Ein Update Für 3,6 Millionen - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

st.vincenz.de

Ein Update Für 3,6 Millionen - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

Eine interne Zeitschrift

des St. Vincenz-Krankenhauses

Limburg

Ausgabe 2/2004

Ein Update

für 3,6 Millionen

Seiten 2, 3 und 18

Medizinische Klinik:

Führungswechsel

Seiten 4, 5 und 20

Humanität kontra

Gesundheitsökonomie?

Seiten 8 bis 12

Kampf gegen den Krebs:

Viertes Symposium

in Limburg

Seiten 12 und 13

Schlaganfallprophylaxe

aus der Sicht

des Gefäßchirurgen

Seiten 14, 15 und 20


Redaktion

Nicola v. Spee, Ulrich Haßler, Petra Hoffmann,

Frank Mellein

V.i.S.d.P.: Horst Schneider

Telefon-Nr. Redaktion und Anzeigenaquisition:

N. v. Spee 0 64 31 / 292-4103, Fax 292-4118

Gestaltung

klein-druck steeden, Nicola von Spee

Druck

klein-druck steeden

Herausgeber

St. Vincenz-Krankenhaus

Auf dem Schafsberg

65549 Limburg

Internet: http://www.st-vincenz.de

Auflage

3.000

Die Beiträge geben die Meinungen der

jeweiligen Verfasser wieder

2

* Letzte Meldung * Letzte Meldung * Letzte Meldung *

Freude im Team: Nach intensiver Erarbeitung von Prozeßbeschreibungen,

Arbeitsanweisungen und zahlreicher Hilfestellungen für

die interne wie externe Logistik ist nun ein erster Erfolg zu verzeichnen:

Die Zentralapotheke des St. Vincenz-Krankenhauses wurde

nach DIN EN ISO 9001:20000 zertifiziert. Lesen Sie Hintergründe

auf den Seiten 6 und 7.

Titelfoto: Genuß: Das neue Eis-Sortiment im Sommerangebot der Vincenz-Cafeteria

- von kompetenter Seite getestet und für gut befunden!

Seiten 2 und 3: Meilenstein: neue Räume in der operativen Intensivmedizin, der Neurologie

und der Gastroenterologie

Seiten 4 und 5: Abschied und Neubeginn: Führungswechsel

an der Medizinischen Klinik

Seiten 6 und 7: Auszeichnung: Zentralapotheke zertifiziert

Seiten 8 bis 12: Plädoyer: Ein Interview mit dem neuen Ärztlichen Direktor

Seiten 12 und 13: Engagement: Vierter Anti-Krebs-Kongreß in Limburg

Seiten 14 und 15: Vorbeugung: Schlaganfallprophylaxe aus der Sicht des Gefäßchirurgen

Seiten 16 und 17: Ansturm: Volles Haus beim Tag der offenen Tür

Seite 18: Logistik: Hintergrund zum technischen Update Intensivmedizin

und Neurologie

Seite 19: Erfolg: Examen an der Weiterbildungsstätte für Anästhesieund

Intensivpflege

Seite 20: Fortsetzung: Schlaganfallprophylaxe und neue Chefärzte

Seite 21: Lebensart: Dr. Al-Issa als Belegarzt verabschiedet

Seiten 22 und 23: Extravaganz: Vincenz als Forum für interessante

Künstlerpersönlichkeiten

Seite 24: Würde: Erste ökumenische Trauerfeier für

nichtbestattungspflichtige Kinder

Seite 25: Kochkunst: Kulinarisches im Angebot und als Rezept

Seite 26: Internas: Personalnachrichten und Vincenz-Kinder

Seite 27: Innovation: Einmal ernsthaft, einmal zum Schmunzeln...

Seite 28 u. folgende: Anzeigen

Inhalt:

Impressum:

Meilenstein: Baul

und technisches

für 3,6 Millionen

„Die neuen Einrichtungen stärken die Bedeutung Limburgs

als wichtiger Eckpfeiler der medizinischen Versorgung

in der westlichen Region Mittelhessens“ – dieses

Statement des stellvertretenden Regierungspräsidenten

Hans-Otto Kneip brachte auf den Punkt, was

bei der feierlichen Einweihung, zunächst geladenen Gästen

und Mitarbeitern sowie am Tag danach auch der

Bevölkerung der Region präsentiert wurde: die neuen

Räume der operativen Intensivmedizin, der Neurologie

sowie der Ultraschallraum der Gastroenterologie wurden

nach neunmonatiger Bauzeit eingeweiht und von

Dompfarrer Karl Wagner und der stellvertretenden Dekanin

Claudia Gierke-Heinrich gesegnet.

H

intergrund ist die Investition

von 3,6 Millionen

Euro, an denen sich das Land

Hessen mit drei Millionen beteiligt

hatte. Der Vorsitzende

des Verwaltungsrates, Erwin

Reuhl, wertete dieses bauliche

wie medizintechnische „Update

der Klinik als weiteren

Meilenstein und wesentlichen

Fortschritt in der Geschichte

des Hauses. Umbau und Erweiterung

der interdisziplinären

Intensivstation machen

den Löwenanteil der Sa-

„Wir lassen Sie nicht im Regen

stehen“ - diese bildnerische Assoziation

im Präsent von Architekt

Willi Hamm soll auch in Zukunft

an die anspruchsvolle Kooperations-Leistung

und die technischen

Finessen des 3,6 Millionen-Umbaus

erinnern. Im Bild

v.l.n.r.: Landrat Dr. Manfred

Fluck, der Chefarzt der Neurologischen

Abteilung, Dr. Christoph

Oberwittler, der Chefarzt der Abteilung

für Anästhesie und intedisziplinäre

Intensivmedizin, Dr.

Wolfgang Meister, der Verwaltungsratsvorsitzende

Erwin Reuhl,

Architekt Willi Hamm, der stellvertretendeRegierungsvizepräsident,

Hans-Otto Kneip und der

Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft,

Horst Schneider.

nierung aus. Der Weg hierhin

sei „unglaublich zäh, unglaublich

schwierig und unglaublich

teuer“ gewesen. Reuhl erinnerte

in diesem Zusammenhang

auch an den Ausgangspunkt

dieser Überlegungen: Vor Jahren

hatte eine junge Frau nach

einem Autounfall bei Bad

Camberg nach Bonn geflogen

werden müssen, da weder im

Vincenz noch in den Nachbarkrankenhäusern

ein intensivmedizinisches

Bett frei gewesen

sei.


ches

Update

Euro

Die Sanierung trage wichtigen

Tätigkeitsfeldern innerhalb des

interdisziplinären Konzeptes

der Klinik Rechnung. Glückwünsche

hierzu überbrachten

auch Bürgermeister Martin

Richard – „eine Stärkung des

Wirtschaftsstandorts Limburg

– sowie Landrat Dr. Manfred

Fluck: „Wir feiern hier die erfolgreiche

Bewältigung

großzügiger und wesentlicher

Neuerungen zum Wohle der

Menschen unseres Landkreises.“

Modernste Medizintechnik

sei hier gepaart mit atmosphärisch

ansprechender Architektur.

Es sei eine fürsorgliche

Medizin, die hier von Menschen

für Menschen individuell

umgesetzt werde. Der Landrat

dankte aus diesem Anlaß allen,

die im Landkreis die effektive

medizinische Rundumversorgung

der Menschen garantieren.

Heimische Kliniken hätten

sich einen guten Ruf erworben:

„Mit dieser Sanierung haben

die Verantwortlichen im St.

Vincenz-Krankenhaus hierzu

einen wichtigen Beitrag geleistet.“

Diskutieren die neuen Möglichkeiten der Interdisziplinären Intensivstation: Verwaltungsratsvorsitzender Erwin

Reuhl gemeinsam mit Chefarzt Dr. Wolfgang Meister und dem pflegerischen Leiter der Station, Markus Hillenbrand,

vor dem sog. Rotorest-Trauma-Bett. Dies ist ein Speziallagerungsbett zur Behandlung von schwersten

Lungenschädigungen - man kann den Patienten um die Körperachse drehen, jeweils um 60 Grad. Hierdurch

wird die Ventilation und Durchblutung der Lunge verbessert.

Die Chefärzte der hauptsächlich

betroffenen Abteilungen,

Dr. Wolfgang Meister, Abteilung

für Anästhesie und Intensivmedizin,

und Dr. Christoph

Oberwittler, Neurologie, skizzierten

anlässlich des Festaktes

Tätigkeitsschwerpunkte ihrer

Abteilungen. Chefarzt Dr.

Wolfgang Meister erinnerte an

die räumlichen und numeri-

schen Unzulänglichkeiten der

alten Station. Diese Situation

sei durch die Vergrößerung und

Aufteilung der chirurgischen

Disziplinen mit der daraus re-

„In der sich verändernden Krankenhauslandschaft werden

nicht die Häuser überleben, die alles am billigsten machen,

sondern diejenigen, die auch unter wirtschaftlichen

Zwängen die besten Lösungen für den Patienten erbringen.

Und da es sich um medizinische Leistungen handelt,

sind hierfür in erster Linie gute Ärzte und Pflegepersonal

und nicht Ökonomen notwendig.“

Dr. Wolfgang Meister, Chefarzt Abteilung Anästhesie und interdisziplinäre

Intensivmedizin

sultierenden Ausweitung und

Vergrößerung der operativen

Eingriffe, der Auflösung der

chirurgischen Wachstation sowie

der Verschiebung der Alterspyramide

mit vielen unfallchirurgischen

Patienten noch

verschärft worden. Die OP-Kapazität

sei mangels pflegerischer

Zahl, die Intensivstation

mangels postoperativer Bettenkapazität

die beiden Nadelöhre

im Schwerpunktkrankenhaus

der Region gewesen. Trotz der

Hypothek eines Kompromisses

zwischen den Wünschen der

Fachkräfte einerseits und den

realisierbaren Möglichkeiten

andererseits habe man im gemeinsamen

Brainstorming eine

gut gelungene Lösung gefunden.

Die Neukonzeptionierung des

Aufwachraums hob der Chefarzt

besonders hervor: „Auch

hier ist mittels zentraler Überwachungseinheiten

die postoperative

zeitlich befristete

lückenlose Überwachung der

vitalen Funktionen des Patienten

möglich.“ Der Aufenthalt

unter Tageslicht vermittele früh

den Eindruck der Normalität

und führe unter adäquater

Schmerztherapie zu einer Entspannung

der Extrem-Situation

Operation.

Fortsetzung Seite 18

„Der Herr selbst muß das Haus bauen; sonst arbeiten die

Bauleute vergeblich. Der Herr selbst muß die Stadt beschützen,

sonst ist jede Wache umsonst (Psalm 127,1).

Weil unser Handeln nichts nützt, wenn Gott nicht selbst

mit Hand anlegt, weil unsere ganze Fürsorge umsonst ist,

wenn Gott nicht selbst mit am Krankenbett steht, deshalb

erbitten wir heute den Segen unseres Herrn für diese Räume

– für die Gesunden, die hier arbeiten, aber auch für

die Kranken, damit sie wieder gesund werden.“

Claudia Gierke-Heinrich, stellv. Dekanin des ev. Dekanats Runkel

3


Entwickelte die gastroenterologische Endoskopie zu einer starken Leistungseinheit:

Privat-Dozent Dr. Manfred Brodersen.

M

it dem Wechsel in der

Leitungsspitze der

Medizinischen Klinik mit

dem Schwerpunkt Kardiologie

und Gastroenterologie

verliert das St. Vincenz-

Krankenhaus zwei langjährige,

besonders verdiente

Chefärzte: Privat-Dozent Dr.

Manfred Brodersen und

Prof. Dr. Helmut Neuss, die

in den Ruhestand gehen. Beiden

wird in weiten Kreisen

der Bevölkerung wie auch

aus Kreisen ihrer Fachkollegen

hohe Anerkennung

gezollt, beide zählen zu den

„Pionieren“ des St. Vincenz-

Krankenhauses und brachten

die mit Abstand größte

Abteilung der Klinik aus

zunächst fast provisorischen

Bedingungen auf den

neuesten Stand der Medizin.

Privat-Dozent Dr. Manfred

Brodersen kam 1983 an das St.

Vincenz-Krankenhaus, kurz

nachdem die Klinik in die Teilgebiete

Kardiologie und Gastroenterologie

aufgeteilt und

ein kollegiales Leitungssystem

etabliert wurde. Während Prof.

Dr. Herbert Löllgen die

Leitung der Kardiologie übernahm,

wurde PD Dr. Brodersen

das Management der Gastroenterologie

der Klinik übertragen.

Die erste wesentliche

Neuerung unter seiner Führung

war 1983 die Einführung der

abdominellen Sonographie (die

Ultraschalluntersuchung der

Bauchorgane) am St. Vincenz.

Dieses nicht-invasive, für den

Patienten völlig ungefährliche

4

Abschied von

Wegbereitern einer

zukunftsorientierten

Verfahren ist heute aus der

täglichen Diagnostik nicht

mehr wegzudenken.

Großen Wert legte der Chefarzt

zudem auf den Ausbau der

gastroenterologischen Endoskopie

(Spiegelung der Bauchorgane),

welche heute eine

starke Leistungseinheit des

Hauses darstellt. Der endoskopische

„Gerätepark“

wurde unter der Ägide Dr.

Brodersens, der auch ärztlicher

Leiter des Zentrallabors war,

nahezu vollständig auf

Videotechnik umgerüstet.

Heute werden in der Medizinischen

Klinik rund 4500

sonographische Untersuchungen

durchgeführt, die Zahl der

endoskopischen Untersuchungen

hat sich im Laufe der

Jahre vervielfacht und beläuft

sich auf annähernd 3000 per

anno.

Medizin

Ehemalige Chefärzte der

Medizinischen Klinik legten sicheres

Fundament für die größte Abteilung

der Klinik

Etablierte mit viel Engagement und klinischem Weitblick die Herzkatheter-Diagnostik

am St. Vincenz: Prof. Dr. Helmut Neuss.

