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HANSEstyle 4 | 2015

Ob Hamburgs Erster Bürgermeister im großen Interview, exklusive Gespräche mit den gefragten Schauspielern & Unternehmern des Landes, (Mode-)Trends oder das Neuste aus dem Clubleben. HANSEstyle – journalistisch unabhängig und immer mit Blick auf das, was für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist.

Ob Hamburgs Erster Bürgermeister im großen Interview, exklusive Gespräche
mit den gefragten Schauspielern & Unternehmern des Landes,
(Mode-)Trends oder das Neuste aus dem Clubleben. HANSEstyle – journalistisch
unabhängig und immer mit Blick auf das, was für Hamburg
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Nr. 4 | <strong>2015</strong>/16<br />

4,90 €<br />

Fashion<br />

Label mit<br />

Star-Appeal<br />

Metropole.Kreativ Award<br />

Künstler, Werke<br />

und die Jury<br />

TIPPS<br />

Essen gehen in<br />

der Hansestadt<br />

Wirtschaftssenator<br />

So kam Frank Horch<br />

in die Politik<br />

ideen<br />

Außergewöhnliche<br />

Hamburg-Souvenirs<br />

Winterhude<br />

Den Stadtteil<br />

neu entdecken<br />

Top-Mediziner<br />

aus dem Norden<br />

Mode, Sport<br />

& Wellness<br />

Spannende Konzepte<br />

aus Hamburg<br />

Linda<br />

Tagesschau-sprecherin<br />

Zervakis<br />

exklusiv & hautnah<br />

4<br />

1 9 2 3 4 5 6 0 4 9 0 9


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Men's Store<br />

Kaisergalerie<br />

Große Bleichen 23-27<br />

20354 Hamburg<br />

Tel. +49 (0)40 34 96 0760<br />

hamburg_kaisergalerie@karllagerfeld.com


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Guten Tag,<br />

als Inhaber des neuen KARL LAGERFELD MEN ́S STORE<br />

in der Kaisergalerie freuen wir uns, Sie bald persönlich in<br />

unserem 140 qm großen Store zu begrüßen, um Ihnen die<br />

neue ready to wear Kollektion von LAGERFELD sowie<br />

KARL LAGERFELD vorstellen zu können. Das schwarz weiß<br />

gehaltene Interieur unseres Ladenlokals kombiniert<br />

modernes Mobiliar mit klassischen Akzenten. In diesem<br />

Ambiente kommen die neuen Herrenkollektionen besonders<br />

gut zur Geltung. Es erwarten Sie neben Taschen, Uhren,<br />

Brillen und Bücher, Düften und Wohnaccessoires auch<br />

limitierte Sonderkollektionen. Lassen Sie sich inspirieren!<br />

Gerne empfangen wir Sie mit unserem Team in unserem<br />

komfortablen Loungebereich zu einem Kennenlernen.<br />

Kommen Sie einfach vorbei – oder reservieren Sie Ihren<br />

individuellen Beratungstermin.<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

Ihre<br />

Viktoria und Ralf Brunnecker<br />

(Inhaber)


EDItorial<br />

Liebe Leserin,<br />

lieber Leser,<br />

mit dieser Ausgabe drucken wir doppelt<br />

so viele Exemplare wie zu Beginn<br />

von <strong>HANSEstyle</strong>. Das Wachstum seit<br />

Start vor bald fünf Jahren wäre ohne<br />

Sie – Ihre Feedbacks, guten Ideen<br />

und Anregungen – nicht möglich gewesen.<br />

Auch dass Sie die im Magazin<br />

vorgestellten Angebote und Tipps gerne<br />

wahrnehmen, freut uns sehr. Für<br />

dieses Vertrauen bedanke ich mich<br />

herzlich. Auch in Zukunft werden wir<br />

Ihnen besonders interessante Persönlichkeiten, clevere Geschäftsideen, kulturelle Highlights,<br />

wesentliche Trends und andere ausgewählte Inhalte präsentieren. Natürlich immer<br />

mit Blick auf das, was für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist. Ab sofort im<br />

etwas handlicheren, praktischeren Format.<br />

Linda Zervakis ist so eine besonders interessante Persönlichkeit. Nicht nur, weil sie als<br />

Tagesschau-Sprecherin über den Fernseher regelmäßig in Millionen deutsche Wohnzimmer<br />

gelangt. Bestsellerautorin ist sie zum Beispiel auch. In ihrem ersten Buch, Königin<br />

der bunten Tüte, schreibt sie unter anderem über ihre Familie und ihre Kindheit in Hamburg-Harburg.<br />

Wir verabredeten mit ihr ein Exklusivinterview und erlebten eine erstaunliche<br />

Frau mit einem außergewöhnlichen Werdegang.<br />

Auch Frank Horchs Lebensgeschichte ist beeindruckend. Aus schwierigen Verhältnissen<br />

stammend, stand der Schiffbauingenieur bereits mit Anfang 40 über 8.000 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern vor. Später wurde er zum Präses der ehrwürdigen Handelskammer<br />

Hamburg gewählt, bevor er als Senator in der Scholz-Regierung die Verantwortung<br />

für das Ressort Wirtschaft, Verkehr und Innovation übernahm. Senator Horch gewährte<br />

uns persönliche Einblicke. Er betonte, wie wichtig ihm die Förderung von jungen Unternehmerinnen<br />

und Unternehmern sei. Dabei treibt ihn auch an, dass er möglichst vielen<br />

von ihnen eine eigene Erfolgsgeschichte ermöglichen will. Denn sie – die jungen, kreativen,<br />

engagierten Köpfe – sind die Zukunft unserer Stadt.<br />

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Und ein gutes 2016.<br />

Ihr<br />

Christian Bauer


Nach Kindern und Karriere<br />

sollte sich einmal alles nur<br />

um Sie drehen.<br />

blu by kim<br />

Hamburg: Jungfernstieg 8, T 040. 33 44 88 24 • Mönckebergstraße 19, T 040. 33 44 88 22<br />

Blu BY KIM reiht organisch gerundete Kugeln zu einem unendlichen Ring aneinander.<br />

Zum Sammeln und Kombinieren. Entdecken Sie die Welt von Blu BY KIM bei Wempe an den besten Adressen Deutschlands<br />

und in London, Paris, Madrid, Wien, New York und Peking oder bestellen Sie unter www.wempe.de


INhaltsverzeichnis<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

<strong>HANSEstyle</strong> #4 Winter <strong>2015</strong>/16<br />

360 Grad<br />

LINDA ZERVAKIS<br />

18<br />

32<br />

Frank Horch<br />

Der Senator im<br />

Gespräch<br />

52<br />

Musik<br />

Zwei Freunde,<br />

eine Leidenschaft<br />

54<br />

56<br />

62<br />

64<br />

Stadtgeschichte(n)<br />

Winterhude neu entdecken<br />

Serie: Heinz H. Behrens flaniert<br />

Restaurant-Empfehlungen<br />

Besonderes in Winterhude<br />

Gesundheit, Hamburg!<br />

Prof. Dr. Carsten Zornig<br />

Zu Gast im Israelitischen Krankenhaus<br />

Die Profis vom Dermatologikum<br />

Dr. Berid Altmann-Lappas und<br />

Prof. Dr. Volker Steinkraus<br />

Mode & Beauty<br />

68<br />

Schön durch den Winter<br />

Beauty- und Wellness-Tipps<br />

82<br />

Label mit Star-Appeal<br />

Ethel Vaughn aus Hamburg<br />

86<br />

Rockt nicht nur Sylt<br />

10 Fragen an Manuel Rivera<br />

8<br />

12<br />

Inspiration<br />

Souvenirs aus Hamburg<br />

Geschenkideen aus der Hansestadt<br />

Hamburger Hochzeits Buch<br />

So planen Sie Ihre Traumhochzeit<br />

32<br />

36<br />

Senator Frank Horch<br />

Über Privates, Hamburgs Wirtschaft und die<br />

Förderung junger Unternehmen<br />

Impact Dock Hamburg<br />

Brückenbau zwischen Zuwanderern und<br />

Hamburger Unternehmen<br />

88<br />

72<br />

Fashion-Rebell(e)<br />

Cécile Gaulke: erfolgreich mit Secondhand<br />

Kleine Fluchten<br />

Mein Timmendorfer Strand<br />

Tipps für die kalte Jahreszeit<br />

14<br />

16<br />

Wine & Dine<br />

Kristian Zrno<br />

Der Gastronom und seine Restaurants<br />

Tipp aus der Küche<br />

Bratkartoffelsalat aus dem Casse-Croûte<br />

38<br />

42<br />

44<br />

Hamburgs Oberbaudirektor<br />

Ein Besuch in Wilhelmsburg und ein Gespräch<br />

über den Wohnraum der Zukunft<br />

Ein Eigenheim im Stadtgebiet<br />

Möglichkeiten für Eigentum<br />

Trend zur Gemütlichkeit<br />

Tipps einer Innenarchitektin<br />

90<br />

92<br />

Sport<br />

Schlittenfahrt zur Traumfigur<br />

Linda und Kaya Stork erklären BodyMethod<br />

Ecke, Schuss, Gold<br />

Gibt es bald die erste Dokumentation über<br />

Feldhockey?<br />

18<br />

26<br />

30<br />

FACES<br />

360 Grad: Linda Zervakis<br />

Die Tagesschau-Sprecherin im<br />

Exklusivinterview<br />

Wirtschaft & Politik<br />

Gipfel der Privatbanken<br />

Top-Banker am Runden Tisch<br />

Kein Blick in die Glaskugel<br />

Kolumne von City Managerin Brigitte Engler<br />

46<br />

48<br />

50<br />

52<br />

Kunst & Unterhaltung<br />

Metropole.Kreativ Award<br />

Das Finale naht<br />

Talentiert und bunt<br />

Künstlerin Kimiya Justus<br />

Kreativ in Bergedorf<br />

Patrick Hanke<br />

An Australian Idol<br />

Kolumnist Frehn Hawel trifft einen Freund<br />

94<br />

4<br />

6<br />

66<br />

96<br />

66<br />

98<br />

(Tisch-)Fußball verbindet<br />

Der Hamburger Weg engagiert sich für<br />

junge Menschen<br />

Standards<br />

Editorial<br />

Inhalt<br />

Herstellerverzeichnis<br />

Horoskop<br />

Impressum<br />

Ausblick: „Moin Hamburg!“,<br />

sagt ChrisTine Urspruch<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar (2), Marius Engels (1)


Kaisergalerie . Große Bleichen 25 . 20354 Hamburg . www.stenstroms.com


inspiration<br />

Souvenirs aus der hansestadt<br />

Kreative Ideen für Hamburg-Liebhaber<br />

Nordisch by nature<br />

Mit Hafenkaffee, I love Hamburg Tee, maritimen Keksen und<br />

Schokotalern sowie einer handbemalten Tasse von Mutterland<br />

lässt sich die schönste Stadt der Welt ganz gemütlich erleben.<br />

Der Hamburger Designer und Gastronom Jan Schawe gründete<br />

das Feinkostgeschäft, das ausschließlich Produkte aus familiengeführten<br />

Manufakturen vertreibt, im Jahre 2007.<br />

ca. 40 € – Mutterland Stammhaus<br />

Ernst-Merckstraße 9-11, 20099 Hamburg<br />

www.mutterland.de<br />

Heimatliebe<br />

Die Hamburger Kai Busse und Mark Pohlmann sind<br />

„Elbfreunde“. Seit 2014 vertreiben sie Accessoires<br />

mit Heimatbezug. Dazu zählt auch der Siegelring<br />

aus 925 Sterlingsilber, der mit dem Wappen der<br />

Hansestadt in rot, rosa oder schwarz verziert ist.<br />

Für alle, die Hamburg nicht nur im Herzen tragen<br />

wollen.<br />

ca. 120 € – www.hamburgschmuck.de<br />

Schreib mal wieder!<br />

Ob als Andenken an die eigene<br />

Adresse oder als Gruß<br />

an eine liebe Person geschickt<br />

– diese hölzernen,<br />

magnetischen Postkarten<br />

von woodcardz hinterlassen einen bleibenden<br />

Eindruck. Im digitalen Zeitalter lautet das Motto der<br />

drei Hamburger Gründer: „Lieber persönlich als gewöhnlich!“<br />

Mit 85 Cent frankiert findet jedes Unikat den Weg zu<br />

seinem neuen Besitzer.<br />

ca. 6 € – www.woodcardz.de<br />

8<br />

Anker gesetzt<br />

Ganz schön praktisch: der Turnbeutel für Lokalpatrioten. Mit seiner festen<br />

Qualität und 5 Litern Fassungsvermögen wird dieses Hamburger Original<br />

zum täglichen Begleiter – und Helfer. Er ist bei Simon Nachtigall, Inhaber der<br />

Umkleidekabine Hamburg, in weiß oder in schwarz erhältlich.<br />

ca. 15 € – Umkleidekabine Hamburg – Gänsemarkt 50, 20354 Hamburg<br />

www.umkleidekabine-hamburg.de<br />

Fotos: PR (7)


inspiration<br />

Das ergibt Gin<br />

Seit 2013 wird der Elephant Gin von Robin Gerlach, Tessa Wienker und Henry Palmer<br />

auf dem Gut Schwechow nahe Hamburg produziert. Gemeinsame Safaris inspirierten<br />

sie zu diesem Gin. Tipp der Gründer: Für einen Gin Tonic am besten<br />

mit Fevertree Classic oder Fentimans kombinieren. Mit dem Verkauf jeder Flasche<br />

gehen 15 Prozent der Einnahmen an die Big Life Foundation und Space for Elephants,<br />

die sich für die afrikanischen Dickhäuter engagieren.<br />

ca. 35 € – www.elephant-gin.com<br />

Kekse versenken<br />

Die Kekse von HenkundHenri sind fast zu schön, um sie zu essen.<br />

In einer maritimen Box verstecken sich mindestens 500 Gramm<br />

handdekorierte Mürbeteigkekse mit bekannten Hamburger Motiven<br />

im Miniaturformat. Hinter der Hamburger Manufaktur steckt Nadja<br />

Bruhn, die zunächst als Modedesignerin arbeitete und schließlich<br />

ihre Leidenschaft zum Beruf machte – das Backen.<br />

ca. 45 € – HenkundHenri – Lehmweg 46, 20251 Hamburg<br />

www.henkundhenri.de<br />

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inspiration<br />

Ein Eldorado für geniesser<br />

Duske & Duske: Geschenkideen aus den Großen Bleichen<br />

Vor 23 Jahren hat sich das Hamburger<br />

Familienunternehmen Duske & Duske<br />

im Hanseviertel niedergelassen.<br />

Vater und Sohn gründeten das Tabakund<br />

Spirituosenfachgeschäft im Jahre<br />

1982. Als der Betrieb noch im Fairmont<br />

Hotel Vier Jahreszeiten beheimatet<br />

war, zählte Sir Peter Ustinov zu den<br />

treuesten Kunden. Auf 23 Quadratmetern<br />

bietet Duske & Duske nicht nur<br />

Zigarren, Madeira aus dem Jahre 1870<br />

und Rum, sondern auch 158 verschiedene<br />

Sorten Portwein an – vom Geschäftsführer<br />

persönlich verköstigt.<br />

Christian Duske selbst ist Genießer par<br />

excellence. Und das wissen nicht nur<br />

seine langjährigen Stammkunden zu<br />

schätzen. Auf seinen zahlreichen Reisen<br />

nach Porto und Kuba überzeugt er<br />

sich vor Ort von dem Geschmack und<br />

der Qualität der Produkte, bevor er sie<br />

in sein Sortiment aufnimmt. In dritter<br />

Generation helfen seine Kinder Sebastian<br />

und Victoria mit. Auf Kuba lernte<br />

seine 23-jährige Tochter kürzlich das<br />

traditionelle Rollen von Zigarren.<br />

Christian Duske (r.) und<br />

das sympathische Team.<br />

Auch der Kaffee ist bei<br />

Duske & Duske ein Genuss.<br />

Große Auswahl auf kleinstem Raum<br />

Edler Tropfen<br />

Der Hamburg's Port von Duske & Duske ist ein Portwein für den Genuss<br />

jenseits des Alltags. In Zusammenarbeit mit den Symington<br />

Family Estates, einem der größten Portweinanbieter weltweit, reift<br />

der sogenannte „Daily Port“ fünf Jahre in Fässern, bevor er abgefüllt<br />

wird. Geschmacklich verfügt er über eine honigweiche, fruchtige<br />

Gesamtheit, kommt dabei ohne Bitterstoffe aus und überzeugt<br />

den Kenner ebenso wie den Neuling.<br />

ca. 25 €<br />

Duske & Duske – Große Bleichen 36, 20354 Hamburg<br />

10<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar


inspiration<br />

Die Autorinnen Amélie und Carina<br />

in einer Welt aus Tüll und Spitze.<br />

Treffpunkt war bei Ella Deck Couture<br />

in Eppendorf.<br />

Amélie Cremer und Carina von Bülow<br />

Die Liebe für Kleider, Dekoration, Blumen und Styling wurde Amélie (31)<br />

und Carina (33) gewissermaßen in die Wiege gelegt: Schon früh waren<br />

sie im Dekorationsunternehmen der Mutter Sabine von Bülow involviert.<br />

Heute sind sie Designer, Grafiker und Stylisten und verfügen über eine<br />

tiefgreifende Erfahrung in der Organisation von Modenschauen, Foto- und<br />

Filmproduktionen sowie dem jahrelangen Kreieren von Theater-Kostümbildern.<br />

Diese Expertise und Leidenschaft vereinen die Schwestern in dem<br />

kleinen Label “Lionella von Bülow“, das von bunten Stoffen über strenge<br />

Schnitte bis hin zu Boho-Chic oder Abendkleidern alles bietet, was man<br />

sonst nirgends finden kann.<br />

Foto Buchcover: Daniela Reske Fotografie www.danielareske.de<br />

12


inspiration<br />

„Das Hochzeits Buch“<br />

für einen wundervollen Tag<br />

Amélie Cremer und Carina von Bülow wissen, was Bräute wollen<br />

Seit zehn Jahren bieten Amélie Cremer und Carina von<br />

Bülow einen Rundum-Service für die Braut an. Dabei<br />

kümmern sie sich um alles, was das Paar für die Hochzeit<br />

braucht – und bewegt. <strong>HANSEstyle</strong> trifft die beiden Expertinnen<br />

in der Boutique von Modedesignerin Ella Deck in Eppendorf.<br />

Sofort steigt die Stimmung. „Unsere Welt besteht aus Tüll, Spitze<br />

und aufgeregten Bräuten“, erzählen die charismatischen<br />

Schwestern mit einem Lachen. Von Kleid bis Schuh über Dresscodes<br />

und Menü-Empfehlungen, hin zu den ganz praktischen<br />

aber für eine Hochzeitsfeier überlebenswichtigen Tipps (immer<br />

genügend Eiswürfel vorrätig haben!) – die beiden sind wertvolle<br />

Begleiter auf dem Weg zum Traualtar.<br />

„Wir wollten unsere Ideen und Inspirationen teilen“, berichten<br />

die Hochzeitsprofis über die Entstehung ihres Buchs. Das liebevoll<br />

gestaltete Werk mit stimmungsvollen Fotografien bietet<br />

für jeden Braut-Geschmack etwas. Die routinierten Schwestern<br />

zeigen ausgewählte und stilsichere Konzepte, ob klassisch, bohemian<br />

oder modern urban. „Freundinnen streiten sich vielleicht;<br />

bei uns aber herrscht ein tiefes Grundvertrauen und<br />

eine große emotionale Nähe – und praktisch ist, dass wir sogar<br />

den gleichen Geschmack haben“, berichten Amélie und Carina<br />

über ihre gemeinsame Arbeit. Hochzeitsstress? Der wird gewiss<br />

nie ganz vergehen, aber mit diesen beiden Frauen wird er sicherlich<br />

deutlich geringer – und amüsanter.<br />

„Das Hochzeits<br />

Buch – Alles,<br />

was Sie wissen<br />

sollten“ von<br />

Amélie Cremer<br />

& Carina von<br />

Bülow, erschienen<br />

bei teNeues, 19,90 €<br />

www.teneues.com<br />

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5 ultimative Tipps der Hochzeitsprofis<br />

• Nicht stressen lassen! Lieber den Zauber der Vorbereitungszeit genießen.<br />

• Die Hochzeit für lebendige Erinnerungen unbedingt filmen.<br />

• Bar und Tanzfläche sollten sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden.<br />

• Die Location darf nicht zu groß sein, sonst „verlaufen“ sich die Gäste.<br />

• An- und Abfahrt der Gäste möglichst komfortabel gestalten (Shuttle o. ä.)<br />

Text: Sarah Bischoff<br />

Foto: Simone Rudloff


Serie: Lecker Hamburg<br />

Gastronom Kristian Zrno verkostet einen<br />

Cabernet Sauvignon, Schwarzriesling mit<br />

Spätburgunderreife aus dem Weingut Manz in<br />

Weinolsheim/Rheinhessen – im Hintergrund<br />

Jaybo Monks „Medusa“ aus seiner Sammlung.


WIne & dine<br />

JUNGER GASTRONOM<br />

MIT DEM HANG ZUR MODERNEN<br />

REBELLISCHEN KUNST<br />

In der <strong>HANSEstyle</strong> Serie „Lecker Hamburg“ lernen<br />

Sie Hamburgs Top-Gastronomen kennen.<br />

Diesmal: Kristian Zrno, 37, der die Cocktail-Bar<br />

„Sands“ sowie die „Bar Tabac“, die „Osteria da<br />

Francesco“ und das „Casse-Croûte“ betreibt.<br />

Wer ihn treffen will, sollte in letzteres gehen, in<br />

das Lokal, das in seiner Übersetzung „Imbiss“<br />

heißt. Was für eine Untertreibung!<br />

Sie ist ausgewählt und fein, die Speisekarte<br />

des Casse-Croûte. Wer hier<br />

isst, kommt ins Entscheidungsdilemma:<br />

Alles ist lecker! Da wäre zum<br />

Beispiel die gebratene Kalbsleber in Salbeibutter<br />

zu nennen – köstlich. Das Wiener<br />

Schnitzel mit Bratkartoffelsalat – ein<br />

Traum. Und zur Weihnachtszeit die Gans<br />

mit geradezu himmlischen Klößen, ein<br />

orgiastischer Genuss. Kurzfristig im<br />

Dezember einen Tisch dafür zu bekommen<br />

– kaum eine Chance. Jeder kommt<br />

zu Gaumenfreuden – exquisites kulinarisches<br />

Crossover ist das Motto.<br />

Gastro-Erlebnis der<br />

kunstvollen Art<br />

Fast ein wenig versteckt liegt das Casse-<br />

Croûte in der Büschstraße. Das Lokal,<br />

von außen eher unauffällig in der Fassade,<br />

doch kaum tritt man ein, wird man<br />

gefangen von der heimeligen Atmosphäre<br />

– klassisch das Mobiliar in dunklem<br />

Holz und braunem Leder gehalten. Auffallend<br />

die Pop-Art-Werke von André Saraiva,<br />

die das Entrée und damit den Bistrobereich<br />

schmücken. Aber auch der<br />

Salonbereich des Lokals ist mit handverlesenen<br />

Originalen von zum Beispiel<br />

Mike MacKeldey oder Stefan Strumbel<br />

(Werke von ihm sammelt auch Karl Lagerfeld)<br />

dekoriert. Zentral ein Bild von<br />

Jaybo Monk, der das „Floß der Medusa“<br />

von Géricault auf enigmatische Art interpretiert<br />

oder zwei harmlos anmutende<br />

Werke von Jonathan Yeo, die aussehen<br />

wie gerahmte Herbstblätter, aber bei<br />

genauem Hinsehen Offenbarung leisten.<br />

Yeo ist eben jener Künstler, der mit<br />

Papierfetzen aus Erotikmagazinen seine<br />

Werke schafft.<br />

Erst Kunstgeschichte –<br />

dann Gastronomie<br />

Hochwertige Gastronomie gepaart mit<br />

moderner rebellischer Kunst. Hier beweist<br />

jemand Kunstverstand und Mut.<br />

Kein Wunder, studierte Geschäftsführer<br />

Kristian Zrno einst Kunstgeschichte,<br />

bevor er sich ganz der Gastronomie<br />

hingab. Er liebt das Außergewöhnliche,<br />

macht sich ständig auf die Suche nach<br />

neuen Werken: „Die Symbiose aus exklusiver<br />

Gastronomie und hochwertiger<br />

Kunst fasziniert mich. Hier kann ich<br />

meine Sammlerleidenschaft ausleben.<br />

Und den Gästen gefällt es, so entstehen<br />

ganz besondere Gespräche.“<br />

Dass Zrno aber auch in der Hamburger<br />

Gastronomie einen Hang zum Sammeln<br />

und schöpferischen Gestalten hat, zeigt<br />

sich in der Diversität seiner Lokale; vier<br />

sind es mittlerweile. Während der Schulzeit<br />

machte er bereits Erfahrungen im<br />

Bankett des „Marriott“. Das erste Mal<br />

selbständig wurde er mit 19 – mit einem<br />

Wein-, Champagner- und Spirituosenhandel.<br />

Im „Meyer-Lansky’s“, dem „Side<br />

Hotel“ und dem Nightclub „Byblos“ war<br />

er Barkeeper mit Leib und Seele. So<br />

wurde der Wunsch nach einer eigenen<br />

Bar immer größer und als die ehemalige<br />

„Milkbar“ am Dammtor 2009 zu vermieten<br />

war, griff er zu. Er machte den Laden<br />

zur angesagten Cocktail-Bar „Sands“<br />

nach amerikanischem Vorbild. Danach<br />

folgte 2012 die Übernahme der „Bar Tabac“,<br />

jenem französischen Bistro in der<br />

Galleria an den Großen Bleichen.<br />

Als das „Casse-Croûte“ 2014 zur Abgabe<br />

stand, war Zrno wieder ganz vorne<br />

– er schaffte es, einen Klassiker zu relaunchen,<br />

Stammgäste zu behalten und<br />

neue Gäste zu gewinnen. 25 aufmerksame<br />

Mitarbeiter mit Chefkoch Christian<br />

Möller (37) und acht Köchen sowie dem<br />

erfahrenen Sommelier, Marco Jüchert<br />

(42), machen den Laden mit 80 Plätzen<br />

zu etwas Besonderem. Seinen letzten<br />

gastronomischen Coup landete Zrno Anfang<br />

<strong>2015</strong> – er sammelte das Ex-Team der<br />

„Osteria Due“ samt Sternekoch Jochen<br />

Kempf aus ihren „Exilen“ zusammen,<br />

gab der neuen „Osteria da Francesco“<br />

in der Milchstraße mit Restaurantleiter<br />

Francesco Delvecchio ihren Namen und<br />

den Pöseldorfern einen Edel-Italiener<br />

zurück.<br />

Man kann gespannt sein, was der junge<br />

Vollblut-Gastronom 2016 so vorhat ...<br />

Text: Nathalie E. Reinschmidt<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

15


WINE & DINE<br />

Tipp der Küche<br />

von Chefkoch Christian Möller<br />

Bratkartoffelsalat<br />

à la manière Casse-Croûte<br />

Senfsauce:<br />

6 g Senfsaat mit 24 ml Wasser aufkochen<br />

½ Eigelb<br />

15 ml Läuterzucker<br />

150 ml Rapsöl<br />

20 g Senf (mittelscharf)<br />

½ Knoblauchzehe<br />

70 ml Wasser<br />

5 ml Tafelessig (weiß)<br />

1 Prise Salz<br />

alle Zutaten aufmixen<br />

Chefkoch Christian<br />

Möller in der Küche<br />

des Casse-CroÛte<br />

Salat:<br />

1 Kopf Römersalat<br />

6 kleine Kartoffeln 15 Min.<br />

kochen, in Scheiben schneiden<br />

und knusprig anbraten<br />

1 Tomate würfeln<br />

1 kleine Zwiebel würfeln<br />

1 Frühlingslauch kleinschneiden<br />

alle Zutaten mischen<br />

Nun die Sauce sanft unter den Salat<br />

heben und genießen.<br />

Casse-Croûte<br />

Büschstraße 2<br />

20354 Hamburg<br />

040 34 33 73<br />

Sands Bar<br />

Dammtordamm 2<br />

20354 Hamburg<br />

040 34 99 44 31<br />

Bar Tabac<br />

Große Bleichen 21<br />

20354 Hamburg<br />

040 35 71 98 51<br />

Osteria da Francesco<br />

Milchstraße 4<br />

20148 Hamburg<br />

040 25 30 43 80 Autorin Nathalie E. Reinschmidt im Gespräch mit<br />

Kristian Zrno<br />

16


www.adani.de<br />

Hamburg HafenCity<br />

Changing Colours<br />

Zhuang hong Yi<br />

WElTKlassEKunsT in dEr METropoliTan gallEry<br />

haMburg hafEnCiTy<br />

Metropolitan Gallery · Am Sandtorpark 2 · 20457 Hamburg HafenCity · info@metropolitan-gallery.de<br />

☎ +49 40 300 874 10 · www.metropolitan-gallery.de


Stephan<br />

Luca<br />

Kostja<br />

Ullmann<br />

John<br />

Neumeier<br />

Wotan Wilke<br />

Möhring<br />

Armin<br />

Rohde<br />

Lisa<br />

tomaschewsky<br />

Gut fünf Minuten vor der verabredeten Uhrzeit<br />

steht Linda Zervakis in der Tür. Sie ist<br />

bester Stimmung. „Hallo, ich bin Linda“, stellt<br />

sie sich vor. Attitüde? Fehlanzeige. Im Gegenteil<br />

– sie ist unprätentiös im besten Sinne.<br />

Dabei könnte sich Linda Zervakis auf ihre beruflichen<br />

Erfolge durchaus etwas einbilden. Als Tagesschau-<br />

Sprecherin gehört sie zu den bekanntesten Fernsehgesichtern<br />

Deutschlands. Bestsellerautorin ist<br />

sie auch. In ihrem ersten, frisch erschienenen Buch<br />

Linda Zervakis<br />

„Königin der bunten Tüte – Geschichten aus<br />

dem Kiosk“ spricht die Tochter griechischer<br />

Eltern über ihren Werdegang, ihre Kindheit in<br />

Hamburg-Harburg und den Kiosk ihrer Eltern,<br />

in dem sie bis ins Erwachsenenalter mitgeholfen<br />

hat. Mittlerweile hat sie den Sprung über die Elbe<br />

gemacht – mit ihrem Mann und den beiden Kindern<br />

lebt sie heute nah der Alster. Seien Sie gespannt auf<br />

eine außergewöhnliche Frau! Lernen Sie Linda Zervakis<br />

360 Grad – RUNDUM – besser kennen.<br />

Fotos: Tim Wendrich (11), Ulrich Lindenthal-Lazhar (4)


Leslie<br />

Clio<br />

alexander<br />

bommes<br />

Kai<br />

Wiesinger<br />

Esther<br />

Schweins<br />

Til<br />

Schweiger<br />

MORITZ<br />

Fürste<br />

die mich immer wieder<br />

auffängt. Ich glaube daran,<br />

dass es jemanden<br />

Übergeordneten gibt.<br />

Ich habe mir mit meinen<br />

Brüdern ein Zimmer geteilt.<br />

Ganz klar: Ich komme aus<br />

einfachen Verhältnissen.<br />

Während die anderen auf<br />

Kindergeburtstage gingen,<br />

musste ich in die griechische<br />

Schule, einkaufen gehen<br />

oder im Kiosk stehen.<br />

Manchmal war das ziemlich<br />

anstrengend. Aber im<br />

Nachhinein finde ich gut,<br />

dass es so war.<br />

Ich habe mich für die<br />

Verhältnisse bei mir zu<br />

Hause manchmal geschämt,<br />

habe lieber keinen<br />

Geburtstag gefeiert, als<br />

Freunde zu uns einzuladen.<br />

Das war ein Problem, das<br />

nur ich selbst mir gemacht<br />

habe. Niemand sonst hatte<br />

ein Problem mit diesen<br />

Verhältnissen.<br />

Das weiß ich heute.<br />

Tagesschau-<br />

Sprecherin<br />

RUNDUM: Linda<br />

Zervakis beim<br />

<strong>HANSEstyle</strong><br />

Fotoshooting<br />

Ich hatte eine schöne,<br />

bereichernde und sehr<br />

lustige Kindheit. Es kommt<br />

darauf an, dass Eltern ihren<br />

Kindern das richtige<br />

Wertegefüge mitgeben.<br />

Meine Eltern haben sich immer<br />

in die Arbeit gestürzt.<br />

Das hat sich auch auf uns<br />

Kinder übertragen. Man<br />

kann mir viel Arbeit auflasten,<br />

ohne dass ich umfalle.<br />

In Griechenland gehört<br />

die Kirche wie ganz<br />

selbstverständlich dazu.<br />

Sie wird dort nicht so<br />

hinterfragt, wie<br />

oftmals hier. Ich bin<br />

griechisch-orthodox.<br />

Meine Familie ist sehr<br />

gläubig. Meine Eltern noch<br />

viel mehr als wir Kinder.<br />

Der Glaube ist für mich wie<br />

eine weiche Ummantelung,<br />

Er war die tragende Säule.<br />

Als mein Vater starb, war<br />

ich 14 Jahre alt. Schlagartig<br />

wurde ich erwachsen.<br />

Manchmal muss man bereit<br />

sein, ein Risiko einzugehen<br />

und das gewohnte<br />

Umfeld zu verlassen.<br />

Auf meinem Berufsweg<br />

habe ich immer wieder<br />

Menschen getroffen, die<br />

ein Talent in mir entdeckt<br />

haben, die mich gefördert<br />

haben. Dafür bin ich<br />

sehr dankbar.<br />

Früher wollte ich Stewardess<br />

werden, weil ich die<br />

Uniformen so schön fand.<br />

Zwischendurch habe ich<br />

überlegt, ob ich<br />

Schauspielerin werden soll.<br />

Aber ich wollte die<br />

Sicherheit, am Ende des<br />

Monats zu wissen, was auf<br />

dem Konto ist.


