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E_1930_Zeitung_Nr.078

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16 1930

16 1930 - N» 78 Am tnfeTnafTonafen SEMMERING-RENNEN um die Europa-Bergmeisferschaft GEWINNT Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Ifflur Hotel Sternen Gr. Gesellschaftssaal. Zimmer mit lautendem kaltem und «armem Wasser, Bäder, Zentralheizung. Bachforellen. Grosser Garten, üeheizle Garage. Oel. Benzin. H. Bernhard. Besitzer. Jxaben SIQ sc/20 yuortuen gegessen? b um von Bern, an der Strasse Bern- Thun. Mitten im Dorfe Muri, schöner Halteplatz. Letzthin renovierte Säle. Vorzügliche Küche und Keller. Mit höfl. Empfehlung Gasthof zum Sternen Bestbekanntes Haus. Scnbne Zimmer mit Kalt- und Warm-Wasser, Küchen-Spezialitäten. — Garage. Tel. Z 60.18. «atn. WILLI. BPS. Neue deutsche Kegelbahn (Morgenthaler) Zimmer mit fliessendem Wasser an der Zürich—Bern-Strasse. Bestbekannt für Küche und Keller. Stets leb. Forellen. Berner Spezialitäten. Grosser Saal für Vereine. Garage, l'el. 7. 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Bern, Dienstag 16. September 1930 HL Blatt der „Automobil-Revue" No. 78 Zeitberufe Von H. B.-B. Der Eintänzer. Er tanzt nicht aus Passion, — es ist sein Beruf. — Eine feudale Tanzdiele, Smokings und kostbare Toiletten, die Luft umspielt vom Hauch zarter Parfüms, Damen der Welt und Gesellschaft: vom gertenschlanken Garbotyp bis zur voluminösen Rundung, vom Backfisch bis zum ergrauten Fräulein, von der Metzgersfrau bis zur Fabrikantengattin, allen, jeder steht er, der Eintänzer, bereitwilligst zur Verfügung. Im erstklassig geschnittenen Frack, bügelnahtfester Hose, dem schneeweissen Tanzhemd, aus dem ein Adonishaupt emporragt, macht er gute Figur. Gestrichen liegt das dunkle Haar nach hinten, die Stirn ist jungenhaft frisch, die Augen umschleiert, erfüllt von einer undefinierbaren Sehnsucht, der Mund lächelt diskret, der Amorsbogen ist gewölbt; sein ganzer Habitus besitzt jenes gewisse Etwas, das die Frauen glücklich macht, den Sex appeal! Mit akademischen Manieren, mit gepflegten, langen, schmalen Händen führt er die Partnerin über das glatte Parkett; er ist Kavalier, Gent, begehrt, beliebt, höflich, zu allem bereit. — Warum? — Er wird bezahlt! Der Autogigolo. Er fährt meist einen kleineren Wagen, aber raffiniert ausstaffiert, jede Schikane erfüllt, Puder und Lippenstift als Reserve im Necessaire. Er wird ausschliesslich von Damen — gemietet. Er ist Fahrer, Lehrer, Tänzer, Gesellschafter, er ist — Gattenersatz. — Er fährt an den Rhein, die Mosel, durch die Mark, in die Schweiz, er fährt überall hin, je nach Wunsch und — Bezahlung. Sein Konto ist gross, die Summen pauschal, ja, er arbeitet im Abonnement, erfüllt jeden Wunsch, ist jederzeit und zu allem bereit, Tag und Nacht, bei Sonnenschein und Regenwetter. — Warum auch nicht, es ist sein Beruf, er ist Autogigolo, er vermietet sich und seinen Wagen, — nicht als Chauffeur, nicht als Taxi, nein, er ist alles in allem! Eine Probe aufs Exempel! Der Reisebegleiter. Er begleitet die grossen Cars. Dreissig-, vierzigplätzig, alles besetzt, überfüllt, eng, gedrängt, beim Chauffeur hat er seinen Platz. Er ist nicht zu beneiden. — «Meine Damen und Herren, — Mesdames et Messieurs, — Miladys and Gentlemen, — Signore e Signori,» — in vier Sprachen erklärt er die Geschicke dieser oder jener Burg, die