Insider attestieren dem auch

durch sein soziales Engagement

hochgeschätzten Mediziner

intensives Bemühen um

einvernehmliche Lösungen im

Spagat der Interessenabwägungen

einer großen Abteilung

sowie besonderes Engagement

für Zusammenarbeit, Zusammenhalt

und Sicherung der

Medizinischen Klinik. Somit

ist dem langjährigen Chefarzt

auch die Sicherstellung einer

breiten Versorgung für internistische

Patienten am St.

Vincenz zu danken. Zu besonderem

Dank sind ihm auch

viele Medizin-Studenten und

junge Ärzte verpflichtet, für

deren Förderung er sich über

21 Jahre hinweg konsequent

eingesetzt hat.

Wegbereiter einer neuen medizinischen

Ära am St. Vincenz

war auch Prof. Dr. Helmut

Neuss, der 1986 als Nachfolger

von Prof. Dr. Löllgen zum

Leiter der Kardiologie ernannt

wurde. Er war es, der unter

zunächst sehr provisorischen

Bedingungen zielgerichtet und

mit großem Sachverstand die

Elektrophysiologie und die Koronarangiographie

an der Limburger

Klinik etablierte - medizinische

bedeutende Verfahren,

welche aufgrund ihrer hohen

klinischen Aussagefähigkeit

und ihrer patientenschonenden

Methodik für die heutige Diagnostik

unverzichtbar sind. Mit

großem Engagement richtete er

1997 das Herzkatheterlabor ein

und leistete somit neben der

Gewährleistung eines breiten

internistischen Spektrums

einen unverzichtbaren Beitrag

für die kardiologische Versorgung

der Patienten im

Landkreis Limburg-Weilburg.

Bis dato war diese Untersuchungstechnik

in Kooperation

mit der Kerckhoff-Klinik

in Bad Nauheim durchgeführt

worden, heute ist sie am St.

Vincenz etabliert. Nahezu alle

Katheteruntersuchungen und

auch die meisten Coronardilatationen

(Aufweitung der

Herzkranzgefäße) können nun

vor Ort vorgenommen werden.

Neben der Diagnostik sind

heute auch therapeutische Eingriffe

am Reizbildungs- und

Leitungssystem des Herzens

möglich.

Besondere Verdienste hat sich

Prof. Neuss ebenso hinsichtlich

Fortsetzung nächste Seite


Das Limburger St. Vincenz-

Krankenhauses erfährt eine

weitere personelle Stärkung

aus sehr renommierten medizinischen

Zentren: Professor

Dr. Jörg Kreuzer, Oberarzt

der Medizinischen Universitätsklinik

Heidelberg,

und Privat-Dozent Dr. Erhard

G. Siegel, Oberarzt des

Klinikums der Stadt Ludwigshafen,

werden die neuen

Chefärzte der Medizinischen

Klinik des St. Vincenz.

Das hohe Niveau der Abteilung

wird somit durch die

Nachfolge ausgewiesener

Experten im Bereich der Inneren

Medizin gesichert.

Professor Kreuzer und PD

Dr. Siegel treten ab dem 1

Juni bzw. dem 1.Juli die

Nachfolger der langjährigen

Chefärzte Prof. Dr. Helmut

Neuss (Kardiologie) und

Privatdozent Dr. Manfred

Brodersen (Gastroenterologie)

an.

rofessor Kreuzer studierte

P

an den Universitäten Göttingen,

Würzburg und Köln,

wo er auch promovierte. Im

Neue Führungsspitze der Medizinischen Klinik: Privat-Dozent Dr. Erhard G. Siegel (links) und Prof. Dr. Jörg

Kreuzer (rechts) mit dem Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Horst Schneider.

ger Oberarzt der Heidelberger

Kardiologischen Klinik. Er war

Hohes Niveau zuletzt Leiter der Intensivstation

und verantwortlich für das

Herzkatheterlabor. Die Abtei-

der Medizinischen lung Kardiologie der Universitätsklinik

Heidelberg ist eines

der größten kardiologischen

Zentren Deutschlands mit einer

Klinik gesichert ausgesprochen hohen Fallzahl

Rahmen seiner Doktorarbeit

mit dem Titel: „Myokardprotektion

während perkutaner

transluminaler Koronarangioplastie

(PTCA) durch gleich-

Neue Chefärzte aus renommierten

medizinischen Zentren

an Herzkatheteruntersuchungen.

Prof. Kreuzer konnte so

außerordentlich große Erfahrung

bei der Durchführung aller

Arten von Herzkatheterunzeitige

intrakoronare Perfusi- Ausbildung begann er an der Anfang der 90er Jahre war Dr. tersuchungen und speziellen

on“ untersuchte er eine neue Universität Düsseldorf und Kreuzer als Stipendiat der Behandlungstechniken erwer-

Methode zum Schutz des setzte sie dann in der Abteilung Deutschen Forschungsgemeinben. Die Behandlung auch sehr

Herzmuskels während der Bal- für Kardiologie, Pulmologie schaft zwei Jahre in der Abtei- komplexer Verengungen der

londehnung von Blutgefäßen und Angiologie der Univerlung für Kardiologie der Uni- Herzkranzgefäße gehört zu sei-

am Herzen. Seine klinische sitätsklinik Heidelberg fort versity of California Los Angenen Schwerpunkten.

Fortsetzung von Seite 4

les, USA tätig. Zurück in Heidelberg

setzte er seine For-

Besonders intensiv beschäftigte

er sich in dieser Zeit auch mit

der Weiterentwicklung der Inneren Intensivstation sowie des Aufschung zur Entstehung des der Behandlung von Patienten

baus der interdisziplinären Schlaganfallakutstation 1998 erworben, Herzinfarktes fort und habili- mit Herzinfarkt. Dabei legte

für deren Einrichtung er sich besonders einsetzte. Auf dieser Statierte sich 1997 an der Univer- Professor Kreuzer größten

tion können heute in Zusammenarbeit mit der Neurologischen sitätsklinik Heidelberg im Fach Wert sowohl auf die beste

Abteilung Patienten mit akuten cerebralen Durchblutungsstörungen Innere Medizin. Neben seiner Akutbehandlung im Herzkathe-

nach modernstem medizinischen Standard behandelt und eng- Mitgliedschaft in der Arzneiterlabor, als auch auf die optimaschig

überwacht werden. So hat das St. Vincenz als Schwermittelkommission der Klinik male Therapie nach dem Herzpunktkrankenhaus

der Region den zwei ehemaligen Chefärzten ist er Mitglied des Arbeitskreiinfarkt. Die in Heidelberg ge-

besonders für ihren zielgerichteten klinischen Weitblick zu danken: ses „Ethisches Konsil“, in dem wonnen umfangreichen Erfah-

Beide haben die Strömungen der Zeit mit ihren jeweils fachspezi- durch Kirchenvertreter, Psyrungen werden jetzt im Vinfischen

medizinischen Notwendigkeiten frühzeitig erkannt und der chologen, Juristen und Ärzte cenz Krankenhaus eingesetzt

Medizinischen Klinik als einer der Säulen des Hauses ein sicheres ethische Aspekte der Therapie- werden, um die Behandlung

Fundament gechaffen. Durch ihr Engagement wurde das Vincenz entscheidungen bei schwerst- von Herzpatienten noch weiter

vorrausschauend in richtiges Fahrwasser geleitet - eine glückliche kranken Patienten besprochen zu verbessern.

und zukunftsweisende Positionierung, für welche ihnen das Haus werden

zu großem Dank verpflichtet ist! Professor Kreuzer ist langjähri- Fortsetzung Seite 20

5


Zufrieden mit dem Ergebnis intensiver Prozeßoptimierung: Klaus

Schmidt, Leiter der Zentralapotheke, und Martina Weich, Referentin für

Qualitätsmanagement.

6

Von Martina Weich

Über ein Jahr lang wurde in

der Zentralapotheke des St.

Vincenz-Krankenhauses ein

Qualitätsmanagementsystem

aufgebaut. Nach intensiver Erarbeitung

von Prozessbeschreibungen,

Arbeitsanweisungen

und vielfältigen Plänen, die eine

deutliche Hilfestellung für

die interne und externe Logistik

darstellen, konnte jetzt ein

erster Erfolg verzeichnet werden:

die Zentralapotheke des

St. Vincenz-Krankenhauses

wurde nach DIN EN ISO

9001:2000 zertifiziert.

Das besondere Augenmerk bei

der Einführung der ISO-Normen

liegt auf der Ermittlung

und Verbesserung der Kundenzufriedenheit

sowie der ständigen

Verbesserung der Dienstleistung.

Die in diesem Zuge

durchgeführte Kundenbefragung

brachte sehr gute Ergebnisse

für die Apotheke - diese

wollen die Verantwortlichen

weiterhin aufrechterhalten und

verbessern.

Ein wesentlicher Schwerpunkt

der qualitätssichernden Maßnahmen

lag auch auf der Optimierung

der internen Prozesse,

wie beispielsweise der Kommissionierung,

die einen

Hauptbestandteil der täglichen

Arbeit der Mitarbeiter in der

Apotheke ausmacht. Neben der

Versorgung der Kunden mit industriell

hergestellten Medikamenten

stellt die Apotheke

auch eigene Arzneimittel her.

An die Herstellung von Arzneimitteln

sind besonders hohe

Auflagen geknüpft. Es sind

spezielle Labore und Gerätschaften

sowie speziell ausgebildetes

Personal für die Herstellung

von Zytostatika (Substanzen

zur chemotherapeutischen

Behandlung) notwendig.

Gerade im Bereich der Zytostatikaherstellung

müssen die

notwendigen Abläufe optimal

Perfektes Zusammenspiel: Höchste Qualitätsansprüche werden bei der

Herstellung von Zytostatika erfüllt – nur ein Aspekt im Rahmen des

Zertifikations-Projekts.

Qualitätssich

und ausgefei

Logistik

aufeinander abgestimmt sein,

um so ein qualitativ hochwertiges

Arzneimittel herzustellen

und gleichzeitig einen optimalen

Schutz für das Personal zu

gewährleisten.

Neben den apothekenspezifischen

Abläufen werden auch

unterstützende Leistungen anderer

Bereiche betrachtet, da

diese mit die Grundlage für die

eigentliche Dienstleistungserbringung

der Apotheke bilden.

Beispielhaft sei die Verbesserung

der Zusammenarbeit zwischen

dem Hol- und Bringedienst

sowie der technischen

Erfolgreiche Zertifizierung der

Zentralapotheke des St. Vincenz

Krankenhauses

und hygienischen Abteilung

mit der Apotheke erwähnt.

Die Zentralapotheke versorgt

neben den Betriebsstätten der

Krankenhausgesellschaft St.

Vincenz 18 weitere Kunden

mit Arzneimitteln, darunter

Rehabilitationskliniken, Fachkliniken

und Krankenhäuser.

Gemeinsam mit 13 weiteren

Krankenhausapotheken ist die

Abteilung Mitglied in der

Einkaufsgemeinschaft

Medina. Die Arzneimittelversorgung

am St. Vincenz

wird durch

einen

ausgefeil-

ten Logistikprozess koordiniert,

der im Zuge der qualitätssichernden

Maßnahmen weiter

optimiert wurde. Hierdurch

sollen langfristig wesentliche

Synergieeffekte zwischen Qualität

und Wirtschaftlichkeit erzielt

werden.

Unter der Leitung von Chefapotheker

Klaus Schmidt sorgen

derzeit 23 Mitarbeiter, darunter

drei Apothekerinnen, sechs

Pharmazeutisch- Technische

Assistentinnen, sieben Pharmazeutisch-KaufmännischeAssistentinnen,

zwei weitere Mitarbeiter

sowie vier Auszubildende

für einen sicheren und funktionellen

Ablauf in der Versorgung

und Herstellung von Medikamenten

zum Wohle des

Patienten.

Die Einführung und Begleitung

des Qualitätsmanagementsystems

erfolgte durch Martina

Weich (Referentin für Qualitätsmanagement),

Frau Wolf

(Firma QUMsult) sowie

durch die Projektteamgruppe,

die

bei der

wöchentlichen


ung

te

Ein ausgefeilter Kommissionierungsprozeß ist Hauptbestandteil der täglichen Arbeit der Mitarbeiter der Apotheke

und für eine schnelle wie optimale Versorgung mit Arzneimitteln unverzichtbar.

QM–Sitzung mit viel Eifer dabei

war. In der Projektteamgruppe

engagierten sich verschiedene

Vertreterinnen der

einzelnen Berufsgruppen: die

Apothekerin Martina Kroneisen,

die Pharmazeutisch-Kaufmännischen

Assistentinnen Petra

Asmaci und Vanessa Heid-

ger sowie Diana Witkowski,

Pharmazeutisch-Technische

Assistentin und Qualitätsbeauftragte

der Zentralapotheke.

Qualitätsmanagement ist jedoch

nur möglich, wenn alle

Mitarbeiter sich aktiv bei der

Einführung beteiligen - dieses

Grundprinzip wurde von allen

Mitarbeitern in die Tat umgesetzt.

Bei der externen Prüfung

durch die Firma NIScert konnte

bewiesen werden, dass die

Prozesse auch funktionell und

wirksam ablaufen und die Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen

in der Zentralapotheke ein eingespieltes

Team sind.

Qualitätsmanagement ist nur dann möglich, wenn sich alle Mitarbeiter

bei der Einführung engagiert beteiligen: dieses Prinzip wurde von allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralapotheke realisiert – ein

eingespieltes Team.

7


8

„Medizin ist kein te

Geschäftsführer Horst Schneider mit dem neuen „ÄD-Team“: Dr. Klaus

Peter Schalk (Mitte) und seinem Stellvertreter PD Dr. Udo A. Heuschen.

Neue Ärztliche Direktion am

St. Vincenz-Krankenhaus

Das St. Vincenz-Krankenhaus Limburg steht unter neuer ärztlicher

Führung: Dr. Klaus Peter Schalk, Chefarzt der Abteilung Hämatologie

und internistische Onkologie, wurde auf Vorschlag der Chefarztkonferenz

vom Verwaltungsrat zum neuen Ärztlichen Direktor

ernannt, zu seinem Stellvertreter wurde der Chefarzt der Abteilung

für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie, PD. Dr. Udo A.

Heuschen berufen (wir berichteten). Dr. Schalk, bisher stellvertretender

Ärztlicher Direktor, tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Matthias

Volk an.

