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Gemeindebrief März-Mai-2016

4 Nehmt Kinder auf und

4 Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf Das Bild zum Weltgebetstag 2016 finden Sie auf der Rückseite Zum Weltgebetstag 2016 aus Kuba Seit Beginn der US-kubanischen Annäherung Ende 2014 ist das sozialistische Kuba wieder in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerückt. Seit jeher fasziniert und polarisiert Kuba, ist Projektionsfläche für Wunsch- oder Feindbilder. Wie aber sehen kubanische Frauen ihr Land? Welche Sorgen und Hoffnungen haben sie angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche? Im Jahr 2016 ist Kuba das Schwerpunktland des Weltgebetstags. Die bevölkerungsreichste Karibikinsel steht im Zentrum, wenn am Freitag, den 4. März 2016, rund um den Erdball Weltgebetstag gefeiert wird. Dessen Gottesdienstordnung „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ haben über 20 kubanische Christinnen gemeinsam verfasst. Die 500-jährige Zuwanderungsgeschichte hat eine kulturell und religiös vielfältige Bevölkerung geschaffen. Von den rund 11,4 Mio. Einwohner/innen bezeichneten sich 64,1% als „Weiße“, 26,6% als Mestizen sowie 9,3% als „Schwarze“. Da viele eher dunkelhäutige Kubaner/innen Wert darauf legen, zu den „Weißen“ gerechnet zu werden, sind diese Angaben umstritten. Nach der Revolution von 1959 wurde Kuba ein sozialistischer Der Weltgebetstag findet in diesem Jahr in der St. Hedwigskirche auf dem Gräselberg, Erich-Ollenhauerstr. 40, statt.Er beginnt um 18.30 Uhr mit einem Empfang im Vorraum der Kirche, an den sich um 19.00 Uhr der Gottesdienst in der Kirche anschließt. Danach klingt er mit einem gemütlichen Beisammensein und einem Imbiss, der z.T. aus kubanischen Spezialitäten besteht, aus. Staat, es folgte eine jahrzehntelange Isolierung der Insel – samt von den USA verhängter Blockade. Anfang der 1990er Jahre brach die Sowjetunion zusammen, die Kuba durch Waren und Finanzhilfe unterstützt hatte. Der Karibikstaat erlebte eine tiefe wirtschaftliche und soziale Krise. Seitdem wächst die Ungleichheit, das lange Zeit vorbildliche Bildungs- und Gesundheitssystem ist gefährdet. Seit der Revolution sind Frauen und Männer rechtlich gleichgestellt, Kuba gilt hier international als Vorbild. Im privaten Alltag jedoch klaffen Ideal und Wirklichkeit oft himmelweit auseinander und es herrschen patriarchale Rollenbilder des Machismo vor. Die meist Vollzeit berufstätigen Kubanerinnen sind oft allein verantwortlich für Haushalt, Kinder und die Pflege Angehöriger. Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs treffen sie besonders hart. Offizielle Zahlen zur Religionszugehörigkeit gibt es nicht. Der Großteil der kubanischen Bevölkerung ist röm.-katholisch, daneben gibt es zahlreiche protestantische Konfessionen sowie jüdische und muslimische Gemeinden. Eine wichtige Rolle im spirituellen Leben vieler Menschen spielt die afrokubanische Santería. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Isolation ist Kuba seit 1992 ein laizistischer Staat mit Religionsfreiheit und mehr Spielräumen für die Kirchen. Kubanerinnen feiern den Weltgebetstag schon seit den 1930ern, an der Liturgie 2016 waren u.a. baptistische, röm.- katholische, quäkerische, apostolische sowie Frauen der Heilsarmee und der Pfingstkirche Christi beteiligt. In ihrem zentralen Lesungstext (Mk 10,13-16) lässt Jesus Kinder zu sich kommen und segnet sie. Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen die kubanischen Weltgebetstagsfrauen als Herausforderung – hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren. Die mit den Kollekten der Gottesdienste zum Weltgebetstag unterstützten Projekte weltweit die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen. Darunter sind auch vier Projekte von Partnerorganisationen in Kuba. Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Die Reformation und die Eine Welt Über 400 Millionen Protestanten verbinden weltweit ihre geistig-religiöse Existenz mit D. Martin Luther, dessen Name mit der Reformation unzertrennbar verbunden bleibt. Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Luther seine 95 Thesen vor allem gegen den Missbrauch des Ablasses. Diese Veröffentlichung gilt als Beginn der Reformation. Und im kommenden Jahr jährt sich dieser Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg zum 500. Mal. Ein Jubiläum das thematisch so komplex ist, dass es eines zeitlichen Vorlaufes bedurfte um alle Inhalte herauszuarbeiten. Deshalb wurde vom Lutherischen Weltbund (LWB) in Genf unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees des LWB eine Lutherdekade ausgerufen, die im Jahre 2008 eröffnet wurde. Im Jahre 2016 befinden wir uns nun im vorletzten, neunten Jahr dieser Dekade, das unter dem Thema „Die Reformation und die Eine Welt“ steht. Die Reformation war eine der größten Wendepunkte in der Geschichte des christlichen Abendlandes und beeinflusste weltweit die Entstehung moderner Gesellschaften bis in die Gegenwart hinein. Vieles was damals kodifiziert wurde, hat auch heute noch seine Gültigkeit. Das Wirken Martin Luthers hat bis in die heutige Zeit hinein seine Spuren hinterlassen. Seine Reformation revolutionierte nicht nur das geistige Leben, sondern es wurden Veränderungen in Bildung, Wissenschaft und Kunst in Gang gesetzt, die bis heute weltweit nachwirken. Außerdem war sie eine theologische Erneuerungsbewegung, die Reformen auf dem Gebiet der Glaubenslehre, der Liturgie jedoch auch der kirchlichen Hierarchie zum Ziel hatte. Luther gab Anstöße zum „Selber denken“ und für die persönliche Freiheit des Christenmenschen in seiner Verantwortung vor Gott. Diese Verantwortung vor Gott schöpfte er aus der Heiligen Schrift, die für ihn das „Maß aller Dinge“ darstellte. Auch in diesem Jahr werden die evangelischen Kirchen auf vielfältige Weise und an verschiedenen Orten Deutschlands und des Auslands, regionale und lokale Veranstaltungen durchführen, die über das gesamte Jahr verteilt sein werden. Damit soll die bunte Vielfalt unserer protestantischen Kirchen und der Reichtum globalen Glaubens und Handelns in der Öffentlichkeit sichtbar und spürbar gemacht werden. Dabei geht es einerseits darum, die Reformation als Weltereignis zu verstehen und zum anderen die Aktualität des für die damalige Zeit revolutionären Gedankengutes den Menschen der Gegenwart näher zu bringen. Denn gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung und des Neoliberalismus sind Grundgedanken der Reformation, wie Gleichberechtigung, Verständnis füreinander und Nächstenliebe wieder zu äußerst wichtigen Themen geworden! Anton Klipp 5

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