Griechisch ist an mir ein<br />

gewisses Temperament.<br />

Ich lache zum Beispiel laut.<br />

Linda Zervakis<br />

aus, mache ich nach jedem<br />

Punkt eine kleine Pause?<br />

Auch darauf muss ich bei der<br />

Tagesschau achten.<br />

Tagesschau spricht sich mit<br />

zwei `s`. Das muss man hören.<br />

Guten Abend, meine Damen<br />

und Herren. Das `en` bei<br />

Herren darf nicht<br />

verschluckt werden.<br />

Linda Zervakis:<br />

Powerfrau mit Humor<br />

Ich wollte Vieles<br />

ausprobieren. Um<br />

herauszufinden, wohin<br />

ich beruflich möchte.<br />

Irgendwann wusste ich, dass<br />

es die Medien werden sollen.<br />

Ich liebe meinen Job.<br />

Dass mir bei der Tagesschau<br />

mehrere Millionen Menschen<br />

aus ihren Wohnzimmern<br />

zusehen, stelle ich mir nicht<br />

vor, doch ich bin mir<br />

dessen bewusst. Auch<br />

deshalb gebe ich mir Mühe,<br />

strenge mich an.<br />

In meinen normalen Sprachgebrauch<br />

hat sich ein Hamburger<br />

Slang eingeschlichen.<br />

Sind die Endungen sauber,<br />

vernuschele ich etwas,<br />

spreche ich die Silben richtig<br />

Nach der Elternzeit bin<br />

ich wieder zu meiner<br />

Sprechtrainerin gegangen.<br />

Manche Nachrichten<br />

belasten mich. Während<br />

meiner Schwangerschaft<br />

gab es Tage mit so vielen<br />

schlimmen Meldungen, dass<br />

ich mich gefragt habe, in<br />

was für eine Welt ich mein<br />

Kind eigentlich setze.<br />

Es gibt Tage, an denen mir<br />

die Terrormeldungen die<br />

Kehle zuschnüren. Trotzdem<br />

werde ich immer versuchen,<br />

die positiven Aspekte in den<br />

Vordergrund zu stellen.


Fit ins neue Jahr!<br />

Genießen Sie unsere Sonntagsauszeit<br />

Tanken Sie Kraft für das neue Jahr und erfrischen Sie sich einen Tag lang im<br />

Elyseum Wellness & Spa mit unserer Sonntagsauszeit:<br />

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einer weiten Saunalandschaft mit Eisgrotte und Fitnesspavillion<br />

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• Ein frisch gepresster Orangensaft an der Pool Bar<br />

• Eine Salatvariation nach Wahl<br />

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Ich stehe auf Verlässlichkeit,<br />

auf den hanseatischen Handschlag.<br />

Linda Zervakis<br />

Ich bin davon überzeugt,<br />

dass es mehr gute Menschen<br />

gibt als schlechte.<br />

Man muss Menschen eine<br />

zweite Chance geben.<br />

Manchmal täuscht der<br />

erste Eindruck.<br />

Oft wird es so dargestellt,<br />

als würden Griechen nur<br />

Ouzo trinken und unterm<br />

Olivenbaum sitzen. Das ist<br />

ein völliges Missverständnis.<br />

… Schuld daran war<br />

nicht die Musik am<br />

Set…<br />

Die Griechen sind so herzlich,<br />

dass sich dafür kaum Worte<br />

finden lassen. Da kann die<br />

Krise noch so groß sein, die<br />

griechische Seele kriegt<br />

man nicht kaputt.<br />

Ob Santorini, Kreta oder<br />

Samos zum Beispiel –<br />

Griechenland ist<br />

einfach schön.<br />

Es gibt so viel Leckeres in der<br />

griechischen Küche. Ich liebe<br />

Kichererbsensalat.<br />

Für die dicken, weißen<br />

Riesenbohnen in<br />

Tomatensauce aus dem Ofen<br />

könnte ich sterben. Oder<br />

gegrillter Octopus mit<br />

Zitrone. Auberginen mag ich<br />

auch. Alles macht am<br />

meisten Spaß mit Knoblauch.<br />

Das ist zu manchen<br />

Tageszeiten natürlich ein<br />

kleines Problem.<br />

Zwei Hamburger<br />

Restaurant-Tipps:<br />

Bei Dionysos im Eppendorfer<br />

Weg ist es etwas<br />

hochpreisiger, aber es ist<br />

richtig gut. Bei Pinakas im<br />

Grindelhof esse ich<br />

auch sehr gern.<br />

Griechisch ist an mir ein<br />

gewisses Temperament. Ich<br />

lache zum Beispiel laut.<br />

Deutsch ist an mir, dass ich<br />

eine gewisse Ordnung<br />

brauche. Ich finde es wirklich<br />

bereichernd, dass man hier<br />

auf ein Amt gehen kann und<br />

weiß, dass man die benötige<br />

Auskunft auch bekommt.<br />

Und das, ohne für den<br />

Notfall noch einen Umschlag<br />

mit Geld dabei haben<br />

zu müssen.<br />

Ob Deutschland das Land<br />

der unbegrenzten<br />

Möglichkeiten ist? Absolut.


Linda Zervakis: nicht nur als<br />

Tagesschau-Sprecherin und<br />

Bestsellerautorin beeindruckend


LINDA ZERVAKIS: KÖNIGIN DER BUNTEN TÜTE<br />

Geschichten aus dem Kiosk<br />

„Je nachdem, was für ein Typ man ist“, erzählt Linda<br />

Zervakis im Gespräch mit <strong>HANSEstyle</strong>, „gehören grüne<br />

Frösche, weiße Mäuse, saure Pommes, Cherry Cola<br />

oder Salinos in die bunte Tüte.“ Linda Zervakis wuchs<br />

als Tochter griechischer Gastarbeiter auf, die einen Kiosk<br />

in Hamburg-Harburg führten. Noch bis zu ihrem<br />

28. Lebensjahr jobbte sie dort jeden Sonntag. Wie sie<br />

es schließlich aus dem Harburger Büdchen in die Wohnzimmer der Nation geschafft<br />

hat, erzählt die „Königin der bunten Tüte“ in ihrem ersten Buch auf eine<br />

spannende, oft lustige und dennoch tiefgründige Art und Weise. „Am meisten<br />

Angst hatte ich davor, dass ich mich an die ganzen Geschichten aus der Vergangenheit<br />

nicht erinnern kann“, befürchtete die Tagesschau-Sprecherin. Doch<br />

dem war ganz und gar nicht so. Sie selbst sagt dazu: “Irgendwann ist ein regelrechter<br />

Rausch entstanden.“ Veröffentlicht vom Rowohlt Verlag<br />

Bei Linda Zervakis darf es<br />

gern auch mal laut, lustig<br />

und lässig zugehen.


ANZEIGE<br />

Man darf sich nur nicht darauf<br />

verlassen, dass der Staat oder die<br />

Gesellschaft alles für einen übernimmt.<br />

Ich habe sehr volles Haar.<br />

Das ist made in Greece.<br />

Mit zwei Kindern lohnt es sich, die<br />

Haare im Zopf zu tragen. Es sei denn,<br />

man steht auf Schmerzen.<br />

Der Award für bildende Kunst<br />

Der Metropole.Kreativ Award<br />

wird unterstützt von:<br />

Mein Haargummi ist meine Tarnkappe.<br />

Mit Zopf erkennt mich optisch kaum<br />

jemand. Allerdings erkennen mich<br />

Menschen oft auch an meiner Stimme.<br />

Beim Autofahren werde ich wegen der<br />

anderen Autofahrer manchmal fast<br />

wahnsinnig. Aber ich beherrsche mich.<br />

Beiße dann lieber ins Lenkrad.<br />

Die Stimmung zwischen<br />

Fahrradfahrern und Autofahrern<br />

in Hamburg ist schlecht. Das<br />

sollte sich ändern.<br />

Ich stehe auf Verlässlichkeit, auf den<br />

hanseatischen Handschlag.<br />

Das Gespräch führte: Christian Bauer<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Backstage: Linda Zervakis<br />

mit Christian Bauer<br />

Awardverleihung und Gruppenausstellung folgen<br />

im Frühjahr 2016. Mehr unter<br />

www.metropole-kreativ.hamburg


Trafen in dieser Konstellation erstmals<br />

aufeinander: (v. l.) Manfred Bruhn, Dirk<br />

Wehmhöner, Eberhard Hofmann und Lars<br />

Ellermeier auf der Terrasse der Bethmann<br />

Bank im Harvestehuder Weg.


Wirtschaft & Politik<br />

Gipfeltreffen der<br />

Hamburger Privatbanken<br />

Manfred Bruhn von M.M. Warburg, Lars Ellermeier von der Bethmann Bank, Eberhard<br />

Hofmann von Merck Finck und Dirk Wehmhöner von Berenberg: <strong>HANSEstyle</strong> bat die<br />

Hamburger Geschäftsleiter des Privatkundengeschäfts von vier bedeutenden deutschen<br />

Privatbanken zum „Gipfeltreffen“ – zu einem Gespräch über Private Banking, über die<br />

Alleinstellungsmerkmale von Privatbanken im Vergleich zu Großbanken und über<br />

hanseatische Werte in Zeiten des digitalen Umbruchs.<br />

Privat geführte Banken haben besonders<br />

in Hamburg eine lange<br />

Tradition. Die Berenberg Bank<br />

zum Beispiel, bereits 1590 gegründet, gilt<br />

heute als das älteste Bankhaus Deutschlands.<br />

Oder: Salomon Heine war 1797<br />

einer der Gründer des Merchand-Bankhauses<br />

Heckscher & Co., das ab 1818 seinen<br />

Namen trug. Ein Jahr später legten<br />

die Brüder Moses und Gerson Warburg<br />

den Grundstein für die heutige Privatbank<br />

M.M. Warburg. Die frühesten Wurzeln<br />

der Bethmann Bank reichen zurück<br />

bis ins Jahr 1712 und die von Merck Finck<br />

bis zur Gründerzeit in 1870.<br />

Privatbanken sind Personenhandelsgesellschaften<br />

– Privatbankiers sind mithin<br />

persönlich in der Bank tätig. Lars<br />

Ellermeier sagt dazu: „Privatbankiers<br />

übernehmen die unternehmerische<br />

Verantwortung und das Risiko.“ Mit anderen<br />

Worten, sie haften mit ihrem Privatvermögen.<br />

„Auch Privatbanken wollen natürlich<br />

erfolgreich sein, genau wie unsere Kunden“,<br />

fügt Manfred Bruhn an. Er ist, wie<br />

alle Anwesenden, stolz darauf, dass es<br />

Kunden gibt – Einzelpersonen, Familien<br />

oder Unternehmen – die ihrer Bank oft<br />

länger als hundert Jahre das Vertrauen<br />

schenken. „Diese Treue beruht auf Kundenzufriedenheit“,<br />

betont Dirk Wehmhöner.<br />

<strong>HANSEstyle</strong>: Was macht ein Privatbankier<br />

beim Private Banking anders<br />

als ein Banker in einer der großen Ge-<br />

schäftsbanken? Was ist ihr USP, was ist<br />

das Alleinstellungsmerkmal der Privatbanken?<br />

Dirk Wehmhöner: Private Banking<br />

umschreibt ganz allgemein eine Dienstleistung,<br />

die heute fast alle Banken<br />

erbringen. Allerdings auf recht unterschiedliche<br />

Weise. Hinter einer Privatbank<br />

stehen meist persönlich haftende<br />

Gesellschafter, die wie bei Berenberg<br />

die Geschäfte steuern. Das ist anders als<br />

in Genossenschafts- oder Großbanken,<br />

in denen angestellte Vorstände handeln<br />

und der Aktionär die Rolle des Eigentümers<br />

einnimmt, ohne direkten Einfluss<br />

auf die Strategie nehmen zu können.<br />

Private Banking wird<br />

von Menschen geprägt.<br />

Dirk Wehmhöner<br />

Manfred Bruhn: Wenn man Aktien einer<br />

Großbank hat, macht einen das nicht<br />

zu einem Bankier, sondern zu einem Aktionär.<br />

Ein Privatbankier ist auch nicht<br />

das Vorstandmitglied der Deutschen<br />

Bank oder der Commerzbank, Privatbankier<br />

kann nur ein Eigentümer des<br />

Bankgeschäftes sein.<br />

Der Privatbankier steht also mehr als<br />

ein angestellter Bankmanager im Risiko?<br />

Manfred Bruhn: Manager haben meines<br />

Erachtens eine grundsätzlich andere<br />

Verantwortung. Sie haften nicht<br />

persönlich. Im Vergleich zu einem Privatbankier.<br />

Lars Ellermeier: Die entscheidenden<br />

Fragen lauten: Mit welchen Werten führt<br />

man sein Geschäft und was bietet man<br />

seinen Kunden? Wir sind Teil eines internationalen<br />

Netzwerks unabhängiger<br />

Privatbanken unter dem Dach der ABN<br />

AMRO und arbeiten transparent, leistungsorientiert<br />

und verantwortlich. Unsere<br />

Reputation ist unser höchstes Gut.<br />

Manfred Bruhn: Genau diese Grundeinstellung<br />

ist es, die auch der Gier Grenzen<br />

setzt! Schauen wir zum Beispiel zurück<br />

auf die Finanzkrise: Damals sind<br />

Produkte verkauft worden, die wir bei<br />

Warburg nach Risikoabschätzung abgelehnt<br />

haben.<br />

Wir beraten individuell. Wenn in anderen<br />

Instituten Berater auf Tages- oder<br />

Wochenbasis ihren Vorgesetzten in den<br />

Hauptfilialen melden müssen, welches<br />

Produkt sie mit welcher Marge verkauft<br />

haben, muss man sich nicht wundern,<br />

dass die Kultur des Beratens zu einer Kultur<br />

des Verkaufens wird.<br />

Inwieweit hat der digitale Wandel Ihr<br />

Geschäft verändert?<br />

Eberhard Hofmann: Derzeit ist die<br />

gesamte Bankenlandschaft, nicht nur<br />

in Deutschland, sondern weltweit, total<br />

im Umbruch. Wir sehen jeden Tag<br />

27


Wirtschaft & Politik<br />

Wir verstehen unsere Kunden, kennen ihre Vermögensverhältnisse,<br />

ihre Geschäftslage, ihren Umgang mit Risiken.<br />

neue Technologien, neue Ansätze, neue<br />

Strukturen. In einer Phase solch extremer<br />

Umbrüche bleiben die Privatbanken<br />

vernünftig strukturiert und betreiben<br />

weiter ihr seriöses Geschäft. Wie lege ich<br />

mein Kapital an? Wo finanziere ich was?<br />

Mit wem spreche ich über die Familie<br />

oder das Unternehmen? Strategie der<br />

Privatbanken ist, nicht möglichst viele<br />

Geschäfte zu machen, sondern sich zu<br />

konzentrieren. Sie müssen auch die eigenen<br />

Risiken begrenzen, denn Privatbanken<br />

haben nicht so viel Kapital zur Verfügung<br />

wie etwa ein DAX-Konzern.<br />

Manfred Bruhn: In der momentanen,<br />

fast zinsfreien Zeit funktioniert das<br />

Geschäftsmodell der Sparkassen nicht<br />

wie früher. Damals generierten sie 80<br />

Prozent ihrer Erträge, indem sie Spareinlagen<br />

einnahmen – zum Beispiel auf<br />

Sparbüchern oder als Festgeld – und als<br />

Kredite weiterreichten. Heute müssen<br />

andere Wege gegangen werden. Ich glaube<br />

an eine Renaissance für die Privatbanken,<br />

denn der gesamte Berufsstand<br />

wird sich völlig ändern – es wird immer<br />

mehr weg vom Verkäufer, hin zum Berater<br />

gehen.<br />

Bei der Deutschen Bank werden zigtausend<br />

Stellen abgebaut. Diese Entlassungen<br />

und die Digitalisierung –<br />

wie ist Ihre Einschätzung: Wird man<br />

dort nun Kundenberatung mit Hilfe<br />

von Robot Advisern machen, dem<br />

Software-System, das die Anlagebedürfnisse<br />

eines Kunden durch ein<br />

paar kurze Fragen ermittelt, seine Risikobereitschaft<br />

prüft und danach in<br />

Millisekunden eine Anlagestrategie<br />

auswirft?<br />

Dirk Wehmhöner: Private Banking<br />

wird von Menschen geprägt. Und da<br />

haben Privatbanken traditionell einen<br />

riesigen Wettbewerbsvorteil. Die meisten<br />

Häuser haben exzellent ausgebildete<br />

Berater und bieten zudem Dienstleistungen,<br />

die von diesen Beratern verständlich<br />

transportiert werden können. Natürlich<br />

erwarten vor allem die jüngeren Kunden<br />

auch bei uns Onlineangebote – sie möchten<br />

zum Beispiel jederzeit an jedem Ort<br />

28<br />

Lars Ellermeier<br />

ihren Vermögensstatus abfragen können.<br />

Doch auch sie erwarten am Ende des<br />

Tages einen Ansprechpartner, dem sie<br />

vertrauen und den sie anrufen können,<br />

wenn es um Entscheidungen geht. Neue<br />

Technologien sind also notwendig, auch<br />

um eine gute Entscheidungsgrundlage<br />

zu schaffen, doch im Entscheidungsprozess<br />

kommen wir Berater ins Spiel. Das<br />

sollte und wird sich meiner Ansicht nach<br />

nicht so schnell ändern.<br />

Lars Ellermeier: Die Veränderungen,<br />

die wir in den letzten 10 Jahren privat<br />

erlebt haben – wie iPhone und Apps – beeinflussen<br />

uns natürlich auch beruflich<br />

und in der Kommunikation mit unseren<br />

Kunden. Wir investieren in signifikanter<br />

Höhe, um technisch auf dem neuesten<br />

Stand zu sein.<br />

Eberhard Hofmann: Dieser Fortschritt<br />

greift in Teilbereiche unserer Anlageentscheidungen<br />

ein. Wir nutzen technische<br />

Medien, die uns helfen, aktuelle Entwicklungen<br />

zu filtern.<br />

Welche Vorteile bieten Privatbanken<br />

für junge Unternehmen, für Gründerinnen<br />

und Gründer?<br />

Lars Ellermeier: Wir holen regelmäßig<br />

Feedback von Kunden ein, mit denen wir<br />

individuelle Lösungen gefunden haben.<br />

Sie waren vor allem von unseren kurzen<br />

Entscheidungswegen begeistert. Das ist<br />

bei den Großbanken deutlich anders.<br />

Wir verstehen unsere Kunden, kennen<br />

ihre Vermögensverhältnisse, ihre Geschäftslage,<br />

ihren Umgang mit Risiken.<br />

So können wir Investitions- oder Kreditentscheidungen<br />

sehr schnell treffen. Vor<br />

allem mit langjährigen Kunden läuft die<br />

Zusammenarbeit meist direkt und unkompliziert.<br />

Manfred Bruhn: Wenn Sie mit einem<br />

konkreten Problem die Filiale einer<br />

Großbank betreten, müssen Sie großes<br />

Glück haben, um an die richtige Person<br />

zu gelangen. Bei uns, bei Warburg, sitzen<br />

die Experten vor Ort und müssen<br />

nicht erst von Frankfurt aus eingeflogen<br />

werden.<br />

Wie pflegen und vertiefen Sie die Kundenbindung?<br />

Lars Ellermeier: Bei Bethmann geht<br />

die Geschäftsleitung immer mal wieder<br />

mit in die Kundengespräche unserer<br />

Berater. Dabei kann ich meine Kollegen<br />

aktiv unterstützen und unseren Kunden<br />

Aufmerksamkeit und Wertschätzung<br />

demonstrieren. Falls der Kunde möglicherweise<br />

ein aktuelles Problem hat,<br />

kann ich ihn später anrufen, vielleicht<br />

mit einer wichtigen Information, nach<br />

der wir zwischenzeitlich gesucht haben.<br />

Proaktiv handeln, nicht reaktiv.<br />

Eberhard Hofmann: Wir haben eine<br />

sogenannte Kundenarena geschaffen,<br />

in der Kunden und Berater offen miteinander<br />

diskutieren. Dadurch erfahren<br />

wir vieles. Ob es den Kunden zum Beispiel<br />

maßgeblich um die Zukunft der<br />

Familie geht, um die Firma, ums Erben<br />

oder Schenken. Einer wollte zum Beispiel<br />

einen alten Aston Martin kaufen.<br />

Wir haben ihn für unseren Kunden über<br />

unser Netzwerk gefunden. Privatbanken<br />

haben solche Netzwerke als Special Service.<br />

Bei uns geht es nicht nur um Aktien,<br />

Renten und Cash. Wir haben einen ganz<br />

starken Fokus auch auf das Fremdmanagement,<br />

bei dem wir mit Spezialisten<br />

kooperieren. Ich bezeichne uns daher<br />

gern als Vermögensarchitekten.<br />

Dirk Wehmhöner: Know your Customer!<br />

Man muss wissen, wen wir als Spezialisten<br />

gegebenenfalls mit an unseren<br />

Beratungstisch holen. Wir sind ein Stück<br />

weit Wissensmanager, die Kundenprobleme<br />

nicht nur im ureigenen Bereich<br />

des Private Bankings lösen helfen. Know<br />

the Specialists!<br />

Lars Ellermeier: Wir haben beispielsweise<br />

einen Spezialisten im Haus, der<br />

Das Werteempfinden, das hanseatische Understatement, unterscheidet<br />

Hamburg von Frankfurt, London oder New York.<br />

Manfred Bruhn


Wirtschaft & Politik<br />

sich hervorragend mit der Gründung<br />

und allen anderen Fragestellungen von<br />

Stiftungsgründungen auskennt.<br />

Manfred Bruhn: Diskrete Hilfe auch<br />

bei der Suche von stillen Teilhabern<br />

oder Nachfolgern. Wir können durch<br />

langjährige Zusammenarbeit beurteilen,<br />

wer zu wem passt – etwa als tätiger<br />

Gesellschafter oder Geschäftsführer.<br />

Und den Nachwuchs unserer Kunden<br />

führen wir in Workshops an Finanzthemen<br />

heran.<br />

Nun ist individuelle Beratung teuer.<br />

Ab welchen Betrag kann man Kunde<br />

einer Privatbank werden?<br />

Eberhard Hofmann: Das ist eine<br />

schwierige Frage. Wir haben hochqualifizierte<br />

Mitarbeiter und qualitative<br />

Technik. Wir bieten, wenn der Vergleich<br />

gestattet ist, Maßanzüge und keine Mode<br />

von der Stange an. Das ist in der Regel ab<br />

etwa einer Million Euro sinnvoll. In Ausnahmefällen<br />

kann es auch einmal etwas<br />

weniger sein, das hängt von der Komplexität<br />

des Vermögens ab.<br />

Dirk Wehmhöner: Wir treten immer<br />

mal wieder in Vorleistung. Denn wir können<br />

und wollen nicht jedes Gespräch in<br />

Rechnung stellen. Uns ist wichtig, dass<br />

Viele behaupten integer zu sein. Doch gucken Sie sich die VW-Affäre<br />

an. Da hat die Integrität schweren Schaden genommen.<br />

eine Zusammenarbeit einen Mehrwert<br />

für beide Seiten schafft und bieten unsere<br />

Dienstleistung grundsätzlich ab<br />

einem liquidem Vermögen von einer Million<br />

Euro an, weichen aber in Einzelfällen<br />

davon ab. Wir führen ein Gespräch<br />

– und entscheiden dann.<br />

Manfred Bruhn: Wenn es mit vermögenden<br />

Kunden zu einem Erstberatungsgespräch<br />

kommt, liegt die Wahrscheinlichkeit<br />

einer Kontoeröffnung bei 80<br />

Prozent. Das liegt an der Ausstrahlung,<br />

Befähigung und Kompetenz unserer Berater.<br />

Ein solches Gespräch verpflichtet<br />

zu nichts. Aber oft führt es zu mehr.<br />

Hamburg ist seit jeher eine Stadt der<br />

Privatbanken. Wir haben den „Ehrbaren<br />

Kaufmann“, wir haben den „Hanseatischen<br />

Handschlag“. Inwieweit<br />

spielen diese hanseatischen Werte<br />

auch heute noch eine Rolle für die hier<br />

ansässigen Privatbanken?<br />

Manfred Bruhn: Das Werteempfin-<br />

Eberhard Hofmann<br />

den, das hanseatische Understatement,<br />

unterscheidet Hamburg von Frankfurt,<br />

London oder New York. Die Hanseaten<br />

neigen eher zur Tiefstapelei. Das passt so<br />

gar nicht zu dem exponierten Gehabe so<br />

mancher Wallstreet Jungs. Insofern sind<br />

die meisten Banker-Filme überzeichnet.<br />

Sie spiegeln genau das wider, was wir<br />

nicht sind und auch nicht sein wollen.<br />

Unser Leitmotiv im Haus lautet: „Mehr<br />

Sein als Schein."<br />

Eberhard Hofmann: Wir haben eine<br />

Wertedebatte geführt und die drei für<br />

uns zentralen Begriffe definiert: erstens<br />

Integrität. Viele behaupten, integer zu<br />

sein. Doch gucken Sie sich die VW-Affäre<br />

an. Da hat die Integrität schweren Schaden<br />

genommen. Der zweite Begriff lautet<br />

Verbindlichkeit, auf Englisch „Commitment“.<br />

Man ist der Bank und den Kunden<br />

gegenüber committed, fühlt sich ihnen<br />

also verpflichtet. Der dritte lautet Exzellenz,<br />

der sich in erster Linie auf unseren<br />

hohen Qualitätsanspruch bezieht. Doch<br />

alle Begriffe und alle Werte sind Schall<br />

und Rauch – wenn sie nicht umgesetzt<br />

werden.<br />

Dirk Wehmhöner: Viele dieser Werte<br />

finden sich heute in den Leitbildern nicht<br />

nur unserer Unternehmen. Wahrscheinlich<br />

sind sie auch bei vielen anderen Banken<br />

zu finden. Doch es kommt darauf an,<br />

dass sie – auch von den Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern – gelebt werden.<br />

Runder Tisch in den Räumen der Bethmann Bank: (v. l. außen im Uhrzeigersinn) Eberhard<br />

Hofmann von Merck Finck, Hausherr Lars Ellermeier von der Bethmann Bank, Manfred<br />

Bruhn von M.M. Warburg und Dirk Wehmhöner von Berenberg. Von <strong>HANSEstyle</strong> dabei<br />