Auch dem neuen ÄD-Team wird es obliegen, die 433-Betten-Klinik

durch schwieriges Fahrwasser zu führen. Neue Impulse, aber

auch Fortführung der bisherigen Ausrichtung haben sich Dr.

Schalk und PD. Dr. Heuschen hierfür auf die Fahnen geschrieben.

Hierzu zählen innovative Entwicklungskonzepte für die medizinische

Versorgung, damit verbunden die weitere Optimierung des

medizinischen Angebots für die Menschen der Region sowie eine

stärkere Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen.

Dr. Klaus Peter Schalk ist neben seiner Tätigkeit als Chefarzt mit

dem Schwerpunkt Innere Medizin stellvertretender Vorsitzender

der Hessischen Krebsgesellschaft und im Vorstand des Vereins

Hospiz-Dienste Limburg. Dr. Udo A. Heuschen ist seit 2002

Chefarzt an der Limburger Klinik und hat sich vor wenigen Wochen

an der Heidelberger Karl-Ruprechts-Universität habilitiert.

Reparaturb

Der neue Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses,

Dr. Klaus Peter Schalk, hat sich angesichts

der Ökonomie-Diskussionen im Gesundheitswesen

entschieden für eine Rückbesinnung

auf die menschlichen Aspekte der Medizin ausgesprochen.

Die Komplexität innerhalb der medizinischen

Fachgebiete sei mit wirtschaftlichen Aspekten

allein nicht zu fassen. In einem Interview mit

unserer Zeitung äußerte sich der Chefarzt der Abteilung

Hämatologie/Internistische Onkologie, der

auch stellvertretender Vorsitzender der Hessischen

Eine dreijährige Amtszeit als

Ärztlicher Direktor liegt vor

Ihnen – ein Amt in schwieriger

Zeit, aber auch eine

Chance, Zeichen zu setzen,

Schwerpunkte festzulegen.

Welche besonderen Akzente

möchten Sie setzen?

In einer Zeit, in der die ökonomische

Seite eigentlich komplett

im Vordergrund steht,

möchte ich ein mir nahestehendes

Thema wieder ins Blickfeld

rücken, nämlich die Medizin.

Vor lauter Diskussionen

über Wirtschaftlichkeit, DRG-

Einführung, Arbeitszeitregelungsgesetz

und all diesen Fakten

wird vergessen, dass wir

hier Menschen behandeln wollen

und auch sollen. Es ist mir

wichtig, gerade die menschliche

Seite der Krankheit wieder

in den Focus der Diskussion zu

stellen.

Der Patient kommt nicht wie

ein Auto zum TÜV oder in eine

Werkstatt, wo Ersatzteile

ausgetauscht werden, sondern

wir haben es mit der Biologie

zu tun in der Medizin. Das ist

wesentlich komplexer. Viele

Dinge, die heute unter wirtschaftlichen

Aspekten abgehan-

delt werden sollen, sind darunter

gar nicht zu fassen.

Sie selbst arbeiten in einem

besonders hochsensiblen Bereich,

der viel Zeit für den

Patienten und in gleichem

Maße Einfühlsamkeit erfordert

– sind Sie angesichts der

aktuellen gesundheitspolitischen

Diskussionen dennoch

optimistisch, dass dies nach

wie vor leistbar ist? Gibt es

auch für individuelle Modelle

doch noch Perspektiven?

Wenn ich diesen Optimismus

nicht besäße, müsste ich eigentlich

zu Hause bleiben.

Denn wenn man die Abrechnungsmodalitäten

gerade im

DRG-System betrachtet, wird

man sehen, dass im Bereich

der Hämatologie und der Onkologie

erhebliche Einbrüche

in der Kostenerstattung anstehen.

Viele Krankheitsbilder aus

dem Krebsbereich sind in den

DRG`s nicht gut abgebildet.

Auch hier gehen Gesetzgeber

und Kostenträger eigentlich davon

aus, dass wir wie in einem

Reparaturbetrieb eine einzige

Sache bei diesem Patienten zu

erledigen hätten. Tumorpatien-


hnischer

trieb!“

Krebsgesellschaft ist und dem Vorstand des Vereins

Hospiz-Dienste Limburg angehört, über die

Vereinbarkeit von Humanität und Ökonomie im

Krankenhausbetrieb. Trotz sich zuspitzender gesundheitspolitischer

Begleitumstände wird Scheuklappenmedizin

am Schwerpunktkrankenhaus der

Region auch weiterhin keine Chance haben: Der

neue Ärztliche Direktor brach eine Lanze für die

Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit

am St. Vincenz-Krankenhaus. Das Interview im

Wortlaut:

ten sind dagegen in hohem

Maße multimorbide. Die

Krankheiten verlaufen in der

Tat selten so, wie sie im Lehrbuch

beschrieben sind, sondern

individuell unterschiedlich.

Dies erfordert auch, dass wir

unter Umständen wesentlich

längere Verweildauern im

Krankenhaus haben. Wir können

gerade bei Tumorpatienten

die zusätzlichen Probleme

nicht außer Acht lassen.

Es wird sicherlich auch für den

Patienten unangenehm sein,

wenn er beim endoskopisch

tätigen Internisten aufgenommen,

ein Tumor im Magen-

Darmtrakt festgestellt und er

anschließend entlassen wird, zu

einem späteren Zeitpunkt wiederrum

bei den Chirurgen aufgenommen

werden muß, dort

operiert, wieder entlassen wird,

um dann endlich eine Chemotherapie

in meinem Bereich zu

erhalten.

Aber die Abrechnungsbedingungen

zwingen uns zu einem

solchen Verhalten. Viel angenehmer

wäre es für den Patienten,

er könnte dies alles innerhalb

eines Aufenthalts erledigen.

Sie haben die interdisziplinäre

Behandlung angesprochen

– am St. Vincenz gibt es mittlerweile

drei Arbeitskreise,

die es auch niedergelassenen

Medizinern ermöglichen,

Symptome und Therapien

bei hochdifferenzierten

Krankheitsbildern unter jeweils

unterschiedlichen Fragestellungen

und Blickwinkeln

zu beleuchten: Im Arbeitskreis

Gefäßmedizin, im

Brustzentrum und in dem

von Ihnen geleiteten Tumorboard.

Wird interdisziplinäre

Zusammenarbeit immer

mehr zum Markenzeichen

des St. Vincenz oder ist dies

der Ausweg aus der beschriebenen

Zuspitzung?

Die interdisziplinären Arbeitskreise

haben einen hohen Stellenwert

in unserem Haus, weil

nur hierüber gewährleistet

wird, dass Patienten mit komplexen

Krankheitsbildern einer

„Der Patient kommt

nicht wie ein Auto

zum TÜV oder in eine

Werkstatt zum

Austausch von Ersatzteilen.

In der

Medizin hat man es

mit der Biologie zu

tun - ein wesentlich

komplexeres Feld...“

adäquaten Therapie zugeführt

werden können. Mein spezielles

Fach, die Onkologie, ist

schon immer ein interdisziplinäres

Fach gewesen. Schon

seit Beginn meiner Tätigkeit

am St. Vincenz vor mehr als

zehn Jahren habe ich die Zusammenarbeit

mit den anderen

Fachkollegen gesucht. Inzwischen

haben auch andere Disziplinen

erkannt, dass es Sinn

macht, sich mit den Kollegen

zusammenzusetzen und das

Der neue Ärztlicher Direktor

des St. Vincenz über die Vereinbarkeit

von Humanität und Ökonomie

im Krankenhausbetrieb

Problem des Patienten interdisziplinär

zu besprechen und damit

ein besseres Ergebnis zu

erzielen.

Es wird sicherlich auch nicht

bei diesen drei Arbeitskreisen

bleiben. Ich gehe davon aus,

dass mit der Besetzung von

Kardiologie und Gastroenterologie

künftig noch weitere Arbeitskreise

etabliert werden,

um unsere Standards noch weiter

zu entwickeln und eine

noch bessere Versorgung der

Patienten zu gewährleisten.

Wie begegnen Sie ganz persönlich

in dieser schwierigen

Situation dem Zwiespalt zwischen

einer eigentlich individuell

begründeten Verpflichtung

zum Helfen und den

Aspekten, denen heute das

Wirtschaftsunternehmen

Krankenhaus Rechnung tragen

muß?

Das ist eine schwierig zu beantwortende

Frage. Wir haben

im Moment das Problem, dass

wir zwar unter DRG-Bedingungen

anfangen zu denken,

aber noch nicht recht wissen:

Wie wird am Ende der Erlös

sein. So können wir derzeit nur

erahnen, dass das, was wir derzeit

tun, möglicherweise keine

Kostendeckung hat. Ich hoffe,

dass wir bis Mitte des Jahres

mehr Aufschluß darüber haben,

was nun tatsächlich machbar

ist. Eine Möglichkeit besteht

darin, dass wir Teile unserer

Tätigkeit in den ambulanten

Sektor verlagern. Hierzu bedarf

es aber mehr „Men-Power“.

Fortsetzung nächste Seite

9


Fortsetzung von Seite 9

Wir können zwar stationären

Aufenthalt abkürzen oder unter

Umständen auch vermeiden,

aber im ambulanten Bereich

besteht natürlich auch eine personalintensive

Tätigkeit.

Wie definieren Sie für sich

ganz persönlich Humanität

oder Menschlichkeit in der

Medizin?

10

le diagnostischen oder therapeutischen

Maßnahmen, dies

bedeutet aber auch eine Verpflichtung

für den Patienten,

an diesem Prozeß teilzunehmen.

Diese Aufklärung muß sehr individuell

gestaltet werden. Man

darf sich beispielsweise nicht

darauf zurückziehen, dass man

dem Patienten alle Aufklärung

bietet und er dann am Ende

selbst und allein entscheidet.

Plädiert für die Rückbesinnung auf menschliche Aspekte in der Medizin:

Chefarzt Dr. Klaus Peter Schalk.

Dies ist ein sehr weites Feld.

Zum einen heißt es, dass ich

dem Patienten gerecht werden

muß. Dass ich ihn nicht als

Objekt medizinischer Behandlung

sehe, sondern dass ich ihn

als Menschen betrachte - als

mündigen Menschen, der Einfluß

auf seine Erkrankung und

die damit verbundene Diagnostik

und Therapie nehmen

kann und nehmen soll. Dies

bedeutet für den Arzt eine umfangreiche

Aufklärung über al-

Denn der Patient ist im Allgemeinen

zu wenig biologisch

vorgebildet – ein Manko, das

mich immer wieder erschreckt.

Jeder weiß, wie sein Auto

funktioniert und kann hochkomplizierte

elektronische

Geräte erklären, aber von der

banalen Biologie wissen die

meisten am wenigsten. Wir

müssen den Patienten also

auch führen – auch das ist meines

Erachtens Aufgabe einer

humanen, menschlichen Pati-

Humane Medizin

Gesundheitsök

entenbetreuung: dem Patienten

Behandlungsvorschläge zu machen.

Menschlichkeit und Humanität

hat aber auch eine weitere

Ausdehnung auf den Bereich,

in dem der Patient unter Umständen

nicht mehr entscheiden

kann und wir in Abstimmung

mit den Angehörigen für ihn

Entscheidungen treffen. Auch

hier müssen wir den mutmaßlichen

Willen des Patienten respektieren.

Ich persönlich würde aber eine

aktive Sterbehilfe als in hohem

Maße inhuman und unmenschlich

ansehen. Wir haben heute

durch die moderne Medizin so

viele Möglichkeiten, auch Leiden

erträglich zu machen, so

dass der Patient auch in aussichtslosen

Situationen die

Möglichkeit hat, mit einigermaßen

Lebensqualität, mit gar

keinen oder nur geringen

Schmerzen seinem Lebensende

getrost entgegenzusehen.

Wird es unter Ihrer Ägide

die Einrichtung einer schon

lange von verschiedener Seite

geforderten Ethik-Kommission

im St. Vincenz-Krankenhaus

geben?

Ich bin nicht unbedingt ein

Freund von Kommissionen.

Das macht die Entscheidungen

nicht einfacher, sondern oft

schwieriger. Wir müssen im

medizinischen Tagesgeschäft

häufig ad hoc entscheiden. Ob

nun die Einberufung einer

Ethik-Kommission – und mag

es auch noch so schnell gehen

– dann der richtige Weg ist,

glaube ich nicht.

Wir leben in einer Gesellschaft,

in der alles juristisch einwandfrei

abgesichert sein muß. Ob

das gut so ist, wage ich zu bezweifeln.

Wenn wir Entscheidungen

über oder für den

Patienten treffen,

dann ist es

mit

Sicherheit heute nicht mehr so,

dass dies der Chef allein tut.

Wir verstehen uns als Team –

ein Behandlungsteam, bestehend

aus Pflegekräften, Assistenzpersonal,

medizinischen

wie auch anderen Fachgruppen.

Hinzu kommt die interdisziplinäre

Zusammenarbeit

mit den anderen Fachkollegen.

Wenn also Entscheidungen zu

treffen sind, so sind dies in den

allerwenigsten Fällen einsame

Entscheidungen eines Einzelnen,

vielmehr wird dies im

Team diskutiert. Kommissionsmitglieder

dagegen müssten

sich in die Sachlage erst einarbeiten

- sie mögen vielleicht

eine abgewogene Lösung finden,

aber ob es immer die richtige

ist, wage ich zu bezweifeln.

Man kann aber offensichtlich

zusammenfassend sagen,

dass trotz all der schwierigen

Begleitumstände Hypokrates

in der Medizin durchaus

noch eine Chance hat. Wo

aber geht Medizin nach Ihrer

Ansicht langfristig hin,

wie sehen Sie die medizinische

Ausrichtung der Zukunft?

Die Medizin wird auf der einen

Seite von fortschreitender

Technisierung geprägt sein.

Durch immer größere Kenntnisse

im molekulargenetischen

Bereich werden wir immer

mehr Möglichkeiten haben, auf

Krankheitsprozesse Einfluß zu

nehmen. Das menschliche

Genom ist ja weitgehendentschlüsselt

und damit


contra

nomie?

kommen wir den Krankheitsursachen

– seien es angeborene

oder erworbene Krankheiten –

immer näher. Eines Tages werden

wir Krankheitsprozesse auf

molekularer Ebene beschreiben

und auf dieser Ebene dann

auch Einfluß nehmen können.

