in die Entscheidung Desinfektion Ja

oder Nein einzubeziehen wäre. Problematisch

ist das Aufsprühen von Desinfektionsmitteln,

denn es führt zur Aerosolbildung. Daher wird

für die Sitzbänke eine Wisch desinfektion (Tuch

und Desinfektionslösung) des Holzes empfohlen,

um auf diese Weise der hygienischen

Verantwortung gegenüber dem Saunagast

gerecht zu werden. In jeden Fall wäre dieses

Vorgehen mit dem zuständigen Gesundheitsamt

abzusprechen.

Die Saunawände

Die Saunawände werden im Wischverfahren

gereinigt. Mit einem Neutralreiniger und einem

Tuch werden die Flächen feucht abgewischt. An

besonderen Stellen, die stärker verschmutzen,

wie Rückenleisten und Kopfstützen, kann die

Reinigung auch mit Pad und Bürste unterstützt

werden. An senkrechten Flächen ist unbedingt

von unten nach oben zu reinigen, um Laufspuren

der Reinigungslösung auf den Holzflächen

zu vermeiden.

Zu guter Letzt zur die Technik im Saunaraum:

Saunaöfen und Saunaaufgusswannen reinigt

man nach den Vorgaben der Hersteller. •

Martin Schütte

Leiter Anwendungstechnik

Dr. Nüsken Chemie GmbH

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Deutscher Sauna-Bund

„Erster Spatenstich”:

Deutscher Sauna-Bund baut neue

Geschäftsstelle in Bielefeld

65 Jahre nach Eintragung in das

Vereinsregister in Düsseldorf wird der

Deutsche Sauna-Bund Anfang 2014

– zum 800. Geburtstag der Stadt Bielefeld

– die erste eigene Geschäftsstelle

beziehen. Mitte Juli dieses Jahres erfolgte

dafür im Bielefelder Stadtteil Sieker der

„Erste Spatenstich“. Neben der Fachpresse

berichteten die örtlichen Medien

ausführlich – auch im Lokalradio und

online – über das historische Ereignis für

den Verband. Auf dessen Website ist ein

informativer Filmbeitrag von TV-Kanal 21

eingestellt (www.sauna-bund.de).

Beim Spatenstich mit dabei: Bielefelds Oberbürgermeister

Pit Clausen, der Präsident des

Verbandes, Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, und

weitere Präsidiumsmitglieder, Geschäftsführer

Rolf-A. Pieper sowie Mitarbeiter der Geschäftsstelle.

Auch der Generalunternehmer und ein

Vertreter der Sparkasse Bielefeld waren beim

Vollzug der symbolischen Handlung zugegen.

Die Entscheidung für den Verbleib am verkehrsgünstig

gelegenen Standort Bielefeld war

im Jahr 2011 durch das Sauna-Bund Präsidium

und die Mitgliederversammlung getroffen

worden. Nach eingehenden Beratungen und

Analysen hatte man sich dafür entschieden,

mit einem Neubau Verbandseigentum zu

Abbildung HMS

Vollzogen den „Ersten Spatenstich” (von links nach rechts): Geschäftsführer Rolf-Andreas Pieper, Vizepräsident

Udo Mauritz, Präsident Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen, Bernd

Schwabedissen (Sparkasse Bielefeld) und Michael Scarlata (Generalunternehmer HMS, Bad Salzuflen).

schaffen und damit substanziell in die Zukunft

der Saunaidee zu investieren. Auslöser war

die seit 53 Jahren (1960) in der Innenstadt

angemietete Noch-Geschäftsstelle, deren

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

15


Deutscher Sauna-Bund

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Aufgusses

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immer schlechter gewordene Bausubstanz sich

nicht länger für eine zeitgemäße Darstellung

des Deutschen Sauna-Bundes eignet. Dort

hatte der frühere Vorsitzende Dr. Werner

Fritzsche (1912 – 1996) vier Jahrzehnte bis

Anfang der 90er Jahre die öffentliche „Sauna

am Kesselbrink“ und die physiotherapeutisch

ausgerichtete „Kuranstalt“ betrieben.

Auf einem ehemaligen Gelände der in

Bielefeld stationierten Britischen Streitkräfte

entsteht in den nächsten Monaten ein

zweigeschossiger Verwaltungsbau mit einer

Betriebsfläche von 500 qm und eine 150

qm große Lagerhalle für die Logistik der

Sauna-Bund Tochtergesellschaft Sauna-Matti.

Vorgesehen sind Büros, Besprechungs- und

Sozialräume für zwölf Mitarbeiter. Eine eigene

Sauna ist in dem neuen Gebäude nicht vorgesehen.

Die schlüsselfertige Errichtung erfolgt

durch HMS Industriebau aus Bad Salzuflen.

Das Grundstück, erworben von der Bielefelder

WDT Werner Dosiertechnik GmbH & Co. KG

Hettlinger Straße 17 | 86637 Wertingen

Tel. 08272 98697-0 | www.werner-dosiertechnik.de

16 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Deutscher Sauna-Bund

Beteiligungs- und Vermögensverwaltungs

GmbH, misst 1.800 qm. Das Gesamtbudget

liegt bei 760.000 Euro.

„Viel Spaß beim Schwitzen“ wünschte der

Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen

in seiner locker vorgetragenen Kurzansprache.

Das Standortbekenntnis des Deutschen

Sauna-Bundes bewertete der oberste Repräsentant

der Stadt, Vorsitzender ihres Rates

und Chef der Verwaltung, als „klasse Beispiel“

für die Bodenständigkeit der Betriebe in

Ostwestfalen. Selbst überzeugter Saunagänger,

allerdings wegen seiner Bekanntheit

nur daheim im Kellergeschoss, sieht es

Clausen als „gute Idee, die Saunakultur von

Bielefeld aus weiter voranzubringen“.

Der Präsident des Deutschen Sauna-

Bundes, Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, hob

in seiner Spatenstich-Rede hervor, dass der

Verband mit dem Neubau „noch einmal

„durchstarten“und eine „Perspektive für die

Mitarbeiter schaffen“ wolle. Insofern werde

„mit dem Bau der Geschäftsstelle ein neues

Kapitel aufgeschlagen“. Mit dem repräsentativen

und funktional hochwertigen Gebäude

werde zudem eine Anlaufstelle für die

Verbandsmitglieder sowie für nationale und

internationale Gäste geschaffen. Damit sei

der Deutsche Sauna-Bund zugleich auch ein

Werbeträger für die Stadt Bielefeld. •

Hans-Jürgen Gensow

Baufortschritt Mitte August: Erdgeschoss und Obergeschoss sind gemauert und betoniert.

Mit den Dacharbeiten wurde inzwischen begonnen.

Fotos Deutscher Sauna-Bund

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

17


Thermenreport

Auf Modernisierungskurs

Fotos Vierordtbad

Das einstige Vierordtbad heißt heute

Therme Vierordtbad. Das moderne

Gesundheitszentrum gilt als eines der

schönsten historischen Bäder und liegt

mitten im Herzen von Karlsruhe. In der

mit circa 300.000 Einwohnern zweitgrößten

Stadt Baden-Württembergs

gibt es zehn Frei- und Hallenbäder,

darunter das Europabad und das

Fächerbad. Bis 2020 sollen alle mit

einem Investitionsvolumen von 51

Millionen Euro modernisiert werden.

Im Laufe seiner wechselvollen 140-jährigen

Geschichte hat das Vierordtbad als Kulturdenkmal

besondere Bedeutung erlangt und

sich von der traditionellen Badeanstalt zur

modernen, stilvollen Therme mit vielfältigen

Sauna-, Wellness- und Massageangeboten

entwickelt. Seinen ungewöhnlichen Namen

verdankt das Bad seinem Stifter, dem Bankier

Heinrich Vierordt (1797-1867), welcher der

Stadt Karlsruhe nach seinem Tod 60.000

Gulden für wohltätige Zwecke hinterließ.

Ursprünglich wollte er damit den Bau einer

Markthalle unterstützen. Dagegen legten die

Marktfrauen allerdings heftigen Protest ein,

die begreiflicherweise genau wie die Altvorderen

ihre Erzeugnisse auf der Straße feilbieten

wollten, sodass man den Plan schließlich verwarf

und das Geld in den Bau einer Badeanstalt

mit öffentlichen Wannenbädern, Dampfbädern

und einer Kurabteilung investierte. Ab

1871 entstand nach den Plänen des Oberbaudirektors

Josef Durm (1837–1919), der auch

die Bauausführung begleitete, ein damals

hochmodernes Bad im Stil der Neorenaissance.

Am 3. April 1873 wurde das Bad eröffnet und

erwirtschaftete im ersten Jahr mit 22.000

Wannenbädern bereits 10.400 Gulden.

„Dauerbaustelle“

25 Jahre später befand sich das Vierordtbad in

einem schlechten Zustand. Wegen gravierender

baulicher und technischer Mängel wurde

sogar erwogen, das Bad abzureißen. Dann

allerdings hätte Vierordts Stiftung anderweitig

fortgeführt werden müssen. Auch wegen

18 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Thermenreport

des großen öffentlichen Bedarfs wurde das

Bad aufwendig renoviert und um eine große

Schwimmhalle ergänzt. Die Kurabteilung von

1873 wurde durch ein mit prächtigen Stuckfriesen

ausgestattetes Kurbad mit Kalt- und

Warmwasserbecken, Dampfbad, Umkleiden

und Ruheräumen erweitert. Eröffnet wurde

das erweiterte und renovierte Vierordtbad

am 2. Juli 1900. Seitdem ist immer wieder

umgebaut und modernisiert worden. Zum

Beispiel wurde im Jahr 1962 das als nicht

mehr zeitgemäß geltende Kurbad abgerissen

und durch einen Neubau mit einem größeren

Umkleidebereich, Heiß- und Warmlufträumen

sowie einem Kalt- und Warmwasserbecken

ersetzt. Eröffnung dieses Mittelbaus war am

15. Mai 1964.

Ab 1980 wurde das Kurbad nach und nach

mit Saunaräumen ausgestattet. Die zwei Innenhöfe

des Gebäudekomplexes wurden in die

Nutzung miteinbezogen: Im Westhof wurden

Saunablockhütten errichtet, aus dem Osthof

wurde ein Meditationsgarten. Im 1955 direkt

neben dem Vierordtbad errichteten Tullabad

– damals technisch eines der modernsten

Bäder – wurde bis 2002 das Wasser der

Schwimmhalle des Vierordtbads aufbereitet.

Mittlerweile ist das Tullabad geschlossen. Derzeit

wird es in den angrenzenden Zoo integriert

und zum Tropenhaus umgebaut.

Von August 2002 bis Ende 2004 wurde

die Schwimmhalle des Vierordtbads zwecks

umfangreicher Sanierung geschlossen und

komplett umgestaltet. Das Badehaus, wie die

Schwimmhalle nun genannt wird, erhielt

zwei getrennte Becken. Ab Mai 2004 wurde

außerdem das Kurbad mit Sauna komplett

saniert und etliche Räumlichkeiten neu

strukturiert. Ende Januar 2005 konnte die

ganze Anlage, nachdem insgesamt sechs

Millionen Euro investiert wurden, wieder

eröffnet werden. Die gesamten technischen

Einrichtungen wie die Badewasseraufbereitung,

die Sanitärinstallation, die Heizungsund

Lüftungsanlage sowie alle elektrischen

Anlagen wurden erneuert. Im Zuge dieser

Baumaßnahme stellte man auf umweltfreundliche

Fernwärme um.

„Mit großem Aufwand wurde ab 2010 die

Sandsteinfassade sowie das Dach des Badehauses

saniert“, berichtet Oliver Sternagel,

der seit November 2009 amtierende

Geschäftsführer der Karlsruher Bädergesellschaft

und zugleich Chef der städtischen

Bäderbetriebe ist. „Stein für Stein wurde

entfernt, vermessen und neu geschlagen“,

erklärt er die aufwendige Prozedur. An den

Kosten von insgesamt mehr als einer halben

Million Euro hat sich die Stiftung Deutscher

Denkmalschutz beteiligt.

Foto Stadtarchiv Karlsruhe

Prunkstück Badehaus

Die Therme Vierordtbad wird ihrem Motto

„Wasser, Wärme, Wohlbefinden“ auf verschiedene

Art und Weise gerecht: Neben dem

Badehaus mit seinen zwei Becken gibt es

eine großzügige Saunalandschaft, außerdem

Massage- und Kosmetikangebote sowie

Physiotherapie. Im Bistro werden hausgemachte

regionale Spezialitäten, Salate und

wechselnde Tagesgerichte serviert. Zwar erscheinen

die Räumlichkeiten der Anlage nach

den diversen An- und Umbaumaßnahmen auf

den ersten Blick recht verwinkelt, aber der Gast

kann sich – dank einiger Orientierungshilfen

und Beschilderungen – gut zurechtfinden.

