Midrange MAGAZIN September 2006

midrange

Midrange MAGAZIN September 2006

3 0 5 81 9 I 9 8 E · I S S N 0 9 4 6 - 2 8 8 0 · B 3 0 4 6 5 · A u S g A B E 1 8 8 · € 1 3 , – · C H F 2 5 , –

IT-Konzepte und Wissen für eServer im Unternehmensnetzwerk

Technik & Integration

Subfiles in .NET

mit RPG.NET

Der ERP-Markt konsolidiert sich

Die Zielmärkte

im Auge

Automatisierte Belegverarbeitung

Integrierte Intelligenz

Datenschutz im e-Business

Elektronische Signatur

Notwendiges Übel oder

Erfolgsinstrument?

HR – der Mensch

im Mittelpunkt

13.–14. September

Zukunft

Personal

7. Fachmesse für Personalwesen

7th Exhibition for

Human Resource Management

2 0 0 6

09

2006

19.–21. September

Alfred M. Keseberg, geschäftsführer der PSIPENTA

Software Systems gmbH, im Interview auf Seite 12


1Basierend auf veröffentlichten Energieverbrauchswerten beider Hersteller, verbraucht das IBM HS20 BladeCenter, US-Modell 79813FU (Modell-Nr. und Produktspezifi kationen können in Deutschland

abweichen), mit 2,0 GHz Dual-Core 2 MB Cache Prozessoren, 8 GB Speicher, 2x 36 GB SCSI HDDs, Dualem Ethernet, Dualem Fibre Channel bis zu 37 % weniger Energie als ein HP BL20pG3 mit 3,0

GHz 2 MB Cache Prozessoren, 8 GB Speicher, 2x 36 GB SCSI HDDs, Dualem Ethernet, Dualem Fibre Channel. Durchführung der Analyse: 31. Mai 2006. IBM, das IBM Logo, BladeCenter und Take Back

Control sind Marken oder eingetr. Marken der International Business Machines Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern. Intel, das Intel Logo, Intel Core, Intel Inside, das Intel

Inside Logo, Xeon und Xeon Inside sind Marken oder eingetragene Marken der Intel Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern. Andere Namen

von Firmen, Produkten und Dienstleistungen können Marken oder eingetragene Marken ihrer jeweiligen Inhaber sein. © 2006 IBM Corp. Alle Rechte vorbehalten. O&M IBM SS 22/06

_DIE INVASION

_TAG 16: Diese Server sind so heiß. Das Thermometer ist schon

bei 60 Grad. Tendenz steigend. Mussten die Kleiderordnung

im Serverraum etwas auflockern, bis wir dieses Hitzeproblem

unter Kontrolle bekommen.

_Till meint, er hat schon ganz viel abgenommen. Ist mir gar

nicht so aufgefallen.

_TAG 17: Ich hab’’ne coolere Lösung für unser Hitzeproblem

gefunden. Das IBM BladeCenter HS20 mit Dual-Core Intel ® Xeon ®

Prozessoren verringert den gesamten Energieverbrauch des

Systems. Das BladeCenter ist dafür konzipiert, sich automatisch

dem Stromverbrauch anzupassen. Und braucht so bis zu 37 %

weniger Energie. 1 Weniger Strom. Weniger Hitze. Weniger Kosten.

Weniger Stress.

_Oh, anscheinend hatte die Personalabteilung ein Problem

mit der blöden Kleiderordnung. Aber sie konnte es uns nicht

mitteilen, da die Telefone geschmolzen sind.

IBM.COM/TAKEBACKCONTROL/DE/BLADE


Michael Wirt

Chefredakteur und

Herausgeber von

MIDRANGE MAgAZIN

michael.wirt @

midrange.de

EDITORIAL

Dehnbare Wahrheit

nix-Monstrum“ – so haben die Kollegen aus der CW-Redaktion IBMs

„Ujüngsten p5-Clou genannt. gleich zwei neue Modelle der Serverfamilie

bringt Big Blue auf den Markt, das Herz der Energiebündel bilden POWER5+

Prozessoren mit „Dual Stress“-Technologie“. Eine bis zu 24 Prozent höhere

Transistorgeschwindigkeit ist mit dieser Technik möglich, die bislang ausschließlich

Spielekonsolen anheizte, jetzt das Business pushen und auch im

deutschen Markt ordentlich punkten sollen.

Schneller werden und gleichzeitig weniger Ressourcen verbrauchen

– diesen Wunsch teilen Automobil- und Hardware-Industrie, bei IBM werden

die Silizium-Atome dafür in einem Transistor gedehnt und in einem anderen

verdichtet. Klingt doch ganz simpel und so gar nicht nach Stress…

Duale Hektik mögen offensichtlich auch die Österreicher: Der Trend geht

zum Zweit-Handy. In unserem Nachbarland gibt es bereits mehr Mobiltelefone

als Einwohner, bei uns soll es Ende dieses Jahres soweit sein.

Schon 2008 werde es weltweit insgesamt drei Milliarden Mobiltelefon-

Nutzer geben, so eine neue

Studie. Statistisch gesehen

wäre damit fast jeder zweite

Erdbewohner „händisch“ erreichbar.

Realistisch betrachtet

ist die statistische Sicht

der Dinge so global nicht

zu gebrauchen: Länder wie

Äthiopien oder Mozambique

haben auch künftig ganz andere

Sorgen, als sich über

die digitale Kluft zu erregen

– auch wenn sich noch so

viele Organisationen für deren

Abbau einsetzen.

Herzlichst, Ihr Michael Wirt

Û Umgezogen: Für immerhin 81 Prozent der Top-

Manager aus der Branche Dokumenten-Management

heißt die „wichtigste“ Messe in 2006 DMS

Expo. Wo sie ist und wer Sponsor bleibt? Antworten

auf Seite 17 Û Dazugelernt: IBM investiert (wieder)

in die Ausbildung von i5-Spezies. Warum dabei auch

ausgemusterte Hardware verschenkt wird, lesen

Sie ab Seite 14 Û Aufgemotzt: Mit der grafischen

Benutzeroberfläche von Windows lassen sich Legacy-Applikationen

nicht nur aufhübschen sondern

auch funktional verbessern. Wie das geht, erläutern

wir auf Seite 38 ff. Û Vollgetankt: Wenn Sie beim

nächsten Tankstopp an die Zapfsäule rollen, werden

Sie sich an diesen Beitrag erinnern. Wetten? Dann

blättern Sie schnell auf Seite 47. Û Preisverfall:

Wie Lamprecht Logistics mit einem Stacheltier seine

IT-gesamtkosten halbiert? Seite 48

Vom Wert Ihre Branche zu kennen:

Serviceorientierter Großhandel

Produkt, Philosophie und IT-Strategie

Wir als serviceorientierter

Großhändler haben

uns für oxaion entschieden

– warum?

„Schnell, kontinuierlich, zuverlässig –

so muss die Auftragsabwicklung

und die Logistik für Handelsunternehmen

sein. Mit oxaion gelingt uns

das hervorragend.“

Günter Stoverock, EDV-Leiter Heinz Tröber

GmbH & Co. KG, Hamburg

oxaion – die ERP-

Komplettlösung für

den Mittelstand

ettlingen · hamburg · düsseldorf

eisenstockstr. 16 | D-76275 ettlingen

telefon +49 (0) 72 43/ 5 90-6777 | telefax 5 90-235

info@oxaion.de | www.oxaion.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


INHALT

Die Zielmärkte im Auge

Dipl.-Betriebswirt Alfred M. Keseberg, geschäftsführer

der PSIPENTA Software Systems gmbH: „Als

Internet-Plattform konzipiert, ermöglicht Open-

Factory die kostengünstige Kommunikation zwischen

heterogenen Systemlandschaften der am Wertschöpfungsprozess

beteiligten unternehmen.“ Û Seite 12

Zukunft

Personal

7. Fachmesse für Personalwesen

7th Exhibition for

Human Resource Management

2 0 0 6

DMS EXPO 2006

KoelnMesse

13. und 14. September

Fachvorträge zu aktuellen Themen des Human Resource

Managements und über 300 Aussteller. Û Seite 36

Alles über elektronisches Informations- und Dokumentenmanagement

vom 19. bis 21. September in Köln.

Û Seite 17

IBM Academic Initiative

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

IBM investiert in den EDV-Schulen

Wiesau und Plattling

Vom 17. bis 21. Juli wurden über 100 neue Spezialisten

für System i geschult und anschließend zertifiziert.

Û Seite 14

MIDRANGE AKTUELL

News & Ticker 6

Steuerprüfung auf Knopfdruck 7

Von der Datenanalyse zum Datenträger

Wettbewerbsvorteil 10

Die Zielmärkte im Auge 12

IBM Academic Initiative 14

IBM investiert in die Ausbildung an Schulen

Java in der FiBu 16

K+H Software hat seine Software auf Java portiert

MESSE AKTUELL

DMS 2006 17

Zukunft Personal 2006 36

SCHWERPUNKT

Integrierte Intelligenz 18

Automatisierte Belegerkennung und -verarbeitung

DIN A0 auf 400 KB 20

Die gescannte „Lebensakte“

Perfekte Symbiose 20

DMS-Systeme sorgen für mehr Transparenz

Integrierter Server 21

Kommentar zu DMS auf System i

Effiziente Langzeitarchivierung 22

Compliance: Wie minimiere ich juristische Risiken?

Klicken statt kopieren 27

FLEX Elektrowerkzeuge gmbH archiviert mit InfoStore

Elektronische Signatur 28

Datenschutz im e-Business – Notwendigkeit und Chance

Druckkosten senken 29

Druckvolumen und -prozesse im Blick

Digitale Signatur im SAP-Umfeld 31

Rechtskonforme Rechnungen und Auftragsbestätigungen

HR – der Mensch im Mittelpunkt 32

Notwendiges Übel oder Erfolgsinstrument?

Noch viel Handarbeit 34

Zukunftssicherung durch Personalmanagement

Sicherer Lohn aus sicherem RZ 37

swb wechselt ins VEDA-Rechenzentrum

TECHNIK & INTEGRATION

Subfiles in .NET mit RPG.NET 38

Kostenersparnis, Sicherheit, Performance 40

Thin Clients-Konzepte im Vergleich

SERVICE

Impressum, Firmen, Autoren, Inserenten 49

Glosse, Vorschau, Midrange Index 50


MARKTÜBERSICHT

Alleskönner Printserver 42

Netzwerkkomponente mit großem Leistungsspektrum

Anbieterübersicht 43

Thin Clients und Printserver

Daten zu intelligenten Druckern 44

Drucken im Netz mit XML optimieren

Zuverlässig drucken 45

Dachser entscheidet sich für convert4print

Nichts aufs Spiel setzen 46

Habermaaß gmbH steuert mit Thin-Clients von Levigo

Blasenfrei zapfen 47

gilbarco nutzt SBC und Virtualisierung mit Citrix

Reduce to the Max 48

Lamprecht Logistics setzt auf IgEL Thin Clients

MIDRANGE ONLINE

System i

Ist das neue Fachbuch mit dem ganzen Wissen

rund um Ihre iSeries. Workmanagement, Administration,

Programmierung… jedes Kapitel selektiv

nutzbar. Für gestandene Cracks genau so wie für

Kollegen, die erst starten.

Û www.midrange.de/fachbuecher

WIR KONVERTIEREN

SIE IN ALLGEMEIN

VERSTÄNDLICHE

INFORMATIONEN.

Workplace

Das stets aktuelle Ergänzungswerk, jetzt in neuem

Outfit. Alles zur Installation, Kofiguration und

dem Betrieb von Lotus Domino, Notes und Workplace.

Inklusive der brandneuen Datenbankmöglichkeiten

unter Domino 7.

Û www.midrange.de/fachbuecher

SEPTEMBER 2006

Alleskönner Printserver

Printserver haben viel mehr zu bieten als nur die Übermittlung

von Druckdaten. Externe Modelle glänzen gegenüber

eingebauten Karten oder Onboard-Lösungen

von Druckerherstellern mit vielen Funktionalitäten und

Optionen. Û Seite 42

RPG Camp

In einer ungestörten Atmosphäre in Oberstdorf

im Allgäu die Neuheiten von RPg IV und ILE RPg

kennenlernen. Û www.midrange.de/workshops

CLICK TO

DRUCKER SPRECHEN

UNTERSCHIEDLICHE SPRACHEN.

www.midrange.de

convert4print

IPDS-SW-Clients

für sicheres Drucken

im Netzwerk

Mit convert4print hat CSP eine Plattform geschaffen, die unterschiedliche

Datenströme konvertiert und auf Laser- / Matrix- und Etikettendrucker

ausgibt. Der Drucker kann sie ohne aufwändige Programmänderungen

interpretieren und zu Papier bringen. Zwei Produktgruppen decken dabei

zusammen praktisch die gesamte Bandbreite ab:

� SW-Client-Software für Arbeitsplatzrechner

� SW-Client-Software für Server

� Das CSP Lizenz-Modell hilft hierbei Kosten zu reduzieren

Für mehr Informationen zu convert4print steht Ihnen das

CSP Beratungsteam jederzeit gern zur Verfügung.

Computer•Schnittstellen•Peripherie GmbH

WIRSCHAFFENLÖSUNGEN

Computer•Schnittstellen•Peripherie GmbH � Justus-von-Liebig-Straße 5 � 63110 Rodgau/Germany

Telefon: 0 61 06 – 8 40 70 � Telefax: 0 61 06 – 6 15 60 � www.csp-gmbh.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


6

MIDRANGE AKTuELL

ThinkCentre A60 mit

AMD Dual Core

Lenovo hat das neue Modell des Think-

Centre A60 vorgestellt. Der A60 ist als

Mini-Tower- oder Small

Desktop-Version mit einem

Dual-Core Prozessor von

AMD, verbessertem Virenschutz

und Tools ausgestattet,

um das System

nach einem Ausfall schnell

wiederherstellen zu können. Zum ersten

Mal bietet Lenovo seine ThinkCentre

A-Serie mit Athlon 64 und Athlon 64 X2

Dual Core Prozessoren von AMD an.

www.lenovo.com/de

PARITYERP beschleunigt

die Warenflüsse

Die PARITY Software gmbH stellt für ihr

Kernprodukt PARITYERP die beiden NVE

(Nummer der Versandeinheit)-Module

für den Wareneingang und -ausgang bereit.

Der Einsatz dieser für die standardisierte

EDI-Kommunikation entwickelten

Zusatzfunktionen für das ERP-System

ermöglicht den Anwendern eine deutliche

Verbesserung der Transparenz

sowie der Prozessabwicklung von Lager

und Logistik. So lassen sich mithilfe der

Module sowohl beim Wareneingang als

auch beim Versenden von Artikeln die

Verpackungsinhalte dokumentieren und

in der Folge die Warenbewegungen automatisieren

– unabhängig von der jeweiligen

gebindeart und Anzahl von umverpackungen.

www.parity-software.com

JETZT NEU

System i

Konzepte und Technik für Administratoren,

Programmierer und Systemoperator

von System i

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

Klare Übersicht bei

hohen Bandbreiten

Der Telekommunikationsanbieter COLT

Telecom hat ein neues Online-Reporting-

Tool für die Nutzer seines Dienstes mit

hohen Bandbreiten, COLT High Speed

Service (HSS), vorgestellt. Das Analysewerkzeug

ermöglicht es unternehmen,

ihre Netzwerk-Performance weitaus

effizienter als zuvor zu analysieren und

zu steuern. Das web-basierte Tool filtert

aus der großen Menge an Management-Daten,

die vom Netzwerk generiert

werden, die für den Kunden wichtigen

Informationen und hilft so, mögliche

Leistungs- und Performance-Engpässe

zu erkennen.

www.colt.net

IBM Webseminare für

den Mittelstand

IBM präsentiert innovative Software Ansätze

für mittelständische Kunden live

und kompakt sowie zeit- und kostensparend.

In zehn Webseminaren werden

Themen von der Mitarbeiterproduktivität

über Sicherheit bis hin zu Integration,

Monitoring und Online Verkauf behandelt.

Die interaktiven Vorträge richten

sich je nach Vortrag gezielt an Business-

oder IT-Entscheider und bieten unternehmen

die Chance, sich fundiert über

wichtige IT-Themen im Mittelstand zu

informieren – in kompakter Form, live,

direkt am Schreibtisch und kostenfrei.

www.ibm.com/de/events/

webseminare

Jetzt online

bestellen unter

www.midrange.de

TICKER

Û Systems wächst. Zwei Monate

vor Messebeginn stehen bei

der 25. SYSTEMS die Zeichen weiter

auf Wachstum: Derzeit liegt

die Messe nach Anzahl der angemeldeten

Aussteller bereits deutlich

im zweistelligen Prozentbereich.

www.systems.de Û OpenEdge Evaluation

Kit zum freien Download.

Softwareentwickler können sich von

der Leistungsfähigkeit von Progress

OpenEdge überzeugen. Ein Evaluation

Kit steht zum freien Download zur

Verfügung und bietet eine Eclipsekompatible

Entwicklungsumgebung.

www.progress.com/oe10evalkit

Û COMMON IT-Konferenz 2006.

Die diesjährige Jahreskonferenz findet

vom 16. bis 18. November in

göttingen statt. Bei einer Anmeldung

bis zum 5. September gewährt die

COMMON einen Frühbucherbonus.

www.common-d.de Û Mehr Flexibilität

für DATEV-Anwender. Die

DATEV eg arbeitet derzeit an einer

Neutralisierung der Schnittstellen

ihrer Programme zu Office-Anwendungen.

Neben den Produkten von

Microsoft wird die DATEV-Software

künftig auch mit Sun StarOffice beziehungsweise

OpenOffice kompatibel

sein. www.datev.de Û Neues

Speichersystem von IBM. Im Rahmen

der Speichersystemfamilie System

Storage DS40000 hat IBM das

neue Modell DS4200 Express mit

erweiterter Skalierbarkeit, Kapazität

und Leistung vorgestellt. Darüber

hinaus wurden auch Erweiterungen

für andere Modelle der DS4000-

Familie angekündigt. www.ibm.de

Û Aus bäurer wird Sage bäurer.

Die Übernahme der bäurer gmbH

durch die Sage gruppe ist abgeschlossen.

Verbunden ist dies mit

dem sofortigen neuen Markenauftritt

und einem neuen Logo von

bäurer. www.sagebaeurer.de

www.midrange.de


Von der Datenanalyse zum Datenträger

Steuerprüfung auf Knopfdruck

Immer mehr steuerrelevante Transaktionen laufen ausschließlich elektronisch ab. Deshalb

sind Unternehmen seit 2002 dazu verpflichtet, die „Grundsätze zum Datenzugriff und zur

Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU)“ umzusetzen.

Unternehmen müssen ihre steuerrelevanten

elektronischen Daten

über zehn Jahre lang für das Finanzamt

überprüf- und auswertbar sichern. So

sieht die GDPdU unter anderem vor,

dass Steuerprüfern ein Datenträger mit

den steuerrelevanten Daten übergeben

werden muss, den diese mit ihrer

Prüf-Software IDEA auswerten können.

Schwierig ist die Herstellung eines

solchen Datenträgers, weil die Applikationen

– Finanzbuchhaltung, Waren-

wirtschaft, Lagerführung, etc. – steuerrelevante

Daten in verschiedenen

Formaten produzieren. Sie müssen alle

ausgelesen werden, um sie einheitlich

und IDEA-lesbar abzulegen.

Zusammenstellung der Daten

Die Zusammenstellung dieser Daten ist

nichts anderes als die Integration von

Datenquellen für die Zielapplikation

IDEA, mit der die Prüfer arbeiten. Magic

Software unterstützt mit der Spezialver-

sion iBOLT GDPdU Unternehmen, sich

sehr schnell und ohne großen Aufwand

fit für die elektronische Steuerprüfung

machen. Es ist nichts weiter mehr zu

tun, als in einem Browser-Fenster die

relevanten Daten auszuwählen und den

Prüfzeitraum zu bestimmen. ó

Magic Software Enterprises (Deutschland)

gmbH, Ismaning

Get the Message

www.magicsoftware.com/germany

MessengerPlus

• System-Verwaltung leicht gemacht • Produktivität verbessern

• Systemausfälle kontrollieren • Nachrichten �ltern und überwachen

MessengerConsole

• Verwalten Sie Ihr Netzwerk lokaler und remoter iSeries

• Ereigniskonsolidierung auf nur einer Konsole

• Systemüberwachung und Nachrichtenverwaltung aller iSeries im Netzwerk

MessengerNT

• Managt die WindowsNT / 2000 Server Ihres Unternehmens

• Automatisiert die Überwachung und das Filtern von Ereignissen auf Ihren Web Servern

• Unverzichtbar, wenn Sie E-Commerce, E-Mail und andere Netzwerk-Dienste auf Ihren

NT Servern fahren

Kontakt: IST—Integrierte System Technik

Telefon 04221–209 66 und 04221–289 00 80

E-Mail ist@ist-del.de • www.ist-del.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


MIDRANGE AKTuELL

Die COLT Telecom gmbH hat mit Manuela

Neumeier (39) und Lothar Lasinski

(48) die Leitung der Bereiche Partnervertrieb

und Marketing neu besetzt. Manuela

Neumeier war zuletzt sechs Jahre

für Cisco Systems im Bereich Distribution

und Small & Medium Partner Business

tätig. Lothar Lasinski, jetzt Mitglied

der geschäftsleitung bei COLT, verfügt

über insgesamt 20 Jahre Erfahrung im

Marketing und Vertrieb bei IT-unternehmen

und war vorher bei der Software Ag

in Darmstadt als Director Marketing &

Business Development beschäftigt.

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

KÖPFE

Geschäftsführer in Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern verdienen in Deutschland durchschnittlich

251.000 Euro im Jahr. Damit liegen sie im europäischen Vergleich an zweiter Stelle –

hinter England (260.000 Euro).

www.colt.net

Quelle: Studie „Remuneration in Europe 2006“, Managementberatung Kienbaum/European Compensation Network, www.kienbaum.de

Lothar Lasinski

Leiter Partnervertrieb

und

Marketing, COLT

Telecom gmbH

Seit Juni ist Andreas Schöttmer (32)

neuer Key Account Manager bei Datalogic

gmbH. Zu Schöttmers Ressort

gehören in Erkenbrechtsweiler die Hand

Held Readers. Deutschlandweit betreut

er künftig Systemintegratoren, Quality

Partner und Endkunden. Vor dem Wechsel

zu Datalogic war Schöttmer als Key

Account Manager bei den Systemhäusern

P4IT und NCC gmbH tätig.

www.datalogic.de

Andreas

Schöttmer

Key Account

Manager,

Datalogic gmbH

Christoph Hasler

Account Manager,

Magirus Ag

Seit Anfang Juli 2006 betreut Christoph

Hasler als Account Manager die IBM

Business Partner in der Region Süd bei

Magirus. Hasler verfügt über langjährige

Erfahrung im IBM- wie im Distributionsumfeld

und war zuletzt als Product

Sales Spezialist für IBM bei Tech Data

Azlan tätig. Die Schwerpunkte seiner

Tätigkeit sieht Christoph Hasler in der

engen Zusammenarbeit, Beratung und

unterstützung der Business Partner bei

großprojekten, dem Auf- und Ausbau

von geschäftsbereichen sowie bei Zertifizierungen.

www.magirus.com/germany

Rüdiger gunther (41) ist neuer Deutschlandchef

von Avnet Partner Solutions

und berichtet direkt an Janos Kurel, Vice

President Avnet Partner Solutions EMEA.

Er übernimmt mit sofortiger Wirkung die

Nachfolge von Jürgen Franz, der dieses

Amt in den letzten 18 Monaten kommissarisch

inne hatte und sich jetzt wieder

seinen Aufgaben als Director Business

unit Software widmen kann.

www.ats.avnet.com

Rüdiger Gunther

Deutschlandchef,

Avnet Partner

Solutions Inc.

Hermann Klein

Country Manager

Deutschland,

Österreich und

Schweiz,

Stonesoft

germany gmbH

Hermann Klein (46) ist ab sofort der neue

Country Manager für Deutschland, Österreich

und die Schweiz bei Stonesoft.

Der finnische Spezialist für integrierte

Netzwerksicherheit und Business Continuity

hat mit Klein einen erfahrenen

Sales- und Vertriebsmann aus dem ITumfeld

an die Spitze der DACH-Region

gesetzt. Klein folgt auf Martin Birkholz

und wird die go-to-Market-Strategie von

Stonesoft weiter ausbauen.

www.stonesoft.com

Frank Blömer

Leiter SYSTEMS,

Messe München

gmbH

Frank Blömer, 39, übernimmt zur 25.