Ärzte werden künftig also sehr

wissenschaftlich an Krankheitsprozesse

herangehen. Aber

wir brauchen auf der anderen

Seite auch diejenigen Ärzte,

welche die Basisversorgung

betreiben. Es bedarf einer

Kombination zwischen labormäßig

ausgerichteten Medizinern

und denjenigen Ärzten,

die elementare medizinische

Arbeit leisten. Unter Umständen

müssen wir hierfür unser

Personal gerade im ärztlichen

Bereich mehr und mehr aufstocken.

Dies wird angesichts

evidenter Nachwuchsprobleme

schwierig sein.

Wie lässt sich dieses Problem

für das St. Vincenz speziell

auffangen? Was kann man

tun, um das Haus für gut

ausgebildeten Nachwuchs attraktiv

zu machen?

Wir sind seit

Jahren

„Leistungseinschränkungen ja, aber nicht zu Lasten der wirklich Kranken. Keine Rundumversorgung, aber

auch kein Standartprogramm“ - der neue Ärztliche Direktor erwartet vom Gesetzgeber eine differenziertere

„Sanierung“ des Gesundheitswesens...

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Universität Gießen

und müssen künftig diesem

Anspruch gerechter werden.

Wir haben schon die letzten

Jahre Studentenausbildung betrieben,

dies sicher auch auf

hohem Niveau. Aber wir müssen

das eigene Personal mehr

in die Pflicht nehmen. Ich habe

schon damit begonnen, einmal

monatlich eine Klinikfortbildung

zu etablieren, die dann

als Pflichtveranstaltung für alle

ärztlichen Mitarbeiter anzusehen

ist. Natürlich ist einmal im

Monat zu wenig, aber der

Dienstplan lässt wöchentliche

Maßnahmen

nicht zu, hierzu

reicht der Personalschlüssel

nicht. Zudem

müssen wir

uns künftig noch

mehr an multicentrischen

Studien

beteiligen.

Darüber hinaus sollten

wir Fortbildungsveranstaltungenanbieten,

innerhalb derer beispielsweise

am Samstagvormittag

einzelne Krankheitsbilder

umfassend dargestellt

werden - auch

niedergelassene Kollegen

sollten hierzu eingeladen wer-

den. Durch Verordnungen ist

eine Fortbildungspflicht verbindlich

festgeschrieben, so

dass also auch von dieser Seite

ein Bedürfnis besteht, diesem

Anspruch gerecht zu werden

und entsprechende Veranstaltungen

anzubieten. Dabei sollten

wir nicht nur auf unsere eigenen

Kräfte zurückgreifen,

sondern selbstverständlich auch

Wissenschaftlicher aus diversen

Universitäten einladen, um

solche Themen zu bearbeiten.

Angesichts der aktuellen Diskussionen

haben viele Angst,

dass individuelle medizinische

Betreuung wie gerade

von Ihnen skizziert nur noch

im Lehrbuch möglich ist.

Werden Qualität und individuelles

Bemühen um den Patienten

dennoch belohnt, gibt

es innerhalb der Abrechnungsdiskussionen

doch noch

Nischen für das Eigentliche

medizinischen Handelns?

Zunächst muß man einmal definieren:

Was ist überhaupt

Qualität. Qualität wird heute

sehr häufig über den Standard

definiert. Kriterien, die eigentlich

in der Wirtschaft entwickelt

wurden, nämlich die

Zertifizierungen von irgendwelchen

Produktionsabläufen,

werden blindlings auf die Medizin

oder die Patientenbetreuung

übertragen. Dies halte ich

für unsinnig. Mit der Zertifizierung

ist m.E. nach nur ein Teilaspekt

der Qualitätssicherung

tatsächlich machbar. Mit irgendeinem

Standard allein ist

der Patient nicht wirklich gut

versorgt. Es muß eine wirklich

individuelle Lösung gefunden

werden.

Zudem wird beispielsweise in

der Wirtschaft lediglich der

Ablauf zertifiziert, nicht das

Ergebnis. Die Endkontrolle findet

beim Verbraucher statt. So

etwas können wir uns in der

Medizin wahrhaftig nicht leisten.

Wir müssen ergebnisorientiert

arbeiten. Das heißt, wir

müssen uns an jedem Punkt

der Patientenbetreuung Rechenschaft

geben: Ist das, was

wir machen richtig und sinnvoll,

oder müssen wir andere

Wege beschreiten? Müssen wir

unter Umständen das Therapieregime

oder den diagnostischen

Weg ändern, um zu einem

guten Ergebnis zu kommen,

das dann tatsächlich

„Qualität“ für den Patienten

bedeutet.

Fortsetzung nächste Seite

11


Fortsetzung von Seite 11

Viele befürchten, kompetente

medizinische Versorgung

künftig nur noch in Verbindung

mit einem gut gefüllten

Geldbeutel zu bekommen?

Ganz so ist es nicht. Allerdings

müssen wir uns im Gesundheitswesen

langfristig Gedanken

machen, wie es auf Dauer

bezahlbar ist und welche Leistungen

von der Gemeinschaft

übernommen werden können.

Wir können uns sicher keine

Rundumversorgung mehr leisten.

Es wird Leistungseinschränkungen

geben müssen,

die allerdings möglichst nicht

zu Lasten der wirklich Kranken

erfolgen dürfen. Banale

Erkrankungen wie Schnupfen

oder Erkältung sind keine Er-

krankungen, die einen intensiven

Arztkontakt erfordern. Ein

unbehandelter Schnupfen dauert

eben 14 Tage, mit Behandlung

zwei Wochen...

Man muß unterscheiden: Was

sind ernsthafte Gesundheitsstörungen,

was eine Banalität.

Dieser Differenzierung muß

der Gesetzgeber so Rechnung

tragen, dass ernsthafte Erkrankungen

auch künftig auf hohem

Niveau – eben individuell

und nicht nach irgendeinem

Standardprogramm - versorgt

werden.

Damit sind wir wieder ganz

nah an Ihrem ureigenen Arbeitsfeld

– hierzu eine ganz

persönliche Frage: wie wird

man damit fertig, wenn man

tagtäglich mit diesen ganz

gravierenden, schwerwiegenden

und oft auch aussichtslosen

Krankheitsbildern konfrontiert

wird?

12

Das ist relativ einfach zu beantworten:

Wenn man als Arzt

diesen Beruf ergreift, sind wir

dem hypokratischen Eid verpflichtet.

Das heißt, wir wollen

Leiden lindern und – wenn es

geht – heilen. Tatsache ist aber,

dass wir viele Krankheiten

mehr oder minder gut kontrollieren,

aber vieles nicht heilen

können. Das Sterben aber wird

von unserer modernen Gesellschaft

systematisch ausgeklammert.

Wir leben alle, als ginge

es jeden Tag 100 Jahre so weiter.

Allenfalls wird zugestanden,

dass Leben könne, wie

von einem Lichtschalter umgelegt,

plötzlich vorbei sein.

Dem ist nun wahrhaftig nicht

so. Leben braucht Zeit, zu entstehen,

und Leben braucht

auch Zeit, um zu enden. Wenn

„Leben braucht Zeit

zu entstehen

und Zeit,

um zu enden“

wir im Bereich der Onkologie

nun heute immer noch nicht

viele Patienten heilen können –

wobei wir selbstverständlich

auch in Bereichen wie den

akuten Leukämien oder dem

Lymphknotenkrebs viele Patienten

heute heilen können –,

so kann ich doch durch meine

Tätigkeit den Patienten ihre

Krankheit erleichtern. Ich kann

sehr viel für ihre Lebensqualität

tun und ich kann auch unter

Umständen dabei helfen,

ihr Leben zu verlängern. Gerade

war die Witwe eines verstorbenen

Patienten bei mir:

Sie wollte sich bedanken, dass

ihrem Mann durch unsere Therapien

noch einmal ein Jahr an

Leben geschenkt wurde. Wenn

man einen solchen Dank empfangen

kann, dann gibt dies eine

Menge Bestätigung dafür,

dass man in diesem Beruf das

Richtige tut.

Das Gespräch führte Nicola von Spee

Wohnten der Eröffnung des vierten Internationalen Anti-Krebs-Symposiums

bei: Limburgs Erster Stadtrat Dr. Heinrich Richard und der Geschäftsführer

der Krankenhausgesellschaft, Horst Schneider.

Engagement für

Es war der Abschluß, wenn nicht gar die Krönung eines

dreijährigen Zyklus: Das vierte „International Symposium

on Target Volume Definition in Radiation Oncology“,

das nun bereits zum vierten Mal in Limburg stattfand.

Denn erstmals weltweit konnten auf dem Kongreß die

neuesten Erkenntnisse über das Lymphsystem dreidimensional

und anhand der aktuellsten Daten wissenschaftlicher

Forschung der Fachwelt vorgestellt werden –

eine Weltpremiere in Limburg! Die Zusammenfassung

dieses interdisziplinären wissenschaftlichen Status Quo

in der Krebsforschung stellte der Organisator des Kongresses,

Prof. Dr. Dr. Ion-Christian Chiricuta, in Form eines

Fachkompendiums vor, das auch als CD-Rom erhältlich

ist. Unterstützung erfuhr der Chefarzt des Instituts

für Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus

hierbei durch Prof. Dr. Anders Brahme und Sharif Qatarneh

vom Karolynska Institut Stockholm.


50 Wissenschaftler aus elf Ländern nahmen am Limburger Symposium

teil. Insgesamt haben bislang rund 500 Radioonkologen und Medizinpysiker

aus 23 Ländern an dem Kongresszyklus teilgenommen.

Referierte beim „International Symposium of target volume“: Prof. Dr.

Ramon M. Cabanas, der Entdecker der Sentinel-Node-Procedure vom

Department of Surgery am Victory Hospital New York (rechts).

innovative Therapie-Methoden

I

hre gemeinsame Beschreibung

des Lymphsystems

anhand der aktuellsten Daten

ermöglicht künftig eine wesentlich

gezieltere Diagnostik -

Fachleute bescheinigen dieser

Arbeit bahnbrechend neue Erkenntnisse

über die Topographie

der Lymphknoten im

menschlichen Körper: „Wir

müssen nun nicht mehr nach

der Stecknadel im Heuhaufen

suchen...“, so ein Kongressteilnehmer.

Anhand der sog. Sentinel-Node-Procedure

lässt sich

zudem ein Primärtumor perfekt

definieren. Prof. Chiricuta:

in derTumor-Forschung

„Die Methode ist so genau,

dass man einzelne Tumorzellen

suchen kann.“ Als besondere

Ehre bezeichnete es der Organisator

des Kongresses, dass

der Entdecker dieser Methode,

Prof. Dr. Ramon M. Cabanas

(New York), erneut am Limburger

Symposium teilnahm.

Die im Rahmen des Kongres-

ses vermittelten grundlegend

neuen Erkenntnisse von der

Angiogenese über die Anatomie,

die Entwicklung der lymphatischen

Gefäßbildung bis

hin zur klinischen Anwendung

waren Grundlage für intensive

wissenschaftliche Diskussionen,

welche auch elementare

Konsequenzen für therapeutische

Maßnahmen nach sich

ziehen werden. Thematisiert

wurden die Lymphabflusswege

der Haut, des gynäkologischen

und des HNO-Bereichs, sowie

von Lunge, Brust, Rectum und

Prostata. Rund 70 Wissenschaftler

aus elf Ländern nahmen

an dem Kongreß teil, eine

Klinik aus Klagenfurth entsandte

gleich alle Ärzte einer

Krönung eines

mehrjährigen Zyklus:

Der vierte Internationale Kongreß

im Kampf gegen den Krebs

Die vielschichtigen Themen des

Kongresses waren Grundlage für

intensive wissenschaftliche Diskussionen

- nicht nur beim internationalen

Publikum, sondern

auch unter den ärztlichen Mitarbeitern

des St. Vincenz-Krankenhauses.

Abteilung zum Limburger

Symposium.

Ausgewiesene internationale

Experten stellten in Limburg

diverse investigative Therapie-

Methoden vor. Hierzu zählen

zu den o.g. Experten auch die

japanischen Professoren Gen

Murakami (Saporro) und Kazuyoshi

Suga (Ube), Priv.-Doz.

Dr. J. Schirren, Direktor der

Thoraxchirurgie an den Horst-

Schmitt-Kliniken Wiesbaden,

Prof. Dr. J. Werner, Direktor

der HNO-Klinik der Universität

Marburg, sowie Priv.-

Doz. Friedhelm F. Wawroschek

(Oldenburg). Unterstüt-

zung erfuhr der Prof. Chiricuta

in diesem Jahr auch durch den

Chefarzt der Abteilung Allgemein-,

Gefäß- und Visceralchirurgie

des St. Vincenz-Krankenhauses,

Priv.-Doz. Dr. Udo

A. Heuschen, und dessen Frau

Dr. Gundi Heuschen, die beide

an der Universität Heidelberg

sowie am Deutschen Krebsforschungsinstitut

in Forschungsprojekten

zur Tumor-Therapie

involviert sind.

Prof. Chiricuta: „Mit diesem

Kongreß möchte das Institut

für Strahlentherapie erneut demonstrieren,

wie dringlich die

Notwendigkeit eines Paradigmen-Wechsels

in der Tumorbehandlung

ist - ganz gleich, ob

es sich um lokale Behandlungsformen

(Chirurgie oder

Strahlentherapie) oder um systemische

Therapieformen

(Chemo- und Hormontherapie)

handelt.“ In wissenschaftlichen

Fachkreisen wirbt das Team

des Instituts für Strahlentherapie

am St. Vincenz-Krankenhaus

schon seit langem für innovative

Methoden in der

Krebstherapie. Insgesamt nahmen

rund 500 Radioonkologen

und Medizinphysiker aus 23

Ländern bislang an den Veranstaltungen

in Limburg teil. sp

13


Von Dr. Malte Gerbig

Chirurg und Gefäßchirurg,

Oberarzt der Abteilung

Allgemein,-Gefäß, und

Visceralchirurgie

In Deutschland erleiden

im Jahr etwa 250.000

Menschen einen Schlaganfall

und mit 100.000

Todesfällen stellt diese Erkrankung

in den westlichen

Industrienationen

die dritthäufigste Todesursache

dar. Nach wie

vor ist der Verlauf und

die Behandlung des

Schlaganfalls trotz aller

Errungenschaften in der

Medizin (zum Beispiel

spezielle Schlaganfallstationen,

sogenannte „Stroke

Units“) unbefriedigend,

denn 50-80 Prozent

der betroffenen Patienten

werden Pflegefälle. Damit

kommt der Prophylaxe

des Schlaganfalls eine besondere

Bedeutung zu.