Heinz H. Behrens (vorne links) und Christian Bauer (vorne rechts)<br />

Lars Ellermeier: Diese traditionellen<br />

Werte spielen bis heute eine ganz besondere<br />

Rolle. Wir alle haben Kunden, die<br />

sich diesen Werten verpflichtet fühlen.<br />

Wenn wir uns mit ihnen nicht identifizieren<br />

könnten, wären wir für diese Kunden<br />

nicht die richtigen Partner. Doch nach<br />

wie vor machen wir auch Geschäfte per<br />

Handschlag. Bei uns zählt, wie in Hamburg<br />

üblich, „das gesprochene Wort“.<br />

Das gilt, vermute ich einmal, für alle vier<br />

Häuser hier am Tisch.<br />

Das Gespräch führten: Heinz H. Behrens und<br />

Christian Bauer | Fotos: Tim Wendrich<br />

29


Wirtschaft & Politik<br />

Brigitte Englers Kolumne<br />

Kein Blick<br />

in die Glaskugel<br />

So sieht City Managerin Brigitte Engler die Zukunft der Innenstadt<br />

Der Jahreswechsel ist immer eine gute Gelegenheit, auf die<br />

Ereignisse des Jahres zurückzublicken und gleichzeitig einen<br />

Ausblick zu wagen.<br />

Für den Einzelhandel haben sich in den vergangenen<br />

Jahren die Rahmenbedingungen stark verändert. Immer<br />

mehr Menschen kaufen außerhalb der Ladenöffnungszeiten<br />

im Internet ein – ganz bequem am Sonntag vom<br />

Sofa aus. Hinzu kommt, dass überall immer mehr Angebote<br />

entstehen, zwischen denen der Kunde wählen kann.<br />

Schon vor diesem Hintergrund müssen auch die Metropolen<br />

permanent kreativ und aktiv sein, um für Kunden<br />

– ob von innerhalb oder außerhalb – attraktiv zu bleiben.<br />

Klar, dass sich bei uns entsprechend viel getan hat!<br />

Jahren noch alles passieren wird. Das scheinen auch unsere<br />

Gäste so zu empfinden, denn sie kommen immer wieder<br />

gern und in zunehmender Zahl zum Shopping, Verweilen<br />

und Genießen in unsere schöne Innenstadt. Und ich freue<br />

mich sehr, dass auch die Hamburgerinnen und Hamburger<br />

sich immer wieder neu von der City angezogen fühlen.<br />

30<br />

Mit neuen Konzepten wie der KAISERGALERIE hat vor<br />

einigen Monaten die elfte Passage ihre Türen geöffnet. Einige<br />

der dort vertretenen Konzepte findet man exklusiv in<br />

Hamburg. Mit der Entwicklung der KAISERGALERIE ist<br />

uns, nach der historischen „Alten Post“ im Passagenviertel,<br />

ein echter Meilenstein gelungen.<br />

Ein Blick in die Zukunft: Der Dornröschenschlaf des Alten<br />

Walls ist endlich beendet. Vor Jahren war er die erste<br />

Adresse für Hamburger, die das Besondere suchten. Ein<br />

Stellenwert, den der Alte Wall ab 2017 mit noblen Läden<br />

und exquisitem Kunstangebot wieder einnehmen wird.<br />

Die Bauarbeiten im Nikolaiquartier schreiten ebenfalls<br />

sichtbar voran. Nach der Erneuerung des Straßenbelages<br />

des „Großen Burstah“ werden nun Zug um Zug die Nebenflächen<br />

entwickelt.<br />

Beinahe in Sichtweite arbeitet das Immobilienunternehmen<br />

Quantum an der Entwicklung der Stadthöfe. In dem<br />

Gebäude-Ensemble zwischen der Bleichenbrücke, den<br />

Großen Bleichen, der Stadthausbrücke und dem Neuen<br />

Wall wird ein urbanes Innenstadt-Quartier entwickelt,<br />

das neue Akzente setzt und das historische Fundament<br />

mit der Moderne verbindet.<br />

Es ist beeindruckend, was in den vergangenen 10 Jahren<br />

bei uns geschaffen wurde – und was in den kommenden<br />

Über BRIGITTE ENGLER<br />

Umfangreiche berufliche Erfahrungen erwarb die studierte<br />

Betriebswirtin Brigitte Engler in verschiedenen<br />

Tätigkeitsfeldern bei der Peek&Cloppenburg KG in<br />

Hamburg. Parallel engagierte sich die gebürtige Münsteranerin<br />

im Vorstand der Interessengemeinschaft<br />

Mönckebergstraße sowie der Werbegemeinschaft Spitalerstraße.<br />

Besonders hilfreich für ihre heutige Tätigkeit<br />

als City Managerin hat sich die umfangreiche Konzeptarbeit<br />

für Werbeagenturen während ihres Studiums<br />

in Hamburg erwiesen. Brigitte Engler ist seit dem Jahr<br />

2006 Geschäftsführerin des City Management Hamburg.<br />

Seit dem Jahr 2013 ist sie zudem als Vorstandsmitglied<br />

im Tourismusverband Hamburg tätig.<br />

Foto: Marius Engels


"Sie sind halt die Jäger. Ihnen geht es um die<br />

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Serie: Diese Politiker<br />

bestimmen Hamburgs Zukunft<br />

Wirtschaft & Politik<br />

Mit Tradition<br />

zur Innovation<br />

Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und<br />

Innovation, ist ein Mann des Meeres – und des<br />

Handschlags.<br />

Im Gespräch mit <strong>HANSEstyle</strong> erzählt Wirtschaftssenator<br />

Frank Horch von der Förderung junger Unternehmen, den<br />

Werten des Ehrbaren Kaufmanns und seinem Weg in die<br />

Politik.<br />

<strong>HANSEstyle</strong>: Sie waren beruflich erfolgreich und stets<br />

parteilos. Was führte Sie in die Politik?<br />

Senator Frank Horch: „Könnten Sie sich vorstellen, in die<br />

Politik zu gehen?“ Vor allem zu Beginn meines Berufslebens<br />

habe ich diese Frage vehement verneint.<br />

Von 1969 bis 1974 habe ich in Hamburg Schiffbau studiert und<br />

bin im Anschluss im Bereich Entwicklung und Produktion für<br />

die Phoenix AG tätig gewesen. Bereits im Jahr 1991, im Alter<br />

von 43 Jahren, leitete ich über 8.000 Beschäftigte. Damals<br />

wurde mir schnell bewusst, dass man eines nie vergessen<br />

darf: Mitarbeiter sind das höchste Gut eines Unternehmens.<br />

Schon damals waren mir die soziale Verantwortung und Gerechtigkeit<br />

besonders wichtig. Werte also, für die die SPD<br />

eintritt. Auch wenn ich keiner Partei angehöre, so bin ich im<br />

Herzen doch Sozialdemokrat. Das ist vielleicht schon durch<br />

meine Familiengeschichte vorgegeben: Mein Vater ist aus Ost-<br />

Preußen geflohen. Ich wuchs in einfachen Verhältnissen auf<br />

und erinnere mich daran, dass es oft nicht einfach war, die<br />

Familie sattzubekommen. Trotzdem unternahmen meine<br />

Eltern alles, um mir eine gute Ausbildung zu ermöglichen.<br />

Damals war es alles andere als selbstverständlich, dass man<br />

Abitur machen konnte.<br />

Senator mit Weitsicht:<br />

Frank Horchs<br />

Büro bietet einen<br />

Blick über die<br />

Dächer der Stadt<br />

Als ich schließlich Mitte der 90er Jahre in die Friedrich Krupp<br />

AG einstieg, war die Hamburger Wirtschaft vor allem von der<br />

Dienstleistungsbranche und der Medienlandschaft geprägt.<br />

Von Vertretern der Industrie und von Verbänden hörte ich<br />

immer wieder: „Mensch, Horch, du musst dich engagieren!“<br />

Ich begann, für Hamburg als Industriestandort zu kämpfen,<br />

denn ich bin zutiefst überzeugt, dass Industrie Arbeitsplätze<br />

32


Wirtschaft & Politik<br />

langfristig sichert. So bin ich Vorstandsmitglied des Industrieverbands<br />

Hamburg, ab 2007 dann Vorstandsvorsitzender<br />

geworden. Schon bald danach wurde ich als Präses der Handelskammer<br />

Hamburg vorgeschlagen. Das war eher ungewöhnlich,<br />

denn bis dahin zierten die Ahnentafel lediglich<br />

Großreeder und Privatbankiers. Dann kam ich – ein bürgerlicher,<br />

ein leitender Angestellter. Das war ein Novum! Die Arbeit<br />

hat mir große Freude bereitet. Drei Jahre lang stand ich der<br />

Handelskammer vor.<br />

Einer, der meinen Werdegang intensiv beobachtete, war unser<br />

heutiger Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Er kannte mein<br />

Handeln und schätzte die Werte, für die ich einstand. Nachdem<br />

im Jahr 2011 die schwarz-grüne Koalition zusammengebrochen<br />

war, schlug er mich als Wirtschaftssenator vor.<br />

Daraufhin verlängerte ich meine Amtszeit als Präses der Handelskammer<br />

nicht, sondern kandidierte 2011 für das Amt des<br />

Senators der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.<br />

Sie stammen aus einfachen Verhältnissen und sind einen<br />

bemerkenswerten Karriereweg gegangen. Treibt Sie der<br />

Wunsch an, dies auch anderen, gerade jungen Menschen,<br />

ermöglichen zu wollen?<br />

Zweifellos. Ich halte zum Beispiel sehr viel vom dualen Bildungssystem,<br />

da ich überzeugt bin, dass die Kombination aus<br />

wissenschaftlichem Hintergrund und hohem Praxisbezug,<br />

verbunden mit einer gewissen Lebenserfahrung, viele Türen<br />

öffnet.<br />

Welchen Fokus legen Sie auf die Förderung junger Unternehmen?<br />

Über 800 Jahre ist Hamburg als traditionelle Handels- und<br />

Hafenstadt gewachsen. Doch die Digitalisierung sorgt in traditionellen<br />

Geschäftsfeldern für einen Paradigmenwechsel.<br />

33


Wirtschaft & Politik<br />

Das Stichwort lautet: Zukunftsprojekt<br />

Industrie 4.0. Wo sonst unter anderem<br />

Fläche, Technik und Umschlagtätigkeit<br />

gefragt waren, spielen nun Automatisierungen<br />

und Kommunikation eine maßgeblichere<br />

Rolle. In diesem Rahmen<br />

bringt unser Mittelstand immer mehr<br />

hochinnovative Unternehmen hervor,<br />

die sich mit genau diesen Herausforderungen<br />

befassen. Einige dieser Startups<br />

haben sich bereits auf dem Weltmarkt<br />

etabliert. Andere sind auf einem guten<br />

Wege dorthin. Die Hamburger Wirtschaft<br />

benötigt ein Upgrade in Form<br />

von jungen Unternehmen mit frischen<br />

Geschäftsideen. Mit ihnen stellen wir<br />

uns der Digitalisierung und machen<br />

Hamburg zukunftssicher. Deshalb wollen<br />

wir jungen Unternehmerinnen und<br />

Unternehmern, ob aus der Region oder<br />

von außerhalb, mit innovativen Finanzierungswegen<br />

ein deutliches Signal<br />

geben: „Kommt her!“ oder „Bleibt hier!“<br />

Ich bin stolz darauf, dass wir allein in<br />

2014 über 300 Startups – unter anderem<br />

durch Venture Capital und Crowdfunding<br />

– fördern konnten.<br />

Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und die<br />

nachhaltige Verhaltensweise gehören<br />

zu den Werten eines Ehrbaren<br />

PERSÖNLICHE FRAGEN AN DEN SENATOR<br />

34<br />

Die Hamburger Wirtschaft benötigt ein Upgrade in Form von<br />

jungen Unternehmen mit frischen Geschäftsideen.<br />

Senator Frank Horch<br />

Kaufmanns. Wie bedeutend sind die<br />

noch?<br />

Bei allen Geschäften, ob groß oder<br />

klein, ob national oder international,<br />

sind die Tugenden des Ehrbaren Kaufmanns<br />

von ausschlaggebender Bedeutung.<br />

Was passiert denn, wenn man<br />

sich nicht an ihnen orientiert, wenn<br />

kein Vertrauen unter Geschäftspartnern<br />

herrscht? Dann macht man einmal<br />

Geschäfte miteinander – und dann<br />

nie wieder. Besonders in unruhigeren<br />

Zeiten, wie wir sie international gerade<br />

erleben, sind diese Grundtugenden von<br />

besonderer Bedeutung. Wir sollten sie<br />

sogar noch viel stärker in den Vordergrund<br />

stellen! Wenn ich zum Beispiel<br />

einen Vertrag unterschreibe, setze ich<br />

nicht nur formal meinen Namen darunter,<br />

sondern stehe dafür ein, ihn mit<br />

Leben zu füllen und darauf aufbauend<br />

die Zukunft zu bestimmen.<br />

Im Gespräch mit: Sarah Bischoff und<br />

Christian Bauer<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Wie halten Sie sich fit?<br />

Grundsätzlich gehe ich bei einer 6- bis 7-Tage-Woche, was Essen, Trinken und<br />

Schlaf angeht, sehr diszipliniert vor. Wenn Zeit bleibt, verbringe ich jede freie<br />

Stunde auf dem Wasser. Das Segeln ist für mich ein Quell der Erholung.<br />

Welches ist Ihr Lieblingssegelschiff?<br />

Mein eigenes. Es trägt den Namen HORGE. Das setzt sich aus den ersten beiden<br />

Buchstaben meines Nachnamens und aus meinem Geburtsort Geversdorf, einer<br />

Gemeinde in der Nähe von Cuxhaven, zusammen.<br />

Wo segeln Sie am liebsten?<br />

Die Ostsee ist für mich in allen Belangen das schönste Segelrevier der Welt. Seit<br />

knapp 60 Jahren habe ich ein eigenes Boot. Mit dem Schiff, das ich heute besitze,<br />

verfolge ich noch ein großes Reiseziel: das ganze Baltikum absegeln.<br />

Wer gehört zu Ihrer Besatzung?<br />

Meine Familie. Vor allem meine Frau, unsere Kinder gehen ihre eigenen Wege. Ich<br />

bin aber auch gern mit meinem Enkel unterwegs, er ist ein guter und interessierter<br />

Segler. Aber auch enge Freunde sind ein fester Bestandteil meiner Besatzung.<br />

Was ist das Standardessen an Bord?<br />

Wenn ich für die Verpflegung an Bord verantwortlich bin, gibt es ganz bescheiden<br />

Joghurt und Müsli, gern mit Früchten. Sonst ist es ganz abhängig davon, wer<br />

mit mir segelt.<br />

Hamburg im Vordergrund, im<br />

Hintergrund und im Herzen:<br />

Wirtschaftssenator Frank Horch<br />

Über Frank HORCH<br />

Frank Horch wird am 25. Februar<br />

1948 in Geversdorf, im Landkreis<br />

Cuxhaven, geboren. Mit 21 Jahren<br />

beginnt er sein Schiffbaustudium<br />

in Hamburg. Begleitend arbeitet<br />

er als Konstrukteur auf der Mützelfeld-Werft<br />

Cuxhaven und bei HDW<br />

Hamburg. Direkt im Anschluss an<br />

sein Studium tritt er 1974 als Entwicklungsingenieur<br />

bei der Phoenix<br />

AG ein, wo er in den kommenden<br />

Jahren als Hauptabteilungsleiter im<br />

Bereich Entwicklung, Direktor für<br />

Entwicklung und Produktion sowie<br />

als Mitglied des Aufsichtsrates für<br />

leitende Angestellte tätig ist. Mit 43<br />

Jahren wird er Generalbevollmächtigter<br />

der Phoenix AG. Im Jahre 1994<br />

übernimmt er für die Friedrich Krupp<br />

AG die Leitung des Werkes Hamburg-<br />

Harburg Krupp Kunststofftechnik. Ab<br />

1997 ist Horch Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der Krupp bzw. ThyssenKrupp<br />

Elastomertechnik. Im Zeitraum<br />

von 2005 bis Ende 2007 sitzt er<br />

der Geschäftsführung der Harburg-<br />

Freudenberger Maschinenbau GmbH<br />

vor. Daraufhin ist Horch von 2008 bis<br />

2011 Mitglied der Geschäftsführung<br />

Blohm + Voss Shipyards & Services<br />

GmbH. Zeitgleich wird er zum Präses<br />

der Handelskammer Hamburg<br />

gewählt und übt dieses Amt für drei<br />

Jahre aus. Seit dem 23. März 2011 ist<br />

Frank Horch Senator für Wirtschaft,<br />

Verkehr und Innovation. Er ist verheiratet<br />

und hat zwei Kinder.


Beste Aussichten für<br />

Ihre Karriere!<br />

Die berufsbegleitenden Masterstudiengänge der<br />

NORDAKADEMIE Graduate School im Hamburger Dockland:<br />

• Master of Business Administration (MBA)<br />

• General Management (M.A.)<br />

• Marketing and Sales Management (M.A.)<br />

• Financial Management and Accounting (M.Sc.)<br />

• Wirtschaftsinformatik/IT-Management (M.Sc.)<br />

• Wirtschaftsingenieurwesen (M.Sc.)<br />

• Neu: Logistik (M.Sc.) – ab 1.4.2016<br />

• Neu: Wirtschaftspsychologie (M.Sc.) – ab 1.4.2016<br />

• Neu: Wirtschaftsrecht (LL.M.) – ab 1.10.2016<br />

GRADUATE SCHOOL<br />

NORDAKADEMIE Graduate School<br />

Van-der-Smissen-Str.9<br />

22767 Hamburg<br />

www.nordakademie-gs.de<br />

Tel. 040 554387-300<br />

Studium mit Elbblick und mehr: Highlights und Vorteile<br />

• Individuelle Schwerpunktsetzung durch großen Wahlpflichtfächerpool<br />

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Unternehmen<br />

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auch in Amerika möglich<br />

• Interessante Vortragsveranstaltungen<br />

• Persönliches iPad<br />

• Gute Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie<br />

• Kein Verzicht auf das gewohnte Einkommen<br />

• Höhere Präsenzzeiten als bei einem reinen Fernstudium<br />

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mit Erfolgsquoten von über 90% durch das umfangreiche Serviceangebot<br />

der Hochschule<br />

• Sehr gute Studienbedingungen (persönlicher Kontakt zu Professoren<br />

und Kommilitonen, Lernen in Kleingruppen, exzellente Ausstattung etc.)<br />

• International anerkannte und in der Wirtschaft geschätzte Abschlüsse<br />

einer renommierten Hochschule<br />

• Herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bei niedrigen<br />

Studiengebühren von 8.900 Euro (MBA 15.000 Euro)


Gefunden, gefördert,<br />

geholfen<br />

Yukiko Kobayashi und Alexa Drichelt bauen Brücken – zwischen<br />

qualifizierten Zuwanderern und Unternehmen.<br />

Die Gründerinnen<br />

Yukiko Kobayashi<br />

und Alexa Drichelt:<br />

sympathisch und<br />

entschlossen


Wirtschaft & Politik<br />

Die Win-win-Situation<br />

Sie machen die Potenziale der Zuwanderer sicht- und erfahrbar, indem<br />

sie diese in einem einjährigen Entwicklungsprozess mit Schlüsselfiguren<br />

aus Hamburger Unternehmen zusammenbringen. Das Entscheidende:<br />

Es entsteht eine Win-win-Situation. Mit <strong>HANSEstyle</strong> sprachen<br />

die beiden Gründerinnen von Impact Dock Hamburg über Fingerspitzengefühl,<br />

ihr Cross-Mentoring-Programm und ihre Vorstellung davon, wie<br />

Integration in Hamburg funktionieren kann.<br />

Tagsüber führen Yukiko Kobayashi und Alexa Drichelt Potenzialgespräche<br />

mit Zuwanderern über Themen wie Bildung, Arbeitserfahrung, Persönlichkeitsstruktur,<br />

aber auch über ihre Wünsche und Ziele. Abends sitzen die<br />

entschlossenen Hamburgerinnen in den Vorstandsetagen, um Entscheider<br />

für ihr Vorhaben zu gewinnen: Mithilfe eines Cross-Mentoring-Programms<br />

wollen sie qualifizierte Zuwanderer und Key-Player aus Hamburger Unternehmen<br />

zusammenbringen. Dabei stellen die Zuwanderer die Mentees dar<br />

und die Repräsentanten der Hamburger Wirtschaft übernehmen die Rolle<br />

der Mentoren. In einem einjährigen Prozess tauschen sich die Paare hoch<br />

individuell und nachhaltig aus – vor allem über Businessthemen.<br />

Mit diesem Konzept widmen sich die Gründerinnen des im Juli <strong>2015</strong> ins<br />

Leben gerufenen Impact Dock Hamburg einer akuten Herausforderung<br />

der Hamburger Wirtschaft: „Wir sind überzeugt davon, dass die aktuelle<br />

Zuwanderung eine Bereicherung für die Hamburger Wirtschaft darstellt.<br />

Es reicht jedoch nicht, wenn die Unternehmen ihre Tore für qualifizierte<br />

Fachkräfte weit öffnen, es braucht unbedingt einen begleiteten Prozess.<br />

Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen den Kulturen“, berichten die<br />

beiden Hamburgerinnen, die selbst jahrelang im Management tätig waren<br />

und über ein breitgefächertes Netzwerk verfügen. „Bei der Integration von<br />

Zuwanderern ist Fingerspitzengefühl gefragt: Ein Schnellstart kann häufig<br />

in Vorurteilen münden. Es geht um langfristige Integration, daher gilt<br />

es eine Beziehung zwischen Mentee und Mentor aufzubauen, die nicht<br />

nur fachlich, sondern auch menschlich harmoniert.“ Kobayashi und Drichelt<br />

haben bereits die ersten Paare zusammengebracht. Dabei war ihnen<br />

besonders wichtig, dass jegliche Begegnung auf Augenhöhe stattfindet.<br />

„Ob Vorstandsmitglied oder junger Zuwanderer, alle waren aufgeregt“,<br />

erzählen sie von diesem ersten Zusammentreffen. Die gesamte Zeit über<br />

bleibt Impact Dock Ansprechpartner und begleitet den Prozess mit Meilensteintreffen.<br />

Bestenfalls folgt für den Zuwanderer eine Festanstellung im<br />

Unternehmen seines Mentors. „Wir wollen einen Beitrag für die Stadt leisten,<br />

ohne auf Spenden angewiesen zu sein“, sagt Kobayashi. Daher ist die<br />

Teilnahme für Zuwanderer kostenlos. Firmen bzw. Organisationen zahlen je<br />

nach Größe zwischen 1.000 und 4.000 Euro pro Jahr.<br />

Text: Sarah Bischoff<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Für eine nachhaltige Willkommenskultur:<br />

Yukiko Kobayashi und Alexa<br />

Drichelt im Gespräch mit Autorin<br />

Sarah Bischoff.<br />

Für Unternehmen & Organisationen<br />

• Kennenlernen der „future customer“: Durch<br />

den engen Austausch mit Zuwanderern begegnen<br />

Unternehmen den Bedürfnissen einer<br />

neuen Konsumentengruppe.<br />

• Perspektivenwechsel stärkt die interkulturelle<br />

Kompetenz und die Innovationskraft<br />

• Beitrag zur unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung<br />

• Kennenlernen eines möglichen „future employee“:<br />

Sofern die rechtlichen Voraussetzungen<br />

gegeben sind, kann der Mentee ein<br />

zukünftiger Arbeitnehmer im Unternehmen<br />

des Mentors werden.<br />

Für Zuwanderer<br />

• langfristiger und kontinuierlicher 1:1-Kontakt<br />

mit Hamburgern, ihrer Kultur & Arbeitswelt<br />

• Mitarbeit an businessrelevanten Themen<br />

• Aufbau eines beruflichen Netzwerks<br />

• Spracherwerb im Arbeitskontext<br />

Yukiko Kobayashi<br />

Die Hamburgerin wuchs in einem japanischdeutschen<br />

Elternhaus auf und lernte früh,<br />

dass man die Welt aus verschiedenen Perspektiven<br />

betrachten kann. Kobayashi ist<br />

Diplom-Psychologin mit einem Schwerpunkt<br />

in Interkultureller Entwicklungspsychologie<br />

und verfügt über eine 15-jährige Managementerfahrung<br />

bei der Lufthansa sowie bei<br />

Astra Zeneca. Mit der Gründung des Impact<br />

Dock Hamburg entschied sie sich dafür,<br />

ihre unternehmerische Energie fortan mit<br />

gesellschaftlich relevanten Zielsetzungen<br />

verknüpfen zu wollen: „Mit einem inspirierenden<br />

Netzwerk will ich an den Megatrends<br />

der Gegenwart ansetzen und pfiffige, profitable<br />

Business-Ideen entwickeln, die die Unternehmen<br />

der Stadt sowie die Stadt selbst<br />

zukunftsfähiger und erfolgreich machen.“ In<br />

ihrer Freizeit genießt es die dreifache Mutter<br />

für ihre Familie und Freunde zu kochen, Klavier<br />

zu spielen und zu tanzen.<br />

Alexa Drichelt<br />

Die 34-Jährige stammt aus einer alteingesessenen<br />

Hamburger Kaufmannsfamilie. Nach<br />

zahlreichen Auslandsaufenthalten in der<br />

ganzen Welt, sammelte sie zehn Jahre lang<br />

Managementerfahrung im familieneigenen<br />

Unternehmen 1000 Töpfe sowie bei Tchibo.<br />

Ein brand-eins-Porträt über Yukiko Kobayashi<br />

und ihr Vorhaben machte Drichelt Anfang<br />

<strong>2015</strong> neugierig. Sie schlug ein Treffen vor. Zusammen<br />

gründeten sie Impact Dock Hamburg,<br />

um nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die<br />

vorzugsweise eine Win-win-Situation für alle<br />

Beteiligten schaffen und einen gesellschaftlichen<br />

Mehrwert leisten. Die Unternehmerin<br />

ist verheiratet und mag es bunt, kulturell und<br />

sportlich.


Ein Behördenbau? Ja.<br />

Prof. Jörn Walter vor der Behörde<br />

für Stadtentwicklung und Umwelt<br />

in Wilhelmsburg


Wirtschaft & Politik<br />

Hamburgs<br />

Oberbaudirektor<br />

Immer mehr Menschen benötigen<br />

Wohnungen und „Unterbringung”. Antworten vom<br />

obersten Baumeister der Stadt.<br />

Wer den jugendlich wirkenden, temperamentvoll<br />

argumentierenden Oberbaudirektor<br />

der Stadt, Professor Jörn Walter<br />

aufsucht, muss zunächst den "Sprung über die Elbe"<br />

wagen, um ihn im Büro zu sprechen, im vielleicht<br />

schönsten Hamburger Behördenbau überhaupt.<br />

Ganz und gar farbenfreudig, ein geschwungener,<br />

imposanter Gebäudekomplex, in dem vieles vermutet<br />

werden dürfte, aber sicher selten eine Fachbehörde,<br />

der Sitz von Hamburgs Behörde für Stadtentwicklung<br />

und Umwelt. In einem ehemaligen<br />

Gewerbegebiet, vor Jahren gesichtslos, grau und<br />

abweisend. Heute eine grüne Park- und Gartenlandschaft,<br />

Erbe der etwas unglücklich verlaufenen Internationalen<br />

Gartenbauausstellung, die solcherart<br />

doch noch Überzeugendes hinterlässt.<br />

Das wird nirgends deutlicher als mit einem Blick<br />

aus dem Büro von Jörn Walter im 12 Stock des imposanten<br />

Gebäudes: Er geht kilometerweit über die<br />

grüne, wasserreiche Millionenstadt - die im raschen<br />

Wachstum begriffen ist.<br />

Schnell kommt das Gespräch in Gang. Es geht um<br />

Wohnungsbau im umfassenden Sinn und natürlich<br />

um die Flüchtlinge in der Stadt. Zudem konkret um<br />

Grundstücke und Planungen, wo auch heute noch<br />

Eigentum erworben werden könne zu "vernünftigen"<br />

Preisen. Zur Zeit werde die Stadt überrollt vom<br />

Flüchtlingsstrom. Um vielen von ihnen dauerhaft<br />

Wohnraum bieten zu können, würden alle notwendigen<br />

Aktivitäten hochgefahren: Die zur Zeit gültige<br />

Planung, jährlich 6.000 neue Wohnungen zu bauen,<br />

werde etwa verdoppelt. Dafür müsse das Planrecht<br />

erleichtert und beschleunigt werden. Habe<br />

bisher die Vorbereitung eines Wohnhaus-Projekts<br />

etwa 2 Jahre gedauert, müsse diese Zeit auf die Hälfte<br />

reduziert werden. Jörn Walter bezeichnet das<br />

selbst als "ambitioniert".<br />

Dafür nutze die Stadt eigene Grundstücke, kaufe welche<br />

hinzu, selbst leer stehende Baumärkte. Wichtig<br />

bleibe dabei der Gedanke an Kitas, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten,<br />

sowie die Anbindung an den<br />

Öffentlichen Nahverkehr. Das seien die Aufgaben,<br />

weshalb Außenbereiche nicht immer die besten Lösungen<br />

darstellten. Soziale "Durchmischung" bliebe<br />

das Ideal, keine Gettos. Insofern seien die schnellsten<br />

Lösungen nicht immer die besten. Zur Zeit<br />

aber gehe es kaum ohne Kompromisse. Ideal bliebe<br />

zudem der "Drittel-Mix": Ein Drittel bezahlbarer Sozialbau,<br />

ein Drittel normalpreisige Wohnungen und<br />

ein weiteres Drittel Eigentumswohnungen.<br />

Die zur Zeit gültige Planung,<br />

jährlich 6.000 neue Wohnungen zu bauen,<br />

werde etwa verdoppelt.<br />

Zudem gebe es nach wie vor schöne Gebiete mit<br />

Potenzial – auch für Eigenheime. So entwickle sich<br />

Barmbek schnell. Vor einigen Jahren noch günstig;<br />

heute schon nicht mehr. Jetzt wächst die Finkenau<br />

in Eilbek, eine tolle Lage mit Stadthäusern.<br />

Wie wäre es mit einem Hausboot? Möglich ab ca.<br />

400.000 Euro. Plätze gäbe es noch. Interessant für<br />

gute und schöne Lagen seien inzwischen Harburg,<br />

Wilhelmsburg, noch stadtnäher Georgswerder. Gebiete,<br />

die man in 20 Jahren nicht mehr wieder erkennen<br />

werde. Auf die Frage, wie man sich die Stadt<br />

in zwei Jahrzehnten vorstellen müsse, kommt Hamburgs<br />

oberster Stadtplaner in Fahrt: Etliche Sied-<br />

39


Wirtschaft & Politik<br />

Von Wimmel bis Walter<br />

Hamburgs Baudirektoren<br />

1850<br />

Carl Ludwig Wimmel<br />

Von 1841 bis 1845 im Amt<br />

Hamburgs erster Baudirektor ordnete<br />

die Innenstadt nach dem verheerenden<br />

Brand von 1842 neu.<br />

Carl Johann Christian Zimmermann<br />

Von 1872 bis 1908 im Amt<br />

Die Justizgebäude am Sievekingplatz<br />

zeigen noch heute seinen Baustil<br />

Mit Händen und Worten: Der Oberbaudirektor arbeitet gern an der großen<br />

Hamburgkarte in seinem Büro.<br />

lungen könnten verdichtet und nachgerüstet,<br />

bestehende Bebauung ergänzt<br />

werden. Heute schon unbegreiflich, dass<br />

Straßen, die vor dem Krieg mit sechsstöckigen<br />

Gebäuden bebaut waren, später<br />

nur 3 bis 4-stöckig wieder aufgebaut wurden.<br />

"Eher vorstädtisch" nennt Walter<br />

das. Insofern gebe es viele Möglichkeiten<br />

sinnvoller Nachverdichtung.<br />

Nachdem noch das viel diskutierte Thema<br />

"Fahrradstraßen" gestreift wird<br />

– nicht im Zuständigkeitsbereich des<br />

Oberbaudirektors! – er gleichwohl die<br />

bisherigen Ansätze als sinnvoll und<br />

konfliktbehaftet bezeichnet, weil teils<br />

unglücklich realisiert und schlecht vermittelt,<br />

bekennt er sich auch aus privater<br />

Erfahrung zu dieser Neuerung.<br />

Längst gebe es gute Beispiele, wo damit<br />

problemlos umgegangen werde.<br />

Die nächsten Besucher warten im Vorraum.<br />

Eineinhalb Stunden Grundunterricht<br />

in Stadtplanung, Praxis und<br />

Zukunft sind zu Ende. Danach zurück<br />

durch die imposante Halle mit ihrem<br />

gewaltigen Stadt-Modell. Noch ein<br />

freundlicher Händedruck von Professor<br />

40<br />

Walter, ein lächelndes "Auf Wiedersehen"<br />

der exotischen Schönheit am<br />

Empfangstresen. Das Piercing sehr<br />

dezent. Behörden-Mief muss länger<br />

zurück liegen. Hier ist Zukunftswerkstatt.<br />

Innen und außen.<br />

Prof. Jörn Walter im Gespräch mit Klaus<br />

May und Christian Bauer<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Polit-Kolumnist Klaus May kurz vor<br />

dem Treffen – im Vorraum vom Oberbaudirektor<br />

1900<br />

1950<br />

2000<br />

Franz Andreas Meyer<br />

Von 1872 bis 1901 im Amt<br />

Kein Oberbaudirektor, aber als Oberingenieur<br />

des Hochbauwesens der maßgebliche<br />

Schöpfer der Speicherstadt.<br />

Fritz Schumacher<br />

Von 1909 bis 1933 im Amt<br />

DER Oberbaudirektor. Sein Achsenplan<br />

von 1917 formulierte eine regionale,<br />

über das Stadtgebiet hinausgehende<br />

Planung. Es entstanden Wohnquartiere<br />

und öffentliche Gebäude wie Davidwache,<br />

Hamburg Museum, Planetarium –<br />

viele davon im typischen Backstein.<br />

Otto Meyer-Ottens<br />

Von 1949 bis 1952 im Amt<br />

Wiederaufbau: Nach dem Bombenkrieg<br />

war die Wohnungsnot eines der<br />

drängendsten Probleme.<br />

Werner Hebebrand<br />

Von 1952 bis 1964 im Amt<br />

Heute überholt, damals modern: Hebebrand<br />

ordnete Nachkriegshamburg<br />

nach den Prinzipien der aufgelockerten<br />

und autogerechten Stadt. Prägnantes<br />

Beispiel ist die Ost-West-Straße.<br />

Otto Sill<br />

Von 1964 bis 1971 im Amt<br />

Sill trieb den Bau der City Nord voran<br />

– ein reines Büroviertel als Ausdruck<br />

der funktionalen Stadt.<br />

Klaus Müller-Ibold<br />

Von 1972 bis 1980 im Amt<br />

In seiner Amtszeit wurden verkehrliche<br />

Großprojekte wie Köhlbrandbrücke<br />

und Neuer Elbtunnel eröffnet.<br />

Egbert Kossak<br />

Von 1981 bis 1999 im Amt<br />

Aus Hafen wird Stadt: Kossak gilt als<br />

wichtiger Ideengeber der HafenCity.<br />

Jörn Walter<br />

Seit 1999 im Amt<br />

Mit dem Sprung über die Elbe rückte<br />

der Hamburger Süden in den Fokus<br />

der Stadtentwicklung. Unter Walter<br />

nehmen Großprojekte wie HafenCity<br />

und Neue Mitte Altona Gestalt an.


