Technik-Forum - Midrange Magazin

midrange

Technik-Forum - Midrange Magazin

SEPTEMBER 2002

AUSGABE 140

3 10,70

CHF 21,00

305819I98E

ISSN 0946-2880

B 30465

MAGAZIN

MIDRANGE

IT-Wissen und Lösungen für eServer im Unternehmensnetzwerk

+ CRM-Integration + Tracking-Systeme + e-Anbindung +

Warenwirtschaftssysteme

Big Blue macht Big e-Business mit KMU

Der Mittelstand ist König

Für den Anwender den höchstmöglichen Nutzen

Wissen, was zählt

iSeries-Software integriert Unternehmenspotenziale

e-biz-Integration

Marktübersicht

Outputmanagement

und Archivierung

Technik-Forum

Durchbruchnachrichten

I.T.P. VERLAG

Basel, 24. – 27. September Essen, 3. – 5. September


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Schattenseiten

Editorial

Konsolidierung, Entlassung und schlechte Konjunktur sind die Schlagworte

unserer Zeit. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eines von

ihnen als Teil einer negativen Eilmeldung über alle möglichen Medien

um die Welt geht. Die im Zuge der Veröffentlichungspflicht herausgegebenen

Ad-hoc-Mitteilungen beleuchten zwar des Anlegers Interessen,

verdunkeln aber das Einzelschicksal. Das, so ist das nun mal, geht in

Entlassungswellen schlicht und ergreifend unter.

Mit der Anzahl der Beschäftigten im Unternehmen sinken auch die

Hemmschwellen: Wer heute einen Job zu vergeben hat, ist wieder wer.

Die Qual der Wahl steht vielen Personalern ins Gesicht geschrieben,

man hat wieder Ansprüche und lebt auch seine Schattenseiten aus – am

liebsten bei Vorstellungsgesprächen und am menschlichen Objekt.

Seit einigen Monaten begleite ich einen „Arbeitssuchenden“ auf seiner

Odyssee durch den Stellenwald – sein Arbeitsplatz fiel noch während

der Probezeit einer der typischen Energieversorger-Fusionen zum Opfer.

Der Anschlussvertrag war zwar schon fest zugesagt, aber leider... Sein

Studium der Elektrotechnik war selbst finanziert und sollte zur Erfüllung

seines Lebenstraums dienen – Verfahrens- und Messtechnik in der

Zulieferbranche, Automobilindustrie wäre das Größte. Ich weiß: wer

heute im Zusammenhang mit einem Arbeitsplatz von Lebensträumen

spricht, wird müde belächelt. Aber es gibt diese Menschen – noch...

Bei seinem jüngsten Vorstellungsgespräch traf dieser Suchende ausgerechnet

in einer für ihren Stil und die ausgeprägte Etikette bekannten

Stadt im Norden auf einen der gequälten Personaler. Auf einen, in dem

sich die Schattenseiten der schlechten Konjunktur schon fast schillernd

wiederspiegelten. Arroganz, Sarkasmus und die Aussage, „Ich stelle hier

die Fragen“ haben nach einem halben Jahr Arbeitssuche, nach langer

Anreise und einer schon fast beängstigenden Vorfreude auf „die neue

Chance“ ihre Wirkung nicht verfehlt. In einem 33 Jahre jungen

Gesicht zeigten sich erste Anzeichen von Zermürbung – so einfach geht

Zukunftspotenzial dahin.

Diese Stelle im Heft soll weder als Pranger noch als Job-Forum dienen

– mitunter aber wachrütteln: Menschlichkeit gehört zu den Soft Skills,

die auch in unserer Branche wieder stärker ins Rampenlicht rücken

müssen. Wenn dort ein Nachwuchstalent seine Fähigkeiten und damit

auch seine Stärken und Schwächen kund tut, ist ein gutes Gefühl das

Mindeste, was man ihm mit nach Hause geben sollte...

Herzlichst, Ihr

Michael Wirt

Midrange MAGAZIN September 2002 3


CRM-Integration, Tracking-Systeme, e-Anbindung

Wie im richtigen Leben, geht es immer um zwei Dinge,

die zusammenzuführen sind: die Ware und den Kunden.

Vor diesem Hintergrund spielt die Integration von

WWS und CRM eine ganz entscheidende Rolle.

4

Detmar Przybylski

Gesellschafter und Geschäftsführer

der Team4 GmbH:

„Nur wer die Gepflogenheiten

dieses Marktes verinnerlicht hat,

kann eine erfolgreiche Projektdurchführung

sicher stellen.“

Uwe Rusch

Director eServer iSeries Sales,

Central Region:

„Heute ist jeder am Markt froh

darüber weniger Umsatzrückgang

verbuchen zu müssen als der

Wettbewerb. Die iSeries hat im

2. Quartal nicht nur ihre Position

gehalten, sondern sogar ausgebaut.

Darauf darf man doch ein

wenig Stolz sein – oder?“

Stefan Bürkli

seit Anfang Februar verantwortlich

für das gesamte Mittelstandsgeschäft

der IBM in D, A, CH:

„Als One Voice präsentieren sich

Big Blue und Partner – und wollen

neben der Stimme auch gemeinsam

ein offenes Ohr haben: für jede

Kundenanforderung und -situation.“

Inhalt

Titelthema

Die Ware und der Kunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

CRM-Integration, Tracking-Systeme, e-Anbindung

WWS via WWW . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Flexibilität aus der Steckdose

Effizienz in alle Abteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

MAY + SPIES modernisiert mit WWS-System von AS/point

Vom Mitarbeiter zum Kunden . . . . . . . . . . . . . . . . 12

WWS und CRM – miteinander oder gegeneinander?

Einer für alle, alle für einen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

CRM-Markt im Fokus von Team4

IT auf dem Weg zum Kunden . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

All-in-One-Lösung für Handel, Industrie…

Erfolgsfaktor Warenwirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Wettbewerbsdruck führt zur Fokussierung

Der Kreis schließt sich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Anforderungen an Integration von WWS und CRM

Aktuelles

MR-Welt goes Baden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Die Frage des Monats im Juli 2002

iSeries im Aufwind . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Uwe Rusch verlässt IBM trotz guter Ergebnisse

Für den Mittelstand am Start . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Ready, Steady – Green

Der Mittelstand ist König . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Big Blue macht Big e-Business mit KMU

Wissen, was zählt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Für den Anwender den höchstmöglichen Nutzen

Integration und Innovation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

iSeries als Basis für World, OneWorld und J.D. Edwards 5

e-biz-Integration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

iSeries-Software integriert Unternehmenspotenziale

Märkte & Macher

Personen, Produkte, Business . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Dokumenten-Management im Visier . . . . . . . . . . . 36

DMS EXPO Europe und AIIM Conference @ DMS Expo

COMMON Jahreskonferenz 2002 . . . . . . . . . . . . . . 38

„Surf The Technology Wave“ We Can Do It!


Technik & Integration

Technik-Forum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Durchbruchnachrichten

Informationen über das Web . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Government-Portal beim Bundesministerium…

RAD unter Linux auf iSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg…

Marktübersicht

Papierkrieg online . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Outputmanagement und Archivierung

Tabellarische Anbieter- und Produktübersicht . . . 50

Schneller Griff ins Archiv . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

Kaiser + Kraft mit Archivsystem und Frida

Maschineller Zugriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53

Archiv für Baan-Anwender von Vanenburg

Intelligente Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54

Scharr KG führt Easyware mit der Henrichsen Ag ein

Druck mit Format(en) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

Effizienz und Zuverlässigkeit steigern…

Digitale Personalakte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57

Hyperdoc HR als ASP-Lösung von IQDoQ

Kein Papier mehr im Archiv . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

Planatol Klebetechnik GmbH verbindet…

Durch die Luft zum Drucker . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

Über Wireless Lan zum Output

Ein Packen Infos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61

Daten komprimieren, Kosten optimieren

Host-Daten im Netz drucken . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

Zentrale Steuerung der Druckaufträge…

Spool sicher indexieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63

Spool Files mit PArc archivieren

Formularmanagement unter gutem Stern . . . . . . 64

Dr. Vogler-Gruppe tritt mit Lösung von Prout auf…

Rubriken

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Die Frage des Monats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Inserenten/Beilagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

GO NEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

Midrange MAGAZIN September 2002

Technik Forum

In diesem Beitrag geht

es um Fragen, Antworten und

ein Beispiel-Programm

für Durchbruchnachrichten.

Messen

Im September stehen zwei wichtige Messen auf dem

Terminplan. Zunächst läuft vom 3. – 5. in Essen

die DMS-Expo, diesmal zusammen mit der AIIM.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite 36.

Vom 24. – 27. ist dann Basel der Standort der

ORBIT/COMDEX. Weitere Infos dazu auf Seite 34.

Outputmanagement und Archivierung

Der berühmte Papierkrieg wird heute elektronisch ausgefochten,

die verschiedenen Schach- und Feldzüge auf Hochleistungsspeichermedien

für die Nachwelt festgehalten. Archivierungswürdig ist

gerade im Online-Zeitalter eine Fülle an Informationen, das

Wiederauffinden von Informationen bedarf aber keines Kellergangs

mehr. Die modernen Archive sind zwar auch staubempfindlich,

aber nicht mehr begehbar...

5


Titelthema

CRM-Integration, Tracking-Systeme, e-Anbindung

Die Ware und der Kunde

Die vornehmliche Aufgabe eines Warenwirtschaftssystems (WWS) ist das artikelgenaue Erfassen und Bewirtschaften von Waren nach Mengen und

Werten. Der dafür erforderliche Aufwand ist bei weitem nicht immer so beschaulich, wie es uns die „Dame“-spielenden Lageristen im kultigen

Jack-Daniel’s-Werbespot vorführen. Denn der Kreislauf aus Wareneingang, Liefer- und Rechnungskontrolle, Einlagerung, Verkauf, Disposition, Logistik,

Bedarfsermittlung und Bestellung lässt viele Hebel in Bewegung geraten.

Im Grunde genommen geht es immer

um zwei Dinge, die zusammenzuführen

sind: die Ware und den Kunden. Vor

diesem Hintergrund spielen die Integration

des WWS mit dem Customer

Relationship Management (CRM) und

das lückenlose Wissen um den aktuellen

Standort der Waren eine ganz entscheidende

Rolle.

Nicht nur Münzen haben

zwei Seiten

Soll und Haben, Angebot und Nachfrage,

Einnahmen und Ausgaben – die Beispiele

solcher Ambivalenzen sind im

kaufmännischen Alltag schier grenzenlos

und haben allesamt jahrhundertlange

Tradition. Ebenfalls in Einklang zu bringen

sind Ware und Kunden oder genauer

gesagt: Warenfluss und Kundenwünsche.

Daher muss das WWS einerseits

über die entsprechenden Mechanismen

verfügen, die Kunden zu erkennen, zu

analysieren und deren Bedarfsverhalten

zu antizipieren; die Integration von

CRM-Lösungen bietet hierfür die ideale

Voraussetzung. Andererseits ist natürlich

auch der gesamte Warenfluss zu managen.

Vor allem bei Lebensmitteln und

pharmazeutischen Produkten ist es äußerst

wichtig, nachvollziehen zu können,

woher die bezogenen Waren bzw. deren

Bestandteile stammen. Zur Steuerungskomponente

gehört ebenfalls dazu,

jederzeit zu wissen, wo sich die Paletten,

Tanks und sonstigen Gebinde aktuell befinden.

Unter den Stichwörtern Tracking

und Tracing hat sich in diesem Kontext

eine ganze Reihe von Methoden mit dazugehörigen

Werkzeugen gebildet, die

teilweise die modernsten (e-)Technologien

nutzen.

Die Kunden im WWS

(er)kennen ...

Das Thema Integration spielt ganz allgemein

bei Business-Software eine entscheidende

Rolle. Schließlich gibt es

kaum einen ERP- (Enterprise Resource

Planning-) Prozess, der isoliert zu betrachten

ist und ohne Auswirkung auf

andere Bereiche bleibt. Das gilt selbst-

6 www.midrangemagazin.de September 2002

verständlich auch für die Warenwirtschaft

als Drehscheibe sämtlichen Warenverkehrs

und hier insbesondere für

die Einbindung aller kundenbezogene

Prozesse. So kann der Sachbearbeiter

über die Integration von WWS und

CRM neben der allgemeinen Kommunikation

mit Wiedervorlagen und Terminen

auch kundenbezogen auf Angebote,

Auftragsbestätigungen, Lieferscheine

und Fakturen zugreifen und die bevorzugten

Produkte, aber auch die Offenen

Posten abrufen. Hinzu kommt die analytische

Komponente des CRM, die

beispielsweise dabei unterstützt, Kaufverhalten

zu antizipieren oder Customer-Equity-Potenziale

abzuschöpfen.

... als Teil der Business-Logik

Wer ist mein Kunde, welches Kaufverhalten

legt er an den Tag, wie kann ich

den Absatz und die darauf folgenden logistischen

Prozesse optimieren – welche

Vorgänge müssen demzufolge angestoßen

werden? Die Beantwortung dieser

vielschichtigen Fragen erhöht die Effizi-


Titelthema

enz in der Warenwirtschaft ganz entscheidend.

Die Integration bringt dabei

mit sich, dass an jedem gewünschten

Arbeitsplatz ohne Wechsel der Anwendung

oder gar Medienbrüche alle Schritte

von der Angebotserstellung über die

Auftragsbearbeitung bis zur Rechnungsstellung

nachvollziehbar bleiben.

Die Daten müssen zudem nicht mehr

doppelt gepflegt werden, was auch zu

höherer Zuverlässigkeit führt.

Tracking & Tracing

Das Controlling des Warenflusses kennt

im Wesentlichen zwei Aspekte: das

Nachvollziehen von extern gelieferten

Rohstoffen bzw. Zulieferteilen samt

Chargenrückverfolgung auf der produkthistorischen

Seite und – sozusagen

als logistischer Aspekt – die Verfolgung

der Versandstücke auf dem Weg zum

Kunden. Dabei hat die Rückverfolgbarkeit

in den letzten Jahren über alle Branchen

hinweg an Bedeutung gewonnen.

Während das Tracking & Tracing noch

vor überschaubarer Zeit als „Nice to

Have“ für Speditionen galt, das man

allenfalls optional nutzen kann, ist es

heute bereits eine nahezu obligatorische

Funktionalität der Warenwirtschaft.

Wissen als Pflichtaufgabe

In vielen Bereichen spielt auch der Gesetzgeber

eine innovationstreibende

Rolle – zum Beispiel im Gesundheitswesen

oder in der Fleischwirtschaft. So ist

seit September 2000 ein Kennzeichnungs-

und Etikettierungssystem vorgeschrieben,

um die lückenlose Rückverfolgbarkeit

von Rindfleischprodukten

zu garantieren. Im Gesundheitswesen ist

an das 1998 erlassene Transfusionsgesetz

zu denken, welches die Chargendokumentation

und Dokumentationspflicht

für spezielle medizinische Produkte

festlegt. Aber auch in der

Konsumgüterindustrie, dem Handel

und dem Transportwesen, um nur einige

weitere Branchen zu nennen, ist das

Thema Rückverfolgung relevant.

Auf dem Weg zum Kunden

Ist der Kunde als solcher erkannt, bleibt

die Frage offen, wie die bestellte und verkaufsfähig

bevorratete Ware am geeig-

Die Ware und der Kunde

netsten zu ihm gelangt. Damit hat sich

die Logistik auseinander zu setzen, zu

deren Aufgabengebieten unter anderem

das termingerechte Beliefern von verteilten

Lagerorten aus gehört. Wie aber

kommen die bestellten Mengen zum

Adressaten? Das optimale Abwägen von

Lagerkapazitäten und Rollwegen zählt

zu den kniffligsten, aber auch effizienzträchtigsten

Aspekten von Warenwirtschaft

und Logistik. Im Sinne einer Versandstückverfolgung

kommt dem Tracking

auch auf dem Weg zum Kunden

eine bedeutende Rolle zu: Welche Mengen

von Waren befinden sich gerade an

welchem Ort und haben bis wann wo zu

sein? Solche für das eigene Unternehmen

wie auch für Statusabfragen der Kunden

wichtigen Informationen lassen sich nur

über entsprechende technologische Vorkehrungen

generieren und aktuell halten.

Jederzeit wissen, wo die Ware ist

Bei der Übermittlung logistischer Daten

hat sich mit SMS (Short Message Service)

ein ortsunabhängiger und kostengünstiger

Träger für den Datentransfer

bewährt. Übertragungsbasis ist der

weltweit führende digitale Mobilfunkstandard

GSM (Global System for Mobile

Communiations). Auf diesem Weg

lässt sich beispielsweise die Kommunikation

zwischen den Fahrern und der

zentralen Disposition einer Spedition

realisieren – über unvorhergesehene Abweichungen

vom Tourenplan, Auslieferungsbestätigungen,

kurzfristige Änderungen

im Auslieferungsprozess, neu erhaltene

Ladestationen und vieles mehr.

Aber auch die passive Kommunikation

ist möglich. Hierbei sorgen winzige

Chips in einzelnen hochwertigen Waren

oder auch in Verpackstücken für die geografische

Ortung. Diese funktioniert

dann sowohl im Lager über Scangates

als auch „on the Road“ mithilfe der

GPS- (Global Positioning System-) Satellitentechnologie.

Sinn und Unsinn eines ‚e-WWS’

Grundsätzlich gilt, dass ein WWS im

Idealfall über die Unternehmensgrenzen

hinaus in die Prozesse einzubinden ist.

Wie weit die Integration freilich mit den

Lösungen von Lieferanten, Kunden und

8 www.midrangemagazin.de September 2002

Partnern im Sinne des Collaborative

Commerce reichen muss, ist immer vom

Einzelfall abhängig. Schließlich ist der

Zusammenschluss von Unternehmen

über das Internet im Sinne virtueller

Business Communities zwar grundsätzlich

auch für die Warenwirtschaft ein

heißes Eisen, hängt jedoch von den jeweiligen

Rahmenbedingen ab. Ähnlich

fallbezogene Einschränkungen gelten

für die Einbindung von WAP: Der Einsatz

neuer Technologie führt nicht

zwangsläufig zum Seelenheil. Denn die

entsprechenden Endgeräte sind noch

immer viel zu teuer, und die Übertra-

gungsraten der aktuellen WAP-Standards

erlauben den sinnvollen Betrieb

von Mobile-Business-Lösungen nur

dann, wenn diese zeichenorientiert sind

und auf voluminöse Grafiken verzichten.

Was sage ich da? Zeichenorientiert?

Wer will denn schon heute noch zurück

zum Green Screen? In manchen Fällen

ist da am Ende eben doch noch das Fax

eine sinnvolle Alternative – vor allem

dann, wenn man dem Mitarbeiter im

Lager auch weiterhin ein ‚Stück Papier’

mit auf den Weg geben will. Papier ist

schließlich einfach zu reproduzieren und

leicht zu handhaben. Außerdem muss es

nicht bedient werden, und es sind keine

Lesegeräte notwendig. Ein Vorteil, den

Sie übrigens auch bei der Lektüre Ihrer

vorliegenden Ausgabe des Midrange

Magazin haben, wo und wann auch

immer Sie die Muße dazu finden werden.

Viel Spaß dabei!

M.W.


Flexibilität aus der Steckdose

WWS via WWW

Die Strukturen und Abläufe von Handelsunternehmen

stellen die Software-Firmen vor

komplexe Herausforderungen. Sie entwickeln

meist individuelle Warenwirtschaftssysteme,

abgestimmt auf die Anforderungen an eine

moderne kostengünstige Software.

Wenn es um Benutzerfreundlichkeit,

Geschwindigkeit sowie die

Anbindung von Lieferanten, Kunden

oder Außendienstmitarbeitern geht, ist

ein standardisiertes kostengünstiges

Warenwirtschaftssystemen der geeignete

Lösungsansatz. Um ein Unternehmen

in Zeiten immer schnelleren Wandels erfolgreich

führen zu können, braucht

man eine effiziente Organisation sowie

gezielte Informationsmöglichkeiten.

Professoren und Studenten an der Universität

Münster haben sich in Kooperation

mit dem Unternehmensberater Roland

Berger damit befasst. Sie erstellten

eine umfassende Studie zum Thema

„Warenwirtschaftssysteme“ (www.wwsstudie.de).

In dieser Studie wurden mehrere

hundert Hersteller hinsichtlich des

Leistungsstandes ihrer Software befragt.

Die Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung

sind in dem Buch „Erfolgreiche

Geschäftsprozesse durch standardisierte

Warenwirtschaftssysteme“ festgehalten.

Fazit: Bedienkomfort, Kosten- und Zeit-

ersparnis bleiben die Hauptanforderungen

eines Unternehmers an ein modernes

Warenwirtschaftssystem.

ERP-Lösung für den Mittelstand

Einen Schritt in die richtige Richtung

geht die C.I.S. Cross Industrie Software

AG aus Hannover. Sie bringt eine vollständig

integrierte, auf Internet-Technologie

basierende Anwendung auf den

Markt: Semiramis. Komplett in Java

entwickelt, ist sie praktisch „aus der

Steckdose“ nutzbar. Unter dem Motto

„Feel your Software!“ realisiert das

Software-Produkt eine umfangreiche,

hochgradig benutzerfreundliche und

kostengünstige ERPII-Lösung für den

Mittelstand. Die Lösung unterstützt neben

Windows 2000 und XP u.a. IBMs

iSeries (AS/400), diverse Unix-Derivate,

SuSe Linux und Solaris. Als Bedienungsoberfläche

kommt jeder der gängigen

Web-Browser in Frage – und das

ohne zusätzliche Applets, Plug-Ins oder

ActiveX Controls.

„Warenwirtschaftssysteme gibt es viele.

Kostengünstige, mobile und zeitsparende

Lösungen für den Mittelstand auf

den Markt zu bringen, ist unsere Kernkompetenz“,

so Reinhold Karner, Gründer

und Chef der C.I.S. AG.

Dass sich das System etabliert, zeigt die

Liste an neu gewonnen Solution-Partnern.

Dazu zählen u.a. die Gruber &

Hufnagel Softwareentwicklung GmbH

aus Rheinzabern, die Kegelmann Computerhaus

AG aus Obertshausen bei

Frankfurt sowie EuroComConsult aus

Duisburg.

C.I.S. Cross Industrie Software AG

D-30163 Hannover

� (+49) 0511/96605-0

� www.cisag.com

Midrange MAGAZIN September 2002

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Titelthema

9


Titelthema


MAY + SPIES modernisiert mit WWS-System von AS/point

Effizienz in alle Abteilungen

Das Traditionsunternehmen aus der Dürener

Papierindustrie, MAY+SPIES, hat sich den

Kundenservice auf die Fahnen geschrieben.

Das Unternehmen bewältigt täglich ca. 580

Kundenaufträge. Besonders den gestiegenen

Serviceansprüchen der Kunden wird Rechnung

getragen, denn immer öfter möchten Kunden

bereits am Telefon in möglichst kurzer Zeit

ihre Bestellung aufgeben und dabei über

Verfügbarkeit, Lieferzeiten und Preise umfassend

informiert werden. Die gestiegenen

Anforderungen bedingten eine Modernisierung

der kompletten Hard- und Softwarelandschaft.

Die alte EDV“, so Herr Braun, Projekt-

und kaufmännischer Leiter

des Unternehmens, „bot uns durch ihre

heterogene Struktur und die Offline-Filialanbindung

neben vielen anderen Punkten

keine Perspektive mehr. Unser Ziel

war es, eine durchgängige Transparenz

zu schaffen.“ Es sollte möglich sein, dass

alle Bereiche des Unternehmens (Lagerverwaltung,

Wareneingang, Einkauf,

Produktion, Verkauf und Vertriebsservice

etc.) über ein System miteinander

vernetzt sind und alle benötigten Informationen

abteilungsübergreifend zur

Verfügung stehen. Außerdem sollte

dabei auch keine Rolle spielen, wo auf

der Welt sich die betreffende Niederlassung

bzw. der Partner befindet.

Partner mit Konzept

Mit den sich daraus ergebenden Anforderungen

hielt man nun Ausschau nach

einem kompetenten Partner. Die Wahl

fiel schließlich auf die Firma AS/point

Software- und Beratungsgesellschaft

mbH aus Übach-Palenberg und damit

auf ihre Warenwirtschaftslösung

AS/waw 400. Das Softwarehaus entwickelte

zusammen mit der Firma ein Konzept,

das nicht nur den Bereich Warenwirtschaftslösung

umfasste, sondern

auch die Modernisierung der gesamten

EDV-Landschaft berücksichtigte. So

wurde z.B. die gesamte heterogene PC-

Landschaft auf eine homogene, zentral

administrierbare Terminal-Serverkonzeption

umgestellt und die Anbindung

sowohl der Niederlassungen als auch

der Tochterunternehmen kostengünstig

über VPN realisiert. Techniken wie

„Load Balancing“ und „Clustering“

gewährleisten im Serverbereich zusätzliche

Ausfallsicherheit und hohe Verfügbarkeit.

Bei der Teamkommunikation

setzt man auf die Groupware Lotus Domino,

die – gekoppelt mit der Telefonanlage

als Plattform – der Integration von

Mail, Fax und Voicemail dient, so dass

jegliche Kommunikation übersichtlich

und gezielt in Lotus Notes zusammengeführt

wird. Diese Verbesserungen der

10 www.midrangemagazin.de September 2002

EDV-Infrastruktur – gerade hinsichtlich

der hohen Integration der verschiedenen

Systeme iSeries, PC-Netzwerk und Telekommunikation

– schufen die Basis für

die erfolgreiche Einführung der neuen

Warenwirtschaftssoftware.

Die Lösung

Durch den Einsatz der Software mit all

seinen Modulen gelang der Brückenschlag

von der Lagerverwaltung über

den Einkauf und von der Produktion bis

hin zum Vertrieb.

Das Informationsdrehkreuz

Im Bereich Vertrieb ist man nun durch

den Einsatz des Moduls „Teleauskunft“

in der Lage, alle nur erdenklichen Kundenanfragen

schnell und komfortabel zu

beantworten, da auf alle Systeminformationen

zu jeder Zeit einfach und schnell

zugegriffen werden kann. Die Qualität

der Kundenberatung konnte so wesentlich

verbessert werden. Einem Kundenberater

ist es nun möglich, viele Informa-


tionen auf einen Blick zu erhalten oder

auf Knopfdruck abzurufen – z.B. die speziellen

Kundenkonditionen (Preisstaffeln,

Frachtfreigrenzen) oder die Auskünfte

über Artikelverfügbarkeit.

Auch die Vorgangsverwaltung im Modul

„Teleauskunft“ gewährleistet, dass

Informationen zu Preisanfragen eines

Kunden allen Verkäufern jederzeit bekannt

sind, damit auf bereits gegebene

Informationen eines Kollegen reagiert

werden kann. Das System geht sogar soweit,

dass aktiv auf solche gleichlautenden

Anfragen aufmerksam gemacht

wird. So ist ein einheitliches und geschlossenes

Auftreten des Unternehmens

gegenüber dem Kunden sichergestellt.

Auch im Bereich Kundenkontaktmanagement

gelang ein großer Schritt nach

vorne, denn sowohl Telefon- als auch

Besuchsberichte können sofort online im

System erfasst werden und stehen somit

dem gesamten Verkaufspersonal als Informationsquelle

zur Verfügung.

Das Lagerführungssystem

Im Bereich der Lagerverwaltung wurde

das alte Karteikartensystem vom modernen

Lagermanagement der Warenwirtschaftslösung

AS/waw 400 abgelöst.

Mit Hilfe dieses Lagerführungssystems

ist es nun möglich, die Lagerplatzverwaltung

im Zentrallager in Düren effizienter

zu gestalten. Dabei wird bei der

Einlagerung immer der günstigste freie

Lagerplatz automatisch vom System

vorgeschlagen, so dass eine optimale

Platzbelegung gewährleistet ist.

Roulierende Kommissionierfächer

Im Bereich der Kommissionierfachverwaltung

ist man auf eine voll chaotische

Lagerführung mit roulierenden Kommissionierfächern

umgestiegen, die sich

an der Häufigkeit der Zugriffe auf einen

Artikel orientiert. Die bisherige Anordnung

der Fächer nach Artikelnummer

wurde dadurch abgelöst.

Lagerleitstand

Auch die Kommissioniervorgänge selber

lassen sich nun gezielter und flexibler

steuern, so dass es dem Lagerleitstand

möglich ist, den Abruf der Kommissionieraufträge

nach bestimmten

Kriterien vorzunehmen oder mehrere

Kommissionen zu einer Sammelkommission

zusammen zu fassen.

Einkauf und Produktion

In den Bereichen „Einkauf und Produktion“

greift man auf vielfältige Funktionen

zurück, wie z.B. Produktkalkulation,

Disposition, Bestellerfassung, Rechnungsprüfung

und Fertigungsplanung,

so dass ein durchgängiger Informationsfluss

in einem einheitlichen System gewährleistet

ist.

„In Kooperation mit der Firma AS/point

ist es uns gelungen, unsere gesamte

EDV-Landschaft zukunftsorientiert auszurichten.

Ein besonderes Lob gilt auch

der straffen Projektorganisation, die es

uns ermöglichte, dies alles – inklusive

der Umstellungen der Niederlassungen

und aller Schulungen – innerhalb eines

halben Jahres durchzuführen.“ so Herr

Braun.

AS/point Software- und

Beratungsgesellschaft mbH

D-52531 Übach-Palenberg

� (+49) 02451/971-320

� www.aspoint.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Titelthema

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Titelthema

Vom Mitarbeiter zum Kunden

Gerade heute unter dem Einfluss der

rezessiven Wirtschaftslage sind viele Unternehmen

bereit in CRM zu investieren. Ein

Rückblick zeigt, dass noch vor fünf Jahren das,

was heute hochtrabend CRM genannt wird,

schlicht hieß: „Der Kunde ist König“.

Auch früher – ohne technische Gewaltakte

– war dies keine leichte

Übung. Der gedankliche Ansatz des

„Dienens“ muss im Bewusstsein des gesamten

Unternehmens – von der Firmenspitze

über den gesamten Vertrieb bis hin

zu jedem Mitarbeiter in Produktion und

Verwaltung – verankert sein. Erst wenn

jede Kundenbeziehung diesen Stellen-

Anzeige

WWS und CRM – miteinander oder gegeneinander?

wert im Denken und Handeln erhalten

hat, sind verschlankende organisatorische

Software-Maßnahmen sinnvoll.

So stellt sich nach Überzeugung der OGS

als ERP-Anbieter nicht die Aufgabe, eine

alles „erschlagende“ Software zu liefern,

sondern die Vorteile für alle in der Vertriebskette

stehenden Mitarbeiter herauszufiltern.

Wer sich beschränkt und von

dem Grundsatz ausgeht, die Kommunikation

von Menschen für Menschen zu

verbessern, ist einer erfolgreichen CRM-

Einführung deutlich näher als all die toll

klingenden Features einer überfrachteten

Software. Wie wir wissen, muss allen

Mitarbeitern bei der Einführung von

CRM, für jede zusätzlich erforderliche

Pflichtübung im Arbeitsalltag auch eine

12 www.midrangemagazin.de September 2002

Erleichterung und/oder ein Zusatznutzen

zur Verfügung gestellt werden. Nur so

kann die CRM-Lösung in den Mittelpunkt

der Vertriebsaktivitäten gestellt

und dauerhaft genutzt werden.

Entscheidend ist, daß in der Software

keine Alternativen mehr existieren. Eine

perfekt funktionierende CRM-Lösung

verhält sich wie eine Diva und lässt keine

anderen neben sich zu! Dennoch dürfen

Mitarbeiter das Werkzeug nicht

überschätzen: Mitdenken ist weiterhin

gewünscht und gefordert!

Wo liegen die Erfolgschancen

Als ERP-Anbieter kennen die OGS-Projektleiter

„ihre“ Mittelständler bereits

über einen langen Zeitraum. So können


in die bestehenden Prozesse CRM-

Werkzeuge integriert werden, mit denen

wichtige Informationen zeitnah angefordert

und gleichzeitig an anderer Stelle

als Zusatznutzen bereit gestellt werden.

Auf diese Weise unterstützt man zum

Beispiel den kompletten Nachweis aller

außerhalb des ERP-Systems erstellten

Dokumente am Kunden oder am Projekt.

Eine Einladung zu einer Messe im

Rahmen eines Massen-Mailings wird

dementsprechend genauso mit dem

Kunden verknüpft wie eine Reklamation

und das darauf folgende Antwortschreiben

an den Kunden.

CRM-Tool vs. Papierkrieg

Gerade in den ‚Automatik’-Funktionen

aus ERP-System-gesteuerten Prozessen

liegt eine große Chance. So können

beispielsweise Nachhak-Termine 6 Wochen

nach einer Reklamation, Kundenpflegeanrufe

bei Umsatzeinbrüchen in

bestimmten Produktsegmenten oder die

Info an den Vertriebsmitarbeiter, dass ein

Kunde überhaupt nicht auf eine Aktion

Anzeige

reagiert hat, fest verankert werden. Informationen

über geänderte oder neue Sonderkonditionen

eines Kunden werden so

ohne ‚Papierkrieg’ direkt zu dem zuständigen

Außendienstler gelangen. Alle

‚Vorfälle’, die sich im ERP System abzeichnen,

werden auf diese Weise automatisch

in das CRM-Tool eingebunden.

Nachtelefonieren

Damit laufen alle Aktionen in einem System

zusammen. Vom Nachtelefonieren

eines Angebotes über Kundenbesuche

oder Schriftverkehr werden in einer Zeitleiste

alle Aktivitäten am Kunden oder

am Projekt festgehalten. Zukünftige Aktionen

können geplant werden und stehen

für jeden Mitarbeiter als ‚To-Do’-

Liste zur Verfügung. Umgekehrt stehen

zusätzliche Informationen und Serviceleistungen

für den Kunden einfach über

das Web bereit. Dessen Anforderungen

aus dem Web-Angebot können automatisch

ins Auftragswesen oder als Maßnahme

in die To-Do-Listen der Vertriebsmitarbeiter

übernommen werden.

Midrange MAGAZIN September 2002

ERP & CRM im Team

Titelthema

Zusammenfassend lässt sich nach unserer

langjährigen Erfahrung aus der Praxis

das Resümee ziehen: Ein funktionierendesKunden-Informationsmanagement

muss integraler Bestandteil einer

schlanken Organisationsstruktur werden.

Sonst wird CRM zu einer isolierten

Insel, auf die sich im Zweifel doch keiner

retten kann. Auf die für das Unternehmen

maßgeschneiderte, integrierte

CRM-Lösung muss man sich auch und

gerade in stürmischen Zeiten als sicheren

Ort verlassen können!

Der Autor Marco Decker ist

Marketingleiter OGS.

OGS Ges. für Datenverarbeitung und

Systemberatung mbH

D-56068 Koblenz

� (+49) 0261/91595-0

� www.ogs.de

13


Titelthema

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CRM-Markt im Fokus von Team4

Einer für alle, alle für einen

Der Gesellschafter und Geschäftsführer der

Team4 GmbH, Detmar Przybylski, verschrieb

sich Mitte der 90iger Jahre ganz dem Thema

„CRM-Lösungen“ und gründete dazu 1996 mit

den Herren Büning, Dr. Michalk und Stierl

die Team4 Systemhaus GmbH. Herr Przybylski

traf sich mit Michael Wirt zu einem

Gespräch über das Unternehmen und dessen

Positionierung am Markt.

Michael Wirt: Team4 hat nach einigen

Turbulenzen wieder in alte Besitzstrukturen

und damit zu alter Finanzkraft

zurückgefunden. Wie sieht die Unternehmensausrichtung

aus, wo liegen die

Schwerpunkte, welche Branchen adres-

sieren Sie und welchen Stellenwert messen

Sie der Dienstleistung bei?

Detmar Przybylski: Das Leitbild von

Team4 ist der Dienstleister für CRM,

e-CRM und e-Business, der Lösungen

auf Basis von führenden Software-Produkten

– beispielsweise von Siebel, IBM/

Lotus, Microsoft, Vignette oder Innovation

Gate – schafft. Lediglich zur Gestaltung

von CRM-Lösungen auf Basis von

Lotus Notes/Domino nutzt Team4

selbstentwickelte Produkte, da diese Lösungen

das erlauben, was mit Marktprodukten

nicht machbar wäre.

Besonders gut kennt Team4 die kundennahen

Prozesse und geschäftlichen

Gepflogenheiten im B2B-Bereich –

14 www.midrangemagazin.de September 2002

insbesondere in den Branchen Life Science,

Chemie, Konsumgüter, Investgüter

und anspruchsvolle Dienstleistungen.

Wenn Gartner und andere Analysten

einerseits von 25-65 Prozent scheiternden

CRM-Projekten sprechen und

andererseits den gängigen CRM-Software-Produkten

weitgehende Ausgereiftheit

bescheinigen, dann kann der

Stellenwert von Dienstleistungen gar

nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Aber es sind nicht nur die Dienstleistungen

für ein korrektes Customizing erforderlich,

sondern auch eine saubere Installation

oder die oft anspruchsvolle

Integration mit bestehenden Systemen.

Unsere langjährige Praxiserfahrung zeigt

immer wieder – und das bestätigen auch

Analysten – Lösungen für kundennahe

Bereiche wie Vertrieb, Marketing oder

Service. Diese stellen besondere Anforderungen

an einen IT-Dienstleister, denn

im Gegensatz zu Buchhaltung, Produktion

oder Logistik sind die Prozesse dort

weniger ausdefiniert. Schlussendlich

steht hier ein Interessent, ein Kunde im

Mittelpunkt, der jederzeit seine Kaufabsicht

ändern kann oder der spontan neue

Rahmenbedingungen für seine Entscheidung

setzt. Dazu kommt, dass die Anwender

von CRM-Lösungen meist keine

„DV- und prozesserprobten“ Sachbearbeiter

sind, sondern kundennahe Mitarbeiter,

deren Stärken oft eher in der

menschlichen Interaktion liegen.

Nur wer die ‚Gepflogenheiten’ in diesem

dynamischen Umfeld über viele Jahre in

allen Facetten verinnerlicht hat, kann

hier schon in der Beratung die entscheidenden

Weichen stellen und danach eine

zielgruppengerechte Anwendungsgestaltung

und erfolgreiche Projektdurchführung

sicherstellen.

Michael Wirt: Team4 bezeichnet sich

als CRM/e-CRM-Spezialist. An welche


Detmar Przybylski,

Gesellschafter und

Geschäftsführer der

Team4 GmbH

Standard-Software (WWS- und ERP-

Systeme) wurden die Lösungen bereits

angeknüpft, welche Installationen sind

bereits erfolgt?

Detmar Przybylski: Fast alle CRM-,

e-CRM- und e-Business-Lösungen benötigen

die Integration mit existierenden

IT-Anwendungen. Im Vordergrund

stehen dabei klassische operative Systeme

(ERP) mit Funktionalitäten von der

Auftragsabwicklung bis zur Buchhaltung.

Aber auch Zentralanwendungen

für Mail, Terminmanagement oder

Knowledge Management erhalten zunehmend

strategische Bedeutung und

sind zu integrieren. All das fällt unter

den Begriff ‚Enterprise Application Integration’

– kurz: EAI.

Jede von Team4 realisierte CRM-Lösung

umfasste bislang die Integration

mit – oftmals mehreren – existierenden

Kundensystemen. Neben Standardsystemen

wie SAP R/3 integrierte Team4

auch kundenspezifische Systeme auf Basis

unterschiedlichster Technologien.

Insgesamt wurden so mehr als 50 EAI-

Projekte realisiert. Oftmals machte der

EAI-Teil mehr als 30 Prozent des gesamten

CRM-Projektvolumens aus.

Michael Wirt: In unserer Leserschaft ist

Lotus Domino ein wichtiges Produkt.

Lotus Domino beinhaltet bereits Grundfunktionalitäten

von CRM. Wie nutzt

oder erweitert Team4 die bereits bestehenden

Lotus-Funktionalitäten?

Detmar Przybylski: In der Tat bietet

Lotus Domino umfassende Grundfunktionalitäten

für CRM-Lösungen. Das

sind insbesondere Datenreplikation für

mobile Anwender, integrierte Mail- und

Kalenderfunktionen, integrierten Webserver

(für e-CRM- und e-Business-Lösungen).

Außerdem hohe Sicherheits-

standards (Zertifikate für Verschlüsselung

und Authentifizierung), leicht zu

bedienende Anwenderoberfläche, eine

integrierte Entwicklungsumgebung und

eine umfassende Dokumenten-Funktionalität.

Aber auch zusammengenommen

bilden diese Funktionen noch keine

CRM-Anwendung, welche die typischen

Geschäftsprozesse, Datenstrukturen

und Auswertungsbedürfnisse in Marketing,

Vertrieb und Service abdecken.

Mit der Produktlinie Team4 CRM

schaffen wir – unter konsequenter Nutzung

der bereits vorhandenen Grundfunktionen

– genau diese komplette

CRM-Anwendung. Eingeflossen sind in

Team4 CRM die Erfahrungen aus vielen

Projekten, die Team4 seit 1996 realisiert

hat, so dass typische Geschäftsprozesse

praxisgerecht umgesetzt sind und auch

Datenstrukturen und Auswertungen

(über ein integriertes Excel-Tool) dem

betrieblichen Alltag gerecht werden. Da

es sich andererseits um eine komplette

Neuentwicklung für Domino 5 handelt,

werden sowohl der Notes- als auch der

Browser-Client unterstützt. Auch das

gesamte User-Interface wird den umfassenden

Anforderungen eines integrierten

und gesamtheitlichen CRM gerecht.

Darüber hinaus umfasst die Produktlinie

so genannte Back-End-Produkte. So

ermöglicht Team4 Transfer die Integration

der Lösung mit bestehenden betriebswirtschaftlichen

Lösungen beim

Kunden (z.B. ERP oder WWS). Team4

Rep und Team4 Sync ermöglichen die

Verteilung und Aggregation von Lotus

Notes-Datenbeständen, beispielsweise

um bestehende Notes-Anwendungen in

die CRM-Lösung zu integrieren, oder

um strikt getrennte Datentöpfe für den

Informationsaustausch mit Geschäftspartnern

zu schaffen.

Michael Wirt: Herr Przybylski, ich danke

Ihnen für dieses Gespräch.

Team4 GmbH

D-52134 Herzogenrath

� (+49) 02407/9582-0

� www.team4.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Titelthema

15


Titelthema

All-in-One-Lösung für Handel, Industrie und Dienstleistung

IT auf dem Weg zum Kunden

Der typische Mittelstand-Kunde hat heute

mindestens acht verschiedene Software-

Produkte, zwei Betriebssysteme und drei

Server-Systeme im Einsatz. Diese gewachsene

EDV-Landschaft ist sehr komplex im Unterhalt

und bietet große Probleme bei der Ersatzbeschaffung.

Oftmals gibt nicht die Strategie,

sondern die Möglichkeiten der EDV vor, in

welchem Rahmen die IT geschäftskritische

Prozesse unterstützt.

Diese Aussagen werden von einer

Studie der Gartner Group unterstützt,

wonach im Bereich Business Integration

in den nächsten Jahren Wachstumsraten

von über 50 Prozent prognostiziert

werden. Viele Kunden stehen also

vor der großen Herausforderung, einen

Weg aus dem Dilemma zu finden. Genau

dafür hat die Bison Group die sogenannte

„Wegstrategie“ für Kunden und Partner

konzipiert. Worum geht es?

Bison Solution ist bekannt für Ihre neue

Workflow-basierte ERP-Lösung, welche

zu 100 Prozent auf Internet-Technologie

basiert. Sie bietet eine integrierte Gesamtlösung

für Warenwirtschaft, Customer

Relationship Management und

e-Business-Komponenten an.

Integrierter Ansatz

„Bei unseren ersten Kundenprojekten

sind wir mit dem Problem der Integration

konfrontiert worden“, meint Stefan

Forster, Director Business Development.

„Wir haben festgestellt, dass

oftmals nicht die Zielsetzung – also die

sogenannten Soll-Anforderungen – das

Problem beim Kunden darstellte, sondern

der Weg dorthin.“ Da dieser Weg

oft nicht direkt, sondern mit vielen

„Stolpersteinen und Umwegen“ gepflastert

ist, hat das Unternehmen beschlossen,

sich diesen Weg zur Maxime

zu machen und Bison Solution auch in

Bezug auf die Integration entsprechend

zu erweitern.

So ist der sogenannte Bison Process Integrator

(BPI) entstanden. Über BPI können

weitere Lösungen analog einer Steckerleiste

mit entsprechenden Adaptoren

angeschlossen werden. Dies

ermöglicht einem Unternehmen, im ersten

Schritt die Schnittstellen der bestehenden

Lösungen besser in den Griff zu

bekommen und in einem nächsten

Schritt gezielt in Lösungen zu investieren,

mit denen der Return on Invest

schneller zu erwarten ist.

16 www.midrangemagazin.de September 2002

Kundennähe und Kompetenz

„Das Ganze basiert auf einer hohen Kundennähe,

Kompetenz und Vertrauen“,

analysiert Stefan Forster die ersten Erfahrungen.

„Nur wenn der Kunde bereit ist,

seine Karten auf den Tisch zu legen, können

wir bzw. unsere Partner mit in die

Verantwortung beim Kunden gehen.“

Damit ein solches Projekt aber auch

erfolgreich ist, braucht es eine entsprechende

Softwarelösung. „Wir sind überzeugt

vom All-in-One-Ansatz“, führt

Stefan Forster weiter aus. „Wir wollen

dem Kunden ein gesamtheitliches Lösungsportfolio

anbieten. Dies ist nicht

nur im Handling und Unterhalt wesentlich

wirtschaftlicher, sondern auch in der

Betreuung des Kunden effizienter. Der

Weg zur All-in-One-Lösung dauert aber

unter Umständen mehrere Jahre. Denn

wieso soll der Kunde in einem Bereich

investieren, wo er bereits eine zufriedenstellende

Lösung besitzt?

Auf den Vorwurf, dass noch nicht alle

Module von Bison Solution verfügbar

sind, entgegnet Stefan Forster: „Wir

sind uns dessen bewusst und arbeiten

zusammen mit unseren Partnern intensiv

daran. Hingegen können wir unseren

Kunden im Handel und der Industrie

bereits heute vollintegrierte Lösungen

anbieten. Wichtig ist, zu erkennen,

dass die Bedürfnisse des Kunden ständig

steigen.

Vor fünf Jahren hat noch kein Kunde

von Customer Relationship Management

gesprochen. Heute gehört das

bereits zum ‚Muss’. In Zukunft werden

diese Anforderungen immer schneller

wachsen. So werden wir noch dieses

Jahr Bison Enterprise Mobility vorstellen.

Dieses Modul erlaubt den Online-

Zugriff von jeglichen Devices auf Bison

Solution also Notebook, PDA, Handy

usw.“


Damit das Unternehmen diese Fülle von

Aufgaben bewältigen kann, wurde die

Lösung auf der neusten Technologie und

mit Industriestandards gebaut. Gemeinsam

mit Partnern, welche das Knowhow

in einzelnen Branchen haben, werden

nun die entsprechenden Module

und Branchen-Referenzmodelle erstellt.

Dieser iterative Ansatz und das immer

größere Netzwerk von Bison Partnern

gibt dem Kunden die nötige Nähe und

das Vertrauen.

Bison Solution hat bereits erfolgreich

erste Warenwirtschaftsprojekte im Bereich

Einzel- und Großhandel eingeführt.

Mit der Lancierung von Bison

CRM im Frühjahr, welches in einer ersten

Version Ende des Jahres vorliegen

wird sowie dem PPS, welches Ende 2003

zu erwarten ist, wächst eine neue Software-Generation

heran, die die Integration

von Standardprodukten wie Microsoft

Outlook, Lotus Notes oder der IP-

Telefonie leicht macht.

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Zukunftsorientierte

Architektur

Bison Solution basiert auf der einmaligen

Internet-Architektur. So ist es möglich,

über den Web-Client jederzeit und

überall auf die Informationen von Bison

Modulen zuzugreifen. Dies bietet nicht

nur für Außendienstleute, sondern auch

für Kunden, Partner und Niederlassungen

völlig neue Optionen, Web-Services

anzubieten. Vor allem wird es damit

möglich, quasi die „verlängerte Werkbank“

auch IT-mäßig ohne Medienbruch

abzubilden.

Prozesse abbilden, wie sie

ablaufen

Ein Highlight der Software ist die Workflow-Architektur.

Sei es nun die Projektabwicklung

einer Messe, die Verfolgung

der Verkaufs-Leads, die eigentliche Auftragsabwicklung

oder die Logistik: Sie

definieren mit Bison Solution Ihre Prozesse.

Das „All-in-One“-Konzept von

Midrange MAGAZIN September 2002

Titelthema

Bison Group basiert also auf den drei

Grundpfeilern:

– Moderne Software-Architektur mit

vollintegrierter Gesamtlösung und

Branchen-Referenzmodellen

– Business Process Integrator für die

technische Integration

– Wegstrategie für die Umsetzung, die

Kundennähe und das Vertrauen

Diese drei Komponenten garantieren

dem Kunden die Grundlage zu schaffen,

seine IT-Ziele selber zu definieren und

auch zu erreichen.

Sie erreichen den Autor Stefan Forster

unter der e-Mail-Adresse:

stefan.forster@bison-group.com.

BISON Schweiz AG

CH-6210 Sursee

� (+41) 041/9260-260

� www.bison-group.com

17


Titelthema

Wettbewerbsdruck führt zur Fokussierung auf individuelle Stärken

Erfolgsfaktor Warenwirtschaft

„Am besten kümmert man sich um alles

selbst“ – diese Mentalität wurde noch bis in

die 90er Jahre von vielen Unternehmen

propagiert. Von der Beschaffung über die

Produktion bis zur Versorgung der eigenen

Märkte bewältigten viele Betriebe sämtliche

Aufgaben in Eigenregie.

Vor dem Hintergrund wachsender

globaler Warenströme, der internationalen

Expansion, einer starken Vertikalisierung

von Unternehmen und nicht

zuletzt durch die veränderten Erwartungen

von Kunden hat sich innerhalb der

letzten Jahre ein strategischer Wandel,

selbst bei kleinen und mittelständischen

Unternehmen vollzogen. Vergleichbare

Qualitätsstandards und geringe produktbezogeneUnterscheidungsmerkmale

verschärfen den Wettbewerbsdruck.

Leistungsfähige IT-Strukturen

Wo früher die Versorgung der Fertigung

und der Märkte durch hohe Lagerbestände

gesichert werden musste, kann

heute mit Hilfe leistungsfähiger IT-

Strukturen und Warenwirtschaftssysteme

– wie sou.MatriXX – ein fest

aufeinander abgestimmtes Beschaffungs-,

Produktions- und Distributionsnetzwerk

Ausfälle in der Produktion

oder Lieferengpässe vermeiden. Die Effizienz

eines WWS-Systems muss sich

aber stets daran messen lassen, ob es tatsächlich

in der Lage ist, die relevanten

Informationen für differenzierte Entscheidungsprozesse

zu erzeugen, abzubilden

und für die Weiterverarbeitung

bereitzustellen.

Turn-Around erforderlich

In dem Maße wie sich die Märkte verändert

haben, müssen auch die Warenwirt-

schaftssysteme einen strategischen

Turn-Around vollziehen. Die klassischen

WWS-Systeme waren primär auf

die Anforderungen eines relativ „autonomen

Unternehmens“ abgestimmt.

Durch die Einbindung von Unternehmen

in teilweise global agierende Logistik-

und Produktionsnetzwerke gewinnt

die moderne Warenwirtschaft die Bedeutung

eines zentralen Informationsknotenpunktes

innerhalb der Supply

Chain. Die Anforderungen an die Koordination

interner Prozessschritte, an die

Kooperation zwischen den Partnern und

selbstverständlich auch an die ITgestützten

Informationssysteme werden

immer komplexer. Darüber hinaus runden

die Module Financials, Document

Management sowie e-Commerce &

Security das Leistungsspektrum ab.

Im vergangenen Jahr prognostizierte

Arthur Anderson die Senkung der

Beschaffungskosten als den erfolgsentscheidenden

Faktor kommender Jahre.

Längst greifen Unternehmen für die Optimierung

Ihrer Beschaffungsprozesse

auf e-Procurement zurück. Die Verbindung

zwischen Warenwirtschaft und

e-Business bietet vielfältige Möglichkeiten,

sowohl den operativen als auch den

strategischen Einkauf zu optimieren.

Beschaffungsabläufe können sowohl für

MRO- (Maintenance Repair Operation-)

Güter als auch für direkte Güter

und Rohstoffe standardisiert werden.

Die Vernetzung aller Beteiligten gewährleistet

termingerechte Lieferungen direkt

an das Fließband und garantiert so

einen reibungslosen Produktionsablauf.

Wettbewerbsfaktoren

Daher ist es im Hinblick auf die große

Dynamik in vielen Wirtschaftsbereichen

und Märkten für Unternehmen von

existenzieller Bedeutung, schnell und

flexibel auf äußere Veränderungen

18 www.midrangemagazin.de September 2002

reagieren zu können. Die Erfüllung

überdurchschnittlicher Qualitätsstandards,

ein realistisches Preis-/Leistungsverhältnis

und Termintreue sind zu den

entscheidenden Wettbewerbsfaktoren

geworden.

Im Zuge dieser Entwicklungen ist die

moderne Warenwirtschaft längst nicht

mehr als abgekoppelter Geschäftsbereich

zu betrachten – unabhängig vom

Customer Relationship Management,

Value Chain Management oder dem

e-Business. Die Warenwirtschaft hat

sich zu einem elementaren Kettenglied

eines komplexen Kommunikationsnetzwerkes

– einer Supply Chain – entwickelt.

sou.MatriXX realisiert durch das

exakte Zusammenspiel seiner leistungsstarken

Module eine wirkungsvolle Vernetzung

aller Unternehmensdaten und

liefert Unternehmen so ein effektives Instrument

für die Planung und Realisation

ihrer individuellen Anforderungen

an die moderne Warenwirtschaft.

Der Autor Karl Senftleber ist

Geschäftsführer der SOU Systemhaus

GmbH & Co. KG.

SOU Systemhaus GmbH & Co. KG

D-68723 Schwetzingen

� (+49) 06202/2784-0

� www.sou.de


Strategische Anforderungen an Integration von WWS und CRM

Die Belieferung der Handelsketten (z.B. Rewe,

Edeka) durch die Markenartikelindustrie ist

durch eine enge Kunden-/Lieferantenbeziehung

geprägt. Marketingmaßnahmen zur Förderung

des Markenartikelabsatzes werden mit den

Handelsketten abgesprochen und durch die

Lieferanten mitfinanziert – z.B. Werbekostenzuschüsse

(WKZ), Werbedameneinsätze etc.

Die Marketingstrategien und die

Preis- und Verkaufsförderpolitik

der Markenartikel-Lieferanten müssen

auf die einzelnen Vertriebslinien bzw.

die einzelnen Kundengruppen abgestimmt,

geplant und überwacht werden.

Hierzu sind spezielle CRM-Lösungen in

enger Integration mit den Warenwirtschaftsfunktionen

erforderlich.

CRM zur Vertriebsunterstützung

Wichtige Basis für die strategische Planung

und erfolgreiche Pflege einer Kundenbeziehung

sind aktuellste Informationen

über das gemeinsame Geschäft.

Aufgrund der Organisation der Handelsketten

bestehen Kundenbeziehungen

auf mehreren Ebenen. In der Regel

werden auf einer oberen Ebene mit der

europäischen oder nationalen Zentrale

generelle Vereinbarungen getroffen, auf

Anzeige

Midrange MAGAZIN September 2002

Titelthema

Der Kreis schließt sich

den verschiedenen regionalen Ebenen

darauf aufbauend Maßnahmen geplant

und mit dem Einzelhandelsgeschäft

konkrete Aktionen vorgenommen. Für

den jeweiligen Zweck müssen daher die

unterstützenden Systeme die geeigneten

Informationen liefern. Hierbei treffen

folglich Vertreter der Kundenhierarchie

mit den jeweiligen Vertretern der Vertriebsorganisation

zusammen und treffen

Vereinbarungen über Sortimente,

Artikelgruppen oder einzelne Artikel.

Berücksichtigt man noch unterschiedliche

Gültigkeitszeiträume und die schier

endlos erscheinende Vielzahl an Vereinbarungsvarianten,

so entsteht ein komplexer

Zahlenraum, der nur mit einem

gut organisierten und wohlabgestimmten

Software-System zu überwachen ist.

Das Bauchgefühl des Vertriebs in Bezug

auf Rentabilität einer Kundenbeziehung

oder eines Markenproduktes ist hierbei

überfordert. Die Proratio bietet mit der

Proratio Business Line die komplette

Unterstützung von der Warenwirtschaft

mit dem ProWWS-System bis hin zu

praxisgerechten CRM-Funktionen im

ProINFO-System an. Gemeinsam mit

dem Partner dataConnect wird zudem

ein vollintegriertes System zur mobilen

Außendienststeuerung und -unterstützung

angeboten. Diese komplette Lösung

ist im Vertrieb von Marken – wie

Fisherman’s Friend, Isostar, Tabasco,

Kattus, Lacroix, Feodora, Hachez und

vielen anderen – mehr erfolgreich im

Einsatz.

Transparent und aktuell

Für die strategische Analyse einer Kundenbeziehung,

der Rentabilität einzelner

Marken oder der Effizienz einzelner

19


Titelthema

Impressum

Midrange MAGAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Michael Wirt

Chefredakteur: Michael Wirt (M.W.)

Redaktion: � (+49) 08191/9649-26

> redaktion@midrangemagazin.de

Thomas Seibold (T. S.), Irina Hesselink (I.H.),

Klaus-Dieter Jägle (KDJ);

Robert Engel (R.E.), � (+49) 09563/74060

Anzeigen:

PLZ 0 – 4 Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

PLZ 5 – 9 Brigitte Wildmann, � (+49) 08191/9649-24

Ausland Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

Technischer Redakteur:

Robert Engel, � (+49) 09563/74060

Illustrationen: Günter Ludwig

Übersetzungen: Jürgen Elmer

Lektorat: Text Lift – Thomas Gaissmaier, Günter Hensel

Bezugspreise (1-Jahresabo):

Inland 2 125,– inkl. MwSt., Ausland 2 140,–

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr, jeweils zum

Ende des Vormonats

Tatsächlich verbreitete Auflage

Mitglied der Informations-

gem. IVW II/02: 20.331

gemeinschaft zur Feststellung

der Verbreitung

Gültige Anzeigenpreisliste:

von Werbeträgern e.V.

Media-Daten Nr. 12/ 2002

Urheberrecht: Alle im Midrange MAGAZIN erschienenen

Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch

Übersetzungen, vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

Art, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassung in Datenverarbeitungsanlagen,

nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. Hiervon ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

die dem Leser zum ausschließlich eigenen Gebrauch

zur Verfügung stehen. Das Verbot der Reproduktion

bleibt jedoch unberührt. Aus der Veröffentlichung kann

nicht geschlossen werden, dass die beschriebene Lösung

oder verwendete Bezeichnung frei von gewerblichen Schutzrechten

ist.

Haftung: Für den Fall, dass im Midrange MAGAZIN unzutreffende

Informationen oder in veröffentlichten Programmen

oder Schaltungen Fehler enthalten sein sollten, kommt

eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages oder

seiner Mitarbeiter in Betracht.

IBM und AS/400 sind eingetragene Warenzeichen der International

Business Machines. Namentlich gezeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für

unaufgeforderte Einsendungen aller Art übernimmt der Verlag

keine Haftung. Bei Nichtbelieferung im Fall höherer Gewalt,

bei Störung des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,

Aussperrung) bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag.

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PRODUKTION

Produktionsleitung: Michael Wirt

Satz und Druckvorstufe: Popp Media Service

Produktion: ADV Augsburger Druck- und Verlagshaus

Der Kreis schließt sich

Vertriebswege ebenso für die optimale

Vorbereitung auf das Kundengespräch

können die Informationen mit dem Pro-

INFO-System in beliebiger Kombination

der Kunden-, Artikel- und Vertriebshierarchie

beauskunftet werden.

Beispielsweise kann gezielt für bestimmte

Kundengruppen – von der europäischen

Zentrale eines Handelskonzerns

bis hin zum Einzelhandelsmarkt – analysiert

werden. Auf jeder beliebigen Ebene

kann in die Artikelhierarchie verzweigt

werden. Ebenso kann die Betrachtung

aus Artikelsicht vorgenommen werden

oder zur Vertriebssteuerung der Einstieg

über die Vertriebsorganisation gewählt

werden. Für die jeweils selektierte Kunden-,

Artikel- und Vertriebsebene werden

die Umsatz- und Absatzdaten aufgezeigt.

Darüber hinaus ist eine strukturierte

Deckungsbeitragsanalyse für die

gewählten Kunden-Artikelkombinationen

möglich.

Effizientes Kunden-Management

Zur effizienten Steuerung und Überwachung

der Kundenbeziehung und damit

letztlich insbesondere der mit den jeweiligen

Kundengruppen vereinbarten Verkaufsfördermaßnahmen

zu bestimmten

Markensortimenten ist eine strukturierte

Deckungsbeitragsanalyse unerlässlich.

Hier werden alle Rechnungsdaten

(Brutto-/Netto-Umsatz, Rabatte), Inkassokonditionen

und rechnungsunabhängige

Vereinbarungen (Jahresumsatzprämien,

Boni, WKZ, Promotions

etc.) nach einer selbst definierbaren

20 www.midrangemagazin.de September 2002

dreistufigen Deckungsbeitragstruktur

aufgezeigt. Durch praxisgerechte Verteilungsverfahren

werden insbesondere

die nachträglichen Kosten (Umsatzprämien

etc.) und Festbeträge (WKZ etc.)

dem aktuellen Umsatz zugeordnet. Damit

können die Kosten für jeden dargestellten

Umsatz gleich mit aufgezeigt

werden.

Integration von WWS und CRM

Die Kunden-, Artikel- und Vertriebshierarchien

werden im Warenwirtschaftssystem

(ProWWS oder einem anderen

System wie SAP etc.) gepflegt und sind

wichtige Basis für die Preis- und Konditionspflege.

Nur eine aktuelle Pflege dieser

Basisdaten ermöglicht eine reibungslose

Auftragsabwicklung und Fakturierung.

Die Faktura-Daten werden in das

ProINFO-CRM-System übernommen

und dort um die rechnungsunabhängigen

Vereinbarungen und Kosten einer

Kundenbeziehung ergänzt. Erst die ausgefeilten

Möglichkeiten zur Abbildung

dieser z. T. sehr kreativen Absprachen

ermöglichen eine vollständige, realistische

und allseits akzeptierte Sicht auf die

Kosten und Erträge einer Kundenbeziehung

und ermöglichen eine klare Analyse

und Strategielegung.

Diese fundierte Datenbasis bietet eine

sichere Grundlage für Gespräche mit

dem Kunden. Die abgesprochenen Verkaufsfördermaßnahmen

können detailliert

dargelegt und in Beziehung zu den

erzielten Absatz- und Umsatzerfolgen

gestellt werden. Das abgestimmte Zusammenspiel

von Warenwirtschaftssystem

und CRM-System bildet damit eine

ideale Ausgangsbasis für die gezielte Planung

und Steuerung einer effizienten

Kunden-/Lieferantenbeziehung.

Proratio Systeme und Beratung GmbH

D-55129 Mainz

� (+49) 06131/95800-0

� www.proratio.de


Aktuelles

Die Frage:

Die Frage des Monats im Juli 2002

Die Midrange Welt wechselt von Frankfurt

nach Karlsruhe! – Beurteilen Sie den

Standortwechsel als positive Entscheidung

im Sinne der Aussteller und Besucher?

Das Ergebnis:

Von insgesamt 1.192 Teilnehmern antworteten

29,2% mit Ja und 70,8% mit

Nein.

1.192 Teilnehmer haben abgestimmt

Ja

29%

MR-Welt goes Baden

Nein

71%

Die Midrange Welt wechselt

von Frankfurt nach Karlsruhe!

Beurteilen Sie den Standortwechsel

als positive Entscheidung im Sinne

der Aussteller und Besucher?

Wolfgang Geissler,

Autor des

1. Kommentars:

„Wer nach Karlsruhe

geht, der weiß nicht

mehr weiter...“

Der 1. Kommentar:

Ein so eindeutiges Ergebnis sollte sowohl

die IBM als auch die Veranstalter

der Midrange Welt stutzig machen. Es

ist zwar nicht davon auszugehen, dass

die Umzugspläne revidiert werden, dennoch:

Mein persönlicher Eindruck während

der letzten Veranstaltungen war

der eines deutlichen Besucherrückgangs

- mit dem Standort der Messe ist diese

Entwicklung aber wohl kaum in Verbindung

zu bringen. Vielmehr habe ich ein

ausgereiftes und durchgängiges Marketingkonzept

vermisst, das zumindest für

mich nicht erkennbar war.

Fakt ist: Der Midrange Welt an sich fehlt

es schlicht an Attraktivität. Die Aussteller

geben sich zwar alle Mühe und investieren

stark in „ihre“ Info-Plattform,

zunächst einmal müsste aber das gesamte

Umfeld an Bekanntheit gewinnen.

Dem Besucherschwund mit einem

Standortwechsel begegnen zu wollen,

halte ich für wenig Erfolg versprechend

und auch für wenig durchdacht. Die

Entscheidung erinnert mich vielmehr an

ein bekanntes Zitat aus der Politik:

„Wer nach Karlsruhe geht, der weiß

nicht mehr weiter...“.

Die AS/400- und iSeries-Gemeinde in

den deutschsprachigen Ländern ist groß

und relativ gleichmäßig verteilt. Der bis-

22 www.midrangemagazin.de September 2002

Ralf Gärtner,

Autor des

2. Kommentars:

„Wichtiger als

der Ort ist

das Messekonzept.“

herige Messestandort war für alle komfortabel

zu erreichen, verfügt über eine

hervorragende Verkehrsanbindung und

eine optimale Messe-Infrastruktur. Der

Gang nach Karlsruhe bedeutet für viele

vor allem in puncto Erreichbarkeit nicht

einen Schritt nach vorn, sondern zwei

zurück.

Glaubwürdige Argumente für ihre Entscheidung

haben die Veranstalter nicht

abgegeben. Bei allen Zweifeln über deren

positive Auswirkung hoffe ich sehr,

dass es sich bei dem Umzug um ein Symbol

für einen echten Neubeginn mit

deutlich größerem Marketing-Engagement

handelt. Durch die Zusammenarbeit

mit IBM dürfte es doch ein Leichtes

sein, die potenziellen Besucher ganz fokussiert

zu adressieren und auch für ein

Kommen zu begeistern. Ich denke aber,

dass ein Erfolg dieser Bemühungen jetzt

nicht eben geringerer Mühen bedarf und

habe eigentlich nur eine Erklärung für

den Wechsel: Wer immer auch das Marketing

für die Midrange Welt künftig

verantwortet, stellt sich einer großen

Herausforderung.

Der Kommentator Wolfgang Geissler

ist Geschäftsführer der Magellan

Software GmbH mit Sitz in Greven,

Westfalen

Der 2. Kommentar:

Dass mit der Midrange Messe etwas geschehen

muss, ist ja im Grunde seit langem

klar. Schließlich war die Messe in

den vergangenen Jahren durch Stagnation

gekennzeichnet. Stagnierende und

schließlich sogar sinkende Besucherzahlen

sprechen hier eine deutliche Sprache.

Der Ortswechsel an sich stellt insofern

einen ersten richtigen Schritt dar, als

eine so kleine Messe auf einem so großen

Gelände wie in Frankfurt ziemlich

verloren wirkt. Ob es allerdings gerade


Karlsruhe sein muss, darf aufgrund der

geographisch peripheren Lage und der

nicht gerade optimalen Anbindung mit

öffentlichen Verkehrsmitteln bezweifelt

werden.

Wichtiger noch als die Frage des passenden

Ortes ist jedoch die Frage des richtigen

Messekonzepts. Hier muss ein

grundsätzlicher Wandel stattfinden. Das

Konzept einer reinen AS/400-Messe hat

sich überlebt. Aufgrund des hohen Reifegrads

dieser Systemwelt besteht nicht

mehr der Bedarf für eine technologische

Austauschbörse, wie er früher gegeben

war. Heute sollte die Orientierung an

Lösungen im Vordergrund stehen. Besucher

sollten Gelegenheit haben, sich

umfassend über den betriebswirtschaftliche

Nutzen von IT-Lösungen zu informieren.

Für eine solche Messe mit klarem

Fokus auf den Mittelstand bestehen

gute Chancen. Als reine AS/400-Messe

sehe ich für die Midrange Welt wenig

Perspektive; da wäre eine von IBM organisierte

Roadshow sicher hilfreicher.

Ralf Gärtner ist Vorstand Marketing

und Vertrieb bei der SoftM AG

www.midrangemagazin.de

Die Frage im Monat August lautet:

„Mit einer attraktiven Preisreduktion

bietet die IBM den Upgrade auf die Modelle

i270 und i820 an. Werden Sie auf

Grund dieses Angebots noch in diesem

Jahr erhebliche IT-Investitionen in Ihre

iSeries-Infrastruktur tätigen?“

Unter www.midrangemagazin.de laden

wir Sie ein, Ihre Stimme und Ihre Meinung

dazu abzugeben. Die Abstimmung

wird ohne jede weitere Abfrage durchgeführt.

Nach ihrem Votum wäre es interessant

den Grund ihrer Entscheidung

zu erfahren. Nutzen Sie die Möglichkeit,

Ihre Entscheidung anonym zu kommentieren.

I.T.P.-Verlag

86916 Kaufering

> redaktion@midrangemagazin.de

� www.midrangemagazin.de

Midrange MAGAZIN September 2002

Uwe Rusch verlässt IBM trotz guter Ergebnisse

iSeries im Aufwind

In Zeiten von wirtschaftlichen Herausforderungen

werden alle Investitionen gerne

verschoben, die nicht zwingend erforderlich

sind. Jeder Hersteller hat dies in den letzten

Quartalen deutlich erfahren müssen, lautet

doch die Antwort vieler Kunden: „Ja, das

Projekt ist wichtig, wir machen’s aber später!“

Gerade in diesen Zeiten treten alte

Tugenden wie Sparsamkeit, Verlässlichkeit

und Schutz der Investitionen

wieder zu Tage. Diese Erfahrung hat die

iSeries wieder machen dürfen. Nachdem

heute jeder am Markt froh darüber ist,

weniger Umsatzrückgang verbuchen zu

müssen als der Wettbewerber, hat die

iSeries im 2. Quartal dieses Jahres nicht

nur ihre Position gehalten, sondern

sogar ausgebaut. Darauf darf man doch

ein wenig Stolz sein – oder?

So gestärkt und positioniert kann der

Staffelstab nun weitergegeben werden.

Zum Ende des 3. Quartals wird die Leitung

des Produkthauses iSeries an Herrn

Ralf Dannemann übergeben, der

sicherlich vielen als ausgewiesener Kenner

bekannt ist. Herr Dannemann war

bislang der ständige Vertreter von Uwe

Rusch.

Vom IBM-Produkthaus…

Der bisherige Leiter des Produkthauses,

Uwe Rusch, verlässt das Unternehmen

auf eigenen Wunsch und wird in der Geschäftsführung

der becom Informationssysteme

GmbH für die Bereiche „Strategische

Allianzen“ und „Mittelstand“ zuständig

sein. Eine der Kernaufgaben für

Uwe Rusch wird darin bestehen, die Bildung

von Netzwerken zwischen der becom

und den Software-Herstellern (ISV’s)

voranzutreiben und zudem im Rahmen

von Projekten ihre Tragfähigkeit unter

Beweis zu stellen. becom hat zur Zeit den

Uwe Rusch,

Director eServer

iSeries Sales,

Central Region

Schwerpunkt ihrer Aktivitäten im Bereich

der Hardware sowie der Infrastrukturen.

Mit dieser Zielsetzung und der zusätzlichen

Fokussierung auf den Mittelstand

unterstreicht die becom einmal

mehr die Synchronität mit der IBM-Vertriebsstrategie.

1994 hat die becom Informationssysteme

GmbH als Consulting-

Unternehmen begonnen.

…zum IBM Business Partner

Seit 1997 ist becom IBM Business Partner,

auf der CeBIT 2000 wurde becom

zum IBM Premier Business Partner ernannt

– als erster Partner in Deutschland.

Unternehmerisches Denken, Kenntnisse

und Anwendung der aktuellsten Technologien

sowie ein modernes Verständnis

von Dienstleistungen sind die Faktoren,

die becom erfolgreich gemacht haben.

Mit Consulting- und Service-Leistungen

für die Schwerpunkte e-Business, Linux,

Security, Server-Konsolidierung, Storage-Konzepte,Verfügbarkeitsmanagement,

Networking sowie Server Based

Computing schafft becom optimale IT-

Infrastrukturen für mittelständische und

große Unternehmen.

IBM Deutschland

Informationssysteme GmbH

D-70569 Stuttgart

� (+49) 0711/785-0

� www.ibm.de

Aktuelles

23


Aktuelles

Ready, Steady – Green

Für den Mittelstand am Start

Viele Software-Hersteller locken mit

„Austauschangeboten“ und das besonders

gern für iSeries-User: Die nämlich sind –

so die einhellige Meinung – in Sachen

IT-Investitionen Kummer gewohnt und bilden

somit eine attraktive Zielgruppe. Ähnlich ist

das auch für die Anfang Juni neu gegründete

Green Software AG, an deren Spitze bekannte

Gesichter zu finden sind. Bezahlbares

e-Business für den Mittelstand wollen die

Ex-BRAINer Helmut Polzer, Peter Faßbinder

und Ralf Hettler mit ihrer Mannschaft

realisieren: „Bestehendes öffnen statt austauschen“

– lautet die Devise.

Deutsche Unternehmen haben nach

Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens

Pierre Audoin

Conseil (PAC) in 2001 rund 1,3 Milliarden

Euro für Lizenzen, Wartung und

Service von ERP-Software investiert. Es

handelt sich also um Geld, das

besonders bei kleinen und mittelständischen

Unternehmen als Investition in die

e-Fitness gilt. Ihr Anteil an den ERP-Gesamtinvestitionen

liegt bei rund 600

Millionen Euro.

Dr. Helmut Polzer,

Vorstandsvorsitzender

der Green Software

Solutions AG

Viele iSeries-Lösungen haben inzwischen

ein „gewisses Alter“ erreicht. Vor dem

Hintergrund des gewünschten Investitionsschutzes

tun sich aber gerade Mittelständler

schwer, sich einer Ex-und-hopp-

Mentalität anzuschließen. Trotzdem

möchten sie Marktplätze und Portale, effizient

mit Partnern kommunizieren und

vielleicht sogar auch online verkaufen.

Ein Widerspruch?

Open up

Die langjährig gereiften WWS- und PPS-

Lösungen zu öffnen und auf neuer Basis

grenzenlos mit Lieferanten und Partnern

zusammenzuarbeiten – so lautet die Alternative

der Green Software AG. Aus

den Daten dieser Systeme, gleichgültig

auf welcher Plattform sie laufen, werden

standardisierte Informationen für Balanced

Controlling, Collaborative Business

und e-Zusammenarbeit mit monolithischen

Strukturen möglich. Hauptzielgruppe

ist, laut Green-Vorstandsvorsitzenden

Dr. Helmut Polzer, der iSeries-

Markt – und damit die User von BRAIN,

command & Co. Mit Ersteren kennt sich

der IT-Experte bestens aus – ebenso wie

seine Mitstreiter Peter Faßbinder (Vorstand

Entwicklung) und Ralf Hettler

(Vorstand Vertrieb). Die gesamte Unternehmensspitze

leitete zu Hochzeiten die

Geschicke des ERP-Branchenspezialisten

BRAIN International, der vor kurzem

Insolvenz beantragte und jetzt Investoren

sucht.

Grünes Licht für Mittelstand

Die Standardlösung „Open Collaborative

Commerce“ der Green Software Solutions

AG überführt proprietäre Daten

einzelner ERP-Systeme in standardisierte

Dokumente und stellt sie so für sämtliche

e-Business-Prozesse zur Verfügung.

Partnerunternehmen und Kunden

können über das Web auf aktuelle Infor-

24 www.midrangemagazin.de September 2002

mationen aus den produktiven ERP-Systemen

zugreifen. Open Collaborative

Business (OCB) besteht aus zwei Hauptkomponenten:

dem XML-Connector

und eOrdering. Die Erstere greift mittels

Adaptertechnik auf die Daten aus den

einzelnen Systemen zu und übergibt sie

per XML-Schnittstelle an die OCB-

Komponenten – beispielsweise an ein

elektronisches Katalogsystem.

Für jedes ERP-System steht jeweils ein

eigener Adapter zur Verfügung. „Die

gängigen Systeme“, wie Polzer es formuliert,

deckt Green schon heute ab. Mithilfe

der Komponente eOrdering können

Unternehmen Aufträge auch remote

erfassen und Variantenartikel konfigurieren.

Reine Berechnung

Neben diesem technischen Geschäftsfeld

ist Green auch im Umfeld der Kostenrechnung

und des Controllings aktiv.

„Dieser Markt ist zwar von der Software

her stark besetzt, aber die ist nach

meinen Analysen genauso proprietär

wie die ERP-Lösungen. Es gibt erheblichen

Bedarf“, so Helmut Polzer. Auf

Basis einer bestehenden Partnerlösung

entwickelt Green derzeit eine Software

zur betriebswirtschaftlichen Unternehmenssteuerung,

die auf den Paradigmen

der Balanced Scorecard basiert. Entscheidungen

im Unternehmen sollen anhand

der relevanten Kennzahlen so systematisch

getroffen und an den Unternehmenszielen

ausgerichtet werden

können.

Kernelement dieser Software ist der Process-Modeller,

der alle Geschäftsprozesse

mit den jeweiligen Szenarien abbildet.

Jeder einzelne entscheidungsrelevante

Prozess-Schritt ist gekennzeichnet und

kann mit den entsprechenden Informationen

aus der Balanced Scorecard


ergänzt werden. Wie beim OCB stellt

der XML-Connector die Datenstrukturen

aus den ERP-Systemen zur Verfügung.

Die Controlling-Software bewertet

sie, gleicht sie mit den Vorgaben des

Prozess-Schrittes ab und gibt „Go!“

oder „Stop!“ an das ERP-System weiter.

Firmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitern

adressiert Green. „In diesem Segment

kennen wir uns aus“, so Dr. Helmut

Polzer. Die Vernetzung mit dem Endkunden

hält der Experte für extrem

wichtig, die auf dem Markt verfügbaren

allgemeinen Tools für „wenig

brauchbar“. Collaborative Business sei

zu schnell abgehalftert, die Erwartungshaltung

der Unternehmen nicht

erfüllt worden. „Die haben ein Tool

gekauft, einen Katalog gekauft und

dann ein bisschen was präsentieren

können“, moniert er. Die entscheidenden

Fragen nach Lieferfähigkeit, Produktverfügbarkeit

und Auftragsstatus

sowie auch nach Liefermenge könnten

so aber nicht beantwortet werden.

Anzeige

Vorbild Automotive Industrie

„Ich will das verwirklichen, was die Automobilindustrie

schon lange macht“,

so der Ex-BRAINer Polzer. Software

könne deshalb so schlecht nach vorne

kommen, weil es zum Beispiel 30 Katalogsysteme

gebe. „Aber für 30 ist kein

Platz. Also beziehe ich ein entwickeltes

Katalogsystem und setze dort für meine

Produktstrategie meine spezifischen

Verbesserungen/Veränderungen auf“.

Das Katalogisierungssystem bezieht

Green von einem Geschäftspartner und

der setzt im Gegenzug Greens Variantengenerator

ein. Den Part „Balanced

Controlling“ entwickelt Green aus eigenem

Know-how, das Polzer auch bei

verschiedenen Kostenrechnungslehraufträgen

an Universitäten unter Beweis

gestellt hat. Den „letzten Funken“, wie

der Experte ihn nennt, bringt Controlling-Experte

Gottfried Bauer von GBC

in die Green-Lösung ein. Die erste Version

soll im Spätsommer dieses Jahres

vertriebsfähig sein.

Midrange MAGAZIN September 2002

Dass unter anderen auch der Möbelund

Stahlhandel schnell und kostengünstig

in das Collaborative Business

einsteigen kann, stellt die Beteiligung

der Ametras Informatik AG sicher: Das

Unternehmen hält 26 Prozent des „grünen“

Aktienpaketes. Den gleichen Teil

nennt Helmut Polzer sein Eigen, Peter

Faßbinder und Ralf Hettler besitzen je

24 Prozent. Der Geschäftserfolg, so sind

sich die IT-Spezialisten sicher, befindet

sich schon in den Startlöchern. Grünes

Licht für Kollaboration ohne Austauschzwang

sei gegeben, den gleichfarbigen

Daumen für den iSeries-Mittelstand

wollen die Newcomer in den kommenden

Monaten unter Beweis stellen.

Green Software Solutions AG

D-71384 Weinstadt

� (+49) 07151/2053930

� www.green.ag

Aktuelles

25


Aktuelles

Big Blue macht Big e-Business mit KMU

Der Mittelstand ist König

Mit ihrer Mitte letzten Jahres gestarteten

Mittelstandsinitiative hat die IBM ihre

Marschrichtung deutlich vorgegeben: Bislang

vornehmlich als Lieferant und Dienstleister

für Großkunden bekannt, legt Big Blue jetzt

weltweit den Fokus auf das Mittelstandsgeschäft.

25 Jahre Erfahrung in diesem

Segment, rund 1.500 Geschäftspartner allein

in Deutschland und eine klare Strategie

sollen die Lieferanten erfolgreich und den

Kunden „e-ready“ machen – für aktuelle

und zukünftige Technologie-Entwicklungen.

Seit Anfang Februar liegt das gesamte

Mittelstandsgeschäft der IBM in

Deutschland, Österreich und der

Schweiz in den Händen von Stefan Bürkli.

Der Nachfolger von Patrick Molck-

Ude verspricht den KMU (Kleine und

Mittelständische Unternehmen) ein breites

Spektrum an Dienstleistungen, Plattformen

und Lösungen. Als „One Voice“

präsentieren sich Big Blue und Partner –

Stefan Bürkli,

verantwortlich für das

gesamte Mittelstandsgeschäft

der IBM in

Deutschland, Österreich

und der Schweiz

Allein könnten wir nicht jedem

Kunden die Betreuung liefern, die

wir möchten. Deshalb betreiben wir

das Mittelstandsgeschäft sehr stark – und in

einigen Gebieten fast ausschließlich – mit

unseren Partnern.“

und wollen neben der Stimme auch gemeinsam

ein offenes Ohr haben: für jede

Kundenanforderung und -situation.

Prio 1

Gemeinsam mit Partnern eine flexible

e-business Infrastruktur zu ermöglichen,

ist das Ziel, das die IBM mit und

für ihre Kunden verfolgt. Neue Anforderungen,

getrieben von neuen Technologien

haben Auswirkungen auf die gesamte

firmeninterne IT-Infrastruktur.

Wer beispielsweise PDA oder Handy

schnell in seine Prozesse integrieren

kann, hat gegenüber dem Wettbewerb

mitunter deutliche Vorteile, ist schneller

am Markt und damit schneller beim

Kunden. Inflexible Strukturen hingegen

behindern die Geschäftsentwicklung.

Das Angebot der IBM lautet: Lösungen

zu implementieren, die flexibel, skalierbar

und sicher sind und damit heutigen

und künftigen Anforderungen gerecht

werden können.

Klare Positionierung

In diesem Umfeld hat Big Blue sich klar

aufgestellt und auch verpflichtet: Das

Mittelstandsgeschäft ist Partnergeschäft.

Allein in Deutschland arbeitet

IBM mit mehr als 1.500 Business-Partnern

zusammen, die detailliertes Branchen-Know-how

haben, bei allen Komponenten

der IBM Produktpalette beraten

können und für die Nähe zum

Kunden verantwortlich sind. Auf drei

Säulen baut IBM ihre Customer Relations

im Mittelstand: das Territory-Modell,

das die Vor-Ort-Präsenz eines

Teams aus IBM Vertriebsmitarbeitern

und Business Partnern beinhaltet, das

IBM Call Center in Herrenberg für telefonischen

Kontakt und die 7x24-Stunden

Web-Präsenz via www.ibm.com.

„Was immer der Kunde möchte“, konstatiert

Stefan Bürkli, „einen IBM Mitarbeiter

sehen, einen Geschäftspartner

26 www.midrangemagazin.de September 2002

sehen, uns telefonisch oder über das

Web erreichen – ihm stehen alle Möglichkeiten

offen.“ Neben den Business-

Partnern kooperiert IBM in Deutschland

mit rund 1.000 unabhängigen Software-Häusern

(ISVs), die in die

Kooperation mit Big Blue ihre auf bestimmte

Branchen zugeschnittenen Lösungen

einbringen. Der Geschäftsbereich

Mittelstand agiert gemeinsam mit

den als führend identifizierten Unternehmen

für das mittelständische Marktsegment:

im Bereich ERP mit Namen

wie SAP, J.D. Edwards, Intentia, oder

infor, im Bereich Supply Chain Management

mit Partnern wie SAP und i2 für

größere Mittelständler sowie mit Synquest

und Wassermann im Umfeld des

„kleineren“ Mittelstands. CRM-Partner

sind zum Beispiel Siebel, SAP, Relavis

oder Gedys.

Territorien abgesteckt

Ein typisches IBM Territory besteht aus

einem Vertriebsleiter bzw. Territory Manager

und etwa zehn bis 15 IBM Mitarbeitern,

von denen einige für die Direktbetreuung

der größeren Mittelständler

und andere für die Betreuung der Partner

verantwortlich sind. Die Strukturen

ähneln sich sehr: Als „One Voice“ positioniert

sich der Geschäftsbereich Mittelstand

– sowohl gegenüber Kunden als

auch Partnern. Welchen Stellenwert die

Partner haben, beschreibt Stefan Bürkli

klar: „Allein könnten wir nicht jedem

Kunden die Betreuung liefern, die wir

möchten. Deshalb betreiben wir das

Mittelstandsgeschäft sehr stark – und in

einigen Gebieten fast ausschließlich –

mit unseren Partnern.“

Technologie oder Lösung?

Nach Aussage des IBM Director of

Small and Medium Business im Bereich

Central Region entscheiden sich rund 70

Prozent der Kunden für eine Lösung,


dagegen nur 30 Prozent für eine Technologie.

„Die Plattform hat zweite oder

dritte Priorität, und zwar häufig erst

dann, wenn die Lösungsentscheidung

gefallen ist.“ Das Lösungsportfolio der

Partner wolle IBM auf möglichst vielen

Plattformen verfügbar machen – Beispiel:

Linux im Mittelstand. Die Open-

Source-Betriebssystemvariante läuft auf

allen IBM Mittelstandsmaschinen – sowohl

auf xSeries, pSeries als auch auf

iSeries eServern. Wer aus der Intel-Ecke

komme, entscheide sich wahrscheinlich

für eine xSeries, für Unix-Anhänger sei

die pSeries erste Wahl, wer auf Integration

und optimale TCO setze, ziehe die

iSeries vor. Bevorzugt gepusht werde

keine der drei Serverfamilien: Diejenige,

die in die Welt des Kunden passe, werde

installiert.

TCO-Argumente

Die aktuelle Studie von IBM und Impulse

– „e-business im Mittelstand“ – hat

ergeben, dass etwa 50 Prozent der Befragten

bei ihren Projekten einen Return

On Investment (ROI) innerhalb eines

Jahres erwarten. Ist dieses Ziel erreichbar,

wird auch investiert. „Mit maßgeschneiderten

Finanzierungsmodellen

könne man die Belastung für ein mittelständisches

Unternehmen auf einen

niedrigen und damit auch auf einen erschwinglichen

Level bringen“, argumentiert

Bürkli. Er sei in Sachen zukünftiger

Marktsituation deshalb „verhalten

optimistisch“.

Klares Branding für eServer…

Auch wenn IBM seit dem Re-Branding

ganz auf Imagekampagnen für eServer

setzt, sprechen Bürkli und seine Mannschaft

beim Kunden vor Ort schon von

bestimmten Produktlinien. „Wir haben

ein klares Branding für die eServer; in

verschiedenen Segmenten wählt man

dann aber schon eine bestimmte Plattform“,

so der O-Ton. Dass die drei

„Mittelstandslinien“ auch in Zukunft

Bestand haben werden, steht für den

Schweizer außer Frage.

frame-Features, nutze den Power-4-

Prozessor und sei auch von den modularen

Bausteinen her den übrigen eServer

„Geschwistern“ ähnlich. Bei der Positionierung

gebe es aber deutliche Unterschiede:

eine schon fast klassische Aufgabe

der iSeries sei das ERP-Environment

im Mittelstand. „Es gibt

verschiedene Anforderungen an einen

Server – darunter Netzwerkmöglichkeiten,

Performance oder Verfügbarkeit.“

Jede Server-Linie habe ihre jeweilige

Stärke, „deshalb haben alle drei auch

eine Zukunft“.

Unkenrufen trotzen

Zukunft – auch kurzfristig – habe

entgegen aller Unkenrufe ebenfalls der IT-

Markt. Bestimmte Lösungsbereiche würden

sogar sehr stark nachgefragt. Um zu

dieser Erkenntnis zu gelangen, hat IBM

sich der Frage der Investitionsbereitschaft

angenommen. Es geht dem Mittelstand

laut Bürkli nicht mehr darum, „ein bisschen

Web oder ein bisschen Homepage zu

machen“, sondern Geschäftspartner zu

integrieren, e-Procurement zu betreiben

und die Transaktionskosten zu senken.

Mit einer klaren Supply-Chain-Strategie

zum Beispiel könne ein Unternehmen seine

Transaktionskosten um durchschnittlich

15 bis 20 Prozent senken und die

Durchlaufzeiten enorm verringern:

mitunter von zwei Wochen auf sieben

Stunden – wie ein aktuelles Kundenbeispiel

zeige. „Die Möglichkeiten sind zwar

da, die Investitionen werden in der derzeitigen

wirtschaftlichen Situation aber häufig

zurückgestellt“, so Bürkli, der Aufschwung

sei erkennbar, ziehe sich aber

„länger hin“ als man allgemein erwartet

hatte.

Eine gute Gelegenheit für Kunden und

Neukunden, sich umfassend über „ihre“

Zukunftslösung zu informieren und sich

dabei von den drei Säulen des IBM Mittelstandsgeschäftes

„königlich“ tragen

zu lassen.

IBM Deutschland GmbH

…aber drei Mittelstandslinien

D-70569 Stuttgart

In Sachen Technologie verfüge jeder � (+49) 0711/785-0

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Midrange MAGAZIN September 2002

Aktuelles

27


Aktuelles

Für den Anwender den höchstmöglichen Nutzen

Mit dem neuen Vorstand der internationalen

Unternehmensgruppe DCW Software –

Dr. Werner Weick – führte Michael Wirt

ein Gespräch über die Entwicklung und

den derzeit doch recht turbulenten Markt

für Software.

DCW Software selbst zeichnet sich

durch seine Kernkompetenz im

Finanzbereich, aber auch als Komplettanbieter

für wenige ausgewählte Branchen

wie Getränke, Öffentliche Verwaltung

sowie den Großhandel aus.

Michael Wirt: Welchen Anreiz bietet

die DCW Software ihren Kunden und

dem Markt, damit sich diese speziell für

Produkte der DCW Software entscheiden?

Dr. Werner Weick: DCW Software ist

eine echte, auf der Vorgangsebene integrierte

Lösung, die sich an den Geschäftsprozessen

des Kunden orientiert. Sie

passt sich den veränderten Unternehmensprozessen

und -größen in einem sich

beständig wandelnden Markt an. ‚Für

den Anwender den höchstmöglichen

Nutzen’ – das war schon immer die Devise

der DCW Software. Die Kunden bestätigen

dies und erzielen darüber hinaus

umfangreiche Rationalisierungseffekte –

auch in der Zusammenarbeit mit unseren

Partnern. Unsere Architektur ermöglicht

eine plattformübergreifende Integration

mit Partnersystemen und damit Komplettlösungen.

International betrachtet

Dr. Werner Weick,

Vorstand der

DCW Software AG

in Mannheim

28 www.midrangemagazin.de September 2002

Wissen, was zählt

bietet unsere Lösung dem Markt nicht

nur 10 Sprachen, sondern auch die Besonderheiten

von 29 Ländern der Welt.

Michael Wirt: Wie schätzen Sie die

Marktentwicklung im Software-Markt

ein (Eigenentwicklung vs. Standardsoftware)?