E

twa 80 Prozent der

Schlaganfälle sind durch

eine Durchblutungsstörung bedingt.

In etwa 400.00 Fällen,

also 15-20 Prozent liegt eine

hochgradige Verengung der

hirnversorgenden Blutgefäße

vor (v.a. die Arteria carotis interna,

innere Halsschlagader).

Diese Verengung (Stenose) bewirkt,

dass entweder die

Durchblutung vermindert ist

oder dass kleine Partikel aus

den Ablagerungen im Bereich

der Verengung vom Blutstrom

mitgerissen werden (sogenannte

Embolien), die im Gehirn

kleinste Gefäße verschliessen

können. Damit kann vorübergehend

oder auch endgültig eine

Minderdurchblutung entstehen.

Die Folgen sind neurologische

Ausfallerscheinungen

bis zum manifesten Schlaganfall.

Symptome können sich z.B. in

Sprachstörungen, vorübergehendenLähmungserscheinungen

an Armen und Beinen,

Sehstörungen und Schluckstörungen

zeigen. Diese kön-

14

Dem Schlaganfall

rechtzeitig

nen nur einige Minuten bis

Stunden andauern und dann

wieder verschwinden (TIA,

sog. transitorische ischämische

Attacken), oder sich auch zu

einem manifesten Schlaganfall

mit bleibenden neurologischen

Ausfällen ausbilden.

Eindeutig bewiesen ist, dass

die Beseitigung von hochgradigen

Verengungen der Halsschlagader

die wirksamste Prophylaxe

gegen einen Schlaganfall

darstellt. Weitere wichtige

Maßnahmen zur Schlaganfallvermeidung

bei symptomfreien

Patienten ist die Senkung und

Behandlung der Risikofaktoren,

die zu den Ablagerungen

in den Gefäßen führen können

, also Bluthochdruck, Diabetes

Mellitus, Fettstoffwechsel-

Schlaganfallprophylaxe

aus der Sicht des

Gefäßchirurgen

Röntgenbild (DSA) einer hochgradigen Einengung der Halsschlagader

und Bild des ausgeschälten Kalkzylinders (rechts)

störungen,Herzrhythmusstörungen und Nikotinkonsum.

Große europäische (ECST)

und amerikanische (NASCET)

Studien haben nachweisen

können, dass die operative

Therapie der symptomatischen

Patienten ( d.h. diese hatten bereits

neurologische Ausfallserscheinungen

sowie eine hochgradige

Verengung der Halsschlagader,

in mehr als 70 Prozent

verschlossen) deutlich

bessere Ergebnisse aufwies, als

die alleinige medikamentöse

Behandlung dieser Patienten.

Damit sind sich auch die wissenschaftlichen

Experten aus

verschiedenen Fachgebieten einig,

dass diese Patienten operiert

werden sollten.

Anders sieht es bei den sogenannten

asymptomatischen Patienten

aus, also in den Fällen,

in denen eine hochgradige Verengung

der Halsschlagader bekannt

ist, aber noch keine neurologischen

Symptome aufgetreten

sind. In den USA werden

auch diese Patienten zu et-

Das längs eröffnete Gefäß mit eingelegtem Shunt (a). Verschluß

des gereinigten Gefäßes durch Aufbringen eines Patches (b - d).


zuvorkommen...

wa 90 Prozent prophylaktisch

operiert, während in Europa

nur etwa 50 Prozent der Experten

zu einer solchen Operation

raten und eher eine medikamentöse

Prophylaxe empfehlen.

Diagnostik

Aber auch hier weisen Studien

auf einen Vorteil der operativen

Prophylaxe hin. Aus gefäßchirurgischer

Sicht wird eine operative

Therapie bei symptomatischen

Carotisstenosen mit einem

Stenosegrad von mehr als

70 Prozent und bei asymptomatischen

Stenosen von mehr

als 90 Prozent empfohlen. Dabei

muß aber klar sein, dass

bereits vorhandene Lähmungen

und Ausfallserscheinungen

durch die Operation nicht rückgängig

gemacht werden können,

sondern nur dem Auftreten

weiterer Symptome vorgebeugt

werden kann.

Die Verengung der Halsschlagader

lässt sich mittlerweile ausgezeichnet

mit dem Ultraschall

(Sonographie) darstellen. Die

Duplexsonographie misst den

Verengungsgrad der Arterie,

man kann die Form und in

manchen Fällen auch die Art

des Plaques (das ist die schollenartige

Ablagerung im Gefäß)

zeigen sowie die Geschwindigkeit

des Blutes im

Bereich der Verengung messen

(je enger desto schneller) und

daraus Schlüsse auf den Verengungsgrad

ziehen. Die weitere

Diagnostik besteht aus der Angiographie

(DSA, Kontrastmitteldarstellung

der Gefäße) oder

einer Kernspinuntersuchung.

Häufig ist auch noch ein CT

des Schädels erforderlich.

Außerdem muß eine neurologische

Untersuchung erfolgen,

um zu beweisen, dass die

Symptome auch mit der Verengung

der Halsschlagader im

Zusammenhang stehen und

nicht etwa eine andere Ursache

haben.

Operation

Bei der Operation wird am

Hals eine etwa zwölf bis 15

cm lange Incision durchgeführt,

die Halsschlagader wird

freigelegt mit ihrer Aufteilung

in die äußere und innere

Schlagader. Von Interesse ist

primär immer nur die Carotis

interna (innere Schlagader).

Man muß die Gefäße abklemmen,

dann wird das Gefäß

längs eröffnet. Normalerweise

reicht die Durchblutung des

Gehirns über die anderen hirnversorgenden

Gefäße aus, so

das das Abklemmen des zu

operierenden Gefäßes keine

Rolle spielt. Durch eine spezielle

Messung der Hirndurchblutung

während der Operation

durch den Narkosearzt kann

aber eine Funktionsminderung

entdeckt werden. In diesen Fällen

wird während der Klemm-

Zahlreiche Nerven verlaufen mit dem Gefäß und müssen geschont werden

(Abb. oben).

Das Ausschälen der Kalkablagerungen aus dem Gefäß (Abb. unten).

phase ein sogenannter Shunt

(das ist ein vorübergehende

künstlicher Bypass) eingelegt,

der die weitere Blutversorgung

des Gehirns aufrechterhält.

Nun folgt das Ausschälen der

Ablagerungen. Dabei muss

darauf geachtet werden, dass

die gesäuberte Fläche glatt und

ohne Rückstände ist. Das gesäuberte

Gefäß wird nun wieder

mit einem sogenannten

Patch (Kunsstoff-Flicken) und

sehr feinen Nähten verschlossen.

Dabei muss aufgrund der

feinen Strukturen eine Lupenbrille

und ein spezielles Mikroinstrumentarium

benutzt werden.

Fortsetzung Seite 20

15


16

Rund 1200 Menschen

informierten sich über

das bauliche und

medizintechnische

Update

am St. Vincenz!

Großer Besuch

beim Tag der

G

roßer Andrang beim Tag der offenen Tür im St. Vincenz-

Krankenhaus: Rund 1200 Menschen nutzten die Möglichkeit,

sich über das neueste bauliche und medizintechnische Update

am Schwerpunktkrankenhaus der Region zu informieren. In

der Abteilung Neurologie sowie auf der Interdisziplinären Intensivstation

standen Ärzte und Mitarbeiter für Informationen und

Fragen rund um ihren Fachbereich zur Verfügung – ein Angebot,

das gern angenommen wurde. Stark frequentiert wurden die

Fachvorträge des Chefarztes der Abteilung

Neurologie, Dr. Christoph Oberwittler, der

zum Thema Schlaganfallprävention referierte.

Schlange standen die Besucher auch

bei den diversen Untersuchungen, die kostenfrei

angeboten wurden: Sonographie

von Leber und Niere sowie Ultraschall

der Halsgefäße, die Bestimmung von Risikofaktoren

wie Bluthochdruck, Blutzucker

und Blutfetten. Mitarbeiter des

Ernährungsteams gaben begleitend Tipps

zur gesunden Ernährung.

Im Bereich der operativen Intensivmedizin

waren die Besucher vor allem von

der angenehmen Atmosphäre sowie der

hochpräzisen Medizintechnik fasziniert.

Dr. Michael Nieter, Oberarzt der Abtei-


eransturm

offenen Tür

lung für Anästhesie, informierte über die Durchführung

einer Punktionstracheostomie (den sog.

Luftröhrenschnitt), der leitende Notarzt Dr. Oliver

Schellein überzeugte die zahlreichen Zuhörer

eindringlich, wie unentbehrlich im Notfall

sofortige erste Hilfe gerade auch von Laien

sein kann: Sein Reanimationstraining für Laien

stieß auf großes Interesse der Besucher.

Hintergrund des Tages der offenen Tür war

eine Investition von 3,6 Millionen Euro, mit

welcher drei neuralgische Arbeitsbereiche des

Hauses - eben die Innere Intensivmedizin,

die Neurologie sowie der Ultraschallraum

der Gastroenterologie - sowohl räumlich,

als auch bezüglich ihrer Ausstattung weiter

optimiert wurden. Neben den engagierten

Mitarbeitern zeigte sich auch der Geschäftsführer

der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz

mbH, Horst Schneider, äußerst zufrieden:

„Wir sind dankbar, den Bürgern der

Region einen weiteren Meilenstein im

Blick auf ein optimiertes Angebot für unsere

Patienten und verbesserte Funktionalität

medizinischer Abläufe vorstellen zu

dürfen.“

Modernste Medizintechnik,

Fachvorträge und

Schlaganfallprävention

stießen auf großes

Interesse

17


Fortsetzung von Seite 3

„Intensivmedizin macht keinen

Patienten gesund. Nur wenn

der Patient in der Lage ist,

nach entsprechender Zeit seine

vitalen Funktionen selbst wieder

zu übernehmen, kann er

weiterhin ein eigenständiges,

selbstbestimmtes Leben führen.

Medicus curat, natura sanat“,

betonte der langjährige Mediziner.

Es mache keinen Sinn,

sterbende Patienten mit incurablen

Leiden auf eine Intensivstation

zu verbringen, nur damit

man nach außen hin alles

getan habe. In diesem Spannungsfeld

zwischen juristischer

18

schen Funktionsräume implizierende

Investition wertete der

Chefarzt der Neurologie, Dr.

Christoph Oberwittler, als Be-

„Die Anästhesie-Abteilung besteht aus einer altgedienten

Mannschaft mit entsprechend erfahrenen Ärzten wie Pflegerschaft,

von denen ca. 80 Prozent eine zweijährige Zusatzausbildung

für Anästhesie und Intensivpflege besitzen.

Ich hoffe, daß das Krankenhaus weiß, welches große

menschliche Potential hier der Klinik zur Verfügung steht.

In Zeiten des absehbaren Ärztemangels ist man gut geraten,

diese men-power an das Haus zu binden, auch wenn

die finanziellen Probleme den Wind von vorn kommen

lassen.“

Dr. Wolfgang Meister, Chefarzt Abteilung Anästhesie und interdisziplinäre

Intensivmedizin

Hilfspflicht und operativer

Möglichkeiten sprach sich der

Chefarzt ausdrücklich für die

Einrichtung einer Ethik-Kommission

aus, die mit Patienten

respektive Angehörigen eine

allseits tragbare Lösung herausarbeiten

könne. Dr. Meister:

„In jedem Fall muß der Patienten

aber weiterhin die Gewissheit

haben, dass die Ärzte mit

seinem Einverständnis alles

tun, was ihm nützt und nicht,

was für die Gesellschaft oder

die Ökonomie gut ist.“ Dies

kann nach Ansicht des Chefarztes

auch den Verzicht auf

weitere intensive Therapie bedeuten

– dann nämlich, wenn

diese nicht mehr bestmögliche

Hilfe, sondern Verlängerung

des Sterbens bedeute.

Die den Umbau der neurologi-

stätigung und Weiterentwicklung

der Entscheidung des Verwaltungsrates,

die Neurologische

Abteilung von einer Beleg-

in eine Hauptabteilung

umzuwandeln:: „Die neuen

Räume bringen diese Einrichtung

nun zu einem äußeren

Abschluß.“ Nachdem die Neurologie

bereits 1970 durch Dr.

Foto-Impression vom neuen

Arbeitsalltag auf der interdisziplinären

Intensivstation.

Beer am St. Vincenz etabliert

worden sei, habe diese Disziplin

sich spätestens in den 90er

Jahren sowohl in den diagnostischen,

als auch in den therapeutischen

Möglichkeiten stark

gewandelt und weiterentwickelt.

Sowohl die Wissenschaft, als

auch die praktische Arbeit in

den Kliniken hätten sich in

Grundlagenforschung und klinischen

Studien stark dem

Schlaganfall zugewandt. Hieraus

resultierend seien

schnelle interdisziplinäre

Diagnostik der Ursachen

frühe Therapie, welche die

Pathophysiologie des Gehirns

berücksichtige

Vermeidung von Komplikationen

frühe neurophysiologische

orientierende Behandlung

sekundäre Prophylaxe (Medikamente,Gefäßrekonstruktion)

Rehabilitation

Ausgefeilte Logistik und technische Raffinesse

elementare Forderungen für die

Schlaganfalltherapie.

In enger Zusammenarbeit mit

der Kardiologie erfülle die

Neurologie am St. Vincenz-

Krankenhaus diese Forderungen,

konstatierte Dr. Oberwittler

und verwies auf den stetigen

Anstieg der Patientenzahlen

der Neurologie in den letzten

fünf Jahren von einigen

Hundert in 1998 auf 1650 im

vergangenen Jahr. Zudem betonte

der Neurologe die Bedeutung

der Prävention.