SYSTEMS (seit 1969) die Leitung der

zweitwichtigsten deutschen ITK-Messe

SYSTEMS in München. Der Wirtschaftsingenieur

verantwortet jetzt nicht nur die

geschäfte der führenden Business-to-

Business-Messe für IT, Media und Communications,

sondern ist auch für die

begleitenden Kongresse zuständig. Herr

Blömer hat über zwölf Jahre Marketing-

und Vertriebserfahrung und war sechs

Jahre Leiter Marketing und Sales und als

Mitglied des Managements tätig.

www.systems.de


WORKSHOPS KALENDER

Unternehmen Zukunft

unter dem Motto „Ein kleiner Schritt zum

Riesen-Fortschritt!“ informiert die aruba informatik,

gemeinsam mit der IBM und der

BMu gmbH aus Northeim, wie Sie die Potenziale

Ihrer iSeries-Anwendungen neu entdecken

können. Neben einem Referenzvortrag

über die Vorgehensweisen, Erfahrungen und

Ergebnisse, werden Reporting- und Controllinglösungen

vorgestellt, die Ihre bestehende

Systemlandschaft mit einbeziehen und

Ihnen auf Knopfdruck Reports, Kennzahlen

und Analysen liefern. Die Veranstaltung ist

besonders empfehlenswert für Anwender

der Lösungen DKS, Schilling, MAS90, VEDA

HR Entgelt sowie P&I LOgA/400.

Termin:

14.09.2006, IBM Deutschland, Frankfurt

aruba informatik gmbH

www.aruba-informatik.de

IBM Breakfast

Der nächste Termin ist der 26. September in

Bregenz. Weitere Termine im Web.

IBM Deutschland gmbH

www.ibm.com/de/events/breakfast

Steeb Mittelstandsforum

Das Mittelstandsforum (MiFo) der Steeb

Anwendungssysteme gmbH befasst sich in

diesem Jahr mit dem Leitgedanken „Zuhören.

Verstehen. Machen.“. Auf dem Forum

werden Steeb sowie Kunden und Partner

innovative IT-Lösungsansätze auf der grundlage

von SAP- und DCW-Lösungen vorstellen.

Die Veranstaltung findet vom 20. bis

21. September 2006 im Kongress- und Kulturzentrum

Fulda statt. Dr. Wolfgang Kemna,

geschäftsführer von Steeb, wird den

Nutzen von innovativen IT-Lösungen auch in

den Mittelpunkt seines Eröffnungsvortrages

stellen. Im Anschluss werden Anwender,

Partner und Steeb-Mitarbeiter insgesamt

35 Vorträge aus der Theorie und Praxis der

IT-Welt halten. Im Abschlussvortrag referiert

Professor Norbert gronau vom Lehrstuhl für

Wirtschaftsinformatik und Electronic government

an der universität Potsdam über

das Thema „Flexibel mit ERP-Systemen: Den

turbulenten Wandel beherrschen“. Der Vortrag

skizziert die wesentlichen ursachen für

Turbulenzen und verdeutlicht, welche Auswirkungen

diese auf die Anwendungssysteme

in unternehmen haben.

Steeb Anwendungssysteme gmbH

www.steeb.de/mifo06

Event Termin/Ort Veranstalter

Building Productions with Ensemble 04.09. – 08.09.

Darmstadt

Informator-Tag mit Sicherheitsexperten

12.09.

Hannover

Zukunft Personal 2006 13.09. – 14.09.

Köln

Workshop „unternehmen Zukunft“ 14.09.

Frankfurt/M

Wertschöpfung ohne Verschwendung

21.09. Bielefeld,

14.09. Hamburg

28.09. Zürich

Zeit ist geld - HR-Informationstagung 14.09.

Hirschberg

Caché Server-side Development 18.09. – 21.09.

Darmstadt

DMS EXPO 19.09. – 21.09.

Köln

Steeb Mittelstandsforum 2006 20.09. – 21.09.

Fulda

IIR-Forum Business Intelligence 26.09. – 28.09.

Mainz

iSeries-Anwendungen schützen

und erneuern

26.09.

Dornbirn (A)

RFID-Seminar 26.09.

München

ECR-Tag 28.09. – 29.09.

München

InterSystems gmbH

www.intersystems.de

eSeSIX Computer gmbH

www.esesix.com

spring Messe Management gmbH&Co. Kg

www.zukunft-personal.de

aruba informatik gmbH

www.aruba-informatik.de

MPDV Mikrolab gmbH

www.mpdv.de

VEDA gmbH

www.veda.net

InterSystems gmbH

www.intersystems.de

Koelnmesse gmbH

www.dms-expo.de

Steeb Anwendungssysteme gmbH

www.steeb.de

Cubeware gmbH

www.cubeware.de

PKS Software gmbH

www.pks.de

SEEBuRgER Ag

www.seeburger.de

SEEBuRgER Ag

www.seeburger.de

Mehr Termine und Veranstaltungen unter www.midrange-event.de

September - Themen

– CL-Programmierung

– Der VA RPG Crashkurs

– Das Cobol Update

– SQL mengenbasierte

Programmierung

– u.v.m.

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

9


10

MIDRANGE AKTuELL

DIE FRAGE

Mit RPg sind sehr viele, sehr gute unternehmenskritische

Applikationen entwickelt

worden, die bei den Anwendern

höchst gewinn bringend im Einsatz sind.

Das Abstimmungsergebnis zeigt

deutlich, dass viele RPG-Anwendungen,

die bei unseren Kunden im

produktiven Einsatz sind, nach wie vor

so unternehmenskritisch sind, dass

dies bei der Mehrheit der Befragten

sogar ein K.O.-Kriterium bei einer Modernisierung

ihrer Software ist. Auf

der anderen Seite ist die Bereitschaft,

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

FRAgE DES MONATS

Ist RPG ein K.O.-Kriterium bei der

Entscheidung zur Modernisierung

Ihrer Business-Software?

Wettbewerbsvorteil

auf neue Anwendungslösungen zu setzen,

bei einer beträchtlichen Anzahl

von Anwendern erkennbar. Für beide

Richtungen gibt es nachvollziehbare

Gründe.

Zum einen für RPG: Diese Anwendungen

sind oftmals über die Jahre

mitgewachsen und somit komplex und

sehr auf die unternehmensinternen

Abläufe ausgerichtet. Sie bieten daher

einen wesentlich Wettbewerbsvorteil.

Eine neue Standard-Software als Nachfolgeprodukt

kann da oftmals nicht

gleich alle geforderten Details zur Verfügung

stellen.

RPG ist seit jeher eine Programmiersprache,

mit der man relativ schnell und

einfach neue Anwendungen entwickeln

oder bestehende Anwendungen erweitern

kann. RPG wird deshalb ja auch

von der IBM weiterentwickelt und aktuell

gehalten, ich erwähne hier beispiels-


AuSWERTuNg KOMMENTAR

DAS ERGEBNIS DER KOMMENTATOR

5.152 Teilnehmer haben abgestimmt

48 % ja

weise die vereinfachte Einbindung von

RPG-Anwendungen in Web-Services sowie

die Nutzung von Free-Format SQL

in RPG-Anwendungen. Auf der anderen

Seite finden sich insbesondere Neueinsteiger

auf der System i-Plattform mit

mitgelieferten und aktuellen Software-

Lösungen sehr gut zurecht, ohne RPG

für eigene oder spezielle Entwicklungen

einsetzen zu wollen. Letztlich stehen

beiden Lagern praktisch alle Möglichkeiten

offen. ó

52 % nein

KOMMENTAR AUS DEM WEB

Die wenigsten Softwarehäuser und noch

weniger Anwenderunternehmen haben die

Resourcen, um eine selbstentwickelte Software

komplett auf einen Schlag neu zu programmieren.

Wenn man also nicht mit einer

Standardsoftware ablöst (die in den allermeisten

Fällen wiederum stark angepasst

wird...), sollte man überlegen, ob man nicht

eine Schrittweise Modernisierung vornehmen

möchte – vor allem, wenn das System

i5 nicht abgelöst werden soll. In diesem Fall

steht RPg nichts im Wege. Während man das

Frontend mit einer Lösung nach Wahl (z. B.

�������������������

Barbara Koch

Business unit Executive, System i,

IBM germany

Barbara.Koch@de.ibm.com

Java, .net Sprachen oder Tools wie Seagull

JWalk) modernisiert, können die Batchprogramme

mit der geschäftslogik zumindest

zunächst in RPg bleiben. Dafür spricht auch,

dass es heutzutage mit Hilfer von Tools, wie

z. B. XBWebservice, kein Problem darstellt

aus einem solchen Programm einen Webservice

zu erzeugen, der dann von beliebigen

anderen Services genutzt werden kann. Somit

kann eine vernünftige Modernisierung in

kleinen Schritten erfolgen, die im Alltag nicht

zu unüberwindbaren Hindernissen führt.

Markus A. Litters ó

���������������������

■ ���������

■ ���������

■ ������

■ ��������

■ �����������

■ ����������

http://www.midrange-event.de/

������������������������������������������������������������������������������������������������

����������������������������������������������������

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

11


12

MIDRANGE AKTuELL

Die Zielmärkte im Auge

Der ERP-Markt konsolidiert sich in zunehmenderem Maße. Dipl.-Betriebswirt Alfred M.

Keseberg, Geschäftsführer PSIPENTA Software Systems GmbH, nimmt Stellung zu den

Bewegungen im Markt und bezieht Position zur Ausrichtung seines Softwarehauses.

Michael Wirt: Herr Keseberg, die PSI

ist als deutscher Standard-Software-

Lieferant eine bekannte Größe. Wie

stehen Sie zu den aktuellen Marktbewegungen?

Was sind die Folgen?

Alfred M. Keseberg: Ja, Sie haben

Recht. Viele von unseren traditionellen

Mitbewerbern gibt es in Ihrer ursprünglichen

Form nicht mehr. Entweder gehören

sie heute amerikanischen Kapitalgesellschaften

an oder sind in andere

ausländische Player aufgegangen. PPS

– übrigens eine deutsche Disziplin – gibt

es „Made in germany“ nur noch von wenigen

Anbietern, u.a. von der PSI. Wir

sehen deshalb das ganze geschehen mit

einem weinenden und einem lachenden

Auge. Einerseits bedauern wir, dass

durch die Konsolidierung gute deutsche

Systeme an Marktanteilen verlieren, andererseits

ist die Konsolidierung ein Zeichen

dafür, dass der ERP-Markt langsam

erwachsen wird. Trotz weniger Anbieter,

nimmt dabei die Schärfe des Wettbewerbs

immer weiter zu.

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

Dipl.-Betriebs-

wirt Alfred M.

Keseberg

geschäftsführer

PSIPENTA

Software Systems

gmbH

TITELINTERVIEW

Michael Wirt: Starker Wettbewerb, sinkende

Lizenzerlöse und Preiskampf bei

den Beratungssätzen. Wie begegnen

Sie dieser Entwicklung?

Alfred M. Keseberg: Natürlich können

auch wir uns diesem Wettbe-

werb nicht entziehen, aber

wir haben stark gegengesteuert.

Man kann es auch

als Rückbesinnung auf alte

Stärken bezeichnen. Die PSI-

PENTA haben wir komplett

umgebaut. Heute werden

wir deshalb als ein Anbieter

wahrgenommen, der sich

von der Aufbauorganisation,

über die Produktentwicklung

bis hin zur Marktansprache

konsequent am Zielmarkt

ausrichtet – sprich, sich dem

Maschinen- und Anlagenbau

und der Automobilindustrie widmet.

Michael Wirt: Die PSIPENTA hat als

großer PPS-Anbieter das Thema Supply

Chain Management (SCM) sicher voll im

Griff. Durch die Herstellerszene geistert

aber auch eine Begrifflichkeit namens

„OpenFactory“. Worum handelt

es sich hierbei?

Alfred M. Keseberg: Ohne SCM

kein Automotive. Hier haben wir

unser Produkt-Portfolio bereits vor

Jahren ergänzt. Im unterschied zu

vielen Wettbewerbern handelt es sich

bei uns um eine im PPS-Kern integrierte

Anwendung, die alle EDI-Standards bedient.

Interessant aber ist, dass heute

eben nicht nur Automobilzulieferer, sondern

auch Varianten- und Auftragsfertiger

Einsparpotenziale in der Integration

der überbetrieblichen Auftragsabwick-

lung sehen. genau hier setzt die Initiative

„OpenFactory“ an. Analog zu den

EDI-Standards in der Automobilindustrie,

soll „OpenFactory“ hier der Standard

für den Maschinenbau werden. Als

Internet-Plattform konzipiert, ermöglicht

sie die kostengünstige Kommunikation

zwischen heterogenen Systemlandschaften

der am Wertschöpfungsprozess

beteiligten unternehmen. Selbst

Kleinstunternehmen, die nicht über ein

komplettes ERP-System verfügen, können

sich hier über ein Internet-Cockpit

in den Auftragsablauf einhängen und so

Teil der übergreifenden Supply Chain

werden. Denn auch Einzelfertiger weisen

in Zeiten harten Wettbewerbs immer

geringere Fertigungstiefen auf, was

im Zusammenspiel mit den Lieferanten

aber nicht zu Lasten der Verfügbarkeit

gehen darf. Der Koordinationsaufwand

nimmt überbetrieblich zu, gleichzeitig

sollen aber die Prozesse schneller laufen.

Wenn man so will, ist also „Open-

Factory“ so etwas wie SCM für den Maschinen-

und Anlagenbau.

„ Gerade für einen Branchenspezialisten,

wie wir es sind, ist der Dialog mit den

Anwendern von immenser Bedeutung.“

Alfred M. Keseberg,

geschäftsführer PSIPENTA Software Systems gmbH

Michael Wirt: Ist es die Funktionalität,

die heute den Unterschied macht? Oder

sind es vielmehr neue Technologien und

Programmiersprachen, die im Verkaufsgespräch

mit den Produktionsunternehmen

die größere Rolle spielen?

Alfred M. Keseberg: Wissen Sie, in

den Jahren vor der Jahrtausendwende,


PSI AG

Die PSI Ag entwickelt und integriert auf der Basis eigener

Software individuelle Lösungen für das Management

großer Netze (Elektrizität, gas, Öl, Telekommunikation,

Verkehr), unternehmensübergreifendes Produktionsmanagement

(Stahl, Chemie, Maschinenbau, Automotive, Logistik)

sowie Informationsmanagement für Behörden und

Dienstleister. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt

1.050 Mitarbeiter.

wo die Technologie im Mittelpunkt des

Interesses stand, war die Zeit, wo wir

Software-Hersteller – uns nicht ausgeschlossen

– unsere glaubwürdigkeit

etwas einbüßten. Vor lauter Bits und

Bytes hatte man den Kundennutzen aus

den Augen verloren. Natürlich macht die

Funktionalität die Musik. Die Kunden

brauchen Lösungen – nicht

nur Technologie. Jede Investitionsentscheidung

– gerade

auch vom Mittelstand – wird

heute hinsichtlich ihrer Nutzenpotenzialedurchgerechnet.

Alle Anwendungen zeichnen

sich durch eine offene

Systemarchitektur aus und

verfügen über ein ergonomisches

Browser-Interface – damit aber

genug der Technologie. Viel entscheidender

ist, welche neuen Funktionen in

den Standard überführt werden, welche

Mehrwerte sie bieten und ob individuelle

Anpassungen auch Release-fähig sind.

Machen wir uns doch nichts vor: Jedes

Kundensystem sieht doch heute anders

aus, selbst wenn man ausschließlich auf

Standard-Software setzt. gerade für einen

Branchenspezialisten, wie wir es

sind, ist deshalb der Dialog mit den Anwendern

von immenser Bedeutung. Die

aktuelle Version von PSIpenta.com ist

beispielsweise eine solche Koproduktion

mit den Kunden. Multisite-Zentralbereiche,

Workflow-Management oder Anwendungsgebiete

wie Kuppelproduktion

und Chargenverfolgung sind in Workshops

mit der user-group erarbeitet

worden. Das sichert den Zusatznutzen

und sorgt für langjährige geschäftsbeziehungen.

Einige unserer Kunden enga-

gieren sich in diesen gremien

schon seit 20 Jahren.

Michael Wirt: Welche Plattformen

bedienen Sie mit

dem ERP-Standard PSIpenta.com

7?

Alfred M. Keseberg: Wir

sind traditionell stark auf

der „AS/400“ mit DB2 oder

„System i“, wie man heute

sagt. Diese Plattform ist insbesondere

in der Automobilbranche weit verbreitet

und ist immer noch ein Benchmark in Sachen

Sicherheit und Stabilität, also deshalb

für uns auch strategisch. In unserer

Kundenklientel weit verbreitet sind zudem

die verschiedensten uNIX-Derivate

mit Oracle als Datenbank, wobei Linux in

„ Durch die zunehmende Verlagerung

der Fertigungs- und Logistikverantwortung

auf die Lieferanten steigen

die Anforderungen an die

IT-Infrastruktur.“

Alfred M. Keseberg,

geschäftsführer PSIPENTA Software Systems gmbH

unseren Zielmärkten noch eine untergeordnete

Rolle spielt, was vielleicht auch

mit unseren Installationsgrößen zu tun

haben könnte. Windows 2003 und XP

sind natürlich auch dabei.

Michael Wirt: Über Manufacturing Execution

Systeme (MES) wird aktuell viel

diskutiert. Ersetzen diese zukünftig Produktionsplanungssysteme

(PPS)?

Alfred M. Keseberg: Auf keinen Fall,

aber die Diskussion zeigt, dass wir uns

in Deutschland endlich wieder mit den

Produktionsprozessen auseinander

setzen. Schließlich entstehen hier die

Werte. MES beschäftigt sich mit der

Durchsetzungsebene; Anwendungen

wie Leitstände, Maschinendaten-, Betriebsdaten-

und Personalzeiterfassung,

Zutrittskontrolle usw. fallen in diesen

Bereich. Dabei geht es um die grob- bis

Feinplanung der Aufträge – und zwar gegen

endliche Kapazität. Es ist also vielmehr

eine Ergänzung der klassischen

Produktionsplanungssysteme und ein

wenig auch ein Philosophiewechsel. Die

PSI ist in der glücklichen Lage, diese fertigungsnahen

Anwendungen aus einer

Hand liefern zu können, wobei die MES-

Komponenten nicht zwingend ein PPS-

System aus dem Hause PSI erfordern,

sondern auch in Kombination mit anderen

ERP-Lösungen gut funktionieren.

Sie sehen, wir fühlen uns als Software-

Hersteller auch dem Fertigungsstandort

Deutschland ein wenig verpflichtet.

Michael Wirt: Alle reden vom verhaltenen

Aufschwung. Wie schätzen Sie

die gesamtwirtschaftliche Lage im

Herstellungsbereich auf Grund Ihrer

laufenden Projekte bzw. anstehenden

Aufträge ein?

Alfred M. Keseberg: Die gesamtwirtschaftliche

Lage ist ohne Zweifel positiv.

Was aber unsere Zielmärkte Automotive

und Maschinen- und Anlagenbau betrifft,

so muss man die aktuelle Entwicklung

differenzierter betrachten. gewiss,

im Maschinen- und Anlagenbau sind wir

Exportweltmeister und nicht nur „Meister

der Herzen“, aber betrachtet man die

unterbranchen ganz genau, so geht es

nur bestimmten Playern so richtig gut.

Aber genug gejammert. Weshalb wirklich

nur von einem verhaltenen Aufschwung

die Rede sein kann, ist vielmehr das

„Nachhinken“ der IT-Investitionen, denn

in der Regel ist es so, dass bei vollen

Auftragsbüchern die Schwächen in den

Prozessen bemerkt und dann erst im

Anschluss behoben werden. Anders ist

es in der OEM-getriebenen Zulieferbranche.

Hier diktiert der Hersteller. Durch

die Verlagerung der Fertigungs- und Logistikverantwortung

auf die Lieferanten

steigen die Anforderungen an die IT-Infrastruktur.

Denn die Wettbewerbsfähigkeit

eines Zulieferers definiert sich über

seine Verlässlichkeit in der automotiven

Wertschöpfungskette. Kosten, Verfügbarkeit

und Prozessgeschwindigkeit sind

hier die Treiber. ó

PSIPENTA Software Systems gmbH, Berlin

www.psipenta.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

1


1

MIDRANGE AKTuELL

IBM investiert in die Ausbildung an Schulen und Universitäten

IBM Academic Initiative

Nach der positiven Resonanz an der FU Berlin und der Universität Jena wird die letztjährig

gestartete Initiative derzeit auf den Sektor Berufsausbildung ausgeweitet. Im Juli fanden an

drei EDV-Fachschulen i5/OS Administrations-Workshops statt.

Vom 17. bis 21.

2006 Juli lief

ein solcher Workshop

an den EDV-

Schulen Wiesau und

Plattling; er fand seinen

Abschluss mit

einer Zertifizierung

zum „Administrator

for i5 Professional“

(AS43).

Dr. Wolfgang Rother,

Skill Program

Manager bei IBM

Deutschland unter

anderem auch für

die „IBM Academic

Initiative“ im System i-umfeld tätig,

über Ziele und Erfolge der Initiative.

Michael Wirt: Wie sieht die Unterstützung

der IBM in dieser akademischen

Initiative aus?

Dr. Wolfgang Rother: Wir unterstützen

die Fachschulen hauptsächlich bei

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

Über 100 neue, zertifizierte Spezialisten für System i von den EDV-Schulen Wiesau.

der Ausbildung der Lehrer und in der

Beschaffung von Hardware, wobei wir

auch zum Teil auf bei der IBM ausgemusterte

geräte zurückgreifen. So bekam

die EDV-Schule in Plattling z. B. eine

gebrauchte 825 mit 6 aktiven Power4-

Prozessoren, mit der man noch sehr gut

arbeiten kann.

Michael Wirt: Welche Schulen und Absolventen

adressieren Sie?

Dr. Wolfgang Rother: Nach dem Pilotprojekt

in Bayern sollte es nun in anderen

Bundesländern wie Baden-Württemberg,

Rheinland-Pfalz usw. weiter gehen. Einige

Ideen sind schon in den gesprächen

mit den Dozenten entstanden, die die


AUSBILDUNGSINITIATIVE

Barbara Koch, Business unit Executive System

i, resümiert: „Wir benötigen engagierte

Nachwuchskräfte, die die geschätzten

640.000 Spezialisten mit System i- und

AS/400-Fachwissen in den IT-Abteilungen

unterschiedlichster Betriebe in Westeuropa

unterstützen. Im Hinblick auf eine verbesserte

Arbeitsplatzsicherung deuten Ergebnisse

der Studien zur System i-Kundenzufriedenheit

auf erhöhte Zukunftschancen durch

Zusatzqualifikation. Allein in Deutschland

sind zirka 10.000 Betriebe Nutzer der System

i-Computerplattform.“

Dr. Hermann Körner, stellvertretender Schulleiter

der EDV-Schulen Wiesau, bestätigt: „In

der Oberpfalz und in Oberfranken mit seiner

vorwiegend mittelständischen Betriebsstruktur

ist die System i-Dichte sehr hoch, entsprechend

groß ist auch die Nachfrage nach

Fachkräften.“

„Für mich hat sich die Zusatz-Ausbildung

mehr als gelohnt“, stellt Denis Kohl, Student

der Fu Berlin fest. „Mit den erworbenen Systemkenntnissen

und Kontakten bin ich mittlerweile

beim IBM Business Partner MB EDV

Systeme als System Engineer tätig.“

Veranstaltung in Wiesau mitgestaltet haben.

Wir denken dabei an weitere EDV-

Schulen, die auch IBM System i schulen.

Für das universitätsprogramm gibt es

eine Roadmap bis Sommer 2007. Aber

das ist eine komplett andere Zielgruppe.

Ich denke, dass der Mittelstand eher Absolventen

der EDV-Schulen und nicht der

universitäten sucht, die überwiegend in

den Bereichen Programmierung und Administration

eingesetzt werden sollen.

Michael Wirt: Wie unterstützen die

Partner der IBM die Initiative?

Dr. Wolfgang Rother: Was die Partner

der IBM angeht, so ist hier in Wiesau

die PROFI Engineering Systems Ag als

Mitglied des hiesigen Fördervereins na-

EDV-SCHULEN WIESAU

Ausbildung zum/zur

ó Informatikkaufmann/frau

ó Fachinformatiker/in

(Anwendungsentwicklung)

Fortbildung zum/zur

ó staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker/in

www.edv-schulen-wiesau.de

1

türlich sehr stark vertreten. Weiterhin

versuchen wir über Common und Business

Partner Kontakte zu mittelständischen

Firmen zu bekommen, um so

auf die in der Nähe liegenden Schulen

aufmerksam zu machen. Dadurch erhalten

wir z. B. im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe

„IBM Breakfast Briefing“

regelmäßig Personalanfragen und geben

diese an Schulen und Studenten weiter.