Dr. Werner Weick: Aus meiner Sicht

sind die Zeiten von Individual-Software

vorbei, denn das bedeutete auch immer

ein starkes Engagement, umfangreiches

Know-how und die Bindung bzw. den

Aufbau entsprechender Ressourcen im

Unternehmen. Es macht zudem wenig

Sinn, bei den sich ständig wechselnden

Rahmenbedingungen wie Gesetzesänderungen,

internationale Expansion

oder Anpassung der Geschäftsprozesse

an neue Marktgegebenheiten, Geld und

Zeit in eine Individual-Software zu investieren.

Hier ist eine Standard-Software

ganz klar die bessere Wahl.

Michael Wirt: Wo stehen Ihrer Meinung

nach die ERP-Anbieter, die Spezialisten?

Dr. Werner Weick: Es gibt die Herausforderungen,

dass die Software Einzug

in alle Unternehmensabläufe hält, diese

miteinander integrieren soll, flexibel bei

Änderungen sein muss und dass damit

die Komplexität in neue Dimensionen

steigt. Da es nun auf der anderen Seite

keinen ERP-Anbieter gibt, der Spezialist

auf jedem Gebiet ist, der Markt aber

dennoch Spezialisten fordert, sind eindeutig

diejenigen im Vorteil, die eine offene

Architektur mit hervorragender

Schnittstellenanbindung bieten. Hier

hat DCW Software sehr gute Karten:

Abhängig von den Anforderungen des

Kunden nehmen wir die Rolle des Spezialisten,

des ERP-Komplettanbieters

oder die des Generalunternehmers und

ausschließlichen Ansprechpartners für

den Kunden ein.

Michael Wirt: Wie definieren Sie den

Begriff ‚e-Business’ und was bieten Sie

dem Markt heute an?

Dr. Werner Weick: Auch hier orientiere

ich mich ganz klar an den Unternehmensprozessen.

Für mich positioniert

sich das e-Business im operativen Bereich

an den Schnittstellen Unternehmen/Lieferant,

Unternehmen/Kunde sowie

der gezielten Dezentralisierung von

Daten und Prozessen – z.B. für Lageristen

oder Außendienstmitarbeiter.

e-Business ist sozusagen die Verlagerung

und Ausrichtung der Prozesse auf mehr

Mobilität und Flexibilität. Unser Angebot

umfasst B2B-Lösungen im Bereich

der Warenwirtschaft, die wir zusammen

mit Partnern anbieten.

Michael Wirt: Wie sieht die Software-

Entwicklung bei der DCW Software in

Zukunft aus?

Dr. Werner Weick: Technologisch wird

sie derzeit in Java umgesetzt und sowohl

ergonomisch als auch im Hinblick auf

den elektronischen Geschäftsverkehr –

Thema Output-Management – optimiert.

Produktpolitisch sehen wir für die

Zukunft eine Zweiteilung: zum einen

den Ausbau der Finanzlösung vom operativen

zum strategischen Instrumentarium

für das Management und damit

eine Betonung unserer Kernkompetenz,

zum anderen in der Warenwirtschaft,

die Fokussierung auf zwei bis drei Branchen

mit eigener Software und – in Zusammenarbeit

mit strategischen Business

Partnern – die Gesamtabdeckung

der Geschäftsprozesse sowie Kundenbedürfnisse

am Markt, auch im Bereich

Produktionsplanungssteuerung (PPS).

DCW Software Holding AG

D-68165 Mannheim

� (+49) 0621/4383-0

� www.dcw-software.com


Aktuelles

eServer iSeries als Basis für World, OneWorld und J.D. Edwards 5

Integration und Innovation

Fast ausschließlich via Mund-zu-Mund-

Propaganda und fokussiertem Marketing hat

sich das amerikanische Software-Unternehmen

J.D. Edwards zu einem erfolgreichen Global

Player entwickelt. Im Geschäftsjahr 2001

konnten die Spezialisten für unternehmensübergreifende

Software-Systeme allein in

Deutschland rund 7.500 User hinzugewinnen –

mit Argumenten wie Integrität, Innovation,

herausragender Wertschöpfung und einer schon

fast sprichwörtlichen Kundenorientierung.

J.D. Edwards 5 und der Markt der Zukunft im

Mittelstand war Thema des Gesprächs zwischen

Matthias Müller-Wolf, Director Sales, J.D.

Edwards Central Europe und Irina Hesselink.

Irina Hesselink: J.D. Edwards hat sich

vom eher unbekannten Amerikaner zum

Key Player im Markt für Unternehmenssoftware

gemausert. Vergleichsweise

lautlos – ist das Philosophie?

Matthias Müller-Wolf: J.D. Edwards

ist ein sehr konservatives Unternehmen:

Wir sprechen nicht von Wäldern, wenn

wir nur einzelne Bäume haben. Und wir

freuen uns, wenn Bäume dazukommen.

Den Dotcom-Hype haben wir nicht mitgemacht,

er erschien uns in dieser

Glitzerwelt vielleicht sogar ein wenig

unspektakulär. Aber viele Unternehmen

entdecken uns jetzt neu, es zählen

wieder andere Werte. Ein Produkt allein

macht heute nicht mehr den Unterschied,

was zählt, ist das Gesamtbild.

Matthias Müller-Wolf,

Director Sales,

J.D. Edwards Central

Europe

Dazu gehört auch, wie ich eine Software

implementiere, wie ich meinen Kunden

behandle und wie pro-aktiv ich auf ihn

zugehe.

Irina Hesselink: Kundennähe spielt

also eine große Rolle?

Matthias Müller-Wolf: Unsere Kunden

schätzen es sehr, wenn sich J.D. Edwards

hinter die Projekte stellt und die

Verantwortung übernimmt. Hier sehe

ich eine deutliche Abgrenzung gegenüber

dem Wettbewerb. Wir wollen nicht

ein Stück Software liefern, sondern ein

allzeit bereiter und kompetenter Partner

sein. Das ist Firmenphilosophie.

Irina Hesselink: Im letzten Jahr haben

Sie gemeinsam mit IBM ein J.D. Edwards/iSeries-Bundle

angekündigt. Wie

erfolgreich ist dieses Produkt?

Matthias Müller-Wolf: Es gibt Verkäufe,

es gibt auch anständige Zahlen, aber der

Bundle-Verkauf ist – das sage ich ganz

ehrlich – hinter meinen persönlichen Erwartungen

zurückgeblieben. Gerade hier

in Deutschland agieren wir in einem sehr

schwierigen Umfeld: iSeries-Maschinen

werden immer noch durch den IBM Direktvertrieb

verkauft; das sind sehr erfahrene

Leute, mit langjährig gewachsenen

Kundenbeziehungen. Wenn das

‚New Kid on the Block’ J.D. Edwards

hier Software verkaufen möchte, ist das

ein Prozess, der langsam wachsen muss –

auch in den Köpfen der IBMer.

Irina Hesselink: Wie wird dort ein Bewusstsein

geschaffen?

Matthias Müller-Wolf: Durch Mundzu-Mund-Propaganda.

Der eine VB sagt

zum anderen: ‚Ich habe neulich mit J.D.

Edwards ein ganz tolles Geschäft gemacht.

Ich habe Spaß gehabt, ich kann

mich auf die Leute verlassen, wir haben

Geld verdient und der Kunde ist glücklich.’

Diese Aussage überzeugt den

30 www.midrangemagazin.de September 2002

nächsten, es entsteht eine Wellenbewegung.

Die geht gerade los und wir hoffen,

dass sie sich vervielfältigen wird.

Irina Hesselink: Zur Zeit arbeitet die

Installed Base mit drei verschiedenen

Software-Generationen: WorldSoftware,

OneWorld und seit 2002 nun J.D.

Edwards 5. Droht World-Kunden das

Support-Ende?

Matthias Müller-Wolf: Vor zwei Jahren

war geplant, dass World-Kunden bis

Ende 2003 umsteigen. Wir wollten uns

auf eine Software-Linie konzentrieren

und unsere gesamte Entwicklungspower

in OneWorld investieren. Aufgrund der

hohen Kundenzufriedenheit haben wir

uns entschieden, ‚die World’ bis zu einem

unbestimmten Zeitpunkt weiter zu

supporten und auch weiter zu entwickeln.

Zur Zeit machen wir die Integration

von CRM und SCM sowohl in

World als auch in OneWorld verfügbar.

Wir haben über 4.000 Kunden mit

World Software, für die diese Erweiterungen

interessant sind. Wenn jemand

auf OneWorld umsteigen will, unterstützen

wir das natürlich. Für Kunden,

die bereits OneWorld nutzen, ist J.D.

Edwards 5 schlicht der nächste Release-

Wechsel.

Irina Hesselink: Diese Zweigleisigkeit

ist eher ungewöhnlich.

Matthias Müller-Wolf: Die Argumente,

die für eine AS/400 oder iSeries gelten,

gelten auch für unsere Software-Produkte:

Investitionsschutz und Total Cost

of Ownership. Wir schützen die Investition

des Kunden und wollen ihn nicht

dazu drängen, eine neue Software zu implementieren,

nur weil wir keine Lust

mehr haben, die am Markt nicht mehr

gängige zu unterstützen. Wir geben ihm

aber trotzdem die Möglichkeit, an Innovation

zu partizipieren. Es ist für J.D.

Edwards eindeutig die teuere Variante,


aber für unsere Kunden auch die eindeutig

die gewinnbringendere.

Irina Hesselink: Warum sollte ein

World-Kunde auf die neue Plattform

umsteigen?

Matthias Müller-Wolf: Er wechselt auf

die modernste Plattform zu denkbar

günstigen Kosten. Das Geschäft wandelt

sich; neue Anforderungen können mit

einem System, das vor 10 Jahren entwickelt

wurde, nicht so detailliert abgebildet

werden wie mit einer wirklich modernen

Software. Die Optimierung der

internen Prozesse haben die meisten Unternehmen

abgeschlossen. Jetzt stehen

die externen Prozesse im Mittelpunkt.

Das ist die nächste Phase, in der ich optimieren

kann und sehr viel effizienter

werde. Wer eine technologische Plattform

hat, die diese Optimierung sehr

einfach unterstützt, ist schneller beim

‚Time to Market’: Das bedeutet geringere

Kosten und eine extreme Wandlungsfähigkeit

bei veränderten Außeneinflüssen.

Das ist ein sehr solider Grund, denke

ich.

Irina Hesselink: Die gewollt enge Bindung

an die Projekte ist auch Teil der

J.D. Edwards-spezifischen Einführungsmethodologie?

Matthias Müller-Wolf: OneMethodology

besteht aus fünf Komponenten,

darunter auch kompetentes Projektmanagement.

Wir legen einen massiven Fokus

auf sehr erfahrene Projektleiter. Es

hilft uns nichts, wenn wir theoretisch

sehr gut ausgebildete Leute haben – wir

brauchen gut ausgebildete Praktiker in

diesem Geschäft.

Irina Hesselink: Bedeutet OneMethodology

‚Eine für alle’?

Matthias Müller-Wolf: Es gibt nicht

‚die Einführungsmethode’, mit der ich

jedes Unternehmen glücklich machen

kann. Es gibt auf der einen Seite Kunden,

die weder Personal noch Ressourcen

noch Lust haben, sich und ihr Unternehmen

mit einer Implementierung zu

belasten. Die rufen: ‚Hersteller, bring

mir bitte Heerscharen von Beratern und

implementiert mir meine Software.’ Das

hat für den Hersteller den Vorteil, dass

er viel Geld mit Implementierung verdient,

sich ein sehr langes Abhängigkeitsverhältnis

verschafft und für den

Kunden den massiven Nachteil, dass er

überhaupt nicht weiß, welche Applikation

in seinem Unternehmen läuft. Wir

möchten die Projektteams und die Projektmitarbeiter

des Unternehmens

möglichst schnell in die Lage versetzen,

‚ihr’ System zu beherrschen. Unser Anspruch

ist nicht, alles selber zu machen,

sondern dem Kunden bei der Durchführung

beratend zur Seite zu stehen.

Verglichen mit der anderen Methode ist

dies eine für den Kunden relativ preiswerte

Variante – nach Geldströmen gemessen,

denn interne Aufwände müssen

ja auch angesetzt werden. Der Kunde

kann das System relativ schnell

optimal einsetzen, weil er das ‚Was-passiert-dann-Prinzip’

verstanden hat und

keine Angst davor hat, Veränderungen

vorzunehmen.

Irina Hesselink: Das klingt nach Autonomie

der Kunden?

Matthias Müller-Wolf: Ein wichtiger

Part von OneMethodology ist, dass wir

Power-User ausbilden, die hinterher die

End-User trainieren und sogar an der

Entwicklung des jeweiligen Schulungsmaterials

beteiligt sind. Die Ausbildung

der Power-User erfolgt bewusst sehr tief.

So können wir später auch gezielt Anfragen

kanalisieren: Erst wenn der interne

Spezialist nicht mehr weiter weiß,

kommen wir ins Spiel.

Irina Hesselink: Welche Ziele haben Sie

sich für das nächste Jahr gesetzt?

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Midrange MAGAZIN September 2002

Matthias Müller-Wolf: Mein Wunsch

als J.D. Edwards Deutschland ist es, im

deutschen Markt weiterhin so überdurchschnittlich

zu wachsen, wie das in

den letzten zwei Jahren der Fall war,

dass wir durch unsere Kompetenz im

Markt noch bekannter werden. Mein

persönlicher Wunsch ist, dass ich in die

Lage versetzt werde, genügend gute Leute

zu finden, um dieses Wachstum zu

stemmen, und dass wir noch mehr zufriedene

Kunden gewinnen.

Irina Hesselink: Wie ist der Weg zum

Ziel?

Matthias Müller-Wolf: Mit Technologie

allein können sie heute niemanden

mehr begeistern, unsere Hauptargumente

lauten langfristige TCO und zügiger

ROI. Ein Argument für J.D. Edwards

ist auch, dass wir Partnerschaft

leben, der User nicht schlicht ‚ein Kunde’

ist. Wir haben einen sehr engen Dialog

und eine hoch motivierte Mannschaft:

Jeder Mitarbeiter in diesem Unternehmen

geht auch den berühmten

Extrameter – und zwar gern. Persönliches

Engagement ist uns sehr wichtig,

das merken und mögen unsere Kunden.

Für mich ist J.D. Edwards ‚The Place to

be’ – und das ist keine Marketingaussage

sondern kommt aus vollem Herzen.

Irina Hesselink ist freie Redakteurin

für das Midrange MAGAZIN

J.D. Edwards Deutschland GmbH

D-64546 Mörfelden/Frankfurt

� (+49) 06105/967-0

� www.jdedwards.com

Aktuelles

31


Aktuelles

Bereits zur CeBIT 2002 präsentierte Navision

ein neues Release seiner Business-Software

„Navision Attain“. Das Unternehmen hat darin

sowohl die Funktionalitäten für die Bereiche

CRM als auch SCM und Finanzmanagement

erweitert. Durch die Nutzung der integrierten

e-Business-Lösungen „Commerce Portal“,

„Commerce Gateway“ und „User Portal“

ermöglicht es die Software, alle Kunden,

Lieferanten und Mitarbeiter über das Internet

zu verbinden.

Durch die Verfügbarkeit auf iSeries

gewinnt das jüngste Announcement

verstärkt an Gewicht für den Mittelstand.

Hier kann man viele Green-

Screen-Anwendungen nicht mehr an

heutige Anforderungen anpassen oder

sie werden nicht mehr gepflegt. Darüber

hinaus gibt es zwischen unterschiedlichen

Anwendungen aus der Historie viele

Schnittstellen, die mit viel Aufwand

gepflegt werden müssen. Hier setzt eine

vollständig integrierte, skalierbare und

moderne Software auf. Die Portierung

von Attain auf die iSeries wird durch die

PASE-Umgebung möglich, innerhalb

der die Applikation läuft.

Lösung für CRM ...

iSeries-Software integriert Unternehmenspotenziale

Die Pflege von Geschäftsbeziehungen

wird für Unternehmen zunehmend zur

Möglichkeit, ihr Marktpotenzial zu erhalten

und auszubauen. Individuelle

Kundenansprache und -betreuung hilft

dabei, Kunden an ein Unternehmen zu

binden und sich vom Wettbewerb abzugrenzen.

Eine CRM-Lösung muss daher

alle Informationen über die Besonderheiten

und die Historie eines Kunden

enthalten, um optimalen Service zu gewährleisten.

Die Lösung des Hamburger

Software-Hauses bietet hierfür integrierte

CRM-Funktionalitäten, die ein

32 www.midrangemagazin.de September 2002

e-biz-Integration

vollständiges Bild über alle relevanten

Daten sowie eine individuelle und maßgeschneiderte

Kommunikation mit jedem

einzelnen Kunden ermöglichen. Die

Kampagnenverwaltung erleichtert es

beispielsweise, spezifische Zielgruppen

für Kampagnen im Marketing zu identifizieren.

Der Anwender legt die relevanten

Kriterien fest, anhand derer die Lösung

die jeweiligen Zielpersonen aus der

Datenbank auswählt. Nach Abschluss

der Aktion kann das Unternehmen aufgrund

der gewonnenen Daten evaluieren,

wie erfolgreich eine Kampagne war.

... und SCM

Handels- und Fertigungsunternehmen

ermöglicht Navision Attain für SCM,

auf rasch wandelnde Kundenanforderungen

sowie auf sich kontinuierlich

ändernde Prozesse zu reagieren. Mittels

effizienter Zusammenarbeit mit ihren

Geschäftspartnern können sich Unternehmen

von ihren Wettbewerbern differenzieren

und somit langfristig einen

Wettbewerbsvorteil erzielen. In Verbindung

mit Commerce Gateway, der B2B-

Lösung auf Basis des Microsoft BizTalk

Servers, erzielt Navision Attain die logistische

Optimierung auch über Unternehmensgrenzen

hinweg. Mit Commerce

Portal als Unternehmensportal im Internet

werden unternehmensübergreifende

Prozesse mit allen Supply-Chain-Partnern

effizienter gestaltet, da diese auf

bestimmte Informationen und Funktionen

direkt zugreifen können.

XBRL für Finanzdaten

Ab Version 3.10 wird die Lösung XBRL

(eXtensible Business Reporting Language)

zur Übermittlung von Finanz- und

Unternehmensinformationen unterstützen.

XBRL ist eine technologisch unabhängige

elektronische Sprache, mit der

Unternehmen beispielsweise Jahresabschlüsse

erstellen und verbreiten kön-

nen. Die Sprache bietet einen Standard

für die Aufbereitung, die Auswertung

und den Vergleich dieser Daten. Damit

erfassen Unternehmen finanzrelevante

Informationen nur einmal.

Elektronische Wege

Über die Module „Commerce Gateway“

und „Commerce Portal“ können

Unternehmen mit ihren Geschäftspartnern

bequem auf elektronischem Wege

zusammenarbeiten. Sie eröffnet die

Möglichkeit zum elektronischen Austausch

von Dokumenten mit anderen

Systemen. Auf diese Art empfangen und

versenden Unternehmen beispielsweise

Kauf- und Verkaufsaufträge auf elektronischem

Weg. Das Commerce Portal ermöglicht

sowohl webbasierte Geschäfte

als auch andere Formen der Zusammenarbeit

zwischen einem Unternehmen

und seinen Lieferanten und Kunden.

iSeries-Systeme

Für Attain sind die neuen, stark C/S geprägten

iSeries-Systeme die ideale Plattform.

Sollen weitere, spezielle Green-

Screen-Anwendungen parallel weiterlaufen,

so können interaktive Feature

diese Anforderungen abdecken und eine

reibungslose Migration oder Integration

sicherstellen. Wichtig für Bestands- und

Neukunden bleibt nach wie vor die skalierbare,

stabile und sichere Systemumgebung

sowie die Möglichkeit durch Integration

von Attain in viele Lotus/IBModer

MS-Produkte, die Serverkonsolidierung

im Unternehmen wirklich vorantreiben

zu können.

Autor: Wolfgang Straub

Bechtle GmbH & Co KG

D-74076 Heilbronn

� (+49) 07131/951-0

� www.bechtle.com


44 Prozent der deutschen Betriebe mit mehr

als 100 Mitarbeitern haben – zumindest in

Teilbereichen – Open-Source-Software im

Einsatz. In Großbritannien und Schweden

liegen die Anteile mit 32 und 18 Prozent

deutlich niedriger. Am weitesten verbreitet ist

die Nutzung als Server-Betriebssystem, in

Deutschland haben bereits knapp 31 Prozent

der Unternehmen und öffentlichen Institutionen

Open-Source-Software – meist Linux – auf

Servern laufen oder planen die Installation

innerhalb des nächsten Jahres.

Personalkarussell

Microsoft gab jetzt die endgültige Übernahme

des dänischen Softwarehauses

Navision bekannt, das damit Teil des

Geschäftsbereiches Microsoft Business

Solutions wird. John Frederiksen (49)

wird zum 1. September 2002 neuer

Country Manager dieser Unit in

Deutschland. Die beiden Co-CEOs von

Navision, Jesper Balser und Preben

Damgaard, sind in Zukunft ebenfalls

für Microsoft Business Solutions tätig:

Balser übernimmt den Posten des Directors

of Global Strategy, Damgaard erfüllt

die Funktion des Director of Europe,

Middle East and Africa (EMEA).

Lars Damgaard Andersen (43) wird sich

aus dem Unternehmen zurückziehen.

� (+49) 08141/8887-0

� www.microsoft.com

Wolfgang Wendt ist neuer Manager

eServer xSeries Central Region bei

IBM. Zuletzt war der 35-jährige Betriebswirt

und Informatiker, der bereits

1991 in das Unternehmen eintrat, als

Vertriebsleiter Süddeutschland für alle

eServer- und Storage-Produkte tätig.

Zuvor war er mit dem Aufbau einer

deutschen Channel-und Partner-Vertriebsstruktur

für den Bereich IBM

Networking Hardware beauftragt worden

und im Anschluss daran zum Vertriebsleiter

dieser Business Unit in

Deutschland ernannt.

� (+49) 01803/313233

� www.de.ibm.com

Kooperationen

Die command ag hat seit April einen

neuen Vertriebspartner für das ERP-

Paket FRIDA, die Ettlinger unterzeichneten

eine Partnerschaftsvereinbarung

mit der SUMMIT CONSULT GmbH.

Das Beratungsunternehmen aus Stolberg

im Rheinland bietet Consulting

und Projektmanagement. Mit der

Sales-Partnerschaft geht gleichzeitig

eine Beteiligung der command an dem

Stolberger Unternehmen einher.

� (+49) 07243/590-0

� www.command-ag.de

Durch den Ausbau der Archivierungsfunktionalität

in CHARISMA erhöht

die GUS Group die Transparenz im

Ein- und Verkauf – mit der Anbindung

von InfoStore wird die chargenorientierte

ERP-Lösung des Kölner Softwarehauses

um ein Dokumenten-Management-System

ergänzt. Hierzu hat die

GUS Group eine entsprechende Kooperation

mit der DATAS GmbH aus Koblenz

geschlossen. InfoStore gehört zu

den führenden Lösungen für Archivund

Dokumentenmanagement auf der

iSeries bzw. AS/400.

� (+49) 0221/37659-0

� www.gus-group.com

Die Mühlheimer EASY SOFTWARE

AG hat rückwirkend zum 30.06.2002

ihre 80prozentige Beteiligung an der

Dortmunder Easy Solutions AG an die

bisherigen Mitgesellschafter Uwe Kühling

und Peter Mautsch verkauft. Die

Abspaltung ist nach Unternehmensaussage

Teil des laufenden Restrukturierungsprogramms.

Die Easy Solutions

AG war ursprünglich aus der

Dortmunder Kühling Bürokommunikation

GmbH hervorgegangen.

Sie gehörte seit dem 1.10.2000 zum

Konsolidierungskreis der EASY

SOFTWARE AG. Das Unternehmen

firmiert künftig wieder unter dem

Namen Kühling und bleibt als Distributor

für EASY am Markt aktiv.

� (+49) 0208/45016-0

� www.easy.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Märkte & Macher

33


Expansionen

Die PROFI Engineering Systems AG

hat jetzt eine Filiale in Hamburg eröffnet.

Die Führung des hanseatischen

Ablegers, der für Kunden in den Gebieten

Hamburg/Bremen, Schleswig-

Holstein und Niedersachsen verantwortlich

ist, obliegt Horst Bormann

(54). Der Vertriebsspezialist verfügt

über langjährige Erfahrungen in der IT-

Branche und war bis zu seinem Wechsel

zu PROFI in verschiedenen Positionen

bei der IBM Deutschland GmbH

tätig, wo er zuletzt das Amt des Vertriebsleiters

Server Sales Nord und Ost

bekleidete.

� (+49) 06151/8290-0

� www.profi-ag.de

Aus den

Auftragsbüchern

Die Ahrensburger Kassenspezialisten

RATIO konnten mit den Weinfilialisten

VINO Wein und Ideen GmbH und

der GVS-Schaffhausen mit Sitz in der

Schweiz, dem Fahrradfilialisten YEAH

AG und dem Erdinger Weißbier Fanshop

gleich mehrere Neukunden für

die integrierte AS/400 Kassenlösung

OPOSS/400 gewinnen. Die zentral verwaltbare

POS-Lösung wird mit der jeweiligen

ERP-Lösung integriert.

� (+49) 04102-6796-0

� www.ratiosystem.com

Das Land Niedersachsen hat P&I mit

der Einführung des webfähigen Systems

“ePers-Inf” für die 217.000 Beschäftigten

in allen Behörden des Landes

beauftragt. Auftragswert: Mehr als

vier Millionen Euro. Die Vergabe ist

Teil der Electronic-Government-Initiative,

die das Bundesland in den kommenden

Jahren umsetzen will. Ziel ist

es, personalwirtschaftliche Arbeitsabläufe

effizienter zu gestalten. Informationen

sollen schneller fließen, Komfort

verspricht ein Mitarbeiterportal.

� (+49) 0611/7147-0

� www.pi-ag.com

Mit den LEO e-business Network

Services der Networks Unlimited AG

erweitert der Großhändler für Farben,

Tapeten und Bodenbeläge Timpe &

Mock seine online-Bestell-Lösung für

die Handwerksbranche unter anderem

um mobile Services. Das Unternehmen

bindet zirka 60 Außendienstmitarbeiter

über den LEO.BusinessConnector

SMS an und stellt ihnen damit ein

mobiles Abfragesystem mit Integration

in die vorhandenen Warenwirtschafts-,

Rechnungs- und Logistiksysteme zur

Verfügung.

� (+49) 089/60086-0

� www.nuag.de

Die Leifheit AG setzt auf J.D. Edwards 5:

Bei dem Anbieter von Haushaltsgeräten

und Zubehör fürs Bad werden zunächst

285 Arbeitsplätze in den klassischen

ERP-Bereichen Finanzen, Distribution

und Produktion installiert. Projektziel

ist unter anderem eine verbesserte

Synchronisation der Geschäftsprozesse

zwischen den verschiedenen Standorten

in Deutschland, Schweiz, Frankreich

und Tschechien. Die Implementierung

erfolgt in Projektphasen und soll schon

in 2003 deutliche Ergebnisse zeigen.

� (+49) 06105/967-0

� www.jdedwards.de

Die Team Brendel AG hat mit der

AVM Computersysteme Vertriebs

GmbH den weltweit führenden Hersteller

von ISDN PC-Controllern und -

Anwendungen für den Einsatz von

WinCard CRM gewonnen. Die Lösung

zur Unterstützung des strategischen

Kundenmanagements ist bereits in den

Segmenten Marketing und Services im

Einsatz.

� (+49) 07621/1669-0

� www.team-brendel.com

Die Autosysteme GmbH will als

Dienstleister der Volkswagen Bordnetze

GmbH die Standard-Automotive-Lösung

von BRAIN International BRAIN

XJIS in den Fertigungsstandorten von

VW Bordnetze und AutoSysteme ein-

Midrange MAGAZIN September 2002

Märkte & Macher

führen. Das Gesamtlizenzvolumen von

600.000 Euro umfasst das Modul

BRAIN XJIS und den neuen, im Rahmen

einer Nachlizensierung geschlossen

Lizenzvertrag für BRAIN XPPS.

� (+49) 07667/8309-0

� www.brain-ag.com

Software &

Systeme

Der Formulargenerator LSD/Forms

von Toolmaker Software wurde jetzt

um neue Funktionalitäten ergänzt,

Spool-Files können mithilfe einer Merge-Funktion

gemischt werden, so dass

Dokumente an denselben Empfänger

auch dann zusammen ausgedruckt und

versandfertig gemacht werden können,

wenn sie unterschiedliche Vertragsund

Kundennummern oder andere Selektionsmerkmale

aufweisen. Die Lösung,

die jetzt in Version 5.32 erhältlich

ist, erlaubt den Duplex-Druck, der

sich insbesondere für die Darstellung

von Zusatzinformationen oder Werbebotschaften

auf der Rückseite von Briefen

eignet.

� (+49) 08191/968-0

� www.toolmaker.de

Die Varial Software AG hat Anfang

Juli erneut das GKV-Zertifikat für ihre

HR-Lösung erhalten, das höchste Gütesiegel

der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Die Vergabe setzt voraus,

dass alle Kriterien des Pflichtenheftes

ohne Ausnahme erfüllt werden – Varial

konnte diesen Nachweis zum wiederholten

Male erbringen. Geprüft und

zertifiziert wurden auch alle optionalen

Module der Varial Personalwirtschaft,

wie der maschinell erstellte Beitragsnachweis,

die maschinelle Selektionsprüfung,

das Umlageverfahren (U1/

U2), Kurzarbeitergeld, Behindertenabrechnung

und die maschinelle Teilzeitberechnung.

� (+49) 0180/5152000

� www.varial.de

35


Märkte & Macher

DMS EXPO Europe und AIIM Conference @ DMS Expo

Vom 3. bis 5. September 2002 findet in

Essen die jährliche DMS EXPO statt. Zirka

300 Aussteller präsentieren ihre Lösungen

aus dem Bereich Informations- und

Dokumenten-Management.

Im letzten Jahr kamen über 60 Prozent

der Besucher aus Unternehmen mit

mehr als 100 Beschäftigten. Deutlich

mehr als die Hälfte der befragten Fachbesucher

dieser Messe waren Inhaber

bzw. gehörten zur Führungsebene ihres

Unternehmens. Mehr als 90 Prozent des

befragten Publikums gaben an, dass sie

DMS EXPO Europe 2002

Facts und Figures

Termin: 3.-5. September 2002

Veranstaltung:

Halle 3

Messegelände Essen

Messe Essen GmbH

Norbertstrasse

45131 Essen

www.dmsexpo.de

Öffnungszeiten:

Täglich von 9.00 – 18.00 Uhr

Besucherhotline: 02054-10489-0

Eintrittspreis: Tageskarte 20 2 (inkl.

Katalog)

Bei Vorregistrierung über das Internet

erhält der Besucher einen Eintrittskartengutschein

im Wert von 20 2 per Post.