Betriebsstellenleiter Alexander Brakert, der seit

über 15 Jahren hier tätig ist, kennt das Bad

von klein auf: „Das Vierordtbad wurde ein

Oliver Sternagel:

Karlsruher Bäderchef

Seit November

2009 arbeitet

Oliver Sternagel

(46) als Geschäftsführer

der Karlsruher

Bädergesellschaft

und ist

zugleich Chef der

städtischen Bäderbetriebe mit Verantwortung

für 150 Beschäftigte. Organisieren

und Entscheidungen treffen liegt ihm im

Blut. Sternagel hat bereits in verschiedenen

namhaften Freizeiteinrichtungen

gearbeitet, unter anderem als Betriebsleiter

für die Fläming-Therme Luckenwalde

bei Berlin und die Bodensee-Therme in

Überlingen.

Aufgewachsen in Karlsruhe, schätzt

Sternagel an der Fächerstadt besonders

„die hohe Lebensqualität durch

die hervorragende Infrastruktur und die

Nähe zum Schwarzwald und Elsass.“ Der

ehemalige Offizier der Bundeswehr ist

studierter Betriebswirt Tourismus.

Als bekennender Genussmensch schätzt

Harley-Fahrer Sternagel darüber hinaus entspannende

Kreuzfahrten, den Sport – und

natürlich die Sauna.

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

19


Thermenreport

bisschen zu meiner Passion. Es ist einfach mein

Baby“, sagt er. Außer ihm arbeiten fünf ausgebildete

Saunameister im Betrieb. Zehn weitere

Mitarbeiter und Auszubildende kümmern sich

um das Wohlbefinden der Gäste.

Auch heute ist das von außen historisch und

innen modern gestaltete Badehaus Prunkstück

und Herz der Therme Vierordtbad. Viel Licht,

edle Schlichtheit, klare Strukturen und Farben

beherrschen das imposante Bild. Ansprechend

gestaltete Keramikfliesen mit Bäderszenen,

Fußbäder mit den gelben Plastik-Designerstühlen

muten wie eine überdimensionale Blüte an.

Dahinter fällt der Blick auf das große Majolika-

Wandbild des Künstlers Carl Egler, geschaffen

1963. An der gegenüberliegenden Wand

befindet sich ein weiteres Werk Eglers, das die

85-jährige Agathe Rheinbold dem Vierordtbad

im Jahr 2012 stiftete.

Die Nutzung der Rotunde - einst Haupteingang

der Therme Vierordtbad - mit ihrer prächtigen

Außenfassade und dem Giebelbild der

Hallenbäder thematisch voneinander abzugrenzen“,

erklärt Oliver Sternagel. Ab 1996 wurde

der Saunabereich der Therme Vierordtbad deshalb

zu einem modernen Gesundheitszentrum

ausgebaut. In den Räumen der ehemaligen

Wannenbäder sind die Auskleideräume entstanden.

Zum Schwitzangebot innen gehören:

ein Dampfraum, eine kleine und eine große

Aufguss- Sauna, in denen Klangschalen- und

Erlebnisaufgüsse sowie Salz- und Honiganwendungen

angeboten werden. 24 Aufgüsse gibt

es täglich in der Zeit von 10.30 bis 22 Uhr.

welche die individuelle Handschrift des

Künstlers Wolfgang Göhner tragen, zieren die

Säulen entlang des Beckens auf zwei Etagen.

So sind unter der Gewölbedecke das ganz eigenständige

luxuriöse Flair und der besondere

Charakter des Badehauses, das nichts vom

Glanz früherer Zeiten eingebüßt hat, erhalten

geblieben. Im warmen Vitalisbecken, das

werktags ab 14 Uhr, am Wochenende auch

ganztägig, nackt genutzt werden kann, lässt

sich vortrefflich entspannen. Mehr Aktivität findet

der Gast im angrenzenden Bewegungsbecken,

wo verschiedene Wassergymnastikkurse

(auch in Kooperation mit der Rheumaliga und

anderen Vereinen) stattfinden.

Im Mittelpunkt des überschaubaren Saunabereichs

befinden sich ein großes Kalt- und

Warmwasserbecken, eine Liegefläche mit

angrenzenden Ruhezonen und ein außergewöhnlicher

Fußbeckenbereich mit reizvollen

Kontrasten aus modernen und klassischen

Elementen. Die im Kreis angeordneten

griechischen Göttin der Gesundheit (Hygieia),

bereitet den Betreibern heute einiges Kopfzerbrechen.

Alle Versuche, die Rotunde als

echten Mittelpunkt der Anlage wirkungsvoll

in Szene zu setzen, glückten bislang nicht. Es

schmücken eine marmorne Gedenktafel, die

an den Stifter erinnert, und vier großformatige

Landschaftsgemälde von Wilhelm Klose das

Innere über den Türen die Rotunde. Außerdem

schaffen eine historische Waage, Kronleuchter

und Skulpturen eine elegante Atmosphäre.

Obwohl ausreichend Sitzplätze vorhanden

sind, wird die Rotunde als Aufenthaltsbereich

kaum wahrgenommen. Bäderamtsleiter Oliver

Sternagel hat aber viele Ideen, dieses Stiefkind

wieder stärker in den allgemeinen Betriebsablauf

zu integrieren, zum Beispiel durch ein

Champagner-Sprudelbad oder eine überdimensionale

Sprudelliege.

Erweiterung zum Gesundheitszentrum

„Zu den bäderpolitischen Zielen der Stadt Karlsruhe

gehört, die zehn Freizeit-, Frei-, Sport- und

Fotos Doreen Koschnick, Foto Mitte Vierordtbad

Im Westhof befinden sich außerdem drei

Blockhütten mit einer finnischen Sauna, einem

„Tepidarium“ und einem Schwitzraum mit

Farblichtbestrahlung. Zu den Ruhebereichen

zählen ein Warmluftraum, ein „Vitalraum“ und

ein „absoluter Ruheraum“, der schon durch

seine sakrale Optik Ruhe und Erhabenheit

ausstrahlt. Mit seinen teils bodentiefen Buntglasfenstern

haftet dem Raum etwas Sakrales

an - wie geschaffen für die innere Einkehr.

In die Fensternischen auf dem Gang wurden

teilweise Edelstahlstangen eingebaut, auf

die Tücher zum Trocknen aufgehängt werden

können: eine sehr stilvolle Lösung.

Im Osthof kommt der Gast zur Ruhe. Eine

Steinbalance für den Selbstversuch, die der

Stammgast Eckhard Sültemeyer vor sieben

Jahren initiierte, ließ den Hof zum Meditationsgarten

werden, in dem der Besucher zu innerer

Ruhe und Ausgeglichenheit finden kann.

Einmal im Jahr findet eine „Nacht der Sinne“

in der Therme Vierordtbad statt, ebenfalls ein-

20 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Thermenreport

mal per anno wird das Motto „Wohlfühlen und

Leichtigkeit“ umgesetzt. Mittwochs ist Frauentag,

außerdem gibt es Baby-Saunakurse.

Bereits seit drei Jahren bietet die Therme

Vierordtbad regionalen Künstlern und Künstlerinnen

eine Präsentationsplattform für ihr

kreatives Schaffen. Ein- bis zweimal jährlich

ändern sich die Farbakzente. Von März bis

Ende August dieses Jahres waren die Ausstellungsstücke

der Künstlerin Stephanie Bollian

zu sehen (Website: www.stephanie-bollian.de).

Künftig „Ort der Extraklasse“

Mit der Umbenennung des Vierordtbads

in Therme Vierordtbad soll das Bad weiter

ausgebaut werden zu einem „Ort der

Extraklasse“, wie Bäderamtsleiter Oliver

Sternagel es mit hohem Anspruch for muliert.

Die bestehende Anlage soll erneut saniert

werden, um eine Entwicklung Richtung

„Medical Wellness“ in Gang zu setzen. Denn

trotz der letzten umfassenden Umbaumaßnahme

sind die Saunahäuser aus dem Jahr

1996 im Innenhof West nach heutigen

Maßstäben und gemessen an den Besucherzahlen

bereits wieder zu klein und sollen

durch eine größere Verweilfläche ersetzt

werden. Außerdem soll das Thema Salz,

zum Beispiel mit einer Salzkabine und einem

Solebecken, mehr Bedeutung bekommen, um

das Angebotsspektrum zu erweitern.

Des Weiteren ist ein Kneippbecken geplant.

„Die Höfe sollen künftig der Stimmung

der Anlage besser gerecht, der Sauna-

Innenbereich durch Materialien und Farben

insgesamt besser in den Kontext ,historisches

Stadtteil-Bad' eingebunden werden“,

erläutert Sternagel das Konzept. Dazu gehört

die notwendige Generalüberholung oder der

Neubau der Saunaräume.

Während der dreiwöchigen Revison von Mitte

August bis Anfang September dieses Jahres

wird als erste Maßnahme die Neugestaltung

des Dampfraumes in Angriff genommen. In

Zusammenarbeit mit der berühmten Karlsruher

Porzellanmanufaktur Majolika

entsteht das weltweit erste

Majolika-Dampfbad mit Fliesen

des Künster Wolfgang Thiel.

Die Fliesen wurden eigens

für das Vierordtbad gestaltet

und hergestellt. Im nächsten

Jahr wird das bargeldlose

„ChipCoin®-System“ eingeführt,

kündigt Sternagel eine weitere

Maßnahme an. Vornehmlich

geht es für die Therme Vierordtbad

darum: „Die 110.000 bis

120.000 Besucher im Jahr zu

halten, aber nicht zwingend zu

steigern. Erklärtes Ziel ist, eine

längere Verweildauer zu erreichen und damit

höhere Umsätze zu erzielen“. Gegenwärtig

verweilen die Gäste im Durchschnitt drei bis vier

Stunden in der Anlage.

Abbildung Stephanie Bollian

Das Europabad als Flaggschiff der Karlsruher

Bäder hat Sternagel erfolgreich bereits aus

einem Minus von einer Million Euro an die

„schwarze Null“ herangeführt. „Das wollen

wir mit dem Vierordtbad auf lange Sicht auch

erreichen“, sagt der zielstrebige Bäderchef

selbstbewusst. Die Fächerstadt hat ein Bäderkonzept

für die nächsten zehn Jahre erarbeitet.

„Alle Bäder sollen modernisiert werden“, heißt

es darin. Bis 2020 werden insgesamt 51

Millionen Euro investiert. Das für die Therme

Vierordtbad bewilligte Investitionsvolumen

beträgt circa sechs Millionen Euro.

Die Therme Vierordtbad Karlsruhe ist neues

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund. •

Doreen Koschnick/Hans-Jürgen Gensow

Daten und Fakten

Raumprogramm

17 Sammelumkleideräume (Frauen und Männer

gemeinsam) mit jeweils 16 Garderobenschränken im

Saunabereich, 2 Vorreinigungsräume (Frauen und

Männer getrennt) mit je 5 Duschen, 14 Einzel- und

2 Familienumkleiden im Bad.

Ruhebereiche

Warmluft-Ruheraum 60 °C (mit 7 Liegen und Musik),

1 „absoluter Ruheraum“, „Vitalraum“ (für Kursangebote),

Meditationshof (Außenbereich, 250 m 2 ),

Saunahof (Außenbereich, 250 m 2 ),

1 offener Ruhebereich. Insgesamt 50 Liegen.

Ausstattung

Saunabereich innen: Finnische Sauna 90 °C (Doppelofen),

Aufguss-Sauna 85 °C (Elektro-Ofen), Dampfraum

45 °C (Salzanwendungen) (Hilpert, Fulda),

12 Fußwärmbecken, 1 Kaltwasserbecken (10 m 2 , 14 °C),

1 Warmwasserbecken (18 m 2 , 37 °C) 1 Whirlpool

(37 °C), 1 offener Abkühlbereich mit Schwallbrausen,

Kneippvorrichtung, Schwalleimer und Düsenduschen,

1 Crushed-Ice-Spender

Saunabereich außen: Sauna 95 °C, „Tepidarium” 50 °C

mit Farblicht, Warmluftraum 50 – 60 °C mit Farblicht,

1 Kaltdusche. Gesamtfläche Saunabereich (inkl. Innenhöfe):

2.100 m 2 .

Badehaus

Unterwassermusik und Unterwasser-LED-Farbbeleuchtung,

Vitalisbecken (169 m 2 , 30 °C), Bewegungsbecken

(73 m 2 , 32 °C), 12 Reinigungsduschen.

Allgemeines

Öffnungszeiten: Montag: 14 bis 23 Uhr, Dienstag,

Donnerstag, Freitag: 10 bis 23 Uhr, Mittwoch Frauentag:

10 bis 23 Uhr, Samstag 10 bis 22 Uhr, Sonntag:

10 bis 20 Uhr, Feiertag in der Woche: 10 bis 23 Uhr.

Nacktbaden ist wochentags ab 14 Uhr, samstags und

sonntags ganztägig möglich.