Die neuen Räumlichkeiten ermöglichten

nun eine Verbesserung

und Ausweitung der neurologischenFunktionsdiagnostik

und der ambulanten Behandlungen.

Seinen Dank an

die öffentliche Hand sowie an

„Die technischen Möglichkeiten

der Intensivmedizin

– gerne als inhumane

Apparate-Medizin abqualifiziert

– sind nicht

der Zweck, sondern die

Mittel zum Zweck, nämlich

temporär die vitalen

Funktionen zu unterstützen,

bzw. zu ersetzen.“

Dr. Wolfgang Meister, Chefarzt

Abteilung Anästhesie und interdisziplinäre

Intensivmedizin

Verwaltungsrat und Geschäftsführung

des St. Vincenz für

diese „weitsichtige Entscheidung“

und die Unterstützung

für dieses Projekt verband der

Mediziner mit besonderem

Lob für die hervorragende Zusammenarbeit

mit dem Leiter

der Technischen Abteilung, Ulrich

Haßler, dem Architekten

Willi Hamm und den Bauleitern.

sp

Ein schwieriges Untenehmen“ - konstatierte Architekt Willi Hamm im Rückblick auf

Umbau und Optimierung des Millionenprojekts am St. Vincenz. Der Einbau in die vorhandene

Bausubstanz habe höchste Anforderungen an Planer und ausführende Firmen

gestellt. Angesichts der fertigen Räume könne man nur erahnen, was sich alles an Elektrotrassen,

Brandmelde- und Lüftungsanlagen sowie medizintechnischen Installationen

unter den abgehängten Decken verberge: „Nur sorgfältigste Abstimmung aller technischen

Gewerke in Planungs- und Ausführungsphase konnte hier zum Erfolg führen“,

meinte Hamm und dankte allen beteiligten Fachfirmen, insbesondere den Ingenieurbüros

Scheithauer und Dörflinger.


Ein Werkzeugkoffer voll Wissen ...

Von Hartmut Hautzel

Sechs Krankenschwestern

und Krankenpfleger aus

dem St. Vincenz-Krankenhaus

haben zusammen

mit weiteren dreizehn

Teilnehmern aus sechs

Kliniken der Region (Klinikum

Wetzlar, Dill-Klinik

Dillenburg, Hessenklinik

Weilburg, Klinikum Weilmünster,

Krankenhaus

der Barmherzigen Brüder

Montabaur und DRK-

Krankenhaus Diez) nach

zweijähriger Weiterbildungszeit

die Prüfung für

die Fachkrankenpflege in

der Anästhesie und Intensivpflege

erfolgreich abgeschlossen.

Die staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte

für Anästhesie

und Intensivpflege am St. Vincenz

Krankenhaus Limburg

besteht seit 1971. Seither ist

diese Schule als eine der ersten

Weiterbildungsstätten in Hessen

Garant dafür, dass in den

sich schnell entwickelnden

Spezialbereichen der Anästhesie

und Intensivmedizin Fachkrankenpflegepersonal

nach

dem neuesten Stand des pflegerischen

Wissens und der Medizin

in der Region weitergebildet

wird. Die konstant hohe

Teilnehmerzahl der sieben kooperierenden

Kliniken bestätigt

die hohe Akzeptanz der „Limburger

Schule“.

Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz

mbH, Horst Schneider,

hob in Anwesenheit von Kliniksvertretern

und der leitenden

Medizinalbeamtin Frau Dr.

med. Zielinski-Bülte vom Regierungspräsidium

Gießen die

Bedeutung einer soliden Weiterbildung

hervor.

Stillstand in der beruflichen

Weiterbildung bedeute Rück-

schritt. Trotz Zeiten knapper finanzieller

Ressourcen bei

gleichzeitig wachsenden Qualitätsansprüchen

sei eine solide

Weiterbildung für die Zukunft

des Gesundheitswesens unerläßlich.

Gegenstand der Weiterbildung

ist vor allem die Pflege der Patienten

auf den Intensivstationen

und der Anästhesie. Die

Teilnehmer müssen in der La-

ge sein, komplizierte Zusammenhänge

zu erkennen, Pflegemaßnahmen

und -techniken

dieser schwerstkranken und

verletzten Patienten eigenständig

zu planen, durchzuführen,

zu dokumentieren und zu bewerten.

Darüber hinaus werden

ihnen Schlüsselqualifikationen

vermittelt, um bei Maßnahmen

von Diagnostik und Therapie

bis hin zu Wiederbelebungsmaßnahmen

und Beatmungstherapie

professionell im

therapeutischen Team mitzuwirken.

Der ärztliche Leiter der Einrichtung,

Dr.Wolfgang Meister,

Weiterbildungsstätte für

Anästhesie und Intensivpflege:

Erfolgreiche Weiterbildung

und der pflegerische Leiter der

Weiterbildungsstätte, Hartmut

Hautzel, bedankten sich für die

hervorragenden Leistungen der

beteiligten Dozenten aus den

verschiedenen Fachbereichen

für das Gesamtgelingen des

Lehrgangs.

Es sei von großer Bedeutung,

auf die Fachkompetenz der

Dozenten aus den speziellen

medizinischen Fachbereichen

sowie den Sparten Recht, Betriebswirtschaft,

Psychologie,

Soziologie, Pädagogik und

Pharmakologie zurückgreifen

zu können. Neben dem theoretischen

Teil der Weiterbildung

für Teilnehmer

aus sieben Kliniken

Haben nach einer zweijährigen Weiterbildungsphase die Prüfung für die Fachkrankenpflege in der Anästhesie

und Intensivpflege erfolgreich abgeschlossen: 19 Krankenschwestern und –pfleger aus dem St. Vincenz und

sechs weiteren Kliniken der Region, hier im Bild mit Vertretern von Klinikleitung und Regierungspräsidium.

besitzt der Wissenstransfer zur

Praxis einen hohen Stellenwert,

welcher federführend durch

Holger Kremer und Klaus-Dieter

Heep durchgeführt wurde.

Pflegedirektor Helmut Petri

dankte ebenfalls allen Anwesenden

dafür, dass nach Beendigung

der Weiterbildung der

Werkzeugkoffer mit Wissen

gefüllt sei und die neuen Fachkräfte

für künftige Anforderungen

in ihren Arbeitsbereichen

solide qualifiziert seien. Anschließend

wurden die erfolgreichen

Teilnehmer in einer Feierstunde

für ihre Leistungen geehrt.

19


Fortsetzung von Seite 15

In die Wunde wird eine Drainage eingelegt, die nach zwei Tagen

entfernt werden kann. Die Haut wird entweder

geklammert oder genäht, die Narbe ist nach

einem halben Jahr kaum noch zu sehen.

Der Patient wird für eine Nacht auf

der Intensivstation beobachtet

und kann dann wieder auf die

Normalstation verlegt werden.

Normalerweise fühlt

sich der Patient nach der

Operation nur wenig

eingeschränkt, er kann

sich frei bewegen, die

postoperativen

Schmerzen sind im

Vergleich zu anderen

Operationen nur

wenig ausgeprägt.

Nach vier bis fünf

Tagen kann der Patient

entlassen werden.

Vorher erfolgt

nochmals eine Duplexsonographie

zur

Kontrolle sowie möglichst

eine neurologische

Kontrolluntersuchung.

Risiken

Es darf nicht verschwiegen werden,

dass es bei der Operation auch zu Komplikationen

kommen kann. Der folgenschwerste

Fortsetzung von Seite 5

Privat-Dozent Dr. Erhard G. Siegel ist derzeit als gastroenterologischer

Oberarzt und Leiter des Diabetes- und Stoffwechselzentrums

des Klinikums Ludwigshafen tätig. Hier sind die Gastroenterologie,

die gastroenterologische Onkologie, Hepatologie, Infektiologie

sowie Diabetologie und Stoffwechselkrankheiten seine medizinischen

Schwerpunkte. Nach dem Studium der Humanmedizin an

den Universitäten Heidelberg, Tübingen und Göttingen promovierte

er als Stipendiat der Universität Göttingen zum Thema „Isolierung

und Charakterisierung des humanen Pankreastin“. PD Dr.

Siegel setzte seine internistische Ausbildung an der Medizinischen

Universitätsklinik Klinik Kiel fort. Hier qualifizierte er sich als Gastroenterologe

und auch als Diabetologe. Im Jahre 2000 wechselte

er als gastroenterologischer Oberarzt an die Medizinische Klink C

am Klinikum Ludwigshafen, einem europäischen Referenzzentrum

für interventionelle Gastroenterologie. Im Jahr 2001 habilitierte er

an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Im selben Jahr wurde

er am Ludwigshafener Klinikum u.a. Ärztlicher Leiter des Diabetes-

und Adipositaszentrums.

Während dieser Tätigkeit erarbeitete der 40jährige in enger Kooperation

mit der Pflege ein Modellprojekt zur Verbesserung der Versorgung

der stationär behandelten Diabetiker (30 Prozent aller Patienten

im Krankenhaus haben - meist als Nebendiagnose - einen

Diabetes mellitus). Hiermit konnte eine effizientere Behandlung

20

Zwischenfall ist sicherlich der Schlaganfall während oder nach

der Operation, also genau das, was man mit der

Operation eigentlich vermeiden möchte. Dieses

Risiko läßt sich nie komplett ausschalten,

es sollte aber möglichst maximal

bei drei Prozent bei asymptomatischen

und fünf Prozent bei symptomatischen

Stenosen liegen.

(Leitlinien der Deutschen

Gesellschaft für Gefäßchirurgie)

Diese Zahlen stellen

auch international die

Voraussetzungen für

eine qualitativ hochwertigeCarotischirurgie

dar. Weitere Komplikationen

sind Verletzungen

von Nerven

im Operationsgebiet

(z.B. der Zungennerv),

Nachblutungen und

Wundheilungsstörungen

.Insgesamt treten diese

Komplikationen glücklicherweise

nur selten auf.

Zusammenfassend lässt sich

sagen, dass die Carotischirurgie

in einem chirurgischen Zentrum

mit dafür ausgebildeten Gefäßchirurgen

eine sichere Form der Prophylaxe

des Schlaganfalls darstellt.

mit verbesserter Stoffwechseleinstellung und eine signifikante Verkürzung

der Krankenhausverweildauer der Patienten durch die Optimierung

medizinischer Abläufe erzielt werden. Zudem wirkte PD

Dr. Siegel entscheidend beim Auf- und Ausbau einer integrierten

Versorgung aller Diabetes-Typen vom Hausarzt über die Schwerpunktpraxen

bis zur Klinik mit.

Ferner baute der Internist eine große Ambulanz zur Behandlung

des diabetischen Fußes sowie eine diabetologisch-gefäßchirurgische

Schwerpunktstation auf. Seine intensive Auseinandersetzung

mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie führten zum Aufbau einer

interdisziplinären Behandlungsstation mit gastroenterologisch-viszeralchirurgischem

Schwerpunkt. Fachleute bescheinigen dieser

Organisationsform Vorbildfunktion für ein modernes Behandlungskonzept,

das in den nächsten Jahren die Krankenhauslandschaft bestimmen

wird.

Auch PD Dr. Siegel ist Mitglied der Arzneimittelkommission und

betreut diverse Forschungsprojekte und klinische Studien; federführend

war er an der Organisation überregionaler Symposien und

Patientenveranstaltungen beteiligt. Zudem ist er im Vorstand verschiedener

Kommissionen und gehört u.a. dem Bundesvorstand

des Berufsverbandes Deutscher Diabetologen an. Beide Mediziner

engagieren sich außerordentlich in der Fortbildung in diversen Bereichen

der Inneren Medizin und üben Gutachterfunktionen für

wissenschaftliche Fachzeitschriften aus. Beide sind zudem Autoren

zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen.


Ein

Kinderarzt

aus

Leidenschaft

E

r ist jemand, dem man

die Verwirklichung seines

Lebensmottos abnimmt: „Man

muß seinen Beruf mit Liebe

ausüben, sonst macht es keinen

Sinn.“ Dr. Hamed Al-Issa,

Facharzt für Kinderheilkunde

und seit über zehn Jahren Belegarzt

an der Kinderfachabteilung

des St. Vincenz-Krankenhauses,

ist bei seinen kleinen

Patienten und deren Eltern vor

allem für seine freundlich-gelassene,

beruhigende Art bekannt.

Und so dankte der Geschäftsführer

der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz, Horst

Schneider, dem Pädiater bei

seinem Abschied von der Limburger

Klinik vor allem für seine

„liebenswerte, immer

freundliche und ausgeglichene

Lebensart“, welche sowohl den

Mitarbeitern als auch den Vincenz-Kindern

stets in guter Erinnerung

bleiben werde.

Dr. Al-Issa beendete die Tätigkeit

am St. Vincenz mit dem

Erreichen seines 65. Lebensjahres

auf eigenen Wunsch, um

durch die Entlastung von diesen

Aufgaben sowohl für seine

Praxis in Diez, als auch für seine

Familie mehr Zeit zu haben.

1993 war er in der Funktion

des Belegarztes Nachfolger des

schwer erkrankten Kinderarztes

Dr. Reinhold Fett geworden,

der diese Tätigkeit von 1978

Will sich in Zukunft verstärkt seiner Diezer Praxis, vor allem aber seinen Enkelkindern widmen: Dr. Hahmed

Al-Issa, langjähriger Belegarzt der Kinderfachabteilung.

bis 1993 am St. Vincenz ausgeübt

hatte.

Die Tätigkeit als Kinderarzt

war dem gebürtigen Iraker ein

Herzensanliegen: Schon mit 18

Jahren hatte er beschlossen,

Kinderarzt zu werden. Nach einem

Medizinstudium in Marburg,

Hamburg und Saar-

brücken gab es schon zu Beginn

seiner beruflichen Tätigkeit

in der Entbindungsabteilung

der Universitäts-Frauenklinik

Freiburg

Berührungspunkte zu Kindern.

Als er nach seiner Medizinalassistenten-Zeit

am Kinderkrankenhaus

Seehospiz auf

Norderney „endlich“ eine

Tätigkeit in der Kinderheilkunde

fand, war dies gleichzeitig

Anregung für seine Doktorarbeit.

Dort vornehmlich mit Allergien,

Asthma und Hauterkrankungen

in der Pädiatrie

konfrontiert, wurde eine besondere

Form der Diagnose bei allergischer

Bronchitis und Asthma

bronchiale bei Kindern

Thema seiner Promotion.

Die Beschäftigung mit dieser

Thematik konnte Dr. Al-Issa in

seiner anschließenden Tätigkeit

am Kreiskrankenhaus der Grafschaft

Moers, einem Akademischen

Lehrkrankenhaus der

Universität Bonn, mit dem

Schwerpunkt der Immunisierung

vertiefen. 1976 ging er

Dr. Hamed Al-Issa

am St. Vincenz Krankenhaus

als Belegarzt verabschiedet

mit seiner deutschen Frau

zurück in seine irakische Heimat,

um in Bagdad seinen Beruf

auszuüben. Nach acht Monaten

kehrte er jedoch zurück

nach Deutschland und arbeitete

zunächst im Krankenhaus Rüsselsheim,

wo er eng mit den

pädiatrischen Abteilungen der

Universitätskliniken Mainz und

Wiesbaden zusammenarbeitete.

Seit 1980 betreibt Dr. Al-Issa

eine Praxis für Kinderheilkunde

in Diez.

Seine Zeit am St. Vincenz, wo

er seit 1993 mit den kinderärztlichen

Partnern Dr. Aloys Putze

(bis 1997), Dr. Matthias Petrig

und Stephan Plum als Belegarzt

die Kinderfachabteilung

betreute, war zwar von diver-

sen Umzügen, aber gleichzeitig

auch von einer konsequenten

Weiterentwicklung dieser Abteilung

begleitet: Nachdem die

„Kifa“ zunächst vom sechsten

in den dritten Stock und dann

in den Keller umziehen musste,

fand sie 2001 im siebten

Stock endlich ein bleibendes

Zuhause. Durch phantasievolle

Ausgestaltung, aber auch medizintechnische

Optimierung ist

die Abteilung mit ihren 16 Betten

nunmehr Garant für eine

breitgefächerte fachspezifische

Versorgung der Kinder der Region.

Während all dieser Zeit war

für Dr. Al-Issa neben kompetenter

medizinischer Betreuung

vor allem auch die gute Beziehung

zwischen Arzt und Patient,

aber auch eine gute Zusammenarbeit

mit Mitarbeitern

und Krankenhausleitung wichtig.

Vor diesem Hintergrund

überbrachte Geschäftsführer

Horst Schneider dem scheidenden

Belegarzt die besten Wünsche

für die Weiterführung der

Diezer Praxis, vor allem auch

für die „neue Freizeit“, welche

Dr. Al-Issa seiner Familie, insbesondere

seinen vier Enkelkindern

widmen will!

sp

21


Präsentierte komplizierte Gestaltungstechniken im St. Vincenz, die auch den Schwerpunkt ihrer Galerie darstellen:

Galeristin Kirsten Zabel-Leutheuser.

K

ünstler-Persönlichkeiten -

so ließe sich die Präsentation

der Ausstellung der Galerie

auf der Treppe im Foyer

des Limburger St. Vincenz-

Krankenhauses thematisieren.

Galeristin Kirsten Zabel-Leuthäuser

zeigte Werke von sechs

verschiedenen Künstlern: Simon

Dittrich, MARA (Maria

Schmitt-Leibinger), Monika

Dawidowski, Friedlinde Tietzke

und Yoshi Takahashi, sowie

ein Unikat von Johanna Wolff

in Acryl.

Besonders beeindruckten die in

den komplizierten Techniken

der Radierung, der Seriegraphie

und der Farbradierung gestalteten

Bilder – Gestaltungsformen,

die auch den künstlerischen

Schwerpunkt der „Galerie

auf der Treppe“ darstellen.

So leiten beispielsweise MA-

RA`s Kompositionen in ausdrucksvollen

Farben in das

emotionale Reich der Phantasie:

Zauberbilder mit mystischen

Zeichen könnten die Patienten

zumindest zeitweise

von ihren Sorgen ablenken, in

22

eine Welt der Träume entführen,

meinte Kirsten Zabel-

Leutheuser, die ihre Exponate

gerade für die Präsentation im

Krankenhaus besonders sorgfältig

gewählt hatte Viele Menschen

fühlten sich von der positiven

Energie gerade dieser

Seriegraphien besonders angezogen.

Sie sind in vielen Farben

gedruckt, so dass intensive

Leuchtkraft und Dynamik entstehen.

Jedes Blatt ist zudem

handüberarbeitet.

Faszinierend auch die „Frau“

von Monika Dawidowski, einer

international bekannten

Künstlerin, die auch Dozentin

an der Würzburger Fachhochschule

für Gestaltung ist. Anmut,

Charme und Eleganz, ja,

auch einen Hauch Extravaganz

hat die Künstlerin ihrer Lady

mit auf den Weg gegeben. Ihr

zur Seite hat die Galeristin Italien-Radierungen

von Simon

Dittrich gestellt. Auch er international

bekannt, ein brillanter

Zeichner, „ein Poet der Linie“,

wie ihn seine Galeristin charakterisiert.

Dittrich entziehe

sich der bequemen Einordnung

in eine der modischen Kunstrichtungen

der Gegenwart – lineares

Gestalten stelle er in

den Mittelpunkt seiner Arbeit.

Seine Werke zeugten von einer

kaum überschaubaren Fülle

neuer Formen. Von unglaublicher

Phantasie beflügelt, erschließe

er dem Betrachter eine

poetische Welt des Abenteuers

und des Märchenhaften: „Der

Zauber seines Linienspiegels

verwandelt die Welt!,“ meint

seine Galeristin...

Anregend auch die Arbeit des

bereits verstorbenen Yoshi

Takahashi, eines japanischen

Künstlers, den die Liebe zu

Paul Klee nach Deutschland

geführt hat. Diese künstlerische

Vorliebe ist auch seinem „Stilleben“

durchaus nachzuvollziehen.

Naturalistisch-heimatverbunden

dagegen die Arbeiten der

Friedlinde Tietze, deren Landschaftsbilder

in Öl Ruhe und

Stille vermitteln , aber auch im

Alltäglichen das Besondere sehen.

Alles in allem ein interes-

Eleganz,

Extravaganz

und viel

Phantasie

Interessantes

Künstlerspektrum der

Galerie auf der Treppe

im St. Vincenz

santes künstlerisches Spektrum,

das bestens geeignet war, dem

besonderen Anliegen „Kunst

im Krankenhaus“ gerecht zu

werden... sp


W

Von Dieter Fluck

er die Eingangshalle

des St.-Vincenz-Krankenhauses

betritt, blickt auf eine

Reihe von Bildern, die von

einem großen Künstler des 20.

Jahrhundert stammen. Wassily

Kandinsky, der in Moskau,

München, Dessau und Paris

wirkte, ist bekannt für geometrische

Formen und bunte Farben,

mit denen er versuchte, eine

„schwebende Räumlichkeit“

zu erzeugen. Der Betrachter

rätselt über die Bedeutung der

abstrakten Darstellungen, deren

Ergründung ihm überlassen

bleibt.

Ein paar Meter weiter an einer

anderen Wand hängen farbenfrohe

Bilder, die Landschaften

und Häuser zeigen. Eine

schwarze Lokomotive rollt

durch die grüne Wiese; es

könnte ein Stückchen Heimat

darstellen, so, wie sie früher

einmal war. Der Betrachter

muss schon zwei Mal hinschauen:

auch das ist Kandinsky

- sehr gegenständlich. Der

1866 in Moskau geborene Maler

hat sie 1910 und früher in

Murnau und in anderen Orten

Ein typisches Bild von Kandinsky. Der Vorsitzende des Förderkreises, André Kramm, weist auf die bunten geometrischen

Formen hin. Rechts der Erste Stadtrat Dr. Heinrich Richard, links Hans-Joachim Krämer, der die

Ausstellung konzipiert hat. Fotos: Fluck

gemalt - vor dem Übergang

zur Abstraktion.

Freilich sind das alles keine

Originale, die hier hängen, die

wären unbezahlbar. Es sind

Drucke, die der Limburger

Hans-Joachim Krämer vom

„Förderkreis Bildende Kunst“

eigens für die Reihe „Kunst im

Krankenhaus“ zusammengestellt

hat. Der Vorsitzende André

Kramm machte die zur

Eröffnung gekommenen Besucher

mit Kandinsky bekannt,

überbrachte zugleich die Grüße

des Verwaltungsrates und

konnte unter den interessierten

Gästen Stadtverordnetenvorsteher

Kurt van der Burg und den

Ersten Stadtrat, Dr. Heirnrich

Richard, willkommen heißen.

Kandinsky hatte Jura studiert

und wurde zunächst Dozent an

der juristischen Fakultät in

Moskau. Mit 30 Jahren, nach

dem Besuch einer Ausstellung

von Clauce Monet, entschied

er sich für die Malerei, die er

fortan als „Lustarbeit“ verspürte

und der „Zwangsarbeit“ seines

erlernten Berufes vorzog.

Er trat in eine Malschule in

München ein, gründete 1901

die Künstlergruppe „Phalanx“

und 1911 mit Franz Marc den

„Blauen Reiter“. Kandinsky

sieht sich als Begründer der

abstrakten Malerei. 1914 und

1933 musste er Deutschland

verlassen. Zu Beginn des Ersten

Weltkrieges galt er als

„unerwünschter Ausländer“,

später erklärten ihn die Nazis

als „entartet“. 1922 hatte ihn

Walter Gropius an das Bauhaus

in Weimar, später Dessau,

berufen. 1944, als die Alliierten

in der Normandie landeten, erkrankte

Kandinsky und starb

mit 78 Jahren in Frankreich.

Wassily Kandinsky hat im

zweiten Teil seiner Schrift

1911 veröffentlichten Schrift

„Das geistige in der Kunst“ die

„Wirkung der Farbe auf Physis

und Psyche“ beschrieben und

stellt eine direkte Einwirkung

der Farbe auf die Seele fest.

Diese Wirkung ist von den Initiatoren

im St.-Vincenz-Krankenhaus

durchaus gewollt.

André Kramm erläuterte die

„Formen- und Farbensprache“

Vom Gegenständlichen zu

geometrischen Formen

und der Sprache der Farben

- Kandinsky im Vincenz

Ein gegenständliches Werk. So

hatte Kandinsky vor 95 Jahren

gemalt, bevor er zu den geometrischen

Formen überging.

des Künstlers, der warme und

kalte Farben definiert, beispielsweise

dem dunklen Blau

eine beruhigende Wirkung zuspricht

und vermittelt, dass eine

Form die Farbe beeinflusst.

Zum Beispiel verstärke sich

der Charakter einer „spitzen

Farbe“ wie Gelb in der spitzen

Form eines Dreiecks. Daneben

gibt es eine Reihe weiterer Anregungen

für den Betrachter,

bis zum 19. Juli bei Kandinsky

auf die Suche nach Kompositionen

von Formen, Farben

und deren Wirkung zu gehen.

23


„Niemand ist zu klein oder zu krank,

zu behindert oder zu früh gestorben...“

„Es ist so wichtig, daß es

so etwas jetzt auch hier

bei uns gibt“ – diese Meinung

hören der katholische

Klinikseelsorger am

St. Vincenz-Krankenhaus,

Pater Josef Da Via SAC

und seine evangelische

Kollegin Pfarrerin Gabriele

Göbel häufig in Gesprächen

mit Eltern, deren

Kind in der Schwangerschaft

mit weniger als

500g Gewicht verstarb

und nun bestattet wurde.

In der gemeinsamen Feier

und Beisetzung finde

ihre Trauer und die Anerkennung

ihres Kindes als

Mensch nun würdigen

Ausdruck. Daß ihr Kind

wie andere verstorbene

Menschen auch bestattet

würde und sie das Grab

besuchen könnten, sei im

Blick auf einen gelingenden

Trauerprozeß für Eltern

und Geschwister

nicht zu überschätzen,

stellen die Seelsorger fest.

M

it dieser neuen Bestattungsform

wurde die

frühere Praxis abgelöst, nach

welcher der Leichnam dieser

Kinder, für deren Bestattung

rechtlich niemand verantwortlich

ist, zusammen mit

menschlichem Gewebe aus

Operationen als Klinikmüll

entsorgt wurde. „Die Menschenwürde

kommt im Grundgesetz

und im christlichen

Menschenbild von Anfang an

jedem Menschen zu. Dazu

gehört auch die Bestattung der

Verstorbenen, selbst wenn sie

sehr klein sind und rechtlich

niemand in der Pflicht ist“ –

diese Überzeugung vertritt der

Arbeitskreis „Kindergrabmal“.

Zur Zeit gelingt die humanistische

Initiative durch viele ehrenamtliche

Dienstleistungen

24

Die erste Trauerfeier für fehl- oder totgeborene Kinder auf dem Limburger Friedhof gestalteten die beiden Klinikseelsorger

des St. Vincenz-Krankenhauses, Pfarrerin Gabriele Göbel und Pater Josef da Via SAC. Mit im

Bild die Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte, Heike Markgraf.

und auf Spendenbasis: Das Pathologische

Institut am St. Vincenz-Krankenhaus

Limburg

bewahrt die fehlgeborenen

oder totgeborenen Föten auf

und versendet im Namen der

Klinikseelsorge die persönli-

chen Einladungen zur Trauerfeier

an die Eltern. Die Lebenshilfe

Limburg-Diez stellt

den kleinen Sarg her. Das Bestattungsinstitut

Jakob Ehmann

übernimmt den Transport der

Föten zur Kremation und sorgt

gemeinsam mit der städtischen

Friedhofsverwaltung für den

äußeren Rahmen der Trauerfeier.

Anke Leukefeld begleitet als

Organistin den Gottesdienst.

Der Arbeitskreis „Kindergrabmal“

spendet Blumen und Kerzen.

Beide Kirchen stellen mit

den Klinikseelsorgerinnen und

Klinikseelsorgern speziell qualifiziertes

Personal für die seel-

Erste Ökumenische Trauerfeier für

nichtbestattungspflichtige Kinder

sorgerliche Begleitung von Eltern

in der akuten Situation einer

Fehlgeburt oder Totgeburt

und für die Trauerfeier zur Verfügung.