Die Verbindungen der Partner zu ihren

ehemaligen Lehreinrichtungen helfen

uns auch sehr, weitere Schulen und

universitäten für unser Programm zu

aktivieren. Auf diesem Weg bin ich beispielsweise

mit der uni Dortmund und

der Fachhochschule Mönchengladbach

in Kontakt gekommen, wobei die Lehrveranstaltung

dort voraussichtlich im

Sommersemester 2007 stattfinden wird.

Des Weiteren denke ich, dass man auch

durchaus kleinere Projekte mit Partnern

an Schulen durchführen kann. Da stelle

ich mir z. B. Workshops vor, die das Sys-

Dr. Wolfgang

Rother

Skill Program

Manager, IBM

Deutschland

tem i und dessen Möglichkeiten grundsätzlich

erklären oder auch eine Form

von ‚Nachbetreuung‘ an Einrichtungen,

wo wir schon aktiv sind. und Schulungen,

wie hier in Wiesau, sind ohne

sich für System i engagierende Partner

nicht durchführbar. Immerhin werden

hier im Moment zeitgleich 150 Schüler

und Lehrer in 7 Kursen ausgebildet.

An dieser Stelle meinen Dank an

die Dozenten Rolf Dietze, Denis Kohl,

Axel Lachmann, Holger Scherer, Klaus

Schurbaum, Hermann Wagner und Jörg

Zeig, die sich eine Woche für diese Administratorschulungen

Zeit genommen

haben. ó

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

1


16

MIDRANGE AKTuELL

K+H Software hat seine Software auf Java portiert

Java in der FiBu

Die K+H Software ist bekannt als Spezialist im Bereich Rechnungswesen in Verbindung

mit der IBM iSeries. Mit der nun auch Java-basierten Anwendungsfamilie stellt die K+H eine

neue Generation der Rechnungswesen-Lösung zur Verfügung. Arne Claßen, Komplementär

der K+H Software Kantioler KG, kommentiert dieses Vorgehen.

Michael Wirt: Wie positioniert sich die

K+H Software nun?

Arne Claßen: unverändert als Spezialist

im Rechnungswesen – mit dem

unterschied, dass wir dies mit der Java-

Entwicklung nicht mehr ausschließlich

auf die IBM Hardware-Plattform eingrenzen.

Wir wollen und werden unsere

Kernkompetenz nicht verlassen. Im

Rechnungswesen sind wir seit über 20

Jahren zu Hause und dieses Wissen und

Know-how, in neue Technologien zu portieren,

um Mehrwert für die Anwender

zu schaffen, war und ist das Ziel, das wir

mit dieser Entwicklung sehr erfolgreich

verfolgen. und mit dieser Entwicklung

entscheidet unser Kunde bzw. der Neukunde,

mit welcher Hardware er arbeitet.

Michael Wirt: Welche Auswirkungen

hat die Java-Entwicklung auf Ihre Bestandskunden?

Arne Claßen: Wenn der Kunde gefallen

an seinem Partner im Rechnungswesen

der K+H Software findet und die Plattform

wechseln möchte, kann er mittels

der Java-Anwendung weiterhin mit uns

rechnen. In der Vergangenheit konnten

wir bei der kundenseitig gefallenen Entscheidung,

die Plattform zu wechseln

oder eine IBM Hardware in anderer Konfiguration

einzusetzen, nicht mehr als

Lösungsanbieter aufwarten. Dies gehört

mit der Java-Anwendung der Vergangenheit

an. Darüber hinaus bietet die Javabasierte

Anwendungsentwicklung einen

Investitionsschutz für unsere Bestandskunden.

Wir sind davon überzeugt, dass

die Java Entwicklung für unsere Bestandskunden

nur Vorteile bietet.

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

Michael Wirt: Wie geht K+H Software

mit Gesetzesänderungen um?

Arne Claßen: Wir verfolgen in der Programmierung

bzw. in der Erstellung der

Anwendung immer das Ziel, einen sehr

hohen grad an Parametrisierbarkeit

zu gewährleisten. Dies zum einen, um

schnell und einfach die unterschiedlichen

Anforderungen seitens der Anwender

und deren unterschiedlicher Branchenschwerpunkte

zu gewährleisten, und

zum anderen, um dem Anwender einen

hohen grad an Flexibilität zur Verfügung

zu stellen. Diese Philosophie lässt uns

bzw. unsere Anwender in der Regel den

gesetzesänderungen – wie z. B. der Erhöhung

der Mehrwert-/umsatzsteuer oder

der Einführung oder Abschaffung von

Abschreibe-Richtlinien – gelassen entgegensehen.

Bei gesetzesvorgaben, wie

sie im Falle der gDPdu-Anforderungen

definiert wurden, ist es natürlich nicht

mehr mit einem veränderten Parametereintrag

getan. Hier galt es im Sinne der

gesetzgebung – insbesondere auch unter

Berücksichtigung der Anwenderwünsche

und deren Lösungsansätzen – den

Vorgaben gerecht zu werden. Hier präferieren

wir das Vorgehen zur Realisierung

in zwei Schritten: zum einen den gesetzestext

aus Lösungssicht zu betrachten

sowie dabei natürlich die vorhandene

Funktionalität der Anwendung dagegen

zu stellen. Als zweiter Schritt wird das

Delta sowie ein Realisierungsweg erarbeitet

und den Kunden vorgestellt.

Michael Wirt: Wie wichtig sind die Integration

zu Archiv-Systemen oder anderen

Anwendungsbereichen?

Arne Claßen: Als Spezialist im Rechnungswesen

sind und bleiben wir ein

– wenn man so will – Insel-Lösungsanbieter

im Vergleich zu den ERP-Häusern.

Dies bedingt, dass wir hinsichtlich der

Anbindungsmöglichkeiten und Varianten

sehr flexibel sein müssen und sind. So

haben wir, um beim Beispiel der Archiv-

Anbindung zu bleiben, eine einheitliche

Funktion für den direkten Belegaufruf

aus den Rechnungswesen-Anwendungen

heraus geschaffen.

Michael Wirt: Wie sehen Sie die Marktpositionierung

der K+H Software in der

Zukunft?

Arne Claßen: Wir sehen der Zukunft

sehr positiv entgegen. Der Markt hat

sich konsolidiert und wir sind daraus

gestärkt hervorgegangen. Es haben

sich Partnerschaften entwickelt, die in

ihrer Ausprägung die Kernkompetenzen

der K+H optimal ergänzen und die das

Marktumfeld, in dem wir arbeiten, eindeutig

ausdehnen. Wir werden unserem

Slogan, Partner im Rechnungswesen

zu sein, auch in Zukunft treu bleiben

und damit unsere Marktposition weiter

stärken. Roswitha Habersetzer ó

CLICK TO

www.midrange.de

Den vollständigen Artikel finden Sie in

unserer aktuellen Online-Ausgabe.

K+H Software Kantioler Kg, germering

www.kh-software.de


MESSE AKTuELL DMS

Umfassende Informationen zu Digital Management Solutions

DMS 2006

Zur DMS EXPO lädt Koelnmesse erstmals auf das neue

Kölner Messegelände (Halle 8) vom 19. bis 21. September 2006 ein.

Goldsponsor ist in diesem Jahr erneut

die IBM. Der Soft- und Hardware-Spezialist

zählt seit Jahren zu

den erfolgreichen Ausstellern der DMS

EXPO. Sein Programm wird darüber

hinaus von verschiedenen Herstellern

und Systemhäusern mit weiteren Digital

Management Solutions und Erweiterungen

ergänzt – rund um IBM-Systeme.

Die UDIT GmbH stellt auf dem

IBM-Partnerstand (C030) Lösungen im

Bereich Content Management und Prozess-Optimierung

auf der System i und

Windows-Plattform vor. Die Integration

eigener Produkte – wie den Meta Data

Manager oder ZRA+ oder IBM Standard

Software wie CommonStore und

Content Manager OnDemand – optimiert

viele Prozesse im Unternehmen.

Das Produkt ZRA+ ist ein auf System

i basierender Workflow, der sowohl

im klassischen Green Screen als auch

SOA-konform als Web-Service-basierende

Browser-Anwendung eingesetzt

wird.

Ebenfalls auf dem IBM-Partnerstand

stellt die Gräbert Software+Engineering

GmbH ArchivPlus für IBM System i vor.

Das Dokumenten-Management-System

umfasst Module zum Scannen, Module

für die automatisierte Bearbeitung von

Eingangsrechnungen, für den elektronischen

Workflow sowie die Archivierung

unterschiedlicher Dokumente

– wie beispielsweise e-Mails, Listen

oder auch Belege aus ERP-Systemen.

Weiterer Ausstellungsschwerpunkt ist

die neue Version 8.1 der Messaging-

Lösung eComPlus, die besonders für

e-Billing geeignet ist.

Mit InfoStore DMS iSeries bietet

die Solitas Informatik AG eine elektronische

Archivierungslösung und Dokumentenverwaltung

mit Anbindung an

die IBM iSeries/System i5 (Stand I068)

an. Das System verfügt über alle Funktionen

für eine integrierte Speicherung

und Abfrage unterschiedlicher Dokumente,

Formate und Belege. Auch Lösungen

für die digitale Signatur und die

Erzeugung von Standalone-Archiven

auf CD/DVD (z. B. für Steuerbehörden)

sind standardmäßig in InfoStore DMS

iSeries enthalten.

Lösungen für den Mittelstand bietet

die DocuWare AG mit der neuen

Version der gleichnamigen Software

(Stand F091). So unterstützt DocuWare

5 mit serviceorientierter Architektur

(SOA) bereits im Standard alle Formen

der elektronischen Signatur. Darüber

hinaus steht den Anwendern der komplette

Funktionsumfang des DMS auch

offline zur Verfügung. Durch eine Synchronisation

mit dem zentralen Dokumenten-Pool

– wie beispielsweise der

iSeries – können sie die neuen oder

geänderten Dokumente anschließend

wieder in das DMS speichern. Die Unterlagen

werden automatisch wieder in

den Workflow eingebunden.

Mehr zum Thema Rechnungslegung

erfahren die DMS-Besucher auf dem

Stand der Invaris (Stand A004). Durch

die ausgeprägten Multi-Channel-Fähigkeiten

können alle aus iSeries-Daten

aufbereiteten Dokumente sowohl für

Farbdrucksysteme als auch für die digital

signierte, elektronische Rechnungslegung

einheitlich erstellt werden. Dabei

sorgt die Integration des IBM Con-

tent Managers für die automatisierte

Archivierung dieser Dokumente.

Fit für die Langzeitarchivierung

werden geschäftsrelevante Dokumente

mit den Lösungen der PDFlib GmbH.

Auf der DMS EXPO zeigt die PDFlib

GmbH vor allem die Archivierung nach

dem ISO-Standard PDF/A und die Text-

Recherche in PDF-Daten. Die Anwendungen

können in die Plattformen der

iSeries und zSeries von IBM intergriert

werden.

Mit der speziell auf die Bedürfnisse

der Versicherungsbranche zugeschnittenen

ECM-Plattform Braintribe

CSP Insurance präsentiert sich enalog

(Stand J031). Hierbei liegt der Schwerpunkt

auf dem serviceorientierten

Lösungsansatz (SOA) des Braintribe

CSP Frameworks. Gleichzeitig erhalten

Interessenten auf dem Stand einen

Überblick über die neue Braintribe

DMS Software und die Lösungen zum

Business Process Management in den

Bereichen Rechnungs- und Bestellwesen

sowie Personalverwaltung. Die enalog-Plattform

bietet Anbindungen an

IBM-Systeme. ó

DMS EXPO

19. bis 21. September 2006

Halle 8, Koelnmesse GmbH

Veranstalter: Koelnmesse gmbH

Der Besuch der Messe ist nach vorheriger

Registrierung im Internet kostenfrei.

www.dmsexpo.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

1


1

SCHWERPUNKT

SUMMARY

Wichtige Informationen und Dokumente müssen

in die elektronischen Geschäftsprozesse eines

Unternehmens eingebunden werden. Dazu bedarf

es integrierter DMS-Systeme.

Nur sorgfältig geplante und professionell

umgesetzte Projekte

stellen auch den wirtschaftlichen und

organisatorischen Erfolg einer Lösung

sicher. Die Dynamik der Märkte erfordert

effiziente Strukturen in der Auftragsbearbeitung,

um das volle Potenzial

des Unternehmens auszuschöpfen.

Darüber hinaus erhöhen verbesserte

Prozesse den Nutzen, den Unternehmen

ihren Kunden anbieten: Kürzere

Warte-, Durchlauf- und Lieferzeiten sowie

sichere Liefertermine erhöhen die

Kundenbindung. Die Maximierung des

Kundenservices und der Flexibilität

stellen wesentliche Unterscheidungsmerkmale

dar und sichern wichtige

Wettbewerbsvorteile. Um diese effizi-

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

DOKuMENTENMANAgEMENT

Automatisierte Belegerkennung und -verarbeitung

Integrierte Intelligenz

Intelligente Lösungen für die automatisierte Rechnungs- und Dokumentenverarbeitung helfen

Unternehmen, Bearbeitungszeiten zu verkürzen, Arbeitsaufwände zu minimieren und ihre

Geschäftsprozesse zukunftsorientiert zu gestalten.

enten Strukturen aufzubauen, müssen

die bestehenden Reibungsverluste in

den verschiedenen Geschäftsabläufen

auf ein Minimum reduziert werden.

Dabei gilt es insbesondere, die heute

noch existierenden Medienbrüche und

Lücken in der Auftragsbearbeitung zu

schließen. Denn das Überwinden von

Medienbrüchen und das Automatisieren

von Bearbeitungsschritten sind die

Schlüsselpotenziale für Optimierung,

Kostensenkung und Einsparungen.

Rechnungsverarbeitung

leicht gemacht

Überall, wo sehr viele Rechnungen eingehen,

erfasst und verarbeitet werden,

hat man es trotz EDI und Internet noch

immer mit Bergen von Papierdokumenten

zu tun, die sich eigentlich nur

in einem gleichen: Sie müssen bezahlt

werden. Dazu müssen alle abrechnungsrelevanten

Daten vom Papier in

die IT übertragen werden. Dieser Prozess

ist langwierig, fehleranfällig und

kostenintensiv. Oft ist eine nachgelagerte

Prüfung der Eingaben zusätzlich

notwendig, aber enorm zeit- und personalintensiv.

Um diese Arbeitsprozesse zu optimieren,

werden in vielen Branchen

– wie z. B. in Banken und Sparkassen

– durch den Einsatz moderner Schriftenlesung

bei der Verarbeitung großer

Belegmengen schon seit Jahren hohe

Produktivitätssteigerungen erzielt. Im

Foto: Suzanne Tucker - FOTOLIA


Fall der Rechnungsverarbeitung ist die

automatische Erkennung aber deutlich

anspruchsvoller: Jeder Lieferant hat

seine eigene Rechnung, was Design

und Struktur betrifft. Damit kann von

Formularen im eigentlichen Sinne, also

von papiergebundenen Informationen

in einem festen Layout, keine Rede sein.

Vielmehr handelt es sich um teilstrukturierte

Dokumente, die neben immer

wiederkehrenden festen Kopfdaten

auch viele in der Position variable Daten

aufweisen.

Um bei dieser Variantenvielfalt die

Arbeitsabläufe zu optimieren, kommen

Software-Lösungen zur Freiformerkennung

zum Einsatz. Durch die

vollautomatische Erkennung von elektronischen

und papierbasierten Aufträgen

und Bestellungen „aus dem Stand“,

d. h., ohne dass unterschiedliche Belege

dem System vorab bekannt sein müssen,

wird die Projektvorlaufzeit deutlich

verkürzt. Die Erkennungslösung

erkennt und prüft

– ohne vorherigen

Design- oder Einpf

legeaufwand

– alle bestellrelevanten

Daten und

stellt diese dem

Auf tragser fassungssystem

zur

Verfügung.

Das Ergebnis

Die Daten der

Eingangsrechnungen – wie Datum,

Lieferant, Art des Dokuments, Beträge,

Artikelpositionen und Zahlungsbedingungen

– werden automatisch extrahiert,

kontrolliert und weiterverarbeitet.

Die Software ermöglicht die Extraktion

von Informationen aus beliebigen

Dokumenten und gewährleistet dabei

die gleiche Verarbeitungsgeschwindigkeit,

Zuverlässigkeit und Qualität,

wie man sie bisher nur bei der Formu-

Integrierte Lösungen zur automatisierten Eingangsrechnungsverarbeitung

larerkennung kannte. Dabei spielt es

keine Rolle, welche Form oder Größe

die Dokumente haben, ob sie ein- oder

mehrseitig oder auch auf der Rückseite

bedruckt sind. Alle relevanten Daten

werden sicher erkannt. ó

S4P solutions for partners ag, Ettlingen

www.sforp.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

19


20

SCHWERPUNKT

Aus einhundert Jahre alten, kolorierten

DIN-A0-Plänen werden bei

den Stadtwerken Bad Kreuznach

jetzt handliche Dateien.

Gebäudepläne und technische

Zeichnungen, deren Entstehungen

teilweise bis Anfang des 20. Jahrhunderts

zurückreichen, gibt es in fast

allen Stadtwerken und Gemeindeverwaltungen.

Doch diese alten Unterlagen

sind anfällig für einen Totalverlust:

Vom Gebrauch werden sie mit der Zeit

immer schlechter und auch der Zeitaufwand

beim Suchen und Sichten von Papierplänen

ist hoch. Eine Lösung dafür

ist die Digitalisierung.

Bei den Stadtwerken Bad Kreuznach

hat daher jetzt ein auf zwei Jahre angelegtes

Konversionsprojekt begonnen,

innerhalb dessen rund 1.000 Aktenordner

mit Schriftgut und Plänen bis

zur Größe DINA0 samt der technischen

Anlagen digitalisiert und im elektronischen

Archiv zur Verfügung gestellt

werden.

Farbscanner und Kompressionstechnologie

Dank einer Integration der Océ-Technologie

in die DMS-Benutzeroberfläche

werden die Pläne direkt aus dem Scan-

System in Tinca Enterprise importiert,

mit der integrierten LuraTech-Engine

entsprechend komprimiert und in den

Tinca Enterprise Marketplace eingestellt.

Außerdem werden sie in einem

definierten Austauschbereich für ein-

oder ausgehende Dokumente, wo sie

zu einem Dokument zusammengeführt

werden, manuell indiziert und

archiviert. Aus dem farbigen Plan einer

Wohnanlage (in Originalgröße 91 x 169

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

DOKuMENTENMANAgEMENT

Die gescannte „Lebensakte“

DIN A0 auf 400 KB

cm, aus der nach dem Scannen ein 126

MB großes TIF-Format wird) entsteht

damit nach der LuraTech-Komprimierung

eine rund 400 KB kleine Datei im

JPM-Format, die nicht nur wenig Platz

im Archiv beansprucht, sondern auch

bequem per eMail versendet werden

����������������

������������������������

������������� � ��

�����������

������������������

������� � ��

��������������������������

�����������������������

����������������������������������

����������������

��������������������

kann. Ein externer Empfänger benötigt

einen Viewer zur Visualisierung des

JPM-Formats sowie entsprechende Ausgabegeräte

(Drucker/Plotter).

Frank Zscheile ó

DMSFACTORY gmbH, Rödermark

www.dmsfactory.com

DMS-Systeme sorgen für

Perfekte Sym

Immer mehr Unternehmen sind

dazu übergegangen, ihre Geschäftsprozesse

zu digitalisieren,

Dokumente digital zu handhaben

und zu archivieren.

Hersteller elektronischer Archivsysteme

oder DMS-Software boten

daher schon sehr früh Schnittstellen zu

den gängigen Warenwirtschafts- und

ERP-Lösungen an. Sie legten damit den

Grundstein für eine gemeinsame Evolution

beider Systeme, die heutzutage

unter Oberbegriffen wie ECM (= Enterprise

Content Management) oder ECI (=

Enterprise Content Integration) ihren

vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

Dynamik und Wandel

Anreize für diese Evolution kamen einerseits

durch zahlreiche Gesetze und

Regulierungen – wie zum Beispiel

den GDPdU-Richtlinien, Basel II und

EuroSOX. Die Berichts- und Dokumentationspflicht

von Transaktionen ist

anspruchsvoller als noch vor wenigen

Jahren, und die Erfüllung der Anforderungen

an die Revisionssicherheit elektronischer

Dokumente ist ohne ein modernes

Dokumentenmanagement- und

Archivsystem ebenso wenig denkbar

wie das Records-Management – also

die Verwaltung aufbewahrungspflichtiger

und aufbewahrungswürdiger Unterlagen,

Dokumente und Inhalte.

Andere Impulse entstanden aus der

Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung

selber, denn die Geschäftswelt

hat sich gewandelt und ist komplexer

geworden. Zunehmende Globalisierung

und die Nutzung des Internets für Geschäftsprozesse

und Kommunikation

haben zu einer erheblichen Zunahme


mehr Transparenz

biose

des Dokumentenaufkommens geführt

– bei gleichzeitig stärkerer Verteilung

auf unterschiedliche Unternehmensstandorte.

Mehr Transparenz

Am Beispiel der Automotive-Branche

wird deutlich, vor welchen Herausforderungen

sich die Unternehmen

heute gestellt sehen und welchen Beitrag

ECM-/ ECI-Systeme bei ihrer Bewältigung

leisten können. Typisch für

diese Branche ist beispielsweise eine

Vielzahl von Lieferanten – und damit

auch ein entsprechend hohes Rechnungsaufkommen.

ECM-/ECI-Systeme

leisten hier wertvolle Unterstützung

für die zentrale Unternehmensanwendung.

Sie erfassen, verwalten und archivieren

nicht nur alle eingehenden,

neu erstellten und im Unternehmen

vorhandenen Dokumente und Informationen,

vielmehr können sie auch deren

Inhalte auslesen und dem ERP-System

zur Verfügung stellen.

ECM und ECI vereint

Kein Wunder also, dass sich zahlreiche

IT-Anbieter aus dem klassischen Dokumentenmanagement-,

aber auch aus

dem Storage-Bereich zurzeit unter dem

Thema Enterprise Content Management

positionieren. Zum Beispiel setzt

der Wiener Systemintegrator enalog bei

seinen Projekten auf Software aus dem

Hause Braintribe und erbringt über das

Tochterunternehmen Scanpoint Digitalisierungsdienstleistungen

für den exklusiven

Partner indatex.

Nicole Körber ó

enalog business solutions gmbH

www.enalog.com

Kommentar zu DMS auf System i

Integrierter Server

System i ist der Anwendungsserver

der Wahl für Unternehmen,

die „das integrierte Design,

die Zuverlässigkeit, die strikte

Sicherheit zu schätzen wissen“.

(Gartner RAS Core Research Note vom 10. April 2006)

Sie können mit System i die Vorteile

der integrierten Plattform umfassend

nutzen: Archiv- und Dokumentenmanagement-Funktionen

lassen sich

nahtlos in die Business-Applikationen

integrieren; es steht eine umfangreiche

integrierte Unterstützung zur automatischen

Archivierung von iSeriestypischen

IPDS- und AFP-Druckdaten

(Spoolfiles) zur Verfügung; die User-

Verwaltung der iSeries wird übernommen

und muss nicht separat aufgebaut

werden. Eine weitere Erfahrung wird

von den Anwendern einer nativ für die

iSeries programmierten DMS-Lösung

immer wieder hervorgehoben: Das Archiv

hat einen „small footprint“, es benötigt

wenig Ressourcen und ist gleichzeitig

äußerst performant.

Der Integration in die iSeries auf

Server-Seite muss auf Client-Ebene

die vollständige Integration in die hier

bevorzugten Windows- und Web-Frontends

entsprechen. Das heißt: Die Retrieval-,

Viewing-, Scanning- und Workflow-Funktionen

müssen sich optimal

in die jeweilige Umgebung einpassen.

Bezüglich der weiteren Entwicklung

von DMS-Lösungen auf der iSeries

gelten die Anforderungen, die

allgemein an Lösungen für Enterprise

Content Management (ECM) zu stellen

sind. Sie müssen dem gerecht werden,

was wir die drei großen „Cs“ nennen:

Consolidation, Collaboration und Compliance.

Consolidation bedeutet, die

Franz Wiesholler

Mitglied des Vorstands

der SoftM Ag und

geschäftsführer der

Solitas Informatik Ag

Systemvielfalt zu reduzieren, wozu in

einer iSeries-Umgebung ein natives

System einen optimalen Beitrag leisten

kann. Bei Collaboration geht es um die

Zusammenarbeit mit anderen Applikationen.