Eintrittspreise Sauna inklusive Bad

2 Stunden Di bis Fr bis 14 Uhr: 6 €, 2 Stunden 9 €,

4 Stunden 13 €, Tageskarte 15 €, Nachzahlung je

angefangene halbe Stunde: 1 €, Geldwertkarte:

120 € (10 % Ermäßigung) zzgl. 5 € Pfand.

Extra-Angebote

Kosmetikinstitut „Comfort & Schönheit“ (geöffnet

dienstags bis freitags 10 bis 19 Uhr, samstags und

jeden ersten Sonntag im Monat 10 bis 18 Uhr,

Website: www.comfort-schoenheit.de), „Physiotherapie

Massage Mettlach“ mit verschiedenen Schönheitsbädern

(Rosenblütenbad, Cleopatrabad), Softpackliegen

und Rasul (geöffnet montags bis freitags 9 bis

13 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung,

Website: www.massage-mettlach.de), 2 Solarien

(Ergoline/Windhagen), Kurse des Fördervereins

Schwimm-Region (Website: www.aquakurse-ka.de),

wechselnde Kunstausstellungen, wechselndes Unterhaltungsprogramm

in der Rotunde.

Gastronomie

Thermenbistro mit 5 Thekenplätzen, 24 Sitzplätzen

(innen) und 12 Sitzplätzen (außen).

Sonstiges

Brutto-Grundfläche: 7.230 m 2

Brutto-Rauminhalt: 34.380 m 2

Sanierungskosten 2004

6 Millionen Euro

Parkplätze

(6 Stunden 2 €) im Parkhaus Luisenstraße und im

Parkhaus Kongresszentrum

Therme Vierordtbad

Ettlinger Straße 4

76137 Karlsruhe

Telefon: 0721 / 1335225

Fax: 0721 / 1335249

info@ka-baeder.de

www.ka-baeder.de/vierordtbad/

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

21


Ausstattung und Betrieb

Beliebt wie eh und je:

die Saunameister-Ausbildung

Teilnehmer des Saunameister-Lehrgangs in Leipzig 2013

Foto Deutscher Sauna-Bund

Zu den Aufgaben des Deutschen

Sauna-Bundes zählt laut Satzung

auch die „Aus- und Weiterbildung

von Fach personal öffentlicher Saunabetriebe“.

Ein Schwerpunkt seit der

Vereinsgründung im Jahr 1949 sind

die „Saunameister-Lehrgänge mit

Abschluss-Urkunde“. Über 9.000

Teilnehmer wurden bislang erfolgreich

geschult. Die Resonanz darauf fällt

durchweg positiv aus.

Der nächste Lehrgang läuft vom 28. Oktober

bis 9. November 2013 in München-Ismaning,

veranstaltet von der Akademie für Aus- und

Fortbildung im Badewesen des Deutschen

Sauna-Bundes. Erwartet werden wieder über

50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem

ganzen Bundesgebiet und dem deutschsprachigen

Ausland. Die schriftliche (benotete)

Prüfung – unter Umständen auch zusätzlich

mündlich – richtet sich nach der gültigen

Prüfungsordnung aus dem Jahr 2010. Ist die

Prüfung bestanden, werden die Sauna meister-Urkunden

ausgehändigt. Es gibt etliche

Bundesländer, die den Lehrgang als Weiterbildungsmaßnahme

anerkennen.

Lehrgangsinhalte

• y Geschichte der Sauna

• y Saunamarketing (Saunamarkt, Aufguss)

• y Physikalische Vorgänge in der Sauna

• y Badeformen

• y Medizinische Fragestellungen

beim Saunabaden

• y Zwischenfälle in der Sauna:

Erste-Hilfe-Maßnahmen

• y Praktisches Saunabaden

• y Sonderfragen der Saunabenutzung

• y Indikationen und Kontraindikationen

• y Der gesundheitlich orientierte

Badeablauf

• y Empfehlungen für den Bau öffentlicher

Saunabäder

• y Organisationsfragen

• y Hygiene und Reinigung

Großer Zuspruch von Teilnehmern

Eine Befragung von Teilnehmern des letzten

Lehrgangs in Leipzig Anfang Juni dieses

Jahres belegt aktuell den unverändert großen

Zuspruch: Alle beurteilen die Qualität des Unterrichtes

mit „sehr gut“ oder „gut“. „Ich habe

sehr viel gelernt“, sagt Natalja Grigoryev. Sie

ist glücklich, die Prüfung zur Saunameisterin

bestanden und die Urkunde des Verbandes

erhalten zu haben. Seit vergangenen September

arbeitet die 37-Jährige in der Saunalandschaft

des sächsischen Kurbades Schlema. Ihr

Arbeitgeber hatte schon bei der Einstellung

verlangt, dass sie an dem Saunameister-

Lehrgang teilnimmt. „Es hat sich wirklich gelohnt“,

bilanziert Natalja Grigoryev zufrieden.

Eckhard Sanderfeld aus der OLantis

Saunawelt in Oldenburg fand vor allem die

„Langzeitwirkungen der Sauna“ interessant,

die beim Lehrgang thematisiert wurden: „Mir

war vorher nicht so bewusst, wie Wärme und

Kälte auf den Körper wirken.“ Auch in puncto

22 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Ausstattung und Betrieb

Über vier Jahrzehnte in privater Hand: die Saunameister-Ausbildung

Fotos Chronik Deutscher Sauna-Bund

„Geschichte der Sauna“ hat der 50-Jährige viel

in Leipzig erfahren. Sanderfeld ist schon lange

in der Saunabranche tätig. „Ich wollte endlich

ein Zertifikat vorweisen können.“

Patrick Gerlach, seit 1. Mai dieses Jahres

Betriebsleiter der WerratalTherme, lobte

besonders „den aktuellen Stand der Wissensvermittlung“

beim Saunameister-Lehrgang

in Leipzig. Gerlach macht sich für noch mehr

praktische Übungen stark. „Schön wäre es,

wenn man den Erste-Hilfe-Schein gleich

mitmachen könnte.“

Auch andere Teilnehmer des Lehrganges

(zumeist im Alter von Anfang 20 bis Ende

40) waren mit den Unterrichtsinhalten sowie

der Art der Präsentation sehr zufrieden.

Auf einer Notenskala von 1 (sehr gut) bis 6

(ungenügend) gaben sie durchweg die Noten

1 oder 2. Die meisten von ihnen haben von

ihrem Arbeitgeber von der Saunameister-

Ausbildung erfahren und kennen Kollegen,

die schon Saunameister sind. In vielen Fällen

zahlt der zumeist kommunale Arbeitgeber

den Lehrgang. Die Teilnehmer erwarten in der

Mehrzahl dadurch eine berufliche (Weiter-)

Qualifizierung. Die entsendenden Betriebe erhoffen

sich, durch gut ausgebildetes Personal

die Qualität ihrer Anlage steigern zu können.

Besonderes Interesse auf dem Stundenplan

findet das Verhalten in der Sauna und die

Geschichte des Wechselbades. Viele Teilnehmer

interessiert „einfach alles“. Bei den

zahlreichen anderen Seminaren der Fortbildungsakademie

rücken für sie vor allem der

Aufguss und verschiedene Wedeltechniken in

den Mittelpunkt.

Termine und Preise

München: 28.10. – 09.11.2013

Bielefeld: 10.02. – 22.02.2014

Leipzig: 05.05. – 17.05.2014

München: 17.11. – 29.11.2014

Lehrgangsgebühr

für Mitglieder im Deutschen Sauna-Bund:

860 €, für Nichtmitglieder: 970 €

(Unterrichtsmaterialien und Prüfungsgebühren

sind im Preis enthalten, nicht

dagegen die Kosten für Unterkunft und

Verpflegung.)

Schriftliche Anmeldung:

Deutscher Sauna-Bund e.V.

Ulrike Martmann

Kavalleriestr. 9

33602 Bielefeld

Tel.: 0521/96679-11

Fax: 0521/96679-19

E-Mail : u.martmann@sauna-bund.de

Website: www.sauna-bund.de

Jährliche Kurse in Bielefeld, Leipzig

und München

Der umfassende und vielseitige Saunameister-Lehrgang

des Deutschen Sauna-

Bundes ist sehr begehrt: „In jedem Jahr haben

wir 150 bis 170 Teilnehmer“, berichtet Ulrike

Martmann vom Deutschen Sauna-Bund.

Unter der Federführung von Akademie-Leiter

Rolf-A. Pieper organisiert sie die Lehrgänge

und Seminare. Berufliche Eingangsvoraussetzungen

bestehen für die Ausbildung zum

Sauna meister nicht. So kommt es, dass die

Lehrgangsteilnehmer aus den unterschiedlichsten

Branchen stammen. „30 bis 50 Prozent der

Teilnehmer sind Fachangestellte für Bäderbetriebe,

zehn bis 20 Prozent kommen aus dem

Hotel-, Wellness- und Spa-Bereich und fünf

bis zehn Prozent haben eine Ausbildung zum

Masseur hinter sich“, weiß Ulrike Martmann

aus der internen Statistik zu berichten.

Der Deutsche Sauna-Bund bietet über seine

Fortbildungsakademie, dreimal über das Jahr

verteilt, die Saunameister-Lehrgänge mit dafür

prädestinierten Lehrkräften an. Veranstaltet

werden die 14tägigen Kurse in Bielefeld,

Leipzig und München. „Damit wollen wir die

Teilnehmer für den richtigen Umgang mit den

Badegästen qualifizieren und Hilfestellung zur

LED

Lichtsysteme

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und

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Ausstattung und Betrieb

marktgerechten Führung eines

Betriebes geben“, sagt Ulrike

Martmann vom Deutschen Sauna-

Bund. Allgemeines Ziel: der breiten

Öffentlichkeit fachgerechtes

Saunabaden ermöglichen – sowohl

gesunden Menschen, die dadurch

der Entstehung von Krankheiten

vorbeugen können, als auch

erkrankten Personen, die ein Mehr

an Lebensqualität wünschen.

„Die Ausbildung zum Saunameister

beim Deutschen Sauna-Bund ist

deswegen so gut, weil wir hier

an der Quelle sitzen. Wir haben

verschiedene Ausschüsse, die Leitlinien

erarbeiten. Beim Deutschen

Sauna-Bund werden aktuelles

Wissen und praktische Erfahrungen

gebündelt. Unsere Lehrgangs- und

Seminarteilnehmer profitieren

davon“, zeigt Ulrike Martmann den

großen Wettbewerbsvorsprung des

Lehrgangs auf. Anregungen aus

der Praxis werden gern aufgegriffen

und fließen gegebenenfalls

beim nächsten Saunameister-

Lehrgang gleich in die Wissensvermittlung

mit ein.

Ein Blick in die Vereinschronik

Schon in der Gründerzeit betrieb

der erste Vorsitzende des Vorstandes

des Deutschen Sauna-

Bundes und zugleich sein Präsident,

Dr.med. Hermann Karsten

aus Bad Kripp bei Remagen, als

Leiter eines dort angesiedelten Sanatoriums

mehrere Saunaanlagen

und eine Schule für Saunameister.

Bereits im Jahre 1949 finden sich

– laut Vereinschronik – Hinweise

auf „Saunameister Lehrgänge mit

Abschluss-Urkunde“. 1950 wurden

durch einen Vorstandsbeschluss

entsprechende Einrichtungen in

Esslingen und Cuxhaven (fünf Jahre

später nach Bielefeld verlegt)

als Saunameister-Schulen vom

Verband autorisiert.

Dr. Werner Fritzsche (von 1960 bis

1991 Vorsitzender des Sauna-

Bundes) bekam im Jahre 1950 als

damaliger Beisitzer vom Vorstand

den Auftrag, einen „Lehrplan für

Saunameister“ aufzustellen, um die

Ausbildungsinhalte und deren Umfang

entsprechend einer zweiwöchigen

Schulungsdauer zu ordnen.

1966 wurde die Saunameisterschule

des Diplom-Sportlehrers Josef

Fleisch, ebenfalls Vorstandsmitglied,

in Esslingen geschlossen. Neu

hinzu kamen Ausbildungsstätten in

Lübeck (von Sauna-Bund Vorstandsmitglied

Eckhard Roch 1970

bis 1983 betrieben) und München.

Mitte der 70iger Jahre gab es mit

Bielefeld, Lübeck und München

drei Schulungsorte für angehende

Saunameister. Bereits damals war

das Interesse groß: fast 200 Teilnehmer

pro Jahr wurden gezählt.

Über vier Jahrzehnte blieb die

Saunameister-Ausbildung in

privater Hand, ab circa 1984 allein

bei Dr. Fritzsche (und seiner Frau,

die Ärztin war). 1990 übertrugen

die Eheleute Dres. Fritzsche ihre

beiden (übrig ge bliebenen) Saunameister-Schulen

in Bielefeld und

München auf den Deutschen

Sauna-Bund. Dieser übernahm fortan

die Ausbildung allein. Im Jahr

1990/1991 kam es zur Gründung

der Akademie für Aus- und Fortbildung

im Bade wesen des Deutschen

Sauna-Bundes. „Fortan prüfte der

Verband nicht nur die Teilnehmer,

sondern organisierte auch verantwortlich

die Lehrgänge“, berichtet

die Vereinschronik. Nach überschlägigen

Berechnungen wurden

bis heute über 9.000 Personen

vom Deutschen Sauna-Bund als

Saunameisterinnen und Saunameister

ausgebildet. •

Gabriele Hellwig/

Hans-Jürgen Gensow

24 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Ausstattung und Betrieb

Saunakonjunktur 2013:

Umsatzplus mit verhaltenem Optimismus

Der Deutsche Sauna-Bund führt regelmäßig

Umfragen zur Geschäftsentwicklung

in der Saunabranche durch.

Die Befragungen in der ersten Dekade

des neuen Jahrtausends spiegelten die

schlechte gesamtwirtschaftliche Situation

wider. Die Erhebung 2012 zeigte

dann schon optimistische Erwartungen

in befriedigender Lage. Diese Tendenz

hat sich jetzt im Wesentlichen fortgesetzt,

allerdings weiter mit Ausnahme

der kleinen Saunaanlagen. Ihre Existenznot

besteht fort.

Teilnehmer an der Befragung

Im Frühjahr dieses Jahres wurden etwa 2.400

Saunabäder aufgefordert, sich an der Umfrage

zu beteiligen. Gut 12 Prozent haben den

Fragebogen zurückgeschickt. Damit lag die

Rücklaufquote fast auf gleichem Niveau wie

im Vorjahr (13%). 70 Prozent

(2012: 64 %) der teilnehmenden

Saunabetriebe werden

kommunal und 30 Prozent

(2012: 36 %) privatwirtschaftlich

geführt. Damit gilt weiter,

dass kommunale oder von

Stadtwerken betriebene Saunaanlagen

an den Branchendaten

ein stärkeres Interesse haben als

die Privatwirtschaft. Die dargestellten

Beteiligungsverhältnisse

(auch Grafik 1) entsprechen

aber keinesfalls der tatsächlichen

Saunabranchenstruktur.

Entwicklung der Besucherzahlen

Grafik 2: Saunabesucherzahlen 2013

im Vergleich zum Vorjahr

40

30

20

10

0

14

31

25

6

22

> 10 bis 10 unverändert > 10 bis 10

Steigerung

Angaben in Prozent

Grafik 1: Teilnehmer nach Betriebsgröße

61 %

19 %

Verringerung

20 %

Betriebsgröße I - bis 40 Garderobenschränke/Gs

Betriebsgröße II - 41 bis 80 Gs

Betriebsgröße III - mehr als 80 Gs

© Deutscher Sauna-Bund

© Deutscher Sauna-Bund

50

40

30

20

10

0

Die Saunabesucherzahlen sind in Marktteilen

weiter gestiegen: 2012 meldeten 37 Prozent

der Anlagen Zuwächse, jetzt sind es 45 Prozent

(Grafik 2). Auch die Zahl der Saunabäder,

die im Vorjahr noch eine Abnahme der

Besucherzahlen gemeldet hatte, ist gesunken

(2013: 28 %; 2012: 36 %). Aktuelle Zuwächse

verzeichnen die Großsaunabäder (51 %), aber

auch noch die mittelgroßen Anlagen (45 %).

Erschreckend ist dagegen die Lage bei den

kleinen Saunaanlagen: Nur ein Drittel dieser

Bäder hat überhaupt eine Besucherzahlensteigerung

registrieren können und mehr als die

Hälfte hat Verluste. Diese Entwicklung hat sich

im Vergleich zum Vorjahr noch verschärft.

Dementsprechend vorsichtig beurteilen diese

Saunabetreiber die zukünftige Entwicklung.

Die meisten hoffen, dass die Situation

unverändert bleibt. Besucherzuwächse für ihre

Anlage prognostizieren dagegen die großen

Saunalandschaften (etwa 40 %) und gut

35 % der Saunabäder der Betriebsgröße II

(Eingruppierung entsprechend Grafik 1).

Grafik 3: Saunagesamtumsatz 2013

im Vergleich zum Vorjahr

13

41

24

6

13

> 10 bis 10 unverändert > 10 bis 10

Steigerung

Angaben in Prozent

Verringerung

© Deutscher Sauna-Bund


Ausstattung und Betrieb

Grafik 4: Betriebskosten 2013

im Vergleich zum Vorjahr

60

50

40

30

20

10

0

4

54

Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung einschließlich Saunagastronomie

und aller weiterer Dienstleistungen

zeigt Grafik 3 (S. 25). Der Umsatz

ist gegenüber dem Vorjahr kräftig

gestiegen. Beteiligt waren daran vor

allen Dingen die Saunaanlagen der

Betriebsgröße III (deutlich mehr als

die Hälfte der Betriebe), aber auch

die Betriebe mittlerer Größe mit

geringem prozentualem Abschlag.

So gaben z. B. 54 Prozent der Saunabetriebe

mit mehr als 150 Garderobenschränken

eine Umsatzsteigerung

bis zu 10 Prozent und weitere

12 Prozent ein noch darüber hinaus

gehendes Umsatzplus an. Generell

zeigt die Erhebung, dass Umsatzsteigerungen

in Abhängigkeit zur

Betriebsgröße stehen.

Bei den Saunaanlagen der Betriebsgröße I

haben deutlich mehr Betriebe Umsatzverluste

genannt als Umsatzzuwächse. Für die Zukunft

erwarten diese Bäder keine Veränderung der

Lage. Sehr optimistisch sind dagegen die Betriebe

der Betriebsgröße III. Etwa jede zweite

Anlage erwartet eine positive Umsatzentwicklung

und der Optimismus ist noch größer als

bei der Umfrage im Vorjahr.

28

> 10 bis 10 unverändert > 10 bis 10

Steigerung

Angaben in Prozent

2

Verringerung

6

© Deutscher Sauna-Bund

Betriebskosten und

Investitionen

Je nach Betriebsgröße nannten die

Hälfte bis zu zwei Drittel aller Saunabäder

Kostensteigerungen (Grafik 4);

in der Regel bis zu 10 Prozent. Etwa

ein Viertel der Betriebe konnten ihre

Betriebskosten auf Vorjahresniveau

halten. Senkungen der Betriebskosten

kommen kaum vor. Im Vergleich zur

letzten Erhebung (2012) sind von einer

Zunahme der Betriebskosten sogar noch

mehr Anlagen betroffen.

Bei den geplanten Investitionen orientiert sich

die Branche an den Vorjahren, wie ein Vergleich

mit der Befragung von 2012 zeigt: 30 Prozent

(2012: 28 %) der Anlagen wollen nicht

investieren, 50 Prozent (2012: 52 %) geben

Investitionen bis zu 50.000 € an, 9 Prozent

Grafik 5: Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage

2013 2012

60

57

50

40

30

20

10

0

3 6 25 26

36

12

23

sehr gut gut befriedigend schlecht sehr

schlecht

kommunal

privatwirtschaftlich

(2012: 7 %) bis zu 250.000 € und 10 Prozent

(2012: 10 %) planen sogar Investitionen von

mehr als 250.000 €. Gravierende Unterschiede

zwischen privatwirtschaftlich oder kommunal

geführten Saunabetrieben konnten für die

Investitionsbereitschaft nicht ermittelt werden.

www.sauna-bund.de

bietet die 28-seitige Auswertung zur

Konjunkturumfrage 2012/2013 als

PDF-Dokument zum Herunterladen an.

3

8

Wirtschaftliche Lage der Saunabetriebe

Bei der letzten Befragung im Frühjahr 2012

haben 33 Prozent der Saunabetriebe ihre

wirtschaftliche Lage als sehr gut/gut eingeschätzt

und am anderen Ende des Spektrums

24 Prozent als schlecht/sehr schlecht. Die

Durchschnittsnote lag bei 2,9. Diese Note

ergibt auch die aktuelle Auswertung. Bei den

Einzelbeurteilungen gibt es aber doch leichte

Abweichungen wie Grafik 5 zeigt. Einen

bedeutsamen Unterschied stellt jedoch die

Abweichung zwischen kommunalen und privatwirtschaftlich

geführten Saunaanlagen dar,

wenn 31 Prozent der privatwirtschaftlichen

ihre Situation als schlecht/sehr schlecht bezeichnen

und nur 15 Prozent der kommunalen

Betriebe. Vor einem Jahr war die Beurteilung

noch fast gleich. Hier schlägt die schlechte

wirtschaftliche Situation der kleinen Saunabäder

durch. Aktuell bezeichnen 56 Prozent

4 7 30

23

41 44 17 21 6 4

sehr gut gut befriedigend schlecht sehr

schlecht

Angaben in Prozent

© Deutscher Sauna-Bund

dieser Marktgruppe ihre wirtschaftliche Lage

als schlecht/sehr schlecht. Vor einem Jahr

waren es nur 37 Prozent.

Die Prognose für die eigene wirtschaftliche

Lage im nächsten Jahr fällt etwas gedämpfter

aus als im Vorjahr. Gut die Hälfte der Saunaanlagen

erwartet eine befriedigende Situation

und knapp ein Drittel denkt an gut/sehr gut.

Rolf-A. Pieper

Reinhard Schindler Schwimmbadbedarf

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der Sommer in Blütenform

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Das aktuelle Interview

Das aktuelle

Interview

Tendenzen in der

Sauna-Architektur

S&B: Welche Rolle spielen die „Richtlinien für

den Bau von gewerblichen Schwitzräumen“

des Deutschen Sauna-Bundes für Saunaräume,

Feuchtes Warmluftbad und Dampfräume

bei der Planung?

Kalman: Wir erkennen darin eine wichtige

und gute Grundlage. Ergänzt mit den

individuellen Erfahrungen der Planer und der

Betreiber leisten sie einen sinnvollen Beitrag

zur Schaffung gut betreibbarer und vor allem

von den Kunden angenommener Anlagen.

S&B: Welchen Einfluss hat der Architekt,

welchen der Bauherr auf die Gestaltung einer

Saunalandschaft?

Kalman: Der Architekt kann, wenn er seinem

Auftraggeber ein gestalterisches und thematisches

Konzept vorlegt, sehr großen Einfluss

auf die Gestaltung haben. In Diskussionen

kommt man dazu, sich gemeinsam einem Ziel

anzunähern: einen besonderen Ort der Erholung

zu schaffen. Dabei spielen die grundlegenden

Vorstellungen

des Auftraggebers zum

erwarteten „Gästestamm“

und zur funktionalen Einbindung

in bereits bestehende

Anlagen eine wichtige Rolle.

Thomas Kalman,

Architekt, Mitglied der Geschäftsführung

bei Dr. Krieger Architekten + Ingenieure in

Velbert (Nordrhein-Westfalen) seit 2009.

Im Unternehmen seit 1998. Zahlreiche

bundesweite Projektleitungen auch im

Sauna- und Wellnesssegment. Mitglied der

Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

und im „Technischen Ausschuss“ der

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Website: www. architekt-krieger.de

zuerst die Grundausstattung und später

dann Erweiterungen durch Module, die je

nach Erfolg des Betriebes in einem oder

mehreren Schritten nachgerüstet werden,

sehr häufig bei laufendem Betrieb. Früher

nahmen Saunabauunternehmen Erweiterungen

„irgendwie“ vor, heute ist langfristige

Planung angesagt. An uns wird die Anforderung

gestellt, durch architektonische Mittel

besondere und mit Alleinstellungsmerkmalen

versehene Orte zu kreieren. Früher waren viele

Anlagen „standardisiert“ und somit verwechselbar.

S&B: Insbesondere die Außensaunas werden

immer individueller und größer. Woran liegt das?

Kalman: In den architektonischen Entwürfen

werden heute vielfach regionalbezogene

Themen aufgegriffen. Auf diese Weise kann

die Holzverarbeitung individuell interpretiert

werden. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass

die Betreiber ihren Besuchern identitätsstiftende

Anlagen anbieten wollen. Einfache

„Holzhütten“ aus dem Katalog haben heutzutage

keine Erfolgschancen mehr. Immer

häufiger gewünscht werden dagegen große

Eventsaunas und Panoramasaunas. Bei den

manchmal überdimensionierten Eventsaunas

für 100 und mehr Personen gibt es das Problem

der gleichmäßigen Auslastung während

der Betriebszeiten bei hohem gleichzeitigen

Energieverbrauch.

S&B: Man sieht immer mehr so genannte

Panoramasaunas in unterschiedlicher Bauweise,

nicht nur sechs- und achteckig. Was

macht das besondere Flair aus?

S&B: Wie haben sich die

Sauna-Außenbereiche

gestalterisch entwickelt?

Kalman: Man sieht immer

häufiger neue Bauformen,

die sich von den „klassischen“,

eher rustikal

wirkenden (Kelo-)Gebäuden

unterscheiden. Naturbadeteiche

sind im Kommen. Als

Planer fertigen wir vielfach

so genannte Masterpläne:

Pfahlbausauna im „aqua-sole”, Kitzingen

Foto aqua-sole, Kitzingen

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

27


Das aktuelle Interview

Kalman: In Schwitzräumen lässt sich eine

sehr individuelle Atmosphäre schaffen.

Während früher eher dunkle, „introvertierte“

Räume gang und gäbe waren, haben heute

besonders Anlagen mit einer interessanten

Umgebung einen Außenbezug: Saunagebäude

an natürlichen Gewässern, an

einem Naturbadeteich, in Waldnähe oder

gar mit Fernblick. Die sich im Tages- und

Jahreszeitenverlauf verändernde Umgebung

kann so in den Raum hineingeholt werden,

was mitunter zu interessanten Licht- und

Schattenspielen führt. Als Saunagast sitzt

man dabei nebeneinander, nie jedoch sich

gegenüber, sodass jeder seinen Gedanken

nachgehen kann, ohne Blickkontakt haben zu

müssen. Für viele ein willkommener Ausgleich

nach einem anstrengenden Tag im Büro.

S&B: Wie schätzen Sie die Problematik

heißer Fußböden in manchen großen Außensaunas

ein? Welche Lösungsansätze gibt

es dafür?

Kalman: Besonders ausgeprägt ist das

Problem, wenn Böden mit Natursteinen,

wie etwa Quarziten belegt sind, die Metallanteile

enthalten. Der bessere Wärmeübergang

dieser Stoffe kann zu unangenehmen

Erscheinungen, ja sogar schmerzhaften

Verbrennungen führen. Häufig werden Matten

verlegt, die aber nicht immer helfen. Auch

Panoramasauna im „Westfalenbad”, Hagen

bei unter den Bänken verlegten (Abgas-)

rohren heizen sich Böden und Bänke oftmals

zu stark auf. Wichtig ist es, die Ummauerung

der Saunaöfen vom Fussbodenaufbau des

Raumes thermisch zu entkoppeln. Foamglas

unterlagen und Perisolsteine reduzieren

den Übergang in Estrich und Belag, seien

es Fliesen oder Natursteine. Ein Weg wäre

es, die Dämmung von nicht unterkellerten

Bodenplatten wegzulassen. Energetisch ist

diese Methode jedoch zweifelhaft. Beim Aufbau

könnte man auch „Kühlleitungen“ gleich

mitverlegen. Man soll auch mit einem belüfteten

Doppelboden der Situation beikommen

können. Das scheint in Verbindung mit einem

Wärmerückgewinnungssystem sicherlich eine

zukunftsorientierte Lösung zu sein.

Foto Hagenbad, Westfalenbad

S&B: Nennen Sie drei Beispiele für gelungene

Panoramasaunas, die Dr. Krieger im Zusammenwirken

mit dem Bauherrn und dem jeweiligen

Saunabau-Unternehmen realisiert hat.

Kalman: Sicherlich die Pfahlbausauna

auf einer kleinen Maininsel im „aquasole“

im bayerisch-unterfränkischen Kitzingen.

Das neue Panoramahaus im Aggua

Troisdorf bei Köln inmitten der Agger-

Auen, umgeben von mächtigen Baumkronen

mit tollem Ambiente. Die Panoramasauna

im Westfalenbad in Hagen mit herrlichem

Blick auf den Natur badeteich und die

Felsengalerie.

S&B: Wie wird die Sauna-Architektur in den

nächsten Jahren aussehen?

Kalman: Landschaftlich „spannende“ und

indviduell gestaltete Außenräume werden immer

wichtiger. Der Bezug zur Region und andere

Thematisierungen werden eine größere

Rolle spielen. Energetisch sinnvolle Lösungen

zur Reduzierung von Wärmeverlusten bekommen

große Bedeutung. Die handwerklichen

Fertigkeiten der Saunahersteller werden

aufgrund individueller architektonischer

Lösungen noch stärker herausgefordert. •

Panoramahaus im „AGGUA TROISDORF”

Foto Aggua Troisdorf

Interview: Hans-Jürgen Gensow


SPA & Wellness weltweit

Sauna für die Sinne: Meditationszeremonie,

Duftreise und Klangaufguss

Uta Karen Mempel

Körper, Geist und Seele des Gastes in

Einklang zu bringen gehört zu den erklärten

Absichten der Sauna-und Wellness -

betriebe. Meditations zeremonie, Duftreise

und Klangaufguss in geeigneten

Saunaräumen können dazu beitragen.

Ohne sachkundige Schulung von

Mitarbeitern geht es aber nicht.

Technik, Material und Design als unabdingbare

„Hardware“ können nicht darüber

hinwegtäuschen, dass es letztlich auf „die

guten Seelen“ ankommt, die einem

Betrieb ein unverwechselbares

Gesicht geben. Es

sind die Mitarbeiter,

deren Freundlichkeit

und

professionelles

Auftreten

den „Charme“

einer Anlage

ausmachen.

Erst dann fühlen

sich die anspruchsvollen

Gäste zum

Wiederkommen animiert.

Letztlich geht es um gestiegene

Qualitätserwartungen, insbesondere bei

Präsentationen in Sauna- und Ruheräumen.

Nirgendwo sonst ist man sich nackt in der

(geschützten) Öffentlichkeit so nah wie in

einem Saunaraum, um – jeder für sich und doch

gemeinsam – zu schwitzen. Die Sinne reagieren

sensibler und intensiver als in der alltäglichen

Begegnung. Der unmittelbare Kontakt zwischen

den Gästen und der Saunameisterin oder dem

Saunameister beim Aufguss stellt deshalb eine

besondere Herausforderung dar: Jedes Wort,

jede Geste, aber auch die äußere Erscheinung,

die Wahl des Duftes und die eigentliche

Durchführung entscheiden über das Gelingen

oder Nicht-Gelingen der Zeremonie. Wenn die

Mehrzahl der Teilnehmer die Inszenierung mit

einem Klatschen honoriert, kann man das als

Mitarbeiter positiv bewerten und sich über die

Anerkennung freuen. Mit Assoziationen wie

Wohlgefühl, Ganzheit und Einheit lässt sich

dieser Glücksmoment für alle gut beschreiben.

Die Meditationszeremonie

Sinn und Zweck der Meditationszeremonie ist

es, den Gast in eine angenehme, innere Stille

zu führen. Einige wenige Sätze zur Einführung

genügen deshalb. Ziel ist die Fokussierung

auf positive Bilder und bewusstes Atmen.

Unterstützende Reize werden dabei durch

thematisch passende Meditationsmusik und

durch geeignete Düfte gesetzt, die sanft mit

Dufttüchern verwedelt werden. Musik und

Duft, zusammen mit der Wärme, können zu

einem unmittelbaren Erleben führen, durch

das schnell eine wohltuende Entspannung

möglich wird. Der Akteur sollte bei der

Präsentation nach Möglichkeit alle überflüssigen

Bewegungen und Geräusche vermeiden.

Die eigene innere Ausrichtung muss dabei

auf Ruhe und Gelassenheit zielen und auch

Freundlichkeit spielt eine wichtige Rolle. Das

eigene Genießen der Präsentation trägt viel zu

einem gelungenen Meditationsaufguss bei.

Die Duftreise

Bei einer Duftreise sollen den Teilnehmern

mittels beschriebener Bilder in einer kleinen

Geschichte und mit ausgesuchten Düften angenehme

Assoziationen vermittelt werden. Dabei

steht der Duft im Mittelpunkt. Durch die

Ausrichtung auf die dazu passende Geschichte

lässt sich das Erlebnis spürbar

verstärken. Hierbei spielen der

Klang der Stimme und der

Vortrag des Akteurs

eine tragende Rolle.

Seine innere und

äußere Haltung

und auch die

eigene Stimmung

spiegeln

sich in den

Worten wider.

Dabei werden

oft, vielleicht nur mit

einem Wasseraufguss,

verschiedene Dufttücher zum

Wedeln verwendet. So lassen sich

die in der Geschichte thematisierten Düfte

hautnah erleben. Diese Zeremonien dauern

im Allgemeinen etwas länger – circa 12 bis 15

Minuten – und eignen sich deshalb auch gut

für Warmluft- und Ruheräume.

Der Klangaufguss

Immer öfter werden Klangaufgüsse mit tibetischen

Klangschalen angeboten. Zusammen

mit einem passenden Duft werden dabei die

Sinne über die Haut, das Riechen und Hören

direkt angesprochen und besonders sensibilisiert.

Das Verfolgen des lange anhaltenden

obertonreichen Klanges kann bei den Gästen

zu einer inneren Wahrnehmung führen. Der oft

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

29


SPA & Wellness weltweit

sehr strukturierte Alltag voller

Stress entschwindet aus

der Welt der Gedanken. Der

Geist kann sich erholen und

wird langsam frei, offen für

Neues. Die Schwingungen

der Klangschalen unterstützen

dabei das Schwitzen.

Für eine gelungene feinfühlige

Präsentation sind

dabei das Handwerkzeug,

bestehend aus drei bis fünf

aufeinander abgestimmten Schalen sowie eine

gut durchgeplante Zeremonie von großer Bedeutung.

Eine entsprechende Anleitung wird

dabei hilfreich sein, da die qualitätsbewussten

Gäste mittlerweile den Unterschied zwischen

„Hau die Schale“ und einer durchdachten

Klangaufführung erkennen und entsprechend

reagieren. Ohne die sach- und fachkundige

Anleitung von Mitarbeitern im Rahmen von

Schulungen geht es nicht.

Stille als verbindendes Element

Bei Zeremonien dieser Art ist das Element

der Stille von besonderer Bedeutung. Diese

Stille ist nicht mit Regeln diszipliniert, sondern

entsteht aus sich heraus. Sie entspricht einem

tiefen menschlichen Bedürfnis und ist auf der

nichtsprachlichen Ebene spürbar. Damit lassen

sich Begriffe wie Erhabenheit oder Vollkommenheit

verbinden. Mit anderen Worten: die

Magie des Augenblicks.

Das Sauna-(Aufguss-)Erlebnis kann, so gesehen,

eine zusätzliche Bereicherung darstellen,

die zur Erholung und Entspannung der teilnehmenden

Gäste beiträgt. •

Uta Karen Mempel

diplomierte Musikerin und Fachbuchautorin,

leitet in Wendlingen (Baden-

Württemberg) „Die Musikwerkstatt –

Institut für ganzheitliche Klangarbeit“.

In der Fortbildungsakademie des

Deutschen Sauna-Bundes ist sie seit

längerem als Seminarleiterin und

Dozentin aktiv.

Seminar-Vorschau: Duftreisen und

Meditationszeremonien – Klangaufguss

Das Tages-Seminar läuft am Montag,

16. September 2013 von 9 bis 17 Uhr im

Fildorado in Filderstadt südlich von Stuttgart.

Veranstaltet wird es von der Fortbildungsakademie

des Deutschen Sauna-Bundes und

geleitet von Uta Karen Mempel („Musikwerkstatt

– Institut für ganzheitliche Klangarbeit“).

Es geht um das Erlernen und Präsentieren

verschiedener Duftreisen und Meditationszeremonien

und um die ganzheitlichen Aspekte

und Wirkungsweisen von Düften und Musik.

Die Individualität jedes Teilnehmers wird

miteinbezogen. Ausführliches Unterrichtsmaterial

ergänzt die Schulung. Im praktischen Teil

werden Zeremonien in der Sauna einstudiert.

Besonders in kleineren Betrieben können

Duftreisen den Aufgussplan bereichern.

Das Seminar „Klangaufguss in der Sauna” gibt

es am 21. Oktober 2013 ebenfalls im Fildorado

in Filderstadt.

Anmeldungen online über die Website www.

sauna-bund.de oder bei Ulrike Martmann:

E-Mail: u.martmann@sauna-bund.de oder Tel.

0521/9 66 79-11.

Seminar-Rückschau:

Klangaufguss in der Sauna

Foto Regina Klaute/pixelio.de

Das Praxis-Seminar wurde Mitte Juni dieses

Jahres in der meriSAUNA in Markranstädt

bei Leipzig veranstaltet. Zehn Teilnehmer,

vornehmlich aus Mittel- und Ostdeutschland,

übten die richtige Handhabung von

Klangschalen in der Sauna ein. Es ging um

Wortwahl, Stimmausdruck, Körperhaltung und

30 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


SPA & Wellness weltweit

Bewegung und um das Einstudieren einer

Zeremonie, deren Ablauf im Vorhinein festgelegt

war. Die individuelle Einweisung erfolgte

durch die Dozentin Uta Karen Mempel,

Dipl. Musikerin aus Wendlingen am Neckar.

Die Fortbildungsakademie des Deutschen

Sauna-Bundes organisierte die Schulung. •

„Oasen des Alltags

haben vier Beine und

Sauna für die Sinne:

Zwei neue Bücher

Uta Karen Mempel hat sich in den letzten

Jahren im Sauna-, SPA- und Wellnessbereich

als Spezialistin für Klangschalen einen Namen

gemacht. Bereits im Jahr 2009 veröffentlichte

sie – zusammen mit dem Autor David Lindner

– das vielbeachtete Buch „Klangschalen für

Wellness und Sauna“ (siehe „Sauna & Bäderpraxis“

Nr. 3/2007, S. 48).

Vor einiger Zeit hat die als Musikerin ausgebildete

Leiterin der „Musikwerkstatt – Institut für

ganzheitliche Klangarbeit“ in Wendlingen am

Neckar ein weiteres Opus vorgelegt: „Klangreisen

und Klangmeditationen 2012 – Traumklänge

für Körper, Geist und Seele“.

Das „Fachbuch für das ganzheitliche Arbeiten

mit Klanginstrumenten im Gesundheitsbereich“

ist im GRIN Verlag München erschienen

(ISBN 978-3-656-30090-8) und umfasst 183

eng bedruckte Seiten.

Theoretisch wie praktisch interessierte

„Klangfreunde“ und „Klangarbeiter“ finden

darin wertvolle Hinweise und angeleitete

Übungen, die einen vertieften Zugang zum

Thema Klang und zu verschiedenen Klanginstrumenten

ermöglichen. Thematisiert

werden unter anderem der Aufbau und das

Erstellen eigener Klangreisen. Es kommen auch

Körperreisen, Atemmeditationen, Fantasiereisen,

Klang improvisationen und Klangkonzerte

sowie Sauna-Zeremonien und Duftreisen zur

Sprache. Das Arbeiten und der Umgang mit

Gruppen sowie die Verwendung für die Einzelanwendung

werden dargestellt, ebenso die

Bedingungen für eine optimale Präsentation

in unterschiedlichen Räumen. Über 30 neue

Klangreisen anhand der Zuordnung zu den

vier Elementen Wasser, Feuer, Luft und Erde

lassen sich als wertvolle Anregung für eigene

Aktivitäten auf diesem Gebiet nutzen.

Ganz aktuell: Uta Karen Mempels neues Buch

Sauna für die Sinne – Duftreisen und Meditationszeremonien

für Wärmeräume“,

ebenfalls im GRIN Verlag München

erschienen (ISBN 978-3-656-

48034-1). Angesprochen werden

sollen damit vor allem Saunameisterinnen

und Saunameister

in der betrieblichen Praxis. Im

Mittelpunkt steht der präventive

Charakter des Saunabadens und

die damit verbundenen gesundheitlichen

Aspekte. Es geht um

die „sanfte“ Sauna ohne Extreme,

aber mit formuliertem Qualitätsanspruch.

Mit diesem „Verwöhnpro-

Fotos Die Musikwerkstatt

gramm der besonderen Art“ lassen sich neue

(weibliche) Gäste erreichen oder bestehende

Bindungen zu einzelnen Zielgruppen festigen.

Es geht „um ein Erleben, das sensibilisiert und

das eigene Körper- und Gesundheitsbewusstsein

schult“. Der umfangreiche Hauptteil des

neuen Mempel-Buches beschäftigt sich en

détail mit thematisierten Meditationszeremonien

und Duftreisen. •

Hans-Jürgen Gensow

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Geld und Recht

Amtsgericht Aurich zur „Solarienverordnung”

Fachpersonal muss vorhanden sein

Unter dem Aktenzeichen 12 C 36/13 hat

das Amtsgericht Aurich entschieden, dass ein

Sonnenstudio entsprechend der UV-Schutz-

Verordnung (UVSV) grundsätzlich nicht ohne

Fachpersonal betrieben werden darf. Dies gilt

auch dann, wenn es dem Betreiber ohne eigenes

Verschulden – etwa wegen Engpässen

bei den Schulungsträgern für die Ausbildung

von Fachpersonal – nicht möglich gewesen

ist, Fachpersonal auszubilden. Die Zusage des

Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz

und Reaktorsicherheit (BMU), dass Umstände,

die eine rechtzeitige Schulung von Fachpersonal

verhindert haben und nicht im Verantwortungsbereich

des Betreibers liegen und

deshalb nicht zu seinen Lasten gehen sollen,

ist demnach ohne rechtliche Relevanz.

Im vorliegenden Fall wurde ein Sonnenstudiobetreiber

durch einen Mitbewerber auf

ein wettbewerbsrechtliches Unterlassungsbegehren

gemäß § 8 UWG verklagt. Der beklagte

Studiobetreiber hat ein Sonnenstudio

mit mehr als zwei Sonnenbänken. In den

aus lastungsschwachen Vormittagsstunden

von 9 bis 15 Uhr wurden im Studio lediglich

zwei Sonnenbänke bereitgestellt und unter

Berufung auf die „Kleinbetriebsregelung“ der

UVSV das Studio ohne Fachpersonal betrieben.

In den verbleibenden Betriebszeiten ist

Fachpersonal anwesend. Diese Praxis – insbesondere

der Betrieb des Sonnenstudios in der

auslastungsschwachen Zeit als Kleinbetrieb –

wurde vom Wettbewerber des Sonnenstudios

als unzulässige Wettbewerbsverzerrung angesehen

und deshalb auf Unterlassung geklagt.

Das Gericht folgte der Auffassung des Klägers

und verurteilte den beklagten Studiobetreiber

auf Unterlassung und damit auf die Verpflichtung,

während der gesamten Betriebszeiten

Fachpersonal einzusetzen. Für den Fall der Zuwiderhandlung

wurde ein Ordnungsgeld von

bis zu 250.000 Euro angedroht.

Auf die Einrede des Beklagten, er könne noch

gar kein Fachpersonal ausbilden lassen, weil

der Schulungstermin des zur Ausbildung angemeldeten

Fachpersonals – bedingt durch

Engpässe bei den Schulungsträgern – erst in

einigen Wochen stattfinden könnte, stellte

das Gericht klar, dass es „für die Begründetheit

des Unterlassungsanspruchs des Klägers

unerheblich ist, ob eine Schulung gemäß den

Anforderungen der UV-Schutz-Verordnung

bereits möglich ist. Im Verhältnis zum Kläger

haben auch behördliche Zusagen keine Relevanz.

Die Geltung der gesetzlichen Regelung

ist dadurch nicht eingeschränkt.“ •

Dr. Karsten Gröning

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Schaufenster

geising+böker plante

Badepark Bentheim

Eindrucksvolle Aufnahmen auf der Website

des bundesweit bekannten Architekturbüros

geising+böker aus Hamburg/Vechta vermitteln

einen ersten Eindruck vom realisierten Projekt

Badepark Bentheim, das Ende 2009 fertiggestellt

wurde. Das Familienbad mit angeschlossener

Sauna anlage befindet sich im staatlich

anerkannten niedersächsischen

Thermalsole-

und Schwefelheilbad

Bad Bentheim,

unweit der Grenze zu

den Niederlanden.

Das Besondere dieser

15.000 Einwohner

zählenden Stadt ist

nicht nur die Burg

Bentheim als Wahrzeichen,

sondern auch der

überall sichtbare Bentheimer

Sandstein. Daraus leitete geising+böker

das Verständnis des neuen Bades ab als eine

Abfolge von Mauern, aus denen räumlich miteinander

verschnittene Kuben gebildet wurden.

Mit drei großen Baukörpern wurden die funktionalen

Zusammenhänge nachgezeichnet. Der

verwendete helle dänische Klinker nähert sich

dem heimischen Sandstein in seiner Wirkung

und Textur. Farben und Materialien, zusammen

mit großformatigen Öffnungen,

verbinden stimmig Innen- und

Außenräume.

Das introvertiert wirkende Sauna-

Atrium im Herzen des Badeparks

bietet eine finnische Sauna mit

einer Temperatur von 90 Grad

Celsius und ein Dampfbad mit

45 Grad Celsius. Im topografisch stark strukturierten

Saunagarten liegen die Stegsauna

(100 Grad Celsius), die Erdsauna (80 Grad

Celsius) und die „Panoramasauna” (60 Grad

Celsius), welche auch architektonisch die Sinne

verwöhnen. Düfte und Aromen thematisieren

die Saunaangebote und finden sich in deren

Bezeichnung und Gestaltung wieder. Eine Wort-

Kunst, ein Kunst-Wort-Projekt, gebildet aus

Begriffen der Naturlyrik und in einen aktuellen

Kontext gesetzt, soll den Gästen auf diese Weise

zusätzliche Assoziationsräume öffnen.

Für Mitte September dieses

Jahres ist der Sauna-Event „Las

Vegas Night“ angekündigt.

Einen der drei Gesellschafter von

geising+böker, Architekt Heinrich

Brinkhus, stellte „Sauna & Bäderpraxis“

in Ausgabe 4/2011 „ Im

Gespräch“ vor. Das Architekturbüro gehört dem

Deutschen Sauna-Bund seit 2011 als Mitglied

an, der Badepark Bentheim ist seit dem Jahr

2009 im Verband. Als aktuelle Projekte nennt

geising+böker: TURM Erlebniscity Oranienburg,

Fläming-Therme Luckenwalde (beide in Brandenburg)

sowie die Planung für ein Hotel SPA

im schweizerischen Schaffhausen.

www.geising-boeker.de

www.badepark-bentheim.de

Automatischer Saunaaufguss

von WDT

Als Betreiber hat man beim Saunaaufguss

grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder wird

dieser fach- und sachgerecht durch die eigenen

Mitarbeiter praktiziert oder aber es erfolgt ein

automatischer Aufguss. Für die automatische

Aufgussanlage von WDT Werner Dosiertechnik

(siehe auch „Sauna & Bäderpraxis“ Nr.4/2011,

S.35) sollten Duftkonzentrate auf alkoholischer

Basis eingesetzt werden, die wasserlöslich sind.

Emulsionen werden nicht empfohlen. Erstens

trennen sich mit der Zeit Duftöle und Wasser

im Behälter, was zu einer Über- oder Unterdosierung

führen kann. Zweitens wird die Dosierpumpe

aufgrund der hohen Verdünnung stark

beansprucht, was höhere Wartungs kosten

verursacht. Um auszuschließen,

dass Duftstoff

ohne Wasser auf

die heißen Steine abgegeben

wird, ist bei

der Aufgussautomatik

von WDT eine Durchflussüberwachung

integriert,

welche die Dosierpumpe

nur freigibt,

wenn Wasser fließt.

Die Aufgussintervalle,

die Aufgussmenge und

Aufgusskonzentration können individuell mittels

Drehknöpfen eingestellt werden. Für 2014 ist

eine Touch Steuerung angekündigt, welche die

Bedienung noch komfortabler machen soll. Die

WDT-Dosierstation kann ohne Weiteres bei vorhandenen

Saunaöfen

nachgerüstet werden.

Es ist darauf zu achten,

dass die Spannungsversorgung

mit dem

Saunaofen elektrisch

verriegelt wird, um

sicherzustellen, dass

nicht auf den kalten

Ofen aufgegossen wird.

WDT Werner Dosiertechnik

aus Wertingen-

Geratshofen (Bayern)

ist seit dem Jahr 2011 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund. Dietmar Werner und Rainer Rieger

sind die beiden Ansprechpartner in der Geschäftsleitung.

www.werner-dosiertechnik.de

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

33


Schaufenster

B+S FINNLAND SAUNA:

zwei neue Projekte realisiert

Seit Mitte Juli dieses Jahres ist das Saunadorf

„Finn’isch gut“ in Lüdenscheid um eine Attraktion

reicher. Die neue Kaminlounge wurde im Auftrag

der Stadtwerke Lüdenscheid vom Dülmener

Saunaspezialist B+S FINNLAND SAUNA schlüsselfertig

mit Inneneinrichtung übergeben. Das

als „Oase der Ruhe“ konzipierte finnische Blockhaus

hat eine Nutzfläche von 100 Quadratmetern.

Es ist direkt mit der bereits bestehenden

Foto B+S FINNLAND SAUNA

Kaminlounge im Gastronomiebereich verbunden

und passt dank der Bauweise in finnischer

Polarkiefer zum Gesamtkonzept der Anlage. Ein

zentral angeordneter Durchblickkamin verbreitet

ein ganz besonderes Flair. Der mit Liebe zum

Detail gestaltete Raum strahlt Behaglichkeit aus

und lädt zum entspannten Verweilen ein.

Im Auftrag der Stadtwerke Osnabrück hatte

B+S FINNLAND SAUNA in der Vergangenheit

die „echtfinnischen“ Blockbohlensaunas und

Saunablockhäuser in der Loma-Saunalandschaft

(finnisch: Urlaub) im Nettebad gebaut.