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Wirtschaft & Politik<br />

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Als Eigentümer hat man die höchstmögliche Gestaltungsfreiheit für das<br />

eigene Zuhause. Doch nur rund 20 Prozent der Hamburger Wohnungen werden<br />

von ihren Eigentümern selbst bewohnt. Wollen Sie das ändern? Hier einige<br />

der Möglichkeiten, wo in Hamburg derzeit Eigentum erworben werden kann.<br />

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Uptownhouses – Visualisierung<br />

Der Klassiker: Haus im Grünen<br />

Auch in der Hansestadt lebt der Traum vom eigenen Haus mit Garten. In Neugraben-Fischbek<br />

entwickelt die IBA Hamburg deshalb zwei neue Wohnquartiere für naturverbundene Häuslebauer.<br />

Fischbeker Heidbrook und Vogelkamp Neugraben punkten mit S-Bahn Anschluss<br />

und direkter Lage am Naturschutzgebiet. Voraussetzung: energieeffiziente und nachhaltige<br />

Architektur. www.naturverbunden-wohnen.de<br />

Exklusiv: Das Stadthaus<br />

Zum Wesen der Großstadt gehört die urbane Dichte, die man nicht in der typischen Einfamilienhaussiedlung<br />

findet. Stadthäuser schaffen den Spagat zwischen städtischem Flair und<br />

privatem Rückzugsort. Mit den Uptownhouses in Uhlenhorst stehen abwechslungsreiche<br />

Backsteinhäuser zwischen Eilbekkanal und Hamburger Meile zum Verkauf. Die Fassade steht<br />

fest, Grundriss und Ausstattung können selbst bestimmt werden. www.uptownhouses.de<br />

Die Alternative: Baugemeinschaften<br />

Nach eigenen Vorstellungen bauen – aber in zentraler Lage? Schwierig bei den hohen Grundstückspreisen<br />

in Hamburg. Die beliebte Alternative sind Baugemeinschaften, bei denen sich<br />

Gleichgesinnte zusammenschließen, um ein Grundstück gemeinsam zu kaufen und zu bebauen.<br />

Beratung und Grundstücksangebote gibt’s zum Beispiel bei der Stadt.<br />

www.hamburg.de/baugemeinschaften<br />

Auf dem Wasser Zuhause:<br />

Leben und Wohnen auf dem Wasser und das mitten in der Stadt. Die Arbeitsgemeinschaft<br />

Hamburger Hausboote macht die Urbanität der Hansestadt auch auf dem Wasser erlebbar.<br />

Zentrales, stadtnahes Wohnen in außergewöhnlicher Umgebung und das zu relativ kleinen<br />

(Eigenheim-)Preisen: Bereits ab ca. 400.000 Euro kann man seinen Traum vom eigenen Hausboot<br />

erfüllen. Freie Plätze gibt es unter anderem im Hochwasserbassin hinter dem Berliner<br />

Bogen und auf dem Eilbekkanal. www.hamburger-hausboote.com<br />

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sich in der Zufriedenheit unserer Kunden widerspiegelt. Gerne unterstützen wir auch Sie bei der Suche nach einem<br />

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Baujahr: 1993<br />

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ca. 225 m²<br />

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Baujahr: 1992<br />

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Wirtschaft & Politik<br />

„Geradlinig und<br />

puristisch – aber<br />

nicht Langweilig“<br />

Die Hamburger Innenarchitektin Sabine Krumrey<br />

über räumliche Veränderungen<br />

Anstrengende Wochen liegen hinter Sabine<br />

Krumrey. Kurz nach Eröffnung des Ramada<br />

Hotels trifft <strong>HANSEstyle</strong> die Innenarchitektin.<br />

Zusammen mit Büropartnerin Susanne Brandherm<br />

zeichnet sie sich im neuen 4-Sterne-Haus<br />

verantwortlich für die Planung, Gestaltung und<br />

Umsetzung von mehr als 250 Zimmern, Bar und<br />

Wellnessbereich. Wo sich Hotelgäste heute entspannen,<br />

steckt jahrelange Arbeit des fast 20-köpfigen<br />

Teams dahinter. Es gehört zu den größeren<br />

Projekten des Büros, das von Köln und Hamburg<br />

aus international agiert.<br />

Die Hamburger Dependance des Büros – vorher<br />

in Blankenese beheimatet – hat ihr neues Zuhause<br />

in einer ehemaligen Ottenser Papierfabrik<br />

gefunden. Hinter der alten Backsteinfassade offenbaren<br />

sich moderne, weiße Büroräume. Ein<br />

Vorgeschmack auf den bevorzugten Stil der Innenarchitektin.<br />

Geradlinig und puristisch, aber<br />

nicht langweilig. „Der Fokus liegt auf der Architektur.“<br />

so die Innenarchitektin.<br />

Geradlinig aber Gemütlich<br />

„Der Trend geht zur Gemütlichkeit“,<br />

verrät Krumrey und erklärt, warum das<br />

auch mit ihrem schlichten Stil gut funktioniert:<br />

„Gemütlich heißt nicht Kitsch<br />

und Kissenschlacht. Gemütlich kann<br />

auch geradlinig sein – mit Naturmaterialien,<br />

schönen Einzeldekorationen<br />

und gezieltem Lichteinsatz.“ Besonders<br />

inspirierend findet sie den Stil der<br />

nordischen Länder. „Aus Skandinavien<br />

kommt wahnsinnig tolles Design.“<br />

Neben aktuellen Möbeltrends sieht die<br />

Innenarchitektin auch den Wandel in<br />

Raumstrukturen und Grundrissen. „Die<br />

Bedeutung von Räumen ändert sich“,<br />

so die Expertin. Das Bad entwickelt<br />

sich von der funktionalen Nasszelle<br />

zum privaten Wellnessbereich. Auch in<br />

der Küche zeigt sich der Wandel – vom<br />

kleinen Arbeitsraum mit Küchenzeile<br />

zur offenen Küche mit Kochinsel. Wo<br />

das Kochen zum gemeinschaftlichen<br />

Hobby wird, verschmelzen zunehmend<br />

auch die Räume für Essen, Kochen und<br />

Wohnen. „Ein großer Tisch mit schönen<br />

Stühlen wird wichtiger als das Sofa“,<br />

prophezeit die Dozentin, die auch an<br />

der Akademie für Mode und Design unterrichtet.<br />

So wohnen Hanseaten<br />

Die Arbeit als Innenarchitektin kann<br />

bei privaten Aufträgen sehr intim sein:<br />

„Man arbeitet eng zusammen und<br />

erfährt viel vom Anderen.“ Deshalb<br />

kennt sie auch die Vorlieben vieler<br />

Hamburgerinnen und Hamburger. „Die<br />

Hanseaten lieben große und helle Räume.<br />

Selbst kleine Zimmer müssen so<br />

viel Raum wie möglich bieten“, weiß<br />

die Wohnexpertin. „In Hamburg haben<br />

wir das Glück, dass es noch viel Altbau<br />

gibt. Die Merkmale der alten Räume,<br />

Pitchpine Böden oder Stuck, müssen<br />

unbedingt erhalten bleiben – als Kont-<br />

Fotos: b-k-i / Joachim Grothus (2), b-k-i (1)<br />

44


Wirtschaft & Politik<br />

rast wünschen sich viele Kunden dafür<br />

eine moderne Einrichtung.“ Anders als<br />

etwa in Köln, wo es seit dem Krieg eine<br />

ganz andere Bausubstanz gibt.<br />

Typische Privataufträge sind die Umnutzung<br />

von einzelnen Räumen oder<br />

die Neugestaltung ganzer Wohnungen<br />

und Häuser. Wer nur einen Stuhl<br />

sucht, sei besser beim Fachhändler<br />

aufgehoben: „Wir wissen zwar welche<br />

Stühle es gibt, uns geht es aber auch<br />

um das Drumherum. Das Arrangement<br />

macht die Innenarchitektur aus“, verdeutlicht<br />

sie. „Bei kleineren Projek-<br />

ten entwerfen wir schon in wenigen<br />

Stunden ein individuelles Konzept.<br />

Bei umfangreichen Aufträgen denken<br />

wir zunächst die Wände weg und erstellen<br />

ein ganz neues Raumkonzept.“<br />

Schwierigkeiten zwischen Kundenwunsch<br />

und eigenen Vorstellungen<br />

hat Sabine Krumrey bisher kaum erlebt:<br />

„Wir stellen uns komplett auf die<br />

Kunden ein. Aber wer uns beauftragt,<br />

kennt unseren Stil und mag unsere<br />

Handschrift.“<br />

Text: Philipp Götz<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Sich mal was gönnen:<br />

Das Bad wird zum privaten<br />

Wellnessbereich<br />

Brandherm + Krumrey Interior<br />

Architecture<br />

Seit der Gründung im Jahr 1999 bietet B-K-I<br />

das ganze Spektrum der Innenarchitektur.<br />

Von Köln und Hamburg aus, arbeitet das<br />

Team um Susanne Brandherm und Sabine<br />

Krumrey an großen Projekten und kompakten<br />

Detailaufträgen. Vom Ferienhaus<br />

auf Sylt über die Klinik in Abu Dhabi, Steigenberger<br />

Hotel bis zum Hauptquartier<br />

von Birkenstock. Seit <strong>2015</strong> lehrt Krumrey<br />

zudem „Raumkonzepte und Design“ an<br />

der Akademie für Mode und Design in<br />

Hamburg. www.b-k-i.de<br />

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Mit neuer Farbe und Mut zur Lücke. Sich einfach mal trennen<br />

und Sachen rausschmeißen.<br />

Was darf in dunklen Jahreszeiten nicht fehlen?<br />

Gemütliche Nischen und Lieblingsplätze. Mit schönem Licht<br />

und weicher Decke.<br />

Damit macht man nichts falsch:<br />

Mit klassischen Einzelmöbeln. Teurer in der Anschaffung – behält<br />

man dafür oft ein Leben lang. Einen Klassiker will man nie<br />

mehr loswerden!<br />

Ich möchte Wohnberatung. Wie bereite ich mich vor?<br />

Zunächst überlegen, wo die Probleme liegen und was die Wünsche<br />

sind. Danach mit Bildern und Fachzeitschriften einen<br />

Überblick verschaffen: Was gefällt mir total? Was gefällt gar<br />

nicht. Das ist eine große Hilfe für die Planer.<br />

Ihr StadthauSjuwel In uhlenhorSt<br />

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Der Award für bildende Kunst<br />

Wie hätten Sie entschieden?<br />

Der METROPOLE.KREATIV AWARD – das Finale steht kurz bevor! Die Jury hat im Grand Elysée getagt und sich<br />

für die Künstler entschieden, denen im ersten Quartal 2016 die Möglichkeit geboten wird, sich in einer Gruppenausstellung<br />

zu präsentieren. Die ausgewählten Künstler wurden bereits informiert – im Frühjahr 2016 werden sie<br />

der Öffentlichkeit vorgestellt. Und wer gewinnt den Award? Das bleibt noch bis zur Vernissage ein Geheimnis. Es<br />

war eine schwierige Entscheidung! Weit über 500 Arbeiten wurden eingereicht. Viele davon können Sie auf der<br />

Homepage zum Award entdecken (www.metropole-kreativ.hamburg). Auf der rechten Seite sehen Sie interessante<br />

Werke, auch diese Bilder standen der Jury zur Auswahl.<br />

Für welche Künstlerinnen und Künstler hat sich die Jury wohl entschieden?<br />

(Vordere Reihe, v.l.n.r.) Tom Reichstein (Art Manager / CKB mediahouse), Michaela Schirrmann (Geschäftsführerin / Dumont Media),<br />

Kirsten Lindemann (Referentin Kulturtourismus / Hamburg Tourismus), Bettina Tietjen (Moderatorin / NDR), Jenny Falckenberg (Kunstagentin<br />

/ Unique Art Concepts), Frank Thomas Gaulin (Galerist / Kunsthaus Lübeck), Dr. Gabriele Rose (Geschäftsführerin / Handelskammer<br />

Hamburg) und – nicht als Jurymitglied, aber als Redakteurin dabei – Sarah Bischoff von <strong>HANSEstyle</strong>. (Hintere Reihe, v.l.n.r.)<br />

Stephan Luca (Schauspieler), Andreas Rehberg (Geschäftsführer / Grossmann & Berger), Gregor Bröcker (Galerist / Metropolitan<br />

Gallery) und – nicht in der Jury aber als Initiator des Awards dabei – Christian Bauer.<br />

Über den Award:<br />

Gemeinsam mit einer sorgfältig ausgewählten Jury ermitteln die HAMBUR-<br />

GER MORGENPOST und <strong>HANSEstyle</strong> die größten Kunst-Talente aus Hamburg<br />

und der Metropolregion. Denn unsere Metropole ist kreativ! Mit dem<br />

METROPOLE.KREATIV AWARD werden die talentierten Künstlerinnen und<br />

Künstler gesucht und gefunden und der breiten Öffentlichkeit präsentiert.<br />

Damit verbunden ist ein mit 5.000 Euro dotiertes Preisgeld. Es geht darum,<br />

Künstlerinnen und Künstler zu fördern und das Image Hamburgs als Kreativ-<br />

Standort zu stärken. Der Award zeigt, dass Hamburg als Kreativ-Standort<br />

mit den internationalen Metropolen mithalten kann.<br />

www.metropole-kreativ.hamburg<br />

Foto: Simone Rudloff


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1 Conny Stark<br />

2 Margarita Kriebitzsch<br />

3 Karin Postert<br />

4 Roland Peeters<br />

5 Husni Lagot<br />

6 Errkaa<br />

7 Christine Gast<br />

8 Peter Schulte<br />

9 Silvia Schramm<br />

10 Eva Gnaudschun<br />

11 Diana Beermann<br />

12 Irina Ahrend<br />

13 Anna Tolle<br />

14 Franco D. Sosio<br />

15 Marlen Schulz<br />

16 Astrid Stöfhas<br />

17 Aaron Vidal<br />

18 Anna Schellberg<br />

19 Ersan Disli<br />

20 Tine Milbret<br />

21 Margot Berghaus<br />

22 Jennifer Vosteen


Der Award für bildende Kunst<br />

www.kjpur.blogspot.de<br />

instagram - kimischalla<br />

48


Kunst & unterhaltung<br />

Bislang sind die Werke von Kimiya Justus hauptsächlich in den eigenen vier Wänden zu sehen<br />

Steckbrief: Kimiya Justus<br />

Geboren 1994 in Hamburg I Sternzeichen: Wassermann I Familienstand: geliebte Tochter, ledig<br />

Seit wann ist Kunst Teil Ihres Lebens?<br />

Schon immer! Ich male jeden Tag und das schon immer –<br />

egal ob Gekritzel oder aufwendige Arbeiten. Vorstellungen<br />

und Fantasien auf's Blatt zu bringen war und wird immer ein<br />

Teil von mir sein.<br />

Was inspiriert Sie?<br />

Mich inspiriert vieles: Von David Lachapelle bis Picasso,<br />

über Blogs, die Leute um mich herum, Katzen, Fotografien,<br />

Reisen, große Augen und Münder – Hauptsache bunt und<br />

laut! Aber auch meine eigenen Gefühle wie Liebe, Wut und<br />

Begeisterung.<br />

Was möchten Sie mit Ihrer Kunst ausdrücken?<br />

Ausdrücken möchte ich nichts. Ich zeige meine Sicht und Empfindungen<br />

und lasse den Betrachter seine eigene Geschichte<br />

dazu basteln. Ich mag keine Grenzen beim Malen, also setze<br />

ich mir auch keine und lasse meiner Hand freien Lauf. Das<br />

macht viel mehr Spaß – für mich und für den Betrachter.<br />

Welche Farbtechniken wenden Sie an?<br />

Ich fertige meine Illustrationen hauptsächlich am Computer<br />

an, indem ich meine Zeichnung einscanne und sie dann<br />

farbig gestalte. Die Farbauswahl ist für mich dabei eine<br />

emotionale und intuitive Entscheidung. Ich muss nicht lange<br />

überlegen und habe die Farben oft schon auf dem Blatt<br />

bevor ich darüber nachgedacht habe.<br />

Was machen Sie, wenn Sie sich nicht mit Kunst beschäftigen?<br />

Es gibt nicht viel anderes in meinem Leben, weil ich in allem<br />

einen Zusammenhang zur Kunst sehe. Ich bin sehr gerne zu<br />

Hause und gucke mir Filme an oder treffe Freunde und Familie.<br />

Ich besuche gerne Ausstellungen und esse für mein<br />

Leben gerne. Am liebsten verbringe ich Zeit mit meiner Katze<br />

Bella.<br />

Was bedeutet Ihnen Ihr Blog „KJPUR“?<br />

KJPUR bedeutet die ‚pure’ Kimi, mit allen Macken und Tücken.<br />

Es geht mir nicht um die perfekte Präsentation meiner<br />

Arbeiten oder eine top Website. Der Blog ist mein Spielplatz,<br />

auf dem ich alles machen kann, was ich möchte. Und<br />

der Ort, an dem ich mich sicher und selbstbewusst fühle<br />

und meinen Drang vom ‚Machen’ auslassen kann.<br />

Warum haben Sie sich beim Metropole.Kreativ Award beworben?<br />

Ich möchte neue Menschen und Künstler kennenlernen und<br />

finde es spannend, wie viele unentdeckte Köpfe es in Hamburg<br />

noch gibt. Der Award ist eine Chance für mich meine<br />

Kunst außerhalb meines Blogs oder meines WG-Zimmers zu<br />

zeigen.<br />

Das Gespräch führte: Marike Götz<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

49


Der Award für bildende Kunst<br />

Patrick Hanke leitet die Freie Kunstschule<br />

Bergedorf – auch er hat sich mit seinen Arbeiten<br />

beim Metropole.Kreativ Award beworben.<br />

Steckbrief: PATRICK HANKE<br />

Geboren 1977 in Panskretscham/Polen I Aufgewachsen in Hamburg I Sternzeichen: Löwe<br />

Seit wann ist Kunst Teil Ihres Lebens?<br />

Ich wusste lange nicht, was ich aus meinem Leben machen<br />

sollte und bin in etliche dunkle Löcher gefallen. Das Leben<br />

wurde für mich zu einem philosophischen Problem und<br />

Kunst war das einzige Mittel, es zu lösen. Kunst wurde etwas<br />

sehr Natürliches für mich. Im Kunststudium lernte ich<br />

meine Frau kennen; gemeinsam betreiben wir seit acht Jahren<br />

die Freie Kunstschule Bergedorf.<br />

Was inspiriert Sie?<br />

Mein Atelier befindet sich in den Räumen der Kunstschule.<br />

Wenn ich dort bin, gute Musik höre, Kaffee trinke und mich<br />

umschaue, kann mich allein das inspirieren. Ich bin dann<br />

umgeben von vielen unterschiedlichen Arbeiten unserer<br />

Schüler, und besonders die Arbeiten der Kinder inspirieren<br />

mich. Andererseits aber auch meine eigene Arbeitsweise:<br />

Die routinemäßigen Abläufe beim Malen versetzen mich in<br />

einen kreativen Zustand, weil die flüssigen Farben sich meinem<br />

Plan nie ganz unterordnen.<br />

Welche Farbtechniken und Materialien verwenden Sie?<br />

Grundsätzlich male ich mit wasserverdünnten Farben, die<br />

zu Beginn der Arbeit völlig ungehindert und frei über die<br />

Leinwand fließen. In dieses zufällige Chaos greife ich ein<br />

und gestalte es mit Rollen, Flach- und Rundpinseln. Ich drehe<br />

und kippe die Leinwand, lasse die Farben herunterfließen.<br />

Manchmal verwerfe ich einzelne Partien und beginne<br />

von Neuem. Ich habe lange aquarelliert, später kam Acryl<br />

dazu, inzwischen auch Aerosol und Lack.<br />

Was gefällt Ihnen an der Arbeit in der Freien Kunstschule<br />

Bergedorf?<br />

Kindern bei der kreativen Arbeit zuzusehen! Sie brauchen<br />

nicht viel, um in einen Flow zu kommen. Erwachsene tun<br />

sich da schwerer. Doch wenn sie es schaffen, ist das auch<br />

ein Genuss.<br />

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Atelier oder der Kunstschule<br />

sind?<br />

Ich sinne viel über das nach, was ich in meinem Umfeld<br />

erlebe. Vieles verläuft so wahnsinnig schnell, dass ich Ruheräume<br />

brauche um hinterherzukommen. Außerdem ist<br />

mir Freundschaft wichtig – besonders die Kontinuität in den<br />

Beziehungen. Ich streife gern durch Hamburgs Straßen, besuche<br />

Galerien, Museen, Bars und Clubs.<br />

Wo kann man Ihre Bilder sehen?<br />

Jederzeit in meinem Atelier in den Räumen der Freien Kunstschule<br />

Bergedorf und im Internet.<br />

www.derhanke.de<br />

www.instagram.com/derhankemalt<br />

www.freie-kunstschule-bergedorf.de<br />

Warum haben Sie sich beim Metropole.Kreativ Award beworben?<br />

Die Jury ist interessant und das Netzwerk ist groß.<br />

Gespräch: Marike Götz | Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

50


KUNSt & UNTERHALTUNG<br />

Frehn Hawels Kolumne<br />

AN AustraliAn Idol<br />

Frehn Hawel trifft seinen Freund und musikalischen Helden Tim Rogers<br />

52<br />

Erinnern Sie sich noch an die erste Begegnung mit Ihrer<br />

absoluten Lieblingsband? Bei mir war es 1997, als<br />

ein Freund von einem Australienurlaub zurückkehrte<br />

und mir von einer Band erzählte, „die ziemlich genau<br />

mein Ding sein müsste“. Diese Band war You Am I – und<br />

das Charisma ihres Songwriters Tim Rogers überzeugte<br />

mich schon vom Plattencover aus. Ich brauchte exakt<br />

einen Song, um zu wissen, dass dies die Band war, auf<br />

die ich immer gewartet hatte! Was für eine Stimme! Was<br />

für Songs! Was für Texte! Und dieser reduzierte Sixties-<br />

Sound! Über vier Alben, von denen drei direkt auf Platz<br />

eins der australischen Charts schossen, wurde die Band<br />

in ihrer Heimat zur festen Größe und Tim Rogers einer<br />

der respektierten und wichtigsten Songwriter Australiens.<br />

You Am I tourten in den Neunzigern mit Nirvana,<br />

den Lemonheads, Soundgarden und vielen mehr um die<br />

Welt – über Kultstatus kamen sie allerdings nie wirklich<br />

hinaus. In Australien jedoch eröffnen sie die Stadionshows<br />

für die Rolling Stones und The Who. Dieser Tage,<br />

nach fünf Jahren Veröffentlichungspause, haben sie ihr<br />

zehntes Album „Porridge & Hotsauce“ herausgebracht.<br />

Grandiose Rocksongs, furios gespielt. Obendrein hat Tim<br />

Rogers im Frühjahr <strong>2015</strong> mit der australischen Band The<br />

Bamboos mit „The Rules Of Attraction“ eine der besten<br />

Neo-Soul-Platten der letzten Jahre hingelegt. Seit 1999 ist<br />

der Vater einer 15-jährigen Tochter zudem als Solokünstler,<br />

inzwischen aber auch als Landschaftsgärtner, Autor<br />

für Theaterstücke, Journalist, Schauspieler, TV Moderator<br />

– und seit ein paar Wochen gar als Model (mit 46!) aktiv.<br />

Seit ich 2004 mit einem Freund auf die wahnwitzige Idee<br />

kam, Tim für eine Solo-Show nach Hamburg zu holen, er<br />

auch noch zusagte, kam und ein unvergessliches Konzert<br />

spielte, sind wir befreundet.<br />

Was läge also näher, als Ihnen, liebe Leser, meinen absoluten<br />

musikalischen Helden vorzustellen, wenn er – wie<br />

jüngst – mal wieder für ein Konzert in der Hansestadt<br />

weilt? Bei einem Musiker, der fortwährend Songs und Musik<br />

schreibt, haben sich in fünf Jahren ohne Veröffentlichung<br />

unter Garantie jede Menge Lieder angehäuft – wie<br />

suchte man darunter die aus, die schließlich auf dem<br />

neuen You Am I Album gelandet sind? „Wir sind im Kollektiv<br />

nicht unbedingt die geduldigsten Charaktere, die<br />

stundenlang an Fragmenten tüfteln, um zu sehen, was<br />

dabei rauskommen könnte – also stelle ich gezielt die<br />

Songs vor, bei denen ich die Band schon im Kopf spielen<br />

höre. Wer in einer Gang sein will, muss seinen Teil beisteuern<br />

– und meiner ist es, Songs zu präsentieren, die zu<br />

uns passen.“ Das Rezept haut bisher tadellos hin, muss<br />

ich konstatieren – selten hat eine Band so einen gleichbleibend<br />

hohen Qualitätsstandard. Wie steht es eigentlich<br />

um all die anderen Tätigkeitsfelder neben der Musik,<br />

wie seine Arbeit am Theater oder als TV Host – und wie<br />

bitte sehr, kam es zum Berufsfeld Landschaftsgärtner?<br />

„Arbeit macht mir grundsätzlich Spaß. Wenn mir also ein<br />

Job angeboten wird, werfe ich mich gern voll hinein. Nur<br />

wenn ich für einen Job eine musikalische Möglichkeit verpassen<br />

würde, würde ich ihn ablehnen. Als Gärtner zum<br />

Beispiel bin ich ein einfacher Arbeiter – aber das Bier<br />

nach einem Tag körperlicher Arbeit schmeckt einfach am<br />

allerbesten!“ Was fasziniert jemanden aus Melbourne,<br />

der in New York, Los Angeles, Madrid und Sydney gelebt<br />

hat, an Hamburg? „Ich erlebe Hamburg als eine Stadt mit<br />

großer Liebe zu Rock 'n' Roll, einem gesunden Humor und<br />

der bewussten Missachtung üblicher Schlafenszeiten. Es<br />

macht mir Freude, den Rhythmus der Stadt zu erleben,<br />

wenn auch immer nur kurz – und meine Verehrung für<br />

Hamburg geht so weit, dass ich gelobe, auf die Sprachschule<br />

zu gehen und mehr zurückzugeben als einen seltsamen<br />

Kleidungsstil und ein schelmisches Grinsen!<br />

Freunde: Tim Rogers und Kolumnist<br />

Frehn Hawel in der Molotow SkyBar<br />

Über den Autor<br />

Wo Frehn Hawel ist, spielt die Musik. Für die Konzertagentur<br />

Karsten Jahnke sorgt er mit dafür, dass die<br />

internationalen Stars nach Hamburg kommen und<br />

mit ihren Live-Shows die Fans begeistern. Er ist einer<br />

der Entscheider des Hamburger Reeperbahn Festivals<br />

und hat als leidenschaftlicher Garagenrocker selbst<br />

drei Platten aufgenommen.<br />

Fotos: Marius Engels


Sänger, Model und manchmal<br />

auch Gärtner. Tim Rogers,<br />

fotografiert von Marius Engels


Stadtgeschichte(N)<br />

„Welch wunderschönes Winterhude!“<br />

Aus der <strong>HANSEstyle</strong> Serie: Heinz H. Behrens flaniert<br />

"Welch wunderschönes Winterhude!" sollen Wanderer zu Beginn des 19.<br />

Jahrhunderts immer wieder ausgerufen haben, wenn sie – von Alsterdorf<br />

kommend – Winterhude erreichten. Folgerichtig urteilte 1833 Der Holsteinische<br />

Tourist oder Wegweiser für Fußreisende in der Umgebung von Hamburg,<br />

eine Art Reisehandbuch für Wandersleute: „Das lachende Winterhude ist<br />

liebenswert.“<br />

Damals war Winterhude ein Dörfchen vor den Toren Hamburgs, idyllisch an<br />

der Alster gelegen. Sieben Gehöfte, einige Katen und ein paar Landhäuser,<br />

knapp 250 Bewohner. Erstmals urkundlich erwähnt 1250: da gab es dort gerade<br />

mal vier Hofstellen freier Bauern an feuchten Alsterwiesen, aus denen<br />

in den folgenden Jahrhunderten langsam das kleine Bauerndorf erwuchs.<br />

Zum Alstersee hin mit tief liegenden Wiesen – Überschwemmungsgebiete,<br />

wo Alsterschiffer seit Generationen ihre Boote und Kähne zur Überwinterung<br />

an die seichten Ufer zogen. Ihr winterliches Hude, ihre Winterliegeplätze<br />

am Fluss.<br />

54<br />

Seit 1977 werden im Johanneum<br />

auch Mädchen unterrichtet<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar (1), Fotolia (1)


Stadtgeschichte(N)<br />

entlang. Im Norden verläuft die Stadtteilgrenze um die City Nord herum und weiter an<br />

der Bahnstrecke bis zum Mühlenteich, dem Winterquartier der Alsterschwäne.<br />

Und mittendrin der Stadtpark, der Goldbekkanal, die Jarrestadt und Kampnagel, die<br />

Einkaufsmeilen zwischen Gertigstraße, Mühlenkamp und Goldbekplatz. Nicht zu vergessen<br />

die verkehrsreiche Sierichstraße und das Villenviertel an der Alster. Hart an<br />

der Grenze zu Eppendorf noch das Winterhuder Fährhaus mit der beliebten Komödie<br />

und dem engagierten Theater Kontraste.<br />

Blick über den Stadtparksee<br />

auf das Planetarium.<br />

Heute gehört Winterhude zum Bezirk<br />

Hamburg-Nord. Im Süden umgeben von<br />

Barmbek-Süd und Uhlenhorst. Im Westen<br />

grenzt es an Eppendorf, im Osten an<br />

Barmbek-Nord und im Norden an Alsterdorf.<br />

Etwas anschaulicher: Im Süden bildet<br />

der Osterbekkanal die Grenze. Im Westen<br />

die Außenalster sowie das kurze<br />

Stück Alsterkanal bis zur Maria-Louisen-<br />

Straße. Von dort weiter entlang Leinpfadkanal<br />

und Bebelallee bis zum Lattenkamp.<br />

Im Osten grenzt Winterhude<br />

an den Barmbeker Stichkanal und führt<br />

dann an der Güterumgehungsbahn zwischen<br />

Saarlandstraße und Rübenkamp<br />

Johanneum und Lichtwarkschule<br />

Durch dieses Stadtviertel flaniere ich an einem schönen Herbsttag. Oben blauer Himmel,<br />

um mich herum buntes Laub und geschäftiges Leben. Start im „foinen Winterhude“,<br />

dem alsternahen Villenviertel: Bellevue, Fernsicht, Leinpfad, Agnes- und Blumenstraße.<br />

Auf der Maria-Louisen-Straße geht es dann Richtung Stadtpark, vorbei an<br />

der Gelehrtenschule des Johanneums.<br />

Das Johanneum, 1529 von Johannes Bugenhagen als Lateinschule gegründet, zog<br />

1914 vom Domplatz hierher nach Winterhude. Fritz Schumacher hat den Neubau<br />

an der Maria-Louisen-Straße entworfen und dabei auf den Grundriss des alten<br />

Schulhauses am Speersort zurückgegriffen: drei Gebäudeflügel und davor die imposanten<br />

Arkaden, alles aus rotem Backstein gemauert. Und vor der Fassade das<br />

von Engelbert Peiffer geschaffene Denkmal des Namensgebers, des Reformators und<br />

Lutherfreundes Johannes Bugenhagen. Die Gelehrtenschule des Johanneums ist<br />

die älteste und traditionsreichste Schule in Hamburg. Ein humanistisches Gymnasium,<br />

das allerdings erst seit 1977 auch Mädchen einschult. Seitdem gilt auch für sie<br />

das Zitat von Aristoteles, aus seiner Metaphysik: „Alle Menschen streben von Natur<br />

aus nach Wissen“. So steht es in Altgriechisch an der Südfassade des neu erbauten<br />

Forums Johanneum.<br />

Fritz Schumacher entwarf auch das Gebäude der 1907 als Lichtwarkschule gegründeten<br />

heutigen Heinrich-Hertz-Schule am Grasweg. Damals eine moderne Reformschule,<br />

heute Stadtteilschule mit Gymnasialzweig. In diesem Schulhaus machten<br />

einst Loki und Helmut Schmidt ihr Abitur. Und hier kann man noch eine Orgel hören,<br />

die der Schriftsteller und Orgelbauer Hanns Henny Jahnn gebaut hat.<br />

Der Stadtpark<br />

Von hier hinein in den 1914 eröffneten Stadtpark, mit Kurs Richtung Planetarium. Auf<br />

einem Waldweg, umstanden von wunderschön herbstlich gefärbten Bäumen. Das<br />

Planetarium, in den Jahren 1912 bis 1916 als Wasserturm errichtet, wurde in dieser<br />

Funktion nur knapp zehn Jahre genutz, weil der hier erzeugte Wasserdruck angesichts<br />

des steigenden Wasserverbrauchs und der immer höheren Häuser nicht mehr<br />

ausreichte. 1930 wurde der gut 60 Meter hohe Turm darum in ein Planetarium umgewandelt,<br />

in ein Sternentheater.<br />

Heute ist das imposante Bauwerk ein Wahrzeichen für Winterhude – und Hamburg<br />

hat sich damit eine international anerkannte Begegnungsstätte für Wissenschaft<br />

und Kultur geschaffen. Mit modernster Technik bestückt – aktuell ein Sternenprojektor<br />

Zeiss Universarium IX, kombiniert mit modernsten Licht-, Laser- und Surround-Systemen.<br />

Sie machen das facettenreiche Programmangebot möglich: Neben<br />

den traditionellen Darstellungen des nördlichen und südlichen Sternenhimmels zu<br />

verschiedenen Jahreszeiten gibt es wissenschaftliche Vorträge, Konzerte, Theaterabende,<br />

Lesungen und vieles mehr. Dankbar angenommen von jährlich mehr als<br />

300.000 Besuchern. Derzeit ist das Planetarium allerdings geschlossen – bis gegen<br />

55


Stadtgeschichte(N)<br />

Die Jarrestadt:<br />

ein frühes Beispiel des sozialen<br />

Wohnungsbaus<br />

Ende 2016. Der Sockel des denkmalgeschützten<br />

Gebäudes wird ausgebaut.<br />

Dort entstehen neben einem geräumigeren<br />

Entree neue Ausstellungs- und<br />

Seminarräume sowie eine Cafeteria.<br />

Auf der Allee vor dem Planetarium geht<br />

es weiter, über die Otto-Wels-Straße<br />

hinweg zur Festwiese im Stadtpark. Der<br />

durch den Stadtpark führende Teil der<br />

Hindenburgstraße wurde 2013 nach<br />

Otto Wels umbenannt. Während Hindenburg<br />

bekanntlich Hitlers Machtergreifung<br />

ermöglichte, war es der<br />

Sozialdemokrat Otto Wels, der 1933 im<br />

Reichstag gegen das Ermächtigungsgesetz<br />

stimmte. Seine berühmt gewordenen<br />

Worte: „Freiheit und Leben kann<br />

man uns nehmen, die Ehre nicht!“<br />

An Sonn- und Feiertagen wird um die<br />

Festwiese herum gern gegrillt. Heute<br />

sehe ich nur einige Menschen, die<br />

fröhlich Fuß- oder Volleyball spielen.<br />

Ich bummle an der Nordseite entlang,<br />

mache einen kurzen Abstecher in die<br />

Rosengärten und umrunde dann den<br />

Stadtparksee. So lande ich schließlich<br />

im Café Sommerterrassen zwischen<br />

Südring und Goldbekkanal. Im Stadtpark<br />

gibt es mehrere gastronomische<br />

Pausenstopps, am bekanntesten ist das<br />

Landhaus Walter. Hier, direkt am Stadtparksee,<br />

befindet sich Schumachers<br />

Biergarten, wo besonders gern an lauen<br />

Sommerabenden gegrillt und gefeiert<br />

wird. Ruhiger geht es im Café Sommerterrassen<br />

zu oder ein paar Schritte weiter<br />

in der Cocktail-Bar Die Bucht.<br />

Die Epiphanienkirche<br />

56<br />

Historische Ansicht der burgähnlichen Jarrestadt, die heute viel Grün zwischen den<br />

Häusern hat. Im Zentrum der Hölderlin-Park<br />

Die Jarrestadt<br />

Nach kurzer Verschnaufpause geht’s parallel zum Südring zurück bis zum Wiesenstieg,<br />

von dort über den Goldbekkanal ans Goldbekufer. Jetzt sind es nur noch wenige<br />

Schritte in den Kernbereich der sog. Jarrestadt, zwischen Semper-, Großheide- und<br />

Jarrestraße bis hinüber zum Glindweg. Die Jarrestadt: 1926 vom Architekten Karl<br />

Schneider geplant und unter Leitung des Oberbaudirektors Fritz Schumacher zwischen<br />

1927 und 1930 erbaut. In vier- bis sechsstöckiger Blockbebauung. So entstanden<br />

zwischen den zehn Wohnblöcken begrünte Flächen und Innenhöfe. In der Mitte<br />

dieses Stadtquartiers das markante Wohnensemble von Karl Schneider rund um den<br />

Hölderlin-Park. Mit seinen turmähnlichen Eckhäusern am Zugang Hölderlinstraße<br />

und den weißen Balkons auf der Parkseite.<br />

In Winterhude wohnen, arbeiten und die<br />

Kulturangebote genießen<br />

Die Jarrestadt gilt als frühes Beispiel des sozialen Wohnungsbaus. Bereits im ersten<br />

Abschnitt wurden 1.800 Wohnungen mit jeweils 50 bis 60 Quadratmetern Wohnfläche<br />

erbaut, alle mit Küche und Bad. Damals eine städtebauliche Revolution im Zeichen<br />

des Neuen Bauens. Eine wegweisende Reformarchitektur mit streng symmetrischer<br />

Blockbebauung und einheitlichen Backsteinfassaden sowie flachen Dächern.<br />

So entstand eine burgähnliche Wirkung, auch weil die Häuserzeilen an einigen<br />

Straßenseiten mehr Stockwerke aufweisen.<br />

Die in der Großheidestraße 1963 erbaute Epiphanienkirche wurde noch vom Architekten<br />

Friedrich R. Ostermeyer geplant, der schon den Otto-Stolten-Hof in der Jarrestadt<br />

entworfen hatte. Eine moderne Kirche mit eckigem Turm und abgerundetem<br />

Kirchenschiff. Das Sichtmauerwerk natürlich aus Backstein.<br />

Zwischen Jarrestraße und Osterbekkanal liegt Hamburgs berühmtes Kulturzentrum<br />

Kampnagel. Einst die bekannte Maschinenbau-Fabrik von Nagel & Kaemp,<br />

wo man Reismühlen und Hafenkräne herstellte. Heute mit seinen vier bespielbaren<br />

ehemaligen Werkshallen ein gern besuchter Veranstaltungsort für Konzerte, Theatergastspiele,<br />

Tanztheater etc. Auch das Programmkino Alabama konnte auf diesem<br />

Gelände überleben.<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar (1) ,Staatsarchiv Hamburg (1)


«««« «««««<br />

Die Strandhäuser am Leuchtturm<br />

Die Seele baumeln lassen, durchatmen in der klaren Ostseeluft und<br />

einfach mal eine kleine Auszeit nehmen: genießen Sie ein langes<br />

Wochenende in den Strandhäusern am Leuchtturm. Die Ferienhäuser<br />

sind mit 4- und 5-Sternen klassifiziert und liegen in reiner<br />

Südlage auf der Landspitze in Pelzerhaken. Insgesamt stehen 36<br />

hochwertig ausgestattete Strandhäuser am Leuchtturm in acht<br />

Haustypen zur Auswahl. Aktuelle Arrangements für die Winterzeit<br />

und das Frühjahr finden Sie unter: www.ostseeferiendorf.de/aktuell<br />

Andreas Hermsdorf / Pixelio.de<br />

Ein Logenplatz am Meer zwischen Leuchtturm und Wellenrauschen.<br />

Ideal für Paare sowie Familien von<br />

4 bis 6 Personen. Hochwertige<br />

Vollausstattung für Ihren Komfort<br />

im Urlaub.<br />

Exklusives Ambiente im typisch<br />

maritimen Stil in Verbindung mit<br />

modernem Design.<br />

Kraft tanken vor dem prasselnden<br />

Kamin und erholsame Urlaubsabende<br />

genießen.<br />

Hauseigene Saunen sorgen für<br />

eine entspannende Wärme zu allen<br />

Jahreszeiten.<br />

STRANDHÄUSER AM LEUCHTTURM<br />

Neustadt-Pelzerhaken<br />

Familie Ellen & Christian Schwerin<br />

Telefon 04561-528 22 94<br />

E-Mail info@ostseeferiendorf.de<br />

Internet www.ostseeferiendorf.de


Stadtgeschichte(N)<br />

Das geschäftige Winterhude<br />

Winterhude war ein wichtiger Industriestandort. 1920 wurde ein Drittel der Stadtteilfläche<br />

industriell oder von Handwerksbetrieben genutzt. Hier in der Jarrestraße gab<br />

es außer Nagel & Kaemp noch die Hammonia Stearin Fabrik. In der Flüggestraße fertigte<br />

die Firma Gustav Adolf Koch Aufzugsysteme. Weiter westlich produzierte Schülke<br />

& Mayr seit 1889 das Desinfektionsmittel Lysol – Endverbrauchern besser bekannt als<br />

Sagrotan. Stammhaus war das heutige Goldbekhaus. Lysol wurde 1892 erfolgreich zur<br />

Bekämpfung der Choleraepidemie eingesetzt und Jahre später gegen die mörderische<br />

Spanische Grippe. Auch das Goldbekhaus ist heute ein kleines Kulturzentrum, vor allem<br />

für Workshops, Lesungen, Kindertheater, Musik und Tanz. Hier, in unmittelbarer<br />

Nachbarschaft zum Goldbekmarkt, finden im Hof auch Flohmärkte statt. An den<br />

Winterhuder Kanälen gab es mehrere Bootswerften. Und ansonsten Brauereien, eine<br />

Eisengießerei, ein Elektrizitätswerk sowie eine Fabrik zur Herstellung von Asbest und<br />

Gummiwaren.<br />

Ich habe inzwischen die Gertigstraße und damit das Einfallstor zum Winterhuder<br />

Einkaufsviertel erreicht. Die Gertigstraße, eine Straße der kleinen Ladenbetreiber,<br />

von manchem selbstironisch als „Straße der Selbstverwirklichung“ bezeichnet.<br />

Dafür stehen Läden wie Aufsteiger (Luftballons), Buddy & Selly (Second-Hand-<br />

Designermode), Futterneid (Zoohandlung), Halleluja (Kinderladen), Herz & Krone<br />

(Damenmode, Streetwear), Laut+Los (alles für Kinderpartys), schön & ehrlich (Geschenke,<br />

Wohnaccessoires – handmade) oder Tragbar (Mode). Gut durchmischt<br />

von Traditionsunternehmen und Spezialgeschäften. Eine Straße zum Bummeln,<br />

Schauen und Stöbern.<br />

Wer dabei hungrig oder durstig geworden ist: die deseo Tapas-Bar, die Quan Do vietnamesische<br />

Streetkitchen oder das Arcada mit portugiesisch-spanischen Spezialitäten<br />

und Snacks laden zur Einkehr.<br />

Die Gertigstraße wurde nach dem Lotterieunternehmer Julius Gertig benannt, der<br />

hier am Mühlenkamp eine der alten Hofstellen mit Gastwirtschaft gekauft hatte.<br />

Und daraus ein beliebtes Ausflugslokal machte: Gertigs Etablissement. Ein tüchtiger<br />

und ideenreicher Geschäftsmann: Das Bier ließ er vor Ort in der Gertigstraße brauen;<br />

in den Großen Bleichen betrieb er eine Badeanstalt 1. Ranges und am Winterhuder<br />

Schinkelplatz eine Trabrennbahn. Ihm gehörte so ziemlich das gesamte Gelände<br />

um den Mühlenkamp, in den ich jetzt einbiege. Auch hier finden Sie vieles, was<br />

Ihr Herz begehrt. Eine typisch hamburgische Geschäftsstraße: Erwähnenswert<br />

Fisch-Böttcher, Butter-Lindner, die Kaffeerösterei Elbgold oder WeinLust. Italienische<br />

Feinkost bietet D’Agate und Entspannung das Nivea Spa.<br />

Vom Mühlenkamp zurück Richtung Alster: durch den Poelchaukamp, benannt<br />

nach dem Hamburger Richter Hermann Poelchau. Er war Abgeordneter in der<br />

58<br />

Winterhude überrascht mit seinem<br />

bunten Angebot<br />

Auf den Spuren von Julius Gertig, Adolph Sierich<br />

und Hermann Poelchau<br />

Bürgerschaft, Mitglied der Feuerkassendeputation<br />

und gehörte zum Armenkollegium<br />

der Hansestadt. In der nach<br />

ihm benannten Straße gibt es mehrere<br />

Modeboutiquen, kleine Cafés und Restaurants.<br />

Ein anderer berühmter Bürger war Adolph<br />

Sierich, Goldschmied und Besitzer<br />

großer Ländereien hier in Winterhude.<br />

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ließ er<br />

seine alsternahen Besitzungen trockenlegen.<br />

Und aufhöhen mit Erdreich, das<br />

er beim Ausbaggern des Goldbekkanals<br />

gewonnen hatte. So machte er den Kanal<br />

schiffbar und das Land am Alsterufer<br />

baureif. Um Ihnen die Größe seines<br />

einstigen Besitzes vor Augen zu führen:<br />

Die Dorotheenstraße benannte er nach<br />

seiner Mutter, die Maria-Louisen-Straße<br />

nach seiner ersten und die Klärchenstraße<br />

nach seiner zweiten Frau. Die<br />

Agnesstraße nach einer Schwägerin, die<br />

Willistraße nach einem Sohn. Und die<br />

Sierichstraße wurde dann nach ihm benannt.<br />

Zurück im Winterhuder Villenviertel<br />

zwischen Alsterufer und Maria-Louisen-<br />

Straße. Wo ich den Abend mit meiner<br />

Frau in unserem Lieblingsrestaurant<br />

verbringen werde – in der Louise, mitten<br />

in Adolph Sierichs einstigen Besitzungen.<br />

Hier aß auch Rudolf Augstein gern<br />

zu Mittag, trank sein Bier und lauschte einer<br />

Vorleserin, die dem zuletzt stark Sehbehinderten<br />

die neuesten Nachrichten<br />

und Geschichten aus seinem SPIEGEL<br />

vorlas. Ein hanseatisches Traditionslokal<br />

– früher auch als Schmidts bekannt. Noch<br />

immer mit der Gastro-Philosophie: mehr<br />

sein als scheinen.<br />

Text: Heinz H. Behrens<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Ob Stadtgeschichten oder Kulinarik, Autor<br />

Heinz H. Behrens weiß Spannendes zu<br />

berichten<br />

Fotos: Fotolia (3), Ulrich Lindenthal-Lazhar (1), PR (2), Marie Louise (1)


Stadtgeschichte(n)<br />

Tipps: Essen und Trinken<br />

Restaurants in Winterhude – Tipps und Empfehlungen<br />

wurden von Heinz H. Behrens entdeckt, probiert und für gut befunden<br />

(l.) Das Trüffelschwein<br />

wurde frisch mit einem Stern<br />

ausgezeichnet. Auf dem<br />

Foto Jana Husemann und<br />

Kirill Kinfelt<br />

(u.) Die Louise, das Lieblingsrestaurant<br />

von Autor Heinz<br />

H. Behrens und seiner Frau<br />

3 Tageszeiten<br />

An jedem Tag morgens, mittags und abends: Frühstück,<br />

Mittagsmenüs oder Abendessen à la carte. Ein klassisches<br />

Bistro mit regionalen und internationalen Speiseangeboten:<br />

Suppen, Pasta, Sandwiches, Salate, Wiener Schnitzel,<br />

Wild, Fisch oder Vegetarisches.<br />

Mühlenkamp 29, Tel. 040 27 80 81 82<br />

Kleiner Speisesaal<br />

Ole Petersen bietet ein wöchentlich wechselndes, kleines<br />

aber feines Speisenangebot: Mit Bekanntem aus der Region,<br />

Spezialitäten aus dem Mittelmeerraum, oft ergänzt von raffinierten<br />

asiatischen Inspirationen. Alles zu fairen Preisen.<br />

Dorotheenstraße 33 / Ecke Poelchaukamp<br />

Tel. 040 30 330 331<br />

Restaurant Louise<br />

Noch immer eine hanseatische Kultstätte. Zwei Top-Gastgeber:<br />

In der offenen Küche regiert Dieter Heinz, im Restaurant<br />

Otti Lenz. Wunderbare norddeutsche Klassiker ergänzt<br />

durch mediterrane Spezialitäten. Jetzt im Winter besonders<br />

empfehlenswert die kross gebratene Bauernente oder das<br />

Kalbskotelett. Und natürlich Fisch (Angelschellfisch, eine<br />

superbe Bouillabaisse), Jacobsmuscheln, Flusskrebse. Alles<br />

fair kalkuliert, genau wie das üppige Weinangebot.<br />

Maria-Louisen-Straße 3<br />

Tel. 040 85 10 48 42 (Reservierung empfohlen)<br />

Portomarin<br />

Aus der Küche von Jesús A. DÍaz SindÍn kommen spanische<br />

Spezialitäten: Tapas, Ibérico-Schinken, Baby-Calamares,<br />

Gambas, frische Fische à la Plancha oder Fleisch vom Lava-<br />

Grill. Und exzellente, wechselnde Menüs, stets begleitet<br />

von einer großen Auswahl spanischer Weine.<br />

Dorotheenstraße 180, Tel. 040 46 96 15 47<br />

Ristorante Marcos Platz<br />

Entdeckung dieses Jahres: Patron Marco Mazzocchi stammt<br />

aus Sizilien, sein elegantes Restaurant aber ist eine Anspielung<br />

auf den Markusplatz in Venedig. Er serviert großartig<br />

zubereitete italienische Speisen zu vernünftigen Preisen:<br />

Klassische Antipasti, Pasta, Fisch oder Fleisch. Spitze sein<br />

Fisch Mixed Grill, die Gambas oder, jetzt in der Saison, Trüffel-<br />

und Wildgerichte.<br />

Sierichstraße 112<br />

Tel. 040 882 38 192 (Reservierung empfohlen)<br />

TrüffelSchwein<br />

Der viel gelobte Newcomer von Küchenchef Kirill Kinfelt. Wo<br />

Sie viel Neues entdecken können. Überraschende Speisekombinationen<br />

- mit Trüffel, Gewürzen, kreativ kombiniert<br />

mit Obst und Gemüse. Fisch und Fleisch von hervorragender<br />

Qualität, alles stets frisch zubereitet.<br />

Mühlenkamp 54/Ecke Goldbekplatz<br />

Tel. 040 696 564 50<br />

59


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Dein Tag am meer<br />

Raus aus dem Alltag und Grömitz neu erleben<br />

Warum nicht mal ganz spontan den Alltag links liegen lassen und sich für eine<br />

arbeitsreiche Woche belohnen? Ob nun allein oder mit Partner, mit der Familie oder<br />

mit Freunden – wichtig ist nur, sich dabei wirklich aus dem Alltag auszuklinken<br />

und nur das zu machen, was einem gut tut. Eine perfekte Auszeit mit Wellness nehmen<br />

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„Hamburgs schönster Vorort, das ist unser Grömitz! Kurz mal<br />

raus, für ein paar Stunden alles hinter sich lassen tut einfach<br />

richtig gut. Nur eine Stunde von Hamburg entfernt können Sie<br />

in Grömitz völlig abschalten. Der soweitdasaugereicht Strand,<br />

die tolle Promenade, ostseefrische Luft, gute Gastronomie<br />

oder Milchkaffee mit Meerblick. Zwei brandneue Hotels, eines<br />

der modernsten Meerwasserschwimm- und Wellnessbäder<br />

Deutschlands und dazu wunderbare Massage- und Kosmetikangebote<br />

des neuen NIVEA-Hauses. Bevor wir hier ins<br />

Schwärmen geraten, sollten Sie einfach einmal selbst vorbeischauen<br />

und sich vom neuen Grömitz überzeugen.“<br />

Sagen Grömitz´ Marketingchefin Janina Kononov und<br />

Tourismusdirektor Olaf Dose-Miekley im Vorortinterview. Sie<br />

wissen, warum ein Trip ins nahegelegene Ostseebad der<br />

Sonnenseite erholende Entspannung bringt – sie wohnen da.<br />

Grömitzer Welle<br />

Grömitz gehört zu den größten und beliebtesten Seebädern<br />

in Deutschland. Hier ist viel passiert. In den letzten<br />

fünfzehn Jahren sind über 100 Mio. Euro in die touristische<br />

Infrastruktur investiert worden. Seit ein paar Monaten<br />

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Spüren Sie die heilsame Wirkung des Meerwassers im<br />

großen Erlebniswellenbecken sowie im Famlienpool (30<br />

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Kinderbereich. Die kleinen Gäste haben übrigens die<br />

Möglichkeit, einen unvergesslichen Geburtstag in der<br />

Grömitzer Welle zu feiern. Neben Party-Essen, Eis und<br />

Getränken sorgt ein Animationsprogramm für jede Menge<br />

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trainiert sondern auch die Haut porentief gereinigt.<br />

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der „Grömitzer Welle“ mit Dampfbad (40 Grad), Warmluftbad<br />

mit Lichttherapie (60 Grad), finnischer Sauna (90<br />

Grad) und der mit fantastischem Seeblick ausgestatteten<br />

Panoramasauna (80 Grad). Der Blick vom 27 Grad warmen<br />

Außenpool über die weite Ostsee hinaus ist fantastisch.<br />

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des Meerwasser-Brandungsbades.<br />

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täglich geöffnet von 7 bis 22 Uhr<br />

Kurpromenade 58, 23743 Grömitz<br />

Tel. 04562 25 62 47


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Ostseebades, z. B. mit den Gastronomiebereichen<br />

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A-spa erwartet die Gäste ein Vitapark mit<br />

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Serie: Gesundheit, Hamburg<br />

Im Gespräch mit den Top-Medizinern aus Hamburg und der Metropolregion<br />

„Die minimal-invasive<br />

Chirurgie ist eine<br />

Revolution der Chirurgie."<br />

Prof. Dr. Carsten Zornig


GESUNDHEIT, HAMBURG!<br />

Menschenliebe ist die<br />

Krone aller Tugenden<br />

Im Israelitischen Krankenhaus fühlen sich das Direktorium und die Mitarbeiter auch heute noch dem Leitmotiv des<br />

Stifters Salomon Heine „Menschenliebe ist die Krone aller Tugenden“ verbunden. Heine gründete diese erste jüdische<br />

Klinik Deutschlands im Jahr 1839. Heute ist das Israelitische Krankenhaus eine Fachklinik von nationalem und<br />

internationalem Ruf. <strong>HANSEstyle</strong> sprach mit dem Direktor der Chirurgischen Klinik, Prof. Dr. med. Carsten<br />

Zornig, einem Experten auf dem Gebiet der „kleinen“ oder sogar „unsichtbaren“ Operationsnarben.<br />