Hier ist integrierter Workflow

gefordert. In punkto Compliance sind

u. a. die wachsenden gesetzlichen Anforderungen

an die Dokumentenverwaltung

und -archivierung – auch von

eMails – zu erfüllen. ó

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

21


22

SCHWERPUNKT

Compliance: Wie minimiere ich juristische Risiken?

Effiziente Langzeitarchivierung

Enterprise Content Management ist die Antwort der IBM auf die explosionsartig ansteigende

Zahl digitaler Informationen.

Die meisten Geschäftsabläufe erfolgen

heutzutage über Prozesse und

Lösungen, die auf Intranet, Extranet

und Internet basieren. Zahllose Anwendungen,

aus denen sich die Front- und

Back-Office-Operationen eines Unter-

nehmens zusammensetzen, erfordern

unterschiedlichste Informationen – einschließlich

strukturierter und unstrukturierter

Inhalte. Ihr Unternehmen

benötigt eine Reihe einheitlicher Services,

um den größtmöglichen Nutzen

aus diesen Informationen zu ziehen.

Beispielsweise sind bekannte Attribute

des Datenmanagements wie die Transaktions-

und die referenzielle Integrität

ebenso wichtig für Content-Repository-Services

wie für relationale Datenbank-Services.

Außerdem sind neue

Navigationsmodelle wie XPath und

XQuery genauso wertvoll für die Abfrage

von strukturierten Daten wie für semi-strukturierte

XML-Dokumente. Das

IBM Content Manager-Portfolio stellt

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

DOKuMENTENMANAgEMENT

die Grundlage für strategische Content-

Management-Services zur Verfügung.

Der Content Manager bietet eine Infrastruktur

zur Integration von Geschäftsprozessen

mit allen Arten von Datenbeständen.

Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt

in einer Zeit,

in der sich das

e-Business gerade

zu einem Modell

für Web-Services

entwickelt.

Der IBM Content

Manager stellt

auch Repository-Services

be-

reit, die sich auf

das Lifecycle-

Management be-

ziehen, d. h. auf

Services zur Verwaltung

von Dateninhaltenwährend

der gesamten Lebensdauer – wie

Erfassung, Speicherung, Organisation,

Weiterleitung, Archivierung und geplante

Vernichtung.

Enterprise Content Management

Speziell im Bereich der eMail- und ERP-

Daten-Verwaltung besteht Handlungsbedarf,

da es hier aufgrund gesetzlicher

Regelungen (GDPdU) erforderlich ist,

eMails und Buchungsdaten, die steuerrelevant

sind, über einen längeren Zeitraum,

revisionssicher zu archivieren.

Mit dem IBM Content Manager und

den Zusatzprodukten IBM Common

Store – zur eMail- und SAP-Daten/Beleg-Archivierung

– schafft IBM einen

Ausweg aus dem Dilemma: Unternehmen

können damit eMails und deren

Anhänge, gescannte Dokumente und

andere Informationen im IBM Content

Manager revisionssicher archivieren.

Die Recherche und Anzeige der archivierten

Daten und Dokumente kann

sowohl über die eMail-Clients als auch

über die Archiv- (Content Manager)

Clients erfolgen. Der Content Manager

Client ist auch als Portlet verfügbar, so

dass der Zugriff auf archivierte eMails

sowie auf alle archivierten Dokumente

im Content Manager auch über ein

Portal erfolgen kann. Zur Einhaltung

der verschiedenen gesetzlichen Regelungen

(Compliance) bietet IBM ein Zusatz-Modul

zum Content Manager an:

den IBM Records Manager.

Compliance bezeichnet alle freiwilligen,

aufsichtsrechtlich und gesetzlich

vorgeschriebenen Maßnahmen zur

Schaffung höherer Transparenz und

Kontrollierbarkeit der Verhaltensweisen

eines Unternehmens sowie der Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen. Oder anders

gesagt: Unter Compliance versteht

man das Management des Interessenkonflikts

zwischen Geld und Moral. Um

den immer weiter reichenden und häufiger

zu erfüllenden gesetzlichen und

unternehmerischen Bestimmungen zu

entsprechen, benötigen Unternehmen

einen einfachen und schnellen Zugriff

auf ihre Unternehmensinformationen.

Behördliche und gesetzliche Bestimmungen

– wie etwa Sarbanes-Oxley,

Basel II, HIPAA, ISO, FDA-Zulassungen

und PRO – erhöhen den Bedarf nach

effizienten Content- und Records-Management-Systemen.


2

SCHWERPUNKT

Bei allem ist es wichtig zu wissen

und zu beachten, dass sämtliche Anforderungen

an den Anwender einer

Software gestellt sind. Das bedeutet

insbesondere, dass ausschließlich der

Anwender dafür verantwortlich ist,

dass alle betroffenen Komponenten

und Verfahren seiner Organisation die

gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Bereits im Vorfeld einer SW-Beschaffung

ist es daher wichtig, dass Kunde

und Hersteller sich über Folgendes im

Klaren sind: Nicht der Hersteller einer

Anwendung kann eine Freigabe gemäß

GoBS, OPDV etc. sozusagen als im Lieferumfang

enthalten zusagen, sondern

der Kunde muss die Freigabe selbst

durchführen bzw. erteilen!

Die elektronische Unterlagenführung

mit Hilfe eines Records Management

Systems gibt Unternehmen

ein Werkzeug an die Hand, um ihrer

Rechenschaftspflicht gegenüber Aktionären,

Kunden und Aufsichtsbehörden

nachzukommen. Der Begriff

„e-records“ (elektronische Datensätze)

bezieht sich auf die Funktionalität von

Geschäfts-Software, mit der formale,

strukturierte Verfahren der Unterlagenführung

auf elektronische Informationen

angewendet werden, die von der

Geschäfts-Software erzeugt oder verwaltet

werden. Geschäfts-Software mit

einer „e-records“-Funktionalität setzt

die formalen Unterlagenführungsverfahren

und -methoden für elektronische

Dokumente um und unterstützt die Einhaltung

von Auflagen und Vorschriften,

legt kritische Dokumente ab und löscht

Informationen zum richtigen Zeitpunkt

in Übereinstimmung mit gesetzlichen

Auflagen und Geschäftsrichtlinien. Mit

dieser Funktionalität sind Unternehmen

in der Lage, die Einhaltung von

Vorschriften und Auflagen nachzuweisen.

Ein Unternehmen kann jetzt die

Dokumente aufbewahren, für die eine

Aufbewahrungspflicht besteht, und die

Dokumente vernichten, die aufgrund

von Gesetzen, Richtlinien oder Vorschriften

vernichtet werden dürfen. Die

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

DOKuMENTENMANAgEMENT

elektronische Unterlagenführung ist

ein Eckpfeiler in der Gesamtrechnungslegung

eines Unternehmens.

Mit Hilfe des IBM Records Manager

können Aufbewahrungsfristen unabhängig

vom jeweiligen Dokumententyp

vergeben werden. Alle geschäftlichen

Aktivitäten werden in einem strukturierten

Aktenplan erfasst, der eine hie-

Schön, wenn’s

anders läuft!

Dokumenten-Management

schafft Platz.

www.docuware.com

Stand F091/G090

rarchische Struktur von Themen/Aktivitäten

darstellt, die wiederum weiter

unterteilt sein können. Den Aktivitäten

werden die jeweiligen Aufbewahrungsfristen

zugewiesen – basierend auf den

geltenden Gesetzen, Richtlinien bzw.

Regularien. Innerhalb des Lebenszyklus’

von Geschäftsunterlagen soll es

ab einem Zeitpunkt X möglich sein,

eine Unveränderbarkeit bzw. ein Löschschutz

garantieren zu können. Die

Geschäftsunterlagen werden dann als

formale Unternehmensdatensätze deklariert

und anschließend anhand der

Einteilung des Aktenplans nach Themen/Aktivitäten

klassifiziert, die dem

Dokument am besten entsprechen. Auf

diese Weise werden einem Datensatz offizielle

Aufbewahrungsregeln zugewie-

sen, die für die betreffende Aktivität/

das betreffende Thema im Aktenplan

definiert sind. Neben der manuellen

Klassifizierung bietet der Records Manager

mehrere Methoden der automatisierten

Klassifizierung – basierend auf

vordefinierten Regeln.

Records-/Lifecycle Management

Der Lebenszyklus solcher Records

kann mehrere Schritte enthalten. Über

externe Ereignisse ist es auch möglich,

direkt in den Ablauf einzugreifen.

Im Lebenszyklus wird auch spezifiziert,

wann Records vernichtet werden

sollen und ob die endgültige Vernichtung

durch eine übergeordnete Kontrollfunktion

freigegeben werden soll.

Die Vernichtung erfolgt in 60 Prozent

der Fälle in einer Kombination von Ereignissen

und definierten Zeiträumen

– z. B. „Vernichtung der Akte 10 Jahre

nach Ablauf des Vertrages“. Auch hier

ist es möglich, Ereignisse (z. B. das Vertragsende)

in die Bestimmung der kompletten

Aufbewahrungsfrist zu integrieren.

Unter Umständen ist es notwendig,

das Fortschreiten der Aufbewahrungszeit

anzuhalten und so die Vernichtung

bis auf weiteres aufzuschieben. Das

macht z. B. Sinn bei Akten, die für einen

laufenden Gerichtsprozess benötigt

werden, deren Aufbewahrungszeit aber

demnächst abläuft. Nach Abschluss des

Prozesses kann die Akte wieder „freigegeben“

werden. Dieses Feature wird

auch „Hold & Release“ genannt und

kann mit Hilfe des IBM Records Manager

implementiert werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen:

Compliance bezeichnet alle freiwilligen,

aufsichtsrechtlich und gesetzlich

vorgeschriebenen Maßnahmen zur

Schaffung höherer Transparenz und

Kontrollierbarkeit der Verhaltensweisen

eines Unternehmens und deren

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Während Compliance früher vor

allem vom Gedanken geprägt war, es sei

nötig, Vorschriften einzuhalten, ging in

den letzten Jahren die Entwicklung da-


hin, Compliance als einen Teil des Risk

Management anzusehen. Ein nächster

Schritt wird dahin gehen, Compliance

auch dem berechtigten Ruf eines ertragssteigernden

Faktors zuzubilligen.

So wie das Kreditgeschäft nicht rentabel

sein kann, wenn zu wenig Wert auf

das Kreditrisiko-Management gelegt

wird, kann auch der Ertrag aus der Vermögensverwaltung

gesteigert werden,

wenn die Compliance-Verantwortung

ausgeübt wird. Der Trend im Compliance-Bereich

geht in Richtung Einsatz

von IT-Systemen zur Erkennung von

Risiken. Je mehr diese zum Einsatz

kommen, desto eher sind die Aufsichtsbehörden

geneigt, den Einsatz solcher

Systeme den betroffenen Unternehmen

vorzuschreiben – mit dem Hinweis darauf,

er sei zum Standard geworden. Je

komplexer die IT-Umgebung einer Unternehmung

ist, desto umfangreicher

sind auch die Arbeiten zur Einführung

solcher Systeme. Je früher damit begonnen

werden kann, desto freier ist

die Unternehmung in deren Gestaltung

und desto geringer werden die Kosten

ausfallen. Nur in Grossunternehmen

wird es möglich sein, diese Systeme

ohne den Einsatz externer Spezialisten

zu implementieren und einzusetzen.

Voraussetzung für einen erfolgreichen

Einsatz ist das Zusammenwirken interner

und externer Fachleute.

Bernhard Zahlten ó

IBM Deutschland gmbH, Stuttgart

www.ibm.de

ANBIETERPROFIL PROMOTION

������������������������������

�������������������������������

������������������������������

���������������������������

����������������������������

����������� ��������� �����

����������������������������

������� ���� ����������������

���������������������������

��������� ������ ���� ������������ ������

�������������������������������������

������������� ������������� ��������� ���

�����������������������������������

�����������������������������������

��������������������������������������

�����������������������������������

���� ���������������� ������������ ���

���������������������������������������

���� ����������� ���� ����������������

������������� �������� ��� ������� ����

���������� ������� ����� ����� �������

������������������������������������

���������������������������������������

�������������������������

�������������������������������������

�������������������������������������

����������������������������������������

��������������������������������������

����� ���������� ����� �� ����� ���� �����

���� ���� ������ ����� ���������� �����

������ ��������� ������� ��� ���������

�������������������������������������

����������������������������������

������������� ���� ����� ������������

���������������������������������������

������ ��������������� ������������������

�������������������������������������

������������ ��������� �������� �����

������������������������������������

���������������������������������������

�������� ���� ���� ����� ������� ������� ���

����������������������������

��������������������������������������

�����������������������������������

������������� ��������������� ���������

���� ���� ���� ������� ���� ������ ����

�������

������������� ������� ������ �������

���� ����� �������� ���������� �������

������ ����������� �������� ����� ���

������ ����� ������������������ ���� ���

�������������������������������������

����� ������� ���������� ������������

��������������������

�����������������������������������

�������� ��������� ���� ���������� ��

�������������� ���� ��� ���� ������� ����

��������������������������������������

�����������������������������������

�� ���������� ������ ������� ���� ����

������ �������� �������� ������������

����������������������������������

�������� ����� �������������������

�������������������������������

�������������������

������������������������������������

�������������������������������������

�������������������������������������

�����������������������������������

������������ ���� ����������� ��������

���� ��������� ���� �������� �����������

�������������������������������������

����������������

�������������

������������������

���������������������������

�������������������������

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

2


������������������������������������������

��������������������������������������������������������������

�����������������������������

������������������������

������������������������������������������

������������������������������

���� ������������ ���� ������ ��������������

����������� ���� ������������������� ���� ����

��������������������������������

�������������������������������������

�����������

�� ��������������������������������������

�������������������������

�� ������������������������������������������

�������������������������

�� ������������������������������

�������������������

�� ��������������������������������������

�������

���������������

�� ���������������������������������

�����

�� ������������������

�� ���������������������������

�� �����������������������������������������

������

�� ������������������������

�� �����������������������������������������

�����������������������������

���� ������ ������������

����� ������������ �������

���������� ������������ �������

���������� ������������������������ �����������������������

�����

����� �������������

�������������

������

��������

�������������

�������� ���

������ � � � � � ������������ �������������

�������������������������������

����������������������������

������������������������������������������

�������

������������������������������������������

�������������������������������������������

��������������������������

��������������������������������������

�����������

�� �����������������������������������

���������������������

�� ����������������������������������������

��������������

�� ������������������������������������

������������������������������

�� ��������������������������������������

���������������������������

�� ����������������������������������������

�� ���������������������������������

������������������������������������

���������������

�� ����������������

�� �������������������

�� ���������

�� ����

�� ���������������

�� ���������������������������

�� ��������������

�����������������������������

���� ������ ������������

����� ������������ �������

���������� ������������ �������

����� ���������������

�������������

����� ���������������

�������������

����� ���������������

�������������

��������������������

�����������������������������������

����������� �� ����������������� �� ���������������� �� ������������������������� �� �������������������

� �������������������������� �� ������������������������

��������������������������������������������

�����������������������������������������

����������������������

�����������������������������������

�����������

�� �������������������������������������

�����������������

�� ����������������������������������������

������������������

�� �������������������������������������

������������

�� ��������������������������������������

����������������������������

���������������

�� �����������

�� ���������������������������������

��������

�� ���������������������������������

�������

�� ������������������������

�� ������������������������������

�����������

�� ������������������

�����������������������������

���� ������ ������������

����� ������������ �������

���������� ������������ �������

�������������������������������������

�������������� ����������� ����������� ����������

������������ � ����������������

� �� �������� �������� ��������

� �� �������� �������� ��������

� �� �������� �������� ��������

���������������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������

���������� ���� ��������������������� ������ ���� �����������

�������������������������������������������������������������

�����������������������������������������������������������

����������������������������������������������������������������

���������������������������������� ����������������������


DOKuMENTENMANAgEMENT

FLEX Elektrowerkzeuge GmbH archiviert mit InfoStore

Klicken statt kopieren

Bei der FLEX Elektrowerkzeuge GmbH hat ein elektronisches Archiv zahlreiche Aktenschränke

ersetzt. Schneller Zugriff auch via Web spart viel Zeit im Innen- wie im Außendienst.

Mit einem Schuss Selbstironie sagt

Hans-Joachim Rudel: „Ich hasse

das Wort Kopie!“ Für das Mitglied

der Geschäftsleitung der FLEX-Elektrowerkzeuge

GmbH ist die Vervielfältigung

eines bedruckten Papiers eine

überwiegend nutzlose, meist völlig

überflüssige Tätigkeit. In der Vergangenheit

wurde bei FLEX sehr viel kopiert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

waren gut ausgelastet, zunächst mit

dem Kopieren, dann mit dem Einsortieren

und schließlich mit dem Recherchieren

nach abgelegten Dokumenten.

Doch das ist Vergangenheit. Zahlreiche

Schränke und Aktenordner sind heute

leer.

Zugriff von überall zu jeder Zeit

„Früher konnte ich nach 18 Uhr, wenn

die Sekretärin das Haus verlassen hatte,

keine Lieferantenrechnungen mehr

prüfen“, berichtet Hans-Joachim Rudel.

Heute kann sich der IT-Chef sogar am

Wochenende von Zuhause aus Belege

am Bildschirm ansehen. Auch die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter können

jederzeit auf Dokumente zugreifen, die

sie für qualifizierte Beurteilungen und

Entscheidungen benötigen.

Dieser Fortschritt geht auf das elektronische

Archivsystem InfoStore zurück,

das FLEX im Jahr 2003 einführte.

Damals hatte der Hersteller von Elektrowerkzeugen

bereits Erfahrungen

mit einer Eigenentwicklung für die Archivierung

von Ausgangsrechnungen

sowie einem Archivsystem für weitere

am Computer erzeugte Dateien im Einsatz.

Doch beide Lösungen erwiesen

sich nicht als tragfähig, da sie nicht

mehr weiterentwickelt wurden und keine

„dokumentenechte“ Archivierung

bieten konnten, wie sie heute gefordert

wird. Zur Implementierung von Info-

Store kam ein Berater des Vertriebspartners

SoftM Communications nach

Steinheim, der die Software installierte,

Berechtigungen und Abfragemöglichkeiten

anlegte und das Personal im

Umgang mit dem System schulte. Darüber

hinaus leitete er die Mitarbeiter an,

selbst die Daten aus den Altarchiven in

das neue System zu überspielen.

Direkt zum Beleg

Mit InfoStore hat FLEX auch im Detail

kleinere, aber dennoch wichtige

Verbesserungen erzielt. So können

die Beschäftigten jetzt archivierte Dokumente

am Arbeitsplatz für die Bearbeitung

ausdrucken und per eMail

versenden – etwa wenn ein Kunde keinen

Lieferschein oder keine Rechnung

erhalten hat. In der Buchhaltung hilft

es den Mitarbeitern, wenn sie bei einer

Anzeige der Liste offener Posten („OP-

Listen“) problemlos den Beleg öffnen

können – einfach dadurch, dass sie mit

dem Cursor auf die Belegnummer klicken.

Gescannt und nicht mehr kopiert

wird heute bei FLEX auch in der Exportabteilung.

Zwar füllen die Mitarbeiter

derzeit noch alle einschlägigen Formulare

wie Zoll- und Ausfuhrerklärung

manuell aus, doch die frühere Ablage

von Kopien ist abgeschafft.

Fazit

Hauptzielsetzung der elektronischen

Archivierung war es, die Geschwindigkeit

bei der Erledigung der Geschäfts-

prozesse zu erhöhen und die Mitarbeiter

mit wertschöpfenden Tätigkeiten

zu beschäftigen. Dies sei mit InfoStore

gelungen, so das Fazit des IT-Leiters.

Friedrich Koopmann ó

SoftM Communications gmbH

www.softm-communications.com

���������������

����������������

�����������������������������

�����������������������

�������������������������������

����������

�������������

�����������

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

2


2

SCHWERPUNKT

Datenschutz im e-Business – Notwendigkeit und Chance

Elektronische Signatur

Anforderungen der modernen Kommunikationsgesellschaft sowie EU-weite gesetzliche

Bestimmungen verlangen nach einem sicheren und gesetzeskonformen elektronischen

Daten- und Informationsaustausch.

Die Notwendigkeit einer qualifizierten

elektronischen Signatur erkannte

Alexander Schaefer, Geschäftsführer

der Avenum Technologie, bereits

vor geraumer Zeit. Mittlerweile sind die

rechtlichen Rahmenbedingungen klar

definiert und die fortgeschrittene elektronische

Signatur ist der handschriftlichen

Signatur gleichgestellt. Dank

der Entwicklung der „Pilot-Software“

eSignum konnte das Unternehmen bereits

wichtige Pionierarbeit im Bereich

des sicheren eMail-Verkehrs und im Bereich

des rechtskonformen Versendens

bzw. Empfangens von elektronischen

Daten, Dokumenten und Rechnungen

(PDF, XML, EDIFACT) leisten.

Fokus war dabei von Beginn an

nicht nur die Entwicklung einer Software,

die allein den Anforderungen der

gesetzlichen Richtlinien gerecht wird;

Ziel war und ist es vielmehr, Unternehmen

Optimierungschancen durch effizientes

Prozess-Re-design zu ermöglichen.

So bietet eine integrierte und

qualifizierte Signaturlösung die Chance,

ein enormes Einsparungspotenzial

für die Anwender zu realisieren.

Strategische Partnerschaft

Um diese hochgesteckten Ziele beim

Kunden optimal umsetzen zu können,

forcierte Avenum im letzten Jahr

die strategische Partnerschaft mit

dem Software-Lösungsanbieter XiCrypt

Technologies. Die Kernkompetenz von

XiCrypt liegt in der Entwicklung von sicheren,

effizienten und vertrauenswürdigen

Lösungen für die elektronische

Kommunikation.

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

DOKuMENTENMANAgEMENT

Sicherer eMail-Verkehr

Der Versand von geschäftlichen eMails

kann in Punkto Sicherheit mit dem Versand

einer Postkarte verglichen werden.

So ist gerade heute, in Zeiten der

rasant steigenden Web-Kriminalität mit

Gefahren wie der Absenderfälschung,

der Veränderung von eMail-Inhalten

und der ungewünschten Einsicht durch

Dritte immer zu rechnen. Abhilfe schaffen

hier die digitale Signatur und die

Verschlüsselung.

Das Softwarehaus bietet eine Lösung,

die den gesamten eMail-Verkehr

eines Unternehmens zentral, sicher

und kostengünstig signiert und verschlüsselt.

Durch die Unterstützung

der etablierten Sicherheitsstandards

S/MIME und PGP ist SecureMail Guard

mit allen gängigen eMail-Programmen

kompatibel und fügt sich somit nahtlos

in bestehende eMail-Infrastrukturen

ein. Die virtuelle und automatisierte

Poststellenfunktion ist modular erweiterbar.

Der gesicherte eMail-Verkehr

garantiert die vollständige und unveränderte

Übermittlung an den Empfänger.

Dieser kann sich sicher sein,

dass die eMail wirklich vom Absender

kommt, unverändert und für Dritten

nicht lesbar ist. Mit der elektronischen

Postbuch-Lösung ist es Unternehmen

möglich, eMails rechtskonform zu versenden.

Elektronische Rechnungslegung

Die bisher unterschätzte Notwendigkeit

der elektronische Signatur wird

durch den massiv steigenden Einsatz

der elektronischen Rechnungslegung

und die damit verbundene eindeutige

Gesetzeslage relativiert. So ist nach

§14 des Umsatzsteuergesetz (UStG) die

Herkunft und die Unversehrtheit des

Inhalts einer Rechnung nur durch eine

qualifizierte elektronische Signatur

gewährleistet und der Rechnungsempfänger

zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Bisher musste, um den gesetzlichen

Anforderungen gerecht zu werden,

neben den elektronischen Rechnungsdaten

zusätzlich eine monatliche Sammelrechnung

in Papierform übermittelt

werden. Durch die neuen gesetzlichen

Möglichkeiten können Sammelrechnungen

auch elektronisch versendet

bzw. ganz auf diese verzichtet werden.

Kosten-/Nutzen-Rechnung

begeistert Controller

Eine sinnvoll und nachhaltig integrierte

elektronische Rechnungslegung

und die damit nachweislich verbundene

Kosteneinsparung begeistert jeden

Controller. Obwohl ein Teil der Abwicklung

auch heute noch auf Papier erfolgen

muss, lässt sich eine beachtliche

und vor allem genau nachkalkulierbare

Senkung der Prozesskosten realisieren.

Statistiken und Studien zeigen, dass

Einsparungspotenziale von bis zu 70

Prozent im Vergleich zur herkömmlichen

Rechnungslegung möglich sind.