2012 wurden 86.000 Saunagäste in der

SaunaPremium“-Anlage gezählt; mittelfristig

werden 100.000 angepeilt. Auch deswegen

betrauten die Stadtwerke B+S mit einem ganz

besonderen Projekt: der „Meri-Sauna“ (finnisch:

See). In sechs Metern Höhe auf vier Rundstahlträgern

montiert, wird den Besuchern ein außergewöhnlicher

Ausblick auf die Netteaue und

den angrenzenden See geboten. „Wir wollten

damit einen Gegenpol zu unseren anderen

Saunas schaffen. Bei der Meri-Sauna ist die

außergewöhnliche Aussicht der Event“, erklärt

Wolfgang Hermle, Leiter Bäder

in Osnabrück. Eröffnet wurde

das neue Saunagebäude, in

dessen Bau 400.000 Euro investiert

wurden, Anfang Juni

dieses Jahres.

Das Gründach und die Fassadenflächen

aus einer nachdunkelnden

Lärchenholz-Lamellenkonstruktion

gewährleisten

Sichtschutz und Transparenz zugleich.

Das Gebäude wird trotz der imposanten

Größe als Teil seiner Umgebung wahrgenommen.

Darüber hinaus spiegelt das gewählte Material-

und Farbkonzept das bestehende Erscheinungsbild

der Loma-Saunalandschaft wider.

Um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören,

wurden die Glasfronten der Meri-Sauna mit einer

speziellen Folie beklebt und die Innen- und

Außenbeleuchtung angepasst.

Eine „Brücke“ verbindet die in drei Monaten

Bauzeit errichtete Meri-Sauna mit dem Saunagarten

des Nettebades. Durch einen zweigeteilten

Vorraum betritt der Gast die eigentliche

Sauna. Deren drei Meter hohe und neun Meter

breite Fensterfront und die stufenförmige –

theaterähnliche – Anordnung der Bänke (für

40 Personen) ermöglichen den nicht alltäglichen

Ausblick auf die angrenzende geschützte

Natur. Ein energiesparendes LED-Lichtsystem

im Decken- und Stufenbereich ermöglicht eine

warme indirekte Beleuchtung des Raumes.

Zwei in Nischen eingelassene Saunaöfen – mit

über 100 kg Peridotitsteinen – an der Rückwand

sorgen mit insgesamt 72 Kilowatt für die

nötige Strahlungswärme. Im Zeitintervall von

30 Minuten erfolgen „Hitzestöße“ durch eine

Aufgussautomatik.

B+S FINNLAND SAUNA gehört zur SCHREIBER

GRUPPE und ist seit 1985 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund. Das Saunadorf Lüdenscheid gehört

dem Verband seit 1987 an, das Nettebad

Osnabrück seit dem Jahr 2000.

www.welt-der-sauna.de

www.saunadorf.de

www.nettebad.de

Neu von Sauna-Matti:

ARABESKE, Palmwedel,

Pestemals

ARABESKE, das neue Wedeltuch

speziell für Aufgießerinnen, Palmwedel

als Highlight für den besonderen

Sauna-Event und aus türkischen

Hamams bekannte Pestemals

(Badetücher) gehören zu den neuen Produkten

von Sauna-Matti. Der Vertrieb der ARABESKE-

Wedeltücher (siehe „Sauna & Bäderpraxis“

Nr. 4/12, S.39) startete Ende August dieses

Jahres. Ebenfalls verfügbar und beim Saunaaufguss

gut einzusetzen sind – in Form und

Größe unterschiedlich –

Palmwedel. Dieses nicht

eingefärbte Naturprodukt ist

getrocknet, geschnitten und

hat von Natur aus

kleine Risse und

Löcher. Wegen ihrer

angenehmen

Trageeigenschaften

erfreuen sich Pestemals

– traditionelle türkische

Badetücher – auch bei Mitarbeitern

in Sauna betrieben

einer immer größeren Beliebtheit.

Verfügbar sind sie

im klassischen Karo muster,

als große Variante zum klassischen

Hamamtuch und als

hochwertiges Hamamtuch.

Nähere Informationen zu

Farben, Größen, Qualitäten

und Preisen stehen auf der

Website von Sauna-Matti, der

Werbe- und Betriebsmittel-

Gesellschaft des Deutschen

Sauna-Bundes. Die neuen

Produkte können auch über

den Online-Shop bestellt werden.

www.sauna-matti.de

34 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Schaufenster

AURA Naturaromen:

„Qualität vor Quantität“

40 Jahre helo: „Erste Wahl bei

Sauna und SPA”

Im Jahre 1973 gründeten Wilfried Rütten und

Roland Schlosser im hessischen Knüllwald-

Wallenstein die „RüSchlo Knüllwald Sauna“.

Von Beginn an lag der Schwerpunkt des Unternehmens

auf der Entwicklung und Produktion

anspruchsvoller Massivholz-Saunakabinen, die

durch ihre innovativen

Konstruktionen, den anspruchsvollen

Materialmix

sowie durch sorgfältige

Detailverarbeitung

schnell eine Spitzenposition

auf den internationalen

Märkten einnehmen

konnten.

Vierzig Jahre später

präsentiert sich das

Unternehmen als der

deutsche Konzernteil der

TylöHelo Gruppe, „weltweit

größter Hersteller

von Saunaanlagen,

Saunatechnik, Infrarot-

Wärmekabinen, Dampfbädern und Saunazubehör“.

Die Helo Gruppe ist in mehr als 80 Ländern

präsent und beschäftigt aktuell 400 Mitarbeiter.

Circa 40 sind bei Helo Deutschland (siehe auch

Titel in dieser Ausgabe) im Knüllwald beschäftigt.

Der deutsche Anteil am Unternehmensumsatz

von circa 72 Millionen Euro liegt bei zehn Prozent.

Unverändert im Fokus von Helo Deutschland:

die Konzeption und Fertigung von Blockbohlen-

Massivholz-Saunas der Premiumklasse. Flexible

AURA Naturaromen bietet ein exklusives und

hochwertiges Sortiment rund um Sauna &

Wellness. Das von Jacek Klischka geleitete Unternehmen

hat sich dazu verpflichtet, mit angemessenen

Preisen bei maximaler Qualität sowie

einem innovativen und eleganten Design im

Markt aufzutreten. Umfassende und fachlich

kompetente Beratung sowie schnelle Warenlieferung

werden den gewerblichen

und privaten Kunden

garantiert. Ihre Zufriedenheit

steht an erster Stelle. Saunaaufgusskonzentrate

gibt es

in 29 Duftkompositionen

und unterschiedlichen Gebindegrößen.

Des Weiteren

im umfangreichen Angebot:

Birkenquaste, Sauna-Honig,

Massage-Joghurt, Massage-

Öle, Dampfbad-Emulsionen

und Dampfbad-Konzentrate,

Sauna & Duschpeelingsalze,

Grundrisse, zeitgemäße Designs und energieeffiziente

Heiztechnik zeichnen diese aus. Ergänzt

wird das umfassende Produktsortiment

durch die helo SUN S Infrarot-Wärmekabinen

mit den patentierten Pure Infra Flächenstrahlern,

durch professionelle Dampfbadtechnik und

leistungsstarke Saunaheizgeräte, die von Helo in

Finnland entwickelt und produziert werden.

Speziell auf die Anforderungen von Kunden im

Düfte für das Warmluftbad und für

Erlebnisduschen, Mentholkristalle

und Kräuter für die Sauna, passendes

Zubehör. Die Produkte können im

Online-Shop bestellt werden. Der Versand

erfolgt auch nach Österreich und

in die Beneluxstaaten.

AURA Naturaromen aus Castrop-

Rauxel (Nordrhein-Westfalen) ist seit

dem Jahr 2012 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund.

www.aura-naturaromen.de

www.aura-naturaromen-shop.de

www.facebook.com/AURAnaturaromen

gewerblichen und öffentlichen Bereich ausgerichtet

sind die Sparten helo Deco und helo Project.

Internationale Spezialisten und Designer entwickeln

für helo Deco individuelle und hochwertige

Inneneinrichtungen. Zum Einsatz kommen

anspruchsvolle Materialien, moderne Ofen- und

Steuerungstechnik sowie Beleuchtungssysteme,

„die richtig Lust auf den regel mäßigen Saunabesuch

machen“. Im konzernübergreifend agierenden

helo Project Team zeigt sich die gebündelte

Kompetenz aller Produktionsstätten, um für

anspruchsvolle Investoren innovative Lösungen

für Großprojekte im Bereich öffentlicher und gewerblicher

Sauna- und SPA-Anlagen zu realisieren.

Jahrzehntelange Erfahrungen, das fachliche

Know-how und hochqualifizierte Spezialisten aus

allen Konzernteilen erzeugen Synergieeffekte der

besonderen Art: „spektakuläre Kundenlösungen

aus einer Hand, von der Planung bis hin zur

Fertigstellung von Ort.“

Helo Deutschland ist beim Deutschen

Sauna-Bund seit dem Jahr 1976 Mitglied. Die

Geschäftsführung liegt bei Patrick Bolte (siehe

Rubrik „Im Gespräch in dieser Ausgabe, S.6).

Helo sponsert in diesem Jahr erneut die Jahrestagung

Saunaimpulse®“ des Deutschen Sauna-

Bundes Ende September in Lübeck.

www.helo-sauna.de

www.tylohelo.com

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

35


Schaufenster

Baum’s Holzteam baute für

bora sauna am Bodensee

Seit April dieses Jahres ergänzt eine

„Japan sauna“ das Angebot der bora sauna in

Radolfzell am Bodensee (Baden- Württemberg),

unweit der schweizerischen Grenze. Im Erdgeschoss

befinden sich eine Bambussauna im

japanischen Stil, eine Salzgrotte und ein japanisches

Onsenbad. Im Obergeschoss gibt

es unterteilte Ruhebereiche. Neu ist auch eine

Infrarot-Wärmekabine. Baum’s Holzteam aus

Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) bekam den

Auftrag für die zusätzlichen Schwitzangebote.

Großformatige Birkenholzelemente und von

hinten beleuchtete Bambusstangen verkleiden

die Wände der Japansauna und verleihen

ihr ein edles Design. Eine dunkle Raumdecke

setzt einen reizvollen Kontrast zu den hellen

Hölzern.

In der neuen Salzgrotte strahlen beleuchtete

Salzsteinwände angenehme Wärme aus. Wie

ein Band laufen sie oberhalb der Sauna bänke.

Diese sind geschlossen ausgeführt, um die

Reinigung zu erleichtern. Ein Gradierwerk mit

Schwarzdornreisig ist Blickfang und sorgt für

ein wohltuendes Raumklima. Die Luft wird

durch herabrieselnde Sole in der Nähe des

Gradierwerkes mittels einer Einspritzanlage

mit Salz angereichert.

In intensivem Rot sind die Wände der Infrarot-

Wärmekabine gestaltet und unterstreichen damit

die Funktion der leistungsstarken Technik

von Physiotherm (www.physiotherm.com).

Schon vier Jahre zuvor, 2009, errichtete

Baum’s Holzeteam, der traditionsreiche

Saunaspezialist aus dem Rheinland, zwei weitere

Highlights für die bora sauna.

In Spezialpapier verpackt:

VITALIS-Quaste

Die verschiedenen Quaste des Unternehmens

VITALIS für Banja-Rituale hat „Sauna & Bäderpraxis“

mehrfach thematisiert, beispielsweise

in Heft 3/2012 in der Rubrik „Schaufenster“

auf Seite 36. Bezogen auf die Ernte dieses Jahres

teilte Verkaufsleiter Daniel Kownacki aktuell

mit, das beim Sammeln von Zweigen und

beim Trocknungsprozess neue Technologien

eingesetzt worden sind. Außerdem werden

Fotos bora HotSpa Resort

Dem Vorbild einer finnischen Rauchsauna

folgte das Konzept für eine rustikale Sauna

aus Altholz. Dieses Holz stammt aus einer

rauen Alpenregion und verleiht dieser Blockbohlen-Sauna

ihre authentische Optik und die

stabile Konstruktion. Massive Bohlen mit verwitterter

Oberfläche bilden die Außenwände.

Der Innenraum der „Rauchsauna“ ist zweigeschossig

konzipiert. Auf einer Empore finden

bis zu dreißig Saunagäste Platz. Sie sitzen auf

alle schonend gepressten und gut abgewickelten

Birkenquaste in einem Spezialpapier sachgerecht

verpackt, sowohl in der (dünneren)

Normalgröße (50 und 60 Zentimeter) für

Frauen als auch in XXL für Männer. Dadurch

wird die Qualität erhalten und die Lagerung

massiven Bänken aus Lindenholz. Ebenso wie

die Geländerhandläufe verfügen diese über

angenehm glatte, splitterfreie Oberflächen.

In dieser Sauna finden auch Salz- und Vasta-

(Birkenreisig) Anwendungen statt.

Ebenerdig heizt der aus Bruchsteinen gemauerte

Saunaofen mit starken 60 kW Leistung.

Ein angegliederter Kamin erzeugt den typischen

Rauchduft in der Sauna.

Vis-à-vis der rustikalen Altholz-Sauna baute

Baum‘s Holzteam seinerzeit ein uriges Backhaus

mit Fachwerkfassade. Hier können sich

Gruppen bis zu 25 Personen aufhalten und

– bei vorheriger Buchung – auch gemeinsam

feiern. In einem Backofen lassen sich Köstlichkeiten

aus frisch gebackenem Brot zubereiten.

Mit dem kulinarischen Event „Wine &

Dine” startet Mitte September dieses Jahres

das Restaurant des (im Mai) neu eröffneten

4-Sterne-Designhotels im „bora

HotSpaResort“ in die Herbstsaison. Moderne,

lokale Küche und Weine aus benachbarten

Gütern sollen nicht nur Hotelgäste für dieses

besondere Ereignis gewinnen. Das neue bora

Hotel hat 84 Zimmer und Suiten. Die Übernachtung

in einem Komfort-Zimmer kostet

175 Euro bei Doppelbelegung, 118 Euro bei

Einzelbelegung inklusive Frühstück. Die Preise

der Suiten beginnen bei 295 Euro pro Nacht.

Baum’s Holzteam, mit Peter Baum als Geschäftsführer,

ist Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund seit 1986. bora – die sauna oase

am see, mit Bernd Schuler als Geschäftsführer,

ist seit zehn Jahren Mitglied im Verband.

www.baum-blocksauna.de

www.bora-sauna.de

bis zu einem Jahr möglich. Gebrauchte Quaste

lassen sich ein paar Mal verwenden, wenn sie

kühl und trocken aufbewahrt werden.

VITALIS, „größter Hersteller und Direktlieferant

von Birken- und Eichenquasten. Nr.1

in Europa“, ist in Deutschland seit 1989 als

Hersteller und Lieferant erfolgreich. Die Ware

wird bundes- und europaweit ausgeliefert.

Die Größe der Plantagen für die Ernte beträgt

156 Hektar.

www.birkenquasten.de

36 Sauna & Bäderpraxis 2/2013


Schaufenster

Kemitron: „Refreshing Kick”

mit Fresh- und Tonic-Water

Über das vielfältige Sortiment des schwäbischen

Spezialitätenanbieters Kemitron aus

Wendlingen (Baden-Württemberg) hat „Sauna

& Bäderpraxis“ in der Vergangenheit mehrfach

berichtet und im Jahr 2007 ein Betriebsporträt

des mittelständischen Familienunternehmens

veröffentlicht. Neben den Schwerpunkten Dosier-

und Steuerungstechnik, Reinigung und

Desinfektion, Aroma (Duftstoffe) gibt es seit etlichen

Jahren das sich überdurchschnittlich gut

entwickelnde Geschäftsfeld „EventKosmetik“.

Zahlreiche Pflegekosmetiklinien für den Sauna-,

SPA- und Wellnessbereich gehören zur Angebotspalette

im Segment „body treatments“.

Kemitron sieht sich auch in diesem Bereich

„ganz vorn mit dabei“.

Seit einiger Zeit bekommen – insbesondere

bei Zeremonien und Ritualen im Rahmen von

Events – kühlend-erfrischende Duft wässer

(„BodyTonic“) immer mehr Zuspruch von Gästen

in den öffentlichen Anlagen. Es gibt die Produktlinien

TonicWater und FreshWater mit

„refreshing kick“ durch den Zusatz ätherischer

Öle wie beispielsweise Menthol, Pfefferminz,

Eukalyptus und Zitrone. Einige Spritzer in die

hohle Hand, etwa aus einer Karaffe, genügen,

um vorzugsweise Schläfen,

Hals und Ellenbogen damit

zu betupfen oder einzureiben.

Das Gesicht und

andere empfindliche

Körperpartien

müssen ausgespart

bleiben. Auch das

Besprühen der Gäste

mit einem Feinoder

Pumpzerstäuber

kommt gut an.

Bezogen – beispielsweise

– auf

das jeweilige

Event-Thema gibt

es die TonicWater-

Varianten Rose

Orient und Blütenzauber

(Orient),

Birkenwasser und Wildbeeren (Skandinavien),

Agave und Orange (Südafrika), Mango und

Goji beeren (Südamerika), Wassermelone

(mediterran), grüne Satsuma und Bambus &

Zitronengras (Indien), Bratapfel und Tannengrün

(Weihnachten). Für besondere Themen-Events,

die sich auch an dem Verlauf der Jahreszeiten

orientieren, ist die Produktlinie FreshWater nach

Empfehlung von Kemitron „genau das Richtige“.

Diese „frostigen“ Abreibungen gibt es in den

Duftlinien EisMinze, EisZitrus, EisBeeren

und EisApfel.

Eine weitere Kemitron-Idee für kühlende

Überraschungen sind Aromen für duftende

Eiswürfel mit den Düften

FirnMinze und Gletschereis.

Kemitron, Gesellschaft für

chemische und elektronische

Mess- und Regelverfahren, ist

seit dem Jahr 2005 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund.

Die Geschäftsführung liegt bei

Ingeborg Mayer-Klenk und ihrem

Sohn Stephan Mayer-Klenk.

www.kemitron.de

Smart Cabins®– innovativer

Umkleideraum

Den Anstoß gab eine Architektenanfrage:

Bei der Suche nach einem Umkleideraum für

den Außenbereich stößt man auch auf wenig

ansehnliche Kunststoffvarianten. Das veranlasste

das Team von Smart Cabins®, sich

Gedanken über eine Alternative zu machen.

Es wurde ein Raum entwickelt, dessen ansprechende

Optik sich aufgrund natürlicher Materialien

gefällig in die jeweilige Umgebung einfügt.

Es wird dabei auf Langlebigkeit gesetzt,

mit höchsten Ansprüchen an konstruktiven

Holzschutz. Bei der Gestaltung kann der Kunde

hinsichtlich Farbe und Material (Holz oder

HPL) seine individuellen Vorstellungen einbringen.

Die Aufstellfläche der Smart Cabins®

beträgt 1,20 x 2,40 m. Der

nutzbare Umkleideraum selbst

hat eine komfortable Größe

von 0,90 x 1,42 m. Durch ein

Dach aus Sicherheitsglas ist er

hell und geräumig. Auch als

Dusch- oder als Raucherraum

können Smart Cabins® genutzt

werden.

Das Produkt wird komplett

montiert geliefert und ist dadurch

jederzeit umsetzbar. Die

Bodenplatte hat ein allseitiges

Gefälle und ist frostsicher. Es

bedarf keiner Baustelle vor Ort.

Nur das Ausheben der Grasnarbe

sowie ein Stapler zum

Entladen und Aufsetzen sind

erforderlich. Eventuell sind

noch einige Trittplatten vor

dem Eingang zu verlegen. Bei den Kunden von

Smart Cabins® herrscht nach Herstellerangaben

eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit.

www.smart-cabins.de

www.korda-pro.de

Sauna & Bäderpraxis 2/2013

37


·

Schaufenster

WasserWerkstatt Bamberg:

Saunasee“ für Therme Obernsees

Passend zum 15. Geburtstag der Therme

Obernsees im oberfränkischen Mistelgau unweit

Bayreuth (Bayern) wurden Mitte Mai die

„Panorama-Oase“ im Saunaparadies und ein

erweiterter Wohnmobilstellplatz von Landrat

Hermann Hübner offiziell eröffnet. An die

zwei Millionen Euro wurden in das Projekt investiert.

Für die Architektur der Gesamtanlage

zeichnet das Büro „Horstmann + Partner“ aus

Bayreuth verantwortlich. Zur Panorama-Oase

gehört auch eine Badeteich-Anlage („Saunasee“)

mit 350 qm Wasserfläche, angelegt von

der WasserWerkstatt Bamberg unter Federführung

von Claus Schmitt. Zentral um den Badeteich

sind die Außenanlagen mit abgestuften

Liegeterrassen und Aufenthaltsbereichen angeordnet.

Die Einbindung in die umliegende

Landschaft ermöglicht einen weiten Blick auf

die Hügel der Fränkischen Schweiz.

Bestandteile der neuen Panorama-Oase sind

die „Fränkische Bier- und Genusssauna“, ein

mit 90/95 Grad Celsius erwärmter Raum

mit dekorativen Elementen aus der Welt des

Bieres für erlebnisreiche Spezialaufgüsse (mit

Panoramablick) und die „Fränkische Hopfen-

Stub’n“, eine Kombination aus Aufenthalts-

corso sauna manufaktur jetzt in

Bramsche aktiv

Im Laufe von über 30 Jahren hat sich die corso

sauna manufaktur stetig erweitert. Trotz Auslagerungen

ist das Unternehmen am angestammten

Sitz (ab 1988 in Wallenhorst bei Osnabrück)

an seine Grenzen gestoßen. Deshalb entschied

sich die Geschäftsleitung für den Bau eines

neuen Betriebsgebäudes. Anfang dieses Jahres

wurde im nördlich von Wallenhorst gelegenen

Bramsche-Hesepe damit begonnen; Hesepe

liegt direkt an den B 68 und B 218 sowie an

der Bahnlinie Bremen – Osnabrück. Entstanden

und Ruheraum für

Schmankerl nach

dem Saunabad

(auch für geschlossene

Gesellschaften

nutzbar). In der für

80 Personen ausgelegten

„Fränkischen

Bier- und Genuss-

Sauna” mit vierreihigen

Sitzbänken

ist ein mit Saunasteinen

gefülltes,

übergroßes Bierfass mit zwei Metern Durchmesser

der „Hingucker“ schlechthin. Darunter

befinden sich – nicht sichtbar – zwei Sauna-

Öfen mit 120 kW Gesamtleistung.

Die Konstruktion der Ende Februar eröffneten

Panorama-Oase, „eine der modernsten und

innovativsten Europas“ (ausschließlich mit Biosphärenholz

aus nachhaltigem Anbau), stammt

von Müther Wellnessanlagen & Saunabau aus

Haltern (Nordrhein-Westfalen), Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund seit dem Jahr 1980

(Website: www.muether.de). Weitere Besonderheiten:

Licht, Sound und Beamertechnik (für

Videoanimationen) und eine energieeffiziente

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zur

Senkung der Energiekosten. Das Saunaparadies

wird über das bestehende Hackschnitzel-

Heizwerk mit Wärme versorgt.

Die Therme Obernsees, deren Saunaparadies

das Qualitätssiegel „SaunaPremium“

des Deutschen Sauna-Bundes führt, ist seit

dem Jahr 1999 Mitglied im Verband. Das

Management im Auftrag des Zweckverbandes

Therme Obernsees liegt seit 1998 bei der GMF,

Gesellschaft für Entwicklung und Management

von Freizeitsystemen in Neuried bei München

(Website: gmfneuried.de), ebenfalls Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund seit 1992. Die

Thermen-Betriebsleitung in Obernsees hat Uli

Gesell. Seit Eröffnung der Therme konnten weit

über 3,5 Millionen Gäste begrüßt werden.

www.wasserwerkstatt.com

www.abs-naturbad.de

www.therme-obernsees.de

mobil.therme-obernsees.de

iPhone-App im App Store

sind ein neues Bürogebäude – inklusive großem

„Showroom“ – und eine damit verbundene Produktionshalle.

Die Fertigung zog bereits Ende

Juli um, die Verwaltung im August. Die corso-

Geschäftsleitung liegt seit einem Jahr bei den

Gebrüdern Max und Benedictus Lingens. Das

Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter.

Im Deutschen Sauna-Bund ist die corso sauna

manufaktur Mitglied seit dem Jahr 1978.

www.corso-saunamanufaktur.com

·

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Sauna- Solarien-

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B+S Finnland Sauna S. 11 www.welt-der-sauna.de

Butenas Holzbauten S. 32 www.butenas-holzbauten.de

corso sauna manufaktur S. 17 www.corso-saunamanufaktur.com

Deutscher Sauna-Bund S. 24 www.sauna-bund.de

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Offizielles Organ des

Deutschen Sauna-Bundes e.V.

Kavalleriestraße 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-0

Telefax (05 21) 9 66 79-19

info@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Verlagsanschrift

Sauna-Matti Gesellschaft für Sauna

Werbe- und Betriebsmittel mbH

Kavalleriestr. 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-14

Telefax (05 21) 9 66 79-19

Chefredaktion

Rolf-A. Pieper (verantw.)

Redaktion/Anzeigen/Produktion

Hans-Jürgen Gensow (-18)

hans-juergen.gensow@sauna-bund.de

Layout/Produktion

Birgit Osunu (-14)

b.osunu@sauna-matti.de

Layout u. Herstellung

maerz kommunikation,

Bielefeld

Druck

Offsetdruckerei L. Sertl, Spenge

Preis

Einzelheft 8,- e (inkl. MwSt. und zzgl. Versandkos

ten), Jahresabonnement (4 Hefte): Inland 28,- e

(inkl. MwSt. und Versandkosten); Ausland 36,- e

(inkl. Versandkosten); Mindestbezugszeitraum 1

Jahr.

Für Mitglieder des Deutschen Sauna-Bundes

ist der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.

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