Die Landschaftsarchitektin

Sabine Kraus berät den

Arbeitskreis zur Anlage der

Grabfläche. Die Klinikleitung

der St.-Vincenz-Krankenhausgesellschaft

fungiert als Vertragspartner

der Stadt Limburg

für die Bereitstellung des

Grabfeldes und verwaltet die

Spenden. Diese kommen daher

voll und ganz dem Projekt zugute.

Die benachbarten Kliniken in

Diez und Weilburg sowie

hauptamtliche und ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen im Umfeld

der katholischen Familienbildungsstätte

in Hadamar

gehören mit zum Arbeitskreis,

der die Grabstätte für die nichtbestattungspflichtigen

Kinder

initiiert hat. Angesichts solchen

Engagements konstatieren Pater

Da Via und Pfarrerin Göbel:

„Was hier geschieht, bewegt

die Menschen in der Region.

Viele sind aus eigener

leidvoller Erfahrung zur Unterstützung

bereit.“

Die beiden Seelsorger leiteten

Fortsetzung nächste Seite


Fortsetzung von Seite 24

die erste Trauerfeier in diesem

Jahr, bei der auf dem Limburger

Friedhof fehlgeborene und

totgeborene Kinder beigesetzt

wurden. Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter der gynäkologischen

Kliniken im Raum Limburg

sowie Ehrenamtliche des

Arbeitskreises „Kindergrabmal“

nahmen daran teil, zündeten

Kerzen für die Kinder an

oder beteten für sie und ihre

Familien. Kindern, deren Eltern

dies wünschten, wurde namentlich

gedacht, für alle Kinder

gemeinsam wurde eine

Kerze entzündet. „Dies machen

wir als als Symbol dafür,

daß Gott jedes Kind kennt,

liebt und sein vergängliches

Lebenslicht in seinem unvergänglichen

Licht bewahrt. Niemand

ist zu klein, zu krank, zu

behindert oder zu früh gestorben,

um nicht von Gott zu seiner

Ehre geschaffen zu sein“,

sagte Pfarrerin Göbel. Der

Schmerz der Eltern um ihre in

der Schwangerschaft verstorbenen

Kinder sei genauso angemessen

wie der anderer Eltern

beim Tod eines Kindes. Diese

Trauer ernstzunehmen sei Aufgabe

der Seelsorge ebenso wie

der Geburtskliniken und der

Öffentlichkeit. Am neu eingerichteten

Grabfeld wurde die

Urne mit der Asche der Kinder

bestattet.

Spendenkonto: Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH, „Aktion

Kindergrabmal“, Kontonummer 20

396, BLZ 511 500 18, Kreissparkasse

Limburg.

* Kurz notiert *

Diät für Dünne: 3,67 Millionen

Menschen fühlen sich mit einem

zu niedrigen Körpergewicht nicht

wohl in ihrer Haut und benötigen

ebenso wie die 40 Millionen

Übergewichtigen in Deutschland

eine Diät. Das Deutsche Institut

für Ernährungsmedizin und Diätetik

(D.I.E.T.) gibt daher eine

Broschüre über das Zunehmen

heraus, die jetzt aufgrund der

starken Nachfrage bereits in der

zweiten Auflage erscheint. Interessenten

erhalten die Broschüre

kostenlos gegen Einsendung eines

mit 1,53 Euro frankierten

DIN-A5 Rückumschlages bei

DIET, Kennwort: Zunehmen, Kurbrunnenstraße

5, 520 66 Bad Aachen.

Tel.Beratung werktags von

9 bis 15 Uhr unter 0241 / 96 10

95 66.

Bewegter Abschied vom Team des Diakonievereins

- von nun an bieten Vincenz und Diakonie

in jeweils eigener Regie Menues für Senioren

an.

Neu im Vincenz:

Das Menue für Senioren

25

Jahre lang hat die

Küche des St. Vincenz-

Krankenhauses die Limburger

Senioren in Kooperation mit

dem Diakonieverein für Limburg

und Umgebung regelmäßig

mit Essen versorgt. Seit

dem 1. Mai 2004 produziert

der Verein die Menüs für die

Einrichtung „Essen auf Rädern“

in der hauseigenen

Küche des Wichernstiftes in eigener

Regie.

Aus diesem Anlaß dankten

Dietmar Kempf sowie die

Küchenmitarbeiter des St. Vincenz-Krankenhauses

dem Diakonie-Team

für die harmonische

Zusammenarbeit (Foto).

Da in all diesen Jahren die belieferten

Senioren nicht mit

Lob für das tägliche Mahl aus

der Vincenz-Küche sparten,

bietet der Küchenchef vom

Schafsberg nun in der Cafeteria

des Krankenhauses die

Möglichkeit, nicht von solch

liebgewonnenen Gewohnheiten

abzulassen: Täglich stehen dort

in der Zeit zwischen 11.30 und

14 Uhr mindestens drei verschiedene

Menüs mit Suppe

und Dessert zur Auswahl. Gern

werden die Menüs in Zusammenstellung

sowie Portionsgröße

an die speziellen Wünsche

der Senioren angepasst

und werden auch zum Mitneh-

men angeboten. Die Vincenz-

Cafeteria liegt im Erdgeschoß

des Krankenhauses unmittelbar

neben dem Haupteingang und

Zutaten für 4 Personen:

ist bequem über einen Aufzug

zu erreichen. Ein weiterer Aufzug

befindet sich neben der

Bushaltestelle der Stadtlinie.

Raffinierte Geflügel-Päckchen

1 gr. Stange Lauch (200 g)

2 schnittfeste Tomaten (200 g)

2 g mittelgroße Äpfel (250 g)

1 ½ TL Pflanzenöl (8 g)

2 EL gehackte Petersilie

1 TL gehackter Thymian

1 TL Curry

4 Putenschnitzel (je 100 g)

4 Stücke doppelt gefaltetes Butterbrotpapier

oder Alufolie (je 25 cm x 30 cm)

40 g Edamer Käse, 30 % Fett i. Tr.

Zubereitung:

Vorbereiteten Lauch in dünne Scheiben schneiden. Gehäutete Tomaten

und vorbereitete Äpfel fein würfeln. Lauch in 1 TL Öl bei geringer

Hitze 3 bis 4 Minuten dünsten. Äpfel, Petersilie, Thymian und Curry

zugeben, weitere 2 bis 3 Minuten dünsten.

Schnitzel waschen, trocknen, pfeffern und sparsam salzen. Lauch und

Tomaten vermischen. Butterbrotpapier mit ½ TL Öl sparsam einfetten.

Gemüse gleichmäßig darauf verteilen. Jeweils mit einem Schnitzel

belegen.

Päckchen fest verschließen und in eine feuerfeste Form legen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas: Stufe 3) 30 bis 35 Minuten

garen.

Käse in kleine Würfel schneiden. Päckchen aufreißen. Käse auf den

Schnitzeln gleichmäßig verteilen und zerlaufen lassen.

Hierzu passt Vollkornreis und Salat.

Vorbereitungszeit: 25 Minuten

25


personalnachrichten:

KRANKENHAUSGESELLSCHAFT ST. VINCENZ mbH

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Justus-Liebig-Universität Giessen

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

NAME: EINSATZORT: EINTRITT:

Benn, Olav Station 5/1-2 01.04.2004

Constantin, Silke Krankenpflegeschule 01.04.2004

Dodt, Anja Allgemeinchirurgie 01.04.2004

Fokin, Ljudmila Station 6/1-2 01.04.2004

Gröschen, Sabine IDI 01.04.2004

Hadaschick, Simone Station 4/1-2 01.04.2004

Laux, Susanne Station 3/1-2 01.04.2004

Meusch, Simone IDI 01.04.2004

Meuser, Dagmar Med. Klinik 01.04.2004

Ulandowski, Ralph-Christian Station 4/1-2 01.04.2004

Wetzel, Heidrun Anästhesieabt. 01.04.2004

Tripp, Angela Röntendiagnostik 15.04.2004

Hungbauer, Ute Neurologie 15.05.2004

Prof. Dr. Kreuzer, Jörg Med. Klinik 01.06.2004

Schmitz, Peter Radiologie 01.06.2004

Jubiläen April bis Juni 2004

NAME: ABTEILUNG: DATUM: JAHRE:

Roth, Regina Station 1/3-4 01.04.2004 10

Morche, Sonja Station 5/3-4 01.04.2004 10

Pötz, Berthilde Station 2/1-2 01.05.2004 10

Rüprich, Susanne Station 7/1-2 01.05.2004 10

Wilming-Holzbach, Karin Station 3/3-4 01.06.2004 10

Dr. Nitsche, Klaus Med. Klinik 01.04.2004 20

Horn, Maria Wäscherei 01.04.2004 20

Künzel, Gabriele Station E/1-2 01.04.2004 20

Millbrodt, Michaela Station 3/3-4 01.04.2004 20

Reusch-Kösterke, Verena Ambulanz 01.04.2004 20

Kremer, Margit Station 4/1-2 01.04.2004 20

Jost, Anita Küche 14.05.2004 20

Noll, Brunhilde Küche 21.05.2004 20

Schwarz, Elke Station 5/1-2 01.06.2004 20

Hummel, Thomas Anästhesie-OP 01.04.2004 25

Debusmann, Heinz OP 01.04.2004 25

Weyand, Silvia Station 7/1-2 01.04.2004 25

Djadjo, Marlies Allgemeinchirurgie 01.04.2004 25

Deppisch, Regina Station 1/2 01.04.2004 25

Dr. Adolphs, Werner Unfallchirurgie 01.05.2004 25

Friedrich, Hans Physikalische Therapie 01.04.2004 30

Schüssler, Herbert Zentralsterilisation 01.04.2004 30

Schupbach, Erika OP 01.04.2004 30

Behr, Rita Station 4/3 01.04.2004 30

Schmidt, Erika Station 5/3-4 01.04.2004 30

Ruhestand:

NAME: ABTEILUNG: AUSTRITT

Starnofsky, Peter Hol- und Bringedienst 31.03.2004

Sayn, Annerose Küche 31.03.2004

Debusmann, Heinz OP 30.04.2004

Verstorbene:

NAME: ABTEILUNG: STERBEDATUM:

Oberdörfer, Hildegard Pflegedienst 13.02.2004

Tripp, Viktoria Sekr. Frauenklinik 16.04.2004

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Herzliche Glückwünsche von der

Krankenhausleitung des

St. Vincenz-Krankenhauses

Das erste Vincenz-Baby des Jahres 2004 erblickte am 7. März um

genau 13.10 Uhr das Licht der Welt: Marie ist die Tochter von Isabel

Silva Gomes, die Krankenschwester auf der Station 6/1-2 ist.

Maries Maße: 52 Centimeter lang, 3110 Gramm schwer. Maya

heißt die Tochter von Vanessa Steger, Krankenschwester auf der

Station E/1-2. Sie wurde am 14. April um 9.53 Uhr geboren – sie

maß 53 Centimeter und wog 3415 Gramm. Kurz darauf kam Marie

Sofie zur Welt. Sie wurde am 19. April geboren, Mutter Anja

Benn ist Krankenschwester

auf

der Station 6/1-2.

Ihre Maße: 52 Vincenz-Kinder

Centimeter, 3240

Gramm. Malte

durchbricht die Phalanx der Vincenz-Mädchen: Er wurde am 11.

Mai um 8.56 Uhr geboren. Der Sohn von Elke Kosmol, Krankenschwester

der Ambulanz, brachte stolze 3490 Gramm auf die Waage

und maß 54 Centimeter. Im folgt am 21. Mai wieder ein

Mädchen: Clara wurde um 13.16 Uhr geboren, maß 52 Centimeter

und 3150 Gramm. Ihre Mutter ist Dorothee Klose, Krankenschwester

auf der Station 1/3-4.

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Bewährtes

Team

unter neuer

Führung

N

achdem der langjährige

Leiter des Hol- und Bringedienstes,

Peter Starnowsky,

in den Ruhestand getreten ist,

hat nunmehr Dirk Sommer

(ganz links) die Stelle des Vorarbeiters

für die Abteilung Holund

Bringedienst übernommen.

Als Mitarbeiter dieser Abteilung

konnte er in den vergangenen

Jahren viele Kenntnisse

in diesem Aufgabengebiet sammeln.

Neben der Führung des

HBD zählen die Umsetzung aller

logistischen Fragestellungen

des Hauses, sowie die Abfallund

Gefahrgutbeauftragung zu

seinen Hauptaufgaben. Neuer

Ansprechpartner in Sachen Ge-

HBD-Team vor imposanter Kulisse: v.l.n.r. Dirk Sommer, Manfred Stubig, Wolfram Laux, Dennis Stein, Franz

Fürstenfelder, Peter Hahmann und Michael Streb.

bäudereinigung (Firma Gies) ist

nun der Leiter der Textil- und

Bettenversorgung, Erich

Becker. Qualitätssteigerung,

Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen

zum Wohle

des Hauses, aller Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und nicht

zuletzt der Patienten hat sich

das engagierte Team in Kontinuität

der bisherigen Arbeit auf

die Fahnen geschrieben!

Ein innovativer Beitrag zur Kostensenkung...

K

eine Notiz genommen hat die überregionale

Presse aus unverständlichen Gründen von den

neuesten Maßnahmen zur Kostensenkung im

St. Vincenz-Krankenhaus, deren gute Akzeptanz

bei den betroffenen Patienten

wir mit diesem Foto dokumentieren.

Die von Geschäftsführer

Horst Schneider initiierte

„Doppelbelegung“ firmiert

als Modellversuch

für ganz Hessen

- einmal mehr ein

innovativer Beitrag

aus dem St. Vincenz-Krankenhaus,

mit welchem sich

- so die Expertenprognose

- langfristig

sicher die Kassenbeiträge

senken

ließen, würde dies

endlich auf breiter Front

bundesweit durchgeführt.

Über solche Ignoranz gegenüber

derart zukunftsweisenden

Maßnahmen kann sich unser

Redaktionsteam natürlich nur amüsieren...

(Das Foto zeigt Anne Käthe Dillmann und Annemie Wolf aus Elz).

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