Veranstalter:

Advanstar Communications

(Germany) GmbH & Co. KG

45219 Essen

www.advanstar.de

36 www.midrangemagazin.de September 2002

Dokumenten-

Management im Visier

auf die Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen

im Unternehmen Einfluss

haben. In diesem Jahr erwartet der Veranstalter,

die Advanstar Communications

Germany GmbH & Co. KG, rund

16.000 Besucher. Zusätzlicher Magnet

der DMS EXPO ist die parallel stattfindende

AIIM Conference. Repräsentanten

bekannter Unternehmen wie Bayer,

Bertelsmann mediaSystems, B. Braun,

CERN, DaimlerChrysler, Deutsche

Bank, FINANCIAL TIMES Deutschland,

Lufthansa, Postbank, Siemens Financial

Services und viele andere werden

hier qualifizierte Anwendervorträge

halten. Weitere Highlights sind die Key-

Notes von AIIM, FileNET, IBM, Microsoft,

Staffware und Vignette. Das

Marktforschungsunternehmen International

Data Corporation (IDC) und Microsoft

Europe belegen in einer Studie,

dass sich europäische Unternehmen

derzeit auf einen wirtschaftlichen Aufschwung

vorbereiten und strategische

IT-Investitionen tätigen, die für eine erfolgreiche

Positionierung im Wettbewerb

von morgen sorgen.

Als wichtigste Wachstumsfaktoren wurden

in diesem Jahr die Konjunktur und

das wirtschaftliche Gesamtumfeld genannt,

wobei 52 Prozent der befragten

Unternehmen von einer Verbesserung

des Wirtschaftsklimas innerhalb der

nächsten zwölf Monate ausgehen.

87 Prozent sehen zudem die Informationstechnologien

immer noch als einen

zentralen Impulsgeber für das Wachstum

an. Fast ein Viertel der Befragten

erwartet, dass „Technologie“ in den

nächsten zwei Jahren wieder auf den

ersten Platz der wichtigsten Wachstumsfaktoren

vorrückt und „Wirtschaft“ auf

den zweiten Platz verdrängen wird.

Es gilt also, für die Entwicklungen in

nächster Zeit gerüstet zu sein und im

vorderen Feld mitzumischen. Hierfür

bietet sich ein Besuch der DMS EXPO

und AIIM Conference an. Wie Dokumenten-Management-Systeme

in der

Midrange-Welt Unternehmen bei ihren

Kernprozessen unterstützen, soll an den

zwei folgenden Anwenderbeispielen exemplarisch

dargestellt werden:

DMS schafft Transparenz

Bereits seit Oktober 1995 setzt der

Schweizerische Waagenhersteller Mettler-Toledo

(Schweiz AG) auf die Dokumenten-Management-

und Archivierungs-Software

SAPERION. Zunächst

nur im Service und Vertrieb eingesetzt,

werden inzwischen im gesamten administrativen

Bereich Dokumente auf elektronische

Weise erfasst und verwaltet.

Aufgrund von Platzproblemen entschied

man sich, ein DMS einzusetzen. Bei der

Einführung galt es zunächst, bisher angefallene

Papiervorlagen in digitale Form

zu transformieren. Die Dokumente wurden

über Scanner erfasst und mit Optical

Character Recognition (OCR) automatisch

ausgelesen. Hierbei kamen Spezial-

Scanner und die OCR-Software Forms-

Rec von Kleindienst zum Einsatz. „Die

von der OCR erkannten Daten werden

anschließend mit Index-Kriterien versehen

– d.h.: einer Menge festgelegter Suchinformationen

für den zielgerichteten

Zugriff auf die Dokumente“, erklärt

Heinz Berger von dem Schweizer Systemhaus

SEC Software Engineering Consulting

AG aus Winterthur, die Mettler Toledo

bei der Einführung betreute. „Diese

Indizes werden dann aus der Datenbank

der AS/400 in die integrierte Index-Datenbank

von SAPERION importiert.


Märkte & Macher

Diese Referenzdatenbank enthält die Index-Informationen

der abgelegten oder

archivierten Dokumente und ermöglicht

das schnelle Wiederauffinden gespeicherter

Dokumente“, führt er weiter aus. Um

die Weiterbearbeitung und Weiterleitung

der Schriftstücke zu beschleunigen, können

in die Index-Masken von SAPERI-

ON Makro-Funktionalitäten als anwenderspezifische

Anpassungen programmiert

werden. Dank der tiefgehenden

Indexierungsmöglichkeiten des DMS

AIIM Conference @ DMS EXPO

Facts und Figures

Termin: 3.-5. September 2002

Veranstaltung:

Congress Centrum Süd

Messegelände Essen

Messe Essen GmbH

Norbertstrasse

45131 Essen

http://aiim.dmsexpo.de

Öffnungszeiten:

Täglich von 9.00 – 18.00 Uhr

Besucherhotline: 089-36071368

Eintrittspreise:

1-Tagespreis: 400 2

2-Tagespreis: 700 2

3-Tagespreis: 900 2

Veranstalter:

AIIM International

www.aiim.org

Dokumenten-Management im Visier

lässt sich jedes Schriftstück auf dem Bildschirm

anzeigen. Im gesamten Serviceund

Vertriebsbereich werden die auf

AS/400 produzierten Rechnungen, Liefer-

und Bestellscheine, Inventurbelege,

Auftragsbestätigungen oder EDIfact-Dokumente

elektronisch archiviert und im

DMS verwaltet.

Die Spool-Files aus der AS/400 werden

über ein spezielles parametrisierbares

Programm auf der AS/400 in einzelne

Dokumente zerlegt und mit Daten aus

der DB2/400 Datenbank für die Indizierung

ergänzt. Nic Brumann von der DV-

Abteilung bei Mettler-Toledo zu den

Vorzügen des DMS-Einsatzes: „In Verbindung

mit der elektronischen Verteilung

der Dokumente sparen wir Papier,

Ordner, Aktenschränke und Raum ein.

Die verbesserten Informationsflüsse

durch die elektronische Verteilung der

Dokumente haben zu einer höheren

Transparenz im gesamten Unternehmen

geführt. Die Zeit, die früher für das Heraussuchen

eines einzigen Schriftstückes

aus 30 und mehr Aktenordnern benötigt

wurde, kann jetzt für sinnvollere Tätigkeiten

genutzt werden.“

Medienhaus rationalisiert

Arbeitsabläufe

Vierzehn Unternehmen werden im Vorarlberger

Medienhaus in Schwarzach

zentral verwaltet. Dazu gehören die beiden

großen Tageszeitungen Vorarlbergs

ebenso wie Radiostationen, einer der

größten Internet- und Privat-Telefonie-

Anbieter Österreichs oder – seit neuestem

– auch drei Tageszeitungen in Ungarn.

Die Verwaltung – speziell im zentralen

Rechnungswesen – bewältigt die

Arbeiten seit Jahren mit derselben Anzahl

von Mitarbeitern. Möglich wurde

das durch den konsequenten Einsatz

von Informationstechnologie.

Das zentrale Hardware-Werkzeug ist

hier eine AS/400, Modell 730. Über entsprechende

Software-Lösungen konnten

Arbeitsabläufe automatisiert werden.

Das geschah vor allem durch die

enge Verzahnung des Dokumenten-Management-Systems

InfoStore von Solitas

mit der zentralen DKS-Finanzbuchhaltung

und den Branchenmodulen von

38 www.midrangemagazin.de September 2002

HUBBUCH für die Abonnenten- und

Anzeigenverwaltung.

Der Einstieg in das Dokumenten-Management

beim Vorarlberger Medienhaus

verlief klassisch über die Spool-

File-Archivierung. Ausgangspunkt für

den Einsatz eines DMS waren die jährlich

350.000 Abonnenten- und Anzeigenrechnungen.

Von Anfang an setzte

Heinrich Spöttl, verantwortlich für die

EDV des Vorarlberger Medienhauses,

dabei auf die DMS-Lösung InfoStore

von Solitas. Die offene Systemarchitektur

sowie der hohe Integrationsgrad waren

die ausschlaggebenden Argumente.

Sun-Server, Windows NT-Maschinen,

Macintosh-Rechner, eine regelrechte

Server-Farm beherrschen zusammen mit

zahlreichen Schaltschränken das Rechenzentrum

im Keller – für die Internet-Angebote

ebenso wie für die redaktionellen

Arbeiten. Sämtliche unternehmenskritischen

Anwendungen laufen

jedoch über die AS/400.

Was mit der Archivierung der Spool-

Dateien begann, hat sich heute als eines

der zentralen Werkzeuge im Vorarlberger

Medienhaus etabliert. Vor allem die

Integration von InfoStore mit der DKS-

Finanzbuchhaltung spielte eine zentrale

Rolle für die Steigerung der Effizienz bei

den alltäglichen Arbeitsabläufen. So

werden die Eingangsrechnungen mit einem

Barcode-Aufkleber versehen, der

einen vierstelligen Code enthält. Bei der

Buchung des Belegs in der DKS-Finanzbuchhaltung

wird der Beleg gescannt.

Um den Beleg nun richtig zu verknüpfen,

wird eine vierstellige Nummer in ein

Feld eingetragen, das direkt aus der

Buchhaltung heraus geöffnet wird.

Sämtliche relevanten Informationen,

von der Belegnummer bis zum Buchungsdatum,

werden dann automatisch

mit dem Dokument verknüpft, bevor

es – ebenfalls automatisch – ins Archiv

wandert. Die Ausgangsrechnungen

werden nach wie vor in den HUB-

BUCH-Verlagsanwendungen verarbeitet

und von dort aus der Nebenbuchhaltung

regelmäßig als Sammelbuchung in

die DKS gestellt. Dieses Verfahren wurde

zu Beginn des Jahres auch für die

Töchter in Ungarn eingeführt.


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„Surf The Technology Wave“ We Can Do It!

Midrange MAGAZIN September 2002

Märkte & Macher

COMMON Jahreskonferenz 2002

Die COMMON Deutschland e.V. befindet sich

momentan in der heißen Planungsphase für

die diesjährige Jahreskonferenz, die vom

14. – 16.11.2002 in Bad Honnef/Bonn

stattfinden wird. Voraussichtlich werden zu

folgenden Themen Diskussionen geführt und

Vorträge angeboten:

Unter dem Motto „Surf The Technology

Wave“ erwarten den Besucher

Trends und Techniken rund um die

iSeries, wie z.B. V5R2, Internet, Java,

XML, WebSphere, e-Learning, RPG, Linux,

Lotus und Security. Die Keynotes

werden von international bekannten

Sprecher gehalten und versprechen interessante

Ein- und Aussichten rund um

den Midrange Markt.

Des weiteren profitieren die Teilnehmer

von den bekannten Leistungen der

COMMON Deutschland:

– Workshops zu aktuellen Themen

– Anwenderkreise (in Ihrer Nähe)

– Fachgruppen

– Konferenzen

– COMMON Info (Mitgliederinfo)

– Internetforum

– Announcements

– Veranstaltungen

Die COMMON Deutschland wird Sie

in den kommenden Ausgaben von

Midrange MAGAZIN und natürlich auf

der Homepage www.common-d.de

aktuell über die Themen, Sprecher und

alle Highlights rund um die Jahreskonferenz

informieren.

COMMON Jahreskonferenz 2002

14. – 16.11.2002 Bad Honef/Bonn

Anmeldung unter www.common-d.de

Common Deutschland e.V.

D-70771 Leinfelden-Echterdingen

� (+49) 0711/90217-3

� www.common-d.de

39


Technik & Integration

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Durchbruchnachrichten

40 www.midrangemagazin.de September 2002

Technik-Forum

Sie sind nun wieder eingeladen, die Diskussion spezieller technischer Probleme mit zu verfolgen.

Bitte schicken Sie Fragen, Anregungen oder Antworten zu den vorgestellten Themen – ebenso wie Ihre Kritik

– an unsere eMail-Adressen dieter.bender@MidrangeMagazin.de oder Redaktion@MidrangeMagazin.de

In diesem Beitrag zum Technik-Forum möchte

ich einmal ausnahmsweise drei Fragen, die

auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun

haben, in einem Beitrag gesammelt behandeln,

da ihre Lösung alle auf der identischen

Technik beruhen und mit dem gleichen kleinen

Hilfsmittel gelöst werden können: einem

Programm für Durchbruchnachrichten. Doch

zunächst einmal die Fragestellungen.

Frage: Wir haben in unserer Tagesendverarbeitung

im Batch die Situation,

dass der Job auf einer Meldung sitzt und

es wäre für uns hilfreich an die Daten in

der QTEMP dieses Jobs heran zu kommen.

Gibt es dazu eine Möglichkeit?

Frage: Bei uns läuft eine Auswertung im

interaktiven Job und wir würden diese

gerne in den Batch submitten. Ist es

möglich, die aus diesem Job erstellten

Ergebnisse direkt nach Fertigstellung

am Bildschirm des anfordernden Benutzers

automatisch anzuzeigen?

Frage: Wir haben eine fertig gekaufte

Anwendung, die ihre Berechtigungseinträge

im LDA ablegt und haben den Verdacht,

dass diese Steuerung zu fehlerhaften

Abläufen führt. Gibt es eine Möglichkeit

zur Laufzeit des Programms auf

diese Informationen zuzugreifen?


Antwort: Allen drei Fragen ist gemeinsam,

dass man mit den klassischen Mitteln

nicht sehr viel weiter kommt. Die

Schwierigkeit besteht darin, an den inneren

Status eines laufenden Programms

heranzukommen, das gerade

am Laufen ist oder in einem anderen

Job aktiv ist. Würde man sich innerhalb

des Programms befinden, wäre die Aufgabenstellung

trivial und mit den einfachsten

Mitteln lösbar. Alle Ansätze –

auch mit STRSRVJOB – führen hier

nicht zum Ziel. Es ist scheinbar nicht

möglich, den Ablauf eines Programms

zu unterbrechen und eine andere Aktivität

dazwischen zu schieben. Doch dieser

Schein trügt, man kann einen Job

jederzeit und leicht unterbrechen, zum

Beispiel durch Senden einer Durchbruchnachricht

– und hier liegt auch

der Lösungsansatz. Wenn man jetzt

noch zusätzlich ein Programm zur Behandlung

von Durchbruchnachrichten

ins Spiel bringt, hat man die auf den

ersten Blick unlösbar scheinenden Anforderungen

bereits so gut wie gelöst.

Der OS/400-Befehl CHGMSGQ erlaubt

es unter dem Parameter DLVRY eine

Nachrichtenwarteschlange in den

Durchbruchmodus zu stellen; hierfür

wird dieser Parameter auf den Wert

*BREAK gesetzt. Unter dem Parameter

PGM kann man für eine Nachrichtenwarteschlange

ein Programm eintragen,

dass dann beim Eintreffen einer Nachricht

automatisch aufgerufen wird. Diese

Einstellung bleibt so lange, wie diese

Nachrichtenwarteschlange diesem Job

zugeordnet ist, der dazu eine Sperre auf

das entsprechende *MSGQ-Objekt einträgt

(Abbildung 1).

Dieser Mechanismus bleibt so lange aktiv,

bis dieser Job endet oder sich ein

anderer Job die Nachrichtenwarteschlange

zuordnet. Immer wenn nun

eine Nachricht an diese Warteschlange

gesendet wird, wird der Job unterbrochen,

der sich die Warteschlange zugeordnet

hat. Das registrierte Programm

wird aufgerufen. Dieses Programm bekommt

dann den Namen der Warteschlange,

die entsprechende Bibliothek

und die Message ID übergeben. Am

wichtigsten zur Lösung unserer Frage-

stellungen ist zunächst, dass das Durchbruchprogramm

in dem Job läuft, der

sich die Warteschlange mit dem

CHGMSGQ zugeordnet hat. An dieser

Stelle wird auch deutlich, dass in allen

drei Problemstellungen eine vorbereitende

Aktivität erforderlich ist, um den

laufenden Prozess durch einen Programmaufruf

unterbrechbar zu machen.

Das nächste Problem, das jetzt sichtbar

wird, besteht darin, dass man keine eigenen

Parameter übergeben kann und die

Standardparameter auch nicht sehr verlockend

aussehen. Es muss also ein Weg

gefunden werden, mit dem Durchbruchprogramm

zu kommunizieren. Das Naheliegendste

in dieser Situation ist, den

Nachrichtenmechanismus selber zu nutzen.

Man sendet einfach im Nachrichtentext

der unterbrechenden Nachricht

die Anforderung an das Durchbruchprogramm,

welches sich dann diese mit

RCVMSG holt. Hört sich alles sehr

kompliziert an, ist aber einfach und

schnell programmiert.

Ich habe das kleine Beispiel in CL implementiert

und zwei Funktionalitäten in einem

Programm abgebildet. Wird es mit

„INIT“ als dritten Parameter aufgerufen,

wird der Mechanismus eingerichtet und

das selbe Programm dient anschließend

gleich als Durchbruchprogramm (Abbildung

2). Beim Aufruf mit „INIT“ als

dritten Parameter wird gegebenenfalls

die Warteschlange angelegt, mit

CHGMSGQ in den Durchbruchmodus

gesetzt und das Programm selber als

Durchbruchprogramm registriert.

Als Message Handler wird im dritten

Parameter die Nachrichten-ID übergeben,

die nicht mit dem speziellen INIT-

Aufruf verwechselt werden kann. Im

Programm wird dann im Else-Zweig

zunächst mit RCVMSG der Nachrichtentext

der gesendeten Nachricht geholt.

Wurde der Buchstabe M als Nachricht

gesendet, wird das API

QUSCMDLN aufgerufen, das in einem

interaktiven Job ein kleines Befehlseingabe-Fenster

anzeigt. Wurde eine andere

Nachricht gesendet, wird diese direkt an

den Batch Interpreter QCMDEXC übergeben,

der versucht, den Text als Programmaufruf

auszuführen.

Midrange MAGAZIN September 2002

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Technik & Integration

41


Technik & Integration

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4

Technik-Forum

Am einfachsten sehen wir uns nunmehr

an, wie man mit diesem kleinen Programm

die drei eingangs gestellten Probleme

konkret löst. Im Falle des Batch

Jobs muss man zunächst einmal sicherstellen,

dass die verwendete Nachrichtenwarteschlange

einen systemweit eindeutigen,

dem Job zugeordneten Namen

bekommt. Dafür ist es naheliegend, diesen

aus der Jobnummer zu generieren.

Das Batch-Programm muss nun also dahingehend

geändert werden, dass zuerst

ein solcher Name generiert wird. Im folgenden

Ausschnitt wird dazu die Jobnummer

an den Buchstaben M angehängt.

Dann erfolgt der initialisierende

Aufruf des Programms M dieses Artikels.

Danach geht es mit der bisherigen

Batch-Verarbeitung nahtlos weiter (Abbildung

3).

Wenn man sich nun für interne Informationen

des Jobs interessiert, lässt man

sich diese geben, indem man eine entsprechende

Anforderung an die Nachrichtenwarteschlange

sendet. Dazu ermittelt

man mit WRKACTJOB oder

ähnlichen Befehlen die Jobnummer und

kennt damit den Namen der Warteschlange.

Für die Übermittlung der

QTEMP des Batch Jobs braucht man

also nur eine Nachricht SAVOBJ

OBJ(*ALL) LIB(QTEMP) DEV(*SAVF)

SAVF(MYSAVF) an die Nachrichtenwarteschlange

zu senden. Der Batch Job

unterbricht dann seine Tätigkeit (oder

Untätigkeit) und sichert seine QTEMP in

die Sicherungsdatei MYSAVF.

Für den zweiten Fall der Eingangsfragen

muss der interaktive Job vor dem SBM-

JOB der Auswertung eine Warteschlange

nach demselben Muster wie im ersten

Beispiel erstellen und das Programm M

mit „INIT“ als dritten Parameter entsprechend

aufrufen. Bei dem SBMJOB

muss dann der Namen der Warteschlange

mit in die Parameterliste eingebaut

werden. Der Batch Job stellt dann seine

Auswertung in den Spool, der zum

Schluss mit einem gesendeten Command

DSPSPLF vom interaktiven Job angezeigt

wird. Im dritten Beispiel kann man

die Nachrichtenwarteschlange auch in

der eigenen QTEMP anlegen. Dann

kann man sich aber nur selber die ent-

42 www.midrangemagazin.de September 2002

sprechende Nachricht senden, da andere

nicht an die Nachrichtenwarteschlange

in der QTEMP herankommen. Das Ansehen

des LDA kann nun jederzeit erfolgen,

indem man den Systemabruf betätigt

und sich mit der Auswahl 5 die

Nachricht „dspdtaara *lda“ an die

Nachrichtenwarteschlange M sendet.

Dieser vorgestellte Mechanismus ist

dermaßen mächtig, dass aus Sicherheitsgründen

extra eine Besonderheit für

Durchbruchprogramme in OS/400 eingefügt

worden ist: Diese Programme

verwenden nicht die Berechtigungsübernahme

etwaiger anderer Programme im

Callstack zur Ausführungszeit. Mit den

drei vorgestellten Anwendungen ist

auch nur ein kleiner Einblick in die

Mächtigkeit von Durchbruchprogrammen

gegeben worden. Ich verwende diesen

Mechanismus zum Beispiel auch

beim Testen von Programmen, um den

Debugger erst dann zu starten, wenn es

mir passt, oder in SQL Sitzungen, um

ohne CALL QCMDEXC mal eben

schnell einen OS/400-Befehl loszuwerden.

Zur Erhöhung des Bedienkomforts

habe ich mir noch einen kleinen Befehl

M geschrieben, der mir die Parameter-

Übergabe erleichtert (Abbildung 4).

Für meine Testsitzungen oder die Unterbrechung

des interaktiven SQL, brauche

ich jetzt vorbereitend nur M ohne jeden

Parameter abzusenden. Im interaktiven

Job kann ich jetzt auf die Unterbrechungslinie

der Systemanfrage direkt „5

m m“ eintippen und bekomme ein Command-Fenster.

Den Autor Dieter Bender erreichen

Sie unter

> Dieter.Bender@MidrangeMagazin.de


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Government-Portal beim Bundesministerium der Finanzen

Midrange MAGAZIN September 2002

Technik & Integration

Informationen über das Web

Das Bundesministerium der Finanzen hat

Intra-Sys beauftragt, ein leistungsfähiges Web-

Portal für die Haushaltsabteilung und für

alle bundesweit an der Haushaltsaufstellung

beteiligten Behörden zu erstellen. Verwendet

wurde das – in verschiedenen Projekten bei

der Erstellung von Firmenportalen bewährte –

Lösungspaket „Enterprise Portal Solutions“.

Zur Integration von unterschiedlichen

Anwendungen wurden dabei

moderne Java-Techniken eingesetzt,

denn das Potential der Internet-Technologien

liegt in den offenen Standards.

Mit deren Hilfe können verschiedenste

Informationen, Dokumentenarten und

Anwendungen über eine einzige Oberfläche

bereitgestellt werden. Beim Starten

des Portals genügt eine einmalige

Anmeldung (Single Sign-on). Das Bundesministerium

und die bundesweit

angeschlossenen Behörden sparen so

Kosten ein, straffen Arbeitsabläufe und

verbessern Ihre Serviceleistungen gegenüber

den an der Haushaltaufstellung beteiligten

Sachbearbeitern.

Aufgabenstellung

Die Aufgabe war die Erstellung eines

Portals der Haushaltsabteilungen des

Bundes im Intranet des IVBB. IVBB

steht hierbei für den Informationsverbund

Berlin-Bonn, einem Regierungs-

netz, das u.a. die Dienstsitze in Bonn

und Berlin IT-technisch miteinander verbindet.

In diesem Portal sollten die von

den Haushaltsabteilungen genutzten IT-

Verfahren integriert werden.

Da die Verfahren sich auf unterschiedlichen

Rechnern befinden, war vor dem

Erstellen des Portals auf jeder der folgenden

Systeme eine eigene Identifizierung

des Anwenders notwendig. Dem

Host des Bundesamts für Finanzen, dem

Server des Bundesamts für Finanzen und

dem Server im Hausnetz des Bundesministeriums

der Finanzen.

Die Nutzer in dem Projekt lassen sich in

drei Zielgruppen klassifizieren. In Sachbearbeiter

der Haushaltsabteilung, in

43


Technik & Integration

Angehörige der Haushaltsabteilung mit

besonderen Rechten und in Sachbearbeiter

in den Ressorts.

Anforderungen an das EPS

Eine intuitiv bedienbare Oberfläche mit

graphischen Elementen, die das Gesamtangebot

an Informationen und IT-Verfahren

im Bereich Haushalt und Finanzplanung

zusammenfasst und erschließt

gehört ebenso zu den Anforderungen an

das EPS wie auch die Entwicklung eines

Informationsnetzwerks, das alle Informationen

und Verfahren in Form eines

Internet-Portals im IVBB bündelt.

Gefordert war unter anderem das Bereitstellen

von unterschiedlichen Dienstleistungen

für jeden Nutzer im IVBB

entsprechend der Zugehörigkeit zu einer

der drei Zielgruppen bei Steuerung der

vorhandenen Berechtigungen. Die Steuerinstanz

von EPS sollte wahlweise das

Portal oder die Anwendungen sein.

Aufbau von Enterprise Portal

Solution (EPS)

Der Begriff ‚Portal’ wird – je nachdem,

wer ihn benutzt – höchst unterschiedlich

verwendet. Deshalb sei hier eine notwendige

Eingrenzung geliefert. Intra-Sys benutzt

diesen Begriff im Sinne flexibel anpassbarer

und erweiterbarer GUI-Oberflächen

auf HTML- und Java-Basis. In

diese Oberflächen können mit Hilfe moderner

Web- und Java-Techniken unter-

Der Datenfluss im EPS

Informationen über das Web

schiedlichste Anwendungen und Verfahren

integriert werden. Der Portal-GUI

steuert diese Anwendungen im Sinne von

Bürokommunikation und modernen

Workflow-Konzepten.

Ausgangspunkt für die Entwicklung von

Enterprise Portal Solutions waren die

bereits verfügbaren Produkte und Tools

im Bereich „Web to Host“. Hierbei handelt

es sich in erster Linie um die Multi-

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Host-Schnittstelle „All In One for Java“

und den e-Host Publishing-Server. Beide

Produkte sind modular als Java Beans

entwickelt und unterstützen Java Server

Pages (JSP). Deshalb genügen zum Umgang

mit dem dazu verfügbaren SDK,

Hostbeans for Development, schon

Kenntnisse zur Konfiguration in

HTML. Diese Kenntnisse reichen aus,

um einfache Web-Applikationen zu erstellen,

die mit den datentragenden

Host-Systemen kommunizieren. Die

Bean-Technik bietet noch einen weiteren

Vorteil. Die dadurch verfügbaren

Emulationskerne unter Java können sowohl

auf Client- als auch auf Serverseite

in eigenen oder fremdentwickelten Applets

bzw. Servlets ablaufen. Server-Plattform

kann jeder Java Application Server

sein, der Servlets und JSP unterstützt.

Die Verfügbarkeit

Diese Verfügbarkeit für ein breites Spektrum

möglicher Plattformen setzt auch

Enterprise Portal Solutions (EPS) fort.

44 www.midrangemagazin.de September 2002

Sie basiert auf der ausschließlichen Verwendung

rein Java-fähiger Funktionen.

So ist der Portal-GUI komplett in JSP

entwickelt. Die Einbindung und Steuerung

von Anwendungen und Web-Seiten

erfolgt über eine einfach parametrierbare

XML-Datei. Über sie wird das

Menüsystem konfiguriert, mit dessen

Hilfe der Anwender die Applikationen

und den Portal-GUI steuern kann.

Selbstverständlich gibt es zusätzlich Mechanismen,

um Single Sign-on und die

Auswertung von Benutzerrechten zu

realisieren. EPS unterstützt dabei die

vom Anwender favorisierte Methode –

wie z.B. LDAP-Server, RACF etc. Sie

steht auf dem Portal-Server bereit, um

die Authentisierung und Autorisierung

der Anwender zentral zu steuern und im

Menüsystem umzusetzen.

Framestruktur von EPS

Der Portal-GUI besteht aus dem Menüsystem

und globalen Funktionselementen.

Globale Funktionen können z.B das

Menü ein- und ausschalten, Anwendungen

beenden oder Druck- und Screenshot-Ausgaben

auslösen. Er stellt den

Container für die Frames bereit, in denen

die unterschiedlichen Anwendungen

ablaufen. Sie stehen sowohl im Web

als Applets, Beans, HTML oder XML

zur Verfügung, sowie auch als Office-

Anwendungen – wie z.B. MS Excel oder

MS Explorer. Einzige Voraussetzung für

die Aufnahme von nicht browserfähigen

Daten oder Anwendungen in einem Portal-Frame

ist, dass Schnittstellen zu dieser

Anwendung vorhanden sind.

Auch um eine sinnvolle Steuerung durch

das Menüsystem zu ermöglichen, sollten

Programmschnittstellen für diese Anwendungen

existieren – z.B. im DDEoder

DCOM-Format. Eine besonders

komfortable Lösung zur Einbindung

von Windows-Anwendungen bietet EPS

durch die Möglichkeit, marktverfügbare

ICA- und RDP-Clients als Java-Applets

in seinen Frames ablaufen zu lassen.

Dadurch sind dem Portal als Container

für diese Anwendungen, die auf einem

Windows- oder Citrix-Terminalserver

gestartet werden, praktisch keine Grenzen

gesetzt.


Menüsystem zur Steuerung

Hauptanteil am innovativen Charakter

von EPS hat das Menüsystem. Es wird

durch drei verschiedene Kriterien beeinflusst.

Erstens wird die gesamte Funktionalität

des Menüsystems durch einfache

Parametrierung und Konfiguration der

XML-Datei bereitgestellt. Zum Zweiten

wird das Menü eines Users aufgrund der

Auswertung seiner Berechtigungen individualisiert.

Das bedeutet, dass ihm nur die Menüpunkte

eingeblendet werden, zu denen er

– aufgrund seiner Rollenzuweisung –

Zugang hat. Drittens wird das Menü mit

Hilfe des im EPS enthaltenen Navigators

durch die Anwendungen selber gesteuert.

Damit konnte eine der zentralen Anforderungen

im Kundenprojekt erfüllt

werden – nämlich die Möglichkeit der

gegenseitigen Steuerung zwischen dem

Portal und den Anwendungen.

Als notwendige Verbindungsschicht

zwischen Menüsystem und Anwendungs-Frames

werden JavaScripts verwendet.

Exzellent gelöst ist die Einbindung

der Daten und Anwendungen von

Legacy-Systemen (OS390, BS2000,

OS400 und UNIX). Diese können in

Bean-Technik auf dem Portal-Server selber

bereitgestellt werden. Die gegenseitige

Steuerung von Portal und Anwendung

ist hier auf das Effektivste gelöst.

Ein integrierter Navigator ermöglicht

eine zielgenaue Erkennung der Host-

Masken aufgrund definierter Ereignisse.

Über diese Erkennung wird das Menüsystem

anwendungsspezifisch gesteuert.

Die Darstellung der Legacy-Anwendungen

kann über JSP oder im HTML-Format

erfolgen.

Fazit

Mit EPS bietet Intra-Sys ein System von

Komponenten, das sowohl aus Dienstleistungen,

Beratung und Entwicklung/

Anpassung als auch aus vorgefertigten,

Java-basierten Tools, Servlet, Beans,

JSPs, TagLib, JavaScripts und XML besteht.

