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MieterZeitung 2017

Ratgeber können und den

Ratgeber können und den Verursacher kennen... Wenn man die Fremdheit zwischen den Leuten reduziert, werten sie den Lärm der anderen nicht mehr so stark als Angriff gegen sich selbst.... Landen Streitigkeiten erst einmal vor Gericht, gibt es meist nur Verlierer. Mediatoren raten deshalb: Miteinander reden. Ein freundlicher Gruß, ein kurzer Plausch im Treppenhaus oder eine spontane Einladung können manchmal Wunder wirken. Abschließend ist also festzustellen, dass Lärm eine Empfindungsfrage ist und das Empfinden von uns Menschen ändert sich. Alle haben eins gemein, sie wohnen in Mehrfamilienhäusern und hier kann und wird es nicht still sein wie im Sanatorium. Auch der Hinweis von einigen Mietern oder deren Anwälten auf Bauschäden ist irrelevant, alle unsere Häuser entsprechen den Bauvorschriften zum Zeitpunkt des Baus und manche Sachen lassen sich später nicht nachrüsten. Guten Willen zeigen. Unfreiwillige Störenfriede sollten die Bedürfnisse des anderen ernst nehmen und darauf eingehen. Teppiche oder Hausschuhe etwa dämpfen den Trittschall ab. » RATGEBER Wahrnehmung ändern. Oft hilft es schon, den Nachbarn nicht als jemanden zu sehen, der einen bewusst ärgern will. Wer sich stark beeinträchtigt fühlt, kann zudem lernen, sich mit Alltagsgeräuschen anzufreunden.“ 32

Mietrecht In unserer letzten Mieterzeitschrift haben wir über Mythen des Mietrechts berichtet. Diesmal wollen wir uns der Frage zuwenden, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mietvertrag und Dauernutzungsvertrag? Der Mietvertrag: Zitat » Wikipedia: „In Deutschland ist ein Mietvertrag eine gegenseitige Vereinbarung zur zeitweisen Gebrauchsüberlassung gegen Entgelt, durch den sich eine Partei (der Vermieter) dazu verpflichtet, der anderen Partei (dem Mieter) den Gebrauch der gemieteten Sache zu gewähren, während die Gegenleistung des Mieters in der Zahlung der vereinbarten Miete (früher: Mietzins, für die vermietende Partei: Mietforderung) besteht…“ Der Dauer-Nutzungsvertrag: Zitat » Berliner Mietergemeinschaft: „Wohnungsbaugenossenschaften nennen die Verträge, die sie mit ihren Mitgliedern über die Überlassung von Wohnraum abschließen, in der Regel nicht „Mietverträge“, sondern „(Dauer-)Nutzungsverträge“. Mit ihrer rechtlichen Bewertung hat sich das OLG Karlsruhe (RE WuM 1985,78) beschäftigt. Kurz zusammengefasst hat das Gericht Folgendes entschieden: Der Vertrag zwischen einer Genossenschaft und den Genossen ist ein Mietvertrag und für ihn gilt das Mietrecht, auch wenn er Nutzungsvertrag genannt wird. „Die einzige grundlegende Abweichung“, von der im Rechtsentscheid gesprochen wird, nämlich „die Bindung des Nutzungsrechts an die Mitgliedschaft in der Genossenschaft“, ist ebenfalls nicht außerhalb der mietrechtlichen Systematik angesiedelt, wie sich leicht zeigen lässt…“ » RATGEBER 33

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