Alexander Schaefer ó

Avenum Technologie gmbH, Stuttgart

www.avenum.com


Druckvolumen und -prozesse im Blick

Druckkosten senken

Viele Unternehmen versuchen bei Toner, Papier oder Druckgeräten

Kosten einzusparen. Das ist zwar richtig, aber noch

lohnender sind Antworten auf die folgenden Fragen.

Welche Ausdrucke sind überflüssig?

Welche Prozessabläufe

sparen Geld? Welche Services können

ausgelagert werden? Gerade der Druckbefehl

ist beliebt und zählt zu den häufigsten

Tastenbefehlen überhaupt. Und

genau das macht ihn so gefährlich und

treibt die Bürokosten in schwindelnde

Höhen. Druckausgaben sind ein zentraler

Kostentreiber in Firmen. Es wird

zu viel, zu häufig und zu unkoordiniert

ausgedruckt. Nur in wenigen Unternehmen

besteht überhaupt ein Überblick

über das tatsächliche Druckvolumen.

Druckvolumen analysieren

Abhilfe schafft eine umfassende Analyse

des firmeneigenen Druckvolumens

mit dem Ziel, das Drucken und Versenden

von Dokumenten insgesamt

zu optimieren. Diese Herausforderung

kennen IT-Experten unter dem Begriff

„Output-Management“ und gewinnen

damit zunehmend auch auf den Chefetagen

Fürsprecher.

Vorreiter in Sachen Output-Management

sind Großunternehmen. Neben

handfesten Einsparpotenzialen waren

effiziente Dokumentenprozesse hier

schon früh eine betriebswirtschaftliche

Anforderung. „Wer etwa Eingangsrechnungen,

Belege und Frachtbriefe nicht

digitalisiert und online bereithält, riskiert

Wettbewerbsnachteile“, analysiert

Thomas Rick, Geschäftsführer der

Behrens & Schuleit GmbH. „Im Betriebsalltag

lähmen lange Suchzeiten und

Postwege zentrale Unternehmensprozesse.“

Das papierlose Büro ist jedoch

im modernen Geschäftsalltag eine im-

mer noch unrealisierte Vision. Für viele

geschäftskritische Unterlagen – wie

Verträge, Vereinbarungen oder Produktionsunterlagen

– wird auch in Zukunft

eine Papierversion erforderlich sein.

Experten sprechen deshalb von einem

Trend zum papierarmen Büro.

Druckprozesse teilweise auslagern

Nicht alle Druckaufträge müssen von

Firmen in Eigenregie abgewickelt werden.

Gerade bei technisch aufwendigen

Druckprozessen lohnt sich oft eine Auslagerung

an Spezialisten. Besonders

sinnvoll ist dies etwa bei der Reproduktion

von technischen Zeichnungen

und Kartenmaterial. Hier eröffnen sich

enorme Einsparpotenziale.

Das Heiztechnik-Unternehmen

Vaillant erkannte dieses Potenzial bereits

Mitte der 90er Jahre und lagerte

wiederkehrende Druckaufträge aus.

Dabei handelt es sich im Wesentlichen

um aktuelle Produktions- und Montagepläne,

die schnell einer großen Zahl

von Mitarbeitern zugänglich gemacht

werden müssen. Vaillant profitiert dabei

von einer schnellen, sicheren und

kosteneffizienten Abwicklung. „Das gezielte

Outsourcen von Druckaufträgen

ist für uns eine sehr gute Alternative“,

bestätigt Dr. Gamal Lashin, verantwortlich

für R&D Support bei Vaillant. „Wir

könnten diese Prozesse intern nur mit

einem erheblichen zeitlichen und finanziellen

Mehraufwand realisieren.“

Christina Zerres ó

Behrens & Schuleit gmbH, Düsseldorf

www.scan-service.de

29

InfoStore DMS

Document Management Solutions

DMS Expo vom 19. - 21.09.2006

Systems vom 23. - 27.10.2006

Sichern Sie die

Infrastruktur Ihrer

Prozesse.

InfoStore ist eine Ent scheidung

für Sicherheit und Transparenz,

für mehr Zuver lässigkeit und

Effizienz in mittelständischen

Unternehmen. Ob für Document-

Management, Work flow oder Archi-

vierung,Geschäftsprozessanalyse

oder Effizienz bei der Kunden-

betreuung. Nutzen Sie die

Erfahrung aus über 900 Kunden-

projekten. Unter schiedliche IT-

Umgebungen, ERP-Systeme oder

hochspezialisierte Branchen-

lösungen – InfoStore passt sich

Ihren individuellen Anforde-

rungen an. Überzeugen Sie sich

unter:

w w w . s o l i t a s . c o m o d e r

i n f o @ s o l i t a s . c o m

T e l . + 4 1 8 1 7 5 5 5 5 0 0

F a x + 4 1 8 1 7 5 5 5 5 0 1

Solitas Informatik AG

Bahnhofstrasse 21

9471 Buchs – Switzerland


��������������������������������������������������������������������

���������������������������������������������

�����������������������

������������������������������������������������������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������������������������������������������������������������

����������������������������������������������������������������������������������

���������������������������������������������

�� ���������������������������������������������������������

�� ���������������������������������������

�� ��������������������������������������������������������

����������������

�� �����������������������������������������������������������

�������������

�� ���������������������������������������������������������

���������������������

�� ��������������������������������������������������������

�����������������

�������

��������������������������

������������������������

����������������������������������

��������������������������������

�����������������������������

���������������������������������������������������������������������

��������������������������

��������������������������

���������������������������������������������������������������������

�����������������������������

����������������������������������������������

�������

�������������������������������������

�� ������������������������������������������

�� �����������������������������������������������

�� ���������������������������

�� ��������������������������

�� ����������������������������������������

�� ��������������������������������

�� ������������������������������������������������

�� ������������������

�������

���������������

�� ���������������������������������������������

�� ������������������������

�� ��������������������

�� ����������������������������������������������

�� ������������������������������������������

�� ���������������������

�� �������������������������������

���������������������������

�� ������������������

����������������������������������������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������

���������� ������������������������ �����������������������

���������������

��������� � �

�����

����� �����������������������������

����� �������������

�������������

�������������

���������������

��������� � �

������

����� �����������������������������

��������

�������������

�������������

���������������

���������

� �

�������� ���

����� �����������������������������

������ � � � � � ������������ �������������

�������������

�����������������

����������� �� ����������������� �� ���������������� �� ������������������������� �� �������������������

� �������������������������� �� ������������������������

�������������� ����������� ����������� ����������

������������ � ����������������

� �� ���������� ���������� ����������

� �� ���������� ���������� ����������

� �� ���������� ���������� ����������

���������������������������������������������������������������������������

����������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������

������������������������������������������������

��������������������������������������������������������������

��������������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������


DOKuMENTENMANAgEMENT

Rechtskonforme Rechnungen und Auftragsbestätigungen

Digitale Signatur im SAP-umfeld

Der elektronische Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg ist zwar längst gängige

Praxis, trotzdem werden heute immer noch mit hohem Aufwand Angebote, Auftragsbestätigungen,

Rechnungen oder Mahnungen aus dem SAP-System gedruckt und per Post verschickt.

Das papierlose Büro muss noch

einige Hürden bis zu seiner Verwirklichung

überwinden. Eine erhebliche

Hürde baute bisher die deutsche

Gesetzgebung. Das Umsatzsteuergesetz

verlangt: „Bei elektronischer Übermittlung

der Rechnungen ist die Echtheit

der Herkunft und die Unversehrtheit

des Inhalts zu gewährleisten.“ Doch eine

zertifizierte digitale Signatur erfüllt

genau diese Voraussetzung.

Doch wie viele Unternehmen in

Deutschland nehmen diese Hürde erfolgreich?

Noch viel zu wenige. Die

Schwierigkeiten liegen dabei weniger

in den technischen Umsetzungen. Für

Unternehmen bildet das Verstehen,

die Interpretation und die Auslegung

der jetzigen Gesetzgebung eine erste,

schwere Hürde; wenn sie genommen

wird, ist die Implementierung der Lösung

ein Aufwand von wenigen Tagen.

Messe + Kongress

Mehr Wert

für Sie!

Kongress im

Eintrittspreis

enthalten!

Messbarer ROI

Im Durchschnitt kalkuliert man für die

Erstellung und den Versand einer Papierrechnung

rund zwei Euro. Darin enthalten

sind Papier-, Druck-, und Portokosten.

Gegen diese Poststückrechnung

steht die einmalige Investition für eine

automatisierte Lösung. Ein Unternehmen,

das nur rund 1.000 Rechnungen

pro Monat erstellt, erzielt einen ROI

typischerweise innerhalb von 6 bis 12

Monaten. Doch die Betrachtung zeigt

auch, dass sich die Lösung für Unternehmen

lohnt, die weniger Rechnungen

produzieren.

Sicherheit hat zwei Seiten

Wichtig ist, dass die Unternehmen eine

BSI- oder TÜV-geprüfte Lösung einsetzen,

damit sie später nicht mit Akzeptanzproblemen

bei der Steuerprüfung

Lernen von den Besten!

Knackige Ideen für

Ihr Marketing

Um sich am Markt zu behaupten, müssen Unternehmen

ihre Kunden effektiv und nachhaltig an sich binden. Die

CRM-expo, die Leitmesse rund um das Kundenbeziehungsmanagement,

zeigt innovative Lösungen, Strategien und

Trends für Ihren Erfolg im Wettbewerb.

NürnbergMesse, 8. / 9. November 2006

rechnen müssen. Die digitale Signatur

selbst stellt sicher, dass jeder Manipulations-

und Fälschungsversuch an dem

Dokument bemerkt wird, da sich bei

der Prüfung sofort erkennen lässt, ob

die Unterschrift nicht mehr unversehrt

und dadurch ungültig ist.

So sind die Zukunftsaussichten positiv:

Mit zunehmender Verbreitung von

PDF-Rechnungen, die der Kunde heute

schon oft aus dem privaten Umfeld

kennt, wird diese Form des Versands

auch im Business-Umfeld zukünftig

stark zunehmen. Unterstützt wird dies

auch dadurch, dass zukünftig die Digitale

Signatur auf den neuen Bankkarten

für jeden Kunden einfach verfügbar

wird. Silvia Dicke ó

itelligence Ag, Bielefeld

www.itelligence.de

www.agentur-marks.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

1


2

SCHWERPUNKT

Um doppelte Datenerfassung zu vermeiden

und einen reibungslosen

Datenaustausch zu gewährleisten, ist

die Integration des jeweiligen HR-Systems

in die vorhandene ERP-Software

zu gewährleisten. Insellösungen genügen

nicht und bergen Fehlerquellen.

Nachvollziehbar von größter Bedeutung

ist die fehlerfreie Übergabe der

Zeiterfassungsdaten aus dem HR-System

an die meist eigenständige Lohnund

Gehalts-Software. Hier liegen die

ersten gravierenden Stolpersteine,

wenn die Schnittstelle nicht funktioniert.

Eine falsche Gehaltsabrechnung

trägt bekanntlich nicht zur Motivation

der Mitarbeiter bei.

Die ins ERP-System übergebenen

Daten des HR-Systems dienen beispielsweise

auch zur Disposition der

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

HR-SYSTEME

Notwendiges Übel oder Erfolgsinstrument?

HR – der Mensch im Mittelpunkt

Mittelständische Unternehmen – gleich welcher Größe – sind gut beraten, HR-Systeme zu

nutzen. Sind es doch gerade Zeitwirtschaft und Entgeltabrechnung, die die Flexibilität des

Arbeitstages, Kernarbeitszeiten und Monats-/Jahreskontenregelungen steuern.

Mitarbeiter über den Auftragsbestand.

Künftige Engpässe lassen sich so frühzeitig

erkennen und Gegenmaßnahmen

können rechtzeitig getroffen werden.

Dies gilt zum Beispiel auch für die

Grobplanung des Einsatzes von Leiharbeitern,

für den Austausch eigener Mitarbeiter

innerhalb unterschiedlicher

Betriebsstätten oder für die Planung

von Betriebsferien. Durch die Einbindung

der Abteilung Disposition bis hin

zu Produktionsleitern wird die Personalabteilung

entlastet.

Selbstverständlich müssen die im

ERP-System erarbeiteten Daten ebenso

reibungslos dem HR-System zur Verfügung

stehen. Kontinuierlicher Datenfluss

innerhalb der Systeme ist die

Grundlage einer gut funktionierenden

Personalplanung, die Insellösungen

SUMMARY

Das Verwalten von personenbezogenen Daten

und Verplanen von unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen

kann nur von einer flexiblen

HR-Software erledigt werden. Ein optionaler

Onlinezugriff ermöglicht Angestellten zudem die

Selbstverwaltung.

nicht liefern können. Mit einem integrierten

HR-System stehen dem Management

und einem definierten Personenkreis

stets Informationen über

Überstunden, Fehlzeiten und Urlaubstage

per Klick zeitnah und auf dem

neuesten Stand zur Verfügung. Diese

statistischen Daten unterstützen einerseits

die Unternehmensführung bei

Personalentscheidungen, lassen jedoch

andererseits den Mitarbeiter zum „gläsernen

Menschen“ werden. Hier die Balance

zufinden, ist ein Drahtseilakt, der

gemeistert werden muss.

Andreas Graef ó

OgSID gesellschaft für Entwicklung und

Vertrieb von Standardsoftware mbH, Neuwied

www.ogs.de

Foto: Alexander Van Deursen, FOTOLIA


ANWENDERBERICHT PROMOTION

PRODUKT

inubit Business Integration

Server

Software für durchgängiges Business

Process Management

Zielgruppe

Innovative Unternehmen, die Geschäftsprozesse

optimieren und automatisieren

möchten

Leistungsbeschreibung

Der inubit IS als standardisierte BPM-

Software unterstützt Unternehmen bei

der Optimierung und Automatisierung

ihrer Geschäftsprozesse. Dank darauf basierender

spezifischer Lösungen lassen

sich Effizienzsteigerungen schnell und

kostengünstig realisieren.

Verfügbare Sprachen

D, E, andere Sprachen auf Wunsch

Verfügbar für folgende Plattformen

Windows, Linus, HP_UX, Solaris, AIX

Branche

Prinzipiell branchenneutral; spezielle

Lösungen für Automotive, Energieversorger,

Handel, Health Care und

Versicherungen.

ANBIETER

inubit AG

Lützowstraße 105 –106

D-10785 Berlin

Telefon +49 30 726112-0

Telefax +49 30 726112-100

eMail contact@inubit.com

Web www.inubit.com

Ansprechpartner

Johannes

Untiedt

Prozesse mit

höherer Effizienz

Die BPM-Software „inubit IS“ ist als ganzheitliches

Standardprodukt für Business

Process Management (BPM) konzipiert

und einzigartig am Markt hinsichtlich

seiner Technologie und Durchgängigkeit.

Mit dem inubit IS werden alle Phasen des

Business Process Managements innerhalb

eines Produktes optimal unterstützt

– angefangen von der Modellierung und

Simulation der fachlichen Prozesse, über

deren Ausführung und Automatisierung

bis hin zum Monitoring und der Analyse

der Prozesse. Damit erlaubt der inubit

IS den Unternehmen, ihre Prozesse

systematisch zu automatisieren und im

„Closed Loop“-Verfahren zu optimieren.

Erfolgreiche Realisierung der

Prozessoptimierung

Business Process Management auf das

ganze Unternehmen anzuwenden ist

keine Frage von Monaten, sondern von

Jahren. Für die Generierung von schnellen

Erfolgserlebnissen mit einem RoI von

unter 12 Monaten, die zu einer Fortführung

und einer höheren Akzeptanz des

BPM-Ansatzes führen, ist es sinnvoll, bei

der Einführung von BPM eine Bottomup

statt Top-down Strategie zu wählen.

Mögliche konkrete Prozesse, die systematisch

optimiert und automatisiert

werden können, sind z.B.:

ó Integration der Geschäftspartner

(u.a. Automatisierung der Bestell-

und Rechnungsvorgänge)

ó Invoice Management (Automatisierung

des kompletten Rechnungsprozesses)

ó Interne Verwaltungsprozesse wie

z.B. Urlaubsantragsbearbeitungen

ó Integration der Mitarbeiter in bislang

teil-automatisierte Prozesse

über Human Workflow-Lösungen

(Vermeidung von Medienbrüchen

und wiederholten Eingaben)

Anwendungsbeispiel: Automatisierung

der Signaturprozesse

Die inubit Prozesspakete für die Einbettung

der elektronischen Signaturen in

die Prozesse ermöglichen unter Beachtung

aller gesetzlichen Vorschriften und

Rahmenbedingungen die elektronische

Massensignatur sämtlicher elektronischer

Nachrichten, unabhängig von

den jeweils genutzten IT-Systemen.

Die elektronische Signatur und die optionale

Verschlüsselung beim Versender,

die Verifizierung der Signatur und die optionale

Entschlüsselung beim Empfänger,

sowie die Ablage in einem angebundenen

Archivsystem mit Verknüpfung zum jeweiligen

Beleg – all das wird mit den inubit

Prozesspaketen vorkonfiguriert geliefert

und ist somit schnell und kostengünstig

im Unternehmen einsetzbar.

Basierend auf dem inubit IS erlauben

diese inubit Lösungen die problemlose

Einbindung der elektronischen

Signatur in unterschiedlichste Systemlandschaften.

Die hohe Anzahl an Systemkonnektoren

unterstützt dabei eine

Vielzahl von ERP-Systemen bis hin zu

selbstentwickelten Systemen. Dies gilt

ebenso für verschiedene Archivsysteme.

Damit bietet inubit die flexible Realisierung

aller Szenarien, unabhängig von

den jeweils verwendeten Formaten und

Protokollen, inklusive der Archivierung

der verwendeten Signaturen.

Dank der impliziten Dokumentation

der Prozesse sind die Unternehmen

auch rechtlich auf der „sicheren Seite“

und können GOBS-, GDPdU- und SOXkonforme

Prozesse implementieren.

Durch den praktischen Einsatz der

elektronischen Signatur unter Nutzung

des inubit IS werden nicht nur die gesetzlichen

Anforderungen erfüllt. Prozesse

lassen sich effizienter gestalten und mit

messbaren Kostenvorteilen umsetzen.

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


SCHWERPUNKT

Zukunftssicherung durch intelligentes Personalmanagement

Noch viel Handarbeit

Dienstplanung an Hand von Listen und Erfahrungswerten ist im deutschen Arbeitsalltag immer

noch an der Tagesordnung. Nur 41 Prozent der Top-Tausend-Unternehmen planen ihren

Personaleinsatz mit Hilfe von Spezial-Software.

Zu diesem Ergebnis kommt eine

aktuelle Gemeinschaftsstudie von

Atoss, der SRH Fachhochschule Heidelberg

und der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung. Dazu wurden 258 Personalleiter

und Linienmanager der umsatzstärksten

deutschen Unternehmen aus

Dienstleistung und Industrie befragt.

Die Studie „Standort Deutschland

2006: Zukunftssicherung durch intelligentes

Personalmanagement“ zeigt,

dass in einem Unternehmen meist

mehrere Methoden zur Personaleinsatzplanung

genutzt werden. Erstaunlich

viele der befragten Unternehmen lassen

sich von ihrem Bauchgefühl leiten;

Systeme zur Personaleinsatzplanung: Welche der hier genannten

kommen heute in Ihrem unternehmen zum Einsatz?

auf persönliche oder dokumentierte Erfahrungswerte

setzen rund 86 Prozent.

Auch die Tabellenkalkulation wird von

einem Großteil der Unternehmen (71

Prozent) für Planungszwecke genutzt.

Professionelle Lösungen setzen sich

CLICK TO

Ein kostenloses Management Summary der

Studie gibt es auf:

www.atoss.com/standortdeutschland2006

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

HR-SYSTEME

dagegen nur langsam

durch. Eine Spezial-

Software für Personaleinsatzplanung

haben 41 Prozent

der befragten Personalleiter

und Linienmanager

im Einsatz.

Ganzheitliche Systeme,

also Lösungen,

die Zeitwirtschaft,

Zutrittskontrolle, Personaleinsatzplanung

und Management-

Informationen auf einer einheitlichen

Datenbasis integrieren, gibt es nur bei

34 Prozent.

Effiziente IT-Unterstützung

gefragt

Drei Viertel der befragten

Personalleiter und Linienmanager

sprechen den flexiblen

Arbeitszeiten heute

schon – und zukünftig verstärkt

– enorme Bedeutung

zu. Die Komplexität, die

durch eine Vielzahl individueller

Arbeitszeitmodelle

entsteht, lässt sich im Betriebsalltag

meist nur mit Hilfe effizienter Planungs-

und Verwaltungsinstrumente

realisieren und optimieren. Umso mehr

erstaunt der relativ spärliche Einsatz

von Software für Personaleinsatzplanung

beziehungsweise von integrierten

Systemen für Arbeitszeitmanagement

in Deutschlands umsatzstärksten Unternehmen.

Während Produktionsplanung

und Materialfluss bereits weitgehend

automatisiert laufen, werden die

Relevanz bedarfsorientierter Personaleinsatzplanung: Wie wichtig ist

dies für Ihr unternehmen heute und in Zukunft?

technischen Möglichkeiten rund um

den Personaleinsatz noch nicht optimal

genutzt.

Bedarfsorientierte Planung

gewinnt an Bedeutung

Spezielle Lösungen sind insbesondere

dann notwendig, wenn die Personalplanung

am tatsächlichen Bedarf – zum

Beispiel der Auftragslage oder dem

Kundenaufkommen – ausgerichtet werden

soll. Die Studie zeigt, dass 76 Prozent

der Befragten eine bedarfsorientierte

Personaleinsatzplanung bereits

heute für sehr wichtig halten – Tendenz

weiter steigend. Die zunehmende Verknüpfung

der Personaleinsatzplanung

mit anderen Unternehmensprozessen

erfordert effiziente Systeme, die alle

relevanten Informationen – von Zeitsalden

über Personalverfügbarkeiten bis

hin zu Umsatzprognosen und Auftragsdaten

– zusammenführen und tagesaktuell

für die Planung und Steuerung zur

Verfügung stellen. ó

ATOSS Software Ag, München

www.atoss.com


ANBIETERPROFIL PROMOTION

PRODUKT

HLL•IS Personal-

Informationssysteme

Zielgruppe

Unternehmen aller Branchen

Leistungsbeschreibung

Softwarelösungen für das Personalwesen

Verfügbare Sprachen

D, E, ES, F, I (weitere auf Anfrage)

Verfügbar für folgende Plattformen

Oracle, MS SQL, MySQL, DB2,

MS ACCESS

ANBIETER

Hanseatic Lloyd Informationssysteme

GmbH & Co. KG

Contrescarpe 45

D-28195 Bremen

Telefon +49 421 24338-76

Telefax +49 421 24338-16

eMail DF_Info@hll-is.de

Web www.hll-is.de

www.hr-roundtable.de

Hanseatic Lloyd Informationssysteme

GmbH & Co. KG

ABC-Straße 2

20354 Hamburg

Telefon +49 40 791420-82

Fax +49 40 791420-84

Ansprechpartnerin

Diana Frehse

Marketing und

Vertrieb

Intelligente IT-Lösungen

von Hanseatic Lloyd

Profil

Hanseatic Lloyd Informationssysteme

ist ein Tochterunternehmen der Hanseatic

Lloyd Unternehmensgruppe und entwickelt

innovative Softwarelösungen für

alle Prozesse des Personalwesens.

Kompetenzbereiche

Hanseatic Lloyd Informationssysteme

(HLL•IS) bietet erfolgsbewährte Lösungen

für fachliche Anforderungen im

Personalmanagementbereich. Über 10

Jahre Erfahrung in unterschiedlichsten

Branchen und zahlreiche namhafte

Kunden, welche die Lösungen zum Teil

weltweit einsetzen, sprechen für sich.

HLL•IS Systemlösungen reduzieren den

Aufwand der Personalverwaltung und

bieten exakte quantitative und qualitative

Auswertungsmöglichkeiten.

Ob Bewerbermanagement, Karriere

und Stellenplanung, Mitarbeitergespräche

und Schulungsmaßnahmen,

Managemententwicklung und Nachfolgeplanung,

Entgeltumwandlung für Führungskräfte,

betriebliche Altersversorgung,

Assignment und Transfer Policy

oder auch Personalcontrolling – neben

einer hohen Standardisierung bieten die

HLL•IS Lösungen auch maßgeschneidertes

Customizing. Alle Module gibt es

auch in einem einheitlichen Personal-Informationssystem.