Diese Komponenten werden

durch einfache Parametrierung und

Konfiguration sowie Anpassungen an

die spezifische Umgebung zu dem vom

Kunden gewünschten Anwendungsoder

Bürokommunikationsportal zusammengefügt.

In der hier angeführten Fallstudie konnte

das Portal für die zunächst vorgesehenen

ca. 120 Anwender bereits nach vier

Monaten Anpassungsaufwand in die

Produktion genommen werden.

„Hierdurch wird erstmals“, so Herr Dr.

Brede, Leiter eines IT-Referats der Haushaltsabteilung

im Bundesministerium

der Finanzen, „eine ressort- und bundesweit

einheitliche Benutzeroberfläche

für alle an der Haushaltsaufstellung und

am Haushaltsvollzug beteiligten Behörden

geschaffen.“

In einer ersten Einschätzung kommen

die Projektverantwortlichen des Haushaltsreferates

zu dem Ergebnis, dass

„sich das Projekt wirtschaftlich selbst

trägt. Die Abteilung II benötigt zukünftig

keine auf den PCs installierte 3270-

Emulation mehr; die Update-Kosten für

die derzeitige Emulation beim nächsten

Betriebssystemwechsel entfallen. In

ähnlicher Größenordnung werden Einsparungen

bei den Ressorts und deren

Oberbehörden erwartet.“

Bei der Projektübergabe verdeutlichte

Herr Oliver Schulz, Geschäftsführer Intra-Sys:

„Wir verstehen, wie wertvoll die

unternehmensweit verteilten Informationen

sind. Und dieser Wert lässt sich

durch Bündelung und extensive Nutzung

dieser Informationen nochmals

steigern. Die Wertschöpfung, die sich

daraus ergibt, ist es letztendlich, die heute

den Geschäftserfolg eines Unternehmens,

aber auch die erfolgreiche Kundenorientierung

von öffentlichen Institutionen

und Behörden garantiert.“

Autor: Uwe Schreiber

INTRA-SYS GmbH

D-30659 Hannover

� (+49) 0511/61389-0

� www.Intra-Sys.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Technik & Integration

45


Technik & Integration

DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg S.A. verbindet mit Magic-Welten

RAD unter Linux auf iSeries

Die DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg

S.A. gehört schon seit Jahren zu den

größten und aktivsten Anwendern der

Entwicklungstools von Magic Software

Enterprises. Jetzt hat die Tochter des zentralen

Investmentdienstleisters der deutschen

Sparkassenorganisation mit ihrer e-Service-

Lösung „DekaOnline Luxembourg“ oder DOLL,

wie die Lösung kurz heißt, eine internetbasierte

Informations- und Transaktionslösung für

die B2B-Kommunikation zwischen der

DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg

S. A. und den Sparkassen entwickelt.

Die Sparkassen-Berater nutzen

DOLL als Informations- und

Transaktionsmodul für das Ø-Dynamik-Depot

– die fondsgebundene Vermögensverwaltung

als eines der Kernprodukte

der Bank. Mit „DekaOnline

Luxembourg“ arbeiten inzwischen rund

270 Sparkassen, bis Ende diesen Jahres

– so die Zielsetzung – sollen es bereits

480 sein. Für den Kundenbetreuer besteht

das System aus einer Browser-

Oberfläche im Corporate-Design des

DekaBank-Konzerns. Die Internet-Applikation

liefert ihm alle Informationen

über seinen aktuellen Kunden.

DOLL – Magic, Java, HTML,

Linux, iSeries

DOLL ist von zwei unterschiedlichen

Entwicklungsteams in völlig verschiedenen

Welten programmiert worden. Das

Frontend besteht aus einer Kombination

von reinen HTML-Seiten, JavaScript,

JSPs und JavaServlets, die von BEA-

WebLogic-Servern V6.1 auf HP-UX

Plattformen ausgeführt werden. Den

Backend-Bereich decken MAGIC/400-

Server V9.30 SP2 auf iSeries komplett

ab. Als Datenbank kommt die DB2/400

V5R2 von IBM zum Einsatz. Alle Informationen,

die das Frontend anzeigt,

stammen aus einem selbstentwickelten

Data-Warehouse, welches die Magic-

Datenpumpe täglich innerhalb der Tagesendverarbeitung

füllt und ständig

aktuell hält.

Die Kommunikation

Oft vergessen und doch so entscheidend

ist die Kommunikation zwischen der

JAVA- und der Magic-Welt. Hier machten

sich die Entwickler der Bank die Broker-Funktionalität

von Magic zu Nutze.

Auf einer SuSe Linux-V7-Plattform laufen

Magic-Broker und -Requester sowohl

als Kommunikationsmittel als

auch um das Backend-System nach oben

offen skalierbar zu halten. Eingehende

Aufträge legen Backend-Systeme in einer

Schnittstelle ab. Ein selbstentwickeltes

Buchungssystem – Magic-OrderEngine

genannt – überprüft diese Schnittstelle

regelmäßig auf zu verarbeitende

Aufträge. Entdeckt die OrderEngine einen

Auftrag, wird dieser aufgrund von

Transaktionscodes identifiziert und im

Screen-Scrapping-Verfahren in das bestehende

Banken-System OLYMPIC

(E.R.I. Bancaire) eingetragen. Dieses

Screen-Scrapping-Verfahren ist bei dem

DekaBank-Konzern ein Muss, da Daten

nie direkt in das System übernommen

werden können. Die OrderEngine verhält

sich dabei wie ein normaler Erfasser

und füllt die über die Schnittstelle eingegangenen

Daten in die existierenden

5250-Screens der Emulation. Dabei

bedient sie sich des 5250-Datenstroms.

Automatische Auftragsübergabe

Der verarbeitete Auftrag wird anschließend

automatisch in das Oracle-basierende

FileNet (auf RS6000) für das

integrierte Dokumenten-Management-

System eingetragen. Auch Depotauflösungen

werden umgehend über die

46 www.midrangemagazin.de September 2002

bereits existierende Magic-Applikation

UDA (Unterjährige Depotauflösung)

ausgelöst. Dies geschieht wieder über

eine Broker-Steuerung. Dem Kunden

wird zeitgleich durch die Magic-Applikation

STRL ein Steuerbescheid für das

zuständige Finanzamt erstellt. Bereits

seit September 2001 läuft die Anwendung

produktiv – absolut stabil und

wartungsarm. Die Resonanz der Sparkassen-Berater

ist eindeutig: „mehr als

positiv“. Die nächsten, bereits geplanten

Ausbaustufen – z.B. Depoteröffnungen

– werden schon ungeduldig erwartet.

Technische Basis

DOLL basiert auf dem Magic eDeveloper,

einem schnellen „All-In-One“-Tool

für Entwicklung, Integration und Modernisierung

von Software sowie für alle

wichtigen Technologien, Anwendungsgebiete,

Plattformen und Datenbanken.

Ob es darum geht, Web-Services über

das Internet einzubinden oder zur Verfügung

zu stellen, eine e-Business-Lösung

oder eine Warenwirtschaft für die IBM

iSeries zu entwickeln: Der Magic eDeveloper

kann den gesamten Bedarf an Software-Entwicklung

abdecken. Auch die

DekaBank setzt den eDeveloper als strategisches

Tool für die gesamte interne

Software-Entwicklung ein.

Magic und Linux

Eine der Besonderheiten von DOLL ist

die Co-Existenz verschiedener Technologiewelten.

Unter anderem spielt Linux

eine große Rolle für die Lösung. Linux

wurde schon sehr früh als Plattform

unterstützt. Zunächst wurde eine

Runtime-Umgebung vorgestellt, die alle

existierenden Magic-Lösungen zu potenziellen

Linux-Anwendungen machte.

Damit stand quasi „von jetzt auf gleich“

eine große Menge erprobter, professioneller

Lösungen für die neue Plattform

zur Verfügung. In einem zweiten Schritt


wurde dann auch das Tool unter Linux

lauffähig. Damit wurde eines der ersten

professionellen Linux-Tools auf den

Markt gebracht. Seine Funktionalitäten

entsprachen exakt denen der Versionen

für andere Plattformen. Seit dieser Zeit

sind Vertreter von Magic Software Enterprises

in den verschiedenen Gremien

der Open-Source-Community aktiv.

RAD-Prinzip

Das Grundprinzip von Rapid Application

Development (RAD) ist unter anderem

Plattform- und Datenbankunabhängigkeit.

Die technische Konzeption,

die Magic seine technischen Merkmale

verdankt, ist über die Jahre bis hin zum

aktuellen Magic eDeveloper unverändert

geblieben: Die tabellenorientierte

Programmiermethode, die das traditionelle,

langwierige und fehleranfällige

Codieren ersetzt, macht die Entwicklung

mit diesem Tool sehr schnell. Sie

erlaubt die Realisierung von Konzepten

des Rapid Application Development

Anzeige

(RAD) sowie das Programmieren in iterativen

Zyklen. Der Endnutzer wird in

den Entwicklungsprozess integriert.

Plattformunabhängigkeit wird dadurch

realisiert, dass die gesamte Applikationsbeschreibung

in der Steuerdatei abgelegt

ist, die eine plattformspezifische

Runtime-Engine ausführt. Diese lässt

sich – wie andere Dateien auch – in beliebige

Umgebungen (Linux, Unix,

OS/400, Windows, etc.) kopieren und

mit der passenden Runtime-Engine ausführen.

Die Portierung läuft ohne langwierige

Codierungs-, Kompilierungs-,

Verknüpfungs- und Testphasen ab.

Das Umwandeln von Client-/Server- in

Internet-Anwendungen, das Downsizing

von Großrechner- auf Client-/Server-Umgebungen

oder umgekehrt das

Upsizing von kleinen Netzwerken auf

Client-/Server-Umgebungen wird so wesentlich

erleichtert. Über MagicGate-

Gateways können Applikationen auf 18

verschiedene Datenbanken zugreifen.

Midrange MAGAZIN September 2002

Technik & Integration

Die MagicGates nutzen dabei die volle

Funktionalität der einzelnen Datenbanken.

Daten können gelesen und geschrieben,

datenbankbasierte Aktionen

wie Sperren, Optimierung, Sicherheit,

Passwort usw. können vorgenommen

werden.

Heterogene Daten aus mehreren Datenbanken

können via Magic zu einem integrierten

System zusammengefasst werden.

Entwickler und Endbenutzer haben

so die Möglichkeit, mit der selben Anwendung

von jedem beliebigen Punkt

der unternehmensweiten Umgebung aus

auf mehrere Datenbanken zuzugreifen.

Daten können dabei einfach physisch

zwischen Plattformen verschoben und

automatisch von einem Format in ein

anderes konvertiert werden.

Magic Software Enterprises GmbH

D-85737 Ismaning

� (+49) 089/96273-0

� www.magicsoftware.com/germany

47


Marktübersicht

48 www.midrangemagazin.de September 2002

Papierkrieg online

Das Internet macht als Alternative zur Briefpost von sich reden, Formularlager haben fast schon antiquarischen Touch und die digitale Signatur

ersetzt nicht nur Füller und Kuli, sondern auch gescannte Namenszüge. Der berühmte Papierkrieg wird heute elektronisch ausgefochten, die

verschiedenen Schach- und Feldzüge auf Hochleistungsspeichermedien für die Nachwelt festgehalten. Archivierungswürdig ist gerade im Online-Zeitalter

eine Fülle an Informationen, das Wiederauffinden von Informationen bedarf aber keines Kellergangs mehr. Die modernen Archive sind zwar auch

staubempfindlich, aber nicht mehr begehbar...

Arbeitsergebnisse einer Datenverarbeitungsanlage

– so lautet die Definition

des englischen Ausdrucks Output. Der

wird heute komfortabel an verschiedenste

Netzwerkdrucker geroutet, per

Fax oder e-Mail verschickt, via Internet

abgerufen und auf leistungsfähigen

Speichermedien abgelegt. Der Siegeszug

der elektronischen Medien macht das

Arbeitsleben aber nicht nur leichter: Es

wird mehr geschrieben, als noch zu rein

postalischen Zeiten. Die Informationsverteilung

benötigt weder Ausdruck

noch Porto – da kann man ja schnell mal

eben. Schon bedroht die e-Mail-Flut die

gewünschte Effizienz, dafür sorgt neben

Spam-Post auch das oft überflüssige

Verteilen von Kopien via cc.

Mehrgleisigkeit

Outputmanagement und Archivierung

Im Geschäftsleben hat sich die elektronische

Post weitgehend durchgesetzt. Da

aber längst nicht jeder Endverbraucher

via Internet zu erreichen ist und bei der

Zustellung von Dokumenten noch

immer rechtliche Zwänge herrschen,

fahren wir in den nächsten Jahren wohl

noch mehrgleisig: elektronisch und postalisch.

Der optisch ansprechenden und

effizienten Gestaltung von Papier

kommt weiterhin eine wichtige Rolle zu.

Der Formulardruck selbst wird von vie-

len Unternehmen inzwischen In-House

vorgenommen, die Vorlagen elektronisch

mit dem gewünschten Inhalt verknüpft.

Die Wege des Outputs sind vielfältig:

Er gelangt per e-Mail, Fax, SMS

und Hard-Copy an seinen Empfänger.

(Sch)ade

Allen Unkenrufen zum Trotz ist das

Ende der Papierflut noch immer nicht in

Sicht. Das Output-Management verändert

sich trotzdem stetig. Kostenreduktion

durch cleveres Formularmanagement,

die Integration von Workflow-

Komponenten und die strukturierte

Archivierung von Schriftwechsel sollen

den Arbeitsalltag erleichtern. Formulargeneratoren

helfen sparen, verbinden

Text mit Grafiken und machen damit

vorgedruckte Unternehmenspapiere sowie

deren Lagerung überflüssig. Das

Entwickeln eigener Formulare am PC

und das Mischen von Spool-Dateien

zum Ausdruck auf Normalpapier spart

neben Satz- und Druckkosten auch

Manpower, die für das Separieren bzw.

Sortieren von Mehrfachsätzen nötig war.

Berge an Briefen

Insbesondere große Unternehmen – wie

zum Beispiel Versicherungen, Banken

oder auch Finanzämter – verschicken

oft am gleichen Tag mehrere Briefe an

ein und denselben Adressaten, weil dieser

mit mehreren Verträgen oder Konten

geführt wird. Dieses organisatorische

Problem sorgt beim Empfänger für

Irritationen, erzeugt unnötig hohe Portokosten

und verschlingt Büromaterial.

Inzwischen sind Lösungen am Markt erhältlich,

mit denen sich Dokumente an

denselben Empfänger auch dann zusammen

ausdrucken und für den gemeinsamen

Versand vorbereiten, wenn

sie unterschiedliche Vertrags- bzw. Kundennummern

oder sonstige organisatorische

Selektionsmerkmale aufweisen.

Den Empfänger freut es, geht doch sein

Partner mit wichtigen Ressourcen ganz

offensichtlich verantwortungsbewusst

um. Auch die Duplex-Fähigkeit bestimmter

Lösungen hilft beim Sparen:

Zusatzinformationen finden auf der

Rückseite des eigentlichen Schriftstücks

ihren Platz. Auch das ist als sinnvoller

Beitrag zum Senken der gewichtsabhängigen

Porto- wie auch der Papierkosten

zu werten. Mit modernen Output-Management-Lösungen

lassen sich sogar

Spool-Dateien separieren: Ein Part wird

auf unterschiedlichen Druckern ausgegeben,

ein anderer per Fax verschickt

und der Rest elektronisch an den jeweiligen

Adressaten übermittelt.


Integration gefragt

Zunächst wurden die oftmals großen

Papierarchive durch Dokumenten-Management-Systeme

(DMS) abgelöst.

Inzwischen sind aber vielmehr die Integrationen

in vorhandene Software-Umfelder

sowie unternehmensweite Lösungen

gefragt. Zweifelsohne führt der

DMS-Einsatz zu erhöhter Produktivität,

reduziert die Kosten und steigert deutlich

die Auskunftsbereitschaft im Unternehmen.

Um die vorrangigen Unternehmensziele

– wie Wettbewerbsfähigkeit

und Kundenzufriedenheit – zu fördern,

ist Integration gefragt: ERP, CRM und

SCM müssen durch ein effizientes Dokumenten-Management

unterstützt

werden. Die Dokumentenarten sind

heute vielfältig: Neben Datenbankdateien,

Spool-Files und PC-Dokumenten

finden immer mehr auch PDF-Dokumente,

Audio-/Video-Dateien und digitale

Fotos in die Archive. Kostenvoranschläge

und Gutachten werden durch

Bilder ergänzt; komplette Akten werden

auch von extern via Browser einsehbar.

Verzweifelt gesucht...

wird heute zumindest im Unternehmensumfeld

nicht mehr. Die auf dem

Markt verfügbaren Archivierungslösun-

Anzeige

www.midrange-solution-finder.de

Die folgenden Tabellen sind ein Auszug aus unserer Online-

Datenbank. Unter der Adresse www.midrange-solutionfinder.de

finden Sie die vollständigen Informationen aller Anbieter

und deren Produkte aus dem Midrange-Markt.

gen bieten unterschiedliche Search-

Funktionen an: neben Volltextsuche

auch Bool’sche Verknüpfungen und einstellbare

Trefferlisten. Das Suchen aus

jedweder Anwendung heraus ist der

Traum jedes Users und mit den modernen

Lösungen ist es inzwischen auch

möglich. Nach aktuellen Einschätzungen

von Gartner werden bis zum Jahr

2004 Kernfunktionalitäten aus dem integrierten

Dokumenten-Management

auch in 90 Prozent aller e-Learning-Produkte

eine Schlüsselrolle spielen.

Ebenso werden Software-Anbieter für

Dokument-Management zukünftig neben

Workflow, Content-Management

und Team-Arbeit auch Funktionalitäten

für das Management von Lerninhalten

stärker integrieren müssen. Diese Funktionalitäten

werden in so genannten

„Smart Enterprise Suites“ zusammenwachsen,

so Gartner. Diese kombinieren

u.a. Funktionalitäten wie Content-Management,

Team-Arbeit, Information

Retrieval, Workflow und Portalanwendungen.

Hauptvorteil ist zum einen die

kostengünstige Integration und zum anderen

die Unterstützung von Geschäftsprozessen

in global agierenden Unternehmen.

Informationen und Daten werden

schließlich nur dann sinnvoll

Midrange MAGAZIN September 2002

Marktübersicht

genutzt, wenn sie nicht nur verwaltet

werden, sondern auch in die interaktive

Zusammenarbeit eingebunden sind.

Profile abklopfen

Unsere Anbieterübersicht gibt einen detaillierten

Überblick über die Funktionalitäten

der am Markt befindlichen

Lösungen. Wer seine Entscheidungsfindung

durch ein persönliches Gespräch

unterstützen möchte, hat dazu auch

während der DMS Expo in Essen Gelegenheit.

Auf 32 praxisbezogenen Demopunkten

präsentiert IBM gemeinsam

mit Geschäftspartnern vom 3. bis 5.

September Dokumenten-, Content- und

Wissens-Managementlösungen, die sowohl

in kleinen als auch in großen Unternehmen

eingesetzt werden können.

Die Schwerpunkte liegen auf Unternehmensportalen

und Lösungen für das Wissens-

und Dokumenten-Management,

das Web Content- und Media Asset-Management

sowie die Dokumentenerfassung

und -archivierung beziehungsweise

die Dokumentenspeicherung.

Die DMS EXPO wird in diesem Jahr

erstmals von einer Fachtagung des internationalen

Anwender- und Herstellerverbands

AIIM begleitet. Die „AIIM

Conference @ DMS EXPO“ informiert

über aktuelle Themen im Informationsund

Dokumenten-Management – wie

etwa die rechtlichen Anforderungen

beim Content-Management, e-Business

und im Archivierungsumfeld.

M.W.

49


Marktübersicht

Anbieter Archivierung A-M Anbieter Archivierung M-Z

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

2B Consulting GmbH, D-Nordhorn,

(+49) 05921/879-260, www.2b-consulting.de

Alos AG, CH-Rüschlikon,

(+41) 043/3881088, www.alos.ch

ALOS GmbH, D-Köln,

(+49) 02234/4008-0, www.alos.de

AURA Equipements, F-LES ULIS Cedex,

(+33) 01/69070145, www.easycom-aura.com

BBI-Consulting AG, CH-Brüttisellen,

(+41) 01/8058040, www.bbi-c.ch

BMU GmbH, D-Northeim,

(+49) 05551/9801-0, www.bmu-beratung.com

C+S common solutions GmbH, D-Bochum,

(+49) 0234/9553-801, www.common-solutions.de

COGITO AG, D-Bochum,

(+49) 02327/326-332, www.cogito.com

Cognosco AG, CH-Zürich,

(+41) 01/3614045, www.cognosco.ch

COI Consulting GmbH, D-Herzogenaurach,

(+49) 09132/82-0, www.coi.de

Comline AG, D-Dortmund,

(+49) 0231/97575-0, www.comline.de

command AG, D-Ettlingen,

(+49) 07243/590-0, www.command-ag.de/frida

comp gmbh, D-Ratingen,

(+49) 02102/6609-0, www.comp-edv.de

COP.IS GmbH, D-Schwerte,

(+49) 02304/46058,

DAA AG, D-Unterschleißheim,

(+49) 089/374291-0, www.daa.de

DANS Europe SA, L-Esch-Sur-Alzette,

(+352) 026/551199, www.danseurope.com

DCW Software AG, CH-Zürich,

(+41) 01/4048008, www.dcw-software.ch

DCW Software AG, D-Mannheim,

(+49) 0621/4383-0, www.dcw-software.com

DocuScan, D-Erftstadt,

(+49) 02235/92302-66, www.docuscan.de

DocuWare AG, D-Germering,

(+49) 089/894433-0, www.docuware.com

Do-Soft GmbH, D-Dortmund,

(+49) 0231/9742-530

Elsag Solutions AG, CH-Glattbrugg-Zürich,

(+41) 01/8092-500, www.elsag-solutions.com

Elsag Solutions AG, D-Villingen-Schwenningen,

(+49) 07721/9175-0, www.elsag.de

eMsys GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/202205-0, www.emsys-berlin.de

Geac GmbH, D-Villingen-Schwenningen,

(+49) 07721/941-0, www.geac.de

Gräbert GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/896903-33, www.graebert-gse.de

HABEL GmbH, D-Rietheim-Weilheim,

(+49) 07461/9353-0, www.habel.de

IBM Deutschland GmbH, D-Stuttgart,

(+49) 0711/785-0, www.as400.ibm.com

IBM Schweiz AG, CH-Zürich,

(+41) 01/643-7747, www.ch.ibm.com

IQDoQ GmbH, D-Bad Vilbel,

(+49) 06101/806-300, www.iqdoq.de

LogoData GmbH, D-Düsseldorf,

(+49) 0211/49223-0, www.logo-data.de

Lorenz, D-Frankfurt,

(+49) 069/78991-0

Magellan Software GmbH, D-Greven,

(+49) 02571/998-02, www.magellan-software.de

Outputmanagement und Archivierung

Produktname

InfoStore

DocuWare, DVS/400

DVS/400

LAUNCHER/400

FRIDAarchiv

IBM on Demand,

Kofax Pocent Capture

MultiArchive400

DMS for WWS Retail,

Cogito Brain

Controlling-Satellit

COI-BusinessFlow

IXOS eCON-Solution Suite

FRIDAarchiv

URF Archiv

C,O,P.S. Docsys Archiv

ScanView

Look, know!,

PArc/400

Client/Server

Dokumenten Management

DCW Software

Dokumenten Management

DocuWare

DocuWare

Windream

EBES e-IP FileNet

EBES e-IP FileNet

InfoStore,

InterForm 400

Easy DMS/400, M-Archiv/400

ArchivPlus/400

GEDOS

IBM Content Management

IBM Content Management

HYPERDOC

VEDA SE Dokument

2Charta

SpyVision

50 www.midrangemagazin.de September 2002

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

Märkische Service-GmbH, D-Iserlohn,

(+49) 02371/9675-0, www.maerkserv.de

MBG GmbH, D-Düsseldorf,

(+49) 0211/99414-0, www.mbg-online.de

menten EDV-Beratung GmbH, D-Marienheide,

(+49) 02261/9184-0, www.menten-gmbh.de

MEPA-DATA AG, CH-Kloten,

(+41) 01/80010-30, www.mepa.ch

MMS Consulting GmbH, D-Potsdam,

(+49) 0331/887157-0

Multi-Support Deutschland AG, D-Hamburg,

(+49) 0700/96600600, www.multi-support.com

NewServ AG, CH-Uitikon Waldegg,

(+41) 01/40526-00, www.newserv.ch

Noichl IT-Management, D-Eschweiler,

(+49) 02403/96197-40, www.noichl.de

OCS Unternehmensberatung GmbH, D-Wald-

Michelbach, (+49) 06207/9424-0, www.ocs.de

Printec Datentechnik Vertriebs GmbH, D-Hainburg,

(+49) 06182/778-0, www.printec.de

Rieß GmbH, D-Fürstenfeldbruck,

(+49) 08141/92224, www.alexriess.de

SAPERION AG, D-Berlin,

(+49) 030/60061-0, www.saperion.com

Scheuchl & Partner GmbH, D-Unterhaching,

(+49) 089/614112-0, www.s-o-p.de

SoftM AG, CH-Glattbrugg,

(+41) 01/8110310, www.softm.ch

SoftM AG, D-München,

(+49) 089/14329-0, www.softm.com

Solitas Informatik AG, CH-Buchs,

(+41) 081/755550-0, www.solitas.ch

Solitas Informatik GmbH, A-Wien,

(+43) 01/2197330, www.solitas.com

Solitas Informatik GmbH, D-Unterhaching,

(+49) 089/666109-60, www.solitas.de

SOLSYS GmbH, A-Wien,

(+43) 01/5967060, www.solsys.at

SORECO Ltd , CH-Schwerzenbach,

(+41) 01/80625-25, www.soreco.ch

SOU GmbH & Co.KG, D-Schwetzingen,

(+49) 06202/2784-0, www.sou.de

SUMMIT GmbH, D-Stolberg,

(+49) 02402/10290-10, www.summit-consult.de

SYMTRAX SA, F-Nimes Cedex 01,

(+33) 0800/1833838, www.eu.symtrax.com

SYNCHRON GmbH, D-Stuttgart,

(+49) 0711/781963-10, www.synchron-is.de

SYSTOR GmbH & Co. KG, D-Köln,

(+49) 02234/108-0, www.systor.com

teamwork AG, D-Paderborn,

(+49) 05251/5201-0, www.teamwork.de

TOOLMAKER Software AG, CH-Luzern,

(+41) 041/240008, www.toolmaker.ch

TOOLMAKER Software GmbH, D-Kaufering,

(+49) 08191/968-0, www.toolmaker.de

UBR Reetmeyer GmbH, D-Bonn,

(+49) 0228/98352-0, www.ubr.de

VEDA GmbH, D-Alsdorf,

(+49) 02404/5507-0, www.veda.de

W. Kohlhammer GmbH, D-Köln,

(+49) 02234/106-248, www.kohlhammer.de

Windream GmbH, D-Bochum,

(+49) 0234/9734-0, www.windream.de

ZS Computer Service GmbH, D-Gießen,

(+49) 0641/97921-0, www.zs-computer.de

Produktname

QUICK OFFICE

InfoStore

gzip400

LAUNCHER/400,

SBS Business Solutions by Mepa

MM-print/400

MultiArchive

MM-print/400

NIT-Archiv

DM400, Visual Easy, Easy Forms

Easy Archiv, DMS, KCW

Printec-Module, FormScape

Adobe Accelio Present,

erpWizard

SAPERION

InfoStore, task-x-link,

Spool master

InfoStore, task-x-link,

Spool master

InfoStore

InfoStore

InfoStore

InfoStore

DM400, Visual Easy,

Easy Forms

Xpert.Group Doc

sou.Matrixx_Doc

Dokumentenmanagement

Compleo

EASY-SYNC/400

DIM by SYSTOR

teamwork/Archiv

LSDForms

LSDForms

WK-Archiv

VEDA SE Dokument

WK.Archiv

windream

FormScape, Docs Online,

Hypscope


Anbieter Outputmanagement A-L Anbieter Outputmanagement M-Z

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

2B Consulting GmbH, D-Nordhorn,

(+49) 05921/879-260, www.2b-consulting.de

ACCELIO GmbH, D-Ratingen,

(+49) 02102/202-0, www.jetform.com

ADN Distribution GmbH, D-Bochum,

(+49) 0234/9735-0, www.adn-distribution.de

Alos AG, CH-Rüschlikon,

(+41) 043/3881088, www.alos.ch

ALOS GmbH, D-Köln,

(+49) 02234/4008-0, www.alos.de

APOS Informatik AG, CH-Däniken,

(+41) 062/28865-65, www.apos.ch

AURA Equipements, F-LES ULIS Cedex,

(+33) 01/69070145, www.easycom-aura.com

BBI-Consulting AG, CH-Brüttisellen,

(+41) 01/8058040, www.bbi-c.ch

Beta Systems, D-Berlin,

(+49) 030/726118-0, www.betasystems.com

BFD AG, D-Iserlohn,

(+49) 02371/7909-0, www.bfd.ag

C+S common solutions GmbH, D-Bochum,

(+49) 0234/9553-801, www.common-solutions.de

CCP Systems AG, D-Stuttgart,

(+49) 0711/820342-0, www.ccp.de

COGITO AG, D-Bochum,

(+49) 02327/326-332, www.cogito.com

Cognosco AG, CH-Zürich,

(+41) 01/3614045, www.cognosco.ch

command AG, D-Ettlingen,

(+49) 07243/590-0, www.command-ag.de/frida

COP.IS GmbH, D-Schwerte,

(+49) 02304/46058

CSP AG, D-Karlsruhe,

(+49) 0721/98536-0, www.csp.de

CSP GmbH, D-Rodgau,

(+49) 06106/8407-0, www.csp-gmbh.de

DAA Systemhaus AG, D-Unterschleißheim,

(+49) 089/374291-0, www.daa.de

DANS Europe SA, L-Esch-Sur-Alzette,

(+352) 026/551199, www.danseurope.com

DATEC GmbH, D-Netzschkau,

(+49) 03765/797-0, www.datec-gmbh.de

DCW Software AG, D-Mannheim,

(+49) 0621/4383-0, www.dcw-software.com

DCW Software AG, CH-Zürich,

(+41) 01/4048008, www.dcw-software.ch

DocuScan, D-Erftstadt,

(+49) 02235/92302-66, www.docuscan.de

eMsys GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/202205-0, www.emsys-berlin.de

FormScape GmbH, D-Linden,

(+49) 06403/7785-0, www.formscape.com

Geac GmbH, D-Villingen-Schwenningen,

(+49) 07721/941-0, www.geac.de

Gräbert GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/896903-33, www.graebert-gse.de

Gruber Software & Service, A-Salzburg,

(+43) 0662/457812, www.g2s.co.at

IBM Deutschland GmbH, D-Stuttgart,

(+49) 0711/785-0, www.as400.ibm.com

IBM Schweiz AG, CH-Zürich,

(+41) 01/643-7747, www.ch.ibm.com

IBS GmbH, D-Hamburg,

(+49) 040/51451-0, www.ibsde.de

Intercomp AG, CH-Walchwil,

(+41) 041/24518-0, www.comasag.ch

JOLO DATA, D-Hildesheim,

(+49) 05121/1799-0, www.jolodata.com

LCI Intermate A/S, DK-Birkeroed,

(+45) 072/2604-00, www.intermate.com

Outputmanagement und Archivierung

Produktname

InterForm400

Central, Output Pak für SAP

R/3, Web-Output Pak für SAP

Optio eComIntegate

DVS/400, DocuWare

DVS/400

Spool-a-Matic

LAUNCHER/400

FRIDAarchiv

Beta 93 UX

Outputmanagement

InterForm400

JScribe

DMS for WWS Retail, Cogito

Brain

Controlling-Satellit

FRIDAforms

C,O,P.S. Docsys Archiv

Mercury

CSP FMS-Server

ScanView

PArc/400,

Look, know!