Fragen an Professor Zornig<br />

Ist die minimal-invasive gegenüber<br />

der konventionellen offenen Chirurgie<br />

immer vorzuziehen?<br />

Die minimal-invasive Chirurgie ist eine<br />

Revolution der Chirurgie, da viele Eingriffe<br />

schneller und effektiver machbar<br />

sind. Ein Vorteil gegenüber der konventionellen<br />

Chirurgie liegt darin, dass die<br />

Verletzung der Bauchdecke beim Zugang<br />

zum Organ geringer ist. Das ist am Beispiel<br />

einer Gallenblasen-OP gut zu veranschaulichen:<br />

In der konventionellen<br />

Chirurgie macht man bei einer solchen<br />

OP einen 20 Zentimeter langen Schnitt<br />

am Rippenbogen entlang durch die<br />

Bauchdecke bis zur Gallenblase. Heute<br />

führen wir diesen Eingriff mit drei bis<br />

vier Löchern von 5 bis 10 Millimetern<br />

Durchmesser durch. So hat man eine<br />

wesentlich geringere Rate an Wundheilungsstörungen,<br />

postoperativen<br />

Schmerzen und Narbenbrüchen.<br />

Aber es gibt auch Einschränkungen der<br />

minimal-invasiven Chirurgie: Der operierende<br />

Arzt kann seinen Tastsinn nicht<br />

einsetzen, da er seine Finger nicht in die<br />

Wunde einführen kann und komplexe<br />

Operationen können mit dieser Methode<br />

schwierig sein, weil man festgelegte Arbeitswinkel<br />

durch die Instrumente hat.<br />

Sie waren weltweit einer der ersten Mediziner,<br />

der eine Patientin nach der Notes-Methode<br />

operierte. Was versteht<br />

man unter dieser Verfahrensweise?<br />

Die Notes-Methode kann man als eine<br />

Ergänzung des minimal-invasiven Vorgehens<br />

verstehen. Bei dieser Behandlung<br />

nutzt man natürliche Körperöffnungen<br />

als Zugang zum operierenden<br />

Bereich. Zum Beispiel lässt sich die Gal-<br />

lenblase durch einen transvaginalen Zugang<br />

(durch die Scheide, Anm. d. Red.)<br />

operieren, ohne dass hinterher Narben<br />

sichtbar sind.<br />

Welche Vorteile sehen Sie in der engen<br />

Zusammenarbeit mit dem Krebsforschungsinstitut<br />

Indivumed?<br />

Bei der Gründung von Indivumed in<br />

2002 war unser Ziel, durch die Verknüpfung<br />

von Forschung und klinischer<br />

Behandlung die Entwicklung individualisierter<br />

Krebstherapien zu beschleunigen<br />

und den Kontakt der Klinik zur<br />

vordersten Front der Forschung zu gewährleisten.<br />

Das Institut verfügt mittlerweile<br />

über die größte hochqualitative<br />

Gewebebank der Welt. Wenn Bedarf an<br />

klinischen Forschungen besteht, führen<br />

wir die Studien in Absprache mit dem<br />

Institut im Israelitischen Krankenhaus<br />

durch. Bei vielen Medikamentenentwicklungen<br />

konnte das Forschungsinstitut<br />

so entscheidend mithelfen. Auf<br />

der anderen Seite stellen wir durch die<br />

Zusammenarbeit eine gute Nachsorge<br />

unserer Tumorpatienten sicher, da die<br />

Freundeskreis Israelitisches<br />

Krankenhaus<br />

Gegründet 1997 unter dem Vorsitz<br />

des früheren Ärztlichen Direktors,<br />

Prof. Dr. Henning Frenzel, konnte<br />

der Freundeskreis – heute unter dem<br />

Vorsitz von Dagmar Berghoff – dem<br />

Israelitischen Krankenhaus bisher<br />

beträchtliche Zuwendungen der Mitglieder,<br />

ehemaliger Patienten sowie<br />

anderer Förderer spenden, die in das<br />

hohe Niveau der medizinischen Versorgung<br />

und der pflegerischen Betreuung<br />

fließen.<br />

Verläufe unserer Patienten von Indivumed<br />

dokumentiert werden.<br />

Welche Empfehlung für einen gesunden<br />

Bauchraum geben Sie?<br />

Meiner Meinung nach ist das Körpergewicht<br />

ein entscheidender Punkt für<br />

Gesundheit oder Krankheit. Bewegung<br />

ist der einzige in Studien nachgewiesene<br />

Faktor mit statistischer Relevanz, der<br />

das Krebsrisiko minimieren kann. Mein<br />

Tipp: Essen Sie alles was Ihnen schmeckt,<br />

seien Sie dabei variantenreich und halten<br />

Sie durch ausreichend Bewegung ein gutes<br />

Körpergewicht!<br />

Im Gespräch mit: Marike Götz<br />

Foto: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Prof. Dr. Carsten Zornig<br />

1953 in Hamburg geboren, begann<br />

Carsten Zornig nach dem Studium<br />

seine medizinische Laufbahn als<br />

Assistenzarzt im Allgemeinen Krankenhaus<br />

Harburg. Nach 12 Jahren im<br />

UKE und seiner Habilitation wurde er<br />

1998 Chef der Chirurgischen Klinik im<br />

Israelitischen Krankenhaus. Zudem<br />

ist der auf Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie)<br />

spezialisierte Mediziner<br />

stellvertretender Ärztlicher Direktor<br />

der Klinik, und er ist im Vorstand der<br />

Hamburger Krebsgesellschaft. Zornig,<br />

der im Alter von 20 Jahren heiratete<br />

und gemeinsam mit seiner Frau,<br />

einer in Brüssel aufgewachsenen<br />

Schweizerin, sieben Kinder hat, ist in<br />

seiner Freizeit häufig im Grossflottbeker<br />

Tennis- Hockey- und Golf-Club<br />

anzutreffen. Der Autofan hört lieber<br />

Rock als Klassik, seine Lieblingsmusiker<br />

sind Jimi Hendrix, Kings of Leon,<br />

Amy Winehouse und John Mayer.<br />

63


GESUNDHEIT, HAMBURG!<br />

Geht es dir gut,<br />

strahlt die Haut<br />

Das Dermatologikum Hamburg ist derzeit die größte Praxis und Tagesklinik in Europa, in der das gesamte Spektrum<br />

von Hauterkrankungen mit modernster Technologie diagnostiziert und behandelt wird. Rund 400 Patienten vertrauen<br />

sich hier täglich den etwa 40 Ärzten an, die „alles unter einem Dach“ behandeln: klassische, operative und ästhetische<br />

Dermatologie, Allergologie, dermatologische Immunologie, Gefäßchirurgie, Lasermedizin und dermatologische<br />

Labordiagnostik. 1997 von Prof. Dr. med. Volker Steinkraus gegründet, wird diese Paradepraxis heute von ihm mit fünf<br />

Partnern geführt. <strong>HANSEstyle</strong> sprach mit ihm und mit Dr. med. Berid Altmann-Lappas über Hautvorsorge und -pflege<br />

sowie über operative Behandlungsmöglichkeiten.<br />

Professor Steinkraus über ...<br />

... die perfekte Pflege für eine strahlend<br />

gesunde Haut<br />

Eine gesunde, schöne Haut ist von<br />

unterschiedlichen Faktoren abhängig.<br />

Wichtig für eine vitale und jugendlich<br />

aussehende Haut sind eine gute Ernährung<br />

(zum Beispiel mediterran),<br />

ein bewusster Umgang mit der Sonne<br />

(konsequenter UV-Schutz und langsame<br />

Gewöhnung an die Sonne), regelmäßiger<br />

und ausreichender Nachtschlaf<br />

(fördert die Regeneration der<br />

Haut), Sport und Bewegung (fördert<br />

Durchblutung und Metabolismus der<br />

Haut), ein ausgeglichener bzw. gut<br />

eingestellter Hormonhaushalt und ein<br />

maßvoller Umgang mit Genussgiften<br />

wie Alkohol und Nikotin. Bei der Hautpflege<br />

sind eine milde Reinigung und<br />

auf den Hauttyp abgestimmte Pflegeprodukte<br />

wichtig. Die hauteigenen<br />

Lipide sollen nicht mit zu fettreichen<br />

Produkten überfrachtet oder die Haut<br />

mit zu aggressiven Inhaltsstoffen gereizt<br />

werden. Auch zu viel ‚Rumprobieren‘<br />

muss nicht sein. Ist die Haut<br />

gesund und schön, sollte man bei seinem<br />

Konzept bleiben. Keep it simple!<br />

... Maßnahmen, die den Alterungsprozess<br />

aufhalten<br />

Insbesondere die optische Alterung<br />

kann durch eine Fülle von operativen<br />

und kleineren nichtoperativen<br />

Maßnahmen deutlich beeinflusst<br />

werden, wie Peelings, Lasertherapie<br />

und Unterspritzung mit Filler. Möglicherweise<br />

lassen sich in Zukunft<br />

64<br />

auch biologische Alterungsprozesse<br />

verlangsamen. Das Anhalten des Alterungsprozesses<br />

an sich ist natürlich<br />

nicht möglich, da die Lebensspanne<br />

des Menschen genetisch festgelegt<br />

ist.<br />

... glatte Haut mit Botox<br />

Botulinumtoxin (Botox) ist seit über<br />

einem Jahrzehnt in Gebrauch und<br />

wird in vielen Bereichen medizinisch<br />

indiziert. Dies gilt zum Beispiel für<br />

starkes Schwitzen oder für bestimmte<br />

Spannungszustände. Dass Botox<br />

auch gegen Falten hilft, ist ein durch<br />

Zufall entdeckter Nebeneffekt, der inzwischen<br />

gezielt eingesetzt wird. Korrekt<br />

angewendet, kann es in der Tat<br />

tiefe und ästhetisch störende Falten<br />

verbessern, zum Beispiel das grimmige<br />

Aussehen durch eine Zornesfalte<br />

zwischen den Augenbrauen. Ich stehe<br />

der Anwendung von Botox – sofern es<br />

nicht falsch oder übertrieben zum Einsatz<br />

kommt – positiv gegenüber.<br />

... Vorsorgeuntersuchungen zur rechtzeitigen<br />

Erkennung von Hautkrebs<br />

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen<br />

sollten für jeden auf seine Gesundheit<br />

achtenden Menschen selbstverständlich<br />

sein. Die Untersuchung<br />

geht schnell und ist sehr effektiv. Jährlich<br />

erkranken deutschlandweit über<br />

230.000 Menschen an einer Form<br />

von Hautkrebs. Eine Früherkennung<br />

ist immens wichtig, da Hautkrebs im<br />

Frühstadium fast immer heilbar ist. Es<br />

kommt also auf die rechtzeitige Diagnose<br />

an.<br />

Dr. Berid Altmann-Lappas über …<br />

... die Gefährlichkeit bräunlicher Flecken<br />

Bräunliche Flecken sind per se nicht<br />

gefährlich. Meistens handelt es sich<br />

um Flecken durch die Sonne oder sogenannte<br />

Alterswarzen. Schwierig<br />

wird es, wenn es um die Beurteilung<br />

von Neubildungen durch Pigmentzellen<br />

geht. Sind diese gutartig, handelt<br />

es sich um ganz normale Muttermale.<br />

Sind diese bösartig, handelt es sich<br />

um ein malignes Melanom. Die Aufgabe<br />

einer guten dermatologischen<br />

Vorsorgeuntersuchung liegt darin, aus<br />

dem Spektrum der eigentlich harmlosen<br />

bräunlichen Flecken die wenigen<br />

gefährlichen herauszufiltern und diese<br />

operativ zu entfernen. Geschieht<br />

dies früh genug, ist der Patient geheilt.<br />

... die Entfernung von roten Äderchen,<br />

Härchen oder Besenreisern<br />

Diese werden heute üblicherweise<br />

mit Lasern behandelt bzw. entfernt.<br />

Die Lasertechnologie hat sich in den<br />

letzten Jahren explosionsartig weiterentwickelt<br />

und wir haben heute eine<br />

Vielzahl von Geräten, die die angesprochenen<br />

Veränderungen gezielt<br />

behandeln und das gesunde Gewebe<br />

in der Umgebung unberührt lassen.<br />

Die Lasertherapie ist ein Segen für die<br />

Dermatologie, wenn man zum Beispiel<br />

an große Feuermale bei Kindern im Gesicht<br />

denkt.<br />

Im Gespräch mit: Christian Bauer<br />

Foto: Ulrich Lindenthal-Lazhar


„Möglicherweise lassen sich in<br />

Zukunft auch biologische<br />

Alterungsprozesse verlangsamen."<br />

Prof. Dr. Volker Steinkraus<br />

Dr. Berid Altmann-Lappas<br />

Die Fachärztin für Dermatologie und Venerologie absolvierte<br />

ihr Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-<br />

Universität München und ihre Facharztausbildung am Dermatologikum<br />

Hamburg sowie am Krankenhaus Tabea, Hamburg<br />

und an der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie<br />

der Universität zu Lübeck. Die Fachärztin mit der Zusatzbezeichnung<br />

Phlebologie ist seit <strong>2015</strong> am Dermatologikum<br />

Hamburg, ihre Schwerpunkttätigkeit liegt in der operativen<br />

Dermatologie.<br />

Prof. Dr. Volker Steinkraus<br />

Geboren 1954 in Hamburg, studierte Volker Steinkraus in Ann<br />

Arbor, USA, sowie in Homburg an der Saar und promovierte am<br />

Institut für Sport- und Leistungsmedizin in Saarbrücken. 1993<br />

machte er seinen Facharzt für Dermatologie, habilitierte an der<br />

Universität Hamburg und wurde 1996 kommissarischer ärztlicher<br />

und geschäftsführender Direktor der Hautklinik des UKE.<br />

Prof. Steinkraus, mit Zusatzqualifikationen Allergologie und<br />

Dermatohistologie, gilt als Pionier der Dermatokosmetik. Steinkraus<br />

war 1974 Deutscher Mannschaftsmeister im Modernen<br />

Fünfkampf und ist heute noch reitsportbegeistert.


Herstellerverzeichnis<br />

Barons & Bastards<br />

Milchstraße 10<br />

20148 Hamburg<br />

www.baronsandbastards.com<br />

Clarins<br />

über A roSA Travemünde<br />

Außenallee 10<br />

23570 Lübeck Travemünde<br />

www.a rosa.de<br />

www.clarins.de<br />

Duske & Duske<br />

Große Bleichen 36<br />

20354 Hamburg<br />

www.duskeundduske.de<br />

ECCO<br />

in der Europapassage<br />

Ballindamm 40<br />

20095 Hamburg<br />

www.ecco-hamburg.de<br />

Elbfreunde<br />

www.hamburgschmuck.de<br />

Elephant Gin<br />

www.elephant gin.com<br />

Elyseum<br />

im Grand Elysée Hamburg<br />

Rothenbaumchaussee 10<br />

20148 Hamburg<br />

www.grand elysee.com<br />

www.naturalspatherapy.de<br />

Eucerin Haut Institut<br />

Stephansplatz 3<br />

20354 Hamburg<br />

www.eucerin.de/hautinstitut<br />

Henk&Henri<br />

Lehmweg 46<br />

20251 Hamburg<br />

www.henkundhenri.de<br />

Karl Lagerfeld<br />

in der Kaisergalerie<br />

Große Bleichen 23 -27<br />

20354 Hamburg<br />

www.karl.com<br />

Ligne St Barth<br />

über Aspria<br />

Hofweg 40<br />

22085 Hamburg<br />

www.aspria.com<br />

www.lignestbarth.com<br />

LLOYD SHOES<br />

in der Europapassage<br />

Ballindamm 40<br />

20095 Hamburg<br />

www.lloyd.de<br />

Maria Galland<br />

über Hotel Rungholt<br />

Kurhausstr. 35<br />

25999 Kampen/Sylt<br />

www.hotel rungholt.de<br />

www.maria galland.com<br />

MeridianSpa Hamburg<br />

z.B. MeridianSpa Barmbek<br />

Wandsbeker Zollstr. 87- 89<br />

22401 Hamburg<br />

www.meridianspa.de<br />

Mulberry<br />

Neuer Wall 69<br />

20354 Hamburg<br />

www.mulberry.com<br />

Mutterland (Stammhaus)<br />

Ernst Merkstraße 9- 11<br />

2009 Hamburg<br />

www.mutterland.de<br />

Quartier 30<br />

im Hanseviertel<br />

Große Bleichen 30<br />

20354 Hamburg<br />

Reiss<br />

in der Kaisergalerie<br />

Große Bleichen 23- 27<br />

20354 Hamburg<br />

www.reiss.com<br />

Secondella<br />

Hohe Bleichen 5<br />

20354 Hamburg<br />

www.secondella.de<br />

Stenströms<br />

in der Kaisergalerie<br />

Große Bleichen 23 -27<br />

20354 Hamburg<br />

www.stenstroms.com<br />

Umkleidekabine Hamburg<br />

Gänsemarkt 50<br />

20354 Hamburg<br />

www.umkleidekabine hamburg.de<br />

Wempe<br />

Jungfernstieg 8<br />

20354 Hamburg<br />

www.wempe.de<br />

Woodcardz<br />

www.woodcardz.de<br />

impressum<br />

Verleger: Christian Bauer (V.i.S.d.P. / cb@ckb.hamburg)<br />

Art Direktorin: Ellen Holthaus (eh@ckb.hamburg)<br />

Verlagsbeirat: Marie Brömmel, Heinz H. Behrens,<br />

Hans-Ulrich Jörges, Klaus Liedtke, Stephan Luca, Michael<br />

Waack, Prof. Dr. Michael Zerres<br />

Redaktion / freie Mitarbeiter:<br />

Heinz H. Behrens, Sarah Bischoff, Marius Engels, Brigitte<br />

Engler, Natalja Fischer, Marike Götz, Philipp Götz, Frehn Hawel,<br />

Ulrich Lindenthal-Lazhar (Fotos), Klaus May, Michael Mayer,<br />

Beate Reichmann (Ltg. Beauty & Wellness), Nathalie E. Reinschmidt,<br />

Tom Reichstein, Simone Rudloff, Leonie Schneider,<br />

Tim Wendrich (Fotos)<br />

Cover Fotografie: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Assistenz der Geschäftsführung /<br />

Marketing & mode: Marike Götz (mg@ckb.hamburg)<br />

Vertrieb / Magazin-Distribution: Christian Ackermann<br />

Druck: Möller Druck und Verlag GmbH,<br />

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde OT Blumberg<br />

Verlag: CKB mediahouse GmbH,<br />

Winterhuder Weg 40, 22085 Hamburg, Tel: 040 - 33 98 34 90,<br />

Geschäftsführer: Christian Bauer<br />

Vertrieb: Direktvertrieb. Kontrollierte Verbreitung über festgelegte<br />

Vertriebspartner. Für Direktbezug und Abonnement<br />

wenden Sie sich bitte an den Verlag. Teilauflage über Pressevertrieb<br />

Nord KG, Schnackenburgallee 11, 22525 Hamburg<br />

Teilauflage über Valora Retail Services GmbH, Danziger Straße<br />

35a, 20099 Hamburg<br />

Verlagsinformation: <strong>HANSEstyle</strong> ist eine Publikation der<br />

CKB mediahouse GmbH und darf nur mit Verlagsgenehmigung<br />

in Lesezirkeln geführt werden. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck,<br />

Aufnahme in Onlinedienste und Internet sowie Vervielfältigung<br />

auf Datenträgern dürfen nur nach Zustimmung<br />

des Verlages erfolgen. Der Verlag haftet nicht für unverlangte<br />

Zusendung von Fotos, Manuskripten etc.<br />

Anzeigen: Aline Sodjinou (as@ckb.hamburg)<br />

Christian Bauer (Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen),<br />

Tel.: 040 - 33 98 34 88, (anzeigen@ckb.hamburg)<br />

66


im Abonnement<br />

20 Euro/Jahr<br />

Hamburger Leidenschaft –<br />

leidenschaftliche Hamburger<br />

<strong>HANSEstyle</strong> erscheint derzeit viermal im Jahr.<br />

Sie können Ihr Abonnement jederzeit kündigen.<br />

Auslandsangebote auf Nachfrage.<br />

Die Abrechnung erfolgt in Jahresrhythmen.<br />

20 Euro entspricht 5 Euro pro Ausgabe inkl. Porto.<br />

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www.hansestyle.hamburg<br />

Das Magazin <strong>HANSEstyle</strong> erscheint in der<br />

CKB mediahouse GmbH<br />

Winterhuder Weg 40, 22085 Hamburg<br />

Geschäftsführer: Christian Bauer<br />

Falls Sie die aktuelle oder ältere Ausgaben online<br />

kaufen möchten:<br />

www.einzelheftbestellung.de/hansestyle<br />

SCHNELLER<br />

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NOCH NIE AN DER<br />

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MB C-Klasse AMG<br />

110,-/<br />

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110,-/ 200 km frei<br />

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MODE & BEAUTY<br />

Wohltuende<br />

Beauty-Treatments<br />

Wohlfühlmomente für Gesicht und Body, bei denen sich wunderbar körperliche und geistige Verspannungen<br />

lösen können, brauchen wir alle von Zeit zu Zeit. Lesen Sie hier, was alles unter die Haut geht!<br />

Entspannung von Kopf bis FuSS<br />

Schwimmbad des Elyseum<br />

(oben); Detoxing Massage<br />

Zur Regeneration des Körpers dient die „Detoxing Massage von Pino“,<br />

die mit leisen Atemtechniken und tiefgreifenden, ausleitenden Massagebewegungen<br />

zur Dehnung und Mobilisation des ganzen Gewebes beginnt.<br />

Zur sanften Klärung und Durchblutung der Haut wird danach mit<br />

speziellen Beauty Massage Cups von Pino in Kombination mit reinen<br />

Naturölkompositionen wie dem maritimen Massageöl<br />

Perlmutt gearbeitet. Das Körperöl nährt und schützt die<br />

Haut bestens. Die sanft fließenden, therapeutisch fundierten<br />

Massagetechniken wirken dabei intensiv und<br />

sorgen für natürliche Elastizität, Geschmeidigkeit<br />

und Straffung der Haut. Ein angenehmes Wärmegefühl<br />

und Kribbeln während der Behandlung bewirkt<br />

eine totale Tiefenentspannung des ganzen Körpers<br />

und gleichzeitig die Berührung aller Sinne – so ist es<br />

auch das ideale Programm gegen Alltagsstress!<br />

Spezialbehandlung Detoxing Massage 50 Min. um<br />

85 €; 80 Min. um 119 €; aus dem vielseitigen Angebot<br />

des Elyseum Wellness & Spa/Grand Elysée Hamburg.<br />

Beitrag: Beate Reichmann , Fotos: Grand Elysée (1), Pino Natural Spa Therapie (1),<br />

A-ROSA Travemünde (2), Hotel Rungholt (1), Maria Galland (1)<br />

Reinste Verwöhnmomente<br />

„Clarins PRO Deluxe Intensiv“ nennt sich eine besonders<br />

tiefenwirksame, ganzheitliche Gesichtsbehandlung für die<br />

anspruchsvolle Haut. Sie soll Spannkraft und Hautdichte<br />

verbessern, Pigmentflecken vorbeugen und ein ebenmäßigeres<br />

Hautbild erzeugen. Hände, Hals und Dekolleté werden<br />

bei der Pflege mit einbezogen. Die Behandlung beginnt mit<br />

dem alle Sinne ansprechende Eau Dynamisante. Es folgt der<br />

Hautcheck zur Einteilung der zu verwendenden Produkte.<br />

Wesentliche Schritte der Behandlung sind Peeling, Pflege<br />

mit Aktivstoff-Konzentraten und eine ausführliche<br />

Gesichts- und Kopfmassage, die bis in die Haarspitzen<br />

entspannt. Crememaske, Liftingvlies-Maske<br />

sowie Hals- und Dekolletémaske runden das<br />

Beautyprogramm ab. Pflegezeit 90 Min. um 145 €.<br />

„Clarins PRO Energie für den Mann“ ist eine hautklärende<br />

und zugleich belebende Anwendung mit<br />

speziell auf die Männerhaut abgestimmten Produkten<br />

von Clarins, die die Zellerneuerung stimulieren<br />

soll. Pflegezeit 80 Min. um 130 €; Verwöhnerlebnisse<br />

im Spa-Rosa/A-ROSA Travemünde.<br />

Spa-Rosa Poolanlage<br />

mit Meerwasser (l.);<br />

Dekolletémassage<br />

68


MODE & BEAUTY<br />

Luxus pur<br />

Auftragen der<br />

Peel-Off-Maske<br />

Die effektive Anti-Age Gesichtsbehandlung „Soin Èclat D´Or von Maria<br />

Galland“ zielt auf eine sichtbare Sofortwirkung. Herzstück ist die exklusive,<br />

goldfarbene Peel-Off-Maske Èclat D´Or, die eine edle Kombination<br />

aus 24-karätigem Gold und kostbarstem Perlen-Extrakt enthält. Gold<br />

soll das Hautbild glätten und die natürliche Feuchtigkeitsregulierung<br />

der Haut unterstützen. Der seltene Perlenextrakt reduziert Linien und<br />

Fältchen und strafft das gesamte Hautbild wie ein kleines Lifting. Die<br />

Maske wird eingebunden in eine Behandlung mit Reinigung, Toniczufuhr,<br />

Augenmodellage, intensiver Gesichts- und Handmassage sowie<br />

ausführlicher Abschlusspflege. Dieses Beauty-Programm eignet sich<br />

praktisch für jeden Hauttyp und Hautzustand.<br />

Kabinenbehandlung 90 Min. um 135 €; aus der Vielfalt ganzheitlicher<br />

Behandlungskonzepte mit Maria Galland im Hotel Rungholt/Sylt.<br />

WILKENS<br />

SCHENKT<br />

IHNEN<br />

6 KUCHEN-<br />

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beim Kauf einer<br />

24-teiligen Garnitur<br />

selektierter Besteck-Designs<br />

in 925 Sterling Silber,<br />

180g ROYAL versilbert<br />

und Edelstahl<br />

VOM 1. 10. <strong>2015</strong><br />

BIS ZUM 31. 12. <strong>2015</strong><br />

Schöne Zeit in Kampen.<br />

Hotel Rungholt – Beautykabine<br />

www.wilkens-silber.de


MODE & BEAUTY<br />

Tropische Beauty & Hightech<br />

MeridianSpa<br />

Beauty<br />

Relaxen<br />

nach der<br />

Behandlung<br />

Gesichtsbehandlungen mit der „hauseigenen Linie Amayãna“<br />

werden mit luxuriösen und sehr wirkungsvollen Anti-Age Texturen<br />

für Sie und Ihn ausgeführt. Basierend auf dem Prinzip der Ganzheitlichkeit<br />

wird bei diesen Produkten die Heilkraft und Pflegewirkung<br />

von tropischen Blüten und Wurzeln, Kräutern und Perlen<br />

mit modernsten Erkenntnissen aus der Kosmetikforschung verbunden.<br />

Die Behandlungen werden individuell auf den jeweiligen<br />

Hautzustand abgestimmt. Basisschritte sind Tiefen-Reinigung,<br />

Peeling, Wirkstoff-Ampulle, entspannende Massage. Ein Highlight<br />

ist die exklusive Maske, es folgen Augen- und passende Tagespflege.<br />

Hautpflegezeiten AMAYÃNA Methode 50 Min. um 68 €; 80 Min.<br />

um 92 €; Wohlfühl-Beauty in allen Hamburger MeridanSpas.<br />

Perfekte Hautbalance<br />

Zum Auftakt der Gesichtsbehandlung spielt die detaillierte Diagnose eine Hauptrolle. Der<br />

„Skin Code Reader von Eucerin“ bestimmt Feuchtigkeit, Straffheit, Rötung und andere<br />

wichtige Komponenten für Hauttyp und Hautzustand. Auch Schuppigkeit der Haut und<br />

Faltentiefe können gemessen werden. Die erfrischende Feuchtigkeitsbehandlung beinhaltet<br />

eine sanfte Bürstenmassage, die die Durchblutung anregt. Mit<br />

Ultraschall wird danach tiefenwirksam eine Maske einmassiert. Bei<br />

der empfindlichen Haut steht die sanfte Gewebsmassage im Mittelpunkt,<br />

mit der bei kreisenden Bewegungen und leichtem Druck ein<br />

Gefäßtraining durchgeführt wird. Die Reizempfindlichkeit soll sich<br />

dabei beruhigen. Alle angewendeten Wirkstoffe von Eucerin sind exakt<br />

auf den Hautzustand abgestimmt. Für jedes kleine Hautproblem<br />

scheint es hier eine Lösung und hilfreiche Pflegetipps für zu Hause<br />

zu geben.<br />

Pflegeprogramme HautFeuchtigkeit 50 Min. um 65 €; HautBalance<br />

60 Min. um 70 € im Eucerin Haut Institut.<br />

70<br />

Ligne St Barth Treatment<br />

Spa-Bereich Aspria<br />

Rituale für die Haut<br />

Hautdiagnose mit Skin Code Reader<br />

Exotisch anmutende „Aroma-Körperbehandlungen von Ligne St Barth“ mit<br />

reinem und natürlichem Kokosnuss-, Menthol- oder Avocadoöl, verfeinert<br />

mit der duftenden Essenz von Tiaré-Blüten, streicheln die Seele und verwöhnen<br />

Haut und Sinne. Für die Aroma-Körpermassage „Harmony“ sucht man<br />

selbst das für sich passende Öl aus. Man kann zwischen leicht erwärmten<br />

Kokosnussöl für sehr trockene Haut und reichhaltigem, kalt gepressten Avocadoöl<br />

für samtig weiche Haut wählen. Oder man entscheidet sich für Efeugel<br />

und Mentholöl zur Straffung des Bindegewebes. Nach der Massage spendet<br />

die Bodylotion viel Feuchtigkeit. Für die Körper-Peeling-Massage „Softness“<br />

werden karibischer mineralisierter Seesand, frisches Papaya-Mousse und<br />

Kokosnuss- oder Avocadoöl extra angemischt. Das Peeling ist solo und vor<br />

der Massage möglich. Samtige Haut und genussvolles Wohlbefinden sind<br />

garantiert!<br />

Ligne St Barth Harmony 60 Min. um 79 €; Softness 40 Min. um 53 €; Aspria<br />

Hamburg Uhlenhorst.<br />

Beitrag: Beate Reichmann, Fotos: Meridian (2), Eucerin Hautinstitut (2), Aspria (1), Ligne St Barth (1)


VIP LOUNGE WEST<br />

ALLES<br />

IM<br />

BLICK.<br />

Die VIP Lounge West im Stadion des HSV überzeugt durch große Panoramafenster, durch die Sie jederzeit das<br />

Geschehen auf dem Platz verfolgen können. Genießen Sie mit Ihren Gästen exklusives Catering inklusive Frontcooking<br />

in einer stilvollen und emotionalen Atmosphäre.<br />

Einzigartiges Ambiente: Mit direktem Blick aufs<br />

Spielfeld genießen Sie alle Vorzüge des VIP Bereichs.<br />

UNSERE LEISTUNGEN FÜR SIE:<br />

› Platzierung der HSV Business Seats in Block 18A<br />

› Reservierter Unternehmenstisch in den<br />

VIP-Lounges ab 4 Business Seats<br />

› Exklusives Catering mit hochwertigem Frontcooking<br />

› Ein VIP-Parkplatz „rot“ pro vier gebuchter<br />

Business Seats direkt hinter der Westtribüne<br />

› Einladung zu ausgewählten HSV-Events wie<br />

z. B. dem Business-Treff oder der Golf-Open<br />

› Regelmäßiger Informationsservice in Form<br />

eines Online-Newsletters<br />

BUCHEN SIE<br />

JETZT IHREN VIP PLATZ<br />

BEIM HSV:<br />

› www.hsv.de/sponsoren-vip<br />

oder unter Telefon: 040 41 55-20 00


KLEINE FLUCHTEN<br />

Mein Timmendorfer Strand<br />

Silke Szymoniak ist Marketingleiterin bei der Timmendorfer<br />

Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT). Welche Tipps hat<br />

sie für den Winter an der Ostsee?<br />

Auch an kalten Tagen eine Anlaufstelle: das Wolkenlos<br />

Das gefällt mir:<br />

1. Eine wunderbare und sicherere Alternative, falls Seen und Teiche<br />

noch nicht ausreichend zugefroren sind, ist die Eissporthalle in Timmendorfer<br />

Strand. Dort kann ich mit meiner Familie fröhlich meine<br />

Runden drehen.<br />

2. Unser Ort mit seinen 150.000 kleinen Lichtern in den Bäumen<br />

bringt Helligkeit in die dunklere Jahreszeit und verführt mich zum<br />

Bummeln und Shoppen in unseren großen Passagen – der Lindner-,<br />

Strand- oder Seepferdchen-Passage.<br />

Budenzauber rund um<br />

den Brunnen<br />

Ganzjährig Spaß<br />

am Wasser<br />

3. Für „kleine und große Sünden“ bieten die Cafés und Restaurants<br />

in Timmendorfer Strand und Niendorf alles nach meinem Geschmack,<br />

ein schieres Fischbrötchen am Kiosk im Niendorfer<br />

Hafen oder eine leckere Apfeltorte im Central Café Fitz.<br />

4. Entspannen kann ich mich am besten bei einem Spaziergang<br />

auf der Strandpromenade, beim Laufen über<br />

dem Meer auf einer unserer drei Seebrücken und einem<br />

leckeren Glühwein zum anschließenden Aufwärmen im<br />

Kiosk Reeteck an der Teehaus-Seebrücke.<br />

Fackelwanderung<br />

5. Besonders schön sind die Fackelwanderungen<br />

in Niendorf/Ostsee,<br />

während der<br />

man die Ostseeküste einmal<br />

mit ganz anderen Augen<br />

sehen kann. Sie werden<br />

erstaunt sein, wie<br />

schön unsere Küste auch<br />

in der Dunkelheit ist.<br />

Timmendorfer Platz<br />

Silke Szymoniak<br />

Privat ist die Marketingleiterin der TSNT sportlich und musisch<br />

interessiert. Sie liebt Tanzen und Musik von Klassik bis Pop (je<br />

nach Stimmungslage), Gedichte und in ferne Länder reisen.<br />

Vor allem aber liebt Silke Szymoniak ihre Heimat und das Meer,<br />

Spaziergänge am Strand und im Ostholsteiner Hinterland und<br />

eine frische Brise um die Nase.<br />

72


In eigener Sache<br />

HEALTHCARE&LIFE<br />

Gesundheit in Hamburg und der Metropolregion<br />

Healthcare & Life zeigt das herausragende regionale Gesundheitsangebot. Auf dem Onlineportal<br />

präsentieren sich ausgewählte Kliniken, Zentren und Praxen. Lernen Sie Top-Mediziner kennen und<br />

erfahren Sie im „Hamburg Guide“, wie man die Zeit als Patient vor Ort optimal gestaltet.<br />

Healthcare & Life erreicht Privatpatienten und Selbstzahler in Hamburg und dem nationalen<br />

Umfeld. Darüber hinaus richtet sich das Onlineportal gezielt an Gesundheitstouristen. Sämtliche<br />

Inhalte stehen den Nutzern auch auf Englisch, Chinesisch, Arabisch und Russisch zur Verfügung.<br />

(l.) Prof. Dr. Henry Halm, Chefarzt der Klinik<br />

für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum<br />

an der Schön Klinik Neustadt und<br />

Leiter des Beratungszentrums am Rödingsmarkt<br />

sowie Dr. Britta Goldmann, Chefärztin<br />

der Kardiologie in der Asklepios Klinik<br />

Harburg und Prof. Dr. Christian Jürgens,<br />

Ärztlicher Direktor des BG Unfallkrankenhauses<br />

Hamburg (BUKH) und Direktor der<br />

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie<br />

des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein<br />

(UKSH) sind nur drei der Top-Mediziner,<br />

die Sie auf Healthcare & Life kennenlernen<br />

werden. Und zwar in fünf Sprachen.<br />

Kommen Sie bei Interesse bitte<br />

jederzeit auf uns zu.<br />

Ihre Ansprechpartnerin: Aline Sodjinou<br />

Tel. 040 33 98 34 90<br />

E-Mail: as@ckb.hamburg<br />

Healthcare & Life ist ein Onlineportal der<br />

CKB mediahouse GmbH<br />

Winterhuder Weg 40<br />

22085 Hamburg<br />

www.healthcare-life.hamburg


Er trägt Anzug (ca. 500 €) und<br />

Hemd (ca. 95 €) von Lagerfeld.<br />

Sie: Jumpsuit „Essen“ (ca. 340 €)<br />

von Reiss mit Ohrringen (ca. 95 €),<br />

Ring (95 €) und Kette (ca. 200 €)<br />

mit Swarovski Kristallen von Reiss<br />

und Tasche „Mini Lily“ (ca. 480 €)<br />

von Mulberry.


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ZAR<br />

&<br />

Zarin<br />

Eine Produktion von <strong>HANSEstyle</strong><br />

Produktion & Styling: Marike Götz<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Haare & Make-up: Michael Mayer<br />

Sanita Andersone | MGM Models<br />

Tom Busson | M4Models<br />

Die Mode wird präsentiert von


Sie: In Metallic-Top „Ona“ (ca. 75 €) und<br />

Rock „Coli“ (ca. 200 €) mit Heels<br />

„Aurora“ (ca. 270 €) und Clutch „Alonso“<br />

(ca. 165 €) zu Armband „Klina“ (ca. 85 €)<br />

von Reiss.<br />

Er trägt Samtsakko „Magnum“ (ca. 420 €)<br />

mit Hemd „Hardcastle“ (ca. 135 €) und<br />

Hose „Claridge“ (ca. 190 €) von Reiss,<br />

kombiniert mit Lagerfeld Krawatte (ca. 75 €)<br />

und Zeitmeister-Fliegeruhr von (ca. 2.070 €)<br />

von Wempe.


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Sie: In einer Strickjacke von Omen (ca. 220 €) mit Seidenbluse<br />

von Tibi (ca. 145 €) zur Samthose von A. Goldschmied (ca. 135 €)<br />

– alles über Secondella. Kombiniert mit Gummistiefeletten von<br />

Ecco (ca. 125 €). Dazu „Clemmie Clutch“ (ca. 700 €) und Armreif<br />

„Metallic Mushroom“ (ca. 160 €) von Mulberry.<br />

Die Mode wird präsentiert von<br />

Er: In Leder-Bikerjacke (ca. 1.050 €) von Reiss und Cashmere-<br />

Pullover von Barons & Bastards (ca. 900 €) zu einer Jeans von<br />

Silver (ca. 170 €) über Quartier 30 (ca. 370 €) mit Schuhen<br />

von Reiss (ca. 280 €).


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Er trägt einen Wollpullover (ca. 150 €) und eine<br />

Sweatshirt-Jacke mit Ledereinsätzen (ca. 320 €)<br />

zu einer Jeans (ca. 160 €) von Karl Lagerfeld.<br />

Sie, in einem Cashmere-Cardigan von Windsor (ca. 310 €)<br />

und einer Bluse von Brunello Cucinelli (ca. 135 €),<br />

beides über Secondella.<br />

Die Mode wird präsentiert von


ANZEIGE<br />

Sie: Seidenbluse von Stenströms (ca. 190 €)<br />

zu Hose von Pieszak (ca. 200 €) über<br />

Quartier 30 mit Clutch (ca. 200 €) und<br />

Mash-Pumps (ca. 245 €) von Reiss.<br />

Er trägt ein Klein-Kord-Hemd von<br />

Stenströms (ca. 190 €) mit Hose „Shelter“<br />

von Reiss (145 €) zu Boots von Lloyd<br />

(ca. 180 €) und einer Zeitmeister-Sportuhr<br />

(ca. 2.700 €) von Wempe.


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ZAR<br />

Das Restaurant „Zum Alten Rathaus“ ist durch die perfekte Kombination<br />

aus Tradition und Moderne nicht nur die ideale Kulisse für<br />

die <strong>HANSEstyle</strong>-Modestrecke – in dem altehrwürdigen Gebäude<br />

der Patriotischen Gesellschaft treffen hanseatische Werte auf erstklassigen<br />

Service und kulinarischen Hochgenuss! Das Team um<br />

Geschäftsführerin Berit Gansel und Küchenchef Christoph Dranß<br />

kombiniert regionale Küche mit herausragender Qualität. Traditionelle<br />

hanseatische Küche sinnlich und ästhetisch interpretiert zum<br />

Frühstück, Mittag, Abendbrot oder Dinner. Das gastronomische<br />

Konzept schließt alles, was die Hansestadt zu bieten hat, zu einer<br />

perfekten kulinarischen Komposition zusammen. Am Abend verwandelt<br />

sich das ZAR an der Bar zum Hotspot! Auch das Interieur<br />

des ZARs spiegelt die traditionelle Vergangenheit des Hauses wider.<br />

Die vier Separees, z. B. auf den Emporen „Ratsherrenblick“<br />

und „Musikerempore“, bilden ein einmaliges Ambiente für besondere<br />

Anlässe.<br />

ZAR – Zum Alten Rathaus<br />

Börsenbrücke 10<br />

20457 Hamburg<br />

www.zar-hamburg.de


Er: Im Mantel „Maverick“ (ca. 450 €)<br />

von Reiss und Leder-Handschuhen von<br />

Barons & Bastards (ca. 130 €).<br />

Die Mode wird präsentiert von


MODE & BEAUTY<br />

label mit<br />

star-appeal<br />

Nach den international erfolgreichen Designern Jil Sander, Wolfgang Joop und Karl<br />

Lagerfeld gilt sie als Hamburgs neue Modehoffnung: Katrin Diedrich<br />

(genannt Kadda) mit ihrem Label Ethel Vaughn! Ob Deichkind,<br />

Star-Choreograph Marvin A. Smith oder Yolandi Visser von Die Antwoord: sie<br />

alle tragen das Hamburger Mode-Label. In <strong>HANSEstyle</strong> stellt sich die frisch<br />

gebackene zweifache Mama vor.<br />

„Aufgewachsen bin ich in Lippstadt,<br />

also im Ruhrpott. Nach dem Abi ging's<br />

nach Köln um Kunst und textile Gestaltung<br />

zu studieren. Das Kunststudium<br />

war nichts für mich und ich habe mich<br />

in Richtung Textildesign orientiert. Direkt<br />

im Anschluss an mein Studium<br />

habe ich mich selbständig gemacht.<br />

Der Entschluss zur Selbständigkeit<br />

kam noch bevor es das Label Ethel<br />

Vaughn gab. Vorher hatte ich mit einer<br />

Freundin ein kleines Streetwear-Label<br />

auf St. Pauli. Wir haben aber schnell<br />

gemerkt, dass unsere Ideen von Mode<br />

in verschiedene Richtungen gehen.<br />

2010 habe ich mein eigenes Label gegründet.<br />

Bis ich meinen Stil gefunden<br />

habe, hat es ungefähr zwei Jahre gedauert.<br />

Besonders die Namensfindung<br />

war schwierig, denn meinen Mädchennamen<br />

Weber fand ich für eine internationale<br />

Marke unpassend. Da mein<br />

Mann und ich Familienmenschen sind,<br />

kamen wir auf die Idee, in unserem<br />

Umfeld nach einem Namen zu suchen.<br />

Bei einer Großtante meines Mannes<br />

wurden wir fündig: Ethel Vaughn. 2012<br />

habe ich meine ersten Teile verkauft.<br />

Es fing mit einem schwarzweißen Fledermauspullover<br />

mit roten Innentaschen<br />

an. Der True-Sweater aus der<br />

gleichen Kollektion ist immer noch<br />

mein Topseller. Dieser Pullover war der<br />

erste große Erfolg und ist bis heute das<br />

Aushängeschild des Labels.<br />

Illustrationen<br />

der Designerin<br />

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MODE & BEAUTY<br />

„Ich bin ein Kind der 90er und<br />

besonders die Hip-Hop-Szene<br />

inspiriert mich.“<br />

Mich macht es stolz, bekannte Gesichter<br />

in meinen Sachen zu sehen.<br />

Beispielsweise tragen Deichkind<br />

in ihrem Musikvideo von „So 'ne<br />

Musik“ das $$$-Outfit und Choreograph<br />

Marvin A. Smith hat sich für<br />

die Castingshow Got To Dance exklusiv<br />

von uns ausstatten lassen.<br />

Die südafrikanische Sängerin Yolandi<br />

Visser von Die Antwoord hat das<br />

$$$-Outfit zum Verkaufsschlager<br />

gemacht – da sie es selbst getragen<br />

und sich darin auf Instagram gepostet<br />

hat. Daraufhin haben wir ihr, als<br />

kleines Dankeschön, ein exklusives<br />

Outfit designt – sozusagen die Antwort<br />

auf Die Antwoord. Wir haben<br />

den $$$-Print aus Prawns und Essstäbchen<br />

nachgebaut, weil Yolandis<br />

Spitzname Prawnstar ist.<br />

Ich bin ein Kind der 90er und besonders<br />

die Hip-Hop-Szene inspiriert<br />

mich. Das sieht man auch an meinen<br />

Klamotten! Die auffälligen Prints<br />

sind mein Markenzeichen geworden.<br />

Ich halte nichts von diesen überdesignten<br />

Schnitten und finde, Kleidung<br />

muss tragbar und bequem sein.<br />

Der Hamburger Modegeschmack ist<br />

wie der Hamburger selbst: Immer<br />

ein bisschen Understatement. In<br />

Hamburg verkaufe ich am meisten<br />

die schwarzweißen Sachen wie den<br />

Dollar-Sweater oder den black on<br />

black True-Pullover. Ich würde mich<br />

freuen, wenn die Hamburger sich ein<br />

bisschen mehr trauen würden hinsichtlich<br />

Klamotte.Ich arbeite daran.<br />

84<br />

Natürlich finde ich es super, wenn<br />

ich höre, dass ich als Modehoffnung<br />

gehandelt werde und kann mir gut<br />

vorstellen, dass ich auch über Hamburg<br />

hinaus erfolgreich sein werde.<br />

Ich möchte gern wachsen, allerdings<br />

soll Ethel Vaughn ein Familienbusiness<br />

bleiben und ich möchte auch<br />

weiterhin in Hamburg produzieren.<br />

Mir ist es nicht wichtig, zweimal im<br />

Jahr eine neue Kollektion auf den<br />

Markt zu bringen. In einem Familienbetrieb<br />

wie unserem und mit<br />

zwei kleinen Kindern ist das auch<br />

fast unmöglich. Mein Mann ist als<br />

Locationscout selbständig und unterstützt<br />

mich, wo er kann. Zusätzlich<br />

habe ich eine Schneiderin und<br />

eine Schnittdirektrice, die für mich<br />

arbeiten. Natürlich freue ich mich,<br />

wenn wir weiterwachsen, aber die<br />

Base ist in Hamburg und soll auch<br />

hier bleiben.<br />

Vor Kurzem habe ich mich mit anderen<br />

Designerinnen, die auch kleine<br />

Kinder haben, zusammengeschlossen<br />

und gemeinsam haben wir einen<br />

Laden, die Kleine Freiheit No.1 eröffnet.<br />

So kann ich neben dem Onlineshop<br />

auch ein Geschäft haben, ohne<br />

dass ich den ganzen Tag vor Ort sein<br />

muss. Und vor allem ohne die Angst,<br />

dass die Kinder zu kurz kommen.<br />

Das funktioniert super!“<br />

Text: Marike Götz<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Der True-Pullover ist<br />

bis heute Kaddas<br />

Bestseller<br />

Die schwarz-weiß<br />

Prints sind besonders<br />

in Hamburg beliebt.<br />

Die zweifach Mutter Kadda Dietrich beschreibt<br />

sich selbst als Kind der 90er.<br />

Autorin Marike Götz traf sie in ihrem Showroom<br />

in Altona.


K A M PE N<br />

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Gastgebermagazin 2016<br />

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Tourismus-Service Kampen<br />

Telefon: 04651-46980


Ein Modemann,<br />

der gern polarisiert:<br />

Manuel Rivera


MODE & BEAUTY<br />

„Erlaubt ist, was gefällt.“<br />

Seit 20 Jahren rockt Manuel Rivera das deutsche Fashion Business.<br />

Sein Unternehmen heißt Different Fashion – und das passt zu ihm: Was der<br />

Erfolgsmensch anpackt, ist meist einen Tick extravaganter als das, was es<br />

sonst gibt. Das zeigen zum Beispiel seine zehn Stores auf Sylt. Lernen Sie eine<br />

der interessanten Modepersönlichkeiten des Landes kennen.<br />

„Als gebürtiger Kölner trage ich das Herz auf<br />

der Zunge. Ich spreche aus, was ich denke“,<br />

erzählt Manuel Rivera. Er polarisiert gern.<br />

Seinen unternehmerischen Startschuss<br />

setzte er 1995 mit dem ersten eigenen Store<br />

in Mannheim. Kurz darauf expandierte der<br />

Halb-Spanier nach Sylt – ein spannendes<br />

Jahr für ihn, denn zeitgleich war seine Frau<br />

Alexandra von Schöning mit dem gemeinsamen<br />

Sohn schwanger. Rivera hat ein<br />

sicheres Gespür für Modetrends. Das beweist,<br />

dass er unter anderem der Erste in<br />

Deutschland war, der das britische Label<br />

Belstaff in das Sortiment aufnahm. Zu den<br />

First Movern gehörte er auch bei den Modemarken<br />

Juvia, mit dem ersten Shop-in-<br />

Shop-Konzept in List, oder bei Matchless,<br />

mit dem weltweit ersten Store in Kampen,<br />

denen er als Wegbereiter eine große Bühne<br />

bot. Mittlerweile sind die beiden Marken<br />

von Model und Designerin Judith Berger und<br />

der Malenotti-Familie (ehemalige Belstaff-<br />

Eigentümer) deutschlandweit fest etabliert.<br />

„Herausragende Qualität macht mich an“,<br />

sagt er. Sein Erfolgsgeheimnis: Erlaubt ist,<br />

was gefällt. Und das zeigt sich in seiner Different<br />

Fashion Mode. Extravagant, exklusiv<br />

und exzentrisch: anders als die anderen.<br />

Text: Sarah Bischoff<br />

Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar<br />

Wie tickt der Different-Fashion-Chef?<br />

Zehn Fragen an Manuel Rivera<br />

1) Planen oder machen?<br />

Erst machen... dann planen.<br />

2) Fliege oder Krawatte?<br />

Offenes Hemd! Ich bin nicht so der Gala-Typ.<br />

3) Paris oder Mailand?<br />

Definitiv beide.<br />

4) Hund oder Katze?<br />

Höchstens ausgestopft, ansonsten weder noch.<br />

5) Lagerfeld oder Joop?<br />

Da enthalte ich mich…<br />

6) Blond oder braun?<br />

Ich liebe alle Frauen.<br />

7) Gürtel oder Hosenträger?<br />

Gürtel.<br />

8) Halbschuh oder Stiefelette?<br />

Stiefelette. Und meine Lieblingsmarke ist immer die, die gerade passt.<br />

Meine Schuhgröße (47) limitiert die Möglichkeiten.<br />

9) Schwarz oder weiß?<br />

Pepita – das kleinkarierte, schwarzweiße Muster.<br />

10) Wein oder Bier?<br />

Rotwein. Am liebsten französischen vom Château Figeac.<br />

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„Fashion fades, only<br />

style remains.“ Coco<br />

Chanels berühmtes Zitat<br />

steht auf der Visitenkarte<br />

von Rebelle-Gründerin Cécile<br />

Gaulke und für die Idee<br />

hinter ihrem Designer<br />

Secondhand<br />

Onlineshop<br />

FASHION-Rebell(e)<br />

Cécile Gaulke will Secondhand vom verstaubten Image befreien<br />

88


MODE & BEAUTY<br />

Schon als Kind begleitete Cécile<br />

Gaulke ihre Mutter auf Streifzüge<br />

durch Secondhand Läden. Zwischen<br />

Vintage-Teilen von Yves Saint Laurent<br />

und Christian Dior entdeckte sie ihre<br />

Liebe zur Mode – und zu Secondhand.<br />

In <strong>HANSEstyle</strong> erklärt die sympathische<br />

Berlinerin das Konzept ihres Designer<br />

Secondhand Onlineshops Rebelle.com.<br />

In einem alten Hamburger Speicher mit<br />

Blick auf das Wasserschloss reihen sich<br />

verteilt auf drei Etagen über 20.000 Designerstücke:<br />

Label von A wie Alexander Mc<br />

Queen bis Z wie Zadig & Voltaire lassen<br />

das Herz einer jeden Fashionista höher<br />

schlagen. An einem regnerischen Tag öffnet<br />

uns Rebelle-Gründerin Cécile Gaulke<br />

die Pforten des Fashion-Paradieses und<br />

lässt uns für ein paar Stunden den grauen<br />

Hamburger Himmel vergessen. Wie bei<br />

vielen Gründungsgeschichten entstand<br />

die Idee von Rebelle aus der eigenen Not<br />

heraus. „Als ich zum Studieren ins Ausland<br />

ging, ließ ich einen Großteil meiner<br />

Kleidung bei meinem Vater im Keller.<br />

Irgendwann wurde es ihm zu bunt und<br />

ich stand vor der Herausforderung, meine<br />

Sachen loswerden zu müssen. Nach<br />

einiger Recherche stieß ich auf die amerikanische<br />

Secondhand Plattform The<br />

RealReal und war verwundert, dass es<br />

4 Mode-Fragen an Cécile Gaulke<br />

ein solches Konzept in Deutschland nicht<br />

gab.“<br />

Nach ihrem BWL-Studium in London<br />

und Paris kam Cécile nach Hamburg.<br />

„Hier habe ich durch einen glücklichen<br />

Zufall meinen Geschäftspartner Max<br />

Schönemann kennengelernt. Max ist unter<br />

anderem für die Logistik zuständig.“<br />

Im Februar 2013 wurde Rebelle gegründet,<br />

nur ein halbes Jahr später ging die<br />

Seite online; inzwischen gibt es 65 Mitarbeiter.<br />

„Offensichtlich haben wir ein<br />

Modell gefunden, das den Konsumenten<br />

anspricht“, meint Cécile, als wir sie auf<br />

das schnelle Wachstum ansprechen.<br />

Die Internationalisierung der Website<br />

ist in vollem Gange. „Es gibt bereits die<br />

französische und die italienische Seite.<br />

Mittlerweile verkaufen wir in 28 europäische<br />

Länder.“ Die Übernahme von<br />

Glamloop im vergangenen Jahr – dem<br />

einzigen Konkurrenten auf dem Deutschen<br />

Markt – stellte Cécile und Max vor<br />

neue Herausforderungen. „Wenn ein<br />

kleines Unternehmen ein anderes kleines<br />

Unternehmen übernimmt ist das mit<br />

ziemlich viel Arbeit verbunden – ehrlich<br />

gesagt mit mehr als wir dachten. Aber an<br />

dieser Herausforderung sind wir gewachsen<br />

und wir würden diesen Schritt jederzeit<br />

wieder gehen.“<br />

Was fasziniert Sie an Designer-Mode?<br />

Mir ist nicht wichtig, welches Label auf der Kleidung steht, die ich trage. Mir macht es<br />

Spaß, die eigene Handschrift der Designer immer neu zu entdecken. Oder zu sehen,<br />

wie Altbewährtes einer Marke von neuen Designern des Hauses interpretiert wird.<br />

Natürlich spielen die Qualität, die Verarbeitung und die Materialien auch eine Rolle.<br />

Was ist Ihnen bei der Auswahl der eigenen Kleidung wichtig?<br />

Meine Kleidung muss unkompliziert sein! Ich möchte nicht ewig darüber nachdenken<br />

müssen, was zu dem Rest meiner Garderobe passt. Ich hab keine Angst vor<br />

Farbe und greife auch mal zu ausgefalleneren Mustern, aber ich achte darauf, dass<br />

meine Kleidung zeitlos ist und ich sie lange tragen kann.<br />

Mittlerweile besuchen monatlich knapp<br />

eine halbe Million, hauptsächlich weibliche,<br />

Nutzer im Alter von 25 bis 65 Jahren<br />

die Website. Nicht nur Privatpersonen<br />

bieten ihre Kleidungsstücke zum Verkauf<br />

an, sondern auch namhafte Secondhand-Shop-Betreiber.<br />

„In erster Linie<br />

bleibt der Fokus auch in Zukunft weiterhin<br />

auf Secondhand, aber es gibt bereits<br />

erste hochwertige Boutiquen, die ihre<br />

Last-Season-Kollektionen bei uns zum<br />

Verkauf anbieten“, erzählt die Gründerin.<br />

Bis ein Produkt von den Händen der Verkäuferin<br />

in die der Käuferin übergeht,<br />

durchläuft es verschiedene Stationen.<br />

Anders als bei Online-Tauschbörsen wie<br />

Kleiderkreisel besteht die Möglichkeit,<br />

den sogenannten Concierge-Service zu<br />

nutzen. Zunächst werden alle Stücke in<br />

der Qualitätssicherung auf Zustand und<br />

Echtheit überprüft. „Plagiate werden<br />

konsequent aussortiert und zurückgeschickt“,<br />

erklärt Cécile. „Nur so können<br />

wir unseren hohen Qualitätsstandard<br />

gewährleisten.“ Besteht die Ware den<br />

prüfenden Blicken der Modeexperten,<br />

wird sie fotografiert und mit einer Produktbeschreibung<br />

versehen. Nach dem<br />

Verkauf wird sie liebevoll in türkis-grüne<br />

Päckchen verpackt und mit individueller<br />

Botschaft versehen. „Mit Rebelle wollen<br />

wir Vintage aus dem verstaubten Image<br />

herauszuholen. Uns ist wichtig, unseren<br />

Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis<br />

zu bescheren. Mein Ziel war es, das<br />

Net-a-Porter des Designer-Secondhands<br />

aufzubauen. Der Anspruch an guten Service<br />

und hochwertige Produktpräsentation<br />

ist durchaus vergleichbar. Rebelle<br />

soll die erste Anlaufstelle für alle Modebegeisterten<br />

sein, die ihre Designer-Mode<br />

kaufen oder verkaufen möchten.“<br />

Interview: Marike Götz<br />

Fotos: Marius Engels<br />

Was ist Ihr Lieblingsstück im Kleiderschrank?<br />

Das ist schwierig. Ich habe eine ganze Reihe an Taschen und Schuhen, die ich sehr<br />

gerne mag. Zum Beispiel habe ich mir neulich Schuhe von Nicholas Kirkwood gekauft<br />

– die liebe ich! Oder auch den schwarzen Chloé-Mantel, den ich gerade anhabe.<br />

Den kann man ganz toll zu vielen verschieden Looks kombinieren.<br />

Wenn Sie sich aus dem Rebelle-Lager ein Teil aussuchen könnten, welches wäre das?<br />

Ich würde wirtschaftlich denken und mir eine Hermès-Tasche mit einem ganz hohen<br />

Wiederverkaufswert aussuchen. Wobei ich sie definitiv nicht weiterverkaufen,<br />

sondern einfach nur gerne besitzen würde. Aber ich denke, man kann auch ohne<br />

Hermès-Tasche sehr glücklich sein – hat bislang auch gut funktioniert! (lacht)<br />

Cécile Gaulke und Autorin Marike Götz im<br />

Gespräch über Designer Secondhand, Onlinetauschbörsen<br />

und die Liebe zur Mode<br />

89


SPORT<br />

Auf dem Schlitten<br />

zur Traumfigur<br />

Anlässlich des ersten Geburtstags von BodyMethod<br />

besuchte <strong>HANSEstyle</strong> die Gründerinnen Kaya und Linda<br />

Stork zu einem Probetraining.<br />

BodyMethod | Barmbeker Str. 3a | 22303 Hamburg<br />

Mit zweitem Studio in Bahrenfeld ab 2016.<br />

www.bodymethod-hamburg.de<br />

Kaya und Linda lernten Lagree Fitness<br />

in den USA kennen. In L.A. erhielten sie<br />

als erste die Lizenz, diese Trainingsmethode<br />

unter dem Namen BodyMethod in<br />

Deutschland zu praktizieren. Alle Übungen<br />

finden auf dem Megaformer – auch<br />

Schlitten genannt – statt. Durch das Federsystem<br />

des Schlittens werden mit dem<br />

eigenen Körpergewicht die einzelnen<br />

Muskelgruppen trainiert. Die langsamen<br />

und kontrollierten Übungen aktivieren die<br />

Tiefenmuskulatur. Zwischen den Übungen<br />

werden keine Pausen gemacht, sodass die<br />

Herzfrequenz hoch bleibt. Im Anschluss an<br />

das schweißtreibende Workout, bei dem<br />

90


SPORT<br />

bis zu 800 Kalorien verbrannt werden,<br />

gibt es eine Stretching-Einheit, bei der<br />

die Flexibilität gesteigert werden soll.<br />

Nach 55 Minuten ist das Fullbody-Training<br />

beendet.<br />

Für den bestmöglichen Erfolg empfehlen<br />

Kaya und Linda zwei bis drei<br />

BodyMethod-Einheiten in der Woche:<br />

„Die kleinen Gruppen sorgen für einen<br />

Personaltraining-Charakter und wir<br />

können auf jeden Kursteilnehmer individuell<br />

eingehen. Trotzdem spürt man<br />

die Motivation aus der Gruppe, die die<br />

einzelnen Teilnehmer pusht.“ Im Winterhuder<br />

Studio gibt es bislang acht<br />

Schlitten, zwei weitere sind in den USA<br />

bestellt worden. In dem neuen Studio<br />

soll es künftig 12 Megaformer geben.<br />

Man kann zwischen vier verschiedenen<br />

Kursformen wählen: zur Auswahl stehen<br />

BodyBasic, BodyPlus, BodyPlus<br />

UpperBody und BodyIntense. Im Basic<br />

Kurs werden einen Monat lang Übungen<br />

in der gleichen Reihenfolge wiederholt.<br />

Bei BodyPlus wechselt die Reihenfolge<br />

der Übungen von Stunde zu<br />

Stunde. BodyIntense ist eine verkürzte<br />

Trainingsvariante mit 25 Minuten reiner<br />

Trainingszeit. „Dieses Training ist<br />

sehr intensiv und anstrengend und<br />

sollte erst nach mindestens 15 Trainingseinheiten<br />

belegt werden“, erklärt<br />

Linda. Den UpperBody-Kurs haben die<br />

Schwestern vorwiegend als Kurs für<br />

männliche Kunden gedacht, die gezielt<br />

Oberkörper und Arme trainieren wollen.<br />

„Viele unserer Kunden kommen mit<br />

Gelenkbeschwerden oder Rückenproblemen<br />

zu uns. Die Stärkung der Körpermitte<br />

beugt solchen Beschwerden<br />

vor“, erzählt Kaya. Vorteil des Trainings<br />

ist nicht nur der effektive Muskelaufbau<br />

und die Steigerung der Kondition,<br />

sondern auch die schnelle Sichtbarkeit<br />

des Trainings am eigenen Körper<br />

– nicht ohne Grund gilt Lagree Fitness<br />

als Workout der Hollywood Stars.<br />

Fazit des <strong>HANSEstyle</strong>-Trainings:<br />

„Ich habe schon vieles ausprobiert:<br />

Von Bikram Yoga über Jumping Fitness<br />

bis hin zu Body Pump – doch selten<br />

war ich nach einem Workout so erledigt<br />

wie nach BodyMethod. Innerhalb<br />

kürzester Zeit zitterten meine Beine<br />

unkontrolliert unter der ungewohnten<br />

Anstrengung, der Schweiß tropfte mir<br />

in die Augen und ich kam mir selten so<br />

unsportlich vor. Am nächsten Tag erinnerte<br />

mich mein Muskelkater an jede<br />

einzelne Übung – trotzdem war ich von<br />

dem Training, das Kardio- und Muskeltraining<br />

mit Stretching-Übungen kombiniert,<br />

begeistert!“<br />

Text: Marike Götz | Fotos: Marius Engels<br />

„Die kleinen Gruppen sorgen für einen<br />

Personaltraining-Charakter. Trotzdem<br />

spürt man die Motivation aus der Gruppe.“<br />

Kaya und Linda Stork<br />

1<br />

Scrambled Eggs<br />

Hier werden die schräge<br />

und gerade Bauchmuskulatur<br />

trainiert.<br />

Autorin Marike<br />

Götz auf dem Weg<br />

zum Training<br />

2<br />

Mermaid Crunch<br />

Diese Übung ist<br />

für die schräge<br />

Bauchmuskulatur<br />

4<br />

3<br />

Super Lunge<br />

Perfektes Training für<br />

Oberschenkel, Po und Core.<br />

Super Lunge +<br />

Biceps Curl<br />

Für straffe Oberschenkel<br />

und Po,<br />

einen gestärkten<br />

Core und trainierten<br />

Bizeps


SPORT<br />

Hockey hat Deutschland bei<br />

Olympischen Spielen zu dreizehn<br />

Medaillen verholfen<br />

„Hockey<br />

muss<br />

olympisch<br />

bleiben!“<br />

Mit der ersten deutschen Dokumentation<br />

über Feldhockey will<br />

Rebecca Landshut der Sportart<br />

ein filmisches Denkmal setzen. In<br />

<strong>HANSEstyle</strong> erzählt die hockeybegeisterte<br />

Dokumentarfilmerin<br />

wie sie es schaffen möchte, Hockey<br />

populärer zu machen und vor dem<br />

Ausscheiden von den Olympischen<br />

Spielen zu retten.<br />

Die Liebe zum Feldhockey<br />

verbindet Nationalstürmerin<br />

Lisa Altenburg (l.)<br />

und Dokumentarfilmerin<br />

Rebecca Landshut<br />

Mit vier Jahren stand Rebecca Landshut zum ersten Mal auf dem Hockeyfeld.<br />

18 Jahre spielte sie in der Bundesliga unter anderem für den Hamburger<br />

Verein „Der Club an der Alster“. Die Begeisterung für den Sport ist<br />

bis heute Teil ihres Lebens. „Ich finde es schade, dass Hockey bei vielen nicht so<br />

bekannt ist wie andere Mannschaftssportarten. Hockey ist ein Familiensport und<br />

bietet viele tolle Möglichkeiten – auch für die persönliche Entwicklung“, erklärt<br />

Landshut ihre Hockey-Leidenschaft. „Hockey hat Deutschland bei den Olympischen<br />

Spielen zu dreizehn Medaillen verholfen. 2016 hat die Herren-National-<br />

92


SPORT<br />

mannschaft die Chance, das dritte Mal Gold infolge zu holen<br />

– das hat bisher kaum ein Team bei Olympia geschafft!“<br />

Doch könnte diese Erfolgsserie ein jähes Ende haben: Hockey<br />

steht auf der Streichliste der Olympischen Disziplinen<br />

und droht ab 2024 von den Spielen auszuscheiden. „Das<br />

liegt unter anderem daran, dass Feldhockey international<br />

nicht so weit verbreitet ist“, führt Landshut aus.<br />

Um das Ausscheiden zu verhindern rief sie das Crowdfunding-Projekt<br />

„Ecke-Schuss-Gold – Unsere Hockeyhelden<br />

rackern für Rio“ ins Leben. Mit der ersten Dokumentation<br />

über Feldhockey möchte sie verhindern, dass Hockey zur<br />

Randsportart wird. Das Projekt ist ihr persönliches Anliegen:<br />

„Ich möchte zeigen, wie viel Spaß Hockey macht, wie<br />

viel Leidenschaft dahinter steckt und wie viel Potential der<br />

Sport hat.“ An 40 Drehtagen sollen die Hockeynationalmannschaften<br />

der Damen und Herren auf ihrem Weg zu<br />

den Olympischen Spielen nach Rio begleitet werden. „Wir<br />

zeigen die Nationalspieler zwischen Alltag und Profisport,<br />

zwischen Erfolg und Niederlage. Mit bislang unveröffentlichtem<br />

Archivmaterial möchten wir den Zuschauern die<br />

Geschichte und die Traditionen des Sports näherbringen“,<br />

erläutert Rebecca Landshut das Konzept des Films.<br />

Unterstützung bekommt sie unter anderem von Olympiasieger<br />

und Weltmeister Moritz Fürste und Nationalstürmerin<br />

Lisa Altenburg. „Hockey ist meine große Leidenschaft und ich<br />

möchte dem Sport etwas zurückgeben! Wir wollen zeigen,<br />

Der Film ist kein Profitfilm,<br />

sondern eine reine<br />

Herzensangelegenheit.<br />

welche Arbeit dahinter steckt, bei Olympia im Finale zu<br />

stehen“, erklärt die junge Mutter. Nur kurze Zeit nach ihrer<br />

Schwangerschaft steht sie wieder auf dem Feld, um ihr<br />

Team in Rio zu unterstützen.<br />

Finanziert wird der Film durch eine Crowdfunding-Aktion. Die<br />

Schwelle zur Realisierung des Projektes liegt bei 280.000<br />

Euro – erst dann kann der Film verwirklicht werden. „Und<br />

dann sind noch nicht einmal alle Kosten gedeckt!“, berichtet<br />

Landshut. „Der Film ist kein Profitfilm sondern eine reine Herzensangelegenheit<br />

von Hockeybegeisterten, die die Zukunft<br />

dieser tollen Sportart retten wollen. Der Weg ist schwierig<br />

und wir sind auf jede Hilfe angewiesen. Wenn wir die Finanzierungsschwelle<br />

nicht erreichen, wird der Film leider nicht<br />

umgesetzt werden können.“ Hockey- und Sportinteressierte<br />

können das Projekt noch bis zum 13. Januar 2016 auf<br />

www.startnext.com/ecke-schuss-gold unterstützen! Weitere<br />

Informationen auf: www.eckeschussgold.de<br />

Text: Marike Götz<br />

Fotos: Simone Rudloff<br />

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SPORT<br />

(Tisch-)FuSSball verbindet<br />

Der Hamburger Weg unterstützt junge Menschen<br />

Jede Saison startet der Hamburger Weg neue Projekte<br />

für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene<br />

in den drei Bereichen Bildung, Soziales und<br />

Sport. Unter anderem wird aktive Hilfe für Geflüchtete<br />

geleistet. Zum Beispiel gibt es feste wöchentliche<br />

Fußballtrainings und -spiele sowie ein<br />

„Flüchtlingscafé“ im Fanhaus Stresemannstraße,<br />

das auf weitgehend ehrenamtlicher Basis auf die<br />

Beine gestellt wurde.<br />

RenÉ Adler (30Jahre)<br />

Wo bist du geboren?<br />

Leipzig<br />

Was ist dein Lieblingsessen?<br />

Ich liebe die italienische Küche!<br />

Was gefällt dir an Hamburg?<br />

Dass Hamburg so eine grüne Stadt ist mit unheimlich viel<br />

Wasser.<br />

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?<br />

Spaziergänge mit unserem Hund Momo und zurzeit studiere<br />

ich Sportmanagement.<br />

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre das?<br />

Eine sichere und friedvollere Welt als sie derzeit ist.<br />

94<br />

(v.l.) Ahmad Alsayasneh, HSV-Torwart René Adler, Raed Alsabsabi<br />

und Schauspielerin und Moderatorin Janin Reinhardt, die wie<br />

René Adler Pate des Hamburger Wegs ist<br />

Ahmad Alsayasneh (20 Jahre)<br />

Wo bist du geboren?<br />

Ich komme aus Daraa, das liegt ganz im Süden von Syrien.<br />

Was ist dein Lieblingsessen?<br />

Am liebsten esse ich Reis mit Hühnchen. Die arabischen Gewürze<br />

machen das Gericht besonders.<br />

Was gefällt dir an Hamburg?<br />

Hamburg ist magisch. Wenn man einmal hier ist, will man<br />

nicht wieder weg. Und ich habe hier viele neue Freunde kennengelernt.<br />

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?<br />

Fußballspielen! In Syrien habe ich in der 1. Liga gespielt.<br />

Hier bin ich Stürmer in unserer Mannschaft „Al Ittihad of<br />

Syria“.<br />

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre das?<br />

Ich bin durch und durch Fußballer. Am liebsten wäre ich<br />

Fußballprofi.<br />

Foto: Ulrich Lindenthal-Lazhar


Raed Alsabsabi (22 Jahre)<br />

SPORT<br />

Wo bist du geboren?<br />

Auch ich bin aus Daraa. Das ist einer der 14 syrischen<br />

Gouvernements mit ca. 1 Millionen Einwohnern.<br />

Was ist dein Lieblingsessen?<br />

„MleHi“: Die Basis sind Bulgur und Joghurt. Dazu kommen<br />

große Stücke Fleisch. Das ist ein traditionelles Gericht<br />

in unserer Stadt. Man isst es mit den Händen.<br />

Was gefällt dir an Hamburg?<br />

Den Jungfernstieg und den Hauptbahnhof finde ich sehr<br />

schön.<br />

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?<br />

Die Hamburger Museen besuche ich gern.<br />

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre das?<br />

Ich möchte Fußballspielen und mein Englischstudium,<br />

das ich in Damaskus angefangen habe, beenden.<br />

Janin Reinhardt (34 Jahre)<br />

Wo bist du geboren?<br />

In Erfurt<br />

Was ist dein Lieblingsessen?<br />

Thüringer Klöße mit Rotkohl.<br />

Was gefällt dir an Hamburg?<br />

An Hamburg mag ich den rauen Wind, die Geräusche der<br />

Möwen und dass mich Hamburg manchmal ein bisschen<br />

an Erfurt erinnert.<br />

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?<br />

Meistens schiebe ich Aufgeschobenes weiter vor mir her<br />

und verbringe meine freie Zeit mit den Menschen, die<br />

mir wichtig sind.<br />

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir<br />

wünschen?<br />

Dass alle die gleiche Sprache sprechen. Aber bitte nicht<br />

nuscheln.<br />

DER HAMBURGER WEG<br />

Der Hamburger Weg ist eine soziale Initiative des Hamburger<br />

Sport-Vereins. In Zusammenarbeit mit in Hamburg<br />

ansässigen Unternehmen und unter der Schirmherrschaft<br />

des Bürgermeisters Olaf Scholz wird die<br />

Möglichkeit geboten, soziale Projekte in Hamburg finanziell<br />

zu unterstützen. Alle HSV Spieler engagieren<br />

sich tatkräftig als Paten. Unterstützt werden benachteiligte<br />

Kinder und Jugendliche, Familien mit begrenzten<br />

finanziellen Möglichkeiten und Menschen mit körperlichen<br />

und geistigen Behinderungen. Werte wie Fairness,<br />

Respekt und Toleranz bestimmen die Philosophie<br />

des Hamburger Weges.<br />

02.12.15 – Gruenspan<br />

EL VY<br />

feat. MATT BERNINGER<br />

(The National) & BRENT<br />

KNOPF (Ramona Falls/<br />

Menomena) / support:<br />

THE PENNY SERFS<br />

05.12.15 – Docks<br />

REFUSED<br />

06.12.15 – Sporthalle<br />

SIDO<br />

07.12.15 – Mojo Club<br />

BARBARA<br />

DENNERLEIN<br />

- CHRISTMAS<br />

SOUL<br />

Magnus Lindgren (sax),<br />

Robert Mehmet Ikiz (dr)<br />

09.12.15 – Fabrik<br />

TOWER OF<br />

POWER<br />

12.12.15 – Gruenspan<br />

LISSIE<br />

spec. guest:<br />

RYAN O‘REILLY<br />

solo acoustic<br />

13.12.15 – Knust<br />

CRIPPLED<br />

BLACK<br />

PHOENIX<br />

15.12.15 – Stage Club<br />

MAX GIESINGER<br />

›In Balance‹ Tour<br />

15.12.15 – Docks<br />

ONE OK ROCK<br />

18.12.15 – Sporthalle<br />

TORFROCK<br />

Die 26.<br />

Bagalutenwiehnacht<br />

18.12.15 – Fabrik<br />

WLADIMIR<br />

KAMINER<br />

›Das Leben ist (k)eine<br />

Kunst‹<br />

14.01.16 – Fabrik<br />

BAABA<br />

MAAL<br />

KARSTEN JAHNKE<br />

KONZERTDIREKTION<br />

GMBH<br />

12/<strong>2015</strong> – 08/2016<br />

17.01.16 – CCH, Saal 1<br />

MAX RAABE<br />

& PALAST<br />

ORCHESTER<br />

›Eine Nacht in Berlin‹<br />

05.12.15 The Kilkennys, Knust<br />

13.12.15 Someday Jacob, Kukuun<br />

14.12.15 Haudegen, Kulturkirche Altona<br />

26.01.16 Der Kleine Prinz, CCH, Saal 2<br />

26.01.16 Angel Haze, Mojo Club<br />

31.01.16 The Maccabees, Markthalle<br />

18.02.16 SayWeCanFly, The Rock Café<br />

27.02.16 Charlie Cunningham,<br />

Kulturkirche Altona<br />

18. &19.01.16 –<br />

Altonaer Theater<br />

KLAUS<br />

HOFFMANN<br />

›Sehnsucht‹ Tour mit<br />

HAWO BLEICH am Flügel<br />

23.01.16 –<br />

Kampnagel / K6<br />

WLADIMIR<br />

KAMINER<br />

›Das Leben ist (k)eine<br />

Kunst‹<br />

25.01.16 –<br />

Barclaycard Arena<br />

ANDREAS<br />

BOURANI<br />

›Hey‹ Tour 2016<br />

26.01.16 –<br />

Kampnagel / K6<br />

HENRY ROLLINS<br />

Charmingly Obstinate<br />

European Tour 2016<br />

31.01.16 – CCH, Saal 1<br />

STAATLICHES<br />

RUSSISCHES<br />

BALLETT<br />

MOSKAU<br />

Schwanensee<br />

Ballettklassiker in<br />

vier Akten / Musik: P.I.<br />

Tschaikowsky / Künstl.<br />

Leitung: W. Gordejew<br />

03.02.16 – Docks<br />

TWENTY<br />

ONE PILOTS<br />

›Blurryface‹ Worldtour<br />

03.02.16 – Gruenspan<br />

DAUGHTER<br />

04.02.16 –<br />

Mehr! Theater<br />

CELTIC WOMAN<br />

spec. guest: OONAGH<br />

›Destiny‹ Live 2016<br />

07.02.16 – CCH, Saal 2<br />

CHINESISCHER<br />

NATIONAL-<br />

CIRCUS<br />

›Chinatown‹<br />

08.02.16 – Sporthalle<br />

DISCLOSURE<br />

15.02.16 –<br />

Barclaycard Arena<br />

DEICHKIND<br />

›Niveau Weshalb Warum ?!‹<br />

Tour<br />

18.02.16 – Docks<br />

GRIMES<br />

support: HANA<br />

›The AC!D Reign Tour‹<br />

22.02.16 – Mojo Club<br />

GOLDINGS /<br />

BERNSTEIN /<br />

STEWART<br />

05.03.16 – Mojo Club<br />

ROMANO<br />

›Jenseits von Köpenick‹<br />

05.03.16 – Sporthalle<br />

ROBIN SCHULZ<br />

with special guest<br />

›Sugar‹ EuropeanTour<br />

10.03.16 – Docks<br />

STANFOUR<br />

›IIII‹ Tour 2016<br />

18.03.16 –<br />

Kampnagel / K6<br />

RADIO<br />

DORIA<br />

Tour 2016<br />

30.03.16 – Gruenspan<br />

PHILIPP<br />

DITTBERNER<br />

& BAND<br />

14.04.16 –<br />

Barclaycard Arena<br />

A-HA<br />

›Cast In Steel‹ Tour 2016<br />

14.04.16 –<br />

Uebel & Gefährlich<br />

PVRIS<br />

16.04.16 – Mojo Club<br />

JACK & JACK<br />

17.05.16 –<br />

Mehr! Theater<br />

YES<br />

playing ›Fragile‹ and<br />

›Drama‹ in their entirety<br />

– plus more / Tour 2016<br />

20.05.16 –<br />

Stadtpark Open Air<br />

LOTTO KING<br />

KARL & DIE<br />

BARMBEK<br />

DREAM BOYS<br />

Stadtpark - Vol. XLIV<br />

15.07.16 –<br />

Stadtpark Open Air<br />

ELEMENT<br />

OF CRIME<br />

27.08.16 –<br />

Stadtpark Open Air<br />

JOHANNES<br />

OERDING<br />

›Alles Brennt‹<br />

Sommertour 2016<br />

03.03.16 Carminho, Laeiszhalle - kl. Saal<br />

04.03.16 Konstantin Wecker, Laeiszhalle<br />

05.03.16 Walk The Moon, Uebel & Gefährlich<br />

07.03.16 Boy & Bear, Uebel & Gefährlich<br />

09.03.16 The United Kingdom Ukulele<br />

Orchestra, Laeiszhalle - kl. Saal<br />

10.03.16 Fun Lovin‘ Criminals, Markthalle<br />

09.04.16 Giora Feidman & Rastrelli Cello<br />

Quartett, Laeiszhalle<br />

TICKETS: →(0 40) 4 13 22 60 → KJ.DE


Astro<br />

Liebe & Beruf<br />

Horoskop<br />

Es wird ein lautes Jahr. Der Planet Mars, der den Dirigentenstab über 2016 schwingt,<br />

bringt jede Menge Energie, Vitalität, Kraft und Eroberungslust mit.<br />

Steinbock<br />

(22. Dezember bis 20. Januar)<br />

Wassermann<br />

(21. Januar bis 19. Februar)<br />

Fische<br />

(20. Februar bis 20. März)<br />

Öffnen Sie die Arme und begrüßen ein verheißungsvolles<br />

Jahr, das gleich mit einem Liebeshoch<br />

startet. Alles was Sie initiieren geht<br />

bergauf in Richtung Erfolg. Sie haben die Chance<br />

langersehnte Ziele zu erreichen. Dabei zahlt<br />

sich Ihre Beharrlichkeit aus. Jetzt nicht loslassen,<br />

sondern diszipliniert weitermachen – Ihr<br />

Durchhaltevermögen ist ohnehin unschlagbar.<br />

Freie Fahrt für neue Aufgaben in ein helles, kreatives<br />

und romantisches Jahr! Wassermänner<br />

mit ihrem eigenwilligen Charme und provokanten<br />

Humor, mit ihrem Engagement und Glück<br />

bei Verhandlungen, bewältigen diese Herausforderungen<br />

mit Bravour. Lang vorbereitete Projekte<br />

kommen wieder ins Rollen – wenn auch<br />

anders als ursprünglich gedacht.<br />

Das tolle an den Fisch-Geborenen ist ihre unglaubliche<br />

Intuition und Feinfühligkeit. Hören<br />

Sie auf Ihre innere Stimme, hören Sie auf Ihr<br />

Herz, dann liegen Sie richtig! Für den grenzenlosen<br />

Romantiker ist 2016 alles drin, in der Liebe<br />

und im Job. Es wird ein Jahr voller Power, ein<br />

Jahr mit attraktiven Geschäftsabschlüssen und<br />

allerbesten Wachstumsmöglichkeiten.<br />

WIDDER<br />

(21. März bis 20. April)<br />

Stier<br />

(21. April bis 20. Mai)<br />

ZWILLINGE<br />

(21. Mai bis 21. Juni)<br />

Genießen Sie in vollen Zügen Ihr himmlisches<br />

Leben, das Sie gleich zu Jahresbeginn mit<br />

Liebeswärme überschüttet. Sie klettern die<br />

Erfolgsleiter rauf und können viel bewegen.<br />

Top für Expansion, Geschäfte und für Dinge,<br />

die Ihnen am Herzen liegen. Bleiben Sie Ihren<br />

Absichten treu und achten Sie auf Neider<br />

– manchmal leider zu finden unter etwas erfolglosen<br />

Freuden.<br />

Es wird ein klasse Jahr. Privat steuert alles<br />

auf ein langes stabiles Glück hin. Beruflich<br />

kommt Ihr Ideenreichtum sensationell rüber.<br />

Sie gewinnen neue Erkenntnisse, werden gefördert,<br />

machen interessante Bekanntschaften<br />

und erhalten super Optionen. Abwägen<br />

ist hier gefragt; aber das Talent dazu haben<br />

Stiere ja: Manchmal ist Vorpreschen gut,<br />

manchmal abwarten besser.<br />

Zwillinge – so herrlich quirlig, charmant, humorvoll<br />

– bringen Schwung in die Runde. Das<br />

macht sie anziehend. Und wen sie anziehen:<br />

Die heißen Verehrer, die dieses Sternzeichen<br />

aus der Reserve locken. Jetzt geht’s nur noch<br />

nach oben. Finanziell läuft es richtig rund,<br />

die gewünschten Erfolge werden erzielt.<br />

Nicht schüchtern sein oder in Geduld üben,<br />

sondern zupacken.<br />

KREBS<br />

(22. Juni bis 22. Juli)<br />

LÖWE<br />

(23. Juli bis 23. August)<br />

JUNGFRAU<br />

(24. August bis 23. September)<br />

Stürmen Sie rein ins neue Jahr! Die Liebe strahlt<br />

für Sie und es wird viel entspannter. Wichtige<br />

Kontakte öffnen Türen zum Erfolg – Ihr Mut und<br />

Ihr Bauchgefühl sind gefragt. Treffen Sie schlaue<br />

Entscheidungen, keine Risiko-Aktionen und<br />

lassen sie sich nicht von Gefühlen des Mitleids<br />

übermannen. Sie sind auch so toll, wundervoll<br />

und einfühlsam, machen Sie sich das klar.<br />

Die schlauen Löwen glänzen mit ihrer Natürlichkeit,<br />

Gelassenheit und fangen mit ihrem<br />

strahlenden Lächeln die Herzen ein. Neue Türen<br />

zum Erfolg öffnen sich und dahinter wartet<br />

das Glück – der rote Teppich wird ausgerollt.<br />

Charisma hatten diese leidenschaftlichen<br />

Sternzeichen ja schon immer, aber jetzt wachsen<br />

sie über sich hinaus und steigern es noch.<br />

Es wird ein tolles 2016: für das Liebesglück –<br />

viele buhlen um Ihr Herz, um Ihre Gunst, es können<br />

die Funken sprühen – und für die Karriere.<br />

Seien Sie mutig. Ihre Strategie für korrektes<br />

Beobachten führt zum Erfolg. Setzen Sie dieses<br />

Talent gezielt bei Verhandlungen ein. Lassen<br />

Sie dabei keine Unsicherheit, keine Zweifel<br />

aufkommen und sich nicht ausbremsen.<br />

WAAGE<br />

(24. September bis 23. Oktober)<br />

Skorpion<br />

(24. Oktober bis 22. November)<br />

Schütze<br />

(23. November bis 21. Dezember)<br />

Ein fantastisches Marsjahr erwartet Sie. Die<br />

Weichen sind gestellt, die Konzepte erfolgversprechend.<br />

Es sieht sehr gut aus und es ist alles<br />

drin. Seien Sie konsequent, treffen Sie klare<br />

Entscheidungen und greifen dann schnell zu,<br />

um die großen Chancen nicht zu verpassen. In<br />

der Liebe sollten Sie sich etwas mehr beim Partner<br />

einbringen – gleich heute damit beginnen.<br />

Es wird viel entspannter, freudiger, glatter. Privat<br />

erwartet Sie tiefes Glück. Zuversichtlich und<br />

mutig erfüllen Sie sich langersehnte Wünsche<br />

– von der Traumreise bis zum Traumhaus. Auch<br />

im Job werden alle Projekte günstig bestrahlt.<br />

Ihre Disziplin und Ihre cleveren Ideen bringen<br />

enorme berufliche Durchbrüche. Es gibt phänomenale<br />

Aufstiegsphasen.<br />

Lassen Sie sich Ihren Erfolg nicht nehmen. Bedenken<br />

brauchen Sie nicht zu haben; intellektuelle<br />

Herausforderungen erledigen Sie doch<br />

locker. Sie ernten glänzende Kommentare,<br />

gewinnen Einfluss und können durch pfiffige<br />

Verhandlungen Vorhaben ausbauen. Und da<br />

Sie einen Sack voll mit riesigen Talenten haben,<br />

warten Liebesangebote en masse auf Sie.<br />

Fotos: © pdesign - Fotolia.com<br />

96


So richtig<br />

Weinschmecker.


OUTRO<br />

„Moin Hamburg!“, sagt…<br />

… ChrisTine Urspruch!<br />

Frau Urspruch, warum bevorzugen Sie die Schreibweise „ChrisTine“<br />

für Ihren Vornamen?<br />

Das ist mein individuelles i-Tüpfelchen.<br />

Sie tauschen etwa die Hälfte des Jahres das Landleben im Allgäu<br />

gegen Engagements am Theater, beim Fernsehen oder Film. Woher<br />

nehmen Sie Ihre Energie?<br />

Zum einen füllt mich meine Arbeit aus und beflügelt mich, zum anderen<br />

kann ich in meinem Wohnort wunderbar entspannen und genieße<br />

lange Spaziergänge in der Natur, die mir dann neue Kraft geben.<br />

Sie spielen seit 13 Jahren die Gerichtsmedizinerin „Alberich“ an der<br />

Seite von Thiel und Boerne im Münster-Tatort. Wäre Rechtsmedizinerin<br />

eine berufliche Alternative für Sie?<br />

In einer Münster-Tatortgeschichte geht es um eine Opferambulanz.<br />

Die Rechtsmedizin spielt ja auch in der Prävention von Gewalttaten<br />

eine wichtige Rolle, durch die Menschenleben gerettet werden können.<br />

Somit stellt sie sich auch in den Dienst des Lebens, was ich für<br />

wertvoll halte.<br />

Seit 2014 verkörpern Sie die Kinderärztin in der ZDF-Serie „Dr.<br />

Klein“. Auch diese zählt zu den sympathischen Rollen, die Sie meist<br />

übernehmen. Welche Charaktere reizen Sie außerdem?<br />

Natürlich begeistern mich Geschichten von Geld, Macht und Intrigen!<br />

Gerne würde ich in einem Remake von „Der Denver-Clan“ die<br />

Rolle der Alexis Carrington übernehmen.<br />

Nach dem Abitur schlossen Sie sich einer Theatergruppe an und stehen<br />

bis heute regelmäßig auf den Brettern, die die Welt bedeuten.<br />

Was bedeutet Ihnen das Engagement am Theater?<br />

Der Live-Moment auf der Bühne, wenn man die Reaktionen des Publikums<br />

spürt, ist immer wieder aufs Neue ganz besonders.<br />

Ein Familienausflug nach Hamburg mit Ihrem Ehemann und Ihrer<br />

11-jährigen Tochter. Was macht den Aufenthalt perfekt?<br />

Ein Besuch im Miniatur Wunderland Hamburg.<br />

In Hamburg sagt man Tschüss. Was sagen Sie?<br />

Tschüss, bis bald!<br />

ChrisTine Urspruch<br />

Die 132 cm große Schauspielerin wurde 1970 in Remscheid<br />

geboren. Bekannt wurde sie durch ihre Titelrolle<br />

als Sams in den gleichnamigen Filmen. Bereits<br />

als Schülerin und Studentin war sie Mitglied der Remscheider<br />

Film- und Theatergruppe „Brot und Spiele“.<br />

Ihre professionelle Theaterlaufbahn begann 1993 am<br />

Schauspiel Bonn, wo sie unter anderem die „Ophelia“<br />

in „Hamlet“ spielte. Seit 2002 ist sie regelmäßig<br />

sonntags in deutschen Wohnzimmern zu Hause – im<br />

Münsteraner Tatort. An der Seite von Jan Josef Liefers<br />

und Axel Prahl verkörpert sie die Gerichtsmedizinerin<br />

Silke „Alberich“ Haller. Mit diesem Spitznamen spielt<br />

ihr Kollege und Klassikliebhaber Boerne scherzhaft<br />

auf den bösen Zwergenkönig aus der Nibelungensage<br />

von Richard Wagner an. An der Volksbühne Berlin tritt<br />

sie seit 2011 in „Die (s)panische Fliege“ auf. Zurzeit<br />

läuft die 2. Staffel der eigens für ChrisTine Urspruch<br />

geschriebenen ZDF-Vorabendserie „Dr. Klein“.<br />

Die Winterzeit genießen – bis der Frühling erwacht<br />

98<br />

ausblick<br />

Die nächste Ausgabe erscheint im März 2016.<br />

Seien Sie wieder gespannt auf Hamburger Persönlichkeiten,<br />

Unternehmen, Trends und Talente, die die Stadt bewegen.<br />

<strong>HANSEstyle</strong>. Journalistisch unabhängig – immer mit Blick auf<br />

das, was für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist.<br />

Foto: Mathias Bothor photoselction, Tom Warnke

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