Hoher Benutzerkomfort

durch selbsterklärende Bedienerführung,

Übernahme von Stammdaten

aus vorhandenen ERP- oder anderen

personalwirtschaftlichen Systemen,

Umsetzung von unternehmensspezifischen

Datenschutz-Richtlinien, Protokollierung

von Datenzugriffen, webbasierte

(Employee/Manager) Self-Ser-

vice-Funktionen, Single-SignOn durch

Windows-Authentifizierung – HLL•IS

Systemlösungen lassen sich perfekt in

bestehende IT-Infrastrukturen integrieren.

HLL•IS Lösungen

ó HLL•IS HR HR Suite

ó HLL•IS BM Bewerbermanagement

ó HLL•IS PE Personalentwicklung

ó HLL•IS MD Management

Development

ó HLL•IS bAV betriebliche Altersversorgung

ó HLL•IS EM Expatriate Management

HR Roundtable

HLL•IS ist Veranstalter der Vortragsreihe‚

HR-Roundtable’ in Hamburg. Nach

dem Motto: Von Personalern für Personaler

werden im Rahmen des HR-Roundtable

Vorträge über verschiedene Themenbereiche

aus dem Personalwesen

gehalten. (www.hr-roundtable.de)

Referenzen

„Das HLL•IS MD liefert uns stets einen

aktuellen Überblick über das Potential

unserer Führungskräfte und unterstützt

uns optimal bei der Suche nach geeigneten

Nachfolgekandidaten.“

Herr Adolf-Michael Picard, Personaldirektor,

Otto (GmbH & Co. KG)

„Seit der Einführung des HLL•IS

PE haben wir stets einen aktuellen

Überblick über den Ausbildungsstand

unserer Mitarbeiter gerade auch über

die notwendigen Pflichtschulungen wie

z. B. Arbeitssicherheit und Hygiene.“

Frank Wegerle, Personalreferent

bei Langnese, Unilever Deutschland

GmbH SU Heppenheim

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


MESSE AKTuELL ZuKuNFT PERSONAL 2006

Fachmesse für Personalwesen

Zukunft Personal 2006

KoelnMesse, 13. und 14. September

Im Wettbewerb sind die Mitarbeiter

der entscheidende Faktor. Optimales

Personalmanagement, motivierte und

hochqualifizierte Mitarbeiter sowie die

Kombination aus Teamfähigkeit und

sozialer Kompetenz sind hierbei von

entscheidender Bedeutung. Personal-

ZUKUNFT PERSONAL 2006

KoelnMesse, Halle 11.1, Eingang OST

13./14. September, 9.00 – 17.30 uhr

Tageskarten (inklusive Praxisforen) sind für

25 € an der Tageskasse erhältlich.

www.zukunft-personal.de

entscheider benötigen deshalb einen

umfassenden Marktüberblick über

innovative Dienstleistungen und Produkte

im Personalwesen.

Vortragsprogramm

Fünf Foren und zwei Aktionsflächen

stehen für das Vortragsprogramm bereit.

Über 100 Vorträge zu Themen wie

Arbeitsrecht, Führungskräfteentwicklung

und Recruiting laufen parallel in

den in die Messe integrierten Foren.

Auf den beiden Aktionsflächen präsentieren

Trainer über 40 Kurzprogramme

aus ihren Workshops.

Zukunft

Personal

7. Fachmesse für Personalwesen

7th Exhibition for

Human Resource Management

Keynote-Speaker

������������������������������������������������������������������������������������������������

6 MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

����������������������������������������������������

2 0 0 6

Als Keynote-Speaker konnten dieses

Jahr Pater Bilgri zum Thema „Werteorientierte

Unternehmensführung

– Die Benediktsregel als Richtschnur

unternehmerischen Handelns“, Prof.

Dr. Reppel, Vorstand & ArbeitsdirektorThyssen-Krupp

Services AG, zum

Thema „Mit dem Unternehmensleitbild

zu neuen personalpolitischen Impulsen“

sowie Prof. Dr. Wolfgang Jäger (FH

Wiesbaden / DJM Consulting GmbH)

mit den Ergebnissen der Personalleiterbefragung

2006 gewonnen werden. ó

����������������������������������������������������

��������

������������������������������������������������������������

���������������������������������������

�� �����������������������������������������������

�� ����������������������������������������������������������

�� ������������������������������������������������������������������������������

�� ����������������������������������������������������������

�� ��������������������������������������������������������������������������

��������������������������������������������

�� �� ��������������������������������������������������������������������

��������������������������������������������������������������������

�� �� ������������������������������������������������������������������������������

������������������������������������������������������������������������������

�� �� �����������������

�����������������

��������������

��������������

������� ������ ������������

�������������������������

�������������������������

����

����������������������������������������������������

���������������������������������������

���������������������������� ���������������

�������������������������������������������������������������������������������������������


��������

HR-SYSTEME

Wohnungsgesellschaft swb wechselt ins VEDA-Rechenzentrum

Sicherer Lohn aus sicherem RZ

Die HR-Anwendung für die swb läuft hochverfügbar im Rechenzentrum der VEDA GmbH.

So wie sich die Mülheimer Mieter

voll und ganz auf Ihren Vermieter

verlassen können, so hat die swb

selbstverständlich den Anspruch, sich

100-prozentig auf die reibungslose und

zuverlässige Abwicklung der täglich

anfallenden Verwaltungsaufgaben verlassen

zu können.

Die Geschäftsführung der swb stellte

sich die Frage, ob es Sinn macht, die

IBM iSeries für die Personalabrechnung

im Hause zu halten oder ob es

nicht doch sinnvoller wäre, diese komplett

abzuschaffen. Innerhalb kurzer

Zeit fiel die Entscheidung zugunsten

����

des ASP/Outsourcing-Angebotes: „Auf

Grund des seit Jahren bestehenden

Vertrauensverhältnisses haben wir uns

dazu entschlossen, unsere sensiblen

Personaldaten in die Hände der Veda

GmbH zu legen. Hier können wir sicher

sein, dass die Daten vertraulich behandelt

werden und vor unberechtigtem

Zugriff geschützt sind. Daher haben

wir absolut keine Bedenken, die Software

in Alsdorf technisch betreuen zu

lassen“, so die swb-Geschäftsführung.

Seit Anfang Mai dieses Jahres greift

das Mülheimer Unternehmen nun per

Web-Browser zu, ganz so, als liefe die

������ ��������� ���� ������

Anwendung weiterhin auf einer Maschine

im eigenen Hause. Dabei steht

die Software über eine gesicherte Datenverbindung

zur Verfügung. Das

Software-Haus übernimmt Wartung,

Release-Pflege, Rechnerleistung sowie

Datensicherung. Die Personalabteilung

rechnet die Mitarbeiter wie gehabt auf

der bekannten grafischen Oberfläche

ab und nutzt auch weiterhin die gewohnten

Funktionen

Alexandra Meiß ó

Veda gmbH, Alsdorf

www.veda.net

�������

��������

�� ��������� ��� �������������

��� ���������� ���

����� �������� ����������

� � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � �

�������������� �������������

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

� � � �

��� ���������� ��� ���� ��� ������������ ��

��������� ������ ��� ����� �������� �����������

�����������

������� ��������� ����


TECHNIK & INTEGRATION

Subfiles in .NET mit RPg.NET

Die grafische Benutzeroberfläche von Windows bietet jede Menge Möglichkeiten für die hübsche

und funktionelle Aufbereitung von Anwendungen.

DataGrid ist ein Klassiker, der in

VisualStudio 2005 neu gestaltet

wurde. Nun bietet auch VS2005 im

Standard Funktionalitäten, die bisher

nur von 3rd-Party-Controls angeboten

wurden. In diesem Beispiel beschäftigen

wir uns mit den Möglichkeiten

des DataGridView. Das neue Grid kann

1 DATAGRID IN DER ANSICHT

2 DROPDOWN IN DER GRID-ZELLE

3 FARBAUSWAHL

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

einige Dinge, die wir bisher vermisst

haben – zum Beispiel: Bilder, Buttons,

Dropdowns und Links in der Grid-Zeile

darstellen oder Zellen nach Wunsch

einfärben. Unser Beispiel in Abbildung

1 zeigt eine Übersicht, in der wir Grid

und zwei Buttons für die Farbeinstellung

finden. Per Mausklick wird die

4 PROGRAMMCODE LADEN DES SUBFILES

/// füllen der Subfile-Daten

BegSr LoadGrid

/// Verbindung zur DB aufbauen

Connect dglocal

/// Artikelstamm lesen

Read Stamm

/// Schleife über alle Artikel mit Ausgabe in den Subfile

DoWhile not %eof()

Write memStamm

Read Stamm

Enddo

/// Datentabelle aus dem Subfile für Grid vorbereiten

dt = memStamm.DataSet.Tables(0)

/// Verbindung zur Datenbank trennen

Disconnect dgLocal

/// Spalte für das Artikelbild als SYSTEM.OBJEKT erstellen

DclFld dcBild Type(DataColumn) new()

dcBild.ColumnName = „Bild“

dcBild.DataType = Type.GetType(„System.Object“)

/// Spalte für die Checkbox erstellen

DclFld dcAktiv Type(DataColumn) new()

dcAktiv.ColumnName = „Aktiv“

dcAktiv.DataType = Type.GetType(„System.Boolean“)

/// die Spalten an die Tabelle anfügen

dt.Columns.Add(dcBild)

dt.Columns.Add(dcAktiv)

eingestellte Farbe im Grid übernommen.

Die ersten beiden Spalten sind

Buttons; die Artikelbezeichnung ist eine

normale Textspalte. In der Bildspalte

finden wir den Artikel dargestellt. Die

Checkbox und das Dropdown zeigen

den Artikelstatus; der Link verweist auf

eine Internet-Seite.

/// für alle Sätze der Tabelle werden hier

/// die neuen Spalten mit Werten befüllen

ForEach dr Type(DataRow) Collection(dt.Rows)

/// Checkbox mit Haken belegen

dr.Item(„Aktiv“) = *True

/// Bild aus JPG-Datei laden

LOADPICTURE File(dr.Item(„IMSKU“) + „.jpg“) Target (dr.item(„Bild“))

EndFor

/// Subfile ans Grid übergeben

dgv.DataSource = dt

/// Farbeinstellungen für Auswahlbuttons vorbelegen

btnHintergrund.BackColor = Color.White

btnVordergrund.BackColor = Color.Black

EndSr

Verbindung zur iSeries aufbauen

und Artikeldaten einlesen

Spalten für Bilder und Checkbox

einbauen, die in der iSeries-

Datei nicht vorhanden sind

Laden des Bildes mit

RPg-OpCode

LOADPICTURE


Abhängig von der Einstellung können

Daten im Grid auch bearbeitet werden;

Abbildung 2 zeigt die Dropdown-

Auswahl. Die Farbauswahl wird in Abbildung

3 gezeigt; nach Klick wird die

Zelle wie gewünscht eingefärbt. Natürlich

stammen die Daten von der iSeries;

die Bilder werden von einem Netzwerk-

Server oder lokal geladen.

Wie viel Code ist nötig?

Das ist auf Grund der Eigenintelligenz

der Objekte sehr wenig. Für das Laden

der Subfiles mit Daten und Bild kommt

man – inklusive Kommentaren und vernünftig

optischer Gestaltung des Codes

– locker mit 50 Zeilen aus.

Am Beispiel des Farb-Dialogs (Abbildung

5) zeigt sich, dass man sich als

Programmierer weder über den Dialog

noch darüber Gedanken machen muss,

ob die Benutzer diesen Dialog auch bedienen

können. Durch Verwendung von

Standards regelt sich das von selbst.

Die in Abbildung 6 dargestellte

Routine wird beim Click-Ereignis ausgeführt.

Hier befindet sich der Code für

die MessageBox, der Aufruf der Internet-Seite

und die Farbeinstellung der

Grid-Zelle.

Noch ein Wort zu RPG

Wenn Sie sich nun fragen, wo denn da

RPG ist, kann ich mit einer einfachen

Antwort dienen: „Dieser Code ist RPG

in seiner modernen Form.“

Moderne Software basiert auf Objekten.

Wenn diese Software im Sinne

des Erfinders entwickelt wird, hat sie

auch das Ziel, selbst als Objekt zur

Verfügung zu stehen. Im „klassischen“

RPG gibt es die hier dargestellten Möglichkeiten

kaum, da sie von der Umgebung

nicht geleistet werden können.

Es hat keinen Sinn an dieser Welt

vorbeizugehen, da Sie ja „iSeries-

RPG-Programmierer“ sind. Meiner

Erfahrung nach als RPG.NET-Trainer

ist bei den Entwicklern meistens die

Angst vor der Hürde größer als die

Hürde selbst. Christian Neißl ó

5 AUFRUFEN UND ABFRAGEN DES FARBDIALOGES

BegSr btnVordergrund_Click Access(*Private) Event(*this.btnVordergrund.Click)

DclSrParm sender Type(*Object)

DclSrParm e Type(System.EventArgs)

/// Farbdialog aufrufen und Farbe setzen

if clrDlg.ShowDialog() = DialogResult.OK

btnVordergrund.BackColor = clrDlg.Color

Endif

EndSr

6 CLICK-EVENT ABFRAGEN

/// Klick in Zelle abfangen

BegSr dgv_CellClick Access(*Private) Event(*this.dgv.CellClick)

DclSrParm sender Type(*Object)

DclSrParm e Type(System.Windows.Forms.DataGridViewCellEventArgs)

Hier wird der Windows-Standarddialog zur

Farbeinstellung aufgerufen, bei OK wird die

eingestellte Farbe am Button gespeichert.

DclFld strTxt *string

strTxt = „Wollen Sie Artikel „ + dgv.CurrentRow.Cells(„Artikel“).Value

Select

/// wenn bearbeiten oder löschen gedrückt

When dgv.CurrentCell.ColumnIndex = 0

MsgBox Msg( strTxt + „ wirklich bearbeiten“) Icon(*question)+

Title(„Button gedrückt“) Buttons(*yesno)

When dgv.CurrentCell.ColumnIndex = 1

MsgBox Msg(strTxt + „ wirklich Löschen“) Icon(*question) +

Title(„Button gedrückt“) Buttons(*yesno)

When dgv.CurrentCell.ColumnIndex = 6

/// wenn Link gewählt einfach starten

OSEXEC CMDLINE(dgv.CurrentCell.Value.ToString())

Other

/// sonst nur Farbe einstellen

dgv.CurrentCell.Style.BackColor = btnHintergrund.BackColor

dgv.CurrentCell.Style.ForeColor = btnVordergrund.BackColor

EndSl

EndSr

7 MESSAGEBOX

8 INTERNETSEITE

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

9


0

TECHNIK & INTEGRATION

Thin Clients-Konzepte im Vergleich

Kosten, Sicherheit, Performance

Warum werden eigentlich mehr und mehr Thin Clients eingesetzt? Hier die bekannten Fakten:

Sie verursachen weniger Administrationsaufwand, verfügen über einen längeren Lebenszyklus

und bieten erhöhte Sicherheit.

Weniger bekannte Vorteile sind:

spürbare Senkung der Lizenzkosten

und gesteigerte Performance.

Voraussetzung dafür ist das passende

Betriebskonzept. Gesteigerte Performance

ist ein wichtiger Zusatznutzen,

den nicht jeder mit Thin Clients verbindet.

Die Milchmädchenrechnung,

„ein moderner PC ist wesentlich leistungsfähiger

als der zweihundertste

Teil eines noch so leistungsfähigen Servers“,

stimmt zwar theoretisch, beruht

aber auf der falschen Annahme, dass

die Arbeitsplatzrechner permanent

belastet würden. In Wirklichkeit aber

liegt die durchschnittliche Last eines

Büro-PCs bei maximal einem Prozent!

Der teure Büro-PC langweilt sich also,

aber „wenn“ er ausnahmsweise mal

etwas leisten soll – etwa 1.000 Seiten

PDF drucken – dann knickt er ein,

während ein starker Server mit viel

Hauptspeicher, mehreren CPUs und

einem leistungsfähigen I/O-Subsystem

einen solchen Job innerhalb kürzester

Zeit wegsteckt. Und weil es extrem unwahrscheinlich

ist, dass mehrere User

zur gleichen Sekunde derartige „Killer-

Jobs“ loslassen, erlebt jeder Anwender

eine Performance, als hätte er den Server

für sich allein.

Weniger Lizenzkosten

Geringere Lizenzkosten sind der zweite,

oft unterschätzte Vorteil von Thin Clients.

Da auf Thin Clients keine Anwendungs-Software

installiert ist, werden

die Kosten für die Software-Lizenzen

nicht an der Anzahl der Arbeitsplätze

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

festgemacht, sondern an der Zahl der

Thin Clients, die die lizensierte Software

„gleichzeitig“ in Gebrauch haben.

Viele Anwender haben nach der Umstellung

verblüfft festgestellt, dass deren

Anzahl erheblich kleiner ist als die

Summe der Arbeitsplätze.

Nachfolgend analysieren wir drei

unterschiedliche Konzepte, Thin Clients

in moderne, heterogene IT-Landschaften

zu integrieren – unter ausdrücklicher

Einbeziehung der iSeries,

im folgenden AS/400 genannt.

Konzept 1: Der Thin Client als

intelligenter „Monitorumschalter“

IGEL, WYSE, NEOWARE, ITONA und

viele andere Hersteller bieten kleine,

„abgespeckte“ x86-PCs an, die in der

Regel unter Linux betrieben werden.

Unter Zuhilfenahme einer grafischen

Oberfläche können beliebig viele „Sitzungen“

zu beliebig vielen Anwendungs-Servern

definiert werden.

Der Anwender meldet sich zu

Arbeitsbeginn einmalig an jedem

dieser Server an. Typischerweise

nutzt er eine oder zwei AS/400-

Sitzungen, einen MS-Office-Server

und einen oder mehrere Server

für spezielle Anwendungen. Die

Terminals bieten eine Fülle von

Protokollen an, die Handhabung

ist einfach und die „Hemmschwelle“,

solche Terminals einzubinden

– und sei es nur zur Erprobung –,

ist niedrig. Demgegenüber steht

eine gewisse Beeinträchtigung

des Anwenderkomforts.

Pluspunkte: geringe Anschaffungskosten,

sofortige Einsatzbereitschaft

Minuspunkte: mehrfache Benutzeranmeldung

und fehlende Berechtigungssteuerung,

isolierte Sitzungen,

Administrationsaufwand für Thin

Clients und bei Änderung der Server-

Struktur, hohe und schwer kalkulierbare

Lizenzkosten, Gerätemängel, erhebliche

Sicherheitsmängel

Fazit: Wer eine kleine Umgebung

(15 bis 50 Arbeitsplätze) mit Thin Clients

ausstatten möchte, findet bei IGEL,

WYSE, NEOWARE, ITONA u. v. a. einen

preisgünstigen Einstieg.

Konzept 2: Die CITRIX-Farm

Zwei wesentliche Merkmale kennzeichnen

eine Citrix-Lösung: Zum einen ist

die Konfiguration und Software-Ausstattung

der Thin Clients minimal,

weil die Steuerung der Anwendungslandschaft

zentral innerhalb der Citrix-

Der Thin Client redoxX20

verfügt über einen 1000

MHz Prozessor und 256 MB

Hauptspeicher. Neben

dauerhaft hoher Performance

zeichnet er sich

durch geringen Platzbedarf

(295 x 63,5 x 273 mm

H x B x T), fast lautlose Lüftung

und robuste Technik

aus. Die Nutzungsdauer

ist mit 9 Jahren kalkuliert,

redoXsystems gibt 3 Jahre

garantie.


Farm erfolgt. Zum anderen ist es mit

Citrix möglich, die Anwendungen unterschiedlicher

Server innerhalb eines

einzigen Desktops zu integrieren. Der

Anwender meldet sich ein einziges Mal

an seinem Thin Client an und arbeitet

mit Anwendungen auf beliebigen

Microsoft-Servern an beliebigen Standorten

– und zwar so, als lägen diese

Anwendungen lokal auf einem Arbeitsplatzrechner.

Dieser enorme Vorteil wird allerdings

teuer erkauft: Ein konzeptioneller

Schwachpunkt ist das von Citrix verwendete

ICA-Protokoll selbst, das den

Ein/Ausgabedatenstrom von und zum

Server sehr aufwendig komprimiert.

Damit entfallen 95 Prozent der Rechenlast

auf den Citrix-Server und 5 Prozent

auf den Citrix-Client. Vor zehn Jahren,

als leistungsfähige Arbeitsplatzrechner

noch ein kleines Vermögen kosteten,

war dies ein genialer Ansatz, aber heute

führt die fast ausschließliche Verlagerung

der Last auf einen zentralen

Server sehr schnell dazu, dass dieser

bereits mit 50 aktiven Usern überlastet

ist. Der „parallele“ Betrieb mehrerer

Citrix-Appplikationsserver ist daher

ebenso unerlässlich wie der Einsatz

eines „load balancers“ – und schon ist

die berüchtigte „Citrix-Farm“ geboren.

Und wo erst einmal eine Farm steht, da

braucht man auch einen Farmer und

viele Cowboys. Und letztere laufen auch

nicht mehr meilenweit für eine Zigarette,

sondern wollen regelmäßig und

gut bezahlt werden. Eine Citrix-Farm

gehört zur unternehmenskritischen

Infrastruktur, denn bei Ausfall derselben

steht die gesamte Produktion.

Immer mehr IT-Entscheider weigern

sich aus guten Gründen, solche unternehmenskritische

Anwendungen unter

Microsoft Windows zu betreiben.

Pluspunkte: hohe Flexibilität, wenig

Umstellung für den Benutzer, geringer

Bedarf an Übertragungsbandbreite,

Supportforen im Internet

Minuspunkte: extrem hohe Lizenzkosten,

ungünstige Vertragskonditi-

onen, exorbitanter Installations- und

hoher Wartungsaufwand, schwache

Performance, Kopplung an Microsoft

Windows mit all seinen Schwächen (Sicherheitsmängel,

Stabilitäts- und Verfügbarkeitsmängel,

keine Administration

bei gleichzeitiger Nutzung, fehlerhafte

Anwendung kann das komplette

System lahm legen)

Fazit: Wer eine ausgezeichnete IT-

Administrationsmannschaft, genug

Geld und Platz im Server-Raum übrig

hat, der wird mit Citrix seine Anwender

zufrieden stellen können. Aber

gerade bei einer Benutzeranzahl von

unter 1.000 drängt sich die Frage auf,

ob es nicht einfacher geht – insbesondere

unter dem Aspekt, dass Microsoft

mit seinen „Terminalservices“ ein

ausgezeichnetes Produkt gegen Citrix

positioniert. Wer keine „published applications“

benötigt, sollte sich mit dem

Thema Microsoft Terminalserver befassen.

Dies umso mehr, als die Terminal-

Server-Lizenzen für den Betrieb von

Citrix zwangsläufig erforderlich sind.

Wer aber nicht über ein ausgezeichnetes

IT-Team „mit genügend freien Kapazitäten“

verfügt, der sollte die Finger

davon lassen und sich die beiden anderen

Alternativen ansehen.

Konzept 3: Man in The Middle –

das REDOX-System

Das Redox-System basiert auf zwei

verblüffend einfachen Grundüberlegungen:

1.) 90 Prozent der Server-Last gehen

in der Regel für die grafische Benutzeroberfläche

drauf; das ist kein

Geheimnis. Was liegt also näher, als

die elementaren Grafikoperationen

– insbesondere das so genannte Fontrendering

– direkt vom Arbeitsplatz

erledigen zu lassen, anstatt die geballte

Last aller Arbeitsplätze einem einzigen

Server aufzubürden?

2.) Ein zentraler Server arbeitet als

„Man in the middle“ zwischen den von

ihm verwalteten Thin Clients und den

eigentlichen Anwendungs-Servern. Die

Integration einer neuen Anwendung,

eines neuen Dienstes oder eines neuen

Servers findet also nur noch an einer

einzigen zentralen Stelle statt.

Beide Grundideen stammen aus

der UNIX-Welt, von daher verwundert

es nicht, dass Redox den zentralen

Server auf Basis von Debian Linux entwickelte.

Weil aber heutzutage WLAN

und mobiler Zugriff auf „portalfähige“

Systeme gefordert werden, integrierte

Redox zusätzlich die proprietäre NX-

Technologie.

Pluspunkte: erhebliche Lizenzkosteneinsparungen,

hohe Sicherheit

und optimaler Virenschutz, minimaler

Administrationsaufwand, hohe Performance,

hohe Flexibilität und Skalierbarkeit,

geringer Bedarf an Übertragungsbandbreite

keine Wartungsvertragszwänge,

hoher Investitionsschutz

und Notfall-Organisation gemäß Basel

II, ideal zum Betrieb mit AS/400, nahtlose

Integration von Open Source Software,

Interoperabilität mit schon bestehenden

Citrix-Systemen

Minuspunkte: relativ teure Thin

Clients, restriktiv hinsichtlich privater

Software-Installation durch Anwender,

hoher Einstiegspreis bei unter 50 Anwendern

Fazit: Dieses Betriebskonzept lohnt

sich sicherlich nicht für nur 15 Arbeitsplätze.