Druckerlösungen

Client/Server Dokumenten

Management

Client/Server Dokumenten

Management

DocuWare

InterForm 400

FormScape

StreamServe

ArchivPlus/400

Spool-a-Matic,

SpoolMail

IBM Content Management

IBM Content Management

Adobe Accelio Present

InterForm 400,

Jscribe

Monarch

InterForm400R

Midrange MAGAZIN September 2002

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

Märkische Service-GmbH, D-Iserlohn,

(+49) 02371/9675-0, www.maerkserv.de

menten EDV-Beratung GmbH, D-Marienheide,

(+49) 02261/9184-0, www.menten-gmbh.de

MEPA-DATA AG, CH-Kloten,

(+41) 01/80010-30, www.mepa.ch

net W+P GmbH & Co.KG, D-Stuttgart,

(+49) 0711/770558-0, www.walter-partner.com

NewServ AG, A-Wien,

(+43) 01/8794327, www.newserv.at

NewServ AG, CH-Uitikon Waldegg,

(+41) 01/40526-00, www.newserv.ch

OCS GmbH, D-Wald-Michelbach,

(+49) 06207/9424-0, www.ocs.de

Printec GmbH, D-Hainburg,

(+49) 06182/778-0, www.printec.de

Prout AG, D-Darmstadt,

(+49) 06151/930-6, www.prout.de

Rieß GmbH, D-Fürstenfeldbruck,

(+49) 08141/92224, www.alexriess.de

ROHA GmbH, A-Wien,

(+43) 01/4196700, www.roha.at

SAPERION AG, D-Berlin,

(+49) 030/60061-0, www.saperion.com

Scheuchl & Partner GmbH, D-Unterhaching,

(+49) 089/614112-0, www.s-o-p.de

SI Software Innovation GmbH, D-Neustadt,

(+49) 06321/49915-0, www.si-software.de

SoftM (Schweiz) AG, CH-Glattbrugg,

(+41) 01/8110310, www.softm.ch

SoftM AG, D-München,

(+49) 089/14329-0, www.softm.com

SOFTWARE TRADING GmbH, A-Baden bei Wien,

(+43) 02252/21741-0, www.swt.at

Solitas Informatik AG, CH-Buchs,

(+41) 081/755550-0, www.solitas.ch

Solitas Informatik GmbH, A-Wien,

(+43) 01/2197330, www.solitas.com

Solitas Informatik GmbH, D-Unterhaching,

(+49) 089/666109-60, www.solitas.de

SOLSYS GmbH, A-Wien,

(+43) 01/5967060, www.solsys.at

SORECO Ltd, CH-Schwerzenbach,

(+41) 01/80625-25, www.soreco.ch

SOU GmbH & Co.KG, D-Schwetzingen,

(+49) 06202/2784-0, www.sou.de

StreamServe GmbH, D-Walldorf,

(+49) 06227/381-111, www.streamserve.com

SYMTRAX SA , F-Nimes Cedex,

(+33) 0800/1833838, www.eu.symtrax.com

SysPrint AG, CH-Schlieren,

(+41) 01/7302345, www.sysprint.ch

SYSTOR GmbH & Co. KG, D-Köln,

(+49) 02234/108-0, www.systor.com

TDS AG, D-Neckarsulm,

(+49) 07132/366-01, www.tds-global.com

TOOLMAKER Software AG, CH-Luzern,

(+41) 041/2400084, www.toolmaker.ch

TOOLMAKER Software GmbH , D-Kaufering,

(+49) 08191/968-0, www.toolmaker.de

UBR Reetmeyer GmbH, D-Bonn,

(+49) 0228/98352-0, www.ubr.de

VEDA GmbH, D-Alsdorf,

(+49) 02404/5507-0, www.veda.de

W. Kohlhammer GmbH, D-Köln,

(+49) 02234/106-248, www.kohlhammer.de

Werner Consulting & Software, D-Taufkirchen,

(+49) 08084/946928, www.werner-cs.de

Work-Flow Technology GmbH, D-Ratingen,

(+49) 02102/94216-0, www.worktech.de

ZS Computer Service GmbH, D-Gießen,

(+49) 0641/97921-0, www.zs-computer.de

Produktname

Marktübersicht

QUICK ARCHIV, QUICK OFFICE,

QUICK PRESS, QUICK SPOOL

gzip400

LAUNCHER/400

net C4 Outputmanager

MM-print/400

MM-Print/400

DM400, Visual Easy, Easy Forms

Easy Archiv, DMS, KCW

Printec-Module, FormScape

PROUT inForm

Adobe Accelio Present,

erpWizard

SpoolMaster

SAPERION

InfoStore, task-x-link, Spool

master

LDMS Output

SpoolMaster, InfoStore,

task-x-link

SpoolMaster

HSD-Printserver

InfoStore

InfoStore

InfoStore

DM400, Visual Easy, Easy Forms

Xpert.Print

sou.Matrixx_Doc

Streamserve Business

Communications Platform

Compleo

DocOut, Mapping/400 e-Output

Management

Isis Papyrus

modus

LSDForms, DirectMail

LSDForms, DirectMail

WK-Archiv

VEDA SE Dokument

WK.Archiv

WinSpool400 Batch Report

Server

Outputgenerator für Lotus

Domino

FormScape, Docs Online,

Hypscope

51


Marktübersicht

Kaiser + Kraft mit Archivsystem und Frida

Schneller Griff ins Archiv

Europas größter Versandhändler für Büro-,

Betriebs- und Lagereinrichtung, Kaiser + Kraft

Europa, archiviert und verwaltet seit April

Dokumente mit dem Archiv-System InfoStore

for iSeries. Dabei schöpft Kaiser + Kraft die

Vorteile eines integrierten Archiv-Systems voll

aus und erhält so ein effektives Dokumentenmanagement.

Die Kaiser + Kraft Europa GmbH,

zu der die Gruppen Kaiser +

Kraft, Gaerner, Gerdmans und Kwesto

gehören, bedient 25 Gesellschaften in 19

europäischen Ländern mit Einrichtungsgegenständen

für Lager, Betrieb,

Umwelt, Transport und Büro. Um sich

hier durch schnellen und zuverlässigen

Kundenservice auszeichnen zu können

und um dabei stets den Überblick zu bewahren,

wurde bereits seit 1995 mit einer

Archiv-Lösung gearbeitet.

Eine flexible DMS-Lösung

Ein wichtiges Auswahlkriterium war die

Möglichkeit, mit den bei Kaiser + Kraft

eingesetzten IBM Network Clients

(NCs) im Archiv-System recherchieren

zu können. „Wir haben uns nach einem

kurzen Auswahlverfahren für InfoStore

for iSeries der Solitas Informatik AG

entschieden, denn nur sehr wenige der

angebotenen Archiv-Systeme können

überhaupt NCs integrieren“, erzählt

Barbara Wertenauer, Teamleiterin EDV

bei Kaiser + Kraft Europa. Die EDV-

Landschaften in den 25 europäischen

Gesellschaften sind recht heterogen: Neben

den überwiegend eingesetzten NCs

sind auch PCs im Einsatz; es müssen

unterschiedliche Dokumententypen abgelegt

werden können. Die Dokumente

und Belege aus ihren ursprünglichen

Anwendungen ablegen und wieder re-

cherchieren zu können, ist eine Stärke

der flexiblen Archiv-Lösung.

Einfache Übernahme

Die Archiv-Lösung wurde durch die

beiden Solitas-Partner – command ag,

Ettlingen und EDV-Beratung Hartmann

GmbH – in die System-Landschaft von

Kaiser + Kraft integriert. Als erster

Standort wurde die Schweizer Gesellschaft

von Kaiser + Kraft in Cham an

das Archiv-System angebunden. Ein wesentlicher

Vorteil war dabei, dass die

Finanzbuchhaltung von Frida im Standard

bereits eine Schnittstelle zu Info

Store aufweist. Die Gesellschaften, die

mit Anlagen-, Finanzbuchhaltung und

Kostenrechnung von command arbeiten,

sind daher bereits seit Beginn des

Jahres 2002 auf dem Hauptrechner zusammengeführt.

DMS für WWS

Die Einführungsphase des digitalen Archivs

konzentrierte sich noch auf einen

zweiten zentralen Bereich: die Integration

des von Kaiser + Kraft eigenentwickelten

Warenwirtschaftssystems. Reinhardt

Hartmann, Geschäftsführer der

EDV-Beratung Hartmann, der sich um

diesen Anschluss kümmerte, sagt dazu

Folgendes: „Um den Mitarbeitern im

Vertrieb ein besonders schnelles Aufrufen

der archivierten Belege zu ermöglichen,

haben wir ein Programm in die

Archiv-Lösung eingefügt, das quasi per

Knopfdruck die entsprechenden Archiv-

Dokumente zu einem bestimmten Auftrag

zuordnet und anzeigt.“

Die Ausgangsrechnungen werden als

Spoolfiles direkt aus dem System archiviert.

Aus der Warenwirtschaft fallen

zusätzlich Papierbelege an, die eingescannt

werden müssen, wie der Schriftverkehr:

z.B. die Angebote, Aufträge

und Lieferantenrechnungen. Hiefür

52 www.midrangemagazin.de September 2002

wurde eine optimierte Scanner-Anbindung

an das Archiv-System realisiert.

Das Einscannen wird dabei weitestgehend

über Barcodes gesteuert. „Die Information

aus dem Barcode, d.h. die

Auftragsnummer, wird mit der iSeries-

Datenbank verglichen und automatisch

um weitere Informationen aus dem jeweiligen

Datensatz ergänzt“, schildert

Reinhardt Hartmann das automatische

Indexierungsverfahren.

DMS mit Blick in die Zukunft

Noch ist die Integration von InfoStore

bei dem Versandhändler nicht vollständig

abgeschlossen. Bislang können nur

die Gesellschaften in Deutschland und

der Schweiz aus ihren Warenwirtschaftssystemen

archivieren. Das Ausrollen

der Archiv-Anwendung in die übrigen

Gesellschaften soll innerhalb der

nächsten zwei Jahre erfolgen.

„Uns war neben der Gewährleistung des

schnellen Zugriffs auf alle abgelegten

Dokumente und der Integrationsfähigkeit

verschiedenster Arbeitstationen

wichtig, dass InfoStore die Möglichkeit

bietet, auch künftigen Anforderungen

Stand zu halten – wie etwa der Zugriff

auf Archiv-Daten über Internet“, nennt

Barbara Wertenauer eine der künftigen

Aufgaben für InfoStore bei Kaiser +

Kraft Europa.

Autorin: Stefanie Kessler, PRX Stuttgart

Solitas Informatik GmbH

D-82008 Unterhaching

� (+49) 089/666109-60

� www.solitas.de

command ag

D-76275 Ettlingen

� (+49) 07243/590-0

� www.command.de


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Archiv für Baan-Anwender von Vanenburg

Im Zusammenhang mit der Neuregelung des

Zugriffs auf elektronisch erzeugte Dokumente

durch die Finanzbehörden wird dem Thema

Dokumenten-Management in den Unternehmen

inzwischen mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Allerdings decken die am Markt verfügbaren

Dokumenten-Management-Systeme nur die

„bildliche“ Aufbewahrung von Dokumenten ab.

Die aufbewahrten Dateien erfüllen so jedoch

nicht das geforderte Kriterium nach

maschineller Auswertbarkeit. Zur vollständigen

Erfüllung der Anforderungen ist eine

langfristige Datenhaltung in maschinenlesbarer

Form erforderlich.

Midrange MAGAZIN September 2002

Marktübersicht

Maschineller Zugriff

Vanenburg bietet für Baan-Anwender

jetzt ein von der Firma Cofiba

entwickeltes Gesamtsystem für die Bereiche

Finance, Manufacturing und Distribution

an. Die Datenarchivierung beruht

auf einem zweistufigen, rollierenden

Prinzip. In der „Produktivfirma“

wird ein schlanker performanter Datenbestand

gehalten. Alle später notwendigen,

aber nicht mehr für die laufenden

Geschäftsvorfälle benötigten Daten

werden in eine „Archivfirma“ geschrieben,

auf die jederzeit und auch direkt

aus der Produktivfirma ohne einen Firmenwechsel

zugegriffen werden kann.

Im Rahmen dieser Lösung erhalten aus-

gewählte Archivdaten frei parametrisierbare

ID-Nummern. Damit wird eine

Mehrjahresfähigkeit der Archivfirma

auch bei umschlagenden Nummernkreisen

gewährleistet. In der zweiten Stufe

können die Daten zur langfristigen Aufbewahrung

in einem ASCII-Datenformat

ausgelesen und auf externen Datenträgern

gespeichert werden.

Vanenburg Business Systems GmbH

D-30625 Hannover

� (+49) 0511/955743-0

� www.vanenburg-business-systems.de

53


Marktübersicht

54 www.midrangemagazin.de September 2002

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Scharr KG führt Easyware mit der Henrichsen Ag ein

Vor über 100 Jahren als Kohlenhandlung

gegründet, ist die Scharr KG heute ein

dynamisches Mittelstandsunternehmen, das

sämtliche Mineralölprodukte erfolgreich

vertreibt und darüber hinaus auch im Erdgasund

Stromgeschäft aktiv ist. „Scharr bringt

Energie ins Leben“ – das ist die Leitidee für

rund 400 Mitarbeiter und über 75.000

Kunden. Wie lassen sich die Informationsströme

und Prozesse in dem weitverzweigten

Unternehmen optimieren und wie kommt man

zu einer Reduktion der Papiermassen?

Diese Frage hat sich das Management

der Scharr KG schon vor

einigen Jahren gestellt und mit Einführung

der Archivierung von CI-Daten

eine befriedigende Lösung gefunden. Bei

rund 2.000 Ausgangsrechnungen täglich

und einer entsprechenden Anzahl

von Lieferscheinen und Mahnungen

konnten beachtliche Einsparungen bei

den Arbeitsprozessen, beim Papier und

in den Archiven erzielt werden.

Nach und nach rückten Fragen zur Bearbeitung

der nicht codierten Informationen

in den Blickpunkt der Organisatoren

und IT-Verantwortlichen. Wieder

ging es um Optimierung der Arbeitsprozesse

und Informationsströme. In der

Fachwelt wurden neue Begriffe ins Spiel

gebracht: Workflow und Dokumentenmanagement.

Innovative Hersteller entwickelten

neue Technologien, die erfolgversprechende

Lösungen sowohl für die

CI-Archivierung als auch für den NCI-

Bereich möglich machten.

Im Jahr 2000 wurde das Projekt „Archivierung

/ Dokumentenmanagement“

Intelligente

freigegeben. Nach einer Marktanalyse

fiel die Entscheidung für das von der

Henrichsen AG angebotene System der

EASY Software AG.

Projektphasen

Der Projektumfang und das damit verbundene

Risiko erforderte eine

stufenweise Vorgehensweise, die wie

folgt strukturiert wurde:

– Übernahme des CI-Altarchivs (1,6

Mio. Dokumente)

– Archivierung aller CI-Daten auf der

AS/400: Ausgangsrechnungen, Mahnungen,

Buchungsbelege, Lieferscheine

usw., täglich rund 5.000 Dokumente

– Archivierung NCI-Daten: Eingangsrechnungen,

Kundenakten mit Verträgen,

Daten der vermieteten Behälter

sowie Schriftverkehr und andere

Dokumente.


Schnittstelle

Integration in die bestehenden

Anwendungen

Für das Haus Scharr und die mit ihm

verbundenen Unternehmen ist diese Integration

der entscheidende Punkt, der

den Nutzen und die Qualität eines Archivsystems

bestimmt. Das ist dadurch

begründet, dass die eingesetzten WWSund

Vertriebssysteme einen hohen Integrationsgrad

besitzen. Hinzu kommt,

dass Verkäufe überwiegend telefonisch

abgewickelt werden. Deshalb müssen

dem Verkäufer während des Kundengesprächs

alle erforderlichen Informationen

– dazu gehören auch archivierte

Dokumente – auf Knopfdruck zur Verfügung

stehen. Dies stellt höchste Anforderungen

an die Schnittstellen-Software,

die die Funktionalität der Archivierungssoftware

dem AS/400-Anwender

verfügbar machen muss. Da jedoch die

eingesetzte Schnittstellen-Software diesen

Anforderungen nicht gerecht wurde,

hat die Scharr KG gemeinsam mit der

Henrichsen AG das Softwarehaus Synchron

GmbH zur Lösung dieses Problems

eingeschaltet. Nachdem die Synchron

auf dem AS/400-Softwaremarkt

kein akzeptables System gefunden hat,

entschied sie sich, eine eigene Schnittstelle

zu entwickeln.

Nach Einsatz dieser Schnittstelle (EASY-

SYNC/400) Anfang 2002 konnte die

volle Funktionalität des Archivsystems

in der geforderten Qualität genutzt werden.

Vom Anwender wird insbesondere

geschätzt, dass er – ohne Systemwechsel

– direkt auf die archivierten Dokumente

zugreifen kann, beispielsweise aus der

Auftragsabwicklung auf den Lieferschein

oder aus der eingesetzten DCW-

Buchhaltung auf die Ein- oder Ausgangsrechnung.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass

für AS/400-Anwender nicht nur die

Funktionalität des Archivierungssystems

für den wirtschaftlichen Nutzen

entscheidend ist, sondern auch zu einem

hohen Anteil die Funktionalitäten einer

intelligenten Schnittstelle. Die Henrichsen

AG verfügt über die Vertriebsrechte

an dieser Schnittstelle, die Synchron unterstützt

die Henrichsen AG bei der Beratung

von AS/400-Kunden und Realisierung

anspruchsvoller Archivierungsprojekte.

Trotz der geschilderten Probleme kann

heute das Projektergebnis als positiv bewertet

werden. Die angestrebten Projektziele

– wie z.B. Optimierung der Arbeitsabläufe,

Rationalisierung der Zugriffe

auf Dokumente – sind voll erreicht

worden.

Henrichsen AG

D-94315 Straubing

� (+49) 09421/8109-0

� www.Henrichsen.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Marktübersicht

55


Marktübersicht

Effizienz und Zuverlässigkeit steigern, Gesamtdruckkosten reduzieren

Die Schlagworte Output-Management und

Archivierung stellen Anbieter im Druckbereich

vor neue Herausforderungen. Nicht nur

Großunternehmen, sondern auch mittelständische

Firmen haben erkannt, dass

durch professionelle Weiterverarbeitung,

elektronische Archivierung und schnellen

Zugang die Betriebskosten deutlich gesenkt

werden können.

IBM bietet mit der Software Infoprint

Server eine Lösung, die einen unverzichtbaren

Nutzen bei der Output-Verwaltung

bringt. Die neue Version der

Software für V5R2 verbessert die Möglichkeiten

bei elektronischem Output

mit der iSeries erheblich.

Elektronischer Output

Infoprint Server erweitert die Funktionen

der iSeries über den reinen Druck

hinaus bis hin zu Verwaltung und Distribution

von Dokumenten in elektronischer

und gedruckter Form. Anwender

profitieren somit mehrfach von den verschiedensten

Vorteilen. An vorderster

Stelle steht die Erstellung von elektronischem

Output statt Papierausgabe. Infoprint

Server wandelt jedes Dokument im

Standard-Output-Format der iSeries in

elektronischen Output um – in webfähiges

Advanced Function Presentation

(AFP) oder in PDF. Die Dokumente können

anschließend gelesen, gedruckt oder

per e-Mail verschickt werden. Auch die

Erstellung von AFP-Output aus Images

ist möglich. Die meisten gängigen Formate

wie GIF, TIFF oder JPEG werden

in AFP konvertiert und die Grafikverwaltung

wird dadurch vereinfacht.

Flexibilität und Investitionsschutz

Unternehmen legen ebenso großen Wert

auf variable Systeme. Das Datenaufkommen

wird immer größer, die Flexibi-

Druck mit Format(en)

lität darf jedoch nicht auf der Strecke

bleiben. Infoprint Server beinhaltet den

Befehl „Create AFP Data“, der die Ausgabe

von Zeilendaten ohne Änderung

der Anwendung ermöglicht. Die Ausgabe

kann somit praktisch überall angezeigt

oder gedruckt werden. Die Software

schützt die Investitionen von Unternehmen

in Druckanwendungen und

Hardware, indem sie die gängigen Ausgabesprachen

in iSeries- und Netzwerkumgebungen

(beispielsweise SCS, AFP,

Zeilendaten, PCL und PDF) unterstützt

und zusätzlich die Erweiterungen liefert,

die für die Umstrukturierung von

Druck- und Ausgabeunternehmensfunktionen

erforderlich sind.

Sicherheit und Schnelligkeit

Sicherheit wird bei der Lösung ebenfalls

groß geschrieben. Druckjobs werden

durch das OS/400-Spool verwaltet und

können jederzeit wiederhergestellt werden.

Abrechnungsinformationen werden

automatisch protokolliert. Gleichzeitig

nutzen Mitarbeiter zunehmend

elektronische Daten und legen daher

immer mehr Wert auf schnellen Zugriff

zu sowie einfache Navigation innerhalb

dieser Daten. Mit Hilfe von Infoprint

Server lassen sich Dateien so indexieren,

dass sie problemlos abgerufen werden

können und die Archivierung vereinfacht

wird.

Die wichtigsten Merkmale auf einen

Blick:

– Erweiterung der Ausgabearchitektur

– Elektronischer Versand von Dokumenten

über integrierte PDF-, e-Mailund

Web-AFP-Unterstützung

– Einfachere Umstrukturierung von

Ausgabeprozessen für niedrigere

Druckkosten

– Umfassende Steuerung des e-Mail-

Inhalts

56 www.midrangemagazin.de September 2002

– Verwendung jedes SMTP-Servers

– Bessere Benutzerschnittstelle

– Bereitstellung von PDF- und e-Mail-

Funktionen

– Bereitstellung der iSeries-Ausgabe für

den Web Access-Browser

Die Verbindung aus OS/400 und Infoprint

Server bietet somit eine Vielzahl

an neuen Funktionen für die Anforderungen

von e-Business und Netzanwendungen

in den Bereichen Druck und

elektronische Kommunikation. Mit

Hilfe dieser Funktionen können iSeries-

Kunden den Fluss von Dokumenten

umstrukturieren und sich erfolgreich im

e-Business-Umfeld positionieren. Infoprint

Server wurde gezielt auf die

Druckanforderungen in Unternehmen

hin entwickelt. Effizienz und Zuverlässigkeit

werden gesteigert, die Gesamtdruckkosten

reduziert. Kunden, die sich

dafür entschieden haben, bestätigen

dies und berichten, wie die Software es

ihnen ermöglicht hat, ein hohes Level

an Automatisierung zu erreichen, Zeit

zu sparen und Distributionskosten zu

senken.

Der Autor Dr. Ralf Kleinsteuber ist

Manager Software und Professional

Services IBM Printing Systems EMEA.

IBM Deutschland GmbH

D-70569 Stuttgart

� (+49) 0711/785-0

� www.ibm.de


Hyperdoc HR als ASP-Lösung von IQDoQ

Digitale Personalakte

Auf der diesjährigen DMS-Expo zeigt die

IQDoQ GmbH ihre Themenlösung Hyperdoc HR,

die digitale Personalakte, als konventionelle

Inhouse- sowie als ASP-Version für jede

Unternehmensgröße. Hyperdoc HR entspricht

exakt den Anforderungen des Personalwesens

an Funktionalität und Sicherheit.

Die Themenlösung sieht eine Gliederung

in so wesentliche Bereiche

wie Bewerbungen, Arbeitsvertrag, Entgelt

und Beurteilungen vor. Register,

Stammdaten- und Berechtigungsprojekte

sind jedoch auf Kundenwunsch individuell

konfigurierbar. Dadurch lässt

sich die Lösung genau auf den jeweiligen

Bedarf abstimmen. In beide Versionen

von Hyperdoc HR können sowohl gescannte

Unterlagen als auch digital vorliegende

Informationen abgelegt werden,

so dass eine ganzheitliche Sicht auf

die Daten möglich ist.

Schnittstellen zur Personalsoftware

PAISY sowie SAP R/3 stellen sicher, dass

Stammdaten und bestimmte Dokumente

direkt übernommen werden können.

Mitarbeiterdaten, die im Archiv gespeichert

sind, sind innerhalb von Sekunden

auf dem Bildschirm. Die Recherche ist

über Namen, Personalnummern, Geburtsdatum,

Kostenstelle oder Sozialversicherungsnummer

einfach durchführbar.

In Abhängigkeit von den Zugriffsberechtigungen

liefert das System

die gesamte Personalakte als Suchergebnis

oder aber ausgewählte Mitarbeiter,

für die der Anwender eine Leseberechti-

gung hat. Die Lösung unterstützt das

Personalwesen auch beim Beachten von

Fristen. So werden etwa einzelne Dokumente

– wie zum Beispiel Abmahnungen

nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit –

automatisch aus dem System gelöscht.

Das Zugriffs-System von Hyperdoc HR

entspricht den Anforderungen des Datenschutzes.

Bestimmten Mitarbeitern

kann ein genereller oder auch nur ein

temporärer Lesezugriff auf die Daten

gewährt werden. Für Mitarbeiter aus

der Personalabteilung mit erweiterten

Berechtigungen stehen für den Zugriff

auf die Dokumente komfortable Clients

zur Verfügung. Bei der ASP-Version von

Hyperdoc HR kommt ein handelsüblicher

Web-Browser zum Einsatz, wodurch

sich auch Schulungsmaßnahmen

in Grenzen halten. Für Sicherheit sorgt

weiterhin eine Streckenverschlüsselung

zwischen Client und Server. Abgelegt

werden die Dokumente ebenfalls verschlüsselt

auf unveränderbaren Medien,

um der Manipulation sowie dem Verlust

von Daten vorzubeugen.

Die Digitalisierung von Personalakten

mit Hilfe von Hyperdoc HR entspricht

selbstverständlich auch den neuesten gesetzlichen

Anforderungen. Beispielsweise

müssen digital vorliegende Daten aus

dem Lohnabrechnungssystem seit dem

1. Januar 2002 revisionssicher in elektronischen

Archiven abgelegt werden, da sie

auch elektronisch erzeugt wurden. Die

Papierform wird vom Gesetzgeber seitdem

nicht mehr anerkannt.

IQDoQ GmbH

D-61118 Bad Vilbel

� (+49) 06101/806-300

� www.iqdoq.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Marktübersicht

57


Marktübersicht

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Planatol Klebetechnik GmbH verbindet Spool-Dokumente mit ArchivPlus/400

Kein Papier mehr im Archiv

Seit seiner Gründung – 1932 – ist das

mittelständische Familienunternehmen, die

Planatol GmbH aus Rohrdorf-Thansau bei

Rosenheim, Pionier in der modernen Klebetechnik

und stellt unter anderem Lösungen für

die manuelle und maschinelle Bindung von

Dokumenten her. Nur die optimale interne

Lösung, also wie man Rechnungen, Angebote

und Kassenjournale effizienter „verbindet“,

wurde noch nicht gefunden.

Mit der neuen Gesetzgebung –

„Grundsätze zum Datenzugriff

und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“

(GDPdU) und „Änderung der Abgaben-

ordnung“ (AO) – zum 01.01.2002 lag ein

weiterer Grund vor, eine Lösung zu finden,

Spool-Dokumente ohne viel Aufwand

an einem Ort sicher zu „binden“

und für das schnelle Wiederfinden bereitzuhalten.

„Das Gesetz war neben den

wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit ein

Punkt, ein Archivsystem einzuführen“,

erklärt der EDV-Leiter Peter Gassner.

Schnelle Umsetzung

des Projektes

Unter dem Aspekt der zeitlichen Betrachtung

musste dieses Projekt schnell

umgesetzt werden, denn neben dem Archivsystem

sollte eine neue iSeries 270

geliefert werden. Es wurden Angebote

verschiedenster Archivierungslösungen

58 www.midrangemagazin.de September 2002

für den iSeries-Bereich eingeholt. „Im

Hinblick auf den Ausbau zum Archivieren

von PC- und gescannten Dokumenten

wurden die Angebote geprüft“, erinnert

sich Peter Gassner an die hektische

Zeit. Schließlich fiel die Entscheidung

für ArchivPlus/400 aus dem Berliner

Systemhaus Gräbert Software + Engineering

GmbH. Zum einen, weil die gestellten

Anforderungen vollständig erfüllt

wurden, zum anderen, weil Mitbewerber

im iSeries-Bereich bei gleichen

Archivfunktionen fast doppelt so teuer

waren. Nach Lieferung der neuen iSeries

Anfang Dezember wurde Archiv-

Plus/400 installiert, um pünktlich am

01.01.2002 mit der elektronischen Archivierung

zu beginnen.


Wohin mit jährlich 50.000

Spool-Dokumenten?

Es galt, das jährliche Aufkommen von

rund 20.000 Rechnungen, 20.000 Seiten

Kontenschreibung und 10.000 Buchungsbelegen

zu archivieren. Im ersten

Schritt sollte die Spool-Archivierung für

die rund 30 Mitarbeiter in der Finanzbuchhaltung

sowie dem Ein- und Verkauf

eingeführt werden. Ziel war es, ab

sofort Kontenschreibungen, Offene-

Posten-Listen, Journale, Buchungsbelege,

Bestandslisten und Rechnungen zu

archivieren.

Zusätzlich sollen Rechnungen, Journale

und die Buchungsbelege des Einkaufes

täglich in ArchivPlus/400 übernommen

werden. Das betrifft auch die einmal im

Jahr fällig werdenden Jahresabschlusslisten.

Vor der elektronischen Archivierung

wurden Rechnungen in 5-facher Ausfertigung

gedruckt: 2-mal für den Kunden

und 3-mal für die interne Bearbeitung bei

Planatol. Ferner wurden von einzelnen

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Mitarbeitern diverse Kopien zur Bearbeitung

gezogen. Darüber hinaus musste

einmal im Jahr für den Betriebsprüfer die

Kontenschreibungen in Höhe von rund

20.000 Seiten Papier erzeugt werden. Seit

der Einführung der Lösung werden nur

noch die zwei externen Exemplare gedruckt.

Jetzt entfallen die internen Rechnungsdurchschläge

und Kopien sowie

die Kontenschreibungen. Somit werden

jährlich rund 50 Aktenordner eingespart.

Der bisher benötigte Stellplatz kann nun

anderweitig genutzt werden, ebenso wie

die Arbeitszeit für das Abheften, Suchen,

Kopieren etc. Die Mitarbeiter können ab

sofort vom Arbeitsplatz aus auf archivierte

Dokumente zugreifen.

Spool-Archivierung und GDPdU

Die Nutzung von ArchivPlus/400 hat sich

auch schon bewährt im Hinblick auf die

seit 01.01.2002 geltende Gesetzgebung

der GDPdU und Änderung der AO, die

besagt, dass alle originär digitalen, steuerlich

relevanten Daten für 10 Jahre in ei-

Midrange MAGAZIN September 2002

Marktübersicht

nem elektronischen Archiv gespeichert

werden müssen. Die Betriebsprüfung im

März wurde mit Bravour gemeistert.

„Dem Prüfer wurde lediglich ein Laptop

mit Anschluss an das Archiv zu Verfügung

gestellt. Es kam zu keinen Beanstandungen“,

weiß Peter Gassner zu berichten

– und zudem: „Der Prüfer war

erfreut, nicht mehr in den dicken Listen

der Kontenschreibungen von 2001 suchen

zu müssen“. Doch nicht nur der Betriebsprüfer

war zufrieden mit Archiv-

Plus/400. Eine schnelle Einführung der

Spool-Archivierung konnte nur erfolgen,

weil „die leichte Einführbarkeit sowie

die Integration in bestehende Anwendungen

gut gelöst sind“, resümiert

der EDV-Leiter weiter.

GSE Gräbert Software +

Engineering GmbH

D-10709 Berlin

� (+49) 030/896903-33

� www.graebert-gse.de

59


Marktübersicht

Durch die Luft zum Drucker

Schnelle Funkstandards ebnen den Weg für

flexible drahtlose Lösungen im professionellen

Networking. Und so liegt auch beim Netzwerkdrucken

der Griff zum Wireless Printer nahe.

Das Motto: Schluss mit Kabelzwängen, hohen

Kosten und starren Strukturen. Durch die Luft

zum Output liegt im Trend.

Der Durchbruch für drahtlose Netze

gelang 1999. Damals verabschiedete

das Institute of Electrical and

Electronics Engineers (IEEE) nach langer

Arbeit in den Standardisierungsgremien

den Funkstandard 802.11b High

Rate. Dieser heute meist kurz mit

WLAN bezeichnete Standard setzte dort

an, wo der erste IEEE-Funkstandard für

Datennetze (802.11) sein großes Manko

hatte: bei der Performanz, jener so wichtigen

Größe in professionellen Netzen.

Ethernet ohne Kabel

Über Wireless Lan zum Output

Bei der Entwicklung von 802.11b hat

sich das IEEE nahe am verkabelten

Ethernet orientiert. Diese Nähe ist das

Resultat einer ganz klaren Anforderung.

Im professionellen Networking würde

sich nur ein Funkstandard durchsetzen

können, der sich durch eine 100-prozentige

Kompatibilität mit existierenden

Netzen auszeichnet und eine einfache

Integration der Technologien ermöglicht.

Umgesetzt wurde diese Anforderung

durch die Orientierung am OSI-Schichtenmodell.

Wie alle 802-Standards basieren

so auch alle 802.11-Funkstandards

auf den unteren beiden Schichten

des Modells. In Sachen LAN-Applikationen,

Betriebssysteme und Protokolle

wird der Benutzer also keinen Unterschied

zum Kabelnetz feststellen, was

802.11b in Fachkreisen auch den Namen

Wireless Ethernet einbrachte.

802.11b erreicht Datenraten bis

11Mbit/s und maximale Distanzen bis

zu 160 m (in Abhängigkeit von Wänden

etc. sinkt die Reichweite auf ca. 30 m).

Die beiden Betriebsmodi „Infrastruktur“

und „AdHoc“ sorgen dafür, dass

WLAN nicht nur als Ersatz fürs verkabelte

Netz, sondern auch zur direkten

Kommunikation zwischen einzelnen

Wireless Devices verwendet werden

kann.

Drahtloses Drucken

Professionelle Wireless-Printing-Lösungen

greifen heute meist auf 802.11b zurück.

Stark im Kommen sind dabei die

Lösungen des Bielefelder Netzwerkdruckspezialisten

SEH. Mit seinem

WLAN-Portfolio bietet das Unternehmen

Lösungen für fast alle Druckertypen

– einschließlich digitaler Kopiersysteme

und Multifunktionsgeräte (MFPs).

Die Palette reicht von Multiprotokoll-

Printservern für Drucker und MFPs mit

externen oder internen Ports bis zu

Bridging-Lösungen für Output-Geräte

mit vorinstallierter Netzwerk-Connectivy.

Letztere haben den Vorteil, dass sie

gänzlich unabhängig von Betriebssystemen,

Protokollen und Datenströmen arbeiten

und so z.B. sogar in Netzen mit

IPDS-Datenstrom eingesetzt werden

können.

Zu Hause im LAN

Die Einsatzgebiete fürs drahtlose Drucken

sind vielfältig, wobei das Hauptaugenmerk

derzeit dem klassischen Netzwerk

gilt. So werden Wireless LANs und

drahtlose Drucker oft dort eingesetzt,

wo verkabelte Netze an ihre Grenzen

stoßen. Typisch hierfür sind Gebäude, in

denen eine traditionelle Vernetzung wegen

baulicher Eigenschaften sehr kostspielig

oder unmöglich wäre (z.B. Denkmalschutz,

Asbestbelastung etc.). Hier

60 www.midrangemagazin.de September 2002

können Drucker per Funk schnell und

ohne hohe Kosten oder aufwändige Bauarbeiten

drahtlos angebunden werden.

Administration wie gewohnt

WLAN-Printserver wurden speziell für

professionelle Netze konzipiert. Einfache

Installation und Administration

sind die Folge. Einmal installiert, verhalten

sie sich wie verkabelte Komponenten

und werden über die bekannten,

zentralen Netzwerk-Tools verwaltet.

Noch einfacher geht es gar mit der erwähnten

Bridging-Lösung. Eine solche

Connectivity-Lösung – man könnte sie

als Luftkabel bezeichnen – kommt gänzlich

ohne Konfiguration aus und sorgt

daher innerhalb weniger Minuten für

drahtlose Flexibilität beim Drucken im

Netz.

Fazit

Drahtlose Kommunikationstechnologien

ebnen den Weg für Flexibilität, Kostenersparnis

und Mobilität in der Welt

des Netzwerkens und des Druckens.

Netzwerkanbindungen werden in einigen

Bereichen so erstmals überhaupt

möglich, in anderen können sie erheblich

flexibler, anpassungsfähiger und

nicht zuletzt kostengünstiger gestaltet

werden.

SEH Computertechnik GmbH

D-33647 Bielefeld

� (+49) 0521/94226-0

� www.seh.de


Daten komprimieren, Kosten optimieren

Ein Packen Infos

Heutzutage werden nahezu alle Geschäftsabläufe

per Computer abgewickelt. Daten werden hierbei

zumeist auf elektronischem Wege zwischen

Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern

versendet. Somit ist die reibungslose Datenkommunikation

das Rückrat jedes Unternehmens.

Natürlich führt dies zu einem stetig wachsendem

Volumen an Daten, die möglichst sicher,

schnell und unkompliziert ausgetauscht sowie

archiviert werden müssen.

In diesem Bereich ist es jetzt möglich,

durch den Einsatz von PKZIP Kompressions-Software

den plattformübergreifenden

Informationsdatenaustausch

vorzunehmen und zu optimieren. Der

Einsatz der Software kann die Geschäftsprozesse

in Unternehmen tiefgreifend

verbessern, denn täglich wird

so nicht nur Arbeitszeit eingespart, sondern

auch die Kosten für Datenübertragung

und Speicherkapazitäten lassen

sich ebenfalls reduzieren.

Die Kompressions-Software zeichnet

sich besonders durch ihre Plattformunabhängigkeit,

Schnelligkeit und Zuverlässigkeit

aus. Information in Kombination

mit Zeit ist der Erfolgsfaktor der

Wirtschaft. Die aktuellen Software-Lösungen

der net AG basieren auf den

Netzwerkstrukturen und bilden eine

leistungsfähige Komponente, die den

Unternehmen ihre geschäftsrelevanten

Informationen weltweit zugänglich

macht. PKZIP-Lösungen wurden und

werden durch die Kölner net AG vor al-

lem in MVS-Mainframe-Systemen sowie

im Midrange- und PC-Bereich und

im UNIX/LINUX-Umfeld als Standard

zur Datenkomprimierung etabliert. Die

langjährig erprobte Software steht

nunmehr in der aktuellen Version 5.0

für AS/400- und OS/400-Plattformen

zur Verfügung.

Neue Leistungsmerkmale der von Grund

auf neu programmierten Version 5.0 sind

u.a. die Möglichkeit zur Konfiguration

des ISPF: In ein Single-Archiv können

nun bis zu 65.353 Dateien oder maximal

4 Gigabyte Daten gespeichert werden

(dies entspricht einem Plus von über 400

Prozent im Vergleich zu Version 4.0).

Natürlich sind auch die bewährten Leistungsmerkmale

wie u.a. G-ZIP-Funktionalität,

PC Shared Folders und IFS

weiterhin Bestandteil. Generell konvertiert

PKZIP zwischen EBCDIC/ASCII

und Record- sowie Stream-orientierten

Dateien. Die integrierte 40-Bit Verschlüsselungstechnologie

wie auch der Passwortzugangsschutz

tragen zu einer höheren

Sicherheitsstufe bei Datenübertragungen

bei.

Zudem wird die Datenintegrität während

der Komprimierungsroutine durch

einen 32-Bit CRC (Cyclic-Redundancy-

Fehler-Check) gewährleistet, der die

Originaldaten auf ihre Integrität hin verifiziert.

Komprimierungsraten von bis

zu 90 Prozent lassen sich realisieren und

stellen eine leistungsfähige Basis für die

Reduzierung von Speicherraum und

Übertragungskosten dar.

Unter www.netag.de/pkzip steht eine

30 Tage Testversion zum Download

bereit.

net Stemmer GmbH

D-53125 Bonn

� (+49) 0228/25903-10

� www.netag.de

Midrange MAGAZIN September 2002

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Marktübersicht

61


Marktübersicht

Zentrale Steuerung der Druckaufträge von abgelegten Host-Dokumenten

Host-Daten im Netz drucken

In vielen Unternehmen sind wichtige Daten –

wie etwa Rechnungen oder Verkaufs- und

Lagerbestandszahlen – auf Host-Systemen

abgelegt. Bei jedem Druckvorgang müssen an

den Arbeitsplätzen die entsprechenden

Druckdienste bereitgestellt werden. Hummingbird

HostExplorer Print Services ist eine

leistungsfähige, skalierbare Lösung, die zentrale

Druckfunktionen in Unternehmen mit hohen

Druckvolumina und anspruchsvollen Verwaltungsanforderungen

bietet.

W enn Informationen, die auf

Hosts abgelegt sind, gedruckt

werden sollen, müssen die Dienste zum

Drucken unter Umständen auf mehreren

Tausend Desktops bereitgestellt

werden. Eine zentrale Verwaltung der

Druckaufträge ist daher schwierig und

zeitaufwändig. Hummingbird bietet mit

HostExplorer Print Services eine Connectivity-Lösung,

die eine zentrale Verwaltung

aller vom Host eingehenden

Druckaufträge ermöglicht. Dank der

Multithreading-Architektur kann die

Lösung Tausende von Drucksitzungen

auf TN3270- und TN5250-Systemen

verarbeiten und so die zeitkritischen,

umfangreichen Druckaufträge des ge-

samten Unternehmens bewältigen. Vorhandene

Netzwerk-Ressourcen werden

geschont und die Druckkosten gesenkt.

Drucksitzungen lassen sich zentral über

eine Java- oder Windows-basierende

Verwaltungsschnittstelle konfigurieren.

Verwaltung lokal oder remote

Mit Jconfig enthält die Lösung ein Javabasierendes

Tool für die Remote-Konfiguration,

das den Eckpfeiler für die Verwaltung

aller Connectivity-Lösungen

von Hummingbird bildet. Jconfig ermöglicht

die Konfiguration und Verwaltung

sämtlicher Clients in einem Unternehmen

über einen Web-Browser auf einem

beliebigen Java-fähigen Desktop-Computer.

Die Verwaltung ist lokal oder im

Remote-Betrieb möglich. Für die umfassende

Remote-Verwaltung aller Druckaufgaben

ist die Windows-basierende

Print-Services-Konsole zuständig. Umfangreiche

Fehlerbehebungs-Tools können

unter anderem die zu konfigurierenden

Sitzungen anzeigen und die Host-

Druckerwarteschlangen verwalten.

Universale Protokollumsetzung

Die Lösung unterstützt alle gängigen

Druckerwarteschlangen in Windows-

NT- und Windows-2000-Netzwerken.

Dadurch können Druckaufträge praktisch

auf jedem beliebigen Drucker im

Unternehmensnetzwerk ausgegeben

werden. Beim Drucken von der AS/400oder

Mainframe-Plattform werden Bindery-basierte

Netzwerkdrucker – also

Windows-, NetWare- oder UNIX-

Druckwarteschlangen – unterstützt. Die

AutoReconnect-Funktion kann Server-

Verbindungen bei einer Unterbrechung

automatisch wiederherstellen.

Praxiseinsatz

im Verwaltungswesen

Die Lösung ist bereits sehr erfolgreich

im Verwaltungswesen zum Einsatz ge-

62 www.midrangemagazin.de September 2002

kommen. Die Stadt Nordhausen in Thüringen

beschäftigt etwa 300 Angestellte

in der Verwaltung. Als IT-Infrastruktur

kommt eine heterogene Netzwerkumgebung

zum Einsatz – mit 30 Servern auf

Windows NT, Windows 2000 und Linux

(Exchange, SQL, Terminalserver,

SNA, Printserver, Firewall usw.). Auf

der Client-Seite arbeitet man mit 300

PCs mit Windows NT und Windows

2000. Die Daten und Applikationen laufen

auf einem IBM S/390 Host. Durch

den Wegfall der SNA-over-X.25-Verbindung

zum Thüringer Landesrechenzentrum

(TLRZ) fiel auch die bisherige zentrale

Bildschirm- und Drucklösung für

den Host-Betrieb – MS SNA-Server 4.0

– weg. Aus diesem Grund sollte eine

neue Anbindung an das TLRZ über IP

geschaffen werden.

Erfolgreiche Projektumsetzung

Torsten Drößler, hauptverantwortlicher

Systemadministrator bei der Stadtverwaltung

Nordhausen, zum Projekt:

„Die größte Herausforderung bei diesem

Projekt war eindeutig der Pilotcharakter

der Umstellung, da auch die Profis

vom TLRZ für diese neue Verbindung

– TN3270 über IP bis zum Host –

nichts weiter anbieten konnten als kleine

Einzelplatzlösungen. Diese kamen

wegen des Einsatzes von 70 Netzwerkdruckern

nicht in Frage. Gefordert war

eine dem MS SNA Server vergleichbare

Lösung, um weiterhin auf dem Host abgelegte

Dokumente drucken zu können.

Mit HostExplorer Print Services konnten

wir dieses Ziel ohne Einschränkungen

für die Anwender realisieren.“

Hummingbird Communications

GmbH

D-80339 München

� (+49) 089/747308-0

� www.hummingbird.com


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Spool Files mit PArc archivieren

Midrange MAGAZIN September 2002

Marktübersicht

Spool sicher indexieren

Die Archiv-Software PArc dient der Sicherung,

Indexierung und Wiederherstellung von

Spool Files (SPLFs) einer iSeries.

Jede gewünschte Out-Queue kann

überwacht und eingehende Druckaufträge

können in XML-Dokumente gesichert

werden. Das Dokument wird als

binärer Datenblock und als Unicode-

Text in der XML-Datei hinterlegt. Die

binäre Sicherung dient der originalgetreuen

Wiederherstellung. Die Unicode-

Ablage ermöglicht die Anzeige und den

Druck eines Dokuments unter Nicht-iSeries-Systemen.

Die SPLFs werden über

den Namen und über eventuelle Benutzerdaten

identifiziert – d. h.: Nur vordefinierte

SPLF-Typen werden archiviert.

Während des Archivierungsprozesses

werden Index-Informationen dem SPLF

entnommen und im XML-Dokument

des SPLFs hinterlegt. Im Standard ist die

Software modularer Bestandteil des

Look-Know-Dokumenten-Management-Systems

von DANS Europe SA.

Die Integration in ein DMS eines Drittanbieters

ist generell ohne hohen Aufwand

möglich. Archivierte SPLFs können

mittels der DMS-Anwendung ActiveData

gesucht und ausgegeben werden.

Der Dokumentendruck ist auf einer iSeries

im Originalformat und auf anderen

Systemen im Textformat möglich. Auch

die Wiederherstellung der Original-

SPLF ist auf jeder iSeries (ab OS/400

V4R4M0) möglich.

SCS, AFP und IPDS

Weiterhin kann PArc eine Anbindung an

eine bestehende iSeries-Anwendung

(z.B. ERP-Software) mittels Touch

(DANS Screen Grabber) erfahren.

Hierbei ist es nicht erforderlich, eine

Software-Schnittstelle zu definieren

(Kostendämpfung und schnelle Integration),

da Touch die archivrelevanten Informationen

der iSeries-Bildschirmmaske

entnimmt.

DANS Europe SA

L-4240 Esch-Sur-Alzette

� (+352) 026/551199

� www.danseurope.com

63


Marktübersicht

Ein umfassender, dialogorientierter Kundenservice

sowie technische Kompetenz – das sind

die Kriterien, die im Autohandel zwischen

Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wer in

diesen Bereichen neue Spielräume für

kontinuierliche Verbesserungen gewinnen will,

tut gut daran, an anderer Stelle einmal seine

Kostenstruktur zu analysieren. Genau dies

wurde in den letzten beiden Jahren bei der

Dr. Vogler-Gruppe, der Mercedes-Benz-Vertretung

für den Hochtaunus und den Wetterau-Kreis,

durchexerziert. Die Gruppe ist dort mit

insgesamt 500 Mitarbeitern an neun Standorten

vertreten.

Als ein besonderer Kostentreiber

stellte sich 1999 das bisherige Verfahren

für das Formularmanagement

heraus, wie Stephan Lauer, IT-Leiter der

Gruppe, erläutert. Zum einen waren in

der Vergangenheit die Papierpreise in die

Höhe geschnellt, so dass bei einem jährlichen

Druckvolumen von circa 220.000

Formularsätzen mit Mehrfachdurchschlägen

Kosten von etwa 20.000 Euro

allein für das Papier zu Buche schlugen.

Hinzu kamen Ausgaben von nahezu

25.000 Euro pro Jahr für die Wartung

der für den Druck der Formularsätze eingesetzten

40 Nadeldrucker, die zum Teil

schon fünfzehn Jahre im Einsatz waren.

Kosten sparen

Formularmanagement

Dr. Vogler-Gruppe tritt mit Lösung von Prout auf die Kostenbremse

Insofern lagen für Lauer die Vorteile

moderner Verfahren wie etwa Prout in-

Form, die den Druck von Formularen

mit Laserdruckern auf Blankopapier ermöglichen,

klar auf der Hand. „Wir hatten

errechnet, dass bei uns pro Formular

fünf Cent eingespart werden können,

wenn statt eines Vierfachformularsatzes

64 www.midrangemagazin.de September 2002

unter gutem Stern

das Original und die drei Kopien auf

normalem Blankopapier gedruckt werden.

Außerdem sind die Laserdrucker in

Beschaffung und Wartung um ein Vielfaches

günstiger. So hatten wir für Laserdrucker

bei einer dreijährigen Garantiezeit

verschleißbedingte Zusatzkosten

von lediglich einhundertundfünfzig

Euro ermittelt“, so Lauer. Die Prout in-

Form-Software kam damit als mögliche

Lösung in die engere Auswahl.

„Dass wir schließlich Prout inForm vor

anderen Alternativen favorisierten, lag

am druckerbasierenden Konzept dieser

Lösung, welches sich ohne umfangreiche

Eingriffe in die Systemumgebung

ganz einfach Zug um Zug in unsere IT-

Infrastruktur integrieren ließ“, sagt

Lauer. Die Dr. Vogler-Gruppe betreibt

an ihrem Hauptsitz in Bad Homburg für

alle kaufmännischen Aufgaben die Standardapplikation

Basis-Line von T-Systems

auf einer zentralen AS/400-720.

Kundenberatung und Werkstattbereich

in Bad Homburg sowie die acht Niederlassungen

nutzen wiederum Windows

NT-Netze, die mit der AS/400 über 128-

Kbit-Standleitungen mittels TCP/IP-

Protokoll verbunden sind. Über diese

Leitungen läuft der gesamte Datentransfer

innerhalb der Gruppe.

Netzwerkbelastung reduziert

„Der kritische Punkt für uns war nun,

wie wir die Formulare ohne übermäßige

Netzwerkbelastung vor Ort in einer

Niederlassung ausdrucken könnten.

Hier bot Prout inForm ein Konzept,

welches wir bei keinem anderen Wettbewerber

wieder fanden.

Indem die Lösung direkt in einem Laserdrucker

installiert wird und dort die

komplette Formularaufbereitung übernimmt,

von der Hostanwendung also nur

die Quelldaten benötigt werden, kann

ein Formular einschließlich des Datentransfers

in weniger als 10 Sekunden aufbereitet

und ausgedruckt werden“, bestätigt

Lauer. Eine Konkurrenzlösung,

die zunächst die Formularaufbereitung

auf einem zusätzlichen Host durchführte

und dann das komplett gestaltete und

ausgefüllte Formular über das Netz

schickte, benötigte hierfür in Tests

nahezu eine Minute – viel zu lange für die

Endanwender in Verkauf oder Werkstattbereich.

Bis zum Herbst 2000 realisierte

die Dr. Vogler-Gruppe mit Hilfe der

Professional-Services-Mitarbeiter der

Prout AG daher folgende Prout inForm-

Installation: Alle 40 Nadeldrucker wurden

durch Laserdrucker der 4000er-Serie

von Hewlett-Packard ersetzt. Auf jedem

dieser Drucker läuft die Lösung mit einem

identischen Funktionsumfang. Ergebnis:

Beim Ausfall eines Druckers muss

in der Hostanwendung lediglich die IP-

Adresse des Ausweichgerätes eingegeben

werden, welches dann die anstehenden

Druckjobs erledigt.


Über die HP 4000er-Serie hinaus wird

bei Starlack, dem Center der Gruppe für

Lackier- und Karosseriearbeiten in Bad

Vilbel, ein zusätzlicher HP LaserJet

8100 mit Sortierfunktion eingesetzt. In

der dortigen Fahrzeuginstandsetzung

kann bei umfangreichen Reparaturarbeiten

ein einzelner Rechnungs- oder

Auftragsbeleg fünfzehn Seiten umfassen,

und da wollte man den Mitarbeitern

das Sortieren von Originalen und

Kopien ersparen. Diese werden dort,

ebenfalls über die Lösung gesteuert und

automatisch auf die vorher definierten

Ausgabefächer verteilt.

Formularänderungen

leichtgemacht

Die Prout inForm-Lösung hat sich bei

der Dr. Vogler-Gruppe vollauf bewährt.

Neben den erheblichen Einsparungen,

die nach Einschätzung Lauers bereits

nach zwei Jahren Betriebszeit zu einem

Return on Investment führen werden,

hebt er das einfache Change Management

im Formularbereich hervor.

„Wir hatten in den letzten Jahren zum

Beispiel die Umfirmierungen unseres

Herstellers von Daimler-Benz AG über

Mercedes-Benz AG bis DaimlerChrysler

AG. Jedes Mal standen wir vor der Alternative,

die bereits vorproduzierten

Formularsätze wegzuwerfen oder einen

Mitarbeiter die Formulare per Hand

umstempeln zu lassen. Haben wir heute

Änderungen in einem Formular, führen

Mitarbeiter der Prout AG diese inner-

Anzeige

halb kurzer Zeit elektronisch durch. Das

Thema Papierausschuss gehört damit

der Vergangenheit an.“

Aufgrund der spezifischen Anforderungen

der Dr. Vogler-Gruppe mit mehreren

verteilten Niederlassungen bezeichnet

Lauer die druckerbasierende Lösung als

ideales Verfahren. Gleichwohl sieht er

weitergehende Vorteile durch die im

Sommer 2001 freigegebene, serverbasierende

Variante – den Prout inForm outputServer.

„Unsere bisherige Konzeption

haben wir beibehalten, seit Anfang

2002 ergänzt der outputServer diese Lösung

gerade im Bereich Archivierung

äußerst sinnvoll.“

Archivierung gesichert

Vor fünf Jahren hatte die Dr. Vogler-

Gruppe das elektronische Archivierungssystem

Easy-Archiv eingeführt,

und zwar wegen des seinerzeit noch teuren

Speicherplatzes für eine so genannte

Rohdaten-Archivierung. Bisher wurden

also nur die reinen Geschäftsdaten archiviert,

ohne dazugehörendes Formular.

„Gesetzlich sind wir aber verpflichtet,

die Dokumente so zu archivieren, wie sie

tatsächlich als Formular an Kunden oder

Lieferanten versandt wurden. Wir mussten

also noch umständlich dokumentieren

und den Rohdaten zuordnen, welches

Formular zu welchem Zeitpunkt

gültig war. Mit dem outputServer konnten

wir eine elegante Alternative dazu

entwickeln, zumal Speicherplatz heute

viel billiger zu haben ist“, erklärt Lauer.

Midrange MAGAZIN September 2002

Marktübersicht

Die gemeinsam mit dem Software-Haus

konzipierte Lösung behält das bisherige

Document-Output-Management-Verfahren

bei. Allerdings durchlaufen alle

von der AS/400-Anwendung im Laufe

eines Tages abgesetzten Druckjobs den

outputServer, um dort für die Archivierung

aufbereitet zu werden. Dieser Prozess

erfolgt auf Kundenwunsch einmal

täglich. Ähnlich wie bei der Formularaufbereitung

wird hier aufgrund vorher

definierter Trigger im Quelldatenstrom

eine nach kundenindividuellen Vorgaben

und der Indexstruktur des Easy-Archivs

ausgerichtete Index-Datei erstellt;

zugleich wird das Formular in das PDF-

Format konvertiert.

Insgesamt sieht Lauer, dessen Unternehmen

zu dem großen Kreis der AS/400-

Anwender unter den 97 Mercedes-Benz-

Vertretungen in Deutschland gehört, in

Prout inForm eine sehr leistungsfähige

und flexible Lösung für das Document-

Output-Management. „Wir haben

durch Prout inForm handfeste wirtschaftliche

Vorteile erzielt und können

auch auf künftige Herausforderungen

schnell und wirkungsvoll reagieren.“

Prout AG

D-64291 Darmstadt

� (+49) 06151/930-6

� www.prout.de

65


Oktober

66

GO NEXT

Im Titelthema der Oktoberausgabe

dreht sich alles um Produktionsplanungssysteme;

der Schwerpunkt liegt

dabei auf der Integration von SCM-

Systemen und den Möglichkeiten der

e-Anbindung (EDI, XML, usw.). PPS-

Systeme müssen alle Abläufe in der

Disposition, Produktion und Logistik

genau abbilden können und standardisierte

Schnittstellen zu Lieferanten und

Kunden bieten. Die strategischen

Beiträge zu diesem Thema geben –

wegen der unterschiedlichen Ansichten

der Autoren – sicherlich Anlass zu

Diskussionen.

In den letzten Jahren haben sich die

Anforderungen an ein modernes

Messaging-System deutlich verändert.

Kommunikation ist wichtiger denn je;

der Geschäftserfolg und die Wettbewerbsfähigkeit

leben von einem

optimalen Informationsfluss ohne

Medienbrüche. In unserer Marktübersicht

Lösungen mit Lotus Domino

geben wir Ihnen einen Überblick über

das Angebot und stellen Ihnen in

Anwenderberichten Beispiele aus der

Praxis vor.

+++ letzte meldung +++ letzte meldung +++ letzte meldung +++

Nicht vergessen – 2 Messen

November

Ein erfolgreich eingesetztes Costumer

Relationship Management (CRM)

ermöglicht es Unternehmen, die

Bedürfnisse der Kunden zum richtigen

Zeitpunkt zu erkennen und mit

individuell passenden Angeboten

darauf zu reagieren. Das Titelthema

der Novemberausgabe widmet sich

diesem immer wichtiger werdenden

Punkt des Kundenbeziehungsmanagements

mit Schwerpunkt auf Kundentransparenz,

-bindung und Umsatzoptimierung.

In der Marktübersicht Datawarehouse

und Business Intelligence (BI) stellen

wir Ihnen die Software-Lösungen in

einer tabellarischen Übersicht und

praktische Beispiele in Form von

Anwenderberichten vor. Ein Datawarehouse

– gekoppelt mit einer BI-Lösung

– führt die unterschiedlichsten Daten

innerhalb eines Unternehmens in

einer Datenbank zusammen und

ermöglicht somit individuelle Analysen

und Berichte für jede Abteilung.

Das sorgt für mehr Transparenz und

erhöht die Informationsqualität der

Mitarbeiter

Im September läuten die DMS Expo Europe und die Orbit/Comdex Europe 2002

den Messeherbst 2002 ein.

Die DMS Expo Europe findet vom

03.09. bis 05.09.2002 in Essen statt

und ist Europas führende Fachmesse

für Informations-, Dokumenten-,

Content- und Knowledgemanagement.

Im Fokus stehen unter anderem die

Themen IT-Security

und Storage/Archiving.

Mehr Infos auf

www.dmsexpo.de

In Basel treffen sich vom 24.09. bis

27.09.2002 namhafte Aussteller und

qualifiziertes Fachpublikum zur Orbit/

Comdex Europe 2002. Parallel zu

dieser IT-Fachmesse, deren Ausrichtung

auf Business to Business (B2B)

liegt, findet ein e-Business-Kongress

mit internationalen Referenten statt.

Mehr Infos auf www.orbitcomdex.com

www.midrangemagazin.de September 2002

Inserenten

AD Solutions 17

AETeam 33

Aia Software 63

AURA Equipements 49

B&N 45

DCW Software 25

DETEC 14

DMS EXPO 37

EPOS 27

EXOGEN 43

Gräbert 61

HENRICHSEN 65

Hübner 19

I.T.P.-Verlag 7, 21

Index 40

ISARIA 33

LAKEVIEW 2

LCI Intermate 53

MAGIC 9

ML Software 11

MULTI SUPPORT 54

net Stemmer 55, 57

NetManage 68

Orbit/Comdex 34

PAVONE 31

ROHA 59

rsb 44

SEEBURGER 41

SOLITAS 39

symtrax 58

teamware 13

TOOLMAKER 47, 67

VEDA 15

WILSCH 33

Inserenten

Die Schweiz im Focus

ANTARES 5

BISON 2

F&L 12

GUS 7

INEL / COMMAND / AROA 11

SOLITAS 9

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