Industrie dieses oder jenes Landstriches, nennt Zacken und Gipfel, jongliert mit Zahlen und Statistiken, er ist ein reisendes Informationsbureau, der rollende Kastellan des zwanzigsten Jahrhunderts — «Wirklich, janz hübsch, — oui, tres jolie, — yes, indeed, very nice, — si, si, molto bello,» — im Chor eines internationalen Sprachchaos antworten ihm die Gäste, er ist für alle da, und wenn er abends auch müde Stimmbänder hat, einen Tagelohn hat er verdient! — Der Verkehrspolizist. Er ist ein uniformierter Lehrer, er erteilt voll amtlicher Würde und von erhöhter Warte aus praktischen Verkehrsunterricht. Wie ein Leichtathlet schwingt er in rhythmischen Bewegungen, — von denen jede ein Gesetz darstellt — seine Arme zum Takt der Autohupen. Er ist immun, auch das süsseste Lächeln einer Schönen am Volant bringt ihn nicht aus der Ruhe, auch der raffinierteste Betörungsversuch zieht keine raschere Passage nach sich, er ist im Amt. Mitten im Wirbel des Verkehrs, als König in seinem Reich, schwitzt er durch die Knopflöcher seines viel zu warmen Waffenrockes, — er «regelt» trotzdem pflichtgetreu: «Go — and — stop». Der Graphologe. Er arbeitet nicht mit Apparaten, nein, ein Stück Papier, mindestens zwanzig Zeilen Handschrift und — daraus formt er sein Urteil. — Winkel, Steilstellung, Druck und Stoss, alles, jede Kleinigkeit, Schwung, Ansatz, Schnörkel, Punkte, auch das Nebensächlichste birgt für ihn Interesse und Sinn. Er ist kein Zauberer aus dem Reiche der vierten Dimension, nein, er ist ein Künstler der neuerstandenen graphologischen Wissenschaft. Mit einfachen Schlüsseln öffnet er die rostigen Türen zum Innern verschlossener Menschen, guckt hinein in das Grau der Seele, in die Sphäre des Geistes, er tendiert, relativiert, assoziiert, formt und analysiert, kennt keine Höflichkeit, ist oft verletzend wahr, man darf es ihm nicht übel nehmen, es ist eben sein Beruf! Die Zeiten sind schlecht. Bei der Firma «Achsenbruch & Co.» wurde seit einer Woche kein Auto verkauft; wenn das so weiter geht, kann man zusperren. Sagt der Chef zur Sekretärin: «Mary, was tun wir, um ein Auto zu verkaufen?» Mary färbt sich die Lippen, Mary pudert ihr Naschen, Mary schlägt die schlanken Beine übereinander und sagt: «Wir werden inserieren, dass wir übermorgen die letzten fünf billigen Autos verkaufen werden, jedes um ein Fünftel des tatsächlichen Preises. Wenn wir alle fünf verkaufen, haben wir ein neues Auto verkauft. Nun?» «Niemand kauft einen alten Kasten!» «Lassen Sie nur mich machen, Herr Chef,» sagt Mary und zieht ein Butterbrot aus der Lade... Das Inserat erscheint am nächsten Tag; nach weiteren 24 Stunden kommt Mary, schöner, süsser, reizender als sonst. Der Chef blickt sie traurig an. «Bitte, lassen Sie mich allein! Gehen Sie spazieren, setzen Sie sich ins Kaffeehaus. Heute bin ich Chef!» Und sie lächelt. Der Chef von «Achsenbruch & Co.» nickt, nimmt den Hut, wirft einen Blick auf die Groteske von Josef Robert Harrer. Der Barmixer. Er braut, rührt, mischt, schüttelt, rüttelt, — grün, gelb, braun, rot, weiss, — alle Farben und Getränke definiert er nach eigenen geheimen Rezepten, er ist der Alchimist des heutigen Jahrhunderts. Er betört jung und alt mit seinen Cocktails, er weckt den fehlenden Sex, er bringt den alten Jüngling in den Johannistrieb, die alte Dame in versprechende Backfischstadien, er ist ein wahrer Hexenmeister, der aber — seine Künste gut bezahlen lässt. — Klebrig, dünn, geronnen und konserviert, Flüssigkeit um Flüssigkeit entnimmt er seinen bauchigen, schlankhalsigen und gestielten Flaschen, er braut einen Trank, der — für Stunden — den Menschen ins Reich der Götter führt! Fünf billige Autos sind zu verkaufen «Sehr richtig, mein Herr!» «Und was kosten alle fünf Autos?» «Sie kosten zusammen 5000 Mark, also eben soviel wie ein neues Auto, das alle guten Eigenschaften besitzt.» , «Da würde ich tatsächlich besser tun,, gleich ein neues Auto statt der fünf alten Autos zu kaufen!» «Sehr richtig, mein Herr! Und wenn ich -Ihnen einen ehrlichen Rat geben darf, so würde ich Ihren letzten Vorsatz nur bestärken.» Mary muss wieder die Lippen färben, sie pudert das Naschen und schlägt die schlan- .ken Beine übereinander. Der Herr blinzelt ,mit einem Auge auf die Beine, mit dem anderen in die Brieftasche. - «Ja, Fräulein, ich kaufe ein neues Auto. Es ist doch immer am sichersten, neue Sachen zu kaufen. Hier sind die 5000 Mark, schönes Fräulein. Lassen Sie mir das neue Auto, das dort bei der Türe steht, heute noch zustellen. Guten Tag und auf Wiedersehen!» Mary steckt das Geld ein und atmet glücklich. .Ihr Plan ist gelungen... Da kommt eine Dame und sagt: «Sie haben den Verkauf von fünf billigen Autos inseriert.» Zehn Minuten später ist wieder ein fünf bereitgestellten alten Autos, welche Mary heute an den Mann oder an die Trau Frau ^ neues Auto verkauft... bringen will. Der Chef ist innerlich verzweig , Mittags- kommt der Chef, sieht die fünf feit; denn die fünf Autos gewähren einen An-!'"alten Autos, flucht, wirft den Hut zu Boden blick, bei dem auch ein Rekordoptimist und meint: weinen könnte. Dann geht er. «Ihr feiner Plan! Schade um das Geld für Zehn Minuten später betritt ein Herr den die Inserate!» Verkaufssaal. «Ich habe bis jetzt sieben neue Autos verkauft.» «Sie haben den Verkauf von fünf billigen Autos inseriert!» Der Chef fällt in einen Sessel; ein neuer «Gewiss, mein Herr,» sagt Mary und Käufer erscheint... lächelt einladend, während sie mit der Zunge die Lippen befeuchtet. ' Sie ist die lebende Verführung. «Hier sind die fünf Autos! Wählen Sie aus! Jedes kostet nur 1000 Mark.» Der Herr besichtigt die Autos; sein Gesicht wird allmählich länger und länger, bis das Kinn die Brust berührt. Mary lächelt. «Vielleicht darf ich Ihnen die Vorzüge der fünf billigen Autos erklären, mein Herr! Hier Nummer eins; es hat einen sanften, leisen Motor, niemand wird gestört, wenn man ihn 1 laufen lässt.» ,, «Aber die Pedale funktionieren nicht!» «Dann würde ich Nummer zwei empfehlen;' der Motor hat zwar eine gewaltige Klangfülle, die vielleicht nervös macht, dafür aber besitzt es die besten Pedale der Welt.» «Aber es steht auf sehr schwachen Rädern, sehen Sie nur!» «Vielleicht gefällt Ihnen Nummer drei besser, wenn Sie auf starke Räder Wert legen. Nummer drei steht wie auf Eisen!» «Stimmt, in der Tat! Aber dieses Auto macht von aussen einen armseligen Eindruck.» «Bitte, werfen Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Nummer vier; dieses Auto ist von aussen so schön wie ein Engel.» «Es ist schön... Aber es hat keine Zylinder, Fräulein, und keinen Benzinbehälter.» «Wenn Sie auf derlei Kleinigkeiten Gewicht legen, mein Herr, würde ich Nummer fünf anraten.» «Aber bei Nummer fünf bewegt sich das Lenkrad nicht.» «Daran gewöhnt man sich, mein Herr... Sie sehen, jedes dieser fünf Autos hat für sich eine hervorragende, gute Eigenschaft, wodurch es sich von selbst empfiehlt... Bedenken Sie nur, dafür kostet es nur den fünften Teil eines, neuen Autos. Sie kaufen vollständig reell, mein Herr. Wird Ihnen vielleicht die Wahl schwer?» Der Herr blickt von einem Auto zum anderen; dann sagt er: «Wenn ich mir zum Beispiel alle fünf Autos kaufe, so habe ich sämtliche guten Eigenschaften eines guten Autos gekauft.» Moderne Landstrassenromantik Auch der Zirkus, der doch die Romantik gepachtet hat und somit, wie die landläufige Meinung berichtet, keiner Neuerung zugänglich sein darf, hat den grossen Schritt von der Eisenbahnlinie auf die Landstrasse gewagt... Wer es nicht glaubt, der lasse einmal auf der Landstrasse diese moderne Karavane an sich vorbeirollen, die über 200 Wagen mit Anhängern besitzt und weissschimmernd sich durch Städte und Dörfer unseres Landes zieht, eine Vision einer neuen Zeit, und über allen Wagen breit und schreiend hingeworfen: Sarasini! Der erste Zirkus, der durch Autolastzüge sich vorwärtsbewegt! Stumm und verschlossen rollen Wagen um Wagen vorüber, schwer schütternd, — Raubtiere, Nilpferde, Seelöwen, Stangen, Gerüste, Hunde, Handwerkzeug, Bureaux, Affen, Bären, Flitterzeug, Theaterrequisiten, Werkstätten, Futter, Pferde, alle Dinge, die zu den zaubervollen Requisiten des Zirkus gehören, werden auf der Strasse transportiert. Vorüber die Zeiten, da breitstampfende Elefanten die Wagen vom Bahnhof her nach dem Spielplatze schleppten, wo Dampfschlepper heulten —> heute gleitet alles leise singend vorüber —< fast wie ein Spuk. Die meisten Autos von Sarasini, dem rollenden Zirkus, sind Transportwagen, Bureaux, Werkstätten, Raubtier- Wohnungen. Die Strasse wird vor der Abfahrt besonders signalisiert und bezeichnet, nachts sind die Pfeile, die die Richtung weisen, beleuchtet. Eigene ständige Patrouillenfahrer mit kleinen wendigen Automobilen jagen neben der Karavane her und bringen Ordnung in den langen Zug. Bleibt eines der schweren Lastautos stecken, kommen besondere Raupenschlepper zu Hilfe, die auf besonders konstruierten Kippwagen rasch transportiert werden können. So zieht dieser .jnoderne Zirkus von Stadt zu Stadt, und bleibet doch immer eine Angelegenheit des Flitter.und Glanzes, jener ewigen Romantik, ,dle.uns heute beinahe ganz abhanden gekom-» men ist. auf den menschlichen Organismus kannte man, seitdem der Kaffee aus seiner Heimat Arabien zu uns gekommen ist Erst um 1830 hat ein deutscher Chemiker das Goffein als den erregenden Stoff im Kaffee feststellen können.. 77 Jahre lang hat sich die Wissenschaft mit dem Problem des coffeinfrei zu machenden Kaffees befasst. Den Anstrengungen von Generationen ist in unserer Zeit des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts ein voller Erfolg beschieden gewesen. Geniale Männer haben der Menschheit die längst ersehnte Wohltat des coffeinfreien Kaffees geschenkt. Der coffeinfreie Kaffee Hag hat in den 22 Jahren seiner Existenz die Kulturwelt erobert. Jetzt trinken Millionen Menschen Kaffee Hag, leben coffeinfrei, weil sie da. durch die oft sehr lästigen Coffeinwirkungen meiden, weil sie mehr Genuss und bessere Gesundheit haben. Machen Sie sich diese segensreiche Errungenschaft zunutze, gönnen auch Sie sich und Ihren Angehörigen von Stund an die bessere, die coffeinfreie Lebensweise. bo.