Geht es aber um Effizienz gerade

im Bereich zwischen 50 und 300

Anwendern, ist das vergleichsweise

einfache Redox-System unschlagbar.

Wer seine IT-Abteilung entlasten oder

verschlanken muss, findet hier einen

Weg. Hans Bonfigt ó

CLICK TO

www.midrange.de

Die detaillierte Pro- und Contra-Analyse

finden Sie in unserer Online-Ausgabe.

redoxSystems gmbH

www.redox-systems.com

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

1


2

MARKTÜBERSICHT

SUMMARY

Weniger ist manchmal mehr: Thin Clients sind

oft die bessere und günstigere Alternative zu

Fat Clients (PCs) und auch für Browser- und

5250-Anwendungen geeignet.

Netzwerkkomponente mit umfangreichem Leistungsspektrum

Alleskönner Printserver

Printserver haben viel mehr zu bieten als nur die Übermittlung von Druckdaten. Externe Modelle

glänzen gegenüber eingebauten Karten oder Onboard-Lösungen von Druckerherstellern

mit vielen Funktionalitäten und Optionen.

Für Nutzer lohnt es sich, die eigenen

Voraussetzungen und Anforderungen

zu definieren und mit den

Ausstattungen der Printserver verschiedener

Hersteller zu vergleichen.

Strategisch richtig eingesetzt und optimal

konfiguriert bringen sie Effizienz

und sparen Zeit und Kosten.

Printserver sind komplexe und multifunktionale

Netzwerkkomponenten,

die sich flexibel in unterschiedlichste

Druckszenarien einfügen. Sie sind in

den wichtigsten Betriebssystemen zu

Hause und verstehen die unterschiedlichsten

Protokolle, lassen sich zentral

administrieren und sorgen für sicheren

Netzwerkdruck. Mit der heute bestehenden

Angebotsvielfalt an Printservern

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

THIN CLIENTS uND PRINTSERVER

kommt (fast) jeder Drucker ins Netz

– vom Ethernet über Glasfasernetze

bis hin zum Highspeed-WLAN nach

802.11g. Für gemischte Druckerparks

oder geplante Netzwerkmigrationen

sind Kombi-Printserver besonders interessant,

die mehrere Netzwerkstandards

unterstützen (beispielsweise

Ethernet und Glasfaser oder WLAN)

oder die verschiedene Schnittstellen

bieten (z. B. parallel und USB). Zum

Standard von Printservern für den professionellen

Gebrauch gehört mittlerweile

auch die Kompatibilität mit den

gängigsten Betriebssystemen wie Windows,

Mac OS, UNIX, Linux oder Novell

sowie die Beherrschung einer Vielzahl

von Netzwerkprotokollen.

Schnell installiert, einfach

administriert

Mitgelieferte Install-Wizards sorgen

dafür, dass Anwender die Printserver

kinderleicht mit wenigen Mausklicks

installieren können. Printserver mit

DHCP-Unterstützung können in Netzen

ohne eigenen DHCP/DNS-Server IP-

Adressen automatisch zuweisen – eine

manuelle Vergabe durch Administratoren

ist nicht mehr notwendig.

Eine weitere Erleichterung für

Administratoren stellen integrierte

Webserver dar: Per Standard-Browser

können sie damit Printserver aus der

Ferne konfigurieren und verwalten

– unabhängig vom Arbeitsplatz und Be-


Alle aktuellen Software-, Hardware- und

Dienstleistungsangebote finden Sie in unserer

Online-Datenbank. Wir haben für Sie

mehr als 3.500 Produkte von über 1.100

Anbietern zusammengestellt, die von den

Anbietern ständig aktuell gehalten werden.

www.midrange-solution-finder.de

triebssystem. Die POP3-Funktionalität

mancher neuerer Modelle erlaubt die

Konfiguration per eMail. Zudem können

Anwender über solche Printserver

eMails und Anhänge direkt an den angeschlossenen

Drucker schicken und

ausdrucken. Die History- und Accounting-Funktionen

mancher Printserver

liefern detaillierte Informationen über

gesendete, abgebrochene oder gedruckte

Jobs. So entsteht ein Überblick über

das Druckaufkommen und die dadurch

entstehenden Kosten.

Zum Management sind professionelle

Produkte meist mit den Tools der

bedeutenden Druckerhersteller wie

Web JetAdmin von HP oder NetViewer

von Kyocera ausgestattet. Die proprietären

Management-Tools sind auf jeden

Fall für Netze interessant, die mit Linux

oder Mac OS betrieben werden. Diese

Tools managen ganze Gruppen von

Printservern und Druckern einheitlich

und übersichtlich.

Auf Nummer sicher gehen

Sicheres Drucken im Netz ist ein weiteres

Thema, bei dem Printserver an

entscheidenden Punkten eine wichtige

Rolle spielen können. Sicherheitsrisiken

entstehen hier bereits durch das

Netzwerkmedium selbst: So ist eine

Glasfaserverkabelung an sich abhörsicher

und lässt sich mit entsprechenden

Glasfaser-Printservern bis an den Drucker

führen, während man bei WLAN

auf die neuesten Verschlüsselungsstandards

wie WPA/WPA2 achten sollte, die

in manchen WLAN-Printservern integriert

sind. Benutzerbasierte Zugriffsregelungen

via zentraler Authentisierungsinstanz

– Stichwort IEEE 802.1x

(!) – sind nicht nur im WLAN wichtig.

Professionelle Printserver unterstützen

im Idealfall mehrere Authentisierungsprotokolle

(z. B. EAP-MD5, EAP-TLS,

Cisco LEAP), um ein unbefugtes Zugreifen

auf das Netz zu verhindern.

Einige High-End-Printserver verfügen

über eine Funktion zur IP-Adressenfilterung,

mit der sich die Zugriffsrechte

auf Drucker präzise regeln lässt.

Ein Passwortschutz sorgt für die Sicherung

der Printserver-Konfiguration.

Extras sind nicht nur Luxus

Über die heute schon üppige Grundausstattung

hinaus bieten einige Printserver-Modelle

Extra-Funktionen für

besondere Netze. Ein Beispiel dafür ist

die Unterstützung von Technologien

zum bandbreitenoptimierten Drucken,

wie sie beispielsweise von der Softwareschmiede

ThinPrint angeboten

wird. Wo wenig Bandbreite zur Verfügung

steht, können Druckjobs schnell

zur kritischen Größe werden. Verfahren

zum bandbreitenoptimierten Drucken

komprimieren Druckjobs und halten

die von ihnen belegte Bandbreite mittels

einer variabel festlegbaren Begrenzung

in Schach. Entsprechend ausgestattete

Printserver, beispielsweise von

SEH oder Silex, sind in der Lage, solche

Druckjobs zu dekomprimieren und für

den Drucker aufzubereiten. Die Netzwerkstruktur

wird deutlich entlastet.

Margarete Keulen ó

SEH Computertechnik gmbH

www.seh.de

Die nebenstehende Übersicht stellt eine

Teilmenge der Anbieter folgender

Kategorien des MIDRANGE SOLUTION

FINDERs dar:

ó Client-Endgeräte – Thin Clients

ó Drucker – Drucken im Netz – Printserver

CLICK TO

www.midrange.de

Eine Übersicht aller uns bekannten

Anbieter und deren Produkte mit ihren

vergleichbaren Merkmalen finden Sie

in der aktuellen Online-Ausgabe.

ANBIETER

Thin Clients und Printserver

Zebra Technologies Europe Ltd.

+49 2159 67680

AFFIRMATIVE computer products GmbH

+49 6724 9304-0

Axel GmbH

+49 202 9460723

Citrix Systems GmbH

+49 811 8300-00

CSP Computer Schnittstellen Peripherie

+49 6106 8407-0

CSW Peripheriesysteme GmbH

+49 2157 12913-0

Edimax Technology Europe BV

+31 499 377344

edv... beratung litters

+49 6241 9562-0

eSeSIX Computer GmbH

+49 8441 279-0

FC Franconia Computer GmbH

+49 931 45092-0

IBM Deutschland GmbH

+49 711 785-0

IGEL Technology GmbH

+49 421 1769-240

levigo systems gmbh

+49 7031 4161-10

Perle Systems GmbH

+49 421 1769-287

PSi Laser GmbH

+49 271 31387-0

ROHA Software Support GmbH

(D) +49 2224 96000-80

(A) +43 1 4196700

SEH Computertechnik GmbH

+49 521 94226-0

SMC Networks GmbH

+49 89 928610

Sphinx Connect GmbH

+49 711 72875750

UMB Consulting AG

+41 41 7492020

VEDA GmbH

(D) +49 2404 5507-0

(CH) +41 52 347-0212

WS Datenservice Zentrale und Technik

+49 7334 92198-0

Wyse Technology GmbH

+49 89 460099-0

Zebra Technologies Europe Ltd.

+49 2159 67680

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


MARKTÜBERSICHT

Die Extensible Markup Language

wurde 1996 unter der Leitung des

World Wide Web Consortium (W3C)

entwickelt und sollte dazu dienen, den

Austausch von Dokumenten über das

Internet zu vereinfachen. Zusätzlich

kann XML aber auch genutzt werden,

um jede Art von strukturierten Informationen

zu speichern. Aufgrund

seiner Vorteile nutzt beispielsweise

Oracle XML als Format in seinen Datenbanken.

Generell gilt XML als ideale Beschreibungssprache

für Massendrucksachen.

Denn diese werden insbesondere

im Industriebereich meist aus einer

Datenbank heraus erzeugt. Hochleistungsdrucker

generieren auf diesem

Weg große Mengen individualisierter

Dokumente: angefangen von der Auftragsbestätigung

bis zum Lieferschein

– oft in Form von Barcode-Etiketten. Für

diese Drucker setzt die Zebra Programming

Language (ZPL) einen wichtigen

Standard. XML-fähige Printer können

über diese Programmiersprache Barcode-Label

direkt aus dem Warehouse

Management System (WMS) und den

Mobile Supply Chain Applications (MS-

CA) von Oracle drucken. Mit minimalen

Anpassungen lassen sich solche Geräte

auch in die Business-Anwendungen anderer

Software-Anbieter integrieren.

Viele Hersteller von Barcode-Druckern

setzen auf proprietäre Programmiersprachen,

was eine individuelle

Programmierung für jeden Anwendungsfall

erfordert. Der Kunde muss

den Code in seine Etikettierungsanwendung

einbetten. Das sorgt sowohl

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

THIN CLIENTS uND PRINTSERVER

Drucken im Netz mit XML optimieren

Daten zu intelligenten Druckern

In der Druckvorstufe kommen traditionell Seitenbeschreibungssprachen wie Postscript oder

PDF zum Einsatz. Mit der Metasprache XML etabliert sich jetzt ein weiterer Standard, der

bisher auf einem ganz anderen Gebiet Lorbeeren errungen hat.

für hohe Anfangskosten als auch für

laufende Kosten, sobald Änderungen

oder Anpassungen nötig werden.

Bei XML-Druckern entfallen diese

Nachteile: Eine XML-fähige Druckersprachenvariante

– etwa ZPL – ist im

����������������

������� � ��

����������

����������������

���������������

�����������������

������� � ��

���� ���������������

������� � �� �

���������������

�������

��������������������

Speicher des Druckers verankert. Eine

Standardfunktion stellt der Download

von Label-Formatierungen dar. Dabei

sind die Informationen enthalten, die

die Verbindung zwischen den XML-

Variablen in der Datenbank und den

dazugehörigen Feldern auf dem Label

herstellen. Der Host-Rechner mit der

Geschäftsanwendung sendet dann den

XML-Druckauftrag als Data Stream.

Dabei nutzt er das übliche TCP/IP-Format.

Als Nächstes folgt die Kontrolle, ob

es sich um eine Dokumententyp-Definition

(DTD), also um eine Beschreibung

des Dokuments im XML-Format

handelt. Dazu muss der Datenfluss die

üblichen Elemente enthalten, die auch

die „FORMAT“-Attribute aufweisen.

Der Drucker mit XML-Fähigkeiten setzt

dann den Druckauftrag mit den Attributen

für die Formatierung, die Menge

der benötigten Ausdrucke und die variablen

Feld-Inhalte um.

Sofern der Drucker im Speicher –

wie im ersten Schritt beschrieben – alle

Informationen über das angeforderte

Format abgelegt hat, ruft er diese nun

auf. Dabei wird das statische Layout des

Formates mitsamt dem statischen Text

definiert. Zugleich wird festgelegt, bei

welchen Feldern es sich um Variablen

handelt. Der Drucker setzt dann die

variablen Feld-Daten aus dem XML-

Datenstrom in das Label-Format ein.

Wenn das „End-of-label“-Kommando

erkannt wird, beginnt der eigentliche

Druckvorgang des Etiketts.

Stefan Gerats ó

Zebra Technologies Corp., Vernon Hills, Illinois

www.zebra.com


Dachser entscheidet sich für convert4print

Zuverlässig drucken

Die bemerkenswerte Expansion des Logistikdienstleisters Dachser sowie das Ziel des Unternehmens,

seine Präsenz in China bedeutend auszubauen, waren der Anlass dafür, eine zuverlässige

Drucklösung für seine in der ganzen Welt verstreuten Standorte zu finden.

Die Logistik-Anwendungen von

Dachser verlangten das Drucken

auf Laser-, Matrix- und Etikettendruckern,

um die benötigten Formulare

und Dokumente zu erzeugen. Die IBM

iSeries i5 ermöglichte Dachser den

IPDS- oder SCS-Zugang zu den Druckern.

Die Druckdaten mussten jedoch

erst über deren Ethernet-Netzwerk

an die Drucker übermittelt und in die

Sprache des Zieldruckers am jeweiligen

weltweiten Standort übersetzt

werden.

Der bislang praktizierte Vorgang

bestand in der Verwaltung des herkömmlichen

Druckernetzwerks – jedes

mit seinem internen oder externen

Protokoll-Converter. Aber Dachser

suchte nach einer Lösung, die ein größeres

Maß an Freiheit gewährte – das

heißt, eine Lösung, die, durch bidirek-

tionale Kommunikation mit dem Host

bei standardmäßigen Laser-, Matrix-

und Etikettendruckern die Gewissheit

vermittelt, dass der Job auch wirklich

weisungsgemäß ausgeführt worden ist.

Die Lösung

Dachser entschloss sich für die server-

und arbeitsplatzbasierende Software-Lösung

convert4print von der

CSP GmbH, um die IPDS- oder SCS-

Kontrolle über ihre rund 3.500 Drucker

zu gewährleisten. Durch einfache

Verbindung mit einem Ethernetkabel

ermöglicht die Lösung die Installation

von standardmäßigen Laser-, Matrix-

und Etikettendrucker an beliebigen

Standorten. Die Software gewährleistet

die bidirektionale Kommunikation mit

jedem einzelnen Drucker im Netzwerk,

um sicherzustellen, dass jeder Print-Job

Neu: IGEL-1100 Legacy

Jetzt für nur 229 ��� netto EVP!

Terminal für den Investitionsschutz

im Legacy-Umfeld

Terminal Emulationssuite für zahlreiche Terminals,

wie z. B. IBM 3270, 5250, Wyse Tandem, HP,

SNI, ANSI / ASCII, etc.

Inkl. IGEL Remote Management Suite für einfache

und schnelle Fernadministration

Bezug: www.adn.de www.vanquish.de www.lwp.de

angenommen und präzise ausgeführt

worden ist.

Kontrolle über das Drucken von

einem zentralen Punkt war der entscheidende

Faktor, der Dachser die

angestrebte Freiheit gewährte. Das Unternehmen

wird in Zukunft keine weiteren

Zusatz-Investitionen im Umfeld

eines Druckers – durch Zukauf eines

IPDS-Converters – machen müssen,

sobald ein Drucker ersetzt oder aktualisiert

wird. Damit rationalisiert die

Lösung die Verwaltung, Konfiguration,

das Software-Management und Software-Updating

der direkt damit verbundenen

Drucker.

Thomas Behne ó

CSP Computer Schnittstellen Peripherie gmbH,

Rodgau

www.csp-gmbh.de

���������������� �

IGEL Clever Clients

kostenlos testen.

Testgeräte unter:

www.igel.com/teststellung

Tel.: + 49 (0) 421 / 1769-240

Email: info@igel.com

www.igel.com

09/2006 Clevere · MIDRANGE Thin Client Lösungen! MAgAZIN


6

MARKTÜBERSICHT

Von Insel zu Insel segeln die Seefahrer

über das Meer. Doch immer

wieder nimmt „Der schwarze Pirat“

– Namensgeber eines Geschicklichkeitsspiels

von HABA – Kurs auf ihre

mit Schätzen beladenen Schiffe. Auch

Frank Gerhart musste manche Klippe

und Sandbank umschiffen, bis der Systembetreuer

von

Habermaaß die

Thin-Client-Lösungen

von levigo

ansteuerte.

„Als wir vor

etwa sechs Jahren

ein neues Call-

Center etablieren

wollten, haben

uns iSeries und

die klassischen

5250-Terminals

nicht mehr ausgereicht. Von IBM bekamen

wir darum einen Thin Client, der

die 5250-Emulation über IP bewerkstelligen

konnte“, erklärt Gerhart zurückblickend:

„Den Ansatz haben wir

gerne aufgenommen, weil wir unsere

IT-Infrastruktur zukunftsfähig gestalten

wollten“. Dieser Neuanfang läutete

aber schon den vorläufigen Schluss ein,

weil IBM rund zwei Jahre später dieses

Geschäftsfeld aufgab und an ein amerikanisches

Unternehmen verkaufte. Damals

hatte HABA schon zirka 200 Thin

Clients im Betrieb und wollte seine Erfolgsstory

eigentlich fortsetzen.

Für die Erfolgsstory waren Wirtschaftlichkeit

und Zukunftsfähigkeit

der Thin Clients ausschlaggebend, was

immer mehr Unternehmen schätzen.

So zieht die Fraunhofer Gesellschaft in

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

THIN CLIENTS uND PRINTSERVER

Habermaaß GmbH steuert mit Thin-Clients von Levigo

Nichts aufs Spiel setzen

Die Habermaaß GmbH (HABA) erfreut Kinder mit Spielen. Bei ihrer IT-Infrastruktur baut sie

aber nicht auf Glück, sondern auf Know-how und Thin Clients von levigo.

ihrer Studie „PC vs. Thin Client. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung“

vom Mai

2006 das Fazit, dass die Einsparpotenziale

von Thin Clients – abhängig von

der Anzahl der User – bei bis zu 48

Prozent liegen. Und dies im Vergleich

mit einem „Managed PC“. Bei einem

manuell administrierten Arbeitsplatz

soll das Einsparpotenzial sogar bis zu

70 Prozent betragen. Dabei berücksichtige

diese Rechnung nur die Kosten und

nicht den quantifizierbaren Nutzen, der

sich im Terminal-Server-Umfeld über

Kostenersparnisse einstelle.

HABA hat angefangen nach Alternativen

zu den IBM Thin Clients zu

suchen, noch bevor das Unternehmen

richtig in der Sackgasse war – d.h. ohne

ein akutes Problem zu haben. Dabei hat

der Systembetreuer bei Kontakten mit

IT-Dienstleistern festgestellt, dass die

Größen der Unternehmen zueinander

passen müssen, damit beispielsweise

seine Servicevorstellungen auch Gehör

finden. „Ich war sehr beeindruckt, dass

die Mitarbeiter von levigo meine technischen

Fragen schon bei unserem ersten

Treffen konkret beantwortet haben.

Ihre Schnelligkeit und Zuverlässigkeit

haben uns von Anfang an begeistert.

Das geplante Verkaufsgespräch ging

in einen spontanen Workshop über. Im

Anschluss konnte ich schon Client-spezifische

Konfigurationen abbilden“, so

Gerhart.

Für den Systembetreuer war wichtig:

Beherrschen die Thin Clients Published-Application,

Published-Desktop

und das RDP-Protokoll? Wie stößt die

5250-Emulation einen Bildschirmausdruck

an? Wie administriere ich mit

dem ThinClient Manager die Netzwerk-

Computer? „Nachdem IBM seine Thin-

Client-Technologie eingestellt hatte,

wollten viele unserer heutigen Kunden

präzise Antworten auf ihre Fragen, um

für alle Eventualitäten gewappnet zu

sein“, sagt Oliver Bausch, Geschäftsführer

von levigo systems. „Wir führen

diesen intensiven Dialog heute weiter,

weil unsere Kunden und wir das sehr

schätzen.“

Die Ergebnisse lassen sich sehen.

levigo hat das serverbasierte Thin Clint

Computing konsequent zu Ende gedacht

und realisiert. „Die Verwaltungslösung

für Thin Clients stellt nicht nur alle Anwendungen,

sondern auf Wunsch auch

das Betriebssystem für die Netzwerk-

Computer auf einem zentralen Server

bereit“, betont Geschäftsführer Bausch.

Folgerichtig besteht die Lösung aus

dem eigenen Betriebssystem ThinClient

OS und dem ThinClient Manager,

der unterschiedliche Software-Umgebungen

und Netzwerk-Architekturen

einfach und schnell visualisiert.

Seit dem Start im Jahr 2004 setzt

HABA alle Erweiterungen mit Thin

Clients von levigo um. Aktuell ersetzt

das Unternehmen auch die alten

IBM Terminals mit Thin Clients. Am

Schluss stehen etwa 400 Thin Clients

bei rund 1.300 Mitarbeitern im Einsatz.

Frank Gerhart freut sich aber schon

jetzt auf die User-spezifischen Darstellungen,

die levigo für den September

vorbereitet. Werner Bruckner ó

levigo systems gmbh

www.levigo.de


Gilbarco nutzt SBC und Virtualisierung mit Citrix

Blasenfrei zapfen

Die Produkte von Gilbarco hat fast jeder schon einmal in der Hand gehabt: Wer beispielsweise

bei Shell, Aral oder Jet tankt, benutzt wahrscheinlich eine Zapfsäule von Gilbarco.

Das mittelständische Unternehmen

stellt Zapfsäulen für Tankstellen

her. Deren moderne und genaue Produktion

erfordert eine leistungsstarke

IT. „SBC (Server-Based Computing) ist

ein wichtiger Bestandteil unserer IT-

Philosophie. Citrix-Lösungen nehmen

dabei einen immer größeren Stellenwert

ein“, stellt Bernd Nieder, Gruppenleiter

Netzwerk-Infrastruktur der

Gilbarco GmbH & Co. KG, fest. Das

Rückgrat der Unternehmens-IT von

Gilbarco bildet seit den 80er-Jahren ein

IBM iSeries-System mit einer Lösung

für die Warenwirtschaft, die auch die

Bereiche Einkauf, Vertrieb, Produktion,

Stücklisten und Artikelverwaltung

abdeckt.

Neben der iSeries entstand für die

üblichen Office-Anwendungen – wie

Textverarbeitung – auch eine PC-Landschaft.

Da deren Anfänge gerade auf

eine Phase zurückgehen, in der das

Unternehmen in mehrere Betriebe aufgeteilt

war, war diese PC-Landschaft ur-

ANWENDER

Das mittelständische unternehmen mit rund

300 Mitarbeitern im westfälischen Salzkotten

bei Paderborn stellt Zapfsäulen für Tankstellen

her. gilbarco ist einer der größten europäischen

Anbieter auf diesem gebiet und gehört

seit 2002 zu gilbarco Veeder-Root mit 3.500

Mitarbeitern weltweit. Die Messgenauigkeit

muss amtlich geeicht werden, denn schließlich

sind Kraftstoffpreise ein sensibles Thema

und niemand will 1 Liter tanken und 1,01

Liter bezahlen. Zapfsäulen bergen außerdem

hochexplosive Flüssigkeiten – der kleinste

Funke in einer schadhaften und nicht sauber

von den Explosivstoffen gekapselten Elektronik

könnte verheerende Folgen haben.

www.gilbarco.com

sprünglich sehr heterogen strukturiert.

„Nach der Zusammenlegung der Unternehmensteile

Mitte der 90er-Jahre ist

hier ein großer Bedarf für eine gemeinsame

Nutzung der Daten des Office-

Bereichs entstanden“, so Bernd Nieder

weiter. 1999 erfolgte die Umstellung

auf eine Server-basierte IT-Architektur

mit Citrix. Nieder: „Wir brauchten eine

gemeinsame Access-Strategie für Daten

und Anwendungen.“

Ausbau der IT zur Virtualisierung

In den folgenden sieben Jahren wurde

die IT-Landschaft weiter ausgebaut und

den steigenden Anforderungen angepasst.

