Begründung zur 2. Änderung des Bebauungsplans NAU ... - Nauen

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Begründung zur 2. Änderung des Bebauungsplans NAU ... - Nauen

Bebauungsplan NAU 0011/93 „Stadtrandsiedlung“, Nauen

Stadt Nauen

Ein besonderes Gestaltungsmerkmal der gesamten Stadtrandsiedlung ist nach wie vor die

helle Farbgebung der Fassaden. Nur an fünf Fassaden waren dem Anschein nach keine hellen

Farbtöne vorhanden. Diese bilden Ausnahmen im Gesamterscheinungsbild der Siedlung.

Die Beibehaltung einer Festsetzung zur Sicherung einer hellen Farbgebung ist daher angemessen

und wird wie folgt formuliert:

Die Außenwände (...) sind (...) in hellen Farbtönen (angelehnt an RAL-Farbskala, Farbnummer

1001, 1002, 1013 – 1015, 9001, 9002 oder 9010) auszuführen.

Im WA 3 wurde an den Giebeldreiecken von 33 Häusern Holzverschalungen und von 39

Häusern die Ausbildung mit kleinformatigen Platten gezählt. In den übrigen WA waren nur

noch jeweils eine Holzverschalung und eine Plattenausbildung im Giebeldreieck vorhanden.

Holzverschalungen im Giebeldreieck sind nur im WA 3 ein besonderes Gestaltungsmerkmal

und das gemeinsam mit kleinformatigen Platten. Es wird folgende Festsetzung getroffen:

Im WA 3 sind an den Giebeldreiecken der Wohngebäude Verschalungen aus Holz oder

kleinformatigen Platten statthaft. Die Kantenlänge von kleinformatigen Platten darf 60 cm

nicht überschreiten.

Öffnungen der Fassade

Es wird festgesetzt:

Fassaden sind als Lochfassaden auszubilden. Öffnungen von Fenstern müssen allseitig von

Wandfläche umschlossen sein. Tür- und Toröffnungen müssen dreiseitig von Wandfläche

umgeben sein. Der die Öffnung umgebende Wandbereich muss mindestens eine Breite von

0,30 m aufweisen. Öffnungen sind rechteckig als stehendes Format auszubilden. Liegend

ausgebildete Öffnungen sind für Fenster zulässig, wenn sie durch senkrechte Pfosten so unterteilt

sind, dass stehende Formate gebildet werden.

Die Festsetzungen gelten nicht für die von der Straßenseite abgewandten Gebäudewände

und die rückwärtig angeordneten Gebäudeteile oder –anbauten.

Diese Festsetzung ist für die von der Straße aus wahrnehmbaren Fassaden ausnahmslos

zutreffend und bildet das besondere Erscheinungsbild der Siedlung darum weiterhin ab. Die

Festsetzung ist nach wie vor gerechtfertigt und wird beibehalten.

Einfriedungen

Einfriedungen im Vorgartenbereich sind nicht als geschlossene Wand auszubilden und dürfen

eine Höhe von 1,2 m über Oberkante Gehweg nicht überschreiten. Gemauerte und betonierte

Sockel dürfen nicht höher als 0,5 m über Oberkante Gehweg ausgeführt werden.

Rückwärtige und seitliche Einfriedungen sind nur als offene Einfriedungen oder als Hecke

mit Pflanzen gemäß Liste 7 zulässig.

Die Festsetzung des 1. Satzes wird getroffen, da offene Einfriedungen im Vorgartenbereich

ein besonderes Gestaltungsmerkmal der gesamten Siedlung sind. Zur 1. Änderung des Bebauungsplans

erschienen rund 10 straßenseitige Einfriedungen höher als 1,2 m aber noch

niedriger als 1,5 m. Weitere rund 15 Einfriedungen wiesen Zaunpfosten auf, die höher als

1,2 m aber in der Regel niedriger als 1,5 m waren. Es wurden keine betonierten oder gemauerten

Sockel erfasst die höher als 0,5 m waren. Die bauordnungsrechtliche Festsetzung

ist sinnvoll und erforderlich und wird daher beibehalten.

Begründung Entwurf 38

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