„Dabei wurde über die Jahre das

Server-Based Computing immer wichtiger.

Zum Beispiel konnte eine Migration

zu einer eMail-Messaging Lösung

weltweit nur deshalb schnell und erfolgreich

abgeschlossen werden.“, so Bernd

Nieder. Denn vor allem bei der IT-Administration

und der Installation von Updates

spart das Unternehmen Zeit und

Geld durch die zentralisierte Struktur,

da die Software nur auf dem Server

läuft und alle Endgeräte zeitgleich auf

den neuesten Stand gebracht werden.

Die IT-Landschaft gliedert sich in vier

Hauptbereiche: Die Fertigung, die vor

allem auf der iSeries beruht, Sales und

Marketing, bei denen ERP-Lösungen,

Cognos Power Play, Zugriff auf Business

Intelligence und Sales Forecast

Programm wichtig sind, die internen

PC-User, die zum Beispiel auf die E3

Series und auf eine elektronische Dokumentenablage

zugreifen müssen, sowie

schließlich die Mobilitätslösungen.

Alle Anwendungen werden bei Gilbarco

nur noch als „Published Applications“

oder über eine Citrix Web-Oberfläche

zur Verfügung gestellt. Das heißt: Der

einzelne Anwender braucht auf seinem

Endgerät nur einen Citrix Client und

gegebenenfalls einen Web-Browser.

Fazit

Bernd Nieder: „Wir konnten bisher

alle nötigen Anpassungen und Migrationen

mit den beiden Stützpfeilern

– Server-Based Computing und IBM

iSeries – erfolgreich durchführen. Das

hat erheblich zur Effizienz und zur

Unterstützung auch internationaler

Konsolidierungen im IT-Bereich beigetragen.

Denn wir sind zwar ein mittelständisches

Unternehmen, haben aber

die Anforderungen eines weltweiten

Großkonzerns an unsere IT.“

Edwin Sternitzky ó

Citrix Systems gmbH

www.citrix.de

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN


MARKTÜBERSICHT

Als die Lamprecht Transport AG

vor fünf Jahren als eines der ersten

Transportunternehmen in der

Schweiz konsequent auf Server Based

Computing umstellte, ahnten die IT-

Verantwortlichen noch nicht, welch

fundamentale Weichenstellung damit

einherging. „Außer den Prognosen

der Beratungsfirmen und Hersteller

gab es keine Anhaltspunkte, wie groß

letztendlich das Einsparpotenzial war“,

erinnert sich Reto Spörri, Leiter IT bei

Lamprecht. „Obgleich es keine Erfahrungswerte

gab, wagten wir dennoch

den Schritt in die neue Technologie.“

Erste Erfahrungen mit Server-

Based Computing

Der Grundgedanke einer zentralen

Computing-Umgebung war dem Familienunternehmen

schon länger bekannt.

Bis zur Umstellung griffen rund die

Hälfte der 300 Mitarbeiter am Hauptsitz

Basel und in den sechs Schweizer

Niederlassungen über Terminals auf

die branchenspezifische ERP-Anwendung

SISA zu. Diese bildet bis heute

die Kernapplikation des Logistikunternehmens

und wurde für die Migration

auf die Terminal-Server-Umgebung angepasst.

Die andere Hälfte der Arbeitsplätze

war mit PCs ausgestattet, die im

Gegensatz zu den so genannten „dummen

Terminals“ auch andere Applikationen

wie Microsoft Office oder einen

Internet-Zugang bereitstellten.

MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

THIN CLIENTS uND PRINTSERVER

Lamprecht Logistics setzt auf IGEL Thin Clients

Reduce to the Max

Das Schweizer Logistik-Unternehmen Lamprecht vereinheitlicht seine Desktop-Umgebung

mit Smart Clients von IGEL Technology und halbiert damit die IT-Gesamtkosten.

ANWENDER

Lamprecht Transport Ag

www.lamprecht.ch

Einheitliche Desktop-Umgebung

Langfristiges Ziel der Migration war

eine grundlegende Vereinheitlichung

der Arbeitsumgebung. Eine standortübergreifende

Thin Client-Infrastruktur

sollte die zentrale Administration

konsequent von der Server- auf die auf

die Desktop-Ebene ausdehnen und über

eine uniforme Oberfläche zugleich Office-Anwendungen

und iSeries-Zugriff

bereitstellen.

„Dieser Migrations-Schritt bedurfte

einer längeren Evaluation, denn gerade

in der Anfangsphase des Thin Client-Trends

waren die Geräte technisch

nicht immer ausgereift oder preislich

noch nicht attraktiv genug. Schließlich

mussten wir die damaligen Anschaffungskosten

eines Thin Clients zuzüglich

Citrix-Lizenz mit denen der PCs

vergleichen“, erklärt Spörri.

Mit der Citrix-Einführung sammelte

Lamprecht erste Erfahrungen mit markenlosen

Thin Clients. Später erfolgte

eine erste Teststellung mit Geräten

verschiedener Hersteller, der sich eine

weitere Teststellung mit Thin Clients

der IGEL Smart Serie anschloss.

Niedrige Investitions- und

Servicekosten

Neben einem günstigen Preis achtete

Spörri besonders auf eine benutzerfreundliche

Administration. „Unsere

IT-Umgebung stellt nur geringe technische

Anforderungen an die Thin

Clients. Wir haben keine speziellen

Peripheriegeräte, alle Drucker sind

Netzwerkdrucker. Deshalb bildete die

optimale Kombination aus Kosten und

Management das wichtigste Entscheidungskriterium.“

Innovative Technik clever

umgesetzt

Mit der durchgehenden zentralen Administration

der Thin Client-Umgebung

erzielt Spörri schon jetzt eine enorme

Senkung der Support-Kosten. „Während

unsere PC-Arbeitsplätze nach

eigenen Ermittlungen insgesamt mit

7.200 CHF zu Buche schlugen, kostet

uns ein neuer Thin Client-Platz inklusive

Investitionskosten nur noch etwa

3.000 CHF. Insgesamt reduzieren sich

unsere Total Cost of Ownership um 50

Prozent. Heute verwalten wir mit vier

IT-Mitarbeitern alle 250 dezentralen

Bildschirmarbeitsplätze und können

uns mittlerweile wieder auf unsere

Kernkompetenzen konzentrieren.“

Unternehmerischer Mut zahlt

sich aus

Bis zum Ende des Jahres möchte Spörri

die noch verbleibenden 80 bis 100 IT-

Arbeitsplätze mit IGEL Smart-Clients

ausstatten und damit das Migrations-

Projekt vollständig abschließen. „Die

unternehmerische Courage, die den

Erfolg der Lamprecht Transport AG

seit der Nachkriegszeit begründet, hat

sich rückblickend auch in der frühen

Entscheidung zu einer grundlegenden

Weichenstellung der IT-Strategie bewährt“,

resümiert Spörri. ó

IgEL Technology gmbH

www.igel.com


SERVICE

AUTOREN DIESER AUSGABE

Thomas Behne . . . . . . . . . . . . . . . . . .behne@pr-portfolio.de. . . . . . . . . . 45

Hans Bonfigt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .bonfigt.ses-koeln@t-online.de . . . . 40

Werner Bruckner . . . . . . . . . . . . . . . .info@levigo.de . . . . . . . . . . . . . . . 46

Silvia Dicke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .silvia.dicke@itelligence.de . . . . . . . .31

Stefan Gerats . . . . . . . . . . . . . . . . . . .sgerats@zebra.com. . . . . . . . . . . . 44

Andreas Graef. . . . . . . . . . . . . . . . . . .info@ogs.de . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Roswitha Habersetzer . . . . . . . . . . . .habersetzer@kh-software.de . . . . . .16

Margarete Keulen . . . . . . . . . . . . . . . .m.keulen@seh.de . . . . . . . . . . . . . 42

Barbara Koch . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Barbara.Koch@de.ibm.com . . . . . . .11

Friedrich Koopmann . . . . . . . . . . . . . .friedrich.koopmann@softm.com . . .27

Nicole Körber . . . . . . . . . . . . . . . . . . .nicole@goodnews.de . . . . . . . . . . 20

Markus A. Litters . . . . . . . . . . . . . . . .info@edv-litters.net. . . . . . . . . . . . .11

Alexandra Meiß . . . . . . . . . . . . . . . . . .alexandra.meiss@veda.net . . . . . . .37

Christian Neißl . . . . . . . . . . . . . . . . . .c.neissl@niceware.at. . . . . . . . . . . 38

Alexander Schaefer. . . . . . . . . . . . . . .alexander.schaefer@avenum.com . 28

Edwin Sternitzky. . . . . . . . . . . . . . . . .edwin.sternitzky@eu.citrix.com . . . .47

Sabine Sturm . . . . . . . . . . . . . . . . . . .ssturm@ars-pr.de . . . . . . . . . . . . . 50

Franz Wiesholler . . . . . . . . . . . . . . . . .franz.wiesholler@softm.com . . . . . .21

Bernhard Zahlten . . . . . . . . . . . . . . . .bernhard_zahlten@de.ibm.com . . . 22

Christina Zerres . . . . . . . . . . . . . . . . .zerres@conovo.de. . . . . . . . . . . . . 29

Frank Zscheile. . . . . . . . . . . . . . . . . . .zscheile@agentur-auftakt.de . . . . . 20

FIRMEN DIESER AUSGABE

ATOSS Software AG . . . . . . . . . . . . . .www.atoss.com . . . . . . . . . . . . . . 34

Avenum Technologie GmbH . . . . . . . .www.avenum.com. . . . . . . . . . . . . 28

Behrens & Schuleit GmbH . . . . . . . . .www.scan-service.de . . . . . . . . . . 29

Citrix Systems GmbH . . . . . . . . . . . . .www.citrix.de . . . . . . . . . . . . . . . . .47

CSP Computer Schnittst. Peripherie. .www.csp-gmbh.de . . . . . . . . . . . . 45

Dachser GmbH & Co.KG . . . . . . . . . . .www.dachser.com. . . . . . . . . . . . . 45

DMSFACTORY GmbH. . . . . . . . . . . . . .www.dmsfactory.com . . . . . . . . . . 20

edv... beratung litters . . . . . . . . . . . . .www.edv-litters.net. . . . . . . . . . . . .11

enalog business solutions GmbH . . . .www.enalog.com . . . . . . . . . . . . . 20

FLEX Elektrowerkzeuge GmbH . . . . . .www.flex-tools.de . . . . . . . . . . . . . .27

Gilbarco GmbH & Co. KG. . . . . . . . . . .www.gilbarco.com . . . . . . . . . . . . .47

Habermaaß GmbH . . . . . . . . . . . . . . .www.haba.de . . . . . . . . . . . . . . . . 46

IBM Deutschland GmbH . . . . . . . . . . .www.ibm.de . . . . . . . . . . . . . . .14, 22

IGEL Technology GmbH . . . . . . . . . . .www.igel.com . . . . . . . . . . . . . . . . 48

itelligence AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.itelligence.de . . . . . . . . . . . . .31

K+H Software Kantioler KG . . . . . . . .www.kh-software.de . . . . . . . . . . . .16

IMPRESSUM

MIDRANGE MAgAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Michael Wirt

Chefredakteur: Michael Wirt (M.W.)

REDAKTION

Telefon +49 8191 9649-26

eMail redaktion@midrange.de

Thomas Seibold (T.S.), Irina Hesselink (I.H.),

Klaus-Peter Luttkus (KPL), Klaus-Dieter Jägle

(KDJ), Robert Engel (R.E.), Jörg Zeig (J.Z.)

ANZEIGEN

PLZ 0 – 4 und Ausland: Michaela Koller

Telefon +49 8191 9649-23

eMail michaela.koller@midrange.de

PLZ 5 – 9: Brigitte Wildmann

Telefon +49 8191 9649-24

eMail brigitte.wildmann@midrange.de

TECHNISCHE REDAKTION

Robert Engel, Telefon +49 9563 74060

Jörg Zeig, Telefon +49 2732 892491

LEKTORAT Text Lift, Thomas gaissmaier

Bezugspreis (Jahresabo):

Inland € 149,– inkl. MwSt., Ausland € 169,–

Erscheinungsweise:

12 Ausgaben pro Jahr

Gültige Anzeigenpreisliste:

Media-Daten Nr. 16/2006

Urheberrecht: Alle im MIDRANGE MAgAZIN

erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen,

vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

Art, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassung

in Datenverarbeitungsanlagen, nur mit schriftlicher

genehmigung des Verlages. Hiervon

ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

die dem Leser zum ausschließlich eigenen

gebrauch zur Verfügung stehen. Aus der Veröffentlichung

kann nicht geschlossen werden,

dass die beschriebene Lösung oder verwendete

Bezeichnung frei von gewerblichen Schutzrechten

ist.

INSERENTEN DIESER AUSGABE

ANTARES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.antares-informatik.ch . . . . . . .19

CRM-Messe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.imp-fuerth.de . . . . . . . . . . . .31

CSP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.csp-gmbh.de . . . . . . . . . . . . 5

DMS/Good News . . . . . . . . . . . . . . . .www.dms-expo.de . . . . . . . . . . . . 52

DocuWare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.docuware.com . . . . . . . . . . .24

EPOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.eposgmbh.com. . . . . . . . . . . . 9

GATE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.gate.ch . . . . . . . . . . . . . . . .27

Hanseatic Lloyd . . . . . . . . . . . . . . . . .www.hll-is.de . . . . . . . . . . . . . . . . 35

IBM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.ibm.com. . . . . . . . . . . . . . . . . 2

IGEL. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.igel.com . . . . . . . . . . . . . . . 45

index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.index.de . . . . . . . . . . . . . . . .10

inubit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.inubit.com . . . . . . . . . . . . . 33

iST . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.ist-del.de . . . . . . . . . . . . . . . 7

ITP. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.midrange.de . . . . . . . . . . . 11, 26

ML . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.ml-software.com . . . . . . . . . .21

oxaion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.oxaion.de . . . . . . . . . . . . . . . 3

Phoenix-ICP. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.phoenix-icp.de . . . . . . . . . . . 25

PSIpenta . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.psipenta.de . . . . . . . . . . . . 23

ROHA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.spoolmaster.info . . . . . . .20, 44

Solitas. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.solitas.com. . . . . . . . . . . . . . 29

TOOLMAKER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.toolmaker.de . . . . . . . . . . . . .51

UBL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.ubl-is.de . . . . . . . . . . . . . . . .15

WILSCH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.wilsch.de . . . . . . . . . . . . . . . .27

Zebra. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.zebra.com . . . . . . . . . . . . . 43

Zukunft Personal . . . . . . . . . . . . . . . .www.zukunft-personal.de . . . . . . . .37

KoelnMesse GmbH . . . . . . . . . . . . . . .www.dmsexpo.de . . . . . . . . . . . 17, 36

Lamprecht Transport AG. . . . . . . . . . .www.lamprecht.ch . . . . . . . . . . . . 48

levigo systems gmbh . . . . . . . . . . . . .www.levigo.de . . . . . . . . . . . . . . . 46

Magic Software Enterprises GmbH . .www.magicsoftware.com/germany . 7

OGS Ges. für Datenverarbeitung . . . .www.ogs.de . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

PSIPENTA Software Systems GmbH . .www.psi.de. . . . . . . . . . . . . . . . . . .12

redoxSystems GmbH . . . . . . . . . . . . .www.redox-systems.com. . . . . . . . 40

S4P solutions for partners ag. . . . . . .www.sforp.de . . . . . . . . . . . . . . . . .18

SEH Computertechnik GmbH . . . . . . .www.seh.de . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

SoftM AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.softm.com . . . . . . . . . . . . . . .21

SoftM Communications GmbH . . . . . .www.softm-communications.com . .27

Solitas Informatik AG . . . . . . . . . . . . .www.solitas.com. . . . . . . . . . . . . . .21

Stadtwerke Bad Kreuznach . . . . . . . .www.stadtwerke-kh.de . . . . . . . . . 20

swb GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.swb-mh.de . . . . . . . . . . . . . . .37

Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG www.vaillant.de . . . . . . . . . . . . . . 29

Veda GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .www.veda.net. . . . . . . . . . . . . . . . .37

Zebra Technologies Corp. . . . . . . . . . .www.zebra.com . . . . . . . . . . . . . . 44

Haftung: Für den Fall, dass im MIDRANGE MAgAZIN

unzutreffende Informationen oder in

veröffentlichten Programmen oder Schaltungen

Fehler enthalten sein sollten, kommt eine Haftung

nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages

oder seiner Mitarbeiter in Betracht.

Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Für unaufgeforderte Einsendungen aller Art

übernimmt der Verlag keine Haftung. Bei Nichtbelieferung

im Fall höherer gewalt, bei Störung

des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,

Aussperrung) bestehen keine Ansprüche gegen

den Verlag.

VERLAG

ITP VERLAg gmbH

Kolpingstraße 26, D-86916 Kaufering

Telefon +49 8191 9649-0

Fax +49 8191 70661

eMail service@midrange.de

Internet www.midrange.de

gesellschafter: u. E. Jäkel

geschäftsführer: Klaus-Dieter Jägle

Marketing: Klaus-Dieter Jägle

Abonnentenservice: Telefon +49 8191 9649-25

Bankverbindungen Deutschland:

Landsberg-Ammersee Bank eg

Konto-Nr. 5 137 500, BLZ 700 916 00

Bankhaus Reuschel & Co.

Konto-Nr. 1 163 103, BLZ 700 303 00

PRODUKTION

Produktionsleitung: Michael Wirt

Satz und Druckvorstufe: Popp Media Service,

Augsburg

Druck: Joh. Walch gmbH, Augsburg

Cartoon: Baaske Cartoons, Müllheim

Mitglied der Informations-

gemeinschaft zur Fest-

stellung der Verbreitung

von Werbeträgern e.V.

09/2006 · MIDRANGE MAgAZIN

9


31

18

5

Quelle: Management IT-Briefing.

Das Ergebnis hat keinen Anspruch auf Repräsentativität.

SERVICE

0 MIDRANGE MAgAZIN · 09/2006

gLOSSE

Hollywoods Security-Man

Es ist eine Binsenweisheit, aber immer wieder gern genommen: Das

wertvollste Gut in den meisten Unternehmen – Ölraffinerien, Juwelierläden

und ähnliches vielleicht ausgeschlossen – sind die Daten, die im

Netzwerk vorliegen. Wahr ist aber leider auch, dass die Liste der Angriffsmöglichkeiten

auf ein solches Unternehmensnetzwerk lang ist und in

Zeiten, da Hacking quasi zum Volkssport avanciert, immer länger wird.

Doch ach!, die Vorrichtungen zum Schutz der IT-Umgebung sehen vielerorts

noch immer einem Schweizer Käse sehr ähnlich, was die Zahl der

Durchschlupflöcher angeht. Dies erstaunt umso mehr, als dass interessanterweise

die Gebäude ganz selbstverständlich mit Alarmanlagen und

Zugangscodes gesichert sind,

um ungeladene Gäste fern zu

halten – wobei dafür auch ein

freundliches, aber bestimmt

auftretendes Personal genügt,

das den Besuch hinauskomplimentiert

und alle Türen und

Fenster sorgfältig verschließt.

Doch wer stellt sich all den fiesen

Viren, Würmern und trojanischen

Pferden entgegen, die

sich unbemerkt durch winzigste

Ritzen in Betriebssystemen

und Anwendungen quetschen, auf dass reihenweise die Rechner abstürzen,

die Server erlahmen, die eMail-Programme schwächeln und die Daten

auf Nimmerwiedersehen verschwinden? Der Blick geht sehnsuchtsvoll

in Richtung Hollywood, das seit Jahrzehnten Batman und Spider-Man

in den ewig währenden Kampf gegen das Verbrechen schickt. Wie toll

wäre es, wenn es für die IT so eine Art Security-Man gäbe, mit Firewalls,

Antivirensoftware, Verschlüsselungsprogrammen etc. statt mit Muskeln

bepackt, der zum Angriff reitet gegen das Böse, es aufspürt und vertreibt,

ja es womöglich erst gar nicht hereinlässt ins Haus … Sabine Sturm ó

MIDRANGE INDEX

Welche Bereiche würden Sie demnächst als SaaS (Software as a Service) bzw.

von einem ASP (Applikation Service Provider) nutzen wollen?

31 % April Mai Juni

18 %

5 %

ó Personalwesen/Payroll

ó Webconferencing

ó FiBu

ó Hochverfügbarkeit

ó Keine der

angegebenen

unternehmen in Forschung und Entwicklung

werden zunehmend Online-Portale in Anspruch

nehmen und dabei einzelne Tasks bis ganze

Software-Pakete auslagern. Sie greifen dabei

auf weltweite Partnerschaften zurück, so

dass Netzwerke entstehen, die bei der

Konzeption, Planung, umsetzung und Einführung

neuer Produkte entscheidende

Vorteile haben. Man könnte es fast als

die Wiedergeburt des Application Service

Providing halten. Ein wesentlich neuer

Aspekt ist jedoch die auf SOA-Basis ausgerichtete

Technologie, die es wohl bald

ermöglicht, Plattformübergreifende Funktionen

zu nutzen. Der Charme der SaaS-Angebote

liegt nicht nur im Deployment der Funktionen

und Applikationen, sondern auch in

der Flexibilität der Preismodelle.

Kommentator: Michael Wirt ó

Quelle: IBM

VORSCHAu

MIDRANGE MAgAZIN 10/2006

erscheint am 19. 9. 2006

SCHWERPuNKT

Konsolidierung der

IT-Infrastruktur

Weniger Hardware und dafür mehr Leistung

bei reduzierten gesamtkosten – so

sollte das Fazit einer erfolgreichen Konsolidierung

einer IT-Infrastruktur lauten.

Security

gesamtheitliche Sicherheitskonzepte

sind im Trend. Neben Zugangskontrollen

für Daten und Menschen sollte dabei

auch an Sachen wie den Feuerschutz für

wichtige Dokumente gedacht werden.

MARKTÜBERSICHT

SAP-Systemhäuser mit iSeries-

Anwendungen

Wir berichten über SAP-Spezialisten mit

iSeries-Know-how im deutschsprachigen

Mittelstand. Neben Anwenderberichten,

Kommentaren und Fachbeiträgen stellen

wir die Anbieter vor.

Die aktuellen Fragen jetzt unter

www.midrange.de/pms/poll

ó Welche Messen besuchen Sie?

ó Wie haben Sie das Viren-/Spam-Problem

gelöst?

ó Welche Entscheidungskriterien sind für

Sie bei der Beschaffung von Clients/Workstationen

am wichtigsten?

CLICK TO

Management IT-Briefing

Ihr eMail-Info-Dienst, 2-wöchentlich,

mit aktuellen Trend-Themen.

Bestellen unter www.midrange.de


TOOLMAKER SOFTWARE

Mehr Effi zienz für iSeries-Anwender

������������������������������

����������������������

���������������������������������������������

��������������������������������������������

�����������������������������������������������

�����������������

������������������������������������������

�����������������������������������������������

��������������������������������������������

����������������������������������������

��������������������������������������������

���������������������

�����������������������������������������������

������������������������������������������������

������������������������������������������������

�����������

�������������������������

TOOLMAKER SOFTWARE

Deutschland:

Tel 08191 / 968 111

www.toolmaker.de

Schweiz:

Tel 043 / 30 57 223

www.toolmaker.ch


www.dms-expo.de

19. bis 21. September 2006

Wenn Sie immer schon …

■ Ihre E-Mail- und Dokumentenflut in den Griff bekommen,

■ die Suchzeiten für alle Dokumente auf wenige Sekunden beschränken,

■ den Speicherbedarf für Ihre Daten signifikant reduzieren,

Koelnmesse GmbH

Messeplatz 1, 50679 Köln

Telefon +49221821-0

Telefax +49221821-3981

www.koelnmesse.de

„Seitdem wir windream einsetzen,

haben unsere Mitarbeiter sämtliche

Ein- und Ausgangsrechnungen im

direkten Zugriff.”

Christian Allinger, Geschäftsleitung der

PEARL Agency GmbH

windream GmbH auf der DMS: Halle 8 | G 003/H 004

■ gesetzliche Vorschriften zur Aufbewahrung steuerrelevanter Unterlagen leichter einhalten,

■ die Erstellung technischer Dokumente erheblich vereinfachen wollten:

DMS EXPO in Köln – Alles über elektronisches

Informations- und Dokumentenmanagement!

Der Eintritt ist bei Vorregistrierung kostenlos und beinhaltet den Besuch des Vortragsprogramms.

Ideeller Träger Partner Technische Dokumentation Diamond-Sponsor Platin-Sponsor

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine